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Mode & Accessoires
Unabhängige Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung Jahrgang 25 · März 2014
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4. Enduro Südtirol in Natz
Harte Kerle INTERVIEW: Europa-Parlamentarier Herbert Dorfmann im Gespärch PORTRAIT: Die Brixner Künstlerin Maria Stockner und ihre textilen Installationen FASCHING: Retrospektive auf das Brixner Faschingstreiben 2014 SEILBAHN: Warum Brixen nun doch auf eine Volksabstimmung verzichten muss
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Editorial
Politik & Gesellschaft >>> 04 04 | HERBERT DORFMANN: Die EU hat an Einfluss gewonnen 10 | Valerius Dejaco: Ein Rückblick 14 | Politrentenskandal: Entzaubert Menschen & Meinungen >>> 22 22 | MARIA STOCKNER: Bewahrerin der Dinge 27 | Pro & Contra: Menschenwürde in Südtirols Online-Foren 30 | Umfrage: Kommentare in Online-Medien Kunst & Kultur 32 | BRIXNER FASCHINGSTREIBEN: Der Narrathon
>>> 32
Veranstaltungen 42 | TIMER: April 2014
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Freizeit & Sport 48 | ENDURO SÜDTIROL: Harte Kerle 51 | Handballfanclub: Der achte Mann
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Wirtschaft & Umwelt 56 | SEILBAHNPROJEKT: Der Ball geht ans Land
>>> 56
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Es reicht! Zuerst der Politrentenskandal, dann die Affäre um Hanspeter Munters Arbeitslosengeld, das PenisringKabarett von Ulli Mair, nun das Affärchen um eine Wahldrucksache von Marie Måwe: Haben Sie sich auch längst gefragt, was hier derzeit eigentlich abläuft? Ich bin kein Freund von Verschwörungstheorien, aber dass all diese Meldungen auf einen sehr beschränkten Zeitraum konzentriert sind – das ist mir nun doch verdächtig. Liegt es an der Zusammensetzung der erst vor ein paar Wochen beschlossenen Landesregierung, die vielleicht einigen Leuten nicht passt? Wie kommen die Medien eigentlich zu den entsprechenden Informationen? Wer steckt ihnen ganz uneigennützig den Kassazettel von Beate Uhse zu, und welche Strategie steckt dahinter? Wie erfahren die Medien, dass Munter um Arbeitslosengeld angesucht hat? Wer hat ein Interesse daran, dass ausgerechnet jetzt herauskommt, dass Måwes Pin-Up-Drucksache von der Partei finanziert wurde? Ist die reißerische Berichterstattung zum Politrentenskandal Teil einer Strategie, die derzeitige Regierung und die Parteienlandschaft zu destabilisieren? Was auch immer dahintersteckt: Die Auswirkungen gefallen mir nicht. Es reicht! Wenn wildfremde Leute den Mandataren vor die Füße spucken, ihnen Kot vor die Haustür legen, sie in den Internetforen wüst beschimpfen, so ist das mit der Achtung vor der Würde des Menschen nicht vereinbar. Die Politik hat längst verstanden, dass sie Fehler gemacht hat. Sollte es hier aber wirklich um eine gezielte Strategie gehen, so würde ich, wenn mir dies erlaubt ist, dem Landeshauptmann Arno Kompatscher anraten, sicherheitshalber die Landesregierung nicht umzukrempeln und schon gar keine Neuwahlen zu forcieren. Wenn es einigen wichtigen Leuten nicht passt, so ist dies vielleicht sogar ein Kompliment für den Weg, den er eingeschlagen hat.
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Politik & Gesellschaft
„HABE MICH ÜBER DIE INTRANSPARENZ FURCHTBAR GEÄRGERT“: EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann zum Politrentenskandal
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Fotos: Oskar Zingerle
EUROPAPARLAMENTARIER HERBERT DORFMANN IM GESPRÄCH
„Die EU hat an Einfluss gewonnen“ HERBERT DORFMANN, Abgeordneter im Europäischen Parlament, über seine Arbeit im Ausschuss für Wirtschaft und Währung, zur Lage in Italien, zu den neuen Wegen der Agrarpolitik – und welche Chancen er sich ausrechnet, bei den Europawahlen am 25. Mai wieder gewählt zu werden. Herr Dorfmann, seit 2009 sitzen Sie nun im Europäischen Parlament. Welches Fazit ziehen Sie aus dieser Zeit? HERBERT DORFMANN: Für mich waren das die ersten fünf Jahre, weshalb ich keine Vergleichsmöglichkeit habe. Ich glaube aber, dass dies in vielerlei Hinsicht besondere Jahre im Europäischen Parlament waren. Wenige Monate nach meiner Wahl ist der Lissabon-Vertrag in Kraft getreten, der die Entscheidungsfindungen im Parlament in eine vollkommen neue Dimension geführt hat. Vor
die in den vergangenen fünf Jahren getroffen wurden, haben mit der wirtschaftlichen Situation in den Mitgliedsstaaten zu tun, mit Bankenrettungen, der Situation des Euro. Was hat dieser Ausschuss konkret bewirkt? Der Liberalisierungsschub der letzten 20 Jahre im Bankenwesen hat enorme Probleme bereitet mit weltweit katastrophalen Auswirkungen nicht nur für die Banken, sondern für die gesamte Bevölkerung. Wir in Südtirol glauben
scheidenden Schritten initiiert, auch wenn hier noch einiges zu tun ist. Vor fünf Jahren hätte man es noch nicht für möglich gehalten, dass es 2014 in Europa ein gemeinsames Bankenrecht samt europäischer Bankenaufsicht geben würde – heute ist es Realität. Auch die makroökonomische Aufsicht der Mitgliedsstaaten war ein enorm wichtiger Schritt. Was den Menschen auch in Südtirol nicht bewusst ist, ist die schlimme Situation der Mitgliedsstaaten in den Jahren 2010 und 2011: Wir waren am Rande des totalen Abgrundes. Die von Brüssel beschlossenen
„Mit dem derzeitigen Wahlgesetz braucht es 50.000 Vorzugsstimmen – das ist nicht einfach“_ Herbert Dorfmann, Abgeordneter im EU-Parlament allem aber sind wir in diesen Jahren in eine wirtschaftliche Situation hineingestrudelt, deren Dimension niemand auch nur annähernd vorausgeahnt hatte. 2009 bin ich in den Ausschuss für Wirtschaft und Währung im Parlament gegangen; dieser Ausschuss war nicht sonderlich beliebt, weil man mit ihm viel Arbeit verband. Heute wissen wir, dass er sich zum Königsausschuss entwickelt hat: Alle großen Entscheidungen,
immer, dass diese großen Banken weit weg sind, aber wenn wir heute beobachten, welche Schwierigkeiten die Republik Österreich mit der Hypo Alpe Adria hat, so können wir erahnen, welche auch lokale Tragweite eine zu große Freiheit der Banken hat. Wir haben im Parlament allein 41 neue Verordnungen erlassen, die das Bankenwesen in Europa neu aufgestellt haben. Wir haben die Bankenunion in ihren ent-
Maßnahmen waren dem entsprechend einschneidend. Gut, aber Italien ist nach wie vor in einer extrem prekären Situation – die Probleme Italiens sind keineswegs gelöst. Man muss unterscheiden. Wir hatten fünf Staaten, die voll oder teilweise im Rettungsschirm waren: Zypern, Griechenland, Spanien, Portugal und Irland. Von 5
Politik & Gesellschaft
diesen hat ein Staat, Irland, den Rettungsschirm wieder verlassen. Spanien ist dabei, ihn zu verlassen, Portugal wird dies in nächster Zukunft ebenfalls tun. Wir haben nach wie vor ein massives Problem in Griechenland. Der Rettungsschirm in Irland hat den europäischen Steuerzahler kein Geld gekostet – es ging hier nur um Bürgschaften. Irland hat sich saniert – und hat nun fast die größte Wachstumsrate in Europa. Dieselbe Entwicklung wird es in den nächsten zwei oder drei Jahren auch in Spanien, Portugal und Zypern geben. War es in dem Sinn ein Fehler, Italien nicht unter den Rettungsschirm zu geben? Man muss bei allen Schwierigkeiten Italien zumindest zugestehen, dass man es geschafft hat, den
famosen Spread zu senken, was dazu geführt hat, dass Italien zu halbwegs vernünftigen Konditionen Geld leihen kann. Wir vergessen nur manchmal etwas zu schnell: Noch vor zwei oder drei Jahren musste Italien doppelt so hohe Zinsen zahlen als heute. An dieser Front ist die Situation wieder halbwegs beruhigt. Allerdings besteht kein Zweifel, dass sowohl Italien als auch Frankreich ihre internen Schwierigkeiten bereinigen müssen. In Italien kritisiert man die Europäische Union für die Austeritätspolitik, die sie von Italien einfordert – dabei fordert die EU gar nichts, sondern war immer schon ziemlich flexibel mit den Vorgaben. Das Problem von Italien war, dass man in der Vergangenheit nichts tun wollte und sich gleichzeitig immer mehr verschuldete – das kann natürlich nicht funktionieren. Irgendwann
wird man sich also entscheiden müssen, notwendige Reformen des Staatswesens anzugehen. Laut dem von Ihnen vorhin zitierten makroökonomischen Aufsichtsbericht hat Italien drei gravierende Probleme: Die Staatsverschuldung, die trotz Austeritätspolitik immer mehr gestiegen ist, außerdem die mit 36 Prozent enorme Jugendarbeitslosenrate und die schwache Produktivität. Kann Italien seine Probleme noch allein lösen, oder müsste die EU dem Land unter die Arme greifen? Nun, dieser Bericht legt Italien den Finger in die Wunde: Neben diesen drei Problemen geht es auch um die Justiz, die in Italien im Vergleich zu den anderen Staaten viel zu schwerfällig ist. Die Steuerbelastung ist zu hoch, vor
allem die Besteuerung von Arbeit. Die Frage aller Fragen ist: Schafft Italien die Voraussetzungen, dass sich hier neue Unternehmen ansiedeln, oder haben die Unternehmen hier auch in Zukunft so schlechte Rahmenbedingungen, dass sie am liebsten das Land so schnell wie möglich verlassen möchten? Eine Volkswirtschaft lebt von unternehmerischer Tätigkeit, und ich habe derzeit nicht den Eindruck, dass Italien alles unternimmt, unternehmerische Initiativen durch entsprechende Rahmenbedingungen zu unterstützen. Es geht dabei um die vielen kleinen Unternehmen, aber auch um die großen: Mich hat schon gewundert, wie still in Italien alle waren, als Fiat entschieden hatte, den Firmensitz nach Holland zu verlegen und die Steuern in Großbritannien zu zahlen. Das sind Warnschüsse, die klar zeigen, wo die Probleme liegen. In Brüssel können wir diese Probleme nur anmahnen; lösen muss Italien sie schon selbst. Europa kann Italien zum Beispiel nicht dazu zwingen, das Zivilgesetzbuch zu ändern, weil es sich herausgestellt hat, dass die Justiz im Vergleich zu den anderen Ländern viel zu langsam ist. Europa kann auch nicht Italien zwingen, die Arbeitsmärkte zu flexibilisieren – unsere Aufgabe ist es, den Italienern die Hinweise zu geben, dass es hier dringenden Handlungsbedarf gibt. Also gibt es keine Hilfe für Italien? Es braucht möglicherweise beides: Italien muss sich selbst helfen, und Europa muss helfend eingreifen. Das ist aber in den letzten Jahren eh schon passiert: Die Europäische Zentralbank hat zum Beispiel die Geldmärkte mit Mitteln geflutet ... ... nun, diese Gelder sind dann aber in den Banken geblieben. Die italienischen Unternehmen hatten dadurch nur marginale Vorteile.
Herbert Dorfmann: „2010 und 2011 stand die Europäische Union am Rande des totalen Abgrundes“
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Das war wohl von Anfang an klar, dass diese Gelder auch dazu dienen sollten, dass die Banken Staatspapiere ankaufen. So ehrlich sollten wir sein; die Staaten haben dadurch etwas mehr Luft bekommen. Die Europäische Zentralbank hatte diese Entwicklung schon vorausgesehen. Sie können auch die Bilanzen der lokalen Banken analysieren: Jede Bank hat diese Gelder in Anspruch genommen und zum Teil der lokalen
Wirtschaft zugeführt. Mit dem Rest wurden Staatspapiere erworben. In Brüssel weiß man, dass sowohl Italien als auch Frankreich Hilfe braucht, aber wenn die Einheitswährung langfristig bestehen soll, müssen die einzelnen Staaten auch bereit sein, ihre größten Defizite selbst auszubügeln.
hat in Brüssel sehr der Regierung Monti vertraut, danach auch der Regierung Letta – und jetzt hat man großes Vertrauen in Renzi.
Das Benchmarksystem der makroökonomischen Aufsicht zeigt also die verschiedenen Defizite der einzelnen Länder auf. Hat man aber bei der Schaffung der EU den Fehler gemacht, zu wenig auf eine Harmonisierung der Regeln zu achten?
Wir sind ein Land an der Grenze mit einigen Besonderheiten. Von den Errungenschaften, die Europa heute vorzuweisen hat, profitieren Grenzregionen am meisten: Die freie Bewegung der Menschen, die gemeinsame Währung, der Abbau der Grenzen, die Möglichkeit, überall zu arbeiten, der Binnenmarkt – die Südtiroler fühlen diese Vorteile mehr als die Römer, die vielleicht einmal im Jahr über den Brenner fahren. Die Bedeutung des Schengen-Vertrages ist für uns Südtiroler größer als für einen Sizilianer; wir können uns nur nicht mehr an die langwierigen Zoll- und Ausweiskontrollen am Brenner erinnern. Die Bedeutung des Binnenmarktes ist auch für uns enorm: Es gibt eine Reihe von großen Betrieben, die praktisch ihre gesamte Produktion exportieren – auch in Brixen: Alupress, Durst, um nur diese zu nennen. Die Industrie, aber auch die Obstwirtschaft profitiert in hohem Ausmaß davon, dass sie einen zollfreien Zugang zum europäischen Markt haben.
Im Nachhinein ist man ja oft gescheiter. Sie haben aber Recht. Bei der Schaffung der Währungsunion hat man die Problematik unterschätzt. Man war der Meinung, dass man durch die wenigen Maastricht-Kriterien imstande sein würde, das Auseinanderdriften der Volkswirtschaften zu verhindern. Man wollte die schwachen Volkswirtschaften stützen, passiert ist aber genau das Gegenteil: Die starken Länder haben den Euro genutzt, um noch stärker zu werden. Ein deutscher Autobauer hat ein extremes Interesse, dass er in Europa kein Währungsrisiko mehr hat. Der Euro hat das Auseinanderdriften der Volkswirtschaften weniger gebremst als beschleunigt. Wo liegt die Lösung? Entweder wir schaffen es, diese dauernden Spannungen in der Währungszone zwischen den Volkswirtschaften aufzuheben, ansonsten wird es irgendwann zum großen Knall kommen. Schauen Sie, auch hier in Südtirol hört man hin und wieder, dass der Euro an allem schuld sei, dass er den Menschen nur Nachteile gebracht habe. Ich habe aber große Zweifel daran, ob Südtirol die vergangenen fünf Jahre wirklich besser über die Runden gebracht hätte, wenn es die Lira noch geben würde. Trotzdem: Wie sieht man in Brüssel die Lage von Italien? De facto hat sich die eh schon schlimme Situation von Italien in den vergangenen zwei Jahren noch drastisch verschlechtert ... In Brüssel nimmt man die Lage in Italien, aber auch in Frankreich als großes Problem wahr. In Italien hat man sich immer wieder an Strohhalme geklammert: Man
Wie wichtig ist Europa für Südtirol, oder, umgekehrt gefragt, wie wichtig ist es, dass Südtirol einen Vertreter in Brüssel hat?
Die Aufteilung der Agrargelder der EU für den Zeitraum 20142020 ist inzwischen beschlossen? Die Römer sind sich zu diesem Thema noch nicht einig; in Brüssel ist alles gelaufen. Das Ziel der europäischen Agrarpolitik ist, dass der gesamte Kontinent landwirtschaftlich in Betrieb gehalten werden soll. Das bedeutet, dass wir die Förderung von großen Ackerbaugebieten reduzieren und jene von schwierigen Gebieten erhöhen müssen. Schwierige Gebiete sind vor allem die Berge, aber auch ganz im Norden und im Süden gibt es Situationen, in denen Landwirtschaft schwierig ist, und wenn man will, dass Landwirtschaft in diesen Gebieten erhalten bleibt, muss man die Förderungspolitik ändern. Ein Milchbauer, der bei uns am Berg 20 Kühe hat, hat ohne Förderung keine Chance, in diesem Markt zu bestehen – so ehrlich müssen wir sein. Für einen Bauern in der Po-Ebene mit 500 Kühen sieht die Wirtschaft-
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lichkeit schon ganz anders aus. Die Öffentlichkeit akzeptiert, dass man dem kleinen Bergbauern hilft – auch in Südtirol gibt es darüber weitgehend einen Konsens. Mein Ziel in den vergangenen Jahren war es, die europäische Agrarpolitik in diese Richtung zu lenken. Schauen Sie, allein der Aufbau des Sektors „Urlaub am Bauernhof“ ist de facto mit europäischem Geld passiert; die Ausbildung der Bäuerinnen und Bauern wurde vom europäischen Sozialfonds unterstützt. Dieser Sektor hat viel dazu beigetragen, dass Bergbauern auf einen Weg in die intensive Landwirtschaft verzichtet und stattdessen ihre Kleinheit bewahrt haben. Ein Südtiroler Almwirt könnte allein vom Ertrag aus dem Heu nicht leben; wenn er aber die Wiese mäht, bekommt er von der EU einen kleinen Beitrag – und davon profitiert die Allgemeinheit, weil die Almen auf diese Weise in einem tadellosen Zustand erhalten bleiben. Vor 20 Jahren wären diese Förderungen undenkbar gewesen. Auf die Südtiroler Realität bezogen, würde dies bedeuten, dass ein großer Obstbauer kein Geld
bekommt, während der kleine Bergbauer gefördert werden soll ... Der Obstbauer hat auch bisher direkt keine Förderungen bekommen; lediglich den Genossenschaften ist unter die Arme gegriffen worden. Es wird aber gelingen, dass die Südtiroler Berglandwirtschaft deutlich mehr Geld bekommt. Das grundsätzliche Konzept geht in die Richtung, dass Betriebe, die sich selbst erhalten können, keine Gelder mehr bekommen sollen. Trotzdem hat man schon den Eindruck, dass das EU-Parlament ein Konstrukt ist, das von den großen Lobbies getrieben ist – die große Industrie hat die Möglichkeit, in viel effizienterer Weise die Entscheidungen zu beeinflussen als ein kleiner Bergbauer. Täuscht dieser Eindruck? Es gibt kein politisches System, vom Gemeinderat angefangen bis hin zum Europäischen Parlament oder dem amerikanischen Senat, das nicht lobbyiert ist. Jeder Interessensvertreter versucht selbstverständlich, die Politik zu
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beeinflussen. Dann tendiert man dazu, die Lobbyisten in „böse“ und „gute“ zu unterteilen – das ist ein Grundfehler, weil es immer eine Frage der subjektiven Wahrnehmung und Beurteilung ist. Ich bin nicht der Meinung, dass ein Politiker sich unbedingt die Lobbies vom Leibe halten soll; ich zum Beispiel möchte schon wissen, was verschiedene Interessensgruppen wollen, ansonsten geschieht Gesetzgebung im luftleeren Raum. Die Frage ist, wie weit sich ein Politiker von den Lobbies beeinflussen lässt, und das entscheidet dann jeder Politiker in Eigenverantwortung. Das Ziel ist, dass die Politik die verschiedenen Meinungen einholt und dann in großer Freiheit eine Entscheidung trifft. Lobbyismus ist also grundsätzlich nicht schlecht, er muss aber transparent und geregelt sein. Nach einigen unliebsamen Ereignissen hat die EU zum Beispiel das Lobbyistenverzeichnis eingeführt, aus dem hervorgeht, wer welchen Verband oder Lobbyisten finanziert. Ende Mai sind Europawahlen; in Südtirol fällt dieser Termin in eine politisch schwierige Phase. Diese Phase empfinde ich persönlich als sehr schmerzhaft, weil auch ich mich selbst in einem gewissen Maß verraten fühle. Eigentlich geht es beim Politrentenskandal um die Diskussion, in welchem Ausmaß politische Arbeit entlohnt werden soll; diese Diskussion ist sehr schwierig zu führen, weil es am Ende immer Leute geben wird, die der Meinung sind, dass die Politiker zu viel verdienen. Andererseits bin ich auch der Meinung, dass man dem Politiker zugestehen muss, dass er ein Gehalt bezieht, das ihm ein ordentliches Leben ermöglicht. Am Ende stammt das Geld für die Entlohnung aber aus dem Steuertopf; der Steuerzahler hat also zumindest das Recht, genau zu erfahren, wie viel er für den einzelnen Politiker ausgibt. Totale Transparenz ist einfach unbedingt erforderlich, und im Europäischen Parlament wird diese auch gepflegt. Auf der Homepage des Parlaments steht bis ins letzte Detail, was jeder einzelne Parlamentarier verdient. Im Regionalrat hat man versucht, aus einer Privilegiensituation auszusteigen, für die die heutigen Akteure nicht verantwortlich sind, weil diese Privilegien aus einer Zeit stammen, die sehr weit entfernt ist. Das Ansinnen, die-
se Privilegien abzustellen, ist an und für sich positiv. Warum hat man die Umsetzung dann nicht in großer Transparenz abgewickelt? Ich hätte mir erwartet, dass man der Bevölkerung in aller Klarheit die Vorteile der Lösung und den entsprechenden Handlungsspielraum darlegt. Man hat den Leuten aber lediglich gesagt, dass man von den Privilegien aussteigen würde; gleichzeitig hat man aber nicht den Preis genannt, der dafür zu bezahlen ist. Das ist in Wirklichkeit jenes Detail, das die Leute – zu Recht! – am meisten ärgert, mich auch. Jetzt gibt es ein generelles Misstrauen gegen die Politik, einen aufgestauten Frust. Erwarten Sie sich, dass die Wahlbeteiligung bei den Europawahlen am 25. Mai erheblich sinken wird? Nun, nicht wählen zu gehen – das kann dann aber auch nicht die demokratische Antwort auf diese Stimmung sein. Ich verstehe vollkommen den Frust vieler Menschen, aber deswegen auf das Wahlrecht zu verzichten, ist der falsche Weg. Befürchtet man eine Radikalisierung des Wahlverhaltens? Der Skandal betrifft alle Parteien; all jene Parteien, die bisher über Jahre gesagt haben, dass ihnen der Honig überhaupt nicht schmeckt, sind mit der Hand am tiefsten im Honigglas erwischt worden. Es gibt Leute in der Landespolitik, die seit Jahren nach außen groß von Privilegien reden, und sobald es dann um ihre eigenen Pfründe gegangen ist, waren sie offensichtlich plötzlich sehr still. Die EVP, der auch die SVP angehört, ist heute die stärkste Fraktion im Europäischen Parlament. Wird sich dieser Status halten lassen? Die Stimmung gegenüber der EU ist in vielen Ländern eher kritisch. Fürchtet man eine Wanderung des Wählerwillens in extreme Richtungen? Die große Frage der wirtschaftlichen Schwäche hatte ihre Effekte, das stimmt. Einer davon war, dass die Europäische Union jene Länder, die in Schwierigkeiten waren, etwas unter Druck gesetzt hat – was nicht bei allen Ländern gut angekommen ist. Schauen Sie, in Griechenland hat es Tausende öffentliche Angestellte gegeben, die nicht einmal gewusst haben,
Weg bringen, die schon lange auf der To-do-Liste sind: Wir müssen es schaffen, das Denken in Nationalitäten zu reduzieren und den „europäischen Bürger“ zu schaffen. Die Gesetze zur Zuwanderung müssen unbedingt harmonisiert werden; es kann doch nicht sein, dass es hier vollkommen verschiedene Regelungen gibt. Europa muss eine gemeinsame Verantwortung für den Außenschutz übernehmen. Österreich hat zum Beispiel ein vollkommen anderes Asylrecht als Italien. Es gibt also eine Reihe von Baustellen, die erledigt werden müssen. Wie sehen Sie Ihre Chancen zur Wiederwahl?
Herbert Dorfmann im EU-Parlament: „Italien und Frankreich müssen ihre internen Schwierigkeiten bereinigen“
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wo ihr Arbeitsplatz ist. Dieser Miss-Stand ist abgeschafft worden – was aber bei den Betroffenen, die plötzlich ohne Job waren, natürlich zu einer kritischen Haltung gegenüber der EU geführt hat. Auch in den wirtschaftlich starken Ländern gibt es Kreise, die die EU aus dem entgegengesetzten Grund kritisch sehen: Warum sollen wir solidarisch sein mit den schwachen Ländern? Die AfD in Deutschland ist ein klassisches Beispiel: Es war bis vor ein paar Jahren nicht vorstellbar, dass es eine Partei geben könnte, die die Europäische Union als einziges Thema für sich beansprucht und damit wahrscheinlich deutlich über 5 Prozent kommen wird. Andererseits ist es interessant zu beobachten, dass die EU noch nie so stark öffentlich debattiert worden ist: Der Wahlkampf in Deutschland und Frankreich ist in den Medien ein großes Thema, weil eben der Einfluss der EU auf das Leben der Menschen gestiegen ist. Nach den fünf schwierigen Jahren ist uns allen bewusst, dass es eine Zunahme von europakritischen Parteien geben wird. Es wird aber nicht nur die EVP sein, die darunter leidet, sondern alle großen Fraktionen werden möglicherweise Verluste einfahren.
Derzeit haben wir ein freies Spiel der Demokratie, in dem sich zu den verschiedenen Themen Mehrheiten zwischen den großen Fraktionen bilden können. In einem Parlament, in dem deutlich mehr europakritische Leute sind, die sich aus jeder konstruktiven Diskussion ausklinken, wie zum Beispiel die Vertreter der Lega Nord, funktioniert das nicht mehr. Das bedeutet dann, dass sich de facto die zwei großen Parteien
in einer großen Koalition einigen müssen, und das ist aus meiner Sicht nicht so gut. Welche Ziele haben Sie im Fall einer Wiederwahl für die nächsten fünf Jahre? Wenn Europa aus dieser enormen Wirtschaftskrise herauskommt, und die derzeitigen Signale sind nicht schlecht, dann muss Europa endlich einige Themen auf den
Der notwendige Pakt mit dem PD ist auf einem guten Weg; wir haben uns ja bereits bei den Parlamentswahlen grundsätzlich darauf geeinigt, den Pakt auf die Europawahlen auszudehnen. Mit dem derzeitigen Wahlgesetz braucht der Kandidat der Südtiroler Volkspartei 50.000 Vorzugsstimmen; das Erreichen dieses Ergebnisses hängt in erster Linie von der Wahlbeteiligung ab. Wenn es in Südtirol am 25. Mai eine vernünftige Wahlbeteiligung geben wird, dann sehe ich die Chancen für meine Wiederwahl relativ gut, ansonsten wird es schwierig.
willy.vontavon@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
Welche Auswirkungen wird das haben? Die Auswirkungen könnten für die Demokratie eher ungut sein. 9
BRIXEN
Politik & Gesellschaft
Für ein neues Brixen Fotos: Archiv Dejaco
Valerius Dejaco, Brixens erster demokratisch gewählter Bürgermeister (1952-1968), wäre am 11. März 100 Jahre alt geworden. Ein Rückblick auf das Leben und Wirken von Valerius Dejaco, verfasst von Hans Heiss.
Valerius Dejaco zählt neben Zeno Giacomuzzi und Klaus Seebacher zu den bislang drei Langzeit-Bürgermeistern Brixens in der Nachkriegszeit
B
ürgermeister Valerius Dejaco hat die Geschicke der Gemeinde Brixen an einer entscheidenden Schnittstelle übernommen. Mit den seither erstmals demokratisch gewählten Gemeinderäten hat er ihre Entwicklung für die Dauer von 16 Jahren grundlegend geprägt, mehr noch: Er hat Brixen eine langfristige und insgesamt vorteilhafte Ausrichtung gegeben – und dies unter keineswegs leichten Umständen.
Garant eines Neubeginns. Va-
lerius Dejaco zählte zu den bislang drei Langzeit-Bürgermeistern Brixens in der Nachkriegszeit, die wie sein Nachfolger Zeno Giacomuzzi von 1968 bis 1988 und der unvergessene Klaus Seebacher von 1988 bis 2005 jeweils für zumindest drei Amtsperioden die Ge10
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meinde verwalteten und damit die Kontinuität ihrer Entwicklung verbürgten. Verkörperte Giacomuzzi als der große Innovator jugendlichen Aufbruch und Dynamik, so wirkte Seebacher hingegen als der klug-besonnene Administrator, während Valerius Dejaco als der Garant eines Neubeginns auftrat, in dem schwere Erblasten der Vergangenheit anzunehmen und zu bewältigen waren. Zugleich hatte er die Geleise einer gedeihlichen Neuentwicklung zu legen, im Zeichen des Ringens um ein friedliches Auskommen der drei Sprachgruppen. Dejaco stand vor enormen Herausforderungen, denen er oft nur erschwert standhielt, die er aber insgesamt mit Würde und Verantwortungsbewusstsein zu bewältigen verstand. Dejaco war, ähnlich wie Silvius Magnago, das Inbild eines Alttiro-
lers, in dessen Persönlichkeit die Erfahrungen vorab der deutschen Sprachgruppe, aber auch von Ladinern und Italienern aufeinander trafen. Die aus Ladinien stammende Familie Dejaco war zunächst im Trentino beheimatet, bevor sie sich über einen Aufenthalt in Tirol in Brixen dauerhaft niederließ. Valerius Dejaco war als junger Dreißigjähriger nach dem Kriege geprägt von drei Erfahrungsbeständen: Zum einem dem Wert akademisch-humanistischer Bildung, die ihm sein Elternhaus vermittelt hatte, wobei der Arztberuf eine zentrale Rolle spielte. Er selbst war als Dr. phil. zwar kein Mediziner, die Heilung und Versöhnung von Gegensätzen lag aber auf der familiären Linie und kam seinem öffentlichen Handeln zugute, als ein Charakterzug, der seiner Familie bis heute
eignet. Zum Zweiten bildete seit der Option für Deutschland und der Kriegserfahrung das politische und kulturelle Überleben der deutschen Sprachgruppe ein Kernanliegen Dejacos, das er auch mit Schärfe und großem Nachdruck zu vertreten wusste, ohne deshalb die Bedeutung der anderen Sprachgruppen abzuwerten oder gering zu schätzen. Das Wahrnehmen von Verantwortung war schließlich eine dritte Komponente, die sich aus der Prägung von Familie und Biografie heraus nachhaltig durchzeichnete. Eine Verantwortung, die sich zunächst in einem markanten Familiensinn widerspiegelte, die sich dann auch auf die Öffentlichkeit übertrug. In seiner Frau Elisabeth Alberti, die der bekannten Brixner Bäckerfamilie entstammte, einer warmherzigen und umsichtigen
Persönlichkeit, hatte er seit langem eine kongeniale Partnerin, die wesentliche Verantwortung für die große Familie übernahm und ihm überdies den Rücken für den öffentlichen Einsatz freihielt.
Die Wahl zum Bürgermeister. Bildung und Kultur, Volkstumsbewusstein und eine Ethik der Verantwortung dienten mithin als Ausgangspunkte des öffentlichen Handelns von Valerius Dejaco, das sich mit der Wahl zum Bürgermeister am 25. Mai 1952 konkreter gestaltete. Bislang als Lehrer tätig, aber bereits in zahlreichen Ämtern stehend, rückte der 38-Jährige nun in eine neue Verantwortungsposition ein. Für die Wahl zum Stadtoberhaupt war Dejaco nicht von vornherein prädestiniert. Zwischen 1948 und 1952 hatte über Brixen der Stern von Bürgermeister Natale Dander geleuchtet, der – damals noch vom Präfekten ernannt – auch bei einem demokratischen Wahlgang 1952 spielend den Durchmarsch an die Spitze geschafft hätte, da er in den vier Jahren Amtszeit der Stadt und ihren Fraktionen Signale
des Neuaufbruchs gesetzt hatte. Aber Dander stand der Sinn nach Höherem, plante er doch, 1953 für das Römische Parlament zu kandidieren; daher ließ er in Brixen anderen den Vortritt. Zudem hegte der Vorgänger Dejacos keine Absichten, sich voll und ganz in die Mehrheitspartei eingliedern zu lassen: Er begriff sich als Mittler zwischen Südtiroler Volkspartei und Democrazia Cristiana. So kam für Brixens Mehrheitspartei als Spitzenmann nur Valerius Dejaco in Frage, da er Positionen der Volkstumspolitik ebenso abdeckte, wie er auch in der Lage war, dank seiner Sprachkenntnisse und Vermittlungsgabe den Dialog mit dem natürlichen Koalitionspartner, der Democrazia Cristiana, zu pflegen. Das Wahlergebnis sicherte ihm und seiner Partei eine überzeugende Mehrheit, die auch durch die hohe Wahlbeteiligung und das starke Gewicht der Landfraktionen zustande kam. Die öffentliche Aufmerksamkeit in Südtirol richtete besonderes Augenmerk auf Brixen, da die Bischofsstadt als einzige der größeren Städte Südtirols über einen Bürgermeister
deutscher Sprachgruppe verfügte. Und zudem galt in jenen Tagen der Fokus besonders Brixen, da eine Woche vor den Gemeindewahlen Joseph Gargitter zum Bischof von Brixen-Säben geweiht worden war – ein deutlicher Wink der Kirche an die Wählerschaft, ihre Stimme im anschließenden Wahlgang katholisch gesinnten Parteien zu geben.
Finanzmangel erschwert die Arbeit. Die ersten vier Jahre der
Ära Dejaco lassen sich als Phase der Kontinuität und des Wiederaufbaus betrachten: Kontinuität im Sinne seines Vorgängers Dander, der in Sachen Infrastruktur und Finanzierung wichtige Leistungen erbracht hatte und etwa im Schulbau, aber auch im Bereich Stadtverschönerung als „sindaco delle fontane“ beachtliche Erfolge erzielt hatte. Die Aufgabe, Stadt und Land in eine gedeihliche Zukunft zu führen, war eine schwere Bürde, da die Einnahmen denkbar gering waren, denn das Inkasso aus Konsumsteuer und Miniabgaben wie der Billard- und Klaviersteuer war oft schlichtweg erbärmlich.
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Zudem bildete die unterbesetzte, oft genug wenig effiziente Gemeindeverwaltung mit dem keineswegs pflegeleichten Gemeindesekretär Ulisse Massari ein stetes Sorgenkind, erst recht das Städtische Krankenhaus, dessen Mängel in Patientenbetreuung und Verwaltung immer wieder beklagt wurden. Straßen und Infrastrukturbauten scheiterten an Finanzmangel, wie der Bürgermeister mit Stadtkämmerer Hans Sloschek ständig erfuhr, zumal letzterer auch unter dem Druck der überschweren Belastung tragisch aus dem Leben schied. Und dabei sollte nicht vergessen werden, dass die Leitung der Stadt nur gegen eine minimale Aufwandsentschädigung und faktisch ehrenamtlich erfolgte, sodass der für eine große Familie verantwortliche Valerius Dejaco weiterhin seiner Tätigkeit als Lehrer nachgehen musste. Trotz prekärer Verhältnisse der Stadt gab es Zeichen des Neuaufbruchs, wie die bereits im Herbst 1952 eröffnete Außenstelle der Universität Padua, zu deren Eröffnung Ministerpräsident Alcide De Gasperi Brixen unverhofft die
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Politik & Gesellschaft
Ehre gab. Auftrieb gaben auch soziale Einrichtungen wie das am 25. April 1954 eröffnete „Oratorio Don Dosco“, dessen Bau vor allem Don Giuseppe Franco mit Unterstützung der Diözese betrieben hatte, um einen zentralen Sammlungspunkt auch für die italienische Pfarrgemeinde zu schaffen. Auch das neue Südtiroler Kinderdorf im Burgfrieden war im Dezember 1956 eine erfolgreiche Neueröffnung, als erste Einrichtung ihrer Art im Lande. Die Verwaltung Dejaco konnte zu solchen Infrastrukturen aus Gemeindemitteln zwar selbst wenig beisteuern, wohl aber Grund ankauf und Genehmigungsphase wesentlich erleichtern. Mit dem Bau der Battististraße am linken Eisackufer 1956 wurden die Stadtzufahrt und die Erschließung von Stufels wesentlich erleichtert.
fer als 1953, da beide Parteien nach den Jahren des Burgfriedens autonomiepolitisch nunmehr auf völlig konträrem Kurs waren. Und schließlich spiegelte sich drittens die Auseinandersetzung in den Spitzenmännern, deren gegensätzliches Naturell bei diesem Wahlgang deutlich hervortrat. Die Wahl endete mit einem Patt: 15 SVP-Sitze, 10 für italienische Parteien und 5 für die Liste „Weißer Turm“. Zu allem Überfluss erzielten bei der anschließenden Wahl zum Bürgermeister, die damals noch der Gemeinderat vornahm, Dander und Dejaco jeweils 15 Stimmen, sodass die Blockade total war. Nach vier vergeblichen
von Trient!“ 1957 und der 150-JahrFeier von Anno Neun 1959 deutlich zunahmen. Aber auch auf der italienischen Gegenseite fehlte es nicht an nationalen Scharfmachern wie dem MSI-Gemeinderat Attilio Piasenti, der von gemäßigten DC-Exponenten wie Luigi Rella oder Ada Scaggiante einigermaßen in Schach gehalten wurde. Die Konflikte häuften sich bisweilen zu einer Dauerdetonation, etwa um die Rückbenennung eines Teiles der „Via Roma“ in Großer Graben, oder an der Weigerung des Bürgermeisters im Jahre 1959, an der Feier zum 4. November teilzunehmen. Seine redliche Begründung, dass dieser Tag für die
Wahlgängen schritt der Regierungskommissär ein, übernahm die Verwaltung der Gemeinde und schrieb für Dezember 1956 Neuwahlen aus, bei denen die SVP um ein Mandat zulegte und der „Weiße Turm“ eines verlor. Trotz nunmehr geklärter Mehrheitsverhältnisse war die Führung der Gemeindeagenden nun ungleich schwerer als bis 1956, da an die Stelle der bislang geübten Kooperation ein allseitiger Konfrontationskurs trat. Die Gemeindepolitik unter Bürgermeister Dejaco durchfuhr bis 1962 schweres Wasser, da er selbst einerseits an der Spitze mancher Auseinandersetzungen stand, wobei er auch volkstumspolitisch eine entschiedene Haltung zugunsten der deutschen Sprachgruppe einnahm, zum anderen aber als Stadtoberhaupt dennoch um Ausgleich bemüht sein musste. Hinter ihm stand eine Ratsfraktion, deren Härte und Intransigenz mit Beginn der Attentatswelle 1956, dem „Los
Südtiroler kein Festtag, sondern ein Trauertag sei, fand entrüsteten Widerhall bis in den nationalen Blätterwald – in unseren Tagen hätte Bruno Vespa den Casus gewiss aufgespießt. Für Dejaco selbst hatte der Vorfall eine teilweise Amtsenthebung zur Folge, da ihn Vizepräfekt D’Amico – nomen est omen – für die Dauer von drei Monaten den Bürgermeister von seinen vom Staate delegierten Regierungsfunktionen suspendierte.
Harter politischer Schlagabtausch. So wäre die Wiederbe-
stätigung von Dejaco im Frühjahr 1956 kaum schwer gefallen, hätten nicht die Schatten der ungelösten Autonomiefrage, die ethnische Verhärtung und lokale Krisenherde den noch jungen Bürgermeister mit dem Gemeinderat auf eine harte Probe gestellt. Der neuerliche Wahlgang stand unter dem Eindruck einer Rückkehr von Natale Dander in die Gemeindepolitik, nachdem seine Kandidatur zum Römischen Parlament 1953 am Veto der SVP gescheitert war. Der Altbürgermeister galt jedoch trotz seiner bereits bewiesenen Fähigkeiten der Mehrheitspartei volkstumspolitisch als zu wenig zuverlässig, sodass nach harten Verhandlungen ein Comeback Danders abgelehnt wurde. Da Dander die Abfuhr nicht akzeptierte, folgte im Mai 1956 ein harter Schlagabtausch zwischen der SVP und der von ihm als Konkurrenz gegründeten „Weißen-Turm-Liste“, sodass sich der an sich konziliante Dejaco plötzlich an der Speerspitze des Duells wiederfand. Die Wahl 1956 verlief unter dem Eindruck dreier Konfliktlinien: Zunächst der Konfrontation zwischen „Edelweiß“ und „Weißer Turm“, die auch ein verzerrter Nachklang der Option von 1939 war. Denn auf der SVP-Liste sammelten sich einige Hardliner aus dem Lager der Deutschlandoptanten, darunter einige Kandidaten mit durchaus brauner Vergangenheit, während Danders „Weißer Turm“ ein Sammelbecken von Dableibern bildete. Zweitens waren die Differenzen zwischen SVP und Democrazia Cristiana weit schär12
Geschicktes Eindämmen von Konflikten. Dejaco war gewiss
kein Scharfmacher, sondern ein entschiedener Vertreter der deutschen Sprachgruppe, dessen fallweises Vorpreschen auch dazu diente, um seine ungleich härteren SVP-Mannen im Gemeinderat taktisch geschickt an die Kandare zu nehmen. Wären etwa SVPBezirkssekretär Franz Mallepell oder der vormalige Bürgermeister Hans Stanek an der Spitze der
Gemeinde gestanden, so wäre eine Eskalation mit ungewissem Ausgang wohl kaum vermeidbar gewesen – dies besonders im Umfeld der Feuernacht von 1961, als auch in Brixen kleinere Sprengsätze detonierten und als mit dem tragischen Tod des inhaftierten Anton Gostner Anfang 1962 sich tiefe Betroffenheit und Wut über die Stadt legten, nachdem der junge Familienvater aus St. Leonhard an den Folgen der unmenschlichen Haftbedingungen verstorben war. Die ethnischen Scharmützel späterer Jahre waren vergleichsweise harmlos gegen die um 1960 in Brixen schwelenden Konfliktherde, an deren Eindämmung dem Bürgermeister ein wesentliches Verdienst zukommt. Die Debatten im Gemeinderat entbehrten trotz des Ernstes der Lage auch nicht humoristischer Pointen, etwa dann, wenn sich die hervorragenden Lateiner Dejaco und sein Ratskollege Francesco Rosin vor den erstaunten Räten in der Sprache der alten Römer duellierten. Bei der Gemeindewahl am 11. Dezember 1960 erzielte Dejaco ein wahres Traumergebnis, da er mit einem Rekord von knapp 3.000 Stimmen wieder gewählt wurde. Mit diesem Rückhalt durchstand Dejaco auch die Bombenjahre bis um 1962, da die sichere Mehrheit einer Polarisierung vorbeugte. Zudem waren die DC-Vertreter wie der unvergessene Augusto Asson und Paolo Goss Persönlichkeiten von ausgleichendem Format.
Neue Phase von Wachstum und Modernität. In den nun folgen-
den Jahren klangen die Wogen von Konflikt und Konfrontation allmählich ab, auch weil Hardliner auf beiden Seiten aus dem Gemeinderat ausgeschieden waren und der „Weiße Turm“ von der Bildfläche verschwand. Brixens Entwicklung rückte verstärkt in den Mittelpunkt, mit Einrichtungen von dauerhafter Qualität. Bereits im Sommer 1958 war im Herzen der Stadt das neue Schwimmbad eröffnet worden, das in der warmen Jahreszeit vielen Brixner Badegästen als Naherholungsraum diente, vor allem in einer Zeit, in der sich die meisten Familien noch keinen Urlaub leisten konnten. Als Erholungs- und Sportstätte, als Treffpunkt und Entlastung von Müttern, die ihre Kinder ins Bad schickten, war das Freibad bald unentbehrlich. Das Freibad war aber auch Ausdruck des Sportsgeistes des Bürgermeisters, der
Das kirchliche Leben war dem tief gläubigen Valerius Dejaco stets ein Anliegen
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Geist des Ausgleichs und Weitblicks. So konnte Dejaco nach
einer weiteren, souverän bewältigten Wiederwahl 1964 als noch junger Fünfziger nach weiteren politischen Zielen Ausschau halten. Mit seiner Verwaltung, mit Unterstützung des zumeist loyalen Koalitionspartners DC hatte er den Weg Brixens aus der unmittelbaren Nachkriegszeit nicht nur bereitet, sondern in konstruktive und zukunftsweisende Bahnen gelenkt. Dies war wahrlich keine kleine Leistung angesichts der ge-
ringen Ressourcen der Gemeinde und der konflikthaltigen Situation, die nicht nur die Sprachgruppen teilte, sondern auch innerhalb der Deutschen und Italiener jeweils tiefe Gräben aufwarf. Die zeitgleiche und dreifache Herausforderung von demokratischem, wirtschaftlichem Aufbau und der Einübung in eine auch auf Gemeindeebene verstärkte Selbstverwaltung war rückblickend eine herkulische Aufgabe an die Gemeinde und ihre Parteien, vor allem aber an das Stadtoberhaupt. Dejaco war zwar nicht ein treibender Administrator wie sein Vorgänger Dander; wenn es jedoch um das Abwägen von Interessen, den Ausgleich zwischen Konfrontation und Kooperation und das Anvisieren langfristiger Ziele ging, war der Bürgermeister aus heutiger Sicht gewiss die Idealbesetzung für Brixen in den Jahren demokratischer und wirtschaftlicher Rekonstruktion. Als er im Herbst 1968 aus der Gemeinde ausschied und in den Südtiroler Landtag gewählt wurde, konnte er das Gemeinwesen beruhigt in die Hände einer Generation dynamischer Nachrücker um Zeno Giacomuzzi oder Oswald Bortolotti legen. Valerius Dejaco verließ das Rathaus im Bewusstsein, dass zwar noch vieles zu tun war, dass er aber Brixen über eine entscheidende Wegkreuzung hinweg in eine gedeihliche Zukunft hinein geführt hatte. Sein Geist des Ausgleichs und Weitblicks blieb bei aller notwendigen Härte für Brixen bestimmend, als Vermächtnis für seine Gemeinde, die heute dankbar an seine herausragende Leistung gedenkt. Hans Heiss Leserbrief an: echo@brixner.info
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in seiner Familie bleibend beheimatet blieb. Neben den sportlichen Akzenten stand in Brixen das kirchliche Leben im Mittelpunkt, das dem tief gläubigen Dejaco stets ein Anliegen war: Dem Großen Eucharistischen Kongress in Brixen 1958 folgte auch ein Neuaufbruch der Brixner Kirche, etwa durch die Berufung von Bischof Gargitter in die Vorbereitungskommission des Zweiten Vatikanums, das dann 1963 begann. Die Kirche selbst setzte Zeitzeichen der Modernität durch den Bau der CusanusAkademie 1962, parallel zur baulichen Erweiterung Brixens, die in der späten Ära Dejaco rasch voran kam. In den Jahren ab 1962 öffnete sich die Stadt definitiv einer neuen Phase von Wachstum und Modernität, der der Bürgermeister noch seine Zeichen aufprägte, etwa durch die Verabschiedung des ersten Bebauungsplanes, der der anlaufenden Zersiedlung Einhalt gebot. Und mit der 1964 eröffneten Plosebahn setzte sich Brixen an die Spitze der Südtiroler Städte mit Aufstiegsanlagen – der Primat dauerte allerdings nicht lange.
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Entzaubert Der Politrentenskandal hat in der Wahrnehmung der öffentlichen Empörung den traditionellen Vertretern der Opposition mehr geschadet als jenen der Regierungsparteien. Ist aber die Diskussion teilweise sogar zu Unrecht aufgeheizt worden – von Mächten, die dahinter eine Strategie fahren? Ein Versuch der Versachlichung der derzeit ausschließlich emotional geführten Diskussion.
E
s war die Chefin der Freiheitlichen, Ulli Mair (40.518 Euro Vorauszahlung + 160.000 Euro Family Fonds), die in den vergangenen Wochen mehrmals ins sprichwörtliche Fettnäpfchen getappt ist, am heftigsten vielleicht mit dieser Aussage: „Einen Monat vor den Landtagswahlen habe ich den Betrag erfahren. Das konnte ich meinen Wählern zu diesem Zeitpunkt nicht erzählen – das ist doch verständlich, oder?“ Für eine Oppositionspartei, die ihren Wählern in allen Wahlkämpfen verspricht, dass sie „auf Südtirol aufpasst“, indem sie durch hunderte Anfragen immer wieder die absolute Transparenz der Verwaltung einfordert, ist dies aber eben auf keinen Fall „verständlich“ – das ist jedenfalls der Tenor der Einträge in den Internetforen auf Mairs Aussage hin. Die mit Mairs Fauxpas verbundene unterschwellige Botschaft ist vor allem bei ihren eigenen Wählern nicht gut angekommen, auch angesichts des Millionenbetrags, den ihr Parteikollege Pius Leitner (364.003 + 670.000 Euro) erhielt: Sollten Leitner, Mair & Co. irgendwann Regierungsverantwortung übernehmen, so der nicht ganz abwegige Gedankengang, würden sie erst recht nicht Transparenz walten lassen, wenn dies für die Partei opportun sein würde. Die Freiheitlichen hatten plötzlich – genauso wie die Grünen, die Süd-Tiroler Freiheit, die BürgerUnion und die italienischen Oppositionsparteien – ein massives Glaubwürdigkeitsproblem, das diese Parteien bisher der SVP und dem PD zugeschrieben hatten. Überhaupt ist es spannend zu beobachten, welche Politiker und Parteien sich in diesem Imageschlamassel derzeit am besten zurechtfinden – sprich: Wer damit am professionellsten umgeht. Denn alle fast 130 Rentenvorschussempfänger der beiden Provinzen Bozen und Trient quer durch alle Parteien sind de facto mit der Hand im Honigglas erwischt worden, aber es sind interessanterweise einige wenige, auf die sich die
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Foto: Romano Magrone
Politik & Gesellschaft
SÜDTIROL
Landtag und Regionalrat: Die ausufernden Kosten der aus den Siebziger Jahren stammenden Rentenprivilegien zwangen zu einer Neuausrichtung
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Empörung der Bevölkerung vor allem konzentriert, auch wenn es klar zu sein scheint, dass bei den nächsten Wahlen wohl nicht ein einziger der Südtiroler Rentenvorschussempfänger bestätigt würde – so heftig ist der Volkszorn. Fakt ist allerdings, dass es Parteien und einzelne Empfänger gibt, die sich durch das Meer der Schimpftiraden in eleganter Weise wasserschlangenartig durchschlängeln – ohne sichtbaren Schaden an der Karosserie zu nehmen. Der PD zum Beispiel: Luisa Gnecchi (38.334 + 150.000 Euro) kommt letzthin in den Zeitungen kaum vor. Auch Mauro Minniti von La Destra (267.822 + 1.055.000 Euro), bei den letzten Landtagswahlen nicht wiedergewählt, ist nach einem nationalen TV-Interview ebenfalls zur Erkenntnis gelangt, dass mediale Präsenz derzeit kontraproduktiv sei – er verschwand kurzzeitig selbstgewollt in der Versenkung. Donato Seppi (260.610 + 450.000 Euro), ebenfalls ein Gescheiterter bei den vergangenen Wahlen, ist praktisch von der Bildfläche verschwunden, Walter Baumgartner (192.792 + 505.000 Euro) abge-
taucht, von Werner Frick (402.092 + 780.000 Euro) hört man auch nichts, ebenso wenig von den Alt-Mandataren Giorgio Holzmann (313.813 + 665.000 Euro), Alois Kofler (144.931 + 220.000 Euro), Bruno Hosp (311.060 + 230.000 Euro), Herbert Denicolò (221.836 + 275.000 Euro), Siegfried Messner (346.626 + 470.000 Euro) oder Oskar Peterlini (393.498 + 610.000 Euro). Bei den derzeit noch Aktiven ist es nicht viel anders: Hans Berger (329.619 + 445.000 Euro) hat anfangs verlauten lassen, dass er in Rom sei und dass ihn die Scharmützel in Südtirol kalt lassen würden – was nicht nur innerhalb seiner Partei für Empörung sorgte. Seither ist Berger verdächtig leise. Auch die Grünen Riccardo Dello Sbarba (37.250 + 135.000 Euro) und Christina Kury (250.946 + 370.000 Euro) sind erstaunlich zurückhaltend in ihrer derzeitigen Medienarbeit – man erinnere sich an Dello Sbarbas aggressive Kommunikation während des SELSkandals, der in der Wahrnehmung der Empörung der Bevölkerung ein viel geringeres Ausmaß hatte. Auch von Martina Ladurner (53.343 + 190.000 Euro) liest man
nichts, und Michl Laimer (235.050 + 930.000 Euro) ist ebenfalls nicht zu sprechen, genauso wie der Arbeitnehmer Georg Pardeller (74.273 + 70.000 Euro), Veronika Stirner (46.189 + 170.000 Euro), Hermann Thaler (55.125 + 110.000 Euro), Julia Unterberger (37.910 + 135.000 Euro) oder auch Thomas Widmann (43.940 + 155.000 Euro). Sie alle haben erkannt: Je unauffälliger man sich nun verhält, desto besser.
Andere tun sich schwerer. Die
SVP hat wieder einmal bewiesen, dass Krisenmanagement für die Parteileitung ein Fremdwort ist – anders ist es nicht zu erklären, dass der Parteiobmann Richard Theiner (139.789 + 545.000 Euro) die politische Brisanz dieser Summen nicht erkannte, als er selbst Ende September 2013 erfahren hatte, wie viel er bekommen würde. Diese Krise wäre vermeidbar gewesen, wenn jemand mit den Zahlen an die Öffentlichkeit gegangen wäre, natürlich bevor die letzten Entscheidungen getroffen waren. Als dann der Tsunami auf Theiner einbrach, setzte er dem Ganzen noch das Sahnehäubchen
„Spinnsch, so viel Geld???“ – die-
se Reaktion kolportiert man von Sabina Kasslatter Mur (285.143 + 1.140.000 Euro), als sie von Rosa Thaler ihre Beträge erfahren hatte. „Du bist eine verhältnismäßig junge Frau, hast eine hohe Lebenserwartung, mehrere Legislaturen hinter dir“, hat die damalige Regionalratspräsidentin geantwortet. Und: „Unterm Strich spart die Region damit Geld, viel Geld“. Kasslatter Mur ließ sich mit dieser Aussage beruhigen, denn schließlich hätte sie das Geld sowieso erhalten – nur eben später und in Summe sogar in etwas größerem Ausmaß. Auch sie wirft sich heute vor, die Wirkung dieser Beträge auf die Bevölkerung nicht vorausgeahnt zu haben. Andererseits: Wer von den heute Empörten hätte sich in ihrer Situation nicht ebenfalls
Foto: Oskar Zingerle
Hans Heiss, Grüne: „Es sind Fehler gemacht worden“
–– Foto: Oskar Zingerle
auf, indem er verlautete, dass er den Vorschuss von 139.000 Euro an seine finanziell schwer angeschlagene Partei spenden würde. Damit war seine „Lösung“ des Problems der Erwartungshaltung der Bevölkerung diametral entgegengesetzt – auch das hätte er als Obmann der stärksten Partei des Landes erahnen müssen. Er ruderte natürlich zurück. Der Grüne Hans Heiss (45.212 + 125.000 Euro), eine Leitfigur in Sachen Rechtschaffenheit, tat sich in der Argumentation ebenso schwer, ging aber brav in die am Silvius-Magnago-Platz versammelte aufgebrachte Menge und ließ sich beschimpfen. „Ich war am Anfang schockiert, verunsichert, gedemütigt“, sagt Heiss dem „Brixner“, „aber wir haben inzwischen verstanden, dass wir einen groben Fehler gemacht haben, den es nun eben zu korrigieren gilt“. Eva Klotz (435.761 + 710.000 Euro) erklärte, dass sie mit einem Teil des Geldes die Kosten des SelbstbestimmungsReferendums der Süd-Tiroler Freiheit bezahlen wolle. Auch damit kam sie verständlicherweise nicht an, denn „warum soll die Allgemeinheit eine Werbekampagne einer Partei bezahlen?“, wie ein User im Netz lästerte. Alessandro Urzì (133.769 + 545.000 Euro) vermied sicherheitshalber den direkten Kontakt zur Menge. Der ansonsten sehr eloquente Andreas Pöder (133.419 + 530.000 Euro) von der BürgerUnion hingegen geriet vor dem Mikrophon eines italienischen La7-TV-Reporters ins argumentative Wanken: „Lei si ha mai ridotto il suo stipendio?“, raunzte er den Reporter an. „Sa, io sono precario“, erwiderte dieser. Ooops!
Luis Durnwalder, Alt-Landeshauptmann: „Es kann nicht sein, dass ein Gemeindesekretär höhere Renten bekommt als ein langjähriger Landesrat“
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von diesen Argumenten blenden lassen? Schließlich handelte es sich um Geld, auf das sie durch die alte Regelung einen gesetzlichen Anspruch hat. Die Aussage, dass die Region mit dieser Aktion Geld sparen würde, ließ, sobald sie in den Medien kursierte, wiederum die Halsschlagader vieler Südtiroler anschwellen – zu Unrecht, denn falsch ist die Aussage ja nicht, sofern nicht entgegen aller statistischen Voraussagen die meisten der Empfänger frühzeitig ableben würden.
„Der Magnago wird sich im Grab umdrehen“. So schrieb ein
anonymer User in einem der Internetforen. Fakt ist allerdings, dass der Ursprung des heutigen Skandals wohl ausgerechnet in die Zeit Silvius Magnagos fallen dürfte. Wenn heute nämlich unmoralisch hohe Rentenvorschüsse errechnet wurden, so liegt das daran, dass die Landtags- und Regionalratsabgeordneten in der Vergangenheit ebenso unmoralische Leibrentenregelungen hatten, die eben aus der Zeit Magnagos stammen. Silvius Magnago hat nach seinem Ausscheiden aus der Politik bis zu seinem Tod monatlich 7.200 Euro kassiert – und niemand hatte das Gefühl, dass dies irgendwie unpassend oder unmoralisch sei. Früher bekam ein Abgeordneter bereits nach einer einzigen Legislatur eine monatliche Leibrente. Mit der Zeit sind diese Privilegien
langsam abgebaut worden. Die damaligen Entscheidungen zur Einführung dieser Privilegien muss man allerdings auch in den Kontext der damaligen Zeit stellen: Die Gewerkschaften hatten 1973 beispielsweise auch die berüchtigten Baby-Pensionen durchgesetzt, mit denen öffentliche Angestellte mit Familie, die 14 Jahre, 6 Monate und einen Tag (!) gearbeitet hatten, bereits Anrecht auf Rente erwarben. Für Staatsangestellte galten 20 Jahre. Noch heute kosten die Renten dieser 400.000 Personen den Staat jährlich 7,5 Milliarden Euro (!); da die „Frührentner“ bereits mit 35 oder 39 Jahren in Rente gingen, kassieren sie summa summarum bis zu ihrem Ableben das Dreifache von dem, was sie einst ins System eingezahlt hatten. Sie tun dies mit großer Gelassenheit und absolut mit keinem Unrechtsgefühl. Die damalige Politik hatte offenbar keine Skrupel, auch für sich ähnliche Rechte zu beschließen – irgendwo verständlich, wenn man die damalige Denkweise berücksichtigt. Aus heutiger Sicht sind beide Privilegien, sowohl die 1993 abgeschafften Baby-Pensionen als auch die für neue Mandatare ebenfalls abgeschafften PolitikerLeibrenten, natürlich vollkommen absurd. Als Rosa Thaler Präsidentin des Regionalrats wurde, hatte sie ein großes Ziel: Sie wollte mit den alten Rechten der Politiker aufräumen – auch deshalb, weil durch die gesteigerte Lebenserwartung
die jedes Jahr anfallenden und entsprechend steigenden Kosten ein tiefes Loch in die Kassen des Regionalrats rissen. Also ging sie daran, an einer Lösung zu basteln. Im September 2012 wurde das entsprechende Gesetz dann beschlossen – praktisch einstimmig, denn die Zeit verlangte eine Reduzierung der Politkosten. Um welche Beträge es sich am Ende einzeln handeln würde, blieb zu diesem Zeitpunkt selbst Rosa Thaler verborgen: Sie wusste lediglich, dass allein durch die Abschaffung der Hinterbliebenenrente und durch die freiwillige Reduzierung der Renten um 10 Prozent sehr viel Geld eingespart wurde. Zudem war für die Berechnung der Stand von 2009 herangezogen worden – in der Zwischenzeit wären die Renten bereits um 12 Prozent Inflationspunkte angestiegen gewesen. Ihre Strategie war einfach: Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Oder: Es ist unterm Strich günstiger, die Renten der Mandatare auf 2.800 Euro zu kürzen, die dann auch erst bei Erreichen des Rentenalters fällig wurden, die „Differenz“ ihrer Rentenansprüche mit einem „Rabatt“ abzukaufen und diese
Feuer & Sturm Die eigenen vier Wände beherbergen viele persönliche Erinnerungen und immense finanzielle Werte. Ein Elementarschaden kann einen in den Ruin stürzen, wenn man sich nicht durch den Abschluss einer Gebäudever-sicherung dagegen versichert hat. Eine solche Versicherung begleicht nicht nur durch Feuer, Blitz oder Sturm hervorgerufene Schäden am Haus selbst, sondern beinhaltet auch den Schutz von Garagen, Geräteschuppen und allen Einrichtungsteilen, die fest mit dem Haus verankert sind.
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Gelder teilweise sofort auszubezahlen. Die schlechtere Alternative war ein Festhalten am status quo: Mit der alten Regelung hätte man jahrzehntelang den Haushalt in einem immer schlimmer werdenden Ausmaß belastet.
Komplexe Kalkulation. Wie viel allerdings jeder einzelne bekommen würde – diese Kalkulation war extrem komplex und entsprechend langwierig. Praktisch jeder der 130 Mandatare und Alt-Mandatare befindet sich in einer anderen Situation: Es geht einerseits um die Anzahl der Mandate, andererseits um das eigene Alter und Geschlecht, um das Jahr des Eintritts in die Ämter und die jeweils gültige Rentenregelung. Thaler hatte mit in den Jahrzehnten sich entwickelten fünf verschiedenen Rentensystemen zu kämpfen. Die Berechnungen der einzelnen Mandatare ergab bald auch ein Ergebnis. Anhand des zugegebenermaßen extremen Beispiels des AltLandeshauptmanns Luis Durnwalder (469.527 + 450.000 Euro) lässt sich – natürlich nur überschlägig – erahnen, dass Rosa Thalers Regelung in der Tat für Durnwalder rein mathematisch und statistisch gesehen extrem nachteilhaft ist, für die Region entsprechend vorteilhaft. Durnwalder ist heute 73 Jahre alt – hat aber (nach der bereits angekündigten Hochzeit) eine sehr junge Frau. Südtirol wünscht ihm, dass er 120 Jahre alt wird, aber statistisch wird ein heute 73-Jähriger laut wissenschaftlichen Tabellen, die auch von den Lebensversicherungen angewendet werden, etwa 88 Jahre alt. Mit der alten Regelung hätte er monatlich 6.800 Euro bekommen, nach seinem Tod hätte seine Frau monatlich bis zu ihrem Ableben 80 Prozent dieser Summe erhalten. Ohne jetzt die Privatsphäre seiner Angebeteten allzusehr zu verletzen, darf man davon ausgehen, dass sie statistisch noch nach Durnwalders Ableben mindestens 25 Jahre leben dürfte. Summa summarum hätte Durnwalder und seine Frau samt Hinterbliebenenrente – in sehr vereinfachter Berechnung ohne Eskontierung und Inflation – etwa 2,9 Millionen Euro erhalten. Durch Thalers Gesetz hingegen bekommt er nun eine Rente von 2.800 Euro, wobei die Hinterbliebenenrente nach seinem Tod nicht mehr anfällt. Wendet man nun dieselben statistischen Parameter an, kommt man auf einen Gesamtbetrag von 504.000 Euro, zu denen die 919.000 Euro, die er jetzt zum 16
Ulli Mair, Freiheitliche: Einen Monat vor den Landtagswahlen vergaß sie ihren Willen zu Transparenz
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Andreas Pöder, BürgerUnion, zu einem TV-Reporter: „Lei si ha mai ridotto il suo stipendio??“
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Teil im Voraus und zum Teil als Anlage im Family Fonds erhalten hat, addiert werden müssen; die Gesamtsumme beträgt also lediglich 1,4 Millionen Euro. Vor allem aufgrund der Abschaffung der Hinterbliebenenrente spart die Region an Durnwalder also – sofern nicht beide Ehepartner frühzeitig aus dem Leben scheiden, was sich niemand wünscht – 1,5 Millionen Euro. Zugegeben: Die Berechnung ist sehr hemdsärmelig erfolgt, mag allein durch das Ignorieren der Inflation nicht genau stimmen, aber Thalers Konzept wird durch diese Zahlen vielleicht etwas klarer. „Ich bin der einzige, der 40 Jahre lang eingezahlt hat“, rechnet der Alt-Landeshauptmann dem „Brixner“ am Telefon vor, „in den letzten Jahren waren das 3.300 Euro pro Monat“. Die Rückzahlung der 469.000 Euro sei für ihn kein Thema, denn „dann bleiben die derzeitigen 2.800 Euro Monatsrente übrig, und das kann doch auch nicht gerecht sein“. Durnwalder sagt, dass in der Aufklärung der Bevölkerung über die Notwendigkeit und die Vorteile dieser Maßnahme Fehler begangen worden seien: „Ich habe volles Verständnis für den Unmut der Bürger“, sagt er. „Wenn jemand, der 800 Euro Rente bekommt, hört, dass die Region einem Politiker eine Million Euro auszahlt, dann kann er das logischerweise nicht verstehen“. Andererseits, sagt Durnwalder, müsse man die Diskussion, wenn schon, breiter streuen: „Auch ein
Politiker kann mit 2.800 Euro Rente im Monat locker leben“, sagt er, „aber wenn man eine solche Entscheidung trifft, dann sollte man für alle Renten von Personen, die im öffentlichen Dienst waren, eine Obergrenze einführen: Es kann doch nicht sein, dass ein Direktor der Landesberufsschule oder ein Gemeindesekretär höhere Renten bekommt als ein langjähriger Landesrat oder ein Abgeordneter“.
„Das war ein großes Sparprojekt“, ist Rosa Thaler nach
wie vor überzeugt, als wir sie telefonisch kontaktieren. Eigentlich wolle sie zu diesem Thema nichts mehr sagen, erklärt sie, aber dann dauert unser Telefonat fast eine Stunde, in der sie die extrem komplexe Berechnung zu erklären versucht. Thalers Grundidee war, den verschiedenen Mandataren und Alt-Mandataren die Rentenansprüche teilweise „abzukaufen“ zu einem Preis, der angesichts der statistischen Lebenserwartung erheblich günstiger sein müsse. „Ich musste mit 130 Leuten einzeln verhandeln“, sagt Thaler, „weil ein solches Gesetz nur möglich ist, wenn jeder einzelne damit einverstanden ist“. Einem Rekurs würde das Gesetz nicht standhalten – das beweisen ähnliche Verfahren der Vergangenheit. „Natürlich hätte ich gern in sehr viel größerem Ausmaß reduziert“, sagt Rosa Thaler, „aber dafür bekam ich einfach keinen Konsens“.
„Niemand will in dieser angeheizten Situation noch Fakten hören“, sagt Thaler, „seit vier Wochen wird die Bevölkerung durch die Medien angepeitscht. Wie viel aber die Region durch dieses Projekt einspart, wird kaum erwähnt“. Allein der Verzicht auf die Hinterbliebenenrenten sei langfristig eine enorme Ersparnis, sagt Thaler, außerdem wurden die Beträge diskontiert und am Ende noch einmal 10 Prozent der kalkulierten Rentenansprüche abgezogen. Durch diese Maßnahmen spare die Region kalkulierte 50 Millionen Euro. Verstanden? Nicht wirklich. Also noch einmal: Rosa Thaler ließ für jeden einzelnen eine Berechnung machen, welche Summe an Rentenansprüchen er bis zu seinem statistischen Lebensende erreichen würde, wobei als Basis die Werte von 2009 verwendet wurden – allein dieses Detail senkte die Ansprüche um 12 Prozent, weil die Inflation in der Zwischenzeit um dieses Ausmaß gestiegen war. Zu dieser natürlich hypothetischen Summe addierte sie die ebenfalls statistisch anfallenden Hinterbliebenenrenten. Insgesamt errechnete man dadurch einen Bedarf von knapp 200 Millionen Euro: Wenn also aus irgendeinem Grund sämtliche Rentenansprüche im Voraus sofort ausbezahlt werden müssten, wäre dieser Betrag fällig. Die 200 Millionen reduzierte man um einen „Rabatt“ von 10 Prozent und strich zusätzlich die Ansprüche der Leibrenten. Die Summe dieser „Rabatte“ beträgt etwa 50 Millionen Euro, die sich die Region de facto einspart – immer unter der Voraussetzung, dass die statistischen Lebenserwartungen im Durchschnitt auch eintreffen würden. Auch die den Politikern zugestandene etwas höhere Lebenserwartung war tagelang ein heiß diskutiertes Thema. „Darüber kann man lange philosophieren“, sagt Thaler, „Fakt ist aber, dass die effektive Lebenserwartung vom Einkommen, der Bildung und dem Sozialstatus der Betroffenen abhängig ist“. Für Politiker gebe es zwar keine zuverlässigen Daten, wie es im Gutachten des Wirtschaftswissenschaftlers Gottfried Tappeiner vom 5. April 2013 steht, aber man könne von einem zusätzlichen Jahr für den regionalen Unterschied und zwei Jahren „als absolute Untergrenze für die längere Lebenserwartung der betroffenen Gruppe“ ausgehen. Auch diese Berechnung ist irgendwie stimmig, aber in einer aufgeheizten Situation nicht mehr sachlich vermittelbar.
Foto: Oskar Zingerle
50 Millionen eingespart. Von
den anfänglich errechneten statistischen Rentenansprüchen in der Höhe von 200 Millionen Euro wurden 92 Millionen für die Auszahlung an die Mandatare und Alt-Mandatare abgeschöpft. Die Besteuerung dieses Betrags schwemmte 32 Millionen Euro IRPEF wieder in den Steuertopf zurück sowie 6,5 Millionen IRAP. Von den restlichen rund 53 Millionen Euro wurden in Summe 22.108.000 Euro voraus an alle 123 Mandatare ausgeschüttet; die restlichen 31.665.000 Euro wanderten in den Family Fonds; die Mandatare erhalten diese Gelder erst ab 2018. Auch die eingesparten 50 Millionen wurden in den Family Fonds eingezahlt. Durch die jährlichen Erlöse des Family Fonds kann die Region Maßnahmen finanzieren: Die seinerzeitige Erhöhung des Kindergeldes von 100 auf 200 Euro stammt aus diesem Topf. Augenscheinlich wird die Ersparnis durch den errechneten jährlichen Finanzbedarf der Region für die Auszahlung der fälligen Renten: 2013 zahlte die Region in Summe 12,6 Millionen Euro Renten aus; 2014 werden es nur noch etwa 8 Millionen sein. „Danach wird sich der Bedarf bei 6,5 Millionen Euro einpendeln“, sagt Rosa Thaler. Durch Thalers Aktion halbieren sich also die jährlichen Spesen. Allein diese Kalkulation relativiert die vorhin genannten 92 Millionen Euro gewaltig, wenn man bedenkt, dass es hier um Verpflichtungen der Region geht, die jahrzehntelang andauern. Zum Vergleich: Allein die alten Baby-Pensionen dürften in Südtirol auch heute noch jedes Jahr mehr als 60 Millionen Euro kosten. Jedes Jahr! Der kapitale Fehler, der die Volksseele zum Kochen brachte, liegt also mit einiger Wahrscheinlichkeit bei den getätigten Vorauszahlungen in der Höhe von 22 Millionen – denn ein Normalsterblicher kann ja auch nicht zur INPS gehen und sich seine statistisch und mathematisch errechnete Rente sofort auszahlen lassen. „Meiner Meinung nach hätte man beschließen sollen, dass die eskontierten Beträge erst bei Erreichen des jeweiligen Rentenalters ausbezahlt werden“, sagt Luis Durnwalder, denn: „Im Moment haben die Mandatare ja noch keine Ansprüche, weil sie noch nicht in Rente sind.“ Rosa Thaler erwidert, dass dies die Kalkulation noch komplizierter gemacht hätte – eine unzureichende Begründung. „Es geht um den Begriff ‚Rentenvorauszahlung’, der grundsätzlich falsch ist“, sagt
Eva Klotz, Süd-Tiroler Freiheit: Hat inzwischen über 1,1 Millionen Euro erhalten
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Thaler. „Erstens werden Leibrenten im italienischen Recht anders behandelt als normale Renten, was wiederum der Bevölkerung ganz schwer erklärbar ist. Zweitens handelt es sich dabei nicht um Rentenvorauszahlungen, sondern um den Preis für abgekaufte Rechte“. Alles in allem dürfte also die Behauptung gewagt werden, dass der Lösungsansatz Rosa Thalers zwar richtig war, aber man hätte erkennen müssen, dass die Vorauszahlungen trotz großer Vorteile für die Allgemeinheit nicht vermittelbar und moralisch auch absolut bedenklich sind. Paradoxerweise hätte niemand gemeckert, wenn das alte System beibehalten worden wäre – obschon dieses langfristig viel mehr gekostet hätte. Da die Basis des Problems die heute als unmoralisch empfundenen hohen Leibrenten sind, hätte man eine Obergrenze für die Leibrenten beschließen müssen, aber dafür war keine Mehrheit zu finden, und einem Rekurs hätte diese Lösung auch nicht standgehalten.
Wo aber liegt nun die Lösung?
Landeshauptmann Arno Kompatscher hat eine Studie beauftragt, die in ein paar Wochen vorliegen wird. Wie er kürzlich auf RAI Südtirol erklärte, scheint eine rückwirkende Reduzierung möglich zu sein, aber es ist davon auszugehen, dass der Lösungsvorschlag die durch die angeheizte Stimmung enorme Erwartungshaltung der Bevölkerung nie erfüllen wird können. „Die Bevölkerung will eine rückwirkende radikale Einschränkung der Renten“, sagt Hans Heiss, aber auch er weiß, dass der rechtliche Handlungsspielraum beschränkt sein wird – was wiederum möglicherweise Kompatschers bisher sauberes Image lädieren könnte, auch wieder zu Unrecht, weil er ja überhaupt nichts dafür kann. „Die aktiven Mandatare sollten die Vorschüsse inzwischen zurückzahlen“, sagt auch Hans Heiss, „dann muss man eine transparente Regelung herbeiführen, die die Rentenansprüche zurück-
schraubt und den Family Fonds zu erheblichen Teilen kürzt“. Einige Mandatare haben inzwischen die Vorauszahlungen an die Region rückerstattet und warten nun auf eine endgültige Lösung. Auch die SVP-Landesräte Florian Mussner (48.486 + 115.000 Euro), Richard Theiner und Martha Stocker (234.215 + 445.000 Euro) steigen aus diesem Skandal geschwächt aus. Verschwörungstheoretiker vermuten, dass dies das Ziel der aggressiven Berichterstattung der „Dolomiten“ sei. Die Redaktion beruft sich auf das Recht auf Berichterstattung, das selbstredend niemand beanstandet, aber die Tonalität und die Frequenz der Schlagzeilen hätte, so ein Insider, auch etwas sanfter ausfallen können. „Das ist eine Verschwörungstheorie ohne Fundament“, wehrte sich kürzlich „Dolomiten“-Chefredakteur Toni Ebner auf RAI Südtirol, aber angesichts der vielfältigen wirtschaftlichen Verquickungen der AthesiaUnternehmungen mit öffentlichen Auftraggebern vermuten viele einen Zusammenhang. Man sei mit der Regierungszusammensetzung Kompatschers am Weinbergweg nicht zufrieden, munkelt man in Bozner Politkreisen, worauf der Landeshauptmann bekräftigt, dass es derzeit keine Personaldiskussion gebe und dass er sich von den Medien in der Landesregierung nicht treiben lassen würde: „Wir brauchen eine sachliche Diskussion“.
Die sprichwörtliche „sachliche Diskussion“ – die hätte es von An-
fang an in großer Transparenz geben müssen, dann wäre das Volk nicht explodiert. „Das Ganze ist in aller Heimlichkeit abgelaufen“, gibt auch Hans Heiss zu, „nicht mit böser Absicht, wohlgemerkt, aber doch mit einer gewissen Schludrigkeit“. Diesen Vorwurf müssen sich alle Akteure im Landtag und im Regionalrat gefallen lassen: Diese enorme Krise der Glaubwürdigkeit der Südtiroler Politik wäre vermeidbar gewe-
sen, wenn das Konzept dieser im Prinzip sinnvollen Maßnahme keine sofortigen Vorauszahlungen vorgesehen hätte und wenn man die Bevölkerung in großer Transparenz und mit dem komplexen Thema entsprechenden vereinfachten Botschaften über die Vorteile der Aktion unterrichtet hätte – bevor die politischen Entscheidungen getroffen worden sind. So hätte man auch die Hexenjagd vermieden, die derzeit auf Landespolitiker stattfindet und die sämtliche Grenzen zur Wahrung der Menschenwürde überschreitet. Andererseits könnte man den verständlichen Volkszorn auch als reinigendes Gewitter sehen: Landeshauptmann Kompatscher ist zwei Stunden nach den Protesten am Silvius-Magnago-Platz nach Trient gefahren und hat wiederum nur zwei Stunden später gemeinsam mit seinem Trentiner Kollegen angekündigt, dass die Politrenten fortan gestrichen seien. Für die Zukunft ist das Problem also gelöst. Ohne Gewitter wäre diese Entscheidung wohl erst dann fällig gewesen, wenn der Regionalrat von Rom dazu gezwungen worden wäre. In den restlichen Regionen Italiens, in denen übrigens noch viel absurdere Rentenregelungen gelten, ist man noch säumig. Der größte Vorteil dieses reinigenden Gewitters liegt aber im dramatischen Kurswechsel, zu dem die Politik in Südtirol gezwungen wird: Bis jetzt waren die Posten in der Landespolitik allein durch die hohen Diäten und die absurden Rentenregelungen äußerst begehrt – mit ebenso absurden Nebenerscheinungen, die sich durch einzelne Wahlwerbekampagnen geäußert haben, die zu früheren Zeiten auch schon mal 200.000 Euro gekostet haben oder durch massive Involvierung der verschiedenen Verbände angeheizt wurden. Auch Hans Heiss konnte sich der Versuchung des großen Geldes nicht entziehen: „Politik lohnt sich“, hatte er mehrmals im Freundeskreis in großer Ehrlichkeit verlautbart. „Das Niveau der Entlohnung der Landespolitiker ist bereits deutlich abgesenkt worden“, sagt Heiss, „aber man muss aufpassen, dass man mit einer zu radikalen Kürzung die Motivation der Mandatare nicht ganz in den Keller fährt. Wenn man für diesen Job mager bezahlt wird, dann ist das sicher nicht zielführend“. Das richtige Maß zu finden ist das große Ziel. willy.vontavon@brixner.it Leserbrief an: echo@brixner.info 17
Zonta Club feiert Geburtstag z Im April 1989 wurde der Zonta Club in Brixen mit 18 Mitgliedern als nördlichster Club Italiens vom damaligen Zonta Club Innsbruck 1 unter dem Vorsitz der ersten
Primarin Österreichs, Gesine Me nardi, gegründet – und feiert heuer somit sein 25-Jahr-Jubiläum. Der Schwerpunkt der Arbeit ist es, für Veränderungen im Leben
von Frauen einzutreten, um deren Lebensumstände zu verbessern. Die Mitglieder des Clubs kommen aus unterschiedlichen Berufsgruppen und bringen so unterschiedliches Wissen, Können, Verbindungen und finanzielle Mittel in die gemeinsame Arbeit ein. „Einmal im Monat treffen wir uns zum Clubabend, wo gesellschaftliche, politische oder kulturelle Themen meist durch
P&G
Fachreferentinnen erläutert und anschließend diskutiert werden“, so Gabriele Lüling, Präsidentin des Zonta Club Brixen, der etwa 25 Mitglieder umfasst. Neben dem Mitgliedsbeitrag sammeln die Frauen durch unterschiedliche Aktivitäten oder kulturelle Unternehmungen auch Geldspenden, die zu hundert Prozent örtlichen oder regionalen Hilfsorganisationen zugute kommen. db
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Zweiter Anlauf z Während dieser „Brixner“ sich in der Druckmaschine befindet, befindet der Brixner Gemeinderat über den von der Stadtpolizei und von den Technischen Diensten der Gemeinde erarbeiteten Mobilitätsplan. Es ist der zweite Anlauf: Bereits am 20. Februar war der Plan auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung; nach einigen Diskussionen wurde der Beschluss aber vertagt. Zum Unterschied zum Masterplan, über den die Gemeinde Brixen nach einer langen politischen Diskussion die Leitplanken für die zukünftige Entwicklung der Stadt beschlossen
kurz
notiert
18
hat, beinhaltet der Mobilitätsplan lediglich eine Erfassung des Ist-Zustandes und nur sehr wenige noch nicht realisierte Infrastrukturen; der Plan war aber notwendig geworden, weil der Straßenkodex einen Mobilitätsplan verlangt, wenn die entsprechende Gemeinde eine außergewöhnliche Verkehrsregelung einführen will – wie es eben das für den Kleinen Graben vorgesehene und von Vize-Bürgermeister Gianlorenzo Pedron (im Bild) propagierte Shared-Space-Projekt darstellt. So listet der Plan alle Ini tiativen und Maßnahmen auf, die in den letzten Jahren umgesetzt
wurden, und legt weitere Ziele fest: Verbesserung der Mobilität, Verkehrssicherheit, Verminderung der Lärmbelastung und Luftverschmutzung, Energieeinsparung. Einige Details sind dann doch interessant – zum Beispiel, dass die Westumfahrung offenbar besser ist als ihr Ruf: Immerhin ein Viertel des Verkehrs wird über diese neue Infrastruktur abgewickelt. „Den vollen Entlastungseffekt wird die Hauptstraße erst verspüren“, steht es im Mobilitätsplan, „sobald der Mittelanschluss, die Südspange und die Umfahrung Vahrn fertiggestellt sein werden“. wv
Zahlreiche Vereine bieten heuer erneut ein Sommer-Betreuungsprogramm für Kinder an, vom Sommerkindergarten bis zur Freizeitgestaltung. Ersichtlich sind alle Angebote auf der Homepage der Gemeinde Brixen unter www. brixen.it
Für die von Silvia Fill initiierte Spendenorganisation „Ein Brunnen für Birongo“ finden zwei Benefiz-Veranstaltungen statt: ein Diavortrag von Doris Gluderer über Uganda/Birongo am 11. April um 19.30 Uhr und ein Schnupperkurs Rio Abierto mit Christina Hofer am 20. April um 19 Uhr, beide im Jugendhaus Kassianeum.
Die Gemeinde Brixen hat einen Plakatwettbewerb für die Europawahlen ausgeschrieben. Gestaltet werden sollte ein Wahlaufruf für die Europawahlen im Mai, der sich als Plakat umsetzen lässt. Der Entwurf ist bis 6. April an europa@brixen.it oder per Post an die Gemeinde Brixen, Kennwort „Europa“, einzureichen.
NACHGEFRAGT
„Unfassbar, wozu Menschen fähig waren“ HANNA BAUMGARTNER, 17-jährige Oberschülerin aus Natz, über ihre kürzliche Teilnahme an der „Reise der Erinnerung“ nach Krakau und Auschwitz.
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Was haben Sie vor Ort gesehen und erlebt? Wir besuchten das ehemalige jüdische Viertel Kasimierz mit einem großen Platz mit lauter leeren Stühlen. Hier wurde 1993 der Spielfilm „Schindlers Liste“ gedreht; die ehemalige Fabrik von Schindler wurde vor vier Jahren in ein modernes Museum umgebaut. Mit Hilfe von Foto-, Video- und Toninstallationen wird die Geschichte effektvoll in Szene gesetzt. Im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau wurden wir in Kleingruppen über mehrere Stunden von polnischen Begleitern durch die Anlagen mit Holzbaracken, Gaskammern und Krematorien geführt.
Was hat Sie in Krakau und Auschwitz am meisten bewegt? Der Besuch im KZ endete mit einer Besinnungsfeier vor einem Gedenkstein mit einer Inschrift. Dabei holte Laura, eine Meraner Jüdin, ihr Gebetsbuch hervor und las daraus in Deutsch und Hebräisch vor. Sie stockte und weinte, und viele von uns weinten mit. Wir waren traurig, leer und fassungslos, wozu Menschen fähig waren. Wortlos verließen wir die Stätten des Schreckens. Erst später schafften wir es, im Austausch mit anderen das Gesehene und Gehörte in Worte zu fassen.
Foto: Oskar Zingerle
Frau Baumgartner, Sie haben sich für die Reise nach Polen zu den Stätten des Grauens der Nazizeit angemeldet. Wie verlief die Vorbereitung? Die Brixner Gruppe war Teil von insgesamt 150 Südtiroler Jugendlichen; uns wurden bei fünf Treffen im Jugendhort mit Vorträgen, Bildern und Filmen die geschichtlichen Hintergründe aufgezeigt. Auch ein respektvolles Benehmen beim Besuch der Orte des Grauens wurde uns ans Herz gelegt. Und auf manch bange Frage, wie wir die Schreckensbilder wohl verarbeiten würden, gab es die Antwort: „Jeder nimmt das anders auf.“
johanna.bernardi@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
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Foto: Fabio De Villa
363 Mal ausgerückt leisteten die Feuerwehrmänner von Brixen rund 8.000 Stunden ehrenamtliche Arbeit für Einsätze, Weiterbildung, Brandschutz-, Ordnungs- und Bereitschaftsdienste“, berichtet Kommandant Hubert Lanz. In den letzten zwei Jahren investierte die Freiwillige Feuerwehr Brixen zudem in zwei neue Fahrzeuge, „und trotz der immer noch großen Unterstützung der Brixner Bevölkerung und Wirtschaft wird es in Zukunft schwierig werden, neben den laufenden Ausgaben auch weiterhin 30 Prozent der Kosten für die notwendige Ausrüstung aufzubringen“, so Kassier Leo Kerschbaumer. Drei Wehrmänner wurden für ihren langjährigen
willige Feuerwehr Brixen verfügt auch über eine Jugendgruppe, die Robert Burchia leitet; feuerwehrbegeisterte Mädchen und Buben im Alter von 12 bis 16 Jahren sind dort sehr willkomdb men.
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EISACKTAL
21.189 Brixnerinnen und Brixner
Prämierte Sozialprojekte
z Brixen wächst langsam, aber stetig: Derzeit leben 21.189 Frauen und Männer in der Gemeinde; die Zahl der Einwohner ist im Vergleich zum Vorjahr um 268 Personen angestiegen. Damit ist der Bevölkerungszuwachs wieder etwas stärker als in den vorhergehenden Jahren. Ein Trend, der seit Jahren unverändert bleibt, ist die Tatsache, dass mehr als die Hälfte der in Brixen lebenden Bevölkerung weiblich ist: Zum 31. Dezember 2013 wurden 10.953 Frauen und 10.236 Männer gezählt. Ähnlich verhält es sich mit den Geburten: Von den insgesamt 185 neugeborenen Brixnern sind 99 Mädchen und 86 Jungen. Dem gegenüber stehen 132 Todesfälle. Die Brixner schei20
Einsatz geehrt: Florian Schaller und Günther Wierer erhielten nach 25 Jahren Feuerwehrdienst das Verdienstkreuz in Silber, Hans Jörg Senn für 15 Jahre jenes in Bronze – wobei er 14 Jahre bei der FF Sarns tätig war. Die Frei-
nen dabei recht alt zu werden: Derzeit leben sechs Personen im Gemeindegebiet, die das 100. Lebensjahr überschritten haben, die Älteste davon durfte kürzlich ihren 103. Geburtstag feiern. Der stärkste in Brixen vertretene Jahrgang sind die 1969er: 394 Personen dieses Jahrgangs leben in Brixen, knapp gefolgt von den Jahrgängen 1965 und 1968. Und was die Hochzeitsfreudigkeit betrifft: Das Jawort im Brixner Standesamt gaben sich im vorigen Jahr 62 Paare, wobei sich 13 Paare kirchlich und 49 standesamtlich trauen ließen – womit die kirchlichen Hochzeiten weiterhin im Abstieg sind. Die Zahl der Scheidungen belief sich hingegen auf 25. db
z Seit 2007 prämiert und sammelt die Landesabteilung Sozialwesen landesweit unter dem Titel „Cultura Socialis“ besondere Initiativen und Projekte im sozialen Bereich. Im Jahr 2013 sind 211 Vorschläge für beispielgebende Projekte über die Webseite www.cultura-socialis.it eingelangt. Allen Hinweisen, die von den Südtiroler Bürgern kommen, wird dabei nachgespürt. Von den 211 eingereichten Projekten sind zehn ausgewählt worden – drei davon stammen aus dem Raum Brixen: das Fotografieprojekt mit den „Fischerhaus-Buibn“ von Vintl samt Wanderausstellung „Sehen und Gesehen werden“, das Buchprojekt „Verfühlungen“, das Texte und Bilder der Patienten und Therapeuten von Bad Bachgart in Rodeneck enthält, sowie der
„Verdinner Bildungsstamm“, ein „Bildungstausch-Projekt“ des Bildungsausschusses von Verdings. Heuer wurde erstmals nur ein Jurypreis vergeben, der an das Projekt „Adam und Epfl“, einer Diskussions- und Begegnungsreihe über die Entwicklung des oberen Vinschgaus, ging. Die größte Zustimmung vonseiten des Publikums beim Veranstaltungstag in Gröden ging hingegen an das Projekt „Verdinner Bildungsstamm“, dem der Publikumspreis zugesprochen wurde (im Bild). Alle Initiativen sind auf der Webseite www.cultura-socialis. it dokumentiert; weiters ist eine Broschüre erschienen, die die zehn nominierten Projekte in Interviewform vorstellt und einen interessanten Einblick in verschiedene soziale Thematiken vermittelt. db Foto: Oskar Zingerle
z Die Freiwillige Feuerwehr von Brixen hat ein ereignisreiches Jahr hinter sich: Insgesamt 363 Mal ist sie ausgerückt, und dies zu den unterschiedlichsten Anlässen. Die Brandeinsätze sind dabei in der Minderheit: 41 Mal wurden die Feuerwehrmänner gerufen, um Kamin-, Wald-, Böschungsbrände oder Feuer bei einem Fahrzeug zu löschen. Der Großteil der Notrufe verlangte nach einem technischen Einsatz – beispielsweise aufgrund eines Verkehrsunfalls, zur Bergung von Menschen und Tieren, zur Insektenbekämpfung oder um Türen aufzubrechen. Ebenso forderten Naturereignisse wie Sturm oder Hochwasser nach einem Einsatz der Feuerwehr. „Insgesamt
Foto: Andreas Piok
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Zusammenarbeit hat Priorität
z Über zwei Stunden dauerte das Treffen zwischen Südtirols erstem Landesrat für Integration,Philipp Achammer, und der Arbeitsgruppe Integration der Gemeinde Brixen. Entsprechend umfang-
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reich war der Gesprächsstoff: Elda Letrari, Integrationsstadträtin und Vorsitzende der Arbeitsgruppe, schilderte Landesrat Achammer die Tätigkeiten und Schwerpunkte und die Ziele,
die sie verfolgt: das Zusammenleben aller Bevölkerungsgruppen in Brixen zu fördern. Unter anderem werden hierfür Veranstaltungen organisiert, die den Kontakt untereinander und
das Kennenlernen der jeweiligen Religionen und Kulturen ermöglichen sollen, beispielsweise die Veranstaltungsreihe „Brixen Begegnung“. Dessen Plakatwände zu den Länderschwerpunkten Albanien, Pakistan und Maghreb werden derzeit im italienischen Oberschulzentrum in der Schwesternau ausgestellt. Beim Treffen hat Landesrat Achammer klare Aussagen im Sinne eines guten Zusammenlebens in Südtirol getätigt: Aufbauend auf erfolgreiche Projekte und Initiativen möchte er die Vernetzung der jeweiligen Erfahrungen vorantreiben – und zwar vor allem dort, wo Gemeindereferenten und Vereine involviert sind. Zusammenarbeit, so der Landesrat, sei auch deshalb notwendig, weil die großen Herausforderungen auf Landesebene – Sprachenkompetenz, Arbeitsvermittlung und Wohnungssicherheit – im Bereich Integration akzentuierter an den Tag treten. db
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Menschen & Meinungen HINTERSINNIGE STOFFKUNST: Maria Stockner verwebt in ihren Stoffgebilden so manchen kritischen Gedanken
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Fotos: Oskar Zingerle
PORTRAIT
Bewahrerin der Dinge MARIA STOCKNER, Künstlerin aus Brixen, erzählt mit gesammelten Stoffen und Spitzen Geschichten, die als textile Installationen wie museale Schaukästen ihre ganz besondere Faszination entwickeln.
auch für die eigene Genealogie“. Seine Sammelobjekte, Stoffe, Spitzen, Knöpfe, Rosenkranzperlen und gedrechselte Aufsätze sind bis heute Grundstock von Maria Stockners Arbeit. Nach der Matura führt sie ihre kreative Begabung
senden Rahmen für ihre Arbeiten finden, ist ihr ein zwingendes Bedürfnis. „Ich brauche Intimität und wohnliche Atmosphäre, damit meine Stoffkreationen zur Geltung kommen“, meint die Bühnengestalterin und bedauert fast,
xime der katholischen Religion in Frage sowie willkürlich auferlegte gesellschaftliche Zwänge. Am meisten schätzt Maria Stockner an der handwerklichen Beschäftigung den Rückzug auf sich selbst. Wenn sie in anmuti-
„Mein Vater konnte Geschichten erzählen wie kein Zweiter und weckte damit mein Interesse für die Kulturgeschichte des Landes“ _ Maria Stockner
I
m Wohnzimmer von Maria Stockner spürt man die Aura der Künstlerin in jedem der schönen alten Möbelstücke. Wie ihr Mobiliar ist auch sie selbst etwas Besonderes. Aus ihren Augen leuchtet eine „alte Seele“, erkennbar an ihrem Tiefgang und der inneren Ruhe. Ihr Blick ist selbstbewusst und offen, aber mit einer gewissen Reserviertheit, die uns bedeutet: „Bis hier und nicht weiter“. Selbstverwirklichung ist ihr ein Anliegen, aber nicht um jeden Preis. So hält sie es auch in ihrer Partnerschaft mit dem Fotografen Georg Hofer: Frei nach dem Motto „leben und leben lassen“ widmen sich beide ihrer Kunst, ohne dem anderen nahe zu treten.
Familienwurzeln. An der Wand
im Wohnzimmer-Atelier hängt ein Werkstück aus der ersten „50x50x50 Art Südtirol“, das von Maria Stockners Werdegang als Stoffkünstlerin zeugt. Eine Entwicklung, die sich sehr früh anbahnte und im familiären Kontext ihren Ursprung hatte. Vater Wendelin Stockner vom Schmiedhof in Milland war ein leidenschaftlicher Sammler und Restaurator. Die kleine Maria dürfte ihm beim Basteln und Werken zusehen und hing dabei gebannt an seinen Lippen. „Er konnte Geschichten erzählen wie kein Zweiter“, erinnert sich die Tochter, „und weckte damit mein Interesse für die Kulturgeschichte des Landes, für Traditionen, aber
nach Salzburg, wo sie Bühnengestaltung am Mozarteum studiert und gleichzeitig an mehreren renommierten Häusern von Linz bis Bregenz Praktika absolviert.
Studienzeiten. Aber das Theater
ist trotz interessanter Möglichkeiten im Bühnenbereich nicht ihre Welt. Die angehende Künstlerin will sich ernsthaft mit Malerei beschäftigen, und außerdem wird es ihr im beschaulichen Salzburg zu eng. Sie zieht nach Mailand, studiert Malerei an der Accademia di Belle Arti Brera, jobbt nebenbei in einem Fotostudio und lässt sich gehörig intellektuelle Luft um die Ohren blasen. „Es wurde mehr diskutiert als gearbeitet“, lächelt die heute knapp Fünfzigjährige, „aber es war ein wichtiger Abschnitt in meinem Leben, der mir den konzeptuellen Zugang zur Kunst eröffnet hat“. Mit nunmehr zwei Diplomen im Gepäck zieht es die junge Frau zurück in die Heimat, sie beginnt im Broterwerb Kunsterziehung zu unterrichten, was sie bis heute mit großer Freude und Genugtuung erfüllt. Noch während des Studiums knüpft sie Kontakte mit der Südtiroler Kunstszene und bestreitet schon 1990 ihre erste Einzelausstellung in der Galerie Museum in Bozen. Diese Einladung nimmt sie gerne an, denn es geht um eines ihrer Lieblingsthemen, die Gastfreundschaft. Einen Raum einladend zu gestalten, den pas-
dass sie nicht Restauratorin oder Möbeldesignerin geworden ist. Für die im April anlaufende Ausstellung in der StadtGalerie borgt sie sich Upcycling-Einrichtungsgegenstände von der neugegründeten Sozialgenossenschaft AKRAT, um einen der vielen Kontakte zu nennen, die die ausgewiesene Netzwerkerin pflegt.
Hintersinnige Stoffkunst. Ob-
wohl Maria Stockner in den verschiedensten Techniken zu Hause ist, widmet sie sich seit Jahren vordergründig der Stoffkunst. Die Beschäftigung mit den Textilien und anderem Beiwerk aus dem vererbten Fundus des 2005 verstorbenen Vaters erlaubt ihr die ideale Ausdrucksmöglichkeit. Der analytische Verstand beleuchtet die Wertigkeit der Dinge, schafft das Bewusstsein der eigenen Befindlichkeit, und die handwerkliche Kunstfertigkeit ermöglicht die kongeniale Umsetzung der gewonnenen Einsichten. Die fragilen Fragmente aus der Vergangenheit werden in wohldurchdachten Neuanordnungen in einen kritischen Kontext gestellt. Maria Stockner arbeitet in ihre Werke die Frauengeschichte früherer Zeit ein, aber auch die eigene Identität mit ihren Ecken und Kanten, die nach der Geburt ihrer Tochter neu zu definieren war. Geschickt verwebt sie in ihren zarten Gebilden Zeremonien und Rituale unserer Tradition, stellt die Reinheitsma-
ger Haltung am Tisch sitzt und näht, schaut man wie durch eine Vedute in eine Nähstube vergangener Jahrhunderte, wo vielleicht nicht nur Zwirn eingefädelt wurde, sondern auch so manche Intrige.
irene.dejaco@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
Steckbrief
Maria Stockner ist 1964 in Brixen geboren und dort mit den Eltern Wendelin Stockner und Theresia Brugger und vier Geschwistern aufgewachsen. Sie erwarb 1988 das Diplom für Bühnengestaltung in Salzburg und 1993 das Diplom der Malerei an der Accademia Brera. Seit 1994 lebt und arbeitet sie in Brixen als Kunsterzieherin und Stoffkünstlerin. In ihrem Leben gibt es noch Georg Hofer und die 12-jährige Mathilda. Die Ausstellung „TRäume“ in der StadtGalerie wird am 4. April eröffnet. 23
Menschen & Meinungen
BRIXEN
Federer bleibt Obmann der Kaufleute z Der bisherige Ortsobmann des Handels- und Dienstleistungsverbandes hds in Brixen, Hans Peter Federer, wurde für weitere vier Jahre in seinem Amt bestätigt. Dem neugewählten Ortsausschuss gehören weiters Annelies Janek Tschaffert, Walter Amort, Brigitte Plunger, Karin Öhler, Paolo Poli, Andreas von Mörl, Roberto Calissi, Franz Jöchler, Benjamin Profanter und
Margit Oberhofer an. Hans Peter Federer sprach in seinem Bericht über die Notwendigkeit des Stadtmarketings für Brixen: Die Stadt müsse sich positionieren und besser vermarkten. Zudem wünschte sich der Ortsobmann der Kaufleute unter anderem neue Hotelbetten für Brixen, die Rückführung sämtlicher Ämter in die Innenstadt, den Hofburggarten als ganzjährigen Anzie-
hungspunkt, den Mittelanschluss der Westumfahrung sowie die Seilbahn nach St. Andrä. db
M&M Menschen & Meinungen BRIXEN
Zwei Alpenrosen aus Brixen
Der Spruch vom Much
I woaß schun, prum der Pius für Europa kandidiert. Brüssel isch hålt decht weit ginua weg ...
kurz
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z Die Kultur-Zeitschrift „Alpenrosen“ der Landesabteilung für deutsche Kultur will die vielfältigen kulturellen Aktivitäten von Frauen sichtbar machen. Unter den zehn porträtierten Frauen der diesjährigen Ausgabe sind auch zwei Brixnerinnen: Anna Heiss und Irene Dejaco. Die 25 Jahre junge Anna Heiss, die in Wien Germanistik und Kulturmanagement studiert, hat mit elf Jahren begonnen, Theater zu spielen; mit 21 hat sie das erste Mal Regie geführt. Neben ihrem Studium arbeitet sie als Regisseurin der Gruppe „VonPiderZuHeiss“ und stellt ihre Inszenierungen
gerne in der Brixner Dekadenz oder im Ex-Astra-Kino vor. In den „Alpenrosen“ erzählt sie über ihren großen Wunsch, ein ständiges Theaterensemble aufzubauen und verschiedene Häuser zu bespielen. „Zwei Inszenierungen, zwei Buchprojekte und die Organisation eines Festivals pro Jahr, bestenfalls gegen Bezahlung – so würde ein erfülltes Leben für mich aussehen“, so Anna Heiss. Irene Folie Dejaco hingegen lebt seit 1976 mit ihrer Familie in Brixen; seit drei Jahren verfasst sie Kulturbeiträge für unsere Zeitschrift. All jenen, die behaupten, in Südtirol gäbe es keine nennenswerten
Herbert Dorfmann wurde einstimmig als SVP-Bezirksobmann des Eisacktals bestätigt; Magdalena Amhof wurde erneut zur stellvertretenden Bezirksobfrau gewählt.
Eine Gruppe von 25 Jugendlichen, die als Ministranten oder Messgestalter tätig waren, haben mit Erich Meraner eine Romfahrt unternommen. Sie besuchten dabei Schwester Cristina Irsara und Pater Anthony, besuchten Rom und nahmen an der Papst-Audienz teil.
Kulturangebote, möchte sie am liebsten „die Ohren lang ziehen.“ Zwar zählt die Volksmusik nicht zu ihren Vorlieben, doch kann sie sich mittlerweile sogar vorstellen, „früher oder später ein Konzert der Kastelruther Spatzen zu besuchen.“ jb
Die stellvertretende Vorsitzende des Verkehrsausschusses im deutschen Bundestag, Daniela Ludwig, besuchte die Baustelle des Brenner Basistunnels. Martin Ausserdorfer, Direktor der Beobachtungsstelle, informierte die Delegation über den aktuellen Stand der Arbeiten.
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Leser kochen für Leser
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Mango-Lachstatar
mein Hoppala
> Zutaten für 3 Personen
Markus Kahl, Kaufmann in Brixen
Falsche Tür Vor vielen Jahren benötigte ich ein ärztliches Zeugnis für den Sportverein und machte mich deshalb auf den Weg zu meinem Hausarzt, der mittlerweile umgezogen war und nun seine Praxis mit mehreren anderen Ärzten teilte. Ich saß also im Wartezimmer und wälzte mich durch diverse Frauenzeitschriften, um mir inzwischen die Zeit zu vertreiben. Nach einer knappen Stunde kam plötzlich eine Krankenschwester mit fragendem Blick auf mich zu und fragte mich, ob ich auf jemanden warten würde. Als ich ihr sagte, dass ich schon vor einer Stunde einen Termin für ein ärztliches Zeugnis hätte, brach in dem vorher so ruhigen Wartezimmer plötzlich lautes Gelächter aus; ich verstand gar nichts mehr. Die Schwester wies mich darauf hin, dass das Wartezimmer meines Hausarztes eine Türe weiter sei. Ich verließ daraufhin verwirrt das Zimmer. Nachdem ich anschließend das Schild an der Eingangstür kontrolliert hatte, wurde mir so einiges klar: Ich war beim Gynäkologen gelandet!
300 g Mango 500 g Lachs (frisch oder Räucherlachs) 40 g Dill 100 g Naturjoghurt ungesüßt 20 ml Zitronensaft Salz, Pfeffer, Paprika
> Zubereitung Den Lachs in kleine Würfel schneiden und kaltstellen. Die Mango schälen und zu feinem Püree mixen. Anschließend das Mango-Püree mit Naturjoghurt vermischen und gehackten Dill sowie Zitronensaft dazugeben. Die Mango-Joghurt-Marinade mit Salz,
Pfeffer und Paprika abschmecken und kurz vor dem Servieren mit den Lachswürfeln vermischen. Den Tatar in einem Ring anrichten und mit Toastbrot servieren.
Der junge Koch Andreas Riffesser aus Vahrn bereitet seine Speisen mit Leidenschaft zu und verfeinert seine Köstlichkeiten mit viel Liebe. Allen Fischliebhabern empfiehlt er hier eine fruchtige Abwechslung für die warme Jahreszeit. Haben auch Sie ein besonderes Rezept, das Sie unseren Lesern nicht vorenthalten möchten? rezept@brixner.info
Voting
Ihre Meinung online
„Das Ergebnis der Volksabstimmung zur direkten Demokratie ist ...“ 40,54% ... ernüchternd: Das Thema interessiert offenbar nur einen kleinen Teil der Bevölkerung 21,62% ... demotivierend: Die 3 Millionen Euro hätten besser investiert werden können 8,11% ... einleuchtend: Eine hohe Wahlbeteiligung ist in Südtirol bei Volksabstimmungen nicht zu erwarten 29,73% ... aussagekräftig: Die Mehrheit der Südtiroler wollte eine Änderung des Regelung
2014
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Ergebnis der Online-Umfrage:
Ja oder Nein? Wir möchten Ihre Meinung wissen! Ein Klick auf unserer Homepage www.brixner.info genügt – und Sie sehen sofort, wie die Internetgemeinde bisher abgestimmt hat. Natürlich dürfen Sie nur eine Stimme abgeben – wir überprüfen dies auf technischem Weg. Das endgültige Ergebnis lesen Sie im nächsten „Brixner“. Die aktuelle Frage des Monats:
Qualität hat bei G. Siebenförcher Tradition. Hochwertige Fleisch- und Wurstwaren bestimmen seit 1930 das Sortiment der Meraner Spezialitätenmetzgerei. Deshalb ist es für uns eine Ehre, nach 50-jähriger Erfolgsgeschichte, in die Fußstapfen der Familie Stockner zu treten. Altenmarktgasse 22 . Brixen . www.siebenfoercher.it
„Welche Partei hat nach dem Politrentenskandal das größte Glaubwürdigkeitsproblem?“ > > > > >
BürgerUnion Die Freiheitlichen Grüne Süd-Tiroler Freiheit SVP
Stimmen Sie mit! www.brixner.info 25
Menschen & Meinungen
BRIXEN
LAMMento Foto: Arnold Ritter
Lachen als Therapie
Zerebrale Dysfunktion „Ich mach mir Sorgen um den Guggi“, sagt der Franz, während er sich einen Bloody Mary bestellt, worauf Frieda in äußerst verführerischer Weise die Lippen spitzt, was der Franz aber nicht registriert. Um den Guggi? „Ich habe gegoogelt“, sagt der Franz. „Die Frage ist, ob Ulli den Penisring für Guggi als notwendiges Notstandsinstrument, also praktisch als Hilfsmittel für ein nicht ganz funktionstüchtiges Gerät erworben hat, oder eben als Intimschmuck – beides ist nicht gut für den Guggi“. Sagt der Franz. Aha, sag ich, heute wird’s schlüpfrig, ich zieh mir lieber die Gummistiefel an. „Der Penisring hilft bei erektiler Dysfunktion“, sagt die Frieda, worauf Franz und mir, klack!, gleichzeitig die Kinnlade hinunterklappt, weil wir uns irgendwie schon wundern, dass Frieda den Terminus Penisring überhaupt kennt. Und wenn er dieses Ding nun doch „nur“ als Intimschmuck verwendet, frage ich den Franz, weil das Gerät unerwarteterweise doch halbwegs funktionstüchtig ist? „Bei einem zu engen Penisring besteht dann die Gefahr einer Schädigung des Penis, oder es folgt ein Priapismus“, sagt der Franz, worauf er schweinisch grinst. Ich wette, das wird in diesen Tagen im Raum Brixen der meistgesuchte Google-Begriff, grinse ich ebenso schweinisch der Frieda zu, hoffentlich dauert’s nicht zu lange, denn das wär ja peinlich, möglicherweise sogar während einer Landtagssitzung. „Siehst du, die Sorge um Guggi ist also berechtigt“, sagt der Franz mit sorgenvoller Miene. Ich mach mir eher Sorgen um unser Land, sag ich, bei dem Niveau, das unsere Volksvertreter an den Tag legen.
z Vor 15 Jahren wurde der gemeinnützige Verein Medicus Comicus vom Grödner Hotelier Pauli Demetz gegründet und zehn Jahre lang geführt. Auf ihn folgte die Boznerin Hedwig Wiedenhofer. Seit kurzem ist der 40-jährige Brixner Pädagoge, Schauspieler und Regisseur Erich Meraner der neue ehrenamtliche Präsident. Mit Kreativität und Energie will er dem Verein seinen Stempel aufdrücken. Da ist zum einen die Neuorganisation des Vorstandes – angedacht ist die Einsetzung einer Geschäftsführerin – und die Anwerbung neuer Mitglieder. Ganz wichtig findet Meraner die Investition in die Zukunft, und dazu ist die Ausbildung neuer Clowns nötig: Ansprechen möchte er Frauen und Männer unter 35; für den 31. Mai ist ein Casting in Bozen angesetzt, bei dem der Innsbrucker freischaffende Künstler Lorenz Wenda etwa sechs talentierte und ausbildungsfreudige Clowns auswählen wird. „Neben den Besuchen in allen sieben Südtiroler Krankenhäusern werden
wir ab Ende März auch den Altersheimen landauf landab unsere Besuche abstatten“, kündigt der neue Präsident an. Angesprochen auf das Bugdet – die Ausgaben für Ausbildung und Ausstattung der Clown-Doktoren sowie für die Bezahlung der 400 Auftritte im Jahr belaufen sich auf etwa 150.000 Euro – sagt der vielseitige Brixner: „Bei einem Drittel handelt es sich um öffentliche Gelder, ein zweites Drittel kommt von Sponsoren und aus Eigenleistungen. Wir organisieren zum Beispiel Konzerte, Flohmärkte und Lotterien. Beim Biathlon-Weltcup in Antholz sind wir seit Jahren mit einem eigenen Verkaufsstand dabei, und für einen Stand beim heurigen Altstadtfest haben wir bereits die Zusage erhalten. Der Rest stammt von den Mitgliedsbeiträgen, von Spenden und den 5 Promille der Steuererklärungen. Dass auch der Verband der Südtiroler Apothekenbetreiber in den Apotheken wieder bis 30. April die Spendenboxen aufstellt, dafür sind wir dankbar.“ jb
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Pro& Contra Achten Südtirols Online-Foren zu wenig auf die Einhaltung geltender Regeln zum Schutz der Menschenwürde? Der Hintergrund:
Die verschiedenen Internet-Kommentarforen quellen derzeit über von Beiträgen, die sehr oft beleidigenden Charakter haben: Im vermeintlich anonymen Raum fühlen sich die User sicher und veröffentlichen oft auch Inhalte, die sogar strafrechtlich relevant sind. Einige Herausgeber verlangen eine Registrierung und damit die Aufgabe der eigenen Anonymität, die meisten aber lassen den Usern freie Hand.
ULLI HUBER, Journalistenkammer: „Auch im Netz gilt das Pressegesetz“
MICHAEL HILLEBRAND, Leiter der Homepage www.suedtirolnews.it: „Diskussionen ja, Beleidigungen nein“
Ja Das Problem vieler Menschen ist,
Nein Kommentieren und den „Senf dazu-
dass sie den virtuellen Raum, also das Internet, als nicht realen und damit gesetzeslosen Raum wahrnehmen. Bedenkenlos gehen sie auf Schnäppchenjagd, knüpfen Freundschaften mit Wildfremden, lassen die andauernde Ortung übers Handy zu. Und ebenso bedenkenlos wird in Diskussionsforen drauflos geschimpft – häufig versteckt hinter einem Nickname, also vermeintlich anonym. Und gerade wenn es sich um emotionsgeladene Themen handelt wie dieser Tage um die Politikerrenten, da brennt bei vielen Menschen – verständlicherweise – die Sicherung durch. Attacken, die unter die Gürtellinie gehen und die auch strafrechtlich als Bedrohung oder schwere Verleumdung geahndet werden könnten, sind dann in den Foren zu lesen. Genau hier müssten die Administratoren von InternetForen ansetzen: Nur wer den Mut hat, sich mit vollem Namen, Adresse und Telefonnummer zu registrieren, darf mitdiskutieren – und das mit Vor- und Nachnamen, nicht unter einem Decknamen. Da (be-)schimpft es sich schon nicht mehr so leicht, die Wörter werden auf die Waage gelegt, bevor sie ins Netz gestellt werden. Natürlich kann es auch samt verpflichtender Registrierung vorkommen, dass Falschangaben gemacht werden – aber so mancher Anonymus könnte durch diese Maßnahme wohl gestoppt werden. Administratoren von Internetforen sollten zudem bedenken: Auch im Netz gilt das Pressegesetz. Wenn in der Zeitung verleumderische Aussagen abgedruckt werden, haftet derjenige, der sie verfasst hat, aber auch, wer sie abdruckt, also der presserechtlich Verantwortliche. z
geben“ ist eines der größten Bedürfnisse unserer Leser. In Zeiten von Web 2.0 ist es mehr denn je unsere Aufgabe als Publisher, den Anforderungen unserer Leser gerecht zu werden. Das bedeutet: interaktiv sein und den Leser mitreden lassen. Interaktion findet auf Südtirolnews auf mehreren Ebenen statt: Leser können Artikel kommentieren, auf Kommentare anderer Leser antworten und Kommentare bewerten. Die neuen Inhalte, die sich daraus ergeben, sind für andere Südtirolnews-Leser sehr interessant. Unsere Aufgabe als Publisher ist es, diese Inhalte unseren Lesern immer und überall zugänglich zu machen – egal ob am PC oder am Smartphone. Häufig beobachte ich, wie Leser mit der Südtirolnews-App unterwegs die Kommentare zu den Artikeln durchlesen. Bei den aktuellen Diskussionen zu Themen wie Politpensionen geht es etwas heißer her als sonst. Wenn Menschen auf die Straße gehen, kann man sich vorstellen, dass sie sich auch in unseren Diskussionen wenig zurückhalten. Für uns als Publisher gilt aber immer: Diskussion ja, Beleidigung nein. Die Netiquette muss von allen Lesern eingehalten werden, und das wird sie auch. Kommentare, die unseren Kriterien nicht entsprechen, werden gar nicht veröffentlicht. Die Leser werden dann von uns kontaktiert und aufgefordert, die Netiquette einzuhalten. Bei mehrmaligen Verstößen werden die Kommentare des Lesers gar nicht mehr veröffentlicht. Aus den bisherigen Erfahrungen kommt es aber gar nicht so weit. Die Leser sind da sehr lernfähig und passen sich der Diskussionskultur an. z
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Menschen & Meinungen
Echo
Leser schreiben uns
„Ein Wahnsinn!“ Zum EVSVormerksystem im Krankenhaus Brixen
Franco Capaldo, Brixen
Um einen Termin im Krankenhaus Brixen (und alle anderen auch) zu bekommen, muss man das neue Vormerksystem EVS telefonisch kontaktieren. Wenn diese Nummer überlastet ist, wird man darauf hingewiesen, später noch einmal anzurufen. Ich habe insgesamt 48 Mal angerufen, was natürlich mit Kosten verbunden ist, bis ich endlich eine Mitarbeiterin sprechen konnte. Diese sagte mir, dass es auch einen Schalter im Krankenhaus gebe, an dem man die Vormerkungen durchführen könne – allerdings müsste ich in diesem Fall persönlich zum Schalter kommen (mit der Technik von heute, ein Wahnsinn!). Die Mitarbeiterin hat mir
einen Termin in zwei Monaten angeboten; alternativ hätte ich mich einverstanden erklären müssen, die Untersuchung in einem anderen Krankenhaus entgegenzunehmen. Dieses andere Krankenhaus kann auch Schlanders oder Innichen sein. Ich frage mich, ob Landesrätin Martha Stocker es schon einmal versucht hat, bei der EVS-Zentrale anzurufen und einen Termin zu bekommen – oder werden unsere Politiker hier auch bevorzugt wie bei den Renten?! Nicht jeder Patient hat die Geduld und das Geld, stundenlang dieselbe Nummer anzurufen. Zudem: Wenn ein Arbeitnehmer von Bruneck nach Meran fahren muss für eine Untersuchung, zahlt den Arbeitstag der Arbeitgeber. Liebe Leserin, lieber Leser, schreiben Sie Ihre Meinung zu den Themen in diesem „Brixner“ - bitte unbedingt mit Angabe Ihrer Adresse und Telefonnummer: Redaktion „Brixner“, Brennerstraße 28, 39042 Brixen Leserfax: +39 0472 060201 E-Mail: echo@brixner.info
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Freunde und Gönner Reinhold Radmüller, Roberto und Giuliana Scaggiante, Irmgard Piger, Walter Eller, De Gust KG, Hermine Agreiter, Josef Lamprecht, Johann Jocher, Berta Aichner Rott, Johann Helfer, Luis Plunger, Peter Fill, Michael Meier, Helmuth Kusstatscher, Johann Brugger, Brunhilde Tasser, Alois Strickner, Domenicangelo Lapadula, Kurt Vogel, Paul Berger, Albert Hofer, Marianna Reifer, Hildegard Pichler, Josef Winkler, Norbert Kaser, Marlies Tschisner, Luis Costadedoi, Rita Faltner, Marialberta Zennaro, Irene Hofer, Alois Hinteregger, Günther Hinteregger, Christian und Michael Plaikner, Josef Stampfl, Heinrich Schondorf, Serafino Macrina, Lucia Prinoth, Arno Maglioli, Domenico Chiari, Ernesta Parisi, Gertraud Mair, Adolf Dallago, Bruno Damiani, Alfred Lindlbauer, Siglinde Ossanna Thaler, Norbert Tirler, Hans Oberhuber, Rosa Unterweger, Franz Plattner, Lucia Veronese, Christa Huber, Adelheid Huber, Sebastian Ploner, Walter Kircher, Thomas Prossliner, Gottfried Silgoner, Willi Heidenberger, Rita Flenger, Johann Molling, Roswitha Zwerger, Johannes Messner, Helene Demetz, Walter Rossmann, Anna Maria Dalla Torre, Kurt Baumgartner, Frieda Flenger, Theresia Rabensteiner, Hubert und Edeltraud Kaser, Franz Rastner, Franco Morocutti, Johann Dorfmann, Johann Dorn, Maria Bergmann, Eleonore von Guggenberg, Giuseppe Zuccalà, Claudio Agostinis, Maria Pichler, Bernhard Maier, David Daporta, Annelies Feichter, Thomas Wieland, Paula Huber, Loris De Vries, Alois Steiger, Margareth Jaist, Erna Rizzardi, Alfons Fischnaller, Herbert Kaute, Carlo Damiani, Robert Taschler, Josef Pfeifhofer, Rosmarie Hofer, Anna Elisabetta Kinigadner, Gretel Demetz, Paula Achammer-Wagner, Anna Mayr Unterkircher, Manfred Marmsaler, Karel Fokke Stas, Theresia Moret, Elisabeth Unterberger, Gabriela Thöni, Otto Prader, Margherita Morocutti, Federica Rubatscher, Renate Zingerle, Renate Pacher, Edith Lambacher, Hubert Gasteiger, Josef Gelmi, Notbur-
ga Baumgartner, Rosa Trocker, Dieter Pupp, Johann Stampfer, Ida Gasteiger, Margareta Staudacher, Alexander Weissteiner, Laura Tauber, Michael Plattner, Wilhelm Mutschlechner, Stefano Cicuttini, Josef Höllrigl, Andreas Reifer, Alois Unterfrauner, Antonia Kaltenhauser, Arcangelo Rossetti, Renate Wilhelm, Andrea Marmsaler, Sieglinde Sill, Serima GmbH, Maria Anna Gasser, Maria Theresia Portner und Luigi Minesso, Oswald Mair, Maurizio Chiari, Zora Vujanovic, Karl Kornprobst, Johann Ploner, Emanuela Hell, Marianne Frener, Ferdinand Rottensteiner, Martha Pürgstaller, Alois Pircher, Martha Vigl Pirchstaller, Eduard Staffler, Martina Walder, Regina Steinmann, Ursula und Christian Axmann, Agnes Öttl, Maria Anna Ladinser Mühlögger, Hotel Peintner KG, Irene Bergmeister, Maria und Paul Gasser, Elisabeth Brugger, Adelheid und Thomas Lanthaler, Marianna Thaler, Andreas Oberrauch, Ursula Nöcker, Südtiroler Hoteliers und Gastwirteverband, Rosa Tinkhauser, Inge Schifferle, Monika Hauer und Gianfranco Setti, Rosa Oberhofer und Andreas Piok, Cristina und Giancarlo Pocher, Gottfried Frener, Ida Fink, Hugo Wassermann, Jutta und Andreas Schatzer, Brigitte Fischnaller, Doris Heidenberger, Paul Pezzei, Klaus Dander, Aloisia Oberrauch, Gertraud und Leo Profanter, Monika und Sigmund Hilpold, Paul Mair, Jürgen Gimbel, Andreas Peintner, Renate Huber und Klaus Lanz, Günther Huber, Valentina Delueg und Alberto Legni, Martin Aricochi, Franz Raifer, Gertraud Larcher und Giovanni Rizzi, Hermelinde und Andreas Oberhofer, Alois Gebhard, Alfons Kasseroler, Elena Vanzo und Günter Tschinkel, Cornelia Stremitzer, Johann Federer, Josef Fischnaller, Hotel Feldthurnerhof, Elisabeth Volgger, Sara Lechner, Walter Weissteiner, Gertrud Caneva, Paula Fiechter Prosch, Michaela Oberhofer und Harald Knoflach, Baumgartner & Gasser OHG, Tourismusverein Brixen, Rita und Engelbert Frener, Plose Ski AG, Rosa Maria Rabensteiner Delmonego, Hans Schrott, Wilma und Peter Öhler, Josef Larcher, Alexander Fusco, Brigitte Reifer Messner, Regina Stockner, Josef Berlanda, Sonja Tonegatti und
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Gaetano Auletta, Margit Astner Niederwolfsgruber, Stefanie Mörl von Pfalzen, Edith Schifferegger Eisenstecken, Otto Vontavon, Hermann Hofmann, Valentina Trocker, Richard Pichler, Hildegard Gasser und Rudolf Neuner, Silvia Canu, Brigitte Lechner, Gerda Detomaso Messner, Margit Fössinger, Elisabeth Pichler Jaist, Hansi Ladurner und Gianfranco Titton, Marta und August Mutschlechner, Herbert Fischnaller, Helga Graus, Öffentliche Bibliothek der Pfarrei Villanders, Maria und Richard Seebacher, Jakob Kompatscher, Emma Maria Hofer, Margarete Dorothea Müller, Fabian Tirler, Sigrun Bergmeister und Roland Cimadom, Verena Ploner, Martha Gamper, Elke Sottoperra und Michael Schanung, Ingrid Obrist und Manuel Pastore, Irene Valentin, Hans Mitterrutzner, Roland Aufderklamm, Edith Rainer und Abino Filippi, Sieglinde Gasser und Peter Huber, Elisabeth Tauber und Helmut Plankl, Maria Stockner und Adolf Ritsch, Margit Leitner, Herbert Baumgartner, Oswald Stolz, Günther Oberhuber, Sabine Mulser, Helene Wolf und Sergio Parton, Alexander Wiesler, Lidia Erschbaumer, Norbert Krapf, Alfons Oberhofer, Annemarie Fissneider und Wendelin Oberstolz, Walter Hilpold, Christine Priller, Rosa Maria Reifer, Herta Deporta, Verena und Johanna Ebensberger, Josef Kusstatscher, Stefan Schmidhammer, Eleonore und Josef Klammer, Nicola Presente, Kathi Trojer, Eleonora von Guggenberg, Leo Krismer Lambert, Friedrich Schäfer, Ruth Daporta, Anna Mur, Gerold Peer, Herbert Hinteregger, Wachtler S. KG, Anna Unterfrauner, Willi Lanz, Alois Mader, Ida MitterhoferPöder, Agnes und Franz Tauber, Maria Maddalena Goldiner, Rainer Pichler, Alexandra und Paul Kreithner, Helmut Pedratscher, Achim Kirchler, Richard Bachmann, Franz Zöggeler, Josef Lapper, Elisabeth Oberarzbacher, Josef Fischnaller, Waltraud Zöschg, Vinzenz Paul Kiebacher, Klara Willeit, Edith und Peter Prader, Edith und Ludwig Scheiber, Ingeborg und Franz Zingerle, Hermine Pedoth, Gertraud Fink, Paul Gufler, Luciano Caracristi, Marcella Festini Capello, Christa und Hans Pichler, Renzo Zanesco, Maria Gamper
und Luis Fischnaller, Roland Winkler, Hildegard und Anton Mahlknecht, Peter Winkler, Rudolf und Marialuise Prosch, Walter Gogl, Josef Perkmann, Felix Weissteiner, Josef Gummerer, Emma Thaler, Thomas Schraffl, Elfriede und Erich Wolf, Martin Wolf, Walter Sonnerer, Edeltraud Mutschlechner, Hansjörg Bergmeister, Paul Kemenater, Maria Luise und Martin Klapfer, Edith und Manfred Widmann, Heinrich Volgger, Peter Brunner, Alessandra Bracchi, Margit Tauber und Lukas Pfeifhofer, Renate Pichler, Heinrich Gasser, Walther Stockner, Franz Dejaco, Hubert Kustatscher, Helmuth Schranzhofer, Elisabeth Mayrhofer, Theresia Brunner, Christoph Grünfelder, Gerda und Franco Zanotto, Rosalia Fischnaller und Anton Mahlknecht, Marika Assner, Thomas Brunner, Wilhelm Weissteiner, Andreas Costadedoi, Johann Keim, Valtrude Eisenstecken Egger, Amalia und Alois Kaser, Michaela und Harald Pichler, August Prader, Armin Burger, Irmgard Pradi, Sebastian Hofer, Barbara Volgger, Maria Anna Oberrauch, Josef Kaltenhauser, Richard Mitterer, Martha Forer, Franz Hofer, Margareth Fischnaller, Christian Hinteregger, Helmuth Munter, Wolfgang Thomaser, Günther Wolfgang Koch, Christian Canu, Elsa Kofler, Teresa Stockner, Heinrich Campidell, Anna Maria Eppacher, Moreno Baldessari, Frieda Ploner, Zita Götsch und Jakob Troger, Carla und Hartmann Sottsas, Josef Mayr, Maria Michaeler, Manuela Gasteiger, Maria und Werner Wieland, Roberto Romano, Ferdinand Mair, Alois Oberhauser, Elisabeth und Wilhelm Furlan, Walter Kompatscher, Lorena und Roman Psaier, Marianna Thaler, Martin Friedrich und Christel Schmitz, Johann Grünfelder, Waltraud Waldboth, Margareth Oberrauch, Brigitte Thöni, Waltraud Töll, Sergio Sommavilla, Franz Alois Girtler, Paula Gafriller, Albert Posch, Johann Gamberoni, Wilhelm Gruber, Luise Hofer Waldboth, Eduard Pichler, Alexander Amort, Aloisia Leitner, Paul Schmidt
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„Worte können verletzen“ Tagtäglich werden in den Online-Portalen der verschiedenen Redaktionen anonym neue Kommentare veröffentlicht, die sehr häufig auch die Grenze des guten Geschmacks überschreiten. Was halten die Brixner davon, und wer ist dafür eigentlich verantwortlich? Wir haben uns umgehört. Fotos: Oskar Zingerle
Menschen & Meinungen
UMFRAGE
Anna Neuwirth sagt: „Jeder sollte gründlich nachdenken, bevor er seine Meinung öffentlich äußert. Sicher traut man sich eher, niveaulose Kommentare abzugeben, wenn man anonym etwas postet. Manchmal wäre es vielleicht besser, wenn man seine Identität preisgeben müsste. Es liegt jedoch auch in der Verantwortung der Medien zu entscheiden, was sie veröffentlichen und was nicht.“
Peter Brunner meint: „Ich verfolge die Diskussionen in den Foren der Medien nur ab und zu und halte eigentlich nicht viel davon, da Meinungen meist anonym preisgegeben werden. Ich bin der Meinung: Wenn man in den Foren einen Beitrag verfasst, sollte man auch dazu stehen und sich nicht hinter einem Fantasienamen verstecken. Wer dabei jedoch die Verantwortung trägt, ist die Frage.“ 30
Hartwig Thaler treibt sich eher selten in den Foren herum: „Ich finde es aber gut, dass man dort seine Meinung veröffentlichen darf. Jeder soll selbst Verantwortung für sein Tun übernehmen. Trotzdem finde ich anonyme Posts nicht schlimm. Ich ziehe die Meinungsfreiheit einer Zensur vor, denn es gibt Medien, die Leserbriefe nicht veröffentlichen, die ihren Überzeugungen nicht entsprechen.“
„Kommentare in den Foren und Leserbriefe interessieren mich im Allgemeinen sehr. Ich finde man, darf dabei auch ein bisschen schimpfen, sollte sich jedoch immer innerhalb eines gewissen Rahmens bewegen. Medien brauchen sicherlich viel Fingerspitzengefühl, um zu entscheiden, was veröffentlicht wird. Deshalb haben sie auch eine große Verantwortung“, findet Oswald Mederle.
„Ich lese die Kommentare der Online-Plattformen nicht, da sie manchmal total beleidigend sind, hauptsächlich deshalb, weil viele Kommentare anonym veröffentlicht werden“, so Christine Vieider. „Ich schütze mich jedenfalls selbst, indem ich sie nicht lese. Auf jeden Fall haben die Medien und Verwalter der Foren eine gewisse Verantwortung, da sie einen großen Einfluss auf die Meinung ihrer Leser ausüben.“
Ulrike Mayr sagt: „Man muss sich darüber im Klaren sein, was der jeweilige Beitrag, den man abgibt, anrichten kann – Worte können sehr verletzend sein. Deshalb sollte man sich in angemessener Weise ausdrücken. Jedenfalls sollte man sich nicht hinter irgendeinen Namen verstecken, sondern zu seiner Meinung stehen und seine Identität preisgeben. Auf jeden Fall tragen die Medien auch die Verantwortung für die Beiträge in ihren Online-Portalen.“
„Es ist gut, dass jeder seine eigene Meinung äußern darf, aber manchmal sollte man sich zurückhalten; hauptsächlich auf Facebook. Die Hemmschwelle ist sicherlich geringer, wenn man seine Meinung anonym posten darf. Die Chefredakteure haben auf jeden Fall die Verantwortung für die Leserbriefe und Kommentare in ihren Printausgaben sowie auf ihren Online-Portalen“, so Miriam Pardeller.
Grundsätzlich finde ich es gut, dass jeder die Möglichkeit hat, sich in Foren frei zu äußern. Es ist auch in Ordnung, wenn man anonym Kommentare abgibt, sofern dies in einer angemessenen Weise getan wird“, sagt Hubert Egger. „Jedoch sollten die Medien nicht alles veröffentlichen. So bin ich davon überzeugt, dass die Medien die Verantwortung für die Kommentare und Leserbriefe tragen.“
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Kunst & Kultur
RETROSPEKTIVE AUF DAS BRIXNER FASCHINGSTREIBEN 2014
Der Narrathon
Alle zwei Jahre buhlen die Hoblschoatn, die Millander Faschingsrevue „Mill and Chaos“ und die Vahrnereien um die Gunst des närrischen Publikums. Der „Brixner“ hat sich alle drei Faschingsinitiativen angesehen – und vergibt Punkte.
D
er regelmäßige Faschingsmarathon ist im Eisacktal, ähnlich wie sein olympisches Gegenstück, eine Tradition im Zweijahresrhythmus. Kein Wunder: Mit dem Platzhirsch aus der Königsdisziplin stellt sich niemand gern in eine Reihe, schon gar nicht, wenn er „Stadtlerlåchn“ heißt. Ob nun Zweitligisten oder unterschätzte Underdogs: Der Narrathon 2014 gab allen dreien die Chance zu beweisen, dass Fasching mehr ist als Halloween mit Lachen. Auf die Plätze, fertig, los!
Humor ist zeitlos … dachte sich der MGV und brilliert auch in der 43. Ausgabe der „Hoblschoatn“ mit unterhaltsamen Vereins-Interna 32
DER SCHALK IM NACKEN: Ob Im-Dreiradler-festsitzende-Gemeindearbeiter-Running-Gag oder Papst im Halteverbot – dank diverser Highlights konnte das Publikum der Faschingsrevuen von Milland und Vahrn über den einen oder anderen verunglückten Sketch hinweglachen
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Fotos: Oskar Zingerle
und Kurzgedichten, die gekonnt an der lustig-aber-gerade-nochnicht-bösen Humorgrenze entlangschrammen. So kann man dem Männergesangverein und seiner Faschingszeitung keine Altersmüdigkeit vorwerfen: Von fiktiven Facebook-Live-Tickern aus dem Gemeinderat bis zu reichlich nackter Haut liegt der Hobel hart am Puls der Zeit. Für eingefleischte Entdecker gibt es 15 halb- bis ganz entblößte Abbildungen zu finden, übrigens keine davon ein Seite-1-Girl. Alte Weisheit: Die unterste Geschmacksschublade war und ist eines der Lieblingsregister der Männerrunde aus der „Hoblschoatn“-Redaktion, Intelli-
genz und Charme sorgen aber dafür, dass sie dennoch, falsch!, gerade deswegen für garantierte Lacher sorgt. Da wird Restaurantbesitzer Xi Pa Hu Jang zum Präsidenten der Brixner Kaufleute gewählt, weil sein Vorgänger die Forderung nach Parkplätzen bereits oft genug erhoben habe, Markus Lanz zum Nachfolger der gleichnamigen Katharina erklärt, der für „seinen Mist keine Gabel braucht“ und Brixens neue HORIZONTALE als erotisches Gegenstück zum bereits gebotenen „Besteigungsangebot“ etabliert, Puderbereich inklusive. Wegen ihres hohen Alters läuft die Hoblschoatn im Narrathon außer Konkurrenz, dennoch klarer Sieg nach Punkten. Kleine
Beobachtung am Rande: Dass der Chefredakteur des „Brixners“ Bürgermeisterambitionen habe, ist selbstverständlich eine Zeitungsente. Tatsächlich wird er Landeshauptmann.
Humor ist Geggo … dürfte man
sich bei der diesjährigen Ausgabe von „Mill and Ka(o)s“ gedacht haben, als man dem erprobten Faschings-Fixstern erneut die Moderation und gleich die halbe Redezeit des Abends übergab. Es hat sich ausgezahlt: Die routiniert geniale One-Man-Show von Georg Plank tröstete über einige verpasste Pointen hinweg und verwandelte recht nett geschriebene
Sketche in lupenreines Kabarett inklusive kreativer Wortschöpfungen. Auf dem Weg in den Duden: Patatineregierung, die: Kabinett eines Ministerpräsidenten, das nach einem Griff zur Chipstüte bereits wieder abgesetzt wurde. Den Höhepunkt des Abends erlebte Geggo aber wohl als bilingualer Papst Franziskus, der zur Brixner Seilbahn nur eine Meinung hat: „Fatela, perché viene progettata verso il cielo!“ Den richtigen musikalischen Riecher hatten auch die „3 lustigen 4“ der Musikkapelle Milland, die
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Kunst & Kultur
mit Liedern wie „Sog baim Gian net olm ‚Tschüss’“ oder „Für Alkohol gibt es immer einen Grund“ (Einsatz Geggo: „Der Sohn hot an Fiat gekaft“, „I bin eh schun 13“, „Beim Nochbor sein die Finanzer kemmen“) Südtirols Seele aus der Seele sprachen. Kein Wunder, dass es dagegen kaum ein Sketch leicht hat, vor allem, wenn sowohl Themenwahl (Flughafen, Ehe beratung, Durnis Bauernhof etc.) als auch Regie unter ihren Möglichkeiten bleiben. Mill and Ka(o) s kann besser, vor allem dank der vielen schauspielerischen Talente, die unter professioneller und konsequenter Führung sichtlich mehr zeigen könnten. Im Narrathon 2014 gibt das Strafsekunden, im Ziel aber lacht man mit euch, nicht über euch.
Humor ist, wenn man trotzdem lacht … war in den vergange-
nen Jahren oft das etwas enttäuschende Fazit der „Vahrnereien“. Zu viele mittelmäßige Texte, die selbst dem schon „eingevahrenen“ Publikum viel Sitzfleisch und Geduld abverlangten, zu wenig Witz, um die Zeit sinnvoll zu überbrücken. Dass Enrico De Dominicis, als Autor und Schauspieler beim „Stadtlerlåchn“ narrenerprobt, zum ersten Mal die Regie übernahm, versprach viel frischen Wind, der am Anfang auch kräftig blies, nach Hälfte Eins aber leider mit der Puste zu kämpfen hatte. Nach der mutigen und wunderbar albernen Entscheidung, eine Bläsergruppe auf die Bühne zu stellen, nur um sie ständig
von korpulenten Müllmännern im winzigen Dreiradler zu unterbrechen, folgen Landtagsabgeordnete in der Kinderkrippe, der deutsch-italienische Kleinkrieg auf dem Blödberg – Cimamatti und mit „Mir leichten grian, grian, grian und orantsch, Summer wia im Winter, ollweil ohne Hantsch“ sogar eine kleine, feine Hymne auf die braven Müllmänner im Land. „Ein neuer Geist geht um“ hieß es im Untertitel, und man spürte ihn unter dem Himmel aus Deko-Ballonen. Ganz aber konnte man sich offenbar nicht loslösen von den „Tugenden“ der „Vahrnereien“: Von Bühnenumbauarbeiten, die trotz zwei(!) ausgezeichneter, fast durchgehend anwesender Musikgruppen nicht einmal überspielt, geschweige denn verkürzt werden, über Schülerinnen, die sich zu CD-Einspielungen tapfer durch
„sexy“ Nebel tanzen, bis zu einem hyperlokalen, ausgedehnten Schaulaufen, bei dem vor lauter Freude über die gelungene Parodie des Vahrner Pfarrers („Hoiiiiilaaaaa!!!“) die Pointe schlichtweg vergessen wurde. Die Würze liegt einerseits in der Kürze, wie das Schalderer Gesangsquartett mit perfekt eingestreuten Mini-Songs mehrfach bewies, andererseits im guten Essen, das man den „Damen Schalders“ verdankte. Der Narrathon 2014 wäre damit entschieden: Die „Vahrnereien“ arbeiten bitte an ihrer Kondition, im Medaillenspiegel übernimmt die Führung: Das Schalderer Tal.
anton.rainer@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
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AUSSTELLUNG
Kunst & Kultur
Last und Lust z Der Gadertaler Künstler Lois Anvidalfarei stellt zurzeit gleich zweimal in Südtirol aus. In der Goethe Galerie 2 in Bozen sind überlebensgroße Skulpturen zu sehen, gefangen zwischen Gerüststangen aus Stahl. Die Zeichnungen in der StadtGalerie Brixen zeigen voluminöse Körperlichkeit, die gleichsam den Rahmen sprengt, in den sie gezwängt wird. Durch die ungewöhnliche Perspektive quillt dem Betrachter überbordende Fleischlichkeit entgegen; der Blick von vorne in leicht er-
höhter Position erschwert jedwede anatomische Orientierung. Rudimentäre, harte Linien muten wie abstrakte Reliefs an, es sind rohe Körper in rauen Landschaften. Es stellt den Künstler selbst dar, in all seiner Last, all seiner Lust, der sich krümmt und entspannt, sich abwendet oder sein Ohr leiht, der leidet und liebt. Die Intimität der Arbeiten verwirrt den Besucher; vor der Macht der sinnlichen Leiblichkeit gibt es kein Entrinnen. Sichtbar wird in den schroffen Strichen und Wülsten vor allem
die symbiotische Beziehung des Bildhauers Lois Anvidalfarei zu dem Bauern Lois Anvidalfarei. ird
K&K Kunst & Kultur
KULTURPROJEKT
Jugend baut Zukunft z Von Februar bis Mai organisiert das partizipative Projekt „Open City Museum“ der Kulturvermittlerin Martha Jiménez Rosano und des Fotografen Giovanni Melillo Kostner den Kulturparcours „Jugend baut Zukunft“. Der Parcours begleitet kreative Jugendliche bei der Umsetzung ihrer Initiativen im Bereich Kunst, Literatur, Musik, Medientechnik und Soziales und stärkt sie in ihrem Bewusstsein als Akteure des Wandels. Im Rahmen des Festivals delle Resistenze und Think more about werden mit Unterstützung der Gemeinde Brixen Geschichten
kurz
notiert
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und Ideen von Jugendlichen aus dem gesamten Einzugsgebiet gesammelt, die Inspiration für die pluralistische Gesellschaft sein sollen. In Stufels wird eine aufgelassene Räumlichkeit als „Project room“ umfunktioniert, und am 22. April präsentieren die „Young Changemakers“ die gemeinsam erarbeitete Publikation und die entsprechende Ausstellung im ExAstra-Kino. Unter dem Motto „Astra la vista“ arbeitet zurzeit bereits eine Gruppe junger Querdenker an der Fertigstellung von unabhängigen Kurzfilmen, jenseits des Mainstream und der südtirolweit
Das Brixner Tango-Paar Lucia & Antonio De Sarro feiern den Tango Argentino, der zum UnescoWeltkulturerbe zählt, mit einem großen Fest samt Konzert und Tanz mit dem Quintetto Cachivache am 5. April um 20 Uhr im Theatersaal Don Bosco.
boomenden Filmförderung. Diese kritisch-scharfen und tiefgründigen Kleinode von Filmemachern wie Jörg Zemmer, Martin Fischnal-
ler, Matthias Lintner, Anna Sophie Feichter, Andreas Widmann und andere mehr werden am 1. Mai im Ex-Astra-Kino vorgestellt. ird
Im Jazzkeller „3 fiori“ findet bis 19. April eine Retrospektive des Brixner Künstlers Manfred Muredastatt. Zu sehen sind kritische Statements der 70er Jahre und viele seiner unverkennbaren Terracotta-Figuren, die an Fabelwesen oder archäologische Fundstücke erinnern.
Das Theaterpädagogische Zentrum Brixen TPZ zeigt im April die Ergebnisse der Proben der Kindertheater-Werkstätten. Dabei geht es bunt zu: Man fällt aus dem Rahmen, feiert Geburtstag und zeigt Shakespeares Klassiker Romeo und Julia mal total verkehrt. Alle Aufführungstermine finden sich im „timer“.
NACHGEFRAGT
„Werte einer Bergregion vermitteln“ ROBERTO DE MARTIN, Präsident des Trento Film Festival und zeitweiliger Brixner, über den Erfolg des Festivals, das heuer ab 24. April stattfinden wird, und warum das Leben in der Provinz auch seine Vorteile hat. Welche „Nebenwirkungen“ hat ein Kulturfestival dieser Art für die Region? Hierzu möchte ich ein Beispiel aufzeigen: Auf der heurigen Berlinale wurde der vor einigen Tagen verstorbene Karl Baumgartner mit der „Berlinale-Kamera“ ausgezeichnet. Er stammt aus Bruneck, ich hatte mit ihm so manche Diskussion – und er stieg zum weltweit anerkannten Filmproduzenten und Filmverleiher empor. Ich glaube, das Festival ermöglicht die Entwicklung von neuen Berufen in einer Region und bietet den Einheimischen so manche Chance, sich in diesem Bereich zu etablieren.
Die Provinz hat also nicht nur Nachteile ... Keineswegs. Eine Bergregion, in der das Leben nicht immer einfach ist, fordert den Menschen positiv heraus, lässt Fantasie und Kreativität entstehen. Berge bieten nicht nur Extrembergsteigern zahlreiche Möglichkeiten. Die meisten Menschen glauben immer, das Leben in einer Metropole wäre bequemer und leichter. Für mich ist Brixen die schönste Stadt Europas – meine fünf Enkel, die hier geboren wurden, sind sehr privilegiert, auch wenn ihnen das nicht immer bewusst sein mag.
Foto: Dino Panato
Herr De Martin, das Trento Film Festival hat sich in den 62 Jahren seines Bestehens zum renommierten Bergfilmfestival entwickelt. Was sind die Erfolgsfaktoren? Zum einen sicherlich die internationale Ausrichtung. Zudem hat sich das Filmfestival zu einem Treffpunkt von Alpinisten, Cineasten und Literaturexperten entwickelt – wir sammeln und archivieren beispielsweise sämtliche Publikationen zum Thema Berg. Das Festival rückt nicht nur den Berg, sondern auch die Themen Abenteuer und Expeditionen in den Mittelpunkt.
doris.brunner@brixmedia.it Leserbrief an: echo@brixner.info
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gestoßen zu sein.“ Marion Leitner, Mitglied seit August 2012
Dieser und viele weitere Erfolge sprechen für sich und zeigen, wie effektiv die kurzen Trainingseinheiten sein können. “Wer jetzt mit Entschlossenheit startet, hat bis zur Badesaison die ersten Pfunde verloren und kann sich auf einen unbeschwerten Sommer freuen“, so Clubinhaberin Maria Rastner. „Also am besten gleich mit dem Training starten und am Ball bleiben, das ist der Weg zum Erfolg!“ Regelmäßiges Training bringt Körper und Geist in Form. Zwei- bis dreimal wöchentlich 30-Minuten-Zirkeltraining,
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BRIXEN
Festung Franzensfeste im Fokus
Dokumente zum 1.Weltkrieg gesucht
Kunst & Kultur
DIVERSES
z Die geometrisch-militärische Architektur der Festung Franzensfeste mit ihren endlosen Gängen, Hallen, Gewölben und Kasematten trifft auf die Gefühlsregungen des Betrachters und bekommt durch den individuellen Blickwinkel des Fotografen eine neue Ausdruckskraft. Wie eindrucksvoll und vielfältig die Ästhetik des Festungsbaues sein kann, soll nun ein Fotowettbewerb unter dem Motto „Festungsemotionen“ aufzeigen. Ausgeschrieben wurde
dieser von der Festung Franzensfeste, gemeinsam mit dem Verein Oppidum und der Gemeinde Franzensfeste. Eingeladen sind alle Hobby- und Amateurfotografen sowie auch professionelle Fotografen. Die Endauswahl der Siegermotive wird durch eine Jury vorgenommen, der unter anderem auch hochkarätige Fotografen wie Walter Niedermayr, Arno Ritter und Günter Richard Wett beiwohnen. Die Fotos können ab 19. August abgegeben werden; die Prämierung findet am 12. September statt, wobei die ersten drei Gewinner ein Preisgeld erhalten und alle eingereichten Fotos in der Festung ausgestellt werden. Mehr Informationen zum Wettbewerb und zu den Teilnahmebedingungen sind unter www. festung-franzensfeste.it zu finden. Geöffnet ist die Festung heuer ab 15. April, wobei wiederum ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm zum Besuch einlädt. db
z Die Gemeinde Brixen beabsichtigt, anlässlich des Gedenkens „100 Jahre Erster Weltkrieg” eine Publikation zum Leben in der Stadt und den späteren Fraktionen während der Kriegsjahre bis zur Annexion Südtirols an Italien herauszubringen. Das Projekt wird vom Leiter des Stadtarchivs, Hubert Mock, betreut. Bürgermeister Albert Pürgstaller ersucht in diesem Zusammenhang die Brixner Bevölkerung um Mithilfe: „Wir suchen persönliche
Aufzeichnungen, Tagebücher, Korrespondenzen, Notizen, Dokumente und Fotos aus der Zeit von 1914 bis 1920“. Wer über derartige Unterlagen verfügt, wird ersucht, sie dem Stadtarchiv leihweise zur Verfügung zu stellen. „Bitte setzen Sie sich dafür mit dem Stadtarchiv in Verbindung“, sagt Pürgstaller. Das Stadtarchiv ist Montag, Dienstag und Mittwoch zu den Bürozeiten besetzt; Tel. 0472 062180, E-Mail hubert.mock@ brixen.it. wv
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MUSIK
Teuflisch gut
z „Evil“ lautet sein Spitzname, und in der Dekadenz bewies der polnische Geiger und EchoPreisträger Adam Baldych, wie er zu dieser Bezeichnung kam: Der 28-Jährige vermag das Instrument ganz einfach teuflisch virtuos und ausdrucksstark zu spielen, sodass man jedes Violine-Klischee sofort beiseite legt. Ebenso der nicht
minder kongeniale Akkordeonspieler Luciano Biondini, der seine chromatische Knopf-Harmonika in allen Varianten ausreizt und sich wie Baldych vom gewohnten Sound des Instruments löst: „Auf dem Akkordeon kannst du Orgel- oder auch Cembalomusik spielen – das mag künstlerisch nicht korrekt sein, aber es ist das Beste, was du tun kannst, um das Instrument technisch zu meistern und etwas anderes zu entwickeln“. Erst wenige Tage vor dem Konzert in der Brixner Dekadenz hatte das Baldych-Biondini-Quartett gemeinsam mit dem Kontrabassisten
Michel Benita und am Schlagzeug Philippe Garcia seine musikalische Premiere und zugleich den Auftakt ihrer Europa-Tournee beim Gasteiner Festival „SnowJazz“ – eine von der Presse umjubelte Welt premiere. Nicht minder begeistert zeigte sich das Brixner Publikum vom Zusammenspiel der beiden Meister: Mal weich-melancholisch, mal frech-explosiv interpretierte das Quartett vorwiegend Eigenkompositionen von Baldych und Biondini – ein Hör- und Sehgenuss, der sowohl fürs Publikum als auch für die Musiker erfüllend war. db
MUSIK
Mit Freude und Können musizieren z Kaum war das Olympische Feuer in Sotschi erloschen, wurde ein anderes, diesmal musikalisches Feuer in Erl/ Nordtirol angezündet – und zwar der Wettstreit „prima la musica“. Dieser bietet jungen Menschen im Alter von 6 bis 20 Jahren die Möglichkeit, sich in ihrem musikalischen Können zu messen. Über tausend junge Musiker kamen dafür ins neu erbaute Festspielhaus von Erl, und auch die Musikschule Brixen – die sich seit Jahren sehr aktiv daran beteiligt – trat heuer mit 19 Schülern zu diesem Landeswettbewerb an. Gleich elf Ensembles beziehungsweise Solisten qualifizierten sich für den Bundeswettbewerb in Wien, „und diese
Zahl beweist aufs Neue das hohe Niveau, auf dem in der Musikschule Brixen unterrichtet wird“, so Hans Peter Stifter, Direktor der Musikschule Brixen. Am Bundeswettbewerb antreten werden im Juni die Querflötenspielerinnen Johanna Strobl (Ensemble Greaschtl und Trifolium) sowie Hanna Messner und Lisa Lang (ebenso von Trifolium), Klemens Mair, Lorenz Hilpold und Philipp Stolz vom „Tubaquartett“ sowie als Solisten Felix Brugger und Tamara Papparlardo (Akkordeon), Andreas Bergmeister (Zither) und Max Tavella (Gesang). Dies waren jedoch nicht die einzigen 1. Preise, die die jungen Musiker erlangen konnten: Gold erhielten auch Nina Mayrl und Zahira Kiass (Harfe); Laetitia Maria Leitner
und Lea Peer (Klavier) sowie Gabriel Notdurfter am Akkordeon. Den sehr guten zweiten Platz konnten sich Peter Kolhaupt und Mara Troger am Klavier, Dario Ortlinghaus an der Gitarre und Hans Georg Niederegger am Akkordeon erspielen. Raphael
Repetto beteilgte sich krankheitsbedingt am Wettbewerb in Ossiach statt in Erl – und erlangte ebenso den ersten Preis am Violoncello. Im Bild: Die Teilnehmer des Musikwettbewerbs „prima la musica“ mit ihren Musiklehrern. db
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z Bis auf den letzten Platz besetzt war das Forum Brixen vor einigen Tagen, als die Bürgerkapelle Brixen unter der Leitung von Kapellmeister Hans Pircher das traditionelle Frühjahrskonzert spielte. Besonders beeindruckt hat die Bürgerkapelle mit den modernen Stücken – und hier ist vor allem das fast 20 Minuten lange und trotzdem sehr kurzweilige „Solowerk für Perkussionsinstrumente“ von Derek Bourgeois mit einer herausragenden Leistung der drei Solisten Mathias Unterhofer,
Fabian Huber und Tobias Gasser hervorzuheben. Neben einigen eher traditionellen Märschen spielte die Bürgerkapelle in der Tradition großer Filmmusik auch das Stück „Transcendent Journey“ des amerikanischen Komponisten Rossano Gallante sowie das ebenso anspruchsvolle „Fragments“ von Alfred R. Stevenson. Das Publikum reagierte begeistert. Im Laufe des Konzerts wurde Hermann Prosch für 60-jährige Mitgliedschaft geehrt; Georg Eichbichler wurde als Ehrenmitglied aufgenommen. wv
NEU IM REGAL Klein, fein, frei Die zweite Ausgabe der Kulturzeitschrift NANG ist nun (nach einer Vorbereitungszeit von zwei Jahren) erschienen: Die Initiative der beiden Brixner Arno Dejaco und Maria C. Hilber ist ein unabhängiges Blatt für Wortkultur und Bildhaftigkeit, in dem lokale Autorinnen und Autoren ihre Texte anbieten und Worte dem Experiment preisgeben. „Den NANG fasziniert die freie Sprache und ihre (Inter)Textualität, er möchte ihre Codes knacken und sie neu verknüpfen, er möchte nahe am Kern sein und einen Stoffwechsel zulassen“, so die beiden Initiatoren. Zum Thema Meinungsfreiheit verfassten dieses Mal Andreas Brugger, Arno Dejaco, Dietmar Gamper, Maria C. Hilber, Wolfgang Nöckler, Patrycija Pierchala, Markus Schwärzer, Matthias Vieider und Jörg Zemmler Texte in unterschiedlichsten Formen und Schöpfungen, grafisch gestaltet von Maria Unterfrauner
und finanziell unterstützt von der Druckerei A. Weger und der Südtiroler Autorenvereinigung. Vorgestellt wurde der NANG bei einem spannenden literarischen Abend in der Dekadenz, bei dem vorgelesen, vorgespielt und performt wurde. Der NANG ist erhältlich bei Arno Dejaco (arno@arinoteles.com) – gegen eine freiwillige Spende, die ruhig als Kulturbeitrag gesehen werden darf.
THEATER
Eindrucksvolles Maturatheater
z Am Vinzentinum hat es Tradition, dass die Octava Klassenzimmer gegen Theaterbühne und Schreibzeug gegen Requisiten tauscht und anstelle eines Maturaballes ein Maturatheater auf die Bühne bringt. Insbesondere in den letzten Jahren zeigten die
Vinzentiner eine erfreuliche Vielfalt an Genres, vom Musical bis zur Tragikomödie, von antiken Stoffen bis hin zu postmodernen Werken. Heuer fiel die Wahl auf Colin Higgins’ Komödie „Harold und Maude“, die vielen durch den gleichnamigen Film bekannt sein
WIE
dürfte. Das Stück dreht sich um die Liebesgeschichte des 19-jährigen wortkargen Harold Chasen, einem Sohn aus gutem Hause mit leichtem Hang zur Dramatik, und der 79-jährigen Gräfin Mathilda „Maude“ Chardin, einer lebenslustigen, munteren Frau
im besten Alter. Seit September arbeitete Regisseur Gerd Weigel mit den Spielerinnen und Spielern; es wurde am Bühnenbild gewerkelt und alles Organisatorische bewältigt. Das Ergebnis in Form der Theateraufführungen im März begeisterte das Publikum: Jede Menge Spielfreude, originelle Regieeinfälle und authentisches Spiel sorgten für einen erfreulichen Theaterabend, herrlich inszenierte Scheinselbstmorde inklusive. Selbst die nicht leicht zu bewerkstelligende Balance zwischen komischen und tiefgründigen, lauten und leisen Momenten gelang den zwölf Jugendlichen auf der Bühne wunderbar. Eine wichtige „Prüfung“ haben die Maturanten also bereits mit Bravour hingelegt. Ein Teil des gesammelten Geldes soll den Wiederaufbau der 2013 von einem Taifun verwüsteten Gebiete auf den Philippinen unterstützen, der vom Südtiroler Missionar Pater Luis Kerschbamer begleitet wird. db
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Kunst & Kultur
Weiterbildung
Weiterbildung
Sommer in Neustift
think more about Tage der Nachhaltigkeit vom 15. bis 17.Mai 2014
Vielfältiges Programm für Kinder, Jugendliche und Familien in Neustift Neugierige Naturforscher im Eisacktal unterwegs Wenn ich groß bin, werd´ ich Biologe Mo. 07.07. – Fr. 11.07.2014 Kochkurs für Kinder Kochen – kinderleicht Di. 08.07.2014 Zwei Tage im Zeichen von Streit und Versöhnung Wölfe knurren – Giraffen öffnen ihr Herz Do. 10.07. – Fr. 11.07.2014 Deine Ferien in der Villa Kunterbunt Pippi Langstrumpf-Woche Mo. 14.07. – Fr. 18.07.2014 Eine Woche, viele Berufe, ein Kloster Unternehmen Kloster Mo. 14.07. – Fr. 18.07.2014 Natur trifft Kultur – Natura incontra cultura Euregio Summer Camp So. 20.07. – So. 27.07.2014
Eine Kreativwoche in der Natur Werkstatt Natur Mo. 04.08. – Fr. 08.08.2014 Fremdsprache und Survival Sprachencamp Englisch Mo. 11.08. – Fr. 15.08.2014/ Mo. 18.08. – Fr. 22.08.2014 Eine Erlebniswoche rund um unsere Zukunft Abenteuer Zukunft Mo. 11.08. – Fr. 15.08.2014 Backkurs für Kinder Backen – kinderleicht Di. 12.08.2014 Kunstakademie im Duo mit Papa, Tante, Oma, Opa oder Patin Im Duo kreativ – Ein Sommerurlaub der anderen Art Di. 12.08. – So. 17.08.2014/ Mo-. 18.08. – Sa. 23.08.2014 Flechtwerkstatt im Duo mit Papa, Tante, Oma, Opa oder Patin Blumentopf und Korbgeflüster Sa. 23.08. – Sa. 23.08.2014
Fremdsprache und Survival Sprachencamp Italienisch Mo. 28.07. – Fr. 01.08.2014
Naturerlebniswoche für Jugendliche mit und ohne Behinderung Ober Alloan Sa. 23.08. – Mi. 27.08.2014
Nachwuchsfotografen und Computerprofis unterwegs Bits und Bytes für Fotofreaks Mo. 28.07. – Fr. 01.08.2014
Kunstakademie mit Marion Haas Sommeratelier für Kinder und Jugendliche Mo. 25.08. – Fr. 29.08.2014
Singkreis der Kinder & Jugendlichen Neustifter Musikwoche Sa. 02.08. – So. 10.08.2014
3 Naturtage für Familien mit verhaltensauffälligen Kindern Natur wirkt! Mo. 25.08. – Mi. 27.08.2014
» Anmeldung und Informationen
im Bildungshaus Kloster Neustift
www.bildungshaus.it/sommerprogramm, unter bildungshaus@kloster-neustift.it oder telefonisch unter 0472/835588
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Der Kongress für ein nachhaltiges Wirtschaften Klimawandel, Co2-Anstieg, (Jugend-)Arbeitslosigkeit, Unternehmensschließungen, Unzufriedenheit und Unsicherheit, Umweltveränderungen, soziale Ungerechtigkeiten etc. - vieles ist im Umbruch – vieles in Veränderung. Diese Dynamik möchten wir in den diesjährigen Tagen der Nachhaltigkeit „think more about“ aufgreifen und unter dem Motto „Die Kunst des Wandels“ diskutieren. Donnerstagabend kostenlos - im Forum Brixen: Impulse von Harald Welzer, Silke Helfrich, Janez Potocnick und Pavan Suhkdev, Anschließend Diskussion mit Arno Kompatscher, Stefan Pan, Uli Rubner und Giulio Bonazzi Freitag - im Bildungshaus Kloster Neustift: Spezielle Dialogrunden mit Experten und dem Publikum werden die Bereiche Handel, Handwerk, Landwirtschaft, Tourismus, Industrie, Lebensstile, regionale Kreisläufe und Neues Lernen bearbeitet. Der konkrete Südtirolbezug und die starke Umsetzungsorientierung liegt uns dabei in diesem Jahr ganz besonders am Herzen. Samstag - im Bildungshaus Kloster Neustift: 9 eintägige Seminare, bei denen ganz praktische Ansätze für einen unternehmerischen, aber auch persönlichen Wandel vertieft und diskutiert werden können.
» Initiatoren:
Bildungshaus Kloster Neustift und Terra Institute Brixen in Zusammenarbeit mit der Freien Universität Bozen Weitere Informationen und Anmeldung unter www.thinkmoreabout.com oder Tel. 0472/835588
timer
April MUSIKTHEATER
Dekadente Dreigroschenoper Foto: Arnold Ritter
Eine Satire auf Korruption und Konkurrenz, Provisionen und Profiteure. Oder: Schlechte Zeiten für anständige Menschen? Die Gruppe Dekadenz zeigt ab 9. April die erfolgreiche Inszenierung der Dreigroschenoper von Bertolt Brecht.
z Die Dreigroschenoper von Bertolt Brecht zählt seit ihrer Berliner Uraufführung 1928 zu den weltweit bekanntesten, meistgespielten Theaterstücken und begründete Brechts Weltruhm. Die Musik von Kurt Weill trug maßgeblich dazu bei: Er vermischte darin Elemente
aus Jazz, Tango, Blues sowie Jahrmarktsmusik und garnierte sie mit ironischen Seitenhieben auf Oper und Operette.
Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral. Brecht gelang es in der Dreigroschenoper, die
weltweiten sozialen und ökonomischen Zerfallsprozesse des 20. Jahrhunderts exemplarisch und dabei bitterböse-unterhaltsam in Szene zu setzen – an Aktualität hat das Werk dabei nicht verloren. Ein jeder ist auf seinen Vorteil bedacht, es besteht keinerlei Loyalität und jeder ist käuflich. An jeder (Straßen-)Ecke lauern offener Verrat und Eigennutz: Die einen rauben beruflich aus Not, die anderen „ehrenamtlich“ aus Gier. Und die Liebe – sie entpuppt sich abhängig von Angebot und Nachfrage.
wieder in der Dekadenz zu sehen: „Gabi Rothmüller hat die Dreigroschenoper in ein Feuerwerk verwandelt, das beinahe die klapprigen Bühnenrequisiten in Brand steckt ... Die Schauspieler wollen in erster Linie eine Geschichte erzählen, und das gelingt ihnen wunderbar. Es ist beeindruckend, eine so zusammengeschweißte Truppe auf der Bühne zu sehen“, befand beispielsweise die Rezensentin Margit Oberhammer in der Tageszeitung „Dolomiten.“
„Ein Feuerwerk“ Im Herbst 2012
Der geschäftstüchtige Bettlerkönig Peachum samt alkoholgetränkter Gattin, seine naive Tochter Polly, der skrupellose Verbrecherkönig Mackie Messer, Polizeichef Tiger Brown, Trauerweiden-Walter, Spelunken-Jenny und all die Huren, Bettler, Polizisten und Priester – sie alle sind vom 9. – 26. April im Anreiterkeller der Gruppe Dekadenz zu erleben.
zeigte die Gruppe Dekadenz erstmals die „dekadente“ Version der Dreigroschenoper in der Inszenierung der Münchner Regisseurin Gabi Rothmüller. Eine Eigenproduktion, die den Keller schnell füllte und Zusatzaufführungen auf den Spielplan setzte. Für alle, die sich keinen Platz sichern konnten: Ab 9. April ist die Dreigroschenoper nun
Die Dreigroschenoper von Bertolt Brecht mit Musik von Kurt Weill Eine Satire auf Korruption und Konkurrenz, Provisionen und Profiteure.Oder: Schlechte Zeiten für anständige Menschen? mit Johann Anzenberger, Josef Lanz, Margot Mayrhofer, Ingrid Porzner, Peter Schorn, Patrizia Solaro, Doris Warasin, Michaela Zetzlmann, Andreas Zingerle – Eigenproduktion Gruppe Dekadenz Regie: Gabi Rothmüller, München Klavier: Andreas Settili
...und der Haifisch, der hat Zähne.
» 09.04 MI, 11.04 FR, 12.04 SA,
15.04 DI, 16.04 MI, 17.04 DO, 18.04 FR , 24.04 DO, 25.04 FR, 26.04 SA 20:30 Uhr Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller
Obere Schutzengelgasse 3a – Brixen/Stufels – www.dekadenz.it Kartenreservierung: karten@dekadenz.it; Tel. 0472 836 393 (Di – Fr 17-19 Uhr, Sa ab 18 Uhr) Achtung: Sitzplätze frei zu wählen – keine Platzreservierung 43
Veranstaltungen
MUSIK
Händels Theodora, ein Gottes-Geschenk z Wenn die Ouvertüre von Händels „Theodora“ erklingt, nimmt ein Schicksal seinen Lauf, das ergreifender und dramatischer nicht komponiert sein könnte. Mit „Theodora“ erklingt ein Alterswerk Händels, das in vieler Hinsicht abgeklärt erscheint, aber deshalb nicht wenig packend und mitreißend ist als die altbekannten „Evergreens“ aus Händels Feder. Händel selbst hat manches Stück daraus der Qualität seines „Messias“ zur Seite gestellt. Man hat „Theodora“ sicherlich nicht zu Unrecht als Händels „leisestes“ Oratorium bezeichnet, aber wie so oft verbirgt sich auch hier in stilleren Wassern Tiefe. Sicherlich mit einem gewissen Recht hat man Theodora als Händels „leisestes“ Oratorium bezeichnet,
vorherrschend sind verinnerlichte Klänge und bei den Hauptpersonen ein Ton des Flehens und Leidens. Dieser Haltung und der Personenzeichnung einer unerschrockenen, gefestigten Theodora entspricht die Komposition ihrer Arien; überwiegend in gemächlichem Tempo und mit einer einzigen Ausnahme in Molltonarten, entwickeln ihre Arien eine entrückte Klangwelt des Melancholischen. Mehr Formenvielfalt und klangfarbliche Varianten offenbaren die Arien der Begleitpersonen Theodoras, sie sind jeweils dem wechselnden situativen Kontext angepasst. Eher zurückgenommen, lyrisch und verhalten in ihrem Grundton, komponiert Händel die Chöre der Christen, so dass sich für die Glaubensgemeinschaft eine relativ einheitliche Klangdisposition ergibt.
Georg Friedrich Händels Oratorium „Theodora“ mit Spitzenmusikern unter der Leitung von Christoph Spering
Am Montag, 14. April um 19:30 Uhr im Dom zu Brixen ist das Oratorium mit Spitzenmusikern zu hören: Letizia Scherrer (Sopran) in der Rolle der Theodora, Franziska Gottwald (Alt) als Irene, eine Christin, der Countertenor Benno Schachtner, Countertenor als Didymus, Tenor Ulrich Cordes als römischer Offizier Septimius und David Jerusalem (Bass) als
Valens, interpretieren mit dem Chorus Musicus Köln – einem jungen, erfolgreichen Vokalensemble – und „Das Neue Orchester“ unter der Leitung von Christoph Spering das Werk Händels.
» Mo, 14. April, 19:30 Uhr Dom zu Brixen
Ostermarkt
der Südtiroler Krebshilfe
Letizia Scherrer, Sopran - Theodora, eine Christin adliger Herkunft Franziska Gottwald, Alt - Irene, eine Christin Benno Schachtner, Countertenor - Didymus, ein römischer Offizier und Christ Ulrich Cordes, Tenor - Septimius, ein römischer Offizier David Jerusalem, Bass - Valens, Statthalter von Antiochien Chorus Musicus Köln Das Neue Orchester Christoph Spering, Dirigent Theodora ist neben Messiah und La Resurrezione Händels drittes Oratorium mit einem christlichen Thema. Anders als der Messias ist es aber ein echtes dramatisches Oratorium mit einer Handlung; sie handelt von einer christliche Märtyrerin, die im Jahr 304 während der Christenverfolgungen unter Kaiser Diokletian starb.
» Montag, 14. April 19.30 Uhr Dom zu Brixen
Kartenvorverkauf: Tourismusverein Brixen, Tel. 0472 836401 Ermäßigung für Jugendliche, Studenten, Senioren, Familienpass, Kulturpass
Brixner Initiative Musik & Kirche – www.musikkirche.it 44
Selbstgefertigter Osterschmuck, verschiedenste Handarbeiten und Köstlichkeiten – all dies ist beim Ostermarkt der Südtiroler Krebshilfe Bezirk Eisacktal erhältlich. Der Reinerlös kommt der Südtiroler Krebshilfe zugute.
» Freitag, 11., Samstag, 12. und Sonntag, 13. April
Bezirkssitz Südtiroler Krebshilfe Brixen, Brennerstraße 1 (Ecke Altenmarktgasse/Trattengasse)
Freitag und Samstag von 09.00 bis 12.30 und von 14.00 bis 18.30 Uhr Sonntag von 09.00 bis 13.00 Uhr
Südtiroler Krebshilfe Bezirk Eisacktal Tel. 0472 812 430 www.krebshilfe.it
Mittwoch, 02. April
Samstag, 05. April
Podiumsdiskussion 20 Uhr
Diverses
Wie viel ist Brixen der Tourismus wert? organisiert von der Gemeinde Brixen und der Freien Uni Bozen Volksbanksaal Brixen Donnerstag, 03. April
Kindertheater
10-17 Uhr
Frühlingsfest & Tag der offenen Tür mit buntem Programm für Kinder und Erwachsene Freie Waldorfschule und Kindergarten Brixen, Brennerstraße 32
Theater
20 Uhr
Ein Traum von Hochzeit Boulevardkomödie mit der Heimatbühne Raas Mehrzwecksaal Grundschule Raas
Theater
Musik
Die Dreigroschenoper Eine Satire auf Korruption und Konkurrenz, Provisionen und Profiteure. Oder: Schlechte Zeiten für anständige Menschen? Eigenproduktion Dekadenz Anreiterkeller, Gruppe Dekadenz
20:30 Uhr
Sonntag, 06. April 18 Uhr
Tag der offenen Tür im Wald-Kindergarten „Wurzelnest“ Niederhuberhof, Mellaun
Ein Traum von Hochzeit Boulevardkomödie mit der Heimatbühne Raas Mehrzwecksaal Grundschule Raas
Kindertheater
Vortrag
20 Uhr
Diverses
10-12 Uhr
17 Uhr
Musik/Tanz
20 Uhr
Tango Argentino Konzert mit dem Quintetto Cachivache, Tango Argentino mit Lucia & Antonio und Milonga Theatersaal Don Bosco
Frühlingsfest Ein erlebnisreicher Tag der offenen Tür in der Freien Waldorfschule und Kindergarten Brixen
Frühlingspfeifen schnitzen, Töpferwerkstatt, Zaubertricks, Ausstellung, Gespräche mit Lehrpersonen und Kindergärtnerinnen, erfrischende Frühlingsgerichte aus der Vollwertküche und mehr warten auf Groß und Klein.
Mittwoch, 09. April
Tenebrae Musik zur Passionszeit mit dem Ensemble Vocalart und Marie-Sophie Pollak (Sopran), Angela Palfrader (Violine) und Heinrich Walder (Orgel) Herz-Jesu-Kirche, Altenmarktgasse
Theater
Aus dem Rahmen gefallen Die Theaterwerkstatt Zinnober des TPZ zeigt Szenen, die aus dem Rahmen fallen TPZ Brixen, Köstlanstraße 28 Freitag, 04. April
20 Uhr
Frühjahrskonzert der Musikkapelle Feldthurns Haus Voitsberg, Vahrn
17 Uhr
Aus dem Rahmen gefallen Die Theaterwerkstatt Zinnober des TPZ zeigt Szenen, die aus dem Rahmen fallen TPZ Brixen, Köstlanstraße 28
Musik
Die Rückkehr der Götter Erich von Däniken behandelt in einer Multimedia-Präsentation scharfzüngig und humorvoll den Wiederkunftsgedanken, Eintritt: 15 Euro Graf-Meinhard-Haus, Mühlbach Montag, 07. April
Film
20:30 Uhr
Cerro Torre – Nicht den Hauch einer Chance Forum Brixen
20 Uhr
Ein Traum von Hochzeit Boulevardkomödie mit der Heimatbühne Raas Mehrzwecksaal Grundschule Raas
Musiktheater
20:30 Uhr
Freitag, 11. April
Kindertheater
15 Uhr
Kindertheater
18 Uhr
Geburtstag, Geburtstag, Geburtstag, … Theaterwerkstatt Erbsengrün des TPZ Brixen TPZ Brixen, Köstlanstraße 28
Romeo und Julia – total verkehrt Theaterwerkstatt Purpur des TPZ Brixen TPT Brixen, Köstlanstraße 28
Turandot –
Prinzessin von China Die 8. Klasse der Freien Waldorfschule Brixen zeigt den Theaterklassiker von Friedrich Schiller; Leitung: Thomas Troi, TPZ Brixen
In China, dem Reich der Mitte, lebt die Prinzessin Turandot. Ihre geistigen Fähigkeiten sind so hervorragend, dass ihr kaum beizukommen ist. Genauso stark ist ihr Wille. Was aber ist mit der Mitte, den Herzenskräften? Sie scheinen nicht vorhanden zu sein, oder vielleicht doch? Verbergen sie sich nicht nur hinter starren Klischees und dem verzweifelten Streben nach Freiheit? Nur einem, der selber die Herzenskräfte entwickelt hat, gelingt es, die verborgenen Anlagen der stolzen Turandot hervorzuholen, ohne sie in ihrer Würde zu verletzen. Ein verstaubter Klassiker oder ein hochaktuelles Drama? Noch dazu, wenn es von Vierzehnjährigen interpretiert werden soll, für welche die Beherrschung der neu sich ankündenden Seelenkräfte eine tägliche Herausforderung ist.
» Samstag, 05. April 2014 10-17 Uhr
Freie Waldorfschule und Kindergarten Brixen Brennerstraße 32, Brixen Tel. 0472 832344
Büroöffnungszeiten: Mo-Fr 8:30-12.15 Uhr Di 8:30-16:30 Uhr www.waldorfbrixen.it waldorfbrixen@hotmail.com
» Freitag, 11. April, 20 Uhr
Samstag, 12. April, 20 Uhr Sonntag, 13. April, 18 Uhr Parzivalsaal des Vinzentinums
Eintritt frei waldorfbrixen@hotmail.com – Tel. 0472 832 344
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Veranstaltungen
Diavortrag
19:30 Uhr
Einblicke in Uganda/Birongo Referentin: Dr. Doris Gluderer; Spenden für das Projekt „Ein Brunnen für Birongo“ werden gesammelt Jugendhaus Kassianeum
Theater
Kindertheater
18 Uhr
Romeo und Julia – total verkehrt Theaterwerkstatt Purpur des TPZ Brixen TPT Brixen, Köstlanstraße 28
Palmsonntag, 13. April
Die Dreigroschenoper Eine Satire auf Korruption und Konkurrenz, Provisionen und Profiteure. Oder: Schlechte Zeiten für anständige Menschen? Eigenproduktion Dekadenz Anreiterkeller, Gruppe Dekadenz
Musik
Samstag, 12. April
Kindertheater
15 Uhr
Geburtstag, Geburtstag, Geburtstag, … Die Theaterwerkstatt Erbsengrün des TPZ Brixen TPZ Brixen, Köstlanstraße 28
17:30 und 20 Uhr
Credo – ich glaube Karwochenkonzert des Männerchores Neustift Stiftskirche Neustift
20 Uhr
20:30 Uhr
20:30 Uhr
Die Dreigroschenoper Eigenproduktion Dekadenz Anreiterkeller, Gruppe Dekadenz
Konzert
Turandot – Prinzessin von China 8. Klasse der Freien Waldorfschule Brixen, Leitung: Thomas Troi Parzivalsaal Vinzentinum Brixen
Musiktheater
Musiktheater
20 Uhr
Jugendsinfonieorchester Südtirol Bilder einer Ausstellung (M. Moussorg ski); Mozart: Horn-Konzert Nr. 2 Forum Brixen
Kindertheater
18 Uhr
Theater
18 Uhr
20 Uhr
Romeo und Julia – total verkehrt Theaterwerkstatt Purpur des TPZ Brixen TPT Brixen, Köstlanstraße 28
Theater
Turandot – Prinzessin von China Der Klassiker von Friedrich Schiller in einer Interpretation der 8. Klasse der Freien Waldorfschule Brixen, Leitung: Thomas Troi Parzivalsaal Vinzentinum Brixen
20 Uhr
Turandot – Prinzessin von China Der Klassiker von Friedrich Schiller in einer Interpretation der 8. Klasse der Freien Waldorfschule Brixen, Leitung: Thomas Troi Parzivalsaal Vinzentinum Brixen
Theater
20 Uhr
Theater
Ein Traum von Hochzeit Boulevardkomödie mit der Heimatbühne Raas Mehrzwecksaal Grundschule Raas
Ein Traum von Hochzeit Boulevardkomödie mit der Heimatbühne Raas Mehrzwecksaal Grundschule Raas
Musik
18:30 Uhr
„Aus Liebe will mein Heiland sterben“ Musik zur Karwoche mit Emanuela Pattis (Sopran), Maria Prackwieser (Blockflöte), Franz Comploi (Orgel). Eintritt frei Dom Montag, 14. April
Musik
19:30 Uhr
Film
20:30 Uhr
G.F. Händel: Oratorium Theodora mit Spitzenmusikern unter der Leitung von Christoph Spering Dom
Voices of Transition Fruchtbare Wege in die Zukunft – Dokumentarfilm Forum Brixen
Weiterbildung
KVW Bildung Brixen Qualifizierung / Beruf
EDV
Gesundheit Wohlbefinden
Selbstmanagement - Denken und Handeln in Lösungen Fr. 04.04., 9.30 Uhr - 17.00 Uhr mit Hannelore Mühlburger
Internet und E-Mail Di. 01.04. - Di. 15.04., 5 Abende, jew. Di. und Do., 19.30 Uhr - 21.45 Uhr mit Markus Egger
Selbstvertrauen – ein (in)stabiles Fundament? Sa. 05.04., 9.30 Uhr – 17.00 Uhr mit Silke Pfitscher
Konversationskurs Englisch (ab Kursniveau B1) Fr. 04.04. - Fr. 27.06., 10 Abende, jew. Fr., 17.00 Uhr - 18.40 Uhr mit Barbara Pichler Bacher
Kurse in Kooperation mit Shiatsu-Yoga Vahrn: Yoga für AnfängerInnen und Leichtfortgeschrittene, Do In: Atem – Stretching - Beckenboden Infos und Anmeldung: Sieghard Gostner, 334 9788945
„Irgendwie anders“ – Grundlagen der interkulturellen Kommunikation im beruflichen Umfeld Ab Mo. 05.05., 3 Abende, jew. Mo., 19.30 Uhr – 21.30 Uhr, mit Catherine Mutzig Kommunikation im beruflichen Umfeld – Vom Konflikt zur Kooperation Fr. 09.05., 9.00 Uhr – 17.00 Uhr, mit Julia Strauhal Selbstbewusste Kommunikation im Beruf Fr. 30.05., 9.00 Uhr – 17.00 Uhr, mit Catherine Mutzig Vorbereitungskurs für angehende Maschinisten/ Betriebsleiter von Schlepp- und Sesselliften Mo. 28.04. - Do. 29.05., 19 Tage, jew. 8.30 Uhr - 17.00 Uhr Ort: Brixen, Forum
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Sprachen
A1.1 Französisch Di. 01.04. - Do. 19.06., 20 Abende, jew. Di. und Do., 19.30 Uhr - 21.10 Uhr mit Severine Harter A2.1 Deutsch für Leichtfortgeschrittene Ab Do. 15.05., 10 Abende, jew. Di. und Do., 19.30 Uhr – 21.10 Uhr mit Andreas Neuwirth
Mensch Gesellschaft
Altes Wissen neu entdeckt - die chinesische Fußreflexzonenmassage Di. 08.04., 19.00 Uhr - 20.30 Uhr mit Daniela Pfeifer Mut zur Langsamkeit Sa. 10.05., 9.00 Uhr – 17.00 Uhr mit Monika Engl
Kreativität Fotokurs für EinsteigerInnen Ab Do. 08.05., 4 Treffen, jew. Do. abends und Sa. nachmittags, mit Fabian Haspinger
Lohnstreifen - richtig lesen und verstehen Di. 15.04., 20.00 Uhr - 21.30 Uhr, mit Helmut Wahlmüller, Geschäftsfüher ELAS Deine Kinder – meine Kinder – unsere Kinder. Herausforderungen für unsere Patchworkfamilie Ab Di. 06.05., 2 Abende, jew. Di., 19.30 Uhr – 22.00 Uhr mit Roland Feichter
» Infos & Vormerkung:
KVW Bildung Brixen, Hofgasse 2, Tel. 0472 207 978 bildung.brixen@kvw.org
Dienstag, 15. April
Vortrag
20 Uhr
Sprache der Generationen – Hängt Sprache vom Alter ab? mit Prof. Dr. Eva Neuland, Bergische Universität Wuppertal; Eintritt frei Cusanus Akademie
Musiktheater 20:30 Uhr
Die Dreigroschenoper Eigenproduktion Dekadenz Anreiterkeller, Gruppe Dekadenz Mittwoch, 16. April
Musiktheater
20:30 Uhr
Die Dreigroschenoper Eigenproduktion Dekadenz Anreiterkeller, Gruppe Dekadenz Donnerstag, 17. April
Musiktheater
20:30 Uhr
Die Dreigroschenoper Eigenproduktion Dekadenz Anreiterkeller, Gruppe Dekadenz Freitag, 18. April
Vortrag
20 Uhr
Musik
20 Uhr
Frühjahrskonzert der Musikkapelle Milland Jugendheim/Pfarrheim Milland
Musiktheater
20:30 Uhr
Die Dreigroschenoper Eigenproduktion Dekadenz Anreiterkeller, Gruppe Dekadenz Sonntag, 27. April
Sport
ganztags
Mini-WM Kinder-Fußballturnier des ASV Milland Fußballplatz Milland
Ausstellungen Diözesanmuseum Hofburg 11. April bis 1. Juni 2014 Wie es ist – Che effetto fa – What it is like. Installationen von Hans Knapp Eröffnung: 10. April, 18 Uhr
Gesund und nachhaltig abnehmen Was taugen Trennkost, Low Carb und andere Diäten? Referentin: Dr. Susanne Reiffenstuhl Peer-Apotheke Brixen
bis 31. August 2014 the burning supper. Julia Bornefeld Öffnungszeiten: DI–SO 10–17 Uhr, Karfreitag von 10–14 Uhr
Musiktheater
StadtGalerie Brixen 4. – 26. April T_Räume Faszinierende Wandbehänge von Maria Stockner
20:30 Uhr
Die Dreigroschenoper Eigenproduktion Dekadenz Anreiterkeller, Gruppe Dekadenz Sonntag, 20. April
Diverses
19 – 20:30 Uhr
Benefizschnupperkurs Rio Abierto mit Christina Hofer; Spenden für das Projekt „Ein Brunne für Birongo“ Jugendhaus Kassianeum Donnerstag, 24. April
Musiktheater
20:30 Uhr
Die Dreigroschenoper Eigenproduktion Dekadenz Anreiterkeller, Gruppe Dekadenz
Jazzkeller 3 fiori bis 19. April Retrospektive von Manfred Mureda
Märkte Ostermarkt der Südtiroler Krebshilfe 11., 12., 13. April, 9 – 18:30 Uhr, Bezirkssitz Brennerstraße 1, Brixen
Kindertheater im TPZ Brixen Aus dem Rahmen gefallen
Die Theaterwerkstatt ZINNOBER (Kinder von 7 - 10 Jahren) zeigen Szenen zum Thema „Aus dem Rahmen fallen“. Ein Theater für alle, die schon mal aus dem Rahmen gefallen sind oder es in nächster Zukunft einmal vorhaben.
» Do 3. und Sa 5. April um 17 Uhr Geburtstag, Geburtstag, Geburtstag, …
Die Theaterwerkstatt ERBSENGRÜN ( Kinder von 6 – 11 Jahren) feiert mit dieser Collage gekonnt ihr Debüt. Ein Stück für Geburtstagsliebhaber und -hasser und für alle, die schon einmal ihren Geburtstag gefeiert haben.
» Fr 11. und Sa 12. April um 15 Uhr Romeo und Julia – total verkehrt
Die Theaterwerkstatt PURPUR (Kinder von 8 – 11 Jahren) hat die Liebesgeschichte von W. Shakespeare adaptiert und ein berührendes Kindertheater daraus gemacht, das unbedingt sehenswert ist.
» Fr 11., Sa 12. und So 13. April um 18 Uhr Alle Aufführungen finden im Theaterpädagogischen Zentrum Brixen (TPZ), Köstlanstraße 28, statt. www.tpz-brixen.org info@tpz-brixen.org Tel. 0472 802305
Volksmusik und Party der Extraklasse:
Die Grubertaler Vorgruppe: Stodlgäng Lederhose und Dirndl sind erwünscht!
Gartenflohmarkt des Vereins ProNepal zur Förderung verschiedener Projekte in Nepal 12. April, ab 10 Uhr Park des Hotel Elephanten Monatsmarkt 29. April, 8-13 Uhr, Schwesternau
Freitag, 25. April
Musiktheater
20:30 Uhr
Die Dreigroschenoper Eigenproduktion Dekadenz Anreiterkeller, Gruppe Dekadenz Samstag, 26. April
Sport
ganztags
Mini-WM Kinder-Fußballturnier des ASV Milland Fußballplatz Milland
Bauernmarkt Samstag, 8-13 Uhr, Hartmannplatz
» Samstag, 5. April, 19 Uhr
Sportzone Stange, Ratschings
Wochenmarkt montags, 8-13 Uhr, Priel-Gelände
Saaleinlass: 18 Uhr Tickets: Tousimusverein Ratschings – Gasteig, Jaufenstraße 1, Ratschings Tel. 0472 760 608 Eintritt: Vorverkauf 12 Euro, Abendkasse 18 Euro
Ggumperermarkt 19. April, Albuingasse
Jede Eintrittskarte erhält einen Gutschein über 10€ der Firma Trachten-Hit 47
Freizeit & Sport
GESCHICK, KRAFT UND AUSDAUER: Was auf den ersten Blick einfach ausschaut, verlangt den Athleten nach zweistündiger Fahrt alles ab
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Fotos: Oskar Zingerle
„4. ENDURO SÜDTIROL“ IN NATZ
Harte Kerle
Die Fahrer stehen in den Startlöchern und sind wild darauf, endlich Gas zu geben. Sie können den Beginn des Rennens kaum erwarten: 3, 2, 1, los! Erde und Schlamm fliegen durch die Luft – das Enduro-Rennen im Nato-Areal in Natz beginnt. Der „Brixner“ war dabei.
D
ie Sonne erwärmt an diesem Samstagvormittag bereits die Gemüter und strahlt mit sich selbst um die Wette, als wolle sie die Schlechtwettertage der vergangenen zwei Monate wieder gut machen oder sich dafür entschuldigen. Neben der angenehmen Wärme, die die Gesichter erhellt, ist jedoch auch ein starker Wind zu spüren. Trotzdem ist das Wetter ideal für ein Enduro-Rennen. Regen wäre sicherlich nicht von Vorteil, sei es für die Zuschauer als auch für die Motorradfahrer und für den Zustand der Rennstrecke im ehemaligen Nato-Areal in Natz. Trotzdem sind die Rennfahrer der Kategorien Oldies, Senior und Master, die um 11 Uhr gestartet sind, bereits nach der ersten Runde voller Erde und Matsch – das müssen sie bei diesem Extremsport wohl in Kauf nehmen.
Das Dröhnen der Motoren. Sofort laufen die Zuschauer, die gespannt auf den Beginn des Rennens gewartet haben, weiter zur nächsten Abgrenzung. Sie wollen die ersten Meter, die die Fahrer zurücklegen, verfolgen – aber vorerst ist nichts zu sehen.
Für den Fall eines Unfalls steht eine gelbe Fahne bereit, die die nachfolgenden Fahrer auf einen Sturz ihrer Kontrahenten warnen soll. Unermüdlich werden die Bänder, die die Strecke markieren, ausgewechselt und repariert. Obwohl die Zuschauer die Position der Rennfahrer durch die Motorgeräusche nur erahnen können, werden sie während des gesamten Rennens von einem eifrigen Kommentator auf dem Laufenden gehalten. Durch sein Mikrofon gibt er Position, Überholmanöver sowie Anzahl der bereits bestrittenen Runden durch.
Begeistertes Publikum, passionierte Rennfahrer. Etwa eine
halbe Stunde nach Rennbeginn verteilen sich die Zuschauer zusehends auf dem Gelände: Die einen verfolgen immer noch wie gebannt die Überholmanöver, Stürze und Fahrkünste der Sportler, andere machen es sich im Zelt der Musikkapelle gemütlich, stärken sich und gönnen sich eine kleine Pause. Wieder andere unterhalten sich mit den Rennfahrern, die sich erst am Nachmittag beweisen werden, aber es sich nicht nehmen lassen, das
und nicht Enduro-Rennen.“ Der Unterschied? „Bei Enduro-Rennen wie hier in Natz fahren die Teilnehmer durch unwegsames Gelände, das mit mehreren Hindernissen versehen ist, die es zu bewältigen gilt. Die Strecke für MotocrossRennen ist hingegen breiter und beinhaltet weniger Hindernisse. Jedoch gibt es dort öfter die Möglichkeit zu springen“, erklärt der passionierte Motocross-Fahrer, der beim Rennen mit seiner Honda antreten wird.
„Kostspielige Angelegenheit“ Neuere und ältere Motorräder, verschiedene Marken aus unterschiedlichen Baujahren tummeln sich auf der Strecke. Doch wie kostspielig ist dieser Sport eigentlich? Auf Sponsoren können nur die Profis hoffen, und so gehen die Teilnehmer hier leider leer aus. Auch wenn die Motorräder, die Ersatzteile sowie der Schutzanzug samt Helm viel Geld verschlingen – weitaus größere Kosten verursacht etwas anderes: „Das Teuerste an diesem Sport sind die langen Strecken, die wir zurücklegen müssen, um zu trainieren. Hier in Südtirol gibt es leider nicht
gehen. Jedoch kann ich bestätigen, dass dieser Sport wirklich eine kostspielige Angelegenheit ist. Als Schülerin ist es unmöglich, selbst dafür aufzukommen. Da muss man sich schon auf die Unterstützung der Familie verlassen können“, erklärt sie. Franziska ist zwar noch nicht so lange dabei wie ihre Freunde, durch die sie den Spaß am Motocross-Fahren entdeckt hat, jedoch ist sie sich sicher, dass auch sie nächstes Jahr hier ihr Können vor der überwiegend männlichen Konkurrenz unter Beweis stellen wird.
Arbeiten für eine Pizza. Kosten-
intensiv ist dieser Sport jedoch nicht nur für die Teilnehmer, sondern auch für die Organisatoren des Rennens, dem MC Brixen. Die Spesen für die Miete und der Präparierung des Geländes vor dem Rennen werden allerdings mit dem Startgeld in Höhe von 50 Euro abgedeckt: „Für die Organisation dieses Events muss man ein passionierter Fahrer sein, denn es ist anstrengend und es springt nichts für uns raus. Wenn am Ende der Veranstaltung so viel übrig bleibt, dass wir uns mit einer Pizza
„Die meisten Fahrer bereiten sich nicht nur auf den Pisten vor, sondern absolvieren ein regelmäßiges Kraftund Ausdauertraining“_ Michael Kinkelin, Präsident des MC Brixen Das unverkennbare Dröhnen der Motorräder ist zwar immer noch zu hören, aber sie sind aus dem Blickfeld verschwunden. Die Strecke geht weiter durch das abgesperrte Areal, das kein Zuschauer betreten darf. Nur die fleißigen Helfer und Organisatoren des Vereins MC Brixen begeben sich hinter die Absperrungen und kümmern sich ununterbrochen um den Zustand der Strecke und deren Abgrenzung.
Können ihrer älteren Kollegen zu begutachten – so auch Christian Gasser. Der 20-jährige Mechaniker aus Mellaun ist begeisterter MotocrossFahrer und freut sich schon auf den Start seiner Kategorie „Youngster“ am Nachmittag. Bereits im Schutzanzug, spricht er mit seinen Freunden über den bevorstehenden Wettbewerb: „Ich habe wohl eher weniger Chancen auf den Sieg. Eigentlich fahre ich Motocross-
viele Trainingsmöglichkeiten, und so benötigt man einen Transporter für das Motorrad und natürlich jede Menge Treibstoff, sei es für die Fahrt bis zur Strecke wie für das Training selbst“, berichtet Christian Gasser. Ebenfalls unter den Zuschauern verbirgt sich Franziska Obexer aus Villnöss. Die 17-jährige Schülerin kennt sich mit dem Rennsport aus: „Aufgrund meiner Verletzung kann ich heute leider nicht an den Start
belohnen können, hat sich der Aufwand auf jeden Fall gelohnt“, berichtet Michael Kinkelin, Präsident des MC Brixen. Er und die anderen Vereinsmitglieder geben alles, um die Strecke während des Rennens immer wieder zu überprüfen. Ausgebessert wird dabei, wo’s geht. Nach der Veranstaltung muss das Areal nämlich wieder auf Vordermann gebracht werden. Alles wird so zurückgelassen, wie es vorgefunden wurde – ansonsten 49
Freizeit & Sport
Michael Kinkelin, Präsident des veranstaltenden Vereins MC Brixen
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müssten sie auf die Rückgabe der hinterlegten Kaution verzichten.
Nur nicht schlapp machen! Das
Rennen läuft bereits seit einer Stunde, und man kann manchen Fahrern schon die Anstrengung und Müdigkeit ansehen. Immer schwerer fällt es ihnen, die schweren Motorräder wieder aufzustellen, sobald sie auf der feuchten Erde ausgerutscht sind. Zwei Stunden ohne Pause fahren – dafür müssen die Teilnehmer wirklich fit sein; sonst können sie nicht
Schmackhafte Gerichte
Ort e l a e d i r De eiern! f n e i l i m Fa echer Leckere Eisb für Ihre
Minigolf
Kinderspielplatz
Flötscherhof, ein Sonntag wie im Urlaub!
Kindertraum Flötscherhof Natz Flötscher 3 - 39040 Natz-Schabs - Tel. 0472 412077 info@floetscherhof.com
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Fotos: Oskar Zingerle
mithalten. „Die meisten Fahrer bereiten sich natürlich nicht nur auf den Pisten vor, sondern absolvieren ein regelmäßiges Kraftund Ausdauertraining. Fitness und Ausdauer sind bei diesem Sport sehr von Vorteil“, berichtet Michael Kinkelin, der selbst seit 27 Jahren Motocross fährt. Er und die anderen Vereinsmitglieder feuern regelmäßig ihre Kollegen an. Für den Fall, dass nicht nur die Kräfte der Teilnehmer schwinden, sondern gröbere Unfälle passieren, ist das Rote Kreuz zur Stelle. „Enduro und Motocross sind Extremsportarten. Es ist also wichtig, dass es eine Erstversorgung vor Ort gibt. Bisher ist glücklicherweise alles glatt gelaufen“, erzählt Matthias Kirchler aus Brixen, Freiwilliger beim Roten Kreuz Brixen. Damit Schlimmeres vermieden werden kann, sind die Rennfahrer gut geschützt: Schutzanzüge mit Knieschützern, Brustschutz, Ellenbogenschutz sowie Handschuhe, Stiefel, Sturzhelm und Nackenschutz sind Pflicht. Nach dem zweistündigen Rennen, das den Fahrern sicher viel Kraft kostete, beglückwünschen einige Zuschauer ihre Favoriten zur guten
Christian Gasser und Franziska Obexer sind passionierte Motocrosser
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Leistung. Andere machen sich schnurstracks auf dem Weg zur Liste mit den Platzierungen, die erkennen lässt, dass nicht nur Südtiroler, sondern auch Deutsche und Österreicher am Rennen teilgenommen haben. Unter ihnen auch der Sieger der Kategorie Master, Valentin Rehrl: Er kommt aus Freilassing in Bayern und scheint trotz der Anstrengung noch topfit zu sein: „Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung und kann mich immer auf ein Team verlassen, das geschlossen hinter mir steht.
Auch die Strecke war sehr gut, nur Überholmöglichkeiten gibt es leider wenige. Das Rennen ist auf jeden Fall super organisiert und läuft immer total fair ab“, berichtet er nach seinem Sieg. Nun erholt er sich aber im Kreise seiner Freunde von der Anstrengung des Enduro-Fahrens, die er sich kaum anmerken lässt.
hanna.hofer@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
HANDBALLFANCLUB SSV BRIXEN
Der achte Mann Wo immer die 1. Herrenmannschaft des SSV Brixen Handball spielt, sind sie dabei: Die Mitglieder des Fanclubs machen Stimmung während des Spiels und begleiten die Handballspieler durch Sieg und Niederlage.
2
.800 Kilometer, also die Flugstrecke Südtirol-Island, haben sie von Oktober 2013 bis Februar 2014 bereits im Bus zurückgelegt, die etwa 60 Mitglieder des Fanclubs des SSV Brixen Handball, die die 1. Herrenmannschaft zu ihren Auswärtsspielen begleiten: jung und alt, Männlein und Weiblein, bunt gemischt. Ein Bus voll ist es allemal, und für die Fahrt zum ersten Spiel der Abstiegsrunde in Mezzocorona musste sogar ein Doppeldecker her. Bis zum Ende der Spielsaison Mitte April werden wohl noch ein paar hundert Kilometer hinzukommen.
Die Macher. Niemand kann die
Gründung des Clubs vor drei Jahren und dessen Entwicklung besser erklären als der rührige Präsident Gerd Seebacher, der regelmäßig zu den Sitzungen der Sektion Handball Herren eingeladen wird und als Bindeglied zwischen dem Vorstand und dem Fanclub fungiert. Ihm zur Seite stehen Koordinator, „Dirigent“ und „Vorklatscher“ Georg Prosch, der für Fotos und Filmaufzeichnungen zuständige Stefan Rienzner und Patrick Salcher, der für die Materialbesorgungen aufkommt. Daneben gibt es weitere aktive Mitglieder, die zum Beispiel die Homepage gestalten, private Feste im Club Max, Lotterien oder Spendenaktionen organisieren und mit einer Gulaschsuppe oder Hotdogs fürs leibliche Wohl der Zuschauer sorgen. Kaum einer von ihnen kann sich an die glorreiche Zeit Anfang der Neunziger Jahre erinnern, als Brixen zweimal Italienmeister wurde – dafür sind sie einfach zu jung. Auch damals wurde unter der Anleitung von Rudi Bizjak bei Topspielen die weißgrüne Fahne über die Zuschauerränge gezogen. Und Grund zum Jubeln gab es allemal, als international renommierte Spieler wie Mischi Kovacs aus Ungarn oder Jason Olafsson aus Island für Brixen die Tore warfen.
Der harte Kern des Brixner Handball-Fanclubs: „Wir wollen die Tradition des Brixner Handballsports wieder aufleben lassen“
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„Wir Jungen wissen um die große Tradition des Brixner Handballsports und wollen diese wieder aufleben lassen“, erzählt Gerd Seebacher, „der Besuch eines Handballmatches soll ein Event werden!“
Nicht zu übersehen. Der Fanclub
möchte dabei Menschen ansprechen, die nicht unbedingt von vornherein mit Handball zu tun haben, „aber die mit uns eine Gemeinschaft bilden wollen“, so Seebacher. Selbstverständlich feuert der Fanclub in erster Linie die Brixner Mannschaft an, „aber wir legen auch Wert auf Toleranz gegenüber den gegnerischen Teams, die in unserer Halle spielen.“ Das Knüpfen von Freundschaften mit anderen Teams und deren Anhängern ist dem Fanclub ein Anliegen – „und dies scheint uns ganz gut zu gelingen, denn mittlerweile bekomme ich öfters Mails aus ganz Italien, in denen ich wie ein alter Bekannter mit ,Ciao, Gerd‘ begrüßt werde.“ Zu den auffälligsten Kreationen des Clubs zählt dabei das Maskottchen, ein 2,19 Meter großer, schwergewichtiger „Maskott“, ein Brixner Pamper mit Schuhgröße
69, der von den Zuschauern in Erinnerung an den ungarischen Handballtrainer Kovacs auf den Namen Miki getauft wurde. Wer sich darin versteckt, der braucht Sinn für Humor, ein Gefühl für Rhythmus und darf keinerlei Berührungsängste haben. Eine wahrhaft schweißtreibende Rolle! Bei jedem Heimspiel gibt es zudem den „Pamper“ – die Hallenzeitung, die zu jedem Match Neuigkeiten bringt, Hintergründe aufzeigt und auch die Gastmannschaft zu Wort kommen lässt. Für deren Gestaltung zeichnen Julia Scheiter und Reinhold Wegmann verantwortlich. Nicht zu übersehen ist hinter der Eingangskasse in der Brixner Halle der Fanshop mit TShirts, Schärpen, Caps, Hupen und „Klatscherlen“, der vom Tandem Miriam Treyer und Michael Ploner betreut wird.
Lohn für die Mühe. „Es ist schön
zu sehen, wie der Fanclub kontinuierlich wächst und Rückmeldungen aus ganz Italien eintrudeln. Wir wurden zum Beispiel in Triest, einer Hochburg des italienischen Handballsports, darauf angesprochen, wie wir es schaffen, so viele Fans für die Auswärtsfahrten zu
begeistern“, erzählt Gerd Seebacher. Auch die Anerkennung vonseiten der Spieler ist dem Fanclub gewiss. „Das Zugeständnis nach dem dramatischen Auswärtsspiel in Oderzo, wo uns die Spieler gesagt haben, sie hätten das Spiel nur durch unsere Unterstützung gewonnen, hat uns mit echter Freude erfüllt“, lacht Seebacher. Und auch dass Sportredakteur Stefan Peer, der die italienische Handballszene kennt wie kein anderer, die Brixner Fans als die besten Italiens bezeichnet, empfindet der Fanclub als große Ehre, „und solche Signale ermuntern uns, weiterzumachen.“ Die Mitglieder des Fanclubs wollen aber nicht nur Anfeuern; sie möchten auch soziale Anliegen wahrnehmen, erzählt Gerd Seebacher: „Dank der Spendenfreudigkeit unserer Zuschauer konnten wir beispielsweise beim letzten Spiel vor Weihnachten Geld für eine Lüsner Familie sammeln und ihr somit finanziell unter die Arme greifen. Beim Überreichen der Spende waren wir alle sehr gerührt. Dafür lohnt es sich wahrhaftig, aktiv zu sein!“ johanna.bernardi@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info 51
STRICKER SPRINT PLOSE
Freizeit & Sport
Spaß und Spiel trotz Wetterkapriolen z Tausend Kinder standen beim Kinderskirennen „Stricker Sprint Plose“ am Start, bevor das Rennen wegen starken Nebels abgesagt wurde. Nichtsdestotrotz ging die Party am Domplatz weiter: Beim Seilziehen sowie anderen Spielen konnten sich die Fünfbis Fünfzehnjährigen aus acht Nationen austoben. Auch viele Brixner nutzten das bunte Rahmenprogramm. Gemangelt hat
es an Brixner Präsenz allerdings am Freitagabend, bei der Eröffnungsfeier mit Rockkonzert. Der Parallel-Torlauf am Sonntag wurde trotz Schneefalls durchgeführt: Dabei traten Mannschaften bestehend aus drei Kindern, einem Trainer sowie einem VIP-Gast gegeneinander an. Neben Peter Fill, Denise Karbon, Atle Skaardal, Urs Kälin, Manfred Pranger und Michael Tritscher besuchten noch
F&S
viele andere Rennläufer die von Linda Stricker organisierte Veranstaltung. Ganz im Sinne ihres verstorbenen Ehemanns Erwin stand beim Stricker-Sprint-Wochenende der Spaß im Vordergrund – auch ohne den erhofften Sonnenschein. Der Hauptpreis, ein Neunsitzer Mini-Van, ging an den neu gegründeten Ski Club Eisacktal. eh
Freizeit & Sport
Foto: Daniele Frusone
BASKETBALL
Basketball-Elite in Brixen
z Am 1. März fand in der Dreifachhalle in der Brixner Dantestraße das „Allstar Game“ 2014 statt, eine Basketballveranstaltung der Extraklasse. Eine Auswahl der besten Südtiroler Spieler trat gegen die Elite der Trentiner Basketballer an, und die beiden Mannschaften lieferten sich ein spannendes Duell. Dieses endete
kurz
notiert
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mit 80:72 für Trentino, und so hat am Ende die gegnerische Mannschaft den Sieg mit nach Hause genommen, obwohl die Südtiroler zwischendurch mit ein paar Punkten vorne lagen. Das Spiel selbst wurde von weiteren sportlichen Highlights begleitet: Den Drei-Punkte-Wettbewerb gewann Eljian Bumbli von der Mannschaft aus San Marco Rovereto, während Dimitry Klyuchnik von Europa Bozen beim Dunking-Contest glänzte. Die Hip-Hop-Gruppe von Dynamic Dance rundete mit ihrem Auftritt das Event ab, und die Zuschauer
hatten dazu noch die Möglichkeit, in der Halbzeit das Spielfeld zu betreten, um ihr Bestes bei einem Wurf von der Mittellinie aus zu geben. Aus dem Publikum stellten schließlich fünf Leute ihr Können unter Beweis, jedoch landete leider kein einziger Ball im Korb – zwei Zuschauer verfehlten ihn jedoch nur knapp. Das „Allstar Game“ fand zum zweiten Mal in Folge in Brixen statt und wurde vom Brixner Basketballverein in Zusammenarbeit mit dem regionalen Komitee des italienischen Basketballverbandes FIP organisiert. hh
Anfang März fand erstmals der Contest „Jump and Cash“ im Snowpark Vals statt. Shaper Alex Kinzner hatte den Snowpark optimal vorbereitet, sodass die 35 Teilnehmer zeigen konnten, welche Tricks sie auf Skiern und Snowboards beherrschen. Jüngste Teilnehmerin war die elfjährige Roberta Rossi aus Brixen.
Der Brixen-Dolomiten-Marathon 2014 findet am 28. Juni statt, und die Organisatoren warten mit Neuerungen auf. So wurden einige Verbesserungen an der Strecke durchgeführt, ein Trailrun und ein für Firmen zugeschnittenes Angebot werden angeboten. Neu ist auch ein Finisher-T-Shirt und eine Lotterie.
Die Schwimmsaison der Sportler mit Beeinträchtigung begann im März mit der Italienmeisterschaft, an der auch die Brixner Kathrin Oberhauser und Marco Scardoni teilnahmen. Die beiden waren überaus erfolgreich: Insgesamt brachten sie sechs Goldmedaillen und drei Italienrekorde nach Hause.
NACHGEFRAGT
„Erlebnislauf der Extraklasse“ HERBERT WIELAND, passionierter Läufer und Teilnehmer an diversen Wettkämpfen, über den „Tokyo International Marathon“, an dem er gemeinsam mit weiteren acht Brixnern teilgenommen hat. Herr Wieland, wie kam es zur Entscheidung, am „Tokyo International Marathon“ teilzunehmen? Bisher bin ich bei den fünf bedeutenden Marathons in New York, Berlin, London, Boston und Chicago mitgelaufen. So habe ich beschlossen, nun auch die Strecke in Tokio in Angriff zu nehmen. Es war bereits der 19. Marathon, an dem ich teilgenommen habe. Wie sind Ihre Eindrücke vom Marathon sowie der Großstadt mit ihren Einwohnern? Ich bin begeistert von diesem Marathon. Es ist für mich – und
wohl auch für andere Läufer – der bestorganisierteste der Welt, den wir hier erleben durften. Außerdem fühlt man sich in Japan wirklich willkommen. Die Bevölkerung ist sehr zuverlässig, pünktlich, akkurat, begeisterungsfähig und arbeitsam. Sauberkeit hat absolute Priorität. Es gibt dort ein absolutes Rauchverbot auf den Straßen. Wie ist der Marathon für Sie und die anderen Brixner Teilnehmer gelaufen? Werden Sie ihn im nächsten Jahr wiederholen? Für mich war der Marathon ein Erlebnislauf der Extraklasse. Nach einer Zeit von 3:52 Stunden lief
ich gemeinsam mit Michael Stuffer ins Ziel. Insgesamt waren wir zu acht, die von Brixen nach Tokio reisten, und so kamen Andrea Comellini, Fabio Covre, Renzo Tonon und Daniele Maddaloni sowie Tiziana Pignatelli nach weniger als dreieinhalb Stunden ins Ziel. Hermann Achmüller durchquerte als bester Italiener und drittbester Europäer mit einer Zeit von nicht einmal zweieinhalb Stunden die Ziellinie. Sicherlich werde ich den Tokio-Marathon wiederholen, jetzt bereite ich mich jedoch auf den BrixenDolomiten-Marathon vor. hanna.hofer@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
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ASV MILLAND
Freizeit & Sport
Jugendmannschaften stärken
z Kürzlich gab es im ASV Milland einen Wechsel: Roland Braido trat aus Zeitgründen als Sektionsleiter zurück, und Philipp Gummerer, der bereits seit einem Jahr Mitglied im Ausschuss ist und bisher die erste Mannschaft organisatorisch unterstützte, übernahm den Posten. Bei den internen Abläufen wird sich ansonsten nichts ändern, nur an den Jugendmannschaften will der
Verein arbeiten: „Unser Ziel für dieses Jahr ist es, so schnell wie möglich viele Punkte zu holen, die Jugendmannschaften zu stärken und an die erste Mannschaft heranzuführen“, berichtet Günther Messner, der Verantwortliche für die erste Mannschaft. So möchte der ASV Milland das Potential der jungen Spieler weiter ausbauen, um in einigen Jahren ganz vorne mit dabei zu sein. Zudem möchte der Verein die
bereits bestehende Zusammenarbeit mit dem SC Plose, dem ASV Lüsen und Albeins weiterhin pflegen. Ein Highlight des Vereins ist die Mini-WM, die am 26. und 27. April auf dem Millander Fußballplatz stattfinden wird. Es ist eine originalgetreue Nachstellung der realen FußballWeltmeisterschaft, und so werden 32 Mannschaften aus Südtirol, Österreich, Deutschland, Tschechien und Slowenien gegenein-
ander antreten und ihr Können am Ball unter Beweis stellen. „Jede Mannschaft verkörpert eine WM-Nation und erhält das originale Trikot des Landes“, so Konrad Gatterer, Verantwortlicher für den Jugendfußball. Für die seit 2010 bestehende Veranstaltung übernimmt die Gemeinde Brixen die Schirmherrschaft und sorgt für die Unterbringung der Mannschaften der Brixner Partnerstädte. hh
YOSEIKAN BUDO
Erfolgreiche Brixner Budokas
Die SPIROERGOMETRIE Die Spiroergometrie ist eine moderne Methode der Leistungsdiagnostik, bei der die Atemgase bei der Ein- und Ausatmung gemessen werden, dies aber nicht im Ruhezustand, sondern unter körperlicher Belastung. Sie findet breite Anwendung in der Sportmedizin, aber auch in der Abklärung von Patienten mit Atemnot unter Belastung, welche traditionell meist im Ruhezustand untersucht werden, deren Beschwerden aber unter Belastungsbedingungen auftreten. In der Sportmedizin ermöglicht die Spiroergometrie eine exakte Messung der kardiopulmonalen Leistungsfähigkeit, aber auch eine präzise Bestimmung der individuellen aerob-anaeroben Schwelle. Sie gibt also wesentliche Hinweise für die Trainingssteuerung des Sportlers, da jene wichtigen Schwellen exakt erfasst werden, bei welchen der Körper zum Großteil trainiert werden sollte, aber auch jene Bereiche, bei denen eine Übersäuerung stattfindet, Bereiche also, in denen möglichst nicht trainiert werden sollte.
Dr. Meinhard Fliri
Allgemeinarzt | Innere Medizin | Kardiologie J.-Durst-Straße 44 – 39042 Brixen Tel. 0472 612 706 – E-Mail: m.fliri@hotmail.com 54
z Die Sektion Yoseikan Budo wurde 1978 von Oskar Baumgartner, einem Pionier der regionalen Kampfkunstszene, gegründet und kann auf zahlreiche Erfolge im Bereich der Wettkampftätigkeit zurückblicken. Auch im organisatorischen Bereich hat sich die Sektion mittlerweile einen Namen gemacht; so war sie Veranstalter mehrerer Provinz- und Regionalmeisterschaften, der Italienmeisterschaft 1986 und der Weltmeisterschaft 1993, die den bisherigen
Höhepunkt in Sachen Organisation darstellt. Im März richtete die Sektion Yoseikan Budo nun in Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Verband Yoseikan Budo das Turnier der Stadt Brixen und die Regionalmeisterschaft aus. Über 300 jüngere und ältere Budokas traten Mitte März in der Ex-ConiHalle in den verschiedenen Disziplinen der Kampfkunst gegeneinander an. Rund 900 Zuschauer verfolgten die Wettkämpfe. Auch aus Brixner Sicht waren die Regionalmeisterschaften erfolgreich: Jan Mair, Michael Piok und Amadeus Stolz holten sich in ihrer jeweiligen Kategorie den Regionalmeistertitel, Alexander Piok, Julian Lechner je den zweiten Platz ihrer Kategorie, und Marwin Griesser gewann eine Bronzemedaille. Einen sportlichen Aufschwung verzeichnet die Sektion aber auch bei den Mitgliederzahlen; insbesondere im Kinder- und Jugendsektor steigt kontinuierlich der Zulauf. Seit drei Jahren wird die Sektion mit viel Geschick von Christiane Gruber geführt; die technisch-sportliche Leitung obliegt Cheftrainer Giancarlo Milesi. hh
MOUNTAINBIKE
z Das „Orangerteufel Team“ wurde 2010 von Mauro Vay gegründet, der dem Verein heute noch als Präsident vorsteht. Ziel ist es, den Kindern Spaß an den verschiedenen Disziplinen des Mountainbikens zu vermitteln. So können Interessierte auch heuer wieder in den drei Sektionen Downhill, Triathlon und Cross Country trainieren. Beim Downhill kommt es darauf an, eine bergabführende Strecke schnellstmöglich zu bewältigen. Beim Cross Country hingegen muss man einen Parcours mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden bewältigen; hier stehen Technik und Ausdauer im Vordergrund. Der Verein ist Mitglied des italienischen Radsportvereins sowie des Verbandes der Sportvereine Südtirol. Jährlich finden etwa 15 Rennen in ganz Südtirol statt, an denen der Verein mit seinen jungen Mountainbikern regelmäßig teilnimmt, beispielsweise an der VSS- und der Südtirol-Cup-Serie
Foto: Christof Gruber
Spaß auf dem Rad
sowie an verschiedenen nationalen Rennen. Orangerteufel organisiert selbst ebenfalls ein Rennen, und zwar am 10. Mai auf dem Ex-Nato-Areal in Natz, an dem rund 170 Kinder im Alter von vier bis 16 Jahren teilnehmen
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werden. Für die Athleten bietet der Verein vorher wöchentliche Trainingseinheiten von zertifizierten Mountainbike-Lehrern an. Zudem werden alle Kinder mit dem Mitgliedsbeitrag über den italienischen Radsportverein
versichert. Für die Vergrößerung ihres Teams sucht der Verein immer wieder Kinder, die Freude am Mountainbiken mitbringen. Interessierte können sich unter www.orangerteufel.it anmelden. hh
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Wirtschaft & Umwelt
KEINE VOLKSABSTIMMUNG ZUM SEILBAHNPROJEKT
Der Ball geht ans Land
Obschon Bürgermeister Albert Pürgstaller immer wieder erklärt hatte, dass die letzte Entscheidung über das Seilbahnprojekt Brixen-St. Andrä von der Bevölkerung getroffen würde, wird es nun doch keine Volksabstimmung zu diesem Thema geben. Die Gründe für Pürgstallers Umdenken.
E
s scheint in der Tat paradox: Die SVP wollte gemeinsam mit dem PD unbedingt eine Volksabstimmung, die aber nun vom Koalitionspartner Grüne Bürgerliste, der sich ansonsten vehement für direkte Demokratie einsetzt, und von allen Oppositionsfraktionen im Brixner Gemeinderat verhindert wurde. Nicht alle Begründungen der einzelnen Gemeinderäte sind nachvollziehbar; dazu aber später. Zunächst soll der Frage nachgegangen werden, warum Bürgermeister Albert Pürgstaller nun gezwungen wird, auf die Volksabstimmung zu verzichten.
Erster Versuch im April 2013. Die
SVP hatte bekanntlich bereits am 4. April 2013 versucht, im Brixner Gemeinderat die für eine vom Ge-
rung zu den Freiheitlichen mit sich brachte. Inzwischen haben sich die Wogen zwischen Pürgstaller und Zanon etwas geglättet, aber Fakt ist, dass das Vertrauensverhältnis zwischen der Bürgerliste und der SVP seither merkbar gestört ist. Sofort nach dem überraschenden Scheitern im April 2013 erklärte Pürgstaller, dass man trotzdem versuchen werde, die Bevölkerung zu interpellieren – entweder über Initiative des Gemeinderats oder eben über einen Antrag der Bürgerschaft. Von der Bürgerinitiative „proALTvor“ war bereits einige Tage vorher, am 28. März, eine eigene Volksabstimmung initiiert worden mit der sinngemäßen Fragestellung, ob die Bevölkerung eine Seilbahn mit Überflug über den Talkessel wünschen würde. Diese Fragestellung wurde aller-
lehnung im Gemeinderat praktisch noch zwei Volksabstimmungen in Schwebe – jene von „Aurora“ und jene von PRO Seilbahn Brixen.
Verzögerung durch die Landtagswahlen. Dann nahten aller-
dings die Landtagswahlen, und laut entsprechender Verordnung war auch die Fachkommission zur Bewertung der Anträge von Volksabstimmungen auf Eis gelegt. In den Monaten vor den Wahlen gab es eine grundsätzliche Unsicherheit über die Weiterführung des Projektes: Was passiert, wenn der klare Befürworter Thomas Widmann als Landesrat für Mobilität nicht bestätigt würde? Wie würden der neue Landeshauptmann und die neue Landesregierung zum Projekt stehen? Nach dem Wahltag, dem 27. Oktober 2013,
inequivocità della formulazione“ abgelehnt: Die Fragestellung einer Volksabstimmung müsse der Bevölkerung die Möglichkeit geben, mit Ausschluss jedweder Doppeldeutigkeit eine klare Entscheidung treffen zu können. Mit der von proALTvor gewählten Formulierung der Frage war der Standort der Talstation nicht klar definiert („non risulta chiaro come vada delimitata l’area indicata come conca e quindi, non sussiste chiarezza alcuna sull’ubicazione della stazione di partenza della funivia, qualunque sia l’esito della consultazione“).
„Es geht hier um den Fortbestand der Plose als Naherholungszone und Tourismusgebiet“_ Gianlorenzo Pedron, Vizebürgermeister von Brixen meinderat initiierte Abhaltung von Volksabstimmungen notwendige Zweidrittelmehrheit zu erreichen – und um ein Haar wäre dies auch gelungen. Am Ende fehlte nur eine Stimme – jene von Roman Zanon, damals Fraktionssprecher der Grünen Bürgerliste, der mit der vom Bürgermeister propagierten klaren Fragestellung „Seilbahn vom Bahnhof nach St. Andrä – Ja oder Nein“ nicht einverstanden war. Der Bürgermeister war verärgert über das Verhalten des Koalitionspartners, was eine Krise in der Koalition heraufbeschwörte, die eine zeitweilige Öffnung der Regie56
dings am 23. Mai 2013 von der Fachkommission negativ bewertet – worauf bereits am 12. Juni eine aus demselben Personenkreis zusammengestellte Bürgerinitiative namens „Aurora“ eine zweite Volksabstimmung initiierte mit der Fragestellung, ob die Bevölkerung eine Seilbahn möchte, die an der orographisch rechten Seite des Eisacks starten würde. Am 1. Juli wurde auch die Bürgerinitiative PRO Seilbahn Brixen aktiv, indem sie eine eigene Volksabstimmung forderte mit der im Gemeinderat bereits abgelehnten klaren Fragestellung. Damit waren nach der Ab-
blieb diese Unsicherheit für eine Weile bestehen, denn niemand wusste, welche Pläne der damals designierte Landeshauptmann Arno Kompatscher für seine Regierungsmannschaft hegte. Klarheit brachte erst die Regierungsbildung im Jänner. Bereits vorher, am 19. Dezember 2013, hatte proALTvor einen Rekurs beim Verwaltungsgericht gegen die Ablehnung der Fragestellung eingereicht. Die Antwort erreichte die Gemeinde Brixen am 27. Februar: Das Verwaltungsgericht hatte den Rekurs von proALTvor „per mancanza di chiarezza e
Für den Bürgermeister war dies – nach einer Besprechung sowohl mit Landeshauptmann Kompatscher als auch mit dem nun zuständigen Landesrat Florian Mussner – der Startschuss zum Weitermachen. Er versuchte nun ein letztes Mal zu sondieren, ob im Gemeinderat die Zweidrittelmehrheit zustande kommen könnte und lud die Fraktionssprecher zu zwei Treffen ein. Obwohl sich die Rahmenbedingungen aufgrund der abgelehnten alternativen Fragestellung grundlegend geändert hatten, blieb die ablehnende Haltung der Gemeinderäte unver-
VISION SEILBAHN: Die Fotomontage entspricht nicht dem realen Projekt, das erst ausgearbeitet werden muss, sondern soll lediglich die Dimension des Ständers am Kreisverkehr veranschaulichen
––
ändert. „Das ist enttäuschend“, sagt SVP-Fraktionssprecher Ingo Dejaco, „weil jeder wusste, dass dies die letzte Möglichkeit war, noch in diesem Herbst zu einer Volksabstimmung zu kommen. Und jeder wusste, dass ansonsten der Stadtrat einen Beschluss fassen würde, der das Land zum Weitermachen auffordert.“ Durch die im Sommer 2015 stattfindenden Gemeinderatswahlen wäre eine von der Bevölkerung initiierte Volksabstimmung nämlich erst wieder frühestens im Dezember 2015 oder Frühjahr 2016 möglich. „Wenn wir bis dahin warten, ist das Projekt gestorben“, sagt Pürgstaller. Nebenbei muss bemerkt werden, dass auch die von „Aurora“ propagierte Fragestellung dieselbe Problematik hat wie die inzwischen endgültig abgelehnte Fragestellung von proALTvor: Die Fachkommission dürfte mit großer Wahrscheinlichkeit das Urteil des Verwaltungsgerichts zitieren und mit derselben Begründung die Fragestellung von „Aurora“ ablehnen.
Begründungen der Opposition nicht nachvollziehbar. Die Be-
gründung der verschiedenen Gemeinderäte zur Ablehnung der Volksabstimmung ist indes nicht nachvollziehbar: Der unabhängige Gemeinderat Klauspeter Dissinger erklärte, dass er es vorziehen würde, wenn Brixen anstelle der
Seilbahn die Busfahrten nach St. Andrä entsprechend potenzieren würde. Und: Wenn schon eine Seilbahn gebaut werden müsse, dann sollte sie in Milland starten. „Wenn diese Lösung von der SVP vorgebracht worden wäre, hätte sie einen Sturm der Entrüstung entfacht“, sagt SVP-Ortsobmann Willy Vontavon, „der Präsident des Verbandes für Natur- und Umweltschutz spricht sich gegen eine nachweislich ökologische Verkehrsinfrastruktur aus und wünscht sich mehr Busverkehr oder eben die Verbauung einer Wiese, die sich noch dazu in der Nähe eines Biotops befindet – das ist ... interessant“. Auch die Reaktion des Fraktionssprechers der Grünen Bürgerliste, Andreas Pichler, ist nicht stimmig: „Die Stadtverwaltung“, schreibt er in einer Aussendung, „soll sich weiterhin für die Abhaltung einer Volksabstimmung innerhalb kurzer Zeiten einsetzen – auch wenn das bedeutet, dass alle Beteiligten einen Schritt zurück machen sollen“. Dabei wusste er genau: Die Fachkommission kann sich aufgrund der bevorstehenden Europawahlen gar nicht mehr in naher Zukunft treffen, also kann „in kurzen Zeiten“ nur jene Fragestellung in Betracht gezogen werden, die von der Fachkommission bereits positiv begutachtet wurde – und das ist eben jene des Bürgermeisters.
Spielraum für den „Schritt zurück“ gibt es in diesem Sinn nicht. Hartmuth Staffler von der SüdTiroler Freiheit entpuppt sich in der tageszeitung als Experte für Standortbestimmungen von Verkehrsinfrastrukturen: „Der Standort Bahnhof ist für eine Seilbahn ungeeignet.“ Vermeintlich bessere Alternativen nennt er nicht – inzwischen sei er aber jedenfalls gegen eine Volksabstimmung. „Zwei Herzen wohnen ach! in meiner Brust“ – die Zeile aus Goethes „Faust“ passt perfekt zu den Freiheitlichen, die in dieser Frage in sich verstritten sind. Am Ende der Sitzung der Fraktionssprecher hielten sie sich aber an jenen Weg, den bereits Walter Blaas als Gemeinderat eingeschlagen hatte: Sie waren dagegen. Antonio Bova ernennt sich selbst zum Wahrsager: „Warum soll ich den Bürgermeister unterstützen“, wird er in der tageszeitung zitiert, „wenn ich weiß, dass die meisten Bürger gegen den Standort Bahnhof sind“. Dabei ging es ja nicht um den Standort, sondern darum, ob er für eine Volksabstimmung sei – die dann die Qualität seiner Prophezeiung bestätigen oder eben dementieren würde. Diese Möglichkeit hat er verhindert.
Beschluss im Stadtrat. Nachdem
klar war, dass auch bei einem zweiten Anlauf im Gemeinderat die
20 notwendigen Stimmen nicht zustandekommen würden, bereitete Albert Pürgstaller einen Beschluss vor, der am 18. März im Stadtrat vorgelegt wurde und mit dem er den zuständigen Landesrat Florian Mussner freundlich aufforderte, die Bahn „so schnell wie möglich“ zu realisieren. Von den sieben anwesenden Stadträten sprach sich lediglich Elda Letrari gegen den Beschluss aus – auch die beiden PD-Stadträte Claudio Del Piero und Gianlorenzo Pedron stimmten dafür, was ein kleines Erdbeben innerhalb des PD auslöste. Pedron und Del Piero stehen noch heute klar hinter ihrer Entscheidung: „Es geht hier schließlich um den Fortbestand der Plose als Naherholungszone und Tourismusgebiet“, sagt Pedron, „dafür tragen wir als Stadtverwalter die Verantwortung“. Bis zum Bau der Seilbahn wird trotzdem noch einige Zeit vergehen: Florian Mussner wird nun die Landestransportagentur STA mit der Vorbereitung der Ausschreibungsunterlagen beauftragen. Danach folgen die Verhandlungen mit den Eigentümern der überflogenen Grundstücke, mit denen, so wünscht es sich der Bürgermeister, das Land, „einen intensiven Dialog beginnen soll“.
oskar.zingerle@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info 57
Überlegungen zur Zone Priel z Schritt für Schritt wagt sich die Brixner Gemeindeverwaltung an das Entwicklungskonzept der Zone Priel: Die Positionierung der Musikschule ist bereits definiert, die erfolgreiche Kletterhalle kann erweitert werden, aber einige Unklarheiten herrschen noch über die in Aussicht gestellte Möglichkeit eines Stadthotels in diesem Areal. Ebenso unklar sind die Ideen zu einer möglichen
Einkaufsstruktur: Welchen Effekt soll sie erzielen? Wie groß wird sie sein? „Ziel ist es, zusätzliche Besucher anzuziehen, die dann auch die Altstadt beleben“, sagt Bürgermeister Albert Pürgstaller. Wie dies funktionieren soll, darüber herrscht noch Unklarheit: Der zuständige Stadtrat Peter Brunner ist am Sammeln von Unterlagen, Studien und Gutachten, die dann zu einer qualifizierten Entschei-
dung führen können. Auch die Dimensionierung des unterirdischen Parkraums hängt mit dieser Entscheidung zusammen. wv
W&U Wirtschaft & Umwelt BRIXEN
Foto: Oskar Zingerle
Wirtschaft & Umwelt
BRIXEN
Servicekatalog für Kunden z Wie erhalte ich einen Stromanschluss? Wie miete ich einen Saal im Forum Brixen? Kann ich die Schwimmbahnen in der Acquarena reservieren? Und welche Rechte als Kunde habe ich überhaupt? Diese und viele weitere Fragen mehr beantwortet der neue Servicekatalog der Stadtwerke Brixen. Die Broschüre verschafft einen Überblick über sämtliche Dienstleistungen der Stadtwerke Brixen und der dazu gehörenden Betriebe Forum Brixen und Acquarena. Sie informiert außerdem über die Rechte der Kunden und über Qualitätsstandards, die für
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die Stadtwerke Brixen beispielsweise in Bezug auf Fristen gelten. Nach der Beschreibung der einzelnen Dienstleistungen anhand von konkreten Kundenfragen folgen Antworten über Rechnungslegung und Tarife sowie allgemeine Informationen. Der Anhang liefert neben Kontaktdaten und Öffnungszeiten 15 Vordrucke zum Heraustrennen, darunter Formulare für Anregungen und Kritik sowie Angaben über die geltenden Qualitätsparameter für die Stromund Trinkwasserversorgung. Der Servicekatalog ist kostenlos beim Kundenschalter und im Stadtbüro
Die Landesregierung legte die Grundsätze für die neue Gemeindeimmobiliensteuer (GIS) fest. Vorgesehen ist ein umfassender Freibetrag für die meisten Erstwohnungen sowie eine Reduzierung des Steuersatzes für Gewerbeimmobilien. Der Entwurf wird nun einem Begutachtungsverfahren unterzogen.
der Stadtwerke Brixen AG erhältlich. Außerdem liegt er an der Kasse der Acquarena und im Büro des Forum Brixen auf. Online ist
er auf der Internetseite der Stadtwerke Brixen abrufbar – oder in der multimedialen Ausgabe dieser Zeitschrift. db
Die Hafner des LVH machen aufmerksam, dass Holzöfen nun einem Check unterzogen werden sollten. Defekte Anlagen können zu einer Bedrohung werden; deshalb sollten Öfen gewartet werden. Nähere Infos unter www. ofencheck.lvh.it
Die Bezirksgemeinschaften Eisacktal und Wipptal arbeiten seit Herbst 2013 an zwei ESFProjekten, die die gemeinschaftliche Entwicklung der Region vorantreiben sollen. Durchgeführt werden die Analysen von der CIMA Beratung & Management GmbH aus Ried. Erste Ergebnisse sind im April zu erwarten.
STADTGEHEIMNISSE Foto: Rudolf Largajolli; Sammlung: Volker Lutz
Wie erlebte Brixen den Beginn des Ersten Weltkrieges 1914?
Nach der Kriegserklärung Österreichs an Serbien (31. Juli 1914) begann in Brixen eine Phase hektischer Mobilmachung: Die Stadt war die Kaderstation des zweiten Kaiserjägerregiments, das hier rasch auf volle Kriegsstärke gebracht wurde. Zu den bereits Aktiven kamen 7.000 bis 8.000 Mann hinzu, sodass in Brixen in den ersten Augusttagen rund 15.000 Soldaten verschiedenster Einheiten standen. Fürstbischof Franz Egger segnete die Jungmänner und gefechtsbereiten Mannschaften ein; am Morgen des 9. August folgte die umjubelte Abfahrt am Bahnhof – alles rechnete mit einem Blitzkrieg gegen Serbien und Russland. Mit dem Zweiten Kaiserjägerregiment ergänzte sich das in Brixen stationierte 2. Gebirgsartillerieregiment zur Kriegsstärke; anschließend formierte sich der Landsturm und das Standschützenbataillon Brixen unter der Führung von Josef Lutz. Erste Anzeichnen der Knappheit machten sich bald breit: Lebensmittelkarten wurden ausgegeben. Kriegsflüchtlinge fanden in Brixen Unterkunft, auch Kriegsgefangene gehörten bald zum Straßenbild. 1916 brach die Versorgung zusammen, Brixen erlitt einen rapiden Verarmungsprozess. Die Sterblichkeit stieg, ebenso die Kleinkriminalität. Quelle: Brixen. Die Geschichte. Kapitel „Kriegsjahre in der Kleinstadt“ (S. 228 ff.). Hrsg. B. Fuchs., H. Heiss, G. Milesi, G. Pfeifer; Athesia 2004. Anregungen: redaktion@brixner.info
NATZ-SCHABS
Rückhaltebecken in Aicha genehmigt z Da es im Juni des vergangenen Jahres bei einem starken Unwetter oberhalb von Aicha zu umfangreichen Vermurungen kam, die auch das Dorf bedrohten, war es oberstes Ziel der Gemeindeverwaltung Natz-Schabs, schnell Maßnahmen zu setzen. Geplant ist nun eine hydrogeologische Sanierung am Brunner-Quellbach, und zwar in Form eines Rückhaltebeckens, auch Retentionsbecken genannt. Das Rückhaltevolumen wird sich dabei auf rund 2.250 Kubikmeter belaufen. Nach einem Gerinne unterhalb der Sperre erfolgt eine Verrohrung durch das Oberdorf von Aicha. Diese unterirdische Leitung unterquert Eisenbahndamm, Schule und Kindergarten, und bei der Kirche mündet das Wasser dann wieder in das bestehende offene Gerinne. Besagter
Bereich ist im Gefahrenzonenplan als gefährdet ausgewiesen; dessen Entschärfung wird daher vom Amt für Zivilschutz gefördert. Die Finanzierung der Gesamtkosten in der Höhe von über 1 Million Euro erfolgt zu 80 Prozent über den Katastrophenhilfsfonds; die restlichen 20 Prozent gehen zu Lasten der Gemeinde NatzSchabs – wobei dieser Teil über Umweltausgleichsmaßnahmen des Kraftwerks Brixen finanziert wird. Der Gemeindeausschuss hat das Ausführungsprojekt für die Verbauung des BrunnerQuellbaches nun genehmigt; die Arbeiten werden durchgeführt, sobald die Zusage des Amtes für Zivilschutz vorliegt. Im Bild: Planung des Rückhaltebeckens mit Trassenverlauf der Leitungen. db
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„Förderpolitik wird neu ausgerichtet“ Herr Landeshauptmann, vor einigen Tagen haben Sie den Wirtschaftsverbänden einen Stopp der Beiträge mitgeteilt. Warum ist diese drastische Maßnahme notwendig? Die Maßnahme ist notwendig, weil das bisherige System der Wirtschaftsförderung zu enormen Rückständen geführt hat. Diese setzen sich zusammen aus Beiträgen für abgerechnete, aber noch nicht ausbezahlte Projekte sowie Beitragsversprechen für Investitionen in Höhe von 250 Millionen Euro. Dazu kommen die Rückstände in der Land- und Forstwirtschaft in Höhe von noch einmal 97 Millionen Euro. Insgesamt handelt es sich also um fast 350 Millionen Euro, die weiter anwachsen, wenn man diese Art der Förderpolitik fortsetzt. Die unmittelbare Folge wäre, dass sich die ohnehin bereits viel zu langen Auszahlungszeiten weiter verlängern würden. Ein Beitrag, der aber erst nach fünf Jahren ausgezahlt wird, kann nicht mehr als solcher bezeichnet werden. Aus diesem Grund hat die neue Landesregierung beschlossen, die Förderpolitik neu auszurichten und die Beitragsvergabe mit Ausnahme einiger strategischer Bereiche zu stoppen. Gleichzeitig werden wir mit zusätzlichen Mitteln
den Abbau beschleunigen und damit für dringend notwendige Liquidität sorgen. Wie war es möglich, dass Ihre Vorgänger in so hohem Maß Beiträge versprechen konnten, die die jetzigen Haushalte betreffen? Es herrschte ein anderes Verständnis von Förderpolitik. Aber den Menschen einerseits das Geld aus der Tasche zu ziehen und es ihnen dann über ein Gießkannensystem wieder zurückzugeben und dabei gleichzeitig einen enormen bürokratischen Apparat aufzubauen, das können wir uns heute einfach nicht mehr leisten. Das ist Wirtschaftspolitik von gestern, von der wir uns schnellstmöglich verabschieden müssen. Zudem schaffen Beiträge Abhängigkeiten. Südtirol braucht eine verantwortungsvolle Wirtschaftspolitik, die den Unternehmen Sicherheit und Planbarkeit gibt. Gleichzeitig wollen Sie Unternehmen entlasten. Wie? Ich sage nicht, dass es künftig keine Beiträge mehr gibt. Nur werden diese gezielter sein: Schwerpunktförderung anstelle von Gießkanne und Kleinbeiträgen sowie Darlehen über den Rotationsfonds anstelle von Beiträgen – das wird grob skizziert das künftige Konzept sein. Das, was dabei eingespart wird, wird der Wirtschaft ohne
Foto: Oskar Zingerle
ARNO KOMPATSCHER, Südtiroler Landeshauptmann, über die Gründe des vor einigen Tagen angekündigten Stopps der Wirtschaftsförderungen – und warum er vom bisherigen Gießkannenprinzip Abstand nehmen will.
Reibungsverluste über die Schreibtische der Betriebe und der öffentlichen Verwaltung direkt in Form von Steuererleichterungen zukommen. Mit dem Finanzgesetz 2014 und dem Gesetz zur Gemeinde immobiliensteuer (GIS) setzen wir den ersten Schritt, dem weitere
folgen werden. Die beste Wirtschaftsförderung ist nämlich die Verringerung der Steuerbelastung und – das gilt es hinzuzufügen – die Reduzierung des Verwaltungsaufwands. willy.vontavon@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
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SALON GOLDEN CUT
Mit der Kraft der Natur Die pflanzenbasierten Haarpflegeprodukte von Aveda entfalten die Schönheit der Haare auf besonders schonende Art und Weise. Der Friseursalon Golden Cut in Brixen setzt erfolgreich auf die Anwendung der Haarpflegeprodukte und Haarfarben von Aveda.
Foto: Oskar Zingerle
Brillante Farbresultate. Die
Das Team vom Salon Golden Cut, v.l.n.r.: Nadine, Vanessa, Lis, Michi und Loren Die Marke Aveda steht für hochwirksame Pflegeprodukte auf Pflanzenbasis. Der gleichnamige Kosmetikhersteller bedient sich dazu der großen Vielfalt und der hohen Wirksamkeit der Blumenund Pflanzenwelt, deren Inhaltsstoffe sorgfältig analysiert und zu hochkonzentrierten Pflegeformulierungen kombiniert werden, die besonders haut- und haarverträglich sind. Und weil der sorgsame und respektvolle Umgang mit der Umwelt ein wesentlicher Bestand-
teil der Philosophie von Aveda ist, werden weitgehend natürliche Rohstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau verwendet.
Kraftvolle Pflegewirkung. Die
Aveda-Haarpflegeprodukte beinhalten pflanzenbasierte Reinigungs- und Pflegesubstanzen sowie robuste und starke Harze, die bei der Haarpflege ihre volle Wirkung entfalten. Das Produktsortiment ist vielseitig und reicht vom Shampure™-Shampoo aus
25 reinen Blumen- und Pflanzenessenzen für die tägliche Anwendung über Pflegeprodukte für besondere Haarbedürfnisse bis hin zu Spezialanwendungen. Eine davon ist die Systempflege Invati™ Hair Care, eine dreistufige Haarpflegeserie, die speziell gegen die Zeichen der Haar- und Kopfhautalterung – wie Haarausdünnung, Volumenverlust, Verlust der Dichte des Haares, trockene oder spannende Kopfhaut – entwickelt wurde.
ebenfalls auf Pflanzentechnologien basierenden Haarfarben von Aveda überzeugen durch lang anhaltende Farbergebnisse und außergewöhnlich intensive Farbbrillanz. Die patentierten Farbformulierungen bestehen aus bis zu 99 Prozent natürlich gewonnenen, pflanzlichen und mineralischen Inhaltsstoffen sowie UV-Filtern. Schützende Pflanzenöle pflegen und verbessern die Haarstruktur und verleihen dem Haar intensiven Glanz. Aromen aus reinen Blumen- und Pflanzenessenzen wirken darüber hinaus beruhigend und entspannend. Natürliche Antioxidantien schützen außerdem die Haarfarbe vor dem Verblassen und sorgen für eine lang anhaltende Farbwirkung.
Bedarfsgerechte Haarpflege. Die Haarpflegebedürfnisse können sich aufgrund der Jahreszeiten, des Haarstylings und der Lebensumstände ändern. „Aveda bietet für jedes Pflegebedürfnis und jeden Haartyp die geeignete Pflege“, erklären Elisabeth Dorfmann und Michaela Messner, Inhaberinnen von Salon Golden Cut in Brixen. „Eine bedarfsgerechte Aveda-Pflegeanwendung bringt Glanz, Fülle und Spannkraft ins Haar und legt die Basis für schöne Hairstylings.“
der Michaela Messner und Elisabeth Dorfmann Großer Graben 13 39042 Brixen Tel. 0472 836 019 Öffnungszeiten: Di., Do. und Fr. 8-12 und 14-18 Uhr Mi. und Sa. 8-16 Uhr
Die pflanzenbasierten Haarfarben von Aveda überzeugen durch lang anhaltende Farbresultate und intensive Farbbrillanz
Terminvereinbarung erwünscht
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Mode & Accessoires
MOZART JUWELIER
SCHMUCKSTÜCKE, SO INDIVIDUELL WIE SIE!
Grenzenlose Kreativität
Extra
Die dänischen Hersteller der Marke Trollbeads setzen mit ihren Farben, Materialien sowie mit kreativen und einzigartigen Formen neue Trends in Sachen Schmuck und Accessoires.
Die Auswahl an einzigartigen Trollbeads ist beinahe unendlich, da unzählige Künstler daran arbeiten. So tüfteln die dänischen Designer des Erfolgslabels tagtäglich an neuen Beads und sind ständig auf der Suche nach Herausforderungen. Jedes ihrer Schmuckstücke wird von Hand gefertigt und besteht aus qualitativ sehr hochwertigen Materialien: Gold, Silber, Glas, Kristalle, Perlen, Bernstein und andere Edelsteine werden kunstvoll verarbeitet.
Individuelle Gestaltung. Jeder,
der Gefallen an den Trollbeads findet, hat bei der Kreation seines
Mozartallee 24/a 39042 Brixen Tel 0472 833027 www.mozartjuwelier.it
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individuellen Schmuckes so viel Spielraum, dass er seiner Kreativität freien Lauf lassen darf; jeder darf seine Inspiration leben. Gerade deshalb sind die Beads so einzigartig, voller Charakter und vereinen elegantes Design mit Funktionalität. Kette, Verschluss und unzählige verschiedene Trollbeads können direkt bei Mozart Juwelier ausgewählt, kombiniert und je nach Geschmack und Bedarf immer wieder kreativ erweitert werden. So erzählt jedes einzelne Schmuckstück anhand der verschiedenen Kombinationen seine eigene individuelle Geschichte. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
LISA’S HAIRSTUDIO
Stylisches Hairstudio Seit kurzem präsentiert sich Lisa’s Hairstudio im Rosslauf in neuem Look und bietet damit gewohnt professionelles Hairstyling in einem besonders erlesenen Ambiente.
Seit 21 Jahren ist Lisa’s Hairstudio für viele Frauen und Männer die bevorzugte Anlaufstelle für gepflegtes Hairstyling. „Zahlreiche Kunden kommen seit Jahren regelmäßig in unser Hairstudio; bei ihnen möchten wir uns ganz besonders bedanken“, freut sich Saloninhaberin Elisabeth (Lisa) Baumgartner, „diese große Wertschätzung haben wir zum Anlass genommen, um den Salon komplett neu zu gestalten und den Kunden damit den Besuch so angenehm wie möglich zu bereiten.“ Die elegante Neugestaltung des Friseursalons kommt bei den Kunden sehr gut an, doch sind es insbesondere der professionelle Service und die individuelle
Das Team von Lisa´s Hairstudio Betreuung, die sie als zufriedene Stammkunden wiederkehren lassen. Und das liegt nicht zuletzt am kompetenten Team rund um Lisa Baumgartner, das in langjäh-
riger Zusammenarbeit perfekt eingespielt ist, hervorragend harmoniert und damit für eine besonders freundliche Atmosphäre sorgt.
SchöneS Hairstyling für Sie und ihn nach kurzem umbau jetzt in noch schönerem Ambiente. Am Schalderer Bachl 30 | Brixen Vormerkungen unter Tel. 0472
801490
ÖffnungszeiTen: Di. - Mi. 8 - 12 und 14 - 18 uhr Do. - fr. durchgehend 8 - 18 uhr sa. durchgehend 8 - 17 uhr
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Mode & Accessoires
„Qualitätsschuhe rechnen sich“
STILETTO
Extra
Schuhe sind nicht gleich Schuhe – auf die Qualität kommt es an! Woran man gute Schuhqualität erkennt und warum sich der Kauf von Markenschuhen unterm Strich rechnet, erklärt Ilse Pernthaler vom Damenschuhgeschäft Stiletto in der Altenmarktgasse in Brixen.
Sind die höheren Preise für Qualitätsschuhe gerechtfertigt?
ILSE PERNTHALER: Wichtigstes Merkmal eines Qualitätsschuhs ist sein hoher Tragekomfort. Dieser resultiert zum einen aus einer guten Passform, zum anderen aus der Verwendung geeigneter Materialien und einer hochwertigen Verarbeitung. Eine fußgerechte Passform sorgt dafür, dass der Schuh dem Fuß optimal angepasst ist; weiche, atmungsaktive Materialien stellen die Elastizität und Atmungsaktivität des Schuhwerks sicher, eine hochwertige Verarbeitung bürgt für die Haltbarkeit und Langlebigkeit.
Dass Markenschuhe etwas mehr kosten, liegt vor allem daran, dass hochwertige Materialien, darunter feinste Lederarten, verwendet werden und auch die Verarbeitung mit größtem Augenmerk auf die Produktqualität erfolgt. Führende italienische Schuhmanufakturen fertigen auch heute noch vor Ort, wobei viele der anspruchsvolleren Arbeitsschritte von Hand durchgeführt werden. Dieser Fokus auf die Qualität äußert sich im etwas höheren Anschaffungspreis, wobei sich Qualitätsschuhe unterm Strich sehr wohl rechnen: Während Bil-
Foto: Oskar Zingerle
Frau Pernthaler, was zeichnet einen Qualitätsschuh aus?
Aktuelle Schuhmode von Stuart Weitzman, Lieblingsmarke vieler Stars und Modeikonen Warum sollte man sich für Qualitätsschuhe entscheiden? Ein hoher Tragekomfort stellt sicher, dass es den Füßen gut geht und man sich auch nach stundenlangem Tragen der Schuhe noch wohlfühlt. Qualitätsschuhe bleiben zudem lange schön und halten über mehrere Saisonen – dies ist mitunter auch ein Grund, weshalb hochwertige Markenschuhe tendenziell zeitloser im Design sind. 64
ligschuhe schnell verschleißen und meist nur eine Saison halten, reicht die Lebensdauer von Qualitätsschuhen um ein Vielfaches länger, so dass diese über Jahre getragen werden können. Wie stellen Sie die Schuhqualität in Ihrem Sortiment sicher? Mein Team und ich sind seit über zwanzig Jahren in der Schuhbranche tätig, zahlreiche Schuhmanufakturen kennen wir bereits seit
Jahrzehnten und wissen um die Qualität ihrer Schuhe, für die sie mit ihrem guten Markennamen bürgen. Welche Marken wären dies? Nennenswert ist zum Beispiel die international führende Schuhmanufaktur Stuart Weitzman mit Sitz in New York und Produktionsstätten in Europa, deren Schuhe regelmäßig in renommierten Modezeitschriften abgebildet werden – und die zu den Lieblingsmarken von Stars wie Angelina Jolie oder Catherine Zeta-Jones zählt. Neben einzigartigen Designs zeichnet die Schuhe von Stuart Weitzman vor allem ihre perfekte Passform aus – hierfür wird vor jeder Serienproduktion für jedes einzelne Schuhmodell eigens ein Leisten als Formschablone angefertigt. Im Weiteren für ihre hervorragende Passform bekannt sind die italienischen Schuhmanufakturen Robert Del Carlo, Alberto Fermani und Alberto Guardiani, deren aktuelle Schuhmode stets einen festen Platz in unserem Sortiment hat. Darüber hinaus führen wir die zur Gänze handgefertigten Schuhe von Laboratorigarbo sowie Schuhe der italienischen Markenhersteller Fabi oder Pollini, von letzterem auch die dazu passenden Handtaschen, Gürtel und Geldbörsen.
Ilse Pernthaler 35 führen – eine Größe, die nicht überall erhältlich ist – zählen zu den wesentlichen Gründen, weshalb wir sehr viele Stammkunden haben, die teilweise auch von weit her zu uns kommen. Stichwort „aktuelle Trends“: Welche Damenschuhmode ist derzeit besonders angesagt? In dieser Saison trägt die Frau tagsüber bevorzugt bequeme, vielfach sportliche Schuhe, oftmals mit leicht maskulinen Elementen. Abends hingegen macht sie in spitz zulaufenden Stilettos mit dünnen Absätzen in jedem Outfit eine tolle Figur.
Was sind die großen Stärken von Stiletto? Bei der Zusammenstellung unseres Sortiments achten wir auf eine ausgewogene Auswahl führender Qualitätsmarken und aktueller Trends. Neben unserem geschmackvollen Angebot schätzen unsere Kunden insbesondere die Beratung und persönliche Betreuung. Dies und darüber hinaus auch die Tatsache, dass wir Schuhmodelle bereits ab Größe
Altenmarktgasse 7 39042 Brixen Tel. 0472 201244
DESIGNER OUTLET BRENNER
Weiter auf Erfolgskurs Günstige Markenmode zog im vergangenen Jahr knapp 1,5 Millionen Besucher ins Outlet Center Brenner. Für diesen großen Erfolg ist ein neuer, stark internationaler Markenmix verantwortlich.
Das Outlet Center Brenner freut sich auch im siebten Jahr seines Bestehens über einen deutlichen Zuwachs an Kunden. Im vergangenen Jahr strömten zirka 1,5 Millionen Shopping-Begeisterte auf den Brennerpass. Dies einspricht einem neuerlichen Wachstum von etwa 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der gesamte Centerumsatz konnte 2013 sogar um 20 Prozent weiter ausgebaut werden. Für Nikolaus Huter, Präsident des Outlet Center Brenner, begründen sich die Zuwächse durch das erheblich verbesserte Markenangebot und dadurch, dass die Vorteile des Outlets bei den Kunden überzeugen. „Wenn man internationale Marken um über die Hälfte billiger kaufen kann, dann ist das schon ein enormer Anreiz“, erläutert Nikolaus Huter.
Signifikante Neuheiten bester Qualität. Europaweit erleben
Outlet-Center derzeit einen regelrechten Boom. Dies hängt im Wesentlichen damit zusammen, dass die internationalen Modekonzerne neben der Retourware aus ihren Premiumstores sowie aus dem normalen Fachhandel mittlerweile eigene Produktlinien und Kollektionen für die Bestückung ihrer Outlet-Shops vorgesehen haben. Die großen Preisvorteile erklären sich hauptsächlich dadurch, dass die Hersteller die Outlet-Shops selbst betreiben und somit meist mehrere Zwischenhändler einsparen können. Für das laufende Jahr peilt das Outlet Center Brenner die Vermietung der letzten freien Flächen an. Es sind derzeit noch fünf Shops frei, jedoch ist die Zahl der Interessenten deutlich höher. Bei der Auswahl neuer Marken will man wohlüberlegt vorgehen und den Gesamtmarkenmix im Auge behalten. Im April öffnet ein
neuer Outdoor-Store der Marke „Jack Wolfskin“. Zeitgleich startet der gehobene Herrenausstatter Barutti mit einem Shop, und die erst kürzlich eröffnete Parfümerie erweitert dieser Tage ihre Geschäftsfläche aufgrund der starken Nachfrage. Auch für das Jahr 2014 rechnen die Betreiber mit weiteren signifikanten Zuwächsen an Besuchern und Umsatz. Im nächsten Jahr will man die dritte Baustufe in Angriff nehmen.
Wichtiger Arbeitgeber für die Region. Das Outlet Center
Brenner ist das derzeit größte grenzüberschreitende Gemeinschaftsprojekt von Nord- und Südtiroler Investoren. Aktuell finden in ungefähr 60 Shops mehr als 300 Personen einen Arbeitsplatz. Nach Abschluss der geplanten dritten Baustufe sollen insgesamt mehr als 350 Menschen beschäftigt werden. Sowohl die Investoren als auch die Politik sehen durch das Outlet nicht nur eine Renaissance des Brenners, sondern auch einen kräftigen Impuls für die gesamte Region. Im Endausbau ab 2016 soll das Outlet Center eine Gesamtfläche von mehr als 16.000 Quadratmetern und 1.700 Gratisparkplätzen umfassen. Die Entwicklung und Umsetzung des Projektes wurde von Nord- und Südtiroler Unternehmern initiiert und finanziert. Neben der Familie Huter aus Matrei am Brenner, dem Hauptaktionär des Centers, sind die Familie Rubner aus Bruneck, die PemaGruppe aus Innsbruck sowie die Firmen Mader und Wipptaler Bau aus Sterzing beteiligt.
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REHA ACTIVE & REHA STUDIO
Mode & Accessoires
Mens sana in corpore sano
Extra
Durch Erweiterung ihres Teams haben sich RehaActive und RehaStudio im Syncom in Brixen weiter spezialisiert und bieten nun in den Bereichen chronische Schmerzen und Ernährung professionelle Beratung sowie spezielle Behandlungen an.
Herr Harrasser, worin besteht Ihre eigentliche Tätigkeit? ARMIN HARRASSER: In den letzten Jahren haben wir uns in unserer Praxis im Bereich Physio- und Trainingstherapie schwerpunktmäßig mit der Behandlung orthopädischer Problematiken befasst, das heißt mit Schmerzen rund um den Bewegungsapparat. Es gibt jedoch im Therapiealltag viele andere Schwerpunkte wie zum Beispiel die Behandlung chroni-
scher Schmerzen oder der sogenannten Zivilisationskrankheiten. Wie Übergewicht, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, HerzKreislauferkrankungen, Diabetes Mellitus sowie Gicht. Und um diese Erscheinungen zu behandeln haben Sie sich nun Unterstützung in Ihr Team geholt... Armin Harrasser: Um unser Behandlungsspektrum rund um diese Bereiche professionell er-
weitern zu können und um den neuen Anforderungen gerecht zu werden, haben wir beschlossen, zwei weitere wichtige Berufsbilder in unser Team zu integrieren. Da die Entstehung der oben genannten Problematiken von sehr vielen Faktoren abhängig ist, muss auch die Behandlung unbedingt multifaktoriell sein. Daher ist die Zusammenarbeit verschiedener Experten für eine erfolgreiche Therapie unabdingbar. Neben der ärztlichen
Abklärung und einer eventuellen medikamentösen Behandlung haben nämlich die Bereiche Bewegung und Ernährung eine fundamentale Bedeutung. Hier haben Studien gezeigt, dass eine multidisziplinare Behandlung sehr effektiv ist. Unser Ziel ist es also, durch eine spezifische Bewegungs- und Ernährungstherapie die Risikofaktoren von Zivilisationskrankheiten zu verringern und vorzubeugen.
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Armin Harrasser
Syncom, Julius-Durst-Straße 44, Brixen Mobil 328 00 48 287, Tel. 0472 610 540 www.rehaactive.it • armin.harrasser@rehaactive.it
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Matteo Cappello
Syncom, Julius-Durst-Straße 44, Brixen Mobil 349 78 22 212, Tel. 0472 050 101 www.rehastudio.it • info@rehastudio.it
Herr Thaler, warum braucht es Ernährungsexperten, und welche Aufgaben haben diese? CHRISTIAN THALER: Die Arbeit des Ernährungstherapeuten wird in der heutigen Zeit immer wichtiger, denn ein Großteil der Bevölkerung ernährt sich überwiegend von zu süßen, zu salzigen oder zu fettigen Lebensmitteln. Eine solch ungesunde Ernährung kann neben den bereits genannten Krankheiten auch Symptome wie Verstopfung, Blähungen, Müdigkeit und Konzentrationsschwächen hervorrufen. Falsche Ernährungsgewohnheiten können aber nicht innerhalb weniger Tage geändert werden. Dazu braucht es Disziplin, Geduld und vor allem Aufklärung – und hier beginnt meine Arbeit. Welche Tätigkeiten führen Sie konkret durch? Christian Thaler: Ich ermittle anhand einer individuellen Ernährungsanalyse sowie einer Messung der Körperzusammensetzung den aktuellen Zustand des zu behandelnden Menschen. Anschließendes Ziel ist nicht ein strenger Ernährungsplan, sondern eine langfristige Ernährungsumstellung. Mit Hilfe einer BIA, also der bioelektrischen ImpedanzAnalyse, kann ein maßgeschneiderter Ernährungsplan erstellt und dadurch Vitalität und Wohlbefinden vermittelt werden. Korrekte Ernährung spielt ebenfalls bei der körperlichen Fitness eine grundlegende Rolle. Da die Bereiche Ernährung und Sport in direkter Verbindung zueinander stehen, bieten wir nun auch Leistungssportlern eine professionelle Beratung an. Herr Cappello, auch Sie haben sich Verstärkung ins Team geholt ... MATTEO CAPPELLO: Im Zuge internationaler Studien über die Behandlung chronischer Schmerzen hat man herausgefunden, dass Patienten mit langwierigen Leiden von einer multidisziplinären Therapie profitieren. So habe ich durch Karin Gusella, einer ausgebildete Psychotherapeutin, mein Team verstärkt. Frau Gusella, wie entstehen diese chronischen Schmerzen? KARIN GUSELLA: Die Ursachen der Schmerzentstehung sind sehr vielfältig und müssen nicht immer
mechanischer Natur sein. Es kann sich auch um eine psychosomatische Problematik handeln. Für Schmerzen verschiedenster Art kann ein detailliertes Bild der Lebenssituation und der Gewohnheiten ausschlaggebend für eine Besserung sein – denn Schmerz und Psyche hängen eng miteinander zusammen, ohne dass dies den Betroffenen immer bewusst ist. Eine gleichwertige Behandlung von Körper und Psyche ist deshalb umso vielversprechender. Wie werden solche psychosomatischen Erkrankungen erkannt? Karin Gusella: Leidet jemand beispielsweise an chronischen Nacken- oder Kopfschmerzen, so könnte dies auf einen Zusammenhang mit dem Kopf als Sitz der Gedanken, des Verantwortungsgefühls, der Aufmerksamkeit und der Kontrolle deuten. In der körperorientierten Psychotherapie werden Schmerzen und Anspannungen nicht nur auf muskulärer Ebene behandelt, sondern die Person wird in ihrer Ganzheit mit ihren Emotionen, Gedanken sowie ihrer Haltung gesehen. Auch Rückenschmerzen, Bauchund Magenschmerzen, Gelenkbeschwerden, Schwindel oder Verdauungsprobleme können neben Kopfschmerzen ebenfalls eine psychische Ursache haben. Natürlich ist nicht jeder Schmerz psychisch bedingt; deshalb lege ich Wert auf eine vorherige medizinisch-diagnostische Abklärung der Ursachen. Ein multidisziplinärer Ansatz ist deshalb unbedingt notwendig. Wie gehen Sie anschließend an das erkannte Problem heran? Karin Gusella: Als körperorientierte Psychotherapeutin versuche ich, muskuläre Spannungen zu lösen – mit dem zusätzlichen Ziel, dem Patienten zu einem langfristigen mentalen Loslassen zu verhelfen. So biete ich zudem Beratung sowie Unterstützung in den verschiedensten Lebensfragen an. Anschließend wird durch Wahrnehmen, Verstehen und Akzeptieren der eigenen körperlichen und psychischen Prozesse Raum für mehr Gelassenheit, Lust und Lebensfreude geschaffen. Nach und nach können hinderliche Verhaltensmuster abgelegt werden – an deren Stelle kann dann Neues entdeckt werden.
Armin Harrasser Diplomierter Sportwissenschaftler SCHWERPUNKTE:
» Reha-Training » medizinische Trainingstherapie » Spiraldynamik » SET (Sling exercise training) Tel. 0472 610541 Handy 328 0048287 armin.harrasser@rehaactive.it
Matteo Cappello Physiotherapeut Dozent an der Landesfachhochschule für Gesundheitsberufe Claudiana im Fach Funktionsverbände SCHWERPUNKTE:
» manuelle Therapie nach dem Konzept Maitland » Fasziendistorsionsmodell nach S. Typaldos Tel. 0472 050101 Handy 349 7822212 matteo.cappello@rehastudio.it
Karin Gusella Psychologin und Psychotherapeutin SCHWERPUNKT:
» körperorientierte funktionelle Psychotherapie Tel. 0472 050101 Handy 339 8401136 karin.gusella@rehastudio.it
Stefanie Baldessari Physiotherapeutin SCHWERPUNKT:
» manuelle Therapie nach dem Konzept Maitland » Beckenbodentraining Tel. 0472 050101 Handy 345 8875872 stefanie.baldessari@rehastudio.it
Christian Thaler Ernährungstherapeut SCHWERPUNKTE:
» metabolisches Syndrom » Übergewicht » Bluthochdruck » Fettstoffwechselstörungen » Diabetes » Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Allergien Tel. 0472 050101 Handy 346 3795846 christian.thaler@rehastudio.it
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SALON ALEXANDER
Mode & Accessoires
Vielseitige Trendfrisuren Die diesjährigen Frisurentrends könnten nicht vielfältiger sein und haben vor allem eines gemeinsam: Sie sind äußerst vielseitig. Kreative Schnitte und raffinierte Farboptiken bilden die Basis für die neuen Trendlooks.
Extra
Die neuen Trendfrisuren machen Lust auf Veränderung, allen voran die vielen raffinierten Kurzhaarschnitte. „Stars und Models zeigen, wie elegant, feminin und stylisch die neuen Kurzhaarschnitte wirken können“, erklärt L’Oréal-Professionnel-Hairstylist Alexander Trenkwalder von Salon Alexander in Brixen, „und so sieht man in diesem Jahr neben voluminösen Langhaarmähnen vor allem elegante Kurzhaarfrisuren, allen voran den klassischen Bob in vielen Variationen sowie einen neu interpretierten frechen Pixie-Cut.“
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Kurz und chic oder lang und voluminös. Kurzhaarfrisuren sind
wahre Verwandlungskünstler und spielen bei den diesjährigen Frisurentrends ganz klar die Hauptrolle. Ein Comeback feiert der Pixie – ein pfiffiger Kurzhaarschnitt, der seine modische Aussage durch einen verlängerten, fransig geschnittenen Pony erhält. Etwas länger in der Gesamt-Haarlänge als sein ultrakurzer Vorgänger, wird der Pixie nun fedrig und mit fließenden Übergängen gestaltet und wirkt dadurch weicher und femininer. Weiterhin im Trend liegen
Bobfrisuren. Neben dem kinnlangen Klassiker und kurzen Bob sieht man nun vor allem einen voluminös gestylten, abgestuften Langhaar-Bob, oftmals mit Pony, der dem Schnitt und dem Gesicht wieder mehr Kontur verleiht. Unter den Kurzhaartrendfrisuren ebenfalls zu sehen sind Pilzköpfe und 80er-Jahre-Styles. Nun mit einem dezenten Undercut ausgeführt, der für schmale Seitenpartien sorgt, sowie Längenvariationen am Ober- und Hinterkopf, erhalten diese mehr Volumen und sind insbesondere im gegelten
„Wet Look“ ein toller Hingucker. In diesem Jahr ebenfalls angesagt ist der so genannte Boyfriend-Look, ein radikal kurzer Haarschnitt mit markantem Pony, der der Frisur einen ausgeprägt femininen Touch verleiht. Bei den mittleren Haarlängen dominieren verspielte Bob-Frisuren, allen voran stufig und strukturierte Bobversionen mit langem Pony, sowie grafische Schnitte mit raffinierten Farbeffekten. Gelockt, geglättet, wild durcheinander geföhnt oder seitlich geflochten: Langhaarfrisuren treten
und Pony ins Gesicht getragen, mit Haarspray oder Gel nach oben gestylt oder zur leichten Tolle nach hinten gegelt werden. Auch wieder im Trend liegen der Igel-Look mit nach oben gegelten Haarsträhnchen oder der noch kürzere Military-Style. Mittellange und lange Männerfrisuren sind ebenfalls wieder angesagt. Die etwas längeren Haarschnitte können in unterschiedlichsten Formen getragen werden und sorgen besonders mit einem gepflegten Dreitagebart für den einen oder anderen Blickfang. Kompakter Langhaarschnitt mit Roséblond-Impressionen in einer neuen Vielfalt auf, jetzt mit Elementen aus den Sixties, wie beispielsweise einem extremen Seitenscheitel und voluminöser Haarmähne, sowie in kompakter Form auch mit Mittelscheitel und oftmals in auffälligen Farbkompositionen.
Mann zeigt sich stylisch. Der
Mann von heute achtet auf sein Äußeres, und da gehört auch der Haarschnitt dazu. Ob kurz oder
lang, glatt oder gewellt, die Trendfrisuren für ihn präsentieren sich in diesem Jahr ebenfalls in großer Vielfalt und mit einer Vielzahl an Styling-Möglichkeiten. Die Kurzhaarschnitte sind pfiffig und modern, oftmals mit deutlich kürzeren Seitenpartien als am Oberkopf. Dies verleiht den Kurzhaarfrisuren eine mittellange Haaroptik und lässt enorm viel Spielraum beim Styling – so kann die Frisur mit Seitenscheitel
Farbe ist Trumpf. MulticolorFrisuren, matte Blondnuancen sowie kräftiges Ziegelrot sind die Hauptakteure bei den diesjährigen Haarfarben. Raffinierte Farbakzente, auffällige Farbsträhnchen oder Farbverläufe vom Ansatz zur Spitze und umgekehrt bringen die Haarschnitte besonders zur Geltung, sorgen für natürliche Lebendigkeit oder mutige Extravaganz. Der zweifarbige Ombré-Look setzt sich auch in diesem Jahr wieder durch; nun aber in ausgeprägten Farbkontrasten. Blond in allen erdenklichen Varianten, als Om-
Alexander Trenkwalder, Salon Alexander
„Die Hairstylings werden in diesem Jahr vor allem durch kreative Schnitte erzeugt. Neue Trendfarben und Farbtechniken sorgen für Lebendigkeit und Dimensionen im Haar und geben den Trendlooks den ultimativen Touch.“
bré-Look oder mit violetten Strähnchen, multitonale Effekte im dunklen Haar, neue Techniken für matte Haarfarben, ein Farbspektrum aus der Regenbogenwelt sowie Rot in allen Schattierungen – von Kaminrot bis hin zu Rosèblond: Den Farbkreationen sind in diesem Jahr kaum Grenzen gesetzt. Erlaubt ist, was gefällt, zum Hauttyp passt und die Persönlichkeit unterstreicht.
Kérastase Densifique
Der Haardichte-Aktivator Bis zu 1.700 mehr Haare nach drei Monaten* Eine Kérastase Densifique-Kur stimuliert den Haarwuchs und sorgt für sichtbar mehr Haarfülle.
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Impressum liegenden Ausflugsorte. Am vergangenen Sonntag nachmittags waren die Straßen der Stadt wie verlassen, meist sogar im Freien wurden die Ausflügler hier und dort bewirtet. Es naht die schöne, die goldene Zeit ...
Unabhängige Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung Redaktion: Brennerstraße 28, I-39042 Brixen Tel. +39 0472 060200, Fax +39 0472 060201 www.brixner.info E-Mail für Pressemitteilungen: redaktion@brixner.info E-Mail für Leserbriefe: echo@brixner.info Online-Ausgabe: www.brixner.info Verlag: Brennerstraße 28, I-39042 Brixen Tel. +39 0472 060200, Fax +39 0472 060201 E-Mail: office@brixmedia.it, www.brixmedia.it Anzeigenleitung: Sonja Messner, Tel. +39 0472 060212 sonja.messner@brixmedia.it Herausgeber, Chefredakteur und presserechtlich verantwortlich: Willy Vontavon (wv), Tel. +39 0472 060213 willy.vontavon@brixner.info Assistenz Chefredaktion: Doris Brunner (db), Tel. +39 0472 060211 doris.brunner@brixner.info Bildredaktion: Oskar Zingerle (oz), Tel. +39 0472 060210 oskar.zingerle@brixner.info Mitarbeiter der Redaktion: Marlene Kranebitter Zingerle (mk) Thomas Oberrauch (to) Annamaria Mitterhofer (amm) Ingo Dejaco (id) Johanna Bernardi (jb) Evi Hilpold (eh) Anton Rainer (ar) Irene Dejaco (ird) Carmen Plaseller (cp) Andrea Bodner (ab) Hanna Hofer (hh) Lia Vontavon (lv) Barbara Fuchs (bf) E-Mail: vorname.nachname@brixner.info Grafik: Evelyn von Mörl, Tel. +39 0472 060209 evelyn.vonmoerl@brixmedia.it Druck: Athesia Druck GmbH, Weinbergweg 7, I-39100 Bozen www.athesia.it Der nächste „Brixner erscheint um den 25. März 2014 Nächster Redaktionsschluss: 10. März 2014 Die Zeitschrift „Brixner“ erscheint monatlich und wird im Postabonnement 45 % Art. 2, Abs. 20/b, Ges. 662/96, Bozen zugestellt. Eintragung am Landesgericht Bozen am 29.12.1989, Nr. 29/89 R.St. Auflage: 11.000 Stück Preis Abonnement: 1 Euro Abonnentenservice: abo@brixner.info
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Tierquälerei – Scheues Pferd
März 1914
Zu einer Szene à la „Wild-West“ Dienstag, 3. März 1914 Zu einer Szene à la „Wild-West“ kam es, wie man uns berichtet, in einem hiesigen Wirtshaus. Ein Zivilist und ein Artillerist liebten beide ein und dasselbe Mädchen, wobei ersterer den kürzeren zog. Er riß daher den Revolver heraus und feuerte in zornwütigem Weh auf den glücklichen Nebenbuhler drei Schüsse ab, die der tapfere Soldat mit Säbelhieben quittierte. Die Szene war höchst dramatisch und erinnerte fast an den Höhepunkt in Puccinis Oper „Das Mädchen aus dem goldenen Westen.“ Das fand die Polizei auch; da sie jedoch den Standpunkt vertritt, daß das betreffende Wirtshaus keine Goldgräberspelunke ist und Brixen nicht in Wild-West liegt, machte sie der Szene, bevor sie sich eigentlich noch recht entwickeln konnte, ein Ende. Der Artillerist erlitt einen leichten Streifschuss am rechten Arm, während der Zivilist eine ebenfalls leichte Hiebwunde davontrug; beide aber sehen einer unliebsamen Gerichtstagung entgegen.
Martin Pichler Donnerstag, 26. Februar 1914 Die stadtbekannten Originale werden immer weniger. Am Dienstag, 24. Februar, verschied in Brixen Herr Martin Pichler, Maurermeister, in den weitesten Kreisen – landauf , landab – bekannt unter dem Namen „Maurer-Martl“, der für Pichler ein Ehrenname war. Denn kaum dürfte es in Tirol noch einen Zweiten geben, der ihn an Rechtlichkeit, Frömmigkeit und Biedersinn übertroffen hätte. Der gute „Martl“ hat bescheiden anfangen müssen. Und selbst als sein Wohlstand sich zu heben begann, blieb er seinen alten Gewohnheiten treu: Mit dem umgehängten Fürtuch, Schaufel und Spaten im Karren, den er selber schob, zog
er auf den Bauplatz und trotzdem er alle Anordnungen traf, war er selbst sein bester Arbeiter auf dem Bau. Wer sich ihm anvertraute, der fühlte sich geborgen. Selbst als er schon ein vielgesuchter Geschäftsmann war, bewahrte er sich seine Eigenart und man konnte oft genug gleich auf dem Werkplatz erfahren, wie teuer ein Bau nach einer mitgebrachten Skizze käme. Pichler wurde dabei wohlhabend. Er erwarb das bekannte Haus zum „goldenen Rößl“, das er stets in Pacht vergab. Der Verstorbene hatte ein glückliches Familienleben. Seine wackere Frau, die mit ihm das arbeitsreiche Leben
redlich teilte, schenkte ihm zwei Söhne und zwei Töchter. Pichler machte auch die Feldzüge 1859 und 1866 mit, aus welchem Anlasse er die Kriegsmedaillen und andere Auszeichnungen besitzt, und war Leutnant bei den alten Tiroler Landesschützen. Pichler wurde vor Jahresfrist von einem Schlaganfall betroffen, von dem er sich nicht mehr erholte. Er erreichte ein Alter von 77 Jahren und war ein Ehrenmann.
Donnerstag, 12. März 1914 Wir erhalten folgende Zuschrift: Gar häufig hat man Gelegenheit, zu beobachten, wie die Pferde der Artillerie von den Stallburschen unnötig geschlagen und durch verschiedene rohe „Kunstgriffe“ gefügig gemacht werden. Zu den letzteren gehört auch das rohe, ruckweise Reißen am Zügel. Dieser Tage versuchte wieder ein solcher Tierfreund auf angeführte Weise ein Reitpferd, das er spazieren führte, „zu beruhigen“. Das Reißen am Zügel betrieb er so stark, daß der Zügel entzweiriß und das erschreckte Pferd in rasendem Lauf über den Viehmarkt durch die Stadelgasse rannte. Glücklicherweise war die Straße (um 4 Uhr nachmittags) fast menschenleer, so daß der Gaul, dem die Stalldecke vom Rücken nach vorn gerutscht war, infolgedessen er sich mit den Füßen darin verwickelte, sein Unglück anrichtete. Am Ende der Stadelgasse wurde der Ausreißer dann von einem beherzten Manne eingefangen.
Das Nahen des Frühlings Donnerstag, 5. März 1914 Das Nahen des Frühlings verkündet uns die herrliche Witterung, die seit Tagen hier herrscht. Die Temperatur ist im Steigen begriffen, wohltuend warm scheint die Sonne auf das Tal, die Wiesen beginnen zu grünen, Baum und Strauch treiben kräftige Knospen und jung und alt ziehen hinaus auf Promenaden und in die um-
Die „Brixener Chronik“ wurde 1888 gegründet und erschien bis 1925. Die Idee, die Zeitungsartikel aus der „Brixener Chronik“ auszuwählen und zu veröffentlichen, stammt von Günther Eheim (1944-2010) aus Brixen. Die damalige Rechtschreibung, auch eventuelle Druckfehler und sonstige Kuriositäten werden ohne Korrektur beibehalten.
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BRIXEN - MAIA Dreizimmerwohnung im 2. Obergeschoss mit großer Wohnküche, Bad, zwei Schlafzimmer und Südterrasse. Die Wohnanlage MAIA wurde im Norden von Brixen, in unmittelbarer Nähe des Stadtkerns, errichtet. Direkt am Fahrrad- und Fußgängerweg gelegen, ist das Stadtzentrum zu Fuß und mit dem Fahrrad in kürzester Zeit erreichbar. Klimahaus A Fläche: 104,46 m² Preis: 376.000,00€ inkl. Garage Sofortiger Einzug möglich
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