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Poste Italiane s.p.a. - Spedizione in Abbonamento Postale - D.L. 353/2003 (convertito in Legge 27/02/2004 n° 46) art. 1, comma 1, NE/BZ - Contiene I.P. e I.R. - In caso di mancato recapito prego restituire a Bolzano CPO per la restituzione al mittente previo pagamento resi
Trends & Wirtschaft
Jahrgang 24 · Dezember 2013
Unabhängige Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung
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ASV Schwimmclub Brixen
Die Wasserratten BRIXEN: Crashkurs über die Grundlagen zum Gemeindehaushalt PORTRAIT: Richard Peer leitet seit 2002 die Brixner Vinzenzkonferenz KULTUR: Die Sonderausstellung „Heilige und Heilung“ im Pharmaziemuseum WIRTSCHAFT: Die Auswirkungen der Ortstaxe auf den Tourismusverein
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Editorial
Politik & Gesellschaft >>> 04 04 | BRIXEN: Grundkurs Gemeindehaushalt 08 | Rorate: Tauet, Himmel ... 10 | Interview: Andreas Schatzer über die Gemeindenfinanzierung Menschen & Meinungen >>> 16 16 | RICHARD PEER: Für Menschen in Not 21 | Pro & Contra: Frauenquote für die Landesregierung 22 | Umfrage: Wie sicher fühlen Sie sich in Brixen? Kunst & Kultur 24 | PHARMAZIEMUSEUM: Heilige und Heilung
>>> 24
Veranstaltungen 33 | TIMER: Jänner 2014
>>> 32
Freizeit & Sport >>> 38 38 | ASV SCHWIMMCLUB: Für Schwimmer und Triathleten 41 | Yoseikan Budo: Selbstverteidigungskurse Wirtschaft & Umwelt 44 | BRIXEN: Die Ortstaxe 48 | Hofburggarten: Ausführungsprojekt in Planung
>>> 44
Extra 55 | Trends & Wirtschaft
>>> 55
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Mit positiver Kraft ins neue Jahr So, auch das ist geschafft! Der zwölfte „Brixner“ in diesem Jahr, insgesamt die 287. Ausgabe, ist in der Druckerei. Ich gebe zu, dass es jedes Mal eine große Freude, aber auch eine kleine Anstrengung ist, den „Brixner“ fertigzustellen, und es ist mir wichtig, dass ich mich hin und wieder bei den vielen Köpfen bedanke, die in Redaktion und Produktion ihr ganzes Herzblut einsetzen, damit wir Ihnen Monat für Monat eine interessante Zeitschrift ins Haus liefern können. Auch unseren Werbekunden möchte ich bei dieser Gelegenheit herzlich danken: Gerade lese ich in einer Presseaussendung, dass die Werbeerlöse von Zeitungen 2013 in Italien um 14 Prozent gesunken sind; Zeitschriften verzeichnen sogar ein Minus von 24 Prozent (!). Nun, wir vom „Brixner“ tanzen hier ordentlich aus der Reihe: Gegenüber 2012 dürften wir heuer sogar mit einem leichten Plus abschließen. Für diesen Vertrauensbeweis sind wir allen Werbekunden enorm dankbar, denn ich weiß, dass die Unternehmen derzeit vielfach schwierige Zeiten durchmachen: Sie setzen dem entsprechend Werbebudget nur dort ein, wo sie sich auch wirklich einen Mehrwert erwarten. Ich hoffe, wir erfüllen diese Erwartungshaltung; die allgemeine wirtschaftliche Situation ist ja derzeit nicht besonders fröhlich. Für 2014 erwarte ich mir diesbezüglich leider keinen besonderen Aufschwung: Italien ist und bleibt ein Sorgenkind, und es ist nur zu hoffen, dass die Trostlosigkeit nicht irgendwann im selben Ausmaß auf Südtirol überschwappt. Die ersten Anzeichen sind bereits da: Die Jugendarbeitslosigkeit ist im Steigen, und das ist kein gutes Zeichen. Und trotzdem: Als unverbesserlicher Optimist glaube ich an die positive Kraft der Menschen, gerade in schwierigen Zeiten. Ich wünsche Ihnen in diesem Sinn ein wirklich erfolgreiches Jahr 2014 mit unermesslichem Glück und viel Gesundheit. Ihr Willy Vontavon
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Abo-Service Sie können ein Abonnement für die Zeitschrift „Brixner“ entweder über die Zusendung dieses Abschnittes oder bequem per E-Mail vornehmen: abo@brixner.info ABONNEMENTPREISE: z Gemeinden Brixen, Vahrn, Natz-Schabs, Lüsen, Mühlbach, Rodeneck, Klausen: Der Preis des Jahresabonnements beträgt 1 Euro, zahlbar jeweils bis 31. März im Rahmen der jährlichen Abo-Aktion z Restliches Staatsgebiet: Der Preis für 12 Ausgaben beträgt 19 Euro, zahlbar im Voraus z Ausland: Der Preis für 12 Ausgaben beträgt 75 Euro, zahlbar in Vorauskasse ❏ Ich bin bereits Abonnent, aber meine Adresse hat sich geändert. Mein Abo-Code ______________________
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Politik & Gesellschaft
GRUNDLAGEN DES GEMEINDEHAUSHALTS
Grundkurs Gemeindehaushalt Woher nimmt die Gemeinde Brixen das Geld? Wofür gibt sie es aus? Und welche Entwicklungen gab es in den letzten Jahren? Ein Crashkurs über die Grundlagen der Gemeindefinanzierung für Menschen, die nicht im Finanz- und Steuerwesen arbeiten.
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er Haushaltsvoranschlag der Gemeinde Brixen für das kommende Jahr: Er geistert stets irgendwie durch die Medien, wird diskutiert, vom Gemeinderat abgesegnet oder beanstandet. Aber wie setzt sich so ein Gemeindehaushalt überhaupt zusammen? Woher kommt das Geld, wohin geht es – und was haben die Bürger damit zu schaffen? Josef Pfattner, Leiter der Finanzdienste der Gemeinde Brixen, hatte die schwierige Aufgabe, einer in diesen Dingen völlig unbedarften Redakteurin einen Crashkurs über die Grundlagen der Gemeindefinanzierung zu geben. Schließlich ist es ja nicht uninteressant zu erfahren, wie das Haushaltsbuch einer Gemeinde so aussieht. Dabei ist klar: Höchst komplex, das Ganze. Daher eine Beschrän-
Folgende wahrscheinlich schon. Und der Rest muss eben Mut zur Lücke haben.
Woher nimmt die Gemeinde ihr Geld? Fürs Jahr 2014, so sagt
der Haushaltsvoranschlag vor mir, prognostiziert die Gemeinde Einnahmen in der Höhe von zirka 44,2 Millionen Euro. Woher kriegt die Gemeinde Brixen dieses Geld? Nun, die Einnahmen der Gemeinde setzen sich aus laufenden Einnahmen (entspricht den Einkünften in der Privatwirtschaft) und aus außerordentlichen Einnahmen (Investitionsmittel) zusammen. Die laufenden Einnahmen ihrerseits setzen sich aus zwei Quellen zusammen: aus Einnahmen, die sie selbst erwirtschaftet, und aus Beiträgen vonseiten des Landes oder Staates.
Grundes zahlen müssen, sowie weitere Werbe- oder andere Steuern. Neu hinzu kommt im Jahr 2014 die so genannte Gemeindeaufenthaltsabgabe, besser bekannt als Ortstaxe – „wobei diese nur von der Gemeinde kassiert und dann direkt an Tourismusverein und -verband weitergereicht wird“, so Josef Pfattner – für die Gemeinde ein Nullsummenspiel also. All diese Steuern lassen im Jahr 2014 voraussichtlich zirka 7,5 Millionen Euro in die Gemeindekasse fließen – also 21 Prozent der Gesamteinnahmen (abzüglich Kassabevorschussung und Dienste für Rechnung Dritter – aber allzu viele Details verwirren jetzt eh nur). Zu diesen Steuern gesellen sich noch weitere Einnahmen (die außersteuerlichen), wie
meindeeigenen Immobilien in die Kasse. Diese Einnahmen betragen zirka 5,4 Millionen Euro – also 15 Prozent der Gesamteinnahmen. Zählt man nun die Steuern und diese außersteuerlichen Einnahmen zusammen, merkt man sofort: Sie machen mit 36 Prozent noch nicht den Löwenanteil der Gemeindeeinkünfte aus. Damit finanziert sich die Gemeinde also nur zu einem relativ geringen Teil.
Zweite Einkommensquelle: Landesbeitrag. Das Gros der Einnahmen kommt also aus anderen Quellen, und diese nennen sich „laufende Beiträge“. Einerseits zahlt diese der Staat, beispielsweise die Förderbeiträge für Photovoltaikanlagen. Der Großteil der Beiträge stammen jedoch vom Landeshaushalt: Bekanntlich ver-
„Ein Viertel der laufenden Ausgaben der Gemeinde Brixen werden mit der IMU abgedeckt.“_ Josef Pfattner, Leiter Finanzdienste der Gemeinde Brixen kung auf das Allerallerwichtigste – wobei sich all jene die Haare raufen werden, die bereits einen tieferen Einblick in die Materie haben. Weil sie genau wissen, dass alles irgendwie dann doch etwas anders und noch viel komplizierter ist. Aber die brauchen an dieser Stelle eh nicht unbedingt weiterzulesen, die wissen das hier 4
Die selbst erwirtschafteten Einnahmen sind hauptsächlich Steuern, beispielsweise die Gemeindesteuer IMU, der IRPEFZuschlag auf Einkommenssteuer oder Teile der regionalen Wertschöpfungssteuer IRAP. Hinzu kommen Steuern wie die TOSAP, die beispielsweise Gastwirte für die Besetzung des öffentlichen
beispielsweise Einkünfte aus öffentlichen Diensten: Tarife für Kinderhort oder -garten, Schulausspeisung, Friedhofsgebühren, die Einnahmen für den Strom aus Photovoltaikanlagen, die Parkplatzgebühren oder die nicht gerade beliebten Verkehrsstrafen. Außerdem fließt noch Geld von Mieten und Konzessionen von ge-
bleiben dem Land 90 Prozent der hier von den Bürgern eingezahlten Steuern; 13,5 Prozent davon werden an die Gemeinden für laufende Ausgaben und Investitionen weitergeleitet. Rund 40 Prozent der laufenden Ausgaben der Gemeinde Brixen werden damit bezahlt, und somit sind die Landesbeiträge die höchste
Foto: thinkstock
Einnahmequelle für die Gemeinde. Diese Geldmittel für die Gemeindefinanzierung werden nach bestimmten Kriterien vom Land an die einzelnen Gemeinden aufgeteilt: Vor dem Jahr 2012 galt allein die Pro-Kopf-Quote; das heißt, dass das Land im Fall von Brixen 483 Euro pro Einwohner bezahlt. Seit 2012 ist eine neue Gemeindenfinanzierung in Kraft, die auch berücksichtigt, ob eine Gemeinde beispielsweise Einnahmen aus der Stromproduktion hat, wie viele Pflichtschüler (und somit Schulen) dort ansässig sind, wie viele Tourismusbetten vorhanden sind oder wie viele Gemeindestraßen eine Gemeinde warten muss. Damit der Umstieg für die einzelne Gemeinde auf die nun neue Verteilung nicht allzu gravierend ausfällt, werden die Differenzen zwischen alten und neuen Beträgen auf die nächsten fünf Jahre aufgeteilt. „Für die Gemeinde Brixen hat diese neue Aufschlüsselung bislang aber keine große
Veränderung gebracht“, so Josef Pfattner, „der erwartete Effekt wird sich erst nach den fünf Jahren einstellen. Verlierer der neuen Regelung sind Gemeinden wie Bozen oder Meran, die hohe Einnahmen aus der Stromproduktion haben. Große Gewinner hat es bisher nicht gegeben: Die Gemeinde Brixen kriegt durch diese neue Gemeindefinanzierung im Jahr 2014 etwa 100.000 Euro mehr.“ Hinzu kommt, dass der Staat die Zuweisungen an die Regionen infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise stark gekürzt hat, um die Staatsfinanzen zu sanieren – und dem entsprechend hat auch das Land bei seinen Zuweisungen an die Gemeinden den Sparstift angesetzt.
Außerordentliche Investitionsmittel. Zusammengefasst also:
Alle laufenden „ordentlichen“ Ausgaben werden über Steuern,
außersteuerliche Einnahmen und Landesbeitrag finanziert. Nun bestreitet die Gemeinde aber nicht nur diese laufenden Ausgaben, sondern tätigt auch „außerordentliche Ausgaben“, sprich Investitionen. Hierfür stehen zwei Einkommensquellen zur Verfügung: Der Verkauf von gemeindeeigenen Immobilien oder die Aufnahme von Fremdkapital, sprich Verschuldung – ein in Brixen nicht unerhebliches Thema, das später noch erläutert wird. Geld erhält die Gemeinde zudem für „Dienste für Rechnung Dritter“: wenn zum Beispiel Landtags- oder Europawahlen anstehen, werden diese vor Ort in der Gemeinde abgewickelt; die Gemeinde muss die dafür notwendigen Ausgaben vorstrecken und anschließend werden die Kosten zurückerstattet.
Steuerlast für Bürger gestiegen. Beim Begriff „Einnahmen durch
Steuern“ wird natürlich jeder Bürger sofort hellhörig – schlussendlich ist er es, der diese Steuern entrichtet. Andererseits sind dies genau jene Einnahmen, die der Gemeinde eine gewisse Finanzautonomie und damit Planungssicherheit gewährleisten, da sie nicht abhängig vom Landestopf oder von Staatsbeiträgen sind. Was für die Gemeinde also gut ist, ist für die Einwohner belastend: Mehr Steuereinnahmen bedeuten für die Gemeinde eine höhere Eigenfinanzierung (liegt derzeit bei zirka 45 Prozent), für die Bürger aber mehr oder höhere Steuern und Gebühren. So steuerte jeder Brixner im Jahr 2012 genau 408,85 Euro in die Gemeindekasse, das Jahr darauf waren es beinahe 90 Euro mehr, und 2014 werden es zirka 505 Euro sein. Er bekommt allerdings auch indirekt mehr über die Dienstleistungen der Gemeinde zurück, als er zahlt – beispielsweise durch die Bereitstellung von Schulen, Straßen oder Sportplätzen: Im Jahr 2012 gab die 5
Politik & Gesellschaft
Gemeinde 989 Euro pro Bürger aus, im nächsten Jahr werden es pro Kopf um die 1.000 Euro an ordentliche Ausgaben sein. Den höchsten Beitrag zahlen die Bürger dabei mit der Gebäudesteuer IMU ein: „Ein Viertel der laufenden Ausgaben der Gemeinde werden mit der IMU abgedeckt, über 70 Prozent der Steuereinnahmen werden durch die IMU eingenommen“, so Josef Pfattner. Aber gerade bei der IMU gab es in den letzten Jahren ein reges Auf und Ab, wie jeder Wohnungsbesitzer weiß: 2012 musste beispielsweise für die Erstwohnung noch gezahlt werden, heuer nicht – der neuen italienischen Regierung sei Dank, oder auch nicht. Reißt dies nun ein tiefes Loch in die Gemeindekasse? Nicht wirklich, zumindest in Brixen nicht. Die Gebäudesteuer muss nämlich auch für Gewerbegründe, Hotels, Baugründe, Zweitwohnungen oder landwirtschaftliche Gründe gezahlt werden, und diese wurden ja nicht von der IMU befreit. Brixen hat nun die außergewöhnliche Situation, dass im Gemeindegebiet viele dieser „anderen“ Gebäude und Gründe im Vergleich zu den Erstwohnungen bestehen – und somit fließen dennoch zahlreiche Gebäudesteuern in die Kasse: „Durch die Befreiung der IMU auf Erstwohnungen hat die Gemeinde Brixen in etwa 1 Million Euro verloren. Allerdings gab es eine Umschichtung beim Zielort dieser Steuern – von der IMU fließt nun ein größerer Teil in die Gemeindekasse und weniger in die Staatskasse. Somit konnte dieser Ausfall für die Gemeinde in Brixen vollständig ausgeglichen werden“, so Josef Pfattner.
Wofür gibt die Gemeinde das Geld aus? Bleibt nun die Frage,
wofür all das Geld nun über-
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haupt ausgegeben wird – wobei wir hier von rund 44,2 Millionen Euro sprechen, die fürs Jahr 2014 an Ausgaben vorgesehen sind. Der Großteil davon (etwa 22,2 Millionen Euro) geht für laufende Ausgaben drauf: Personalkosten sind mit 40 Prozent der Ausgaben dabei der höchste Posten, hinzu kommen der Ankauf von Gütern und Dienstleistungen, Mieten, Beiträge der Gemeinde an Vereine oder Zinsen für aufgenommene Darlehen. Diese ordentlichen Ausgaben haben sich in den letzten Jahren nicht wesentlich verändert: Im Jahr 2012 gab die Gemeinde dafür 20,57 Millionen Euro aus, im Jahr 2014 sind es etwa drei Prozent mehr. 23 Prozent der Ausgaben fließen hingegen als Investitionsausgaben in Sportanlagen, Schulen oder dergleichen. Nicht unerheblich ist hingegen der Anteil, den die Gemeinde jedes Jahr an Schulden und Zinsen zurückzahlen muss: Es sind rund 20 Prozent. Von all den Einnahmen und Beiträgen muss die Gemeinde Brixen also nicht nur ihre laufenden Ausgaben bestreiten, sondern auch finanzielle „Altlasten“ zurückzahlen. Ein Blick auf die Darlehensliste zeigt dabei: insgesamt laufen derzeit 85 Darlehen mit Zinsen und 59 Finanzierungen aus dem Landesrotationsfonds; 29 Darlehen werden 2015 auslaufen - das älteste davon geht auf das Jahr 1965 zurück. Aufgenommen wurden diese Darlehen beispielsweise für den Bau des Altersheimes, der Umgestaltung des Domplatzes, den Bau der Sportanlagen und des Stadtfriedhofes, für den Bau von Kanalisierungen, Straßen oder Wasserleitungen – und all dies muss aufgrund langer Rückzahlungszeiten heute noch beglichen werden. „Im Jahr 2015 laufen jedoch viele Rückzahlungen aus,
Josef Pfattner: „2015 laufen viele Rückzahlungen aus, da verzeichnen wir einen wohltuenden Knick nach unten.“
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da verzeichnen wir dann einen wohltuenden Knick nach unten“, so Josef Pfattner. Ein aufschlussreicher Vergleich dabei: Pro Brixner zahlt die Gemeinde Brixen rund 227,39 Euro an Darlehen zurück. Die Bürger anderer Gemeinden im Eisacktal zahlen zum Vergleich durchschnittlich 227,11 Euro; Bürger einer Südtiroler Gemeinde in ähnlicher Größe wie Brixen zahlen 223,94 Euro an Darlehen zurück.
Ist Brixen bei den Schulden im Spitzenfeld? Höher als die zu-
rückzuzahlenden Darlehen für Projekte aus früheren Zeiten ist hingegen die Neuverschuldung der Gemeinde. Zustande gekommen ist diese in erster Linie durch den Bau von Schulen im Gemeindegebiet. Das Geld hierfür kommt aus dem Rotationsfonds des Landes, aus dem Gemeinden seit 2009 zinslos Geld leihen können – womit schon mal die Zinsen hinfällig werden. Es sind sozusagen Gratiskredite, über die sich jeder Häuslbauer immens freuen würde. Und diesen Rotationsfonds hat Brixen rege in Anspruch genom-
men: im Jahr 2012 beispielsweise wurden daraus 6,5 Millionen Euro geschöpft, im Jahr 2013 rund drei Millionen Euro. Dabei stellt sich stets die Gretchenfrage: Soll eine Gemeinde das zinslose Geld für notwendige Investitionen nutzen und damit auch eine höhere Verschuldung in Kauf nehmen – oder soll sie schlichtweg nichts investieren, nur um Schulden zu vermeiden? „Die Schulden in Brixen sind sicher hoch, in den letzten Jahren hat Brixen in einigen Bereichen aufgerüstet. Aber wie der Bürgermeister immer sagt: Wir können unsere Schulden stolz zeigen, beispielsweise in Form von Schulgebäuden und dergleichen“, so Josef Pfattner. Nach dieser Aufrüstung in Sachen Bildung ist nun aber auch klar: Hohe Neuverschuldung kann sich die Gemeinde nicht mehr leisten. Und wiederum ein Blick auf die Tabellen und Statistiken zeigt: Der Eindruck, dass in Brixen ständig groß gebaut wird, scheint doch irgendwie zu trügen. Jedenfalls ist bei den Investitionen die Neuverschuldung zusammengeschrumpft, von etwa 9 Millionen Euro im Jahr 2011 auf zirka 5 Millionen fürs
Statistiken Woher stammen die Einnahmen für die ordentlichen Ausgaben der Gemeinde Brixen? Beiträge und laufende Zuweisungen von Land und Staat: 52,42% Einnahmen aus Steuern: 27,61% Außersteuerliche Einnahmen: 19,97% ° Haushaltsvoranschlag 2014, Ordentliche Einnahmen ohne UT
Wofür gibt die Gemeinde das Geld aus? Ordentliche Ausgaben: 57,09% Investitionen: 22,19% Rückzahlung Schulden: 15.01% Zinsen auf Darlehen: 4,74 %
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Mit wie viel beteiligt sich der Bürger an den ordentlichen Ausgaben der Gemeinde Brixen, und wie viel wird für ihn ausgegeben?
Steuereinnahmen & außersteuerliche Einnahmen pro Ansässigen: 531,42 Euro
223.000 Euro
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Ordentliche Ausgabe pro Ansässigen: 1.006,97 Euro ° Haushaltsvoranschlag 2014, Eigeneinnahme pro Bürger bzw. Pro-KopfQuote der ordentlichen Ausgaben pro Bürger
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Top 11 der geplanten Investitionen 2014 Grundschule und Kindergarten St. Andrä Erweiterung Mittelschule Manzoni Einrichtung Mittelschule Manzoni Schulhof Dantestraße Erneuerung Kunstrasen Sportzone Seebacher Kindergarten und Vereinslokal Tils Technische Ausrüstung Parkplätze (Parkometer) Regenwasserkanal Elvaserstraße Projektierung Stadtbibliothek Asphaltierung Gemeindestraßen Hofburggarten
Jahr 2014. Es muss also gespart werden bei den Investitionen. Denn tatsächlich ist es so, dass die Brixner pro Kopf höhere Schulden haben als Bürger in vergleichbaren Gemeinden: In Brixen liegt diese Pro-Kopf-Verschuldung bei 3.127 Euro, das sind etwa 1.000 Euro mehr als auf Landesebene und zirka 2.500 Euro mehr als Bürger vergleichbarer Gemeinden. Die bereits vollzogene und geplante Neuverschuldung ist dabei in Mauern gegossen: Damit errichtet werden beispielsweise aktuell die Grundschule und der Kindergarten in St. Andrä, der Schulhof in der Dantestraße, die Erweiterung der Mittelschule Manzoni oder der Bau eines Regenwasserkanals – wie ein Blick auf das Investitionsprogramm der Gemeinde 2014 verrät.
Überprüfung des Haushalts. Dass Gemeinden sich nicht übermäßig verschulden, darauf hat übrigens auch der Gesetzgeber ein Auge: Es gibt eine klare Formel dafür, wie viel Gemeinden an
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Schulden aufnehmen dürfen – es kann also nicht beliebig investiert werden; die maximale Höhe der durch den Rotationsfonds finanzierten Investitionen ist genau geregelt. Ein aufmerksames Auge auf die jeweiligen Haushaltsvoranschläge haben zudem eigene Rechnungsprüfer, der Rechnungshof des Staates und das Aufsichtsamt des Landes sowie der Brixner Gemeinderat, der den Haushaltsvoranschlag genehmigen muss. Und wer sich als Bürger selbst in die jeweiligen Gemeindehaushalte vertiefen möchte: Auf der Homepage der Gemeinde www. brixen.it finden sich sämtliche Unterlagen wie Haushaltsvoranschläge, Rechnungsprüferberichte und dergleichen. Aber Achtung: Um das Ganze überhaupt bewerten zu können, müsste man sich noch tiefer reinknien.
doris.brunner@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
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Politik & Gesellschaft
Tauet, Himmel ... Fotos: Oskar Zingerle
Ein selbstbekennender Morgenmuffel geht zur Rorate in den Brixner Dom. Eine frühmorgendliche Reportage mit hellem Ausgang.
In Licht getaucht: Der Dom frühmorgens während der Rorate
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orgenstund’ hat Gold im Mund? Nicht für mich. Der frühe Morgen fühlt sich für mich nicht goldig, sondern bleiern an. Sehr bleiern. Ich bin nämlich ein Morgenmuffel, und dies ist wissenschaftlich erwiesen: Laut Münchner Zentrum für Chronobiologie am Institut für Medizinische Psychologie der Ludwig-Maximilians-Universität gibt es sieben verschiedene Chronotypen, von der morgenfaulen Nachteule bis hin zur morgenfrischen Lerche. Der Blutdruck macht den Unterschied: Mein niederer Blutdruck bedingt eine längere morgendliche Anlaufzeit, bis die Hirndurchblutung richtig funktioniert. Sagen die Münchner Chronologen. Und ich kann dies bestätigen, und zwar tagtäglich.
05:15 Uhr, der Wecker klingelt. Zwei Stunden früher als üblich. Warum hatte ich nur bei der letzten Redaktionssitzung die wahnwitzige Idee, eine Reportage über die Roraten im Brixner Dom zu schreiben? Und warum habe ich – nachdem sich niemand besonders willig zeigte – diese Aufgabe auch noch übernommen? Ich weiß es nicht. Muss an der Hirndurchblutung liegen, die bei Nachteulen frühmorgens 8
stockt. Und am Frühaufsteher-Gen Per3, das im Taktgeberzentrum des Gehirns, dem so genannten suprachiasmatischen Nukleus, aktiviert wird und für die unterschiedlichen Schlafmuster bei „Lerchen“ und „Eulen“ zuständig ist. Bei Frühaufsteher ist es länger als bei Morgenmuffel. Ich habe also ein kurzes Per3, dafür aber eine sehr lange Aufwachzeit, um in die Gänge zu kommen. Die Rorate im Dom beginnt um 6:30 Uhr. Und dies alle Tage im Advent. „Tauet“ ist die Übersetzung des lateinischen „Rorate“. Aus dem alttestamentlichen Buch Jesaja „Rorate caeli desuper, et nubes pluant iustum: aperiatur terra, et germinet Salvatorem“. Zu Deutsch: „Tauet Himmel, von oben, ihr Wolken, regnet den Gerechten: Es öffne sich die Erde und sprosse den Heiland hervor“ (Jes 45,8). Diese spezielle Anrufung des Himmels und die Erwartung des Heilands durch das Rorateamt wurde sinnigerweise in die Adventszeit gelegt: Advent heißt schließlich Ankunft, die Ankunft des Gottessohns in dieser Welt, die zu Weihnachten mit dem Fest seiner Geburt gefeiert wird. Die beiden bekannten Adventslieder „O Heiland, reiß die Himmel auf“ und „Tauet, Himmel, den Gerechten“
haben sich aus demselben Vers entwickelt. Musikliebhaber wird die Missa Rorate coeli desuper in G-Dur ein Begriff sein, die Joseph Haydn zugeschrieben wird. Übrigens: Bei der musikalischen Umrahmung der Rorate haben die Brixner so einiges zu bieten: dreimal wöchentlich singt der Brixner Domchor – ein Lob den Sängerinnen und Sängern, es müssen chronobiologische Lerchen sein. An den anderen Tagen gestalten verschiedene Brixner Musiker, Chöre oder Instrumentalensembles das Rorateamt im Dom. Wie würde- und stimmungsvoll sie dies machen würden, habe ich schon von verschiedensten Seiten vernommen. Miterlebt aber noch nicht.
Draußen ist es stockfinster. Le-
diglich das Krankenhaus ist hell erleuchtet, einige LKWs auf der Autobahn und zwei Fenster im Nachbarhaus. Eine große Tasse Kaffee muss her. Sonst bin ich wirklich sehr muffelig, und das will ich meinen Mitmenschen dann doch nicht zumuten. Meine Katze springt morgenmunter herum, Typ Ultra-Lerche, und will spielen. Ich will weder Bällchen werfen noch Köpfchen kraulen, sondern muss los. Daunenmantel,
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Schal, Mütze und Handschuhe anziehen, und dann schwinge, nein, hieve ich mich aufs Rad. Alles still da draußen. Kaum Autos auf der Straße, lediglich ein paar Hundeherrchen führen ihr Haustier spazieren. Auf einigen Balkons blinkt Weihnachtsbeleuchtung. Eine beruhigende Stille, von Hektik keine Spur, ich mag die Ruhe der Nacht. Auf Halbweg höre ich die Kirchenglocken durch die Dunkelheit rufen. Und ich folge dem Ruf. Eingemummt bläst mir ein kalter Wind entgegen. Der Advent ist eben auch die Zeit der langen und kühlen Nächte. Unter den Lauben sind die Rollläden der Geschäfte herunter gelassen, kein geschäftiges Treiben dort. Einige Menschen gehen ruhigen Schrittes Richtung Domplatz, sie haben wohl dasselbe Ziel wie ich. Rad abstellen, schwere Kirchenpforte öffnen.
Im Sog der Symbolik. Das Innere des Doms erstrahlt im hellen Schein der Kronleuchter und entfaltet seine Kraft: Wärme umfängt mich, als ich mich in einer der hinteren Bankreihen niederlasse. Und strahlendes, weiches Licht. Ja, ich fühle mich geborgen in diesem Moment. Beim Eintritt von der kalten Dunkelheit dort
draußen wird die Kirche als Ort des Lichts, des Aufgehobenseins erlebbar gemacht. Rorate heißt (Auf)Tauen – und dass sie in der Zeit der kalten Morgen vor Sonnenaufgang stattfindet, würde ich mal etwas lässig als perfektes Timing bezeichnen. Die Kirchenbänke sind gut gefüllt. Vorwiegend ältere Damen und Herren, aber nicht nur. So viele Menschen hätte ich mir gar nicht erwartet, um diese Zeit. Bei den Roraten am Sonntag müsse man mindestens eine Viertelstunde früher kommen, um überhaupt einen Sitzplatz zu erhalten, erzählt man mir. Die Rorate gibt Gelegenheit zum Innehalten. Ein ruhiger Einstieg in den Tag. Sie ist besonders feierlich. Eine schöne Vorbereitung auf die Weihnachtszeit. Eine gute Gelegenheit zur Besinnung. Ohne Rorate würde in der Adventszeit etwas fehlen. Der Dom und die Gestaltung der Rorate sind in Brixen einzigartig. Das anschließende gemeinsame Frühstück beim Pupp – die Antworten auf meine Frage, warum denn die einzelnen Leute eigentlich gekommen sind, fallen unterschiedlich aus. Und irgendwie doch gleich.
Einst war die Rorate ein Engelamt. Die heutige Rorate ist der
Weltkirche gewidmet, verrät mir der Zettel mit der Auflistung aller Rorateämter im Dom. Darunter die Namen von Lebenden und Verstorbenen, denen die jeweilige Andacht gewidmet ist. Heute ist der 3. Dezember, kirchenkalendarisch bin ich nicht hundertprozentig fit, dafür ist meine Wissbegierde groß: Die Nachrecherche im Internet klärt mich auf, dass heute der Namenstag des heiligen Franz Xaver, auch Francisco de Xavier, 1506-1552, ist. Ein Wegbereiter zeitgemäßer christlicher Mission in Asien, Begründer der Jesuitenmission, Schutzpatron von Indien, Patron aller Missionare und Missionen sowie der Seereisenden. Die Rorate war also ein „Xaveriamt“. In der Kirchenbank liegt das Gotteslob und eine Broschüre über die vor einigen Tagen begonnene Synode der Diözese Bozen und Brixen: „Auf Dein Wort hin ... mit Freude und Hoffnung“. Am übergroßen Adventskranz, der von der Decke baumelt, brennt die erste Kerze. „Lichtleskerch“ nennt man die Rorate in Franken, weil sie oftmals
in nur von Kerzen beleuchteten Kirchen stattfindet. Ist wohl auch heimelig und stimmungsvoll. Vor dem zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) zeigte man während der Rorate in szenischen Darstellungen die Begegnung der Gottesmutter Maria mit dem Erzengel Gabriel, der ihr die Botschaft von der Ankunft Jesu überbrachte. Damals, noch vor der Erneuerung der Liturgie durchs Konzil, war die Rorate nämlich eine Messe zu Ehren Marias, wegen dieser Engelsverkündigung auch „Engelamt“ genannt.
Es werde Licht. Der Duft des
Weihrauchs durchweht das Kirchenschiff, die Sängerinnen und Sänger des Domchors stimmen die Messe Breve in C-Dur von Charles Gounod an. Der heutige Hauptzelebrant Rektor Hans Kron-
bichler zieht mit weiteren zirka acht Mitzelebranten und Ministranten ein. Ihre liturgischen Gewänder tragen die Farbe Weiß, die Farbe des Lichts. Musik erfüllt den Dom – und trägt mich fort. Meine langsam beginnende Hirnfunktion – Sie wissen schon, Nachteule und niederer Blutdruck – schalte ich wieder auf Null zurück und lasse mich die ganze nächste Stunde ganz einfach von der Atmosphäre überfließen. Weihrauch, Musik, das gemeinsame Ritual des Aufstehens und Niederkniens, das Flackern des Lichts. Von der Ankunft des Herrn wird gesprochen, von Hoffnung und Freude und vom Miteinander. Als ich aus dem Dom raustrete, ist es hell. Und der Tag klingt irgendwie nach Lerche. doris.brunner@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
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Politik & Gesellschaft
BRIXEN / BOZEN
„Suche nach gerechterer Lösung“ Der Vahrner Bürgermeister Andreas Schatzer ist vor einigen Tagen zum Präsidenten des Gemeindenverbandes und des Rates der Gemeinden gewählt worden. Seine erste Aufgabe wird sein, das neue Modell der Gemeindenfinanzierung zum Abschluss zu bringen. Dies hat auch für Brixen Auswirkungen.
Herr Schatzer, herzliche Gratulation zu Ihrer neuen Aufgabe! Arnold Schuler war seinerzeit als Präsident des Gemeindenverbandes ein harter Kämpfer und hatte entsprechend oft mit Landeshauptmann Luis Durnwalder zu streiten; danach folgte der „Kuschelkurs“ von Arno Kompatscher. Welche Rolle werden Sie als Präsident des Gemeindenverbandes einnehmen? ANDREAS SCHATZER: Vielen Dank für die Glückwünsche! Es braucht heute keinen Konfrontationskurs
bung abgegeben habe. Sinngemäß heißt es dort, dass das neue Modell der Gemeindenfinanzierung weiterentwickelt werden muss. Das betrifft nicht nur die laufenden Ausgaben, sondern auch die Zuweisung von Mitteln für Investitionen. Hier herrscht noch Handlungsbedarf, was im übrigen auch Arno Kompatscher immer erklärt hatte. Außerdem habe ich gesagt, dass bei einigen Gemeinden noch Korrekturen vorgenommen werden müssen. Und die Landeshauptstadt wird eine Sonderrolle einnehmen müs-
würde auch Brixen profitieren. Das heißt, dass Brixen mehr Geld bekommen würde als 2012 und auch mehr Geld, als das neue Modell derzeit vorsieht. Allerdings müssen wir einen Modus finden, dass diese erhöhte Zuweisung von Geldern an die Ballungsstädte eben nicht gleichzeitig eine Reduzierung der Gelder für die Kleingemeinden bedeutet. Nun, die Gemeinden Bozen und Meran bekommen ja mit dem neuen Modell nur deswegen weniger Geld, weil man endlich auch
„Brixen wird durch das neue Modell der Gemeinden finanzierung profitieren“_ Andreas Schatzer zwischen Gemeinden und Land mehr. Ich bin der Meinung, es braucht jetzt ein korrektes Verhältnis zum Land und zur Landesregierung und ein hohes Maß an gegenseitigem Verständnis. Das ist beim neuen Landeshauptmann ganz sicher gegeben, denn er kennt ja die Sorgen und Probleme der Gemeinden bestens – einerseits als ehemaliger Bürgermeister von Völs und andererseits als mein Vorgänger. Ich bin sehr zuversichtlich, dass es eine ausgezeichnete Zusammenarbeit geben wird. Bei Ihrer Wahl gab es eine leichte Polemik, weil Sie im Vorfeld einen Pakt mit Bozen abgeschlossen haben sollen, was von den kleinen Gemeinden nicht goutiert wurde ... Dazu muss ich zunächst richtigstellen, dass die Medien hier etwas falsch wiedergegeben haben: Einen Pakt mit dem Bozner Bürgermeister Gigi Spagnolli hat es ganz bestimmt nicht gegeben. Was ich gesagt habe, entspricht haargenau dem politischen Programm, das ich bei meiner Bewer10
sen, weil es hier eine Konzentration von öffentlichen Diensten gibt, die besondere Mittel erfordern. Im Grunde hatte der Gemeindenverband ja bereits eine Lösung gefunden, die inzwischen von der Landesregierung akzeptiert wurde und derzeit in Kraft ist. Allerdings schießen Meran und Bozen gegen diese Abmachung, weil sie dadurch weniger Geld vom Land bekommen. Wir haben eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die nun das neue Modell der Gemeindenfinanzierung zu Ende führen soll. Wir diskutieren derzeit über so genannte ballungsspezifische Aufgaben, die eben eine besondere Berücksichtigung in der Bemessung der Beiträge finden sollten. Das betrifft die Landeshauptstadt, aber eben auch Städte wie zum Beispiel Brixen. Bozen hat dazu der Eurac einen Studienauftrag erteilt, den der Gemeindenverband jetzt auf die restlichen Großgemeinden erweitert hat. Wenn dieses neue Modell der Berechnung beschlossen würde,
jene Mittel in die Berechnung einbezieht, die die Gemeinden aus der Stromproduktion erzielen – in Bozen und Meran derzeit immerhin jeweils 10 Millionen Euro pro Jahr. Geht man von diesem – eigentlich gerechten – Grundprinzip wieder ab? Nein, die Eigenfinanzkraft einer Gemeinde wird auch in Zukunft berücksichtigt werden. Ich zitiere hier nochmal aus meinem Programm: Das Prinzip des Finanzbedarfes und der Finanzkraft muss weiterhin als ausschlaggebendes Kriterium gelten. Zur Finanzkraft zählen natürlich auch die Einnahmen aus dem Stromgeschäft. Es gibt auch einige kleinere Gemeinden, zum Beispiel im Passeiertal, die erhebliche Einnahmen aus diesem Bereich haben. Zu einigem Unverständnis hat in Brixen die fünfjährige Einschleifregelung des neuen Modells geführt: Zuerst stellt der Gemeindenverband fest, dass Brixen in den vergangenen 20 Jahren arg benachteiligt wurde, und dann braucht es fünf weitere
Info Südtiroler Gemeindenverband
Die Bürgermeister aller 116 Südtiroler Gemeinden und die Präsidenten der sieben Bezirksgemeinschaften bilden die Vollversammlung des Gemeindenverbandes. Die Vollversammlung wählt den Verwaltungsrat und den Aufsichtsrat des Gemeindenverbandes und beschließt über alle in der Satzung vorgesehenen Gegenstände.
Rat der Gemeinden
Der Rat der Gemeinden ist ein Beratungsorgan zwischen den Gemeinden und dem Südtiroler Landtag bzw. der Südtiroler Landesregierung. Er besteht aus 17 von der Versammlung der Bürgermeister der Gemeinden gewählten Mitgliedern. Den Vorsitz führt der Präsident des Südtiroler Gemeindenverbandes. Die Hauptaufgabe des Rates der Gemeinden besteht in der Begutachtung der Entwürfe von Gesetzen und Verordnungen, die für die Gemeinden von Interesse sind, bevor sie vom Landtag oder von der Landesregierung verabschiedet werden.
Jahre, bis diese Ungerechtigkeit beendet wird ... Sie haben Recht, das ist in der Tat ungerecht. Gemeinsam mit Albert Pürgstaller war ich damals der einzige Bürgermeister, der gegen diese Einschleifregelung gestimmt hat. Das war dann auch der Grund, warum Gigi Spagnolli sich plötzlich als Gegenkandidat zur Verfügung gestellt hat – nachdem er mein Stimmverhalten gesehen hatte, hatte er Angst, dass mit Präsident Schatzer die Städte untergehen würden. Nun, die Städte werden ganz bestimmt nicht untergehen. Es ist unser vor-
Foto: Oskar Zingerle
Gemeinden erbringen. Hier lohnt es sich, darüber nachzudenken, ob es über vereinfachte Abläufe auch Potential zur Synergie gibt – sprich: zum Sparen. Es gibt Spielraum, wir müssen ihn nur nutzen. Außerdem existieren heute nicht weniger als 40 Landesgesetze, die die Gemeindezuweisungen betreffen. Auch hier gibt es großes Potential zur Vereinfachung. Derzeit haben die Gemeinden ja auch das Problem, dass sie den Haushaltsvoranschlag für 2014 beschließen müssen – ohne zu wissen, wieviel Geld aus Bozen kommen wird.
Andreas Schatzer: „Es wird eine ausgezeichnete Zusammenarbeit geben zwischen dem neuen Landeshauptmann und den Gemeinden“
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dringliches Ziel, das neue Modell der Gemeindenfinanzierung jetzt zu einem Abschluss zu bringen. Die Einschleifregelung ist ja derzeit ausgesetzt, also werden wir eine Lösung finden müssen. Ich habe viel Verständnis für bisher benachteiligte Gemeinden, aber genauso verstehe ich Bozen und Meran, die plötzlich mit erheblich weniger Geld auskommen müssen. Also versucht man, eine neue und gerechtere Regelung zu fin-
den, bei der es Gewinner geben wird, aber keine Verlierer. Das kann doch nur funktionieren, wenn das Land den Gemeinden in Summe mehr Geld zuweist. Ist das in Zeiten wie diesen realistisch? Ich bin davon überzeugt. Die Lösung liegt darin, dass das Land die Gesamtsumme der Zuweisungen an die Gemeinden erhöht. Heute sind es 13,5 Prozent des Landeshaushalts – hier wird man aufstocken müssen. Auch diese
Aussage stammt im Grunde nicht von mir; diesen Wunsch hatten auch Kompatscher und dessen Vorgänger Arnold Schuler immer geäußert. Es wird eine neue Form der Kommunikation zwischen Gemeindenverband und Land geben, und da tun sich in der Tat Möglichkeiten auf. Das betrifft aber wohlgemerkt nicht nur das Geld, sondern auch Reformen in vielen Bereichen. Es gibt heute noch viele kostenaufwändige Doppelgleisigkeiten – Leistungen, die das Land und gleichzeitig die
Die Unsicherheit besteht in der Frage, wieviel Geld am Ende die 13,5 Prozent sein werden, die das Land insgesamt an die Gemeinden ausschüttet, da die Höhe des Landeshaushaltes heute noch unklar ist. Das Land weiß heute noch nicht, welche Kürzungen der Staat zur Sanierung des Staatshaushaltes vornehmen wird – und davon hängen natürlich auch die Zuweisungen an die Gemeinden ab. Derzeit ist vereinbart, dass die Gemeinden mit den Zahlen von 2013 arbeiten sollen – sowohl für die laufenden Ausgaben als auch für die Investitionen. Bis zur Verabschiedung des Landeshaushaltes im März gibt es also eine unsichere Situation – vor allem eben deshalb, weil heute noch niemand die Gesamtsumme kennt. Um einen letzten Zweifel aus der Welt zu schaffen: Natürlich bleiben Sie Bürgermeister von Vahrn, oder? Ja, selbstverständlich, mit Herz und Seele. willy.vontavon@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
Weil gut in 2.200 m Höhe einfach besser ist Wir bedanken uns bei allen Gästen und Freunden und wünschen frohe Festtage und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Peter und das Rossalmteam Almgasthof Rossalm
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Foto: Helmuth Rier
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Achammer in der Landesregierung? z Wie es bei Drucklegung dieser Ausgabe des „Brixner“ aussieht, besteht eine große Wahrscheinlichkeit, dass Philipp Achammer in die Landesregierung einziehen wird. Indiskretionen zufolge soll der 28-jährige Vintler das Ressort Deutsche Bildung und Kultur übernehmen, außerdem Museen, Jugend und Integration. Neben Achammer soll der
designierte Landeshauptmann Arno Kompatscher auch Richard Theiner, Arnold Schuler, Florian Mussner, Waltraud Deeg, Martha Stocker (alle SVP) und Christian Tommasini (PD) in die Landesregierung berufen. Die offizielle Mitteilung Kompatschers steht zum Redaktionsschluss noch aus; der Koalitionspartner PD feilscht noch um den zweiten italienischen
Landesrat, der aber vom Autonomiestatut nicht vorgesehen ist. Wie durchsickert, soll zwischen SVP und PD thematisch Einigkeit herrschen; es geht dem PD also nur mehr um den zweiten Sitz. oz
P&G
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Gemeinsam für Weiterbildung z Bildungspolitische Anliegen gemeinsam vertreten, den gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Stellenwert der Südtiroler Weiterbildung festigen und mehr Mitsprache im Bildungssystem einfordern – das sind nur einige der Ziele der neu gegründeten „Interessensgemeinschaft proWeiterbildung“. Gerade in Zeiten des Sparens ist es wichtig, Erfahrungen, Anliegen und Bedürfnisse auch in der Erwachsenenbildung zu bündeln, um gemeinsam den Stellenwert der Südtiroler Weiterbildung zu verdeutlichen. Daher haben sich nun elf führende und EFQM-zerti-
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fizierte Weiterbildungsorganisationen zur „Interessensgemeinschaft proWeiterbildung“ zusammen geschlossen – dabei sind auch die Weiterbildungseinrichtungen mit Sitzen in Brixen und Umgebung wie das Bildungshaus Kloster Neustift, die Cusanus-Akademie, KVW Bildung oder der Verband der Volkshochschulen, weiters vertreten sind alpha beta piccadilly, das Bildungshaus Schloss Goldrain, das Haus der Familie, das Katholische Bildungswerk, die Lichtenburg Stiftung St. Elisabeth, die SBB-Weiterbildungsgenossenschaft und urania meran. Die neue
Dachorganisation wird von Elfi Kirmaier von der Lichtenburg und Oswald Rogger von der Volkshochschule als Doppelspitze vertreten. „Wir wollen Bedürfnisse, Entwicklungen und Trends erkennen und
angemessen darauf reagieren, um so dem gesellschaftlichen Auftrag noch besser gerecht zu werden“, bringt Oswald Rogger die Marschroute von proWeiterbildung auf den Punkt. db
Die Bürgerkapelle Brixen überbringt auch heuer die Neujahrswünsche, und zwar am 27. Dezember ab 17 Uhr im Rosslauf und Burgfrieden, am 28. Dezember ganztags im Stadtzentrum, Süden und im Bahnhofsgebiet sowie am 29. Dezember ab 16 Uhr in Stufels und Kranebitt.
Vereine, die im Vereinsverzeichnis der Gemeinde Brixen eingetragen sind, werden von den Fixgebühren für die Müllabfuhr befreit. Damit will man den Vereinen entgegenkommen, die zwar wenig Müll produzieren, aber durch die Fixgebühren dennoch erheblich belastet werden, so Stadträtin Elda Letrari.
Die Schüler der 3A der Mittelschule Michael Pacher haben Adventskränze gebastelt und bei den Elternsprechtagen verkauft, ebenso Kuchen und Getränke für eine freiwillige Spende angeboten. Bei der Spendenaktion sind 719,99 Euro zusammengekommen, die die Schüler dem Tierheim in Obervintl übergaben.
NACHGEFRAGT
„Tennisplätze kommen nicht ins Lido“ Frau Bacher Marcenich, ist eine Entscheidung zur Verlegung der Tennisplätze gefallen? Nein. Wir wissen jetzt aber, dass in der Sportzone Süd nicht genug Platz für die Tennisplätze ist und das Lido für diese nicht zur Verfügung steht. Ausschlag gebend waren damit verbundene urbanistische Schwierigkeiten; wir befürchten, dass sich eine Verlegung der Tennisplätze in den Fischzuchtweg verwaltungstechnisch zu sehr in die Länge ziehen würde, womit der Baubeginn verzögert würde. Außerdem hat sich die SVP Brixen klar gegen diesen Standort
ausgesprochen. Mir persönlich hätte der Standort gut gefallen, weil Tennis zur Sportzone passen würde und das Lidoareal aufgewertet werden könnte. Wie geht es jetzt aber weiter? Das Grundstück nördlich des Krankenhauses wurde ins Auge gefasst, aber der Tennisverein hat sich gegen diesen Standort ausgesprochen, weil man wegen des Hubschrauberlandeplatzes 400 Meter nach Norden gehen müsste. Wir wollen aber eine Lösung finden, die von den Tennissportlern hundertprozentig mitgetragen wird und die auch städteplanerisch sinnvoll ist. Das
ist nicht einfach. Jetzt überprüfen wir die Möglichkeit nördlich der Zone Landwirt erneut . Eine weitere Lösung könnte sich in Milland ergeben. Auf dem jetzigen Standort Priel werden Stadtprojekte verwirklicht; deshalb ist diese Umsiedelung notwendig.
Foto: Oskar Zingerle
PAULA BACHER MARCENICH, Stadträtin in Brixen, zu den Gründen, warum die SVP Brixen gegen eine Verlegung der Tennisplätze in den Fischzuchtweg ist.
Was geschieht nun mit dem Lido-Areal? Das Areal braucht dringend eine Aufwertung. Der Prozess der Ideenfindung muss jetzt natürlich wieder aufgegriffen werden. Wir alle hoffen auf eine schnelle Lösung. oskar.zingerle@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
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Frohe Weihnachten!
heizung & bad
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Wolli zeigt Brixen z „Hallo! Ich heiße Wolli und erzähle hier etwas über Brixen, eine der ältesten Städte Tirols“, lautet der erste Satz des Schäfchens Wolli. Das Maskottchen, bekannt durch die Aktion „Brixen bewegt sich“, begleitet nun in einer Arbeits- und Informationsbroschüre die jungen Brixner durch ihre Stadt. Wolli erzählt über die Geschichte Brixens, deren Stadtteile und Fraktionen. Es erläutert die Bereiche Wirtschaft, Bildung und erzählt, was einzelne Gemeindestellen wie Standesamt, Bürgerschalter, Bauhof oder Stadtbibliothek für
Aufgaben haben. Und mit Wolli können die Kinder auf dem Papier die Brixner Sehenswürdigkeiten kennenlernen sowie Wissenswertes über Politik und Einwohner erfahren. Das Schäfchen tut dies dabei auf unterhaltsame Weise; neben verständlich formulierten Informationen enthält das Heft auch viele Lückentexte, Kreuzworträtsel, Anregungen zu Diskussionen oder zu beantwortende Fragen. Die Broschüre wird künftig den Schülerinnen und Schülern der vierten Klassen der Brixner Grundschulen übergeben, die das Rathaus besuchen. Die Inhalte, die beim Besuch
im Rathaus präsentiert werden, können anschließend mithilfe der Broschüre in der Klasse, zuhause oder bei einem Rundgang durch Brixen vertieft werden. Entstan-
den ist das Heft auf Initiative der Stadträtin Paula Bacher; die Illustrationen stammen von Evi Gasser, mitfinanziert hat die Stiftung Südtiroler Sparkasse. db
BRIXEN
Durchgeführte und geplante Projekte Foto: Oskar Zingerle
Politik & Gesellschaft
BRIXEN
z Alljährlich lädt die Gemeinde Brixen die Führungskräfte sowie Pressevertreter zu einem Weihnachtsumtrunk ein. Bei die-
sem gibt Bürgermeister Albert Pürgstaller stets einen Überblick über die abgeschlossenen und geplanten Projekte der Gemein-
de Brixen. Zum Erreichten des Jahres 2013 gehören Konzept und Ausschreibung der neuen Parkplatzregelung, bei dem ein neues Parkuhrensystem eingeführt und alle Parkplätze im Stadtbereich kostenpflichtig werden; zudem die Eintragung der Trasse der Seilbahn Brixen-St. Andrä in den Bauleitplan und die Verabschiedung des Bauleit- und des Landschaftsplans. Weiters wurden 2013 die Verhandlungen mit der SEL AG abgeschlossen, in St. Andrä ein neuer Sportplatz gebaut und die erste Finanzierung für den Umbau des Hofburggartens gesichert. Die größten Bauvorhaben lagen im Um- beziehungsweise Neubau von insgesamt vier Schulen im Gemeindegebiet. Im Jahr 2014
hingegen sind die Ausschreibung für die Westumfahrung, Weichenstellungen für die Seilbahn Brixen-St. Andrä, der Baubeginn für die Umfahrungsstraße von St. Andrä, der Planungswettbewerb für das Bürgerheim, die definitive Unterbringung des Hauses der Solidarität, die Ausschreibung für den Fußballplatz Milland, der Start der Umbauarbeiten im Hofburggarten und das Ausführungsprojekt für die Verlegung der Hochspannungsleitungen geplant. Auf der To-do-Liste steht weiters der Ausbau des CitybusNetzes in Richtung Köstlan, ein Ideenwettbewerb zur Flussraumgestaltung, der Bau eines neuen Kindergarten in Tils sowie die Projektierung der Stadtbibliothek und der Musikschule. db
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Babywatching
z Es war ein besonderes Projekt, das im vergangenen Schuljahr in einigen Klassen der Grundschule Tschurtschenthaler durchgeführt wurde. Uta Fischer aus Mühlbach, ausgebildete Leiterin von Babywatching-Gruppen, begleitete vier Klassen im Rahmen eines sozialpädagogischen Präventionsprojektes dabei, in der regelmäßigen Begegnung mit einer Mutter und ihrem wenige Wochen alten Baby Grenzen und Chancen im alltäglichen Miteinander zu entdecken und mitzuerleben. Schon in den 80er Jahren hatte der Aggres sionsforscher Henri Parens in den USA Studien zur Vorbeugung von aggressiven Verhaltensstörungen durchgeführt. Auf dem Hintergrund dieser Erfahrungen wurde vom Münchner Bindungsforscher Karl Heinz Brisch das Präven tionsprojekt „B.A.S.E – Babybeobachtung im Kindergarten und in der Schule gegen Aggression und Angst zur Förderung von Sensitivität und Empathie“ entwickelt. Im Grunde geht es darum, eine Situation nachzustellen, die
es in größeren Familienverbänden und dörflichen Gemeinschaften normalerweise immer gegeben hat: das Erleben einer Mutter mit ihrem Baby. Ein ausgebildeter Pädagoge führt mit den Kindern Gespräche über dieses Erleben. Auf diese Weise üben die Kinder, sich in die Empfindungen, Gefühle und Motivationen von Mutter und Kind einzufühlen – und sie lernen, diese inneren Vorgänge in Worte zu fassen. Die Kinder beginnen nachweislich und unwillkürlich, ihre (neu) erworbenen Fähigkeiten auf Situationen im Alltag zu übertragen. Sie verhalten sich feinfühliger, sozialer und werden sicherer im Umgang mit anderen Menschen. „Die Erfolge waren über die Begegnungen mit Mutter und Kind hinaus spürbar; die Kinder begannen mehr zuzuhören, und es entwickelte sich auch eine Art Helfersystem“, bestätigt Renate Ralser, Lehrerin an der Grundschule Tschurtschenthaler. Das wissenschaftlich evaluierte Projekt wurde von Schuhe Brugger und Kindermode Pinocchio unterstützt. mk
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Für Menschen in Not RICHARD PEER, gebürtiger Vinschger, lebt seit 1975 in Brixen und war hier bis zu seiner Pensionierung als Berufsschullehrer tätig. Seit 2002 leitet er mit viel Engagement die Brixner Vinzenzkonferenz.
Steckbrief
D
er Präsident alleine bewegt gar nichts“, sagt Richard Peer, Vorsitzender der Brixner Vinzenzkonferenz, gleich vorweg in der ihm eigenen bedächtigen Art, „ohne die Vinzenzbrüder und -schwestern und ohne eine Reihe von freiwilligen Helfern wäre es nicht möglich, im Sinne des heiligen Vinzenz von Paul für sozial Schwache, Arme, Leidende, für Menschen in Notsituationen da zu sein“. Als „kompakt und kompetent“ beschreibt er die Brixner Vinzenzkonferenz, „Menschen, mit denen man fein arbeiten kann.“
Und Arbeit gibt es genug. Eine
Richard Peer wurde am 24. September 1951 in Mals im Vinschgau als fünftes von acht Geschwistern geboren; mit fünf Brüdern und zwei Schwestern wuchs er auf einem kleinen Höfl auf. Der Vater arbeitete als Tischler in der Schweiz, er starb schon sehr früh, die Mutter kümmerte sich um Haus, Hof und die Kinder. Acht Jahre lang besuchte Richard Peer die Volksschule in Tartsch bei Mals, 1967 begann er dann eine Lehre als Schlosser. Nach der Gesellenprüfung im Jahr 1970 besuchte er die Abendmittelschule; 1982 erhielt er das Meisterdiplom. 1975 war er „aus Interesse“ nach Brixen gekommen, um beim damals weitum bekannten Schlosser und Schmied Profanter zu arbeiten. 1983 wurde er Berufsschullehrer und blieb es bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2007. Seit 2002 ist er der Vorsitzende der Brixner Vinzenzkonferenz. Er saß fünf Jahre lang im Pfarrgemeinderat, ist seit 1986 Mitglied der Marianischen Kongregation und seit drei Jahren Präfekt der Sakramentsbruderschaft. Seit 1982 ist Richard Peer mit Agnes Hofer verheiratet; das Paar hat zwei Söhne; der ältere ist Physiker, der jüngere Informatiker. 16
zwölfköpfige Kerngruppe trifft sich deshalb jeden Montag im Widum und bespricht Anfragen und Anliegen, diskutiert und berät, wo die
gesorgt, dass an die Armen der Stadt Kartoffeln und Brot verteilt wurde. 60 Menschen, das bedeutet auch 60 Familien, „und so versorgen wir wöchentlich an die 200 Personen mit Lebensmitteln, die uns von der Lebensmittel-Bank in Trient, von einheimischen Betrieben und privaten Spendern zur Verfügung gestellt werden.“ Es gebe viele großzügige Menschen in und um Brixen, die die Vinzenzkonferenz auf eine leise und unauffällige Art unterstützen, „weil sie uns vertrauen und weil sie die Not sehen.“ Die Allerheiligensammlung vor dem Friedhof, gelegentliche Gedenkspenden und der Opferstock beim Heiligen Antonius, das so genannte Antoniusbrot, die Unterstützung von der Gemeinde
Vom Schlosser zum Fachlehrer. Ein Vierteljahrhundert arbeitete Richard Peer als Fachlehrer im Bereich Metall an der Landesberufsschule „Tschuggmall“ in Brixen, nachdem er vorher als Schlosser tätig war, „und es war eine schöne Arbeit“. Bald nach seiner Pensionierung bat man ihn, die Mesnerei in der Heilig-GeistKirche zu übernehmen. „Und weil ich nicht nein sagen konnte, sperre ich nun die Kirche täglich auf und zu und schaue nach dem Rechten.“ Mit großer Freude konnte er die als verschollen gegoltene Oberkofler-Krippe im Turm finden. Sie musste vom Taubenkot befreit werden und ist seither am Hochaltar zu sehen. Seine Frau Agnes kümmert sich um die Kirchenwäsche und den Blumen-
„Es gibt viele großzügige Menschen, weil sie die Not sehen“_ Richard Peer, Präsident der Vinzenzkonferenz Not am größten ist und in welcher Form man helfen kann. Diskret und konsequent sei diese Hilfe, unauffällig und wirksam, und sehr oft wirklich notwendig, auch in einem reichen Land wie Südtirol. Richard Peer ist ganz offensichtlich einer jener Menschen, denen der bedingungslose Einsatz für die Gemeinschaft ein Herzensanliegen ist. 1999 sei er zur Vinzenzkonferenz gekommen und drei Jahre später zum ersten Mal „überraschend“ zum Präsidenten gewählt worden. Die Kleiderkammer und die Lebensmittelbank sind zwei Projekte, in die er gemeinsam mit den Vinzenzbrüdern und -schwestern viel Zeit investiert. An die 60 Menschen kommen jeden Freitag in die Beratungsstunde ins Kolpinghaus, und die meisten bekommen auch einen Gutschein für die Lebensmittelbank. Ganz so neu sei die Idee ja nicht, sagt Peer, habe doch der Gründer der Brixner Vinzenzkonferenz, der Finsterwirt Anton Mayr, bereits im fernen Jahr 1886 dafür
Brixen und den Banken sind die weiteren „Einnahmequellen“ der Vinzenzkonferenz. In der Kleiderkammer werden pro Jahr 5.000 Kleidungsstücke verteilt, „und das Angebot wird stark genutzt“. Es sind bei weitem nicht nur Menschen mit Migrationshintergrund, die bei der Vinzenzkonferenz um Hilfe bitten, „auch Einheimische brauchen uns.“ Und dann wäre da noch das Dienstbotenheim in der Brixner Trattengasse. Seit zwei Jahren wird es wieder von der Vinzenzkonferenz verwaltet. „1901 sind die ersten Mieter dort eingezogen“, erzählt Richard Peer, „jetzt mussten wir einiges renovieren, damit es die alten Menschen, die dort wohnen, leichter haben.“ Auch dafür haben, so Peer, die Gemeinde Brixen und die Stiftung Sparkasse einen Beitrag gewährt, Landeshauptmann Luis Durnwalder und der Zentralpräsident der Vinzenzgemeinschaft, Ulrich Graf Toggenburg haben ihre Unterstützung zugesagt.
schmuck, „so wie sie mir überall dort hilft, wo Not an der Frau ist.“ Irgendwann fragte ihn dann der Verwalter des Domkapitels, ob er nicht auch bei der Mesnerei im Dom mithelfen könne. Heute ist Richard Peer Schriftführer der Südtiroler Mesnervereinigung und vertritt diese bei der Synode der Diözese Bozen-Brixen. „Und bei der Reinigung des Domes sind meine Frau und ich behilflich“.
Viel freie Zeit bleibt da nicht. Ein kleines Stück Garten, hin und wieder eine Wanderung am Samstag. Richard Peer und seine Frau suchen sich den Ausgleich für ihr ehrenamtliches Wirken in den kleinen Freuden des Alltags. „Und dann sind da noch Wallfahrten der Vinzenzkonferenz und der Sakramentsbrüder, bei denen wir uns Kraft holen.“
marlene.kranebitter@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
Fotos: Oskar Zingerle
Menschen & Meinungen
PORTRAIT
BEDINGUNGSLOSER EINSATZ: Armen zu helfen ist Richard Peer ein Herzensanliegen
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Foto: Oskar Zingerle
Menschen & Meinungen
IN EIGENER SACHE
Verträumter Dreikäsehoch z Fasziniert und gleichzeitig verträumt blickte der dreijährige Liam Eschgfäller auf das Meer hinaus, als er mit seiner Familie für drei Wochen in Irland Urlaub machen durfte – ein langersehnter Traum, den sich die Familie im April endlich erfüllt hat. „Dort am Meer stand er lange Zeit einfach nur da und betrachtete die Wellen. Er war so abgelenkt davon, dass ich eine Menge Fotos machen
konnte – sonst haut er immer ab, wenn er die Kamera sieht“, berichtet seine Mutter Andrea. Der Junge mit seinem Kuscheltier verzauberte die Jury der Kinderfotoaktion des „Brixner“ auf den ersten Blick - so wurde der kleine Liam aus Neustift kurzerhand zum Sieger erklärt. Als Geschenk gab es freundlicherweise eine Digitalkamera von Elektro Reichhalter zur Verfügung gestellt.
Das Brixner-Team bedankt sich herzlich für die vielen schönen Fotos, die uns von den Lesern eingesandt wurden. hh
M&M BRIXEN
Der Neue im Gemeinderat
Der Spruch vom Much
I woaß schun, prum’s ietz zwoa Päpschte, zwoa Bischöfe und zwoa Landeshauptmänner gibb. Des isch ebn es doppelte Erlebnis ...
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z Auf den Freiheitlichen Walter Blaas, der in den Landtag gewählt wurde, folgt, nachdem die Nächstgewählte Heidi Gasser verzichtet hat, Willi Zelger. 1970 in Bozen geboren, ist er in Brixen aufgewachsen und zur Schule gegangen. Er absolvierte die Lehre als Verkäufer, arbeitete drei Jahre lang in der Gewerkschaft UIL und ist jetzt technischer Müllbeauftragter der Firma Work. Willi Zelger ist Vater von vier Kindern im Alter von zwei bis 19 Jahren, Mitglied der Bergrettung des CAI und des italienischen Fußballclubs U.D.B. (Unione Dilettantistica Bressa-
none). Die erste Gemeinderatssitzung hat er bereits hinter sich gebracht und seinen Platz zwischen den Parteikollegen eingenommen. Er ist durchaus angetan vom freundlichen Empfang der Gemeinderatskollegen. Zur Politik gebracht hat ihn Walter Blaas. Diesen bezeichnet er als durch und durch ehrlichen Menschen und als sein Vorbild. „Ich bin ein Mensch, der für alles offen ist“, sagt er, „ich will nicht nur gegen etwas sein, sondern gute Argumente bringen.“ Am Herzen liegen ihm vor allem Maßnahmen zur Aufwertung der Runggad- und
Die Melix ehrte verdiente Mitarbeiter: Josef Jöchler, Rosa Kerschbaumer und Ferdinand Kerschbaumer für 35 Jahre Betriebszugehörigkeit, Renate Torggler, Wilhelm Peintner und Hans March für 25 Jahre, Ludwig Villscheider, Franca Rossignolli, Helmut Putzer, Franz Kantioler und Giuliana Caligiuri für 20 Jahre.
Miriam Unterleitner ist die neue Ortsobfrau des Handel- und Dienstleistungsverbandes hds in Vahrn. Sie ist für die nächsten vier Jahre gewählt und folgt somit auf Ingrid Eisenstecken Parschalk, die weiterhin gemeinsam mit Alexandra Schenk im Ortsausschuss mitarbeiten wird.
Hartwiggasse. Besonderen Einsatz möchte er für die Menschen aufbringen, die arbeiten und auch Arbeitsplätze schaffen. „Gerade Letzteres ist in dieser Zeit besonders anerkennenswert“, fügt er hinzu. jb
Der Absolventenverein „Die Vinzentiner“ und dessen Präsidentin Ingvild Unterpertinger ernannten den „Neustifter Schüler“ Luis Durnwalder aufgrund seines Einsatzes für die christlichhumanistische Bildungsidee zum Ehrenvinzentiner.
Foto: Oskar Zingerle
Menschen & Meinungen
O o op s
mein Hoppala
Cristina Irsara, Ordensschwester der Congregatio Jesu
La sorella del coltello Viele Jahre habe ich in Brixen als Kindergärtnerin und Religionslehrerin gearbeitet. Seitdem ich als Oberin im Mutterhaus meines Ordens in Rom tätig bin, bekomme ich häufig Besuch, und ich freue mich sehr darüber. Natürlich bemühe ich mich, meinen Gästen Roms Sehenswürdigkeiten zu zeigen. So auch an einem Wochenende im November. Mit zwei ehemaligen Berufskolleginnen besuchten wir am Sonntag den Quirinalspalast, den Sitz des Staatspräsidenten. Als wir uns in einer Menschenschlange der Sicherheitskontrolle näherten, wurde meiner Freundin bewusst, dass sie – man weiß ja nie wozu – in ihrer Handtasche ein Messer dabei hat. „Kein Problem, das übernehme ich“, sagte ich ahnungslos. An den schick uniformierten Wachposten angekommen, übergab ich das Objekt mit der Ankündigung, es anschließend wieder an mich nehmen zu wollen. Aber weit gefehlt! Als ich es abholen wollte, wurde ich halb amüsiert, halb entsetzt mit einem „Ah, la sorella del coltello!“ empfangen. Ich spielte zunächst die Unschuldige und erfasste meine missliche Lage erst, als sie sagten: „Sorella, Lei ha fede, e ne ha tanta ... Eigentlich müssten wir diesen Vorfall protokollieren, und...“ Da bin ich dank dem „Sorella“-Bonus ja noch mal davon gekommen!
Leser kochen für Leser
Kartoffelpizza > Zutaten für 4 Personen 750 g Kartoffeln 150 g Speck 300 g Mozzarella oder Emmentaler 400 g Tomaten Origano Knoblauch Salz Pfeffer
> Zubereitung Die Kartoffeln schälen und in gleichmäßig dünne Scheiben schneiden. In einer Bratpfanne den klein gewürfelten Speck anbraten. Die Kartoffelscheiben dazugeben und bei niedriger Temperatur fast gar braten. Käse und
Tomaten in Scheiben schneiden und unter die Kartoffeln mischen. Knoblauch dazugeben und mit Salz, Pfeffer und Origano abschmecken. Abschließend die Pfanne in den vorgeheizten Backofen schieben und etwa 20 Minuten bei 180°C gar werden lassen.
Pizza mal anders: Klaus Sagmeister aus Mellaun lässt sich gerne von dieser einfachen, aber leckeren Abwandlung des typischen Gerichts verwöhnen und empfiehlt es jedem experimentierfreudigen Pizzaliebhaber weiter. Haben auch Sie ein besonderes Rezept, das Sie unseren Lesern nicht vorenthalten möchten? rezept@brixner.info
H V L m i n e t r e Die Exp n mir geholfen! Voting habe
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Ihre Meinung online
Ergebnis der Online-Umfrage:
„Gehen Sie gern zu Maturabällen?“
Am Jahresanfang mit dem ganzen Papierkram zum LVH und somit zu einem kompetenten Anbieter wechseln!
2,70% Ja, auch wenn ich keinen Maturanten der Klasse kenne 32,43% Ja, aber nur, weil ich dazu „verpflichtet“ bin 13,51% Nein, wenn ich eingeladen werde, lehne ich mit einer Ausrede ab 51,35% Nein, die Maturabälle sprechen mich in der heutigen Form nicht an
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Ja oder Nein? Wir möchten Ihre Meinung wissen! Ein Klick auf unserer Homepage www.brixner.info genügt – und Sie sehen sofort, wie die Internetgemeinde bisher abgestimmt hat. Natürlich dürfen Sie nur eine Stimme abgeben – wir überprüfen dies auf technischem Weg. Das endgültige Ergebnis lesen Sie im nächsten „Brixner“.
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Die aktuelle Frage des Monats:
„Wie empfinden Sie die Zusammenstellung der neuen Landesregierung?“ In guten Händen. In buone mani
Landesverband der Handwerker
8 x in Südtirol
> Ausgezeichnet! Arno Kompatscher hat hier viel Mut bewiesen > Gut! Ich hätte mir aber gewünscht, dass Thomas Widmann Landesrat wird > Nicht gut! Magdalena Amhof hätte sich eine Aufgabe in der Landesregierung verdient > Schlecht! Ich hätte mir zwei italienische Landesräte gewünscht
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Menschen & Meinungen
BRIXEN
LAMMento
Engagement für Rettungsorganisationen
Disperazione „Das ist die Rettung!!“, sagt der Franz, aber das Gesicht, das er dabei aufzieht, sieht irgendwie gar nicht positiv aus, denn er schüttüttelt mit Merkel-typisch heruntergezogenen Mundwinkeln den Kopf, was in Kombination mit den gesagten Worten eher nach Galgenhumor denn nach Optimismus aussieht. „Italien will also Geld flüssig machen aus Teil-Privatisierungen. Ganze 14 (vierzehn!!!) Milliarden Euro wird es bringen, Teile von Staatsunternehmen zu veräußern, zum Beispiel vom Goldesel Eni“. Das ist die Rettung, denke ich mir, endlich sind die Staatsschulden weg, endlich kann Italien wieder aufatmen, endlich hört Italien auf, seine Bürger und seine Unternehmen auszusaugen! „Nun“, sagt der Franz, „das Aufatmen ist eher ein Luftschnappen, denn Italiens Verschuldung ist auf 2.080 Milliarden Euro angestiegen; jedes Jahr sind 90 Milliarden Euro allein an Zinsen fällig“. Aha. Das ruft Frieda auf den Plan: „Jetzt verscherbelt der Staat das Tafelsilber und schafft es damit, gerade mal die Zinsen von zwei Monaten zu bezahlen??“ Aha. Rettung sieht irgendwie anders aus. Das ist also der Grund für die heruntergezogenen Mundwinkel vom Franz, denn eines muss man dem Franz lassen: Rechnen kann er. Dass diese lächerlichen 14 Milliarden NICHTS bewirken werden und dass wir weiterhin bis zur Blutleere ausgesaugt werden, wird sich jeder ausrechnen, der 1 und 1 zusammenzählen kann. Das ist wohl der Grund, warum man in Italien inzwischen auf die Straße geht. „Disperazione“, sagt der Franz. Ja, sag ich, das ist es, was man in Italien spürt. Und Wut darüber, dass in Rom offenbar niemand rechnen kann.
z Die Brixnerin Barbara Siri, Vizepräsidentin des Weißen Kreuzes Südtirol, wurde in den nationalen Vorstand des Weißen-Kreuz-Partners ANPAS (Associazione Nazionale Pubbliche Assistenze) gewählt. Die ANPAS mit Sitz in Florenz ist der größte Dachverband der Rettungsorganisationen Italiens; ihm gehö-
Echo
ren 874 Rettungsorganisationen mit rund 100.000 Freiwilligen an. Barbara Siri ist nun als Vorstandsmitglied für die Bereiche Jugendarbeit und Chancengleichheit zuständig: „Ich freue mich schon auf die enge Zusammenarbeit mit meinen Kollegen der ANPAS – wir haben viele gemeinsame Herausforderungen, besonders im verwaltungstechnischen und im strategischen Bereich. Wir werden versuchen, diese Probleme gemeinsam und so für beide Seiten effizienter anzugehen.“ Die Tätigkeit beim Weißen Kreuz ist für Barbara Siri dabei nicht die Hauptbeschäftigung: Sie arbeitet als medizinische Masseurin und Trainerin im Sportclub Mrs. Sporty in Milland. db
Leser schreiben uns
„Gruslige Gestalten“ Ein Leserbrief zum Treiben der Krampusse
Kathrin Pflanzer, Brixen
Krampusumzüge haben im alpenländischen Gebiet große Tradition und sind bekanntlich Geschmacksache. Ich appelliere jedoch an die Organisatoren dieser Veranstaltungen sowie an die Ordnungshüter und den Bürgermeister der Stadt Brixen, in Zukunft zu verhindern, dass Krampusse in einer Schule oder
neben Kindergärten ihren Unfug treiben und wehrlose Kinder erschrecken. So geschehen am heurigen Krampustag in Brixen um die Mittagszeit (!). Als Mutter von zwei Kindern im Kindergarten- und Grundschulalter möchte ich selbst entscheiden dürfen, ob ich meinen Kindern den Anblick solch grusliger Gestalten zumuten möchte oder nicht. Liebe Leserin, lieber Leser, schreiben Sie Ihre Meinung zu den Themen in diesem „Brixner“ - bitte unbedingt mit Angabe Ihrer Adresse und Telefonnummer: Redaktion „Brixner“, Brennerstraße 28, 39042 Brixen Leserfax: +39 0472 060201 E-Mail: echo@brixner.info
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War es aus heutiger Sicht sinnvoll, für die Landesregierung eine Frauenquote einzuführen? Der Hintergrund:
Foto: digital photo
Foto: Gregor Khuen Belasi
Bei Drucklegung dieses „Brixner“ steht noch nicht fest, wer der neuen Landesregierung angehören wird. Der designierte Landeshauptmann Arno Kompatscher hat es allerdings in der Wahl seines Teams nicht leicht: Zwischen gesetzlich geregelter Italiener-Quote und Frauen-Quote bleibt ihm wenig Spielraum.
RENATE GEBHARD, Parlamentarierin: „Quote sorgt für Gleichberechtigung“
Ja Die Gesellschaft besteht je zur Hälfte aus Männern und Frauen. Daher ist es richtig, dass auch die Macht- und Wertvorstellungen männlich und weiblich sind. Dies ist im Moment jedoch nicht gewährleistet, weil Frauen und Männer nicht gleichermaßen in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft vertreten sind. Ergo: Eine Frauenquote ist und bleibt solange sinnvoll, bis Frauen und Männer in allen Gremien gleichwertig vertreten sind. Wenn die Gleichberechtigung auf allen Ebenen erreicht ist und Frauen auf allen Ebenen zur Normalität und nicht zur Ausnahme zählen, hat sich ein gesellschaftlicher Wandel vollzogen, der Frauen und Männer nicht mehr in bestimmte Rollenzwänge verbannt. Erst dann wird die Quote überflüssig sein. Bis dahin ist, genau aus diesen Gründen, auch die Quote in der Südtiroler Landesregierung sinnvoll: Laut geltendem Gesetz müssen die Frauen dort im Verhältnis zu ihrer Anzahl im Landtag vertreten sein, aktuell also ein Drittel. Damit ist dem Wählerwillen Rechnung getragen, und gleichzeitig wird damit gewährleistet, dass bei den Entscheidungen in der Landesregierung die weibliche Sichtweise der Dinge einfließt. Diese ist geprägt durch ihr „Anderssein“ und durch ihre rollenbedingten Erfahrungen – Frauen und Männer sind nicht gleich und können sich dadurch optimal ergänzen. Ja, ich bin davon überzeugt, dass es die Quote braucht – genauso, wie es in Südtirol auch den Sprachgruppenproporz braucht. Quote schafft Zugang zu Stellen oder Positionen und sorgt dadurch für Gleichberechtigung. z
ELMAR PICHLER ROLLE, Landesrat: „Nach der Wahl korrigierend einzugreifen, ist nicht richtig“
Nein Eine offene und gerechte Gesellschaft muss die Anliegen der Frauen gebührend berücksichtigen. In vielen Ländern der Erde ist dies nicht der Fall. Aber auch in Europa – und in Südtirol – braucht es Korrektive, um Chancengleichheit nicht nur auf dem Papier, sondern in der Tat herzustellen. Ich bin grundsätzlich für Regeln, die die heute deutlich zu geringe Präsenz der Frauen in politischen Gremien stärkt. Ich habe daher für das Gesetz gestimmt, wonach kein Geschlecht auf einer Liste mehr als zwei Drittel der 35 Plätze besetzen darf, lies: dass mindestens ein Drittel aller Kandidaten Frauen sein müssen. Ich könnte auch einer 50:50-Quote viel abgewinnen! Dann aber hat das Wahlvolk das Wort (das einen leichten Überhang an Frauen aufweist). Ab diesem Zeitpunkt noch einmal einzugreifen, halte ich für unangemessen. Ein derzeit propagiertes Modell besagt, dass die Wähler dahingehend verpflichtet werden sollen, gleichermaßen Frauen wie Männer zu wählen, widrigenfalls ihre Stimme ungültig wäre. Dieser Eingriff ginge zu weit. In Südtirol wurde indes gesetzlich beschlossen, dass der Anteil der Frauen in der Landesregierung jenem im Landtag entspricht. Auch das ist unangemessen, weil der freie Wählerwille nicht respektiert wird. Gerechter finde ich es, wenn die Meistgewählten in die Regierung kommen. Die Wähler sollen gleichermaßen zwischen Frau und Mann auswählen können, aber bei oder nach der Wahl korrigierend einzugreifen, ist nicht richtig, weil es die Wahlfreiheit der Bürger insgesamt einschränkt. z
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Menschen & Meinungen
UMFRAGE
Wie sicher fühlen Sie sich? Fotos: Oskar Zingerle
Fühlen sich die Brixner Bürger in ihrer Stadt gut aufgehoben? Würden sie nioch mehr Überwachungskameras gutheißen, oder schränken diese die Privatsphäre zu sehr ein? Wir haben nachgefragt.
„Bis jetzt hatte ich keine Probleme, ich selbst wurde noch nie angepöbelt oder ähnliches“, meint Rita De Ferrari. „Brixen empfinde ich als sicher, trotzdem wäre es vielleicht keine schlechte Idee, mehr Überwachungskameras zu installieren. Ob dies dann tatsächlich Vorteile mit sich bringt, weiß ich nicht – wenn jemand schlechte Absichten hat, findet er wohl trotzdem einen Weg, um sein Vorhaben in die Tat umzusetzen.“
Michael Theiner hat eine ungewöhnliche Antwort parat: „Wenn die Polizei nicht wäre, würde ich mich sicherer fühlen“, meint er. „Überwachungskameras braucht es ebenfalls nicht. Auch wenn es viele Schlägereien zwischen Ausländern und Brixner Neonazis gibt, die zwar auf aggressivem, aber auch effizientem Weg versuchen, die Ausländer in Zaum zu halten, fühle ich mich sicher. Mich greift hier in Brixen bestimmt niemand an.“ 22
Franziska Hackhofer sagt: „Wenn man potentiell gefährliche Orte meidet, ist man in Brixen gewiss sicher unterwegs. Wenn man sich hingegen an den Samstagabenden in der Nähe von Diskotheken aufhält, kann es auch passieren, dass man in Gefahr gerät oder sogar in eine Schlägerei verwickelt wird. Solche Zonen sollte man prinzipiell meiden. Aber eigentlich fühle ich mich hier in Brixen sehr sicher.“
„Ich fühle mich sicher hier, bei Tag wie auch bei Nacht. Mir ist auch noch nie etwas in dieser Hinsicht passiert; bestohlen wurde ich ebenso noch nie“, so Helena Kerschbaumer. „Meiner Meinung nach sollten die Menschen einfach vorsichtiger sein, damit es nicht so viele Diebstähle gibt. In Großstädten geht es sicher viel schlimmer zu als hier in Brixen.“
„Meiner Meinung nach braucht es nicht mehr, sondern weniger Überwachung, damit die Privatsphäre jedes Einzelnen gewahrt wird. Die Welt wäre viel sicherer, wenn die Menschen etwas mehr Zivilcourage zeigen würden. Man sollte hinschauen statt wegschauen und versuchen, anderen zu helfen“, findet Peter Hofer.
„Wir brauchen keine Überwachungskameras, sondern ein effektiveres Polizeinetz“, sagt Alex Hörmann. „Die Strafen, die verhängt werden, sollen in Zukunft auch greifen. Meist buchtet die Polizei Verbrecher ein, aber lässt sie dann sofort wieder frei. Zum Teil fühle ich mich schon auch von Ausländern bedroht; es gibt einfach zu viele Gewaltfälle, in denen sie involviert sind“.
„Ich gehe am Abend nicht so oft aus, deshalb fühle ich mich in Brixen schon sicher. Auch vor Einbrüchen in die eigene Wohnung habe ich keine Angst. Ich wohne direkt in der Stadt, und hier wird sowieso alles überwacht, da die Polizei dauernd ihre Runden dreht, auch nachts. In Brixen haben andere Dinge Priorität, nicht das Installieren von Überwachungskameras“, so Helga Caracristi.
Erna Brunner sorgt sich um die Jugendlichen: „Meiner Meinung nach bräuchten wir in Brixen mehr Überwachungskameras – weniger für uns Erwachsene, sondern eher zum Schutz der Jugendlichen. Wenn diese abends ausgehen, ist es oft gefährlich. Man hört immer wieder von Schlägereien. Einer solchen Gefahrensituation muss man so schnell wie möglich ausweichen, um nicht direkt damit in Kontakt zu kommen.“
Kunst & Kultur
SONDERAUSSTELLUNG IM PHARMAZIEMUSEUM
Marienmantel und Johanniskraut
Die Sonderausstellung „Heilige und Heilung“ im Pharmaziemuseum Brixen präsentiert religiöse Objekte und Heilpflanzen. Anlass genug, einen Blick auf Rituale und Heilwissen in unserer Kulturgeschichte zu werfen.
Z
eitlich weit vor den Heiligen-Legenden des Christentums gibt es Berichte über wundersame Krankenheilungen bereits in der Ilias des Homer. Asklepios, Sohn des Apollon, wird als „unvergleichbarer Arzt“ bezeichnet, der Medizin, Chirurgie und Kräuterkunde beherrscht haben soll. Die Darstellungen
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zeigen ihn als bärtigen Mann mit einem Stab, der von einer Natter umschlungen ist. Die Schlange gilt seit Menschengedenken als mystisches Tier und war schon im Altertum Sinnbild der Heilkunde. Sie schlängelt sich auch heute um den Äskulapstab, das Symbol des ärztlichen und pharmazeutischen Standes.
Heilkunde bei vorchristlichen Völkern. So manches Heilungs-
ritual in der Volksmedizin stammt noch aus vorchristlicher Zeit. Bei den Kelten waren die Druiden die geistigen Führer und als Seher für die Zukunft des Volkes verantwortlich. Praktisch übten das Heilwissen vor allem die Frauen aus, um die Gesundheit der
Familie und der Tiere zu erhalten. Im Zuge der Romanisierung und später durch die christlichen Missionare ging das heilkundige Wissen der Druiden weitgehend verloren. Im Rückzuggebiet des Alpenraums, wie im heutigen Süd- und Nordtirol, nutzte das einfache Volk weiterhin keltische Heilverfahren und Rituale, auch
„APOTHECARIUS COELESTIS“: Eine moderne Interpretation des Seelenapothekers vom Neustifter Künstler Hubert Zanol (1985)
wenn diese zum Teil in christliche Symbolik verpackt waren. Auf den richtigen Zeitpunkt des Sammelns von Kräutern und die Bedeutung des Mondes wird auch heute noch großer Wert gelegt. Bei den Germanen war die Heilkunde ausschließlich Aufgabe der Frauen, nebst Obhut für Familie und Haus. Das Wissen um die Heilmittel wurde von der Mutter an die Tochter weitergegeben; besonders ältere, weise Frauen – die Hagazusse – besaßen auch sehe-
Die heidnischen Völker sahen dämonische Kräfte als Auslöser von Krankheiten. Diese wurden mittels magischer Rituale aus dem Körper des Kranken vertrieben. In indigenen Kulturen haben sich solche Rituale vielfach gehalten, denn es konnte tatsächlich ein Heilungserfolg festgestellt werden. Besondere Aufmerksamkeit und Fürsorge, gepaart mit dem bis heute unbestrittenen PlaceboEffekt, führten häufig zur Gesundung des Patienten.
gegen Ende des 15. Jahrhunderts die frühe Darstellung des „himmlischen Apothekers“ herausbildet. Pharmaziehistoriker konnten in langjährigen Recherchen etwa 150 Bilder ausfindig machen, die Christus als „Apothecarius coelestis“ mit der Waage in der Hand am Dispensiertisch zeigen. Das Pharmaziemuseum Brixen präsentiert in der Sonderschau „Heilige und Heilung“ eine moderne Interpretation „des Seelenapothekers“ vom Neustifter Künstler
„Aus der Verknüpfung von Glauben und Heilkunde ergeben sich überraschende Zusammenhänge und Sichtweisen.“_ Elisabeth Fehrenbach-Peer, Kuratorin rische Gaben. Wie bei den Kelten war auch für die Germanen die Natur heilig. So wurden Zweige gesegnet und dienten als Schutz gegen Unwetter, Krankheit und als fruchtbarkeitsfördernde Mittel. Bis in unsere Tage werden am Palmsonntag Zweige der Salweide zur Kirche getragen und geweiht.
Der Seelenapotheker. Auch in
der christlichen Überlieferung spielten außergewöhnliche Heilungen und Totenerweckungen immer eine wichtige Rolle. Zu allen Zeiten haben die Menschen bei ihren Leiden und Nöten auf höhere Kräfte vertraut. So ist es eine natürliche Folge, dass sich
Hubert Zanol aus dem Jahre 1985: Christus trägt in der Rechten das Brot des ewigen Lebens, die Linke segnet den Kranken, die weißen Tücher stehen für Reinheit als Voraussetzung für eine Genesung. In den Standgefäßen, Drogenkästchen und Apparaturen aus der historischen Kräuterkammer der
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Stadtapotheke befinden sich die Zutaten für die heilende Rezeptur. Die Waage symbolisiert bei Zanol die Ausgewogenheit der Dosis, das rechte Maß bei der Verabreichung der Arznei. Der Gottesmutter Maria wurden die Attribute der antiken Fruchtbarkeitsgöttinnen übertragen. Maria wird im Volksglauben mit der Fruchtbarkeit der Natur assoziiert, und so wird es auch kein Zufall sein, dass der Tag Maria Verkündigung als Lostag eines fruchtbaren Jahres gilt. In einer alten Bauernregel heißt es hierzu: „Ist Maria Verkündigung schön und rein, / so soll das ganze Jahr fruchtbar sein.“ Maria steht aber auch für Heilkunde und Geburt; speziell die Heilpflanzen zur Unterstützung von Frauenkrankheiten und bei Geburt wurden zu Marienpflanzen und sind im Volksmund unter Mariendistel, Marienmantel, Muttergotteskraut und ähnliche mehr bekannt.
Heilige als Fürsprecher. Ganz be-
sondere Heilkräfte traute man den Märtyrern zu, die als Fürsprecher 25
Kunst & Kultur
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Pestheiliger Rochus (Martin Rainer)
an oberster Stelle eine bedeutende Funktion hatten. So flehte man zum Beispiel die Hl. Apollonia bei Zahnschmerzen an, den Hl. Blasius bei Halskrankheiten, Notburga für eine glückliche Geburt und bei allen Viehkrankheiten, Matthäus bei Trunksucht und Valentin bei Ohnmachten, Wahnsinn und Epilepsie. Besonderes Augenmerk legt die Ausstellung auf Cosmas und Damian, Florian und Rochus, von denen eine Hinterglasmalerei, ein Bronzeguss sowie eine Keramikkachel und eine Kupferarbeit von Martin Rainer zu sehen sind. Die berühmten Heiligenbrüder Cosmas und Damian lebten im 3. Jahrhundert n. Chr. in Syrien als Ärzte und erlangten hohes Ansehen, weil sie Menschen und Tiere kostenlos behandelten. Der Legende zufolge gelang ihnen sogar eine Beintransplantation, nämlich der Ersatz eines verfaulten Beines durch das eines Mohren (Titel des Gemäldes: Das Wunder mit dem schwarzen Bein). Cosmas und Damian gelten als die Schutzheiligen der Ärzte und Apotheker und sind stets mit den Attributen Mörser, Spatel, Salbengefäß, Harnschauglas und Äskulapschlange dargestellt. Palmzweig und Schwert verweisen auf ihren Tod als christliche Märtyrer. An der Grabstelle des Heiligen Florian (304 n. Chr.) soll eine Quelle entstanden sein, der heute noch fließende Floriansbrunnen, an dem viele Kranke die ersehnte Heilung erfuhren. Florian zählte
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fortan zu den 14 Nothelfern und wurde zum Schutzpatron gegen alle Feuergefahren. Ein beliebter, wenn auch moralisch diskutabler Spruch lautet: „Oh, Hl. St. Florian, verschon unser Haus – zünd’ andre an!“ Gut tausend Jahre später begann die Geschichte der wundersamen Pestheilungen des Hl. Rochus auf der Pilgerreise von Montpellier nach Rom. 1485 wurde in Venedig zu seinen Ehren die Kirche San Rocco gebaut, und er avancierte zu einem der bekanntesten volkstümlichen Heiligen. Die Beigaben Wanderstab und Jakobsmuschel weisen ihn als Pilger aus. Die offene Pestbeule wurde aus Gründen der Keuschheit immer am Oberschenkel statt in der Leiste abgebildet. Der Hund mit dem Brot im Maul soll ihn während der Zeit als Ausgestoßener im Wald ernährt haben, und die Salbenbüchse steht für sein Wissen um heilende Arzneien. Rochus gilt als Schirmherr der Ärzte, Chirurgen und Apotheker, aber auch der Totengräber und Kunsthändler. Er soll das Vieh beschützen, vor Seuchen bewahren und bei Fuß-, Bein- und Knieleiden helfen.
sollte den Gläubigen überall und jederzeit Verehrung, Fürsprache und Hilfe ermöglichen. Bereits der Glaube an ihre übernatürliche Kraft konnte Schmerzen lindern und Heilung fördern. Auf der Südseite des Stadthauses Peer errichtete die damalige Besitzerfamilie Gugler im Jahr 1627 eine Hauskapelle, die im Laufe der Jahre mit allerlei liturgischen Utensilien und Devotionalien ausgestattet wurde. Dazu zählen auch einige Reliquienbehälter aus dem 18. und 19. Jahrhundert, die im Parterre zu besichtigen sind. In der Tischvitrine sind Arzneipflanzen ausgestellt, denen der Volksmund Namen verliehen hat, die auf den himmlischen Beistand hinweisen, wie die Christrose oder die Engelwurz. Zubereitungen und Abbildungen belegen den historischen Zusammenhang zwischen Religion und Volksmedizin. Die lateinischen Bezeichnungen in der wissenschaftlichen Botanik hingegen mit ihren Vor- und Zunamen sind in einem Ordnungssystem festgehalten, das der berühmte Botaniker Carl von Linné im 18. Jahrhundert entwickelt hatte.
Rückbesinnung auf die Kräfte der Natur. Die aktuellen Er-
kenntnisse über die Entstehung und Verbreitung von Krankheiten haben althergebrachte Verquickungen zwischen Religion und Medizin korrigiert. Krankheit und Schmerz werden nicht mehr als Strafe Gottes angesehen, und für psychische und physische Gesundheit sorgen „weltliche“ Experten. Nichtsdestotrotz gibt es Studien darüber, dass religiöse Menschen generell bessere Heilungschancen besitzen und der Glaube an die Arznei wichtiger Faktor im Genesungsprozess ist. Im Übrigen fühlen sich immer mehr Patienten von der dogmatischen Schulmedizin im Stich gelassen und besinnen sich zurück auf die Natur mit ihren Pflanzen und Kräutern. Da ist es nicht weiter verwunderlich, dass die Heilkunde der Hildegard von Bingen eine Renaissance erfährt mit ihrer Sicht auf den ganzen Menschen.
irene.dejaco@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
Reliquien und anderer himmlischer Beistand. Angeregt durch
entsprechende Wunderberichte, schrieb die katholische Religion den Reliquien seit dem frühen Mittelalter besondere medizinische Wirkungen zu. Die Verbreitung der „Überbleibsel“ in aller Welt 27
BRIXEN
Kunst & Kultur
„Still“ auf Platz 1 Williams vom Thron gestoßen, genauso wie die „Toten Hosen“, die mit ihrem neuen Live-Album „nur“ auf Platz 3 landeten. Derzeit sind Frei.Wild in Deutschlands Konzerthallen unterwegs; Ende Dezember spielen sie zweimal in der mit jeweils 13.500 Zuschauern ausverkauften Festhalle in Frankfurt, in der in den vergangenen Jahrzehnten Stars aus der ganzen Welt aufgetreten sind. Das Phänomen Frei.Wild erklären Musikwissenschaftler inzwischen damit, dass die Band bei jungen
Musikfans ein Gefühl des Zusammengehörens auslöse; ohne Zweifel hat aber auch ihr Ausschluss aus der Echo-Verleihung im vergangenen März der Band viel Medienpräsenz gebracht. „Wir sind im Grunde eine stinknormale Rockband mit einem Hang zum Rebellentum“, erklärt Sänger Philipp Burger, „aber auch das ist eigentlich sehr typisch für Rockmusik“. Das Album „Still“ zeigt die Band in etwas gemäßigterer Lautstärke – teilweise mit begleitendem Orchester. wv
Brixner Fotoatelier von Rudolf Largajolli, vor ihrem Abmarsch an die Front. „Der Kriegsausbruch wurde im Eisacktal wie in der ganzen Monarchie mit großer vaterländischer Begeisterung aufgenommen. Die Verabschiedung der Truppen am Brixner Domplatz wurden zu patriotischen Kundgebungen mit Hochrufen auf den Kaiser, auf Deutschland und auf Italien, das noch im Dreibund mit Österreich und Deutschland verbündet war und zunächst neutral blieb“, so Hartmuth Staffler in der Einführung zum Kalender. Beigelegt ist zudem eine Karte aus dem
Jahr 1915, die die österreichischungarische Monarchie vor ihrer Zerschlagung infolge des Ersten Weltkrieges zeigt. Die Gestaltung und Redaktion des Kalenders oblag Reinhold Nössing mit Josef
Kaser, Josef Kirchler, Oswald Mederle, Helmuth Oberhauser, Robert Recla und Hartmut Staffler. Im Bild: Die Vereidigung der Standschützen am 28. August 1914 am Domplatz. db
Zum 550. Todestag von Nikolaus von Kues (1401-1464) hat der Kirchenhistoriker Josef Gelmi das Buch „Nikolaus von Kues. Leben und Wirken eines Universalgenies auf dem Brixner Bischofsstuhl“ veröffentlicht. Das Buch ist im Verlag A. Weger erschienen.
Mit der Festung Franzensfeste gehört dem Land nun offiziell ein Stück Geschichte: Obwohl der Konzessionsvertrag mit dem Staat ursprünglich auf zehn Jahre, also bis 2017, angelegt war, ist die Festung nun früher als geplant dem Land übertragen worden.
Der Kalender „Flash 2014“ des Brixner Vereins Arche widmet sich den Truhen auf Bauernhöfen und in Stadtpalais im Laufe der Jahrhunderte – fotografisch in Szene gesetzt von Alex Gemmato.
z Eine Woche lang hat die Rockband Frei.Wild Anfang Dezember mit ihrem neuen Album „Still“ die offiziellen Verkaufscharts in Deutschland angeführt. Die Brixner haben damit Weltstar Robbie
K&K Kunst & Kultur
Foto: Privatarchiv Mederle
DIVERSES
Brixen und der 1.Weltkrieg z Im Jahr 1914, also vor genau hundert Jahren, brach der 1. Weltkrieg aus, mit all seinen Schrecken. Um an die tragischen Ereignisse zu erinnern, widmeten der Geschichtsverein Brixen und der Schützenbezirk Brixen ihren gemeinsamen Jahreskalender 2014 dem Thema „Brixen und der 1. Weltkrieg“. In historischen Fotos und erklärenden Texten werden unter anderem Geschehnisse in Brixen während dieser Zeit festgehalten – beispielsweise Wachen an der Eisenbahnbrücke, Vereidigungen von Standschützen am Domplatz oder Kaiserjäger im
kurz
notiert
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NACHGEFRAGT
„Tradition mit Begeisterung angehen“ ALFRED ELLECOSTA, Obmann des MGV Brixen, über das soeben stattgefundene 50. Cäcilienkonzert des MGV und der Bürgerkapelle Brixen sowie über die nächsten Projekte. Sänger auch etwas Besonderes. Anlässlich des Jubiläumsjahres haben wir zudem alle ehemaligen Dirigenten, Obmänner und Chorleiter eingeladen und ließen sie hochleben. Wie hat sich das Cäcilienkonzert im Laufe der Jahrzehnte verändert? Nun, eigentlich gibt es keine maßgeblichen Veränderungen. Früher war sicherlich der Auftritt des kleinen Chores des MGV eine gern gesehene Einlage: Dieser trat stets in Tracht auf und brachte volkstümliche Lieder mit einem lustigen Text zum Besten, bei dem das Publikum schmunzeln musste.
Apropos schmunzeln: Gibt es im nächsten Jahr wieder die Faschingszeitung Hoblschoatn? Ja, die Faschingszeitung ist bereits in den Startlöchern. Nachdem wir unser Adventskonzert über die Bühne gebracht haben, werden wir uns der Hoblschoatn widmen. Das Cäcilienkonzert, die Hobl schoatn und das Stadtlerlachn – das sind unsere drei fixen, traditionsgebundenen Veranstaltungen, die wir selbstverständlich auch in Zukunft weiterpflegen werden und die zu unseren Hauptaufgaben gehören, die wir mit Begeisterung angehen.
Foto: Oskar Zingerle
Herr Ellecosta, wird das Cäcilienkonzert des MGV seit jeher mit der Bürgerkapelle Brixen gestaltet? Ja, der MGV und die Bürgerkapelle treten seit jeher gemeinsam beim Cäcilienkonzert auf. Es ist immer ein Highlight und eines der Hauptkonzerte im Vereinsjahr. Wir sprechen dafür mit der Bürgerkapelle das Konzertprogramm ab, sodass es harmoniert, und gestalten auch einige Stücke gemeinsam. Im heurigen Jahr wählten wir für unseren ersten Teil das Thema Operette und hatten dafür den Münchner Bariton Oscar Quezada als Gast – das war für uns
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Eine Frau, die Spuren hinterlassen hat z Sie hat Spuren hinterlassen: Ada Scaggiante war Brixens erste Gemeindepolitikerin und hat ihr Leben und Wirken ganz in den Dienst der Gemeinschaft, des Miteinanders von Sprachen und Kulturen, der sozialen Gerechtigkeit, der Kultur und der Bildung gestellt. Nun hat ihr Sohn Luigi Scaggiante ein Buch über das Leben und Lebenswerk von Ada Scaggiante herausgegeben: „La straordinaria normalità di Ada“ erzählt die Geschichte einer Frau, deren Spuren nicht verwehen sollen, erklärte Autor Luigi Scaggiante. Bei der Buchvorstellung und einer Lesung im Forum Brixen würdigten unter anderem Don Paolo Renner, Albert Pürgstaller und Hans Heiss das Leben und Wirken von Ada Scaggiante als engagierte Politikerin, beharrliche Kämpferin, durchsetzungsstarke Wegbereiterin, offene
Foto: Angelo Menolli
Netzwerkerin und herzliches Energiebündel. Das Buch „La straordinaria normalitá di Ada“ ist auf Initiative der Kommission für Chancengleichheit der Gemeinde Brixen entstanden und im Verlag Weger erschienen – der Reinerlös aus dem Verkauf des Buches geht an die Lebenshilfe, die Südtiroler Krebshilfe und das Therapiecenter im Südtiroler Kinderdorf. db
NEU IM REGAL Wintertag auf zwei Kufen Durch verschneite Landschaften wandern, die Aussicht genießen und anschließend auf zwei Kufen zu Tal sausen – auch das ist Winter. Im Rodelführer „Südtirols schönste Rodelbahnen“ stellen die Autoren Ariane Löbert und Willy Tschager 64 Naturrodelbahnen des Landes vor: Von der längsten Bahn auf der Plose, die über 10 Kilometer Abfahrt garantiert, über jene auf der Raschötz mit Dolomitenblick bis zur gemächlichen Familienbahn am Haunold. Auf großen, detailgetreu gezeichneten Karten sind wichtige Eckdaten – die Länge der Abfahrt, die Dauer des Aufstiegs oder der Höhenunterschied – auf einen Blick ersichtlich, ebenso wie Informationen zu Anfahrt, Parkmöglichkeit, Rodelverleih oder Aufstiegshilfen. Anschauliche Beschreibungen der
Ariane Löbert / Willy Tschager: Südtirols schönste Rodelbahnen – Ausflüge für die ganze Familie. FolioVerlag 2013
Bahnen sowie Telefonnummern der Almen und Gasthöfe helfen bei der Planung der Rodelpartie.
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Weihnachtsmärchen für bedürftige Familien Foto: Peer GmbH
Kunst & Kultur
BUCH
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z Pünktlich zu Wintereinbruch und gerade rechtzeitig zur Weihnachtszeit präsentierte das Rotierende Theater seine erste Produktion in Kooperation mit dem Katholischen Familienverband: „Fenster im Eis“, ein russisches Kindermärchen über
die Rettung des Weihnachtsfests von Natalja Nischegorodzewa und Swetlana Alfjorowa. Inszeniert von den Regisseurinnen Viktoria Obermarzoner und Verena Dariz schaffte es die Gruppe, in insgesamt sechs Aufführungen in der
Bibliothek Vahrn, Groß und Klein in Weihnachtsstimmung zu versetzen. Sämtliche Erlöse, die während der Produktionen eingenommen wurden, gingen an den Hilfsfonds „Familie in Not“ des Katholischen Familienverbands Vahrn. ar
Der Klang der Stille z „Sound of wind“ nennt Thaddäus Salcher die Skulptur, die die StadtGalerie Brixen bis Ende Dezember raumfüllend einnahm. Einmal mehr ein großformatiges Werk, das Thaddäus Salcher kongenial zur Raumgestaltung umsetzt. Das leicht nach oben gedrehte, verwitterte Eisenband wirkt beinahe erwartungsvoll, wie eine noch zu schließende Möbiusschleife oder im Anstieg zu einem Höhenflug begriffen. Mächtig steht es da und doch leicht, still und doch von intensiver Klangfarbe. Der Grödner Künstler, geboren 1964 in Brixen und wohnhaft in Kastelruth, kann als Bildhauer im klassischen
Foto: Thaddäus Salcher
AUSSTELLUNG
Sinn bezeichnet werden, ist aber gleichzeitig Meister der Abstraktion. Die gewichtigen Materialien Eisen, Stein oder Holz sind der Erde verhaftet, sie unterstützen die starke Präsenz der Werke. Salcher arbeitet sich an der Materie ab, mit brachialem Körpereinsatz bis zur Erschöpfung. Sein Streben aber gilt etwas Höherem, etwas Transzendentem, er glaubt an die schöpferische Kraft des menschlichen Geistes. Salcher geht es um das Sichtbarmachen einer metaphysischen Dimension. Seine Reliefs zeigen in schemenhafter Andeutung den vergeistigten Menschen, den erhabenen, den „unschuldigen“ Menschen. ird
PERFORMANCE
Treue Musikanten und Sänger
Gut munkeln
Foto: BURKI
MUSIK
z Die Musikkapelle Lüsen sowie der Pfarrchor Lüsen haben in ihren Reihen zahlreiche Musikanten und Sänger, die seit vielen Jahren die Feiern im Dorf musikalisch umrahmen oder an Konzerten mitwirken. Anlässlich der Cäcilienfeier der Musikkapelle und des Pfarrchors wurden die verdienten Musiker vom Landeskapellmeister des Verbandes Südtiroler Musikkapellen, Sigisbert Mutschlechner, geehrt, wobei er fand, „es sei etwas Wunderbares, wenn man die Gabe des Singens und des Musizierens besitzt“. Pepi Ploner, Obmann der Musikkapelle Lüsen, bedankte sich bei allen für die Mitarbeit im abgelaufenen Jahr sowie bei den Geehrten für den langjährigen Einsatz. Das Ehrenzeichen in Gold für 40-jährige Mitgliedschaft wurde an Albin Niederkofler, Franz Fischnaller, Josef Fischnaller sowie an Obmann Josef Ploner verliehen.
Für ihre langjährige Tätigkeit im Ausschuss bekamen Christoph Zöschg und Jürgen Kaneider das Verdienstzeichen in Silber verliehen, Stefan Kaser für seine 25-jährige Mitgliedschaft. Auf rund 15 Jahre Musizieren in der Musikkapelle können hingegen Ulrike Hinteregger und Georg Fill zurückblicken. Der Pfarrchor Lüsen durfte einen besonders treuen Sänger in ihren Reihen auszeichnen: Johann Kaneider ist seit 50 Jahren Mitglied im Chor. Gewürdigt wurde ebenso Helga Töll Kaser für ihre 40-jährige Mitgliedschaft sowie Annelies Holzknecht und Josef Hinteregger für 25 Jahre Vereinstreue. Im Bild (v.l.n.r.): Georg Fill, Ulrike Hinteregger, Stefan Kaser, Albin Niederkofler, Franz Fischnaller, Josef Fischnaller, Josef Ploner, Christoph Zöschg, Jürgen Kaneider und VSM-Landeskapellmeister Sigisbert Mutschlechner. db
z War das ein Saxophon? Oder doch eine Klarinette? Und das da eine Schreibmaschine? Und wo genau ist eigentlich der Ausgang? Die ersten Minuten des Konzerts im Dunkeln verkommen unweigerlich zum ausgefuchsten Ratespiel. Ein Tasten nach der Mauer, ein beruhigender Handschlag mit dem Sitznachbarn, ein vergeblicher Blick auf die „Bühne“, so es sie denn gibt – der stockfinstere Keller ist Teil des Konzepts: Wer sich auf das Experiment „Konzert im Dunkeln“ einlässt, muss mit der Einsamkeit leben können, nachts wachzuliegen und einfach mal ins Nichts zu starren. Von Blinden in den vollkommen abgedunkelten Anreiterkeller der Gruppe Dekadenz geführt, zeigt bereits die hilflos gestolperte Suche nach einem freien Platz, wie viel kooperative Mitarbeit der Abend erfordern wird. Der Ort an sich ist dabei kaum wiederzuerkennen, gerade weil er lediglich akustisch erkundet werden muss: Verstellte Stuhlreihen, Schlauchkonstruktionen über den eigenen Köpfen, Schauspieler, die lautlos ihre Positionen ändern – jedes Detail trägt zur kalkulierten Desorientierung bei. Genaue Anhaltspunkte
sind ebenso rar wie bewusst verfälscht: Gesprochene Texte, die anfangs auf einen nachvollziehbaren Handlungsbogen schließen lassen, verlaufen sich in namentlichen Andeutungen, denen das Gedächtnis planlos folgt wie die im Dunkeln völlig nutzlosen Augen der Geräuschkulisse. Dass es die Musiker und Schauspieler (auch ohne visuelle Rückmeldung überzeugend: Peter Schorn und Eva Kuen) dabei schaffen, regelrechten Surround-Sound ohne digitale Hilfsmittel oder Verstärker zu produzieren, ist ihnen gerade in der Finsternis des Anreiterkellers hoch anzurechnen. Dass die genauen Techniken auch nach der Vorstellung im Dunkeln bleiben, ebenso. Ein guter Magier verrät nie seine Tricks. Das von Arno Dejaco und Daniel Moser initiierte „Konzert im Dunkeln“ schafft es, durch Sinnes-Reduktion und ein Sammelsurium an Geräuschen, Texten, Fragmenten, Tönen und Klängen Bilder zu erzeugen, die an Literatur und Hörspiel erinnern und den Abend gleichzeitig zu einem zutiefst individuellen und einigermaßen erschöpfenden Erlebnis machen. Berieseln unmöglich. ar 31
Weiterbildung
Kunst & Kultur
Weiterbildung an der VHS Brixen Beruf
Der selbstbewusste und wertschätzende Umgang mit Gästen Di. 04.02. | 14.00-17.00 Uhr | 1 Treffen Matura: Zeit für die Facharbeit! Sa. 08.02., Sa. 08.03., Sa. 05.04. und Sa. 10.05. | 09.00-13.00 Uhr | 4 Treffen
EDV & Multimedia
Grundkurs EDV Brixen, Sozialw. Gymn. Josef Gasser, Ignaz-Mader-Straße 3 Mi. 12.02. | 19.00-21.15 Uhr | 5 Treffen | jeweils Mi. und Mo.
Tanzen ab der Lebensmitte Brixen, Jakob-Steiner-Haus, Milland, Vintlerweg 34 Mi. 22.01. | 09.30-10.45 Uhr | 12 Treffen | jeweils Mi.
Hobby & Freizeit
Gitarrenkurs für Erwachsene Termin 1: Do. 23.01. | AFG: 19.30 - 20.30 Uhr | LFG: 18.30 - 19.30 Uhr | 10 Treffen à 1 h | jeweils Do. Brixen, Sozialw. Gymn. Josef Gasser, Ignaz-Mader-Straße 3 Termin 2: Mi. 12.02. | 09.00 - 11.00 Uhr | 10 Treffen à 1 h | jeweils Mi. Brixen, VHS Zweigstelle, Peter-Mayr-Straße 9 Vollwertig essen - leicht gemacht Brixen, Freie Waldorfschule, Brennerstraße 32 Fr. 24.01. | 18.00-22.00 Uhr | 1 Treffen
Gesundheit & Bewegung
Wie können Krankheiten entstehen und was sagen sie uns? Fr. 24.01. | 14.00-17.30 Uhr | 1 Treffen
Sprachen
Meditation und Selbsttherapie Mi. 08.01. | 19.30-21.00 Uhr | 6 Treffen | jeweils Mi. Qigong - Uralte Übungen für neue Frische Do. 13.02. | 18.00-19.15 Uhr | 8 Treffen | jeweils Do. Rückbildungsgymnastik am Vormittag Mi. 05.02. | 10.00-11.00 Uhr | 6 Treffen | jeweils Mi. Luna Yoga® für Frauen - Aufbruch Sa. 01.02. | 09.30-13.00 Uhr | 1 Treffen Yoga für AnfängerInnen und Leichtfortgeschrittene Do. 06.02. | 19.30-21.30 Uhr | 6 Treffen | jeweils Do. Wirbelsäulengymnastik Brixen, GS Tschurtschenthaler, Fischzuchtweg 3/B Mi. 29.01. | 18.30-19.30 Uhr | 10 Treffen | jeweils Mi. Pilates für AnfängerInnen Mi. 12.02. | 18.00-19.00 Uhr | 8 Treffen | jeweils Mi. Pilates für Fortgeschrittene Brixen, Jakob-Steiner-Haus, Milland, Vintlerweg 34 Do. 23.01. | 09.00-10.00 Uhr | 5 Treffen | jeweils Do. Zumba® Fitness - Schnupperworkshop Brixen, GS Tschurtschenthaler, Fischzuchtweg 3/B Mi. 15.01. | 19.30-20.30 Uhr | 1 Treffen Zumba® Fitness Brixen, GS Tschurtschenthaler, Fischzuchtweg 3/B, Termin 1: Mo. 27.01. | 18.30-19.30 Uhr | 10 Treffen Termin 2: Mo. 27.01. | 19.30-20.30 Uhr | 10 Treffen Termin 3: Mi. 29.01. | 19.30-20.30 Uhr | 10 Treffen Fit in den Frühling Brixen, Vinzentinum, Brennerstraße 37 Do. 16.01. | 18.30-19.30 Uhr | 5 Treffen | jeweils Do.
Sprachentreff Brixen, Hotel Goldener Adler, Adlerbrückengasse 9, Pruckersalon Fr. 10.01. | 18.00 - 20.00 Uhr Deutsch A1.1 - ohne Vorkenntnisse Brixen, LBS Tschuggmall, Fischzuchtweg 18 Di. 28.01. | 18.00-19.30 Uhr | 20 Treffen | jeweils Di. und Do. Deutsch A1.2 - geringe Vorkenntnisse Mo. 27.01. | 18.00-19.30 Uhr | 20 Treffen | jeweils Mo. und Do. Deutsch Konversation und Grammatik Di. 28.01. | 19.30-21.00 Uhr | 10 Treffen | jeweils Di. Deutsch im Beruf Di. 28.01. | 18.00-19.30 Uhr | 10 Treffen | jeweils Di. Deutsch für die Zweisprachigkeitsprüfung Laufbahn A und B Mo. 27.01. | 19.30-21.00 Uhr | 15 Treffen | jeweils Mo. und Do. Italiano A1.1 - ohne Vorkenntnisse Wochenend-Intensivkurs Fr. 10.01. und 17.01., 18.00 - 21.00 Uhr | Sa. 11.01. und 18.01., 09.00 - 13.30 Uhr | 4 Treffen Italiano A1.2 - geringe Vorkenntnisse Mo. 20.01. | 18.00-19.30 Uhr | 22 Treffen | jeweils Mo. und Mi.
Italienisch für die Zweisprachigkeitsprüfung Laufbahn A und B Mo. 27.01. | 19.30-21.00 Uhr | 12 Treffen | jeweils Mo. und Mi. Français A1.1 - ohne Vorkenntnisse Di. 28.01. | 18.00-19.30 Uhr | 10 Treffen | jeweils Di. Français A2.1 Di. 28.01. | 19.30-21.00 Uhr | 10 Treffen | jeweils Di. Español A1.3 - leichte Vorkenntnisse Do. 23.01. | 18.00-19.30 Uhr | 10 Treffen | jeweils Do. English A1.1 - ohne Vorkenntnisse Termin 1: Fr. 24.01. | 10.00-11.30 Uhr | 10 Treffen | jeweils Fr. Termin 2: Mi. 29.01. | 19.30-21.00 Uhr | 10 Treffen | jeweils Mi. English A1.2 - geringe Vorkenntnisse Do. 13.02. | 19.45-21.15 Uhr | 12 Treffen | jeweils Do. English Conversation Class Do. 13.02. | 18.00-19.30 Uhr | 12 Treffen | jeweils Do. Englisch fürs Büro Di. 21.01. | 18.00-20.00 Uhr | 6 Treffen | jeweils Di. und Do. Russkij A1.1 - ohne Vorkenntnisse Do. 23.01. | 18.00-19.30 Uhr | 10 Treffen | jeweils Do. Gebärdensprache für AnfängerInnen Do. 30.01. | 19.30-21.30 Uhr | 8 Treffen | jeweils Do. Weitere Sprachkurse finden ab Mitte Jänner statt. Wir beraten Sie gerne! Unsere neue Broschüre für das Frühjahrssemester ist ab sofort erhältlich. Für alle Veranstaltungen und Kurse ist eine Anmeldung erforderlich. Alle Kurse finden, wenn nicht anders angegeben in Brixen, Peter-Mayr-Straße 9 statt. Informationen erhalten Sie in unserem Büro oder durch eine E-Mail an brixen@vhs.it. Weiters können Sie das gesamte Kursprogramm im Internet unter www.vhs.it einsehen. Unsere Öffnungszeiten: Mo-Do 9-13 und 14-17; Fr 9-13 Uhr
Italiano A2.3 Brixen, LBS Tschuggmall, Fischzuchtweg 18 Mo. 27.01. | 19.45-21.15 Uhr | 10 Treffen | jeweils Mo. und Mi. Italienisch im Beruf Mi. 29.01. | 18.00-19.30 Uhr | 10 Treffen | jeweils Mi. Conversazione e grammatica italiana Mo. 27.01. | 19.30-21.00 Uhr | 10 Treffen | jeweils Mo.
Verband der Volkshochschulen Südtirols, Zweigstelle Brixen, Peter-Mayr-Straße 9 Tel. 0472 836 424, Fax 0472 971 140, brixen@vhs.it 32
timer
Jänner GRUPPE DEKADENZ
Kellerkultur Jazz aus Tirol, playmobile Verschuldungsshow, Roadmovie und Musikkabarett: Die Gruppe Dekadenz startet rasant vielfältig ins neue Jahr. en, Peter Schorn, Christina Khuen und jede Menge Playmobilfiguren (im Bild).
Roadmovie über die Familie.
z Einheimischer Jazz gibt den Startschuss, und zwar das WTHTrio mit den Nord- und Südtiroler Musikern Christian Wegscheider (Klavier), Klaus Telfser (Kontrabass) und Peter Paul Hofmann (Schlagzeug). Sie präsentieren ihre erste CD „Made in Austria“ am 16. Jänner. Musikalisch geht´s dann auch gleich weiter, und zwar mit dem Musikkabarett „Zusatzkonzert“ des deutschen Kabarettisten Michael Krebs. Dieser gehört zur ersten Liga der Kabarett- und Comedyszene, ist vielfach ausgezeichnet und als Schwabe „brudaal lustig“. Zwischen seiner Teilnahme am 3sat-Festival und dem gro-
ßen deutschen Kleinkunstfestival kommt er am 17. und 18. Jänner zu Besuch in die Dekadenz: Am Klavier und an der Rockgitarre singt er dann unverschämt charmant über Netzwerkjunkies und Apple-holiker.
Draußen tobt die Dunkelziffer.
Die FABRIK AZZURRO aus Meran mit dem künstlerischen Leiter Torsten Schilling – er inszenierte letzthin den „Club der Enttäuschten“ in der Dekadenz – ist hingegen ein Garant für außergewöhnliche Kulturprojekte. Mit ihrer neuesten Produktion „Draußen tobt die Dunkelziffer“ zeigt die Gruppe ein
Konzert Enrico Pompili Klavier Amarida Quartett W. A. Mozart: Konzert für Klavier & Streicher in A-Dur KV 414 Ludwig Thuille: Streichquartett in G-Dur Caesar Franck: Quintett für Klavier & Streicher in f-Moll op. 14 Enrico Pompili wurde in Bozen geboren, erste Preise beim Wettbewerb „Opera Prima – Philips“ in Mailand und beim 12. Int. Wettbewerb „Paloma O’Shea“ in Santander. Zusammenarbeit mit renom-
musikalisch-filmisches Erzähltheater, ein vergnügliches Spiel über unser aller Vorhaben, das rettende Ufer zu erreichen: Kreditunfälle, Schuldenfallen, Betrug und Selbstbetrug im modernen „Löcherstopfsystem“ werden aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt, musiziert, gespielt und augenzwinkernd mittels Playmobil-Landschaften in Szene gesetzt sowie durch Miniaturkameras cinematografisch live fokussiert. Die playmobile Verschuldungsshow nach einem Text von Kathrin Röggla und unter der Regie von Torsten Schilling ist am 23., 24. und 25. Jänner in der Dekadenz zu sehen – mit Eva Ku-
mierten Orchestern: Royal Philarmonic Orchestra London, Orpheus Chamber Orchestra New York, Spanisches Nationalorchester, Philharmonisches Orchester Turin. Das Amarida Ensemble hat seinen Namen von einem zauberhaften Wald der ladinischen Sagenwelt. Der RAI Sender Bozen hat zahlreiche Konzerte für Rundfunk und Fernsehen aufgezeichnet. CDs mit Serenaden Südtiroler Komponisten und den beiden Klavierquintetten von Ludwig Thuille wurden eingespielt.
Einen Ausflug in das größte soziale Geheimnis unserer Gesellschaft, der Familie, unternimmt im Anschluss das österreichische Kabarettduo BlöZinger. Beim Begräbnis des Vaters Erich treffen elf Familienmitglieder aufeinander – alle dargestellt von den beiden Kabarettisten Blöchl und Penzinger – und damit geht es rasant zur Sache. Die Absurditäten des Familienlebens werden humorvoll auf die Bühne gebracht, und das Publikum kommt sicher zur beruhigenden Einsicht, dass die eigene Familie nicht unnormaler ist als andere. Zu sehen ist das Roadmovie am 31. Jänner und 1. Februar. Das gesamte Programm der Gruppe Dekadenz bis Ende März kann auf www.dekadenz.it heruntergeladen werden.
» ab 16. Jänner
Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller
www.dekadenz.it
» Donnerstag, 30. Jänner, 20 Uhr Forum Brixen, Saal Prihsna
Platzvormerkung und Kartenvorverkauf: Forum Brixen, Mo-Fr 9-12 und 14 bis 17 Uhr, www.forum-brixen.com, Tel. 0472 275588 Ermäßigung für Mitglieder, Jugendliche, Studenten, Senioren, Familienpass, Kulturpass
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Veranstaltungen
Der geteilte Himmel z Christa Wolfs Erzählung „Der geteilte Himmel“ entstand 1963, zwei Jahre nach dem Bau der Berliner Mauer. Noch heute gilt der Text als DAS Buch über die Teilung Deutschlands. Regisseur Tilmann Köhler hat die Erzählung zusammen mit Felicitas Zürcher für die Bühne angepasst und am Schauspielhaus Dresden inszeniert. Das Südtiroler Kulturinstitut hat die bewegende Inszenierung nach Brixen eingeladen. Erzählt wird vom Herbst 1961 in der DDR. Rita Seidel erwacht in einem Sanatorium. Langsam fällt ihr alles wieder ein: Der Unfall, das Waggonbau-Werk, in dem sie während der Sommerferien gearbeitet hat, die Brigade, das Lehrerseminar und vor allem Manfred. Manfred ist weggegangen. Der promovierte Chemiker konnte die Zurücksetzungen durch Parteifunktionäre, Vetternwirtschaft im System und Behinderung seiner Forschung nicht länger akzeptieren und kehr-
te von einem Kongress in WestBerlin nicht in die DDR zurück. „Ich gebe dir Nachricht, wann du kommen sollst. Ich lebe nur für den Tag, da du wieder bei mir bist“, schreibt er Rita. Doch für Rita stellt sich die Frage anders.
» Mittwoch, 29. Jänner 2014, 20 Uhr Forum Brixen
Karten bei Athesia-Ticket und online www.kulturinstitut.org Informationen: Tel. 0471-313800 Die Veranstaltung wird von der Südtiroler Landesregierung, Abteilung deutsche Kultur, und von der Initiative Wirtschaft & Kultur unterstützt.
Afrika ist Bongo Bongo
Aktiv gegen Krebs
Die Salbei-Bühne Albeins spielt zum fünfjährigen Bühnenjubiläum die Komödie „Afrika ist Bongo Bongo“ von Erich Koch.
Buchpräsentation „Aktiv gegen Krebs – Mit Bewegung und Heimtraining Geist und Körper stärken“
Als Kurts reiche Tante Laura unverhofft aus Afrika zurückkehrt, kommt Kurt in große Bedrängnis. Er hat seiner Tante nämlich nicht nur für unzählige erfundene Operationen Geld abgeschwindelt, sondern auch seine Frau sterben lassen, seine Töchter Gabi und Biggi verheiratet und die unmittelbare Geburt deren Kinder angekündigt. Sein Versuch, das Geld auf der Rennbahn zu vermehren, schlug leider fehl. Um die fällige Hypothek zurückzahlen zu können, ist er auf die Prämie angewiesen, die Tante Laura für seine Enkelkinder ausgesetzt hat. Als Laura ankündigt, bis zur Geburt der Kinder zu bleiben, kann Kurt sein Pech nicht fassen. Kurt sieht ein, dass er seiner Frau und seinen Töchtern die Misere beichten muss. Regie: Heidi Saxl Wachtler
Dass Sport ein Gesundheitsrezept ist, wissen wir alle. Aber dass Sport wie ein Medikament wirkt, und zwar besonders gegen Krebs, das weiß man erst seit kurzer Zeit. Wie wirkt sich körperliche Aktivität auf Krebszellen aus? Wie viel ist zu viel und was ist angemessen? Wie schlägt man mit Sport gleich drei „kranke“ Fliegen mit einer Klappe? Was gewinnen Krebspatienten und „noch“ Gesunde durch Sport? Wie kommt man am besten vom Krankenbett auf die Kraftbank?
» Fr, 31.01., 20 Uhr (Premiere)
So, 02.02., 17 Uhr Mi, 05.02., 20 Uhr Fr, 07.02., 20 Uhr Sa, 08.02., 20 Uhr So, 09.02., 17 Uhr ev. Zusatzaufführung: Mi, 12.02., 20 Uhr Saal der Dorfgemeinschaft, Albeins
Eintritt: 8 € Erwachsene, 4 € Kinder bis 14 Jahre Platzreservierung: Tel, 333 569 2618, 14-19 Uhr
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Die Antwort auf diese und viele andere Fragen bekommen ckt – und zwar in Form des Buches „Aktiv gegen Krebs – Mit Bewegung und Heimtraining Geist und Körper stärken“ von Valentina Vecellio und Primar Dr. Herbert Heidegger.
» Dienstag, 21. Jänner, 17.30 Uhr Ort: Raiffeisenlounge, Brixen, Großer Graben 12 Grußworte: Dr.in Valentina Vecellio MCs, Autorin, Dr. Herbert Heidegger, Primar der Gynäkologie im Krankenhaus Meran, Renate Daporta Jöchler, Präsidentin der Südtiroler Krebshilfe, und Astrid Fleischmann, Verlagshaus Athesia
Fotos: David Baltzer
THEATER
NEUJAHRSKONZERT
Mit Schwung ins neue Jahr z Der Kulturverein Musik lädt in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Brixen wiederum ein, das neue Jahr heiter und beschwingt zu begrüßen. Ausgewählte Musiker aus Südtirol treten beim Neujahrskonzert 2014 zum zweiten Mal als Salonorchester Südtirol auf. Sie präsentieren unvergessliche Melodien der Strauß-Familie, von Carl Michael Ziehrer, Karl Komzák, Giuseppe Verdi, Richard Wagner und Rudolf Achleitner. Mit dabei ist die Sopranistin Priska Malsiner, die ihre musikalische Ausbildung an der Universität Mozarteum in Salzburg erhielt und Meisterkurse bei Krisztina Laki, Kurt Widmer, Maria Venuti und Robert Holl absolvierte. Der Primgeiger der Wiener Philharmoniker, Martin Zalodek, gestaltet das Konzert ebenso mit: Er leitet in traditioneller Manier als Stehgeiger die Aufführung, wobei er auf einer Violine von Iofredo Kappa aus dem Jahr 1695 spielen wird. Martin Zalodek ist
als Konzertmeister in verschiedenen Kammer¬orchestern tätig, pflegt mit Vorliebe die Musik der Strauß/Lanner-Dynastie und tritt bei Festivals in Europa, Asien und den USA auf. Als Moderator wird Karl T. Kogler gekonnt Anekdoten und Hintergründe präsentieren. Als Archivar in der Wiener Volksoper, Mitglied des Wiener Opernballorchesters und der Wiener Strauß-Capelle ist er dazu prädestiniert; noch da-
zu hat er das Notenarchiv des Meraner Kurorchesters aufgearbeitet. Nach dem Konzert laden der Kulturverein Brixen Musik und die Gemeinde Brixen zum Neujahrsumtrunk.
» So, 5. Jänner, 17 Uhr Forum Brixen
Kartenvorverkauf: Tel. 0472 275588 (9-12 Uhr; 14-17 Uhr), www.forum-brixen.com
Gruppe Dekadenz Jazz WTH Trio
Roadmovie Erich
Drei (Süd)Tiroler Jazzer Christian Wegscheider, Klaus Telfser und Peter Paul Hofmann: Made in Austria – ergreifender, exklusiver Tirol-Jazz
Ein kurzer Ausflug des österreichischen Kabarettduos BlöZinger in das größte soziale Geheimnis unserer Gesellschaft: das familiäre Nest, mit schrägen Vögeln. Oder ist Ihre Familie normal?
» Do, 16. Jänner
» Fr 31. Jänner & Sa 01. Februar Musikkabarett Zusatzkonzert
Der preisgekrönte Kabarettist Michael Krebs beweist, dass Comedy intelligent und Kabarett dreckig sein. Ob am Klavier oder mit Gitarre - er singt über alles, was nicht stimmt in dieser Welt.
» Fr 17. und Sa 18. Jänner Theater Draußen tobt die Dunkelziffer
Eine playmobile Verschuldungsshow, ein vergnügliches Spiel über unser aller Vorhaben, das rettende Ufer zu erreichen. Erzählt, musiziert, gespielt und augenzwinkernd mittels Playmobil-Landschaften in Szene gesetzt sowie durch Miniaturkameras cinematografisch live fokussiert. Mit Eva Kuen, Peter Schorn und Christina Khuen; Regie: Torsten Schilling
» Do 23., Fr 24. und Sa 25. Jänner
Obere Schutzengelgasse 3a – Brixen/Stufels www.dekadenz.it Kartenreservierung: karten@dekadenz.it; Tel. 0472 836 393 (Di – Fr 17-19 Uhr, Sa ab 18 Uhr) Achtung: Sitzplätze frei zu wählen – keine Platzreservierung
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Freitag, 3. Jänner
Veranstaltungen
Diverses 18-23 Uhr
Friday Night Fever Uphill day für Tourengeher und Rodelspaß, Skishow an der Bergstation Kreuztal um 20.30 Uhr Plose
Musik
Neujahrskonzert mit dem Salonorchester Südtirol, Petra Malsiner (Sopran), Martin Zalodek (Stehgeiger und Leitung), Karl T. Kogler (Moderation) Forum Brixen
Freitag, 10. Jänner
Freitag, 17. Jänner
Diverses 18-23 Uhr
Diverses 18-23 Uhr
Samstag, 11. Jänner
Musikkabarett 20:30 Uhr
Friday Night Fever Uphill day für Tourengeher und Rodelspaß, Skishow an der Bergstation Kreuztal um 20.30 Uhr Plose
Diverses 20 Uhr
Bauernball 2014 Organisiert vom Südtiroler Bauernbund, mit Vollbluet und DJ Andy Forum Brixen
Friday Night Fever Uphill day für Tourengeher und Rodelspaß, Skishow an der Bergstation Kreuztal um 20.30 Uhr Plose Zusatzkonzert Der preisgekrönte Kabarettist Michael Krebs beweist, dass Comedy intelligent und Kabarett dreckig sein. Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller
Mittwoch, 15. Jänner
Musik 19.30 Uhr
Singerei – sing dich frei! Offener Singabend mit Heidi Clementi Jugendhaus Kassianeum
Samstag, 4. Jänner
Musik 18 Uhr
Brixner Orgelmeditation Dom Sonntag, 5. Jänner
Diverses 19.30 Uhr
In den Schlaf erzählt – Von Geschichten geweckt Erzählrauhnacht mit Märchen und Musik mit den Erzählerinnen Margarete Wenzel und Leni Leitgeb und dem Musiker Hermann Kühebacher, bis Montagfrüh Jugendhaus Kassianeum
Weiterbildung
Montag, 6. Jänner
Ballett 20:30 Uhr
Schwanensee mit dem russischen Nationalballett Forum Brixen Donnerstag, 9. Jänner
Donnerstag, 16. Jänner
Jazz 20:30 Uhr
WTH Trio Drei (Süd)Tiroler Jazzer Christian Wegscheider, Klaus Telfser und Peter Paul Hofmann Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller
Theater 20:30 Uhr
Musical 20:30 Uhr
Musical Non Stop mit Südtiroler Musical-Darsteller und der „Live-Band“ Forum Brixen
Miseria e nobiltá Aufführung des Teatro Stabile di Bolzano Forum Brixen
KVW Bildung Brixen
Qualifizierung / Beruf Systemische Kommunikation – Lehrgang zum NLP-Practitioner 9. Auflage, Fr. 14.03.2014 – Sa. 07.05.2015 NLP der dritten Generation. Systemisch denken, wirkungsvoll sprechen, nachhaltig entwickeln. Die Ausbildung erfolgt nach den Richtlinien der INLPTA mit dem international anerkannten NLP-Practitioner Zertifikat. Informationsveranstaltung: Di. 11.02.2014, 19.30 Uhr – 21.00 Uhr Scharfen Worten gelassener begegnen Sa. 08.02., 9.00 Uhr – 17.00 Uhr mit Julia Strauhal (A) Der gekonnte Einsatz der Körpersprache im Berufsalltag Mo. 24.02., 9.00 Uhr – 17.00 Uhr mit Luise Vieider
EDV 50 + EDV mit viel Spaß und ohne Stress: Grundkurs Ab Sa. 08.02., 6 Treffen, jew. Sa., 9.00 Uhr – 11.00 Uhr mit Markus Egger 10-Finger-Tippsystem in 6 Stunden Ab Di. 19.02., 4 Treffen, jew. Di. und Do., 19.30 Uhr – 21.00 Uhr mit Markus Egger
Sprachen A2.1 Deutsch für Leichtfortgeschrittene Ab Di. 07.01., 10 Treffen, jew. Di. und Do., 19.30 Uhr – 21.10 Uhr mit Andreas Neuwirth
A2.3 Italienisch Ab Di. 11.02., 20 Treffen, jew. Di. und Do., 19.30 Uhr – 21.10 Uhr mit Beatrice Boattini
Autobiografisches Schreiben Ab Fr. 24.01., 4 Treffen, jew. Fr. 14.00 Uhr – 17.00 Uhr mit Michaela Falkensteiner
Italienisch für den Verkauf Ab Mo. 03.02., 12 Treffen, jew. Mo. und Mi., 19.30 Uhr – 21.30 Uhr
Richtig schminken leicht gemacht Do. 16.01., 18.00 Uhr – 22.00 Uhr mit Karin Dejaco
Konversationskurs Italienisch (ab B1) Ab Di. 18.02.,15 Treffen, jew. Di., 19.30 Uhr – 21.10 Uhr mit Maria Christina Toss
Aktiv gegen die Frühjahrsmüdigkeit Di. 28.01., 19.30 Uhr – 22.00 Uhr mit Monika Engl
A1.1+ Spanisch für AnfängerInnen Ab Di. 04.02., 10 Treffen, jew. Di. und Do., 19.30 Uhr – 21.10 Uhr mit Abril Cristina Sanchez Castillo A1.1 English Beginner Ab Mo. 03.02., 20 Treffen, jew. Mo. und Mi., 19.30 Uhr – 21.10 Uhr mit Deborah Burger Englisch für den Verkauf Ab Mi. 12.02., 12 Treffen, jew. Mi. 13.30 Uhr – 14.30 Uhr, mit Leanne Elizabeth Stam
Mensch Gesellschaft Podiumsdiskussion: Soziales heute: Finanzierung sichern – gerecht verteilen – gemeinsam profitieren Am Mi. 12.02., 19.30 Uhr – 21.30 Uhr, Vortragssaal Cusanus Akademie mit Albert Pürgstaller, Leo Tiefenthaler, Werner Steiner, Stefan Perini, Karl Florian
Gesundheit Wohlbefinden
Massage für zu Hause – Grundkurs Ab Do. 23.01., 3 Treffen, jew. Do. 19.30 Uhr – 21.30 Uhr mit Monika Engl Body Forming / Body Tone Ab Di. 14.01.bzw. Do. 16.01., 10 Treffen, jew. Di., 18.30 Uhr – 19.30 Uhr mit Petra Kaneider Pilates Grundstufe Ab Fr. 31.01., 8 Treffen, jew. Fr., 18.00 Uhr – 19.00 Uhr mit Rosmarie Bacher Kurse in Kooperation mit Shiatsu-Yoga Vahrn: Yoga und Do In: Atem – Stretching – Beckenboden Infos und Anmeldung: Sieghard Gostner, 334 9788945 Bewegung zum Wohlfühlen (KVW Senioren) Ab Mo. 27.01., 10 Treffen, jew. Mo. 9.00 Uhr – 10.00 Uhr mit Carmen Kostner
» Infos & Vormerkung: KVW Bildung Brixen, Hofgasse 2, Tel. 0472 207 978, bildung.brixen@kvw.org 36
Samstag, 18. Jänner
Donnerstag, 23. Jänner
Musikkabarett 20:30 Uhr
Theater 20:30 Uhr
Zusatzkonzert Der preisgekrönte Kabarettist Michael Krebs beweist, dass Comedy intelligent und Kabarett dreckig sein. Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller
Draußen tobt die Dunkelziffer Eine playmobile Verschuldungsshow mit Eva Kuen, Peter Schorn und Christina Khuen; Regie: Torsten Schilling Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller
Theater 20:30 Uhr
Draußen tobt die Dunkelziffer Eine playmobile Verschuldungsshow mit Eva Kuen, Peter Schorn und Christina Khuen; Regie: Torsten Schilling Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller
Donnerstag, 30. Jänner
Musik 20 Uhr
Amarida Quartett R. Schumann: Klavierquintett c-Moll op. 76; A. Dvorak: Klavierquintett in A-Dur op. 81 Forum Brixen
Dienstag, 21. Jänner
Buchpräsentation 17:30 Uhr
„Aktiv gegen Krebs “ Sport und Krebserkrankung: Buchvorstellung durch Valentina Vecellio und Primar Herbert Heidegger Raiffeisenlounge, Brixen
Samstag, 25. Jänner
Theater 20:30 Uhr Freitag, 24. Jänner
Vortrag
19.30 Uhr
Räuchern und Rituale für Haus und Wohnung mit Marlis Bader aus Bayern, Buchautorin und Kräuterfachfrau Jugendhaus Kassianeum
Diverses 18-23 Uhr
Friday Night Fever Uphill day für Tourengeher und Rodelspaß, Skishow an der Bergstation Kreuztal um 20.30 Uhr Plose
Draußen tobt die Dunkelziffer Eine playmobile Verschuldungsshow mit Eva Kuen, Peter Schorn und Christina Khuen; Regie: Torsten Schilling Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller Mittwoch, 29. Jänner
Theater 20 Uhr
Der geteilte Himmel nach der Erzählung von Christa Wolf – Gastspiel des Staatsschauspiels Dresden Forum Brixen
Ausstellungen
» Dienstag, 21. Jänner 2014 Dienstag, 28. Jänner 2014
jeweils zu den Büroöffnungszeiten von 8-13 Uhr und von 14-16 Uhr, am Sitz der Freien Waldorfschule und Kindergarten.
Freie Waldorfschule und Kindergarten Brixen Brennerstraße 32, Brixen Tel. 0472 832344 www.waldorfbrixen.it waldorfbrixen@hotmail.com
Afrika ist Bongo Bongo Komödie, aufgeführt von der SalbeiBühne Albeins Saal der Dorfgemeinschaft Albeins
Roadmovie 20:30 Uhr
Einschreibungen
Für das Schuljahr 2014/15 können die Einschreibungen für den Kindergarten, Grund- und Mittelschule der Freien Waldorfschule Brixen an folgenden Terminen vorgenommen werden:
Freitag, 31. Jänner
Theater 20 Uhr
Diözesanmuseum Hofburg bis 6. Jänner Krippen in der Brixner Hofburg und Ausstellung „Martin Rainer. Tonkrippen“ 30. November 2013 bis 6. Jänner 2014 Mo–So, 10–17 Uhr; 24./25. Dezember geschlossen StadtGalerie Brixen 03. - 30.01. „Collection“. Eine Sammlung von Werken bildender Kunst, u.a. von De Chirico, Guttuso, Dalì, Schifano, Viviani, Plattner, Depero, Valier, Vallazza, Nitsch… Di – Sa, 10-12 Uhr, 17-19 Uhr Pharmaziemuseum Brixen bis Mai 2014 Sonderausstellung „Heilige und Heilung“ Di & Mi 14 – 18 Uhr, SA von 11 – 16 Uhr.; in der Adventszeit auch sonntags von 11-16 Uhr
Erich Ein kurzer Ausflug des österreichischen Kabarettduos BlöZinger in das größte soziale Geheimnis unserer Gesellschaft: das familiäre Nest. Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller
Märkte Monatsmarkt: Montag, 13. Jänner, 8.30-14 Uhr Schwesternau, Goethestraße Benefizflohmarkt Samstag, 4. Jänner, 9-12 Uhr, 14-18 Uhr Alter Kindergarten Vahrn Bauernmarkt: samstags, 8-13 Uhr, Hartmannsplatz Wochenmarkt: montags, 8-13 Uhr, Brennerstraße 37
Freizeit & Sport
ASV SCHWIMMCLUB BRIXEN
Für Schwimmer und Triathleten
Der ASV Schwimmclub Brixen widmet sich nicht nur den vorwiegend jungen Schwimmern, sondern avancierte in den fast zehn Jahren seines Bestehens auch zur sportlichen Plattform für Triathleten.
S
eit knapp zehn Jahren gibt es in Brixen zwei Vereine, die sich dem Schwimmsport verschrieben haben: seit 1956 die Sektion Schwimmen des ASSV Amateursportvereins Brixen und seit August 2004 den ASV Schwimmclub Brixen. Nach einigem „Fremdeln“ in den ersten Jahren hat man sich nun
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angenähert, besetzt in der Acquarena zwei Büros Tür an Tür und hat unterschiedliche Schwerpunkte in der Vereinstätigkeit entwickelt. Diese liegen beim ASV Schwimmclub Brixen im Kinder- und Jugendbereich; seit 2006 vereint er auch Schwimmen und Triathlon als gleichwertige Sektionen.
Wertschätzung, Anerkennung und Respekt. Athleten, Trainer,
Eltern und Schwimmlehrer arbeiteten viele Monate lang an einem aussagekräftigen Leitbild für den Verein, der heute rund 650 Mitglieder umfasst. Es trägt den Titel „Aus Freude am Sport – ein Leben lang“, und darin sind die Ideen, Erwartungen, Ansprüche und
Voraussetzungen des Schwimmclubs Brixens definiert. Natürlich spielen die sportlichen Ziele, also die Verbesserung der Kondition und Koordination sowie sportartspezifischen Techniken, eine bedeutende Rolle. Daneben hat aber auch die persönliche und soziale Entwicklung der jungen Menschen, wie das Erlernen von
AUS FREUDE AM SPORT: Der Schwimmclub Brixen hat sich nicht nur sportliche Ziele gesetzt, sondern möchte auch die persönliche und soziale Entwicklung junger Menschen fördern
–––––––– Foto: Oskar Zingerle
Teamgeist, Disziplin, Rücksicht, Fairness und Eigenverantwortung, einen hohen Stellenwert. Großen Wert legt der Vorstand des Schwimmclubs Brixen mit Präsident Bruno Felderer auf technisch und pädagogisch gut ausgebildete Übungsleiter und Trainer, die einen regelmäßigen Kurs- und Trainingsbetrieb in den Disziplinen Schwimmen, Laufen und Radfahren garantieren sowie Wettkämpfe und Veranstaltungen organisieren. So wird derzeit bereits an den ersten Vorbereitungen für das Vereinsfest anlässlich des zehnjährigen Bestehens im
Einnahmen von Kurstätigkeiten und sorgen für eine zielorientierte Verteilung der Ressourcen. Im Vordergrund steht eine gesunde Finanzlage und die Sicherung langfristiger Einnahmen.“
Training für Triathleten. Für alle
Triathleten ist Manuela Ianesi, Sportlehrerin am Realgymnasium und Cheftrainerin des Clubs, das Vorbild schlechthin: Als Triathlon in Südtirol und Italien noch in den Kinderschuhen steckte, war sie schon dabei und bestritt unzählige Wettkämpfe im In- und Ausland. Am erfolgreichsten und am häu-
Vay verpflichtet. Beim Laufen, der dritten Sportart des Triathlons, gibt es hingegen eine enge Zusammenarbeit mit der Leichtathletikgemeinschaft Eisacktal. An den diesjährigen ItalienMeisterschaften der allgemeinen Klasse auf der Sprintdistanz nahmen zwei Athleten und drei Athletinnen des Schwimmclubs Brixen teil. Und sie waren ungemein erfolgreich, allen voran Lisa Schanung. Auch der fünfte Platz der gemischten Staffel, einer der jüngsten des gesamten Teilnehmerfeldes, war durchaus bemerkenswert. Zwar stehen für
Von Kaulquappen und Pinguinen. Ein weiteres Tätigkeitsfeld
des Schwimmclubs Brixens ist die Abhaltung von Schwimmkursen für Menschen jeglichen Alters. Die Koordination und Leitung liegt in den Händen von Manuela und Daniela Ianesi. Die beiden ausgebildeten Sportlehrerinnen und staatlich geprüften Schwimmtrainerinnen weisen eine langjährige Erfahrung im Schwimmunterricht von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen auf. Neben den Kursen fürs Babyschwimmen bietet der Schwimmclub für
„Wir legen Wert darauf, dass unsere Kurse ausschließlich von geprüften Schwimmlehrern und ausgebildeten Sportlehrern abgehalten werden“ _ Bruno Felderer, Präsident des ASV Schwimmclub Brixen Sommer 2014 getüftelt. „Wichtig ist uns als Verein auch die wirtschaftliche Stabilität“, betont Bruno Felderer, „wir finanzieren uns über Mitgliedsbeiträge, öffentliche Beiträge, Sponsorengelder und
figsten nahm sie am KaltererseeTriathlon teil. Während Manuela Ianesi die Übungseinheiten des Schwimmens leitet, wurde fürs Mountainbiken der ausgebildete Mountainbike-Lehrer Mauro
die Triathleten in den nächsten Wochen keine Wettkämpfe an, doch sind sie nach einer kurzen Pause schon wieder fleißig beim Trainieren in der Schwimmhalle und im Fitnessraum.
Kinder der Jahrgänge 1999 bis 2006 und jünger Jahreskurse an. Und für diese Gruppen, die sich zweimal wöchentlich treffen, hat man sich herrliche Namen ausgedacht: Da gibt es Kaulquappen, 39
Freizeit & Sport
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Foto: Oskar Zingerle
Frösche, Krebse, Tintenfische und Pinguine. Nicht weniger originell sind die Bezeichnungen der Wettkampfgruppen: Neben den Goldfischen tummeln sich auch Seehunde, Kois und Delfine bis zu sechsmal wöchentlich im 27 Grad warmen Wasser der Acquarena. Für Erwachsene steht hingegen Fitnessschwimmen auf dem Programm. Pünktlich zum Jahresende legt Daniela Janesi, die die Schwimmschule leitet, den Tätigkeitsbericht der Saison vor. Mit Stolz wird darin auf die Einberufung dreier Triathleten – neben Lisa Schanung sind es Verena Steinhauser und Gianluca Purzer – zu Trainingslagern der italienischen Nationalmannschaft verwiesen sowie auf erfolgreiche Teilnahmen an nationalen und internationalen Wettkämpfen in Tschechien, Spanien und in der Schweiz. Nach fünf Wettkämpfen im Dezember gibt es bereits im Jänner und Februar 2014 fünf weitere Schwimmbewerbe zu bestreiten. Die Austragungsorte liegen in Brixen selbst, in Bozen, Meran oder Trient, aber auch im Ausland will man sich mit Gleichaltrigen messen. So
Ein Schwerpunkt in der Arbeit des Schwimmclubs liegt im Kinder- und Jugendbereich
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beteiligten sich Anfang Dezember über dreißig Brixner Schwimmer in Kaufering bei München am Nikolaus-Cup. Der Club hat selbst ebenso mehrere Wettbewerbe in der Acquarena sowie Trainingslager und Schnupperkurse organisiert. An der Schwimm-Vereinsmeisterschaft im Juli haben 80
Mädchen und Buben im Alter von fünf bis 18 Jahren teilgenommen. Zahlreich sind die Wettbewerbe des Landesverbandes, zu denen die schwimmbegeisterten Kinder und Jugendlichen begleitet wurden. Dass dem Club auch erzieherische Aufgaben am Herzen liegen,
wird durch seinen Beitrag für die vom Forum Prävention organisierte Veranstaltung „Erlebniswelt Sport“ deutlich.
johanna.bernardi@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
REPORTAGE
„Nein!“ A
m 25. November fand der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen statt, ein Gedenk- und Aktionstag zur Bekämpfung von Diskriminierung und Gewalt jeder Form gegenüber Frauen. Dabei setzten viele Südtiroler Gemeinden Schritte, um die Bevölkerung darüber aufzuklären und zu sensibilisieren; so auch Brixen. Mit der Aktion „Rote Ampel“ machten die Sozialdienste der Bezirksgemeinschaft Eisacktal mit Unterstützung der Kommission für Chancengleichheit der Gemeinde Brixen auf den Handlungsbedarf aufmerksam. Diese Ampeln wurden am Säbener Tor, am Laubendurchgang und in der Domgasse aufgehängt und sollten plakativ das „Stopp der Gewalt“ symbolisieren. Neben weiteren Kampagnen setzte auch die Sektion Yoseikan Budo des SSV Brixen ein konkretes Zeichen zur Beseitigung der Gewalt an Frauen und organisierte in Zusammenarbeit mit der Kommission für Chancengleichheit einen Informationstag zum Thema Selbstverteidigung. Es hieß, dass professionelle Kampfkunstexperten einige Aspekte der Selbstverteidigung und des Selbstschutzes fachkundig erläutern würden – und so packte ich am 28. November meine Sachen und verließ kurz vor 16 Uhr das Büro in Richtung Yoseikan.
Mit Aufregung und Vorfreude. Mit einer Freundin im Schlepptau machte ich mich auf den Weg zur Ex-Coni-Halle. Dort angekommen, erwartete uns bereits Sektionsleiter Giancarlo Milesi, der sich neben der Ausbildung zum Yoseikan-BudoTrainer weiter fortbilden musste, um auch einen Überblick über die Techniken der Selbstverteidigung geben zu dürfen. Der Raum war bis auf den letzten Quadratzentimeter mit blauen Matten ausgelegt, die sich ohne Schuhe sehr angenehm weich, aber auch etwas ungewohnt anfühlten. Glücklicherweise hatte ich mir einen Tag ausgesucht, an dem nicht viele an der Veranstaltung teilnahmen, da der Raum doch eher klein ist. Sobald auch die restlichen fünf Mädchen angekommen waren, ging es los.
Foto: thinkstock
Die Sektion Yoseikan Budo im SSV Brixen veranstaltet Selbstverteidigungskurse für Frauen. Ein Erfahrungsbericht.
Wird frau bedroht, sollte sie schnell und richtig reagieren. Wie genau, das vermitteln zum Beispiel Selbstverteidigungskurse
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Schlagen, stoßen und prügeln. euch nicht einfach vor Angst tot Nach einer kurzen theoretischen Einleitung schlossen wir uns zu jeweils einem Paar zusammen und bekamen eine Art GummiKissen in die Hand, das ein Mädchen halten musste, während das andere zuschlug. Es machte eigentlich richtig Spaß, darauf herumzuprügeln und zu stoßen; es konnte sich dabei ja auch niemand verletzen. So lernte ich, bei Gefahr mit der offenen Hand zu schlagen und mich dabei selbst nicht zu verletzen, und mit dem Fuß zu treten, um meinen potentiellen Angreifer seitlich oberhalb des Knies und am Oberschenkel zu treffen. Ich lernte, richtig zu fallen und schnell wieder aufzustehen, um nicht hilflos am Boden liegen zu bleiben oder den Angreifer aus den Augen zu verlieren. Anschließend erläuterte Milesi den größten Fehler, den man in einer Gefahrensituation auf jeden Fall vermeiden sollte: „Das Schlimmste, das man in solch einer Situation tun kann, ist, eben nichts zu tun. Ihr könnt
stellen. Das mag vielleicht in der Tierwelt wie bei den Opossums sehr gut funktionieren, bei uns aber nicht. Die Hauptsache ist, dass ihr reagiert. Und dann ist es besser, wenn ihr effizient und richtig reagiert, aber steht auf keinen Fall einfach da und tut gar nichts.“ Blaue Augen und blutende Nasen gab es nach dem einstündigen Crash-Kurs nicht. Mein Armband ging zwar im Eifer des Gefechts kaputt, aber das war halb so schlimm. Dafür konnte ich eine Menge Tipps mitnehmen.
Richtig handeln. Wie würde man
aber in einer Gefahrensituation wirklich reagieren? Kann ich mich an die Drehungen und Griffe sowie die einzelnen Tipps und Tricks in einer Notsituation erinnern? Würde ich es schaffen, das Gelernte in die Tat umzusetzen und einfach instinktiv richtig zu handeln? Aber: Allgemeines Wissen über Selbstverteidigung schadet jedenfalls sicher nicht; der sicherste Weg ist – wenn möglich
– weglaufen und Hilfe holen, auf sich aufmerksam machen und keine Angst davor zu haben, auch mal die Polizei zu rufen. Einige Schulen in Brixen legen großen Wert darauf, ihre Schülerinnen über das richtige Handeln zu informieren. So konnte auch ich vor einigen Jahren schon an einem Selbstverteidigungskurs teilnehmen, der für uns als reine Mädchenklasse während der Schulstunden organisiert wurde. Wir wurden über Risiken und Möglichkeiten informiert, die eine Frau in Not hat. Wir lernten, selbstbewusster aufzutreten, ohne Schwäche zu zeigen, wodurch man auf mögliche Angreifer abschreckend wirkt. Auch dort brachte man uns Tricks bei, die helfen sollten, sich von einigen Griffen zu befreien. Die schwierigste Lektion – wahrscheinlich nicht nur für mich – war, mit bestimmtem Ton „Nein“ zu sagen, ohne zu wimmern, zu bitten oder zu flehen. hanna.hofer@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info 41
FUSSBALL
Freizeit & Sport
Fünf Titel in Folge z Seit dem Jahr 2007 kommen die Regionalmeister der Fußballjunioren aus Brixen. Dies war Anlass genug für die Gemeinde verwaltung, um Spieler, Trainer und Funktionäre ins Rathaus einzuladen und ihnen zu dieser großartigen Erfolgsbilanz zu gratulieren sowie sich bei den Verantwortlichen des SSV Brixen für die Aufbau- und Jugendarbeit, die seit vielen Jahren geleistet
wird, zu bedanken. Für die jungen Fußballspieler sind die sportlichen Erfolge eine schöne Belohnung für das harte Training. In der letzten Meisterschaft bestritten sie unter der Leitung von Trainer Martin Wachtler 26 Spiele, von
F&S
denen sie 20 gewinnen konnten; nur vier Spiele endeten mit einer Niederlage, zwei mit einem Unentschieden. Die erfolgreichsten Torschützen waren Samuel Schönegger, Jonas Straudi und Ivan Giudici. hh
Freizeit & Sport FUSSBALL
Trainer beim FC Bayern z Der Mühlbacher Simon Martinello ist seit einigen Monaten Athletik trainer im Jugendbereich des wohl besten Fußballclubs des Welt, dem FC Bayern München. Martinello absolviert derzeit den Masterstudiengang Diagnostik und Training an der TU München. Auf eine Anfrage des FC Bayern empfahl die Universität den Mühlbacher als Kandidaten, der daraufhin beim Athletiktrainer der ersten Mannschaft Andreas Kornmayer vorstellig wurde – mit Erfolg. Zwei Monate lang betreute Martinello die U9- bis U12-Mannschaften – offensichtlich zur vollen Zufriedenheit seines
kurz
notiert
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Arbeitgebers, der ihm vor einigen Wochen die U16-Mannschaft anvertraute. Alle Mannschaften des FC Bayern – inklusive der ganz großen Stars – trainieren an der Säbener Straße, und so ist auch Simon Martinello täglich außer mittwochs auf dem legendären Trainingsplatz anzutreffen, wo er seine Aufwärm- und Athletikeinheiten mit den Nachwuchsstars absolviert. „Natürlich wäre es ein Traum, den momentanen Nebenjob zum Hauptberuf zu machen, aber zuerst möchte ich mein Studium abschließen“, sagt Martinello. Und dann: „schaumermal ...“ oz
Ab 4. Jänner bleibt die Plosebahn wieder jeden Freitag bis einschließlich 8. März von 17 bis 23 Uhr geöffnet. Auch die Rodelpiste RudiRun ist bei diesen „Friday Night Fever“-Abenden befahrbar; die Trametsch wird in dieser Zeit nicht präpariert, um Tourengehern einen sicheren Aufstieg zu ermöglichen.
Beim Rodelweltcup in Whistler Mountain belegte der Meransner Dominik Fischnaller den dritten Platz. Der Rückstand auf den Zweitplatzierten betrug nach den beiden Läufen lediglich drei Tausendstel Sekunden.
Wenig Mühe hatten die Brixner Handballerinnen in ihrem letzten Spiel vor Weihnachten: Mit 33 zu 12 Toren fertigten sie das Team von Mezzocorona ab. Die Brixnerinnen nehmen nun, mit 7 Punkten Vorsprung auf Schenna, den dritten Tabellenplatz ein.
NACHGEFRAGT
„Im Notfall entscheidend“ OSKAR ZORZI, seit 1986 Mitglied des Bergrettungsdienstes Brixen, über das fest installierte Lawinenübungscamp auf der Plose – und wer es nutzen kann. Herr Zorzi, warum hat man ein Lawinenübungscamp auf der Plose installiert? Leider haben viele Skitourengeher oder Schneeschuhwanderer noch zu wenige Kenntnisse beziehungsweise Praxis im Umgang mit Piepsgeräten, Sonde und Schaufel. Übungen im Lawinenübungscamp geben Sicherheit und Selbstvertrauen – Werte, die im Notfall entscheidend sein können. Damit allen Interessierten Grundlegendes zur Suche nach Verschütteten im Schnee beigebracht werden kann, haben wir uns für ein dauerhaft installiertes Camp entschieden.
Besitzer und Betreiber ist dabei die Plose Seilbahn. Was genau lernt man bei einer Übung? Das Camp wurde vor allem für Neueinsteiger eingerichtet, aber auch für jene, die ihre Kenntnisse auffrischen möchten. So lernen die Teilnehmer, mit dem Piepser umzugehen sowie schnell und präzise nach den Verschütteten zu suchen. Zudem wird ein EinsatzAblauf mit Grobsuche, Feinsuche und Punktortung organisiert. Ein sehr wichtiger Lerninhalt ist außerdem das Abschätzen einer Risikosituation und die Einschätzung, ob man sich in Gefahr befindet.
Wie kann man sich eigentlich zu den Übungen auf der Plose anmelden? Interessierte können sich jederzeit bei der Skischule Plose oder bei der Kassa an der Talstation der Umlaufbahn in St. Andrä informieren. Bei genügend Anmeldungen findet an jedem der „Night Fever“-Abende am Freitag eine Einführung statt. Das Angebot ist kostenlos und sollte möglichst von jedem Skitourengeher und Schneeschuhwanderer genützt werden, damit er, sobald er in eine Notsituation kommt, richtig handeln kann. hanna.hofer@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
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Wirtschaft & Umwelt
MEHR GELD FÜR DEN TOURISMUS
Die Ortstaxe
Die ab Jänner fällige Gemeindeaufenthaltsabgabe, kurz Ortstaxe genannt, soll ab 2014 für die Tourismusorganisationen zu beträchtlichen Mehreinnahmen führen. Der Tourismusverein Brixen atmet auf: Endlich kann das Dienstangebot am Gast erweitert werden. Trotzdem ist man mit Kalkulation und Planung für 2014 sehr vorsichtig.
W
er im heurigen Jahr seinen Urlaub in Jesolo oder Abano verbracht hat, dem ist bei der Kontrolle der Rechnung sicher aufgefallen, dass neben Übernachtung, Verpflegung, Getränken und Dienstleistungen wie Massagen auch eine Ortstaxe pro Nacht und Person aufgelistet war. Diese
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Gebühr, mit der der Tourismus der jeweiligen Region gefördert werden soll, wird nicht nur im Veneto, sondern auch in anderen italienischen Regionen und in ausländischen Tourismusgebieten erhoben. Ab 1. Jänner 2014 ist es dann auch in Südtirol soweit. Die Ortstaxe, die hier offiziell „Ge-
meindeaufenthaltsabgabe“ heißt, ist im Gegensatz zum bisherigen freiwilligen Mitgliedsbeitrag für alle Beherbergungsbetriebe verbindlich. Der Anfangssatz beträgt pro Übernachtung und Gast 0,70 Euro für die Ein- bis Zwei-SterneBetriebe, 1 Euro für alle DreiSterne- und Drei-Sterne-SuperiorBetriebe und 1,30 Euro für alle
Vier-Sterne- oder höher klassifizierten Betriebe. Der Betrag wird, wie erwähnt, jeweils pro Person und Nacht berechnet und getrennt auf der Rechnung ausgewiesen – das heißt, dass im Idealfall der Hotelier die Ortstaxe auf den Gast „abwälzt“. Allerdings sei dies nicht immer möglich, erklären kritische Stimmen aus dem Gastgewerbe,
ANLAUFSTELLE: Die Mitarbeiter des Tourismusvereins erfüllen neben der Information der Urlaubsgäste eine Reihe weiterer Aufgaben. Mit Einführung der Ortstaxe soll der Dienst durch Personalaufstockung noch besser funktionieren
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Fotos: Oskar Zingerle
denn der derzeitige Preisdruck erlaube keine Erhöhungen, also werde der eine oder andere Hotelier die Kosten der Ortstaxe wohl selbst übernehmen. Der Hotelier- und Gastwirteverband HGV argumentiert auf seiner Homepage zu Recht gegen diese Denkweise: „Der Gast soll erkennen können, dass die Ortstaxe nichts mit dem Unterkunftspreis zu tun hat und
wo das Preisniveau im Vergleich zu anderen Zonen allgemein viel zu niedrig ist. In Zukunft wird jeder einzelne Betrieb also monatlich pro Übernachtung einen Betrag an die Gemeinde überweisen. Diese leitet ohne Abzug 85 Prozent an den örtlichen Tourismusverein und 15 Prozent an den Tourismusverband weiter. In der Gemeinde Brixen
Beträchtliche Mehreinnahmen. Büroleiterin des Tourismusvereins Obwohl schon seit Monaten bekannt ist, dass die Ortstaxe ab 1. Jänner fällig wird, haben die verschiedenen Gemeindeverwaltungen erst in den vergangenen Wochen die entsprechenden Verordnungen genehmigt. Gleichzeitig haben die Tourismusvereine und auch die Wirtschaftsverbände wie HGV, Südtiroler Bauernbund
Brixen. Der Tourismusverein hat sich sowohl in diesem Gremium wie auch im Vorstand intensiv mit dieser neuen Gebühr beschäftigt. „Es ist gut, dass die Ortstaxe eingeführt wurde“, sagt Salcher, „denn die Tourismusvereine brauchen Planungssicherheit, damit sie sich in effizienter Weise vor Ort um den Gast kümmern kön-
„Wenn wir uns mit Tourismusdestinationen wie Meran oder Kaltern vergleichen, so sind wir personell absolut unterbesetzt“_ Markus Huber, Präsident des Tourismusvereins Brixen auch nicht direkt dem Betrieb zugutekommt. Der Gastwirt ist nur derjenige, der die Ortstaxe einhebt“. Da die Ortstaxe südtirolweit eingeführt wird, hofft der HGV darauf, dass die Hoteliere in dieser Frage eine einheitliche Linie fahren – vor allem im Eisacktal,
rechnet man mit 550.000 Euro, die die Gäste 2014 berappen werden. Wenn die Prognosen stimmen – und das ist in unruhigen Wirtschaftszeiten alles andere als sicher –, dürfte sich der Tourismusverein Brixen also auf Mehreinnahmen von etwa 460.000 Euro freuen.
und der Verband der Privatzimmervermieter ihre Mitglieder mit Infomaterial versorgt. „Die Abgabe und ihre Anwendung war bereits bei der Vollversammlung im Frühjahr ein viel diskutierter Tagesordnungspunkt“, sagt Brigitte Salcher, unermüdliche
nen“. Anders als bei den bereits bisher eingehobenen freiwilligen Beiträgen ist bei der Ortstaxe eine Zahlungsverweigerung der Betriebe nicht möglich. In diesem Zusammenhang ist es interessant zu analysieren, wie sich der Tourismusverein Brixen 45
Wirtschaft & Umwelt Markus Huber: „Das Budget des Tourismusvereins anzuheben war dringend notwendig“ finanziert. Die Bilanzsumme 2013 weist etwa 870.000 Euro aus; in diesem Jahr zahlen die Mitgliederbetriebe, die zum Großteil aus dem Gastgewerbe stammen, freiwillig die beachtliche Summe von etwa 350.000 Euro – gestaffelt nach Betriebsart, -größe und Anzahl der Übernachtungen. 110.000 Euro kommen als Beitrag von der Gemeinde Brixen, die Autonome Provinz zahlt etwa denselben Betrag, die Gemeinde Vahrn 12.000 Euro. Den Rest der Einnahmen generiert der Tourismusverein aus eigenen Veranstaltungen oder aus entsprechenden Dienstleistungen sowie aus der Aufenthaltsabgabe für Zweitwohnungen, die zum Teil dem Verein gutgeschrieben wird.
2014 wird alles anders. Der
Haushalt steigt um etwa 280.000 auf 1.150.000 Euro. „Das war auch unbedingt notwendig“, sagt der Präsident des Tourismusvereins, Markus Huber, der übrigens seit Jahren auf sein Salär als Präsident verzichtet. „Wir führten bisher einen extremen Sparhaushalt, der im Endeffekt irgendwann auf Kosten der Qualität der Dienstleistung gehen muss“. Nur durch das bedingungslose Engagement der Mitarbeiter, die wie selbstverständlich auch mal am Wochenende oder abends arbeiten, habe der Gast bisher nicht gemerkt, mit wie wenig Geld der Tourismusverein auskommen muss. Warum aber steigt der Haushalt nicht um denselben Betrag wie die Einnahmen aus der Ortstaxe? „Das liegt daran, dass wir gleich46
Brigitte Salcher: „Das geplante Stadtmarketing muss endlich umgesetzt werden“
zeitig die freiwilligen Beiträge der Übernachtungsbetriebe um die Hälfte senken“, sagt Brigitte Salcher. Sind bisher 350.000 Euro einbezahlt worden, werden es 2014 nur noch 200.000 sein. Die Einnahmen der Gemeindeaufenthaltsabgabe werden also zum Teil von den verminderten Einnahmen aus den freiwilligen Beiträgen der Hoteliere „geschluckt“ – eine „in ganz Südtirol angewendete Praxis“, wie Markus Huber erklärt. Außerdem seien die freiwilligen Beiträge erst vor einigen Jahren um 30 Prozent gestiegen, und vor allem „die IMU macht uns zu schaffen“, erklärt ein Hotelier, „die Steuerbelastung hat ihre Schmerzgrenze längst erreicht“. Trotzdem: Bürgermeister Albert Pürgstaller hat in der Vollversammlung des Tourismusvereins bereits anklingen lassen, dass auch die Gemeinde ihren jährlichen Beitrag von 110.000 Euro überdenken werde – „warum soll nicht auch die Gemeinde reduzieren, wenn die Hoteliere dies auch tun?“ Eine endgültige Entscheidung dazu hat die Gemeinde noch nicht getroffen und hängt wohl auch davon ab, welche Mittel Pürgstaller insgesamt zur Verfügung haben wird. Alle Südtiroler Gemeinden haben bei der Haushaltserstellung für 2014 noch große Schwierigkeiten: Da gilt es, den so genannten „spending review“ zu berücksichtigen, also jene Maßnahmen, mit der die öffentlichen Verwaltungen effizienter und entsprechend sparsamer werden müssen. Zusätzlich gibt es noch ungeklärte Fragen um die
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Neugestaltung der IMU oder der Tares und damit viel Ungewissheit zur endgültigen Höhe der Einnahmen im Gemeindehaushalt. Je unklarer aber die Einnahmen sind, desto vorsichtiger muss die Gemeinde planen.
Vorsichtige Kalkulation. Dies
trifft auch für den Tourismusverein zu: „Wir haben für die Erstellung des Haushaltsvoranschlags 2014 unzählige Berechnungen angestellt“, sagt Brigitte Salcher. Weil es noch keinerlei Erfahrungswerte mit der Gemeindeaufenthaltsabgabe gibt, will man lieber vorsichtig handeln – vor allem beim Verplanen der Ausgaben. „Ein Teil soll in die Verschönerung des Ortsbildes, in die Instandhaltung der Wanderwege und vor allem in die Gästebetreuung fließen“, sagt Huber. Ein Teil der zusätzlichen Einnahmen soll zur Aufstockung des Personalstandes verwendet werden: „Wenn wir uns mit Tourismusdestinationen wie Meran oder Kaltern vergleichen, so sind wir personell absolut unterbesetzt.“ Dabei werden die Aufgaben immer mehr, gilt es heutzutage, den Gast nicht nur von Angesicht zu Angesicht freundlich und kompetent zu begegnen, sondern auch per E-Mail, facebook oder anderen Social-Media-Kanälen zu kommunizieren – wenn möglich unmittelbar und ohne Wartezeiten. Auch der Bereich „Online“ und „Online-Buchbarkeit“ steht deshalb auf der Liste der Verbesserungen ebenso wie ein Fernsehkanal zur Gästeinformation.
Das Landesgesetz zur Finanzierung der Tourismusorganisationen sieht für das Jahr 2015 die Möglichkeit vor, die Beträge pro Kategorie zu erhöhen. In Absprache mit der Gemeindeverwaltung hat der Tourismusverein eine solche Erhöhung schon fix geplant; der Gemeinderat hat einen entsprechenden Beschluss bereits gefasst. In jeder Kategorie steigt die Ortstaxe 2015 dann um 0,30 Euro pro Gast und Übernachtung an. Die daraus erwirtschaftete Summe soll neben der Stärkung der Destination Brixen und Umgebung vor allem für den Ploseberg verwendet werden. „Wir wollen ganz klar Maßnahmen setzen, die die Attraktivität der Plose steigern und damit ein klares Zeichen für die Zukunft der Plose setzen“, erklärt Markus Huber. Direkte Werbekampagnen wie zum Beispiel Schaltungen von Inseraten oder Fernsehspots werden durch die Gelder der Gemeindeaufenthaltsabgabe übrigens nicht finanziert. Das gesamte Marketing für die Tourismusdestination Südtirol und seiner verschiedenen Gebiete ist Zuständigkeit der SMG und der Tourismusverbände.
Stadtmarketing in den Startlöchern. Im Rahmen der Diskussio-
nen um die Ortstaxe zeichnete sich in den letzten Tagen ab, dass die Gemeinde Brixen in Sachen Stadtmarketing endlich Nägel mit Köpfen machen will. Dazu gibt es wie zu vielen anderen Themen auch bereits Studien und Konzepte. „Nun muss man diese endlich auch umsetzen“, drängt Brigitte Salcher. Das Citymarketing soll im Tourismusverein angesiedelt werden, damit eine enge Vernetzung und auch Synergien möglich sind. Markus Huber stellt klar, dass das Stadtmarketing nicht von der Ortstaxe allein gestemmt werden kann: „Wie das genaue Programm und die Finanzierung aussehen wird, steht noch in den Sternen“. Die Gemeinde wird sich an der finanziellen Ausstattung dieser Dienstleistung beteiligen müssen – hat aber eigentlich dafür kein Geld. Wie dem auch sei – niemand zweifelt am Sinn dieser Initiative: Das Stadtmarketing hat die Aufgabe, den Wirtschafts- und Lebensraum Brixen insgesamt – nicht nur aus touristischer Sicht – zu stärken und seine Entwicklung voranzubringen.
annamaria.mitterhofer@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
DO M US FR I E D R IC H U BER B A C H ER
W端nsche allen einen guten Start ins Jahr 2014. DOM US.CC
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Wirtschaft & Umwelt
BRIXEN
Start frei für Ausführungsprojekt Im Hofburggarten haben die ersten Arbeiten zur Umgestaltung begonnen. Jetzt wird mit den Arbeiten am Ausführungsprojekt begonnen. Dabei ist klar: Nicht alle Wünsche können berücksichtigt werden.
V
or einem Jahr wurde das Siegerprojekt für die Umgestaltung des Hofburggartens präsentiert. Unter 94 Bewerberteams aus dem In- und Ausland hatte die Jury die Meraner Teams „freilich Landschaftsarchitektur“ und „Höller & Klotzner Architekten“ zu den Siegern erkoren, nachdem die Vorzüge und Nachteile der Vorschläge sorgfältig abgewogen worden sind. Auf der einen Seite gab es viel Lob für ihr Projekt, denn die hohen Ansprüche, dass der Hofburggarten in Zukunft gleichermaßen Erholungs- und Rückzugsraum, Museumsgarten
und Veranstaltungsort sein solle, wurden in den Augen vieler erfüllt. Auf der anderen Seite äußerten Touristiker und Wirtschaftstreibende ihre Zweifel und kritisierten, dass der geplante Garten für Tagesgäste und Urlauber aus dem Ausland sowie für einheimische Besucher unattraktiv sei. Es werde daher geringe Einnahmen geben; in der Folge müssten die Betriebskosten aus öffentlichen Geldern abgegolten werden.
Was ist in der Zwischenzeit geschehen? In der Frage der Finanzierung scheint es, dass man
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einen großen Schritt weiter gekommen ist, denn Landeshauptmann Luis Durnwalder hat einer Brixner Politiker-Delegation eine Zusage von 500.000 Euro gemacht, damit mit der Umsetzung des Projektes begonnen werden kann. Auch hat er versprochen, sich dafür einzusetzen, dass die neue Landesregierung innerhalb der nächsten zwei Jahre weitere 500.000 Euro zur Verfügung stellen wird. Dazu kommen für die Jahre 2013 bis 2016 jeweils 250.000 Euro von der Stiftung Sparkasse – diese Zusage erhielten Bürgermeister Albert Pürgstal-
ler und Stadträtin Paula Bacher im Spätsommer 2013. Damit kann man nun an die Ausarbeitung des Ausführungsprojektes herangehen, da es sich beim Siegerprojekt lediglich um eine Maximalstudie handelt: „In der Detailplanung ist dabei das letzte Wort noch nicht gesprochen“, so Paula Bacher, die die Zuständigkeit für den Hofburggarten innehat. So soll, vom ursprünglichen Plan abweichend, der Zugang nunmehr vom Domplatz her erfolgen. Dazu muss über den Graben ein neuer Steg errichtet werden. Neu ist auch
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Neue Verhandlungen erforderlich. War ursprünglich im Süden
eine Zusatzfläche, beispielsweise für einen Kinderspielplatz, geplant, so ist man nun davon abgegangen, und es wird nur mehr den Innengarten geben. Deswegen wird bezüglich der Mietpreise mit den Besitzern neu verhandelt werden. Aber nicht nur: Seitdem im Boden Rückstände von Pflanzenschutzmitteln – es handelt sich um Spuren von Kupfer, Cadmium, Quecksilber, Zink und Blei – gefunden wurden, muss auch geklärt werden, wer die zusätzlichen Kosten für die erforderliche Aufschüttung mit
Foto: Oskar Zingerle
die dortige Positionierung und Gestaltung des Besucherzentrums mit Shop, Bar für 150 Personen, Toiletten, Garderobe und Ticketschalter. „Bei der Gestaltung des Hofburggartens wird aber nicht jeder Wunsch in Erfüllung gehen“, meint Paula Bacher und spielt damit auf die an sie herangetragenen Forderungen und Wünsche an. So stellt sich die Musikkapelle Brixen beispielsweise einen fixen Pavillon für Konzerte vor. Auch Platz für 500 Besucher von Großveranstaltungen und touristischen Events soll geschaffen werden. Für kleinere Vorführungen wie beim Sommerkino, das im vergangenen Jahr im Hofburggarten bereits mehrere Filme gezeigt hat, soll hingegen genügend Zuschauerraum vorgesehen werden. Offen ist auch die Frage, ob im Süden zusätzliche Parkplätze, am besten unterirdisch, errichtet werden.
Im Jänner soll mit der Rodung des Baumbestandes im Hofburggarten begonnen werden
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Erdreich übernimmt. Ende Jänner wird zunächst mit der Rodung des Baumbestandes begonnen. Arbeiter des Südtiroler Maschinenrings, der von der Gemeinde den Rodungsauftrag zugesprochen bekam, werden mit kleinen Baggern, Motorsägen, Traktoren samt Anhängern und Staplern anrücken. Philipp Forer, der für den Maschinenring-Service zuständige Mitarbeiter, erklärt: „Begonnen wird mit der Demontage des Stützgerüsts, dann werden
die Bäume abgeschnitten und die Wurzelstöcke ausgerissen. Zum Gesamtauftrag gehören auch der Abtransport des Holzes und dessen Verkauf. In vier bis fünf Wochen sollten die Arbeiten auf der etwa 1,5 Hektar großen Apfelplantage beendet sein. Wichtig ist dabei, dass das Laub zur Gänze abgefallen ist und das Innere des Stammes ausgetrocknet ist, denn nur dann kann gutes Brennholz gewonnen werden.“ Nach der Bearbeitung des Bo-
dens sollte, nach Ansicht von Stadträtin Bacher, im Frühjahr die Aussaat von Korn und Mohn erfolgen. Bis dahin hofft man wohl auch, bei der Definition des Ausführungsprojektes auf einen guten Punkt zu sein. Wie der Hofburggarten am Ende aussehen wird und welchen Nutzen Gäste und Einheimische daraus ziehen werden, hängt maßgeblich von dieser Planungsarbeit ab. johanna.bernardi@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
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Wirtschaft & Umwelt
EISACKTAL
Regionale Produkte erleben z Weinbauer Manni Nössing vom Hoandlhof, Sterneköchin Anna Matscher vom Restaurant „Zum Löwen“ in Tisens, Gudrun Ladurner, Direktorin der Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung in Haslach, Gabi Holzer von den Kräutergärten Wipptal sowie kleine Feinschmecker mit ihren Eltern waren die Hauptdarsteller eines Pressedinners in München. Der Tourismusverband Eisacktal
und die Familienhotels Südtirol hatten zu einer Südtiroler Entdeckungsreise im Zeichen der Sensorik und Kulinarik geladen: Ein Sinnesparcours führte dabei zu den Produkten des Eisacktals wie Joghurt, Kräuter oder Apfelsaft; Sterneköchin Anna Matscher (im Bild) bereitete mit den Kindern ein Dessert zu. Vorgestellt wurde auch das Projekt „Naturdetektiv“ der Familienhotels Südtirol. „Die
regionalen Produkte und die dahinter stehenden Menschen sind authentische Botschafter des Eisacktales“, erklärt dazu Thomas Plank, Direktor des Tourismusverbandes Eisacktal. db
W&U Wirtschaft & Umwelt EISACKTAL
Neuer SWR-Bezirkspräsident z Der Südtiroler Wirtschaftsring (SWR) hat mit Fritz Karl Messner einen neuen Bezirkspräsidenten aus den Reihen des Handelsund Dienstleistungsverbandes hds. Werner Kusstatscher, der als Vertreter des Unternehmerverbandes seit dem Jahr 2011 den Vorsitz im Bezirk innehatte, übergab im November sein Amt an Messner. Die Amtsübergabe erfolgte auf Grund des statuarisch vorgesehenen Rotationsprinzips, laut dem die Präsidentschaft alle zwei Jahre zwischen den Mitgliedsverbänden wechselt. SWR-Präsident Hansi Pichler lob-
kurz
notiert
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te in seinen Dankesworten das Engagement von Kusstatscher: „Er hat dem Wirtschaftsring im Bezirk zu neuer Kraft verholfen und der Wirtschaft im Eisacktal/ Wipptal eine gemeinsame Stimme gegeben.“ Fritz Karl Messner, gelernter Betriebswirt und Bürgermeister von Sterzing, will künftig Schwerpunkte im Städtemarketing, der Vermarktung der Radroute Brenner-Brixen-Bozen, bei der Aufwertung der Skigebiete, der Verbesserung der Zugverbindungen Bozen-Innsbruck und bei der Entlastung der Betriebe setzen. Ulrich Stofner, Direktor der Busi-
ness Location Südtirol, stellte die Vorhaben der BLS bis 2018 vor: Dazu zählen der Einsatz für mehr Vereinfachungen und Entlastungen in den Bereichen Steuern, öffentliche Ausschreibungen, Ar-
beitssicherheit sowie Urbanistik, weiters für Arbeitsplätze und für die Standortsicherung für Südtiroler Unternehmen. Im Bild (v.l.n.r.): Hansi Pichler, Werner Kusstatscher und Fritz Karl Messner. db
Der millionenschwere Auftrag, Militärwohnungen auf dem Gelände der Schenoni-Kaserne zu bauen, wurde dem Bauunternehmen Plattner Bau AG mit Sitz in Leifers zugesprochen. Das Bauunternehmen will die beiden Gebäude mit 36 Wohnungen zu einem Vertragspreis von 6,65 Millionen Euro errichten.
Das Oberschulzentrum „Jakob Philipp Fallmerayer“ soll umgebaut werden, um einen besseren und zeitgemäßen Unterricht zu ermöglichen. Den Umbau des Schulhauses in der Dantestraße wird eine Bietergemeinschaft unter der Federführung des Architekturbüros Wolfgang Simmerle zu einem Preis von 39.000 Euro planen.
Die Anwendung der Theorie in der Praxis konnte eine Gruppe von Produktions- und Logistik ingenieurstudenten der Freien Universität Bozen beobachten. Beim Duschkabinenhersteller duka in Brixen erfuhren sie, wie ein innovatives Produktionssystem in der Praxis funktioniert.
STADTGEHEIMNISSE Warum ist die Muttergottes-Statue beim Missionshaus schwarz?
VAHRN
Aufwertung der„Wasserschöpfe“
In der Mauer, die den Garten des St.-Josef-Missionshauses der Bahnhofskreuzung umschließt, befindet sich in einer kapellenartigen Nische die Statue einer „Schwarzen Mutter Gottes“. Diese ist ein Nachbild des spätgotischen Gnadenbildes der Schwarzen Madonna in der Wallfahrtskirche des Klosters Einsiedeln in der Schweiz: Die schwarze Hautfarbe des Gnadenbildes stammt vom Ruß der Kerzen, die vor der Figur brannten; als sie jedoch 1803 restauriert wurde, legte der Künstler den ursprünglich fleischfarbenen „Teint“ frei, was bei der Bevölkerung auf keine Gegenliebe stieß, sodass die Madonna wieder schwarz übermalt wurde. Die Schwarze Mutter Gottes von Brixen befand sich einst in einem Bildstöckl an fast derselben Stelle, ebenso an der Kreuzung hin zur Bahnhofstraße, die vor 1920 noch Erzherzog-Eugen-Straße genannt wurde. Aufgrund der Bezeichnung „Höllertal“ für die Gegend hin Richtung Burgfrieden wurde das Bildstöckl auch als „Höller Bildstöckl“ bezeichnet. Anregungen: redaktion@brixner.info
z Im Zuge der weitreichenden Maßnahmen zum Projekt „StadtLandFluss“ werden in den kommenden Jahren mehrere Gebiete des Flussraums im Mittleren Eisacktal als Zonen für die Naherholung ausgewiesen und entsprechend aufgewertet. So wurden Ende November die Arbeiten im Bereich der Wasserschöpfe, am Fußweg von Brixen nach Neustift entlang des Eisacks, beendet. Unter Federführung der Abteilung Wasserschutzbauten und in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Vahrn und dem Bildungshaus Kloster Neustift wurden diverse Maßnahmen gesetzt, um den Platz zum Fluss hin zu erschließen: Die uferbegleitende Vegetation wurde ausgelichtet und der eher steile Uferbereich terrassenförmig neu angelegt. Um das Entstehen von Schotterbänken zu ermöglichen, wurden zwei sogenannte Buhnen errichtet, die dammartig in das Flussbett hineinragen. „Das bewirkt, dass die Fließgeschwin-
digkeit am Ufer reduziert wird und dadurch der Uferbereich vor Erosion besser geschützt ist“, so Alexander Pramstraller vom Amt für Wildbachverbauung. Darüber hinaus wurde auch die Struktur des Flussbetts durch das gezielte Einbringen von großen Blöcken verbessert. „Mit diesen baulichen Maßnahmen konnten wir die bereits sehr beliebte Neustifter Naherholungszone noch weiter aufwerten“ freut sich Vahrns Vizebürgermeister Josef Tauber über den Abschluss der Arbeiten, wenngleich die Benutzung wohl erst im Frühjahr und in den Sommermonaten richtig anlaufen wird. „Mit Blick auf die Altersgruppe der Jugendlichen wurden zudem mehrere Pfosten errichtet, die unter anderem als Halter für das Slackline dienen, aber auch für andere Sportarten verwendet werden können. Die Entscheidung zur Realisierung dieser Objekte entstand im Zuge einer vorangehenden Ideenfindung“, so Josef Tauber. db
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Wirtschaft & Umwelt
BRIXEN
Erfolgreiches Jahr für die Melix z Gute Auszahlungspreise und die Umsetzung eines weiteren Teils der Betriebserweiterung sorgten bei den Mitgliedern auf der Vollversammlung der Obstgenossenschaft Melix Brixen für gute Stimmung. Dem entsprechend fiel die Neuwahl des Verwaltungsrates ohne Überraschungen aus: Alle Räte wurden mit großer Mehrheit wiederbestätigt. Der Verwaltungsrat besteht damit aus Obmann Johann Gasser, Stellvertreter Erich Überbacher und den Verwaltungsräten Karl Leitner, Thomas Schraffl, Helmuth Plaickner, Michael Deltedesco (allesamt im Kontrollausschuss), Siegfried Helfer, Jörg Pirchstaller, Andreas Sullmann, Pepi Lanz, Erich Tauber und Rudolf Huber. „Eine sehr gute Qualität der heimischen Äpfel sowie eine europaweit geringere Erntemenge im letzten Jahr haben zu einem guten Preis für die Eisacktaler Äpfel geführt“, erklärten Obmann Johann Gasser und Geschäftsführer Stephan Thaler. Hinzu kommt, dass sich der „Pool Meran“ immer mehr bewährt: Vor drei Jahren
haben sich die Genossenschaften im Einzugsgebiet der VOG zwischen Meran, Salurn und Brixen zu insgesamt vier Verkaufspools zusammengeschlossen. Aufgrund des Sortiments gehört die Melix Brixen zum „Pool Meran“. „Eine geringere Konkurrenz durch weniger Anbieter, die bessere Bearbeitung der Absatzmärkte durch
RICHTIGSTELLUNG im Sinne des Pressegesetzes
Die Gitschberg AG ist nicht zahlungsunfähig“ Bezugnehmend auf Ihren Artikel in Ihrer letzten Ausgabe mit dem irreführenden Titel „Gitschberg AG zahlungsunfähig“ sehen wir uns veranlasst, folgende Richtigstellungen und Anmerkungen anzubringen: Die Gitschberg AG ist nicht zahlungsunfähig (insolvent), sondern befindet sich in Auflösung. Die letzte genehmigte Bilanz der Gesellschaft zum 30. Juni 2013 weist Verbindlichkeiten in Höhe von ca. 900.000 Euro aus, bei einer Aktiva von ca. 2,6 Millionen Euro. Die Gesellschaft übt seit der Einbringung des Skigebietes in die Gitschberg Jochtal AG keine operative Tätigkeit mehr aus. Sie besitzt aber noch 40 Prozent der Anteile an der Gitschberg Jochtal AG und das besagte Grundstück am Seilbahnparkplatz in Mühlbach. Für das Grundstück hat die Gesellschaft bereits im Jahr 2010 einen Raumordnungsvertrag mit der Gemeinde Mühlbach unterzeichnet, der aber aus verschiedenen Grün52
den (wie der ungeklärten Frage der Verlegung der Trassenführung der Seilbahn) nie umgesetzt wurde. Zum heutigen Tag ist der Vertrag noch gültig. Eine Schätzung, die den Wert des Grundstücks auf 300.000 Euro festlegt, ist der Gesellschaft nicht bekannt. Es gibt mehrere Interessenten für das Projekt. Jedoch bevor vonseiten der Gemeinde keine definitive Entscheidung zur Umsetzung des Raumordnungsvertrags getroffen wird, ist es nicht möglich, weitergehende Gespräche mit potentiellen Investoren zu führen. Die Zukunft des Skigebietes ist nach der erfolgten Einbringung in die Gitschberg Jochtal AG gesichert. Die realisierten und geplanten Investitionen der neuen Gesellschaft sind ein klarer Beweis dafür, dass die geleistete Arbeit zu einer positiven Entwicklung des Skigebietes Gitschberg-Jochtal geführt hat. Claudio Andreatta, Podini & Partners
den gemeinsamen Verkauf, ein interessantes Angebotssortiment sowie die gemeinsamen Einkäufe machen sich nun bezahlt. Vorher waren die Auszahlungspreise der Melix häufig unter dem Landesschnitt“, erklärte Thaler. Auch die Ernte 2013 fiel zufriedenstellend aus, von größeren wetterbedingten Schäden blieben die
Äpfel verschont. Zudem wurden im letzten Jahr mehrere Bautätigkeiten durchgeführt: Um die steigenden Produktionsmengen lagern zu können, wurden zusätzliche Kühlzellen geschaffen, das umgebaute Detailgeschäft wurde Anfang Dezember eröffnet. Geehrt wurden auf der Vollversammlung zudem verdiente Mitarbeiter. db
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„Auch für Brixen große Vorteile“ WOLFGANG NIEDERHOFER, Mitglied der Initiative „Für die Riggertalschleife“, zu den Gründen, warum man sich wünscht, dass die neue Landesregierung die etwa 50 Millionen Euro teure Zugverbindung realisieren sollte. Herr Niederhofer, warum ist Ihre Initiativgruppe gerade jetzt aktiv geworden? Die Riggertalschleife ist jahrelang politisch diskutiert worden, aber in letzter Zeit ist die Thematik eingeschlafen. Ich bin Teil eines „Eisenbahnstammtischs“, der in Bozen regelmäßig Themen des öffentlichen Schienenverkehrs diskutiert, und dabei sind wir zum Schluss gekommen, dass die Vision einer Riggertalschleife wieder „geweckt“ werden sollte. Der Zeitpunkt ist Zufall, aber natürlich wünschen wir uns, dass die Schleife in das Programm der neuen Regierung aufgenommen wird.
Die Riggertalschleife bringt den Pustertaler Pendlern offensichtliche Vorteile. Was aber haben wir Brixner davon? Der Großraum Brixen wird damit in sehr attraktiver Weise mit dem Pustertal, aber auch mit NatzSchabs und Mühlbach verbunden. Das bedeutet, dass es in Brixen zu einer Verkehrsentlastung kommen wird, weil man dann die Stadt mit dem Zug viel schneller erreicht. Damit entstehen weitere Perspektiven, die für Brixen äußerst interessant sind. Brixen etabliert sich außerdem zum Eisenbahnknotenpunkt – derzeit halten internationale Züge oftmals sowohl in Brixen als auch in Fran-
zensfeste, und das ist eigentlich nicht sinnvoll. Ihre Initiative hat großen Zuspruch erfahren ... Ja, das hat uns selbst ziemlich überrascht – bei unserer Pressevorstellung war fast ein Drittel des neu gewählten Südtiroler Landtags anwesend. Erstunterzeichner der Petition war übrigens Brixens Bürgermeister Albert Pürgstaller, dem der Bau der Riggertalschleife auch ein großes Anliegen ist. Zuspruch kam aber auch von vielen anderen Organisationen und Politikern. willy.vontavon@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
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Neue Perspektiven bei der Sanierung
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Wer heute baut oder saniert, sucht zunehmend nachhaltige Lösungen. Dafür wendet er sich bevorzugt an erfahrene Fachleute – zum Beispiel an Dämmplus, dem Fachbetrieb für Wärmedämmung und energetisches Sanieren.
Der Markt bietet bereits heute eine Vielzahl von Produkten und Systemen, um Heizenergie und Heizkosten zu sparen, eine hohe Wohnqualität zu gewährleisten und den langfristigen Werterhalt der Immobilie zu sichern. Insbesondere intelligente Lösungen zur Wärmedämmung sind hierzu gefragt, wobei es beim Dämmen grundsätzlich zwei unterschiedliche Ansätze gibt: Außen- oder Innendämmung.
Außen- und Innendämmung. Jede der zwei Dämmsysteme birgt Vor- und Nachteile, wobei insbesondere die Außen- oder Fassadendämmung durch eine Vielzahl von Vorteilen überzeugt: Die an der Außenseite eines Gebäudes angebrachte Dämmung hält die Wärme im Haus. Die Zimmerwärme durchdringt die Wand, geht aber nicht nach außen verloren. Dadurch tritt nach dem Abschalten der Heizung ein so genannter „Kachelofen-Effekt“ ein: Die Wand gibt ihre Wärme an die Räume zurück, die Wohnung kühlt wesentlich langsamer aus, das Raumklima bleibt ausgeglichen. Weitere Vorteile der Außendämmung liegen im zusätzlichen Schutz vor sommerlicher Hitze als auch im besseren Schutz der Außenwand vor dem Wetter. Bauphysikalisch gesehen ist die Fassadendämmung der Innendämmung daher weit überlegen. Es gibt jedoch Fälle, wo die Außendämmung nicht möglich ist: Gerade bei Sanierungen von bestehenden Gebäuden ist die nachträgliche Anbringung einer Außendämmung nicht immer möglich, da diese aufgrund der Gegebenheiten nicht angebracht werden kann oder darf. Solche Hindernisse können aus verschiedenen Gründen auftreten, beispielsweise aufgrund
städtebaulicher Bauverordnungen, bei Unterschreitung der Mindestabstände, bei Gebäuden, die dem Denkmalschutz unterliegen, oder wenn bei Mehrfamilienhäusern die Eigentümerparteien sich nicht auf eine Fassadendämmung einigen können.
Neue Lösung für Innendämmung. Im Gegenzug ging mit dem
Anbringen einer Innendämmung bisher immer zugleich ein Raumverlust einher. Deshalb wurde die Innendämmung bisher immer nur als zweitbeste Lösung angesehen. Doch dies gehört nunmehr der Vergangenheit an. So konnte Dämmplus, der Fachbetrieb für Wärmedämmung, im Rahmen der Sanierung eines Brixner Wohnhauses vor kurzem eine einzigartige Lösung bei der Innendämmung unter Beweis stellen: Einen Dämmmörtel auf reiner Kalkbasis und damit ein hundertprozentiges Ökoprodukt. Der Dämmmörtel kann neben seinen herausragenden Dämmeigenschaften auch zur Sanierung von Schimmelbefall angewendet werden. Der hocheffiziente Innendämmputz begeistert in Fachkreisen längst nicht nur durch seine herausragenden Eigenschaften, sondern vor allem auch deshalb, da mit diesem erstmals eine Innendämmung ohne jeglichen Raumverlust möglich wird.
Die Kellerei Niklaserhof in Kaltern mit außergewöhnlicher Fassade Stadtwohnungen und Kondominien erstmals für ihre kalten, schimmelbefallenen, ungemütlichen vier Wände eine wohngesunde Lösung ohne Einschränkungen.
Innovativer Meisterbetrieb. Das
Unternehmen Dämmplus mit Sitz in Teis hat sich im Laufe der letzten Jahrzehnte auf intelligente Wärmedämmlösungen und energetisches Sanieren spezialisiert. Dämmplus ist für viele ein kompetenter Ansprechpartner mit ganzheitlicher Beratung sowie präziser und sauberer Ausführung durch gut ausgebildete Mitarbeiter. Firmeninhaber Arnold Fischnaller ist offen für innovative Ideen und ständig auf der
Arnold Fischnaller, Inhaber von Dämmplus, Fachexperte des SMGV, Sachverständiger in der Handelskammer und Gutachter am Landesgericht Bozen Suche nach intelligenten Lösungen, um den Kunden einen Mehrwert zu schaffen. Mit viel Wissen und internationalen Netzwerken, handwerklichem Know-how und Begeisterung gelingt es Dämmplus immer wieder, neue Produkte und Dienstleistungen anzubieten. Dämmplus präsentiert dauerhaft nachhaltige, funktionierende Lösungen und setzt diese zuverlässig um – sowohl im Neubau als auch in der energetischen Sanierung. Zahlreiche Referenzen, zu finden unter www.daemmplus.it, zeugen von der Innovationskraft des Unternehmens.
Weltneuheit auf KlimaHouse 2014. Gemeinsam mit zwei
Partnerunternehmen präsentiert Dämmplus auf der KlimaHouseMesse in Bozen vom 23. bis 26. Jänner den innovativen Dämmmörtel als Weltneuheit am LVH-Stand. Der Innendämmputz ermöglicht damit insbesondere Eigentümern von Altbauten, von Gebäuden unter Ensembleschutz, von Gebäuden mit wertvoller Architektur, von
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MARTIN WIELAND GMBH
Trends & Wirtschaft
Mit großer Vision klein begonnen
Extra
Seit nunmehr zehn Jahren führt die Firma Martin Wieland GmbH mit finanzieller Unterstützung des Europäischen Sozialfonds den ESF-Lehrgang „Network System Engineer®“ in Brixen durch. Mit der Verleihung der Diplome am 11. Dezember 2013 an die 14 Absolventen und 1 Absolventin wurde im Priesterseminar gleichzeitig das Jubiläum begangen.
marktes reagiert wird“. In seiner Videogrußbotschaft gratulierte auch Johann Haag, Fachhochschulprofessor und Studiengangsleiter IT Security an der Fachhochschule St. Pölten, dem Team der Firma Wieland zum erfolgreichen Lehrgangskonzept und bestätigte, dass die Absolventen über eine fachlich hochwertige Ausbildung verfügen und in St. Pölten zu den Top-Studenten zählen. Konzeptbegründer und Projektleiter Mag. Martin Wieland erläuterte die Geschichte und Inhalte des ESF-Lehrgangs Network System Engineer®
Ein Blick in die Stellenangebote der heimischen Zeitungen zeigt: Systemadministratoren werden auch in Zeiten wie diesen gesucht. Besonders begehrt sind dabei die Absolventen des ESFLehrgangs „Network System Engineer®“ der Martin Wieland GmbH aus Brixen: Diese hochwertige Ausbildung, die sowohl internationale Standards wie auch die Bedürfnisse von Südtiroler Unternehmen berücksichtigt, gilt als Referenzprojekt und genießt einen hervorragenden Ruf.
Lob zum 10-Jahres-Jubiläum.
Martin Wieland, Begründer des Konzepts „Network System Engineer®“ und Projektleiter, schilderte bei der 10-Jahres-Feier des
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Lehrgangs mit gleichzeitiger Diplomverleihung die Geschichte des Lehrgangs: „Besonders wertvolle Starthilfe leistete dabei Günther Andergassen, Direktor der Abteilung für Bildungsförderung, Universität und Forschung, der sofort an den Erfolg dieser Ausbildung geglaubt hat“, so Martin Wieland. Auch Michl Ebner, Präsident der Handelskammer Bozen, zeigte sich vom Konzept des Lehrgangs „Network System Engineer®“ begeistert: „Dieser Lehrgang ist ein Musterbeispiel, da den Teilnehmerinnen und Teilnehmern nicht nur eine theoretische Ausbildung und praktischer Unterricht geboten wird, sondern weil damit auch direkt auf die aktuelle Nachfrage des Arbeits-
Qualifizierte Referenten und Partner. Nun ist ein Lehrgang nur
meist so gut wie seine Referenten und Organisatoren. Aus diesem Grunde dankten Martin Wieland und Koordinatorin Margarethe Profunser auch allen Mitarbeitern, dem Team der Firma Martin Wieland GmbH und dem Lehrpersonal: Alle Referenten stammen ausnahmslos aus der Praxis und verfügen neben Fachwissen und Zertifizierungen auch über langjährige Berufserfahrungen in der IKT-Branche. Dass die Ausbildung immer dem neuesten Stand und dem aktuellen Bedarf der heimischen Wirtschaft entspricht, dafür sorgen zahlreiche Südtiroler Partner: Die ACS Data Systems AG mit Philipp Karl (Human Resources), Datef AG mit Roland Taschler (Senior System Engineer), Raiffeisen OnLine mit Vizedirektor
info Absolventen der 10. Auflage des ESF-Lehrgangs „Network System Engineer®“: Marco Bergmann, Brixen Daniel Fuchs, Martell Michael Hitthaler, Bruneck Anton Hofer, Leifers Monika Huber, Brixen Fabian Jud, Olang Daniel Lechner, St. Andrä Alexander Paoli, Bruneck Matthias Radmüller, Vintl Gabriel Raffin Plankensteiner, Pfalzen Stefan Sotsas, Mühlbach Martin Steger, Gsies Julian Tutzer, Bozen Benjamin Wallnöfer, Prad Oswald Wörndle, Völs am Schlern
Alexander Wallnöfer, Systems AG mit CEO Gustav Rechenmacher sowie die Brennercom AG mit dem technischen Leiter Robert Sartin – ihnen allen wurde ein großer Dank ausgesprochen. Dafür, dass der Lehrgang in den Maturaklassen vorgestellt wird, sorgt Arthur Pernstich, Direktor der Abteilung deutsches Schulamt, dem die Verantwortlichen ebenso herzlich
Die 15 Absolventen des ESF-Lehrgangs, Referenten und Ehrengäste bei der Diplomverleihung des ESF-Lehrgangs Network System Engineer® dankten, wie auch Markus Wisthaler, Wirtschaftsberater vom Büro PSP, und Günther Bellutti, Unternehmensberater der Firma Wieland. Der Lehrgang findet dabei stets im wunderschönen Gebäudekomplex des Tertiarklosters in der Brixner Runggadgasse statt, wo auch die Martin Wieland GmbH ihren Sitz hat und ihre Schulungen abhält. Dafür ging ein herzliches Dankeschön an Sr. Elisabeth Tschurtschenthaler, Provinzvikarin der Kongregation der Tertiarschwestern des Heiligen Franziskus.
info
Diplomübergabe. Einen kurzen
und spannenden Einblick in die Welt der IT-Sicherheit und des Cyber Crimes aus der Sicht eines Security-Experten gab anschließend Fabian Mittermair, ehemaliger Absolvent des Lehrgangs und nun Security-Experte in Wien. Nach einem Grußwort im Namen der Absolventen erfolgte schlussendlich die Vergabe der Diplome: Thomas Mathá, Direktor der Abteilung für Europa, übergab den 15 neuen Systemadministratoren ihr Zertifikat und wünschte einen guten Start ins Berufsleben. Beim Umtrunk bestand anschließend die Möglichkeit zum Gespräch, während das Saxophon-Ensemble „Sax Plus“ für festlich-musikalische Klänge sorgte.
Network System Engineer® ist ein ESF-Lehrgang auf hohem Niveau, unter Berücksichtigung internationaler Standards und der lokalen Bedürfnisse in der Netzwerkadministration von Südtiroler Unternehmen. Es werden IT-Fachkräfte ausgebildet, die in der Lage sind, den Anforderungen im Bereich der Administration, der Installation, der Security, der Datenbankverwaltung und des Consultings nachzukommen. Die Ausbildung ist ein Südtiroler Referenz-Projekt und genießt einen hervorragenden Ruf. Es konnte eine Standardisierung der Kenntnisse und Kompetenzen in der Systemadministration Südtirols erzielt werden. Die bislang 129 Absolventinnen und Absolventen sind zu über 90 Prozent kohärent beschäftigt. „Network System Engineer®“ wurde beim Ministerium für Wirtschaftliche Entwicklung als Marke geschützt. Ein weiterer ESF-Lehrgang ist für Herbst 2014 geplant. Interessentinnen und Interessenten können sich bereits jetzt beim Projektleiter Martin Wieland unter der Rufnummer 347 110 30 29 informieren. Es besteht die Möglichkeit, dem aktuellen Lehrgang beizuwohnen und sich so ein Bild über den Berufsalltag von Systemadministratoren zu machen. www.martinwieland.it
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Jeder Einzelne zählt! Mit diesem Aufruf wendet sich der Landesrettungsverein Weißes Kreuz in diesem Jahr wieder an alle Südtiroler, damit sie den Verein mit ihrer Jahresmitgliedschaft oder Spende unterstützen. Die Vorteile als Mitglied sind sehr attraktiv – das beweisen die stetig steigenden Mitgliederzahlen.
Für die Basis-Mitgliedschaft „Südtirol“ genügen 25 Euro im Jahr, um als Mitglied alle interessanten Vorteile genießen zu können: Als Mitglied hat man auf Anfrage Anspruch auf sechs kostenlose Krankentransporte zu sanitären Einrichtungen, weitere Preisnachlässe auf Transporte, das Ticket bei einem Flugrettungseinsatz sowie auf die Anschlussgebühr für ein Haus- oder Mobil-Notruf-Gerät und einen Erste-HilfeGrundkurs.
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Trends & Wirtschaft
LANDESRETTUNGSVEREIN WEISSES KREUZ
Reiseschutz inklusive. Wer ins Ausland fährt, dem sei die Mitgliedschaft „Weltweit“ ans Herz gelegt. Mit einem jährlichen Bei-
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trag von 60 Euro sind der etwaig nötige fachkundige Heimtransport und die Rettungskosten im Ausland sichergestellt. Besonders für Familien ist gegen die Gebühr von 98 Euro im Jahr eine gut organisierte Rückholung aus dem Urlaub im Notfall von Vorteil.
Dienst am Nächsten. Das Wei-
ße Kreuz wird maßgeblich von rund 2.700 immer einsatzbereiten, freiwilligen Rettungsfachkräften getragen. Ohne sie gäbe es das gut funktionierende und einmalige System Weißes Kreuz nicht. Die Einkünfte der jährlichen Mitgliederaktion kommen den zahlreichen Freiwilligen zugute, die
Mit der Mitgliedschaft „Weltweit“ sichert man sich im Notfall einen Rückholdienst aus dem Ausland in unterschiedlichen Bereichen wertvolle Dienste am Nächsten leisten. Der Jahresbeitrag kann in der Bank oder bei der Post, über die Homepage http://mitglieder.wk-
cb.bz.it/de/ oder in vielen Sektionssitzen des Weißen Kreuzes eingezahlt werden. Weitere Infos unter der Rufnummer 0471 444310, 0471 444313 oder per E-Mail an mga@wk-cb.bz.it.
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Service hält das Auto in Form! Wer sich für einen Volkswagen entscheidet, schätzt damit auch die Zuverlässigkeit, die Sportlichkeit und den Werterhalt des Fahrzeugs. Um sich an diesem über viele Jahre zu erfreuen, sollten in Bezug auf den Service keine Kompromisse eingegangen werden: Ein Volkswagen sollte deshalb am besten autorisierten VolkswagenZentren wie dem Service-Zentrum Auto Brenner in Brixen anvertraut werden.
Nach dem Kauf eines Volkswagens ist der Service wichtig, um das Fahrzeug in Form zu halten: Nur durch autorisierte Volkswagen-Servicewerkstätten, geschulte Mitarbeiter, originale Ersatzteile und Zubehör kann ein Volkswagen auch ein Volkswagen bleiben. Die Volkswagen Service-Zentren und die geschulten Mitarbeiter halten mit absoluter Professionalität und Methodik alle Modelle in Form. Die in den Servicezentren regulär durchgeführten Wartungen unter der Verwendung von originalen Ersatzteilen garantieren Fahrsicherheit, vollendetes Fahrvergnügen und den Werterhalt des Fahrzeuges in höchster Volkswagenqualität.
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Ein starkes Service-Team bei Auto Brenner in Brixen 59
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Extra Trends & Wirtschaft
RAIFFEISENKASSE EISACKTAL
Richtig anlegen – eine Kunst? Welcher Anleger möchte sie nicht? – die höchstmögliche Rendite bei geringem oder idealerweise gar keinem Risiko und gleichzeitig ständiger Verfügbarkeit des investierten Kapitals.
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Leider gibt es keine Anlageform, die diesen Wunsch tatsächlich erfüllen kann. Wem es allerdings gelingt, sein Vermögen optimal zu strukturieren, vermag nicht nur eine nachhaltig interessante Rendite zu erwirtschaften, sondern auch unvorhersehbaren Wirtschaftsund Finanzkrisen die Stirn zu bieten. Analog zu unserem Verhältnis zum Berg- und Wandersport gibt es auch bei der Vermögensanlage risikoscheue Spaziergänger, sicherheitsbewusste Wanderer, ambitioniertere Bergsteiger und furchtlose Gipfelstürmer. Jeder hat individuelle Ziele und Pläne und eine ganz persönliche Einstellung zum Thema Risiko, und es versteht sich von selbst, dass die eigene Anlagestrategie maßgeblich davon beeinflusst wird. Ein konservativer „Spaziergänger“ wird sich vor allem an sicheren Anlageformen wie etwa Sparbuch oder Kontokorrent orientieren; im Portefeuille eines risikofreudigen „Gipfelstürmers“ hingegen findet man Aktien, Aktienfonds oder Finanzderivate, deren auch zum Teil große Kursschwankungen für den Anleger kein allzu großes Problem darstellen.
Der richtige Mix. Rentabilität, Sicherheit und Liquidität sind die Schlüsselbegriffe im Anlagegeschäft: Mit dem Ertragspotenzial steigt auch das Risiko, während die Verfügbarkeit der einzelnen Geldanlage sinkt. In der klassischen Anlagepyramide (siehe Infobox) bilden die sicheren und kurzfristigen Anlageformen einen breiten Sockel, während die risikoreicheren Anlageformen die schmaleren Bereiche einschließlich der Spitze im oberen Teil der Pyramide formen. Es empfiehlt sich, sein Vermögen analog zu dieser Struktur zu streuen: je höher das Risiko und je niedriger die Liquidierbarkeit (also je länger der
Die Anlagepyramide
Der Leiter des Private Banking, Oswald Pezzei, mit seinem Team Anlagehorizont), desto geringer der Depotanteil einer Geldanlage. Die Gewichtung zwischen den einzelnen (sicheren und risikoreicheren) Anlageformen kann natürlich auch nach Anlegertyp noch variieren.
Vernetztes Denken ist gefragt. Den Weg zur optimalen Vermögensstruktur, die sowohl einen gesunden Ertrag als auch eine adäquate Risikoabsicherung bietet, sollten nicht Tagesnachrichten, Emotionen und Stimmungen bestimmen, sondern die individu-
Die Anlagepyramide ist ein Hilfsmittel in der Anlageberatung. Sie stellt die Wechselbeziehungen zwischen den verschiedenen Anlegertypen, den Anlagezielen und -horizonten und den jeweiligen Anlageprodukten dar und hilft dem Anleger, Klarheit in Bezug auf seine Anlageziele zu gewinnen. Dabei veranschaulicht sie den Zusammenhang zwischen Risiko, Ertragspotenzial und Liquidität: Je weiter man sich auf die Anlagepyramide hinaufwagt, desto höher ist das Ertragspotenzial; gleichzeitig aber steigt dabei auch das Risiko, und die Verfügbarkeit sowie die Liquidierbarkeit der investierten Mittel nimmt ab.
ellen Pläne, die Lebensphilosophie und die persönliche Risikoneigung. Das Finden der individuell besten Anlagestrategie erfordert eine Vernetzung des Denkens in der Kommunikation zwischen Anleger und Berater: Gemeinsam schaffen sie Klarheit in Bezug auf die Anlageziele und wägen die zahlreichen Aspekte unter dem langfristigen Gesichtspunkt der Zukunftssicherung bestmöglich ab. Diesen Anspruch zu erfüllen, betrachtet die Raiffeisenkasse Eisacktal als Kernstück ihrer Beratungsphilosophie. 61
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Persönliche Beratung Die Tiroler Landesbank agiert in Südtirol als Regionalbank mit maßgeschneiderten Lösungen im Veranlagungs- sowie Finanzierungsbereich. Qualität und die persönliche Beratung stehen dabei an erster Stelle.
Unsere Tiroler Bank.
Individuelle Beratung: (v.l.): Manuela Gasteiger, Reinhart Gostner und Gabriela Schwitzer Seit Oktober 2002 ist das Beratungszentrum der Hypo Tirol Bank im Stadtzentrum von Brixen heimisch. Ein dynamisches Team kümmert sich dort um die Betreuung der Privat- und Firmenkunden.
Anlegen – sicher bis chancenorientiert. Im Veranlagungsbe-
www.hypotirol.it Nähere Details erfahren Sie in unseren Geschäftsstellen. Irrtum und Druckfehler vorbehalten.
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reich punktet die Hypo Tirol mit individuellen Lösungen zur optimalen Vermögensbildung, -anlage und -verwaltung. Diskretion, Exklusivität und Individualität genießen dabei oberste Priorität. Durch die Analyse der persönlichen Vermögenssituation und der Renditeziele des Anlegers – mit einer fundierten Risikoauswertung – wird eine individuell optimierte Veranlagungsstrategie erstellt. Das Anlageuniversum umfasst hierbei alle wichtigen Finanzmärkte und -instrumente. „Die freie und objektive Auswahl der am weltweiten Markt angebotenen Produkte ist im Interesse der Kunden äußerst wichtig“, stellt Reinhart Gostner, Leiter der Geschäftsstelle, fest.
Individuelle Wohnraumfinanzierung. Die Entscheidung für
ein neues Zuhause wird nicht oft im Leben getroffen. Umso wichtiger ist eine optimale und maßgeschneiderte Finanzierung. Manuela Gasteiger, Customer Support: „Ob Kauf, Neubau oder Sanierung, ob Zu- und Umbau einer Wohnimmobilie – wir arbeiten den passenden Kredit für unsere Kunden aus, individuell und flexibel zugeschnitten.“
Finanzierungen für Unternehmen. Für Unternehmen und öf-
fentliche Institutionen umfasst das Angebot der Hypo Tirol Bank individuelle Finanzierungslösungen. „Unser Ziel ist es, den Unternehmen eine fachkundige Beratung, auf den persönlichen Bedarf abgestimmte Lösungen sowie eine schnelle Abwicklung zu bieten“, erklärt Gabriela Schwitzer, Firmenkundenbetreuerin. Interessierte vereinbaren am besten gleich einen Termin in der Geschäftsstelle Brixen, Stadelgasse 12/b, unter der Rufnummer 0472 979797 oder per E-Mail an info@hypotirol.it. Die Betreuer sind unabhängig von den Banköffnungszeiten erreichbar und örtlich flexibel.
TIROLER SPARKASSE
Sicher anlegen Die Tiroler Sparkasse bietet neben attraktiven Spar- und Anlageformen sichere Rahmenbedingungen für alle, die bei ihrer Geldanlage kein Risiko eingehen möchten.
„Spezielle rechtliche Rahmenbedingungen machen Geldanlagen bei österreichischen Banken besonders sicher“, so Roberto Simoni, Leiter des Vertriebs Italien der Tiroler Sparkasse. „Dafür sorgen insbesondere die in Österreich geltende gesetzliche Einlagensicherung und Anlegerentschädigung sowie die für Banken mit Sitz in Österreich verpflichtende Mitgliedschaft an einer Sicherungseinrichtung.“
Gesetzliche Einlagensicherung.
Roberto Simoni, Leiter Vertrieb Italien der Tiroler Sparkasse in Innsbruck
Seit Anfang 2011 gilt in Österreich eine gesetzliche Einlagensicherung, mit der die Auszahlung des bei einer österreichischen Bank einliegenden Geldes sowohl für natürliche als auch für juristische Personen bis zu einem Gesamtbetrag von 100.000 Euro garantiert wird. Damit sind Kapital und Zinsen auf Girokonto, Sparbuch, Profitkonto und Bausparkonto je Bank und Einleger bis zu einem Gesamtbetrag von 100.000 Euro geschützt.
Kunden zusätzlich zur Einlagensicherung zu: „Die in Österreich geltende Einlagensicherung und Anlegerentschädigung schützen Kunden in jenen Fällen, in denen sie ihr Vermögen von der Bank nicht mehr ausbezahlt bekommen, weil über das Kreditinstitut der Konkurs eröffnet, die Geschäftsaufsicht verhängt oder eine behördliche Zahlungseinstellung verfügt wurde“, erläutert Roberto Simoni.
Gesetzliche Anlegerentschädigung. Die gesetzliche Anlegerent-
Zusätzliche Sicherheit durch Haftungsverbund. Österreichi-
schädigung sichert Forderungen von Kunden gegenüber einer Bank ab, die sich aus Dienstleistungen in Bezug auf Wertpapiere ergeben können. Dies umfasst jene Fälle, in denen die Bank Gelder aus Wertpapiertransaktionen wie zum Beispiel Dividendenzahlungen auf unverzinste Konten gutschreibt und nicht mehr auszahlen kann oder Wertpapiere nicht mehr zurückgegeben werden können. Natürliche Personen erhalten auf diesbezügliche Forderungen Entschädigungen bis maximal 20.000 Euro, juristische Personen oder Personengesellschaften hingegen 90 Prozent ihrer Forderung, höchstens jedoch 20.000 Euro. Der Schutz der gesetzlichen Anlegerentschädigung steht dem
sche Kreditinstitute sind darüber hinaus gesetzlich verpflichtet, einer Sicherungseinrichtung anzugehören. Für Erste Bank und die österreichischen Sparkassen ist dies die Sparkassen-HaftungsAktiengesellschaft. „Um Kunden bessere Finanzleistungen und besseren Schutz bieten zu können, haben die Erste Bank und die Sparkassen einen Haftungsverbund gegründet“, so Simoni, „dieser bildet in Krisenzeiten ein zusätzliches Sicherheitsnetz. Die Sparkassen im Haftungsverbund haften wechselseitig für die Auszahlung von Kundeneinlagen bis zu 100 Prozent. Der Haftungsverbund sichert dabei währungsunabhängig sowohl Einlagen als auch Wertpapiere.“ 63
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AEW lanciert neuen Entwicklungsplan
AEW
Kundennähe ist bei AEW keine hohle Floskel. Der größte Energieversorger Südtirols beweist dies einmal mehr durch die Eröffnung von zwei so genannten Energy Stores in den Stadtzentren von Bozen und Meran und neuen Angebotspaketen.
In den neuen Geschäftsstellen der AEW erhalten Kunden und Interessierte Auskünfte zu jeglichen Fragen rund um das Thema Energie – und zwar fachgerecht und zeitsparend. Die Energy Stores sind vor wenigen Tagen im Beisein von Gemeindevertretern, Partnerbetrieben und der AEW-Werbeträgerin Tania Cagnotto eröffnet worden und bleiben werktags von 9 bis 18 Uhr und am Samstag von 9 bis 12 Uhr geöffnet. Neben Investitionen in die Netze und deren Ausbau legt AEW seit Jahren einen Schwerpunkt auf die kontinuierliche Verbesserung des Serviceangebots. „Der persönliche Kontakt mit unseren Kunden ist uns sehr wichtig. Deshalb haben wir mitten in Bozen und Meran Energy Stores eingerichtet, in dem AEW-Kunden persönlich und kompetent beraten werden“, betont AEW-Generaldirektor Nicola Calabrò. Die Beratung übernehmen in den neuen AEW-Kundencentern in der Goethestraße 9B in Bozen und in der Freiheitsstraße 59 in Meran ausgebildete Energieberater. „Zwei Monate lang wurden die Mitarbeiter in Form von Intensiv-Schulungen gezielt auf ihre Aufgabe vorbereitet, sodass sie auf die Bedürfnisse der Kunden bestmöglich eingehen können. Ganz egal, mit welchem Anliegen sie sich an uns wenden – ob es um Anmeldungen, Tarife, allgemeine Energiefragen oder gar Stromspar-Tipps geht“, so Calabrò.
Passgenaue Angebote. Indivi-
dualität ist AEW auch bei der Angebotspolitik wichtig: „Der Energiemarkt ist ständig in Bewegung. Den letzten großen Entwicklungsschub hat es durch die Liberalisierung gegeben, die es jedem Bürger ermöglicht, seinen Anbieter frei zu wählen. In diesem Kontext ist es wichtig, sich durch innovative Angebote am Markt
Eröffnung des neuen Energy Stores in Bozen gut aufzustellen“, so Calabrò. Ein Ziel sei es, die Marktführerschaft in Südtirol (aktuell 175.000 aktive Verträge) weiter zu festigen und die nationale sowie lokale Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. „Mit dem Start der Energy Stores führen wir drei neue Tarife ein: „AEW Fix“, „AEW Premium“ und „AEW Young“. Bei AEW Fix liegt der große Vorteil einerseits darin, dass der Strompreis für den Kunden für ein Jahr eingefroren wird, und anderseits, dass aufgrund des Vorjahresverbrauchs bequeme fixe Monatsraten angeboten werden. Der Kunde bezahlt also Monat für Monat gleich viel. „Das dürfte in erster Linie für Familien interessant sein, denen Planungssicherheit im Bezug auf ihre monatlichen Ausgaben besonders wichtig ist.“
AEW Premium bietet AEWKunden eine Vielzahl von interessanten Vorteilen, „darunter ein Vorteilspaket, das Versicherungsleistungen und andere Vergünstigungen enthält.“ AEW Young richtet sich hingegen an Kunden bis 35 Jahren. „Auch sie erhalten eine Reihe von Vorteilen, darunter eine Ermäßigung auf die erste Stromrechnung, die in Form eines Guthabens auf einer aufladbaren Kreditkarte gewährt wird“, erläutert Calabrò.
Kunden- und Umweltorientierung statt Bürokratie. Alle
Verträge und andere wichtige Dokumente könnten zudem mit einer digitalen Signatur unterzeichnet werden. „Damit leisten wir einen Beitrag zu weniger Bürokratie und mehr Effizienz.“ Nicht zuletzt wer-
de auch Papiermaterial eingespart und dadurch die Umweltbelastung reduziert. Passend zur Offensive im Servicebereich brachte AEW auch die App für Smartphones und Tablets, „AEW 4 YOU“, auf den Weg. „Damit erhält ein Kunde von überall aus Einblick in die eigene Kundenposition: den Stromverbrauch, die Zahlungen und andere nützliche Informationen.“ Die Werbeträgerin für die neuen AEW-Angebote ist eine Südtiroler Sportlerin, die seit Jahren erfolgreich an der Weltspitze unterwegs ist: die vielfache Europameisterin und Vize-Weltmeisterin im Wasserspringen Tania Cagnotto. Die Boznerin wird fortan und für die Dauer eines Jahres als Markenbotschafterin von AEW in der Öffentlichkeit auftreten. 65
Impressum Unabhängige Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung Redaktion: Brennerstraße 28, I-39042 Brixen Tel. +39 0472 060200, Fax +39 0472 060201 www.brixner.info E-Mail für Pressemitteilungen: redaktion@brixner.info E-Mail für Leserbriefe: echo@brixner.info Online-Ausgabe: www.brixner.info Verlag: Brennerstraße 28, I-39042 Brixen Tel. +39 0472 060200, Fax +39 0472 060201 E-Mail: office@brixmedia.it, www.brixmedia.it Anzeigenleitung: Sonja Messner, Tel. +39 0472 060212 sonja.messner@brixmedia.it Herausgeber, Chefredakteur und presserechtlich verantwortlich: Willy Vontavon (wv), Tel. +39 0472 060213 willy.vontavon@brixner.info Assistenz Chefredaktion: Doris Brunner (db), Tel. +39 0472 060211 doris.brunner@brixner.info Bildredaktion: Oskar Zingerle (oz), Tel. +39 0472 060210 oskar.zingerle@brixner.info
Dezember 1913
Die Weihnacht des Invaliden Samstag, 13. Dezember 1913 Auf die selige, gnadenreiche Weihnachtszeit freut sich jung und alt; sie ist so recht die Zeit der praktischen Nächstenliebe. Und doch gibt es tausende, die fast ganz ausgeschlossen sind von den Freuden dieser Zeit. Es sind u.a. viele Invaliden der Arbeit! Auf unserem Redaktionstisch kam
Mitarbeiter der Redaktion: Marlene Kranebitter Zingerle (mk) Thomas Oberrauch (to) Annamaria Mitterhofer (amm) Ingo Dejaco (id) Klaus Ramoser (kr) Annika Jöchler (aj) Johanna Bernardi (jb) Evi Hilpold (eh) Anton Rainer (ar) Irene Dejaco (ird) Carmen Plaseller (cp) Andrea Bodner (ab) Hanna Hofer (hh) Lia Vontavon (lv) Barbara Fuchs (bf) E-Mail: vorname.nachname@brixner.info Grafik: Evelyn von Mörl, Tel. +39 0472 060209 evelyn.vonmoerl@brixmedia.it Druck: Athesia Druck GmbH, Weinbergweg 7, I-39100 Bozen www.athesia.it Der nächste „Brixner erscheint um den 27. Jänner 2014 Nächster Redaktionsschluss: 10. Jänner 2014 Die Zeitschrift „Brixner“ erscheint monatlich und wird im Postabonnement 45 % Art. 2, Abs. 20/b, Ges. 662/96, Bozen zugestellt. Eintragung am Landesgericht Bozen am 29.12.1989, Nr. 29/89 R.St. Auflage: 11.000 Stück Preis Abonnement: 1 Euro Abonnentenservice: abo@brixner.info Die in dieser Zeitschrift veröffentlichten Beiträge und Bilder sind urheberrechtlich geschützt. Ohne Genehmigung des Verlages ist eine Verwertung strafbar. Dies gilt auch für die Veröffentlichung im Internet. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Beiträge unter Umständen zu kürzen, abzuändern oder zurückzuweisen. Namentlich gezeichnete Beiträge unserer Mitarbeiter geben nicht unbedingt die Meinung des Herausgebers wieder und sind von der Redaktion nicht in allen Einzelheiten des Inhalts und der Tendenz überprüfbar. Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Fotos und Illustrationen übernimmt der Verlag keine Haftung. Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sämtliche in dieser Zeitschrift veröffentlichten Stellenangebote sich ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechts beziehen. 66
kennt, ist gerne bereit, milde Gaben in einem Sammelkasten zu veröffentlichen.
ein Brieflein von einem braven Arbeiter, der vor mehreren Jahren das Unglück hatte, an einer Kreissäge einen Fuß zu verlieren. Er war Werkführer in einer Brixener Werkstätte. Heute ist er ein Krüppel, der mit Weib und sechs Kindern auf eine Invalidenunterstützung von monatlich 75 Kronen (!) angewiesen ist und der Not und den Hunger mehr als einmal ins Auge gesehen hat. Es kommt die Weihnachtszeit und zur Sorge, wie etwa seine Kinder Weihnacht feiern werden, gesellt sich der Kummer, daß sein Maschinenfuß durchgerostet ist und er nunmehr auf Krücken gehen muß, weil ihm die Mittel zur Anschaffung selbst eines Stelzfußes fehlen. Ein Stelzfuß als Weihnachtsgeschenk! Erbarmt sich niemand ob solchen Elends? Die Redaktion, die Name und Wohnort des armen Invaliden
Das städtische Elektrizitätswerk Samstag, 6. Dezember 1913 Das städtische Elektrizitätswerk bringt seinen Stromkonsumenten zur Kenntnis, daß am Sonntag, den 7. Dezember, von 8 Uhr früh bis 4 Uhr nachmittags der Betrieb wegen dringender Arbeiten (Auswechslung der Druckrohrleitung) unterbrochen ist. Gleichzeitig wird bekanntgegeben, daß auch nächste Woche voraussichtlich nur eine Maschine im Betriebe ist und deshalb im Interesse einer ausreichenden Beleuchtung allgemein darauf gesehen werden muß, daß überflüssiges Brennenlassen der Lampen vermieden wird. Insbesondere müssen Motoren und Öfen um 4 Uhr nachmittags laut §16 der Stromlieferungsbedingungen ausgeschaltet werden. Diese Maßregeln müssen strenge beachtet werden, da sonst ein geregelter Betrieb in den Abendstunden nicht mehr garantiert werden kann.
beiden Herren überreichten u.a. an die Ehrenbürger von Brixen, Hofrat Philipp Krapf und Statthaltereirat R. v. Putzer-Renbegg die Diplome, wobei diese die Deputierten unserer Stadt zu einem Diner in das Hotel Tiroler Hof einluden. Ferner wurden Stremitzer und v. Guggenberg vom Statthalter Exzellenz Graf Toggenburg empfangen, der sich sehr wohlwollend für unsere Stadt interessierte. Nebst anderen Besuchen sprachen die Herren auch beim Generalstabschef für Tirol vor, um mit ihm über die Stadt betreffende Militärangelegenheiten zu konferieren.
600 Kronen von Schweinen gefressen Donnerstag, 25. Dezember 1913 Ein Pächter verlor im Schweinestall seine Brieftasche mit 600 Kronen. Als er den Verlust bemerkte, waren die Banknoten bis auf einige Fetzen von den Schweinen gefressen.
Der Brixener Adventmarkt Samstag, 13. Dezember 1913 Der Brixener Adventmarkt am 9. Dezember war gut besucht. Auftrieb: 273 Großhornvieh, 1.012 Schafe, 99 Schweine und 101 Ziegen. Die Preise für Melkvieh gut, für Lebvieh mittel. Vom Inntale fanden sich mehrere fremde Käufer ein. Die Preise für Kälber waren von 48 bis 60 Heller per Kilo.
Aus dem Rathause Donnerstag, 18. Dezember 1913 Wie gemeldet, begaben sich der Brixener Bürgermeister Johann Stremitzer und Vizebürgermeister Franz von Guggenberg Ende der Vorwoche nach Innsbruck, um in verschiedenen Gemeindeangelegenheiten bei Behörden vorzusprechen. Die
Die „Brixener Chronik“ wurde 1888 gegründet und erschien bis 1925. Die Idee, die Zeitungsartikel aus der „Brixener Chronik“ auszuwählen und zu veröffentlichen, stammt von Günther Eheim (1944-2010) aus Brixen. Die damalige Rechtschreibung, auch eventuelle Druckfehler und sonstige Kuriositäten werden ohne Korrektur beibehalten.
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