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Brixner 284 september 2013

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EXTRA

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Einrichten & Wohnen

Jahrgang 24 · September 2013

Unabhängige Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung

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Brixner Leserforum: Landtagswahlen 2013

Den Kandidaten das Wort PORTRAIT: Der 93-jährige Gerold Peer war Apotheker in Mühlbach DOKUMENTARFILM: „Mama Illegal“ – und was das mit Südtirol zu tun hat KIKU IMS: Am 20. Oktober gemeinsamer Wandertag auf der Plose MÜHLBACH: Standortsuche für das Alten- und Pflegeheim abgeschlossen?


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Editorial

Politik & Gesellschaft

>>> 05

05 | LANDTAGSWAHL: Den Kandidaten das Wort 26 | Reha-Zentrum Kastell: Fördern und fordern 29 | Stadtpfarrkirche: Restaurierung in Planung

Sie haben die Wahl

Menschen & Meinungen 34 | GEROLD PEER: Die Kämpfernatur 39 | Pro & Contra: Technologiepark Bozen 40 | Umfrage: Die Qual der Wahl...

>>> 34

Kunst & Kultur 42 | FILM: Mama illegal 45 | Kunst: Ein Galerist auf Erfolgskurs 47 | Theater: Club der Enttäuschten in der Dekadenz 48 | Theater: Double feature im ex Astra-Kino

>>> 42

Veranstaltungen 57 | TIMER: Oktober 2013

>>> 56

Freizeit & Sport 64 | IMS WALK DAY: Wandern mit Berg-Legenden 67 | Eiskunstlauf: Auf dem Eis

>>> 64

Wirtschaft & Umwelt

>>> 70

70 | MÜHLBACH: Standortsuche fürs Alten- und Pflegeheim 74 | Betriebsportrait Rookies & Kings Extra 80 | Einrichten & Wohnen

>>> 80

Im „Brixner“ finden Sie folgende Icons, die auf entsprechende multimediale Inhalte im „BrixnerPlus“ verweisen: Videodatei

Tondatei

Link zu Homepage

Verlinkung zu youtube

Bildergalerie

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Mit diesem „Brixner“, das gebe ich zu, beanspruchen wir Ihre Aufmerksamkeit mit einer Überdosis Politik – wie immer in der letzten Ausgabe vor wichtigen politischen Wahlen: Auf den folgenden Seiten finden Sie eine ausführliche Transkription unseres Diskussionsabends im bis auf den letzten Platz gefüllten Forum Brixen, für den wir 15 Eisacktaler Landtags-Kandidaten von sechs Parteien und den SVP-Spitzenkandidaten Arno Kompatscher eingeladen hatten. Die dahinter stehende Strategie ist denkbar einfach: Nur gut informierte Wähler können eine gute Wahl treffen, und als Bezirkszeitschrift fühlen wir uns dazu verpflichtet, Sie darüber zu unterrichten, welche Möglichkeiten zur Wahl Sie haben, welche Einstellung die Kandidatinnen und Kandidaten zu den Ihnen wichtigen Themen haben, und welche von den Parteien mehr oder weniger ausgesprochenen Visionen Sie am ehesten ansprechen. Bei diesen 16 Kandidaten handelt es sich zugegebenermaßen um eine Auswahl – auch bedingt durch die Tatsache, dass viele Parteien zum Zeitpunkt der Veranstaltung noch gar nicht genau wussten, wer überhaupt kandidieren werde. Zum Zeitpunkt der Drucklegung sieht es nun so aus, als ob 454 Kandidaten und 16 Parteien für die 35 Landtagssitze antreten würden – die entsprechenden Listen finden Sie ebenfalls auf den folgenden Seiten. Das ganze Land blickt mit Spannung auf die Landtagswahlen vom 27. Oktober – ich auch. Für wen immer Sie sich bei der Wahl auch entscheiden: Ich möchte Sie dazu auffordern, zur Wahl zu gehen, denn schließlich geht es um die nächsten fünf Jahre, die in vielerlei Hinsicht von Unsicherheit geprägt sein werden. In Deutschland ist die Wahlbeteiligung bei den letzthin stattgefundenen Wahlen wieder gestiegen – wär doch gelacht, wenn wir das nicht auch schaffen würden!

Der multimediale „BrixnerPlus“ ist als kostenlose App für iPad, iPhone oder iPod touch im App Store erhältlich – oder ganz einfach im Internet: www.brixner.info

Ihr Willy Vontavon

Abo-Service Sie können ein Abonnement für die Zeitschrift „Brixner“ entweder über die Zusendung dieses Abschnittes oder bequem per E-Mail vornehmen: abo@brixner.info ABONNEMENTPREISE: z Gemeinden Brixen, Vahrn, Natz-Schabs, Lüsen, Mühlbach, Rodeneck, Klausen: Der Preis des Jahresabonnements beträgt 1 Euro, zahlbar jeweils bis 31. März im Rahmen der jährlichen Abo-Aktion z Restliches Staatsgebiet: Der Preis für 12 Ausgaben beträgt 19 Euro, zahlbar im Voraus z Ausland: Der Preis für 12 Ausgaben beträgt 75 Euro, zahlbar in Vorauskasse ❏ Ich bin bereits Abonnent, aber meine Adresse hat sich geändert. Mein Abo-Code ______________________

❏ JA, ich möchte den „Brixner“ an folgende Adresse zugestellt bekommen: Vorname, Nachname _________________________________________________ Adresse __________________________________________________________ PLZ, Ort ____________________________________

Land _______________

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Politik & Gesellschaft

BRIXNER LESERFORUM: LANDTAGSWAHLEN 2013

Den Kandidaten das Wort Der „Brixner“ rief – und alle kamen! Im mit 400 Zuschauern voll besetzen großen Saal des Forums Brixen beantworteten 16 Kandidaten zur Landtagswahl Fragen unserer Leser. Wer nicht dabei war, kann die Antworten hier nachlesen.

Weg zu mehr Bürgerbeteiligung Die erste Frage kommt von einer Leserin: Das Projekt Helm4

Rotwand in Sexten oder auch der Bozner Flugplatz zeigen aus ihrer Sicht einen Mangel an Bürgerbeteiligung auf. Warum hat die Südtiroler Volkspartei große Hürden im entsprechenden Landesgesetz eingebaut? Misstraut sie den Bürgern?

PHILIPP ACHAMMER (SVP): Nein, wir misstrauen den Bürgern nicht. Das neue Gesetz zur direkten Demokratie und die Hürden, die eingeführt worden sind, waren ein innerparteilicher Kompromiss. Einige von uns wollten diese Hürden noch weiter senken, aber am

Ende gab es eben diesen Kompromiss. Grundsätzlich möchte ich aber zum Thema Bürgerbeteiligung folgendes sagen: Es ist meines Erachtens nach falsch, wenn man davon ausgeht, dass eine Volksabstimmung nur Bürgerbeteiligung bedeutet. Im Grun-


DIE QUAL DER WAHL: 400 Zuschauer erhielten im Forum Brixen eine Entscheidungshilfe zur Landtagwahl, die am 27. Oktober stattfinden wird

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Fotos: Oskar Zingerle

de genommen bedeutet es ein Scheitern einer Diskussion, wenn es am Ende nur noch eine Entscheidung zwischen Ja und Nein gibt. Die Bürgerentscheidungen sollten im Vorfeld der politischen Entscheidungen stattfinden, sodass das Korrektiv einer Volksabstimmung gar nicht mehr nötig ist. Denn: Eine Volksabstimmung kann immer nur ein Korrektiv zur repräsentativen Demokratie sein. Da gibt es also noch viel zu tun: Wir brauchen gerade bei Großprojekten im Vorfeld der Entscheidungen mehr Einbeziehung der Bürger. Sollte die darauf folgende politische Entscheidung trotzdem immer noch stark polarisieren, gibt es dann noch das Instrument Volksabstimmung. Man sollte also nochmal über eine Reform dieses Gesetzes diskutieren. Wann ist der Einsatz von Volksabstimmungen für Sie sinnvoll, und wann sind die vom Volk gewählten Vertreter im Sinne des Prinzips der repräsentativen Demokratie legitimiert, politische Entscheidungen zu treffen?

HANS HEISS (GRÜNE): Das schließt unmittelbar an das an, was Achammer eben ausgeführt hat. Direkte Demokratie ist ein wertvolles Instrument, aber derzeit behindert durch zahlreiche Hürden. Die repräsentative Demokratie hat dann einen hohen Stellenwert, wenn die Mandatare verantwortungsbewusst und objektiv handeln. Es ist aber genauso notwendig, die direkte Demokratie als zweite Säule zuzulassen und nicht nur als Korrektiv. Gerade in Fällen wie beim Flughafen Bozen oder bei der Verbindung HelmRotwand in Sexten wären sehr viele Konflikte vermieden worden, wenn die direkte Demokratie zugelassen worden wäre. Dann hätte das Volk nach umfassender Information abgestimmt, und dieser Streit wäre vermieden worden. Ich halte sehr viel von repräsentativer Demokratie, betrachte aber die direkte Demokratie in ihren Ausprägungen als ergänzende zweite Säule. WALTER BLAAS (FREIHEITLICHE): Auch ich empfinde das Gesetz

zur direkten Demokratie als Lenkungsinstrument und nicht nur als Korrektiv. Das von der SVP beschlossene Gesetz zur direkten Demokratie kann nicht unbedingt gut gelaufen sein, denn sonst hätten Sie, Herr Achammer, sich doch nicht für das Referendum zur Abschaffung des Gesetzes ausgesprochen. Herr Kompatscher, ist das Gesetz, das die SVP im Juni beschlossen hat, so schlecht, dass sich Achammer dagegen ausspricht? ARNO KOMPATSCHER (SVP): Das Gesetz sollte in der öffentlichen Diskussion nicht auf das Instrument der Volksabstimmung beschränkt werden. In diesem Gesetz sind nämlich viele andere Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung enthalten – zum Beispiel die so genannte Bürgerinitiative. Mit dieser wird der Landtag dazu aufgefordert, sich mit einer Thematik zu befassen. Dazu braucht es viel weniger Unterschriften als für die Volksabstimmung. Was die Volksabstimmung betrifft, wurde

auch vom Rat der Gemeinden, dem ich vorstehe, eine niedrigere Hürde an Unterschriften gefordert, genauso wie von Arnold Schuler, der im Publikum sitzt. Am Ende gab es aber eben diesen Kompromiss. Man sollte also nicht das gesamte Gesetz aufgrund der Unterschriftenhürden schlechtreden – das wäre nicht korrekt. Trotzdem: Es gibt darüber noch Diskussionsbedarf. Grundsätzlich stehe ich dafür ein, die Menschen bei großen Entscheidungen in Zukunft viel früher an der Diskussion zu beteiligen. Das ist die neue Politik, wie ich sie mir vorstelle.

Politik im mehrsprachigen Südtirol Herr Bertoldi, eine Frage eines Lesers: Was antworten Sie demjenigen, der sagt, dass sich der PD in Brixen nicht genügend um die italienische Sprachgruppe gekümmert hat? 5


Politik & Gesellschaft

FRANCESCO BERTOLDI (PD): Ich weiß nicht, worauf sich diese Vorwürfe stützen. Wir müssen uns viel mehr anschauen, was der Brixner Gemeinderat in den letzten drei Jahren geleistet hat. Führen wir uns die Umstrukturierung der Manzoni-Schule vor Augen – ein vor Jahren eingestelltes Projekt, wurde nun weitergeführt. Wenn man die Fertigstellung des Oratoriums Don Bosco und die Entscheidung für den geplanten Fußballplatz in Milland betrachtet, so kann man nicht behaupten, dass sich der PD nicht um die Interessen der italienischen Sprachgruppe kümmert. Wenn man sich jedoch darauf bezieht, dass im PD mehr deutsch- als italienischsprachige Vertreter im Brixner Gemeinderat sind, so ist das etwas Anderes. Hier hat aber am Ende immer der Wähler das Wort. In der Anzahl der deutschsprachigen Kandidaten auf der Liste hat sich 2010 der PD nicht sonderlich von anderen italienischen Parteien unterschieden. Frau Prader, entwickelt sich der PD langsam zur deutschsprachigen Partei? RENATE PRADER (PD): Die Brixner Demokratische Partei ist ein Vorzeigemodell für ganz Südtirol. Wir glauben, dass unsere Partei gerade in diesem Bereich zukunftsgerichtet ist und dass in Parteien heute alle drei Sprachgruppen Platz finden müssen. In Brixen haben wir es geschafft: Im Stadtrat haben wir zwei italienische Vertreter, im Gemeinderat zwei Deutsche und einen Ladiner. Wir sind der Meinung, dass es keine Hürde mehr geben darf zwischen den Sprachgruppen. Wir sehen einfach nur die Probleme, die das Land hat, die Probleme, die die Menschen haben, und wir

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MAGDALENA AMHOF (SVP): „Wenn die Seilbahn funktionieren soll und in das öffentliche Personennahverkehrsnetz eingebunden werden soll, muss sie direkt am Bahnhof starten“

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versuchen, diese zu lösen. In der Volksschule Rosmini bieten wir beispielsweise ein dreisprachiges Modell an, da wir daran glauben, dass wir den Kindern heute die Dreisprachigkeit schon in der Volksschule mitgeben müssen. Die Tendenz von unserer Seite wäre, dies auch auf den Kindergarten auszudehnen. Die Zukunft sollte nicht eine Trennung, sondern ein Miteinander der Sprachgruppen sein. ANTONIO BOVA (L’ALTO ADIGE NEL CUORE): Ob eine Partei die italienische Sprachgruppe repräsentiert, hängt doch nicht davon ab, wie viele Vertreter anderer Sprachgruppen in dieser Partei sind, sondern davon, was man dann effektiv für die Sprachgruppe tut. Der PD will nach außen hin

zeigen, dass er zweisprachig ist und dass ihre Mitglieder über der Problematik der Sprachgruppen stehen. Wenn es dann aber im Gemeinderat darum geht, Vertreter in die verschiedenen Gemeindekommissionen zu wählen, dann wählt der PD immer italienischsprachige Personen. Prader irrt sich übrigens, wenn sie sagt, dass der PD das Sprachmodell in der Rosmini-Schule erfunden hat; es waren nämlich die Eltern der Schüler, die dies gefordert hatten. Schauen Sie, auch auf Landesebene müssen wir Italiener darüber nachdenken, wie die Zukunft unserer Sprachgruppe in Südtirol aussehen soll. Es kann doch nicht sein, dass die SVP in Rom über Dinge verhandelt, die eigentlich die italienische Sprachgruppe betreffen – siehe Toponomastik. In den vergangenen Jahren war dies das große Versäumnis der italienischen Mitte-Links-Parteien. Wenn es den „disagio degli Italiani“ hier bei uns immer noch gibt, so sind diese Parteien dafür verantwortlich. DARIO STABLUM (SCELTA CIVICA PER L’ALTO ADIGE): Wir reden hier grundsätzlich von einem politischen Problem: Unsere Autonomie braucht einen Qualitätssprung. Ich wünsche mir eine Autonomie, die von allen drei Sprachgruppen gelebt wird. Vor einigen Tagen hat Arno Kompatscher in Bozen zu diesem Thema gesprochen, und seine Aussagen kann ich wirklich teilen. Wenn wir eine Stärkung dieser Autonomie wollen, die in Richtung Selbstbestimmung geht, braucht es einen gemeinsamen Weg aller drei Sprachgruppen dorthin. Um zum „disagio“ drei Worte zu verlieren: Ich bin Italiener, und ich fühle mich absolut nicht „in disagio“. Einen wirtschaftlichen „disagio“

gibt es nicht, wenn schon, dann ist dieser „disagio“ rein politisch, weil sich die italienische Sprachgruppe benachteiligt fühlt, weil sie immer nur als „Vize“ eingesetzt wird. In der Weiterentwicklung der Autonomie wird die italienische Sprachgruppe nicht involviert, was zu einem gewissen Misstrauen führt. Dieses Misstrauen muss abgebaut werden, im Interesse aller. Südtirols Probleme müssen hier gelöst werden – danach können wir alle gemeinsam nach Rom fahren und die richtigen Forderungen stellen.

Das Schulwesen im mehrsprachigen Südtirol Frau Amhof, hat das Schulwesen in den vergangenen Jahrzehnten in Südtirol versagt? MAGDALENA AMHOF (SVP): Dass zweisprachige Schulen die Lösung aller Probleme darstellen, empfinde ich als einen Mythos. Trotzdem: Das Projekt, das wir an der Grundschule Rosmini ausgearbeitet haben in Zusammenarbeit mit Eltern, Schulführungskräften und der Universität Brixen, ist sehr gelungen. Es ist ein Projekt, das sich aber auch im Rahmen des Artikel 19 des Autonomiestatutes bewegt; also ein nachvollziehbares und durchführbares Schulprojekt, das unter den gängigen Regeln unseres Autonomiestatuts funktionieren kann. So kann Sprachenlernen an der Schule gefördert werden, wobei ich der Auffassung bin, dass Spracherwerb nicht alleine in der Schule passieren darf, sondern es braucht dazu vor allem die entsprechende Einstellung der Eltern, des persönlichen


ses mehrsprachige Projekt längst angenommen hat. Deshalb ist es obsolet, die Partei dafür zu kritisieren. Die Ergebnisse sprechen doch ganz klar für sich. Viel mehr sollte es darum gehen, dass die Politik Probleme der Menschen löst. Ich habe noch nie als Arzt erlebt, dass ein Patient jemanden von der anderen Sprachgruppe haben wollte, um sein Problem zu lösen. Die Politik sollte endlich versuchen, sich von einigen dieser starren Überlegungen zu lösen.

ANTONIO BOVA (L’ALTO ADIGE NEL CUORE): „Die bisher verhinderte Hotelanlage in den Koja-Wiesen ist eine verpasste Chance für Brixen“

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Umfeldes eines Kindes, damit es die Zweitsprache in diesem Land auch wirklich lernt. Nicht allein die Schulbildung führt dazu, und genau das merken wir an den Resultaten, die wir heute in den Schulen haben. Dabei ist vor allem auch bei den Sprachlehrern anzusetzen. Wenn wir die Sprachlehrer der jeweiligen Zweitsprache betrachten, so scheint es derzeit, als ob es ausreichen würde, die Unterrichtssprache als Muttersprache zu haben, um unterrichten zu können. Das ist entschieden zu wenig. Wenn wir die Ausbildung der Sprachlehrer verbessern, schaffen wir durchaus einen Unterricht, der den Anforderungen gerecht wird. Ich bin nicht davon überzeugt, dass Qualität unbedingt mit zweisprachigen Schulmodellen entstehen muss. Spracherwerb kann auch anders funktionieren, zum Beispiel in Vereinen, in denen die Sprachgruppenzugehörigkeit keine Rolle spielt: Hier lernen Kinder spielerisch die jeweils andere Sprache. HORAND MEIER (PD): Allein die Frage, ob die Demokratische Partei die italienischen Belange vertritt oder nicht, ist eigentlich ein Beweis dafür, dass man noch an einer Politik anhängt, die schon längst von den Menschen überwunden worden ist. Wenn eine Partei ein mehrsprachiges Projekt anbietet und der Wähler dann auch mehrere Mandatare aus verschiedenen Sprachgruppen wählt, so ist das doch der beste Beweis dafür, dass die Bevölkerung die-

CHRISTOPH MOAR (GRÜNE): Frau Amhof hat Recht: Sprachkompetenz und Spracherwerb hängen nicht allein von der Schule ab. Wenn die Eltern den Kindern die Sprachen nicht nahelegen, wenn sie sie nicht dafür begeistern, so wird eine Schule das nicht richten können. Wo ich ihre Meinung aber nicht teile, ist, dass das Problem damit gelöst werden würde, wenn wir Lehrer besser ausbilden, die Deutsch oder Italienisch als Fremdsprache beibringen. Ich habe ein Unternehmen mit hochqualifizierten Arbeitsplätzen, und die Südtiroler, die sich nach 13 oder gar 18 Jahren Schulbildung bei mir bewerben, sind nicht perfekt zweisprachig. Wenn sich hingegen ein Russe bei mir bewirbt, so spricht er in der Regel besseres Englisch, Deutsch und Italienisch als unsere Schulabsolventen. Da haben wir also klar versagt. Wir müssen es schaffen, dass unsere Kinder in Zukunft auf dem Arbeitsmarkt bestehen können. Wir müssen den Kindern also diese Sprachkompetenzen in den Schulen vermitteln. Manche fürchten sich davor, dass unsere Kinder ihre Muttersprache verlieren. Diese Ängste sind unbegründet; es reicht, wenn man der jeweiligen Muttersprache in der Schule mehr Gewicht gibt. RENATER PRADER (PD): Es ist ja immer recht nett, über verschiedene Schulmodelle zu sprechen, aber ich schaue mir lieber die Ergebnisse an. Ich habe einen gemischtsprachigen Sohn. Er ist vier Jahre alt und spricht perfekt deutsch und italienisch. Er hat eine deutsche und eine italienische Kindergärtnerin, wir Eltern haben uns zusammengetan und dazu noch einen Englisch-Kurs organisiert. So bekommt mein Sohn auch erste Zugänge zur englischen Sprache. Ich selbst hatte mit 20 noch kein Italienisch gesprochen; erst danach habe ich „sudando“ die Zweitsprache gelernt. Wenn ich die Kandidatenriege hier be-

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Politik & Gesellschaft

obachte, so frage ich mich schon, wer von ihnen diese Veranstaltung sowohl in Deutsch als auch in Italienisch weiterführen könnte. Die Schule in Südtirol hat einen sehr wichtigen Auftrag: Wir müssen unseren Kindern Deutsch, Italienisch und wenn möglich auch Englisch beibringen. HARTMUTH STAFFLER (SÜD-TIROLER FREIHEIT): Es ist nicht ein Versagen des Schulwesens, sondern ein Versagen der Gesellschaft. Ich selbst habe in der Schule nicht Italienisch gelernt, ich habe es mir selbst beigebracht. Man kann also eine Sprache auch ohne Schule lernen. Es ist aber Unsinn, wenn wir glauben, wir müssen das ganze Land bis ins letzte Bergdorf flächendeckend zweisprachig machen. Mehrsprachigkeit ist etwas Wunderbares; je mehr Sprachen wir sprechen, umso besser, aber ich bin absolut dagegen, dass Südtirol flächendeckend zweisprachige Schulen haben soll. Auch geschichtlich gesehen ist es Unsinn, da die deutsche Sprache ja einst im Unterricht verboten war – ob deutsche Schulen weiterbestehen sollen, darf dem entsprechend doch nicht in Diskussion stehen.

an unserer Zugehörigkeit zu Italien, die als Zwang empfunden wird. Und unter Zwang macht man nichts gerne. In Osttirol findet man mehr Menschen, die gut italienisch sprechen, als in Südtirol – gerade weil sie eben nicht italienische Staatsbürger sind. Herr Kompatscher, muss sich das Schulsystem in den nächsten Jahren verändern?

DARIO STABLUM (SCELTA CIVICA PER L’ALTO ADIGE): „Unsere Autonomie braucht einen Qualitätssprung. Ich wünsche mir eine Autonomie, die von allen drei Sprachgruppen gelebt wird“

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Ich denke, wer die Zweitsprache lernen will, schafft das mit Leichtigkeit, aber viele wollen es nicht, und dies liegt auch sicher

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ARNO KOMPATSCHER (SVP): Sprachkompetenz ist wichtig, da besteht Einigkeit. Gerade in einem Grenzland sollte man Sprachkompetenz dafür nützen, um eine Brückenfunktion wahrnehmen zu können zwischen dem deutschen und italienischen Wirtschaftsraum. Das schafft Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt und somit Möglichkeiten für die Zukunft unserer Jugend. Es ist jedoch nicht die Schule alleine, die das leisten kann, aber wir können einiges tun: Zum Beispiel können wir die Schule dadurch entlasten, dass wir sie in Zukunft ein bisschen mehr in Ruhe lassen und nicht alle paar Monate über eine Schulreform diskutieren. Es gibt sicher einiges zu tun, aber man muss der Schule auch die Möglichkeit geben zu arbeiten; die Lehrer müssen die Möglichkeit bekommen, sich auf den Unterricht zu konzentrieren. Derzeit wird die Lehrerschaft mit bürokratischen Aufgaben belastet, die wir in Frage stellen müssen. Aber: Die Veränderungen müssen gemeinsam mit der Lehrerschaft erarbeitet werden. PIUS LEITNER (DIE FREIHEITLICHEN): Hände weg vom Autonomiestatut, Hände weg vom Artikel 19, keine Versuche an der deutschen Schule, die im Prinzip ja nur eine Schule mit deutscher Unterrichtssprache ist – so ist der richtige Terminus. Eine Minderheit kann es sich nicht leisten, Versuchskaninchen zu spielen. Alle wollen mehrsprachig sein, und wenn die Zweisprachigkeitsprüfungen in Südtirol der Gradmesser sind für die Sprachkenntnisse, dann haben wir effektiv versagt. Wir müssen zunächst ansetzen an der Ausbildung der Zweitsprachenlehrer. Ich zitiere Giorgio Holzmann: Er hatte in seiner gesamten Schulzeit in Bozen nie einen deutschsprachigen Deutschlehrer. Wir müssen die Zweitsprache als Fremdsprache unterrichten, dann funktioniert es. Der Beweis: Unsere Kinder lernen derzeit besser Englisch als Deutsch und Italienisch. Da muss man ansetzen.

TAMARA OBERHOFER (DIE FREIHEITLICHEN): Mir liegen Fremdsprachen auch sehr am Herzen. Ich gebe Nachhilfestunden, und dabei fällt mir auf, dass viele deutschsprachige Schüler Probleme mit ihrer eigenen Muttersprache haben. Primär ist es also wichtig, dass unsere Kinder die Muttersprache richtig erlernen; danach kann man je nach Talent entscheiden, welchen Weg der Schüler einschlägt. Dass jeder dazu verpflichtet wird, eine mehrsprachige Schule zu besuchen, würde ich aus falsch ansehen.

Selbstbestimmung für Südtirol Frau Libera, nehmen wir an, Sie wären nach den Wahlen Landeshauptfrau und hätten Regierungsverantwortung. Was würden Sie konkret unternehmen, um Ihre Vision der Selbstbestimmung zu realisieren? PETRA LIBERA (SÜD-TIROLER FREIHEIT): Ich wäre zunächst stolz darüber, dass ich die erste Landeshauptfrau wäre. Das Wichtigste ist natürlich die Selbstbestimmung. Wir als Südtiroler Freiheit haben ein Referendum gestartet, wobei alle abstimmen können, ob sie für Selbstbestimmung sind oder nicht. Dann wird es sich zeigen. Sobald wir die Selbstbestimmung haben, geben die Wähler den Weg vor, sei es jetzt in Richtung Freistaat oder Rückgliederung an das Heimatland. Und dann werden wir mit der Arbeit loslegen. Herr Staffler, bitte verzeihen Sie die folgende Provokation: Bedeutet ein selbstverwaltetes Referendum, dass sich die Partei die Stimmen selbst organisiert? HARTMUTH STAFFLER (SÜD-TIROLER FREIHEIT): Herr Moar hat in den Medien versucht, eine Anleitung zur Wahlfälschung zu geben – das ist bezeichnend für das Demokratieverständnis der Grünen. Unser Referendum läuft so korrekt wie möglich ab. Es ist ein selbstverwaltetes Referendum, und das Ergebnis ist nicht bindend. Das Ergebnis ist viel mehr ein Hinweis für die Politik: Was wünscht sich die Bevölkerung? Ein offizielles Referendum kann man erst durchführen, nachdem darüber im Landtag abgestimmt wurde. Wenn die Bevölkerung


HANS HEISS (GRÜNE): „Jede Partei ist irgendwann interessiert am Regieren, aber dazu muss die eigene Situation stimmen, und dazu muss auch der Regierungspartner bestimmte Voraussetzungen erfüllen“

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sich in unserem Referendum für die Selbstbestimmung ausspricht, dann wird sich die große Politik

CHRISTOPH MOAR (GRÜNE): Um Missverständnisse auszuräumen: Die Technologie, die Sie für Ihr Referendum angewendet haben, ist nicht vor Missbrauch sicher – das und nichts anderes habe ich behauptet. Die persönlichen Daten, mit denen man sich auf Ihrer Website registrieren konnte, kann jeder Bürger in der Gemeinde erfahren. Was ist das also für eine Wahl, wenn jeder im Namen eines anderen wählen kann? Das Ergebnis wird auf diese Weise verfälscht. Mit Ihrer Aktion haben Sie dem Thema Selbstbestimmung keinen guten Dienst erwiesen. (Anm. d. R.: Inzwischen hat die

Süd-Tiroler Freiheit die Möglichkeit, online abzustimmen, deaktiviert) PHILIPP ACHAMMER (SVP): Wir müssen der Bevölkerung reinen Wein einschenken über die Voraussetzungen, ein Referendum zur Selbstbestimmung durchzuführen. Der eigene Gutachter der Süd-Tiroler Freiheit, Professor Peter Hilpold von der Uni Innsbruck, hat deutlich gemacht, dass Südtirol kein Recht auf die einseitige Ausübung der Selbstbestimmung hat. Völkerrechtlich gesehen kann Südtirol das Recht auf Selbstbestimmung nur dann ausüben, wenn die deutschsprachige Minderheit in der eigenen Existenz bedroht ist oder diskriminiert wird. Es ist falsch, den Leuten vorzugaukeln, wir könnten ganz einfach abstimmen, und dann werden die Staatsgrenzen um ein paar hundert Kilometer verschoben. Ich bin der Meinung, dass Selbstbestimmung auch nicht unser Ziel sein kann. Wir müssen einfach daran arbeiten, unsere Autonomie abzusichern und weitere Kompetenzen nach Südtirol zu holen. Dieser Weg hat sich

bei allen Schwierigkeiten als der Richtige erwiesen. HARTMUTH STAFFLER (SÜD-TIROLER FREIHEIT): Wir haben nie behauptet, dass es ohne Probleme gehen wird – es wird sogar ein sehr schwieriger Weg sein. Aber wenn es andere bereits geschafft haben, müssen wir uns schon fragen, warum wir darauf verzichten, es zumindest zu versuchen. Montenegro hat es geschafft. Hilpold hat übrigens das gesagt, was auch schon im Gutachten des Internationalen Gerichtshofes geschrieben steht: Wir haben kein ausdrückliches Recht auf Sezession, aber es gibt im Völkerrecht auch keinen Paragrafen, der es uns verbieten würde. Deshalb ist es dazu gekommen, dass sich Montenegro gelöst hat. Deswegen wird es mit dem Segen der EU vielleicht auch dazu kommen, dass Schottland sich entscheidet. Warum sollen wir es also nicht probieren? HORAND MEIER (PD): Wir sollten dabei bleiben, die Autonomie auszubauen, das ist der richtige Weg. Die Demokratische Partei steht voll dahinter. Zeichen dafür

Gemeinsam für Südtirol!

Landeshauptmann-Kandidat

Arno Kompatscher mit dem SVP-TEAM

www.svp.eu

27.10. Landtagswahl 2013 9

Wahlwerbung, Auftraggeber: SVP

auch nicht mehr davor drücken können. Die Selbstbestimmung wird international immer mehr zu einem Instrument, um Gerechtigkeit zu schaffen. Montenegro ist 2006 selbstständig geworden durch ein Referendum, in Schottland wird nächstes Jahr abgestimmt, in Katalonien arbeitet man darauf hin, auch im Baskenland. Es ist das Instrument der Zukunft, mit dem man Ausgleich schafft, wo es Konfliktherde gibt. Deshalb setzen auch wir darauf.


Politik & Gesellschaft

ist auch, dass Francesco Palermo mit Zustimmung von SVP und PD ins Italienische Parlament gewählt wurde. Ein Ausbau der Autonomie ist also das Ziel. Wenn wir es zum Beispiel schaffen, die Finanzautonomie zu bekommen, dann sind wir einen großen Schritt weiter: Derzeit zahlen die Südtiroler Steuern, und das Land wartet dann darauf, dass der Staat 90 Prozent wieder an Südtirol zurückzahlt. Ziel muss sein, dass wir die Steuern behalten und die zehn Prozent an Rom überweisen. ANTONIO BOVA (L’ALTO ADIGE NEL CUORE): Die Sezession würde gegen das „Projekt Europa“ gehen. Wenn wir es nicht schaffen, uns hier zu integrieren, wie wollen wir es dann schaffen, uns in Europa zu integrieren? Wenn man von Montenegro spricht, sollte man auch die Geschichte dieses Landes kennen, die vollkommen anders ist als jene von Südtirol. Wer sich die Situation anderer Minderheiten in Europa genauer ansieht, merkt schnell, dass diese vollkommen anders ist als die Situation der Minderheit in Südtirol. In Korsika war es zum Beispiel bis vor zehn Jahren nicht einmal erlaubt, den Kindern italienische Namen zu geben. Wir müssen also wirklich europäische Integration schaffen und nicht nur daran denken, dass Südtirol zweisprachig sein soll, weil wir alle hier zusammenleben. Europa ist mehrsprachig. HANS HEISS (GRÜNE): Das Risiko, das mit einer Ausübung des Selbstbestimmungsrechtes heraufbeschworen würde, ist weitaus größer als der denkbare Gewinn. Der Autonomieprozess hat Südtirol und seine Sprachgruppen mühsam geeint und aufeinander zugeführt. Die Ausübung des

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Selbstbestimmungsrechtes würde zu einer Spaltung der deutschen Sprachgruppe und zu einer Auseinandersetzung zwischen der italienischen und der deutschen Sprachgruppe führen – von den Ladinern ganz zu schweigen. Das ist ein allzu hoher Preis, den ich nicht zu zahlen bereit wäre. PETRA LIBERA (SÜD-TIROLER FREIHEIT): Parlamentarier Karl Zeller von der SVP hat immer wieder gesagt, Schottland und Katalonien würden die Selbstbestimmung nie bekommen; jetzt sind diese dabei, es zu schaffen. Sagen, dass etwas nicht möglich ist, ist also zu einfach. Ich finde nicht, dass es mit der Selbstbestimmung zu einer Spaltung der Sprachgruppen komme würde, nur weil wir uns von Italien loslösen. Die Verhältnisse werden sich vielleicht geringfügig ändern. Dann wären eben die Italiener und die Ladiner hier eine geschützte Minderheit, wie wir es jetzt sind. DARIO STABLUM (SCELTA CIVICA PER L’ALTO ADIGE): Diese Diskussion müsste in uns allen Verantwortungssinn wecken: Wie kann Realpolitik aussehen? Selbstbestimmung bleibt ein unerfüllbarer Traum, eine Sezession würde unserem Land einen großen Schaden zufügen. Uns geht es gut, wir konnten im Großen und Ganzen auch Vertrauen aufbauen. Auch die rechten Parteien Italiens haben sich mit unserer Autonomie längst angefreundet, und deshalb müssen wir auf diesem Weg weitergehen. Vorschläge zu diskutieren, die nicht dem Autonomiestatut entsprechen, destabilisieren die derzeitige Lage – das bringt dem Land keine Vorteile. PHILIPP ACHAMMER (SVP): Ich muss auf die Aussage von Hartmuth

Eiche

Zeder

Staffler noch kurz reagieren: Ich habe erst kürzlich mit dem Vertreter der Katalanen in der EURAC Summer School geredet, und er hat klar zum Ausdruck gebracht, dass die Katalanen ganz genau wissen, dass sie das Referendum zur Selbstbestimmung nicht auf einer rechtlichen Basis ausüben. Man macht das Referendum nach dem Motto: Irgendwas wird schon herauskommen. In Schottland hingegen wird abgestimmt mit der Zustimmung der Zentralregierung. Hätten die Schotten aber jene Kompetenzen, die wir in Südtirol haben, so würden sie sich sicher nicht vom Zentralstaat loslösen wollen, so wurde mir berichtet. Man muss den Leuten klaren Wein einschenken und darf nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. PIUS LEITNER (DIE FREIHEITLICHEN): Wir sollten viel lieber über jene Themen reden, die die Menschen betreffen: Soziales, Wirtschaft, Familie. Ich denke nicht, dass die Landtagswahlen ein geeigneter Zeitpunkt ist, um über eine Selbstbestimmung zu diskutieren. Ich bin für die Selbstbestimmung, aber dessen Träger sind nicht Parteien, sondern Völker oder Volksgruppen. Wenn wir an die Zukunft Südtirols denken, müssen wir eine parteienübergreifende Lösung finden. Das sollte man aber eher im Hinblick auf die EU-Wahlen machen. Trotzdem: Alternativlosigkeit, wie die SVP immer wieder sagt, darf es nicht geben. In einer Demokratie muss es möglich sein, auch eine andere Meinung zu haben. Wenn wir von Alternativlosigkeit sprechen, sind wir ganz nahe an der Diktatur. PETRA LIBERA (SÜD-TIROLER FREIHEIT): Eine schnelle Antwort auf Philipp Achammer: Sicher haben die Schotten die Zustimmung der

Eiche Avignon

TAMARA OBERHOFER (DIE FREIHEITLICHEN): „Das Erlernen eines Handwerks ist eine gute Entscheidung: Man sollte die Kinder dazu sensibilisieren, dass es einfach nicht mehr stimmt, dass es heutzutage ohne Matura nicht geht“

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Engänder, aber sie haben auch lange darauf hingearbeitet – unmöglich ist es also nicht. Herr Achammer, Sie sagen, man solle nicht Äpfel mit Birnen vergleichen: Nun, jedes Jahr kommen viele Minderheiten nach Südtirol, um die weltbeste Autonomie kennenzulernen, aber im Gegenzug heißt es immer, wir können uns nicht mit einer anderen Minderheit vergleichen. ARNO KOMPATSCHER (SVP): Ich sehe mich heute überraschenderweise immer wieder in der Lage, Pius Leitner zustimmen zu dürfen. Auch ich denke, es gibt andere brennendere Themen, die wir diskutieren sollten: Arbeitslosigkeit, Bildung, leistbares

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Wohnen, Lebenshaltungskosten, stagnierende Löhne. Zum Punkt Selbstbestimmung also nur eine kurze Aussage: Die Ausübung des Rechtes auf Selbstbestimmung steht im Grundsatzprogramm der SVP, wir streben die maximale Eigenständigkeit auf dem Weg der Autonomie an. Dies fußt auf die berühmte Landesversammlung 1969 in Meran: Auch damals hatte man die Wahl zwischen einer realpolitischen Lösung, einer Chance, tatsächlich etwas zu erreichen, und eben einem Wunschtraum. Man hat sich damals für die Realpolitik entschieden. Dieser Weg war erfolgreich, und diesen Weg wollen wir konsequent weitergehen hin zur maximalen Eigenständigkeit. Zum Beispiel, indem wir unsere Finanzautonomie ausbauen und Steuerhoheit erreichen. Diese Verhandlungen laufen bereits und stehen auf einer rechtlichen Grundlage. Montenegro sollte man in dieser Diskussion bitte nicht anführen: Die Selbstständigkeit von Montenegro fußt auf den Verfall des Staates Jugoslawien – bei einem Staatenverfall ist es eine völkerrechtliche Praxis, dass es eine

Sezession gibt. Das ist also eine vollkommen andere Situation wie bei uns. Zur Alternativlosigkeit: Unter den derzeitigen Voraussetzungen ist das Recht auf Sezession nicht gegeben. Das sagt nicht nur die Südtiroler Volkspartei, sondern alle Völkerrechtler, die sich mit dem Thema befasst haben. Wir wollen also den Weg der maximalen Eigenständigkeit weitergehen, aber gemeinsam mit allen drei hier lebenden Sprachgruppen. Wir wollen Zukunft für Südtirol schaffen, indem wir nicht an irgendwelche Experimente denken, sondern indem wir konsequent den Weg fortschreiten, den Silvius Magnago vorgezeichnet hat und den Luis Durnwalder erfolgreich weitergeschritten ist. PETER GASSER (SVP): Unter der Regierung Monti wurden sehr viele Kompetenzen beschnitten. Ich bin der Meinung, dass die SVP damals zu still gewesen ist. Damals hätten wir lauter aufschreien müssen gegen Montis autonomiefeindliche Vorgehensweise. Jetzt müssen wir darum kämpfen, diese uns geraubten Befugnisse wieder zurückzuholen. Wir sollten

also wirklich in Richtung höchstmöglicher Eigenständigkeit gehen. Mein Ziel ist ein Europa der Regionen, wo nationale Grenzen an Bedeutung verlieren.

Die Vision Seilbahn Brixen – St. Andrä

Ein Leser fragt: Wie stehen Sie zum Thema Seilbahn BrixenSt. Andrä? Wie würden Sie sich diesbezüglich verhalten, falls Sie in den Landtag gewählt würden? WALTER BLAAS (DIE FREIHEITLICHEN): Wir haben anfangs die Notwendigkeit dieser Bahnverbindung in Frage gestellt, sind dann aber doch zur Überzeugung gelangt, dass ein Großteil der Brixner diese Verbindung wünscht. Wir haben aber alternative Standorte zum Bahnhof ausfindig gemacht; laut der Freiheitlichen Ratsfraktion Brixen wäre der ideale Standort beim Volksbankgelände in der Industriezone, der verkehrstechnisch gut gelegen ist. Dieser

ARNO KOMPATSCHER (SVP): „Unternehmen müssen steuerlich entlastet werden. Von diesen Erleichterungen müssen aber vor allem die Mitarbeiter dieser Unternehmen profitieren“

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Standort würde das Problem des Überfluges ziemlich eingrenzen, deshalb wäre es eine gute Lösung gewesen. Allerdings haben wir

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Nr. 28

offen, geradlinig, konsequent

DIE ZEIT IST REIF

ARNOLD SCHULER 11


Politik & Gesellschaft

uns auch mit der Volksabstimmung beschäftigt und als einzige Partei Alternativen zur Fragestellung eingebracht. Wir wollten einer Volksabstimmung zustimmen, waren aber mit der vom Bürgermeister vorgeschlagenen Fragestellung nicht einverstanden. Standort Bahnhof – ja oder nein, das war uns zu reduktiv, und es hätte nicht klar zum Ausdruck gebracht, ob die Brixner überhaupt eine Seilbahn haben wollen. PETER GASSER (SVP): Ich finde es sehr schade, dass im Brixner Gemeinderat seinerzeit nicht die notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit zustandegekommen ist, um das Volk entscheiden zu lassen. Das Volk soll bei solchen Großprojekten entscheiden dürfen. Großprojekte sind in der Regel sehr umstritten, und wenn wir immer von direkter Demokratie reden, dann hat man es im Gemeinderat verabsäumt, die Volksabstimmung zuzulassen. Im Eisacktal ist das Thema Wirtschaft und Beschäftigung sehr wichtig: Wir haben große Betriebe, die Mitarbeiter entlassen haben – das Thema Arbeitslosigkeit wird uns in den

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PIUS LEITNER (DIE FREIHEITLICHEN): „Es ist ein Irrglauben zu meinen, dass eine Medical School dazu führen wird, dass wir dadurch bessere Ärzte haben werden“

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nächsten fünf Jahren sehr beschäftigen. Deshalb sind Investitionen in große Infrastrukturen äußerst wichtig. Die Seilbahn Brixen-St. Andrä, jene in Mühlbach, die Riggertal-Schleife – bestimmte Investitionen sind in den nächsten Jahren anzugehen, damit wir es schaffen, die Wirtschaft anzukurbeln und damit wir das Eisacktal wirtschaftlich aufwerten können. HORAND MEIER (PD): Wir vom PD wollten immer, dass die Bevölkerung die Entscheidung zur Seilbahn trifft. Es wurde bereits angesprochen: Uns hat damals im Brixner Gemeinderat eine einzige Stimme gefehlt, und jeder von uns weiß, wer dafür verantwortlich ist. Hätte es damals im Gemeinderat eine Mehrheit gegeben, wäre diese Volksabstimmung längst schon abgehalten worden, und das Thema wäre vom Tisch: Wir wüssten heute, ob die Seilbahn gebaut wird oder eben nicht. Diese Gemeinderatssitzung stellt sicherlich eine Niederlage für die direkte Demokratie dar, die jene, die dafür gestimmt haben, sicher nicht zu verantworten haben. Auch über den Standort sollte das Volk entscheiden dürfen. HARTMUTH STAFFLER (SÜD-TIROLER FREIHEIT): SVP, PD und die Grüne Bürgerliste haben im Zuge der entsprechenden Bauleitplanänderung für den Standort Bahnhof gestimmt. Ich habe dagegen bestimmt, weil ich davon überzeugt bin, dass man dieses

Projekt einfach nicht gegen einen Großteil der Bevölkerung realisieren kann. Ich glaube, ein großer Teil der Bevölkerung will diesen Überflug nicht. Ich habe vorgeschlagen, eine schienengebundene Lösung zu prüfen, die am Bahnhof starten könnte, und ich möchte bei dieser Gelegenheit dem Bürgermeister danken, der diesen Vorschlag dann auch hat prüfen lassen. Es hat sich jedoch herausgestellt, dass diese Lösung zu teuer wäre. Nachdem aber eine Kommission zwei Jahre an Lösungen gearbeitet hat, hat man dann zu spät eine bessere Lösung zu finden versucht – das ist das Problem. Zur Volksabstimmung: Wenn man die Frage stellt, „wollt ihr die Seilbahn vom Bahnhof“, dann hätte es das Risiko gegeben, dass die Mehrheit gesagt hätte, dass sie keine Seilbahn haben will. Dann wäre das Thema vom Tisch. So bleibt die Möglichkeit offen, eine bessere Lösung zu suchen. DARIO STABLUM (SCELTA CIVICA PER L’ALTO ADIGE): Das Seilbahnprojekt hat zu einer Spaltung der Koalition und auch zu einer Spaltung der Bürger geführt. Das Projekt ist schlecht verwaltet worden, die Vorgehensweise war arrogant. Deshalb gibt es bis heute keine Lösung. Ich bin zwar für die Seilbahn, aber ich bin noch nicht überzeugt vom Standort Bahnhof, weil mir dazu noch Bewertungsinformationen fehlen. Der Investitionsplan ist noch unklar, die Betriebskosten ebenso. Es gibt in der Frage der Standortbewertung verschiedene Ergebnisse von verschiedenen Technikern. Dieses Problem muss mit maximaler Transparenz und gemeinsam mit der Bevölkerung gelöst werden. Man sollte einfach eine Lösung finden, mit der alle einigermaßen zufrieden sind. HANS HEISS (GRÜNE): Die Frage der Seilbahnverbindung BrixenSt. Andrä ist nicht nur ein Brixner Thema, sondern ein Thema, das in ähnlicher Form in vielen anderen Gemeinden der Region wiederkehrt. Helm-Rotwand, Ried, auch der Flughafen ist ein Beispiel dafür. Die Kernfrage lautet: Wie werden gemeinsame Ziele ermittelt, und welches ist das beste Ziel? Oberstes Ziel muss sein, dass die Bürger nicht unversöhnlich gespalten werden. Das muss ein Grundprinzip sein. Ich bin für eine Verbindung Brixen-Plose, aber ich finde es gut, dass es keine Volksabstimmung darüber gab, da die Fragestellung zu suggestiv

PHILIPP ACHAMMER (SVP): „Es ist falsch, den Leuten vorzugaukeln, wir könnten ganz einfach abstimmen, und dann werden die Staatsgrenzen um ein paar hundert Kilometer verschoben“

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war. Bei einer künftigen Volksabstimmung braucht es eine Frage, die offener ist. Was den Standort Bahnhof betrifft: Auf den ersten Blick ist dieser Standort attraktiv, aber der Überflug ist für viele Brixner nicht akzeptabel. Ich sehe, mit welcher Überzeugung sie dagegen kämpfen, und ich halte es auch für das Brixner Stadtbild nicht zumutbar. Wir brauchen andere Lösungen, und wir müssen uns die Zeit nehmen, diese zu finden. Das Bauleitplanverfahren am Bahnhof ist noch nicht abgeschlossen, die Frage der Finanzierung ist noch offen. Es muss ein Zeitfenster gefunden werden, um andere Lösungen zu ermitteln. Fazit: Ja zur Verbindung zwischen Stadt und Berg. Mein Vater war 1964 an der Erschließung der Plose beteiligt, und ich stehe zu dieser Verbindung, aber sie muss im Sinne einer Einheit der Bürgerschaft erfolgen, im Sinne eines gemeinsam ermittelten Zieles und im Sinne der Ausgewogenheit der Argumente. TAMARA OBERHOFER (DIE FREIHEITLICHEN): Bei uns in Mühlbach soll ebenfalls eine neue Seilbahn gebaut werden. Der Gemeinderat hat diesbezüglich beschlossen, dass die Bürger in Meransen darüber entscheiden sollen, weil es vor allem darum geht, wo die Bergstation hinkommen soll; man möchte diese vom Zentrum hinaus verlegen. Dies betrifft dann die Pendler. Ich bin froh, dass bei


uns die Dorfbefragung durchgeführt wird, weil das Volk in diesem Moment das Recht hat mitzuentscheiden, denn schließlich müssen sie das ganze Jahr mit den Folgen leben. MAGDALENA AMHOF (SVP): Die SVP wollte gemeinsam mit dem Koalitionspartner PD unbedingt eine Volksabstimmung zur Seilbahn, aber mit der klaren Frage: „Wollen Sie eine Seilbahnverbindung vom Bahnhof nach St. Andrä, ja oder nein?“. Damit hätten wir auch in Kauf genommen, dass die Mehrheit der Brixner Bevölkerung dieses Projekt abgelehnt hätte – mit der Konsequenz, dass die Seilbahn eben nicht gebaut würde. Die Fragestellung war klar und deutlich, aber wir haben die Zweidrittelmehrheit im Brixner Gemeinderat nicht erreicht. Für mich persönlich gibt es grundsätzlich keinen anderen Standort für die Talstation als den Bahnhof. Wenn diese Seilbahn funktionieren soll und in das öffentliche Personennahverkehrsnetz eingebunden werden soll, muss sie direkt am Bahnhof starten. Ich verstehe die Zweifel der Men-

RENATE PRADER (PD): „Wir glauben, dass unsere Partei in Sachen Mehrsprachigkeit ein Vorzeigemodell für ganz Südtirol ist. In Parteien müssen heute alle drei Sprachgruppen Platz finden“

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schen, die darunter wohnen und Bedenken zum Überflug haben, aber Brixen ist auch ein Wirtschaftsstandort, den es zu wahren

gilt. Wer heute den Arbeitsmarkt im Eisacktal beobachtet, wird schnell merken, dass wir jedes Jahr Arbeitsplätze verlieren und keinen einzigen neuen dazugewinnen. Darüber sorgt sich die Bevölkerung, und diese Sorgen müssen wir berücksichtigen. Ich habe mit Befürwortern der Bahn und mit Gegnern gesprochen; ein Bewohner von St. Andrä hat mich dabei besonders beeindruckt: Er ist als Grundbesitzer direkt vom Bau dieser Bahn betroffen. Trotzdem ist er dafür, denn, wie er sagt, wenn es das Ski- und Wandergebiet Plose irgendwann nicht mehr geben würde, hätte er keinen Nebenerwerb mehr. Er braucht diesen Nebenerwerb, um seinen Hof weiterführen zu können. Diese Infrastruktur ist für die gesamte Gemeinde von enormer Wichtigkeit. ANTONIO BOVA (L’ALTO ADIGE NEL CUORE): Auch ich bin nicht gegen den Bau der Seilbahn, aber ich habe mich im Gemeinderat gegen die Volksabstimmung ausgesprochen, weil ich dagegen war, wie die Frage gestellt wurde. Das Volk wurde wirklich

gespalten zwischen denen, die die Seilbahn wollen, und jenen, die dagegen sind. Ich glaube, dass man den Bürger dabei mehr Mitbestimmung gewähren sollte, hauptsächlich zum Thema Standort. Der Überflug und der Landschaftsschutz müssen dabei eine zentrale Rolle spielen. PIUS LEITNER (DIE FREIHEITLICHEN): Ich bin gegen die Alternativlosigkeit: Es kann doch nicht sein, dass es grundsätzlich nur einen realisierbaren Standort gibt. Man muss auch den sanften Druck aus Bozen erwähnen, denn es ist Landesrat Thomas Widmann, der sagt: entweder dieser Standort, oder es gibt kein Geld. Diese Philosophie, die Seilbahnen grundsätzlich an die Bahnhöfe anzubinden, mag zugegebenermaßen etwas für sich haben. Die Frage ist aber letztlich, ob sich die Seilbahn auch auszahlt. Wir haben auf jeden Fall die Aufgabe, die Meinung der Brixner Bevölkerung zu vertreten und nicht jene von Landesrat Widmann. PETRA LIBERA (SÜD-TIROLER FREIHEIT): Wir sind für eine Seilbahn,

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WALTER BLAAS (DIE FREIHEITLICHEN): Ich habe gespannt die Worte von Hans Heiss verfolgt, der gesagt hat, dass er froh sei, dass es keine Volksabstimmung zur Seilbahn gegeben habe. Nun, ich möchte schon daran erinnern, dass es die Grüne Bürgerliste war, die teilweise für diese Volksabstimmung gestimmt hat. Zudem war es die Grüne Bürgerliste, die mit der Zustimmung zum Bauleitplan hier klare Fakten geschaffen

hat. Wir von den Freiheitlichen wollten die Frage für die Volksabstimmung eigentlich splitten in „Seilbahn, ja oder nein“, und, wenn ja, dann: „Sind Sie für den Standort Bahnhof“. Mit dieser doppelten Fragestellung hätte man ein realistischeres Ergebnis erhalten. Es wäre nämlich denkbar gewesen, dass die Bürger zwar für eine Seilbahn stimmen, sich jedoch gegen den Standort Bahnhof aussprechen. Zudem: Ein Landesrat alleine sollte nicht über den Standort dieser Verbindung bestimmen, denn es sind ja unsere Steuergelder. MAGDALENA AMHOF (SVP): Es wurden mehrere Standorte in der Stadt Brixen überprüft. Nach verschiedensten Bewertungen haben wir uns dafür entschieden, den Standort Bahnhof anzupeilen, vor allem, weil die Seilbahn damit direkt in das öffentliche Personennahverkehrsnetz eingebunden wird. Die öffentlichen

Verkehrsmittel werden vor allem von der Jugend immer stärker genutzt – der private Personennahverkehr ist rückläufig. Deshalb ist ein autoorientierter Standort nicht sinnvoll.

Der krisengeschüttelte Arbeitsmarkt

Herr Gasser, ist es in wirtschaftlich schwierigen Zeiten besser, wenn die Politik versucht, die Sozialleistungen zu erhöhen, oder wenn sie versucht, der Wirtschaft jene Rahmenbedingungen zu schaffen, dass neue Arbeitsplätze entstehen? PETER GASSER (SVP): Einfach die Sozialleistungen zu erhöhen ist auf Dauer nicht finanzierbar. Der richtige Weg ist sicher, wenn man die Wirtschaft ankurbelt und ver-

sucht, den Wirtschaftsstandort Eisacktal zu stärken. Das Eisacktal hat gute Voraussetzungen: Wir sind verkehrsmäßig günstig angebunden und haben in manchen Bereichen starke Betriebe. Ich möchte in diesem Zusammenhang den Technologiepark erwähnen, der ja bekanntlich in Bozen entstehen soll: Warum versuchen wir nicht auch, in der Peripherie Infrastrukturen für Innovation zu schaffen? Wir haben private Unternehmen, die bereit sind, in Forschung und Entwicklung zu investieren. Welche Rahmenbedingungen brauchen Unternehmen, damit sie neue Arbeitsplätze schaffen können? RENATE PRADER (PD): Wir möchten den Jugendlichen die Angst vor der Zukunft nehmen. Wir möchten zum Beispiel durchsetzen, dass Jungunternehmer bis 35 Jahren bei der Gründung eines

Alle Parteien, alle Kandidaten

SVP 1. Arno Kompatscher 2. Richard Theiner 3. Florian Mussner 4. Angelika Margesin 5. Philipp Achammer 6. Magdalena Amhof 7. Waltraud Deeg 8. Otto von Dellemann 9. Birgit Dissertori Psenner 10. Heidi Felderer 11. Peter Gasser 12. Christian Gruber 13. Christoph Gufler 14. Roselinde Gunsch Koch 15. Maria Magdalena Hochgruber Kuenzer 16. Stefan Hofer 17. Wilhelm Klotz 18. Walburga Kössler Thaler 19. Albin Kofler 20. Franz Locher 21. Marie Måwe 22. Josef Noggler 23. Hans Christian Oberarzbacher 24. Elmar Pichler Rolle 25. Johann (Hansi) Pichler 26. Helmuth Renzler 27. Oswald Schiefer 28. Arnold Schuler 29. Magdalena Schwellensattl 30. Dieter Steger 31. Veronika Stirner Brantsch 32. Martha Stocker 33. Christian Tschurtschenthaler 34. Thomas Widmann 35. Albert Wurzer

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Comunisti italiani 1. Carlo Carlini 2. Maurizio Callegari 3. Antonella Piazzon 4. Alessio Posar 5. Luciano Munerato 6. Giovanna Alber 7. Calogero Arcieri 8. Alessandro Fracchetti 9. Alex Gatterer 10. Mauro Marcotto 11. Anna Marzola 12. Christian Pezzolato 13. Liliana Spadari

La Destra Minniti 1. Mauro Minniti 2. Francesco Bragadin 3. Roberto Pitzianti 4. Alfonso Ponticelli 5. Silvana Marazzo 6. Giulio Maria Diamanti 7. Nicola Faustini 8. Elvira La Rosa 9. Massimo Marocchio 10. Massimiliano Masiero 11. Alberto Pilotto 12. Filippo Webber 13. Mario Augustini 14. Fabrizio Bassighini 15. Biancarosa Bonini 16. Donatella Calcagni 17. Roberto Capuano 18. Andrea Civita 19. Matteo Cottone 20. Giuseppe De Noia Mecenero 21. Valentina De Vito 22. Vincenzo De Vitti 23. Stefano Luchi 24. Stefano Incalza 25. Silvana Marinolli 26. Danila Maruca 27. Pina Medda 28. Emanuela Miotto 29. Enzo Montesso 30. Luciana Nicolini 31. Elena Palmucci 32. Jessica Portogallo 33. Lorenzo Remorini 34. Annunziato Suppa 35. Alessandro Valenti

Südtiroler Freiheit 1. Sven Knoll 2. Eva Klotz 3. Bernhard Zimmerhofer 4. Myriam Atz Tammerle 5. Roland Lang 6. Lorenz Puff 7. Benjamin Pixner 8. Hartmuth Staffler 9. Cristian Kollmann 10. Reinhild Campidell 11. Stefan Zelger 12. Hannes Innerhofer 13. Petra Libera 14. Gerd Corradini 15. Helmut Gaidaldi 16. Herbert Campidell 17. Erika Unterkalmsteiner 18. Fabian Baumgartner 19. Matthias Hofer 20. Hannelore Koller Schwienbacher 21. Alfred Theiner 22. Walter Oberhauser 23. Veronika Renner 24. Sieglinde Stocker 25. Dietmar Rainer 26. Verena Obwegs 27. Philipp Orian 28. Dietmar Weithaler 29. Jutta Mayer 30. Germar Campidell 31. Gertraud Gstrein 32. Christoph Mitterhofer 33. Roswitha Weissteiner Hattinger 34. Simon Ausserhofer 35. Christa Kerschbaumer Senfter

Stand: 25. September 2013

Politik & Gesellschaft

aber der Standort Bahnhof überzeugt uns nicht. Wie man zu diesem Standort kam, mit einer Arbeitsgruppe, an der kein einziger Oppositionsvertreter teilgenommen hatte, ist diskutabel. Nach zwei Jahren Arbeit wurde der Bevölkerung der Standort Bahnhof dann als einzige Möglichkeit präsentiert. Ich denke, wenn man die Bevölkerung von Anfang an mit eingebunden hätte, dann hätten wir vielleicht jetzt schon eine Lösung.


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Vorstellung der „Eisacktaler Kastanienwochen“ bei kleinen Kastanienköstlichkeiten am Donnerstag, 17. Oktober, um 15 Uhr auf dem Pfarrplatz in Klausen.

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PIUS LEITNER (DIE FREIHEITLICHEN): Das Thema Arbeit ist die größte Herausforderung für die Zukunft. Wir haben 12 Prozent Jugendarbeitslosigkeit, und das ist dramatisch, da jungen Leuten damit die Perspektiven genommen werden. Wir müssen uns aber darüber im Klaren sein, dass nicht die Politik die Arbeitsplätze schaffen kann. Politik kann lediglich Rahmenbedingungen schaffen, und dafür bräuchten wir Steuer- und Finanzhoheit. Insgeheim hat sich aber die Landesregierung immer gefreut, wenn Rom die Steuern erhöht hat, da das Land ja immer mitkassiert hat. Die Frage ist, wo wir dieses Geld einsetzen. Neben den Rahmenbedingungen, die wir schaffen müssen, muss auch die Berufsberatung besser werden. Wir planen zu oft an der Reali-

tät vorbei. Im sozialen Bereich, wie etwa bei den Pflegern, werden jedes Jahr viele Menschen ausgebildet, die nachher keine Arbeit bekommen, weil wir ja lieber Ausländer über Agenturen anstellen, die dann 800 Euro verdienen und daneben Sozialhilfe beantragen. Auch die Einwanderungspolitik gehört also in diesem Zusammenhang angesprochen, denn die Arbeitslosigkeit bei den Ausländern ist viel höher. Wir als Freiheitliche sagen, dass diejenigen, die sechs Monate keine Arbeit finden, wieder zurück in ihre Heimat gehen müssen. Wir müssen sie ja schließlich erhalten. Gleichzeitig werden in der Seeburg Plätze abgebaut, das kann es doch nicht sein, dass wir für unsere Leute kein Geld mehr haben. Aber: Damit wir Sozialleistungen verteilen können, müssen diese Gelder vorher erwirtschaftet werden. Wir müssen schauen, dass die gut ausgebildeten Südtiroler wieder ins Land zurückkommen können. Warum tun sie das nicht?

Gleichzeitig beobachten wir, dass unsere Unternehmer aus Steuergründen lieber abhauen, weil sie sich das Leben hier nicht mehr leisten können. Herr Moar, welche konkreten Lösungen schlagen Sie vor? Die Grünen gelten ja eher als Verhinderer von wirtschaftlichen Initiativen ... CHRISTOPH MOAR (GRÜNE): Mit diesem Stigma der Verhinderer und Nein-Sager müssen wir als Grüne sicherlich leben. In der Tat haben wir dazu parteiintern heftige Diskussionen. Es ist aber nicht richtig, dass die Grünen Verhinderer sind. Die Grünen wollen viel mehr eine Wirtschaft finden, die wirtschaftlich leistungsfähig ist, aber auch sozial verträglich und vor allem ökologisch tragbar. Wenn man diese drei Säulen auf einen gesunden Nenner bringt, dann entwickeln sich neue Möglichkeiten. Wir haben in unserem Wirtschaftsprogramm vier

HARTMUTH STAFFLER (SÜD-TIROLER FREIHEIT): „Es ist Unsinn, wenn wir glauben, wir müssen das ganze Land bis ins letzte Bergdorf flächendeckend zweisprachig machen“

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Alle Parteien, alle Kandidaten

Grüne 1. Brigitte Foppa 2. Hans Heiss 3. Riccardo Dello Sbarba 4. Evelyn Gruber-Fischnaller 5. Patrizia Trincanato 6. Tobias Planer 7. Lorenzo Sola 8. Elena Farruggia 9. Michaela Verena Abate 10. Martina Goller 11. Gaudenz Kripp 12. Valentino Liberto 13. Olfa Sassi 14. Christian Pasquale Tomaino 15. Ana Agolli 16. Sybille Friederike Antonia Atz 17. Rudolf Benedikter 18. Elena Calliari 19. Martin Daniel 20. Giorgio De Vuono 21. Norbert Dejori 22. Klaus Egger 23. Erica Fassa 24. Iris Franceschini Fera 25. Marialaura Lorenzini 26. Christoph Moar 27. Hanspeter Niederkofler 28. Germana Nitz 29. Klaudia Resch 30. Silvia Rier 31. Klaus Schuster 32. Irene Senfter 33. Hans Peter Stauder 34. Franca Toffol 35. Andreas Unterkircher 16

Scelta Civica perl‘Alto adige 1. Manuela Corradini 2. Giorgio Balzarini 3. Paola Ghedina 4. Silverio Barbieri 5. Leyli Landauro 6. Giovanni Barborini 7. Nadia Mazzardis Lucich 8. Giovanni Benussi 9. Dolores Molon 10. Paolo Berloffa 11. Ancilla Patrizia Orio 12. Davide Brancalion 13. Sigrid Plattner 14. Elio Cirimbelli 15. Paola Santoro 16. Heros Cressotti 17. Claudia Taranto 18. Mauro Dellafiore 19. Roberta Temporin 20. Vincenzo De Tommaso 21. Luisa Tomasi 22. Franco Magagna 23. Franca Uva 24. Bruno Pileggi 25. Massimiliano Rando 26. Dario Stablum 27. Alberto Stenico 28. Peter Paul Tarfusser 29. Diego Tartarotti 30. Carlo Alberto Zanella 31. Emmanuele Zotti 32. Alessandro Zuech

Unitalia 1. Donato Seppi 2. Beatrice Albertin 3. Claudia Bailoni 4. Roberto Bompieri 5. Franca Bonadio 6. Massimo Boragine 7. Doris Brancaleone 8. Marco Caruso 9. Giancarlo Casagrande 10. Francesco Cozzi 11. Giovanna Dal Pozzo 12. Daniele Dante 13. Ivan Defrancesco 14. Graziano Del Marco 15. Pier Francesco Folchi 16. Alessandro Forgione 17. Gabriele Galante 18. Gianluca Rocco Gallo 19. Tonino Gencarelli 20. Donatella Guglielmo Ezechiele 21. Daniele Guzzonato 22. Flavio Larcher 23. Marco Moretti 24. Danilo Noziglia 25. Giovanna Pagani 26. Manuela Paparella 27. Gianfranco Piccolin 28. Maurizio Puglisi Ghizzi 29. Luigi Schiatti 30. Paola Suplina 31. Flora Trentin 32. Sandro Trigolo 33. Fabrizio Vadori 34. Loredana Vincenzi 35. Patrizia Zicca

L‘Alto Adige nel Cuore 1. Alessandro Urzì 2. Maurizio Vezzali 3. Antonio Bova 4. Mario Tagnin 5. Monica Magi 6. Barbara Pegoraro 7. Filippo Forest 8. Michele Peruzzo 9. Davide Orfino 10. Pasquale Paolillo 11. Francesco Mafrici 12. Giovanni (detto Gianni) Cuda 13. Laura Luisa Larentis 14. Cristina Bona 15. Maria Cristina Cappello 16. Enrico Hell 17. Jaime Venturini 18. Massimiliano Dal Prà 19. Salvatore Piras 20. Francesco Rullo 21. Mara Uggè 22. Sandra Clemente 23. Roberto Berni 24. Caterina Foti 25. Giancarlo Betti 26. Daniela Pappalardo 27. Mauro Ditadi 28. Daniela Pisano 29. Michele Leone 30. Romina Rossi 31. Tritan Myftiu 32. Roberta Sartori 33. Carmelo Pirri 34. Sergio Pomalo 35. Gianluca Angeli

Stand: 25. September 2013

Politik & Gesellschaft

neuen Unternehmens steuerliche Anreize erhalten. Wir wollen außerdem für Jugendliche mehr Lehrstellen schaffen; derzeit gibt es zu wenige davon.


NEWS Vortrag: Erkältungsfrei durch den Winter 25.10.13 um 20.00 Uhr

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Der Aufdecker des Treuhandsumpfes

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Zwei Bezirke dieselben Probleme BürgerUnion Pöder r Wir Südtirole

3 Thomas Egger 17

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CHRISTOPH MOAR (GRÜNE): „Wenn sich ein Russe bei mir bewirbt, so spricht er in der Regel besseres Englisch, Deutsch und Italienisch als unsere Schulabsolventen. Da haben wir also klar versagt“

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Unternehmen zu gründen: Bürokratie abbauen und Starthilfen geben. Wir müssen auch auf eine Wirtschaftsentwicklung achten, die qualitativ ist. Wir müssen für kleine und mittlere Unternehmen mehr Forschung und Entwicklung betreiben. Daraus entstehen wieder neue Arbeitsplätze. Konkretes Beispiel: Laut österreichischem Rechnungshof investieren wir 24 Milliarden Euro in den Brenner-Basistunnel. Überlegen Sie: Wenn auch nur ein Bruchteil dieses Geldes dazu investiert würde, zusammen mit dem Fraunhofer Institut, der Eurac, Hoch- und Tiefbauunternehmen eine Schallschutzmaßnahme zu erfinden „made in Südtirol“, dann würde dies ein Exportschlager. Unternehmen brauchen Kunden, aber diese potentiellen Kunden haben zur heutigen Zeit einfach kein Geld mehr. Wir müssen deshalb Maßnahmen treffen, damit den Mitarbeitern mehr Netto übrigbleibt. Deshalb müssen wir den Mietwohnungsmarkt ausbauen

und gegebenenfalls einen Südtirol-Pass einführen, der von den Arbeitgebern bezahlt wird – als Fringe benefit. Das funktioniert beim Auto – warum nicht auch bei den Öffis? TAMARA OBERHOFER (DIE FREIHEITLICHEN): Was Jugendarbeitslosigkeit angeht, bemängle ich die Berufsberatung in den Schulen: Dort sollte man verstärkt aufzeigen, in welchen Bereichen Arbeitskräfte überhaupt gebraucht werden. Auch das Erlernen eines Handwerks ist in der heutigen Zeit eine gute Entscheidung. Deshalb sollte man auch zu Hause die Kinder dazu sensibilisieren, dass es einfach nicht mehr stimmt, dass es heutzutage ohne Matura nicht geht. In den Sommermonaten finden viele Schüler und Studenten keine Arbeit. Es ist doch schade, dass Studenten arbeiten wollen und sie dazu keine Möglichkeit haben. PHILIPP ACHAMMER (SVP): Die

Alle Parteien, alle Kandidaten

Forza Alto Adige / Lega Di Pietro Italia dei valori Ladins Dolomites / BürgerUnion / Wir Südtiroler Nord / Team Autonomie 1. Elena Artioli 2. Enrico Lillo 3. Bruno Borin 4. Alex Janes 5. Walter Caser 6. Alessandro Bertoldi 7. Claudia Benedetti 8. Giuseppe Bianchi 9. Francesco Bonito 10.Gianni Cicconi 11.Constanta Cretu 12.Silvia Dalpiaz 13.Claudio Degasperi 14.Isabell Di Conzo 15.Martine Faller 16.Marco Galateo 17.Giovanni Lepore 18.Diego Lubelli 19.Roberta Mattei 20.Manuela Monzardo 21.Franco Murano 22.Georg Nardon 23.Paola Antonietta Orlandini 24.Mauro Ortombina 25.Silvia Perin 26.Evelina Recla 27.Mario Salaris 28.Stefano Saoncella 29.Dario Schanung 30.Massimo Scremin 31.Egon Steinegger 32.Barbara Tagliaferri 33.Francesca Talassi 34.Pierpaolo Terranova 35.Angela Vigliarolo 18

1. Pasquale Di Domenico 2. Marzia Sulzer 3. Johann Gruber 4. Rocco Cutrupi 5. Gabriel Mosca 6. Robert Ladurner 7. Daniela Mostura 8. Dario Volani 9. Lauta Bartolomeo 10. Daniela Boschi 11. Stefano Mellarini 12. Lino Bergamo

1. Andreas Pöder 2. Albert Pizzinini 3. Thomas Egger 4. Josefa (Romy) Brugger 5. Christina Agnes Taraboi 6. Sabine Klotz 7. Dietmar Zwerger 8. Stefan Taber 9. Laura Mantovani 10. Harald Grünbacher 11. Ingrid Gall 12. Oswald Werth 13. Priska Kofler 14. Wolfgang Stocker 15. Martina Messner 16. Lisa Dalponte 17. Daria Luisa Milva Mussner 18. David Brandlechner 19. Guglielmo Costamoling 20. Hubert Dalponte 21. Raimondo Niccolo´Grossrubatscher 22. Walther Kasslatter 23. Egon Pescollderungg 24. Livio Senoner 25. Otto Senoner 26. Johann Lanz 27. Manfredo Brunner 28. Thomas Zössmayr 29. Irma Überbacher 30. Georg Brunner 31. Theo Noggler 32. Verena Garber 33. Gert Zardini 34. Monica Gschnell 35. Xaver Schwienbacher

Rifondazione Comunista 1. David Augscheller 1. Annamaria Molin 2. Giacomo Gatti 3. Simone Benatti 4. Gabriele Benatti 5. Lidia Brisca Menapace 6. Federica Costanzo 7. Antonio (Nello) Ferremi 8. Gianfranco Maffei 9. Serenella Margotti 10. Deborah Pedratscher 11. Franco Pizzini 12. Annamaria Tulipano 13. Fabio Visentin

Stand: 25. September 2013

Politik & Gesellschaft

Hauptpunkte: Zum Einen wollen wir Arbeitsplätze schaffen, und zwar auf regionaler Ebene. Im Umkreis von 500 Kilometern haben wir 20 Millionen potentielle Kunden – das ist ein Riesenmarkt. Es nützt nichts, wenn wir im Gießkannenprinzip Förderungen für Export geben und diese nicht konzentriert mit richtigen Projekten auf Tirol, Triveneto und Bayern ausbauen, wo unsere Handwerker und Kleinunternehmen noch arbeiten können. Wir würden als Grüne auch ein Programm namens „1.000-1.000“ starten: 1.000 Sozialwohnungen in Südtirol müssen dringend renoviert werden – ein Konjunkturschub für die Bauwirtschaft. Wir würden zudem 1.000 neue Sozialwohnungen bauen lassen. Und vor allem: Wir müssen qualifizieren. Dass Jugendliche heute aus den Schulen kommen und nicht perfekt zweisprachig sind, ist ein Wettbewerbsnachteil. Wir müssen junge Leute qualifizieren, und wir müssen ihnen Lust machen,


Frage war, welche Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen, damit Unternehmen wieder in die Lage kommen, neue Arbeitsplätze zu schaffen. Nun, in der Programmdiskussion mit den Verbänden und mit einzelnen Unternehmern ist auch von unserem Spitzenkandidaten eine Frage klar gestellt worden: Seid ihr bereit, auf Beiträge zu verzichten, wenn wir auf der anderen Seite die Möglichkeiten zur steuerlichen Entlastung maximal ausnutzen? Die Antwort war klar: Ja! Der Weg ist also vorgezeichnet: Nicht nach dem Gießkannenprinzip weiterhin Förderungen vergeben, sondern die Beiträge abbauen und die Unternehmen dafür steuerlich entlasten. Auch die Bürokratie müsste stark abgebaut werden: Erst kürzlich habe ich mit einem Bäcker gesprochen, der mir erklärt hat, dass er gern einen Lehrling aufnehmen würde, aber die bürokratischen Auflagen seien so enorm, dass er dies als kleiner Unternehmer nicht stemmen könne. Hier müssen wir eingreifen: Unternehmen brauchen unbedingt Erleichterungen, um Lehrstellen zu schaffen. Zur Ausbildung: Es

Aufklärung über die Perspektiven ist angebracht. Hier ist bisher zu wenig getan worden. Außerdem: Drei Ärzte haben sich bei mir gemeldet, die gesagt haben, dass sie gern nach Südtirol zurückkommen würden, aber es sei enorm kompliziert und schwierig. Bevor wir also neue Ärzte ausbilden, sollten wir uns die Frage stellen, wie wir es schaffen, die besten Köpfe wieder nach Südtirol zurückholen zu können.

FRANCESCO BERTOLDI (PD): „Der PD hat in der letzten Legislaturperiode sehr gut mit der SVP zusammengearbeitet, was aber nicht heißt, dass wir deshalb erneut eine Koalition eingehen müssen“

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ist wichtig, dass jeder junge Südtiroler über seinen Berufsweg frei entscheiden kann, aber auch eine

HORAND MEIER (PD): Bürokratie ist wirklich eine enorme Belastung für die Unternehmen, da kann ich nur zustimmen. Was die Innovation betrifft: Hier müssen wir mehr investieren, Südtirol muss vermehrt auf Innovation setzen. DARIO STABLUM (SCELTA CIVICA PER L’ALTO ADIGE): Die Beschäftigung ist ein sehr delikates Problem, vor allem, wenn es um Arbeitsplätze für die Jugend geht. Es gibt in Südtirol und auch in Brixen einfach zu viele Projekte, die verhindert und dann nicht realisiert werden. Nehmen wir zum Beispiel den Bausektor: Die Genehmigungsabläufe müssen

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vereinfacht werden. Viele Bauvorhaben, die die Bauunternehmen finanziell stärken und erhalten könnten, werden gestrichen oder verhindert – zum Beispiel die Hotelanlage in den Koja-Wiesen. Und dann wundern wir uns, dass die Arbeitslosigkeit steigt. Auch müssen wir bei den öffentlichen Bauvorhaben versuchen, im Rahmen der Möglichkeiten Südtiroler Baufirmen zu beauftragen. HARTMUTH STAFFLER (SÜD-TIROLER FREIHEIT): Wir müssen die Steuerbelastung und die Bürokratie abbauen, und das geht am besten, wenn wir uns von Italien verabschieden. HANS HEISS (GRÜNE): Bis wir uns von Italien lösen, Herr Staffler, sind wir vielleicht pleite; das könnte etwas länger dauern. Zur Forschung und Entwicklung: Wir haben im Brixner Raum im Vergleich zu anderen Städten wie Meran eine sehr gute industrielle Basis. Durst zum Beispiel schafft es aufgrund von Forschung und Entwicklung, Weltmarktführer in seinem Bereich zu sein. Dieses Unternehmen schafft es auch in

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REPORTAGE

Ein gutes Publikum Kann eine Podiumsdiskussion funktionieren, wenn anstelle von mündlichen Zuschauer-Statements im Vorfeld E-Mails und während der Veranstaltung SMS mit Fragen geschickt werden? Und wie haben sich die Kandidatinnen und Kandidaten geschlagen? Eine Reportage zum „Brixner Leser-Forum“.

E

in gutes Publikum ist geduldig. Ein gutes Publikum verhält sich ruhig. Ein gutes Publikum klatscht artig. So gesehen ist eine Podiumsdiskussion kein besonders guter Ort für ein besonders gutes Publikum. Die lauten, teils viel zu langen Fragen, das ständige Unterbrechen, die unredigierten Themenvorschläge, die aus dem schwarzen Publikumsraum auf die Bühne dringen, machen Podiumsdiskussionen oft genug zum Jahrmarkt in Abendkleidung. Dieses Mal wird es zivilisierter, denke ich, während ich mich im noch halbleeren Saal des Forums Brixen umsehe, denn der „Brixner“ hat vorgesorgt.

Fragen per SMS. „Senden Sie jetzt

eine Frage an:“ prangt groß auf der PowerPoint-Folie hinter den hübsch alphabetisch aufgereihten Kandidaten auf der Bühne, und ich lächle. Recht und Ordnung durch das Medium SMS, sozusagen das komplette Gegenteil einer Oberschulklasse. Neben mir holt eine ältere Dame das Handy aus ihrer Tasche und öffnet mit spitzen Nägeln ihre Mitteilungs-App, der Anreiz scheint also zu funktionieren. Ich bin optimistisch. Als es losgeht mit den digital vorformulierten Fragen, die im Vorfeld per E-Mail angekommen sind, bleibt mein Blick an Arno Kompatscher hängen. Der Hahn im Oppositionskorb, der seiner Herkunft nach eigentlich gar nicht hier sein sollte, hat Glück gehabt. Durch die alphabetische Reihung sitzt er so zentral wie nur irgendwie möglich auf der breiten Bühne, zwischen den politischen Polen Hans Heiss und Pius Leitner darf Kompatscher ganz Landeshauptmann sein. Während Philipp Achammer vom „ReinenWein-Einschenken“ spricht, verteilt der SVP-Spitzenkandidat gelassen Wassergläser an seine vermeintlichen Gegner und blickt visionär in das mittlerweile vollgepackte Forum.

Können SMS auf die Bühne durchdringen? Es piepst neben 20

mir, mehr Menschen bedeuten nun mal mehr Handys, und während ein gutgebauter Mittvierziger hinter mir mit gleich zwei Mobiltelefonen hantiert, ist Co-Moderatorin Doris Brunner gefordert. Das aktuelle Thema, die Vertretung der Sprachgruppen, ist vor allem aus Selbstdarstellungssicht interessant. Beginnend mit dem Grünen Christoph Moar­ zeigt ein deutschsprachiger Kandidat nach dem anderen, wie genau er die zweite Landessprache beherrscht. Spätestens als Francesco Bertoldi in seinen Akten stöbert, wird die Zeit aber arg lang. Bei einer klassischen Podiumsdiskussion hätte ein lautstarker Publikumsgast längst das Thema gewechselt, denke ich still bei mir, doch mittlerweile ist die vierte Wand der Bühne längst solider Ziegel geworden, den lange Zeit nichts, aber auch wirklich nichts zu durchdringen scheint. Meine Sitznachbarin legt das Handy beiseite und öffnet eine Packung Gummibären. Ich esse ein rotes, ein grünes, ein blaues, mein Blick auf die Bühne soll möglichst neutral bleiben. Als ich mich umdrehe, sehe ich, dass immer mehr Gesichter im Publikum aufleuchten, die kleinen Scheinwerfer in Handyform, die sie in ihren Händen halten, zeigen unbeeindruckte Mienen, schaffen mit ihren Fingern aber in Windeseile neue Kommunikationskanäle. Spannend: Hunderte kleine Kurznachrichten, die mit Nachdruck versuchen, gegen eine Wand zu reden. Kann das funktionieren? Ich erhalte meine Antwort schnell: Doris Brunner fordert nach einem langen Gang über die Bühne einen publikumsgewünschten Themenwechsel. Großer Applaus, die Wand hat also Löcher.

Fremdscham, Publikumsgelächter und Zeitplanung. Es folgt

der große Auftritt der Südtiroler Freiheit, heute vertreten durch Hartmuth Staffler und Petra Libera: Thema ist die Selbstbestimmung, doch irgendwie geht es auch da-

rum, welche Folgen die überhastete Verjüngung einer Partei haben kann. Während Staffler sein durchaus fragwürdiges Argument, dass Osttiroler des Italienischen mächtig seien, gerade weil sie nicht zu Italien gehörten, mit weiser, überzeugender Stimme vorträgt, sorgt seine junge Kollegin für ausgesprochene Fremdscham, erwähnt England statt dem korrekten Großbritannien und spricht, unter allgemeinem Augenrollen, von der „Rückgliederung ans Heimatland“. Interessant, zumindest das Publikumsgelächter ist also von der SMS-Pflicht ausgenommen. Ein Blick auf die allgegenwärtige Zeittafel, den auch die anwesenden Kandidaten und Kandidatinnen regelmäßig riskieren, zeigt: Entweder die Zeitplanung funktioniert unerwartet exakt – oder aber es wird kalkuliert. „Es ist kompliziert“, wird ein Kandidat später sagen, „wenn man an einer Stelle spricht, kann es passieren, dass man plötzlich keine Zeit für die anderen Fragen übrig hat.“ Nicht nur das Publikum arbeitet mit technischen Handicaps.

Lokales, oder doch lieber Landesweites? Als Hans Heiss bei der

anfänglichen Kandidatenvorstellung die Bühne betrat, erwähnte sein selbstverfasster Steckbrief, er wolle „weg vom Kirchturmdenken“. Mit dem digital vorgeschlagenen Thema Plose-Seilbahn sind wir wieder mittendrin, denke ich bei mir, während Arno Kompatscher meine Gedanken liest und seine Hände so unauffällig wie möglich im roten SVP-Büchlein vergräbt. Der Landeshauptmanngestus eines „Wir haben jetzt zwei Seiten gehört, lasst uns daraus den Kompromiss finden“, mit dem der Spitzenkandidat noch vor wenigen Minuten gleichzeitig die Aufgabe des Moderators und des Mediators übernommen hatte, scheint verflogen. Auch Hans Heiss, dessen Aussagen einer Stadträtin im Publikum einen hörbaren Seufzer entlocken, gibt schließlich auf, als sein versuchter Sprung ins Thema

Landespolitik von der Freiheitlichen Tamara Oberhofer zurück auf den Boden der Tatsachen geholt wird. Man müsse auch die Situation in Mühlbach bedenken, sagt die Landtagskandidatin, während sich der erzwungene Themawechsel bereits erneut anbahnt. Es ist bezeichnend, dass selbst eine Podiumsdiskussion, die mit dem spannenden Thema „Kubaturverdichtungs-Kondominiums-Spekulationsobjekte“ ein langsames Ende findet und seine größten Publikumsreaktionen beim Auslaufen der aufoktroyierten Redezeiten erhält, dennoch als Erfolg verbucht werden kann.

Mit gutem Gefühl aus dem Saal. Trotz Längen und deutlichen Kommunikationsschwierigkeiten zwischen Bühne und Publikum gehe ich schlussendlich mit einem guten Gefühl aus dem Saal. Egal, ob es nun an den Gummibärchen lag, an den gelegentlichen rhetorischen Erfolgen oder an den immer wieder erfreulichen, parteiübergreifenden Nettigkeiten: Es geht mir gut. Ein Herz, das kalt bleibt, wenn rechtslastige Kandidaten ihren grünen Mitstreitern mit einem Lächeln die versehentlich verstreuten Zettel reichen, hat bei öffentlichen Veranstaltungen nichts verloren. Dennoch: Zur perfekten Podiumsdiskussion fehlt ein kleines Detail. Keine Frage, die SMS-to-Stage-Kommunikation, um ein zumindest klug klingendes Kunstwort zu erfinden, funktioniert besser als die bisherigen Konzepte, doch sie schreit nach einer Gegenveranstaltung: Ein Abend, an dem jeder spricht bis auf die 16 Kandidaten, die, lediglich mit einem iPhone und möglichst kompetenter Mimik bewaffnet, auf die ihnen an den Kopf geworfenen Probleme und Problemchen per SMS antworten müssen. Recht und Ordnung, ersetzt durch Chaos und einen hohen Spaßfaktor: Auch Politiker müssten einmal ein gutes Publikum sein. anton.rainer@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info


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die Eurac, die Uni, BLS, TIS – ich traue aber mehr den Unternehmen als den Institutionen. Kollege Heiss hatte es bereits gesagt: Die Firma Durst ist ein ausgezeichnetes Beispiel, wie der Bereich Forschung und Entwicklung funktionieren müsste. Es ist auch ein Irrglauben zu meinen, dass eine Medical School dazu führen wird, dass wir dadurch bessere Ärzte haben werden. Schicken wir die Studenten nach Innsbruck und Florenz, dann haben wir auch gute Ärzte. Aber wir sind ja der Nabel der Welt – wir müssen ja alles selbst machen.

HORAND MEIER (PD): „Wenn eine Partei ein mehrsprachiges Projekt anbietet und der Wähler dann auch mehrere Mandatare aus verschiedenen Sprachgruppen wählt, so ist das doch der beste Beweis dafür, dass die Bevölkerung das Projekt angenommen hat“

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der Krise, Gewinne zu schreiben und viele qualifizierte und gut bezahlte Arbeitsplätze zu halten. Es geht also darum, in Brixen solche Betriebe zu fördern und anzusiedeln. Die industrielle Basis darf neben der touristischen in Brixen nicht aus den Augen verloren werden. Zum Export: Die Tischlerei Barth schafft es aufgrund hoher Qualifikation, sich in ganz Europa Aufträge hereinzuholen. Diese Exportschiene muss stärker aktiviert werden. Ich verstehe zum Beispiel nicht, warum es den Südtiroler Handwerksbetrieben nicht gelungen ist, in Deutschland zum Einsatz zu kommen, als das Hochwasser dort so vieles zerstört hat. Hier müssen EOS und Handelskammer tätig werden. In Bezug auf die Jugendarbeit ist zu sagen, dass wir uns in einer Übergangsphase befinden. In fünf bis sieben Jahren werden sehr viel mehr Arbeitskräfte gebraucht werden, weil der demografische Wandel dem Arbeitsmarkt neue Chancen eröffnen wird: Die geburtenstarken Jahrgänge gehen dann langsam in Pension. Ich möchte also den Jugendlichen Mut zur Zukunft machen. PIUS LEITNER (DIE FREIHEITLICHEN): Landesrat Roberto Bizzo organisiert gerade ein Innovationsfestival – na ja, wir haben ja Wahlen, in Kürze. Innovation schafft man in den Betrieben und nicht in den Institutionen des Landes. Wir haben

MAGDALENA AMHOF (SVP): Wir müssen in die Menschen investieren und in deren Ausbildung; damit können wir der Arbeitslosigkeit entgegenwirken. Wir brauchen vor allem in unserem Tal gut ausgebildete Fachkräfte. Man sollte die jungen Menschen auch dazu motivieren, Berufschulen zu besuchen und nicht unbedingt den Weg hin zur Matura zu suchen. Wir brauchen ein durchlässiges Bildungssystem: Es sollte möglich sein, von einer Berufschule in ein Gymnasium zu wechseln und umgekehrt. Dazu möchten wir in den kommenden Jahren die Berufsmatura einführen – damit wäre die Durchlässigkeit im Bildungssystem gewährt. Wenn wir das schaffen, sind wir auch in der Lage, den Anforderungen des Arbeitsmarktes gerecht zu werden. Aber Achtung: Arbeit soll auch Spaß machen. Es geht nicht nur darum, jenen Beruf zu wählen, bei dem man am meisten Chancen hat; die Jugendlichen sollten jenen Beruf ausüben können, bei dem ihre Fähigkeiten am besten zum Ausdruck kommen. ANTONIO BOVA (L’ALTO ADIGE NEL CUORE): Wir sind ein Grenzland, und damit stehen unsere Unternehmen im direkten Wettbewerb mit Österreich und Deutschland. Die Lohnnebenkosten sind bei uns zu hoch, was dazu führt, dass Unternehmen sich nicht bei uns ansiedeln. Wir müssen den Unternehmen gute Rahmenbedingungen schaffen, damit sie nicht auswandern. Das ist allerdings ein nationales Problem, das außerhalb unserer Kompetenzen liegt. Gerade in Krisenzeiten müssen wir uns auf unsere Stärken konzentrieren: Tourismus, Tradition, Identität. Wenn nach wie vor sehr viele Menschen bei uns den Urlaub verbringen, dann ist es, weil Südtirol ihnen so gefällt wie es jetzt ist. In Brixen haben wir mehrere

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Politik & Gesellschaft

leere Industriehallen; wir müssen versuchen, neue Unternehmen anzusiedeln. Gerade die bisher verhinderte Hotelanlage in den Koja-Wiesen ist eine verpasste Chance. TAMARA OBERHOFER (DIE FREIHEITLICHEN): Ich möchte reagieren auf eine Aussage von Frau Amhof: Ich habe vorhin nicht gemeint, dass man die Kinder gezielt in die Sparte Handwerk drücken sollte. Viel mehr fällt mir auf, dass sehr viele Kinder praktische Fähigkeiten aufweisen und man sie trotzdem in die Oberschule drängt. Das müssen wir ändern. WALTER BLAAS (DIE FREIHEITLICHEN): Die vielen Vorschriften und bürokratischen Auflagen sind für die Unternehmen ein riesiges Problem. Vor allem aber leiden sie unter der großen Rechtsunsicherheit: ICI, IMU, SISTRI – es gibt viel zu viele Vorschriften, die die Unternehmer demotivieren.

PETER GASSER (SVP): „Seilbahn Brixen-St. Andrä, jene in Mühlbach, die RiggertalSchleife – Investitionen sind anzugehen, damit wir es schaffen, das Eisacktal wirtschaftlich aufzuwerten“

ARNO KOMPATSCHER (SVP): Bisher haben die hier anwesenden Kandidaten lediglich die Probleme aufgezählt – an Lösungsvorschlä-

gen hat es aber gemangelt. Ich trete mit vielen neuen und jungen Kandidaten auf der Liste der Südtiroler Volkspartei an, um einen

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Paradigmenwechsel einzuleiten. Das Schlagwort ist: weniger Beiträge, aber auch weniger Steuern. Das führt automatisch zu einer Entlastung der Unternehmen, weil auch die Bürokratie damit abgebaut wird: Derzeit sammeln wir 100 ein, verwalten das, um dann wieder 70 auszuteilen, wobei 30 schon in Verwaltungskosten verloren gehen. Das können wir uns in Zukunft nicht mehr leisten. Ein konkretes Beispiel: Wir sollten die geplante Tourismusabgabe nicht einführen – dafür werde ich mich einsetzen. Die Tourismuswerbung sollte also aus dem Landeshaushalt finanziert werden, und zwar durch Kürzung der Beiträge an die betreffenden Sektoren – ganz nach dem vorhin genannten Prinzip. Ich weiß, dass die betreffenden Sektoren damit einverstanden sind, weil ich mit ihnen gesprochen habe. Das ist Teil dieser neuen Politik, dieses neuen Stils – mit den Menschen zu reden, sie mit einzubinden und dann auch entsprechend Politik für die Menschen zu machen. Zweites Beispiel: Wir müssen die Betriebe wettbewerbsfähig machen. Das funktioniert durch steuerliche Entlastung, aber diese Erleichterungen müssen dann auch bei den Mitarbeitern der Betriebe ankommen – das heißt, dass dadurch die Löhne steigen müssen. Mein Vorschlag: Die IRAP sollte drastisch gesenkt oder gar abgeschafft werden für jene Bereiche, in denen es Landesabkommen oder Betriebsabkommen gibt. Wir haben die Spielräume, müssen in diesem Fall nicht auf Rom verweisen. Damit werden die Unternehmen massiv entlastet, sie zahlen wesentlich weniger Steuern. Wir reden von einem Volumen von über 100 Millionen Euro, die sehr schnell zur Verfügung stehen würden. Die Arbeitnehmer müssen aber auch davon profitieren: Die Löhne steigen, denn das ist die Voraussetzung, damit der Betrieb Steuererleichterungen erhält. Damit erhöhen wir die Kaufkraft, was unbedingt notwendig ist bei den hohen Lebenshaltungskosten, die wir in Südtirol haben. Das steigert dann automatisch den Binnenkonsum. Diese Maßnahme finanziert sich zu zwei Dritteln aus sich selbst und belebt die Südtiroler Wirtschaft. Das wird die Politik der Zukunft sein. Wir haben noch viele solcher Maßnahmen in petto, die wir für die Menschen in unserem Land durchführen wollen. Dazu braucht es aber auch einen Gestaltungsspielraum. Ich ersuche daher alle

Wähler, der Südtiroler Volkspartei das Vertrauen zu schenken, damit wir den notwendigen Spielraum und die notwendige politische Stabilität bekommen.

Leserfragen aus verschiedenen Bereichen Herr Gasser, eine Leserin schreibt uns, bei Gemeinderatssitzungen hätte sie miterlebt, dass Sie einzelnen Frauen gegenüber einen eher aggressiven Ton anschlagen würden. PETER GASSER (SVP): Schauen Sie, ich habe Politikwissenschaften studiert, und das Thema meiner Diplomarbeit war „Chancengleichheit in Theorie und Praxis“. Das höre ich heute zum ersten Mal, dass ich einen aggressiven Ton im Gemeinderat anschlagen soll. Das Publikum hier im Forum Brixen möchte von den anwesenden Parteien wissen, wer denn nun bereit wäre, mit der SVP zu koalieren – und mit wem die SVP regieren möchte ... DARIO STABLUM (SCELTA CIVICA PER L’ALTO ADIGE): Ich möchte vor allem, dass eine homogene Koalition entsteht, die es schafft, mit Ausgewogenheit zu regieren und die Autonomie so gut wie möglich zu sichern. Als „Scelta Civica per l’Alto Adige“ stehen wir zur Autonomie und würden als Koalitionspartner natürlich zur Verfügung stehen. HORAND MEIER (PD): Die Demokratische Partei kann sich sehr gut vorstellen, mit jenen Parteien eine Koalition einzugehen, die dasselbe anstreben wie wir, also Arbeitsplätze schaffen, eine plurilinguale Gesellschaft zu fördern. Wir haben zusammen mit der SVP bereits sehr viel erreicht – nicht alles. Also gibt es noch Verbesserungspotential. Deswegen: Ja zur SVP, aber nicht um jeden Preis. HANS HEISS (GRÜNE): Unsere wichtigste Aufgabe ist nicht, Koalitionen zu bilden, sondern Politik für die Bürger zu machen. Wir Grüne sind derzeit in einem Prozess des Wandels, der Öffnung, der Erweiterung und der Verjüngung. Dafür stehen Christoph Moar ein, Klaus Egger und viele junge neue Leute. Wir sind auf


Das heißt, Sie waren das bis jetzt nicht? HANS HEISS (GRÜNE): Wir haben mit Sicherheit die Notwendigkeit, uns zu öffnen, und ich glaube, das wird auch funktionieren. Dann sind wir wahrscheinlich ziemlich besser als viele andere. Ich möchte noch hinzufügen: Jede Partei ist irgendwann interessiert am Regieren, aber dazu muss die eigene Situation stimmen, und dazu muss auch der Regierungspartner bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Dann ist es möglich. Wir haben aber keine Eile.

PETRA LIBERA (SÜD-TIROLER FREIHEIT): „Ich finde es wichtig, dass Frauen darüber entscheiden können, ob sie ihre Kinder in Betreuungsstätten unterbringen wollen oder ob sie das Kind zu Hause behalten möchten“

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dem Weg, eine zeitgenössische, moderne, europäische Grüne Partei zu werden.

PIUS LEITNER (DIE FREIHEITLICHEN): Wir gehen sicherlich eine Koalition ein, aber mit den Bürgern. Was dann bei den Wahlen herauskommt, werden wir sehen. Eine Koalition zwischen SVP und PD wird es auf jeden Fall geben, das haben sie ja schon ausgemacht bei den Parlamentswahlen. Wir wehren uns gegen solche Abkommen. Der Wähler ist am Zug und soll entscheiden, und dann schauen wir, was dabei herauskommt. In der Demokratie muss man beides machen: regieren

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und kontrollieren. Wer dann was macht, entscheidet immer noch der Wähler. PHILIPP ACHAMMER (SVP): Unser Ziel ist es, bei den Wahlen eine Gestaltungsmehrheit zu bekommen, um die von Arno Kompatscher vorhin erwähnte inhaltliche und personelle Neuerung und den notwendigen Paradigmenwechsel auch umsetzen zu können. Wir sind für mehr Einbeziehung, mehr Mitbestimmung und mehr Partizipation. Mich wundert ein bisschen, dass Pius Leitner die Abkommen der SVP besser kennt als wir selbst: In den Abkommen steht lediglich, dass man eine Form der Zusammenarbeit weiterhin überprüfen soll, die bisher mit dem PD bei allen Schwierigkeiten alles in allem positiv war. Ausschlaggebend für eine Koalition sind nicht Pakteleien, sondern allein die Kernfragen: Welche Wertehaltung hat eine Partei? Kommt sie mit diesen Wertehaltungen nahe an jene der SVP? Autonomie, Europa, christlich-soziales Menschenbild – das, was eben die Grundhaltungen der Südtiroler Volkspartei sind.

TAMARA OBERHOFER (DIE FREIHEITLICHEN): Bei einer Koalition mit einer anderen Partei sollte man den Wunsch des Wählers respektieren. Das sehe ich hier nicht: Man versucht, jene Partei zu finden, die in ihren Vorstellungen am ehesten dem eigenen Parteiprogramm entspricht, um einen leichteren Weg zu gehen. FRANCESCO BERTOLDI (PD): Solange Kompatscher nicht sicher ist, ob er die Wahlen gewinnt, ist es für ihn natürlich schwer zu sagen, mit wem er eine Koalition eingehen möchte und mit wem nicht. Vor allem wird es davon abhängen, ob die SVP die absolute Mehrheit erhält. Der PD hat in der letzten Legislaturperiode sehr gut mit der SVP zusammengearbeitet, was aber nicht heißt, dass wir deshalb erneut eine Koalition eingehen müssen. Wenn wir so akzeptiert werden, wie wir sind, gehen wir sehr gerne in eine Koalition mit der SVP. Sonst können wir auch in Opposition gehen. WALTER BLAAS (DIE FREIHEITLICHEN): In einer Demokratie sollte es eigentlich möglich sein, dass

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RENATE PRADER (PD): Die SVP sollte sich nicht nur darum sorgen, Mehrheit zu sein, sondern vor allem auf die Inhalte zu schauen. Im Brixner Gemeinderat funktioniert das sehr gut: Wir haben eine Kultur der Diskussion, wir tauschen uns aus und finden Kompromisse; so sollte es auch im Südtiroler Landtag sein. Eine Zusammenarbeit zwischen Südtiroler Volkspartei und „Scelta Civica“ würde hingegen nicht funktionieren, weil Mario Monti bekanntlich die Autonomie hart angegriffen hat.

Die Frage einer Leserin zur Urbanistik, die ich der ehemals dafür zuständigen Brixner Stadträtin stellen möchte: Wieso kann die Gemeinde Brixen eine Kubaturverdichtung auf dem Kranebitter Hügel zulassen, wie wir sie bei einem Kondominium erfahren. Liegt dies nicht im Gegensatz zum teuren, von Steuergeldern finanzierten Masterplan?

verwaltung muss sein, dass Wohnen qualitativ hochwertig ist, dass es den Menschen entspricht und dass das Bauen so sanft wie möglich in das Landschaftsbild hinein geschieht. Das ist uns in diesem Falle leider nicht gelungen, weswegen wir derzeit in der Gemeinde daran arbeiten, die entsprechende Bauordnung zu verbessern.

MAGDALENA AMHOF (SVP): Die Kubaturverdichtung wird im Bauleitplan festgeschrieben und hat mit dem Masterplan eigentlich recht wenig zu tun. Der Masterplan ist das weisungsgebende Instrument, aus dem der Bauleitplan abgeleitet wird. Im Bauleitplan war aber bereits eine gewisse Dichte für den Kranebitter Berg vorgesehen. Das Landesraumordnungsgesetz definiert Kubatur in einer Interpretationsweise, die sehr weitläufig ist, weswegen es derzeit zu solchen Bauten, die rechtlich in Ordnung sind, kommen kann. Ziel einer Gemeinde-

Eine Leserin schreibt: Für Prestigeprojekte wie Flugplatz Bozen oder Fahrsicherheitszentrum sind Steuergelder verschleudert worden. Der soziale Bereich hingegen wird immer mehr trocken gelegt; so stehen beispielsweise in der Seeburg zu wenige Plätze zur Verfügung. Warum ist entgegen allen Versprechungen für Prestigeprojekte Geld da, und wieso wird im sozialen Bereich immer mehr gespart? PETER GASSER (SVP): Wir investieren in der Seeburg gerade etwa

1 Million Euro für energetische Sanierung und vor allem für eine Umstrukturierung: Büros sind ins Nebengebäude übersiedelt, damit wir im Hauptgebäude neue Wohnplätze schaffen konnten. Wir werden auch in Zukunft in die Seeburg investieren, um weitere Tages- und Wohnplätze zur Verfügung zu stellen. Wenn letzthin gespart worden ist, dann war das im Führungsbereich – früher hatten wir zwei Führungskräfte, jetzt nur noch eine. Die Bezirksgemeinschaft Eisacktal wird auch im kommenden Jahr imstande sein, alle Sozialleistungen, die wir bisher angeboten hatten, weiterhin aufrecht zu erhalten. Zu den Großprojekten: Ich bin der Meinung, darüber sollte möglichst die Bevölkerung entscheiden. Die direkte Demokratie ist das geeignete Mittel, um hier Klarheit zu schaffen. Aber: Wir können nicht alles ablehnen: Es braucht Infrastrukturen, die die Wirtschaft ankurbeln und Arbeitsplätze schaffen.

Alle Parteien, alle Kandidaten

Movimento 5 Stelle 1. Paul Köllensperger 2. Alessandro Borzaga 3. Giuseppe (Josef) Pedevilla 4. Maria Teresa Fortini 5. Caterina Pifano 6. Sabrina Bresadola 7. Matteo Dri Federspiel 8. Francesca Morrone 9. Michael Silgoner 10. Alessandro Rizzone 11. Markus Gantioler 12. Andrea Micera 13. Alessia Giangrossi 14. Diego Nicolini 15. Simon Peter Aichner 16. Maurizio Ferrazin 17. Pierluigi Gaianigo 18. Adriana Valle 19. Adriana Lizzo 20. Francesca Schir

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Partito Democratico 1. Christian Tommasini 2. Roberto Bizzo 3. Cornelia Brugger 4. Ester Brunini 5. Alessandro Bertinazzo 6. Sandra Lando 7. Renate Prader 8. Horand Meier 9. Andrea Bonatta 10. Erika Zomer Kössler 11. Michele Badalucco 12. Linda Baldessarini 13. Francesco Bertoldo 14. Monica Bancaro Scrinzi 15. Fernando Biague 16. Luciana Bassanello 17. Claudio Della Ratta 18. Maura Galera 19. Thomas Demetz 20. Claudia Lanteri 21. Mauro De Pascalis 22. Maria Lorusso 23. Paolo Gastaldo 24. Debora Pasquazzo Cornella 25. Andrea Gerolimon 26. Anna Scuttari 27. Alessandro Huber 28. Renata Tomi 29. Emiliano Lutteri 30. Sanaa Younes 31. Renato Martinolli 32. Sandro Repetto 33. Antonio Sottilotta 34. Luigi Tava 35. Carlo Visigalli

Fratelli d‘Italia / Centrodestra Nazionale 1. Giorgio Holzmann 2. Alberto Sigismondi 3. Christian Bianchi 4. Maria Teresa Tomada 5. Federica Pizzaia 6. Marco Casanova Borca 7. Irvin Daves 8. Enza Füstös 9. Jacò Meridiano 10. Manuela Mescalchin 11. Ingeborg Pechlaner 12. Luisa Pesarin 13. Andrea Peviani 14. Gianfranco Ponte 15. Lorenzo Testini

Die Freiheitlichen 1. Pius Leitner 2. Ulli Mair 3. Roland Tinkhauser 4. Sigmar Stocker 5. Michael Demanega 6. Walter Blaas 7. Tamara Oberhofer 8. Hannes Zingerle 9. Thomas Peintner 10. Peppi Stecher 11. Lory Senoner 12. Karin Knoflach 13. Veronika Malleier 14. Katharina Haberer 15. Barbara Hellweger 16. Susanne Wachter 17. Reinhard Gaiser 18. Andrè Pirhofer 19. Christian Trafoier 20. Simon Auer 21. Margit Brunner 22. Romina Eberhöfer 23. Walter Frick 24. Lukas Geiser 25. Gerhard (Geri) Gramm 26. Stefan Gutweniger 27. Manuel Kasslatter 28. Andrea Lazzeri 29. Lorenz Oberrauch 30. Lukas Pfeifer 31. Lois Taibon 32. Stefanie Unterhofer 33. Martin Wenter

Stand: 25. September 2013

Politik & Gesellschaft

jede Partei mit jeder Partei zusammenarbeiten könnte. Es muss ja keine Liebesheirat sein – auch eine punktuelle Zusammenarbeit, wie wir sie derzeit in Brixen haben, kann gut funktionieren. Die Freiheitlichen sind durchaus bereit, Verantwortung zu übernehmen, sollte dies gewünscht sein. Dabei müsste die Freiheitliche Handschrift aber klar in einem eventuellen Koalitionspapier erkennbar sein.


treffen und austauschen können. So sind sie nicht ausgegrenzt und isoliert. Eine weitere Frage eines Lesers: Der Bürokratieabbau ist zum Schlagwort geworden, unternommen wurde bis jetzt jedoch wenig. Insbesondere die Unternehmen werden von der Bürokratie erdrückt. Beamte fühlen sich häufig nicht als Dienstleister für die Bürger, sondern als Herren im Hause Südtirol. Welche konkreten Maßnahmen bei den öffentlichen Verwaltungen auf Landes- und Gemeindeebene stellen Sie sich vor?

WALTER BLAAS (DIE FREIHEITLICHEN): „Wir haben anfangs die Notwendigkeit der Seilbahnverbindung Brixen-St. Andrä in Frage gestellt, sind dann aber doch zur Überzeugung gelangt, dass ein Großteil der Brixner diese Verbindung wünscht“

–

Herr Staffler, sollte Politik in Kultur investieren? HARTMUTH STAFFLER (SÜD-TIROLER FREIHEIT): Für mich ist Kultur etwas sehr Wichtiges, sie ist aber auch ein Wirtschaftsfaktor. Brixen ist dafür ein gutes Beispiel: Kultur ist eine Stärke unserer Stadt. Museen müssen aber besser vernetzt werden. Wir können den Tourismus ankurbeln, wenn wir in Kultur investieren. PHILIPP ACHAMMER (SVP): Das ist eine Gelegenheit für mich, eine Lanze für die Jugendkultur zu brechen: Wir haben vor kurzem eine Diskussion mit Jugendlichen geführt, in der es um die Förderung von Vereinen und Jugendarbeit gegangen ist. Dabei sind wir auf den Punkt gekommen, dass Jugendliche mehr Freiräume brauchen. In Brixen wäre zum Beispiel das Astra Kino geeignet für ein Jugendkulturzentrum. Dies wäre auch von Landesseite unterstützenswert, weshalb die SVP sich gemeinsam mit der Gemeinde Brixen dafür stark machen sollte. RENATE PRADER (PD): Kultur ist für mich Bildung und sehr wichtig für die Jugend, aber auch für die Senioren, die heute noch nicht zu Wort gekommen sind. Es gibt in Brixen ein Seniorentheater, in dem sich ältere Menschen

CHRISTOPH MOAR (GRÜNE): Bürokratie ist Gift für die Unternehmen. Wir als Grüne fordern, dass jedes neue Landesgesetz auf seine Auswirkungen auf die Unternehmen überprüft wird. Wir fordern auch, dass bestehende Landesgesetze, die über Jahre gewachsen sind, vereinfacht werden. RENATE PRADER (PD): Dazu lediglich ein paar Schlagworte: Vereinfachung der Bürokratie, Einsatz der neuen Medien, Digitalisierung der Akten, Bürgernetz, Bürgerkarte. ANTONIO BOVA (L’ALTO ADIGE NEL CUORE): Wir brauchen höchstmögliche Transparenz und EGovernment: Man sollte in Zukunft zum Beispiel über Internet einen Termin für eine Visite im Krankenhaus vormerken können. Wir brauchen auch eine autonomere Verwaltung in den einzelnen Gemeinden im Sinn des Subsidiaritätsprinzips. Noch eine Frage eines Lesers: Angesichts der verzögerten Vorstellung der letzten SVP-Kandidaten frage ich mich, ob Politikerinnen aufgrund der Quote oder aufgrund ihrer Kompetenz gewählt werden. TAMARA OBERHOFER (DIE FREIHEITLICHEN): Es ist bekannt, dass wir Freiheitliche uns gegen die Frauenquote aussprechen. Wir sehen es als nicht sinnvoll, dass man eine gewisse Anzahl von Frauen zwingend auf die Liste setzen muss. Wenn eine Frau will, kann sie in der Politik ihren Platz finden. RENATE PRADER (PD): Wir hatten keine Probleme, unsere Kandidatinnen zu finden, weil wir im Vorfeld ständig die Frauen, die wir kennen, in die politi-

schen Prozesse miteinbezogen haben. Es gab dann sehr viel Interesse, für unsere Liste zu kandidieren. Ich finde es wichtig, dass auch Frauen in der Politik mitarbeiten, denn eine Frau hat einfach eine andere Sichtweise. Chancengleichheit für Mann und Frau ist für uns sehr wichtig, bezüglich Entlohnung, Eintritt in die Arbeitswelt, aber natürlich auch in der Kinderbetreuung. Um solche Themen politisch zu besprechen, braucht es in der Politik Frauen, die in dieser Situation sind, Kinder haben und somit die Probleme der Frauen auch verstehen. HORAND MEIER (PD): Es ist nicht nur eine Frage der Anzahl der Frauen, sondern auch, wo man sie auf der Liste listet. Cornelia Brugger zum Beispiel steht bei uns an dritter Stelle. Wir gehen davon aus, dass sie gewählt wird und werden auch einiges dafür tun. PETRA LIBERA (SÜD-TIROLER FREIHEIT): Auch wir hatten überhaupt keine Probleme, die Quote zu erfüllen. Wir haben viele verschiedene Frauen in verschiedenen Altersgruppen und sozialer Herkunft auf unserer Liste. Sie geben alle ihr Bestes. Ich habe heute die Diskussion über Gleichheit zwischen Mann und Frau und über das Familiengesetz ein wenig vermisst. Ich finde es wichtig, dass Frauen darüber entscheiden können, ob sie ihre Kinder in Betreuungsstätten unterbringen wollen oder ob sie das Kind zu Hause behalten möchten. Dafür sollte die Politik die richtigen Rahmenbedingungen schaffen, damit diese Entscheidung nicht aufgrund der finanziellen Lage getroffen werden muss, sondern dass beide Möglichkeiten offen stehen. PETER GASSER (SVP): Ich glaube, die Quote ist eine sinnvolle Sache, um die Frauen auch in den politischen Gremien berücksichtigen zu können. Bei der Südtiroler Volkspartei ist es so, dass bei den Bezirksvorausscheidungen diese Quote nicht festgelegt worden war. Aus diesem Grund sind zum Schluss einige Plätze frei geblieben, jedoch waren die Nachbesetzungen sehr erfolgreich. Die SVP geht als Partei mit Männern und Frauen ins Rennen, die Erneuerung darstellen.

info INFOS ZU DEN LANDTAGSWAHLEN 2013 Am 27. Oktober wird gewählt! Am Wahltag, den 27. Oktober 2013, sind die Wahlämter von 6 bis 22 Uhr geöffnet. Die für die Wahl erforderlichen vorbereitenden Handlungen nehmen in der Regel mindestens eine Stunde in Anspruch, da die Mitglieder der Wahlsektion unter anderem sämtliche Stimmzettel stempeln müssen. Sobald diese vorbereitenden Handlungen abgeschlossen sind, kann die Stimmabgabe erfolgen. Um längere Wartezeiten zu vermeiden, ist es daher ratsam, am 27. Oktober erst ab 7:30 Uhr im Sektionswahlamt zur Stimmabgabe zu erscheinen. Die Bürger müssen sich in das auf dem Wahlausweis angegebene Sektionswahlamt begeben und ihren Wahlausweis sowie einen Personalausweis vorlegen. Wer nicht im Besitz des Wahlausweises ist (wegen nicht erfolgtem Erhalt, Verlust oder Diebstahl) oder einen beschädigten Wahlausweis hat, muss sich an das Gemeindewahlamt wenden, das vom 22. bis zum 26. Oktober von 9 bis 19 Uhr und am 27. Oktober während der gesamten Dauer der Wahlhandlungen geöffnet hat und, je nach Fall, den Wahlausweis, eine Zweitausfertigung oder eine Ersatzbescheinigung ausstellt. Auf dem Stimmzettel, der jedem Wähler übergeben wird, ist das Symbol jeder einzelnen Liste (auch Listenzeichen genannt) abgebildet. Die Stimmabgabe erfolgt durch Ankreuzen des bevorzugten Listenzeichens. Der Wähler kann auch in den Zeilen in der Mitte des Stimmzettels eine bis vier Vorzugsstimmen auf folgende Art und Weise abgeben: - Angabe des Zunamens der Kandidaten - falls nötig, auch Angabe des Vornamens der Kandidaten - oder Angabe der Nummer, mit der der Kandidat auf der Liste gekennzeichnet ist (Listenplatz). (Achtung: nur eine Vorzugsstimme pro Zeile!!) Die Personen, für die Vorzugsstimmen abgegeben werden, müssen unbedingt der angekreuzten Liste angehören, andernfalls ist die Vorzugsstimme unwirksam.

Transkription: hanna.hofer@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info 25


Fördern und fordern Die Sozialpädagogische Rehabilitationseinrichtung Kastell, geführt von der Bezirksgemeinschaft Eisacktal, soll Menschen mit Beeinträchtigungen den Weg in ein selbständiges Leben und in die Arbeitswelt ebnen.

D

ie Einrichtung Kastell gibt es seit 25 Jahren. Über deren Standort und Entwicklung kann Ernst Erlacher, gelernter Maschinenschlosser und jetziger Leiter, am besten berichten, denn er ist von Anfang an dabei. „Der Start erfolgte in Vahrn, dort, wo ehemals von der Familie Aichholzer die Pizzeria Tyrol geführt wurde. Es waren einige Männer, die zunächst in einem, dann in einem zweiten Raum, Aufnahme und Arbeit fanden“. Inzwischen arbeiten sie in zwei Stockwerken in Kastell, den Brixnern auch als „Alte Durst“ bekannt. Ein weiteres Stockwerk dient als Wohnraum für sechs Männer. „Zusätzlich haben wir im Nebengebäude zwei Kleinwohnungen für Frauen angemietet“, sagt Ernst Erlacher, „der Bereich Recycling ist in der Außenstelle am Recyclinghof in Schabs untergebracht“.

Zurück in die Selbständigkeit. In Kastell erhalten Erwachsene mit körperlichen, geistigen und emotionalen Beeinträchtigungen die Möglichkeit, den Weg in eine eigenständige Lebensführung und in die Arbeitswelt zu finden. Die Einschränkungen der Autonomie können von Geburt an bestehen, nach Unfällen oder als Folge einer Suchtproblematik auftreten. Die für jeden Kunden individuell

Fotos: Oskar Zingerle

Politik & Gesellschaft

BRIXEN

In der Werkstatt „Metall und Allerhand“ wickeln die Klienten Aufträge in Serienfertigung für Kunden aus der Privatwirtschaft oder für die öffentliche Hand ab

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festgelegten Ziele können nur erreicht werden, wenn das gesamte Netzwerk – dazu zählen Fachdienste, Angehörige, Helferkreis und Firmen – optimal zusammenarbeitet. Mit neuen Konzepten musste immer wieder auf die gestiegenen Bedürfnisse reagiert werden. Derzeit betreut und begleitet die Einrichtung 49 Personen und macht in drei verschiedenen auf die Kunden zugeschnittenen Werkstätten Angebote.

Drei verschiedene Arbeitsbereiche. Dabei wird versucht, den Bewohnern, die unterschiedliche

Vorlieben und Fertigkeiten mitbringen, eine möglichst vielfältige Palette an Lern- und Arbeitsangeboten zur Verfügung zu stellen. Die Werkstätten für„Metall und Allerhand“ werden hauptsächlich von Männern besucht. Unter Aufsicht von Werkerziehern werden Bolzen gefeilt, die Bürsten von Straßenkehrmaschinen ausgetauscht, alte Holzbretter zersägt und zu sauberen Brennholzbündeln geschnürt, Kartonschächtelchengefaltet oder Fingerschienen modelliert. Die Aufträge werden von Firmen und Betrieben, wie zum Beispiel vom Landesbauhof,

vergeben und in Kastell gerne angenommen. Der Textilbereich konnte im März 2012 dank der Anmietung von zusätzlichen Räumlichkeiten vergrößert werden. Derzeit werden hier in fünf Waschmaschinen etwa 50 Kilogramm Wäsche gleichzeitig gewaschen. Nebenan sortieren fleißige Frauenhänden die getrockneten Wäschestücke, bügeln, falten oder flicken sie. Alles erfolgt unter der sorgsamen Anleitung von Sozialbetreuerinnen. Auftraggeber sind die Sozialdienste und auch private Kunden. Im Recyclinghof werden hingegen

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Ernst Erlacher: „Die Nachfrage nach Plätzen im Kastell ist gestiegen, die finanziellen Mittel wurden aber eingefroren

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unter fachmännischer Anleitung Altgeräte zerlegt, zerkleinert, sortiert und wiederverwertbare Teile gesammelt.

Ein Arbeitstag in Kastell. Die Arbeitstage sind so strukturiert, dass sie jenen in einem Betrieb ähnlich sind. Der Arbeitstag beginnt um 8 Uhr; ab 13 Uhr gibt es eine einstündige Mittagspause, dann geht der Arbeitstag weiter bis 16 Uhr. Gegessen wird in der

Mensa; das Essen wird von der Seeburg geliefert. Auf regelmäßige und pünktliche Anwesenheit wird großer Wert gelegt. Geplante Abwesenheiten müssen vorher angekündigt und nachher belegt werden. Unvorhersehbares Fehlen muss schriftlich begründet werden, zum Beispiel durch eine ärztliche Bescheinigung. Am Ende des Monats gibt es für geleistete Arbeit eine Prämie. Diese ist gesetzlich vorgesehen und hat große pädagogische Bedeutung. Aufgenommen werden Männer und Frauen im Alter von 18 bis 55 Jahren. Sie müssen die italienische oder eine EU-Staatsbürgerschaft besitzen, in der Provinz Bozen ansässig sein und ein ärztliches Empfehlungsschreiben vorweisen. Es besteht die Verpflichtung, sich an den Aufenthalts- und Essenskosten zu beteiligen. Grundsätzlich dauert die Aufnahmezeit zwei Jahre. In diesem Zeitraum sollte das Ziel erreicht sein: ein sicherer Arbeitsplatz und ein möglichst eigenständiges Leben. „So war es gedacht“, sagt Erlacher, „manche der uns Anvertrauten erreichen das Ziel auch früher, manche schaffen es aber

auch nicht. Dem müssen wir Rechnung tragen. Die können auch länger, gegebenenfalls bis zum sechzigsten Lebensjahr, bleiben.“ Fakt ist allerdings, dass die Nachfrage nach Plätzen gestiegen ist, die finanziellen Mittel aber eingefroren wurden.

Arbeitstraining in vier Phasen.

In der dreimonatigen Probezeit lernen die Klienten die Einrichtung kennen, und die Erzieher überprüfen, ob ein Übungsprogramm sinnvoll und zielführend ist. Sodann werden gemeinsam Ziele für das Arbeitstraining festgelegt. Diese betreffen zum einen die Motivation, die Pünktlichkeit, Verlässlichkeit, Ausdauer, Verantwortungsbewusstsein, das soziale Verhalten und den Umgang mit Frust- und Stresssituationen, zum anderen die Verbesserung von Fertigkeiten und das Erlernen neuer Techniken. Die Entwicklungen werden von den Betreuern ständig beobachtet und angepasst. Wenn die Vorbereitung soweit gediehen ist, wird in Zusammenarbeit mit dem Arbeitsvermittlungsdienst, öffentlichen Arbeitgebern und Privatfirmen für drei Monate eine

Praktikumsstelle gesucht. In der vierten Phase wird entsprechend dem Ergebnis des Praktikums eine feste Anstellung in einem Betrieb angestrebt. Wenn dies nicht möglich ist, wird ein weiteres Trainingsangebot in der RehaWerkstätte Kastell gemacht. „Es wäre schön, wenn wir Freiwillige finden könnten, die uns einmal oder mehrmals wöchentlich bei unseren Aufgaben unterstützen könnten“, sagt Erlacher. Dazu zählen beispielsweise das Erledigen von Transporten und Hausmeisterarbeiten sowie die Mithilfe bei internen Arbeiten. „Das Personal ist knapp geworden, sodass die Begleitung nicht immer in der Form gewährleistet werden kann, wie es uns vorschwebt.“ Anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Einrichtung laden die Sozialdienste Eisacktal und die Mitarbeiter von Kastell am 4. Oktober von 10 bis 14 Uhr zu einem „Tag der offenen Tür“. Die Besucher erhalten die Möglichkeit, die verschiedenen Werkstätten und den Wohnbereich kennenzulernen. johanna.bernardi@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

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Politik & Gesellschaft


Restaurierung in Planung

BRIXEN

Die Pfarrkirche St. Michael in Brixen muss umfassend restauriert werden. Dabei erfolgt auch die Neugestaltung des Altarraumes. Ein Überblick über die geplanten Arbeiten.

E

Foto: Oskar Zingerle

s war im Jahr 1974, als man im Zuge von verschiedenen Restaurierungsarbeiten die Elektroheizung aus dem Jahr 1955 unter den Sitzbänken der Stadtpfarrkirche St. Michael in Brixen entfernte und stattdessen eine Luftheizung einbaute. Diese sorgt seitdem jedoch nicht nur für eine Erwärmung der Kirchenluft, sie hat auch weitaus unangenehmere Folgen – die nun beseitigt werden müssen.

Heizung als Ursache der Verschmutzung. Fresken, Wände

und Stuckaturen in der Pfarrkirche – wer genauer hinsieht, wird bemerken, dass diese stark verschmutzt sind. Dichter Ruß legte sich über diese Flächen. Verursacher hierfür ist die Heizung mit Luftgebläse, bei der Zu- und Abluft konzentriert im hinteren Eingangs- und im Presbyteriumbereich positioniert wurden. Die hohe Luftgeschwindigkeit des Heizungsgebläses wirbelt jede Menge Staub und Rauch auf – und bewirkt somit die Verrußung der Wände, Malereien und Kircheneinrichtung, wie Luftmessungen im letzten Halbjahr bestätigt haben. Ein Problem, das nicht wirklich neu ist: Bereits im Jahr 1983/84 erfolgte eine Säuberung und Restaurierung der Pfarrkirche. Nun jedoch ist der Innenraum wiederum arg in Mitleidenschaft gezogen und umfassendes Handeln notwendig: Es nützt schließlich wenig, alles zu reinigen, wenn man gleichzeitig den Verursacher für die Verschmutzung weiterhin in Gang hält.

Umfangreiche Restaurierungsarbeiten und Sanierungen. Somit

stehen im nächsten Jahr umfangreiche Restaurierungs- und Sanierungsarbeiten in der Stadtpfarrkirche an. Geplant ist zum einen die Erneuerung der Heizungsanlage: ein kombiniertes System mit Bodenheizung im Presbyterium und Bodenkonvektoren im Kirchenschiff wird die alte Luftheizung ablösen; dadurch soll die Verrußung der Kirche weitgehend vermieden werden. Ebenso ausgewechselt werden die Elektro-, Beschallungs-

Sepp Kirchler und Dekan Albert Pixner stehen an der Spitze des Restaurierungskomitees

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und Beleuchtungsanlagen; zudem ist die Errichtung neuer Windfänge aus Glas geplant. Selbstverständlich wird der Innenraum der Pfarrkirche auch vom Ruß befreit: Sowohl Fresken wie Ölbilder, Altäre und Einrichtungsgegenstände erhalten eine Reinigung; in Absprache mit dem Denkmalamt werden Fehlstellen retuschiert.

Künstlerwettbewerb zur Neugestaltung des Altarraums. Die Pfarrkirche erhält aber nicht nur eine neue technische Ausstattung und gereinigte Fresken, auch die Neugestaltung des Altarraums ist geplant. Dabei sollen der Volksaltar, der Ambos, die Priester- und Ministrantensitze sowie Kinderbänke umgestaltet werden. Um diese Neugestaltung zu konzipieren und auszuführen, wurde ein Künstlerwettbewerb ausgeschrieben. Neun Südtiroler Künstler haben sich daran beteiligt: Lois Anvidalfarei, Markus Gasser, Thaddäus Salcher, Paul De Doss-Moroder, David Gasser, Ingrid Canins, Annemarie Lahner, Josef Rainer und Julia Bornefeld. Eine Jury wird das Siegerprojekt auswählen, und man darf gespannt sein, wie der Altarraum hernach aussehen wird.

Arbeitsbeginn im Mai/Juni 2014. „Die Arbeiten in der Pfarr-

kirche sollen im Mai oder Juni 2014 beginnen; am Patroziniumstag am letzten Wochenende im September 2015 kann die sanierte Pfarrkirche offiziell gefeiert werden“, erläutert Sepp Kirchler, Vorsitzender des Restaurierungskomitees, das des weiteren aus Dekan Albert Pixner, Pfarrgemeinderatspräsidentin Verena Barth, dem Verwaltungsratspräsidenten Erwin Denicoló, Helmut Fink, Erich Mussner, Walter Co-

lombi, Roberto Spazzini, Christine Peintner, Günther Burger und Ivo Barth besteht. Ihre Aufgabe besteht unter anderem darin, die finanziellen Mittel aufzutreiben: zirka eine Million Euro kosten die Investitionen in die Stadtpfarrkirche. Erwünscht sind dabei selbstverständlich auch die Spenden vonseiten der Bevölkerung – eigene Spendenkonten werden hierfür bei allen Banken eingerichtet. doris.brunner@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

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Politik & Gesellschaft

BRIXEN

Gegen Gewalt an Frauen z In diesem Jahr haben sowohl die Zahl der Hilfesuchenden in den Beratungsstellen als auch die Aufnahmen in das Frauenhaus Brixen im Vergleich zu den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Deshalb will die Kommission für Chancengleichheit der Gemeinde Brixen eine Kampagne für Präventionsmaßnahmen gegen Gewalt an Frauen ausarbeiten und wie im vorigen Jahr Aktio-

nen starten – unter anderem am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen im November. Im Netzwerk vertreten sind neben der Kommission für Chancengleichheit auch Barbara Wielander, Verantwortliche der Brixner Beratungsstelle für Frauen in Gewaltsituationen und Leiterin des Frauenhauses, Markus Frei vom Sozialsprengel Brixen, die Frauen des Zonta Club Brixen und

Giancarlo Milesi, Verantwortlicher für die Sektion Yoseikan Budo im SSV Brixen, die im vorigen Jahr Selbstverteidigungskurse für Frauen angeboten hatten. hh

P&G

Politik & Gesellschaft BRIXEN

Kompetenter Umgang mit kultureller Vielfalt z Südtirol ist mittlerweile ein Einwanderungsland geworden. Die jahrelange Nachfrage nach Arbeitskräften ließ die Zahl der ansässigen ausländischen Personen kontinuierlich ansteigen. Gleichzeitig ist ein Anstieg der Ängste und Befürchtungen der lokalen Bevölkerung in Bezug auf das „Fremde“ zu erkennen. Die schwierige wirtschaftliche Lage in manchen Branchen und die steigenden Arbeitslosenzahlen verschärfen zudem diese Situation. Das Zusam-

kurz

notiert

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menleben ist somit alles andere als selbstverständlich und vielfach geprägt von Emotionalität, persönlicher Unsicherheit, Vorurteilen und fehlenden Informationen. Die Broschüre „Begegnungen mit Menschen aus anderen Kulturen“, die die Cusanus Akademie vor kurzem herausgegeben hat, möchte dem entgegenwirken, Ängste offen benennen, sich mit unserer und der Kultur der Anderen beschäftigen und den Leser anleiten, die eigenen Vorurteile

zu hinterfragen und so den Umgang mit Menschen aus anderen Kulturkreisen zu erleichtern. Die Broschüre ist Teil des ESF-Weiterbildungsprojektes „Interkulturelle Handlungskompetenz – In Dialog mit anderen Kulturen“, das von der Cusanus Akademie als Kompetenzzentrum für interkulturelle Bildung eingereicht und durchgeführt wurde. Autoren der Broschüre sind Dimiter Martin Hoffmann aus Wien und Karl Heinz Bittl aus Nürnberg. amm

Seit 30 Jahren bietet das Südtiroler Kinderdorf Weihnachtsbillets aus Werken namhafter Südtiroler Künstler an. Der Reinerlös dient zur Kostendeckung der Angebotserweiterung des Kinderdorfes. Auskünfte und Prospektanforderung ab Mitte Oktober unter www. kinderdorf.it, verein@kinderdorf.it

Der Platz vor dem Haupteingang der Freien Universität Bozen in Brixen wird nun als GeschwisterScholl-Platz bezeichnet. Der nach den beiden Widerstandskämpfern benannte Platz soll ein Zeichen der Zivilcourage und gegen das Schweigen sein.

Beim Parkplatz der Disco Max, bei der Kreuzung Fischzuchtweg/Mozartallee sowie beim Heilig-Geist-Platz sind nun Überwachungskameras aktiv. Eine vierte ist beim Zugbahnhof geplant. Diese sollen Sicherheit garantieren und die Verkehrsströme aufzeichnen. Die Standplätze sind ausgeschildert.


NACHGEFRAGT

„Den Familien fehlt das Geld“ MICHAEL SEEBER, Präsident der vor einigen Tagen gegründeten Stiftung „Vinzentinum pro futuro“, zu den Gründen, warum sie einkommensschwache Schülerfamilien im Vinzentinum unterstützen will Herr Seeber, in der Satzung zur Stiftung Vinzentinum pro futuro steht, dass die Stiftung den Fortbestand der Privatschule und des Internats sicherstellen soll. Heißt das im Umkehrschluss, dass der Fortbestand des Vinzentinums in Gefahr ist? Der Fortbestand aller Privatschulen ist derzeit in Gefahr – vor allem, wenn sie kirchlich ausgerichtet sind. Es wird in Zukunft weniger Beiträge von der öffentlichen Hand für diese Strukturen geben, und so wird es für solche Schulen immer schwieriger werden zu überleben. Elitäre Privatschulen,

die in größeren Städten wohlhabende Familien ansprechen, wird es auch in Zukunft geben, aber Schulen und Internate wie das Vinzentinum spüren derzeit, dass in der Krise die Nachfrage nachlässt: Den Familien fehlt das Geld. Woraus wird sich die Stiftung finanzieren? Die Stiftung will einkommensschwachen Eltern von Buben und Mädchen über ein Stipendium hilfreich zur Seite stehen – anonym, versteht sich. Schauen Sie, es ist einfach nicht richtig, wenn junge talentierte und fleißige Leute allein aus finanziellen

Gründen nicht die Möglichkeit eines Studiums im Vinzentinum bekommen. Die Stiftung hat ein Startkapital von 70.000 Euro; jetzt suchen wir weitere Stifter und Unterstützer. Wie werden Ansuchen abgewickelt? An der Schule interessierte Eltern, die im Vinzentinum vorsprechen, werden über unsere Stiftung unterrichtet. Sie stellen ein Ansuchen, worauf der Stiftungsrat eine Entscheidung treffen wird – immer gemessen an den Möglichkeiten, die die Stiftung hat. willy.vontavon@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

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Politik & Gesellschaft

DIVERSES

Neue Regeln für Wohnbauförderung z In der letzten Sitzungswoche dieser Legislaturperiode hat der Südtiroler Landtag Ende September das Wohnbauförderungsgesetz geändert, womit – bisher einmalig auf dem gesamten Staatsgebiet – das Bausparen eingeführt wird, das mit einem Mix aus Förderungen, Steuererleichterungen, verbilligten Darlehen und (einem mindestens achtjährigen) Kapital-Ansparen im Rentenfonds vor allem junge Familien der Verwirklichung ihres Traums vom Eigenheim näher bringen soll. Mit demselben Gesetz werden auch Sanierungen von Bauten in Ortskernen erleichtert, indem das Land die vom Staat auf zehn Jahre garantierten Steuerabschreibungen vorstreckt. „Damit schützen wir wertvollen Grund und Boden und geben zudem der krisengeschüttelten Bauwirtschaft neue Impulse“, sagt der zuständige

Landesrat. Neuerung Nummer drei im Wohnbaugesetz ist schließlich die Einführung der Einheitlichen Einkommens- und Vermögenserklärung (EEVE) auch in diesem Bereich, die eine deutliche Entbürokratisierung mit sich bringen soll. In das in derselben Sitzung des Landtages verabschiedete Landesgesetz zur Rechnungslegung wurden dagegen mehrere Maßnahmen zur Ankurbelung der Beschäftigung in Südtirol aufgenommen. Diese Maßnahmen sind im Arbeitspakt vorgesehen und setzen an verschiedenen Stellen an. So werden Unternehmen, die stabile Jobs schaffen (oder prekäre Arbeitsverhältnisse in dauerhafte umwandeln), von der Wertschöpfungssteuer IRAP befreit. Dazu kommen Erleichterungen bei den Sozialbeiträgen, sollten Unternehmen ältere Langzeitarbeitslose einstellen.

Schließlich wird mit dem Gesetz auch der Genossenschafts-Fonds eingeführt, der die Entwicklung von Genossenschaften fördern soll, über die Menschen mit Behinderung in die Arbeitswelt eingegliedert werden. oz

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BRIXEN

Jukas wird umgebaut Foto: Oskar Zingerle

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z Nach zwei Jahren Vorbereitungszeit wird derzeit das Jugendzentrum Kass umgebaut. Die Bauarbeiten begannen am 2. September und werden zirka 60 Tage dauern. Durch den Umbau bleibt das Jugendzentrum bis Ende Oktober geschlossen. Für die Zwischenzeit wurde im Hof ein Sandstrand angelegt, wo die Jugendlichen auf Liegestühlen Getränke, Snacks und Eis genießen können. Durch den Umbau wird das Zentrum optisch vergrößert, indem mehrere Wände durch Glaswände ersetzt werden. Somit wird versucht, eine Verbindung zwischen Jugendzentrum und Jugendherberge herzustellen. Dadurch soll der Kontakt zwischen Ju-

r Südtirole d n Brot- u arkt Strudelm

gendlichen aus ganz Südtirol, aber auch aus verschiedenen Ländern Europas gefördert werden. Bereits im Frühling 2011 wurde zusammen mit Jugendlichen eine Werkstatt zum Thema „Umgestaltung des Jugendzentrums“ abgehalten. Wünsche und Kritiken wurden ernst genommen und eingebaut, Möbel und Einrichtungsstücke zusammen ausgewählt. Eines der Büros darf von den Jugendlichen als „Chill-Ecke“ genutzt werden. Ihnen wird auch ein Arbeitsplatz mit PC und Internetanschluss zur Verfügung gestellt. Insgesamt soll das Jugendzentrum durch den Umbau transparenter, heller und jugendfreundlicher werden. lv

DIVERSES

z Die „Initiative für mehr Demokratie“ hatte in den letzten Wochen Unterschriften gesammelt, um das im Juni 2013 verabschiedete Gesetz zur Direkten Demokratie einem Referendum zu unterziehen. 8.000 Stimmen waren dafür notwendig, um die 17.663 Stimmen konnten gesammelt werden. Bevor die Unterschriften im Südtiroler Landtag abgegeben werden konnten, haben nun auch Abgeordnete der Südtiroler Volkspartei sowie, in einem getrennten Antrag, neun Abgeordnete der Opposition – Eva Klotz, Roland Tinkhauser, Pius Leitner, Sigmar Stocker, Thomas Egger, Ulli Mair, Andreas Pöder, Alessandro Urzì und Sven Knoll – einen Antrag um ein entsprechendes Referendum eingebracht. Zum „Bestätigenden Referendum“ gegen Landesgesetze zum Wahlrecht und zur direkten Demokratie reichen 8.000 Unterschriften – alternativ dazu können auch sieben Landtagsabgeordnete dieses verlangen, sofern das in Diskussion stehende Landesgesetz nicht mit einer

Foto: Wessam Eldeeb

Rennen ums Referendum

Zweidrittelmehrheit beschlossen worden war. Stefan Lausch von der „Initiative für mehr Demokratie“ und auch die Oppositionspolitiker interpretierten den Antrag der SVP als Versuch, in letzter Minute auf den Zug aufzuspringen. SVP-Landtagsabgeordneter Arnold Schuler sieht dies anders: „Wir haben öffentlich immer wieder bekundet, dass das Sammeln der Unterschriften nicht notwendig sein würde, weil die SVP auf jeden Fall ein Referendum zu diesem Gesetz abhalten wollte“. Außerdem stelle sich die Frage, warum die Abgeordneten der Opposition nicht ebenso früher gehandelt hätten. db

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Menschen & Meinungen NUR VORÜBERGEHEND wollte Gerold Peer in Mühlbach bleiben und die hiesige Apotheke führen. Das „Marktl“ wurde ihm dann doch zur Heimat.

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Die Kämpfernatur

PORTRAIT

GEROLD PEER, ehemaliger Apotheker in Mühlbach, über seine Jugendjahre im Krieg und das Glück in seinem Leben.

M

it fünf Jahren durfte er zum ersten Mal ans Meer, in einer Zeit, in der das bei weitem keine Selbstverständlichkeit war. „Zur Erholung; das ist meine erste Erinnerung.“ Gerold Peer, 46 Jahre lang Apotheker in Mühlbach und mit seinen 93 Jahren von einer beeindruckenden geistigen Frische, war als Kind sehr krank.

Von klein auf eine Kämpfernatur. Eine Lungenentzündung, eine Rip34

penfellentzündung, eine Bauchfellentzündung, eine Mandelentzündung und eine Darmlähmung bedrohten lange Zeit sein Leben. „Die Ärzte haben geglaubt, sie bringen mich nicht mehr durch.“ Sogar das Gehen hatte Gerold Peer verlernt. Und weil er sehr schwach war, dachte man daran, ihn erst ein Jahr später zur Schule zu schicken. „Das wollte ich aber nicht.“ Eine Cousine, die im selben Haus wohnte und die Lehrerbildungsanstalt in Meran

besucht hatte, erklärte sich bereit, den wissbegierigen Buben zu unterrichten. Es gab zwei Stunden Privatunterricht am Vormittag und zwei Stunden am Nachmittag, „aber da sind wir meist spazieren gegangen und haben Italienisch gesprochen.“ Der Lernerfolg war beachtlich, die Prüfung am Ende des Schuljahres bestand Gerold Peer mit Bravour. Die Namen der Königsfamilie, die größten Städte Italiens, die größten Flüsse, Rechnen im

Zahlenraum 20 – er erinnert sich noch ganz genau an die Fragen, die ihm damals gestellt wurden, „und dass ich die Pinocchio-Geschichte einwandfrei lesen konnte, hat den Direktor auch erstaunt.“ Dass Gerold Peer eine Kämpfernatur war, beweist auch die Tatsache, dass er „mit sieben Jahren auf dem Peitlerkofel stand.“ Über 100 Dreitausender hat Gerold Peer dann im Laufe der Jahre bestiegen. Er stand auf dem Ortler und auf der Königsspitze, auf


Fotos: Oskar Zingerle

dem Großvenediger und auf dem Großglockner, „und das meiste vor der Option, weil ich Angst hatte, dass ich meine Heimat nie wiedersehen würde.“ Das Wandern und die Berge wurden zu seiner großen Leidenschaft, auch wenn er „wegen seiner langen Haxen und weil er so gerannt ist“, wie seine Frau Gusti meint, oft alleine habe gehen müssen, „weil man einfach nicht hinterhergekommen ist.“

Vorladungen während der Option. Die Zeit der Option über-

schattete die Jugend von Gerold Peer. Beim Teml haben sich die jungen Leute jeden Samstag getroffen, „der hat damals a bissl ausgeschenkt“, sie haben miteinander gesungen und getanzt. So manches Mal wurde einer von ihnen nach diesen Treffen vorgeladen, musste dem Chef der Sicurezza Pubblica Rede und Antwort stehen, „weil wir weiße Stutzen getragen haben

oder weil wir verbotene Lieder gesungen haben, aber für einen Prozess haben unsere ‚Verbrechen’ zum Glück nie gereicht.“ Nach der Maturaprüfung ging er zum Studium nach Wien, musste aber bereits am 15. Oktober 1940 zum deutschen Heer einrücken. Gemustert worden war Gerold Peer noch von den Italienern. An einem Aschermittwoch sei der Termin angesetzt gewesen. „Weil ich aber am Faschingsdienstag a bissl gefeiert hatte, habe ich verschlafen, und die Carabinieri standen schließlich im Haus.“ Er sei gefragt worden, ob er lesen und schreiben könne, obwohl das Maturazeugnis vorlag. Da habe er den ersten Vers der Divina Commedia zitiert – „dann ist Ruhe gewesen“. Nach einer Ausbildung in Frankreich, Paris war damals schon von Deutschland besetzt worden, kam er für zwei Jahre nach Russland, für weitere zwei Jahre in den Balkan, und ein halbes Jahr war Gerold Peer in amerikanischer Gefangenschaft. Er kann mitreißend erzählen, präzise, mit einer gewissen Portion Humor und ohne Bitterkeit. Es ist fast so, als wäre man direkt an den Schauplätzen längst vergangener Zeiten. In Russland erkrankte Peer an Flecktyphus und kam in das Lazarett von Orel, südlich von Moskau. Als der Befehl des Führers kam, das Lazarett zu zerstören, beschloss er trotz seines Fiebers zu flüchten. „Ein Arzt gab mir zwei Krücken, und es gelang mir, den Zug zu erreichen.“

Glück, Notlügen und Brieftauben. Der dreiteilige Film „Unsere

Mütter, unsere Väter“, der unlängst ausgestrahlt wurde, weckte Erinnerungen an diese Zeit, wurde doch auch im Film das Lazarett

ein Büchlein schenkte, damit er sich das nötige Wissen aneignen konnte. In Bihac, das im heutigen Bosnien-Herzegowina liegt und wohin er mit seinen Brieftauben versetzt worden war, entging er durch Zufall einer Bombardierung des Gebäudes, in dem er untergebracht war. Gegen Ende des Krieges befand er sich in Zagreb. Als die Russen einmarschierten, gelang ihm die Flucht. Vierzehn Tage benötigte er für den Fußmarsch zurück in die Heimat. Dort riet man ihm, sich zu melden, um einen Entlassungsschein zu bekommen. „Aber das hätte ich mir sparen können. Die haben mich geschnappt, und ich kam in die Gefangenenlager nach Livorno und Pisa.“ Die Gefangenschaft sei nicht so schlimm gewesen, lediglich zu essen habe es sehr wenig gegeben. „Wenn man etwas gearbeitet hätte, hätte man auch mehr bekommen, aber für die Amerikaner wollte ich nichts tun.“ Alle fünf Peer-Söhne kamen heil aus dem Krieg zurück.

Der Aufbau der Apotheke. Wie

er dann zum ersten Mal nach Mühlbach gekommen ist, als ihm vom „Ente delle Tre Venezie“ die Führung der Apotheke angeboten worden war, ging er zunächst auf den Friedhof. „Ich dachte mir, lang werde ich wohl nicht in Mühlbach bleiben.“ Seit 1933 gab es in Mühlbach eine Apotheke, „die hat zunächst ein gewisser Ladurner geführt, der dann aber abgewandert ist.“ Die ersten drei Jahre gab es keinen Urlaub, war doch die Mühlbacher Apotheke die einzige zwischen Bruneck und Brixen. „Wir hatten bis auf den Sonntagnachmittag immer offen, und wir hatten auch immer Nachtdienst.“ Obwohl es lange

„Ich habe Glück gehabt im Leben, großes Glück.“_Gerold Peer geräumt und alle, die nicht gehen konnten, erschossen. Glück habe er gehabt, großes Glück, so wie andere Male auch in seinem Leben. Dass er einen Brieftaubenzug übernehmen durfte, weil er aufgrund des Flecktyphus’ nicht mehr kriegstauglich war, hatte er einer mutigen Notlüge zu verdanken, „sonst hätte ich Ausbilder werden müssen.“ Er hatte das Glück, auf einen alten Brieftaubenzüchter zu treffen, der dies nicht ausgenutzt hat, sondern ihm

Zeit keine Ausschreibung gab und die Lizenz nur provisorisch verlängert wurde, riskierte er den Neubau der Räumlichkeiten und eines Eigenheimes „zeitgleich mit dem Bau des neuen Schulhauses.“ Der Ort, an dem er eigentlich nicht lange bleiben wollte, wurde ihm schließlich zur Heimat.

marlene.kranebitter@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

Steckbrief

Gerold Peer wurde am 15. Juli 1920 in die bekannte Brixner Apothekerfamilie hineingeboren. Die Peer-Apotheke in Brixen wird heute in der 7. Generation geführt. Mit sieben Geschwistern, vier Buben und drei Mädchen, wuchs er in Brixen auf. Ein Kind war bereits sehr früh verstorben. Die Volksschule besuchte er in Brixen. Nach der 4. Klasse machte er eine Aufnahmeprüfung für das Gymnasium Dante Aligheri und legte dort nach acht Jahren die Maturaprüfung ab. Fünf Jahre lang war er im Krieg, nach seiner Entlassung aus der Gefangenschaft studierte er in Innsbruck Pharmazie. Ein Semester wurde ihm als Kriegsteilnehmer erlassen. Nach dem Abschluss des Studiums im Jahr 1949 arbeitete er in der Zieglauer-Apotheke in Bruneck und in der Anna-Apotheke in Bozen. 1953 kam er schließlich nach Mühlbach und übernahm dort die Apotheke, zwanzig Jahre lang nur mit einer provisorischen Lizenz. Heute führt sein Sohn Albrecht die Apotheke weiter. Gerold Peer war über viele Jahre Sanitäter bei der Freiwilligen Feuerwehr Mühlbach und ist heute eines der Ehrenmitglieder. Er war auch Mitglied des Friedhofskomitees, des heute nicht mehr existierenden Verschönerungsvereins und er war Mitbegründer der Volkshochschule Urania, deren Führung er nach einem Jahr vom Gemeindearzt Robert Rogen übernahm. 1956 heiratete er Gusti Pichler, die Tochter des Mühlbacher Metzgermeisters und Gastwirtes Franz Pichler. Im Gasthof Pichler hatte er in der ersten Zeit immer zu Mittag gegessen, die alte Apotheke befand sich nämlich in unmittelbarer Nähe im so genannten Longarivahaus. Das Paar schenkte drei Kindern das Leben. Tochter Irmgard starb im Jahr 2008 an Krebs. Gerold und Gusti Peer sind stolze Großeltern von vier Enkelkindern. 35


Menschen & Meinungen

IN EIGENER SACHE

Kinderfotos gesucht! z Der „Brixner“ ist auf der Suche nach fröhlichen Kinderfotos. Auch dieses Jahr haben wir einige Seiten der Oktoberausgabe für die Kleinsten reserviert und rufen unsere Leser dazu auf, uns die schönsten Bilder ihrer Kinder zu schicken. Für das beste Foto winkt dem Gewinner ein Überraschungsgeschenk, das freundlicherweise von Elektro Reichhalter zur Verfügung gestellt

wird. Wie immer versuchen wir auch dieses Jahr, so viele Fotos wie möglich zu veröffentlichen, möchten jedoch bereits im Voraus um Verständnis bitten, falls aus Platzmangel nicht alle Kinder im „Brixner“ zu sehen sein werden. Die digitalen Fotos, mit einer Größe von mindestens 500 KB, können inklusive Name des Kindes, Adresse und Telefonnummer an fotoakti-

on@brixner.info gesendet werden. Einsendeschluss ist der 15. Oktober 2013. Wir freuen uns schon auf viele lustige Schnappschüsse! hh

M&M Menschen & Meinungen

BRIXEN

Der Spruch vom Much

I woaß schun, prum ba ins ålleweil soffl intensiv geteert werd: Damit der Weg zu die Wohln net zu holprig isch ...

kurz

notiert

36

z Brixens älteste Mitbürgerin, Anna Kolhaupt, feierte vor kurzem ihren 103. Geburtstag. Bürgermeister Albert Pürgstaller und Stadträtin Paula Bacher nahmen den Ehrentag zum Anlass, der rüstigen Dame zu gratulieren. Anna Kolhaupt, geborene Hofer, wurde am 28. August 1910 in Onach geboren. 1940 heiratete sie Johann Kolhaupt, einen Witwer mit sieben kleinen Kindern. Aus der Ehe entsprangen bald weitere acht Kinder. Da ihr Mann als Volksschullehrer und Schuldirektor der Zone Unterpustertal viel unterwegs war, musste sie einiges leisten und die große Familie oft alleine be-

Der Rotary Club Brixen unterstützt gemeinsam mit dem Rotary Club Meran und Bozen ein Projekt der Caritas mit knapp 10.000 Euro. Das Projekt unterstützt die Integration von Menschen mit Beeinträchtigungen in die Arbeitswelt.

Foto: Hofer

Glückwünsche zum 103. Geburtstag

treuen. Nachdem ihr Mann 1964 verstarb, zog sie mit ihren drei jüngsten Kindern nach Brixen. Von 1973 bis zu ihrem 100. Geburtstag lebte sie in der Altenmarktgasse bei der Familie ihrer Tochter. Seit drei Jahren wird sie im Sanato­ rium in Brixen betreut, da sie nach

einem Oberschenkelhalsbruch auf den Rollstuhl angewiesen ist. „Wir wünschen Frau Hofer weiterhin viel Gesundheit und würden uns freuen, auch im kommenden Jahr wieder als Gratulanten anklopfen zu dürfen“, so Albert Pürgstaller und Paula Bacher. hh

Clara Consoli, Simone Ferrari, Serena Pellecchia und Luianta Verra aus Brixen, Kathrin Kaser aus Lüsen und Julia Mutschlechner aus Rodeneck wurden von der Stiftung Südtiroler Sparkasse und dem Unternehmerverbandes für ihr Spitzenergebnis bei der Maturaprüfung ausgezeichnet.

Die Bewohner des Dienstbotenheimes feierten die Patronin ihres Hauses, die Hl. Notburga, bei einem Fest am 13. September. Anwesend waren Vertreter der Vinzenzkonferenz und Bischof Ivo Muser.


Foto: Oskar Zingerle

O o op s

Leser kochen für Leser

Schalderer Krapfen

mein Hoppala

Zutaten (für etwa 60 Stück)

Schmerzvolle Begegnung

350 g Roggenmehl 150 g Weizenmehl 1 Ei 2 EL Öl 2 gekochte, passierte Kartoffeln (mittlere Größe) Salz Milch nach Bedarf

> Teig:

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Als ich letztes Jahr zu Fuß von unserem Laden auf dem Weg in Richtung Astra Kino unterwegs war, traf ich auf eine junge Touristengruppe aus Rom. Die etwa 20 Jugendlichen, die meisten davon hübsche Mädchen, alle im Alter zwischen 20 und 25 Jahren, fragten mich nach dem Weg zum Domplatz. Nachdem ich eh ins Zentrum wollte, habe ich kurzerhand beschlossen, die Gruppe in die Altstadt zu begleiten; Smalltalk hier, etwas Stadtführung dort, Heimvorteil eben. Als wir am Großen Graben entlangliefen, passiert das Dilemma – oder nennen wir es Unglück – mit unglaublichem Schamcharakter hoch zehn. Tief ins Gespräch verwickelt und irgendwie zur Seite starrend, krachte ich völlig ungebremst, frontal und völlig deckungslos gegen eine Straßenlaterne. Ein lauter Knall, ein wild zuckender Stahlmasten, ein schwarzes Bild, mein Niedergang, Lichter aus, Black Out. Als ich wieder zu mir kam, wollte ich meinen Schmerz und die Pein natürlich runterspielen und keinem zu erkennen geben, wie peinlich mir das alles war. Aber wie immer im Leben gilt die Wahrheit, und blutige Nasen lügen eben nicht.

mmh!

> Fülle: 1 kleine Zwiebel etwas Öl 300 g gekochte, zerdrückte Kartoffeln 70 g Topfen Salz, Pfeffer 1 Prise Muskatnuss 2-3 EL Schnittlauchröllchen

evtl. etwas Milch Erdnussöl zum Backen

> Zubereitung Für den Teig alle Zutaten mischen und zu einem mittelfesten Teig zusammenkneten. Für die Fülle die Zwiebelwürfel etwas anrösten, mit den restlichen Zutaten vermischen und die Fülle gut abschmecken. Den Teig dünn auswalken, runde Scheiben ausstechen, diese mit Fülle belegen, zusammenklappen und die Ränder fest andrücken. Die Krapfen schwimmend in heißem Öl herausbacken und heiß servieren.

100 köstliche Krapfenrezepte aus allen Bezirken des Landes, Tipps zum Backen und Frittieren sowie eine volkskundliche Einführung über den Brauch des Krapfenbackens von Hans Grießmair beinhaltet das Buch „100 Südtiroler Krapfen. Bäuerinnen verraten ihre Rezepte“, das in der Edition Raetia erschienen ist (112 Seiten, 14,90 Euro). Der Verlag hat zehn Exemplare für unsere Leser zur Verfügung gestellt, die wir gerne verlosen – für die Teilnahme reicht eine E-Mail an echo@brixner.info. Haben auch Sie ein besonderes Rezept, das Sie unseren Lesern nicht vorenthalten möchten? rezept@brixner.info

Voting

Ihre Meinung online

Ergebnis der Online-Umfrage:

„Wie viele Mandate wird die Südtiroler Volkspartei bei den Landtagswahlen im Oktober 2013 erreichen?“ 11,86% Der „Effekt Kompatscher“ wird dazu führen, dass die SVP mindestens 19 Mandate erreichen wird 10,17% Ich schätze, dass es bei 18 Mandaten bleiben wird

Johann Unterkircher · 39040 SCHABS (BZ) Tel. 0472 412 272 · www.putzerhof.net

28,81% Durch die verschiedenen Skandale der vergangenen Jahre werden es nur noch 17 Mandate sein 49,15% Die SVP wird zu den großen Verlieren zählen und weniger als 17 Mandate erreichen

Ja oder Nein? Wir möchten Ihre Meinung wissen! Ein Klick auf unserer Homepage www.brixner.info genügt – und Sie sehen sofort, wie die Internetgemeinde bisher abgestimmt hat. Natürlich dürfen Sie nur eine Stimme abgeben – wir überprüfen dies auf technischem Weg. Das endgültige Ergebnis lesen Sie im nächsten „Brixner“. Die aktuelle Frage des Monats:

auf en uns Wir freu ch und esu Ihren B ne! Sie ger n berate

„Sollte das Radfahren in der Fußgängerzone aus Sicherheitsgründen verboten werden?“

> Nein! Fahrradfahren ist gesund und umweltfreundlich, die Gefahren für Fußgänger sehr überschaubar > Nein! Mit einem Funken Eigenverantwortung ist Fahrradfahren auch in der Fußgängerzone völlig gefahrlos > Ja! Ich fühle mich als Fußgänger andauernd von Radfahrern „bedroht“ > Ja! Radfahrer haben in Fußgängerzonen und auf Gehsteigen nichts zu suchen Stimmen Sie mit! www.brixner.info 37


Menschen & Meinungen

LAMMento

Herrschaft „Damit endlich Demokratie herrscht“, murmelt der Franz vor sich hin, nachdem er völlig undemokratisch und diktatorisch zwei Hugos bestellt hat, ohne mich zu fragen, ob ich überhaupt einen Hugo mag, obschon – na ja, die Idee ist ja nicht schlecht, jetzt einen Hugo zu trinken, aber sie stammt nicht von mir, weshalb ich dagegen bin, denn was fällt ihm denn ein, dem Diktator, mir einfach einen Hugo vorzusetzen, auch wenn er mir schmeckt, ich würde es nie zugeben, nie! „Die Opposition sagt, es wäre gut, wenn die SVP die absolute Mehrheit verlieren würde“, sagt der Franz, „damit endlich Demokratie herrscht“. Diese Aussage wiederum weckt Frieda: „Um Gottes Willen – haben wir gar keine Demokratie?!“ Doch, sage ich, denn bis auf Gegenbeweis gibt es bei uns freie und geheime Wahlen, und wenn die Mehrheit der Bevölkerung eine Partei wählt, so mag das der Opposition vielleicht nicht sonderlich gefallen, aber Demokratie ist es trotzdem, die „Herrschaft des Volkes“ eben, das selbst entscheidet, wer regieren darf. „Vielleicht möchte die Opposition ein neues Wahlgesetz, das besagt, dass die SVP maximal ... sagen wir ... 30 Prozent der Stimmen bekommen darf, per Dekret.“ Ist doch verständlich, sage ich, die wollen eben auch mal regieren. „Regieren? Das tut ihnen nicht gut“, sagt Frieda in ihrer unermesslichen Weisheit, „solange sie in der Opposition sind, können sie den Mythos pflegen, dass mit ihnen alles besser wäre. An der Regierung – ja mei, da müssten sie ja beweisen, dass dies auch stimmt ...“

Echo

Leser schreiben uns

„Wohin geht es weiter?“ Zur Reportage über die Baustelle des BBT, „Brixner“ Nr. 283, S. 56

Friedrich Gantioler, Klausen

Wohin geht es weiter? Denn eigentlich liegt in den Grundsatzfragen bis dato kein definitives Programm inklusive Zulaufstrecken vor! Wo ist das schlüssige und verbindliche Verkehrskonzept (siehe Gotthard-Basistunnel), das nach der voraussichtlichen Fertigstellung im Jahre 2026 in Kraft treten wird, und wann werden endlich die Gesamtkosten auf den Tisch gelegt, und wie werden sie finanziert? Wie können Sie und unsere einheimische Politik (diejenigen, die den alleinigen Anspruch auf Allwissenheit und Macht für sich beansprucht) behaupten, dass sich die Bevölkerung zum großen Teil in Konsens mit dem Projekt befindet, wenn sämtliche Einwände schon seit Jahren vom Tisch gewischt oder total ignoriert werden? Glaubwürdigkeit und Konsens könnte man gewinnen, indem man gegen die heutige Situation im Eisacktal, die unerträglich ist, Sofortmaßnahmen setzen würde und die Bevölkerung nicht auf den Nimmerleinstag vertröstet, den die heutigen Entscheidungsträger (auf Südtiroler Seite sind das sowieso nur die Ja-Sager, denn die Musik wird ja irgendwo anders gespielt) und wir als Leidtragende auch bereits unter der Erde liegen oder zumindest keine Rolle mehr spielen, da wir diese heiße Kartoffel un-

seren Kindern überlassen haben. Vielmehr würde ich das Schweigen der großen Mehrheit als eine Art Hilf- und Machtlosigkeit beurteilen und nicht als Konsens zu verkaufen suchen. Den absoluten Vogel schießt jedoch der Verantwortliche der BBT-Infostelle, Martin Ausserdorfer, ab, der uns noch den Tunneltourismus als großen Erfolg verkaufen möchte, auf den wir liebend gern verzichten, denn wir benötigen einen ganz anderen Tourismus, dem aber mit den derzeitigen Belastungen immer mehr das Wasser abgegraben wird.

„Sozialer Inhalt“ Ein Leserbrief zum Portrait im „Brixner“ Nr. 283, S. 18

Eva Dander, Brixen

Endlich wieder ein Artikel sozialen Inhalts im zunehmend wirtschaftslastigen „Brixner“. Das Beste in der August-Ausgabe ist das Porträt unserer „Giusi“ Dorfmann. Ein Lob an Doris Brunner für den einfühlsamen Text und die schönen Bilder! Bemerkenswert auch das kleine Highlight von Hans Heiss auf Seite 10: Der Text wie immer kurz, prägnant und von feiner Ironie. Liebe Leserin, lieber Leser, schreiben Sie Ihre Meinung zu den Themen in diesem „Brixner“ - bitte unbedingt mit Angabe Ihrer Adresse und Telefonnummer: Redaktion „Brixner“, Brennerstraße 28, 39042 Brixen Leserfax: +39 0472 060201 E-Mail: echo@brixner.info

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Pro& Contra

Ein Zuhause ist mehr als nur vier Wände und ein Dach. Es ist vielmehr ein Ort der Wärme, Sicherheit und Geborgenheit.

Wird Südtirols Wirtschaft vom Technologiezentrum profitieren? Der Hintergrund:

Foto: Helmuth Riervv

Foto: Helmuth Rier

Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Entwicklungsstätten werden im bereits beschlossenen Technologiepark in Bozen unter einem Dach untergebracht, um, Zitat Landespresseamt, „Synergien zu nutzen und Südtirol zu einem anerkannten Innovations-Standort zu machen“. Das Projekt polarisiert auch in Wirtschaftskreisen.

GERT LANZ, Direktor des Landesverbandes der Handwerker (LVH): „Ein Netzwerk braucht nun mal auch ein Zentrum“

FEDERICO GIUDICEANDREA, Vizepräsident des Unternehmerverbandes Südtirol: „Mauern und neue Büros schaffen keine Innovation“

Ja Der Technologierpark bietet für die

Nein Keine Frage, Südtirol braucht mehr

Südtiroler Wirtschaft sehr großes Potential. Innovation, sprich Entwicklung, passiert bereits heute in vielen unserer Betriebe. Denken Sie daran, mit welchen Werkzeugen und Maschinen welche Materialien zu welchen Produkten noch vor wenigen Jahren verarbeitet wurden, und wo wir heute stehen. Dem zugrunde liegen die Qualität der Südtiroler Betriebe und der hohe Ausbildungsstandard, den wir uns und unseren Mitarbeitern anbieten können. Wenn wir nun die Innovation und den technologischen Fortschritt verstärken wollen, brauchen wir neue Impulse. Eines der größten Probleme unserer Betriebe ist, dass sehr viele Ideen und neue Produkte und Produktlösungen in den Schubladen oder gar in den Köpfen „stecken“ bleiben. Bis jetzt ist es uns nicht gelungen, diesen Knoten zu lösen; auch die im Land sich befindenden Kompetenzzentren konnten nicht den notwendigen Erfolg für die Südtiroler Wirtschaft erzielen. Es gilt nun, diese Ideen marktfähig zu machen, denn eine Idee ist nur gut, wenn sie auch verkaufbar ist. Mit unserer Mentalität haben wir die große Chance, Forschung & Entwicklung in nachhaltige weltweit einzigartige Produkte umzuwandeln mit den Schlagworten „Ressourceneffizienz, Nachhaltigkeit, Funktionalität und Emotion“. Das geeignete Mittel dazu sind Netzwerke der verschiedenen Exzellenzen in Südtirol, und ein Netzwerk braucht nun mal auch ein Zentrum. Die Herausforderungen sind groß, und es liegt nun an uns, den Funken, der von der Politik gelegt wurde, zum Glühen zu bringen. z

Innovation. Trotz vieler Vorzeigeunternehmen – und gerade hier im Eisack- und Wipptal können wir mit Betrieben wie Durst, Leitner, Frener&Reifer, Barbieri Electronic, Duka, Progress oder Troyer zahlreiche dieser Innovationsweltmeister aufweisen – investieren wir noch viel zu wenig in Forschung und Entwicklung. Und wie wichtig Innovation ist, zeigen die 1.186 neuen Arbeitsplätze, die 16 unserer innovationsstärksten Unternehmen in Südtirol in den letzten drei Jahren geschaffen haben. Die Idee eines Technologieparks in Bozen ist vor über 20 Jahren entstanden. Inzwischen hat sich die Welt verändert. Es geht nicht mehr um Investitionen in Mauern; im Mittelpunkt steht die Vernetzung – Vernetzung zwischen kleinen und großen Unternehmen, zwischen den Betrieben, der Universität und den anderen Forschungseinrichtungen. Es braucht moderne Infrastrukturen, damit wir Informationen, Daten und Ideen austauschen können, und es braucht bestens ausgestattete Forschungslabors, damit wir diese Ideen umsetzen können. Vor allem braucht es Jugendliche, die gut ausgebildet und international ausgerichtet sind. Netzwerke zwischen kleinen und großen Unternehmen, exzellente Ausbildung für unsere Jugend, Rahmenbedingungen, die es hochinnovativen Unternehmen ermöglichen, sich zu entwickeln und neue Arbeitsplätze zu schaffen: Damit – und nicht mit neuen Büros, in denen man schon bestehende öffentliche Einrichtungen unterbringt – schaffen wir Innovation. Nur so machen wir ganz Südtirol zu einem Technologiepark. z

„Dazu trägt auch eine moderne Elektroinstallation bei: Eine zentrale oder automatisch eingestellte Steuerung von Jalousien, Licht und Heizung erhöht den Wohnkomfort und bringt Kostenvorteile, ebenso wie die individuelle Regelung von Heizung und Lüftung nach Uhrzeit und Raum. Eine intelligente Fernsteuerung ermöglicht darüber hinaus ein hohes Maß an Sicherheit und Flexibilität. Kein Zuhause ist wie das andere. Und weil das so ist, bieten wir für unterschiedliche Gebäude auch unterschiedliche Lösungen an.“

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Menschen & Meinungen

UMFRAGE

Die Qual der Wahl... Fotos: Oskar Zingerle

Nach dem von unserer Zeitschrift organisierten Diskussionsabend mit Eisacktaler Landtagskandidatinnen und -kandidaten im Forum Brixen haben wir uns beim Publikum umgehört ...

„Bei dieser Wahl treten viele neue Gesichter an“, sagt Paula Helfer, „und so war es schon interessant, diese neuen Leute einmal zu sehen. Die wichtigen Themen sind behandelt worden – allein die Kultur ist etwas zu kurz gekommen. Dass Arno Kompatscher als Spitzenkandidat dieselbe Redezeit hatte wie alle anderen, fand ich nicht richtig – ich hätte von ihm gern mehr gehört.“

„Der heutige Abend hat meine Meinung bestärkt“, so Stefan Unterthiner. „Nun, einige Kandidaten sind im Rennen um meine Stimme wohl ausgeschieden. Die Gestaltung des Abends empfand ich als sehr positiv und gut überlegt.“

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„Auch wenn der Abend sicher für einige sehr hilfreich für ihre Entscheidung bei der Wahl war, weiß ich persönlich eigentlich immer noch nicht so recht, wen ich wählen werde“, sagt Claudio Zocchi. „Den Abend an sich werde ich dennoch positiv in Erinnerung behalten, da man erst jetzt gesehen hat, wie verschieden manche Meinungen der Politiker zu einigen Themen sind.“

„Für Leute wie mich, die jetzt das erste Mal wählen dürfen, war dieser Abend von großem Nutzen, da man sich nun einen besseren Eindruck über die Meinungen der Politiker zu den verschiedenen Themen machen kann. Das erleichtert meine Entscheidung“, so Eva Wachtler.

Martin Rederlechner sagt, der Abend habe seine Entscheidung nicht beeinflusst: „Ich hatte vor der Veranstaltung bereits relativ viele gefestigte Meinungen zu diesem Thema. Einige Aussagen waren recht langatmig; zudem hätte ich mir mehr Dynamik und flottere Moderation gewünscht.“

„Ich habe ziemlich genaue Vorstellungen, was die Wahl betrifft“, sagt Lorena Planinschek. „Meine Meinung, dass die SVP diesmal einige sehr gute und kompetente Kandidaten ins Rennen schickt, wurde bestärkt. Vor allem ist der Wille zur Erneuerung stark zu spüren. Es war auf jeden Fall mal sehr interessant, die Standpunkte der verschiedenen Kandidaten zu hören.“

Karl Larcher findet: „Es ist zu viel über Wirtschaft geredet worden. Dadurch war für den Arbeitnehmer nicht viel dabei. Die Themen sind zu ausführlich behandelt worden, dadurch wurden einige Bereiche nicht behandelt.“

„Dieser Abend hat meine Meinung beeinflusst, aber vor allem gestärkt“, sagt Holger Kovacs. „Die Runde war schön zusammengesetzt, und es war gut, dass Arno Kompatscher als SVP-Spitzenkandidat auch anwesend war. Zwar konnten nicht alle Themen im Detail besprochen werden, aber über die wichtigsten wurde diskutiert.“


LANGZEIT-DOKUMENTATION VON ED MOSCHITZ

Kunst & Kultur

Mama illegal Im Rahmen der „PhD Summer School“ hat die Fakultät für Bildungswissenschaften in Zusammenarbeit mit der Sozialgenossenschaft im Haus der Solidarität und dem Filmclub Brixen den mehrfach ausgezeichneten Dokumentarfilm „Mama Illegal“ gezeigt. Und wie ist die Situation der „Badanti“ bei uns?

S

der am 2. September in der Aula Magna der Fakultät für Bildungswissenschaften vorgeführt wurde. Es sind Bilder aus Moldawien, die einen Eindruck vermitteln über den Zustand eines Landes unweit der EU-Außengrenze. Der Staat existiert seit 1991, als er sich während der Auflösung der Sowjetunion als unabhängig erklärte. Seitdem gab es ständige Regierungswechsel und ge-

Foto: Oskar Zingerle

traßenkämpfe mit Steine werfenden Protestierenden, eine riesige Lenin-Statue in einem Park von Rumäniens Hauptstadt Chisinau, löchrige Straßen, auf denen klapprige Fahrzeuge dahinrumpeln, verlassene Dörfer, streunende Katzen und kläffende Hunde, versteinerte Männergesichter, weinende Frauen. Mit diesen Bildern beginnt der Film „Mama Illegal“,

ORF-Journalist Ed Moschitz zeichnete in seiner LangzeitDokumentation ein erschütterndes Portrait dreier osteuropäischer Auswandererinnen 42

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scheiterte Versuche, das Land nach demokratischen Regeln zu regieren und die Wirtschaft auf Vordermann zu bringen. „Aber die Menschen glauben nicht mehr dran!“, stellte Ed Moschitz, Regisseur des Kino-Dokumentarfilms und ORF-Journalist („Am Schauplatz“), nüchtern fest.

Geschichte ohne Happy End. Moschitz präsentierte in Brixen seinen Kino-Erstling als präzise Langzeitstudie: Sieben Jahre lang, also von 2004 bis 2011, begleitete er drei Frauen aus einem kleinen moldawischen Dorf nahe der Hauptstadt: Aurica, die er in Wien selbst eine Zeitlang als Kindermädchen beschäftigt hatte, und deren Bekannte Natasa und Raia. Es sind drei Mütter, die ihr ärmliches Heim in Moldawien mit den baufälligen Schulen und den leerstehenden Häusern verlassen, um illegal in Österreich und Italien als Putzfrauen, Kinderbetreuerinnen und Pflegehilfen – bei uns „Badanti“ genannt – zu arbeiten. Sie geben ihre Ersparnisse den Schleppern, deren Preise in den letzten Jahren deutlich angestiegen sind, und riskieren auf ihrer Reise nach Westeuropa ihr Leben. Aurica und Natasa führen in Wien, Raia in Bologna jahrelang ein Leben im Untergrund, mit einem harten Job, ohne gültige Papiere und medizinische Versorgung, schutzlos und getrennt von Kindern und Ehemännern. Was ihnen vom hart erarbeiteten Geld übrig bleibt, schicken sie nach Hause. Der Preis, den sie bezahlen,

ist hoch, denn die Rückkehr sieht anders aus als erwartet: Die Kinder sind erwachsen, der Ehemann entfremdet. Die gesellschaftliche Kluft reißt die Familien auseinander. Im Westen nicht wirklich angekommen, müssen sie feststellen, dass ihnen ihre Heimat fremd geworden ist. Auricas Mann hat sich selbst das Leben genommen, Raia hat sich von ihrem Mann getrennt. Ihre Tochter studiert und putzt mittlerweile auch in Bologna. Alle drei haben inzwischen eine gültige Aufenthaltsgenehmigung. Natasa soll diese in den nächsten Monaten erhalten. Dann wartet auf sie eine Putzstelle in einem Wiener Spital. „Der Film zeichnet einfühlsam die Ängste und Unsicherheiten, die Konsequenz und Hartnäckigkeit, mit der die Frauen die Widrigkeiten ihres Lebens bewältigen. Er ergreift nicht Partei, sondern wirft eine Menge Fragen auf über die Umstände, die zur illegalen Einwanderung, persönlicher Entscheidungsfindung und


UNWIRKLICHE GEGEND: Die Einwohner Moldawiens haben die Hoffnung auf wirtschaftliche Besserung verloren und verlassen ihre Heimat auf der Suche nach Arbeit

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institutionellen Verantwortlichkeiten führen“ – mit diesen Erklärungen begründete die Jury die Verleihung des Hauptpreises für „Mama Illegal“ beim Menschenrechtsfestival „One World“ in Brüssel im Mai 2012. „Am einprägsamsten war für mich der

Solidarität und den Besuchern, darunter waren zahlreiche Studenten, geplant. Diese musste aber wegen der pünktlichen Schließung der Fakultät um 21 Uhr nach wenigen Fragen abgebrochen werden. Dennoch gab es eine kleine Gesprächsrunde,

Großrubatscher als Ehrenamtlicher die Informations- und Beratungsstelle für ausländische Pflegehilfen im Haus der Solidarität in Milland. Dort melden sich Badanti aus dem gesamten italienischen Raum. Italien fährt hier im Gegensatz zu Österreich,

„Wir haben keine Vorstellung von den Umständen in Moldawien“_Ed Moschitz, Regisseur Erste Medienpreis, der LeopoldUngar-Journalistenpreis, der mir von der Caritas verliehen wurde“, berichtete Ed Moschitz, „er ermutigte mich sehr, das Projekt auch weiterhin intensiv voranzutreiben“.

Was hat dies mit Südtirol zu tun? Eigentlich war nach der

Filmvorführung eine von Professorin Susanne Elsen geleitete Diskussion mit dem Regisseur, den Vertretern der Sozialgenossenschaft Assist vom Haus der

die im Anschluss im Haus der Solidarität einen lebhaften Gedankenaustausch pflegte mit Ed Moschitz, Max Großrubatscher und Miriam Zenorini, Markus Frei, dem Koordinator des Filmclubs, einer Rodenecker Familie, die eine Pflegehilfe beschäftigt, und zwei Badanti – eine Moldawierin mit Deutsch- und eine Russin mit Italienischkenntnissen, beide mit langer Erfahrung in Italien und im Besitz der gültigen Aufenthaltsgenehmigung. Seit gut drei Jahren leitet Max

wo Migrantinnen legal nicht beschäftigt werden können, eine menschlichere Politik: „In Italien haben Illegale immer wieder die Möglichkeit, sich zu melden, wenn sie längere Zeit im Land sind. Es wird dann bekannt gegeben, bei wem sie arbeiten können, und sie bekommen ein legales Beschäftigungsverhältnis“, sagt Ed Moschitz, „für dessen Dauer bekommen sie dann eine Aufenthaltsbewilligung, Gesundheitsversorgung und Sozialversicherung“. In Ös-

terreich sei so etwas „politisch einfach undenkbar“, sagt Moschitz, „es darf diese Menschen einfach nicht geben, und wenn es sie gibt, darf man nicht darüber reden“. In der Tat gibt es bei uns für Frauen aus den EU-Staaten Bulgarien und Rumänien, die einen großen Anteil ausmachen, bezüglich Aufenthaltsgenehmigung keine Schwierigkeiten. Da der Staat die Problematik erkannt und mit Sanierungsgesetzen darauf reagiert hat, sind auch die Ukrainerinnen und Moldawierinnen – auch sie eine starke Gruppe – nach Arbeitsantritt bereits im Besitz gültiger Papiere. Ein Problem sind hingegen öfters die Sprachkenntnisse: Da die Einreise meist über den Süden erfolgt – Neapel und Tarent sind oft die Eingangstore –, beherrschen sie zusätzlich zu ihrer Muttersprache meist nur bruchstückhaft die italienische Sprache, die auch leichter zu erlernen ist als Deutsch. Nach einigen Jahren Beschäftigung, oft 43


Kunst & Kultur

ohne Arbeitsvertrag und mit Hungerlohn, entdecken sie Südtirol. Nicht immer ist ihnen bewusst, dass hier Deutsch gesprochen wird und dass es auch andere Besonderheiten gibt. Derzeit sind im HdS etwa 380 Frauen im durchschnittlichen Alter zwischen 50 und 65 Jahren registriert. Die meisten von ihnen haben einen Arbeitsplatz, etwa vierzig warten derzeit auf eine Anstellung. Die Badanti weisen oft einen hohen Bildungsgrad auf: Unter ihnen sind auch ausgebildete Ärztinnen und Krankenschwestern, die, wie im Film gezeigt, zu Hause studierende Kinder unterstützen, Schulden tilgen, den Hausbau finanzieren müssen oder mit dem dortigen Arbeitslohn schlichtweg nicht über die Runden kommen. Bis es zu einer Einstellung kommt, führen die zwei Mitarbeiter der Beratungsstelle im Normalfall drei Gespräche: eines mit der Familie, die eine Pflegehilfe sucht, eines mit der Pflegehilfe, die geeignet erscheint und die Vorstellungen erfüllen kann, und ein drittes gemeinsam mit der Familie und der Pflegehilfe. „Es ist uns sehr wichtig, dass die Ansprüche der Familie und der Pflegehilfe weitgehend übereinstimmen und dass ein vertraglich geregeltes Arbeitsverhältnis geschlossen wird. Dies zur Sicherheit beider“, sagt Max Großrubatscher. „Das HdS hat auch kostenlose Deutschkurse angeboten, die aber wegen unterschiedlicher Arbeitszeiten und verschiedener Arbeitsorte nur unregelmäßig besucht werden konnten. Da gäbe es noch viel zu tun!“ Für Notfälle, die dann 44

eintreten, wenn die betreute Person plötzlich verstirbt oder in ein Altersheim gebracht wird, hat das HdS in zwei Kammern drei Betten zur Verfügung gestellt. Diese können für höchstens einen Monat genutzt werden.

EU-weite Regelung notwendig. Unvergesslich sind dem österreichischen Filmregisseur die vielen Reisen nach Moldawien, aber auch die Schwierigkeiten bei den Dreharbeiten im Haus der Richterin in Bologna, die für ihre alten Eltern die Pflegehilfe Raia engagiert hat. Zutiefst aufgewühlt hat ihn in der Klasse von Diana und Victor, den beiden zurückgebliebenen Kindern von Aurica, die Aufzählung der Lehrerin all der Väter und Mütter, die ihre Kinder im Stich lassen. Zumindest fühlen sie es so. Er zeigte sich zutiefst schockiert von dem, was er gesehen hat: „Wir haben keine Vorstellung von den Umständen!“ Als der Film im österreichischen Sozial- und Außenministerium gezeigt wurde, waren die Reaktionen „sehr gut“, doch sah man keinen Anlass, das Problem der Rechtslage der Migrantinnen selbst anzupacken, wobei sich in Österreich angeblich 100.000 Moldawierinnen und Moldawier aufhalten, in Italien sind es weit mehr. Dafür wurde der Ruf nach der EU laut geäußert: Man brauche eine Regelung, die europaweit gelte.

johanna.bernardi@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info


KUNST

Ein Galerist auf Erfolgkurs E

in Hauch von Ehrfurcht durchzieht die Räume der schmalen Galerie des rührigen Jakob Kompatscher. Schließlich hängen hier Werke des berühmten Shimamoto, der in einem Atemzug mit Jackson Pollock, John Cage und Lucio Fontana genannt wird. Der Galerist schaut selbst fast ungläubig auf die großformatigen Werke, die auf schwarzem Grund den Eingangsbereich säumen. „Dass ich heute diesen erfreulichen Erfolg verbuchen kann, verdanke ich meinem Vater Walter“, meint er bescheiden, „er hat die alte Familientradition der Buchbinder vom Großvater ausgebaut und bis hin zum Kunsthandel erweitert“.

Foto: Oskar Zingerle

Die kleine, aber feine Galerie Hofburg zeigte den japanischen Aktionskünstler Shozo Shimamoto. Jakob Kompatscher ist damit der ganz große Wurf gelungen.

Wie Krippen die Tore zur internationalen Kunstszene öffneten. Im Jahr 1987 hat der

damals knapp 23-jährige Jakob die Galerie Hofburg eröffnet, vordergründig mit der Absicht, heimische, renommierte Künstler auszustellen wie Telfner, Durst und Weihrauter. Und wieder ist es der Weitsicht von Walter Kompatscher geschuldet, dass die Galerie um eine höchst erfolgreiche Sparte ergänzt wird. In einem zweiten Galerieraum sind nun erlesene Krippen und Krippenfiguren aus Ton und Holz zu bewundern, die in die ganze Welt verkauft werden. Mindestens einmal im Jahr ist die palermitanische Künstlerin Angela Tripi bei Jakob Kompatscher zu Besuch und modelliert in einer Vorführung Tonfiguren, die sie nach alter sizilianischer Technik bemalt und schmückt. Wie der Zufall so spielt, sollten es genau die Krippen sein, die dem engagierten Galeristen die Tore zur internationalen Kunstszene öffnen. Kompatscher stellt seine hochwertigen Schaustücke an mehreren oberitalienischen Kunsttempeln aus, so auch im Magi ’900 in Pieve di Cento. Hier lernt er den Kurator Roberto Mazzacurati kennen, der ihn unter seine Fittiche nimmt und den noch Unerfahre-

Mit der Ausstellung einiger Werke von Shozo Shimamoto öffneten sich für den Galeristen Jakob Kompatscher die Türen zur internationalen Kunstszene.

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nen fördert und fordert. Mit viel Einsatz und Energie gelingt es den beiden, im Bund mit der Kuratorin Vittoria Coen den Gründer der Gutai-Kunst Shozo Shimamoto nach Brixen zu bringen.

Shimamoto in der Kleinstadt. Auch wenn in der Kleinstadt Brixen nicht allzu viele von Shimamoto gehört haben – für den Galeriebesitzer ist es nicht nur der große berufliche Durchbruch. Kompatscher macht sich damit auch den Gedanken Shozos zu eigen als Botschafter des Friedens, als Vermittler zwischen Orient und Okzident. Die Friedensbotschaften ließ sich der 1928 in Osaka geborene auf den kahlrasierten Schädel schreiben und wurde für seine pazifistischen Aktivitäten für den Nobelpreis nominiert. 1954 hatte

Shimamoto mit Jiro Yoshihara die Gruppe „Gutai“ gegründet, die zu einer der wichtigsten Bewegungen der experimentellen Nachkriegszeit wurde. Im „Kampf zwischen Materie und Geist“ vermischt sich Ost- und Westkunst in einer stark gesten- und ereignisbezogenen Malerei. Zwei Jahre später schoss Shimamoto zum ersten Mal mit einer Kanone Farbbeutel auf eine Leinwand. Er verband Malerei, Musik und Aktion im Raum, seine „bottle crashs“ und „dribbings“ sind Legende. Er bereitete den Boden für die Fluxus-Bewegung, inspirierte Künstler wie Allan Kaprow und Nam June Paik und war Pionier der „Mail Art“. Mehrmals wurde Shimamoto zur Biennale von Venedig eingeladen und stellte unzählige Male in den größten

Metropolen der Welt aus. In Italien wurde der Meister wie ein Guru verehrt, ganz besonders vom neapolitanischen Kunstsammler und Verleger Giuseppe Morra, der 2007 die „Associazione Shozo Shimamoto“ gründete. Der Verein unterstützte die Aktionen des Künstlers bis zu seinem Tod im Januar 2013 und hilft beim Aufbau des Shimamoto-Archivs in Japan. Zur Ausstellung gibt es einen aufschlussreichen Katalog mit sehr guter deutscher Übersetzung von Barbara Pichler. Das FernostFieber grassiert bei Kompatscher übrigens auch im Monat Oktober, wenn uns die Wahlbrixnerin Diana Lomeihing in ihre malerischen „Himmelstore“ einlässt. irene.dejaco@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info 45


46

Kunst & Kultur


THEATER

Existenz in Schieflage Die erste Eigenproduktion der Gruppe Dekadenz im Herbstprogramm nimmt mit „Club der Enttäuschten“ die Absurdität der Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen ins Visier.

Schauspieler in Hochform. Die

„Enttäuschten“ sitzen in einer der weitgehend sinnentleerten Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen fest, die zur Zeit der Stückentstehung hoch im Kurs standen. Es sind Loser, Ausrangierte, die nicht mehr in die dynamische, erfolgsorientierte Gesellschaft passen. Im abgewrackten Büro, das Andrea Kerner kongenial zur Verfassung der Protagonisten mit altmodischen Rechnern und schief in der Wand verkeilten Schreibtischen bestückt, treffen die unterschiedlichen Existenzen aufeinander. Einziges Requisit, das gerade hängt, ist der riesige Abreißkalender, wo Tag für Tag eine Woche lang die Blätter abfallen wie von Geisterhand bewegt. Regisseur Torsten Schilling, Spezialist für ungewöhnliche Inszenierungen, stellt nur fünf anstatt der vorgesehenen sechs Akteure auf die Bühne. Und die laufen in dem schwierigen Sprechtheater zur Hochform auf. Uschi (Ingrid Porzner) ist eine glaubwürdig fluchende, saufende, abgehalfterte Bardame, die lieber eine andere Familie gehabt hätte, die nicht komplett aus Arschlöchern

Foto: Arnold Ritter

D

ie preisgekrönte Autorin des Stückes, Felicia Zeller, reiht sich in die Riege der jungen Gegenwartsdramatiker ein, deren roher, temporeicher Stil, von England herüberschwappend, seit Jahren auch im deutschsprachigen Raum für Furore sorgt. Wie bei Ravenhill und Palmetshofer entbehren die Stücke jedweden ästhetischen Schnickschnacks: Was zählt, ist ein guter Plot, in dem sich die Menschen wiedererkennen. Wie brennend der Realitätsbezug des vorliegenden Stückes ist, beweist jene Szene bei der Uraufführung in Konstanz 2001, wo ein Zuschauer die Autorin des Gedankendiebstahls bezichtigt, denn dies sei seine Geschichte, er habe sie ihr so erzählt. Das kann schon mal passieren, denn Zeller verlässt die Wohnung nie ohne Notizblock, und alles, was rundherum passiert, ob im Fernsehen oder am Nachbartisch im Café, findet in ihren Texten Eingang.

Im schwierigen Sprechtheater „Club der Enttäuschten“, gezeigt von der Gruppe Dekadenz, laufen die fünf Schauspieler zur Hochform auf.

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besteht. Mit Vorliebe löst die Königin des Leoparden-Print-Looks Kreuzworträtsel in der „Bild“ und träumt von ihrer eben zu Ende gegangenen Liaison, ebenso wie von einer effizienten Umschulung. Susan La Dez darf ihr Können ausfahren und ihre Krallen einziehen: Sie mimt anders als üblich eine ungeschickte, unsichere Doti mit Teddybär-Rucksack. Auch ihr hat das Leben übel mitgespielt; ihren ganz privaten amerikanischen Traum hat ihr prügelnder Bill zerplatzen lassen, der „doch einmal ganz anders war“. Auch der Tiroler Schauspieler Edwin Hochmuth, sonst eher der Softi, muss den Brutalo in Militärhose geben, der sich mit dem Nachbarn anlegt und die Vreni flachlegt, „nicht dass ich jetzt anhänglich werde, aber ich hab halt jeden Abend Hunger“. Yllka, bei Zeller eine Türkin, in der Dekadenz eine Albanerin, wütet gegen die ganze Familie („nicht mehr mit mir, nicht mehr lange“), damit sie nicht irgendeinen Deppen heiraten muss. Sie wird von der 25-jährigen Bruneckerin Lisa Mersi gespielt, die in Südtirol ihr Debüt im Stück „foreignstr. 19“ in der VBB feierte. Peter Schorn ist in

seinem Element mit der Rolle des Gerhard, der blasiert und besserwisserisch, permanent leicht hyperventiliert Musik-, Film- und Buchtipps platziert, aber nix wirklich umsetzt, nicht mal die Avancen gegenüber Yllka. Ganz schön schräg, wenn er die Theaterbesucher als Masochisten beschimpft, die sich dieses „humorlose Zeug reinziehen“.

Festgesessen im Hamsterrad. Die große Leistung der FünferTruppe besteht in der Sprechperformance, denn sie sitzen nicht nur im Leben im Hamsterrad fest, sondern auch beim Sprechen. Der Schluss der oft halbfertigen Stakkato-Sätze wird wie eine ramponierte Schallplatte monoton wiederholt, mühsam für die Schauspieler, mitunter auch für das Publikum. Und trotzdem ist es die Rettung aus der Banalitätsfalle, die artifizielle Sprache hebt die Vulgarität des Proll-Jargons auf und macht ihn wiederum erträglich. Erleichtert darf das im Hals steckengebliebene Lachen raus bei den Szenen mit dem Kopierer, der hauptsächlich dem Ablichten der diversen Körperteile dient. Und mitten in diesem Defätis-

mus tönen aus reinen Kehlen klangvolle, innige, deutsche Aufmunterungslieder von den Comedian Harmonists, und das gleich mehrstimmig unter der brillanten Leitung von Andi Ellecosta. Inbrünstig singen die Außenseiter von einem „neuen Frühling, der in die Heimat kommen wird, und man wird wieder das Lied der Arbeit singen“. Übrigens werden in Deutschland die Arbeitsbeschaffungs-Maßnahmen seit April 2012 nicht mehr gefördert, auf Grund des verzögerten Übergangs in ungeförderte Beschäftigung. irene.dejaco@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

Alkoholprävention in Südtirol

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THEATER

Die Theatergruppen „VonPiderZuHeiss“ und „Rotierendes Theater“ luden zum Double Feature ins ehemalige Astra-Kino. Ein Abend, zwei Theaterstücke, vom Sehnen und Suchen und Finden und Sich-Verlieren.

I

ch werde ein Glanz“, beschließt Doris. Nun ist Doris nicht eine Casting-Teilnehmerin bei DSDS oder GNT (für ausschließliche zdf.kultur- oder arte-Seher: „Deutschland sucht den Superstar“ beziehungsweise „Germany’s next Topmodel“), sondern die Hauptfigur des Romans „Das kunstseidene Mädchen“ von Irmgard Keun, veröffentlicht im Jahr 1932. Um ihren Traum vom Glanz zu verwirklichen, verlässt die 18-Jährige ihr dialektsprechendes Kaff im Rheinland sowie ihren Sekretärinnensessel und zieht nach Berlin, der europäischen Kulturund Vergnügungsmetropole dieser Zeit. Dort stürzt sie sich ins Leben, kämpft sich mehr oder weniger al-

Foto: Christian Mantinger

Kunst & Kultur

Glanzpapier

Volle Kraft voraus – das Rotierende Theater im Stück „Als wäre ich Papier“

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Anna Heiss lässt Doris von zwei Schauspielerinnen (Valentina Schatzer, Nora Pider) darstellen, wobei beide aufgrund der stilvollen Kleider samt Häkelhandschuhen und geknotetem Haar (Kostüme: Vanessa Braito; Maske: Jamila Moroder) soeben den Dreißiger Jahren entsprungen zu sein scheinen. Diese Zweifachbesetzung einer Figur ist ein gelungener Schachzug: Doris’ Monolog wird streckenweise zum Dialog zwischen den beiden; manchmal ist die eine das Alter Ego der anderen, manchmal die Begleiterin, die tröstet, aufheitert, zuhört. Nuanciert werden wechselnde Stimmungen und Charakterzüge der Figur ausgespielt, bespielt oder getanzt: das Mädchen mit der wortwitzigen Schnauze, das die Männerabsichten gnadenlos durchschaut; seine Naivität, die jedoch nicht in Unreflektiertheit mündet; eine berechnende, aber keineswegs herzlose Seite; die Selbstironie, mit der Verzweiflung und Melancholie übertüncht werden – die hoffnungsvolle Anreise und die stillere Rückkehr. Irmgard Keuns pointiert-frechen Sätze lassen auflachen – allerdings verhallen manche von ihnen leider auch in der akustischen Unverständlichkeit.

Facettenreich – VonPiderZuHeiss zeigten das kunstseidene Mädchen in Zweifachbesetzung dasselbe – ein wirkungsvolles, weiß ummanteltes Baugerüst mit Hochfläche, das lediglich durch Lichtstimmungen den Stücken angepasst wird (Bühne: Johanna Kiebacher; Lichtdesign: Werner Lanz). „Als wäre ich Papier“ erzählt von den vier Geschwistern Liz, Alice, Ruby und Vinc (Josefine Obermazoner, Hanna Gfader, Viktoria Obermarzoner, Anton Rainer), die „wir sind vier, immer“. Eine Kindheit zwischen Pfannkuchen und Kissenschlachten, und dieser eine Tag am See, an dem die Jüngste, Liz, einem Jungen das Leben rettet – zumindest für einige Zeit, denn später schießt er es sich selbst aus dem Kopf, denn „Das Leben ist schön,

aber die Welt ist schlecht.“ Ein Geheimnis kreist um diesen Tag. Etwas, warum Liz nicht erwachsen werden will, sich in ihre eigene Welt katapultiert: Aus dem kleinen „Pünktchen“ von der Schulaufführung, die strahlt und leicht ist wie Papier, entwickelt sich eine Jugendliche, die sich mit Drogen fortbeamt, wahllos mit Jungs schläft, zu der niemand und nichts mehr vorzudringen scheint. „Es hätte der Himmel werden sollen, aber es ist die Hölle geworden“, meint die Mutter. Die Geschwister suchen, sie suchen nach Gründen und Erinnerungen – gekleidet ganz in Weiß und mit Struwwelpeterfrisuren. In poetischen Sprachchoreografien schmettern

––

die vier Spieler ihr Innerstes in den Zuschauerraum, streben mit hämmernden Beats an ihre Plätze, kriechend, laufend, kuschelnd. Sie sind vier und bleiben in dieser Verbundenheit – auch wenn eine Schwester ausbrechen möchte, die andere den harmonischen Ausgleich sucht und der Bruder beschützt. Ein kraftvoll reduziertes, schnelles Spiel, umgesetzt mit großer Präzision, das einen besonderen Sog entwickeln konnte. Was Liz nun zum weiblichen Peter Pan machte? „Nichts“, sagt Liz, „ich bin nur jung, das ist alles.“ doris.brunner@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

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Nuanciert gespielt. Regisseurin

Foto: Leo Angerer

leine durch, sucht ihr Weiterkommen und ihren sozialen Aufstieg vor allem in der Bekanntschaft mit Männern, „für Geld oder aus Liebe“, wobei „Liebe ist allerhand und Verschiedenes“. Eines will sie jedoch immer: geachtet und anständig behandelt werden. Doris stößt an gesellschaftliche Grenzen, der gestohlene Pelzmantel überdeckt nicht ihre Herkunft, „ich habe sehr Angst wegen meiner Unbildung.“ Als sie den gutbürgerlichen Ernst, das „Moos“, kennenlernt, scheint ihr Berliner Leben sich in sichere Bahnen zu lenken und der Aufstieg geschafft – doch Ernst liebt noch seine Ex-Frau. Und Doris packt wiederum ihren Koffer und fährt schlussendlich zu Karl, dem arbeitslosen Maschinenschlosser: „Auf den Glanz kommt es nämlich vielleicht gar nicht so an.“

Erfahrung Kompetenz Einsatz sichern was morgen zählt

„Ich bin nur jung“. Kein Glanz,

sondern gar nichts werden will hingegen Liz aus „Als wäre ich Papier“ von Daniela Dröscher, uraufgeführt im Jahr 2011, das zweites Stück des Double Feature-Abends, gezeigt vom Rotierenden Theater unter der Regie von Joachim Goller. Das Bühnenbild bleibt

Florian Mussner

Nr. � 49


Domsingschule VocAllegro startet z Wie schon im vergangenen Jahr, lädt das junge Ensemble des Domchores VocAllegro auch heuer wieder Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 15 Jahren zum gemeinsamen Singen. Unter dem Motto „Singen – Lieder von Barock bis Pop“ treffen sich die Jugendlichen nun regelmäßig am Dienstag um 16:15 Uhr im Kapitelsaal in der Musikschule,

um gemeinsam mit Domkapellmeister Heinrich Walder ihre Stimme zu erproben, theoretisches Wissen zu erwerben und sich an mehrstimmige Chormusik heranzuwagen. Dabei stehen geistliche Lieder für die Gestaltung von Gottesdiensten ebenso auf dem Programm wie Folklore aus aller Welt, englische Songs und Gospels sowie alpenländi-

sche Volksmusik. Gelegenheit zu Konzertauftritten gibt es am Ende des Arbeitsjahres sowohl im Brixner Dom gemeinsam mit dem Domchor als auch bei anderen Gelegenheiten. Wer sich für

K&K

diese Art der Freizeitgestaltung begeistern kann, sollte bei den Proben im Kapitelsaal vorbeischauen und sich für das neue Schuljahr 2013/14 verbindlich anmelden. bf

Kunst & Kultur

AUSSTELLUNG

Bruch im Erhabenen z Im August beherbergte die StadtGalerie den gebürtigen Brunecker Künstler Gino Alberti, der zurzeit in Wien lebt und arbeitet. Die schnurgerade angeordneten, kleinformatigen „Graphic novels“ im großen Raum erzählen in sich abgeschlossene Geschichten, Gedankenblitze, spontane Einfälle oder persönliche Begebenheiten. Die in Erdtönen gehaltenen Tuschezeichnungen werden mit nur scheinbar harmlosen Anmerkungen unterschiedlicher Provenienz vervollständigt. Es sind Fragmente aus dem Alltagsgeschehen, Erinnerungen, aber auch gesell-

kurz

notiert

50

schaftskritische Statements und literarische Zitate. Letztere untermauern die enge Verbindung des Künstlers mit der Literatur, die immer wieder in seinen Werken Eingang findet. Die großformatigen Bilder sind ganz bewusst im kleinen Nebenraum gehängt. „Das schafft Intimität“, erklärt der Künstler, „und die monochrome Kohlestiftzeichnung setzt ganz besondere atmosphärische Akzente“. Im titelgebenden Werk der Ausstellung evozieren die wogenden Schaumkronen auf den ersten Blick die Erhabenheit der romantischen Malerei des 19.

Wie viel Inszenierung verträgt die Politik? Und macht Theater auch Politik? In der Diskussionsreihe der Gemeinde und der Uni „Brixen im Dialog“ stehen diese Fragen am 23. Oktober im Anreiterkeller zur Debatte – es diskutieren Lucio Giudiceandrea, Margit Oberhammer, Klaus Runer, Oktavia Brugger und Doris Brunner.

Foto: Oskar Zingerle

Kunst & Kultur

MUSIK

Jahrhunderts. Den Sehnsuchtsgedanken bricht Gino Alberti jedoch mit den düster anmuten-

den Worten „Anfang“ und „Ende“. Was liegt dazwischen? Die krude Realität… ird

Die Brixner Seniorentheatergruppe Bartholomei’s hat das neue Theaterstück „Unvollendet – Klassentreffen mit Romeo und Julia“ erarbeitet. Das poetische Stück zeigen die Senioren unter der Leitung von Maria Thaler Neuwirth im Jugendheim Milland am 10. und 11. Oktober.

„I get around“ nennt sich das neue Konzertprogramm des Brixner Vokalensembles KLES, bestehend aus Karin Auer, Lisi Stürz, Edmund Senoner und Stefan Gasser. Gemeinsam mit dem Klarinettenensemble Candid Clarinets präsentieren sie dieses am 19. Oktober in der Franzensfeste und am 20. im Kloster Neustift.


NACHGEFRAGT

„Hommage an die Kuh“ TAMARA TAVELLA, Werbedesignerin, über ihre Vorliebe für Tiere und ihre erste Personale in der Galerie AdlerArt, die sie ganz der Kuh gewidmet hat. Frau Tavella, nach dem Besuch der Oberschule für Werbe­grafik haben Sie 2003 die Designakademie in Innsbruck abgeschlossen. Und danach? Gezeichnet habe ich von klein auf, Pferde und immer wieder Pferde. Auch während meiner Ausbildung konnte ich sehr krea­tiv sein und mit verschiedenen Techniken und Farben experimentieren. Aber vorerst habe ich in Deutschland und Österreich eine Ausbildung zur Pferde­therapeutin absolviert und in einer Tierpraxis gearbeitet. Zurück in Brixen, führte ich ein paar Jahre lang einen Hundesalon und jobbte nebenher als Grafikerin.

Tiere und Malen – das ist Ihre Welt? Tiere umgeben mich immer noch. Ich besitze ein Pferd, einen Hund und zwei Katzen. Beruflich habe ich heute ein fixes Standbein in der Werbegrafik. In meiner Freizeit male ich unablässig und mit großer Begeisterung, vor allem in Acryl, weil ich leuchtende, explosive Farben liebe. Eine Farbexplosion sind auch Ihre Kuhbilder. Wieso dieser „Kuhku(h)lt“? Die Geschichte der Kuh Yvonne, die 2011 dem Bauern entwich, hat mich sehr fasziniert. Ich malte mir fantastische Szenarien aus,

wo sie sich überall versteckt halten könnte, und hielt alle Ideen auf Leinwand fest. Mit dieser Hommage wollte ich auf die bedeutsame Rolle des Hausrindes hinweisen. In Indien ist die Kuh heilig, in Afrika Lebensgrundlage, hier bei uns wollte ich ins Be-

wusstsein bringen, dass wir allzu selbstverständlich von den Erzeugnissen der Kuh leben und das eigenwillige und intelligente Tier mehr schätzen sollten. irene.dejaco@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

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MUSIK

Kunst & Kultur

Junge Sänger im Musical-Fieber z „Ich bin einfach nur begeistert von dieser hervorragenden Leistung!“ Mit diesen Worten bedankte sich der Obmann des Südtiroler Chorverbands, Erich Deltedesco, bei den Teilnehmern der Schulung „Musical Fever“ für das Abschlusskonzert. Ein zahlreiches Publikum war ins Vinzentinum nach Brixen gekommen, um die Musicalsongs zu hören, die die 14 Mädchen und drei jungen Männer vorbereitet hatten. Das

Publikum war überrascht von den professionellen Auftritten und so manchem großen Talent. Die Sänger und Sängerinnen eröffneten das Konzert mit einem Lied aus dem Musical „König der Löwen“ und sangen dann abwechselnd im Chor und als Solisten. Die Choreografien hatten sie mit Referentin Karin Mairhofer erarbeitet, die Lieder mit Musical-Solist Jack Poppell, Professor an der Folkwang Hochschule Essen, der von Gesangsassistentin Doris Warasin

unterstützt wurde. Die Jugendlichen wurden von Band und Klavier begleitet und zeigten, dass sie sowohl bei bekannten Ohrwürmern als auch bei schwierigen Musical-Songs durchaus brillieren können. „Das Niveau war heuer besonders hoch“, meinte Schu-

lungsleiter Stephen Lloyd aus Brixen, der „Musical Fever“ seit vier Jahren leitet. Die Teilnehmer seien mit zwei auswendig gelernten Liedern angereist; auf dieser Basis wurde dann stimmtechnisch und interpretatorisch gearbeitet. db

MUSIK

Foto: Georg Hofer

Dombezirk als Klang- und Kraftraum

z Der Brixner Dombezirk wird in Zeiten allgegenwärtiger Lärmbelästigung als Klangraum der besonderen Art wiederentdeckt. Nur wenige Tage nach der Langen Nacht der Kathedrale unter dem Motto KlangDom ließen sich dort erneut zahlreiche Interessierte

auf ein Konzerterlebnis mit dem Ensemble „Col Voc“ ein. Dank des Einsatzes eines Kontratenors sowie der an der reinen Stimmung orientierten Mittelstimmen und des „schwarzen Basses“ eröffnet sich dabei ein Klangumfang von vier Oktaven. In der Johanneskapelle

erklangen neben gregorianischen Gesängen und Heinrich Isaaks Weihegesang und Introitusmotette verschiedene Vertonungen der mittelalterlichen Antiphon „Da pacem domine“ von Arnold Schlick, Costanzo Festa, Johann Walter und Johann Hermann Schein. Die Klarheit der Melodien sowie die entrückten Harmonien der frühen Mehrstimmigkeit erzeugten einen schwebenden Klang, der die Wahrnehmung sensibilisiert und für ganzheitliches Musikerleben offen macht. Bereitwillig folgten die etwa 160 Zuhörer dem Ensemble in die Frauenkirche, wo zunächst die im Jahr 2010 restaurierte Daniel-HerzOrgel zum Klingen gebracht wurde. Dann stellte das Ensemble mit Heinrich Isaaks „Missa carminum“ ein interessantes Beispiel einer Kontrafaktur – der Verwendung weltlicher Lieder für liturgische

Zwecke – vor, wo aus der Zeile „Innsbruck ich muss dich lassen“ kurzerhand „Christe eleison“ wird. Die Schnittstelle zwischen weltlicher und geistlicher Musik wurde im letzten Teil des Konzerts noch deutlicher ins Bewusstsein gerufen, etwa mit Leonhard Lechners vierstimmigen Liedern des Hohenliedes, dem vierstimmigen Liedsatz „Herzlich tut mich erfreuen“ von Michael Prätorius und Villanellen aus der „Musica Boscareccia“ von Johann Hermann Schein. Als letzte und bekannteste Verwendung eines weltlichen Liedes für die Musica sacra gab das Ensemble eine Kostprobe aus der Matthäus­passion von Johann Sebastian Bach, der seinen berühmten Choral „Befiehl du deine Wege“ einer Komposition aus dem „Lustgarten deutscher Gesänge“ von Hans Leo Hassler verdankt. bf

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MUSIK

Südtiroler Jugend-Bigband im Aufbau z Viele Jugendliche sind zunehmend am Jazz interessiert. Um diese Begeisterung zu fördern und zu vertiefen, wird derzeit am Aufbau einer Südtiroler JugendBigband gearbeitet. Damit sollen in Zukunft talentierte Jugendliche zwischen 12 und Anfang 20 Jahren im Bereich Jazz gezielt gefördert werden. Geplant sind Workshops zur Instrumentaltechnik, das Einüben von Sektionenund Bigband-Spiel, erste Schritte in der Improvisation und natürlich gemeinsam unter professioneller Anleitung das Musikmachen. Die Bigband trifft sich zu samstäglichen Ganztagesterminen zwischen Januar und März – je nachdem, woher die meisten Teilnehmer kommen, werden die Proben voraussichtlich in einer Musikschule des Brixner, Bozner oder Meraner Raums stattfinden. Das Lehrerteam besteht aus bekannten Musikern wie Peter Paul Hofmann, Günther Pfeifhofer,

Martin Ohrwalder, Michael Lösch, Lorenzo Frizzera und Helga Plankensteiner, die auch die Gesamtleitung innehat. Geplant ist außerdem, international bekannte Musiker für spezielle Workshops einzuladen. Zum Abschluss soll die Jugend-Bigband dann in meh-

reren Konzerten zeigen, was sie kann. Anmelden können sich Interessierte über die Webseite der Meraner Jazzakademie www. meranojazz.it. Voraussetzungen sind eine sichere Beherrschung des Instruments und sicheres Lesen vom Blatt (Silber-Niveau);

Jazzerfahrung ist nicht Voraussetzung, aber nützlich. Gesucht werden vor allem junge Menschen, die folgende Instrumente beherrschen: Saxofon, Klarinette, Flöte, Trompete, Flügelhorn, Tuba, Horn, Flügelhorn, Klavier, Gitarre, Bass, Schlagzeug. db

Kiku.

IMS ABENDE 2013 – Das Bergfestival zum Erleben und Staunen Mountain.Stories – Berggeschichten leben, erleben, ausleben

Paul Preuss – Herrscher über den Abgrund

IMS Discussion - Do. 17. Oktober – 20.00 Uhr

IMS Film&Talk - Do. 20. Oktober – 17.00 Uhr - freier Eintritt

Your own Mountain Story – Geschichte eines Abenteurers

Mountain Xtreme – Verschieben der Grenzen am Berg

IMS Talk – Fr. 18. Oktober – 18.30 Uhr – freier Eintritt

IMS Discussion – Do. 20. Oktober – 19.30 Uhr

Fünf Tage im September von Benedikt Böhm

Vortrag von Hansjörg Auer

IMS Film&Talk – Fr. 18. Oktober – 20 Uhr

Vortrag von Catherine Destivelle IMS Talk – Sa. 19. Oktober – 18.00 Uhr

Vortrag von Reinhold Messner „High Risk“ IMS Talk – Sa. 19. Oktober – 20.00 Uhr Anschließend Gespräch mit Klaus Zumwinkel (ex Deutsche Post) „Leadership im Alpinismus – Leadership in der Wirtschaft“

IMS Talk – Mo. 21. Oktober – 20.00 Uhr

Leute, riskiert! Risiko als Chance zur Veränderung und Weiterentwicklung IMS Discussion – Di. 22. Oktober – 20.00 Uhr

Veranstaltungsort: Forum Brixen Info & Tickets: www.IMS.bz

© Manuel Ferrigato und Piotr Drozdz / IMS


Kunst & Kultur

MUSIK & RELIGION

Sinnsuche bei Verdi und Wagner z Die Musikwelt feiert heuer den 200. Geburtstag von zwei der größten Opernkomponisten der Musikgeschichte: Giuseppe Verdi und Richard Wagner. Beide sind fast ausschließlich Opernkomponisten, die die Gattung der Oper revolutionierten. Mit dem Erstarken des Bürgertums und dem Entstehen der Nationalstaaten im 19. Jahrhundert verlagerte sich das musikalische Leben von Hof und Kirche in die großen Opern- und Konzerthäuser. Die Musik wurde für das bürgerliche Publikum zu einer neuen Religion. Künstler und Philosophen, auch Wagner und Verdi, setzten sich intensiv mit Religion und Weltanschauung auseinander, liberal und kontrovers. In Wagners Dialektik von Glaube und Zweifel kam noch ein starker Patriotismus. Beide haben Sinnfragen neu gestellt, was oft ein ambivalentes Verhältnis zur christlichen Religion zur Folge hat-

te. Vielleicht sind die beiden für unsere von Zweifeln geplagte Zeit gerade deshalb aktuell, weil sie in ihren Weltanschauungen einen Freiraum für unsere Sinnsuche bieten, und weil man am Anderen oft besser erkennt, was man selbst ist. Im diesjährigen Symposium „Musik & Religion, 200 Jahre Verdi & Wagner“, das vom 11. bis zum 13. Oktober von der Initiative Musik und Kirche veranstaltet wird, werden Werke von Wagner und Verdi aufgeführt (11.10.), dazu kommt eine Uraufführung von Enjott Schneider: Höchstes Heiles Wunder – Hommage an Richard Wagner für Streichorchester, und der bekannte österreichische Theologe Paul Zulehner spricht über „Religion und Lebenssinn“. Am Tag darauf referiert Peter Steinacker über Wagners Musikdramen und die Religion, Max Nyffeler über die Dialektik von Glaube und Zweifel im Requiem

BUCH

Rainers persönliche Werke z Josef Rainer, Sohn des Bildhauers Martin Rainer, hat ein Buch über die Arbeiten seines Vaters herausgegeben: „Gestalten“ dokumentiert das bildhauerische Schaffen Martin Rainers von 1958 bis zu seinem Tod 2012. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht die Auftragsarbeiten, sondern seine sehr persönlichen, freien Arbeiten. Martin Rainer geht es dabei stets um das Zwischenmenschliche, um den Menschen in seiner Verwundbarkeit und in seinem Leiden. Daneben zeigt das Buch auch überraschend spielerische Skulpturen wie beispielsweise jene seiner Kinder. Der Band präsentiert Arbeiten aus den Materialien Holz, Bronze sowie Gips, ergänzt durch kleine Zeichnungen und Modelle, die den Weg von der Idee zum Werk illustrieren, und durch Zitate des Bildhauers zu seinem Schaffen. Die rund 45 Werke sind aus mehreren Perspektiven fotografisch dokumentiert. Paulus Rainer, ebenso Sohn von Martin Rainer und heute 54

stellvertretender Sammlungsdirektor der Kunstkammer und Schatzkammer des Kunsthistorischen Museums Wien, sowie Luigi Fassi, Kurator für zeitgenössische Kunst am Steirischen Herbst, und Marjan Cescutti, Präsident des Südtiroler Kulturinstituts, befassen sich in ihren schriftlichen Beiträgen mit dem Leben und Wirken des Künstlers, mit den Räumen und Zwischenräumen sowie mit dem Schmerz und der Religiosität in den Plastiken. Erschienen ist das Buch im Folio-Verlag. db

von Verdi, Andreas Láng über Religion und Patriotismus bei Verdi, und Carl F. Pichler über Wagners Bühnenweihespiel „Parsifal“. Am Abend werden im Dom religiöse und kirchliche Szenen aus einigen Opern von Wagner und die „Quattro Pezzi sacri“ von Verdi zu hören sein. Ausführende sind

der Münchener Bach-Chor, die Münchner Symphoniker und der Tenor Jörg Dürmüller unter der Leitung von Hansjörg Albrecht. Im Gottesdienst am Sonntag singt der Domchor unter Heinrich Walder die „Missa choralis“ von Franz Liszt. Zelebrant ist Pater Urban Stillhard. db

NEU IM REGAL Sportklettern für alle „Sportclimbing in the Dolomites“ nennt sich ein neu erschienener, dreisprachiger Führer, der sich an Anfänger und Kinder ebenso richtet wie an Kletterfreaks. Das umfangreiche Buch enthält Infos, Farbfoto-Topos und spektakuläre Bilder der schönsten Sportklettergebiete im Gadertal, in Gröden, im Fassatal, um Cortina d’Ampezzo, im Höhlensteintal und im Hochpustertal bis nach Lienz. Auf 432 Seiten werden die Inhalte klar strukturiert, informativ und in modernem Design präsentiert – nicht nur sämtliche Kletterrouten, sondern auch die Klettergärten in diesem Gebiet. Das Buch ist der dritte Band einer neuen Reihe von Sportkletterführern und stammt aus dem Verlagshaus „Vertical-Life“ aus Brixen: Autoren sind Thomas Hofer oder Manuel Senettin, das Layout stammt von Arno Dejaco und Maria Hilber. Die ersten zwei Bände dieser Reihe

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Sportclimbing in the Dolomites. 2013, Vertical-Life Verlag 2013, 432 Seiten, 31,90 Euro.

schildern die Sportkletter-Routen rund um Arco und die Summer Spots Arco.


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Veranstaltungen

Weiterbildung

Weiterbildung an der VHS Brixen Kultur & Gesellschaft

Kreative Schreibwerkstatt Fr. 11.10.2013, 17.30 - 21.30 Uhr | Sa. 12.10.2013, 09.30 - 16.30 Uhr | 1 h Mittagspause

Typgerechtes Schminken Fr. 08.11.2013 | 18.00-21.00 Uhr | 1 Treffen Yoga für AnfängerInnen Do. 07.11.2013 | 19.30-21.30 Uhr | 5 Treffen | jeweils Do.

Kulturplausch am Montag Brixen, Hotel Goldener Adler, Adlerbrückengasse 9, Pruckersalon Mo. 14.10.2013 (Thema: Theater) | Mo. 11.11.2013 (Thema: Kunst) | Mo. 09.12.2013 (Thema: Film) | 19.00 - 20.00 Uhr | 3 Treffen

Verschiedene Formen des Orientalischen Tanzes - Schnupperworkshop Sa. 09.11.2013 | 09.00-12.30 Uhr | 1 Treffen

Bevor der Kragen platzt - Erziehungsfragen im Alltag Do. 24.10.2013 | 18.00-21.45 Uhr | 1 Treffen

Kränze binden für jede Jahreszeit Di. 15.10.2013 | 19.30-21.30 Uhr | 1 Treffen

Hobby & Freizeit

Kulturelle Geheimnisse unseres Landes: Unsere liebe Frau im Kreuzgang Brixen,Treffpunkt: Eingang Brixner Dom Fr. 25.10.2013 | 15.00-16.30 Uhr | 1 Treffen

Grabschmuck selbst gestaltet Fr. 25.10.2013 | 19.30-21.30 Uhr | 1 Treffen

Wie erziehe ich - wie wurde ich erzogen? Sa. 26.10.2013 | 09.00-16.45 Uhr | 1 Treffen | 1 h Mittagspause

Schmuckwerkstatt Sterlingsilber: Wir fertigen „Engelrufer“ als Glücksbringer Sa. 26.10.2013 | 09.00-19.00 Uhr | 1 Treffen | 1 h Mittagspause

Arbeiten in Europa Mo. 28.10.2013 | 19.00-21.00 Uhr | 1 Treffen

Schmuckstücke aus Glas - selbst gemacht Do. 07.11.2013 | 17.30-20.30 Uhr | 1 Treffen

Beruf

Kreativ gestalten mit Ton ... - Adventsdekorationen Brixen, Keramikwerkstatt, Klerant 198 A Mi. 06.11. und Mi. 20.11.2013 | 19.30-22.00 Uhr | 2 Treffen

Ich spreche selbstbewusst! Mo. 21.10.2013 | 18.00-20.00 Uhr | 5 Treffen | jeweils Mo. Buchhaltung leicht gemacht - Grundkurs Mo. 28.10.2013 | 19.00-22.00 Uhr | 6 Treffen | jeweils Mo., Di. und Mi. Gelungene Kommunikation mit dem Gast Di. 05.11.2013 | 14.00-18.00 Uhr | 1 Treffen

Aquarellmalen Sa. 09.11.2013 | 09.00-17.00 Uhr | 1 Treffen | 1 h Mittagspause Farben - Wohnen - Wohlfühlen: Einführungsseminar Sa. 19.10.2013 | 09.00-12.30 Uhr | 1 Treffen Thailändisch kochen lernen Brixen, Jakob-Steiner-Haus, Milland, Vintlerweg 34, Küche Di. 22.10.2013 | 19.00-23.00 Uhr | 1 Treffen

EDV & Multimedia

Von Tablets und E-Books Fr. 18.10.2013 | 19.00-22.00 Uhr | 1 Treffen Sicherheit im Internet Mo. 28.10.2013 | 19.00-22.00 Uhr | 1 Treffen

Vollwertküche für kleine Genießer - Kunterbunte Rezeptideen für Kinder Brixen, Freie Waldorfschule, Brennerstraße 32 Sa. 26.10.2013 | 14.00-18.00 Uhr | 1 Treffen

Digitale Spiegelreflexkamera für Jugendliche Mi. 30.10.2013 | 14.00-18.00 Uhr | 1 Treffen

Das 1 x 1 des Kochens: Kochen für AnfängerInnen Vahrn, Haus Voitsberg, Voitsbergstraße 1, Küche Mi. 06.11.2013 | 19.00-23.00 Uhr | 1 Treffen

Grundkurs EDV 50+ Brixen, SOWI Gym. Josef Gasser, Ignaz-Mader-Straße 3 Mo. 04.11.2013 | 18.30-20.45 Uhr | 5 Treffen | jeweils Mo. und Mi.

Sprachen

Bildbearbeitung mit Adobe Photoshop Elements Brixen, SOWI Gym. Josef Gasser, Ignaz-Mader-Straße 3 Do. 07.11.2013 | 19.30-21.30 Uhr | 4 Treffen | jeweils Do.

Italienisch für die Zweisprachigkeitsprüfung - Laufbahn C Mo. 04.11.2013 | 19.30-21.00 Uhr | 12 Treffen | jeweils Mo. und Mi.

Gesundheit & Bewegung

Jin Shin Jyutsu - „Heilströmen“ Sa. 12.10.2013 | 10.00 - 18.00 Uhr | So. 13.10.2013 | 09.00 - 17.00 Uhr | 1,5 h Mittagspause | 2 Treffen Das Tempo der Seele ist die Langsamkeit Brixen, Treffpunkt: Parkplatz bei der Kirche von Elvas Sa. 19.10.2013 | 10.00-16.00 Uhr | 1 Treffen | 1 h Mittagspause Luna Yoga® für Frauen - Unser Rücken. Was uns trägt Sa. 19.10.2013 | 09.30-13.00 Uhr | 1 Treffen Notfälle im Kindesalter Sa. 26.10.2013 | 09.00-13.00 Uhr | 1 Treffen Mental Fit - Frischer Wind fürs Hirn Mo. 04.11.2013 | 19.30-22.00 Uhr | 1 Treffen

Kul-TOUR-Abend in italienischer Sprache: La musica italiana Fr. 18.10.2013 | 19.30-22.00 Uhr | 1 Treffen

Italienisch für die Zweisprachigkeitsprüfung A und B Grammatik u. Konversation Mo. 04.11.2013 | 18.00-19.30 Uhr | 12 Treffen | jeweils Mo. und Mi. Nosc lingaz ladin - Unsere ladinische Sprache Sa. 09.11.2013 | 09.00-12.00 Uhr | 1 Treffen

Alle Kurse finden, wenn nicht anders angegeben in Brixen, Peter-Mayr-Straße 9 statt. Informationen erhalten Sie in unserem Büro oder durch eine E-Mail an brixen@vhs.it. Weiters können Sie das gesamte Kursprogramm im Internet unter www.vhs.it einsehen. Unsere Öffnungszeiten: Mo-Do 9-13 und 14-17; Fr 9-13 Uhr

Verband der Volkshochschulen Südtirols, Zweigstelle Brixen, Peter-Mayr-Straße 9 Tel. 0472 836 424, Fax 0472 971 140, brixen@vhs.it 56


timer

Oktober THEATER

Und ewig lockt das Glück Foto: N. Klinger

Die neue Spielzeit des Südtiroler Kulturinstituts im Forum Brixen.

z Zu einer „Tour de Théâtre“ nach Kassel, Berlin, Dresden, Dortmund und Mannheim lädt das Südtiroler Kulturinstitut in der neuen Saison. Die großen Bühnen dieser Städte sind nämlich im Brixner Forum zu Gast.

Fünf Inszenierungen großer Theater. Die Suche nach dem

Glück spielt eine tragende Rolle in den fünf Inszenierungen der Spielzeit. Das Berliner Ensemble blickt in seiner Wilhelm-BuschRevue „Helene, Max & Co.“ satirisch auf das Thema. Für Wilhelm Busch war es nämlich der klugen Leute Ungeschick, das anderen Glück bereite. Dass hingegen das Liebesglück nur schwer zu finden ist, wenn zwei unvereinbare Ideologien den Zukunftsträumen im Weg stehen, davon erzählt Christa Wolf in „Der geteilte Himmel“. Das Staatsschauspiel Dresden hat Wolfs Mauerbau-Erzählung für die Bühne adaptiert und zeigt diese Uraufführungs-Produktion auch in Brixen. Der junge Autor Kristof Magnusson widmet sich in seiner Komödie „Männerhort“ dem flüchtigen Glück des Shoppens oder vielmehr dem Frust shoppinggeschädigter Ehepartner. Was Männer so treiben, während frau shoppt, verrät diese Inszenierung des Theaters Dortmund. Das Lebensglück

von seiner makabersten Seite zeigt schließlich Theresia Walser, die drei Diktatorengattinnen in den Mittelpunkt ihrer Komödie „Ich bin wie ihr, ich liebe Äpfel“ stellt. Die Uraufführungsproduktion des Nationaltheaters Mannheim ist im März in Brixen zu Gast.

Wir lieben und wissen nichts. Eröffnet wird die neue Spielzeit mit der doppelbödigen Komödie „Wir lieben und wissen nichts“ des deutschen Autors Moritz Rinke, inszeniert vom Staatstheater Kassel. Zwischen Karriere und Meditation, Cellulite-Vorsorge und Fruchtbarkeits-App suchen zwei Paare nach dem Glück. Doch selbst im 21. Jahrhundert ist Liebe als Download nicht zu haben. „Ich habe sehr viel von Tschechow gelernt. Der hat Stücke mit traurigen Menschen geschrieben, über die man lachen kann. Ich suche schon die ganze Zeit nach diesem Doppelton“, schreibt Moritz Rinke. In seinem neuen Stück, das zu den Mülheimer Theatertagen 2013 geladen war, hat er diesen Ton perfekt getroffen.

» Mittwoch, 16. Oktober 2013 Moritz Rinke: „Wir lieben und wissen nichts“ Staatstheater Kassel

» Mittwoch, 27. November 2013 „Helene, Max & Co.“ Berliner Ensemble

» Mittwoch, 29. Jänner 2014

Christa Wolf: „Der geteilte Himmel“ Staatsschauspiel Dresden

» Mittwoch, 19. Februar 2014 Kristof Magnusson: „Männerhort“ Theater Dortmund

» Mittwoch, 26. März 2014

Theresia Walser: „Ich bin wie ihr, ich liebe Äpfel“ Nationaltheater Mannheim

Beginn: jeweils 20 Uhr Einführung: jeweils 19.15 Uhr Brixen, Forum

Karten bei Athesia-Ticket, www.kulturinstitut.org und Tel. 0471-313800 Unterstützt von der Südtiroler Landesregierung, Abteilung deutsche Kultur, der Stiftung Südtiroler Sparkasse und privaten Sponsoren

„Unvollendet“-Klassentreffen mit Romeo und Julia Ein Theaterstück mit der Seniorentheatergruppe Bartholomei´s. 50 Jahre nach dem Abitur treffen sich die Mitschüler an einer Tischtafel. Es werden Freundlichkeiten und auch weniger Freundliches ausgetauscht, und immer wieder erinnern sie sich zurück an ihr gemeinsames Abschlusstheater „Romeo und Julia“ und an die gemeinsame Maturareise nach Verona. Dann beginnt das Spiel: die Tischtafel wird zum Balkon, das Besteck wird hergenommen fürs Gefecht der Capulets gegen Montague, das Tischtuch wird zum Liebesnest und Leichentuch, Servietten werden zum Brautkleid. Immer wieder schwenken die „Bartholomei´s“ von der Gegenwart in die Erinnerung und umgekehrt. So hat sich ein sehr poetisches, liebenswürdiges Theaterstück entwickelt - mit viel Gefühl. Denn „Liebe macht Mut, zu dem was Liebe tut.“

» Donnerstag, 10. Oktober um 20 Uhr (Premiere) Freitag, 11. Oktober um 15 Uhr und um 20 Uhr im Jugendheim Milland

Dauer: 60 Minuten · Regie: Maria Thaler Neuwirth

Wir bedanken uns für die Unterstützung bei der Pfarrgemeinde Milland und der Heimatbühne Milland 57


Veranstaltungen

Weiterbildung

KVW Bildung Bezirk Brixen Qualifizierung / Beruf ESF – Ausbildung zum/r Buchhalter/in Dieser Lehrgang vermittelt Ihnen genau das Wissen, welches heute in Unternehmen benötigt und gefordert wird. Folgende Inhalte werden vermittelt: Buchhaltung (inkl. kaufmännisches Rechnen und Handelskunde) m Excel Grundstufe und Advanced, Ziel-, Zeit- und Selbstmanagement, Kommunikation und Konflikttraining, Büroorganisation Zielgruppe: Interessierte und MaturantInnen mit EDV-Grundkenntnissen Kursumfang: 390 Stunden, zusätzlich 120 Stunden Praktikum im Sommer Lehrgangsdauer: 4. Nov. 2013 – 30. Juni 2014 Informationsveranstaltung: Do. 03.10.2013, 19.00 Uhr - 20.30 Uhr KVW Kursraum, Hofgasse 2 in Brixen

Italienisch - Vorbereitung auf die Zweisprachigkeitsprüfung A/B Ab Di. 15.10.2013, 15 Treffen, jew. Di. und Do., 19.30 Uhr - 21.30 Uhr Italienisch - Vorbereitung auf die Zweisprachigkeitsprüfung C Ab Di. 08.10.2013, 20 Treffen, jew. Di. und Do., 19.30 Uhr - 21.10 Uhr A1.1 English Beginners Ab Mo. 07.10.2013, 20 Treffen, jew. Mo. und Mi., 19.30 Uhr - 21.10 Uhr A2.1 Let’s talk English! Ab Mi. 09.10.2013, 10 Treffen, jew. Mi., 9.30 Uhr - 11.10 Uhr A1.1 Spanisch für AnfängerInnen Ab Di. 08.10.2013, 10 Treffen, jew. Di. und Do., 19.30 Uhr – 21.10 Uhr

Mensch Gesellschaft Fair Trade Academy – Die Textilien des fairen Handels Zielgruppe: VerkaufsmitarbeiterInnen der Weltläden, alle Interessierten Fr. 11.10.2013, 9.00 Uhr – 16.30 Uhr mit Loredana Giraldin Betrami und Simona Stoppa Die 25-Stunden-Frau Ab Mo. 14.10.2013, 4 Abende, jew. Mo. 20.00 Uhr – 22.00 Uhr mit Brigitte Schrott Mit Sinn zu Gesundheit, Erfolg und Erfüllung Am Do. 17.10.2013, 18.00 Uhr – 21.00 Uhr mit Rolf Klaus Friedrich NLP – durch systemische Kommunikation erfolgreich im Beruf Am Sa. 9.11.2013, 9.00 Uhr – 17.00 Uhr mit Evelyn Oberleiter

EDV Computerkurs für AnfängerInnen Ab Do. 10.10.2013, 5 Treffen, jew. Di. und Do., 19.30 Uhr - 21.45 Uhr mit Markus Egger 50+ EDV mit viel Spaß und ohne Stress: Grundkurs Ab Sa. 5.10.2013, 6 Treffen, jew. Sa. 9.00 Uhr – 11.00 Uhr mit Markus Egger Crashkurs Facebook. Ein Seminar für Eltern! Ab Mi. 16.10.2013, 2 Treffen, jew. 20.00 uhr – 22.00 Uhr mit Richard Kammerer 10-Finger-Tippsystem in 6 Stunden Ab Di. 12.11.2013, 4 Abende, jew. Di. und Do. 19.30 Uhr – 21.00 Uhr mit Markus Egger

Nein sagen lernen – ohne Schuldgefühle Do. 10.10.2013, 18.00 Uhr - 21.00 Uhr, mit Silke Pfitscher „Starke Eltern – starke Kinder®“ mit Ingrid Hofer Kienzl Kostenloser Informationsvortrag: Di. 08.10.2013, 20.00 Uhr - 22.00 Uhr Elternkurs: ab Di. 29.10.2013, 8 Treffen, jew. Di. 19.30 Uhr – 22.00 Uhr

Gesundheit Wohlbefinden Kurse im Shiatsu-Yoga-Zentrum Vahrn: Fußreflexzonenmassage Fr. 18.10.2013 - Sa. 19.10.2013, 2 Treffen, mit Daniela Pfeifer Dauer: 2 Nachmittage, 18.00 Uhr - 17.00 Uhr Yoga für AnfängerInnen und leicht Fortgeschrittene mit Sieghard Gostner Kurs C ab 01.10.2013, 7 Treffen, jew. Di. 09.00 Uhr – 10.30 Uhr Kurs D ab 01.10.2013, 7 Treffen, jew. Di. 12.15 Uhr – 13.15 Uhr Pilates mit Rosmarie Bacher Grundstufe: ab Fr. 11.10.2013, 8 Treffen, jew. Fr. 18.00 Uhr – 19.00 Uhr Aufbaustufe: ab Mi. 9.10.2013, 8 Treffen, jew. Mi. 18.00 Uhr – 19.00 Uhr Die Fünf Tibeter® Ab Mi. 16.10.2013, 7 Treffen, jew. Mi. 20.00 Uhr – 21.20 Uhr mit Maria Blasbichler

Sprachen A1.1 Deutsch für AnfängerInnen Ab Di. 08.10.2013, 20 Treffen, jew. Di. und Do., 19.30 Uhr - 21.10 Uhr Konversationskurs Italienisch (ab Kursniveau B1) Ab Fr. 11.10.2013, 15 Treffen, jew. Fr., 19.30 Uhr – 21.10 Uhr

» Infos & Vormerkung:

KVW Bildung Brixen, Hofgasse 2 – Tel. 0472 207 978 – bildung.brixen@kvw.org

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KULINARISCHES

Lammwochen vom Villnösser Brillenschaf z Vom 3. bis 13. Oktober steht im Villnösser-Tal alles im Zeichen des Villnösser Brillenschafs: Das „Villnösser Brillenschaf“ erlebt seit einigen Jahren eine Renaissance. Zwischenzeitlich vergessen, besinnen sich mittlerweile einige Villnösser Bauern auf diese besondere Rasse des Brillenschafs. Das Schaf, das seinen Namen vom dunklen Rand um die Augen hat, wurde zuerst für die Wollverarbeitung entdeckt. Mittlerweile wird es systematisch gezüchtet und auch kulinarisch vermarktet. Das Fleisch der Lämmer des Brillenschafs ist von hoher Qualität: feinfaserig, zart und sehr mild im Geschmack, mit einer leichten Wildnote. In zahlreichen Restaurants in ganz Südtirol wird Lammfleisch vom Villnösser Brillenschaf als Ausdruck der Regionalität und Authentizität präsentiert. Die HGV-Ortsgruppe Villnöss widmet dem Brillenschaf auch heuer wieder eine eigene kulinarische Woche: 14 Gast-

betriebe im Villnösser-Tal und sieben Freunde des Villnösser Brillenschafs beteiligen sich an den diesjährigen Lammwochen. „Wir legen großen Wert auf die Zusammenarbeit mit den Bauern und Züchtern der Umgebung“, unterstreicht Konrad Kofler, Obmann der HGV-Ortsgruppe Villnöss. Die Gastbetriebe, die an den Lammwochen teilnehmen, werden verschiedene feine Gerichte vom Brillenschaf auf die Speisekarte setzen und die Gäste kulinarisch verwöhnen. „Am meisten freut uns Wirte, dass mit der Verarbeitung des Brillenschafs die Wertschöpfung im Tal bleibt. Zudem liefern Bauern, Züchter und Wirte mit dem Brillenschaf ein gelungenes Beispiel, wie die Idee der kurzen Kreisläufe sinnvoll und lückenlos umgesetzt werden kann“, betont Konrad Kofler. Begleitet werden diese Lammwochen heuer erstmals auch von zwei interessanten Rahmenveranstaltungen: am 9. Oktober findet in der Firma

30 Jahre Yoga mit Rakesh Nanda Gesund & fit mit Yoga Rakesh Nanda ist in Indien in einer Familie geboren, in der Yoga seit Generationen praktiziert wird, verschiedene Yogatechniken und Yogainhalte gibt er seit 1983 in Yogakursen, Vorträgen und Yoga-Workshops weiter. Durch Yoga kommt unser gesamtes Systeme in Ausgleich, Funktionen der Organe und Drüsen werden reguliert, körperliche und geistige Spannungen werden gelöst. Der Mensch erlebt tiefere Entspannung, ganzheitliche Gesundheit und Vitalität. So entsteht eine Harmonie vor Körper, Geist und Seele.

Yoga-Einführungskurse mit Rakesh Nanda:

» Brixen: ab Donnerstag, 10. Oktober » Sterzing: ab Montag, 7. Oktober » Bruneck: ab Mittwoch, 9. Oktober

6 Abende, einmal wöchentlich von 19:45 - 21:15 Uhr

Yoga für Schwangere mit Karin Nanda:

» Bruneck: ab Mittwoch, 9. Oktober » Brixen: ab Donnerstag, 10. Oktober

„Naturwoll“ ein Tag der offenen Tür statt, am 12. Oktober haben Kinder die Möglichkeit bei einem Filznachmittag die Villnösser Schafswolle zu tollen Bildern zu verarbeiten.

Die teilnehmenden Gastbetriebe

» R estaurant Pizzeria Dreimädel-

haus - St. Peter Gampenalm ­Naturpark Puez Geisler » G schnagenhartalm - Naturpark Puez Geisler » Jausenstation Gsoihof - St. Peter » Hotel Kabis - St. Peter » Kaserillalm - Naturpark Puez Geisler » Jausenstation Moar - St. Jakob » Restaurant Pitzock - St. Peter »H otel Ranuimüllerhof -­­ St. Magdalena » B erggasthof Sass Rigais ­Naturpark Puez Geisler » Gasthof Stern - Teis » Hotel Teiserhof - Teis » Restaurant Viel Nois - St. Peter » R estaurant Waldschenke -­­ St. Magdalena

» B erggasthof

Freunde des Villnösser Brillenschafs

» R estaurant Braunwirt – Sarnthein » R estaurant Castel Ringberg Kaltern

» Restaurant Finsterwirt - Brixen » Restaurant Flair - Algund » Restaurant Sonneck - Laas-Allitz » Hotel Restaurant Taubers Unterwirt - Feldthurns

» R omantik Hotel und Restaurant Stafler - Mauls

» 3. - 13. Oktober Villnöss

Steinegg Live Festival » vom 17. bis 26. Oktober – Steinegg Vereinshaus Die Highlights:

» Chuck Berry & Band (USA)

Die Rock’n’Roll Legende - Di, 22.10.

» Haindling (Bayern)

Bayern des samma mir-Tour - Mi, 23.10.

» Jojo Mayer (USA) & Steinegg Live Big Band „Buddy Rich Tribute“ - Do, 24.10.

» Walter Trout Band (USA) und Hot Hat Blues Band, Hamburg Blues Band (D/UK), Spremuta - Fr, 25.10. » Katrina (GB) Ex Katrina & The Waves und The Fonzies, ua. - Sa, 26.10. Karten: Südtiroler Raiffeisenkassen, Athesia-Ticket und an der Abendkasse (sofern verfügbar) Info: Tel. 0471 376574, www.steinegglive.com

5 Abende, einmal wöchentlich von 20:00 Uhr - 21:00 Uhr

Info und Anmeldung: Tel. 0474 530 547, nandayoga@yahoo.de, www.nandayoga.de

Raiffeisenkasse Schlern-Rosengarten

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Veranstaltungen

Weiterbildung

Weiterbildung an der Cusanus Akademie Gesellschaftspolitik Mann oh Mann Sa. 05.10.2013, 9 bis 17 Uhr – mit Karl Heinz Bittl und Matthias Oberbacher Mohammed, der Islam und der Koran – was Christen darüber wissen sollten Fr. 11.10.2013, 20 Uhr – mit Stefan Schlager Damit das Leben glückt – Basiskurs Ethik Sa. 12.10.2013, 9 bis 17 Uhr– mit Stefan Schlager Trainer/in für das WIR-Projekt Start: Di. 05.11. – Mi. 06.11.2013, 9 bis 17 Uhr und weitere 3 Termine – mit Karl Heinz Bittl

Lebensbegleitende Bildung Frech werden – wie präsentiere ich mich und meine Ideen? Di. 15.10.2013, 18 bis 22 Uhr – mit Verena Plangger Wechseljahre einmal anders Di. 15.10.2013, 19 bis 22 Uhr – mit Maria Paregger Mein Raum ist auch dein Raum – Neue und alte Wege zur ganzheitlichen Raumerfahrung Mi. 16.10.2013, 20 Uhr – mit Enrico De Dominicis Die Fünf Tibeter: Intensives Grundseminar Fr. 18.10. – 19.10.2013, Fr. 18 – 21.30 Uhr, Sa. 9 bis 16 Uhr – mit Stefanie Lepoiz Borghini Ich mache es allen recht – Vom Burnout zur Depression Mi. 16.10.2013, 17 bis 20 Uhr – mit Martin Fronthaler Kleine Kräutergeschenke aus Garten, Wald und Feld Mi. 16.10.2013, 18 bis 22 Uhr – mit Hildegard Kreiter Gesichtsgymnastik: entspannend, wirkungsvoll und wohltuend Mi. 23.10.2013, 16 bis 22 Uhr – mit Stefanie Lepoirz Borghni Die Angst vor der Angst – über Ängste und Angstkrankheiten Mi. 23.10.2013, 17 bis 20.30 Uhr – mit Helmut Zingerle

Berufliche Weiterbildung PowerTalking Di. 08.10. – Mi. 09.10.2013, 9 bis 17 Uhr – mit Karoline Bischnau Wie Sie Ihren Arbeitsplatz optimal gestalten Mi. 23.10.2013, 9 bis 17 Uhr – mit Silvia Schroffenegger Grundausbildung in Gewaltfreie Kommunikation nach M. Rosenberg Start: Fr. 25.10. – Sa. 26.10.2013, 9 bis 17 Uhr und weitere 9 Termine mit Paula Maria Ladstätter Charisma und das Innere Lächeln Fr. 25.10. – Sa. 26.10.2013, 9 bis 17 Uhr – mit Monika Müksch Lehrgang Basiskinesiologie Start: Fr. 08.11. – Sa. 09.11.2013 und weitere 3 Termine mit Petra Springer-Langthaler – Projektmanagement Start: Do. 14.11. – Fr. 15.11.2013 und weitere 5 Treffen – mit Fred Schröder

» Infos und Anmeldungen: Cusanus Akademie

Seminarplatz 2, Brixen, Tel. 0472 83 22 03 info@cusanus.bz.it, www.cusanus.bz.it 60

KULINARISCHES

Südtiroler Brotund Strudelmarkt z Der Südtiroler Brot- und Strudelmarkt findet dieses Jahr zum 11. Mal von Freitag, 4. bis Sonntag, 6. Oktober am Brixner Domplatz statt. 21 Südtiroler Bäcker und Konditoren mit dem Qualitätszeichen Südtirol werden an drei Tagen ihre zahlreichen landestypischen Brotsorten und den Südtiroler Apfelstrudel zusammen mit traditionellen Spezialitäten wie Buchteln zur Verkostung und zum Kauf anbieten. Zudem besteht die Möglichkeit, die Regiokorn-Produkte mit dem Qualitätszeichen zu erwerben. Das Besondere am Brot mit dem Qualitätszeichen ist, dass diesem keine Konservierungsmittel, Geschmacksverstärker oder andere Zusatzstoffe beigemischt werden. Für den original Südtiroler Apfelstrudel wird nur Südtiroler Butter und für die Füllung werden ausschließlich Südtiroler Äpfel verwendet. „Dieses Jahr möchten wir zudem ein besonderes Augenmerk auf Themen wie Umwelt und Nachhaltigkeit legen. Nach dem Motto „Going Green“ legen wir Wert auf vorbildliche Mülltrennung“ sagt Hansjörg Prast, Direktor der

EOS. Am Sonntag, den 6. Oktober um 10 Uhr wird nach dem feierlichen Einzug der Bäcker und Konditoren die Erntedankmesse im Brixner Dom zelebriert. Die Veranstaltung wird von der EOS – Export Organisation Südtirol der Handelskammer Bozen im Auftrag der Bäcker und Konditoren mit dem Qualitätszeichen Südtirol organisiert. Weitere Informationen finden Sie online unter: www. brotmarkt.it. Vom 5. bis zum 6. Oktober findet in Villnöss auch das Südtiroler Speckfest statt.

» 04. - 06. Oktober

Brixner Domplatz Villnöss www.brotmarkt.it www.speckfest.it

KULINARISCHES

Eisacktaler Kastanienwochen z Bereits zum zwölften Mal organisiert der Bezirk Eisacktal des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV) die Eisacktaler Kastanien­ wochen. Kreative Kastanienköstlichkeiten stehen dabei auf den Speisekarten der 19 teilnehmenden Gastbetriebe von Vahrn bis Ritten. Die Eröffnung erfolgt am 17. Oktober um 15 Uhr auf dem Pfarrplatz in Klausen, wo auch die Prämierung der Sieger des Malwettbewerbes zum Thema „Kastanie“ erfolgt, an dem sich die Grundschüler von Klausen und Brixen beteiligt haben. Als besonderes Highlight darf man sich auf die „Original Eisacktaler Kastanientorte“ freuen, die von Konditor Oliver Gasser von der Bäckerei Konditorei „Gasser“ in Lüsen eigens kreiert wurde und sowohl in den Gastbetrieben wie in den Filialen der Bäckerei Konditorei „Gasser“ zum Genießen bereit steht. Neben kulinarischen

Genüssen begleitet ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm die Eisacktaler Kastanienwochen: Die Tourismusvereine bieten geführte Wanderungen, Konzerte, Märkte, Herbstfeste und viele andere interessante Veranstaltungen an. Die Eisacktaler Kastanienwochen dauern vom 18. Oktober bis 3. November; nähere Infos findet man im Internet unter www.kastanie.it.

» 17. Oktober - 3. November Eisacktal

www.kastanie.it


Mittwoch, 2. Oktober

Theater

20:30 Uhr

Club der Enttäuschten Fünf Arbeitslose auf dem gesellschaftlichen Abstellgleis, die sich nicht unterkriegen lassen Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller Donnerstag, 3. Oktober

Theater

Freitag, 4. Oktober

Diverses

10-14 Uhr

Tag der offenen Tür im Rehazentrum Kastell Kastell, Otto-von-Guggenbergstraße Brixen

Vernissage

18 Uhr

Change for Art Benefizabend und Ausstellungseröffnung mit Erwerb der Kunstwerke zugunsten der oew Ex-Astra Kino Brixen Samstag, 5. Oktober

9:30-18:30 Uhr

Südtiroler Brot- und Strudelmarkt Domplatz

Theater

20:30 Uhr

Club der Enttäuschten Fünf Arbeitslose auf dem gesellschaftlichen Abstellgleis, die sich nicht unterkriegen lassen; Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller Sonntag, 6. Oktober

Diverses

10-17 Uhr

Biologisches Erntedankfest Vinzentinum

Diverses

Törggelefest der FF Neustift Stiftsplatz Neustift

Diverses

10:30-18 Uhr

Südtiroler Brot- und Strudelmarkt Domplatz Montag, 7. Oktober

Film

La grande bellezza Forum Brixen Dienstag, 8. Oktober

Diverses 20:30 Uhr Diaabend Vereinhaus Natz

Ray Anderson (USA) – Pocket Brass Band Die Tradition der Marching Bands in New Orleans witzig, originell und virtuos interpretiert; Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller

Seniorentheater

20 Uhr

„Unvollendet“ - Klassentreffen mit Romeo und Julia Theaterstück mit der Seniorentheatergruppe Bartholomei´s. Jugendheim Milland Freitag, 11. Oktober

9:30-18:30 Uhr

Südtiroler Brot- und Strudelmarkt Domplatz

Diverses

20:30 Uhr

Donnerstag, 10. Oktober 20:30 Uhr

Club der Enttäuschten Fünf Arbeitslose auf dem gesellschaftlichen Abstellgleis, die sich nicht unterkriegen lassen; Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller

Diverses

Jazzkonzert

20:30 Uhr

Symposium

Musik & Religion: 200 Jahre Verdi & Wagner Vorträge Cusanus Akademie

Seniorentheater 15 und 20 Uhr „Unvollendet“ - Klassentreffen mit Romeo und Julia Theaterstück mit der Seniorentheatergruppe Bartholomei´s. Jugendheim Milland

Musik

20 Uhr

Abendkonzert mit der MK Natz Eintritt frei Vereinshaus Natz

Musik

20 Uhr

Sonntag, 13. Oktober

Diverses

8-12 Uhr

Briefmarken- und Münztauschtag Forum Brixen

Kirche

10 Uhr

Festgottesdienst mit P. Urban Stillhard OSB; Franz Liszt: Missa choralis - Domchor und Domorchester Brixen Dom

Diverses

ab 10:30 Uhr

21. Apfelfest vormittags Frühschoppen, Apfelverkostung und –spaziergang; Konzert der Musikkapelle Fritzens (ab 12 Uhr), um 14 Uhr großer Erntedankumzug Natz Montag, 14. Oktober

Film

20:30 Uhr

Take this Waltz Regie: Sara Polley; Geschichte über das Dreiergespann Margot, Lou und Daniel Forum Brixen Mittwoch, 16. Oktober

Theater

20 Uhr

Wir lieben und wissen nichts Komödie von Moritz Rinke, inszeniert vom Staatstheater Kassel: Einführung um 19:15 Uhr – Südtiroler Kulturinstitut Forum Brixen Donnerstag, 17. Oktober

Poetisches Clown-Theater 20:30 Uhr Mir stinkt das Glück Eine berührende wie zum Schmunzeln verführende Geschichte über die schrullige Claudine – mit der fabelhaftin Clownin Marjolaine Minot Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller Samstag, 19. Oktober

IMS Talk

18 Uhr

Catherine Destivelle Bühnengespräch mit der französischen Kletterin Catherine Destivelle Forum Brixen

IMS Talk

20 Uhr

Musik

20 Uhr

Reinhold Messner: High Risk Anschließend: „Leadership im Alpinismus - Leadership in der Wirtschaft“ Bühnengespräch mit Reinhold Messner und Klaus Zumwinkel Forum Brixen Opernarien mit Emanuela Pattis (Sopran), Silvia Teixeira-Christen (Mezzosopran) und Peter Doss am Klavier, Eintritt frei Cusanus Akademie Sonntag, 20. Oktober

IMS Film & Talk 17 Uhr Paul Preuss Wer war Paul Preuss? Forum Brixen

„Höchstes Heiles Wunder!“ Werke von G. Verdi, E. Schneider, R. Wagner - mit der Streicherakademie Bozen; Hansjörg Albrecht (Leitung und Orgel), Paul M. Zulehner Dom

IMS Discussion

Berggeschichten – leben, erleben, ausleben Diskussionsrunde mit Herbert Henzler, Rossana Podestà und Hubert Ilsanker Forum Brixen

Theater

Kabarett

Poetisches Clown-Theater 20:30 Uhr

IMS Discussion 19:30 Uhr

20:30 Uhr

Ich komm ein bisschen später Wertvolle Tipps, wie man sich die Zeit im Rentnerleben vertreibt – mit Robert Asam Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller Samstag, 12. Oktober

Symposium

ab 9 Uhr

Musik & Religion: 200 Jahre Verdi & Wagner Referate mit Peter Steinacker, Max Nyffeler, Andreas Lang, Carl Pichler Cusanus Akademie

Musik

20 Uhr

Te Deum mit dem Münchner Bach-Chor und den Münchner Symphonikern, Jörg Dürmüller (Tenor), Hansjörg Albrecht (Dirigent); Werke von Verdi und Wagner Dom

Kabarett

20:30 Uhr

Ich komm ein bisschen später Wertvolle Tipps, wie man ich die Zeit im Rentnerleben vertreibt – von und mit Robert Asam Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller

20 Uhr

Mir stinkt das Glück Eine berührende wie zum Schmunzeln verführende Geschichte über die schrullige Claudine – mit der fabelhaftin Clownin Marjolaine Minot Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller Freitag, 18. Oktober

IMS Film & Talk 18 Uhr Fünf Tage im September Die abenteuerliche Geschichte der beiden Ausnahmebergsteiger Benedikt Böhm und Sebastian Haag Forum Brixen

Musik

20 Uhr

I get around Vokalquartett KLES und Klarinettenensemble Candid Clarinets Eintritt freiwillige Spende Festung Franzensfeste

Theater

20 Uhr

Der verkaufte Großvater Bäuerliche Komödie, aufgeführt von der Heimatbühne Vahrn; Regie: Ulrich Kofler Haus Voitsberg

18 Uhr

Der verkaufte Großvater Bäuerliche Komödie, aufgeführt von der Heimatbühne Vahrn; Regie: Ulrich Kofler Haus Voitsberg Mountain Xtreme Geht es um Ruhm, Egoismus, Adrenalin oder Selbstverwirklichung? Mit Impulsvortägen von Benedikt Böhm, Seb Michaud, Alexander Polli, Silvia Vidal Forum Brixen

Sport

19:30 Uhr

Boudler Night Vertikale 2013 Kletterhalle Vertikale Brixen

Musik

20 Uhr

I get around Das Vokalquartett KLES und das Klarinettenensemble Candid Clarinets präsentieren ein kunterbuntes Konzertprogramm; Eintritt freiwillige Spende Augustini-Saal, Kloster Neustift Montag, 21. Oktober

IMS Talk 20 Uhr

Hansjörg Auer Tiefblick - Marmolada „New Wave“ und Eindrücke einer Expedition nach Baffin Island Forum Brixen

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Veranstaltungen

IMS Discussion 20 Uhr

Samstag, 26. Oktober

Montag, 28. Oktober

Leute, riskiert! Diskussion mit Arne Dietrich, Marcus Hellwig, Oswald Oelz, Richard David Precht, Ewa Wisnierska Forum Brixen

Musik

18 Uhr

Mittwoch, 23. Oktober

Musik

20 Uhr

Diskussion „Brixen im Dialog“ 20 Uhr Theater macht Politik - und Politik macht (meistens) Theater? Es diskutieren: Oktavia Brugger, Doris Brunner, Margit Oberhammer, Klaus Runer, Lucio Giudiceandrea, Moderation: Stephanie Risse Lobis; Eintritt frei Anreiterkeller, Gruppe Dekadenz

Theater

20 Uhr

Der verkaufte Großvater Bäuerliche Komödie, aufgeführt von der Heimatbühne Vahrn; Regie: Ulrich Kofler Haus Voitsberg Freitag, 25. Oktober

Kabarett

20:30 Uhr

Gunkl: Die großen Kränkungen der Menschheit – auch schon nicht leicht Der österreichische Kabarettist Gunkl ist Philosoph, raunzt mit Niveau und ist unglaublich komisch. Gunkl steht u.a. mit Alfred Dorfer auf der Bühne Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller

Stabat Mater von Antonin Dvorak; Chor und Orchester des Collegium Musicum Bruneck Dom Bachmotetten Vokalensemble Alla Breve Seminarkirche Brixen

Theater

20:30 Uhr

Der Geschmack von Rost und Knochen Regie: Jacques Audiard; Eine ungewöhnliche Liebesgeschichte zwischen einem ungewöhnlichen Paar Forum Brixen Mittwoch, 30. Oktober

Jazzkonzert 20 Uhr

Der verkaufte Großvater Bäuerliche Komödie, aufgeführt von der Heimatbühne Vahrn; Regie: Ulrich Kofler Haus Voitsberg

Kabarett

Film

20:30 Uhr

Gunkl: Die großen Kränkungen der Menschheit – auch schon nicht leicht Der österreichische Kabarettist Gunkl ist Philosoph, raunzt mit Niveau und ist unglaublich komisch. Gunkl steht u.a. mit Alfred Dorfer auf der Bühne Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller

20:30Uhr

Stephan Rigert´s Talking-Drums Projects Drum & Voice - mit Musikern aus Kapverden, Brasilien, Senegal und der Schweiz Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller Donnerstag, 31. Oktober

Musik

Brixner Orgelmeditationen Dom

Sonntag, 27. Oktober

Theater

Der verkaufte Großvater Bäuerliche Komödie, aufgeführt von der Heimatbühne Vahrn; Regie: Ulrich Kofler Haus Voitsberg

Theater Club der Enttäuschten

Fünf Menschen auf dem gesellschaftlichen Abstellgleis, die sich nicht unterkriegen lassen – Eigenproduktion Gruppe Dekadenz

» Mi 2., Do 3. und Sa 5. Oktober

Jazz Ray Anderson (USA) – Pocket Brass Band

Die Tradition der Marching Bands in New Orleans witzig, originell und virtuos interpretiert. Mit Ray Anderson (trombone,vocals), Lew Soloff (trumpet), Matt Perrine (tuba), Erich McPherson (drums)

» Di 8. Oktober

Kabarett Ich komm ein bisschen später

mit Robert Asam Wertvolle Tipps, wie man ich die Zeit im Rentnerleben vertreibt – von und mit Robert Asam, ehemaliger Chefredakteur des RAI Sender Bozen.

Diözesanmuseum Hofburg Brixen bis 31.10. Sakrale Kunstsammlung und Sonderausstellung „Martin Rainer und Brixen“ und „Crux – das Symbol des Kreuzes“ Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 10.00–17.00 Uhr StadtGalerie 3. – 26. Oktober Gotthard Bonell: Metamorphosen Öffnungszeiten: 10-12 Uhr, 17-19 Uhr, So und Mo geschlossen Galerie Hofburg 4.10. – 3.11. Heaven Gate – Heaven´s Gate Werke von Diana LoMeiHing Vernissage am 3. Oktober um 20 Uhr Öffnungszeiten: 10-13 Uhr, 15-19 Uhr www.kompatscher.eu Ex Astra Kino 4. – 11. Oktober Change for Art Benefizaktion zugunsten der oew; Vernissage am 4.10. um 18 Uhr

18 Uhr

Gruppe Dekadenz

18 Uhr

Ausstellungen

Diskussion „Brixen im Dialog“ Theater macht Politik - und Politik macht (meistens) Theater?

Es diskutieren: Oktavia Brugger, Doris Brunner, Lucio Giudiceandrea, Margit Oberhammer, Klaus Runer; Moderation: Stephanie Risse Lobis Beginn um 20 Uhr, Eintritt frei – in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Brixen und der Freien Universität Bozen

» Mi 23.10.

Kabarett mit Gunkl Die großen Kränkungen der Menschheit - auch schon nicht leicht

Der österreichische Kabarettist Gunkl ist Philosoph, raunzt mit Niveau und ist unglaublich komisch. Gunkl steht u.a. mit Alfred Dorfer auf der Bühne

» Fr 25. und Sa 26.10.

Jazz Stephan Rigert´s Talking-Drums Projects

Drum & Voice mit Musikern aus Kapverden, Brasilien, Senegal und der Schweiz

» Mi 30.Oktober

Beginn: jeweils 20:30 Uhr

» Fr 11. und Sa 12. Oktober

Poetisches Clown-Theater Mir stinkt das Glück mit Marjolaine Minot

Eine berührende wie zum Schmunzeln verführende Geschichte über die schrullige Claudine. Marjolaine Minot absolvierte eine Clownschule in Paris und die Scuola Teatro Dimitri, sie arbeitet u.a. als Clownin beim Circus Monti.

» Do 17. und Fr 18. Oktober 62

Obere Schutzengelgasse 3a – Brixen/Stufels www.dekadenz.it Kartenreservierung: karten@dekadenz.it; Tel. 0472 836 393 (Di – Fr 17-19 Uhr, Sa ab 18 Uhr) Achtung: Sitzplätze frei zu wählen – keine Platzreservierung


„Stabat Mater“ von Antonin Dvorak Letizia Scherrer, Sopran Barbara Hölzl, Alt Marcel Reijnans, Tenor Panajotis Iconomou, Bass Chor des Collegium Musicum Bruneck Streicherakademie Bozen Heinrich Walder, Leitung Die Entstehung des „Stabat Mater“ ist von mehreren Schicksalsschlägen in Dvořáks Leben gekennzeichnet. Am 19. Dezember 1875 starb seine Tochter Josefa zwei Tage nach der Geburt. Im August 1877 starben innerhalb weniger Tage seine elf Monate alte Tochter Ružena und sein dreijähriger Sohn Otakar und ließen Dvořák wie seine Frau kinderlos zurück. Der Kmponist stellt Trauer, Mitleid, Tröstung und Hoffnung und die unterschiedlichen Stimmungsgehalte des Textes musikalisch dar. Heinrich Walder leitet ein angesehenes Solistenensemble, den Chor des Collegium Musicum Bruneck und die Streicherakademie Bozen.

» Samstag, 26. Oktober, 18.00 Uhr

Ausstellung

Heaven Gate – Heaven´s Gate Werke von Diana LoMeiHing Heaven Gate verkörpert ein Konzept, eine Idee, eine universelle Sprache: Die eigene, intime Welt über die Sprache der Kunst öffnen und Gefühle, Frustration, Leidenschaft und Ängste, die wir alle kennen, zum Ausdruck bringen. Die Pforten des Himmels öffnen, um zu entdecken, was sich jenseits befindet. Ausgestellt werden ausschließlich unveröffentlichte Arbeiten, die in den vergangenen Monaten für diese Kunstausstellung von Diana LoMeiHing gefertigt wurden. Kuratorin: Vittoria Coen Promoter: Jakob Kompatscher Supporter: Kulturverein ZERO Schirmherrschaft: Gemeinde Brixen

» 4. Oktober - 3. November Vernissage am 3. Oktober um 20 Uhr, Galerie Hofburg Öffnungszeiten: 10-13 Uhr, 15-19 Uhr

Dom Brixen

Kartenvorverkauf: Tourismusverein Brixen, Tel. 0472 836401 Ermäßigung für Jugendliche, Studenten, Senioren, Familienpass, Kulturpass

Collegium Musicum Bruneck in Zusammenarbeit mit

Galerie Hofburg Hofgasse 5 Tel. 0472 832 080 info@kompatscher.eu www.kompatscher.eu

Musik & Religion – 200 Jahre Verdi & Wagner Symposion – Konzerte – Liturgie

» Freitag, 11. Oktober um 18.00 Uhr Cusanus Akademie Eröffnung des Symposions

20.00 Uhr - Dom Brixen: „Höchstes Heiles Wunder“ Streicherakademie Bozen Hansjörg Albrecht, Leitung & Orgel

Werke von Giuseppe Verdi, Richard Wagner und Enjott Schneider

Vortrag von Paul M. Zulehner: „Religion und Lebenssinn“

» Samstag, 12. Oktober Cusanus Akademie: Referate 9.00 Uhr: Peter Steinacker

Wagners Weg von der Weltanschauung zur Religion

10.30 Uhr: Max Nyffeler

20.00 Uhr - Dom Brixen: „Te Deum“ Münchener Bach-Chor & Münchner Symphoniker Jörg Dürmüller, Tenor Hansjörg Albrecht, Dirigent

Richard Wagner: Religiöse und kirchliche Szenen aus Die Meistersinger / Rienzi / Tannhäuser Giuseppe Verdi: Quattro pezzi sacri

» Sonntag, 13. Oktober um 10 Uhr Dom Brixen: Gottesdienst mit P. Urban Stillhard (Direktübertragung im RAI-Sender Bozen) Domchor Brixen, Leitung Heinrich Walder Franz Liszt: Missa choralis

Verdis Blick in die modernen Abgründe des Nichts

16.00 Uhr: Andreas Láng

Religion und Patriotismus bei Verdi

Kartenvorverkauf zu den beiden Konzerten: Tourismusverein Brixen, Tel. 0472 836401

17.00 Uhr: Carl F. Pichler

Wagners Bühnenweihefestspiel „Parsifal“

www.musikkirche.it

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Freizeit & Sport

IMS WALK DAY AM 20. OKTOBER AUF DER PLOSE

Wandern mit Berg-Legenden

Ein neuer großer Wandertag steht heuer auf dem Programm des Kiku.International Mountain Summit (IMS): Der „IMS Walk Day supported by BMW“ richtet sich vor allem an alle Südtiroler und führt auf die Plose. Dabei wird nicht nur gemeinsam gewandert, sondern auch bei einem Gipfeltreffen diskutiert – mit Silvio Mondinelli und dem blinden Bergsteiger Andy Holzer.

D

ie IMS-Wanderungen mit Top-Bergsteigern gehören seit Anbeginn zu den besonderen Höhepunkten des IMS. Was bislang allerdings kleineren Gruppen vorbehalten war, wird heuer auch auf breiterer Ebene stattfinden: Alle Wanderbegeister-

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ten können sich am 20. Oktober am „IMS Walk Day“ auf den Brixner Hausberg Plose beteiligen. Es soll dies ein großer internationaler Wandertag werden – eine Kombination aus Natur, Wanderung, der Begegnung mit Berg-Persönlichkeiten und Hüttengaudi.

Gruppenerlebnis Wandern. „Da

Südtirol ein Land des Wanderns ist, sollte man sich mit diesem Thema intensiv auseinandersetzen. Der IMS Walk Day soll möglichst viele ansprechen“, so die Organisatoren Markus Gaiser und Alex Ploner. So sind Einzel-

personen, Einheimische, Gäste, wie auch Firmen, Vereine oder Verbände aufgerufen, mit Freunden, Mitarbeitern und Kunden sich auf den Weg auf die Plose zu machen. Einheimische sollen den Ploseberg neu entdecken, und die Urlauber sollen speziell


GEMEINSAM DEN BERG EROBERN: Am 20. Oktober findet der IMS Walk Day auf der Plose statt – die Teilnahme ist bis auf die Umlaufbahn kostenfrei

––––– Foto: Piotr Drozdz

durch die Kooperation mit dem HGV, Etschwerke, Sportler, Vitalpinahotels, dem CAI, dem AVS und der Plosebahn zu diesem Wandererlebnis nach Brixen gelockt werden. Damit wird die Positionierung der Stadt Brixen mit der Plose als Bergstadt gestärkt. Die Organisatoren hoffen auf eine rege Teilnahme und neue Wanderimpulse für Südtirol. „Das Wandern in größeren Gruppen

Begegnung mit Bergsteigern und Diskussion. Der IMS Walk

Day beginnt am Sonntag, 20. Oktober, ab 8.30 Uhr, wobei bis 12 Uhr alle Teilnehmer mit einem alkoholfreien Begrüßungscocktail der Trendy Bar an der Talstation Plose empfangen werden. Wer neue Trends ausprobieren will, kann dort Bergschuhe und Outdoor-Jacken testen und ausleihen. Alle Wanderer erkunden am

zum Gespräch mit dem blinden Bergsteiger Andy Holzer. Dieser erzählt von seinen grenzwertigen Erfahrungen, über Motivation, Erfolge und Niederlagen. Zum Gespräch gesellen sich seine Frau Sabine und ein langjähriger Seilpartner. Im Anschluss werden die Energiereserven mit Essen aus dem Rucksack oder der Almküche aufgefüllt, begleitet von Live-Musik. Ab 16 Uhr steht die

„Das Wandern in größeren Gruppen findet in der ganzen Welt Anklang – warum nicht auch bei uns?“_ Alex Ploner, OK IMS findet in der ganzen Welt Anklang. Im Allgäu gibt es beispielsweise eine Wanderwoche mit 24.000 Teilnehmern, und in Leipzig wird alljährlich die 7-Seen-Wanderung organisiert, an der 5.100 Wanderbegeisterte teilnehmen. Es ist einfach dieses Gemeinschaftserlebnis, das so viele Menschen anzieht und das unsere IMS-Gäste suchen“, erläutern die Initiatoren.

Vormittag autonom die Plose; je nach Wunsch und Können wählen sie eine der vorgeschlagenen Wanderrouten aus. Gemeinsam trifft man sich um 12 Uhr bei der Rossalm, wo das IMS Gipfelgespräch mit dem bekannten italienischen Bergsteiger Silvio Mondinelli stattfindet, präsentiert vom italienischen Alpenverein CAI. Ab 13.30 Uhr lädt der AVS

Rückkehr ins Forum Brixen an, wo ab 16.30 Uhr über das 150 Jahr Jubiläum des Cai gesprochen wird und die Filmpräsentation „Paul Preuss – Herrscher über den Abgrund“ mit Lutz Maurer (Regisseur) stattfindet.

Die Begleiter des IMS Walk Day. Auf der Plose und beim Gipfeltreffen werden aber nicht nur

Steckbrief

ANDY HOLZER, Osttiroler, Jahrgang 1966, ist von Geburt an blind. Mit neun Jahren entdeckte er seine Leidenschaft fürs Bergsteigen, seine Erfahrungen als „blind climber“ machten ihn zum meistbestaunten Kletterer der Welt: Klettertouren bis zum 7. Schwierigkeitsgrad, 80 bis 90 Skitouren pro Jahr, die Besteigung von sechs der Seven Summits – der jeweils höchsten Berge auf einem Kontinent. Seit 1981 ist Andy Holzer auch Musiker (Gitarrist, Bassist und Sänger) bei der Tanzkapelle Dolomitenduo, seit 1984 arbeitet er als Heilmasseur und Heilbademeister im Lienzer Krankenhaus. 1990 heiratete er seine Frau Sabine. 65


Einheimische und Urlauber am Berg herumschwirren, sondern auch bekannte Bergsteiger-Persönlichkeiten: Reinhold Messner, Hanspeter Eisendle, Silvio Mondinelli, Andy Holzer, David

––––

Lama, Stefan Glowacz, Catherine Destivelle, Hansjörg Auer, Lothar Brandler, Norman Günter Dyrenfurth, Mario Curnis, Alexander Polli und Benedikt Böhm sind die illustren Wanderbegleiter. „Es

info IMS Walk Day supported by BMW Plose, Sonntag, 20.Oktober 8.30 bis 16 Uhr Programm: 8.30 bis 12 Uhr: Empfang der Teilnehmer an der Talstation Plose 12 Uhr, Rossalm: Gipfelgespräch in ital. Sprache mit Silvio Mondinelli 13.30 Uhr, Rossalm: Gipfelgespräch mit Andy Holzer 16 Uhr: Rückkehr ins Forum Brixen Teilnehmer am Gipfeltreffen: Reinhold Messner (ITA), Hanspeter Eisendle (ITA), Silvio Mondinelli (ITA), Andy Holzer (A), David Lama (A), Stefan Glowacz (D), Catherine Destivelle (F), Hansjörg Auer (A), Lothar Brandler (D), Norman Günter

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Dyrenfurth (USA), Mario Curnis (ITA), Alexander Polli (NOR), Benedikt Böhm (D) Die Plose Seilbahn kann für 5 Euro für die Hin- und Rückfahrt genutzt werden. Gültig sind die SummerCard und die BrixenCard. Aus organisatorischen Gründen wird gebeten, die Teilnahme unter ticket@ims.bz anzumelden. Die Teilnahme ist kostenlos, die Anmeldung nicht bindend.

Foto: Manuel Ferrigato

Foto: Piotr Drozdz

Freizeit & Sport

Der Wandertag dauert bis 16 Uhr …

… danach geht das Veranstaltungsprogramm im Forum Brixen weiter

–––––––––––––

soll ein Austausch stattfinden, ein Kennenlernen, ein gemeinsames Lachen, Staunen und Zuhören“, erläutern die IMS-Macher. Im Rahmen dieses Wandertags bietet der IMS auch die Wanderung (IMS Walk) mit Bergesteigerlegende Reinhold Messner an.

Berg – ein Thema für alle. Der

Walk Day ist Teil des Bemühens vonseiten der IMS-Organisatoren, das Thema Berg und das Bergfestival für passionierte Bergbegeisterte noch attraktiver zu machen und die Zielgruppen möglichst breit zu streuen: „Der Kiku.International Mountain Summit berücksichtigt nicht nur den klassischen Alpinismus, sondern kreist grundsätzlich um das Thema Berg, Bergkultur und Berggefühl, das jeder auf verschiedene Weise erlebt – der Bergbauer ebenso wie der TopManager auf Sonntagswanderung oder der Sportkletterer“. Dass Berg nicht immer gleich Extremsport bedeutet, sondern durchaus auch mit anderen Bereichen in Verbindung gebracht werden kann, zeigt das heurige IMS-Programm:

So steht ein Vortrag von Reinhold Messner zum Thema High Risk auf dem Programm, mit anschließendem Podiumsgespräch zwischen der Bergsteigerlegende und dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Post, Klaus Zumwinkel, zum Thema Leadership. Mit dem bisherigen Besucherinteresse zeigen sich die Organisatoren durchaus zufrieden: „Besonders im letzten Jahr haben Veranstaltungen mit bekannten Bergsteigern an Popularität zugenommen; wir hatten bei den Vorträgen und Diskussionen drei Mal ausverkauftes Haus“. OKPräsident Markus Gaiser freut sich über die Präsenz: „Wir sind mit der fünften Ausgabe bei einem kleinen Jubiläum angelangt. Das IMS-Team arbeitet derzeit auf Hochdruck; wir sind voller Erwartung und freuen uns wieder auf interessante und spannende Gäste aus der ganzen Welt.“

hanna.hofer@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info


EISKUNSTLAUF

Auf dem Eis Seit Anfang September herrscht wiederum Bewegung in der Brixner Eishalle – die Sektion Eiskunstlauf des Wintersportvereins Brixen (WSV) hat ihre Tätigkeit aufgenommen. Ihr Traum: Ein Eiskunstlaufzentrum in Brixen.

Z

weiter Mittwoch im September, 17 Uhr, im Vorraum der Eishalle am Fischzuchtweg, die seit einigen Tagen wieder für den Eislaufsport geöffnet ist: Es herrscht reges Treiben von Müttern und Vätern mit ihren Sprösslingen ab vier Jahren. Sie drängen in den Raum, in dem Michael Prossliner, Hauswart, Betreuer und Faktotum der Eishalle, seine Sportgeräte wartet und verleiht: rund 400 Schlittschuhe in den Größen 24 bis 47, Eishockeystöcke und Helme. Im hinteren Raum steht eine wuchtige Maschine zum Schleifen der Kufen.

Eiskunstlaufen und Eishockey im Doppelpack. Auf der Eisflä-

che treffen inzwischen Matthias Lazzeri, ehemaliger Eiskunstläufer, technischer Berater und ausgebildeter Trainer sowohl für Eishockey als auch für den Eiskunstlauf, und Alex Gusella, Vorstand des neu gegründeten Hockeyclubs HC Falcons Brixen/Bressanone, die letzten Vorbereitungen. Und schon laufen etwa zwei Dutzend Knirpse auf die Eisfläche zu ihrem zweiten Training für Anfänger. Sie sollen grundlegende Fertigkeiten im Eislaufen erwerben. Es ist so etwas wie ein Hineinschnuppern. An fünf Nachmittagen in der Woche bietet ein professionelles Trainerteam der Sektion Eiskunstlauf Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, Eislaufen zu lernen und die Kurse der Eiskunstlaufschule zu besuchen. „Ich freue mich über jedes Kind, das diese schöne Sportart erlernen möchte“, sagt Michael Prossliner, der seit dem Bau der Eishalle im Jahr 1988 ehrenamtlich dabei ist. Er war schon da, als die Eisläufer und Eiskunstläufer provisorisch auf den Tennisplätzen oder beim „Klinger“ in der Nähe des Krankenhauses trainiert hatten. „Insgesamt sind es 29 Jahre, und bald werde ich mit Helmuth Kerer das 30-JahrJubiläum feiern“, fügt er hinzu. Kerer ist seit 43 Jahren Präsident des 64 Jahre alten Brixner Wintersportvereins, dem drei Sektionen angehören – Alpinski, Eis-

kunstlauf und Eisstockschießen. Wie kein anderer kennt er die Geschichte „seines“ Vereins. Zu den Höhepunkten der Vereinshistorie gehören zum Beispiel die Weltmeisterschaft im Eisstockschießen, die zahlreichen Umzüge der Eiskunstläufer und die mehrjährigen Trainings der Grödnerin Caroline Kostner, nachdem die Eishalle in St. Ulrich abgesackt und folglich bis zum Neubau nicht benutzbar war.

Die sportlichen Ziele. Im Juni

wurde der Vorstand der Sektion Eiskunstlauf neu gewählt. „Wir wollen möglichst viele Kinder zum Eislaufen motivieren und ihnen das Eislaufen beibringen“, erläutert Sektionsleiter Stefan Barbieri, „verstärkt wollen wir auch Kinder mit Migrationshintergrund ansprechen. Um jedes Niveau bestmöglich zu fördern, bieten wir Eislaufkurse für kleinere Kinder, Eiskunstlaufkurse für Anfänger, für Fortgeschrittene und für Wettkämpfer an.“ Auf 18 Athleten ist die Wettkampfgruppe bereits angewachsen. „Wir arbeiten eng mit dem Eishockeyverein der Falcons zusammen“, sagt Barbieri, „wir wollen besonders auch auf Familien und sogar auf ältere Menschen zugehen und eigene Programme anbieten“. So sei es gelungen, mit Dagmar Senettin und Giorgia Carossa zwei gut ausgebildete und erfahrene Trainerinnen zu engagieren, die die Kinder und Jugendlichen zu Wettkämpfen begleiten und Shows organisieren. Dass auch die Zusammenarbeit mit anderen Eiskunstlauf-Vereinen gut funktioniert und Früchte trägt, beweist die Tatsache, dass die 14-jährige Lisa Barbieri, zweifache Italienmeisterin ihrer Altersstufe, seit zwei Jahren beim Ice Club Meran trainiert. Dort wird die talentierte Brixnerin von einer Trainerin der höchsten Leistungsstufe hervorragend gefördert.

Sorgenvoller Blick in die Zukunft. Präsident Helmuth Kerer kennt und unterstützt die Sektion

An fünf Nachmittagen in der Woche finden EiskunstlaufKurse in der Brixner Eishalle statt

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Eiskunstlauf in ihrem Vorhaben, ein Eiskunstlaufzentrum in Brixen aufzubauen. Er weiß aber auch von der großen Sorge: Was geschieht mit der Eishalle? Denn die Zukunft des Eiskunstlaufs und des Eishockeysports in Brixen hängt von der Zukunft der Halle ab. Derzeit ist die Brixner Eishalle sechs bis sieben Monate im Jahr, jeweils von September bis März, geöffnet. Das reicht in den Augen der Vorstandsmitglieder nicht aus, weil auf diese Weise keine mehrjährigen Programme entwickelt oder auch entsprechende ganzjährige Trainerverträge abgeschlossen werden können. „1.400 Unterschriften habe ich in kurzer Zeit gesammelt, als zwischenzeitlich sogar von einem möglichen Abriss der Halle die Rede war“, berichtet Michael Prossliner. Tatsächlich hatte die Gemeindeverwaltung aufgrund der in naher Zukunft notwendigen kostenintensiven Reparatur- und Sanierungsarbeiten auch entsprechende Überlegungen getätigt, die Idee wurde aber aufgrund der heftigen Interventionen des Vorstandes und der vorgelegten Unterschriften wieder verworfen. Der für die Anlage zuständige Stadtrat Claudio Del Piero sieht die große sportliche

und soziale Bedeutung der Eishalle. Er will sich für verlängerte Öffnungszeiten einsetzen und überprüfen lassen, inwieweit durch die Errichtung von Photovoltaikanlagen auf dem Dach Energie gewonnen werden kann, sodass die Wirtschaftlichkeit der Infrastruktur verbessert werden könnte. Die Finanzierung der in nächster Zeit notwendigen Sanierungen der Halle steht allerdings noch in den Sternen. „Wir versuchen alles, aber Wunder wird es nicht geben“, meint Stadtrat Del Piero. Ungewiss ist derzeit auch die Zukunft der Bar in der ersten Etage der Anlage, für die in der Vergangenheit kein Betreiber gefunden werden konnte. Natürlich müsse auch die Wirtschaftlichkeit der Bar geprüft werden, sagt Kerer, diese könne aber verbessert werden, wenn Brixen wirklich zu einem Zentrum des Eislaufund Eiskunstlaufsports in Südtirol würde, „denn dann würde die Anlage auch Athleten aus den umliegenden Provinzen und aus dem Ausland zum Training, zu Wettkämpfen und Großereignissen anziehen”. Und das sei schlussendlich das große Ziel. johanna.bernardi@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info 67


Freizeit & Sport

DIVERSES

Übergabe des Hauptpreises z Die Gewinner des im März stattgefundenen „Stricker Sprint“ wurden nun mit ihrem wohlverdienten Hauptpreis belohnt. Der tolle Preis – ein Kleinbus 9-Sitzer Renault Master – war unter allen teilnehmenden Mannschaften verlost worden. Unter den 75 Ski-Clubs aus insgesamt acht verschiedenen Nationen hatte der SC Partenkirchen das Glück

und wurde als Gewinner gezogen. Die offizielle Übergabe des Autos an eine fünfköpfige Delegation des SC Partenkirchen (SCP) erfolgte Mitte September in Brixen; die Schlüsselübergabe übernahm Karl Pichler in Vertretung der Stiftung Sparkasse, während Linda Stricker das Fahrzeug enthüllte und die Papiere übergab. Der nagelneue Kleinbus

im Wert von knapp 30.000 Euro wurde von den beiden Abgesandten Michael Maurer, Vereinspräsident des SC Partenkirchen, und dem Sportwart Peter Strobel entgegengenommen. Zu Hause

in Garmisch Partenkirchen angekommen, wurde der Neunsitzer dann noch einmal verdeckt, um ihn vor einer Riesenschar SCPKinder seiner Bestimmung zu übergeben. hh

Im Hotel „Linde“ in Mühlbach fand ein Treffen mit der Vereinsspitze von TSV 1860 München und den vollständig anwesenden Vertretern der Südtiroler Fanclubs des Münchner Fußballvereins statt.

Die Raiffeisenkasse Eisacktal und die Sportgemeinschaft Eisacktal haben ihre langjährige Zusammenarbeit im Sponsoring verlängert. Der 1996 gegründete Verein besteht aus 220 Leichtathleten, die von 15 Mitarbeitern und Funktionären sowie sieben Trainern und Übungsleitern betreut werden.

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Von Erfolg zu Erfolg z Brixens Amateur-Rennfahrerin Sabine Gandini eilt in dieser Saison von einem Erfolg zum nächsten. Neben einigen kleineren Radrennen wie die Elba-Tour, das Bergrennen in Rovereto und dem Rennen in Mezzocorona gewann die 34-jährige Millanderin auch die Italienmeisterschaft im Bergzeitfahren am Passo Croce Domini. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 16 Stundenkilometern bewältigte sie die 20-Kilometer-Strecke und 1.550 Höhenmeter in einer Zeit von

kurz

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einer Stunde und 16 Minuten. Entscheidend für den Sieg war, dass Sabine Gandini ihre Konkurrentin Daniela Passalacqua erfolgreich überholen konnte. Dieses Rennen war jedoch nur das Highlight ihrer erfolgreichen Saison, trotz eines kleinen Handicaps: „Meine Schulterverletzung, die ich mir im Dezember zugefügt hatte, macht immer noch einige Probleme, insbesondere bergabwärts“, so Gandini, „ich hoffe aber, dass meine Saison erfolgreich weitergeht.“ hh

Die Damen des SSV Brixen OBI spielen heuer in der Gruppe B der Serie B – wobei die Serie A2 heuer in Serie B umgewandelt worden ist. Mit in dieser Gruppe sind 14 Mannschaften aus der Lombardei, dem Veneto und Trentino Südtirol.


NACHGEFRAGT

„Kein leichter Sieg“ Herr Scaggiante, wo fand die Weltmeisterschaft statt, und wie oft hatten Sie schon daran teilgenommen? Es war die 36. Ausgabe dieses Turniers und fand in Piestany statt, einer Stadt in der Slowakei in der Nähe von Bratislava. Die italienische Aufstellung bestand aus insgesamt fünf Spielern in den verschiedenen Kategorien, wobei ich zum ersten Mal daran teilnahm. Wie verlief das Turnier für Sie? Im ersten Durchgang trat ich gegen den Österreicher Hubert Rieger an, den ich klar

besiegte. Auch gegen Othmar Niederadt aus Deutschland konnte ich mich behaupten. Im Semifinale wurde es dann schon schwieriger, doch in drei Sets schaffte ich es, mich gegen den Ukrainer Stefan Vash durchzusetzen. Richtig spannend wurde es dann im Finale gegen den Deutschen Kurt Meisl: Während des ersten Sets musste ich mich wirklich anstrengen, es war nämlich alles andere als einfach, meinen Gegner zu besiegen. Im zweiten Set hingegen schaffte ich ein 6:0. Damit darf ich mich jetzt Tennis-Journalisten-Weltmeister der Kategorie Over 65 nennen.

Sie haben vorhin erzählt, dass noch weitere Teilnehmer für Italien antraten. Waren diese auch erfolgreich? Wir waren insgesamt ein sehr erfolgreiches Team: So gelang es Claudia Fosani, Gold in der Kategorie Einzel der Frauen zu holen; Andrea Galler gewann Gold in der Kategorie Over 45 und im Doppel zusammen mit Silvestro Mele, der zusätzlich die Bronzemedaille im Einzel gewann. Auch ich konnte neben meiner Goldmedaille eine Bronzemedaille im Doppel zusammen mit dem Ukrainer Stefan Vash erringen.

Foto: Oskar Zingerle

ROBERTO SCAGGIANTE, ehemaliger Fußballer und leidenschaftlicher Tennisspieler beim Tennis Club Brixen, ist seit einigen Tagen Weltmeister der Journalisten in der Kategorie Over 65.

hanna.hofer@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

DIVERSES

Steuerfrau am Ruder

z Franziska Goller aus St. Andrä hat an den Weltmeisterschaften im Rudern teilgenommen, die Anfang September in Südkorea ausgetragen worden sind. Erst im August wurde sie vom italienischen Verband eingeladen, als Steuerfrau dem 8-er Team vorzustehen. Es war dies das erste Mal, dass Italien mit einem Frauen-Achter bei einer absoluten Weltmeisterschaft dabei war, während bei den Juniorinnen die Teilnahme bereits Tradition ist. Es war auch für Franziska Goller die erste Teilnahme an einer WM. Die junge Frau aus St. Andrä studiert seit zwei Jahren Betriebswirtschaftslehre an der Universität von Pisa und ist seit ihrer Ankunft in der Toskana begeisterte Ruderin. Wettkampferfahrung samt Siegertrophäen konnte sie bisher

vor allem im Einzelrudern sammeln, und das auch bei nationalen Ruderwettkämpfen. „Das Wichtigste bei einer Steuerfrau ist selbstverständlich das Steuern des Bootes: Jede Insassin hat nur ein Ruder, und die Steuerfrau muss das gesamte Boot lenken und möglichst gerade halten“, erläutert Franziska Goller, „gleich danach kommt ihre Funktion als Trainerin – denn während des Wettkampfs ist das gesamte Team auf die Steuerfrau ausgerichtet, während ansonsten ein gemeinsamer Trainer die Frauen vorbereitet.“ Besonders beeindruckt war die junge Frau von der lockeren angenehmen Stimmung im italienischen Nationalteam, das aus 80 Sportlern bestand. Obwohl jeder Teilnehmer im Wettkampf das Beste gibt und von den Teamkollegen auch die maximale Leistung einfordert, herrschte abseits davon ein sehr freundschaftliches Klima unter den jungen Leuten. ab

Für die Sporthilfe

z Angelina-Maria Werner ist Ärztin, aber auch eine erfolgreiche Konzertpianistin, vor allem in ihrer Heimat Österreich. Vor einigen Tagen spielte die Wienerin im Forum Brixen ein Benefizkonzert zugunsten der Südtiroler Sporthilfe, das von einem Promotorenkomitee mit Christoph Oberrauch, Peter Brunner, Sepp Insam und Christian Schatzer organisiert wurde. Die „Musikalischen Geschichten rund um Wien“ begeisterten die etwa 350 Konzertbesucher, die mit einer freiwilligen Spende

die Fördertätigkeit der Südtiroler Sporthilfe tatkräftig unterstützten. Der Brixner Jungkoch Philipp Kritzinger überraschte die Gäste anschließend mit einem Buffet. Unter den Gästen waren auch die Spitzensportler Laura Letrari und der Wahl-Brixner Hermann Achmüller. Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Sport wurden gesichtet; der Brixner Künstler Harald Kastlunger ließ es sich nicht nehmen, der Pianistin als Dankeschön ein Werk von ihm zu überreichen. wv 69


Wirtschaft & Umwelt

IN MÜHLBACH ENTSTEHT EIN ALTEN- UND PFLEGEHEIM

Reise nach Jerusalem Seit 20 Jahren besteht die Absicht, in Mühlbach ein Alten- und Pflegeheim zu errichten. Bisher konnte das Vorhaben aber wegen der langwierigen Standortsuche nicht verwirklicht werden. Zweimal wurde eine bereits getroffene Entscheidung im Nachhinein revidiert. Nun scheint endlich eine Lösung in Reichweite zu sein.

G

emäß dem Berechnungsschlüssel des Amtes für Senioren und Sozialsprengel gibt es im Sprengel Mühlbach einen Bedarf an 54 Pflegebetten. Zum Sprengel gehören die Gemeinden Mühlbach, Natz-Schabs, Rodeneck und Vintl. Mühlbach kann aufgrund seiner Lage dem Handwerk und der Industrie nicht viele Entwicklungsmöglichkeiten bieten; auch die Möglichkeiten für den Tourismus sind beschränkt. Handel und Dienstleistung hingegen haben noch ausreichend Potenzial. Das war wohl mit einer der Gründe, warum sich auch die Landesregierung seit jeher für den Standort Mühlbach zum Bau eines Pflegeheimes ausgesprochen hat. Per Beschluss hat sie sich 1997 auch in diesem Sinne festgelegt. Außerdem ist der Ort im Zentrum des Sprengelgebiets günstig gelegen und auch mit

Schwierige Standortsuche. Vor

fast zwanzig Jahren begaben sich die Gemeindeverwalter im dicht besiedelten Marktflecken auf eine schwierige Standortsuche. Das Alten- und Pflegeheim sollte zentrumsnah positioniert sein, um die Bewohner möglichst am Dorfleben teilhaben zu lassen. Schon bald mussten die Verwalter damals feststellen, dass es schwierig sein würde, im Zentrum eine den Landeskriterien entsprechende Immobilie zu finden. Denn: „Pro Pflegebett bedarf es einer bebaubaren Bodenfläche von 70 Quadratmetern“, erläutert Martin Schönauer vom Landesamt für Senioren und Sozialsprengel. Bei damals 40 angepeilten Betten musste also eine Grundfläche in der Größe von 2.800 Quadratmeter gefunden werden. Heute möchte man 50 Betten realisieren; das heißt, ein 3.500 Quadratmeter großes Grundstück

würde man die vorbeiführende Katharina-Lanz-Straße unter die Erde verlegen und den gesamten Platz mit einrechnen. Eine kürzlich von Gemeinderat Egon Daporta ins Spiel gebrachte Alternative im Bereich des alten Schulhauses ist ebenfalls um etwa die Hälfte zu klein. Mit dem Grundstück „Hoandl/ Brugger“ schien nach zehnjähriger Suche ein geeigneter Standort gefunden, dem auch das Landesamt für Senioren und Sozial­ sprengel seinen Segen erteilte. Der Gemeinderat genehmigte die entsprechende Umwidmung des Bauleitplans. Zur selben Zeit wurde plötzlich auch der Standort „Pension Hohenlinden“ verfügbar: Die Besitzerin war nun bereit, ein 3.300 Quadratmeter großes Grundstück zu verkaufen. Der Gemeinderat revidierte in der Folge einstimmig seinen Grundsatzentscheid für den Standort „Hoandl/

Fotos: Oskar Zingerle

machte ein 10.000 Quadratmeter großes Grundstück im Süden der Straßhofzone ausfindig – und an diesem möchte der Gemeinderat nun mehrheitlich endgültig festhalten.

„Die Entscheidung ist getroffen, und nach 20-jähriger Diskussion sollte das Altenheim nun auch realisiert werden“_ Norbert Bertignoll, Präsident des Verbandes der Seniorenwohnheime Südtirol öffentlichen Verkehrsmitteln hervorragend erreichbar. Viele öffentlichen Dienste und Strukturen konzentrieren sich in Mühlbach auf engem Raum. Breite Einigkeit herrscht über die Frage nach der Notwendigkeit auch in der Bevölkerung: In einer Befragung im Vorfeld der Gemeinderatswahlen 2005 haben 53 von 125 Befragten diese Struktur als „vordringlich zu verwirklichen“ genannt. 70

muss gefunden werden. Dies entspricht zum Beispiel dem Grundriss des gesamten Graf-MeinhardHauses inklusive Kindergarten – die Dimension ist beträchtlich. Die meisten der jemals ins Auge gefassten Standorte scheiterten an dieser Größenanforderung: etwa das Wiegelehaus, die Pension Hohenlinden, die Wurzerwiese oder das Restaurant Pichler. Letzteres wäre selbst dann zu klein,

Brugger“, befand das Grundstück nahe der Pension Hohenlinden für das geeignetere und erwarb die Immobilie daraufhin. Kritik und Bedenken blieben allerdings auch hier nicht aus: Das Bauen in Hanglage sei zu teuer, der Stöcklvaterweg zu steil, die Zufahrt nicht geeignet. Nach den Gemeinderatswahlen 2010 schwenkte die Verwaltung daraufhin ein weiteres Mal um und

Herz-Jesu-Institut steht nicht zur Verfügung. Bereits im Vorfeld

zu dieser Entscheidung hatten die Gemeindeverwalter mehrmals auch bei den Tertiarschwestern im Herz-Jesu-Institut angeklopft mit der Frage, ob denn vielleicht das Kloster – der so genannte Ansitz Freienthurn – für eine derartige Einrichtung zur Verfügung stünde. Diese Alternative stand und steht bei den Verwaltern wie auch bei


STANDORTSUCHE ABGESCHLOSSEN? In einem 10.000 Quadratmeter großen Grundstück südlich der Straßhofzone in Mühlbach soll ein Alten- und Pflegeheim entstehen

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vielen Bürgern hoch im Kurs, auch wenn noch nie wirklich untersucht wurde, ob die alten Gemäuer den gesetzlichen Vorgaben überhaupt gerecht werden könnten. So begab sich auch der 2010 neu gewählte Bürgermeister Christoph Prugger auf Herbergssuche für das Pflegeheim zu den ehrwürdigen Schwestern. Die Antwort lautete unverändert: „Nein, danke!“ Martin Stampfl aus Rodeneck, der die Entscheidung zum Standort „Straßhofzone“ medial stark kritisiert, wurde ebenso vorstellig und hörte dagegen grundsätzliche Bereitschaft der Ordensschwestern heraus: „Ich verstehe nicht, warum der Bürgermeister diese Gelegenheit nicht wahrnimmt“. Der „Brixner“ wollte es genau wissen und kontaktierte die Provinzoberin Schwester Klara Rieder. Was Stampfl zu seiner Behauptung veranlasst habe, könne sie nicht nachvollziehen:

„Martin Stampfl war bei mir, und ich habe ihm genau das Gegenteil von dem gesagt, was er nachher den Medien erzählte.“ Stampfl schlug weitere alternative Standorte vor, zum Beispiel verschiedene leer stehende Hotels in Mühlbacher Nachbarorten, darunter das Hotel Sonneck in Schabs. Abgesehen von der Tatsache, dass es den Größenanforderungen in keiner Weise entspricht, liegt der Standort aber weit vom Ortskern entfernt und direkt an einer viel befahrenen Straße. Mit diesem Vorschlag widerspricht Stampfl zudem seiner eigenen Haltung, dass ein zentrumsnaher Standort oberstes Gebot sein müsse. Wie dem auch sei: Die Gemeindeverwaltung beauftragte nach der Entscheidung für die Straßhofzone ein externes Beratungsunternehmen mit der Prüfung des neuen Standortes – bevor man das Grundstück ankaufe,

wollte man diesmal auf Nummer Sicher gehen. „Das Grundstück weist eine wesentlich geringere Hanglage auf als das vorherige und ist mit Fahrzeugen und LKWs besser erreichbar. Weitere Vorteile stellte man in den großzügigen Freiflächen fest, vor allem auch in der Möglichkeit einer späteren Erweiterung“, erklärt Bürgermeiser Christoph Prugger. Insgesamt schienen diese Argumente der Gemeindeverwaltung ausreichend, um über den Makel der größeren Entfernung vom Ortskern hinwegzusehen: „Es gibt keine optimale Lösung“, sagt Prugger. Norbert Bertignoll, Präsident des Verbandes der Seniorenwohnheime Südtirol, sieht es ähnlich: „In Bezug auf das Kriterium der Zentrumsnähe ist der Standort in der Straßhofzone nicht ideal. Was die Panoramalage betrifft, haben wir hingegen in ganz Südtirol wahrscheinlich keinen schöneren

Standort für ein Pflegeheim.“ Bei einem Lokalaugenschein mit dem Bürgermeister und der Sozialreferentin Marlene Kranebitter forderte Bertignoll diese deshalb dazu auf, sich bereits jetzt in der Planungsphase um eine gute Anbindung zu bemühen, „sodass man das Heim vom Ortszentrum aus in fünf oder zehn Minuten zu Fuß erreichen kann. Ist diese Voraussetzung gegeben, wäre der Standort aus unserer Sicht durchaus geeignet“, so Bertignoll.

Für gute Anbindung sorgen. Was die Zufahrtsstraße betrifft, sind die Voraussetzungen mit dem vor kurzem eingeweihten ersten Abschnitt der Spinger Straße bereits geschaffen. Einen Lösungsansatz für die Fußwegverbindung sieht Prugger hingegen in einem 70 Meter langen Schrägaufzug vom Stöcklvaterweg aus, „von dem nicht nur das Pflegeheim, sondern die gesamte Zone Straß71


Wirtschaft & Umwelt

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BM Christoph Prugger: „Es gibt keine optimale Lösung“

hof profitieren würde.“ Ob diese Idee aber auch finanzierbar wäre, müsse man erst genau prüfen. Für Norbert Bertignoll käme auch ein Shuttlebus in Frage. Die Entfernung vom Zentrum sei laut Prugger zu relativeren: „Wer auf dem Brixner Domplatz wohnt, legt für einen Besuch im Bürgerheim einen vermutlich längeren Weg zurück als vom Mühlbacher Ortskern in die Straßhofzone.“ Eine Recherche des „Brixner“ bestätigt dies: Abgesehen vom Höhenunterschied ist die Entfernung in Mühlbach am kürzesten Weg etwa halb so groß, auf der längeren Variante über den Valler Weg ist der Fußmarsch in etwa gleich lang. Die Entfernung zum Ortskern spielt nicht nur für die Besucher eine Rolle, sondern auch in Bezug auf die Sozialkontakte der Heimbewohner; das Pflegeheim soll schließlich kein Abstellgleis für alte Menschen sein. Bürgermeister Prugger gibt zu bedenken, dass „in der Straßhofzone bereits heute 25 Familien wohnen – Tendenz steigend.“ Norbert Bertignoll regt die Nutzung von Synergien an: „Eine Struktur für betreutes Wohnen könnte im Pflegeheim untergebracht werden, ebenso ein Kinderhort. Diese Kombination funktioniert auch in anderen Heimen hervorragend.“ Indes haben sich die Gemeinderäte der anderen Sprengelgemeinden allesamt von der neuen Standortlösung überzeugen lassen und die Übernahme von Bettenkontingenten beschlossen.

Was ist mit dem bereits angekauften Grund? Der Standort in

Ihr Pallhaus-Team: Angelika, Brigitte, Elisa und Patrizia 72

Mühlbach, Pustertaler Straße

der Zone Straßhof ist – wie alle anderen bisher aufgezeigten Alternativen auch – keine perfekte Lösung. Norbert Bertignoll spricht Bürgermeister Prugger vermutlich aus der Seele, wenn er sagt: „Die

Martin Stampfl: „Es gibt bessere Alternativen“

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Entscheidung ist getroffen, und nach 20-jähriger Diskussion sollte das Altenheim nun auch realisiert werden. Wir als Verband sowie alle verantwortlichen Entscheidungsträger sind jetzt gefordert, die weiteren Rahmenbedingungen entsprechend zu gestalten, um aus dem Standort mit seinen nicht von der Hand zu weisenden Vorzügen das Bestmögliche herauszuholen.“ Was geschieht aber nun mit dem bereits von der Gemeinde angekauften Grund „Hohenlinden“? Entsteht der öffentlichen Hand ein finanzieller Schaden? Christoph Prugger erklärt die Sachlage: „Über einen Raumordnungsvertrag planen wir ein Tauschgeschäft mit der Firma Peskoller. Sie überlässt der Gemeinde am neuen Standort ein 1.200 Quadratmeter großes Grundstück und bekommt dafür am ehemaligen Standort eine Fläche von 1.400 Quadratmeter. Das Landesschätzamt hat den Tauschwert für angemessen erachtet.“ Ähnliche Tauschgeschäfte sind auch mit den Besitzern Rogen und Unterkircher vorgesehen, und ein bereits für den Ankauf des Grundstücks Hohenlinden gewährter Landesbeitrag soll an die neuen Verhältnisse angepasst werden. „Natürlich kostet das neue Grundstück in der Summe mehr, weil es auch entsprechend größer ist“, ergänzt Prugger. Nun soll nach Abwicklung des bürokratischen Teils ein Planungswettbewerb ausgeschrieben und möglicherweise bereits 2016 mit dem Bau begonnen werden. „Selbstverständlich werden alle weiteren Schritte in Absprache mit den vier Standortgemeinden zu erfolgen haben“, betont der Bürgermeister.

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BETRIEBSPORTRAIT

„Auch Ötzi war tätowiert“ Qualitativ hochwertige Mode, eine Auswahl an Piercings und Tattoo-Motiven und sehr gut ausgebildete Berater, Tätowierer und Piercer unter einem Dach – das alles bietet der Underground-Store „Rookies & Kings“ in Brixen.

S

eit Anfang Mai 2012 „pilgern“ zahlreiche Fans der Südtiroler Deutschrockband Frei.Wild zu deren ersten Laden. Der Underground-Store „Rookies & Kings“ etablierte sich schnell und wird von Kunden aus dem In- und Ausland wegen hoher Qualität, ausführlicher Beratung und den freundlichen Mitarbeitern sehr geschätzt.

Kleidung, Tattoos & Piercing. Das Einzigartige daran ist, dass der Store kultige Kleidung mit einem Tattoo- und Piercing-Studio verbindet. Das Sortiment an Kleidung besteht hauptsächlich aus Frei.Wild-Merchandise-Produkten, aber auch aus anderen bekannten und hochwertigen Marken wie Yakuza und Iron Fist – zwei Labels, die gerade bei Insidern aus der Rockszene heiß begehrt sind. Daneben gibt es eine Auswahl an Schmuck und zwei ausgebildete Piercer: Vroni und Martin, auch Geschäftsführer des Underground-Stores. „Das größte Augenmerk legt das Team jedoch auf die Tätowier-Kunst“, so Johannes Mur, Bandcoach von Frei.Wild und Projektkoordinator für Rookies & Kings.

Ausführliche Beratung. Für die

Mitarbeiter im Rookies & Kings Store hat gute Beratung höchste Priorität, da sie die Wünsche der Kunden bestmöglich umsetzen wollen. Sie befassen sich deshalb

Rookies & Kings Underground Store Karel-Havlicek-Straße 3 Ihr Ansprechpartner für Tattoos: Martin Tel. 0472 613 393 Mobil 345 8808954 tattoo@rookiesandkings.com Rookies&Kings Underground Store 74

intensiv mit dem gewünschten Motiv, um sicherzustellen, dass die Entscheidung des Kunden zu einem Tattoo auch gut durchdacht ist. Dadurch ergeben sich sehr oft Änderungswünsche: „Wir legen größten Wert auf Beratung und die Zufriedenheit des Kunden. Gegebenenfalls ziehen wir sogar Absagen einer unüberlegten Entscheidung vor“, so Martin. Damit der Kunde dann die gewünschte Tätowierung bekommt, ist es na-

türlich notwendig, dass er eine Einwilligung unterschreibt, da das Tätowieren letztendlich eine Art Körperverletzung darstellt. Außerdem gibt es strenge Richtlinien, die eingehalten werden müssen: „Wir informieren die Kunden klarerweise über die gesundheitlichen Risiken und verwenden nur zertifizierte Farben, die unbedenklich sind und mit denen es nie Probleme gab“, bestätigt Martin.

Tätowierer und Laserspezialist. Erfreut über den großen Erfolg bemerkt Mur: „Das Tätowieren hätte anfangs einfach nur eine Ergänzung zum Shop sein sollen, aber inzwischen haben wir ein voll ausgelastetes Studio.“ Im Rookies & Kings Store arbeitet neben Vroni auch Gianluca Fascetto. Er hat ein besonderes Talent für Realistik-Tätowierungen. Neben Vroni und Gianluca werden laufend Gasttätowierer für einige


Wochen eingeladen, die ihren eigenen Stil einbringen und in der Szene bereits bekannt sind. Eine Neuheit, die in Zukunft zusätzlich angeboten werden soll, ist die Lasertechnik. Sobald alle Rahmenbedingungen geklärt sind, wird ein Laserspezialist regelmäßig ins Studio eingeladen, um die „Jugendsünden“ einiger Kunden wieder zu entfernen oder für andere Projekte aufzuhellen. Auf der Facebook-Seite werden alle Interessierten über Neuheiten und über das Gastprogramm auf dem Laufenden gehalten.

Trends heute. Die Kunst des

Tätowierens hat eine lange Geschichte: „Neben einigen Naturvölkern war auch Ötzi tätowiert“, so Johannes Mur, der sich für die Hintergründe der modernen Körperkunst interessiert. Tattoos sind bereits seit vielen Jahren voll im Trend, ihre Beliebtheit ist immer noch im Steigen. Durch beliebig viele Motive bietet sich die Möglichkeit, sich zu individualisieren, sich zu schmücken und seine eigene Persönlichkeit zum Ausdruck zu bringen. Sehr oft werden Wertvorstellungen und Überzeugungen tätowiert, die bei den vielfältigen Wünschen der Kunden manchmal auch radikaler Natur sein können. Deshalb warnt Martin: „Genau in diesem Punkt versuchen wir

entgegenzuwirken. Es gibt einfach Tabus und Symbole, die wir nicht tätowieren.“ Neben einigen Symbolen werden die klassischen Schriftzüge vielfach gewünscht, zunehmend im Trend sind realistische Darstellungen. Da die Techniken immer besser werden, sind plastische und realistische Motive mittlerweile beliebter als abstrakte und stilisierte Bilder. Deshalb lassen sich einige junge Eltern ein Portrait ihres Kindes mit Namen und Geburtsdatum stechen. Auch Farbe ist inzwischen mehr ins Spiel gekommen: Neben den klassischen schwarzen gibt es nun immer mehr farbige Tattoos. Auch eine Kombination, ähnlich der Fototechnik, ist möglich und außerdem sehr beliebt: Der Großteil des Motivs wird in Grautönen gehalten, wobei jedoch ein kleinerer Teil im Bild mit Farbe herausgehoben wird. Wer einmal mit dem Tätowieren anfängt, findet nicht selten Freude daran und mit wachsender Begeisterung werden die TattooProjekte erweitert, worauf man im Rookies & Kings Store vorbereitet ist: „Gianlucas Grundsatz ist, die Bilder nie ganz abzuschließen und nur minimal zu begrenzen, sodass sie nach außen hin immer erweiterbar sind. Dies kann oftmals späteren Wünschen zugute kommen“, betont Martin. 75


Wirtschaft & Umwelt

BRIXEN

Acquarena erweitert Saunabereich z Pro Jahr nutzen knapp 70.000 Besucher den Saunabereich der Acquarena. Um der großen Nachfrage auch in Zukunft gerecht zu werden und gleichzeitig den Besuchern Ruhe und Entspannung zu garantieren, erweitert nun das Brixner Schwimmbad unter der Betreibergesellschaft der Stadtwerke Brixen AG das Saunaareal großzügig. So entsteht auf dem Dach gerade eine neue Panoramaterrasse mit großer Aufgusssauna, neuen Liegeplätzen und Duschen. Diese Aufgusssauna ergänzt das bisherige

Angebot aus Finnischer Sauna, BioSalzsauna, Kräutersauna, Thalassokabine und Dampfbad. Während der Arbeiten läuft der Saunabetrieb regulär weiter – nur die Ruheräume und Wasserbetten im ersten Stock

W&U

bleiben geschlossen. Die derzeit durchgeführten Arbeiten bedeuten den Start für ein auf mehrere Jahre angelegtes Umbaukonzept mit verschiedenen Sanierungen und Erweiterungen. hh

Wirtschaft & Umwelt

Foto: Oskar Zingerle

MILLAND

Neuer Trinkwasserspeicher ­eingeweiht z Der einstige Hochbehälter für Trinkwasser, der 1912 in Milland gebaut worden war, hatte ein Fassungsvermögen von knapp 300 Kubikmeter. Für das damals kleine Dörfchen mit lediglich 300 Einwohnern war das ausreichend. Doch in den 70er Jahren, als sich Milland stetig vergrößerte, stieg auch der Wasserbedarf der Bevölkerung stark an. Nach sorgfältiger Planung und zweijähriger Bauzeit konnte im November 2011 ein neuer Trinkwasserspeicher in Betrieb genommen werden,

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der mit 1.600 Kubikmetern Fassungsvermögen auch die Löschwasserversorgung gewährleistet. Vor Kurzem fand schließlich die feierliche Segnung durch Pater Silvester Engl der Comboni-Missionare statt, wobei Generaldirektor Wolfgang Plank – erfreut über die gute Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Bürger – bemerkte: „Ein großer Dank gilt dem Eigentümer Vinzenz Kerschbaumer, auf dessen Grund der Wasserspeicher errichtet wurde, und Josef Leitner, durch dessen

Grund die Zuleitungen verlegt wurden.“ Der 1,5 Millionen teure Trinkwasserspeicher mit zwei getrennten Kammern wurde über den Rotationsfonds der Provinz finanziert, die Kosten müssen

jedoch zurückerstattet werden. Die rund 5.000 Einwohner von Milland werden somit weiterhin mit qualitativ hochwertigem frischen Quellwasser versorgt. hh

Das Brixner Architekturbüro MODUS Architects (Matteo Scagnol, Sandy Attia) hat erfolgreich am Wettbewerb „Häuser des Jahres – die besten Einfamilienhäuser“ teilgenommen: Ihr Atelierhaus in Kastelruth wurde unter die 50 besten Arbeiten gewählt und in der Wettbewerbsdokumentation präsentiert.

Anfang September veranstaltete das Flussraumforum und die Gemeinde Brixen das 3. Flussfest am Zusammenfluss von Eisack und Rienz. Das facettenreiche Angebot mit Musik, Spiel, Information und Kulinarischem kam bei den Besuchern sehr gut an; eine mobile Spülmaschine sorgte für viele Green-Event-Punkte.

Berufsberater besuchten das Unternehmen Microtec in Brixen, um sich über Entwicklungen am Arbeitsmarkt und die verschiedenen Berufsprofile zu informieren. Bei der Besichtigung konnten sie sich ein Bild von der Arbeit im Unternehmen machen, um so praxisnahe Infos an die Ratsuchenden weiterzugeben.


STADTGEHEIMNISSE

MÜHLBACH

Fahr nicht fort – kauf im Ort Foto: Oskar Zingerle

Foto: Oskar Zingerle

Warum ist die Brixner Pfarrkirche dem Erzengel Michael geweiht?

Der Vorgängerbau der heutigen Pfarrkirche war ein schlichtes, rechteckiges Gebäude mit runder Apsis, ein Sakralbau im Stil der Ottonischen Zeit (919-1024), geweiht im Jahr 1038 von Bischof Hartwig. Lieblingsengel der ottonischen Kaiser war der Erzengel Michael. Der Sohn Ottos des Großen – Otto II, gestorben 982 – war vermählt mit der byzantinischen Prinzessin Theophanu aus Konstantinopel, die die Verehrung des Erzengels Michael in den Westen brachte und dort förderte (aus ihrer Brautmitgift stammt übrigens auch der Adlerstoff der Albuinkasel des Brixner Domschatzes). Seit der siegreichen Schlacht der Truppen des Kaisers Otto I. gegen die Ungarn auf dem Lechfeld (955) war St. Michael der Schutzpatron des Heiligen Römischen Reiches; die Truppen kämpften unter einem Banner des Erzengels. Im Christentum gilt der heilige Michael insbesondere als Bezwinger des Teufels in Gestalt des Drachens (Höllensturz) sowie als Anführer der himmlischen Heerscharen; er ist der ranghöchste Engel. In Südtirol sind mehrere Pfarrkirchen, die auf die frühe Gründung im 11. Jahrhundert zurückgehen, dem Erzengel St. Michael geweiht, so auch in Innichen, Eppan oder Tarsch. Anregungen: redaktion@brixner.info

z Die Kaufleute und Gastwirte von Mühlbach belohnen ihre treuen Stammkunden seit einigen Tagen im Rahmen der Aktion „Mühlbach Treuepass“. Je 10 Euro Einkaufs- oder Konsumationswert in einem der 22 teilnehmenden Betriebe erhält der Kunde einen Treuepunkt zum Einkleben in einen Sammelpass. Mit 50 Treuepunkten ist ein Sammelpass voll und kann beim nächsten Einkauf in Form einer 10-Euro-Gutschrift unkompliziert eingelöst werden. Kaufleute-Obmann Wolfgang Pertinger ist erfreut über den außergewöhnlich starken Zusammenhalt, mit der seine Mitglieder

sowie Bars und Restaurants an dieser Aktion teilnehmen: „Es zeigt, welch große Rolle Kundentreue für die Betriebe spielt. Mit der Aktion wollen wir Kunden für ihre Treue belohnen, und gleichzeitig hoffen wir, dass der Treuepass ein weiterer Anreiz dafür ist, den Betrieben des Ortes verstärkt den Vorzug zu geben.“ Die Aktion Treuepass ist unter anderem aus dem Projekt „Lebendiger Ort. Mühlbach 2020“ hervorgegangen. „Eine weitere Aktion zur Stärkung der lokalen Wirtschaft ist in Ausarbeitung“, kündigt Stefan Lettner von der Beratungsfirma CIMA an. oz

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Wirtschaft & Umwelt

MÜHLBACH

Foto: Oskar Zingerle

Erster Schritt für bessere Verkehrsanbindung

z Das erste Teilstück der geplanten Verbindungsstraße von Mühlbach nach Spinges ist seit einigen Tagen befahrbar. Der Abschnitt „KoaraZambelli“ verläuft entlang eines abschüssigen Hanges oberhalb des Valler Bachs; entsprechend aufwändig waren auch die 2,2 Millionen Euro teuren Bauarbeiten. Am 7. September feierte die Bevölkerung von Mühlbach und Spinges die Eröffnung der neuen Straße, die der Erweiterungszone Straßhof und der Handwerkerzo-

ne Valler Tal ab sofort auch als neue, angemessene Zufahrt dient. Bürgermeister Christoph Prugger unterstrich in seiner Ansprache die Bedeutung der direkten Verbindungsstraße von Mühlbach nach Spinges und verlieh dem Wunsch der Gemeindeverwaltung Nachdruck, auch den derzeitigen Forstweg möglichst bald zur vollwertigen Straße auszubauen: „Die Bürger von Spinges sollen für ihre täglichen Erledigungen, Behördengänge, Arztbesuche

und viele andere Dinge nicht länger den Umweg über Schabs in Kauf nehmen müssen.“ Auch der Transport der Kinder zu den verschiedenen Freizeitangeboten wie Musikschulen oder Sportangeboten sei derzeit aufwändig, so Prugger. Landeshauptmann Luis Durnwalder stellte die Umsetzung des Vorhabens in Aussicht: „Als amtierender Landeshauptmann darf ich schon noch Versprechungen machen, die die nächste Verwaltung wird einhal-

ten müssen.“ Prugger kündigte indes an, dass bereits im nächsten Jahr mit dem Ausbau des Abschnitts vom Recyclinghof in Spinges bis zur dortigen Dorfstraße begonnen werde. Prodekan Florian Kerschbaumer segnete den neuen Straßenabschnitt, und beim anschließenden musikalisch umrahmten Straßenfest begleitete unter anderem Künstler Alex Pergher die anwesenden Kinder bei einem Straßenmalwettbewerb. oz

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z Das Eisacktal ist das Innovationszentrum Südtirols, wenn man die Anzahl der hier angesiedelten innovativen Unternehmen vergleicht mit den anderen Landesteilen. „Durst, Alupress, Microtec, Barbieri – nirgends gibt es eine derartige Konzentration“, sagte der Präsident der Export Organisation Südtirol (EOS), Federico Giudiceandrea, anlässlich eines von der SVP-Wirtschaft organisierten Gipfeltreffens der lokalen Unternehmer im „competence. center.pairdorf“. Die Rahmenbedingungen seien allerdings italienweit sehr schlecht: „Wir brauchen eine europaweite Angleichung der für Unternehmen gültigen Rahmenbedingungen wie Steuerlast, Arbeitsrecht und Förderungen“. Wenn die Eisacktaler Unternehmen trotz dieser widrigen Umstände nicht auswandern, liege das „am Fleiß und an der Kompetenz der Mitarbeiter“, so Giudiceandrea. Konrad Bergmeister, Präsident der Universität BozenBrixen (im Bild), sagte: „Die

Foto: Ingo Dejaco

Attraktiver Standort

Unternehmen leiden unter unfreundlichen Arbeitsverträgen; wir brauchen mehr Flexibilität“. Klaus Sailer von der Hochschule für angewandte Wissenschaften in München regte an, das unternehmerische Denken stärker in die Ausbildung der verschiedenen Sparten einfließen zu lassen: „Wenn ein Handwerker ein neues Produkt erfindet, so muss er auch die Fähigkeit haben zu erfassen, ob es dafür einen Markt gibt“. SVPBezirksobmann Herbert Dorfmann schlug vor, in Brixen eine „Filiale“ des Technologieparks Bozen zu errichten: „Brixen ist dazu prädestiniert“. wv


NACHGEFRAGT

„Einzelperson kann Wasserkraftwerk versenken“ Herr Frasnelli, Sie haben wieder Ärger mit dem Land. Worum geht’s diesmal? Die Landesregierung verlangt von den Antragstellern kleinerer Wasserkonzessionen nun schon bei Gesuchstellung den Nachweis der Grundverfügbarkeit. Südtirol ist somit die einzige italienische Provinz, in der die Gründe für den Bau einer Wasserkraftanlage nicht mehr enteignet werden können. Die Einreicher der 400 Gesuche haben jetzt 30 Tage Zeit, den Nachweis über die Verfügbarkeit der Gründe zu erbringen – und das, nachdem einige Gesuche bald seit zehn Jahren aufliegen.

Wer die 30-tägige Frist verstreichen lässt, dessen Ansuchen wird archiviert. Betroffen sind private wie öffentliche Subjekte. Was ist daran so abwegig, vom Erbauer eines Kraftwerks zu verlangen, dass er auch über die entsprechenden Gründe verfügen muss? Das Problem ist, dass in Zukunft nicht mehr die öffentliche Verwaltung oder Experten im Energieund Umweltbereich darüber entscheiden, ob und wo ein Wasserkraftwerk errichtet werden kann, sondern unter Umständen eine Einzelperson, der auch nur wenige Quadratmeter Grund gehören.

Sie behaupten, der Wirtschaft entstehe durch die Maßnahme enormer Schaden. Wie begründen Sie diese Aussage? Bei vorsichtiger Kalkulation hat jeder der 400 Gesuchsteller rund 30.000 Euro in sein Projekt investiert. 12 Millionen Euro werden durch den Beschluss der Landesregierung einfach archiviert. Ich gehe davon aus, dass von den 400 Projekten 120 sinnvoll und genehmigungsfähig gewesen wären. Bei einer Investitionssumme von 1,5 Millionen Euro je Projekt gehen der Wirtschaft somit 180 Millionen Euro verloren.

Foto: Oskar Zingerle

HELLMUTH FRASNELLI, Gesellschafter der Eisackwerk GmbH, über einen Beschluss der Landesregierung, wonach für Wasserkraftprojekte künftig im Vorhinein die Verfügbarkeit des Grundes nachgewiesen werden muss.

oskar.zingerle@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

Realisiertes Projekt in Brixen

Brixen I Vittorio-Veneto-Straße 52 I Tel. 0472 201306 www.stampflstudio.com I info@stampflstudio.com

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Einrichten & Wohnen

ALP HOUSE

„MEIN HAUS...

Seine eigenen vier Wände nach Lust und Laune einzurichten macht großen Spaß, insbesondere wenn zuvor der Hausbau rasch und professionell verlaufen ist. Genau das sind die Stärken von Alp House, dem Südtiroler Fertighausspezialisten.

Extra

...ist ein Fertighaus aus Ziegeln.“

Massives Fertighaus

Weil Papi sagt, dass es schnell gebaut ist, für immer hält und genau so wird, wie ich es mir vorstelle. Kurze Bauzeiten durch schnelle Montage der Fertigteile

INDIVIDUELL wie Ihre Idee

HÖCHSTE QUALITÄT innen und außen

BEHAGLICH angenehmes Wohnklima

SCHNELL schlüsselfertig in 101 Tagen

Das Sterzinger Unternehmen Alp House, der Marktführer von massiven Ziegelfertighäusern in Italien, versteht es, den Kunden das Bauen so angenehm wie möglich zu bereiten. Ein professioneller Ansprechpartner betreut den Bauherrn während der gesamten Bauphase, kümmert sich um bürokratische sowie technische Angelegenheiten, koordiniert die Bauabwicklung und steht bei Bedarf auch noch nach der Schlüsselübergabe zur Verfügung. Diese Rundumbetreuung ermöglicht den Kunden stressfreies Bauen.

Individuelle Fertighäuser. Bei

Alp House können Kunden in der firmeneigenen, modernen und hochwertigen Musterkollektion alle wesentlichen Einzelkomponenten nach eigenen Vorstellungen auswählen und zusammenstellen,

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Werkseitig vorproduzierte Ziegelwände

von Sanitärgegenständen bis hin zu Fliesen, Fenstern und Türen. Mittels 3D-Zeichenprogramm werden die persönlichen Wünsche und Ideen der Bauherren visualisiert, individuelle Traumhäuser geplant und in die Realität umgesetzt.

Kurze Bauzeiten und gesundes Wohnklima. Das innovative Bau-

system von Alp House besteht vor allem darin, dass die massiven Ziegelfertigwände in der Fertigungshalle in Sterzing vorproduziert werden, um dann auf der Baustelle nur mehr montiert zu werden. Diese Fertigbauweise ermöglicht zum einen kurze Bauzeiten, zum anderen aufgrund der reduzierten Witterungsexposition des Rohbaus ein gesundes Wohnklima ohne gesundheitsschädliche Schimmelpilze. Dem künftigen gesunden Raumklima wird darüber hinaus durch die Verwendung von gesunden und nachhaltigen Baustoffen Rechnung getragen. Wer sich für ein Alp House entscheidet, genießt viele unschlagbare Vorteile: individuelle Planung, rasche Fertigstellung, Fixpreis-Garantie sowie eine umfassende und professionelle Rundumbetreuung.


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Ein Bad für alle Altersstufen Ein Bad soll Lebensstil und Persönlichkeit eines Menschen widerspiegeln und außerdem so gestaltet sein, dass man sich dort auch noch im Alter ohne Einschränkungen wohlfühlen und bewegen kann. als geflieste Duschbereiche, bei denen sich in den Fugen allerhand Schmutz festsetzen kann. An die Zukunft denkend sollte eine rutschhemmende Oberfläche gewählt werden. Duschsitz oder Haltegriffe können auch nachträglich montiert werden.

Praktische Hilfsmittel. Daneben

gibt es eine Reihe weiterer kleiner Hilfsmittel, die im Alter von Vorteil sein können: Die Tätigkeiten am Waschtisch können durch Badhocker und vertiefte Greifzonen vereinfacht werden, und durch den Einsatz von Kippspiegel wird es

ermöglicht, sich auch im Sitzen zu betrachten. Ein großes Augenmerk sollte man zudem auf die Toilette legen: Mittlerweile gibt es mehrere Systeme für eine variable Sitzhöheneinstellung, sodass Menschen unterschiedlicher Größe, Alters oder Fähigkeiten eine gemeinsame Toilette benutzen können. Für den selbständigen Toilettengang bis ins hohe Alter sorgt ein WC mit integrierter Duschfunktion. Zusätzliche Sicherheit im Bad gewährleistet eine ausreichende Beleuchtung, zum Beispiel in Form von eleganten LED-Lichtern mit Bewegungssensor. So macht ein

Rutschhemmende Oberflächen, Sitzhilfen für Dusche und Badewanne sowie praktische Haltegriffe sind wichtige Kernelemente für eine altersgerechte Badgestaltung Generationenbad heute Freude und ermöglicht morgen einen selbständigen Lebensabend. Weitere Informationen erhalten Interessierte bei ihrem Fachinstallateur oder unter www.innerhofer.it.

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Wer im mittleren Lebensalter eine Modernisierung des Bads in Erwägung zieht und dabei bereits die Bedürfnisse im Alter berücksichtigen möchte, kann dies ohne Abstriche an Gestaltung und Design in die Planung miteinfließen lassen. Zentrales Element für ein altersgerechtes, zeitloses Bad ist die leichte Zugänglichkeit der Dusche. Bodenbündige Duschen, also ohne jede Erhöhung der Duschtasse, sind äußerst praktisch und lassen das Bad größer wirken. Solche Duschtassen sind in allen Materialien und Farben erhältlich. Außerdem sind sie hygienischer

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erfrischend neu, funktional und schön. Die aktuellen Bad- und Techniktrends. Wie frisch man in den Tag starten kann, jetzt bei innerhoFer entdecken. nur ein Termin – schon geht die sonne auf. www.innerhofer.it

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Im Bett mit der „Königin der Alpen“ Man nennt sie auch die „Königin der Alpen“: die Zirbe. Eine Studie der Universität Joanneum in Graz hat nachgewiesen, dass sich Zirbenholz merklich und messbar positiv auf Gesundheit und Wohlbefinden auswirkt. Die Zirbe hat ihre Heimat in den Tiroler Zentralalpen und ist nicht nur die „Königin der Alpen“, sondern auch jene des Herzens, was die heilsame Wirkung ihres Holzes angeht: Einerseits bewirkt Zirben-

Extra

Einrichten & Wohnen

EINRICHTUNGSSTUDIO WUVO

holz eine niedrige Herzfrequenz bei körperlichen und mentalen Belastungen, anderseits beschleunigt es den Erholungsprozess in Ruhepausen. Zudem zeigte sich, dass sich Zirbenholz positiv auf Wetterfühligkeit auswirkt: Wenn sich Zirbenholz im Zimmer befindet, bleibt trotz schwankenden Luftdrucks der Kreislauf stabil.

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fürs Wohlbefinden bietet das „Relax 2000“-Bettsystem: 45 patentierte, dreidimensional gelagerte Spezialfederkörper sorgen für

schwebende Leichtigkeit. Die Einsinktiefe von 70 Millimeter gibt beste Körperanpassung und Entspannung der Wirbelsäule für die Nacht. Durch die Spezialfederkörper kann das Bett mit den angeordneten Zugstangen auf die Bedürfnisse des Einzelnen eingestellt werden. Neben dem Bettsystem und der Matratze gibt es von Relax auch noch die passenden Unterbetten, Einziehdecken und Kissen, die aufwändig verarbeitet werden: Nach dem Schlagen wird das Holz vier bis fünf Jahre getrocknet und dann zu feinen Zirbenflocken verarbeitet;

Innovativer Federkörper so können sich die wohltuende Energie und der Duft der Zirbe bestmöglich entfalten. Mit ihrer bakterienhemmenden Wirkung verbessert sie die Schlafhygiene und unterbindet zudem die Entwicklung und Vermehrung von Kleidermotten.


Die Essenz des Wassers

DUKA AG

Es gibt nichts, das man nicht noch verbessern könnte. Unter diesem Motto hat das Südtiroler Traditionsunternehmen duka seine Erfolgsmodelle „acqua 5000“ und „acqua R 5000“ unter die Lupe genommen und mit einer Reihe innovativer Verbesserungen ausgestattet. Das Ergebnis der Weiterentwicklung der Modelle „acqua 5000“ und „acqua R 5000“ sind Duschabtrennungen mit unverwechselbarem Design: große Flächen, brillante Transparenz und eine formvollendete Konstruktion ohne Stützen bilden den Raum für das Erlebnis Duschen. Großen Wert hat duka darauf gelegt, in die ästhetische Architektur seiner optimierten Modelle Funktionalität, Technologie und Sicherheit zu integrieren. Durch die innovative Einzugsautomatik „ACS – Automatic Close & Stop“ gleiten die Glastüren auf den letz-

ten Zentimetern sanft und automatisch in die „Zu“- beziehungsweise „Offen“-Position.

Innovative Lösungen. Einzigartig

ist die neue Statik für große Eckmodelle der neuen „acqua 5000“ und „acqua R 5000“: Durch die Verwendung von organisch auslaufenden Glasfeldern wird die Gesamtkonstruktion wirkungsvoll ausgesteift, sodass die Deckenstützen ersatzlos entfallen können und das transparente Design erhalten bleibt. Neue Griffe, die fließend in die Profile integriert wurden,

bieten durch die Öffnung der Türen bis zu den Außenkanten hin einen maximalen Einstiegskomfort. Gleichzeitig wurden Kabinen so abgestimmt, dass bei geschlossenen Türen keine Überlappung der Glaselemente spürbar ist. Außerdem wurde ein neues, für den Betrachter unsichtbares Abtropfgummi in das Führungsprofil an der unteren Glaskante der Tür integriert.

Große Benutzerfreundlichkeit.

Um die Reinigung der Kabine zu erleichtern, genügt ein einfacher Druck auf das Aushak-Element am

Boden, wodurch die Glastür selbsttätig nach innen schwenkt und den Raum zum Fixfeld freigibt. Im Hinblick auf diese innovativen und benutzerfreundlichen Neuerungen erklärt Firmenleiter Alois Rabensteiner: „Wir wollten eine Evolution des Designs und neue Wege der Technik vereinen. Dies haben wir mit klarer Formensprache, intuitiver Bedienbarkeit und kompromissloser Technologie umgesetzt – alles für einen einzigen Zweck: die Begeisterung der Kunden für das Erlebnis Duschen zu wecken.“

Erlebnis Duschen

Die neue acqua R 5000 mit der innovativen Einzugsautomatik ACS, automatic close & stop. www.duka.it 83


PROGRESS AG

Einrichten & Wohnen

Ideal für Hochbau Durch den Einsatz der von PROGRESS patentierten „Thermowand“ lassen sich Bauvorhaben schnell, kostengünstig und mit hervorragender Gebäudeenergieeffizienz nach KlimaHaus-Standard realisieren.

Überzeugende Vorteile. Neben

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den statischen Vorteilen, den optimalen Dämmeigenschaften und dem schnellen Baufortschritt gewährleistet die metallschalungsglatte Oberfläche der PROGRESS Thermowand® ein ansprechendes Äußeres. Dadurch kann PROGRESS auch Architekten und Bauherren mit ästhetisch anspruchsvollen Zielsetzungen gerecht werden. Behagliches Wohnen mit „PROGRESS Thermowand®”

Die „PROGRESS Thermowand®“ der PROGRESS AG erweist sich als besonders innovative, fortschrittliche und zukunftsfähige Technologie. Es handelt es sich hierbei

um ein industriell vorgefertigtes Betonfertigteil mit innenliegender Wärmedämmung, die durch die äußere Scheibe einen wirksamen Schutz erhält.

Vielseitig einsetzbar. Der Einsatz

der „PROGRESS Thermowand®“ eignet sich aufgrund ihrer Eigenschaften insbesondere für den Wohnbau, den Gewerbebau sowie den Hotelbau und ermöglicht eine energieeffiziente Bauweise im KlimaHaus-Standard.

PROGRESS „Thermowand®” im Querschnitt: industriell vorgefertigtes Betonfertigteil mit innenliegender Dämmung www.progress.cc

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Warm im Winter, kühl im Sommer. Die thermische Speichermasse des Baustoffs Beton sorgt für Behaglichkeit und angenehme Raumtemperaturen.

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Schnelles und kosteneffizientes Bauen durch intelligente Massivsysteme.

INDIVIDUELL

Mit dem Einsatz von Betonfertigteilen sind der architektonischen Phantasie kaum Grenzen gesetzt. 84


FINSTRAL AG

Einladender Blickfang Sie ist die Visitenkarte eines jeden Hauses: Die Haustür schützt nicht nur vor Umwelteinflüssen und unerwünschten Gästen, sondern verleiht jedem Gebäude eine individuelle Note. Hauseingangstüren von Finstral vereinen sorgfältig ausgewählte Materialien mit jahrzehntelanger Erfahrung im Türen- und Fensterbau. Ihr klares Design und ihre ausgereifte Technik genügen höchsten Ansprüchen an Ästhetik, Funktionalität, Stabilität und Sicherheit. Hinsichtlich Wärmeschutz, Schalldämmung und Wetterbeständigkeit erfüllt das Haustürensystem dieselben hohen Qualitätsansprüche wie die Fenstersysteme.

Individuelles Design. Eine Viel-

zahl von Modellen in Aluminium, Kunststoff und Kunststoff-Aluminium steht zur Auswahl. Durch klares Design und vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten wird die Haustür zum effektvollen Blickfang. Modern und edel wirken die Türen durch ihre flächige Optik und variantenreichen Glasausschnitte. Das lineare Design setzt zeitlos elegante Akzente und eignet sich für unterschiedliche Baustile. Eine Haustür muss immer auch zum Haus und seiner Umgebung passen. Finstral bietet daher eine große Palette an Farben und Oberflächen sowohl für Aluminium-Haustüren als auch für Haustüren in Kunststoff

Finstral-Haustüren aus Aluminium: Modell Elite ...

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Haustüren und Eingangsanlagen von FINSTRAL Farbe, Design und Material: Egal wie Sie Ihre FINSTRAL Haustür gestalten – sie wird Ihren Eingangsbereich zu einem wahren Blickfang machen. Höchste Qualität in Materialauswahl und Verarbeitung garantiert dabei eine dauerhafte Funktionssicherheit. FINSTRAL - der Spezialist für Ihren Eingangsbereich.

oder Kunststoff mit außenseitiger Aluminium-Verblendung.

Enorme Sicherheit. Finstral-Haus-

türen und -Eingangsanlagen bieten bereits in der Basisausstattung erhöhten Einbruchschutz durch den gegenläufigen Schwenkriegelbeschlag und die stabile Rahmenkonstruktion. Durch den Einsatz besonderer Beschlagszusatzteile wie Bandsicherung, Sicherheitszylinder, Sicherheitsfüllungen und Türspaltsicherung lässt sich die Aufbruchsicherheit noch wesentlich verbessern. Die eigentliche Verriegelung der Haustür erfolgt immer durch die Schlüsselbetätigung. Auf Wunsch können komfortable Zusatzausstattungen mitgeliefert werden, wie die automatische Verriegelung nach Schließen der Tür oder die motorbetriebene Verriegelung sowie Zutrittsysteme mit Fernbedienung, Fingerscan oder Transponder. Finstral-Haustüren mit Motorverriegelungen lassen sich darüber hinaus in alle gängigen Haussteuerungssysteme integrieren. Weitere Informationen erhalten Interessierte unter www.finstral. com.

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FINSTRAL AG . Gastererweg 1 . 39054 Unterinn/Ritten (BZ) T 0471 296611 . F 0471 359086 finstral@finstral.com . www.finstral.com 85


EINRICHTUNGSHAUS TRENDMÖBEL

Einrichten & Wohnen

Technik und Design vereint Um aus einer Idee ein Wohlfühlambiente zu realisieren, muss eine Symbiose aus Individualität, Technik und Architektur geschaffen werden. Beim Einrichtungsstudio Trendmöbel vereinen sich Form, Funktion, Design und Stil.

Extra

Das Einrichtungsstudio Trendmöbel wurde im Jahre 1988 gegründet und ist Teil der Vinaholz OHG, beide Unternehmen arbeiten erfolgreich zusammen. Besonderer Wert wird auf ausführliche Beratung und sorgfältige Planung gelegt, und zwar in allen Einrichtungsbereichen, auf die sich die Einrichtungsprofis spezialisiert haben: Einbauküchen, Wohnzimmer-, Büro- und Schlafzimmereinrichtungen sowie Badezimmermöbel werden in einer Symbiose von Technik und Design den Kundenwünschen angepasst.

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Die 15 hochqualifizierten Mitarbeiter mit langjähriger Erfahrung im Einrichtungsbereich haben sich nicht nur auf die Realisierung, sondern auch auf die Planung von Wohnräumen spezialisiert. Damit der Kunde ein realistisches Bild seiner Wunscheinrichtung erhält, wird diese in fotorealistischen Darstellungen vorgezeichnet.

Detailreiche Einbauküchen.

Bei der Konzipierung der Einbauküchen legen die Mitarbeiter von Trendmöbel großen Wert auf die kleinsten Details, die den All-

tag in der Küche erleichtern und so angenehm wie möglich gestalten. So hält beispielsweise die Haka-Brotlade, die mit Bäckermeistern entwickelt wurde, das Brot länger frisch. Auch für das Wohlbefinden hat eine ergonomisch konzipierte Einbauküche einiges zu bieten; unter anderem wird der Rücken durch einen hochgestellten Geschirrspüler geschont. Da viele Küchen gar nicht so praxisorientiert sind wie sie scheinen, punktet das Einrichtungsstudio Trendmöbel damit, dass es sich ganz und gar auf das

In Zusammenarbeit mit Bäckermeistern entwickelte Brotlade Kochen selbst, den Arbeitsablauf und die individuellen Kochgewohnheiten spezialisiert hat: Eine passgenaue Küche zeichnet sich nämlich darin aus, dass man sich in ihr gut bewegen kann.


MARTIN OBERHOFER

Barrieren-Abbau in Wohnräumen Die Anforderungen an das Eigenheim ändern sich im Laufe der Zeit. Insbesondere bei nachlassender Beweglichkeit können Treppen, Stufen und beengte Bewegungsflächen das alltägliche Wohnen beschwerlich machen. Oft reichen bereits wenige bauliche Eingriffe, um das Eigenheim den veränderten Bedürfnissen anzupassen.

Die meisten Menschen richten sich in den eigenen vier Wänden behaglich ein, um darin möglichst ihr ganzes Leben zu verbringen. Doch die Umstände im Laufe eines Lebens können sich ändern und dazu führen, dass die Wohnverhältnisse nicht mehr den geänderten Bedürfnissen entsprechen.

Nachträglicher Barrieren-Abbau. Eine barrierefreie Wohnung

leistet einen erheblichen Beitrag dazu, dass man möglichst lange

in der vertrauten Wohnumgebung selbstständig leben kann. Eine zentrale Anforderung hierfür besteht in der barrierefreien Gestaltung der Wohnräume. Dazu sollte die Wohnung ohne Stufen und Schwellen zugänglich und begehbar sein; dies kann unter anderem mit Rampe oder Treppenlift erreicht werden. Eine bodengleiche Dusche, Haltegriffe und Sitzhilfen, breitere Türen sowie größere Bewegungsflächen in Bad, Flur und Küche erleichtern die Nutzung der Wohnräume

auch bei körperlicher Beeinträchtigung, im Bedarfsfall sogar mit Rollator. Eine gute technische Ausstattung wie elektrische Türöffner oder ein Hausnotrufsystem sowie ausreichende Beleuchtung bringen Komfort und Sicherheit im häuslichen Alltag.

Schlüsselfertige Lösungen. Das

Bauunternehmen Martin Oberhofer in Viums hat sich auf die schlüsselfertige Abwicklung von Neubau, Umbau und Sanierung spezialisiert, darunter Terras-

sensanierung, energetische Sanierung, bedarfsgerechter Barrieren-Abbau in bestehenden Wohngebäuden, Dachaufstockung und Außengestaltung, und wickelt in Zusammenarbeit mit einem Netzwerk an spezialisierten Unternehmen individuelle Lösungen schlüsselfertig ab. Bauherren profitieren von einem Ansprechpartner, der sie von der Planung bis hin zur Fertigstellung betreut, sowie von einer fachmännischen, kostensicheren und reibungslosen Durchführung.

Schlüsselfertiges Bauen, Sanieren und Renovieren bringt Bauherren kürzere Bauzeiten, weniger Stress und kostensichere Bauvorhaben.

Gerne übernehmen wir die schlüsselfertige Abwicklung Ihres nächsten Bauprojektes, ob Neubau, Sanierung oder barrierefreier Umbau, und realisieren dieses in Zusammenarbeit mit langjährigen Fachleuten und Partnern aus der Region.

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Tel. 0472 410 175

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Küchen fürs Leben Schönes Wohnen, insbesondere bei Küchen, beginnt mit einer optimalen Raumgestaltung und einer ganz nach Wunsch gefertigten Einrichtung, die sich perfekt in die Räume fügt und viel Platz zum Leben lässt. Jeder verbindet schönes Wohnen mit einer Einrichtung, die genau den eigenen Vorstellungen entspricht, perfekt in die jeweiligen Räume passt sowie gekonnt Design und Funktionalität in sich vereint. Mit über 25 Jahren Erfahrung und unzähligen Referenzen im Privat- und Objektbau ist die Tischlerei Oberhuber in Schabs eine beliebte Adresse für Ein-

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Einrichten & Wohnen

TISCHLEREI OBERHUBER

richtungen und Qualitätsmöbel. Ganz besonders in Bezug auf maßgefertigte Küchen hat sich die Tischlerei einen Namen gemacht; sie fertigt mittlerweile rund 50 Einbauküchen pro Jahr.

Genau nach Wunsch und Maß. Im traditionsreichen Familienunternehmen wird jede Einrichtung ganz nach den Wünschen und

3D-Planung: Die Tischlerei Oberhuber lässt in jede Planung viel Erfahrung einfließen

Vorstellungen des Kunden gefertigt. Dazu nimmt man sich im Vorgespräch viel Zeit für den Kunden, um dessen individuelle Wohnwünsche zu erfassen und ihn bei der Raumgestaltung und -einrichtung optimal zu beraten. Die Planung erfolgt detailgetreu und in realitätsnaher 3D-Visualisierung, die Fertigung verläuft passgenau und formschön. Mit

viel Erfahrung und stilsicherem Gespür für zeitgemäßes Wohnen entstehen so einzigartige Wohnideen – von traditionell, klassisch, rustikal bis modern, kombiniert mit verschiedensten Materialien und stets in bester Qualität sowie zu einem fairen Preis.

Detailgetreue Ausführung: Die passgenauen Lösungen schaffen viel Freiraum für komfortables Wohnen

Das Führungsteam der Tischlerei Oberhuber v.l.n.r.: Christian, Siegfried, Alberta und Konrad Oberhuber

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Tischlerei Gebr. Oberhuber GmbH Handwerkerzone Förche 28 39040 Natz-Schabs Tel. 0472 412 441 www.tischlerei-oberhuber.it


Wir sind Energie seit 120 Jahren

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Impressum Unabhängige Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung Redaktion: Brennerstraße 28, I-39042 Brixen Tel. +39 0472 060200, Fax +39 0472 060201 www.brixner.info E-Mail für Pressemitteilungen: redaktion@brixner.info E-Mail für Leserbriefe: echo@brixner.info Online-Ausgabe: www.brixner.info Verlag: Brennerstraße 28, I-39042 Brixen Tel. +39 0472 060200, Fax +39 0472 060201 E-Mail: office@brixmedia.it, www.brixmedia.it Anzeigenleitung: Sonja Messner, Tel. +39 0472 060212 sonja.messner@brixmedia.it Herausgeber, Chefredakteur und presserechtlich verantwortlich: Willy Vontavon (wv), Tel. +39 0472 060213 willy.vontavon@brixner.info Assistenz Chefredaktion: Doris Brunner (db), Tel. +39 0472 060211 doris.brunner@brixner.info Bildredaktion: Oskar Zingerle (oz), Tel. +39 0472 060210 oskar.zingerle@brixner.info

September 1913

Plauderstube in Elvas 11. September 1913 Am 7. September veranstaltete der Abgeordnete Herr Pfarrer Meixner in Elvas eine Plauderstube. Herr Gemeindevorsteher von Natz und Bauernrat Josef Windisch erwarteten den Abgeordneten am Bahnhof Brixen und geleiteten ihn nach Elvas zum Versammlungsorte im Gasthaus Völkl. Abg. Meixner gab in gedrängter Kürze eine Schilderung über das Parlamentsgebäude.

Mitarbeiter der Redaktion: Marlene Kranebitter Zingerle (mk) Thomas Oberrauch (to) Annamaria Mitterhofer (amm) Ingo Dejaco (id) Klaus Ramoser (kr) Annika Jöchler (aj) Johanna Bernardi (jb) Evi Hilpold (eh) Elisabeth Stürz (es) Irene Dejaco (ird) Carmen Plaseller (cp) Andrea Bodner (ab) Hanna Hofer (hh) Barbara Fuchs (bf) Lia Vontavon (lv) E-Mail: vorname.nachname@brixner.info Grafik: Evelyn von Mörl, Tel. +39 0472 060209 evelyn.vonmoerl@brixmedia.it Druck: Athesia Druck GmbH, Weinbergweg 7, I-39100 Bozen www.athesia.it Der nächste „Brixner erscheint um den 20. Oktober 2013 Nächster Redaktionsschluss: 6. Oktober 2013 Die Zeitschrift „Brixner“ erscheint monatlich und wird im Postabonnement 45 % Art. 2, Abs. 20/b, Ges. 662/96, Bozen zugestellt. Eintragung am Landesgericht Bozen am 29.12.1989, Nr. 29/89 R.St. Auflage: 11.000 Stück Preis Abonnement: 1 Euro Abonnentenservice: abo@brixner.info Die in dieser Zeitschrift veröffentlichten Beiträge und Bilder sind urheberrechtlich geschützt. Ohne Genehmigung des Verlages ist eine Verwertung strafbar. Dies gilt auch für die Veröffentlichung im Internet. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Beiträge unter Umständen zu kürzen, abzuändern oder zurückzuweisen. Namentlich gezeichnete Beiträge unserer Mitarbeiter geben nicht unbedingt die Meinung des Herausgebers wieder und sind von der Redaktion nicht in allen Einzelheiten des Inhalts und der Tendenz überprüfbar. Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Fotos und Illustrationen übernimmt der Verlag keine Haftung. Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sämtliche in dieser Zeitschrift veröffentlichten Stellenangebote sich ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechts beziehen. 90

Das Brixner Mittelgebirge 4. September 1913 Die Erkenntnis vom Werte bricht sich immer mehr Bahn, Einheimische und Fremde besuchen in weit größerer Anzahl das Mittelgebirge, und nicht mehr ferne scheint die Zeit, wo wir von einem HochBrixen sprechen und eine Reihe von Ansiedlungen da droben finden werden, die dem Fremden und Einheimischen prächtigen Sommeraufenthalt gewähren werden, und ein reger Verkehr ebenso der Stadt wie den Mittelgebirgsgemeinden mannigfache Vorteile bringen wird. Hoffentlich regt sich früh genug, ehevor fremde Elemente sich der Situation bemächtigen, auch der Unternehmergeist weitblickender Mitbürger. Warum sollen denn wir Tiroler immer die letzten sein, warum immer vom

auswärtigen Spekulanten Mittel und Wege geschaffen werden, um eine Gegend bekannt und gesucht zu machen und dabei Vorteile wirtschaftlicher Natur zu erringen!

schen Wäschereinigung. Die Anlage ist verhältnismäßig klein, weil in kleineren Städten erfahrungsgemäß sehr stark auch mit der Handwäscherei zu rechnen ist und manche Bedenken immer noch gegen die Maschinenwäscherei herrschen. Eine Hausfrau jedoch, die diese praktische Anlage sieht, wird sofort zugeben müssen, dass hier mit chemischen, die Wäsche schädigenden Zutaten gar nicht gearbeitet zu werden braucht, da die Maschinen mit unglaublicher Raschheit und viel gründlicher die Arbeitsverrichtungen ersetzen, die sonst der Hand zugewiesen werden müßten.

Schwere Anschuldigungen gegen die Dringlichkeitsantrag betreffs Pflasterung Etschwerke der Laubengasse 18. September 1913 25. September 1913

Gegen das Elektrizitätswerk der Städte Bozen-Meran wurden in der Presse in letzter Zeit unter anderem folgende Vorwürfe erhoben: Seit Jahren sollen bei den Etschwerken die Bilanzen nicht stimmen. Die Konsumentenbücher seien mit Bleistifteintragungen versehen und gleichfalls zum Großteile nicht ordnungsgemäß abgeschlossen. Das Hauptkassabuch sei ebenfalls teilweise mit Bleistift addiert. Einzelne Direktoren und Beamte sollen Arbeiter der Etschwerke tagelang zu Privatarbeiten verwenden. Als Bezüge der beiden Bürgermeister von Bozen und Meran seien Gehälter von je 6.000 Kronen eingezeichnet, wogegen Bürgermeister Doktor Perathoner in einer Berichtigung erklärte, er beziehe „nur“ 4.000 Kronen. Die Differenz ist aber nicht aufgeklärt.

Für die Pflasterung wurde bereits im Präliminare pro 1913 ein Betrag von 20.000 Kronen eingesetzt, und der Redner Magistratsrat Pius Wiesthaler stellte die Anfrage, warum der Bau nicht ausgeführt werde. Er forderte die eheste Inangriffnahme der Arbeiten, damit die Straße noch vor Eintritt des Winters gepflastert sei. In der Debatte wurde darauf verwiesen, daß die Arbeit vor dem Winter kaum fertiggestellt werden könne, da sich selbst die Bewohner über die Art der Pflasterung im Unklaren seien. Ferner wurde auf andere dringende Straßenpflasterungen verwiesen, so betr. die Runggadund Adlerbrückengasse. Bei der Abstimmung waren von 26 anwesenden Ausschußmitgliedern nur 12 für die Dringlichkeit.

Waschanstalt mit elektrischem Betrieb 20. September 1913 Eine Waschanstalt mit elektrischem Betrieb haben in Brixen Herr Franz Wieser und dessen Frau Marie Wieser in der Altenmarktgasse Nr. 9 eingerichtet. Diese Anstalt, die mit einer Feinbügelei verbunden ist, zeigt, was Maschinen betrifft, die Berücksichtigung der neuesten Fortschritte auf dem Gebiete der mechani-

Die „Brixener Chronik“ wurde 1888 gegründet und erschien bis 1925. Die Idee, die Zeitungsartikel aus der „Brixener Chronik“ auszuwählen und zu veröffentlichen, stammt von Günther Eheim (1944-2010) aus Brixen. Die damalige Rechtschreibung, auch eventuelle Druckfehler und sonstige Kuriositäten werden ohne Korrektur beibehalten.


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Mitw辰hlen - mitbestimmen

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Stefan Hofer Nr. 16 Peter Gasser Nr. 11

Philipp Achammer Nr. 5

Magdalena Amhof Nr. 6

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27.10. Landtagswahl 2013

Auftraggeber: Philipp Achammer, Magdalena Amhof, Peter Gasser, Stefan Hofer

f端r das Eisacktal und das Wipptal


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Brixner 284 september 2013 by Brixmedia GmbH - Issuu