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Brixner 283 - August 2013

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Schule & Büro

Unabhängige Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung

Jahrgang 24 · August 2013

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Poste Italiane s.p.a. - Spedizione in Abbonamento Postale - D.L. 353/2003 (convertito in Legge 27/02/2004 n° 46) art. 1, comma 1, NE/BZ - In caso di mancato recapito prego restituire a Bolzano CPO per la restituzione al mittente previo pagamento resi

EXTRA

Minister Maurizio Lupi besucht die Baustelle des Brenner­Basistunnels

Es geht voran REPORTAGE: LH Luis Durnwalder bei seiner letzten Sommerpressekonferenz PORTRAIT: Giuseppina „Giusi“ Zanni­Dorfmann und ihr seltenes Schicksal KULTUR: Die Ausstellung „Das Symbol des Kreuzes“ in der Brixner Hofburg HANDBALLSPORT: Interview zum Saisonstart mit Trainer Michl Niederwieder


BLOUSE VITIELLO € 50,00 PANTS WALTIZ € 50,00


Editorial

Politik & Gesellschaft

>>> 04

04 | SOMMERPRESSEKONFERENZ: Alles beim Alten 11 | Krankenhaus Brixen: Qualität trotz Sparmaßnahmen? Menschen & Meinungen

>>> 18

18 | PORTRÄT: Giuseppina „Giusi“ Zanni-Dorfmann 23 | Pro & Contra: Referendum zur Selbstbestimmung 26 | Umfrage: Zufrieden mit Durnwalder? Kunst & Kultur

>>> 28

28 | AUSSTELLUNG: Die Crux mit dem Kreuz 30 | Reportage: Sommerkino in Brixen Veranstaltungen

>>> 38

39 | TIMER: September 2013 Freizeit & Sport

>>> 46

46 | HANDBALL HERREN: Interview mit Michl Niederwieser & Reinhold Engl 50 | Sandra Federspieler: Abschied vom Profi-Handball Wirtschaft & Umwelt

>>> 56

56 | BRENNERBASISTUNNEL: Es geht voran Extra 65 | Schule & Büro

>>> 65

Im „Brixner“ finden Sie folgende Icons, die auf entsprechende multimediale Inhalte im „BrixnerPlus“ verweisen: Videodatei

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Einladung ins Forum Den „Brixner“ für Sie zu schreiben und zu gestalten macht uns auch nach 23 Jahren immer noch Spaß – bei manchen Ausgaben hat man aber ein besonders gutes Gefühl, während die Druckdaten in die Druckerei gesendet werden. Diese ist eine jener Ausgaben. Sie finden zum Beispiel auf den nächsten Seiten neben vielen anderen interessanten Berichten ein sehr berührendes Portrait über Giusi Dorfmann, das ich Ihnen wärmstens ans Herz legen darf. Außerdem bin ich kürzlich für den „Brixner“ in den Berg hinein gefahren – in die Baustelle des Brenner-Basistunnels. In Gesellschaft von Minister Maurizio Lupi durfte ich den aktuellen Stand der Arbeiten besichtigen. Vor zwei Wochen war ich in Pfalzen bei Landeshauptmann Luis Durnwalder – auch darüber finden Sie eine ausführliche Reportage, weil diese Sommerpressekonferenz auch das Ende einer Ära signalisiert – die erste Rate eines angekündigten Abschieds. Ich darf Sie übrigens alle herzlich einladen zu einer Podiumsdiskussion, die der „Brixner“ anlässlich der bevorstehenden Landtagswahlen am Abend des 4. September im Forum Brixen veranstaltet. Wir haben 14 Kandidaten verschiedener Parteien eingeladen – eine wunderbare Gelegenheit für Sie, sich ein Bild zu machen darüber, welche Kandidatin oder welcher Kandidat und welche Partei am ehesten Ihren Vorstellungen entspricht. Die Themen des Abends werden von unseren Lesern bestimmt: Die Kandidaten werden ausschließlich Fragen unserer Leser beantworten und natürlich auch untereinander diskutieren. Liegt Ihnen ein Thema besonders am Herzen? Dann schreiben Sie uns bitte: leserforum@brixner.info. Im Forum können Sie sich per SMS ebenfalls in die Diskussion einbringen. Das wird spannend – wir freuen uns auf Sie!

Der multimediale „BrixnerPlus“ ist als kostenlose App für iPad, iPhone oder iPod touch im App Store erhältlich – oder ganz einfach im Internet: www.brixner.info

Ihr Willy Vontavon

Abo-Service Sie können ein Abonnement für die Zeitschrift „Brixner“ entweder über die Zusendung dieses Abschnittes oder per E­Mail vornehmen: abo@brixner.info

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Außerdem in dieser Ausgabe Eine Beilage:


Politik & Gesellschaft

REPORTAGE ZUR SOMMERPRESSEKONFERENZ IN PFALZEN

Alles beim Alten Zum 24. und letzten Mal lud Landeshauptmann Luis Durnwalder Mitte August zur Sommerpressekonferenz nach Pfalzen. Es ist für viele Pressevertreter des Landes ein jährlicher Pflichttermin, ein vorhersehbares Déjà­vu­Erlebnis – mit Ablaufdatum.

W

as erwarte ich mir eigentlich von der allerletzten Sommerpressekonferenz in Pfalzen? Wie wird Luis Durnwalder aufgelegt sein? Wird er eine gewisse Müdigkeit ausstrahlen wie 2012, als die Spalte zwischen Augenlidern und Augenringe verdächtig

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wenig Raum für die Pupillen ließ? Wird er wehmütig zurückblicken auf 40 Jahre Politik in vorderster Front, davon 25 als Landeshauptmann – vielleicht sogar mit leicht wässrigen Augen? Diese Fragen gehen mir durch den Kopf, während ich an diesem Freitag nach dem Hoch-

unserfrauentag vor Kiens im Stau stehe. Nichts geht mehr. Auch er wird hier oft im Stau stehen und mit dem Fakt hadern, dass die Landesregierung ausgerechnet in „seinem“ Pustertal es bisher nicht geschafft hat, alle Dörfer mit Umfahrungsstraßen auszustatten. Auch jene werden hier

im Stau stehen, die sich seinerzeit massiv gegen einen „ordentlichen“ Ausbau der Pustertaler Straße gewehrt hatten – mit der fadenscheinigen Argumentation, dass der Verkehr zwangsweise weniger wird, wenn man nur daran glaubt und die Straßen belässt wie sie sind.


PFLICHTTERMIN: Wenn „der LH“ zur sommerlichen Pressekonferenz nach Pfalzen ruft, folgt die Pressemeute in Scharen und verfolgt aufmerksam jedes Wort

­­­­­­­­­­­­­­­­­­ Foto: Lia Vontavon

Ein Landeshauptmann als Parkwächter. Etwas früher in

Brixen zu starten hat sich also gelohnt: Fast pünktlich biegen wir ein in den Lupwaldweg in Pfalzen. Es ist ein idyllisches Plätzchen, aber von einer herrschaftlichen Villa, die man sie sich von einem Landesfürsten vielleicht vorstellen könnte, kann keine Rede sein. Viel eher ist es eine sehr übliche Wohnsiedlung mit mehreren eng aneinander liegenden kleinen Häusern mitten in der Natur, von denen man nach Pfalzen hinabschauen könnte, wenn Bäume die Sicht nicht versperren würden. Der Weg ist eng, überall sieht man Senderlogos auf den wild herumgeparkten Autos, das Parken fällt also schwer. Luis Durnwalder und seine Lebenspartnerin stehen – fast erschrecke ich darüber – überraschend vor dem Haus, offenbar um nachzusehen, ob noch Nachzügler-Journalisten auf dem Weg sind. Per Handzeichen versucht er anzuzeigen, dass wir den Wagen einfach irgendwie in den Hang parken sollen. Ein Landeshauptmann als Parkwächter, das hat man auch nicht alle Tage.

Es ist für die meisten anwesenden Presseleute ein jährlicher Pflichttermin, eine Tradition sozusagen, ein liebgewonnener Treffpunkt, an dem man sich in gewohnt ungewohnter Atmosphäre wieder mal sieht. Heuer sind es mehr als sonst. Das ist kein Wunder, denn hier, das spürt

jungen Landeshauptmanns, als er im August 1990 erstmals zur Sommerpressekonferenz lud. Er wusste, dass die Medien auch in den nachrichtenarmen Feiertagen Mitte August irgendwie ihre Seiten und Sendezeiten füllen müssen – zu keinem Zeitpunkt des Jahres würde ein Treffen zur „Lage

klassische Win-Win-Situation, die bald zur Tradition wurde. Allerdings – die Zeiten haben sich geändert, seit es Online-Medien gibt, deren Leser – oder sagt man besser „user“? – Nachrichten im Minutentakt verlangen. Durnwalder sagt einen Satz – zack! – ist er schon online, vom Journa-

„Ein Politiker, der nicht imstande ist, zu entscheiden und Verantwortung zu übernehmen, soll zuhause bleiben“ _ LH Luis Durnwalder jeder, geht heute eine Ära zu Ende – zumindest was diesen „Presseevent“ betrifft. Viele der anwesenden Kollegen sind seit Jahren dabei, manche seit zwei Jahrzehnten. „Was werden wir heute in einem Jahr tun“, witzeln wir, „kommen wir um Ferragosto trotzdem hierher und klingeln einfach bei Durnwalders, in der Hoffnung, dass jemand öffnet?“

Geniale Strategie. Natürlich war es eine geniale Strategie des damals erste wenige Monate

der Nation“ mehr Raum in den Medien bekommen. Er wusste auch, dass nach dem gestrengen Silvius Magnago ein vollkommen neuer Stil angesagt war: Ich bin hier, seht her, einer von euch, hemdsärmelig, ohne Jacke. Kommt in mein Sommerhäusl in Pfalzen, hier ist es gemütlicher als in Bozen. Gemeinsam mit gegrillten Würstchen und Bier vom Fass lassen sich auch schwerere Inhalte leichter verdauen. Die Presseleute sprangen – natürlich! – auf den Zug auf. Eine

listen praktisch live eingetippt am iPad. Vielleicht glauben wir Presseleute auch nur, dass dieser immediate, manchmal leider unreflektierte und wenig nachhaltige Journalismus wirklich für alle Gelegenheiten notwendig ist. So lässt Durnwalders Wohnzimmer im dunkelholzigen SechzigerJahre-Stil es seit einiger Zeit geduldig zu, dass die Meute es verwandelt in eine Pressezentrale: Mindestens ein halbes Dutzend Notebooks steht herum, Kabel, Mikrophone, die Journalisten 5


Jährliches Déjà-vu-Erlebnis. „So“, sagt er fast pünktlich um 10 Uhr, „dann würde ich sagen, dass wir anfangen können“. Der Anfang ist wie immer, denke ich mir. Ein vorhersehbares jährlich

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Foto: LPA

Politik & Gesellschaft

sitzen wortlos und ergonomisch diskutabel in bequemen Couchsesseln vor ihren Bildschirmen und tippen. Früher war das anders. Nach dem „offiziellen Teil“ gingen alle gleichzeitig gemeinsam an einem kleinen Naturteich entlang in den 100 Meter entfernten Naturgarten zum Grill – wissend, dass nur das Radio halbwegs „schnell“ sein müsse. Die Fernsehbilder haben Zeit bis zur Tagesschau am Abend, die Zeitungen erscheinen eh erst am nächsten Tag. Ein Stündchen oder zwei die Hektik zurückschalten – warum auch nicht? Durnwalder zog, auch das wurde zur Tradition, nach den Grillwürstchen dann sprichwörtlich die Ass aus dem Ärmel – in Form eines herrlich abgegriffenen Packtls Wattkarten, das er grinsend aus seiner Hosentasche hervorzog. „Und, wer von euch traut sich?“ Irgendwie war es gemütlicher, früher.

In Durnwalders Rede überwiegte nicht etwa die Vergangenheitsform, sondern er kokettierte mit der Zukunft ­ ganz so, als wäre er noch für weitere 25 Jahre im Amt

–––––––––––––––––––––––

auf mich einbrechendes Déjà-vuErlebnis. Am Ende der langen Tafel im Freien, die morgen in jeder Zeitung des Landes zu sehen sein wird, sitzt Franz Volgger, seines Zeichens langjähriger Chef des Landespresseamtes. Eigentlich ist er schon lange im verdienten Ruhestand, aber den Sommertreff

lässt er sich trotzdem nie entgehen. Luis himself sitzt mitten im Pulk – immer am selben Platz. Diesmal ist er ungewohnt modisch gekleidet, nicht hemdsärmelig, sondern sogar mit einer eleganten Jacke, als ob seine Lebenspartnerin Angelika zu ihm gesagt hätte: „Desmol ziachsch ober eppas

Ordentlichs un“. Vor ihm am Tisch eine unüberschaubare Menge an Mikrophonen, direkt gegenüber sechs oder sieben Fernsehkameras. Jeder der etwa 50 anwesenden Pressevertreter weiß: Jetzt kommt ein langer Monolog, eben eine Rede zur „Lage der Nation“. Was haben wir in den letzten zwölf


Foto: Oskar Zingerle

Monaten alles erreicht, was bleibt zu tun? Was hat uns geärgert, was gefreut? Theoretisch müsste sich diese Sommerpressekonferenz aber von den vorherigen unterscheiden, denn: Der Landeshauptmann hat nur noch wenige Monate Amtszeit. Spätestens im Jänner 2014 wird die neue Landesregierung stehen – und dann muss „der Luis“ endgültig seinen Sessel im Palais Widmann räumen. Wird diese unaufschiebbare Situation seine Rede beeinflussen? Wird die Vergangenheitsform allgegenwärtig sein? Ganz im Gegenteil: Durnwalder kokettiert mit der Zukunft

Arno Kompatscher zu Luis Durnwalder: „Luis Durnwalder hat in seiner Sommerpressekonferenz in ge­ wohnt souveräner Art und Weise die aktuellen politischen Themen auf den Punkt gebracht – jene, die uns zur Zeit besachäftigen, und auch jene, die in nächster Zukunft angegangen werden müssen. Das betrifft vor allem auch die Autono­ miebestrebungen, die von der SVP vorangetrieben werden müssen. Er hat auch Rückschau gehalten auf seine erfolgreichen 25 Jahre als Landeshauptmann – das war auch verständlich.“

– ganz so, als ob seine Zeit als Landeshauptmann noch einmal 25 Jahre dauern würde, mindestens! Fast jeder Satz beginnt mit „wir werden ...“ oder „wir müssen ...“ – nicht „er“, der neue Landeshauptmann, sein Nachfolger, sollte vielleicht das oder jenes tun, sondern „wir!“ Kraftvoll wie selten in den vergangenen Jahren spult Durnwalder zehn Punkte ab, für die er vorher stichwortmäßig auf 15 losen DIN-A5-Blättern handschriftliche Notizen vermerkt hatte – als ob er Notizen überhaupt notwendig hätte. Nicht umsonst erzählt man sich, Durnwalder hätte ein Elefantengedächtnis, vor allem dann, wenn es für ihn einen Grund gibt, nachtragend zu sein.

Das Solo-Programm des Landesfürsten. 54 Minuten lang

dauert das Zehn-Punkte-SoloProgramm des Landeshauptmannes. Mailänder Abkommen, Wirtschaftskrise, Abkommen mit Bahn und Militär, Ausbildung und Schulwesen, Infrastrukturen, Energie, Bürokratie, Europaregion Tirol, Breitband – und, kaum zu glauben, endlich ein Hinweis auf die Deadline: „Im zehnten Punkt wollen wir sehen, was wir in den letzten Monaten meiner Amtszeit noch erledigen wollen“. Die EU-Programme 2014-2020 seien noch zu definieren, sagt er, da geht es immerhin um 800 Millionen Euro. Die Umsetzung des Letta-Memorandums sei teilweise bereits erfolgt, aber einige Punkte sind doch noch offen – zum Beispiel, dass die IMU in Südtirol bei den Gemeinden bleiben sollte. Ein Programm zur Ankurbelung der Wirtschaft müsse her. Die Vergabe der kleinen Wasserkonzessionen müsse noch geregelt werden, und die Toponomastik – ein ewiges Thema, bei dem es mir von Jahr

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beim Zuhören, und vielleicht hätte auch das Geld für das eine oder andere Vereinshaus in manchem Weiler eine bessere Verwendung gefunden, und vielleicht ist es doch diskutabel, wenn jedes Dorf in Südtirol mindestens einen, wenn nicht mehrere eigene Fußballplätze hat, aber es ist trotzdem irgendwie entwaffnend, wenn Durnwalder voller Überzeugung sagt: „Viel Besseres als die SVP sehe ich auf dem Markt nicht“. Die Wähler, davon ist er überzeugt, werden vor allem in Krisenzeiten eher auf Nummer Sicher gehen, und dabei wiederholt er gebetsmühlenartig: „Niemand kann in Abrede stellen, dass dieses Land ordentlich verwaltet wurde.“ Und: „Die SVP hat eine tolle Kandidatenliste, einen guten Parteiobmann und einen hervorragenden Spitzenkandidaten“. 76.000 Vorzugsstimmen sagt er Arno Kompatscher voraus – dasselbe Ergebnis, das auch Durnwalder beim ersten Mal hatte.

Ansonsten: business as usual. Der Fürst spricht, und 50 Journalisten hören andächtig zu, tippen Notizen ins iPad oder auf kleine Notizblöcke, nicht ohne zwischendurch am appetitlichen Speck und Käse zu naschen, der sich auf kleinen runden Brettln in Griffweite eines jeden Journalisten befindet. Zwischenfragen sind weder erwünscht noch sinnvoll, denn dann würde die Sommerpressekonferenz wohl bis in den Herbst hinein andauern – erst am Ende der zehn Punkte kommen einige Fragen, die sich um eigentlich Nebensächliches wie dem bevorstehenden Hochzeits­ termin des Fürsten drehen und auch – welch Überraschung – um die ebenfalls bevorstehenden Landtagswahlen. Die Südtiroler Volkspartei werde wieder die absolute Mehrheit schaffen, sagt Durnwalder, denn: „Wenn jemand mit offenen Augen durch unser Land fährt, muss er zugeben, dass es in den vergangenen Jahren gut verwaltet wurde“. Viele Infrastrukturen, für die er in der Planungsphase ausgepfiffen worden war, hätten sich mit der Zeit als absolut notwendig und sinnvoll erwiesen – siehe Trauttmansdorff, MeBo, Universität oder Therme Meran. Vielleicht hätte es die eine oder andere Feuerwehrhalle doch nicht gebraucht, denke ich mir

Foto: Oskar Zingerle

Politik & Gesellschaft

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zu Jahr schwerer gefallen ist, aufmerksam zu bleiben. Aus Sicht von uns Brixnern sind einige Nebensätze Durnwalders interessant: Viele Infrastrukturen seien geschaffen worden, aber einiges bleibe noch zu tun. Zum Beispiel der Ausbau wichtiger Bahnhöfe der Eisenbahn, wobei er nur Brixen nennt: „Dieser Bahnhof ist besonders wichtig“, sagt er, „weil wir damit gleichzeitig für die Plose eine Lösung finden wollen“ – ein klares Signal Durnwalders, dass die Landesregierung im Sinne des Gesamtkonzeptes am Standort Bahnhof für die Seilbahnverbindung nicht rütteln will. Apropos Eisenbahn: Man habe einige Flirtzüge angekauft für eine direkte Verbindung von Bozen nach Innsbruck und Lienz, sodass wir nicht mehr am Brenner umsteigen müssen und endlich ein einziges Ticket für die Strecke ausreicht. Auch die Westumfahrung kommt kurz zur Sprache: „Hier fehlt noch ein wichtiges Teilstück in Vahrn und eines im Zentrum von Brixen“. Und, natürlich, einige Dorfumfahrungen im Pustertal.

Arnold Schuler zu Luis Durnwalder: „Luis Durnwalder war ganz sicher der richtige Mann in der richtigen Zeit: Nach dem politischen Visionär Magnago brauchte es einen Prag­ matiker, einen Verwalter, der die Vorgaben Magnagos umzusetzen wusste. Durnwalder hat in die­ sem Sinn ohne Zweifel viel Gutes geleistet, aber die Gesellschaft hat sich inzwischen verändert: Es braucht jetzt wieder eine neue Art, Politik zu betreiben. Auch die Rah­ menbedingungen haben sich ver­ ändert: Das Land wird in Zukunft sicher nicht mehr so viel Geld zur Verfügung haben wie bisher. Dies ist nicht nur ein Schaden, sondern auch eine Chance: Das Land braucht Reformen, deren Notwen­ digkeit bis jetzt vielleicht weniger gegeben war. Mit diesen neuen Rahmenbedingungen zurechtzu­ kommen ist eine schwierige, aber sehr spannende Herausforderung.“


Kompatscher war sowieso sein Wunschkandidat als Nachfolger gewesen. Zumindest hatte ich diesen Eindruck noch bei unserem letzten persönlichen Interview Ende Oktober 2012 im Palais Widmann, als er mir prophezeit hatte, dass ein Jahr später mit ganz großer Wahrscheinlichkeit der Präsident des Gemeindenverbandes die Liste der SVP anführen werde – und eher nicht Parteiobmann Richard Theiner. „Das dürfen Sie aber noch nicht schreiben“, hatte er damals bei ausgeschalteten Mikrophonen gesagt. Für die Öffentlichkeit war seine Voraussage nicht bestimmt.

„Durnwalder-Nostalgie?“ Es ist

auffallend, wie großzügig der Landeshauptmann mit lobenden Worten um sich wirft: Kompatscher habe die richtigen menschlichen und fachlichen Voraussetzungen, auch moralische, fügt er ergänzend hinzu. „Wir haben eine viel bessere Landesregierung als die Bevölkerung zu wissen glaubt“, sagt er über seine derzeitigen Kollegen. Allen würde er die Note 8+ geben, vielleicht dem einen

Foto: Lia Vontavon

oder anderen sogar eine 10. Er, der Klassenlehrer, benotet seine Lehrlinge. Die Grünen-Kandidatin Brigitte Foppa wird die Sommerpressekonferenz ein paar Tage später in einem Kommunique als „Durnwalder-Nostalgie“ bezeichnen: „Der Landeszentralismus und das ständige Eingreifen Durnwalders haben Initiative und Eigenständigkeit auf vielen Ebenen gelähmt.“ Stimmt, würde Durnwalder darauf wohl grinsend antworten,

er werde keinen Nobelpreis in Demokratie bekommen. Aber andererseits: „Ich habe etwas weitergebracht, auch wenn ich aus heutiger Sicht vielleicht im Eifer des Gefechts hin und wieder zu schnell entschieden, die Leute zu wenig involviert habe“. Nachdenken, diskutieren – und dann handeln, Verantwortung übernehmen, das war 25 Jahre lang sein Credo. „Man kann nicht über alles eine Volksabstimmung abhalten“, sagte er, „die derzeitige Euphorie

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für direkte Demokratie wird bald nachlassen: Jeder wird erkennen“, sagt Durnwalder, „dass damit einfach nichts weitergeht“. Ein Wink mit dem Zaunpfahl in Richtung Kompatscher? Es ist, als ob „der Luis“ die direkte Demokratie entlarven wollte als Entmündigung der Politik: Die repräsentative Demokratie lebt eben davon, dass gewählte Volksvertreter von der Bevölkerung die Legitimation erhalten, Entscheidungen zu treffen und

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Foto: Oskar Zingerle

de Staatsschulden trotz abstruser Steuerbelastung, die Wirtschaft am Boden, die Arbeitslosenraten beängstigend. „Italien muss zur Kenntnis nehmen, dass es ein krankes Land ist“, sagt er. „Wenn ein

bekommen, dann werden wir es locker schaffen“. Die Südtiroler sind fleißig, die Unternehmen klein und flexibel. Die Wirtschaft brauche mehr Freiheit, weniger Bürokratie, dann entstünden au-

„Italien muss zur Kenntnis nehmen, dass es ein krankes Land ist.“_ Luis Durnwalder Hans Heiss zu Luis Durnwalder: „Am Ende der Ära Durnwalder gibt der Landeshauptmann nochmals den Großen Zauberer: Beim Empfang für Premier Letta in Bozen, beim Soloprogramm in Pfalzen, allgegenwärtig im ganzen Land erweckt er den Eindruck, als wollte er nochmals zumindest fünf Jahre dranhän­ gen. Aber die Sterne leuchten am hellsten, bevor sie verglühen, und so geht auch diese Ehrenrunde unaufhaltsam zu Ende. Der Luis ist „ban gian“, ein schwerer Abschied, vor allem für ihn selbst – aber die Zeit ist reif.“

Pfalzen in aller Deutlichkeit, „ein Politiker, der nicht imstande ist, auch einmal Nein zu sagen, soll lieber nicht Politik betreiben“. Dabei war er es in den vergangenen Jahren am frühen Morgen hundertfach gewesen, der die „Neins“ der Bürgermeister und seiner Landesräte oftmals in ein „Ja“ verwandelt hatte. Dass er damit wochenlang gereifte Entscheidungen innerhalb weniger Minuten umdrehte und damit die Bürgermeister brüskierte, war ihm einerlei. Ich versuche die Nabelschau Südtirols sanft zu beenden, den Horizont etwas zu erweitern – und bitte ihn um eine ehrliche Analyse der Situation von Italien: steigen-

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Kranker glaubt, gesund zu sein, dann wird es schwer sein, ihn davon zu überzeugen, eine Medizin zu nehmen. Der italienische Staat ist krank, es braucht eine Rosskur. Ohne Rosskur wird Italien früher oder später dasselbe Schicksal erleiden wie Griechenland.“ Und dann verwendet er dieselbe Metapher, die ich von ihm bereits irgendwo vernommen hatte: „Bei einem Schiffsuntergang wird auch die erste Klasse untergehen.“ Südtirol als Freistaat sei kein geeignetes Ausstiegsszenario, aber eine „innere Selbstbestimmung“ sehr wohl: „Südtirol steht eigentlich gut da; wenn wir es schaffen, gegenüber Rom eine größtmögliche Freiheit in unseren Entscheidungen zu

tomatisch Arbeitsplätze. „Einem Arbeitslosen ist viel mehr geholfen, wenn wir die Rahmenbedingungen schaffen, dass er eine Arbeit bekommt, als dass wir ihm einen Beitrag auszahlen.“ Denn: „Arbeit ist auch Lebenskultur“. So ist er eben, denke ich mir: pragmatisch, zielorientiert, egozentrisch, erfolgreich. „Die Leute haben mir schon viel verziehen, denn sie wissen: So bin ich eben“, sagt er im selben Augenblick, als ob er meine Gedanken gelesen hätte.

willy.vontavon@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

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Politik & Gesellschaft

nicht bei jeder Polemik gleich den sprichwörtlichen Schwanz einzuziehen: „Ein Politiker, der nicht imstande ist, zu entscheiden und Verantwortung zu übernehmen, soll zuhause bleiben“, sagt er in

Im Dienste der Bevölkerung

Mit Ablauf des Pachtvertrages für die Kolping-Mensa hat der Verein Kolpinghaus Brixen den Mensa- und Barbetrieb selbst übernommen und bündelt nunmehr alle seine Häuser, Einrichtungen und Heime in Brixen unter einer gemeinsamen Führung. Die Entscheidung war nach der Kündigung des Pächters vom Verwaltungsrat getroffen worden, um auch in Zukunft einen qualitätsvollen Mensadienst zu erschwinglichen Preisen zu gewährleisten – ohne Gewinnabsichten und damit ganz im Sinne des geistigen Gründervaters der sozial ausgerichteten Kolpingwerke, Adolph Kolping. Übernommen wurden nicht nur der Mensa- und Barbetrieb, sondern auch drei der bisherigen Mitarbeiter, außerdem wurden fünf weitere Arbeitsplätze geschaffen und mit äußerst qualifizierten Mitarbeitern besetzt. nach Adolf Schwienbacher, dem Präsidenten des Vereins, wird das fachkundige Team mit Engagement, Professionalität und Weitblick für ein zeitgemäßes gastronomisches Angebot sorgen, das alle Berufsgruppen und Studenten ansprechen will und sowohl Mensa als auch Bar zu weithin geschätzten orten der Begegnung in Brixen werden lässt. Verein Kolpinghaus Brixen fallmerayerstraße 4B 39042 Brixen Tel. 0472 971717 mensa@kolpingbrixen.it

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Qualität trotz Sparmaßnahmen? Das Brixner Krankenhaus hatte durch das Spardekret Monti im Jahre 2012 sowie im ersten Halbjahr 2013 mit massiven Sparvorgaben zu kämpfen. Wo wurde gespart, und beeinflusst dies die Qualität der Leistungen?

D

er staatlich verordnete Sparzwang macht auch vor dem Gesundheitswesen nicht Halt. So gab es in den vergangenen Jahren auch am Krankenhaus Brixen einige Veränderungen, die mit Montis Spardekret zusammenhängen.

Reduzierung von Betten und Abteilungen. Da auf nationaler

Ebene ein sehr restriktives Bettenkontingent vorgeschrieben wurde, musste die Anzahl der Betten auf 3,7 pro 1.000 Einwohner reduziert werden. „Im internationalen Kontext gesehen ist dies eine sehr niedrige Anzahl, vor allem im Vergleich zu Österreich und Deutschland“, bestätigt Siegfried Gatscher, der Direktor des Gesundheitsbezirkes Brixen. Dadurch, dass einige Leistungen im stationären Bereich in ambulante Leistungen umgewandelt worden sind, war diese Bettenreduzierung jedoch problemlos zu vollziehen – ohne dass der Leistungsumfang vermindert wurde. Im Zuge der Sparmaßnahmen wird das Krankenhaus Brixen außerdem zwei Primariate auflösen: Die Abteilung „Medizin 2“ fließt in die „Medizin 1“ ein, wodurch es in Zukunft nur noch eine internistische Abteilung geben wird. Zudem wird die Gefäßchirurgie als einfache Struktur in die allgemeine Chirurgie eingegliedert. Trotz all dieser Fakten sieht Siegfried Gatscher die daraus resultierenden Zahlen immer noch als Erfolgsbilanz: „Trotz der Einsparungen und Reduzierungen ist es uns gelungen, die Leistungen aufrecht zu erhalten, wenn nicht sogar geringfügig zu verbessern.“ Doch nicht nur bei den Betten wird gespart: Südtirol verzeichnet italienweit die niedrigsten pharmazeutischen Ausgaben, da die Ärzte hierzulande zum einen weniger Medikamente verschreiben und zum anderen auch auf die so genannten Generika setzen – den Imitaten von teureren

Medikamenten renommierter Hersteller, die jedoch dieselben Wirkstoffe aufweisen. „Der Bürger hat bisher aber sicher immer das bekommen, was aus klinischer Sicht gemäß den internationalen Leitlinien notwendig ist“, versichert Sanitätskoordinator Karl Lintner. Auch für den Erwerb von sanitären und nicht sanitären Gütern sowie für die Ausgaben für Personal sind dem Gesundheitsbezirk strenge Sparvorgaben auferlegt worden.

Zusammenarbeit und neues Vormerksystem. Da die Kran-

kenhäuser Brixen, Bruneck und Sterzing in einigen Fachgebieten nun zusammenarbeiten und somit ihr Einzugsgebiet vergrößern, wird damit auch der hohe Patientenzustrom von außen beeinflusst: Derzeit stammen lediglich 40,3 Prozent der im Krankenhaus Brixen stationär behandelten Patienten aus dem Gesundheitsbezirk Brixen. Der Rest kommt aus anderen Bezirken des Landes, anderen Regionen Italiens oder auch aus dem Ausland. Durch die Zusammenarbeit der Südtiroler Krankenhäuser lassen sich aber auch manche in Brixen ansässige Patienten in Bruneck oder Sterzing behandeln. So gelangt das Krankenhaus Brixen zu einem Mobilitätssaldo von beinahe 16 Millionen Euro, der einen wesentlichen Anteil der Finanzierung des Gesundheitsbezirkes darstellt. Ein neues Vormerksystem, das seit März aufgrund einer politischen Vorgabe im Einsatz ist, soll einen größeren Überblick über diese Patientenströme geben und zudem dem Bürger den Vorteil verschaffen, dass er sich bald an einer einzigen Stelle bei allen Krankenhäusern des Landes vormerken kann. Da es jedoch noch einige Startschwierigkeiten gibt, wird es derzeit lediglich in vier Disziplinen eingesetzt. In Zukunft soll es jedoch auf alle Bereiche im

Krankenhaus ausgeweitet werden, wofür eine komplette planerische Umgestaltung der Fachambulanzen notwendig ist. „Für Brixen ist es im Gegensatz zu Bozen und Meran, die dieses System bereits recht lange verwenden, eine echte Umstellung“, so Karl Lintner, „der direkte Kontakt zu den Abteilungen geht verloren, und dadurch werden sowohl die internen Mitarbeiter als auch die Bürger verunsichert.“ Auch für Siegfried Gatscher stellt das neue System objektiv betrachtet ein großes Problem dar: „Das alte

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System hat einfach mehr Flexibilität geboten.“ Bereits in den vergangenen Jahren wurden im Sanitätsbereich erhebliche Einsparmaßnahmen umgesetzt. Wie viel ist eigentlich noch verkraftbar? „Weitere einschneidende Sparmaßnahmen könnten nur sehr begrenzt durch Rationalisierungsmaßnahmen aufgefangen werden und brächten unweigerlich eine Rationierung von Leistungen mit sich“, so die Antwort der Vertreter des Gesundheitsbezirkes. hanna.hofer@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

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Ende Oktober finden die Wahlen zum Südtiroler Landtag statt. Der „Brixner“ stellt einige Eisacktaler Kandidaten der verschiedenen Parteien in einer offenen Diskussionsveranstaltung auf der Bühne des Forums Brixen vor.

LESERFORUM

Die Kandidaten werden dabei Fragen beantworten, die entweder im Vorfeld in der Redaktion eingelangt sind oder direkt am Abend der Veranstaltung per SMS oder E-Mail übermittelt werden.

Haben Sie eine Frage, die am 4. September im Forum Brixen beantwortet werden sollen? Schreiben Sie uns: leserforum@brixner.info

Pius Leitner

Walter Blaas

Tamara Oberhofer

(DIE FREIHEITLICHEN)

(DIE FREIHEITLICHEN)

(DIE FREIHEITLICHEN)

Hans Heiss

Christoph Moar

(GRÜNE)

(GRÜNE)

Antonio Bova (L’ALTO ADIGE NEL CUORE)

Renate Prader

Francesco Bertoldi

(PD)

(PD)


LANDTAGS-

WAHLEN

2013

LESER FRAGEN, KANDIDATEN ANTWORTEN PODIUMSDISKUSSION zwischen und mit Eisacktaler Kandidatinnen und Kandidaten für die Landtagswahlen 2013

Mittwoch, 4. September 2013, 20 Uhr Forum Brixen, Saal Prihsna Eintritt frei

Arno Kompatscher (SVP)

Magdalena Amhof

Peter Gasser

Philipp Achammer

(SVP)

(SVP)

(SVP)

Petra Libera

Hartmuth Staffler

(SÜD-TIROLER FREIHEIT)

(SÜD-TIROLER FREIHEIT)


Foto: Oskar Zingerle

Politik & Gesellschaft

BRIXEN

Tauschgeschäft für Bibliothek z Einen Schritt weitergekommen ist die Gemeinde Brixen bei der Realisierung der neuen Stadt­bibliothek: Der Gemeinderat genehmigte den Entwurf des Raumordnungsvertrags, der die Übernahme einiger Parzellen regelt, die für den Bau des Gebäudes am Domplatz notwendig sind. Dieser Raumordnungsvertrag sieht vor, dass der Staat dem Land die Flächen

und das Gebäude des ehemaligen Gefängnisses zwischen Domplatz und Brunogasse abtritt. Das Land seinerseits tauscht diese Immobilien mit der Baumgartner Beteiligungsverwaltung (BBV), die sie wiederum in einem Tauschgeschäft der Gemeinde Brixen überträgt, samt dazugehörigem Anbaurecht an Gerichtsgebäude und Finanzkaserne. Im Gegenzug

erhält die BBV ein 1.470 Quadratmeter großes Areal im nördlichen Teil der heutigen Tennisplätze, auf dem Wohnungen errichtet werden dürfen. Der Gesamtwert des Areals liegt bei 2.377.000 Euro. Durch die

P&G

Genehmigung dieses Entwurfs für den Raumordnungsvertrag mit 18 Ja-Stimmen und vier Enthaltungen kann nun mit der Ausführungsplanung der neuen Stadtbibliothek begonnen werde. db

Politik & Gesellschaft FORUM BRIXEN, 4. SEPTEMBER

Podiumsdiskussion zur Landtagswahl z Der „Brixner“ präsentiert 14 Eisacktaler Kandidaten zur Landtagswahl 2013 im Rahmen einer Podiumsdiskussion, die am 4. September um 20 Uhr im Forum Brixen bei freiem Eintritt stattfinden wird. Für die SVP werden Spitzenkandidat Arno Kompatscher anwesend sein sowie Magdalena Amhof, Philipp

kurz

notiert

14

Achammer und Peter Gasser. Auf der Bühne werden außerdem Francesco Bertoldi und Renate Prader (PD), Walter Blaas, Pius Leitner und Tamara Oberhofer (Freiheitliche), Hartmuth Staffler und Petra Libera (Süd-Tiroler Freiheit), Hans Heiss und Christoph Moar (Grüne) sowie Antonio Bova (Alto Adige nel Cuore)

versuchen, sich von ihrer besten Seite zu zeigen. Für die Brixner und Eisacktaler ist dies die beste Möglichkeit, sich ein Bild zu machen, von welcher Partei und von welchem Kandidaten man sich im Südtiroler Landtag vertreten fühlt. Das Konzept des Abends ist neu: Wir haben unsere Leser aufgerufen, eine E-Mail mit den

gewünschten Themen und Fragen in die Redaktion zu senden, die die Kandidaten im Forum beantworten sollen. Am Abend selbst hat das Publikum dann die Möglichkeit, die Diskussion mit Beiträgen, Kommentaren und weiteren Fragen zu bereichern – per SMS, die sozusagen „live“ vorgelesen werden. oz

Die Gemeinde Brixen hat beim Landesgericht Bozen Rekurs gegen die Schließung der Außenstelle des Landesgerichts in Brixen eingereicht. Die Schließung stehe im Widerspruch zur Verfas­ sung, zum Autonomiestatut und zu den Durchführungsbestimmungen, da sie die Eigenheiten Südtirols nicht ausreichend berücksichtige.

Nach entsprechenden Anregungen vieler Brixner Bürger und dem po­ sitiven Gutachten des Landes wird nun der südöstliche Vorplatz der Fakultät für Bildungswissenschaf­ ten in Brixen als „GeschwisterScholl-Platz“ benannt. Zuvor trug der schmucklose Ort vor dem Tourismusverein Brixen diesen Namen.

Die LegaCoopBund, Vertretungs­ verband und Dienstleistungs­ zentrum für die Genossenschaften in Südtirol, eröffnet am 20. Sep­ tember einen Infoschalter in der Trattengasse. In Brixen sind ein Dutzend Genossenschaften Mit­ glied der LegaCoopBund, so der Weltladen, die Mensa Brixen und auch das Haus der Solidarität.


NACHGEFRAGT

„Konkrete Hilfestellung geben“ STEFAN HOFER, Präsident des Dachverbandes für Soziales und Gesundheit sowie Vizepräsident der Sozial­ genossenschaft „HandiCar – Service für Menschen mit Behinderung“, über den neu errichteten „Social Infopoint“. Beratungszentren im ganzen Land, in Brixen ist die Infostelle bei der Arbeitsgemeinschaft für Behinderte in der Runggadgasse angesiedelt. Welche Hilfe erhalten die Ratsuchenden dort? Der „Social Infopoint“ soll nicht nur eine allgemeine Auskunftsstelle sein, sondern den Menschen Hilfestellung bei ihren ganz konkreten Problemen geben. Die Mitarbeiter bieten solange eine Begleitung an, bis der Ratsuchende entweder bei den Trägerorganisationen oder bei anderen Einrichtungen die geeignete Unterstützung für sein ganz individuelles Problem erhalten hat.

Warum ist eine derartige Beratungsstelle überhaupt notwendig? Wenn ein Betroffener sich an die unterschiedlichen Dienste des Sozial- und Gesundheitswesen wendet, muss er viele bürokratische Hindernisse überwinden. Die Vielschichtigkeit der Unterstützungsmöglichkeiten wird dabei häufig als unübersichtlich erlebt, und häufig funktioniert die Zusammenarbeit zwischen den Diensten nicht optimal – der „Social Infopoint“ soll hier als Bindeglied funktionieren.

Foto: Oskar Zingerle

Herr Hofer, was ist der „Social Infopoint“, und von wem wurde er ins Leben gerufen? Der „Social Infopoint“ ist ein Gemeinschaftsprojekt des Landesverbandes Lebenshilfe, der Arbeitsgemeinschaft für Behinderte und der Sozialgenossenschaft HandiCar. Alle Menschen mit Behinderungen oder Einschränkungen, die in Südtirol leben, finden hier eine Anlaufstelle, über die sie gezielt Informationen und Hilfestellung erhalten – und dies zu fast allen Themen des täglichen Lebens wie Wohnungs- und Arbeitssituation oder der Versorgung mit Hilfsmitteln. Es gibt derzeit sechs

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Politik & Gesellschaft

BRIXEN / RIO DE JANEIRO

Für eine gerechtere Welt z An sieben der bisher abgehaltenen zwölf Weltjugendtage haben auch Südtiroler Jugendliche teilgenommen – so auch am letzten, der Ende Juli in Brasilien stattfand. 40 Mitglieder der Südtiroler Katholischen Jugend im Alter zwischen 17 und 30 Jahren reisten in Begleitung von sechs Seelsorgern – darunter auch Karl Blasbichler, der Pfarrer von Neustift – in den mit knapp 200 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichsten Staat Lateinamerikas. Als Reiseleiter fungierte Arthur Schmitt, der das Land von seiner zweijährigen Arbeit als Missionar gut kennt. In der Gruppe waren auch Jugendliche aus Neustift, Vahrn, Natz und Albeins. Nach einem mehrtägigen Aufenthalt in der Stadt Vitoria fuhren sie in

die Metropole Rio de Janeiro. In einer Abtei der Augustiner Chorherren einquartiert, fieberten sie der Begegnung mit Papst Franziskus entgegen – gemeinsam mit etwa 3 Millionen Jugendlichen aus 175 Nationen. Nach der vom Kirchenoberhaupt gehaltenen Vigilfeier am Abend verbrach-

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ten sie die kühle und regnerische Nacht auf Isomatten und in Schlafsäcken an dem weltbekannten Strand der Copacabana und warteten auf den nächsten Morgen, an dem der Papst den Abschlussgottesdienst zelebrierte. „Man spürt den Glauben!“, fasst der 17-jährige Neustifter

Theo Pizzinini seine Eindrücke zusammen. Karl Blasbichler formuliert die Botschaft des Papstes so: „Seid Missionare! Baut an der Kirche mit! Rüttelt an den starren Strukturen! Lebt den Alltag im Glauben! Setzt euch für eine gerechtere Welt hb ein!“


BRIXEN

LANDTAGSWAHLEN 2013

Unterschriftensammlung für Referendum

Erstmals Briefwahl

z Die Initiative für mehr Demokratie und über 30 Organisationen wie der Dachverband für Natur- und Umweltschutz, Gewerkschaften oder die oew führen derzeit auch in Brixen eine Unterschriftensammlung durch, um ein Referendum über das im Juni 2013 beschlossene Landesgesetz zur Direkten Demokratie zu erwirken. Ziel ist es, innerhalb 13. September jene 8.000 Unterschriften zu erhalten, die notwendig sind, um eine Volksabstimmung überhaupt abhalten zu können. „Wir wollen dieses Referendum, um Nein zu sagen zu diesem Gesetz, das wirkliche Mitbestimmung verhindert“, so die Organisatoren. Abgestimmt werden soll dabei, ob

das Landesgesetz in Kraft tritt oder nicht. Gleichzeitig werden auch Unterschriften für ein erneutes Volksbegehren zum Gesetzentwurf zur Direkten Demokratie gesammelt: Dieses soll erreichen, dass der eingebrachte Gesetzesvorschlag der Initiative für mehr Demokratie erneut im Landtag behandelt wird. Die Unterschriften zur Abhaltung des Referendums sowie für das Volksbegehren wurden den ganzen August über immer samstags bei einem eigenen Infostand gesammelt; außerdem kann jeder Bürger im Rathaus seiner Wohnsitzgemeinde unterschreiben. Nähere Infos unter www.dirdemdi.org oder www. referendum2014.org. db

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lich, per Post, Fax oder E-Mail. Die Wählenden erhalten nach Beantragung die entsprechenden notwendigen Unterlagen. Es empfiehlt sich, die Stimme sofort nach Erhalt des Stimmzettels abzugeben und im vorfrankierten Briefumschlag auf der Post aufzugeben, da die Umschläge innerhalb Freitag, 25. Oktober, bei der zentralen Wahlbehörde eingelangt sein müssen. Nähere Informationen erteilt die Gemeinde und sind auf der Internetseite des Landes unter wahlen.provinz.bz.it abrufbar. cpl Foto: Oskar Zingerle

z Mit eigenem Landesgesetz ist das Briefwahlrecht für Wähler eingeführt worden, die am Wahltag etwa aus Urlaubs- oder Studiengründen nicht in Südtirol sind und daher nicht in ihrer Wohnsitzgemeinde wählen können. Daneben können auch die in die AIRE-Register eingetragenen Auslandssüdtiroler das Briefwahlrecht erstmals bei den Landtagswahlen am 27. Oktober nutzen. Südtiroler, die vom Briefwahlrecht Gebrauch machen möchten, müssen in der Gemeinde, in deren Wählerlisten sie eingetragen sind, einen Antrag stellen. Dieses Formblatt kann auf der Seite wahlen.provinz.bz.it abgerufen oder in der Gemeinde abgeholt werden. Gemeinsam mit einer Kopie des Personalausweises muss es bis spätestens 27. September (30 Tage vor dem Wahltag) in der Gemeinde eingereicht werden – persön-

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Menschen & Meinungen

PORTRAIT

Die Lebensfrohe GIUSEPPINA „GIUSI“ ZANNI-DORFMANN aus Brixen war Kreisspielerin beim SSV Handball Milland und leidenschaftliche Kanufahrerin. Dem Sport und den Menschen galt ihre ganze Aufmerksamkeit. Die seltene Huntington-Krankheit hat nun vieles verändert.

S

anftmut fließt aus ihrem Blick, auch wenn der Kopf ruckartig hin- und herpendelt. Und wenn sie lächelt, mit ihrem schönen großen Mund, so scheint es, als ob sich der innere Wesenskern von Giuseppina Zanni-Dorfmann hervorkämpfen will. Jener Kern, der seit Jahren von den Auswirkungen der seltenen Erbkrankheit Chorea Huntington zunehmend überlagert wird. Die Huntington-Krankheit verändert das Gehirn, unaufhaltsam und unabwendbar, und damit auch den Körper und die Psyche der Betroffenen.

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Früher sportlich, heute führen Bewegungsstörungen zu Missverständnissen. Giuseppina

Zanni-Dorfmann, in Brixen und darüber hinaus als Giusi bekannt, ist eine unerschrockene Frau. Vor dem Ausbruch ihrer Krankheit leitete sie die Poststelle von Villnöss, spielte Handball im SSV Milland und fuhr Kanu, wobei sie auch an Wettbewerben teilnahm. Überhaupt liebte sie den Sport und die Menschen: Giusi fuhr zudem leidenschaftlich gern Ski und Fahrrad, schwang den Tennisschläger und das Tanzbein. Wenn sie sich heute bewegt, so zieht sie ungewollt viele Blicke auf sich: Unkontrollierte Zuckungen schütteln ihren Körper, lassen die Arme plötzlich empor schnellen.

Das griechische „Choreia“ bedeutet Tanz, früher nannte man die Krankheit auch ungeschönt Veitstanz. Giusis Gang ist schwankend und torkelnd, manchmal stürzt sie ungewollt. Spaziert sie durch Brixen, so wird sie häufig als Betrunkene abgestempelt, und auch in den Cafés führen ihre ruckartigen Bewegungen häufig zu Missverständnissen und missbilligenden Blicken. Eine Situation, die Giuseppina Zanni-Dorfmann ausgrenzt und sie leiden lässt. Die Neuroleptika, welche die Bewegungsexplosionen eindämmen sollen, lähmen zeitweise auch ihre Sprache. Heute beispielsweise ist kein Tag zum Sprechen, ihre drei Freundinnen Irene Cappellari, Elke de Biase und Christine Thaler

erzählen somit über die gemeinsamen Kindheitstage, über Giusi vor und während ihrer Krankheit. Als Jugendliche lernten alle vier das Gitarrespielen, wollten eine Mädchen-Band gründen. „Giusi ist ein herzensguter Mensch, der immer für andere da war“, erzählen Irene, Elke und Christine, die nun für Giusi da sind. Manchmal auch mit einem Gefühl der Trauer und der Hilflosigkeit, „doch wenn wir weinen müssen, ist stets sie es, die uns aufmuntert.“

Ihr Leben vor und nach Ausbruch der Krankheit. Die ersten

Anzeichen der Krankheit machten sich bei Giusi Zanni-Dorfmann vor etwa fünf Jahren bemerkbar. Weil man diese nicht zu deuten


Fotos: Oskar Zingerle

wusste, verlor sie ihren Arbeitsplatz. Die endgültige Diagnose erfolgte im Februar 2011 – rasant veränderten sich der Körper und auch das Wesen. Huntington führt unter anderem zu Depressionen oder zu Fehleinschätzungen der Realität. Wer und wie war Giusi, wer und wie ist Giusi heute? Es fällt schwer, die richtige Zeitform zu wählen – beim Fragenstellen

liebende und junge Person wie Giusi. Seitdem sie 18 Jahre alt ist, managt sie ihr Leben autonom. Nachdem ihr Lebensgefährte Paolo im Jahr 2003 an Krebs verstorben ist, lebt sie alleine. Ihre Familie, ihr soziales Netz sind jetzt ihre drei Freundinnen. Nun im Alter von 46 Jahren sich bevormunden zu lassen oder Anweisungen zu folgen

„Was vom früheren Leben übrig geblieben ist? Wenig.“_ Giusi Dorfmann ebenso wie bei der Beantwortung. Als sehr witzig, humorvoll, belesen, kritisch und auch chaotisch beschreiben sie die vier Freundinnen, „und sie ist ja immer noch derselbe Mensch, auch wenn sie die Krankheit sehr verändert hat.“ Giusi hört aufmerksam zu. Was ist denn vom „früheren“ Leben geblieben, was ist ihr heute noch möglich? „Wenig“, antwortet sie. Es gibt bessere Tage, und schlechtere. Eine stundenweise Betreuung ist bereits unumgänglich, bald schon wird sie eine professionelle Rundum-Pflege benötigen. Ein schwieriger Schritt für eine so selbständige, freiheits-

ist gar nicht ihr Ding. Ob es für sie schwierig ist, sich helfen zu lassen? „Ja, schon“, meint Giusi. Ständig jemanden um sich haben zu müssen ist ein Gedanke, der ihr gar nicht behagt. Hinzu kommen finanzielle Probleme: Trotz Unterstützung reicht das Geld nicht aus für all die Medikamente, die Betreuung und den Rest fürs Leben. „Und trotz allem ist sie sehr bescheiden und beschwert sich nie“, so die Freundinnen.

Wer schenkt Giusi etwas von seiner Zeit? Um nicht von den eigenen vier Wänden erdrückt zu werden, geht Giusi gerne

in die Stadt und setzt sich in eine Bar. Sieben bis acht Stunden schlägt sie dort tot, meist ohne Gesellschaft. All zu früh will sie nicht nach Hause gehen, ansonsten ist der Abend zu lang. Unter Menschen war Giusi immer schon gerne; heute wird sie oftmals gemieden, weil man ihre Krankheitssymptome nicht zu deuten weiß. „Wir würden uns wünschen, dass die Menschen vermehrt auf sie zugehen. Dass sich Leute finden, die Giusi etwas Zeit schenken – für ein Ratscherle, einen gemeinsamen Kaffee oder einen kurzen Spaziergang“, sagen Irene Cappellari, Elke de Biase, Christine Thaler, und Giusi ZanniDorfmann stimmt dem auf ihre ganz besondere Art zu. Sie wünscht sich noch ein paar Tage in Wien oder am Gardasee, gemeinsam mit ihren drei Freundinnen, mit denen sie einst eine Mädchenband gründen wollte.

doris.brunner@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

Steckbrief

Giuseppina Zanni-Dorfmann wurde am 7. Februar 1967 in Sovere (Bergamo) geboren. Da ihre Mutter früh verstarb, wuchs sie bei ihrer Tante in Milland auf, gemeinsam mit zwei Stiefbrüdern. Ihre zwei Jahre ältere Schwester Emi wurde bei einer Tante in Bruneck in Obhut gegeben, ihre zwei Brüder blieben beim Vater in Bergamo, und von der jüngeren Schwester weiß man nicht, wo sie auf­ gewachsen ist und wo sie heute lebt. Nach dem Besuch der Pflichtschule in Milland und der Matura an der Fach­ lehranstalt für Kaufmännische Berufe in Brixen arbeitete Giusi von 1988 bis 2001 im Postamt von Villnöss. Anschließend war sie als Sekretärin in verschiedenen Privatbetrieben und bei der Sanitätseinheit beschäftigt. Im Februar 2011 wurde bei ihr die erblich bedingte neurologische Erkrankung „Chorea Huntington“, auch Hunting­ ton­Krankheit, diagnostiziert. 19


Foto: Klaus Peterlin, allesfoto

Menschen & Meinungen

MELLAUN

Weltmeister der Herzen z „Weltmeister der Herzen“ verkündet ein Spruchband in Mellaun, das sich auf den Kfz-Mechaniker Markus Gasser bezieht. Dieser war bei den Berufsweltmeisterschaften WorldSkills in Leipzig angetreten und konnte dort mit der Silbermedaille den Vizeweltmeistertitel nach Mellaun holen. Der 21-Jährige arbeitet beim Autohaus Hofer in Villanders; seinen Erfolg feierte

er kürzlich auch bei einem Empfang im Brixner Rathaus. Auf sich stolz sein können auch weitere Teilnehmer der Berufsweltmeisterschaften aus dem Eisacktal: So hat der Tischler Matthias Gschnitzer aus Feldthurns, der bei barth Innenausbau in Brixen arbeitet, die Bronzemedaille gewonnen. Der Konditor Oliver Gasser aus Lüsen hat die Medaillenränge hingegen nur knapp verpasst. db

M&M Menschen & Meinungen BRIXEN

Der Spruch vom Much

I woaß schun, prum die SVP-Frauen iatz lei mehr Tarnfarben unziachn terfn. Wenn sie auffålln, nemm se in die åltn Mander in Job weg.

kurz

notiert

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50 Jahre in Brixen z Der im Jahr 2004 verstorbene Professor Franco Sartori verbrachte seine Ferien gerne in Brixen – und war zudem ein begeisterter Leser des „Brixner“. Als Professor für römische und griechische Geschichte arbeitete Sartori an der Universität Padua und leitete auch die universitären Sommerkurse hier in Brixen. Mit seinem hochschulpolitischen Engagement und der kontinuierlichen Arbeit in

Forschung und Lehre hat er für seine Heimatuniversität, aber auch für die „Università di Padova“ in Brixen, viel geleistet.
Nach seinem Tod verbrachten seine Ehefrau Raffaella und sein Sohn Giovanni Silvio Sartori weiterhin ihre Ferien in der Bischofsstadt – heuer zum 50. Mal. Für diese Treue wurden sie nun bei einer kleinen Feier im Hotel „Grüner Baum“ von den Eigentümern des Hotels, Burg-

hart, Christl und Cornelia Stremitzer, sowie von den politischen Vertretern Zeno Giacomuzzi als ehemaliger Bürgermeister, Vizebürgermeister Gianlorenzo Pedron und den Präsidenten des Tourismusvereins Brixen, Markus Huber, geehrt. hh

Der Verwaltungsrat des ÖBPB „Zum Heiligen Geist“ wurde vom Brixner Gemeinderat neu gewählt. Die Mitglieder des Verwaltungs­ rates sind Hansjörg Bergmeister, Erna Leitner Meßner, Manuela Un­ terfrauner, Andreas Schatzer, Josef Maria Fischnaller, Maria Rosa Costanzo und Francesco Bertoldi.

Drei Priester aus der Gemeinde Lüsen sowie der dortige Pfarrer feierten Mitte August in der Pfarr­ kirche ihre runden Priesterjubiläen: Alfred Kugler und Oswald Oberhauser sind seit 50 Jahren Priester, Richard Oberhauser und Pater Johannes Federspieler seit 55 Jahren.

Die 18-jährige Brixnerin Ilaria Dolar wurde zur Miss Canazei 2013 gewählt und konnte somit am regionalen Wettbewerb um den Titel „Miss Trentino Alto Adi­ ge“ teilnehmen. Dort erreichte sie den zweiten Platz, was ihr die Beteiligung am Halbfinale zur Miss-Italia-Wahl ermöglicht.


O o op s

mein Hoppala

Karin Griesser, Mutter von sechs Kindern (im Bild rechts)

Riskanter Rollentausch

Ich bin mit meiner Zwillingsschwester Monika aufgewachsen. Als eineiige Zwillinge sahen wir uns, bis wir etwa 18 Jahre alt waren, wirklich zum Verwechseln ähnlich, und ich gebe zu, es bereitete uns speziell in unserer Schulzeit großen Spaß, Lehrpersonen glauben zu lassen, die eine wäre die andere. Vor allem die Religionslehrerin, Schwester Christine, ging uns, den „Griessergitschn“, immer wieder auf den Leim. Höhepunkt in diesem „Zwillings-Wechsel-Tausch“ war folgende Episode: Monika hatte gerade Peter, einen feschen Eppaner, kennengelernt und sich mit ihm zum Eisessen verabredet. Als das Date aber stattfinden sollte, wurde es ihr zu brenzlig, und sie schickte mich los. Ich gab mich als Monika aus und spielte die Rolle mit großem Einsatz, bis ... ich einen Schreck bekam, denn wer kam des Weges? Mein heutiger Mann Erich, mit dem ich seit einem guten halben Jahr verbandelt war! Auweia! Der reagierte verständlicherweise echt sauer, und es brauchte eine Menge gutes Zureden, bis er vom Grund unseres Rollentauschs überzeugt war. Wir sind ein führendes mittelständisches Unternehmen in den Bereichen Fertigbeton, Betontechnologie und Verarbeitung mineralischer Baustoffe. Für unseren Hauptsitz in Klausen suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine/n

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Leser kochen für Leser

mmh!

Katharinas Zimtschnecken > Zutaten für den Teig: 800 g Mehl 1 EL Zucker 1/2 TL Salz 1 EL Kardamon 200 g Butter 1 1/2 Päckchen Trockenhefe oder 1 Würfel Germ 250 ml Milch

> Zutaten für die Füllung: 100 g Butter 200 g Zucker 1 EL Zimt 1 Ei

> Zubereitung: Für den Teig Mehl, Zucker, Salz, Kardamon und Butter in eine Schüssel geben. Den Germ mit der Milch verrühren, zu den restlichen Zutaten geben und gut verkneten. Im Kühlschrank min­ destens drei Stunden gehen lassen. Für die Füllung die Butter mit Zucker und Zimt zu einer streichfähigen Masse verarbeiten. Den Teig nochmals gut durchkneten und zu zwei Rechtecken (25 mal 50 cm) ausrollen, mit der Füllung bestreichen und jeweils von der Längsseite her aufrollen. In 2 cm große Räder schneiden und nicht zu dicht aneinander auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Mit geschlagenem Ei bestreichen. Im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad etwa 15 Minuten backen.

Die 13­jährige Katharina Ellemunt vom Karnellerhof in Karnol bei Brixen überrascht mit den Zimtschnecken immer wieder gerne ihre Familie zum Frühstück. Sie wünscht allen Lesern viel Spaß, gutes Gelingen und guten Appetit. Haben auch Sie ein besonderes Rezept, das Sie unseren Lesern nicht vorenthalten möchten? rezept@brixner.info

Voting

Ihre Meinung online

Ergebnis der Online-Umfrage:

„Sind Sie der Meinung, dass die Tennisplätze ins Lido­Areal übersiedeln sollten?“ 22,22% Ja, denn hier gibt es mit den restlichen Sportinfrastrukturen synergetische Vorteile 13,89% Ja, aber nur, wenn der See dadurch nicht erheblich verkleinert wird 27,78% Nein, Tennisplätze sind nicht kompatibel mit einer Naherholungszone 36,11% Nein, denn ich fürchte, dass das biologi­ sche Gleichgewicht darunter leiden könnte

Ja oder Nein? Wir möchten Ihre Meinung wissen! Ein Klick auf unserer Homepage www.brixner.info genügt – und Sie sehen sofort, wie die Inter­ netgemeinde bisher abgestimmt hat. Natürlich dürfen Sie nur eine Stimme abgeben – wir überprüfen dies auf technischem Weg. Das endgültige Ergebnis lesen Sie im nächsten „Brixner“. Die aktuelle Frage des Monats:

„Wie viele Mandate wird die Südtiroler Volkspartei bei den Landtagswahlen im Oktober 2013 erreichen?“ > Der „Effekt Kompatscher“ wird dazu führen, dass die SVP mindestens 19 Man­ date erreichen wird > Ich schätze, dass es bei 18 Mandaten bleiben wird > Durch die verschiedenen Skandale der vergangenen Jahre werden es nur noch 17 Mandate sein > Die SVP wird zu den großen Verlieren zählen und weniger als 17 Mandate erreichen Stimmen Sie mit! www.brixner.info 21


Foto: Oskar Zingerle

Menschen & Meinungen

IN EIGENER SACHE

LAMMento

Er kam, sah ...

Scheiße.

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„Irgendwie erinnert mich das an früher“, sagt der Franz, während er mit der linken Hand sein iPad hält und mit der eher zittrigen rechten Hand versucht, sein Weizenbier zu erreichen. Ich habe keine Lust, mit dem Franz in seiner Bierlaune eine Diskussion zu beginnen – weshalb ich mir ein Nachfragen spare. „Es ist, als ob man in eines dieser alten verrauchten Landgasthäuser ginge, und am Budel stehen seit fünf Stunden zehn Budelloaner und geben die weisesten Weisheiten von sich – ich hab mich da immer abgewendet, sicherheitshalber“, sagt der Franz. Verstohlen blicke ich auf das Display des iPad und sehe: Er liest die geistigen Ergüsse, die die virtuellen Südtiroler Budelloaner tausendfach von sich geben. In der Tat – das Niveau der Kommentare ist ... furchterregend, aber durch das Internet bekommen die Budelloaner plötzlich ein tausendfaches voyeuristisches Publikum, das die Budelloaner auslacht, ohne dass diese es merken. „Ist doch scheißegal“, schreit Frieda vom Budel herüber, „diese Scheiß-Politiker machen ja eh nur einen Scheiß!“, und ich denk mir: Oha – da hat sich jemand bereits niveaumäßig angepasst. „Es ist faszinierend zu beobachten“, sagt der Franz, „wie viel es im Internet gibt, das eigentlich niemand zu lesen braucht“. Aha, denke ich, weder Weizenbier noch das Lesen der proletarischen Kommentare hat Franzens Hirnfunktion eingeschränkt. „Der Schmutz hat Überhand genommen“, sagt der Franz, „warum versuchen die Betreiber nicht, ihre Seiten sauber zu halten?“ Scheiße, ich weiß es auch nicht.

z ... und schrie! Die Rede ist vom kleinen Samuel, der am 11. August das Licht der Welt erblickte – ein Sonntagskind. „Aber wir behalten ihn trotzdem“, scherzte unsere Mitarbeiterin und Neo-Mutti Evi Hilpold schon wenige Stunden nach der Geburt. Samuel stellt gerade den gewohnten Tagesablauf seiner Eltern richtig auf den Kopf – so, wie es sich für ein Neugeborenes eben gehört. „Aber im Großen und Ganzen ist er schon sehr brav“, berichtet Evi. Papi Markus Fink ist sichtlich stolz auf seine kleine Familie, und auf die Ähnlichkeit seines Stammhalters angesprochen, kann er sich

ein verschmitztes Grinsen nicht verkneifen. Samuel wagt nur ab und zu einen Blick auf seine neue Welt, und wenn er sieht, dass alles okay ist, schläft er beruhigt weiter. Wir vom „Brixner“ wünschen Samuel, Evi und Markus alles Gute! oz

BRIXEN

Neuer Generalsekretär z Seit 1. August hat die Bezirksgemeinschaft Eisacktal (BZG) mit Meinhard Hochwieser einen neuen Generalsekretär. Hochwieser stammt aus Welsberg und wohnt in Brixen; nach mehreren Jahren als Gemeindesekretär in Niederdorf, Freienfeld und Villnöß hatte Meinhard Hochwieser die letzten neun Jahre die Funktion des Generalsekretärs der Bezirksgemeinschaft Wipptal inne. Beim Wettbewerb für die Stelle in Brixen konnte sich Hochwieser im Mai gegen zwei Mitkonkurrenten durchsetzen und wurde somit zum Nachfolger von Johann Grünfelder, der in den Ruhestand getreten ist. Der Generalsekretär ist der ranghöchste Beamte der Bezirksgemeinschaft und leitet das Personal, nimmt an den Sit-

zungen des Bezirksrates und des Bezirksausschusses teil, verfasst und unterfertigt die Sitzungsniederschriften und die Beschlüsse. Er arbeitet nach den Richtlinien des Präsidenten und koordiniert die Tätigkeiten der Bediensteten der höheren Ränge. db

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Pro& Contra Ist es sinnvoll, ein Referendum zur Selbstbestimmung abzuhalten?

MULTIMEDIAL

Der Hintergrund:

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HARTMUTH STAFFLER, Süd­Tiroler Freiheit Brixen: „Klarer Auftrag an die Politik“

MARTHA STOCKER, Südtiroler Volks­ partei: „Stimmenfang für den Wahl­ kampf“

Ja Südtirol ist 1920 gegen den Willen der

Nein Das Recht auf Selbstbestimmung,

Bevölkerung von Italien annektiert worden. Bis heute haben die Südtiroler nie darüber abstimmen können, ob sie mit der Zugehörigkeit zu Italien einverstanden sind. Ein Referendum darüber ist daher nicht nur sinnvoll, sondern geradezu notwendig. Die Süd-Tiroler Freiheit hält, nach dem erfolgreichen Test im Ahrntal, im Herbst in ganz Südtirol ein Referendum zur Selbstbestimmung ab. Erstmals können die Südtiroler bekunden, ob sie die politische Zukunft des Landes selbst bestimmen wollen oder nicht. Dieses selbstverwaltete Referendum nach dem Vorbild von Katalonien ist zwar nicht bindend, das Ergebnis wird aber ein klarer Auftrag an die Politik sein. Je deutlicher dieser Auftrag ausfällt, umso weniger kann die Landespolitik ihn ignorieren. Sie muss ein offizielles Referendum über die Zukunft Südtirols fordern. Grenzänderungen als Folge von Volksabstimmungen werden immer selbstverständlicher. Mit dem Referendum vom Mai 2006 hat sich Montenegro von Serbien gelöst, in Schottland wird 2014 abgestimmt, ob man Großbritannien verlassen will, Katalanen und Basken arbeiten darauf hin. Es gibt keinen Grund, warum sich Südtirol selbst ausschließen sollte. Völlig haltlos ist die Behauptung, die Forderung nach Selbstbestimmung bedeute das Ende der Autonomie. Die Autonomie ist Folge des auf Druck der Alliierten geschlossenen Gruber-Degasperi-Abkommens und der von der UNO verordneten Verhandlungen zu dessen Durchführung. Ausbau der Autonomie und Forderung nach Selbstbestimmung schließen sich also nicht aus. z

GENIAL

Foto: Gabriel Tschoell, Gommafoto

Die Süd-Tiroler Freiheit organisiert vom 1. September bis 30. November ein selbstverwaltetes Referendum mit der Frage, ob Südtirol das Recht auf Selbstbestimmung ausüben solle. Kritiker bemängeln, dass es sich dabei um eine populistische Wahlkampfaktion handelt.

das international verankert ist, für einen Wahlkampf zu missbrauchen, ist nicht verantwortlich. Die SVP hat die äußere Selbstbestimmung nach dem 2. Weltkrieg vehement gefordert. Die Siegermächte aber verweigerten die Umsetzung und wiesen den Weg zur inneren Selbstbestimmung – ein Weg, der nach vielen Leiden, Entsagungen und Entheimatung schließlich erfolgreich war. Mit der Umfrage wird nun der Eindruck vermittelt, man könne die äußere Selbstbestimmung ganz einfach erreichen, wenn man sie nur wollte. Dabei ist auch die Frage bei genauerer Betrachtung irritierend: ob die Südtiroler die Selbstbestimmung wollten oder nicht? Dies ist ähnlich der Fragestellung, ob man die Menschenrechte wolle oder nicht. Die leichte Umsetzbarkeit wird auch dadurch vermittelt, dass man das Ganze „Referendum“ nennt und damit die Botschaft lanciert: Wenn nur genügend Menschen mitmachen, dann ist dieser Wunsch leicht umsetzbar, ohne zu berücksichtigen, dass es noch andere gibt, die vielleicht etwas mitzureden haben, zum Beispiel Österreich, Italien, die EU. Wir als SVP sind mit den Menschen den Weg der Autonomie, der inneren Selbstbestimmung, über Jahrzehnte erfolgreich gegangen. In Verantwortung für die Bevölkerung wollen wir diesen Weg weitergehen: „Südtirol bestimmt selbst“, so das Motto dieser Vision. Und sollte es sein, dass sich die Chance und die klare Notwendigkeit eines anderen Weges ergibt, dann wird die SVP entsprechend ihrem Grundsatzprogramm den Weg beschreiten, den jetzt andere als Stimmenfang für den Wahlkampf benutzen. z

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Leser schreiben uns

„Verlustgeschäft?“ Zum „Pro & Contra“ im „Brixner“ Nr. 282, S. 21, über die Apfelernte aus dem Hofburggarten

Josef Pius Gritsch, Brixen

So langsam kriegen wir tröpfchenweise mit, wie das mit dem Hofburggarten läuft. Wir zahlen also schon seit fünf Jahren Miete – wofür? Immerhin sind das schon 125.000 Euro, die der Diözese geschenkt wurden. Wenn’s um Geld geht, gibt es anscheinend keine Skrupel. Und dann kommt noch der Verwalter des Vinzentinums und will uns weismachen, dass die Bewirtschaftung und kostenlose Übernahme der Ernte ein Verlustgeschäft sei. Man müsste der Diözese also richtigerweise noch was draufzahlen. Herr Schraffl, wenn Sie das selbst und im Ernst glauben, dann lassen Sie es doch sein. Ich bin überzeugt, dass einige Obstbauern der Umge-

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„Woher kommt das Geld?“ Zum Pro und Contra, „Brixner“ Nr. 282, S. 21

Ingo Fink, Brixen

Die Diskussionen über den Hofburggarten scheinen kein Ende zu nehmen. Meiner Meinung nach hätte die Gemeinde zunächst mit der Kurie einen Vorvertrag abschließen sollen und erst in einem späteren Moment, sobald das Projekt und eine entsprechende Finanzierung steht, einen definitiven Mietvertrag. Nun wurde bereits für fünf Jahre Miete bezahlt, ohne das Mietobjekt zu nutzen, und in weiteren fünf Jahren läuft der Vertrag anscheinend aus. Der Mietzins, der angeblich jetzt als zu hoch empfunden wird, ergibt in zehn Jahren einen Betrag von 250.000 Euro. Die weiteren Investitionskosten belaufen sich laut Schätzungen auf 5 Millionen Euro. Jetzt darüber zu diskutieren und argumentieren, dass die Mietkosten zu hoch sind, finde ich fehl am Platz. Für die Realisierung des Projektes fehlen der Gemeinde derzeit laut Presseberichten 3,5 Millionen Euro. Woher diese Mit-

tel kommen sollen, ist unbekannt – bis auf einen Teil, der angeblich mit der nun allgemein üblichen Vertragsurbanistik mit der Kurie ausgehandelt werden soll. Nach dem Rechtsprinzip „superficies solo cedit“ gehen alle errichteten Infrastrukturen direkt in das Eigentum des „Grundbesitzers“ über, und somit wird die Kurie alleiniger Eigentümer. Sollte die Kurie den Vertrag nach der ersten Fälligkeit im Jahr 2018 auf weitere 20 Jahre verlängern, würde der Hofburggarten pro Jahr bemessen etwa 250.000 Euro für Miete und Investitionen kosten zuzüglich Zinsen und Geldentwertung und Instandhaltungskosten. Woher soll dieses Geld kommen?

„Über Alternativen nachdenken“ Zum Artikel „Ungewisse Zukunft“, „Brixner“ Nr. 281, S. 46

Egon Daporta, SVP-Gemeinderat in Mühlbach

In der Juni-Ausgabe des „Brixner“ wird unter dem Titel „Ungewisse Zukunft“ zur „neuen“ Seilbahn Mühlbach-Meransen berichtet, dass die Häuser vor dreißig Jahren in Mühlbach direkt unter der Seilbahn im Nachhinein errichtet wurden. Dem ist nicht so. Die Häuser der Erweiterungszone Leiten, die später der Wohnbauzone

Sonnleiten angegliedert wurden, wurden nämlich so errichtet, dass kein Haus und kein Dach unter der Seilbahn steht. Eine Schneise verläuft durch die Wohnbauzone. Dies war Bedingung bei der Errichtung der Wohnhäuser. Alle SVP-Gemeindevertreter von Mühlbach haben sich anlässlich der Gemeinderatssitzung für die Volksabstimmung in Mühlbach UND Meransen ausgesprochen. Auch der Bürgermeister verkündete, für die Volksabstimmung in beiden Ortschaften (Mühlbach und Meransen) zu sein, stimmte dann allerdings „nur“ für die Fraktion Meransen. Seine Glaubwürdigkeit ist damit wohl begraben. Dass alle betroffenen Bewohner, die von der neuen Trasse überflogen werden, sich gegen diese Trasse ausgesprochen haben, ist mittlerweile bekannt. Die Seilbahn wird von der Liftgesellschaft Gitschberg-Jochtal mit Beiträgen vom Land gebaut. Der Präsident hat verkündet, dass ohne Einverständnis der Bewohner keine neue Seilbahn gebaut wird. Somit wäre es höchst an der Zeit, über Alternativen nachzudenken.

Liebe Leserin, lieber Leser, schreiben Sie Ihre Meinung zu den Themen in diesem „Brixner“ - bitte unbedingt mit Angabe Ihrer Adresse und Telefonnummer: Redaktion „Brixner“, Brennerstraße 28, 39042 Brixen Leserfax: +39 0472 060201 E-Mail: echo@brixner.info

EISACKTAL

Geehrte Eisacktaler z Traditionellerweise werden am Hochunserfrauentag die Verdienstkreuze und -medaillen des Landes Tirol verliehen. Unter den Geehrten befanden sich in diesem Jahr auch 49 Südtiroler – wobei diese Liste von Landeshauptmann Luis Durnwalder in Zusammenarbeit mit einer Kommission erstellt wird. Aus dem Eisacktal erhielt Josef Kirchler aus Brixen das Verdienstkreuz, die Verdienstmedaille wurde überreicht an Josef Larcher (Brixen), Serafin Mitterrutzner (Lüsen), Hugo

Foto: Oskar Zingerle

Menschen & Meinungen

Echo

Schlechtleitner (Vahrn), Pfarrer Hugo Senoner (Mühlbach), Agnes Silginer Tauber (Natz-Schabs) und Marianne Gasser (Barbian). Überreicht wurden die Ehrungen von den beiden Landeshauptleuten Günther Platter und Luis

Durnwalder im Riesensaal der Hofburg in Innsbruck. Diese dritt- beziehungsweise vierthöchste Auszeichnung des Landes Tirol erhalten Menschen für „ihr großartiges Wirken im Alltag“, so Platter. db


PR-Info

Landesfachhochschule für Gesundheitsberufe Claudiana

Von der Geburt bis zum Tod Die Physiotherapieausbildung an der Fachhochschule Claudiana

Wie fühlt es sich an, Rollstuhlfahrer zu sein? Studenten des Physiotherapielehrganges schlüpfen zu Übungszwecken in die Rolle ihrer Patienten.

Wenn junge Menschen sich für den Beruf des Physiotherapeuten entscheiden, dann hat das meistens zwei Gründe: Er oder sie sind sportlich aktiv und haben irgendwann selbst einmal eine physiotherapeutische Behandlung beansprucht. Oder: Er oder sie interessieren sich für Massagetechniken und fernöstliche Behandlungsmöglichkeiten oder Techniken, wie etwa Shiatsu, Yoga, Chi Gong usw. „Wir müssen dann immer einiges richtigstellen“, sagt Eva Maria Gasser, Tutorin im Physiotherapielehrgang an der Fachhochschule Claudiana. „Beides macht nur einen Teil der Physiotherapie aus, denn Physiotherapie ist lebensbegleitend.“ Physiotherapie kann für Kinder ebenso wichtig sein wie für alte Menschen. Wer mit einer Behinderung zur Welt kommt, wer eine Skoliose entwickelt, wird ebenso physiotherapeutisch behandelt wie Patienten nach einem Unfall oder mit einer neurologischen Erkrankung. Aber auch alte Menschen mit den für sie typischen Krankheitsbildern nehmen physiotherapeutische Behandlung in Anspruch. Wer sich also nicht nur für Sportverletzungen oder fernöstliche Massagetechniken interessiert, sondern im genannten Sinn heilend helfen will, kann sich zur Aufnahmeprüfung melden. Viel kann man während der Ausbildung lernen, aber einige charakterliche Eigenschaften müssen die Kandidaten mitbringen. „Freude an der Bewegung, analytisches Denken, Einfühlungsvermögen und Teamfähigkeit sind gefragt. Man entwickelt in diesem Beruf ein besonderes Nähe-Distanz-Verhältnis, da ist es unumgänglich, dass man einfach gern Kontakt zu Menschen hat“, so Eva Maria Gasser. „Wir vermitteln an der Claudiana die Basisausbildung, die alle vier Schwer-

punkte umfasst: Pädiatrie, Neurologie, Orthopädie und Geriatrie. Nach dem dreijährigen Studium erfolgt dann die Spezialisierung.“ Welche, das hängt vom Interesse des Einzelnen ab, ob man zum Beispiel gern mit Kindern arbeitet. Häufig steigen Claudiana-Abgänger ins Berufsleben ein und absolvieren die Spezialisierung parallel dazu. Die Weiterbildungen werden als Blockunterricht angeboten und erstrecken sich meistens über einen Zeitraum von 18 Monaten. Auch die jeweils aktuelle Arbeitsmarktsituation beeinflusst die Schwerpunktwahl nach der Grundausbildung. Eva Maria Gasser macht Mut: „Niemand bleibt ohne Arbeitsplatz, man muss sich nur umschauen und alle Möglichkeiten in Betracht ziehen.“ So können die Wege auch in die Schweiz oder nach Bayern führen, wo der Markt relativ offen ist und Absolventen der Claudiana einen guten Ruf genießen. „Das hängt auch damit zusammen, dass unsere Studenten im dritten Ausbildungsjahr in Bayern ein Praktikum oder einen Erasmus-Aufenthalt im Ausland absolvieren können.“ Für die Zukunft wird es vor allem in der Geriatrie einen größeren Bedarf an Physiotherapiekräften brauchen. Auch freiberuflich kann man als Physiotherapeut arbeiten. Der Lehrgang an der Claudiana bietet jeweils 20 Plätze an. Das heißt, dass 60 junge Frauen und Männer gleichzeitig an der Fachhochschule zu Physiotherapeuten ausgebildet werden. In drei Jahren kommen sie dabei mit rund 100 Dozenten in Kontakt. Partneruniversität des Claudiana-Lehrganges für Physiotherapie ist die Universität Ferrara. Weiterführende Informationen erteilen die Koordinatorin des Studienganges, Stefania Pulcini, und Tutorin Eva Maria Gasser.

Kontakt: physio@claudiana.bz.it

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AM PRIEL 13 - 1. STOCK (Zugang vom Acquarena-Parkplatz aus, gleich neben der Stadtpolizei) Tel. 0472 201924 Handy 338 6676465 E-Mail: antonio.minardo@infinito.it UNSERE ÖFFNUNGSZEITEN: Mo. - Do. 8.00 - 12.30 Uhr und 14 - 18 Uhr Fr. 8.00 - 14.30 Uhr Termine auch außerhalb der Ordinationszeiten nach Vereinbarung


Menschen & Meinungen

UMFRAGE

Zufrieden mit Durnwalder? Fotos: Oskar Zingerle

25 Jahre lang war „der Luis“ als Landeshauptmann im Dienst; in wenigen Wochen steht die Wahl seines Nachfolgers an. Wie zufrieden sind die Brixner mit der Politik Durnwalders? Welche Bilanz ziehen sie über seine Amtszeit?

„Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden mit seiner Politik, auch wenn sein Regierungsstil in den letzten Jahren etwas zu wünschen übrig ließ“, sagt Barbara Unterthiner. „Durnwalder hat zwar viel Gutes getan, aber dennoch wäre es gut gewesen, wenn er die politischen Entscheidungen transparenter gehandhabt hätte. Ein Wechsel ist sicher gut“.

Walter Schifferegger denkt positiv auf Durnwalders Amtszeit zurück: „Er ist ein einfacher Mensch wie wir und wirklich auf Draht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der baldige Wechsel einen besseren Landeshauptmann hervorbringen wird, und ich finde es wirklich schade, dass er geht. Durnwalder und Magnago waren einfach richtig gute Landeshauptmänner.“ 26

„Durnwalder hat sicherlich viel Gutes geleistet, aber es ist auch Zeit für einen Wechsel. Was seine Politik angeht, ist es bedenklich, dass er so viel alleine entschieden hat, jedoch bringen all die anderen Parteien auch nichts Besseres zustande. Sie sind zwar alle stark im Kritisieren, bringen aber selbst keine Vorschläge ein“, so Alois Regensberger.

Rosmarie Öhler und Maria Petriffer sind sich einig: „Durnwalder ist ein sehr tüchtiger Mann. Neben der allgemeinen Zufriedenheit gibt es auch einige Kritikpunkte, aber man kann es natürlich nie allen recht machen. Jedenfalls sind wir schon darauf gespannt, wer sein Nachfolger wird. Am Anfang wird Durnwalder den neuen Landeshauptmann sicher unterstützen.“

Michaela Huber sagt: „Ich bin über die Politik von Durnwalder nicht besonders gut informiert. Nach dem, was ich gehört habe, denke ich aber, dass er einen wirklich starken Willen hat und sich oft durchsetzte. Er war jetzt schon lange Zeit Landeshauptmann und ich bin schon gespannt auf den Wechsel, der ansteht. Es ist immer gut, wenn im Land etwas Neues passiert.“

„Es ist jetzt wirklich an der Zeit, dass bald ein Wechsel kommt, da Durnwalder teilweise Entscheidungen getroffen hat, die nicht nachvollziehbar sind: Wieso braucht beispielsweise ein so kleines Land wie Südtirol unbedingt einen Flughafen? Für die anstehenden Wahlen wünsche ich mir, dass auch einmal eine andere Partei zum Zug kommt anstatt immer nur die SVP“, so Josef Sagmeister.

„Eigentlich sind für mich alle Politiker Banditen, da sie nur in ihre eigene Tasche wirtschaften“, sagt Christian Losso. „Auch ein neuer Landeshauptmann wird nichts daran ändern. Dennoch sehe ich im Wechsel etwas Positives, da Durnwalder dieses Amt schon zu lange innehatte. Man muss aber auch sagen, dass er viel Gutes für das Land getan hat. Aber eigentlich verstehe ich nicht so viel von Politik – meine Religion ist der Rock’n’Roll“.

„25 Jahre sind einfach eine zu lange Zeit. Außerdem hat Durnwalder die Wirtschaft vertreten und deshalb immer nur deren Interessen weitergebracht. Dadurch ist vieles auf der Strecke geblieben“, so Hermann Barbieri, „mit dem sozialen Gefüge in Südtirol bin ich nicht besonders zufrieden. Das liegt aber natürlich nicht an ihm allein.“


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AUSSTELLUNG „DAS SYMBOL DES KREUZES“

Kunst & Kultur

Die Crux mit dem Kreuz E

inen anregenden Mix zum Thema Kreuz als religiöses Symbol, archaisches Sinnbild und mathematisches Zeichen im Kontext der zeitgenössischen Kunst, präsentiert die aktuelle Sonderschau „Das Symbol des Kreuzes“ im Brixner Diözesanmuseum. In den Anfängen des Christentums galt das Kreuz als Skandal. Paulus sagt im Korintherbrief „Die Juden fordern Zeichen, die Griechen suchen Weisheit. Wir dagegen verkündigen Christus den Gekreuzigten: für Juden ein empörendes Ärgernis, für Griechen eine Torheit, für die Berufenen aber Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit.“

Foto: Oskar Zingerle

In der Ausstellung „Das Symbol des Kreuzes“ in der Hofburg zeigen Künstler aus Süd­ und Nordtirol vielfäl­ tige Positionen zum Thema Kreuz. Ein kleines Skandäl­ chen wurde frei Haus mitgeliefert.

Das Kreuz wird zum heiligen Zeichen. Erst zur Zeit von Kon-

stantin mit der Lichtvision an der Milvischen Brücke (312 n. Chr.) begann der Siegeszug der Kreuzesverehrung. Das Kreuz als Heiliges Zeichen wurde wesentlicher Bestandteil sämtlicher Insignien kaiserlicher Macht und fand Eingang im Bereich der Kirchenbauten, der liturgischen Ritualelemente und der Grabbeigaben. In der Frühzeit wird das Kreuz ohne Christuskörper dargestellt, später hängt der Gekreuzigte nicht, sondern steht mit offenen Augen, und die ausgebreiteten Arme wirken zudem eher segnend als leidend. Erst um 1200 wird mit Bernhard von

Meine Meinung Irene Dejaco

Verpasste Chance Wenn der Rezensent in den „Dolomiten“ das Diözesanmuseum Hofburg Brixen lobt, weil es „auf die von allen Seiten geführte Diskussion um den Kippenberger­Frosch reagiert, indem es den Künstlern ermöglicht, sich mit dem Kreuz als Symbol auseinanderzusetzen“, zweifelt man an seinem Sehorgan. Man übergeht hier geflissentlich die Tatsache, dass eine neuer­ liche Polemik entfacht wird, diesmal mit umgekehrten Vorzeichen. Denn der Frosch am Kreuz, eine Fotoarbeit von Thomas Sterna, wurde kurz vor der Eröffnung entfernt. Kurator Markus Neuwirth und Mitorganisator SKB (Südtiroler Künstlerbund) hatten die Rechnung ohne den Wirt gemacht, sprich Generalvikar Josef Matzneller. Die Hängung des Froschtattoos am fast verschämt entblößten Wadenbein wurde aufgehoben – ein unsäglicher Genickbruch für die Freiheit der Kunst. Der Protest des konsternierten Künstlers prallte an der krisenerprobten Brust der Kirchenväter ab. Wer das Frosch­Tattoo sehen will, muss schon den immerhin unzensurierten Kata­ log bemühen, oder er kann es in der Galerie Hofburg bewundern. Schade um eine weitere verpasste Chance, einen konstruktiven Dialog zu initiieren. 28

KONZENTRAT VON EINSAMKEIT, LEIDEN, TOD: „Altersheim II“ aus der Fotoserie von Robert Fleischanderl

–––––––––

Clairvaux die Menschlichkeit Jesu betont, und die Kruzifixe zeigen nun den gepeinigten Christus in den verschiedensten gattungsspezifischen Ausprägungen. In der sakralen Kunst dominierte im letzten Jahrhundert der Christkönigstypus mit der Königskrone

anstatt der Dornenkrone, wie am Œvre von Martin Rainer deutlich sichtbar wird. Das aus Apfelholz geschnitzte Kruzifix aus dem Jahr 1965 wurde anlässlich seines Todestages am 13. August zum „Kunstwerk des Monats“ auserkoren.


Das Kreuz als Zeichen des Leidens. Wie

schon im Expressionismus bleibt auch in der zeitgenössischen Kunst die Darstellung des Leidens eine dominierende Konstante. Die Künstler nehmen Aspekte historischer, aktueller, profaner oder sakraler Natur auf und gestalten ihren eigenen, zutiefst individuellen Zugang zu einem komplexen Thema. Gleich mehrere Fotokünstler richten den Fokus auf Einsamkeit, Kranksein und Tod. Ein Konzentrat von intensiven Situationen im Leben eines Menschen schafft Robert Fleischhanderl mit seinen Fotoserien. Der vom Leben gezeichnete Altersheiminsasse frönt wohl seinem einzig verbliebenen Vergnügen, dem Rauchen. Er hält die Zigarette zwischen den Stümpfen seiner Hände und blickt direkt und ohne Scheu in die Kamera. Über ihm ein ganz persönlicher Herrgottwinkel mit Kreuz, Parten von Bekannten und Familienfotos. Ein Kreuz und die obligaten Erinnerungsschnappschüsse schmücken auch das sterile Krankenzimmer der Demenzstation bei Leonhard Angerer. Selbst die aufgemalten Flugsamen und die Plüschtiere können den Eindruck der hoffnungslosen Trostlosigkeit nicht mildern. Im Zuge der vorgeblichen Missstände in Altersheimen erhält das Werk „Haus Sonnenschein“ von Ulrich Egger eine besonders aktuelle Brisanz: Hier ist das Kreuz nur mehr als Abdruck an der Wand des verwaisten grellgrünen Raumes zu sehen, die karge Spur eines Lebens, das zu Ende ging.

Doppelbödiges und Kritisches zum Kreuz. Momente der Trauer evozieren

Großformatiges im Innenhof. Zwi-

schen Poesie und Kunst bewegen sich Pierre Garnier, Erich Kofler Fuchsberg und Oswald Oberhuber. Es geht immer um den Schnittpunkt von Vertikal und Horizontal, von Ewigkeit und Unendlichkeit. Die schlichten Grabkreuze von Franz Wassermann hängen wirkungsvoll von der Decke des Korridors. Sie sind in bewusst gewählten Sprachen beschriftet und beziehen sich inhaltlich explizit auf das Gedenkjahr 2009. Wertvolle Kruzifixe und Grabkreuze aus den Beständen des Diözesanmuseums bereichern den Ausstellungsrundgang. Im Innenhof der Hofburg ist das großformatige Sperrkreuz von Paul Sebastian Feichter zu sehen, ebenso wie das Fadenkreuz des Architekten Robert Pfurtscheller, das je nach der Position des Betrachters verschiedene Kreuzvarianten bildet. Die Schau in der Hofburg läuft bis zum 31. Oktober.

irene.dejaco@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

CHRISTIAN STRENG: „Kollateral­ schaden,“, Marmor, Granit, Holz 2008

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Foto: Leonhard Angerer

ebenso Walter Blaas, Lukas Schaller, Elmar Peintner und Taddäus Salcher mit ihren unaufdringlichen Mahnungen an Tod und Vergänglichkeit. Doppelbödig agieren Dieter Manhartsberger und Robert Engl, die „Kreuzreliquie“ des Ersteren reagiert interaktiv über Tongenerator, während Engl im Sinne der Subjekt-Objekt-Relation mittels eines Spiegels die äußere Erscheinung im inneren Prozess reflektiert. Materialität und Immaterialität verschmelzen in Robert Pans „Colloquio“ aus Kunstharz. Christian Streng rückt die Substantialität des Kreuzes in den Mittelpunkt, er verweist mit seiner Arbeit „Kollateralschaden“ auf Gott, den unbewegten Beweger als Mitverursacher im achtlosen Umgang mit beschädigten Kruzifixen. Julia Bornefeld sieht die Kirche in arger Bedrängnis, ihr düsteres Kreuz ist eng mit Fahrradschläuchen umwunden, aus denen „die Luft raus ist.“ Gnadenlose Kritik am reproduzierbaren Kunstwerk und der Kapitalisierung der Produktion übt Norbert Mario Dall’Ò mit seinem Grödner Standardkruzifix, vierfach zu einem Gabelkreuz zusammengefügt. Mit ihrer PVC-Folie mit transparenten Piktogrammen und Textstellen

verdeutlicht Ursula Huber die große Bandbreite an Kreuzesformen. Bei Nora Schöpfers medialer Installation überkreuzen sich Sicht- und Bewegungsachsen. Marianna Gostner und Arianna Moroder beschäftigen sich mit der weiblich konnotierten Textilverarbeitung, die gekreuzten Beine signalisieren Scham und Zurückhaltung, jahrhundertlang auferlegte Tugenden. Ina Loitzl formt ein Kreuz mit halbierten Plexiglas-Eiern, christliche Symbole für das Leben, und bedient sich damit des polyfokalen Prinzips der Interpretation. Leben und Tod stehen eng beieinander.

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DIVERSES

Kunst & Kultur

Close-up beim Sommerkino Das Sommerkino des Filmclubs Brixens ist mehr als bloß eine Filmvorführung. Eine etwas andere Betrachtung der Kinoabende unter freiem Himmel samt (Wetter)Kapriolen.

A

lso, die Locations für das Sommerkino sind schon mal echte Highlights, da vergebe ich auf der Skala von 1 bis 10 gut und gerne 10 Punkte an den Filmclub Brixen. Los

Wenn´s ordentlich stürmt, sorgt die aufgeblähte Gummileinwand im Hofburggarten schon mal für einen unbeabsichtigten 3D­Effekt…

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geht’s Anfang Juli in den mächtigen Gemäuern der Festung, wo ich mir den entfesselten „Django Unchained“ reinziehen will. Die gute Stimmung hält nur kurz, denn der Wettergott, der beim Sommerkino immer schon das Sagen hatte, entfesselt sich gleich mit und lässt ein absolut nicht vernachlässigbares Nass auf unser Mikado-Lager herabprasseln. Einige flüchten, wir anderen wetterfest Unentwegten lassen auf gar keinen Fall den unvergleichlichen Christoph Waltz bei seiner Kopfgeldjagd allein.

Königlicher Eingang und Benimmregeln. Beim nächsten

Film kommt die Apfelbaumkulisse im Hofburggarten zum Tragen. Ich fühle mich als etwas ganz Besonderes, extra für mich wird die Kassianstraße abgesperrt, eine Rampe an die Himmelspforte gestellt – und dann schreite ich wie eine Königin durch eine romantische Laube zur lauschigen Lichtung. Siegi Gostner und Markus Frei, die beiden Macher, holen mich (okay, auch die anderen) schnell auf den Boden zurück und geben genaue Anweisungen für gutes Benehmen, damit der Garten so gut wie unbefleckt zurückbleibt. O-Ton Siegi: „Rechts ist der Kiosk, links die Klos, Flaschen und sonstigen Abfall bitte in den Abfallbehälter, auch die Zigarettenkippen. Am Schluss der Vorstellung nehmen jeweils zwei Zuschauer die Bank mit nach hinten und stapeln sie im Viererblock. Am Ausgang werden dann die freiwilligen Spenden eingefordert, Studenten und Hartz-IV-Empfänger gehen frei, alle anderen sollen sich schämen, wenn sie daran vorbeischleichen!“ Die Lacher sind garantiert, und dann läuft der hinreißende Familienfilm „Krieg der Knöpfe“, eine wunderbare Coming-out-of-age-Saga um den Jungen Lebrac und seinen Rivalen. Am Ende hallt sogar Applaus in den lauen Sommerabend.

Das liebe Wetter... Bei der

Screwball-Komödie am 22. Juli setzen nicht nur „Die anonymen Romantiker“ mit ihrer Hochsensibilität ihre Beziehung aufs Spiel. Ein stürmischer Wind gefährdet permanent die Projektion, wobei die aufblasbare Gummileinwand durch die Aufblähungen einen schrägen 3D-Effekt hergibt. Markus hält 80 Minuten lang das Technikerzelt fest, der Abspann läuft – und dann erst fallen die ersten Tropfen. Wieder Schwein

gehabt! Weniger Glück haben wir beim nächsten Film: Die „Kleinen wahren Lügen“ müssen in der Schublade, sprich PC bleiben, es regnet zu stark. Naja, einer musste ja ins Wasser fallen, wär’ auch zu schön gewesen! Beim Bergfilm „Die Nordwände der drei Zinnen“ in Zusammenarbeit mit dem AVS gibt es einen Wahnsinnsandrang. Gott sei Dank hab ich so was geahnt und bin frühzeitig dran, denn die Säumigen müssen am Boden sitzen. Vielleicht spendieren die ohnehin großzügigen Sponsoren mal ein paar Dutzend Sitzkissen. Der Film ist unglaublich aufregend, da kriegt man schon eine Gänsehaut, wenn Alexander Huber unter den vorspringenden Felsen hängt. Sehr interessant ist auch das Gespräch im Anschluss mit den beiden Spitzenbergsteigern Christoph Hainz und Rainer Kauschke, dessen lakonisch-derber Humor viele Lacher provoziert.

Kreativ, Freude an der Kreativität 13. bis 15. September 2013, Messe Bozen.

Einzigartige Mails, weitgehend pannenfrei. Den letzten Film im

Sommerkino macht uns Siegi in gewohnter Manier schmackhaft mit einem seiner unverkennbaren Ankündigungs-E-Mails. Die Begeisterungs-Attribute für „Me Too“ überschlagen sich („hinreißend, beklemmend, irritierend, herzzerreißend“), da nimmt es nicht wunder, dass er im Übereifer von der nicht „ausmärzbaren“ Liebe spricht. Ich kann ihm nur beipflichten, die Geschichte von Daniel mit dem Down-Syndrom und Laura, einer „Normalen“, ist wirklich sehenswert, und darum werde ich meine E-Mail-Adresse beim Filmclub sicher nie ausmerzen. Bravo, ihr Leute! Havarien gab es heuer praktisch keine. „Entweder wir werden erwachsen“, grinst Siegi, „oder die typischen Pannen-Garanten haben gefehlt“. Aua, das ist ein Seitenhieb in meine Richtung! irene.dejaco@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

Craft Rooms, Lebensstile und Kreativexperten Zauberwald und Teddybärhaus Kultureller und kommerzieller Kreativbereich

Kreativ 2013, die Messe für manuelle Kreativität, Dekoration und Künste. Im September kommt Kreativ Emotions wieder nach Bozen, die Veranstaltung für manuelle Kreativität, Dekoration und Künste. Die Messe bietet dem Publikum Aussteller aus ganz Europa, die ihre Produkte und Neuheiten präsentieren und den interessierten Besuchern neue Vorschläge zur Umsetzung ihrer Kreationen und Entfaltung ihrer Kreativität bieten. Während der Kreativ werden Craft Rooms eingerichtet, in denen Kreativexperten den Besuchern verschiedene dekorative und kreative Techniken im Umgang mit unterschiedlichen Materialien wie Faden, Papier, Filz, Farbe, usw. erklären, vorführen und selbst ausprobieren lassen. Den Besuchern wird dadurch ermöglicht, ihre kreativen Kenntnisse auszubauen. Daneben gibt es verschiedenste Kurse zu unterschiedlichsten Handwerkstechniken, zu denen man sich vor Ort einschreiben kann. Sticken, malen, dekorieren, schneiden, nähen und kreieren, das ist Kreativ!

Alkoholprävention in Südtirol

WWW.KREATIVITALIA.IT

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Kunst für die oew z Seit mehr als 20 Jahren engagiert sich die Organisation für Eine solidarische Welt (oew) in den Bereichen Entwicklungszusammenarbeit, Konsumalternativen und Integration. „Doch noch nie standen die Wellen so hoch wie in diesen Tagen“, so die oew in einer Presseaussendung. Die Ausstellung „Change for Art“, die gemeinsam mit der Stadtgalerie Brixen organisiert wird, soll die

oew nun vor dem Schiffbruch retten. Zirka 50 Südtiroler Künstler stellen hierfür ein Werk zur Verfügung und zeugen bereits durch die Anzahl und Qualität der Objekte von großer Solidarität. Bei einem Benefizabend beziehungsweise Vernissage am 4. Oktober um 18 Uhr im Ex-AstraKino können die Werke gegen eine Spende erworben werden, sodass die oew über diese Ein-

nahmen wieder Auftrieb findet. Ausgestellt sind die Werke dann vom 5. bis 11. Oktober. db

K&K Kunst & Kultur

MUSIK

Sänger und Sängerinnen gesucht Foto: Harald Kienzl, Kuadrat

Kunst & Kultur

DIVERSES

z Der Domchor Brixen besteht aus 57 Sängerinnen und Sängern, vier junge Neuzugänge sind seit kurzem mit dabei. Die Chorgemeinschaft soll aber noch erweitert werden, und aus diesem Grunde lädt der Domchor am 13. September um 20 Uhr zu einer offe-

kurz

notiert

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nen Probe in den Kapitelsaal der Musikschule Brixen ein. Sänger und Sängerinnen, die Freude und Spaß am Singen haben, die etwas für ihre Stimme tun möchten und denen die Musica Sacra etwas bedeutet, können hierbei zuhören, mitmachen und so einen näheren

Einblick in die Tätigkeiten der freiwilligen Chorvereinigung erhalten. Kernauftrag des Domchores unter der Leitung von Domkapellmeister Heinrich Walder ist die Pflege der Kirchenmusik, aber auch die Arbeit an den Stimmen und am harmonischen Zusammenklang.

Das Klangforum Wien zeigt im Rahmen des Festivals Transart in Brixen das Hörtheater FAMA, ein opus magnum des Schweizer Komponisten Beat Furrer über die Göttin des Gerüchts und des Hö­ rensagens – zu hören und sehen am 21. September in der Firma Damiani im Brixner Industriege­ biet.

Shozo Shimamotos Werke sind in den berühmtesten Museen der Welt zu finden – und derzeit auch in der Galerie Hofburg in Brixen. Shimamoto war einer der Haupt­ figuren der Gutai-Bewegung; in Brixen sind unter anderem seine berühmtem „Bottle Crash“ zu sehen.

Musik aus allen Epochen und Stilrichtungen bestimmen das reichhaltige Repertoire, das es im Laufe des Jahres einzustudieren und aufzuführen gilt. Geprobt wird stets gemeinsam am Freitagabend; in der Vorbereitung auf anspruchsvolles Liedgut werden Teilproben nach Stimmlagen eingeschoben. Das Angebot zur Stimmbildung und das Vermitteln musiktheoretischer Kenntnisse stärken dabei die individuelle musikalische Leistungsfähigkeit und erhöhen zugleich die Motivation für die eigene Singleistung. Nähere Infos erteilt Domkapellmeister Heinrich Walder, heinrich.walder@dnet.it, Telefon 348 2556870; detaillierte Einblicke sind auch auf der Homepage www.domchorbrixen. it möglich. db

Der Schauspieler, Kabarettist und Stückeschreiber Andreas Opal Robatscher verstarb unerwartet im Jahr 2008. Eines seiner Kaba­ retts wird am 13. September von der Tiroler Gruppe „Dementiis Tirolensis“ in Vahrn aufgeführt: „Mander, so geat’s net“ dreht sich unter anderem um Volkshel­ den und um den Ander ...


NACHGEFRAGT

„Den Eisacktalern mehr Gewicht geben“ Herr Oberrauch, heuer wurde zum ersten Mal der Eisacktaler Freilichtsommer abgehalten. Welches Ziel hatte die Initiative? Der Eisacktaler Freilichtsommer war eine spontane, etwas spät umgesetzte Idee. Entstanden ist diese, weil heuer die Bühnen aus St. Andrä, Mühlbach, Lüsen und Barbian eine Freilichtaufführung anboten – und wir dachten uns, dies könnten wir doch gemeinsam bewerben. Wir wollten damit den Eisacktaler Aufführungen mehr Gewicht verleihen, insbesondere in Bezug auf die anderen etablierten Freilichttheater im Lande – auch in finanzieller Hinsicht sind wir da als Dorfbühnen benachteiligt.

Wie war die Resonanz beim Publikum? Die Aufführungen sind gut besucht worden. Wir denken schon daran, den Eisacktaler Freilichtsommer in zwei Jahren zu wiederholen. Wir könnten dann ein gemeinsames Abo planen und uns vermehrt austauschen – aber dies sind momentan nur Ideen, die wir noch gemeinsam besprechen müssen. Die Heimatbühne St. Andrä hat einen Alpenkrimi aufgeführt. Sind Sie persönlich zufrieden mit der Aufführung? Ja, das Stück ist größtenteils wirklich sehr gut angekommen,

auch wenn wir uns ziemlich aus dem Fenster gelehnt haben, indem wir beispielsweise die Hauptrolle einem Spieler anvertraut haben, der vorher noch nie auf der Bühne gestanden ist. Es wirkten in diesem Stück mehrere neue Spieler mit; als Spielort haben uns Sepp und Martin Thaler einen Teil des Huberhofs zur Verfügung gestellt. Das Wetter war perfekt, viele Leute waren uns behilflich – wir sind also durchaus zufrieden. So eine Produktion schweißt die Gruppe zusammen!

Foto: Oskar Zingerle

HORST OBERRAUCH, Obmann der Heimatbühne St. Andrä und Mitinitiator des Eisacktaler Freilichtsommers, über die Sommertheater im Eisacktal.

doris.brunner@brixmedia.it Leserbrief an: echo@brixner.info

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Das sportliche Angebot 2013-2014 Änderungen vorbehalten, Ergänzungen und aktuelle Infos unter www.ssv-brixen.info, weitere Infos erhältlich im Sekretariat des SSV Brixen, Großer Graben 26/D (DI + FR von 15.00 bis 17.30 Uhr und SA von 9.00 bis 11.30 Uhr), telefonisch unter 0472 834 409 oder per Mail an info@ssv-brixen.info

Fußball Herren

Turnen

Trainingsangebot

Trainingstage/-zeiten

Meisterschaftsspiele

Trainingsangebot

Trainingstage

Beginn

Leitung

Junioren A Jugend U15 B Jugend Regional B Jugend Provinz C Jugend A C Jugend B U10 A U10 B U8 A U8 B Fußballschule

MO, DO 19.30 Uhr, MI 19.30 Uhr DI 18.00 Uhr, MI 19.30 Uhr, FR 19.30 Uhr DI 18.00 Uhr, MI 19.30 Uhr, FR 19.30 Uhr MO, FR 18.00 Uhr, MI 18.00 Uhr MO, FR 18.00 Uhr, MI 18.00 Uhr MO, MI 16.00 Uhr, DO 16.30 Uhr MO, MI 16.00 Uhr, DO 16.30 Uhr DI 16.30 Uhr, FR 16.00 Uhr DI 16.30 Uhr, FR 16.00 Uhr MI, FR 14.30 Uhr MI, FR 14.30 Uhr MO, MI, FR 14.30 Uhr

SA 17.00 Uhr SO 10.30 Uhr SA 19.00 Uhr SO 10.30 Uhr SA 16.30 Uhr SA 15.00 Uhr SA 15.00 Uhr SA 14.30 Uhr SA 14.30 Uhr

Abenteuerspielstunden I

DI 15.00-16.00 Uhr FR 15.3016.30 Uhr MO 15.0016.00 Uhr MO 16.1517.15 Uhr MO 19.3021.00 Uhr MI 19.1520.00 Uhr

17.09.13

Yvonne Seyr

20.09.13 16.09.13

Dipl. Sportl. Katarina Hirsemann Fabian Kinigadner

16.09.13

Fabian Kinigadner

16.09.13

Fabian Kinigadner

02.10.13

Dipl. Sportl. Carmen Messner

DI 20.00-21.00 Uhr

24.09.13

MI 08.3010.00 Uhr

02.10.13

Zumbainstruktur Franca Zuin Dr. Petra Windisch

DO 20.0021.30 Uhr FR 19.3020.30 Uhr

03.10.13

Dr. Petra Windisch

10.01.14

Dipl. Sportl. Hirsemann Katarina

Trainingsangebot

Trainingstage/-zeiten

Trainingsbeginn

Fußballschule (2004-2006) D-Jugend (2002-2003) C-Jugend (1999-2001) Primavera (1994-1998) Serie B

MI, FR 16.15-17.30 Uhr MI, FR 16.00-17.45 Uhr MO, MI, DO 17.45-19.30 Uhr MO, MI, DO 17.45-19.30 Uhr DI, DO, FR 19.30-21.30 Uhr

11.09.2013 14.08.2013 31.07.2013 19.08.2013 20.08.2013

Info: Florian Demetz, Tel. 349 1985631, ssvbrixendf@hotmail.de oder www.ssvbrixendamen.it Trainingsort: SpA Klaus Seebacher - Jugendhort

Volleyball Trainingstage/-zeiten DI, FR 17.30-19.00 Uhr

TrainerIn

MO, MI, DO 17.30-19.00 Uhr

Melanie Holzknecht

MO, MI, DO 17.30-19.00 Uhr

Martina Gatterer

MO, MI, DO 17.30-19.00 Uhr

Walther Unterleitner

MO, MI, DO 19.00-20.30 Uhr

Thomas Schmidhammer

DI, FR 17.30-19.00 Uhr

Walther Unterleitner

DI, DO 19.00-20.30 Uhr FR 20.30-22.00 Uhr

Georg Haller

Trainingsort: CONI-Halle Dantestraße Trainingsbeginn: MO 10.09. bzw. DI 17.09.2013 Anmeldung: keine Anmeldung erforderlich, erste Schnupper-Trainingsstunden kostenlos Info: Walther Unterleitner, Tel. 339 76 02 430 oder 0472 200 693 sowie unter www.ssv-brixen.info/volleyball

Freizeitsport Trainingsangebot

Kinderturnen Gym 4 Kids I - Anfänger (ab 6 Jahren – begrenzte Teilnehmerzahl)

Kinderturnen Gym 4 Kids II - Fortgeschrittene (ab 6 Jahren – begrenzte Teilnehmerzahl) Freestyle (begrenzte Teilnehmerzahl) Turnen over 50 (10 Einheiten)

Fußball Damen

Trainingsangebot

Abenteuerspielstunden II (4-6 Jahre – begrenzte Teilnehmerzahl)

(Mindestteilnehmerzahl) Kursgebühr: 65,00

Info: Mauro Monti, Tel. 331 3714477, mauro.monti@ssvbrixen.it Facebook: SSV Brixen Fußball/Calcio Trainingsorte: Jugendhort bzw. Sportzone Süd

Minivolley (Grundschule) Buben und Mädchen Volleyballtraining U12 Mädchen (Jg. 2002/2003) Volleyballtraining U13 Mädchen (Jg. 2001) Volleyballtraining U14 Mädchen (Jg. 2000) Volleyballtraining U16 Mädchen (Jg. 1998/1999) Volleyballtraining U12 Buben (Jg. 2002 und jünger) Volleyball für OberschülerInnen Freizeit

(4-6 Jahre - begrenzte Teilnehmerzahl)

Trainingstage/-zeiten

Konditionstraining für Herren „Vollgas“ voraussichtlich MI 19.30 Uhr „Fit durch den Winter“ für Frauen voraussichtlich MI 18.00 Uhr „Fit in das Frühjahr“ Ab Februar 2014 voraussichtlich jeden Mittwoch ab 19.30 Uhr

Euro Zumba (10 Einheiten) (Mindestteilnehmerzahl) Kursgebühr: 90,00 Euro

NEU: Yoga extrasanft (8 Einheiten), bes. für ältere Menschen geeignet (Mindestteilnehmerzahl) Kursgebühr: 90,00 Euro Yoga (8 Einheiten) (Mindestteilnehmerzahl) Kursgebühr: 90,00 Euro Wirbelsäulengymnastik (10 Einheiten) (Mindestteilnehmerzahl) Kursgebühr: 90,00 Euro

Trainingsort: Kunstturnhalle Sportzone Brixen Süd Info und Anmeldung: vom 02.-06.09.2013, telefonisch von 18-20 Uhr, Gabi Mellauner Tel. 340 2277506 oder per Mail an turnen@ssv-brixen.info

Yoseikan Budo Trainingsangebot

Trainingstage/-zeiten Trainingsort

Yoseikan Budo U12 Yoseikan Budo U15 Yoseikan Cardio Training - Freizeit Yoseikan Budo Junior und Senior Yoseikan Budo ab 3Kyu Self defence „Security“ für Männer Mini Budo U6 Mini Yoseikan U8 Yoseikan Budo U12 Yoseikan Budo U15 Yoseikan Cardio Training Freizeit Aikido Mochizuki Yoseikan Budo U8 + U12 Fitboxen Freizeit Yoseikan Budo Junior und Senior Yoseikan Budo ab 3. Kyu und 1. + 2. Dan Freies Training (Dan Programm)

MO 17.00 Uhr MO 18.00 Uhr MO 19.15 Uhr MO 20.00 Uhr MO 21.00 Uhr DI 20.00 Uhr MI 15.10 Uhr MI 16.00 Uhr MI 17.00 Uhr MI 18.00 Uhr MI 19.15 Uhr MI 19.00 Uhr DO 17.00 Uhr DO 18.00 Uhr DO 19.30 Uhr DO 20.30 Uhr FR 18.00 Uhr

Conihalle 4 Conihalle 4 Conihalle 3 Conihalle 4 Conihalle 3 Conihalle 4 Conihalle 4 Conihalle 4 Conihalle 4 Conihalle 4 Conihalle 3 o. Gasserhalle Conihalle 4 Conihalle 4 Conihalle 4 Conihalle 3 Conihalle 3 Conihalle 4

Trainingsbeginn: MO 23.09.2013 Trainingsorte: Conihalle 3+4 in der Dantestraße 36 sowie in der Gasserhalle in der Dantestraße beim Pädagogischen Gymnasium Info und Anmeldung: per Mail an yoseikan-budo@ssv-brixen.info, per SMS an 328 4833842 oder dienstags (ab 10.09.) von 15.00 bis 17.30 Uhr im Sekretariat des SSV Brixen, Großer Graben 26/D. Anmerkungen: Ärztliches Zeugnis erforderlich

TrainerIn Bernhard Thaler Lara Pizzetti Lara Pizzetti

Trainingsort: wird rechtzeitig unter www.ssv-brixen.info bekannt gegeben Info und Anmeldung: ab September jeden DI + FR von 15.00 bis 17.30 Uhr und SA von 9.00 bis 11.30 Uhr im Sekretariat des SSV Brixen, Großer Graben 26/D, Tel. 0472 834 409 oder per Mail an info@ssv-brixen.info

Slackline Trainingstage/-zeiten

Trainingsort

Trainingsbeginn

MI 20.00-22.00 Uhr

Kunstturnhalle Sportzone Süd

Anfang Oktober

FR 20.00-22.00 Uhr

Kunstturnhalle Sportzone Süd

Anfang Oktober

Erforderliches Alter: 10 – 16 Jahre Info und Anmeldung: Michael Lechner, per Mail an michaellechner@live.it

Ein starkes Team wie wir unterstützt gerne den SSV-Brixen in seiner Jugendarbeit.

Denn Sport braucht Unterstützung.


Bogenschießen Trainingstage/-zeiten

Trainingsort April - Oktober

MO, FR 18.00-20.00 Uhr

Seeburg

SA ab 17.00 Uhr

Seeburg

MO, FR 18.00-20.30 Uhr

Trainingsort Oktober – April

Realgymnasium Dantestraße

Infos & Anmeldung: Sektionsleiter Armin Theiner, Tel 0472 837 314 (zu Bürozeiten), per Mail an bogenschiessen@ssv-brixen.info, im Geschäft Pro Natura Brixen, beim Training oder unter www.facebook.com/ssvbrixen.bogenschiessen Erforderliches Alter: 10 – 99 Jahre Anmerkungen: Die Ausrüstung (Bogen, Pfeile, Zubehör) wird von der Sektion zur Verfügung gestellt.

Handball Jugend Trainingsangebot

Trainingstage/-zeiten

Trainingsort

Centro

DI, DO 14.30-16.00 Uhr FR 14.30-16.00 Uhr MO 17.00-18.30 Uhr FR 17.00-18.00 Uhr MO, MI 14.30-16.00 Uhr DO 16.00-17.30 Uhr MO 14.30-16.00 Uhr FR 18.00-19.30 Uhr MO 16.30-18.00 Uhr MI 16.00-17.30 Uhr FR 14.30-16.00 Uhr MO, MI, FR 16.00-17.30 Uhr MO 16.00-17.30 Uhr MI 17.30-19.00 Uhr DO 18.30-20.00 Uhr MO 18.30-20.00 Uhr MI 17.30-19.00 Uhr DO 17.00-18.30 Uhr MO 20.00-21.30 Uhr DI 18.30-20.00 Uhr MI 19.00-20.30 Uhr FR 20.30-22.00 Uhr MO 20.00-22.00 Uhr DI 18.00-20.00 Uhr DO 19.00-20.30 Uhr FR 17.30-19.00 Uhr

Handballhalle Halle HOB Halle HOB

U8 - 10 U12 Buben U12 Mädchen U14 Buben

Leichtathletik Trainingsangebot

Trainingstage/-zeiten

Trainer

Spaß mit Leichtathletik (6-8 Jahre) Leichtathletiktraining (9-12 Jahre) Leichtathletiktraining (13 und älter)

MI 14.30-15.30 Uhr MO, DO 17.30-18.45 Uhr MO, DO 17.30-18.45 Uhr

Fabian Kinigadner Christian Walcher Bruno Cappello, Marco Andreatta

Trainingsbeginn: MO 09. bzw. MI 11.09.2013 Info und Anmeldung: Ilse Ogriseg (Sektionsleiterin), Tel. 340 6305506 oder per Mail an ilseogriseg@hotmail.com Trainingsort: Sportzone/Handballhalle

Badminton Trainingsangebot

Trainingstage/-zeiten

Trainingsort

Freizeit 1

DI 20.30-22.00 Uhr

Ex Coni Halle

Freizeit 2

DO 20.30-22.00 Uhr

Ex Coni Halle

Kinder

DI, DO 17.30-19.00 Uhr

Ex Coni Halle

Jugend Freizeit

DI, DO 19.00-21.30 Uhr

Ex Coni Halle

Jugend Sportgruppe

DI 16.00-17.30 Uhr MI 18.00-20.00 Uhr DO 19.00-20.30 Uhr

Ex Coni Halle Rosslaufturnhalle Ex Coni Halle

U14 Mädchen U16 Buben

U16 Mädchen

U18 Buben

U18 Mädchen

Trainer

Handballhalle Handballhalle Halle HOB Handballhalle

Norbert Vikoler

Handballhalle Handballhalle Handballhalle Halle HOB Halle HOB Handballhalle Halle HOB Halle HOB Halle HOB Handballhalle Handballhalle Handballhalle

Norbert Vikoler Filiberto Kokuca

Silvano Rigatti

Silvano Rigatti

Infos und Anmeldung: Fabio Vergadin, Tel. 340 5469830; MO, MI, FR ab 15:30 Uhr; DI, DO ganztägig

Schwimmen Trainingsangebot

Trainingstage/-zeiten

Beginn bzw. Dauer

Trainingsbeginn: DI 17.09.2013, kostenloses Schnuppertraining möglich Erforderliches Alter: 7 - 99 Jahre Info und Anmeldung: Helmuth Sigmund, Tel. 329 89635623 oder 0472 834 505 sowie Renate Griesbauer Peer, Tel. 349 4471974 Sektionsleiter: Bernhard Thomaser

50 Plus - Wassergymnastik und Acquajogging mit Fredy Wassergymnastik Seniorenklub Babyschwimmen

MO, FR 09.00-10.00 Uhr

04.10. - 08.11.13

DI 09.10-10.00 Uhr DI 10.20-12.10 Uhr

Behindertensport

Babyschwimmen

FR 09.10-11.00 Uhr DO 18.30-19.20 Uhr DO 19.30-20.20 Uhr FR 12.30-13.20, 18.3019.20 oder 19.30-20.20 Uhr SA 09.10-10.00, 10.1011.00 oder 11.10-12.00 Uhr MO, FR 15.00-16.00 Uhr MO, FR 16.00-17.00 Uhr MO, MI, FR 16.00-17.30 Uhr MO, MI, DO 17.30-19.00 Uhr FR 18.00-19.00 Uhr MO, MI, DO 19.00-20.00 Uhr DI 19.00-20.00 Uhr DI 20.00-21.00 Uhr

08.10. - 17.12.13 Kurs 1: 17.09. - 22.10.13 Kurs 2: 20.09. - 20.12.13 Kurs 1: 20.09. - 25.10.13 Kurs 2: 09.11. - 10.12.13 12.09. - 19.12.13 07.11. - 19.12.13 13.09. - 20.12.13 08.11. - 20.12.13 14.09. - 21.12.13

Trainingstage/-zeiten

TrainerIn

Acqua-Zumba *

Schwimmkurse für Anfänger

10 x 25 Min. (Termine

Trainer der Sekt. Schwimmen

Fit im Wasser mit Acqua-Bike

(Einzelbetreuung)

individuell zu vereinbaren)

Schwimmtraining

FR 17.00-18.00 Uhr

Trainer der Sekt. Schwimmen

Kurs für Kindergartenkinder

Bogenschießen

An den Trainingstagen der Sektion Bogenschießen

Angebote für Körperbehinderte

Angebote für Menschen mit mentaler Beeinträchtigung Fußballtraining für Jugendliche und Erwachsene

FR 13.30-14.30 Uhr

Oswald Waldthaler

Sport und Spaß für Kinder

Termin noch festzulegen

Sandra Profanter

Halt dich fit – Mittwochsturnen (2 Gruppen)

MI 17.00-18.00 Uhr oder Saro Scaggiante 18.00-19.00 Uhr

Tennis

MO 18.00-19.00 Uhr

Saro Scaggiante

Tanzen für Jugendliche

FR 17.00-18.00 Uhr

Carmen Niederkofler

Schwimmkurse für Anfänger (Kinder oder Erwachsene) Einzelbetreuung

10 x 25 Min. (Termine

Trainer der Sekt. Schwimmen

individuell zu vereinbaren)

Schwimmtraining für Fortgeschrittene (2 Gruppen)

DI 16.00-16.45 Uhr oder 16.45-17.30 Uhr

Trainer der Sekt. Schwimmen

Info & Anmeldung: Michaela Kofler Pichler, Tel. 0472 833 889 oder 333 4714707

Kurs Kinder (Anfänger) Kurs Kinder (leicht Fortgeschrittene) Jahrestätigkeit Kinder Jahrestätigkeit Jugendliche Jahrestätigkeit Erwachsene Kurs Erwachsene (Anfänger) Kurs Erwachsene (leicht Fortge-

(10 Einheiten)

16.09. - 16.12.13 16.09. - 16.12.13 16.09.13 - 27.06.14 16.09.13 - 26.06.14 20.09.13 - 27.06.14 16.09.13 - 26.06.14 17.09. - 17.12.13 17.09. - 17.12.13

schrittene)

Kurs Erwachsene

DI 20.00-21.00 17.09. - 17.12.13 FR 19.00-20.00 Uhr 19.09. - 19.12.13 * NEUHEIT! Interessierte können sich schon jetzt telefonisch oder per Mail informieren. (Fortgeschrittene)

Trainingsort: Acquarena Infos: Tel. 0472 200 807 oder per Mail an swim@ssv-brixen.info, Bürozeiten: (Erdgeschoss Acquarena): MO 18-19.30, MI 09.30-12.30, DO 16.30-19.30 Uhr

Ein starkes Team wie wir unterstützt gerne den SSV-Brixen in seiner Jugendarbeit.

Denn Sport braucht Unterstützung.


FILM

z Hochtechnisierte Löschfahrzeuge, Atemschutzgeräte oder Pulverlöscher gehören heute wie selbstverständlich zur Ausrüstung einer Freiwilligen Feuerwehr. Doch wie wurde vor hundert Jahren ein Brand bekämpft? Wie änderten sich Einsatztaktiken und Technologien im Laufe der Jahre? Die Feuerwehr Milland ist eine jener Wehren im Land, die diese Entwicklung realitätsnah nachvollziehen kann: Sie hat nämlich im Laufe ihres Bestehens eine Vielzahl an Originalgeräten aufbewahrt und eine detaillierte Chronik geführt. Anlässlich ihres 100-jährigen Bestehens im Jahr 2009 beschlossen die Millander Feuerwehrmänner dann, die Geschichte der Feuerweh-

ren in Südtirol und speziell jene der Feuerwehr Milland in einem Film nachzuzeichnen. Gut drei Jahre hat man dafür gebraucht, aber nun ist der 30-minütige Film „Feuerwehr in Südtirol. 100 Jahre Feuerwehr Milland“ im Kasten (Kamera: Werner Lanz). Insbesondere bei den historischen Szenen hat man dabei keine Mühe gescheut, wobei zahlreiche Feuerwehrmänner aus Milland und Umgebung mitwirkten und beispielsweise Löschszenen von früher und heute originalgetreu nachstellten. „So einen Film zu drehen ist ganz schön aufwändig, für wenige Sekunden haben wir oftmals Stunden investiert“, erzählt der ehemalige Kommandant Günther Oberhuber, „besonders bei den historischen Szenen mussten

wir den Dreh öfters wiederholen, weil beispielsweise jemand moderne Turnschuhe oder eine Uhr am Handgelenk trug.“ Erstmals

öffentlich gezeigt wird der Film am 9. September um 20 Uhr im Feuerwehrhaus Milland. db

ten auszuprobieren, wissen viele nicht mehr, was ihr Körper eigentlich alles kann. Durch Theater und Tanz kann dieses Defizit ausgeglichen werden.“ Neben den Theaterwerkstätten für alle

Altersstufen, die im September starten, bietet das TPZ heuer auch einen Workshop zum Kreativen Schreiben für Kinder ab 10 Jahren an, sowie eine Videowerkstatt und Entspannungstrainings. db

THEATER

Foto: TPZ

Kunst & Kultur

Wasser marsch, Film ab!

Tanz & Theater z Wie in den vergangenen Jahren auch nutzten die Spieler und Mitarbeiter des Theaterpädagogischen Zentrums Brixen (TPZ) die Ferragosto-Woche nicht zum Ausruhen, sondern für ihre Fortbildung. Als Kursleiter konnte dabei Darrell Aldridge gewonnen werden: Der Londoner mit jamaikanischen Wurzeln ist spezialisiert auf Körpertheater und orientiert seine Arbeit an den Erkenntnissen des Tänzers, Choreografen und Tanztheoretikers Rudolf von Laban. Beim fünftägigen „Physical Theatre“Workshop verlangte Aldridge

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den Teilnehmern körperlich und geistig einiges ab: Sie lernten die 28 Bewegungsrichtungen kennen und praktizierten diese in den so genannten „Scales“. Außerdem erlernten sie die Labannotation, ein System zur Analyse und Aufzeichnung menschlicher Bewegungen. „Vor allem in der Theater- und Tanzarbeit mit Kindern werden diese neuen Erkenntnisse im TPZ Eingang finden“, erläutert Heidi Troi vom TPZ Brixen, „durch die heute oft eingeschränkten Möglichkeiten der Kinder, sich zu bewegen und ihre körperlichen Möglichkei-


Foto: Oskar Zingerle

AUSSTELLUNG

Faszinierendes Asien z Albert Gruber wurde bereits im fernen Jahr 1981 mit dem Asien-Virus infiziert, damals noch ganz auf das Bergsteigen fixiert. Mit im Gepäck der Fotoapparat, unvermeidliches Requisit für einen Bildbandautor. Schon bald fand er die Menschen im Himalaya-Gebiet weitaus faszinierender als die Bergwelt, und der Vielgereiste begann sich intensiv für die fremde Kultur zu interessieren, die fortan selbstverständlicher Teil seines Lebens werden sollte. Ein prägendes Ereignis war die Privataudienz beim Dalai Lama in Dharamsala, das die enge Beziehung zu Land und Leuten von Albert Gruber noch weiter vertiefte. Da konnte es nicht ausbleiben, dass sich der Weltenbummler einen stattlichen Schatz an Kunstgegenständen aneignete,

um auch in der Heimat mit den liebgewonnenen Menschen verbunden zu bleiben. Einen Teil seiner Sammlung, gewissermaßen sein Vorlass für die Erben, veräußert er in einer Ausstellung mit Benefizverkauf in der Galerie AdlerArt. Die Objekte, Schmuck, Malereien, Statuen

und Klangschalen geben einen umfassenden Einblick in die buddhistische Kunst von Nordindien, Nepal, China und Tibet. Ein Teil des Erlöses fließt in Einrichtungsstätten für Kinder, dem „Noble House“ in Nepal und dem Tibetan Children`s Village ird in Dharamsala.

NEU IM REGAL Von Bozen nach Australien Zusammen mit ihrer Familie wan­ derte Claire French­Wieser, Tochter des Südtiroler Bildhauers Heinrich Wieser, nach Australien aus. Nach ihrer Kindheit in Bozen und im bayerischen Selb, wo der Vater für die Keramikmanufaktur Rosenthal arbeitete, wurde sie für den Kriegs­ hilfsdienst verpflichtet und freun­ dete sich danach mit einer frühen, einflussreichen Förderin Hitlers an. Als eine der wenigen Frauen der damaligen Zeit begann sie in Inns­ bruck ein Studium, das allerdings abrupt endete. Eindrucksvoll schil­ dert Claire French­Wieser in ihren Erinnerungen „Meine verkehrte Welt“ diese Wirren des Kriegsendes und die Zeit als Dolmetscherin für die alliierten Militärregierungen in Tirol nach 1945. Im Jahr 1951 startete die Familie schließlich einen Neuanfang in Nuriootpa, einer deutschen Enklave im Süden Australiens. Der Kulturschock blieb damit nicht aus. Doch Klara Wieser setzte hartnäckig ihren

Claire French-Wieser: Meine verkehrte Welt. Edition Raetia, 2013.

eingeschlagenen Weg fort: Neben ihrer Arbeit als Sekretärin an der Universität in Melbourne beendete sie als Werkstudentin ihr Studium, heiratete schließlich und wurde zur australischen Staatsbürgerin und Buchautorin Claire French­Wieser.

02.09.-02.11.13

alle Äpfel

0,99 €/kg

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Veranstaltungen

Weiterbildung

Weiterbildung an der VHS Brixen Kultur & Gesellschaft

Kulturplausch am Montag zum Thema Literatur Brixen | Hotel Goldener Adler, Adlerbrückengasse 9 Mo. 16.09.2013 | 19.00-20.00 Uhr | 1 Treffen

Beruf

Gefestigt im Sturm der Zeit - Resilienztraining Mi. 18.09.2013 | 19.00-21.00 Uhr | 1 Treffen

EDV & Multimedia

Die Office-Programme und deren Möglichkeiten Brixen | SOWI Gym. „Josef Gasser“, Ignaz-Mader-Straße 3 Di. 08.10.2013 | 18.30-21.30 Uhr | 4 Treffen | jeweils Di. und Fr. Grundkurs EDV Brixen, SOWI Gym. „Josef Gasser“, Ignaz-Mader-Straße 3 Mi. 09.10.2013 | 19.00-21.15 Uhr | 5 Treffen | jeweils Mi. und Mo.

Gesundheit & Bewegung

Fit durch den Winter Brixen, Vinzentinum, Brennerstraße 37, Turnhalle Termin 1: Do. 03.10.2013 | 18.30-19.30 Uhr | 9 Treffen | jeweils Do. Termin 2: Mi. 09.10.2013 | 18.15-19.15 Uhr | 8 Treffen | jeweils Mi. Zumba® Fitness Brixen, GS Tschurtschenthaler, Fischzuchtweg 3/B, Turnhalle Termin 1: Mo. 23.09.2013 | 18.15-19.15 Uhr | 10 Treffen | jeweils Mo. Termin 2: Mo. 23.09.2013 | 19.15-20.15 Uhr | 10 Treffen | jeweils Mo. Termin 3: Mi. 25.09.2013 | 19.15-20.15 Uhr | 10 Treffen | jeweils Mi. Brixen, Jakob-Steiner-Haus, Milland, Vintlerweg 34 Termin 4: Do. 26.09.2013 | 10.00-11.00 Uhr | 10 Treffen | jeweils Do. Brixen, Vinzentinum, Brennerstraße 37, Turnhalle Termin 5: Fr. 27.09.2013 | 18.15-19.15 Uhr | 10 Treffen | jeweils Fr. Termin 6: Fr. 27.09.2013 | 19.30-20.30 Uhr | 10 Treffen | jeweils Fr. Pilates Grundkurs Termin 1: Di. 24.09.2013 | 18.30-19.30 Uhr | 10 Treffen | jeweils Di. Termin 2: Do. 26.09.2013 | 08.30-09.30 Uhr | 10 Treffen | jeweils Do. Pilates ab der Lebensmitte 50+ Vahrn, Löwencenter, Eisackstraße 1, Zentrum für Lebensqualität Mi. 25.09.2013 | 10.00-11.00 Uhr | 8 Treffen | jeweils Mi. Fit & Strong Pilates Vahrn, Löwencenter, Eisackstraße 1, Zentrum für Lebensqualität Do. 26.09.2013 | 12.30-13.30 Uhr | 10 Treffen | jeweils Do. Tanzen ab der Lebensmitte Brixen, Jakob-Steiner-Haus, Milland, Vintlerweg 34 Mi. 18.09.2013 | 09.30-10.45 Uhr | 12 Treffen | jeweils Mi. Afrikanischer Tanz Brixen, Jakob-Steiner-Haus, Milland, Vintlerweg 34 Mi. 25.09.2013 | 19.40-21.10 Uhr | 10 Treffen | jeweils Mi. Wirbelsäulengymnastik Brixen, GS Tschurtschenthaler, Fischzuchtweg 3/B, Turnhalle Mi. 25.09.2013 | 18.15-19.15 Uhr | 10 Treffen | jeweils Mi. Aktive Gymnastik mit Stretching Brixen, Jakob-Steiner-Haus, Milland, Vintlerweg 34 Mi. 25.09.2013 | 17.15-18.15 Uhr | 10 Treffen | jeweils Mi. Qigong Do. 03.10.2013 | 18.00-19.15 Uhr | 8 Treffen | jeweils Do. Shaolin Qigong mit Entspannung Vahrn | Löwencenter, Eisackstraße 1, Zentrum für Lebensqualität Do. 26.09.2013 | 20.00-21.00 Uhr | 8 Treffen | jeweils Do. Yoga - Schnupperworkshop Sa. 28.09.2013 | 09.00-12.00 Uhr | 1 Treffen Bauchselbstmassage Mi. 09.10.2013 | 19.30-21.00 Uhr | 4 Treffen | jeweils Mi.

Hobby & Freizeit

Gitarrenkurs für Erwachsene Termin 1: Mi. 02.10.2013 | 09.00 - 11.00 Uhr | 10 Treffen à 1 h | jeweils Mi.

Termin 2: Do. 03.10.2013 | 18.30 - 20.30 Uhr | 10 Treffen à 1 h | jeweils Do. Brixen, SOWI Gym. Josef Gasser, Ignaz-Mader-Straße 3 Nähwerkstatt Mo. 07.10.2013 | 19.00-21.30 Uhr | 6 Treffen | jeweils Mo. Der wilde Herbst: grüne und schmackhafte Starkmacher aus der Vollwertküche Brixen, Freie Waldorfschule, Brennerstraße 32 Sa. 05.10.2013 | 14.00-18.00 Uhr | 1 Treffen Herbstliche Kastanienbäckerei Brixen, Jakob-Steiner-Haus, Milland, Vintlerweg 34 Do. 10.10.2013 | 18.00-22.00 Uhr | 1 Treffen

Sprachen

Deutsch A1.1 - ohne Vorkenntnisse Mo. 30.09.2013 | 18.00-19.30 Uhr | 20 Treffen | jeweils Mo. und Do. Deutsch Konversation und Grammatik A2-B1 Di. 01.10.2013 | 19.30-21.00 Uhr | 10 Treffen | jeweils Di. Deutsch für das Berufsleben A2-B1 Do. 10.10.2013 | 17.30-18.30 Uhr | 8 Treffen | jeweils Do. Deutsch für die Zweisprachigkeitsprüfung - Laufbahn A und B - Intensivkurs Sa. 21.09., 28.09. und 05.10.2013, 09.00 - 12.00 Uhr | Fr. 27.09. und 04.10.2013, 17.00 - 20.00 Uhr | 5 Treffen Deutsch für die Zweisprachigkeitsprüfung - Laufbahn A und B Do. 10.10.2013 | 18.30-20.30 Uhr | 8 Treffen | jeweils Do. Italiano A1.1 - ohne Vorkenntnisse Mo. 23.09.2013 | 18.00-19.30 Uhr | 20 Treffen | jeweils Mo. und Mi. Italienisch für das Berufsleben A2 Mi. 25.09.2013 | 18.00-19.30 Uhr | 10 Treffen | jeweils Mi. Italienisch für die Zweisprachigkeitsprüfung - Laufbahn A und B Mo. 23.09.2013 | 17.30-19.30 Uhr | 12 Treffen | jeweils Mo. und Mi. English A1.1 - ohne Vorkenntnisse Termin 1: Do. 19.09.2013 | 08.30-10.00 Uhr | 12 Treffen | jeweils Do. Termin 2: Do. 03.10.2013 | 19.30-21.00 Uhr | 10 Treffen | jeweils Do. English Conversation Class B1 Termin 1: Do. 19.09.2013 | 10.00-11.30 Uhr | 12 Treffen | jeweils Do. Termin 2: Do. 26.09.2013 | 17.30-19.30 Uhr | 6 Treffen | jeweils Do. Español A1.3 - leichte Vorkenntnisse Do. 26.09.2013 | 19.30-21.00 Uhr | 10 Treffen | jeweils Do. Conversación facil en español A2-B1 Do. 26.09.2013 | 18.00-19.30 Uhr | 10 Treffen | jeweils Do. Français A1.1 - ohne Vorkenntnisse Di. 01.10.2013 | 18.00-19.30 Uhr | 10 Treffen | jeweils Di Français A2.1 Di. 01.10.2013 | 19.30-21.00 Uhr | 10 Treffen | jeweils Di. Russkij A1.1 - ohne Vorkenntnisse Mi. 02.10.2013 | 19.30-21.00 Uhr | 10 Treffen | jeweils Mi. Weitere Sprachkurse finden ab Mitte September statt. Wir beraten Sie gerne! Unsere neue Broschüre für das Herbstsemester ist ab sofort erhältlich. Für alle Veranstaltungen und Kurse ist eine Anmeldung erforderlich. Alle Kurse finden, wenn nicht anders angegeben in Brixen, Peter-Mayr-Straße 9 statt. Informationen erhalten Sie in unserem Büro oder durch eine E-Mail an brixen@vhs.it. Weiters können Sie das gesamte Kursprogramm im Internet unter www.vhs.it einsehen. Unsere Öffnungszeiten: Mo-Do 9-13 und 14-17; Fr 9-13 Uhr Verband der Volkshochschulen Südtirols Zweigstelle Brixen Peter-Mayr-Straße 9 Tel. 0472 836 424, Fax 0472 971 140, brixen@vhs.it

Verband der Volkshochschulen Südtirols, Zweigstelle Brixen, Peter-Mayr-Straße 9 Tel. 0472 836 424, Fax 0472 971 140, brixen@vhs.it 38


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September MUSIK – KULTUR – REGION

volXklang festival Außergewöhnliche Musik an besonderen Orten: Das volXklang festival am 8. September zeigt wiederum Charakter – und ein ansprechendes Musikprogramm zwischen neuer Volksmusik, Weltmusik und musikalischen Grenzgängen. z Anregende Musikerlebnisse, interessante Begegnungen, stimmungsvolle Orte, Kulinarisches aus der Region: das volxklang festival hat sich als das etwas andere Festival bereits einen Namen gemacht und seine Fans gefunden.

Spannendes Musikprogramm. Am Sonntag, 8. September, wird bei der heurigen Auflage der Garten von Schloss Velthurns bespielt, und zwar von außergewöhnlichen Musikerinnen und Musikern, die Althergebrachtes hinterfragen und neu interpretieren. Einer von ihnen ist der allseits bekannte und beliebte Akkordeon-Virtuose, Klarinettist und Trompeter Herbert Pixner, der mit seinem Trio und dem Gitarristen Manuel Randi gegen 15 Uhr auftreten wird. Nicht weniger genial ist der aus dem Allgäu stammende Jazztrompeter Matthias Schriefl, der mit der Unterbiberger Hofmusik sicherlich für einzigartige Töne sorgen wird: Hofmusik-Chef Franz Josef Himpsl, seine Frau und

seine Söhne sind ein volks- und grenzmusikalisches Familienunternehmen, das Bayrisches mit Türkischem und Jazz vermischt – „Bavaturka“ eben!

Eine Mischung aus alpenländi-

scher Volksmusik, Jazz und Klezmer lässt hingegen das neu gegründete Thomas Lamprecht Quartett hören, das neben dem Namensgeber aus Jan Langer und Daniel Faranna von „Opas Diandl“ sowie Andreas Psenner von den Pamstiddn Kings besteht. Ein wohlbekanntes „Umtaumta-umtata“ erwartet man sich, wenn man erstmals die drei rustikalen Herren aus Tisens namens „KasMilchButter“ mit Lederhosen, Holzfällerhemd und Gitarre sieht. Doch weit gefehlt – es kommt knüppeldick vom Leben auf dem Land und so, eine wilde Mischung aus Folkmusik mit einem Touch Punk. Und im schönsten Ahrntaler Dialekt wird das Oachele fan Toule seine teils ironischen musikalische Geschichten erzählen. Die drei Musiker von Pristup haben hingegen ungarisch-kroatisch-serbische Wurzeln und spielen Musik zwischen

pannonischer Volksmusik, Jazz und Kammermusik – wobei es schon mal vorkommen kann, dass man sich als Zuhörer bei einem einzigen Lied an mehreren Orten gleichzeitig wähnt.

Jodeln, Open Space und Gutes aus der Region. Wer beim Zuhö-

ren selbst Lust aufs Jodeln und Singen kriegt, kann dies bei in lockerer Form mit Heidi Clementi auch tun. Und wer seinen ersten Auftritt als junges Talent wagt und sich dabei in der volxklang-Philosophie wiederfindet, kann am Open Space teilnehmen – Infos dazu gibt es unter info@volxklang.eu.

Mozarts Streichquartette in der Hofburg Amaryllis Quartett

Gustav Frielinghaus, Violine Lena Wirth, Violine Lena Eckels, Viola Yves Sandoz, Violoncello

W. A. Mozart

Streichquartett B-Dur KV 458 „Jagdquartett“

Benjamin Britten

Streichquartett Nr. 2 in C-Dur op. 36

W. A. Mozart

Streichquartett D-Dur, KV 499 „Hoffmeister-Quartett“

Spätestens seit dem Gewinn des Finalisten-Preises beim Premio Paolo Borciani 2011 in Reggio Emilia und des ersten Preises beim International Chamber Music Competition in Melbourne kann sich das Amaryllis Quartett zu den führenden Streichquartetten seiner Generation zählen. Die vier jungen Musiker sind außerdem Preisträger von internationalen Wettbewerben, ihre 2011 erschienene CD „White“ wurde mit dem ECHO Klassik für die beste Kammermusikeinspielung des Jahres 2012 ausgezeichnet.

Doch das volXklang Festival ist weit mehr als Musik – unter anderem auch Bewegungsfreiheit für Kinder, volXtaler statt Euros sowie gutes Essen und Trinken aus der Region. Detaillierte Infos zum volXklang festival gibt´s unter www.volxklang.eu - nicht verpassen!

» So, 08.09., 10-18 Uhr

Schloss Velthurns (bei Schlechtwetter im Vereinshaus) Tagesticket: 25 Euro, Kinder bis 14 frei; Jugendliche 10 Euro Reservierung: www.volxklang.eu;Tel. 331 331 3377 (Mo-Fr 10-14 Uhr) oder Tourismusbüro Feldthurns, Tel. 0472 855 290

» Samstag, 7. September um 20:30 Uhr Hofburg Brixen, Kaisersaal

Kartenvorverkauf: Tourismusverein Brixen, Tel. 0472 836401 Ermäßigungen für Jugendliche Studenten, Senioren, Familienpass, Kulturpass

Brixner Initiative Musik & Kirche www.musikkirche.it

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Veranstaltungen

THEATER

Club der Enttäuschten z Ja, auch in Südtirol steigt die Arbeitslosigkeit. Doch kann man eine Komödie über arbeitslose Menschen, über Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und Utopielosigkeit schreiben? Die preisgekrönte Autorin Felicia Zeller, geboren 1970 in Stuttgart und derzeit Hausautorin am Nationaltheater Mannheim, konnte. Ihr Stück „Club der Enttäuschten“, die aktuelle

» 14.09. – 05.10., 20:30 Uhr Gruppe Dekadenz Anreiterkeller

Karten für die Aufführungen sind bei der Gruppe Dekadenz, karten@dekadenz.it oder telefonisch jeweils Dienstag bis Freitag von 17-19 Uhr unter 0472 836 393 erhältlich. Achtung, neu: Die Sitzplätze im Anreiterkeller können nun frei gewählt werden (keine Platzreservierung), Einlass ab 20 Uhr

Eigenproduktion der Gruppe Dekadenz, zeigt fünf Menschen auf dem gesellschaftlichen Abstellgleis, die sich auf wunderbar komische Art nicht kleinkriegen lassen: Aufgrund einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme treffen sich die Fünf jeden Morgen zwangsweise in einem Büro und ergeben sich ihrer vom Arbeitsamt organisierten Sinnlosigkeit: Man kämpft mit Kopierern und Annäherungsversuchen, mit erfolglosen Männergeschichten und alten PCs. Zwischen Kaffeemaschine, Schrottcomputer

Gruppe Dekadenz

und Billigkopierer verausgabt sich so ungenutzte Lebensenergie in Empörungs- und Balzritualen. Mit ins Absurde getriebenen Redeschleifen, fulminantem Sprachwitz und Tätigkeitsloops kurbeln die liebenswert verzweifelten Figuren ihre Lebensläufe - gleich hängen gebliebenen Schallplatten - immer neu an. Regisseur Torsten Schilling

hat den „Club der Enttäuschten“ dramaturgisch bearbeitet und führte Regie; Andi Ellecosta oblag die musikalische Einstudierung und Andrea Kerner zeichnet für Kostüme und Bühnenbild verantwortlich. Es spielen Susan La Dez, Edwin Hochmuth, Lisa Mersi, Ingrid Porzner und Peter Schorn.

Jazzkonzert Fazzini Lanzoni XY Quartet (i) » Mittwoch, 18. September, 20:30 Uhr

Theater Club der Enttäuschten Satirische Komödie der preisgekrönten Autorin Felicia Zeller – Eigenproduktion Gruppe Dekadenz

Fünf Menschen auf dem gesellschaftlichen Abstellgleis, die sich auf wunderbar komische Art nicht kleinkriegen lassen. Aufgrund einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme treffen sich jeden Morgen fünf Menschen zwangsweise in einem Büro und ergeben sich ihrer vom Arbeitsamt organisierten Sinnlosigkeit. Mit ins Absurde getriebenen Redeschleifen und Tätigkeitsloops kurbeln die liebenswert verzweifelten Figuren ihre Lebensläufe - gleich hängen gebliebenen Schallplatten - immer neu an. mit Susan La Dez, Edwin Hochmuth, Lisa Mersi, Ingrid Porzner, Peter Schorn Regie: Torsten Schilling Bühne und Kostüm: Andrea Kerner Musikalische Einstudierung: Andi Ellecosta

» Sa 14., Do 19., Fr 20., Sa 21., Do 26., Fr 27., Sa 28. September; Mi 02., Do 03. und Sa, 05. Oktober, jeweils 20:30 Uhr

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Idea F: Eine musikalische Reise durch verschiedene Musikwelten mit Nicola Fazzini (alto sax), Alessandro Fedrigo (acoustic bass), Saverio Tasca (vibes), Luca Colussi (drums)

Obere Schutzengelgasse 3a – Brixen/Stufels www.dekadenz.it Kartenreservierung: karten@dekadenz.it; Tel. 0472 836 393 (Di – Fr 17-19 Uhr, Sa ab 18 Uhr) Achtung: Sitzplätze frei zu wählen – keine Platzreservierung


MUSIK

VORTRAG

Mozart und die Hofburg

z Bei seiner zweiten Italienreise übernachtete Wolfgang Amadeus Mozart mit seinem Vater Leopold nicht nur im Gasthof Schwarzer Adler in Brixen, sondern musizierte auch am 11. und 12. Dezember 1771 in der Hofburg und speiste dort anschließend mit Kanonikus Graf Ignaz von Spaur. Die seit acht Jahren stattfindenden Konzertabende „Mozarts Streichquartette in der Hofburg“ erinnern nicht nur an die Aufenthalte Mozarts in Brixen, sondern etablierten sich auch als Fixtermin für Liebhaber der klassischen Musik. Heuer gestaltet das Amaryllis Quartett - Gustav Frielinghaus und Lena Wirth an der Violine, Lena Eckels an der Viola und

Yves Sandoz am Violoncello – das Konzert. Die vier jungen Musiker spielen zwei Streichquartette von W.A. Mozart, das Jagdquartett und das Hoffmeister Quartett, sowie das Streichquartett Nr. in C-Dur op. 36 von Benjamin Britten. Organisiert wird der Konzertabend von der Brixner Initiative Musik und Kirche in Zusammenarbeit mit der Hofburg Brixen; vor dem Konzert laden die Veranstalter ihre Unterstützer stets zu einem geselligen Treffen ein.

» Sa, 7. August, 20:30 Uhr

Hofburg Brixen, Kaisersaal

Mander so geat´s net mit Dementiis Tirolensis Ein Kabarett von Andreas „Opal“ Robatscher Am Klavier: Gretl Pohl Grod in der heitigen Zeit kennmor mit Volkshelden net grod prohln, ober iber oan konn man schun eppes derzähln: „der Ander” jeder moant er kennt sei Gschicht . . . ober wissen olle wia’s in Ander im Kindesolter ergongen isch? . . . oder obs a wirklich s’Plätschhafele Raffl wor, was ihm in Weggn einiton hot, . . . und isch der Napl wirklich so kloan wia sie olle sogn . . . und vor ollm, was hobm iberhaupt die Indianer und die Cowboys in der Gschicht zu suachn???? Es segs es bleibn an Haufn Frogn no offn, ober es beste isch es kemms und mocht’s enk selber a Bild...

» Freitag, 13. September, 20:30 Uhr Haus Voitsberg, Vahrn

Karten: Eintritt 12 Euro, Reservierung in der Bibliothek Vahrn, Tel. 0472 976 923, bibliothek@vahrn.eu

Vorbeugen kann Leben retten z Prostatakrebs ist eine der häufigsten Krebsarten beim Mann, ebenso ist die Häufigkeit von Blasenkrebs bei Männern höher als bei Frauen. Eine frühzeitige Diagnose hilft jedoch, die Heilungschancen zu erhöhen. Die Südtiroler Krebshilfe startet im Herbst eine Aktionswoche zum Thema Prostatakrebs und lädt in Brixen zu einem Informationsabend ein: Beim Vortrag „Prostata- und Blasenkrebs – ein Ratgeberabend für Männer und Frauen“ informiert Michael Aigner, geschäftsführender Primar der Abteilung Urologie am Krankenhaus Brixen, über die Früherkennung und Behandlung von Prostata- oder Blasenkrebs. Unter anderem werden folgende Fragen behandelt: Was wird beim PSA-Test gemessen? Welche Früherkennungsmöglichkeiten gibt es in Südtirol, und wer

sollte dort hingegen? Welche Alarmsignale sendet der Körper, wenn ein Tumor vorherrscht? Welche Unterschiede gibt es zwischen Prostatakrebs und anderen Erkrankungen der Prostata? Und wie sieht die Behandlung von Prostata- beziehungsweise Blasenkrebs aus? Der Eintritt zum Vortrag ist kostenlos.

» Do, 26. September,

19:30 Uhr Forum Brixen

Vahrner Weis(s)e Weissweinverkostung

Degustazione vini bianchi

» Freitag, 6. September ab 19 Uhr Stiftsplatz Neustift

Aufgrund der klimatischen und geologischen Besonderheiten sind die „Vahrner“ Weine etwas ganz besonderes: Die hier angebauten weißen Sorten sind weitum durch ihre einzigartige Fruchtigkeit, Saftigkeit und Mineralität bekannt. Höchstbewertungen von den angesehensten Weinkritikern und -führern belegen die außerordentliche Qualität dieser Weine. Bei der „Vahrner Weis(s)e“ stellen folgende Kellereien und Winzer von Neustift und Vahrn ihre Weine vor: Griesserhof, Köfererhof, Pacherhof, Strasserhof, Stiftskellerei Neustift

Kulinarik zum Wein HGV – Ortsstelle Vahrn

Die Veranstaltung findet heuer auf dem Stiftsplatz Neustift statt.

Kostenloser Taxidienst nach Brixen und Vahrn, Tel. 349 6078140

Musikalische Umrahmung Alan Farrington Band

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10 Jahre Joe Smith Band: 10 Jahre The Best JOE SMITH BAND of Das Stadttheater Sterzing präsentiert

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The Best off

Veranstaltungen

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Die Joe Smith Band wurde 2003 von Peppi Haller gegründet. Mit dem Ziel, Samstag, 5. Oktober 20.30 Uhr 2013 Sonntag, 6. Oktobergehobene 19.00 Uhr 2013 dem Publikum Unterhaltungsmusik konzertant zu präsentieren, hat sich die Joe Smith Band immer mehr zur konzertanten Showband entwickelt.

Joe Smith Band:

Ingo Ramoser (Piano), Marc Giuni (Gitarre), Norbert Zöggeler (Bass), Mario Punzi (Schlagzeug), Norbert Rabanser (Schlagzeug), Walter Plank (Trompete), Jürgen Federer (Saxofon), Peter Cazzanelli (Posaune)

vorverkauf:

rein Sterzing, Brixen, Bruneck, in Meran, Blumen Berger rvierung unter Tel. 0471-053800

Gemeinde Ratschings

Als Solisten treten auf:

7 nter.eu ter.eu

Prostata- & Blasenkrebs:

Ein Ratgeber-Abend für Männer und Frauen Umfangreiche Informationen zum Thema Früherkennung und Behandlung von Prostata- oder Blasenkrebs. Referent: Dr. Michael Aigner, geschäftsführender Primar der Abteilung Urologie am Krankenhaus Brixen

» Donnerstag, 26. September, 19.30 Uhr Forum Brixen

Eintritt frei

Kann Glaube heilen? Welche Wirkung hat der Glaube auf die Bewältigung von Krankheit und der Gestaltung des Lebens mit oder trotz Bedrohung?

Das Stadttheater Sterzing präsentiert

10 Jahre

Moderation:

JOE SMITH BAND The Best off

Sabine Amhof (ORF Südtirol Heute)

» Samstag, 5. Oktober, 20:30 Uhr

Sonntag, 6. Oktober,19 Uhr im Stadttheater Sterzing Kartenvorverkauf: Tourismusverein Sterzing, Tel. 0472 765325 Kartenreservierung: Brixen, Bruneck Samstag,Tourismusverein 5. OktoberSterzing, 20.30 Uhr 2013 und Blumen Berger Leifers unter Tel. 0471 053800 Sonntag, 6. Oktober 19.00 Uhr 2013

Referent: Don Paolo Renner, Brixen

» Montag, 30. September, 19.30 Uhr Cusanus Akademie

Eintritt frei

Südtiroler Krebshilfe Bezirk Eisacktal Wipptal Gröden www.krebshilfe.it

Weiterbildung

KVW Bildung Bezirk Brixen Qualifizierung / Beruf

:

en, Bruneck, n Berger l. 0471-053800

de Ratschings

Chris Haller (Saxofon) Herbert Pixner (Steirsche Harmonika) Beatrix Reiterer (Gesang) Vlado Kumpan (Trompete) Manuel Randi (Gitarre) Babsi Koitz (Tanz) Michael Baumannn (Tanz)

Vorträge

Informationsveranstaltung ESF – Ausbildung zum/r Buchhalter/in Dieser Lehrgang vermittelt Ihnen genau das Wissen, welches heute in Unternehmen benötigt und gefordert wird. Folgende Inhalte werden vermittelt: Buchhaltung (inkl. kaufmännisches Rechnen und Handelskunde)m Excel Grundstufe und Advanced, Ziel-, Zeit- und Selbstmanagement, Kommunikation und Konflikttraining, Büroorganisation Zielgruppe: Interessierte und MaturantInnen mit EDV-Grundkenntnissen Donnerstag 03.10., 19.00 Uhr - 20.30 Uhr

EDV

Computerkurs für AnfängerInnen ab Donnerstag, 10.10., 5 Treffen, Di. und Do., 19.30 Uhr - 21.45 Uhr mit Markus Egger 50+ EDV mit viel Spaß und ohne Stress: Grundkurs ab Samstag, 05.10., 6 Treffen, Sa. 9.00 Uhr – 11.00 Uhr mit Markus Egger

Sprachen

A1.1 Deutsch für AnfängerInnen ab Dienstag, 08.10., 20 Treffen, Di. und Do., 19.30 Uhr - 21.10 Uhr Konversationskurs Italienisch (ab Kursniveau B1) ab Freitag, 11.10., 15 Treffen, Fr., 19.30 Uhr – 21.10 Uhr Italienisch - Vorbereitung auf die Zweisprachigkeitsprüfung A/B ab Dienstag, 15.10., 15 Treffen, Di. und Do., 19.30 Uhr - 21.30 Uhr Italienisch - Vorbereitung auf die Zweisprachigkeitsprüfung C ab Dienstag, 08.10., 20 Treffen, Di. und Do., 19.30 Uhr - 21.10 Uhr A1.1 English Beginners ab Montag, 07.10., 20 Treffen, Mo. und Mi., 19.30 Uhr - 21.10 Uhr A2.1 Let’s talk English! ab Mittwoch, 09.10., 10 Treffen, Mi., 9.30 Uhr - 11.10 Uhr A1.1 Spanisch für AnfängerInnen ab Dienstag, 08.10.,10 Treffen, Di. und Do., 19.30 Uhr – 21.10 Uhr

» Infos & Vormerkung:

Mensch Gesellschaft

Fair Trade Academy – Entwicklung und Grundsätze des Fairen Handels Zielgruppe: VerkaufsmitarbeiterInnen der Weltläden, alle Interessierten Freitag, 27.09.2013, 9.00 Uhr - 16.30 Uhr mit Rudi Dalvai und Monica Gamper Fair Trade Academy – Die Textilien des fairen Handels Zielgruppe: VerkaufsmitarbeiterInnen der Weltläden, alle Interessierten Freitag, 11.10., 9.00 Uhr - 16.30 Uhr mit Loredana Giraldin Betrami und Simona Stoppa Nein sagen lernen – ohne Schuldgefühle Donnerstag, 10.10.2013, 18.00 Uhr - 21.00 Uhr, mit Silke Pfitscher Kostenloser Informationsvortrag „Starke Eltern – starke Kinder®“ Dienstag, 08.10., 20.00 Uhr - 22.00 Uhr mit Ingrid Hofer Kienzl

Gesundheit Wohlbefinden

Kurse im Shiatsu-Yoga-Zentrum Vahrn: Fußreflexzonenmassage Freitag 18.10. - Sa. 19.10., 2 Treffen, 18.00 Uhr - 17.00 Uhr mit Daniela Pfeifer Yoga für AnfängerInnen und leicht Fortgeschrittene mit Sieghard Gostner Kurs A ab 30.09., 7 Treffen, Mo. 18.00 Uhr – 19.30 Uhr Kurs B ab 30.09., 7 Treffen, Mo. 19.45 Uhr – 21.15 Uhr Kurs C ab 01.10., 7 Treffen, Di. 09.00 Uhr – 10.30 Uhr Kurs D ab 01.10., 7 Treffen, Di. 12.15 Uhr – 13.15 Uhr Baby-Shiatsu: für Mutter und Kind ab Donnerstag, 12.09., 6 Treffen, Do. 10.30 Uhr – 11.30 Uhr mit Carla Willeit Frei Zumba® mit Franca Zuin Kurs I: ab 26.09., 10 Treffen, Do. 18.00 Uhr – 19.15 Uhr Kurs II: ab 26.09., 10 Treffen, Do., 19.30 Uhr - 21.00 Uhr Zusatzkurs: ab 24.09., 10 Treffen, Di. 18.30 Uhr – 19.30 Uhr Body Forming ab Dienstag, 01.10., 10 Treffen, Di., 18.30 Uhr – 19.30 Uhr Body Tone ab Donnerstag, 03.10., 10 Treffen, Do., 18.30 Uhr - 19.30 Uhr mit Petra Kaneider

KVW Bildung Brixen, Hofgasse 2 – Tel. 0472 207 978 – bildung.brixen@kvw.org

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Sonntag, 1. September

Diverses

ganztags

Stufler Kirchtag Musikalische Unterhaltung, Kulinarisches und Glückstopf im historischen Stufels Stufels

Diverses

ab 10:30 Uhr

VoitsFest – Vahrner Dorfgaudi mit Hopfenmusig, Almrauschgitschn Schalders, Oberkrainermusig Tirol 5, Volkstanzgruppe Vahrn Vahrn Dienstag, 3. September

Museum

über eine Busfahrt ohne Wiederkehr Platz vor der Bibliothek Vahrn

und Neustift; Musik von Alan Farrington Stiftsplatz Neustift

Diskussion

Theater

20 Uhr

Landtagswahl 2013 Podiumsdiskussion mit den Eisacktaler LandtagskandidatInnen Forum Brixen Donnerstag, 5. September

Theater

19:30 Uhr

Double feature Rotierendes Theater & VonPiderZuHeiss zeigen „Das Kunstseidene Mädchen“ & „Als wäre ich Papier“ Ex-Astra Kino Brixen

16 Uhr

Vorstellung Kunstwerk des Monats Diözesanmuseum Hofburg Brixen

Theater

Mittwoch, 4. September

Lesung

20:30 Uhr

Ich habe überlebt Aaron Rabensteiner und Artur Schmitt

Samstag, 7. September

Theater

17 Uhr

Ausstellungseröffnung „Premio città di Oderzo“ Festung Franzensfeste

Diverses

20:30 Uhr

Mozarts Streichquartette in der Hofburg mit dem Amaryllis Quartett Diözesanmuseum Hofburg Brixen

Freitag, 6. September

Diverses

19:30 Uhr

Double feature Rotierendes Theater & VonPiderZuHeiss zeigen „Das Kunstseidene Mädchen“ & „Als wäre ich Papier“ Ex-Astra Kino Brixen

Musik

19:30 Uhr

Double feature Rotierendes Theater & VonPiderZuHeiss zeigen „Das Kunstseidene Mädchen“ & „Als wäre ich Papier“ Ex-Astra Kino Brixen

19:30 Uhr

Double feature Rotierendes Theater & VonPiderZuHeiss zeigen „Das Kunstseidene Mädchen“ & „Als wäre ich Papier“ Ex-Astra Kino Brixen

19 Uhr

Vahrner Weis(s)e Verkostung von Weißweinen aus Vahrn

Jeder kann spielen! Einschreibungen in die Werkstätten des TPZ Brixen Mit Schulbeginn nimmt auch das Theaterpädagogische Zentrum Brixen im September wieder seine Tätigkeit auf. Menschen aller Altersgruppen finden hier die Möglichkeit, zu ihrem persönlichen Ausdruck und zu sich selbst zu finden. Neben Theaterwerkstätten für alle Altersstufen gibt es für Mittelschüler auch wieder die Möglichkeit, in der Videowerkstatt Zoom erste Schritte vor und hinter der Kamera zu machen. Neu heuer: Kreatives Schreiben für Kinder ab 10 Jahren. Die Schreibwerkstatt findet sechsmal im September und Oktober statt und richtet sich an motivierte Schreiber/innen. Ebenfalls neu: Entspannungstraining Thomas Troi, Entspannungstrainer, stellt in vier Abendblöcken verschiedene Entspannungsmethoden vor.

» Infos: www.tpz-brixen.org

Einschreibungen werden unter 335 535 99 55 (Heidi Troi) ab sofort entgegen genommen.

Theaterpädagogisches Zentrum Brixen TPZ – Köstlanstraße 28

10-18 Uhr

volXklang Festival mit Herbert Pixner Projekt & Manuel Randi, Pristup, Thomas Lamprecht Quartett u.a. Schloss Velthurns

19:30 Uhr

Double feature Rotierendes Theater & VonPiderZuHeiss zeigen „Das Kunstseidene Mädchen“ & „Als wäre ich Papier“ Ex-Astra Kino Brixen Montag, 9. September

Film 20 Uhr

Präsentation des Films „Feuerwehr in Südtirol – 100 Jahre FF Milland“ Feuerwehrhaus Milland Mittwoch, 11. September

Theater

19:30 Uhr

Double feature Rotierendes Theater & VonPiderZuHeiss zeigen „Das Kunstseidene Mädchen“ & „Als wäre ich Papier“ Ex-Astra Kino Brixen Donnerstag, 12. September

Theater

Sonntag, 8. September

Musik

Theater

19:30 Uhr

Double feature Rotierendes Theater & VonPiderZuHeiss zeigen „Das Kunstseidene Mädchen“ & „Als wäre ich Papier“ Ex-Astra Kino Brixen

Ausstellung

Shozo Shimamoto – Malerei und Geste Kuratorin: Vittoria Coen Zu sehen sind in dieser Einzelausstellung des japanischen Performance-Künstlers Shozo Shimamoto (1928-2013) u. a. die berühmten Bottle Crash, die durch das Dripping von auf Leinwand geschleuderter Farbe entstanden sind - während seiner Performances oftmals in Kombination mit Glassplittern von zerbrochenen Flaschen. Shozo Shimamoto war eine der Hauptfiguren der Gutai-Bewegung, die weltweit große Aufmerksamkeit und höchste Anerkennung erhalten hat. Die Gutai-Künstler kennzeichnet eine komplexe, eigenwillige Dialektik zwischen kultureller Tradition und dem tiefen Bestreben nach Erneuerung der Malerei durch die Überwindung der Tradition. Shimamotos Werke sind in den berühmtesten Museen der Welt ausgestellt.

» bis 14. September, 10 – 12.30 Uhr und 15 – 18 Uhr Galerie Hofburg in Brixen

Galerie Hofburg Kompatscher Jakob Hofgasse 5 Tel.: 0472 832 080 info@kompatscher.eu www.kompatscher.eu/it 43


Freitag, 13. September

Veranstaltungen

Diverses

Diverses

ab 16 Uhr

Kreativ 2013 Messe für manuelle Kreativität, Dekoration und Künste Messe Bozen

3. FlussFest mit Musik von The Artificial Harbor, Lichtinstallationen, Slacklinen, Kinderecke u.a. Rappanlagen

Theater

Theater

9.30-18:30 Uhr

19:30 Uhr

Double feature Rotierendes Theater & VonPiderZuHeiss zeigen „Das Kunstseidene Mädchen“ & „Als wäre ich Papier“ Ex-Astra Kino Brixen

Musik

20 Uhr

Offene Probe des Domchores Brixen Interessierte SängerInnen können zuhören und mitmachen Kapitelsaal, Musikschule Brixen

Kabarett

20:30 Uhr

Mander so geat´s net Dementiis Tirolensis mit einem Kabarett von Andreas „Opal“ Robatscher Haus Voitsberg, Vahrn Samstag, 14. September

Diverses

9.30-18:30 Uhr

Kreativ 2013 Messe für manuelle Kreativität, Dekoration und Künste Messe Bozen

20:30 Uhr

Club der Enttäuschten Fünf Menschen auf dem Abstellgleis, die sich auf wunderbar komische Art nicht kleinkriegen lassen Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller Sonntag, 15. September

Diverses

9.30-18:30 Uhr

Kreativ 2013 Messe für manuelle Kreativität, Dekoration und Künste Messe Bozen Mittwoch, 18. September

Musik

Donnerstag, 19. September

Diskussion

20 Uhr

Nachhaltiges Wirtschaften und Bildung Diskussionsrunde im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Landtagswahl 2013. Die Qual der Wahl – welche Farbe wählen?“ Bildungshaus Kloster Neustift

Theater

20:30 Uhr

Club der Enttäuschten Fünf Menschen auf dem Abstellgleis, die sich auf wunderbar komische Art nicht kleinkriegen lassen Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller

20:30 Uhr

Club der Enttäuschten Fünf Menschen auf dem Abstellgleis, die sich auf wunderbar komische Art nicht kleinkriegen lassen Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller

Lehrgang für Lebensund Sozialberatung

Linea dell´orrizonte/FAMA Hörtheater von Beat Furrer mit dem Klangforum Wien; Transart Damiani Holz & Ko; Julius-Durststraße

20:30 Uhr

Club der Enttäuschten Fünf Menschen auf dem Abstellgleis, die sich auf wunderbar komische Art nicht kleinkriegen lassen Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller Donnerstag, 26. September

Vortrag

19:30 Uhr

Theater

20:30 Uhr

Prostata- & Blasenkrebs: Ein Ratgeber-Abend für Männer und Frauen Dr. Michael Aigner über Früherkennung sowie Therapiemöglichkeiten; Eintritt frei – Südt. Krebshilfe Forum Brixen

20:30 Uhr

Fazzini-Lanzoni XY Quartett Jazzkonzert mit Nicola Fazzini (alto sax), Alessandro Fedrigo (acoustic bass), Saverio Tasca (vibes) und Luca Colussi (drums) Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller

19-24 Uhr

Hörtheater 20:30 Uhr

Theater

Freitag, 20. September

Theater

Diverses

Lange Nacht der Museen Die Museen bietet ein vielfältiges Rahmenprogramm für Jung und Alt bei freiem Eintritt Museen

Samstag, 21. September

Musik ab 10 Uhr

Internationales Musikantentreffen Musikapellen aus dem In- und Ausland spielen in der Altstadt; nachmittags Sternmarsch zum Domplatz Altstadt Brixen

Club der Enttäuschten

Nachhaltiges Wirtschaften und Bildung Eine moderierte Diskussionsrunde im Bildungshaus Kloster Neustift

» Berufsbegleitender Lehrgang über 4 Semester » Professionelle und psychosoziale Beratung, um Problemlösungs- oder Veränderungsprozesse anzustoßen und zu begleiten

Zielgruppe: Berater, Supervisoren, Pädagogen, Mediatoren, Gesundheitspersonal, Führungskräfte und Interessierte, die eine Zusatzqualifikation anstreben

» Infoabend:

Dienstag, 03. September um 19 Uhr Bildungshaus Kloster Neustift

» Informationen & Anmeldung:

Bildungshaus Kloster Neustift Tel. 0472 835588 bildungshaus@kloster-neustift.it oder www.bildungshaus.it

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Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Landtagswahl 2013. Die Qual der Wahl – Welche Farbe wählen?“ der Arbeitsgemeinschaft Bildungshäuser Südtirols laden wir Sie zu einer moderierten Diskussionrunde zum Thema „Nachhaltiges Wirtschaften und Bildung“ ein. Neben klassischen Wirtschaftsthemen geht es dabei auch um Punkte wie Zukunft der Arbeit, Jugendbeschäftigung, Ressourcen und die Visionen/Ideen der einzelnen Parteien für ein nachhaltiges Wirtschaften. Teilnehmer sind u.a. Magdalena Amhof, Brigitte Foppa, Peter Gasser, Pius Leitner, Jutta Mayr, Hartmuth Staffler

» Donnerstag, 19.09.2013, 20.00 Uhr Bildungshaus Kloster Neustift

Wir freuen uns auf Ihr Kommen! Bildungshaus Kloster Neustift www.bildungshaus.it


Fünf Menschen auf dem Abstellgleis, die sich auf wunderbar komische Art nicht kleinkriegen lassen Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller Freitag, 27. September

Theater

20:30 Uhr

Club der Enttäuschten Fünf Menschen auf dem Abstellgleis, die sich auf wunderbar komische Art nicht kleinkriegen lassen Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller Samstag, 28. September

Theater

20:30 Uhr

Club der Enttäuschten Fünf Menschen auf dem Abstellgleis, die sich auf wunderbar komische Art nicht kleinkriegen lassen – Eigenproduktion Gruppe Dekadenz Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller

Ausstellungen Diözesanmuseum Hofburg Brixen bis 31.10. Sakrale Kunstsammlung und Sonderausstellung „Martin Rainer und Brixen“ und „Crux – das Symbol des Kreuzes“ Sonderprogramm bei der Lange Nacht der Museen: Kunstraub im Museum (Kinderprogramm, 20 Uhr), Führung mit Künstlergespräch zur Sonderausstellung Crux (20:30 Uhr), Rundgang zu den Kachelöfen (22 Uhr) Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 10.00–17.00 Uhr

19:30 Uhr

Kann Glaube heilen? Welche Bedeutung das Glauben auf den Umgang mit der Krankheit hat – Referent: Don Paulo Renner Cusanus Akademie Brixen

Flussfest » Samstag, 14. September ab 16 Uhr Rappanlagen Brixen Widmannbrücke

Programm:

Festung Franzensfeste bis 30. September A fortress memory

Galerie Hofburg Shozo Shimamoto Einzelausstellung des japanischen

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Performance-Künstlers und Mitbegründer der Gutai-Bewegung Öffnungszeiten: Mo – Sa, 10-12.30 Uhr, 15-18 Uhr www.kompatscher.eu

StadtGalerie 5. – 28. September Gino Alberti: Anfang und Ende Öffnungszeiten: 10-12 Uhr, 17-19 Uhr, So und Mo geschlossen

07. – 30. September Premio città di Oderzo Unter den diesjährigen Preisträgern befinden sich auch zahlreiche Südtiroler Architekten - Ausstellungseröffnung am 06.09. um 17 Uhr Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag, 10-18 Uhr; Montag geschlossen

Montag, 30. September

Vortrag

Pharmaziemuseum Sonderausstellung „Das Glück beim Händewaschen“ Öffnungszeiten: Di/Mi, 14-18 Uhr, Sa 11-16 Uhr

Galerie 90 bis 7. September Lorenzo Di Nozzi Öffnungszeiten: Donnerstag, - Samstag, 17:30-19:30 Uhr Katharina-Lanz-Straße 90, Mühlbach Galerie AdlerArt 6. – 15. September Tamara Tavella: KuhKU(H)lt Vernissage am 06.09. um 19 Uhr Öffnungszeiten: 10-12 Uhr, 16:30 -19Uhr

Informationsabend Bauen und Wohnen Aktuelle Informationen zum staatlichen Steuerbonus und zum Kubaturbonus der Provinz Südtirol bei Um- und Neubauten. Praktische Tipps von Experten zu den technischen und rechtlichen Voraussetzungen. Beratungsgespräche zur Finanzierung individuelle Projekte.

16:00-18:30 Wasserforscherecke mit dem Team der Umweltwerkstatt Neustift 16:00-18:30 Slackline Schnupperkurs 14. 2013 18:30-19:30 Katherina und Magdalena Schwärzer (Piano, Geige, Vocal) 19:30 Offizielle Eröffnung mit den Bürgermeistern von Brixen und Vahrn, Albert Pürgstaller und Andreas Schatzer, dem Vizebürgermeister von Feldthurns Patrick Delueg, Stadträtin Elda Letrari und Alexander Pramstraller von der Abteilung Wasserschutzbauten 19:45-20:30 Aktionen mit den Brixner Slacklinern und Wakeboardern 20:30-22:30 Konzert mit der Gruppe „The Artificial Harbor“ 16:00

Für Speis und Trank sorgen Brixner Vereine

Going Green Event:

» Mittwoch, 25. September von 17 bis 20 Uhr

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Vormerkungen für Beratungsgespräch unter der Telefonnummer 0472 823811

Wir bitten Sie, zu Fuß oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu kommen.

Tag der offenen Tür im Wasserkraftwerk Brixen 14:00 bis 18:00 Uhr

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MITTEN DURCH DIE MAUER: Benni Mairvongrasspainten ist derzeit der einzige Pivot in der ersten Mannschaft des SSV Brixen

Foto: Reinhold Eheim

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HANDBALLSAISON VOR DEM NEUSTART

„Voll motiviert“

Der neue Trainer der ersten Handballmannschaft des SSV Brixen heißt ... Michl Niederwieser. Die Tormannlegende übernimmt die Verantwortung für die neue Sai­ son. Der „Brixner“ hat sich mit ihm und mit Sektionsleiter Reinhold Engl unterhalten.

Herr Engl, im Vorjahr wurde Riccardo Trillini für drei Jahre als neuer und hochgejubelter Trainer verpflichtet. Nun ist er schon nach einem Jahr wieder weg. Warum eigentlich? REINHOLD ENGL: Nach wie vor sehe ich in ihm einen sehr guten Coach, aber es gab einige Rahmenbedingungen, die für ihn, den Meistertrainer, nicht ideal waren. Er war es gewohnt, Profis zu trainieren, also gut bezahlte Spieler, die vom Handball leben und zu jeder Tageszeit trainieren können. Wir hingegen haben Amateure, die einer geregelten Arbeit nachgehen und vielleicht erst um 19 Uhr oder später zum Training kommen können. Im Frühjahr hat Trillini ein sehr gutes Angebot aus Luxemburg bekommen. Wir haben ihn trotz des bestehenden Dreijahresvertrags freigegeben, denn es war ihm wichtig. Seit einigen Tagen steht Michl Niederwieser als offizieller Trainer für die neue Saison fest, nachdem seit geraumer Zeit Gerüchte darüber kursierten. Es hieß, die Angelegenheit müsse erst mit dem Arbeitgeber, der Südtiroler Sparkasse, geklärt werden. Ist dies nun geschehen? MICHL NIEDERWIESER: Ja, ich habe darum angesucht und auf die schriftliche Zustimmung warten müssen. Diese ist in der zweiten Augustwoche eingetroffen. Ich werde nach wie vor meine Vollzeitstelle als Leiter der Millander Filiale ausüben, wie bis jetzt mit ein bis zwei Überstunden. Zuerst also die Arbeit! Und dann das Vergnügen? NIEDERWIESER: Ja, den Trainerjob übe ich in meiner Freizeit aus. Das bedeutet natürlich, dass ich weniger davon für andere Tätigkeiten habe, aber meine Freun-

din hat mir volle Unterstützung zugesagt. Deshalb nehme ich die Herausforderung gerne an und bin zuversichtlich. Was treibt Sie an, den Trainerposten zu übernehmen? NIEDERWIESER: Zum einen befand sich der Verein in einer Notsituation. Zum anderen haben mich die Spieler selbst gefragt. Ich arbeite

runde: Die vier besten Teams des Nordkreises (drei sind es im Kreis Mitte und Süden) spielen in der anschließenden Meisterrunde bis zum 19. April, die restlichen sechs spielen in zehn weiteren Begegnungen der Abstiegsrunde bis zum 12. April im Play-out. Es folgen anschließend die Halbfinalund Finalspiele im Mai. Spätestens am 24. Mai steht der Meister fest. So sieht der Meisterschaftskalen-

Davide Slanzi bei Eppan in der zweiten Liga spielt. Wie sieht nun die erste Mannschaft des SSV Brixen aus? NIEDERWIESER: Wie schon gesagt, es fehlen drei Kaliber. Momentan steht als Pivot nur Benni Mairvongrasspainten zur Verfügung, doch sollte der 16-jährige Jakob Schwarz als zweiter Pivotspieler

„Meine Aufgabe ist es, die jungen Handballer zu einer Mannschaft zu formen, mit ihnen neue Wege zu gehen“_ Michl Niederwieser, Trainer des SSV Brixen Handball gern mit jungen Sportlern, und ich sehe es als meine Aufgabe, sie zu einer Mannschaft zu formen, mit ihnen neue Wege zu gehen, sie dazu zu bringen, dass sie selbst Lösungen finden. Coaching ist ein Begleiten. Ich will aus meinem Team, das auf dem Papier schwächer ist als unsere Mitbewerber, alles herausholen. Zudem bin ich nicht allein: Berni Thaler, der als Sportlehrer die richtige Ausbildung hat, übernimmt die athletische Vorbereitung der Spieler, und Günther Wierer, ehemaliger Tormann, steht mir als Assistenztrainer zur Seite. In jeder Saison bringt der Handballverband in Rom irgendwelche Neuerungen. Worin liegen diese heuer, und wie sind sie zu bewerten? ENGL: Einige Dinge sind gleich geblieben, so die Einteilung der Italienmeisterschaft in drei Kreise. Der SSV Brixen spielt wie im Vorjahr mit neun weiteren Teams im Kreis Nord. Die Vorrunde der Saison beginnt am 21. September und endet am 22. Februar 2014. Das sind 18 Spiele. Darauf folgt die Meister- und die Abstiegs-

der heute aus; Änderungen kann es durch den Ausfall einer Mannschaft aber noch geben. Mit welchem Ergebnis wären Sie am Abend des 22. Februar 2014, also nach dem letzten Spiel der Vorrunde, zufrieden? Engl: Es ist schwierig, ein Ziel zu definieren, und wir wollen keine fixen Zielvorgaben aussprechen. Sagen wir mal, es wäre ideal, unter den ersten vier Mannschaften des Kreises Nord zu landen. NIEDERWIESER: Auf dem Papier stehen wir unter den drei schwächsten Teams. Immerhin müssen wir den Wegfall von Mirko Nikolic Kaijc, Andreas Kammerer und Ivan Stuffer wegstecken. Lassen wir uns also überraschen! Wo sind die drei gelandet? ENGL: Ob der Slowene Nikolic Kajic einen Verein gefunden hat, ist mir nicht bekannt. Ivan Stuffer macht ein Jahr Pause, und Andreas Kammerer wohnt und spielt in Bozen. Dann ist noch Armin Michaeler, der nach einem Jahr Pause mit seinem besten Kollegen

auflaufen. Zurückgekommen ist nach Abschluss seines Studiums Dominik Dorfmann, der allerdings mehrere Jahre nicht mehr gespielt hat. Wir haben viele vielversprechende Talente, so die zwei „Wierer-Tormänner“ und Felix Nössing. Es ist auf alle Fälle sehr erfreulich,

Steckbrief

Michl Niederwieser, eine Tormannlegende, 20 Jahre im Brixner Tor, drei Jahre lang Trainer gemeinsam mit Hubi Nössing, vorher eine Saison lang bereits alleiniger Trainer der SSV Herren. Hat sich als Trainer für die Saison 2013/14 zur Verfügung gestellt. Reinhold Engl, seit 2007 Leiter der Sektion Herren­Handball im Amateursportverein SSV Brixen. 47


dass Söhne ehemaliger Spieler in die väterlichen Fußstapfen treten. Fakt ist, dass es für die drei freien Plätze sechs oder sieben Anwärter gibt. Ich habe keine Angst, junge Spieler einzusetzen: Sie müssen ihre Erfahrungen machen, positive und negative, auch wenn sich dies mitunter auf die Ergebnisse auswirken wird. ENGL: Neben der ersten haben wir auch ein A2-Team und die

info Handball Serie A – Kreis A: Brixen wird die Meisterschaft 2013/14 am 21. September um 19 Uhr mit dem Heimspiel gegen den Aufsteiger Oderzo beginnen; eine Woche später spielt Brixen auswärts gegen Estense. Am 5. Oktober findet das erste Derby statt: Brixen empfängt in der ei­ genen Halle die Mannschaft aus Meran.

Under-18-Mannschaft. Insgesamt stehen uns für die drei Mannschaften über 30 Spieler zur Verfügung. Wer sich bewährt, erhält die Chance! Die erste Mannschaft ist also sehr jung? ENGL: Das stimmt. Natürlich sind einige Leistungsträger inzwischen zwischen 25 und 27 Jahre alt, dazu kommen mehrere gerade mal über zwanzig. Und dann die Jungspunde. Der älteste Spieler ist mit 37 Jahren Filiberto „Pippo“ Kokuca, geborener Serbe mit italienischem Pass, der insgesamt neun Jahre in Brixen gespielt hat. Was kann er der Mannschaft bringen? ENGL: Pippo möchte in Brixen bleiben. Wenn er unverletzt ist und spielen kann, können junge Spieler viel von ihm lernen. Er ist immer noch ein guter Spieler und ein Kämpfer und wird sein Bestes geben. Die Mannschaft muss zurechtkommen, auch wenn

er nicht 60 Minuten durchspielen kann. Zudem trainiert er eine Jugend-Mannschaft, und das ist wichtig für uns. Wer sind nun die Favoriten des Kreises Nord? NIEDERWIESER: Stärkste Mannschaft ist trotz des Wegfalls dreier Leistungsträger wiederum Bozen, auch wenn das Management die Favoritenrolle von sich weist. Tatsache ist, dass in der ersten Aufstellung mit Pircher und Innerebner lediglich zwei „echte“ Bozner anzutreffen sind. Auch Pressano wird mit dem neuen Tranier Branko Dumnic, dem ehemaligen Nationaltrainer und Fasano-Coach, ganz vorne mitspielen. Dann folgen wohl Triest, Meran und Ferrara. Vor allem Meran ist durch die Rückkehr von Gufler stärker geworden, und: Meran hat in all den Jahren eine tolle Jugendarbeit geleistet! Mezzocorona, Brixen und Cassano dürften etwa gleich stark sein. Dann sind noch die Neulinge Oderzo und Cologne.

Sektionsleiter zu sein bringt positive Erlebnisse mit sich ... ENGL: Natürlich. Da ist zum Beispiel eine organisatorische Neuheit anzumerken: Fabio Vergadin ist als Koordinator halbtags im Büro am Fischzuchtweg und erledigt für die Jugend, die Frauen und die Herren die bürokratischen Arbeiten. Dann ist die Halle und das Umfeld, nach wie vor das beste italienweit, ebenso der Fanclub mit seiner Tätigkeit. Dazu zählen Fanartikel, Maskottchen, Facebook-Auftritte, Busfahrten, Filme. Geplant ist eine Neu-Auflage des „Stadion-Blattls“. Auch die Fans stehen hinter uns! Wir hoffen auch heuer wieder auf die Unterstützung des Publikums.

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ENGL: Schon in den beiden letzten Jahren mussten wir das Bugdet kürzen, und auch heuer müssen wir wieder zurückstecken. Es steht immer weniger Geld zur Verfügung. Das ist der Hauptgrund, warum wir in dieser Konstellation spielen. Es gibt schon Firmen, die völlig loyal hinter uns stehen, einige aber kürzen ihr Engagement oder steigen völlig aus. Schulden machen können wir uns nicht leisten. Wir sind der festen Meinung, dass sich der sportliche und der wirtschaftliche Erfolg die Waage halten müssen.

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Foto: Oskar Zingerle

Freizeit & Sport

Michl Niederwieser und Reinhold Engl: „Lassen wir uns überraschen!“

Die Finanzierung einer Meisterschaft stellt jeden Verein vor große Herausforderungen. Wie steht Brixen da?


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FRAUENHANDBALL

Abschied vom Profi-Handball 2009 ging die Brixner Handballerin Sandra Federspieler nach Salerno, wo sie seitdem große Erfolge feierte. Jetzt kommt sie wieder zurück nach Brixen – und verabschiedet sich vom Profi­Handball.

V

or vier Jahren riskierte die damals 24-jährige Sandra Federspieler, die in der Handballsektion des SSV Brixen groß geworden war, den Sprung in die Top-Mannschaft von Salerno. Verena Wolf, Torfrau und Jugendtrainerin in den Reihen des SSV mit langjähriger Erfahrung in verschiedenen italienischen Vereinen und guten Kontakten zur italienischen Handballszene, motivierte damals die ehrgeizige Rückraumspielerin, den großen Schritt zu wagen. „Ich wollte wissen, was in mir steckt und inwieweit ich mich steigern kann“, sagt

SANDRA FEDERSPIELER: „Es ist leichter aufzuhören, solange man erfolgreich ist und nicht vom Gefühl geplagt wird, noch etwas beweisen zu müssen“ die heute 28-jährige Federspieler zur damaligen Entscheidung, „das Uni-Abschlussdiplom in der Tasche gab mir Sicherheit“.

Dass 2009 auch die Flügelspielerin Rafika Ettaqi Brixen in Richtung Salerno verließ und auch die Torfrau Nadia Bordon, die ein Jahr

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an die Brixnerinnen ausgeliehen worden war, zu ihrem Heimatverein zurückkehrte, erleichterte das Eingewöhnen. Zudem stand

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in der Person des Sportdirektors Lino Loria ein einfühlsamer Betreuer jederzeit zur Verfügung. Die auswärtigen Spielerinnen bezogen zwei Wohnungen im Stadtteil Pastena, gerade mal 100 Meter vom Meer entfernt.

Viel Erfolg und Freude in Salerno. Die Mannschaft von Salerno

war damals ein Gebilde aus teils älteren, routinierten, meist ausländischen Athletinnen, teils aus jungen Talenten von verschiedenen Vereinen Italiens. Das Konzept ging auf: In den vier Jahren von 2009 bis 2013 hat Salerno drei Meisterschaften gewonnen und andere wichtige Titel errungen. Sandra Federspieler entwickelte sich immer mehr zur Führungspersönlichkeit auf dem Spielfeld und wurde zur Mittespielerin ausgebildet. „Das bedeutete für mich mehr Verantwortung, denn ich musste das Spiel aufbauen und gestalten“, berichtet sie nicht ohne Stolz, „und es braucht einen guten Überblick über das Spiel.“ Wichtige Erfahrungen sammelte Sandra Federspieler in Salerno aber auch außerhalb des Spielfeldes. Sie trainierte wie schon in Brixen Kinder- und Jugendteams und entwickelte nach dem Muster des SSV Brixen Schulprojekte. Zudem führte sie in den zwei letzten Jahren weibliche Gefängnisinsassen an den Handballsport und an das Teamspiel heran. „Das war eine große Herausforderung, aber ich möchte keine der Stunden missen, die ich innerhalb der Gefängnismauern verbracht habe – immer beaufsichtigt vom Wachpersonal“, erzählt sie. Obwohl Sandra Federspieler von Verletzungen nicht verschont blieb – in letzter Zeit war es die Entzündung der Patella-Sehne, die ihr zu schaffen machte –, wurde sie auch zur Stammspielerin in der ersten italienischen Nationalmannschaft. Den letzten Auftritt in der Halle erlebte sie Ende Juni bei den Mittelmeerspielen in der Türkei. Dort durfte sie als Zeichen der Wertschätzung sogar die Kapitänsbinde tragen. Dann gab es Mitte Juli noch die Teilnahme an der Beach-Handball-Europameisterschaft in Dänemark.

Von den Anfängen. Sandra Fe-

derspielers Leidenschaft zum Handball begann in sehr jungen Jahren. Sie war erst neun, als ihr erster Trainer Stefan Leitner in ihr die Lust am Handballspiel geweckt hatte. Zwei Jahre lang spielte sie während ihrer Mittelschulzeit bei Dagmar Gitzl in ­Sch­abs,

­ enn für ihren Jahrgang gab es d in Brixen keine Mannschaft. Mit 14 kehrte sie nach Brixen zurück. Bald kamen erste Einsätze in der ersten SSV-Mannschaft, die damals in der zweiten Liga spielte, und Einberufungen in die nationalen Jugendteams. Als die Brixnerinnen im Frühjahr 2008 in die erste Liga aufrückten, war sie dabei – beim Abstieg ein Jahr später ebenfalls. Achselzuckend bedauert die Athletin das zunehmende Sinken der Qualität im italienischen Frauen-Handball. Als wichtigsten Grund nennt sie Geldprobleme vieler Vereine infolge der allgemeinen Krise. Dies und das Reglement haben zur Folge, dass kaum noch gute ausländische Spielerinnen verpflichtet werden, die wichtige Impulse geben können.

Ein Blick in die Zukunft. Dass

sie vom Handball nicht leben und sich keine Zukunft aufbauen kann, wusste Sandra Federspieler von Anfang an. Deshalb ließ sie sich an der Universität BozenBrixen zur Diplompädagogin ausbilden. Außerdem hat sie bereits während der Ausbildungszeit drei Jahre lang ein autistisches Kind betreut, an Schulprojekten mitgearbeitet und erste Erfahrungen als Trainerin gesammelt. Während sie derzeit ihre Heimatstadt, die Berge der Umgebung und vor allem das Zusammensein mit ihrer Familie und ihrem Freund genießt, macht sie sich natürlich Gedanken über ihre Zukunft. Dass sie wieder beim SSV Brixen in der zweiten Liga spielen könnte, schließt sie nicht aus. Die Sektionsleiterin Wally Ulpmer ist bereits an sie herangetreten, und auch mit dem Trainer Silvano Rigatti hat es ein Gespräch gegeben. Geplant ist aber zunächst eine längere Reise nach Australien, wo Kerstin, Tochter von Miki Kovacs und Dagmar Gitzl, als Kinderbetreuerin arbeitet. Dann beabsichtigt sie, einen Pet-Kurs zu besuchen, der derzeit in Südtirol noch nicht angeboten wird. Darin möchte sie lernen, wie Tiere, vor allem Hunde, in der Therapie von alten und behinderten Menschen eingesetzt werden können. Trotz ihrer Entscheidung, das Dasein als Handballprofi in Salerno zu beenden, wird sie weiterhin Kontakte zu „ihrem“ Verein pflegen: Immerhin hütet dort die Schennaerin Monika Prünster auch in der kommenden Saison das Tor, und die SSV-Spielerin Celia Prast gibt dort ihr Debüt. johanna.bernardi@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

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Freizeit & Sport

SCHWIMMEN

Italienmeistertitel Nummer 13 z Brixens großes Schwimmtalent Laura Letrari holte sich Anfang August den Italienmeistertitel im 100-m-Freistilschwimmen. Die 24-Jährige erzielte dabei mit einer Zeit von 55,81 Sekunden auch die italienische Jahresbestzeit und darf sich nun 13-malige Italien­ meisterin nennen. Um den Erfolg abzurunden, erreichte Letrari im 50 m Freistil den dritten Platz und somit die Bronzemedaille.

Im 50 m Delphinschwimmen kam sie auf den undankbaren, aber guten vierten Endrang. Als nächste große Herausforderung stehen die Europameisterschaften und die entsprechende Qualifikation auf dem Plan. Längerfristiges Ziel will Letrari keines nennen, „da ich immer nur von einem Jahr zum nächsten schaue.“ Für das laufende Jahr stehen allerdings Veränderungen privater Natur an:

Letrari überlegt, nach Verona zu ziehen, um dort zu trainieren und ein Studium zu beginnen. to

F&S Freizeit & Sport REITEN

Reitturnier in Vahrn z Am 4. August veranstaltete der Brixner Reit-Club das erste interregionale Country-Derby-Turnier Südtirols, das auf der neuen Reitanlage im Riggertal in Vahrn stattfand. Um Pferde trainieren zu können, wurde dort mit großem Aufwand eine zwei Kilometer lange Country-Derby-Strecke aufgebaut. Am Wettkampf nahmen 50 Reitsportler aus Süd- und Nordtirol und dem Trentino teil, die allesamt einen Parcours, bestehend aus festen und mobilen Hindernissen, bewältigen mussten. Ausgetragen wurden die Kategorien C20 bis C100: In der Klasse C100 erlangte

kurz

notiert

52

die Brixnerin Martina Kaufmann auf dem Pferd „Conzept“ vom Brixner Reit-Club mit der Idealzeit von 2,5 Minuten und nur vier Fehlerpunkten zunächst die Führung. Erst der letztstartenden Evelyn Adang vom „Maneggio Teresa“ gelang ein fehlerfreier Durchgang, und mit hauchdünnen 0,5 Fehlerpunkten Vorsprung holte sie sich den ersten Platz. Trotzdem waren die Pferde des 2009 gegründeten Brixner Reit-Clubs, der aus 60 Mitgliedern besteht, sehr gut in Form, da sich der Verein selbst um Aus- und Weiterbildung von Jung- und Problempferden küm-

mert. Die Idee dazu hatte Martina Kaufmann: „Durch die Hilfe aller Mitglieder werden aus schwierigen Pferden wieder reitbare,

turniertaugliche und glückliche Pferde.“ Weiters bietet der Verein Reitkurse sowie Stellplätze für Pferde an. hh

Beim Motorennen „Enduro Südtirol“ in Natz schafften es zwei Ta­ lente vom Team Motocross Brixen in der Kategorie „Youngster“ weit nach oben: Alexander Kinkelin erreichte Platz 2, Christian Gasser wurde Fünfter. Beim Teamwettbe­ werb konnten sich beide zusam­ men den dritten Platz holen.

Das erlebnisreiche Sommercamp des SSV Brixen war auch heuer erfolgreich: Neben zahlreichen Spielen und erlebnispädagogi­ schen Übungen konnten die Kinder auch an einem Schnupperkurs teilnehmen, um Einblicke in die verschiedenen sportlichen Aktivi­ täten zu gewinnen.

Wie jedes Jahr beendete der Schwimmclub Brixen die Saison mit der Vereinsmeisterschaft, wo­ bei Pia Fischer, Lorenzo Barbolini, ­Hanna Fischer-Oberhofer, Jan Bacher, Lea Fischer, Michael Pezzei, Sarah Kinzner, Thomas Flenger, Eva Spögler, Raphael Stockner, Arianna Pari und Noah Neumair Vereins­ meister 2013 wurden.


NACHGEFRAGT

„Erwartungen übertroffen“ RALF PREINDL, Kletterhallenwart des AVS Brixen,­ über die kürzlich im Gemeinderat präsentierte Zwischenbilanz zur „Vertikale“. Herr Preindl, wieviele Besucher sind im ersten Jahr in die Kletterhalle „Vertikale“ gekommen? Von Mai 2012 bis Mai 2013 verzeichnete die Kletterhalle 40.629 Besucher. Das sind durchschnittlich rund 110 Besucher pro Tag und damit weit mehr, als wir uns in der Planungsphase erwartet hatten. 85 Prozent der Kletterer waren Mitglieder des AVS oder des CAI. Aufgrund einer Konvention mit dem Schulamt sind im ersten Jahr auch 5.000 Schüler im Rahmen des Unterrichts kostenlos zum Klettern in die Vertikale gekommen.

Konnte die Halle kosten­ deckend geführt werden? Die Bilanz zum 31. Dezember hat einen Überschuss von 34.500 Euro ergeben. Davon verwenden wir die Hälfte zur Abzahlung getätigter Investitionen in der Höhe von 260.000 Euro, die andere Hälfte für neue Investitionen. Die gesamten Einnahmen betrugen 271.000 Euro. Das Ergebnis ist nur durch den Dienst unserer Ehrenamtlichen möglich. Wir beschäftigen zwei Teilzeitkräfte, die restlichen Dienste decken 17 freie Mitarbeiter ab. 20 Kletterlehrer halten 18 Kurse pro Woche zu je zehn Einheiten, die durchschnittlich von zehn Personen besucht werden.

Welche Entwicklung kann man sich für die Kletterhalle erwarten? Es war uns klar, dass die Besucherzahlen im Vergleich zu den ersten Monaten etwas zurückgehen würden. Heuer wird sich in etwa zeigen, mit wievielen Besuchern man in Zukunft rechnen kann. Für die Zukunft ist die Errichtung einer Boulderanlage im Freien angedacht, auf der auch Wettkämpfe ausgetragen werden können. Es gibt eine Zusammenarbeit mit den Kletterhallen Bozen und Meran. Mit einer Punktekarte wird man in allen drei Hallen klettern können. oskar.zingerle@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

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Freizeit & Sport

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Vieles neu beim SSV Brixen z Wie bei der Vollversammlung Anfang Juni vom Präsidenten Ralf Dejaco angekündigt, haben sich alle Sektionen bemüht, für die kommende Saison verstärkt Sportangebote für Kinder und Jugendliche, aber auch für Erwachsene und Senioren ohne Wettkampfcharakter anzubieten. Die Angebotspalette reicht von den traditionellen Abenteuerspielstunden für die Jüngsten, das Kinderturnen, Freestyle, Turnen Over 50, Zumba, Wirbelsäulengymnastik bis hin zu Yoga und zu den Kursen der Sektion Schwimmen, die Babyschwimmen ebenso anbietet wie Wassergymnastik für die Generation 50+ und Acquajogging. Nachdem im vorigen Jahr erstmals in Südtirol Kurse mit dem Acqua-Bike angeboten wurden, wird das Programm heuer um Acqua-Zumba erweitert. Sowohl die Sektion Volleyball als auch die Sektion Badminton bieten die

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Möglichkeit, sich in einer Gruppe ohne Zwang fitzuhalten. Bei der Sektion Yoseikan Budo wird heuer erstmals der Kurs „Self defence Security“ für Männer angeboten. Weiters werden die bereits bewährten Kurse wie Fitboxen und das Yoseikan Cardio-Training wieder abgehalten. Die Slackliner üben heuer jeden Mittwoch und Donnerstag abend in der Kunstturnhalle. Abgerundet wird das vielfältige Programm durch die Angebote Konditionstraining für Herren „Vollgas“, das Kondi­ tionstraining für Frauen „Fit durch den Winter“ sowie ab Februar 2014 durch den Kurs „Fit in das Frühjahr“. Weitere Infos zu den verschiedenen Angeboten finden Sie auf Seite 34. wv

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DIVERSES

Streetball in Brixen z Ende Juli ging die „Bx Streetball Challenge“ am Brixner Dom­platz zum dritten Mal erfolgreich über die Bühne: Beim Streetball, einer besonderen Form des Basketballs, spielen zwei Teams mit jeweils drei Spielern auf denselben Korb. Bei der Challenge stellten 70 Spieler aus Südtirol, dem Trentino und Tirol ihr Können unter Beweis. Eine Mannschaft reiste sogar eigens aus Köln an, und auch Tomas Ress, bester Basketballer Südtirols, ließ sich den Event nicht entgehen. „Die Bx Streetball Challenge wächst immer mehr und sättigt den Hunger aller Basketballbegeisterten in der Euregio“, so die Veranstalter. Nach einem langen und heißen Turniertag standen schließlich die Sieger fest: „Swish“, eine Mannschaft aus Innsbruck, konnte den Turniererfolg fei-

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ern, während die Brixner „Los Campileros“ den dritten Platz belegten. Im Under-16-Turnier sicherten sich „Squaraus“ aus Riva del Garda den Sieg. Neben den zahlreichen Turnierspielen fanden wieder ein Slam- DunkContest und das Flash-Wurfspiel statt, wobei Renan Ferreira, Sieger beider Spiele, das gesamte Publikum mit seinen Jams zum Staunen brachte. Für Unterhaltung sorgten zusätzlich die Brixner Tanzsportgruppe Dynamic Dance und DJ Ricky. hh

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FUSSBALL

Neuer Kunstrasen in St. Andrä z Am 28. Juli wurde der neue Kunst­rasenbelag des Fußballplatzes in St. Andrä eingeweiht. Der bereits in den Achtziger Jahren errichtete Fußballplatz wurde 1994/95 durch den Bau der Sportzone erweitert, wobei der Untergrund und die Dränagen unangetastet blieben. Im Laufe der Jahre hat sich dieser Untergrund jedoch so stark verdichtet, dass das Niederschlagswasser nach Regen­fällen nur langsam abgeleitet werden konnte. Da es für einen zweiten Platz keine Grundverfügbarkeit gab, entschied man sich für einen im Vergleich zum Naturrasen strapazierfähigeren Kunstrasenbelag. Die Arbeiten wurden bereits vor einem Jahr mit beträchtlichem Anteil an Eigenleistung einiger Mitglieder des ASC Plose durchgeführt; Ende Juli erfolgte nun die Einweihung, nachdem letzte kleinere Arbeiten in diesem Frühjahr erledigt wurden. Nach der offizi-

ellen Eröffnung der neuen Spiel­ fläche begann ein Dreierturnier mit dem FC Südtirol, dem SSV Brixen und dem Gastgeber ASC Plose, das zahlreiche Sportbegeisterte und Schaulustige anlockte. Der FC Südtirol konnte dabei den Sieg für sich verbuchen. Das Fußballfeld, das auch früher schon großen Zulauf fand, erfreut sich auch heute noch starker Nutzung: Neben anderen Vereinen wird es natürlich auch vom ASC Plose selbst genutzt, der den Platz, der anfänglich sehr gewöhnungsbedürftig war, zwischen drei und vier Mal in der Woche für sich beansprucht. Torwart Armin Markart freut sich über den neuen Belag und findet Kunstrasen für ein Fußballfeld in dieser Meereshöhe vorteilhafter: „Mit gewöhnlichem Naturrasen ist das Training oft nicht besonders angenehm: Nach der Winterzeit ist der Bereich um das Tor kaum mit Gras bewachsen und eher staubig und erdig.“ Die

Erneuerung des Kunstrasens hat etwa 620.000 Euro gekostet, von denen etwa 380.000 vom Land

übernommen wurden. Der Rest wurde über Gemeindegelder finanziert. hh

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Wirtschaft & Umwelt

MINISTERBESUCH IM BRENNER-BASISTUNNEL

Es geht voran

Kürzlich stattete Infrastrukturen­Minister Maurizio Lupi der Baustelle des Brenner­Basistunnels einen Besuch ab – und zeigte sich begeistert über den bisher reibungslos verlaufenen Bau. In 13 Jahren soll der BBT in Betrieb gehen – gleichzeitig mit der Zulaufstrecke Franzensfeste­Waidbruck.

E

s ist skurril und gleichzeitig faszinierend, mit einem Bus in einen unfertigen Tunnel hinein zu holpern – in gerader Linie für 1,3 gefühlt abschüssige Kilometer vom Baustellenareal des Brenner-Basistunnels (BBT) in Mauls mitten in den Berg hinein. Der Bus hält in einer verhältnismäßig großen Kaverne: Sie ist etwa 180 Meter lang und hat einen Querschnitt von etwa 350 Quadratmeter – das heißt, dass die Kaverne etwa 20 Meter breit

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und genauso hoch ist. Das ist ... ja, imposant, vor allem dann, wenn man sich vorstellt, dass sich über uns noch tausend Meter Berg befinden.

Drei Sprengungen am Tag. Von

diesen Kavernen gibt es in Mauls zwei – eine für jede der parallel verlaufenden Hauptröhren des zukünftigen Tunnels. Die Hauptröhren von Franzensfeste nach Innsbruck haben einen Durchmesser von etwa 8 Metern. Die

Kavernen müssen deshalb größer sein, weil hier die riesigen Tunnelbohrmaschinen zusammengesetzt werden, die, wenn alles planmäßig verläuft, Ende 2014 oder Anfang 2015 in Betrieb gehen werden. Dann wird jeden Tag bis zu 40 Meter in den Berg hinein gegraben – eine unvorstellbare Geschwindigkeit, denn schließlich geht es auch darum, dass das herausgebrochene Material verarbeitet und abtransportiert wird. Derzeit verfährt man noch

im Sprengvortrieb: Drei Mal am Tag wird gesprengt, danach wird das Material gesammelt und die Tunnelhülle fixiert. Mehr als 7 oder 8 Meter sind mit dieser Bauweise pro Tag nicht drin. „Wir befinden uns in einer geologisch schwierigen Zone“, sagt der Sekretär der Aktionsgemeinschaft Brennerbahn, Heinrich Tschigg. „Durch die Probebohrungen wissen wir genau, was uns erwartet, aber trotzdem muss hier mit äußerster Vorsicht vorgegan-


ACHT METER AM TAG: Derzeit erfolgt der Tunnelbau im Sprengvortrieb, ab 2014 werden dann mit einer riesigen Tunnelfräßmaschine 40 Meter am Tag möglich sein

–––––

Fotos: Oskar Zingerle

gen werden“. Diese 900 Meter seien aber die einzige geologisch schwierige Zone des gesamten Projektes, so Tschigg.

Besichtigungen möglich. Die Baustelle in Mauls kann über eine Voranmeldung (Tel. 0472 971515) jeden Freitag von interessierten Bürgern besichtigt werden – „es ist unsere Philosophie, mit maximaler Transparenz und mit Einbe-

schaubar – vor einigen Jahren hatten Kritiker noch prophezeit, dass tausende Arbeiter aus aller Welt das Eisacktal 20 Jahre lang bevölkern würden. Derzeit sind 103 Tunnelarbeiter am Werk, in der intensivsten Phase werden es maximal 500 sein. Heute ist ein besonderer Tag, weshalb die Sprengungen ausgesetzt wurden: Der Minister für Infrastrukturen, Maurizio Lupi,

Vorstandsdirektoren de BBT SE. Nach den aufwändigen Vorbereitungs- und Planungsarbeiten sind inzwischen 28 Kilometer Tunnel realisiert worden, davon etwa 18 Kilometer Erkundungsstollen und 10 Kilometer Logistiktunnel und Kavernen. Von den Hauptröhren, die nach Fertigstellung die Gleise beherbergen werden, sind bisher etwa 700 Meter fertig gestellt. Als nächstes Baulos werden die

„Der BBT muss gemeinsam mit den Zulaufstrecken fertig gestellt werden“_ Maurizio Lupi, Minister ziehung der Bevölkerung dieses Projekt durchzuziehen“, sagt der Direktor der Beobachtungsstelle, Martin Ausserdorfer. Die in den vergangenen Jahren von verschiedenen politischen Akteuren geäußerten Befürchtungen haben sich nicht bewahrheitet – de facto werden die Baustellen in Mauls und Aicha von den Anrainern gar nicht wahrgenommen. Auch die Anzahl von Arbeitern ist über-

stattet der Baustelle einen Besuch ab. Lupi hatte Landeshauptmann Luis Durnwalder vor einigen Wochen in Rom erstmals getroffen und dabei den Wunsch geäußert, die Baustelle zu besichtigen.

28 von 200 Kilometern fertig gestellt.„Wir sind stolz, Ihnen

eine perfekt organisierte Baustelle präsentieren zu dürfen“, sagte Raffaele Zurlo, einer der beiden

Hauptröhren von Mauls nach Franzensfeste mit Unterquerung des Eisacks gebaut. Dann kommt die Tunnelbohrmaschine, die sich unaufhaltsam in Richtung Norden vorarbeiten wird. Die Fertigstellung, so Zurlo, sei für das Jahr 2025 geplant, Inbetriebnahme 2026. Landeshauptmann Durnwalder betonte, dass man dem Minister zeigen wollte, dass der Bau des

Tunnels gut vorangehe: „Der BBT besteht nicht nur auf dem Papier, sondern nimmt langsam aber sicher Gestalt an“. Nach wie vor ist Durnwalder davon überzeugt, dass der BBT eine unbedingt notwendige Infrastruktur sei, von der vor allem das Eisacktal profitieren werde: „Wie sollen wir es sonst schaffen, den Transitlärm und die Abgase zu reduzieren? Wie sollen wir es schaffen, auch im Eisacktal einen Halbstunden-Takt bei den Lokalzügen einzuführen, wenn die Lastenzüge und die internationalen Personenzüge fast vollständig die Kapazität der heutigen Gleise in Anspruch nehmen?“ Sprich: Die derzeitige Bahnstrecke sollte nach Fertigstellung des BBT ähnlich wie im Vinschgau nur noch für lokale Flirt-Züge verwendet werden – die Lastenzüge und die internationalen Personenzüge sollten in den Tunnel. „Es ergibt keinen Sinn“, sagte Durnwalder, „immer gegen alles zu sein. Wir wollen die Lebensbedingungen der Eisacktaler verbessern, und dazu dient diese Infrastruktur“. Natürlich geht es 57


Wirtschaft & Umwelt

Italien, Österreich und auch der EU nicht um das Wohlbefinden der Eisacktaler – dazu wäre die Infrastruktur wohl etwas teuer. Viel mehr geht es um eine Potenzierung der Eisenbahn-Achse München Verona und, übergeordnet, um die Achse Berlin-Palermo.

„Grande opera“. Minister Lupi (PDL), Jahrgang 1959, scheint begeistert – als ob er froh wäre, endlich die Baustelle einer „grande opera“ besuchen zu dürfen, bei der es keine umfangreichen Polemiken gebe und bei der die Baustelle optimal organisiert zu sein scheint. „Mi si apre il cuore“, sagte er sichtlich begeistert, „dimostriamo che stiamo lavorando per il futuro del paese“. Er bedankte sich bei den Bürgermeistern der Anrainergemeinden, die sich von Anfang an in die Arbeiten involviert hätten. „Der BBT wird in die Geschichte dieses Landes eingehen“, sagte Lupi, und er verwies auf die im Jahr 2001 von der BerlusconiRegierung beschlossene „Legge obiettivo“, die gewährleistet, dass große Projekte „con la certezza delle risorse, dei tempi e delle procedure“ abgewickelt werden können. Bis jetzt hat Italien in der Tat sämtliche Verpflichtungen in Bezug auf den BBT in ungewohnt verlässlicher Weise eingehalten, und das werde auch in Zukunft

„Mi si apre il cuore in questo cantiere“: Minister Maurizio Lupi und Landeshauptmann Luis Durnwalder

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so sein, sagte Lupi – auch deshalb, weil ansonsten EU-Gelder verloren gehen würden. Für die EU ist der BBT ein prioritäres Projekt, was der EUKoordinator Pat Cox vor einiger Zeit in Brixen bekräftigt hatte, weshalb der Finanzierungsanteil der EU von anfänglich 20 auf 30 und zuletzt sogar 40 Prozent hochgeschraubt wurde. 9,6 Milliarden Euro wird der Brenner-Basistunnel laut neuesten Berechnungen inklusive Wertsicherung, also Inflationsaufwertung, kosten, von denen 40 Prozent NORDPORTAL INNSBRUCK die EU und jeweils PORTALE NORD INNSBRUCK 30 Prozent Italien TULFES AMPASS

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und Österreich übernehmen. Für 4.865 Millionen Euro hat das „Comitato Interministeriale per la programmazione economica“ (CIPE) bereits grundsätzlich einen Liquidierungsplan beschlossen – wenn die Voraussagen stimmen, dürften weniger Mittel notwendig sein. Bereits „verbaut“ wurden bisher etwa 500 Millionen Euro.

Zulaufstrecken mit Fragezeichen. Während beim BBT alles

nach Plan verläuft, treiben die Zulaufstrecken vor allem den lokalen Politikern die Sorgenfalten ins Gesicht: Wenn der BBT im Jahr 2026 in Betrieb geht, muss die südliche Zulaufstrecke von Franzensfeste bis Waidbruck ebenfalls fertiggestellt sein, weil ansonsten jene Züge, die durch den BBT rollen, im Eisacktal auf den bestehenden Gleisen fahren müssten. NOTHALTESTELLE INNSBRUCK FERMATA DI EMERGENZA INNSBRUCK „Technisch wäre dieses Szenario nicht mögNOTHALTESTELLE ST. JODOK lich“, FERMATA DI EMERGENZA ST. JODOK

WOLF

NOTHALTESTELLE TRENS FERMATA DI EMERGENZA CAMPO DI TRENS

sagt Lupi, „deshalb wird Italien alles daran setzen, den Bau der Zulaufstrecke rechtzeitig abzuschließen.“ Derzeit befinde man sich in der Ausführungsplanung. Die Zulaufstrecke Franzensfeste-Waidbruck, die bis auf eine Talüberquerung an der Villnösser Haltestelle im Berg geführt werden soll, wird 1,7 Milliarden Euro kosten. Die EU hat auch hier ihre Bereitschaft der Mitfinanzierung gezeigt, allerdings derzeit nur im Ausmaß von zehn Prozent. Theoretisch wäre es allerdings möglich, diese Strecke offiziell als Teil des BBT zu erklären – auf politischer Ebene will man dies in die Wege leiten. Die Realisierung der Zulaufstrecke ist übrigens weniger aufwändig als der BBT selbst; trotzdem muss mit dem Bau etwa in den Jahren 2016 oder 2017 begonnen werden, damit eine gleichzeitige Inbetriebnahme mit dem BBT nicht in Frage gestellt wird. Schlimmer sieht es mit dem Bereich Kardaun-Verona aus: Hierfür gibt es noch nicht einmal eine Bauleitplaneintragung, weshalb damit gerechnet werden muss, dass vor allem Bozen und das Unterland in den ersten Jahren nach Fertigstellung des BBT wohl erhebliche Belastungen durch die vorbeiratternden Züge ertragen werden müssen.

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Weihnachtsengel gesucht z Zum vierten Mal gehen die Organisatoren des Brixner Weihnachtsmarktes auf die Suche nach einem „Brixner Weihnachtsengel“. Die 2007 ins Leben gerufene Initiative hatte bisher mit Ruth Überbacher, Alexandra Gasser und Sabrina Pernthaler ausgezeichnete Botschafterinnen, die jeweils zwei Jahre in Amt und Würden blieben. Nun

beginnt die Suche von Neuem: Die interessierten Mädchen sollten zwischen 16 und 19 Jahre alt sein; die einzige Aufgabe besteht darin, dass sie im Falle ihrer Wahl während des Weihnachtsmarktes zu einigen Terminen anwesend sein müssen. Bewerbungen müssen bis zum 30. September 2013 im Büro des Tourismusvereins Brixen einlangen; eine Jury wird

aus den eingegangenen Vorschlägen die Auswahl treffen. Der Weihnachts­ engel 2013-14 wird am 28. November um 17 Uhr anlässlich der Eröffnung des Brixner Weihnachtsmarktes präsentiert. wv

Foto: Arnold Ritter

Wirtschaft & Umwelt

BRIXEN

W&U Wirtschaft & Umwelt BRIXEN

Für saubere Plätze z Obwohl der Sportplatz Kampill zu den kleineren Sportzonen in der Gemeinde Brixen gehört, wird er dennoch – hauptsächlich in den Sommermonaten – stark frequentiert. Allerdings wird dieser Platz trotz großer Bemühungen seitens der Millander Freizeitsportler immer wieder mutwillig verunreinigt. Auch das Schloss, das die Anlage nachts schützen soll, wurde mehrmals aufgebrochen. Um ein Zeichen zu setzen, wurde der Sportplatz nun durch Sommerhilfskräfte der Gemeinde Brixen gesäubert. „Nur wenn jeder seinen Beitrag leistet, bleiben beliebte

kurz

notiert

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Treffpunkte wie der Sportplatz Kampill ohne großen Kostenaufwand allen Mitmenschen auf viele Jahre hinweg als saubere und sichere Orte erhalten“, so Stadträtin Elda Letrari. Neben diesen Aufräumarbeiten wurde auch der Herrengarten im Stadtzentrum von Brixen gesäubert, und zwar von Jugendlichen, die am Programm „Steps“ teilnehmen. Diese Gemeinschaftsinitiative der Gemeinde Brixen, des Kassianeums und der Bezirksgemeinschaft Eisacktal setzt sich zum Ziel, Jugendliche in handwerklichen Projekten zu engagieren. hh

Die Brücke über den Blitzbach in der Ortschaft St. Nikolaus in der Gemeinde Lüsen wird aus Sicher­ heitsgründen abgebrochen und in einem Zeitraum von 205 Tagen neu aufgebaut. Das Bauunterneh­ men Gregorbau GmbH aus Blumau will die Bauarbeiten um 544.000 Euro durchführen.

Das Projekt „Flussraum Mittleres Eisacktal – StadtLandFluss“ dient nicht nur zur Verbesserung des Hochwasserschutzes, sondern soll auch die Menschen für den Flussraum sensibilisieren – unter anderem beim Flussfest am 14. September in den Rappanlagen mit einem vielfältigen Unterhal­ tungsprogramm.

Laut der Wirtschaftszeitung „Il Sole 24 ore“ gehört Brixen zu je­ nen Gemeinden, die eine „raffinierte Steuerpolitik“ betreiben, da Brixen höhere Einkommen mit der Einkommenssteuer Irpef stärker belastet als niedrigere Einkommen.


Foto: Hella Brandenburger

STADTGEHEIMNISSE Woher befindet sich der „Gaislauf“ in Brixen?

BRIXEN

Stadtwerke informieren Steinbrück Der Rosslauf im Norden von Brixen ist wohlbekannt, doch dass es hier auch einen „Gaislauf“ gibt, wissen wohl nur wenige – zudem ist diese Bezeichnung auf alten Karten gar nicht anzutreffen. Einen Hinweis gibt jedoch der Heimatforscher Ignaz Mader: „Gaisslauf, westlich vom ehemaligen Hochgericht oder Schinderbühl (beim damals neuen Krankenhaus) hinauf an die Grenze zwischen Pfeffersberg und Vahrn“, so seine Beschreibung der Lage im Werk „Ortsnamen der Gemeinde Pfeffersberg bei Brixen“ aus dem Jahr 1937. Die Bezeichnung „Gaislauf“ wurde auch schon früher mehrmals erwähnt, beispielsweise 1275 oder 1604 in alten Grenzbeschreibungen. So heißt es in der Brixner Stadtgerichtsordnung von 1604: „Volgendts gegen dem Gericht Salern solle Confin und Marckh sein von vorgemeltem Gaißtrieb nach...“ Anregungen: redaktion@brixner.info

z Einen wohl nicht alltäglichen Besucher empfingen Anfang August die Stadtwerke Brixen: Der deutsche SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück informierte sich bei den Stadtwerken Brixen unter anderem über die Geoinformationstechnologie (GIS). Mittels dieser erfassen und verwalten die Stadtwerke bereits seit 1986 Geodaten im Versorgungsgebiet; 2010 wurde ein Geodatenportal eingerichtet, über das digital Strom-, Trinkwasser-, Abwasser-, Fernwärme-, Erdgas- und Glasfasernetze sowie Gebäudeangaben und Informationen zu Umweltdiensten und Abfallbewirtschaftung visualisiert und abgefragt werden können. Seit kurzem ist auch die dazugehörige GeoApp im Einsatz. GIS-Experte Christof Kammerer stellte Peer

Steinbrück die Visualisierung von Geodaten auf mobilen Geräten in den Bereichen Zivilschutz und technische Leitungsnetze vor. Die Fernsteuerung und das Fernauslesen von elektronischen Zählern finden in Deutschland nämlich noch keine flächendeckende Anwendung, in Italien ist dies seit Jahren per Gesetz vorgeschrieben. So weckte die Einbindung der ferngesteuerten Stromzähler in das Geographische Informationssystem (GIS) – mit dem sich Erreichbarkeiten und Fachinformationen von elektronischen Zählern via GeoApp kartographisch darstellen lassen – das besondere Interesse von Peer Steinbrück. Weiters wurden beim Treffen mit dem Kanzlerkandidaten diverse Bürgergeoportale und 3D-Stadtmodelle vorgestellt. db

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Bilder aus der Luft z Was machen zwei Technikfreaks, die große Leidenschaft für (Modell-)Flugzeuge und gleichzeitig für Fotographie empfinden? Nun, wenn sich diese Leidenschaften mit Unternehmergeist verknüpfen, dann gründen sie – sozusagen nebenberuflich – ein kleines Unternehmen und versuchen, damit ihr Hobby zumindest zu finanzieren. So geschehen mit den Brixnern Thomas Liensberger und Reinhold Engl, die bereits vor einem Jahr die „Airpicture“ gegründet haben. Die Dienstleistung, die sie an den Kunden bringen wollen, ist genauso genial wie hochwertig: Sie befestigen Kameras auf modellhubschrauberähnlichen funkgesteuerten Drohnen, die durch die Kraft von acht Rotoren in verhältnismäßig große Höhen gebracht werden. „Luftbilder waren früher nur über aufwändige Hub-

schrauberflüge möglich“, sagt Liensberger, „mit den Drohnen können wir kostengünstig hochqualitative Bilder aus der Luft schießen, die für die verschiedensten Zwecke genutzt werden können“. Reicht die Flughöhe der Drohne nicht, verfügen die beiden sogar über ein zweisitziges Sportflugzeug, mit dem sie selbst „in die Luft gehen“. Ihre Zielgruppe sind zum Beispiel Tourismusunternehmen, die für ihre Werbeprospekte Bilder aus einer ungewohnten Perspektive brauchen, aber auch die Industrie. Neuerdings fotografieren die beiden auch mit einer Wärmebildkamera: „Damit können wir zum Beispiel berührungslos Photovoltaikanlagen nach Funktionsfehlern analysieren“, sagt Reinhold Engl. Derzeit ist „Airpicture“ für beide ein geliebtes Hobby, aber die bisher eingelangten Aufträge sind vielversprechend. wv

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Ausbau des Glasfasernetzes Die Rolle der Aufmerksamkeit und der Vorstellungskraft z Bis Jahresende sollen alle 116 Südtiroler Gemeinden an das Glasfasernetz des Landes angeschlossen sein. Um dieses Ziel zu erreichen, hat das Bautenressort von Landesrat Florian Mussner (im Bild) bereits 2009 mit den Arbeiten zur Verlegung von Leerrohren und Glasfaserkabeln begonnen. Zunächst werden alle öffentlichen Strukturen mit dem schnellen Internet versorgt, danach die Unternehmen und privaten Haushalte. Während das Land die Glasfasern von den Hauptachsen in jede einzelne Gemeinde zieht, sind die Gemeinden für die kapillare Anbindung vor Ort verantwortlich. Zehn der 13 Eisacktaler Gemeinden (Barbian, Brixen, Lajen, Villnöß, Lüsen, Natz-Schabs,

Waidbruck, Mühlbach, Rodeneck und Villanders) haben ihre Masterpläne zur Breitbahn-Erschließung bereits erarbeitet. Die GlasfaserHauptachse durch das Eisacktal ist hingegen 2003 im Zuge der Verlegung der Methangasleitung von Bozen nach Bruneck errichtet worden. Mit der Ausarbeitung der Masterpläne und der Definition der Standorte der PoP-Knotenpunkte kann jetzt mit der Komplettierung des Netzes begonnen werden. Während in Vahrn, Villnöss und Brixen das Glasfasernetz zum größten Teil im Zuge der Verlegung der Fernwärmerohre bereits erfolgt ist, stehen in den meisten anderen Orten noch umfangreiche Arbeiten bevor, um die einzelnen Gebäude anzubinden.. db

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Seit Kurzem hat die Kolping­ Mensa wieder geöffnet, nunmehr unter der Führung des Vereins Kolpinghaus Brixen, der ohne Gewinnabsichten ein qualitätsvol­ les gastronomisches Angebot zu erschwinglichen Preisen gewähr­ leisten möchte. Die Mensa ist von Montag bis Freitag von 11 bis 14 Uhr geöffnet und kann auch für Fa­ milien­ und Firmenfeiern gebucht werden, die dazugehörige Bar ist von 7.30 bis 16 Uhr offen.

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Aufmerksamkeit und Vorstellungskraft sind zwei Eigenschaften, die wir bei der Lösung von Problemen und Aufgaben einsetzen, ohne uns dessen bewusst zu sein. Doch wenn wir uns bewegen, machen wir von diesen kaum Gebrauch. Oft und gerne verlassen wir uns auf automatisierte Bewegungsmuster oder auf Anweisungen anderer, ohne diese zu hinterfragen. Die Feldenkrais-Methode® bedient sich der Bewegung, um durch Selbstwahrnehmung neue Bewegungsmöglichkeiten freizusetzen und in Gang zu bringen und baut hierbei wesentlich auf Aufmerksamkeit und Vorstellungskraft. Beide üben einen großen Einfluss auf die Tonusregulierung der Muskulatur aus und ermöglichen dadurch eine differenzierte Wahrnehmung feiner Bewegungsunterschiede, höhere Sensibilität und tiefe Entspannung.

Fazit: Indem Sie Ihr Bewegungsgefühl verbessern, können Sie

leichter störende Elemente eliminieren, sei es in Ihrer Haltung, sei es in Bewegungen des Alltags.

Hier ein Versuch für Sie! Möchten Sie spüren, wie schnell sich muskuläre Spannung zu Ihrem Vorteil verändern kann? Ja? Dann holen Sie sich einen Hocker oder einen Stuhl und nehmen Sie eine ungezwungene (lockere), aufrechte Haltung ein. Drehen Sie den Kopf langsam ein paar Mal nach rechts und nach links. Besteht ein Unterschied zwischen den beiden Bewegungsrichtungen? Wohin lässt er sich weniger oder schwerer drehen? Legen Sie jetzt die Hände flach auf die Wangen. Die beiden Ellbögen berühren sich. In dieser Position drehen Sie jetzt Kopf, Arme und Rumpf zusammen in jene Richtung, die vorher die schwierigere war. Wiederholen Sie diese Bewegung mindestens zehn Mal. Nehmen Sie dann Ihre Hände vom Gesicht und drehen Sie nach einer kleinen Pause den Kopf noch einmal zur selben Seite. Spüren Sie einen Unterschied?

Noch eine kleine Kostprobe gefällig? Bleiben Sie sitzen. Schauen Sie ein paar Mal ohne Anstrengung gegen die Decke. Wie ist die Bewegung und was macht Ihr Rumpf? Beugen Sie jetzt den Kopf und die Wirbelsäule nach unten, dann richten Sie sich wieder langsam auf. Wiederholen Sie auch diese Bewegung mindestens zehn Mal. Nach einer kleinen Pause schauen Sie noch einmal zur Decke. Was spüren Sie?

Sind Sie neugierig geworden auf die Feldenkrais-Methode® und möchten mehr dazu erfahren oder erleben? Gerne stehe ich für ein Beratungsgespräch, für eine Schnupperstunde, für Einzel- und Gruppenbewegungstherapien zur Verfügung.

Wolfram Dejaco Praxis für Physiotherapie und Feldenkrais Otto-von-Guggenberg-Straße 34, 39042 Brixen Tel. + Fax 0472 836584 www.wolfram-dejaco.com

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„Wasserrinne wird entfernt“ WERNER PROSCH, Stadtrat für öffentliche Arbeiten in Brixen, über die geplante Umgestaltung des Großen Grabens. Herr Prosch, die politischen Gremien haben in Vergangenheit über die Umgestaltung des Großen Grabens beraten. Was wurde letztendlich entschieden? Hauptdiskussionspunkt war die Wasserrinne, die nun auf der gesamten Länge entfernt wird – auch auf dem Platz vor der Bäckerei Gasser. Im Raum stand ebenso die Möglichkeit, die Rinne mit einem Gitter oder einem Plexiglas abzudecken. Ein Gitter ist aber aus statischen Gründen ausgeschieden und weil es sehr aufwändig gewesen wäre, den sich darunter ansammelnden Schmutz immer wieder zu entfernen, und eine

Glasabdeckung wäre im Winter zu rutschig. Die Wasserrinne endgültig zu entfernen war auch der Wunsch der Anrainer. Der Belag im Bereich der Rinne wird erneuert. Geplant sind großformatige rote Steinplatten. Sind abgesehen vom Entfernen der Wasserrinne noch weitere Maßnahmen geplant? Was passiert mit den Bäumen? Die Fahrradständer werden entfernt und durch neue ersetzt. Es soll in Zukunft dann auch auf der Südseite des Großen Grabens ein Fahrradständer stehen, und es wird einige Sitzbänke weniger entlang der Straße geben. Das Projekt zur Umgestaltung sieht auch neue

Bäume vor. Es handelt sich um Amberbäume, die eine Höhe von maximal 15 Metern erreichen und sich im Herbst rot färben.

Foto: Oskar Zingerle

Wirtschaft & Umwelt

NACHGEFRAGT

Wieviel wird die Umgestaltung kosten, und wann sollen die Arbeiten beginnen? Die Kosten betragen rund 130.000 Euro. Die Anrainer und betroffenen Geschäfte haben den Wunsch geäußert, die Arbeiten nächstes Jahr nach Ostern durchzuführen. Das heißt, dass es Ende März, Anfang April losgehen wird. Ich rechne damit, dass die Umgestaltung im Mai abgeschlossen sein wird. oskar.zingerle@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

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Günstige Alternative

ECO STORE

Während Druckerhersteller vor allem von teuren Druckerpatronen profitieren, zeigt Eco Store, dass es auch anders geht: mit kostengünstigen, wiederaufgefüllten Tintenpatronen und Tonerkartuschen. Seit Kurzem findet man nun auch in Brixen einen Eco Store, eine Niederlassung der gleichnamigen Unternehmensgruppe, die sich auf die umweltfreundliche und kostengünstige Wiederverwertung von Tintenstrahlpatronen und Tonerkartuschen spezialisiert hat und in nur zehn Jahren zu einer internationalen Kette mit 330 Verkaufspunkten in Italien, der Schweiz und in Spanien angewachsen ist. Immer öfter entscheiden sich private und gewerbliche Kunden für die wiederaufbereiteten Druckerpatronen von Eco Store, die in den Verkaufspunkten günstig erhältlich sind oder mit dem exklusiven Eco-Nachfüllsystem Ink Evolution direkt nachgefüllt werden.

Garantierte Druckqualität mit Preisvorteil. Ganz nach

dem Motto „Re-use is the future” vereint Eco Store seine umweltfreundliche Philosophie mit innovativer Technologie und einer kundenorientierten Vertriebspolitik. Hierzu gehört auch die bewusste Entscheidung, flächendeckend vor Ort präsent zu sein, anstatt eine E-CommerceStrategie zu fahren. Denn neben der Sensibilisierung für ökologische Lösungen liegt der Unternehmensgruppe auch der Aufbau von lokalen Kompetenzen am Herzen. Der Erfolg von Eco Store resultiert aber auch daraus, dass in Sachen Qualität keinerlei Kompromisse eingegangen werden: Die wiederaufgefüllten

Druckerpatronen liefern garantierte Druckqualität zu erheblichen Preisvorteilen. Darüber hinaus bietet Eco Store weitere Produkte mit geringem ökologischen Fußabdruck, so zum Beispiel die Produktserie „Natural Informatic“ mit originellen Tastaturen, Lautsprechern, weiterem Computerzubehör sowie iPhone-Hüllen aus Bambus.

Eco Store in Brixen. Mit der Er-

öffnung der Brixner Niederlassung in der Stadelgasse 13b hat sich Fabio Volpotti einen langgehegten Traum von der eigenen Selbstständigkeit erfüllt. Sowohl private als auch Geschäftskunden schätzen seine kompetente Beratung sowie die große Produkt-

Mit dem Eco­Nachfüllsystem lassen sich nicht nur Eco Store­, sondern auch viele Original­Tintenstrahl­ patronen nachfüllen und Servicepalette. Das Geschäft hat von Montag bis Freitag von 9 bis 12.30 Uhr und von 15 bis 19 Uhr sowie am Samstagvormittag von 9 bis 12.30 Uhr geöffnet. Interessierte können sich auch per Mail unter bressanone@ecostore. eu vorab informieren oder ein Kostenangebot einholen.

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Impressum Unabhängige Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung Redaktion: Brennerstraße 28, I­39042 Brixen Tel. +39 0472 060200, Fax +39 0472 060201 www.brixner.info E-Mail für Pressemitteilungen: redaktion@brixner.info E-Mail für Leserbriefe: echo@brixner.info Online-Ausgabe: www.brixner.info Verlag: Brennerstraße 28, I­39042 Brixen Tel. +39 0472 060200, Fax +39 0472 060201 E­Mail: office@brixmedia.it, www.brixmedia.it Anzeigenleitung: Sonja Messner, Tel. +39 0472 060212 sonja.messner@brixmedia.it Herausgeber, Chefredakteur und presserechtlich verantwortlich: Willy Vontavon (wv), Tel. +39 0472 060213 willy.vontavon@brixner.info Assistenz Chefredaktion: Doris Brunner (db), Tel. +39 0472 060211 doris.brunner@brixner.info Bildredaktion: Oskar Zingerle (oz), Tel. +39 0472 060210 oskar.zingerle@brixner.info Mitarbeiter der Redaktion: Marlene Kranebitter Zingerle (mk) Thomas Oberrauch (to) Annamaria Mitterhofer (amm) Ingo Dejaco (id) Klaus Ramoser (kr) Annika Jöchler (aj) Johanna Bernardi (jb) Evi Hilpold (eh) Elisabeth Stürz (es) Irene Dejaco (ird) Carmen Plaseller (cp) Andrea Bodner (ab) E­Mail: vorname.nachname@brixner.info Grafik: Evelyn von Mörl, Tel. +39 0472 060209 evelyn.vonmoerl@brixmedia.it Druck: Athesia Druck GmbH, Weinbergweg 7, I­39100 Bozen www.athesia.it Der nächste „Brixner erscheint um den 20. September 2013 Nächster Redaktionsschluss: 6. September 2013 Die Zeitschrift „Brixner“ erscheint monatlich und wird im Postabonnement 45 % Art. 2, Abs. 20/b, Ges. 662/96, Bozen zugestellt. Eintragung am Landesgericht Bozen am 29.12.1989, Nr. 29/89 R.St. Auflage: 11.000 Stück Preis Abonnement: 1 Euro Abonnentenservice: abo@brixner.info Die in dieser Zeitschrift veröffentlichten Beiträge und Bilder sind urheberrechtlich geschützt. Ohne Genehmigung des Verlages ist eine Verwertung strafbar. Dies gilt auch für die Veröffentlichung im Internet. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Beiträge unter Umständen zu kür­ zen, abzuändern oder zurückzuweisen. Namentlich gezeich­ nete Beiträge unserer Mitarbeiter geben nicht unbedingt die Meinung des Herausgebers wieder und sind von der Redak­ tion nicht in allen Einzelheiten des Inhalts und der Tendenz überprüfbar. Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Fotos und Illustrationen übernimmt der Verlag keine Haftung. Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sämtliche in dieser Zeitschrift veröffentlichten Stellenangebote sich ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechts beziehen. 66

August 1913

Die sprechende Uhr Dienstag, 12. August 1913 Das Problem, eine Uhr mit einem Grammophon in solcher Weise zu verbinden, daß sie zu jeder Zeit sowohl wie auch alle Viertelstunden klar und vernehmlich die Zeit sprechend bekanntgibt, ist von einer deutschen Firma in geradezu idealer Weise zur Lösung gebracht worden. Das Muster einer solchen Uhr ist seit Sonntag im Laden der Brixener Uhrmacherfirma Albert Pawellet, Altenmarktgasse, zu sehen. Die sprechende Uhr ist nicht größer wie jede andere kleine Standuhr, dabei aber so vornehm ausgestattet, dass sie sich für die elegantesten Wohn- und Gesellschaftsräume eignet. Zu jeder Viertelstunde oder nach einem Druck auf einen Knopf spricht sie deutlich: „Drei Uhr fünfzehn, drei Uhr dreißig“ usw., so daß man der Mühe enthoben ist, mitzuzählen, wie es bei den heutigen Schlagwert-Uhren üblich ist. Die sprechende Uhr wird jedenfalls längere Zeit die vollste Aufmerksamkeit der Besucher des Geschäfts erregen, denen Herr Pawellet die Erfindung gern und in unverbindlicher Weise erklären wird.

Aus- und Durchfuhr Samstag, 2. August 1913 Es wurde mehrfach die Erfahrung gemacht, daß nachstehende, bereits bestehende orts- und sicherheitspolizeiliche Vorschriften übertreten werden und deren Nichtbeachtung mit Unkenntnis entschuldigt wird. Deshalb werden dieselben neuerlich allgemein in Erinnerung gebracht, wie folgt: Öffentliche Straßen und Plätze dürfen durch Baumaterialien, Abbruchschutt, durch Wagen, Fässer und Gegenstände aller Art nicht verstellt werden. Dieselben dürfen durch Unrat und Dünger usw. nicht verunreinigt und daselbst keine Abfütterungen von Zugtieren vorgenommen werden. Ebenso dürfen Düngerfuhren weder zur Tag- noch Nachtzeit auf öffentli-

chen Straßen und Plätzen stehen gelassen werden. Von Rinder- und Pferdestallungen darf der Dünger während der Monate September bis Ende Mai auch bei Tag ausgeführt werden; von Juni bis Ende August jedoch ist die Aus- und Durchfuhr von derartigem Dünger nur bis 8 Uhr vormittags gestattet.

alle Anzeichen auf den Umbruch eines Hochwetters. Gegen Abend konnte man stets Wetterleuchten bemerken, dem auch wirklich gegen 10 Uhr nachts ein Hochwetter schlimmster Art folgte. Blitz auf Blitz zuckte nieder, dumpf und unheimlich grollte der Donner. Von allen Ecken hörte man das eherne Glockengeläute, währenddessen starke elektrische Entladungen mit unmittelbar folgenden fürchterlichen Donnerschlägen erfolgten. Mehrmals hat der Blitz unmittelbar in der Umgebung der Stadt eingeschlagen. Inwieweit das heftige Gewitter die Ernte beeinträchtigt hat, muß erst festgestellt werden.

Eine interessante Verhaftung Samstag, 30. August 1913

Herrschafts-Villa in staubfreier Lage Dienstag, 5. August 1913 Neuer, moderner Bau, Parterre, zwei Stockwerke und Mansarde, enthaltend 9 größere, 3 kleinere Zimmer, 4 Küchen, 2 Badezimmer, Waschküche, englische Klosetts, Balkons, Terrasse, Wasserleitung und elektrisches Licht, netten Garten. Ruhige, staubfreie Lage mit herrlicher Aussicht auf Stadt und Gebirge. Preis K 45.000. Zahlung nach Übereinkommen. Auch als Pension geeignet. Auskünfte an Selbstkäufer erteilt kostenlos die Verwaltung „Realitäten-Markt“, Graz, Hamerlinggasse 6.

Hochwetter und Brand infolge Blitzschlages Donnerstag, 7. August 1913

Das Wetter war in den letzten Tagen zwar sehr schön, doch mußte man sich infolge der brütenden Hitze auf ein starkes Unwetter gefaßt machen. Im Laufe des Dienstages deuteten

Eine interessante Verhaftung erfolgte seitens der hiesigen Sicherheitswache auf Grund folgender Anzeige: Ein in ärmlichen Verhältnissen lebender Brixener Taglöhner war vor sechs Jahren in Bozen, hat dort mit einem ihm Unbekannten im gleichen Lokale übernachtet. Als der Taglöhner morgens erwachte, war sein Schlafgenosse bereits verschwunden und mit ihm des Taglöhners Ersparnisse im Betrage von Kr. 250. Dieser Tage nun bemerkte der Bestohlene unter den hiesigen Reservisten den diebischen Kollegen. Er erstattete die Anzeige, worauf die Polizei den Mann nach der Abrüstung sofort verhaftete und dem Bezirksgericht einlieferte. Während der Beschuldigte den Diebstahl vollständig leugnet, hält der Bestohlene mit voller Sicherheit daran fest, daß jener der Dieb gewesen sei.

Die „Brixener Chronik“ wurde 1888 gegründet und erschien bis 1925. Die Idee, die Zeitungsartikel aus der „Brixener Chronik“ auszuwählen und zu veröffentlichen, stammt von Günther Eheim (1944-2010) aus Brixen. Die damalige Rechtschreibung, auch eventuelle Druckfehler und sonstige Kuriositäten werden ohne Korrektur beibehalten.


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