Poste Italiane s.p.a. - Spedizione in Abbonamento Postale - D.L. 353/2003 (convertito in Legge 27/02/2004 n° 46) art. 1, comma 1, NE/BZ - In caso di mancato recapito prego restituire a Bolzano CPO per la restituzione al mittente previo pagamento resi
EXTRA
281
Qualitätsbetriebe
Jahrgang 24 · Juni 2013
Unabhängige Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung
Made by
European Masters Handball Championships 2013
Wiedersehen mit alten Freunden BRIXEN: Die Brennerautobahn investiert im Raum Brixen 34,5 Millionen Euro PORTRAIT: Sandra Martinello malt gern, liebt Musik, Gesang – und Menschen Kultur: Stephanie Risse über das sprachliche und politische Handeln in Südtirol MÜHLBACH: Die Meransner entscheidet über die Trasse der Seilbahn
Angebote gültig vom 14.06. bis 13.07.2013 nur im OBI Brixen / Vahrn
Mit Freude in Ihren Sommer Weitere Angebot in unserem Faltblate t!
Hammerpreis
67,90 €
Rabatt 11,7%
59,90 €
OBI empfiehlt
Set Schwimmbecken-Wartung
Hochbecken
Bestellnr. 4262440 € 39,90 -25% €
frei aufgestelltes rundes Schwimmbecken „EASY“, Wand aus PVC, mit Kartuschenfilteranlage (Leistung 45W, Umwälzung 1.249 l/h), Ø 305 x H 76 cm - Bestellnr. 3995750
29,90
! g un ll e st us la e öb nm te ar G d un Jetzt: Große Grill 319,00
Hammerpreis
€
Rabatt 21,9%
249,00 €
99,90 €
Rabatt 30%
69,90 €
Klappbares Fahrgestell Sitzgruppe aus Wicker Stahlrahmen, Geflecht aus Polyrattan in schwarz oder braun, Sofa, L 115 x B 62 x H 84 cm, Beistelltisch, mit Glasplatte, L 80 x B 48 x H 45 cm, 2 Sessel L 59 x B 62 x H 84 cm
7,29
Holzkohlegrill rechteckiger Gartengrill mit 1 Ablageboden, höhenverstellbarer Grillrost, Fahrgestell aus lackiertem Stahl und Holz, Deckel aus lackiertem Stahl, Grillfläche 48 x 47,5 cm, Gewicht 9,55 kg, L 75 x B 55 x H 94 cm - Bestellnr. 3848637
Hammerpreis
€
Rabatt 38,9%
4,45
219,00 €
Rabatt 13,7%
€
189,00
Scheibenreiniger mit Mückenschutz
Benzin-Rasenmäher
“DP 1”‚ flüssig, gebrauchsfertig, 4,5 Liter - Bestellnr. 1479294
€
“BL 410”, Hubraum 100 cm3, Schnittbreite 41 cm, Schnitthöhe 27–80 mm, Fangsack 55 Liter, für Rasenflächen bis 1.000 m2 - Bestellnr. 4130159
NUR BEI
Editorial
Politik & Gesellschaft
>>> 04
04 | Brennerautobahn AG: Im Sinne der Anrainer 08 | Geschichte: Raymond Zisks letzter Tag 10 | Betreuung: Kein geeigneter Platz Menschen & Meinungen
Bitte melden! >>> 16
16 | SANDRA MARTINELLO: Prinzessin der Ausgeglichenheit 21 | Pro & Contra 23 | Umfrage: Angst vor Hochwasser? Kunst & Kultur
>>> 24
24 | STEPHANIE RISSE: „Hohes Maß an Verstehen“ Veranstaltungen
>>> 35
35 | Timer: Juli 2013 Freizeit & Sport
>>> 40
40 | HANDBALL: Nicht nur ein Sportevent Wirtschaft & Umwelt
>>> 46
46 | Mühlbach: Ungewisse Zukunft 50 | Event: 50 Jahre Wolf Fenster Extra
>>> 57
57 | Qualitätsbetriebe
Im „Brixner“ finden Sie folgende Icons, die auf entsprechende multimediale Inhalte im „BrixnerPlus“ verweisen: Videodatei
Tondatei
Link zu Homepage
Verlinkung zu youtube
Bildergalerie
Download-pdf
Der multimediale „BrixnerPlus“ ist als kostenlose App für iPad, iPhone oder iPod touch im App Store erhältlich – oder ganz einfach im Internet: www.brixner.info
Regelmäßig melden sich Leser bei uns, die den „Brixner“ nicht in ihrem Postfach vorgefunden haben. Wir recherchieren dann und merken sehr oft, dass die Post den Empfänger fälschlicherweise als „unbekannt“ klassifiziert hat und das entsprechende Heft uns zurückbringt. Sicherheitshalber deaktivieren wir die Adresse erst nach dem dritten Mal – was auch keine Lösung ist, wie sich leider herausgestellt hat. Erst letzte Woche wurden wir aufmerksam gemacht, dass ein halbes Kondominium in Milland seit vielen Monaten für die „Brixner“-Post „unbekannt“ ist – was mich nun dazu bewegt hat, diese Zeilen zu schreiben. Einerseits möchte ich die Briefträger bitten, mit etwas mehr Sorgfalt ihre Arbeit zu verrichten – im Bewusstsein, dass dies eh passiert, denn es ist nicht davon auszugehen, dass die Briefträger „in mala fede“ die Hefte nicht zustellen. Ich habe großen Respekt vor der Arbeit der Briefträger: Es braucht ganz sicher gerade bei einer Zeitschrift, die in praktisch jeden Haushalt geht, viel Geduld – und manche Adresse ist vielleicht wirklich nur von erfahrenen Leuten auffindbar. Andererseits möchte ich unsere Leser bitten, uns sofort zu kontaktieren, wenn Sie eine Ausgabe des „Brixner“ nicht erhalten. Es gibt nämlich nur zwei Gründe, warum wir eine Adresse aus unserer Datenbank entfernen: Entweder auf direkten Wunsch des Empfängers, was Gott sei Dank äußerst selten vorkommt, oder eben auf Hinweis der Post. Einen Zusammenhang mit der Zahlung des Unterstützungsabos gibt es nicht; wir wollen den „Brixner“ wirklich allen zusenden, die ihn haben möchten. Bei dieser Gelegenheit: Auch heuer dürfen wir feststellen, dass sehr viele Leser auch bereit sind, für ihren „Brixner“ eine kleine Summe zu überweisen. Das ist nicht selbstverständlich. Vielen Dank dafür!
Ihr Willy Vontavon
Abo-Service Sie können ein Abonnement für die Zeitschrift „Brixner“ entweder über die Zusendung dieses Abschnittes oder bequem per E-Mail vornehmen: abo@brixner.info Abonnementpreise: z Gemeinden Brixen, Vahrn, Natz-Schabs, Lüsen, Mühlbach, Rodeneck, Klausen: Der Preis des Jahresabonnements beträgt 1 Euro, zahlbar jeweils bis 31. März im Rahmen der jährlichen Abo-Aktion z Restliches Staatsgebiet: Der Preis für 12 Ausgaben beträgt 19 Euro, zahlbar im Voraus z Ausland: Der Preis für 12 Ausgaben beträgt 75 Euro, zahlbar in Vorauskasse ❏ Ich bin bereits Abonnent, aber meine Adresse hat sich geändert. Mein Abo-Code ______________________
❏ JA, ich möchte den „Brixner“ an folgende Adresse zugestellt bekommen: Vorname, Nachname _________________________________________________ Adresse __________________________________________________________ PLZ, Ort ____________________________________
Land _______________
Die Bezahlung der Abo-Gebühr erfolgt an: ❏ Südtiroler Volksbank: IBAN IT76 X 05856 58220 070570164004 ❏ Südtiroler Sparkasse: IBAN IT68 T 06045 58220 000000855000 ❏ Raiffeisenkasse Eisacktal: IBAN IT57 A 08307 58221 000300005452 ❏ BancoPosta: IBAN IT76 V 07601 11600 000042779405
Schneiden Sie diesen Bestellschein aus und senden ihn an: Brixmedia GmbH, Brennerstraße 28, I-39042 Brixen
Politik & Gesellschaft AUSBAU BRIXEN SÜD: Die Autobahnausfahrt nahe der Industriezone wird mit vollwertigen Ein- und Ausfahrten erweitert
––––––––
4
LÄRMSCHUTZWÄNDE, EIN- UND AUSFAHRT, BRÜCKE
Im Sinne der Anrainer
Die Brennerautobahn AG wird in den kommenden zwei Jahren im Raum Brixen 34,5 Millionen Euro investieren – die Hälfte davon in die Erneuerung und Errichtung von Lärmschutzwänden. Im Rahmen eines Informationsabends hat der Geschäftsführer Walter Pardatscher die Projekte im Detail vorgestellt.
N
un darf es kein Halten mehr geben! So lautete die Schlussforderung einer engagierten lärmgeplagten Anrainerin der Autobahn in der Zone Kinderdorf. Nahezu hundert interessierte Besucher waren der Einladung der Brixner Gemeindeverwaltung zu einem Informationsabend in den Raiffeisensaal gefolgt. Experten der Brennerautobahn AG stellten ihre Pläne an der Autobahnstrecke im Brixner Raum vor, mit deren Umsetzung im nächsten Frühjahr begonnen werden soll. Walter Pardatscher, Geschäftsführer der Brennerautobahn AG, präsentierte die Aktiengesellschaft als ein sehr breit aufgestelltes Unternehmen, das an scheinbar konkurrierenden Betrieben, die in Bereichen des umweltschonenden Verkehrs operieren, Mehrheitseigentümer ist. Neben anderen führte er die RTC (Rail Traction Company) an. Für ihn sei es in der Diskussion um die bevorstehende Konzessionsvergabe sehr wichtig, dass die Autobahn von einer öffentlichen Körperschaft geführt werde, und es wäre absolut fahrlässig zu sagen: „Ja, dann soll es halt die STRABAG machen!“ Als Begründungen nannte er zum einen die Tatsache, dass die Steuereinnahmen zu 90 Prozent im Land bleiben würden, wenn die Konzession in der Region bliebe. Außerdem sei gewährleistet, dass die AG massiv in Umweltmaßnahmen für Bürger entlang der Strecke investiert – ein privates Unternehmen strebe hingegen danach, Gewinne für die Aktionäre zu generieren. Zum anderen gebe es nur so direkte Ansprechpartner.
Umweltleistungen der Brennerautobahn AG. Die AG sei nicht
Verursacher des Verkehrs, der seit 2011, auch was den Leichtverkehr angeht, krisenbedingt abgenommen habe, sondern unternehme große Anstrengungen, den Verkehr erträglich zu gestalten. Walter Pardatscher zählte einige Investitionen auf, die der Umwelt zugute kommen sollten, so die Erforschung und Verwendung des Dränasphalts, allgemein als Flüsterasphalt bezeichnet, der außer zur Lärm- auch zur Abgasverminderung beiträgt und durch die Vermeidung von Aquaplaning zudem Unfälle verhindern soll. Auch die Parkplatzsituation entlang der Autobahn soll
veranschaulichte in zahlreichen Bildern die Pläne für drei Großprojekte, die in den kommenden Jahren im Raum Brixen ausgeführt werden sollen. Insgesamt geht es um eine Investitionssumme von 34,5 Millionen Euro. Von Kilometer 42,5 bis Kilometer 49,7 – also im Raum Brixen – werden sechs Lärmschutzwände in einer Gesamtlänge von über fünf Kilometer errichtet, vier davon bestehen bereits und werden teils abgerissen, erneuert und verlängert. Die bestehenden Wände wurden im Zeitraum von 1994 bis 1997 errichtet: im Norden an der Grenze zu Vahrn, im Bereich des Kinderdorfs, an der Feldthurner
Arbeitstagen fertiggestellt werden. Costa wies auf die verwendeten, zum Teil neuen und getesteten Materialien hin, wie Aluminium mit „Fenstern“ aus Polykarbonat, die leichter wirken und einen Durchblick ermöglichen sollen.
Autobahnausfahrt Brixen Süd. Derzeit können Autos, die von Norden kommen, in der Zone „Ziggler“ auf Feldthurner Gemeindegebiet ausfahren. Autos, die in nördliche Richtung unterwegs sind, können einfahren. Für die Zukunft ist eine vollwertige Ausund Einfahrt mit zwei vollautomatischen Einfahrten nach Süden und drei Ausfahrten nach Norden,
„Die Brennerautobahn ist nicht Verursacher des Verkehrs, sondern unternimmt große Anstrengungen, ihn erträglich zu gestalten“_ Walter Pardatscher, Geschäftsführer der Brennerautobahn AG verbessert und die LKWs verstärkt auf Abgase kontrolliert werden. In einem Pilotvorhaben sollen auf der 314 Kilometer langen Strecke vom Brenner bis Modena drei bis vier Wasserstofftankstellen errichtet werden. Angepeilte Ziele seien neben der möglichst flüssigen Gestaltung des Verkehrs auch verbesserte Kontakte zu Umweltagenturen und die zügige Durchführung von Maßnahmen zur Verbesserung der Umwelt.
Drei Großprojekte im Anmarsch. Carlo Costa, technischer Generaldirektor der Brennerautobahn AG,
Straße und in der Mahr. So wird beispielsweise die Lärmschutzwand an der Feldthurner Straße von fünf auf acht Meter erhöht und von 160 auf 368 Meter verlängert. Eine neue 349 Meter lange und 5,5 Meter hohe Schutzwand soll in Zukunft die Tschötscher vor lästigem Lärm schützen. Neu ist auch ein 200 Meter langer und vier Meter hoher Erdwall im Bereich von Albeins. Die Arbeiten, für die eine Summe von 17,5 Millionen Euro vorgesehen ist, können in einem Jahr begonnen und in insgesamt 660
eine davon mit einer Person besetzt, geplant. Zudem werden Parkplätze und Lärmschutzvorrichtungen gebaut. Diese vollwertige Ein- und Ausfahrt ist vor allem für die Brixner praktisch, die bisher bis nach Klausen fahren mussten, um in die Autobahn einfahren zu können – in Zukunft erreichen sie die Autobahn bereits in Albeins. Die Arbeiten können zu Beginn des Jahres 2014 vergeben und innerhalb von 440 Tagen ausgeführt werden. Vorgesehen ist eine Investitionssumme von acht Millionen Euro. 5
Zählten beim Bau von Autobahnüberführungen, auch Autobahnbrücken genannt, in den vergangenen Jahrzehnten vor allem die Nützlichkeit, die Festigkeit und die Sicherheit, so habe man laut Ingenieur Costa in den letzten Jahren begonnen, das Auge des Durchfahrenden mit kunstvollen und ästhetisch ansprechenden Gebilden zu „erfreuen“. Diese Aufgabe soll auch die neue Überführung bei Albeins erfüllen – auch sie steht im Gebiet der Nachbargemeinde Feldthurns. Dafür soll die alte abgerissen werden. Die als luftiges Bauwerk projektierte Brücke hat eine Spannweite von 80 Metern und eine Höhe von 57 Metern. Gehalten wird sie von 44 Stahlseilen, die an einem Bogen befestigt sind. Die Breite der Fahrbahnen samt Gehsteigen beträgt 14,56 Meter. Für die Errichtung dieses „filigranen Kunstwerks“, das neun Millionen Euro kosten soll, sind 365 Tage Arbeitszeit vorgesehen. Im Frühjahr 2015 sollte sie fertiggestellt sein.
Rege und faire Diskussion. Die
im Rahmen des Vorstellungsabends geäußerten zahlreichen, durchwegs sachlichen Fragen, Einwände und Wünsche betrafen die
Neuausschreibung der Konzession für die A22, die Verwendung der Gewinne für Umweltmaßnahmen entlang der Strecke, die Vergabe der Bauaufträge und die noch zu lösenden Belastungen durch die Autobahn; genannt wurden der Widerhall des Lärms auf der gegenüberliegenden Talseite und der Abfluss des Wassers der Fahrbahnen. Von Franz Wunderer auf die zeitlichen Verzögerungen angesprochen, entgegnete Walter Pardatscher, dass es wegen der nicht vorhandenen Verfügbarkeit des Grundes und einer erforderlichen Umplanung dazu gekommen sei. Vertreter der Brixner Wirtschaft forderten, dass bei der Vergabe der Aufträge heimische Firmen bevorzugt werden müssten. Dies sei denkbar, wenn lokale Bauunternehmen sich zu Konsortien zusammenschließen würden, um sich an den Ausschreibungen beteiligen zu können, lautete die Antwort des Geschäftsführers. Zur Beruhigung könne er sagen, dass auch „Siegerfirmen“ aus dem Ausland lokale Unterstützer bräuchten, so in der Lieferung von Beton, Teer, Zement und Schotter. Was die Neuausschreibung der Konzession angehe, zeigte sich Carlo Costa sehr zuversichtlich. Im Übrigen sei vom Gemeindenverband ein Rekurs beim Verwaltungsgericht und beim Staatsrat eingereicht worden. Nun müsse
In Albeins soll eine neue, 57 Meter hohe Autobahnbrücke entstehen
––––––––––
die Politik klare Signale setzen, sagte Costa. Der SVP-Ortsobmann von Milland, Günther Oberhuber, wies auf die hässliche Betonwand der Autobahn auf der Höhe des Parkplatzes in der Sportzone Süd hin und erinnerte an ein Versprechen des damaligen Präsidenten Silvano Grisenti. Dass die gesamte Strecke der Autobahn eingehaust werde – dies eine Forderung von Roman Zanon, Gemeinderat der Grünen Bürgerliste –, sei zu diesem Zeitpunkt irreal. Walter Pardatscher versprach, sich dafür einzusetzen, dass in Zukunft in den „geschädigten“ Gemeinden entlang der Strecke verstärkt Investitionen zur Bekämpfung der Belastungen getätigt würden. Was den Lärm durch den Zugverkehr angehe, so gelte es, mit dem RFI zumindest ernsthafte Gespräche zu führen – die Autobahngesellschaft sei dafür leider nicht zuständig.
Argumente gegen die Überführung. Ein Schwerpunkt der
Diskussion war der Abriss der jetzigen und die Errichtung einer neuen Überführung bei Albeins: Diese sei überflüssig, sinnlos und vor allem zu teuer. Umweltstadträtin Elda Letrari (GBL) regte an, die eingesparten Millionen Euro für andere Umweltschutzmaßnahmen auszugeben. Klaus Vontavon, Präsident des Vereins „Heimat Brixen“, zweifelt an der Notwendigkeit dieser Überführung. Und der Feldthurner Bürgermeister Konrad Messner drückte im Namen seiner Gemeindeverwaltung und der Baukommission sein Missfallen aus – wohlwissend, dass die Entscheidungen anderswo gefällt würden.
Entlang der Autobahntrasse im Brixner Raum werden insgesamt sechs Lärmschutzwände errichtet
––––––––––––––––––––
www.graphic-kraus.eu
Politik & Gesellschaft
Nützlich, sicher und kunstvoll.
- Planung und Visualisierung mit modernster 3D-Technologie - Stilvolle, auf Maß gefertigte Inneneinrichtungen - Individuelle Haus- und Innentüren - Innovative Ganzglaslösungen - Sanierungs- und Reparaturarbeiten - Hochglanzlackierung - PU-Kantenverklebung
Glaslösungen. I-39049 Wiesen-Pfitsch Pfitscherstraße 53E Tel. +39 0472 765 373 info@holzwerkstatt.it www.holzwerkstatt.it
6
Hartwiggasse 9 • I-39042 Brixen • www.immobilpoint.com
Natz/Schabs: Schönes REIHENHAUS mit Privatgarten in Schabs
Ref. 312
• große Nebenräume • guter Erhaltungszustand • inkl. Keller und 2 Garagenbox
Für bestehende Lärmschutzwände ist eine Erhöhung oder Verlängerung geplant
––––
Deutliche Schlussworte des Bürgermeisters. Albert Pürgstaller
betonte die Notwendigkeit der möglichst raschen Realisierung der Lärmschutzwände. Dies sei vor allem für die Anrainer wichtig, aber nicht nur: Alle Brixner verlangen rasche Verbesserungen der Lebensqualität im Bereich der Autobahn. Weiters sprach er sich für die schnelle Errichtung der Ausfahrt Brixen-Süd aus. Diese bringe der Industrie große Erleichterungen und komme zweifelsfrei auch dem Tourismus und den Brixnern zugute. Solange auf der Autobahn jeglicher Verkehr ungehindert rollen könne, halte er es für sinnlos, für Autos des Typs Euro 2 – es gebe davon nur mehr hundert in Brixen – Fahreinschränkungen fürs Stadtgebiet auszusprechen. In einem Gespräch nach seiner Meinung zur Überführung befragt, sagte er: „Es ist nicht verantwortbar,
eine Diskussion zu einem Projekt, das alle Instanzen bereits durchlaufen hat, von Neuem zu beginnen. Auch die daraus entstehenden Kosten müssen berücksichtigt werden. Über Ästhetik kann man lange streiten.“ Auf Nachfrage des „Brixner“ bei Geschäftsführer Pardatscher erklärte dieser, dass die drei großen Vorhaben unabhängig voneinander seien; eine Verzögerung beim Bau der Brücke würde die Realisierung von Lärmschutzwänden und Ausfahrt nicht beeinflussen. Eine Umschichtung von Geldmittel, die bei der Überführung eingespart würden, auf andere Investitionen im Brixner Raum sei jedoch nicht möglich.
EKl.G
Brixen/St. Andrä: Geräumige Ref. 4ͳZIMMERͳWOHNUNG im Dachgeschoss 286 • zusätzlicher großer Freiraum • inkl. Garage • teilmöbliert
300.000 325.000 Euro
EKl.G
Brixen/Umgebung: Großzügige VILLA in herrlicher Panoramalage
Ref. 268
• hochwerƟge Ausführung • Doppelgarage
johanna.bernardi@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
• Saunabereich
Meine Meinung Willy Vontavon
EKl.C
Über Alternativen nachdenken Während der Bau von Lärmschutzwänden und auch die Realisierung der vollwertigen Aus- und Einfahrt in Albeins auf breite Zustimmung stoßen, ist die für dasselbe Areal vorgesehene 9 Millionen Euro teure Autobahnbrücke mitsamt 57 Meter hohem Bogen vielen immer noch ein Dorn im Auge. Auch mir! Carlo Costa verteidigt sein Projekt mit dem Argument, die Brennerautobahn AG wolle mit ihren Bauwerken auch architektonische Akzente setzen. Dies wäre legitim, wenn die AG ausschließlich in privater Hand wäre – wer will einem privaten Unternehmer auch vorschreiben, wie teuer er bauen soll? Bis auf Gegenbeweis „gehört“ die Aktiengesellschaft der Brennerautobahn aber zu 81 Prozent öffentlichen Institutionen – also sind es de facto zu 81 Prozent öffentliche Gelder, von denen wir hier sprechen. Man sagt, dass durch eine demütige Restaurierung der Brücke oder durch einen weniger spektakulären Bau Millionen eingespart werden könnten. Die Brennerautobahn AG sollte hier noch einmal angestrengt überlegen, welche Alternativen es zum derzeitigen Projekt geben würde. Die Bürger, die inzwischen jeden Euro umdrehen müssen, würden applaudieren.
Mehr Infos gerne in unserem Büro. INFORMATIONEN 0472 834 380
IHR VERTRAUENSPARTNER SEIT MEHR ALS 20 JAHREN 7
Raymond Zisks letzter Tag Peter Petschauer, aufgewachsen in Afers und seit 1957 in den USA lebend, wurde durch Zufall mit einer seiner Kindheitserinnerungen konfrontiert: dem Abschuss eines amerikanischen Bombers in Brixen. Er begann zu recherchieren und präsentierte in einem Vortrag in Brixen das Schicksal des Piloten Raymond Zisk.
W
enn ich ganz ehrlich bin, begann dieser Vortrag schon im fernen Jahr 1945. Obwohl ich damals kaum fünf Jahre alt war, wusste ich von einem Flugzeug, das mitten im Winter angeschossen wurde, auseinanderbrach und dann hinter der Plose, von Afers aus gesehen, abstürzte“, erläuterte Peter Petschauer, emeritierter Professor für europäische Geschichte an der Appalachian State University in Boone (North Carolina). Petschauer war beim Egarter in Afers aufgewachsen, da sein Vater Erich Petschauer vom Sommer 1939 bis zum Sommer 1943 als Leiter der Zweigstelle Brixen der Amtlichen Deutschen Ein- und Rückwanderungsstelle, die für die bürokratische Abwicklung der Option zuständig war, in Brixen gearbeitet hatte – worüber Peter Petschauer 2007 im Buch „Mein Vater und die SS“ schrieb.
Auf der Suche nach der Familiengeschichte. An den Absturz
des Fliegers erinnerte sich Peter Petschauer immer wieder, „doch nie hätte ich mir einfallen lassen, dass dieser amerikanische Bomber mir auf einmal wieder so nahe kommen würde.“ Eines Tages stieß er nämlich erneut auf den Vorfall: Erik Goldstein suchte in der Tageszeitung „Dolomiten“ nach Personen, die ihm Informationen über den Tod seines Onkels, dem Piloten Raymond Zisk, geben könnten. Dieser hatte in jenem Bomber gesessen, der am 28. Februar 1945, also etwas mehr als zwei Monate vor Ende des zweiten Weltkrieges, von der deutschen FlaK (Flugabwehrkanone) über der Plose abgeschossen worden war. Der Brixner Philipp Frener, ebenfalls in Afers aufgewachsen, wurde von Hartmuth Staffler auf diesen Artikel aufmerksam gemacht, und 8
Fotos: Erik Goldstein
Politik & Gesellschaft
GESCHICHTE
Der über der Plose abgeschossene Flieger mit zehn der zwölf Mannschaftsmitgliedern; in der zweiten Reihe ganz links: Raymond Zisk
–––––––––––––
dachte an Petschauer, den er während seiner Zeit an der University of Chicago kennengelernt hatte, „und per Zufall ist Goldstein ein Kollege, der als ‚Curator of Mechanical Arts and Numismatics’ an der ‚Colonial Williamsburg Foundation’ arbeitet”, erzählt Peter Petschauer. Somit stieß er wieder auf seine Kindheitserinnerungen und begann, Informationen einzuholen, unter anderem bei Hartmuth Staffler, Andreas Piok, Adolf Agreiter, Emil Prader, Emma Obwexer Frener, Philipp Frener und Robert Recla. Die Ergebnisse seiner Recherchen präsentierte er dann auf Einladung des Geschichtsvereins Brixen Ende Mai bei einem Vortrag.
Raymond Zisk und der Flugzeugabschuss. Raymond Zisk, auch Ray genannt, wurde am 24. Juni 1916 in Brooklyn geboren; er galt als „der alte Mann“ der
Flugzeugbesatzung. Nach seinem Schulabschluss arbeitete Zisk im Geschäft seiner Familie. 1941 ging er zur Kavallerie, 1942 wechselte er in das Air Corps, die amerikanische Luftwaffe. Drei Jahre später saß Zisk in jenem Bomber, der vor fast 70 Jahren bei Brixen abgeschossen worden ist. Das Flugzeug war ein „Liberator“ mit einer Besatzung von zwölf Mann; es hatte keinen Namen, man konnte es aber durch seine Nummer 42-52075 von anderen unterscheiden. Die Maschine war der 454 Bombardment Group/wing zugeteilt, und das Besondere an ihr war die technische Ausstattung: Der Flieger war ein „pathfinder“ oder „Micky ship“, also ein mit Radar ausgestattetes Flugzeug. Normalerweise verfügte damals ein Flieger über eine Besatzung von zehn Mann, ein „pathfinder“ hatte jedoch zwei zusätzliche Männer an Bord, die die damals neue Technologie bedienten.
Am 28. Februar 1945 hatte der Bomber Nr. 42-52075 ein klares Ziel: Er sollte die Eisenbahnbrücke in Albeins zerstören, die der deutschen Armee dazu diente, Nachschub anzuliefern – was die Amerikaner und Briten verhindern wollten. „Interessanterweise wussten die Piloten nichts von ihrem Ziel, bis sie über die südlichen Alpen kamen“, erzählt Petschauer. Die Piloten trafen die Albeinser Brücke nicht – diese wurde zwei Monate nach Zisks Flug am 20. April 1945 zerstört. Bei seinen Nachforschungen traf Petschauer auf einen weiteren Piloten des Bombers, Mr. Laws, der wie Zisk als Heckenschütze („tailgunner“) mit einem Maschinengewehr hinter der Plastikkuppel des Flugzeugs gesessen hatte. „Mr. Laws und ich sprachen davon, dass die Bomber ihre Ladung erst dann akkurat anbringen konnten, wenn sie ihr Objekt im Auge hatten. Er meinte, sie hätten damals die
Brücke wegen eines Hügels unterhalb von Albeins nicht sehen können. Doch diese Erinnerung trügt wohl etwas: Wir wissen, dass der Anflug aus einer anderen Richtung kam“, so Petschauer. Anders als bei anderen „bombruns“ mussten die Flieger versuchen, wegen der Berge tiefer zu fliegen, um an die Brücke heranzukommen, ohne dabei von der FlaK erwischt zu werden. „Eine der FlaK-Installationen, um die es hier gehen könnte, stand westlich vom Goller in Afers. Heute steht dort, in einem der wenigen flachen Wiesenböden in Afers, eine Scheune.“
Das Schicksal der Piloten. Ray-
mond Zisks Flugzeug wurde jedoch von einer FlaK erwischt, als die Piloten das Flugzeug aus dem Brixner Talkessel zu langsam in die Höhe brachten. Als es angeschossen wurde, hatte es mehr als 4.500 Meter Höhe erreicht. Die Maschine brach sofort nach dem Aufschlagen des Geschosses in zwei Stücke. Zwei Mannschaftsmitglieder fielen aus dem Bomber, einer davon war Raymond Zisk. Der hintere Teil des Flugzeuges schwebte langsam dem Boden zu und landete an einem unbekannten Ort in den Wiesen unterhalb der Plose; der vordere Teil verlor kurz nach der Explosion auch noch sein Steuerruder und stürzte rapide, wohl ohne lebende Piloten, in die Tiefe und landete in einem Feuerball auf der Penider Alm. Die zehn im Flugzeug verbliebenen Besatzungsmitglieder verbrannten zum Teil vollkommen und wurden im späten Frühjahr gefunden und begraben – heute steht an dieser Stelle ein Kreuz. „Der Aferer Emil Prader war damals, wie ich auch, ein Hiatbua, und er erzählt in einem 1998 gedrehten Video, das im Zusam-
menhang mit der Errichtung des Denkmals für die amerikanischen Soldaten gesetzt wurde, dass er im Sommer immer noch den Schaden vom Feuer an den Bäumen auf der Penider Alm erkennen konnte, und dass man die großen Teile des Flugzeugs mit Pferden wegtransportiert habe; manche kleineren Flugzeugteile habe er selbst an Ort und Stelle vergraben“, erzählt Peter Petschauer. Eines der Mannschaftsmitglieder, Lieutnant Leonard Clyde, kam mit einem Fallschirm davon. Er trieb bis hinein nach Lüsen und landete dort tief im Wald in einer etwa zwei bis drei Meter hohen Schneedecke. Clyde soll am Schlammbach entlang gegangen sein; am Abend soll er ein Feuer angezündet haben. „Einige Berichte besagen, dass sein Feuer von Lüsen aus gesehen wurde, aber niemand konnte oder wollte zu dem Mann – wollte deswegen, da der Lüsner Pfarrer damals ins Kirchenbuch geschrieben hatte, dass das deutsche Militär verboten hätte, mit den Amerikanern Kontakt aufzunehmen und die Leute sich daran hielten“, so Petschauer. Während der Nacht starb der junge Offizier. Adolf Agreiter war wohl der erste, der im Sommer 1945 zu Leonard Clyde stieß. Er hat laut seinen eigenen Aussagen im Jahr 1998 die Kennkarte des Mannes zur Seite geworfen, aber sonst weiter nichts am Mann gefunden. Andere haben den verstorbenen Flieger dann an Ort und Stelle begraben.
Einzelschicksal als Symbol. Ser-
geant Zisk wurde aus dem hinteren Teil des Flugzeugs geschleudert und war wahrscheinlich sofort tot, enthauptet. Durch den Höhenwind wurde sein Körper weit vom Flugzeug abgetrieben
Heckenschütze Raymond Zisk: Neffe Erik Goldstein möchte herausfinden, wer seinen Onkel vor Ort gefunden und begraben hat
–––––––
und landete an der westlichen, der St. Andräer Seite des Kaserbachs, ebenso tief im Wald und somit unzugänglich. „Vermutlich kam eine Wehrmachtabteilung kurz danach ins Tal und überlegte, ob sie das Flugzeug oder die Besatzung bergen sollte, aber bei der Witterung und wohl auch wegen des Werdeganges des Krieges entschieden sie, der Sache nicht weiter nachzugehen“, so Petschauer. Eine amerikanische Suchpartie kam im August 1945 in die Gegend und hat die Überreste der Männer eingesammelt und den Familien zugestellt. Im Sommer wurde auch Zisks Leiche gefunden und begraben – „aber bisher wissen weder Goldstein noch ich, wer ihn gefunden und begraben hat. Und diese Details sind besonders dem Neffen und der übrigen Familie wichtig; wir wären um jede Hilfe sehr dankbar“, sagt Peter Petschauer.
Das Schicksal von Sergeant Zisk ist für Petschauer auch ein Symbol für das, was Krieg den Einzelmenschen antun kann: „Sein Tod ist nur die Spitze des Eisbergs. Im Zweiten Weltkrieg verloren Millionen von Menschen ihr Leben. Jeder Tod hatte und hat Bedeutung, denn er bezieht sich auf den einen Menschen, dessen Zukunft abgeschnitten wurde, dessen Familien darunter litten und immer noch leiden – das Trauma dieses Massakers ist immer noch unter uns. Das Schicksal von Zisk ist aber auch Zeugnis dafür, wie wichtig es für eine Familie ist, den Tod eines ihrer Mitglieder zu würdigen oder gewürdigt zu sehen. Nicht irgendwo in einer Lammer umgekommen und vergessen zu sein, sondern von denen, die ihn fanden, begraben worden zu sein – das ist wichtig und lässt den Trauernden einen Schlussstrich ziehen.“ doris.brunner@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
9
Kein geeigneter Platz Menschen werden immer älter, auch Menschen mit Behinderung. Doch für diese gibt es keine adäquaten Plätze. Bisher fungierten die Sozialdienste als Lückenbüßer, doch ihre Möglichkeiten sind beschränkt.
I
m letzten „Brixner“ erschien ein Bericht zur Jahresbilanz der Sozialdienste in der Bezirksgemeinschaft Eisacktal. Dabei wurde auch darauf eingegangen, dass die Nachfrage nach den vielfältigen Dienstleistungen immer mehr ansteigt, die Finanzierung dagegen blockiert oder gar teilweise gekürzt wurde. Dadurch ergeben sich Engpässe, die über kurz oder lang dazu führen könnten, dass Angebote gekürzt oder gestrichen werden müssen. Der Bericht zeigte auf einem Bild einen fröhlichen, älteren Herrn hinter seinem Webstuhl. Dieser war bereits seit mehreren Jahrzehnten im Tagesbereich
AUTO-ANKAUF Sie möchten Ihr Auto verkaufen?
Wir nehmen alles ... Pkws, Busse, Lkws, Fa.-Fahrzeuge ab ’98 mit und ohne Collaudo, mit vielen km, auch Unfallwagen und nicht fahrbereite Fahrzeuge
... und zahlen Höchstpreise und bar! Inkl. Abmeldung! Auch an Sonn- u. Feiertagen erreichbar:
Tel. 342 37 92 000 kfzankauf@gmx.com Seriöse Abwicklung!
10
der Seeburg untergebracht und musste nur wenige Tage später die Einrichtung endgültig verlassen. Auch eine etwa gleichaltrige Frau musste den Platz in ihrer Betreuungsgruppe aufgeben. In beiden Fällen hatten sich die Familienangehörigen gegen die Entscheidung heftig gewehrt, weil sie die beiden Personen in ihren jeweiligen Gruppen gut aufgehoben wussten – ohne Erfolg.
Foto: Oskar Zingerle
Politik & Gesellschaft
BRIXEN
Generationenkonflikt? Die be-
schriebene Situation ist beispielhaft für die Probleme, die die Führung der Sozialdienste in ihrer Pressekonferenz einen Monat zuvor beschrieben hatten: Die Anzahl der Anfragen nach betreuten Plätzen für junge Menschen steigt, es gibt gleichzeitig immer mehr ältere Menschen mit Behinderung – und die vorhandenen Geldmittel nehmen eher ab, weshalb nicht allen Bedürfnissen entsprochen werden kann. Thomas Dusini von den Sozialdiensten erklärt zum Fall der beiden älteren Personen: „Im Landesgesetz werden für die Sozialdienste als Zielgruppe Menschen mit Behinderung bis zu einem Alter von 60 bzw. 65 Jahren definiert. Das Gesetz stammt aus dem Jahr 1983. Mittlerweile werden auch Menschen mit Behinderung immer älter. Eigentlich sollten diese Menschen ab dem genannten Alter in Altersheimen untergebracht werden, aber das bedeutet, dass man sich auf diese Zielgruppe und ihre Bedürfnisse einstellen muss, sowohl was das Angebot als auch die Raumsituation betrifft. Und das ist nicht geschehen.“ Im Fall der beiden Personen habe es sich die Bezirksgemeinschaft nicht leicht gemacht – aber auf der anderen Seite sammeln sich die Nachfragen nach Plätzen für junge Menschen mit Behinderung, die die Schule verlassen und dann einen Ort brauchen, in dem sie entsprechend ihrer Fähigkeiten aktiv sein und einen regelmäßigen Tagesablauf durchlaufen können.
Im Eisacktal fehlen geeignete Betreuungsplätze für ältere Menschen mit Behinderung
––––––
Von der Seeburg in die Tagespflegestätte. „Wir haben versucht,
den zwei älteren Personen den Übergang so leicht wie möglich zu machen. Bereits in den letzten Monaten haben wir nach und nach die tägliche Anwesenheit in der Seeburg reduziert, wir haben die Angehörigen unterstützt und für beide einen Platz in der Tagespflegestätte des Altersheimes gesucht.“ Doch das Angebot wird offensichtlich zumindest in dieser Anfangsphase nicht gut aufgenommen. Die Schwester der betroffenen Frau zeigt sich in einer E-Mail, die unsere Redaktion erreicht hat, enttäuscht darüber, dass die beiden Personen nicht länger in der Seeburg bleiben durften: „Warum mussten nur diese zwei gehen? Dort hatten sie ihren Rhythmus und ihre Arbeit, und sie fühlten sich wie in einer Familie.“ Den neuen Platz in der Tagespflegestätte sieht sie skeptisch: Die Leute, die dort ihren Tag verbringen, seien wesentlich älter und hätten ganz andere Bedürfnisse. Die Frau stellt verständlicherweise die Bedürfnisse ihrer Schwester in den Vordergrund,
Thomas Dusini und seine Mannschaft dagegen müssen „das große Ganze“ betrachten und einen Ausgleich finden.
Keine geeignete Einrichtung vorhanden. Das können sie nicht
alleine. Gerade bei der Betreuung der älteren behinderten Personen scheinen viele Akteure ihre Pflichten nicht erfüllt zu haben, denn es gibt im gesamten Eisacktal keine geeignete Einrichtung, wo ältere, noch rüstige Personen mit einer Behinderung leben und vielleicht in einem geringeren Ausmaß auch ihrer gewohnten Tätigkeit nachgehen könnten. „Es bräuchte eine Art Kompetenzzentrum in einem Altersheim. Wir haben so etwas für das geplante Altersheim in Mühlbach vorgeschlagen; ob und bis wann das aber realisiert wird, steht in der Sternen.“ Eine Erweiterung der Seeburg, auch zu diesem Zweck, wurde bereits 2002 angedacht, doch das Vorhaben schaffte es nie auf die Prioritätenliste des Landes. annamaria.mitterhofer@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
Foto: Shutterstock
Politik & Gesellschaft
BRIXEN
Glasfasernetz kommt z Der Brixner Gemeinderat hat in seiner Sitzung vom 13. Juni einstimmig den Masterplan für das Glasfasernetz der Gemeinde beschlossen. Der im Auftrag der Stadtwerke Brixen vom Ingenieurteam Bergmeister erstellte Plan beinhaltet eine grobe Projektierung und Kostenschätzung der Glasfaser-Verbindung der verschiedenen öffentlichen Gebäude im gesamten Gemeindegebiet.
Die Landesregierung hat kürzlich insgesamt 40 Millionen Euro für den Ausbau des Glasfasernetzes gebunden; Stadtrat Peter Brunner hofft, dass durch diesen Gemeinderatsbeschluss das Netz rasch realisiert werden kann, da der Masterplan eine Voraussetzung dafür ist, dass das Land Beiträge an die jeweilige Gemeinde vergibt. Brixen ist eine der wenigen Gemeinden, die bereits einen
Plan genehmigt haben. Die Anbindung der öffentlichen Gebäude an das „schnelle Internet“ ist
P&G
wiederum Voraussetzung für die kapillare Anbindung der einzelnen Nutzer. wv
Politik & Gesellschaft BRIXEN
Grüne Vorwahlen z „Es war ein ganzer Batzen Arbeit und ein großes Risiko, letztendlich aber absolut gelungen“, so Andreas Pichler, Gemeinderat der Grünen Bürgerliste, über die Offenen Vorwahlen für die Landtagskandidaten der Grünen, an die er maßgeblich mitgewirkt hat. Im Internet konnte jeder, der für die Landtagswahlen 2013 in Südtirol wahlberechtig ist, und in den Wahllokalen auch Jugendliche ab 16 Jahren und Menschen mit Migrationshintergrund mit Aufenthaltsgenehmigung seine Stimmen abgeben – Voraussetzung war nur die Unterzeichnung der „Erklärung für eine gerechte
kurz
notiert
12
Zukunft“. Die Vorwahlen fanden vom 3. bis zum 9. Juni statt; in Brixen konnte auch am Samstag, 8. Juni, auf dem Maria-HueberPlatz gewählt werden. Insgesamt unterzeichneten 1.854 Menschen die Erklärung, 1.564 wählten südtirolweit ihre Wunschkandidaten für die ersten sechs Listenplätze. Davon gaben ein Drittel (532) an den Wahlsitzen und zwei Drittel (1.032) online ihre Stimme ab. Aus Brixen traten der Landtagsabgeordnete Hans Heiss und der Tierrechtler Richard Steinmann als Kandidaten an: Heiss wurde mit 553 Stimmen (387 online, 166
Der Frauenhausdienst Brixen sucht engagierte Frauen, die bereit sind, als Ehrenamtliche stundenweise die Kinderbetreuung zu übernehmen. Zum Einstieg wird eine Schulung zum Thema häusliche Gewalt angeboten. Mehr Information unter 0472 820587 oder www.bzgeisacktal.it
offline) Zweiter von insgesamt 23 Kandidaten, Steinmann kam auf den vorletzten Platz. Valentino Liberto, der in Bozen lebt, aber in Brixen geboren und einen starken Bezug zur Stadt hat, wurde 14. mit 116 Stimmen. Die ersten
Sechs auf der Liste Verdi Grüne Vërc wurden Brigitte Foppa (692 Stimmen), Hans Heiss (553), Riccardo Dello Sbarba (503), Evelyn Gruber-Fischnaller (315), Patrizia Trincanato (307) und Tobias Planer (246). db
Anlässlich seines 70. Geburtstags lud der Brixner Kaufmann Josef Palfrader Freunde zu einer Feier. Anstelle von Geschenken forderte er die Gäste auf, einen Beitrag für soziale Zwecke zu spenden. Die gut gefüllte Spendenbox übergab er dem Kiwanis Club Brixen, der den Betrag bedürftigen Südtiroler Familien zukommen lassen wird.
Die Klasse 3B des Realgymnasiums Fallmerayer in Brixen hat im Rahmen eines fächerübergreifenden Unterrichts das Thema „Brixen im Mittelalter“ aufgegriffen. Die sorgfältig recherchierten Infos haben die Schüler zu einzelnen Schaubildern verwertet, die im Untergeschoss der Stadtbibliothek ausgestellt sind.
NACHGEFRAGT
„Planungswettbewerb im Herbst“ ALBERT PÜRGSTALLER, Bürgermeister von Brixen, zur weiteren Vorgehensweise für die Realisierung der Musikschule in der Zone Priel – und wie diese Infrastruktur finanziert werden soll.
Das heißt, dass bald mit der konkreten Planung begonnen werden kann? Nach Genehmigung des Durchführungsplans, der auch die Zustimmung des Landesamts für Raumordnung braucht, steht
einer Ausschreibung des Wettbewerbes nichts mehr im Wege. Insgesamt wird die Musikschule auf 1.300 Musikschüler ausgelegt. Gemeinsam mit der Musikschule werden auch die Proberäumlichkeiten für die Musikkapelle Brixen realisiert. Wie ist die Zeitplanung? Ist die Finanzierung gesichert? Im Frühjahr 2014 werden wir die Ergebnisse des Wettbewerbes vorliegen haben. Anschließend geben wir das Ausführungsprojekt in Auftrag, dessen Ausführungsdauer etwa ein Jahr beträgt. Wir hoffen, dass wir 2015 die Arbeiten für die Musikschule ausschreiben
können, wobei die Realisierungsdauer bis zu zwei Jahre beträgt. 100 Prozent der Standardkosten werden durch Darlehen des Rotationsfonds gedeckt. Die entsprechenden Anträge dafür können aber erst nach Genehmigung des Ausführungsprojektes eingereicht werden. Die Grundbereitstellung sowie 15 Prozent der Gesamtkosten gehen zu Lasten der Gemeinde Brixen. Die Restkosten werden je nach Anzahl der eingeschriebenen Schüler auf die Partnergemeinden Vahrn, Lüsen, NatzSchabs, Villnöss und Feldthurns aufgeteilt.
Foto: Oskar Zingerle
Herr Bürgermeister, im Juli wird der Gemeinderat voraussichtlich einen Durchführungsplan der Zone Priel beschließen, bei dem es wohl vor allem um die Musikschule geht. Welche Bedeutung hat der Beschluss? Er ist die Voraussetzung dafür, dass wir den Planungswettbewerb für die Musikschule noch 2013 ausschreiben können.
willy.vontavon@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
Südtiroler
visionc.it
Geschenkskistln
Im Kostner-Shop finden Sie Geschenksideen mit regionalen Qualitätsprodukten zum Mitnehmen. Ob Einladung, Geburtstag, Namenstag – für jeden Anlass ein außergewöhnliches Geschenk. Von 6.00 Uhr morgens bis 9.00 Uhr abends.
: Öffnungszeiten
00 Uhr Mo–Sa: 6.00–21. 7.00–15.00 Uhr So:
Bergsteiger-Kistl
Schwips-Kistl
Bauernhof-Kistl
... mehr tanken
Pasta-Kistl
Himbeer-Kistl
39040 Vahrn • T +39 0472 801 712 • tsvahrn@kostner.net
Beauty-Kistl
Politik & Gesellschaft
BRIXEN
Über 700 Nutzer im ersten Jahr z Seit einem Jahr bietet die im Bürgerheim Brixen angesiedelte Informations- und Koordinierungsstelle für Senioren und Familien ihre Dienste an. Die Zahlen sprechen dabei für den großen Anklang des in Südtirol bisher einmaligen Projekts: Über 700 Senioren sowie deren Familienangehörige aus dem Raum Brixen haben im Zeitraum zwischen der Eröffnung des Schalters am 1. Juni 2012 und Anfang Mai 2013 auf den zentralen Beratungsdienst zurückgegriffen, um unkompliziert umfassende Informationen zum Thema Altersbetreuung zu erhalten – ganz ohne die übliche Amtshetzerei. Ob Hauspflege oder Heimaufnahme, Zuweisung von Wohnungen, Unterstützungsmöglichkeiten im alltäglichen Leben durch technische Hilfsmittel oder Formen
von Tarifbegünstigungen: Die Mitarbeiterinnen des Beratungsdienstes nehmen sich die Zeit, auf die individuellen Bedürfnisse der Ratsuchenden einzugehen und passende Lösungsmöglichkeiten vorzuschlagen. Zudem wissen viele Menschen, die sich erstmals konkret mit einer Pflegebedürftigkeit in der Familie konfrontiert sehen, oft nicht, wie die neue Situation bewältigt werden kann.
Hier beraten die Mitarbeiterinnen über Möglichkeiten der Pflege und Betreuung zu Hause. Durch abgesicherte Informationen soll den Senioren das Recht gegeben werden, unbesorgt auf einen ruhigen und würdigen Lebensabend zuzugehen. Ins Leben gerufen wurde der Schalter auf Initiative von Stadträtin Paula Bacher in enger Zusammenarbeit mit der Bezirksgemeinschaft Eisacktal,
dem Sanitätsbetrieb, dem ÖBPB „Zum Heiligen Geist“, dem Wohnbauinstitut, den Gewerkschaftsbünden SGB-CISL, ASGB, AGB-CGIL, SGK-UIL und der Autonomen Provinz Bozen. „Die professionelle Netzwerkarbeit der Partner und der große Arbeitseinsatz der Mitarbeiterinnen hat sich gelohnt, das Projekt hat Zukunft“, resümiert Paula Bacher. db
WOHNTRAUME? W i r m a c h e n I h r e W o h n t r ä u m e w a h r.
www.pluristamp.it
Ob viel oder wenig Platz, große oder kleine Räume – wir beraten, planen und führen aus: Küchen, Wohn- und Schlafzimmer, Bäder, Garderoben und vieles mehr.
Natz, Schlossergasse 56/A 39040 Natz/Schabs Tel. 0472 415 011 info@rigger.it www.rigger.it
Drei SVP-Kandidaten für das Eisacktal z Während im Wipptal zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Ausgabe noch alles offen ist, wird das Eisacktal mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mit lediglich drei SVP-Kandidaten in den Landtags-Wahlkampf gehen, die am 27. Oktober 2013 stattfinden werden. Die drei Kandidaten wurden bei den Basiswahlen vom 21. April im Bezirk von 4.134 SVP-Mitgliedern ermittelt – landesweit hatten sich 24.145 Mitglieder an den Basiswahlen beteiligt: die Brixner Stadträtin Magdalena Amhof hatte 27,3 Prozent der Stimmen erhalten, der scheidende Landessekretär der SVP, Philipp Achammer, 26,3 Prozent und der Bürger-
meister von Natz-Schabs, Peter Gasser, 22,6 Prozent. Vor einigen Tagen traf sich der Bezirksausschuss der SVP in der Cusanus Akademie in Brixen, wobei das „Trio“ sich als eingeschworenes Team präsentierte: „Wir werden uns in den kommenden Wochen mit allen SVP-Ortsausschüssen treffen und dabei über die Eckpunkte unseres Wahlprogramms diskutieren“, erklärte Philipp Achammer. Die Volkspartei wird im Vergleich zu vergangenen Landtagswahlen einen sparsamen Wahlkampf führen. Im Bild (v.l.): Philipp Achammer, Magdalena Amhof, Peter Gasser und SVP-Bezirksobmann Herbert Dorfmann. oz
Foto: Oskar Zingerle
BRIXEN
MÜHLBACH
Mühlbacher Wurzeln z „Wir sind Papst!“, titelte die Bild-Zeitung am 20. April 2005 nach der Wahl Josef Ratzingers zu Papst Benedikt XVI. Ein bisschen fühlten sich die Mühlbacher schon damals betroffen, weil sich schnell die Nachricht verbreitete, Vorfahren des Papstes hätten in Mühlbach gelebt. „Meine Mutter stammte aus dem Tirolischen“ – diese Aussage Ratzingers bekam plötzlich einen enormen Stellenwert. Mittlerweile kennt man die Wurzeln des heute emeritierten Papstes in Mühlbach ganz genau, und aus diesem Grund reihte sich die Marktgemeinde im Rahmen einer Feier in den Kreis der Gemeinden mit Papstwurzeln ein. Ida Langer, eine Cousine Josef Ratzingers, erinnert sich: „Meine Großmutter hat ihre Jugend in Mühlbach verbracht. Sie hat uns Kindern oft Geschichten erzählt von einer Mühle, die von den Fluten des Valler Baches weggerissen worden sei, und dass ihre
Eltern dann bettelarm waren.“ Anton Peter Peintner hatte 1856 den „Hoandlmüller“ in Mühlbach gekauft und zwei Jahre später Elisabeth Maria Tauber aus Raas, die Urgroßmutter Benedikts XVI., in der Pfarrkirche von Mühlbach geheiratet. 1885 legte die Großmutter Maria Tauber in Mühlbach das Brautexamen ab. Die Papstmutter kam 1884 in Mühlbach bei Kiefersfelden zur Welt, „aber im Herzen ist sie in Südtirol geboren“, sagte Johann Nußbaum, Bürgermeister von Rimsting im Rahmen der Feier, und nannte in diesem Zusammenhang mehrere Dokumente, in denen die Papstmutter als Geburtsort „Mühlbach in Tirol“ angegeben hatte. Hier ist sie auch im Taufbuch eingetragen. Im Rahmen der Feier enthüllte Pfarrer Hugo Senoner eine von seinem Bruder Viktor (im Bild) angefertigte Bronzeskulptur von Papst Benedikt XVI., die Bischof Ivo Muser segnete. oz
SondERwocHEn
Drogerie - Parfümerie
29.06. – 06.07. 06.07. – 13.07. 13.07. – 20.07. 20.07. – 27.07. 27.07. – 03.08.
Biotherm E. Lauder viele Körpercremen viele Parfüms H. Rubinstein
Brixen, Domplatz 2 · Tel. 0472 836458 Auch jeden Samstagnachmittag geöffnet.
15
Menschen & Meinungen
Foto: Oskar Zingerle
LEBENSFREUDE PUR: Sandra Martinello mag Menschen und berührt diese mit ihrem vielfältigen Wesen
––––––––
16
PORTRAIT
Prinzessin der Ausgeglichenheit SANDRA MARTINELLO aus Mühlbach lässt sich trotz ihres DownSyndroms nicht unterkriegen: Die 22-Jährige malt gerne, liebt Musik, Gesang – und Menschen. Alleine leben wird sie jedoch nie können.
A
ngefangen hat alles damit, dass Sandra Martinello für ihre Mama ein Valentinsgeschenk basteln sollte. „Irgendetwas Gemaltes“ sollte es sein, etwas, das den kreativen Stärken der jungen Frau entsprach. Bunte Farben, große Flächen, kraftvoller Umgang mit Walze und Pinsel. Sandra weiß, was sie will, und sie zeigt das auch durch ihre Bilder. Einfach, klar und herzerwärmend. Im August letzten Jahres präsentierte sie ihre Werke zum ersten Mal der Öffentlichkeit. Die „Kunst unter den Sternen“ in den Gassen von Mühlbach war ein idealer Rahmen für die NeoMalerin mit dem sanften Charme, deren Lebensweg nicht immer einfach war.
Energiebündel, Ruhepol und Schlitzohr. Sandra Martinello
wurde mit dem Down-Syndrom geboren. 22 Jahre ist sie mittlerweile alt, Energiebündel und Ruhepol zugleich. Sie sei ihre Prinzessin der Ausgeglichenheit, sagt Ingrid Unterfrauner, ausgebildete Werkerzieherin und Mitarbeiterin für Integration am Sozialwissenschaftlichen Gymnasium in Brixen. Sandra geht dort seit fünf Jahren zur Schule, seit zwei Jahren sind Ingrid und sie ein Herz und eine Seele. In dieser Zweisamkeit konnte sich auch Sandras Kreativität auf beeindruckende Weise entfalten. Die Konturen der stilisierten Rosen auf vielen Bildern entstanden vor allem durch die zwanglose Symbiose zweier Menschen, die bereit waren, sich aufeinander einzulassen. „Sandra hat eine unglaubliche Kraft in ihren Händen; man spürt, was sie mitteilen will. Man spürt, was sie durch Sprache nicht auszudrücken vermag.“ Ein breites Grinsen geht bei diesen Worten in Richtung Ingrid, der
Schalk blitzt in Sandras Augen. „Hin und wieder kann sie auch ein richtiges Schlitzohr sein.“ Es sind ihre letzten Schultage, und Sandra genießt sie ganz offensichtlich. Das Abschlusskonzert steht bevor, Töne und Akkorde schwirren durch das Gebäude, die Atmosphäre ist angenehm leicht.
Auf dauernde Betreuung angewiesen. Sandra liebt Musik und Gesang, und sie liebt die Gesellschaft von anderen Menschen. Sie sei glücklich, „wenn’s lei awian aufgeaht“, bestätigt Sandras Mutter Olga. „Alles ist gut“, lacht auch Sandra. Diese letzten Tage an der Schule sind bei aller
beiden Werktagen tun sollen, das wissen wir noch nicht.“ Der Andrang für die knappen Betreuungsplätze ist groß, die Sparmaßnahmen des Landes haben hier Auswirkungen, die sich für Außenstehende nur schwer erahnen lassen. Ein klein wenig Bitterkeit ist hinter dem Optimismus der alleinerziehenden Mutter, die halbtags als Schulwartin arbeitet, zu spüren. „Es ist herausfordernd genug, Sandra durch den Alltag zu begleiten“, meint Olga Fischnaller. Außerdem sei sie in erster Linie die Mutter und nicht die Betreuerin ihrer Tochter. Die Angst, dass sich mühsam erworbene Fähigkeiten zurückentwickeln, dass
kann, dann ist sie zielstrebig und schnell.“ So wie beim Praktikum in der Seeburg, wo sie in der Verpackungsabteilung gezeigt hat, dass ihre grobmotorischen Fähigkeiten beachtlich sind. „Alles ist gut“, sagt Sandra.
marlene.kranebitter@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
Steckbrief
„Alles ist gut“_ Sandra Martinello Fröhlichkeit auch von Wehmut begleitet, vor allem bei Sandras Mutter. „Solange die Kinder zur Schule gehen dürfen, sind sie wirklich aufgehoben.“ Förderung und Herausforderung prägen in dieser Zeit den Alltag, lassen manches zur Gewohnheit werden und vieles immer wieder neu entstehen. Sandra ist ein fröhlicher Mensch und meist mit sich und der Welt zufrieden. Halbwegs selbständig leben wird sie aber nie können. Aufgrund der Ausprägung ihres Down-Syndroms ist sie auf dauernde Betreuung angewiesen, braucht auch an einem Arbeitsplatz Anleitung und Beobachtung. „Sie hilft zwar im Haushalt mit, muss aber immer wieder dazu animiert werden.“ Sandras Zukunft ist sehr ungewiss, die Sorge der Mutter groß. Für drei Tage pro Woche kann Sandra ab Herbst wahrscheinlich in die Werkstätten der Seeburg arbeiten, „was wir an den anderen
Stereotypien wiederkehren, ist verständlich. „Junge Menschen brauchen Anreize aus dem sozialen Umfeld; eine Betreuung zu Hause, und sei sie noch so professionell, kann das niemals ausgleichen.“
Ein freundliches Lächeln für jeden. In einer Mappe hat Ingrid
Unterfrauner Höhepunkte und Alltägliches aus dem Schuljahr festgehalten. Hochkonzentriert über ein Bild gebeugt oder mit purer Lebensfreude im knallroten Ballkleid: Sandra berührt mit ihrem Wesen die Herzen ihrer Mitmenschen, und sie war in ihre Klasse gut eingebunden. Bewährt hat sie sich auch beim Praktikum im Kindergarten. Tisch decken, Blumen gießen und ein freundliches Lächeln für jeden – nicht nur die Kinder haben sich über ihre Anwesenheit gefreut. Sandra steht gerne im Mittelpunkt, drängt sich aber nie auf. „Und wenn sie etwas
Sandra Martinello wurde am 28. Jänner 1991 in Brixen geboren. Sie wuchs gemeinsam mit ihren zwei älteren Geschwistern Sarah und Simon in Mühlbach auf, besuchte dort den Kindergarten, die Grundschule und die Mittelschule im Herz-JesuInstitut. Vor wenigen Tagen hat sie ihre Schulzeit am Sozialwissenschaftlichen Gymnasium in Brixen beendet. Begleitet wurde sie hier von Mitarbeiterinnen für Integration und Integrationslehrpersonen. Sandra trommelt gerne und kann viele Lieder auswendig „bis zur letzten Strophe“. Sie schwimmt und wandert mit Begeisterung und lacht für ihr Leben gern. In ihren Bildern sind jugendliche Unbekümmertheit und kompromisslose Hingabe gleichermaßen eingefangen. 17
Foto: Angelo Menolli
Menschen & Meinungen
BRIXEN
Neue Führung z Der Brixner Patrick Silbernagl ist der neue Präsident der Stadtwerke Brixen; er folgt auf Peter Winkler, der bereits vor drei Jahren erklärt hatte, dass er nach dieser Amtszeit nicht mehr zur Verfügung stehen werde. Winkler war seit Ende Juli 2003 im Amt; bei seiner letzten Präsentation im Gemeinderat wurde seine Arbeit
mit großem Applaus belohnt. Neben Silbernagl wurden auch Carlo Costa, Karl Michaeler, Annemarie Kaser und Susanne Fink in den Verwaltungsrat gewählt. Der Aufsichtsrat besteht aus Karl Hellweger, Paul Rizzi und Annabella Chiericato. Die Geschäftsführung der Stadtwerke obliegt nach wie vor Direktor Wolfgang Plank. wv
M&M Menschen & Meinungen BRIXEN
Ein Leben für das Vinzentinum
Der Spruch vom Much
I woaß schun, prum der Heino in Natz die Brille net oargitun hot. Er hot gewellt inkognito bleibm ...
kurz
notiert
18
z Mit Tränen in den Augen und voller Heimweh saß der junge Anton Geier 1931 als Schüler des Vinzentinums in der ersten Reihe der Herz-Jesu-Kirche. 82 Jahre später blickt der 94-jährige Anton Geier am selben Ort auf ein Leben im Dienste Gottes und der Menschen zurück: Der ehemalige Regens des Vinzentinums feierte nämlich am Herz-Jesu-Freitag dort sein 70-jähriges Priesterjubiläum. Geier wurde 1919 geboren und wuchs in Siebeneich und Terlan auf, übersiedelte aber bereits im Grundschulalter nach Brixen. Nach der Matura 1939 trat er ins Priester-
27 Jahre lang stand Egon Gitzl im Dienst der Gemeinde Brixen; zuletzt koordinierte er die Sportanlagen und war als Ansprechpartner für Sportveranstaltungen allseits geschätzt. Nun ist er zur Zollagentur in Brixen gewechselt.
seminar ein und wurde am 29. Juni 1943 von Fürstbischof Johannes Geisler zum Priester geweiht. Am Herz-Jesu-Sonntag, dem 4. Juli 1943, feierte er im Dom zu Brixen seine Primiz. Nach zwei Jahren als Kooperator in Pfalzen kehrte er 1946 als Präfekt ins Vinzentinum zurück, unterrichtete zudem Latein, Deutsch und Religion. Nach seiner Promotion in Pädagogik und Psychologie in München wurde er 1957 zum Regens des Vinzentinums ernannt. 20 Jahre übte er dieses Amt aus, ehe er ab 1977 als Kaplan der Barmherzigen Schwestern im Vinzentinum, als Aushilfspriester in den Pfarreien von Nieder- und Obervintl sowie weiterhin als Professor für Deutsch, Geschichte und Erdkunde am Vinzentinum tätig war. Viele Generationen von
Schülern hat Kanonikus Geier begleitet, und einige haben selbst einen geistlichen Beruf gewählt – einer von ihnen ist der ehemalige Domdekan Kanonikus Johannes Messner. „Kanonikus Geier hat mehr als die Hälfte der Geschichte unseres Hauses aktiv mitgestaltet – als Schüler, Präfekt, Professor, Regens und auch jetzt noch im Ruhestand. Das Vinzentinum ist ihm zu großem Dank verpflichtet“, würdigte Regens Fabian Tirler das Wirken seines Vorgängers. db
Der 13-jährige Philipp Reifer, der den Musik-Zug an der Mittelschule „Oswald von Wolkenstein“ besucht, spielte sich mit seinem Euphonium auf den ersten Platz des Bundeswettbewerbes „Prima la Musica“ und wurde somit Bundessieger. Am Wettbewerb beteiligten sich 895 junge Musiker aus Österreich und Südtirol.
Drei Mitgliederjubliäen feierte die Gruppe Dekadenz bei ihrer Vollversammlung: Seit 30 Jahren steht Patrizia Solaro auf der Bühne der Dekadenz und hilft bei der Bedienung, seit 25 Jahren managt Maria Senn den Barbereich, und ebenso lange ist Werner Lanz an der Technik, im Keller oder im Vorstand tätig.
O o op s
Leser kochen für Leser
mmh!
Herzhafter Armer Ritter
mein Hoppala
Andreas Pichler, Gemeinderat der Grünen Bürgerliste
„Biggest puck in town“ Mit 17 besuchte ich für ein Jahr eine Highschool in Kanada. Bald fand ich heraus, dass die Kanadier als Volk nicht nur besonders höflich, sondern auch betont politisch korrekt waren. Eines Tages tuschelten zwei meiner Schulkolleginnen während des Französischunterrichts über ein Mädchen namens Crystal und bezeichneten sie als „puck“ (ausgesprochen pak, englisch für Puck, Hockeypuck). Als ich nachfragte, was damit gemeint sei, erklärten sie mir, ein „puck“ sei eine Person, meist weiblich, die sich besonders für Hockey begeistert, Fanartikel sammelt und bei allen Spielen dabei sei. Dass damit aber vor allem eine Art Hockey-Groupie gemeint ist, mit dem Ruf, sich durch das halbe Team geschlafen zu haben, ließen die beiden, politisch korrekt wie Kanadier nun mal sind, lieber aus. Als ich nun Crystal zum ersten Mal begegnete, ging ich auf sie zu und sagte lächelnd: „Hello Crystal, nice to meet you. I’ve heard so much about you being the biggest puck in town!” Die Reaktion könnt ihr euch ja vorstellen. Crystal und ich wurden in diesem Jahr keine Freunde mehr.
2 Eier 6 Scheiben Toastbrot 250 ml Milch Paprikapulver Salz Pfeffer 6 Scheiben Käse (z.B. Edamer oder Bianco), nach Belieben auch 3 Scheiben Schinken und ein Glas Pilze Öl oder Butter
> Zubereitung Eier mit Milch verquirlen und Gewürze hinzugeben. Die Scheiben Toast nacheinander darin einweichen lassen, bis sie komplett vollgesogen sind. Die getränkten Scheiben in der Pfanne
Foto: Shutterstock
> Zutaten für 2 bis 3 Portionen
mit erhitztem Öl oder Butter auf einer Seite knusprig anbraten. Wenn von der Eimischung etwas übrig ist, diesen Rest auf den Broten in der Pfanne verteilen. Dann die Brote vorsichtig wenden und auf der zweiten Seite knusprig backen. Zum Schluss erneut wenden und den Käse sowie gegebenenfalls die Pilze und den Schinken drauflegen und warten, bis der Käse geschmolzen ist.
Marlene Lechner Huber vom Kaserhof in St. Leonhard bei Brixen wünscht gutes Gelingen beim Nachkochen dieses einfachen, aber schmackhaften Gerichtes. Haben auch Sie ein besonderes Rezept, das Sie unseren Lesern nicht vorenthalten möchten? rezept@brixner.info
Der Ausblick
Voting
Ihre Meinung online
Ergebnis der Online-Umfrage:
Zu verkaufen: Villa in Voltino am Gardasee mit Panoramaausblick (auch in 2 Wohnungen teilbar) 5 km oberhalb von Limone, inmitten eines Naturschutzgebietes, einzigartige Panoramalage mit Blick auf den Gardasee, Restaurants und Supermarkt zu Fuß erreichbar
1000 m2 Grundstück mit Villa, bestehend aus 3 Etagen: ERDGESCHOSS: abgeschlossene Wohnung , ca. 75 m2, bestehend aus 1 Schlafzimmer, Bad, Wohnzimmer, Küche, Balkon, Heizraum (Öl) und Garage OBERGESCHOSS: 1 Schlafzimmer, Bad, großzügiges Wohnzimmer, Küche, Terrasse und großer Balkon UNTERGESCHOSS: Schwimmhalle, ca. 50 m2, mit beheizbarem Pool, Bad und Nebenraum VERKAUFSPREIS: 495.000 Euro
Weitere Fotos und Infos zum Objekt (V51) unter www.gardainvest.net
INFORMATIONEN UND VERKAUF:
Garda Invest Tel. 339 3949663 oder 333 1673568 E-Mail: info@gardainvest.net
jetzt e sich sitz i S n r Siche wohn Zweit see! n e r h I rda am Ga
„Über welche Medien holen Sie sich meist die tagesaktuellen Nachrichten?“ 65,53% Internet-Nachrichtenportale 10,34% Deutschsprachige Tageszeitungen 3,45% Italienischsprachige Tageszeitungen 10,34% Fernsehen 10,34% Radio
Ja oder Nein? Wir möchten Ihre Meinung wissen! Ein Klick auf unserer Homepage www.brixner.info genügt – und Sie sehen sofort, wie die Internetgemeinde bisher abgestimmt hat. Natürlich dürfen Sie nur eine Stimme abgeben – wir überprüfen dies auf technischem Weg. Das endgültige Ergebnis lesen Sie im nächsten „Brixner“. Die aktuelle Frage des Monats:
„Haben Sie den Eindruck, dass die Gewaltbereitschaft von Jugendlichen in Südtirol im Steigen begriffen ist?“ > Ja, vor allem in Verbindung mit Alkohol > Ja, aber die Thematik wird derzeit dramatisiert > Nein, früher verhielten sich Jugendliche genauso wie heute > Nein, früher war es schlimmer Stimmen Sie mit! www.brixner.info 19
Menschen & Meinungen
BRIXEN
LAMMento
Abschied von der Kolpingmensa z Am 1. Mai 1984 haben Annemarie und Hans Holzer die Kolpingmensa in Brixen übernommen. „Am kommenden 5. Juli wird unsere Zeit hier zu Ende sein“, erzählt Hans Holzer, der den Betrieb zuletzt gemeinsam mit seinen Söhnen geführt hat. Die Enttäuschung in Holzers Gesichter ist nicht zu übersehen, auch wenn die Familie für das Foto freundlich in die Kamera lächelt. Nach dem Bau der neuen Mensa von 2004 bis 2006 hat das Dekanat nämlich die Führung der Infrastruktur einem Trägerverein übergeben, „mit dem die Zusammenarbeit nicht sehr harmonisch war“, berichtet Hans Holzer. Adolf Schwienbacher, Präsident des Kolpingvereins, hat das offensichtlich anders gesehen: „Wir waren sehr zufrieden mit der Führung, und es tut uns leid, dass die Familie Holzer den Pachtvertrag nicht erneuert hat.“ Durch die zweijährige Pause sei
„Es gibt also zwei Komitees“, sagt der Franz nachdenklich. Ja, sag ich. „Beide sind dafür, dass eine Seilbahn gebaut wird“, sagt der Franz. Ja, sag ich, aber das eine Komitee besteht vor allem aus Überflogenen und will die Bahn von einer Wiese in Milland starten lassen, das andere hingegen will vom Bahnhof abschweben. „Aha“, sagt der Franz, „und beide behaupten, dass ihr Standort der bessere sei“. Ja, sag ich, aber der, der das Geld dafür bereitstellt, sagt, dass Milland nicht in Frage komme, weil man nicht eine Kathedrale in der Wüste bauen will, die sich nicht rechnen würde. „Aha“, sagt der Franz, „da bekämpfen sich also zwei Komitees“. Ja, sag ich, und wir schauen zu, wie die beiden sich die Köpfe einschlagen, metaphorisch natürlich, denn man ist ja unter zivilisierten Leuten, die auch mal kontrovers diskutieren können, ohne danach von der „Dolomiten“ zum Thema Gewalt interviewt werden zu müssen. „Und da gibt es wirklich keinen Kompromiss?“, sagt der Franz. Nein, sag ich, es sieht leider nicht danach aus. „Dann lassen wir das Ganze doch einfach!“, sagt die Frieda in einem Anflug von verhinderndem Pragmatismus. Damit riskiert Brixen aber das Aus der Plose, sag ich, und das hat dann vielleicht Folgen, die wir uns alle nicht vorstellen können in Zeiten, in denen die Arbeitslosigkeit sowieso zum existentiellen Problem unserer Gesellschaft werden wird. Schweigen. Langes Schweigen. „Mir fällt jetzt nichts mehr ein, wie man hier helfend eingreifen könnte, damit eine Lösung gefunden wird, mit der alle leben könnten“, sagt der Franz. Wenn der Franz nicht mehr weiter weiß, denke ich mir, dann fehlt’s grob.
Foto: Oskar Zingerle
Grob
der Mensa ein Teil der Stammkundschaft abhanden gekommen, erklärt Holzer. Außerdem sei der Markt in den letzten Jahren zunehmend schwierig geworden, das Angebot gestiegen, ebenso der Preisdruck: „10 Cent Preisunterschied reichen schon, damit eine Firma ihre Arbeiter irgendwo anders zum Mittagessen hinschickt, obwohl man uns immer wieder bestätigt, dass die Qualität unserer Küche weit mehr als zufriedenstellend ist“, sagt Holzer. Hinzu kommt die nicht gerade optimale Lage der Mensa: „Parkplätze sind vorhanden, wir müssen aber dafür bezahlen“, erklärt Holzer. Insgesamt haben diese Umstände die Familie Holzer bereits vor einem Jahr dazu bewogen, mit dem Trägerverein über einen günstigeren Pachtzins zu verhandeln. „Es hat aber kein Entgegenkommen vonseiten des Kolpingvereins gegeben“, bedauert Holzer. Lediglich für ein Jahr sei der Vertrag verlängert worden, damit bereits zugesagte Termine für Hochzeiten und Weihnachtsfeiern noch wie geplant stattfinden konnten. Der Präsident des Trägervereins Kolpinghaus, Adolf Schwienbacher, sagt dazu: „Der Pachtzins ist aus unserer Sicht angemessen. Die fetten Jahre sind vielleicht vorbei, aber wir werden versuchen, die Mensa in derselben oder noch besseren Qualität weiterzuführen.“ Neben der Familie Holzer verlieren weitere fünf Mitarbeiter ihren Job. oz
Sommerzeit ist Grillzeit für Genießer
Ab Juli verwöhnen wir Sie jeden Freitag von 19 bis 21.30 Uhr mit Grill- und Fischspezialitäten. Für Gruppen grillen wir auf Vorbestellung auch an anderen Tagen.
Tischreservierung unter Tel. 0472 835432 20
Fam. Baldauf - Pinzagen/Brixen - Tel. 0472 835432
TIRTLAN
Pro& Contra „Sollte die Brennerautobahn AG in Albeins eine 9 Millionen Euro teure Brücke bauen?“
STRAUBEN
Der Hintergrund:
Foto: gpichler.com
Die Brennerautobahn AG möchte in Albeins, auf Feldthurner Gemeindegebiet, die bestehende Brücke über die Autobahn durch eine neue ersetzen, die in aufwändiger Bauweise entstehen soll – gemäß dem Ziel der Brennerautobahn, mit neuen Infrastrukturen architektonische Akzente zu setzen.
Sepp Insam, Brixen: „Modernes Wahrzeichen könnte entstehen“
Ja Wir dürfen im Eisacktal interessante Bauvorhaben und Investitionen dieser Größenordnung nicht mit Falschaussagen und Fehlinformationen verhindern lassen. Die Brücke würde den Steuerzahler keinen Euro kosten, für den Bau müsste kein Grund enteignet werden. In Südtirol haben wir Stahlbau-Betriebe, die solche Arbeiten ausführen – das würde Arbeitsplätze, Wertschöpfung und Steuereinnahmen für unser Land bedeuten. Und: Im Süden von Brixen könnte ein kostenloses, modernes, architektonisches Wahrzeichen entstehen. Die Brennerautobahn gehört dem Staat, nicht dem Land Südtirol. Das Projekt „Brücke“ wurde bereits in das Investitionsprogramm der Brennerautobahn AG aufgenommen, für den Standort Brixen-Süd haben die jeweiligen Landesämter (Urbanistik, Landschaftsschutz und Raumordnung) einstimmig positives Gutachten abgegeben. Eine Verhinderung der neuen Brücke würde in Zeiten der Krise schwerwiegende Folgen für uns alle bedeuten: Das Geld würde anderswo investiert. Wer garantiert in drei oder vier Jahren die notwendige Sanierung der bestehenden Brücke (mit Steuergeldern)? Die Konzession für die Brennerautobahn verfällt 2014, und hat der nächste Konzessionär auch wieder ein so offenes Ohr für das Eisacktal? Die neue Brücke, mit einer Spannweite von 80 Metern, garantiert mehr Sicherheit für den Autoverkehr, da keine Stützpfeiler zwischen Nord- und Südspur sowie neben Ein- und Ausfahrten errichtet werden müssen, und die neuen Gehsteige bieten optimalen Schutz für Mensch und Auto. Ich hoffe, dass dieses Projekt umgesetzt werden kann und nicht verhindert wird, wie so vieles in Brixen. z
Patrick Delueg, Feldthurns: „Ortsbezogene moderne Architektur muss anders aussehen!“ Nein Vorausgeschickt werden muss, dass die Autobahnvollausfahrt Brixen Süd samt geplanter Brücke auf dem Gemeindegebiet von Feldthurns realisiert werden soll. Das Genehmigungsverfahren sieht vor, dass die betroffene Standortgemeinde lediglich eine nicht bindende Stellungnahme abgeben kann. Die Gemeindeverwaltung von Feldthurns hat sich in Bezug auf die Brückenkonstruktion negativ geäußert. Der Bau der Autobahnvollausfahrt samt Lärmschutzwänden ist meiner Meinung nach sinnvoll und notwendig, die architektonische Lösung der zu errichtenden Brücke jedoch unangemessen. Eine Brücke mit einer 57 Meter hohen Bogenkonstruktion ist als weithin sichtbares bauliches Signal in einer Ebene vielleicht sinnvoll, aber in der hiesigen Topografie abzulehnen. Von Süden kommend würde die Brückenkonstruktion den Blick auf die Plose und die Weinberge rund um die Kirche zum Hl. Johannes in Tschötsch, von Norden kommend den Blick auf die Kulturlandschaft der Eisacktaler Talhänge verstellen. Ortsbezogene moderne Architektur muss anders aussehen! Da die Brücke laut Aussage der Brennerautobahn AG unabhängig von der Autobahnvollausfahrt geplant und realisiert werden kann, sollte meiner Meinung nach die architektonische Lösung der Brücke überdacht oder die bereits einmal in Aussicht gestellte Sanierung angestrebt werden. Die Kosten der geplanten Brücke in Höhe von 9 Millionen Euro sind nicht unerheblich. Sofern die Gelder nicht zweckgebunden sind, sollten sie besser für weitere Lärmschutzmaßnahmen entlang der Brennerautobahn ausgelegt werden. z
KRAPFEN
Backen und Grillen mit unseren Geräten gelingt schnell, sauber und hygienisch. Elektrisch oder mit Gasbetrieb erhältlich.
Lechner Gerold
349.8823562
gerold.lechner@virgilio.it
Bahnhofstraße 24 - 39030 Olang
LG design 21
Menschen & Meinungen
Echo
Leser schreiben uns
„Schwarzblaue Planspiele“ Zur „erweiterten Zusammenarbeit“ der SVP mit den Freiheitlichen
Andreas Pichler, Gemeinderat der Grünen Bürgerliste
Die Brixner SVP versucht, die Konfrontation zu wichtigen Zukunftsthemen zu umgehen, indem die Mehrheit von bisher 19 von 30 Gemeinderäten von Fall zu Fall um weitere fünf aufgestockt werden soll, und zwar mit Hilfe der Freiheitlichen. Anstelle schwarzblauer Planspiele in Form einer wie auch immer gearteten „erweiterten Zusammenarbeit“ wäre eine starke gemeinsame Zukunftsvision, die Aufwertung der Rolle des Gemeinderates und eine stärkere Einbeziehung der einzelnen Gemeinderäte und Fraktionen aber vor allem der Bevölkerung im Vorfeld wichtiger Vorhaben zielführender. Dies würde Blockaden schon im Vorfeld verhindern, die Umsetzung wichtiger Vorhaben beschleunigen und die Solidität der Entscheidungsprozesse in unserer Stadt entschieden steigern. Dass dies bisher schon funktioniert hat, zeigen Beispiele wie etwa der Bauleitplan oder der Hofburggarten-Wettbewerb, wo die Bevölkerung eingebunden wurde und welche anschließend auf breite Mehrheiten im Gemeinderat bauen konnten. Eine Konstellation der beliebigen Mehrheitsbeschaffung
22
von Grün bis Blau wäre einem solchen Anliegen nicht nur hinderlich, sondern wohl kaum von der Bevölkerung und den Agierenden selbst gewollt – vor allem aber würde sie den Herausforderungen der kommenden Jahre nicht gerecht, für die sich die Bürger auf eine überzeugte ökologische und soziale Ausrichtung der Stadtregierung verlassen können sollen, wie wir es ihnen 2010 versprochen hatten.
„Alte Ressentiments“ Zum Interview „Vogelstimmen und Froschkonzerte“, „Brixner“ Nr. 280, S. 52
Gregor Beikircher, Vahrn
Das Gespräch im „Brixner“ von Ingo Dejaco mit dem Biologen Andreas Declara über die Maßnahmen zur Verbesserung und zur Ausweitung des Biotops in Milland von heuer im Frühjahr lassen alte Ressentiments hochkommen, weil hier die Tatsache, dass dort vor 25 Jahren beinahe fast gänzlich zur Zerstörung des letzten Restes der Millander Au geführt hätte, gar nicht richtig herüberkommt. Als Ökologische Wache der Autonomen Provinz und gleichzeitig Brixner Gemeinderat ist es mir damals in den letzten Tagen des fernen Februar 1988 im letzten Moment gelungen, den Transport von Abrissmaterial aus Eisenbeton der alten Mozartbrücke in die letzten Feuchtflächen der Millander Au zu stoppen; ein Teil war leider
von einem Subunternehmen der Firma Pana bereits unmittelbar neben der Feuchtfläche im Nußbaumer-Acker deponiert worden, wo schon anderes Material zur Entsorgung lagerte. Und dies geschah, während die 1. Landschaftsschutzkommission am 29. Februar 1988 schon dabei war, den Beschluss zur Unterschutzstellung der letzten 1,5 Hektar großen Fläche zu definieren. Man wollte wahrscheinlich schnell noch vollendete Tatsachen schaffen, bevor es mir mit der damals sehr rührigen Naturschutzgruppe des Bezirks Brixen im Alpenverein gelingen sollte, die letzten Reserven zur Unterstützung für die endgültige Unterschutzstellung des letzten Restbiotopes zu mobilisieren. Ich nahm damals in der Naturschutzgruppe für die Unterschutzstellung die Initiative in die Hand, um mit dem Zefferbauern, Herrn Kerschbaumer in Milland, und vor allem mit den Thalermännern in Sarns, an die sich sonst niemand herangewagt hatte, die Erstverhandlungen über die Verwendung der Grundflächen zu führen, damit das Naturschutzamt in Bozen auf dieser Basis dann auch weiterarbeiten konnte. Hugo Wassermann stand mir damals beim Zefferbauern hilfreich zur Seite, zu den Thalermännern musste ich alleine hingehen. Der damalige Notar Donà besaß auch eine kleine Fläche dort in der Millander Au, die er der Naturschutzgruppe Brixen dann geschenkt hat, wobei wir diese sofort über den Alpenverein Brixen an das Naturschutzamt Bozen weitergaben, weil wir als Naturschutzgruppe ja der Alpenvereinssektion Brixen unterstan-
den. Das Land hat dann erwirkt, dass dem Bürgermeister Zeno Giacomuzzi bereits am 3. März von der Firma Pana eine dringende schriftliche Erklärung zu dem Fall vorgelegt werden musste; bereits am 7. März 1988 wurde vom Bürgermeister die unmittelbare Entfernung des gesamten Materials aus der Millander Au verfügt. Auf diese Weise gelang es uns, dass am 17. März 1988 ein vollständig definierter Beschluss der 1. Landschaftsschutzkommission zur Unterschutzstellung der Restfläche von 1,5 Hektar Feuchtbiotop der Millander Au unter Punkt 11 der Tagesordnung dem Gemeinderat Brixen zur Stellungnahme und Beschlussfassung vorgelegt werden konnte. Wenn nun beim heurigen Eingriff in diese kleine Fläche in Zusammenarbeit mit der Abteilung Wasserschutzbauten unter der Leitung von Amtsdirektor Alexander Pramstraller und Geometer Andreas Vettori vier bestehende Tümpel vertieft und zehn neue ausgehoben worden sind, so ist dies durchaus nicht ein vermessenes Unterfangen, sondern vielmehr nur ein winzig kleiner Ausgleich zu dem, was in den Jahren vor der Unterschutzstellung an ökologischem Lebensraum zerstört worden ist.
Liebe Leserin, lieber Leser, schreiben Sie Ihre Meinung zu den Themen in diesem „Brixner“ - bitte unbedingt mit Angabe Ihrer Adresse und Telefonnummer: Redaktion „Brixner“, Brenner straße 28, 39042 Brixen Leserfax: +39 0472 060201 E-Mail: echo@brixner.info
Umfrage
Angst vor Hochwasser? Fotos: Oskar Zingerle
Die Hochwasserkatastrophe in Deutschland regt zum Nachdenken an. Laut Gefahrenzonenplan könnte auch Brixen vom Hochwasser gefährdet sein. Wir haben uns umgehört, ob die Brixner sich vor einem eventuellen Hochwasser fürchten.
„An einigen Stellen in Brixen ist das Flussbett effektiv etwas schmal“, sagt Flora Müller Lutteri. „Ich habe zwar keine Angst vor einem Hochwasser, aber wenn man sich die Niederschläge in letzter Zeit ansieht, könnte es hie und da doch gefährlich werden. Ob das Flussbett solchen gewaltigen Wassermengen standhalten würde, ist fraglich“.
„Ich wohne hier in der Stadt, habe aber trotzdem keine Angst vor Überschwemmungen“, so Markus Hafner. „Ehrlich gesagt habe ich darüber noch gar nie nachgedacht. Die Altstadt wäre vielleicht, wenn das Wasser wirklich kommen sollte, in größerer Gefahr – aber glaube nicht, dass es bei uns ein solches Ausmaß erreichen könnte wie in Deutschland. Die richtigen Maßnahmen würden von den Zuständigen sicher rechtzeitig ergriffen werden“.
„Da ich in Kranebitt und nicht in der Stadt wohne, habe ich mir diesbezüglich noch keine Gedanken gemacht. Aber natürlich könnte es eventuell für die Altstadt gefährlich werden. Es wurden doch schon einige Verbauungen beim Flussbett vorgenommen; somit denke ich, das Brixen nicht in Gefahr ist. Angst vor Überschwemmungen habe ich eigentlich keine“, so Martina Putzer.
Veronika Wiesthaler hat keine Angst: „Ich denke, mit etwas Intelligenz und Vorausschau kann man einer solchen Katastrophe entgehen. Durch die Altstadt fließt nur der Eisack; schlimmer ist es, wenn mehrere Flüsse mit großen Wassermengen aufeinandertreffen. Ich glaube nicht, dass Brixen in Gefahr wäre, da man durch die Verbauungen das Wasser doch im Griff haben sollte.“
„Man redet vom Jahrhunderthochwasser, aber ich glaube da nicht daran. Sicher gibt es in Brixen einige gefährdete Stellen, aber die Gemeinde ist da gut organisiert und hat alles im Griff. Generell glaube ich nicht, dass Brixen hochwassergefährdet ist – ich hoffe das zumindest. Besonders oft hat man auch in Vergangenheit nicht von einem Hochwasser gehört“, sagt Carmen Declara.
Berta Rott erinnert sich noch an die Geschichten ihres Vaters: „Er hat mir oft vom Hochwasser in Brixen erzählt. Der Eisack ist damals über die Ufer getreten. Ich weiß, dass es einige gefährliche Stellen hier in Brixen gibt. Da ich in Kranebitt wohne, bin ich zwar außer Gefahr, aber ich bin überzeugt, dass auch die Altstadt durch die Maßnahmen, die in Vergangenheit ergriffen wurden, nicht wirklich gefährdet ist.“
„Logisch kann es gefährlich werden, wenn wirklich mal richtig große Wassermengen daherrauschen“, sagt Christine Hinteregger. „Es wurde aber auch einiges zur Sicherheit in dieser Hinsicht getan, somit glaube ich nicht wirklich, dass Brixen in Gefahr ist. Ich kann mich allerdings erinnern, dass vor einigen Jahren bei der Widmannbrücke besonders viel Wasser im Fluss war. Da wurden rechtzeitig Maßnahmen ergriffen“.
Josef Prader hat keine Angst vor Hochwasser oder Überschwemmungen: „Sicher wäre es insbesondere in der Altstadt ein Problem. Immerhin liegt dieser Stadtbereich tiefer als der Fluss. Vielleicht würde ich mir nicht gerade die Zone Adlerbrücke oder Stufels zum Wohnen aussuchen, aber eigentlich bin ich überzeugt, dass die Zuständigen das alles recht gut im Griff haben und eventuell rechtzeitig eingreifen könnten.“ 23
SPRACHWISSENSCHAFT
Kunst & Kultur
„Hohes Maß an Verstehen“ Frau Risse, Sie haben eingehend die sprachliche Situation in Südtirol in Zusammenhang mit den politisch-gesellschaftlichen Gegebenheiten analysiert und diese in einem Buch zusammengefasst. Welche zentrale These hat sich herauskristallisiert? STEPHANIE RISSE: Nachdem ich hier in Brixen seit vielen Jahren lebe – zuvor habe ich viel in Osteuropa gearbeitet – und Slawistin, nicht Romanistin bin, habe ich mir überlegt, wie man die verwobene politisch-juristische Situation in Südtirol mit der sprachwissenschaftlichen verbinden kann. Insofern war es gar nicht so einfach, einen sprachtheoretischen Zugang zu gewinnen, und ich versuchte
Identität und Sprache hängen stets eng zusammen. Ist in Südtirol, wo man sich offiziell zu einer Sprache zugehörig erklären muss, dieser Zusammenhang und damit auch die Zughörigkeit zu einer bestimmten Gesellschaftsgruppe noch prägnanter im Vergleich zu anderen Ländern? In Südtirol ist dieser Zusammenhang zwischen Sprache und Identität sicher zentral. Neben persönlichen Aspekten wie Geschlecht, Beruf oder Charaktereigenschaften spielt die Sprachzugehörigkeit hier sicher eine wesentliche Rolle – man trägt über seine Sprache auch entscheidend seine Identität nach außen. Für die
Italienischen gar keinen eigenen Dialekt – der italienische Dialekt beginnt im Trentino, und absurderweise wird dies den italienischsprachigen Südtirolern fast schon zum Vorwurf gemacht. Bei den deutschsprachigen Südtirolern hingegen wird der eigene Dialekt stark behauptet; so stark, dass man sich nicht einigen könnte, einen gemeinsamen Südtiroler Dialekt zu haben. Wenn ich meinen Studenten den Vorschlag mache, wir könnten den Südtiroler Dialekt doch vereinheitlichen, verschriftlichen und kodifizieren, so ist die größte Sorge nicht jene, dass man damit den Kontakt zum deutschen Sprachraum verliert, sondern jene, dass sich die Pusterer nicht mit den Vinschgern oder Sarnern einigen
„In Südtirol ist der Zusammenhang zwischen Sprache und Identität sicher zentral“_ Stephanie Risse, Sprachwissenschaftlerin dies, pragmatisch anzugehen. Die zentrale Aussage ist nun eine relativ einfache, die mich aber selbst überrascht hat: Klassischerweise geht man davon aus, dass verschiedene Sprachen und Kulturen ein Missverstehen oder schlechtes Verstehen verursachen. Hier in Südtirol, wo diese Sprachen institutionalisiert sind, finden wir jedoch ein hohes Maß an Verstehen der verschiedenen Sprachen, und dies aufgrund der gemeinsamen kulturell-gesellschaftlichen Basis. Und in diese Basis schraubt sich ganz seltsam der Südtirol-Konflikt, aber der ist Alltag. 24
deutschsprachigen Südtiroler ist dabei der Dialekt und nicht das Standarddeutsche ausschlaggebend; den Dialekt kann man auch nicht aufheben. Spielt der Dialekt demnach bei den deutsch- und italienischsprachigen Südtirolern eine wichtigere Rolle als in anderen Sprachen? Sowohl das Deutsche wie das Italienische sind zwei sehr stark dialektal aufgefächerte Sprachen, die sich aus Dialekten entwickelt haben. In Südtirol gibt es im
können – und die Bozner sprechen sowieso ganz etwas anderes. Dies ist allerdings nur die eigene Wahrnehmung: Linguistisch betrachtet stammen die Südtiroler Dialekte alle vom Bayerischen ab, mit ein paar alemannischen Einsprengseln beispielweise im Vinschgau oder im Kastelruther Raum. Diese Wahrnehmung, dass die einzelnen Dialekte alle furchtbar weit voneinander entfernt sind, stimmt also gar nicht. Dennoch hat „der Südtiroler“ häufig ein gespaltenes Verhältnis zum Dialekt und zur Standardsprache,
Foto: Oskar Zingerle
STEPHANIE RISSE, Sprachwissenschaftlerin an der Freien Universität Bozen und seit Jahren in Brixen wohnhaft, über den Zusammenhang von Sprache und Politik in Südtirol, wer mit „Er“ im politischen Alltag gemeint ist, und ob sich Deutsche und Italiener sprachlich nun verstehen oder nicht.
in dessen Anwendung er sich nicht kompetent oder sicher genug fühlt. Meinen Beobachtungen nach gehen die Bayern oder Österreicher damit wesentlich entspannter um, auch bei öffentlichen Redeanlässen oder im Fernsehen. Bräuchten wir mehr Gelassenheit beim Sprechen? Absolut – ich finde es für die Südtiroler selbst wahnsinnig anstrengend, sich selbst so unter Druck zu setzen und stets perfekt sprechen zu wollen. Das politische Moment spielt da eine wesentliche Rolle: Zweisprachigkeit ist immer ausgelegt auf Perfektion, man muss alle Sprachen perfekt sprechen: den Dialekt – wo es ja klappt –, dann das Standarddeutsche
„Der politische Raum ist par excellence jener, wo Einsprachigkeit herrscht: Da wird übersetzt, da muss keiner die andere Sprache können“ _ Stephanie Risse
und das Italienische. Diese Ansprüche trägt aber niemand von Außen an die Leute heran, man macht sie sich selbst. Allerdings: In keinem mehrsprachigen Land der Welt kann man von Perfektion ausgehen, das funktioniert so nicht. Es spielt zudem eine wesentliche Rolle, mit wem ich mich messe: Mit Schauspielern und der ZDF-Moderatorin Marietta Slomka, die allesamt Profis sind? Oder orientiere ich mich an meine kommunikativen Bedürfnisse im Alltag – und wenn ich da das Standarddeutsch kaum brauche, dann brauche ich es halt nicht. Wenn ich es trotzdem besser beherrschen möchte, kann ich nur eines dazu sagen: Leute, dann müsst ihr es eben lernen,
da hilft kein Jammern. Ich sehe das ganz pragmatisch: Kommunikation funktioniert dann, wenn das alltägliche Leben in allen Bereichen klappt – und das tut es ja hier in Südtirol. Wenn die Südtiroler sprachlich irgendetwas nicht bewältigen könnten, wäre längst schon alles zusammengebrochen. In Ihrem Buch haben Sie sich weiters intensiv damit auseinandergesetzt, wie die politische Kommunikation in Südtirol funktioniert. Verstehen wir Deutsche und Italiener uns nun im sprachlichen Sinne, oder doch nicht? Der politische Raum ist par excellence jener, wo Einsprachigkeit herrscht: Da wird übersetzt, da
muss keiner die andere Sprache können. Und trotzdem: In einer Sitzung des Gemeinderats von Bozen, in einer angespannten Diskussion rund um das Siegesdenkmal, gab es Momente der gelungenen Zweisprachigkeit, die eigentlich so gar nicht sein dürften. Selbst im höchsten Eifer des Gefechts finden zweisprachige Momente statt. Es ist dabei festzuhalten, dass beim Recht der Verwendung der eigenen Sprachen auch die juristische Relevanz eine wichtige Rolle spielt: Juristisch hat man hier sofort einen Hebel zur Hand und kann rekurrieren, wenn einem beispielsweise ein Sprachzettel in der falschen Sprache ausgestellt wird. Dies macht die Sache immer wieder brisant.
Der Brixner Gemeinderat kann nicht auf die Simultanübersetzung seiner Sitzungen verzichten. Spielt dabei Ihrer Meinung nach auch das Beharren auf sein Recht, die eigene Sprache sprechen zu können, mit eine Rolle? Ist es mehr ein politisches Statement als eine Notwendigkeit? Das Sprachenkönnen oder -nichtkönnen ist immer auch eine politische Geste. Es hat aber auch andere Gründe: Man möchte eine Übersetzung, weil man komplexe Aussagen in der anderen Sprache dann doch nicht versteht. Es kann durchaus vorkommen, dass beispielsweise deutschsprachige Räte behaupten, sie würden alle Äußerungen in der anderen 25
Kunst & Kultur
Sprache verstehen, dies dann aber nicht der Fall ist. Manchmal ist ihnen das Nichtverstehen auch egal, weil sie es gar nicht verstehen müssen und sich hinter einer Mehrheit verstecken können – das führt dann zu einem bewussten Nichthinhören. Und was nicht zu vergessen ist: Die Ratsmitglieder einer Gemeinde kennen sich meist bereits seit Jahrzehnten; das führt dann dazu, dass man sagt „Mein Gott, jetzt redet der schon wieder, jetzt schalte ich ab.“ Auf welche sprachlichen Barrieren sind Sie gestoßen, als Sie nach Brixen kamen? Da habe ich viele Aussagen zunächst nicht verstanden – und dies nicht, weil ich das Deutsch oder den Dialekt nicht verstanden hätte, sondern weil mir die Bezugspunkte fehlten. Wenn mir damals jemand gesagt hat, „Do muasch holt noch Bozen einifohrn“, war
Steckbrief Stephanie Risse, geboren 1968 in München, studierte Slawistik, Deutsch als Fremdsprache, Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Finnougristik, promovierte in Sprachtheorie und Angewandter Sprachwissenschaft, ist Professoressa aggregata für deutsche Sprache an der Fakultät für Bildungswissenschaften der Freien Universität Bozen; ist zudem freie Journalistin, Projektmanagerin (Russland, Balkan), war tätig für die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit giz, Europäische Akademie Bozen, Deutscher Bundestag, OsteuropaInstitut München.
mir unklar, was damit gemeint ist. Südtiroler kennen jedoch dieses indirekte Ansprechen auf eine politische Handlungspraxis und wissen, was damit gemeint ist, auch wenn man dies in keinem Wörterbuch nachschlagen kann. Ein Missverstehen beruht in diesem Fall nicht auf sprachliche Inkompetenz, sondern auf kulturelle Unterschiede. Sätze wie diese versteht jeder italienischsprachige Südtiroler, der hier aufgewachsen ist; ich aus München habe dies aber nicht verstanden, und daraufhin habe ich mich in dieser Thematik weiter vorgetastet. Im Buch habe
aus Deutschland und Österreich tendierten hingegen zu Reinhold Messner oder Silvio Berlusconi. Wäre dies in Deutschland nicht auch der Fall – beispielsweise, dass man im politischen Alltag mit „Sie“ automatisch Kanzlerin Angela Merkel meint? Darüber habe ich auch lange nachgedacht, ich habe ja viele Jahre in der deutschen Innenpolitik gearbeitet – und wenn man sich im Kanzleramt oder Ministerium befindet und man spricht von „ihr“, ist es relativ klar, dass damit die Kanzlerin
Die Migration ist klarerweise eine Herausforderung, wobei die Zahl der Zuwanderer hier ja wirklich sehr gering ist. In München hat beispielsweise jeder Dritte einen anderen sprachlichen Hintergrund, und es ist trotzdem relativ entspannt. In Südtirol wird man darauf achten müssen, dass es zu keiner Ghettobildung kommt. Eigene Schulen für Migranten sind also kein besonders sinnvoller Vorschlag...? Einzelne Schulen für Migranten sind nicht nur aus politischer Sicht,
„Ich plädiere für mehr Gelassenheit im Alltag: Wir sollten nicht darauf beharren, perfekt sprechen zu müssen“_ Stephanie Risse, Sprachwissenschaftlerin ich dann das Beispiel der Haushaltsrede vom Landeshauptmann des Jahres 2000 herangenommen, wo er selbst ironisch zitiert, wie die Menschen über ihn sprechen... Er ist „Er“... Genau, – und dies ist grammatisch total spannend. Beim Pronomen „er“ müsste man einige Sätze vorher oder nachher erwähnen, wer dies ist, also den Namen nennen. Im politischen Alltag kann man jedoch mit „Er“ über den Landeshauptmann sprechen, und jeder weiß, wer damit gemeint ist. Mit meinen Studenten habe ich dies getestet: Ich habe ihnen den Satz „Jetzt versteht er es auch, das politische System in Südtirol ist nicht zu halten“, den Durnwalder selbst gesagt hat, isoliert vorgelegt. Alle einheimische Südtiroler, ob deutsch, ladinisch oder italienisch, wussten sofort, um wen es sich handelt. Die Studenten
gemeint ist. Aber außerhalb davon gibt es diese Klarheit nicht mehr – dann könnte es beispielsweise auch die Ministerin Ursula von der Leyen sein. Trotz der Sichtbarkeit von Angela Merkel wäre dieses „Sie“ also nicht so eindeutig zuzuordnen wie es hier in Südtirol der Fall ist. Man verwendet in Deutschland dann eher Spitznamen, für Merkel beispielswiese „Mami“, oder Joschka Fischer nannte man „GV“ für Gottvater. Neben den drei Sprachen Deutsch, Italienisch und Ladinisch werden wir in Zukunft vermehrt auch die Sprachen der Migranten in der Kommunikation zu berücksichtigen haben. Führt dies zu einer Verschärfung des Sprachenkonfliktes? Ich denke nicht. Wir haben in Südtirol eine stabile Situation mit stabilen mehrsprachigen Sprechern.
sondern auch vom Spracherwerb her gesehen völlig kontraproduktiv. Gerade bei Kindern und Jugendlichen ist es wichtig, dass sie viel sprachlichen Input in Alltagssituationen erhalten – wir nennen dies den ungesteuerten Spracherwerb, beispielsweise beim Einkaufen, beim Sport in Vereinen, in der Schulpause und so weiter. Schneidet man die Migranten zusätzlich von diesen Möglichkeiten ab, erzielen sie beim Spracherwerb deutlich schlechtere Ergebnisse. Der Aufwand für die Mehrsprachigkeit ist ein sehr hoher: Wir haben getrenntsprachige Medien, getrenntsprachige Publikationen und so weiter. Ist dies sinnvoll, oder gäbe es auch Alternativen? Wenn immer alles zweisprachig ist, ist dies von der sprachökonomischen Sicht praktisch: Jeder sucht sich seine Sprache, weil er diese
Brennerstraße 52, Brixen · Tel. 0472 835 638 info@garage-gasser.it
Mit uns bleibt Ihr Fahrzeug fit und in Form.
• Karosserie • Autowerkstatt • Reifenservice 26
Foto: Oskar Zingerle
Stephanie Risse: „Der Aufwand für die Dreisprachigkeit ist ein sehr hoher, aber auch beispielgebend für Europa“
–––––––
leichter versteht. Der Aufwand für diese Dreisprachigkeit ist in Südtirol schon sehr hoch, aber er ist für Europa auch beispielgebend und hat seinen Wert. Trotzdem sind andere Modelle von Mehrsprachigkeit durchaus sinnvoll: In der Eurac beispielsweise wird die rezeptive Mehrsprachigkeit gepflegt, die auch in weltweiten Konzernen stark propagiert wird: Dabei spricht jeder in der Sprache, die ihm genehm ist, und in den anderen Sprachen hat man eine passive Sprachkompetenz, die leichter zu erwerben ist. Dies senkt enorm den Stress, gleich in der anderen Sprache antworten zu müssen. Ich plädiere wirklich für mehr Gelassenheit im Alltag: Wir sollten nicht darauf beharren,
perfekt sprechen zu müssen. Beispielsweise spreche ich immer noch ein Straßenköter-Italienisch – unter anderem auch deswegen, weil ich mich hier mit der deutschen Sprache überall verständigen kann. Mir kommt dabei klarerweise zugute, dass ich eine Migrantin bin, das ist entspannender: Ich werde nicht gleich in die politische Sprache reingedrückt, die Italiener sprechen bei mir leichter auf Deutsch drauflos, weil sie nicht den Druck verspüren, dass sie die Sprache eigentlich sehr gut beherrschen möchten.
doris.brunner@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
info Sieg und Frieden – Zum sprachlichen und politischen Handeln in Südtirol/Sudtirolo/ Alto Adige
Mozzarella laktosefrei Die bekömmliche Art des gesunden Geschmacks. Mit dem neuen Brimi Mozzarella laktosefrei (enthält < 0,10 % Laktose) ist es nun auch laktoseintoleranten Menschen möglich, wieder beschwerdefrei köstlichen italienischen Frischkäse zu genießen. Er ist ideal zu Salaten und in der modernen Küche vielseitig verwendbar. Starten Sie in den Sommer mit dem besonders leicht verträglichen Mozzarella von Brimi! 100 % Milch aus Südtirol!
Studien Deutsch, hrsg. v. Konrad Ehlich und Angelika Redder, Band 41. 2013, 226 Seiten Wer ist „er“ in der aktuellen Südtiroler Politik? Was bedeutet die Äußerung: „Wenn du etwas brauchst, musst du früh morgens nach Bozen fahren“? Warum ist „das Land“ ein Schlüsselbegriff in der politischen Kommunikation Südtirols? Diesen und weiteren Fragen geht Stephanie Risse, Professorin an der Freien Universität Bozen, in ihrem jüngst erschienenen Buch nach. Es handelt sich um eine sprachwissenschaftliche Arbeit, die interdisziplinär angelegt ist und daher unter einer breiten Perspektive auch historische, politische und juristische Aspekte der jüngeren politischen Diskussionen berücksichtigt. Im Fokus der Analyse steht die Sieges-Friedensplatz-Debatte von 2001: Die Konfliktlinien und Argumentationen werden ebenso dargestellt wie die überraschend häufigen Befunde von gelungenen zweisprachigen Dialogen.
Milchhof Brixen - www.brimi.it
27
Eisacktaler Sagen auf youtube z Eine ziemlich ausgefallene Idee haben sich Theodor Reiserer und Harald Kastlunger einfallen lassen. Reiserer hat an die 130 Videos auf youtube hochgeladen, wo sich der namhafte Brixner Künstler Kastlunger von einer ganz neuen Seite zeigt: Er hat sich auf das Erzählen von Eisacktaler Sagen verlegt, die er in einem erklärenden Video als „Phantastischen Realismus“ deklariert. Fabuliert wird im breitesten
Dialekt, gespickt mit deftigen Ausdrücken, so dass die PC-Kids endlich erfahren, dass der Nachttopf unterm Bett eine „Fetzkåchl“ ist. Auch wenn die Zielgruppe Kinder sein sollen, ist manch „glühende“ Anspielung wohl eher für die reifere Generation bestimmt. Garniert werden die Geschichten mit mindestens ebenso fantastischen Bildern, jene für den „gehobenen Anspruch“ (so der Meister) sind
erotisch angehaucht und sollen die Männerfantasien beflügeln. Die Qualität der Videos lässt oft zu wünschen übrig, reinschauen kann man trotzdem. Schräg! ird
K&K Kunst & Kultur
MUSIK
Foto: Giacomo Flaim
Kunst & Kultur
DIVERSES
Betörend,YO! z Julian Angerer, Niki Comploj, Nora Pider, Alexander Duml, Bernie Busetti und Armin Ladinser sind nicht nur Brixner und enge Freunde, sie sind seit dem Jahr 2010 auch „The Artificial Harbor“ (TAH) – und als diese wissen sie, ihre Zuhörer zwischen Wien, wo ein Teil von ihnen lebt, und Südtirol zu begeistern. Emotionsgeladene Songs zwischen Indie und Folk, mehrstimmige Gesänge, psychedelisch-mystische Klänge, eingängige Melodien, unerwartete Wendungen: TAH bewegt sich auf etwas anderen Musikwegen, besticht durch Authentizität und
kurz
notiert
28
vermag es, live eine ganz besondere Stimmung zu schaffen, welche die Zuhörer in ihren Bann zieht. Der Erfolg bleibt bei diesen Voraussetzungen nicht aus: Die Fangemeinde vergrößert sich ständig, und die Band erhält zunehmend Einladungen zu großen Festivals, wobei der Höhepunkt wohl das Konzert auf der FM4-Bühne am Donauinselfest 2011 war, wo TAH zudem beim „Magic Life Rock The Island Talent Contest“ gegen 200 Bands aus ganz Europa zum Sieger gekürt wurde. Und die nächste Kür folgte vor Kurzem: Beim grenzüberschreitenden
Um junge Leute zwischen elf und 16 Jahren zum Lesen zu animieren, startet die Sommer-Leseaktion „lesamol“. Unter 20 Büchern können die Jugendliche eines oder mehrere auswählen, lesen, auf www.lesamol.com ihre Bewertung abgeben und damit Sachpreise gewinnen. Die Bücher sind in den Bibliotheken auszuleihen.
Musikwettbewerb „Upload Festival“ für Musiker unter 30 Jahren, der Mitte Juni in Bozen und Trient ausgetragen wurde, schaffte es die Band auf Platz Zwei. Zum Reinhören: Der aktuelle Song „Summer, YO!“ kann in der Multimedia-
Version des Brixner angehört und auf www.theartificialharbor.com heruntergeladen werden. Zum Zuhören: Der nächste Auftritt von TAH findet am 13. Juli bei Festival „Rock im Ring“ am Ritten statt. db
Der Filmclub Brixen lädt wieder zum Sommerkino unter freiem Himmel, wie gewohnt montags um 21.30 Uhr im Hofburggarten; Eingang gegenüber des Postamtes und mit freiwilliger Spende als Eintrittsgebühr. Lediglich der erste Film „Django Unchained“ wird in der Festung Franzensfeste gezeigt.
„Weiße Bilder“ nennt sich die Ausstellung von Margot Christandl im Psychologischen Dienst in Brixen. Sich des Materials Ton bedienend, zeigt die Künstlerin eine sehr persönliche Auseinandersetzung mit den Themenkreisen Berühren, Widerstand und Grenzen.
NACHGEFRAGT
„Mini-Biennale in der Festung“ HARTWIG THALER, künstlerischer Leiter der großen Übersichtsausstellung „50x50x50 artSüdtirol“ in der Festung Franzensfeste, über das Konzept der Veranstaltung, die am 13. Juli eröffnet wird.
Bleibt es beim Konzept „Südtiroler Künstler der mittleren Generation“?
Das Konzept hat sich wirklich bewährt. Es werden auch heuer wieder Künstler im Alter zwischen 30 und 60 Jahren eingeladen, die ein gewisses Curriculum vorweisen können und möglichst international tätig sind. Wie der Titel besagt, werden etwa 50 Kunstschaffende in 50 Räumen an 50 Tagen ihre Werke präsentieren, die sie unentgeltlich zur Verfügung stellen. Im Gegenzug erfahren sie durch diese Ausstellung beträchtliche Aufmerksamkeit, die ihren Bekanntheitsgrad steigert. Alle Künstler müssen einen Südtirol-Bezug haben, entweder hier geboren sein oder hier leben und arbeiten.
Wenn Sie am 13. Juli Eröffnung feiern, können Sie wieder auf den Verein Oppidum als Unterstützer zurückgreifen? Ohne den Trägerverein Oppidum käme die Initiative wohl schwerlich zustande, denn sie steht und fällt mit der finanziellen Unterstützung aus der Privatwirtschaft und den freiwilligen Helfern des Vereins. Dem Präsidenten Thomas Klapfer obliegen rechtliche Aufgaben und die Kontakte mit unseren Sponsoren. So ergibt sich ein erprobtes Gesamtkonzept, das gute Zukunftsaussichten hat.
Foto: Oskar Zingerle
Herr Thaler, wird „50x50x50“ nun als Fixpunkt im Kulturprogramm der Festung im ZweiJahres-Rhythmus ausgetragen? Schon 2011 trugen wir uns mit der Absicht, eine Übersichtsschau von der aktuellen Kunstszene in Südtirol alle zwei Jahre zu initiieren. Nachdem die Öffentlichkeit das Unterfangen positiv aufgenommen hat und die Idee auf breiten Konsens auch bei den Künstlern gestoßen ist, stand der Wiederaufnahme der „kleinen Biennale“ nichts mehr im Wege.
irene.dejaco@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
„Unzapft isch!“ EINFACH, SCHNELL UND LANGE KÜHL! Hasen-Bräu Kühlfass 20 lt. mit Zapfgerät Der praktische Tipp fürs Zapfen ohne Kühlung und ohne Technik mit bayrischem Anschlag von der Hasen-Brauerei aus Augsburg! Ohne Aufwand an jedem Ort ein perfekt gekühltes Bier!
Grillabend mit verschiedenen Fischspezialitäten
Trattoria
am Freitag, 12. ab 19.30 Uhr Öffnungszeiten | Donnerstag bis Sonntag mittags 11.30 – 14.00 Uhr abends 17.30 – 22.00 Uhr
www.graphic-kraus.eu
Jetzt erhältlich bei Martin’s Getränkemarkt · Brixen · Brennerstraße 50/A · Tel.: 0472 060543
Juli
Tischreservierung erwünscht Tel. 0472 765 651
HOTEL RESTAURANT ZOLL | 39049 Sterzing | Ried 30 | Tel. +39 0472 765 651 | www.hotel-zoll.com | info@hotel-zoll.com 29
NEU IM REGAL Das Kind im Mann/in der Frau Extravagante Harfenklänge z Bei der Namensgebung der „Also sprach Zarathustra“ von
Kunst & Kultur
DIVERSES
Fachschule für Wirtschaft, Grafik und Kommunikation und der Oberschule für Soziales hatten sich die Erben der herausragenden Brixner Pioniere ausbedungen, dass „Julius und Gilbert Durst“ Synonyme für Innovation und Kreativität sein sollten. Diesen Leitspruch hat sich die Schule seit jeher auf die Fahnen geschrieben und mit zahlreichen Aktionen und Projekten untermauert. Eine jener Initiativen, die besonders Anklang findet, ist der jährlich ausgeschriebene Fotowettbewerb der Schülerzeitschrift „Tarantel“ unter der Federführung von Markus Hellweger. Das Thema der heurigen Ausstellung lautete „Das Kind im Mann/in der Frau“, nach einem Zitat aus
Friedrich Nietzsche, wo es heißt „Auf, ihr Frauen, so entdeckt mir doch das Kind im Manne“. Ganz im Sinne der Chancengleichheit machten sich boys and girls auf die Suche nach ihrem geheimen Spieltrieb und konnten ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Eine gestrenge Jury bewertete die Arbeiten nach Idee, Umsetzung und Technik und kürte die Arbeit der Schülerin Noemi Tosti zum Siegerbild. Die Fotos sind bis Ende Juni in der Schulbar „vis@vis“ ausgestellt. ird
Barbara Plattner Ramoner, Jahrgang 1983, beherrscht eine Vielzahl von Instrumenten, darunter auch die Harfe. Neben klassischer und moderner Musik spielt die Brixnerin darauf auch gerne echte Volksmusik, häufig zusammen mit ihrem Ehemann Philipp Ramoner an der Ziehharmonika, und wirkte bei verschiedenen Tonträgeraufnahmen, Radio- und TV-Sendungen mit. Nun hat Barbara Plattner Ramoner ihre dritte Soloharfen-CD mit dem Titel „Extravagant II“ eingespielt: Zu hören ist darauf ein buntes Potpourri von klassischen Stücken, Volksmusik, Kompositionen von Herbert Pixner und von Philipp Ramoner – unter anderem das „Baltikuss“, das Barbara Plattner Ramoner mit Franz Posch bei einer Aufzeichnung
Barbara Plattner: Extravagant II Tonaufnahme: Dieter Schaborak
von „Mei liabste Weis“ gespielt hatte. Die CD kann bei Barbara Plattner Ramoner (www.harfe.it) bestellt werden, die einzelnen Titel sind auch auf iTunes im Internet erhältlich.
BEI KANALVERSTOPFUNGEN SCHNELL ZUR STELLE!
Tel. 0472 546178
wohnraum modern
WIR REINIGEN UND ENTSORGEN
• Kanäle • Klärgruben • Fettabscheider • verschiedene Schlämme WEITERE DIENSTLEISTUNGEN:
• Tief- und Hochbau • Rohrvortriebe u. Mikrotunneling • Mikropfahl- u. Hangsicherungsarbeiten • Grundierungen • Spritzbeton • Kanalreinigung u. Klärgrubenentleerung • Bau und Verkauf von Wohnungen Innentischler & Treppenbauer Brixen - Burgfrieden 12 Tel. 0472 832 044 www.putzerbrixen.it info@putzerbrixen.it
30
Klapfer Bau GmbH Handwerkerzone 9 Terenten Tel. 0472 546178 info@klapfer.com www.klapfer.com
KUNST
Stockners Schalen in Köln und Hannover z Schalen des Brixner Kunstschmieds Laurenz Stockner sind derzeit in zwei Kunstausstellungen in Deutschland zu sehen – zum einen im Kolumba Museum in Köln, zum anderen in der „Handwerksform Hannover“. Das Kolumba Museum ist ein renommiertes Kunstmuseum in kirchlicher Trägerschaft, das jenseits aller Sparten Kunst umfassend darstellt. Es verfügt unter anderem über ein umfangreiches Werkkonvolut des amerikanischen Künstlers Paul Thek (1933-1988), dessen Hauptwerke nun in der Jahresausstellung „Art
is Liturgy – Paul Thek und die Anderen“ zum ersten Mal öffentlich ausgestellt werden und dabei in Dialog mit anderen Sammlungsexponaten treten, unter anderem mit Werken von Joseph Beuys oder Michael Buthe. Ein Exponat der Ausstellung, eine Schale aus Prettauer Kupfer (2009, verhüttet, geschmiedet, getrieben), stammt dabei von Laurenz Stockner und wurde vom Kolumba für seinen Museumsbestand angekauft. „Die Ausstellung ist derart konzipiert, dass die Objekte ohne Angabe von Künstlernamen miteinander in Beziehung gesetzt werden, quer über
die Entstehungsjahre und Herkunft der Objekte hinweg“, erläutert Laurenz Stockner, „alle Exponate sind lediglich mit Nummern versehen, sodass der Besucher diese unvoreingenommen auf sich wirken lassen kann.“ Weitere Objekte von Stockner sind derzeit auch in der Jubiläumsausstellung „Fünfzig“ der Handwerksform Hannover zu sehen, einer europäischen Plattform für zeitgenössisches Kunsthandwerk und Design. Die Ausstellung wählte hierfür Exponate aus, die
sich durch eine hohe handwerkliche und ästhetisch reflektierte Produktqualität auszeichnen, in ihrer inhaltlichen Aussage innovativ sind und einen Beitrag zur Weiterentwicklung der angewandten Kunst leisten. Im Bild: Schale von Laurenz Stockner im Kolumba Museum Köln, im Hintergrund das Werk von Jannis Kounellis; Tragedia civile, 1975, blattvergoldete Wand, Garderobenständer, Hut, Mantel, Öllampe. db
der Benutzer sichtbar zu machen. Hannes Vonmetz Schiano spannt eine reflektierende Folie vor die Leinwand und simuliert damit eine fantastische Dimension hinter der Realität. Rüdiger Witcher zeigt Fotos aus dem Familienalbum zur Zeit des Faschismus bis in die 70er Jahre, die er für den Nostalgieeffekt mit Silbergelatine und verwischenden Pinselstrichen bearbeitet. Piot Brehmer gibt mit „Tischarbeiten“ Einblicke in sein visuelles Tagebuch, Stefano
Cagols Video beinhaltet eine Aktion gegen die umstrittenen Stahlwerke Ilva in Tarent, wo er gemäß der etymologischen Wortbedeutung funkelnde Gegenstände sammelt als Protest gegen die todbringende Asche. Marco Pietracupa setzt Zeichen mittels ungewöhnlicher fotografischer Elemente, und Valentina Miorandi stellt mit ihren „Turning tables“ die Partizipation in der Kunst in den Mittelpunkt. ird
AUSSTELLUNG
Cinescope im Astra z Ende Mai fanden in Brixen zum dritten Mal die Tage der Nachhaltigkeit unter dem Motto „Die Kunst der Freiheit“ statt. Als Rahmenveranstaltung besetzte das Open City Museum das ausrangierte Astra-Kino mit mehreren künstlerischen Positionen zum Begriff der Freiheit. Das interkulturelle Museumsprojekt nach einer Idee von Martha Jiménez Rosario sieht die Kunst als Instrument für gesellschaftliche Entwicklung und reflektiert über Museen und öffentliche Räume als Orte der Begegnung und des Dialogs. Im Astra präsentierte es die Arbeiten des Künstlerkollektivs Macello-Butch-Ennial, im Jahr
2012 von Rüdiger D.M. Witcher ins Leben gerufen. Unter Berücksichtigung der architektonischen Gegebenheiten konzipieren die Künstler ihre Werke im Sinne der Freiheit und Individualität, wobei die Bilder und Installationen das Publikum zur Interaktion anregen wollen zwischen dem denkmalgeschützten Gebäude und den pointierten Sichtweisen der Protagonisten. Bei Giovanni Melillo Kostner wird der Besucher selbst Teil des Werks. Hinter einem abgedunkelten „Filmset“ tritt man in die Pedale eines Fahrrads, um Energie zu erzeugen, und wird zugleich Akteur in einem Video. Der Boden im Saal ist mit einer weißen Farbschicht überzogen, um die Spuren
Alles aus einer Hand Wir bieten Ihnen individuelle Kundenberatung und unser technisches Knowhow für Lösungen, die ganz auf Sie und Ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind.
inserat_zett_190x67.indd 1
Handwerkerstr. 11-12 39040 Feldthurns T +39 0472 855342 info@obrist.bz.it www.obrist.bz.it
18.05.12 13:40
31
Foto: Andreas Tauber
DIVERSES
Kunst & Kultur
Musikalische Klänge im Regen z Auch strömender Regen konnte die 11. Auflage des Zugluft-Festes nicht beeinträchtigen: Trotz der schlechten Bedingungen feierten, lachten und tanzten rund 3.000 Musikbegeisterte am ersten Juniwochenende im Brixner Lido zu den unterschiedlichsten musikalischen Klängen. Organisiert wurde das Zugluftfest mit rund zweihundert freiwilligen Helfern vom Haus der Solidarität (HdS) in Milland, zu dessen Gunsten auch die Einnahmen gingen. Zehn Musikbands, ein Gemeinschaftsgottesdienst, interkulturelle Küche sowie kulturelle
Einlagen hauchten dem sonst so vereinsamten Lido zwei Tage lang Leben ein. Neben dem Liedermacher Max von Milland, der seine CD „Woher i eigentlich kimm“ präsentierte, standen unter anderem auch Nolunta’s, Dominik Plangger, Average Punk und Hubi Dorigatti auf der Bühne. Die multikulturelle Alternative, wie das Fest von den Organisationsleitern Andreas Penn und Alexander Nitz liebevoll genannt wird, soll eine Begegnung zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft sein und vor allem Jugendliche für
BRIXEN
Einladung nach Polen z Seit zwanzig Jahren betreut die Brixner Musiklehrerin und Harfenistin Katja Lechner an der Musikschule Brixen die Harfenklasse. Die jungen Musiker nehmen dabei immer wieder an Musikwettbewerben wie „Prima la musica“ teil, bei
Slopestyle
denen sie kontinuierlich großartige Erfolge erzielen. Die bekannte Harfenistin und Professorin Helga Storck hat nun die Brixner Musikschüler bereits zum zweiten Mal zum internationalen Harfenfestival ins polnische Katovice/ Kattowitz eingeladen, wobei vier
den Solidaritätsgedanken gewinnen. Gedacht wurde bei der heurigen Ausgabe wiederum dem 2002 in Brasilien ermordeten Missionar Luis Lintner, der zu Lebzeiten einen großen Beitrag für das HdS geleistet hatte. Das Haus unterstützt und fördert Personen und Gruppen, die sich mit den Themen „Eine Welt“, soziale Gerechtigkeit, Entwicklung, Umwelt, Frieden, Integration von Randgruppen, Kulturarbeit und interkultureller Austausch auseinandersetzen. Zugleich bietet es Menschen in Notlagen eine zeitlich begrenzte Unterkunft. eh
Mädchen beim so genannten „Kindertag“ konzertieren durften. Sie zeigten in Polen nicht nur ihr Können, sondern begegneten auch ihren musikalischen Vorbildern wie den Harfenistinnen Catrin Finch und Elinor Bennett aus Wales, sodass der Aufenthalt zu einem unvergesslichen Erlebnis wurde. Im Bild: Evamaria Zöschg, Miriam Balestrini, Sonia Ortlinghaus, Farah Hofer, Anna
Trefon, Helga Storck und Katja Lechner. db
mptrack PFreuerid e Übu
ngsareal
Der neue Bikepark für Radfreaks 1,5 km nördlich von Sterzing. Neben zwei Dirtlines für waghalsige Backflips und 360° Drehungen und einer Freeride Übungsstrecke verfügt der m2 Bike Park über einen großen Pumptrack, der für Klein und Groß geeignet ist. Wer das passende Trick-Bike sucht, findet vis-a-vis einen gut sortierten Bikeshop mit Verleih, Bike Accessoires und Reparaturservice.
Jetzt staatliche Förderung von 50% nutzen!
Unsere Küchen sind fürs Leben.
Schöner wohnen nach Maß. Tageskarte 9,- € · Halbtageskarte 6,- € · Freier Eintritt mit Rosskopf Jahreskarte m2 bike · Ried 39 Sterzing Südtirol · www.m2-bike.com · 0039 0472 760 470 32
Handwerkerzone Förche 28 39040 Natz-Schabs · Tel. 0472 412441 www.tischlerei-oberhuber.it
MUSIK
210 Jahre„Albeinser Musig“ z Die Musikkapelle Albeins ist mit ihrer 210-jährigen Geschichte eine der ältesten Kapellen im Lande. 1803 ist in der Pfarrchronik das erste Mal von einer „dörflichen Fanfarenkapelle“ die Rede. Der Musikant Hartwig Falkensteiner hat in den vergangenen vier Jahren zahllose Arbeitsstunden der Geschichte seiner Kapelle gewidmet, Text- und Bildquellen ausfindig gemacht, Zeitzeugen interviewt und die Informationen chronologisch aufgearbeitet. Das Ergebnis der Arbeit ist in einer 160 Seiten starken Chronik zusammengefasst, die dem Leser einen guten Überblick über die Geschichte der
Musikkapelle Albeins verschafft – gespickt mit zahlreichen interessanten Anekdoten: So eroberten die Albeinser Schützen im August 1809 in der Sachsenklemme bei Mittewald einige Instrumente von den Sachsen. Eine erbeutete Trommel befindet sich heute noch im Besitz der Kapelle. Drei Monate später nahmen Albeinser den Mitgliedern einer französischen Militärkapelle, die beim Höllerhof den guten Albeinser Weißwein genoss, einige Instrumente ab. Im Oktober 1922 empfingen die Albeinser Musikanten die beiden wichtigsten Monarchen der damaligen Zeit, nämlich den österrei-
chischen Kaiser Franz I. und den russischen Zaren Alexander I., in Brixen mit Marschmusik. Von 1883 bis 1888 spielte der bekannte Kirchenmusiker und Komponist Vinzenz Goller als Hornist in der Kapelle. Nach den Wirren des Ersten und Zweiten Weltkriegs musste die „Albeinser Musig“ langsam wieder aufgebaut werden. 1959 hat der Verein 25 neue Instrumente
in München angekauft und diese in einer abenteuerlichen Aktion über den Brenner geschmuggelt. Parallel mit dem Erscheinen dieser „Brixner“-Ausgabe feiert die Musikkapelle am letzten JuniWochenende ein großes Jubiläumsfest, in dessen Rahmen die Chronik der Öffentlichkeit vorgestellt und eine neue Musikfahne eingeweiht wird. oz
sinfonieorchester Südtirol oder der Bürgerkapelle Brixen. Bianca Maria Cantelli nahm anfangs Blockflöten- und Querflötenunterricht, bis sie ein Faible für Geige und Klavier und starkes Interesse für die Barockmusik entwickelte. Sie nahm Orgelunterricht und widmet sich dem Cembalostudium. Auch Cantelli gewann bislang mehrere Musikpreise, unter anderem
bei „Prima la musica“ und den Bundeswettbewerben, studierte Wirtschaft und Management an der Freien Universität Bozen und bereitet sich gerade auf die Aufnahme zum Masterstudiengang für Kulturmanagement in Hamburg vor. Ihr Traum ist es, ihre Aktivität als Musikerin mit der des Kulturmanagements zu verknüpfen. db
MUSIK
Drei außerordentliche Musiker z Der Rotary-Club Brixen richtet seit 33 Jahren eine Studienbörse für musikalische Südtiroler Spitzentalente der drei Sprachgruppen aus. Heuer erhielten diese Auszeichnung die Grödner Violinistin Caterina Demetz (Jahrgang 1989), der Brixner Perkussionist Tobias Gasser (Jahrgang 1994) und Bianca Maria Cantelli (Jahrgang 1990) aus Brixen, die sich dem Klavier- und Orgelspiel widmet. Alle drei Musiker können auf eine beachtliche Karriere verweisen: Caterina Demetz wurde mit vier Jahren auf Betreiben des Maestro Marcello Abbado am Mailänder Konservatorium
www.trauttmansdorff.it Tel. 0473 235 730 | Meran | Südtirol
aufgenommen, wo sie zunächst Violine und dann Klavier studiert und die Bachelor- beziehungsweise Masterprüfung in Violine mit Höchstnote abschloss. Demetz gewann zahlreiche internationale Preise und spielte Konzerte im In- und Ausland. Der zweite Preisträger Tobias Gasser belegt – nach Blockflöte und Klavier – seit elf Jahren das Fach Schlagzeug/Perkussion bei Hans Rainer, Roman Hinteregger und Mario Punzi an der Musikschule Brixen. Er gewann auf dem Klavier den Musikwettbewerb „Prima la musica“ mit Auszeichnung und ist beziehungsweise war Mitglied zahlreicher Musikensembles wie dem Jugend-
Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff
TRAUTTMANSDORFF NACH FEIERABEND Jeden Freitag im Juni, Juli und August – 18.00 – 23.00 Uhr Eintritt: 6,50 E Erleben Sie die unverwechselbare Atmosphäre lauer Sommerabende in Trauttmansdorff: Kulinarische Highlights im Restaurant Schlossgarten, gepflegter Aperitivo Lungo im Palmencafé, Abendführungen und Vieles mehr... für den gelungenen Start ins Wochenende!
33
Foto: Christian Mantinger
THEATER
Kunst & Kultur
Links – rot – tot z Ein ganz ausgeschlafenes Bürschchen, dieser Joachim Goller. Traut sich der 21-jährige Jungregisseur doch tatsächlich zu, eine selbstverfasste Textmontage über die Rote Armee Fraktion zu inszenieren. „Rotes Märchen RAF“ ist ein gut recherchiertes Experiment der Gruppe ROT (nein, die ist nicht links, mit dem Akronym ist das Rotierende Theater gemeint), die auf intensive Weise den Hype um die „Helden“ der BaaderMeinhof-Bande in den 70er Jahren aufgreift. Wichtig für die Generation 20+, die diese bleierne Zeit nicht selbst erlebt hat, auf die Bühne gebracht in einem drastischen Jugendjargon, den Goller immer gerne über Gebühr beansprucht. Erwachsene zucken schon mal zusammen, wenn ihnen „Fotze“ oder „bürgerliche Sau“ um die Ohren knallen. Auf die Pelle gerückt wird dem Zuschauer allemal: Antiimperialistische Parolen
und wütende Hasstiraden prasseln wie Maschinengewehrfeuer auf ihn nieder und wechseln sich ab mit Stakkato-Einwürfen der Verbrechenschronologie. Selten, vielleicht zu selten lässt Goller aufwühlende Momente voller Selbstzweifel aufblitzen. Gudrun Ensslin muss ihren Sohn bei Pflegeeltern zurücklassen, und Ulrike Meinhof leidet Höllenqualen in der Isolationshaft – herzzerreißend das Kinderlied von Victoria Obermarzoner. Bravourös meistern die Jungschauspieler von ROT ihre schwierigen Einsätze. Abwechselnd spielen sie alle Rollen, und das meist auf leergefegten Tischen im Anreiterkeller der Gruppe Dekadenz (minimalistische Ausstattung von Johanna Kiebacher), hautnah am ohnehin bedrängten Zuseher. Engagiertes Theater, beklemmender Blick auf eine Bewegung, die in Terror und todbringende Gewalt ausartet. Interessantes Detail am Rande: Vor ein paar Tagen wurde in Stuttgart
die Ausstellung „RAF – Terror im Südwesten“ eröffnet. Und die Gruppe ROT mit ihrem Roten
Erholung in bester Lage Den dormabell Innova Rahmen stellen wir ganz individuell auf Ihre Körpermaße ein und kombinieren ihn mit der passenden Matratze zu Ihrem optimalen Bettsystem.
NEU WEITERENTWICKELT
Märchen gibt es Anfang November wieder in der Dekadenz zu sehen. Nix wie hin! ird
Entlastung der Schulter Unterstützung der Wirbelsäule Entlastung der Hüfte, Schonung der Knie
Spürbar besser anpassbar
2 x IN BRIXEN GESCHÄFT INNENSTADT 2 Etagen Schlafkompetenz - Weißenturmgasse 2, Tel. 0472 836 217, info@erler.it GEPACENTER Bettenreinigung/Matratzenstudio auf Termin - Tel. 0472 837 307, Alfred-Ammon-Str. 29
34
timer
Juli Südtirol Jazzfestival
Brixen in Jazz z Gut 200 Musiker aus aller Welt kommen für die 31. Ausgabe des Südtirol Jazzfestival Alto Adige nach Südtirol. „Wobei nicht die Quantität zählt, sondern wir bieten eine hochwertige Auswahl, die die Vielfalt, die News und Trends aus aller Welt in Südtirol erlebbar machen soll“, so Klaus Widmann, Präsident des Festivals. Wiederum erstrecken sich die Konzerte auf viele verschiedene Austragungsorte im ganzen Land, so finden auch in Brixen und Umgebung mehrere Auftritte bekannter Jazzgrößen statt.
Monika Roscher Bigband sowie Matthias Schriefl & Musikkapelle Schabs. Das Programm in
Brixen beginnt mit einem Auftritt der „Monika Roscher Bigband“ am Samstag, 29. Juni, am Domplatz: Die junge deutsche Bandleaderin und Gitarristin hat die meisten Songs geschrieben, arrangiert und präsentiert frechen Jazz aus Bayern. Am Sonntag, 30. Juni, konzertiert die Musikkapelle Schabs in der mittleren Festung der Franzensfeste gemeinsam mit dem Allgäuer Trompeter Matthias Schriefl, dem Perkussionisten
Foto: Reto Andreoli
Frecher Jazz aus Bayern, eine jazzende Musikkapelle Schabs, melodischer Kammerpop, Weltmusik, Street Jazz und noch viel mehr: Das Südtirol Jazzfestival bespielt wiederum das ganze Land, und zehn Konzerte finden dabei in Brixen und Umgebung statt.
Wiggerl Himpsl und dem Pianisten Simon Rummel – wobei das Programm in einem dreitägigen Workshop erarbeitet wurde.
Trio Coucou und Jazz&Dine. Das
Trio Coucou, drei junge Musikerinnen aus Leipzig, spielen hingegen am Dienstag, 2. Juli in der Raiffeisenkasse melodischen Kammerpop, und am Mittwoch zieht die französische Band „Les Feux Frères“ durch die Altstadt und tritt am Abend am Erhardsplatz auf. Ein besonderes Highlight ist am 4. Juli zu hören: In Zusammenarbeit mit dem Tourismusverein Brixen und der Veranstaltung „Jazz & Dine“ spielt das „Fillipa Gojo 4tet“
aus Köln Songs of the World und die spektakuläre Band „Hildegard Lernt Fliegen“ des Schweizer Vokalisten Andreas Schaerer gibt Gesangskunst zwischen Entertainment, Weltmusik und improvisierten Jazz zum Besten.
Konzerte in Klausen und Neustift. Ein Experiment zwischen Clubjazz, Minimal-Music, Soul und Indie-Rock ist hingegen am Freitag, 5. Juli am Tinneplatz in Klausen zu hören, wo die Band von Jo Bartmes mit der deutschnigerianischen Sängerin Dola Dada auftritt. Zu einer Matinee um 11 Uhr lockt am Samstag, 6. Juni einer der gefragtesten Bassposaunisten
Südtirol Jazzfestival Konzertprogramm in Brixen, Klausen & Neustift
» Sa 29. Juni, 21 Uhr, Domplatz
Monika Roscher Bigband
frecher, mitreißender Jazz aus Bayern
» So 30. Juni, 21 Uhr, Festung
Franzensfeste Matthias Schriefl & Musikkapelle Schabs feat. Wiggerl Himpsl, Simon Rummel Blasmusik aus Südtirol und Jazz (Eintritt 15 Euro, ermäßigt 10 Euro)
» Di 2. Juli, 20 Uhr, Raiffeisen-
kasse Eisacktal Coucou
Melodischer Kammerpop aus Dresden
» Mi 3. Juli, 10.30 Uhr, Altstadt
Brixen und 21 Uhr Erhardsplatz Les Faux Fréres Street-Jazz
und Tubisten - Jan Schreiner und sein Trio – nach Klausen. Und wer lieber seinen Vormittag in Neustift verbringt: Auf den Stiftsplatz des Klosters Neustift entführt die EchoJazz-Preisträgerin Céline Rudolph mit ihrem Ehemann Rüdiger Krause zu einer Reise vom Chanson zum Bossa Nova. Umrahmt wird das Südtirol Jazzfestival in Brixen mit täglichen Kurzkonzerten um 11 Uhr in der Filiale der Südtiroler Sparkasse in Brixen.
» 28. Juni – 7. Juli
Südtirol Jazzfestival
www.suedtiroljazzfestival.com
www.suedtiroljazzfestival.com
» Do 4. Juli, Domplatz Brixen
Jazz & Dine 19 Uhr: Filippa Gojo 4tet: Songs
of the World
21.30 Uhr: Hildegard Lernt Fliegen: Gesangskunst zwischen Entertainment, Weltmusik und improvisiertem Jazz
» Fr 5. Juli, 20 Uhr, Tinneplatz
Klausen: Bartmes: Ein Experiment zwischen Clubjazz, Minimal-Music, Soul und Indierock
» Sa 6. Juli, 11 Uhr, Pfarrplatz
Klausen Jan Schreiner Trio: Junge Stimmen im europäischen Jazz
» Sa 6. Juli, 11 Uhr, Kloster
Neustift Céline Rudolph Duo: Die Echo-
Jazz-Preisträgerin präsentiert eine Reise vom Chanson zum Bossa Nova 35
Veranstaltungen
Eisacktaler Freilichtsommer
Alpenkrimi & Musical z Die Freilichtaufführungen der Heimatbühne St. Andrä haben bereits Tradition. Heuer wählte die Bühne einen besonderen Ort der Aufführung, den malerischen Weiler Mairdorf bei St. Andrä, und ein besonderes Stück, den Alpenkrimi „Sturm in den Bergen“ der Nordtiroler Autoren Thomas Gassner und Bernhard Wolf. Das Stück spielt im Jahr 1962, in einem Ort in den Tiroler Bergen. Ein mysteriöser Todesfall erschüttert die Idylle zweier Dörfer, Hilfsinspektor Kajetan Sturm stößt bei den Ermittlungen auf eine Welt voll Aberglaube und Tiroler Sturheit, skurriler Geheimnisse und schrägkomischer Figuren. Erst als er eine Reise in die eigene Vergangenheit antritt, scheint sich das Rätsel zu lösen. Die Heimatbühne St. Andrä zeigt den Alpenkrimi unter der Regie von Ingrid Porzner ab 6. Juli, jeweils ab 21 Uhr.
Am Eisacktaler Freilichtsommer ist auch die Volksbühne Barbian in Zusammenarbeit mit der Musikschule Klausen beteiligt, die das Musical „Peter Pan – Fliege deinen Traum!“ für Groß und Klein auf die Bühne bringen. Die Geschichte des Jungen, der nicht erwachsen werden will, und zusammen mit Wendy, John und Michael Darling gegen den bösen Piraten James Hook kämpft, ist nach wie vor mitreißend. Die Musical-Version von Christian Berg/Herzig Melanie und der Musik von Konstantin Wecker
ist erstmals in Südtirol zu sehen; Regie führte Susan La Dez. Premiere feiert die Volksbühne Lana am 19. Juli, weitere Aufführungen finden bis 4. August statt, jeweils um 21 Uhr in der Rosengartenstraße Barbian nahe dem Gasthof „Kircher Sepp.“
» ab 6. Juli: Sturm in den Bergen
Alpenkrimi mit der Heimatbühne St. Andrä
» ab 19. Juli: Peter Pan –
Fliege deinen Traum
Musical mit der Volksbühne Barbian
Sturm in den Bergen Ein Alpenkrimi von Thomas Gassner und Bernhard Wolf, aufgeführt von der Heimatbühne St. Andrä – Freilichttheater Ein mysteriöser Todesfall erschüttert die scheinbare Idylle zweier Dörfer in den Tiroler Bergen. Warum musste der Waldarbeiter und Poet Gottfried Selig sterben? Vielleicht, weil er als einziger für die Zusammenlegung der beiden Orte war, die von der Obrigkeit verlangt wird, die Dorfbewohner jedoch in Angst und Schrecken versetzt? Hilfsinspektor Kajetan Sturm soll den Mord aufklären und trifft dabei auf eine Welt voll Aberglauben und Tiroler Sturheit, skurriler Geheimnisse und schrägkomischer Figuren... Regie: Ingrid Porzner
» Sa 6., Mi 10., Fr 12., So 14., Di 16., Do 18., Sa 20., So 21., Di 23., Mi 24., Fr 26. und Sa 27. Juli jeweils ab 21 Uhr St. Andrä, Mairdorf
Peter Pan
Fliege deinen Traum! Freilicht-Musical Ein Musical für die ganze Familie nach James M. Barrie Südtirolpremiere – Freilichtaufführung Buch: C. Berg und M. Herzig Musik: Konstantin Wecker Regie: Susan La Dez mit Spielern der Volksbühne Barbian und Musikern der Musikschule Klausen
» Südtirolpremiere: Freitag, 19. Juli
So 21., Di 23., Mi 24., Sa 27., So 28., Di 30. Juli Fr 02., Sa 03., So 04. August Rosengartenstraße Barbian, nahe dem Gasthof „Kircher Sepp“
Reservierungen: Tel. 335 588 44 90 (täglich 14-18 Uhr; info@volksbuehnebarbian.com
Kartenreservierung: Tel. 348 732 13 20, ab 1. Juni täglich von 11-13 Uhr und 17-20 Uhr
Heimatbühne St. Andrä 36
Volksbühne Barbian www.volksbuehnebarbian.com
Musik & Kulinarik
Musik & Kulinarik
Dine, wine & music
Brixner Sommeremotionen
z Nach dem erfolgreichen Auftakt im vergangenen Jahr werden auch heuer wieder zwei kulinarisch-musikalische Genussabende unter dem Motto „Dine, wine & music“ auf dem Domplatz veranstaltet, und zwar am Donnerstag, 4. Juli, sowie am Donnerstag, 22. August, jeweils von 18 bis 24 Uhr. An diesen Genussabenden kochen einige der besten Brixner Gastronomen kulinarische Köstlichkeiten und kredenzen dazu exzellente Weine von lokalen Produzenten. Zudem werden die Genießer mit einem hochkarätigen Musikprogramm verwöhnt, und dies vor beschaulicher Kulisse und in elegantem Festzeltflair. Am 4. Juli umrahmen gleich zwei Konzerte des Südtiroler Jazz Festivals die Veranstaltung „Dine, wine & music“: Das Fillipa Gojo 4tet aus Köln präsentiert Songs of the World, dabei bewegt
sich die Stimme der 24-jährigen österreichischen Sängerin Filippa Gojo von erdigem Soul und der lateinamerikanischen Tradition bis hin zu freien Improvisationen und Klangexperimenten. Weiters zu hören ist die Band „Hildegard Lernt Fliegen“ des Schweizer Vokalisten Andreas Schaerer mit Gesangskunst zwischen Entertainment, Weltmusik und improvisierten Jazz. Eintritt frei.
» 4. Juli und 22. August,
18-24 Uhr Domplatz Brixen
F3A World Cup Internationaler Wettbewerb der Modell-Kunstflieger Neben den Wettbewerben im Modellflug bietet die Veranstaltung Showprogramme mit Modellfliegern aller Kategorien wie Motorkunstflieger, ganztags Segelflugzeuge, UltraLights oder Modellhubschrauber.
z Ein Meer aus Lichtern, buntes Treiben und fröhliches Beisammensein – auch in diesem Sommer trifft man sich donnerstagabends bei den Brixner Sommeremotionen. Vom 11. Juli bis 8. August verwandeln sich dazu die Gassen und Plätze der Brixner Altstadt jeden Donnerstagabend in eine durchgängige Festmeile, mit zahlreichen Genussinseln, Live-Musik und einem abwechslungsreichen Unterhaltungsprogramm. Zu den diesjährigen Highlights zählen der lateinamerikanische Abend am 18. Juli, das „Lederhosen und Dirndl“-Fest am 1. August sowie eine Modenschau am 8. August. In ein Lebensgefühl des lateinamerikanischen Kontinents wird Brixen am Abend des 18. Juli getaucht, wenn Sambatänzerinnen aus Brasilien durch die Gassen ziehen und die bekannten Los Mariachis del Mariachi aus Mexiko in verschiedenen Nischen und Plätzen spielen.
» Sonntag, 21. Juli
Wettbewerb Showprogramm für Zuschauer Siegerehrung um 15.30 Uhr
Oberplaickner-Hof, Neustift
donnerstags, 19-24 Uhr Brixner Altstadt
Die Freie Waldorfschule Brixen lädt zur Theaterwerkstatt in italienischer Sprache.
1. Woche: 05. bis 09. August 2. Woche: 12. bis 16. August 3. Woche: 19. bis 23. August 4. Woche: 26. bis 30. August
Wettbewerb ab 8 Uhr Zuschauer Live-Musik ab 20 Uhr
für Kinder und Jugendliche
» Samstag, 20. Juli
freies Training
» 11. Juli bis 8. August
Sommertheater Der Waldorfschullehrer Francesco Tancredi bietet Kindern und Jugendlichen von 9 bis 14 Jahren eine Theaterwerkstatt an. Neben dem Erlernen der italienischen Sprache am Rezitieren wird für die Aufführung am Bühnenbild gebaut, Kostüme werden vorbereitet und es wird musiziert.
» Freitag, 19. Juli
Am 1. August lädt die Altstadt hingegen zu einem wahren Folklore-Fest, reich an traditionellen Trachten, Volksmusik, Schuhplattlern und Südtiroler Spezialitäten. Jeden Donnerstagabend warten zudem ein Mitmachzirkus am Großen Graben sowie ein Bungee-Trampolin am Hartmannsplatz für die kleinen Besucher und machen damit auch Familienausflüge lohnenswert.
jeweils Montag bis Freitag von 8.30-12.30 Uhr
» Freie Waldorfschule, Brixen, Brennerstraße 32
Gebühr: 100 Euro für eine Woche - für zusätzliche Woche oder Geschwister 80 Euro; Info und Anmeldung: Tel. 0472 832 344 (8-12 Uhr) oder 345 58 08 762
Für Speisen und Getränke ist gesorgt!
Eisacktaler Buschflieger www.buschflieger.com
Brennerstraße 32, Brixen www.waldorfbrixen.it 37
Dienstag, 2. Juli
Museum
16 Uhr
Veranstaltungen
Vorstellung „Kunstwerk des Monats“ Diözesanmuseum Hofburg Brixen
Südtirol Jazzfestival 20 Uhr Coucou Melodischer Kammerpop aus Dresden Raiffeisenkasse Eisacktal
Musik
10.30 Uhr und 21 Uhr
Les Faux Frères Street-Jazz Altstadt Brixen/Erhardgasse abends
Museum
20.30 Uhr
Ein Sommerabend im Museum Abendliche Führung durch das Diözesanmuseum Hofburg Brixen Donnerstag, 4. Juli
Museum
ab 19 Uhr
Jazz, Dine & Wine Kulinarische Highlights, exzellente Weine und hochkarätige Jazzmusik Domplatz Samstag, 6. Juli
Musik
Südtirol Jazzfestival 11 Uhr Céline Rudolph Duo Globaler Jazz-Pop – eine Reise vom Chanson bis zum Bossa Nova Stiftsplatz Kloster Neustift
Freilicht-Theater
Sturm in den Bergen Alpenkrimi mit der HB St. Andrä St. Andrä, Mairdorf
21 Uhr
Montag, 8. Juli
Sommerkino
21.30 Uhr
Django Unchained Western, USA 2012. Der Sklave Django wird zum gefürchteten Verbrecherjäger. Festung Franzensfeste
15 Uhr
Abschlusskonzert Jugendmusizierwoche Junge Musiker ab 9 Jahren lassen Block-
Musik
Brixner Orgelkonzert Dom
20.30 Uhr
20.30 Uhr
Ein Sommerabend im Museum Abendliche Führung durch das Diözesanmuseum Hofburg Brixen
Freilicht-Theater
Dienstag, 16. Juli
ab 19 Uhr
Brixner Sommeremotionen Altstadt Brixen Freitag, 12. Juli
Musik
20.30 Uhr
Musica Saeculorum: Musikalische Exequien Leitung: Philipp Steinaecker Stiftskirche Kloster Neustift Sturm in den Bergen Alpenkrimi mit der HB St. Andrä St. Andrä, Mairdorf Samstag, 13. Juli
Vernissage
Sturm in den Bergen Alpenkrimi mit der HB St. Andrä St. Andrä, Mairdorf
21 Uhr
21 Uhr
Sturm in den Bergen Alpenkrimi mit der HB St. Andrä St. Andrä, Mairdorf
21 Uhr
Mittwoch, 17. Juli
Museum
20.30 Uhr
Ein Sommerabend im Museum Abendliche Führung durch das Diözesanmuseum Hofburg Brixen Donnerstag, 18. Juli
ab 19 Uhr
Brixner Sommeremotionen Altstadt Brixen
10 Uhr
Sonntag, 14. Juli
Freilicht-Theater
Sturm in den Bergen Alpenkrimi mit der HB St. Andrä St. Andrä, Mairdorf
21 Uhr
Freitag, 19. Juli
Sturm in den Bergen Alpenkrimi mit der HB St. Andrä St. Andrä, Mairdorf
21 Uhr
Montag, 15. Juli
Sommerkino
Freilicht-Theater
Diverses
Eröffnung der Ausstellung 50x50x50 Festung Franzensfeste
Freilicht-Theater
Mittwoch, 10. Juli
Museum
Donnerstag, 11. Juli
Diverses
Freilicht-Theater
Dienstag, 9. Juli
21 Uhr
Abendführung im Turmmuseum Weißer Turm
Diverses
und Querflöte, Gitarre und Zither erklingen Forum Brixen
21.30 Uhr
Krieg der Knöpfe Komödie, F 2011. Für Kinder ab 6 Jahren Hofburggarten
Diverses
ganztags
F3A World Cup Internationaler Wettbewerb der Modell Kunstflieger – freies Training Oberplaickner Hof, Neustift Samstag, 20. Juli
Diverses
ab 8 Uhr
F3A World Cup Internationaler Wettbewerb der Modell Kunstflieger; Wettbewerb ab 8 Uhr, Showprogramm für Zuschauer, LiveMusik ab 20 Uhr Oberplaickner Hof, Neustift
Osnabrücker Jugendchor
Musica Saeculorum
Julia Arling, Orgel Clemens Breitschaft, Leitung
„Musikalische Exequien“ Johann Christoph Bach: Aria „Es ist nun aus mit meinem Leben“ Johann Sebastian Bach: Suite für Violoncello solo Nr. 5 in c-Moll Heinrich Schütz: Musikalische Exequien
Werke von der Renaissance bis in die Gegenwart: Willaert, Palestrina, Hassler, Scarlatti, Gesualdo, Verdi, J. S. Bach, Buchenberg, Bruckner, L. B. Sateren, Mauersberger, G. Schumann und Mendelssohn Der Osnabrücker Jugendchor hat Konzertreisen nach Bulgarien, Estland, Frankreich, Griechenland, Kanada, Libanon, Marokko, Österreich, Slovenien, Spanien, Südamerika und in die USA unternommen. Erste Preise erhielt er bei Wettbewerben in Deutschland, Italien (Görz), British Columbia und bei „Let The Peoples Sing“. Clemens Breitschaft wirkte in verschiedenen hochkarätigen Ensembles wie dem Stuttgarter Kammerchor und der Bachakademie Stuttgart unter Helmuth Rilling und Frieder Bernius mit. Seit 2012 ist er neuer Domchordirektor am Hohen Dom zu Osnabrück und Leiter des Osnabrücker Jugendchores.
Philipp von Steinaecker, Dirigent
Die Musiker von Musica Saeculorum sind Mitglieder von Ensembles wie English Baroque Soloists, Mahler Chamber Orchestra und Chamber Orchestra of Europe. Musica Saeculorum hat Händels Messias, Mozarts c-Moll-Messe, Haydns Schöpfung und Bachs h-Moll-Messe aufgeführt. Im März 2013 debütiert das Ensemble in der Kölner Philharmonie. Philipp von Steinaecker hat u.a. die Camerata Salzburg, das New Japan Philharmonic in Tokio, die Filarmonica di Torino und die Prager Philharmoniker dirigiert. Er hat Sir John Eliot Gardiner, Sir Simon Rattle und Claudio Abbado assistiert.
» Freitag, 12. Juli um 20.30 Uhr Neustift, Stiftskirche
» Freitag, 26. Juli um 20.30 Uhr Dom zu Brixen
Kartenvorverkauf: Tourismusverein Brixen, Tel. 0472 836401 Ermäßigung für Jugendliche, Studenten, Senioren, Familienpass, Kulturpass
Kartenvorverkauf: Tourismusverein Brixen, Tel. 0472 836401 Ermäßigung für Jugendliche, Studenten, Senioren, Familienpass, Kulturpass
Brixner Initiative Musik & Kirche www.musikkirche.it 38
Brixner Initiative Musik & Kirche www.musikkirche.it
Musik
15.30 Uhr
Abschlusskonzert Flohstreicherwoche Junge Geiger und Cellisten zwischen 7 und 11 Jahren Forum Brixen
Freilicht-Theater
Freilicht-Theater
Sommerkino
Sturm in den Bergen Alpenkrimi mit der HB St. Andrä St. Andrä, Mairdorf
Diverses
21 Uhr
19 Uhr
Love Electro Festival Das Festival fördert junge Künstler und lädt auch dieses Jahr wieder einen internationalen Stargast ein. Festung Franzensfeste
Weiterbildung
Samstag, 27. Juli
Sturm in den Bergen Alpenkrimi mit der HB St. Andrä St. Andrä, Mairdorf
21 Uhr
Montag, 29. Juli
20.30 Uhr
Piccole bugie tra amici Comedia, F 2011. In ital. Sprache Hofburggarten Mittwoch, 31. Juli
Museum
20.30 Uhr
Ein Sommerabend im Museum Abendliche Führung durch das Diözesanmuseum Hofburg Brixen
Sonntag, 21. Juli
Diverses
ab 8 Uhr
Sturm in den Bergen Alpenkrimi mit der HB St. Andrä St. Andrä, Mairdorf
21 Uhr
Montag, 22. Juli
Sommerkino
21.30 Uhr
Die anonymen Romantiker Komödie, F 2011; Jean René und Angelique, ihre Leidenschaft für Schokolade und das leidige Schüchternheitsproblem Hofburggarten Dienstag, 23. Juli
Freilicht-Theater
Sturm in den Bergen Alpenkrimi mit der HB St. Andrä St. Andrä, Mairdorf
21 Uhr
Mittwoch, 24. Juli
Museum
20.30 Uhr
Ein Sommerabend im Museum Abendliche Führung durch das Diözesanmuseum Hofburg Brixen Hofburg
Freilicht-Theater
Sturm in den Bergen Alpenkrimi mit der HB St. Andrä St. Andrä, Mairdorf
21 Uhr
Donnerstag, 25. Juli
Diverses
ab 19 Uhr
Brixner Sommeremotionen Altstadt Brixen Freitag, 26. Juli
Diverses
19 Uhr
Treffpunkt Wein Weinverkostung von Eisacktaler Weißweinen Große Lauben Brixen
Musik
20.30 Uhr
Osnabrücker Jugendchor Werke von der Renaissance bis in die Gegenwart. Julia Arling, Orgel; Clemens Breitschaft, Leitung Dom
Freilicht-Theater
Sturm in den Bergen Alpenkrimi mit der HB St. Andrä St. Andrä, Mairdorf
21 Uhr
Lehrgang mit 6 Spezialisierungen von September 2013 bis März 2014 Der Universitätslehrgang vermittelt im ersten Teil auf wissenschaftlicher Basis ein stark praxisorientiertes Know-how in allen wesentlichen Aspekten des General Managements. Zudem bietet er die Möglichkeit, umfassend in einer gewählten Spezialisierung Fachkenntnisse zu vertiefen bzw. zu erwerben. Das Stufenmodell der SMBS sichert Ihnen dabei Ihre erworbenen akademischen Studienleistungen. Die zugrunde gelegten ECTS-Punkte – und damit die jeweiligen Lehrveranstaltungen – können zu 100% inhaltlich wie finanziell auf das nächsthöhere Ausbildungsniveau angerechnet werden.
Die verpflichtenden Grundlagen-Module
F3A World Cup Internationaler Wettbewerb der Modell Kunstflieger; Wettbewerb ab 8 Uhr, Showprogramm für Zuschauer Oberplaickner Hof, Neustift
Freilicht-Theater
Universitätslehrgang General Management
Modul 1 – Strategie, Marketing 12. – 14.09.2013, Schloss Urstein, Salzburg oder 26. – 28.09.2013, Bildungshaus Kloster Neustift
Ausstellungen Diözesanmuseum Hofburg Brixen bis 31.10. Sakrale Kunstsammlung und Sonderausstellung „Martin Rainer und Brixen“ Dienstag, 2. Juli, 16 Uhr Vorstellung „Kunstwerk des Monats“ Ein Sommerabend im Museum Führungen jeweils Mittwochabend um 20.30 Uhr Pharmaziemuseum Sonderausstellung „Das Glück beim Händewaschen“ Öffnungszeiten: Di/Mi, 14-18 Uhr, Sa 11-16 Uhr StadtGalerie 12. – 31. Juli View points: Fotografien von Manuel Ferrigato Öffnungszeiten: 10-12 Uhr, 17-19 Uhr, So und Mo geschlossen Festung Franzensfeste bis 30. September A fortress memory Öffnungszeiten: Di-So, 10-18 Uhr, Montag geschlossen
Modul 2 – Projekt-, Prozess- und Qualitätsmanagement 03. – 05.10.2013, Schloss Urstein, Salzburg oder 17. – 19.10.2013, Bildungshaus Kloster Neustift Modul 3 – Rechnungswesen, soziale Kompetenzen 27. – 30.11.2013, Bildungshaus Kloster Neustift oder 04. – 07.12.2013, Schloss Urstein, Salzburg Modul 4 – Malik Management E-Learning
Spezialisierungsmodule (eine Spezialisierung wählbar) Malik Management Systeme® 3 Module, Jänner bis März 2014 Prozess- und Projektmanagement 2 Module, Jänner bis März 2014 Tourismus- und Freizeitmanagement 3 Module, Jänner bis März 2014 Public Management 3 Module, Jänner bis März 2014 Retail Management 2 Module, Jänner bis März 2014 Technologiemanagement 2 Module, Jänner bis Februar 2014
Das Wichtigste in Kürze
» Berufsbegleitende Ausbildung mit universitärem Abschluss „General Manager/in“ (22 ECTS, verliehen von der Universität Salzburg) » Theoretisch fundiert und stark praxisorientiert » Top-Referent/innen aus Wissenschaft
und Praxis sowie aus dem In- und Ausland » Zulassung mit Reifeprüfung/Matura bzw. abgeschlossener Berufsausbildung sowie Berufspraxis möglich » Umfang 19 bzw. 20 Tage in 5 oder 6 Modulen zzgl. E-Learning » Inhaltliche und finanzielle Anrechnung zu den Upgrades „Master in Management – MIM“ und „Master of Business Administration – MBA“
5. – 31. Juli: Architekturpreis Dedalo Minosse – Wanderausstellung 14. Juli – 31. August 50x50x50 - Art Südtirol 56 zeitgenössische Künstlerlnnen Südtirols zeigen ihre Werke Psychologischer Dienst Brixen bis 30. August Weiße Bilder Keramikbilder von Margot Christandl Öffnungszeiten: Mo-Fr, 9-16 Uhr
» Weitere Informationen:
Bildungshaus Kloster Neustift unter Tel. 0472 835 588 bzw. Email franziska.r@kloster-neustift.it. Oder einfach QR-Code scannen und auf unserer Website weiterlesen…
39
Freizeit & Sport
Foto: Oskar Zingerle
HERZLICHES WIEDERSEHEN: Bei der European Masters Handball Championship traten ehemalige Spielerinnen und Spieler erneut gegeneinander an – hier im Spiel der Master Stars Brixen gegen Smile Handball aus Ungarn
–––––––––
EUROPEAN MASTERS HANDBALL CHAMPIONSHIP 2013
Nicht nur ein Sportevent
700 Teilnehmer aus 14 Staaten, 120 Spiele: Mitte Juni ist eine Handball-Europameisterschaft der besonderen Art in Brixen ausgetragen worden. Die „Master“Mannschaften bestehen aus erfahrenen Handballerinnen und Handballern, die – je nach Kategorie – mindestens 35, meist um die 50 Jahre alt sind.
E
ine große Veranstaltung hat das Brixner Organisationskomitee mit Claudio Zorzi an der Spitze auf die Beine gestellt: die Europa-Meisterschaft der Handball Master – eine Meisterschaft für Damen und Herren, deren Schnelligkeit und Wendigkeit weniger geworden sind, deren Körpergewicht und 40
Lebenserfahrung zugenommen haben, deren Kampfgeist und Spielwitz aber nach wie vor sichtbar sind. Dem Funktionär des Italienischen Handballverbandes zur Seite standen 13 teils erfahrene „alte Hasen“, teils Neulinge, die sich um die Finanzen, das Marketing, Rahmenveranstaltungen, Pressearbeit, die Zuweisung der
Hallen, die Einteilung der unzähligen freiwilligen Helfer und den Ablauf der Zeremonien kümmerten. Im Sekretariat sammelten die Studenten Lisa Vergadin und Franz-Josef Zorzi erste praktische Erfahrungen. Unverzichtbar sind bei solchen Veranstaltungen die Zusammenarbeit mit dem Tourismusverein Brixen und die
Unterstützung von Seiten der Gemeinde, und ohne Sponsoren könnte ein Sportereignis dieser Größenordnung erst recht nicht über die Bühne gehen.
Sportliche und soziale Aspekte. Dass sich die bis in den vergangenen Herbst zurückreichenden Vorbereitungsarbeiten gelohnt
haben, zeigen die Zahlen: 700 Teilnehmer aus 14 Staaten Europas, 120 Spiele in drei Tagen, vier Hallen, in denen am 14. und 15. Juni von 9 Uhr morgens bis 19.30 Uhr abends gespielt wurde, und fünf Kategorien (+33 und +43 bei den Frauen, +35, +45 und +50 bei den Herren). Die Europameisterschaft 2013 ist ein Jubiläum, denn sie wird zum zehnten Mal ausgetragen. Ihre Beliebtheit wurde von Jahr zu Jahr größer, sodass sie von der Europäischen Handballföderation (EHF) als fixer Programmpunkt aufgenommen wurde. Der Grundgedanke dabei ist, dass ehemalige Handballspieler die Möglichkeit erhalten, sich im Wettkampf zu messen, sich mit ehemaligen Sportsfreunden zu treffen und Freundschaften zu pflegen: Auf dem Spielfeld wird um jeden Ball, um jedes Tor, um jeden Punkt gekämpft, aber das Resultat ist nicht immer das Wichtigste. Mit einigem Stolz berichtet Ralf Dejaco, Schatzmeister des Europäischen Handballverbandes, dass es gar nicht so einfach war, diese Master-Meisterschaft nach Brixen zu bringen und andere Bewerber aus Österreich, Tschechien,
Slowakei und Norwegen hinter sich zu lassen. „Brixen hat eine lange Handballtradition, verfügt über sehr gute Infrastrukturen, hat zudem genügend Erfahrung im Organisieren großer sportlicher Veranstaltungen. Diese Argumente
stand als Generalsekretär seinen Mann, und er erzählt: „Es ging damals ein Ruck durch die Stadt. Brixen als Veranstalter wurde über die Grenzen hinaus bekannt. Vor allem in deutschen Medien wurde viel darüber berichtet.“
„Ich bin in meine zweite Heimat zurückgekehrt“_ Mihály Kovács waren ausschlaggebend für die Vergabe an Brixen, die im September 2012 erfolgte“, erklärt der Brixner Sportfunktionär.
Erfolgreiche Gastgeber. Wer
denkt nicht gerne an das erste wirklich große Handball-Ereignis in Brixen zurück: die B-Weltmeisterschaft Handball Männer im Februar 1987, bei der es auch um die Qualifikation für die Olympischen Spiele ging. Neben Brixen waren Bozen, Meran und Rovereto die Austragungsorte. Klaus Seebacher trug die Verantwortung für die gesamte Weltmeisterschaft. Präsident des lokalen Organisationskomitees war Paul Cestari. Markus Lobis
Besonders stolz war man auf das deutsche Team mit Spielern vom Format eines Andreas Thiel oder eines Martin Schwalb. Der Trainer der bundesdeutschen Mannschaft war Simon Schobl; noch bekannter wurde sein CoTrainer Heiner Brand, eine Trainerlegende. Lobis erinnert sich an die wunderbaren Abende im Lokal „Lido“ und an die „modernste“ Ausstattung im Büro im Hl.-Geist-Spital mit Kopierer, Faxgeräten und einem PC. „In den von einer Bekleidungsfirma zur Verfügung gestellten Anzügen, mit einem Sakko mit Hahnentrittmuster in Schwarzweiß, machten wir tatsächlich eine gute Figur!“, erzählt Lobis verschmitzt. Bei der
Eröffnungsfeier am Domplatz waren Landeshauptmann Silvius Magnago und Vereinspräsident Concetto Lo Bello zugegen. Nach einer weiteren internationalen Meisterschaft 1998 folgte im Brixner Jubiläumsjahr 2001 die Frauen-Handball-Weltmeisterschaft. In Brixen gastierten die Teams aus Japan, Südkorea, Serbien, Grönland und Russland, das dann Weltmeister wurde. Schulklassen übernahmen eine Art Patenschaft für einzelne Mannschaften, recherchierten über die Länder, durften Spiele besuchen und mit Spielerinnen in Kontakt treten, soweit die Sprachkenntnisse dies zuließen. Wie aufregend war es doch, echten Inuit-Mädchen zu begegnen! Seitdem sind zwölf Jahre vergangen – also wiederum Zeit, von Brixen aus ein Lebenszeichen nach Handball-Europa zu senden.
Südtirol ist gut vertreten. In der
Kategorie „Women +43“ spielte heuer eine Mannschaft, die zum Teil von ehemaligen Brixner und Südtiroler Spielerinnen gebildet war: Kapitän Elke de Biase, Elke Niederwieser, Sabine Wolf, Renate Ostheimer, Paula Überbacher, 41
Freizeit & Sport
Giusy Ferdigg und Bea Rabanser. Sie wollten den Titel, den sie 2011 in Lignano und 2012 in Ljubljana errungen hatten, vor heimischem Publikum verteidigen. Bei den Männern „Men +43“, die Mannschaft nennt sich „Italian Master Team“, kämpften neben Spielern aus dem restlichen Italien auch die Brixner Egon Gitzl und Berni Hilpold mit. Sie sind Meister des Jahres 2011. Gegen die Mannschaft mit Weltstar Waleri Gopin hatten sie jedoch keinen leichten Stand. Neu gegründet wurde die Masters-Mannschaft des SC Meran in der Kategorie „Men +35“. Jürgen Prantner ist einer von ihnen und in Brixen gut bekannt. Auch der aktuelle Coach des Italienmeisters Bozen, Alessandro Fusina, trat als Spieler dieses Teams in Erscheinung. Die übrigen 42 Mannschaften kamen
info Die Ergebnisse der Finalspiele: MEN +50: Budapest Old Boys (HUN) vs. MHK Martin (SVK): 19-10 WOMEN +43: Master Stars Brixen (ITA) vs. Smile Handball (HUN): 15-16 MEN +45: HC Viimsi (EST) vs. Budapest Old Boys (HUN): 8-16 WOMEN +33: Dorvan Masters (ITA) vs. Angyalok Budapest (HUN): 18-16 MEN +35: Russia (RUS) vs. HC Medve (UKR): 13-14
Bambus
aus Italien (6), Ungarn (9), Tschechien (5), Polen (4), Dänemark, Spanien, Ukraine (je 3), Russland und die Slowakei (je 2). Die Staaten Estland, Lettland, Österreich, Serbien und Slowenien waren mit je einer Mannschaft vertreten. Einer, der im Handballsport der Bischofsstadt deutliche Spuren als Spieler (1987-1993) und als Trainer (2003-2006) hinterlassen hat, ist Mihály Kovács, Misi genannt. Auch er, Jahrgang 1957, ist mittlerweile etwas in die Jahre gekommen; als Mittespieler im Team „Budapest Old Boys“ ist Kovacs aber von großer Bedeutung. Seine Zugaben sind nach wie vor spitze. Die Old Boys haben den Titel 2010, 2011 und 2012 gewonnen, und sie scheinen noch lange nicht satt zu sein. „Ich bin sozusagen in meine zweite Heimat zurückgekehrt und wollte die Fans von früher nicht enttäuschen. Ich wollte meinem Ruf als fairer und besonnener Spieler gerecht werden und war daher schon recht aufgeregt“, sagt Misi am Samstagabend, nachdem seine Mannschaft sich fürs Finale qualifiziert hatte. „Ich suche jede Möglichkeit, nach Brixen zu kommen, denn ein Viertel meiner Familie, meine Tochter Reka, ist nach abgeschlossenem Uni-Studium hier geblieben“, fügt er hinzu.
Auf dem Spielfeld und am Domplatz. Während die letzten
Mannschaften am 13. Juni abends ihre Quartiere beziehen, beginnt am Domplatz der Festbetrieb mit der Brixner Böhmischen und den Schuhplattler-Gitschn aus Schalders. Höhepunkt ist die feierliche Eröffnung mit Ansprachen in beiden Landessprachen, und die Festredner lassen es sich nicht nehmen, die Sportler in Englisch willkommen zu heißen. Anwesend sind zahlreiche Vertreter
Nussbaum
Jatoba
Die Brixner Egon Gitzl, Toni Manzoni und Berni Hilpold kämpften im Italien Master Team um den Titel
––––
aus der Gemeinde- und Landespolitik, aus der Wirtschaft und dem Sportwesen. Auch die U18-Mädchen des SSV Brixen, die kürzlich den Italienmeistertitel gewannen, werden auf die Bühne geholt und geehrt. Es herrscht – bei herrlichem Sommerwetter – eine lockere Stimmung mit vielen stürmischen Begrüßungen und Umarmungen als Zeichen der Wiedersehensfreude. Auch an den zwei folgenden Abenden werden die Domplatzbesucher bis Mitternacht mit Essen und Trinken versorgt und mit Musik unterhalten. Pünktlich um 9 Uhr beginnen am Freitag in der Ex-Coni-Halle, in der Halle des Pädagogischen Gymnasiums, in der TschuggmallHalle und in der Sporthalle Süd die sportlichen Begegnungen. Da spielt eine russische gegen eine römische, eine dänische gegen eine spanische, eine ukrainische gegen die estnische und eine polnische Mannschaft gegen eine aus Ungarn. Gespielt werden zweimal fünfzehn Minuten. Nach einer kurzen Einwärmphase betreten die nächsten Spieler den Platz. Und so geht es den ganzen Freitag
Kastanie
und Samstag weiter, am Sonntagvormittag werden die Finalspiele ausgetragen. Zu den jubelnden Siegern zählen zum einen die Organisatoren um Claudio Zorzi, denn es klappte alles wie am Schnürchen, und auch die Teams, die sich auf dem Spielfeld fair begegnet sind und auf dem Domplatz toll unterhalten haben. Und dann natürlich die neuen Europameister: Bei den „Men +50“ hat es Mihály Kovács mit seinen „Budapest Old Boys“ wieder geschafft, die Brixnerinnen „Women +43“ haben in einem packenden Finale unglücklich im Siebenmeterwerfen mit 15:16 gegen die Ungarinnen von „Smile Handball“ verloren, bei den „Men +45“ gewann mit „Budapest Old Boys“ ebenfalls eine ungarische Mannschaft. Da tut es gut, dass „Dorvan Masters“ aus Italien in der Kategorie „Women +33“ gewannen; in der Kategorie „Men +35“ siegte die Ukraine mit dem HC Medve.
johanna.bernardi@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
Finden Sie den passenden Typ! Jede Menge Parkett im Onlineshop unter parquet-direct.it oder in unserer Brixner Filiale in der Vittorio-Veneto-Straße 73.
42
FUSSBALL
„Fuscha“ sagt Tschüss z Der Brixner Profifußballer Roberto Fuschini hat seine Fußballkarriere endgültig an den Nagel gehängt. Um seine Zeit als Kicker gebührend abzuschließen, organisierte der ehemalige Spieler und Trainer des SSV Brixen eine Fußballparty für einen guten Zweck.
Namhafte Spielerkollegen wie Damiano Tommasi, Matteo Guardalben, Matteo Pivotto sowie hiesige Fußballer waren Anfang Juni im Bozner Drususstadion zu Gast und kickten in Andenken an Fuschinis Vater Gabriele, der vor kurzem an Krebs verstorben ist. Die Einnahmen sowie der Erlös aus versteigerten Fußballtrikots gingen an die Südtiroler Krebshilfe. Der 38-jährige „Fuscha“, wie er von seinen Kollegen genannt wird, begann seine fußballerische Laufbahn in den Jugendmannschaften des AC Brixen, bevor er zum AC Trient und von dort zu Hellas Verona wechselte. 2001 kehrte er nach Südtirol zurück und spielte für den SSV Brixen, für Vahrn, Stegen und Bruneck. eh
SLACKLINE
Neue Sektion gegründet z Die Slackliner gehören jetzt auch zur SSV-Familie: Vor einigen Monaten wurde im SSV Brixen eine neue Sektion für die moderne Sportart gegründet. Rund 20 Mitglieder – Tendenz steigend – gehören mittlerweile zum Verein, dem der junge Lorenz Klapfer als Sektionsleiter vorsteht. Zweimal wöchentlich trainieren die Athleten in der Turnhalle der Sportzone Süd, allerdings nur vorübergehend. Für den Neuzugang des SSV Brixen wird nämlich ein eigener Slackline-Park in den Rappanlagen errichtet. Die Umbauarbeiten haben bereits
begonnen; im August steht die Eröffnung an. Genutzt werden darf der Park ausschließlich von Mitgliedern der Sektion. Großes Ziel der jungen Slackliner, allen voran dem Sektionsleiter Klapfer, ist es, der relativ neuen Sportart einen noch größeren Bekanntheitsgrad zu verleihen. „Jeder soll wissen, was Slacklinen ist und es nach Möglichkeit auch schon einmal versucht haben“, so der junge Brixner. Darüber hinaus möchte er mehr und mehr Menschen für den Sport begeistern und die neue Sektion dem entsprechend aufbauen. eh
FUSSBALL
Mädels geben den Ton an z Die Fußballerinnen des SSV Brixen haben es den Buben „gezeigt“: In der C-Jugend der Jungs geben nämlich die Mädchen den Ton an; genau genommen die wilden Mädels des SSV Brixen Obi. Mit sieben Siegen, zwei Unentschieden und nur zwei Niederlagen heimste die einzige Mädchenmannschaft dieser Meisterschaft den Titel „Südtirol Meister“ ein und lassen somit zwölf Bubenmannschaften hinter sich. Die Fußballerinnen, die noch keine 15 Jahre alt sind, spielen einen erfolgreichen und zudem
sehenswerten Fußball. Grund dafür ist nicht nur der unermüdliche Einsatz der Spielerinnen, sondern auch jener der zielstrebigen Trainer. Die Sportlehrer Much Weissteiner und Florian Demetz haben durch kontinuierliches Training ein hohes Fußballniveau bei ihren Schützlingen erreicht. Vier Mädchen der Mannschaft wurden zudem in die U15-Südtirol-Auswahl einberufen: Hannah Bielak, Annalena Santin, Lena Acherer und Lisa Sullmann dürfen sich über diese sportliche Ehre freuen. eh
r e e M
em
aus d Kulinarisches
Jeden DONNERSTAG & FREITAG Fischvorspeise für zwei Personen um 18 Euro oder ein Meeresgericht nach Wahl um 10 Euro Dienstag Ruhetag
Tischreservierung erwünscht: Tel. 0472 278506 PAVILLON Pizzeria Restaurant Am Schalderer Bachl 42 Brixen www.pavillonbrixen.com 43
Gold, Silber und Bronze z Erfolgreicher hätten die Italienmeisterschaften in Kata (Form) und Kumite (Wettkampf) in Riccione für die Brixner Karatekämpfer nicht verlaufen können: Mattia Conci und Ivan Ponessa vom Verein „Karate Bressanone Wadoryu ASD“ kämpften sich in ihrer Kategorie nach vorne. Ponessa erlangte dabei mit seiner großen Entschlossenheit die Goldmedaille. An der Meisterschaft im
Zeit- und Hindernislauf, Technik mit Ball sowie Kata (Form) und Kumite (Wettkampf) nahm der 11-jährige Brixner Lorenzo Cappelletti teil. Er holte sich in der Disziplin „Kata“ die goldene und im Hindernislauf sowie im „Kumite“ die bronzene Medaille. Auch Silke Marcher heimste eine goldene und Elia Orlandi eine silberne Medaille in ihrer Kategorie ein. Für den Brixner Verein ist dies
ein mehr als gutes Ergebnis: drei Mal Gold, ein Mal Silber, drei Mal Bronze. to
F&S Freizeit & Sport HANDBALL
Ein Abgang nach dem anderen z Nach einer nicht unbedingt erfolgreichen Saison muss der SSV Brixen Handball weitere herbe Rückschläge einstecken: Nicht nur Trainer Riccardo Trillini, sondern auch die Spieler Andreas Kammerer und Ivan Stuffer kehren dem Verein den Rücken zu. Trillini bat nach nur einer Saison um die Vertragsauflösung, um seine Trainerdienste bei einem Klub aus Luxemburg einzusetzen, mit dem er auf internationaler Ebene spielen kann. Pivot Andreas Kammerer nimmt das Angebot des SSV Bozen an und wechselt in der
kurz
notiert
44
Foto: Oskar Zingerle
Freizeit & Sport
KARATE
kommenden Saison zum aktuellen Meister. Als wäre dies nicht genug, verlässt auch Ivan Stuffer (im Bild) seinen Heimatverein: Der 26-jährige Nationalspieler widmet sich anderen Interessen und beendet seine Handballkarriere. Auch Torhüter Jan Jurina und Rückraumspieler Nikolic Kajic werden in der nächsten Saison den Brixnern nicht mehr zur Verfügung stehen. Der gebeutelte SSV Brixen muss sich nun komplett neu orientieren – eine schwierige Aufgabe für Sektionsleiter Reinhold Engl und dem gesamten Vorstand, der
sich nicht nur auf die Suche nach einem neuen Trainer begeben
muss, sondern auch Verstärkung für den Rückraum sucht. eh
Die Fußballerinnen Sonia Weissteiner und Johanna Rabanser vom SSV Brixen OBI wurden in die Nationalmannschaft der unter 17-Jährigen einberufen. Für beide ist dies die erste Einberufung in die Mannschaft der besten Spielerinnen Italiens - und zugleich Lohn für ihren unermüdlichen Einsatz.
Die Handballerinnen des SSV Brixen der Kategorie „U18“ holten sich den Italienmeistertitel gegen den Erzrivalen aus Cassano mit einem klaren 31:27. Melanie Perathoner wurde zur besten Torfrau und Annares Auer zum besten linken Halbflügel des Turniers gekürt.
Der 50-jährige Brixner Markus Waldner wird ab der Saison 2014/2015 neuer Renndirektor der „Alpinen“ bei der FIS. Waldner arbeitet seit 1997 bei der FIS und war bisher für die Rennserien im Europacup tätig. Er folgt auf Günter Hujara, der kürzertreten möchte.
NACHGEFRAGT
„Vielfalt und gegenseitiger Respekt“ RALF DEJACO, Architekt, Finanzchef der EHF (European Handball Federation) und Präsident des Amateursportvereins SSV Brixen, über seinen 16-jährigen Einsatz für den Sport. Herr Dejaco, Sie wurden bei der Vollversammlung des SSV Brixen als Präsident wiedergewählt. Was treibt Sie an? Mein Vorgänger Klaus Seebacher hat mich in einem langen Gespräch gebeten, diese Aufgabe zu übernehmen. Ich habe es gemacht, mich eingelebt und erfahren, dass sich eine wunderbare „Familie“ gebildet hat, in der ich mich wohl fühle – vor allem auch, weil ich im Kontakt mit der Jugend bin. Trotzdem darf man an so einem Sessel nicht kleben bleiben, und ich werde mich intensiv um eine Nachfolge bemühen.
Der SSV zählt mit seinen 1.842 Mitgliedern zu den drei größten Sportvereinen Südtirols. Was ist das Besondere an ihm? Es ist die Vielfalt und der gegenseitige Respekt der 14 Sektionen. Dieser Umgang ist nicht selbstverständlich, er muss gepflegt werden. Wenn dies gelingt, dann wird es zu etwas Besonderem: Dieses Zusammenleben so vieler verschiedener Sportarten, Generationen, Männer und Frauen, die alle auf ihre Weise Freude am Sport finden. Welche sind die Herausforderungen der kommenden Jahre? Traditionelle Sportarten sind europaweit in die Krise geraten, weil
die Professionalität und die Pyramide darunter eine straffe Organisation voraussetzen. Als Reaktion hat es viele Jugendliche zu neuen Fun-Sportarten getrieben, die sie eigenständig ausüben können. Diese einzubinden, ist ein großes Ziel. Zusätzlich ist der Freizeitsport für über 45-Jährige sehr ernst zu nehmen, und auf junge Menschen, die nicht im Hochleistungssport eingebunden sein wollen, müssen wir mehr zugehen. Verbessern wollen wir zudem die Zusammenarbeit mit den Schulen. Verwaltungsmäßig sind wir relativ professionell, aber Verbesserungen gibt es immer. johanna.bernardi@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
Wirtschaft & Umwelt STANDORTFRAGE: Ob die Bergstation einer neuen Seilbahn am heutigen Standort bleiben oder zur Umlaufbahn des Skigebietes verlegt werden soll, werden die Meransner bei einer Volksabstimmung entscheiden
––––––
Ungewisse Zukunft
MÜHLBACH
Der Gemeinderat von Mühlbach hat den Antrag eines Promotorenkomitees für die Abhaltung einer Volksbefragung zur Seilbahn mit Zweidrittelmehrheit angenommen. Dass die Befragung nur in Meransen stattfinden soll, sorgte für Zündstoff, und wie man die Entscheidung letztlich umsetzen wird, steht offensichtlich noch in den Sternen.
S
eit rund eineinhalb Jahren diskutiert Mühlbach über die Zukunft der Seilbahn zwischen dem Hauptort und der Fraktion Meransen. Während die Idee, die Talstation in Mühlbach vom heutigen Maria-Hilf-Platz auf das Bahnhofareal zu verlegen, ziemlich schnell fallen gelassen worden ist, hält die Liftgesellschaft, die das Projekt gemeinsam mit der Landesverwaltung als Bauherr umsetzen soll, an einer Verlegung des Standortes der Bergstation zur Umlaufbahn fest.
46
Wo ist der beste Standort? Die
Argumentation ist nachvollziehbar: Durch eine neue Bahn soll vor allem das Skigebiet vom Tal aus besser erreichbar sein, und deshalb stellt die Liftgesellschaft den berechtigten Anspruch, das Projekt in der Art und Weise zu realisieren, wie sie es für die Erreichung des besagten Zwecks für richtig hält. Dass der neue Standort vom dichter besiedelten Ortsteil und von der heutigen Bergstation 700 Meter entfernt ist, schmeckt vielen Meransnern
nicht, für die die Seilbahn als Nahverkehrsmittel nicht mehr wegzudenken ist. Auf der anderen Seite ist den meisten auch klar, dass die neue Seilbahn ein guter Frequenzbringer für das Ski- und Wandergebiet wäre. In Mühlbach würde die Verlegung der Bergstation bedeuten, dass einige Gebäude wegen der Trassenänderung von der neuen Bahn überflogen würden, und deshalb machte sich unter den betroffenen Anrainern ebenfalls Unmut breit.
Das Volk soll entscheiden. Ein
Meransner Promotorenkomitee forderte den Gemeinderat auf, eine Volksbefragung zum Thema durchzuführen. „Die Räte sahen sich aber in der Lage, eine Entscheidung selbst treffen zu können und lehnten den Antrag ab“, berichtet Bürgermeister Christoph Prugger. Das Promotorenkomitee startete daraufhin einen zweiten Anlauf und stellte den Antrag, die Volksbefragung auf Eigeninitiative in die Wege zu leiten. Diesen nahmen die
weise der Beschlussvorschlag auf Beschränkung der Volksbefragung auf eine oder mehrere Fraktionen gilt als angenommen, wenn zwei Drittel der zugewiesenen Ratsmitglieder dafür stimmt. In Ermangelung eines anderslautenden Gemeinderatsbeschlusses findet die Volksbefragung auf dem gesamten Gemeindegebiet statt.“ Es scheint fast so, als wollten die Räte mit ihrer Zustimmung auf Nummer sicher gehen, um sich nicht den Vorwurf gefallen lassen zu müssen, eine Volksbefragung
gesprochen: „Von dieser Seite war keine Befragung gewünscht, und es hat sich auch niemand dem Meransner Promotorenkomitee angeschlossen.“
Absurde Diskussion. Für viele
Mühlbacher ist die Fragestellung genau wie die gesamte Diskussion um eine alte oder neue Trasse ohnehin völlig absurd. Die vom Überflug einer neuen Trasse betroffenen Anrainer verlangen energisch die Beibehaltung des bestehenden Verlaufs. Ein Teil
Bürgermeister Christoph Prugger wie auch Landesrat Widmann nehmen die Bedenken der Anrainer trotzdem ernst. „Wir verlangen von der Liftgesellschaft, dass sie die Anrainer umfassend über alle Folgen eines eventuellen Überflugs informiert – etwa, ob es Einschränkungen in Bezug auf die Gebäudehöhe gibt und so weiter“, sagt Prugger. Landesrat Foto: Oskar Zingerle
Räte in geheimer Abstimmung mit der erforderlichen Zweidrittelmehrheit an. Diskussionspunkt war allerdings die beantragte Beschränkung der Befragung auf die Fraktion Meransen. Die SVPGemeinderäte des Hauptortes verlangten, die Bevölkerung von Mühlbach ebenso abstimmen zu lassen, denn schließlich betreffe das Projekt auch dessen Einwohner. Dem wollten die übrigen Räte von Mehrheit und Opposition nicht folgen und stimmten für den
„Sollten wir die Zustimmung der überflogenen Anrainer nicht bekommen, dann werden wir das Projekt auch nicht verwirklichen. Daran würde eine Volksbefragung nichts ändern“_ Karl Leitner, Präsident der Gitschberg Jochtal AG Antrag – wohl auch deshalb, weil nicht zweifelsfrei geklärt werden konnte, ob im Falle einer Ablehnung der gesamte Antrag abgewiesen würde oder ob die Volksbefragung dann automatisch auf dem gesamten Gemeindegebiet stattfinden hätte müssen. So sieht es zumindest die entsprechende Gemeindeverordnung vor, wo es heißt: „Der Antrag beziehungs-
abgelehnt zu haben. Selbst die Freiheitlichen stimmten für den Antrag. Landesrat Thomas Widmann kann den Beschluss, nur die Meransner Bevölkerung zu befragen, nicht ganz nachvollziehen: „Je mehr Menschen befragt werden, umso besser wäre es.“ Gebhard Lanz, SVP-Ortsobmann von Mühlbach, hat mit betroffenen Anrainern des Hauptortes
der heute protestierenden Anrainer würde selbst dann noch überflogen, ein anderer Teil wäre nicht mehr direkt betroffen, dafür aber die Nachbargebäude. Aus der Distanz betrachtet ist es für Mühlbach also völlig irrelevant, wo die Seilbahn verlaufen wird – es wird immer überflogene Anrainer geben, die dagegen protestieren werden.
Karl Leitner: „Wenn das Land die Seilbahn als Nahverkehrsmittel ähnlich der Rittner Bahn auf eigene Faust betreiben möchte, haben wir sicher nichts dagegen“
–––––––––– 47
Foto: Oskar Zingerle
Wirtschaft & Umwelt
Bürgermeister Christoph Prugger und Landesrat Thomas Widmann: „Die Bedenken überflogener Anrainer sind ernst zu nehmen“
–––––––––
Widmann kann die Sorgen der Anrainer verstehen: „Natürlich ist eine Seilbahn über dem eigenen Dach nicht angenehm, aber meine ganz persönliche Meinung ist, dass die Beeinträchtigung nicht so massiv ist wie viele annehmen. Eine Straße vor der Haustür ist wesentlich schlimmer.“ Die Mühlbacher müssten es wissen: Alle Häuser links und rechts der heutigen Trasse sind vor über dreißig Jahren unter die damals bereits bestehende Bahn gebaut worden – und bis heute hat sich noch niemand über eine eingeschränkte Privatsphäre beklagt.
Leitner: „Keine Bahn ohne Zustimmung der Anrainer“. Karl
Leitner, Präsident der Gitschberg Jochtal AG, sieht die Diskussion relativ gelassen. Er hat mehrmals betont, eine eventuelle Volksbefragung hätte keinen Einfluss auf
Women
Underwear for her
Jeans ab 12,00 € Elegante Hosen ab 18,00 € BH ab 6,90 € T-Shirts ab 4,99 € BH + Slip ab 10,00 € Gürtel ab 2,99 € Socken 3er-Pack ab 7,90 € Schals ab 2,99 € Taschen ab 19,99 € Underwear
Men Hemden ab 6,90 € Poloshirts ab 6,90 € Schals ab 3,99 € Gürtel ab 4,99 €
for him Boxer ab 4,90 € Slips ab 4,90 €
Vielfalt + Qualität zum kleinsten Preis!
3x in Brixen:
NEU: Brennerstraße 6 / Priel 13 a (Acquarena-Parkplatz) Großer Graben 31 Kreuzgasse 4
Öffnungszeiten: Mo.-Fr. 9-13 u. 15-19 Uhr, Sa. 9-13 u. 15-18 Uhr 48
die Entscheidung der Gesellschaft, das Projekt mitzufinanzieren oder nicht: „Sollten wir die Zustimmung der überflogenen Anrainer nicht bekommen, dann werden wir das Projekt auch nicht verwirklichen. Daran würde eine Volksbefragung nichts ändern“, schrieb Leitner im Pro & Contra der März-Ausgabe des „Brixner“ und nahm die Gitschberg Jochtal AG mit dieser Aussage de facto aus dem Spiel, denn dass die Anrainer ihre ablehnende Haltung noch ändern, würde an ein Wunder grenzen. Die Haltung Leitners wird umso verständlicher, wenn man sich vor Augen hält, dass die Liftgesellschaft noch an finanziellen Altlasten zu knabbern hat und die Investition in die Seilbahn nicht so ohne weiteres zu bewerkstelligen wäre. „Das bedeutet aber nicht, dass das Projekt deshalb automatisch vom Tisch ist“, so Leitner.
Meine Meinung Oskar Zingerle
Noch ist es nicht zu spät Sollte die beschlossene Volksabstimmung im Sinne von Otto Pabst, dem Kopf des Promotorenkomitees, für eine Beibehaltung der bestehenden Trasse ausgehen, sieht er die Möglichkeit, die Liftgesellschaft zum Bau der Seilbahn zu zwingen: „Die Hoteliers und Gastwirte sollten die jährlichen Beiträge an die Liftgesellschaft nur mehr dann auszahlen, wenn diese für den Bau der Bahn verwendet werden.“ Dass diese Geldmittel dann an einer anderen Stelle in der Bilanz fehlen würden, verneint Pabst – allerdings nicht sehr überzeugend, denn auch ihm dürfte bekannt sein, dass die Gitschberg Jochtal AG nicht Geld im Überfluss hat. Es hat jedenfalls den Anschein, dass die Problematik von den Beteiligten noch nicht ganz zu Ende gedacht ist. Wenn die Politik eine Entscheidung schon auf die Bevölkerung abwälzt, so muss sie doch im Vorhinein sicherstellen, dass alle angebotenen Optionen umsetzbar sind – sonst wird das Instrument der direkten Demokratie zur Farce. Noch ist es nicht zu spät: Aufgrund der Sperrfrist der Landtagswahlen wird die Volksbefragung wohl erst im nächsten Jahr abgehalten werden.
„Wenn das Land die Seilbahn als Nahverkehrsmittel ähnlich der Rittner Bahn auf eigene Faust bauen und betreiben möchte, haben wir sicher nichts dagegen. Ebenso, wenn ein anderer Investor einspringen würde“, so Leitner. Ob das Land das Vorhaben zu 100 Prozent alleine finanzieren würde, darf zumindest in Frage gestellt werden – schon gar nicht auf der alten Trasse, zumal von der Grundidee einer direkten Anbindung der Skigebiete mit der Eisenbahn in der Talsohle dann nicht mehr viel übrig bliebe. Widmann sieht das Projekt in diesem Fall aber noch nicht endgültig versenkt. Die These, dass ein „Ja“ bei der Volksbefragung automatisch das Ende der Seilbahn bedeute, will er selbstverständlich nicht teilen: „Das Volk ist der höchste Souverän, und die Entscheidung einer Volksbefragung ist zu akzeptieren, sonst bräuchten wir sie nicht durchzuführen.“ Ohnehin müsse die neue Seilbahn in Meransen von einem Nahverkehrskonzept etwa in Form eines Citybusses begleitet werden, um zu gewährleisten, dass sowohl Einheimische wie
Das Projekt für die Talstation einer neuen Seilbahn sieht eine überirdische Anbindung an den Bahnhof vor, die vermutlich in dieser Form nicht umgesetzt wird
–––––
Touristen jederzeit problemlos zur Bergstation gelangen – egal, wo sich diese befindet.
Kein schlüssiges Konzept. Die
Situation ist somit ziemlich verworren und festgefahren. Niemand kann mit Sicherheit sagen, welche Konsequenzen der
Ausgang der Volksbefragung – egal, in welche Richtung – haben könnte. Die Liftgesellschaft scheidet als Bauherr und Finanzierungsquelle praktisch aus, und ob das Land die Bahn auf der neuen Trasse alleine zahlen wird, ist fraglich – auf der alten Trasse ist es vermutlich noch fraglicher.
Da fragt man sich, wozu man die Bevölkerung überhaupt befragt, wenn danach trotzdem alle Fragen offen sind.
oskar.zingerle@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
KAPITELSCHENKE
IM FINSTERWIRT
Ab 1. Juli wieder geöffnet!
Der Sommertreff in Brixen im romantischen Innenhof-Garten des Finsterwirt.
Umbauen & Einrichten … … auf entspannte Art Wir realisieren Ihren Umbau fix und schlüsselfertig. So bleibt Ihnen mehr Zeit für die wichtigen Dinge im Leben.
Domgasse 3 - Brixen Tel. 0472 835 343
Klausen • Tel 0472 971 377 • www.arredis.it
49
doc.bz Fotos: Oliver Jais t und
Wirtschaft & Umwelt
Zahlreiche Mitarbeiter wurden für ihre langjährige Treue geehrt
EVENT
50 Jahre Wolf Fenster
Seit 50 Jahren steht Wolf Fenster für innovative und nachhaltige Fenstertechnologie aus Südtirol. Ein 50-Jahr-Jubiläum, in dessen Fokus die Ereignisse aus fünf Jahrzehnten Wolf Fenster stehen. z Wenn Wolf Fenster 2013 voller Stolz 50 Jahre Firmengeschichte feiert, so verdankt das Südtiroler Unternehmen aus Natz-Schabs seinen Erfolg keineswegs dem Zufall: Hier wird das Geschäftsmodell eines Familienunternehmens bestätigt, wofür Klaus Wolf, gelernter Tischler und Fensterbauer, im Juli 1963 mit dem ersten Wolf-Fenster neue Akzente im Fensterbau setzte und heute in zweiter Generation von den Brüdern Helmut und Walter Wolf mit Einblick und Weitblick geführt wird. Dank über 140 engagierten Mitarbeitern und unternehmerischem Mut steht Wolf Fenster
50
seit nunmehr 50 Jahren für innovative Fenstertechnologie aus Südtirol. Anlässlich des 50. Geburtstages war in den letzten Wochen in verschiedenen Südtiroler Städten eine verspiegelte Installation zu sehen, die zum Entdecken, Überraschen und Beobachten einlud. Bei der nicht öffentlichen Jubiläumsveranstaltung am 21. Juni begaben sich über 800 geladene Gäste aus dem In- und Ausland auf eine kulturelle und genüssliche Zeitreise durch 50 Jahre Wolf Fenster. Wenn das mal keine schönen Aussichten für die Zukunft sind...
Gemeinsam die Umwelt schonen! Wir verzichten ab sofort auf Papier-Belege. Alle Dokumente erhalten Sie elektronisch. Helfen auch Sie - der Umwelt zuliebe.
www.volksbank.it
Fernwärme in Kranebitt z Die Arbeiten zur Erweiterung des Fernwärmenetzes in Kranebitt haben mit Mitte Juni begonnen. Neu gelegt werden dabei auch die Trinkwasser-, Strom-, Glasfaserleitungen und SchmutzwasserKanäle. Betroffen sind der Hartmannweg von der Elvaser Straße bis zum Weinbergweg, die Elvaser Straße von der Cesare-BattistiStraße bis zum Haus Überbacher
sowie die Obere Schutzengelgasse und die Enziansiedlung. Zunächst war ein Ausfall des Citybus-Dienstes vorgesehen, auf Einwände der Anrainer hat die Gemeinde einen Ersatzdienst eingerichtet. Nun fährt bis Ende August ein Neunsitzer vier Mal täglich vom Hotel Grüner Baum bis zum Teml. Der Kleinbus startet beim Hotel Grünen Baum um 8:30, 11,
14:30 und 18 Uhr, die Fahrt vom Teml nach Brixen erfolgt um 8:45, 11:15, 14:45 und 18:15 Uhr. db
W&U Wirtschaft & Umwelt
Foto: Oskar Zingerle
Wirtschaft & Umwelt
BRIXEN
BRIXEN
Hochspannungsleitungen werden verlegt z Nach mehreren Vertagungen konnten in der Juni-Sitzung des Gemeinderates von Brixen das Einvernehmensprotokoll und der außergerichtliche Vergleich zwischen der Stadtwerke Brixen AG und der SEL AG behandelt werden. Nachdem die Landesregierung mit Beschluss vom 3. Juni insgesamt 10 Millionen Euro für die Finanzierung des Projekts zur Verlegung der Hochspannungsleitungen in Brixen verpflichtet hat, genehmigte der Gemeinderat das Einverneh-
kurz
notiert
52
mensprotokoll einstimmig. Damit ist nun endgültig der Weg geebnet für die seit Jahrzehnten erhoffte Verlegung der Hochspannungsleitungen in Albeins, Sarns, Milland und Elvas. Grünes Licht gab der Gemeinderat auch für den außergerichtlichen Vergleich zwischen der Stadtwerke Brixen AG und der SEL AG, mit dem das Streitverfahren der Stadtwerke in Sachen Konzessionsvergabe gegen die SEL beim Obersten Wassergerichtshof aufgelassen wird. Im Gegenzug
räumt die SEL der Stadtwerke Brixen AG eine Beteiligung von 25 Prozent am E-Werk Ridnaun ein sowie eine Beteiligung von bis zu 20 Prozent bei der Errichtung der Wiltener Leitung über den Brenner. „Die Landesregierung, die SEL AG, die Stadtwerke und die Gemeinde Brixen haben damit gemeinsam ein wichtiges Signal gegeben und einen konkreten Schritt zur Streitbeilegung gesetzt“, freute sich Bürgermeister Albert Pürgstaller. oz
Die verpflichtende Montagschließung für Friseursalons gehört nun auch in Brixen der Vergangenheit an. Laut einer Verordnung von Bürgermeister Albert Pürgstaller dürfen Friseursalons nun auch montags von 7.30 bis 20.30 Uhr offenhalten.
Auch heuer gibt es wieder die Plose Summercard, die zu einer täglichen Hin- und Rückfahrt mit der Plose-Umlaufbahn berechtigt. Für Brixner kostet diese 20 Euro oder die Familienkarte 60 Euro, für die Vahrner ist sie im Meldeamt der Gemeinde um 25 Euro erhältlich. Die Plose Summercard ist bis zum 13. Oktober gültig.
Der Weißwein Solaris (Primus) vom Santerhof in Mühlbach – ein PIWI-Wein aus pilzwiderstandsfähigen Reben – wurde im Rahmen der PIWI-Weißweinverkostung, die von Sommelier Leo Larcher geleitet wurde, mit dem 2. Platz ausgezeichnet. Verkostet wurden dabei 20 Weine.
Foto: Oskar Zingerle
STADTGEHEIMNISSE Foto: aus dem Buch „Brixen – die Geschichte“
Wann gab es in Brixen das letzte schwere Hochwasser?
BRIXEN
Brixen wurde aufgrund des Zusammenflusses von Eisack und Rienz immer wieder von Hochwasser heimgesucht. Als eines der schwerwiegendsten Ereignisse gilt jenes im Jahr 1882, bei dem in Brixen unter anderem mehrere Brücken weggerissen wurden; Stufels, Runggad und die Stadt bis zum Weißen Turm standen einen halben Meter unter Wasser, der Brixner Talboden bis nach Sarns zwei Meter und mehr. Mit der anschließenden Regulierung von Eisack und Rienz blieb Brixen in den Folgejahren von Hochwasserkatastrophen größeren Ausmaßes verschont. Allerdings zeigte das Hochwasser vom 25. November 1927, dass die Gefahr nicht vollkommen gebannt ist. Anfang September 1965 erlebte Brixen ein weiterer schweres Hochwasser: Eisack und Rienz traten im Süden der Stadt über die Ufer, Bahnstrecke und Straße nach Bozen waren für mehrere Tage unterbrochen. Mit der anschließenden Flussregulierung wurde die Staatsstraße südlich von Brixen nach Osten verlegt. 1994 stand die Bahnhofskreuzung unter Wasser, 1995 gab es Überschwemmungen in der Mahr, bei der Gärtnerei Auer und beim Gasthof Ziggler, in der Hachl und dem Höller Graben. 1997 unterspülte der Schalderer Bach Teile von Vahrn. Im Bild: Hochwasser an der Widmannbrücke, Herbst 1965 (SLA, Sammlung Jaidinger) Anregungen: redaktion@brixner.info
Starthilfe Neue Unternehmen in und um Brixen
Mixer Mode --------------------------------------------------Brennerstraße 6 / Priel 13 a (Acquarena-Parkplatz) Brixen, Tel. 0472 801871
Vor kurzem hat eine dritte Niederlassung des Mixer Mode Shops in Brixen eröffnet. Im größten der drei Mixer-Stores findet man trendige Mode und Underwear für Mann und Frau sowie eine Vielzahl an Accessoires – wie gewohnt zu supergünstigen Schnäppchenpreisen und mit einem zuvorkommenden Service.
Veröffentlichung von Neustarts auf Anfrage: starthilfe@brixner.info
Penasa schließt nach über 60 Jahren z 1952 eröffnete Valeria Penasa in der Trattengasse das Kurzwarengeschäft „Penasa“ und führte es mit ihrer Schwester Pia Lucia. Neben den klassischen Kurzwaren fand man auch Unterwäsche, Handtücher, Decken, Blusen, Schreibwaren, Toilettenartikel und vieles mehr in den Verkaufsregalen. „Es gab drei Sorten von Unterhosen: ohne Bein, mit kurzem Bein und mit langem Bein“, erinnert sich Berta Zorzi, die 1967 als Lehrmädchen begann und bis heute im Geschäft arbeitete – ebenso wie ihre ältere Schwester Paola, die schon als kleines Mädchen hinter der Ladentheke stand. Sie hatte den Betrieb 1979 von ihrer Tante übernommen und das Warensortiment auf Damenmode umgestellt. Über 40 Jahre lang war das Geschäft Lebensinhalt der zwei netten Schwestern, und dementsprechend klingt sehr viel Wehmut mit, wenn sie uns einige Anekdoten erzählen:
„Einmal kaufte eine ältere Dame Taschentücher als Weihnachtsgeschenke für ihre Verwandtschaft. Nach Heiligabend brachte sie alle noch verschlossenen Päckchen verärgert zurück: ‚Ich habe auch keine Geschenke bekommen, also verteile ich auch keine!’“, lacht Berta. Nicht ohne Stolz behaupten die beiden, zuletzt mehr Psychologinnen als Verkäuferinnen gewesen zu sein: „Viele Kundinnen sind einfach gekommen, um uns von den unmöglichsten Dingen und Problemen zu erzählen. Wir haben immer gerne zugehört und uns gefreut, wenn es den Betroffenen danach besser ging.“ Somit sind bestimmt nicht nur Paola und Berta Zorzi traurig darüber, dass die Geschäftstür bei „Mode Penasa“ seit dem 13. Juni geschlossen bleibt, sondern auch viele Kundinnen, die das Geschäft und die beiden Schwestern ins Herz oz geschlossen hatten.
Immobilien & Recht
Rund um Immobilien und Recht: Dr. jur. Hannes Willeit Eisackstraße 1/ Löwecenter - VAHRN St. Margarethenstraße 46 - STERZING Mobil: 349 77 61 878 - Tel.: 0472 97 06 90 info@willeitimmojus.it - www.willeitimmojus.it Terminvereinbarung erbeten
Verträge Immobilienvermittlung Erbschaften Schätzungen Unternehmens- und Hofübergaben 53
Wirtschaft & Umwelt
BRIXEN
Gelungenes Familienfest z Acquarena und die Kletterhalle Vertikale luden am sonnigen 15. Juni gemeinsam zu einem Familienfest. Zahlreiche Familien nutzten den ermäßigten Tagestarif und erlebten ein bunt gemischtes Programm mit Clowns, Klettern und einem Fachvortrag von Konstanze Jung über sicheren Badespaß mit Kindern. Mit großem Interesse hat
das Publikum das Angebot aufgenommen, in Zukunft zusammen mit der Eintrittskarte eine Tagesversicherung zu erwerben. Als besonderes Geschenk überreichte Peter Palese vom langjährigen Versicherungspartner ITAS der Direktorin der Acquarena, Petra Untermarzoner, einen Defibrillator. Auf die Familientageskarte gab es
BRIXEN
Komitee contra Komitee z Das Komitee proALTvor mit Paolo Cattoi und Klaus Vontavon an der Spitze hat das Ergebnis zur Standortstudie des Schweizer Stadt- und Verkehrsplaners Stephan Besier für die Talstation der Seilbahn Brixen-St. Andrä von einem siebenköpfigen Team untersuchen lassen. Die Analyse stellt das Ergebnis von Besier
54
auf den Kopf: Durch eine andere Gewichtung der verschiedenen Kriterien erhielt die Wiese südlich von Milland von den sieben analysierten Standorten die beste Bewertung, der Standort Bahnhof die schlechteste. Das Ergebnis wurde im Rahmen einer Bürgerversammlung präsentiert. Das Komitee PRO Seilbahn Brixen reagierte am nächsten Tag mit
an diesem Tag eine Ermäßigung von 30 Prozent. In diesem Zusammenhang dürfen wir vom „Brixner“ auf einen Fehler hinweisen, der in der Mai-Ausgabe stand: Der Rabatt
galt natürlich nicht für die „Summercard Familien“, sondern lediglich für die Tageskarte. Wir bedauern das Versehen. Im Bild: das Clownduo wv Sally und Holly Trolly.
einer Pressemitteilung: Die von proALTvor eingesetzte Arbeitsgruppe sei befangen, ein relevanter Teil davon wäre beim Standort Bahnhof vom Überflug betroffen. Es sei legitim, schreibt PRO Seilbahn Brixen, dass Projektgegner sämtliche Entscheidungen in Frage stellen, weil sie das Projekt verhindern wollen. Das Ergebnis der Analyse sei aber diskutabel: „Hier hat man offenbar das Kriterium Überflug viel zu hoch und das Kriterium Finanzierbarkeit und Umsetzbarkeit viel zu tief
bewertet, was aus Sicht eines Überflogenen nachvollziehbar ist“, sagt der Sprecher von PRO Seilbahn Brixen, Manuel Conci, „eine objektive Bewertung aber sollte sich nicht von Privatinteressen beeinflussen lassen“. Bei Redaktionsschluss wurde bekannt, dass sich unter der Leitung von Franz Linter inzwischen ein drittes Komitee gebildet hat, das in der Gemeinde eine Volksabstimmung zu diesem Thema beantragt hat. oz
NACHGEFRAGT
„Positive Effekte“ GEORG LUN, Direktor der Abteilung „Wirtschaftsforschung“ der Handelskammer, über das Ergebnis einer Studie zu den wirtschaftlichen Effekten, die die Seilbahnverbindung Brixen-St. Andrä bringen würde. Herr Lun, warum ist der Tourismus in Brixen unterentwickelt? Brixen hat in den 90er Jahren die Bettenanzahl reduziert, genauso wie auch andere Gemeinden Südtirols. Andernorts hat dieser Strukturwandel über die Jahre zu einer qualitativen Verbesserung des Angebots geführt; in Brixen ist die Angebotsstruktur im Tourismus hingegen weitgehend gleich geblieben. Entsprechend verfügt Brixen über ein erhebliches Potential und könnte seine Rolle als Tourismusdestination in Zukunft stärken, wenn geeignete Maßnahmen getroffen werden.
Warum würde sich der Bau einer Seilbahn von Brixen nach St. Andrä für Brixen lohnen? Eine Verbindung von der Stadt aus würde eine Aufwertung für die Plose als Naherholungsgebiet für Winter und Sommer bedeuten. Davon können Touristen, aber auch die Einheimischen profitieren. Die neue Hungerburgbahn in Innsbruck zeigt, welche Chancen eine direkte Verbindung einer Stadt mit dem Berg bietet. Die Seilbahnverbindung hat aber auch das Potential, die qualitative Verbesserung des touristischen Angebots in Brixen anzustoßen und in der Folge auch positive Effekte für Handel und Handwerk auszulösen.
Ist der Einsatz öffentlicher Gelder für dieses Projekt gerechtfertigt? Das Land fördert solche Investitionen, weil diese nicht nur einen Nutzen für die Betreibergesellschaft bringen, sondern unverzichtbare Einrichtungen für den Tourismus im Allgemeinen sind. Für die Seilbahn in Brixen gilt dies umso mehr, als auch für die Brixner ein bisher vernachlässigtes Naherholungsgebiet besser erschlossen wird. Letztlich bleibt es aber Aufgabe der politischen Gremien zu entscheiden, ob der Einsatz von Steuergeldern im öffentlichen Interesse ist oder nicht.
Präventionsinstrument geworden, um schon in der Vorbereitung von Festen mit den Veranstaltern zum Thema Alkoholmissbrauch ins Gespräch zu kommen, aber auch, um direkt vor Ort und während der Feste Sensibilisierung zu betreiben.“ 500 Einsätze hat die Trendy. Bar bislang geleistet, besonders die Finanzierung sorgte aber immer wieder für Sorgenfalten auf der Stirn der Initiatoren. Dank der Unterstützung des Landes Südtirol, aber auch vieler Sponsoren wie etwa den Bezirksgemeinschaften, KIKU oder Innerhofer hat das
Projekt bis heute überlebt. Vor kurzem wurde der Vorstand des Vereins neu besetzt, wobei Philipp Achammer dem ehrenamtlichen Verein als Vizepräsident beisteht. „Es ist wichtig, dass wir unsere Tätigkeit ausweiten und uns weitere Partner mit ins Projekt holen“, erläutert die neue Koordinatorin des Projektes, Alexandra Gasser. Somit wird der Verein ab Herbst neben der Trendy.Bar das Trendy. Net und Trendy.Forum aufbauen – ein Netzwerk für Veranstalter und all jenen, die sich zu den Themen Alkoholfreies Trinken,
willy.vontavon@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
BRIXEN
Fünf Jahre Trendy.Bar z Ein genüsslicher Cocktail, garniert mit Fruchtstücken und Strohhalm – aber ohne Alkohol. Die Trendy.Bar tourt nunmehr seit fünf Jahren durchs In- und Ausland mit der klaren Botschaft, dass Feiern auch ohne Alkoholgenuss Spaß machen kann. Die cool gestaltete Bar, die auch bei den heurigen Brixner Sommeremotionen wieder zu finden sein wird, ist ein Projekt, das 2008 von Alex Ploner mit dem Kiwanis Club Bruneck gestartet wurde. Engagierte Mitarbeiter, freiwillige Helfer und verantwortungsbewusste Veranstalter haben die Trendy.Bar zu einem Erfolg gemacht, der auch im Ausland gesehen und geschätzt wird: „Dass Milchshakes und alkoholfreie Cocktails neben Bier und Schnaps mittlerweile akzeptiert und gewünscht werden, war aber ein langer steiniger Weg“, sagt Vereinspräsident Christian Gartner. „Die Trendy.Bar ist ein
Cocktails kreieren und Festkultur informieren und weiterbilden möchten. db
Alkoholprävention in Südtirol
55
Wirtschaft & Umwelt
EISACKTAL
Route 99 z Peter Righi, der ehemalige Geschäftsführer des Tourismusverbandes Eisacktal, ist beim Joggen im Süden Bozens auf einen bemerkenswerten Umstand aufmerksam geworden: Am so genannten Fischerspitz, dem Zusammenfluss von Eisack und Etsch, sind beide Flüsse ziemlich genau 99 Kilometer lang. „Weil man beim Joggen Zeit zum Nachdenken hat, ist in Anlehnung an die amerikanische ‚Route 66’ die Idee zur ‚Route 99’ geboren“, erzählt Righi, der in seiner Freizeit auch gerne mit dem Fahrrad unterwegs ist und darüber hinaus ein Faible für kulturelle Besonderheiten hat. Also hat er sich auf die Suche nach 99 Sehenswürdigkeiten entlang des Eisacks gemacht und ist auch fündig geworden – in Form von bedeutenden oder weniger bedeutenden, großen oder kleinen, bekannten und unbekannten, aber immer
interessanten Dingen und Geschichten. Bilder und Texte zu jedem Fundstück hat Peter Righi gesammelt und auf einer FacebookFanpage veröffentlicht. Wer einmal zu Fuß oder mit dem Rad entlang des Eisacks unterwegs ist, dem ist ein Besuch der Seite wärmstens zu empfehlen. „Viele Menschen haben gegenüber unseren Flüssen eine weitgehend zweckorientierte Einstellung, etwa hinsichtlich der Energieproduktion“, sagt Righi. Im Rahmen des Flussraumforums Eisacktal ist ihm bewusst geworden, dass der Gesellschaft der Bezug zum Gewässer vielfach verloren gegangen ist – gerade, was den Aspekt Erholung betrifft. Mit seinem Projekt will Peter Righi auch bei den Touristikern die Sensibilität für die wertvollen Kulturgüter wecken. „Wenn sich etwas in diese Richtung bewegt, freue ich mich“, sagt er bescheiden, und arbeitet derweil schon an der zweiten „Route 99“ vom Reschen nach Bozen. oz
junior R A S Æ C
n d er es e tw a s B es o .. . w en n S ie
e r kau f D i r e.k047t2-V 20 0 30 0 In fo: Tel o .b z .i t w w w .m a b
CÆSAR junior –
Terrassen-Wohnungen „Klimahaus A“, mit eigener großzügiger Sonnenterrasse, freier Ausblick, ganz in Zentrumsnähe und mit eigener Tiefgarage! Letzte Wohneinheiten zu verkaufen!
MABO GMBH Brixen Mozartallee 2 www.mabo.bz.it info@mabo.bz.it
56
su ch en !
AUTO BRENNER
Zwei unter einem Dach Seit Anfang Juni findet man die zwei Partner Auto Brenner und RDM Allianz in der J. G. Mahlstraße 32a in Bruneck unter einem Dach. Der größte Südtiroler VW-Vertragshändler Auto Brenner und die im Eisacktal und Pustertal etablierte Versicherungsagentur RDM Allianz arbeiten bereits seit Jahren eng zusammen. Im Rahmen der Übernahme des Autozentrums Beikircher in Bruneck hat sich die Möglichkeit ergeben, im Pustertal nun auch räumlich zusammenzurücken. „Die Partnerschaft zwischen Auto Brenner und RDM Allianz bringt einen erheblichen Mehrwert für die Kunden“, sind die beiden Unternehmen überzeugt. „Durch den Ausbau der Zusammenarbeit möchten wir Synergien besser nutzen und vor Ort noch mehr Service bieten.“ Die Versicherungsleistungen der RDM Allianz umfassen alle Versicherungsprodukte der
Allianz-Tochtergesellschaften, unter anderem für Fahrzeuge und Fuhrparks, während die
Tätigkeiten der VW Auto Brenner vom Verkauf von Neu-, Jahresund Gebrauchtwagen bis hin
zum Wartungs- und Reparaturservice in der autorisierten VWWerkstatt reichen.
In der Brunecker Niederlassung sind die zwei Partner Auto Brenner und RDM Allianz räumlich zusammengerückt, um den Kunden einen umfassenden Service unter einem Dach zu bieten
Entdecken Sie alle Angebote, die Volkswagen Financial Services für Sie erdacht hat.
Volkswagen empfiehlt
BERNI
Immer noch ab 17.800 Euro.
Golf. Das Auto.
Jetzt mit Progetto Valore Volkswagen • Um 178 Euro monatlich für 3 Jahre. 35 Raten. TAN 3,99%, TAEG 5,70%. • Garantieverlängerung und Wartung inklusive. • Und dann wählen Sie zwischen Eintausch, Rückgabe oder Refinanzierung.
www.volkswagen.it
Auto Brenner
MotorUnion
BOZEN - Lanciastraße 3 - Tel. 0471 519430 BRIXEN - Bahnhofstraße 32 - Tel. 0472 519430 BRUNECK - J.-G.-Mahl-Straße 32a - Tel. 0474 519430 MALS - Staatsstraße 20 - Tel. 0473 519480 www.autobrenner.it
MERAN - Goethestraße 37 Tel. 0473 519430 www.motorunion.it
VARIANTE A
LOGO UTILIZZO1A/2 DUE COLORI
Golf 1.2 TSI Trendline BlueMotion Technology 77 kW/105 PS ab € 17.800 (zuzügl. IPT) - mit ExtraTime für 3 Jahre oder bis 80.000 km inklusive dem vom Hersteller vorgesehenen Service für 3 Jahre und bis 60.000 km. Akkonto € 5.340, Finanzierung € 12.460 in 35 Raten zu € 176,61. Valore Garantito Futuro entsprechend der Restrate € 7.476 (nur fällig, wenn der Kunde das Auto behalten möchte). TAN 3,99% fix - TAEG 5,70%. Gesamter Kreditbetrag € 12.460. Spesen: Verwaltungsgebühren € 300; Inkasso Monatsraten € 3; Periodische Mitteilungen € 3; Stempel/Ersatzsteuer € 31,15. Gesamtbetrag zu Lasten des Konsumenten € 13.799,50. Europäische Basisinformationen/Infoblätter bei Ihrem Volkswagen Händler. Vorbehaltlich Genehmigung durch die Volkswagen Bank. Weitere Infos unter www.volkswagen.it. Abbildung zeigt Sonderausstattung gegen Mehrpreis.
Maximale Werte: Kraftstoffverbrauch, komb. 5,3 l/100 km - CO2 123 g/km.
50 Jahre Wohnideen Mit seinen Ursprüngen als Tischlerei ist es dem Möbelhaus Rogen in Mühlbach von Anfang an gelungen, trendige Wohnideen und individuelle Vorstellungen in passgenaue Einrichtungslösungen zu verwandeln. Fünfzig Jahre später und in zweiter Generation zählt das Möbelhaus Rogen heute zu einem der führenden Einrichtungshäuser der Region. Damit dies auch weiter so bleibt und um den Familienbetrieb für die Zukunft zu rüsten, haben die Geschwister Rogen vor Kurzem das Möbelhaus umgestaltet – neu sind die markante Außenfassade und die weitläufige, nunmehr offene und helle Ausstellungsfläche im Parterre.
Foto: Eva Durchner
Passend zum 50-jährigen Bestehen präsentiert sich das Möbelhaus Rogen nach kurzer Umbauzeit in neuem Glanz und feierte im Rahmen der kürzlich stattgefundenen Neueröffnung zugleich sein rundes Firmenjubiläum.
Extra
Qualitätsbetriebe
MÖBELHAUS ROGEN
Kompetente Beratung und passgenaue Wohnträume.
Foto: Eva Durchner
Eindrucksvoll präsentiert sich die große Vielfalt an trendigen Wohnideen auf 2.500 Quadratmetern, die von Küchen verschiedenster Marken, Schlafzimmer-
möbel, Matratzen und Zubehör, Baby-, Kinder- und Jugendzimmer, Wohn- und Esszimmer, Polsterund Büromöbel bis hin zu Bädern und Einrichtungsideen für Gastronomie und Beherbergungsbetriebe reicht. Von den Kunden besonders geschätzt wird darüber hinaus die umfassende Rundumbetreuung mit passgenauer Maßanfertigung in der eigenen Werkstatt und fachmännischer Montage.
Feierliche Wiedereröffnung. Nach nur dreimonatiger Umbauzeit war es schließlich soweit: Am letzten Maiwochenende lud das Möbelhaus Rogen zur feierlichen Neueröffnung – eine Gelegenheit,
Foto: Eva Durchner
Das Möbelhaus Rogen mit neuem Erscheinungsbild
Die Geschwister Rogen mit den Eltern Hans und Klara
die sich viele nicht entgehen ließen. Von der Kochvorführung auf neuesten Küchengeräten über eine Matratzenberatung bis hin zur Kinderanimation war für jeden
etwas dabei, und bei der gemeinsamen Weißwurstverköstigung wurde die Familie Rogen von allen Seiten zu den gelungenen Neuerungen beglückwünscht.
Auch Bürgermeister Christoph Prugger ließ sich die feierliche Wiedereröffnung des Mühlbacher Traditionsunternehmens nicht entgehen
Julian Kreithner, Architekt Hannes Peer und Ursula Huber
Pustertaler Straße 30 39037 Mühlbach Tel. 0472 849522 www.moebel-rogen.it Öffnungszeiten: Mo- Fr, 8-12 und 14.30-18.30 Uhr, Sa, 8.30-12 Uhr 58
Zauberer Flo sorgte für magische Unterhaltung
Viele nutzten die Gelegenheit für eine Matratzenberatung durch den Fachberater von Elastica, einem führenden österreichischen Matratzenhersteller
Kathrin Rogen mit Michael Mangano und Lucillo Sancino, dem Köcheteam des Küchengeräteherstellers Franke
Othmar Rogen im Gespräch mit Walter und Vittorio Cova, der Geschäftsführung des Küchenherstellers Cova, sowie deren Mitarbeiter Flavio Berti
ETSCHWERKE TRADING GMBH
Wertvolles Engagement Die Etschwerke Trading unterstützt Südtirols einziges E-Rollstuhlhockey-Team, die „W.H. Tigers“ aus Bozen, mit einem Sponsoringvertrag über die nächsten drei Jahre. Für die Mannschaft ist damit der Spielbetrieb auch mittelfristig gesichert. „Es ist die unerschöpfliche Begeisterung für den Sport, die unsere Spieler eint; unabhängig von Alter, Geschlecht oder Schweregrad der körperlichen Behinderung zeigen sie Einsatzfreude und Kampfgeist“, sagt Karlheinz Innerhofer, Pressesprecher der „Tigers“. Beim E-Rollstuhl-Hockey spielen zwei Mannschaften mit je vier Feldspielern plus Tormann gegeneinander – alle sitzen im Elektrorollstuhl. Jeden Mittwoch trainieren die Spieler der „Tigers“, um sich auf die Meisterschaft vorzubereiten. Die Mannschaft gibt es zwar erst seit vier Jahren, jedoch spielen sie bereits in der höchsten Liga, der Serie A1, mit. Die Matches werden italienweit ausgetragen: Einmal heißt der Gegner beispielsweise Turin, ein anderes Mal Ancona. „Das ist zwar reizvoll, die Fahrten zu den Spielen sind aber mit sehr viel Aufwand verbunden – zeitlich und finanziell“, so Innerhofer. „Damit unsere Tätigkeit aufrecht
erhalten bleiben kann, ist die Unterstützung von Angehörigen und Sponsoren unerlässlich.“
Etschwerke Trading unterstützen die „Tigers“. Ein wich-
tiger Partner der „Tigers“ ist die Etschwerke Trading, die jüngst ihren Sponsoringvertrag für drei weitere Jahre erneuert hat: „Es freut uns, dass wir dieses hochmotivierte Team unterstützen dürfen und gemeinsam dafür sorgen können, dass die Zukunft der ‚Tigers’ gesichert ist“, so der Präsident der Etschwerke Trading, Walter Stirner, „nettes Detail am Rande: Die E-Rollstühle werden allesamt mit elektrischer Energie der Etschwerke betrieben.“
Größter Energieversorger in Südtirol. Die Etschwerke AG ist
seit 1897 der wichtigste Energieversorger in Südtirol und das größte Industrieunternehmen der Branche. Die Anteile halten zu je 50 Prozent die Gemeinden von Bozen und Meran. Die Etschwerke
AG beschäftigt 482 Mitarbeiter und generierte 2012 einen Jahresumsatz von rund 869 Millionen Euro. Damit stellt das Unternehmen einen der bedeutendsten Wirtschaftsfaktoren für Südtirol dar. Die Etschwerke AG produziert jährlich rund 662 Gigawattstunden Strom und versorgt mehr als 175.000 Abnehmer (private Haushalte und Unternehmen) in Südtirol mit elektrischer Energie. Den Löwenanteil der Etschwerke-Produktion macht die Wasserkraft aus (447 Gigawattstunden), der in den vier Anlagen in Bozen, Naturns, Schnals und auf der Töll erzeugt wird. Jedoch auch durch massive Investitionen im Bereich nicht traditioneller erneuerbarer Energien, wie etwa Biomasse, Photovoltaik und Windkraft sowie in das Fernwärme-Netz, gelingt es der Etschwerke AG, die Umweltbelastung (insbesondere durch Co2-Emissionen) gering zu halten und ihre Position am lokalen und nationalen Markt zu festigen. Die Etschwerke AG
verkauft und verteilt zudem südtirolweit Gas. Eine zweite Säule in der Geschäftstätigkeit der Etschwerke AG ist neben der Produktion und Distribution auch der Handel mit Energie. Das Handelsvolumen liegt bei jährlich rund 6,4 Terawattstunden Strom und wird hauptsächlich über die 100-Prozent-Tochter der Etschwerke AG, die Etschwerke Trading GmbH, abgewickelt. Ebenfalls vollständige Subgesellschaften sind die Etschwerke Netz AG und die Südtiroler Energie Übertragung GmbH. Beteiligungen hält die Etschwerke AG an der Ottana Solar Power AG (90 Prozent) und an der Biopower Sardegna GmbH (79 Prozent). Die lokale Nähe des Kunden zur technischen und organisatorischen Struktur der EtschwerkeGruppe stellt einen wichtigen Faktor dar. Im Vergleich zu einfachen Handelsstrukturen, die im Bereich Stromverkauf tätig sind, garantiert sie somit einen erheblichen Mehrwert.
Das E-Rollstuhlhockey-Team „W.H. Tigers“ aus Bozen spielt in der Serie A1 und wird von der Etschwerke Trading GmbH gesponsert 59
Qualitätsbetriebe
„Weichen für gute Zukunft gestellt“
R.W. GRASS
In ihrer über 40-jährigen Tätigkeit hat die Firma R. W. Grass in Vahrn so manche Höhen und Tiefen erlebt, heute ist das Unternehmen besser denn je für die Zukunft gerüstet. Der „Brixner“ im Gespräch mit Werner und Timo Grass. Wie bahnte sich die Geschäftsbeziehung mit Märklin an?
TIMO GRASS: Wir haben zahlreiche Tätigkeitsfelder. Wie in den Anfängen, übernehmen wir nach wie vor Montagearbeiten – so montieren wir beispielsweise mittlerweile seit fast 40 Jahren Eisenbahnbestandteile für den Spielzeugproduzenten Märklin, weshalb wir vor allem als „die Zugelebauer“ bekannt wurden. Doch längst reicht unser Tätigkeitsgebiet weiter und erstreckt sich von der feinmechanischen Montage bis hin zur mechanischen Metallverarbeitung, wo wir durch maschinelles Drehen und Fräsen Metallteile für die verschiedensten Anwendungsgebiete auf den hundertstel Millimeter genau fertigen.
Werner Grass: Den Kontakt zu Märklin verdanken wir mitunter auch Silvius Magnago, der den Wirtschaftsstandort Südtirol bei deutschen Wirtschaftsvertretern emsig bewarb. Zudem hatte ich in meiner Ausbildungszeit in Stuttgart die Bekanntschaft mit Claudius Märklin, dem Sohn eines der drei Teilhaber des Unternehmens, gemacht. Eines führte zum anderen, und so kam es zu einem ersten Auftrag. Von 1972 bis 1990 montierten wir über 90 Prozent für Märklin, zunächst verschiedenste Sprintautos und bald schon Modelleisenbahnen aller Art. Das Auftragsvolumen nahm stetig zu, das Geschäft florierte, unsere Belegschaft wuchs, ebenso die Zahl unserer lokalen Zulieferer. Im Jahr 1980 folgte der Umzug in ein größeres Gebäude an der Brennerstraße in Vahrn, 1987 kauften wir unser heutiges Betriebsgebäude. Anfang der 90er Jahre erlebten wir unseren Höhepunkt als Montagebetrieb, mit einem Personalhöchststand von 96 festen Mitarbeitern und 124 Heimarbeitern. In den Folgejahren kam es zu einem leichten Auftragsrückgang, woraufhin wir aufgrund der verwandten Tätigkeit die mechanische Metallverarbeitung dazunahmen. 1995 erwarben wir eine erste Fräsmaschine und bezogen erste Aufträge von lokalen Industriebetrieben.
Extra
Herr Grass, was macht die Firma R.W. Grass eigentlich?
Wie hat alles begonnen? WERNER GRASS: Die Gründung der R.W. Grass geht auf das Jahr 1970 zurück. Mein Vater Rudolf war ursprünglich Betriebsleiter bei einem großen Grödner Holzschnitzerei-Betrieb, sah jedoch aufgrund eines Generations- und Führungswechsels seinen Job in Gefahr. Als er mir davon schrieb – ich war zu dieser Zeit in Stuttgart und machte gerade die Ausbildung zum Industriekaufmann – überredete ich ihn, sich gemeinsam mit mir selbstständig zu machen. Wir mieteten in Vahrn ein ehemaliges Sägewerksgrundstück günstig an und errichteten darauf eine Werkhalle. Es ergaben sich erste Kontakte zu deutschen Herstellern, und bald schon übernahmen wir als Zulieferer des Messgeräteherstellers Weigand erste Montageaufträge für Grundig und Saba.
R.W. Grass GmbH Handwerkerzone 44, 39040 Vahrn Tel. 0472 835190, www.grass.it 60
Gab es größere Rückschläge? Werner Grass: Eine Beinahe-Katastrophe erlebten wir im Jahr 2000, als Märklin seine Montagearbeiten zur Gänze an seine neue Niederlassung in Ungarn auslagern wollte. Damals fertigten wir noch fast ausschließlich für Märklin – der abrupte Wegfall des Kunden hätte das Aus für
Für den Familienbetrieb im Einsatz (v.l.n.r.): Cornelia, Werner, Erika, Timo und Jan uns bedeutet. Wir haben mit der Geschäftsführung lange verhandelt, und nur dank der sehr guten Geschäftsbeziehung, die wir über die Jahre gepflegt hatten, konnten wir uns auf eine phasenweise Reduzierung der Montageaufträge einigen. Wir hatten etwas Aufschub gewonnen, mussten uns dennoch - sehr zu unserem Leidwesen - von einem Großteil unserer langjährigen und fleißigen Belegschaft trennen. Wie schafften Sie den Weg aus der Krise? Werner Grass: Nach diesem Tiefpunkt konzentrierten wir uns, allen voran meine Söhne Jan und Timo, die seit Ende der 90er Jahre ebenfalls im Betrieb tätig sind, auf den Auf- und Ausbau unserer mechanischen Metallverarbeitung. Der Maschinenbestand wurde konstant aufgestockt; heute produzieren wir auf sechs Drehmaschinen und drei Fräsmaschinen vollautomatisch und CNC-gesteuert im Zweischichtbetrieb. Timo Grass: Wir waren bemüht, uns möglichst breit aufzustellen, indem wir in mehreren Tätigkeitsfeldern und auf verschiedensten Märkten tätig wurden. Gleichzeitig achten wir nun darauf, einzelne Kundenanteile nie größer als 20
Vielfältig sind die Metallstücke, die in der mechanischen Metallverarbeitung gefertigt werden Prozent werden zu lassen, um große Abhängigkeiten von einzelnen Kunden zu vermeiden. Wie geht es der R.W. Grass heute? Timo Grass: Wir sind zufrieden. Die Auftragslage ist gut, mit knapp 65 Prozent Export ins deutschsprachige Ausland sind wir von der Wirtschaftskrise in Italien kaum betroffen. Inzwischen sind wir in nahezu jeder Branche tätig, und auch für Märklin montieren wir heute noch Modelleisenbahnen, jedoch nur noch mit einem Umsatzanteil von rund 10 Prozent. Werner Grass: Unser Unternehmen hat sich zu einem Familienbetrieb entwickelt. Fast alle Familienmitglieder sind im Betrieb tätig, die Belegschaft beläuft sich auf 19 sehr engagierte Mitarbeiter. Die Nachfolge ist in der dritten Generation gesichert, und die Weichen für eine gute Zukunft sind gestellt.
KONZEPT GMBH
Erneute Auszeichnung für Konzept Als eine der ersten Firmen in Südtirol erlangte das IT-Unternehmen Konzept vor sieben Jahren den höchstmöglichen Partnerstatus bei Microsoft und erhielt die „Microsoft Gold“-Zertifizierung. Seit Oktober 2010 ist zudem das neue weltweite „Microsoft Partner“-Modell verfügbar, das neue und höhere Leistungsansprüche an die Microsoft-Partner in vier unterschiedlichen Kompetenzbereichen stellt. Die Konzept GmbH ist nun auch für das Jahr 2013 als Partner mit der Kompetenz „Gold Server Platform“ und „Midmarket Solution Provider“ ausgezeichnet worden und besitzt damit weiterhin den höchsten Kompetenzstatus. Für diese Auszeichnung wurden von Microsoft nicht nur die Qualifikationen der Mitarbeiter mit verschiedenen Zertifizierungen geprüft, sondern auch das Know-how wurde anhand von Kundenreferenzen und Kundenumfragen belegt. „Bereits seit über zehn Jahren betreuen unsere Mitarbeiter Unternehmen in allen IT-Fragen auf hohem Niveau, daher freue ich mich besonders über diese erneute Auszeichnung, da sie die enge Kooperation mit Microsoft betont und das sehr gute Know-how unserer Mitarbeiter bestätigt“, freut sich Michael Rainer, Geschäftsführer der Konzept GmbH.
Über Konzept. Bereits seit dem
Jahr 2002 betreut die Firma Konzept als zuverlässiger IT-Partner kleine und mittelständische Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen. Besonderer Wert wird dabei auf individuelle Beratung sowie auf eine qualitativ hochwertige Umsetzung der IT-Projekte gelegt.
Durch eine starke Fokussierung auf führende Hersteller wie Microsoft, VMware, Fujitsu und Sonicwall verfügen die Mitarbeiter über ein fundiertes Knowhow, das sie auch regelmäßig durch entsprechende Zertifizierungen belegen. Das Unternehmen unterhält neben dem Hauptsitz in Sterzing weitere Filialen in Brixen, Innsbruck und Wien. Nähere Informationen unter www.konzept.it.
Michael Rainer, Geschäftsführer der KONZEPT GmbH
„Wir freuen uns besonders über diese Auszeichnung, da sie die Qualität unseres Know-hows bestätigt. Wir bieten unseren Kunden einen Rundumservice im IT-Bereich und sind bei jedem Problem sofort zur Stelle.“
info Was Konzept bietet Die Produktpalette der Firma Konzept reicht von einfachen IT-Dienstleistungen bis hin zu komplexen Netzwerkarchitekturen. Von der Idee bis zur Realisierung bietet das Unternehmen maßgeschneiderte Lösungen für jedes Unternehmen.
Die Leistungen im Überblick: - Beratung und Planung von Netzwerken - Systemanalyse und Optimierung - Netzwerkeinrichtung und Administration - Virtualisierungslösungen auf Basis von VMware - Hochverfügbare Storage-Lösungen auf Basis von Fibre Channel oder iSCSI - Laufende Betreuung von EDV-Anlagen vor Ort - Serviceverträge mit 24/365-Erreichbarkeit
Brixen, Weißlahnstraße 17 Tel. 0472 801770 Sterzing, Pfitscherstraße 54 Tel. 0472 765656 Innsbruck, Andechsstraße 44 Tel. +43 (0)512 279259 www.konzept.it info@konzept.it Öffnungszeiten Brixen: Mo-Fr 9-12 Uhr und Mi 15-18 Uhr 61
Qualitätsbetriebe
Frühstück per Mausklick
MYMORNING
Extra
Eine besonders praktische Idee setzen die jungen Brixner Unternehmer Alexander Fössinger und Benjamin Profanter in die Realität um: Frühstücksliebhaber können sich ab sofort aufs täglich frische Brot und alles, was es sonst noch zu einem gesunden Frühstück braucht, freuen. Es wird direkt nach Hause geliefert – ganz unkompliziert, kostengünstig und zuverlässig. Wer kennt es nicht, das leidige Problem, sich jeden Tag erneut an den Einkauf von Brot und Milch zu erinnern. Denn ohne das geliebte Frühstück in den Tag starten zu müssen kann einem so richtig den Tag vermiesen! Das wird sich nun ändern: Jeden Tag kann ein registrierter Kunde sich seine frischen Brötchen inklusive Milchprodukte, Brotaufstriche und Tageszeitung direkt vor die Haustür bestellen – ohne den lästigen Extraweg in die Bäckerei zurückzulegen. Alexander Fössinger, Inhaber des Unternehmen „Pizza Express“, und
Benjamin Profanter, Geschäftsführer der Naturbackstube Profanter, haben sich entschlossen, diesem Problem ein Ende zu setzen und starteten das Projekt „My Morning“. Wie diese Aktion umgesetzt wird und was man für den täglich frischen Genuss machen muss, erklären die beiden im Interview. Herr Fössinger, wie ist die Idee zu diesem Projekt entstanden? ALEXANDER FÖSSINGER: Als Pizzalieferant bin ich tagtäglich mit Kunden in Kontakt und liefere
ihnen bis spätabends Pizza und Getränke nach Hause. Im Gespräch mit Benjamin Profanter kam uns dann vor einiger Zeit die Idee, diesen Service auch auf das Frühstück auszuweiten und frisches Brot und Milchprodukte am frühen Morgen den Kunden direkt vor die Haustür zu liefern – damit sich diese den Weg zum Bäcker ersparen und trotzdem jeden Tag ofenfrisches Brot zum Frühstück genießen können. Das Nachhauseliefern hat sich in den letzten Jahren zum Trend entwickelt, ebenso die Bestellungen im
Bequem und unkompliziert kann man sich sein frisches und gesundes Frühstück nun im Internet bestellen und spart sich somit den frühmorgendlichen Gang zum Bäcker 62
Internet. Wir haben diese beiden Realitäten vereint und sind nun dabei, unsere Idee umzusetzen. Wie funktioniert die Bestellung, und welche zusätzlichen Kosten muss der Kunde für diese Kommodität aufbringen? Alex Fössinger: Der Kunde muss sich zuallererst auf unserer neue Homepage www.mymorning.eu registrieren. Dabei muss er nicht nur die allgemeinen Daten, sondern auch eine detaillierte Beschreibung des Lieferortes angeben.
BENJAMIN PROFANTER: Bei der Lieferung in ein Kondominium kann uns entweder ein Schlüssel der
Foto: Oskar Zingerle
Natürlich sollte dieser wetter- und diebstahlsicher sein. Zudem kann der Kunde noch vermerken, bis wann er die Lieferung haben möchte – grundsätzlich liefern wir von Montag bis Samstag von 5 bis 8 Uhr früh. Nachdem wir eine Probelieferung am vereinbarten Ort hinterlegt haben und wir diesen für geeignet befinden, erhält der Kunde via SMS einen Zugangscode für die weiteren Bestellungen. Mit diesem kann man auf unserer Homepage die gewünschten Brötchen, Milchprodukte oder Marmeladen bestellen – entweder einmalig, einmal pro Woche oder tagtäglich. Bis 18 Uhr des Vorabends kann die Bestellung für den nächsten Morgen geändert, bestätigt oder gelöscht werden. Die Zahlung erfolgt dann einmal pro Monat, entweder über Dauerabbuchungsauftrag oder via Kreditkarte. Pro Lieferung verrechnen wir 0,50 Cent bis zu einem Maximalbetrag von 7,50 Euro pro Monat.
Haupt-Eingangstür ausgehändigt werden, damit wir das Frühstück direkt vor die Haustür liefern können. Alternativ bieten wir eigene Boxen an, die gegen Hinterlegung einer Kaution vor das Kondominium gestellt werden. Welche weiteren Vorteile bietet „Mymorning“ neben der Lieferung vor die Haustür? Alexander Fössinger: Naja, ich kann mir nichts Schöneres als ofenfrisches Brot zum Frühstück ohne den frühmorgendlichen Gang zum Bäcker vorstellen. Aber Scherz beiseite – natürlich bedeutet diese praktische Lieferung nach Hause auch weniger Stress für denjenigen, der sich um den Einkauf kümmert. Man muss nicht jeden Tag eigens zum Bäcker fahren, spart sich Zeit und Benzin und kann ganz bequem von zu Hause oder vom Büro aus bestellen. Nebenbei ist die Produktauswahl so vielfältig, dass man sich jeden Tag etwas Neues auf den Frühstückstisch wünschen kann.
Zeitschriften, Aufstriche, Backwaren und Feingebäck können bis 18 Uhr des Vortages bestellt werden und landen dann früh am Morgen direkt vor der eigenen Haustür
„Wenn ich nicht zum Bäcker komme, kommt der Bäcker eben zu mir“, dachten sich die Brixner Jungunternehmer Alexander Fössinger und Benjamin Profanter, die Köpfe des neuen Frühstücks-Projekts Benjamin Profanter: Besonders für Familien mit Schulkindern ist unser Service einmalig: Das frische Pausenbrot für die Kleinen kann gleich mitbestellt werden. Ebenso wird für die geplante Grillparty am Wochenende das Brot jetzt nicht mehr fehlen. Welche Produkte werden bei „Mymorning“ angeboten? Alexander Fössinger: Vorerst starten wir mit einer Auswahl aus dem Brot-Sortiment der Naturbackstube Profanter, die ihre Waren ausschließlich aus biologischen Zutaten herstellt. Die Milchprodukte kommen vom Brixner Milchhof „Brimi“ und die Marmeladen vom Südtiroler Hersteller „Alpe Pragas“. In einiger Zeit werden wir noch weitere frische Lebensmittel in unser Sortiment aufnehmen. Benjamin Profanter: Neben den Lebensmitteln bringen wir auch die Tageszeitung „Dolomiten“ oder „Alto Adige“ nach Hause – damit unsere Kunden bereits mit den neuesten Informationen in den Arbeitstag starten, ohne lange auf den Postboten zu warten.
Wird das frische Frühstück in ganz Brixen ausgeliefert? Alexander Fössinger: Vorerst haben wir uns auf Brixen und einige Dörfer der näheren Umgebung wie Vahrn, Albeins, Sarns, Milland sowie das Natzner Hochplateau konzentriert. Ob wir dann beispielsweise auch nach Afers oder Feldthurns liefern, hängt von den Anfragen ab. Deshalb wäre es besonders wichtig, dass sich interessierte Kunden auf unserer Homepage registrieren, ihre Postleitzahl und Fraktion eingeben und prüfen, ob ihr Wohnort bereits beliefert wird. Wenn nicht, kann eine Lieferanfrage gestellt werden. Erhalten wir mehrere von derselben Zone, werden wir natürlich unseren Service dorthin erweitern. Benjamin Profanter: Wer weiß, vielleicht kommt dieser praktische Service ja so gut an, dass wir auch in anderen Städten viele Menschen mit dem unkomplizierten Frühstücks-Service beglücken können – wir würden uns freuen!
63
Der Sparkasse liegen ihre Aktionäre besonders am Herzen. Ende Mai hieß die Marktregion Eisacktal ihre neuen Aktionäre im Rahmen einer besonderen Veranstaltung in der Sparkassen-Familie willkommen. Den geladenen Gästen wurden am Großen Graben in der Filiale Brixen Daten, Fakten sowie Neuheiten rund um die Sparkassewelt präsentiert. Alexander Schrott, Leiter der Marktregion Eisacktal, eröffnete mit einigen Grußworten den Abend und gab einen überzeugenden Einblick zu den Aktivitäten vor Ort und über sein sehr vitales Team. Richard Seebacher, Direktor Kredite und Treasury, sowie Simon Kofler, Direktor Private Banking
Extra
Qualitätsbetriebe
Herzlich willkommen!
SPARKASSE
Werbemitteilung: Diese Anzeige stellt kein Angebot oder Anregung zu einer Anlage dar, weiters handelt es sich weder um eine Finanzberatung und noch um Investmentempfehlung. Vor Zeichnung den Basisprospekt, der von der Consob am 21.06.2012 genehmigt wurde und die Endgültigen Bedingungen sorgfältig lesen, insbesondere den Abschnitt zu den Risikofaktoren. Vertragliche und wirtschaftliche Bedingungen hinsichtlich der Erbringung der Wertpapierdienstleistungen finden Sie in den Verträgen und in der vorvertraglichen Information. Für die vertraglichen Bedingungen in Bezug auf die Depot- und Verwaltungsdienstleistungen verweisen wir auf das Informationsblatt. Der Basisprospekt, die endgültigen Bedingungen und das Informationsblatt sind in den Filialen und auf und auf www.sparkasse.it verfügbar. Vor Zeichnung der Anlage ist es notwendig die Angemessenheit derselben zu prüfen. Die wirtschaftlichen und vertraglichen Bedingungen betreffend die Finanzierungen sind in den Informationsblättern angeführt, die in den Filialen der Südtiroler Sparkasse zur Einsicht aufliegen und im Internet unter www.sparkasse.it veröffentlicht sind. Die Gewährung von Darlehen/Privatkrediten unterliegt der Genehmigung von Seiten der Bank.
Filiale Brixen Großer Graben 6, 39042 Brixen Tel. +39 0472 823811 Fax +39 0472 823850
und Investment Management, präsentierten anschließend einige Bilanzdaten des vergangenen Jahres und hoben die Wichtigkeit der Aktionäre hervor. Auch unterstrichen sie die zentrale Aufgabe und Ansprüche der Bank, die lokale Wirtschaft zu unterstützen. Um diesen Anforderungen zu entsprechen, wurden gerade in den letzten Monaten verstärkt neue spezifische Angebote ausgearbeitet.
Daten und Fakten rund um die Sparkassenwelt wurden präsentiert
Exklusiver Club. Im Mittelpunkt
des Abends stand dann der neue und exklusive Club Sparkasse. Dieser bietet allen interessierten Aktionären unter anderem die Möglichkeit, exklusive Bankprodukte in Anspruch zu nehmen, tolle Freizeitevents zu erleben oder bei ausgewählten Partnerbetrieben zahlreiche Vorzüge zu nutzen. Die Teilnahme ist kostenlos, aber ausschließlich Aktieninhabern vorbehalten. Hochinteressant gestaltete sich die anschließende Diskussion, bei der die Teilnehmer konkrete Themen ansprechen und Fragen stellen konnten. Der direkte Austausch mit dem Management der Bank fand großen Anklang und wurde sehr geschätzt. Beim abschließenden Buffet erfolgte der
Die Marktregion Eisacktal der Sparkasse begrüßte ihre neuen Aktionäre mit einer besonderen Veranstaltung gemütliche Ausklang. Die anwesenden Aktionäre wurden mit einem Präsent und einem Gutschein des Clubs Sparkasse für ihre Teilnahme belohnt. Fest steht bereits ein weiterer Termin mit Fachreferenten zum Thema Vorsorge im Herbst dieses Jahres. Dazu sind alle Kunden und Interessierten herzlich eingeladen.
DAS SÜDTIROL PAKET 2013 Gemeinsam sind wir stark!
Albert Pescollderungg Energie
Alfredo Rizza Handel
Nadia Holzner Tourismus
Marco Pezzuto Handel Robert Widmann Gastronomie
Manuel Zerbini Dienstleistung
Mit der Südtirol Anleihe investieren Sie direkt in unsere Wirtschaft. www.sparkasse.it
840 052 052
Mehr Bank.
COOP KONSUM
„Die NaveS bin ich!“
Die Nahversorgungsgenossenschaft Südtirol, kurz NaveS, ist darauf bedacht, die Nahversorgung in Südtirol zu garantieren. In den mittlerweile drei Lebensmittelgeschäften in Vahrn, Gsies und Toblach bietet sie vor Ort eine breite Produktpalette zu fairen Preisen. Sicher, qualitativ hochwertig und nachhaltig sind die Produkte, die in den Coop-Konsum-Geschäften der Nahversorgungsgenossenschaft Südtirol erworben werden können. Die Coop-Produkte werden von Unternehmen hergestellt, die kontinuierlichen Qualitätskontrollen unterzogen werden und den Produktions-Kriterien entsprechen. Besonders wichtig ist, dass die Produkte von der Produktion bis hin zur Verpackung unter fairen Bedingungen und stetigen Kontrollen hergestellt werden. „Dem Kunden wird somit ausgezeichnete Qualität zu fairen Preisen geboten“, erklärt Miriam Unterleitner, Geschäftsführerin der NaveS.
Im Einklang mit Mensch und Natur. Neben frischem Obst und
Gemüse sowie regionalen Südtiroler Produkten bieten alle drei Geschäfte ein komplettes Sortiment der Coop-Produkte für Personen, die bewusster konsumieren möchten. Dabei wird besonders auf Mensch und Natur geachtet, ohne dass auf Qualität verzichtet werden muss. Ob gesunde Kinderernährung, glutenfreie Produkte, Lebensmittel aus solidarischem Anbau oder Produkte, mit denen man in die eigene Gesundheit investiert: In
Die breite, nachhaltige Produktpalette der Coop Konsum den Coop-Konsum-Geschäften kommt die Nachhaltigkeit nicht zu kurz.
„Meine Mitgliedschaft“. Die Genossenschaft bietet allen Endkonsumenten eine exklusive
Möglichkeit an. „Mit meiner Mitgliedschaft kann ich die Nahversorgung in Südtirol unterstützen, denn ‚die NaveS bin ich’“, so Unterleitner. Wer Mitglied bei der Genossenschaft werden möchte, kann sich einfach in
einer der Filialen melden und damit zahlreiche Vorteile genießen: Exklusive Angebote, preisreduziertes Einkaufen und ein monatlicher Skonto von zehn Prozent auf den gesamten Einkauf gehören dazu.
Filiale Vahrn Dorfstraße 17, Tel. 0472 269010, vahrn@naves.it Filiale Toblach Rote-Turm-Straße 2, Tel. 0474 972045, toblach@naves.it
Neben Produkten aus Südtirol findet man in den Regalen auch eine große Auswahl an Coop-Produkten zu Top-Preisen
Filiale Gsies Bircha 2, Tel. 0474 746958, gsies@naves.it 65
Impressum Unabhängige Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung Redaktion: Brennerstraße 28, I-39042 Brixen Tel. +39 0472 060200, Fax +39 0472 060201 www.brixner.info E-Mail für Pressemitteilungen: redaktion@brixner.info E-Mail für Leserbriefe: echo@brixner.info Online-Ausgabe: www.brixner.info Verlag: Brennerstraße 28, I-39042 Brixen Tel. +39 0472 060200, Fax +39 0472 060201 E-Mail: office@brixmedia.it, www.brixmedia.it Anzeigenleitung: Sonja Messner, Tel. +39 0472 060212 sonja.messner@brixmedia.it Herausgeber, Chefredakteur und presserechtlich verantwortlich: Willy Vontavon (wv), Tel. +39 0472 060213 willy.vontavon@brixner.info Assistenz Chefredaktion: Doris Brunner (db), Tel. +39 0472 060211 doris.brunner@brixner.info Bildredaktion: Oskar Zingerle (oz), Tel. +39 0472 060210 oskar.zingerle@brixner.info Mitarbeiter der Redaktion: Marlene Kranebitter Zingerle (mk) Thomas Oberrauch (to) Annamaria Mitterhofer (amm) Ingo Dejaco (id) Klaus Ramoser (kr) Annika Jöchler (aj) Johanna Bernardi (jb) Evi Hilpold (eh) Elisabeth Stürz (es) Irene Dejaco (ird) Carmen Plaseller (cp) Andrea Bodner (ab) E-Mail: vorname.nachname@brixner.info Titelfoto: Oskar Zingerle Grafik: Verena Campestrini, Tel. +39 0472 060209 verena.campestrini@brixmedia.it Druck: Athesia Druck GmbH, Weinbergweg 7, I-39100 Bozen www.athesia.it Der nächste „Brixner erscheint um den 20. Juli 2013 Nächster Redaktionsschluss: 6. Juli 2013 Die Zeitschrift „Brixner“ erscheint monatlich und wird im Postabonnement 45 % Art. 2, Abs. 20/b, Ges. 662/96, Bozen zugestellt. Eintragung am Landesgericht Bozen am 29.12.1989, Nr. 29/89 R.St. Auflage: 11.000 Stück Preis Abonnement: 1 Euro Abonnentenservice: abo@brixner.info Die in dieser Zeitschrift veröffentlichten Beiträge und Bilder sind urheberrechtlich geschützt. Ohne Genehmigung des Verlages ist eine Verwertung strafbar. Dies gilt auch für die Veröffentlichung im Internet. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Beiträge unter Umständen zu kürzen, abzuändern oder zurückzuweisen. Namentlich gezeichnete Beiträge unserer Mitarbeiter geben nicht unbedingt die Meinung des Herausgebers wieder und sind von der Redaktion nicht in allen Einzelheiten des Inhalts und der Tendenz überprüfbar. Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Fotos und Illustrationen übernimmt der Verlag keine Haftung. Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sämtliche in dieser Zeitschrift veröffentlichten Stellenangebote sich ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechts beziehen. 66
Juni 1913
Studienreise Samstag, 14. Juni 1913 Dom und Kreuzgang von Brixen sind seit Freitag vormittags von einer größeren Anzahl kunstbesessener junger Herren und Damen „belagert“, die mit Eifer zeichnerischen Studien obliegen. Es sind Schüler der Staatsgewerbeschule in Innsbruck, die in Begleitung der Herren Professoren Emil Holzinger und Heinrich Comploj zu Studienzwecken eine Reise in unsere an Kunstwerken reiche Stadt unternommen haben und zwei Tage hier verweilen werden.
wendet sich allgemeine Teilnahme zu. Mögen ihm der Herrgott ein Tröster und die Mitmenschen wohltägigen Sinnes sein!
Einziehung von HundertkronenBanknoten Donnerstag, 5. Juni 1913 Die „Wiener Zeitung“ veröffentlicht einen Erlaß des Finanzministeriums vom 29. Mai 1913 betreffs Einziehung der Banknoten zu
Leichenfund Samstag, 14. Juni 1913 Beim großen Rechen der städtischen Holzsägewerke an der Rienz wurde am Donnerstag, 12. Juni, nachmittags, eine männliche Leiche bemerkt. Von dem Funde wurden sofort Polizei und Gendarmerie verständigt, welch letztere bereits Erhebungen über die Identität der Leiche eingeleitet hat. Die Leiche des in den 40er Jahren stehenden Mannes wurde im Laufe des Nachmittags geborgen und in die Leichenkapelle überführt; sie war ohne Kleider, nur am linken Fuße befand sich ein Schuh. Freitag, 10 Uhr vormittags, erfolgte die Beerdigung im hiesigen Friedhof.
Grässlicher Unfall Dienstag, 3. Juni 1913 Heute, Montag, vormittags, geriet der in Diensten der Firma Alois Gstrein stehende Gehilfe Jakob Larcher mit der linken Hand in die Fräße, wodurch ihm ein Finger vollständig abgerissen, die übrigen stark gequetscht wurden. Larcher, ein sehr fleißiger Arbeiter, wurde zur Behandlung in das Krankenhaus gebracht. Dem Manne, der eine Familie zu erhalten hat und in der pflichtgetreuen Ausübung seines Berufes so schwer vom Unglück heimgesucht wurde,
Se. Gnaden hatte nämlich seit Jahren allmonatlich am ersten Freitag in der Pensionatskapelle die hl. Messe gelesen, während derselben den Zöglingen die heilige Kommunion gereicht und jedesmal auch durch eine begeisterte Ansprache die jugendlichen Seelen zur Verehrung des heiligen Herzen Jesu ermuntert. Durch mehrere Jahre war der hochwürdigste Herr Generalvikar auch Präfes der internen Kongregation gewesen und hat derselben trotz seiner anderweitigen ausgedehnten Tätigkeit stets seine treueste Sorge und Mühe gewidmet. Nun war es ihm nach seinen eigenen Worten Herzensbedürfnis, nochmals in der rauten Kapelle das heilige Opfer zu feiern und danach vorausgegangenem herzlichen Abschiedsworte den großen und kleinen Bewohnern des Instituts seinen bischöflichen Segen zu spenden. (...) Mit sichtlicher Rührung sagte Se. Gnaden den Kindern Lebewohl und verließ gegen ½ 9 Uhr das Institut, wo er in stiller, selbstlosester Weise seit Jahren Gutes gewirkt. Zwei Stunden später trug der Schnellzug den neugeweihten Hirten fort aus seiner Vaterstadt zu der ihm anvertrauten Herde, in deren Mitte seinem wahrhaft apostolischen Herzen eine lange und reichgesegnete Wirksamkeit beschieden sein möge!
Kr. 100 mit dem Datum vom 2. Jänner 1910. Bekanntlich liegt der Grund der Einziehung dieser Notensorte in dem Umstand, daß diese infolge ihrer leicht zu bewerkstelligenden Nachahmung häufig Fälschungen ausgesetzt war.
Ein Ehrentag für das Institut B.M.V. der Englischen Fräulein Donnerstag, 12. Juni 2013 Der hochwürdige Herr Generalvikar, Weihbischof Dr. Sigmund Waitz, welcher stets ein edler Gönner und wahrer Freund des erwähnten Institutes war, hat dies noch in den letzten Stunden seines Aufenthaltes in Brixen in selten schöner Weise an den Tag gelegt.
Die „Brixener Chronik“ wurde 1888 gegründet und erschien bis 1925. Die Idee, die Zeitungsartikel aus der „Brixener Chronik“ auszuwählen und zu veröffentlichen, stammt von Günther Eheim (1944-2010) aus Brixen. Die damalige Rechtschreibung, auch eventuelle Druckfehler und sonstige K uriositäten werden ohne K orrektur beibehalten.
der strom der Etschwerke jetzt auch in
BriXEn
Gas und strom f端r s端dtirol
www.etschwerke.com
kundenservice@eltrading.it
ESPACE VITAL SPACES FOR LIFE IL LUOGO
FOR LIFE IL LUOGO DEI TUOI SOGNI SPACES FOR LIFE
ESPACE VI
BRIXEN - MAIA Die Wohnanlage MAIA wird im Norden von Brixen, in unmittelbarer Nähe des Stadtkerns, errichtet. Direkt am Fahrrad- und Fußgängerweg gelegen, ist das Stadtzentrum zu Fuß und mit dem Fahrrad in kürzester Zeit erreichbar. Bei der Realisierung der Wohnanlage in Klimaklasse “A”, wird auf die Wohnqualität, Sicherheit, Schallschutz und Nachhaltigkeit besonders Wert gelegt. Eine Besichtigung des Rohbaus ist bereits möglich.
T 0472 201250
E INFO@SADER.IT
SADER.IT