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Auto & Moto Fitness & Wellness
Jahrgang 23 · Januar 2013
Unabhängige Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung
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Poste Italiane s.p.a. - Spedizione in Abbonamento Postale - D.L. 353/2003 (convertito in Legge 27/02/2004 n° 46) art. 1, comma 1, NE/BZ - In caso di mancato recapito prego restituire a Bolzano CPO per la restituzione al mittente previo pagamento resi
EXTRA
Neugestaltung des Hofburggartens: Das Siegerprojekt
Grüne Ruhe-Oase PORTRAIT: Anna Mayr Unterkircher – Lehrerin, Vereinsmensch, Gemeindepolitikerin KULTUR: Johann Kronbichlers Buch über das Leben und Wirken von Paul Troger SPORT: Der SSV Brixen Bogenschießen feierte sein 20-Jahr-Jubiläum BRIXEN: 463 Seilbahn-Befürworter gründen das Komitee „Pro Seilbahn Brixen“
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Editorial
Politik & Gesellschaft 04 | Hofburggarten: Grüne Ruhe-Oase 08 | Parlamentswahlen 2013: Spannung garantiert
>>> 04
Vielen Dank!
Menschen & Meinungen >>> 18 18 | ANNA MAYR UNTERKIRCHER: „Es musste einfach gehen“ 22 | Pro & Contra 24 | Umfrage: „Wir sind für die Seilbahn“ Kunst & Kultur 26 | PAUL TRoGER: Meistermaler des Barocks 29 | Musik: Musikalische Verführung 30 | Buch: Die Kunst des Zusammenlebens
>>> 26
Veranstaltungen 35 | Timer: Februar 2013
>>> 35
Freizeit & Sport >>> 44 44 | SSV BRIxEN BoGENSChIESSEN: Mit Pfeil und Bogen Wirtschaft & Umwelt >>> 48 48 | KOMITEE PRO SEILBAHN BRIXEN: Ja zur Seilbahn Extra 55 | Fitness & Wellness 56 | Auto & Moto
>>> 55
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Ich gebe zu, der Titel ist ... eine künstlerische Freiheit, die wir uns seinerzeit geleistet haben, als wir den monatlichen Veranstaltungskalender zum ersten Mal als getrenntes DIN-A6-Heftchen beilegten: „timer“ nannten wir den Veranstaltungskalender, was ja eigentlich, vom Englischen ins Deutsche übersetzt, „Zeitschaltuhr“ heißt. Wie dem auch sei, unsere Leser wissen inzwischen, was gemeint ist: Im „timer“ finden Sie Hinweise auf Veranstaltungen, die im Folgemonat der Erscheinung der jeweiligen Ausgabe stattfinden. Wer wissen will, was in den nächsten vier Wochen los ist in Brixen und Umgebung, der holt sich schon seit Jahren den „timer“. Mit der vorliegenden Ausgabe ändern wir das Konzept, nicht aber den Inhalt: Den „timer“ gibt es fortan nicht mehr als heraustrennbares Heftchen, sondern als integrierter Teil des „Brixner“, angereichert mit einer Menge an redaktionell gestalteten Tipps. Wir sind sicher, damit sowohl den Interessen der Veranstalter als auch jenen der Leser entgegenzukommen. Ich bitte um Ihre Meinung; wir wollen wissen, ob Sie es genauso sehen. Mit dieser Ausgabe startet unsere alljährliche AboAktion, die wieder drei Monate lang dauern wird. Jedes Jahr erneuere ich die Bitte, unsere Arbeit mit einem Abo zu unterstützen. Jedes Jahr weise ich aber auch darauf hin, dass Sie nur dann einzahlen sollten, wenn Sie es wirklich möchten, denn in Zeiten wie diesen müssen viele Familien den Gürtel enger schnallen. Auch wenn Sie nicht einzahlen, bekommen Sie den „Brixner“ selbstverständlich auch fortan ins Haus geliefert, denn wir wollen für alle da sein. Ich bedanke mich bei Ihnen allen – für die Unterstützung, aber vor allem dafür, dass ich Tag für Tag positive Reaktionen erhalte für die Art und Weise, wie wir Ihren „Brixner“ gestalten. Dieses Lob reiche ich meinen Mitarbeitern weiter, die es sich viel mehr verdienen als ich.
Ihr Willy Vontavon
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Außerdem in dieser Ausgabe Beilagen von Brixner Abo-Aktion 2013 Bildungshaus Kloster Neustift „Weiter-Bildung“ für die Wirtschaft
Politik & Gesellschaft MULTIFUNKTIONELL: Der Hofburggarten soll sich gleichermaßen als Erholungsraum, Museumsgarten und Veranstaltungsort eignen; Kritiker befürchten allerdings, dass die Gemeinde mit dieser Gestaltung mit hohen Betriebskosten und geringen Einnahmen rechnen müsse
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NEUGESTALTUNG DES HOFBURGGARTENS
Grüne Ruhe-Oase Mit der Vorstellung des Siegerprojektes zur Neugestaltung des Hofburggartens nimmt dessen Öffnung für ein breites Publikum konkrete Formen an. Die Finanzierung der notwendigen Umgestaltung ist allerdings noch nicht gesichert.
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s ist vollbracht, das Geheimnis ist gelüftet. And the winners are „freilich Landschaftsarchitektur“ von Karin
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Elzenbaumer, Veronika Rainer und Sebastian Gretzer gemeinsam mit „Höller & Klotzner Architekten“. Beide Planungsbüros haben ihren
Sitz in Meran – ein bemerkenswerter Umstand, denn bei Großprojekten mischen einheimische Planer sonst eher selten mit. 94
Teams hatten sich beworben, zehn durften am Ende eine Idee ausarbeiten, aus denen die Jury nun das Siegerprojekt kürte.
Der historische Nutzgarten wird wiederbelebt. Für Jurypräsident
Josef March hielten sich die Sieger vorbildlich an die Zielvorgaben der Ausschreibung, nämlich die Revitalisierung des historischen Nutzgartens, der gleichzeitig neuen Funktionen zugeführt werden soll – als Erholungsraum, Museumsgarten und Veranstaltungsort. Viel Lob erhielten die Planer ebenso von Erika Schmidt von der Universität Dresden und der international tätigen Architektin Francesca Venier für die gelungene Verbindung zwischen didaktischer Funktion und vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten. Für die Direktorin des Amtes für Bauund Kunstdenkmäler, Waltraud Kofler Engl, steht nach wie vor der Denkmalschutz des historischen Kleinods im Vordergrund. „Historische Gärten sind lebende Kulturdenkmale zwischen Natur und Kunst und somit auch dem Wandel des Wachstums und der Natur unterworfen“, meint die
Denkmalschützerin, „ihre Erhaltung und Restaurierung sind in einer Charta der historischen Gärten festgeschrieben“. Und Juror Josef Gelmi wird nicht müde zu
einer Fürstenresidenz im Stil der Renaissance, der noch in seinem historischen Umfeld samt seiner gartenarchitektonischen Elemente besteht.
Innerhalb des Obstbaumrasters sind einzelne größere und kleinere Gärtchen mit unterschiedlichen Obstsorten angeordnet. Der Besucher kann es sich so
„Diese sanfte Lösung ist ein guter Kompromiss im Sinne der Bevölkerung“_ Josef Gelmi, Juror und Präsident der Hofburg betonen: „Den Garten mitten in der Stadt verdanken wir eigentlich den Bischöfen“.
Größere und kleinere Gärten mit Obstbäumen. In der Tat wird
das „Pomarium“ um die Mitte des 13. Jahrhunderts erstmals erwähnt, zur Zeit des Ausbaus der Hofburg als bischöflicher Wohnsitz, und war damals als Obstlieferant nicht minder wichtig als die Ziergärten. Es gibt in Europa keinen vergleichbaren Obstbaumgarten
Das Siegerprojekt hat auch diese Vorgaben im Entwurf berücksichtigt; es besticht durch die schlichte Formensprache, in der Wiederholung der historischen Eigenheiten wie der Diagonale zwischen Hofburg und südlichem Gartenareal. Zentraler Ruhepol ist die Baumwiese, die durch einen umlaufenden Rundgang auf zwei Ebenen gefasst wird. Dieser nimmt die Besucherströme auf und befreit die Baumwiese von jeglicher Hektik.
je nach Blüte- oder Fruchtzeit im Mirabellen- oder Kirschgarten gemütlich machen, er kann die Geschichte alter Obstsorten studieren und sich an der Sortenvielfalt erfreuen.
Besucherzentrum im Nordwesten. Bis die neu eingepflanzten
Bäume nicht selbst Schatten spenden, gibt es zwei Überdachungen als Sonnenschutz. Blühkreuze und hochstehende Blumenwiesen unterstützen die räumliche 5
Politik & Gesellschaft Die Brixner Hofburg hat den europaweit einzigen Obstbaumgarten einer Fürstenresidenz im Stil der Renaissance, der noch in seinem historischen Umfeld samt gartenarchitektonischer Elemente besteht
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Strukturierung, was mit dem Heranwachsen der Jungbäume von diesen später selbst übernommen wird. An den Ecken sind großzügige Aufenthaltsbereiche vorgesehen, und der Platz vor den fernöstlichen Pavillons kann für Lesungen und kleinere Festlichkeiten genutzt werden.
Besonders großen Anklang bei den Juroren fanden Positionierung und Gestaltung des Besucherzentrums. Es befindet sich im Nordwesten und ist unter den höher laufenden Laubengang geschoben, der somit nicht unterbrochen wird, sondern auf dem Dach des Gebäudes weiterläuft.
Shop, Café und Ticketschalter sind kostensparend im selben Gebäude untergebracht, das in seiner Doppelnutzung als Eingangstor zum Garten fungiert. Die Terrasse vor der Cafeteria kann ohne großen Aufwand auch zum Musikpavillon umfunktioniert werden.
Von der Erlebniswelt zur Ruheoase. Sehr zufrieden mit
dem glücklichen Ausgang des Zankapfels Hofburgarten zeigt sich vor allem der Erste Bürger der Stadt. Albert Pürgstaller war seit der Unterzeichnung des Mietvertrags im Oktober 2008 arg ins Kreuzfeuer der Kritik geraten,
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Im Siegerprojekt sah die Bewertungsjury eine gelungene Verbindung zwischen didaktischer Funktion und vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten
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sobald publik wurde, dass das Schweizer Planungsunternehmen Steiner Sarnen die Inszenierung einer Spaß- und Erlebniswelt zum Thema Apfel und Wasser vorschlug. Der Sturm der Entrüstung gipfelte in der Bürgerinitiative „Pro Pomarium“, die sich für die Wiederherstellung des Streuobstgartens als Oase der Ruhe einsetzte. „Diese sanfte Lösung ist ein guter Kompromiss im Sinne der Bevölkerung“, ist auch Josef Gelmi überzeugt, „sie macht dem Namen des Gartens alle Ehre und wertet das Gesamtensemble auf“. Gelmi wünscht sich mehr fließendes Wasser, eventuell in Form der historischen Bewässerungskanäle. „Mit dem Element Wasser als Symbol für Leben, den einzigartigen Aussichtspunkten, dem ausgeklügelten Wegesystem und der schattigen Laube wird der Garten ein wahrer Anziehungspunkt für Brixner und Gäste werden“, schwärmt der Präsident der Hofburg.
Kann der Garten aber ohne Folgekosten betrieben werden? Skeptisch gibt sich Brigitte
Salcher vom Tourismusverein Brixen. Sie bezweifelt, dass ein
Lustgärtchen eine große Anzahl Neugieriger aus nah und fern anlocken kann – erst recht, wenn entsprechende Areale für größere Veranstaltungen fehlen, denn nur diese rechnen sich. Salcher erinnert an die bereits vorhandenen Grünanlagen in Brixen und würde ein ausbaufähiges Naherholungskonzept am Fluss unterstützen. „Außerdem kann ich mir nicht vorstellen, dass die Anlage in dieser Form ohne Folgekosten für die Gemeinde betrieben werden kann“, gibt Salcher zu bedenken. „Die Stadtgärtnerei ist bis jetzt nicht kontaktiert worden“, gibt Obergärtner Peter Kerschbaumer zu, „aber es wäre für die Riege der Gärtner kein Problem, das Pomarium pflanzentechnisch zu betreuen“. Nun also hofft Brixen auf einen veritablen „Goldregen“, damit der beeindruckende Ort zur „Symphonie für Brixen und die Welt“ werden kann. Wann es soweit sein wird, steht allerdings in den Sternen.
irene.dejaco@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
Das Siegerteam von „freilich Landschaftsarchitektur und „Höller und Klotzner Architekten“
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Politik & Gesellschaft
PARLAMENTSWAHLEN 2013
Spannung garantiert Ende Februar wird das italienische Parlament neu gewählt. Der „Brixner“ versucht hier, einen Einblick in das komplexe italienische Wahlgesetz und seine Auswirkungen auf Südtirol zu geben.
A
m 24. und 25. Februar 2013 wählen die italienischen Staatsbürger die Vertreter für die Abgeordnetenkammer und den Senat und beenden damit die seit mehr als einem Jahr andauernde Tätigkeit der so genannten „technischen Regierung“ des Ministerpräsidenten Mario Monti. Der Termin für die Wahl war eigentlich für März oder April erwartet worden, doch Silvio Berlusconi bewies im vergangenen Dezember einmal mehr seine hervorragenden Eigenschaften als unverwüstliches Stehaufmännchen: Mit der plötzlichen Ankündigung, dass seine krisengeschüttelte Partei PdL nicht mehr die Gesetzesvorhaben der Regierung Monti mittragen wolle, setzte er den Neuwahlzug in Gang, der nun in voller Fahrt ist. Für alle Parteien gilt es nun, sich als Listen (einzelne Parteien), Koalitionen (Zusammenschluss mehrerer Parteien zu einem Bündnis) und Kandidaten zu rüsten. Die Wahl im Februar erfolgt zum dritten Mal nach 2006 und 2008 auf Grundlage des Wahlgesetzes aus dem Jahr 2005, das nach dem damaligen Reformenminister Roberto Calderoli benannt wird, der seinerzeit in einem Fernsehinterview sein eigenes Wahlgesetz wenig schmeichelhaft als „una porcata“ bezeichnet hat, woraufhin der Politologe Giovanni Sartori dafür den Begriff „porcellum“ prägte. Den Wähler erwartet – wie für italienische Parlamentswahlen üblich – die Qual der Wahl. 219 Listenzeichen sind italienweit innerhalb des vorgeschriebenen Zeitrahmens eingereicht worden; 169 davon sind dann auch vom Innenministerium angenommen worden. Allein in Südtirol bewerben sich 14 Listen für die Kammer, für einen Senatssitz sind es 16 Parteien und Bündnisse, von denen im für unser Einzugsgebiet relevanten Wahlkreis Eisacktal-Pustertal zehn antreten. Bei einer derart großen Anzahl von wahlwerbenden Parteien und Parteibündnissen ist es klar, dass nicht alle die im
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Am 24. und 25. Februar wählt Italien neue Senatoren in den Palazzo Madama und neue Kammerabgeordnete in den Palazzo Montecitorio
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Wahlgesetz definierten Hürden überspringen und ins Parlament einziehen werden. Der „Brixner“ will versuchen, einen Einblick in das komplizierte italienische Wahlgesetz in Bezug auf Südtirol zu geben, ohne den Anspruch auf Vollständigkeit erheben zu können und zu wollen. In einem separaten Kasten listen wir außerdedm zur Übersicht alle in unserem Einzugsgebiet zur Wahl stehenden Parteien und Bündnisse auf, ohne jedoch auf die jeweiligen Programme und Richtungen einzugehen, weil dies den Rahmen dieser Ausgabe sprengen würde. Für interessierte Leser führen wir aber die jeweiligen Internetadressen an, die über die Ziele und Kandidaten der Parteien informieren – sofern sie im Netz zum Zeitpunkt der Drucklegung auffindbar waren.
Die Wahl des Senats. Seit der
oben erwähnten Reform von 2005 wählt Italien in 18 Regionen nach dem Verhältniswahlsystem mit Sperrklauseln und relevanten Mehrheitsprämien. Nur die
Senatoren in Aosta und in der Region Trentino-Südtirol werden nach wie vor in Ein-MannWahlkreisen gewählt. Es gibt drei Senatswahlkreise im Trentino und drei in Südtirol. In jedem dieser Wahlkreise ist jener Kandidat gewählt, der die meisten Stimmen erhält. Der siebte und letzte Senatssessel geht an den „besten Verlierer“; dafür werden die Stimmen einer Liste aus jedem Wahlkreis addiert, in dem sie nicht gewonnen hat. Die Liste, die die meisten „Nicht-Sieger-Stimmen“ auf sich vereinigen kann, erhält den siebten Senatssessel. Die Wähler des Wahlkreises Eisack- und Pustertal hatten in den Wahlgängen der vergangenen Legislaturen jeweils Helga Thaler-Ausserhofer für die SVP in den Senat entsandt. Die Südtiroler Volkspartei hat im Sinne eines Beschlusses der Landesversammlung heuer erstmals Vorwahlen veranstaltet, die den 50.000 Mitgliedern vorbehalten waren – bisher hatten die Ortsobleute in den jeweiligen Bezirken darüber bestimmt, wer ins Rennen gehen sollte.
Thaler-Ausserhofer hat daraufhin auf eine parteiinterne Konfrontation mit dem bisherigen SVPLandesrat Hans Berger verzichten wollen. Berger hat sich dann in den Vorwahlen gegen den Brixner Michael Gostner durchgesetzt – allerdings mit einem knapperen Ergebnis als erwartet. Neben dem SVP-Kandidaten Berger stehen in unserem Wahlkreis folgende Kandidaten zur Wahl: Peter Pichler für die Freiheitlichen, Michil Costa für die Grünen, Marco Casarin für Beppe Grillos „Movimento 5 Stelle“, die Brixnerin Susanna Manco für den PD, Zohreh Sadeghi für die „Rivoluzione Civile“, Nicoletta Smarra für „Alto Adige nel Cuore“, Nicola Paolini für „La Destra“, der Brixner Alberto Conci für „Scelta civica con Monti“ sowie Gabrio Roggero für PdL-Lega Nord.
Wahl der Abgeordnetenkammer. Schwieriger als im Senat ist
das Wahlsystem in der Abgeordnetenkammer mit ihren 630 Sitzen. Die gesamte Region bildet hierzu einen einzigen Wahlkreis, in dem
insgesamt elf Mandate verteilt werden. Wieviele Mandate am Ende für Südtirol herausschauen werden und wieviele das Trentino bekommt, hängt im Grunde vom Wahlverhalten ab; man kann aufgrund der komplizierten Wahlarithmetik nur bedingt Prognosen stellen – vor allem auch deshalb, weil zum Beispiel ein Scheitern der SVP an der 20-Prozent-Hürde das gesamte Ergebnis zugunsten der Trentiner Abgeordneten beeinflussen würde. Um ein Mandat zu erreichen, müssen Parteien unterschiedliche Hürden überwinden. Sowohl die SVP als auch die Freiheitlichen haben sich dafür entschieden, als so genannte „politische Vertretung einer Minderheit“ nur im Wahlkreis Trentino-Südtirol anzutreten. Für beide gilt: Sie nehmen nur dann an der Mandatsverteilung teil, wenn sie jeweils mindestens 20 Prozent der gültigen Stimmen auf regionaler Ebene erreichen. Diese 20 Prozent werden gemeinhin mit einem Stimmenanteil von 40 Prozent in der Provinz Bozen gleichgesetzt. Zum besseren Verständnis erläutern wir das Ergebnis aus dem Jahr 2008: Damals hatte die
SVP 147.759 Stimmen erreicht – das waren 23,9 Prozent der in der gesamten Region abgegebenen 616.231 Stimmen. Die 20-ProzentHürde für die SVP lag also bei etwa 123.250 Stimmen. Seither hat die Opposition bei Landtags- und Gemeinderatswahlen in Südtirol zulegen können. Angesichts dieses Trends wird der Wiedereinzug von SVP-Abgeordneten in die Kammer von einigen Beobachtern als Herausforderung angesehen. Politikwissenschaftler Günther Pallaver glaubt aber, dass dieses Unterfangen gelingen wird: „Die ‚Bestrafung’ der SVP wird wohl erst zur Landtagswahl im Herbst erfolgen“, mutmaßt Pallaver, „für die Parlamentswahlen haben die Wähler andere Entscheidungskriterien.“ Die Freiheitlichen haben 2008 23.340 Stimmen erhalten – dies entspricht 4,6 Prozent auf regionaler Ebene. Die Union für Südtirol steht dieses Mal nicht zur Wahl; sie hatte 2008 12.836 Stimmen geholt. Günther Pallaver sagt zum möglichen Abschneiden der Freiheitlichen trocken: „Es ist sehr unwahrscheinlich, dass die Freiheitlichen ein Mandat in der
Abgeordnetenkammer erhalten werden – dazu müssten sie mehr als fünf mal so viele Stimmen bekommen als 2008.“ Auch wenn sie sich seit Jahren im Aufwind befinden, sei der Sprung von 23.340 Stimmen im Jahr 2008 auf die notwendige Anzahl von etwa 124.000 Stimmen (je nach Wahlbeteiligung und Anzahl gültiger Stimmen) für das Überschreiten der 20-ProzentHürde wohl zweifelsfrei zu groß – mutmaßt Pallaver. Anders präsentiert sich die Situation der Südtiroler Grünen, denen mit dem Journalisten Florian Kronbichler als Spitzenkandidaten ein interessanter Coup gelungen ist. Für sie ist die Hürde von 20 Prozent irrelevant, denn sie kandidieren unter denselben Bedingungen, die auch für die nationalen Parteien gelten. Die nationalen Parteien kommen in der Abgeordnetenkammer bei der Mandatsverteilung dann zum Zug, wenn sie ohne Bündnispartner kandidieren und mindestens vier Prozent der italienweit gültigen Stimmen erhalten – oder wenn sie Teil eines Bündnisses aus mehreren Parteien sind, das italienweit mindestens zehn
Prozent der Stimmen bekommt und mindestens eine Partei innerhalb des Bündnisses zwei Prozent der Stimmen auf sich vereinen kann. Zur Erinnerung: 2008 haben die italienischen Grünen auf der Liste „La sinistra/Arcobaleno“ ohne Bündnispartner kandidiert und italienweit nur 3,08 Prozent der Stimmen (in der Region 19.256 Stimmen bzw. 3,12 Prozent) geholt; sie blieben somit unter der Hürde von vier Prozent und damit ohne Mandat in der Abgeordnetenkammer. Dieses Mal haben die Grünen eine andere Strategie gewählt: Sie sind Teil der Liste SEL mit dem apulischen Präsidenten Nichi Vendola an der Spitze. Diese Bewegung ist wie die SVP ein Bündnis mit dem PD eingegangen. Das Bündnis wird, wenn man den Prognosen glauben darf, mit einiger Wahrscheinlichkeit die vorher beschriebene Hürde von zehn Prozent erreichen; Umfragen erwarten für die SEL ein Ergebnis von bis zu fünf Prozent. Ob aber tatsächlich ein Sitz für Florian Kronbichler herausschauen wird, ist noch ungewiss; Politikwissenschaftler Günther Pallaver
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Politik & Gesellschaft
beziffert seine Chancen mit 50:50. Hier kommt es natürlich auf das Ergebnis der SEL innerhalb des Bündnisses in der Region und auf das Abschneiden des Bündnisses italienweit an. Angesichts des komplizierten Wahlgesetzes und der daraus resultierenden komplexen mathematischen Formeln wird man frühestens am späten Abend des 25. Februar errechnet haben, ob Kronbichler als erster deutschsprachiger Kandidat ohne SVP-Parteizugehörigkeit ins Parlament einziehen wird. Dagegen wird die SVP wohl schon bald nach Wahlschluss sehen, ob ihr erneuter Einzug in die Abgeordnetenkammer von Erfolg beschieden ist, denn sie muss ja lediglich das Wahlergebnis der Region abwarten. Verfehlt sie den 20-prozentigen Stimmenanteil in der Region, wird die SVP nicht mehr in der Kammer vertreten sein. Dabei ist es unerheblich, dass sie ebenfalls ein Bündnis mit dem PD eingegangen ist. Überspringt sie hingegen die Hürde, und der PD und seine Bündnispartner erhalten wie von den
Umfragen seit längerem prognostiziert italienweit die meisten Stimmen, dann profitiert dieses Bündnis vom Mehrheitsbonus. Dieser Bonus wurde 2005 mit der anfangs zitierten „Legge Calderoli“ eingeführt, um der Partei (bzw. dem Bündnis) mit den meisten Stimmen das Regieren zu erleichtern. Diese Siegergruppe erhält automatisch 340 der 630 Sitze in der Abgeordnetenkammer zugewiesen. Alle anderen Listen und Bündnisse müssen die verbleibenden 277 Sitze unter sich ausmachen. Hier eine einfache Rechnung (alle Zahlen sind natürlich Annahmen), um den Sachverhalt zu verdeutlichen: Wenn insgesamt 36 Millionen Stimmen für die Abgeordnetenkammer abgegeben werden und das siegreiche Bündnis davon zum Beispiel 17 Millionen Stimmen erhalten würde (was in etwa 47 Prozent der Stimmen entspricht), dann wird diese Zahl durch 340 Sitze dividiert. Das Ergebnis lautet in diesem Fall: Pro 50.000 Stimmen schaut für die Siegerpartei ein Sitz heraus. Die
Wahlen zum Senat 2013 Senatswahlkreis Eisacktal/Pustertal Verdi-Grüne-Vërc www.gruene.bz.it Michil Costa Movimento 5 Stelle www.beppegrillo.it/movimento Marco Casarin Partito Democratico – Demokratische Partei www.partitodemocratico.bz Susanna Manco Scelta Civica con Monti per l’Italia www.sceltacivica.it Alberto Conci Die Freiheitlichen www.die-freiheitlichen.com Peter Pichler SVP www.svp.eu Hans Berger 10
L’Alto Adige nel cuore Internetauftritt zum Zeitpunkt der Drucklegung nicht auffindbar Nicoletta Smarra La destra Storace Internetauftritt zum Zeitpunkt der Drucklegung nicht auffindbar Nicola Paolini Rivoluzione civile Ingroia – Bürgerrevolution – Revoluzion zevila www.rivoluzionecivile.it Zohreh Sadeghi Il popolo della Libertà – Berlusconi presidente – Lega Nord Maroni www.pdlaltoadige.it www.leganord.bz.it Gabrio Roggero
Stimmen der Parteien, die nicht zum Siegerbündnis gehören, werden ebenfalls zusammengezählt und durch die restlichen 277 zur Verfügung stehenden Sitze geteilt. Wenn nun die Verlierer gemeinsam 19 Millionen Stimmen erhalten haben, „kostet“ sie jeder Sitz 68.590 Stimmen. Auf die Region TrentinoSüdtirol umgelegt, bedeutet der prognostizierte Wahlsieg des PD und seiner Bündnispartner, dass von den elf Sitzen in der Abgeordnetenkammer, die der Region
zustehen, mit diesem angenommenen Ergebnis 55 Prozent an dieses Bündnis gehen würden – das sind sechs Sitze. Welche Personen nach der Wahl ein Abgeordnetendasein führen dürfen – darauf hat der Wähler im Grunde bei seiner Stimmabgabe keinen Einfluss, denn er muss die Wahllisten als ganze akzeptieren – es gibt kein Element der Personenwahl. Die Reihung der Kandidaten auf den jeweiligen Listen wird bereits vorher von den jeweiligen
Wahlen zur Abgeordnetenkammer 2013 PD www.partitodemocratico.bz
Scelta civica con Monti www.sceltacivica.it
Gianclaudio Bressa Michele Nicoletti Luisa Gnecchi Elisa Filippi Laura Froner Piergiorgio Sester Franca Berti Fernando Biague Pietro Calò Emiliano Lutteri Nicola Zoller
Lorenzo Dellai Andrea Casolari Marcello Carli Flavia Fontana Michele Anesi Nadia Mazzardis Fabio Pipinato Donatella Conzatti Alberto Stenico Pierluigi Fauri Peter Paul Tarfusser
Sinistra Ecologia Libertà – Grüne www.sinistraecologialiberta.it www.gruene.bz.it
Mir (Moderati in rivoluzione) www.miritalia.it
Nichi Vendola Florian Kronbichler Guido Margheri Antonella Nicolini Emilio Arisi Loredana Motta Sandro Giordani Carmela Nevano Marco Benvenuti Angelina Pisoni Max Carbone SVP www.svp.eu Albrecht Plangger Renate Gebhard Daniel Alfreider Mauro Ottobre Manfred Schullian Ivano Rinaldi Klaus Ladinser Manuel Massl Maria Messner Sieglinde Fauster
Giampiero Samori Giuseppe Filippin Walter Ferrazza Arno Lanziner Aldo Chirico Nazarena Miori Antonio Palermo Marina Spagnolli Cristian Zanetti Andrea Gatti Marco Tomasi Movimento 5 Stelle www.beppegrillo.it/movimento Riccardo Fraccaro Luca Ceschinelli Mario D’Alterio Andrea Sbironi Fabrizio Cunial Diego Nicolini Alberto Dell’Osbel Loreno Leoni Paul Köllensperger Nicola Gottardi
Parteien in sehr zentralistischer und im Grunde undemokratischer Weise festgelegt – was hin und wieder bei der einen oder anderen Nominierung zu skurrilen Situationen führt. Bekommt eine Partei zum Beispiel drei Mandate zugewiesen, werden diese von den Kandidaten Nr. 1 bis 3 dieser Liste eingenommen. Dieses zweifelhafte System, das dem Klientelismus natürlich Tür und Tor öffnet, ist heuer erstmals vom PD und auch von der SVP aufgeweicht worden, indem sie
parteiinterne Vorwahlen durchgeführt hat, deren Ergebnisse bei der Listenerstellung verbindlich waren. Bei der SVP-Basiswahl konnte sich die Latzfonserin Renate Gebhard überraschend gut behaupten und wird möglicherweise in die Abgeordnetenkammer einziehen – immer sofern die 20-Prozent-Hürde überwunden wird. Dieselben guten Chancen hat Listenführer Albrecht Plangger aus dem Vinschgau und der Ladiner Daniel Alfreider, der als Dritter in der SVP-Liste gereiht ist.
Fermare il declino www.fermareildeclino.it Tiziano Franceschini Davide Leonardi Fabio Chiocchetti Massimo Lazzeri Luisa Tomasi Paolo Plebani Stefano Santorum Federico Chino Alberto Mandolfi Roberto Grottolo
UDC www.udc-italia.it Andrea Zambelli Angelo Gennaccaro Paolo Zanlucchi Antonella Balistreri Manuel Perseghin Mirella Serafini Marianna Moser Francesca Gigliotti Mara Tomasi Matteo Andreotti Paolo Lochner
Lega Nord www.leganord.bz.it Maurizio Fugatti Mara Dalzocchio Claudio Degasperi Erwin Girardi Elena Testor Viliam Angeli Diego Ginelli Bruna Giuliana Roberto Paccher Denis Paoli Giulia Zanotelli
Die Qual der Wahl. Insgesamt
Rivoluzione civile di Ingroia www.rivoluzionecivile.it
Die Freiheitlichen www.die-freiheitlichen.com
Pietro Ingroia Lucia Coppola Robert Ladurner Roberta Corradini Federica Costanzo Bruno Firmani Gabriele Benatti Elena Baiguera Beltrami Alberto Tartarotti Francesco Porta
Pius Leitner Lois Taibon Eleonora Senoner-Mussner Michael Demanega Simon Kofler Tamara Oberhofer Hanspeter Schwitzer Josef Stecher Hubert Trenker Hannes Zingerle
PDL www.pdlaltoadige.it Michaela Biancofiore Maurizio Del Tenno Enrico Lillo Nicola Giuliano Mario Vitale Claudia Povoli Gerardo Scibelli Andrea Ropele Marco Galateo Francesca Talassi Francesco Campisi
Schönheitsbehandlungen: (nach Vormerkung) 29.01. - 02.02. Shiseido mit Laura 13.02. - 16.02. C. Dior Beauty 19.02. - 23.02. Kanebo 05.03. - 09.03. Chanel Beauty
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Im vergangenen Herbst berichteten viele italienische Medien, dass auch der PdL Vorwahlen durchführen wolle. Daraus wurde nichts – tatsächlich bestimmt auch heute noch Silvio Berlusconi mit einigen wenigen Vertrauten, wer von seinen Kandidaten auf sicheren Plätzen gereiht wird. Solch einen sicheren Platz hat sich auch die PdL-Abgeordnete und Berlusconi stets treu ergebene Michaela Biancofiore gesichert: Sie führt die PdL-Liste der Region an.
La destra www.ladestra.com Francesco Storace Livio Proietti Titti Monteleone Emilio Giuliana Paolo Motta Cristian Libardi Roberto Pitzianti Antonio Manara Riccardo Pompermaier Enzo Montesso Carmelo Innocente Furina
sind es in Südtirol also etwa 160 Kandidaten, die sich für diese Parlamentswahlen in den beiden Kammern in unserem Wahlkreis zur Verfügung stellen – für zehn bis 14 Sitze. Demokratie setzt allerdings eines voraus: dass die Bürger auch zur Wahl gehen. annamaria.mitterhofer@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
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Politik & Gesellschaft
BRIXEN
Erstes Treffen des Jugendrates z Der neu gewählte Jugendrat der Gemeinde Brixen hat sich erstmals mit Vertretern des Stadtund Gemeinderates getroffen. Zur Sprache kamen dabei Themen wie das Miteinander der Sprachgruppen, die Sicherheit in der Stadt, Veranstaltungen und Events oder auch Jugendkultur. Alles in allem möchte der Jugendrat das Leben für die Jugendlichen in Brixen positiv mitgestalten. Anfang
Februar, bei der ersten offiziellen Sitzung des Jugendrates, werden drei Sprecher gewählt und das Arbeitsprogramm festgelegt. Das Gremium besteht aus 14 Jugendlichen zwischen 13 und 18 Jahren, nämlich aus Gabriel Cabas, Patrick Violante, Cornelia Überbacher, Carmen Frener, Daniela Costa, Simona Costa, Lia Vontavon, Martina Villscheider, Raja Zaffeer, Iwan Baumgartner, Thomas Tumler,
Gioele Soppelsa, Juri Dianese und Luigi Olofi Gargiulo. Sie bleiben für drei Jahre im Amt. db
P&G
Politik & Gesellschaft BRIXEN
„Oratorio Don Bosco“ eröffnet z Das neu errichtete Gemeinschaftszentrum „Oratorio Don Bosco“ in der Mozartallee in Brixen wurde vor einigen Tagen nach dreijähriger Bauzeit von Bischof Ivo Muser feierlich eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben. Das „Oratorio“ gilt als religiöser, sozialer und kultureller Mittelpunkt der italienischen Sprachgruppe in Brixen. Ab diesem Jahr wird die neue Infrastruktur auch die italienische Musikschule „Istituto Musicale Vivaldi“ beheimaten und somit ihre lange Geschichte als Treffpunkt und Ort der Vernetzung weiter-
kurz
notiert
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schreiben. Neben einem großen Veranstaltungssaal im Parterre gibt es, auf zwei Stöcke verteilt, noch unzählige kleinere Räume für Vereinstätigkeiten verschiedenster Art. Neben rund 200 Brixnern nahmen auch die Bauherren an der Feier teil: das Land Südtirol, die Gemeinde Brixen und die Pfarrei St. Michael-Brixen, jeweils vertreten durch Landesrat Christian Tommasini, Bürgermeister Albert Pürgstaller und Dekan Albert Pixner. „Die Rolle des Oratorio für den sozialen Frieden in Brixen darf nicht unterschätzt werden“, so Pürgstaller in seiner Rede, „es ist
269 eingetragene Vereine gibt es derzeit in Brixen. Am stärksten vertreten sind die Kulturvereine (insgesamt knapp 80), gefolgt von den Freizeitvereinen (45), Sportvereinen (40) und Jugendorganisationen (24).
ein Ort des Zusammenseins und Zusammenarbeitens und soll es auch bleiben“. Allerdings knüpfte Pürgstaller daran den Wunsch, dass „die neue Infrastruktur auch den Dialog zwischen den Sprachgruppen zulassen und fördern“ möge.
Im Bild, v.l.n.r.: der Präsident des Circolo Don Bosco, Gualtiero Innocenti, Dekan Albert Pixner, Bürgermeister Albert Pürgstaller, die 101-jährige Maria Maraner, Bischof Ivo Muser und Landesrat Christian Tommasini. wv
Faschingskostüme können im „Fundus“ der Sozialgenossenschaft Renovas in der Runggadgasse ausgeliehen werden. Mehrere hundert Kostüme aller Größen und Formen, für Kinder wie für Erwachsene, warten dort auf verkleidungswillige Narren.
Beim Vinzentinum ist ein neues Rondell geplant, um die Zufahrt zum Krankenhaus über die Vinzenz-Gasser-Straße sicherer zu gestalten. Diese soll zudem verbreitert werden; derzeit verfügt sie über keinen Radweg und nur teilweise über einen Gehsteig für Fußgänger.
NACHGEFRAGT
„Heimat bedeutet auch Schmerz“ Herr Nitz, anlässlich des 11-jährigen Bestehens des HdS starteten Sie am 29. Jänner um 11.11 Uhr die Aktion „1.111 x Heimat“. Worin besteht diese? Es ist bereits unsere dritte Aktion auf Facebook. Wir wollen damit vor allem junge Menschen für die Themen unseres Hauses wie Solidarität, Integration und Nachhaltigkeit sensibilisieren. Die Idee wurde in gemeinsamen Gesprächen mit den Mitarbeitern der Hausleitung und Maria Lobis, einer engagierten Ehrenamtlichen vom Ritten, entwickelt. Das heurige Thema ist „Heimat“.
Wir möchten alle zum Nachdenken anregen, was Heimat für sie bedeutet. Die Gedanken dazu können als Text, Zeichnung, Foto oder Audio auf die Facebookseite des HdS gepostet werden. Für jeden Beitrag bekommt das HdS von den IT-Firmen Magnus und Replica Developement je 1 Euro. Und warum wurde das Thema „Heimat“ gewählt? Heimat ist für uns ein ständiges Thema: Viele unserer Gäste von weit her haben – wegen Krieg oder Verfolgung, miserabler Wirtschaftslage oder persönlicher Schicksalsschläge – ihre Heimat, ihre Familie, ihre Freunde und
ihr Auskommen verloren. Aber auch viele Südtiroler sind ohne Dach überm Kopf, ohne beschützende Familie oder ohne geregelte Arbeit auf der Strecke geblieben und teilen das Schicksal der „Heimatlosen“. Für alle diese bedeutet Heimat oder der Verlust der Heimat Schmerz. Für unsere Mitarbeiter ist Heimat eine große Herausforderung.
Foto: Oskar Zingerle
ALEXANDER NITZ, Mitglied der Hausleitung des Hauses der Solidarität (HdS) in Brixen, über die Aktion „1.111 x Heimat“.
Wie lange dauert die Aktion? Wir führen die Aktion so lange weiter, bis das Ziel erreicht ist. Und dieses ist erreicht, wenn der 1.111. Eintrag eingelangt ist. johanna.bernardi@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
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Politik & Gesellschaft
BRIXEN
Besserer Start in einem fremden Land
z Wie begegne ich meinen Nachbarn? Welche Regeln gelten an Südtirols Schulen? Wie kann ich meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern? Wie verbringe ich meine Freizeit, ohne viel Geld auszugeben? Welche Feste werden in Südtirol besonders gefeiert? Warum wird in Südtirol Deutsch, Italienisch und Ladinisch gesprochen? Auf diese und weitere 18 Fragen finden „neue“ Südtiroler im „Wegweiser-Guida“ einfach und präzise formulierte Antworten in deutscher und italienischer Sprache. Derzeit beträgt der Anteil der in Südtirol ohne italienischen Pass lebenden Personen acht Prozent, das sind zirka 48.000 Menschen aus 170 verschiedenen Ländern. In Brixen sind es knapp zweitausend. Verantwortlich für den Inhalt der neuen Broschüre zeichnen die Organisation für Eine solidarische Welt (oew), das Haus der Solidarität (HdS) und der Südtiroler Gemeindenverband, der auch die Druck- und Verteilungskosten übernommen hat. Inhaltliche Unterstützung gab es von der
Fachstelle für Integration des Kantons Zürich, finanzielle Unterstützung vom Landesamt für deutsche Kultur. „Seit anderthalb Jahren geisterte die Idee in meinem Kopf herum“, sagt Alexander Nitz vom HdS, „denn ich begegne jeden Tag Menschen, die einen Start in ein neues Leben versuchen. Geplant war zunächst ein kleines Info-Blatt, um das sich der damalige Praktikant Philipp Frener kümmerte. Daraus wurde nun eine 40 Seiten umfassende Broschüre.“ Der Gemeindenverbands-Präsident Arno Kompatscher lobte bei deren Präsentation die Initiative: „Fakt
ist, dass für die neuen Bürger ein Weg der Heimat-Findung gesucht werden muss, und dieser Wegweiser ist ein erster wichtiger Schritt dorthin. Aber er reicht noch nicht.“ jb
BRIXEN
Umweltpreis für„Green Events“ und„Naturoase“ z Die Gemeinde Brixen erhielt den 3. Platz in der Kategorie „Projekte und Ideen“ des Umweltpreises „Euregio“, und zwar für das Konzept der „Green Events“. Zusammen mit dem Ökoinstitut und der Umweltagentur, Amt für Abfallwirtschaft, erarbeitete die Gemeinde Brixen ein Konzept zur Einführung von Richtlinien, um nachhaltige Feste und Veranstaltungen im Gemeindegebiet umzusetzen. Besonderes Augenmerk wird dabei beispielsweise auf das Abfallund Energiemanagement, die Barrierefreiheit, eine umweltfreundliche Verkehrsorganisation sowie auf die Nutzung von regionalen und saisonalen Produkten gelegt. Gemäß dem ausgearbeiteten Konzept erstellt die Gemeinde zudem Leitfäden und Checklisten, die 14
den Veranstaltern helfen sollen, eine ökologisch nachhaltige Veranstaltung zu organisieren. Ein eigens geschulter Green-EventBeauftragter der Gemeinde wird als Ansprechpartner zur Seite stehen. Als Pilotprojekt eines Green Events findet am 2. Februar die „Gnoccolada“, eine Faschingsfeier der Vereine, statt. Eine Nominierung in derselben Kategorie des Umweltpreises ging zudem an die Freie Waldorfschule Brixen für die Errichtung einer Naturoase am Waldrand von Klerant. Ein Dutzend Waldorf-Schüler im Alter von elf bis 14 Jahren errichtete dabei unter der Leitung ihres Lehrers in ihrer Freizeit einen Weiher sowie ein Sumpfbecken, bestimmte über 180 Pflanzen und stellte Vogelnistkästen auf. Der Umweltpreis „Euregio Tirol-Südtirol-Trentino“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der Abteilung Umweltschutz (Tirol),
der Landesagentur für Umwelt (Südtirol) und der „Agenzia provinciale per la protezione dell’ambiente“ (Trentino) sowie der Transkom KG. Das Ziel dieses
Wettbewerbes ist, Unternehmen und Privaten die Möglichkeit zu geben, ihre Umweltideen oder -projekte der Öffentlichkeit vorzustellen. db
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Foto: Oskar Zingerle
Politik & Gesellschaft
BRIXEN
Young action z Jugendliche haben seit jeher einen schlechten Ruf in der Gesellschaft. Schon Sokrates fürchtete 400 Jahre vor Christus eine Verlotterung der Sitten wegen mangelnden Respekts Jugendlicher. Dass die Gesellschaft bis heute nicht an der Jugend zerbrochen ist, zeigt, dass die Kritik jeder Generation an der vorhergehenden mitunter ungerechtfertigt oder überzogen sein muss. Im Eisacktal haben Jugendliche durch das Projekt „Young Action“ des Jugendzentrums Kassianeum, des „centro giovani connection“ sowie der Jugenddienste der Dekanate Brixen und Rodeneck ab sofort die Gelegenheit, für ihr positives Image direkt einzutreten. Junge Menschen zwischen 13 und 19 Jahren können im Rahmen des Projektes in verschiedenen Organisationen mit karitativem, ethischem oder religiösem Hintergrund ehrenamtlich aktiv werden. Als positiven Nebeneffekt sammeln sie dadurch gleichzeitig Erfahrungen für die spätere Berufswelt, stärken ihre Sozialkompetenz, Eigenverantwortung, Selbstbewusstsein
und Selbstwirksamkeit. Eine „erzieherische Komponente“ stellte Landesrätin Sabina Kasslatter Mur bei der Projektpräsentation fest: „Jugendliche erfahren, dass ihre Mithilfe in der Gesellschaft erwünscht und geschätzt wird.“ Die Landesrätin räumte ein, dass die Gesetzgebung in diesem Bereich abänderungswürdig sei und „Young Action“ daher gerade für Jugendliche zwischen 13 und
MÜHLBACH
Unter uns – Tra di noi z Es waren rund dreißig Frauen, die sich Mitte Januar im Pfarrheim von Mühlbach trafen – Frauen jeglicher Altersstufen aus verschiedenen Ländern und
APOTHEKE FARMACIA
Nationen, die vor allem eines gemeinsam haben: Sie leben im 1.300-Seelen-Ort Mühlbach. „Unter uns – Tra di noi“ nennt sich der interkulturelle Treff, der zum
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15 Jahren ein sehr willkommenes Angebot darstelle. Für die ehrenamtliche Tätigkeit gibt es übrigens eine kleine Anerkennung, und zwar in Form von 5-EuroGutscheinen je zwei geleistete Stunden. Diese sind dann in rund 29 Einlösestellen gültig, etwa in der Acquarena, dem Cineplexx Bozen oder in verschiedenen Geschäften und Lokalen des Bezirkes. Interessierte können
sich direkt im Jugendzentrum Kassianeum für das Projekt anmelden. Im Bild von links: Gianluca Iocolano (Jugendzentrum Connection), Silvia Irsara (Jugenddienst Brixen), Christine Psaier (Bezirksgemeinschaft Eisacktal), Claudia Dariz (Jugendzentrum Kassianeum), Landesrätin Sabina Kasslatter Mur, Peter Liensberger (Jugendzentrum Kassianeum). oz
Ziel hat, sich kennen zu lernen und sich näher zu kommen. Ausgegangen ist die Initiative von einer Gruppe beherzter Frauen, denen es ein Anliegen ist, die Chancen, die in der kulturellen Vielfalt liegen, offenzulegen und Synergien aufzuzeigen, die aus einem wirklichen Zusammenleben entstehen könn(t)en. Frauen aus Holland und Portugal, aus Bosnien-Herzegowina, Kroatien und Österreich, aus Pakistan,
Marokko und Peru erzählten in einer lockeren und gleichzeitig gefühlvollen Atmosphäre von ihrem manchmal recht umständlichen Weg nach Mühlbach und davon, wie sie von den Menschen hier aufgenommen wurden. Auf Deutsch, auf Italienisch, im Dialekt und manchmal auch nur nonverbal verbanden sich die Geschichten zu einem ersten zarten Netzwerk, das sich in weiteren Treffen festigen wird. mk
BRIXEN
Gegen Streichung von Krankenhausbetten z Von den 216 Betten, die im Zuge der von der italienischen Regierung geforderten Einsparungen im Gesundheitsbereich gestrichen werden müssten, befinden sich 74 in den Krankenhäusern Brixen und Sterzing. Die Eisacktaler und Wipptaler Politik steuert nun gegen diesen Bettenabbau an: Bei einem Dringlichkeitstreffen mit dem Direktor des Gesundheitsbezirkes, Siegfried Gatscher, und den beiden Präsidenten der Bezirksgemeinschaften Eisacktal und Wipptal, Peter Gasser und Armin Holzer, den Bürgermeistern von Brixen und Klausen, Albert Pürgstaller und Maria Gasser Fink, sowie dem SVP-Bezirksobmann Herbert Dorfmann wurde über den geplanten Bettenabbau diskutiert. „Bei der derzeitigen
Berechnung zur Erreichung der Sparziele wurde vor allem die Einwohnerzahl der Einzugsgebiete der Krankenhäuser berücksichtigt, alle anderen Kriterien wurden außen vor gelassen“, so Gasser und Holzer. Knapp die Hälfte aller Patienten in den Krankenhäusern Brixen und Sterzing kommen aber nicht aus dem Eisack- oder Wipptal: Jedem Patient in Südtirol steht es frei, zur Behandlung ein Krankenhaus zu wählen. Beide Krankenhäuser genießen zudem einen ausgezeichneten Ruf, was der steigende Zuspruch der Patienten beweist. „Der Zufluss von Patienten aus anderen Landesteilen ist das Ergebnis einer über Jahre erarbeiteten Qualität der Häuser. Deshalb muss dieser Zufluss bei der Berechnung der Bettenanzahl berücksichtigt werden“, betonten die Anwesenden.
Außerdem liegen die beiden Krankenhäuser im Einzugsgebiet wichtiger Tourismusorte und versorgen daher überproportional viele Touristen auch aus anliegenden Gesundheitsbezirken wie dem Grödnertal, das eigentlich zum Bezirk Bozen gehört. „Unter dem Sparzwang sollen dezentrale Dienste abgebaut und in die Landeshauptstadt verlegt werden. Die Folge davon sind eine
abnehmende Lebensqualität und weniger Arbeitsplätze in der Peripherie“, meinten die anwesenden Bürgermeister. Die Delegation fordert nun von Landesrat Richard Theiner, dass die Mobilität der Patienten und die Qualität der Krankenhäuser in den einzelnen Bereichen berücksichtigt und die Zahl der abzubauenden Betten neu berechnet wird. db
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Menschen & Meinungen
„ICH BIN ZUFRIEDEN MIT MEINEM LEBEN“: In wenigen Tagen wird die „UnterkircherLehrerin“ Anna Mayr 92 Jahre alt
–––––– PORTRAIT
„Es musste einfach gehen“ ANNA MAYR UNTERKIRCHER, Lehrerin, Vereinsmensch, Gemeindepolitikerin und Trägerin der Verdienstmedaille des Landes Tirol, über das Auf und Ab ihres bewegten Lebens.
A
nna Unterkircher gehört zu jenen Menschen, die eine beeindruckende natürliche Autorität ausstrahlen. Und
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sie ist ein Mensch, der sich nie hat unterkriegen lassen. Geboren auf einem kleinen Bauernhof im Pflerschtal, erlebte sie die Wirren
des Faschismus und später des Nationalsozialismus hautnah mit. „Die Eltern haben darüber aber nie viel gesprochen“, erzählt sie
heute. Ihr Vater war Schneider und Jäger, die Mutter „eine liebevolle, arbeitsame und sehr intelligente Frau.“
Von der „Piccola Italiana“ zur deutschen Hilfslehrerin. Mit
sechs Jahren besuchte Anna die italienische Volksschule in Außerpflersch, und das bedeutete eine halbe Stunde Fußweg, vier Mal am Tag, bei jeder Witterung. Sie war zunächst eine begeisterte „Piccola Italiana“, wurde sogar für eine Fahrt nach Rom vorgeschlagen, erschrak aber bald ob der Rücksichtslosigkeit des Systems. Es gab Hausdurchsuchungen, Vater und Bruder wurden vorübergehend verhaftet, der älteste Bruder floh. Anna Unterkircher tat sich mit anderen Jugendlichen zusammen: „Wir wollten deutsch schreiben und lesen lernen, trafen uns heimlich.“ Im Sommer des Jahres 1939
und pragmatisch, hin und wieder durchbrochen von einer leidvollen Erinnerung. „Ich bin zufrieden mit meinem Leben“, heißt es irgendwann. Dabei hatte sie schon einiges ertragen müssen. Ihr Mann war 1943 eine Zeit lang provisorischer Bürgermeister von Mühlbach gewesen. Jahre später wurde er mit zwei weiteren Männern angeklagt, eine italienische Familie von einem Hof in Meransen vertrieben zu haben. Man warf ihm vor, die Anweisung dazu erteilt zu haben; er beteuerte aber stets seine Unschuld. Das Urteil mit einer für damalige Zeiten sehr hohen Schadenersatzsumme traf die Familie im Herbst 1959 sehr hart. „Mein Mann konnte nur verurteilt wer-
mit ihren Kindern durch die Heimat. Später schlossen sich andere an, und irgendwann „hatten wir dann wieder festen Boden unter den Füßen“. Über viele Jahre schenkte Anna Unterkircher einen großen Teil ihrer Zeit der Allgemeinheit. Sie war zeitgleich Mitglied von zwölf oder 13 Vereinen, arbeitete in der Katholischen Frauenbewegung – „es ist die Zeit der Erneuerung des Glaubens“ –, im Krippenverein und im Friedhofskomitee. Gar einige Sommer lang verpflichtete sie sich als Leiterin der Müttererholungswochen in Lichtenstern am Ritten. Als „ganz große Arbeit“ bezeichnet Anna Unterkircher ihr Engagement für die „EPACA“,
„Eine Zeit lang verbanden wir unsere Sonntagsausflüge damit, offene Rechnungen einzutreiben“_ Anna Mayr Unterkircher besuchte sie auf einem Bauernhof einen Lehrgang für deutsche Rechtschreibung, später in der Unterau bei Bozen einen Kurs für die deutsche Sprachlehre. Die Mutter unterstützte sie dabei. Mit 19 Jahren war sie Hilfslehrerin bei den deutschen Sprachkursen, zunächst in Außerpflersch und dann in Mareit. Und sie engagierte sich in der Arbeitsgemeinschaft der Optanten für Deutschland. Das Ende des Krieges erlebte sie während eines Schulhelferkurses im Zillertal. „Irgendwie erreichte ich dann den Brenner, und mit einem Lastenzug kam ich nach Gossensass.“ Ohne Arbeit, ohne Geld und ohne Perspektive verdingte sie sich zunächst bei einem Bauern. Schließlich konnte sie einen Lehrgang in Meran besuchen, die Reifeprüfung ablegen, „und dann war ich Berufslehrerin.“ Schule gehalten habe sie immer gerne, erzählt die UnterkircherLehrerin, wie man sie landläufig nennt, Besonderheiten aus dem Schulalltag lässt sie sich aber keine entlocken. Es sei ihr gut gegangen mit den Kindern, und der Erfolg habe ihr Recht gegeben. Während sie in der Schule war, nahm ihr Mann ihr viele Arbeiten ab, „besonders um die Kinder hat er sich gekümmert.“
den, weil zwei Menschen einen Meineid geschworen hatten“, erinnert sich Anna Unterkircher. Einer der Männer ist besitzlos, „der andere hatte eine Stube voll Kinder“, und so musste Anna Unterkircher nach dem Tod ihres Gatten eine Schuldenlast von 5.685.500 Lire tilgen. Sie musste dafür Grundstücke verkaufen und ein Darlehen aufnehmen. „Du schaffst es schon, Anna“, hatte ihr kranker Mann auf dem Sterbebett gesagt. Und sie hat es wirklich geschafft, hat sich und ihre beiden Kinder durch so manche Widrigkeiten des Lebens gebracht. „Es musste einfach gehen.“ Eine Zeit lang führte sie sogar die „Kracherle-Fabrik“ ihres Mannes weiter, und sie verstand es, den Familienbesitz gut zu verwalten. „Eine Zeit lang verbanden wir unsere Sonntagsausflüge damit, offene Rechnungen einzutreiben.“ An schulfreien Tagen wanderte sie
die Betreuung und Beratung der Bauern aus den Gemeinden Mühlbach und Rodeneck. Ansuchen verfassen, Formulare ausfüllen – die Bauern kamen meist um die Mittagszeit zur Sprechstunde in die Privatwohnung, „aber des weard’s decht net ålls schreiben“.
Mit 80 Jahren auf dem Ortler. 78 Dreitausender hat sie in ihrem Leben bestiegen, und mit 80 Jahren stand sie zum ersten Mal auf dem Ortler. Als ihre beiden Begleiter die Tour nicht zu Ende gehen wollten, suchte sich Anna Unterkircher einfach eine andere Seilschaft und überredete einen Bergkameraden, ihr die Steigeisen zu verkaufen. Das Wandern und das Bergsteigen waren seit jeher ihre Leidenschaft und ließen sie so manche schwierige Situation meistern. Die intensivste Wanderung war jene auf dem Jakobsweg von Roncesvalles in Frankreich
Witwe mit Schuldenberg. Es
ist schon eine ganze Weile her, da hat sie ihren Lebenslauf zu Papier gebracht, und ihre Tochter hat die handschriftlichen Notizen abgetippt. Kurze Sätze, nüchtern
„Wandern war meine große Leidenschaft.“ In ihrem Leben bestiegt Anna Mayr Unterkircher 78 Dreitausender, mit 80 Jahren stieg sie noch auf den Ortler, zwei Jahre später bewältigte sie den Jakobsweg
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nach Santiago de Compostela in Spanien im Jahre 2003. Da war Anna Unterkircher 82 Jahre alt und an beiden Hüften operiert. Kraft schöpfte die zierliche, zielstrebige und kritische Frau stets aus dem Glauben: „Ich habe immer gebetet, und der Herrgott hat mich nie fallenlassen.“
marlene.kranebitter@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
Steckbrief
Anna Mayr wurde am 21. Februar 1921 in Innerpflersch in der Gemeinde Brenner als sechste von 13 Geschwistern geboren. Drei von ihnen verstarben bereits früh. Nach der Volksschule, die damals acht Jahre dauerte, arbeitete sie zu Hause auf dem elterlichen Hof, zu dem auch ein kleiner Buschenschank gehört. Als nach der Option Schulhelferkurse offiziell erlaubt sind, lässt sie sich zur Hilfslehrerin ausbilden. Nach der Reifeprüfung im Jahre 1946 tritt sie eine Stelle an der einklassigen Volksschule von Schabs an. 1948 heiratet sie den Witwer Josef Unterkircher, besser bekannt als Braundorner Pepi, einen Gastwirtssohn aus Mühlbach. Im gleichen Jahr bekommt sie eine Stelle an der Volksschule von Mühlbach. Sie unterrichtet dort bis zu ihrer Pensionierung am Jahr 1980. 1950 wird Sohn Christian geboren, 1952 Tochter Claudia; im Jänner 1960 verstirbt ihr Mann im Alter von 57 Jahren an einem Herzleiden. Anna Mayr Unterkircher war Mitglied des SVP-Parteiausschusses und dort zuständig für die Frauen. Eine Legislaturperiode saß sie auch im Gemeinderat von Mühlbach. Sie arbeitete bei der Urania mit, war 13 Jahre lang Mitglied des Mühlbacher Pfarrgemeinderates und engagierte sich im Verschönerungsverein. Sie ist Mitglied des Alpenvereins und Fahrzeugpatin bei der Mühlbacher Feuerwehr. Am 15. August 1988 erhielt sie die Verdienstmedaille des Landes Tirol. 19
Menschen & Meinungen
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Romantische Hochzeitsbilder gesucht z Bei Ihnen haben vor kurzem die Hochzeitsglocken geläutet? Dann senden Sie doch Ihr schönstes Hochzeitsbild an den „Brixner“! In der nächsten Ausgabe, die Ende Februar erscheinen wird, gestalten wir wieder einige Seiten mit Bildern der Brautpaare aus Brixen und Umgebung. Unter den ausgewählten Einsendungen wird ein Candlelight-Dinner im
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M&M Menschen & Meinungen RAAS / WIEN
Forschungspreis erhalten
Der Spruch vom Much
I woaß schun, prum der Bürgermoaschter ålleweil guat au isch. In zwoa Johr gibs lei mehr 27 Gemeinderäte – nor sein die Sitzungen sicher schneller fertig.
kurz
notiert
20
z Diplomingenieur Arne Tauber aus Raas bekam kürzlich den Forschungspreis „Award of Excellence“ des österreichischen Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung verliehen. Grund hierfür war seine hervorragende Dissertation im Fachbereich Telematik. Arne Tauber leitet derzeit das österreichische „E-Government Innovationszentrum“ in Graz und verfasste seine Dissertation im Bereich grenzüberschreitender elektronischer Zustellung. Dadurch wurde unter anderem
Im Jahr 2012 haben acht Bürger in Brixen das 100. Lebensjahr überschritten. Die älteste Brixnerin ist Maria Duregger, Jahrgang 1907. Maria Maraner feierte im Januar hingegen als erste im Jahr 2013 ihren 101. Geburtstag.
die nachweisliche Übermittlung elektronischer Post zwischen verschiedenen nationalen Lösungen ermöglicht, beispielsweise zwischen der italienischen PEC und der österreichischen E-Zustellung. Der Forschungspreis „Award of
Excellence“ wird seit dem Jahr 2008 vergeben und zeichnet die besten Dissertationen eines Studienjahres aus. Tauber erhielt den Preis vom österreichischen Wissenschaftsund Forschungsminister Karlheinz Töchterle überreicht (im Bild). db
In der Cusanus Akademie haben 15 interkulturelle Mediatoren ihre Ausbildung abgeschlossen. Sie tragen dazu bei, dass sprachliche und kulturelle Barrieren zwischen Migranten und Einheimischen abgebaut werden – erreichbar sind sie unter input@caritas.bz.it oder auf www.vereininterkult.org
Im Jahr 2012 sind in Brixen 765 Kinder auf die Welt gekommen, davon 377 Mädchen und 388 Buben. Die Anzahl der Geburten hat sich damit um 53 Babys erhöht – ein Trend, der seit einigen Jahren anhält.
O o op s
mein Hoppala
Friedrich Überbacher, Domus Immobilien
Ein netter Vorfall ... Ich bitte die geneigten Leser zu berücksichtigen, dass seit der Begebenheit, die ich jetzt schildere, bereits an die 40 Jahre vergangen sind. Damals besuchte ich die 2. oder 3. Klasse Mittelschule im Vinzentinum, ein strenges Jugendheim, eine sehr strenge Schule, verbunden mit rigoroser Disziplin; in der Früh gab es Rorate, danach Brennsuppe. Regens Anton Geier hatte eines Tages beschlossen, versuchsweise weibliche Prefäkten aus Österreich einzustellen, um auf uns Buben aufzupassen – bis dahin hatte es nur männliche Prefäkten gegeben. Nun, es hat genau drei Tage gedauert, da kam es zu den ersten vorsichtigen Annäherungsversuchen zwischen mir und einer jungen Prefäktin – bis wir inmitten einer natürlich ob unserer Jugend sehr unschuldigen, aber nichtsdestotrotz sehr leidenschaftlichen Kuss-Szene, verbunden mit leichten Streicheleien am Rücken und auch etwas darunter, in flagranti erwischt wurden. „Meine“ Präfektin und ich waren sofort Tagesgespräch. Der Versuch, weibliche Präfekten einzustellen, wurde hingegen auf der Stelle abgebrochen. Trotzdem: Das Vinzentinum hat mir gut getan.
Leser kochen für Leser
mmh!
Russischer Borschtsch > Zutaten für 4 Portionen
> Zubereitung
½ Kilo Rohnen, in Stifte geschnitten 1 Stange Lauch 3 kleinere Karotten, in Ringe geschnitten ½ kg Weißkohl, in Streifen geschnitten ½ kg Kartoffel, in Würfel geschnitten 1 mittelgroße Zwiebel 1,5 Liter Gemüsebrühe 1 Klecks Sauerrahm etwas Öl 1-2 Esslöffel Essig Salz, Pfeffer, etwas Zucker gehackter Dill
Den Kohl, die Rohnen und die Kartoffelwürfel mit der gehackten Zwiebel in Öl anbraten. Die Gemüsebrühe hinzugeben, den Borschtsch kurz aufkochen lassen, dann rund 15 Minuten auf geringerer Hitze köcheln lassen. Karotten und Lauch hinzufügen und bei mittlerer Hitze weiterköcheln lassen. Anschließend mit ein bis zwei Esslöffeln Essig, Salz, Pfeffer und eventuell etwas Zucker abschmecken. Dann den Borschtsch mit einem ordentlichen Klecks Sauerrahm und gehacktem Dill anrichten und servieren. Es gibt viele Borschtsch-Varianten, zum Beispiel mit Fleischsuppe und Rindfleischstreifen sowie mit saisonalen Gemüsearten.
Kochen ist für Stephanie Risse eine Qual: Sie hatte zunächst das Glück, in WGs mitessen zu dürfen, lebte von deutschen Fertiggerichten und wird nun glücklicherweise von ihrem Ehemann bekocht. Nur bei ihren vielen Russland-Reisen wurde das Selberkochen zur Pflicht – und der Borschtsch zum Elixier... Haben auch Sie ein besonderes Rezept, das Sie unseren Lesern nicht vorenthalten möchten? rezept@brixner.info
Voting
Ihre Meinung online
Ergebnis der Online-Umfrage:
„Finden Sie es richtig, dass die Eintrittsgebühr von 5 Euro für die Silvesterfeier am Domplatz gestrichen wurde?“ 61,82% Ja, denn ein solches Fest sollte frei zugänglich sein 5,45% Ja, denn 5 Euro waren entschieden zu viel 18,18% Nein, weil die Gegenleistung – Musik, Ambiente, Feuerwerk – war angemessen 14,55% Nein, denn dadurch verliert das Fest an Niveau
Ja oder Nein? Wir möchten Ihre Meinung wissen! Ein Klick auf unserer Homepage www.brixner.info genügt – und Sie sehen sofort, wie die Internetgemeinde bisher abgestimmt hat. Natürlich dürfen Sie nur eine Stimme abgeben – wir überprüfen dies auf technischem Weg. Das endgültige Ergebnis lesen Sie im nächsten „Brixner“. Die aktuelle Frage des Monats:
„Wie finden Sie das Siegerprojekt für die Gestaltung des Hofburggartens?“ > Sehr schön; Brixen braucht eine Oase der Ruhe > Ganz nett, aber es wird in dieser Gestaltung niemals kostendeckend geführt werden können > Nicht so gut, es fehlen Attraktionen, die als Magnet für Touristen wirken > Schade; mit dieser Gestaltung wird der Hofburggarten ein ähnliches Schicksal erleiden wie der Herrengarten Stimmen Sie mit! www.brixner.info 21
Pro& Contra Wird der Hofburggarten in der geplanten MULTIMEDIAL Gestaltung ein attraktiver Anziehungspunkt sein?
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Der Hintergrund:
Nachdem die Gemeinde Brixen nach jahrelangen Bemühungen endlich einen Pachtvertrag für den Hofburggarten abschließen konnte, beauftragte sie die Erarbeitung eines Ideenvorschlags, der dann allerdings auf breite Ablehnung stieß. Daraufhin wurde die Planung ausgeschrieben; das Siegerprojekt liegt jetzt vor.
Waltraud Kofler Engl, Direktorin im Amt für Bau- und Kunstdenkmäler: „Nachhaltige touristische Attraktion“
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Ja Der Obstbaumgarten der Hofburg mit Chinesischem und Japanischem Pavillon ist schon aufgrund seiner Erhaltung und des Alters – er wird bereits um 1250 genannt und geht in seiner Gestalt auf die zweite Hälfte des 16. Jahrhunderts zurück – von europaweiter gartengeschichtlicher Bedeutung mit Seltenheitswert. Das Siegerprojekt belässt ihm die historischen Qualitäten und steigert seine Poesie und zeitgenössische Nutzung. Die Gestaltung wird dem Garten nicht allein als Ort der Vermittlung der Gartenkultur gerecht und sieht eine große Vielfalt an fruchtbringenden Obstbäumen vor, sondern schafft zudem einen Raum der körperlichen und geistigen Erholung, des ästhetischen Genusses, der Begegnung, des Spiels und für festliche Veranstaltungen. Der Garten erlaubt das Wandeln und den Aufenthalt in blühenden Obsthainen, unter schattigen Weinlauben, entlang des Wassergrabens und bietet ein Panorama auf die Stadt und ihre umgebende Landschaft wie kein zweiter Ort in Brixen. Besucher der Stadt werden die Vorzüge des geradezu „paradiesischen“ Baumgartens genauso zu schätzen wissen wie die Bürger von Brixen. In Zusammenhang mit dem Herrengarten und der ehemaligen fürstbischöflichen Residenz ist er eine starke und nachhaltige touristische Attraktion. Als Alternative zum Event- und Sensationstourismus werden Angebote des sanften und des kulturellen Tourismus zunehmend nachgefragt. Der Obstbaumgarten erfüllt den Wunsch von Einheimischen und Gästen, den Schöpfungen der Natur, Werken der Kunst und Zeugnissen der Geschichte mit Muße zu begegnen. z
Brigitte Salcher, Büroleiterin Tourismusverein Brixen: „Der Attraktionsgrad ist zu niedrig“ Nein Aus touristischer Sicht eher nicht. Dies hat sich allerdings bereits mit der inhaltlichen Ausschreibung des Planungswettbewerbs abgezeichnet. So ist es nicht verwunderlich, dass das Element Wasser völlig in den Hintergrund gerückt ist, obwohl die Hofburg die einzige Burg Südtirols mit einem Wassergraben ist und dieser auch dem Hofburggarten etwas Einzigartiges verleiht. Das Siegerprojekt wird von der Jury in höchsten Tönen gelobt: Die Besucher sollen hier angeblich lustwandeln und einen Ort der Ruhe finden. Als Touristikerin hätte ich mir einen weitaus attraktiveren Hofburggarten erwartet: einen Garten, der der Wucht und der Pracht der Hofburg standhält und als neuer Anziehungspunkt im Herzen von Brixen Urlaubs- und Tagesgäste, aber auch Südtiroler aus der näheren und ferneren Umgebung anzulocken vermag. Der Hofburggarten kann, wenn er in einigen Jahren dem entspricht, was uns die Architekten auf dem Reißbrett aufgezeigt haben, als touristischer Programmpunkt zwar mitgenommen werden; der Attraktionsgrad ist jedoch zu niedrig, um den Ansprüchen Genüge zu tun, Gäste aus Nah und Fern anzuziehen. Anders formuliert: Kaum jemand wird eigens für den Hofburggarten nach Brixen kommen. Der etwa drei Hektar große, jahrhundertelang verschlossene Garten hätte alle Voraussetzungen, in Brixen ein neues infrastrukturelles Highlight zu werden und somit das Wachstum des Wirtschaftsmotors Tourismus anzukurbeln. Aus diesem Grund empfehle ich, in der langfristigen Planung nicht mit hohen Einnahmen von Urlaubsgästen zu rechnen, um die Erhaltungskosten zu decken. z
Echo
Leser schreiben uns
„Ratgeber in allen Lebenslagen?“ zum Interview mit Reinhold Messner, „Brixner“ Nr. 275, S. 4
Markus Lobis, Brixen
Sind vorbildhafte Sportler und Selbstvermarkter wirklich gute Ratgeber in allen Lebens- und Gesellschaftslagen? Diese Frage drängt sich mir immer wieder auf, wenn unserem großen Provinz- und Weltfex Reinhold Messner ein Mikrofon vorgehalten wird. So auch beim zweifelhaften Weihnachtsgeschenk, das uns in Form einer Titelgeschichte des „Brixner“ ins Haus geflattert ist. Es steht dem großen Südtiroler und selbst ernannten Tempofahnenträger frei, sich diejenigen Vorbilder und Idole aus Gesellschaft und Politik auszusuchen, die sich die Messnersche Bewunderung verdienen oder in verdienstvoller Weise erworben haben. Was aber in all den krausen Wortspenden von
Reinhold Messner nicht unwidersprochen bleiben darf, ist die absurde Argumentation des Südtiroler Universal-Ratgebers, vor dem Hintergrund der Erfolge Chinas seien unsere Demokratien kritisch zu hinterfragen. Wie die Chinesen das machen, kann der weitestgereiste Grenzgänger am besten bei seinen tibetanischen Freunden erkunden. Und: Wie lange der „Erfolg“ von China, der vor allem auf Sozialdumping, Unterdrückung der Menschenrechte, Ausbeutung, Umweltzerstörung und Raubtierkapitalismus aufbaut, noch anhält, kann wahrscheinlich nicht einmal unser aller Vordenker sagen. Mein Respekt vor dem großen Bergsteiger und Abenteurer ist ungebrochen, die Wertschätzung für den Ratgeber Messner leidet allerdings zusehends. Liebe Leserin, lieber Leser, schreiben Sie Ihre Meinung zu den Themen in diesem „Brixner“ - bitte unbedingt mit Angabe Ihrer Adresse und Telefonnummer: Redaktion „Brixner“, Brennerstraße 28, 39042 Brixen Leserfax: +39 0472 060201 E-Mail: echo@brixner.info
BRIXEN / BOZEN
Neue Direktorin z Irmgard Prader aus Afers ist die neue Direktorin der Landesabteilung Gesundheitswesen: Die 39-Jährige folgt damit dem bisherigen Abteilungsleiter Albert Tschager, der Ende Oktober vergangenen Jahres in Pension gegangen war. Irmgard Prader studierte Wirtschaftswissenschaft in Innsbruck und arbeitete jahrelang in der Privatwirtschaft, Bereich Alpintechnologie. Im Mai 2010 wechselte sie in die Landesverwaltung und übernahm als Direktorin die Landesabteilung Tourismus. Gerade in Zeiten von einschneidenden Einsparungen im Bereich des Gesundheitswesens stehen ihr sicher große Herausforderungen bevor, doch Irmgard Prader freut sich dennoch über ihre neue Aufgabe: „Der gute Gesundheitszustand der Südtiroler Bevölkerung stellt die Basis des hohen Lebensstandards unseres Landes dar, den es zu erhalten und noch weiter auszubauen gilt, trotz sinkender Mittelausstattung“. Eine der wichtigsten Aufgaben,
sagt sie, werde die eingehende Analyse und Neuorganisation von Prozessen sowie die Abstimmung des umfangreichen Leistungsangebots sein. „Andererseits steht die Stärkung des Verantwortungsgefühls jedes Bürgers für die eigene Gesundheit im Vordergrund“, so die neue Direktorin. Auch Landesrat Richard Theiner sieht eine positive Zusammenarbeit garantiert: „Mit der onkologischen Zertifizierung, dem von Rom verordneten Bettenabbau und der Schaffung von neuen Betreuungsmodellen für chronische Krankheiten stehen einige grundlegende Strukturreformen an. Irmgard Prader hat aber auf jeden Fall die Voraussetzungen, um sich schnell in die komplexe Materie einzuarbeiten.“ db
LAMMento
Mimose „Das hätten sie sich nie vorstellen können“, sagt der Franz, während er kopfschüttelnd seinen geliebten Macchiato schlürft, was in sich schon kein leichtes Unterfangen war, weil die Tasse andauernd seinem Mund folgen musste, der sich allerdings irgendwie immer heftiger hin und her bewegte, worauf ich mir irgendwann gedacht habe, dass das, was der Franz gerade denkt, wirklich außergewöhnlich peinlich für die Akteure sein müsse. „Worum geht’s?“, unterbricht Frieda den kopfschüttelnden Franz im Kopfschütteln, „was hätte wer sich nie vorstellen können?“ – „Sie hätten es sich nie vorstellen können, dass es im Sonnensystem jemanden geben würde, der nicht alles, aber wirklich alles über sich ergehen lassen würde, um in die Landesregierung zu kommen, denn sie selbst haben offenbar seinerzeit alles, aber wirklich alles in Kauf genommen, um Landesräte zu werden – sogar die Gefahr einer permanenten Demütigung vom Chef“, sagt der Franz, und plötzlich wissen wir alle, worum’s geht. Je älter, desto kindischer, denke ich mir, aber im Landtag sollte man dann vielleicht doch versuchen, sich nicht aufzuführen, als wäre man noch im Kindergarten. „Das ist das reinste Kasperletheater“, sagt Frieda, worauf ich mir denke, ja, das trifft’s auch. „Am lustigsten war ja der Chefkasper nach dem Theater“, sagt der Franz, „wenn jemand in den Ring steigt, um auszuteilen, sagte er, dann müsse er auch einstecken können.“ Ausgerechnet er, von dem das ganze Land weiß, dass er die personifizierte Mimose ist. Empfindlich und nachtragend.
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Menschen & Meinungen
Umfrage
„Wir sind für die Seilbahn“ Während der Gründungsversammlung des Komitees „Pro Seilbahn Brixen“ haben wir einige der im Kolpinghaus anwesenden 350 Mitglieder gefragt, aus welchen Gründen sie sich für den Bau einer Seilbahn auf die Plose mit Start am Bahnhof Brixen aussprechen.
„Io sono Pro Seilbahn: Mi piace il contrasto tra la tecnologia moderna e la tradizione. La nostra cittá potrebbe soltanto avvantaggiarsene in tutti i sensi“, so Roberto Scaggiante. „Non sono direttamente ne indirettamente interessato, ma l’idea di questa funivia mi piace molto. La funivia sopra la cittá mi aveva già affascinato quando l’avevo vista in altre città.“
„Wir sind als politische Vertreter verpflichtet, in Brixen Akzente zu setzen“, so Josef Unterrainer. „Die Plose gehört zu uns und ist ein wichtiger Freizeitraum. Wir haben einen guten Unternehmer, der den Berg betreibt, und müssen ihm jede Unterstützung geben, die das Gebiet weiterbringt, um somit die Zukunft zu sichern“.
„Diese Chance müssen wir nutzen“, ist Thomas Psaier überzeugt, „und das nicht irgendwann, sondern jetzt! Das ganze Land würde über uns lachen, wenn wir den Bau dieser Seilbahn verhindern würden. Der Ganzjahrestourismus würde mit der Bahn wesentlich gefördert; für Stadt und Berg wäre das von großer Bedeutung.“
„Die Bahn treibt die Wirtschaft voran, schafft Arbeitsplätze, und wenn wir das nicht berücksichtigen, ist die Existenz der Plose in Gefahr. Irgendwann wird der Betrieb geschlossen, und dieses Szenario können wir nicht verantworten, da hängt einfach zu viel dran. Ich denke, wir am Berg sind alle für den Bau. Die Bahn ist aber auch genauso wichtig für die Stadt“, sagt Richard Kerer.
„Für die Mobilität wäre diese Seilbahn super, für meine Kinder noch besser“, sagt Christian Pupp. „Wir könnten ohne Auto auf die Plose fahren und würden dann das Angebot sicher öfter nutzen als bisher. Ich bin überzeugt von dieser Vision: Es ist eine Bereicherung für ganz Brixen. Auch die Gäste werden von der Plose sicher noch mehr angezogen und nutzen die Bahn, um auch nur kurz hinaufzufahren“.
„Der Winter ist in der Stadt selbst nicht so attraktiv, und die Gäste haben keine Lust, die kurvige Straße nach St. Andrä mit dem Auto zurückzulegen“, ist der Gastwirt Patrick Moret überzeugt. „Die Seilbahn bewirkt einen Aufschwung für ganz Brixen. Auch wenn es viele Gegner gibt – ich bin davon überzeugt, dass das Projekt funktionieren wird und dass Brixen diese Seilbahn braucht“.
„Es sprechen so viele Argumente für den Bau der Seilbahn: In erster Linie würde ich mich über ein neu gestaltetes Bahnhofs-Areal freuen, das wäre nämlich dringend notwendig“, sagt Elisabeth Steinhauser. „Aber natürlich ist es auch eine Bereicherung, wenn man direkt, ohne das Auto nehmen zu müssen, auf den Berg fahren kann. Zudem ist die Bahn etwas Besonderes, das es in unserer Gegend nicht gibt.“
Markus Knapp denkt an die Zukunft von Brixen und an die Arbeitsplätze, die direkt oder indirekt mit der Plose zusammenhängen: „Es steht zu viel auf dem Spiel, wenn man das Projekt fallen lässt. Und für die Zukunft von Brixen ist der Bau der Seilbahn unumgänglich. Wenn nichts getan wird, wird die Plose früher oder später zugesperrt, und deshalb dürfen wir uns diese Chance keinesfalls entgehen lassen.“
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Brixen | Große Lauben 3
BUCH ÜBER DAS LEBEN UND WIRKEN VON PAUL TROGER
Kunst & Kultur
Meistermaler des Barocks
Johann Kronbichler, Direktor des Brixner Diözesanmuseums, hat in jahrelanger Arbeit eine Monographie über den Barockmaler Paul Troger verfasst. Ein imposantes und umfassendes Werk, geschrieben mit Sorgfalt, fundiertem Wissen und Liebe zum Detail.
S
o ein Buch ist ein Lebenswerk. Zehn Jahre lang hat Johann Kronbichler daran konkret gearbeitet. Darin stecken aber auch all die Jahrzehnte, die er zuvor an Erfahrung gesammelt hat, sein Wissen über und seine Leidenschaft für sakrale BarockKunst. Der Direktor des Brixner Diözesanmuseums hat einen voluminösen, reich bebilderten und wissenschaftlich fundierten Band über Leben und Werk von Paul Troger vorgelegt. Pünktlich zum 250. Todestag des berühmten Tiroler Barockmalers erschien bereits im vergangenen November die über 600 Seiten starke Monographie „Paul Troger, 16981762“ im Deutschen Kunstverlag. Kronbichler geht mit seiner Arbeit
weit über die in den Jahren 1930 und 1965 bereits erschienenen Publikationen hinaus, fasst nicht nur den aktuellen wissenschaftlichen Forschungsstand zusammen,
Welsbergers ist beeindruckend, umfasst es doch über die bekannten Fresken, Andachtsbilder
Zeichnungen ausgeprägt: Es sind die langen, in Federn gezogenen Konturlinien, mit denen die Figuren und Gegenstände geformt werden. Die zusammenhängende
„Trogers Malstil muss zu seiner Zeit so etwas wie ein Markenzeichen gewesen sein, an dem sich seine Mitarbeiter und Bewunderer orientierten“_ Johann Kronbichler, Autor sondern liefert darüber hinaus ein nahezu vollständiges Werkverzeichnis der erhaltenen, zerstörten sowie fraglichen oder falsch zugeschriebenen Arbeiten Trogers.
Heilung des blinden Tobias, Deckenfresko in der Bibliothek des Bistumsgebäudes in St. Pölten, 1734
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Mit Liebe zum Detail und Sorgfalt. Das Œuvre des gebürtigen
und Altargemälde auch Ölbilder, Radierungen, Kupferstiche und Zeichnungen. Freilich werden die Fresken prominent behandelt, doch höchst verdienstvoll ist Kronbichlers Monographie gerade dort, wo er sich mit nachlesbarer Liebe zum Detail und großer Sorgfalt den scheinbar kleinen Dingen widmet, etwa Trogers filigranen Zeichnungen und kleineren Arbeiten: „Jede künstlerische Bildung beginnt üblicherweise mit dem Zeichnen, so dass gerade die Zeichnungen der wichtigste Schlüssel für die Kenntnis und das Verständnis jeder weiteren Entwicklung sind.“ Nun hat sich nach heutigem Wissensstand von der frühen künstlerischen Tätigkeit Trogers vor 1720 leider nichts absolut Gesichertes erhalten, so dass die Anfänge weitgehend im Dunkeln liegen und eine Ableitung seines Zeichenstils kaum möglich ist. Die Handschrift, der „disegno“ Trogers, hat sich während seiner gesamten Schaffenszeit von vier Jahrzehnten auch nicht wesentlich verändert. „Sie zeigt sich bereits in den frühesten erhaltenen
Strichführung ergibt einen klaren, die Komposition und das Detail sehr plastisch wiedergebenden Zeichenstil“, erläutert Kronbichler.
Der Troger-Stil. Eine der wenigen
sicher zu datierenden Arbeiten ist die „Anbetung des Jesuskindes“ aus dem Jahr 1720, ein sicherer Hinweis für Trogers Lehrjahre bei italienischen Meistern, wobei Kronbichler zu dem Schluss kommt, dass sich Troger eher in Rom als in Venedig aufgehalten haben wird. Dieses frühe Ölbild, das sich seit 1974 im Besitz des Brixner Diözesanmuseums befindet, zeugt bereits von dem, was in der Fachwelt und darüber hinaus als Troger-Stil zu bezeichnen ist: „Als die wichtigsten Elemente des so genannten Troger-Stils sind seine kontrastreichen und bewegten Darstellungen zu nennen, die meist durch eine fokussierte Lichtführung dramaturgisch inszeniert werden. Aus der besonderen Lichtführung ergibt sich auch eine stark akzentuierte Farbigkeit, die sich vorzugsweise in kräftigen Blau- und Rot-Akkorden zeigt. Trogers Malstil muss zu seiner Zeit
Anbetung des Jesuskindes: Öl auf Leinwand; 123,5 x 95,7 cm, Diözesanmuseum Brixen, bez. links unten: P. Troger 1720
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so etwas wie ein Markenzeichen gewesen sein, an dem sich seine Mitarbeiter und Bewunderer orientierten. Das betrifft zwar nicht mehr so sehr die Zeit von Trogers Tätigkeit als Rektor der Akademie von 1754 bis 1757, sondern die seiner aktiven Tätigkeit als Freskant und in noch wirkmächtigerer Art als Ölmaler in den 1740er Jahren.“
Troger, oder doch nicht Troger?
Troger verfertigte neben Federzeichnungen auch Skizzen in Öl für seine großen Fresken und Altargemälde. Problematisch sind hier allerdings die Zuschreibungen, da die Bilder nicht signiert wurden und für die Zuschreibungen als Belege nur Stilkriterien herangezogen werden können. Es ist davon
auszugehen, dass viele der Ölbilder entweder nicht mehr erhalten oder noch gar nicht entdeckt worden sind – dies betont Kronbichler mehrfach in seinem Band. Insbesondere die frühen italienischen Jahre des Barockmeisters sind schwer zu rekonstruieren. Umso verdienstvoller ist es, dass Kronbichler hier wissenschaftlich exakt
belegt zu seinen Urteilen kommt, wenn er etwa das kleine Chorfresko der Kalvarienbergkirche in Kaltern aus dem Jahr 1722 als erstes Troger zuschreibbares bezeichnet. Denn: „Der Versuch, die Fresken im Palazzo Firmian in Mezzocorona als ein Frühwerk Trogers auszugeben, lässt sich aus stilkritischer Sicht kaum aufrecht erhalten.“ 27
Kunst & Kultur
Der „Fall Brixen“ spannend beschrieben. Wenn solcherlei
Diskussionen insbesondere für Fachleute interessant sein mögen, so ist Kronbichlers Buch auch für kunstinteressierte Laien verständlich, mitunter spannend oder höchst vergnüglich geschrieben – so etwa die Kapitel über den „großen Auftrag“ im Dom zu Brixen. Der Fall Brixen ist auch deswegen so prominent, da im Vergleich zu Trogers frühem Schaffen diese Arbeiten besonders gut und detailliert dokumentiert sind. Paul Troger, zu dieser Zeit bereits ein bekannter Maler in Wien, der zahlreiche Aufträge in Niederösterreich bekommen hatte, führte hier mehrere Monate dauernde Verhandlungen mit seinen Auftraggebern – man könnte auch sagen, er feilschte regelrecht um seine Bezahlung. Er war zu diesem Zeitpunkt offensichtlich so bekannt, dass er seine Auftraggeber, eigens aus Wien angereiste Abgesandte der Dombaudeputation, hinhalten konnte. Er wolle erst seine Skizzen anfertigen, wenn ihm das geforderte Gehalt sowie Kost, Logis und Reisespesen in einem Kontrakt zugesichert werden würde, ließ Troger die Gesandtschaft wissen. Auch wenn der damalige Baudirektor Peißer bissig anmerkte, „dass dieser gebürtige Tiroler vom wienerischen Hochmut angesteckt und von sich selbst sehr eingenommen sein müsse“, wollte man offensichtlich um jeden Preis den großen Meister beauftragen. Und der reiste schlussendlich, nachdem mehrere Depeschen zwischen Wien und Brixen geschickt worden waren, höchstpersönlich an, fand nach einer kurzen Ortsbesichtigung am 23. März 1748 Gefallen an dem neu erbauten Dom und meinte, „dass das Gewölbe für seinen Pinsel gut zugerichtet sei“.
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Wunderbare Brotvermehrung, Detail aus dem Deckenfresko im Marmorsaal in Stift Geras, 1738
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In den darauf folgenden drei Jahren arbeitet er jeweils von Mai bis zum Herbst, bis am 5. Oktober 1750 die Schlussbesichtigung stattfand. Vier Jahre später wurde Troger auf die wohl wichtigste und angesehenste Position des damaligen Wien berufen: Er bekam das Rektorat der Wiener Akademie. Gleichzeitig hatte er künstlerisch aber seinen Zenit überschritten. In seinem letzten Lebensjahrzehnt, so verzeichnet Kronbichler, ist Trogers malerische Tätigkeit überraschend rückläufig, sie kam fast zum Stillstand. So verstarb der einst in ganz Europa bekannte Maler am 24. Juli 1762, unbeachtet von einer größeren Öffentlichkeit, mit 64 Jahren in Wien.
Brixner Domfresko ist nur mehr Abglanz des Originals. Für Brixen bedauerlich ist nach wie vor, dass das Domfresko in seiner
heutigen Erscheinung nur mehr ein Abglanz des Originals sein dürfte, so schreibt Kronbichler: „Diesem so gut wie vollständig dokumentierten Freskenauftrag steht heute leider nur ein Torso des ursprünglich zweifellos einmaligen Erscheinungsbilds gegenüber, weil im Zuge der zwischen 1894 und 1897 durchgeführten Innenrenovierung des Domes die Scheinkuppel in der Vierung und die gesamte Scheinarchitektur bis zum Hauptgesims durch eine neobarocke Stuckdekoration ersetzt wurden. Aus heutiger Sicht ist diese Maßnahme auch nicht mit der stilgerechten Restaurierung im Sinne des Historismus zu rechtfertigen, sondern zeugt nur vom Unverständnis diesem großartigen Werk Trogers gegenüber.“ Johann Kronbichler, der vor seiner Zeit in Brixen bereits in St. Pölten Diözesankonservator
und Museumsdirektor und in Salzburg Leiter des Dommuseums war, dürfte mit seiner umfassenden Monographie über einen der Hauptrepräsentanten der österreichischen Barockmalerei in der Fachwelt für die nächsten Jahrzehnte den Standard vorgegeben haben. Für Brixen hält er die Erinnerung an einen großen Maler aufrecht: Ein wunderbarer Bildband für Troger-Bewunderer und solche, die es noch werden wollen. Johann Kronbichler und der Verleger Rudolf Winterstein stellen am Dienstag, 5. Februar, ab 18 Uhr den Band in der Fakultät für Bildungswissenschaften in Brixen vor.
Stephanie Risse Leserbrief an: echo@brixner.info
MUSIK
Musikalische Verführung Seit einigen Jahren garantiert das Neujahrskonzert des Kulturvereins Brixen Musik einen schwungvoll-musikalischen Start ins neue Jahr. Ein Rückblick.
M
it den musikalischen Grüßen an das neue Jahr verhält es sich beinahe umgekehrt wie mit den Gesetzen des Marktes: Nicht die Nachfrage erhöht das Angebot, sondern die Angebote steigern im ganzen Land die Nachfrage. Und blieben vor einigen Jahren Neujahrskonzerte noch auf wenige größere Städte beschränkt, so überziehen sie heute, dank eines gewissen Nachahmungseffekts und der Erwartungshaltung des Publikums, das ganze Land – von den kleinen Stadttheatern bis hin zu den Kulturhäusern und Vereinssälen.
Einheimisches Ensemble mit auswärtiger Unterstützung. Brixen war eine der ersten Städte in Südtirol, in der zunächst Gastensembles aus dem Ausland Walzerklänge der Strauß-Dynastie präsentierten. Zum heurigen Jahreswechsel konnte mit dem Salonorchester Südtirol erstmals ein einheimisches Ensemble das neue Jahr mit den unsterblichen Melodien der goldenen Walzerära begrüßen. Freilich baute es dabei auf die professionelle Leitung des Stehgeigers und Mitglieds der Wiener Philharmoniker, Martin Zalodek, der gemeinsam mit dem Moderator Karl T. Kogler jenes Flair in das Forum Brixen zauberte, das man bisher nur aus Übertragungen aus dem Goldenen Saal des Wiener Musikvereins kennt. Das Notenmaterial stammt aus dem Archiv des Meraner Kurorchesters, das derzeit von Kogler zusammen mit der Violinistin Elfriede Hallama gesichtet wird. Ein fast zur Gänze mit StraußKompositionen bestücktes Programm allein wäre bereits Garantie für beste Unterhaltung und mitreißende Stimmung. Werden sie aber dann auch noch mit Anekdoten und Bonmots aus der Entstehungszeit, mit witzigen Klangexperimenten und Arien aus der silbernen Operettenära
Zum heurigen Jahreswechsel konnte mit dem Salonorchester Südtirol erstmals ein einheimisches Ensemble das neue Jahr begrüßen
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eines Franz Lehár oder Robert Stolz gewürzt, dann lässt sich das Publikum bereitwillig ein auf die imaginäre Reise seiner eigenen Sehnsüchte, Träume und Phantasien – wohl wissend, dass der Zauber einer musikalischen Verführung einer Seifenblase mit kurzer Lebensdauer gleicht. Doch gerade in Zeiten gespitzter Sparstifte und gekürzter Etats erscheinen Konzertveranstaltungen wie diese auch als Bestätigung dafür, dass Freude und gute Laune unabhängig von Geschäftsbilanzen und Umsatzzahlen sind.
Schwungvolles Programm. Der Kulturverein Brixen Musik sorgt verlässlich das ganze Jahr hindurch für qualitätsvolle Konzertangebote und ist sich dabei seiner kultur- und gesellschaftspolitischen Aufgabe durchaus bewusst. Das Neujahrskonzert wurde in Zusammenarbeit mit den Südtiroler Operettenspielen organisiert und von der Gemeinde Brixen sowie der Gärtnerei Auer großzügig unterstützt. Schon im ersten Teil des Programms, nach obligater Begrüßung und Neujahrswünschen durch Christine Mader Magagna vom Kulturverein
und Bürgermeister Albert Pürgstaller, eröffnete der populäre Marsch „Einzug der Gladiatoren“ von Julius Fucˇík die Reihe schwungvoller Musikstücke, die die Hitliste klassischer Unterhaltungsmusik anführen. Schon jetzt wurde klar, dass das aus 14 Instrumentalisten bestehende Salonorchester keine Vergleiche mit anderen Ensembles zu scheuen braucht: Musizierfreude, hohe gestalterische Ansprüche, präzise rhythmische Ausarbeitung und Stilsicherheit überzeugen durchwegs. Was aufgrund der kammermusikalischen Besetzung an Klangnuancen ausgespart bleiben muss, wird durch dynamische und agogische Feinheiten wettgemacht, wie die folgenden Walzer und Polkas aus der Feder von Johann Strauß (Ouvertüre zu „Waldmeister“, „Wein Weib und Gesang“, „Im Krapfenwaldl“) und Josef Strauß („Plappermäulchen“) beweisen. Celine Byrne, die irische Sopranistin und Siegerin des Maria-Callas-GrandPrix in Athen 2007, entführt mit dem Lied und Csárdás aus „Zigeunerliebe“ und dem Vilja-Lied aus „Die lustige Witwe“ in die Zeit des Vielvölker-Reiches der Habsburger Monarchie, in dem die friedliche
Koexistenz der Ethnien wohl immer nur ein Operettentraum war. Jedenfalls hat sich dieser Traum musikalisch so in unser Bewusstsein eingegraben, dass der Refrain mitgesungen werden kann. Auch der zweite Programmteil hält es mit den Komponisten Johann und Josef Strauß, deren bekannteste Ohrwürmer wie „Rosen aus dem Süden“, „Feuerfest“, „Leichtes Blut“ und „Tritsch-Tratsch“ in bester Musizierlaune dargeboten werden, unterstützt durch witzige szenische Einfälle des Moderators. Dazwischen brilliert Celine Byrne mit ihrem strahlenden Sopran in Robert Stolz’ „Du sollst der Kaiser meiner Seele sein“ und dem Csárdás aus der Operette „Die Fledermaus“. Den offiziellen Abschluss bilden der Walzer „An der schönen blauen Donau“ und der „Radetzkymarsch“. Während des Umtrunks im Foyer wurde nicht nur auf das neue Jahr 2013 angestoßen, sondern auch auf die dreißig Geschäftsbetriebe, deren Inhaber für ihre langjährige Tätigkeit zum Wohle der Stadt prämiert wurden. Barbara Fuchs Leserbrief an: echo@brixner.info 29
Die Kunst des Zusammenlebens Nach „Spaesati“ analysiert Lucio Giudiceandrea ein weiteres Mal die Tücken des Zusammenlebens der zwei Ethnien im Lande. „Stare insieme é un’arte“ ist auch ein Appell an die Politik, das Autonomiestatut neu zu schreiben. Ein Rückblick auf die Buchvorstellung und Diskussion in Brixen.
D
ass das Thema des Zusammenlebens der zwei Sprachgruppen immer noch ein Dauerbrenner ist, beweist der ungewöhnliche Publikumszuspruch am monatlichen Leseabend des Vereins Heimat in der Michaelstube im Domcafé. Die beiden Autoren Lucio Giudiceandrea und Aldo Mazza nehmen es vorweg; sie wissen, die Problematik kann nur von Seiten der italienischen Sprachgruppe aufgegriffen werden. Für die Deutschsprachigen ist das Thema erledigt, sie sind nach den Jahren der Wiedergutmachung jetzt in der stärkeren Position, während die Italiener sich selbst als die Verlierer auf allen Ebenen sehen.
Von der Mehrheit zur Minderheit. Das kann nur solange gut
gehen, als der Geldhahn fließt und alle zufrieden sind. Schwelende Konflikte können bei Ungleichbehandlung schnell zum Vulkan werden – einer der Gründe, warum das Nebeneinander zum Miteinander mutieren sollte. Gabriele di Luca, der einen Beitrag fürs Buch geschrieben hat, untermauert Foto: Lucio Giudiceandrea
Kunst & Kultur
BUCH
in seinem Statement die Aussage der Autoren: Südtirol ist heute eine Gesellschaft an der Kippe. Sie kann sich in den ethnischen Abgrund stürzen oder ein lebbares Modell für das Zusammenleben werden, in dem sich verschiedene Identitäten einander ergänzen. „Das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Kultur und Sprache ist kein natürlicher Zustand“, meint Di Luca, „dieser kann nur erreicht werden, wenn man sich mit der Geschichte und der Befindlichkeit des Anderen auseinandersetzt“. Dazu gibt es im Buch die kleine, aber symptomatische Anekdote von Eliana und Markus. Die Kinder besuchen eine Zirkusgruppe, die jeweils andere Sprache ist Teil der Spiele und Aktionen. Plötzlich kommt es aus nichtigen Gründen zum Streit. Eliana schimpft: „Perché loro sono fatti cosí“. Von Markus kommt die Retourkutsche: „Die Walschn sein olle gleich, Betriager, des sogg der Opa a“. Feinsinnig weist Giudiceandrea auf die irritierende Pluralform hin, eindeutiges Symbol für die Gruppenzugehörigkeit. Die Individualität wird unbewusst einer kollektiven Identität unterworfen mit entsprechend negativ besetzter Wertigkeit.
Forderung nach einem dritten Autonomiestatut. Es ist ein stei-
RAI-Journalist Lucio Giudiceandrea verfügt über eine profunde Kenntnis der ethnischen Gegebenheiten des Landes 30
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niger Weg, den beide Ethnien gehen müssen, bestätigen die Autoren. Er bedeutet Zugeständnisse und Verzicht, aber auch viel Befriedigung für das Individuum und die Gesellschaft. „Die Überwindung von Vorurteilen und sprachlichen Barrieren ist Voraussetzung für ein Miteinander“, bestätigt Giudiceandrea, „ich hatte das große Privileg, in einer Familie aufzuwachsen, die trotz kalabresischer Wurzeln den Weitblick besaß, uns Kinder in Brixen in die deutsche Schule zu schicken“. Womit sich die Sprachbeherrschung und profunde Kenntnis des RAI-
Journalisten über die Gegebenheiten des Landes von selbst erklärt. In kurzen, leicht verständlichen Exkursen umreißen Mazza und Giudiceandrea geschichtliche Eckdaten, die Autonomie, politische Positionen, Ereignisse und Persönlichkeiten, die das Land geprägt haben oder noch prägen. Eindringlich deponiert wird die Forderung nach einem dritten Autonomiestatut für ein Südtirol in Europa mit gemeinsamen Regeln für alle, die hier leben. Garniert wird der Leitfaden für das bessere Zusammenleben von zwei kurzweiligen Essays von Gabriele Di Luca und Hans Karl Peterlini.
Das Miteinander fällt nicht vom Himmel. Der knappen Prä-
sentation folgte eine überaus angeregte Diskussion, in der die üblichen Verdächtigen ausgemacht werden konnten. Das Suhlen in der Opferrolle sei einfacher
als Ärmel aufkrempeln und anpacken, wurde einmal mehr konstatiert. Den Schwarzen Peter erhielten die Südtiroler Dialekte, die beim besten Willen von keinem Standard-Deutsch sprechenden Italiener verstanden werden können. Die Frage nach der Motivation für das Erlernen der zweiten Sprache löste eine Flut von Antworten aus, die von Neugier, Interesse am Mitmenschen, Wissensdurst, Zweckmäßigkeit bis zur reinen Freude an der Kultur des Anderen gingen. Alle waren sich einig: Ein fruchtbares Miteinander fällt nicht vom Himmel, das muss mit Einsatz und Kompromissbereitschaft erarbeitet werden. Lucio Giudiceandrea/ Aldo Mazza: Stare insieme é un’ arte Vivere in Alto Adige/ Südtirol. Verlag Alpha Beta. irene.dejaco@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
Wahn“ Seil-Wahn“ „Brixner Seil-
Kunst & Kultur
DIVERSES
Wer war im Ex-GIL in Quarantäne? z Im Ex-GIL-Gebäude in der Brixner Romstraße befand sich bis zum Neubau des Krankenhauses eine Quarantäne-Station, in der Patienten mit spezifischen Infektionskrankheiten untergebracht waren. Das Pharmaziemuseum Brixen sucht nun ebendiese Patienten, die Fotos oder sonstige Erinnerungsgegenstände von ihrem Aufenthalt in dieser Krankenstation besitzen. „In
Zusammenarbeit mit dem Landesarchiv, dem Naturmuseum Bozen, dem Stadtmuseum Klausen und dem Frauenmuseum Meran gestalten wir anlässlich des Jahres des Objektes der Südtiroler Museen eine Ausstellung zur Kulturgeschichte der Hygiene, und die Fotos benötigen wir für diese Initiative“, so Oswald Peer vom Pharmaziemuseum Brixen, „wir würden uns daher über jede
Rückmeldung sehr freuen“. All jene, die entsprechende Bilddokumente in ihrer Fotokiste haben, sollten sich baldmöglichst an das Pharmaziemuseum Brixen,
K&K
museum@pharmazie.it, Telefon 0472 209112, wenden. Die Ausstellung mit dem Titel „Hygieia“ wird am 22. März eröffnet und läuft bis 21. September 2013. db
Kunst & Kultur
MUSIK
Konzert in Addis Abeba z Einen besonderen Beitrag zum alljährlichen vorweihnachtlichen Konzertreigen lieferte im Dezember die Pianistin und Musikschullehrerin Margot Federspieler, die für das Vorspiel in den Nordosten Afrikas aufbrach. Der gebürtige Brixner und derzeitige Direktor des Italienischen Kulturinstitutes in Addis Abeba (Äthiopien), Allessandro Ruggera, hatte zum „Festival Claude Debussy“ geladen, das jährlich durch die Initiative verschiedener Botschaften und Kulturinstitute stattfindet. Margot Federspieler, die von den bescheidenen Mitteln der äthiopischen Musikstudenten
kurz
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an der Yared School, dem städtischen Konservatorium, erstaunt war, blieb die Teilnahme als „beeindruckendes Erlebnis“ in Erinnerung, vor allem angesichts des internationalen Publikums. Wer in den Genuss der musikalischen Fähigkeiten Federspielers kommen will, muss dafür jedoch nicht den Kontinent wechseln: Am 22. Februar ist sie gemeinsam mit Reinhold Brunner, Nathan Chizzali und Judith Huber an einer Aufführung des „Quartett zum Ende der Zeit“ des französischen Komponisten Olivier Messiaen im Forum Brixen beteiligt. ar
Der Vinschger Fotograf Kurt Tappeiner zeigt ab 17. Februar seine Bilder über Indien im Jugendhaus Kassianeum. Eröffnet wird die Ausstellung „Indien – Begegnungen am Himmelsfluss Ganges“ um 19 Uhr, stilgerecht mit indischer Musik von Max Castlunger und indischer Küche vom Verein Prem Prasad Bruneck.
Das Pharmaziemuseum Brixen hat dem Museo Nazionale della Scienza e della Tecnologia „Leonardo da Vinci“ in Mailand für die Ausstellung „Carlo Erba – l’innovazione in Farmacia“ zwölf Leihgaben zur Verfügung gestellt. Die Ausstellung wird wegen des großen Erfolges bis zum 3. März 2013 verlängert.
Der Fotograf Flavio Faganello ist insbesondere durch seinen Fotoband „Die Erben der Einsamkeit“ bekannt. Vom 5. bis 8. Februar zeigt er im Griesserhof in Vahrn weitere Schwarz-WeißFotos aus der bäuerlichen Welt, begleitet von Texten von Florian Kronbichler.
NACHGEFRAGT
„Der Versuch,das Unmögliche darzustellen“ FEDERICO GIUDICEANDREA, Brixner Unternehmer und Sammler von Werken des niederländischen Künstlers M.C. Escher, zum Ursprung seiner Leidenschaft. Herr Giudiceandrea, woher kommt Ihre Leidenschaft für die Bilder von M.C. Escher? Ich habe Escher als Student im wissenschaftlichen Magazin „Scientific American“ kennengelernt. Escher wurde öfters in Zusammenhang mit mathematischen Paradoxa zitiert. Später befasste ich mich mit dem Gödel’schen Unvollständigkeitssatz, einem der wichtigsten Sätze der modernen Logik. Dieser sagt aus, dass es in komplexen Systemen Aussagen geben muss, die man weder formell beweisen noch widerlegen kann. Anders gesagt: Jedes hinreichend mächtige formelle System ist entweder
widersprüchlich oder unvollständig. Die Basis unseres eigentlichen Seins ist im Widerspruch, im Paradoxon, eingebettet, und kein anderer Künstler wie Escher kann uns das so klar vor Augen führen. Deshalb liebe ich diesen Künstler und habe angefangen, alles über ihn zu sammeln, sobald ich es mir erlauben konnte. Wie viele Bilder haben sich im Laufe der Jahre bei Ihnen angesammelt? Escher war zu Lebenszeiten nicht besonders erfolgreich; deshalb wurden die meisten seiner Holzstiche und Lithographien nur in wenigen Exemplaren, typischerweise
AUSSTELLUNG
Ex-Soldaten der Franzensfeste gesucht! z „A fortress memory“ ist ein Projekt der Festung Franzensfeste, das Alltagsgeschichten aus der Vergangenheit der Festung sammelt und dokumentiert. Dabei werden Objekte und Geschichten erfasst, die junge Männer während ihrer Soldaten-
zeit in der Festung Franzensfeste besessen beziehungsweise erlebt haben. Aus diesem Grund werden nun all jene Männer, die in der Festung den militärischen Dienst geleistet haben, dazu aufgerufen, Objekte, Fotos, Briefe oder schriftliche Dokumente aus ihrer
20 bis 50, gedruckt. Deshalb ist die Sammlung seiner Werke schwierig, aber doch erschwinglich. Es ist mir im Laufe der vergangenen 25 Jahre gelungen, etwa 60 Werke zu erwerben; auch einige der wichtigen Werke sind dabei. Haben die Bilder von M.C. Escher die Gabe, Leute anzuziehen, die eigentlich nicht kunstinteressiert sind? Ja. Ich glaube, dass der Grund dazu die Tatsache ist, dass Escher versucht, das Unmögliche darzustellen. willy.vontavon@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
Soldatenzeit in die Festung zu bringen. Aus dem sich daraus ergebenden Fundus werden mehrere Objekte ausgewählt, die in der Festung ausgestellt werden. Die Besucher haben anschließend die Möglichkeit, ihr Lieblingsobjekt zu ernennen. Das Objekt, das am meisten Vorzugsstimmen erhält, wird anschließend zum „Objekt des Jahres“ erhoben. Das Projekt erfolgt im Zuge der Initiative „1000+1 Dinge erzählen Geschichte“, organisiert von der Abteilung
Museen der Autonomen Provinz Bozen. Für Rückfragen sind die Verantwortlichen der Festung unter Telefon 0472 458698 oder info@festung-franzensfeste.it erreichbar. db
Freistaat Südtirol Libero Stato Sudtirolo Stat liede Südtirol
Südtirol gehört Dir und nicht der SVP! Auftraggeber: Die Freiheitlichen (Freiheitliche Partei Südtirol) vertreten durch Obfrau L. Abg. Ulli Mair
hler Peter Pic
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NEU IM REGAL Botschafter anderer Perspektive des Friedens Aus Ruggero Arena, der fliegende
Kunst & Kultur
THEATER
z Anfang Jänner nahm die Theaterwerkstatt Orange des Theaterpädagogischen Zentrums (TPZ) zum dritten Mal am „International Festival of Performing Arts“ teil, das diesmal in Mumbai/Indien stattfand. Laut Utkarsh Marwah, dem Organisator des Festivals, trugen alle teilnehmenden Gruppen als Botschafter des Friedens zum Festivalmotto „One world for children – Eine Welt für Kinder“ bei. Besonders lobend jedoch hob er in der Abschlusszeremonie die Aufführung des Brixner Ensembles hervor, das mit „Xenia und Phoebe“ – einem Stück zum Thema Fremdenangst, das auch für den Cultura-Socialis-Preis des Landes nominiert ist – wichtige Impulse setzte. Die Jugendlichen der Theaterwerkstatt Orange knüpften während des Festivals viele
Kontakte zu Jugendlichen aus 18 Ländern und bekamen durch die verschiedenen Darbietungen unterschiedlichste Anregungen für ihre künftige Theaterarbeit. Besondere Highlights im Rahmen des Festivals waren dabei die Friedensparade zur Eröffnung und das Zusammentreffen mit Imran Khan, einem Star der BollywoodSzene. Der Austausch mit anderen Kulturen nimmt im Theaterpädagogischen Zentrum Brixen einen wichtigen Stellenwert ein: In regelmäßigen Abständen werden Festivals in Brixen veranstaltet, und ebenso regelmäßig nehmen die Werkstätten des TPZ Brixen an internationalen Festivals und Austauschen teil. Auch heuer steht wieder ein internationales Festival in Brixen an: Im April werden zum Kindertheaterfestival „Hollawind“, organisiert vom TPZ Brixen, Gruppen aus Israel, Großbritannien, Tschechien und db Österreich erwartet.
Fotograf mit Architekturstudium, hält im Buch „Südtirol, ein Erkundungsflug“ Glanzlichter der historischen und zeitgenössischen Südtiroler Architektur fest, wie wir sie so noch nie gesehen haben: die Engelsburg von Neustift in einer atemberaubenden Perspektive senkrecht von oben, den filigranen Pfarrturm von Bozen zum Greifen nah oder den Klausurbereich von Kloster Säben in diskreter Distanz. Die überraschenden Einblicke entstehen, weil Arena sich eines elektrisch betriebenen, ferngesteuerten Mikrokopters bedient hat: Damit schickt er seine Kamera in die Lüfte, bleibt ihnen aber dennoch nahe: „Die Luftbildfotografie aus geringer Höhe ermöglicht mir gänzlich neue Perspektiven auf Bauwerke und Landschaften. Sie vermittelt die Einbettung der Motive in ihrer
Ruggero Arena: Südtirol, ein Erkundungsflug. Mit Texten von Leo Andergassen und Susanne Waiz. Folio Verlag, 2012.
Umgebung überraschend anders und ermöglicht es mir, den Fokus auf besondere Details zu richten, die wir sonst nicht sehen“, so der Fotograf selbst. Der Kunsthistoriker Leo Andergassen und die Architektin Susanne Waiz kommentieren und interpretieren die fotografierten Objekte in prägnanten Bildlegenden.
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z Zunächst plante der Männergesangverein Brixen für sein 150-Jahr-Jubläum im letzten Jahr lediglich eine Festbroschüre – geworden ist daraus schlussendlich eine 200 Seiten starke Chronik. Die beiden Historiker Andreas Fischnaller und Helmut Alexander arbeiteten hierfür den historischen Teil der Vereinsgeschichte von 1862 bis 1950 auf, wobei ihnen die MGV-Chronik und das Archiv als Basisquellen dienten: Fotos von Konzertprogrammen, Einladungen oder Festkarten lockern somit die gefällig geschriebene Historie auf. Ein lebhafter Eindruck über das damalige Vereinsleben wird unter anderem durch die Schilderung von unternommenen Ausflügen vermittelt, wie etwa von der „Schlernparthie“ vom 15. und 16. August 1884: „Die Damen, unter der Obhut der verheirateten Männer Peer, Seidner, Überbacher als Keuschheitsverwalter hatten in der oberen, abgesonderten Hütte ihr
Nachtlager eingerichtet, während die anderen Herren die untere Hütte, resp. deren Heustock, für sich occupirt hatten.“ Aber auch weniger amüsante Kapitel wie etwa die Rolle des Vereins zur Zeit des Nationalsozialismus werden beleuchtet. Den Zeitraum von 1960 bis 2012 haben hingegen die MGV-Sänger Leo Dariz, Walter Dietl und Patrick Eheim bearbeitet. Ergänzt werden die spannenden Beiträge durch zahlreiche Fotos
und Tabellen über sämtliche Vorstandsmitglieder, Chormeister, Ehrenmitglieder und aktuellen Sänger. Die Konzeption des Buches stammt von Hans Heiss, der bei der Buchvorstellung auch die Arbeit des ehemaligen Archivars Hans Fischnaller lobte: Dieser hatte in mehrjähriger Arbeit die Chronik des Vereins von der Geburtsstunde bis zum Jahr 2000 aufgearbeitet und digitalisiert. db
timer
Februar
Für Veranstaltungsankündigungen wenden Sie sich bitte an timer@brixner.info, Tel. 0472 060 211. Redaktionsschluss für Veranstaltungen im Zeitraum März: 11. Februar 2013
Stadtlerlåchn des MGV
Es darf gelacht werden! Der Männergesangverein Brixen lädt zum „Stadtlerlåchn“, der traditionellen Faschingsrevue mit Gesang. z Ja, steht denn die Seilbahn von Brixen auf die Plose schon? Jedenfalls führt ein Seilbahnschaffner als Conférencier durch das heurige Stadtlerlåchn des MGV Brixen. Und recht viel mehr wird an dieser Stelle auch gar nicht verraten. Außer, dass bereits eine Außenwette auf der Plose gefilmt wurde und „Wetten dass...?“ ohne Markus Lanz nicht denkbar ist. Und vielleicht noch, dass sich die Brixner Sänger auf der Suche nach dem Landeshauptmann oder der -hauptfrau so richtig ins Zeug legen. „Auf alle Fälle wird es wahnen“, verheißt MGV-Obmann Alfred Ellecosta, womit wohl nicht nur der berühmt-berüchtigte Wind auf der Plose gemeint sein kann. Regie führte heuer erstmals Erich Meraner; insgesamt wirken über hundert Personen vor, auf und hinter der Bühne mit. Und während die einen die Sketche proben, üben die Sänger des MGV an den musikalischen Schmankerln – wobei die Gesangs- und Tanzeinlagen heuer ganz oben auf der Hitliste stehen. Für die passenden Arrangements und die musikalische Leitung zeichnet Chormeister Christian Unterhofer verantwortlich; die Texte für
die Faschingsrevue stammen von Martin Ogriseg, Klaus Ramoser, Hartmuth Staffler, Markus Lobis, Erich Meraner und Ingo Dejaco. Am Freitag- und Samstagabend kann vor und nach der Veranstaltung im Forum Brixen gespeist werden, weiters wird an diesen zwei Tagen nach der Aufführung zum Ball geladen, wobei die Gruppe „Groove Impact“ für stimmungsvolle Livemusik sorgt. Am Sonntag, Montag und Dienstag kommen hingegen all jene auf ihre Kosten, die sich alleinig bei der Faschingsrevue ohne Ball vergnügen möchten. Die Karten fürs Brixner Stadtlerlåchn sind stets heiß begehrt, die Reservierung erfolgt im Forum Brixen, Tel. 0472 275 520.
» Fr 08. 02., Revue mit Ball
Sa, 09. 02., Revue mit Ball So, 10. 02., Revue Mo,11. 02., Revue Di, 12.02., Revue Forum Brixen
Einlass jeweils ab 19 Uhr, Beginn um 20.30 Uhr Kartenvorverkauf: Forum Brixen, 9-12 und 14-17 Uhr, Tel. 0472 275 520 Infos unter www.mgvbrixen.it
Konzert Olivier Messiaen: „Quartett für das Ende der Zeit“ Margot Federspieler Klavier Reinhold Brunner Klarinette Judith Huber Violine Nathan Chizzali Violoncello Die vier Musiker des Abends stammen aus Brixen, sind international musikalisch tätig und wirken bei angesehenen Ensembles mit. Auf dem Programm steht ein besonderes Werk, das den Musikern besonders am Herzen liegt.
Olivier Messiaen vollendete das „Quartett für das Ende der Zeit“ als Insasse des in Görlitz gelegenen deutschen Kriegsgefangenenlagers Anfang 1941. Dem Komponisten wurde ein Klavier zur Verfügung gestellt, in den Waschräumen wurde geprobt. Die ungewöhnliche Instrumentierung ergab sich aus den im Lager verfügbaren Musikern. Die Uraufführung fand im Lager in Görlitz im Januar 1941 vor ca. 400 Kriegsgefangenen statt. Die französische Erstaufführung gelang bald nach Messiaens Rückkehr nach Paris im Juni 1941.
» Freitag, 22. Februar um 20 Uhr Forum Brixen, Saal Prihsna
Platzvormerkung und Kartenvorverkauf: Forum Brixen, Mo-Fr 9-12 und 14-17 Uhr, www.forum-brixen.com, Tel. 0472 275588. Ermäßigung für Mitglieder, Jugendliche, Studenten, Senioren, Familienpass, Kulturpass
www.kulturvereinbrixen.it 35
Veranstaltungen
Diverses
Diverses
Faschingstreiben in Vahrn Benefiz-Impro z Heiter geht´s zur Faschingszeit in Vahrn zu: zum einen organisiert die Freiwillige Feuerwehr Vahrn und die Musikapelle Vahrn am Samstag, 9. Februar, einen Faschingsball im Haus Voitsberg; zum anderen lädt der Theaterverein Neustift zur Komödie „Der
Blindgänger“. Beim Faschingsball – bei dem eine Maskierung fast schon ein Muss ist – sorgt das Quartett „Nia genau“ aus Garn für Livestimmung, und auf Faschingskrapfen & Co müssen die Narren sicher auch nicht verzichten. Viel heitere Stimmung verspricht aber auch der Theaterverein Neustift mit seiner schwungvollen Komödie rund um Liebesg´schichten und Heiratssachen: Das Stück wurde vom Neustifter TheaterUrgestein Josef Tauber verfasst, der auch Regie führte; auf der Bühne stehen gleich 13 Spielerinnen und Spieler, nämlich Irene Thaler, Martin Pichler, Martin Baumgartner, Sabine Egger, Josef Tauber, Markus Markart, Dolores Tauber, Karlheinz Oberhuber, Angelika Runggaldier, Marlis Baumgartner, Stefan Rainer, Kevin Riedl und Renate Pietersteiner. Aufführungen finden vom 2. bis 17. Februar im Mehrzwecksaal der Grundschule Neustift statt (www.theaterverein-neustift.it)
Vahrner Faschingsball Mit Maske und Kostüm zum Faschingsball nach Vahrn Bereits zum 6. Mal laden Feuerwehr und Musikkapelle von Vahrn zum Faschingsball ins Haus Voitsberg von Vahrn ein. Der Ball findet im Zweijahres-Rhythmus statt und hat sich mittlerweile als Stelldichein von zahlreichen Faschingsliebhabern etabliert, wo lustige Kostüme und kreative Verkleidungen im Mittelpunkt stehen. Spannender Höhepunkt des Abends ist wie immer die Prämierung der originellsten Verkleidung. Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Musikalisch geht’s mit der Gruppe „Nia genua“ durch den Ballabend.
» Samstag, 9. Februar, 20 Uhr Haus Voitsberg Vahrn
Kartenvorverkauf und Tischreservierung: Bibliothek Vahrn, Tel. 0472 976 923, bibliothek@vahrn.eu; Eintritt: 13 Euro Vorverkauf, 15 Euro Abendkassa
z Das Ensemble des Münchner Improvisationstheaters „Kuh auf Eis“ gestaltet am Samstag, 9. Februar, einen Benefiz-Improabend zugunsten des Zonta Club Brixen: Beim Improvisationstheater reagieren die Spieler blitzschnell auf Reaktionen des Publikums und greifen deren Vorschläge auf. Ohne Plan stürzen sie sich dabei in Szenen, die niemals zuvor so vorkamen. Spaß ist jedenfalls garantiert! „Der Reinerlös dieser Veranstaltung kommt einer Hilfsaktion für mittellose Menschen in der rumänischen Stadt Temeswar zugute: Eine von uns Brixner Zontians sah vor Ort, wie dringend dort jede Hilfe gebraucht wird“, erläutert Gabriele Lüling, Präsidentin des Zonta Club Brixen, „Südtiroler Salvatorianerschwestern und die örtliche Caritas garantieren dabei, dass
» Samstag, 09.02., 20.30 Uhr Anreiterkeller, Gruppe Dekadenz
Platzreservierung: karten@dekadenz.it oder Tel. 0472 836 393 (Di – Fr, 17-19 Uhr)
die Hilfsleistungen auch wirklich bei den Bedürftigen ankommen.“ Unter anderem werden bei diesem Projekt alte Menschen durch eine Sozialküche mit Nahrung versorgt und ein Frauenhaus erhält ebenso Lebensmittel. Der Benefiz-Abend wird in Zusammenarbeit mit der Gruppe Dekadenz veranstaltet und findet im Anreiterkeller in der Oberen Schutzengelgasse 3 in Brixen/Stufels statt. Der Eintritt kostet 14 Euro, und auch „Kuh auf Eis“ spenden ihr Honorar.
Die Blindgänger Der Theaterverein Neustift spielt in schwungvoller Weise die Komödie „Die Blindgänger“ aus der Feder von Josef Tauber. Wenn sich die Biobäuerin in den Meinungsforscher verliebt, die Praktikantin den Hoferben verführt und die Witwe des verstorbenen Schützenhauptmannes einen sizilianischen Schuster heiratet, dann regt das sogar den Herrn Pfarrer auf. Ein Stück um Liebesg’schichten und Heiratssachen, mit musikalischen Überraschungen verpackt: Der Theaterverein Neustift garantiert einen unterhaltsamen Abend!
» Premiere am Samstag, 2. Februar Weitere Aufführungen Dienstag, 5.2., 20 Uhr Samstag, 9.2., 20 Uhr Faschingsdienstag, 12.2., 20 Uhr Samstag, 16.2., 20 Uhr
Unsinniger Donnerstag, 7.2., 20 Uhr Sonntag, 10.2., 15 und 20 Uhr Freitag, 15.2., 20 Uhr Sonntag, 17.2., 18 Uhr
in der Grundschule Neustift
Reservierungen unter 0472 830 695 von 13 bis 17 Uhr
Es laden ein Theaterverein Neustift Infos unter: www.theaterverein-neustift.it 36
Kleinkunst
Preisgekröntes Kabarett in der Dekadenz z Seit 1991 werden ausgewählte Künstler, die über Jahre hinweg innovatives Kabarett auf die Bühne gebracht haben, mit dem „Deutschen Kabarettpreis“ ausgezeichnet. Der „Salzburger Stier“ hingegen ist seit 1982 ein renommierter Radio-Kabarettpreis, getragen von den öffentlich-rechtlichen Radiostationen im deutschen Sprachraum. Die Gewinner dieser Kleinkunstpreise sind klarerweise überall gern gesehen Gäste, in TV-Sendungen ebenso wie live auf der Bühne. Dennoch schafft es die Gruppe Dekadenz immer wieder, die Preisträger in den Anreiterkeller zu holen. Geschuldet ist dies dem Umstand, dass die Gruppe Dekadenz im Ausland einen ganz besonderen Ruf genießt, auf ein dicht gespanntes Netzwerk zurückgreifen kann und die Künstler, gewohnt
an großen Hallen, gerne die besondere Atmosphäre des Kellers und den direkten Kontakt mit dem Publikum zu schätzen wissen. So auch die oberbayerische Kabarettistin Martina Schwarzmann, die am 28. Februar in den Anreiterkeller kommt – dieses Mal mit dem frisch gewonnenen „Salzburger Stier“ im Gepäck. Mit ihrer Wandergitarre, den streng nach hinten gesteckten Haaren und der Brille hält man sie zunächst für brav und harmlos. Dies ändert sich allerdings, wenn man ihre skurrilen Lieder hört und deren Inhalt durchschaut: „Der lässige Charme, mit dem sie auch die Abgründe des Alltäglichen furchtlos ins Visier nimmt, ist faszinierend und macht sie zur Königin des lustvollen Fremdschämens“, so die Jury des „Salzburger Stiers“, „Martina Schwarzmann nennt die
Dinge unverblümt beim Namen, erzählt frech und witzig, was sie auf- und anregt, spart aber auch heikle Themen nicht aus.“ HG. Butzko, der freie Radikale des deutschen Kabaretts, ist hingegen Träger des Deutschen Kabarettpreises und zudem häufiger Gast in TV-Kabarettsendungen wie „Satiregipfel“, „Mitternachtsspitzen“ oder „Altinger Mittendrin“. Mit seiner einzigartigen Mischung aus Unterhaltung und Tiefgang, brutal witzig und bisweilen besinnlich, entdeckt er die Bösartigkeiten aus heiterem Himmel, und das Komische in den Katastrophen des Lebens, stets mit dem herzhaft-rauen Charme des Ruhrgebietes. Live zu erleben ist der heimliche Star auf Deutschlands Kleinkunstbühnen am 14. und 15. Februar in der Dekadenz.
Gruppe Dekadenz Preisgekröntes Kabarett und Jazz im Kleinkunstkeller Das letzte Kabarett
Tag der Abrechnung. Der Untergang steht vor der Tür und hat für jeden was dabei. Doch Dietmar Gamper und Peter Schorn kämpfen dagegen an.
Do 31. Jänner, Fr 1. und Sa 2. Februar Benefiz-Impro mit „Kuh auf Eis“
Das Münchner Improvisationstheater „Kuh auf Eis“ gestaltet einen Benefiz-Impro-Abend für den Zonta Club Brixen, mit dessen Erlös Projekte in Temeswar unterstützt werden.
Sa 09. Februar Verjubelt mit HG. Butzko
Polemisch, philosophisch und provokant entdeckt der Kabarettist und Gewinner des Deutschen Kabarettpreises die Bösartigkeiten aus heiterem Himmel und das Komische in den Katastrophen des Lebens. Bekannt ist HG. Butzko u.a. durch seine TV-Auftritte beim „Satiregipfel“ oder „Altinger Mittendrin“.
Do 14. und Fr 15. Februar
Jazz: Basement Research (D, USA)
Der Saxophonist, Bassklarinettist und Komponist Gebhard Ullman gilt als einer der besten improvisierenden Musiker der Gegenwart und seine Gruppe Basement Research spielt Jazz mit feinstem Humor.
» Das gesamte Programm
der Gruppe Dekadenz ist auf www.dekadenz.it abrufbar.
Kabarettistin, u.a. Gewinnerin des Deutschen Kleinkunstpreises und Bayerischen Kabarettpreises, des Kabarettpreises „Salzburger Stier 2013“.
Do 28. Februar
„Als Strohhalme noch aus Stroh waren“ mit Konrad Beikircher
Mi 20. Februar
Der Kabarettist und Komponist Konrad Beikircher – der seit 1965 im Rheinland erfolgreich ist - erzählt, spielt und singt aus seiner Kindheit in Bruneck.
Transitvogel - ein Indianer in Deutschland mit Alvaro Solar
» Beginn jeweils um 20.30 Uhr
Alvaro Solar präsentiert in einer originellen Mischung aus Kabarett, PerkussionsEinlagen, Singer/SongwriterNummern, anarchistischen Clownerien und EinMann-Oper eine witzige spannende und gleichzeitig zum Nachdenken anregende Westerngeschichte.
Fr, 1. und Sa 2. März
im Anreiterkeller-Gruppe Dekadenz, Brixen/Stufels
Eintritt: 14 Euro, ermäßigt 10 Euro Kartenvorverkauf: karten@dekadenz.it oder telefonisch unter 0472 836 393 (Di-Fr von 17-19 Uhr, Sa an Aufführungstagen ab 18 Uhr)
Fr 22. und Sa. 23. Februar Wer Glück hat kommt mit Martina Schwarzmann
Skurrile, schräge, wahnwitzige Geschichten, Plaudereien mit schwarzem Humor, Gedichte und Lieder mit Biss von Martina Schwarzmann, der scheinbar harmlosen oberbayerischen
Obere Schutzengelgasse 3a Brixen/Stufels www.dekadenz.it 37
Veranstaltungen
Musik
Konzert mit Brixner Quartett z Margot Federspieler am Klavier, Reinhold Brunner an der Klarinette, Judith Huber an der Violine und Nathan Chizzali am Violoncello: Dieses Quartett an renommierten Musikerinnen und Musikern aus Brixen präsentiert am 22. Februar das „Quartett für das Ende der Zeit“ von Olivier Messiaen. Margot Federspieler erlangte ihr Klavierdiplom im Jahr 1984 in Bozen mit Höchstnote, anschließend studierte sie an der Musikhochschule Wien und erhielt 1990 ihr Konzertfachdiplom für Klavier. Neben Konzerten im In- und Ausland sowie Rundfunkaufnahmen unterrichtet sie beim Institut für Musikerziehung. Auch Judith Huber absolvierte das Bozner Konservatorium und schloss mit höchster Punktezahl ab. Die
Violinistin studierte zudem Barockvioline mit St. Ritchie und G. van der Goltz und spielte unter anderem beim Kammerorchester Basel, der Bachakademie Stuttgart oder bei Musica Saecolorum mit. Derzeit unterrichtet Huber an der Musikschule Sterzing. Reinhold Brunner hingegen arbeitet als freischaffender und sehr gefragter Klarinettist - unter anderem konzertierte er mit dem Klangforum Wien, den Wiener Philharmonikern und dem Los Angeles Philarmonic Orchestra. Sein Studium des Instruments absolvierte er in Wien bei Peter Schmidl und Hans Hindler sowie in Zürich bei Hans Rudolf Stalder. Am Violoncello ist hingegen Nathan Chizzali kein Unbekannter mehr: Neben seiner Lehrtätigkeit am Institut für
Immer nach Hause Eine Wanderausstellung mit Schwarz-Weiß-Fotografien von Flavio Faganello und Texten von Florian Kronbichler. Die Ausstellung zeigt eine weitgehend untergegangene bäuerliche Welt, wie sie uns aus der Kindheit oder von Erzählungen noch in Erinnerung ist. Nicht verklärend, jedoch voller Sympathie zeigt sie das Leben der Menschen auf den Berghöfen in Süd- und Welschtirol. Der Fotograf Flavio Faganello ist u.a. bekannt durch die Fotografien des Bergbauern-Klassikers „Die Erben der Einsamkeit“. Begleitet wird die Ausstellung mit betrachtenden Texten des Südtiroler Journalisten Florian Kronbichler. Eröffnung mit Florian Kronbichler am Dienstag, 5. Februar um 19.30 Uhr - mit Glühwein, Tirtlen und anderen Leckereien
» 05. – 08. Februar,
täglich von 11 – 21 Uhr Griesserhof, Griessweg 5, Vahrn
Musikerziehung gibt er regelmäßig als Solist und Kammermusiker Konzerte, unter anderen bei Ravenna Musica, den Münchner Kammermusiktagen oder den Klangspuren Schwaz.
» Freitag, 22. Februar, 20 Uhr Forum Brixen
Kartenvorverkauf: Forum Brixen, Tel. 0472 275 588, www.forum-brixen.com Veranstaltet vom Kulturverein Brixen Musik
Der Besuch der alten Dame Die Maturaklasse des Vinzentinum Brixen zeigt den Klassiker von Friedrich Dürrenmatt unter der Regie von Gerd Weigel. Die kleine Stadt Güllen ist verarmt und es scheint nur eine Lösung zu geben: Die Milliardärin Claire Zachanassian, soll bei ihrem Besuch im Heimatstädtchen mit einer beachtlichen Geldspritze nachhelfen. Sie zeigt sich kompromissbereit, doch stellt sie die Güllener vor eine unerhörte Entscheidung: Um eine Milliarde zu bekommen, muss Alfred Ill, beliebter Mitbürger und früherer Liebhaber von Claire, sterben. Anfangs will kein Güllener diese Bedingung akzeptieren, doch die finanzielle Lage wird immer aussichtsloser und die Milliarde immer verlockender... Bearbeitung und Regie: Gerd Weigel Die Oktava 2013: Verena Dariz, Elisa Eisenstecken, Lioba Frattucello, Nick Heesters, Valentina Mitterer, Milena Plunger, Amy Senoner, Ruth Überbacher, Vera Maria Unterfrauner
» So 17.02., 18 Uhr
Sa 23.02., 20 Uhr So 24.02., 18 Uhr Fr 01.03., 20 Uhr Sa 02.03., 20 Uhr So 03.03., 18 Uhr Fr 08.03., 20 Uhr Sa 09.03., 20 Uhr So 10.03., 14 Uhr im Vinzentinum Brixen, Parzivalsaal
Kartenreservierung: unter Tel. 342 749 61 32 oder theater@vinzentinum.it
Griesserhof des Paul Huber Griessweg 5, Vahrn 38
Im Rahmen des Theaterprojektes unterstützt die Oktava 2013 den Verein „L’arte non trema“ aus der Emilia Romagna. www.lartenontrema.it
Weiterbildung
Diverses
KVW Bildung Bezirk Brixen
Plose by night z Slalomschwünge in Gruppenformation, gewagte Sprünge über Schneehügel oder tanzende Pistenraupen: Die Skilehrerinnen und Skilehrer der Plose, die Freestyler der Rodeo Riders und viele andere Mitwirkende zeigen bei der Skishow am 15. Februar um 20.30 Uhr, was sie so draufhaben. Die Show dauert zirka 45 Minuten und findet an der Bergstation in Kreuztal statt. Die Kabinenbahn und die Rodelbahn RudiRun sind dabei – wie übrigens jeden Freitag - bis 23 Uhr geöffnet. Am 22. Februar lädt hingegen die Brixner Bergrettung zur 8. Ausgabe des Skitouren-Wettlaufs „Plose Uphill Night“ ein. Zahlreiche Uphill-Profis aus Italien, Deutschland, Österreich und der Schweiz treffen sich zu diesem Rennen, bei dem der Startschuss um 19.30 Uhr an der Talstation Plose fällt. Von dort aus steigen die Sportler über die Trametsch auf die 1.400 Meter höher gelegene Plosehütte CAI auf. Die anschließende Preisverteilung erfolgt dann im Restaurant
EDV 50 + EDV mit viel Spaß und ohne Stress: Grundkurs ab Samstag, 02.02., 6 Treffen, jew. Sa 9-11 Uhr mit Markus Egger 10-Finger-Tippsystem in 6 Stunden ab Dienstag, 19.02., 4 Treffen, jew. Di und Do, 19-21 Uhr mit Markus Egger Computerkurs für AnfängerInnen ab Dienstag, 05.03., 5 Treffen, jew. Di und Do, 19-21.45 Uhr mit Markus Egger
„Stübele“ in Kreuztal. Neu ist dabei die Wettkampfserie „Eisacktal Cup 2013“, mit fünf Rennen an fünf verschiedenen Orten. Um im Ranking des Eisacktal Cups aufgelistet zu werden, muss der Teilnehmer an mindestens drei Rennen teilnehmen.
A1.1 Deutsch für AnfängerInnen ohne Vorkenntnisse ab Dienstag, 05.02., 20 Treffen, jew. Di und Do, 19-21.10 Uhr mit Andreas Neuwirth A2.1 Everyday English! (am Vormittag) ab Mittwoch, 06.02., 10 Treffen, jew. Mi 9-11.10 Uhr mit Petra Meran
» 15.02., 20.30 Uhr
A1.1 English Beginners ab Dienstag, 19.02., 20 Treffen, jew. Di und Do, 19-21.10 Uhr
» 22.02., 19.30 Uhr
Konversationskurs Italienisch (ab B1) ab Freitag, 08.02.,10 Treffen, jew. Fr, 19-21.10 Uhr
Weitere Infos auf www.plose.org
Italienisch - Vorbereitung auf die Zweisprachigkeitsprüfung C ab Dienstag, 19.02., 20 Treffen, jew. Di und Do, 19-21.10 Uhr
Skishow, Plose – Kreuztal Plose Uphill Night - Talstation
Italienisch - Vorbereitung auf die Zweisprachigkeit A+B ab Dienstag, 19.02.,15 Treffen, jew. Di und Do, 19-21.30 Uhr
Theater
Die alte Dame kommt zu Besuch z Es ist bereits zur Tradition geworden: Die Maturanten des Vinzentinum Brixen organisieren keinen üblichen Maturaball, sondern laden zum Theater auf der hauseigenen Bühne im Parzivalsaal. Heuer entschied man sich für die Tragikomödie „Der Besuch der alten Dame“ von Friedrich Dürrenmatt. Das Stück dreht sich rund um die Bewohner der verarmten Kleinstadt Güllen und der Milliardärin Claire Zachanassian, die mit einem verlockenden, aber zweischneidigen Angebot nach 45 Jahren in ihre Heimatstadt zurückkehrt: Sie will der Stadt eine Milliarde schenken – allerdings muss dafür ihr früherer Liebhaber Alfred sterben. Wie reagieren die Güllener darauf? Siegt die Menschlichkeit, oder der Wunsch Claires nach Gerechtigkeit? Regisseur Gerd Weigel hat das Stück für die Oktava 2013 bearbeitet und die Schülerinnen und Schüler feiern damit am 17. Februar Premiere. Mit den Eintritten,
Sprachen
Spenden und Sponsorengeldern finanzieren sie sich nicht nur ihre Maturareise, sondern unterstützen damit auch ein soziales Projekt, in diesem Fall die Initiative des Vereins „L´arte non trema“: Nach den schweren Erdbeben in der Emilia Romagna fertigten einige Künstler aus den Trümmerstücken neue Kunstwerke an, die im Vinzentinum ausgestellt werden. Der Erlös dieser Bilder kommt dann Bildungs- und Kultureinrichtungen im Erdbebengebiet zugute.
Mensch Gesellschaft Die 25-Stunden-Frau. Wie Sie Ihren Familienalltag und Ihren Job sicher im Griff haben! Samstag, 02.03. von 9-17 Uhr mit Brigitte Schrott Viehweider
Gesundheit Wohlbefinden Gartenkräuter – mehr als nur Gewürze Dienstag, 26.02., 19-22 Uhr mit Dora Veronika Margesin Somwi EFT Klopftechnik ab Donnerstag, 28.02., 4 Treffen, jew. Do, 19.30 – 21 Uhr mit Markus Plaikner Zumba® I ab Donnerstag, 21.02., 10 Treffen, jew. Do, 18-19.15 Uhr mit Franca Zuin Zumba® II ab Donnerstag, 21.02., 10 Treffen, jew. Do, 19.30-20.45 Uhr, mit Franca Zuin Yoga für AnfängerInnen Abends und in der Mittagspause in Kooperation mit dem Shiatsu-Yoga-Zentrum, Löwencenter in Vahrn, Infos und Anmeldung: Sieghard Gostner, 334 9788945
» Infos & Vormerkung: » ab 17. Februar
Vinzentinum Brixen
KVW Bildung Brixen, Hofgasse 2, Tel. 0472 207 978, bildung.brixen@kvw.org
www.vinzentinum.it
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Veranstaltungen
Theater
Vortrag
Shakespeare mal vier
Zielgerichtete Krebstherapie
z Jeder kann spielen! So lautet das Motto des Theaterpädagogischen Zentrums Brixen (TPZ), und es sind dies dort nicht nur nette Worte, die sich halt gut auf der Homepage machen, sondern gelebte Überzeugung. In der Gruppe, also den einzelnen Theaterwerkstätten, kann sich jeder Spieler ausprobieren und seine individuellen Fähigkeiten einbringen. Und mit der Gruppe entwickelt der jeweilige Spielleiter auch die Inszenierung der einzelnen Stücke: Dem Einzelnen wird somit nichts übergestülpt, und dies sieht und spürt das Publikum auch – unter anderem durch die berühmt-berüchtigte Authentizität des Spiels. Die Theaterwerkstätte PINK ist dabei einer jener Gruppen, in der einige Spielerinnen und Spieler bereits seit Kindergartenalter mitwirken. Heuer eröffnen sie mit „Shakespeare Patchwork“ die Aufführungssaison im TPZ, und zwar mit einer Collage aus vier großen Dramen des
britischen Autors: Szenen aus Richard III, Macbeth, Hamlet sowie Antonius und Kleopatra wurden von den 14 Jugendlichen unter der Leitung von Thomas Troi zu einem Stück verflochten – und irgendwie kann man sich fast sicher sein, dass auch dieses Mal der höchst eigenwillig-schräge Humor der Pinken durchscheinen wird, so tragisch die einzelnen Szenen auch sein mögen.
Krebszellen kennzeichnet und wie sie sich von gesunden Zellen unterscheidet. Eines schon vorweg: Der Eiweißstoff FOXO3 spielt dabei eine wichtige Rolle... Organisiert wird der Vortrag von der Südtiroler Krebshilfe in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Klausen und den SVP-Frauen, die alljährlich bei ihrer Primelaktion am Tag der Frau Spenden für die Krebsforschung sammeln.
» Mittwoch, 27. 02., 19.30 Uhr Walthersaal, Klausen
Eintritt frei
» 21. und 23.02. um 20 Uhr
24.02. um 18 Uhr 01. und 02.03. um 20 Uhr TPZ Brixen
Shakespeare – Patchwork Mit „Shakespeare Patchwork“ eröffnet die Theaterwerkstatt PINK die Theatersaison im Theaterpädagogischen Zentrum (TPZ) Brixen. Unter der Leitung von Thomas Troi haben die vierzehn Jugendlichen im Alter zwischen 15 bis 18 Jahren eine Collage aus vier großen Dramen von William Shakespeare erarbeitet. Szenen aus „Richard III“, „Macbeth“, „Hamlet“ und „Antonius und Kleopatra“ wechseln sich in irrwitzigem Tempo ab, die tragischen Stoffe werden – wie üblich bei der Theaterwerkstatt PINK – Richtung Komödie verbogen und dem Zuschauer ist Unterhaltung und Spaß garantiert.
» 21. und 23. Februar um 20 Uhr
24. Februar um 18 Uhr 1. und 2. März um 20 Uhr Theaterpädagogisches Zentrum Brixen Köstlan Straße 28
Kartenvormerkungen unter 335 535 99 55 oder info@tpz-brixen.org
www.tpz-brixen.org 40
z Die Südtiroler Mikrobiologin Petra Obexer und ihr Team forschen am Tiroler Krebsforschungsinstitut TKFI in Innsbruck nach einer Krebstherapie, die spezifisch Krebszellen töten oder deren Aktivität hindern – wobei gesunde Zellen am Leben erhalten werden. Ist dies überhaupt möglich? Auf welchem Forschungsstand ist Obexers Team? Und ist diese Form einer zielgerichteten Krebstherapie in nächster Zukunft auch anwendbar? Bei einem Infoabend erläutert Petra Obexer auf verständliche Weise, wie ihre Forschungsarbeit aussieht, was
Expedition Bibel Ausstellung: Eine Entdeckungsreise für Groß und Klein ins Land, in dem Jesus lebte Die Welt der Bibel mit allen Sinnen erleben: im Beduinenzelt den Duft von orientalischen Gewürzen riechen, biblische Köstlichkeiten genießen, jüdische Klänge höre – eine spannende Entdeckungsreise in die Welt, in der Jesus lebte! Aus dem Rahmenprogramm: 31.01.: Lebensweisheiten aus der Bibel – Vortrag von Domdekan Dr. Ulrich Fistill, Pfarrheim Brixen, 20 Uhr 02.02.: Bilder zur Bibel im Brixner Kreuzgang mit Dr. Alois Rastner, 18 Uhr 05.02.: Bibel teilen mit P. Anthony Kibira, Pfarrheim Brixen, 20 Uhr 06.06.: …und das soll ich glauben? Zugänge zur Wundergeschichten in der Bibel mit Dr. Reinhard Demetz, Pfarrheim Brixen, 20 Uhr 07.02.: Hl. Messe zum Thema „MissioNARR – um Gottes Willen“ mit P. Anthony Kibira in St. Cyrill, Treffpunkt um 19.30 Uhr, 1. Besinnungspunkt 08.02.: Junger Bibelkreis in der Stad unterwegs mit Stiftsdekan Karl Blasbichler und P. Anthony Kibira, Treffpunkt Domplatz, 20 Uhr 09.02.: Hl. Messe zum Abschluss, Pfarrkirche Brixen, 17 Uhr
» 26. Januar – 9. Februar, Di – So, 14-17 Uhr Cusanus Akademie Brixen Eintritt frei
Organisiert vom Jugenddienst Dekanat Brixen und der Pfarrei St. Michael, Brixen; zur Verfügung gestellt vom Katholischen Bildungswerk und Bildungshaus Lichtenburg
Weiterbildung
Kurse an der VHS Brixen Deutsch A1.1 - ohne Vorkenntnisse Brixen, VHS Zweigstelle, Peter-Mayr-Straße 9 Termin 1: Mo 18.02., 19.30-21 Uhr, 20 Treffen, jeweils Mo und Mi entfällt am 01.04. Termin 2: Fr 22.02., 09-11 Uhr, 15 Treffen, jeweils Mo, Mi und Fr Deutsch A2.1 Brixen, VHS Zweigstelle, Peter-Mayr-Straße 9 entfällt am 13.02. und 27.03.
Mi 06.02., 18-19.30 Uhr 10 Treffen, jeweils Mi
Italiano A1.1 - ohne Vorkenntnisse Di 19.02., 19.30-21 Uhr Brixen, VHS Zweigstelle, 20 Treffen, jeweils Di und Do Peter-Mayr-Straße 9; entfällt am 28.03., 02.04. und 25.04. Italienisch im Alltag Brixen, VHS Zweigstelle, Peter-Mayr-Straße 9 entfällt am 02.04.
Di 19.02., 18-19.30 Uhr 10 Treffen, jeweils Di
Italienisch fürs Büro Do 21.02., 18-19.30 Uhr Brixen, VHS Zweigstelle, 10 Treffen, jeweils Do Peter-Mayr-Straße 9; entfällt am 28.03. und 25.04. Français A1.1 - ohne Vorkenntnisse Brixen, VHS Zweigstelle, Peter-Mayr-Straße 9
Mi 20.02., 19.30-21 Uhr 10 Treffen, jeweils Mi
Español A1.1 - ohne Vorkenntnisse Do 21.02., 18-19.30 Uhr Brixen, VHS Zweigstelle, 10 Treffen, jeweils Do Peter-Mayr-Straße 9; entfällt am 28.03. und 25.04. Español A1.2 - geringe Vorkenntnisse Do 21.02., 19.30-21 Uhr Brixen, VHS Zweigstelle, 10 Treffen, jeweils Do Peter-Mayr-Straße 9; entfällt am 28.03. und 25.04. English A1.1 - ohne Vorkenntnisse Brixen, VHS Zweigstelle, Peter-Mayr-Straße 9 Termin 1: Do 21.02., 15-17 Uhr, 12 Treffen, jeweils Do entfällt am 28.03. und 25.04. Termin 2: Do 21.02., 19.30-21.30 Uhr, 12 Treffen, jeweils Do entfällt am 28.03. und 25.04. Termin 3: Fr 22.02., 08-09.30 Uhr, 10 Treffen, jeweils Fr entfällt am 29.03. und 26.04. English A1.2 - geringe Vorkenntnisse Brixen, LBS Tschuggmall, Fischzuchtweg 18 Termin 1: Do 21.02., 18-19.30 Uhr, 10 Treffen, jeweils Do entfällt am 28.03. und 25.04. Termin 2: Do 21.02., 19.30-21 Uhr, 10 Treffen, jeweils Do entfällt am 28.03. und 25.04. English B1.3 Do 21.02., 17.30-19.30 Uhr, 12 Treffen Brixen, VHS Zweigstelle, Peter-Mayr-Straße 9 jeweils Do entfällt am 28.03. und 25.04. English Intermediate Conversation Brixen, VHS Zweigstelle, Peter-Mayr-Straße 9
Mi 20.02., 19.30-21 Uhr 10 Treffen, jeweils Mi
English Advanced Conversation Brixen, VHS Zweigstelle, Peter-Mayr-Straße 9
Mi 20.02., 18-19.30 Uhr 10 Treffen, jeweils Mi
Buchhaltung leicht gemacht - Grundkurs Mo 18.02., Mi 20.02., Fr 22.02., Mo 25.02., Di 26.02. und Mi 27.02., 19-22 Uhr, 6 Treffen Brixen, VHS Zweigstelle, Peter-Mayr-Straße 9, Seminarraum 1
Grundkurs EDV Mo 18.02., 19-21.15 Uhr, 5 Treffen Brixen, SOWI Gym. Josef Gasser, Ignaz-Mader-Straße 3 jeweils Mo und Mi Bauchselbstmassage Mi 20.02., 19.30-21 Uhr Brixen, VHS Zweigstelle, Peter-Mayr-Straße 9 4 Treffen, jeweils Mi entfällt am 06.03., Ersatztermin wird in der Kursgruppe vereinbart Entspannung – Wohlbefinden – Stressbewältigung Mo 18.02. Brixen, VHS Zweigstelle 19-20 Uhr, 8 Treffen, jeweils Mo Peter-Mayr-Straße 9 Yoga für AnfängerInnen Brixen, VHS Zweigstelle, Peter-Mayr-Straße 9
Do 14.02., 19.30-21.30 Uhr 9 Treffen, jeweils Do
Luna Yoga ® für Frauen zum Kennenlernen Sa 23.02. Brixen, VHS Zweigstelle, Peter-Mayr-Straße 9 9-12.15 Uhr und 14-17.15 Uhr Kinderschminken für Fasching Brixen, VHS Zweigstelle, Peter-Mayr-Straße 9
Sa 09.02., 10-14 Uhr
Kreativ gestalten mit Ton ... Mi 27.02. und 06.03., 19.30-21.30 Uhr Brixen, Keramikwerkstatt, Klerant 198A 2 Treffen, jeweils Mi Nähwerkstatt Brixen, VHS Zweigstelle, Peter-Mayr-Straße 9
Mo 18.02., 18.30-21 Uhr 6 Treffen, jeweils Mo
Häkelkunst – Figuren, Blüten und Sa 02.02. und 16.02. Applikationen häkeln 9-11 Uhr, 2 Treffen, jeweils Sa Brixen, VHS Zweigstelle, Peter-Mayr-Straße 9 Gitarrenkurs für Erwachsene Termin 1: Mi 20.02., 9-11 Uhr, 10 Treffen à 1 h, jeweils Mi Brixen, VHS Zweigstelle, Peter-Mayr-Straße 9 Termin 2: Do 21.02., 18.30-20.30 Uhr, 10 Treffen à 1 h, jeweils Do Brixen, SOWI Gym. Josef Gasser, Ignaz-Mader-Straße 3 entfällt am 28.03. und 25.04. Hefegebäck – süß und pikant Di 19.02., 18-22 Uhr Brixen, Jakob-Steiner-Haus, Milland, Vintlerweg 34, Küche Einführung in die Permakultur im kleinen Hausgarten Brixen, VHS Zweigstelle, Peter-Mayr-Straße 9
Sa 02.02. 9-13 Uhr
Park- und Gartengestaltung Sa 23.02. und 02.03., 14-17 Uhr Brixen, VHS Zweigstelle, Peter-Mayr-Straße 9 2 Treffen, jeweils Sa Unsere neue Broschüre für das Frühjahrssemester ist ab sofort erhältlich. Für alle Veranstaltungen und Kurse ist eine Anmeldung erforderlich. Informationen zum vollständigen Frühjahrsprogramm erhalten Sie in unserem Büro oder durch eine E-Mail an brixen@vhs.it. Weiters können Sie das gesamte Kursprogramm im Internet unter www.vhs.it einsehen. Unsere Öffnungszeiten: Mo-Do 9-13 und 14-17; Fr 9-13 Uhr
Verband der Volkshochschulen Südtirols, Zweigstelle Brixen, Peter-Mayr-Straße 9 Tel. 0472 836 424, Fax 0472 971 140
41
Freitag, 1. Februar
Veranstaltungen
Theater
20 Uhr
Die Schwarze Diamantenwitwe Gaunerkomödie aufgeführt von der Theatergruppe Raas Grundschule Raas
Musik
20 Uhr
Offenes Singen des Volksmusikkreises Brixen Forum Brixen
Kabarett
Konzert der „Blues night Band“ ab 13 Uhr und großem Faschingsumzug mit Start um 14 Uhr am Domplatz Altstadt Brixen
Theater
Theater
Samstag, 2. Februar ab 13 Uhr
Gnoccolada mit Spielen, kulinarische Leckerbissen,
20 Uhr
Die Schwarze Diamantenwitwe Gaunerkomödie aufgeführt von der Theatergruppe Raas Grundschule Raas
20.30 Uhr
Das letzte Kabarett Der Untergang steht vor der Tür und hat für jeden was dabei. Doch Dietmar Gamper und Peter Schorn kämpfen dagegen an. Anreiterkeller Gruppe Dekadenz, Brixen-Stufels
Transformationsarbeit nach Robert Betz Seminarabende mit Priska Pföstl im Bildungshaus Kloster Neustift Die Seminarabende mit geführter Meditation nach Dipl. Psych. Robert Betz sind sehr wirkungsvoll und effektiv und unterstützen Körper, Geist und Seele. Sie ermöglichen uns, uns selbst wieder ein Stück näher zu kommen, zu erkennen, anzunehmen, aufzulösen und die Liebe zu uns selbst zu stärken. Durch die Gruppe sind die Meditationen energetisch wesentlich stärker und der anschließende Austausch führt oft zu weiteren Erkenntnissen und vertiefen das Erlebte. Seminarabende im Bildungshaus Kloster Neustift: Mo, 04. Februar: Glücklich in einem gesunden Körper – ein Leben lang Mo, 04. März: Willkommen Fülle! Mo, 08. April: Woher komme ich, wohin gehe ich und was soll ich hier? Mo, 06. Mai: Muss ich mir das bieten lassen? Mo, 03. Juni: Was bringt mein Herz zum Singen?
» jew. von 19.30 – 21.30 Uhr
Bildungshaus Kloster Neustift
Infos und Anmeldungen: priska.pfoestl@rolmail.net oder per SMS an Tel. 335 7085529 Kostenbeitrag: 15 Euro, www.lebensglueck.it
Transformation – Seminare – Coaching Weitere Seminare und Infos unter www.lebensglueck.it 42
20.30 Uhr
Das Venedig Prinzip Dokumentarfilm; Regie: Andreas Pichler Forum Brixen Dienstag, 5. Februar
Buchvorstellung
18 Uhr
Monographie Paul Troger Johann Kronbichler und Rudolf Winterstein stellen den umfassenden Bildband über Paul Troger vor. Unigebäude in Brixen, Fakultät für Bildungswissenschaften
Ausstellung
Kabarett
Diverses
Film
20 Uhr
Die Blindgänger Komödie von Josef Tauber, aufgeführt vom Theaterverein Neustift Grundschule Neustift
20.30 Uhr
Das letzte Kabarett Der Untergang steht vor der Tür und hat für jeden was dabei. Doch Dietmar Gamper und Peter Schorn kämpfen dagegen an. Anreiterkeller Gruppe Dekadenz, Brixen-Stufels
Montag, 4. Februar
19.30 Uhr
Vernissage „Immer nach Hause“ mit Florian Kronbichler, Fotos von Flavio Faganello Griesserhof Vahrn
Theater
20 Uhr
Die Blindgänger Komödie von Josef Tauber, aufgeführt vom Theaterverein Neustift Grundschule Neustift Mittwoch, 6. Februar
Vortrag
20 Uhr
...und das soll ich glauben?“ Zugänge zu Wundergeschichten in der Bibel mit Dr. Reinhard Demetz Pfarrheim Brixen
Improtheater
20.30 Uhr
Faschingsrevue
20.30 Uhr
Benefiz-Impro zugunsten ZontaClub Das Münchner Improvisationstheater „Kuh auf Eis“ gestaltet einen BenefizImpro-Abend für den Zonta Club Brixen, mit dessen Erlös Projekte in Temeswar unterstützt werden. Anreiterkeller Gruppe Dekadenz, Brixen-Stufels Stadtlerlachn 2013 Faschingsrevue des MGV Brixen Forum Brixen Sonntag, 10. Februar
Theater
15 und 20 Uhr
Die Blindgänger Komödie von Josef Tauber, aufgeführt vom Theaterverein Neustift Grundschule Neustift
Faschingsrevue
20.30 Uhr
Stadtlerlachn 2013 Faschingsrevue des MGV Brixen Forum Brixen Montag, 11. Februar
Faschingsrevue
20.30 Uhr
Stadtlerlachn 2013 Faschingsrevue des MGV Brixen Forum Brixen
Donnerstag, 7. Februar
Theater
20 Uhr
Die Blindgänger Komödie von Josef Tauber, aufgeführt vom Theaterverein Neustift Grundschule Neustift Freitag, 8. Februar
Faschingsrevue
20.30 Uhr
Stadtlerlachn 2013 Faschingsrevue des MGV Brixen Forum Brixen
Dienstag, 12. Februar
Theater
Samstag, 9. Februar
Theater
20 Uhr
Die Blindgänger Komödie von Josef Tauber, aufgeführt vom Theaterverein Neustift Grundschule Neustift
Fasching
20 Uhr
Vahrner Faschingsball der Feuerwehr und Musikkapelle von Vahrn; Prämierung der originellsten Verkleidung und Musik von „Nia genua“ Haus Voitsberg, Vahrn
20 Uhr
Die Blindgänger Komödie von Josef Tauber, aufgeführt vom Theaterverein Neustift Grundschule Neustift
Faschingsrevue
20.30 Uhr
Stadtlerlachn 2013 Faschingsrevue des MGV Brixen Forum Brixen Donnerstag, 14. Februar
Kabarett
20.30 Uhr
Verjubelt Polemisch, philosophisch und provokant entdeckt der preisgekrönte Kabarettist HG.Butzko die Bösartigkeiten aus heiterem Himmel und das Komische in den Katastrophen des Lebens. Anreiterkeller Gruppe Dekadenz, Brixen-Stufels
Freitag, 15. Februar
Theater
Montag, 18. Februar 20 Uhr
Die Blindgänger Komödie von Josef Tauber, aufgeführt vom Theaterverein Neustift Grundschule Neustift
Diverses
Skishow auf der Plose Kreuztal, Plose
Kabarett
Film
20.30 Uhr
Wie beim ersten Mal Komödie mit Meryl Streep, Tommy Lee Jones u.a. Regie: David Frankel Forum Brixen
20.30 Uhr
Mittwoch, 20. Februar 20.30 Uhr
Verjubelt Polemisch, philosophisch und provokant entdeckt der preisgekrönte Kabarettist HG.Butzko die Bösartigkeiten aus heiterem Himmel und das Komische in den Katastrophen des Lebens. Anreiterkeller Gruppe Dekadenz, Brixen-Stufels
Jazzkonzert
Musiktheater
20.30 Uhr
Transitvogel - Ein Indianer in Deutschland Eine musikalische Reise durch das Leben eines Indianers in Europa mit Alvaro Solar; einer originelle Mischung aus Kabarett, Perkussions-Einlagen, Songwriter- Nummern und Clownerien. Anreiterkeller Gruppe Dekadenz, Brixen-Stufels
20.30 Uhr
Basement Research Der Saxophonist, Bassklarinettist und Komponist Gebhard Ullman gilt als einer der besten improvisierenden Musiker der Gegenwart und seine Gruppe Basement Research spielt Jazz mit feinstem Humor. Anreiterkeller Gruppe Dekadenz, Brixen-Stufels
Samstag, 23. Februar
Theater
20 Uhr
Shakespeare Patchwork Vier Shakespeare-Klassiker, aufbereitet von der Theaterwerkstatt Pink des TPZ Brixen, Leitung: Thomas Troi TPZ Brixen Köstlaner Straße 28
Theater
18 Uhr
Shakespeare Patchwork Vier Shakespeare-Klassiker, aufbereitet von der Theaterwerkstatt Pink des TPZ Brixen, Leitung: Thomas Troi TPZ Brixen Köstlaner Straße 28 Montag, 25. Februar
Film
20.30 Uhr
Venuto al mondo Mit Penelope Cruz, Emile Hirsch; Regie: Sergio Castellitto Forum Brixen Mittwoch, 27. Februar
Musik
20.30 Uhr
Kirchenkonzert der Zarewitsch Don Kosaken Mit grandioser Stimmgewalt präsentieren die Zarewitsch Don Kosaken ein ausgewähltes Programm aus dem reichen Schatz russischer Lieder Seminarkirche Donnerstag, 28. Februar
Donnerstag, 16. Februar
Theater
Donnerstag, 21. Februar 20 Uhr
Die Blindgänger Komödie von Josef Tauber, aufgeführt vom Theaterverein Neustift Grundschule Neustift Freitag, 17. Februar
Theater
18 Uhr
Der Besucher der alten Dame von F. Dürrenmatt Theater am Vinzentinum, Maturanten 2013 Regie Gerd Weigel Vinzentinum Brixen
Vortrag
20 Uhr
Gestire la propria rabbia: è una risorsa da sfruttare, non da reprimere Vortrag mit Giancarlo Perrone – Familienvortragsreihe der Gemeinde Brixen Unigebäude Brixen, Raum 1.50
Theater
20 Uhr
Shakespeare Patchwork Vier Shakespeare-Klassiker, aufbereitet von der Theaterwerkstatt Pink des TPZ Brixen, Leitung: Thomas Troi TPZ Brixen Köstlaner Straße 28
Lesung
20.30 Uhr
„Die Katakombenschule – La scuola delle catacombe“ zweisprachige Lesung mit Ada Zapperi Zucker, mit musikalischer Begleitung und anschließender Diskussion Bibliothek Vahrn
Theater
20 Uhr
Musik
18 Uhr
Der Besucher der alten Dame von F. Dürrenmatt - Theater am Vinzentinum, Maturanten 2013 – Regie Gerd Weigel Vinzentinum Brixen Rigoletto halbszenische Opernaufführung Forum Brixen
Musiktheater
19 Uhr
Indien – Begegnung am Himmelsfluss Ganges Fotoausstellung auf Leinwand von Kurt Tappeiner; Einführung von Martha Jiménez Rosano und Susanne Taucher, indische Musik von Max Castlunger und indische Küche Jugendhaus Kassianeum
Theater
20 Uhr
Die Blindgänger Komödie von Josef Tauber, aufgeführt vom Theaterverein Neustift Grundschule Neustift
Musik
Ausstellungen Griesserhof Vahrn 05. – 08. Februar, täglich von 11 bis 21 Uhr Immer nach Hause Schwarz-Weiß-Fotografien von Flavio Faganello und Texte von Florian Kronbichler Eröffnung am 5.02. um 19.30 Uhr Griesserhof, Vahrn StadtGalerie Brixen 1. bis 23. Februar Alda Failoni: Vanitas Öffnungszeiten: 10-12 und 17-19 Uhr; So und Mo geschlossen
20 Uhr
Quartett für das Ende der Zeit – Olivier Messiaen mit Margot Federspieler (Klavier), Reinhold Brunner (Klarinette), Judith Huber (Violine) und Nathan Chizzali (Violoncello) Forum Brixen
20.30 Uhr
Wer Glück hat kommt Skurrile, schräge, wahnwitzige Geschichten, Plaudereien mit schwarzem Humor, Gedichte und Lieder mit Biss von Martina Schwarzmann, der scheinbar harmlosen oberbayerischen Kabarettistin. Anreiterkeller Gruppe Dekadenz, Brixen-Stufels
20.30 Uhr
Transitvogel - Ein Indianer in Deutschland Eine musikalische Reise durch das Leben eines Indianers in Europa mit Alvaro Solar; einer originelle Mischung aus Kabarett, Perkussions-Einlagen, Songwriter- Nummern und Clownerien. Anreiterkeller Gruppe Dekadenz, Brixen-Stufels
Freitag, 22. Februar
Diverses
Musikkabarett
Sonntag, 24. Februar
Theater
18 Uhr
Der Besucher der alten Dame von F. Dürrenmatt - Theater am Vinzentinum, Maturanten 2013 – Regie Gerd Weigel Vinzentinum Brixen
Jugendhaus Kassianeum ab 17.02. Fotoausstellung auf Leinwand „Indien: Begegnungen am Himmelsfluss Ganges“ von Kurt Tappeiner Öffnungszeiten: Mo-Fr, 9-12 und 13-17 Uhr 43
Mit Pfeil und Bogen
Fotos: Oskar Zingerle
Freizeit & Sport
20 JAHRE SSV BRIXEN BOGENSCHIESSEN
Das Bogenschießen ist eine faszinierende Sportart. In Brixen wird sie seit zwanzig Jahren von einigen wenigen Menschen ausgeübt, dies aber mit großer Begeisterung.
D
er Pfeil wird behutsam vom Köcher am Rücken geholt, der Bogen gespannt. Im Blickfeld des Athleten steht nur die Zielscheibe. Sein Atem scheint stillzustehen. Der Pfeil schießt in Richtung Scheibe und bohrt sich in einem der farbigen Ringe ein. Bogenschießen nennt sich diese Sportart, und sie wird in Brixen seit zwanzig Jahren vereinsmäßig ausgeübt.
Großer Erfolg, auch ohne Siege. Ende
Januar feierte die Sektion Bogenschießen des SSV Brixen ihr 20-Jahr-Jubiläum mit einem internationalen Bogenschieß-Turnier. Etwa hundert Bogenschützen stellten sich in der Halle der Sportzone Brixen Süd der Konkurrenz und kürten ihre Meister. Die Athleten des SSV Brixen konnten 44
zwar nur kleine Achtungserfolge erzielen – mehr wäre aber für einen Verein, der lediglich an die 15 Mitglieder zählt, kaum zu erwarten gewesen. Dennoch war das Turnier für die kleine Sektion des SSV Brixen ein großer Erfolg, zumal die gesamte Organisation zu bewältigen war. Und dies schaffte das Team bravourös. Was nicht zu verwundern ist, denn das Organisationskomitee ist darin geübt: Die Sektion Bogenschießen veranstaltet jedes Jahr ein internationales Bogenschieß-Turnier, besser bekannt unter dem Namen „Isarco Trophy“. Für Armin Theiner, seit Bestehen der Sektion „Chef“ der Bogenschützen, ist die jährliche Abhaltung dieses Turniers „das große Highlight der Brixner Bogenschützen“, auch wenn sie selbst meist nicht auf dem
Siegertreppchen stehen: „Große sportliche Erfolge haben wir kaum vorzuweisen. Wir sind eine kleine Gruppe von Autodidakten, und der eine oder andere Athlet kann sich immer wieder für die Italienmeisterschaften qualifizieren – mehr ist derzeit allerdings nicht drin“, schildert Armin Theiner. Die größten Erfolge der Vereinsgeschichte konnte der SSV Brixen Bogenschießen mit Sarah Chiti feiern, die Ende der Neunziger Jahre mehrere Podestplätze bei Italienmeisterschaften ergatterte und einmal sogar als Italienmeisterin heimkehrte. Seit einigen Jahren spannt Chiti allerdings für den Sportclub Meran den Bogen, da sie ihren Wohnsitz dorthin verlegt hat.
Die Faszination des Bogenschießens. Das Schwierige, aber
auch das Faszinierende am Bogenschießen ist die Konzentrationsfähigkeit und die Körperbeherrschung, die man dafür aufbringen muss. „Ein bisschen wird dabei auch der Jagdinstinkt, der in uns Menschen steckt, geweckt“, erzählt Armin Theiner. Aber so sehr die Sportart für die Athleten auch faszinierend sein kann, für die Zuschauer ist das Bogenschießen bedauerlicherweise etwas langweilig. Im Amateurbereich fehlen meist die Anzeigetafeln bei den Wettkämpfen, sodass es für Laien schwer zu erkennen ist, ob der Schütze nun einen Volltreffer landete oder nicht. Dem entsprechend sind bei den Wettkämpfen Höhepunkte
und Zwischenergebnisse, wie man sie aus anderen Sportarten kennt, leider Fehlanzeige. Die Distanzen, aus denen geschossen wird, variieren dabei sehr stark. In der Halle, also Indoor, wird meist aus einer Entfernung von 18 Metern auf die Scheibe geschossen. Wenn es die Größe der Halle erlaubt, können es auch mal 25 Meter sein. Im Freien reichen die nach dem Weltverband FITA genormten Distanzen von 30, 50, 60, 70 bis hin zu 90 Metern. Die Größe der Zielscheibe passt sich an die Entfernung an, wobei der Durchmesser von mindestens 40 bis auf 122 Zentimeter reicht. Um bei diesen Entfernungen einen genauen Treffer erzielen zu können, bedarf es technologisch hochentwickelter Sportgeräte. Das Grundprinzip des Bogenschießens ist zwar seit mittlerweile 14.000 Jahren dasselbe geblieben, dennoch hat der Bogensport aufgrund des technischen Fortschritts in den vergangenen Jahrzehnten eine enorme Veränderung erlebt. Die Vielfalt an Bogenklassen und Schusstechniken sind ein Beweis dafür. Im Brixner Verein sind alle Bogen- und Wettkampfarten laut FITA vertreten: Der Blankbogen ist die klassische Variante, wobei man hier auf keinerlei Visierungshilfen zurückgreifen kann. Der olympische Bogen ist eine Weiterentwicklung des Blankbogens und bietet ein Visier und einen Stabilisator. Der Compound-Bogen ist der technischste aller Bögen und funktioniert mittels Umlenkrollen und Flaschenzugprinzip. Schlussendlich gibt es noch den englischen Langbogen; es handelt sich dabei um einen speziellen Bogen, der großteils für Freizeitzwecke verwendet wird und der hierzulande vor allem durch die Robin-HoodFilme bekannt geworden ist.
Gründung im Jahr 1993. Die An-
fänge der Sektion Bogenschützen im SSV gehen auf das Jahr 1993 zurück. Initiator Armin Theiner erinnert sich: „Auslöser war ein Urlaub in Kalabrien, bei dem ich zum ersten Mal mit dem Bogenschießen in Kontakt gekommen war. Der Sport hat mir so gut gefallen, dass ich mich sofort bei einem Bozner Verein eingeschrieben habe. Bereits zwei oder drei Monate später habe ich mit einigen Gleichgesinnten die Sektion Bogenschützen im SSV Brixen gegründet. Die ersten Mitglieder mussten allerdings noch mit einer Annonce im ‚Brixner’ angeworben werben.“
In der Halle schießen die Bogenschützen meist aus einer Entfernung von 18 Metern auf die Scheibe
–––
Gestartet wurde schlussendlich mit 15 Mitgliedern. Im Laufe der Jahre wuchs die Sektion auf maximal 25 Mitglieder an, sank letzthin aber wieder auf die ursprüngliche Ausgangszahl von 15 Mitgliedern. In Südtirol gibt es derzeit neben
Eine weitere Schwierigkeit liegt im Finden eines Schießgeländes: „Im Winter können wir regelmäßig in der Halle trainieren, aber für die warme Zeit haben wir es noch nicht geschafft, einen fixen Platz zu bekommen.“ Seit einigen
anzufangen hat laut Theiner allerdings keinen Sinn, da „eine gewisse Spannkraft benötigt wird“. Aber auch Erwachsene beginnen am Anfang mit dem Schülerbogen, um die Schulterund Rückenmuskulatur erst ein-
„Beim Bogenschießen wird ein bisschen der Jagdinstinkt geweckt, der in uns Menschen steckt“_ Armin Theiner, Sektionsleiter SSV Brixen Bogenschießen dem SSV Brixen noch fünf weitere Vereine, die beim italienischen Verband FITARCO eingeschrieben sind. Insgesamt zählt man an die 150 aktive Bogenschützen. Im Vergleich zum restlichen Italien nimmt Südtirol dabei eine eher unbedeutende Rolle ein, zumal beim Verband 600 Vereine mit etwa 20.000 aktiven Athleten gemeldet sind. Weltweit gehört Italien neben Korea, USA, Polen, Ukraine und Mexiko zu den führenden Nationen; bei nahezu jeder Weltmeisterschaft und jeden olympischen Spielen werden Medaillen gewonnen.
Schwierigkeiten bei der Ausübung. Dass die Sektion noch nie
aus ihren Kinderschuhen herauskam, ist laut Sektionsleiter Theiner auf mehrere Tatsachen zurückzuführen: Zum einen „mangelt es bei dieser Sportart an Ausbildungsmöglichkeiten“. In Südtirol wird nämlich lediglich alle sechs bis sieben Jahre ein Workshop abgehalten. „Einen festen Trainer, so wie es andere Sportarten kennen, gibt es bei uns aus diesem Grund nicht“, so Theiner weiter.
Jahren können die Bogenschützen zwar auf einem Freigelände beim Sozialzentrum Seeburg trainieren, müssen allerdings Jahr für Jahr auf eine positive Zusage hoffen. „Die Schwierigkeit bei der Platzsuche liegt unter anderem im Sicherheitsgedanken“, erläutert der Sektionsleiter. Sollte nämlich ein Pfeil nicht in die gewünschte Richtung gehen, so könnte dies unter Umständen verheerende Folgen haben, zumal die Pfeile bis zu 300 Stundenkilometer erreichen können und mit einer Metallspitze versehen sind. Trainingsmöglichkeiten gibt es beim Brixner Verein dennoch gleich mehrere: Zweimal wöchentlich, jeweils montags und freitags ab 18 Uhr, trifft man sich in der Halle des Realgymnasiums sowie jeden Samstag ab 15 Uhr in der Halle der Grundschule von Milland – und im Sommer eben auf dem Gelände der Seeburg. Bogenschießen kann bereits ab einem Alter von etwa acht Jahren ausgeübt werden, wobei in diesem Alter eigene Schülerbögen zur Anwendung kommen. Mit einem noch jüngeren Alter
mal an die neuen Bewegungen zu gewöhnen: „Nach den ersten Tagen spürt man Muskeln, von denen man gar nicht wusste, dass sie existieren.“
thomas.oberrauch@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
info SSV Brixen, Sektion Bogenschießen Verband: nationaler Bogenverband FITARCO Gründungsjahr: 1993 Sektionsleiter: Armin Theiner Mitglieder: derzeit etwa 15 aktive Athleten Vereinssitz: Hartmannsplatz 26/d, 39042 Brixen Trainingsorte: Halle Realgymnasium Brixen, Halle Grundschule Milland, Sozialzentrum Seeburg Kontakt: Armin Theiner, Geschäft Pro Natura, Tel. 0472 837314 45
Gedächtnisturnier „Toti & Toni“ z Ende Dezember wurde in der Sportzone Süd zum siebten Mal das Hallen-Kleinfeldfußballturnier „Toti & Toni“ ausgetragen. Das Turnier erinnert jährlich an die zwei Brüder Salvatore und Antonio Carlino, die in den Jahren 2005 und 2006 durch zwei tragische Autounfälle innerhalb kürzester Zeit verstorben sind. Organisiert wurde das Turnier, wie üblich, von den damaligen Freunden und
der Familie Carlino. Insgesamt nahmen bei der heurigen Ausgabe 49 Mannschaften mit etwa 400 Spielern aus ganz Südtirol teil. Als Gewinner des Turniers gingen hervor: AC Bressanone bei den Herren, Drink Team aus Bozen bei den Damen, Atletico MaNonTroppo aus Brixen beim Turnier Over-30 und die Lions aus Klausen in der Kinderkategorie. Die Preise wurden von
Francesco Carlino, Vater der verstorbenen Brüder, gesponsert und an die Siegermannschaften übergeben. to
F&S Freizeit & Sport SCHWIMMEN
Foto: Oskar Zingerle
Freizeit & Sport
FUSSBALL
Ein„Schwåttler“ am Morgen... z Sprichworte und Redewendungen, die zum Frühaufstehen motivieren, gibt es gleich mehrere. Wer auch der Überzeugung ist, dass „Morgenstund’ Gold im Mund“ hat oder dass „der frühe Vogel den Wurm fängt“, der hat ab sofort jeden Mittwoch Gelegenheit, den Tag mit etwas Morgensport schwimmenderweise in der Acquarena zu beginnen. All diejenigen, für die das Frühaufstehen hingegen den „ersten Schritt in die falsche Richtung“ bedeutet, können das Angebot nutzen, um sich vielleicht vom Gegenteil zu überzeugen. Das Hallenbad öffnet je-
kurz
notiert
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denfalls in einer ersten Testphase des Angebots mittwochs um 6.30 Uhr seine Tore. Die EineinhalbStunden-Karte für Frühaufsteher kostet im Zehnerpack 50 Euro. Die Stadträtinnen Paula Bacher und Elda Letrari Cimadom hatten keine Probleme damit, sich am ersten Tag dieses neuen Angebots für morgendliches Längenschwimmen zu motivieren, ebenso wie Gemeinderat Philipp Gummerer oder die routinierten Schwimmer Manuela Ianesi und Bruno Felderer. Petra Untermarzoner, Leiterin des Freizeit- und Kulturbereichs der Stadtwerke Brixen, ist überzeugt
vom neuen Angebot: „Es gehört einfach dazu. In anderen Bädern ist das Morgenschwimmen längst
etabliert und erfreut sich großer Beliebtheit.“ oz
Der Schwimmclub Brixen hat die erfolgreichsten seiner Nachwuchs-Triathletinnen geehrt: Lisa Schanung, Nadia Busin und Verena Steinhauser. Alle drei hatten in der letzten Saison an zahlreichen internationalen und nationalen Wettkämpfen teilgenommen und beachtliche Erfolge erzielt.
Der SSV Brixen Handball hat sich bis Saisonende die Dienste des jungen Torhüters Jan Jurina (22) von Conversano gesichert. Der Sohn des Ausnahmehandballers Pavel Jurina, der 1984 in Los Angeles mit Jugoslawien Olympiasieger geworden war, wird Benno Pfattner im Tor unterstützen, aber nicht ersetzen.
Am 9. und 10. Februar finden in Latzfons die erste Europameisterschaft und der zehnte große Preis von Europa im Sportrodeln statt. Das Programm ist auf www.asv-latzfons.it abrufbar. Los geht’s am Samstag um 9 Uhr mit den Trainingsfahrten. Die Wertungsläufe starten am Sonntag ab 9 Uhr.
NACHGEFRAGT
„Habe mir einen Traum erfüllt“ DOMINIK FISCHNALLER aus Meransen, Junioren-Weltmeister im Kunstbahnrodeln und größte Südtiroler Nachwuchshoffnung, über seine Ziele und Hoffnungen. Herr Fischnaller, wann haben Sie Ihre Leidenschaft fürs Rodeln entdeckt? Mit dem Rodeln habe ich schon mit fünf oder sechs Jahren auf der Start-Rodelbahn in Meransen begonnen. Ich war sofort davon begeistert und bin es auch heute noch. Die Rodelkarriere hat dann ihren Lauf genommen, und seit 2010, da war ich gerade erst 17 Jahre alt, darf ich auch im Weltcup starten und mit den „Großen“ mitfahren. Vor kurzem ist mir der erste Podiumsplatz im Weltcup gelungen, bei dem ich sogar schneller als Armin Zöggeler war.
Was ist das für ein Gefühl, eine Rodelgröße wie Zöggeler hinter sich zu lassen? Am Podest zu stehen war ein unbeschreibliches Gefühl. Nach viel harter Arbeit und Jahren der Vorbereitung habe ich es endlich geschafft, vorne mitzumischen – da ist ein Traum in Erfüllung gegangen, und zwar früher als erwartet. Ich bewundere Armin für seine Erfolge und schaue zu ihm auf. Vieles habe ich ihm zu verdanken, er steht mir immer mit gutem Rat zur Seite. Neben dem Erfolg im Weltcup sind Sie auch Junioren-Weltmeister. Das schaut nach einer erfolgreichen Karriere aus...
HANDBALL
Handballfieber in Weißrussland
z Der ehemalige Brixner Handballspieler und Trainer Hubi Nössing kann seine Leidenschaft nicht lassen. Dem SSV Brixen hat er zwar als Trainer den Rücken gekehrt, doch übernahm er alsbald eine neue Aufgabe in der Handballbranche: Gemeinsam mit Giorgio Oveglia aus Triest trainiert er die italienische Nationalmannschaft der Burschen unter 21 Jahren. Anfang Jänner trat die Mannschaft ihre Reise zu den Qualifikationsspielen der Europameisterschaften in Weißrussland an. Auch wenn die Italiener als Außenseiter in die Spiele gingen, zählte neben der sportlichen auch die menschliche Erfahrung, die sie in der Stadt Gomel, 300 Kilometer von der Hauptstadt Minsk entfernt, machten: „Es kam uns vor, als
wäre die Zeit hier vor 40 Jahren stehen geblieben“, so Hubi Nössing. In der 500.000 Einwohner zählenden Stadt waren nicht nur das Essen, sondern auch die Unterkünfte, die Handballhalle und die Straßen gewöhnungsbedürftig. Nichtsdestotrotz ist Handball in dem vom Staatschef Aljaksandr Lukaschenko regierten Land eine aufstrebende und populäre Sportart. Die italienische Mannschaft konnte sich zwar nicht für die Europameisterschaften qualifizieren, „aber die Erfahrung war trotzdem einzigartig: Die Reise hat nicht nur bei mir, sondern auch bei den jungen Männern Spuren hinterlassen und zum Nachdenken über unsere schnelllebige Welt angeregt“, so Nössing. „Besonders gefreut hat mich das Treffen mit jungen Fans aus Tschernobyl, die bereits bei Brixner Familien untergebracht waren und von denen ich das Land Südtirol schön grüßen soll.“ eh
Ich bin überglücklich, die Juniorenweltmeisterschaft in den USA gewonnen zu haben. Es war ein fantastisches Rennen, in dem ich von Anfang an ein gutes Gefühl hatte. Nun geht es von den USA weiter nach Kanada zur Weltmeisterschaft, und anschließend folgen der Weltcup in Lake Placid und jener in Sochi. Natürlich möchte ich auch dort einen Top-Ten-Platz erreichen. Ich gebe auf jeden Fall weiterhin mein Bestes und jage dem Traum hinterher, in die Fußstapfen von Armin Zöggeler zu treten. Wohin das dann führt, werden wir sehen. evi.hilpold@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
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Wirtschaft & Umwelt
Foto: Oskar Zingerle
KOMITEE PRO SEILBAHN BRIXEN GEGRÜNDET
Ja zur Seilbahn
In der Regel werden Bürgerkomitees gegründet, weil sich eine Gruppe Personen gegen ein Projekt mobilisiert – in Brixen drehen die Uhren aber anders: Kürzlich formierte sich ein Komitee, das sich fortan für die Realisierung des geplanten Seilbahnprojektes einsetzen will – und zwar unbedingt vom Standort Bahnhof aus.
I
m Grunde scheint es in Brixen nur noch wenige Gegner einer neuen Seilbahn zu geben. Sehr wohl aber herrschen nach wie vor Zweifel darüber, ob der Bahnhof wirklich der geeignete Standort für die Talstation sein kann. Denn: „Der Überflug ist den Leuten immer noch nicht geheuer“, sagt Bürgermeister Albert Pürgstaller, „das merke ich in persönlichen Gesprächen immer wieder“.
Koalition uneinig. „Schuld“ für
die Zweifel der Bevölkerung sind wohl auch die zu diesem Projekt äußerst unklaren und widersprüchlichen Aussagen der Mitglieder der Gemeindekoalition, die beweisen, dass die derzeitige Konstellation zwischen SVP, Grüne Bürgerliste und PD ein sehr heterogenes Gebilde mit teilweise geradezu entgegengesetzten Sichtweisen ist, bei dem die SVP sich andauernd am Gängelband ihrer beiden „kleinen“ Partner befindet. 48
Roman Zanon, Fraktionssprecher der Grünen Bürgerliste, erklärte mehrfach, dass er im Grunde gegen eine Seilbahn sei – unabhängig von deren Standort. Als Koalitionspartner hatte er und seine Parteikollegen dann doch für die entsprechende Bauleitplanänderung gestimmt, „weil dies die Voraussetzung war, um herauszufinden, ob die Seilbahn in der derzeitigen Version überhaupt realisierbar ist“. Der PD hingegen glänzt schon in sich selbst durch große Uneinigkeit: Vize-Bürgermeister Gianlorenzo Pedron war Mitglied der Arbeitsgruppe zur Evaluierung der verschiedenen Standorte und seither ein überzeugter Verfechter des Standorts Bahnhof, aber in den Reihen des PD befindet sich auch Alberto Ghedina, der davon überzeugt ist, dass die Talstation lieber bei der Diskothek Max anzusiedeln wäre, weil er beim Standort Bahnhof den Überflug nicht akzeptieren kann
– wobei sich diese Problematik mit dem von ihm bevorzugten Standort auch nur verlagern und nicht maßgeblich verbessern würde. Allerdings gäbe es hier eine Reihe anderer Nachteile: Zum Beispiel müsste am Parkplatz der Diskothek aus Platzgründen ein fünfstöckiges Parkhaus gebaut werden, von dem heute niemand weiß, wie es finanziert werden soll und wie es sich in die Landschaft einfügen würde – ganz unabhängig davon, dass damit das Konzept der Mobilitätszentrale am Bahnhof nicht mehr funktionieren würde. Wie die restlichen Mitglieder des PD darüber denken, ist indes derzeit unklar. Ganz zu schweigen von den Oppositionsparteien, die aus Prinzip gegen die Vision einer Seilbahn samt Mobilitätszentrale ankämpfen – vor allem deshalb, weil sie kritisieren, nicht in die Arbeitsgruppe zur Bewertung der Standorte involviert worden zu sein.
„Die Bevölkerung soll entscheiden“, sagt Bürgermeister Albert Pürgstaller pragmatisch. Er will im März im Gemeinderat eine Volksabstimmung initiieren, die dann im Juni, möglicherweise am 9., stattfinden könnte. „Wenn die Initiative vom Gemeinderat ausgeht, geht es schneller“, sagt Pürgstaller, „denn wenn die Bürger eine Volksabstimmung anstoßen, ist der Iter entsprechend länger“. Allein – auch dafür muss die laut Verordnung notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit im Gemeinderat erst gefunden werden: „Es geht um die Formulierung der Frage“, sagt Pürgstaller, „sowohl die Bürgerliste als auch die Opposition will Alternativen zum Standort Bahnhof in die Fragestellung aufnehmen, aber das halte ich für unehrlich“. Denn: „Diese Seilbahn kann aus mehreren Gründen nur am Bahnhof realisiert werden – also ist es nicht zielführend, die Bevölkerung
ÜBERWÄLTIGEND war die Menge an Seilbahn-Befürwortern, die unlängst im Kolpinghaus ein entsprechendes Bürgerkomitee ins Leben riefen
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über eine Variante abstimmen zu lassen, die dann eh nicht gebaut wird“. Sprich: In der SVP will man die Bevölkerung nicht an der Nase herumführen, weshalb man eine klare Fragestellung will: „Seilbahn am Bahnhof, ja oder nein“. Sollte sich die Bevölkerung gegen diese Vision aussprechen, würde die Bahn eh nicht realisiert. Zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Ausgabe hat man jedenfalls noch keinen Konsens gefunden über die Formulierung der Fragestellung – was gleichzeitig bedeutet, dass die Volksabstimmung an einem seidenen Faden hängt. Die Fronten sind verhärtet, Kompromisse derzeit in weiter Ferne – und das, obschon PD, Grüne Bürgerliste und SVP erst vor wenigen Wochen, im Zuge der Bauleitplanbänderung, die heute noch von der SVP propagierte Fragestellung schriftlich akzeptiert hatten. „Es ist für mich nicht verständlich“, sagt SVP-Ortsobmann Willy Vontavon, „warum jene Leute, die in den vergangenen Jahren vehement eine Neuregelung der direkten Demokratie gefordert haben, nun verhindern wollen, dass die Bevölkerung die Entscheidung über dieses für die Stadtentwicklung wichtige Projekt trifft“.
Gründung des Komitees „Pro Seilbahn Brixen“. Möglicherweise
war ausgerechnet diese verfahrene Situation der Brixner Lokalpolitik verantwortlich für eine neue Bürgerinitiative, die sich nun für
die Realisierung der Seilbahn mit Standort Bahnhof einsetzen will: Die Seilbahnverbindung zwischen Brixen und St. Andrä sei eine einmalige Chance, die es zu nutzen gilt, schreibt das Komitee „Pro Seilbahn Brixen“ in ihrem ersten Kommunique. Die Resonanz war gewaltig und hat „unsere kühnsten Erwartungen bei weitem übertroffen“, sagt Manuel Conci, einer der drei Sprecher des Komitees. Durch Mund-zuMund-Werbung habe man Bürger zur Gründung des Komitees eingeladen, die am 17. Jänner im Kolpinghaus stattfand. „Anfangs hatten wir an die Bürgerstube beim Hotel Grüner Baum gedacht, weil wir etwa 50 Leute erwarteten“, sagt Conci, „bald haben wir aber gemerkt, dass das Echo
Willy Vontavon, Moderator des Abends und Mitbegründer der Initiative, erklärte im Kolpinghaus die Zielsetzungen des Komitees, nämlich „die Realisierung des Seilbahnprojekts voranzutreiben und durch aktive und umfassende Informationsarbeit die Bevölkerung über Vor- und Nachteile zu informieren, sodass diese bei der Volksabstimmung im Juni eine qualifizierte Entscheidung treffen kann“. Neben Conci und Huber wurde per Akklamation auch Luigino Scaggiante zum Sprecher gewählt, der im Rahmen der Gründungsveranstaltung eine flammende Liebeserklärung für die Plose vortrug. Dass nicht nur Scaggiante, sondern viele Brixnerinnen und Brixner ihre Plose „lieben“ und von
künftigen Generationen, so der Tenor der Teilnehmer. Die breite und sprachgruppenübergreifende Unterstützung für das Komitee zeige, dass es in weiten Teilen der Bevölkerung eine durchaus positive Haltung zum Seilbahnprojekt gebe, freuten sich die Anwesenden. Nun gelte es, viele weitere Menschen umfassend über das Projekt zu informieren und sie von dessen Bedeutung für die Stadt zu überzeugen.
Neun Gründe für die Seilbahn mit Standort Bahnhof. Stichhaltige Argumente für die Seilbahnverbindung mit Standort am Bahnhof gibt es jedenfalls genug; sie wurden in Form einer kleinen Broschüre präsentiert, deren Inhalt der „Brixner“ am Rande
„Es ist nicht zielführend, die Bevölkerung über eine Variante abstimmen zu lassen, die dann eh nicht gebaut wird“_ BM Albert Pürgstaller viel größer war, woraufhin wir in das Kolpinghaus ausgewichen sind“. Am Ende waren mindestens 350 Personen anwesend, die allesamt das Beitrittsformular unterschrieben haben – was den Saal an den Rand seiner Kapazität brachte. Insgesamt zählte das Komitee einen Tag später bereits 463 Mitglieder – „und es werden täglich mehr“, sagt Markus Huber, ebenso Sprecher von „Pro Seilbahn Brixen“.
der Bedeutung des Projekts überzeugt sind, zeigte sich auch bei den einzelnen Wortmeldungen. Es gehe um eine Gesamtvision für die Stadt und deren Zukunft, um eine einmalige Chance, die es zu nutzen gelte. Brixen müsse den Mut haben, in seine Zukunft zu investieren. Letztendlich stehe das Projekt für eine langfristig gute wirtschaftliche Entwicklung, vor allem aber sichere es Arbeitsplätze und Lebensqualität für die
dieses Berichts abdruckt. Derzeit in Ausarbeitung befindet sich eine Internetseite, die umfassend über das Seilbahnprojekt informieren wird; sie soll in Kürze online gehen. „Neue Mitglieder sind auch nach der Gründungsversammlung willkommen“, sagt Manuel Conci, „Interessierte können sich an die Sprecher des Komitees wenden oder in Kürze über die Internetseite www.seilbahn-brixen.it mit dem Komitee in Kontakt treten“. 49
Wirtschaft & Umwelt
info Die neun wichtigsten Gründe, warum das Komitee „Pro Seilbahn Brixen“ für die Seilbahn Brixen-St. Andrä mit Standort Bahnhof ist
1.
Wir sind für die Seilbahn, weil damit die Plose als Skiund Wandergebiet erhalten wird. Das Ski- und Wandergebiet Plose braucht zum Überleben dringend neue Impulse. Wir wissen, dass sich die Brixner ein Aus für „ihre“ Plose nicht vorstellen können, aber die wirtschaftliche Situation ist ohne Entwicklungsvision besorgniserregend, das Skigebiet in der derzeitigen Strukturierung auf keinen Fall zukunftsfähig. Das Brixner Tourismusentwicklungskonzept (Malik-Studie) von 2008 fordert die nähere Anbindung der Stadt an den Hausberg und umgekehrt, um beiden eine positive Entwicklung zu ermöglichen.
2.
Wir sind für die Seilbahn, weil damit 300 Arbeitsplätze am Berg erhalten bleiben. Die wirtschaftliche Entwicklung von Brixen und vom mittleren Eisacktal hängt auch mit der Entwicklung des Ski- und Wandergebietes Plose zusammen, im Guten wie im Schlechten: Stirbt die Plose, hat dies unweigerlich extrem negative Folgen auf eine Reihe von Wirtschaftssektoren. Vor allem geht es um den Erhalt von etwa 300 Arbeitsplätzen, die am Berg direkt vom Fortbestand der Umlaufbahn und der Aufstiegsanlagen abhängen: Mitarbeiter des Skibetriebes, der Restaurants, der Beherbergungsbetriebe würden ihren Arbeitsplatz verlieren; dies würde die Existenzgrundlage vieler Familien gefährden. Indirekt betroffen sind auch Arbeitsplätze im Handel- und Dienstleistungsgewerbe, was die Arbeitslosenzahl in der Gemeinde Brixner erheblich ansteigen lassen würde. Wer heute die Seilbahn verhindern will, ist sich sicher nicht bewusst, welche Auswirkungen die Schließung der Aufstiegsanlagen auf den gesamten Talkessel hätte.
3.
Wir sind für die Seilbahn am Bahnhof, weil dies der beste und einzig realisierbare Standort ist. Die Entscheidung für den Standort Bahnhof ist das Ergebnis einer langen und intensiven Analyse und Bewertung der verschiedenen Möglichkeiten mit den jeweiligen Vor- und Nachteilen – unter Berücksichtigung von 40 verschiedenen
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Kriterien! Was den Überflug betrifft, so haben wir viel Verständnis für die Sorgen und Zweifel der Überflogenen, sind aber gleichzeitig nach ähnlichen Erfahrungen bei anderen Seilbahnprojekten davon überzeugt, dass sich diese Ängste nach Fertigstellung der Bahn relativieren werden. Wer sich intensiver mit der Entscheidungsfindung auseinandersetzen will, kann dies auf der Homepage www.seilbahn-brixen. it tun, die in wenigen Wochen online gehen wird.
4.
Wir sind für die Seilbahn, weil damit das Bahnhofsareal aufgewertet wird. Das gesamte Bahnhofsareal befindet sich heute in einem absolut unzumutbaren Zustand, der einer Stadt wie Brixen unwürdig ist und eher an ein Entwicklungsland erinnert. Wenn hier eine Seilbahnstation entsteht, wird damit auch das gesamte Bahnhofsareal samt Bahnhofstraße neu gestaltet: ein modernes gemeinsames Bahnhofsgebäude für Eisenbahn, Seilbahn und Busse, eine innovative und zukunftsweisende Mobilitätszentrale mit Fahrradverleih, Skidepot, Restaurationsbetrieb und anderen mit dem Betrieb zusammenhängenden Dienstleistungen. Vor allen Dingen kann damit der seit Jahrzehnten prekären Parkplatzsituation der Pendler endlich ein Ende gesetzt werden – mit perfekt gestaltetem und genügend großem Parkraum. Diese Leistungen würden ohne Seilbahn sicherlich auf die lange Bank geschoben.
5.
Wir sind für die Seilbahn, weil sie eine wichtige Investition in die Stadtentwicklung bedeutet. Die Investitionskosten für die Seilbahn belaufen sich auf geschätzte 35 Millionen Euro, an denen sich die Gemeinde Brixen mit 5 Millionen beteiligen wird. Der von der Plose AG erstellte Business Plan hat ergeben, dass der Betrieb der Seilbahn am Standort Bahnhof ein solides Betriebsergebnis garantiert. Die Gemeinde wird also keine weiteren Belastungen erfahren. Ein Vergleich mit den Kosten anderer Projekte macht deutlich, dass die Investition in ein für die Stadtentwicklung so wichtiges Projekt auf jeden Fall gerechtfertigt ist: Allein die Zufahrt mit der Schrägseilbrücke zur Industriezone Brixen-Süd hat
seinerzeit 18,4 Millionen Euro gekostet; daran hatte sich die Gemeinde mit 3 Millionen Euro beteiligt.
8.
6.
Eine Seilbahn ist ein ökologisches und zukunftsweisendes Verkehrsmittel: Mit der Bahn, dem umweltfreundlichsten öffentlichen Verkehrsmittel überhaupt, wird der Berg näher zur Stadt und die Stadt näher zum Berg gebracht. Die Mozartallee sowie die Ortschaften Milland und St. Andrä werden damit verkehrstechnisch entlastet. Am Berg können damit viele Familien auf das Zweitauto verzichten. Eine neue Seilbahnstation am Bahnhof bringt auch im Zentrum keine Mehrbelastung des Verkehrs mit sich: Schon heute müssen Gäste der Plose die Hauptdurchzugsstraße und die Mozartallee befahren, um dorthin zu gelangen. Die befürchtete Verkehrszunahme im Bahnhofsbereich lässt sich durch konkrete Zahlen leicht relativieren: In starken Tagen erwartet man maximal 800 Autos. Die Verkehrszunahme in den Zufahrtsstraßen des Bahnhofs würde also etwa 10 Prozent betragen – aber nur an frequenzstarken Tagen. Nachdem heuer der Mittelanschluss ausgeschrieben wird, kann ein wesentlicher Teil des Verkehrs von der Staatsstraße auf die Westumfahrung verlagert werden.
Wir sind für die Seilbahn, weil damit das Mittelgebirge aufblühen wird. Die Seilbahn bringt den Berg der Stadt näher. Allein dies hat zur Folge, dass das heute strukturell eher schwache Mittelgebirge mit der Seilbahn aufblühen wird: In St. Andrä werden Spazierwege entstehen, Spielplätze, ein Naturbadeteich, Gartencafès, ein Kinderskizirkus. De facto wird das Mittelgebirge zu einer vom Zentrum der Stadt in wenigen Minuten erreichbaren Naherholungszone – für alle Brixner, für alle Eisacktaler, Wipptaler und Bozner, aber auch für alle Touristen des Tales, für die der Berg in allen vier Jahreszeiten plötzlich bequem erreichbar ist. Andererseits kommt auch die Stadt den Bewohnern von St. Andrä näher: Das natürliche „Einkaufszentrum“ Altstadt mit seinen exquisiten Gastronomiebetrieben und vielfältigen Kulturangeboten ist für den ganzen Berg bequemst erreichbar, vom frühen Morgen bis zum Abend. Das Dorf St. Andrä wird damit zum zweiten Wirtschaftsstandort unserer Gemeinde. St. Andrä wird nicht nur Wohnort sein, sondern auch Arbeit und Dienstleistungen anbieten.
7.
Wir sind für die Seilbahn, weil der Tourismus für die ganze Stadt enorme Bedeutung hat. Lebt der Tourismus, dann lebt die ganze Stadt! Die Bahn wird die richtigen Impulse setzen, damit gerade im Beherbergungssektor neue Investitionen getätigt werden. Brixens Tourismus ist im Vergleich zu anderen Städten Südtirols strukturell extrem unterentwickelt und braucht dringend mehr Übernachtungen, die nur durch eine Erhöhung der Bettenanzahl erreicht werden können. Die Plose braucht vor allem für die Wintersaison Bettenkapazitäten in nächster Umgebung zur Umlaufbahn. Die Realisierung der geplanten Tourismus-Leitbetriebe sowie die Verbesserung und der Ausbau der derzeitigen Hotelstrukturen hängen wesentlich von der Realisierung der Bahn und von der Entwicklung des Berges ab: Es sind gerade diese Betriebe, die der Stadt und dem Berg neue Kundschaft und damit zusätzliche Wertschöpfung zuführen.
Wir sind für die Seilbahn, weil sie umweltfreundlich und zukunftsweisend ist.
9.
Wir sind für die Seilbahn, weil wir unseren Kindern einen attraktiven Arbeits- und Lebensraum schulden. Schlussendlich geht es vor allem um die Zukunft unserer Kinder, die sich einen attraktiven Lebens- und Arbeitsraum Brixen verdienen. Italien hat eine erschreckend hohe Jugendarbeitslosigkeit (laut neuesten Daten etwa 40 Prozent), und auch in Südtirol sind die Prognosen für die nächsten Jahre nicht gut. Es liegt in der Verantwortung der Politik, alles zu unternehmen, um vor Ort Arbeitsplätze für die nächsten Generationen zu sichern. Zum anderen ist die Seilbahn eine wesentliche Voraussetzung für die langfristige Erhaltung der Plose als Naherholungszone und Erlebnisraum für alle Brixnerinnen und Brixner. All jene, die heute in die umliegenden Ski- und Wandergebiete auspendeln, können das identische Angebot in St. Andrä vorfinden – nur näher und bequemer, sozusagen vor ihrer Haustür. Das bedeutet Lebensqualität.
Foto: Oskar Zingerle
„Diese Initiative ist ein klares Signal“, sagte Vontavon im Kolpingsaal, „denn in der Wahrnehmung der Bevölkerung ist irgendwann der Eindruck entstanden, dass es in der Gemeinde fast ausschließlich Gegner des Projektes geben würde – diese Wahrnehmung wird jetzt ins Gegenteil umgedreht werden“. Das Signal wird wohl auch bis nach Bozen reichen, denn die Entscheidungen zur Realisierung liegen am Ende bei der Landesregierung – die allerdings schon vorher klar zum Ausdruck gebracht hatte, dass man erkannt habe, wie wichtig diese Bahn für die weitere Entwicklung der Stadt und für die Aufwertung des Mittelgebirges und des Bahnhofsbereichs sei.
Conci:„Erster Schritt eines langen Weges“. Trotzdem: Für Manuel
Conci ist die Gründung dieses Komitees erst „ein erster Schritt eines langen Weges: Wir wollen in den nächsten Monaten viel Informations- und Überzeugungsarbeit leisten – kapillar, von Mensch zu Mensch“. Das Thema sei extrem komplex, und letzthin seien bewusst falsche Informationen gestreut worden – zum Beispiel „das Märchen, dass am Bahnhofsareal ein Einkaufszentrum entstehen werde“, sagt Vontavon. Derzeit sei ein Nutzungskonzept für das gesamte Areal in Ausarbeitung – wobei ein Einkaufszentrum „nie im Gespräch war: Erstens würden wir damit den Handel in der Altstadt schwächen, was nicht im Sinn der Stadtregierung
Die drei Sprecher des Komitees „Pro Seilbahn Brixen“: Manuel Conci, Luigi Scaggiante und Markus Huber
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sein kann, und zweitens werden die Flächen am Bahnhof für die Mobilitätszentrale gebraucht“. Hier könnte ein neues modernes Bahnhofsgebäude für Eisenbahn, Busse und Seilbahn entstehen, ein Fahrradverleih, ein Bistro, ein Kiosk, ein Info-Schalter der Mobilität, ein Skidepot. Die restliche Fläche würde als Parkplatz genutzt – „für ein Einkaufszentrum wäre unabhängig der Sinnlosigkeit eines solchen Unterfangens ganz einfach kein Platz“, sagt Vontavon.
In der Tat kursiert in der Stadt eine Reihe von „offenbar bewusst gestreuten Hiobsszenarien“, sagt Manuel Conci, „so ist es kein Wunder, dass die Bevölkerung verunsichert ist“. Auch das Komitee spricht sich – genauso wie Bürgermeister Albert Pürgstaller und die gesamte SVP-Fraktion – klar für eine Volksabstimmung aus, aber: „Nur perfekt informierte Bürger können eine qualifizierte Entscheidung treffen. Wenn wir gute Informationsarbeit leisten
und diese Informationen von der Bevölkerung auch ‚abgeholt’ werden, so wird die Volksabstimmung ohne Zweifel in unserem Sinn ausgehen“, sagt Manuel Conci. Sofern sie denn stattfindet. Das aber hängt davon ab, ob dafür die Zwei-Drittel-Mehrheit im Gemeinderat zustande kommt.
oskar.zingerle@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
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Wirtschaft & Umwelt
BRIXEN
Lebensmittel für Bedürftige z Bei einem von der Gemeinde Brixen organisierten Treffen zog man Bilanz über die 2012 initiierte Zusammenarbeit zwischen der Lebensmittelbank und verschiedenen Brixner Sozialvereinen. Luca Merlino von der Lebensmittelbank berichtete, dass 2012 bis Ende November allein in Brixen 16.200 Tonnen an Lebensmitteln eingesammelt worden sind, und zwar
im Wert von 40.000 Euro. Durch die Zusammenarbeit zwischen der Lebensmittelbank und einigen Brixner Vereinen wie die Vinzenzkonferenz, die Caritas, das Haus der Solidarität, das Kinderdorf sowie die Croce Rossa femminile können die gesammelten Lebensmittel vor Ort einem guten Zweck zugeführt werden: Entweder werden daraus Mahlzeiten für
Hilfsbedürftige zubereitet, oder die Nahrungsmittel werden direkt an Bedürftige weitergereicht. db
W&U Wirtschaft & Umwelt NEUSTIFT
Dachziegel-Aktion fürs Kloster Neustift z Die Stiftskirche des Klosters Neustift muss umfangreich saniert werden: Zunächst wird das Spitzdach des gotischen Hochchores erneuert, wobei ein Teil des Gebälks und die Dachziegel ausgetauscht werden. In den kommenden Jahren steht dann die Sanierung des Dachs der Marienkapelle sowie des Turms und des Langhauses an. Insgesamt kosten diese Arbeiten rund 900.000 Euro. Die Pfarrei Neustift hat nun eine Dachziegelaktion ins Leben gerufen und bittet die
kurz
notiert
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Bürger um finanzielle Mithilfe. Mit einer Spende von 25 Euro erhält der Spender einen Eintrag ins Goldene Buch, das später in der Klosterbibliothek verwahrt wird. Bei Spenden über 250 Euro erhalten die Geldgeber zudem einen historischen Dachziegel des gotischen Hochchores – eine einzigartige Erinnerung an frühere Zeiten: Die grünen, glasierten Dachziegel sind nämlich eine Kostbarkeit aus der früheren Klosterziegelei. Der Name aller Spender wird zudem auf einem Dokument verewigt,
das in der goldenen Kugel am Dach der Stiftskirche aufbewahrt wird. Spenden können bei jeder Bank auf das Konto der Südtiroler Volksbank (IBAN IT79 S058 5658 2200 7057 1245 528, BIC BPAAIT2BBRE), lautend auf
Augustiner Chorherrenstift Neustift, eingezahlt oder in der Stiftsverwaltung direkt abgegeben werden. Spendenquittungen werden auf Anfrage gerne ausgestellt. Nähere Infos zur Spendenaktion auf www.pfarrei-neustift.it. db
Ab 1. Januar gilt in Brixen und Umgebung für die Sammlung des Rest-, Biomülls sowie Karton ein neuer Kalender. Wann und wo die Sammlung nun erfolgt, kann im Sammelkalender auf der Homepage der Stadtwerke Brixen, www.asmb.it, nachgesehen werden.
In der Gemeinde Natz-Schabs wurden von der Landesregierung 450 neue Gästebetten genehmigt. Davon dürfen 300 in den bestehenden Tourismuszonen und 150 in neuen Zonen errichtet werden. Zudem ist im Tourismuskonzept ein Vier-Sterne-Campingplatz mit 120 Stellplätzen vorgesehen.
Das Skigebiet Gitschberg Jochtal AG registriert einen erfolgreichen Start in die Wintersaison: Sie verzeichnen vom Saisonbeginn am 6. Dezember bis zum 6. Jänner ein Plus von 9,2 Prozent der Durchfahren im Vergleich zum Vorjahr.
STADTGEHEIMNISSE Woher stammen die grünen Dachziegel der Stiftskirche Neustift? Der gotische Hochchor der Stiftskirche des Klosters Neustift ist mit glasierten grünen Dachziegeln eingedeckt – und muss derzeit saniert werden. Die Ziegel stammen dabei aus der eigenen Klosterziegelei, die seit dem Hochmittelalter bis ins späte 19. Jahrhundert in Betrieb war. Die Ziegelei befand sich damals auf dem Stiftsplatz – dort, wo heute der Musikpavillon steht. Besonders bekannt waren die grün und gelb glasierten Ziegel aus Neustift, eine Besonderheit der Klosterziegelei. Auch das neue Presbyterium des Brixner Domes wurde im 15. Jahrhundert mit diesen grünen Neustifter Dachziegeln gedeckt. Der Ton für die Ziegel stammte dabei aus den Lehmgruben in Schabs. Neben den Dachziegeln wurden in der Klosterziegelei aber auch Ofenkacheln hergestellt. 400 der historischen Dachziegel sind bei der Spendenaktion erhältlich – Infos dazu siehe im eigenen Artikel auf S. 52. Anregungen: redaktion@brixner.info
EISACKTAL
Umsetzung der BBT-Ausgleichsmaßnahmen z Auf Basis der Konvention zur Umsetzung der BBT-Ausgleichsmaßnahmen im Bereich Lärmschutz – unterzeichnet von der BBT SE und der RFI – wurde der Zeitplan für die Umsetzung der einzelnen Maßnahmen abgestimmt. In Aicha wird die Lärmschutzwand etwas mehr als einen Kilometer lang und sieht die Errichtung von vier bis sechs Meter hohen Lärmschutzwänden, die akustische Abschirmung des Felsens sowie die Schließung der Galerie im Bereich der Autobahn vor. Die Ausschreibung der Projektierung ist für heuer vorgesehen, der Abschluss der Bauarbeiten für das Frühjahr 2014. In Mittewald wurde die Projektierung der Lärmschutzwand bereits ausgeschrieben. Der komplexeste Eingriff ist in Freienfeld durchzuführen. Dort gilt es, eine künstliche Einhausung für die Lärmsanierung zu errichten und gleichzeitig beide Dörfer zu verbinden. Die dafür notwendigen Bauarbeiten werden bis in die zweite Jahreshälfte 2015
reichen. Um einen besseren Zugang zum Vahrner See zu erhalten und die Zufahrt für den Zivilschutz zu garantieren, wird dort eine Unterführung errichtet. Die Projektierung dazu wurde bereits ausgeschrieben; zu Jahresende 2014 soll diese eröffnet werden. Zweifel an der Umsetzung der Ausgleichsmaßnahmen gibt es von Seiten der Verantwortlichen nicht: Die Geldmittel wurden mittels Konvention gebunden und stehen zur Verfügung. Das Volumen dieses Pakets entspricht in etwa einem Drittel der gesamten zur Verfügung stehenden 50 Millionen Euro. Im Bild: Präsident Walter Huber (Konsortium Beobachtungsstelle), Direktor Martin Ausserdorfer (Konsortium Beobachtungsstelle), Marco Torassa (RFI), Marco Serra (RFI), Richard Amort (BM Franzensfeste), Armin Holzer (BM Freienfeld), Ugo Bacchiega (BBT SE), Peter Gasser (BM Natz-Schabs), Michele Roccia (BBT SE), Vizebürgermeister Andrea Tescaro (Franzensfeste) und Angelo Lombardi (BBT SE). db
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Wirtschaft & Umwelt
NACHGEFRAGT
„Klare Kriterien sind notwendig“ WOLFGANG PLANK, Direktor der Stadtwerke Brixen, über Südtirols Strompolitik und dessen Zukunft. Herr Plank, wird es zu einer Neuvergabe der Stromkonzessionen kommen? Der Untersuchungsausschuss zur SEL-Affäre hat letzthin einige Stromakteure über ihre Vorstellung zur zukünftigen Strompolitik befragt. Als Stadtwerke sind wir der Ansicht, dass Platz für alle ist, wobei ich festhalte, dass wir der einzige Stromverteiler Südtirols sind, der keine Stromproduktion aus Wasserkraft hat und damit auch keine sicheren Einnahmequellen. Deswegen wollen wir einen Fuß ins Stromgeschäft setzen– wobei es sich viel mehr um die Sicherstellung einer
soliden wirtschaftlichen Zukunft handelt als um ein Geschäft. Wir müssen jetzt abwarten – noch ist ja nicht gesagt, dass es zu einer Neuvergabe der Konzessionen kommen wird. Wie sollte die zukünftige Strompolitik aussehen? Die Konzessionen für Großwasserableitungen gehören sicherlich in die Hand des Landes Südtirol, wie es von den Durchführungsbestimmungen her auch vorgesehen ist. Allerdings muss die Konzessionsvergabe aufgrund klarer Kriterien erfolgen, damit man sich eine vernünftige Chance ausrechnen
kann. Momentan ist dies ein Lottospiel. Diese klaren Kriterien waren bei der letzten Vergabe nicht gegeben? Nein, die waren äußerst unklar und eröffneten die Möglichkeit, sich alles nach seinen Vorstellungen zurechtzubiegen. Aus diesem Grund rekurrieren wir und andere ja dagegen. Wir waren stets für jede Kooperation offen – nur ist dies in Südtirol mit seiner Kirchturmpolitik schwierig. Wir sind aber zuversichtlich, dass sich eine Lösung abzeichnet. doris.brunner@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
BodenART mit Stil.
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Beliebtes Ausflugsziel
ALPINPOOL
Das Meransner Hallenbad „Alpinpool“ bietet traumhaften Wasserspaß für die ganze Familie sowie ein faszinierendes Saunaerlebnis für Genießer. Klein, aber fein präsentiert sich der Alpinpool in Meransen und hat dabei eine ganze Menge zu bieten: Das familienfreundliche und behindertengerechte Hallenschwimmbad mit Panoramablick auf die Dolomiten ist für Erwachsene eine Oase der Erholung, für kleine Gäste hingegen ein echtes Kinderparadies. Während die Eltern im weitläufigen Liegebereich
ausspannen oder im Schwimmbecken sportliche Bahnen ziehen oder sich im Sprudelbecken, auf Massage-Wasserliegen oder unter den Wasserkaskaden ein wohltuendes Bad gönnen, lässt die vom gesamten Hallenbad aus gut überschaubare, angrenzende Kinderwasserwelt die Kinderherzen höher schlagen: In den zwei besonders warm temperierten Kleinkinder-
Naturoptik und Gemütlichkeit prägen den Ruheraum im Saunabereich
becken mit Wasserrutsche und Springbrunnen wird den kleinen Gästen beim Spielen und Austoben garantiert nicht langweilig.
Ein heißes Vergnügen. Gehörig
in den Schwitzkasten genommen werden hingegen Saunaliebhaber im dazugehörigen Saunabereich „Schwitzbox“ und können dabei nach Wunsch und Laune wählen
Wärmstens zu empfehlen: Die Schwitzbox
zwischen der finnischen, Dampfoder Bio-Sauna. Und wann immer es gar zu heiß wird, kann man in der kuscheligen Ruhezone auf extragroßen Komfortliegen neue Kräfte schöpfen oder sich im neuen Freiluftraum vor traumhafter Bergkulisse abkühlen.
Immer wieder lohnenswert. Abgerundet wird das große und vielseitige Freizeitangebot im Alpinpool mit einem Café-Bistro, einem kostenlosen Parkplatz sowie einer im Sommer zugänglichen Liegewiese mit weiteren Kinderattraktionen und einer Minigolfanlage im Freien. Gepaart mit fairen und besonders familienfreundlichen Eintrittspreisen macht dies den Alpinpool zu einem immer wieder lohnenden Ausflugsziel für Familien, Genießer und Saunaliebhaber.
Auto & Moto
Nordauto unter neuer Führung
Extra
Die Geschwister Kaser aus Lüsen haben vor kurzem das fast 50-jährige traditionsreiche Unternehmen Nordauto in der Alfred-Ammon-Straße von Aldo Pecora übernommen.
NORDAUTO SERVICE
Erwin Kaser, Geschäftsführer
Unser Ziel ist es, uns mit Qualität und Service um alle Belange rund um Ihr Fahrzeug zu kümmern. Wir freuen uns schon, Sie als unsere Kunden begrüßen zu dürfen.
Aldo Pecora, der frühere Inhaber von Nordauto
Vom 24-Stunden-Abschleppdienst ... Der Betrieb Autoservice Kaser in Lüsen, der ebenfalls von den Geschwistern Kaser geführt wird, hat sich bei Autobesitzern als seriöser und zuverlässiger KfzPartner einen Namen gemacht. Professionelle Reparatur, gute Beratung und eine hohe Kundenzufriedenheit steht bei den Lüsnern im Vordergrund.
Nun auch in Brixen. Vor rund
einem Jahr haben die Geschwister Kaser das traditionsreiche Unternehmen Nordauto von Aldo Pecora übernommen und bieten nun als Nordauto Service GmbH
neben den Dienstleistungen einer Vertragswerkstätte FIAT auch einen Rundumservice für alle anderen Automarken. Allen voran stellt sich der ausgebildete Kfz-Techniker Erwin Kaser mit viel Enthusiasmus der neuen Herausforderung. Aufgrund seiner vielseitigen Ausbildung, langjährigen Berufserfahrung und Qualitätszertifizierungen wissen sich Autobesitzer aller Marken fortan bei Nordauto Service in besten Händen.
Von A bis Z. Durch die direkte
Zusammenarbeit der beiden Firmen Nordauto Service in Brixen
und Autoservice Kaser in Lüsen schaffen es die Geschwister mit ihrem Team von knapp 30 kompetenten Mitarbeitern, nahezu alle möglichen Dienstleistungen im Kfz-Gewerbe abzudecken. Vom 24-Stunden-Abschleppdienst für Pkws und Lkws, der technischen Abwicklung aller Formalitäten in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Sachverständigen bei Autounfällen bis hin zur Hauptuntersuchung („Collaudo“) bietet die mechanische Werkstätte mit Karosserieanlage und Reifenservice einen kompletten Dienst von A bis Z – immer stets auf dem
neuesten Stand der Technik. So bleibt das Unternehmen stets offen für innovative und technische Neuerungen, um seinen Kunden fachgerechte und kompetente Serviceleistungen zu bieten.
Nordauto Service GmbH
Alfred-Ammon-Straße 18, 39042 Brixen Tel. 0472 836277, Fax 0472 831210 info@nordautoservice.it Öffnungszeiten: Mo.-Fr. 8 bis 12 und 14 bis 18 Uhr, Sa. 8 bis 12 Uhr 56
... bis hin zu fachkundigen Reparatur- und Wartungsleistungen bietet Nordauto Service einen kompletten Dienst von A bis Z
AUTO BRENNER
Qualität für viele Jahre Damit die Qualität eines Volkswagens auch über viele Jahre erhalten bleibt, sollte man seinen Volkswagen nur autorisierten Servicewerkstätten anvertrauen. Mit dem Kauf eines Volkswagens entscheiden sich viele Fahrzeughalter bewusst für zeitlose Eleganz, modernste Technologie, unverwechselbaren Stil – und für Qualität über viele Jahre. Um sicherzustellen, dass die gewohnte Volkswagenqualität über ein ganzes Fahrzeugleben lang gewahrt bleibt, sollte man sich für die Wartung seines Fahrzeuges ausschließlich an autorisierte Volkswagen-Servicewerkstätten wenden. Denn obwohl zahlreiche Werkstätten inzwischen Serviceleistungen für alle Fahrzeugmarken anbieten, merken Fahrzeughalter erst viel später, ob diese ihren Preis auch wert waren.
von sportlichen Leichtmetallfelgen über Navigationssysteme bis hin zu Kindersitzen. „Darüber hinaus profitieren unsere Kunden von vielen Servicevorteilen“, erklärt Hubert Lanz, „wie zum Beispiel dem kostenlosen Batteriecheck, falls die Autobatterie schon etwas älter ist, oder dem Bremsen-Check inklusive Wechsel der Bremsflüssigkeit, da veraltete Bremsflüssigkeit in bestimmten Situationen zum Verlust der Bremswirkung führen kann. Wir empfehlen insbesondere Allergikern, den jährlichen Staub- und Pollenfilterwechsel zu Frühjahrsbeginn durchführen zu lassen.“
Annahme Service: Marc Senoner und Harald Fischnaller
Original-Zubehör und professioneller Service. „Wir vom
Volkswagen-Service Auto Brenner Brixen kennen jedes Volkswagenmodell durch und durch und garantieren durch professionelle Serviceleistungen und der Verwendung von Originalzubehör und -ersatzteilen Zuverlässigkeit und Sicherheit, ein ganzes Fahrzeugleben lang“, erklärt Hubert Lanz, Leiter der Servicewerkstatt bei Auto Brenner in Brixen. Die hohe Servicequalität wird durch anspruchsvolle und intensive Mitarbeiterschulungen sichergestellt, denn „nur wer sich auf dem neuesten Stand der Technik hält, ist in der Lage, ein modernes Auto fach- und sachgerecht zu warten und reparieren“, so Hubert Lanz weiter. „Als offizieller Servicepartner für Volkswagen-Fahrzeuge und -Nutzfahrzeuge haben wir uns diese Kompetenz in intensiver Aus- und Weiterbildung sowie langjähriger Erfahrung angeeignet und stellen dadurch bei jedem Einsatz und jedem Service beste Volkswagenqualität sicher.“ Bei Auto Brenner findet man außerdem ausgewähltes Zubehör für alle Volkswagen-Modelle,
Hubert Lanz, Leiter der ServiceWerkstatt
Hannes Burger, technischer Leiter Werkstatt
Angelika Dorfmann, Verwaltung Service
Auto Brenner
Brixen Bahnhofstraße 32 Tel. 0472 519450 www.autobrenner.it
Auto Brenner in Brixen bietet sowohl VW Neu- und Gebrauchtfahrzeuge als auch alle allfälligen Serviceleistungen 57
Impressum wozu alle Freunde des Eissports höflichst eingeladen sind. Beginn 8 Uhr abends. Eintritt 30 Heller, Zuschauer 20 Heller.
Unabhängige Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung Redaktion: Brennerstraße 28, I-39042 Brixen Tel. +39 0472 060200, Fax +39 0472 060201 www.brixner.info E-Mail für Pressemitteilungen: redaktion@brixner.info E-Mail für Leserbriefe: echo@brixner.info Online-Ausgabe: www.brixner.info Verlag: Brennerstraße 28, I-39042 Brixen Tel. +39 0472 060200, Fax +39 0472 060201 E-Mail: office@brixmedia.it, www.brixmedia.it Anzeigenleitung: Sonja Messner, Tel. +39 0472 060212 sonja.messner@brixmedia.it Herausgeber, Chefredakteur und presserechtlich verantwortlich: Willy Vontavon (wv), Tel. +39 0472 060213 willy.vontavon@brixner.info Assistenz Chefredaktion: Doris Brunner (db), Tel. +39 0472 060211 doris.brunner@brixner.info Bildredaktion: Oskar Zingerle (oz), Tel. +39 0472 060210 oskar.zingerle@brixner.info Mitarbeiter der Redaktion: Marlene Kranebitter Zingerle (mk) Thomas Oberrauch (to) Annamaria Mitterhofer (amm) Ingo Dejaco (id) Klaus Ramoser (kr) Annika Jöchler (aj) Johanna Bernardi (jb) Evi Hilpold (eh) Elisabeth Stürz (es) Irene Dejaco (ird) Carmen Plaseller (cp) Andrea Bodner (ab) E-Mail: vorname.nachname@brixner.info
Kunstnotiz Jänner 1913
Volksbewegung in Brixen Samstag, 4. Jänner 1913 Im abgelaufenen Jahre sind in Brixen 160 Kinder geboren worden, und zwar 80 Knaben und 80 Mädchen: es ist das sicher die höchste bisher erreichte Zahl. Gestorben sind im ganzen 150 Personen, und zwar 70 männlichen und 80 weiblichen Geschlechts. Im Jahre 1911 sind 145 Kinder geboren worden und 147 Personen gestorben. Davon starben 21 im Spital. 25 waren Kinder unter einem Jahr; das 80. Lebensjahr erreichten 14 Personen.
Blüten im Winter Donnerstag, 9. Jänner 1913 Auf den Bergen um Brixen scheint der heurige Winter nicht besonders
Donnerstag, 23. Jänner 1914
Erkrankung Samstag, 11. Jänner 1914 Herr Sebastian Fischer, vulgo „Vater Widmann“ in Klerant bei Brixen, Gastwirt und Bauernrat, hat am letzten Sonntag einen Schlaganfall erlitten und wurde mit den heiligen Sakramenten versehen. Beim hohen Alter des guten, dienstfertigen Mannes ist eine Genesung wohl sehr in Frage gestellt.
Dreimal gestürzt Donnerstag, 16. Jänner 1914 Der hochbetagte Korbflechter und Hausmeister im Dienstbotenheim, Andrä Maurer, wollte am Montag vormittags von Milland einige Weidenruten nach Hause schaffen. Infolge des eisigen Weges stürzte
Von fachmännischer Seite geht uns folgende Notiz zu: Im Schaufenster der Tyrolia begrüßt uns ein echtes Weihnachtsbild. Die Mutter des Erlösers bewundert, in tiefster Andacht versunken, das göttliche Kind, welches vor ihr auf dem Krippenstroh liegt und in himmlischem Lichte erstrahlt. Der Gedanke ist nicht neu, die Ausführung aber ist glücklich, denn der Meister wußte so viel Innigkeit hineinzulegen und mit einer Weihe zu übergießen, daß es unwillkürlich zur Andacht stimmt. Es ist ein Andachtsbild und mit Recht: hat es ja die Bestimmung, auf den jungfräulichen Höhen der Radlseespitze in der Kapelle als Retabl zu dienen. Den Maler Rizzi, von dem das Bild stammt, kennen die Leser bereits als tüchtigen Landschaftsmaler, der der Natur die milden und ruhigen Stimmungen abzulauschen und auf die Leinwand niederzulegen versteht.
Grafik: Verena Campestrini, Tel. +39 0472 060209 verena.campestrini@brixmedia.it Druck: Athesia Druck GmbH, Weinbergweg 7, I-39100 Bozen www.athesia.it Der nächste „Brixner erscheint um den 20. Februar 2013 Nächster Redaktionsschluss: 6. Februar 2013 Die Zeitschrift „Brixner“ erscheint monatlich und wird im Postabonnement 45 % Art. 2, Abs. 20/b, Ges. 662/96, Bozen zugestellt. Eintragung am Landesgericht Bozen am 29.12.1989, Nr. 29/89 R.St. Auflage: 11.000 Stück Preis Abonnement: 1 Euro Abonnentenservice: abo@brixner.info Die in dieser Zeitschrift veröffentlichten Beiträge und Bilder sind urheberrechtlich geschützt. Ohne Genehmigung des Verlages ist eine Verwertung strafbar. Dies gilt auch für die Veröffentlichung im Internet. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Beiträge unter Umständen zu kürzen, abzuändern oder zurückzuweisen. Namentlich gezeichnete Beiträge unserer Mitarbeiter geben nicht unbedingt die Meinung des Herausgebers wieder und sind von der Redaktion nicht in allen Einzelheiten des Inhalts und der Tendenz überprüfbar. Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Fotos und Illustrationen übernimmt der Verlag keine Haftung. Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sämtliche in dieser Zeitschrift veröffentlichten Stellenangebote sich ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechts beziehen. 58
streng zu sein, denn von verschiedenen Orten wird das Vorkommen blühender Pflanzen gemeldet. So fand man in Meransen an einem sonnig gelegenen Hange mehrere Löwenzahnblüten, ferner in zahlreichen Exemplaren das Hirtentäschchen und den knolligen Hahnenfuß. In Afers blüht an sonnigen Stellen das gemeine Kreuzkraut. Blühender oder nahezu blühender Heiderich findet sich an verschiedenen Stellen der Umgebung von Brixen. Jene aber, die für heuer einen außerordentlich kalten Winter prophezeiten, haben sich, bis jetzt wenigstens, getäuscht. Ein alter Jäger hat gleich beim ersten Schnee einen nicht besonders strengen, wohl aber schneearmen Winter vorhergesagt, und dies ist, bis jetzt wenigstens, auch eingetroffen.
er zweimal, konnte sich jedoch wieder erheben. Als er aber ein drittes Mal zu Falle kam, hatte er sich so arg verletzt, daß er nicht mehr weiter konnte. Bewohner der Villa Sagmeister leisteten dem bedauernswerten Manne Hilfe und requirierten einen Fiaker, der Maurer in seine Wohnung brachte. Maurer hatte sich beim wiederholten Sturze eine starke Verrenkung in der Hüftengegend zugezogen.
Eisfest Donnerstag, 16. Jänner 1914 Der Turnverein Brixen veranstaltet auf seinem Eisplatz an der Bahnhofstraße am Donnerstag, den 6. Jänner, ein Eisfest mit Konzert,
Die „Brixener Chronik“ wurde 1888 gegründet und erschien bis 1925. Die Idee, die Zeitungsartikel aus der „Brixener Chronik“ auszuwählen und zu veröffentlichen, stammt von Günther Eheim (1944-2010) aus Brixen. Die damalige Rechtschreibung, auch eventuelle Druckfehler und sonstige K uriositäten werden ohne K orrektur beibehalten.
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