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Heizung & Energie
Jahrgang 30 · Oktober 2019
Unabhängige Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung
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Renovierung des Rathauses abgeschlossen
Prunkstück für Brixen RUNDWANDERWEG: Afers sanft beleben PORTRAIT: Landesrat Philipp Achammer MÄNNERCHOR NEUSTIFT: Interview Chorleiter Rudi Chizzali 50 JAHRE ASV ALBEINS: Kick it … „Olbiser“!
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Editorial
Politik & Gesellschaft >>> 04 04 | UMBAU: Das „neue“ Rathaus 08 | Hans Kammerer: „Uns ging es gut, trotz allem“ 12 | Caritas: Reagieren statt resignieren 14 | Kirche und Option: Wollen wir, dass es sich wiederholt? Menschen & Meinungen >>> 26 26 | PORTRAIT: Philipp Achammer 30 | Umfrage: Feiern Sie Halloween? 31 | Pro & Contra: Senkung der Bargeldobergrenze sinnvoll? Kunst & Kultur 32 | RUDI CHIZZALI: „Freude am Singen fördern“ 36 | Theater: Bröckelnde Wahrheiten
>>> 32
Veranstaltungen 45 | TIMER: November 2019
>>> 45
Freizeit & Sport 54 | ASV ALBEINS: Kick it … „Olbiser“! 56 | Radsport: Radstadt Brixen?
>>> 54
Wirtschaft & Umwelt 60 | RUNDWANDERWEG: Afers sanft beleben 62 | Marius Gebhard: „Mit Optimismus in die Zukunft“ 64 | Werner Zanotti: „Das Beste aus drei Jahren“
>>> 60
Extra 72 | Heizung & Energie
>>> 72
NEU! Brixner ePaper – die kostenlose „Brixner“-APP
Doppeltes Kompliment Vor einigen Tagen habe ich ein unerwartetes Kompliment bekommen: Ein Bekannter teilte mir bei einem zufälligen Zusammentreffen mit, dass er es sehr schätze, dass im „Brixner“ immer sehr wenige Tipp- oder Grammatikfehler zu finden seien. Das liege daran, dass wir jeden Text mehrmals kontrollieren, bevor er in Druck geht, erklärte ich ihm. Wenn etwas gut gelingt, so sind immer Menschen involviert, die mit viel Leidenschaft daran arbeiten – weshalb ich das Lob gern an meine Mann- und Frauschaft weiterreiche. Im selben Atemzug sagte er, dass seine Denkweise in manchen Berichten nicht hundertprozentig mit der Blattlinie des „Brixner“ konform gehe. Er war sich nicht bewusst, dass ich auch diese Aussage als Kompliment auffasse, denn eine Zeitschrift muss auch den Mut zur Polarisierung haben. Die Inhalte sollen dazu führen, dass sich die einen Leser in den Aussagen wiederfinden und dass sich andere darüber wundern oder gar ärgern. Im besten aller Fälle sorgen wir für Gesprächsstoff – das ist in der heutigen Zeit der Oberflächlichkeit aus meiner Sicht sehr wichtig. In diesem Zusammenhang möchte ich, wie das auch in Vergangenheit regelmäßig der Fall war, zur Mitarbeit beim „Brixner“ aufrufen: Wir möchten unser Redaktionsteam durch einige freie Mitarbeiter erweitern. Voraussetzung ist ... ja, Leidenschaft für die Sprache und ein gewisses Know-how für einen oder mehrere Bereiche, die im „Brixner“ vorkommen: Politik, Gesellschaft, Kultur, Wirtschaft, Sport. Außerdem möchte ich einen kleinen Freundeskreis des „Brixner“ gründen, der sich drei oder vier Mal im Jahr zu einem gemütlichen Abendessen trifft, bei dem wir die jeweils letzten „Brixner“ gemeinsam beleuchten und bei dem auch neue Ideen für Inhalte entstehen sollen. Geben Sie sich einen Ruck! willy.vontavon@brixmedia.it.
Ihr Willy Vontavon
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Politik & Gesellschaft
RENOVIERUNG DES BRIXNER RATHAUSES VOR DEM ABSCHLUSS
Das„neue“ Rathaus In wenigen Tagen wird die Stadtverwaltung nach etwa anderthalb Jahren Umbauarbeiten wieder ins alte Rathaus zurückkehren. Das vom ehemaligen Eigentümer Ferdinand Kaltenegger im Jahr 1911 an die Stadt veräußerte „Schloss Taurenstein“ wurde mit viel Respekt vor der Historie renoviert.
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endgültigen Position. Ab Mitte November werden dann alle Büros in den Großen Lauben Nr. 5 wieder besetzt sein.
Gebäude renoviert werden, blieben die Überraschungen nicht aus: „Wir haben zum Beispiel in vielen Räumen unter der weißen Farbe irgendwelche Malereien gefunden“, sagt Sette, „und natürlich sind wir jedes Mal mit sehr viel Respekt vorgegangen.“ Theoretisch hätte man können alle Malereien von den Übermalungen
Geschichte repetiert sich. „Die Arbeiten waren nicht ganz einfach“, sagt Gemeinde-Mitarbeiter Renato Sette, der gemeinsam mit seinem Kollegen Alexander Gru-
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wuchs die Gemeinde maßgeblich, und auch damals leistete sie sich einen neuen Sitz. Dazu aber später.
Vom Bürgerhaus zum „Schloss Taurenstein“. Ende des 19. Jahr-
hunderts war das heutige Rathaus ein schlichtes Bürgerhaus mit einer Mehl- und Viktualienhandlung, die
„Wir hatten großes Glück mit den am Umbau beteiligten Firmen, deren Mitarbeiter mit viel Herzblut an diesem Projekt gearbeitet haben“ _ Thomas Schraffl, Stadtrat für öffentliche Arbeiten ber die Bauarbeiten koordiniert hat und mich nun bei einem exklusiven Rundgang durch die noch nicht ganz fertigen Räume begleitet. Wie immer, wenn alte Fotos: Oskar Zingerle
ines darf als erster Eindruck vorweggenommen werden: Das „neue“ Brixner Rathaus präsentiert sich nach seinem Umbau als perfekte Symbiose zwischen Geschichte und Innovation. Die spätmittelalterlichen Mauern und das historische Ambiente sind erhalten geblieben und wurden aufgewertet, aber in jedem Raum, an jeder Ecke findet man neueste Technologie, die den Bürgern helfen und den Mitarbeitern der Gemeinde das Arbeiten erleichtern werden. Seit Mai 2018 wird am Brixner Rathaus gewerkelt, in diesen Tagen werden die Arbeiten abgeschlossen. Die IT-Mitarbeiter der Gemeinde übersiedeln als erste in die neuen Räume und bereiten zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Ausgabe bereits Schritt für Schritt jedes Büro vor für den Umzug vom provisorischen Standort im alten Gerichtsgebäude zur nun
befreien, aber dazu fehlten dem Landesdenkmalamt die Mittel. Man hat sich am Ende auf einen Kompromiss geeinigt: In manchen Räumen sind nun besonders gut erhaltene „Bilder“ zu sehen – quadratische Ausschnitte aus den vollständigen Wandbemalungen, die einen Eindruck geben von dem, was hinter der restlichen weißen Deckfarbe verborgen bleibt. Natürlich ist man auch beim Überdecken der Malereien vorsichtig geblieben: „Es wurde durch die Arbeiten ganz bestimmt nichts zerstört.“ Man könnte behaupten, dass sich die Geschichte dieses Hauses repetiert: Derzeit befindet sich Brixen in einer Phase des Aufschwungs, und die Gemeinde leistet sich für ihren Sitz eine längst fällige Renovierung. Auch vor mehr als hundert Jahren erlebte Brixen eine gute Zeit: Ab 1890
Joseph Oberhaidacher gehörte. Das Haus war lediglich zwei Etagen hoch. Dann kam k.k. Hofrat Ferdinand Kaltenegger nach Brixen – ein renommierter und entsprechend betuchter Wiener Landwirtschaftsexperte. Er erwarb 1895 das Gebäude und krempelte es in den folgenden Jahren um. Das Haus wurde um einen Stock erhöht, das Dachgeschoss erhielt einen Turm, der durch einen leichten Mauervorschub in der Hausfassade zum beherrschenden Stilelement der Südfront wurde. In jener Zeit erhielt das Gebäude auch die schöne Zinnenbrüstung – gemeinsam mit dem Turm heute das Wiedererkennungsmerkmal par excellence des Brixner Rathauses. Auf der obersten Zinne hat sich Kaltenegger übrigens verewigt: Hier prangt seit Anfang des letzten Jahrhunderts die verschnörkelte Initiale „K“.
Kaltenegger wollte das Haus im besten Sinne „veredeln“ – oder sollte man in diesem Fall eher von „veradeln“ sprechen? Das südliche Treppenhaus erhielt jedenfalls Ritterfresken und eine Scheinarchitektur mit efeuumranktem Mauerwerk, das durch entsprechend aufgemalten Ziegelrändern alt aussehen sollte. Viele Räume erhielten damals eine reiche Wand- und Deckentäfelung, so auch der spätere Gemeinderatssaal im zweiten Stock, den Kaltenegger als „Rittersaal“ konzipiert hatte. Auch die Türen und Türgriffe ließ Kaltenegger an spätgotische Vorbilder angleichen. In jener Zeit erhielt das Haus auch einen Namen: Kaltenegger taufte es selbstbewusst „Schloss Taurenstein“ – in Anlehnung an Kärnten, wo er in den Tauern bereits ein Schloss besessen hatte. 1901 ließ Kaltenegger die Wände des zweiten Stockes mit Szenen aus der Brixner Stadtgeschichte schmücken – und verewigte sich ein zweites Mal: Im heutigen Amtszimmer des Bürgermeisters ist er auf einem Fresko im Kostüm eines Kreuzritters zu sehen. Im Mai 1911 verstarb Ferdinand Kaltenegger im Alter von 68 Jahren. Seine Tochter Johanna Pejicic hatte überhaupt kein Interesse an dem Gebäude und bot es schon wenige Monate später der Stadt zum Kauf an.
Seit 1912 Gemeindesitz. Brixen
befand sich immer noch in einer Phase des Aufschwungs, die erst fünf Jahre später, mit dem Beginn des Ersten Weltkriegs im Jahr 1916, ein jähes Ende finden sollte. Die Büros der Stadtverwaltung befanden sich bis 1911 gegenüber, im Laubenhaus mit der heutigen Nummer 14, und die Gemeinderatssitzungen wurden in jenem Saal desselben Gebäudes abgehalten, der später nach dem Domprobst Adrian Egger benannt wurde. Die Räume waren den steigenden Erfordernissen der Stadtverwaltung nicht mehr gewachsen, weshalb das Angebot Pejicics zum goldrichtigen Zeitpunkt eintraf. Die Preisverhandlung zwischen dem Bürgerausschuss und der Erbin war entsprechend kurz; am 29. November 1911 wurde der Kaufvertrag unterzeichnet. Für Brixen war dieser Kauf in mehrfacher Hinsicht ein Glücksgriff: Endlich verfügte die Stadtverwaltung über einen repräsentativen Sitz in absolut prominenter Lage, der mit seinen knapp 600 Quadratmetern Fläche noch dazu
LICHT ALS ZENTRALES ELEMENT: Nach der Renovierung wirken viele Räume des Brixner Rathauses heller – auch das südliche Treppenhaus mit seinen scheinarchitektonischen Elementen
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Politik & Gesellschaft Die „Kapelle“ auf der Terrasse war bisher nicht zugänglich
Bisher ungenutzte Räume schaffen zusätzlichen Platz
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so groß war, dass er auch für zukünftiges Wachstum genügend Raum ließ. Der rechteckige „Rittersaal“ von Schloss Taurenstein eignete sich zudem wunderbar für die Ratssitzungen – viel besser als der Adrian-Egger-Saal. Am 27. Februar 1912 leitete Bürgermeister Otto von Guggenberg im Schloss Taurenstein bereits die erste Sitzung des Bürgerausschusses. Seither werden alle maßgeblichen politischen Entscheidungen der Stadt in diesen Räumen gefällt, und das Laubenhaus ist seitdem der Sitz der Gemeinde Brixen. Dieser Sitz war letzthin etwas in die Jahre gekommen – in jeder Hinsicht: Die Haustechnik war längst erneuerungswürdig, das Hausklima nicht mehr zeitgemäß. Im alten Rittersaal, in dem seit nunmehr hundert Jahren die Gemeinderatssitzungen stattfinden, herrschte bei manchen Sitzungen dicke Luft – nicht nur aufgrund der manchmal hitzigen Diskussionen. Vor allem aber war das Ge-
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bäude sicherheitstechnisch nicht mehr auf dem aktuellen Stand.
2012 Entscheidung zum Umbau. So entschied der Stadtrat be-
reits am 4. April 2012, das Rathaus einer ordentlichen Renovierung zu unterziehen. Damals rechnete man noch mit Kosten von etwa zwei Millionen Euro. Sechs Architekturbüros wurden zu einem Wettbewerb eingeladen, und bereits im September desselben
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Jahres erhielt das Bozner Studio CEZ der Architekten Carlo Calderan und Rinaldo Zanovello den Zuschlag, das Ausführungsprojekt zu erstellen, das in der Folge am 6. August 2014 mit korrigierten Gesamtkosten von 2,6 Millionen Euro vom Stadtrat genehmigt wurde. Nach dem Wechsel der Stadtregierung wurde das Ausführungsprojekt noch einmal überarbeitet. „Wir waren zur Erkenntnis ge-
langt, dass es sinnvoll sei, auch die erste und zweite Etage in den Umbau einzuschließen, was vorher nicht vorgesehen war“, sagt Bürgermeister Peter Brunner. Die Kosten stiegen auf 3,5 Millionen Euro, aber zumindest hatte man nun die Möglichkeit, sämtliche neuen Installationen auf alle Räume auszuweiten. Die vorher angedachte Renovierung wäre wohl nur eine halbe Sache gewesen. Beim Rundgang durch das „neue“ Rathaus fällt im Vergleich zur Zeit vor der Renovierung auf, dass die Räume vielerorts heller wirken: Überall dort, wo es möglich war, ersetzte man Mauern durch Glas. Auch das südliche Treppenhaus mit seiner außergewöhnlichen Scheinarchitektur wirkt nun heller, weil die Glaskonstruktion an der Decke erneuert wurde. Der erste Eindruck, dass sich mit dem Umbau eigentlich nicht viel verändert hat, ist ein Beweis dafür, wie umsichtig man mit der Renovierung vorgegangen ist. Im Grunde aber ist hinter den Kulissen alles neu: Sämtliche Elektrokabel sind ersetzt worden, es wurden im ganzen Haus etwa 500 Netzwerkpunkte gesetzt, die Heizungsrohre und Heizkörper wurden natürlich auch erneuert, und manche Räume erhielten Lüf-
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Innovative Haustechnik. Der
ehemalige „Rittersaal“ wird auch in Zukunft die Gemeinderatssitzungen beherbergen. Allerdings wurde der Saal technisch auf den neuesten Stand gebracht: Endlich enthält er mehrere große Bildschirme, auf denen für die politischen Entscheidungen notwendige Dokumente abgebildet werden können. Die Gemeinderäte sitzen nun in einer Reihe an modernen und schlichten Tischen der östlichen Wand entlang, Stadträte und Bürgermeister sitzen ihnen gegenüber. Abgestimmt wird in Zukunft elektronisch, und, was sehr wichtig ist: Der Raum hat nun endlich eine ordentliche Kühlung und Lüftung. Im Eingangsbereich des neuen Rathauses befinden sich ebenfalls mehrere Bildschirme zur Bürgerinformation, und jeder Raum verfügt am Eingang über ein Touchpanel, an dem man ablesen kann, was drinnen gerade stattfindet. Der Durchgang zwischen Lauben und Domplatz ist nun heller und freundlicher, die beiden Eingangstüren erhalten eine elektronische Steuerung, die am Morgen automatisch ein Öffnen ermöglicht. Die sechs Stadträte teilen sich im dritten Stock drei geräumige Büros; Bürgermeister und Vize-Bürgermeister sind im zweiten Stock untergebracht. Die Besucher müssen nicht mehr im Gang warten, sondern in jenem Raum, der bisher das Büro des Gemeindeboten war.
Der letzte Stock ist vollkommen neu: Dort, wo früher eine schon seit vielen Jahren unbenutzte Hausmeisterwohnung war, sind wunderbare neue Büros entstanden, deren antike Holzdeckenteile vorsichtig abmontiert und danach an der neuen Decke wieder angebracht wurden. Die Terrasse mit einmaligem 360-GradRundumblick über die ganze Stadt wird ein Herzstück des neuen Rathauses: Hier werden in Zukunft Empfänge stattfinden – und Hochzeiten: Die ebenfalls holzgetäfelte wunderbare „Kapelle“ im höchsten Teil des Turmes, der bisher unbenutzt war, bekommt als Einrichtungsgegenstände lediglich einen Tisch und ein paar Stühle. Hier kann in Zukunft geheiratet werden, während die Gäste über die ringsum geöffneten Fenster der Zeremonie von der Terrasse aus beiwohnen können. Die Terrasse ist nun auch per Fahrstuhl barrierefrei erreichbar. Der für öffentliche Bauten zuständige Stadtrat Thomas Schraffl freut sich: „Der Umbau war nicht einfach, aber wir hatten großes Glück mit den beteiligten Firmen, deren Mitarbeiter mit spürbar viel Herzblut an diesem Projekt gearbeitet haben.“ Fazit: Die Brixner Bürger dürfen sich freuen auf das „neue“ Rathaus. Die Stadtverwaltung hat sich in den letzten Jahren neu „eingekleidet“: Alle Gemeindeämter konzentrieren sich in Zukunft auf die zwei Standorte am Rathaus und am Maria-Hueber-Platz, und auch die Ortspolizei ist inzwischen in die neuen modernen Räume an der Carduccistraße umgezogen. Die Gemeinde präsentiert sich hiermit als überaus moderne Verwaltung und beweist mit dem umsichtigen Umbau gleichzeitig ihren großen Respekt vor der Historie der Stadt. willy.vontavon@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info
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tung und Kühlung. Wer jemals gebaut hat, weiß, was dies bedeutet: Haustechnik braucht Raum, den man im Grunde nur entweder in den Mauern oder im Boden findet. Im neuen Serverraum mitten im Gebäude bekommt man einen Eindruck dessen, wie viele Kilometer Kabel sich nun unter den neuen Eiche-Böden verbergen: Hier treffen sich in drei Serverschränken unter anderem alle 500 Netzwerkkabel.
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Politik & Gesellschaft
„Uns ging es gut, trotz allem“ Vor 100 Jahren ist Südtirol Italien zugesprochen worden, was zur Folge hatte, dass die faschistische Regierung die deutsche Sprache und die deutschen Schulen in Südtirol verbot. HANS KAMMERER, Jahrgang 1932, erzählt von seinen Erinnerungen an die Kindheit – und warum er als Siebenjähriger plötzlich eine wichtige Rolle in seiner Schulklasse spielte. Herr Kammerer, vor ziemlich genau 100 Jahren ist Südtirol Italien zugesprochen worden. Um die ersten Jahrzehnte nach 1919 besser verständlich zu machen, möchte ich von Ihnen erfahren, welche Erinnerungen Sie an Ihre Kindheit haben.
gegeben hat – vor allem in der Schule. Die deutschsprachigen Mitschüler haben überhaupt kein Wort Italienisch verstanden, die italienischsprachigen kein Wort Deutsch. Das waren wohlgemerkt Kinder aus der Stadt, nicht aus den Dörfern.
HANS KAMMERER: Ich bin im September 1932, Vorkriegszeit des Zweiten Weltkrieges, geboren, und ich kann mich noch gut daran erinnern, dass es in meiner Kindheit Schwierigkeiten in der sprachlichen Verständigung
War die italienische Sprache in der zweiten Hälfte der dreißiger Jahre bereits allgegenwärtig? Sie war von den politischen Machthabern verordnet – auch für den alltäglichen Sprachge-
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brauch. Wenn jemand auf der Straße deutsch gesprochen hat, konnte es passieren, dass er von einem Fanatiker angezeigt wurde. Und trotzdem: Als Kind ging man mit Pragmatismus mit dieser Situation um. Man lernte, sich zu arrangieren, und man gewöhnte sich Schritt für Schritt an diese neue Sprache. Unsere Familie war in einer wiederum besonderen Situation: Mein Vater war seinerzeit Eigentümer und Erbe des großen Gasthofs am Beginn der Kleinen Lauben, ist 1933 allerdings an Tuberkulose verstorben. Tuberkulose war damals eine tückische Krankheit wie heute der Krebs, aber mein Vater hatte vom Krieg in Galizien ein Geschoss in der Lunge. Das war die eigentliche Todesursache. Sein Schwager war Bauunternehmer; die Firma hat wunderbar funktioniert, es gab vor dem Ersten Weltkrieg einen regelrechten Bauboom. Nach dem Krieg war nichts mehr da, Geld war Mangelware, die Wirtschaft war in einer enormen Krise. Der Faschismus hat die lokale unternehmerische Initiative auf Null gesenkt. Die Baufirma des Schwagers ist daraufhin in Konkurs gegangen, wie sehr viele andere Betriebe. Alle Verwandten hatten gebürgt, weshalb meine Familie alles, was sie hatte, an die Bank verlor. Mein Vater ist einige Jahre Mitarbeiter in dieser Bank gewesen, der Direktor war ein großer Freund unserer Familie; er hat nach dem Tod unseres Vaters veranlasst, dass die Mutter durch Kredite das Heimathaus, die Villa Zita, in der Feldthurner Straße zurückkaufen konnte. Die entsprechenden Schulden haben sich durch die damals rasante Geldentwertung schnell verkleinert. Das war ein Glücksfall. In diesem Haus sind Sie aufgewachsen?
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Wir selbst haben in einem kleinen dazugehörigen Häuschen gelebt, ein alter Brixner Bauernhof mit Namen „Bulggis“, der 1809 von den Franzosen niedergebrannt und danach wieder aufgebaut worden war. Die Villa Zita hingegen war ein Mietshaus mit vier Wohnungen, die wir an italienische Zuwanderer vermietet hatten. Zwei waren Offiziere beim Militär, einer war Eisenbahner, einer hat beim Sägewerk Magagna gearbeitet. Das waren nette Leute! Für unsere Familie war dieses Mietshaus auch wirtschaftlich die Rettung: Wir lebten praktisch von den Mieteinnahmen und von einem großen Gemüsegarten. Und dadurch hatten Sie schon vor der Einschulung täglichen Kontakt mit italienischen Familien? Ja, genau. Wir hatten ein gutes Verhältnis zu diesen Zuwanderern. Unsere Mutter hat dadurch die italienische Sprache kennengelernt, und wir haben mit den Kindern dieser Familien gespielt. Hat die damalige Notlage Ihre Kindheit geprägt? Damals hatten wir alle unartikulierte Ängste; ich glaube, die Kinder jener Zeit sind sehr schnell gereift, sie wurden de facto ihrer Kindheit beraubt. Ich habe zum Beispiel schon als Sechsjähriger gewusst, dass ich als Erwachsener einen technischen Beruf ausüben möchte. Die intensiven Bestrebungen der Behörden, Südtirol zu italianisieren, hätten ja eigentlich dazu führen müssen, dass in den Kindern der allgemeine Groll gegen Italien entfacht würde. Nein, absolut nicht. Das ausgezeichnete Verhältnis zu unseren Mietern hat dazu geführt, dass wir
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e due le lingue?“ Niemand hat sich gemeldet – nicht ein einziger von uns. Ich selbst hatte sie ja verstanden, so habe ich mich dann doch getraut, die Hand aufzuheben. Weil Sie durch Ihre Nachbarn ja bereits Bekanntschaft mit der italienischen Sprache gemacht hatten? Ja, genau. Ich war ja mit den italienischen Nachbarskindern aufgewachsen, und da lernt man eine Sprache auf ganz kindliche und natürliche Weise. Ich habe mich jedenfalls gemeldet, und ab diesem Augenblick war ich der Simultanübersetzer der Klasse. Das lief auf eine sehr einfache Weise ab: La testa – der Kopf. La mano – die Hand. Der Rest der Klasse hat uns zugehört; in diesem Alter ist man noch sehr aufnahmefähig.
Hans Kammerer: „Unsere Lehrer waren keine Faschisten, sondern arme Teufel, die von Italien nach Südtirol ziehen mussten“
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sie nicht als „Italiener“ wahrgenommen haben, sondern eben als Mitmenschen. Sie hatten dieselben Probleme wie wir. Auch sie hatten Existenzängste. 1939, mit sieben Jahren, sind Sie eingeschult ... Daran kann ich mich noch gut erinnern. Mit mir eingeschult ist auch Pepi Erler, und ich weiß noch, wie seine Mutter am ersten Schultag im Gespräch mit meiner Mutter über die diktierte Situation gejammert hat, in der Südtirol war. Sie war entsetzt darüber, dass die Kinder gezwungen wurden, eine italienische Schule zu besuchen. Ich habe das mitbekommen, aber mich hat dies alles nicht so be-
rührt. Das Ambiente war natürlich außergewöhnlich. Warum? Wir Kinder waren alle nach Vorschrift uniformiert. Wir trugen die schwarzen Kleiderschürzchen aus glattem Glanzstoff mit weißem Kragen. Wir haben alle gleich ausgeschaut, fast ein bisschen militärisch. Richtig akut war dann aber das Sprachenproblem in der Schule. Wie kann man sich das vorstellen? Unsere Schule war in der Runggadgasse. Wir waren etwa 35 Kinder, von denen drei Viertel Deutsche waren und ein Viertel
Italiener aus zugewanderten Familien. Für mich beeindruckend war die Reaktion der italienischen Lehrerin, die ebenfalls soeben zugewandert war und die der deutschen Sprache natürlich nicht mächtig war. Ich glaube, sie hat nicht einmal gewusst, dass wir Südtiroler eine andere Sprache sprechen. Sie kam in die Klasse, begrüßte uns Kinder – und musste feststellen, dass der Großteil der Kinder sie unverständig anschaute, weil sie eben kein einziges Wort verstanden haben. Sie war sehr unangenehm überrascht und wusste im ersten Moment nicht, wie sie mit dieser Situation umgehen sollte. Nach einigen Minuten fragte sie in die Runde: „Ma chi di voi parla tutte
Die Lehrerin dürfte sehr froh gewesen sein über Ihre Italienischkenntnisse ... Ich war ihre Rettung, ehrlich gesagt. Sie müssen sich vorstellen, dass drei oder vier Monate später die ganze Klasse zweisprachig war. Meine italienischen Klassenkameraden von damals, die noch leben, sprechen heute perfekt deutsch und sagen, „i bin a Südtiroler“. Für mich war das übrigens auch von großem Vorteil: Ich habe nach einiger Zeit nicht mehr nur Italienisch verstanden, sondern auch beinahe akzentfrei gesprochen. Sind die Italiener in Ihrer Klasse eigentlich von den Deutschen im täglichen Umgang ausgegrenzt worden? Nein, überhaupt nicht, obwohl das naheliegend gewesen wäre. Ich
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kann mich an keine Differenzen erinnern. Sobald man sich sprachlich verstanden hatte, ging alles wie selbstverständlich. Hatten Sie das Gefühl, gut unterrichtet worden zu sein?
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Erst viel später habe ich feststellen dürfen, dass wir in den ersten Jahren wirklich ausgezeichnete Lehrpersonen hatten. Nach dem Krieg haben wir gemerkt, wie benachteiligt jene Kinder waren, die diese Laufbahn nicht gemacht hatten. Die Optanten waren arm dran; denen, die wirklich gingen, hatte man ja das Blaue vom Himmel versprochen. Viele wurden zuerst interniert. Im Vergleich zu diesen Schicksalen war unser Dasein eigentlich sehr positiv. Auch wenn ich damit sicher anecken werde: Ich wage die Behauptung, dass die italienische Besetzung nicht nur Nachteile gebracht hat.
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gerschule war allerdings vom Staat noch nicht anerkannt; die Zeugnisse waren ungültig, die dritte Klasse ist im Zeugnis als „2B“ bezeichnet worden. Die Ausbildung war aber gut – unter anderem wurden wir in Stenographie, Maschineschreiben und Buchhaltung unterrichtet. Da gab es wirklich ausgezeichnete Lehrpersonen wie unter anderem Richter, Oberhauser, Nöckler, Benedikter.
Das war dann das Ende auch der italienischen Schule?
Wissen Sie, ich war zeitlebens ein Einzelgänger und habe auch heute immer meine eigenen, manchmal kontrastierenden Ansichten. Wie jeder Einzelne die Annektion
Es gab nach wie vor italienische Schulen, die von den Italienern
Die Jugendlichen von heute sehen die Annektion Südtirols an Italien ja mit einer gewissen Gelassenheit; ältere Menschen hingegen sehen die Annektion nach wie vor als Katastrophe. Sie offenbar nicht?
„Wie jeder einzelne die Annektion sieht, hängt vor allem von seiner Lebensgeschichte ab, von den persönlichen Erlebnissen“_ Hans Kammerer Wirklich?
Yoseikan Budo und Aikido
die Anspannung der deutschen Soldaten. Die Deutsche Wehrmacht hatte das Land ja schon im Sommer besetzt. Ich kann mich noch gut erinnern, dass die deutschen Soldaten in jenen Tagen auf dem Plateau oberhalb des Bahnhofs Maschinengewehrstellungen einrichteten. Damit hatten sie die ganze Stadt im Blick. Mitten in der Nacht hat‘s dann gekracht. Am Bahnhofsgelände gab es ja in diesen Tagen mehrere Tote, vor allem Eisenbahner und Partisanen. Wir sind natürlich erschrocken und haben das Haus fluchtartig verlassen, worauf auf uns mit Maschinengewehren geschossen worden ist. Aber es wurde niemand getroffen.
Die Besetzung war in der Tat nicht so negativ, wie sie oft dargestellt wird. Im Vergleich zu den Optantenkindern ging es uns Dableiberkindern wirklich gut, trotz allem. Unsere Lehrer waren auch keine Faschisten, sondern im Grunde arme Teufel, die von Italien nach Südtirol ziehen mussten. Unser Lehrer in der vierten Klasse hat in Sarns eine Wohnung gefunden, und ich kann mich noch gut daran erinnern, wie er mit dem Radl immer nach Brixen zur Schule gefahren ist. Im Winter ist er dabei fast erfroren; der Erler Pepi hat ihm dann eine Kappe besorgt, die bis auf die Augen den gesamten Kopf bedeckte – dann ging es ihm besser. Wissen Sie, das war auch ein guter Lehrer, er hat uns Deutsche als talentiert entdeckt und immer gefördert. Vierte Klasse – das war bereits das vierte Kriegsjahr. Ja, natürlich, das war 1943. Ganz Südtirol war damals militärisch intensiv besetzt, vom italienischen und deutschen Militär. Unmittelbar vor dem italienischen Zusammenbruch vom 8. September 1943 habe ich die Stimmung gespürt, das Misstrauen der italienischen und
besucht wurden. Wir hingegen mussten in die deutsche Schule; da habe ich dann zum ersten Mal den politischen Hass erlebt. Nein, ich muss das korrigieren: Das erste Mal war noch in der italienischen Schule, da hatten wir mal eine Aushilfslehrerin, die Frau des Schuldirektors. Die hasste uns Südtiroler regelrecht; ich kann mich erinnern, dass sie mich mit einem Stock geschlagen hat. In der deutschen Schule, bei den Englischen Fräulein im oberen Stock, habe ich dann den Hass der Nazis auf die Dableiber gespürt. Ich habe dann bald festgestellt, dass jene Schüler, die vorher die italienische Schule besucht hatten, viel besser vorbereitet waren als jene der Optanten, die vorher die deutsche Schule besucht hatten. Unsere Ausbildung war also beispielhaft; wir hatten in der italienischen Schule offensichtlich hervorragende Lehrer bekommen. Wie ging das Schulwesen nach Kriegsende 1945 weiter? Man gründete in Brixen eine Mittelschule, die kommerzieller Ausrichtung war und damals als „Bürgerschule“ bezeichnet wurde. In dieser Schule haben auch sehr gute Lehrer unterrichtet. Die Bür-
sieht, hängt aber vor allem von seiner Lebensgeschichte ab, von den persönlichen Erlebnissen. Dass ich als Kind Italienisch gelernt habe, war für mich nichts Besonderes, man denkt sich ja als Kind nichts dabei. Da waren in meiner Nachbarschaft eben italienische Kinder, und es war eine ganz natürliche Reaktion, dass man mit diesen Kindern gespielt hat. Der tägliche Kontakt mit Menschen bedingt eine Notwendigkeit, sich irgendwie zu verständigen, und dabei lernt man, wenn so gegeben, vollkommen unvoreingenommen eine fremde Sprache. Die typische Vorprogrammierung der Südtiroler Bevölkerung gab es bei uns in der Familie nicht. Bei uns ist nie politisch diskutiert worden. Die Mutter war bis zu ihrem Tod 1939 im Krankenbett, und meine Tante, die danach auf uns geschaut hat, war politisch vollkommen uninteressiert. Den Faschismus haben wir registriert, auch die Tatsache, dass es einige unangenehme Fanatiker gab. Die Italiener, die wir aber kennengelernt hatten, waren keine Faschisten, sondern ganz normale Menschen mit denselben Problemen und Ängsten, die wir genauso hatten. willy.vontavon@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info
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Politik & Gesellschaft
BRIXEN/SÜDTIROL
Reagieren statt resignieren Seit 20 Jahren gibt es die Caritas Schuldnerberatung. Anlass genug, hinter die Kulissen zu blicken und über eine Realität zu berichten, die es auch in unserem reichen Land gibt.
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it einer Wanderausstellung zum 20-jährigen Bestehen rund um den Themenkreis Geld, Armut, Schulden und Schuldenprävention tourte die Caritas Schuldnerberatung in den letzten Monaten unter dem Motto „Hilfe Geld!“ durch Südtirol. Mit der Ausstellung im Krankenhaus Brixen vom 24. September bis zum 24. Oktober wurde das Projekt, das mit Schülern der 4. und 5. Klasse des Kunstgymnasiums „Cademia“ von St. Ulrich realisiert wurde, abgeschlossen. Zu sehen waren ganz persönliche Werke, die zeigen, was die Jugendlichen über Armut, Reichtum und den eigenen Umgang mit Geld denken. Ergänzt wurde die Ausstellung mit Infos und praktischen Tipps der Schuldnerberatung.
Die Schuldenfalle. Das Ehepaar
Mair hat ein Haus gekauft. Herr Mair ist Handwerker, Frau Mair bleibt wegen der zwei kleinen Kinder zu Hause. Das Haus wurde zum Großteil mit Fremdkapital finanziert. Der Vater von Herrn Mair ist als Bürge eingesprungen. Herr Mair hat einen schweren Unfall und ist für eine lange Zeit arbeitsunfähig. Die fälligen Kreditraten können nicht mehr bedient werden, weil auch die Rente
Station der Schuldnerberatung im Krankenhaus Brixen: Ausstellung, Infos und Tipps des Vaters, der gebürgt hat, nicht ausreicht. Die Schuldenspirale von den Zahlungsschwierigkeiten bis zur Pfändung und/oder Versteigerung ist Realität geworden. „Das waren Probleme, mit denen wir uns vor allem bis 2007 beschäftigt haben“, berichtet Stefan Plaikner, Mitarbeiter der Caritas Schuldnerberatung. Plötzliche Unglücksfälle, der Verlust des Arbeitsplatzes, eine
BRIXEN
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16. DEZEMBER 2019 Im Falle von Neubau, Wiederaufbau oder Erweiterung einer Immobilie wird die GIS auf Basis des Marktwertes des Baugrundes berechnet. Für eine korrekte Berechnung muss die Kubaturberechnung vorgelegt werden. 12
unangemessene Haushaltsführung und unvorhergesehene Ausgaben können schnell zur Schuldenfalle werden. Durch den erleichterten Zugang zu Krediten ab 2005 über die Kreditkarte, vor allem der Revolving Card (bei der ein bestimmter Kreditbetrag zur Verfügung steht, der bei Beanspruchung wahlweise in einer Summe oder auch in monatlichen Raten zu-
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rückgezahlt werden kann), kann es zum Kontrollverlust kommen, und die monatlichen Raten sind höher als das Einkommen. Der steigende Wohlstand, einhergehend mit einem geänderten Konsumverhalten, ist auch eine Gefahr für die Überschuldung. Man will ja dazugehören. Aber die Banken verlangen Sicherheiten, weswegen die Lohnabtretung –
Wir bitten alle Steuerpflichtigen, die es noch nicht gemacht haben, die notwendigen Dokumente wie Mietverträge, Nutzungsleihe oder Ersatzerklärungen bei uns abzugeben. Diese Unterlagen sind vorzuweisen, andernfalls verfällt der Anspruch auf Herabsetzung der Steuersätze. Parteienverkehr Mo–Fr: 08:30–12:15 Uhr Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der Gemeinde Brixen – www.brixen.it Eine telefonische Beratung erfolgt am Nachmittag: Tel. 0472 062040–43–45, E-Mail: siro.dallaricca@brixen.it
„cessione del quinto“ – immer noch gang und gäbe ist. Das ist eine große Gefahr für den Schuldner, der ja ein Fünftel seines Einkommens monatlich an die Bank abtreten muss. Die Wirtschaftskrise von 2008 hat vor allem Kleinunternehmer getroffen, die mit ihrem Vermögen persönlich haften. Die Mitarbeiter wurden dabei häufig in die Arbeitslosigkeit geführt. „Die Lage ist immer noch akut“, berichtet Stefan Plaikner, „die Lebenshaltungskosten steigen, die Löhne stagnieren, und es gibt auch Leute, die nicht mit dem Geld umgehen können. Laut unseren Recherchen war 1998 das Durchschnittseinkommen in Südtirol umgerechnet 950 Euro; 2019 ist es 1.250 Euro. Die Lohnerhöhung in den letzten 20 Jahren ist also minimal.“
rücksichtigt. Schicksalsschläge und Suchtkrankheiten können zu psychischen Problemen führen, aber „die Mitarbeiter der Caritas Schuldnerberatung sind keine Psychologen. Diese Problemfälle werden an die Sozialdienste und andere relevanten Institutionen weitergeleitet“. In der Caritas Schuldnerberatung geht es nicht um kurzfristige Notlösungen, sondern um die langfristige soziale und finanzielle Stabilisierung und um lebenswerte Perspektiven. Natürlich gibt es auch Wiederholungstäter, die Stefan Plaikner als „Satellitenklienten“ bezeichnet. Sie kommen einmal, bekommen Rat und Hilfe, und nach einem Jahr stehen sie wieder mit demselben Problem vor der Tür. Je niedriger der Bildungsgrad, umso gefährdeter ist man.
Beratung und Hilfe. Tauchen
Prävention. Bei der Caritas
finanzielle Probleme auf, gilt es, umgehend zu handeln. Bei der Caritas Schuldnerberatung arbeitet ein erfahrenes Team. Es hilft den oft verzweifelten Personen, indem es sich zuallererst einen Überblick über die Schuldensituation verschafft und dann Lösungsmöglichkeiten aufzeigt. „Wir bearbeiten 1.200 bis 1.300 Anfragen pro Jahr, und vielfach kommen die Leute erst im letzten Moment. Für viele sind wir als Caritas Schuldnerberatung eine Hemmschwelle, weil sie sich für ihre Situation, in die sie oft ohne Eigenverschulden geraten sind, schämen“, erzählt Stefan Plaikner, „oftmals bearbeiten wir eine Tasche voller ungeöffneter Mahnbriefe, weil es leichter ist, den Kopf in den Sand zu stecken.“ Ist die genaue Schuldensituation bekannt, so werden Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt, Budgetanalysen und Haushaltspläne erarbeitet und realistische Ratenvereinbarungen angestrebt. Wenn notwendig, verhandeln die Mitarbeiter der Schuldnerberatung auch mit den Gläubigern. Ist die Existenz akut gefährdet, wird auch eine finanzielle Unterstützung gewährt. Zum Beispiel übernimmt die Caritas Schuldnerberatung in solchen Fällen die Bezahlung der Stromrechnung, der Miete und der Heizung. Das sind sogenannte „una tantum“Eingriffe, die über Spenden finanziert werden. Die Beratung und die Hilfe sind kostenlos, Schulden werden von der Caritas Schuldnerberatung aber nicht übernommen. Neben den wirtschaftlichen und rechtlichen werden auch die sozialpädagogischen Aspekte be-
Schuldnerberatung werden ausschließlich Privatpersonen und Familien beraten. Damit Schuldenprobleme gar nicht erst entstehen, setzen die Verantwortlichen und Mitarbeiter auf Informations- und Präventionsarbeit. Es ist bekannt, dass durch einen überlegten und achtsamen Umgang mit Geld und Konsum und mit rechtzeitiger Beratung eine Ver- und Überschuldung vermieden werden kann. Sich verschulden ist ja an und für sich kein Vergehen, aber ohne eine genaue und realistische Finanzplanung ist die Gefahr gegeben, dass der Kredit nicht mehr bedient werden kann. Die Caritas Schuldnerberatung unterstützt deswegen auch Ratsuchende schon im Vorfeld einer größeren Investitionsentscheidung.
Monetencheck. Die Präventions-
arbeit mit Jugendlichen liegt der Caritas Schuldnerberatung besonders am Herzen. Mit dem Projekt „Monetencheck“ gehen Mitarbeiter an die Schulen und bieten den Jugendlichen ein Finanzcoaching an. Die Jugendlichen werden zu einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Thema Geld angeregt, setzen sich mit Budgetplanung und Bankprodukten auseinander und bekommen Tipps zur Schuldenvermeidung und zu altersrelevanten Geldfallen. Dabei werden die Inhalte und Themen spezifisch auf die jungen Leute zugeschnitten und praxisbezogen aufgearbeitet. Nach drei Einheiten bekommen sie ein Diplom, das man auch als „Finanzführerschein“ bezeichnen könnte. hildegard.antholzer@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info
Politik & Gesellschaft Nach seiner Option überreichen Kinder dem Fürstbischof Johannes Geisler Blumen
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SÜDTIROL
Wollen wir, dass es sich wiederholt? In seinem Buch „Zwischen Seelsorge und Propaganda. Südtirols Kirche in der NS-Zeit“ hat Autor Alex Lamprecht die wechselvolle Geschichte der katholischen Kirche Südtirols in der Optionszeit thematisiert. Der „Brixner“ bringt daraus einen Auszug aus dem einleitenden Vorwort des Autors selbst sowie einige Ausschnitte aus dem Kapitel „Kirche und Option in der Diözese Brixen“.
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ie Option in Südtirol liegt genau wie der Beginn des Zweiten Weltkrieges bereits 80 Jahre zurück. Seither ist die Geschichte keineswegs stehengeblieben; vielmehr wurden wir Zeugen einer rasanten Beschleu-
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nigung, deren Ende noch nicht in Sicht scheint. Wer die aktuelle Weltlage betrachtet und an die großen Herausforderungen der Gegenwart denkt, darf zurecht fragen, weshalb man sich heute mit der Vergangenheit beschäfti-
gen sollte. Doch diese Beschäftigung ist gerade in einer Zeit der Verunsicherung besonders notwendig, weil ein Blick ins Buch der Geschichte, die in der Gegenwart lebendig bleibt und sich gleichsam in ihr fortsetzt,
den Horizont weitet und neue Perspektiven eröffnet. Gerade das junge Südtirol, das aus dem Vertrag von Saint-Germain, dem Gruber-De-GasperiAbkommen und jahrzehntelangen Autonomiebestrebungen her-
vorging, lebt aus seiner Geschichte und kann nur aus ihr heraus verstanden werden. Zweifellos bildet die Optionszeit ein trauriges Kapitel im Geschichtsbuch Südtirols, und doch dürfen gerade diese finsteren Seiten nicht in Vergessenheit geraten. Das vorliegende Werk will diesem Vergessen entgegenwirken und neue Aspekte aufzeigen, die bisher zu wenig in den Blick genommen wurden. Im Trauerspiel der Option, der unzählige Publikation gewidmet sind, spielt die katholische Kirche Südtirols eine zentrale Rolle. Wie sich die Kirche während der Optionswirren verhielt, welche herausragenden Persönlichkeiten ihr Handeln prägten, welche Erfolge und Niederlagen ihr zwischen Seelsorge und Propaganda beschieden waren und warum diese Zeit auch für sie eine Zerreißprobe darstellte – diese Fragen möchte dieses Buch beantworten. Dabei wird schnell klar, dass es angesichts solch komplexer Fragen keine einfachen Antworten geben kann. Der interessierte Leser bekommt Einblick in eine Zeit, die nur oberflächlich betrachtet nichts
mit der Gegenwart zu tun hat. Die erschreckende Aktualität dieser Thematik zeigte sich zuletzt vor wenigen Jahren. Nachdem die damalige österreichische Regierung den Doppelpass für Südtiroler in ihr Parteiprogramm aufgenommen hatte, entfachten sich hitzige Diskussionen im ganzen Land, die mancherorts zu schmutzigen Schlammschlachten ausarteten. Als sich Ivo Muser, der Bischof der Diözese Bozen-Brixen, in seiner Weihnachtsbotschaft 2017 zu diesem Thema äußerte und darum bat, „dass die Diskussion um die Doppelstaatsbürgerschaft unsere Gesellschaft nicht spaltet, nicht alte Wunden und Vorurteile aufreißt und ein vergiftetes politisches und menschliches Klima hinterlässt, von dem wir hofften, es überwunden zu haben“, wurde dieser von manchen Mitbürgern heftig kritisiert und im Netz wüst beschimpft. Der Bischof, so dessen Kritiker, habe kein Recht dazu, sich in dieser Frage politisch zu äußern, und er solle sich gefälligst um seine eigenen Angelegenheiten – gemeint ist wohl Kirche und Religion – kümmern. Zu dieser Zeit begann ich gerade mit der Arbeit an meiner Di-
plomarbeit „Kirche und Option in Südtirol (1939/40)“, die nun stark überarbeitet, bebildert, gekürzt und zugleich erweitert als Buch vorliegt. Ich musste erkennen, wie wenig sich unsere Gesellschaft in den letzten acht Jahrzehnten verändert hatte. Eine sachliche Diskussion über den Doppelpass, ein vernünftiges Gespräch zwischen Befürwortern und Gegnern schien überhaupt nicht möglich zu sein. Stattdessen brachen allerorts emotional aufgeladene und zum Teil skrupellos geführte Grabenkämpfe aus, die mich zutiefst an die Optionszeit erinnerten, mit der ich mich seither intensiv beschäftigt habe. Hoffentlich kann uns die historische Auseinandersetzung mit dieser dramatischen Zeit dabei helfen, dass sich die Fehler, die vor 80 Jahren geschehen sind, nicht mehr wiederholen. Golo Mann, ein großer Gelehrter des 20. Jahrhunderts, schrieb zur Katastrophe des Zweiten Weltkriegs: „Kann so etwas sich wiederholen, in Deutschland oder anderswo? […] Mir scheint die Frage, ob so etwas sich wiederholen kann, bedeutungslos. Wollen wir, dass es sich wiederholt, wollen wir es
nicht – das wäre eine sinnvolle Fragestellung.“ Die Antwort auf diese Frage sowie das abschließende Urteil über die Rolle der Kirche bei der Option möchte ich dem geschätzten Leser selbst überlassen. Nach diesem Ausschnitt aus dem Vorwort folgt der Beginn des vierten Kapitels. In den Kapiteln zuvor wurde die Vorgeschichte der Option, das Umsiedlungsabkommen selbst und die Kirche Südtirols in den Blick genommen.
Kirche und Option in der Diözese Brixen. Religion und Politik
wurden von Fürstbischof Geisler klar voneinander getrennt und durften seiner Ansicht nach keinesfalls vermischt werden. Er selbst sah sein eigenes Tätigkeitsfeld ausschließlich in der Seelsorge und verlangte auch von den Priestern und Ordensleuten seiner Diözese, dass sie sich nicht in die politischen Grabenkämpfe jener Zeit verstricken sollten. Davon berichten zahlreiche Zeitdokumente. Ein Brief vom März 1939, den der Bischof an die Hausleitung des Brixner Knabenseminars Vinzentinum richtete, bezeugt, wie streng der sonst so nachsichtige Ober-
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Faschismus und Kirche. Das
Optionsergebnis kann nur dann richtig eingeordnet werden, wenn auch Tätigkeit und Politik des Faschismus in die Überlegungen einfließen. Im Gegensatz zum
Nationalsozialismus gab es im faschistischen Italien keine Kirchenverfolgung, da Rang und Einfluss der katholischen Kirche eine solche nicht zugelassen hätte. Dennoch wurde die Kirche in ihren Tätigkeiten eingeschränkt und Regimegegner nach Möglichkeit mundtot gemacht. Fürstbischof Geislers Beziehung zum herrschenden Regime war im Zuge der 1930er Jahre immer schwieriger geworden. Dafür wurde und wird in der Literatur immer wieder sein Generalvikar, Alois Pompanin, verantwortlich gemacht, der aus Cortina d‘Ampezzo stammte und als Ladiner den Faschisten die Ignoranz gegenüber dieser ethnischen Minderheit nicht verzieh. Die Faschisten erklärten das Ladinische nämlich zu einem Dialekt des Italienischen und rüttelten dadurch an der Identität der Ladiner, die zum Teil ebenfalls unter dem neuen Staat und dessen Politik litten. Inwiefern diese häufig wiederkehrende aber unbewiesene Behauptung den Tatsachen entspricht, bleibt allerdings unklar. 1936 beklagte sich Geisler anlässlich des Abessinienkrieges, den er als ungerecht verurteilte, in
Autor Alex Lamprecht hat seine Diplomarbeit überarbeitet und als Buch herausgebracht
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einem Brief an den Vatikan über die schwierige Situation in seiner Diözese, die durch die Italianisierungsmaßnahmen ausgelöst worden sei. Zahlreiche Briefe an das bischöfliche Ordinariat in Brixen bezeugen, dass die deutsche Seelsorge von faschistischer Seite immer wieder gestört und erschwert wurde. Manche faschis-
tisch gesinnte Lehrpersonen in den Schulen nahmen den Schülern ihre deutschen Religionsbücher ab; andere versuchten, die Schüler vom Gottesdienstbesuch in der deutschsprachigen Pfarrei abzubringen und schickten sie zur hl. Messe der italienischen Gemeinde. Andere Lehrpersonen wiederum waren offen kirchen-
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Politik & Gesellschaft
hirte gegen politische Betätigung vorging. Zunächst stellt Geisler im Brief klar: „Schon seit meinem Regierungsantritt habe ich immer wieder darauf gedrungen, dass der Klerus meiner Diözese sich ganz seinen religiösen Aufgaben widme und sich von jeder politischen Betätigung fernhalte.“ Er erklärte weiter, dass seit langem „jegliche politische Betätigung“ im Priesterseminar verboten sei und Übertretungen mit der Entlassung aus demselben geahndet würden. Dieses Verbot dehnte er mit dem zitierten Schreiben, das in der Schule verlesen wurde, auch auf das Knabenseminar in Brixen aus und fügte hinzu: „Alumnen, die das Verbot der politischen Betätigung in irgendeiner Weise übertreten, werden sofort entlassen werden.“ Dieses Verbot lässt bereits erahnen, wie Geisler auf die Option reagieren wird – nämlich mit einer erneuten Bekräftigung und Ausdehnung des Verbots.
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feindlich und schwärzten Kirche und Priester bei den Kindern und Jugendlichen an. Wenn sich Priester gegen solche Maßnahmen stellten, wurden sie häufig zu Gegnern des Regimes deklariert und von der Polizei vorgeladen. Manche Geistliche wurden sogar festgenommen oder ausgewiesen. Wie zentral die Rolle der Kinder und Jugendlichen in Ideologien ist, kann von den zahlreichen politischen Organisationen abgeleitet werden, die es zu dieser Zeit sowohl im Deutschen Reich als auch im Königreich Italien gab. Es war offensichtlich, dass auch für die Italianisierung Südtirols das Hauptaugenmerk auf die Jugend gelegt werden musste, die von der deutschen Sprache und Kultur weg und zu einer italienisch-faschistischen Überzeugung hingeführt werden sollte. Doch die Kirche kam auch außerhalb der Schulen immer wieder in Konflikt mit den faschistischen Behörden – zum einen, weil manche Geistliche tatsächlich offen antifaschistisch auftraten, zum anderen, weil Geisler immer wieder gegen die Italianisierungspolitik des Regimes protestierte. 1934 verbot er seinem Klerus die Teilnahme an weltlichen Feiern in kirchlicher Eigenschaft und untersagte Prozessionen, falls diese von faschistischer Seite instrumentalisiert zu werden drohten. In einem Schreiben an den Bozner Präfekten Mastromattei schrieb Geisler 1935, dass er nicht gewillt sei, „an der Instrumentalisierung der Religion zur Unterdrückung der deutschen Minderheit mitzuarbeiten“, wodurch das italienische Außenministerium auf ihn aufmerksam wurde. Im gleichen Jahr verbot er alle Tätigkeiten des Klerus zu Gunsten des italienischen Abessinienkrieges streng – das Königreich Italien hatte im Herbst 1935 das afrikanische Abessinien (Äthiopien) angegriffen und 1936 annektiert. Dazu gehörten vor allem des Werben für den Krieg, den Geisler als ungerecht verurteilte, und das Sammeln von Spendengeldern für denselben, was von der Regierung gefordert und in ganz Italien praktiziert wurde. Sein offenes Aufbegehren gegen die faschistische Politik ging so weit, dass man 1936 allgemein befürchtete, dass er bald verhaftet werden könnte.
Konflikte in der Umgebung von Brixen. Trotz des Propagandaver-
bots beteiligten sich Geistliche aktiv an der Propaganda in der
Bevölkerung, was mancherorts zu Konflikten zwischen den Priestern und den auswandernden Gläubigen führte. An den Vorkommnissen in der Pfarrei Villanders zeigt sich, wie stark die Geistlichen mancherorts politisch aktiv waren und die Bevölkerung unter Druck setzen konnten. Ein junger Bauer, dessen Familie sich für die Auswanderung ins Deutsche Reich entschieden hatte, schrieb diesbezüglich in einem Beschwerdebrief an den Fürstbischof, dass der dortige Kooperator ihn und seine Familie wegen ihrer Entscheidung in aller Öffentlichkeit mehrmals als schlechte Katholiken bezeichnet habe. Der Bauer stellte im Brief an Geisler klar, dass er seinen religiösen Pflichten stets nachgekommen sei, der gute Ruf seiner Familie durch die Verleumdungen des Geistlichen aber schwer beschädigt worden sei. Er versichert im Brief, der auf den 12. Dezember 1939 datiert ist, aber auch, dass er im Gegensatz zu anderen Bewohnern des Dorfes nie Propaganda für oder gegen die Option betrieben habe. Dieser Fall beweist, dass manche Seelsorger gegenüber den Optanten auch vor Druck und Rufmord nicht zurückschreckten. Zwietracht zwischen den Geistlichen und der Bevölkerung schadeten dem Ansehen des Klerus und führten mancherorts zum Rückzug der betroffenen Familien aus dem religiösen Leben der Pfarrei. Aus diesem Grund empfahl das fürstbischöfliche Ordinariat, das in der Regel mit Johannes Geisler und Alois Pompanin gleichgesetzt werden muss, dem Klerus mit Nachdruck, sich aus aller Propaganda für oder gegen die Option herauszuhalten. Ein anderes Beispiel für solche Konflikte zwischen Seelsorger und Gläubige spielte sich auch in St. Leonhard bei Brixen ab, wo ein Kaplan mehrmals öffentlich gegen die Abwanderung predigte, was zu Unmut in der Bevölkerung und zu einer Beschwerde gegen ihn beim Fürstbischof führte. Einige Zeilen der Beschwerdeschrift, die die Unterschriften von mehreren Landwirten aus dem Dorf trägt, sollen hier zitiert werden: „Der H. H. Kaplan Ferrigato entfaltet von der Kanzel Propaganda gegen die Auswanderung. Er tut dies ständig schon seit längerer Zeit, angefangen vom 28. August, wo er stark dagegen predigte. Es war vielleicht drei bis viermal. Am ärgsten war die Predigt vom ge-
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Politik & Gesellschaft
Höfen bleiben. Und draußen ist es wegen der Kindererziehung und sonst in religiöser Beziehung viel schlechter. Er hat das wenigsten[s] zu verstehen gegeben. Die ganze Aussprache handelte nur von dem Auswandern, sodass die Leute angefangen haben zu spötteln und laute Worte ihm zugerufen [haben]: „Das ist kein Evangelium“ und „das gehört nicht in die Kirche“. Er kehrte sich dann sofort auf der Kanzel um und ging. Diese Vorfälle waren das Tagesgespräch in den Gasthäusern in St. Andrä und St. Leonhard. Einige Bauern haben mich ersucht, dies beim Bischof zu melden.“ (02.11.1939)
Die Bischofsernennung von Johannes Geisler gestaltete sich äußerst schwierig
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strigen Allerheiligentag. Meine Knechte und Mägde, die bei der Frühmesspredigt waren, berichteten mir, dass der Kaplan bei der Frühmessansprache nur von der Auswanderung gesprochen und Folgendes
ausgeführt hat. Er sagte, wir Priester meinen es nur gut, und die Leute sollen nicht auswandern, sollen hier bleiben; es geht eine Abordnung nach Rom mit Unterschriften, damit wir können auf den eigenen
Die doch einigermaßen heftige Reaktion der Dorfbewohner auf die sachlich erscheinende Predigt des Kaplans deutet an, wie schnell sich das Verhältnis zwischen Priester und Gläubigen wegen der politischen Lage verschlechtern konnte. Die wenig radikal wirkenden und sicherlich zutreffenden Äußerungen des Kaplans wurden zum Dorfgespräch, führten zu Geschrei
in der Kirche und zu einer Beschwerde beim Fürstbischof. Dass unter solchen Umständen die Diözesanleitung von Brixen immer wieder zur Zurückhaltung aufrief, ist nachvollziehbar. Die fast verständnisvolle Reaktion des Generalvikars, der zuweilen als fanatischer Nazi beschrieben wird, überrascht, wenn er dem Kaplan mitteilen ließ: „Herr Generalvikar lässt fragen, ob das wahr ist? Wenn es wahr ist, müsse er darauf aufmerksam machen, dass der Klerus auf der Kanzel in der Sache nicht agitieren solle, weil das böses Blut macht. Was gewesen sei, sei gewesen, aber in Zukunft solle das nicht mehr so sein.“ Wie weit der Widerstand von Seiten des Klerus gegen die Weisungen des Bischofs ging, zeigt folgende Äußerung eines Priesters: „Mit dem Bischof von Brixen ist nichts mehr! Den haben wir Pfarrer bereits abgesetzt! Der hat nichts mehr zu sagen!“ Im Laufe des Jahres 1940 waren auch Schmähschriften im Umlauf. Dableiberkreise beleidigten darin den Bischof und seinen Generalvikar, Optantenkreise wandten sich darin gegen den Dableiberklerus. Möglicherweise gehen manche
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info Zwischen Seelsorge und Propaganda Im Buch „Zwischen Seelsorge und Propaganda. Südtirols Kirche in der NS-Zeit“ untersucht der Autor Alex Lamprecht die Stellung der katholischen Kirche Südtirols während der Optionszeit. Die Option teilte nicht nur die Bevölkerung des Landes in zwei Hälften. Dieser Graben verlief auch quer durch die Kirche in Südtirol, die zwischen Seelsorge und Propaganda hin- und hergerissen war. Anhand von zahlreichen Originaldokumenten wird gezeigt, wie intensiv und kontrovers diese Debatte innerhalb der Kirche geführt wurde. Dabei kommen völlig neue Details zutage, die so manche Vorurteile infrage stellen. Im Vinzentinum in Brixen wurde die Neuerscheinung am 15. Oktober in einer Buchpräsentation vorgestellt. Das Buch ist im Athesia-Verlag erschienen.
Schreiben auch auf nationalsozialistische Kreise zurück. Wie scharf solche Flugblätter in manchen Fällen gegen die politisch aktive Priesterschaft hetzten, soll anhand eines Exemplars veranschaulicht werden: „Sau! Saupfaffen, könnt ihr denn verantworten, was mit Tirolern hier passiert, die für die Welschen gestimmt haben?????? ----- Ihr geborene[n] Schweinehunde! Ein Christ vergisst seine Heimat nicht. Euch Schuften ist es nur um euer erbarmungsloses Leben zu tun und damit ihr eure Huren erhalten könnts. Ist das Gotteslästerung, wenn Millionen von Kindern durch das Verdienst der Eltern ihr Leben voll Glück und Sonne [verbringen], oder ist das ein Glaube, wenn unser Herrgott im Stalle geboren wurde und euer Schwein in Rom auf Gold und Silber ruht? Ihr gewissenlosen Blutsauger. Für jedes Schwein kommt die Zeit, auch für euch Pfaffengesindel.“ Dieses Flugblatt endet mit einer klaren Morddrohung gegen die Dableiberpriester und offenbart die heftigen Feindseligkeiten, die wegen der Option mancherorts geherrscht haben mögen. Der Kirche gelang es nicht, überparteilich zu sein und sich dadurch aus dem heftigen Konflikt in der Optionsfrage herauszuhalten, der sich bald wie ein Riss durch den Klerus der
Diözese Brixen zog. Dass sich bereits im Oktober 1939 Gerüchte verbreiteten, wonach Fürstbischof Geisler für das Deutsche Reich optieren werde, trug zudem nicht zu einer Entspannung der Lage bei. Auf dahingehende Anfragen an das Brixner Ordinariat antwortete der Generalvikar stets ablehnend und betonte, dass die Vorgehensweise der Kirche in dieser Frage erst in Rom geklärt werden müsse und der Fürstbischof sich bis dahin weder für noch gegen eine Option entscheiden könne, solche Gerüchte also Unsinn seien. Pompanin erklärte, dass bereits Maßnahmen gegen den propagandistischen Missbrauch des Bischofs unternommen worden wären, aber „eine öffentliche Stellungnahme gegenwärtig nicht möglich“ sei. Der sogenannte „Ariernachweis“ führte ebenfalls zu zahlreichen Konflikten in den Pfarreien. Die Wahl für Deutschland war in hohem Maße davon abhängig, ob ein solcher Nachweis erworben werden konnte, was sich vor allem bei unehelichen Kindern als schwierig herausstellte. In solchen Fällen kam es zu Reibereien zwischen den Optanten, die den „Ariernachweis“ zur Übernahme der deutschen Staatsbürgerschaft benötigten, und den Seelsorgern, die diesen Nachweis aus unterschiedlichsten Gründen nicht ausstellen konnten oder wollten. Alex Lamprecht Leserbriefe an: echo@brixner.info
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Krebs betritt die Bühne z Was in Bruneck mit den „Brunecker Krebsgesprächen“ begonnen hatte, soll nun ins ganze Land hinausgetragen werden – aber nicht in einem sterilen Veranstaltungsraum, sondern auf die Bühnen der Kleinkunsttheater des Landes. Die „Brunecker Krebsgespräche“ sind eine Initiative des Onkologen Christoph Leitner und des Rechtsanwalts Andreas Leiter. Gemeinsam kamen sie zum Schluss, dass das Thema Krebs in unserer wirtschaftlich geprägten Welt allzu oft zur Seite gescho-
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ben wird. Dabei bekommen in Südtirol jedes Jahr etwa 3.000 Menschen die Diagnose: „Sie haben Krebs.“ Die „Brunecker Krebsgespräche“ informieren, hinterfragen und treten in einen offenen Dialog über die Krankheit. Am Donnerstag, 28. November, um 20:30 Uhr findet die Veranstaltung in der Dekadenz in Brixen statt. Unter dem Titel „Nur Mut“ werden drei Betroffene drei Wege aufzeigen, auch etwas Gutes aus dem Schicksal Krebs zu machen. sp
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KATHI-TROJER-FÖRDERPREIS
Begleitung in die soziale Autonomie z Im Oktober 2017 wurde zum ersten Mal der Kathi-Trojer-Förderpreis vergeben; er ging damals an Andrea Fleckinger, die sich wissenschaftlich mit der Matriarchatsforschung befasste. Für den zweiten Förderpreis waren bis Juni 29 Bewerbungen eingegangen. Eine Jury entschied einstimmig für das 2003 ins Leben gerufene Projekt „Alba“; dessen Initiative „Leben in Italien – Vom Gast zur Mitbewohnerin“ wurde bei der offiziellen Bekanntgabe der Preisträgerinnen im Kaiser-
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saal der Hofburg am 5. Oktober eindrucksvoll von Maria Susat erläutert. Die Initiative unterstützt fünf afrikanische Frauen, die als rechtlose Opfer, als „Ware“ sozusagen, die Überfahrt über das Mittelmeer geschafft haben und dann zur Prostitution gezwungen wurden. Mit dem Fördergeld von 5.000 Euro finanziert „Alba“ Sprachunterricht und eine individuelle Berufsausbildung, die in Zusammenarbeit mit dem Land Südtirol von den privaten Organisationen „La Strada − der Weg“,
Der Brixner Gemeinderat hat beschlossen, dass die Gemeinden Franzensfeste, Klausen, Lüsen, Mühlbach, Natz-Schabs, Rodeneck und Vahrn Aktien der Stadtwerke Brixen AG erwerben dürfen. Die Aktienpakete, die einem Anteil von 0,01 Prozent am Gesellschaftskapital entsprechen, kosten 4.500 Euro.
Volontarius und Consis angeboten werden. Das Ziel ist, dass die fünf namentlich nicht genannten Frauen sich aus dem bisherigen Umfeld befreien und ein eigenes Leben aufbauen können. Dem 2015 verstorbenen Ehrenmitglied Kathi Trojer war die Förderung
von Frauen im Bereich Bildung und Ausbildung immer ein großes Anliegen gewesen. Im Bild von links: Diana Seifert, Arianna Barbagallo, Gina Quiroz, Maria Susat und Zonta-Präsidentin Uta Helm Damiani bei der Preisübergabe. jb
Das Elki Brixen hat einen neuen Ausschuss. Die neue Präsidentin ist für drei Jahre Irene Mair, ihre Stellvertreterin Jasmin Federspieler. Seit zwei Jahren befindet sich das Elki in der Brixner Dantestraße und ist werktags von 9 bis 11:30 Uhr, montags und donnerstags von 15 bis 17 Uhr geöffnet.
Seit 1983 bietet das Südtiroler Kinderdorf in Brixen die Weihnachtskartenaktion an aus Werken namhafter Südtiroler Künstler. Auch heuer können für den guten Zweck Weihnachtskarten erworben werden. Der Reinerlös dient der Kostendeckung im Südtiroler Kinderdorf. Informationen: www.kinderdorf.it.
NACHGEFRAGT
„Zur Stärkung von Frauen“ Frau Damiani, wie kam es vor 30 Jahren zur Gründung des ersten Zonta Clubs Südtirols? Die Anregung zur Gründung ging von den Innsbrucker Zontians aus. Im Herbst 1988 luden sie zu einem Treffen nach Bozen, das Christl Niederkofler und Margit Moos von Sailer besuchten. Die zwei beschlossen daraufhin, aktiv zu werden. Und am 30. April 1989 wurde die Gründungszeremonie in der Cusanus Akademie vollzogen. Welche Ziele verfolgt der Club? Wir folgen den Zielen, die die Gründerin Marian de Forest
vor 100 Jahren so formulierte: „(…) eine Welt (schaffen), in der die Frauenrechte anerkannt sind und jede Frau die Möglichkeit hat, ihr volles Potenzial auszunutzen.“ Inzwischen hat Zonta international den Beraterstatus bei der UNO und beim Europarat erkämpft. Welche Aktionen führt der ZontaClub Brixen durch? Wir 29 Zonta-Frauen treffen uns einmal im Monat. Der Flohmarkt und die Teilnahme an der Kampagne gegen Gewalt an Frauen sind mittlerweile fixe Aktionen. Wir organisieren auch BenefizVeranstaltungen, etwa im
Tschumpus oder im Anreiterkeller. Wichtig ist uns die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen und Institutionen. Die Einnahmen daraus sowie der Großteil der Mitgliedsbeiträge werden für gute Zwecke eingesetzt, speziell zur Stärkung von Frauen. Die Gelder, die zum größten Teil aus der Arbeit der Mitglieder kommen, werden auf unbürokratische Weise an den Vinzenzverein, das Haus der Solidarität und das Frauenhaus weitergeleitet. Weiters tragen wir zur Verwirklichung großer Projekte weltweit bei.
Foto: Oskar Zingerle
UTA HELM DAMIANI, Präsidentin des Zonta Clubs Brixen, über die 30-jährige Geschichte, die Ziele und Aktionen des Brixner Damen-Clubs.
johanna.bernardi@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info
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Erweiterte Schulmensa in der Dantestraße z Pünktlich zum Beginn des neuen Schuljahres war die im Juni begonnene Erweiterung der Schulmensa in der Dantestraße abgeschlossen. Seit dem Jahr 2001 wird eine von der Gemeinde erworbene Halle des Militärbestandes als Schulmensa genutzt. Da die Mensa nicht mehr den Anforderungen entsprach und die Schülerzahlen und die Schulbedürfnisse stetig gestiegen sind, reichten 250 Sitzplätze nicht mehr aus. Laut dem Ausführungsprojekt wurden die Räume saniert und der Speisesaal durch den Anbau auf der Süd/Westseite auf 400 Sitzplätze erweitert. Im Schulzentrum Nord besuchen zurzeit ungefähr 2.000 Schüler den Unterricht, aufgeteilt auf Grundschule, Mittelschule und Oberschule. Für die Verantwortlichen ist das gemeinsame Essen ein wichtiger Bestandteil des Schulalltags; es wird darauf geachtet, dass
Foto: Oskar Zingerle
Politik & Gesellschaft
BRIXEN
hochwertige Gerichte im Teller landen und auch Rücksicht auf persönliche Ernährungsproblematiken genommen wird. Das Angebot reicht vom Tagesteller mit oder ohne Fleisch über verschiedene Gemüsearten bis hin zu Nachtisch und Joghurt. „Jeder
FAIRschenkt sich gut!
Schüler findet etwas, und wir sind auch stolz auf die Ergebnisse der Eltern-Evaluationsgruppe, die unseren Mensen und Küchen in den letzten Jahren wiederholt ein sehr gutes Zeugnis ausgestellt hat“, berichtet Monika Leitner, Stadträtin für Schule und Kultur. Bei
der offiziellen Eröffnung am 23. Oktober wurde die Broschüre „Mensadienst der Gemeinde Brixen“ vorgestellt. Dort finden Eltern und Interessierte alle wesentlichen Informationen, dargestellt in einer gefälligen Form. ha
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Foto: Peter Ferstl
BRIXEN
Biobauer aus Überzeugung z In Zusammenarbeit mit der Grünen Bürgerliste hat die Umweltgruppe Eisacktal im Rahmen der Vortragsreihe „Unsere Lebensmittel und ich“ den Glurnser Biobauern Ägidius Wellenzohn eingeladen, der im vollbesetzten Adrian-EggerSaal von seinen jahrelangen Erfahrungen berichtet hat. Seit 1988 ist Wellenzohn, der den Weißgarberhof in Glurns bewirtschaftet, überzeugter Biobauer. Auf seinen Feldern gedeihen verschiedene Apfelsorten wie Bonita, Red Delicious, Kanzi, Topaz, und er baut Dinkel, Kartoffeln und Gemüse an. Daneben gibt es einen Hausgarten und die Streuobstwiese. Gespritzt werde laut seiner Aussage nicht, das Gras zwischen den Baumreihen werde erst Ende Juni gemäht, und der Boden komme nicht mit Unkrautvertilgungsmitteln in Kontakt. Ägidius Wellenzohn produziert
ohne Zukauf und anderem Aufwand Naturprodukte, die nicht mit Chemikalien belastet sind und ihm einen beachtlichen Kundenstock garantieren. Die Grundhaltung von Wellenzohn ist, kein Leben zu vernichten, sondern Leben zu unterstützen. „Auf meinen Wiesen blühen verschiedene Blumen, Insekten und andere Nützlinge schwirren herum. Läuse und Krankheiten sind für mich keine Plage, weil mein Boden nicht verdichtet und mit Stickstoff belastet ist“, berichtet er. Für ihn ist der Boden in der Landwirtschaft das Wichtigste. Damit sich diese Grundhaltung zur biologischdynamischen Landwirtschaft entwickelt, muss laut Ägidius Wellenzohn der Mensch „aus seinem Inneren heraus überzeugt sein“. Seit heuer hat er sein Leben „umgekrempelt“, und er will seine Erfahrungen als Berater weitergeben. ha
BRIXEN/REGENSBURG
Feierlicher Höhepunkt z Am 18. Oktober 1969 besiegelten Brixens damaliger Bürgermeister Zeno Giacomuzzi und Regensburgs Oberbürgermeister Rudolf Schlichtinger im historischen Reichssaal in Regensburg die Partnerschaft zwischen den zwei Städten. 50 Jahre sind seitdem vergangen, und zu diesem besonderen Anlass verteilten sich über das gesamte Jahr mehrere Feierlichkeiten und Begegnungsmomente in Regensburg und Brixen. Das Jubiläumsjahr fand im feierlichen Festakt am 28. September seinen Höhepunkt: Eine 30-köpfige Delegation aus der Gemeinde Brixen, darunter Bischof Ivo Muser, Domdekan Ulrich Fistill, eine Gruppe der Musikkapelle Pfeffersberg und eine Gruppe von Bewohnern der Seeburg, wurde nach Regensburg eingeladen. Aus Anlass des runden Jubiläums wurde auch eine neue Grünanlage
auf dem Areal der ehemaligen Nibelungenkaserne nach Brixen benannt und offiziell eröffnet. Die Gruppe der Musikkapelle Pfeffersberg sorgte für musikalische Umrahmung und bot anschließend ein Konzert am Rathausplatz. Am Samstagabend fand der feierliche Jubiläumsfestakt im Brück-Saal des historischen Salzstadels statt. Am Sonntag hielten die Bischöfe aus Brixen und Regensburg ein gemeinsames Hochamt im Dom St. Peter, das musikalisch von den Domspatzen und der Gruppe der Musikkapelle Pfeffersberg begleitet wurde. „50 Jahre Städtepartnerschaft sind die Krone der langen Verbindung beider Städte“, betonte Bürgermeister Peter Brunner. Das Jubiläumswochenende sei eine Gelegenheit, um 50 Jahre lebendige Freundschaft Revue passieren zu lassen und auf eine begegnungsreiche Zukunft anzustoßen. sp
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z Die Arbeiten für den neuen Mittelanschluss der Umfahrung Brixen stehen vor der Fertigstellung. Allerdings ist es aus bau- und sicherheitstechnischen Gründen notwendig, die Westumfahrung vom 4. bis zum 25. November für den gesamten Verkehr zu sperren, damit der dortige Kreisverkehr gefahrenfrei und zeitnah errichtet werden kann. Darum werden die Bürger gebeten, in den verkehrsintensiven Zeiten – also gegen halb 8 Uhr morgens und nach 17 Uhr nachmittags – wenn möglich auf Alternativen zur Hauptroute der Stadt oder auf öffentliche Verkehrsmittel auszuweichen. Die Dantestraße soll in Kürze wieder ohne Einschränkungen befahrbar sein. Nachdem dann Ende November
die Arbeiten an der Umfahrung beendet sein werden, wird am Anschluss in die Stadt in der Danteund Romstraße weitergearbeitet. Der neue Mittelanschluss soll voraussichtlich ab März 2020 befahrbar sein. Er verläuft nach einem ersten oberirdischen Teilstück zwischen dem Gemeindebauhof und der Reatto-Kaserne unterirdisch unter den Bahngleisen hindurch und dann zwischen den Tunnels auf der Süd- und Nordseite zur Umfahrung. „Sobald der Anschluss fertig ist, können wir den innerstädtischen Verkehr beruhigen, sicherer gestalten und noch mehr Schwer- und Durchzugsverkehr effektiv aus der Stadt verlagern“, erklärt Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider. lv
Foto: Oskar Zingerle
Westumfahrung drei Wochen gesperrt
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Politik & Gesellschaft
BRIXEN
z Nachdem im Mai die Voraussetzungen geschaffen worden waren, hat Landeshauptmann Arno Kompatscher Ende September gemeinsam mit dem Regionaldirektor der Agentur für Staatsgüter, Sebastiano Caizza, den Vertrag für die Übernahme
des ehemaligen Kasernenareals „Reatto“ unterzeichnet. „Damit geht eine zentrale Fläche zurück an die Brixner“, so Kompatscher. Besagtes Areal beinhaltet drei Wohngebäude mit 23.700 Kubikmetern Bauvolumen auf einer Grundfläche von 8.150 Quadrat-
BRIXEN
Übernahme des Kasernenareals„Reatto“ metern. Eine Nutzung sieht der Landeshauptmann im sozialen Wohnbau, um einen Teil des steigenden Wohnungsbedarfs zu decken. Derzeit prüfen Arbeitsgruppen die Nutzungsmöglichkeiten des restlichen Areals. Die drei Gebäude sind unterschiedlich gut erhalten: Im ältesten Gebäude, das noch aus den Dreißiger Jahren stammt, sind 13 Wohnungen und ein Gästehaus untergebracht. In den beiden anderen Wohngebäuden, die in den Neunziger Jahren vom Land errichtet worden sind, befinden sich fünf und acht Wohnungen
mit jeweils 130 Quadratmetern Fläche. Möglich wurde die Übertragung der Kaserne durch das Tauschabkommen zwischen Staat und Land aus dem Jahr 2007, das vorsieht, dass der Staat nicht mehr genutzte Immobilien an das Land abtritt, während das Land Bauund Instandsetzungsarbeiten auf und an den Liegenschaften des Heeres durchführt. In diesem Rahmen gingen bereits das Areal der Schenoni-Kaserne in Brixen oder auch das Areal der Verdone-Kaserne in Vahrn an das Land über. lv
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BRIXEN
19 Personen werden geehrt z Am 22. November werden 19 Personen für ihre wertvollen Beiträge für die Gemeinschaft mit den höchsten Auszeichnungen der Stadt Brixen geehrt. Nachdem in den letzten Monaten von den Stadt- und Gemeinderäten sowie den Bürgern Vorschläge gesammelt wurden, entschied der Gemeinderat vor kurzem einstimmig, den folgenden Persönlichkeiten eine Ehrung zu verleihen: Dario Stablum (im Bild) erhält die Ehrenbürgerschaft, Bruno Cappello, Hubert Egger, Beniamino Genovese, Oswald Kasal, Georg Kaser, Marlene Kerer, Emil Kerschbaumer, Heinz Lutteri, Peter Mitterrutzner, Robert Recla, Roland Rienzner, Otto Ritsch,
Giovanni Rizzi, Annibale Santini und Mathilde Troger erhalten die Ehrenmedaille der Stadt Brixen. Jana Fischerova aus Havlíčku° v Brod, Klemens Unger aus Regensburg sowie Gaetano Thiene werden mit der Ehrenurkunde ausgezeichnet. Bürgermeister Peter Brunner bedankte sich nach der Beschlussfassung im Voraus bei den (bald ausgezeichneten) Bürgern: „Unsere Gemeinschaft lebt von Personen wie ihnen, die sich mit ihrer Zeit und Energie dem Wohle ihrer Mitmenschen widmen. Sie alle haben viel Verantwortung in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten in der Gemeinde angenommen.“ av
BRIXEN/EISACKTAL
Häusliche Gewalt – mehr Frauen beraten z 2018 stieg die Anzahl an Frauen, die sich an die Beratungsstelle für Frauen in Gewaltsituationen der Bezirksgemeinschaft Eisacktal wandten, um knapp elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das geht aus dem Tätigkeitsbericht der Sozialdienste Eisacktal hervor. Insgesamt haben sich 92 Frauen an den Dienst der Bezirksgemeinschaft gewandt, 2017 waren es noch 83. Laut Sozialbericht wurden die meisten Frauen Opfer von einer Kombination aus psychischer, physischer, sexueller oder
ökonomischer Gewalt. Ihnen wurde unter anderem mit persönlichen und rechtlichen Beratungen zur Seite gestanden. Es steht außerdem ein Frauenhaus mit acht Kleinwohnungen und einer Notwohnung zur Verfügung, das 2018 zu 94 Prozent belegt war – um neun Prozent mehr als noch 2017. Laut Tätigkeitsbericht wird versucht, das Thema häusliche Gewalt stärker zu enttabuisieren, damit Frauen die Dienste vermehrt und ohne Hemmschwelle in Anspruch nehmen können. av
„Man muss die Menschen mögen“ Er ist Landesrat für deutsche Bildung und Kultur, Bildungsförderung, Handel und Dienstleistung, Handwerk, Industrie und Arbeit sowie für Integration: PHILIPP ACHAMMER ist in Vintl geboren, seinen Wohnsitz verlegte er aber inzwischen in die Gemeinde Mühlbach.
P
hilipp Achammer fühlt sich wohl in Mühlbach. Seit seiner Heirat mit Nicole Uibo, Miss Südtirol 2016, ist er ganz offiziell von Vintl in die Marktgemeinde am Eingang des Pustertals gezogen. Hier genießt er mittlerweile so etwas wie Privatsphäre. Man hat sich daran gewöhnt, dass der Landesrat in dem 1.300-Seelen-Ort lebt. Er gehört dazu, auch wenn man ihn nicht allzu oft zu Gesicht bekommt.
Vom „Bua“ zum Landesrat. Es ist
ein Riesenressort, das er unter der Landesregierung Kompatscher II
den Kern eines Themas trifft. Das Essentielle zu erfassen, zu spüren, worauf es ankommt, das gelingt Philipp Achammer in der Tat. „Meistens zumindest“, sagt er. Drei Stichworte auf einem Zettel und die Frage, was ihn selbst bei einem Thema wirklich berührt, sind die Basis dafür. Ein paar grundlegende Informationen, rasch recherchiert im Auto, „meinem mobilen Büro“, auf der Fahrt zum nächsten Termin, sich einlassen auf das, was Menschen bewegt, auch auf das Bauchgefühl zu hören – der Landesrat versteht seinen Job.
ren, „und ich bin auch ein gutes Stück in den zweiten Studienabschnitt gekommen“. Zeitgleich zog es ihn in die Politik. Im Jahr 2005 saß er bereits im Gemeinderat, 20 Jahre jung, passioniert, voller Ideen. Es war eine lehrreiche Zeit, im wahrsten Sinn des Wortes. „Bei der ersten Sitzung habe ich unglaublich geschwitzt.“ Die ersten Schritte innerhalb seiner Partei, der SVP, hatte er damals bereits getan, als Ortsjugendreferent von Niedervintl und später als Bezirksjugendreferent im Bezirk Brixen. 2009 wurde er Landessekretär der SVP, 2013
„Ich hatte das Glück, oft zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen zu sein, den richtigen Menschen zu begegnen“_ Philipp Achammer übernommen hat. Fast zu groß, sagen manche. Aber davon lässt er sich nicht beirren. Achammer ist ein kühler Kopf, strukturiert, sachbezogen „und mit super Mitarbeitern, auf die ich mich wirklich verlassen kann“. Einen Traumberuf hat er im Grunde nie gehabt. Irgendwann einmal, da habe er Koch werden wollen, später habe er sich für Journalismus interessiert, und seine Oma, die habe sich gewünscht, dass „aus dem braven Bua ein Pfarrer“ werden möge. Und dann gab es da die Sommerjobs, an der Kassa im Millander Eurospar und als Praktikant bei der Tageszeitung Dolomiten, an die er sich gerne erinnert, weil „diese Jobs so herrlich bodenständig waren“. Dass er reden kann, aus dem Stegreif, mit dem sprichwörtlichen roten Faden und ohne leere Phrasen, das bescheinigt man dem 34-jährigen Senkrechtstarter immer wieder. Bewundernd. Weil es angenehm ist, wenn jemand 26
Beruf Politiker. Im Moment ist
es sein Beruf, Politiker zu sein, auch wenn er sich der Endlichkeit dieser Aufgabe bewusst ist. Dass sich von einem Tag auf den anderen alles ändern kann, dessen ist er sich auch bewusst. Als Landesrat sei man eigentlich ständig im Dienst, „die Menschen haben ein Recht, mit ihren Politikern zu reden“. Und er ist jemand, der etwas „entweder ganz oder gar nicht“ macht. Den Hang zum Perfektionismus, den ihm bereits ein Lehrer in der Oberschule bescheinigt hatte, „den habe ich wohl wirklich ein bisschen“. Die 100er-Matura am Sprachengymnasium barg dann auch große Erwartungen an ihn. Von vielen Seiten. Ja, er sei ein Streber gewesen, lacht er, ehrgeizig, aber nicht engstirnig. Und nach der Matura, da sei vielleicht die Luft ein bisschen draußen gewesen.
Lehrjahre. Philipp Achammer begann in Innsbruck Jus zu studie-
kandidierte er für den Landtag. Mit Erfolg. Trotz oder gerade wegen seines jugendlichen Alters. „Ich hatte das Glück, oft zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen zu sein, den richtigen Menschen zu begegnen.“ Seine Rolle als Obmann der Südtiroler Volkspartei sieht er recht pragmatisch: „Es gilt oft, Mediator zu sein, vor allem in einer Zeit, in der die Politik den Fokus immer öfter auf einzelne Persönlichkeiten legt.“ Das Wir in den Vordergrund zu stellen, sei nicht immer einfach, „und die besten Lösungen sind manchmal ganz simpel“. Den Ausgleich zum hektischen Alltag findet er im Daheim-sein. Ohne Verpflichtungen, ohne irgendetwas tun zu müssen. Und ohne über Politik zu reden. „Meine Familie weiß manchmal am wenigsten, was ich gerade mache.“ Kleine Auszeiten für jemanden, der „leider mehr Schlaf bräuchte, als derzeit möglich ist“.
Foto: Oskar Zingerle
Menschen & Meinungen
PORTRAIT
Unter der Lupe. In Zeiten, in
denen Politiker aufs Genaueste beobachtet, ja schier durchleuchtet werden, mag sich so mancher die Frage stellen, warum man sich das antut. Philipp Achammer hat dafür eine klare Antwort: Gestalten zu dürfen, etwas bewegen zu können, die Früchte der eigenen Arbeit zu sehen, „wenn auch nicht immer sofort“, das sei der Antrieb.
HEUTE IM 1.300-SEELEN-ORT MÜHLBACH ZUHAUSE: Landesrat Philipp Achammer findet den Ausgleich zum hektischen Alltag ganz einfach im Daheim-sein
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„Und man muss die Menschen mögen.“ Ein dickes Fell zu haben gehört dazu, „und das habe ich mir mittlerweile zugelegt“. Als er 2014 Landesrat für Deutsche Bildung und Kultur und für Integration wurde, gab es auch kritische Stimmen. Warum sollte jemand etwas von Bildung verstehen, der sein Studium nicht abgeschlossen hat? Philipp Achammer hat sich
in seine Aufgabe hineingekniet, alles aufgesogen, was möglich war, gelesen, was immer ihm zu einem Thema in die Finger gekommen ist, To-do-Listen mit ins Konzert genommen – aus dem Drang heraus, kompetent zu werden, kompetent zu sein. Am Wochenende hat er sich „Taschen voller Arbeit“ mit nach Hause genommen, um allem und allen gerecht zu werden.
Mittlerweile ist er gelassener geworden. Er hat sich daran gewöhnt, im Rampenlicht zu stehen, und er genießt es auch. Immer wieder in den Medien präsent zu sein kann aber auch belasten, „vor allem, wenn gemunkelt und gedeutet wird“. Man hat ihm auch vorgeworfen, zu viel von seinem Privatleben ins mediale Schaufenster gestellt zu haben. Er hat
aber gelernt zu filtern und abzuwägen. „Nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern.“ Und er hat gelernt, Kritik an seiner Arbeit von Kritik an seiner Person zu unterscheiden.
marlene.kranebitter@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info 27
Menschen & Meinungen
Fotos: Oskar Zingerle
IN EIGENER SACHE
Siegerpreis überreicht z Die Firmfeier der großen Schwester nutzte Anna Goller für ein kurzes Fotoshooting mit ihrem Onkel Werner Fulterer. Dabei ließen die beiden ihrer Kreativität freien Lauf: Auf einem Trampolin vollführte Anna Luftsprünge und Luftrollen, die Werner gekonnt in Szene setzte. Dass dabei der erste Platz der „Brixner“-Kinderfotoaktion herausschauen würde, daran haben die beiden zu diesem Zeitpunkt noch nicht gedacht. Die „Brixner“-Fotoredaktion hat das außergewöhnliche Foto mit
den fliegenden blonden Haaren jedenfalls beeindruckt, sodass es zum Siegerbild gekürt wurde. Kürzlich durfte Anna in Begleitung ihrer Schwester und ihrer Mutter den Siegerpreis – einen Rucksack voller Überraschungen sowie köstliche Milchprodukte der Brimi – in Empfang nehmen. Im Bild von links: Elena, Anna und Waltraud Goller mit Thomas Reiter von Brimi. oz
M&M BRIXEN
Journalistenkammer zu Gast z Normalerweise finden die monatlichen Sitzungen des Rates der Journalistenkammer Trentino-Südtirol an ihrem Sitz in der Grazioli-Straße in Trient statt, aber Mitte September tagte der Rat auf Einladung von Willy Vontavon, Vize-Präsident im Kammerrat, in den Redaktionsräumen des „Brixner“ in der Brennerstraße. Präsident Mauro Keller leitete das Meeting, bei dem es diesmal unter anderem um die verschiedenen Ausbildungsmaßnahmen für die eingeschriebenen Mitglieder sowie um die Beurteilung der Anträge um Eintragung in die Kammer ging. Die Journalisten-
kurz
notiert
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kammer Trentino-Südtirol beheimatet derzeit 843 hauptberufliche Journalisten und 1.042 Publizisten. Hauptaufgaben des Kammerrates sind die Verwaltung der beiden Alben sowie die Organisation von Weiterbildungsveranstaltungen, zu deren Besuch sowohl Journalisten als auch Publizisten seit einigen Jahren verpflichtet sind. Für die Disziplinarverfahren gibt es seit der Reform der Kammer eine eigene Kommission, die von Alberto Folgheraiter geleitet wird. Wer hauptberuflicher Journalist werden möchte, muss nach einem Redaktions-Praktikum von 18 Monaten die Staats-
Mit einem Bild, das die Zuwanderung der Frösche in einem Teich im Eisacktal beeindruckend ablichtet, ist der Brixner Hobbyfotograf Manuel Plaickner am 15. Oktober in London mit dem Titel „Wildlife photographer of the year 2019“ in der Kategorie Amphibien und Reptilien ausgezeichnet worden.
Fotos: Oskar Zingerle
Menschen & Meinungen
prüfung ablegen. Nebenberufliche Publizisten hingegen können um die Eintragung ansuchen, wenn sie mindestens zwei Jahre lang freiberuflich für eine Redaktion gearbeitet haben. Im Bild (v.l.n.r.): Tristano
Scarpetta, Schatzmeister Hannes Senfter, Antonella Carlin, Sekretärin Paola Sembenotti, Präsident Mauro Keller, Enrico Paissan, Gianfranco Benincasa, Vize-Präsident Willy Vontavon und Sandra Bortolin. oz
Mit 4. November wird Anna Magdalena Wenter das neue Jugendkulturzentrum Astra koordinieren und leiten. Ihr wird ein siebenköpfiger Beirat zur Seite stehen. Wenter hat Musikwissenschaften und Kulturmanagement studiert, ist Tontechnikerin und hat bereits Erfahrung im Kultur- und Kreativbereich gesammelt.
Am 1. Oktober fanden die Bezirkswahlen der Jungen Generation der Südtiroler Volkspartei im Eisacktal statt. Dabei wurde Peter Natter in seiner Funktion als Vorsitzender bestätigt. Als Stellvertreter werden ihm Jonas Dorfmann und Lia Vontavon zur Seite stehen.
O o op s
LAMMento
mein Hoppala
Hermann Bernardi, Inhaber eines Schuhgeschäfts
„Siri, bring Bier!“
Der falsche Stuhl Vor einigen Jahren suchte ich die Ärzte-Praxisgemeinschaft in der Adlerbrückengasse auf. Da mein Hausarzt an diesem Vormittag abwesend war, wurde ich zu Dr. Adolf Engl geschickt. Arztbesuche fallen mir, wie vielen anderen vielleicht auch, nicht so leicht, weshalb ich etwas nervös in den für mich fremden Praxisraum trat. Ich setzte mich, ohne mich lang umzusehen, auf den erstbesten Stuhl. Daraufhin schilderte ich mein Anliegen, und Dr. Engl hörte mir aufmerksam zu. Er stellte die Diagnose und besprach die mögliche medikamentöse Behandlung, woraufhin ich ihn freundlich fragte, ob er mir dafür ein Rezept ausstellen könnte. „Das würde ich gern tun“, sagte er verschmitzt, „dafür müsste ich aber an meinen Computer. Also wäre jetzt wohl der richtige Augenblick, dass wir beide Platz wechseln!“ Ooops, da hatte ich mich doch glatt an der falschen Seite des Schreibtisches und damit auf den falschen Stuhl vor seinen PC gesetzt. Ich entschuldigte mich mehrmals für meinen Fauxpas und wechselte unverzüglich auf den für die Patienten vorgesehenen Stuhl.
Leser kochen für Leser
mmh!
Hühnchen mit Pfifferlingen > Zutaten für 4 Personen Hühnchenkeulen oder Schenkel: 8 Keulen od. Schenkel, Salz, Pfeffer, Paprikapulver, Rosmarin,Olivenöl, 3-4 Knoblauchzehen, 3 Karotten, ½ Zwiebel, 1 EL Tomatenpaste, 400 ml Rotwein, 200 ml Portwein, 200 ml Gemüsefond, kalte Butter Bohnengemüse: 500 g Bohnen, ¼ Zwiebel, Pfeffer + Salz, 25 g Butter Pfifferlinge: 500 g Pfifferlinge, ¼ Zwiebel, Öl, Salz + Pfeffer, 200 ml Gemüsefond, 50 ml Sahne
> Zubereitung Bohnengemüse: Bohnen garen; in Zwiebelwürfel und Butter schwenken. Pfifferlinge: Geputzte Pfifferlinge in
Zwiebel und Öl anrösten, garen, bis das vom Pilz gespeicherte Wasser verdunstet ist. Mit Gemüsefond aufgießen, salzen, pfeffern und fertig garen, mit Sahne verfeinern. Huhn: Karotten in Scheiben, Zwiebel grob hacken. Hühnerfleisch mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver einreiben. Fleisch im Bräter scharf anbraten und beiseite stellen. Zwiebel, Knoblauch und Karotten anschmoren, Rosmarin und Tomatenpaste dazu, kräftig anbraten. Mit Rot- und Portwein ablöschen, einkochen. Fleisch dazugeben. Bei mittlerer Hitze ca. 20 Min. weich garen. Nach ca. 10 Min. den Fond dazugeben, zur gewünschten Konsistenz eingekochen, mit kalter Butter verfeinern. Pfifferlinge zum Fond. Fleisch mit Bohnengemüse servieren.
Architekt Alexander Burger verrät unseren Lesern heute ein Rezept, das von seiner Mutter stammt und das er seit seiner Studienzeit immer wieder zubereitet. Haben auch Sie ein besonderes Rezept, das Sie unseren Lesern nicht vorenthalten möchten? rezept@brixner.info
„Verdammt“, sagte der Franz, „Durst!“. Wenn Franz durstig ist, spricht er immer in sehr konzentrierter Form. Frieda war aber dummerweise schon eine Weile von ihrem Tresen verschwunden, was dem Franz und auch mir keine Erlösung für unser Dilemma brachte. Also holte Franz sein Smartphone hervor: „Siri, Test Test Test eins zwei drei“, sprach er versuchsweise, worauf eine freundliche Stimme ertönte: „OK, alles funktioniert.“ Oha. Franz hob die Augenbrauen und wurde mutiger: „Siri, wie bekomme ich ein Bier, jetzt, sofort?“ - „Was genau suchst du? Wein- oder Spirituosengeschäfte oder eine Bar?“. Aha. Franz versuchte es erneut: „Ich will ein Bier, einfach ein Bier!“ Siri wurde langsam sierig: „Was genau suchst du? Wein- oder Spirituosengeschäfte oder eine Bar?“ So kommen wir nicht weiter, sagte ich zum Franz, frag mal was anderes. Franz hebt erneut die Augenbrauen: „Siri, sag mir was Schmutziges!“ Auch darauf folgt prompt die Antwort: „Der Teppich müsste mal wieder gesaugt werden.“ Hm. „Siri, was ist null geteilt durch null?“ – „Stell dir vor, du hast null Bier und verteilst es gleichmäßig auf null Freunde. Wie viel Bier bekommt jeder? Siehst du, deine Frage macht keinen Sinn.“ – Siri, willst du meine Freundin sein? – „Ich finde dich ziemlich klasse.“ – Warum, bringst du mir dann kein Bier? – „Das dachte ich mir.“ Hä? Irgendwie ist die künstliche Intelligenz schon ziemlich cool, sage ich, aber während Siri uns vollplappert, riskieren wir zu verdursten. Vielleicht sollten wir es mal mit Alexa versuchen?
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Menschen & Meinungen
UMFRAGE
Feiern Sie Halloween? Am 31. Oktober ist Halloween, und für immer mehr Südtiroler ist das ein Anlass zum Feiern. Wir haben uns gefragt: Ist Halloween ein schöner neuer Brauch oder nur eine Unsitte US-amerikanischer Ausprägung, die bei uns nichts zu suchen hat? Hier erfahren Sie, wie die Brixner zu dem Feiertag stehen.
Halloween ist gar nicht nach Patrick Carusos Geschmack: „Es gehört nicht zu unserer Kultur, und ich finde es auch sonst nicht sonderlich ansprechend. Dass man in Südtirol Halloween feiern sollte, ist mir sowieso recht suspekt – vielleicht braucht manch einer etwas Abwechslung.“
Entela Velco feiert nicht Halloween: „Sono di origine albanese, ma neanche lì si festeggia questo evento. Ho conosciuto Halloween qui in Alto Adige. Più che altro mi sembra un giorno festivo di moda ed un’occasione ulteriore per i giovani per festeggiare.“
„Ich glaube, für Halloween bin ich eine Generation zu alt“, findet Josef Volgger. „Ich fände es interessanter, wenn man sich mehr Gedanken um die Südtiroler Bräuche machen würde als um Modeerscheinungen aus Amerika, die mit uns eigentlich nicht viel zu tun haben.“
Margit Kompatscher feiert „überhaupt nicht Halloween. Das ist ein US-amerikanischer Brauch, der mittlerweile auch bei der Südtiroler Jugend zur Tradition geworden zu sein scheint. Ich bin zwar nicht grundsätzlich dagegen, kann mich aber auch nicht damit identifizieren.“
Ralf Dejaco feiert nicht Halloween, weil „mir importierte Bräuche aus Amerika absolut nicht wichtig sind. Ich habe aber auch kein Problem damit, wenn andere Halloween feiern. Meine Kinder und Enkelkinder haben schon einmal verlauten lassen, dass sie gerne feiern würden – in diesem Falle würde ich nicht eingreifen.“
Fotos: Oskar Zingerle
Vivien Manzoni kann verstehen, „dass Kinder und Jugendliche diese Gelegenheit nutzen, um Süßigkeiten zu bekommen oder um zu feiern. Ich persönlich bin aber kein Fan von Horrorfilmen und auch nicht von Halloween. Außerdem gehört dieser Feiertag nicht unbedingt zu unserer Tradition.“
„Halloween ist derzeit voll im Trend − meine Kinder und ihre Freunde haben in den letzten Jahren gefeiert, indem sie sich verkleideten und sich dann bei jemanden zu Hause trafen. Jetzt sind sie schon etwas älter, und ich weiß nicht, ob das noch aktuell ist. Feiern oder nicht feiern − mir persönlich ist beides recht“, sagt Stefanie Alberti.
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Bei Roswitha Dander löst Halloween „nichts aus. Das ist eine amerikanische Sitte, die − wie vieles andere − inzwischen in Südtirol angekommen ist. Ich persönlich filtere Halloween aber aus meinen Bräuchen heraus. Man könnte grundsätzlich öfter hinterfragen, ob ein Brauch zu uns passt oder nicht.“
Pro& Contra Ist eine Herabsetzung der Höchstgrenze für Bargeldzahlungen sinnvoll? Der Hintergrund:
ALESSANDRO HUBER, Obmann der Demokratischen Partei (PD): „Bargeldobergrenze bei 1.000 Euro sagt der Steuerhinterziehung den Kampf an“
PHILIPP MOSER, hds-Präsident: „Europaweite Harmonisierung unbedingt notwendig“
Ja Jene Bürger, die ehrlich ihre Steuern
Nein Im Haushaltsvoranschlag der italie-
nischen Regierung ist unter anderem vorgesehen, dass die derzeitige Obergrenze für Bargeldzahlungen von 3.000 Euro schrittweise reduziert werden soll – das nächste Jahr zunächst auf 2.000 Euro und dann im Jänner 2022 auf 1.000 Euro. Diese Reduzierung würde für Südtirol als Grenzregion einen enormen Wettbewerbsnachteil mit sich bringen, denn mit diesem Schritt entfernt sich Italien von den anderen europäischen Ländern, wo die Bargeldgrenze weit höher ist als die derzeit in Italien gültige. Auch in Österreich ist sie höher. Im europäischen Sinn fordert hier der hds eine Harmonisierung – für mehr Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Betriebe vor allem im Einzelhandel und im Tourismus. Ohne diese wird Wertschöpfung von unserer Grenzregion ins benachbarte Ausland geführt. Diese offensichtliche Benachteiligung und Wettbewerbsverzerrung können wir nicht so einfach hinnehmen, wurde doch erst die Bargeldgrenze in Italien vor einigen Jahren von 1.000 Euro auf 3.000 Euro erhöht. Immer wieder sprechen wir von einem vereinten Europa mit gleichen Regeln für alle Beteiligten und Harmonisierungen etwa im Steuerbereich. Diese vorgeschlagene Maßnahme der römischen Regierung geht aber genau in die umgekehrte Richtung. Es braucht hier eine einheitliche, gesamteuropäische Lösung. So gesehen könnte die Obergrenze auch niedriger ausfallen, allerdings nur, wenn diese in allen Staaten Gültigkeit hätte. Wir versuchen nun, über den gesamtstaatlichen Dachverband Confcommercio eine Lösung zu finden. Die jetzige Obergrenze sollte inzwischen beibehalten werden. z
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zahlen, sind es leid, so viel zu zahlen, weil andere unehrliche Bürger diese hinterziehen. Eine Möglichkeit, Steuerhinterziehung zu unterbinden, ist, die Höchstgrenze für Barzahlungen herabzusetzen. Wenn man Einkäufe über 1.000 Euro (die Regierung sieht diese Höchstgrenze innerhalb Jänner 2022 vor) nur mehr mit Kreditkarte oder Bankomatkarte bezahlen darf, dann werden die Zahlungen eines jeden nachverfolgbar, und eine Hinterziehung der Steuern wird praktisch unmöglich. Selbstverständlich muss mit der Herabsetzung der Höchstgrenze für Barzahlungen zeitgleich die Gebühr der POS-Geräte fallen, die für Geschäfte, Freiberufler und Betriebe zu entrichten ist. Das Bezahlen von Beträgen über 1.000 Euro muss verbindlich werden, aber es muss für alle spesenfrei sein. Auf diesem Weg erhalten wir ein eindeutiges Resultat: Weniger Steuerhinterziehung führt zu mehr Geldern im Staatshaushalt, also auch zur Möglichkeit, die Steuersätze herabzusetzen. Die Begrenzung von Bargeldzahlungen auf 1.000 Euro wird in vielen europäischen Ländern angestrebt. Schweden beispielsweise möchte bis 2023 „cashless“ (ohne Bargeld) werden. Das ist für jeden von Vorteil, außer selbstverständlich für die Steuerhinterzieher, für die die Bargeldzahlungen eine große illegale Einnahmequelle darstellen – was wiederum für Arbeitnehmer, Pensionisten und ehrliche Bürger eine höhere Steuerlast bedeutet. Warum also soll es immer uns treffen, die für diese „Schlauköpfe“ geradestehen müssen? Höhere Transparenz, weniger Steuern, mehr Ehrlichkeit. Das ist die Zukunft. z
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Um der Steuerhinterziehung Einhalt zu gebieten, strebt die italienische Regierung die schrittweise Senkung der Bargeldobergrenze an: Die derzeit möglichen Zahlungen bis 3.000 Euro sollen im Juli 2020 auf 2.000 Euro sinken, ab Jänner 2022 sollen dann nur noch Beträge bis 1.000 Euro in bar begleichbar sein.
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„Freude am Singen fördern“ Herr Chizzali, Sie haben fast 30 Jahre den Männerchor Neustift geleitet und haben sich nun verabschiedet. Ich finde, es ist ziemlich einzigartig, dass jemand einem Chor für so lange Zeit vorsteht. RUDI CHIZZALI: Es ist in der Tat nicht die Regel, weil es grundsätzlich schwierig ist, einen Männerchor zu leiten. Das liegt vor allem daran, dass es weniger Literatur für einen Männerchor gibt als für einen gemischten Chor. Aus diesem Grund wechseln die Männerchöre häufiger den Leiter, weil sich damit auch das Repertoire weiterentwickelt. Außerdem ist ein Männerchor vom Musikalischen her grundsätzlich diffiziler. Er ist schwieriger zu führen, weil die Harmonie-Lage viel enger ist als bei einem gemischten Chor: Für den ersten Tenor ist es bald einmal zu hoch, für den zweiten Bass bald zu tief. Deswegen habe ich immer gesagt: Wenn der erste Tenor gut singt und seine Höhe strahlt, müssen wir uns vor ihm
verneigen, und beim zweiten Bass darf man sich freuen, wenn er bis in die tiefen Bauchregionen kommt. Die Mittelstimmen hingegen sind leichter zu finden; diese Stimmlage ist beim Mann eigentlich die natürliche, aber sie muss gut intoniert sein.
Nürnberg“, den Hauptmann in „Wozzeck“ und viele andere. Das waren Rollen, die ich für die große Bühne einstudiert hatte. Und natürlich habe ich beobachtet, wie die Dirigenten mit uns Sängern umgegangen sind. Kleine Rollen durfte ich auch schon auf der großen Bühne unter berühmten Dirigenten wie Carlos Kleiber oder Leonard Bernstein und mit großartigen Sängern wie Luciano Pavarotti, Placido Domingo und Dietrich Fischer-Dieskau singen.
Nach Ihrer Ausbildung waren Sie immerhin professioneller Opernsänger in Freiburg – Gesang war für Sie in diesem Sinn kein fremdes Metier.
Nach München blieben Sie zehn Jahre in Freiburg und sind dann nach Südtirol zurückgekehrt. Waren Sie es, der auf den Chor zugegangen ist?
Im Opernstudio der Bayerischen Staatsoper München in der zweiten Hälfte der siebziger Jahre hatte ich in der Tat sehr viel gelernt, sprechtechnisch, stimmlich und schauspielerisch. Ich hatte damals gute Lehrer, Regisseure und Korrepetitoren, mit denen ich so ziemlich alle großen Opernrollen erarbeiten konnte – vom Monostatos bis zum Tamino in Mozarts „Zauberflöte“ zum Beispiel, den Petrillo in der „Entführung aus dem Serail“, den David in Wagners „Meistersinger von
Rudi Chizzali als Sternsinger: „Schwierig, die richtigen Stimmen auszusuchen“
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Nein, das hätte ich nie getan! Ich war gerade eine Woche zu Hause, als mich der Brückenwirt Pepi Zanol und der damalige Obmann Franz Markart besuchten. Sie fragten mich, ob ich bereit wäre, den Männerchor Neustift zu übernehmen, weil der damalige Chorleiter Johann Wachtler kurz zuvor das Handtuch geworfen hatte. Offenbar waren sie sich sehr sicher, denn normalerweise muss man sich bei einem Chor erst etablieren, bevor man als Chorleiter angenommen wird. Der Chor war aber in einer Notsituation, weil für das darauffolgende Jahr das Sternsingen anstand, was eine der Hauptaufgaben des Männerchors Neustift ist. Also habe ich zugesagt. Das war 1988. Kurz danach hätte ich es fast bereut. Wirklich? Warum?
Foto: Oskar Zingerle
Nach fast 30 Jahren verabschiedet sich Chorleiter RUDI CHIZZALI vom Männerchor Neustift. Im Gespräch mit dem „Brixner“ erzählt er, warum der ausgebildete Sänger sich anfangs mit dieser Aufgabe überfordert fühlte, welche Höhepunkte er in den vergangenen Jahrzehnten erlebt hat – und wie er auch in Zukunft seiner Leidenschaft, der Musik, nachgehen wird.
Foto: Oskar Zingerle
Kunst & Kultur
DIRIGENTEN-STABWECHSEL BEIM MÄNNERCHOR NEUSTIFT
Weil ich damit vollkommen überfordert war. Wissen Sie, ich hatte ja keine Ausbildung im Dirigieren oder in der Leitung eines Chors, sondern hatte Gesang studiert, zuerst in Bozen, dann eben in München. Damals wäre mir nie im Traum eingefallen, dass ich einmal einen Chor leiten würde. Ich musste mich da wirklich durchbeißen. Der Chor selbst reagierte zunächst zurückhaltend, und ich wusste, dass ich mich gut vorbereiten müsste, damit ich bei den Männern eine halbwegs gute Figur machen würde. Zu alldem kam noch das Sternsingen dazu: Ich musste ja mitsingen, was für mich extrem schwierig war. Das ist eine Neunergruppe; da müssen die Stimmen hundertprozentig aufeinander abgestimmt sein. Es war für mich als neuer Chorleiter auch sehr schwierig, die richtigen Stimmen für das Sternsingen auszusuchen. Ich wollte passende Stimmen haben und war nicht besonders kompromissbereit. Das
„SCHÖNER GESANG KANN NUR GELINGEN, WENN IM CHOR HARMONIE HERRSCHT“: Rudi Chizzalis Credo als Leiter des Männerchors Neustift
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war nicht einfach, weil mir die Gemeinschaft sehr wichtig ist. Für mich gilt folgender Grundsatz: Schöner Gesang im Chor kann nur gelingen, wenn in der Gruppe Harmonie herrscht. Nach den anfänglichen Schwierigkeiten haben wir aber beim Sternsingen über viele Jahre wirklich würdige, andächtige und schöne Stunden erlebt – manchmal auch recht lustige! Wie aber haben Sie am Anfang den Chor selbst „erobert“? Ich habe den Chor genommen, wo er war, mit seinen Traditionen, Gewohnheiten und mit seinem Repertoire. Aber sofort tischte ich auch neue Lieder auf. In welche Richtung? Ich wollte mehr in die Klassik, aber auch in die Moderne. Die entsprechende Literatur holte ich mir in München bei Bauer & Hie-
ber, in Zürich bei Musik Hug, auch bei Doblinger in Wien. Langsam habe ich mich mit meiner neuen Rolle angefreundet. Manchmal hatte ich auch wirklich Glück, Lieder zu finden, die dem Chor dann enormen Spaß bereiteten. Ich fühlte mich langsam wirklich wohl, und bald hat es mich gereizt, an Wettbewerben teilzunehmen. So haben wir begonnen, bei den Tiroler Wertungssingen in Sterzing und Innsbruck mitzumachen. Das war eine tolle Herausforderung, die mich wirklich motiviert und gefreut hat. Die Sänger auch? Nicht sofort! Mich hat es gereizt, aber die Sänger musste ich teilweise mit viel Phantasie dazu motivieren. Das war nicht immer einfach. Der Männerchor Neustift besteht ja nach wie vor aus AmateurSängern, aber inzwischen ist
er so gut, dass der Begriff „Laienchor“ eigentlich nicht mehr passt, oder? Doch, doch. Was unterscheidet einen guten Laienchor von einem professionellen Chor?
dem Chorleiter zu tun, und er kann ihn entlassen. Bei einem Laienchor ist das vollkommen anders: Ich hatte immer größten Respekt dafür, dass die Männer des Chors am Abend nach getaner Arbeit noch die Probe auf sich genommen haben. Die sind manchmal verständlicherweise
Ja, der Abschied vom Männer chor Neustift tut weh. Ich hätte das nicht gedacht!“_ Rudi Chizzali, Chorleiter Bei einem professionellen Chor habe ich die Gewissheit, dass der Sänger als Musiker oder als Sänger ausgebildet ist. Es geht aber auch um die ganz alltäglichen Abläufe: Wenn der Sänger eines professionellen Chors seiner Aufgabe nicht nachkommt oder gewachsen ist, zu spät zur Probe kommt, nicht richtig singt, bekommt er es mit
fix und fertig, und ich habe es immer als meine Aufgabe empfunden, sie für zwei Stunden in eine andere Welt zu entführen, die von Harmonie und Freude geprägt ist und in der sie etwas lernen können – nicht für den Chor, sondern für das eigene Leben! Beim Singen lernt man zum Beispiel das richtige Atmen, und 33
Kunst & Kultur
Der Männerchor Neustift 2005, als er in Wien den renommierten Schubert-Preis gewann …
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das ist für das Leben und für die eigene Gesundheit von enormer Wichtigkeit. So gesehen ist die Arbeit mit einem Laienchor in der Tat eine Herausforderung ... ... die ich aber angenommen habe, weil ich davon überzeugt bin, dass das Singen das Leben bereichert. Wenn man sich gut vorbereitet, hat man die Chance, dass die Männer jede Woche gern zur Probe kommen. Der Männerchor Neustift besteht aus 35 Sängern. Wie war denn der Rudi Chizzali als Chorleiter? Für mich selbst gab es strenge Regeln, für den Chor hingegen braucht es Rücksicht auf die jeweilige Lebenssituation der Sänger. Schauen Sie, wir haben zum Beispiel einige Ärzte im Chor, die vielleicht noch eine dringende Visite durchführen müssen und deshalb zu spät zur wöchentlichen Probe kommen – sollte ich sie dann maßregeln? Das wäre hochgradig ungerecht und unpassend gewesen. Welches Erlebnis würden Sie als Höhepunkt der vergangenen 30 Jahre bezeichnen? Das war ohne Zweifel der Internationale Schubert-Wettbewerb im
Jahr 2005. Wir waren drei Tage in Wien, hatten drei Auftritte, am zweiten Abend waren wir beim Bürgermeister im Rathaus eingeladen. Am dritten Tag war es dann spannend: Die Kommission hatte mich und den Obmann Erich Deltedesco bereits am Samstagvormittag gerufen und den Wunsch geäußert, dass wir für das Abschlusskonzert noch einmal das virtuose Schubert-Lied „Wein und Liebe“ vorbereiten sollten. Das sorgte unter den Sängern für heftigste Spekulationen bezüglich der Preisvergabe. Erst abends, beim Abschlusskonzert, haben wir erfahren, dass wir den Wettbewerb gewonnen und auch den 1. Preis für die beste SchubertInterpretation bekommen hatten. Das war wirklich ein unvergessliches Erlebnis. 1988 haben Sie den Chor übernommen, 1995 dann aber wieder abgegeben. Wie kam es dazu? Damals hatte es unter den Sängern einige Querelen gegeben, und außerdem war ich gerade dabei, Regie zu führen für das Matura-Theater am Vinzentinum, was sehr zeitintensiv war. Also kam Johann Wachtler wieder zurück, ist aber leider zwei Jahre später auf der Kassianspitze tödlich verunglückt. Da hat mir der Chor leidgetan, und ich bin zurückgekehrt.
… und der Chor im Jahr 2018 Mit dieser einzigen Unterbrechung waren Sie nun also fast 30 Jahre Chorleiter. Tut der Abschied weh? Ja, er tut weh. Ich hätte das nicht gedacht! Das liegt daran, dass der Chor und ich unglaublich gut zusammengewachsen sind. Die Männer haben jede kleinste Handbewegung von mir sofort richtig interpretiert und beim Singen richtig umgesetzt. Als Chorleiter fühlte ich mich bestätigt, ich habe mich wirklich wohlgefühlt. Der Grund meines Abschieds ist nicht, weil ich vom Chor genug hatte, sondern weil es mein Anliegen ist, dass der Chor auf dem heutigen Niveau bleibt. Also muss ich zurücktreten, solange es mir gut geht. Theoretisch könnten Sie als Sänger im Chor weitermachen ... Nein, das fände ich nicht gut. Theoretisch ginge es, aber ich glaube, dass ich dabei zu viel leiden würde. Da steht dann jemand anders als Chorleiter da, und mit großer Wahrscheinlichkeit würde er andere Schwerpunkte setzen als ich es täte, und ich müsste mich da natürlich zurückhalten (lacht). Nein, das wäre keine gute Idee.
Er ist seit vier Jahren Mitglied des Männerchores. Wenn ich einen Korrepetitor brauchte, war er zur Stelle. Er hat den zweiten Bass gesungen. Benedikt war acht Jahre lang mein Schüler im Vinzentinum, hat in Salzburg Kirchenmusik studiert. Es ist davon auszugehen, dass trotz Ihres Abschieds vom Männerchor die Musik von Ihnen nicht ad acta gelegt wird ... Nein, natürlich nicht. Ich bin nach wie vor als Stimmbildner tätig, und außerdem bin ich sehr viel bei Lektoren-, Kantorenschulungen und Sprecherziehungskursen für Lehrer unterwegs. Ein ganz wichtiges Anliegen ist mir aber, mit Kindern zu arbeiten, damit sie Freude am Singen bekommen und ich so den Sängernachwuchs fördern kann. Wie schafft man das in einer Zeit von Youtube und Spotify? Ich glaube, dazu braucht es eine Berufung. Mit den Kindern kann ich Kind sein. Mir macht das Spaß, und ihnen auch, davon bin ich überzeugt.
Wer ist Ihr Nachfolger? Es kommt der jetzige Organist von Neustift, Benedikt Baldauf.
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Die Dekadenz startet in die Herbstsaison mit „Gespräch wegen der Kürbisse“ von Jakob Nolte unter der Regie von Anna Heiss, in dem zwei Frauen die eigenen Befindlichkeiten und die der heutigen Welt dramatisch offenlegen.
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Auf hinterfotziger Klaviatur spielten die Freundinnen ihre Befindlichkeiten durch
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Bröckelnde Wahrheiten
sehr wandlungsfähige Ingrid M. Lechner) war mit „Sebi“ im Urlaub in Izmir, vielleicht auch an der Adria?! Detailfreudig ausgeschmückt, beschreibt sie eine fantastische Meereslandschaft mit fast schon beunruhigend beruhigendem Rauschen sowie weiß gestrichenen Bäumchen am Strand mit ebenso weiß bemalten Kürbissen, die sich im Wind wiegen und mit kleinen Klöppeln läuten. Elsbeth (eine herrlich perfide Brigitte Knapp) hakt nach: „Das hat dich nicht gestört, aber das Rauschen der Wellen schon?“ Anna denkt nach und gibt zu, „da waren gar keine Klöppel in den Kürbissen, da ist wohl die Fantasie mit mir durchgegangen“. Fantasie, die Anna benützt, um sich ein spannendes Leben zurechtzuzimmern – zum Beispiel mit einem Vater, der sich in einem unaussprechlichen Ort in China umgebracht hat.
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hingegen ist unglücklich, nein, mit Frau und Kind ist alles in Ordnung, auch beruflich läuft bei der Weltraumingenieurin alles rund.
Die Fördermittel von Krupp fließen unbegrenzt, sie entwickelt gerade Raketen, um den Müll in den Weltraum zu schießen. Es ist die Umwelt mit den Trostlosigkeiten wie „abgefuckte“ Bahnhöfe und Kindersterblichkeit, die Elsbeth „zertrümmern“. Der aberwitzige Schlagaustausch geht in die zweite Runde; jetzt ist es an Anna, ihrer Freundin vorzuwerfen, sie baue gigantische Geschütze, mit denen die deutsche Regierung in der Lage sein werde, aus dem Thüringer Wald heraus jedes Land der Welt anzugreifen. Als Elsbeth kontert, „das ist immer noch besser als einen Monat faul an der Ägäis zu liegen“, kommt postwendend die lakonische Sentenz von Anna: „Das finde ich nicht! Wenn wir alle etwas fauler wären, gäbe es keine Kriege mehr!“
Unterlassene Hilfeleistung. Im
nächsten „Round“ werfen sich die besten Freundinnen fehlende Unterstützung vor. Anna hätte sich diese gewünscht nach dem Selbstmord des Stiefvaters, und Elsbeth, als Ehefrau Tanja eine Depression hatte und die Kleine eine Erkältung. Anna hat aber mit
Kindern nix am Hut, sie findet Kinder „langweilig, dumm und hässlich“. Elsbeth fehlt Zuneigung und Güte, sie ist am Rande eines Nervenzusammenbruchs, denn sie weiß nicht mehr, wie man sich zudeckt oder den Wasserhahn aufdreht. Anna rät ihr, sich umzubringen: „Vielleicht erhebt dich das.“ Auf solcherart hinterfotziger Klaviatur spielen die Freundinnen konsequent ihre bröckelnden Befindlichkeiten durch; Anna Heiss lässt sie wie Pole-Dancerinnen um die Gestänge turnen oder in akrobatischen Verrenkungen durch die Stuhllehnen sich winden – ein symbolträchtiges Bild für ein Leben voller Halbwahrheiten, die immer mehr an Glaubwürdigkeit verlieren. Selbstzerstörerisch und provokant, aber auch teilweise höchst amüsant wühlen sie die Unebenheiten der jeweils anderen auf und suhlen sich in deren Schmerz. Anna Heiss macht Theater mit Frauen und über Frauen. Das könnte langweilen, aber hier hat sie einen Volltreffer gelandet. irene.dejaco@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info
Kunst & Kultur
16. OEW-Filmfestival z Mit Filmen am Puls der Zeit tourt das OEW-Filmfestival für Berufs- und Oberschulen heuer wieder durch Südtirol; am 7. und 8. November gastiert es im Forum Brixen. Die OEW – Organisation für Eine solidarische Welt verlegt für die Schüler am Vormittag die Schulstunde in den Kinosaal. Im Forum werden die Filme „The Hate U Give“, „Loving“ und „Capernaum“ entweder in deutscher, italienischer oder englischer Sprache zu sehen sein. Es werden auch Menschen anwesend sein,
Foto: Oskar Zingerle
FILM
die von ihren persönlichen Erfahrungen, von Flucht, Armut, Rassismus, unmenschlichen Gesetzeslagen oder Religionskonflikten erzählen. Am 4. und 8. November lädt die OEW zudem zu öffentlich zugänglichen Abendvorführungen in deutscher Sprache ins Astra Kino. Gezeigt werden am 4. November der Film „The Hate U Give“ und am 8. November der preisgekrönte Film „Capernaum“, in dem der 12-jährige Zain seine Eltern verklagt, weil sie ihn in tiefste Armut geboren haben. sp
K&K Kunst & Kultur
MUSIK
Extravagante Harfenmusik z Nachdem vor gut zwei Jahren ein Weihnachtsalbum der Brixner Harfenistin Barbara Plattner erschienen war, veröffentlichte diese vor kurzem zwei weitere CDs: „Extravagante Harfenschmankerln“ und „Extravagant III“ heißen ihre neuen Alben, die, wie sie selbst erklärt, „von Grund auf verschieden“ sind: „Extravagante Harfenschmankerln“ bietet Volksmusik aus dem Alpenraum, während „Extravagant III“ sich mehr an klassischer Musik orientiert und Melodien von Strauß, Monti und Franz Posch bietet. Eine
kurz
notiert
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Sache haben beide Alben allerdings gemeinsam: „Es handelt sich immer um Stücke, die ich noch nie solo auf einer Harfe gehört habe“, so Plattner. Wegen der großen Nachfrage hat sie inzwischen auch drei Notenhefte mit den passenden Noten zu den von ihr gespielten Stücken veröffentlicht. „So froh ich bin, dass dieses Projekt jetzt abgeschlossen ist, kommen mir immer wieder neue Stücke in den Sinn, die noch gut auf die CDs gepasst hätten. Und so reifen in meinem Kopf auch schon die nächsten Ide-
en“, erzählt die Musikerin. Barbara Plattner begann ihre musikalische Laufbahn mit Flöte und Hackbrett; später folgten Zither, Harfe, Gitarre, Klavier, Ziehharmonika und Okarina. Im Jahr 2000 erhielt sie beim Wettbewerb „Prima la musica“ für ihr meisterhaftes Spiel auf der Zither den ersten Preis. Auf zahlreichen internationalen Spezialisierungs- und Fortbildungsseminaren erhielt sie Unterricht von diversen Koryphäen auf der Harfe, mit denen sie auch gemeinsame Konzerte gab. lv
In Kallmünz bei Regenburg findet bis 24. November eine Ausstellung zum 50-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft Brixen– Regensburg statt. Daran teilnehmen werden neben Regensburger Künstler auch die Brixner Kunstschaffenden Sergio Sommavilla, Leander Piazza und Alex Pergher.
Am 30. November wird das Alps Move Festival in der Dekadenz zu Gast sein. Neben Stücken wie „How to ask“ und „Wiesen“ wird auch die Brixner Tänzerin und Choreografin Sabrina Fraternali mitwirken mit ihrem Projekt „Glauco“, das vorführt, wie die stets wandelnde Bewegung dem Körper Halt gibt.
Heidi Troi durfte kürzlich auf der Frankfurter Buchmesse das Buch „Feierabend“ präsentieren, in dem sie zusammen mit mehreren Autorinnen auch selbst eine Erzählung verfasst hat. Neben vielen Geschichten enthält es nichtige und wichtige Informationen zum Thema Feierabend.
NACHGEFRAGT
„Spannende Aufgabe in Brixen“ KARIN PERNEGGER, Kuratorin der StadtGalerie für das Jahr 2020, über die kulturpolitische Aufgabe der Galerie und ihre Intention, sie zum lebendigen Erfahrungs- und Austauschraum zu machen. Frau Pernegger, Sie übernehmen die kuratorische Leitung der StadtGalerie Brixen für das Jahr 2020. Die Vorgabe lautet, die Galerie solle zum Wohnzimmer der Stadt werden… Selbst das Museum in der Metropole verliert seine Legitimation, wenn es den Kontakt mit der Bevölkerung verliert. Deshalb möchte ich das „Wohnzimmer“ zu einem lebendigen Erfahrungs- und Austauschraum öffnen. Meine Erfahrungen in Tirol und Vorarlberg zeigten, dass der Kontakt zur Bevölkerung wesentlich ist. Anders als in der Großstadt gibt es eine hohe Identifikation mit dem
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gemeinsam gestalteten Lebensraum. Das ist ein unschätzbares Kapital, was die Aufgabe in Brixen so spannend macht. Können Sie uns etwas über die Projekte erzählen? Bevor ich genauer ins Detail gehen kann, sind mit dem ersten Kennenlernen noch einige kleine Weichenstellungen zu justieren, aber so viel kann ich vorwegnehmen: Ich möchte ein gemeinsames Bewusstsein ansprechen. Klimawandel und seine Auswirkungen stehen zentral zur Diskussion; was kann die Gemeinschaft dagegen tun? Einer erreicht nichts, aber viele erreichen vieles. Ich möchte
aber auch Gäste einladen und freue mich besonders, die junge Szene aus Nepal auszustellen, um einen Austausch mit jungen Südtiroler Künstlern zu initiieren. Mit 56.000 Euro ist das Budget etwas knapp bemessen. Auch wenn es wenig Mittel im Gesamten sind, ist es doch eine wertvolle Investition, auf die es aufzubauen gilt. Wichtig ist, damit nicht allein die Förderung der Künstler beglichen zu sehen, sondern auch ihren persönlichen Einsatz wertzuschätzen, um den Kulturraum Brixen neu zu gestalten. irene.dejaco@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info
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Magie des Augenblicks
z Begegnung mit der Natur in ihren magischen Augenblicken – so die Zeilen, die die kahlen, leicht mit Schnee bedeckten Baumäste beschreiben, auf denen die zwei Elstern alleine durch ihre
Anwesenheit in der kalten Winterlandschaft wie Magie wirken (im Bild). Magisch sind die Bilder von Naturfotograf Hugo Wassermann aber nicht nur wegen der Momente, die er auf seinen Fotos
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festhält; vielmehr erscheinen die Bilder selbst nahezu unwirklich. Unwirklich schön. Unwirklich perfekt. Um den Auslöser im rechten Augenblick zu drücken, dem Magie innewohnt, bedarf es
MUSIK
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unzähliger Stunden der Geduld und Stille. Von den Strapazen, die zum perfekten Bild führen, weiß der Naturfotograf aus dem Brixner Raum nur zu gut Bescheid, aber auch von der Verzückung, Natur in ihrer Vollendung eingefangen zu haben. „Naturwelten“ heißt der neueste Katalog von Hugo Wassermann, in dem er die Betrachter einlädt, die schier unergründliche Perfektion in der Natur durch sein Auge wahrzunehmen, „damit wir uns die Wunderwelt Natur in ihrer Artenvielfalt und Vollkommenheit bewahren“. Die kurzen Texte der Bildbeschreibungen stammen aus der Feder von Helene Bachmann. Ihr gelingt es, die Kraft der Bilder mit einer einfühlsamen Sprache ausdrucksstark zu beschreiben. „Die Kraft der Bilder und der Klang der Sprache sind unsere Spuren durch die Naturwelten und Magie des Augenblicks“, so die Autorin. Anfang November wird der neue Fotokatalog von Hugo Wassermann mit Texten von Helene Bachmann veröffentlicht. sp
z Der Name Matteo Goffriller ist in Brixen noch weitgehend eine Unbekannte, aber immer mehr Initiativen holen den berühmten Geigenbauer aus dem Schlund des Vergessens. Als erster stieß der australische Dirigent Stephen Lloyd auf Goff riller – mit Hilfe seines Freun-
des Charles Beare, der Forschung zu den venezianischen Geigenbauern betrieb. Lloyd gründete daraufhin mit der Geigerin Irene Troi das Jugendsinfonieorchester Matteo Goffriller, das mit dem Attergauer Jugendorchester eng zusammenarbeitet. Beim Konzert im Mai referierte Philipp Blom
über Goffriller in Begleitung vom Cellisten Christophe Coin. Matteo „Gfriller“ interessierte sich mehr für den Geigenbau als für die Schmiede seines aus Barbian stammenden Vaters. Bei erstbester Gelegenheit ergriff er die Chance, in Venedig bei Martin Kaiser als Lehrling anzuheuern. Er heiratete dessen Tochter Maddalena und gründete eine eigene Geigenbauschule, die er bis zu seinem Tode 1742 erfolgreich führte. Mitte Oktober startete der neu gegründete italienische Bildungsausschuss unter Luigino Scaggiante eine Gedenkveranstaltung zum 360. Geburtstag von Matteo Goffriller vor dessen Geburtshaus Nr. 20 in der Trattengasse. Ein zweiter musikalischer Flashmob trat an der Ecke Große/Kleine Lauben auf, um dann in Begleitung von barock Kostümierten in der Hofburg ein Konzert zu geben – mit dem Violinisten Günther Sanin, dessen Geige eine echte Goffriller ist. ird
MUSIK
Rundes Jubiläum z Das Jubiläum ihres 100-jährigen Bestehens war nicht nur für die Musikkapelle, sondern für die gesamte Bevölkerung von Afers ein besonderer Anlass zum Feiern. In einer zweitägigen Veranstaltung wurde das Jubiläumsfest im September ausgerichtet. Den Anfang machte ein Abendkonzert der Jubelkapelle. Dabei wurden auch verdiente Mitglieder für ihre langjährige Tätigkeit in der Kapelle geehrt: Michael Prader für 25-jährige Tätigkeit und Albin Bacher für 25-jährige Tätigkeit im Ausschuss, unter anderem als Kapellmeister, Jugendleiter, Beirat und ObmannStellvertreter. Am Sonntagmorgen wurde die Verbandsfahne und etwa 20 Fahnenabordnungen des Bezirks Brixen empfangen. Nach dem Gottesdienst in der Pfarrkirche
von Afers wurde die von Musikant und Dorfchronist Martin Prader eigens fürs Jubiläum zusammengestellte Chronik „Musikkapelle Afers“ vorgestellt. „100 Stunden Chronikarbeit, in 100 Tagen realisiert, auf 100 Buchseiten für 100 Jahre Musikkapelle Afers“, fasst Martin Prader seine Arbeit nicht ohne Stolz zusammen. Die Chronik gibt, beginnend mit der Gründung 1919 durch Vigil Gostner, einen Einblick in die 100-jährige Laufzeit der Musikkapelle. Parallel dazu wurde im Mehrzwecksaal eine Fotoausstellung organisiert, in der die 100 Jahre Musikgeschichte bildlich präsentiert wurden. Am Nachmittag sorgte die Jugendkapelle Lüsen/St. Andrä/Afers und die Böhmische von Weitental für die musikalische Unterhaltung. sp
NEU IM REGAL Exzellente Lagen und Tropfen Südtirol ist als Weinland weit über die Grenzen hinaus bekannt. Klima und Böden sowie das aus Tradition und neuesten Methoden geformte Know-how der Kellermeister ergänzen sich optimal, um exzellente Tropfen heranreifen zu lassen. Christoph Gufler, Autor von „Weinland Südtirol. Geschichten, Lagen, Sorten“ ist überzeugt: „Man kann diese Weine auch nur trinken; mehr hat man aber davon, wenn man ein wenig darüber Bescheid weiß.“ Dazu liefert das bei Edition Raetia erschienene Buch reichlich Wissen, Anekdoten, Tipps und Adressen. Mit mehr als 150 Fotos, aktuellen und historischen Illustrationen ist das Buch anschaulich und macht Lust auf einen Besuch im Weinland Südtirol. Man erfährt, dass Gewürztraminer, Lagrein und Vernatsch autochthone Sorten sind, die heute noch angebaut werden. Brater, Fraueler, Gschlafene und Versoaln sind hingegen alte Rebsorten, die
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kaum noch jemand kennt. Dabei ist die Rebe in Prissian, die mit einem Alter von 350 Jahren als die älteste und größte der Welt gilt, eine Versoaln-Rebe. Zu Wissenswertem und Kuriosem bietet das Buch über 30 Wandertipps, die zum Selberentdecken auf Schusters Rappen einladen.
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Große Lauben 3 . Brixen
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Foto: Marzia Rizzo
DOMCHOR BRIXEN
Kunst & Kultur
Neuer Vorstand gewählt z Nach vier Jahren standen im Herbst Neuwahlen für den Vorstand an: Markus Liensberger wird in den kommenden vier Jahren als Obmann die Geschicke des Domchores leiten; ihm zur Seite stehen als seine Stellvertreterin Barbara Fuchs sowie Erica Scorrano und Roswitha Malsiner. Ebenso Teil des Vorstandes sind Domkapellmeister Heinrich Walder, Domorganist Franz Comploi und Domdekan Ulrich Fistill. Der Chor setzt sich derzeit aus 48 Mitgliedern zusammen, die an jedem Freitagabend im Kapitelsaal ihre Probe abhalten. Zu den Aufgaben des Domchores zählt primär die Gestaltung der liturgischen Feiern im Dom. Dabei gelangen große Orchestermessen aus unterschiedlichen Epochen zur Aufführung, die vom DomchorOrchester mitgestaltet werden. Neben diesen regelmäßigen
Aufgaben durfte der Domchor in den vergangenen vier Jahren auch einige Highlights erleben – zum Beispiel eine Konzertreise nach Hessen mit Mozarts Requiem oder das Gemeinschaftskonzert mit den Regensburger Domspatzen, bei dem Haydns Schöpfung zur Aufführung kam. Als besonders erleben Domchor-Sänger die Adventszeit, die durch das häufige Mitfeiern des RorateAmtes am frühen Morgen auch eigene spirituelle Erfahrungen bereithält. „Das Singen im Chor empfinden viele als gesunden und befreienden Ausgleich zu ihrem Alltag. Die zahlreichen Gelegenheiten zu Gemeinschaftserlebnissen sind ebenso ein Grund, weshalb viele Mitglieder dem Domchor seit Jahren, ja sogar Jahrzehnten die Treue halten“, ist ObmannStellvertreterin Barbara Fuchs überzeugt. sp
THEOLOGIE & PHILOSOPHIE IM KONTEXT
THEATER
Othello im Zirkus z Antonio Viganò ist ein Zauberer. Er hat vor Jahren ein Projekt ins Leben gerufen, in dem sich Menschen mit Beeinträchtigung frei entfalten können, und er nannte es „Akademie der Vielfalt“. Besonders die Theatergruppe „Teatro la Ribalta“ lässt mit ihren Produktionen immer wieder aufhorchen und wird zu internationalen Festivals eingeladen. Nach dem Projekt für Rollstuhlfahrer „Superabile“ im Sommer gastierte kürzlich die Truppe im Forum Brixen mit „Otello Circus“. Diese Version von Othello mit dem dunkelhäutigen Rodrigo Scaggiante in der Hauptrolle ist eine gelungene Mischung zwischen der Verdi-Oper und dem Werk Shakespeares. Es spielt in einem Zirkus, die Zuschauer sitzen auf Tribünen rund um die kleine
Arena. Der ehemalige Zirkusdirektor Othello erwartet ergeben auf seinen Einsatz; er muss zur Strafe für den grauenvollen Mord an Desdemona die Tat immer von Neuem wiederholen. In der Manege flankieren ihn auch alle anderen Figuren aus der Tragödie wie Cassio, Jago und Emilia, die zugleich auch Akrobaten, Messerwerfer und Dompteure sind. Mit unglaublicher Intensität und außergewöhnlicher Poetik lassen die Figuren das Drama um eine tödliche Eifersucht auferstehen, umrahmt von originalen Musikeinspielungen, wunderbar einfachen Kunstgriffen, eine gute Portion Humor („Cassio, tu mi prendi per il culo!“) und der passenden Geräuschkulisse von Rocco Ventura. ird
ESOTERIK
EINE ALTERNATIVE ZUR RELIGION? Vorträge für Interessierte an der Phil.-Theol. Hochschule Brixen: 14. November 2019
21. November 2019
Prof. Paul Renner
Prof. Edmund Runggaldier Prof. Martin M. Lintner
Der alte und im- Esoterik auf mer faszinierende dem Prüfstand Prof. Christoph Amor + Weg der Magie
28. November 2019
Esoterik und christliche Spiritualität: ein unüberwindbarer Gegensatz?
jeweils von 14.00 bis 16.30 Uhr. INFOS/ANMELDUNG > www.hochschulebrixen.it/ Tel. 0472 271 120 / annimi@hs-itb.it
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TIMER
November 2019 DIVERSES
Singrevue „Champus an der Bar“ – die neueste Eigenproduktion der Heimatbühne St. Andrä vereint humorvolle Sketche mit Liedern der Gruppe „Die Alpenfrieden Buam“. Die Premiere, 8. November, und die letzte Aufführung, 30. November, werden zu einem Gala-Abend mit Festmenü. z Die Idee zu dieser sehr außergewöhnlichen Produktion stand schon länger im Raum. Ein Musical war es, was den Mitgliedern der Heimatbühne St. Andrä vorschwebte und dafür holten sie sich bei keinem geringeren als Stephen Lloyd − Orchesterdirigent der Vereinigten Bühnen Bozen − professionelle Unterstützung. Beim von ihm geleiteten Workshop machte man sich gemeinsam mit dem Kirchenchor mit dem Thema Musical vertraut.
„Musical“-isches Singen. Seit
dem Workshop sind zwei Jahre vergangen. Nun präsentiert die Heimatbühne St. Andrä ein „Musical“isches Singspiel mit reichlich Witz und Humor, gespickt mit vielen Pointen und heiteren Wortverwicklungen. Dass man sich für die Lieder der Gruppe „Die Alpenfrieden Baum“ entschieden hat, geht auf zwei sehr rührige Theatermenschen zurück: zum einen der frühere Spielleiter Harald Duml, zum anderen der amtierende Spielleiter Christian Prader. Wichtig war diesen, dass die Hei-
matbühne St. Andrä Theater spielt und dazu sehr gefällige, bekannte und gesellige Lieder singt. Glücklicherweise konnte der landesweit namhafte und renommierte Regisseur Leo Ploner für diese Idee gewonnen werden, der auf einzigartige Weise in Zusammenarbeit mit der Band „Nix Fix“ aus Brixen und den Liedern der „Alpenfrieden Buam“ eine Singrevue entwickelt hat, die einen Abend, gefüllt mit Spaß und Freude, zum Mitsingen und Schunkeln garantiert.
Gala-Abende. Die zweite Beson-
derheit der heurigen Inszenierung sind die beiden Gala-Abende, die der Premiere am Freitag, 8. November, und der letzten Aufführung am Samstag, 30. November, einen speziellen Akzent verleihen: Ein Galadinner wird zwischen den Sketchen und den Liedern der Singrevue serviert werden, gefolgt von einer Ballnacht mit der Liveband „Nix Fix“.
* GALA-ABENDE
59 Euro, Aufführung inkl. Begrüßungsprosecco, 4-Gänge-Menü, Ball mit Liveband „Nix Fix“
* PREMIERE: *
Fr., 8. November, 20:30 Uhr LETZTES: Sa., 30. November, 20:30 Uhr
CHAMPUS AN DER BAR Singrevue der Heimatbühne St. Andrä und Die Alpenfrieden Buam
* Aufführung und Gala-Abend
Freitag, 8. & Samstag, 30. November, 20:30 Uhr
* Aufführungen
13., 15., 19., 26. & 29. November, 20:30 Uhr Sonntag, 10. & 17. November, 17:30 Uhr Mehrzwecksaal der Grundschule St. Andrä
Eintritt Aufführungen: 17 Euro, 10 Euro (Kinder bis 14 Jahre) Reservierung: 348 732 13 20 täglich 10−12 Uhr & 17−19 Uhr
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7. KUNTERBUNTES KLEIN KUNST FESTIVAL
Veranstaltungen
Dienstag, 12. bis Montag, 18. November – Jugendhaus Kassianeum, Brixen * Dienstag, 12. November 14 bis ca. 14:55 Uhr Wir pfeifen auf den Gurkenkönig Nach einem Roman von Christine Nöstlinger, mit Live-Musik Ab 7 Jahren Eines Tages taucht bei der Familie Hogelmann ein seltsamer Gurkenkönig auf. Er manipuliert den Vater und spielt die Familienmitglieder skrupellos gegeneinander aus, bis die Kinder die Sache in die Hand nehmen. Verein denk:spiel, A
* Mittwoch, 13. November 15 bis ca. 15:55 Uhr Pinocchio Nach dem Kinderbuch von Carlo Collodi Ab 4 Jahren Der alte Geppetto schnitzt sich aus einem Stück Holz eine Marionette und tauft sie „Pinocchio“. Zu seiner Überraschung beginnt diese, sich von selbst zu bewegen und zu sprechen. babelart Theater, I & EST – A
16:15 bis ca. 17 Uhr Verpackt! Das Müllmonster räumt auf Ab 5 Jahren Die 2 Straßenkehrerinnen Bertha und Britta müssen sauber machen. Nur wie, wenn das Müllmonster alles wieder durcheinanderbringt? Red Dog Theater, AUS & D 15:15 bis ca. 15:55 Uhr Das hässliche kleine Entlein Nach Hans Christian Andersen Ab 3 Jahren Aufregung auf dem Entenhof: Die neuen Küken sind ausgeschlüpft. Aber eines von ihnen ist irgendwie anders, viel zu groß, viel zu dunkel, viel zu hässlich. Figurentheater Christiane Weidringer, D Ore 17:15–18 Aiko e l’Orso della Luna Bianca Dai 5 anni In un teatrino d’ombre prende forma la storia di Aiko: suo marito, tornato a casa da una lunga guerra, non è più quello di prima, il dolore lo ha cambiato; così Aiko decide di chiedere aiuto alla Guaritrice. LeStrologhe, I
16:15 bis ca. 17 Uhr Misteria Teatro di burattini bilingue – Zweisprachiges Puppentheater Dai 5 anni – ab 5 Jahren Misteria, una bambina dai capelli blù, viene abbandonata nel bosco. Grazie alla sua furbizia riesce a mettere nel sacco un lupo e un orco e infine a trovare l’amore. InFabula, I
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* Donnerstag, 14. November 14 bis ca. 14:45 Uhr Der goldene Taler Ab 5 Jahren Auf der Suche nach dem goldenen Taler begegnet Anna Barbara merkwürdigen Figuren: dem dürren Herrn Geiz, seinem Schimmel Unverzagt und einem höchst lebhaften Putzwassermännlein. Theatermanufaktur Dresden, D
15:15 bis ca. 15:55 Uhr Kluppe Wäschekind Ab 3 Jahren Birgit Bügel bügelt. Auf ihrem Bügelbrett. Sie bügelt über Bügelwäsche und Wäschehügel. Ihr Bügeleisen macht Reisen über Wäscheberge und -täler … als sich plötzlich jemand aus dem Wäscheberg gräbt… Theater GundBerg, A
* Freitag, 15. November 14 bis ca. 14:40 Uhr Ungebetene Geburtstagsgäste Ab 4 Jahren Geburtstag ist schon ganz was Besonderes. Da gibt es Geschenke! Dass sich aber der Kasperl über verschwundene Geschenke freuen kann, das ist eine spannende Geschichte. Puppenbühne Zappelfetzn, A
15 bis 15:40 Uhr Schiffchens große Fahrt Ab 4 Jahren Ein kleines Mädchen faltet ein Schiffchen und setzt es ins Wasser: es wird eine lange Reise machen bis ins Meer... Fliegendes Theater, D
16 bis ca. 16:50 Uhr Ali Baba und die vierzig Räuber Ab 5 Jahren Das Stück erzählt atemberaubend spannend und voll Poesie eines der schönsten Märchen aus Tausendundeiner Nacht. Marotte Figurentheter, D
17 bis ca. 17:55 Uhr Frau Meier, die Amsel Ab 7 Jahren In Frau Meiers Garten wachsen Kürbisse, und in ihrem Kopf ranken Sorgen und Ängste. Doch am Schluss startet Frau Meier zu einem kleinen Höhenflug! Krokodil Theater, D
13 bis ca. 13:40 Uhr & 16 bis ca. 16:40 Uhr Allerhand: Abenteuer für 10 Finger Ab 4 Jahren Auf der Suche nach seinem Hut findet der Theaterdirektor einen Zauberstab. Plötzlich werden Gegenstände lebendig und seine Hände verwandeln sich in zwei quietschvergnügte Spaßmacher. Krokodil Theater, D
* Sonntag, 17. November 9:30 bis ca. 10:15 Uhr & 11:30 bis ca. 12:15 Uhr „Ach, wenn es mir nur gruselte“ Von einer, die auszog, das Fürchten zu lernen Ab 5 Jahren Andrea Post und Tim Schreiber bieten das Grimm-Märchen überzeugend und urkomisch in einer eindrucksvollen Mischung aus Schauspiel und Pantomime dar. Ausgezeichnet mit dem 1. Preis auf der Münchner KinderKulturBörse 2011. Theater Schreiber & Post, D
* Samstag, 16. November 10:15 bis ca. 11 Uhr Schneewittchen strickt ein Monster Ab 6 Jahren Schneewittchen ist eine kleine Ziege und liebt das Stricken. Was steckt alles in einem Knäuel Wolle? Figurentheater Unterwegs, D
11:15 bis ca. 12 Uhr & 14 bis ca. 14:45 Uhr Die Prinzessin kommt um vier Nach einem Bilderbuch von Wolfdietrich Schnurre Ab 4 Jahren Die Hyäne ist hässlich und stinkt – aber sie ist anders und außerdem hat sie ein Geheimnis: Sie sei eine verzauberte Prinzessin... Theater Kunstdünger, D
14 bis ca. 14:40 Uhr Ungebetene Geburtstagsgäste Ab 4 Jahren Geburtstag ist schon ganz was Besonderes. Da gibt es Geschenke! Dass sich aber der Kasperl über verschwundene Geschenke freuen kann, das ist eine spannende Geschichte. Puppenbühne Zappelfetzn, A
15 bis ca. 15:40 Uhr HollaHop! Nach dem Märchen von „Frau Holle“ der Gebrüder Grimm Ab 3 Jahren Eine Witwe hatte zwei Töchter, davon war die eine schön und fleißig, die andere hässlich und faul. Sie hatte aber die hässliche und faule viel lieber, weil sie ihre rechte Tochter war. Figurentheater NAMLOS, I
In der Mittagspause bieten wir ein schmackhaftes Essen an! 13 bis ca. 13:50 Uhr & 16 bis ca. 16:50 Uhr Morgenstern und Mondendinge Ab 4 Jahren Charlott und Caroline kommen vom Morgenstern, zischen am Mond vorbei auf die Erde und treffen allerlei Figuren aus den Gedichten von Christian Morgenstern. Figurentheater “Il segreto di Pulcinella”, I & D - A
10:30 bis ca. 11:10 Uhr & 14 bis ca. 14:40 Uhr & 16 bis ca. 16:40 Uhr Der kleine Eisbär Ab 3 Jahren Hoch oben im Norden, wo Schnee und Eis ewig sind, wohnt Lars, der kleine Eisbär. Marotte Figurentheater, D
10:30 bis ca. 11:10 Uhr & 14 bis ca. 14:40 Uhr & 16 bis ca. 16:40 Uhr Die Sachenfinderin Ab 3 Jahren Kari ist vier Jahre alt, und das Beste auf der Welt ist Apfelkuchen backen mit Mama. Ausgezeichnet mit dem 1. Preis auf der Münchner KinderKulturBörse 2017. Figurentheater Unterwegs, D
15 bis ca. 15:45 Uhr & 17 bis ca. 17:45 Uhr Die kleine Meerjungfrau Ab 4 Jahren In der fantastischen Wasserwelt lebt die kleine Meerjungfrau Arielle. Sie spielt gern mit ihren Freunden, am liebsten jedoch sitzt sie auf dem Korallenriff und beobachtet die Menschen. Theatermanufaktur Dresden, D
ächsten Auf der n weiter t‘s Seite geh 47
11:30 bis ca. 12:20 Uhr & 14 bis ca. 14:50 Uhr & 16 bis ca. 16:50 Uhr Der gestiefelte Kater oder: auf dreisten Pfoten Ab 4 Jahren Eigentlich ungerecht, dass der jüngste Sohn nichts bekommt, als der Besitz des Vaters verteilt wird. Aber es ist ja nichts mehr da ... Doch halt - das alte Katzenvieh - ja, das kann er haben. Tamalan Theater, D
* Montag, 18. November
In der Mittagspause bieten wir ein schmackhaftes Essen an! 14 bis ca. 14:35 Uhr & 15 bis ca. 15:35 Uhr Herr Laut & Frau Leise Ab 3 Jahren Herr Laut ist groß und sehr laut, Frau Leise klein und zart. Beide wollen gemeinsam verreisen. Kranewit Theater, D
15 bis ca. 15:55 Uhr Die Reise ins Schlaraffenland Ab 4 Jahren Amy findet das Schlaraffenland! Theater Schreiber & Post, D
THEATER
Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke z Von einem, der auszog, Schauspieler zu werden – und bei den Großeltern einzieht. Dass man so ein Schicksal mit Humor nehmen muss, weiß der Schauspieler und Autor Joachim Meyerhoff. Sein Roman „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ wurde vom Metropoltheater in München für die Bühne angepasst. Die preisgekrönte Inszenierung ist auf Einladung des Südtiroler Kulturinstituts in Brixen zu sehen. Erzählt wird aus dem Leben des jungen Joachim, der überraschend die Aufnahmeprüfung an der OttoFalckenberg-Schule in München besteht und mangels bezahlbarer Alternativen zu seinen Großeltern zieht, die in einer alten Villa residieren. Während er an der
Schauspielschule physisch wie psychisch nach allen Regeln der Kunst auseinandergenommen und nur spärlich wieder zusammengesetzt wird, erwartet ihn bei den Großeltern deren fabelhaft bizarrer wie alkoholdurchtränkter Alltag. Die Lücken, mit denen das beginnende Erwachsenenleben allerorts für ihn aufwartet, sind gewaltig und noch lange nicht gefüllt.
* Mi., 27. November, 20 Uhr Brixen, Forum
Einführung: 19:15 Uhr Karten bei Athesia-Ticket und www.kulturinstitut.org Informationen: Tel. 0471 313800 Die Veranstaltung des Südtiroler Kulturinstituts wird von der Unternehmerinitiative Wirtschaft & Kultur und von Dr. Spinell unterstützt.
MUSIK 16:15 bis ca. 17 Uhr Aschenputtel Ab 5 Jahren Das Leben von Aschenputtel ist grau, randvoll mit Arbeit und traurigen Erinnerungen. Wenn sie ihrem Schicksal entkommen will, muss sie den ersten Schritt selber wagen. Kranewit Theater, D
15 bis ca. 15:35 Uhr & 16 bis ca. 16:35 Uhr Die Prinzessin auf der Reise Ab 4 Jahren Eine richtige Prinzessin, die durch die Welt zieht, tanzt, wo’s ihr gefällt und weiß eines ganz genau: Müssen tut sie gar nichts! Figurentheater Eva Sotriffer, I
Jugendhaus Kassianeum Brunogasse 2 – I-39042 Brixen – Tel. 0472 279923 bildung@jukas.net – www.jukas.net 48
Foto: Jean-Marc Turmes
15 bis ca. 15:50 Uhr & 17:15 bis ca. 18:05 Uhr Ochs und Esel Ab 3 Jahren Weihnachtslieder proben, Kekse backen, Geschenke finden, die Krippe herrichten. Dass bei den Vorbereitungen auf das große Fest einiges schief geht, versteht sich bei dem schusseligen Clown-Duo ganz von selbst. Clownduo Herbert & Mimi, A & I
Carion Bläserquintett Foto: janisphoto.com
Veranstaltungen
… und noc h mehr Sonntags programm
z Kammermusikperformer könnte man sie nennen, die Musiker des derzeit sicher innovativsten Bläserquintetts Europas. Das preisgekrönte dänisch-lettische Ensemble Carion macht seit Jahren durch frischen Wind in der Kammermusikszene auf sich aufmerksam, enthüllt mit seinen Konzertperformances die innere Architektur musikalischer Kompositionen und macht sie zugänglich für ein breites Publikum. Besonders spannend ist dieser Ansatz für jüngere Zuhörer. Zum 70. Geburtstag des Kulturvereins Brixen Musik tritt
das Ensemble Carion am 5. November um 20 Uhr im Parzivalsaal des Vinzentinums auf.
* Di., 5. November, 20 Uhr
Parzivalsaal, Vinzentinum
Kartenvorverkauf: Tourismusbüro Brixen, Regensburger Allee 9, Brixen, Tel. 0472 27 52 52 oder musik@ kulturvereinbrixen.it
Samstag, 2. November
Diverses
ab 9 Uhr
Diverses
ab 9 Uhr
Benefizflohmarkt Benefizflohmarkt der Caritasgruppe der Pfarrei Vahrn bis 18 Uhr Vahrn, alter Kindergarten AKI TEN Brixen 2019 Bonsai Ausstellung Forum Brixen
Theater
20 Uhr
Ziemlich beste Freunde Für die Bühne adaptiert von René Heinersdorff. Spielgemeinschaft VintlWeitental Franzensfeste
Sonntag, 3. November
Dienstag, 5. November
Diverses
Theater
ab 9:30 Uhr
AKI TEN Brixen 2019 Bonsai Ausstellung Forum Brixen
Theater
17 Uhr
Ziemlich beste Freunde Für die Bühne adaptiert von René Heinersdorff. Spielgemeinschaft VintlWeitental Franzensfeste
Theater
Theater
18 Uhr
20 Uhr
Ball der einsamen Herzen Theatergruppe Lüsen Lüsen, Gemeindesaal
20 Uhr
Don Camillo & Peppone Theatergruppe Villnöß bringt eine Komödie, Regie: Claus Tröger St. Peter Villnöß, Kulturhaus
20 Uhr
Ziemlich beste Freunde Für die Bühne adaptiert von René Heinersdorff. Spielgemeinschaft VintlWeitental Franzensfeste
Musik
Don Camillo & Peppone Theatergruppe Villnöß bringt eine Komödie, Regie: Claus Tröger St. Peter Villnöß, Kulturhaus
Theater
Freitag, 8. November
Montag, 4. November
Film
16. OEW-Filmfestival: „The Hate U Give“ Astra Brixen
20 Uhr
Carion Bläserquintett Kammermusikperformance Parzivalsaal, Vinzentinum
20 Uhr
Mittwoch, 6. November
Theater
20 Uhr
Don Camillo & Peppone Theatergruppe Villnöß bringt eine Komödie, Regie: Claus Tröger St. Peter Villnöß, Kulturhaus Donnerstag, 7. November
Film
ab 8 Uhr
16. OEW-Filmfestival für Ober- und Berufsschüler – In Bewegung Forum Brixen
Theater
20 Uhr
Ziemlich beste Freunde Für die Bühne adaptiert von René Heinersdorff. Spielgemeinschaft VintlWeitental Franzensfeste
Film
ab 8 Uhr
Diverses
ab 9 Uhr
16. OEW-Filmfestival für Ober- und Berufsschüler – In Bewegung Forum Brixen Tagung: Kirche in Bedrängnis. Diskurse, Strukturen und Akteure der Reformen in der Habsburgermonarchie Priesterseminar, Brixen
Theater
20 Uhr
Theater
20 Uhr
Film
20 Uhr
Ziemlich beste Freunde Für die Bühne adaptiert von René Heinersdorff. Spielgemeinschaft VintlWeitental Franzensfeste
Don Camillo & Peppone Theatergruppe Villnöß bringt eine Komödie, Regie: Claus Tröger St. Peter Villnöß, Kulturhaus 16. OEW-Filmfestival: „Capernaum“ Astra Brixen
VERLEIH UNS FRIEDEN Felix Mendelssohn Chor des Collegium Musicum Bruneck Streicherakademie Bozen, Ltg Georg Egger Clau Scherrer, Dirigent Felix Mendelssohn: Der 42. Psalm „Wie der Hirsch schreit“ Der 114. Psalm „Wie Israel aus Ägypten zog“ O Haupt voll Blut und Wunden, Verleih uns Frieden
* Samstag, 9. November, 18 Uhr Dom Brixen
Kartenvorverkauf: Tourismusbüro Brixen, Tel. 0472 275252 Ermäßigung für Jugendliche, Studenten, Senioren, Familienpass
MOZART AUF REISEN Familienkonzert mit Marionetten
Heinrich Klug, Moderation, Leitung, Violoncello Maria Reiter, Akkordeon Anton Carus, Violine (als “Wolferl”) Sonja Uhlmann, Klavier (als „Nannerl“) Stefan Fichert, Marionettenspieler Konrad Wipp, Marionettenspieler
* Sonntag, 17. November, 17 Uhr Forum Brixen
Kartenvormerkungen: Forum Brixen, Tel. 0472 275588, info@forum-brixen.com
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Veranstaltungen
Musik
20:30 Uhr
Schildkrötenritt Konzert von Les Reines Prochaines. Dekadenz, Anreiterkeller
Musik
18 Uhr
Verleih uns Frieden Chor des Collegium Musicum Bruneck, Streichakademie Bozen Dom Brixen
Singrevue
17:30 Uhr
Play Galilei Ein Gastspiel von Comedia Köln Forum Brixen
Theater
Diverses
18 Uhr
Kindertheater ab 8:45 Uhr Diverses
20 Uhr
Noche de la luna crecente Tango Argentino Konzert mit Tango Tanzabend: Milonga Theatersaal Don Bosco
Play Galilei Ein Gastspiel von Comedia Köln Forum Brixen
Sumsifest Forum Brixen
ab 15 Uhr
Theater ab 9 Uhr
Tagung: Kirche in Bedrängnis. Diskurse, Strukturen und Akteure der Reformen in der Habsburgermonarchie Priesterseminar, Brixen
Diverses
Mittwoch, 13. November
Diverses
Erzählkunstfestival Pinocchio, Verpackt! Das Müllmonster räumt auf, Aiko e l’Orso della Luna Bianca Jugendhaus Kassianeum
Samstag, 9. November
Diverses
ab 14 Uhr
Erzählkunstfestival Wir pfeifen auf dem Gurkenkönig, Das hässliche kleine Entlein, Misteria Jugendhaus Kassianeum
Montag, 11. November
20:30 Uhr
Champus an der Bar Sketche: Heimatbühne St. Andrä, Lieder „Die Alpenfrieden Buam“ Mehrzwecksaal der GS St. Andrä
Kindertheater ab 8:45 Uhr
Champus an der Bar Sketche: Heimatbühne St. Andrä, Lieder „Die Alpenfrieden Buam“ Mehrzwecksaal der GS St. Andrä
Don Camillo & Peppone Theatergruppe Villnöß bringt eine Komödie, Regie: Claus Tröger St. Peter Villnöß, Kulturhaus
Singrevue
Dienstag, 12. November
ab 14 Uhr
Sonntag, 10. November
Theater
17 Uhr
Ziemlich beste Freunde Für die Bühne adaptiert von R. Heinersdorff. Spielgemeinschaft Vintl-Weitental Franzensfeste
Theater
20 Uhr
Ziemlich beste Freunde Für die Bühne adaptiert von René Heinersdorff. Spielgemeinschaft VintlWeitental Franzensfeste
20 Uhr
Don Camillo & Peppone Theatergruppe Villnöß bringt eine Komödie, Regie: Claus Tröger St. Peter Villnöß, Kulturhaus
Singrevue
20:30 Uhr
Champus an der Bar Sketche: Heimatbühne St. Andrä, Lieder „Die Alpenfrieden Buam“ Mehrzwecksaal der GS St. Andrä
BRUNOD GALLO BARBIERO Extema Ratio
Zu dritt sind sie nur, dafür aber vielfältige Instrumentalisten: Mit elektrischer und akustischer Gitarre, E-Bass und Kontrabass, Elektronik und Perkussionen bauen Maurizio Brunod, Danilo Gallo und Massimo Barbiero in „Extrema Ratio“ weite Klang-Räume. Sie sind weit davon entfernt, sich bequemen stilistischen, formalen und melodiösen Lösungen hinzugeben. Fantasievolle Facetten hören wir in ihren Songs, einige davon sind Eigenkompositionen, andere Traditionals mit einigen Neuinterpretationen wie „Our Spanish Love Song“ von Charlie Haden.
GEGEN VERGESSEN: Der Schoß ist fruchtbar noch aus dem das kroch
Szenische Collage mit Texten und Liedern gegen Nationalismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus.
Maurizio Brunod: Gitarre Danilo Gallo: Bass, Balalaika Massimo Barbiero: Schlagzeug, Perkussionen
Dramaturgie & Regie: Reinhard Auer Besetzung: Gabriele Langes, Sarah Scherer, Christoph Morais Fortmann, Martin A. Greif, Thomas Giegerich Musik: Stefan Geier, Susanna Geier, Elisabeth Langes
* Donnerstag, 21. November, 20:30Uhr
* Donnerstag, 14. November, 20 Uhr
Reservierung: karten@dekadenz.it Tel. +39 0472 836393 (Di.−Fr. 17−19 Uhr)
Karten: info@ftb.bz.it oder 347 681 9754 (17–20 Uhr) www.ftb.bz.it
Dekadenz, Anreiterkeller
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Forum Brixen
Donnerstag, 14. November
Freitag, 15. November
Samstag, 16. November
Vortrag
Diverses
ab 14 Uhr
Diverses
Singrevue
20:30 Uhr
14 Uhr
Esoterik – Eine Alternative zur Religion? Prof. Paul Renner: Der alte und immer faszinierende Weg der Magie Phil.-Theol. Hochschule Brixen
Diverses
ab 14 Uhr
Diverses
ab 18 Uhr
Erzählkunstfestival Ungebetene Geburtstagsgäste, Schiffchens große Fahrt, Ali Baba und die vierzig Räuber, Frau Meier, die Amsel Jugendhaus Kassianeum
Erzählkunstfestival Der goldene Taler, Kluppe Wäschekind Jugendhaus Kassianeum
Repair Cafè Gemeinsam mit Experten reparieren, was noch zu retten ist Kolping-Mensa, Fallmerayerstr. 4 B
Theater
20 Uhr
Gegen Vergessen – „Der Schoss ist fruchtbar noch aus dem das kroch …“ Freies Theater Bozen Forum Brixen
Champus an der Bar Sketche: Heimatbühne St. Andrä, Lieder „Die Alpenfrieden Buam“ Mehrzwecksaal der GS St. Andrä
Theater
20:30 Uhr
Und dann kam Mirna Theaterstück von Sibylle Berg, mit Elena-Maria Knapp und Michaela Senn Dekadenz, Anreiterkeller
ab 10:15 Uhr
Erzählkunstfestival Schneewittchen stricht ein Monster, Die Prinzessin kommt um vier, Morgenstern und Mondendinge, Allerhand: Abenteuer für 10 Finger, Ungebetene Geburtstagsgäste, HollaHop!, Die kleine Meerjungfrau Jugendhaus Kassianeum
Theater
20 Uhr
Don Camillo & Peppone Theatergruppe Villnöß bringt eine Komödie, Regie: Claus Tröger St. Peter Villnöß, Kulturhaus Sonntag, 17. November
Diverses
ab 9 Uhr
Benefizflohmarkt am Caritas-Sonntag Benefizflohmarkt der Caritasgruppe der Pfarrei Vahrn bis 18 Uhr Vahrn, alter Kindergarten
Diverses
ab 9:30 Uhr
Erzählkunstfestival „Ach, wenn es mir nur gruselte“, Der
kleine Eisbär, Die Sachenfinderin, Der gestiefelte Kater oder: auf dreisten Pfoten, Herr Laut & Frau Leise, Die Prinzessin auf der Reise, Ochs und Esel Jugendhaus Kassianeum
Kinderkonzert
17 Uhr
Mozart auf Reisen Familienkonzert mit Marionetten von Stefan Fichert Forum Brixen
Singrevue
17:30 Uhr
Champus an der Bar Sketche: Heimatbühne St. Andrä, Lieder „Die Alpenfrieden Buam“ Mehrzwecksaal der GS St. Andrä Montag, 18. November
Diverses
ab 15 Uhr
Erzählkunstfestival Die Reise ins Schlaraffenland, Aschenputtel Jugendhaus Kassianeum
TAKT-LOS
Generationentheater SILBERGRÜN im TPZ Brixen Das Gleichgewicht unserer Gesellschaft droht, aus dem Takt zu fallen − es gibt zu viele Alte, zu wenige Junge − und das bringt uns zu der Frage: Wie soll das gehen? Das Generationentheater SILBERGRÜN hat sich ein halbes Jahr mit dieser Frage beschäftigt, überlegt, wo es Reibungspunkte und Spannungsfelder gibt, und ist zum Schluss gekommen: Je mehr man sich Zeit nimmt füreinander, je mehr Zeit man miteinander verbringt, desto näher kommt man sich und dann merkt man, dass man sich gegenseitig braucht, voneinander lernen kann und sich viel zu geben hat. Wir haben unseren Rhythmus wieder in Einklang gebracht und vielleicht schaffen wir das auch bei unserem Publikum. Wir, Spieler aller Generationen, freuen uns auf Zuschauer aller Generationen!
BUNTERKUNT3 Die Bürgerkapelle Brixen, BrixBanda und Di Vògaiga laden zum Cäcilienkonzert. Kapellmeister Bürgerkapelle Brixen: Hans Pircher Obmann Bürgerkapelle Brixen: Martin Rastner Kapellmeister BrixBanda: Ewald Stampfl Jugendleiterin: Hanna Oberhofer Leiter Di Vògaiga: Erich Feichter
Ein Projekt in Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Theaterverband Leitung: Maria Thaler Neuwirth (STV)
* Samstag, 30. November, 19 Uhr
* Freitag, 22. November, 20 Uhr
Forum Brixen
Samstag, 23. November, 16 Uhr & 20 Uhr Sonntag, 24. November, 16 Uhr & 20 Uhr Dienstag, 26. November, 18 Uhr Theaterpädagogisches Zentrum Brixen
Kartenvorverkauf: Forum Brixen, 0472 275588 Eintritt 10 Euro seit 1801
Platzreservierungen aufgrund der geringen Sitzplatzanzahl per SMS: 335 535 99 55 Informationen: www.tpz-brixen.org
BÜRGER KAPELLE BRIXEN
wo Musik begeistert
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Dienstag, 19. November
Veranstaltungen
Singrevue
20:30 Uhr
Champus an der Bar Sketche: Heimatbühne St. Andrä, Lieder „Die Alpenfrieden Buam“ Mehrzwecksaal der GS St. Andrä Donnerstag, 21. November
Vortrag
14 Uhr
Esoterik – Eine Alternative zur Religion? Prof. Christoph Amor und Prof. Edmund Runggaldier: Esoterik auf dem Prüfstand Phil.-Theol. Hochschule Brixen
Musik
Kabarett
20:30 Uhr
Aus Liebe Von und mit Ulrike Haidacher, Regie: Dieter Woll Dekadenz, Anreiterkeller Samstag, 23. November
Mittwoch, 27. November
Theater
Theater
ab 16 Uhr
Takt-Los Generationentheater Silbergrün TPZ Brixen
20 Uhr
Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke Ein Gastspiel des Metropoltheaters, München Forum Brixen
Takt-Los Generationentheater Silbergrün TPZ Brixen
ab 16 Uhr
20:30 Uhr
Champus an der Bar Sketche: Heimatbühne St. Andrä, Lieder „Die Alpenfrieden Buam“ Mehrzwecksaal der GS St. Andrä
Diverses
ab 10 Uhr
Diverses
ab 10 Uhr
17 Uhr
Theater
18 Uhr
Takt-Los Generationentheater Silbergrün TPZ Brixen
EINBLICKE IN DIE CHRISTKINDL-WERKSTATT In der Christkindl-Werkstatt im Brixner Tertiarkloster werden in vielen Arbeitsschritten wertvolle große und kleine Christkindln aus Wachs hergestellt. Einen Einblick in diese kunstvolle Tätigkeit erhält man an den zwei Tagen der Offenen Tür:
* Samstag, 30. November & Sonntag, 1. Dezember von 10 bis 17 Uhr Tertiarkloster des Heiligen Franziskus
Runggadgasse 22, Brixen Infos unter Tel 0472 820 645
Freitag, 29. November
Singrevue
Takt-Los Generationentheater Silbergrün TPZ Brixen
Dienstag, 26. November
20 Uhr
19:30 Uhr
Aus Bomben kann Schmuck entstehen Über die Schatten des vergangenen Krieges Laos und die damit verbundene kreative Handarbeit. Weltladen Brixen, Stadelgasse 5C
Bühlerhof − Adventsbazar Waldorf Brixen
Sonntag, 24. November
Theater
Musik
Freitag, 22. November
Vortrag
Samstag, 30. November
Junge Solisten am Podium Kammerorchester, Leitung: G. Sammer Forum Brixen
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20:30 Uhr
Champus an der Bar Sketche: Heimatbühne St. Andrä, Lieder „Die Alpenfrieden Buam“ Mehrzwecksaal der GS St. Andrä
20:30 Uhr
Extrem Ratio Konzert von Brunod-Gallo-Barbiero Dekadenz, Anreiterkeller
Theater
Singrevue
Donnerstag, 28. November
Vortrag
14 Uhr
Esoterik – Eine Alternative zur Religion? Prof. Martin M. Lintner: Esoterik und christliche Spiritualität: ein unüberwindbarer Gegensatz? Phil.-Theol. Hochschule Brixen
Christkindl-Werkstatt Tag der Offenen Tür Tertiarkloster des Hl. Franziskus
WEIHNACHTLICHER BENEFIZMARKT der Südtiroler Krebshilfe Bezirk Eisacktal
Selbstgemachtes & Selbstgebasteltesfür ein individuelles Weihnachtsgeschenk! Der Reinerlös kommt Menschen mit einer Krebserkrankung zugute.
* 28. November bis 8. Dezember
9–12:30 Uhr & 14:30–18:30 Uhr Samstag, Sonntag und feiertags durchgehend von 9–18:30 Uhr Sitz der Südtiroler Krebshilfe Bezirk Eisacktal Brennerstraße 1
Südtiroler Krebshilfe, Bezirk Eisacktal Tel. 0472 812 430, www.krebshilfe.it
Kabarett
20 Uhr
Der Hausmeister Thomas Hochkofler Mühlbach, Graf-Meinhard-Haus
Musik
20 Uhr
Bunterkunt³ Cäcilienkonzert der Bürgerkapelle Brixen mit BrixBanda und Di Vógaiga Forum Brixen
Ausstellungen Hofburg 29. November−6. Januar Krippen in der Hofburg täglich, 10−17 Uhr
ÜBER ALLEN GIPFELN IST RUH‘ Ein Film von Heidi Troi
Film
20 Uhr
Über allen Gipfeln ist Ruh‘ Der Film von Heidi Troi zeigt das Zusammenleben von Generationen mit all seinen Schwierigkeiten. Astra Brixen
Diverses
20:30 Uhr
Singrevue
20:30 Uhr
Tanz Theater Festival Alps Move Drei Tanzstücke: „How to ask oder wie bitte?“; „Wiesen“; „Glauco“ Dekadenz, Anreiterkeller
Champus an der Bar Sketche: Heimatbühne St. Andrä, Lieder „Die Alpenfrieden Buam“ Mehrzwecksaal der GS St. Andrä
Märkte Bauernmarkt mittwochs und samstags, 7:30–13 Uhr Hartmannplatz Wochenmarkt montags, 8–13 Uhr Am Parkplatz in der Brennerstrasse, in der Albuingasse, am Hartmannsplatz und in der Trattengasse Monatsmarkt Di., 12. November, Martinsmarkt 8:30-13 Uhr Schwesternau
Patrick (Jonathan Troi) wird von seinen Eltern bei seiner Großmutter Anna (Lioba Sperber) abgesetzt. Er soll über sein Verhalten nachdenken. Die Beziehung zwischen den beiden ist vom ersten Augenblick von Konflikten geprägt. Patrick reibt Anna unverblümt seine Meinung unter die Nase und bekommt seine Respektlosigkeit mit gleicher Münze heimgezahlt. In den fünf Tagen, die sie zusammen verleben, wird das Zusammenleben verschiedener Generationen in allen seinen Schwierigkeiten gezeigt, ebenso die Annäherung, die passiert, wenn man sich darauf einlässt. Der Film ist ein Projekt des Theaterpädagogischen Zentrums Brixen. Buch & Regie: Heidi Troi, Kamera: Thomas Troi, Ton: Benedikt Troi, Kostüm und Continuity: Nathaly Ebner, Assistenz: Liam Fiechter und Guido Rossi
* Filmpremiere:
Samstag, 30. November, 20 Uhr Astra Brixen (voraussichtlich)
Änderungen werden auf www.tpz-brixen.org bekannt gegeben Reservierung per SMS: 335 535 99 55
Tag der offenen Tür
ADVENTSBAZAR Bildungsangebot zum Kennenlernen Kindergarten | Schule | Oberstufe Adventswerkstatt für Kinder: Binden von Adventskränzen & Bienenwachskerzen ziehen Puppenspiel 10:30 & 14 Uhr: für Kinder ab 3 Jahren Genüsse am Lagerfeuer ab 15 Uhr Kleine Kostbarkeiten zum Kaufen: Handgefertigtes • Büchertisch • Adventskränze • Adventskalender Adventsgerichte aus der Vollwertküche Kaffee und Kuchen
JUNGE SOLISTEN AM PODIUM
* Samstag, 30. November, 10-17 Uhr
Freie Waldorfschule & Kindergarten Brixen Sarns 3
Büro: Mo.−Fr. 8−12 & Di. 13−16 Tel. 0472 832344 verwaltung@waldorfbrixen.it
Kammerorchester Innstrumenti Leitung: Gerhard Sammer
* Sonntag, 24. November, 17 Uhr Forum Brixen
Eintritt frei
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50 JAHRE AMATEURSPORTVEREIN ALBEINS
Freizeit & Sport
Kick it … „Olbiser“!
Der Amateursportverein Albeins feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass wurde eine Jubiläumsfeier inklusive Jubiläumsturnier organisiert. Der „Brixner“ hat sich die Vereinsgeschichte unter die Lupe genommen.
F
ußball wird in Albeins seit jeher in Blau-Weiß-Rot gespielt, in den Farben der Dorffahne, und das inzwischen ohne Unterbrechung seit 50 Jahren. Um genau zu sein, seit dem 10. Juli 1969, der Geburtsstunde des ASV Albeins. Herbert Hofer, Hermann Tauber, Josef Tauber, Walter Tschaikner und Walter Zadra heißen die Männer der ersten Stunde. Sie gründeten den Sportverein, dessen Hauptanliegen von Anfang an die Förderung und Ausübung des Amateursports war – allen voran des Fußballs.
Fußball-Chronik. „Unsere erfolg-
reichste Zeit beim ASV Albeins erleben wir zurzeit! Wir haben noch nie so lange und so hoch gespielt wie gegenwärtig“, freut sich Manuel Prosch, der seit 1996 Fußball beim Verein spielt und seit 2006 als Sektionsleiter tätig ist. In der Saison 2018/19 gelang den „Olbisern“ der Aufstieg in die Landesliga, „was ein historischer Erfolg war“! Und das hat fast schon Symbolcharakter, denn wenn man es genau nimmt, waren es 40 Spielsaisonen im italienischen Fußballverband, bis den Albeinser Kickern der große Coup gelang. Aber der Reihe nach. Mit viel Elan und Tatendrang stellten die Vereinsgründer 1969 eine Kampfmannschaft auf die Beine. Nach ein paar ersten ruhigen Jahren hat sich Albeins im Jahre 1978 erstmals beim italienischen Fußballverband mit einer Mannschaft angemeldet. Man startete also die Wettkampftätigkeit in der 3. Amateurliga. Nach sechs Jahren in der 3. Liga folgten lediglich zwei Jahre in der 2. Amateurliga, bevor man erneut 13 lange Jahre in der untersten, also der 3. Liga mitspielte. Erst 2001 schaffte 54
Albeins den endgültigen Wechsel in die nächsthöhere Liga. Dort, in der 2. Liga, fühlten sich die Albeinser einige Zeit wohl, bis man ein neues Ziel ansteuerte: die 1. Liga. Doch der Weg dahin war alles andere als einfach. Nach einem kurzen Ausflug in die 1. Liga im Jahr 2009 brachte die Spielsaison 2010/11 bereits wieder den Abstieg in die 2. Liga. Doch die „Olbiser“ gaben sich nicht so leicht geschlagen. Die Mannschaft setzte alles daran, in die 1. Amateurliga zurückzukehren, und schaffte in der Saison 2013/14 erneut den Sprung nach
Training. Auf dem Fußballplatz in Albeins, für den der Verein die Konzession hat, wird das ganze Jahr über trainiert, „drei Mal wöchentlich plus Spiel am Wochenende“. Trainingspausen gibt es lediglich um die Weihnachtszeit und einen Monat im Sommer. „Diese Liga ist ziemlich intensiv“, sagt Prosch. Die erste Landesligasaison hat die Mannschaft inzwischen erfolgreich gemeistert und am Ende mit dem neunten Platz „im Mittelfeld“ abgeschlossen. Dass den Albeinser Jungs aber überhaupt der Aufstieg in die Landesliga
die Landesliga mit Fäckl in der Verteidigung. Inzwischen hat Danny Fäckl auch das Amt des Präsidenten beim ASV übernommen. Der Ausschuss wurde zuletzt 2018 neu gewählt. Der Verein wird seither von Präsident Fäckl und den Vorstandsmitgliedern Julia Brunner, Stefan Harrasser, Tobias Heidenberger, Fabian Hofer, Daniel Lerchegger, Astrid Pirchstaller, Jörg Pirchstaller und Hannes Tinkhauser geleitet.
Sektion Fußball. Von Anfang an
Verteidiger Danny Fäckl mit Gründungsmitglied Walter Zadra und Bürgermeister Peter Brunner (v. l.)
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oben. Nachdem sie sich nach vier Spielsaisonen schließlich mit 17 Siegen auf den ersten Platz in der 1. Amateurliga emporgekickt hatten, war es an der Zeit, ein höheres Ziel in Angriff zu nehmen. Und bereits im darauffolgenden Jahr, in der Saison 2018/19, gelang der lang ersehnte und verdiente Aufstieg in die Landesliga.
„Von nix kommt nix“. Der Auf-
stieg in die Landesliga brachte den „Olbisern“ nicht nur Prestige, sondern auch ein intensiveres
gelungen war, mag auch daran gelegen haben, dass sich der Verein mit Danny Fäckl einen der erfahrensten und erfolgreichsten Spieler holte, der 25 Jahre beim SSV Brixen in der Oberliga als Verteidiger gespielt hatte. „2016 hat der damals scheidende Ausschuss Danny, der ja ein Albeinser ist, vorgeschlagen“, erinnert sich Manuel Prosch. Danny Fäckl ließ sich überzeugen und wechselte 2016 in seine „Heimatmannschaft“. Unter Spielertrainer Alex Feltrin gelang schließlich der Aufstieg in
galt das Hauptaugenmerk des ASV Albeins dem Fußball. „Man hatte auch probiert, andere Sportarten im Verein anzubieten, aber letztendlich fehlten immer die Leute, die diese Sektionen am Leben erhalten haben“, weiß Prosch. Das sei heute ein grundsätzliches Problem, auch beim Fußball: „Es ist schwierig, den Nachwuchs für das Ehrenamt zu begeistern.“ Zu zeitintensiv sei es, „und vielen jungen Leuten ist es einfach zu lästig“. Er selbst stehe als Sektionsleiter vier Mal die Woche auf dem Fußballplatz: Kaderplanung, Trainersuche, Mannschaftszusammenstellung, Organisation der Spielermeldungen, Einteilungen des Fußballplatzes, Einschreibungen – „alles, was mit Fußball zu tun hat, läuft in Albeins über mich“. Entschädigung finanzieller Natur gibt es für den Ausschuss und
FUSSBALL SEIT 50 JAHREN OHNE UNTERBRECHUNG: Seit 1969 stellen die Albeinser eine Kampfmannschaft, seit 1978 bestreiten sie im italienischen Fußballverband Wettkämpfe
–
die Spieler keine, „aber das passt auch so“. Was es braucht, ist viel Leidenschaft, und da tun Erfolge gut, die „einem eine Bestätigung geben und auch den Aufwand rechtfertigen“. Ein anderer wichtiger Aspekt sei die soziale Komponente, bestätigt Manuel Prosch, „die eigentlich die Voraussetzung ist für den eigenen Einsatz“. Wenn auch nicht ums Geld gespielt wird, so braucht der Verein doch Einnahmen, und diese kommen hauptsächlich durch Sponsoren und von den Erlösen bei den Meisterschaftsspielen. „Wir können nur ausgeben, was wir einnehmen, aber das klappt einigermaßen“, lacht Prosch.
Die Mannschaften. Begonnen
hat beim ASV Albeins alles mit einer einzigen Kampfmannschaft. Parallel
dazu gab es zwischenzeitlich auch eine Freizeitmannschaft, und seit gut 25 Jahren gibt es als fixen Bestandteil auch eine Altherrenmannschaft, für die bis vor zwei Jahren noch Gründungsmitglied Walter Zadra verantwortlich war. Vom aktuellen Kader zählt die Kampfmannschaft heute 25 Spieler, hinzu kommen weitere 25 Spieler der Altherren. Jugendförderung habe es wohl anfangs auch in Albeins noch gegeben, aber seit gut 25 Jahren sei es nicht mehr möglich, eine Jugendmannschaft zu stellen. „Wir haben einfach zu wenig Spielernachwuchs.“ Die Jugend wurde lange im SSV Brixen ausgebildet; inzwischen gibt es seit vier Jahren eine Zusammenarbeit mit dem ASV Milland. „Unter den verschiedenen Brixner Fußballvereinen gibt es einen regen Spieleraustausch“, versichert Manuel
Prosch, „wenn einer beispielsweise bei den Brixnern in der Oberliga nicht zum Zug kommt, hat er die Möglichkeit, bei uns, also eine Kategorie tiefer, in der Landesliga zu spielen.“
durch Albeins fließt der Aferer Bach und trennt das Dorf in zwei Hälften. Gratschberg ist die Dorfseite südlich des Aferer Baches, Musberg hingegen der nördliche Teil in Richtung Brixen.
Das Jubiläum. Der große Erfolg
Inzwischen steht man beim ASV-Albeins aber wieder fest im Spieleralltag, und wenn auch der Start in die diesjährige Saison bisher noch nicht nach Wunsch verlief, so werde man alles daran setzen, um sich in der Landesliga zu halten, versichert Manuel Prosch. „Für ein so kleines Dorf wie Albeins ist die Landesliga das höchste der Gefühle!“
kam für die „Olbiser“ also mit der Spielsaison 2018/19, und damit gerade richtig, um auch das runde Jubiläum 2019 gebührend zu feiern. Anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Amateursportvereins Albeins fand am 17. August eine Jubiläumsfeier statt. Neben den Ehrungen der bisherigen Vereinspräsidenten wurden der neue Mannschaftskader vorgestellt sowie die neuen Trikots der Öffentlichkeit vorgeführt. Teil der Festlichkeiten und insgeheimes Highlight war dabei aber unangefochten das traditionelle „Musberg-Gratschenberg-Turnier“, dessen Ursprung ein geographischer ist: Mitten
sabine.peer@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info
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Freizeit & Sport
RADSPORT
Radstadt Brixen? Beim diesjährigen Testival lud ein Geschicklichkeitsparcours Kinder bis zu 14 Jahren zum Spaß auf dem Rad ein. Doch wo sollen sich die jungen Radfahrer die restliche Zeit des Jahres tummeln?
R
ad fahren liegt im Trend, in den verschiedensten Formen. Auch und gerade in Brixen begegnen wir täglich Radfahrern jeglicher Art, nicht nur während der Testival-Woche im September. Das ganze Jahr über ist das Rad für viele Brixner Bürger das Fortbewegungsmittel im Alltag: Erwachsene fahren damit zur Arbeit, Kinder in die Schule, Pendler zum Bahnhof – ob mit einem alten Drahtesel, einem trendigen Stadtrad oder dem E-Bike. Dazu gesellen sich die vielen Freizeitradfahrer, die auf dem Mountainbike, E-Bike, Downhill-Rad oder auf dem Rennrad die Umgebung erkunden.
Hindernisse mit Spaßfaktor. Der
Geschicklichkeitsparcours in der abgesperrten Regensburger Allee, der im Zuge des Testivals vier Tage lang großen Anklang fand, war von der Tourismusgenossenschaft organisiert worden. Schulklassen und Radvereine gaben sich die Klinke in die Hand; trotz Eintrittspreis standen am Wochenende Kinder und Eltern regelrecht Schlange. Obwohl sich die jungen Radfahrer nur für eine kurze Zeit auf dem Parcours tummelten, konnte man bei vielen bereits erste technische Fortschritte feststellen. Christof Dander hat sich während seiner Ausbildung zum Radtrainer eingehend mit dem Thema Geschicklichkeit beschäftigt. Am Testivalparcours war er zusammen mit Vera Profanter, Michi Gostner, Peter Schenk, Sara Cominelli und Egon Pramstaller als Guide vier Tage lang dabei. „Unter dem Motto ‚Ride fair‘ versuchten wir, mit den Kindern und Jugendlichen auf spielerische Weise Geschicklichkeit, Feinmotorik, Mut und Engagement auf und rund ums Rad zu üben. Das Interesse war groß; die Rückmeldungen der Eltern und Lehrkräfte zeigten, dass wir mit unserem Angebot den Zeitgeist voll getroffen haben.“ Mitgetragen wurde die Initiative auch von der Gemeinde im Rahmen der sogenannten Mobilitätswoche, denn das Rad56
Radfahren ohne Einschränkung wie hier beim Testivalparcours – dafür fehlt in Brixen noch das geeignete Gelände
––––––––
fahren gewinnt angesichts der zunehmenden Verkehrs- und Umweltprobleme als Alternative zum Auto zunehmend an Bedeutung. In diesem Sinne soll bereits der Nachwuchs zum Treten animiert werden, damit das Radfahren von Kindesbeinen an als Fortbewegungsmittel zur Normalität wird. Sicherheit im Alltagsverkehr, Koordination, Selbsteinschätzung, Gruppendynamik – dies alles lässt sich auf einem geeigneten Parcours trainieren. „Das Lachen der Teilnehmer, die sich von uns verabschiedeten, bewies, dass auch der Spaß dabei nicht zu kurz kommen muss“, sagt Dander. Gerade Schulen könnten in diesem Sinne viel bewegen, zumal dort alle Kinder auf das Radfahren auf der Straße, dem Radweg oder dem Berg vorbereitet würden. „Bei unseren Vorbereitungsarbeiten
haben wir auch das kostenlose Übungsgelände in Bozen neben dem Radweg besichtigt und gesehen, dass mit wenig Aufwand viel erreicht werden kann“, sagt Dander.
Fahrradschule. Um sicher auf
jedem Terrain unterwegs zu sein, braucht es auf dem Rad genauso Grundkenntnisse wie bei vielen anderen Tätigkeiten. Am besten und effizientesten beginnt die Grundausbildung bekanntlich ja im Kindesalter, zumal kaum ein Kind nicht Freude am Radfahren findet. Fahrtechnische Sicherheit bedeutet weniger Unfälle und auch mehr Souveränität, im Bedarfsfalle als Verkehrsteilnehmer richtig zu reagieren. In vielen Ländern, zum Beispiel in der Schweiz, steht sicheres Radfahren fix auf dem Lehrplan der Grundschulen.
Wohin mit den Kleinen? Dass
Rad fahren mehr als Fortbewegung ist und Spaß machen kann, vor allem in der Gruppe, beweisen einige Vereine in Brixen, die mit insgesamt gut 70 Kindern und Jugendlichen regelmäßig Ausfahrten unternehmen und dabei Grundkenntnisse vermitteln, Geschicklichkeit, Ausdauer und Fahrverhalten üben. Die Suche nach geeigneten Übungsmöglichkeiten gehört für diese Vereine seit ihrer Gründung zum Alltag. Die Radtrainer vom Profi Bike Team, dem Verein der Orangen Teufel und des Schwimmclubs Brixen (Brixner Triathleten) wissen ein Lied davon zu singen. Ihre jüngsten Mitglieder fahren noch keine weiten Strecken; sie üben sich vorwiegend in Fahrtechnik und brauchen ein dafür geeignetes Gelände. Die Ansprüche
sind nicht hoch: ein Stück Wald, ein Stück Wiese, in dem einige Löcher und Hügel eingebaut werden können, genügen den Jüngsten bereits.
Immer auf der Suche. Doch die
Suche gestaltete und gestaltet sich schwierig. Im Laufe der Zeit wurden verschiedene Möglichkeiten ausfindig gemacht (und auch ausprobiert), mehr als einige
Raum für Bewegung. Der
Wunsch nach einem Übungsgelände in erreichbarer Nähe der Stadt wurde des Öfteren auch der Gemeindeverwaltung vorgetragen. Der für Sport zuständige Stadtrat Andreas Jungmann weiß um die Bedeutung einer soliden Grundausbildung der jungen Radfahrer ebenso wie um die Tatsache, dass wir unseren Kindern Raum zur Bewegung geben
Vorhaben in der Prioritätenliste etwas nach hinten gerutscht ist, sei dahingestellt. Erfahrungen, von denen sich die Brixner Planer einiges abkupfern können, findet man zum Beispiel in Bozen am Eingang zum Sarntal, wo sich Kinder mit dem Fahrrad genauso ausleben können wie auf einem „normalen“ Spielplatz. Die vielen offenen Baustellen für das sportliche Angebot der Stadt Brixen lassen zumindest hoffen. Von der Sportzone Süd über jene in Milland bis hin zum Gelände neben dem Mozartkindergarten und dem Areal der Tennisplätze gibt es gar einige Ideen, das Angebot an sportlichen Betätigungsfeldern für Vereine und die Bevölkerung zu erweitern. Angedacht ist dabei auch ein „Pumptrack“, ein Naturgelände für Radfahrer steht – noch nicht – auf der Programmliste, zumal die verfügbaren Gründe im Talboden begrenzt sind und es, ökonomisch gesehen, weit attraktivere Nutzungsmöglichkeiten gibt.
Gut Ding braucht Weil. Diese Christof Dander: „Mit wenig Aufwand viel erreichen“
––––––
Jahre durfte man jedoch nirgends verweilen. Meist wurden die mühsam gefundenen und bearbeiteten Grundstücke verbaut oder einer anderen Nutzung zugeführt. Mit den geübteren größeren Radfahrern weicht man mittlerweile auf die weitere Umgebung aus – in die Gemeinden Natz-Schabs, Vahrn, Franzensfeste, Klausen und Feldthurns. Dass sich die jungen Radfahrer nicht nur im Rahmen ihrer Trainingstätigkeit in puncto Geschicklichkeit, Koordination und Reaktion gerne herausfordern lassen, hat der Parcours anlässlich des Testivals bewiesen. Auch auf dem kleinen Übungsgelände am Eisackufer zwischen Milland und Albeins tummeln sich das ganz Jahr über Radfahrer; sogar die Eltern versuchen sich an den Kurven und kleinen Hügeln.
müssen, wenn sie sich nicht nur in digitalen Medien bewegen sollen. Dass bislang kein Radtummelplatz gefunden werden konnte, liegt an verschiedensten rechtlichen, urbanistischen und anderen Problemen. Tatsache ist, dass die Gemeindeverwaltung „Nägel mit Köpfen“ machen will und muss: Ein Gelände mit bestimmter Nutzung muss in rechtlicher und organisatorischer Hinsicht abgesichert sein. Ob es nun auch am Fehlen einer starken Lobby für die Jüngsten liegt, dass dieses
Weisheit wird sich wohl auch bei der Verwirklichung eines Radtummelplatzes für unsere Kinder beweisen. Bis dahin können Radvereine und mit ihnen alle bewegungsfreudigen Brixner Kinder und Jugendlichen nur auf das Verständnis und das Entgegenkommen privater Grundeigentümer hoffen, einige öffentliche Fleckchen im Graubereich ansteuern oder zuhause bleiben. Doch nicht nur beim Thema Radfahren müssen sich Gesellschaft und Verwaltung der Herausforderung stellen, unseren Kindern und Jugendlichen Zeit und Raum, Verständnis und Unterstützung für sinnvolle und gesunde Bewegung zu geben. sabine.dejakum@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info
Als Brixner Wirtschaftsprüfer- und Steuerberaterkanzlei betreuen wir national und international tätige Mandanten unterschiedlicher Rechtsformen und verschiedenster Branchen. Zur weiteren Verstärkung unseres Teams suchen wir ab sofort eine/n
BUCHHALTER/IN mit Berufserfahrung (VZ/TZ) BUCHHALTER/IN ohne Berufserfahrung (VZ/TZ) Wir bieten eine abwechslungsreiche Tätigkeit in einem jungen, motivierten Team. Wenn Sie genau, teamfähig, zuverlässig und motiviert sind, gute EDV-Kenntnisse besitzen und die deutsche und italienische Sprache beherrschen, dann schicken Sie Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen per E-Mail an info@tmpartner.it.
HANDBALL
Freizeit & Sport
Back to the roots z Sein Name ist in unserer Stadt eng mit dem Handball verbunden: Nach elf Jahren als Spieler in Brixen sammelte Manuel Dejakum in Kastelruth Erfahrungen als Trainer. Nun ist er zu seinen Wurzeln zurückgekehrt und steht Hubert Nössing als Co-Trainer der A1-Damenmannschaft zur Seite. Sein technisches Know-how, seine Erfahrungen als Trainer, als Mannschaftskapitän und als Spieler dürften das Training des ersten Damenhandballteams bereichern. Auch für Hubert Nössing eröffnet
der Austausch mit einem zweiten Trainer neue Möglichkeiten: An individuellen Schwachstellen in der Mannschaft kann gezielt gearbeitet werden, die Spiele werden aus verschiedenen Sichtweisen beleuchtet, und das Trainingsprogramm je nach Ergebnis und Gegner flexibel gestaltet. Trainiert wird pro Woche viermal am Abend und zweimal am Vormittag, denn nach der Qualifikation für die Play-off-Runde sind die Ziele der Handballdamen hoch gesteckt. sde
F&S Freizeit & Sport LEICHTATHLETIK
Marie nimmt jede Hürde z Am ersten Oktoberwochenende traf sich die Elite der U16-Leichtathleten Italiens in Forlì; auch Brixen entsandte die Besten dieser Zunft. Dass Marie Burger vom SSV Brixen auf einen Podestplatz hoffen durfte, hatte sich bereits eine Woche zuvor in Trient abgezeichnet. In Forlì sprang und sprintete sie im Finallauf dann sprichwörtlich über sich hinaus und holte Gold. Alle Erwartungen erfüllen konnte auch Greta Chizzali vom SG Eisacktal. Sie lief über 1.200 Meter Hindernis auf den hervorragenden dritten
kurz
notiert
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Platz. Teamkollege Lukas Lanzinger lief trotz einer soeben erst durchgestandenen Fieberwoche im 1.000-Meter-Lauf auf Platz acht. Euan de Nigro näherte sich im 2.000-Meter-Lauf (siebter Platz) bis auf eine Sekunde dem Landesrekord von Christian Obrist. Mit vollem Einsatz in Forlì dabei waren in den verschiedenen Disziplinen zudem Karolina Puntaier, die 4x100-Meter-Staffel der Mädchen mit Amelie Silbernagl, Lisa Oberrauch, Ilena Reifer und Marie Burger, Fiona Pichler, Thomas Walcher und Thomas Ennemoser. sde
Der Jugendspieler Mikael Helmersson, der für das HandballJugendzentrum Eisacktal in der Jugendsektion des SSV Brixen gespielt hat und heute zum Kader der U17-Mannschaft des SG Flensburg-Handewitt gehört, ist in die schwedische U17-Nationalmannschaft einberufen worden.
Der SSV Brixen hat mit Kerstin Gatterer eine neue Büroleiterin. Die 34-Jährige kümmert sich um alle Belange, die den SSV und seine 15 Sektionen betreffen. Das SSV-Büro am Hartmannsplatz ist für den Parteienverkehr dienstags von 14 bis 18 Uhr und donnerstags von 9 bis 12 Uhr geöffnet.
Bei den 7. Militär-Weltspielen, die vom 18. bis 27. Oktober in China stattfinden, ist auch Laura Letrari dabei. Die Brixner Schwimmerin startet für die Heeressportgruppe über 50m Freistil, 100m Freistil, 50m Rücken und 200m Lagen. Mit dabei ist sie auch bei der 4x100mFreistilstaffel.
NACHGEFRAGT
„Volano bringt neue Herausforderungen“ Frau Perez, seit kurzem spielen Sie bei Volano Volley nahe Rovereto in der B1-Mannschaft. Warum gerade dort? Bis vor zwei Jahren spielte ich in Brixen in der Serie D und wechselte dann nach Trient zu Argentario Volley. Dieser Verein ist vor allem im Jugendbereich tätig; ich spielte dort mit vorwiegend jüngeren Teamkolleginnen in der dritten nationalen Liga. Der Wechsel zu Volano bringt für mich aus sportlicher Sicht neue Herausforderungen. Vom Jugendverein zum ambitionierten Volano Volley – was heißt dies konkret für Sie?
Bei Volano Volley habe ich ältere, erfahrene Spielerinnen an meiner Seite, von denen ich viel lernen kann. Wir trainieren von Montag bis Freitag täglich außer am Mittwoch, zwei Stunden lang auf dem Feld und zusätzlich zweimal pro Woche im Kraftraum. Samstags oder sonntags sind normalerweise Spiele angesetzt. Als Diagonalangreiferinnen sind wir zu zweit; das heißt, wir müssen uns beide sehr ins Zeug legen, um im Feld zu stehen und nicht auf der Bank zu sitzen. Unser Trainer ist neu, technisch sehr gut, und die Mannschaft hat sich als Ziel die Play-off-Runde gesetzt.
Was bringt Ihr Blick in die Zukunft? Im Moment spielt Volleyball natürlich eine ganz große Rolle in meinem Leben. Doch auch meine Arbeit als Grundschullehrerin bereitet mir sehr viel Freude; ich möchte nächstes Jahr mit dem Studium der Bildungswissenschaften beginnen. Und ich hoffe, auch für meine zweite große Leidenschaft, Theater und Musik, wieder mehr Luft zu haben. Zurzeit ist das Volleyballfeld für mich die Bühne, auf der du entweder Applaus erntest oder Niederlagen einstecken musst.
Foto: Goffredo Mamela
SABINA PEREZ, 20-jährige Brixner Volleyballerin, über ihren Wechsel zum ambitionierten Verein Volano Volley – nach zwei Jahren als B1-Spielerin in Trient.
sabine.dejakum@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info
DAMENFUSSBALL
OBI-Damen wollen nach oben z Nachdem die Fußballmannschaft der Brixner Damen in der Serie C in der letzten Saison den sechsten Platz geschafft hatte, will man sich nun zum Ziel setzen, innerhalb der nächsten drei den Aufstieg in die Serie B zu schaffen. Dieses Vorhaben soll mit dem neuen Trainerstab um Roberto Genta gelingen. Das Team-Potential wurde durch die Zugänge von Deborah Giacomelli, Aurora Betta, Michela Chemotti sowie Jana Prader zusehends verstärkt. Auch zwei Supertalente der U15-Mannschaft, Elisa Pfattner und Eva Schatzer, steigen in die erste Mannschaft auf. Im Sommer wurde am technischen
Feinschliff und an der taktischen Optimierung intensiv gearbeitet. Die jungen Spielerinnen werden noch einige Zeit benötigen, um ihre volle Leistung abzurufen; der Kader bietet die Möglichkeit, Spiel, Technik und Taktik aufeinander abzustimmen und so zu formen, dass in nächster Zeit eine deutliche Leistungssteigerung möglich ist. Ein besonderes „Zuckerl“ für den SSV Brixen OBI ist die Nominierung in die U-16-Nationalmannschaft von Stürmerin Elisa Pfattner. In der Meisterschaft 2019/20 sind die Spielerinnen nach drei Spieltagen Tabellenerste und ihrem Ziel ein gutes Stück nähergekommen. wa
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Wirtschaft & Umwelt
NEUES LEADER-PROJEKT: AFERER RUNDWANDERWEG
Afers sanft beleben Einen attraktiven Rund- und Themenweg auch für die Brixner Fraktion Afers zu gestalten – dazu laufen im Rahmen des LEADER-Programms bereits seit ein paar Jahren Bestrebungen. Im Frühjahr hat diese Vorarbeit nun Früchte getragen: Unter der Trägerschaft der Gemeinde Brixen wurde ein Förderprojekt eingereicht, das inzwischen genehmigt wurde.
U
nmittelbar unterhalb der Plose liegt das beschauliche Dorf Afers. Viele Vereine sorgen sich hier um ein abwechslungsreiches Dorfleben, darunter eine Musikkapelle, die heuer bereits ihr 100-jähriges Bestehen gefeiert hat. Die Aferer Seite des Ploseberges ist bis heute sehr ländlich geprägt. Viele kleine landwirtschaftliche Betriebe bieten den Bauern oft nur einen Nebenerwerb. Der Großteil der arbeitenden Bevölkerung pendelt zur Arbeit in die Stadt nach Brixen. Seit einigen Jahren ist jedoch etwas Bewegung in die Entwicklung am Berg gekommen: Einige attraktive Hotelbetriebe und auch die neue Pfannspitzbahn haben dazu beigetragen, und seit Herbst 2016 ist auch das LEADERProgramm am Berg aktiv.
LEADER-Programm. Das LEADER-
Programm dient in erster Linie der Förderung stark ländlich geprägter Gebiete. Aus diesem Grund ist
chen Bergfraktionen der Gemeinde mit Unterstützung von LEADER zu fördern“, erläutert Stadtrat Andreas Jungmann. Neben verschiedenen Projekten in und um St. Andrä seien deshalb der Stadtverwaltung insbesondere die Projekte in Afers und am Ploseberg sehr wichtig. „Von Beginn der LEADER-Periode, also schon seit mehr als fünf Jahren, ist es uns ein Anliegen, auch in Afers einen attraktiven Rundweg zu realisieren“, erzählt Martin Prader, der Vertreter von Afers in der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Eisacktaler Dolomiten. Die ursprüngliche Idee, die von Florian Frener stammte, sah für die Umsetzung des Rundwegs noch vor, dass alte, noch intakte Handwerksstrukturen in Szene gesetzt werden sollten, um sie für die Nachwelt zu erhalten. Als die Gemeinde Brixen über das LEADER-Programm die Finanzierung in Aussicht stellte, machte sich eine Arbeitsgruppe rund um Martin Prader und Projektplaner
Handwerksstrukturen die Zeiten überdauert haben“, schildert Martin Prader, „aber in Afers haben wir trotzdem einiges zu bieten, und neben gelebtem Brauchtum und bäuerlichen Traditionen sind auch das Bergpanorama und die Aussicht einmalig.“ Also habe man den Themenschwerpunkt kurzerhand verlagert: Neben Tradition und Brauchtum steht nun besonders das einmalige Panorama auf die Geislergruppe und den Peitler Kofel im Fokus.
Der Rundweg. Inzwischen ist
das Projekt ausgearbeitet, und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Ein rund zehn Kilometer langer Rundweg, der zur Gänze auf bestehenden Wegen verläuft, verbindet den Hauptort St. Georg mit den Höfen von Innerafers und dem Talboden des Aferer Tals. „Der Weg soll die derzeit wenig begangene und dem entsprechend schwach erschlossene Gegend sanft beleben und sie für
„Neben gelebtem Brauchtum und bäuerlichen Traditionen sind auch das Bergpanorama und die Aussicht einmalig“_ Martin Prader, Vertreter von Afers für die LAG Eisacktaler Dolomiten auch der Ploseberg und insbesondere die Aferer Seite Teil des LEADER-Gebietes der Eisacktaler Dolomiten. „Es war uns von Beginn der Planungen an ein Anliegen, insbesondere die strukturschwa60
Stefan Gasser mit Unterstützung der Gemeinde Brixen im Frühjahr 2019 an die Planung des Rundweges. „Im Zuge unserer Recherchen haben wir aber erkennen müssen, dass nicht mehr allzu viele
Erholungssuchende und Spaziergänger attraktiv und einladend präsentieren“, schreibt Projektplaner Stefan Gasser in seinem Projektbericht. Der Weg ermögliche eine intensive Erkundung der
liebevoll auf traditionelle Weise gepflegten bäuerlichen Landschaft an der sonnenverwöhnten Südflanke des Plosestocks sowie des schattigen Aferer Tals. „Einheimische, aber auch Gäste, die Ruhe und Ursprünglichkeit zusammen mit einem eindrucksvollen Dolomiten-Panorama suchen, werden entlang des Aferer Rundwegs mit Sicherheit fündig.“ Bis auf ein kleines Teilstück bei St. Georg hinunter zum Aferer Bach, wo der Rundweg sich zu einem Steig verschmälert, ist der zehn Kilometer lange Weg eben und kinderwagentauglich; in eineinhalb bis zwei Stunden Gehzeit ist er bequem zurückzulegen. Wer mag, kann den Weg nach gut 2,5 Kilometern ab dem Ausgangspunkt auch abkürzen, sodass eine nur mehr fünf Kilometer lange Runde zu bewältigen ist.
DER THEMEN- UND PANORAMAWEG IN AFERS: Ruhe und Ursprünglichkeit verbinden sich mit einem eindrucksvollen Dolomiten-Panorama
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Sieben Schautafeln. Auch wenn
man inzwischen den Schwerpunkt des Rundweges auf das atemberaubende Panorama verlegt hat, so werden doch auch verschiedene Themen- und Hinweisschilder entlang des Weges an den geeigneten Stellen aufgestellt. Die Besucher sollen Gelegenheit bekommen, sich mit dem Thema „Wirtschaften am Berg – Tradition & Perspektive“ auseinanderzusetzen. Geplant sind zurzeit sieben Schautafeln. Eine Tafel wird die Aussicht in die geologische Vergangenheit Südtirols zum Inhalt haben, eine die Aussicht auf den Peitler Kofel, eine dritte die Milch- und Grünlandwirtschaft früher und heute thematisieren und eine vierte die Alpine Holzwirtschaft. Drei Tafeln sind schließlich noch den alten Handwerksstrukturen in Afers gewidmet: eine Schmiede, eine
Mühle mit dem alten Backofen und ein Kalkofen. „Kalköfen hat es früher entlang des Aferer Baches am Rundweg mehrere gegeben, da die Kalkbrennerei den Bauern neben dem Holzhandel einen Zusatzverdienst bot“, weiß Martin Prader. Viele Häuser in Brixens historischem Stadtkern seien mit Aferer Kalk verputzt worden. Heute ist noch ein Kalkofen erhalten: „Der wird hergerichtet, sodass er neben der Schautafel auch besichtigt werden kann“.
Projekt Waldspielplatz. Im Zuge
der sanften Belebung von Afers wurde neben dem beabsichtigten Rundweg ein Projekt kürzlich bereits realisiert: Beim Hendlingerhof konnte in Absprache mit dem Grundbesitzer und mit Unterstützung der Gemeinde
Brixen, der Brixner Tourismusgenossenschaft und allem voran durch die Trägerschaft des Forstinspektorates Brixen ein Waldspielplatz errichtet werden. Auch diese Initiative ging auf Martin Prader zurück. Zunächst war der Waldspielplatz auch als LEADER-Projekt gedacht, „aber da es mit einem Umfang von rund 15.000 Euro etwas zu klein für ein LEADER-Projekt gewesen ist“, wurde das Projekt im Rahmen des ordentlichen Programms zur Entwicklung des ländlichen Raumes der Autonomen Provinz Bozen – Südtirol (ELR) finanziert.
In den Startlöchern. Nicht nur
projektiert, sondern für die Umsetzung bereits genehmigt ist inzwischen aber auch der Rundwanderweg. 66.000 Euro soll die Realisierung kosten. 52.000 Euro
kommen aus den Fördermitteln der LAG; die restlichen 14.000 Euro werden von der Gemeinde Brixen bezuschusst. Die Gemeinde wird als Projektträger auch die Arbeiten ausschreiben, sodass das Projekt im Frühjahr und Sommer 2020 umgesetzt werden wird. Afers kann also bald neben dem Waldspielplatz mit einer weiteren Attraktion aufwarten: ein gemütlicher Rundwanderweg in sonnenverwöhnter Mittelgebirgslage mit einladend gestalteten Rastplätzen sowie interessanten Schautafeln und einem atemberaubenden Panoramablick auf die westlichen Dolomiten.
sabine.peer@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info 61
Wirtschaft & Umwelt
BRIXEN
„Mit Optimismus in die Zukunft“ MARIUS GEBHARD, Eigentümer des Brixner „Reisebüros Thomas Cook“, über die Insolvenz der britischen Konzernmutter, die Auswirkungen auf die Brixner Kunden – und die Zukunft des eigenen Reisebüros. Herr Gebhard, am 23. September meldete Thomas Cook Insolvenz an. War das für Sie als FranchisePartner überraschend? MARIUS GEBHARD: Ich wusste, dass es an diesem Wochenende für den Konzern um alles oder nichts ging. In London saßen die Vertreter der verschiedenen Banken und Gläubiger zusammen, und man hat versucht, ein schon seit einiger Zeit geschnürtes Rettungspaket in den sicheren Hafen zu ziehen. Einer der Gläubiger, eine Bank aus Schottland, hat sich dann allerdings quergestellt und weitere Sicherungen verlangt. Dieses Geld konnte die Konzernführung nicht mehr auftreiben. Das hat dann in letzter Konsequenz dazu geführt, dass der Laden dichtgemacht werden musste. Man muss allerdings auch dazu sagen, dass die britische Regierung unter Boris Johnson sich geweigert hat, über eine staatliche Unterstützung helfend einzugreifen. Das ist auch deshalb unbegreiflich, weil der Konzern ja immerhin 9.000 Mitarbeiter hatte. Wie betrifft Sie als FranchisePartner die Insolvenz von Thomas Cook? Ich als Inhaber des Brixner „Reisebüros Thomas Cook“ bin ein selbstständiger und unabhängiger Unternehmer und Franchise-Partner des österreichischen Ablegers des Thomas-Cook-Konzerns, der
hatte das Problem ja bekanntermaßen im britischen Mutterhaus, der englischen „Thomas Cook Group PLC“. Die Probleme dieses Unternehmens haben dazu geführt, dass als nächstes die deutsche „Thomas Cook Touristik GmbH“ die Insolvenz beantragt hat und infolgedessen auch die „Thomas Cook Austria AG“. Wir als Reisebüro hatten den Franchise-Vertrag, wie erwähnt, mit dem österreichischen Ableger. Die Insolvenz betrifft uns in dem Sinn nicht, da wir ein eigenständiges Brixner Unternehmen sind. Ich „durfte“ nur den Namen „Thomas Cook“ tragen – mit Stolz, darf ich hinzufügen, denn Thomas Cook war ja mit 178 Jahren der älteste und traditionsreichste Reiseveranstalter der Welt. Umso mehr ist das Ende des Mutterkonzerns zu bedauern. Trotzdem gab es ja Kunden von Thomas Cook, die bei Ihnen gebucht hatten. Sind sie inzwischen wieder alle gut zurückgekehrt? Ja, im Unterschied zu vielen Kunden der deutschen Reisebüros sind all unsere Kunden ohne Probleme und wie geplant zurückgekehrt. Und jene Kunden, die die Reise noch nicht angetreten hatten? Das war unsere größte Sorge: Wir haben eine Weile nicht gewusst, wie sich die Thomas Cook Austria
ter komplett abgesagt hat. Das hat dann uns in Südtirol und auch in Österreich die Möglichkeit gegeben, aus den jeweiligen Verträgen auszusteigen und die Kunden auf andere Reiseveranstalter umzubuchen. In Deutschland ist die Situation etwas anders: Da weiß man auch heute noch nicht, was mit den Buchungen ab 1. Jänner 2020 passieren wird. Das heißt also, dass Ihre Kunden die bereits gebuchten Reisen antreten können? Ja, sie wurden lediglich auf einen anderen Reiseveranstalter umgebucht. Der Preis hat sich manchmal etwas verändert, manchmal ist die Reise sogar günstiger geworden, und die eine oder andere Reise mussten wir um einen Tag verschieben. Ansonsten ist jede Buchung aber eins zu eins übernommen worden. Unsere Kunden haben sehr verständnisvoll reagiert und die Umbuchungen in Kauf genommen. Storniert wurde keine einzige Reise. Der Mutterkonzern war, wie gesagt, 178 Jahre aktiv. Wie kann man sich diese Insolvenz erklären? Das ist eine gute Frage, die nicht nur Sie sich stellen. Von Thomas Cook, mit dem ich inzwischen seit über 30 Jahren eine ausgezeichnete Zusammenarbeit gepflegt
„Die Insolvenz des Mutterkonzerns betrifft unser Reisebüro nur am Rande“_ Marius Gebhard, Inhaber des Brixner „Reisebüros Thomas Cook“ Thomas Cook Austria AG. In diesem Sinne betrifft mich die Insolvenz des britischen Mutterkonzerns nur am Rande. Es ist leider etwas kompliziert: Angefangen 62
mit den bereits abgeschlossenen Verträgen verhalten wird. Inzwischen wissen wir, dass der Insolvenzverwalter des Mutterkonzerns auch alle Reisen der Konzerntöch-
hatte, wusste man seit einiger Zeit, dass sich der Konzern in einer Schieflage befindet. Man munkelt, dass verschiedene Zukäufe von Reiseveranstaltern in England
ein Fehler waren. Man munkelt ebenso, dass der Konzern schlecht verwaltet wurde. Es wurden auch Gründe genannt, die in der öffentlichen Wahrnehmung vielleicht zu stark gewichtet waren, aber doch nicht ganz unbedeutend sind – zum Beispiel die ewigen Unsicherheiten zum Brexit; das Mutterhaus von Thomas Cook befindet sich ja in London. Dazu ist heuer gekommen, dass es in England einen ausgesprochen schönen Sommer gab; die Engländer blieben vielfach zuhause, und dem Konzern ging viel Umsatz verloren. Die Wahrheit liegt möglicherweise im zeitlichen Zusammentreffen verschiedener Faktoren. Thomas Cook hat ja in den letzten Jahrzehnten oft den Besitzer gewechselt; der Konzern hat also grundsätzlich sehr bewegte Jahre hinter sich. Haben Reiseveranstalter á la Thomas Cook in Zeiten der direkten Online-Buchungen überhaupt eine Zukunft? Das ist eine berechtigte Frage – genauso wie man sich fragen könnte, ob lokale Reisebüros noch eine Zukunft haben. Ich bin davon überzeugt, dass es Reiseveranstalter wie TUI, Schauinsland oder Dertouristik noch lange Zeit geben wird. Pauschalreisen haben immer noch hohe Marktanteile, weil es immer noch viele Menschen gibt, die ein solches Sorg-
Foto: Oskar Zingerle
leistungen individuell kombinieren – separater Flug, separater Transfer, separater Hotelaufenthalt, kombiniert mit Ausflügen. Thomas Cook hat diesen Trend verpasst. Auch Reisebüros wie meines wird es noch lange geben, da besteht für mich überhaupt kein Zweifel. Der Online-Markt hat sich in den letzten Jahren gut entwickelt, aber auch die guten Reisebüros haben Zuwächse. Der Kunde schätzt die Beratung und den persönlichen Kontakt zum Berater, zu dem er ein Vertrauensverhältnis aufgebaut hat, weil er ihm in Vergangenheit schon viele wertvolle Tipps gegeben hatte. Ihre Firma hieß „Thomas Cook Reisebüro“ – wie geht es jetzt weiter?
Marius Gebhard: „Gute Reisebüros haben trotz Online-Markt Zuwächse; Kunden schätzen die persönliche Beratung“
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lospaket erwerben möchten. Die Bedürfnisse der Menschen ändern sich aber, und viele Reiseveran-
stalter haben sich an diese Veränderungen auch bereits angepasst: Viele Leute wollen heute Einzel-
Der Name ist natürlich passé. Wir haben uns einen neuen Namen zugelegt und einen neuen Partner. Solche Partnerschaften mit großen Unternehmen sind für ein lokales Reisebüro von enormer Wichtigkeit; als Einzelkämpfer wären wir für die Zukunft nicht gerüstet. Wir werden wiederum eine FranchisePartnerschaft eingehen mit einem der größten Reiseunternehmen
weltweit; somit werden wir ein „Lufthansa City Center“. Die Zentrale befindet sich in Frankfurt; das Reiseunternehmen hat 560 Franchise-Partnerbüros in über 90 Ländern. Als Reisebüro habe ich natürlich volle Freiheiten, mir alle Reiseanbieter aus ganz Europa für meine Kunden auszusuchen. Dahinter steht aber ein Markenname und ein internationales Netzwerk mit Leuten, die ihr Geschäft verstehen. Ich freue mich sehr darauf. Unser Reisebüro bekommt mit „Mein Reisebüro“ auch einen neuen Namen. Er entstand aus dem Gedanken heraus, dass es unsere engen Beziehungen zu den Kunden sind, unsere persönlichen Bindungen, die uns auszeichnen und überhaupt erst eine Daseinsberechtigung geben. Unterm Strich: Es geht also alles weiter wie bisher? Wir sind gerade dabei, unser Team aufzustocken – und das ist ein gutes Signal dafür, dass wir mit Optimismus in die Zukunft blicken. Es wird eine spannende neue Reise! willy.vontavon@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info
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„Das Beste aus drei Jahren“ Der Direktor der Tourismusgenossenschaft Brixen, WERNER ZANOTTI, zu den Gründen, warum es heuer als Lichtshow in der Hofburg „nur“ ein „Best of Soliman‘s Dream“ geben wird – und wie man es trotzdem schaffen will, ab 22. November viele Zuschauer anzulocken. Herr Zanotti, wie sehen Sie im Rückblick die Lichtshow des vergangenen Jahres?
Foto: Oskar Zingerle
Wirtschaft & Umwelt
BRIXEN
WERNER ZANOTTI: Das „Nathalie Light Musical“ war alles in allem ein sehr großer Erfolg: Das kleine Brixen hatte mit der Kombination zwischen Lichtshow und Musical ein vollkommen neues Genre erschaffen, das es in dieser Form bisher nicht gegeben hatte. Vielleicht hätten wir uns das nicht zutrauen sollen, aber im Grunde war es ein Erfolg. „Im Grunde“ – das klingt einschränkend ... Ja, weil wir am Ende doch unter unseren eigenen Erwartungen geblieben sind. Die erste Ausgabe von „Solimans Traum“ war ja mit 50.000 Besuchern ein umwerfender Erfolg, der im Jahr danach mit 59.000 Besuchern noch gesteigert werden konnte. Dann kam die dritte Ausgabe, die noch 35.000 Besucher anzog. Mit „Nathalie“ erreichten wir exakt wieder diesen Wert. Diese Zahlen sind erklärbar durch die Tatsache, dass 2015 und 2016 außergewöhnliche Winter waren: Erstens hatten wir ein völlig neues Produkt eingeführt, und zweitens waren beide Winter sehr mild, was zur Folge hatte, dass es viele Leute in die Altstadt zog anstatt auf die Pisten. Und drittens war der 8. Dezember an beiden Jahren ein Brückentag. Das sind trotzdem immerhin knapp tausend Besucher pro Tag ... das ist kein schlechtes Ergebnis. Ein direkter Vergleich mit der Lichtshow in der Innsbrucker Hofburg unterstreicht diese Aussage: Es gab dort bei fast doppelt so langer Laufzeit 10.000 Besucher weniger als in Brixen. Unsere Stadt darf also sehr stolz sein auf diese 35.000 Zuschauer. Und 64
Werner Zanotti: „In den letzten beiden Jahren hatte die Lichtshow jeweils 35.000 Zuschauer – darauf kann Brixen stolz sein“
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trotzdem: Unsere Erwartungshaltung war bei „Nathalie“ eine andere. Wir sind ein bisschen erfolgsverwöhnt und sehen es natürlich nicht gerne, wenn wir die besten Ergebnisse der Vergangenheit nicht mehr schaffen. Die Besucherzahlen allein sagen aber wenig über die Wirtschaftlichkeit einer Veranstaltung aus. Das stimmt, denn man muss auch die Kostenseite ansehen. Die Einnahmen aus Kartenverkäufen gingen von 250.000 bis etwa 400.000 Euro; die Produktionskosten liegen aber jedes Jahr weit darüber. Die Differenz decken wir mit Beiträgen
und vor allem Sponsorengeldern ab. Lichtshows in dieser Dimension sind in den seltensten Fällen kostendeckend. Auch dazu ein aktueller Vergleich: Die nur sechs Tage dauernde Dom-Illumination in Regensburg kostete die Stadt 330.000 Euro. Die Tourismusgenossenschaft kann die Lichtshow nur realisieren, wenn sie auch erhebliche Einnahmen aus dem Kartenverkauf hat – wissend, dass diese allein nie die Kosten decken werden. Die Produktionskosten von „Nathalie“ waren allerdings um etwa ein Drittel höher als jene der Soliman-Ausgaben. Das liegt daran, dass es sehr teuer ist, ein neues Genre zu entwickeln,
und auch die Aufführungen selbst sind natürlich aufwändiger. Ich gebe zu, dass wir anfänglich die Produktionskosten von „Nathalie“ etwas unterschätzt haben. Gleichbleibende Einnahmen bei 30 Prozent höheren Kosten – das klingt ziemlich dramatisch. Hat sich das Ergebnis von „Nathalie“ irgendwie ausgewirkt auf die Tourismusgenossenschaft? Es ist grundsätzlich problematisch, wenn am Ende des Bilanzjahres noch eine Großveranstaltung stattfindet, von der man überhaupt nicht weiß, wie hoch die Einnahmen sein werden. Dass
unsere Erwartungen an „Nathalie“ nicht erfüllt wurden, hat natürlich geschmerzt, aber die Tourismusgenossenschaft hat trotzdem im heurigen Jahr das komplette Programm durchgezogen – in jeder Hinsicht. Im Sommer standen wir aber vor einer schwierigen Entscheidung: Entweder wir nehmen das hohe Risiko in Kauf und produzieren für den bevorstehenden Winter eine neue Version von „Nathalie“, oder wir verringern das Risiko und veranstalten ein „Best of Soliman‘s Dream“, mit dem wir trotzdem etwas Hochwertiges präsentieren, ohne uns gleichzeitig übermäßig wirtschaftlich zu exponieren. Wir haben uns für die zweite Möglichkeit entschieden. Der Aufwand der Produktion wird heuer also überschaubarer sein als im Vorjahr, ohne, dass sie an Qualität und Attraktivität einbüßt. Das heißt, dass heuer wieder der Elefant Soliman die Hauptrolle spielen wird? Ja, aber wir werden die Perspektive wechseln: Diesmal wird es der Elefant sein, der die Geschichte erzählt, der seine Bilder und seine Reise schildern wird. Viele Bildsequenzen werden aus den letzten drei Ausgaben stammen, einiges wird auch neu dazukommen. Es wird auch ein paar neue Effekte geben.
Bei „Nathalie“ hatte ich den Eindruck, dass die Sängerin die Blicke auf sich gezogen hat – mit dem unerwarteten Nebeneffekt, dass man viele Details der Lichtshow nicht mehr wahrnahm. Ein Mensch zieht den Menschenblick an – das hatten wir vorausgesehen. Das war auch der Grund, warum die Sängerin lediglich bei etwa 50 Prozent der Show zu
Wir haben 40 Showtage und möchten wieder 35.000 Zuschauer anlocken. Ich kenne in ganz Südtirol keine Veranstaltung, die dieses Ergebnis auch nur annähernd erreicht. Wenn wir die bisherigen Zahlen nüchtern betrachten, wage ich die Behauptung, dass erst 10 Prozent der Südtiroler Bevölkerung die Lichtshow gesehen haben, denn etwa die Hälfte der bisherigen Besucher waren
„Sobald man imstande ist, Menschen anzu locken, profitieren vor allem die Gastronomie und der Einzelhandel“_ Werner Zanotti, Direktor der Tourismusgenossenschaft Brixen sehen war. Aus unserer Sicht hat es funktioniert, aber ich gebe zu, dass wir viele Details nicht so gut umgesetzt haben wie es möglich gewesen wäre. Da wir etwas vollkommen Neues kreiert hatten, fehlten uns Vergleichsmöglichkeiten. Bei den Proben in der Hofburg haben wir feststellen müssen, dass uns für den Feinschliff etwa eine Woche Zeit fehlt, die wir aber nicht mehr hatten. Das Publikum war trotzdem begeistert, aber wir wissen, dass wir in Sachen Qualität noch Luft nach oben hatten.
eine starke Geschichte erzählt und diese gut umgesetzt wird. So gesehen kann man mit der Lichtshow unendlich lange weiterfahren. Wir dürfen dabei nicht vergessen, dass wir das Privileg haben, nicht nur eine normale Hausfassade zu beleuchten, sondern den Innenhof der wunderbar einzigartigen Hofburg. Allein das ist ein unglaubliches Erlebnis.
Nach der Soliman-Trilogie musste man sich ja die Frage stellen, ob eine Lichtshow in der Hofburg langfristig realisierbar sei oder ob man das Projekt beenden sollte. Wie schafft man die Gratwanderung, eine Veranstaltung zu konzipieren, die langfristig erfolgreich und trotzdem wirtschaftlich sinnvoll ist?
Das war ein Lernprozess. Wir hatten uns sehr stark auf die Umsetzung konzentriert – auf die Kombination Live-Gesang und Lichtshow. Die Geschichte selbst ist dabei etwas zu kurz gekommen. „Nathalie II“ vom nächsten Jahr wird einen viel stärkeren Inhalt haben.
Im Grunde klingt dieser Weg vernünftig. Das Musical-Konzept wird also für diese Ausgabe fallengelassen? Ja, aber es gibt dafür bereits einen inhaltlichen Entwurf, der nun aber erst im November 2020 vorgestellt werden wird. Das ist für uns überaus vorteilhaft: Wir haben eine längere Vorlaufzeit für die Produktion und auch für die finanzielle Absicherung.
dieses Genre des Videomappings langfristig funktionieren würde. Die Antwort war einleuchtend: Nicht die Lichtshow als solche ist entscheidend, sondern die Geschichte, die man zeigt. Es drängt sich der Vergleich mit dem Kino auf: Ein Kino ist dann erfolgreich, wenn spannende Filme gezeigt werden. Eine Videomapping-Lichtshow hat also dann eine Daseinsberechtigung, wenn
Das ist in der Tat eine spannende Frage. Erst vor einigen Tagen habe ich in Finnland mit zwei Lichtkünstlern darüber diskutiert, ob
Das Drehbuch ist also entscheidend. Nun, ehrlich gesagt konnte man den Inhalt von „Nathalie“ in einem halben Satz erzählen.
Heuer also „Best of Soliman’s Dream“. Mit welcher Erwartungshaltung geht die Tourismusgenossenschaft in dieses fünfte Jahr?
ja Touristen. Allein die Südtiroler stellen also ein enormes Potential dar. Zudem muss es unser Ziel sein, dass die Südtiroler sich eigentlich jedes Jahr die Lichtshow in Brixen ansehen – wenn der Inhalt spannend ist. Ins Kino gehen sie ja auch nicht nur einmal im Leben. Auf jeden Fall hat die Lichtshow sich auf die Altstadt positiv ausgewirkt. Ja, ohne Zweifel. Wir sind seinerzeit ja gestartet mit der Intention, die Weihnachtszeit in der Brixner Altstadt aufzuwerten. Übergeordnetes Ziel war, dass die Südtiroler und die Brixner wieder verstärkt in die Altstadt kommen. Sobald man imstande ist, Menschen anzulocken, profitieren vor allem die Gastronomie und der Einzelhandel. Kontinuierliche Veranstaltungen helfen dabei, in einer Altstadt Wertschöpfung zu schaffen.
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Nachhaltige Mobilität als Ziel z „Jedes motorisierte Fahrzeug auf der Brennertrasse ist eines zu viel“, so Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider, nachdem der Dreierlandtag einstimmig eine Strategie über den Brennerkorridor eingefordert hatte. Es brauche eine langfristige Lösung, die nur mit einem länderübergreifenden Verkehrsmanagement zu erreichen sei. Landeshauptmann Arno Kompatscher sieht die Kostenwahrheit
zwischen Straße und Schiene als eines der Hauptziele: „Nur dann geben wir der Schiene eine echte Chance als nachhaltige Alternative.“ Konkrete Maßnahmen seien eine Korridormaut zwischen München und Verona und die Vermeidung von Billigdiesel für LKW. Über die Einstimmigkeit im Dreierlandtag freuen sich beide Landespolitiker. „Sie zeigt, dass die Politik in allen drei Ländern
der Europaregion die Dringlichkeit erkannt hat: Wir müssen handeln!", so Kompatscher. av
W&U Wirtschaft & Umwelt
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BRIXEN/ITALIEN
Die Tortello-Challenge z Die „Accademia Italiana della Cucina“ sieht sich als eine kulturelle Institution, die sich der Förderung und dem Schutz der italienischen Gastronomietradition verschrieben hat. Die Mitglieder der über den Stiefelstaat und darüber hinaus verbreiteten Delegationen – in Südtirol sind es derer drei in Brixen, Bozen und Meran – treffen sich monatlich zu kulinarischen Events. Das jährliche Hauptereignis der Delegation Brixen fand kürzlich in der Landesberufsschule für das Gast- und Nahrungsmittelgewerbe „Emma Hellenstainer“ statt.
kurz
notiert
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Unter dem Motto „La disfida del tortello“ hat der Delegationsleiter der Accademia Brixen, Piergiorgio Barucchello, eine wahre Meisterin ihres Fachs eingeladen: Lucia Antonelli aus Castiglione dei Pepoli bei Bologna ist eine Institution, wenn es um eine Spezialität der Emilia Romagna geht, nämlich Tortellini. Unter den neugierigen Blicken der Gäste aus Bologna, den lokalen Vertretern der Accademia sowie den Schülern rollte sie den Nudelteig fachgerecht von Hand aus, füllte die Teigtaschen anschließend nach der traditionellen Rezeptur und faltete die
Tortellini in Rekordtempo. Die Schüler der Berufsschule bereiteten ihrerseits – begleitet von den Fachlehrern – die Südtiroler Variation der „pasta ripiena“ zu, nämlich Schlutzkrapfen sowie Teigtaschen aus Johannisbrotkornmehl. Auch
wenn es natürlich um einen kulinarischen Vergleich ging, den jeder Gaumen individuell zu entscheiden hatte, konnte am Ende ein gemeinsamer Sieger gekürt werden: die Freude an regionaler Herzblut-Gastronomie. oz
Die lvh-Ortsgruppe Vahrn hat Jugendlichen die bunte Berufswelt im Handwerk gezeigt. Im Rahmen des Abenteuer-Sportcamps durften interessierte Mittelschüler zwei Betriebe besuchen. Neben Informationen und Betriebsbesichtigungen durfte auch selbst Hand angelegt werden.
Fast 1.000 kleine und große Forscher haben das Lern- und Spielfest auf dem Stiftsplatz von Neustift besucht. Naturerlebnisse standen etwa bei der Umweltgruppe Eisacktal im Vordergrund. Der Pfadfinderstamm St. Michael aus Brixen veranschaulichte Lernen in Form von Geschmackserlebnissen.
Der Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF) hat im Forum Brixen seine Mitgliederversammlung abgehalten und die Ergebnisse seiner Wirtschaftsumfrage vorgestellt: Holz-Fertighäuser liegen auf Erfolgskurs. Gerhard Schröder und Oliver Kahn referierten zum Thema „Forum Intelligentes Bauen“.
Vor welchem Feind musste das Kloster Neustift geschützt werden?
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STADTGEHEIMNISSE
BRIXEN
Das 1142 gegründete Kloster Neustift musste in seiner Geschichte gleich mehreren Gefahren trotzen. Ab 1453, als die Osmanen Konstantinopel erobert hatten, entstand auch in Neustift gewisse Angst; spätestens mit dem Einfall der Türken in Kärnten wollte man sich hierzulande schützen, weshalb man die ausgedehnte Klosteranlage mit unterschiedlichen Wehranlagen ausstattete: Die Außenmauern des romanischen Rundbaues wurden zur Verteidigung adaptiert, mit Zinnen und einem Wehrgang samt Scharten versehen. Um die Klosteranlage herum wurde eine Ringmauer, auch Türkenmauer genannt, angelegt. Diese reichte im Westen bis zum Eisack und im Norden und Osten bis an die Straße hin. Übrig geblieben davon sind neben einigen gut erhaltenen Mauerresten auch der Türkenturm. Am Ende des Mittelalters drohte mit den Bauernaufständen eine weitere Gefahr für das Kloster. Den Bauern unter Michael Gaismaier gelang es sogar, nach ergebnislosen Verhandlungen das Kloster Neustift zu stürmen; durch die folgende Plünderung wurde es stark beschädigt. Anregungen: redaktion@brixner.info
Sieben auf einen Streich z Leitungen für Fernwärme, Glasfaser, Strom, Schmutzwasser, Regenwasser, Trinkwasser und öffentliche Beleuchtung werden derzeit bei den Grabungsarbeiten in der Brixner Altstadt gleichzeitig verlegt. „Die Bauarbeiten sind in zwei Phasen eingeteilt“, erklärt der technische Leiter der Stadtwerke Brixen, Franz Berretta. Die erste Phase umfasst die Erhardgasse und dauert noch bis zum 31. Oktober. Parallel dazu wird seit dem 9. Oktober der noch nicht erschlossene Teil des Domplatzes durchgeführt. Die zweite Phase wird nach Allerheiligen in Angriff genommen und betrifft den Pfarrplatz mit Anschluss der Infrastrukturen in der Albuingasse. Die Fertigstellung ist innerhalb 29. November geplant. Gleichzeitig mit den Arbeiten für das Fernwärmenetz werden die Stadtwerke Glasfaserkabel für den
Internet-Breitbandanschluss ziehen und die bis zu hundert Jahre alten Trinkwasserleitungen erneuern. Auch die Abwasserrohre, die teilweise noch im Mischsystem Weißwasser/Schwarzwasser errichtet waren, sowie die Stromleitungen werden auf den neuesten Stand gebracht. „Dann fehlen noch die Kleinen und Großen Lauben. Einen Teil werden wir noch nach dem 29. November angehen; bis zum Gasthaus Fink hat uns die Gemeinde schon das Okay gegeben. Aber uns fehlt noch die Absprache mit den Kaufleuten“, so Berretta. Während der Arbeiten bleibt die Müllsammlung in der Altstadt immer gewährleistet, wobei die Sammelpunkte beim Sonnentor (Südseite), in der Hofburggasse, in der Albuingasse sowie am Domplatz zur Verfügung stehen. sp
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Wirtschaft & Umwelt
BRIXEN/EISACKTAL
Neue Machbarkeitsstudie z Positive Reaktionen ruft die Vorgehensweise der Terna zur Neuordnung des Stromnetzes im Eisacktal hervor: Nach den Informationsveranstaltungen vom Juli sind für die gesamte Trasse zwischen Kardaun und Freienfeld 90 Verbesserungsvorschläge der Bevölkerung und der Gemeinden eingetroffen; allein in der Gemeinde Brixen waren es 13. Diese Ideen wurden in den vergangenen zwei Monaten von den Terna-Technikern überprüft. Die korrigierte Machbarkeitsstudie wurde am 16. Oktober wiederum der Bevölkerung vorgestellt – tagsüber im Forum Brixen, am Abend dann in Tils, wo sich überraschend auch Landeshauptmann Arno Kompatscher einfand, der von den Anwesenden mit großem Applaus begrüßt wurde. Für Tils sah die erste Variante noch zwei Möglichkeiten vor: Die eine verlief über die alte Trasse unterhalb, die zweite im Wald oberhalb des Dorfes; diese Variante erhielt den Zuspruch der Bevölkerung. Auf
Hinweis der Bürger wurde die Trassierung aber leicht verändert: Nachdem Befürchtungen zur Sichtbarkeit der Masten geäußert wurden, haben die Terna-Techniker die Morphologie im Detail untersucht und eine Trasse gefunden, bei der die Masten sowohl vom Tal als auch vom Berg kaum sichtbar sein werden. Auch im Stadtzentrum erfuhr die Studie eine große Verbesserung: Die anfangs geplante unterirdische Verlegung der Leitung vom Mittelanschluss bis zum Südende der Westumfahrung konnte verhindert werden; die Leitung verläuft nun über beide Tunnel der Westumfahrung. Diese Machbarkeitsstudie wird nun den entsprechenden Landesämtern vorgelegt; nach deren Feedback erfolgt die endgültige Projektierung und danach das Genehmigungsverfahren. Bis 2026 muss der Bau der neuen Leitungen abgeschlossen sein; danach können sämtlche bestehende Hochspannungsleitungen im Stadtgebiet abgebaut werden. wv
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VAHRN
Schalderer Bach: neues Projekt z Um den Hochwasserschutz zu verstärken hat das Amt für Wildbach- und Lawinenverbauung Nord der Landesagentur für Bevölkerungsschutz im vergangenen Jahr im Schalderer Bach im Bereich der alten Putzer-Säge eine zehn Meter hohe und 50 Meter breite Rückhaltesperre aus Stahlbeton errichtet. Zuvor war der Bach bei den Erhebungen zur Hochwassersicherheit der Ortschaft Vahrn im Rahmen des Projektes StadtLandFluss als gefährlich eingestuft worden: Die Ergebnisse der Gefahrenzonenplanung zeigten ausgedehnte Über-
schwemmungsflächen auf. Das nun vorgelagerte Auffangbecken kann im Ereignisfall bis zu 40.000 Kubikmeter Geschiebematerial und Wildholz zurückhalten. In das erste Baulos wurden 1,5 Millionen Euro aus dem EU-Fonds für regionale Entwicklung EFRE 2014-2020 investiert. Das zweite Baulos ist ein Investitionsprojekt mit 1,1 Millionen Euro. Derzeit wird zwischen der Rückhaltesperre und der Kneipp-Anlage eine Naherholungszone mit Liegewiesen und Ruhebereichen angelegt, in die 160.000 Euro investiert werden. av
Foto © Marc Turmes
Mexikanisch – guit isch‘s schun! „GUIT ISCH‘S SCHUN“, sagen die Mitarbeiter. Was sie damit meinen? Natürlich die leckeren Tacos, Spareribs, Steaks, Burger, Enchiladas… scharf und nicht scharf. Wenn wir damit auch Ihren Appetit geweckt haben, hier unser Tipp: Bis 5. Dezember finden bei uns in der Pizzeria Mühlbacher Klause wieder die mittlerweile legendären mexikanischen Wochen statt. „MIT MEINEN KINDERN KONN MAN JO SOWIESO NIRGENDS ESSN GIAN“ – dieses Argument gilt bei uns nicht! Zwei große Kinderecken sorgen dafür, dass die Kinder nicht mehr nach Hause wollen. Und all jene ohne Kinder sitzen in den ruhigen vorderen Räumen.
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z Die Staatspolizei hat auf Anweisung der Quästur letztes Wochenende eine intensive Kontrolle in der Diskothek Max durchgeführt, bei der für mehr als eine Stunde die Ein- und Ausgänge blockiert wurden. Drogenspürhunde haben das gesamte Gebäude durchsucht; laut Vize-Quästor Antonino Giunta wurden dabei geringe Mengen an Marihuana beschlagnahmt. Im direkten Vergleich zu anderen Diskotheken des Landes sei die Situation in Brixen „weder besser noch schlechter“, sagt Giunta. Vor kurzem wurde zudem Michele Magnini von der Bar Eden im Nahbereich der Diskothek zu einer Geldstrafe verurteilt, weil er Minderjährigen Alkohol verkauft hat. Wird er dabei noch einmal erwischt, riskiert er die zeitweilige Schließung seines Lokals. Wer Jugendlichen unter 16 Jahren Alkohol verabreicht, muss in gewissen Fällen sogar mit einer Gefängnisstrafe rechnen. wv
z Rosen am Beginn einer Rebenreihe, Nuss- oder Holunderbäume am Rand von Roggenfeldern, Malven- und Kamillenborten zur Zierde der Apfelgärten – all dies war einst ein gewohntes Bild. Dass solche Vielfalt nicht nur schön ist, sondern auch den Ertrag steigert, zeigt ein Team von hundert Wissenschaftlern aus aller Welt auf, das unter der Leitung von Eurac Research eine umfassende internationale Studie erarbeitete: Felder mit größerer Biodiversität wehren Schädlinge besser ab, locken mehr Bestäuber an und sind damit produktiver. Daten von rund 1.500 Anbauflächen auf der ganzen Welt wurden von Ökologen und Biologen analysiert und verglichen: Maisfelder in Nordamerika und Rapsäcker in Südschweden waren darunter, indische Kaffee- und südafrikanische Mangoplantagen, Getreidefelder in den Alpen. „Unsere Studie zeigt jetzt, dass
Artenvielfalt eine wichtige Rolle für die Bereitstellung von Ökosystemleistungen spielt und entscheidend zu einer dauerhaft guten landwirtschaftlichen Produktion beiträgt“, erläutert Matteo Dainese, Biologe von Eurac Research und Hauptautor der Studie. „Mehr Artenvielfalt auf den Feldern bedeutet zum Beispiel, dass die natürliche Schädlingsbekämpfung besser funktioniert, die Bauern also in geringerem Maß von
Pflanzenschutzmitteln abhängig sind.“ Die Wissenschaftler empfehlen deshalb, natürliche Lebensräume zu erhalten und Anbauflächen so vielfältig wie möglich zu gestalten. Die Studie, veröffentlicht in der Fachzeitschrift „Science Advances“, wertete Daten aus der ganzen Welt aus. Als nächstes wollen die Forscher die Situation in Südtirol genauer untersuchen. wv
auf alle
2. bis 9. November
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JACKEN, MÄNTEL und BLAZER für Damen und Herren
NACHGEFRAGT
„Ziel ist eine Gesamtvision zur Mobilität“ THOMAS SCHRAFFL, Brixner Stadtrat für Mobilität, zur Entscheidung der Gemeindeverwaltung, spezialisierte Unternehmen mit der Erarbeitung eines „Plans für eine nachhaltige städtische Mobilität“ zu beauftragen. Herr Schraffl, wie erarbeitet man einen Mobilitätsplan? Wir wollen in Sachen Mobilität eine ganzheitliche, keine punktuelle Lösung. Dazu zählt im ersten Schritt eine detaillierte Analyse der Ist-Situation, danach die Erarbeitung einer Vision für die Zukunft, um am Ende zu einem Maßnahmenplan zu kommen. Das dauert seine Zeit; Ende des nächsten Jahres haben wir ein konkretes Ergebnis. Im Moment befindet man sich also in der ersten Phase? Das ist korrekt. Es wurde bereits im Sommer und jetzt im Herbst
zu Schulbeginn der Verkehr auf den Straßen genau erfasst. Diese Daten werden derzeit zusammengeführt mit anderen Daten, die verfügbar sind, wie zum Beispiel Nutzerzahlen von gewissen Strukturen und Parkgaragen. Die Fragen sind spannend: Wie viele Autos verkehren zu welchen Zeiten auf unseren Straßen? Wie sind die Strecken? Wie bewegen sich die Radfahrer? Wie attraktiv sind die jeweiligen Infrastrukturen wie Straßen oder Radwege? Die Ergebnisse dieser Analyse werden voraussichtlich Anfang Dezember zur Verfügung stehen. Außerdem geplant ist eine Online-Umfrage, bei der wir erfahren wollen, wie
die Bürger derzeit ihre eigene Mobilität organisieren. Das übergeordnete Ziel ist also, ein Gesamtkonzept für die städtische Mobilität zu erarbeiten? Genau. Mobilität ist ein soziales Phänomen, das über die Verkehrsproblematik weit hinausgeht. Es geht nicht darum, immer mehr Verkehr möglichst staufrei durch eine Stadt zu lotsen. Viel mehr brauchen wir innovative Lösungen, und wir müssen Alternativen zum Auto aufzeigen und diese Alternativen möglichst attraktiv gestalten. willy.vontavon@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info
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Heizung & Energie
„Reine Holzpellets“
KOSTNER GMBH
Es gebe gute Gründe, sich für die patentierten Antistaub-Holzpellets zu entscheiden, erklärt Toni Kostner der Firma Kostner, die diese exklusiv in Südtirol vertreibt.
Extra
Herr Kostner, in Ihrem Brennstoffsortiment führen Sie unter anderem auch sogenannte Antistaub-Holzpellets. Worum handelt es sich bei diesen? TONI KOSTNER: Handelsübliche Qualitätsstandards für Holzpellets beschreiben im Wesentlichen den Produktzustand zum Zeitpunkt der Herstellung. Jedoch führt der Abrieb während der Verladung und Befüllung der KundenPelletslager zu einer Qualitätsminderung, die beträchtlich sein kann. Während dieser Vorgänge lösen sich Feinteile, und es bildet sich Holzstaub. Dieser kann die Heizleistung beeinträchtigen und Probleme in der Heizanlage verursachen. Ein Abrieb lässt sich
nicht gänzlich vermeiden, weshalb die geltende EU-Norm in der handelsüblichen Kategorie ENplus-A1 ein Höchstmaß von einem Prozent Feinanteil während der Verladung als zulässig erachtet. Mit unserer lizenzierten Antistaub-Technologie schaffen wir es, diesen Feinanteil um den Faktor zehn weiter zu reduzieren. Damit enthalten unsere Antistaub-Holzpellets zehnmal weniger Staub- und Feinanteile als handelsübliche ENplus-A1-Pellets oder Premiumpellets. Wie erreichen Sie dies? Dazu haben wir den Lieferprozess von der Produktion bis zum Kunden-Pelletslager perfektioniert: So achten wir beim Ankauf
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bereits auf beste Produktqualität und setzen im Weiteren auf innovative Technologien, um die Staub- und Feinanteile bis zur Befüllung beim Kunden auf ein Minimum zu halten: Mit Hilfe eines Spezialsystems werden im Großhandelslager die Staubpartikel vor Verladung abgesaugt, die Holzpellets schonend geladen und in unseren Spezialfahrzeugen rüttelarm transportiert. Beim Kunden angelangt, erfolgt schließlich noch die Befüllung mittels einer speziellen Einschubtechnologie. Welche Vorteile bringen die Antistaub-Holzpellets Ihren Kunden? Unsere besonders staubarmen Holzpellets ermöglichen eine sau-
Toni Kostner, Geschäftsführung berere Verbrennung und einen höheren Wirkungsgrad als andere Premiumpellets. Unterm Strich zahlen unsere Kunden somit effektiv nur für das, was schlussendlich Wärme erzeugt: reine Holzpellets – und nicht irgendein Gemisch aus Pellets, Staub und Feinanteilen.
Foto: Oskar Zingerle
„Damit die Haustechnik läuft“
MADER GMBH
Warum er grundsätzlich einen Wartungsvertrag für die Haustechnik empfiehlt, erklärt ANDREAS HOFER, Verantwortlicher für den Bereich Wartung und Service bei Mader GmbH und Standortleiter der Niederlassung in Vahrn.
Herr Hofer, warum sollte man seine Haustechnik regelmäßig warten? ANDREAS HOFER: Die regelmäßige Wartung ist erforderlich, um die Funktionsfähigkeit der Haustechnik sicherzustellen. Ähnlich wie bei einem Fahrzeug braucht es auch für die Heizungs- und Lüftungsanlage einen regelmäßigen Servicecheck, damit die Haustechnik reibungslos läuft. Viele Industrie- und Gastbetriebe schließen daher einen Wartungsvertrag ab,
um teure Ausfälle zu vermeiden und die eigene Betriebstätigkeit zu gewährleisten. Doch auch für Kondominien und Privathäuser lohnt sich ein Wartungsvertrag: Haus- und Miteigentümer müssen sich damit nicht persönlich um die regelmäßige Überprüfung ihrer Haustechnik kümmern, der effiziente Betrieb der Haustechnik ist sichergestellt.
Selbstverständlich! Bei uns kann sich jeder melden, der einen Kundendiensteinsatz benötigt oder eine Wartung wünscht. Doch damit es erst gar nicht zum Ernstfall kommt, empfehlen wir, einen Wartungsvertrag abzuschließen.
Kann man bei Mader GmbH die Wartung mit und ohne Vertrag in Anspruch nehmen?
Auf jeden Fall! Wir suchen dazu derzeit Fachkräfte mit abgeschlossener Heizungs- und Sanitäraus-
Sehen Sie im Bereich Wartung und Service noch Wachstumspotenzial?
Andreas Hofer, Standortleiter der Niederlassung Mader in Vahrn und Verantwortlicher für den Bereich Wartung und Service bildung, die im Idealfall auch Kompetenzen im elektrischen Bereich mitbringen. Ebenso willkommen sind Lehrlinge. Im Wartungs- und Servicebereich erwarten die Mitarbeiter spannende Aufgaben und abwechslungsreiche Einsätze mit direktem Kundenkontakt, die oft mit großer Wertschätzung seitens der Kunden einhergehen.
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mehr als installationen
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Wohlige Wärme Wenn die Temperaturen allmählich sinken, sorgt ein Holzherd für ein kuscheliges und warmes Zuhause.
Neben der klassischen Heizung gibt es mehrere Möglichkeiten, an kalten Tagen das eigene Zuhause in einen Wohlfühlort zu verwandeln. Ganz besonders gelingt dies mit einem Holzherd, der für wohltuende Wärme und für eine behagliche Atmosphäre sorgt.
Extra
Heizung & Energie
E. INNERHOFER AG
Hochwertige Holzherde. Seit
über 90 Jahren produziert der österreichische Hersteller Lohberger hochwertige Holzherde, die durch Vielseitigkeit und attraktive Designs bestechen. Die Herde sind in vielen Ausführungen erhältlich – vom funktionellen Holzherd bis hin zum energieoptimierten Heizungsherd. Insbesondere in der Ausführung eines Heizungsherdes begeistern die Holzherde von Lohberger, da sie nicht nur
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Die Holzherde von Lohberger sind in vielen Designs erhältlich, von alpin bis modern das Wärmen und Kochen ermöglichen, sondern auch in das Heizsystem eingebunden werden können.Energiekosten senken und die Umwelt schonen – mit
einem Holz- oder Heizungsherd von Lohberger profitiert man in jeder Hinsicht. Wer sich über die Herde von Lohberger näher informieren
möchte, findet in den Ausstellungen von Innerhofer fachkundige Ansprechpartner – und Herdmodelle in verschiedenen Ausführungen.
Zwei Auszeichnungen für Design
PROVEX
Provex, führendes Unternehmen in der Herstellung von Duschkabinen und technischen Badaccessoires, darf sich gleich zweimal freuen: Unter den knapp 600 Ausstellern der Fachmesse Cersaie in Bologna wurde das in Bruneck ansässige Unternehmen für die innovative Duschkabinen-Serie Iunix mit dem „ADI Ceramics & Bathroom Design Award 2019“ ausgezeichnet; in München wurde ihm für den Duschklappsitz der Serie 500 der „Iconic Award“ überreicht.
Provex-Geschäftsführer Oswald Fischnaller (2. v.l.) mit der Jury des Adi Design Award
Oswald Fischnaller (rechts) und der Leiter Forschung und Entwicklung, Peter Mutschlechner Herausragende Merkmale der Serie Iunix sind das moderne und transparente Design, das 360-Grad-Pendelscharnier, das innen flächenbündige und versenkte Scharnier für eine ideale Reinigung und der Hebe-SenkMechanismus der Türelemente für eine sanfte Schließung. Bei den Glaselementen handelt es sich um gehärtetes, acht Millimeter starkes ESG-Sicherheitsglas, das für hohe Belastbarkeit und Langlebigkeit sorgt. Die Serie Iunix ist in vielen Ausführungen erhältlich; durch die vollständig maßgeschneiderte
Modell Serie Iunix
Duschklappsitz Serie 500
Verarbeitung können zudem Kundenwünsche schnell und individuell erfüllt werden. Diese Vielzahl von Vorzügen war dann auch die Begründung für die renommierte Auszeichnung „ADI Ceramics & Bathroom Design Award 2019“, die Provex kürzlich auf der Fachmesse Cersaie in Bologna für die Duschkabinen-Serie Iunix entgegennehmen durfte.
Durchdachte Designlösungen. Eine zusätzliche und nicht
weniger wichtige internationale Auszeichnung hat das Brunecker
Unternehmen mit dem „Iconic Award 2019 – Innovative Architektur“ in der Kategorie „Produkt“ für den Duschklappsitz der Serie 500 erhalten. Eine internationale Jury aus Experten im Bereich Design und Journalismus hatte die Aufgabe, Produkte nach Kriterien wie Konzept, Innovation, Funktionalität, Design und Ergonomie auszuwählen. Der Duschklappsitz von Provex zeichnet sich durch durchdachte Technik und ein formschönes Design aus; beides wurde in Zusammenarbeit mit dem Designstudio „Talocci + Pal-
locca“ aus Rom entwickelt. Die bemerkenswerte Tragfähigkeit von 160 Kilogramm und die vom TÜV zertifizierten Bestimmungen machen den Sitz zu einem praktischen Accessoire mit tollem Design. Der „Iconic Award“ wurde Anfang Oktober im Rahmen einer großen Feier in der „Pinakothek der Moderne“ in München überreicht. Beide Auszeichnungen bestätigen die richtungsweisenden Designinnovationen „Made in Italy“ von Provex, das auf mehr als 40 Jahren Erfahrung und modernster technologischer Forschung basiert.
Provex Industrie GmbH Industriezone Nord 10 39031 Bruneck (BZ) www.provex.eu 75
FEDERER PELLETS
Heizung & Energie
Der erste Südtiroler Pelletshersteller
Extra
Wer seine Holzpellets von Federer Pellets bezieht, entscheidet sich für ein Heizmaterial, das zur Gänze aus Südtiroler Fichtenwäldern stammt und in Südtirol hergestellt wird.
Federer Pellets verarbeitet im Werk in Pontives Sägespäne aus Südtiroler Fichtenholz zu hochwertigen Holzpellets Das Unternehmen Federer Pellets mit Sitz in Pontives im Grödnertal produziert und vertreibt Südtiroler Holzpellets, die vom Rohstoff bis hin zum Endprodukt den Prinzipien der nachhaltigen Beschaffung und regionalen Wertschöpfung folgen. So werden für die Herstellung des nachwachsenden Brennstoffs ausschließlich Sägespäne aus naturbelassenem, heimischem Fichtenholz verwer-
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tet. Das Rohmaterial fällt in den Südtiroler Sägewerken in großen Mengen als reines Abfallprodukt an. Durch die Weiterverwertung wird dieses einem sinnvollen Verwendungszweck zugeführt: Die Sägespäne werden systematisch gesammelt und ins firmeneigene Werk nach Pontives transportiert, wo sie mittels modernster Technologie zu hochwertigen Holzpellets weiterverarbeitet werden.
Qualität vom Rohmaterial bis zur Befüllung. Federer Pellets be-
liefert Privat- und Gewerbekunden in ganz Südtirol mit Holzpellets. Die Pellets werden auf Wunsch in 15-Kilogramm-Säcken oder lose im eigens zertifizierten Silowagen vom Produktionswerk geliefert. Durch die Direktlieferung zum Kunden entfällt jegliches Umladen, wodurch bestes Brennmaterial beim Kunden ankommt.
Federer Pellets ist das einzige Unternehmen in Südtirol, das als Hersteller und Lieferant von Holzpellets mit der Zertifizierung EN PLUS A1 beste Qualität gewährleistet – von der Produktion bis hin zur staubfreien Befüllung bei den Kunden.
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Impressum nur irgend etwas Verdächtiges in der Umgebung der Hütte beobachten konnte, möge davon die Alpenvereinssektion Taufers verständigen, um diese Übeltäter dingfest machen zu können.
Unabhängige Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung Redaktion: Brennerstraße 28, I-39042 Brixen Tel. +39 0472 060200, Fax +39 0472 060201 www.brixner.info E-Mail für Pressemitteilungen: redaktion@brixner.info E-Mail für Leserbriefe: echo@brixner.info Online-Ausgabe: www.brixner.info Verlag: Brennerstraße 28, I-39042 Brixen Tel. +39 0472 060200, Fax +39 0472 060201 E-Mail: office@brixmedia.it, www.brixmedia.it Anzeigenleitung: Sonja Messner, Tel. +39 0472 060212 sonja.messner@brixmedia.it Herausgeber, Chefredakteur und presserechtlich verantwortlich: Willy Vontavon (wv), Tel. +39 0472 060213 willy.vontavon@brixner.info Bildredaktion: Oskar Zingerle (oz), Tel. +39 0472 060210 oskar.zingerle@brixner.info
Außertourliche Zuckerausgabe in Brixen
Heimkehrertransporte
Sonntag, 20. Juli 1919
Mit den Heimkerertransporten wurden in den letzten Tagen dem Roten Kreuzbüro folgende Freigelassene aus unserem Gebiete überstellt: Peter Paul Mayr aus Bozen (Lager Albanien), Josef Lobis aus Unterinn (Lager Genova), Paul Leitner aus Villnöss, Josef Meraner aus Klausen und Franz Winkler aus Eppan.
Auf den Abschnitt „B“ der Lebensmittelkarte, Periode 112, vom 20. bis 27. Juli 1919 gelangt pro Kopf 1 Kilo Haushaltszucker zum Preise von Lire 5.10 zur Ausgabe. Es wird neuerlich in Erinnerung gebracht, die Lebensmittelkarten
Hildegard Antholzer (ha) Willi Aricochi (wa) Johanna Bernardi (jb) Irene Dejaco (ird) Sabine Dejakum (sd) Evi Hilpold (eh) Susanne Hutter (sh) Veronika Kerschbaumer (vk) Marlene Kranebitter Zingerle (mk) Sabine Peer (sp) Franziska Rude (fr) Anina Vontavon (av) Lia Vontavon (lv) Oskar Zingerle (oz) E-Mail: vorname.nachname@brixner.info
Sonntag, 10. August 1919
Der nächste „Brixner“ erscheint Ende November 2019 Nächster Redaktionsschluss: 10. November 2019
Die in dieser Zeitschrift veröffentlichten Beiträge und Bilder sind urheberrechtlich geschützt. Ohne Genehmigung des Verlages ist eine Verwertung strafbar. Dies gilt auch für die Veröffentlichung im Internet. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Beiträge unter Umständen zu kürzen, abzuändern oder zurückzuweisen. Namentlich gezeichnete Beiträge unserer Mitarbeiter geben nicht unbedingt die Meinung des Herausgebers wieder und sind von der Redaktion nicht in allen Einzelheiten des Inhalts und der Tendenz überprüfbar. Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Fotos und Illustrationen übernimmt der Verlag keine Haftung. Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sämtliche in dieser Zeitschrift veröffentlichten Stellenangebote sich ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechts beziehen. 78
Sonntag, 20. Juli 1919
Verwüstung der „Sonklarhütte“
Grafik: Evelyn von Mörl, Tel. +39 0472 060209 evelyn.vonmoerl@brixmedia.it Titelbild: Oskar Zingerle Druck: Athesia Druck GmbH, Weinbergweg 7, I-39100 Bozen www.athesia.it
Die Zeitschrift „Brixner“ erscheint monatlich und wird im Postabonnement 45 % Art. 2, Abs. 20/b, Ges. 662/96, Bozen zugestellt. Eintragung am Landesgericht Bozen am 29.12.1989, Nr. 29/89 R.St. Auflage: 11.000 Stück Preis Abonnement: 1 Euro Abonnentenservice: abo@brixner.info
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1919
jeweils am Ausgabetage zu beheben und bei den betreffenden Bezugsstellen sofort abstempeln zu lassen, damit diese Bezugsquelle stets rechtzeitig und entsprechend der Kundenzahl beliefert werden kann. Nachdem verschiedene Ankündigungen des Gemeindewirtschaftsamtes Brixen nicht immer rechtzeitig durch die Zeitung veröffentlicht werden können, wird die Bevölkerung aufmerksam gemacht, daß an der Anschlagetafel Rathaus, Laubengasse, sowohl die regelmäßig für 14 Tage zur Ausgabe gelangenden Lebensmittel nebst Angabe der Menge und des Preises als auch außerordentliche Warenabgabe und sonstige Mitteilungen des Gemeindewirtschaftsamtes ersichtlich sind.
Aus dem Ahrntale berichtet man uns: Die „Sonklarhütte“ der Alpenvereinssektion Taufers am Speikboden ist im Laufe des letzten und heurigen Jahres in unerhörter Weise verwüstet worden. Die leider unbekannten Räuber begnügten sich nicht einzubrechen und alles mit sich fortzuschleppen, was ihnen brauchbar schien, als Betten, Sessel und die ganze andere Einrichtung, selbst die Kücheneinrichtungsgegenstände in einem Werte von nahezu 2000 Lire, sondern sie zeigten noch durch vandalische Verwüstungen in der Hütte und am übrigen Hütten-Inventar ihre barbarische Rohheit. Alle Tür- und Fensterstöcke, selbst ein Teil der Zimmertäfelung, wurde heruntergerissen. Türen und Fenster sind überhaupt keine mehr vorhanden. Sogar alle eisernen Türangeln sowie die Türschlösser sind vollständig verschwunden. Die ungeheuerliche Vernichtungswut ging sogar so weit, daß auch noch auf dem Dache ein Kamin und einer der Blitzableiter beschädigt wurden. Der Greuel der Verwüstung ist einfach entsetzlich. Der Alpenverein hat einen ungeheuren Schaden. Von den Dieben hat man zwar gewisse Vermutungen, doch dürfte es schwer sein, dieselben zu finden. Jedermann, der
Sonntag, 10. August 1919 Wir erhalten folgende Zuschrift: Die meisten Sommerfrisch-Wohnungsmieten wurden schon zeitlich im Frühling abgeschlossen, bevor die Erhöhung des elektrischen Lichtes um 50 Prozent und die Erhöhung der Steuern schon ab 1. Juli 1919 von Kronen al pari auf Lire bekannt waren, ebenso die Feuerversicherungserhöhungen. Wen trifft nun der Schaden? Können die Parteien zu einer prozentuellen Steigerung herangezogen werden? Oder fällt der ganze Schaden zu Lasten des Hausherrn?
Selbstmord Mittwoch, 13. August 1919 Am 10. August, gegen 5 Uhr nachmittags, ist der gewesene Oberjäger Johann Oberjakober in Brixen in der Küche seiner Wohnung vom Gastwirtssohn Kammerer tot aufgefunden worden. Er hatte sich mit einer Schnur aufgehängt und dürfte schon vor mehreren Tagen die unglückselige Tat begangen haben, da die Leiche schon ziemlich in Verwesung übergegangen war.
Die „Brixener Chronik“ wurde 1888 gegründet und erschien bis 1925. Die Idee, die Zeitungsartikel aus der „Brixener Chronik“ auszuwählen und zu veröffentlichen, stammt von Günther Eheim (1944-2010) aus Brixen. Die damalige Rechtschreibung, auch eventuelle Druckfehler und sonstige Kuriositäten werden ohne Korrektur beibehalten.
DEIN PL AT Z A N DER SONNE
Brixen, Kranebitt // Temlhof,
_ viel Glas, viel Licht, viel Sonne _ großartige Aussicht auf Brixen, das Eisacktal, die Plose im Brixens. Genau hier entsteht Osten, den Radlsee im Westen eine feine, repräsentative neue Wohnanlage mit 4 eigen- _ großzügige Einheiten mit Wohnungen von 40 bis 170 m2 ständigen Gebäuden, mit großzügigen 2- bis 5-Zimmer- _ individuelle Grundrissplanung durch hauseigenen Architekt wohnungen, mit viel Grün in _ eigene E-Bike-Ladebox den privaten Gärten und auf je Wohneinheit den großen Terrassen. Und _ KlimaHaus Nature mit genau jenen Vorzügen, einer der schönsten Punkte
mit denen dieser besondere Ort punktet: seine grandiose Aussicht, Ruhe und die sonnenBAUTRÄGER
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PAVILLON - BRIXEN Die neue Wohnanlage “Pavillon“ wird in Brixen, in ruhiger Wohnlage mit freiem Blick nach Südwesten, gebaut. Neues Wohnen mit hoher Wohnqualität steht im Vordergrund, welches durch großzügige Terrassen, Freiräume und Öffnungen geschaffen wird. Die größtenteils als Familienwohnungen konzipierten Einheiten werden von Terrassen und teilweise von Gärten umgeben, um eine natürliche „Zweisamkeit“ zwischen Innen und Außen zu schaffen, und somit die Lebensqualität der Bewohner zu erhöhen. Jede Einheit und jede Wohn-Oase soll einzigartig sein. Weitere Informationen erhalten Sie in unserem Büro.
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