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Brixner 182 - März 2005

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Jahrgang 16 - Nr. 03 März 2005

www.brixen.net

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Unabhängige Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung

Diskussion zur Urbanistik

„Wir brauchen strengere Regeln“ Öffentlicher Verkehr

Warum der City Bus immer noch unter Startschwierig­ keiten leidet

Welche Pläne die Stadtwerke Brixen für die Neugestaltung der Zone Priel haben

Acquarena-Parkplatz

Brennerbasistunnel

» S. 30

» S. 32

» S. 40

Warum ein Informationsabend in Vahrn keine Neuigkeiten zum Vorschein brachte


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Editorial

März

Thema 4

4 Diskussion zur Urbanistik: „Wir brauchen strenge Regeln“

Menschen&Meinungen 11

16 Portrait Hilde Scheidle: „Not macht erfinderisch“ 18 Umfrage: Autofreie Schulzonen

Einladung zum 8. April

Brixen&Milland 21

39

Viele Brixner haben manchmal das Gefühl, dass „Urbanistik“ für unsere Stadtregierung ein Fremdwort sei, wes­ halb wir es gern für sie übersetzen: Urba­ nistik ist die Wissenschaft des Städtebaus, der ganzheitlichen Stadtentwicklung und der langfristigen Stadtplanung. In der Tat scheinen manche urbanistische Entschei­ dungen, die in Brixen in den letzten Jah­ ren getroffen wurden, gar sonderbar. Wir vom „Brixner“ wollten etwas klarer sehen und haben einige Fachleute und Politiker eingeladen, die in unserer Redaktion teil­ weise recht kontrovers darüber diskutiert haben, was in Brixen richtig oder falsch gemacht worden ist und wie man es in Zukunft besser machen kann.

26 Familienfreundlichere Zukunft 27 Wassilios Fthenakis: Bis dass der Tod uns scheidet 28 Gemeinderatswahlen 2005: Mischen impossible 30 Citybus rollt an 32 Acquarena-Parkplatz: Stadtzentrum Nr. 2 34 Jukas – die Herberge 36 Krankenhaus: Ein Kraftakt für alle Beteiligten

Dörfer&Fraktionen 40 Brennerbasistunnel: Viel Bekanntes, wenig Neues 42 Natz: Neues Konzept für die „Alte Schule“ 44 Läuterverein: Nichts für schwache Nerven

Kunst&Kultur 47

Die Gemeinderatswahlen rücken unaufhaltsam näher, und ich kann mich nicht erinnern, dass sie in Brixen jemals so spannend gewesen sind. So ist es kein Wunder, dass Parteien, Listen, heutige und vielleicht morgige Gemeindepoli­ tiker sich besonders ins Zeug legen. In den letzten zwei Wochen verging kaum ein Tag, in dem nicht die eine oder an­ dere Gruppierung eine Pressekonferenz abgehalten hat. Einige Parteien sind noch nicht so weit und werkeln bei Redak­ tionsschluss immer noch an den Kandi­ datenlisten. Wir bringen auch in diesem „Brixner“ einige Hintergrundgeschichten zur Vorwahlzeit. In der nächsten Ausgabe gibt es dann die endgültigen und voll­ ständigen Kandidatenlisten aller Parteien.

51 Büchners Lenz - ein Theaterprojekt 52 Hans Knapp: Rahmen für Tiefen und Untiefen 53 Andrea G. Zingerle: Die sinnenfrohe Sprache der Farbe 54 Godot: Warten, dass die Zeit vergeht

Sport&Co. 57

59 Bocciaverein Brixen: Immer näher am „Pallino“ 61 Event: Luftmatratzen-Snowcross-„Weltmeisterschaft“

Spezial 63

63 Trent und Mode

Tipps&Events

Impressum

74

74 Veranstaltungen und Weiterbildung

Der „Brixner“ erscheint monatlich und wird im Postabonnement 45 % Art. 2, Abs. 20/b, Ges. 662/96, Bozen zugestellt. Auflage: 8.800. Preis Abonnement: 1 Euro. Eintragung am Landesgericht Bozen am 29.12.1989, Nr. 29/89 R.St.   Redaktionsanschrift: „Brixner“, Otto-von-Guggenberg-Straße 34, 39042 Brixen Tel. 0472 837537 - Fax 0472 836769 - e-mail brixner@brixmedia.it   Eigentümer: Brixmedia GmbH, Otto-von-Guggenberg-Straße 34, 39042 Brixen   Herausgeber und für den Inhalt verantwortlich: Willy Vontavon   Redaktionsmitglieder: Willy Vontavon (wv), Doris Brunner (db), Marlene Kranebitter Zingerle (mk), Andreas Hempel (ah), AnnaMaria Mitterhofer (amm), Thomas Oberrauch (to), Claudia Contu (cc), Oskar Zingerle (oz), Günther Eheim vulgo Sigmund (GEvS), Elmar Albertini (ea), Barbara Fuchs (bf), Manuela Kerer (mak), Alexandra Laber (al), Dietmar Pattis (dp), Hildegard Gargitter (hg), Elisabeth Stürz (es)   Layout & DTP-Satz: Gabriele Tauber, Brixmedia    Titelbild: Oskar Zingerle, Brixmedia

Anzeigenverkauf: Brixmedia GmbH, Otto-von-Guggenberg-Straße 34, 39042 Brixen Tel. 0472 837537 - Fax 0472 836769 - e-mail sonja.messner@brixmedia.it Druck/Fertigstellung: AthesiaDruck Brixen Nächster Redaktionsschluß: 8. April 2005 Werbeannahmeschluß: 14. April 2005 Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, daß sämtliche in dieser Zeitschrift veröffentlichten Stellenangebote, sei es im Kleinanzeiger wie auch in den Formatanzeigen, sich ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechts beziehen. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Beiträge unter Umständen zu kürzen, abzuändern oder zurückzuweisen. Namentlich gezeichnete Beiträge unserer Mitarbeiter geben nicht unbedingt die Meinung des Herausgebers wieder und sind von der Redaktion nicht in allen Einzelheiten des Inhalts und der Tendenz überprüfbar. Nachdruck sowie Vervielfältigungen jeder Art ausschließlich mit schriftlicher Genehmigung der Redaktion.

e-mail: brixner@brixmedia.it

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Ich lade Sie herzlich ein, den Abend des 8. April mit uns zu verbringen – und mit allen Bürgermeisterkandidaten, die in Brixen antreten. Wir haben gemeinsam mit dem Kulturinstitut den Saal Regens­ burg im Forum Brixen angemietet und werden uns an diesem Abend anhören, welche Visionen und Ziele die einzelnen potentiellen zukünftigen Bürgermeister von Brixen haben. Sollten Sie noch un­ sicher sein, wem Sie Ihre Stimme geben, dann stellen die „Brixner Gespräche“ im Forum eine wunderbare Gelegenheit dar zur letzten Entscheidungsfindung. Beginn ist um 20 Uhr, der Eintritt ist selbstver­ ständlich frei. Ihr

Willy Vontavon


Portrait

„Wir brauchen strengere Regeln“ Wie hat sich Brixen in den letzten 20 Jahren urbanistisch entwickelt? Waren urbanistische Entscheidun­ gen der Gemeinde- und Landespo­ litik aus heutiger Sicht eher gut oder eher schlecht? Maria Augusta Raffoni: Brixen hat einige gute Ent­ scheidungen vorzuweisen, wie zum Beispiel die konsequente Planung der Erweiterungszone Rosslauf. Auch wenn sich diese Zone in 20 Jahren ständig wei­ terentwickelt hat, hat es doch ein anfängliches Konzept gegeben. Wie Sie wissen, stammt die Pla­ nung der gesamten Zone vom Architekten Othmar Barth, dem Brixen zu Dank verpflichtet ist. Die Zone Rosslauf gilt in Süd­tirol als Beispiel für gute Planung. Auch der Wiedergewinnungsplan für die Brixner Altstadt ist sehr gut durchdacht, aber zur Aufwer­ tung der Altstadt reicht ein Plan nicht; es braucht zusätzliche wirt­ schaftspolitische Maßnahmen.

Die Ausweisung der Bauzone Trunt war aber zum Beispiel in den letzten Monaten heftig diskutiert worden... Gregor Beikircher: Die Zo­ ne Trunt, die ein landschaftliches Kleinod darstellte, hätte man nie

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Diskutierten in der Redaktion des „Brixner“ zum Thema Urbanistik: Albert Pürgstaller, Augusta Maria Raffoni und Gregor Beikircher

Foto: Oskar Zingerle

?

Die urbanistische Entwicklung von Brixen war im Mittelpunkt einer Diskussionsrunde in der Redaktion des „Brixner“, zu der wir Albert Pürgstaller, Gregor Beikircher und die für Brixen zuständige Landesbeamtin Maria Augusta Raffoni eingeladen haben.

in dieser Form angreifen dürfen – ganz gleich, welche Bedürfnis­ se der Grundeigentümer hat. Es gibt hier auch ein gesundheitli­ ches Risiko, da die Hochspan­ nungsleitungen zu nahe sind – schließlich wissen wir genau,

dass diese noch eine Weile hier bleiben werden. So kann es nicht gehen; Bauleitpläne müssen in Zukunft die Regeln viel genauer vorgeben. Albert Pürgstaller: In der Tat ist die Zone Trunt kein ge­

lungenes Beispiel für urbanisti­ sche Planung. Dasselbe gilt für eine Bauzone in Kranebitt. Ich bin der Meinung, dass in Zukunft solche Fehler vermieden werden müssen. In Zukunft dürfen nur noch Zonen ausgewiesen wer­


nicht einfach konterkariert wer­ den durch hohe Blöcke, die da­ zwischengestellt werden.

den, die urbanistisch sinnvoll sind. Vor allem müssen sie eine Anbindung an bestehende Orts­ kerne haben – alles andere ist aus meiner Sicht politisch nicht vertretbar. Andererseits müssen wir fest­ stellen: Die Gemeindeverwal­ tung steht sehr oft im Zwiespalt zwischen urbanistisch sinnvoller Planung und den Notwendig­ keiten einiger Bürger. Ich nen­ ne nur ein Beispiel: Auf dem Grundstück des traditionsreichs­ ten Brixner Hotels ist ein neues Bürogebäude entstanden, das im Sinn des Ensembleschutzes auch nicht gerade ein Musterbei­ spiel darstellt. Trotzdem hat die Gemeindeverwaltung den Bau zugelassen, weil das Hotel die finanzielle Notwendigkeit dafür hatte. Ich bin überzeugt davon, dass wir insgesamt zu viel stren­ geren Regeln in diesem Bereich kommen müssen. Andreas Hempel: Der be­ siedelbare Grund macht in Süd­ tirol lediglich sechs Prozent der Gesamtfläche aus. Also müssen wir mit diesem so genannten Kulturgrund außerordentlich vorsichtig umgehen. Beikircher: Gerade in die­ ser Hinsicht haben wir von der Grünen Bürgerliste bei der Er­

Foto: Oskar Zingerle

Gregor Beikircher: „Ich traue mich zu sagen, dass viele Baukommissionen politisch zusammengesetzt sind – ohne Rücksicht auf Qualifikation“ stellung des Bauleitplanes ge­ fordert, dass der Bauindex in den bestehenden Besiedelun­ gen erhöht wird. Damit sparen wir Kulturgrund. Zum Beispiel verstehe ich nicht, warum in der Zone südlich der Fallmerayer­ straße ausschließlich kleine Vil­ len stehen dürfen. Warum kann man hier den Bauindex nicht beträchtlich erhöhen? Pürgstaller: Brixen hat in den allermeisten Zonen die Bau­ dichte erhöht, aber wir müssen aufpassen, wie wir damit umge­ hen, weil es auch gewaltige Ne­ gativbeispiele dafür gibt. Wenn wir zum Beispiel durch St. An­ drä wandern, dann müssen wir leider feststellen, dass durch die Erhöhung der Baudichte der Orts­ kern verunstaltet wurde. Ich bin der Auffassung, dass es in einer Stadt auch Villenviertel geben muss. Gerade der südliche Kern von Brixen muss meiner Meinung nach als Villenviertel erhalten blei­ ben. Das gehört zur Urtypologie der Stadt. Dasselbe gilt übrigens auch für Kranebitt: Wenn wir mit der Erhöhung des Bauindex nicht vorsichtig umgehen, zerstören wir ein Stück Stadtkultur. Hempel: Ich gebe Ihnen voll­ kommen Recht; diese wunder­ schönen Villen im Süden können

Wie kann man die urbanistische Entwicklung von Brixen positiv be­ einflussen? Pürgstaller: Wir müssen ei­ nen Masterplan erarbeiten, in dem man überlegt, welche Entwicklun­ gen man sich in den verschiede­ nen Bereichen für die nächsten 20 oder gar 50 Jahre wünscht. Dieser Masterplan muss dann eine ver­ bindliche Richtung vorgeben – sei es für den Bauleitplan als auch für die verschiedenen Fachpläne. Nur so können wir einigermaßen geordnet planen. Hier hat man in letzter Zeit aus meiner Sicht die Leinen etwas lang gelassen. Interessant ist in diesem Zu­ sammenhang ein Blick auf die Statistik: Im Wohnbereich hat Bri­ xen 4,7 Kubikmeter pro Einwoh­ ner, Bruneck nur 2,2, Meran 0,9 und Bozen 1,8. Im Nicht-Wohn­ bereich hat Brixen 6,4 Kubikme­ ter pro Einwohner, Bruneck 5,7, Bozen 4,6 und Meran 3,7. Dies macht deutlich: In Brixen ist zu stark gebaut worden, und wir können in diesem Bereich ruhig ein paar Gänge zurückschalten. Brixen hat auch die zweithöchste Bevölkerungszuwachsrate... Pürgstaller: Ja, und der An­ teil der Ausländer ist am nied­ rigsten. Wir haben die höchste durchschnittliche Haushaltsgröße und eine höhere Berufseinpend­ lerquote als Auspendlerquote. Bri­ xen hat am wenigsten Arbeitslose und die höchsten Erwerbsquoten bei Männern und Frauen. Aufho­ len können wir in der Wertschöp­ fung pro Mitarbeiter. Insgesamt war ich sehr positiv überrascht, als ich die statistischen Daten von Brixen studiert habe. Hempel: Urbanistik passiert in einem Paket, und das muss man ausgewogen balanciert über Jahre ausarbeiten. Ich kenne Bri­ xen seit über 40 Jahren und habe den Eindruck, die Stadt hat sich an den Rändern vollkommen zerfasert. Der nächste Stadtrat hat hier einiges zu tun; es muss eine geschlossene ganzheitliche Entwicklung in die Wege geleitet werden, und Ausnahmen dürfen ganz einfach nicht mehr gemacht werden. Beikircher: Ich gehe noch ei­ nen Schritt weiter: Die langfristige Planung muss auch Vahrn bein­ halten. Vahrn ist eng verankert mit Brixen. Ein Beispiel für schlechte

Koordination ist die Tatsache, dass gleichzeitig in Vahrn und in der Brixner Industriezone enorme Gewerbebauten entstanden sind. Heute fahren am Morgen 500 Au­ tos von Vahrn nach Brixen, und ebenso viele bewegen sich von Brixen nach Vahrn. Pürgstaller: Ja, aber dazu muss gesagt werden, dass jede Gemeinde autonom ist und ihren Wirtschafts- und Wohnbereich autonom gestalten muss, und sie muss die Entwicklung auch ver­ antworten. Es gibt nur einen Ge­ meinderat, der in beiden Gemein­ deräten vertreten ist, und das ist Gregor Beikircher. Aber – und da stimme ich Ihnen voll und ganz zu – Brixen muss in Zukunft ei­ ne viel stärkere Kooperation mit Vahrn eingehen. Was die Industriezone anbe­ langt: Natürlich kann man die Bauwut negativ sehen, aber an­ dererseits kann man dieser Ent­ wicklung auch positive Seiten abgewinnen. Das Überangebot an Gewerbebauten hat dazu geführt, dass der Preis für Ge­ werbeimmobilien sich in Brixen normalisiert hat. Das ist ein Vor­

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Landesrat Michl Laimer hat in diesem Zusammenhang eine Re­ form in Arbeit, die vorsieht, dass Baukommissionen nur noch aus Technikern bestehen sollen. Ist das der richtige Weg? Raffoni: Die Baukommission muss einerseits auf die Einhaltung der Normen, andererseits aber auch auf die Qualität der Archi­ tektur achten. Wenn die Baukom­ mission ausschließlich aus Tech­ nikern besteht, ist dies leichter. Pürgstaller: Das stimmt schon, aber eigentlich sind es ja Techniker, die die Projekte vorle­ gen, also müsste die Qualität von vorneherein gegeben sein. Das ist aber nicht der Fall; also hat es we­ nig Sinn, wenn wir die gleichen Techniker in die Kommissionen nehmen. Ich bin der Auffassung, dass es wichtig ist, Techniker in den Gremien zu haben, aber auch Leute, die die betreffenden Umgebungen gut kennen. Ich stelle immer wieder fest, dass fal­ sche Entscheidungen oft getroffen werden, weil den Leuten der Orts­ bezug fehlt. Eine gute Mischung ist also notwendig. Andererseits muss ich leider feststellen, dass die italienische Gesetzgebung auf der Seite der Architekten und Bauherren ist. Ich kann Ihnen zig Beispiele nennen, bei denen ich mich als Stadtrat gegen ein Projekt ausgesprochen hatte und die Bauherren letztendlich doch Recht bekommen haben. Das ist für eine Baukommission nicht un­ bedingt motivierend.

Wie kann dieses Problem gelöst werden? Pürgstaller: Zum ersten müssen wir die Architekten viel besser schulen; die Baukultur ist mindestens gleich ernst zu neh­ men wir die Sprachkultur, denn schließlich finden wir die Spra­ che der Architekten in der Land­ schaft. Wir müssen aber auch die Mitglieder der Baukommissionen schulen; ich stelle mir vor, dass alle eine entsprechende Weiter­ bildung absolvieren müssen. Ist Architektur objektiv bewert­ bar? Raffoni: Die Schönheit von Gebäuden ist nicht subjektiv, sondern eine Frage von Wissen, Kultur und Kenntnis der betref­ fenden Landschaft. Die Mitglie­ der der Baukommission, auch die Techniker, sind hier in den meisten Fällen unterqualifiziert. Beikircher: Ich traue mich zu sagen, dass viele Baukom­ missionen politisch zusammen­ gesetzt sind – ohne Rücksicht auf Qualifikation. Es gibt zwei oder drei Leute, die sich intensiv mit dem Projekt befassen, und dann gibt es eine Mehrheit, die aus dem Bauch heraus direkt in

info Maria Augusta Raffoni ist Direktorin im Amt für Urbanistik der Autonomen Provinz Bozen und dort zuständig für die Zone Brixen. Alle Änderungsvorschlä­ ge des Bauleitplans und alle Durchführungspläne landen zum Beispiel auf ihrem Schreibtisch. Gregor Beikircher ist Ge­ meinderat in Brixen und Vahrn und kandidiert für die Grüne Bürgerliste. Er beschäftigt sich seit Jahren leidenschaftlich mit der urbanistischen Entwicklung von Brixen und Vahrn. Albert Pürgstaller war vor seinem „Umzug“ in den Süd­ tiroler Landtag für drei Jahre Stadtrat für Urbanistik in Bri­ xen. Er ist Bürgermeisterkan­ didat der Südtiroler Volkspartei. Andreas Hempel hatte bei dieser Diskussion eine Doppel­ rolle: Als Mitglied der Redaktion des „Brixner“ stellte er Fragen, als Architekt und Stadtplaner beteiligte er sich aber auch direkt an der Diskussion.


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Welche Möglichkeiten hat die Poli­ tik, die Qualität der Architektur der Zukunft zu erhöhen? Raffoni: Das ist Aufgabe der Baukommission. Sie hat die schwierige Aufgabe, Projekte zu bewerten – und zwar auch nach ihrer Integration in die Umge­ bung. Die Bauherren sollten im­ mer dann, wenn es irgendwie möglich ist, Architekturwettbe­ werbe ausschreiben. Dies zwingt die Architekten zu mehr Qualität.

birgt die Chance, dass die Archi­ tekten gezwungen werden, die Struktur eines Ensembles sorgfäl­ tig zu untersuchen, bevor sie an die Planung des neuen Gebäudes herangehen. Vor allem haben die Politiker eine Handhabe, das Pro­ jekt abzulehnen. Beikircher: Was hier über­ haupt noch nicht zur Sprache gekommen ist, sind die Gefah­ renpläne. In Brixen gibt es ei­ nige solcher Zonen, wo man in einer gefährlichen Lage den Bau von Gebäuden zugelassen hat – obwohl man wusste, dass ir­ gendwann etwas passieren kann – wie zum Beispiel entlang des Trametschbaches oder beim Bä­ renbach. Pürgstaller: Das Landesraum­ ordnungsgesetz sieht die Erarbei­ tung solcher Gefahrenschutzpläne vor; nach Genehmigung des Ge­ setzes müssen die Gemeinden in­ nerhalb von sechs Monaten diese Pläne erstellen. Wird dies unter­ lassen, sorgt das Land selbst da­ für. Hier sind wir also auf einem guten Punkt. Beikircher: Wir sind halt wieder einmal sehr spät dran... Pürgstaller: Ja, ich weiß, wir sind immer mit allem zu spät dran. Wenn wir uns aber verglei­ chen mit anderen Ländern, dann dürfen wir feststellen, dass wir in den allermeisten Bereichen vorne dran sind. Man sollte also nicht immer einem Jammerkult verfal­ len, sondern Südtirol in Relation zu anderen Ländern stellen.

Hempel: Kann der Ensembleschutz ein gutes Werkzeug sein? Raffoni: Ja, für einen Teil­ bereich ist der Ensembleschutz ein sehr interessantes Instrument. Heute haben wir den Landschafts­ schutz, der nur auf den Schutz der Landschaft fokussiert ist. Der Denkmalschutz hingegen ach­ tet darauf, dass die historischen Gebäude geschützt sind. Was bis jetzt gefehlt hat, ist eine Verbin­ dung dieser zwei Bereiche. Beikircher: Im Moment fehlt aber auch noch eine konkrete Verbindung zwischen Bauleitplan und Ensembleschutz. Das eine muss mit dem anderen stimmig sein. Pürgstaller: Der Ensemble­ schutz ist erst vor einem Jahr im Landtag genehmigt worden. Es ist ganz logisch, dass die gesetzli­ chen Rahmenbedingungen noch nicht perfekt sind. Hempel: Der Ensembleschutz hat einen ganz großen Vorteil: Er

Zur Urbanistik gehört auch die Verkehrsplanung. Wie können wir es schaffen, dass die Bevölkerung mehr und mehr auf die Benutzung des eigenen Autos verzichtet? Pürgstaller: Man muss hier ein ganzes Paket an Maßnahmen schnüren, um einigermaßen die­ ses Problem zu lösen. Ganz wird sich die Verhaltensweise der Be­ völkerung nicht ändern lassen; offensichtlich wünscht sich die Bevölkerung die flexible Mobili­ tät, die von nichts und nieman­ dem eingeschränkt werden soll. Man muss also schauen, wie man das eine sicherstellen kann und gleichzeitig die Lebensqualität der Bewohner erhalten oder steigern kann. Ich bin der Auffassung, dass Gehsteige und Fahrradwege kompromisslos sicher und begeh­ bar sein müssen. Der öffentliche Verkehr muss so attraktiv gemacht werden, dass es für die Leute ganz einfach ein klarer Vorteil ist, sich mit Bus fortzubewegen. Wir

Foto: Oskar Zingerle

Maria Augusta Raffoni: „Die Baukommissionen haben jahrelang nur die grundsätzlichen technischen Details kontrolliert; man hatte nicht die Courage, ein Projekt aus ästhetischen Gründen abzulehnen“ der Sitzung entscheidet. Pürgstaller: Die Gemein­ den müssen auf die Kommissi­ onsmitglieder viel mehr Druck ausüben. Sie müssen sich für diese Arbeit viel mehr Zeit neh­ men. Hempel: Ich bin viele Jahre in einer Stadtgestaltungskom­ mission in München gewesen, die aus vollkommen unabhängi­ gen Fachleuten bestand. Für be­ stimmte schwierige Situationen wurde diese Kommission einbe­ rufen, und diese Stellungnahme von Leuten, die überhaupt keine Geschäftsbeziehung in der Stadt hatten, wurde dann dem Stadtrat vorgelegt. Der Bürgermeister hat damit einen großen Vorteil: Er kann sich zurücklehnen und die „Schuld“ an einer Ablehnung ei­ nes Projektes dieser Kommission geben. Das ist eine sehr intelli­ gente Vorgehensweise, die ich mir auch in Südtirol gut vorstel­ len könnte. Theoretisch könnte das Land eine solche Kommissi­ on ernennen und in schwierigen Fällen einsetzen. Frau Raffoni, sind Sie der Meinung, dass Brixen im Vergleich zu anderen Orten Südtirols besonders schöne oder hässliche Gebäude hat? Raffoni: Brixen hat wunder­ schöne historische Bauten. Es gibt einige schöne neue Gebäude, aber die Architektur sowohl in den Ge­ werbegebieten als auch anderswo ist „abbastanza scadente“.

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Welche sind vordringliche Proble­ me, die in Zukunft gelöst werden müssen? Pürgstaller: Was mir wich­ tig erscheint, ist die konsequen­ te Umsetzung der Grünflächen

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sind dabei, zwischen Vahrn und Brixen eine Busspur einzurichten, und die Vahrner werden schnell merken, dass sie mit dem Bus viel rascher und problemloser zu ih­ rem Arbeitsplatz kommen. Auch die Parkraumbewirt­ schaftung muss verbessert wer­ den. Es braucht Auffangparkplät­ ze an den Stadträndern. Dann können wir das Stadtzentrum autofreier machen. Mir persönlich sind in der Altstadt zu viele Autos – wo eigentlich gar keine Autos sein dürften. Beikircher: Es bestehen be­ reits seit zehn Jahren umsetzbare Vorschläge, die allerdings von der Stadtverwaltung nie realisiert wur­ den. Wenn ich an die Vorzugs­ spur für Busse zwischen Vahrn und Brixen denke: Die ist schon sehr lange im Gespräch. Wenn sie bis heute nicht realisiert worden ist, dann liegt das im Verantwor­ tungsbereich der Politiker, die ganz einfach zu faul waren, hier etwas zu tun. Raffoni: Die Position der Westumfahrung halte ich in die­ sem Zusammenhang aus urba­ nistischer Sicht für sinnvoll – mit einem kleinen Makel an der nörd­ lichen Anbindung, die für meinen Geschmack immer noch zu nahe am Krankenhaus verläuft. Beikircher: Ich gebe Ih­ nen Recht, die Trassierung der Nordeinfahrt zur Westumfahrung muss in Frage gestellt werden. Aber auch der Mittelanschluss ist diskutabel. Auf der Strecke süd­ lich des Parkhauses reduziert sich der Verkehr durch den Mittelan­ schluss nur unwesentlich. Pürgstaller: Es gibt zu die­ sem Thema verschiedene po­ litische Meinungen, und ich akzeptiere Ihre Meinung. Aber: Nehmen wir an, wir entscheiden uns für eine direkte Verbindung der Westumfahrung zur Puster­ taler Kreuzung. In diesem Fall brauche ich unbedingt den Mit­ telanschluss, weil ansonsten die gesamte Westumfahrung obsolet wäre. Nach Fertigstellung kann ich dann wirklich daran denken, den Verkehr auf der Peter-MayrStraße massiv zu beschränken, und damit erreiche ich, dass der Rosslauf endlich mit der Altstadt zusammenwächst.

Albert Pürgstaller: „Die Zone Trunt ist kein gelungenes Beispiel für urbanistische Planung“ und Kinderspielplätze. Das sind Begegnungsräume, die für eine Stadt eine enorme Bedeutung haben. In diesem Bereich ist eine Stadt ganz gern säumig, weil er sehr kostenintensiv ist. Aber ich denke, es ist ein Muss, wenn man die Lebensqualität in den Zentren erhalten will. Leider muss ich fest­ stellen, dass die Bewegungsräume für Kinder immer kleiner werden. Das muss geändert werden. Hempel: Ja, aber diese Plätze müssen nicht immer grün sein. Der Lieblingsspielplatz meiner Tochter ist zum Beispiel der Dom­ platz. Zu Ihrer Frage: Brixen hat eine besonders schöne Altstadt, aber die Umgebung ist mittelmä­ ßig. Wenn man die Hauptstraße nicht verlässt, ahnt man gar nicht, welche Perle sich unter dieser rauen Schale verbirgt. Das muss geändert werden. Beikircher: Es stimmt. Wenn man von Vahrn nach Brixen fährt, präsentiert sich die Stadt auf schreckliche Weise. Pürgstaller: Ja, das ist wirk­ lich wahr. Hier müssen wir noch viel tun – gemeinsam mit Vahrn. Eine tolle Herausforderung stellt auch die Nutzung der riesigen Militärareale dar, die in naher Zu­ kunft zur Verfügung stehen wer­ den. Hempel: Wichtig wäre auch, dass Kranebitt nicht weiter ver­ baut wird. Dieser Hang mit den Weinbergen ist eine der schöns­

ten Stellen in Brixen. Eigentlich müsste man hier einen totalen Baustopp einrichten. Pürgstaller: Ich teile Ihre Meinung. Weitere Erweiterungs­ zonen dürfen hier einfach nicht mehr ausgewiesen werden. Die Zone Landwirt halte ich noch für vertretbar, weil sie nahe am Stadt­ kern ist. Der Rest darf aber nicht weiter verbaut werden. Auch eine breitere Straße auf diesen Hang würde ich ablehnen, weil die Gemeinde ansonsten keine Kraft mehr hätte, eine weitere Verbau­ ung zu verbieten. Hempel: Ich gehöre ja zu der geringen Anzahl an Ausländern, die hierher gezogen sind. Ich hat­ te noch nie eine so hohe Lebens­ qualität wie in Brixen. Ich habe in München gelebt, in Berlin und am Rhein, aber nirgendwo war es so schön und so angenehm zu leben wie hier. Das darf man nicht ver­ gessen, wenn man sich mit Kritik an Brixen heranwagt. Die Kritik kommt daher, dass man möchte, dass es so schön bleibt, und dafür möchte man sich einsetzen. Raffoni: Die Politik muss versuchen, bei der weiteren Ent­ wicklung der Stadt Rücksicht zu nehmen auf ihre Identität und auf ihre Charakteristik. Willy Vontavon


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Bürgermeister-Kandidat Albert Pürgstaller Die SVP Brixen - Das Team des „Großen Edelweiß“ Gemeinde bedeutet Vielfalt gemeinsam leben und gestalten. Ob Wirtschaft und Umwelt, Bildung und Kultur, Soziales und Familie, Sport und Mobilität, Stadt und Fraktionen: Wir Kandidatinnen und Kandidaten vom Großen Edelweiß stehen für diese Vielfalt ein. Wir haben uns für Brixen viel vorgenommen: Gemeinsam mit Ihnen möchten wir die Zukunft unserer Gemeinde gestalten - denn das ist besser für Brixen.

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Marlene Kranebitter

Der „Alte“ und der „Neue“

marlene.kranebitter@brixen.net Tel. 0472 837537

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15 Jahre lang hat Helmuth Sloschek (im Bild links) die Freiwillige Feuerwehr von Brixen „kommandiert“; vor einigen Tagen gab er die Leitung an Hubert Lanz ab. „Es ist ganz ein­ fach“, sagt Sloschek, „im Laufe der nächsten fünf Jahre erreiche ich die Altersgrenze – da ist es besser, wenn ich jetzt schon übergebe“. Helmuth Sloschek kann auf eine erfolg- und arbeitsreiche Zeit zurückblicken. Vor allem Finanzierung und Bau der neuen Feuerwehr­ halle waren ihm ein Anliegen. Die Freiwillige Feuerwehr von Brixen hat 54 aktive Mitglie­ der; im vergangenen Jahr gab es 283 Einsätze und 44 Übungen. Sloschek bedankt sich vor allem auch bei den vielen freiwilligen Spen­ dern, die die Feuerwehr jedes Jahr aufs Neue wv unterstützen.

Norbert Delazer vom Hotel »Hubertushof« in Raas ist als Ortsobmann der HGV-Orts­ gruppe Natz/Schabs bestä­ tigt worden. Bei der jüngsten Ortsversammlung wurde auch der Ortsausschuss neu bestellt. +++

Seit kurzem ist Thomas Oberrauch der neue Filialleiter der Volksbank-Filiale in Brixen/In­ dustriezone. Er ersetzt Erich Gatterer, der die Leitung der Filiale Feldthurns übernom­ men hat.

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Richard March ist der neue Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Schabs. Der bis­ herige Kommandant Siegfried Oberhuber stellte sich nach 15 Jahren nicht mehr der Wahl.

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Der 55-jährige Sepp Kaser aus Vintl wird auch weiterhin den Bezirk Brixen des Südti­ roler Schützenbundes leiten. Auch sein Stellvertreter Gün­ ther Ploner aus Schabs wur­ de in diesem Amt bestätigt.

Der Querdenker Anlässlich einer Feier im voll besetzten Graf-Meinhard-Haus von Mühlbach wurde dem Orts­ pfarrer Hugo Senoner von den vier Südtiroler Kiwanis-Clubs der „Preis der Menschlichkeit“ verlie­ hen. Der gebürtige Grödner ha­ be seit jeher anderen Menschen geholfen, begründete Luis Ruedl in seiner Laudatio die Entschei­ dung, Hugo Senoner als Preis­ träger auszuwählen. Als Theolo­ giestudent habe er in Berlin als Freiwilliger beim Bauorden ge­ arbeitet, nach einer Ausbildung als Krankenpfleger Schwerkran­ ke und Sterbende betreut. Über 23 Jahre war er in Brixen für die italienische Pfarrgemeinde zu­ ständig, danach habe Senoner als Pfarrer am Brenner das Zu­ sammengehörigkeitsgefühl der grenz­überschreitenden Pfarre und das Verständnis zwischen den Religionen gefördert. Ganz besonders habe er sich der Flüchtlinge angenommen, die am Brenner strandeten, was ihm Probleme mit der Staatsmacht einbrachte. Seit 1997 ist Senoner Pfarrer in Mühlbach. Er selbst er­

zählte von Schlüsselerlebnissen aus seinem Leben, beispielswei­ se wie er im geteilten Berlin als Kurier theologische Bücher in die damalige Tschechoslowakei schmuggelte. Er habe daraus ge­ lernt, dass jede Grenze friedlich überwunden werden könne. oz

Foto: Hans Tauber

Der Spruch vom Much I woaß schun, prum‘s jetz af oanmål wårm gewordn isch. Der Frühling håt gemiaßt kemmen, bevor der Summer ummer isch...

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leserforum Im Bus oder im Stau? Ein Leserbrief zu den Plänen für Stadtbuslinien in Brixen

„Der Stadtrat tönt nach alter Weise“, könnte man leicht abgewandelt frei nach Goethe sprechen, um dann fortzufah­ ren: „danach wird es dann ziemlich leise“. Wir erinnern an die vollmundige Ankündigung zur Entscheidung für ein Stadt­ busliniensystem – der „Brixner“ berichtete bereits darüber. Am 2. März berichtete nun der mit der Linienplanung beauftragte Ver­ kehrsplaner Hanspeter Nieder­ kofler in einer Veranstaltung der Grünen Bürgerliste über den Stand der Dinge. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn die Din­ ge stehen. Damit ähneln sie in fataler Weise dem Verkehrsfluss in Brixen. Mit all seinen Auswir­ kungen durch Feinstaubemissio­ nen, Lärm, Energievergeudung und Kosten für die Bürger, die gezwungen sind, mit viel Geld ein oder mehrere private Fahr­ zeuge pro Familie zu halten, weil der öffentliche Nahverkehr Brixens bestenfalls ein schlechter Witz ist. Niederkofler berichtete zunächst, dass die Planungen stocken, Entscheidungen vertagt werden und die Einrichtung der Linien für ein bestimmtes Da­ tum noch nicht absehbar sind. Er beantwortete geduldig die Fragen des Publikums zu zahl­ reichen Einzelheiten der vorge­ schlagenen Streckenführung, Zeittakte und Haltestellen. Da­ bei vernahm man mit Staunen, dass die vorgesehenen Busse mit Methanbetrieb nicht eingesetzt werden können, weil es dafür keine Tankstelle in Brixen gibt. Man verlor sich langatmig in Details. Schließlich kam man doch auf den entscheidenden Punkt für das Gelingen eines Stadtbussystems: Es wird nur funktionieren, wenn der private Autoverkehr in Brixen durch Straßensperrungen, Durch­ fahrtsverbote und andere gezielt eingesetzte Maßnahmen so erschwert wird, dass die Bürger den alternativen Komfort der Busse annehmen. Dazu gehört auch die Aufklärung über die wirklichen Kosten, die jedem Fahrzeughalter monatlich entstehen und so seine Lebens­ qualität und finanzielle Beweg­ lichkeit einschränken. Wenn 12

das nicht geschieht – und dazu braucht man den politischen Willen zu unpopulären Maßnah­ men gegenüber dem Individual­ verkehr! – dann werden in den Bussen wieder nur Kinder und Jugendliche ohne Führerschein, Alte und Gebrechliche, die nicht mehr Autofahren, und Bedürftige sitzen. Die Linien werden dann wegen Unwirtschaftlichkeit bald wieder eingestellt. Und wir ersti­ cken irgendwann im Feinstaub, schlafen schlecht oder drehen im Stau durch. Carola Reichel, Brixen

Nochmalige Stellungnahme Eine Stellungnahme zur Stellungnahme liefert Gregor Beikircher, Gemeinderatskandidat der Grünen Bürgerliste

Wer die absoluten Zahlen vor sich hat, merkt, dass die Prozent­ angaben von Willy Vontavon im Kommentar zu meiner letzten Richtigstellung zur „Westumfah­ rung mit oder ohne Mittelaus­ fahrt“ wiederum teilweise falsch sind. Da sieht man, wie immer wieder getürkt wird. Man kann es wenden wie man will, es ist nun einmal Tatsache, dass wir die Westumfahrung nicht dafür bauen, um den Verkehr wie­ derum in die Mitte der Stadt zu leiten, sondern ihn um die Stadt herum zu bekommen. Wer immer weitere Straßen in die Stadt hin­ einbaut, wird dort auch zusätzli­ chen Verkehr ernten. Wir wollen schließlich eine Umfahrung der Stadt und nicht eine bessere Ein/ Ausfahrung von und zur Stadt! Wann werden das die „oben“ endlich verstehen? Mit besorgten Grüßen Gregor Beikircher, Gemeinderat und Naturschutzwacht

Anm. d. Red.: Die Zuschrift Beikirchers hat uns etwas verwundert, da wir bei einer Kontrolle der Zahlen keinen Rechenfehler auf unserer Seite finden konnten. Ein weiteres Mail Beikirchers weist uns darauf hin, dass er für seine Berechnun­ gen einen Mittelwert zwischen mehreren Streckenabschnitten errechnet hat. Zum Beweis für die Richtigkeit unserer Kalkula­ tion liefern wir gern noch einmal die absoluten Zahlen zu den im Kommentar zum letzten Leser­ brief angeführten Prozentsätzen

– jederzeit nachzulesen in der „Stellungnahme zur Bedeutung des vorgesehenen Mittelanschlus­ ses“ der Verkehrsplaner Lang + Burkhardt vom 13. Dezember 1999: Vittorio-Veneto-Straße von der Einfahrt zur Westumfahrung bis zum Rondell Mozartallee: ohne Mittelanschluss 14.760 Au­ tos pro Tag, mit Mittelanschluss 10.380 (-29,6747%); Vittorio-Ve­ neto-Straße zwischen Goethestra­ ße und Kreuzung Bahnhofstraße: o. MA. 12.460, m. MA. 11.630 Autos (-6,6613%); Dantestraße vom Parkhaus bis zum Time Out: o. MA. 17.180, m. MA. 14.220 Autos (-17,2293%), Peter-MayrStraße vom Hotel Elephant zur AGIP-Tankstelle: o. MA. 10.410, m. MA. 8.620 Autos (-17,1950%), Brennerstraße von der AGIPTankstelle bis zum Rondell Zing­ gen: o. MA. 11.490, m. MA. 9.630 Autos (-16,1879%), Brennerstraße vom Rondell Zinggen bis zur Verbindungsstraße Krankenhaus: o. MA. 12.900, m. MA. 10.980 Autos (-14,8837%), Vahrn vom Rondell Pustertaler Kreuzung bis zur Nordeinfahrt Westumfahrung: o. MA. 9.650, m. MA. 8.380 Autos (-13,1606%). Alle Zahlen bezie­ hen sich nicht auf die heutige Situation, sondern stellen eine Hochrechnung dar auf die Lage nach Fertigstellung der Westum­ fahrung. Selbstredend respektie­ ren wir die Meinung von Herrn Beikircher in Bezug auf den Mittelanschluss, aber den Vorwurf der „getürkten Zahlen“ dürften wir hiermit entkräftet haben.

Stadtbibliothek Brixen – quo vadis? Mehrere Leser fordern in einem gemeinsamen Brief größere Räume für die erfolgreiche Brixner Stadtbibliothek

Die Stadtbibliothek Brixen zählt seit Jahren zu den meistbe­ suchten und -genutzten Kultur­ einrichtungen in Brixen. Wäh­ rend 1998 noch 56.625 Bücher und Medien ausgeliehen wurden, waren es 2004 bereits 137.334, also fast die dreifache Menge. Zwischen 400 und 500 Besucher gehen täglich ein und aus. Als regelmäßiger Besucher kann ich bestätigen, dass die Leseräume der Stadtbibliothek meist überfüllt sind und der Andrang an der Theke groß ist. Als die Stadtbibliothek im Jahr 1984 auf Initiative von

Kulturstadträtin Kathi Trojer im so genannten „Kleinen Kul­ turhaus“ am Domplatz eröffnet wurde, sprach man von einem vorübergehenden Provisorium. Zwar wurden einige Jahre später einige Räumlichkeiten von der Pfarrei dazu gemietet, doch das grundlegende Raumproblem der Stadtbibliothek wurde bis heute nicht gelöst. Die Raumfläche von knapp 500 Quadratmeter steht in keinem Verhältnis zum enor­ men Besucherandrang und der großen Lesefreudigkeit der Bevöl­ kerung. Eine Gemeinde der Grö­ ßenordnung von Brixen müsste laut geltendem Landesgesetz zum Bibliothekswesen eine Bibliothek von mindestens 1.000 Quadrat­ meter haben! Es bleibt zu hoffen, dass die Gemeindeverwaltung und die zuständigen politischen Gremien die Wichtigkeit der Stadtbibliothek als kulturelle und soziale Einrich­ tung für die Stadt Brixen erken­ nen und endlich Maßnahmen zur Lösung der längst anstehen­ den Raumfrage treffen. Manfred Mureda, Brixen, und weitere Unterzeichner

Trän-Italia Ein Leserbrief zu einem „niedergestimmten“ Beschlussantrag im Südtiroler Landtag

Jetzt weiß ich endlich, warum führende Politiker der herrschen­ den Partei zwar immer vom Volk das Umsteigen auf öffentliche Verkehrsmittel fordern, aber sie selbst diese nie benutzen. Trans­ portlandesrat Thomas Widmann höchstpersönlich hat mir die Augen geöffnet, indem er auf den Beschlussantrag der Grünen Christina Kury, der natürlich im Landtag niedergestimmt wurde, alle Landtagsabgeordneten sollten an drei Wochentagen im Jahr auf die Benutzung des Privatautos verzichten, antwortete: „Dies ist eher eine Initiative, die uns lä­ cherlich machen würde.“ Zu so viel Arroganz fällt mir leider nicht mehr ein, außer dass er und an­ dere Landtagsabgeordnete doch dann eine plausiblere und sogar anerkannte Entschuldigung für das Fehlen bei Landtagssitzun­ gen hätten, weil die öffentlichen Verkehrsmittel, insbesondere die Trän-Italia notorisch unpünktlich sind, sofern sie nicht ganz aus­ fallen. U. Tichy, Brixen


mmh!

Ein Brixner in Thailand „Für’n Appl und ’n Ei“ Eine Reaktion auf die Titelgeschichte „Bahnfahren – nur für Masochisten?“ im Februar-„Brixner“

Es ist manchmal schon schön, mit seinem Leid nicht allein dazustehen. Deshalb Dank an Herrn Hempel für seine Darstellung, die in einzelnen Erlebnissen jeder Bahnfahrer schon erlitten hat. Dennoch steckt ihm die Fantasielosigkeit eines einge­ fleischten Autofahrers in den Knochen, sonst hätte er in der Laurin-Bar nicht der älteren Signora im Nerz auflauern müssen, sondern wäre zum Bus-Bahnhof gegangen. Im dortigen Cafè hätte er einen Cappuccino trinken können (besser und billiger als in Bri­ xen) und wäre pünktlich um 11 Uhr abgefahren. Ankunft Brixen: 12 Uhr. Was könnte Herr Hempel in der Zukunft falsch machen? Na, den Aus­ sagen von Herrn Widmann glauben. Schließlich hat die SVP lange genug Zeit gehabt, wenigstens den Busverkehr bürgerfreundlich zu gestalten. Der arbeitenden Bevölkerung versagt es aber das TransportVerbund-System, sonntags Ausflüge mit dem Bus zu unternehmen – zum Beispiel nach Feldthurns, Latzfons, Lüsen oder ins Villnösser Tal – und die SVP schaut taten­ los zu. Bei allem Ärger möge Herr Hempel doch eines nicht vergessen: Dem berechtigten Gemecker zum Trotz sind am Bahnhofs-Schalter Bruno Ghe­ no und die ihn umrahmenden Damen immer freundlich und hilfsbereit. Schlecht informiert zeigt sich der Autor des Artikels allerdings, wenn er meint, dass Anregungen zu konkur­ renzlos preiswertem Umstieg auf die Bahn ausgerechnet in Österreich und Deutschland zu finden seien. Kann ich nach Trient „für’n Appl und ’n Ei“ fahren, muss ich nach dem näheren Innsbruck tief ins Portmonee greifen. Für den Fahrpreis Brixen-München kann ich sogar zweimal nach dem etwa gleich entfernten Ve­ nedig fahren. S. Dobbertin, Brixen

Hildegard Gargitter empfiehlt sich einerseits

als neue Mitarbeiterin unserer Redaktion und andererseits als ausgezeichnete Köchin von Schleckereien.

After-Eight Creme Die Erschütterung über die Katastrophe durch den verhee­ renden Tsunami zu Weihnachten war groß. Die Spendenbereit­ schaft gewaltig: Sieben Milliar­ den US-Dollar seien zusammen­ gekommen. Aber das Gedächt­ nis ist kurz, und wirkungsvolle Hilfe muss langfristig angelegt sein. Dazu gehört vor allem die Wiederherstellung der Verdienst­ möglichkeiten durch den Tou­ rismus. Der Brixner Alois Oberstolz lebt seit fünf Jahren in Ao Nang, Provinz Krabi, Thailand. Zu dieser Provinz gehören un­ ter anderem die Inseln Phi Phi und Lanta. Bis auf Phi Phi, das zu 90 Prozent zerstört wurde, ist die Provinz Krabi kein Katastro­ phengebiet. Alois Oberstolz be­ richtet, dass alle Strände wieder sicher und sauber sind. Überall funktioniere die gut ausgebaute Infrastruktur, es gebe sauberes Wasser, Strom und ordentliche

Großer Graben Brixen

Verkehrswege. Seuchen und Krankheiten seien nicht ausge­ brochen. Nur in den Hospitälern herrsche noch Hochbetrieb we­ gen der sorgfältigen Identifizie­ rung der Verstorbenen und der Pflege verletzter Einheimischer und Gäste. Wer also Krabi und Phuket besuchen wolle, der sei herzlichst willkommen und so sicher wie an jedem anderen Urlaubsort. Nur Khao Lak, Pang Nga, Phi Phi und die Inseln sind noch wahre Katastrophengebie­ te. Ein völlig anders geartetes Katastrophengebiet sind nun die betroffenen Ferienorte auf dem Festland, in denen die Bewoh­ ner wegen der fehlenden Tou­ risten ohne Beschäftigung und Verdienstmöglichkeiten sind. Leere Restaurants und Hotels machen nun die Überlebenden zu den wirklichen Leidtragen­ den. agh

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Zubereitung Sahne im Wasserbad erwär­ men. Vier Schokoladetäfelchen zum Verzieren beiseite legen. Die restlichen Täfelchen in der Sahne unter Rühren restlos schmelzen. Auskühlen lassen und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Am nächsten Tag die Masse cremig aufschlagen und den Sahnequark unterziehen. Creme gefällig auf Dessertteller anrichten und mit den diagonal geteilten Schokola­ detäfelchen verzieren.

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Haben auch Sie ein besonderes Rezept, das Sie unseren Lesern nicht vorenthalten möchten? Bringen Sie Ihr Rezept und Ihr Foto einfach vorbei (Redaktion „Brixner, Otto-von-GuggenbergStraße 34, Brixen, Tel. 0472 837537) oder schicken Sie uns ein e-mail: brixner@brixmedia.it. 13


LAMMento

Alibi-Damen „Klein, aber fein!“, sagt der Franz, wäh­ rend er wohldosiert Zucker in seinen Kurzen schüttet. Meinst du damit etwa das kleine, das deine? frage ich den Franz. „Was soll ich dir sagen – es ist halt einmal nicht größer gewor­ den. Aber die Freiheitliche Liste ist auch nicht gerade sehr umfangreich“, meckert der Franz über die Konkurrenz. Und vor allem nehmen ausgerechnet sie sich die Freiheit, auf die Frauenquote zu verzichten, meckere ich mit. „Die werden schon noch ein paar Alibi-Da­ men auftreiben“, sagt der Franz. Alibi-Damen – das ist ja ein ganz toller neuer Begriff, sage ich, und in diesem Augenblick taucht hinter uns Frieda auf, die endlich auch meinen Macchiato bringt und diesen als Alibi nimmt, unseren Gesprächen zu lauschen. Ganz zu schweigen von der Bonsai-Liste, diskutiere ich unbeirrt weiter, deren Bürgermeisterkandidat sowieso eine Kleinigkeit ist. „Du hör mir mal auf mit deinem Großen“, sagt der Franz, wäh­ rend Frieda neugierig ihren Kopf tiefer stellt, damit sie uns besser hört, „auch Pürgi hat ein paar Kleinkaliber auf seiner Liste“. Immer noch besser als die Union, die bis heute gar nix zustande bringt, meckere ich weiter. „Dann doch lieber klein, aber fein“, kommt der Franz wieder mit seiner alten Leier. „Zu klein ist aber auch nicht fein“, überrascht uns Frieda mit ei­ nem hochpolitischen Statement, und in ihrem Gesicht formt sich ein viel sagendes Grinsen.

Bestellschein ❐ ❐

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freunde & gönner Marco Rosso, Tomaso Lintner, Bruno Rosso, Rosa Gasser, Günther Michaeler, Peter Zingerle, Maria Wasse­ rer Aricochi, Alberto Ghedi­ na, Anna Unterkircher, Jo­ hann Reinthaler, Maria Stei­ ger Colledani, Albert Posch, Rudi Irsara, Luciano Perli, Heinrich Steiner, Olga Rei­ chegger, Renate Sigmund, Monica Baldissera, Kloster Neustift, Rudolf Huber, Karl Hilpold, Norbert Kaser, Sabi­ ne Fink, Christine Sigmund, Luigi Pallaserra, Christa Keck, Luciano Caracristi, Hu­ bert Fink, Rita Rabensteiner, Luis Unterweger, Christoph Dietz, Siegfried Kerschbau­ mer, Lomis de Vries, Marlies Tschisner, Ermanno Dejaco, Albert Rainer, Anna Del te­ desco, Heike Popodi, Franz Karbon, Franz Kerer, Hans­ jörg Daporta, Tamara Nie­ derkofler, Johann Gebhard, Firma Nardello, Marianne Wieser, Erich Kinigadner, Heinrich Lusser, Edition Rae­ tia, Hella und Serafin Troi, Elisabeth Fischnaller Plaick­ ner, Martha Dantone, Irm­ gard Gafriller, Albert Brun­ ner, Prospero Bazzoli, Pietro De Zolt, Johann Stampfer, Martha Chizzali, Peter Stier, Oswald Überegger, Günther Großgasteiger, Norbert Vergi­ ner, Valentin Rossmann, Hel­ ga Dander, Erich Barth, Se­ bastian Auer, Huberta Leit­ ner, Alois Pichler, Alois Man­ tinger, Edeltraud Sader, En­ gelbert Agreiter, Waltraud Profanter, Rosa Duml, Karl Ramoser, Alexander Amort, Hilda Putzer, Franz Lechner, Oswald Mair, Josef Lercher, Robert Pitscheider, Laura Pa­ lumbo, Günther Sottoperra, Paul Kemenater, Franz Bur­ kia, Johann Notdurfter, Ar­ cangelo Rossetti, Hilda Valen­ tin, Josef Rungg, Firma Hell­ weger-Runggaldier, Congre­ gatio Jesu, Edith Tasser, Ru­ dolf Bizjak, Peter Pradi, Mar­ tin Peintner, Oswald Thomas Bergmeister, Hubert Pizzini­ ni, Stefan Thomaseth, Wal­ traud Siller Morandell, Jo­ hann Frena, Hannelore Zip­ poni, Hermine Pedoth, Inge­ borg Fink, Ingrid Moret, Ro­ berto Siniscalchi, Alfred Lindlbauer, Carmen Dubois,

Hermelinde Bergmeister, Sieg­ fried Spieß, Walter Rossmann, Wilhelm Burger, Karl Mayr, Michaela Pallhuber, Helmut Vitroler, Marianna Ellemunt, Siglinde Ossanna Thaler, Ly­ dia Wachtler Oehler, Otmar Kranebitter, Marianna Tauber, Martin Kier, Johann Molling, Maria Zöll, Maria Pedratscher, Johann Lanz, Matthias Rigo, Christa Oberhofer, Fam. Zen­ naro, August Foppa, Aloisia Leiter, Josef Lamprecht, Marga­ reth Jaist, Claudia Burger, Em­ ma Eisenstecken, Peter Gasser, Christoph Grünfelder, Michael Federspieler, Josef Hinteregger, Adolf Kier, Heinrich Gasser, Beatrix Solderer, Martha Fran­ zelin, Wilhelm Pupp, Georg Bacher, Sieglinde Telsnig, Pao­ lo Anderle, Firma Ebensberger, Sebastian Ploner, Alexander Plunger, Walter Gasser, Luis Plunger, Helene Demetz, Peter Gostner, Irmgard Salcher, Leander Piazza, Werner Tha­ ler, Giuseppe Zuccalà, Wal­ traud Rieper, Leo Gufler, Clau­ dio Larcher, Hansjörg Perwan­ ger, Tertiarschwestern, Buno Mandarino, Giorgio Bragag­ na, Giovanni Toniutti, Gerda Thaler, Sieglinde Michaeler, St.-Josefs-Missionshaus, Martha Schatzer, Alfredo Cadonna, Maximilian Tosoni, Karl Hu­ ber, Edith Rieder, Traudi Lage­ der, Wolfgang Heidenberger, Clara Agreiter, Rita Brunner Pedratscher, Erich Pupp, Ivo Pellegrini, Regina Hofer, Aloi­ sia Niedermayr, Erich Hin­ teregger, Hanspeter Troi, Jo­ hann Mayr, Ulrich Weiß, Fir­ ma Rubner Projectmanage­ ment, Walter Oberegger, Edel­ traud Pedoth, Renato Damia­ ni, Joseph Prader, Waltraud Eisenstecken Gaspari, Josef Gamper, Centro Turistico Gio­ vanile, Mario Cappelletti, Martha Egger, Oswald Borto­ lotti, Christa Huber, Peter God­ dar, Walter Vaja, Paolo Nova­ resi, Marianna Thaler Ober­ rauch, Barbara Mörl von Pfal­ zen, Barbara Erlacher, Olga Mellauner, Josef Gasser, Leo Krismer Lambert, Markus Brai­ to, Harald Pichler, Monika Ploner, Anna Tschaffert, Klaus Cimadom, Josef Pfeifhofer, Hansjörg Bergmeister, Ferdin­ and Mair, Karl Micheler, Bar­ bara Prossliner Watschinger,

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drini, Elisabeth Engl, Walter Mayr, Anton Pichler, Johann Federer, Haltrudis Casagran­ de, Nicolò Leitner, Thomas Putzer, Thomas Lanthaler, Johann Tschager, Theresia Ramoser Zingerle, Albert Stampfl, Jugenhaus Kassiane­ um, Lea Stampfl, Robert Braun, Josef Mulser, Adolf Burger, Andreas Piok, Micha­ e l P a l l h u b e r, R e n a t e Bermann, Britex Bodenbelä­ ge, Heinrich Bittur, Michael Jocher, Alexander Lechner, Andreas Costadedoi, Andreas Gruber, Katharina Zils, Ge­ org Mitterrutzner, Günther Salcher, Peter Amort, Martin Unterkircher, Roman Trebo, Paul Brunner, Rosa Oberho­ fer Frener, Werner Rizzi-La­ dinser, Gabriela Zöggeler

Diese Liste enthält alle Freunde und Gönner des „Brixner“, die ihren Beitrag bis 15. März 2005 überwiesen haben.

Sie wollen „Freund“ oder „Gönner“ unserer Zeitschrift werden? Südtiroler Volksbank: BBAN X 05856 58220 070570164004 Raiffeisenkasse Eisacktal: BBAN A 08307 58221 000300005452 Südtiroler Sparkasse: BBAN T 06045 58220 000000855000 BancoPosta: BBAN V 07601 11600 000042779405

Foto: Thalheimer

Stubenruß, Walter Jaist, Helga Girtler, Heinrich Campidell, Marika Assner, Herbert Hin­ teregger, Claudio Agostinis, Maria Grünfelder Zanotti, Margherita Hochgruber, Walter Hilpold, Helga Kircher, Anna Gatterer, Klara Tietscher, Franz Kastlunger, Adolf Meraner, Pe­ tra Trettau, Roland Cimadom, Lois Habicher, Erwin Würth, Peter Hafner, Maria Goldiner, Monika Hofer, Albuin Hofer, Neue Plose AG, Eugen Verra, Walter Hofer, Karl Wolfsgruber, Karin Lechner, Maria Hartung von Hartungen, Klaus Jürgen Wittig, Olga Mittelberger, Mar­ garet Huymann, Waltraud Tauber, Hildegard Sotriffer, Edith Steinmann, Johanna Weissteiner, Peter Maurberger, Christine Oehler, Christian Mo­ ser, Robert Gamberoni, Paula und Heinrich Feichter, Helene Kasseroler, Albin Palla, Christa Wenter, Dieter Oberhofer, Ma­ tilde Neuwirth, Ernst Aois Elle­ munter, Marlene Maurer, Hein­ rich Zini, Martha Gamper, Pe­ ter Dabringer, Heinz Friedrich Huisken, Burkhard Kluge, Bea­ te Mitterhofer, Josef Kompat­ scher, Gasthof Klostersepp, Wal­ ter Fissneider, Arno Maglioli, Herbert Peter Brenner, Verena Zöschg, Alfred Senoner, Burk­ hard Mayr, Margaret Volgger, Gertraud Kammerer, Gilbert Gurakuqi, Franz Brunner, Wolfgang Kiebacher, Emanuela Degan, Lidia und Egon Stein­ mann, Hotelier- und Gastwirte­ verband, Walter Gasser, Her­ mann Messner, Paul Seeber, Angelika Aichner, Konrad Brugger, Otto Vontavon, Not­ burga Hofer, Albert Ambach, Brigitte Reifer Messner, Robert Fischnaller, Herbert Pezzei, Hildegard Weissteiner, Veroni­ ka und Hansjörg Jocher, Margit Niederwolfsgruber, Monika und Karl Girardi, Maria Pia Mus­ na, Alfred Gargitter, Markus Überbacher, Bernhard Hilpold, Johann Augschöll, Marianna Überbacher, Maria Foppa, Franz Fischnaller, Andreas Puntajer, Dominika Foppa, Konrad Sigmund, Franz Schat­ zer, Renate Pramstaller, Rosa Pfeifer, Anna Maria Engl, Eli­ sabeth Tröbinger Morin, An­ dreas Langhofer, Hubert Agrei­ ter, Renate Lindenmeyer, Maria Salcher Jöchler, Romeo Lissan­

Hans Heiss

Die beste Wahl für unser Brixen Ich stelle mich der Wahl zum Bürgermeister von Brixen und meine es ernst. Wir haben die historische Chance, aus dem schönen, aber etwas verblassten Brixen eine dynamische, familienfreundliche, nachhaltig gestaltete und zukunftsgerichtete Kleinstadt zu machen.

Wahlwerbung, Auftraggeber: Dr. Hans Heiss

Max Satzinger, Helga von Pernwerth, Notburga Nieder­ kofler, Peter Fill, Maria Aloisia Campei, Walther Stockner, Ste­ phan Beikircher, Eugen und Marianne Cimadom, Robert Taschler, Theodor Rabanser, Pfarrei Meransen, Martha Fre­ ner, Hilde Gander Moling, Walter Leitner, Andreas Zinger­ le, Franz Zingerle, Alexa Seeb­ acher, Floriano Secco, Anne­ marie Kiebacher, Maria Mad­ dalena Goldiner, Ludwig Schei­ ber, Konrad Rainer, Hans Pichler, Helmuth Sigmund, Paul Zanon, Anna Duml, Rosa Mahlknecht, Peter Rastner, Ge­ rold Peer, Maria Gartner Schmalzl, Rudolf Hofer, Josef Zanol, Rupert Kaser, Johann Jocher, Martin Leitner, Stefano Brocco, Cecilia Mair, Brigitte Fischnaller, Maria Frick Miter­ rutzner, Rudolf Schanung, Markus Dorfmann, Johann Gerstl, Otto Schenk, Valeria Fischnaller, Grazia Gasparini, Margareth Bacher Fischnaller, Hotel Goldener Schüssel, Grafa KG, Peter Brunner, Johanna Lunz, Peter Winkler, Josef Hu­ ber, Elisabeth Mitterrutzner, Maria Pallhuber Aricochi, Otto Rubatscher, Alfred Müller, Gol­ dene Krone KG, Alessandra Bracchi Rocco, Filipp Rastner, Riccardo Masotti, Roland Un­ terkircher, Maria Rosa Prader, Josef Perkmann, Annamaria Waldner, Heinrich Walder, Jo­ sef Höllrigl, Albert Pürgstaller, Katherina Winkler, Alois Stei­ ger, Emma und Giacomo For­ nari, Laura Maria Lamprecht, Stefan Barbieri, Irmgard Barp, Helmut Arnold, Günther Wild, Emanuela Pattis, Sergio Som­ mavilla, Robert Tauber, Marco Andreatta, Manfred Bacher, Gianfranco Canu, Johanna Ebensberger, Sebastian Hofer, Irma Winkler Obwexer, Ingrid Felderer, Günther Sigmund, Anna Hofer Pliger, Robert Elle­ costa, Antonia Steiger Kier, Carmen Nössing, Ernst Röggla, K. Leitner KG, Anton Planat­ scher, Klara Cäcilia Kofler, Ma­ rianna Überbacher Wachtler, Fini Ramoser, Maximilian Zippl, Karl Troi, Heinrich Leit­ ner, Rosa Unterweger, Südtiro­ ler Volksbank GmbH, David Fischnaller, Anton Huber, Jo­ hann Hinteregger, Melania Kritzinger, Luis Brunner, Peter

Bressanone siamo tutti noi. Insieme riusciremo a creare una città che darà spazio a tutti. Nel rispetto delle tradizioni, ma aperta al futuro comune.

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Portrait

„Not macht erfinderisch“ Vor kurzem feierte Hilde Scheidle ihren 80. Geburtstag. Die Wahlbrixnerin ist eine Institution der Brixner Kaufleuteschaft, auch wenn sie sich schon vor 15 Jahren aus ihrem Geschäft am Großen Graben zurückgezogen hat. Pfiffige Geschäftsfrau

S

Sammeln ist ihre große Lei­ denschaft. Ihr Vater habe auch schon gerne gesammelt, erzählt Hilde Scheidle ganz am Anfang unseres Gesprächs. „Zigarren­ ringe, Bierdeckel, in erster Linie Sachen, die nicht viel gekostet haben, denn die Zeiten waren damals sehr karg.“ Die Vorliebe für große und kleine Kostbarkei­ ten hat sich offenbar vom Vater auf die Tochter übertragen. 22 Bügeleisen aus unterschiedli­ chen Epochen, fein säuberlich der Größe nach aufgereiht, zieren den Bücherschrank im Wohnzimmer, „und ein paar an­ dere habe ich noch im Keller.“ Beinahe zu jedem Bügel­eisen weiß Frau Scheidle eine Anek­ dote zu erzählen. Außerdem hat sie „eine kleine Schwäche“ für Antiquitäten. So schmiegt sich eine zierliche Glasvitrine in die Ecke des Wohnzimmers und birgt eine Fülle an bunten Glas­ fläschchen. „Alle sind aber nicht ganz so alt, sondern einfach nur schön“, lacht sie. Frau Hilde sammelt auch Kupferstiche „und sonst noch so allerlei.“

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Das Leben der heute 80 Jahre jungen Frau liest sich fast wie ein Roman, voller Höhen und Tiefen – manchmal tragisch, dann wieder herrlich roman­ tisch. Hilde Scheidles Leben ist gekennzeichnet von einer un­ erschütterlichen Lebensfreude und von einer mitreißenden Spontaneität. Wenn es darum ging, das Geschäft am Großen Graben in Schwung zu halten, hatte sie immer wieder pfiffige Ideen. „Als einmal das Stoffla­ ger übervoll war, verschickte ich kleine Stoffproben an ita­ lienische Sommergäste, von denen gar einige zu unseren Stammkunden zählten.“ Die kleine sympathische Werbe­ aktion fand großen Anklang, „und das Lager war im Nu ge­ räumt“. Ihr Mann stand ihren Plänen manchmal etwas skep­ tisch gegenüber, „aber er ließ mich immer gewähren.“ „Man wird eben erfinde­ risch, wenn man in Not ist“, sagt die tüchtige Geschäfts­ frau mit einem feinen Lächeln. Erfinderisch musste sie wohl einige Male sein. Dann zum Beispiel, als sie als blutjunge Ehefrau plötzlich mit der Fa­ brik und dem Geschäft alleine dastand, weil ihr Mann kurz nach Kriegsende verhaftet wor­

den war. „Wir konnten nichts dagegen tun“, erinnert sie sich, „und wir bekamen keinerlei In­ formationen“. Als Hilde Scheid­ le ihren Albert dann nach ein­ einhalb Jahren endlich aus der Haft abholen konnte, „begann unser normales Leben.“

„Ein recht netter Herr“ Kennen gelernt hatten sich die beiden im Hotel Ele­ phant in Brixen. Hildes ältes­ te Schwester war damals ster­ benskrank, und Hilde wurde einen Tag vor Weihnachten aus ihrem Heimatdorf Wolken­ stein losgeschickt, um ein Me­ dikament zu besorgen. Da sie dieses in Klausen nicht bekam, fuhr sie weiter nach Brixen. Dort endlich hatte sie Erfolg, und vor lauter Freude darüber ging sie zum Elephanten, um zu Mittag zu essen, bevor sie sich auf den Heimweg machen musste. Dort wurde sie dann „von einem recht netten Herrn“ angesprochen, und im Laufe des kurzen Gesprächs stellte sich heraus, dass er an jenem Tag noch nach Bozen wollte und sie in seinem Wagen ein Stück mitnehmen konnte. Un­ bekümmert sagte Hilde zu. Bedenken kamen erst später, und sie wollte eigentlich gar nicht mehr zum vereinbarten

Hildegard „Hilde“ Ploner wurde am 4. Februar 1925 in Wolkenstein als jüngste von fünf Geschwistern geboren Treffpunkt gehen. Da meinte eine Freundin, die sie zufällig in Brixen getroffen und der sie die Geschichte erzählt hatte, dass sie „vom Herrn Scheidle bestimmt nichts“ zu befürchten habe. Albert Scheidle bat Hilde um ihre Adresse und schickte ihr ein paar Briefe nach Inns­ bruck, wo sie damals die Leh­ rerbildungsanstalt besuchte. Irgendwann bat er, sie in Grö­ den besuchen zu dürfen. Hil­ des Mutter war zunächst von der Beziehung ihrer Tochter zu einem 15 Jahre älteren Mann nicht begeistert und wehrte


steckbrief

ab. „Sie meinte, ich wäre ganz bestimmt nicht geeignet für ein Leben als Geschäftsfrau.“ Trotzdem heirateten die beiden im Mai 1945, „nachdem wir uns dreimal getroffen hatten.“

Hildegard „Hilde“ Ploner wurde am 4. Februar 1925 in Wolkenstein als jüngste von fünf Geschwistern geboren. Die Pflichtschule besuchte sie in St. Christina, dann wechselte sie an die Lehrerbildungsanstalt nach Innsbruck. Nach drei Jahren brach sie in den Wirren des Zweiten Weltkrieges die Ausbildung zur Lehrerin ab und ging für ein Jahr nach Meran, um kochen zu lernen. Kurz vor Kriegsende wurde Hilde Ploners Vater von Partisanen entführt und fand in einem Wald zwischen Alleghe und Corvara den Tod. Die Familie erfuhr dies erst durch Zufall geraume Zeit später.

„Es war eine schöne Zeit.“ „Es war eine schöne Zeit“, bekennt sie etwas wehmütig, „es ging alles Hand in Hand“. Sie habe „a bissl nähen kön­ nen“, und dann habe sie wohl auch „Gespür fürs Schneidern“ gehabt. Hilde Scheidle ent­ warf in den 50er Jahren Da­ menkollektionen, „tirolerisch angehaucht, mit wunderbaren Stoffen“. Albert Scheidle hatte in Deutschland eine Webschu­ le besucht und war dann eine Zeit lang nach England gegan­ gen „um die Wolle zu studie­ ren.“ So trafen die Scheidles durchwegs den Geschmack der damaligen Zeit, „bis dann die­ se Mini- und Maxiröcke Mode wurden.“ Zur Damenkollektion kam irgendwann noch eine Herren­ kollektion dazu, und während ihr Mann sich um die Tuchfa­ brik in Klausen kümmerte, be­ treute Hilde Scheidle die zwei Geschäfte am Großen Graben. Manchmal gab es so viel zu tun, dass sie auch selber ha­ be zuschneiden müssen. Vor allem den großen Markt zu Maria Lichtmess habe sie in Er­ innerung. Damals war es noch üblich, dass die Bauern zu die­ sem Termin ihre Dienstboten wechselten und sie mit Stoffen entlohnten. „Früher war alles ein biss­ chen einfacher“, erinnert sich Frau Scheidle, „und der Kon­ kurrenzdruck war noch nicht so groß wie heute.“ Sie habe

Am 3. Mai 1945 heiratete Hilde den Tuchfabrikanten Albert Scheidle und kam somit als Zwan­ zigjährige nach Brixen. Kurz nach der Hochzeit wurde Albert Scheid­ le von den Amerikanern verhaftet und nach Rimini gebracht. Erst eineinhalb Jahre später wurde er aus der Gefangenschaft ent­ lassen. Die folgenden Jahrzehnte waren geprägt von viel Arbeit und großem Eifer. Hilde Scheidle: „Früher war alles ein bisschen einfacher“ sich in Brixen von Anfang an wohl gefühlt, bekräftigt sie mit leuchtendem Gesicht, sie habe viele Freunde gefunden und auch das gesellschaftliche Leben genossen. Unvergessen bleiben ihr die großen Bälle in den 50er Jahren. Über viele Jahre hinweg hat Hilde Scheid­ le für diese Veranstaltungen wunderschöne Cottilons ge­

bastelt, die dann die Damen für die Herren kauften. Sie habe immer alles mit Begeisterung getan, sagt Hilde Scheidle heute, und sie habe wohl auch „im Leben etwas Glück gehabt“. Marlene Kranebitter

Mit 65 Jahren zog sich Hilde Scheidle aus dem Geschäftsleben zurück. Von ihren vier Töchtern führt die älteste ein Geschäft in Brixen weiter. Vor einem Jahr zog Hilde Scheidle von Kranebitt in die Stadt an den Großen Graben. Das Haus in Kranebitt war ihr zu groß geworden, nachdem ihr Mann vor vier Jahren verstorben war. Regen Kontakt hält sie zu ihren neun En­ mk kelkindern.

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Umfrage

„Autofreie Schulzonen“ Der Brixner Stadtrat hat in der Runggadgasse, Stadelgasse und Schwesternau versuchsweise bis Juni ein Fahrverbot jeweils von 7.45 bis 8 Uhr und von 12.25 bis 12.40 eingeführt, um den Schülern einen sicheren Schulweg zu gewährleisten. Aber wie denken die Brixner darüber? Angelika Purer sagt, „wenn dadurch weniger Unfälle pas­ sieren, ist das Fahrverbot zu diesen Spitzenzeiten richtig. Die Lehrer und auch die Eltern müssen versuchen, sich an die neue Situation anzupassen und zu überlegen, ob sie wirklich mit dem Auto zur Schule fahren müssen.“

M

Markus Dorfmann findet „grundsätzlich ausufernde Ver­ bote eine Frechheit. Wir sind keine kleinen Kinder mehr! Uns muss auch Verantwortung über­ tragen werden. Dieses Fahr­ verbot hat viele Seiten: Für die Kinder wird es gut sein, für die Lehrer ist es nicht gut, weil sie zu Fuß gehen müssen, und die Eltern regen sich auch auf. Im Endeffekt muss man es einmal ausprobieren, dann weiß man, ob es sich bewährt.“

„Ich finde es prinzipiell schon gut, dass sie ein Fahrver­ bot eingeführt haben“, erklärt uns Petra Fissneider. „Es muss aber auch die Verkehrserziehung in der Schule vertieft werden. Ich selbst wohne in der Stadt, deshalb ist es mir schon recht, wenn die Fahrverbote ausgewei­ tet werden.“

„Für die Kinder ist es natür­ lich eine Frage der Sicherheit“, sagt Daniela Willeit. „Der Ver­ kehr wird nun jedoch weiter oben gestaut. Zudem hat man jetzt Schwierigkeiten, in dieser Zeit einen Parkplatz zu finden. Aber für die Kinder, die betrof­ fen sind, finde ich es gut, weil es effektiv gefährlich war. Ich fahre jeden Tag durch die Rung­ gadgasse zur Schwesternau, weil ich an der Montessorischule un­ terrichte. Die Kinder schauen nicht, sie sind unberechenbar.“

„Sicher, es wird für gewisse Leute sehr umständlich sein, das kann ich mir vorstellen“, meint Peter Salcher. „Für die Schüler aber ist es eine gute Idee. Al­ so, ich empfinde es als positiv, solange keine Unternehmen an ihrer Arbeit gehindert werden, weil sie nicht fahren dürfen. Dass Eltern ihre Kinder bis zur Eingangstür der Schule fahren wollen, finde ich einen Witz. Auch wir haben gelernt, alleine zu gehen.“

„Man soll schon schauen, dass die Kinder sicher zur Schu­ le kommen“, findet auch Paul Oberhauser, „und vor allem finde ich es richtig, dass Schülerlotsen eingeführt wurden, denn es wird wirklich oft zu wenig aufgepasst auf den Straßen.“ 18

Fotos: Oskar Zingerle

Andrea Pizzini hat auch eine positive Meinung: „Ich finde es gut. Es kann natürlich sein, dass die Lehrer jetzt mehr Schwierig­ keiten beim Parken haben. Ich weiß nicht, ob es da Alternati­ ven gibt, denn ich fahre sowieso immer mit dem Fahrrad. Gene­ rell bin ich immer dafür, dass man so wenig wie möglich mit dem Auto fährt. Solange mir nie­ mand verbietet, mit dem Fahrrad zu fahren, bin ich zufrieden.“

Margit Palfrader ist der An­ sicht, „die Eltern sollten die Kin­ der wieder mehr zu Fuß gehen lassen. Die Kinder sollen erstens Spaß haben beim Schulweg und zweitens mit ihren Schulkolle­ gen auch außerhalb der Schule etwas tun können, deswegen finde ich das Verbot super. Die Kinder lernen Eigenständigkeit, und sie lernen, auf sich aufzu­ passen. Diese Verbote hätten schon viel früher eingeführt werden sollen. Alle Schul- und Kindergartenzonen müssen au­ tofrei sein.“


Tag der offenen Gärtnerei Giornata delle floricolture aperte So/dom 10.4.2005 ore 9-19 Uhr

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Rund ums Grab - in Zusammenarbeit mit Grabstätten Brixen I fiori per le lapidi - in cooperazione con la ditta Grabstätten Bressanone


Samstag Nachmittag geöffnet

Willy Vontavon willy.vontavon@brixen.net Tel. 0472 837537

ticker Die Erhardskirche ist nach lan­ ger Renovierung seit ein paar Tagen wieder geöffnet. Nach der Restaurierung der Mauern durch das Domkapitel erfolgte im vergangenen Jahr die Er­ neuerung der Inneneinrichtung durch die evangelisch-lutheri­ sche Kirchengemeinde.

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Der Schützenbezirk Brixen teilt mit, dass in den ersten drei Monaten über 22.000 Inter­ net-User die Homepage www. unserlandtirol.com besucht haben. Für das entsprechende Gewinnspiel haben sich 4.154 Nutzer registrieren lassen.

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Die Grüne Bürgerliste Brixen appelliert in einer Presse­ mitteilung an alle Parteien, Stimmenfang über Vereine und Verbände sei als „undemokrati­ sche und demagogische Praxis abzulehnen“. Vereinsvorstände werden aufgefordert, keine Wahlempfehlungen entgegen­ zunehmen.

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Der Modellflugverein „Eisack­ taler Buschflieger“ veranstal­ tet am Samstag, 9. April, in der Bushalle Pizzinini neben der Brimi einen Floh- und Tauschmarkt mit Ausstellung von Flug- und Hubschrauber­ modellen.

62 Kaufleute aus dem Altstadtbereich von Brixen reagieren auf veränderte Kundenwünsche und halten ihre Geschäfte nun ganzjährig auch am Samstag Nachmittag geöffnet. Die Aktion unter dem pfiffigen Titel „Saturday Shopping Fever“ wurde vor kurzem bei einer Pressekonferenz vorgestellt. Kaufleute-Präsident Walter Amort erklärte, dass diese Aktion auch der Altstadt gut tue, weil „geöffnete Geschäfte Leben in die Stadt bringen“. Stadtrat Helmuth Kerer freute sich, dass sich so viele Geschäftsleute an der Aktion beteiligen. „Und es werden immer mehr“ – mit diesem Nachsatz, der auf den Werbedrucksachen zu finden ist, stellen die Kaufleute in Aussicht, dass weitere Geschäfte bereits einer Öffnung am Samstag Nachmittag entgegenfie­ bern. wv

Durst auf Erfolg! Das Brixener Traditionsun­ ternehmen Durst Phototechnik AG baut seine technologische Führungsrolle auch geschäftlich international aus. In Lienz wur­ de eine „High Tech“-Fertigungs­ halle mit 3.000 Quadratmeter Fläche errichtet. Dort wird in Bandfertigung mit dem Kan­ ban-System produziert. Ebenso wichtig wie die Produktion ist der Verkauf, für den ein strate­ gisches Marketing die Vorausset­ zung ist. Dem auf diesem Gebiet erfahrenen Durst-Mitarbeiter für Deutschland, René Schavoir, wurde Hans Klarenbeek mit seinem Brüsseler Büro zur Seite gestellt. Klarenbeek hat als Mar­ keting-Direktor für Vutek und als Vice-Marketing-President bei NUR-Macroprinters im Mittleren Osten, Europa und Afrika jah­ relang Erfahrungen gesammelt. Klarenbeek soll die Niederlan­ de, Belgien und die skandina­ vischen Länder betreuen. Durst soll dadurch seine Stellung als Marktführer im Flachbettbereich weiter ausbauen, meint Richard Piock, CEO der Durst-Grup­

pe. Durst hat im Gegensatz zur amerikanischen Konkurrenz in jedem dieser Länder ein lokales Service-Netz mit KundendienstMitarbeitern, die die jeweilige Landessprache sprechen und aus gut sortierten lokalen La­ gern Ersatzteile innerhalb von 24 Stunden an die Kunden liefern können. Wir erinnern uns an den Wettbewerb für das DurstMuseum in Brixen: Die weitere

Planung wurde zurückgestellt, weil der Verkehrskreisel für die Westumfahrung zum Teil auf dem Baugelände verlaufen soll. Das Durst-Museum wäre jedoch eine wertvolle Bereicherung für unsere Stadt. Wer löst den gordi­ schen Knoten? agh

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Autor der „Zuckerfalle“ in Brixen Nordic Walking statt „Sport am Sonntag“, Obst statt Oster­ braten und Yoga statt Zigarette: Alternativen gibt es immer! Athe­ siabuch veranstaltet auch heuer wieder Gesundheitswochen, bei denen es rund ums Wohlbefin­ den geht und namhafte Autoren dem Südtiroler Publikum vorge­ stellt werden. Unter dem Motto „Leichter durchs Leben“ finden derzeit in Südtirol zahlreiche Vorträge, Buchvorstellungen und Expertengespräche rund um Körper, Geist & Seele statt. Am 30. März kommt im Rah­ men dieser Veranstaltung der bekannte Medizinjournalist und Fachautor für Gesundheits- und Ernährungsthemen Klaus Ober­ beil nach Brixen und spricht über sein bekanntes Buch „Die Zuckerfalle: Zucker – Lebens­ spender und süßes Gift“. Darin deckt er Hintergründe auf und weist auf die Gefahren hin, wie uns das weiße Kristall dick und krank machen kann und was wir dagegen tun können. Zwar braucht unser Organismus die

kleinen Bausteine der Kohlenhy­ drate zum Leben, doch die Fol­ gen des hohen Süßigkeitskon­ sums sind verheerend: Überge­ wicht, Diabetes, Bluthochdruck, Karies. Vor allem unsere Kinder werden zu Opfern der süßen Verführung. Davon profitiert die Zucker verarbeitende Indus­ trie. Nahezu jedes zweite fertig verpackte Lebensmittel enthält Zucker oder getarnte Zuckerzu­ satzstoffe. Das Ernährungspro­ gramm „Fit ohne Zucker“ zeigt aber den Weg aus der süßen Falle, gibt zahlreiche Tipps und Anregungen, wie man ganz oh­ ne Zucker gesund kochen, es­ sen und leben kann. Cusanus Akademie Brixen, Mittwoch, 30. März, 20 Uhr. al

Tag der Frau Anlässlich des Weltfrauen­ tags fand am 8. März im Foyer des Forums Brixen eine Veran­ staltung „nicht nur für Frauen“ statt. Organisiert wurde der Abend von der Kommission für Chancengleichheit Brixen. Die Präsidentin Brigitte Gasser Da Rui und ihre Stellvertrete­ rin Daniela Mosconi begrüß­ ten die zahlreich erschiene­ nen Gäste, unter denen sich auch einige Männer befanden. Patrizia Solaro und Enrico De Dominicis führten gekonnt durch den Abend und über­ zeugten durch lustig-frivole Sketche zum Thema Frauen, Männer und deren Miteinan­

der und Gegeneinander. Das amüsante Programm beinhal­ tete zudem einen Auftritt der Gruppe „Flamenco Vivo“ aus Bozen, mehrere Showeinla­ gen des Brixner Tanzvereins „Dynamic Dance“ sowie einen Auftritt der „Schuhplattler-Git­ schn“ aus Vahrn. Der gelunge­ ne Abend endete nach einer guten Stunde und war gewis­ sermaßen die Abschiedsveran­ staltung der jetzigen Kommis­ sion für Chancengleichheit, da die im Mai stattfindenden Gemeinderatswahlen – je nach Wahlergebnis und Stimmen­ verteilung – möglicherweise zu einer neuen Zusammenset­ es zung führen werden.

Unfreiwilliges Bad Unberufene Milchvermehrung Brixen, Samstag, 9. März 1918 Brixen, Samstag, 16. März 1918

Fliegermeldung in Brixen Brixen, Samstag, 2. März 1918

Am 26. Feber abends halb 11 Uhr war das Erscheinen von Fliegern von auswärts gemeldet worden, worauf sämtliche elektri­ sche Flammen in den Straßen wie in den Häusern gelöscht wur­ den und vom weißen Turm die Alarmglocke erscholl. Das war freilich eine Überraschung, zumal zu so später Stunde. Da die Be­ völkerung darauf gar nicht gefasst war, wurde das Glockenzeichen vielfach missverstanden und als Feuer-Alarm angesehen. In Folge dessen eilten, wie viele, anstatt in den Häusern zu bleiben, wie es vorschriftsgemäß gewesen wäre, auf die Straße, um nach dem Brandobjekte zu sehen. Tatsächlich war Brixen diesmal von solch ungemütlichem nächtlichen Besuch verschont geblieben; die Ge­ fahr besteht aber weiterhin immer noch, und darum machen wir heute an anderer Stelle aufmerksam auf die diesbezüglichen Vor­ schriften bei Annäherung feindlicher Flieger. 22

Am 7. März fiel der Schul­ knabe Valentinitsch in Brixen in unachtsamer Weise nächst der Domkirche in die städti­ sche Mühlwiere. Ein zufällig des Weges kommender Soldat bemerkte dies und zog ihn aus dem Wasser. Mit ganz durch­ nässten Kleidern konnte er wieder heimziehen. Am Vor­ jahr fiel ein Sohn des Gemüse­ händlers Malfatti an derselben Stelle in die Wier und wäre si­ cher verloren gewesen, wenn ihn nicht ein Soldat gerettet hätte. – Bei dieser Gelegenheit sei es bemerkt, dass an die­ sem ungedeckten Mühlkanal trotz oftmaligen Warnens und Mahnens seitens der Nachbarn so oft Kinder leichtsinnig sich tummeln und herumturnen, so dass es ein Wunder ist, dass nicht öfter ein Unglück pas­ siert.

Eine Magd, die von St. An­ drä Milch nach Brixen lieferte, hat eine Vermehrung der Milch vorgenommen, indem sie eine ziemlich gewässerte Milch an die Parteien abgab. Dies wur­ de vom Lebensmittelkommissär entdeckt und beanstandet. Die Lieferantin wird sich bei Gericht zu verantworten haben.

Der Domplatz den Kindern Brixen, Donnerstag, 14. März 1918

Wir sind gewiss unter den Ersten, welche den Kindern ein unschuldiges Vergnügen, Bewegung und Spiel in frischer Luft vergönnen und an Kinder­ frohsinn sich herzlich freuen, aber in allweg möchten wir


Neue Tarife für Krankenhausparkplatz Seit einiger Zeit gelten auf dem Parkplatz beim Kranken­ haus Brixen neue Tarife. Für eine 45 Minuten lange Einheit sind 50 Cent zu entrichten. Ab der vier­ ten Einheit reduziert sich der Tarif auf 30 Cent. Auch während der Abend- und Nachtstunden zwi­ schen 19 und 7 Uhr kostet eine Einheit 50 Cent, allerdings be­ trägt der maximal zu entrichten­ de Tarif in diesen Stunden nur 2 Euro. Wer im Krankenhaus sta­ tionär aufgenommen wird und das eigene Auto im Parkplatz abstellt, bezahlt ebenfalls 2 Euro pro Tag. Kostenloses Parken gibt es nur für stillende Mütter, deren Kinder sich auf der Kinderstation des Krankenhauses aufhalten, und für die Blutspender. Andau­

obigen Satz nicht unterschrei­ ben. Jetzt, wo der Domplatz keine Anlagen und keine ge­ pflegten Rasenplätze hat, ist er ja zum Tummelplatz für un­ sere Jugend herausfordernd, nur – eine Stunde möchten wir davon ausgenommen wis­ sen, und das ist die Zeit des Gottesdienstes, vor allem die Abendstunde von 6 bis 7 Uhr während der Kreuzwegandacht in der Pfarrkirche. Da möch­ ten die kleinen Schreihälse ihr Spiel einmal einstellen und, wenn schon nicht die Kirche, so doch einen entfernteren Platz oder das Elternhaus auf­ suchen.

ernde Kritik im Herbst des letzten Jahres waren für die Kranken­ hausverwaltung Anlass, die seit September 2004 gültigen Parkta­ rife zu revidieren. Mit den neuen Tarifen will man den Patienten und jenen Besuchern entgegen kommen, die sich für mehrere Stunden im Krankenhaus auf­ halten. Zu diesem Zweck wurde der Tarif bei längerer Parkdauer reduziert. Andererseits sollte der Tarif hoch genug sein, um etwai­ ge Dauerparker nach wie vor zu verschrecken. Das Dauerparken war einer der Gründe gewesen, warum Parkgebühren am Kran­ kenhausparkplatz überhaupt ein­ geführt worden waren. amm

Kantineurkeller besucht

Infoabend zum geförderten Wohnbau Die „Arche“ im KVW veranstaltet am Montag, 4. April, um 19.30 Uhr im Volksbanksaal einen Informationsabend zum geförderten Wohnbau in Brixen. Die „Arche“ betreut seit 2001 verschiedene Wohnbaugenossenschaften in Südtirol und zählt mittlerweile 25 Mitgliedsorganisationen und über 400 Mitglie­ der. Nach einer kurzen Vorstellung der Tätigkeiten und Projek­ te wird über das Bauen in einer Wohnbaugenossenschaft sowie über das Wohnbauförderungsgesetz informiert. Als Referent konnte der Landtagsabgeordnete Albert Pürgstaller gewonnen werden, der über die vergangenen und derzeitigen Wohnbau­ zonen und über die zukünftige Entwicklung in Brixen spre­ chen wird. Weitere Informationen erhalten Interessenten im KVW-Bezirksbüro Brixen unter Telefon 0472 836060. wv

abnahme

Glocken-

Brixen, Samstag, 23. März 1918 Brixen, Mittwoch, 27. März 1918

Man möchte glauben, dass ein Keller in einem vom Militär be­ setzten Gebäude von Langfingern sicher sein sollte. Und doch wurde in jüngster Zeit ein in einer Brixner Kaserne befindlicher Keller, in wel­ chem ein Kantineur Lebensmittel und Getränke aufbewahrt, aufge­ brochen und dabei Verschiedenes entwendet. Die Bestohlenen haben bei der in diesem Fall zuständigen Behörde um Schadenvergütung Schritte eingeleitet.

Am 21. März wurde auch mit der Abnahme der restlichen Glocken am „Weißen Turme“ in Brixen begonnen. Derselbe wird schon gründlich geplündert. Gleichzeitig mit seiner „Enthaup­ tung“ läuft seine „Ausweidung“. Der Turm wird sich das Kriegs­ jahr 1917/18 gründlich merken. Und das „Brixener Lampl“ kann nur zum bösen Spiel gute Miene machen. 23


Aufgrund der Initiative des Eltern-Kind-Zentrums Brixen wird in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Brixen eine Sommerbetreuung für Kinder berufstätiger Eltern angeboten. Die Betreuung erstreckt sich vom 4. Juli bis zum 26. August, jeweils von Montag bis Freitag

von 7.30 bis 15 Uhr, und ist für Kinder aller drei Sprachgrup­ pen im Alter von drei bis acht Jahren vorgesehen. Über die Mittagszeit besteht die Möglich­ keit, eine Ausspeisung in An­ spruch zu nehmen. Die Kosten für die tägliche Unterbringung eines Kindes betragen 10 Euro. Vorausgesetzt wird, dass beide Elternteile berufstätig sind oder dass im Falle von Alleinerzie­ hern das erziehende Elternteil berufstätig ist. Bewerbungen für einen Sommerbetreuungsplatz werden am 19. April von 14 bis 18 Uhr im Eltern-Kind-Zentrum, Runggadgasse 23, entgegenge­ nommen. Die Reihenfolge der Anmeldungen hat keinen Ein­ fluss auf die spätere Zulassung. Für weitere Informationen steht Anni Pürgstaller zur Verfügung, Telefon 0472 802134 oder 0472 851121. oz

Die Toskana“

Foto: Oskar Zingerle

Sommerbetreuung dank ELKI

Gesamtrenovierung abgeschlossen Mit einem Festakt feierte das Knabenseminar Vinzentinum An­ fang März mit Bischof Wilhelm Egger die Segnung der neuen Turnhalle und zugleich den Ab­ schluss der Gesamtrenovierung des Hauses. Die Feier wurde vom Knaben- und Mädchenchor und einigen Instrumentalisten des Vinzentinums musikalisch umrahmt und durch tänzerische und akrobatische Einlagen auf­ gelockert. Die neue Turnhalle des Vinzentinums wurde von Architekt Christian Mahlknecht projektiert und in den letzten zwei Jahren mit Unterstützung der öffentlichen Hand errichtet. Sie befindet sich an der Nord­ seite des Hauptgebäudes und ist mit diesem durch einen unter­ irdischen Gang verbunden. Die Halle verfügt über eine Tribüne mit mehreren Sitzreihen sowie über großzügige Umkleide- und Geräteräume. Zudem stehen im neu errichteten Gebäudekom­

plex auch mehrere Räume für Freizeitaktivitäten zur Verfü­ gung; in einem von ihnen wird demnächst auch ein Fitnessraum eingerichtet. Die Halle wurde im Herbst 2004 fertig gestellt und wird bereits genutzt. Die Fer­ tigstellung der neuen Turnhalle stellt zugleich den Abschluss der Gesamtrenovierung des Vinzen­ tinums dar. Diese wurde 1993 in Angriff genommen und in den letzten zehn Jahren über mehre­ re Baulose verwirklicht. Im Zuge der Sanierung erhielten Schule und Heim ein völlig neues Ge­ sicht. Die erneuerten Strukturen ermöglichen eine zeitgemäße Bildungs- und Erziehungsarbeit, für die in den letzten Jahren durch die Erstellung eines Leit­ bildes und die Erarbeitung eines Schulprogramms auch inhaltli­ che Akzente gesetzt wurden. oz

3. bis 10. April 2005 Im historischen Ansitz Steinbock verwöhnt Sie das junge Köcheteam Klaus Gander und Hannes Pignater mit feinen toskanischen Spezialitäten, z.B. mit der Fischsuppe „Cacciucco“, „Bistecca alla fiorentina“ und würzigen Wildgerichten. Dazu servieren wir edle Weine aus der Toskana.

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Mehr Bürgernähe bei lokalen Steuern Die Gemeindeimmobilien­ steuer ICI kann in Brixen künftig noch bequemer ein­ gezahlt werden. Die entspre­ chenden Posterlagscheine zur Einzahlung der Steuer werden ab sofort von der Gemeinde mit dem (hoffentlich!) richti­ gen Betrag vorausgefüllt an alle Haushalte verschickt. Bri­ xen ist die größte Gemeinde des Landes, die diesen Dienst anbietet. „Die Bürger ersparen sich dadurch kosten- und zeit­

aufwändige Berechnungen“, erklärte Stadtrat Claudio Del Piero bei der Vorstellung dieses neuen Dienstes. Die Einzahlun­ gen können bis 30. Juni und 20. Dezember vorgenommen werden. Auch in Zukunft kann die ICI über Internet (www. brixen.it) oder mit dem Modell F24 eingezahlt werden. oz


Für ökologische Mobilität in den Alpen Die Transitinitiative Südtirol veranstaltet am 1. April in Zu­ sammenarbeit mit der Grünen Fraktion im EU-Parlament und den Südtiroler und Nordtiroler Grünen einen Veranstaltungs­ zyklus, an dessen Abschluss konkrete Vorschläge für eine neue, nachhaltige und ökolo­ gische Mobilität in den Alpen stehen sollen. Bei den Veran­ staltungen wird versucht, mit Hilfe hochkarätiger Experten möglichst alle Aspekte der Mo­ bilität in den Alpen einer kri­ tischen Betrachtung zu unter­ ziehen und einen Weg in eine nachhaltige und ökologische Zukunft zu weisen. Unter den Experten, die ihre Teilnahme bereits zugesagt haben, befin­ den sich Hermann Knoflacher vom Institut für Verkehrspla­ nung und Verkehrstechnik der TU Wien, Hans Glauber, der Leiter des Ökoinstituts Bozen, Karl Fischer, der Leiter des

Logistik-Kompetenzzentrums Prien, Alf Arnold, der Ge­ schäftsführer der Alpeninitia­ tive Schweiz, und Heike Agh­ te, die Ko-Präsidentin der ITE (Initiative Transport Europe), sowie die beiden grünen Euro­ pa-Parlamentarier aus Süd- und Nordtirol Sepp Kusstatscher und Eva Lichtenberger. Darü­ ber hinaus ist es den Organi­ satoren gelungen, mit Walter Moser einen der profiliertesten Bahnfachleute aus der Schweiz zu gewinnen. Am Freitag, 1.

Auf Wunsch werden Laufseminare für Firmen organisiert.

Mototherapie im Südtiroler Kinderdorf

April, findet um 20 Uhr im Fo­ rum Brixen eine Podiumsdis­ kussion statt; am Mittwoch, 13. April, referiert um 20 Uhr der Stadt- und Landschaftsplaner Roland Hasenstab in der Cu­ sanus Akademie zum Thema „Gehen hält die Stadt in Bewe­ gung“. wv

Das Therapie Center des Südti­ roler Kinderdorfes bietet ab sofort spezielle Bewegungstherapien für Kinder und Jugendliche an. Die­ se so genannte Mototherapie ist gemäß den jeweiligen Schwierig­ keiten und Bedürfnissen in sechs Kleingruppen mit jeweils höchs­ tens acht Kindern unterteilt. Die Schwerpunkte sind Grobmotorik und Gleichgewicht, Feinmotorik und Wahrnehmung, Lerngymnas­ tik, Verhaltenstraining, basale Sti­ mulation sowie Tanz und kreativer Ausdruck. Gedacht ist die Motothe­ rapie für Kinder und Jugendliche mit schwerwiegenden Störungen oder Krankheiten wie Hyperak­ tivität, Wahrnehmungsstörungen, Autismus, Magersucht oder Krebs. Anmeldungen zu den am 6. April startenden Therapiegruppen ist der 31. März. Weitere Informationen erteilt das Südtiroler Kinderdorf unter Telefon 0472 270515. oz

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Familienfreundlichere Zukunft Welche Anstrengungen es zukünftig auf Gemeindeebene in Sachen Familienpolitik geben wird, zeigten Bürgermeisterkandidat Albert Pürgstaller, Landesrätin Sabina Kasslatter Mur und Stadträtin Silvia Zanotto kürzlich im Rahmen einer Pressekonferenz auf.

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Zanotto: Familienpolitik auf Gemeindeebene Stadträtin Silvia Zanotto er­ läuterte den Stand der Dinge in Sachen Familienpolitik auf Ge­ meindeebene: „Zum einen führt

Sabina Kasslatter Mur, Albert Pürgstaller und Silvia Zanotto wollen sich für eine familienfreundliche Zukunft einsetzen

Foto: Oskar Zingerle

Die Landesregierung habe zur Förderung der Familie ein ganzes Maßnahmenpaket geschnürt, er­ klärte Kasslatter Mur. Dazu ge­ hören unter anderem finanzielle Förderung sowie Anstrengungen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Zusätzlich zu den bisherigen Mitteln hat die Landesregierung den Ressorts der Landesräte Richard Theiner und Otto Saurer acht Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Die­ se sollen zur Hälfte für die Erwei­ terung von Betreuungsangeboten für Kinder bis drei Jahren ausge­ geben werden; die zweite Hälfte dient der Bezuschussung dessen, was in den Gemeinden an Be­ treuung außerhalb der ordentli­ chen Schul- und Kindergarten­ öffnungszeiten angeboten wird, also für Kinder ab drei Jahren.

die Gemeinde Brixen einen eige­ nen Kinderhort, in dem derzeit 49 Plätze zur Verfügung stehen. Aufgrund der gestiegenen Anfra­ ge im vergangenen Herbst sind wir eine Kooperation mit einer betriebsnahen Kindertagesstätte in der Industriezone eingegan­ gen, in der nun weitere 15 Plätze angeboten werden können“, so Zanotto. Neben dem Ausbau der Kindergärten lege die Gemeinde auch großen Wert auf die Som­ merbetreuung von Kindern ab drei Jahren, wobei dem ElternKind-Zentrum hier eine besonde­ re Bedeutung zukomme, erklärte

Zanotto. Die Gemeinde selbst leistete ihren Beitrag, indem sie Anträge ihrer Angestellten auf Teilzeitarbeit stets positiv beant­ worte.

„Auch ältere Menschen gehören zur Familie“ Bürgermeisterkandidat Albert Pürgstaller kündigte an, ein loka­ les Bündnis anfachen zu wollen, in dem Vereine, Gemeinde, Ver­ treter der Wirtschaft und weitere Körperschaften zusammenkom­ men, um qualifizierte Arbeitsplät­ ze zu sichern, frauenfreundliche­

Schneller Wohnen mit Internet. www.Wohnen-in-Suedtirol.it

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re Arbeitsmodelle zu schaffen, schulische und außerschulische Bildung zu unterstützen, bezahl­ baren Wohnraum zu schaffen und Tarife sowie Steuern auf ihre Zumutbarkeit zu überprü­ fen. Auch gehe es ihm um mehr Sicherheit bei der Mobilität der Kinder, und nicht zuletzt gehören auch ältere Menschen zur Fami­ lie, wobei er anstrebe, leistbare Betreuungsplätze anzubieten. Oskar Zingerle


Bis dass der Tod uns scheidet Ein Vortrag des Familienforschers Wassilios Fthenakis in der Cusanus Akademie über den Wandel der Familie in der heutigen Gesellschaft zog viele Besucher an. nur mehr in ihrer Elternrolle sehen, aber nicht mehr in die Partnerschaft selbst investieren. No sex, no fun – die Frustrati­ onsspirale dreht sich. Dabei ist der wichtigste Schlüssel für die Familie die Qualität der Partner­ schaft. Gespräche außerhalb der Windelrealität, Zärtlichkeit und Aufmerksamkeit sind wichtige Faktoren, die gepflegt werden müssen.

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Die Sehnsucht der Menschen nach der einen ewigen Liebe ist durch nichts zu erschüttern. Dar­ an ändern auch nüchterne Schei­ dungsstatistiken nichts. Welche Fallen sich am gemeinsamen Weg durch die Partnerschaft in den Weg stellen können und was man tun kann, um seinem Glück ein wenig nachzuhelfen, darüber sprach der Münchner Familien­ forscher Wassilios Fthenakis in der Cusanus Akademie. Der Vortrag war gut besucht. Vor allem Frauen im mittleren Alter waren stark vertreten, aber auch zahlreiche Männer sind ge­ kommen, um Fthenakis über das Großprojekt „lebenslange Part­ nerschaft“ sprechen zu hören.

Gute alte Zeit? Der Vortrag beginnt mit einer einfachen Gegenüberstellung: Junge Frau von heute trifft junge Frau von vor 100 Jahren. Beide haben ein Bild ihres Lebens vor sich, doch das ist grundlegend verschieden. Die Dame aus dem vergangenen Jahrhundert wür­ de sagen: „Mit 20, allerspätes­ tens mit 30 bin ich verheiratet, bekomme bald sechs bis zwölf Kinder, und ist das jüngste Kind aus dem Haus, habe ich noch etwa sieben Jahre bis zu mei­ nem Tod.“ Frauen von heute ge­ ben keine Standardantwort, zu vielfältig sind die persönlichen Lebensziele. Doch unsere „statis­ tische junge Frau“ würde sagen: „Während meiner Ausbildung und meinem Berufsleben habe ich eine oder mehrere Partner­ schaften. Vielleicht heirate ich mit etwa 30 und bekomme 1,1 Kinder. Ist das jüngste Kind aus dem Haus, kann ich noch wei­ tere 30 Jahre mein Leben genie­ ßen.“ So eine gewaltige Änderung hat es seit Menschengedenken in der Gesellschaft nicht gege­ ben. Auswirkungen auf die Part­ nerschaft sind unsausweichlich.

Wassilios Fthenakis: „Familien müssen einen höheren Stellen­ wert bekommen“ Während früher Ehen in erster Linie dazu dienten, Kinder groß zu ziehen, Scheidungen entspre­ chend stigmatisiert waren, steht bei Partnerschaften heute das persönliche Glück mit dem Part­ ner im Mittelpunkt. Doch nach­ dem die lebenslange Entwick­ lung zweier Menschen selten gleich ist, trennen sich Lebens­ wege heute öfter als früher.

Fluss des Lebens Wassilios Fthenakis fährt mit einer ungewöhnlichen Land­ karte weiter. Darauf sieht man den Fluss des Lebens mit allen wichtigen Kreuzungen, die da­ rin vorkommen. Es gibt Orte namens „Heiratsmarkt“, „Geburt des ersten Kindes“ oder „Pensio­ nierung“, Sackgassen, Straßen­ abzweigungen und am Ende ein stiller Ort namens Friedhof. So vielfältig der Fluss verlaufen kann, hat er doch bei den meis­ ten Menschen ähnliche Strom­ schnellen und Untiefen; konkret gesprochen: Umbruchsphasen, die für jede Partnerschaft eine Gefahrenzeit darstellen. Das beginnt schon bei der Partnerwahl. Wo früher Eltern, Schicht, Kirche und Umgebung ausschlaggebende Faktoren waren, kommen heute vielfälti­ ge Kommunikationskanäle und Mobilität zum Tragen – was die Dinge nur scheinbar unkom­ pliziert macht. Hat man einen Partner gefunden, zieht man zusammen – oder auch nicht.

Ein beliebtes Lebensmodell Junge Paare führen bis zur Familiengründung meist einen sehr ähnlichen Lebensstil: Beide gehen etwa gleich lang arbei­ ten, leisten ungefähr gleich viel Hausarbeit und unternehmen Gemeinsames in ihrer Freizeit. Ihr wichtigstes Ziel ist, mög­ lichst viel kostbare Zeit mitein­ ander zu verbringen. Dieses Lebensmodell gerät aber aus den Fugen, sobald das erste Baby daheim schreit. Grund für die Krise ist laut Fthenakis meist, dass die Paare Schwierigkeiten haben, mit der neuen Lebenssituation zurecht zu kommen. Wegen der vielen Aufgaben haben sie weniger Zeit füreinander, und ihre Le­ benswelten entfernen sich zu­ nehmend.

Gefühl der Abhängigkeit fatal Mit dem Kind ändert sich vor allem die Situation der Frau: Sie sieht in vielen Fällen ihr Le­ ben auf den häuslichen Bereich beschränkt, während er wei­ terhin seinem Beruf nachgeht. Dazu kommt das Gefühl der Abhängigkeit, das in der Part­ nerforschung grundsätzlich als sehr belastend gilt. Nach dem zweiten Kind verzichten Frauen meist gänzlich auf ihren Beruf, was dem gewünschten Lebens­ modell der Partner komplett widerspricht. Häufigster Fehler junger Eltern ist, dass sie sich

„Also gar keine Kinder?“ Also gar keine Kinder? Diese Frage kommt von einem Mann aus dem Publikum. Fthenakis gibt zu bedenken, dass die Le­ bensziele der heutigen Men­ schen vielfältig sind, wobei keiner „richtig“ oder „falsch“ ist. Wichtig ist, dass im System nie­ mand, ob mit oder ohne Kind, ausgegrenzt wird – eine schwie­ rige Aufgabe an die Politik, die erst die Rahmenbedingungen dafür schaffen muss. Seiner Meinung nach bringt es wenig, wenn man Geld für jedes Kind verteilt. Heute sind die Bedürf­ nisse der Menschen anders, also ist das Geld besser in Kindergar­ tenplätze und reduzierte Arbeits­ zeitmodelle für Frauen UND für Männer investiert.

Familienpolitik als Wirtschaftsfaktor Familien müssen einen hö­ heren Stellenwert bekommen, doch Italien bewegt sich in die Gegenrichtung. Gehen die Ge­ burtenraten weiterhin so zurück, werden erst viele Kindergärtner und Lehrer ihren Arbeitsplatz verlieren, als nächstes wird die Wirtschaft die fehlenden Arbeits­ kräfte spüren und letztlich die Pensionisten umsonst auf ihre Pensionen warten. Aber richtig: Welche Partei würde in Brixen Kindergartenplätze zum Tages­ thema machen, wo es doch die großen Verkehrsprobleme gibt! Alexandra Laber

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Mischen impossible Während sich die letzten Listen langsam endgültig formieren, befürchten einige Parteien aufgrund eines leicht verwirrenden Wahlzettels, dass die Wähler am 8. Mai ihre Vorzugsstimmen auf die falschen Zeilen schreiben würden.

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„Verwirrung ist groß“ „In der Bevölkerung ist die Verwirrung diesmal groß“, mut­ maßt Christine Mader Magagna, die den Koordinierungsaus­ schuss der SVP leitet. „Wir müs­ sen den Leuten erklären, dass ein Mischen der Vorzugsstim­ men nicht erlaubt ist“. Im Fall der SVP kann dies sowohl für die Kandidaten des „Kleinen“ als auch für jene des „Großen Edelweiß“ fatale Folgen haben: „Ich rechne leider mit vielen ungültigen Stimmen“, sagt auch Albert Pürgstaller. Dasselbe Problem dürf­ te auch die Liste des Stadtrats Claudio Del Piero haben, die – so munkelt man am Tag unseres Redaktionsschlusses – eine Liai­ son mit der Alleanza Nazionale und den Socialisti Democratici Italiani eingehen wird. Bürger­ meisterkandidat soll Gianloren­ zo Pedron werden, der also de facto von drei Listen unterstützt wird. Auch hier müssen die Wähler gut aufpassen, dass die Namen nicht auf die falschen Zeilen geraten.

Unions-Liste noch ungewiss Bei der Grünen Bürgerliste stellt sich das Problem nicht, da Hans Heiss lediglich Bürger­ meisterkandidat von dieser Lis­ te sein wird. Dasselbe gilt für die Freiheitlichen – sofern Bür­ germeisterkandidat Pius Leit­ ner nicht doch auch noch von

Kaufleute-Ortsobman Hans Astner kandidiert überraschend für das „Große Edelweiß“

Foto: Oskar Zingerle

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Die Freude hielt sich in Grenzen, als die Mitglieder des Koordinierungsausschusses der Südtiroler Volkspartei zum ers­ ten Mal den Entwurf der Wahl­ zettel für die kommenden Ge­ meinderatswahlen sahen. Wenn ein Bürgermeisterkandidat von mehreren Listen unterstützt wird, sind die entsprechenden Listenzeichen in einem einzigen Kasten untereinander angeord­ net, und der Name des Bür­

germeisterkandidaten wird auf der linken Seiten zwischen den Listenzeichen angeführt. Rechts neben den einzelnen Zeichen befinden sich jeweils vier Zei­ len für die Vorzugsstimmen. Der Wähler muss das Listen­ zeichen ankreuzen und rechts daneben bis zu vier Kandidaten dieser Liste aufschreiben. Gerät ein Name der unteren Liste auf die Zeilen des oberen Listenzei­ chens oder auch umgekehrt, ist diese Vorzugsstimme verloren.

der Union für Südtirol unter­ stützt wird, wie in den letzten Wochen mehrmals gemunkelt wurde. „Wir werden mit einer eige­ nen Liste aufwarten“, erklärt der Landtagsabgeordnete Andreas Pöder von der Union. Am Tag des Redaktionsschlusses konnte er allerdings noch nicht sagen, wie viele Kandidaten seine Liste in Brixen haben würde und wer für das Amt des Bürgermeisters kandidieren werde. Pius Leitner hingegen hat seine Kandidaten bereits vorgestellt: Neben dem bereits angekündigten Walter Blaas, um dessen Wählbarkeit es eine Zeitlang wilde Speku­ lationen gegeben hat, weil er Bediensteter der Stadtwerke ist, findet man auf der Liste der Freiheitlichen auch Egon Fe­ derspieler, Werner Kritzinger, Hubert Zingerle und Andreas Zorzi. Allerdings geht man da­ von aus, dass es nicht bei die­ sen fünf Namen bleiben werde – die Regel der obligatorischen Frauenquote zwingt Leitner, zu­ mindest noch eine Frau auf die Liste zu nehmen.

„Kleines Edelweiß“ beendet Versteckspiel Alles klar ist nach wie vor auch bei Vize-Bürgermeister Dario Stablum. Die „vecchia vol­ pe“, wie er liebevoll von seinen Kollegen genannt wird, hat eine starke Mannschaft aufgestellt, die wir bereits im letzten „Brix­ ner“ vorgestellt haben. Auch das „Kleine Edelweiß“ hat endlich das Versteckspiel aufgegeben und präsentierte zu­ erst seine Kandidaten und einige Tage später sein Wahlprogramm. Neben Walter Amort, Paul Cam­ pestrini und Ingo Fink findet man auch Rudi Rienzner auf der Liste, von dem man wochen­ lang gemutmaßt hatte, dass er sich vom Abenteuer dieser Kan­ didatur endgültig verabschiedet hätte. Ebenfalls auf der Liste sind Sepp Insam, Ruth CostaMörl, Johanna von Guggenberg, Helene Moser-Campestrini und Grissino-Wirt Markus Huber. Vergeblich sucht man allerdings Wolfgang Heiss, einer der Väter der Idee des „Kleinen Edelweiß“. In Parteikreisen munkelt man,


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Foto: Oskar Zingerle

Egon Federspieler, Hubert Zingerle, Pius Leitner, Walter Blaas und Andreas Zorzi kandidieren auf der Liste der Freiheitlichen

Heiss habe es nicht goutiert, von seinen Kollegen auf das Abstell­ gleis gestellt zu werden.

Pressekonferenz mit Beinahe-Eklat Überhaupt sorgt die Liste Walter Amorts für heftige Kon­ troversen. Die Tatsache, dass die SVP den Abtrünnigen keinen ei­ genen Bürgermeisterkandidaten gönnen wollte, hat für gegensei­ tiges Misstrauen gesorgt, das bei jeder passenden und unpassen­ den Gelegenheit zum Vorschein kommt. Albert Pürgstaller sieht das „Kleine Edelweiß“ wohl als Stiefkind, das zu lieben er ge­ zwungen wird, und das Stief­ kind selbst macht gute Miene zum bösen Spiel und signalisiert vorsichtige Annäherungsversu­ che. Fast zum Eklat kam es aller­ dings bei der Pressekonferenz der Amort-Liste zur Vorstellung des Wahlprogramms, zu der man im letzten Moment auch Stiefvater Pürgstaller eingeladen hatte. Während Walter Amort als politisch Vorbelasteter vorsichti­ ge Statements abgab, preschte Rudi Rienzner kämpferisch nach

Das „Kleine Edelweiß“ präsentiert seine Kandidaten und sein Wahlprogramm vorn und bezichtigte die SVP, „in den vergangenen Jahren viel zu sehr nach links gerückt zu sein“. Markus Huber erklärte, man wolle „die verkrustete Struktur der SVP aufbrechen“. Pürgstaller blieb nichts anderes übrig als den verdutzten Journalisten zu erklären, dass er „einige der ge­ fallenen Aussagen keineswegs“ teilen würde.

Astner kandidiert beim „Großen Edelweiß“ Gegenwind bekommt Walter Amort indes auch aus den eige­ nen Reihen der Kaufleuteschaft zu spüren: Die Wiederkandida­ tur des Wirtschafts-Stadtrats Hel­ muth Kerer, die Kandidatur des Progress-Geschäftsführers Bern­ hard Hilpold und die Tatsache, dass auf Pürgstallers „Großem Edelweiß“ 20 Stadtkandidaten zu finden sind – also mehr als doppelt so viele wie auf seiner eigenen deklarierten „Stadtliste“ – dies alles ist Amort ein gewal­ tiges Dorn im Auge. Und nun hat im letzten Augenblick auch

noch sein eigener Ortsobmann, Hans Astner, seine Kandida­ tur für das „Große Edelweiß“ angekündigt, was Beobachter der Szene als „zumindest be­ merkenswert“ erachten. Astner genießt bei den Kaufleuten von Brixen aufgrund seiner ausglei­ chenden Art großes Ansehen, und es wird interessant sein zu beobachten, ob das „Kleine Edelweiß“ nun wirklich so vie­ le Stimmen aus der Wirtschaft bündeln kann wie Amort sich das am Anfang vorgestellt hat­ te. Jedenfalls hat sich Astner zu einem Zeitpunkt für eine Kan­ didatur entschlossen, an dem Pürgstallers 41-Mann-Liste be­ reits sämtliche Gruppenfotos hinter sich hatte, was den Fo­ tografen und Grafikern einiges Geschick abverlangte: Astner musste in das fertige Gruppen­ bild per Fotomontage eingesetzt werden. Auch der Bürgermeisterkan­ didat der Grünen Bürgerliste, Hans Heiss, lässt kein gutes Haar an Amorts Liste: „Es ist bemerkenswert, dass Leute wie Amort und Huber die verkruste­ te Struktur der SVP aufbrechen wollen, denn schließlich sind sie ja Teil dieser Struktur“, grinst er. Heiss und seine Mitstreiter sind mit ihren Wahlvorberei­ tungen auf einem guten Punkt, auch wenn sie seit der Kontro­ verse zwischen dem „Kleinen“ und dem „Großen Edelweiß“ größere Anstrengungen unter­ nehmen müssen, um bei der Bevölkerung im Gespräch zu bleiben. Oskar Zingerle

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Citybus rollt an Mit einer Pressekonferenz auf vier Rädern – nämlich in einem Stadtbus – drängte die Grüne Bürgerliste Anfang März erneut auf die Einführung des Citybus-Systems in Brixen. Nur wenige Tage später konterte die Bezirksgemeinschaft Eisacktal: „Ist alles schon im Laufen, am 1. September geht’s los!“

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Der Bau von Autobahnaus­ fahrten und der Westumfahrung sei nur ein Teil der notwendigen Optionen, schreibt die Grüne Bürgerliste in einer Pressemit­ teilung. Werden die großen Ein­ griffe bis zu ihrer Verwirklichung nicht durch weitere Maßnahmen ergänzt, so verpuffe ein Teil der angestrebten Verkehrsentlastung

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Hans Heiss, Stefan Dellago, Klauspeter Dissinger, Rainhard Parteli und Peter Tauber von der Grünen Bürgerliste fordern eine schnelle Umsetzung des Projektes „Citybus“

wirkungslos. Wie wir im Juli„Brixner“ des vergangenen Jahres berichteten, plante man den Start des Citybusses für Anfang 2005; allerdings gibt es noch einige Hindernisse, die scheinbar nicht so leicht zu überwinden sind.

Methangas-Tankstelle fehlt noch „Zum einen ist die Linie 3 noch fraglich“, bestätigt Klauspe­ ter Dissinger. „Die Linie 3 müsste die Rappanlagen gegen die Ein­ bahn durchfahren, was eine Am­ pelregelung in diesem Bereich erfordert. Die Verantwortlichen können sich aber nicht zu einer solchen Entscheidung durchrin­ gen.“ Als weiteres Hindernis nann­ te Dissinger das Fehlen einer Methangas-Tankstelle in Brixen. Der Citybus sollte nämlich um­ weltfreundlich mit diesem Treib­ stoff versorgt werden. Außerdem ist die geplante Vorzugsspur von Vahrn über die Brennerstraße bis zum Vinzentinum noch au­ ßer Reichweite. Die Realisierung derselben liegt in der Kompetenz

des Landes, das momentan keine Mittel dafür locker macht.

Citybus startet am 1. September Nur wenige Tage nach dieser Aktion der Grünen Bürgerliste gab die Bezirksgemeinschaft Ei­ sacktal ihrerseits eine Pressekon­ ferenz und legte den Stand der Dinge in Sachen Citybus der von ihr eingesetzten Verkehrskom­ mission dar. Die Botschaft: Am 1. September wird der Citybus durch Brixen rollen. Bemerkens­ wert dabei: Der zuvor in dieser Sache noch Versäumnisse ankla­ gende Klauspeter Dissinger sitzt selbst in dieser Verkehrskommis­ sion, wusste aber bei der „BusPressekonferenz“ offensichtlich noch nichts von diesem Termin. „Im Wesentlichen handelt es sich bei dem Projekt Citybus um die Ausweitung des derzeit bestehenden Fahrplanes von ei­ ner auf drei Linien“, erklärt Ge­ org Mayrhofer von der Bezirks­ gemeinschaft Eisacktal. Linie 1 fährt im Großen und Ganzen den Streckenverlauf des bereits ver­

kehrenden Stadtbusses ab und wird weiterhin im Halb-StundenTakt verkehren. Die Linie 2 fährt ebenfalls im Halb-Stunden-Takt, allerdings um eine Viertel Stunde versetzt zur Linie 1, sodass alle 15 Minuten ein Bus die wichtigs­ ten Haltestellen anfahren wird. Der Streckenverlauf der Linie 2 ist dem der 1er-Linie nahezu identisch – mit dem Unterschied der Umleitung über Neustift und der Endstation Milland. Statt der gelegentlichen Ver­ bindung wird mit der Linie 3 eine Vertaktung von 30 Minuten vom Stadtgebiet in die Industrie­ zone und zurück angeboten. Alle drei Linien fahren auf ihrer Route den Bahnhof an, der sich in Zukunft zu einem zentralen Verkehrsknoten entwickeln soll – geht es nach den Vorstellungen der Verkehrskommission.

Erste Proteste Von ersten Protesten über den geplanten Streckenverlauf der Stadtbusse berichtete Vahrns Bür­ germeister Josef Sigmund. Einige


Lebensräume

Parkplatz Nord Bewohner der Elisabeth­siedlung seien nicht damit einverstanden, dass die Linie 2 durch dieses Ge­ biet fährt, da die Brennerstraße ohnehin nicht weit entfernt sei. Georg Mayrhofer will „den ge­ planten Streckenverlauf aber in einer ersten Phase testen, da das zu versorgende Gebiet doch groß ist.“ In einer zweiten Phase könne man dann über Änderun­ gen in der Streckenführung dis­ kutieren. Was die Errichtung einer Vorzugsspur für Busse auf der Brennerstraße betrifft, berichte­ te Bürgermeisterkandidat Albert Pürgstaller, dass die Verhandlun­ gen mit der Landesregierung der­ zeit laufen. Das Projekt hat ein Volumen von 1,5 Millionen Euro. Die Anschaffung eines Citybus­ ses hingegen wird etwa 250.000 Euro kosten; für den Dienst an sich rechnet Landesrat Thomas Widmann mit jährlichen Kosten von etwa 400.000 Euro, wobei sich Land und Gemeinde diese Kosten teilen werden. Für die Errichtung einer Me­ thangas-Tankstelle gibt es die Interessensbekundung eines privaten Betreibers. Sollte diese Tankstelle bis zum Herbst nicht zustande kommen, plant die Gemeinde die Einrichtung einer provisorischen Zapfsäule bei den Stadtwerken, die allerdings nicht für den öffentlichen Gebrauch geeignet wäre.

Vier mal mehr Autos als vor 30 Jahren Mobilitätslandesrat Thomas Widmann legte in seiner Stel­ lungnahme die beeindruckende Zunahme des Verkehrs der letz­ ten 30 Jahre dar: „EU-weit ver­ kehrte vor 30 Jahren ein Drittel der heutigen Automenge, in Süd­ tirol sind es sogar viermal soviel Autos wie noch vor 30 Jahren.“ Nach seinen persönlichen Beob­ achtungen stellte Widmann fest, dass bis zu 80 Prozent der PKW allein mit dem Fahrer besetzt sind. Die Landesregierung wolle daher innerhalb der nächsten drei Jahre Maßnahmen umsetzen, die den öffentlichen Nahverkehr attraktiver machen. Zum einen erwähnte Thomas Widmann hier die Reform der Schülerbeförde­ rung, die schon ab kommendem Herbst flächendeckend funktio­ nieren wird. Alle Schüler und Studenten können gegen Ent­ richtung eines einkommensab­

hängigen Betrages zwischen 50 und 150 Euro jährlich sämtliche Nahverkehrsmittel benutzen.

Regionale Züge im Stundentakt Ein zweites Ziel der Landes­ regierung ist es, die öffentlichen Verkehrsmittel umweltfreundlich zu machen: „Sämtliche Busse sol­ len auf Methangas-Betrieb um­ gestellt werden. Jene Fahrzeuge, bei denen das nicht möglich ist, werden mit einem Rußpartikel­ filter ausgestattet“, erklärt Wid­ mann. Was den Verkehr auf der Schiene angeht, möchte das Land im nächsten Jahr regionale Züge im Stundentakt erreichen. „Da sämtliche Verhandlungen mit der Eisenbahngesellschaft etwa ein Jahr Vorlaufzeit brauchen, ist es nicht möglich, hier kurzfristige Maßnahmen zu setzen“, so Wid­ mann. Außerdem sei die Eisack­taler Bahnlinie wichtig für den inter­ nationalen Zugverkehr, wes­ halb die Bahnbetreiber hier nur schwer davon zu überzeugen seien, lokale Verbindungen mit höherer Taktfrequenz einzurich­ ten. „Jedenfalls wird in naher Zukunft eine Busverbindung um 9.13 Uhr von Brixen nach Bozen bestehen und um ca. 11 Uhr wie­ der retour, um die bestehende Lücke im Bahnverkehr einiger­ maßen zu schließen“, versichert Widmann.

Eine Heimat Anna Gatterers.

„Weniger Verkehr“ wünschte sich spontan Anna Gatterer in der letzten Ausgabe des „Brixner“. Verkehr bestimmt die öffentlichen Räume unserer Stadt, zu gewissen Zeiten sogar in der verkehrsberuhigten Altstadt. Stört der fahrende Verkehr durch Lärm, Gestank und Gefahr, so beeinträchtigt der „ruhende“ Verkehr optisch die Ansichten von Straßen und Plätzen. Es ist fast unmöglich, eine schöne städtische Situation in Brixen zu fotografieren, ohne ein Fahrzeug im Bild zu haben. z Besonders hässlich ist der Parkplatz Nord. Erfreulicherweise zieht sich der Grüngürtel entlang des Eisacks fast bis in die Stadtmitte. In ihn wurden sehr geschickt die Freianlagen und die Architektur der

z Inzwischen haben die Stadtwerke Brixen lobenswerterweise einen Ideenwettbewerb zur Gestaltung der gesamten Zone ausgeschrieben. Ein Kino, die Musikschule und eine Kletterhalle sind am Rande des notwendigen Parkplatzes zu errichten. Für den Wochenmarkt Brixen muss dort ebenfalls die erforderliche Infrastruktur vorgesehen werden. Dabei soll die Nordeinfahrt von Brixen zu einer würdigen Visitenkarte der Stadt werden. z Wir möchten anregen, dass die verbleibenden Flächen zum Parken von der Asphaltschicht befreit werden. Die Fahrspuren könnten Großsteinpflasterung erhalten, die Stellplätze mit Rasensteinen belegt werden. Zwischen jeweils drei Stellplätzen sollte ein hochstämmiger Laubbaum gepflanzt werden, damit der Eindruck eines lichten Wäld-

„Acquarena“ eingebunden. Im Norden davon schneidet jedoch in aller Brutalität der öde Großparkplatz ein. Für den ankommenden Besucher stellt er ein der schönen Altstadt unwürdiges Entrée dar: Neben der Agip-Tankstelle als Willkommensblickfang der Stadt biegt man zwischen Kiosken, baulichen Provisorien, Zufahrtsbarrieren und Peitschenleuchten in einen riesigen Asphaltsee ein. Der Parkplatz ist das Gegenteil eines gut gestalteten öffentlichen Raumes. In Zeiten, in denen sich die Planer überall um die Regenwasserversickerung der Freiflächen bemühen, ist die großflächige Versiegelung dieses Parkplatzes eine Ohrfeige für alle ökologischen Bemühungen.

chens entsteht, unter dessen Baumkronen die Fahrzeuge im Schatten abgestellt werden. Dies würde die Weiterführung des Grüngürtels entlang des Flusses betonen, und die Aufsicht vom Kranebitt auf den bisherigen Blechsee würde eine wohltuende Veränderung erfahren. z Brixen heimat Bressanone Persenon wird sich weiter mit öffentlichen Räumen beschäftigen!

Vertaktungsplan ab Herbst Eine weitere Maßnahme zur Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs ist ein so genann­ ter Vertaktungsplan, nach dem beispielsweise Überlandbusse, Zug, Schülerbusse oder auch Gästebusse besser miteinander vertaktet werden. Im Herbst soll dieser Plan im Eisacktal vorge­ stellt werden. Eine interessante Neuerung stellt ein Informationssystem in Echtzeit dar, durch das an den wichtigsten Bushaltestellen fle­ xible Fahrpläne gesteuert wer­ den. Die Busse sollen mit einem GPS-Ortungssystem ausgestattet werden, das den computerge­ steuerten Fahrplänen an den Hal­ testellen sagt, in wie viel Minuten der Bus dort sein wird. Bereits in drei Jahren soll dieses System an den wichtigsten Haltestellen Wirklichkeit werden. Oskar Zingerle

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Stadtzentrum Nr. 2

H

Nach der erfolgreichen Realisierung der Acquarena gehen die Stadtwerke Brixen nun an ein weiteres ambitioniertes Projekt heran: die Neugestaltung des Parkplatzes Nord mit Kino, Musikschule und Kletterhalle.

Heute präsentiert sich das Are­ al, das direkt an der Acquarena angrenzt, als trostlose Asphaltwüs­ te. Fast schon in Vergessenheit ge­ raten ist der alte Fußballplatz, der zu einem Teil der Acquarena und zum restlichen Teil der Erweite­ rung des Parkplatzes weichen musste. Bei der Einrichtung des Parkplatzes hat man gar nicht erst versucht, das Areal zu gestalten, sondern sah es von Anfang an als Provisorium, das bis zur endgül­ tigen Nutzung möglichst wenig Kosten verursachen durfte. Der Alpenverein Südtirol wünscht sich seit einiger Zeit ei­ ne Kletterhalle und hat bei Stadt­ werke-Direktor Wolfgang Plank angeklopft, ob eine solche in

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KURSE IM APRIL

unmittelbarer Nähe zum Hallen­ bad gebaut werden könnte. Die Gemeindeverwaltung wünschte sich außerdem, hier eine Musik­ schule zu bauen, und schließlich kam irgendwann die Idee zum Vorschein, dass man eigentlich auch das neue Kino hier errichten könnte.

Ideenwettbewerb zur Raumgestaltung Die Stadtwerke entschieden sich vor einiger Zeit, für das Raumprogramm einen Ideen­ wettbewerb auszuschreiben. Die Aufgabe bestand nicht darin, die Architektur der einzelnen neu zu errichtenden Gebäude zu defi­ nieren, sondern allein, wo diese Gebäude stehen sollten und wie man das gesamte etwa 23.000 Quadratmeter große Areal gestal­ ten könnte. Bei der Positionierung der einzelnen Gebäude waren ne­ ben den städtebaulich relevanten Kriterien die Erfüllung der funk­ tionellen Anforderungen und die Realisierbarkeit in Bauabschnitten zu beachten. Ein wichtiges An­ liegen war die Verbesserung der Eingangssituation zur „Acquare­ na“, für die sich durch den Ab­ bruch des Musikprobelokals neue Gestaltungsmöglichkeiten ergeben würden. Wie man den Wettbewerbs­ unterlagen entnehmen kann, sieht man für die Musikschule das größte zu planende oberir­ dische Volumen vor: Etwa 8.700 Kubikmeter. Das Probelokal für die Bürgerkapelle könnte even­ tuell im Neubau der Musikschule untergebracht werden, jedoch sei auf eine klare funktionelle Tren­ nung zu achten. Eine gemeinsa­ me Nutzung von Räumen sei aus verwaltungstechnischen Gründen auszuschließen. Beide Strukturen müssten über getrennte, vonein­ ander unabhängige Eingänge ver­ fügen. Zu beachten sei weiters, dass im Bebauungskonzept der Abbruch des bestehenden Probe­ lokals erst nach Fertigstellung des Neubaus erfolgen könne.

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Nördlich des FitnessBereichs der Acquarena ist die Kletterhalle geplant (1), westlich davon Musikschule mit Probelokal (2) und Kinoturm (3)

Mehrsaalkino und Kletterhalle Als zusätzliche Freizeitein­ richtung ist auf dem Wettbewerbs­ areal ein Kino mit drei Sälen vor­ gesehen. Davon sollen ein Saal mit 200 Sitzplätzen und die zwei anderen mit je 100 ausgestattet sein. Die Kinosäle können auch unterirdisch angeordnet werden. Für die Kletterhalle gibt es bereits ein Vorprojekt, das als richtungsweisende Vorlage zu betrachten war. Die Freiflächen der Kletterhalle sollten für die „Acquarena“ als erweiterte Lie­ gewiese dienen. „Die Realisie­ rung der Kletterhalle“, so steht es ebenfalls in den Unterlagen, „ist in nächster Zukunft geplant und muss aus diesem Grund unab­ hängig von den anderen Bauvor­ haben auf dem Wettbewerbsareal erfolgen können“.

800 unterirdische Stellplätze Die Garage sollte Platz für insgesamt 800 Stellplätze bieten. In erster Linie soll der Parkraum als Besucher- und Kundenpark­ platz für das Stadtzentrum und für die Einrichtungen auf dem Wettbewerbsareal dienen. Bei der Planung der Garage sollten gute Orien­tierbarkeit, eine wenigstens teilweise natürliche Belichtung und der Bezug zum Außenraum eine wichtige Rolle spielen. Groß­ zügig bemessene Stellflächen sollen das Ein- und Ausparken erleichtern. Die Parkgarage kann mehrgeschossig angelegt werden. Außerdem wünschte man sich in den Wettbewerbsunterlagen ein 30 mal 60 Meter großes Ballspiel­ feld als Übungsfeld für den Fuß­ ballverein, eine etwa 900 Qua­ dratmeter große Freifläche für die Kletterhalle und eine Erweiterung der Liegewiese für die „Acquare­ na“ um etwa 500 Quadratmeter mit der Möglichkeit zur Errichtung eines Schwimmteiches.


Diese Menge an Vorgaben be­ deutet für jeden Architekten und Planer eine „fast unlösbare Her­ ausforderung“, wie Architekt Oth­ mar Barth bei der Vorstellung des Siegerprojektes erklärte. Zu allem Überfluss wollten die Verantwort­ lichen der Stadtwerke noch, dass „die verbleibende Freifläche auf dem Wettbewerbsareal so zu ge­ stalten ist, dass der Wochenmarkt mit 60 bis 80 Standplätzen abge­ halten werden kann“. Wie gesagt – dieser städte­ bauliche Wettbewerb schien ein gordischer Knoten zu sein, der nur schwer zu lösen sein würde. Umso überraschter war man bei den Stadtwerken, als 36 Vorschlä­ ge eingingen, deren Begutach­ tung mehrere Tage in Anspruch genommen haben. Als Projektsie­ ger gingen die Architekten Barba­ ra Lanz aus Toblach und Martin Mutschlechner aus Brixen hervor, der in Innsbruck arbeitet.

Landschaftspark, Stadtplatz, Parkgarage „Grundidee des Projektes ist die Vereinheitlichung des Wett­ bewerbsareals, das sich derzeit in uneinheitlicher Topografie und Oberflächengestaltung sowie viel­ fältiger Bebauungsstruktur und unterschiedlicher Bebauungsdich­ te zeigt“, erklärt Mutschlechner in der Projektbeschreibung. Das Entwurfskonzept der zwei jungen Planer gliedert das Wettbewerbs­ areal in drei städtebauliche Räu­ me: einen Landschaftspark im Nordteil, eine darunter liegende Tiefgarage sowie einen Stadtplatz mit den zu planenden Infrastruk­ turen etwa auf der Höhe des heu­ tigen Lokals „Pub You 2“. Direkt angrenzend an den heutigen Fitness-Bereich der Ac­ quarena plant Mutschlechner die Kletterhalle, die – ähnlich wie in Innsbruck – teilweise in den Bo­ den versenkt werden soll. An der Westseite der Kletterhalle haben die Planer Musikschule und Pro­ belokal vorgesehen. Der Kino­ turm steht wiederum westlich von diesem Komplex. Bemerkenswert ist die Idee, den heutigen Höhen­ unterschied zwischen Parkplatz und Hotel Goldenes Rössl zu eliminieren; erst nördlich der zu errichtenden Gebäude wird das heutige Niveau belassen. Da­ durch erreicht der Besucher vom oberen Geschoss der Garage auf gleichem Niveau den neuen städ­

tischen Innenraum, von wo der Blick über die niedere Bebauung hinweg wie selbstverständlich auf die Silhouette der Altstadt gelenkt wird. Die bestehenden Einzel­ bauten werden nicht verdeckt, sie sind auf natürliche Weise einge­ bunden.

Klare Platzberandung „Das Projekt besticht durch die einfache und klare Platzbe­ randung, die imstande ist, die Zergliederung am Stadtrand auf­ zufangen“, begründet die Jury ih­ re Entscheidung. „Der Übergang zwischen ausfließender Altstadt und angrenzendem Grünraum wird durch die Schaffung einer Geländekante als urbane Schnitt­ stelle definiert. Durch die sparsa­ me und präzise Anordnung der Gebäudevolumen entsteht ein gut proportionierter Platz am Eingang zum Stadtzentrum.“ Nun können die Stadtwerke bereits an eine Realisierung den­ ken, die in mehreren Schritten erfolgen kann. Zunächst möchte man die Kletterhalle errichten: „Die Finanzierung ist so gut wie gesichert, und ich gehe davon aus, dass man Ende 2006 bereits die Wände hochklettern kann“, sagt Wolfgang Plank. In der Zwi­ schenzeit wird man an die Detail­ planung der dreistöckigen Park­ garage herangehen und natürlich an die Suche nach Finanzierungs­ möglichkeiten. Musikschule und Kino sind hingegen noch in wei­ ter Ferne, aber „es ist richtig, dass wir uns heute schon Gedanken darüber machen, wo diese Ge­ bäude einmal stehen werden“. Die Realisierung der zwei Baukör­ per hängt wohl primär davon ab, wie schnell die Landesregierung Mittel dafür locker machen wird.

Durch die sparsame und präzise Anordnung der Gebäudevolumen entsteht ein gut proportionierter Platz am Eingang zum Stadtzentrum Ein zweiter Prozess hängt schon seit Jahren beim Euro­ päischen Gerichtshof: Familie Damiani, der man in den Sieb­ ziger Jahren den Priel-Grund für die damals geplante Errichtung eines Kulturhauses enteignet hat­ te, wollte die geringe Entschädi­ gungssumme nicht schlucken. „Solange wir das Areal öffentlich nutzen, haben wir keine Proble­ me“, erklärt Plank, „und auch das

neue Konzept sieht ausschließlich öffentliche Nutzung vor“. Wie auch immer die zwei Rekurse ausgehen mögen – die Stadtwerke scheinen entschlossen zu sein, in einem „angemessenen“ Zeitrahmen das gesamte Projekt zu realisieren. Damit würde das Areal und die nördliche Stadtein­ fahrt eine enorme Aufwertung erfahren. Willy Vontavon

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Zwei Rekurse Allerdings gibt es noch zwei Gerichtsverhandlungen, von de­ nen man zumindest eine abwar­ ten möchte: „Es ist noch nicht hundertprozentig klar, ob der Re­ kurs der Parkhaus Brixen GmbH“ abgelehnt wird. Bekanntlich hatte die Tochtergesellschaft der Seeste AG dagegen rekurriert, dass die Stadtwerke den Parkplatz verwal­ ten darf – es gibt eine Option auf jede öffentliche Parkfläche, die noch aus der Zeit der Errichtung des Parkhauses an der Dantestra­ ße stammt. „In ein paar Wochen wissen wir mehr“, sagt Plank, „die Vorzeichen sind jedenfalls gut“.

Auftraggeber: SVP-Landesleitung

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Jukas – die Herberge Vielen Erwachsenen ist das Jugendhaus Kassianeum als Bildungshaus bekannt, vielen Jugendlichen als Jugendzentrum. Doch nur wenige wissen: Auch eine Herberge verbirgt sich hinter diesen Mauern.

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Vor einigen Monaten wurde der Eingang ins Kassianeum verlegt und gestaltet

Foto: Oskar Zingerle

Die Hausgeschichte des Kas­ sianeums beginnt bereits um 1248, als die Herren von Tirol begannen, den Bischöfen die weltliche Macht zu entreißen. Am Platz des heutigen Jugendhauses stand zu dieser Zeit nämlich die Burg der Herren von Rodank. Doch gegen Bischof Bruno blieb die Entmachtung erfolglos: Der Bischof setzte zur Schmach eine Latrine auf den Trümmerhaufen der zerstörten Burg. Aus diesem Grund wurde dieser Ort auch lange Zeit „Scheuchegg“ ge­ nannt. Ein Relikt dieser Burg ist auch heute noch gegenüber des Haupteinganges zu sehen. Der Bischof schenkte das Grundstück nördlich des Turms dem Kloster Neustift. Dieses ließ dort zwei Häuser als Stadtflucht erbauen. 1607 wurde das Haus von Bischof Christoph Andrea von Spaur zu einem Priesterseminar umfunktioniert. Später wurde daraus schließlich ein Heim für Domschüler, die sich am Dom­ chor beteiligten. Als nach der Französischen Revolution Tirol an die Bayern ging, strukturierten diese die Domschule zu einem königlichen Erziehungs- und Bil­

dungsinstitut um. Während der Tiroler Bauernaufstände gegen Napoleon und die Bayern wurde es zuerst zu einem Spital, dann zu einer Kaserne.

„Kassiani-Konvict“ Ab 1835 wird schließlich vom „Kassiani-Konvict“ gesprochen, das bis etwa 1980 ein Knaben­ heim blieb. Namenspatron ist der heilige Kassian, einer der Patrone der Diözese Bozen-Brixen, der Legende nach der erste Bischof von Säben.

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26.3. 2.4. 9.4. 16.4.

Für kurze Zeit wurde das Haus von der Landesschule für soziale Berufe besetzt; dann wur­ de es schließlich dem Verein Ju­ gendhaus Kassianeum zur Verfü­ gung gestellt. Heute befindet sich an diesem Ort eine Kombination aus Bildungshaus, Jugendzent­ rum und Herberge.

Die Herberge Die Jugendherberge befindet sich im vierten Stock des Hauses und bietet zusammen mit dem Seminarstrakt, der einen Stock

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tiefer liegt, 61 Personen Unter­ kunft. Alles ist hier vorhanden: von Einbettzimmern zu Zwei­ bettzimmern mit Dusche und WC und weiteren Mehrbettzimmern mit jeweils vier bis fünf Plätzen, die hauptsächlich von Schulklas­ sen genutzt werden. Die Herberge sei zu etwa 40 Prozent im Jahr besetzt, und zwar vor allem von Einzelreisenden, die sich nur für kurze Zeit in Bri­ xen aufhalten, von Studenten der Fakultät der Bildungswissenschaf­ ten, oder auch von Schulklassen; so berichtet der für Unterkunft


Unterkunft auch mit Verpflegung Zusammen mit den Zim­ mern gibt es auch eine kleine Kochnische für Gäste, die sich selbst eine Kleinigkeit zube­ reiten möchten. Ansonsten ist die Herberge auch mit einem großen Speisesaal ausgerüstet, in dem die Gäste ihr Frühstück und eventuell auch die übrigen Mahlzeiten vom Küchenpersonal serviert bekommen. Eine Übernachtung ohne Frühstück kostet 19 Euro, mit Frühstück 27 Euro, und bei Mit­ tag- oder Abendessen werden pro Mahlzeit zusätzliche acht Euro bezahlt. Das Essen wird al­ lerdings nur für mehrere Gäste zubereitet.

„Jugendzentrum jetzt abgeschirmt“ Anfangs führte der Eingang zur Herberge durch das Jugend­ zentrum, doch auch dies ist mitt­ lerweile geändert worden. „Seit die Rezeption des Jugendhau­ ses verlegt worden ist, ist das Jugendzentrum vom Rest des Hauses völlig abgeschirmt. Der Eingang der Herberge ist nun getrennt vorzufinden“, erklärt Dariz. „Auch unser Hof ist vor ei­ niger Zeit neu hergerichtet wor­ den“, sagt er. Die Bänke auf dem Hof locken auch manche Mütter mit ihren Kindern an. Zudem befindet sich vor dem Hof auch kein Tor mehr, „um die schöne Aussicht nicht zu versperren“. Nicht nur in Brixen befindet sich ein solches Jugendhaus, sondern zusammen mit diesem verwaltet das Kassianeum auch noch eines in Toblach und eines in Meran. Mitte des Jahres wird laut Dariz auch in Bozen ein Ju­ gendhaus errichtet werden. Claudia Contu

Saubere und nett eingerichtete Einbett-, Zweibett- oder Mehrbettzimmer sorgen für angenehmen Aufenthalt

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Auftraggeber: SVP-Landesleitung

und Verpflegung zuständige Leo Dariz. „Zuerst glaubte ich nicht daran, dass die Kombination Herberge, Bildungshaus und Jugendzentrum funktionieren würde, doch was mittlerweile an Plätzen für Seminarbesucher weggefallen ist, wird durch die Herbergsgäste wieder aufgefüllt“, erläutert Dariz.

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Ein Kraftakt für alle Beteiligten Wer zur Zeit das Krankenhaus Brixen betritt, begibt sich an den Rand einer Baustelle. Diese wird noch für mehrere Jahre die Blicke auf sich ziehen und das Krankenhaus in einem beträchtlichen Ausmaß verändern.

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„Augen auf“ heißt es zur Zeit für alle, die sich auf den Weg ins Brixner Krankenhaus machen. Ein große gelbe Tafel informiert freundlich, „Wir bau­ en für Sie um“, und listet auch gleich auf, in welchen Gebäu­ den und welchen Stockwerken nun Ambulanzen und Labore zu finden sind. Kleinere gelbe Ta­ feln weisen unterwegs nochmals den richtigen Weg, gelegentlich sind es auch nur einfache weiße DIN-A4-Blätter.

Der Eingang zum Krankenhaus wurde geringfügig verschoben, weil an dessen ursprünglichem Ort ein sechsstöckiger Trakt entstehen wird

Das Brixner Krankenhaus rüstet sich mit einem Großpro­ jekt für die Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte. Zur Zeit wird an Los 1 und 2 des insgesamt sieben Baulose um­ fassenden Projekts gearbeitet. Das erste Baulos befindet sich im Innenhof des neuen RehaGebäudes und besteht aus zwei Ebenen, in denen Magazine, Archiv, Medizintechnik, Umklei­ deräume, Apotheke und Dialyse untergebracht werden. Dieses Bauvorhaben stellt wegen des Baustandortes und seiner Größe keine besonderen Beeinträchti­ gungen für Krankenhausmitar­ beiter oder Patienten dar und soll bis November 2006 abge­ schlossen sein. Das zweite Baulos ist eben­ falls bereits in Arbeit und wird dem Krankenhaus bis zur Fertig­ stellung im Dezember 2007 ein völlig neues Gesicht geben. Die Gebäudestruktur wird sich von der bisherigen T-Form zu einem Kreuz wandeln, weil ein völlig neuer insgesamt sechsstöckiger Trakt über dem bisherigen Ein­ gang entsteht. In diesem sollen nach Fertigstellung die Abtei­ 36

Foto: Oskar Zingerle

Großprojekt in sieben Baulosen

lungen der Kinderheilkunde, Urologie, HNO und Medizin 1 untergebracht werden.

Zugang zum Krankenhaus verschoben Erste Auswirkungen rund um dieses Baulos haben alle Besucher und Patienten be­ reits erfahren: Der Zugang zum Krankenhaus wurde geringfügig verschoben, viele Ambulatorien und Labore, die bisher im Unteroder Erdgeschoss untergebracht waren, wurden verlegt. In allen Stockwerken wurden die Zim­ mer, die jeweils in der Mitte des Frontflügels gelegen sind, ge­ räumt und mit Gipsplatten vom übrigen Bettentrakt abgetrennt. In diesen Wochen beginnen die Bauarbeiter, die Außenmau­ ern zu diesen zentral gelegenen Zimmern zu öffnen und somit die Voraussetzungen für die Ver­ bindung zwischen dem neu zu errichtenden Trakt und der be­

stehenden Frontseite zu schaf­ fen. Allerdings beschränken sich die Bauarbeiten nicht nur auf ein Öffnen der Frontseite: Im Zentrum der neu entstehen­ den Kreuzstruktur werden sich zukünftig die Aufzüge und Trep­ pen zu den einzelnen Stockwer­ ken befinden. Deshalb müssen nicht nur die Außenmauern ge­ öffnet, sondern auch die Böden der in dieser Mitte liegenden Räume durchschlagen werden, damit der Erschließungsschacht errichtet werden kann.

Starke Belastung für Mitarbeiter und Patienten Die Krankenhausverwaltung mit Generaldirektor Siegfried Gatscher an der Spitze ist sich bewusst, dass diese Maßnah­ me eine starke Belastung für Mitarbeiter und Patienten dar­ stellen wird. „Wir haben die an die Baustelle angrenzenden Patientenzimmer auf jeder Seite

geräumt und werden sie wäh­ rend dieses Bauschrittes nicht besetzen. Wir werden zusätz­ liche Abdichtungen errichten, um Lärm und Staub von den Sta­ tionen möglichst fern zu halten, und wir haben eine bestimmte Methode des Bauens gewählt, mit der es gelingen sollte, Be­ einträchtigungen so gering wie möglich zu halten“, erklärt er auf Nachfrage. Trotzdem ist man sich im Klaren, dass ein solch gewaltiger Bauschritt nicht spur­ los erfolgen kann. Um diese Bauarbeiten über­ haupt zu ermöglichen, hatte die Krankenhausverwaltung vorab einen logistischen Kraftakt zu bewältigen. Für alle Stationen und Dienste, die aufgrund der Baumaßnahmen ihren bisheri­ gen Standort räumen mussten, galt es, einen adäquaten Ersatz und vor allem Platz zu finden. Zu diesem Zweck hat man über einen längeren Zeitraum ver­ sucht, Räume frei zu bekommen


und nicht mit neuen Diensten zu besetzen. Mancher der neuen Standorte präsentiert sich optisch als Provisorium, manche Patien­ ten kommen dank des Umzugs aber in den Genuss eines weit stilvolleren Ambientes – wie zum Beispiel die Patientinnen der gynäkologischen Ambulanz, die seit mehreren Monaten im Parterre des wunderschön sa­ nierten „Sanatoriums“ zu finden ist.

Von drei auf zwei Betten pro Zimmer

Zeitplan bis zum dritten Baulos Warum das Zusammenfüh­ ren in eine einzige Abteilung Sinn macht, erklärt Direktor Gatscher an einem Beispiel: „Patienten, die eine Chemothe­ rapie durchführen müssen, gibt es auf allen Abteilungen. Für die Chemotherapie braucht es aber spezifische Geräte und eine ei­ gene Ausbildung. Deshalb ist es besser, wenn diese Behandlung zentral an einem Ort durch­ geführt wird. Das steigert die Qualität und Effizienz und hilft Kosten sparen.“ Zudem sei nach der Behandlung kein weiterer Aufenthalt im Krankenhaus not­ wendig, weshalb ein Aufenthalt im „Day Hospital“ ausreicht. Bis wann all diese Ziele umgesetzt werden, ist zur Zeit noch unklar, denn der konkrete Bauplan reicht zur Zeit nur bis zum dritten Baulos. Mit diesem erfolgt die Umstrukturierung des gesamten südwestlichen Teiles, in dem folgende Abteilungen untergebracht werden: Geburts­ hilfe, Chirurgie, Medizin 1 und Medizin 2. Auch dieses Baulos

umfasst sechs Stockwerke; die Bauarbeiten sollen zwischen Anfang 2008 und Frühjahr 2009 erfolgen.

„Day Hospital“ Für das vierte Baulos, das die Errichtung von je zehn Zim­ mern für Gynäkologie, Gefäß­ chirurgie, Medizin 1 und das „Day Hospital“ vorsieht, gibt es zur Zeit ebenso wenig einen Zeitplan wie für die Baulose 5, 6 und 7, die die Umstrukturierung der Diensträume in den Abtei­ lungen und die Erweiterung der Ambulatorien betreffen. Die Kosten für die ersten drei Baulose betragen über 22 Millionen Euro; die Finanzierung erfolgt zu zwei Drittel aus staat­ lichen Mitteln, den Rest bezahlt das Land. Zusätzlich zu den 22 Millionen stehen der Kranken­ hausverwaltung weitere 7 Mil­ lionen Euro aus den gleichen Quellen zur Verfügung, die noch nicht auf die einzelnen Baulose verteilt wurden. Annamaria Mitterhofer

Auftraggeber: SVP-Landesleitung

Mit der Umstrukturierung des Krankenhauses verfolgt die Krankenhausverwaltung meh­ rere Ziele: das Erweitern der Flächen und Räumlichkeiten im ambulanten Bereich, die Ver­ besserung der Patientenzimmer durch den Einbau von Bädern und die Reduzierung von drei auf zwei Betten pro Zimmer, die Gliederung des stationären Bereichs in „Standard-Bettensta­ tionen“, das Schaffen der Räu­ me für die tagesmedizinische und -chirurgische Betreuung,

das Anordnen der Bettenstati­ onen in einer Weise, dass eine Department-Organisation um­ gesetzt werden kann, und das Anordnen der Dienststellen im ambulatorialen Bereich, damit eine fachübergreifende Geräte­ nutzung möglich wird. All diese Ziele dienen letztendlich dazu, den Krankenhausbetrieb in zeit­ gemäßer Form zu gestalten und die hohen Kosten entsprechend den heute herrschenden Ma­ nagementansätzen beherrschbar zu halten. Dabei kommt zum Beispiel der Standard-Bettenstation oder der tagesmedizinischen Betreu­ ung besondere Bedeutung zu. Standardbetten-Stationen haben keine fachspezifische Ausrich­ tung und können somit je nach Bedarf ohne größere Verände­ rungen der einen oder anderen Abteilung zugewiesen werden. Das „Day Hospital“ für die im­ mer wichtiger werdende tages­ medizinische Betreuung soll in einer einzigen Abteilung zusam­ mengefasst werden; heute gibt es noch in jeder Abteilung einige wenige solcher Tageszimmer.

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Bei schon fast kitschig-schönem Wetter fand im Skikarussell Jochtal kürzlich die Ein­ weihung der neuen Liftanlagen „Hinterberg“ und „Steinermandl“ statt. Der vier Millionen Euro teure Sechser-Sessellift Hinterberg ging bereits im Jahr 2002 in Betrieb, der im heu­ rigen Winter gebaute Vierer-Sessellift Stei­ nermandl kostete 1,7 Millionen Euro. Damit verfügt das Skikarussell Jochtal in Vals über insgesamt sechs Lifte und eine Kabinenbahn. Landeshauptmann Luis Durnwalder wünschte in seiner Festansprache den Liftgesellschaften Jochtal und Gitschberg viel Erfolg beim ge­ planten Zusammenschluss über das Gaisjoch. Er forderte dazu auf, alle weiteren Schritte gut oz zu überlegen.

Lüsen überlegt, ob sich der Bau eines Fernheizwerkes im Dorf lohnen würde. Die Ge­ meinde hat eine Studie aus­ arbeiten lassen und diese vor kurzem vorgestellt. Ob ein Fernheizwerk realisiert wird, hängt von der Menge der ge­ schlossenen Vorverträge ab.

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Heimische Handwerksbetriebe müssen in den Bau der Westumfahrung und des Brennerbasistunnels einbezo­ gen werden. Diese Forderung stellt der Landesverband der Handwerker in einer Presse­ mitteilung.

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Alexander Mair ist zum Kom­ mandanten der Freiwilligen Feuerwehr Vahrn gewählt worden. Er löst Silvester Obergasser ab, der 15 Jahre lang die Feuerwehr leitete. Mairs Stellvertreter ist Paul Huber. Die Feuerwehr Vahrn hat 52 aktive Wehrmänner.

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Die 12. Apfelkönigin von Natz Schabs, Katrin Lambacher, lädt zum 6. Königlichen Fes­ tival im Blütenzauber, das vom 22. April bis zum 1. Mai in Natz stattfinden wird. Hö­ hepunkt ist der gemeinsame Umzug der „Königinnen“ am 24. April ab 10 Uhr.

Gewerbezone „Sader“ im Entstehen Seit mehreren Wochen bear­ beiten Bagger das Gelände der ehemaligen „Sader“-Kaserne in Vahrn. Die bereits seit Jahren leer stehende Kaserne war vor einiger Zeit an das Land überge­ gangen, das dort die Errichtung einer Gewerbezone plante. Ge­ meindeassessor Andreas Schat­ zer präzisiert, dass die Gemeinde Vahrn weder bei der Erstellung

des Durchführungsplanes noch bei der Auswahl der Unterneh­ men und Organisationen, die in der Zone unterkommen werden, ein Mitspracherecht in Anspruch nehmen konnte. Das Land hatte das Gelände zur Gewerbezone von Landesinteresse bestimmt und somit alles Weitere alleine entschieden. Nach dem vor­ liegenden Durchführungsplan

werden in der Zone vier Gebäu­ de errichtet: Ein lang gestreckter Riegel an der südlichen Grenze dient zur Erweiterung des Milch­ hofes Brixen. Im Obergeschoss dieses Gebäudes werden zudem die Büroräume für den Bauern­ bund untergebracht, der zur Zeit in der Carduccistraße zu Hause ist. Ebenfalls aus der Carducc­i­ straße umziehen wird die Land­ wirtschaftliche Hauptgenossen­ schaft. Diese wird sich in einem ebenfalls lang gestreckten Ge­ bäudekomplex niederlassen, der an der Staatsstraße entlang füh­ ren wird. Dahinter entsteht zum Bachbett hin das größte Gebäu­ de, das einen Gewerbepark be­ herbergen wird. Am nördlichen Grundstücksrand kann sich das Unternehmen „Faro“ vergrö­ ßern. Die bisherige Zufahrt zum „Faro“ wird mit Verwirklichung dieser Zone beseitigt; die Zone wird durch zwei Einfahrten im Norden und Süden erschlossen. Vor der landwirtschaftlichen Hauptgenossenschaft wird an der Staatsstraße zudem eine Bus­ haltestelle errichtet; ein Radweg führt sowohl in die Zone hinein als auch daran vorbei. amm 39


Viel Bekanntes, wenig Neues Eine Informationsveranstaltung zum Brennerbasistunnel im Haus Voitsberg in Vahrn brachte wieder einmal zu Tage: Die Planung des BBT ist weit fortgeschritten, aber die Zulaufstrecken von Franzensfeste nach Süden sind immer noch in weiter Ferne.

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Die Stationen rund um den Basistunnel Ein kurzer Film präsentierte am Anfang des Abends noch­ mals die wichtigsten Stationen rund um den Basistunnel, die mit der Errichtung der Gesell­ schaft „EWIV BBT“ im Novem­ ber 1999 begannen. In einer ersten Phase erarbeitete diese Gesellschaft Studien in den Be­ reichen Geologie, Vermessung, Verkehrsprognosen, Projektie­ rung, Betrieb, Finanzierung und Konzessionen. Die Ergebnisse wurden im Juni 2002 den Ver­ kehrsministern von Österreich und Italien präsentiert. Diese gaben im April 2003 eine ge­ meinsame Erklärung zum Bau des Brennerbasistunnels ab. Danach erfolgte unter anderem die Einreichung der Unterlagen zur Umweltverträglichkeits­ studie und im April 2004 die 40

Zahlreiche Bürger aus Brixen, Vahrn und Umgebung lauschten gespannt, was mit dem Bau des BBT auf sie zukommen wird

Foto: Oskar Zingerle

Ein gut besuchter, aber nicht voll besetzter Saal im Haus Voits­ berg bildete den Rahmen für eine Informationsveranstaltung zum Brennerbasistunnel, zu der die Gemeinde Vahrn geladen hatte. Die Gästeliste versprach wohlinformierte Personen wie den italienischen Vorstand der „BBT SE“ Gianluigi De Carlo, den Bürgermeister von Franzens­ feste Johann Wild, der eben­ falls bald im Verwaltungsrat der „BBT SE“ sitzen soll, Senator Alois Kofler und Verkehrslan­ desrat Thomas Widmann, der allerdings verhindert war und sich durch seinen Ressortchef Gianfranco Jellici vertreten ließ. Der einzige „Unbekannte“ in der Runde war Geologe Stefan Skuk, der ebenfalls im Dienste der BBT-Gesellschaft steht.

Unterzeichnung eines Staats­ vertrages zwischen Österreich und Italien zur „Realisierung eines Eisenbahntunnels auf der Brennerachse“, an dem sich die Vorbereitungen zur Gründung der „BBT SE“, einer Aktienge­ sellschaft europäischen Rechts, anschloss. Mit April 2003 begann mit der so genannten Phase II die Planung des BBT. Diese Phase umschließt die Genehmigungs­ verfahren in beiden Ländern, das Ausschreiben der Planun­ gen, das Ausschreiben der Er­ kundungsbohrungen, die was­ serwirtschaftliche Beweissiche­ rung und Finanzierungsstudien. All diese Maßnahmen haben zu Ziel, ein baureifes Projekt für einen Tunnel zwischen In­ nsbruck und Franzensfeste zu erarbeiten.

Riggertal wird aufgefüllt Auf diese Fakten ging der Geologe Stefan Skuk ein, der die Aktivitäten dieser Phase II näher erläuterte. An verschie­ denen Orten entlang des mögli­ chen Tunnelverlaufs werden bis September 2005 etwa 20 Boh­ rungen durchgeführt, die bis zu 1.320 Meter in die Tiefe führen

werden. Gleichzeitig werden in regelmäßigen Abständen etwa 500 Quellen beobachtet, um Aussagen über die Auswirkun­ gen des Baus auf die hydro­ geologische Situation abgeben zu können. Auch auf mögliche Auswir­ kungen rund um Vahrn ging Stefan Skuk ein. Nach den Plänen der „BBT SE“ wird das Riggertal mit dem Material aus dem Brennerbasistunnel und der Zulaufstrecke um etwa 15 Meter aufgefüllt. Auf einer Flä­ che von 160.000 Quadratmeter sollen dort 1,3 Millionen Ku­ bikmeter Material aus dem BBT und 3 Millionen Kubikmeter aus den Zulaufstrecken Platz finden. Bei der geplanten De­ ponie beim Unterplattner bei Aicha sollen auf einer Fläche von 50.000 Quadratmeter Ma­ terial mit einem Volumen von 200.000 Kubikmeter und beim Unterseeber in Vahrn auf einer Fläche von 39.000 Quadratme­ ter eine Million Kubikmeter Platz finden. Skuk nannte auch einen Terminplan für die wei­ teren Phasen: So ist zwischen 2006 und 2010 der Bau eines Erkundungsstollens geplant, der Baubeginn für den eigentlichen Brennerbasistunnel wird mit­

tlerweile für 2009 vorgesehen. Ein Bauende wird heute von offizieller Seite nach wie vor für 2015 veranschlagt.

Acht, zehn oder 15 Jahre Bauzeit? Ein derart kurzes Zeitfens­ ter hält Ressortdirektor Jellici in seiner anschließenden Wort­ meldung für etwas zu knapp bemessen. „Acht bis zehn Jahre wird es schon dauern, und der Bau wird ohne Zweifel auch Nachteile mit sich bringen. Aber wir werden uns bemühen, da­ mit diese so gering wie möglich sind“, erklärte er. Andererseits bringe der BBT viele Vorteile, denn er mache Ressourcen für den Personenverkehr auf der bestehenden Strecke frei. „Wir träumen von einem Taktplan vom Brenner bis Verona. Doch dazu muss diese Strecke mo­ dernisiert werden; die Weichen und die Steuerung sind veral­ tet.“ Sogar Vahrn solle wieder in den Genuss eines eigenen Bahnhofs kommen. Jellici sprach auch das hei­ ße Eisen „Zulaufstrecke Süd“ an und meinte dazu, dass es sehr wohl Zusagen für diese gebe, allerdings würden nach wie


„Woher sollen 5 Milliarden Euro kommen?“ Bürgermeister Wild dagegen sprach von einer 15-jährigen Bauzeit und erläuterte, dass an der Baustelle bei Franzensfeste mit etwa 500 Arbeitskräften zu rechnen sei. Für die kleineren Baustellen in Pfitsch und Mauls seien je 100 Arbeitskräfte ge­ plant. Er schlug die Errichtung einer Schiedsgerichtsstelle di­ rekt vor Ort vor, die die Aufga­ be haben sollte, Beschwerden während der Bauphase entge­ genzunehmen und gemeinsam mit der Baustellenverwaltung Lösungen zu suchen. Die fehlenden Ressourcen waren Inhalt der kritischen Wortmeldung des Landtagsab­ geordneten Hans Heiss. „Wo­ her sollen die fünf Milliarden Euro für den BBT kommen? Das ist ein Betrag, bei dem sich die angekündigte Querfi­ nanzierung der Autobahn von 550 Millionen Euro bescheiden ausnimmt.“ Man laufe Gefahr, so Heiss, dass BBT und Zu­ laufsstrecken zwar gebaut wür­ den, aber wegen der fehlenden Mittel könnte die Bauzeit sich über 30 Jahre erstrecken.

Zahlt die EU 50 Prozent? Diesen Vorwurf wollte der Chef der „BBT SE“ Gianluigi De Carlo so nicht stehen lassen. Er verwies auf Verhandlungen mit der EU, die durchaus Erfolg versprechend verlaufen und die eine mögliche Übernahme von 50 Prozent der Kosten zum Ziel hätten. Und er unterstrich nachdrücklich, dass eine bald 150 Jahre alte Bahn mit ihrem Weg über den Brenner gegen eine erst 30 Jahre alte Auto­ bahn keine Chance habe. Er sei an diesem Abend präsent, um eventuelle Befürchtungen rund um den Bau entgegenzuneh­ men. De Carlo sprach mit erns­ ter ruhiger Stimme und hinter­ ließ mit seinem Verständnis für die Belange der vom Bauvor­ haben Betroffenen durchaus einen sympathischen Eindruck. Mehrmals forderte er die Zuhö­

rer auf, Fragen zu stellen, damit er technische Details erläutern könne; politische Aussage da­ gegen könne er keine treffen. Da er die „BBT SE“ repräsentie­ re, könne De Carlo auch keine Zusage zu den Zulaufstrecken abgeben; er betonte aber, dass ein gleichzeitiger Bau sowohl des BBT als auch dieser wei­ teren Strecken zur Strategie gehöre und ein Tunnel, der in Franzensfeste ohne Fortführung ende, keinen Sinn ergebe. Senator Alois Kofler warb ebenfalls für das Projekt und betonte, dass diese neue Infra­ struktur die Voraussetzung bil­ de, um die Verkehrsbelastung

auf der Autobahn zu verrin­ gern: „Verkehrsprognosen sind bisher immer übertroffen wor­ den – nicht nur hier bei uns, sondern auch anderswo.“

Schweiz abermals Vorbild Gerade an diesen Verkehrs­ prognosen und der möglichen Umverteilung stieß sich beson­ ders Markus Lobis, Sprecher der Transitinitiative. „Für 2015 geht man von einer zu transportie­ renden Gütermenge von 65 Mil­ lionen Tonnen aus. Doch nur 25 Prozent davon werden dann vom BBT übernommen. Das ist nur wenig mehr als der Zug

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vor die notwendigen Ressour­ cen fehlen. „Doch so dumm wird wohl keiner sein, dass er zuerst einen Tunnel baut und dann auf der folgenden Strecke kaum ein Weiterkommen mög­ lich ist.“

heute bereits transportiert.“ Es fehle bei der Politik nach wie vor an klaren politischen Zielsetzungen, wie man den Gütertransport steuern möchte. Dass es auch anders gehe, zei­ ge wieder einmal die Schweiz. Einen Tag vor der Infoveran­ staltung in Vahrn berichtete die Neue Zürcher Zeitung, dass 2004 drei Prozent weniger Last­ wagen die Schweizer Alpen durchquert hätten, die aber we­ gen einer besseren Auslastung fünf Prozent mehr Güter trans­ portierten. Annamaria Mitterhofer

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Neues Konzept für die „Alte Schule“ In der „Alten Schule“ in Natz sollen zahlreiche Vereine ein neues Zuhause finden. Nun liegt ein Konzept vor, das all diesen Organisationen einen angemessenen Raum zuweist.

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Im Rahmen der letzten Sit­ zung des Gemeinderates von Natz-Schabs wurden die Ergeb­ nisse zweier Machbarkeitsstu­ dien präsentiert, die Natz betreffen. Die erste Studie beschäftigte sich mit der Neu­ gestaltung der sogenannten „Alten Schule“, die seit dem Umzug ins neue Schulgebäude auf einen neuen Verwendungs­ zweck wartet.

Möglichst kostensparender Umbau Architekt Walter Brida prä­ sentierte ein Konzept, für das folgende Vorgaben formuliert worden waren: Die bestehende Struktur sollte soweit als möglich erhalten und der Umbau mög­ lichst kostensparend realisier­

Die Fotomontage zeigt die zukünftige Gestaltung der „Alten Schule“ von Natz bar sein. Bei der Erhebung des Raumbedarf hatten die Schützen den Wunsch nach einem neuen Schießstand und einem eigenen Vereinsraum vorgebracht, die Senioren wünschen sich einen zeitgemäßen Seniorenraum. Der Tourismusverein hofft auf ein modernes großes Büro für die Betreuung der zahlreichen Tou­ risten, und die Leseratten sollen ebenfalls endlich eine zeitge­ mäße Bibliothek vorfinden. Ein

größerer Versammlungssaal, ein Arztambulatorium, ein Raum für die Fußpflege und mehrere Ver­ einssäle runden den Wunschka­ talog ab. Tatsächlich bietet die „Alte Schule“ ausreichend Platz, um all diesen Wünschen gerecht zu werden. Dazu hat Walter Brida den Eingang im Hochpar­ terre etwas mehr ins Zentrum der Südseite verschoben. Die Erschließung des Hauses soll

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zentral erfolgen, dadurch bliebe der Aufzugsschacht möglichst unsichtbar. Das Haus hat ab dem ersten Stock zwei unter­ schiedliche Niveaus mit einem Unterschied von etwa einem Meter, weshalb sich die zentra­ le Erschließung fast zwingend ergibt.

Schießstand im Kellergeschoss Der Schießstand und der


Vereinsraum der Schützen sind im Kellergeschoss geplant, zu dessen Eingang eine kleine Rampe führt, die gleichzeitig auch den behindertengerech­ ten Zugang zu den Aufzügen darstellt. Im Obergeschoss sollen nach den Plänen des Architek­ ten ein etwa 70 Quadratmeter großer Versammlungssaal und die insgesamt 130 Quadrat­ meter großen Büroräume für den Tourismusverein unterge­ bracht werden. Der öffentli­ che Bereich in diesen Räumen könnte bei Veranstaltungen im Saal auch als Vorraum genutzt werden. Im zweiten Stock sind die Seniorenstube mit Teeküche, das Arztambulatorium­ mit Warteraum, der Fußpflegeraum und noch zwei kleine Vereins­ räume geplant. Der 140 Qua­ dratmeter große dritte Stock direkt unter dem Dachgeschoss soll allein der Bibliothek gehö­ ren. Zwei große Dachgauben sollen den direkten Blick auf den davor liegenden Dorfplatz ermöglichen.

Zustimmung mit Einwänden Im Gemeinderat traf das präsentierte Konzept durchaus auf Zustimmung. Es wurden al­ lerdings auch einige Einwände deponiert. Bürgermeisterin Ma­ rianne Überbacher-Unterkircher forderte mit Nachdruck, dass die Seniorenstube im Oberge­ schoss untergebracht werden solle, weil die Senioren nur ungern einen Aufzug in An­ spruch nähmen und ein Weg in den zweiten Stock für viele zu beschwerlich sei. Johann Schir­ mer würde gern einige Meter des großzügigen Tourismusbü­ ros für den Versammlungssaal abzweigen. Auch der Standort der Bibliothek im dritten Stock wird als etwas problematisch angesehen. Der Architekt er­ klärte, dass eine andere Auftei­ lung der Räume zum Teil nur mit erheblichen Mehrkosten zu realisieren sei, weil dazu tra­ gende Mauern beseitigt werden müssten. Längere Zeit wurde auch über den bereits realisierten Aufgang in das Gebäude disku­

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tiert. Die Stiege sei wegen der ungewöhnlich großen Höhe der Stufen für alte Menschen beschwerlich, und die Beton­ mauer, die diese Treppe zum Dorfplatz hin abgrenzt, werde von der Natzner Bevölkerung gemeinhin abgelehnt. Die Hö­ he der Mauer müsse man redu­ zieren und farblich anpassen, war eine mehrmals vorgebrach­ te Forderung. Die Präsentation diente nur zur Inforamtion der Gemeinderäte. Eine Entschei­ dung über eine etwaige Reali­ sierung wird erst der nächste Gemeinderat treffen.

Gehsteig von Natz zum Seehof Auch die nächste Mach­ barkeitsstudie diente nur zur Information. Sie betraf die Re­ alisierung eines Gehsteiges von Natz zum Seehof und war vom Studio Tecnoplan aus Brixen erarbeitet worden. Nach ihren Vorschlägen sollte der Gehsteig im Bereich des Raspenhofes in Natz starten und von dort dorf­ auswärts bis zur Örtlichkeit „Rindersteig“ führen. Wenige

Meter später würde der Geh­ steig die Straße queren und an der Raas zugewandten Straßen­ seite weiterführen. Nur wenige 100 Meter vor dem Seehof sieht das Konzept eine neuerliche Straßenquerung vor, bevor der Gehsteig an seinem Ziel endet. Dank der Straßenquerungen lie­ ße sich ein Gehsteig errichten, der weitestgehend auf Gemein­ degrund verläuft und keine Stützmauern benötigen würde. Beim Dorfeingang von Natz ist zudem im Bereich des Spiel­ platzes eine kleine Verkehrs­ insel vorgesehen, die die Fahr­ spuren teilt und auf diese Weise die herannahenden Autos zum langsam Fahren zwingen soll. Die Baukosten für dieses Pro­ jekt wurden mit 390.000 Euro veranschlagt. Eine Entscheidung über die Verwirklichung wird auch in diesem Fall erst der nächste Gemeinderat treffen. Annamaria Mitterhofer

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„Nichts für schwache Nerven“ In Elvas gibt es seit 1992 einen sehr aktiven Läuterverein. Die wichtigste Tätigkeit der Mitglieder ist das händische Läuten der Kirchturmglocken. unmittelbarer Nähe der Glocken ist überwältigend: „Ohne Ohren­ schutz geht gar nichts“, sagt Han­ nes Huber. Trotz des Mangels an Frauen hat der Verein keine Nachwuchs­ sorgen. Das älteste Mitglied zählt zwar bereits 70 Jahre, jedoch senkt der jüngste Läuter mit 20 Lenzen den Altersdurchschnitt beträchtlich.

O

Ostern ist für die Läuter eines der bedeutendsten „Glockenfes­ te“ im Kirchenjahr. Nur noch an Weihnachten und zum Jahres­ wechsel gibt es ein vergleichbares Geläute. Nur gut, dass Läuter und Glocken vor diesem wichtigen Ereignis eine kurze Ruhepause genießen können.

Viel Kraft und Geschick ist vonnöten, um die gewaltigen Glocken zum Läuten und wieder zum Schweigen zu bringen

Die Glocken fliegen nach Rom Vom Gloria am Gründonners­ tag bis zur Osternacht schweigen die Glocken nämlich. Sie „fliegen“ einer alten Legende zufolge in eben dieser Zeit nach Rom, um dort geweiht zu werden. Mög­ licherweise besuchen sie auch einige Sehenswürdigkeiten und treffen die Kollegen vom Peters­ dom, aber das sind reine Speku­ lationen. „Bis jetzt sind die Glo­ cken noch jedes Jahr nach Elvas zurück gekehrt“, meint der Prä­ sident des Läutervereins, Hannes Huber, schmunzelnd, und das sei schließlich die Hauptsache.

Verrückt nach Glocken Nach dem ersten Weltkrieg hörte man in Südtirol kaum noch Glocken läuten. Sie muss­ ten während der Kriegsjahre an die Rüstungsindustrie abgegeben

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werden, wurden eingeschmolzen und zu Munition verarbeitet. Die Dorfbevölkerung von Elvas woll­ te eine glockenlose Kirche nicht hinnehmen, und so kratzte jeder seinen letzten Kreuzer zusam­ men, bis schließlich 1926 sogar drei Glocken im Turm aufgehängt werden konnten. Doch damit war noch lange nicht Schluss: Im Zuge der Restaurierung der Dorfkirche im Jahre 1992 beschlossen das Restaurierungskomitee und die Dorfgemeinschaft, das bestehende dreistimmige auf ein sechsstimmi­ ges Geläute zu erweitern. Eine der neuen Glocken wurde durch Spenden der Dorfbevölkerung finanziert. Die zwei anderen wur­ den von Privatpersonen gestiftet. Bereits sieben Jahre später dann eine mittlere Katastrophe: Kurz vor Ostern 1999 war die gro­

ße Glocke gesprungen. Sie wurde allerdings kurzerhand ersetzt, und eine Familie aus Elvas stellte Geld für den Guss einer weiteren Glo­ cke zur Verfügung. Nunmehr gibt es im glockenverrückten Elvas mit sieben Glocken das europaweit größte händisch betriebene Glo­ ckengeläute.

Ein Verein muss her Der Läuterverein Elvas wurde 1992 ins Leben gerufen und be­ stand damals aus zwölf aktiven Läutern. Das händische Läuten von so vielen Glocken erfordert neben Kraft, Begeisterung, Tech­ nik und Einsatz auch eine straffe Organisation. Mittlerweile gibt es 18 Läuter, die mit viel Elan die Tradition des händischen Läutens praktizieren. Dabei handelt es sich ausschließlich um Männer. Hannes Huber dazu: „Wir wür­ den ohne weiteres Frauen auf­ nehmen, allerdings ist das Läuten mit schwerer körperlicher Arbeit verbunden und auch nicht ganz ungefährlich.“ Dieser Aussage wird jeder zu­ stimmen, der einen Ausflug in die luftige Höhe des engen Elvaser Glockenstuhls macht: Die Größe der Glocken ist beeindruckend. Die schwerste wiegt immerhin über 3.000 Kilo. Die Kletterpartie in den obersten Stock des Turms ist nichts für schwache Nerven. Ein falscher Tritt, und man liegt einige Meter tiefer inmitten bron­ zener Riesen. Auch der Klang in

Kein Fest ohne Glocken Starke, geschickte Arme sind auf jeden Fall vonnöten, um die gewaltigen Glocken zum Klingen und auch wieder zum Schweigen zu bringen. Die rührigen Läuter kommen dabei ganz schön ins Schwitzen. Das händische Läuten erfolgt an Samstagen, Sonntagen, an Feiertagen, bei Beerdigungen und bei Hochzeiten. Langeweile kommt gar nicht erst auf. Eines der Vereinsmitglieder lebt sogar im Gsieser Tal und fährt rund 40 mal pro Jahr nach Elvas zum hän­ dischen Läuten. Jedes Jahr am 29. Juni orga­ nisiert der Verein das traditionelle Läuterfest im Schulhof von Elvas. Mit dem Erlös dieser Veranstal­ tung finanziert der Verein die Un­ fallversicherung seiner Mitglieder.

Harmonischer Dreiklang Viel ist zu bedenken und be­ reit zu stellen, bevor der harmo­ nische Dreiklang zum Osterfest ertönt. So ganz harmonisch ging es in den 90er Jahren im Läuter­ dorf Elvas allerdings nicht zu: Die Anschaffung so vieler Glocken sorgte für heftigste Diskussionen innerhalb des Vereins und der Dorfgemeinschaft. Inzwischen sind jedoch auch die hartnä­ ckigsten Skeptiker stolz auf „ihre“ Glocken und legen Wert auf die Fortführung der Tradition. Mittler­ weile sind die „Elvner“ richtige Glockenkenner, und wenn die Harmonie einmal nicht stimmt, heißt es im Dorf sofort: „Na, wos hobs denn heit zomm gelaitet?“ Elisabeth Stürz


Gemeinde Brixen 3.2. Steuern I.C.I. - Gemeindesteuer auf Immobilien und Baugründe Steuererleichterungen und Freibeträge - Jahr 2005 Der verantwortliche Beamte I.C.I. informiert alle Bürger, dass mit Gemeinderatsbeschluss Nr. 91 vom 16. Dezember 2004 folgende Tarife und Freibeträge in Bezug auf die Gemeindesteuer auf Immobilien festgesetzt wurden: Freibeträge: 1. Freibetrag für Hauptwohnung: 258,22 Euro 2. Freibetrag für Hauptwohnung von Bürgern in besonders schwieriger, sozialer oder wirtschaftlicher Lage: 309,87 Euro (nach eingereichter Anfrage bis 29. April 2005)

Tarife: 1. 4 ‰ – reduzierter Tarif für Hauptwohnung und Zubehöre (mit bis zu zwei zusätzlichen Garagen oder Autoabstellplätze oder Box oder Keller oder Dachboden) 2. 5,5‰ – ordentlicher Tarif 3. 7‰ – Tarif für nicht genutzte, leerstehende Wohneinheiten

Möglichkeit der automatischen Berechnung der I.C.I. mit Bezahlung online im Internet: www.brixen.it Weiters ist die Bezahlung mittels Modell F24 möglich. Gemeindezuschlag auf Einkommensteuer für natürliche Personen Die Gemeinde hat für das Jahr 2005/04 den Tarif von 0,2 Prozentpunkten bestätigt, die von den Steuersubstituten bei den Steuereinbehalten und von allen Steuerpflichtigen bei der Steuererklärung mittels Modell Unico und Modell 730 anzuwenden sind.

Der verantwortliche Beamte Rag. Antonio Zipponi Das Steueramt der Gemeinde Brixen steht für alle weiteren Informationen zur Verfügung Tel. 0472 262 040 • Fax 0472 262 044 • E-mail: antonio.zipponi@brixen.it

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Wiener Kaffeehausmusik und Texte von Al­ fred Polgar – eine perfekte Mischung, besonders wenn die Texte von Senta Berger in ihrer unver­ gleichlichen einfühlsamen Art und ihrem Wiener Charme vorgetragen werden. Oder fast schon gespielt werden, denn obwohl die Künstlerin aus Büchern rezitiert, lässt sie einzig aus der Sprache und aus wenigen Gesten Charaktere lebendig werden, schafft Situationen und kleine Dramen, die in ihrer treffsicheren Komik voller stupender Menschenkenntnis einem Loriot alle Ehre ma­ chen würden. Die 1941 geborene Schauspielerin Senta Berger gastiert in unserer Stadt: Am Frei­ tag, 8. April, liest sie unter dem Titel „Wiener wv Melange“ um 20 Uhr im Forum Brixen.

„Heilige und Tiere“ – so heißt ei­ ne Ausstellung von Holzschnitten und Malerei, die noch bis zum 15. Mai in der Hofburg Brixen zu sehen ist. Öffnungszeiten: Diens­ tag bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr.

+++

Kaffeehaus-Literatur vom Feinsten gibt es am Mittwoch, 6. April, um 20.30 Uhr beim Finsterwirt in Brixen zu hören. Der allseits bekannte Südtiroler Autor und Schauspieler Wolf­ gang Sebastian Baur („Puschtra MundArt“) liest unter anderem dialektal gefärbte Werke von H.C. Artmann & Co.

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Der Centro Turistico Giovanile CTG veranstaltet vom 2. bis zum 14. April in der Rathausgalerie von Brixen eine Fotoausstellung über das Altstadtfest 2004. Die Ausstellung ist täglich von 10 bis 12 und von 16 bis 19 Uhr geöffnet.

+++

Tanz und Musik aus Indien sind am Samstag, 9. April, ab 20.30 Uhr im Jugendhaus Kassia­ neum in Brixen zu erleben. Im ersten Teil des Abends wird ein klassischer Tanzstil aus dem Süden Indiens präsentiert, der eine rituelle Götterverehrung darstellt. Im zweiten Teil folgen musikalische „ragas“ – also klassische nordindische Musik auf den Instrumenten Sitar, Tabla und Tanpura.

„Keine Ruhe in der Truhe“ Die Heimatbühne Vahrn führt die turbulente Kriminalkomödie „Keine Ruhe in der Truhe“ von Walter G. Pfaus unter der Regie von Silvester Duregger auf. Pre­ miere ist am Samstag, 9. April, um 20 Uhr im Haus Voitsberg in Vahrn. Zum Inhalt: Rudi Maier (gespielt von Christian Mairho­ fer) restauriert und verkauft alte Möbel, hat aber auch gegen ein Abenteuer mit einem jungen hüb­ schen Mädchen (Christina Putzer), das er im betrunkenen Zustand kennen lernt, nichts einzuwen­ den. Dieses Abenteuer bringt ihm jedoch nur Schwierigkeiten: Jemand versucht, ihn zu erpres­ sen. Kurz darauf besucht ihn unvermutet das junge hübsche Mädchen, seine Schwiegermutter Gerda (Marlene Piok Fischnaller) platzt ins Haus, und seine Frau Thea (Adi Aichner) hat endlich einen Käufer für die Truhe gefun­ den. Von nun an geht’s rund: Rudi muss zweimal die Truhe zu einem höheren Preis zurückkaufen, weil jedes Mal eine „Leiche“ in der Truhe liegt. Rudi versucht alles, um eine Katastrophe zu verhin­ dern, doch da er den Käufer der Truhe (Walter Plank) fälschlicher­

weise auch noch für den Erpres­ ser (Franz Josef Oberrauch) hält, macht er sich das Leben selbst unnötig schwer. Er hat einige auf­ regende Stunden zu überstehen, ehe die resolute Schwiegermutter, die selbst zu einigen Turbulenzen

beigetragen hat, alles ins rechte Lot bringt. Weitere Aufführungen: 10. April um 18 Uhr, 14. und 16. April um 20 Uhr, 18. April um 18 Uhr. Reservierungen ab 4. April von 13 bis 19 Uhr unter Telefon 0472 833371. hg

Botanisch betrachtet Zur Wahl erblühen klein und groß Edelweiß nebst blau-grünen Blümchen.

Litera Elixier

Farbe einerlei wichtiger sie halten was sie uns versprechen.

GEvS

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Film

Theater | teatro Musik | musica

Programm im März-April 2005

Diverses | varie

Frühjahrskonzert der Bürgerkapelle

19.-26.03.05 38. Internationaler Oster-SeminarKongress für pädiatrische Fortbildung 21.03.05 Pieces of April - Ein Tag mit April Burns 20.30 Uhr

Film in deutscher Sprache

28.03.05

Frühjahrskonzert der Bürgerkapelle Brixen Konzert des Chores SAT

19.00 Uhr

02.04.05 20.30 Uhr

04.04.05

Ausser Atem (a bout de souffle)

20.30 Uhr

Film orig. mit deutschen Untertiteln

07.04.05

Grease

10.00 + 14.30 Uhr

Musical

08.04.05

Wiener Melange

20.00 Uhr

Mit Senta Berger

09.04.05

Frühjahrskonzert der Musikkapelle Peter Mayr Pfeffersberg Kitchen stories

20.30 Uhr

11.04.05 20.30 Uhr

12.04.05

Film in deutscher Sprache

Lenz

20.30 Uhr

Theateraufführung

13.04.05

Local global week of action 2005

14.04.05

Der Freundschaftsring

19.00 Uhr 11.00 Uhr

Theateraufführung für Jugendliche

15.04.05

Vollversammlung der Raiffeisenkasse Eisacktal Andrea Chenier

20.00 Uhr

16.04.05 18.00 Uhr

18.04.05 20.30 Uhr

Oper von Umberto Giordano in Konzertform mit Erzähler

Cinque per due

Film in italienischer Sprache

Seit Jänner probt die Bürger­ kapelle Brixen intensiv für das Frühjahrskonzert, das am Oster­ montag, 28. März, im Forum Bri­ xen um 19 Uhr beginnen wird. Der Nordtiroler Günther Klaus­ ner, der seit September 2001 Ka­ pellmeister der Bürgerkapelle ist, wird auch heuer den Taktstock führen. Alte Bläsermusik, traditio­ nell klassische und moderne sym­ phonische Blasmusik bilden den Schwerpunkt des Programms. Am Beginn steht der Marsch „Earle of Oxford’s March“ von William Byrd. Mit dem ersten Satz aus dem „Concerto für Flöte und Or­ chester“ von Saverio Mercadante wird die Flötistin Monika Feder­ spieler, die letztes Jahr am Boz­ ner Konservatorium mit Bravour die Diplomprüfung absolviert hat, ihr Können unter Beweis stellen. „Bilder aus Österreich“ von Ste­

phan Kühne, das Pflichtstück, mit dem die Bürgerkapelle am öster­ reichischen Blasmusikwettbewerb in Kärnten teilnimmt, ist ein wit­ ziger und wohldurchdachter Aus­ flug in die bodenständige Volks­ musik. Zum Abschluss erklingt „Second Suite for Band“, eine leidenschaftliche Tanzmusik von Alfred Reed. Durch die stilistische Vielfältigkeit des Programms stellt dieses Konzert eine besondere Herausforderung für die Bürger­ kapelle Brixen dar. Die Zuhörer dürfen sich auf einen abwechs­ lungsreichen Abend freuen. Der Eintritt ist auch heuer wieder frei. Vormerken sollte man sich auch das Osterkonzert am Ostersonn­ tag um 11.15 Uhr auf dem Dom­ platz, bei dem die Bürgerkapelle Märsche aus ihrem reichhaltigen Repertoire spielen wird. hg

22.-23.04.05 Brixner Bücherfrühling 25.04.05

Super size me

20.30 Uhr

Filmdokumentation in deutscher Sprache

26.04.05

Afrika – Mission impossibile?

20.00 Uhr

30.04.05

Frühjahrskonzert des MGV

20.00 Uhr

Wiener Melange mit Senta Berger

39042 Brixen - Bressanone (BZ) - Romstraße 9 via Roma Tel. +39 0472 275 588 - Fax +39 0472 275 585 e-mail: info@forum-brixen.com | info@forum-bressanone.com www.forum-brixen.com | www.forum-bressanone.com 48

Mit Pro Cultura durchs Jahr Der Verein „Pro Cultura“ hat für das Jahr 2005 eine gan­ ze Reihe von Veranstaltungen geplant. Jeden zweiten Don­ nerstag im Monat findet im Mehrzwecksaal der Schlacht­ hausgasse 5 der so genannte „Giovedì della Pro Cultura“ statt. Vorgesehen sind hier un­ ter anderem ein Vortrag von Giacomo Fornari über Giu­ seppe Verdi, ein Diavortrag des Fotografen Roberto Sinis­ calchi, ein Konzert mit dem Bassisten Rosario Daprà und vieles mehr. Daneben wird am 16. April die Oper Andrea Chènier des Komponisten Umberto Giordano aufgeführt; das 30-köpfige Orchester

„Jazzset“ aus Verona wird Bri­ xen ebenfalls wieder beehren. Am 20. Mai geben die besten Studenten des Prager Konser­ vatoriums ein Konzert; einen kleinen Einblick in südkorea­ nische Folklore bietet Pro Cul­ tura im Juli an. Im September steht ein Konzert eines Fina­ listen im renommierten Buso­ ni-Wettbewerb auf dem Pro­ gramm, und das traditionelle Abschlusskonzert findet am 8. Dezember im Forum Brixen statt. oz


Eingebildete Kranke in der Schule!

Die ganze Nacht Märchennacht Die Nacht vom 30. April auf den 1. Mai ist seit jeher eine besondere: Beltane-WalpurgisHexennacht. Das Jugendhaus Kassia­neum in Brixen bietet in dieser Nacht ein einzigartiges Erlebnis. Am 30. April beginnt um 19 Uhr die „Lange Märchen­ nacht“, die bis zum Frühstück des nächsten Morgens dauert. Angesprochen sind alle Er­ wachsenen, Jugendlichen und Kinder, die sich von der Abend­ dämmerung bis zum Morgen­ grauen von Märchen und Mu­ sik, zwischen Wachen und Träumen, verzaubern lassen möchten. Eine Mitternachtssup­ pe und Frühstück sowie heiße Getränke sorgen fürs leibliche

Wohl. Drei professionelle Mär­ chenerzählerinnen erzählen frei alte Geschichten und Märchen, wiegen uns in den Schlaf und wecken uns wieder. Für die musikalische Umrahmung sorgt Margaret Leitgeb aus Brixen auf der keltischen Harfe und ver­ schiedenen (Quer)Flöten sowie Almud Mair auf Violine und Blockflöte. Eine Anmeldung im Jugendhaus Kassianeum unter Telefon 0472 279999 ist für die Teilnahme an der Märchennacht unerlässlich. db

Wer hier an faule Schüler denkt, liegt vollkommen falsch. Denn trotz anstrengendem letz­ ten Schuljahr hat sich die Matu­ raklasse des Vinzentinums eine alte Schultradition nicht entge­ hen lassen: Mit viel Spaß und Esprit studierten die Schüler unter der Regie des Altdirektors Paul Rainer Molières Komödie „Der eingebildete Kranke“ ein und führten diese zwischen 4. und 20. März auf. Der Spaß, den die Schüler bei der Aufführung hatten, übertrug sich im Nu auf das Publikum, doch auch die Professionalität mancher Dar­ steller überraschte. Die Matu­ ranten wollen sich mit der frei­ willigen Spende der Besucher ihre Maturareise finanzieren. Ein Teil des Erlöses geht außerdem an die Partnerschule in San An­ tonio (Bolivien), wo mit dem Geld gleichaltrigen Studenten der Schulabschluss ermöglicht

wird. Aber zurück zum „ein­ gebildeten Kranken“, Molières letztem Stück: Dieses dreht sich um einen wohlhabenden Pariser Bürger, der sich einredet, an al­ len Krankheiten der Welt zu lei­ den – ein gefundenes Opfer für geschäftstüchtige Ärzte, Quack­ salber und Apotheker. Die Hy­ pochondrie des Herrn geht so­ gar so weit, seine Tochter An­ gelique gegen ihren Willen mit einem Arzt verheiraten zu wol­ len, obwohl sie einen anderen liebt. Logisch, dass es mit viel Possenspiel zum Schluss noch ein gutes Ende gibt. Bitter ironi­ sches Detail am Rande: Der alte Molière selbst spielte die Rolle des eingebildeten Kranken, als er bei der vierten Vorstellung im Kostüm seiner Rolle verstarb. al

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Orgel wird restauriert Rock als Erlösung Foto: Oskar Zingerle

Die Orgel des berühmten Daniel Herz in der Frauenkirche soll instand gesetzt werden. An dieser Orgel sind gleich mehrere Eigenschaften besonders hervor­ zuheben: Der Standort des In­ strumentes hinter dem Hochaltar ist in dieser Form einmalig, die technische Anlage und die An­ ordnung der Werke ist von ori­ gineller Machart. Der originelle Standort der Pedalzunge (sichtbar über dem Hochaltar, vergoldete Becher) ist ebenfalls in der Orgelwelt einmalig. Der äußerst schlechte Zustand der Orgel ist noch auf die Zeit des Ersten Weltkriegs zurückzuführen. Die Prospektpfeifen der Orgel sind 1917 der Metallsammlung zum Opfer gefallen. Das Domka­ pitel beschloss im Vorjahr die Restaurierung und übertrug die Arbeiten gemäß Gutachten der Orgelkommission dem Orgel­ baumeister Jürgen Ahrend aus Leer in Deutschland, einem der

berühmtesten Orgelrestauratoren unserer Zeit. Die Restaurierung wird Anfang 2010 abgeschlossen sein. Die Kosten belaufen sich auf rund 300.000 Euro. oz

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„Redemption for all of us“, „Erlösung für uns alle“ – so lau­ tet nach eigenen Angaben der Leitspruch der Brixner Band „New Redemption“. Die Truppe hat sich im Sommer 2004 gefun­ den und schon bei ihrem ersten Bandwettbewerb am heurigen 6. Februar ihr Können eindrucks­ voll unter Beweis gestellt. Beim Emergenza-Kontest im Soul Kit­ chen in Bozen schaffte die Band den Sprung in die nächste Run­ de. Ende März werden sie im Semifinale zusammen mit an­ deren Bands um die Gunst des Publikums kämpfen. „The New Redemption“ bestehen aus Si­ mon Lorenzini (Gitarre), Miche­ le Monese (Gesang), Fabrizio Grasso (Schlagzeug) und Micha­

el Leitner (Bass). „Unsere Mu­ sikgeschmäcker sind sehr ver­ schieden, doch auf der Bühne versuchen wir mit melodischem Rock aus eigener Feder und mit Covern zu überzeugen“, schreibt uns die Band in einer Mitteilung. Schon bei ihrem ersten Konzert in der Alpenbar in Pfunders fand sie großen Anklang beim Publi­ kum. In Brixen waren die vier zuletzt im Kassianeum zu sehen. Wer gern mehr von „The New Redemption“ wissen möchte, kann im Internet Informationen zu Konzerten und Co. einholen: www.newredemption.tk. oz


Büchners Lenz ein Theaterprojekt Der Münchner Schauspieler Klaus-Peter Bülz spielt in einer einzigartigen One-man-Show den geisteskranken Schriftsteller „Lenz“, dem Georg Büchner in seiner Erzählung ein berühmtes Denkmal gesetzt hat. Am 12. April ist die packende Inszenierung zwischen Genie und Wahnsinn im Forum Brixen zu sehen.

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Irgendwann muss ihn jeder in der Schule lesen, den „Lenz“ von Georg Büchner: deshalb, weil es eines der bemerkenswertesten Schriften ist, die die deutsche Lite­ ratur hervorgebracht hat; deshalb, weil mit diesem Buch quasi die moderne Dichtung begonnen hat, selbst wenn es nur ein Fragment geblieben ist. Zum ersten Mal in der Literaturgeschichte wurde tat­ sächlich das Leben gezeigt, wie es ist – auch mit den hässlichen Seiten.

große Herausforderung. Dem entsprechend hat Regisseur Rein­ hard Auer zu außergewöhnlichen Mitteln gegriffen, als er Lenz von einem einzigen Schauspieler spie­ len ließ. Dieser, Klaus-Peter Bülz, erweist sich sprachlich, mimisch und gestisch als perfekt geeignet in der Doppelrolle Erzähler / Lenz zu überzeugen. In zehn Bildern werden die Momente und Zu­ stände des verzweifelten Dichters nachgezeichnet. Alexandra Laber

Eine traurige Geschichte

Der erste Antiheld Die einfühlsame Erzählung, die der damals 21-jährige Medizin­

info „Lenz“ Es spielt: Klaus-Peter Bütz Regie: Reinhard Auer Produktion: Gabriele Langes Veranstalter: Freies Theater Bozen Ort: Forum Brixen Beginn: Di., 12. April, 20.30 Uhr Kartenreservierung: Tel. 0472 275588

Klaus-Peter Bülz erweist sich sprachlich, mimisch und ges­ tisch als perfekt geeignet in der Doppelrolle Erzähler / Lenz student Büchner geschaffen hat, beschreibt nicht nur den äußeren Krankheitszustand des schizophre­ nen Schriftstellers Lenz, sondern auch mit einer außerordentlichen Überzeugungskraft seine innere, von Depressionen und Zerrissen­ heit geplagte Verfassung. Büchner ist damit seiner Zeit weit voraus. Während Fontane und Storm noch jeden Funken Realität verklären und die Literatur häufig den Zweck des erhobenen Zeigefingers verfolgt, wählt sich Büchner einen wahnsin­ nigen Helden als Hauptfigur. Und betritt damit komplettes Neuland. Es ist die erste wissenschaftliche Beschreibung einer Seelenkrank­ heit. Ihre Brisanz liegt darin, dass die Krankheit nicht als gott- oder naturgegeben angesehen wird, sondern nach ihren gesellschaft­ lichen Ursachen geforscht wird und diese ohne moralisches Urteil benannt werden. Es sind lebens­ ferne Wert- und Moralvorstellun­ gen sowie religiöse Bigotterie, die schon im Elternhaus verinnerlicht

werden. Es sind strenge Leistungs­ normen eines neuen Zeitalters und der Anpassungsdruck, dem die deutschen Intellektuellen dieser Zeit unterliegen, die den sensiblen grüblerischen Lenz um den Ver­ stand bringen.

Genie und Wahnsinn Das Thema erfordert ein hohes Maß nicht nur an Kunst, sondern auch an Einfühlungsvermögen, das das Genie Büchner offenbar besaß. Seine eindringliche Beschreibung von Lenzens Gemütszustand zeugt deutlich davon, dass Büchner ei­ ne solche Geistesverfassung nicht fremd war. Tatsächlich lässt sich aus Büchners Briefen an seine Braut schließen, dass auch er labil war und unter lang anhaltenden Depressionen litt.

Auf der Bühne Für das Freie Theater Bozen ist die Erzählung „Lenz“ eine

AUSBILDUNGSWEGE IM BEREICH INFORMATIK UND ELEKTRONIK Höherer Technischer Bildungslehrgang für Netzwerktechnik (2 Jahre) oder Übertritt in die HTL für Nachrichtentechnik (Innsbruck, 2 Jahre, Matura) Spezialisierung Elektronik und Computertechnik mit spezialisierendem Abschlussdiplom (1 Jahr) Berufsfachschule für Fachinformatik mit Abschlussdiplom (2 Jahre) Orientierende Berufsgrundstufe in den Bereichen Informatik, Elektro, Metall, Holz (1 Jahr) Grund- und Mittelschule

Einschreibung bis Ende März 2005.

Landesberufsschule Brixen „Christian J. Tschuggmall“ Fischzuchtweg 18

1778: Bei einem dreiwöchigen Aufenthalt im Elsass, den er im Haus des örtlichen Pfarrers ver­ brachte, erlebte der bereits kranke Sturm-und-Drang-Dichter Jakob Michael Reinhold Lenz mehrere Anfälle von Schizophrenie, die in Selbstmordversuchen endeten. Er sollte sich davon nie wieder erho­ len. 1835: Jahre später erhält Büch­ ner aus den Aufzeichnungen des Pfarrers Kenntnis über den Vorfall, der ihm als Vorlage zu seinem lite­ rarischen Porträt diente.

Infos und Auskünfte unter: Tel. 0472 273900 und www.tschuggmall.berufsbildung.it

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Rahmen für Tiefen und Untiefen Der Brixner Künstler Hans Knapp und sein Tholos-Projekt Galerie Prisma des Südtiroler Künstlerbundes in Bozen ausge­ stellt wurden. Das vorhandene Fotoma­ terial und die in vielen Zeich­ nungen angedeuteten Bildideen könnten zu einer längeren Rei­ he von Bildern ausgearbeitet werden und Grundlage für eine Tholos in Originalgröße – also mit sechs Metern Durchmesser – im freien Berggelände werden. Ein vom Menschen in die Natur eingefügtes Zeichen, als ein mit ästhetischer Einfühlung gebautes Bergheiligtum.

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Hans Knapp gehört zu den Stillen, den Nachdenklichen und Tiefschürfenden im Lande. Insofern symbolisiert sein Pro­ jekt „THOLOS – maybe there is a frame problem“ auch seine Persönlichkeit auf besondere Weise. Über viele Jahre hat sich der 1945 in Brixen geborene Künstler mit hunderten kleiner Zeichnungen der „Tholos“ (ein vom Menschen in die Natur der Tempelanlagen von Delphi ein­ gefügtes zylindrisches Berghei­ ligtum, bestimmt als Kondensa­ tor geistiger Kräfte) angenähert. Schließlich wurde daraus ein großes Modell dieser Kraftspule irdischer und himmlischer Kräf­ te im Brixner Garten des Künst­ lers.

„Schacht der Tiefen und Untiefen einer Kleinstadt“

Geschichte über den Fluss kosmischer Kräfte Fünf Jahre baute und me­ ditierte er an und über der „Tholos“ als einer unendlichen Geschichte über den Fluss kosmischer Kräfte aus diesem Brunnen, an dessen Boden sich der Himmel und die Betrachter

Die „Tholos“ ist ein vom Menschen in die Natur der Tempelanlagen von Delphi eingefügtes zylind­ risches Bergheiligtum spiegelten. 2002 wurde das Mo­ dell wieder abgebaut, nachdem große Fotoarbeiten mit Hilfe der Durst Phototechnik AG ver­

schiedene Bildebenen doku­ mentierten. Sie sind Bestandteil einer Ausstellung, die vom 25. Februar bis zum 13. März in der

Das Projekt „Tholos“ geht also weiter. Möglicherweise in dem Sinne wie es der Kunsthis­ toriker Hans Heiss zur Eröffnung der Ausstellung formulierte: „Der Künstler und sein Umfeld Brixen stehen in einem engeren Zusam­ menhang, als Knapp vielleicht selbst vermutet. Seine Tholos ist auch ein Schacht der Tiefen und Untiefen einer Kleinstadt, deren säkulare Geschichte sich immer wieder banalisiert und dann wie­ der neu schreibt. Aber so recht lesbar werden seine Tholos erst außerhalb des Entstehungsrau­ mes, as a frame with no name.“ Andreas Gottlieb Hempel

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Die sinnenfrohe Sprache der Farben Die gebürtige Bruneckerin Andrea G. Zingerle stellte in der Rathausgalerie ihre neuesten Werke aus.

Harmonisierung der Farbtöne Der Malerin geht es nicht um die Abbildung der Wirk­ lichkeit, sondern um die Ver­ arbeitung der Eindrücke, die von der Sinnenwelt ausgehen. Ihre Ausdruckswelt sucht die Harmonisierung der Farbtöne; von Türkis und Seegrün bis hin zum Blaulila, Ockergelb und Hellgrau. Die „Einbrü­ che“ eines kräftigen Rots un­ terstreichen dabei vielfach das Pulsierende in der Dynamik des Lebens auf einem sanften, meditierenden Hintergrund. Die Farben stehen in ihren in Mischtechnik ausgeführten Arbeiten (Acryl, Sand und Öl­ stifte) immer im Mittelpunkt: Ihre Farbpalette umfasst kal­ te und warme Farben, die in gelungener Komposition sich ergänzen und Harmonie und

Foto: Oskar Zingerle

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Ihre farblich intensiven Werke bewegen sich in dem komplexen Bereich zwischen Abstraktion und Einfühlung. Wobei Abstraktion und Ein­ fühlung den Grundsätzen von W. Worringer entsprechen: Er begründete die Abstraktion (in seiner bahnbrechenden Dissertation „Abstraktion und Einfühlung“) als etwas dem Menschen seit eh und je Ge­ gebenes und verweist auf die Kunst der Ornamente in der westlichen wie in der östlichen Welt. Die Figuration betrachtet er hingegen als Einfühlung in die äußere, den Sinnen zu­ gängliche Welt.

Der Malerin geht es nicht um die Abbildung der Wirklichkeit, sondern um die Verarbeitung der Eindrücke, die von der Sinnenwelt ausgehen. Sinnenfreude ausstrahlen. In den Bildern „sub. vogel“ und „sub. 2“ zum Beispiel erreicht sie eine beschwingte Leich­ tigkeit; man hat den Eindruck des „Wasserhaften“. Erinne­ rungen an das urhafte Ele­ ment Wasser übertragen sich auf den Betrachter. Zarter in Farben und Formgebung, aber nicht weniger interessant das kleinformatige Bild „meeres. frucht“. Helle Grautöne mit Tupfern von Gelb und Ro­ sa bis Blau-grün geben dem Bild eine fast schwebende Leichtigkeit. Der Einfluss der chinesischen Maler Zhou Brot­ hers an der von ihr besuchten Sommerakademie Salzburg ist erkennbar. Man kann der weiteren künstlerischen Entwicklung von Andrea G. Zingerle mit Spannung entgegen sehen. Es fehlt nicht an Talent, die Spra­ che der Farben und Formen weiter auszuloten. Christine Mathà

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Warten, dass die Zeit vergeht Die Gruppe Dekadenz wagte sich an Samuel Beckets Klassiker „Warten auf Godot“ – durchaus erfolgreich.

W

Wenn man sich nicht sicher ist, ob der andere kommt, ist Warten eine mühsame Angele­ genheit. Es erscheint komplett absurd, diese Warterei zum Mit­ telpunkt eines Theaterstücks zu machen. Samuel Beckett hat es dennoch getan und mit „Warten auf Godot“ den Literaturnobel­ preis bekommen. In den letz­ ten Wochen hatte man in der Dekadenz die Möglichkeit, ge­ meinsam mit den zwei Protago­ nisten Wladimir und Estragon auf diesen Godot zu warten. Sonst kann man sich, wenn man knapp zum Thea­ ter kommt, kaum zwischen den Stühlen im Zuschauerraum durchkämpfen, doch diesmal macht der Saal einen leicht unterbelegten Eindruck. Und richtig: Es war nicht ganz ein­ fach, eine Abendbegleitung für das Stück „Warten auf Go­ dot“ aufzutreiben. Warten gilt als mühsam, da macht Godot keine Ausnahme, selbst wenn er in Form einer Dekadenz-Ei­ genproduktion auf sich warten lässt.

Das Warten auf Godot veranlasst die Protagonisten des Stücks zu absurden Handlungen

Klassiker des 20. Jahrhunderts Das 1953 in Paris uraufge­ führte Stück stellte alle alther­ gebrachten Theaterkonventio­ nen auf den Kopf, denn es passiert während des ganzen Abends scheinbar gar nichts. Zu Beginn des ersten Aktes trifft der Zuschauer auf die zwei Landstreicher Wladimir und Estragon, die neben ei­ nem Baum auf einen Herrn

Godot warten. Bis zu seinem ungewissen Erscheinen versu­ chen sie sich, die Zeit mit Ab­ handlungen über ihre Situation zu vertreiben, ohne dabei auf ein befriedigendes Ergebnis zu kommen. Irgendwann taucht der tyrannische Puzzo mit seinem Diener Lucky auf, die sich für einige Zeit zu ihnen gesellen. Wieder alleine, steigt die Hoffnungslosigkeit ins Un­ ermessliche, so dass Wladimir

und Estragon überlegen, sich umzubringen. Doch auch das scheitert bei den Grundris­ sen. Da kommt gegen Ende des ersten Akts ein Junge, der verkündet, dass sich die An­ kunft von Godot um einen Tag verschieben wird. Nacht. Und wieder ein Tag, der genauso verläuft wie der erste, bis auf einige Änderungen in der Ab­ folge und in den Dialogen. Die Figuren scheinen vieles ver­

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gessen zu haben und durch­ laufen deshalb noch einmal die gleichen Phasen des Vor­ tages – bis wieder der Junge erscheint, der ausrichten lässt, dass Herr Godot heute nicht kommen kann.

Zwischen den Zeilen „Komm, wir gehen.“ – „Wir können nicht.“ – „Wa­ rum nicht?“ – „Wir warten auf Godot.“ – „Ach ja.“ Bis zum Ende des Stückes wird nicht klar, wer Godot eigentlich ist und warum die beiden auf ihn warten. Er wird ganz und gar zum Symbol für das Un­ gewisse. Die Interpretationen, die sich in diesem Werk ge­ funden haben, füllen Regale. Am liebsten wird in „Warten auf Godot“ eine Metapher auf Gott gesehen. Auf diesen wartet und hofft der Mensch, damit er erlöst wird. Und wenn man es so betrachten will, wird uns schließlich auch von den „Jungs Gottes“ jeden Sonntag frisch dessen Existenz verkündet, um unsere ewige

Ungewissheit, die manchmal in Hoffnungslosigkeit umschlägt, zu verscheuchen. Andere Interpretationen sehen im Stück die Verände­ rungen der Zeit, dargestellt durch die oftmalig ähnlich wiederkehrenden Dialoge und die absonderliche Demenz der Darsteller. Auch die manchmal destruktive Abhängigkeit in Partnerschaften ist Thema des Stückes. „Ich kann nicht mehr so weitermachen.“ – „Das sagt man so.“ – „Sollen wir ausein­ andergehen? Es wäre vielleicht besser.“ – „Morgen hängen wir uns auf. Es sei denn, dass Godot käme.“ – „Und wenn er kommt?“ – „Sind wir geret­ tet.“ Absurde Handlungen und Dialoge gipfeln in Becketts Stücken nicht selten in Situa­ tionskomik, die – eingebettet in die fatale Lage der Charakte­ re – die tragische Wirkung der Stücke verstärken. Die netteste Geschichte, wie das Stück zu seinem Na­ men kam, ist aber folgende: Der Titel „Warten auf Godot“ soll angeblich auf eine „Tour

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de France“-Etappe zurückge­ hen, die sich Beckett irgendwo in Frankreich ansah. Als die Radrennfahrer alle vorbeige­ rauscht waren, wollte Beckett gehen. Einige der Zuschauer blieben aber stehen. Auf die Frage, worauf sie denn warten, bekam er die Antwort: „Wir warten auf Godeau!“ Godeau war der langsamste Fahrer des Rennens.

Das Team dahinter Für Regisseur Christian Satt­ lecker, der lange Zeit in Paris gelernt und gearbeitet hat, war dies die erste Regiearbeit in Brixen. Die Idee, „Warten auf Godot“ hier aufzuführen, kam ihm spontan bei seinem ersten Aufenthalt in der Stadt. Über die gute Zusammenarbeit mit dem Regisseur berichtet Ingrid Porzner, die Christian Sattlecker nach Brixen geholt hat: „Er ist ein feiner Mensch, der sich für das Stück und die Schauspieler sehr viel Zeit genommen hat. Schon vor den Proben hat er jedes Mal mit uns Feldenkrais-

Übungen gemacht, um uns auf die Arbeit einzustimmen.“ Die sehr harmonische Pro­ bezeit machte sich bezahlt, denn was die Darsteller aus ihren Rollen machten, war sehenswert. Der Innsbrucker Wolfgang Hundegger, der den Estragon darstellte, brachte mit über 30 Jahren Bühnenerfah­ rung viel Feingefühl mit, die seiner Figur die nötige Skepsis und Launenhaftigkeit einflöß­ te. Auch der jüngere Münchner Jürgen Fischer ging ganz in sei­ ner Rolle auf und zeigte seinen Wladimir gleichzeitig nüchtern, aber auch als sympathischen Träumer. Ihre Ergänzung fan­ den Sie im zweiten Paar: dem herrischen Pozzo, gespielt von Dekadenzinstitution Ingrid Porzner, und Sigrid Seberich, die kürzlich als Clown Otsch zu sehen war. Das Warten hat sich jeden­ falls gelohnt. Alexandra Laber

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HAUS DES KINDES BRIXEN Seit Okober 2004 ist in Brixen, in den Räumlichkeiten des „Unternehmerparks SynCom“ in der Julius Durst Str. 44, das „Haus des Kindes“ in Betrieb. Es handelt sich um einen „kleinen Kinderhort“ für Kinder im Alter von 0 bis drei Jahren, außerdem können während der Schließungszeiten der Kindergärten und Volksschulen auch Kinder im Alter von 4 bis 11 Jahren aufgenommen werden. Die obgenannte Struktur ist Teil eines Pilotprojektes, das vom Assessorat für Innovation in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Technologie und Management des Unternehmerverbandes Bozen mit der Unterstützung der Gemeinde Brixen realisiert wurde. Zugang zum „Haus des Kindes“ haben die Kinder der Beschäftigten der in der Gewerbezone angesiedelten Betriebe. Die Eltern müssen eine Erklärung ihres Arbeitgebers vorweisen, mit welcher dieser sich verpflichtet, ein Drittel der Kosten für die Betreuung der Kinder zu übernehmen. Die restlichen zwei Drittel der Kosten werden jeweils von den Eltern selbst bzw. vom Land (Assessorat für Innovation) übernommen. Der Betriebskinderhort beherbergt eine Außensektion des Gemeindekinderhorts, was wiederum dank eines Abkommens zwischen der Gemeinde Brixen und der Betreibergenossenschaft Coccinella ermöglicht wurde. Die Kinderbetreuungsstätte bietet einen betriebsübergreifenden Dienst und entspricht den von den zuständigen Landesämtern vorgegebenen pädagogischen Leitlinien. Die Einrichtung ist das ganze Jahr über an Werktagen von Montag bis Freitag von 7.30 Uhr bis 19.00 Uhr geöffnet. Den Kindern werden individualisierte pädagogische Tätigkeiten ihrem Alter, ihrem Rhythmus und ihren individuellen Neigungen entsprechend, angeboten. Der Dienst wird durch eine Gruppe von Pädagoginnen und Koordinatorinnen der Genossenschaft „Coccinella“ begleitet. Informationen über die Zugangsmodalitäten zur Kinderbetreuungsstätte sind über die Sozialgenossenschaft „Coccinella“ (Tel. 0471 401110 Fax 0471 401120) erhältlich. Wir freuen uns auf unsere kleinen Gäste!

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Thomas Oberrauch thomas.oberrauch@brixen.net Tel. 0472 837537

ticker Bei der diesjährigen HallenEuropameisterschaft der Leichtathletik in Madrid schaff­ te Millands Ausnahmesportler Christian Obrist durch eine starke Leistung den Einzug ins Finale des 1.500-m-Laufs. Dort wurde er mit einer Zeit von 3.52.20 Minuten hervorra­ gender Neunter.

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Beim 46. Brixner Stadtlrennen auf der Plose siegte Ivan Stuf­ fer bei den Herren und Sabine Planatscher bei den Damen. Schnellste Brixner Skifamilie war die Familie Planatscher mit Fabian, Sabine und Anton.

Trendsport Skicross Skifahren einmal anders! Das dachten sich drei junge Brixner und gründeten das „Voodoo Freestyle Team“. Gunnar Braito, Thomas Oberegger und Marco Sasso vom WSV Brixen mischen seit heuer mit Erfolg in der regionalen Skicross-Meisterschaft mit. In dieser etwas ungewöhnlichen Form des Ski­ fahrens starten drei bis sechs Fahrer gleichzeitig. Die Strecke beinhaltet eine Vielzahl von Hindernis­ sen wie Wellen, Steilwandkurven und Sprünge, die die Fahrer auf dem schnellsten Weg bewältigen müssen. Körperkontakt ist dabei nicht gestattet und wird bei grobem Vergehen geahndet. Bewertet wird ausschließlich, wer zuerst im Ziel ist. dp

Schwimmclub Brixen zieht Bilanz

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Verein auch Schwimmkurse im neuen Schwimmbad „alpin­ pool“ in Meransen an. Finan­ ziell unterstützt werden die Kaulquappen, Frösche, Tinten­ fische, Goldfische und Pingui­ ne – so nennen sich die einzel­ nen Gruppen – von Friedrich Überbacher von Immobilien Domus. Information und An­ meldung bei Manuela Ianesi unter Telefon 0472 200330. dp

Ende Februar wurde im KuBo in Bozen der U14 Boulder Italiencup im Sportklettern ausgetragen. Die elfjährige Katharina Ferretti vom Brixner Kletter-Team (Alpenverein, Sektion Brixen) erreichte den hervorragenden zweiten Platz.

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Die 16-jährige Brixnerin Laura Letrari holte Mitte März bei der Jugend-Italienmeister­ schaft im Schwimmen zweimal Silber und einmal Gold. Im 100-m-Freistil stellte sie in 56,75 Sekunden einen neuen Regionalrekord der Altersklas­ se Junioren auf. Letrari gilt als eines der größten Schwimmta­ lente Südtirols.

Nach nur sechs Monaten kann der im letzten Sommer gegründete Schwimmclub Brixen bereits auf eine rege Vereins­ tätigkeit zurückblicken: Die Zahl von 150 Mitgliedern in dieser kurzen Zeit spricht für sich. In Zusammenarbeit mit dem „Triathlonverein Hoch­ pustertal“ und der „Polisporti­ va Vipiteno“ wurde im Jänner ein erstes Trainingslager im Schwimmbad Innichen orga­ nisiert. Den ersten Wettkampf

haben die Schützlinge von Ma­ nuela und Daniela Ianesi mit Bravour gemeistert. Zusätzlich zum wöchentlichen Training in der Acquarena treffen sich die Kinder ein bis zwei Mal in der Turnhalle des Realgymna­ siums, um sich dort bei Spiel und Spaß auszutoben. Die Jah­ restätigkeit umfasst Schwimm­ kurse und Schwimmtraining für Kinder und Erwachsene sowie Technik und Konditionsschu­ lung. Unter anderem bietet der 57


Italienmeisterschaft in Brixen Die Elite des italienischen Leichtathletiksports wird sich am 25. und 26. Juni in Brixen treffen, um die Italienmeister der einzelnen Disziplinen zu ermitteln. Brixen hat sich für die Austragung dieses größten Sportereignisses des Nationalen Leichtathletikverbandes bewor­ ben und ging aus zahlreichen anderen Bewerbern – darunter Mailand – „siegreich“ hervor. Das Organisationskomitee un­ ter Präsident Zeno Giacomuzzi hat sich zum Ziel gesetzt, alle Bewohner Brixens in die Ver­ anstaltung mit einzubeziehen, damit diese als einmalige Ge­ legenheit der Begegnung und der Freude in Erinnerung blei­ ben wird. Außerdem sollen al­ le, die aus diesem sportlichen Anlass nach Brixen kommen werden, nicht nur das Spor­ tereignis sehen, sondern auch Brixens Kultur, Tradition und Gastfreundlichkeit erleben. Neben dem Sportereignis an sich wird ein mannigfaltiges Rahmenprogramm angeboten. Unter anderem wird der „Brix­ ner Stadel“ in der Neustifter Engelsburg eingerichtet – ei­

ne Art Stammlokal, wo sich Organisatoren, Funktionäre und Sportler treffen, um über Wettkämpfe zu sprechen oder Delikatessen der Südtiroler Kü­ che zu genießen. Einen techni­ schen Kongress als Treffpunkt zwischen Italiens Leichtathle­ tik-Trainern und Journalisten aus dem In- und Ausland will das Organisationskomitee am 24. Juni im Vorfeld der Wett­ kämpfe organisieren. oz

Landesmeistertitel für Tratter Einen hervorragenden Erfolg erzielte vor kurzem der WSV Brixen beim Riesenslalom der Landesmeisterschaft Ski Alpin Grand Prix. Beim äußerst an­ spruchvollen Rennen auf dem Monte Pana in Gröden siegte mit klarem Vorsprung der 15jährige Julian Tratter vor Lukas Hitthaler vom ASV Pfalzen und

wurde somit Landesmeister der Kategorie Zöglinge. Auch die anderen WSV-Athleten von Trai­ ner Konny Messner erbrachten bemerkenswerte Leistungen: Mit Julian Tratter, Fabian Stuffer und Stefan Faustini wurde der WSV Brixen auch Mannschaftslandes­ meister. dp

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Immer näher am „Pallino“ Der Verein „Bocciofila Dopolavoro Ferroviario di Bressanone“ bietet seit über 30 Jahren Interessierten an, die Sportart „Boccia“ nicht nur am Meeresstrand, sondern auch wettkampfmäßig das ganze Jahr über auszuüben. tern. Mittlerweile zählt der Ver­ ein etwa 15 bis 20 aktiv Einge­ schriebene, wobei der jüngste 22 und der älteste Aktive stolze 84 Jahre alt ist.

B

Boccia hat eine weite Ver­ breitung in Italien und überall dort, wo Italiener leben. Das Prinzip des Bocciasports be­ steht darin, dass am Ende eines Spielsatzes eine oder mehrere Kugeln näher am „Pallino“ lie­ gen als jene des Gegners. Dies kann durch Rollen der Boccia­ kugeln auf der Spielfläche oder auch durch Volo- oder Raf­ fawürfe erreicht werden. Bei diesen Würfen wird eine sich im Spiel befindliche andere Kugel oder das Pallino durch reglementarisch festgelegte Würfe getroffen. Gewonnen hat, wer als Erster während ei­ nes Spiels die maximale Punk­ tezahl erreicht hat.

Von Brixen nach Vahrn In Brixen treffen sich un­ ter der Leitung der Präsidentin Anna Gasparini etwa 20 Boc­ cia-Anhänger, um mehrmals wöchentlich zu trainieren. Am Wochenende wird dann an verschiedenen regionalen, na­ tionalen und internationalen Wettkämpfen teilgenommen. Der Verein nennt sich „Società Bocciofila Dopolavoro Ferro­ viario di Bressanone“ und ent­ stand in den Siebziger Jahren aus einer Fusion der konkur­ rierenden „Bocciofila F.S.“ und der „Società Bocciofila ENAL“. Auch damals waren es etwa 20 Aktive, die bei provinzialen Wettkämpfen der „Federazio­ ne Italiana Bocce“, kurz F.I.B., teilnahmen. Manch einer wird sich noch an die drei im Freien befindli­ chen Boccia-Bahnen in der Nä­ he des Brixner Bahnhofes er­ innern. Die damalige Aktivität

Erfolge im Mannschafts- und Einzelwettbewerb

Der Brixner Boccia-Verein nimmt regelmäßig an provinzialen und nazionalen Wettkämpfen teil beschränkte sich auf etwa 20 Wettkämpfe jährlich, die sich zwischen Mai und Oktober ei­ nes jeden Jahres abspielten.

nischen Eisenbahn die beste­ hende Halle saniert und den Anforderungen entsprechend verbessert.

Bocciahalle

Sport für Jedermann

Als in Bozen einige Jahre später eine überdachte BocciaHalle gebaut wurde, breitete sich in Südtirol die Boccia-Akti­ vität der etwa 15 existierenden Vereine auf eine GanzjahresTätigkeit aus. Da am Brixner Bahnhof der Bau einer eigenen Boccia-Halle unmöglich war, machten sich die damaligen Vereinsverantwortlichen auf die Suche nach einer besseren Möglichkeit. Alsbald konnte in Vahrn ein Grundstück der italie­nischen Eisenbahn gefun­ den werden, auf dem man im Jahr 1979 eine eigene proviso­ rische Halle erbaute. Der Ver­ einssitz wurde im selben Jahr nach Vahrn verlegt. Anstelle der Brixner Boccia-Bahnen wurde ein Tennisplatz mit Bar errichtet. In der Zwischenzeit wur­ de dank der finanziellen Un­ terstützung der Autonomen Provinz Bozen, der Mithilfe der Mitglieder und der italie­

Kleinere und größere Er­ folge stellten sich ein, wobei der Verein regelmäßig an pro­ vinzialen und nationalen Wett­ kämpfen teilnahm. Derzeit hat der Verein mit der Tatsache zu kämpfen, dass die Mitglieder nicht jünger werden und es sehr schwer ist, junge Leute für diese Sportart zu begeis­

Gespielt wird derzeit in den nationalen Serie C und D. Im Februar dieses Jahres nahm der Verein erstmals an der Italien­ meisterschaft für Mannschaften teil. Die erste Hürde konnte dort erfolgreich überwunden werden, und die Brixner muss­ ten sich erst gegen die starke Mannschaft aus Mailand ge­ schlagen geben. Bei der „Cop­ pa delle Alpi“, die im Novem­ ber in Bozen ausgetragen wur­ de, konnte Brixens Präsidentin Anna Gasparini einen großen persönlichen Erfolg feiern, in­ dem sie in der Frauenklasse den ersten Platz errang. Dies ist um so bemerkenswerter, da es sich hierbei um ein in­ ternationales Turnier handelte, bei dem Teilnehmer aus der Schweiz, Holland, Deutsch­ land, Österreich und Italien gegeneinander antraten. Thomas Oberrauch

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Aus Spaß an der Freud’ Ende Februar ging auf dem Niederrutzner-Hang in St. Andrä die erste LuftmatratzenSnow-Cross-„Weltmeisterschaft“ über die Bühne.

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Teilnehmen konnte an der „Weltmeisterschaft“ jeder, der Zeit und Lust hatte. Es ging oh­ nehin weniger um die sportliche Leistung als viel mehr um den Spaß und um den Eifer bei der Vorbereitung der Luftmatratzen. Unter die Athleten (was hier nicht so wörtlich zu nehmen ist) mischten sich einige „Promis“ aus Brixen und Umgebung, wie zum Beispiel Egon Gitzl, Bern­ hard Hilpold, Roman Weisstei­ ner, Peter Pramstaller und Kurt Baumgartner, um nur einige zu nennen. Schlussendlich gingen in der Kategorie „Tandem“ Egon Gitzl und Berni Hilpold siegreich hervor. Hinter ihnen erreichten die Duos Kurt Baumgartner / Peter Zoller sowie Andreas Plo­ ner / Romina Wanker die Plätze Zwei und Drei. In der Einzel­ wertung der Herren siegte Peter Lantschner vor Andreas Tammer­ le und Florian Rabanser, bei den Damen stand Sonja Wierer ganz oben auf dem Treppchen, dane­ ben Silvia Larch als zweite und Marlies Messner als dritte. In der Kategorie Junioren siegte Fabian Stuffer.

Selektiver Kurs Bei der anschließenden Preisverteilung im Zielgelände wurde ausgiebig gefeiert und un­ ter anderem über den selektiven Kurs „geratscht“, der gar einige Luftmatratzen-Ritter abgeworfen hatte. „Die Teilnehmer waren auch körperlich gefordert, weil sie sich zu Fuß an den Start be­ geben mussten“, sagt Alex Ange­ rer vom veranstaltenden Verein „Voodoo Freestyle Company“. „Was die Sportgeräte an­ geht, waren gute Ideen gefragt.“ Manche benutzten Plastiktisch­ decken, Lastwagenplanen oder Ähnliches, um das „Fahrgestell“ rutschiger zu machen. „Im nächs­ ten Jahr wollen wir auch einen Preis für die kreativste Idee ver­ leihen“, so Angerer. Oskar Zingerle

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PR-Info

„Ersparnisse in Immobilien anlegen“ Herbert Achammer ist Teamleiter der Abteilung Privatkundenberatung der Südtiroler Sparkasse im Eisacktal und erklärt, warum es auch für Kleinsparer vorteilhaft ist, die Ersparnisse im Immobilienfond „Dolomit“ anzulegen. Herr Achammer, was ist das Besondere am Immobilienfond „Dolomit“? Beim „Dolomit“ handelt es sich um einen geschlossenen Immobilienfond, der für eine breite Zielgruppe geeignet ist. Die Ersparnisse der Anleger werden in Immobilien angelegt. Nach acht Jahren läuft der Fond ab; das heißt, die Immobilien müssen dann verkauft werden. Bei der Auswahl der zu kaufenden Immobilien werden hauptsächlich solche bevorzugt, die dem Dienstleistungs-, Handels-, Logistik/Vertriebs- und auch eventuell dem Hotelsektor angehören und die an solide Mieter vermietet werden und einen sicheren und hohen Mietertrag gewährleisten. Nun ist der Kauf einer Immobilie meist auch mit einem gewissen Risiko verbunden... Ja, das stimmt. Das Risikoprofil von „Dolomit“ ist dem Bereich „Core“ zugeordnet. Es handelt sich um einen Fonds mit niedrigem Risikoprofil. Der Immobilienfond entstand durch ein Abkommen zwischen Südtiroler Sparkasse, aktiver Partner bei der Platzierung, Sparim als Advisor und der Deutschen Bank Fondimmobiliari SGR, ein Top-Garant für die Profes­ sionalität in Organisation, Verwaltung und Kontrolle – Rating Aa2 Moody’s Investor Service.

Herbert Achammer (Südtiroler Sparkasse): „Der Vorteil von ‚ ,Dolomit’ ist, dass auch Sparer mit begrenztem Kapital mit­ machen können“ Wie hoch ist die erwartete Rendite? Das angestrebte Mindestertragsziel sind jährliche 4,5 Prozent und beinhaltet dabei den laufenden Ertrag aus den Mieten und den Ertrag auf die Immobilienpluswerte, bereits bereinigt von den Verwaltungskommissionen. Diesen Ertrag muss man aber noch versteuern... Ja, aber die Steuersätze sind für physische Personen äußerst günstig: Die verteilten Erträge und die erzielten Mehrwerte werden lediglich mit 12,5 Prozent besteuert. Für wen ist der Fond „Dolomit“ geeignet? Er ist geeignet für alle, die an die Wertbeständigkeit und die Wertsteigerung von Immobilien glauben. Als sinnvolle Streuung könnten bis zu 13 Prozent der Er-

unkorreliert, das heißt unabhängig im Vergleich zu anderen Finanzprodukten. Die Statistik beweist, dass sich der Wert der Immobilien, in die „Dolomit“ investiert, in den letzten sechs Jahren im Vergleich zur Inflation erheblich besser entwickelt hat – ganz zu schweigen von der Börse, die in den letzten Jahren bekanntlich intensive Auf- und Abwärtsbewegungen durchgemacht hat und die Aktienkäufer in erhebliche Bedrängnis brachte. Aber ein Risiko besteht natürlich, weil wir heute noch nicht wissen, um welchen Preis die Fondimmobilien in acht Jahren wieder verkauft werden können, wobei aber auch vorher günstige Marktsituationen zum Verkauf jederzeit genützt werden können. Allerdings kann ausschließlich im Interesse der Beteiligten bei der Banca d’Italia um einen Aufschub von drei Jahren angesucht werden. Aber ich wiederhole: Der Markt der Immobi­ lien, in die „Dolomit“ investiert, ist in Italien stabil, und die Professionalität der Verwaltung ist an und für sich bereits ein Mehrwert. Man darf durchaus behaupten, dass die Evolution der Investmentform „Immobilienfonds“ in Italien noch lange nicht zu Ende ist.

sparnisse in diesen Fond angelegt werden. Der Vorteil von „Dolomit“ ist, dass auch Sparer mit begrenztem Kapital mitmachen können, welche in bleibende Werte investieren möchten, sich den Kauf einer eigenen Immobilie aber nicht leisten können und auch bürokratische und steuerliche Vorteile von Immobilien­ investitionen genießen möchten. Wir starten bereits mit einem Mindestbetrag von 3.000 Euro. Für den Anleger sollte auch die Laufzeit von acht Jahren geeignet sein – ein früherer Ausstieg Wann ist der beste Zeitpunkt des ist von der neuen Gesetzgebung Einstiegs? vorgesehen. Die Zeichnungen müssen laut Informationsprospekt innerBesteht also kein Risiko? halb 3. Juni erfolgen; dies ist eine Jede Geldanlage hat auch ein Vorgabe der Banca d’Italia. Ingewisses Risiko – wer das Gegen- formationsprospekte sind in den teil behauptet, ist ganz einfach Filia­len der Südtiroler Sparkasse nicht ehrlich. Die Wertenwicklung AG verfügbar. der Immobilienfonds ist durch seine Natur der Investition stark


Auf zur Schrank-Inspektion Die wichtigste Frage an den ersten Frühlingstagen ist: Was kommt, was geht, und was darf bleiben? Das heurige Modespezial des „Brixner“ gibt darauf Antwort.

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Viele Looks aus der letzten Saison tauchten auch heuer wieder auf den internationalen Laufstegen mit aktuellen Früh­ jahrs- und Sommerkollektio­ nen auf. Kombiniert mit neuen Trends wird der Sommer wild, bunt und verführerisch. Vor al­ lem die typischen Prints aus den 60er und 70er Jahren, die man von alten Tapeten kennt, wer­ den schon bald Blusen, Röcke und Hosen zieren – am liebsten in fröhlichen Knallfarben.

New Romantics Zu den Must-haves des Som­ mers zählt immer noch HippieKleidung mit Rüschen, Ethno­ mustern und Bändern. Lange, wallende bunte Kleider oder Röcke, Kopftücher, große Son­

nenbrillen oder Fellwesten sind Elemente des hippen 70er-Jah­ re-Looks. Dazu ein Gürtel mit Cowboyschnalle – das macht das Styling perfekt. Wer sich in diesem Stil wohl fühlt, nimmt auch noch den Cowboyhut und die Western-Boots dazu. Wem dies zu viel in Richtung „John Wayne“ geht, der hält sich an die Plateauschuhe mit keilför­ migen Absätzen aus Kork. Als Kontrast zu all der far­ benfrohen Mode kommen die

Zu den Must-haves des Sommers zählt immer noch Hippie-Kleidung mit Rüschen, Ethnomustern und Bändern bodenlangen Röcke und Klei­ der. Sehr feminin und sexy ist auch der romantische Linge­ rie-Look: Schimmernd weich fallen Trägerhemdchen und sorgen mit Applikationen aus Samt und Stickereien für ver­ führerischen Look. Auch der weit schwingende Flatterrock und Schleifchen-Ballerinas sind zurück und sorgen für eine ro­ mantische Note.

Endlich Farbe!

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WIEDERERÖFFNUNG unter neuer Führung

Bei uns finden Sie für jeden Anlass das passende

Outfit

Streetwear & Citylife Im Büro werden edlere Tö­ ne angeschlagen – doch was die Formen anbelangt, gilt auch bei der City-Mode: keine Dogmen bei den Silhouetten. Outfits im Basic-Stil zeigen sich sexy, mit eleganter Schnittfüh­ rung und leichten Stoffen. Vor allem weiße Blusen wird es in unzähligen Formen geben. Und was ist Montag? Hier wird tüch­ tig blau gemacht: alle Nuancen von Aquamarin bis Azur lassen auch bei der Arbeit Ferienlau­ ne aufkommen. Weiterhin trägt man zarte Blümchenmuster oder als Kontrast Blockstreifen in verspielten, kräftigen Farben. Jeans bleiben angesagt, ob lang oder gekrempelt. Generell lässt sich die Hose dieser Saison auf keine Länge festlegen.

Was kommt noch?

Reinschauen

lohnt sich!

Dezenter Safari-Stil ist ein Klassiker, der immer mit der Zeit geht. In dieser Saison sind es Batikmuster, verspielte De­ tails wie Ansteckblumen und 50er-Jahre-Schnitte, die den Look zeitgemäß machen. In der Freizeit werden die Tops dazu knapper und die Röcke rutschen höher, sogar Hotpants erobern wieder die Straße. Bei diesem Trend geht in diesem Sommer nichts ohne kleine verspielte Taschen und Gürtel in allen Breiten. Was die Accessoires betrifft, wird geklotzt und nicht gekle­ ckert: Sonnenbrillen sind so groß, dass man sich dahinter verstecken könnte, und Armrei­ fen werden im Dutzend getra­ gen. Broschen, Ketten, Glamour sind trendy wie lange nicht mehr. Schuhe haben mal wie­ der Blockabsatz, und man trägt Hüte, die teilweise so wuchtig sind wie Wagenräder.

News vom Strand

Men‘s Fashion Altenmarktgasse 15 Brixen Tel. 0472 802343 64

Bei Bademode trifft man viel Bekanntes wieder, wie leuchtende Farben und große Muster – und das auf den we­ nigen Quadratzentimetern, die den Designern zur Verfügung stehen. Auch der Maritimstil bleibt vom Vorjahr, wenn auch in überraschend neuen Varian­ ten: Asymmetrische Einteiler wirken durch raffiniertes Aus­ sparen fast wie Bikinis, Zweitei­ ler bestehen aus Einzelstücken,

die nach Lust und Laune kom­ biniert werden können.

Was trägt Mann? Energy ist das Schlagwort für mutige Männer: Modernität und Technik, Computer und Laser, Plastik und Trash waren auf den Laufstegen zu sehen, akzentuiert von intensiven Far­ ben wie Orange, Bernstein, Türkis, Himbeere und Rubin­ rot. Dafür bleibt der Citylook brav und edel: Das Sakko wird zum absoluten Must-have wie in den 80er Jahren – Sakko zur Leinenhose sowie zur Jeans.


Sonnenbrillen Trends 2005 Dass Sonnenbrillen den Accessoire-Stellenwert von Handtaschen und Schuhen haben, steht längst außer Zweifel.

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Details wie aufgedruckten Mar­ kenlogos oder Applikationen aus Strass kombiniert. In die­ sem Sommer ist in punkto Son­ nenbrillen alles außer Zurück­ haltung erlaubt. Die Farben der Saison sind neben schmeicheln­ den, warmen Farben wie Beige, Bordeaux oder Khaki auch Erd­ beer-Rot über Pflaumen-Lila bis hin zu Mint-Grün.

Entsprechend groß ist auch das Angebot an Sonnenbril­ len-Kollektionen der verschie­ densten Modedesigner in allen Preiskategorien. Die Sonnen­ brillenmode 2005 führt das, was in den letzten Jahren begonnen 100 Prozent UV-Schutz wurde, zu einem glanzvollen Höhepunkt. Große Formen in Die Farben und Schattie­ Metall oder Kunststoff, ganz im Stil vergangener Jahrzehnte, rungen der Gläser sind ebenso werden nun mit glamourösen vielfältig wie die Sonnenbrillen

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Das Miller Optik-Team in Brixen: Marco D‘Alberto, Pina Marino und Ulrich Kofler (v.l.n.r.)

„Neu bei Miller Optik in Brixen“ Nach achtjähriger Tätigkeit beim größten Optiker Bozens verstärkt Ulrich Kofler seit Anfang März das Team in Brixen. Mit Marco D’Alberto wird derzeit ein Lehrling im Bereich Augenoptik ausgebil­ det. Miller Optik ist mit insgesamt elf Niederlassungen Tirols größter Augenoptiker – davon profitieren vor allem die Kunden. Im Geschäft in der Stadelgasse befinden sich außerdem das Miller Kontaktlin­ sen-Institut und eine eigene Meis­ terwerkstatt. Der Kunde bekommt bei jedem Brillenkauf fünf einzigar­ tige Garantieleistungen.

Miller Optik GmbH Stadelgasse 4d I-39031 Brixen Tel: 0472 / 834 529

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NANNINI shopping € 210,00

FRANCESCO BIASIA € 225,00

NANNINI € 138,00

NANNINI € 194,00

NANNINI sabot € 89,00

DIESEL € 55,00

bags NANNINI, foulard ROBERTO CAVALLI, gürtel NANNI

MABRUN kurze ziegenvelourjacke € 199,00

MANDARINA DUCK shopping € 145,00

minibag handbemalen € 396,00

PATRIZIA PEPE sandale € 148,00

BLUMARINE minibag € 103,00

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Peter Öhler Total Look

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Peter Öhler bietet in seinen vier Geschäften in Brixen Bekleidung, Accessoires und stilsichere Beratung für ein perfektes Outfit.

Seit 35 Jahren hat sich Fami­ lie Peter Öhler der Bekleidungs­ branche verpflichtet. Dank der langjährigen Erfahrung sorgt Peter Öhler für ein Rundum­ konzept und bietet in vier Ge­ schäften ausgewählte Mode und Accessoires für Damen und Herren. Von Kopf bis Fuß – von Darunter bis Darüber – erstreckt sich das Angebot. Das Hauptaugenmerk von Peter Öhler gilt vor allem dem hohen Qualitätsstandard der Produkte und einem breiten Sortiment international bekann­ ter und geschätzter Marken. Das Konzept geht auf – dies beweist die hohe Kundenzufriedenheit vieler langjähriger Stammkun­ den.

Peter Öhler Accessoires

Frauenpower Die modebewusste Frau wird bei „Peter Öhler Gloria Bou­ tique“ in der Stadtgalerie fündig. Individualität ist das wichtigste Stichwort für modisches Selbst­ bewusstsein. Im Vordergrund stehen Modetrends, die viel Spielraum für kreative Kombi­ nationen und persönlichen Stil lassen. Bekleidung und Acces­ soires auf zwei Etagen bieten zu jeder Saison einen erstklassigen Sortiment-Mix in gediegener Atmosphäre. Gloria Boutique bietet darüber hinaus professio­ nelle und typgerechte Rundum­ beratung.

Peter Öhler Gloria Boutique

Männersache In der Boutique „Peter Öhler Men“ im Atrium in der Bahn­ hofstraße in Brixen steht der Mann im Mittelpunkt: Ob lässi­ ger Freizeit-Look oder aktuel­ le Business-Mode – bei „Peter Öhler Men“ findet der modische Mann stets die neuesten Mode­ trends. Inspirationen für neue Modetrends bieten die neuesten Fashion-Shows aus internatio­ nalen Metropolen. Das moderne Ambiente in hellem Design und die fein abgestimmte Auswahl machen den Einkauf zum siche­ ren Vergnügen.

Peter Öhler Men

Das passende Accessoire Der Dreh- und Angelpunkt in punkto Taschen und Kleinle­ derwaren ist das Geschäft „Peter Öhler Accessoires“ unter den Lauben 8. Mit einer Riesenaus­ wahl und den neuesten Model­ len namhafter Marken bietet „Peter Öhler Accessoire“ zu jeder Saison das passende Accessoire zum modischen Outfit. In einer eigenen Abteilung findet man

Peter Öhler Young Style darüber hinaus ein ausgewähltes Sortiment an Lederbekleidung. Abgerundet wird das Angebot durch eine fachgerechte und stil­ sichere Beratung in Sachen Leder und Lederpflege. „Peter Öhler Young Style“ am Pfarrplatz hingegen ist die Adres­

se für junge Mode und flotte Trends in Sachen Accessoires. Coole Auswahl und flotte Prei­ se lautet hier die Devise. Damit wird das Geschäft zu einem si­ cheren Tipp für tolle Geschenks­ ideen. 67


Ein Kaleidoskop an Farben Die neue Frühjahr- und Sommer-Kollektion von Betty Barclay wird inspiriert von der Eleganz der 50er und frühen 60er Jahre. Die neue Kollektion zeigt sich gepflegt, wobei frische Farben, Drucke und Muster gute Laune versprühen.

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Farbe ist entscheidend im kommenden Sommer. Frische und helle Farben wetteifern miteinander: Fruchtige Pastelle wie Rosa, Flieder, Limette, Kiwi und Jade zählen ebenso zu den Trendfarben des Sommers wie kräftiges Fuchsia, Türkis, Ana­ nas oder Papaya. Kühle Basics dazu bilden Kahki, Papyros, Tobacco oder Grau. Schwarz und Weiß bleiben große Renner, wobei raffinierte Schwarz-WeißKombinationen zum Eyecatcher werden. Die Beschwingtheit

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des Sommers zeigt sich auch in vielen neuen Dessins und Muster. Bei Betty Barclay findet man neue florale und grafische Muster, Postkartendrucke, Mo­ tive mit Audrey Hepburn oder Marlene Dietrich, Batikverläufe, Pixelblumen oder Netzprints.

Renaissance der 50er Leicht und heiter und mit veränderter Silhouette zeigt sich der Charme der 50er Jah­ re bei Betty Barclay: Die Röcke sind kniekurz und ausgestellt und zeigen Kaffeehaus-Prints zu kleinen, kastigen Jacken mit Dreiviertel-Arm. Das FeinstrickTwinset mit Schleifendetails ist

Betty Barclay erzielt mit farblich abgesteppten Jeans eine jugendlich frische Optik.


ebenso typisch wie die CapriHose zur braven Hemdbluse oder Etuikleider unter super­ leichten Trenchcoats. Zu den neuen Röcken ist das feminine, schmale Jäckchen wichtig, mit neuem Kragen, wie dem UBoot- oder Carée-Ausschnitt.

Bezaubernde Details Übergroße Knöpfe in Kon­ trastfarbe oder aus modernem Plexiglas, ebenso Borten, Fran­ sen, Paspelierungen oder Chif­ fonkanten werden zum attrak­ tiven Blickfang. Die Materialien sind gepflegt und zeigen vielfach eine strukturierte Oberfläche. Neben Baumwolle sieht man viel Piqué-Ware in grober oder feiner Struktur, dazu Leinen, Sei­ dencrincle, Leder, Chiffon oder Jaquards. Der edle Clubstil in­ spiriert die Kreationen von Betty Barclay und bringt unkomplizier­ ten klassischen Chic mit sich. Die internationale Mode­ marke Betty Barclay findet man in südtirolweit nur bei Brixen, wo bereits die neuen­ Trends der Frühjahr- und Som­ merkollektion eingetroffen sind.

Schwarz-Weiß-Kombinationen unterstreichen die feminine Eleganz.

in Brixen · Große Lauben 24, bei

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Wohin ab Größe 46? Starke Frauen sollten ihre weiblichen Reize nicht verstecken, sondern diese erst recht betonen. Starke Wirkung

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In großen Größen können aktuelle Modetrends richtig Spaß machen, denn die tollen Propor­ tionen kommen in entsprechen­ den Kleidern besonders schön zur Geltung. Vorausgesetzt, die starke Frau wird fündig und findet ein Geschäft nach ihrem Geschmack mit einer breiten Auswahl. Girtler am Waltherplatz 27 in Bozen bietet eine adäquate Auswahl an Damenbekleidung ab Größe 46. Modisch und au­ ßergewöhnlich, von sportlicher Eleganz bis hin zum eleganten Outfit, werden die runden For­ men vorteilhaft in Szene gesetzt.

Grundsätzlich sollte jede Frau ihre „Blickpunkte“ beto­ nen – also jene Körperstellen, die ihr besonders gut gefallen; indem sie beispielsweise ihr schönes Dekolleté zeigt oder den üppigen Busen durch TShirts mit witzigen Aufdrucken unterstreicht. Tiefe Dekolletés, enge Tops oder Kleider, kombi­ niert mit transparenten Blusen, umspielen den Körper und ka­ schieren toll. Fließende Stoffe sind nicht nur bequem, sondern sehen auch sehr vorteilhaft aus. Grundsätzlich sollten kör­ pernahe mit körperweiten Kleidungsstücken kombiniert werden: Also nicht enger Rock

Hey Girls!

zu engem T-Shirt oder weite Hose und weites Hemd, son­ dern clever mixen. Ein weites Oberteil zu engem Rock oder ein enger Blazer zu weiter Hose umschmeichelt die Figur. Lange Linien strecken und balancieren Körpergewicht mit Körpergröße aus. So wirkt ein langer Rock aus fließendem Stoff besonders elegant, während lange Hosen, die bis auf die Schuhe fallen, längere und schlankere Beine machen. Eine große Auswahl der aktuellen Modetrends sowie Outfits für elegante Anlässe ab Größe 46 findet Frau bei Girtler am Waltherplatz in Bozen.

Edle Stoffe und raffinierte Schnitte betonen Rundungen vorteilhaft

Gemeinde Brixen Provinz Bozen Comune di Bressanone Provincia di Bolzano

KUNDMACHUNG Die Gemeindeverwaltung gibt bekannt, dass ein öffentlicher Wettbewerb zur Besetzung folgender Stelle ausgeschrieben ist:

-eine Stelle als Verwaltungsbeamter/in

auch mit Aufgaben der Anwendung von EDV-Programmen – 5. F.E. - Angehörigen der deutschen Sprachgruppe vorbehalten. Die Gesuche um Zulassung zum Wettbewerb müssen innerhalb 20.04.2005, 12.00 Uhr im Protokollamt einlangen. Weitere Auskünfte erteilt die Organisationseinheit 2.2 Personal (Tel. 0472/262120) oder auf der Internetseite www.brixen.it. Brixen, den 03.03.2005 Prot. Nr. 6896 ®

in Brixen, unter den Lauben 70

DER VERANTWORTLICHE DER ORGANISATIONSSTRUKTUR 2.2 PERSONAL - Dr. Vitroler Alfred -


Gute Aussichten Sonnenbrillen schützen vor den schädlichen UV-Strahlen, sind aber auch trendige Mode-Accessoires.

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Sie „machen“ Leute, unter­ streichen Trends, schaffen neue, verhüllen, betonen Vorzüge und heben die Laune: Sonnenbrillen sind vielseitig wie der Träger und individuell wie die Mode. Die Modelle 2005 präsentieren sich mit Kunststoff- und Metall­ rahmen, aber auch ohne Rah­ men und mit dunklen Gläsern. Neben den dominierenden Far­ ben Schwarz und Braun findet man auch modische Trendfar­ ben wie Rosa, Orange, Rot und Weiß.

Unverzichtbarer UV-Schutz So wie die Haut durch eine Sonnencreme vor den schädli­ chen UV-A und UV-B-Strahlen geschützt werden sollte, bedür­ fen auch die Augen eines wirk­ samen Sonnenschutzes durch eine Sonnenbrille. Beim Kauf einer Sonnenbrille sollte deshalb immer darauf geachtet werden, dass neben der Färbung der Gläser auch der UV-Schutz ge­ währleistet ist, denn entgegen der allgemeinen Auffassung bie­ ten dunkle Gläser nicht automa­ tisch auch einen UV-Schutz. Oh­ ne den nötigen UV-Schutz sind die Augen hinter den dunklen Sonnengläsern der UV-Strah­ lung besonders ausgesetzt, da die Pupillen dank dem Blend­ schutz weiter geöffnet sind als ohne diese Gläser. Sonnenbril­ len sollte man deshalb nur beim Fachmann kaufen. Bei Optik Pramstaller achtet man nicht nur auf den nötigen UV-Schutz, sondern darüber hin­ aus auch auf den guten Sitz der Sonnenbrille, welche individuell angepasst wird.

Freie Sicht Alpiner Bergsport, häufiges Sonnenbaden, die intensive Ausübung von Wassersportar­ ten und die verminderte Ozon­ schicht ergeben ein erhöhtes Gefahrenpotential. Zur Standard­ ausrüstung bei Aktivitäten im Freien gehört deshalb unbedingt eine gute Sonnenbrille. Neben dem erforderlichen UV-Schutz sind bei vielen Sportarten im Freien Kontrast steigernde Brillengläser von Vorteil. Auch empfehlen sich hierfür Kunst­ stoffgläser, da sie wesentlich bruchfester als normale Gläser sind. Auch beim Autofahren sollte man je nach Sonneneinstrahlung auf eine Sonnenbrille nicht ver­ zichten, da die Sonnenblende den Augen nur unzureichend den nötigen Schutz bietet. Optik Pramstaller in Brixen berät die Kunden bei der Wahl der geeigneten Sonnenbrille. Im Optikgeschäft unter den Lauben findet man eine große Auswahl der neuesten Modelle von Prada, Chanel, Dior, Dolce Gabbana, Versace und vielen weiteren namhaften Marken zu erschwinglichen Preisen. Damit auch die Sehsonnenbril­ le dem modischen Trend ent­ spricht, fertigt Optik Pramstaller diese auf Wunsch mit stark ge­ bogenen Gläsern in der entspre­ chenden Dioptrienstärke an. 71


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Beschwingt in den Sommer

Alexander Trenkwalder, Stylist von „L’Oréal Professionnel“

„Kundenberatung ist gefragt“ Bei den Frisuren- und Haartrends wird mehr denn je auf die Indivi­ dualität der Kunden eingegangen. Berücksichtigt werden neben Haarfarbe und -struktur auch Haut- und Augenfarbe, um den ganzheitlichen Farbtyp harmo­ nisch zu unterstreichen. Eine Neuheit im Lockenbereich stellt die Volumenwelle dar. Im Gegen­ satz zur Dauerwelle wird mit der Volumenwelle der natürliche Look verstärkt. Die Haare werden ge­ wellt, aber nicht gelockt. Dadurch erhalten trendige Schnitte und Traumfrisuren eine perfekte Un­ terstützung. Vor allem für Frau­ en, die mehr Volumen ins Haar bekommen wollen, eignet sich die Volumenwelle. Die Prozedur ist ähnlich wie bei der Dauerwelle, der Zeitaufwand jedoch viel ge­ ringer. Die Volumenwelle hält bis zehn Wochen und ist für die Haa­ re schonender als eine Dauerwel­ le. Da das Haar bei der Volumen­ welle nicht so stark verformt wird wie bei einer Dauerwelle, gibt es keine Probleme mit dem „sichtba­ ren Herauswachsen“.

Warme Haarfarben, leuchtende Farbreflexe und expressive Haarschnitte dominieren bei den Frisuren 2005.

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Nach dem Grau der langen Wintermonate entdeckt man wie­ der die Lust an leuchtenden Far­ ben. Frühling und Sommer sind Ausdruck eines neuen Optimis­ mus, man begegnet dem Alltag mit einer ausgeprägten Ausgelas­ senheit und Abenteuerlust. Der Modetrend 2005 setzt auf Individualität mit einer ex­ travaganten Eleganz, die an die großen Divas der 50er und 60er Jahre erinnert. Die farbenfrohen Ethno-Einflüsse kommen aus Afrika, Ozeanien, aber auch aus der europäischen Kulturenvielfalt. Das Ergebnis ist ein Mix aus La Dolce Vita und der Glamourwelt vergangener Stars.

Trendsetter „L’Oréal Professionel“ Die neue Sommerkollektion von „L’Oréal Professionnel“ wur­ de Anfang März in Sassari/Sardi­ nien unter anderem von L’OréalStylist Alexander von Salon Ale­ xander in Brixen präsentiert. Der führende Haarspezialist „L’Oréal Professionel“ begegnet dem Mo­ detrend 2005 mit energiegelade­

Miami Diva nen, ausdrucksstarken Farben. Die neue Farbkollektion wurde inspiriert von Sonnenuntergängen an Traumreisezielen; die warmen Farben erstrecken sich von einem intensiven Orange bis hin zu ei­ nem edlen Bronzeton in allen möglichen Schattierungen.

Drei Divas

Latin Diva 72

Die neue Kollektion von „L’Oréal Professionnel“ nennt sich „Sunset Diva“ und bringt die Farbenvielfalt aus berühm­ ten Sonnenuntergängen und die Extravaganz vergangener Zeiten zum Ausdruck. Je nach Haarund Hauttyp werden drei Divas präsentiert, deren Total Look sich von der Frisur, Kleidung bis hin zu den Accessoires erstreckt.

Glamourfarbe Blond Die Blondine wird zum Gla­ mourgirl, wobei Blond nicht gleich Blond ist. Gold, rötlichblond oder fast silbrig – die Glamour-Farbe der Saison zeigt sich in vielen Facetten. Der leicht gebräunte Hauttyp be­ tont seinen Farbtyp mit einer goldblonden Mähne, während zur blassen Haut sich ein Bei­ ge-Aschblond besonders gut abhebt. Liegt die Naturhaarfar­ be bereits im Blondbereich, las­ sen sich mit einer Tönung helle Farbreflexe ins Haar zaubern. Facettenreiche Farbenvielfalt statt Einheitsfarben lautet die Devise. Mit den neuen Colo­ rationen von L’Oréal gelingt es besonders gut, die natürliche


Haarfarbe zu betonen. Edle Wellen, schulterlan­ ge Mähne, stufiger Pagenkopf oder fransige Kurzhaarfrisur – Blond wirkt am schönsten in Frisuren mit viel Bewegung und schwungvollem Styling. Strähn­ chen in warmen Blondtönen zieren mittel- bis hellblonde Haare. In halblangen oder lan­ gen Stufenschnitten, superglatt gestylt, und in Fransen-Bobs kommen Strähnchen aller Art am besten zur Geltung.

Voll entflammt Die rothaarige Miami Diva zeigt sich in Farbnuancen, die an kupferne Sonnenuntergänge am Meer erinnern. Ein leuch­ tender Kontrast wird durch helle Farbreflexe in strahlen­ dem Kupfer oder in einem warmen Karamellbraun erzielt. Der Schnitt der Miami Diva ist vorne stufenförmig und erzeugt dadurch mehr Struktur und Vo­ lumen im Haar, wobei die Kup­ ferfarbe um den Pony herum durch zwei weitere raffinierte Nuancen betont wird.

Dunkel und geheimnisvoll Die rassige Latin Diva betont ihre geheimnisvolle Ausstrah­ lung mit purpurroten und kup­ ferfarbenen Reflexen im Haar. Der Schnitt ist unregelmäßig, der durch eine symmetrische, lange Franse ausbalanciert wird, die das Gesicht weich umspielt. L’Oréal ist Weltmarktführer in den Bereichen Kosmetik und Coiffure. „L‘Oréal Professionnel“ gehört zur L‘Oréal-Gruppe und steht für Kompetenz und Kreati­ vität im Friseurbereich: Die Pro­ dukte sind für die professionelle Anwendung im Friseursalon be­ stimmt. “L‘Oréal Professionnel“ hat sich zum Ziel gesetzt, die na­ türliche Schönheit des Haares zu erhalten, zu pflegen und zu erhöhen. Der Schlüssel zum Erfolg ist die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Friseuren, denen durch kontinuierliche Weiterbildung und den Produk­ ten von „L‘Oréal Professionnel“ die Garantie für höchste Qualität und Wirksamkeit bereit gestellt wird.

Marokko Diva

the hair affair® In nur 30 Minuten wird Ihr Haar zum Blickfang! the hair affair® ist die neue Lasertechnik für Haarverlängerungen mit europäischem Echthaar. Diese Lasermethode wird von den Starfriseuren weltweit angewandt. Erfüllen Sie sich Ihren Wunsch von Ihrem Traumhaar!

Plosestraße 38 Brixen Tel. 0472 830838 73


Theater & Kabarett

Lesungen & Vorträge

8. und 9. April, 20.30 Uhr „Glück(s)los“ Francesca De Martin (D) entwirft mit Temperament und Körpereinsatz einen absurden Mikrokosmos Brixen, Anreiterkeller

Mi., 6. April, 20.30 Uhr Kaffeehaus-Literatur Der Südtiroler Autor und Schauspieler Wolfgang Sebastian Baur („Puschtra Mund­ Art“) liest Texte, u. a. von H.C. Artmann Brixen, Finsterwirt

9., 14., 16. April, 20 Uhr 10., 17. April, 18 Uhr Kriminalkomödie „Keine Ruhe in der Truhe“ mit der Heimatbühne Vahrn Vahrn, Haus Voitsberg

Fr., 8. April, 20 Uhr Liebe, Beziehung und Sexualität Stefan Braito berichtet über seine Reise zu den Indianern nach Mexiko Neustift, Turnhalle Grundschule

Di., 12. April, 20.30 Uhr „Lenz“ Theateraufführung des Freien Theaters Bozen Brixen, Forum Brixen

Fr., 8. April, 20 Uhr Wiener Melange mit Senta Berger und dem Schwabinger Klaviertrio Brixen, Forum Brixen

Do., 14. April, 11 Uhr „Der Freundschaftsring“ Theateraufführung mit dem Platypus Theater Brixen, Forum Brixen

Musik

15. und 16. April, 20.30 Uhr „Brausepulver“ Ein Angriff auf die seichte Abendunter­ haltung vom Duo Schall und Hauch, Berlin (D) Brixen, Anreiterkeller

Feste & Feiern 6., 7., 8. April, 15 Uhr 25 Jahre VKE Brixen, Fischzuchtweg (Spielhaus Lido) So., 24. April, 11 Uhr Kinderfest Vahrn, Haus Voitsberg

Sa., 2. April, 20 Uhr Frühjahrskonzert der Musikkapelle Milland Milland, Saal des Jugendheimes Sa., 2. April, 20.30 Uhr Konzertabend mit Liedern aus den Bergen Veranstalter: CAI Bressanone Brixen, Forum Brixen So., 3. April, 17 Uhr Frühjahrskonzert der Musikkapelle Albeins Albeins, Vereinshaus Do., 7. April, 10 Uhr „Grease“ Musical Brixen, Forum Brixen

Veranstaltungen selbst veröffentlichen? Kein Problem! Die Inhalte des vorliegenden Veranstaltungskalenders sind mit dem entsprechenden Bereich des Brixner Internet-Stadtmagazins brixen.net gekoppelt. Vereine und Veranstalter können nach einer Registrierung kostenfrei Hinweise auf ihre Veranstaltungen in den Be­reichen Theater, Musik und Sport veröffentlichen. Vor Drucklegung des „Brixner“ werden die Inhalte aus brixen.net für die Seite „Tipps & Events“ übernommen. Wer diesen Service in Anspruch nehmen möchte, kann sich beim Projektleiter Oskar Zingerle nähere Informa­ tionen einholen: Telefon 0472 837537, e-mail: oskar.zingerle@brixmedia.it

Gesund und fit mit YOGA Ein Weg zu Lebenskraft, Entspannung und Harmonie

EINFÜHRUNGSKURS mit RAKESH NANDA Yogalehrer und Pranatherapeut, Bruneck

1 x wöchentlich, 7 Treffen, jeweils 19.45-21.15 Uhr BRIXEN: STERZING:

ab Do. 14. Apr. 2005 ab Mo. 11. Apr. 2005

Anmeldung und Info: Tel.

0474 530547 (Bruneck)

Sa., 9. April, 20.30 Uhr Konzert der Musikkapelle Peter Mayr Pfeffersberg Brixen, Forum Brixen, Saal Prihsna Mi., 13. April, 20.30 Uhr CD-Präsentation Unit Eleven Jazz Orchestra: „Song For Her“ Brixen, Anreiterkeller

Sonstiges 26. März, 8., 9., 22., 23. April, 9 Uhr Biologischer Bauernmarkt Brixen, Albuingasse

6., 13., 20. April, 10 Uhr „Sünde und Vergebung in der Brixner Kunst“ Besichtigung der sonst nicht zugänglichen Fresken im Chorgestühl der Frauenkirche, die Fresken im Kreuzgang und an der Fran­ ziskaner-Kirche – Anmeldung beim Touris­ musverein Brixen Brixen, Kreuzgang So., 10. April, 9 Uhr Tag der offenen Tür in allen Gärtnereien der Gärtnervereinigung Brixen Brixen

weiterbildung Kulturverein Brixen Volkshochschule Ab Anfang April Englisch-, Italienisch-, Deutsch- und Spanischkurse für Anfänger und Fortge­ schrittene 4. und 6. April Ätherische Öle für Körper und Seele ab 5. April Aquarellmalen; Porträtzeichnen, Akt­ zeichnen

Infos: Tel. 0472 836424 e-mail: info@kulturverein.it

KVW Bildungsreferat Bezirk Brixen 5. bis 17. April Kochen von Grund auf mit Helmut Kantioler 14. April bis 4. Mai Guten Appetit…ohne Reue?? Seminar zu richtigem Essverhalten

Infos: Tel. 0472 836060 e-mail: bezirk.brixen@kvw.org

Jukas Bis 3. April Die Zeitlosigkeit der „neutralen Maske“ Schauspielkurs mit D. Merz April Finger-, Körper- und Krabbelspiele für Kleinkinder 8. und 9. April Mit Kindern und Jugendlichen in der Natur (Seminar) 9. April, 20.30 Uhr Nada Yantra: Tanz und Musik aus Indien 16. April Orientalischer Tanz und Entspannung Basis-Technik-Intensiv-Workshop

Infos: Tel. 0472 279919 e-mail: bildung@jukas.net

Cusanus Akademie 5. April Bachblüten Hilfe und Grenzen einer ganzheitlichen Heilmethode 7. April, 20 Uhr Wenn Bürger selbst entscheiden wollen 8. April Berührung wirkt

9. April Religiöses Erleben – Religiöse Sehn-Sucht? Eine religionspsychologische Auseinan­ dersetzung Infos: Tel. 0472 832204 e-mail: info@cusanus.bz.it

Bildungshaus Kloster Neustift 1. April, 14 Uhr Kompost – Schatztruhe des Gärtners 13. und 14. April Kommunikation und Stressbewältigung für Krankenpfleger 15. bis 17. April Wald-Wesen: Mythen, Märchen, Symbolik und umweltpädagogische Bedeutung des Waldes

Infos: Tel. 0472 835588 e-mail: bildungshaus@kloster-neustift.it

KVW-Bildungshaus Sarns 9. und 10. April Body-Mind-Centering Einführungsseminar 16. bis 22. April Innehalten – Fasten – Reinigen 15. bis 17. April „The Work“ und „Grundloses Lachen“

Infos: Tel. 0472 833450 e-mail: bildungshaus.sarns@kvw.org

Fachschule Salern 13. und 20. April Vorbereitungskurs auf die Zweisprachig­ keitsprüfung C 19. April Richtige Etikettierung von Milchprodukten

Infos: Tel. 0472 833711 (8.30 bis 12 Uhr) e-mail: sbclrkc68@schule.suedtirol.it

Landesberufschule Ch. Tschuggmall ab 1. April Open Office.org Tabellenkalkulation ab 4. April Computerbenutzung und Dateimanage­ ment Programmieren mit Visual Basic ab 5. April Word für Windows Microsoft Excel PowerPoint Flash MX 2004 Professional ab 6. April

Infos: Tel. 0472 273906

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