Skip to main content

Brixner 174 - Juli 2004

Page 1

Jahrgang 16 - Nr. 07 Juli 2004

www.brixen.net

Made by

Einzelnummer 0,10 Euro - Versand im Postabonnement - 45% - Art. 2, Abs. 20/b, Ges. 662/96, Bozen / I.P. - In caso di mancato recapito prego restituire a Bolzano CPO per la restituzione al mittente previo pagamento resi

Unabhängige Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung

Tumorerkrankungen im Eisacktal

Leben mit Krebs City Bus

Riggertalschleife

Sammlung „Unterberger“

» S. 24

» S. 30

» S. 38

Wie das neue Konzept für den City Bus aussieht, das Anfang 2005 realisiert wird

Warum das Projekt Nachteile für Franzensfeste, Aicha und auch Brixen bringt

Warum die Ausstellung der Bilder in der Hofburg Brixen sehenswert ist


Editorial

Juli

Thema 4

4 Tumorerkrankungen im Eisacktal: Leben mit Krebs

Menschen&Meinungen 9

12 Portrait: Peter Aichner 15 Umfrage: Halten sich die Brixner fit?

Eine xxx Portion xxx Entscheidungsfreude

Brixen&Milland 17

Unsere junge Mitarbeiterin Alice Engl beschäftigt sich in dieser Ausgabe mit einem Schreckgespenst, das im Grunde längst keines mehr ist: Krebs. Eine Tumorerkrankung ist schon lange kein Todesurteil mehr: Die Ärzteschaft setzt auf Prävention und Behandlung. Die Heilungschancen sind bei den meisten Tumorarten gut. Wie aber wirken sich Verkehr und schlechte Luftwerte auf die Tumorbildung aus? Gibt es überhaupt einen Zusammenhang? Alice ist dieser für uns Eisacktaler spannenden Frage in unserer Titelgeschichte nachgegangen.

20 IG Stadtbild: Knochen mit Löchern? 22 Früh dran mit dem „ersten Mal”... 24 Ein Citybus der Superlative

Dörfer&Fraktionen 29

30 Riggertalschleife: Plan mit Fragezeichen 32 Aicha erhält neue Wohnbauzone

Kunst&Kultur 35

36 Musikalische Klänge vor historischen Kulissen 37 Mindlost: Grunge, Rock und Funk mal drei 38 Unterberger-Sammlung: Romantik bis Expressionismus 40 Georg Kaser: „Wenn es sem g‘wesn ward, wo i g‘wesn bin...” 41 Musik und Kirche: Sinfonie und Sinfonietta

Annamaria Mitterhofer hingegen hat sich mit der viel zitierten Riggertalschleife beschäftigt. Dabei handelt es sich im Moment nur um „einen Strich auf der Landkarte“, wie von politischer Seite mehrmals erklärt wurde. Es spricht für die Brisanz dieses Themas, dass wir es nicht einmal geschafft haben, die entsprechende Grafik zu bekommen. Trotzdem hat Annamaria versucht, Vor- und Nachteile der Riggertalschleife zu analysieren.

Sport&Co. 43

44 SV Milland: Millander Sportler feiern

Spezial 47

47 Computer & Büro

Tipps&Events

Impressum

50

50 Veranstaltungen und Weiterbildung

Der „Brixner“ erscheint monatlich und wird im Postabonnement 45 % Art. 2, Abs. 20/b, Ges. 662/96, Bozen zugestellt. Auflage: 8.800. Preis Abonnement: 1 Euro. Eintragung am Landesgericht Bozen am 29.12.1989, Nr. 29/89 R.St.   Redaktionsanschrift: „Brixner“, Otto-von-Guggenberg-Straße 34, 39042 Brixen Tel. 0472 837537 - Fax 0472 836769 - e-mail brixner@brixmedia.it   Eigentümer: Brixmedia GmbH, Otto-von-Guggenberg-Straße 34, 39042 Brixen   Herausgeber und für den Inhalt verantwortlich: Willy Vontavon   Redaktionsmitglieder: Willy Vontavon (wv), Doris Brunner (db), Marlene Kranebitter Zingerle (mk), Alex Tauber (at), AnnaMaria Mitterhofer (amm), Thomas Oberrauch (to), Sonja Rienzner (sr), Judith Wieser (jw), Oskar Zingerle (oz), Günther Eheim vulgo Sigmund (GEvS), Elmar Albertini (ea), Barbara Fuchs (bf), Manuela Kerer (mak), Alexandra Laber (al)   Layout & DTP-Satz: VrJni Oberleitner    Titelbild: Getty Images

Anzeigenverkauf: Brixmedia GmbH, Otto-von-Guggenberg-Straße 34, 39042 Brixen Tel. 0472 837537 - Fax 0472 836769 - e-mail sonja.messner@brixmedia.it

Das Interview mit dem Brixner Bürgermeister Klaus Seebacher in der letzten Ausgabe und unsere Analyse der Situation um die Bürgermeister­ suche haben einigen Staub aufgewirbelt. Wir haben von vielen Seiten Lob erhalten für die ausführliche Informa­tion. Albert Pürgstaller hat uns allerdings in gewohnt freundlicher Art gerügt: Sein Ansinnen, für das Bürger­meisteramt zu kandidieren, war noch nicht veröffentlichungsreif. Ob er nun kandidiert, scheint auch heute noch nicht klar zu sein. Wir wünschen Pürgstaller eine Portion Entscheidungsfreude. Die würde er auch als Bürgermeister brauchen.

Druck/Fertigstellung: AthesiaDruck Brixen Nächster Redaktionsschluß: 30. Juli 2004

Ihr

Werbeannahmeschluß: 3. August 2004 Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, daß sämtliche in dieser Zeitschrift veröffentlichten Stellenangebote, sei es im Kleinanzeiger wie auch in den Formatanzeigen, sich ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechts beziehen. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Beiträge unter Umständen zu kürzen, abzuändern oder zurückzuweisen. Namentlich gezeichnete Beiträge unserer Mitarbeiter geben nicht unbedingt die Meinung des Herausgebers wieder und sind von der Redaktion nicht in allen Einzelheiten des Inhalts und der Tendenz überprüfbar. Nachdruck sowie Vervielfältigungen jeder Art ausschließlich mit schriftlicher Genehmigung der Redaktion.

e-mail: brixner@brixmedia.it

www.brixen.net

Willy Vontavon


Tumorerkrankungen im Eisacktal

Leben mit Krebs Foto: Oskar Zingerle

Welchen Einfluss haben Verkehr und Schadstoffbelastung auf die Krebsrate im Eisacktal? Welche anderen Risikofaktoren sind Ausschlag gebend? Wie kann sich die Bevölkerung schützen? Zum Thema Krebs fallen jedem von uns eine Menge Fragen ein. Fragen, auf die es meist keine eindeutige Antwort gibt…

V

Viele von uns kennen im engen oder weiten Familien- und Bekanntenkreis jemanden, der an einer Krebserkrankung leidet. Das Tumorregister in Bozen verzeichnete in den Jahren zwischen 1995 und 1999 6.242 Neuerkrankungen unter der männlichen Bevölkerung in Südtirol und 5.188 Fälle innerhalb der weiblichen Bevölkerung, wobei etwas mehr als 60 Prozent der Neuerkrankungen Personen im Alter von 65 Jahren und darüber betrafen.

Diskussion über Ursachen Doch worin liegen die Ursachen für eine Krebserkrankung? Vor allem die Bevölkerung im Eisacktal stellt sich die Frage, in wie fern die Belastung durch den Verkehr eine Krebs erregende Wirkung haben kann. Neben den Risikofaktoren wie Rauchen, falsche Ernährung, genetische Veranlagung, Viren oder Strah-

Raucher leben mit einem hohen Risiko, an Krebs zu erkranken lungen, wie zum Beispiel auch die Sonneneinstrahlung, wird in den Medien den Umwelteinflüssen vielfach eine Krebs erregende Wirkung zugeschrieben. „Im Einzelfall ist es aber schwierig festzustellen, wel-

Sonderwochen Drogerie - Parfümerie

cher dieser Faktoren Ausschlag gebend ist. Man muss davon ausgehen, dass immer mehrere Faktoren eine Rolle spielen“, sagt Dr. Karl Lintner, der ärztliche Direktor des Territoriums des Sanitätsbetriebes Brixen.

17.07. – 24.07. 24.07. – 31.07. 31.07. – 07.08. 07.08. – 21.08.

viele Düfte Biotherm E. Lauder viele Sonnenprodukte

au verk Au s

f

im ode m e d n Ba a l h uswa Große A Altenmarktgasse 24 • Tel. 0472 833142

Brixen, Domplatz 2 • Tel. 0472 836458 Die Parfumerie am Domplatz hält für Sie jeden Samstag Nachmittag geöffnet.

4

Verkehr als Verursacher von Krebs? Was die Belastung durch den Verkehr betrifft, sei erwiesen, dass die Rußpartikel aus den Dieselmotoren Krebs erregend sind.


Prostatakrebs an erster Stelle Die unter der männlichen Bevölkerung in Südtirol am häufigsten auftretende Tumorart stellt der Prostatakrebs dar, gefolgt von Darm- und Lungenkrebs. Laut Angaben des Tumorregisters hatte die Provinz Bozen zwischen 1995 und 1999 italienweit die höchste Anzahl an Neuerkrankungen bei Prostatakrebs. Besonders bei diesem Tumor herrscht noch Ungewissheit über die Ursachen. Wiederum gelten die genetische Veranlagung und die Ernährung als mögliche Ursachen, doch bisher wurden keine eindeutigen Zusammenhänge festgestellt. Dr. Lintner hat eine durchaus plausible Erklärung für die

Foto: Oskar Zingerle

Studien besagen, dass Rauchen und falsche Ernährung aber am meisten ins Gewicht fallen, während Schadstoffbelastung und Umweltverschmutzung eine geradezu marginale Bedeutung haben. Doch die Gewichtung dieser einzelnen Faktoren lässt sich niemals eindeutig feststellen, da sie sich gegenseitig beeinflussen und verstärken können. Hinzu kommen noch mögliche genetische Veranlagungen, die in der Familie liegen können. Einzig und allein zwischen dem Risikofaktor Rauchen und dem bösartigen Tumor von Luftröhre, Bronchien und Lunge lässt sich ein eindeutiger Zusammenhang feststellen: Neun von zehn Lungenkrebspatienten sind Raucher. Was die anderen Krebs erregenden Wirkstoffe und Einflüsse betrifft, sollte man mit Zahlen und Studien vorsichtig umgehen. Dr. Lintner betont zusätzlich die Rolle der Psyche: „Eine gesunde Ernährung ist äußerst wichtig. Weiters sollte aber auch das weite Feld der psychischen Einflüsse und Faktoren berücksichtigt werden“, sagt Lintner. Bei der Entstehung eines Tumors spiele auch die körpereigene Abwehr eine große Rolle, betont er. „Wenn ein Tumor wächst, hat die eigene Abwehr sozusagen versagt, was durchaus auch auf psychische Einflüsse zurück zu führen sein könnte. Wenn sich Leute, die an Transitstrecken wohnen, durch den Lärm und die Verschmutzung psychisch belastet fühlen, könnte dies mit ein Grund für die Entstehung eines Tumors sein.“

Renate Jöchler: „Im Rahmen der Südtiroler Krebshilfe gibt es drei Selbsthilfegruppen, die regelmäßig Treffen organisieren.” hohe Rate in der Provinz Bozen: „Hier stellt sich die Frage, ob bei uns lediglich mehr und bessere Untersuchungen vorgenommen werden. Wenn mehr Menschen untersucht werden, findet man eben auch mehr Fälle.“

als auch die genetische Veranlagung. Aus den Angaben des Tumorregisters geht jedoch hervor, dass verhältnismäßig mehr Männer an Darmkrebs erkranken als Frauen. Dies könnte auf unterschiedliche Ernährungsgewohnheiten zurückzuführen sein, doch Dr. Lintner betont wiederum das psychische Moment: „Wenn ich auf die Fälle, die ich in der vergangenen Zeit erlebt habe, zurückblicke, so entsteht bei mir der Eindruck, dass der Darmkrebs oft bei Menschen auftritt, die introvertiert sind. Nachdem man weiß, dass Männer vielfach stärker introvertiert sind als Frauen, könnte dies eine Rolle spielen. Dies ist aber lediglich eine persönliche Einschätzung von mir, ich habe dazu keine Daten.“ Im Vergleich zu anderen Gebieten mit durchaus ähnlichen Essgewohnheiten wie Slowenien, Vorarlberg oder St. Gallen weist Südtirol die höchste Anzahl an Darmkrebserkrankungen auf. Dies zeigt, dass nicht nur die besagten Risikofaktoren Ernährung und Veranlagung, sondern auch

andere Belange wie die Art der Vorsorgeuntersuchung und die Bereitschaft der Bevölkerung, Kontrollen durchzuführen, Auswirkungen auf diese Zahlen haben. „Gerade beim Darmkrebs spielt die Vorsorgeuntersuchung durch eine Darmspiegelung eine große Rolle. Besonders Vorarlberg ist dafür bekannt, dass eine große Anzahl der Menschen an den Vorsorgeuntersuchungen teilnimmt. Darmpolypen können nämlich mit der Zeit zu Darmkrebs umschlagen. Wenn diese Polypen rechtzeitig herausgenommen werden, kann die Entstehung eines bösartigen Gewächses verhindert werden. Wenn dies flächendeckend durchgeführt wird, verringert sich auch die Anzahl an Darmkrebserkrankungen“, bemerkt Dr. Lintner zu dieser Statistik. Eine Verbesserung im Bereich der Vorsorgeuntersuchung und vor allem eine durch Aufklärungsarbeit erhöhte Bereitschaft der Bevölkerung, eine präventive Darmspiegelung durchzuführen, könnte demnach die Anzahl der Neuerkrankungen verringern.

Höchster Durchschnittswert in Brixen Der Sanitätsbetrieb Brixen weist im Vergleich zu Bozen, Meran und Bruneck zwischen 1995 und 1999 den höchsten Durchschnittswert an Neuerkrankungen auf. Dies kann aber wiederum damit zusammenhängen, dass in Brixen mehr Untersuchungen durchgeführt werden. „Natürlich könnten auch andere Faktoren wie zum Beispiel die Schadstoffbelastung eine Rolle spielen, doch meiner Meinung nach korreliert diese Zahl mit der Anzahl der Untersuchungen“, erklärt der ärztliche Direktor.

Darmkrebs an zweiter Stelle Der Großteil der weiblichen Patienten zwischen 1995 und 1999 erkrankte an Brustkrebs. An zweiter Stelle folgte Darmkrebs, der damit bei beiden Geschlechtern die am zweithäufigsten auftretende Tumorart darstellt. Als Risikofaktoren gelten auch hier sowohl Ernährung

Fiat Punto 1.2 Active BJ: 06/2003, ca. 30.000 km verschiedene met. Farben • • • • • • • •

5 Türen ABS 2 Airbags Klimaanlage Servo "dual-drive" Radio Elektrische Fensterheber Zentralverriegelung

Neupreis: € 12.830,Moser-Preis:

8.390,-

Preishammer

Fabrikstraße 4 ∙ 39031 Bruneck Tel. 0474 571444 ∙ www.automoser.com 24 Stunden frei für Sie zugänglich! 5


info

„Es war die Hölle“

„

Diagnose: Kehlkopfkrebs. Eine betroffene Brixnerin schildert ihren Leidensweg.

6

musste eine Kehlkopfoperation durchgeführt werden. Dabei verlor ich meine Stimme, was mich besonders hart traf, wo ich doch so ein Plappermaul war. Nachdem ich mich einigermaßen erholt hatte, folgten weitere Eingriffe. In einer achtstündigen Operation wurde eine künstliche Speiseröhre verlegt. Aus der folgenden Zeit auf der Intensivstation habe ich eigentlich keine Erinnerungen mehr. Ich kam erst wieder zu mir, als ich in einem Einzelzimmer lag. Ich war ständig auf die Hilfe anderer angewiesen. Für den Urin wurde ein Katheter gelegt, für den Stuhlgang wurde ich in große Windeln eingepackt. Ich musste alles wieder lernen. Da ich selber noch keinen Schritt gehen konnte, schleppten mich zwei Helfer jeden Morgen zum Waschbecken. Mein Mann und meine Kinder besuchten mich regelmäßig und spendeten mir viel Kraft und Mut. Wenn man gesund ist, ist alles selbstverständlich, und man nimmt sich viel zu wenig Zeit für sich selber und den nächsten. Das kann sich schlagartig ändern. Nach fünf Monaten Klinikaufenthalt durfte ich wieder nach Hause. Mittlerweile geht es mir wieder besser. Ich kann sogar schon alleine im Garten spazieren. Essen und Sprechen muss ich langsam wieder lernen. Besonders freut es mich, dass ich sonntags wieder zur Messe gehen kann. Ich habe in Innsbruck so viel Leid und Elend gesehen und miterlebt, vor allem bei Kindern, so dass ich mit meiner Krankheit noch ganz zufrieden bin. Ohne meinen Mann fiele es mir sicher schwerer, mein Schicksal zu ertragen. Er gibt mir in der Früh die künstliche Nahrung, reinigt meine Kanüle, macht die Spritzen und fährt mich zu den Kontrollen in das Krankenhaus. Auch meine Kinder sind mir eine große Hilfe. Sie haben alle einen Beruf und fast alle selbst eine Familie, trotzdem bleiben für ihre Mami immer einige Stunden Zeit. Ich glaube, dass der Herrgott mich noch nicht bei sich haben will und hoffe, dass er mir noch einige Zeit schenkt.

“

Dr. Karl Lintner: „Bei der Entstehung von Krebs spielen immer mehrere Faktoren eine Rolle.”

„Probleme in ihrer Gesamtheit betrachten“ Bei den statistischen Daten des Tumorregisters fällt auf, dass die Anzahl der durchschnittlichen Neuerkrankungen an Lungenkrebs zwischen 1995 und 1999 in Bruneck weit niedriger ausfielen als in den Sanitätsbetrieben Brixen, Bozen und Meran. „Gerade bei Lungenkrebs ist es nahe liegend, dass der Umweltfaktor eine Rolle spielt, besonders in verkehrsbelasteten Gebieten wie Brixen, Bozen oder Meran. Es könnte also durchaus sein, dass sich dieser Unterschied aufgrund der verstärkten Belastung durch die Rußpartikel aus den Dieselmotoren ergibt“, räumt Dr. Lintner ein. Gleichzeitig betont er aber, dass an dieser Stelle auch eine Vielzahl von anderen Faktoren, die die Verkehrsbelastung mit sich bringt, berücksichtigt werden muss: „Probleme müs-

„

Foto: Oskar Zingerle

Als ich eines Tages meine in Bozen wohnhafte Tochter besuchte, nahm das Ganze seinen Lauf. Ich trank ein Glas Orangensaft und musste plötzlich vor Schmerzen schreien, da mein Hals fürchterlich brannte. Mein Mann brachte mich sofort in die Hals-Nasen-Ohrenabteilung des Brixner Krankenhauses, wo die Ärzte eine Probe entnahmen. Die Diagnose fiel leider positiv aus: Das bedeutete Krebs. Daraufhin wurde ich in der Innsbrucker Universitätsklinik operiert. Das Gewächs wurde herausgeschnitten; zur Vorbeugung musste ich eine Strahlen- und Chemotherapie über mich ergehen lassen. Es war die Hölle – vor allem die Strahlentherapie, bei der ich eine Maske über meinem Gesicht tragen musste. Ich konnte weder schlucken noch laut reden, hatte Erstickungsanfälle und wurde künstlich ernährt. Deshalb

sen immer in ihrer Gesamtheit betrachtet werden. Neben den Dieselrußpartikeln verursacht der Verkehr Lärmbelastung, Stau und andere Stressfaktoren. Dies ergibt eine Palette von Risikofaktoren, die das Wohlbefinden beeinträchtigen und die körpereigene Abwehr schwächen können.“

Niedrige Lungenkrebsrate Sowohl im italienweiten als auch im internationalen Vergleich zählt Südtirol zu den Gebieten mit einer niedrigeren Lungenkrebsrate. Die meisten Regionen Italiens, aber auch Vorarlberg und Slowenien weisen einen höheren Durchschnittswert an Lungenkrebserkrankungen auf – was wiederum gegen einen Zusammenhang von Lungenkrebsrate und Verkehrsbelastung sprechen würde. Dem entspricht auch eine Studie, die vor einigen Jahren von den Hausärzten im Wipp-

Wenn man gesund ist, ist alles selbstverständlich, und man nimmt sich viel zu wenig Zeit für sich selber und den nächsten

“

Brixner Krebspatientin


tal durchgeführt worden ist. Man hat damals alle Krebsfälle im Wipptal auf einer Landkarte erfasst, um herauszufinden, ob es vermehrt Patienten gebe, die ihren Wohnsitz in der Nähe der Autobahn haben. Das Ergebnis war ernüchternd: Der Tumor nimmt keine Rücksicht auf Verkehrsstrecken, sondern schlägt zufällig und ohne erkennbares Muster zu.

Vorsorge und Früherkennung Im Gegensatz zur Ursachenforschung verzeichneten die Bereiche Vorsorge, Früherkennung und Heilung in den letzten Jahren durchaus Fortschritte und Verbesserungen. So haben die Fortschritte bei den Methoden zur Früherkennung von Haut- und Brustkrebs durchaus eine Verbesserung der Heilungschancen bewirkt. Das Um und Auf bleibt jedoch die eigene individuelle Vorsorge, also die Vermeidung von zu viel Sonneneinstrahlung, die Aneignung gesunder und ausgewogener Essgewohnheiten, der Verzicht auf das Rauchen sowie die Durchführung von regelmäßigen Kontrollen zur Früherkennung. Dies betont auch Renate Jöchler, die Präsidentin des Bezirkes Eisacktal der Südtiroler Krebshilfe: „Die zentrale Aufgabe der Südtiroler Krebshilfe besteht nicht nur darin, kranke Menschen zu unterstützen, sondern auch, gesunde Menschen über die Krankheit und über vorsorgende Maßnahmen aufzuklären.“ Aus diesem Grund organisiert die Krebshilfe Vortragsreihen mit dem Ziel, den Menschen die Angst vor dieser Krankheit zu nehmen und sie zu einer bewussten Vorsorge zu bewegen.

peutischen Maßnahmen wie Wassergymnastik oder therapeutisches Turnen auch Unterstützung im psychosozialen Gebiet an. „Im Rahmen der Südtiroler Krebshilfe gibt es drei Selbsthilfegruppen, die regelmäßig Treffen organisieren. Sowohl Betroffene als auch andere Personen treffen sich, bauen Gespräche auf und tauschen Erfahrungen aus“, erklärt Frau Jöchler. Damit die Krebshilfe helfen kann, muss sich der Betroffene aber erst an die Krebshilfe wenden und offen mir seiner Krankheit umgehen. Die Organisation versucht durch die ständige Präsenz in den Medien und durch

das Verteilen von Informationsblättern die Krebspatienten und ihre Angehörigen anzusprechen. Renate Jöchler gibt aber zu, dass es durchaus Schwierigkeiten gibt, die Patienten zu erreichen: „Mir fällt auf, dass es besonders den Männern schwer fällt, ihre Krankheit zuzugeben. Aus diesem Grund sind sie bei uns auch unterrepräsentiert. Wir versuchen gerade, eine Selbsthilfegruppe für Patienten mit Prostatakrebs aufzubauen; mittlerweile nehmen fünf Männer daran teil.“ Das wichtigste Ziel sollte jedoch im Bestreben liegen, den Menschen die Angst vor dieser

info Südtiroler Krebshilfe Renate Jöchler Runggadgasse 21 39042 Brixen Tel. 0472 832448

Krankheit zu nehmen – besonders deshalb, weil in den Bereichen Vorsorge und Heilung inzwischen bedeutende Fortschritte erzielt wurden. Eine Krebserkrankung ist heute entgegen der landläufigen Meinung in vielen Fällen heilbar. Alice Engl

Hilfe durch die Krebshilfe Die seit über 20 Jahren bestehende Südtiroler Krebshilfe stellt die wichtigste Anlaufstelle für Krebspatienten dar. Sie ist in sieben Bezirke unterteilt. Der Bezirk Eisacktal umfasst das Gebiet von Brenner bis Waidbruck und Vintl sowie das gesamte Grödnertal und hat etwa 320 betroffene und 250 fördernde Mitglieder. Das wichtigste Ziel der Organisation besteht darin, Menschen mit Krebserkrankungen zu unterstützen. Die Südtiroler Krebshilfe bietet neben thera7


24 Jahre Generalsekretär

Marlene Kranebitter marlene.kranebitter@brixen.net Tel. 0472 837537

Der Generalsekretär der Bezirksgemeinschaft Eisacktal, Walter Mitterrutzner, ist Mitte Juni in den wohlverdienten Ruhestand getreten. 44 Dienstjahre lang war er in der öffentlichen Verwaltung tätig, davon 24 Jahre bei der Bezirksgemeinschaft Eisacktal. Angefangen hat die Karriere des aus Niederdorf gebürtigen Pustertalers als Gemeindebeamter in Prags. Die weiteren Stationen jeweils als Gemeindesekretär waren Rodeneck und Natz Schabs, von wo aus er die Geschicke der damaligen Talgemeinschaft wesentlich mit beeinflusste. Sechs der bisher sieben Präsidenten der Bezirksgemeinschaft hat Walter Mitterrutzner begleitet und als ranghöchster Beamter das Personal geleitet sowie die Tätigkeiten der Bediensteten der höheren Ränge koordiniert. Das Amt des Generalsekretärs hat nun der Lüsner Johann Grünfelder inoz ne.

ticker Die neue Direktorin des Forum Brixen heißt Sabine Reitmayr, ist aus München gebürtig und hat bisher das Stadttheater Sterzing geleitet. Sie ersetzt Helga Mahlknecht. +++

König Albert II. von Belgien weilte kürzlich in Brixen. Der hohe Gast logierte für eine Nacht im Hotel Elephant. König Albert, der seit zehn Jahren in Belgien regiert, war auch in der Vergangenheit mehrmals in Brixen zu Gast.

Über den Dächern von Brixen

+++

Foto: Markus Knapp

Foto: Oskar Zingerle

Im Rahmen der 40-Jahr-Feier der Freiwilligen Feuerwehr Schalders wurden Johann Ploner, Ingenuin Heidenberger, Andreas Faller und Balthasar Oberrauch für langjährige Mitgliedschaft geehrt.

+++

Der Grödner Architekt Wilfried Moroder wurde kürzlich zum neuen Präsidenten des Rotary Clubs Brixen gewählt. Er löst damit Aldo Del Bò ab, der den Club im letzten Jahr führte.

+++

Seit zehn Jahren gibt es den Schafzuchtverein Plose. Bei der letzten Mitgliederversammlung wurde der Ausschuss neu gewählt: Der Mellauner Ignaz Messner wurde als Obmann bestätigt.

Seinen Arbeitsplatz in luftige Höhen verlegte kürzlich Oskar Zingerle. Auf Wunsch der Firma Mabo, die bei der Werbeagentur Brixmedia eine Luftaufnahme ihres Bau-Projektes „Station Center“ in Auftrag gab, tauschte der 27-jährige Mühlbacher den Bürosessel gegen ein Paragliding-Outfit und begab sich mit dem Millander „Flying Duck“ Markus Knapp auf die Plose, um von dort zu einem Tandemflug über Brixen abzuheben. Dabei

fanden die beiden noch genügend Zeit, mit einer an einem Teleskopstock befestigten Kamera Fotos von sich selbst zu schießen, wie unser Bild zeigt. Luftaufnahmen mit dem Paragleit-Schirm gehören zwar nicht zum alltäglichen Tätigkeitsfeld der Brixmedia, aber wenn es um die Befriedigung der Kundenwünsche geht, kennen die Mitarbeiter der Werbeagentur keine Grenzen. Als Fullservice-Agentur ist Brixmedia der richtige An-

sprechpartner, wenn es um Anzeigenwerbung, Flugblätter, Radiospots, Telefonwarteschleifen, Medienplanung, Pressearbeit, Corporate Design, Firmenbroschüren oder Direct Marketing geht. Wer auch Lust hat, einen Tandemflug zu unternehmen, kann sich bei Joe Oberrauch von den „Moosfliagern“ (Telefon 348 3109479) oder bei Markus Knapp von den „Flying Ducks“ (Telefon 335 364264) melden. wv

Der Spruch vom Much I woaß schun, prum huier der Summer net kimmp. S’Wetter isch ihm zu schlecht...

9


LAMMento

Aus Protest zu Fuß „Hast du gehört? Der neue City Bus fährt auch durch die Fußgängerzone“, sagt der Franz, während er mit bis zur Nachbarschaft vernehmbarem Schlürfgeräusch seinen Macchiato genießt. Ja, sage ich, dann kannst du vom Parkplatz, wo du dein Auto parkst, mit dem Bus durch die Altenmarktgasse bis hierher vor die Haustür fahren. „Eigentlich will ich das gar nicht, denn der kleine Fußmarsch durch die Altstadt ist doch sehr gemütlich, und man trifft hin und wieder einen alten Bekannten, mit dem man a Ratscherle machen kann“, sinniert der Franz weiter. Mit der Gemütlichkeit dürfte es sowieso vorbei sein, wenn sich alle dreißig Minuten ein Bus durch die Menschen zwängt, gebe ich zu bedenken. „Da könntest du auch wieder Recht haben“, sagt der Franz. „Andererseits könnte ich auf mein Auto ganz verzichten und mit dem City Bus bis zur Grenze der Altstadt fahren“, leuchtet der Franz. Ja, sage ich, und dann steigst du aus Protest aus und gehst doch wieder zu Fuß hierher ins Cafè. „Ich wäre sowieso schneller als mit dem Bus“, leuchtet der Franz immer heller. „Weißt du, wie lange ein City Bus braucht, bis alle Leute auf die Seite gesprungen sind? Und außerdem – ich lass mir meine Gemütlichkeit doch nicht nehmen...“

leserforum „Es ist noch nicht zu spät“ Ein Leser gratuliert Sepp Kusstatscher zu seinem Einzug ins Europaparlament.

Wir Brixner freuen uns mit dir und sind richtig stolz, dass du nach den Landtagswahlen jetzt auch den Sprung in das Europaparlament geschafft hast. Es macht Mut zu sehen, wie wirksam echtes Engagement und überzeugtes Handeln im Gegensatz zu ständigem Lamentieren und der viel zitierten Ohnmacht gegenüber Politik und Macht ist. Lieber Sepp, du machst uns bewusst, dass der einzelne Bürger wirklich etwas verändern und bewegen kann. Beherztes Handeln ist das wirkungsvollste Mittel gegen Resignation und Ohnmacht. In Zusammenhang mit deiner zukünftigen Tätigkeit im Europaparlament denke ich besonders an den Brennerbasistunnel, der eine große Bedrohung (nicht nur für das Eisacktal!) darstellt und von echten Alternativen ablenkt. Ich wünsche mir, dass das Unbehagen, das in breiten Bevölkerungsschichten gegenüber der Verkehrspolitik, im Besonderen gegenüber dem BBT, spürbar ist, in einer gebündelten Plattform sein Sprachrohr finden kann. Die Bevölkerung hat nämlich die ständige Bevormundung satt und will eigenverantwortlich mitbestimmen; das hat diese Wahl wiederum gezeigt. Und bezüglich Brennerbasistunnel ist es noch nicht zu spät. Erinnern wir uns: Zwentendorf ist auch nicht in Betrieb gegangen. Karl Kerschbaumer, Brixen

Kurz mal rückwärts gehen

Bestellschein

Ein Leser übt sich im Preis- und Qualitätsvergleich der Brixner Gastronomie

Ich habe die Zeitschrift „Brixner“ bis jetzt nicht erhalten. Senden Sie mit bitte monatlich ein Exemplar zu. Meine Adresse hat sich geändert. Bitte senden Sie den „Brixner“ ab sofort auf meine neue Adresse.

Alte Adresse:

Neue Adresse:

Vorname & Name Straße & Nr. PLZ & Ort … Der „Brixner“ wird in den Gemeinden Brixen, Vahrn, Natz Schabs, Lüsen und Mühlbach im Abonnement zum Preis von 1 Euro versandt. Abonnements für das restliche Staatsgebiet kosten 18 Euro, für das Ausland 50 Euro. Schneiden Sie diesen Bestellschein aus und senden ihn an: Brixmedia GmbH, Otto-von-Guggenberg-Straße 34, 39042 Brixen. 10

Einige Jahre sind vorüber, seit die Inflation es erlaubte, Gebäude aus dem Boden sprießen zu lassen. So haben wir zum Teil auch restaurierte wunderschöne historische Gebäude, Kneipen und Hotels, die der Stadt Glanz verleihen, die sie schmücken; Terrassen, Gärten, ja sogar mit Palmen – eine

Pracht. Nun hört kurz zu, Ihr lieben Kneipenverdreher und Brotverkäufer: Wo steckt der feine Hauch an etwas Klasse? In welchem Verhältnis stehen Preis und Qualität? Sind dies zum Teil nicht Preise, die kaum Verbrecher pflegen? Zum Schaden vieler, die auch gerne ihre Sinne pflegen möchten, doch fast gezwungen sind, auf dies mit Speis und Trank serviert zu verzichten. Neulich hab ich doch ein Speckbrot bestellt. Ich musste es fressen, der Speck war geschnitten wie ein Filet. Angenehm – des Bürgers Vernunft sagt Gott sei Dank, mit einmal fort gehen pro Woche ist es auch getan. Vergleich: Macchiato in der Toscana 0,60 Euro, Macchiato in Brixen 0,95 bis 1,10 Euro. Dabei ist kaum einer auf der Höhe, bei uns die Milch professionell zu wärmen, um jetzt nicht andere Beispiele herauszuziehen. Vieles håts gebn und guit ischs giwedn. Gratulation zu diesem Motto. Ich denke, die Wenigkeit steht in sich und somit zum Verkauf. Kurz mal rückwärts gehen ist mein Tipp. Hannes Sebastian Huber, Brixen

Wirklich grotesk Eine Stellungnahme zum Bericht in der Juni-Ausgabe des „Brixner“ mit dem Titel „Fahrräder vor“

Architekt Paternoster, der – nach langjährigem Druck von Seiten des Umweltbundes auf Stadtrat Gebhard Dejaco – beauftragt wurde, eine Machbarkeitsstudie für das Brixner Radwegenetz zu erstellen, teilte uns kürzlich mit, dass er diese bereits vor etwa einem Jahr der Gemeindeverwaltung übergeben hat, seitdem jedoch zu keiner Nachbesprechung oder dergleichen eingeladen wurde. Der zuständige Stadtrat für Umwelt der Gemeinde Bozen, Stefano Fattor, äußerte uns gegenüber, dass er nie von der Gemeinde Brixen auf die roten Fahrradstreifen angesprochen wurde. Er bestätigte dagegen, sehr wohl mit den für Radfahrer reservierten roten Fahrbahnstreifen sehr positive Erfahrungen in Bozen gemacht zu haben. Seiner Aussage nach

Der „Brixner“, O.-v.-Guggenberg-Str. 34, 39042 Brixen fax 0472 836769 - e-mail brixner@brixmedia.it


mmh! eignen sich lediglich nicht alle Rondelle für diese roten Streifen. Was die Breite der Fahrradspuren betrifft, so besteht laut Stadtrat Fattor absolut die Möglichkeit, Fahrradspuren mit einer Breite von weniger als 1,5 Meter zu errichten, besonders wenn diese mit einem etwas erweiterten Gehsteig kombiniert werden. Stadtrat Fattor stellte außerdem fest, dass seit der Existenz eines effizienten Radwegenetzes in Bozen mittlerweile 23 Prozent des Stadtverkehrs mit dem Fahrrad abgewickelt werden. In Brixen hat Stadtrat Dejaco bereits vor mehr als zwei Jahren, als ihn der Umweltbund zu einer Radwegeanalyse zusammen mit einer Schulklasse einlud, die Mängel im Brixner Radwegenetz erkannt und Abhilfe versprochen. Aber was hat er bis jetzt unternommen? Schade ist, dass die Redakteurin des „Brixner“ unseren Vorschlag zum Thema Mischverkehr in ihrem Artikel nicht erwähnt hat. Wenn nämlich keine eigene Fahrspur errichtet werden kann, wäre im Mischverkehr auf alle Fälle zum Schutz der schwächeren und umweltfreundlicheren Radfahrer ein Tempolimit von 30 Stundenkilometern einzurichten. Weiters haben wir der Redakteurin auch zahlreiche Fotos von parkenden Autos auf Radwegen und Gehsteigen im Brixner Stadtbereich gezeigt. Veröffentlicht wurde jedoch ein Foto mit einem „rasenden“ Radfahrer auf der lächerlich kurzen Fahrradspur über die Brücke auf der Mozartallee. Bei allem Respekt vor Andersdenkenden!

Ulrike Kerschbaumer aus Kranebitt hat gleich mehrere Köche in der Familie und ist deshalb um einen Rezept-Tipp nie verlegen.

MangoldSpaghettini Aber der Hinweis, dass rote Fahrradstreifen zu schnellerem Fahren verleiten, ist wirklich grotesk und lässt auf eine recht voreingenommene Einstellung der „Brixner“-Redaktion zum Radverkehr schließen. Wann wird man endlich in Brixen erkennen, dass jeder zusätzliche Radfahrer fast ein Autofahrer weniger ist? Wir als Umweltbund werden uns jedenfalls weiterhin für eine umwelt- und menschenfreundlichere Verkehrspolitik in Brixen einsetzen, auch wenn wir auf die Unterstützung seitens der Gemeinde und des „Brixner“ verzichten müssen. Klauspeter Dissinger, Umweltbund Brixen

Desolater Anblick Frau Mossa hat uns einen Leserbrief samt Foto zugesandt

Vielleicht haben die Tourismustreibenden dieses Jahr durch das Ausbleiben der Gäste auch Zeit für sich und können sich ein Bild machen von dem, was den Urlaubern (und Einheimischen) in St. Andrä

geboten wird. Der unter „W“ angepriesene und ausgeschilderte Wasserfall bietet einen desolaten Anblick und ist nur mit geschlossenen Augen aus der Ferne zu genießen, da der Zugang versperrt ist. Das Bild der Bank (Foto) spricht für sich. Aloisia Mossa, St. Andrä

Schlechte Busverbindung Zur „Lüsner Wohlfühl-Oase“ in der Juni-Ausgabe des „Brixner“

Ein wirklich guter Tipp des „Brixners“, der allerdings verschweigt, dass am Wochenende umweltbewusste Brixner doch lieber in die Acquarena gehen sollten, denn mit dem Bus geht es zwar am Samstag in die Lüsener Oase, jedoch nicht nach Brixen zurück! Sonntags bleibt der Bus in der Garage. Da sich nur wenige zu Fuß oder mit dem Radl auf den Weg machen werden, wird auch zukünftig der Naturbadeteich an den Wochenenden so wenigen Brixnern zeigen, wie das schöne Foto dokumentiert, muffelt S. Dobbertin, Brixen

Zutaten für 4 Personen: 500 gr. Spaghettini Nr. 3 1 Bund Mangold, Knoblauch, Olivenöl und Parmesan nach Belieben

Zubereitung Den Mangold waschen und in zentimeterbreite Streifen schneiden. Gemeinsam mit den Spaghettini ins kochende Salzwasser geben und gemeinsam kochen, bis die Spaghettini „al dente“ sind. In der Zwischenzeit den Knoblauch fein hacken und in einer Pfanne mit Olivenöl rösten. Nudeln und Mangold abseihen und in die Pfanne geben, etwas Olivenöl darüber, dann mit Parmesan überstreuen. Nach Belieben zum Beispiel mit gedünsteten Tomatenwürfeln garnieren. Gutes Gelingen! Haben auch Sie ein besonderes Rezept, das Sie unseren Lesern nicht vorenthalten möchten? Bringen Sie Ihr Rezept und Ihr Foto einfach vorbei (Redaktion „Brixner, Otto-von-GuggenbergStraße 34, Brixen, Tel. 0472 837537) oder schicken Sie uns ein e-mail: brixner@brixmedia.it.

11


Portrait

Stromspezialist mit künstlerischer Ader Wenn die Stadtwerke Brixen heute über ausgezeichnete Infrastrukturen verfügt, dann ist dies auch Verdienst des Technik-Freaks Peter Aichner, der fast 30 Jahre lang bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1992 Direktor des damaligen „E-Werks Brixen“ war

D

Durch das geöffnete Fenster dringt die stickige Luft eines ausklingenden schwülen Sommertages. Über der Stadt hängt eine schwere Dunstglocke, und es riecht nach Regen. Peter Aichner, langjähriger Direktor der Brixner Stadtwerke mit einer künstlerischen Ader, erwartet uns in seinem gediegen eingerichteten Wohnzimmer. Im Hintergrund tickt gemächlich eine behäbige Standuhr aus dunklem Holz. Während wir durch Aichners Leben streifen, an wichtigen Stationen Halt machen und über Menschen reden, die ihn beeindruckt haben, verfangen wir uns manchmal in Details, von denen er meint, „dass das die Leute gar nicht lesen wollen“. Ausdrucksstarke, tiefbraune Augen, die sehr eindringlich blicken können, und ein verhaltenes Lächeln kennzeichnen den 73-Jährigen, der von sich selbst sagt, er sei ein „nicht leicht zu habender Mensch“.

Peter Aichner hat ein großes Faible für die Malerei

Düstere Zeit in Rufach Peter Aichner vermag spannend und mit viel Wortwitz zu erzählen, manchmal auch mit Wehmut und mit einem leisen Hauch von Bitterkeit. So zum Beispiel, als er seine Zeit in der Reichsschule für Volksdeutsche in Rufach anspricht. Als die düsterste Zeit seiner Jugend hat er jene

Jahre des Zweiten Weltkriegs in einem Aufsatz für die Nordtiroler Zeitschrift „Tiroler Chronist“ einmal bezeichnet. Vehement wehrt er sich heute dagegen, diese Zeit als „bärig“ zu bezeichnen, so wie dies eine Runde von ehemaligen Rufachern in einer Rai-Sendung vor über zwei Jahren getan hat. Es sei eben nicht „bärig“ gewesen, täglich von älteren Mitschülern

Schlussverkauf

verprügelt zu werden, und es sei auch nicht „bärig“ gewesen, in einer Anstalt zu leben, in der die SS allgegenwärtig war. Die Schule in Rufach werde viel zu oft schön geredet, nicht zuletzt auch deshalb, „weil eine besondere Attraktivität darin bestand, dass den Eltern keinerlei Kosten, weder für Unterkunft noch für Lehrmittel, entstanden. Auf Verlangen hat es sogar Taschengeld gegeben.“ Die nationalsozialistische Erziehungsauffassung in Rufach sei einfach nicht wegzuleugnen, „wobei es nie um das Wohlergehen der Schüler ging, sondern lediglich um ein totales Gehorsamsprinzip.“ Peter Aichner hat sich mit dem kritischen Aufsatz im „Tiroler Chronist“ nicht nur Freunde gemacht, aber es gehört einfach zu seiner Persönlichkeit, „frei und ungeschminkt die Meinung zu äußern“. Die Gesichter derer, die ihn in Rufach täglich verprügelt haben, hat Aichner noch ganz klar vor sich.

Schwester Gertrud als Lehrerin Mit einem Schmunzeln erinnert er sich an die deutschen Sprachkurse, die als Vorbereitung

-30 bis -70%

Hochwertige Produkte zu Tiefstpreisen

Wir bleiben trotz Umbau auch weiterhin für Sie geöffnet.

12


Foto: Oskar Zingerle

28 Jahre lang leitete Peter Aichner die Geschicke der Brixner Stadtwerke auf den Besuch deutscher Schulen nach der Auswanderung dienen sollten. Seine ältere Schwester Gertrud unterrichtete in diesen Sprachkursen, „und sie gab uns über den Sommer jede Menge Hausaufgaben.“ Beim Lerneifer bescheinigte ihm die gestrenge Schwester lediglich ein „ausreichend“, und als der kleine Peter einmal mit zerzausten Haaren zum Unterricht kam, meinte sie gar: „Jå håbm se ba enk dahoam koan Kampl?“

Radiogeräte und Militärflugzeuge Als die Familie nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges in einem Zwei-Tages-Marsch über das Zillertal nach Südtirol zurückkehrte, standen ihr schwierige Zeiten bevor. Peter Aichners Vater erhielt seine Stelle als Gemeindearzt nicht mehr zurück. Zu tief war der Graben zwischen den Dableibern und den Gehern. Als „großes Glück“ bezeichnet Aichner die Tatsache, dass die Familie ihr Haus in Niederrasen nicht verkauft hatte, „sodass wir zumindest eine Bleibe hatten.“

Das Geld, das für die Rückreise erforderlich gewesen war, hatte Peter Aichner verdient, indem er aus Wehrmachtsbestandteilen zwei Radiogeräte zusammengebastelt und sie um 600 Schilling verkauft hatte. Alles, was mit Technik im Allgemeinen und mit elektrischem Strom im Besonderen zu tun hat, übt seit jeher eine große Faszination auf Aichner aus. In seiner Oberschulzeit im Kassianeum entwickelte er während eines Krankenstandes ein ferngesteuertes Flugzeug, „und noch heute bin ich ein Fanatiker für Flugzeuge.“ Vor allem die Militärflugzeuge des Zweiten Weltkrieges haben es ihm angetan, und mittlerweile hat er sogar einige Standard-Nachschlagewerke „für diese Blechkisten“ verfasst.

Bilder mit Geschichten Und dann gibt es da noch sein großes Faible für die Malerei. „Das Talent habe ich wohl von meinem Großvater mütterlicherseits“, erklärt Aichner. Er malt seit seinem zwölften Lebensjahr, „und zwar

gerne Landschaften und Architektur, vorzugsweise in Kombination zueinander.“ In Seminaren und vor allem auf Reisen widmet er sich dieser Leidenschaft, immer bereit, sich ganz auf die Umgebung einzulassen. Alle seine Bilder entstanden vor Ort, „denn nur so kann man das Sehen lernen.“ Er weiß ein herbstliches Landschaftsbild im Hochgebirge ebenso beeindruckend darzustellen wie das helle Licht einer südlichen Landschaft. Jedes seiner Aquarelle hat eine bestimmte Spannung, die den Blick zu bannen vermag. In den letzten 15 Jahren beteiligte er sich an verschiedenen Gemeinschaftsausstelllungen im In- und Ausland, und in sieben persönlichen Ausstellungen ließ er sich tief in seine Seele blicken. „Ausgewogene Farben verraten eine romantische Seele“, stand einmal in einem Pressekommentar, und diese romantische Seele ist in vielen Bildern, die allesamt ihre eigene Geschichte haben, wiederzufinden.

steckbrief Peter Aichner wurde am 3. Mai 1931 in Niederrasen als siebtes von neun Kindern des Gemeindearztes Simon Aichner und dessen Frau Paula Thalhammer geboren. Er besuchte die italienische Volksschule in Rasen und in der Folge als Optantenkind die deutschen Sprachkurse. Im Oktober 1941 kam er gemeinsam mit zwei älteren Brüdern mit dem so genannten Zweiten Transport nach Rufach in die Reichsschule für Volksdeutsche. Dort blieb er bis zum Sommer 1943 und wechselte dann, nachdem seine Eltern inzwischen ausgewandert waren, in die Oberschule nach Bregenz. 1946 kehrte die Familie unter recht abenteuerlichen Umständen nach Südtirol zurück. Im darauf folgenden Jahr kam Peter Aichner ins Kassianeum nach Brixen. Er legte dort die Maturaprüfung ab und ging anschließend an die Technische Hochschule nach Graz. Im Fach Elektrotechnik bestand er die erste Staatsprüfung, dann setzte er sein Studium in Stuttgart fort und beendete es 1955 im Fach Nachrichtentechnik. Nachdem er in verschiedenen Betrieben, darunter der Firma Telefunken in Hannover, praktische Erfahrungen gesammelt hatte, zog es ihn 1963 nach Südtirol zurück. 1964 kam er zu den Brixner Stadtwerken. Er leitete deren Geschicke bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1992. Von 1966 bis 1973 war Aichner Ortsobmann der Brixner SVP. Mit seiner Frau Eva Zimmetatis, mit der er seit 1961 verheiratet ist, hat Peter Aichner mk sieben Kinder.

Marlene Kranebitter

13


„Für das totale Rauchverbot“ Sieben Fragen an den Landesrat für Gesundheit und Sozialwesen, Richard Theiner Herr Landesrat, in weniger als einem halben Jahr tritt das neue Rauchgesetz in Italien in Kraft. Bekanntlich wird Südtirol in dieser Frage ein eigenes Süppchen kochen. Wie wird es aussehen? Wir haben in den vergangenen Monaten einen Gesetzesentwurf vorbereitet und werden diesen am kommenden Montag in die Landesregierung bringen und dort gemeinsam darüber diskutieren. Im Wesentlichen wer­den wir die Grundsätze des staatlichen Gesetzes beibehalten. In welchen Punkten unterscheidet sich das Gesetz für Südtirol vom Staatsgesetz? Wir werden versuchen, die Nichtraucher nicht nur mit diesem Gesetz, sondern mit einem ganzen Bündel von Maßnahmen verstärkt zu schützen. Außerdem wollen wir den Anteil der Raucher unter der Bevölkerung und insbesondere unter den Jugendlichen mit gezielten Maßnahmen zu reduzieren versuchen. Das Gesetz selbst ist sehr kurz gehalten und klar verständlich. Die Inhalte sind im Wesentlichen dieselben wie jene vom Staatsgesetz; wir werden aber auch einige Punkte einfügen, was den Zugang zu Tabakwaren betrifft. Das heißt also, dass die Regeln für die Strukturen der Gastlokale dieselben sein werden wie jene im Staatsgesetz?

14

Wir werden darüber am Montag diskutieren. Ich bin aber davon überzeugt, dass ein totales Rauchverbot mit Abstand die beste Lösung wäre. Das würde de fakto eine Verschärfung des italienischen Gesetzes bedeuten. Das ist richtig. Die Ausnahmen, die das staatliche Gesetz vor­sieht, führen lediglich zu gewaltigen Kosten bei den Betreibern von Lokalen. In den vergangenen Monaten bin ich von sehr vielen Betreibern von Gaststätten ersucht worden, keine Ausnahmen vorzusehen. Letztendlich sind die Betreiber und Mitarbeiter von Gastbetrieben diejenigen, die am meisten dem schädlichen Zigarettenrauch ausgesetzt sind. Wäre ein totales Rauch­verbot in allen öffentlichen Lokalen theoretisch überhaupt möglich? Theoretisch ja, das Trentino­ Richard Theiner: „Ein totales hat es uns vorgemacht. Ein verRauchverbot wäre die beste schärftes Rauchverbot führt nicht Lösung.” nur zum Schutz der Nichtraucher und zu wesentlich mehr Lebensqualität, sondern auch zu einer Umsatzsteigerung in den öffent- ich persönlich werde mich ganz lich zugänglichen Lokalen. klar für das totale Rauchverbot einsetzen. Werden Sie am Montag in der Lan­­desregierung versuchen, das Eine Initiative hat kürzlich betotale Rauchverbot durchzuset- kannt gegeben, dass sie in einer zen? beispiellosen Aktion über 40.000 Wir werden die verschiede- Unterschriften für rauchfreie Zonen Varianten durchdiskutieren; nen gesammelt hat. Ist das Er-

gebnis dieser Aktion für Sie ein Signal? Absolut! Dieses Ergebnis ist sehr erfreulich, und es macht deutlich, dass die breite Bevölkerung sensibel für dieses Thema ist. Ich bin den Initiatoren der Aktion sehr dankbar. Willy Vontavon


Umfrage

Halten sich die Brixner fit? In den letzten Jahren hat sich ein wahrer Trend zum gesundheitsbewussteren Leben entwickelt. Versuchen auch die Brixner, gesund zu leben? Wenn ja, was machen Sie dafür? Wir haben uns umgehört. Um sich fit zu halten, besucht Carmelina Russo „regelmäßig das Fitnesscenter in der Acquarena. Sonst mache ich eigentlich nicht viel mehr. Wieso, schaue ich fit aus?“ fragt sie uns mit einem ironischen Lächeln. „Spaß beiseite, mir gefällt diese Art von Sport im Fitnessstudio ganz gut, und deshalb bin ich ganz zufrieden. Was die Ernährung betrifft, versuche ich, gesunde Sachen zu essen und vor allem mit wenig Fett.“

„Was ich tue, um mich fit zu halten?“ fragt Leo Dariz noch einmal mit nachdenklicher Miene. „Jeden Tag mit dem Rad zur Arbeit fahren, auf den Berg gehen. Damit halte ich mich hauptsächlich fit. Und Schwimmen“, fällt ihm noch ein. „Damit habe ich zwar ein bisschen nachgelassen, aber Radfahren und Berggehen tue ich dafür umso mehr.“

Armin Mitterer kann sich zunächst einen kurzen Lacher nicht verkneifen. „Ich halte mich eher geistig in Form“, meint er scherzhaft. „Sportmäßig gehe ich ab und zu in die Acquarena, wo ich mir die Summercard gekauft habe. Im Winter gehe ich manchmal zum Skifahren.“ Langlaufen oder Alpinski?, wollen wir wissen: „Alpinski! Langlaufen ist viel zu anstrengend.“

Sergio Sassu hält sich in erster Linie „mit Biken fit. Mit dem Mountainbike drehe ich regelmäßig meine Runden, sonst gehe ich zum Klettern oder zum Wandern. Im Winter ist das Snowboard mein Fitnessgerät. Wenn mir das Wetter einen Strich durch die Rechnung macht, trainiere ich auch zu Hause.“

Was macht Claudio Stablum, um sich fit zu halten? „Gioco a calcio, vado a nuotare e faccio la sauna nell’Acquarena. Nei fine settimana vado in montagna e d’inverno vado a sciare. Per tenermi in forma, ho sempre fatto qualcosa. Ho giocato anche a livelli agonistici a calcio e ho fatto diversi sport. Stò anche attento a che cosa mangio. Cerco di mangiare tanta verdura e pasta, comunque una dieta un po’ mediterranea.”

„Da quando hanno aperto l’Acquarena, praticamente sono lì tutti i giorni”, erzählt uns Tosco Caracristi stolz. “Poi le domeniche vado un po’ in montagna. Altre cose non le faccio, ma a me sembra che questo sia abbastanza. D’inverno vado un po’ a fare sci da fondo.”

Fotos: Oskar Zingerle

„Per stare in forma vado in bicicletta ogni giorno per un’ora e un quarto circa”, sagt Fulvio Scarpato. “Poi faccio un po’ di nuoto e fisioterapia. D’inverno monto sulla cicletta da casa e ognitanto faccio una corsa leggera. Inoltre non mangio carne da vent’anni.”

“Sport!” antwortet Matteo Remondini spontan auf unsere Frage. „Basket!“, wird er schon etwas konkreter. „Mi alleno due, tre volte la settimana. Vado un po’ in piscina con gli amici e basta. Ah, d’inverno vado anche con lo snowboard”, fällt ihm noch ein. Und wie sieht’s mit der Ernährung aus? „Mangio un pò di tutto.“ Das soll ja auch gesund sein. 15


Foto: Willy Vontavon

Willy Vontavon

Auf Erkundungsfahrt

willy.vontavon@brixen.net Tel. 0472 837537

ticker Die Kaufleute von Brixen veranstalten auch heuer eine Weihnachtslotterie, wie kürzlich beschlossen wurde. Die „Brixner Weihnachtsüberraschung“ geht heuer in die fünfte Runde.

+++

Das „Millander Informationsblatt“ feierte kürzlich sein 20-jähriges Jubiläum. Treibende Kraft der vierteljährlich erscheinenden Publikation ist der Millander Emil Kerschbaumer.

+++

Das Kaiser-Franz-JosefSpital, bei den Brixnern besser als „Sanatorium“ bekannt, feierte vor einigen Tagen sein 90-Jahr-Jubiläum.

+++

Der Millander Friedhof wird um 2.300 Quadratmeter vergrößert. Diese Entscheidung traf kürzlich der Brixner Gemeinderat. Die Gemeindeverwaltung wird nun die Ausführungsplanung in Auftrag geben.

+++

Pilzesammler können bis zum 28. Oktober ihre „Beute“ überprüfen lassen. Der Dienst für Hygiene und öffentliche Gesundheit hat hierfür eine Kontrollstelle eingerichtet. Info über die Öffnungszeiten: Tel. 0472 812480.

Während dieser „Brixner“ bereits in der Druckmaschine ist, befindet sich eine fast 50-köpfige Delegation der SVP Eisacktal auf großer Erkundungsfahrt in der Schweiz, wo man sich an einer Baustelle des Gotthard-Basistunnels einen Eindruck über deren Auswirkungen auf die nächste Umgebung machen wollte. Der Gotthard-Basistunnel wird 57 Kilometer lang und ist in jeder Hinsicht mit dem Brennerbasistunnel vergleichbar. Seit 1999 baut man gleichzeitig an fünf Stellen; 2015 soll der Tunnel eingeweiht werden. Am Besuch im Tessin nahmen neben zahlreichen SVP-Exponenten des Eisacktals auch Landesrätin Sabina Kasslatter Mur, die Landtagsabgeordneten Albert Pürgstaller, Hanspeter Munter und Walter Baumgartner, Bezirksleiter Siegfried Messner und die Bürgermeister von Lajen und Klausen teil. Fazit: Auch eine Baustelle dieser Dimension kann durchaus in einer Weise organisiert werden, dass sie von der Bevölkerung mitgetragen wird. Im nächsten „Brixner“ werden wir uns wv ausführlich mit diesem Thema beschäftigen.

Einkaufsspaß ohne Ende Sowohl in Brixen als auch in Klausen wird man in den nächsten Wochen jeweils am Donnerstag Abend auch einkaufen können. Klausen führt unter dem Motto „Shopping Mania – Einkaufsspaß ohne Ende“ den bereits zur Tradition gewordenen „langen Donnerstag“ mit Öffnungszeiten bis 22 Uhr weiter. Die Klausner haben dazu ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Musik, Kinderanimation, Gauklern und Feuerschluckern vorbereitet. Veranstalter der „Shopping Mania“ ist das neu gegründete „Stadtlkomitee Klausen“ in Zusammenarbeit mit dem HGV und dem Tourismusverein. Während die Klausner Kaufleuteschaft fast vollzählig ihre Läden aufsperrt, wird es in Brixen während der „Brixner Sommer­ emotionen“, die ebenfalls am Donnerstag Abend stattfinden, zu einer „fakultativen“ Öffnung der Geschäfte kommen. „Unsere Städte und Dörfer werden über die Sommermonate Anziehungspunkt nicht nur für die Einheimi-

schen, sondern auch für unsere vielen Gäste“, erklärt der Direktor des Verbandes für Kaufleute und Dienstleister, Dieter Steger, in einer Presseaussendung. Immerhin beträgt der Anteil des

Umsatzes im Einzelhandel, der auf den Tourismus fällt, 23 Prozent und erreicht in den touristischen Spitzengemeinden sogar 60 bis 80 Prozent. Umgekehrt sei die Attraktivität der Destination Südtirol auch vom Einzelhandel abhängig, denn dieser sorge das ganze Jahr über durch verschiedene Initiativen und Aktionen für attraktive Orte, so Verbandsdirektor Steger. wv

17


Neuer Vorstand im Zonta Club Brixen

Eine kleine Feier im Hotel Elephant bildete kürzlich den Rahmen für die Amtsübergabe der bisherigen Präsidentin des Zonta Clubs Brixen, Martina Stanek, an ihre Nachfolgerin Juliane Gasser Pellegrini, die sich in einer kurzen Ansprache für das entgegen gebrachte Vertrauen bedankte und ihre Pläne für die kommende Amtszeit formulierte. Den Zonta Club Brixen gibt es seit 1989. Ziel dieses internationalen Serviceclubs ist die Besserstellung der Frau in rechtlicher, beruflicher und politischer Hinsicht. Insgesamt zählt der Club 35.000 Mitglieder in 66

Altenheimstiftung zertifiziert

Ländern der Welt. Der alle zwei Jahre wechselnde Vorstand erarbeitet jeweils ein Programm, das beitragen soll, das Netzwerk engagierter Frauen im Land, aber auch international weiter zu knüpfen und zu stärken. Dies kann durch Informationskampagnen geschehen, durch Hilfestellungen in Notsituationen, durch soziale und karitative Projekte. Im vergangenen Arbeitsjahr hat der Zonta Club mit dem Ertrag des Weihnachtsbazars ein Hilfsprojekt für Frauen in Rumänien unterstützt, wodurch vor allem jungen Mädchen Ausbildung und soziale Besserstellung ermöglicht wird. Auch Notsituationen im Land – in diesem Jahr waren es vor allem solche älterer Menschen – versucht der Zonta Club immer wieder unbürokratisch zu lindern. Zur Feier waren auch Vertreterinnen von Zonta Bozen und Innsbruck sowie der Gemeinde Brixen gekommen. Sie überbrachten Grüße und die besten Wünsche für den neuen Vorstand und die Präsidentin. bf

Der Altenheimstiftung zum Heiligen Geist wurde kürzlich das international anerkannte Zertifikat nach ISO 9001:2000 verliehen. Der Verleihung war eine mehrtägige Überprüfung vor Ort voraus gegangen. Das aus drei Fachleuten bestehende Audit-Team unter der Leitung von Harald Guttzeit überprüfte die Bereiche Führung & Organisation, Pflege- und Betreuungsqualität in den Wohnbereichen

sowie die betriebliche Hygiene in den Wohnbereichen, der Küche und der Wäscherei. Ergebnis des Audits waren neben einigen konkreten Verbesserungspotentialen eine Fülle von Anregungen für die Mitglieder der ersten und zweiten Leitungsebene für die Fragen der Führung in der täglichen Praxis. „Die weiteren Audits in den folgenden zwei Jahren werden weitere organisatorische Verbesserungen bringen“, so Guttzeit. Das verliehene Zertifikat erhält eine Laufzeit von zunächst drei Jahren und muss nach dessen Ablauf im Rahmen einer erneuten vollständigen Beurteilung erneuert werden. In den dazwischen liegenden Jahren finden jeweils so genannte Überwachungs-Audits statt, bei denen bestimmte Aspekte des Qualitätsmanagements einer gezielten Überprüfung unterzogen werden. oz

Gut abgefertigt Brixen, Sonntag, 21. Juli 1918

Es gibt auch bei uns noch Mehl genug, man muss nur die Quellen wissen und verstehen, entweder tüchtig in den Geldbeutel zu greifen oder ein entsprechendes Tauschgeschäft zu machen. Kam da kürzlich ein alter Herr zu der jungen hübschen Wirtin eines Gasthauses in der Umgebung. Er unterhielt sich mit ihr aufs beste, und da ihm auch der Wein vorzüglich mundete, machte er der liebenswürdigen Wirtin einen ebenso merkwürdigen wie zeitgemäßen Antrag: Er erbat sich von ihr einen Kuss und versprach ihr als Gegenleistung – 5 Kilogramm schönstes weißes Mehl. So verlockend auch dieses Angebot für die Wirtin war – sie nahm es doch nicht an, verzichtete auf das Mehl, und so musste der alte verliebte Knabe wieder abziehen. 18

„Stadtmiliz“ in Brixen

Brixen, Mittwoch, 31. Juli 1918

Wie verschiedene Städte und Orte des Landes, ist auch die Stadt Brixen darangegangen, eine Art Stadtmiliz als Geheimpolizei während der Nacht zu organisieren. Unmittelbaren Anlass dazu gaben die letzten

großen Einbrüche im Innern der Stadt. Eine Wachgruppe wird, ausgestattet mit Revolvern, Kontrolluhren und Legitimation, das Innere der Stadt durchstreifen, während die andere Gruppe das äußere Stadtgebiet zugewiesen bekommt. Die damit erwachsenen Kosten werden nach Art einer Steuer unter den Bürger- und Geschäftshäusern der Stadt nach dem gegebenen Steuerschlüssel


Jetzt anmelden! Drei Tage lang werden Ende November über 300 Lehrlinge und Gesellen vor Publikum in der Bozner Messe bauen und zimmern, kochen und servieren, an Motoren tüfteln und Fliesen legen. Bei der dritten Ausgabe der „Landesmeisterschaft des Handwerks und der Gastronomie“ werden sich Südtirols Lehrlinge und Gesellen messen. Für diese Veranstaltung, die vom Landesverband der Handwerker (LVH) in Zusammenarbeit mit dem Assessorat für deutsche, ladinische und italienische Schulbildung sowie von den Berufsschulen organisiert wird, werden ab sofort Anmeldungen entgegen genommen. Die Bewerber im Alter bis zu 23 Jahren sind noch in Ausbildung oder haben ihre Berufsausbildung bereits abgeschlossen. An der Meisterschaft werden sich auf einer Gesamtfläche von über 14.000 Quadratmetern vor­ aussichtlich 35 Berufe aus Bereichen wie etwa Baugewerbe, Holz, Installation, Gastgewerbe und Landwirtschaft mit über 300 Teilnehmern beteiligen.

Die Lehrlinge arbeiten drei Tage an ihren Prüfungsaufgaben, die sich an den Kriterien der Internationalen Organisation zur Förderung der Berufsausbildung orientieren. „World skills“ ist der Träger der Berufsweltmeisterschaft, die im kommenden Jahr in Helsinki in Finnland stattfindet. Eine Auswahl hierfür wird bei der Landesmeisterschaft getroffen: Lehrlinge und Gesellen, die in der Bozner Messe eine hohe Punktezahl erreichen, haben die Chance, 2005 in Helsinki für Südtirol an den Start zu gehen.

aufgeteilt werden. Diese Nachricht wird sicherlich viel beitragen, das in letzter Zeit stark überhandnehmende Gefühl der öffentlichen Unsicherheit während der Nacht wenigstens einigermaßen zu bannen.

ob dieser Ruf, der sich aus der Mitte der Bevölkerung erhebt, Gehör und Verständnis findet; es können doch unmöglich alle Menschen die Schwimmschule besuchen!

Brixen ohne Bad! Brixen, Samstag, 6. Juli 1918

Das ist denn ein schwerer Vorwurf für jene, die das angeht. Brixen ist doch ein Kurort; man sollte es kaum für möglich halten, dass ein Kurort kein öffentliches Bad hat. Und tatsächlich ist gegenwärtig keine Badeanstalt geöffnet, die für die Allgemeinheit zugänglich wäre; man sagt wegen Mangel an Heizmaterial. Da wäre es denn noch höchst an der Zeit, dass da Wandel geschaffen würde; und, wenn dies der wahre Grund wäre, wäre es in dem Augenblicke für die zuständigen Behörden ein Leichtes, das notwenige Material zu beschaffen. Wir wollen sehen,

wv

Gefährdung einer Dorfkirche

Brixen, Dienstag, 16. Juli 1918

Aus Pinzagen bei Brixen wird uns berichtet: Vorige Woche wäre unsere Kirche bald in Flammen aufgegangen. Eines Nachmittags begab sich eine alte Frau vom Nachbarhause in die Kirche, um ein wenig Privat-Andacht zu pflegen. Zu ihrem Erstaunen fand sie die Kerzen am Altar brennen; bei ihrem Eintritt entwischte eben ein Bube aus der Kirche. Heimgekehrt meldete sie dies ihren Angehörigen, doch schenkte man dem keine weitere Beachtung. Aber der alten Frau ließ es keine Ruhe. Sie ging zur Kirche zurück und fand die Kunstblumen auf dem

Seit 1000 Jahren verbunden Seit nunmehr 1000 Jahren sind Brixen und das slowenische Veldes/Bled verbunden. Damals unterzeichnete Kaiser Heinrich II. eine Urkunde, in der es die Herrschaft Veldes in der Krain dem Brixner Bischof Albuin schenkte. Für rund 850 Jahre gehörten 23 Dörfer in der Umgebung den Brixner Bischöfen. Kürzlich wurde das Jubiläum der Verbundenheit von Bled zu Brixen in einer großen Feier offiziell besiegelt. „Die zwei Städte waren lange Zeit im selben Staat, nun sind sie durch die Vereinigung Europas wieder beisammen“, sagte Bischof Frank Rode. Brixens Bürgermeister Klaus Seebacher, der gemeinsam mit einigen Gemeinderäten an der Feier teilnahm, erklärte, es habe „tausend Jahre gebraucht, um unsere Freundschaft zu besiegeln; nun möge sie ebenso lange halten“. Er wünsche sich, dass die Partnerschaft zwischen den zwei Städten auch von der Bevölkerung gelebt werde. wv

Holzaltar bereits in Flammen und starker Rauch in der Kirche. Es gelang noch rechtzeitig die Gefahr, auch für das Dorf, abzuwenden. Es wäre sehr ratsam, dass diese ungezogenen Stadtranggen (ein solcher war das jugendliche Früchtl) vor solchen gefährlichen Bübereien und Unfug in der Kirche sich hüten, da derlei Geschichten bei dem Massenandrang der Städter nach dem Lande nicht empfehlend wirken.

19


Knochen mit Löchern? Foto: Willy Vontavon

Die neu gegründete „IG Stadtbild“ kritisiert die Pläne der Gemeinde Brixen zur Schaffung eines doppelten Rondells an der Bahnhofstraße und überrascht mit einer eigenen Lösung.

D

Die Brixner Architekten Karl Kerschbaumer und Marlies Gasser, der Designer Klaus Vontavon, Greti Seebacher, Norbert Alberti und Bruno Gheno bilden die neue „Interessensgemeinschaft Stadtbild“, die sich als erstes „Problemkind“ die Kreuzung zwischen Bahnhofstraße und Vittorio-Veneto-Straße vorgenommen hat. Bekanntlich gilt diese Kreuzung seit Jahren als Hindernis für flüssigen Verkehr, weil sich hier fünf Straßen treffen, die drei Ampeltakte bedingen. Dies wiederum bedeutet lange Wartezeiten und damit Stau an den Ampeln. Eine Synchronisierung mit den restlichen Ampeln der Nord-Süd-Achse war nicht möglich.

„Fußgänger unter die Erde verbannt“ Die Gemeinde will diesem Übel nun zu Leibe rücken und hat einen knochenförmigen Kreisverkehr samt Fußgänger­ unterführung geplant (vgl. „Brixner“ April 2004). „Fußgänger werden damit unter die Erde verbannt“, sagt Klaus Vontavon.

20

Die „IG Stadtbild”: v.l.n.r. Klaus Vontavon, Norbert Alberti, Karl Kerschbaumer, Marlies Gasser, Greti Seebacher Dabei sei es bekannt, wie ungern Fußgänger Unterführungen benutzen. Zudem sei die Achse Altstadt-Bahnhof eine der wichtigsten fußläufigen Verbindungen in Brixen, denn „ein Großteil der Pendler gelangt auf diesem Weg zum Zug und in die Stadt“. Außerdem verbreitere die Errichtung des „Knochens“ die Straße und mache sie für Fußgänger zum unüberwindlichen Hindernis. „Die Teilung der Stadt in zwei Hälften wird durch den Bau dieses Kreisverkehres weiter vertieft“, erläuterte Vontavon anlässlich einer Pressekonferenz, die – vom Autoverkehr akustisch beeinträchtigt – auf der kleinen Gästeterrasse der Bäckerei Alberti stattfand.

„Einfache Alternative“ Dabei wäre das Problem mit einer Änderung der Verkehrsregeln auch gelöst, haben die sechs Mitglieder der „IG Stadtbild“ erfasst. „Wir schlagen vor, die Straßen so zu lassen wie sie sind und dafür die Einfahrt zur Kreuzung von der Bahnhofstraße aus der Richtung Bahnhof zu sperren“, schlägt Karl Kerschbaumer vor. Allein diese minimale Änderung brächte mit sich, dass die Ampeln von drei auf zwei Takte reduziert werden könnten – „die Leistungsfähigkeit der Kreuzung nähme um 30 Prozent zu“, hat Vontavon ausgerechnet. Autofahrer, die über die neue Unterführung aus Feldthurns kommen, dürften in Zu-

kunft am heutigen Rondell der Bahnhofstraße nur nach Süden fahren. „Ein beachtlicher Teil der Fahrzeuglenker bevorzugt heute schon diese Variante, weil sie dann der Ampel vor der Bäckerei Alberti ausweichen“, gibt Vontavon zu bedenken. Außerdem könnte man die Möglichkeiten des Einbiegens verkehrsflüssiger regeln und schließlich die Ampel „dynamisch programmieren“ – abhängig vom Verkehrsaufkommen auf der Hauptstraße. Diese einfache Lösung, behaupten die sechs Brixner, sei effizient und verursache minimale Kosten: Ein paar neue Schilder, eine Umprogrammierung der Ampelanlage – „mit 5.000 oder 10.000 Euro wäre alles gezahlt“. Dem


gegenüber stehen etwa 500.000 Euro an Baukosten für den „Osso buco“. Offen bliebe lediglich eine zentrale Frage, stellt die „IG Stadtbild“ süffisant fest: „Was tun mit dem ersparten Geld?“

könnte es während der gemeinsamen Grünphase zu gefährlichen Situationen zwischen ihnen und jenen Autos kommen, die von der alten Fedthurner Straße in Richtung Süden abbiegen.

Gemeinde will Vorschlag prüfen lassen

Probezeit würde Klarheit bringen

Der zuständige Stadtrat Gebhard Dejaco nimmt den Vorschlag der Bürgerinitiative „grundsätzlich ernst“. Es sei wichtig und richtig, dass sich die Bürger Gedanken über die Zukunft von Brixen im Allgemeinen und über Detailprobleme im Besonderen machen würden. Auch in diesem Fall wird man die Vorschläge auf Machbarkeit und Sinn prüfen – oder besser gesagt prüfen lassen. In nächster Zeit wird man die Vorschläge den Münchner Verkehrsplanern zeigen, die dann ein Urteil fällen sollen. Auf dieses Urteil darf man gespannt sein, denn gerade die Münchner Experten, die sich seit Jahren mit dem Brixner Verkehr beschäftigen, hatten für diese Kreuzung auch in Zukunft eine Ampelregelung vorgesehen – wenn auch mit einigen Veränderungen. „Der Fußgängerfluss ist hier so hoch, dass ohne Unterführung nur eine Ampel die gefahrlose Überquerung gewährleistet“, hieß es seinerzeit. Dann kam aber aus Brixen die Idee des knochenförmigen Kreisverkehrs samt Unterführung. Möglicherweise werden die Münchner Verkehrsplaner auf ein kleines Sicherheitsproblem hinweisen, das die Lösung der „IG Stadtbild“ mit sich bringt: Da vom Fahrverbot im südlichen Teil der Bahnhofstraße Taxis und Linienbusse ausgenommen sind,

Nichtsdestotrotz: „Eine Umsetzung unseres einfachen Vorschlages ist mit geringster Vorlaufzeit möglich – fast von heute auf morgen“, sagt Vontavon. „Sie könnte auch probeweise erfolgen – nach ein paar Wochen wissen wir mehr“. Dejaco könnte sich eine „Einführung auf Probe“ ebenfalls vorstellen – vorausgesetzt, die Münchner Verkehrsplaner geben grundsätzlich grünes Licht. Allerdings werde man die Planung des „Knochens“ ebenfalls vorantreiben. Im Mai hat der Gemeinderat die Bauleitplanänderung beschlossen, im November müsste der Amtsweg abgeschlossen sein. Sollte bis dahin die Lösung der „IG Stadtbild“ nicht getestet und für gut befunden sein, wird mit dem Bau begonnen.

Imbissstand anstatt Tankstelle? Nicht nur die „IG Stadtbild“ kritisiert indes den „Osso buco“: Auch der Betreiber der Bäckerei Alberti, Ivo Alberti, hat sich dagegen ausgesprochen, weil er damit fünf Parkplätze verlieren würde. Nicht ganz klar scheint auch die Zukunft des Tankstellenhäuschens zu sein: Die Tankstelle ist im Eigentum der Gemeinde, die es seit 37 Jahren dem Pächter Toni Brunner übergeben hat. Brunner wurde bereits vor über einem Jahr gekündigt und wird heute de fakto nur

Durch die Sperrung der Bahnhofstraße reduzieren sich die Ampeltakte auf vier und ermöglichen flüssiges Fahren noch „geduldet“, solange der Bau des Kreisverkehrs nicht begonnen hat. Vor einigen Tagen hat Brunner aber inoffiziell um die Lizenz eines Imbissstandes für dieses Häuschen angesucht. „Wir haben Verständnis für die persönliche Lage des Pächters, aber da wird sich nur schwer ei-

ne Lösung finden lassen“, erklärt Stadtrat Helmuth Kerer auf Anfrage. Zum einen sei in unmittelbarer Nähe bereits ein ähnlicher Betrieb, und zum anderen sei von Anfang an der Abriss des Tankstellenhäuschens vorgesehen gewesen. Willy Vontavon

21


Früh dran mit dem „ersten Mal“...

nau hier festigen sich wichtige Grundzüge im Umgang mit legalen und illegalen Drogen. Hier werden Lebenszufriedenheit und andere Einstellungen gefestigt. „Diese Komponenten wurden untersucht“, erklärt Karin Sonnerer vom Therapiezentrum Bad Bachgart und Mitverantwortliche der Studie.

...sind die jungen Brixner und Südtiroler im Vergleich zu Österreichern und Deutschen, zumindest was die erste Zigarette und regelmäßiges Alkohol-Trinken angeht. Foto gestellt: Oskar Zingerle

F

Fast die Hälfte aller 14-Jährigen hat bei uns den ersten Rausch schon hinter sich, fast 40 Prozent der 14-Jährigen die erste Zigarette. Das ergab eine aktuelle Kinder- und Jugend-Studie des Therapiezentrums Bad Bachgart in Rodeneck und den Diensten für Abhängigkeitserkrankungen Brixen und Bruneck. Befragt wurden per Fragebogen 430 Schüler zwischen 11 und 14 Jahren der Mittelschule „O. v. Wolkenstein“ in Brixen und weitere

Discount Preise

bis 5.000 Euro

Fiat Panda 750 L Ford Fiesta 1.1 Kat, 3türig Ford Fiesta 1.2 16v, 3türig, AC, Airbag Rover 214 Si, 5türig, AC, Airbag

rot weiß schwarz bordo met.

Bj

reswagen ... Neu und Jah er Kombi od 3türig, 5türig alle Versionen ab Euro

9.900,–

Fiat Punto – gebraucht und neu Bestpreise Alfa 156 2.5 V6 24v - Leder silber 98 BMW 320 D Touring JW schwarz met. 03 BMW 530 D - „Full Opt” anthr. met. Mod. 01 BMW 530 D - „Full Opt” blau met. 01 Jeep Grand Cherokee 3.1 TD LTD silber 01 Mercedes A170 CDI silber 01 Mercedes C200 CDI SW silber 12/00 Nissan X-Trail 2.2 TD DI - Bestpreis silber neu Range Rover 2.5 TDS schwarz met. 96 Seat Alhambra 1.9 TDI dgrün met. 12/99 Toyota Rav 4 Sol D4D - 5trg silber neu Porsche 996 Coupé silber 98 Volvo V70 2.4 D5 „Sonderpreis“ silber neu VW Golf 1.9 TDI 4motion blau met. 00 VW Touareg 2.5 TDI grau met. 03 Fiat Ducato 2.8 TDI Großraum 6sitzer silber 98 Fiat Ducato 2.3 JTD Panorama - 9sitzer JW weiß 03

Finanzierungen • Eintausch- und Altwagenprämien

Wir kaufen Ihr gebrauchtes Fahrzeug! Sterzing · Wiesen 61/a · Tel. 0472 764121 Fax 0472 764642 · info@autocenterwipptal.it 22

Nicht erst mit 15 oder 16 entdecken Jugendliche Alkohol und Glimmstengel, sondern schon im Alter zwischen 11 und 14 beginnt der Konsum: Unter den 11-Jährigen trinken noch drei von vier Kindern keinen Alkohol, unter den 14-Jährigen ist es schon fast nur mehr eines von vier. In Brixen trinken schon über 20 Prozent aller 14-Jährigen regelmäßig Alkoholhaltiges, in Deutschland sind es im Vergleich dazu nur 16 Prozent. Auffallend niedrig ist das Alter, in dem bei uns die erste Zigarette probiert wird: Das durchschnittliche Einstiegsalter liegt bei denen, die es schon einmal probiert haben, bei knapp 11 Jahren, in Deutschland im Vergleich bei knapp 14. Traurig, aber wahr – einige Kinder sprachen doch von sehr frühen Raucherfahrungen im Alter zwischen 5 und 8 Jahren.

Ängstliche Mädchen, gefährdete Buben

89 91 96 97

Auto mit Stil(o) von Stilo 1.2 (80 PS) Stilo 1.6 16v (103 PS) Stilo 1.9 JTD (115 PS)

„Selected-Cars“

Befürchtungen bestätigt

Auffallend früh kommen Brixner Kinder mit Zigaretten oder Alkohol in Kontakt

1.200 Schüler im selben Alter an Mittelschulen in Bruneck, Klausen, Sand in Taufers und Sterzing. Ebenfalls befragt wurden jeweils deren Eltern. Zitiert werden hier die Brixner Daten, sie liegen aber fast ausnahmslos im Südtiroler Durchschnitt.

Wichtige Lebensphase Zwischen 11 und 14 Jahren tun junge Leute einen entscheidenden Schritt in Richtung Selbständigkeit, weg von den Eltern hin zu Freunden und anderen neuen Bezugsgruppen. Ge-

Die Daten zeigen, dass die Buben aller untersuchten Jahrgänge anfälliger für Rauchen und Trinken sind, gleichzeitig aber sorgloser und weniger ängstlich als die Mädchen leben. Bei Letzteren zeigen sich 45 Prozent sehr zufrieden mit sich selbst, während es bei den Jungs schon 60 Prozent sind. Jede fünfte Schülerin hat schon etwas unternommen, um überschüssige Kilos loszuwerden – hier ist die Stadt Brixen im Ortsvergleich übrigens knapper Spitzenreiter –, bei den Schülern nur jeder zehnte. Genau dasselbe Verhältnis zeigt sich beim Thema Angst: Hierüber klagen doppelt so viele Mädchen wie Jungs – ganz so, wie es in unseren Köpfen festsitzt.

Aushalten verlernt Fast jedes fünfte Kind klagt über Schlafschwierigkeiten und


Gelassene Eltern Deutlich zufriedener als die Kinder mit sich selbst sind die Eltern mit ihren Sprösslingen, zum Beispiel mit ihrer Figur. 70 Prozent aller Brixner Eltern haben keine oder wenig Angst davor, das eigene Kind könne alkohol- oder nikotinsüchtig werden, und im Wunschdenken der Eltern sollte ein Jugendlicher sich fast bis zur Volljährigkeit

Karin Sonnerer: „Psychosomatische Beschwerden sind schon bei Teenagern ein großes Thema.”

vom Alkohol fern halten – wie allerdings die Realität aussieht, wurde oben gezeigt. Mancher Probleme sind sich die Schüler offensichtlich mehr bewusst als ihre Eltern.

„Man sollte...“ Neun von zehn Brixner Eltern halten regelmäßiges Sprechen mit ihren Kindern für äußerst wichtig im Kampf gegen zukünftiges Rauchen und Trinken, aber nur jeder dritte Elternteil hat bisher tatsächlich das ausführliche Gespräch mit dem Kind gesucht. 35 Prozent aller Eltern fühlen sich zu wenig über das Thema informiert und würden sich mehr Informationen wünschen.

Die Rolle der Schule Zentrale Bedeutung bei der Suchtprävention messen die Eltern auch der Schule bei. Roswitha Dander, Direktorin der Mittelschule „O. v. Wolkenstein“, ist sich der Verantwortung der Schule in dieser Hinsicht be-

Foto: Oskar Zingerle

jedes dritte über Kopf- oder Bauchschmerzen im letzten Jahr. „Auch psychosomatische Beschwerden sind in diesem Alter schon ein großes Thema“, so Sonnerer, „auffallend gern wird in dem Fall zur Pille oder zu Tropfen gegriffen – immerhin 7 Prozent aller Kinder bekundeten, in den letzten vier Wochen irgendwelche Mittel zur Beruhigung genommen zu haben.“ Stehen die Schüler wirklich so unter Druck, oder haben wir einfach die Fähigkeit und Bereitschaft verlernt, ein bestimmtes Maß an Druck oder Schmerz auszuhalten?

wusst und hat deshalb auch die Durchführung der Studie gern unterstützt. „Als Schule können wir nur im bescheidenen Rahmen operieren“, so Dander, „aber wir schaffen es nicht, einen Trend aufzuhalten. Suchtprävention fängt im Mutterleib an und geht beim Schnuller weiter – die Hauptverantwortung liegt bei den Eltern.“

Nicht einmal ein Dutzend aller befragten Eltern (der 430 beteiligten Brixner Schüler, man rechne!) waren zum Infor­­­mationsabend und zur Präsentation der Studienergebnisse erschienen. Bleibt die Frage, wie dann informiert oder gesprochen werden soll… Sarah Bernardi

Restaurant & Pizzeria Goldenes Lamm 39040 Vahrn 0472 836030 Dienstag Ruhetag

Wir verwöhnen Sie mittags und abends mit schmackhaften Pizzas, knackigen Salaten und leckeren Sommergerichten. 23


Ein Citybus der Superlative Das neue Konzept für den Citybus steht im Wesentlichen. Es bringt ein dichtes Netz an Haltestellen und enge Taktzeiten. Dank dieser Rahmenbedingungen könnte sich der Citybus tatsächlich zu einer attraktiven Alternative entwickeln.

W

Wenn alles gut geht, wird Brixen und Vahrn ab Beginn des nächsten Jahres mit einem flächendeckenden Busnetz versorgt werden, auf dem die Busse die verschiedenen Routen im Halb-Stunden-Takt befahren. Wo sich die Linien kreuzen, wird sogar ein Viertel-Stunden-Takt möglich sein. Die Arbeitsgruppe, zu der neben dem Vizepräsidenten der Bezirksgemeinschaft, Georg Mayrhofer, auch Vertreter der Gemeinden Vahrn und Brixen, des Umweltbundes und das Unternehmen Qnex als Berater angehören, hat in den letzten

24

Monaten intensive Arbeit geleistet. Die wesentlichen Punkte des Nahverkehrskonzeptes sind erarbeitet worden. Drei Linien werden sich die Streckenabschnitte zwischen Vahrn, Neustift, Brixen, Milland, Albeins und der Industriezone aufteilen. Dabei gibt es zum Unterschied zu dem gescheiterten City­­busprojekt vom Frühjahr 2002 zwei wesentliche Neuerungen: Zum einen werden die Busse die jeweilige Strecke hinund zurückfahren, damit der Fahrgast ohne größere Umwege wieder dorthin kommt, wo er gestartet ist. Zum anderen wird

im Bereich der Villa Adele ein so genannter Knotenpunkt eingerichtet, an dem sich die Busse aller drei Linien treffen und wo ein Wechsel von der einen auf die andere Linie innerhalb weniger Minuten möglich ist. Die drei Linien werden im Halbstundentakt verkehren, durch mögliche Kombinationen zwischen zwei Linien ergibt sich mancherorts sogar ein Viertelstundentakt. Linie 1 wird nach den bisher vorliegenden Plänen die Strecke Vahrn mit Start beim Bahnhof, Gemeinde und Waldsacker über die Hauptstraße entlang bis zum

Vinzentinum und Krankenhaus und dann von der Schulzone, Dantestraße, Romstraße zum Knotenpunkt Villa Adele fahren. Von dort geht es zum Brixner Zugbahnhof, Mozartallee, Milland, Angerweg weiter nach Sarns bis zum Endpunkt bei der Albeinser Kirche. Diese Linie soll mit fünf Bussen befahren werden, um die kurzen Taktzeiten einhalten zu können.

Mit dem Bus durch die Fußgängerzone Linie 2 startet ebenfalls in Vahrn beim Rathaus und führt


über Filippi, Löwenviertel hinüber nach Neustift, von dort geht es weiter in Richtung Brixen, an der Melix vorbei zur Elisabethsiedlung, Krankenhaus, Rosslauf, Acquarena, durch die Altenmarktgasse in die Altstadt und über den Großen Graben

marktgasse, die als mögliche Routen zur Auswahl stehen, für die Fußgänger ganz schön eng werden. „Die Lieferautos finden heute aber auch ihren Weg“, entgegnet Mayrhofer. Sollte sich der Plan zur Durchquerung der Fußgängerzone letztendlich nicht als praktikabel erweisen, wird man eben auf eine andere einfachere Route ausweichen.

ten Monate geschehen werde. Im Bereich der Villa Adele muss ein zusätzlicher Bushalteplatz errichtet werden, dem möglicherweise die Parkplätze beim Tourismusverein zum Opfer fallen. Der genaue Standort der Haltestellen ist ebenfalls noch zu bestimmen wie auch die Hinweistafeln, die diese wichtigen Orte kennzeichnen sollen.

Problembereich Rappanlagen

So sieht der erste Entwurf für die Linienverläufe des Citybusses aus wiederum zum Knotenpunkt Villa Adele. Von hier führt der Weg ebenfalls wie bei Linie 1 zum Bahnhof, Mozartallee nach Milland mit Endstation Wolkensteinstraße. Linie 3 startet beim Krankenhaus, führt beim Vinzentinum und dem Auenhausrondell vorbei in die Battististraße, Rappanlagen, Köstlanstraße und zur Mozartbrücke. Von dort geht es bis zur Don-Bosco-Straße hinein zur Villa Adele, zum Bahnhof, Schwesternau und weiter bis in die Kravoglstraße in der Industriezone. Neben der Villa Adele gibt es weitere Kontenpunkte beim Krankenhaus, beim Bahnhof, im Bereich Don Bosco und bei der Mozartbrücke, wo jeweils ein Wechsel von der einen zur anderen Linie nach kurzer Wartezeit möglich sein wird. Linie 2 und 3 soll nach den vorliegenden Plänen nur mit Kleinbussen befahren werden, da sie auch im Bereich der Altstadt und in oder um Stufels verkehren werden. Für Georg Mayrhofer ist es wichtig, dass die Kleinbusse durch die Altstadt fahren, „so kann man direkt vom Geschäft in den Bus steigen.“ Zwar könnte es in der Stadelgasse oder in der Alten-

Eine maßgebliche Entscheidung steht noch für die endgültige Streckenführung der Linie 3 aus. Das Konzept verlangt, dass der Bus auf der gleichen Strecke hin- und zurückfährt. Das ist in den Rappanlagen nicht möglich, weshalb man nun zwischen drei Lösungsvorschlägen wählen muss. Der erste sieht eine Ampel im Bereich des Hotels Dominik vor, die vom Busfahrer per Funk rechtzeitig auf Rot gestellt würde, sodass er freie Fahrt bekäme. Dabei könnte es aber zu kleinen Staus an der Ampel und zu Verzögerungen bei der Durchfahrt des Busses kommen.

Die zweite Möglichkeit sieht vor, dass der Kleinbus durch Stufels fährt, das somit mitbedient würde. Bei Variante drei würde der Bus den Weg über die Adlerbrücke in Richtung Alte Post nehmen und dann durch die Albuingasse und Runggadgasse auf die Widmannbrücke fahren. Diese letzte Variante würde die Altstadt besser bedienen, andererseits bliebe die Zone Köstlan auf der Strecke. Georg Mayrhofer hat zwar schon konkrete Vorstellungen zur Tarifpolitik, allerdings sind die Fahrtkosten noch nicht endgültig festgelegt. Als zusätzliche umweltpolitische Maßnahme werden die neu anzuschaffenden Kleinbusse mit Methangas betankt. „Die Stadtwerke haben uns versichert, dass sie bis Ende des Jahres die notwendige Tankstelle einrichten können“, freut sich Mayrhofer. Bis dahin wird auch das Marktingkonzept umgesetzt sein, damit der Citybus diesmal tatsächlich einen fulminanten Start erleben kann. Annamaria Mitterhofer

Insgesamt hat das Nahverkehrskonzept ein Jahr Zeit, sich zu bewähren. „In diesem Jahr wollen wir die Entwicklung beobachten und die notwendigen Anpassungen vornehmen“, verspricht Georg Mayrhofer. Das eine Jahr Probezeit stellt eine Premiere dar; bisher waren die Probephasen bei neuen Verkehrsprojekten auf drei Monate beschränkt. Diese reichten zumeist nicht aus, um es allen Interessenten bekannt zu machen und die notwendigen Nutzerzahlen zu erreichen. Bei diesem Nahverkehrskonzept werden das Land und die Gemeinden sich die Kosten während des Probelaufes teilen. „Unser Citybus wird beim Land als vorrangiges Projekt behandelt“, freut sich Mayrhofer.

Start: Anfang 2005 In den nächsten Monaten sollen die notwendigen baulichen Maßnahmen realisiert werden. Dazu gehören das Einzeichnen einer Busvorzugsspur von Vahrn nach Brixen und die Beseitigung der Engstelle im Bereich des Vinzentinums. Es gibt bereits die entsprechenden Zusicherungen vom Landesrat Mussner, dass dies innerhalb der nächs25


Meine neue Wohnung:

ist eine von 40 Wohnungen im Station Center; von Single Garconnieren bis zu 4-Zimmer Appartements,mit Balkon oder Terrasse, sowie Garagenplätzen mit hervorragender Verkehrsanbindung durch Bahnhofsnähe und bester Infrastruktur im Haus.

Mein neues Geschäft:

liegt auf den 5.000 Quadratmetern Verkaufsfläche im Station Center; und ist mit zahlreichen Markenunternehmen in bester Gesellschaft. Unterirdisch gibt es für meine Kunden Parkraum für 400 Fahrzeuge.


Naturnahes Wohnen und innerstädtisches Leben in einem Gebäude, das macht das Station Center möglich. Auf dem weitläufigen Areal zwischen Bahnhof und Vittorio-Veneto-Straße laden auf mehreren Stockwerken Geschäfte, Bars und Restaurants zum Flanieren ein, während im hinteren, ruhig gelegenen Gebäudeteil Wohnen zum erholsamen Erlebnis wird. Eröffnung im Frühjahr 2006.

Informieren Sie sich zu Wohnungen und Geschäftsflächen bei Mabo: Tel. 0472 200 300

www.stationcenter.it


anna.mitterhofer@brixen.net Tel. 0472 837537

ticker Die Landesstraße von Vahrn nach Schalders ab der Villa Rainer bis zum Gschlösserhof wird ausgebaut. Die Ausbauarbeiten dürften im Sinne des kürzlich vom Technischen Landesbeirat genehmigten Ausführungsprojektes 3,2 Millionen Euro kosten.

+++

Die Arbeiten am 22 Kilometer langen Fahrradweg von Sterzing bis zum Vahrner See wurden bis auf einer kurzen Strecke bei Franzensfeste abgeschlossen. Der Weg ist asphaltiert und weist nur etwa ein Prozent Steigung auf.

+++

Das neue Seniorenwohnheim im „Alten Widum“ in Meransen ist feierlich eröffnet worden. Mühlbachs Bürgermeister Franz Gruber erklärte in der Festrede, dass man mit dieser Struktur „einen beispielgebenden Schritt“ getan habe.

+++

Die Schüler der Musikschule Mühlbach müssen auch weiterhin mit ihrer provisorischen Unterkunft im Schulhaus vorlieb nehmen. Nach langwierigen Verhandlungen wurde das Projekt für die neue Musikschule nun genehmigt; für eine Realisierung hat das Land aber noch keine Mittel.

Foto: Oskar Zingerle

Annamaria Mitterhofer

Warten auf ein neues Zuhause

Wenn Haustierbesitzer plötzlich die Freude an ihrem Vierbeiner verlieren, wenn sich unerwarteter Nachwuchs einstellt, wenn Herrchen oder Frauchen stirbt oder an einer tückischen Allergie leidet, dann läutet bei Antonia Rieder in Obervintl häufig das Telefon. Sie vermittelt nämlich heimatlos gewordenen Tieren in Zusammenarbeit mit dem Tierschutzverein Bruneck ein neues Zuhause. Notfalls nimmt sie kleine Kätzchen vorübergehend auch bei sich zu Hause auf und pflegt sie liebevoll, bis sich ein neuer Besitzer gefunden hat. Wer ein Herz für Tiere hat und einen Vierbeiner bei sich zu Hause haben möchte, kann sich bei Frau Rieder unter Telefon 0472 868172 oder 0472 868096 melden. oz

Bauernfestl in St. Andrä Rindsgulasch, Bauernschöpsernes, Tirtlan und Strauben, Hackbrettmusik, bäuerliches Handwerk und ein Streichelzoo – das sind äußerst geeignete Ingredienzien für ein gemütliches Bauernfestl. Am Samstag, 14. August, laden einige bäuerlichen Vereine des Dorfes auf den überdachten Festplatz in St. Andrä. Von 14.30 bis 18 Uhr erklingen Zither-, Harfe-, Ziehharmonika- und Hackbrettklänge. Ab

18 Uhr konzertiert die Jugendkapelle von St. Andrä, und um 20 Uhr spielen die Spingeser Buam zum Tanz auf. Dazwischen gibt es immer wieder Auftritte der St. Andräer Volkstanzgruppe. Die Südtiroler Bauernjugend wird vertreten sein; einige Direktvermarkter werden ihre Produkte zum Kauf anbieten. Der Schafzuchtverein Plose stellt Schafe, Ziegen und Wollprodukte aus. wv

Fußballplatz für die Feuerwehr? Im 300-Seelen-Dorf Spinges soll für eine Million Euro ein Fußballplatz gebaut werden. „Obwohl es in Spinges nicht einmal eine Fußballmannschaft gibt, geht man vom ursprünglichen Plan für einen kleineren Trainingsplatz ab und baut einen großen“, meckert Pius Leitner in einer Presseaussendung der Freiheitlichen. „Dabei gibt es in der Umgebung bereits genügend Plätze. Die Aussage des Bürgermeisters von Mühlbach, dass es in Spinges eine sehr aktive Feuerwehr gebe und diese schon lange auf einen Platz zur Austragung von Wettkämpfen warte, bedarf wohl keines Kommentars mehr“, schreibt Leitner. wv

29


Plan mit Fragezeichen Schneller vom Eisacktal nach Bruneck kommen, das ist ein verständlicher Wunsch vieler Pustertaler Pendler. Doch während das Pustertal von einer Riggertalschleife profitieren würde, scheinen die negativen Folgen für Aicha, Franzensfeste und auch Brixen bei weitem zu überwiegen.

D

Die Riggertalschleife ist seit einigen Wochen in aller Munde. Auf vielen Meinungsseiten in der Tagespresse wird sie als wesentlicher Qualitätssprung für ein funktionierendes Nahverkehrsnetz propagandiert, der vor allem den täglichen Bahnbenutzern aus dem Pustertal große Vorteile bringen sollte.

„Strich auf der Landkarte“ Zurzeit ist von einem möglichen Verlauf dieser Schleife allerdings kaum mehr als ein „Strich auf der Landkarte“ bekannt. Fest steht nur, dass die aus dem Pustertal kommenden Züge über das Riggertal in Richtung Brixen einbiegen und so den Bahnhof Franzensfeste schneiden würden. Es kursieren bereits Angaben von etwa 17 Millionen Euro Baukosten und einer mindestens 20-minütigen Fahrtzeitverkürzung auf dem Weg nach Bozen. Bei aller verständlichen Begeisterung für die Pustertaler

30

zeigt sich bei näherer Betrachtung, dass dieses Projekt nicht nur Auswirkungen auf Aicha und Franzensfeste, sondern auch auf den Brixner Talkessel haben dürfte. Der Vorschlag für eine mögliche Trasse der Schleife, für die noch kein Projekt vorliegt, sieht folgenden Verlauf vor: Die Geleise würden nach dem Verlassen des Ortskerns von Aicha kurz vor der Eisenbrücke, die die Bahn über den Eisack in Richtung Franzensfeste bringt, ins Riggertal abzweigen. Die weitere Streckenführung der Schleife, die wohl Staatsstraße und Autobahn überqueren wird, um dann in die parallel zur Autobahnsüdspur verlaufenden Brennerbahn einzumünden, ist noch völlig unklar.

Auswirkungen auf das Landschaftsbild Für Aicha würde die Verwirklichung dieses Vorhabens neben der bestehenden eine zweite über das Riggertal verlaufende Bahntrasse bedeuten – mit den entsprechenden Auswirkungen auf das Landschaftsbild und auf die Lärmbelastung für die Anwohner. Dazu kommen noch die zu erwartenden Einschrän-

kungen und Belastungen beim Bau des Brennerbasistunnels. Dies will Bürgermeisterin Marianne Überbacher Unterkircher auf keinen Fall hinnehmen, weshalb sie bei der letzten Gemeinderatssitzung das Vorhaben strikt ablehnte und dafür die Zustimmung des Gemeinderates bekommen hat.

Widerstand aus Natz Schabs und Franzensfeste Auch der Bürgermeister von Franzensfeste, Johann Wild, hat bereits seinen Widerstand gegen die Riggertalschleife öffentlich bekundet. Der Bahnhof sei für seine Gemeinde von fundamentaler Bedeutung. Zurzeit wird dort ein Parkplatz für 100 Autos errichtet, weil sich der Bahnhof von Franzensfeste für immer mehr Pendler aus den umliegenden Gemeinden als interessante Alternative zum Brixner Bahnhof anbietet. Die Wahl des Franzensfester Bahnhofes bedeutet für viele Pendler eine Umgehung der langwierigen morgendlichen Anfahrtszeiten nach Brixen, wo es zudem in Bahnhofsnähe keine Parkplätze mehr gibt. Angesichts solcher Schwierigkeiten nehmen viele Pendler lieber einige Minuten Bahnfahrt mehr auf dem Weg nach Bozen in Kauf. In dem neuen Bahnkonzept, das vom SVPLandtagsabgeordneten Herbert Denicolò und von verschiedenen politischen Organisationen im Pustertal vehement gefordert wird, wird für den Bahnhof Brixen die Funktion eines Bahnhofknotens vorgesehen. Da der Bahnhof Franzensfeste von den aus dem Pustertal kommenden Zügen nicht mehr angefahren würde, müssten sich alle Pendler aus den umliegenden Gemeinden auf den Weg nach Brixen machen.

Gleichzeitig würde sich das Angebot an morgendlichen Zügen für die Pendler aus Franzens­ feste, Mittewald oder Freienfeld reduzieren, da die Pustertaler Züge in Franzensfeste nicht mehr bestiegen werden könnten. Notfalls müssten auch sie sich auf den Weg nach Brixen begeben.

Nachteile auch für Brixen? Angesichts der alltäglichen morgendlichen Staus, die sich zwischen Brixen und Vahrn abspielen, und der fehlenden Parkplätze im Bahnhofsbereich von Brixen, würde die Realisierung des Bahnhofknotens für Brixen und für die umliegenden Gemeinden die heutigen Verkehrsprobleme wohl vergrößern und nicht zu einer Entlastung beitragen. Deshalb fordern die Bürgermeister von Natz-Schabs und Franzensfeste unisono, dass man von der Riggertalschleife absieht, den Bahnhof Franzens­feste weiterhin anfährt und durch organisatorische Verbesserungen die Attraktivität des Zugfahrens steigert. Bürgermeisterin Marianne Überbacher Unterkircher fordert zudem eine Tunnelröhre zwischen Franzensfeste und Mühlbach, um auf diese Weise Aicha und Schabs zu umfahren und die Wohnqualität der angrenzenden Wohnsiedlungen entsprechend zu steigern. Auch wenn in diesen Tagen viel von der Variante Riggertalschleife gesprochen wird, so ist ein wesentlicher Partner bisher stumm geblieben, nämlich die Bahn selbst. Dabei kommt ihr eine tragende Rolle zu, schließlich sollen nach Vorstellung der Pustertaler die Bahnhöfe entlang der Pustertaler Strecke wieder eröffnet und neues Rollmaterial, das ein schnelles Bremsen und Anfahren ermöglicht, eingesetzt werden. Auch wenn viele dieser Vorschläge vom Land finanziert würden, weiß man, dass die Bahn vor allem daran interessiert ist, die Brennerbahnstrecke für internationale Züge attraktiv zu halten und sie mit möglichst wenigen Haltestellen zu belasten. Aus diesem Grund hält man eine Wiedereröffnung des Bahnhofes Vahrn, die von den Pustertalern als zusätzliches Zuckerle versprochen wird, als ziemlich unrealistisch. Annamaria Mitterhofer


Aicha erhält neue Wohnbauzone In der Gemeinde Natz-Schabs wird innerhalb kürzester Zeit die dritte Wohnbauzone ausgewiesen. Obwohl es dafür nicht genügend Antragsteller gibt, hat der Gemeinderat zugestimmt. Das Bauland wird stufenweise verbaut.

I

Der Gemeinderat von NatzSchabs hat in seiner letzten Sitzung die Ausweisung einer Wohnbauzone in Aicha genehmigt

Wohnbauzone für 16 Reihenhäuser Eine Wohnbauzone dieser Größenordnung bietet Platz für etwa 16 Reihenhäuser. Viele Gemeinderäte erachteten diese Dimension für das kleine Aicha eindeutig als zu groß. In der aktuellen Rangliste von Bewerbern um Zuweisung eines Baulandes im geförderten Wohnbau gibt es zudem nur fünf oder sechs Antragsteller aus Aicha. Trotz der zu geringen Anzahl an Bewerbern warb die Bürgermeisterin Ma­ rianne Überbacher Unterkircher vehement für die vorgeschlagene Umwidmung und nann-

Foto: Karl Gruber

In der letzten Gemeinderatssitzung von Natz-Schabs standen mehrere Umwidmungen von landwirtschaftlichem Grün in Wohnbauzone und von Wald in Gewerbezonen auf der Tagesordnung. Besonders lang diskutiert wurde dabei der Antrag um Umwidmung von mehr als 4.900 Quadratmetern landwirtschaftlichem Grün in eine Erweiterungszone in der Fraktion Aicha.

te dabei folgende Vorteile: Die Grundeigentümer seien bereit, das gesamte Bauland für den geförderten Wohnbau zur Verfügung zu stellen. Damit würde die Spekulation mit freiem und konventioniertem Wohnbau unmöglich gemacht. Zudem stelle der Eigentümer zusätzliche 600 Quadratmeter Grund für einen öffentlichen Parkplatz zur Verfügung. Das Problem mit der zu großen Zone und der zurzeit zu geringen Anzahl an Bewerbern Ob in unseren gemütlichen Stuben oder im sonnigen Garten lassen Sie sich von unserem Chefkoch verwöhnen oder genießen Sie eine unserer schmackhaften Pizzas aus dem Holzofen.

Familie Weissensteiner mit Team freut sich auf Ihren Besuch und heißt Sie

herzlich willkommen 32

Ihr Wirtshaus an der Mahr Öffnungsz.: 10 - 24 Uhr Ruhetag: Mittwoch abends und Donnerstag Für Infos und Tischreservierungen: Tel. 0472 850529

könne man dadurch umgehen, in dem man eine stufenweise Verbauung im Laufe der nächsten neun Jahre vorsehe. Vor allem dieses letzte Argument, das eine sofortige Bebauung des gesamten Baulandes verhindert, überzeugte die Gemeinderäte, die dem Antrag mehrheitlich zustimmten.

Keine neue Wohnbauzone in Natz Dagegen wurde ein Antrag um Umwidmung eines 3.000 Quadratmeter großen Grundstückes in Natz abgelehnt. Die SVP-Ortsgruppe Natz hatte in ihrer vorbereitenden Sitzung festgestellt, dass nur ein Natzner auf der Rangliste für gefördertes Bauland aufscheint. „Der Gemeinderat hat erst vor kurzem eine neue Wohnbauzone in Viums ausgewiesen. Für uns Natzner ist es gleichgültig, ob wir in Natz oder Viums bauen“, argumentierte Gemeinderatsmitglied Sepp Michaeler.

Zone Förche wird immer größer Ebenfalls diskutiert wurde die Umwidmung von mehr als

6.000 Quadratmeter Wald in eine Gewerbezone in der bereits bestehenden Zone Förche in Schabs. Der Antragsteller Klaus Tauber hat die Vorgehensweise anderer Unternehmer kopiert und einen Wald angekauft, der an sein erst vor wenigen Jahren zugewiesenes Betriebsgelände angrenzt. Bisher waren solche Waldstücke vom Gemeinderat immer anstandslos in Gewerbeland umgewidmet worden. Die Unternehmer konnten auf diese Weise ihr Betriebsgelände entsprechend ihren Wünschen und Vorstellungen vergrößern. Diesmal war die Bürgermeisterin nicht mehr bereit, diese Vorgehensweise zu akzeptieren. Klaus Tauber wurde nur dann eine Umwidmung in Aussicht gestellt, wenn er bereit wäre, die Hälfte der umzuwidmenden Zone an die Gemeinde zu übertragen, die diese 3.000 Quadratmeter dann an weitere Interessenten für Gewerbegrund zuweisen will. Da Klaus Tauber mit diesem Vorschlag einverstanden war, gab auch der Gemeinderat dafür Grünes Licht. Annamaria Mitterhofer


Ein Festabend der besonderen Art:

Asiatische Reistafel galaTanzorchester mit

„

Jian Yi Xia Spitzenkoch im Grissino

am Freitag, 23. Juli um 20 Uhr Das Grissino lädt ein zu einer asiatischen Reistafel, dem typischen Festessen aus Südostasien. An langen Festtafeln wird ein Repertoire aus über 30 asiatischen Spezialitäten zu körnig gekochtem Reis mit dazu passenden, asiatischen Getränken serviert. Das gesellige Beisammensein wird musikalisch vom

Gala Tanzorchester unter der Leitung von Günther Ploner begleitet. Bei schönem Wetter findet die asiatische Reistafel auf der Terrasse unter freiem Sternenhimmel statt.

Beginn ist 20 Uhr. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl sind Reservierungen erwünscht. Information und Reservierungen unter Tel. 0472 262510

In Asien werden Feste sehr intensiv gefeiert. An langen Festtafeln findet man sich in großer Runde zusammen, genießt das gesellige Beisammensein und ein Schlemmeressen, das sich über mehrere Stunden erstreckt. In Südostasien zählt die asiatische Reistafel zum typischen Festessen. Serviert wird Reis mit einer unbegrenzten Zahl an asiatischen Fleisch- und Fischspezialitäten, zwischen den Gängen folgen würzige Suppen sowie gebackenes Obst und Gemüse, wobei jedes Gericht eine vollendete Komposition von Zutaten und Gewürzen ist.

“


Doris Brunner doris.brunner@brixen.net Tel. 0472 837537

ticker Der Brixner Arno Dejaco wirkt bei der heurigen Sommeraufführung der Rittner Sommerspiele als Schauspieler mit. Im Stück „Don Quijote“ spielt er den „Ritter vom weißen Mond“. Premiere ist am 23. Juli, die letzte Aufführung findet am 13. August statt.

+++

Schauspieler Georg Kaser hat für den „Kontrabass“ einen weiteren Preis bekommen: Beim 1. Internationalen Festival des Monospektakels in Hannover erreichte er den ersten Platz. Kaser spielte das Stück zum ersten Mal bereits im Jahre 1987.

+++

Am Samstag, 24. Juli, wird im Jugendhaus Kassianeum das Figurentheaterstück nach Grimm „Das Glückskind“ aufgeführt. Ausführende ist das Figurentheater Namlos aus Bruneck. Beginn ist um 18 Uhr.

+++

Die Brixner „Initiative Musik und Kirche“ lädt ein zum „Sommerfestival Brixen 2004“, in dessen Rahmen noch bis Mitte September im Dom, in der Kirche des Priesterseminars und in der Kapuzinerkirche verschiedene Konzerte stattfinden werden.

Fulminantes Trommelfeuerwerk Eine Reihe von abendlichen Veranstaltungen finden heuer im Freibad der Acquarena statt. Den Höhepunkt bildet das Konzert der Gruppe „Power!Percussion“ aus Deutschland am Freitag, 13. August. Ab 20 Uhr lassen hochkarätige klassische Schlagzeuger gemeinsam mit Schlagzeug-Stars der Rock- und Pop-Szene eine Symphonie aus geballter Kraft entstehen. Für das Spektakel wird eine eigene Bühne errichtet und eine große Lichtshow inszeniert. Auf Orchesterpauken, mächtigen Trommeln und Riesengongs, auf Ölfässern, Mülltonnen und Alutrittleitern entfacht das Ensemble ein oz fulminantes Trommelfeuerwerk. Der Eintritt kostet 13 Euro.

Südtirol rockt! Der Freitzeitverein „United Parcel“ veranstaltet an den zwei Abenden am 30. und 31. Juli in der Brixner Eishalle unter dem Titel „Südtirol rockt“ zum zweiten Mal ein Rockfestival mit 14 Bands aus der näheren und weiteren Umgebung. Am Freitag Abend spielt ab 18 Uhr die Schweizer Formation „GurD“, „Bloodflowerz“ aus Deutschland, die Ska-Band „Club 99“ aus Bozen, die Brixner „Frei. Wild“, „Dread“ aus Barbian und als Headliner „Sperrzone“ aus Torgau in Deutschland, die ihr zweites Album „Volle Kraft voraus“ präsentieren. Am Samstag ab 16 Uhr spielen „Extrema“ aus Mailand, „Graveworm“ aus dem Ahrntal, „Suidakra“ aus Deutschland, „Again.ST“ aus Gröden, „Dawn of Fate“ aus Deutschland, die Sterzinger „Creek“, die Brixner „Released“ und „Mirage“ aus Schabs. Die Eintrittskarten kosten 10 Euro, ein WochenendPass wird um 15 Euro verkauft. Für das Festival wurde eine eigene Homepage eingerichtet: HYPERLINK „http://www.suedtirolrockt.it“ www.suedtirolrockt.it. Ziel des Vereins „United

Parcel“ ist es, „in den sonst eher armseligen Brixner Veranstaltungskalender etwas Bewegung zu bringen und für Jugendliche der verschiedensten Subkultu-

ren eine Rockveranstaltung auf die Beine zu stellen, die es in ähnlicher Form in Brixen bisher nicht gab“, erklärt Vereinspräsident Markus Heiss. wv

Sommerwetter 2004 So ein Sauwetter jammern die Zeitgenossen ich freu mich sogar.

Litera Elixier

Denn wenn ich mich nicht freue wird’s Wetter auch nicht besser.

GEvS

35


Musikalische Klänge vor historischen Kulissen In den Monaten Juli und August organisiert die Akademie „Musicastello“ einige musikalische Veranstaltungen im Raum Brixen. Das Angebot reicht von Tango über Klassik bis hin zu einem spritzigen Blechbläserquintett und klingt damit äußerst viel versprechend.

A

An einem warmen Sommerabend, umgeben von einer wunderbaren Kulisse, sich den Klängen klassischer Musik hingeben oder feurigen Tango genießen – die Akademie „Musicastello“ macht dies im Rahmen ihres vielfältigen Programms durchaus möglich.

Tangoklänge im Kloster Neustift Den Auftakt der im Raum Brixen stattfindenden Veranstaltungen bildet das „42’ Quartett“, das am Freitag, 23. Juli, im Kloster Neustift gastiert. Der Name dieses Quartetts geht auf das Jahr 1942 zurück, in dem der Tango dank seiner interessanten Kompositionen und seines großen Erfolges in Südamerika in der gesamten Welt die Aufmerksamkeit auf sich zog. Die Gruppe hat sich vorwiegend dem instrumentalen Tango verschrieben und versucht mit ihren Stücken die enge Beziehung zwischen dem Tango und der europäischen Musik spürbar zu machen.

Olivier Manoury ist mit dem Ensemble „42‘ Quartett” am 23. Juli im Kloster Neustift zu Gast

Das „Trio di Firenze“ Am Samstag, 31. Juli, werden die Mitglieder des „Trio di Firenze“ auf Schloss Velturns ihr Können unter Beweis stellen. Dies scheint angesichts der musikalischen Laufbahn der drei Künstler eine viel versprechende Darbietung zu werden. Su­ sanna Bertuccioli an der Harfe diplomierte am Konservatorium

Rossini in Pesaro. Nach mehreren Fortbildungskursen in den USA und in Bukarest spielte sie von 1982 bis 1984 die erste Harfe im Orchester der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und nach 1985 im Orchester des „Maggio Musicale Fiorentino“. Der Fagottist Stefano Vicentini erwarb sein Diplom im Jahre 1981 mit Auszeichnung am Bozner Konservatorium. 1983

trat er als Erster Fagottist dem Orchester des „Teatro della Scala“ in Mailand bei. Nachdem er ein Jahr lang in den USA Fagott unterrichtete, wechselte er 1987 auf das Bozner Konservatorium über und trat als Erster Fagottist dem Orchester des „Maggio Musicale Fiorentino“ bei. Paola Bonora schloss 1985 ihr Flötenstudium am „G. Verdi“Konservatorium in Mailand ab. Sie absolvierte mehrere Fortbildungskurse in Paris und spielt Erste Flöte im BBC Symphony Orchestra. Zudem tritt sie regelmäßig im Orchester des „Maggio Musicale Fiorentino“, im Teatro Regio in Turin sowie im Teatro San Carlo in Neapel auf.

Bozen Brass in der Hofburg Den Abschluss bildet das Ensemble Bozen Brass am Dienstag, 10. August, in der Hofburg Brixen. Die spritzige Blech­ bläserformation besteht seit 1989 und wurde bereits zu zahlreichen Konzerten, Kammermusik­ abenden sowie Schloss- und Kirchenkonzerten im gesamten europäischen Raum eingeladen. Alice Engl

XGLA/4

Individualisierbare Windows-Software für alle kaufmännischen Geschäftsprozesse von Handels- Dienstleistungs- und Handwerksbetrieben

XGLAfibu XGLAwawi XGLAstrat XGLAorg

36

-

Finanzbuchaltung Warenwirtschaft Strategische Unternehmensführung Organisation

Rathausstraße 4 39031 Bruneck Tel. +39 0474 550039 Fax +39 0474 551639 www.logon.it - info@logon.it


Grunge, Rock und Funk mal drei „Mindlost“ ist der Name der jungen, viel versprechenden Rock-Formation aus Brixens Umgebung, die bereits seit fast zwei Jahren besteht.

Thematiken auf. Ursprünglich wäre auch das Covern bekannter Lieder nicht undenkbar für sie gewesen. Damit wäre es sicher einfacher, Geld zu verdienen. „Aber das ist absolut zweitrangig für uns“, meint Matthias. Noch dazu sind eigene Lieder viel authentischer, denn niemand kann sagen, sie würden „falsch“ klingen. „Es gibt einem unvergleichlich mehr, wenn die Leute wegen einem eigenen Titel jubeln“, erläutern die drei Musiker.

Z

Zuletzt war die Gruppe Mindlost am „School’s Out Festival“ in der Bozner Stadthalle als Vorgruppe der legendären Spider Murphy Gang zu hören. „Eine tolle Erfahrung“, wie Patrick Lamber erzählt, „vor allem, was die professionelle Zusammenarbeit mit Spezialisten an Mischpult und Tontechnik anbelangt“. Das Konzert wurde live im Rai Sender Bozen übertragen.

Getroffen, gespielt, gepasst Seit Ende 2002 spielen Patrick Lamber aus Vahrn, Tom Torggler aus Verdings und Matthias Burger aus Raas zusammen. Tom und Patrick kannten sich schon länger, hatten sich aber irgendwann aus den Augen verloren. Bis sie sich in Bozen wieder trafen, wo sie beide als Informatiker arbeiten und „nebenbei“, wie sie betonen, auch noch studieren. Sie stellten fest, dass sie beide Musik machten und entschlossen, eine Gruppe zu gründen. So kam es zu ersten Treffen, bei denen man viel experimentierte und ausprobierte, mit verschiedenen Leuten probte und nach einer endgültigen Formation suchte. Auf den technischen Zeichner Matthias ist Patrick durch ein Inserat gestoßen, wo der Schlag-

info Mindlost Patrick Lamber: E-Gitarre, Vocals Tom Torggler: E-Bass, Vocals Matthias Burger: Schlagzeug Internet: www.mindlost.net e-mail: info@mindlost.net

„Mindlost” spielen ausschließlich eigene Lieder und sind keine Cover-Band zeuger Kontakt zu ebenfalls Musik interessierten Leuten suchte: „Angemailt, getroffen, gespielt – und es hat gepasst“. Seitdem treffen sich Mindlost zwei bis drei mal pro Woche im „probelokaltauglichen“ Raum bei Pat­ rick, „und manchmal auch auf ein Bier“. Außer beim School’s Out Festival haben Mindlost auch beim Open Air in der Gaulschlucht in Lana, beim Open Air Kaltern und fast über ganz Südtirol verteilt gespielt. Als nächstes werden sie beim „Calcio Splash“ in Brixen und dreimal am heurigen Altstadtfest zu hören sein. Darauf wird aber wohl eine etwas ruhigere Zeit mit weniger Auftritten folgen. Ein neues Programm ist nämlich eingeplant, und im nächsten Jahr findet vor­ aussichtlich eine kleinere Tour durch Südtirol mit zwei weiteren Bozner Bands statt, auf die sich Mindlost vorbereiten wollen.

Kompromiss aus verschiedenen Stilen Beim Treffen mit den drei Musikern merkt man schnell,

dass drei grundverschiedene Typen vor einem sitzen, die sich dennoch gut verstehen und die eines verbindet: die Musik. Auf die Frage nach musikalischen Vorbildern lachen sie erst mal und verraten dann, dass sie alle verschiedene Musikrichtungen hören. Ihre eigene Musik stellt einen Kompromiss aus verschiedenen Geschmäckern dar. Deshalb ist auch die Frage nach ihrem Musikstil nicht so einfach zu beantworten. „Die Frage haben wir uns nie gestellt oder wollten wir uns nie stellen“, verrät Patrick. „Es ist eine Mischung aus Grunge, Hard Rock, Rock, Funk“. Aber genau das ist wohl die Stärke von Mindlost: vielseitig, experimentierfreudig, flexibel, offen für Neues. Ihre Lieder schreiben die drei ausschließlich selbst, eine bestehende Idee wird zusammen ausgefeilt. Die Texte, alle auf englisch, stammen aus der Feder des Bassisten Tom - „zu einem Thema, das mich gerade beschäftigt“, wie er selbst erklärt. So sind die Texte aus verschiedenen Erfahrungen entstanden, greifen verschiedenste

Mehr als den Verstand verloren Der Name einer Gruppe sollte viel über sie aussagen. Dem entsprechend schwer ist es, einen passenden zu finden. Das wissen auch Mindlost, die lange überlegt haben und schließlich in einem von Toms Texten auf ihren gestoßen sind. „Mindlost“ bedeutet viel mehr als die bloße wörtliche Übersetzung, „den Verstand verloren“. Die Bedeutung hängt von der Situation ab, man kann den Namen drehen und interpretieren, wie man will. Zur Aufnahme einer DemoCD ist es bisher noch nicht gekommen. Das sparen sich die drei Musiker auf den Moment auf, wo sie glauben, die Lieder seien perfekt. „Wir sind halt Perfektionisten“, erklären sie schmunzelnd. Zwei Titel von Mindlost kann man allerdings von der Homepage herunterladen. Einer davon, „Road homeward“, ist auf dem Sampler des „School’s Out Festivals“ zu finden. Die CD ist bei der Gruppe kostenlos erhältlich. Manuela Kerer

37


Romantik bis Expressionismus So umstritten die Beschaffung der Kunstsammlung Unterberger gewesen sein mag, ein Rundgang durch die Meisterwerke zahlt sich allemal aus – selbst wenn man in erster Linie kommt, um neugierig eine Bildungslücke zu schließen.

I

In vergangener Zeit wurde die Tiroler Malerei des 19. Jahrhunderts eher stiefmütterlich behandelt und von den Südtiroler Museen kaum gesammelt und gezeigt. Im Tirol des letzten Jahrhunderts hatte die Landespolitik mit existentielleren Nöten zu kämpfen als die damalig „Moderne Kunst“ zu sammeln.

Sammelleidenschaft in die Wiege gelegt Umso mehr muss das private Engagement des Antiquars, Buch- und Kunsthändlers Hermann Unterberger hervorgehoben werden, der irgendwann begonnen hat, selbst Gemälde anzukaufen. Sein Sohn Siegfried wurde schon als Kind zu Kunstauktionen mitgenommen, damals wohl noch in der Hoffnung, nach der Veranstaltung am Rummel Zuckerwatte zu bekommen. Siegfried Unterberger wurde Sammelleidenschaft gleichsam in die Wiege gelegt. Mit der Zeit wurde sein Inte­ ressensgebiet spezialisierter, das Kunstverständnis immer feinsinniger. Siegfried Unterberger wollte Kunst sammeln, zu der er einen persönlichen Bezug hatte. Das war einerseits im geografischen Sinne, also Tiroler Kunst und Tiroler Künstler. Zum zweiten grenzte er seine Sammlung in zeitlicher Sicht ein: Seine Liebe galt dem 19. Jahrhundert von der Romantik bis hin zum beginnenden 20. Jahrhundert und den Anfängen des Expressionismus. Das dritte Kriterium für Unterberger war sein eigenes Schönheitsempfinden. Er wollte seinen Augen vertrauen können, Bilder kaufen, wo der Zugang ein optischer und nicht ein philosophischer war. 38

Dauerausstellung im Diözesanmuseum Das Ergebnis dieser Bestrebungen sieht man beim Durchwandern der vier Räume im Diözesanmuseum Brixen. In konzentrierter Form erfährt man über die grundsätzlichen Tendenzen, die die Kunst in dieser Zeit genommen hat, vom Erbe der Romantik, dem Biedermeier bis hin zu Stimmungsexpressionismus. Die Bilder im ersten Raum zeigen vor allem Menschen; sie zeigen Szenen aus dem Leben von Bürgern und Bauern oder erzählen in „Momentaufnahmen“ Anekdoten aus dem Alltag der Zeit. Oft verraten die Bilder das Auge des Malers: etwa ob er auf sozialkritische Details hinwies, wie beispielsweise Matthias Schmid, der deshalb beim Tiroler Klerus seine Gegner fand. Oder ob er das damals äußerst profitable Klischee der ländlichen Idylle zeigte, wie Hugo Engl. Franz von Defregger, dessen Bilder mit einer einzigartigen Lebendigkeit beeindrucken, zeigt „Im Tiroler Freiheitskampf“ seinen Hang zum Heldentum. Er verrät aber auch seine humor-

volle Ader, wie beispielsweise im Bild „Die Spieldose“, wo man Jung und Alt erwartungsvoll in der Stube stehen und gespannt auf eine Spieldose am Tisch blicken sieht. Die leichte Skepsis in der Mimik gegenüber der neuen Technik wirkt wie ein „Schnappschuss“ einer heiteren Begebenheit.

Landschaften, von wildromantisch... Wandert man weiter, kommt man in einen Raum, der einheimische Gegenden zeigt, größtenteils wildromantische Ecken, klassische Biedermeierlandschaften, wie die Bilder von Gottfried Seelos, aber auch bedrohende Ansichten von Schluchten und Wildbächen, wie sie Albin Egger Lienz festgehalten hat. Auch der dritte Raum hat sich den Landschaften gewidmet, zeigt aber ausschließlich Bilder des Innsbrucker Malers Franz Richard Unterberger. Licht und Farben sind die bestimmenden Faktoren in den romantisierenden Motiven des Malers. Vor allem mit seinen süditalienischen Bildern wurde Unterberger zu einem international populären


Maler. Einige dieser, aber auch Bilder aus den Südtiroler Alpen sind in der Ausstellung zu sehen.

Schließlich ist der vierte Raum ganz dem Naturmaler Alexander Koester gewidmet. Von diesem Vertreter der „Klausner Künstlerkolonie“ kennt man hauptsächlich die Entenbilder: Enten im Wasser, Enten am Ufer, im Abendlicht, zu zweit, zu dritt. Dass Koester auch ganz andere künstlerische Seiten hatte, kann man in diesem Raum sehen. All seine Themen kreisen um die Naturbeobachtung, doch zeigt er ohne erzählerische Absicht sehr intim Ausschnitte, wie beispielsweise die frühe Naturstudie „Almwiese bei Lajen“, die Pflanzenstrukturen, Farben und Licht in seiner ganzen Lebendigkeit einfängt. Die hier gezeigten Bilder entstanden großteils während Koesters Aufenthalt in Klausen. Es ist zu verstehen, dass Land und Museumsvertretungen bei

Foto: Oskar Zingerle

...bis zu impressionistisch lebendig

Die Hofburg Brixen bildet für die Unterberger-Sammlung einen würdigen Rahmen der Eröffnung der Ausstellung sichtlich freuten, eine so umfangreiche und qualitativ hochwertige Sammlung erworben zu haben und diese nun in den gediegenen Räumen des Diö­ zesanmuseums präsentieren zu können. Möglicherweise erlebt die Tiroler Malerei des 19. Jahr-

hunderts dadurch auch einen Auftrieb. Denjenigen jedoch, die sich schlicht für Kunst interessieren und die Neugier in die Ausstellung getrieben hat, wird mit der Präsentation der Bilder kein Zugang zu dieser Kunstepoche geschaffen. Nach dem Prinzip „Friss und stirb“ hängt Bild ne-

ben Bild, ohne Einführung oder Erklärung. Da die Sammlung Siegfried Unterbergers über einen längeren Zeitraum hinweg dem Publikum zugänglich sein wird, wäre dieser Punkt vielleicht eine Anregung. Alexandra Laber

Unsere Tipps aus der Küche:

· leckere Nudelteller · leichte Sommergerichte · Frisches vom Salatbuffet · mittags und abends Pizza aus dem Holzofen.

Genießen Sie heiße Sommertage in unserem schattigen Gastgarten. Posthotel Reifer Restaurant - Pizzeria Bahnhofsstraße 1 · 39045 Franzensfeste Tel. 0472 458605 · www.hotelpostreifer.it Schnell erreichbar, großer Parkplatz vorhanden. 39


„Wenn es sem g‘wesn ward, wo i g‘wesn bin...“ Der Brixner Theatermacher Georg Kaser hat im Arkadeninnenhof der Athesia sein neuestes Stück aufgeführt: „Keitl zruck vom Kriag“. Neue Paraderolle

J

Ja, Keitl hat viel gesehen und ist weit herum gekommen in den letzten Jahren, wo er beim Bauernaufstand gegen die Truppen des Kaisers in den Krieg gezogen ist. Nun treiben ihn Angst und Sehnsucht nach seiner Liebsten „zruck vom Kriag“.

Der sympathische Idealist Keitl wird vom weit über Südtirols Grenzen hinaus bekannten Brixner Theatermacher Georg Kaser in seiner neuen Paraderolle gespielt. Dabei begnügt sich Kaser nicht mit der Darstellung des Heimkehrers, sondern spielt sich auch noch als dessen Vetter Tonl und seiner Mariedl die Seele aus dem Leib. Zur Premierenveranstaltung am 9. Juli schickte Petrus Kaiserwetter, das die Stimmung im fein renovierten Arkadeninnenhof des Athesiagebäudes perfekt machte. Sehr intim und klein ist der Raum, wo die Zuschauer auf dicht gedrängten Stuhl­reihen untergebracht werden, aber zum Trost für die Knie hat auch Georg Kaser nicht mehr Platz. Auf einer winzigen Holzbühne, auf der gerade ein Stuhl Platz findet, wird eineinhalb Stunden lang gekämpft, philosophiert und Geschichtsunterricht der Extraklasse gegeben. Und sollte sich jemand vor Beginn des Stückes gefragt haben, warum der Stuhl an den Brettern festgeschraubt ist, so findet er spätestens nach der ersten Kampfbeschreibung die Erklärung dafür.

Angst statt vollen Bäuchen Keitl ist in den Krieg gezogen, um für die Rechte der Bauern zu kämpfen, für Gesetze, die für alle gelten, nicht nur für den Bischof, den König oder den Papst. Doch seine Hoffnung auf ein besseres Leben als freier Bauer erfüllt sich nicht. Schon bei den ersten Kampfhandlungen muss er einsehen, dass der Krieg zu nichts führt als Leid. Anstelle von Frieden, Liebe und vollen Bäuchen kommen nur wieder andere Gesetze, die erneut für andere Leute gelten. Die Gänsehaut rinnt einem über 40

schwenden und sucht sich einen anderen, der ihre Wünsche erfüllen kann.

Brisanz durch Jahrhunderte

Georg Kaser „zruck vom Kriag” den Rücken, wenn Georg Kaser alias Keitl von seiner Angst am Schlachtfeld erzählt. Davon, wie er hinter Büschen auf den Feind wartet, während sein Herzklopfen vom feindlichen Pferdegetrappel aus dem Rhythmus gebracht wird. Von Kanonen, Gewehren und toten Kameraden. Eine Angst, die alles in ihm lähmt. Man sieht ein, dass Keitl kein Feigling ist und es eine Menge Schneid braucht, davon zu laufen. Am Weg zurück in die Stadt, wo er hoffnungsvoll ein neues Leben beginnen möchte, begegnet er seinem Vetter Tonl, dem er sich als Kriegsheld darstellen möchte. Tonl ist ein einfacher Mensch, der aber mit seinen einfältigen Fragen die Wahrheit rasch ans Licht bringt. Auch das Wiedersehen mit seiner Geliebten Mariedl verläuft nicht so, wie es sich Keitl vorgestellt hat. Mariedl, die Hunger und Armut nicht mehr ertragen kann, will ihr Leben nicht weiter an den mittellosen Keitl ver-

Das Stück „Keitl zruck vom Kriag“ ist eine humorvolle Hommage an die Menschlichkeit: „Wenn man stått mit Wåffen mit die Fäust kämpfen kannt, i war der erschte“. Die ursprüngliche Fassung wurde von Angelo Beolco alias Ruzante Anfang des 15. Jahrhunderts geschrieben, der einen Paduaner Bauern für seine Rechte kämpfen ließ. Der in der Schweiz lebende Italiener Ferruccio Cainero hat Ruzantes Stück frei bearbeitet und die Handlung in das Tirol der Bauernaufstände unter dem Rebellen Michael Gaismair verlegt. Während des Stückes wird jedoch rasch offensichtlich, dass Zeit und Ort für den Inhalt völlig belanglos sind.

Komödiant fürs Volk Cainero, der schon zahlreiche internationale Kleinkunstpreise erhalten hat, ist vielen noch von seiner Komödie „Pfeifer Huisiles Pakt mit dem Teufel“ bekannt, die er eigens für Kasers Wandertheater geschrieben hat. Seinem Keitl die richtige Portion Tiroler in den Mund zu legen, fällt dem in Brixen geborenen Kaser indes nicht schwer. Warum ihm dieses Stück so am Herzen liegt, erklärt Kaser mit seiner Vorliebe für den unkonventionellen Ruzante, der schon vor 500 Jahren mit viel Witz unbequeme Wahrheiten auf die Bühne gebracht hat. Ruzante war zu seiner Zeit ein bekannter Komödiant, der über Figuren aus dem Volk schrieb. Bauern, Tagelöhner, Prostituierte oder Dorftrottel – diese Leute können gefahrlos die Wahrheit sagen. Alexandra Laber


Sinfonie und Sinfonietta Das Philharmonische Orchester Regensburg gastierte vor kurzem im Rahmen der Initiative „Musik und Kirche“ im Brixner Dom.

U

Unter der Leitung von Guido Johannes Rumstadt führten die rund 50 Musiker des Philharmonischen Orchester von Brixens Partnerstadt Regensburg die „Klezmer-Sinfonietta“ vom Südtiroler Komponisten Hubert Stuppner und die 6. Sinfonie von Anton Bruckner auf. Das Philharmonische Orchester Regensburg besteht seit fast 200 Jahren. Gegründet wurde es als Theaterorchester mit Bläserbesetzung, seinen heutigen Namen besitzt es seit 1981. Vor sechs Jahren kam Guido Johannes Rumstadt als neuer musikalischer Oberleiter an die Regensburger Bühne; das Orchester gewinnt für die Regensburger Musikfreunde zunehmend an Attraktivität. Pro Spielzeit werden derzeit sieben Platzmietenkonzerte mit jeweils zwei Aufführungen sowie Sonderkonzerte gegeben.

Bedeutung des Wortes „Klezmer“ Verfolgt, vertrieben, geächtet, 3.000 Jahre auf der Flucht, in der babylonischen Gefangenschaft, in der Diaspora und schließlich im Feuerofen des Holocaust. So beschreibt Hubert Stuppner in wenigen Worten die tragische Geschichte des jüdischen Volkes. Das Wort Klezmer ist entstanden aus den aramäischen Wortstämmen „Kli“ und „Zemer“ und bedeutet ursprünglich „der Mensch macht sich zum Überbringer des Liedes“. Heute bezeichnet Klezmer einen Musikstil und den Musiker, der diese Musik macht. Diese rasche und folkloristische Musik, die ein hohes Maß an Virtuosität, vor allem auf der Violine und der Klarinette, verlangt, hat Stuppner gekonnt in ein Orchesterwerk verpackt. Er imitiert die Eigenschaft der Klez-

mer-Musik, die das Judentum erreichen wollte: das tiefe Einfühlungsvermögen für fremde Kulturen und gleichzeitig der Stolz, die eigene religiöse und kulturelle Identität nicht aufzugeben. Er verbindet klassische zeitgenössische mit folkloristischen Klezmer-Klängen. Das Philharmonische Orchester Regensburg meisterte die technischen und rhythmischen Anforderungen, die dieses Werk auferlegen, vollkommen. Besonders hervorzuheben sind die Leistungen der Solisten, vor allem der Violoncellistin und des Konzertmeisters, die die Solostellen präzise und mitreißend vorbrachten. Auch die Blechbläserbesetzung, die mit dieser Art von Musik sehr ungewohnten Boden für ihre Instrumente betrat, konnte überzeugen, dass Stuppner sie mit gutem Grund eingesetzt hat. Allerdings sind die laut gewordenen Stimmen, ob der Brixner Dom der richtige Ort für eine derartige Aufführung sei, wohl nicht ganz unbegründet.

nie in A-Dur“ ist außergewöhnlich konzentriert und dicht,

rhythmisch prägnant und melodisch vielfältig. Der Komponist selbst nannte die Sechste die „keckste“, womit er vielleicht auf die selbstbewusste, aus einem Guss entstandene Eigenart und die einprägsame Thematik anspielte. Die vier Sätze erklingen teilweise im so genannten „Bruckner-Rhythmus“, die Kombination von Zweier- und Dreier-Rhythmen, in einem hymnischen Tonfall und beeindrucken durch ihre ungewöhnliche motivische Dichte. Das Regensburger Orchester wurde auch diesen Ansprüchen gerecht. Besonders gut gelang der 2. Satz mit seinen drei ausdrucksvollen Themen, vielleicht das schönste Bruckner Adagio und „Herzstück“ des gesamten Werkorganismus. Insgesamt kann man also von einem äußerst gelungenen Abend sprechen, an dem das Philharmonische Orchester Regensburg bewiesen hat, dass ein Bruckner im Brixner Dom auch dezent und nicht ohrenbetäubend klingen muss. Manuela Kerer

Bruckners Sechste, die „keckste“ Die Uraufführung seiner Sechsten, die er zwischen 1879 und 1881 schrieb, erlebte Anton Bruckner nicht mehr. Erst 1899 wurde sie von Gustav Mahler in Wien aufgeführt. Die „6. Sinfo41


gebraucht

gebraucht garantiert

Audi Allroad 2.5 TDI Tiptronic Baujahr 08/03, 32.000 km Farbe: schwarz Preis: 41.000 Euro

VW Passat 1.9 TDI Var. Highline 4 Motion Baujahr 07/00, 90.500 km Farbe: grau met. Preis: 14.500 Euro

Über 150 verschiedene Modelle Umfangreicher Service-Dienst Auch am Samstag vormittag geöffnet

Auto Zentrum Beikircher Bruneck · J.-G.-Mahl-Straße 32 Tel. 0474 572 111 · www.beikircher.com


thomas.oberrauch@brixen.net Tel. 0472 837537

Foto: Oskar Zingerle

Thomas Oberrauch

New balls, please!

ticker

Ein ganz besonderes Tenniscamp für Kinder organisiert noch bis Ende August der Tennis Club Bressanone. Fünf Mal pro Woche bekommen die teilnehmenden Kinder Tennisunterricht von einem Tennislehrer und zwei Mal pro Woche jeweils zwei Stunden Englischunterricht von einer Englischlehrerin. Außerdem können die Kinder Tischtennis, Tischfußball oder andere Spiele spielen. Eine eigene Betreuerin ist dann für sie da. Die Teilnahme an einer Tenniscamp-Woche kostet 80 Euro inklusive, 60 Euro ohne Mittagessen. Anmeldungen beim Tennis Club Bressanone unter Telefon 0472 834792.

Bei der Langstrecken-Weltmeisterschaft in Schweden erreichte Brixens Triathletin Manuela Janesi den 17. Rang und war damit am Gewinn der Silbermedaille in der Mannschaftswertung maßgeblich beteiligt.

+++

Die erst 23-jährige Slowenin Tina Pisnik hat das Einladungsturnier um den BMWBrixina-Tennis-Cup für sich entschieden. Im hochklassigen Finalspiel besiegte sie Denisa Chladkova mit 6:4 und 6:2 und bewies damit, dass sie zu Recht die Nummer 45 der Welt ist.

+++

Derzeit findet in der Sportzone Campill die 4. Auflage der Millander Mini-Olympiade statt. Jeden Mittwoch- und Freitagabend treten acht Mannschaften in den Sportarten Volleyball, Fußball, Kegeln und Tischtennis gegeneinander an, um am 31. Juli die neuen „Millander Olympiasieger“ zu krönen.

oz

Brixner Radler 800 Kilometer, knapp 20.000 Höhenmeter und 18 Pässe: Das „Prisma-Team“ mit Bruno Felderer und Roman Zanon hatte sich einiges vorgenommen. Die zwei Brixner Bankangestellten nahmen neben weiteren 425 Zweier-Teams aus zwölf Nationen an der heurigen Ausgabe der Jeantex-Tour-Transalp teil. Hierbei galt es, sieben lange und harte Etappen über die schönsten, aber auch schwierigsten Pässe der Alpen zu fahren. Gestartet wurde am 27. Juni in Oberam-

mergau, die ersten Etappenziele waren Ischgl und Sölden. Anschließend kamen die Fahrer über das Timmelsjoch und über den Jaufenpass nach Brixen. Weiter ging es über das Würzjoch nach St. Vigil, Wolkenstein und Levico Terme. Am 3. Juli kamen nach einer gut 112 Kilometer langen Schlussetappe noch 404 Teams im Ziel am Gardasee an. Neben der Herausforderung dieser anspruchsvollen Strecke galt es auch, mit Hitze, Platzregen, Tunnelpassagen und

einigen Schlaglöchern fertig zu werden. Gezeichnet von den Anstrengungen, aber auch überglücklich über das erreichte Ziel, zeigten sich die Brixner Teilnehmer zufrieden mit der Veranstaltung, der landschaftlichen Vielfalt und der Organisation. Am Ende der Jeantex-Tour-Transalp erreichte das Brixner „PrismaTeam“ mit einer Gesamtzeit von 36:43.56 Stunden den 16. Platz in der Kategorie GrandMaster. In der Gesamtwertung belegten Felderer und Zanon Platz 164. to

+++

Trainer Hubi Nössing wird dem SSV Brixen Handball in der kommenden Saison nicht mehr zur Verfügung stehen. Wer in Brixen trainieren wird, steht noch nicht fest.

43


Millander Sportler feiern Der Sportverein Milland feiert heuer sein 30-jähriges Bestehen. Am 31. Juli veranstalten die Brixner Vorstädter in der Sportzone Campill eine kleine Jubiläumsfeier.

M

Manch einer erinnert sich heute noch mit einem Schmunzeln an jenen Tag im Jahr 1974, als der Sportverein Milland aus der Taufe gehoben und von einigen Brixner Stadlern als „eine Handvoll Träumer“ belächelt wurde. Mittlerweile hat sich der

info 30 Jahre Sportverein Milland

Jubiläumsfeier Samstag, 31. Juli Sportzone Campill Programm: ab 9.30 Uhr: Kinderfußballturnier

ab 10 Uhr: Frühschoppen mit Musik ab 10 Uhr: Ermittlung des Kegelkönigs von Milland ab 11.30 Uhr: Festakt Grußworte der Ehrengäste ab 12 Uhr Gegrilltes ab 13 Uhr: Tischtennisshow ab 14.30 Uhr: Endrunde der Miniolympiade anschließend Preisverteilung

44

Der SV Milland Kanu zählte in den Achtziger Jahren zu den Kanuhochburgen Italiens Vorstadtverein als eine gut organisierte Einheit landesweit einen guten Namen gemacht. Derzeit bestehen mit den Fußballern, den Tischtennisspielern, den Damen-Keglern, den Kanuten und den Sportfischern fünf aktive Sektionen. Zum SSV Brixen besteht in der Zwischenzeit ein freundschaftliches Verhältnis, wobei auf eine enge Zusam-

menarbeit großer Wert gelegt wird. Seit gut sechs Jahren wird der Verein vom rührigen Präsidenten Karl Hofer geführt.

Renaissance der Fußballer Das Aushängeschild des SV Milland ist seit jeher die Sektion Fußball. Man schrieb das Jahr 1995, als der damalige Sektionsleiter Sepp Insam seinen Visionen folgte und sich entschied, den SV Milland Fußball in den FC Südtirol umzuwandeln. Der Großteil der damaligen Spieler kam somit in den Genuss, in der Erstformation des FC Südtirol zu spielen. Für die Millander bedeutete dies allerdings, keinen eigenen Fußballverein mehr zu besitzen. Erst 1999 rafften sich einige Fußballbegeisterte auf und wagten unter der Leitung des neuen Sektionsleiters Roland Braido einen Neuanfang. In der heurigen Saison schaffte man nun den erhofften Aufstieg in die 2. Amateurliga. Stolz ist die junge Sek­

tion Fußball aber nicht nur auf die Kampfmannschaft, sondern vor allem auf die eigene Jugend. Seit der Wiedergründung setzte sich Braido verstärkt für den Aufbau der Jugendarbeit ein. Mittlerweile gehören dem SV Milland vier Jugendmannschaften und eine Fußballschule an.

„Ping Pong“ Die Sektion Tischtennis besteht bereits seit 1974. Die ersten Meisterschaftsspiele wurden im Missionshaus in Milland ausgetragen. Derzeit trainieren und spielen die etwa 45 Aktiven in der Turnhalle der Volksschule. Ab Herbst wird voraussichtlich in die Mehrzweckturnhalle im Rosslauf gewechselt. Die größten Erfolge feierten Rainer Bielak, Philipp Lazzeri und Andreas Wierer vor zwei Jahren, als sie für ein Jahr von der nationalen C-Liga in die B2-Liga aufgestiegen waren. Die Sektion untersteht seit April 2004 Christina Ploner, die als Rollstuhlfahre-


rin selbst erfolgreich Tischtennis spielt. Die größten Nachwuchstalente der Sektion sind Peter Ritsch und Marian Leitgeb: Sie sind in der Südtiroler U-14-Rangliste die Nummer zwei und drei.

Gut Holz Die Sektion Damen-Kegeln wurde 1991 gegründet. Den größten Erfolg feierten die Keglerinnen zehn Jahre später, als sie für ein Jahr die Luft der B-Liga schnuppern durften. Derzeit spielen die sechs Damen wieder in der B-Liga, wobei mangels eigener Sportstätte beim Klostersepp in Klausen gekegelt wird. Sektionsleiterin ist von Beginn an Sabine Angerer.

Die goldenen 80er Jahre der Kanuten Der SV Milland Kanu zählte in den Achtziger Jahren zu den Kanuhochburgen Italiens. Bereits 1978 holte man den ersten Italienmeistertitel nach Milland. Anschließend fand man Athleten des SV Milland in der Nationalmannschaft, bei nationalen und internationalen Rennen meist im Spitzenfeld. Den Höhepunkt bildete das Jahr 1989, in dem mit Elisabeth Zingerle bei den Damen (Kajak 1) und mit Pardeller/Plaikner bei den Herren (Canadier 2) zwei Bronzemedaillen bei den Weltmeisterschaften in den USA erkämpft wurden. Insgesamt nahmen die Millander Kanuten an acht Weltmeisterschaften und an neun Europacuprennen teil. Zu diesen hervorragenden Erfolgen gesellen sich noch 26 Italienmeistertitel in verschiedenen Disziplinen. Derzeit befindet sich die Sektion allerdings in einem Dornröschenschlaf. Elisabeth Zingerle, Werner Pardeller und Sektionsleiter Hansjörg Stampfer trainieren zwar sporadisch, an Wettkämpfen nehmen sie allerdings nicht mehr teil. Vereinspräsident Karl Hofer ist allerdings „bestrebt, die Sektion Kanu wieder in Schwung zu bringen“. Er gesteht sich aber selbst ein, dass „diese Sportart einen großen Zeitaufwand und ein gewisses Risiko mit sich bringt.“

Sportfischen Eine weitere Sektion, die mit dem Element Wasser zu tun hat, ist die Sektion Sport-Fischen. Sie

wurde 1991 ins Leben gerufen und besteht aus derzeit knapp 40 Eingeschriebenen. Die Fischer nehmen an regionalen und nationalen Veranstaltungen teil. Gewertet werden die Anzahl und das Gesamtgewicht der Fische. Das jährliche Highlight ist die Organisation des Brixner Stadtlfischens am Untersee in Vahrn, das großen Anklang in der Bevölkerung findet. Weiters wird jährlich das Gedächtnisfischen „Gaetano Di Carlantonio“ veranstaltet. Sektionsleiter ist Norman Del Marco.

Handballer fusionierten mit Brixen Neben den fünf bestehenden Sektionen gab es im Laufe der 30 Jahre einige Sportarten, die mit mehr oder weniger Erfolg gemeinsam ausgeübt wurden, aber wieder aufgelassen wurden. Der Sektion Handball beispielsweise gelang im Jahr 1984 mit Paul Costazza als Trainer der Aufstieg in die Serie A des italienischen Handballs. 1986/87 entstand das Jugendzentrum Brixen/Milland und die damit verbundene Fu­ sion mit Brixen. 1990 erfolgte die endgültige Auflösung der Sektion Handball des SV Milland. Demselben Schicksal der vorzeitigen Auflösung erlagen die Sektionen Faustball, Tanzen und Paragleiten.

und Tischtennis gegeneinander an. In der Finalrunde, die am 31. Juli mit der Jubiläumsfeier zusammenfällt, wird der „Millander Olympiasieger“ ermittelt.

„Arbeiten beginnen bereits heuer“ Da die Sportzone Campill aufgrund ihrer geringen Größe für die Sektionen des SV Milland praktisch unbenützbar ist, wurde auf Drängen des Vereins bereits ein Projekt für eine neue Sportzone genehmigt. Das Areal befindet sich am südlichen Ende von Milland. Die Reali­ sierungskosten belaufen sich auf mindestens 2,5 Millionen Euro. Da die Finanzierung noch nicht vollständig zugesichert ist, wird sich der Baubeginn aller Voraussicht nach etwas hinauszögern. Karl Hofer ist allerdings überzeugt, „dass bereits diesen Herbst zumindest mit den Arbeiten für den Fußballplatz begonnen wird.“ Thomas Oberrauch

info Sportverein Milland Gründung: 26.04.1974 Präsident: Karl Hofer Sektionen: Fußball, Tischtennis, DamenKegeln, Kanu, Sportfischen Vereinsfarben: gelb/schwarz Vereinssitz: Vintlerweg 1 39042 Brixen/Milland Telefon: 0472 834033 Ausschussmitglieder: Karl Hofer (Präsident) Tobias Heidenberger (Vize-Präsident) Christina Ploner (Schriftführer und Sektions leiter Tischtennis) Philipp Lazzeri (Kassier) Roland Braido (Sektionsleiter Fußball) Sabine Angerer (Sektionsleiter Damen-Kegeln) Hansjörg Stampfer (Sektionsleiter Kanu) Norman Del Marco (Sektionsleiter Sport-Fischen)

Kleine Sportzone Campill Unabhängig von den einzelnen Sektionstätigkeiten führt der SV Milland seit einigen Jahren die Sportzone Campill. Diese beinhaltet einen Kleinfeldfußballplatz, einen Volleyballplatz, eine Kegelbahn im Freien, eine Tischtennishalle und ein Bootshaus. Die Sportzone ist für jedermann zugänglich und wird dementsprechend gut benützt. Zu bemängeln ist hier laut Präsident Hofer allerdings, „dass laufend kleine Beschädigungen und Verunreinigungen vorkommen.“ Erst vor kurzem wurden von Unbekannten fünf Fensterscheiben mutwillig eingeschlagen.

Miniolympiade voller Erfolg Derzeit findet in der Sportzone Campill die vierte Auflage der Millander Mini-Olympiade statt. Jeweils mittwochs und freitags acht Mannschaften in den Sportarten Fußball, Volleyball, Kegeln 45


Gesundheit am Arbeitsplatz Foto: Oskar Zingerle

Tipps und Tricks des Shiatsu-Praktikers Markus Dorfmann.

A

Also... das mit der Gesundheit ist so wie mit einem guten Fläschchen Wein. Man kann lange darüber reden und reden und reden, aber, solange man nicht probiert, den Wein, wird man nicht wissen, wie er wirklich schmeckt. Und so verhält es sich auch mit der Gesundheit: Man kann darüber reden und reden und reden, aber, solange man nicht ein paar ganz einfache Übungen, täglich, vielleicht eine halbe Stunde, aufgeteilt in Sieben-Minuten-Blöcken über den Tag (übrigens das gute Fläschchen sollte man nicht so lange offen stehen lassen) fleißig und über die ganzen Jahre am Schreibtisch macht, wird alles Wissen um Gesundheit nichts nützen. Also... noch einmal: Drei Übungen schlage ich vor, ganz

Markus Dorfmann zeigt, wie man es nicht machen soll: Eine verspannte Haltung am Arbeitsplatz kann gesundheitliche Probleme zur Folge haben einfache, für jeden und jederzeit am Schreibtisch machbare. Erste Übung (deine Augen werden es dir danken): Wir setzen uns aufrecht hin und reiben die Handflächen 20 Sekunden lang schnell aneinander. Man spürt schon, wie durch die Reibung eine angenehme Wärme auf den Handinnenflächen entsteht. Wir legen die Hände auf die geschlossenen Augen eine Zeit lang auf und genießen das Gefühl der Wärme auf unseren Augäpfeln. Das Ganze drei Mal wiederholen.

Zweite Übung (dein Nacken wird es dir danken): Wir sitzen aufrecht und lassen die Arme seitlich am Körper und Stuhl hinunter hängen. Jetzt ziehen wir gleichzeitig die Schultern nach oben, atmen dabei langsam ein. An der höchsten Stelle entspannen wir den angespannten Bereich, und die Schultern fallen in die Ausgangslage zurück, dabei atmen wir kräftig aus. Sieben Mal wiederholen! Dritte Übung (dein Kreuz wird es dir danken): Wir setzen uns aufrecht hin, Beine Hüft-

breit, Fußsohlen fest am Boden, natürlich und entspannt atmen. Jetzt fangen wir an, auf unseren Sitzknochen einmal nach rechts und einmal nach links zu wippen, und mit diesem leichten Schwung nach links und rechts bewegen wir uns in Richtung Stuhllehne ganz zurück und dann wieder nach vorn bis zur Stuhlkante. Das machen wir fünf Mal. Weitere Tipps würde ich ja gerne geben, aber ich will niemanden überfordern. Fürs erste ist es genug, sonst wird es zuviel, und dann kommen wieder die gut gemeinten Ratschläge wie: anstelle eines Bürosessels sollte man ab und zu auf einen großen Gymnastikball sitzen, gutes Quellwasser immer griffbereit haben, hie und da das Fenster öffnen, die Sonne genießen und sich für einen Moment vorstellen, am Strand zu liegen... Aber... zuerst einmal arbeiten (der Chef wird es dir danken). Und nicht vergessen: fleißig üben!

47


Und es gibt ihn doch... ...den Computer ohne Bug und Fatal Error. CS Market in Brixen ist durch sein Knowhow über die verschiedensten IT-Systeme am Puls der Zeit und bietet neben dem Verkauf und einer eigenen Reparaturabteilung eine umfassende Beratung in Sachen Integration von IT-Lösungen. Vorbeugen durch kompetente Beratung

M

Mit der immer schneller werdenden digitalen Kommunikation, den stetig steigenden Anforderungen im Büro und den vielfältigen multimedialen Möglichkeiten steigt auch die Komplexität unserer Computersysteme rasant an.

Informieren vor Reparieren Es vergeht kaum ein Jahr, in dem nicht zugekauft, umgerüstet und nachprogrammiert wird. Dabei passiert es nur allzu oft, dass veraltete Systeme sich als Engpass für neuere Anwendungen herausstellen oder die Integration verschiedenster Insellösungen zu Kompatibilitätsproblemen führen. Letztlich ist und bleibt IT ein Mittel zum Zweck, das zur bestmöglichen Funktionalität eine stetige Wartung und Pflege der einzelnen Bestandteile erfordert.

48

Wer sich vor der Integration neuer Systemteile richtig informiert, vermeidet spätere Komplikationen und stellt dadurch die Funktionalität sicher. Mit Hilfe eines Systemchecks der bestehenden Hard- und Software und einem genauen Anforderungsprofil der Benutzer können optimale Lösungen gefunden werden. Auch ist die Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile von Insellösungen im Vergleich zu integrierten Computersystemen ein sinnvoller Schritt, um späteren Ärger und hohe Wartungskosten zu vermeiden. CS Market hat sich auf IT-Beratung spezialisiert und ist Ansprechpartner für multimediale Standard- und Spezialtechnologien auf den verschiedensten Betriebssystemen. Mit einem Komplettservice von der Planung der IT-Strategie bis hin zur Beschaffung von Hard- und Software bleibt CS Market auch nach dem Kauf Partner mit einem umfassenden Service vor Ort.


Digitale Fotografie auf dem Vormarsch Fotografieren mit Handy oder Digitalkamera, Fotos per E-mail verschicken, auf dem Computer bearbeiten und auf dem Farbdrucker ausdrucken, ist längst Teil einer neuen multimedialen Realität. Drucken ohne PC

D

Die digitale Fotografie ist aus dem alltäglichen Leben nicht mehr wegzudenken, denn die Vorteile wie schnelle Verfügbarkeit, sofortige Motivkontrolle, geringe Verbrauchskosten und vielfältige Bearbeitungsmöglichkeiten liegen klar auf der Hand. Besonders einfach wird das Ausdrucken von Digitalfotos, wenn der Drucker den Computer nicht braucht.

Namhafte Druckerhersteller bieten inzwischen Drucker, die über ein Kabel direkt von der Kamera drucken oder die gängigen Speicherkarten lesen können, auf denen Digitalkameras ihre Bilder ablegen. Egal ob Compact-Flash, SD-Card, MMC oder Memory Stick – die Drucker haben für alle gängigen Datenträger den passenden Steckplatz. Manche Hersteller bieten in ihren Topmodellen sogar Bild-

bearbeitungsmöglichkeiten an, die fast schon so viel leisten wie PC-Software. Der Photosmart 7960 von Hewlett-Packard beispielsweise verfügt über ein Mini-Farbdisplay, an dem vor dem Druck Ausschnitte gewählt und einfache Bildkorrekturen wie die Entfernung roter „Blitz-Augen“ erledigt werden können.

vom Fotohandy anzunehmen. Mit einem Kabel oder per Bluetooth-Funk sind die Fotos aus dem Mobiltelefon abruf- und auf einen PC oder direkt auf den Drucker übertragbar. Auch wenn die neuen Drucker ganz ohne PC zurechtkommen – gemeinsam ist all diesen Geräten, dass sie nicht nur von der Speicherkarte oder von der Kamera drucken, sondern natürlich auch an den Computer angeschlossen werden können. Bilder, die eine kompliziertere Bearbeitung erfordern oder die weiterverarbeitet werden sollen, sind dort immer noch besser aufgehoben. Multimedia 66 in Brixen bietet eine große Auswahl an neuesten Multimedia-Technologien, unter anderem Laptops, Farbdrucker, Handys und digitale Fotokameras.

Drucken vom Fotohandy Neueste Druckermodelle bieten darüber hinaus einen Anschluss, um Bilder auch direkt

49


Feste & Feiern Sa., 17. und So., 18. Juli Sommerfest der Schützen von St. Andrä St. Andrä, Festplatz Mi., 4. August, 15 Uhr Mittelalterliches Fest „Nakaira“ Tanzmusik mit westlichen und orientalischen Klängen Waidbruck, Trostburg Fr., 6. August, 18 Uhr Sa., 7. August, 11 Uhr So., 8. August, 10 Uhr 50-Jahr-Jubiläum des Oratoriums „Don Bosco“ Brixen, Mozartallee Fr., 6. August, 19 Uhr Pick Nick Brixen, Acquarena So., 8. August, 11.30 Uhr Almfest der Freiwilligen Feuerwehr Afers Afers, Gampenwiesen (Nähe Enzianhütte) Fr., 13. August, 19 Uhr Beach Party Brixen, Acquarena

Musik Sa., 17. Juli, 17 Uhr „Sport Song Spaß“ Abschlusskonzert des Gospelkurses des Südtiroler Sängerbundes Leitung: André Thomas Brixen, Forum Brixen, Saal Prihsna Sa., 17. Juli, 20.30 Uhr Konzert der St. Florianer Sängerknaben, Keppler Consort & Ensemble Prihsna Leitung: Gunar Letzbor Brixen, Kirche des Priesterseminars Do., 22. Juli, 21 Uhr Aufführung und Konzert der Volkstanzgruppe Brixen und Konzert der Böhmischen von Natz Brixen, Domplatz Fr., 23. Juli, 20.30 Uhr Quartetto ‘42 Musik mit Bandoneon, Geige, Kontrabass und Klavier Vahrn, Kloster Neustift Fr., 23. Juli, 20 Uhr Classic Night mit Gala Tanz Orchester Brixen, Acquarena Fr., 23. Juli, 21 Uhr Mama‘s Marmalade live Acoustic Folk Rock Brixen/Vahrn, Pup Bistro In’s 12

Sa., 24. Juli, 20.30 Uhr Konzert des Leipziger Streichquartetts & Hartmut Rohde Brixen, Kapuziner Kirche Mi., 28. Juli, 20.30 Uhr Konzert des Windsbacher Knabenchores Leitung: Karl-Friedrich Beringer Brixen, Dom Sa., 31. Juli, 20.30 Uhr Konzert Trio di Firenze Feldthurns - Schloss Velthurns

16. bis 20. August, 9 bis 17 Uhr 23. bis 27. August, 9 bis 17 Uhr „Spiel und Spaß“ Einschreibungen: Tel. 0472 801224 (abends) VKE-Kinderferien in Neustift

Sonstiges 26. Juli, 8.30 Uhr Monatsmarkt Brixen, Schwesternau/Goethestraße

Do., 5. August, 20.30 Uhr Quartetto cantabile München Streicherquartett Ratschings/Mareit, Schloss Wolfsthurn

weiterbildung

Sa., 7. August, 11 Uhr Frühschoppen der Bürgerkapelle Brixen Brixen, Großer Graben

Kulturverein Brixen Volkshochschule

So., 8. August, 20 Uhr Klavierkonzert Junge Münchner geben am Klavier Werke von Bach, Couperin, Clementi, Mozart, Schubert, Rachmaninoff, Bartók, Prokofjef und Ligeti zum Besten Leitung: Matthias Funkhauser Brixen, Forum Brixen, Saal Prihsna Di, 10. August, 12 Uhr Bozen Brass Blechbläserquintett Mozart – Brahms – W. C. Handy Brixen, Hofburg Do., 12. August, 21 Uhr Konzert der Bürgerkapelle Brixen Brixen, Domplatz

Theater & Kabarett Sa., 24. Juli, 18 Uhr Das Glückskind oder Vom Teufel drei Haare Ein Figurentheaterstück nach Grimm in offener Spielweise. Brixen, Jugendhaus Kassianeum

Sport Do., 22. Juli, 8.30 Uhr Bergwanderung auf das Schrotthorn Brixen, Tourismusverein Brixen Do., 29. Juli, 8.30 Uhr Almwanderung Glittner- und Lüsnerjoch Kostenbeitrag: 8 Euro pro Person (inkl. Transfer), Anmeldung innerhalb Vortag, Tel. 0472 836401 Brixen, Tourismusverein Brixen 31. Juli und 1. August, 9 Uhr Beach Volley Cup Brixen, Acquarena

Veranstaltungen selbst veröffentlichen? Kein Problem! Die Inhalte des vorliegenden Veranstaltungskalenders sind mit dem entsprechenden Bereich des Brixner Internet-Stadtmagazins brixen.net gekoppelt. Vereine und Veranstalter können nach einer Registrierung kostenfrei Hinweise auf ihre Veranstaltungen in den Be­reichen Theater, Musik und Sport veröffentlichen. Vor Drucklegung des „Brixner“ werden die Inhalte aus brixen.net für die Seite „Tipps & Events“ übernommen. Wer diesen Service in Anspruch nehmen möchte, kann sich beim Projektleiter Oskar Zingerle nähere Informa­ tionen einholen: Telefon 0472 837537, e-mail: oskar.zingerle@brixmedia.it 50

Do., 5. August, 8.30 Uhr Gipfelwanderung zum Latzfonser Kreuz Anmeldung innerhalb Vortag beim Tourismusverein Brixen, Tel. 0472 836401 Brixen, Tourismusverein Brixen

16. bis 20. August, 23. bis 27. August Deutsch für Grundschüler 23. bis 27. August, 30. August bis 3. September Italienisch für Grundschüler 23. August bis 3. September Italienisch für Mittelschüler und Oberschüler Englisch für Mittelschul-Abgänger Englisch für Oberschüler ab 30. August Italienisch als Vorbereitung für die Zweisprachigkeitsprüfung A und B

Infos: Tel. 0472 836424 info@kulturverein.it

Bildungshaus Kloster Neustift 16. bis 20. August Ritter, Mönche, Mägde, Bauern Leben wie im Mittelalter für 7- bis 11-Jährige 16. bis 21. August Sprachencamp Englisch Natur und Fremdsprache einmal anders für Jugendliche ab 15 Jahren

Infos: Tel. 0472 835588 bildungshaus@kloster-neustift.it

Jugendhaus Kassianeum 3. bis 6. August Spiel, Spaß und Spuk auf der Peitlerknappenhütte für 9- bis 14-Jährige 7. und 8. August Natur pur Familienwochenende auf der Peitlerknappenhütte für Familien mit Kindern ab 4 Jahren 9. bis 13. August Auf den Spuren geheimnisvoller Sagengestalten Spannende Erlebniswoche unterm Peitlerkofel für Kinder von 7 bis 12 Jahren 14. bis 21. August Natur-Jugend-Camp 2004 Eine Naturerlebniswoche im Vinschgau Für Kinder von 12 bis 15 Jahren 18. August Märchenwanderung in Völs für Kinder von 6 bis 10 Jahren 18. und 19. August Nicht mit mir! Training für Selbst-bewusst-sein, Selbstbehauptung und Selbst-verteidigung für Mädchen von 12 bis 15 23. August Mittelschule - bald hast du mich! Teil I Lerntipps für den Übergang von der

Grund- in die Mittelschule für Grundschulabgänger 24. August Mittelschule - bald hast du mich! Teil II Lerntipps für den Übergang von der Grund- in die Mittelschule für Grundschulabgänger 25. August Leichter lernen – mehr Freizeit Teil I Tipps zum Leichter-Lernen und MehrBehalten Für Kinder von 10 bis 13 Jahren 26. August Leichter lernen – mehr Freizeit Teil II Tipps zum Leichter-Lernen und MehrBehalten Für Kinder von 10 bis 13 Jahren 27. August Leichter lernen – mehr Freizeit. Aufbaukurs Tipps zum Leichter-Lernen und Mehr-Behalten für Jugendliche zwischen 14 und 19 Jahren 28. August, 20-24 Uhr Die bleichen Berge Die lange Nacht der Dolomitensagen Für Größere Kinder, Jugendliche und Erwachsene 28. und 29. August (Selbst-)Sicher durch die Schule für Kinder von 13 bis 16 Jahren 28. August bis 2. September Raderlebnis Insel Elba Biken mit Meeresblick Für Jugendliche ab 16 Jahren

Infos: Tel. 0472 279999 bildung@jukas.net

KVW-Bildungshaus St. Georg 7. bis 14. August Entschlackungswochen unter ärztlicher Aufsicht 14. bis 19. August Sommerwoche: Qigong – Der fliegende Kranich 20. bis 22. August Weiterbildung in sinnorientierter Persönlichkeitsbildung: Seele und Traum

Infos: Tel. 0472 833450 bildungshaus.sarns@kvw.org


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
Brixner 174 - Juli 2004 by Brixmedia GmbH - Issuu