Jahrgang 14 - Nr. 11 November 2003
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Unabhängige Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung
Eisacktaler Analysen zur Landtagswahl
Nach der Wahl ist vor der Wahl Mahr
Michele Anderle
Verkehr
» S. 24
» S. 27
» S. 29
Warum die Einwohner der Mahr gemischte Gefühle zur Autobahnausfahrt haben
Warum Anwalt Paolo Corti glaubt, dass Anderle nicht für alle Brände verantwortlich ist
Wie die Brixner Gemeindeverwaltung das Stauproblem verringern will
Editorial
November
Thema 4
4 Eisacktaler Analysen zur Landtagswahl: Der Tag danach
Menschen&Meinungen 9
12 Portrait: Bernhard von Mörl 14 Umfrage: Wirksame Punkteregelung
Warm anziehen
Brixen&Milland 17
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Wir kommen nicht umhin, uns in diesem „Brixner“ auch mit den vergangenen Landtagswahlen zu beschäftigen, obwohl sie aus der Tagespresse schon wieder verschwunden sind. Zu diesem und ähnlichen Anlässen leiden wir besonders unter der Tatsache, dass der „Brixner“ nur einmal im Monat erscheint. Tagesmedien haben hier naturgemäß einen großen Vorteil, den wir dadurch wettzumachen versuchen, dass wir in unserer Titelgeschichte einen Blick hinter die Kulissen der Landespolitik werfen.
Event: Architekturbüro im Bräuhaus Rettung für das Lido? Stiefmütterchen Mahr Event: 10 Jahre „Lebendes Schaufenster“ bei Sport Acherer Interview: Paolo Corti: „Anderle ist kein Pyromane“ Bezirksgemeinschaft: 35 Jahre im Dienst der Bürger Verkehr: Punktuelle Maßnahmen VKE: (K)ein Platz für Kinder Jugend, Rausch und Risiko
Dörfer&Fraktionen 35
39 Mühlbacher Klause: Eisiger Wind und ritterliche Gestalten
In diesem Zusammenhang darf wertfrei festgestellt werden, dass die Südtiroler Volkspartei in Brixen die absolute Mehrheit verloren hat. Landeshauptmann Luis Durnwalder hat mich im Wahlzentrum in Bozen mit selten ratlosem Blick gefragt, was denn im Eisacktal los sei. Dabei hatte er einen Monat vorher, als er zwischen Vahrn und Brixen 90 Minuten im Stau gestanden war, genügend Zeit, über die Probleme von Brixen nachzudenken.
Kunst&Kultur 41
46 48 49 52 53
Durst: Ein „Haus der Bildkunst“ Der „Messias“ im Dom Konrad Fissneider: „Ich ging durch die Hölle“ Frei.Wild: Onkelz covern und Lieder schrein… Komödie Brixen: Politik und viel Humor
Sport&Co. 55
56 Saisonbeginn für den WSV
M@us&Klick 59
59 Neues aus dem www
Spezial 61
61 Essen & Trinken
Tipps&Events
Impressum
70
70 Veranstaltungen und Weiterbildung
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„Der Brixner“ erscheint monatlich und wird im Postabonnement 45 % Art. 2, Abs. 20/b, Ges. 662/96, Bozen zugestellt. Auflage: 8.700. Preis Abonnement: 1 Euro. Eintragung am Landesgericht Bozen am 29.12.1989, Nr. 29/89 R.St.
Anzeigenverkauf: BrixMedia GmbH, Otto-von-Guggenberg-Straße 34, 39042 Brixen Tel. 0472 837537 - Fax 0472 836769 - e-mail sonja.messner@brixmedia.it
Redaktionsanschrift: „Der Brixner“, Otto-von-Guggenberg-Straße 34, 39042 Brixen Tel. 0472 837537 - Fax 0472 836769 - e-mail brixner@brixmedia.it
Druck/Fertigstellung: AthesiaDruck Brixen
Eigentümer: Brixmedia GmbH, Otto-von-Guggenberg-Straße 34, 39042 Brixen Herausgeber und für den Inhalt verantwortlich: Willy Vontavon Redaktionsmitglieder: Willy Vontavon (wv), Doris Brunner (db), Marlene Kranebitter Zingerle (mk), Arno Dejaco (ad), Alex Tauber (at), AnnaMaria Mitterhofer (amm), Thomas Oberrauch (to), Helga Oberhuber (ho), Sonja Rienzner (sr), Judith Wieser (jw), Oskar Zingerle (oz), Günther Eheim vulgo Sigmund (GEvS), Elmar Albertini (ea), Barbara Fuchs (bf), Susanne Dejori (sd), Valeria Dejaco (vd) Layout & DTP-Satz: Vroni Oberleitner Titelbild: Oskar Zingerle, Brixmedia
Nächster Redaktionsschluß: 24. November 2003
Überhaupt ist der Stau in den letzten Wochen und Monaten zu einem Problem herangewachsen, das der Stadtregierung über den Kopf gewachsen zu sein scheint. Wenn sich dieses Problem bis zu den nächsten Gemeinderatswahlen, die gefährlich nahe gerückt sind, nicht löst, kann sich die SVP in Brixen warm anziehen. Ob allerdings die Grünen hier Lösungen anbieten könnten, wenn sie im Stadtrat vertreten wären, wage ich ebenfalls zu bezweifeln. Die Angebotsverbesserung an öffentlichem Verkehr, wie sie von den Grünen gefordert wird, würde wohl auch nur kosmetische Wirkung haben. 20 Jahre alte Fehler auszumerzen benötigt eben Zeit. Mit Spannung warten wir darauf, dass die Bagger auffahren zum Bau der Westumfahrung. In weniger als 20 Monaten soll es soweit sein.
Werbeannahmeschluß: 27. November 2003
Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, daß sämtliche in dieser Zeitschrift veröffentlichten Stellenangebote, sei es im Kleinanzeiger wie auch in den Formatanzeigen, sich ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechts beziehen. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Beiträge unter Umständen zu kürzen, abzuändern oder zurückzuweisen. Namentlich gezeichnete Beiträge unserer Mitarbeiter geben nicht unbedingt die Meinung des Herausgebers wieder und sind von der Redaktion nicht in allen Einzelheiten des Inhalts und der Tendenz überprüfbar. Nachdruck sowie Vervielfältigungen jeder Art ausschließlich mit schriftlicher Genehmigung der Redaktion.
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Umfrage
Wirksame Punkteregelung Am 1. Juli 2003 wurde der Punkte-Führerschein eingeführt. Haben Brixens Autofahrer ihr Verhalten im Straßenverkehr geändert? Wir erlebten Brixen erstaunlich einstimmig und den Punkte-Führerschein als eine Medizin, deren Schärfe zwar nicht schmeckt, aber wirkt.
trieben vor, zum Beispiel der Punkteabzug, wenn man nicht angeschnallt ist, oder wenn man wirklich nur ein paar Stundenkilometer zu schnell fährt. Was den Alkohol betrifft, bin ich voll und ganz mit den härteren Strafen einverstanden. Da sollen die Autofahrer nur gut überlegen, was sie tun.“
„Ich versuche seit jeher so zu fahren, dass ich Strafen vermeide. Ich fühle mich somit wenig beeinträchtigt durch die Einführung des Punkte-Führerscheins“, erklärt Margit Palfrader. Allerdings habe sie schon von Ärgernissen in ihrem näheren Bekanntenkreis erfahren. „Und wenn ich so nachdenke, bin ich früher doch ab und zu bei Orange noch durchgeschlüpft. Jetzt bleibe ich lieber einmal öfter an der Ampel stehen.“
Georg Dorfmann findet die Einführung des Punkte-Systems „schon okay, vor allem beim Thema Alkohol. Aber die Maßnahmen sind zu streng. Früher wurde man von der Polizei aufgehalten und mündlich verwarnt. Heute ist sofort ein Punkt weg, und das finde ich übertrieben. Heute heißt es wirklich nur mehr einsteigen, anschnallen, Licht an, starten, kein Tropfen Alkohol, und 50 ist 50, basta.“
„Ich finde das Punkte-System sinnvoll. Man trinkt seitdem sicher mehr Cola und Mineralwasser als Bier, wenn man mit dem Auto unterwegs ist“, meint Roman Bacher, „vor allem, wenn man für die Arbeit auf den Führerschein angewiesen ist. Zum Glück habe ich selbst bisher noch keinen Punkt verloren.“
Elke Lamprecht hat bisher auch noch keinen ihrer 20 Punkte eingebüßt. „Insgesamt finde ich das System recht gut. Einiges kommt mir aber über14
Fotos: Oskar Zingerle
„Sono un poliziotto, non posso che parlarne bene!“, schickt Roberto Baudo vorweg, und seine Meinung interessiert uns in diesem Zusammenhang natürlich besonders. „Indubbiamente il nuovo sistema é una cosa giusta. Gli incidenti stradali sono diminuiti, le statistiche parlano chiaro. Certo che quí nel nord d’Italia magari si tende a rispettare un attimino in più che al sud. Se bevono, i giovani tendono a usare i nuovi mezzi di trasporto, si organizzano con pulmini e furgoncini. Ad alcuni il nuovo sistema sembrerá troppo duro, però d’altronde l’Italiano è come la pecora – se non usi il bastone, non la capisce.”
„Der Punkte-Führerschein war eine gute Idee, und er scheint zu wirken. Die Jungen fahren nicht mehr so schnell, trinken weniger und passen mehr auf“, stellt Albin Goller zufrieden fest. „Manches ist vielleicht zu extrem, wenn es nur ums Parken geht zum Beispiel. Ich selbst habe mein Verhalten nicht verändert, weil ich seit 20 Jahren keinen Strafzettel bekommen habe, und zum Parken fahre ich einfach ins Parkhaus.“ Seit der Einführung der Punkte fährt Barbara Aberham vorsichtiger: „Vor allem auf der Autobahn achte ich mehr auf die erlaubte Höchstgeschwindigkeit, weil ich meinen Führerschein unbedingt für meine Arbeit brauche. Ich bin sehr für das neue System. Man hätte es schon früher einführen sollen, allerdings schrittweise und nicht so von heute auf morgen. Bestimmte Punkteabzüge sind zu extrem, vor allem bei falschem Parken.“
Von Genius Loci bis Rotel
Mehr als 200 Fachleute aus Hotellerie, Touristik und Architektur haben Ende Oktober im Forum Brixen am 3. Symposium des Mühlbacher Beratungsunternehmens Michaeler & Partner teilgenommen. Die äußerst erfolgreiche Veranstaltung fand großen Zuspruch und hinterließ bleibenden Eindruck bei den Teilnehmern. Renommierte Referenten zeigten neue Wege
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und Trends im Hinblick auf das Gästezimmer, das nach wie vor funktional und dennoch ästhetischen Ausdruck beweisen muss, um den Gast zu begeistern. Matteo Thun sprach über Bedeutung und Wert des Genius Loci, dem Geist des Ortes, über Einzigartigkeit und Individualität der Ausstattung. Karl Landauer verwies auf die Wichtigkeit von emotionellen und motivieren-
den Elementen. Gretchen Alexander sah eine mögliche Zukunft in der Suite mit eigenem kleinen Garten. Lorenzo Bellinis Schwerpunkt war das Lichtsystem und dessen Anwendbarkeit in den verschiedenen Zeitzonen des Tages. Arkan Zeytinoglu sprach vom virtuellen Austausch des Raumzustandes – sein Rotel entspricht einer runder Raumkonstellation, nach allen Richtungen gleichwertig, nach allen Richtungen konzentrisch. Helmut Vorreiter dokumentierte letztendlich den Weg zum individuellen Hotelzimmer der Zukunft. Über eines waren sich jedoch alle Referenten einig: „be different“ – sprich Individualität und keine Kopie des bereits Bestehenden sind wohl der beste Weg zum erfolgreichen und zukunftsorientierten Hotelzimmer. Diese Tendenz wurde auch von Otmar Michaewv ler bestätigt.
juze kass Das Jugendzentrum Kassianeum führt ab sofort ein neues Logo, das im Rahmen eines Wettbewerbs von Jugendlichen gestaltet wurde. Ebenfalls neu ist die Bezeichnung der Jugendeinrichtung: Sie heißt ab sofort „juze kass“. Weitere Neuerungen bestehen aus einer Programmkarte für Eltern und Jugendliche sowie einer sogenannten „info-card“, die jedes Monat ein anderes Thema aufgreifen wird. Schließlich geht in diesen Tagen auch die neue Homepage online: www.juze.it. oz
Event
Architekturbüro im Bräuhaus Vor kurzem eröffnete das Architekturbüro „Kerschbaumer / Pichler & Partner“ im restaurierten Bräuhaus in der Säbenertorgasse ein neues, 300 Quadratmeter großes Büro. Der „Brixner“ hat einige Eindrücke der Eröffnungsfeier festgehalten...
Albert Pürgstaller, Arch. Christof Dejaco
Arch. Harald Pichler, Arch. Othmar Barth, Arch. Grete Barth Margaret Zingerle, Hildegard Kerschbaumer
Arch. Karl Kerschbaumer
BM Klaus Seebacher
Wolfgang Leitempergher, Kurt Baumgartner, Arch. Karl Kerschbaumer, Leander und Ingrid Piazza
Das Büroteam: Hannes Siller, Andrea Rifeser, Heidi Winkler, Arch. Harald Pichler, Arch. Hugo Moser, Arch. Karl Kerschbaumer, Arch. Kathleen Kurth, Arch. Bettina Koenen, Arch. Nadia Prandini Waltraud Kofler, Irene Moser, Arch. Hugo Moser
Klaus Vontavon, Hubert Rungg
Arch. Harald Pichler
des Künstlers Leander Piazza feierlich enthüllt, bevor die Feier bei einem Umtrunk und Musik der „Super Sonic Jazz Band“ ausklang.
Dekan Leo Munter
Fotos: Arnold Ritter
A
Architekt Karl Kerschbaumer bedankte sich zu Beginn der Feier für das so zahlreiche Erscheinen der Gäste. Neben Dekan Leo Munter, Bürgermeister Klaus Seebacher, verschiedenen Gemeindeassessoren und dem Landtagsabgeordneten Albert Pürgstaller waren auch viele Architektenkollegen, Ingenieure, Bauleiter, Vertreter der ausführenden Firmen sowie Freunde und Angehörige des Büroteams zur Einweihungsfeier gekommen. Gespannt lauschten die Gäste den Worten von Karl Kerschbaumer, der die Geschichte des Unternehmens kurz erläuterte. „Vor 20 Jahren habe ich neben meinem Beruf als Lehrer an der LBA kleine Projekte entworfen. Schon bald gesellte sich Harald Pichler dazu, und wir bezogen unser Büro in der Altenmarktgasse über der Metzgerei Stockner. Mittlerweile sind wir um einen starken Partner, Architekt Hugo Moser, gewachsen und in das Herz der Altstadt, hier in das Bräuhaus übersiedelt.“ Auch über die Arbeit des Architekturbüros hielt Karl Kerschbaumer einen kurzen Rückblick. In den Jahren 1988/89 – die Bürogemeinschaft Kerschbaumer & Pichler war gerade erst gegründet – gab es eine besonders „fruchtbare“ Zeit: gleich drei Wettbewerbe innerhalb eines Jahres haben die beiden gewonnen. In den folgenden Jahren sollten noch viele weitere große Prestige-Projekte folgen. Nach den Grußworten des Bürgermeisters Klaus Seebacher und der Segnung der Räumlichkeiten durch Dekan Leo Munter wurde noch ein Wandgemälde
Michaela Pichler, Gebhard Dejaco, Arch. Harald Pichler
Arch. Hugo Moser
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Interview
„Anderle ist kein Pyromane“
B
Beinahe ein Jahr lang versetzte ein mysteriöser Brandstifter die Bewohner des Brixner Talkessels in Angst und Schrekken: Mehrere Autos, Gebäude sowie Waldstücke rund um Brixen fielen den Flammen zum Opfer. Am 22. September wurde schließlich der vermeintliche „Feuerteufel“ gefasst. Die Polizei erwischte den 24-jährigen Michele Anderle aus Tschötsch, als er gerade versuchte, in einem Waldstück bei Spiluck einen Brand zu legen. Nun sitzt er in Untersuchungshaft. Der „Brixner“ sprach mit seinem Anwalt Paolo Corti. Herr Corti, in einem ersten Verhör hat Ihr Mandant Michele Anderle zugegeben, für sechs der insgesamt 25 Brände verantwortlich zu sein. Um welche Brände handelt es sich? Dieses erste Verhör ist ungültig, da kein Anwalt anwesend war. Beim kommenden Verhör am 11. November wird Michele Anderle zugeben, für vier der Brände verantwortlich zu sein. Hierbei handelt es sich um die Waldbrände bei Vahrn und Spiluck. Was die anderen Brandstiftungen von Autos oder Gebäuden betrifft, sind die Untersuchungen noch im Gange. In einigen Fällen besitzt Anderle ein handfestes Alibi und kann deshalb nicht zur Tatzeit am Tatort gewesen sein. Wir sind sicher, dass Michele Anderle nicht in allen Fällen der Schuldige ist und dass ihm ausschließlich die Waldbrände zugeschrieben werden können. Wir müssen aber noch die Ergebnisse der Untersuchungen abwarten. Wie erklären Sie sich die anderen Brandstiftungen? Gab es womöglich einen Komplizen?
Foto: Oskar Zingerle
Seit eineinhalb Monaten ist der Tschötscher Bäcker Michele Anderle in Untersuchungshaft. Sein Anwalt Paolo Corti will Beweise dafür haben, dass Anderle nicht für alle Brandfälle verantwortlich ist, die ihm zur Last gelegt werden. Anderle bestätigte, die Brände immer alleine gelegt zu haben. Hinter den anderen Brandstiftungen könnten also andere Personen stecken. Es wurden auch sehr unterschiedliche Mittel verwendet. Anderle wurde lediglich mit einem Feuerzeug erwischt; um Autos oder Gebäude in Brand zu setzen, benötigt man jedoch chemische Mittel. Bei der Durchsuchung seines Autos und seiner Wohnung wurden keine derartigen Materialien gefunden. Wie kam die Polizei auf seine Spur? Das war ein Zufall. Als es am Hof seiner Eltern brannte und auch das Auto des Bruders seiner Freundin angezündet worden war, begann die Polizei, mehrere Tatverdächtige aus dem Umkreis der Opfer zu beschatten. Unter anderem wurde auch Anderle beschattet, der jedoch für diese Tatzeiten ein Alibi besitzt. Wo befindet sich Ihr Mandant zurzeit? Wird er psychologisch betreut? Derzeit befindet er sich im Bozner Gefängnis und wird von zwei Psychiatern betreut. Einen finanziert die Familie, den anderen die Staatsanwaltschaft. Können Sie uns seinen psychischen Zustand erläutern? Das psychiatrische Gutachten hat ergeben, dass es sich bei Anderle nicht um einen Pyromanen handelt. Michele Anderle ist also nicht psychisch krank. Sein Verhalten lässt vielmehr auf andere psychologische Gründe schließen. Die zuständigen Psychiater erklären sein Verhalten als Reaktion auf Probleme, die sich im Laufe der Zeit angesammelt haben und nie verarbeitet wurden. Auf diese Probleme, die Anderle schon seit längerer Zeit hat, möchte ich an
Paolo Corti: „Das psychiatrische Gutachten hat ergeben, dass es sich bei Anderle nicht um einen Pyromanen handelt.“ dieser Stelle aus Gründen der „Privacy“ nicht genauer eingehen. Ich wiederhole: Anderle ist kein Pyromane. Er verspürte weder Freude noch Genuss, als er die Brände legte. Er wollte auch niemandem Schaden zufügen. Im Gegenteil: Er war sich durchaus über die Gefahren und die Folgen seiner Taten bewusst, konnte sein Verhalten aber nicht mehr kontrollieren. Deshalb kann er auch nicht eindeutig als unzurechnungsfähig erklärt werden. Dass er zum Feuer griff, um seine Probleme und Aggressionen abzubauen, ist also eher ein Zufall. Er hätte genauso gut einen anderen Weg finden können. Stimmt es, dass Michele Anderle innerhalb der nächsten Wochen aus dem Gefängnis freigelassen wird? Nach dem Verhör am 11. November werden wir beantragen, dass er wieder nach Hause darf. Vermutlich wird er unter
Hausarrest gestellt. Er wird auch in dieser Zeit eine psychologische Betreuung erhalten. Die zuständigen Psychiater schließen jedoch eine Wiederholung seiner Taten aus. Hinter seinem Handeln steckt keine mentale Krankheit, sondern bestimmte Probleme, die bekannt sind und die durch eine gezielte psychologische Behandlung durchaus verarbeitet und beseitigt werden können. Wann findet der Prozess statt? Ob überhaupt ein Prozess stattfinden wird, hängt vom Verlauf der Untersuchungen ab. Wenn diese bestätigen, dass sich Anderle ausschließlich für die vier Waldbrände verantworten muss, werden wir auf einen Prozess verzichten. Sollten die Ermittlungen andere Ergebnisse bringen, wird ein Prozess stattfinden. Alice Engl
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Dezember 2003 Die Skischule Plose organisiert in Zusammenarbeit mit der neuen Plose AG und den Ski- und Snowboardclubs WSV, Fana, Lüsen, Plose, Afers und Voodoo die Nikolauskurse für Kinder. Die Ski- und Snowboardkurse sind inklusive: • Ski und Snowboardkurse mit oder ohne Skipass und Ausrüstung • Bustransfer mit Betreuung • Mittagessen mit Betreuung • Nikolausparty • Abschlussrennen mit toller Siegerehrung • Anmeldeschluss 3. Dezember 2003
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Eigentlich gibt es sie schon seit drei Jahren, die Vahrner „Schuachplattlergitschn“, jetzt möchten sie aber endgültig auf sich aufmerksam machen. Evelyn, Gardis, Elisabeth, Barbara und Magdalena sind mit großer Begeisterung bei der Sache, wenn sie zu den Ziehharmonikaklängen von Carmen Kofler schuhplattln. In zünfti-
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gen Lederhosen, mit hellblauen Edelweißsöckchen, weißen Hemden und frechen roten Halstüchern zeigen die jungen Frauen, dass das Schuachplattln nicht nur Männersache sein muss. Etwas traurig sind sie lediglich darüber, dass „keine Neuen dazukommen“ und sie deshalb so manchen Plattler, der eine größere Anzahl an Damen benötigt, nicht zum Besten geben können. Das könnte sich aber schlagartig ändern, „wenn wir den einen oder anderen Auftritt bekommen und so unsere Freude am Plattln auch zeigen können.“ Die Vahrner „Schuachplattlergitschn“ erreicht man am besten über e-mail: schuachplattlogitsch.vahrn@gmx. mk net.
Foto: Oskar Zingerle
Die Vahrner „Schuachplattlergitschn“ Biogasanlage in Schabs Die Ziegelei „Gasser“ in Schabs wird auf ihrem Firmengelände eine Biogasanlage errichten. Diese von der Ziegelei patentierte Anlage erfüllt zweierlei: Zum einen wird das durch die Anlage erzeugte Gas – voraussichtlich 250 Kubikmeter pro Stunde – zum Brennen der Ziegel verwendet. Dadurch wird das derzeit verwendete Schweröl ersetzt. Zum anderen werden die beim Betrieb der Anlage anfallenden Feststoffe in die Ziegel miteingearbeitet. Ausschlaggebend für die Errichtung der Biogasanlage waren neben ökologischen auch finanzielle Vorteile. Trotzdem steht die Umweltentlastung im Vordergrund. „Mit Hilfe der neuen Anlage kann der Jahresausstoß an CO2
um 8.000 Tonnen vermindert werden“, erklärt Paul Gasser, Inhaber der Ziegelei Gasser. Mit dem Bau der Probeanlage wurde bereits begonnen. „Diese wird anschließend in die eigentliche Anlage eingebaut und dient in diesem Stadium dazu, mögliche Kinderkrankheiten auszumerzen“, so Gasser. Im Gegensatz zu anderen vergleichbaren Anlagen funktioniert jene der Ziegelei Gasser dreistufig. In der ersten Stufe – der Hydrolyse – werden die langen Molekülketten zerschlagen. Die zweite Ebene, die Versäuerung, leistet die Vorarbeit zur letzten Stufe, der Fermentation. In dieser Phase wird die enthaltene organische Substanz vollkommen abgebaut. sr
Drei Konzerte im Zeichen der Kontemplation Mit einem Konzert an drei Südtiroler Aufführungsorten eröffnet das Brixner Kammerensemble VocalArt sein heuriges Arbeitsjahr. Den Rahmen für das geistliche Konzert mit dem Schwerpunkt „musica mystica“ bilden einmal die Alte Pfarrkirche Gries-Bozen, die Stiftskirche Innichen und die Pfarrkirche Milland in Brixen. Das Brixner Ensemble ist eines der profiliertesten Vokalgruppierungen Südtirols. Es umfasst 19 Mitglieder und wurde 1991 vorwiegend aus Lehrern des Institutes für Musikerziehung gegründet mit dem Ziel, sich vor allem der Musik der Renaissance und des Barock sowie der zeitgenössischen Musik zu widmen. Schwerpunkt ihrer Tätigkeit sind Aufführungen sakraler Werke, aber auch Konzerte mit profaner Musik. Gründer und Leiter ist der Brixner Domkapellmeister Heinrich Walder.
Das Konzertprogramm umfasst musikgeschichtliche Epochen vom 17. bis zum 20. Jahrhundert; es reicht stilistisch vom Gregorianischen Choral bis zu Klangexperimenten eines Arvo Pärt oder Knut Nystedt. Weitere Kompositionen, in denen Mysterien christlichen Glaubens besungen werden, stammen von Messiaen, Miskinis, Duruflé, Antonio Lotti, Gregorius Bárdos, Carlo Gesualdo und Morten Lauridsen. Der Bozner Bendiktiner Pater Urban Stillhart wird das Programm mit geistlichen Texten bereichern. Das Konzert in Brixen findet am Montag, 17. November mit Beginn um 20 Uhr in der Pfarrkirbf che Milland statt.
1. Preis für Jungbürgerkapelle Brixen Kürzlich fand in Innsbruck der „Erste Österreichische Jugend-Blasorchester-Wettbewerb“ statt. Die Jungbürgerkapelle Brixen unter der Leitung von Ewald Stampfl trat mit elf weiteren Jugendkapellen aus Tirol, Liechtenstein und Vorarlberg als einzige Südtiroler Jugendkapelle auf. Die 37 Musiker im Alter zwischen acht und 16 Jahren konnten die Jury unter anderem durch Tonkultur und Klangqualität, technische Aus-
führung, Interpretation und Stilempfinden, Tempo und Agogik überzeugen. Weiters wurde die Auswahl der Stücke im Verhältnis zur Besetzung und Spielfähigkeit des Orchesters gelobt. Dabei erzielten sie die mit Abstand höchste der vergebenen Punktezahlen. Unter tobendem Applaus des Publikums und des eigens mit angereisten „Fanclubs“ wurden die Brixner mit dem 1. Platz ausgezeichnet. mak
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Rodenecker Theatergeschichte(n)
Sie hat 16 Register, zwei Manuale, Pedal und Schwellwerk und steht in einem schallisolierten Raum im Priesterseminar von Brixen. Die Rede ist von der neuen Schulorgel des Instituts für Musikerziehung. Die „Königin unter den Instrumenten“ wurde von der Firma Franco Zanin aus Codroipo/Friaul gebaut, im Herbst 2002 fertig gestellt und vor wenigen Tagen vom Vorsitzenden der Orgelkommission Pater Urban Stillhard geweiht. Initiator und Betreuer des Projektes war Domkapellmeister Heinrich Walder, Professor am Konservatorium Bozen und ehemals Lehrer an der Musikschule Brixen. Unterstützt wurde der Bau der Orgel zudem durch den Präsidenten des Institutes für Musikerziehung, Siegfried Tappeiner, und dem ehemaligen Direktor der Musikschule Brixen, Willi Seebacher. Bemerkenswert war das
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Foto: Oskar Zingerle
Die neue Schulorgel
Konzert, das anlässlich der Orgelweihe stattfand: Unter der Leitung von Hannes Torggler, Orgellehrer an der Musikschule Brixen, und Heinrich Walder brachten Musikschüler Werke von J.S. Bach, Max Reger, G.P. Telemann und Adolph Friedrich Hesse dar. Die Schülerzahlen im Fach Orgel an der Musikschule Brixen sind steigend. Die Anschaffung der neuen Orgel ist deshalb auch ein bedeutender Meilenstein in der Ausbildung junger Organisten. mk
Unlängst hat die Volksbühne Rodeneck ihren 25. Geburtstag gefeiert. Dass das Theaterleben in Rodeneck aber eine sehr viel längere Vergangenheit hat, beweisen Eintragungen in der Chronik des Schlosses Rodenegg. So war das Theaterzimmer der Burg vor allem um 1900 Mittelpunkt eines regen kulturellen Treibens. Alois Faistnauer hat anlässlich des Jubiläums ein Büchlein verfasst, das in launiger Art und Weise Freud und Leid der Rodenecker Theatergeschichte aufzeigt und auch ei-
nen kurzen Einblick in die Schlosschronik als der Wiege des Kulturlebens von Rodeneck gewährt. „Theaterleben und darstellendes Spiel – gestern und heute“ lautet der Titel der liebevoll zusammengetragenen Dokumentation. Vergilbte Bilder und herrliche alte Plakate sind darin ebenso enthalten wie ganz persönliche Erinnerungen an das eine oder andere Theaterstück. Das Thumas-Muggsile, eine furchterregende Gestalt, die in der Thomasnacht am 21. Dezember von Hof zu Hof zog, gehört ebenso zur Rodenecker Theatergeschichte wie die Fåsnåcht- und Maschgra-Spiele. Gewidmet ist das Büchlein „all jenen, die gestern und heute auf den sprichwörtlichen Brettern standen und stehen“. Gespickt mit köstlichen Schnappschüssen bietet es einen interessanten Streifzug durch die Geschichte des Dorfes. Es ist für 13 Euro bei der Raiffeisenkasse Rodeneck und beim Autor selbst erhältlich. mk
Das 20. Jahrhundert in Südtirol Das vergangene Jahrhundert war lebendig und widersprüchlich: Kriege hat es hervorgebracht, ebenso wie Höchstleistungen in der modernen Technik und im Sport. Ob in der Landwirtschaft oder im Tourismus, im gesellschaftlichen Leben oder im kulturellen Bereich: Überall hat es tiefgreifende Spuren hinterlassen. Aussagen von Zeitzeugen und Autoren lassen im fünfbändigen Werk „Das 20. Jahrhundert in Südtirol“ (Edition Raetia) Südtirols Zeitgeschichte lebendig werden und zeigen neben den bekannten auch viele weniger oder unbekannte Seiten auf. Gerade die Zeit zwischen 1970 und 2000 ist kaum historisch aufgearbeitet worden. Außerdem konzentrierte sich die bisherige Geschichtsschreibung meist nur auf die politische Geschichte. Aus diesem Grund beschäftigt sich „Das 20. Jahrhundert in Südtirol“ auch mit der gesellschaftlichen und kulturellen Geschichte und zeichnet die Entwicklungen in den Bereichen Sport, Tourismus und Technik
ebenso nach wie jene der Arbeiter-, Frauen- und Umweltbewegung. Anlässlich der Herausgabe des fünften und letzten Bandes von „Das 20. Jahrhundert in Südtirol“ veranstalten sieben Bibliotheken in Zusammenarbeit mit dem Bibliotheksverband Südtirol eine Geschichtsreihe unter dem Motto „Geschichte lebendig werden lassen...“. In Brixen findet die Veranstaltung am Mittwoch, 26. November, um 20 Uhr im großen Festsaal des Priesterseminars statt. Veranstalter ist die Stadtbibliothek Brixen. wv
Spuren durch Feuer und Eis Der Pustertaler Mountainbike-Guide und staatlich geprüfte Bergführer Tobias Fischnaller erzählt in einer fesselnden Multivisionsschau seine Erlebnisse im Land der gläsernen Vulkane. Auf einer Großleinwand mit 360-Grad-Sound entführt er das Publikum in die Welt der Halbinsel Kamtschatka, einer fast schon vergessenen Region Russlands im äußersten Norden Ostasiens, nahe Alaska und Japan. Mit seinem Bike und seinen Skiern erlebte er die unglaublichsten „russischen“ Geschichten. Er bestieg unter anderem die höchsten noch tätigen Vulkane, um dann mit den Skiern wieder abzufahren, erkundete das Land mit seinem
Bike und lernte die Menschen und deren Kultur auf dieser Halbinsel kennen, von denen viele nicht einmal wissen, dass sie existiert. Mit dem Südtiroler Abenteuerjournalisten Michael Wachtler stieß Fischnaller in das Tal der Geysire vor und traf mit den indigenen Einheimischen zusammen. Sensationelles und beeindruckendes Bild- und Filmmaterial hat der junge Bergführer mit nach Hause gebracht. Zur Zeit tourt er mit seiner Show durch ganz Südtirol, um den Menschen die faszinierende Welt und Landschaft der Halbinsel Kamtschatka nahe zu bringen. Am Samstag, 15. November, gastiert er im Forum Brixen. wv 45
Bioläden im Wandel In einem Zeitalter der gentechnisch manipulierten Lebensmittel wird immer mehr Wert auf gesunde Nahrung gelegt, die reich an Nährstoffen ist und sich durch ihren unveränderten, intensiven Geschmack auszeichnet.
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Bioläden im Sinne von alternativen Körnli- und Müsliläden von einst gibt es heute nicht mehr. Sie haben sich in moderne Lebensmittelfachgeschäfte und kleine Supermärkte gewandelt, in denen es natürlich immer noch eine reiche Auswahl an Getreidesorten und Müslimischungen gibt, aber das Angebot hat sich inzwischen auf mehrere tausend Artikel erweitert. In einem modernen BioFachgeschäft findet man heute
alles, was eine Familie zum Leben braucht: Von Obst und Gemüse, frischem Brot, Wurst und Fleischwaren bis hin zu Wein, Süßigkeiten und Fertiggerichten wird alles angeboten. Neben den Spezialitäten aus Südtirol gibt es auch typische Produkte aus der mediterranen und fernöstlichen Küche – selbstverständlich alles in kontrolliert biologischer Qualität.
300 Quadratmeter Genuss und Qualität Ein Bio-Fachgeschäft ist Inbegriff für Lebensmittelsicherheit, Genuss, Lebensfreude und
Kompetenz. Diese Botschaft will der neu gegründete Verband der Bio-Fachgeschäfte Südtirols den Bürgern näher bringen. Eines der 16 im Verband zusammengeschlossenen Bio-Fachgeschäfte ist Pro Natura in der Brixner Stadelgasse mit fast 300 Quadratmetern Verkaufsfläche. Hausfrauen schätzen die große Auswahl an BioLebensmitteln zu gerechten Preisen, Gourmet-Köche suchen und finden dort Lebensmittel mit hervorragendem unverfälschten Geschmack. Eine reichhaltige Naturwarenabteilung im ersten Stock mit Naturkosmetik, alles für Mutter
und Kind, Tag- und Nachtwäsche sowie Naturbetten ergänzen das Angebot. Gerade diese Vielfalt an Produkten für ein natürliches Wohlbefinden und die Kompetenz in der Produktauswahl und Beratung haben PRO NATURA weit über das Eisacktal hinaus bekannt gemacht.
Naturkost - Reformhaus Brixen • Stadelgasse 6B
Tel. 0472 837314 • Fax 0472 251501
Bio schmeckt einfach besser Mitglied im Verband
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Degustation auf höchstem Niveau Am 16. Oktober lud das Hotel Goldener Adler in Klausen zu einem Gourmetabend und präsentierte den Gästen zauberhafte Leckereien. Octopus und Gänsestopfleberwürfel waren nur einige der Delikatessen.
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Etwa 100 Personen aller Gesellschaftsschichten aus Nah und Fern genossen die Köstlichkeiten, die Haubenkoch Markus Baumgartner persönlich kreiert hatte. Nach einem kleinen Gruß aus der Küche präsentierte der Haubenkoch einen Octopus mit mediterranem Gemüse im Tempura auf feinem Frisseè mit Sauce Rojx. Der Delikatesse folgten Lasagnette vom Kürbis mit gebratenen Gänsestopfleberwürfeln und Salbeibutter sowie ein
Sattelstück vom Lammrücken mit Artischocken à la barigoule und Cous-Cous. Die Krönung des Menüs lieferte ein Délice aus Schokolade und Kastanie. Zu den Speisen wurden erlesene Tropfen aus dem gut sortierten Weinkeller kredenzt. Als weitere Höhepunkte des Gourmetabends folgten exklusive Genüsse der besonderen Art. Karl Innerbichler präsentierte die Schokolade „Amadei“, die laut Fachpresse zur Zeit zur
besten Schokolade der Welt zählt. Die Kostproben begleitete er mit Ausführungen über die Anbaugebieten in Lateinamerika und die traditionelle, händische Verarbeitung im Werk in der Toskana (Pontedera). Lauro Bordin weihte die Geladenen in die Geheimnisse des „Malecon“-Rums ein. Das kubanische Rezept beruht auf Überlieferungen der Rum-Destillationskunst der „Maestri Cantineros“. Bekannt ist der Rum vor
Haubenkoch Markus Baumgartner mit Gattin Balbina allem für sein einzigartiges und intensives Aroma, das den Genießer über die wilden Ozeane hin zu den fernen Ländern seines Ursprungs entführt. Die Zigarre darf in diesem vornehmen Ambiente nicht fehlen. Ivaldi Alberto präsentierte das neue Sortiment der italienischen Top-Zigarre, die in der Manufaktur in Lucca produziert wird. Sowohl Form als auch Aroma der Zigarren sind facettenreich. Als italienische TopZigarre gehören einige Sorten der „Toscanelli“ mittlerweile zu begehrten Sammlerobjekten.
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