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Brixner 155 - Dezember 2002

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Jahrgang 13 - Nr. 12 Dezember 2002

www.brixen.net

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Unabhängige Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung

Die Sternsinger von Neustift

„O Stunde, die das Heil gebracht“ Acquarena

Stadtbild

Universität

» S. 16

» S. 22

» S. 28

Welchen ersten Eindruck die Gäste des neuen Brixner Hallenbads haben

Was man gegen die Gefährdung des Brixner Stadtbildes tun kann

Warum die neuen Brixner Uni ein „Monument für die Bildung“ sein wird


Editorial

Dezember

Thema 4

4 Neustifter Sternsinger: „O Stunde, die das Heil gebracht“

Menschen&Meinungen 9

14 Portrait Agidius Überbacher: Christkindln und lodene Janker 16 Umfrage: „Acquarena? Einfach super!“

Brixen&Milland 19

Frohe Weihnachten!

22 Das gefährdete Stadtbild 28 Universität Brixen: Ein Monument für die Bildung 34 Neuer Anlauf gegen den Transit 35 Event Planinschek: Innovation für eine sichere Zukunft 37 Jugendfeuerwehr: Helden von Morgen 38 Altes Dokument 39 Alt-Brixener Photokalender: 100 Jahre Strom 40 Weihnachtsmarkt: Magnet mit Nebenwirkungen 42 Montessori-Pädagogik: Für Körper, Geist und Seele 44 Auf der Suche nach dem „stillen Örtchen“ 48 Sonntags- oder Sorgenkinder? 50 Ein Kind will gut geplant sein

Man spürt und fühlt es überall: Unaufhaltsam nähert sich das Weihnachtsfest. Der Tourismusverein und die Kaufleute haben die Straßen weihnachtsbeleuchtet, beim Einkaufen bekommt man ein Los, das im besten Fall in ein paar Wochen ein Auto wert ist, Reinhold Nössing hat wieder einen interessanten Bildkalender mit alten Ansichten präsentiert, und am Wochenende spricht man in der Altstadt weihnachtsmarktbedingt italienisch. Nur der Schnee fehlt noch zum absoluten Glück – vor allem zu jenem der Betreiber der Skipisten. Aber was nicht ist, kann ja noch werden – zumindest die Temperaturen sind in den letzten Stunden vor dem Druck dieser Ausgabe endlich merkbar gesunken. Auch wir geben uns weihnachtlich und präsentieren mit unserer Titelgeschichte eine traditionsreiche Initiative: die Neustifter Sternsinger.

Dörfer&Fraktionen 53

54 Historische Kalender-Ansichten 55 Aicha stinkt 56 Der neue Haushalt steht 57 Event Stift Neustift: Außergewöhnliches Angebot

Kunst&Kultur 59

62 4Twenty: Superwelt im Plastikkult 63 Das Brixner Stadtjubiläum in Bildern 65 Tschuggmall: Farbe und Licht 66 Brass Band Pfeffersberg: Ein Hauch von England 67 Francesco Contó: Aquarellierte Bergwelt 70 Alex Pergher: Die Kugel als Symbol 71 Weihnachtsoratorium: „Ehre sei dir, Gott, gesungen“

Sind Sie eigentlich „zufrieden“ mit unserer Zeitschrift? Wir als Herausgeber stellen uns bei jeder Ausgabe dieselbe Frage: Liegen wir auf derselben Wellenlänge wie unsere Leser? Da der „Brixner“ kostenlos an alle Haushalte gesandt wird, fehlt uns die „direkte“ und unbarmherzige Resonanz der Verkaufszahlen. Umso wichtiger ist es, dass wir hin und wieder bei unseren Lesern nachfragen, was wir besser machen könnten. Diesem „Brixner“ liegt ein Fragebogen bei, den Sie ausfüllen und uns zusenden können. Ihre Meinung ist uns wichtig. Die Mühe wird doppelt belohnt: Erstens können wir Ihre Wünsche berücksichtigen, und zweitens bekommt einer der Einsender eine Stereoanlage als verspätetes Weihnachtsgeschenk. Der Fragebogen befindet sich auf der Rückseite des Faltblattes, das unsere Abo-Aktion bewerben soll.

Sport&Co. 73

74 SSV Brixen Schwimmen: Brixen schwimmt

M@us&Klick 77

77 Neues aus dem www

Spezial

79

79 Trends & Wirtschaft

Tipps&Events

Impressum

98

98 Veranstaltungen und Weiterbildung

„Der Brixner“ 4545 % Art. 2, 2, Abs. Brixner“erscheint erscheintmonatlich monatlichund undwird wirdimimPostabonnement Postabonnement % Art. Abs. 662/96, Bozen zugestellt. Auflage: 8.700. Eintragung Landes20/b,20/b, Ges. Ges. 662/96, Bozen zugestellt. Auflage: 8.500. Eintragung amam Landesgericht gericht Bozen am 29.12.1989, Nr. 29/89 Bozen am 29.12.1989, Nr. 29/89 R.St. R.St.   Redaktionsanschrift: 34,34, 39042 Brixen Redaktionsanschrift:„Der „DerBrixner“, Brixner“,Otto-von-Guggenberg-Straße Otto-von-Guggenberg-Straße 39042 Brixen Tel. brixner@brixmedia.it Tel. 0472 0472 837537 837537--Fax Fax0472 0472836769 836769- e-mail - e-mail brixner@brixmedia.it    Eigentümer: 34,34, 39042 Brixen Eigentümer: BrixMedia BrixMediaGmbH, GmbH,O.-v.-Guggenberg-Straße O.-v.-Guggenberg-Straße 39042 Brixen   Herausgeber Herausgeberund undfür fürden denInhalt Inhaltverantwortlich: verantwortlich: Willy Vontavon Willy Vontavon    Redaktionsmitglieder: Redaktionsmitglieder: Willy Vontavon (wv), Doris Brunner (db), Marlene Kranebitter Zingerle (mk), Arno Dejaco Willy Alex Vontavon Brunner (db), Marlene Kranebitter Zingerle (mk), Alex Ober(ad), Tauber(wv), (at),Doris AnnaMaria Mitterhofer (amm), Thomas Oberrauch (to), Helga Tauber(ho), (at),Judith AnnaMaria Oberrauch huber WieserMitterhofer (jw), Oskar (amm), ZingerleThomas (oz), Günther Eheim(to), vulgoValentina Sigmund Baldauf (GEvS), (vb), Helga Oberhuber (ho), Judith Wieser (jw), Oskar Zingerle (oz), Günther Eheim Elmar Albertini (ea), Barbara Fuchs (bf)  vulgo Sigmund (GEvS), Elmar Albertini (ea), Barbara Fuchs (bf)   Layout & DTP-Satz: Vrni Oberleitner Layout & DTP-Satz: Vrni Oberleitner       Titelbild: Guido Mangold Titelbild: BrixMedia, Oskar Zingerle

Anzeigenverkauf: BrixMedia GmbH, Otto-von-Guggenberg-Straße 34, 39042 Brixen Anzeigenverkauf: Tel. 0472 837537 - Fax 0472 836769 - e-mail sonja.messner@brixmedia.it BrixMedia GmbH, Otto-von-Guggenberg-Straße 34, 39042 Brixen Tel. 0472 837537 - Fax 0472 836769 - e-mail sonja.messner@brixmedia.it Druck/Fertigstellung: AthesiaDruck Brixen

Druck/Fertigstellung: AthesiaDruck Brixen Nächster Redaktionsschluß: 6. Jänner 2003 Nächster Redaktionsschluß: 27. November 2001 Werbeannahmeschluß:10. 1. Dezember 2001 Werbeannahmeschluß: Jänner 2003 Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, daß Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, daß sämtliche in dieser Zeitschrift veröffentlichten Stellenangebote, sei es im Kleinanzeiger wie auch in den Forsämtliche in dieser Zeitschrift veröffentlichten Stellenangebote, sei es im Kleinanzeiger wie auch in den Formatanzeigen, sich ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechts matanzeigen, sich ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechts beziehen. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Beiträge unter Umständen zu kürzen, abzubeziehen. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Beiträge unter Umständen zu kürzen, abzuändern oder zurückzuweisen. Namentlich gezeichnete Beiträge unserer Mitarbeiter geben nicht unbedingt ändern oder zurückzuweisen. Namentlich gezeichnete Beiträge unserer Mitarbeiter geben nicht unbedingt die Meinung des Herausgebers wieder und sind von der Redaktion nicht in allen Einzelheiten des Inhalts und die Meinung des Herausgebers wieder und sind von der Redaktion nicht in allen Einzelheiten des Inhalts und der Tendenz überprüfbar. Nachdruck sowie Vervielfältigungen jeder Art ausschließlich mit schriftlicher Genehder Tendenz überprüfbar. Nachdruck sowie Vervielfältigungen jeder Art ausschließlich mit schriftlicher Genehmigung der Redaktion. migung der Redaktion.

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Apropos Abo-Aktion: Heuer gibt es zum ersten Mal die Möglichkeit eines Dauerauftrags. Damit ist es nun noch einfacher, dauerhaft „Freund“ oder „Gönner“ unserer Zeitschrift zu werden. Wir freuen uns auf einen immer größer werdenden Freundeskreis. Ihr Willy Vontavon


Die Sternsinger von Neustift

„O Stunde, die das Heil gebracht“ In den ersten Jännertagen werden sie wieder ausziehen, die Sternsinger von Neustift, mit ihren prachtvollen orientalischen Gewändern aus Samt und chinesischer Seide und mit ihrem goldenen Stern.

W

Wenn sich die erste Dämmerung sanft über die Dächer legt, werden die Sternsinger von Neustift den Familien wieder Kunde bringen von der Geburt des Erlösers. Sie werden einkehren in die warmen Stuben und mit ihren vollen Stimmen die alten Sternsingerlieder singen. Weisen mit einfachen und klaren Worten, manchmal voller Wehmut. Verheißungsvolle Lieder von einer sternenklaren Nacht, von einer Stunde, die das Heil gebracht. Und sie werden wieder erwartet werden, fast sehnsüchtig, weil ihr kurzer Auftritt beeindruckend ist, weil ihre Lieder die Herzen berühren und weil die andächtigen Gesichter unter den funkelnden Kronen ihre Wirkung nicht verfehlen.

Probenbeginn im November Gegen Mitte November beginnen die Proben, und „um Weihnachten wird es dann besonders intensiv“, erzählt Erich

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Alle zwei Jahre sind die Sternsinger von Neustift unterwegs Deltedesco, der in seiner Funktion als Obmann des Neustifter Männerchores auch für einen reibungslosen Ablauf des Sternsingens verantwortlich ist. In über 20 Proben bereitet Chorleiter Rudi Chizzali neun Sänger

auf das Sternsingen vor. „Es sind nicht immer dieselben neun“, erklärt Deltedesco, „denn der Brauch kann nur wirklich lebendig gehalten werden, wenn immer wieder junge Sänger eingebunden werden.“

wünscht chten a n h i e W e h o fr s e t e n g e s e g und ein es Jahr! neu

Alle zwei Jahre wieder Wenn die Neustifter Sternsinger nur alle zwei Jahre ausziehen, dann hat das auch damit zu tun, dass der Brauch etwas Besonderes bleiben soll,


etwas Kostbares, auf das sich die Menschen freuen. Die Auftritte der Neustifter Sternsinger werden äußerst sorgfältig vorbereitet. Nach einem genauen Terminplan – „das läuft beinahe minutiös ab“ – werden die Familien im Dorf besucht, die sich auf das Ereignis auch entsprechend vorbereiten. Die Kerzen am Christbaum brennen, die Krippe ist beleuchtet, und manches Mal kommen Familienmitglieder von weit her, um die Sternsinger zu erleben. Wenn die drei Könige mit ihrem Gefolge – jeder König hat zwei Diener bei sich – von Haus zu Haus ziehen, fällt kein unnötiges Wort. Eine meditative Stille ist oberstes Gebot, nichts soll die besondere Atmosphäre stören.

Samt und Seide... und Frau Rossmann Voran schreitet der Schwar­ ze König mit dem Stern, dahinter seine zwei Diener, die die Schleppe seines Mantels tragen. Ihnen folgt der Weiße König mit der Schatulle in seinen Händen. Er ist der älteste in der Gruppe und verkörpert den europäischen Kontinent. Als letzter folgt der Junge König aus dem arabischen Raum mit dem Weihrauchfass. Die farbenfrohen und glänzenden Gewänder tun ein Übriges, um die Würde, die von den Sternsingern ausgeht, zu unterstreichen. Seit den 60er Jahren hütet diese Kleider das ganze Jahr

über Maria Rossmann. Ihr Mann war lange Jahre Portier im Kloster, und demzufolge ist die Beziehung zu den Sternsingern besonders eng. Sie schneidert das eine oder andere Gewand, versieht ein drittes mit einer neuen Borte, repariert, was im Laufe der Zeit kaputt gegangen ist. „Sie denkt eigentlich das ganze Jahr über an die Sternsinger“, freut sich Erich Deltedesco, „und sie ist immer auf der Suche nach einem edlen Stoff oder nach einem besonderen Accessoire.“ Wenn die Sternsinger gegen 22 Uhr von ihrer Tour zurückkehren, beginnt für Frau Ross­ mann erst richtig die Arbeit. Es gilt, die Gewänder aller neun Sternsinger zu reinigen und aufzubügeln, damit am nächsten Tag alles wieder im alten Glanz erstrahlen kann. Im kommenden Jänner wird sie diesen Dienst zum letzten Mal tun, dann müssen sich die Neustifter

Sternsinger nach einer anderen fleißigen Hand umschauen. Vier Stunden dauert es im Allgemeinen, bis die Könige samt Gefolge geschminkt sind. Konrad Bergmeister hat sich mittlerweile zum Experten entwickelt, und so ist manches vertraute Gesicht unter aufgeklebten Bärten kaum wieder zu erkennen.

den. Er kehrte an das „Singknabeninstitut“ zurück, an jenen Ort, den er zusammen mit Vinzenz Goller in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts lieb gewonnen hatte. Er kannte die Chor- und Musikgeschichte des Stiftes und wusste auch Bescheid über die alte Tradition des Sternsingens in Neustift. Da aber in den Jahren der Säkularisation, der Nutzung des Kirchenbesitzes durch den Staat zur Zeit der Reformation und unter Napoleon das gesamte Musikarchiv geplündert worden war, musste Gasser zunächst zur Feder greifen und neue Sternsingerlieder komponieren. In kurzer Zeit entstand eine ganze Serie von Liedern für einen dreistimmigen Oberchor und eine Bassstimme. Diese Bassstimme sang Josef Gasser als ständiger Begleiter der Sternsingergruppe selbst. 1924 gab es dann den ersten Auszug mit zwölf jungen Sängern aus der Singknabenschule und aus Neustift. Der Weg der Sternsinger begann und beginnt auch heute noch beim Kloster.

Der „Vater“ der Initiative: Josef Gasser Seit fast 80 Jahren sind die Neustifter Sternsinger nun schon unterwegs, um die Weihnachtsbotschaft in die Häuser zu bringen. 1924 belebte Professor Josef Gasser, seinerzeit Chorregent und Musiklehrer im Kloster Neustift, den alten Brauch wieder. Der aus Lienz gebürtige und im Stift Wilten als Chorleiter tätige Musiker Josef Gasser war 1922 nach Neustift berufen wor-

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Mitte November beginnen die Proben

Das Kloster als Ausgangspunkt

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Das Kloster Neustift gilt, so sagen es zumindest Fachleute, als der Mutterboden der Tiroler Spielkultur. So ist es nicht zu verwundern, dass auch das Sternsingen oder der Dreikönigsaufzug im Kloster seit jeher einen besonderen Stellenwert hatte. Das 1142 gegründete Kloster hatte schon früh eine eigene Schule, die auch Singknaben für den Gottesdienst ausbildete. Die Chorherren bemühten sich, den Menschen ihren Glauben durch figürliche Darstellung zu veranschaulichen und ihnen dadurch zu einem vertieften Erleben zu verhelfen. Vor allem im Mittelalter wurde der breiten, nicht gebildeten Bevölkerungsschicht über Mysterienspiele die Heilsgeschichte Christi vor Augen geführt. Eine feierliche und kunstvolle Gestaltung des Kirchenjahres war über Jahrhunderte zudem eine besondere Aufgabe des geistlichen Wirkens und fand seinen Niederschlag auch im Brauch des Sternsingens. Mit der Säkularisation um 1807 wurde das Klosterleben erstickt, und die alten Traditionen verloren an Bedeutung. Nach dem Ende der Säkularisation etwa um 1816 wurde das Dreikönigssingen dann nicht mehr aufgegriffen. Das Stern-

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6

Die Neustifter Sternsinger besuchen am 3., 4., 5. und 6. Jänner die Familien von Neustift. Am 6. Jänner, dem Dreikönigstag, findet in der Stiftskirche um 14 Uhr die traditionelle Andacht mit den Sternsingern statt.

singen war bereits in der mittelalterlichen Klosterschule eine willkommene Abwechslung zu den üblichen Verpflichtungen der Klosterschüler bei den liturgischen Sängerdiensten gewesen.

„Die Chorknaben von Neustift“ Chorherr Benno Rutz, der selbst von 1902 bis 1914 Chorleiter und Organist in Neustift war und auch eine Chorchronik führte, erzählt in seinem Büch­ lein „Die Chorknaben von Neustift“ bei der Beschreibung der Klosterschule des Mittelalters und weiter hinauf in die Barockzeit eigens davon, dass am Weihnachtsabend die Klosterschüler, angetan mit festlichen Kleidern, beim Hochwürdigen Herrn Prälaten, beim Herrn Dekan, bei ihrem Scholastikus, dem Vorsteher der Klosterschule, und bei anderen Priestern des Stiftes ihre Weihnachtslieder erklingen ließen. Dann, heißt es, zogen sie weiter in die Stuben des Dorfes und brachten überall die Kunde von der Geburt des Herrn. Reich beschenkt und freudigen Herzens kehrten „die Sängerlein“ ins Stift zurück und sangen mit dem Jubel der Engel die Christmette im Chor. Auch wenn nicht dauernd eigens vermerkt, so besteht doch kein Zweifel, dass das Sternsingen von den Klosterschülern quer über die Jahrhunderte gehalten und gepflegt wurde. Damals waren es Schüler aus der klösterlichen Singschule, heute sind es die gestandenen Männer des Neustifter Männerchores.

Des Lehrmeisters Erbe Anfang der 50er Jahre waren es nämlich einige Neustifter


Foto: Guido Mangold

Maria Rossmann hütet die Kleider der Sternsinger und hilft auch beim Verkleiden

Buben, die das Sternsingen weiterführten. Sie hatten die Singknabenschule Gassers durchgemacht und waren nun in die Unterstimme gekommen. Josef Gasser, mittlerweile in die Jahre gekommen, komponierte eigens Chöre für die nun etwas älteren Sänger und wies sie sogar von seinem Krankenbett

aus in die Vortragsweise ein. Als der große Meister und Freund des Sternsingens am 10. Jänner 1957 starb, nahmen die Jungmänner den Weihnachtsbrauch als besonderes Erbe an. Die Gründung des Neustifter Männerchores basiert wohl auf diesem Erbe, denn der Chor ging aus einer Sängergemein-

schaft hervor, die ebenfalls im Knabenalter unter Professor Gasser eine gediegene Grundausbildung erhalten hatte. Der Männerchor hatte es sich auf jeden Fall von Anfang an zum Ziel gesetzt, das Erbe des geschätzten Lehrmeisters lebendig zu halten. So gehört das Sternsingen alle zwei Jahre zu einem

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festen Bestandteil im Programm des Männerchores.

Geld für wohltätige Zwecke Das Geld, das die Neustifter Sternsinger bekommen, wird übrigens nicht in die Mission geschickt, sondern für wohltätige Zwecke in der Heimat verwendet. Ein Teil geht an eine bedürftige Familie im Dorf, ein weiterer Teil kommt dem Jesuheim in Girlan zugute, und für die Neustifter Pfarrkirche entfällt auch ein Beitrag. Dieses Jahr soll zudem die Krebshilfe Brixen unterstützt werden. Eigentlich muss es anstrengend sein, an vier aufeinander folgenden Tagen unterwegs zu sein, bei jeder Witterung, bei Wind und Frost, über mehrere Stunden hinweg. Die strahlenden und gleichzeitig ehrfürchtigen Menschen, denen die Sternsinger begegnen, wiegen jedoch alle Mühen auf. Ganz im Sinne des Lehrmeisters Josef Gasser. Marlene Kranebitter

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ticker ticker Die neue Geschäftsführerin xxx der Acquarena +++GmbH heißt Herta Wieser. Die Pustertaxxx lerin ersetzt Anfang Jänner Horst Unterfrauner; beide sind Mitarbeiter des Mühlbacher Consulting-Unternehmens Michaeler & Partner. Die Stadtwerke haben seiner­zeit Michaeler & Partner mit der Geschäftsführung der Acquarena GmbH beauftragt.

+++

Das Restaurant „Grissino“ in der Acquarena wartet bereits mit einer Attraktion auf: Als Chefkoch haben xxxdie Betreiber Xia Jian Yi engagiert, der seit der Eröffnung den Brixnern thailändische Küche näher bringt. Dabei stammt Xia eigentlich aus der chinesischen Provinz Qing Tian, aber in den letzten Jahren hat er sich vor allem auf die bekömmliche thailändische Küche spezialisiert. Xia Jian Yi ist 30 Jahre alt und seit mehr als zehn Jahren in Europa. Seine Familie lebt in Innsbruck. „Brixen ist sehr schön und hat eine sehr hohe Lebensqualität“, erklärt der freundliche Chinese, der übrigens gut deutsch spricht. wv

Kompatscher ist SVP-Ortsobmann

Foto: Oskar Zingerle

Paul Gasser hat mit 73 Stimmen bei den kürzlich stattgefundenen Wahlen zum SVPOrtsausschuss von Milland am meisten Stimmen erhalten. Außer ihm sind noch Günther Oberhuber, Armin Burger, Ulrike Kerschbaumer, Christa Pichler, Roland Braido, Markus Knapp, Paula Meraner und Paul Seeber im neuen Ausschuss.

land (41), Paula Bacher (38), Manfred Psaier (35), Margareth Mussner (32), Traudi von Guggenberg (31), Josef Kirchler (27), Carmen Messner Amort (24) und Uli Demetz mit 22 Stimmen. Trotz des großen Vertrauens, das ihr entgegengebracht worden ist, war Johanna Bernardi nicht bereit, das Amt der Ortsobfrau für weitere drei Jahre zu übernehmen. Deshalb wurde bei der ersten konsti­

tuierenden Sitzung Jakob Kompatscher zum neuen Ortsobmann gewählt; Johanna Bernardi steht ihm als Stellvertreterin zur Seite. Margareth Mussner übernahm das Amt der Schriftführerin, Herbert Wieland wurde zum Kassier bestellt. Leo Dariz und Sepp Kirchler werden den Ortausschuss Brixen im Koordinierungsausschuss der Gemeinde vertreten. amm

+++

Der Geschäftsführer des Lokals „Juke Box“, Klaus Unterkofler, wurde kürzlich von den Polizeibehörden angezeigt, weil in seinem Lokal Alkohol an Jugendliche unter 16 Jahren aufgeschenkt wurde. Unterkofler hat daraufhin angekündigt, geeignete Maßnahmen zu treffen, damit seinen Mitarbeitern dieser Fehler nicht mehr unterläuft.

Der SVP-Ortausschuss von Brixen ist Anfang November neu gewählt worden. Dabei konnte die bisherige Ortsobfrau die meisten Stimmen auf sich versammeln. 92 von 161 Stimmen entfielen auf Johanna Bernardi; ihr folgten Jakob Kompatscher mit 71 und Leo Dariz mit 63 Stimmen. Die weiteren gewählten Mitglieder des Ortsausschusses sind Christian Mahlknecht (62), Herbert Wie-

Der Spruch vom Much I woaß schun, prum’s heier net richtig kålt werdn gewellt håt. Der Dåmpf bei der Acquarena hoazt es gånze Tål au...

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leserforum Foto: Oskar Zingerle

Von Äpfel und Birnen Zum Bericht „Das unfertige Paradies“ über das neue Hallenbad Acquarena im „Brixner“ vom November.

Zum Äpfel-Birnen-Vergleich mit dem Hallenbad in Oberammergau (ca. 25 km oberhalb Garmisch) möchte ich hier folgenden Sachverhalt klarstellen. Das Hallenbad in Bayern bietet ein 50-Meter-Olympiabecken, einen Funbereich mit Teilzone für Kinder mit Whirlpool und Massagedüsen, ein Becken ins Freie, zwei Rutschbahnen und ein Kinderbecken mit kleiner Rutschbahn. Saunalandschaft, Ruhezone und Bar sind selbstverständlich. Das Freibecken bietet ein Rundwellenbad mit Meeresbrandungscharakter, ein 90-Meter-Naturbecken, das mit Quellwasser aus den Bergen gefüllt wird, Springturm, ein großes Kinderbecken mit Klettergerüst, eine vier mal größere Liegewiese als in Brixen und verschiedene Sportangebote. Von den Wassertemperaturen mal ganz abgesehen. Eintrittspreise: Kinder bis 6 Jahre gehen frei! Von 6 bis 16 Jahren gilt der Kindertarif. Als

Welche Beleuchtung? Zum Bericht „Es weihnachtet schwer“ im November-„Brixner“

Das nebenstehende Bild zeigt den Großen Graben, wie er sich im Winter in aller Pracht präsentiert: Der Schnee und die dezent beleuchteten Bäume sorgen für typische Weihnachtsstimmung, auf die wir uns jedes Jahr freuen. Brixen ist nicht Las Vegas, und man sollte unsere Stadt nicht mit einem Luna Park verwechseln. „Die neue Weihnachtsbeleuchtung in Brixen ist reiner Kitsch, und Gott sei Dank hat man den Großen Graben ausgelassen“, hört man immer wieder von der Bevölkerung. Wir Kaufleute vom Großen Graben können dem nur zustimmen: Wir respektieren zwar die Aktion des Tourismusvereins, aber wir haben seinerzeit beschlossen, nicht mitzumachen. Dabei

Ich wohne jetzt seit acht Jahren in Brixen und warte seitdem auf ein Hallenbad, kann es mir jetzt aber als Familie mit zwei Kindern leider nicht leisten zu nutzen. Martin Eccli, Milland

Schwerbeschädigte ab 46 Prozent! ...und noch ein Leserbrief zur Preisliste der Acquarena

Familie gelten Eltern mit beliebig vielen eigenen Kindern. Drei Stunden kosten für Erwachsene 7 Euro, für Kinder 4,50 Euro und für die Familie 17 Euro. Die Tageskarte für Erwachsene kostet 9 Euro, für Kinder 6 Euro, für Familien 22 Euro. Die Jahreskarte kostet für Erwachsene 179 Euro, für Kinder 112 Euro, für Familien 378 Euro! Mir ist gewiss klar, dass die Bayern niedrigere Lebenshal-

tungskosten haben als wir in unserem Land Tirol, aber so ein Preisunterschied bei in etwa gleicher Leistung ist schon gewaltig. Zusätzlich finde ich einen Preisunterschied zwischen Brixnern und „Auswärtigen“ sehr gewagt. Denn sollten diese vergrault werden, wird es immer schwieriger, die Soll-Besuchermenge zu erreichen, zumal Bruneck und Sterzing nicht weit entfernt liegen.

sind wir keinesfalls gegen Weihnachtsbeleuchtung, was allein die Tatsache beweist, dass der Graben vor Jahren als erste Straße eine Weihnachtsbeleuchtung erhalten hatte, die noch dazu ausschließlich von den Kaufleuten des Grabens finanziert worden war. Auch heuer werden wir uns auf diese Beleuchtung beschränken, weil uns das Projekt, das man für den Großen Graben seinerzeit vorgesehen hatte, überhaupt nicht gefiel. Außerdem stand der Festbetrag, den wir hätten bezahlen müssen, in keinem Verhältnis zur geplanten Beleuchtung. Der wahre Grund unserer Ablehnung liegt aber ohne Zweifel an der beschämenden Tatsache, dass der Große Graben das ganze Jahr über äußerst schlecht beleuchtet ist. Seit der Neugestaltung unserer Straße machen wir die Stadtväter auf dieses Problem aufmerksam – ohne Erfolg. Die

Lösung dieser Frage schien uns viel wichtiger zu sein, als weiteres Geld für eine kitschige Weihnachtsbeleuchtung auszugeben. In diesem Sinn möchten wir hier noch einmal die zuständigen Politiker aufrufen, endlich für eine ausreichende Beleuchtung des Großen Grabens zu sorgen. Wir Kaufleute

Der Begriff „Schwerbeschädigte ab 46 Prozent“ klingt zwar, als ob es sich um eine Art von Sachbeschädigung handelt, ist aber die neue Bezeichnung der Stadtwerke Brixen für behinderte Menschen (siehe Preisliste der Acquarena). In der italienischen Beschreibung sind wir Invaliden, in deutsch sind wir Schwerbeschädigte. Ich als 100 Prozent schwerbeschädigte Strom- und Müllzahlerin von Brixen, also Kundin der Stadtwerke, möchte hiermit für alle behinderten Brixner dies nicht so ohne weiteres hinnehmen. Daher frage ich die Verantwortlichen der Stadtwerke Brixen: Wären wir haben keine Lust mehr, die Straße mit unseren Schaufens­ terlampen zu beleuchten. Der Große Graben ist eine der wichtigsten Straßen des Stadtkerns. Bei Einbruch der Dunkelheit aber präsentiert er sich schummrig und düster. Elisabeth Pattis, Straßenvertreterin der Kaufleute am Großen Graben

Der „Brixner“, O.-v.-Guggenberg-Str. 34, 39042 Brixen, fax 0472 836769 - e-mail brixner@brixmedia.it 10


mmh! alle Schwerbeschädigte, hätten wir dann Anrecht auf eine Verschrottungsprämie, falls die Zeit für uns gekommen ist, oder müssten wir selbst für unsere umweltfreundliche Entsorgung aufkommen? In Erwartung einer baldigen Antwort verbleibe ich als nicht mehr reparaturfähige, aber dennoch mitfühlende Brixnerin mit „freundlichen“ Grüßen Josefine Obexer, Brixen

Ein Monatseinkommen als Jahresabo Familie Knörzer findet es ungerecht, dass die Familienkarte der Acquarena nur für Kinder bis 14 Jahren gilt.

Gestern hat unser jüngster Sohn die Preisliste der Acquarena mit nach Hause gebracht. Nachdem wir sie genau studiert haben, können wir wieder einmal nur feststellen: Ehepaare, die heute noch mehr als ein Kind großziehen, sind nichts anderes als die Deppen in dieser Welt. Wir haben drei Kinder. Eine Familienkarte können wir aber nur für uns und unseren Jüngsten nutzen, da die Älteren uns zwar immer noch voll auf dem Budget hängen, weil sie zur Schule gehen, aber in der Acquarena eine eigene Karte brauchen. Wir haben es uns kurz durchgerechnet: Familienkarte kostet uns 890 Euro im Jahr. Dazu kommen zweimal 260 Euro für unsere Großen. Das wären für uns satte 1410 Euro im Jahr. Davon könnte man, wenn wir richtig gerechnet haben, einen Zuschuss der Gemeinde von 290 Euro abziehen, falls wir für unsere Kinder den Zuschuss für Senioren über 65 auch geltend machen könnten, da sie ja in die gleiche Preisgruppe fallen. Dann blieben für uns immer noch stattliche 1120, im ungünstigeren Fall sogar 1260 Euro. Für eine Familie mit nur einem Verdienst werden also wieder die bestraft, die gerade in der heutigen Zeit dafür sorgen, dass unsere Gesellschaft auch morgen noch funktionieren kann. Andere haben den Spaß (zum Beispiel Doppelverdiener mit Hund), wir zahlen die Kohle –

in der Vergangenheit mit höheren Müll- und anderen Gebühren (da die ja auch pro Person und nicht pro Familie gerechnet werden!) und in der Gegenwart und Zukunft damit, dass wir uns diesen Spaß, den wir mitfinanziert haben, noch nicht einmal leisten können. Wir wünschen der Acquarena alles Gute und viel Erfolg. Das schon deshalb, weil wir ansonsten für die Finanzierung des Defizits auch wieder bluten müssten, aber die Touristen werden es hoffentlich schon richten. Wir werden, wie schon in der Vergangenheit, den Winter darauf warten, um dann mit den 1200 Euro im Sommer ans Meer fahren zu können. Auch das geht übrigens nur, weil unsere Eltern bzw. Schwiegereltern dort in der Nähe wohnen. Abschließend erlauben wir uns, Sie darauf hinzuweisen, dass 1200 Euro ungefähr 2.500.000 Lire gewesen sind – das ist ein Monatseinkommen. Anna und Harald Knörzer, Brixen

Die Botschaft hör ich wohl, allein... Zum Artikel „Genießen ohne Reue“ im Spezialteil „Essen & Trinken“ des November-„Brixner“.

Der in der Novemberausgabe des „Brixner“ veröffentlichte Artikel „Genießen ohne Reue“ ist ein Sammelsurium von einander widersprechenden Ernährungstipps und führt den ratsuchenden und informa­ tionswilligen Verbraucher in die Irre. Eingangs wird den hochwertigen Kohlehydraten der Vorzug gegeben, und im Verlauf der Ausführungen wird im Namen Gesundheits- und Schlankheitsbewusster vehement der Butter und der Margarine der Kampf angesagt, ohne dass zwischen gehärteten Industriefetten und naturbelassenen Fetten mit deren unentbehrlichen Fettsäuren unterschieden wird. Der Bogen spannt sich hin zu den Empfehlungen für fettarme Desserts, fettfreies Speiseeis und zum Verzicht auf Sahne. Wo sind die „versteckten“ Fette geblieben? Damit die Leser dieses Artikels

zum guten Ende doch zu ihren versprochenen Gaumenfreuden gelangen, ergeht die wohlgemeinte Einladung an Naschkatzen, sich ruhigen Gewissens an Gummibärchen, Kaubonbons, Smarties, Leibniz Butterkeksen und anderen Leckereien gütlich zu tun! Klassische Beispiele für jede Menge Zucker und Zusatzstoffe jeglicher Art. Ich kann nur hoffen, dass eine zunehmende Zahl kritischer und wacher Leser über solche Informationen nur den Kopf schütteln kann. Eva Dander, Fachlehrerin für Gesundheit und Ernährung, Referentin für Verbraucherschutz

Ein Stück Brixen verschwindet Zur Umfrage im „Brixner“ vom November: „Schade ums Auenhaus?“

Als ich im „Brixner“ die Umfrage über das zum Abriss verdammte Auenhaus las, war ich sehr traurig. 1965 erzählte mir der damalige Besitzer, dass das Auenhaus eine Schule für Gehörlose beherbergt hat. Tatsächlich wurde bereits 1830 im Auenhaus das Landestaubstummeninstitut eröffnet. Da ich seit meiner frühen Kindheit gehörlos bin, habe ich zu diesem Gebäude einen persönlichen Bezug und immer ein starkes Gefühl, wenn ich daran vorbei fahre. Seit 1400 durften viele Brixner ihren eigenen Bezug zum Ansitz haben; insofern ist es schade, wenn ein Stück Brixen verschwindet. Elmar Dejaco, Brixen

Der begeisterte kleine Zuckerbäcker

Urban Aichner stellt uns das Rezept für

seine Lieblingsweihnachtskekse vor.

Nussecken Teig-Zutaten für ein Backblech: 300 g Vollkorndinkelmehl, fein gemahlen 150 g Butter 100 g Zucker 1 ganzes Ei 1 halbe Tüte Backpulver etwas Vanillepulver geriebene Schale einer unbehandelten Zitrone Die Zutaten werden zu einem glatten Teig geknetet und für eine halbe Stunde kaltgestellt. Für den Belag: 2 Esslöffel Aprikosenmarmelade 100 g Butter 80 g Zucker 200 g geriebene Haselnüsse 100 g Bitterschokolade.

Zubereitung Die Butter zerlassen, Zucker, Vanille und Haselnüsse dazugeben, abkühlen lassen. In der Zwischenzeit den Teig zu einem Quadrat ausrollen und auf ein gefettetes Backblech legen. Den Teig mit Aprikosenmarmelade bestreichen und die Haselnussmasse darüber verteilen. Bei 190 Grad 25 bis 30 Minuten backen, abkühlen lassen und in Dreiecke schneiden. Zum Schluss wird je eine Hälfte der Nussecken mit im Wasserbad gelöster Bitterschokolade bestrichen.

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LAMMento

Hinter dem Mond Sehr viele Brixner Unternehmen präsentieren sich inzwischen im Internet von ihrer besten Seite: Sie haben die Zeichen der Zeit erkannt und in vielen Fällen gefällige und informative Homepages ins Netz gestellt. Von den öffentlichen Ämtern kann man dies leider nicht behaupten: Die Seite der Stadtwerke (www.swb.it) ist zum Beispiel seit Monaten „noch im Aufbau“ und beschränkt sich auf eine Startseite ohne Inhalt. Die Bezirksgemeinschaft Eisacktal ist lediglich über die Homepage der Provinz erreichbar – ebenfalls noch „under construction“ (www.provinz.bz.it/eisacktal). Die Bilder auf der Seite des neuen Hallenbads „Acquarena“ (www.acquarena.it) zeigen neben äußerst spärlichem Inhalt noch das Planmodell, obwohl inzwischen bereits „richtige“ Fotos möglich wären. Von der Gemeinde Brixen ganz zu schweigen: Seit man in der Gemeindestube entschieden hat, die Homepage einem internen Mitarbeiter als Spielwiese zu überlassen, ist sie optisch nur noch peinlich. Die neuen Seiten des Weihnachtsmarktes hingegen sind gelungen – haben aber einen denkbar unlogischen Namen, unter den man einen Weihnachtsmarkt wohl kaum suchen wird (www.weihnacht-brixen.com). Wer regelmäßig das Internet nutzt, verwendet es auch als Informationsquelle. Vor allem aber gilt die Homepage eines Betriebes als Visitenkarte. Das hat man in den öffentlichen Ämtern in Brixen offenbar noch nicht erkannt.

Ich habe die Zeitschrift „Der Brixner“ bis jetzt nicht erhalten. Senden Sie mit bitte monatlich ein Exemplar zu. Meine Adresse hat sich geändert. Bitte senden Sie den „Brixner“ ab sofort auf meine neue Adresse.

Alte Adresse:

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„Der Brixner“ wird in den Gemeinden Brixen, Vahrn, Natz Schabs, Lüsen und Mühlbach kostenlos versandt. Abonnements für das restliche Staatsgebiet kosten 18 Euro, für das Ausland 30 Euro. Schneiden Sie diesen Bestellschein aus und senden ihn an: BrixMedia GmbH, Otto-von-Guggenberg-Straße 34, 39042 Brixen.

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Ein Möbelstück der Brixnerinnen Silvia Brunner und Petra Sigmund kann derzeit auf der „Heim- und Handwerksmesse“ in München bewundert werden. Das multifunktionale Möbel entwarfen die beiden angehenden Architektinnen für den Wettbewerb „Ying Yang“ des Landesverbandes der Handwerker im Februar dieses Jahres. Sie schufen eine flexible Trennwand aus Holz, die je nach Belieben einen Raum teilen oder auch formen kann. Das Möbelstück lässt sich sowohl als Garderobe, als Sitzecke mit Tisch oder aber als beides zugleich verwenden. Für diese Arbeit er-

hielten die Studentinnen das Prädikat „Quadratisch, praktisch, gut“ und wurden mit dem 1. Preis für gute Form und Funktion ausgezeichnet. Die zwei Architekturstudentinnen arbeiten derzeit an der Universität München an der Weiterentwicklung des Möbels zu einem multifunktionalen Raum. db

Wenn einer eine Weltreise tut... Zwei Mal zog der in Brixen wohnhafte Raimund Frötscher, Kochkünstler und Buchautor, mit seiner Dia-Visions-Show „381 Tage unterwegs“ durchs Land und bannte Tausende begeisterter Zuhörer mit seinen Vorträgen. Frötscher hat etwas unternommen, von dem viele nur träumen können: Im Sommer 1998 beschloss er kurzerhand, „alles liegen und stehen zu lassen“, um mit seiner Freundin und heutigen Frau Yvonne Müller für eine „längere Zeit“ um die Welt zu bummeln. Am Ende waren es 381 Tage. Ihre Reise führte zuerst mit dem Zug über Russland nach China und Nepal, dann weiter nach Tibet, Indien, Neuseeland, Südamerika und über die USA zurück in

das heimische Europa. Mit dabei als treuer Reisebegleiter war eine einfache Kamera von Canon, mit der der passionierte Fotograf individuelle Blickfänge von Natur und Menschen der fremden Länder einfing. An die 900 Bilder wurden kürzlich bei der Dia-Show in Brixen präsentiert, die über sechs Projektoren durch Impulssteuerung entsprechend dem Reiseweg harmonisch abliefen. ho

MARKTGEMEINDE MÜHLBACH

Bestellschein ❐ ❐

Quadratisch, praktisch, gut

Die Marktgemeinde Mühlbach beabsichtigt, einen

Geometer mit Berufsbefähigung einzustellen.

Interessierte Personen werden ersucht, sich mit dem Gemeindesekretär in Verbindung zu setzen bzw. ein entsprechendes Ansuchen mit Lebenslauf bis zum 31. Dezember 2002 an das Personalamt der Gemeinde Mühlbach 39037, Katharina-Lanz-Straße 47, zu richten. Telefon: 0472 886777 - Telefax: 0472 849633


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Portrait

Christkindln und lodene Janker Foto: Oskar Zingerle

Ägidius Überbacher aus Raas hat ein seltenes und schönes Hobby: Er bastelt Krippen und das nicht nur zur Weihnachtszeit.

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In der großen Stube im Reihenhaus in Raas ist es urgemütlich. Von irgendwo her tickt behäbig eine Uhr, auf dem großen Tisch glänzen in einer Holzschüssel gelbe und rote Äpfel, und daneben duftet eine herrliche Kräuterteemischung. Auf einem Beistelltischchen steht ein Teil eines Krippengehäuses im Tiroler Stil mit abgewetterten Schindeln und blättrigem Mauerwerk, vor dem Stall warten die Heiligen Drei Könige in prächtigen Gewändern. An der Holzwand hinter der Eckbank lehnen eine Reihe von Fotografien mit Krippen, allesamt Zeugen jahrelangen kreativen Schaffens. Auf einem der Bilder lugt ein Hirtenknabe verschmitzt unter seinem schwarzen Filzhütchen mit der grünen Kordel hervor. In seinen Händen hält er eine silbrig glänzende Querflöte, die kleinen Füße stecken in klobigen Lederschuhen. Er sitzt auf einer abgebrochenen Wurzel, als ob er sich eben im Vorbeigehen schnell

Für den „Gidl“ ist das Krippenbauen nicht nur ein Hobby, sondern schlichtweg ein Apostolat hingesetzt hätte, um dem Christuskind eine fröhliche Weise zu spielen.

Wie aus dem Leben Der braune Lodenjanker, die grauen, kratzigen Kniebundhosen und dicke rote Strümpfe lassen das Büblein beinahe lebendig erscheinen. Gerade darum geht es Ägidius Überbacher. Seine Krippenfigu-

ren müssen Leben in sich haben, müssen ergriffen sein, Freude ausstrahlen. Da kommt es auf jede Kleinigkeit an, auf die Haltung des Körpers, des Kopfes, auf die farbliche Abstimmung der winzigen Kleidungsstücke und auf die passenden Accessoires. Ägidius Überbacher hat für unser Interview allerlei hervorgekramt: halbfertige Krippenfiguren, Stoffmuster und Gussfor-

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men. In einer kleinen Zigarrenkiste bewahrt er ein paar Köpfe seiner Figuren auf, manche erst zum Teil bemalt, einige schon höchst lebendig. Jedes noch so kleine Detail zählt: „Wenn zum Beispiel die Augen nicht perfekt gemalt sind, geht die Faszination des Gesichtes verloren“, erklärt Überbacher. Mindestens sieben Farbtöne verwendet er, um den Gesichtern einen möglichst naturgetreuen Ausdruck

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steckbrief

Eine Krippe soll etwas Lebendiges sein, etwas, das in der Familie entsteht und mit ihr wächst

zu verleihen. Gerötete Wängelchen, ein wettergegerbtes Gesicht oder graue Strähnen im Haar – nichts bleibt dem Zufall überlassen.

Kein Hobby, sondern Apostolat Für den „Gidl“ ist das Krippenbauen nicht nur ein Hobby, sondern schlichtweg ein Apostolat. Sein Lehrvater und großes Vorbild war der 1994 verstorbene Abt des Klosters Neustift Konrad Lechner. Mitte der 70er Jahre hatte Abt Lechner über das Sonntagsblatt einen Krippenbaukurs angeboten, der zunächst keinen großen Anklang fand. Erst im zweiten Anlauf kam der Stein ins Rollen. Ägidius Überbacher, der damals auch in der Neustifter Mittelschule unterrichtete, ließ sich von der Passion des Abtes gefangen nehmen. Lechners Bestreben war es, in jede Familie eine Weihnachtskrippe zu bringen, „und zwar nicht nur eine, die man eine Viertelstunde vor der Bescherung aus dem Keller holt“, weiß Überbacher zu untermauern. Eine Krippe soll etwas Lebendiges sein, etwas, das in der Familie entsteht und mit ihr wächst. Manches Mal haben die beiden eine Szene nachgestellt, um zu sehen, wie die Figuren geformt werden sollten. „Zuerst muss man nämlich wissen, was eine Figur tun soll, dann erst kann man sie zum Leben er-

Ägidius Überbacher wurde am 19. August 1946 als siebtes von elf Kindern am Steinerhof in Raas geboren. Bis zu seinem 15. Lebensjahr besuchte er die Grundschule. Danach absolvierte er innerhalb eines Jahres die Mittelschule, um später auf das Konservatorium gehen zu können. Von 1962 bis 1965 besuchte er die Kirchenmusikschule in Brixen. Während der Militärzeit war er Mitglied der Militärkapelle Brigata Cadore, wo er „vor allem Blechinstrumente“ spielte.

wecken.“ Sechs bis sieben Stunden arbeitet der „Gidl“ an einer Krippenfigur, lässt Hände und Füße aus einem Blei-Zinn-Gemisch entstehen, verbindet die Gliedmaßen mit einem biegsamen Draht und umwickelt ihn mit schmalen Stoffbahnen. Dann kommt die Feinarbeit: die Auswahl der Stoffe, das Nähen der Hemden, Hosen, Röcke und Jacken, auch die Hüte und sogar die ledernen Schuhe sind selbst gemacht.

rei anbelangt, so holt er sich den einen und anderen wertvollen Rat beim Brixner Bildhauer Josef Hackhofer, „vor allem, was die richtigen Proportionen anbelangt“. Jede Krippe hat ihre Faszination, aber „es muss halt alles stimmen, damit der Funke auf den Betrachter überspringt.“

Über 1000 Figuren

Überbachers Krippenfiguren müssen Leben in sich haben

Über 150 Krippen und an die 1000 Figuren dürfte der „Gidl“ in den letzten 20 Jahren gefertigt haben. Die Kirchenkrippen von Mühlbach, Aicha und Raas tragen seine Handschrift, ebenso die Krippe, die die Pfarre Natz Bischof Wilhelm Egger bei seiner Pastoralvisite 1992 überreicht hat. Und der „Gidl“ hat eine Unzahl an Kursen abgehalten, mit Interessierten Gehäuse gebastelt, hat sie bei der Wahl der Figuren beraten, das Nähen der Kleidungsstücke überwacht und die Gesichter modelliert. „Damit habe ich jetzt aber aufgehört. Wenn die Leute etwas brauchen, dann wissen sie ja, wo sie mich finden.“ Einzig die Christkindln macht Ägidius Überbacher nicht selber, „die kommen von den Tertiarschwestern aus Brixen.“ Und was die Hintergrundmale-

Marlene Kranebitter

Im Anschluss an den Militärdienst nahm er das Gesangsstudium am Bozner Konservatorium auf und unterrichte gleichzeitig an den Mittelschulen von Vintl und Mühlbach das Fach Musikerziehung. Bis 1999 war er dann als Lehrer an den Mittelschulen „Michael Pacher“ und Arthur March in Brixen tätig. Seit er in Pension ist, ist zu seiner Leidenschaft, dem Krippenbau, noch eine weitere hinzugekommen: Ägidius Überbacher baut in seiner kleinen Werkstatt im Gartenhaus wunderbare Alphörner. Seit er auf der Kirchenmusikschule war, hat Überbacher „eigentlich auch immer ein bisschen georgelt“. Momentan nimmt er sogar wieder Orgelunterricht bei Otto Rubatscher, weil er „das Pedale-Spielen“ nicht beherrscht. Dass er irgendwann auch zum Chorleiter wurde, ergab sich beinahe von selbst. Schließlich stammt der „Stoaner Gidl“ aus einer sehr musikalischen Familie. Er leitet heute den Kirchenchor von Raas und betreute in den letzten zwei Jahrzehnten auch die Chöre von Feldthurns, Rodeneck und Mühlbach. Eine Zeit lang waren es sogar drei Chöre zugleich, die er zu leiten hatte. Seit 1970 ist er mit seiner Frau Gisela verheiratet, die drei erwachsenen Kinder sind mk mittlerweile außer Haus.

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Umfrage

„Einfach super!“ Seit einigen Tagen hat das neue Brixner Hallenbad „Acquarena“ geöffnet, und da bot es sich regelrecht an, dass wir vom „Brixner“ erste Meinungen von den schwimmenden Gästen einholen. Die Reaktionen waren erwartungsgemäß durchwegs positiv.

„Direi che è abbastanza bella“, meint Sergio Soranzo zur Acquarena. “È la prima volta e sono entrato da poco, ma la prima impressione è molto favorevole. Quello che ho notato ieri è la difficoltà di uscire. Si deve incolonnare dietro la fila che viene controllata. Se non c’è tanta gente non è un grande problema, ma se siamo in tanti è un po’ fastidioso.”

„Eine tolle Sache, die Brixner haben sich das verdient“, sagt Paul Ploner spontan. „Im Moment ist es schwierig zu sagen, was mir besonders gefällt und was nicht. Ich bin einfach überwältigt und immer noch am Schauen, was es hier alles gibt. Was den Eintrittspreis angeht, ist das schon ein teurer Spaß, vor allem wenn man bedenkt, dass ich vier Kinder habe. Da ich nicht Ski fahre, geht es noch halbwegs. Mir kommt jedenfalls vor, die Sache ist es wert.“

Hannes Lobis ist „positiv überrascht. Der Eintritt wird schon sein Geld kosten, aber jetzt haben wir endlich ein Hallenbad und dürfen nicht jammern, sondern sollen einfach mal hingehen. Der erste Eindruck ist jedenfalls super. Preislich befinden wir uns sicher auf der oberen Stufe, aber das wird sich entweder einpendeln, und sonst muss man halt einmal ein, zwei Bierchen weniger trinken, dann geht das schon.“

Christian Huber ist „heute schon das zweite Mal da, und es ist perfekt. Man bekommt viel geboten, die Rutschbahn für Kinder, das Wasser ist warm, vor allem das Freibecken ist toll. Über eine Saisonkarte habe ich mich schon mit meinen Eltern unterhalten, aber da hat es noch ‚Nein’ geheißen, weil sie der Meinung sind, dass nach den Aufgaben zu wenig Zeit bleibt.“

„Es schaut gut aus, und es wird viel geboten“, freut sich Hermann Popodi. „Es ist laut, die Akustik gefällt mir nicht so sehr. Wenn der volle Preis zu zahlen ist, wird das ganz schön happig werden. Ob ich mir die Jahreskarte kaufe, habe ich noch nicht entschieden. Auch hier müsste ich den vollen Preis bezahlen, weil ich aus Neustift bin.“

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Fotos: Oskar Zingerle

Auch Klara Tumler hat „einen sehr guten Eindruck von der Acquarena. Was ich bis jetzt gesehen habe, ist jedenfalls ganz toll. Vielleicht könnte das Wasser etwas wärmer sein, aber auch das stört mich nicht besonders. Der Eintritt ist sicher nicht wenig, aber vielleicht wird er irgendwann günstiger, wenn die Verantwortlichen sehen, dass viele Leute kommen.“

„Toll, nur heute ist das Wasser draußen nicht so warm“, meint Manuel Dejakum. „Sonst ist es hier total gemütlich. Schade, dass die Sprungbretter so selten offen sind. Die Jahreskarte habe ich noch nicht, aber ich werde sie bestimmt kaufen.“ Und preislich...? „Es ist halt ein Hallenbad, da verlangen sie logisch mehr.“ Judith Cattoi ist heute „schon zum zweiten Mal in der Acquarena. Ich gehe hier Schwimmtraining. Der erste Eindruck vom Hallenbad? Es ist wunderschön. Das Salzbad im Freien hat mich besonders beeindruckt, das dampft so schön. Der Preis ist dem Angebot angepasst: Man hat hier viel investiert, von daher ist der Eintritt auch gerechtfertigt. Ich habe mir die Jahreskarte schon gekauft.“


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Das Kommando der Gemeindepolizei ermahnt die Radfahrer, die Lichter ihrer Fahr­ zeuge zu kontrollieren. „Die Sichtbarkeit bei Nacht trägt zur eigenen Sicherheit bei“, heißt es in einer Aussendung. Zudem wird eine unzureichende Beleuchtung mit 35 Euro Bußgeld geahndet.

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Die Freiheitlichen fordern eine rasche Realisierung der Westumfahrung. „Es ist beinahe eine Bankrotterklärung, was das Land in Sachen Verkehr aufführt“, heiß es in einer Aussendung.

Neuer Parkraum Der gebührenpflichtige Parkplatz an der Nordeinfahrt von Brixen ist mit der Fertigstellung der Acquarena nun erweitert worden. Gleichzeitig wird das kostenfreie Parken vor den Tennisplätzen für nicht Berechtigte untersagt – eine längst fällige Entscheidung, da auf dem kleinen Platz ohne Parkscheibenbegrenzung sehr oft chaotische Zustände geherrscht hatten. Die neuen Parkflächen sind zum Teil auf dem Gelände des ehemaligen Fußballplatzes entstanden. In Zukunft wird dieses Areal möglicherweise wieder frei: Auf dem „alten“ Parkplatz soll ein Parkhaus entstehen. wv

Labestation im Schlachthof Am Schlachthof Eisacktal wurde kürzlich eine Labestation für Schlachtvieh in Betrieb genommen. Jährlich werden vier bis fünf Millionen Tiere als lebendes Schlachtvieh über den Brenner transportiert. Die Bezirksgemeinschaft Eisacktal hat durch Unterstützung der Südtiroler Landesregierung mit der Errichtung dieser Notversorgestation für lebende Tiere die entsprechende Sensibilität für den Tierschutz im internationalen Tiertransportgeschäft gezeigt. In der Labestation können

unterversorgte Tiere mit Wasser und Futter versorgt werden. Verletzte Tiere können hier behandelt oder notgeschlachtet werden. „Die Anwesenheit eines Amtstierarztes bei der Tiertransportkontrolle soll Garantie dafür sein, dass die wichtigen Entscheidungen zum Wohle der Tiere bei dem Transport und bei der Versorgung getroffen werden“, erläutert Robert Tauber, der verantwortliche Tierarzt der Sanitätseinheit Nord. „Diese Labestation soll nur in Notfällen genutzt werden und nicht als

routinemäßige Anlaufstelle für internationale Tiertransporte gedacht sein, denn dafür wurde die Struktur nicht geplant“, so Tauber. Sie sollte jedoch bei beanstandeten Transporten das Leid der Tiere lindern. Bis zu 25 Großtiere und 150 Kleintiere finden in der Labestation Platz. Die Südtiroler Landesregierung hat von den sogenannten „Millenniumsgeldern“ rund 400.000 Euro für diese Einrichtung ausgegeben. ho

Foto: Oskar Zingerle

Der Verein „Lichtung“ orgaxxx Dezember nisiert am 24. +++ von 18.30 bis 20.30 Uhr im xxx Speisesaal des Marianums eine Weihnachtsfeier, zu der jene Menschen eingeladen sind, die mit niemandem den Heiligen Abend feiern können, ihn aber gern in Gemeinschaft verbringen möchten. Eine Anmeldung ist innerhalb 20. Dezember erforderlich: Tel. 0472 271011.

Foto: Oskar Zingerle

Willy Vontavon

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Der Bezirksrat Eisacktal hat eine Resolution verfasst, in der für den Schwerverkehr eine sofortige Erhöhung der Autobahnmaut über den Brenner gefordert wird. 19


„Seht ihr den Stern...?“ Das Pädagogische Gymnasium „J. Gasser“ Brixen gestaltet am Dienstag, 17. Dezember, um 20 Uhr in der Brixner Pfarrkirche eine vorweihnachtliche Feierstunde zum Thema „Seht ihr den Stern...?“. Die Schüler geben gregorianische, barocke, klassische und zeitgenössische Chorlieder und Instrumentalwerke zum Besten. Mit viel Fleiß und teilweise in ihrer Freizeit haben die Studentinnen gemeinsam mit ihren Fachlehrern stimmungsvolle Texte, Bilder und Musikstücke zusammengetragen und daran gearbeitet. Nach der Feierstunde werden an die Besucher Geschenke ausgeteilt, die die Schülerinnen selbst gebastelt haben. Außerdem werden vor der Pfarrkirche noch Tee und Kekse angeboten. Der Reinerlös aus den freiwilligen Spenden geht an die Organisation „Ärzte ohne Grenzen“. oz

Psychomotorik im Wasser Das Therapie-Center des Südtiroler Kinderdorfes wartet ab Jänner mit einem neuen Angebot auf: Kinder bis zwölf Jahren mit Behinderungen verschiedenster Art können im Hallenbad von Salern mit psychomotorischen Übungen im Wasser gefördert werden. „Das Ziel ist dabei nicht das Schwimmen Lernen, sondern die Koor-

dination der Bewegungen, die Schulung des Gleichgewichts, der Abbau von Angst und die Schulung des Sozialverhaltens“, erklärt die Heilpädagogin Damaris Crepaz. Gemeinsam mit der Motologin Cornelia Stuffer wird sie die Übungseinheiten leiten. „Diese sind in erster Linie spielerisch aufgebaut: Wir bauen auch Schiffe, nehmen Bälle

mit ins Wasser oder arbeiten mit Seilen“, schildert die Heilpädagogin. „Wir haben das Element Wasser gewählt, weil sich darin das Gleichgewicht besonders gut schulen lässt.“ Informationen zur Psychomotorik im Wasser erhalten alle Interessierten im Büro des Südtiroler Kinderdorfes unter Telefon 0472 270515 (Astrid). db

Lungenkranke Kuh

berkulöse Kuh geschlachtet noch deren Fleisch verwendet worden sei. „Dieser Fall“, so schreibt L. Gröbner, „welcher nicht in meinem Hotel stattgefunden hat, sondern in einem anderen und nebenbei unerwiesen ist, ist geeignet, den Ruf meines Hauses zu schädigen.“ Um Herrn L. Gröbner Genugtuung zu geben, unsere Notiz aber zu rechtfertigen, müssen

Sonderbare Hundeliebhaber Brixen, Dienstag, 17. Dezember 1912

Wir werden ersucht, darauf aufmerksam zu machen, dass in einer neuen Villa am Millander Bache eine große und sehr hundefreundliche italienische Familiengesellschaft wohnt, deren Nebenbeschäftigung in der Konfiskation von herrenlosen Hunden besteht. Die Tiere werden zwar nicht um Geld veräußert, wohl aber geschlachtet und – guten Appetit! – verzehrt. Dass selbst die Hunde vor Welschen in Milland nicht sicher sind, ist neu. Bisher haben die Herrschaften nur Vögel verspeist. Wenn diese Welschen in Milland Not leiden, sollen sie in ihre Heimatgemeinden wandern und dort sich erhalten lassen, aber nicht auf Kosten der Deutschen unrecht Gut zum Lebensunterhalt sich beschaffen. 20

Brixen,Di.,3.Dezember1912

Eine interessante Verhandlung. Zu dieser in der letzten Nummer veröffentlichten Notiz schreibt uns Herr L. Gröbner, Besitzer des gleichnamigen Großhotels in Gossensaß, dass in seinem Hotel weder eine tu-


Tagung zum Dank für Hilfsbereitschaft Thema Allergien Seit bald 20 Jahren gibt es ein Komitee, das

Stereoanlage zu gewinnen! Wie gefällt Ihnen das grafische Layout des „Brixner“? Ist das Redaktionskonzept übersichtlich? Was könnte man im „Brixner“ noch verbessern? Diese und andere Fragen sind auf der letzten Seite des Faltblatts für die Abo-Aktion 2003 zu finden, das diesem „Brixner“ beiliegt. Wir möchten nämlich wissen, was Sie von unserer Zeitschrift halten, und haben zu diesem Zweck den Fragebogen ausgearbeitet. Die Mühe des Ausfüllens soll aber auch belohnt werden: Unter den Einsendern wird eine traumhafte Stereoanlage von Thomson verlost, die uns freundlicherweise das Fachgeschäft Multimedia 66 in der Brixner Dantestraße zur Verfügung stellen wird. Die Auswertung der Umfrage und der Gewinner der Stereoanlage werden in der April-Ausgabe des „Brixner“ veröffentlicht. Wir hoffen auf rege Teilnahme: Je mehr Einsendungen eintreffen, desto repräsentativer ist das Ergebnis. wv

Vom 20. bis 24. Jänner findet am Sitz der Universität von Padua in der Brixner Weißlahnstraße eine Tagung zum Thema Allergien statt. Zielgruppe sind Allergologen, Internisten und Allgemeinmediziner. Das Programm umfasst unter anderem die Themenbereiche „Allergien im Kindesalter“, „respiratorische Allergien“, „die psychosozialen Auswirkungen und Einflüsse von Allergien“, „Neuheiten bei der Behandlung von Urtikaria“ (Nesselsucht) und „die Antihistamintherapie“. Neben diesen Vorträgen besteht die Möglichkeit, Intensivkurse zu den Themenbereichen „Die Behandlung von Asthma im Kindesalter“, „Medikamentenallergie“, „Lungenfunktion“ sowie „Das Internet als Informationsquelle für Allergologen“ zu besuchen. Die Anmeldung muss bis zum 15. Dezember an die Faxnummer 02 700503943 erfolgen. sd

sich zur Aufgabe gemacht hat, herausragende Taten mit sozialem Charakter zu ehren. Diese öffentliche Anerkennung sollen jene Personen erfahren, die über einem längeren Zeitraum Gutes tun, deren segensreiches Wirken im Verborgenen bleibt und deren Taten unentgeltlich oder gegen einen sehr geringen Lohn verrichtet werden. Das Komitee wurde seinerzeit vom Abgeordneten Antonio Pasqualin gegründet und wird heute von zahlreichen Verbänden wie dem KVW, der Kolpingfamilie, der Vinzenzgemeinschaft oder der Katholischen Männer- und Frauenbewegung getragen. Es macht sich alljährlich auf die Suche nach solch „segensreich wirkenden Personen“, deren Lebenseinstellung im Zeichen humanitärer Hingabe und Solidarität steht. Dabei ist es unerheblich, welcher Sprachgruppe diese Personen angehören. Vorschläge können bei den jeweiligen Mitgliedern des Komitees vor Ort deponiert werden. Im Eisacktal fungiert Peter Troi aus Neustift als Kontaktperson. Personen, die für die Ehrung ausgewählt werden, erhalten im Rahmen einer Feier, die jeweils am Samstag vor dem Palmsonntag im großen Saal des Landtages stattfindet, eine Geldspende von 1500 Euro. Geehrt werden auch jene Schüler einer Mittelschule, die jeweils die besten Aufsätze zum Thema Hilfsbereitschaft verfasst haben. amm

Neuheit! wir bemerken, dass es sich in dem Falle um den Herrn Bürgermeister August Gröbner von Gossensaß handelt.

Promotion Brixen,Do.,5.Dezember1912

Am Samstag, 30 November, wurde in Innsbruck Herr Franz Schwarz, Sohn des Herrn Steuer­oberverwalters Darius Schwarz in Brixen, zum Doktor der gesamten Heilkunde promoviert. Dem Festakt in der Universität wohnten außer den Familienangehörigen eine Anzahl von Freunden der Familie und die Kollegen des Promovierten von der „Austria“ bei. Am Bahnhof versammelten sich abends zum Abschied des jungen Doktors und eines zugleich mit ihm promovierten Kollegen die Mitglieder der „Austria“ vollzählig und sangen den Abschiedsgruß, als der Zug sich in Bewegung setzte. Herr Dr. Franz Schwarz ist bereits eine

Sekundararztens-Stelle am Kaiser-Franz-Josef-Spital in Wien angeboten worden. Dem Promovierten sowie der Familie sind viele Glückwünsche zugegangen.

Auszeichnung einer Brixener Erfindung Herr Johann Moser, der frühere Inhaber des Brixener Verkehrsbureaus, hat einen sehr praktischen, sinnvollen, auswechselbaren Flaschen-Korkenhalter erfunden, der sich neben praktischer Einfachheit besonders durch Vorteile hygienischer Art auszeichnet. Auf einer Ausstellung in Wien wurde dieser unter dem Namen „Rekord“ in den Handel kommende Flaschen-Kork-Halter durch die Verleihung eines Ehrendiploms an den Erfinder mit großer goldener Medaille prämiert.

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Das gefährdete Stadtbild Trotz des Erfolgs der Acquarena und trotz der Baufortschritte der Universität wird deutlich: Es fehlt – trotz des Bauleitplans und urbanistischer Rahmenbedingungen – ein Grundkonsens über die wünschenswerte Stadtgestalt Brixens.

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An schönen Tagen ist Brixen zauberhaft. Wenn der Himmel die Luft reingewaschen hat, entwickelt die Stadt-Silhouette gegen Osten einen perfekten Übergang in die grüne Umgebung. Dann vergisst man, dass das Bild der Stadt gefährdet ist, an manchen Punkten unwiederbringlich zerstört. Der aktuelle Streit um manche Bauten, das Unbehagen vieler Bürger über die rasante Verbauung, die Warnrufe der Presse zeigen, dass das Gefühl für die Gefährdung wächst.

Was könnte das Brixner Stadtbild sein? Es gibt kaum klare Vorstellungen darüber, was das Stadtbild Brixens war, was es ist und was es sein könnte. Die Wahrnehmungen gehen weit auseinander: Für die meisten Brixner ist die Stadt einfach ein Ort zum Leben und Arbeiten, für Bauherren und Immobilienmakler ein aussichtsreicher Markt, für die Gemeinde ein schwer überschaubares Verwaltungsgebiet, für die gewerbliche Wirtschaft ein attraktiver Standort, für den Handel eine verkaufsfördernde Kulisse, für den Tourismus ein Gesamtpaket von Kultur und Natur. Der Blick auf Brixen ist meist verengt, ohne Gesamtschau. Die Stadt und ihre Umgebung zerfallen aus dieser Sichtweise in Einzelobjekte; eine klare Vision zur Stadtgestalt Brixens gibt es nicht, obwohl sie dringend gefragt wäre. Auch dieser Denkanstoß hat viele Lücken, er bietet jedoch Anregungen. 22

Zu den besten Kennern von Brixens Stadtbild zählen die Architekten Othmar Barth und Peter Constantini. Ihre Arbeit an Bebauungs- und Wiedergewinnungsplänen hat seit rund 30 Jahren immer wieder die Stärken Brixens betont: Die klare Struktur des Stadtvierecks, die strahlenförmige Ausdehnung entlang der Flussläufe und der Brennerstraße, die Sonderrolle der Vorstadt Stufels, die von Gärten durchsetzten Komplexe der Klöster und geistlichen Bauten, die in mehreren Höhenschichten sanft ansteigende Umgebung. Barth und Constantini haben die Etappen der jüngeren Stadtentwicklung klar beschrieben: Um 1900 stellte sich erstmals die Grundfrage: Wie sollte sich die wachsende Stadt weiterentwickeln? Damals wurde der Altstadtkern um ein Konzept der Gartenstadt ergänzt. Hochwertiges Ensemble in Zentrumsnähe: die Fallmerayerstraße

Große Baukörper und dichte Siedlungen wurden abgelehnt, dafür sollten niedrige Bebauung und Grün die Erweiterung bestimmen. Die Vision von Bürgermeister Guggenberg (19031913) und seiner Verwaltung: Brixen als industriefreie, katholisch geprägte Kurstadt, mit den Villenvierteln Kranebitt und Köstlan. Der Südosten, die Angerfelder um Fallmerayer- und Bahnhofstraße, als bürgerliches, mäßig verbautes Wohnviertel mit einzelnen Mietskasernen wie den Kienerhäusern und Reihenhäusern wie in der Goethestraße. Im Zentrum die dicht besiedelte Altstadt. Die großen Infrastrukturen wurden in den Norden und Nordwesten gelegt: Fast parallel zum bereits bestehenden Vinzentinum entstanden mit der Artilleriekaserne und dem Krankenhaus zwei mächtige Baukörper, die konsequent an den südlich gelegenen Friedhof und an das bestehende Straßennetz

anschlossen. Chefplaner war der Münchner Architekt Otto Lasne, prominenter Vertreter des malerischen Städtebaus.

Warum wurde Vahrn nicht eingemeindet? Bis um 1950 änderte sich wenig an der geistlichen Gartenstadt Brixen und ihrer lockeren Bebauung. Im „ventennio“ 1922-1943 folgten wertvolle Ergänzungen: das GIL-Haus, das OMNI-Gebäude oder die Eisenbahnerwohnungen im Südwesten. Sie trugen einen Hauch von Modernität und Rationalismus in die vom Spätbarock und Historismus geprägte Architektur. 1928 kam die Welle der Eingemeindungen ins neue „GroßBrixen“: Milland, Sarns, Albeins, Pfeffersberg, Elvas, 1940 St. Andrä und Afers. Die Dörfer wurden langfristig zum wichtigen Hinterland für die Stadt. Dass Vahrn nicht eingemeindet wurde, war eine folFoto: Leo Angerer

Gartenstadt Brixen


Foto: Leo Angerer

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Graphiker/in DTP-Layouter/in Die Zone Rosslauf bildet die wichtigste Erweiterung vor den Toren der Altstadt genschwere Unterlassung. Für ein urbanistisches Gesamtkonzept der Talsohle wäre eine einzige Gemeinde an der Verkehrsachse Brennerstraße ideal gewesen; wichtiger als der Anschluss von St. Andrä. Durch den Fortbestand zweier Gemeinden im Talboden war die Verdoppelung vieler Strukturen und Flächennutzungen samt einer Fülle von Problemen vorprogrammiert. Die Fünfziger Jahre waren die Zeit der kleinen Einzelobjekte: Es entstanden Privatbauten im städtischen Nahbereich, an den Kranebitter Hängen, am St.-Josefs-Weg und in Milland. Städtebaulich wichtig war die neue Universität Padua (1952), die das engere Stadtgebiet mit dem „Elephanten“ im Norden abgrenzte, vor allem aber das Schwimmbad in den Prielwiesen. Die Verwaltung von Bürgermeister Valerius Dejaco schuf damit einen innerstädtischen Erholungsraum erster Güte. Der Bauherr Kirche zog kurz darauf nach: Mit der Cusanus-Akademie von Othmar Barth setzte Bischof Gargitter 1962 eine starke Signatur der Moderne mitten in die Stadt, als Symbol kirchlichen Aufbruchs.

Frühe Planung und Verdichtung Gegen die Zersiedlung Brixens durch Individualbauten wirkte der erste Bauleitplan von Architekt Peter Paul Putzer

1968: Er verdichtete entsprechend den neuen Vorgaben von Staat und Land bestehende Wohnsiedlungen und wies Gewerbegebiete aus. Das Dorf wurde 1966-1974 intensiv verbaut und mit der Rolle einer Vorstadt belastet. Das erste Wohnbaureformgesetz 1972 trieb das Prinzip „Verdichtung“ voran und unterschied erstmals zwischen konventioniertem und privatem Wohnbau. Die Bevölkerung Brixens wuchs 1870 bis 1970 weit langsamer als in Bozen oder Meran. Das gemächliche Wachstum förderte das „Gartenstadt“-Prinzip: Verdichtung und der Bau von Hochhäusern schienen nicht notwendig, die Stadt wuchs in die Länge, nicht in die Höhe. Zudem entlastete das neue Industriegebiet im Süden den engeren Stadtraum von Gewerbebauten. Die Altstadt wurde 1972 verkehrsberuhigt.

Erweiterungszone Rosslauf

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Mit weiteren Bauleitplänen rückte bald die Erweiterungszone Rosslauf ins Blickfeld, die ab 1980 zunächst schleppend erschlossen wurde. Erst nach dem Ende der Depressionsphase 1981-1984 kam neuer Schwung in die Erschließung von Brixen. Zu diesem Zeitpunkt war der Stadtkern, früher Wohnraum der meisten Brixner, bereits ziemlich entleert, obwohl Architekt Barth einen Wiedergewinnungsplan entworfen hatte. 23


Brixens Stadtkern nach der Eisackregulierung 1883

Der Stadtteil „Rosslauf“ wurde sorgfältig geplant, um die Fehler bei der Zersiedlung Millands zu vermeiden. Am Nordportal der historischen Altstadt sollte ein zweites Stadtzentrum entstehen, wieder nach dem Prinzip Gartenstadt: große Wohnblöcke, dichte Bebauung an den Rändern und ruhige, durchgrünte Innenhöfe. Der Rosslauf hielt enge Verbindung zum alten Stadtkern und sicherte seine Lebensfähigkeit. Ross-

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lauf und Altstadt waren nach den Vorstellungen von Chefplaner Barth wie zwei Flügel, die den Stadtraum Brixen in die Zukunft trugen. Als Barriere zwischen Altstadt und Rosslauf blieb allerdings die Staatsstraße, deren Überquerung bis heute ein ungelöstes Problem bleibt. Der Süden der Stadt zwischen Hofburg und Milland war eine Mischzone aus Funktionsund Wohngebieten. Hier konzentrierte sich das neue Schulan-

gebot, dazwischen legten sich Wohnhäuser. Die eilig erstellten Schulbauten mit Flachdach, einem späten Rationalismus verpflichtet, blieben ohne dauernde städtebauliche Ausstrahlung.

Trends seit 1990 Seit Beginn der Neunziger Jahre kam die Bautätigkeit in Brixen rasch auf Touren: Während die Konjunktur anlief, erhöhte sich sprunghaft der Woh-

nungsbedarf. Brixen nahm Zuwanderer auf, neben dem Bevölkerungszuwachs wuchs die Zahl der Haushalte sprunghaft an. Der Hunger nach Bauland steigerte sich, mit den Quadratmeterpreisen erhöhte sich auch die Aktivität der Immobilienmakler. Die Zahl der freien Großflächen war ab 1990 wesentlich reduziert. Der Bauleitplan von 1995 sah neue Erweiterungszonen im Rosslauf, in der Zone


Landwirt und in den Fraktionen vor; vor allem St. Andrä wurde stark erschlossen.

1992: Die Aufwertung des Stadtkerns Ab 1992 erlebte Brixen drei Trends: Eine Neubewertung der Altstadt, eine progressive Nutzung freier Bauflächen rund um den Stadtkern, die Erschließung neuer Erweiterungszonen. Der ummauerte Stadtkern wurde aufgewertet und stärker kommerzialisiert. Viele Häuser wurden sorgfältig restauriert und geschäftlich genutzt: Neben einem attraktiven Angebot an Geschäftsflächen entstand eine kleine Gastro-Szene nach dem Modell Bozens. Angelpunkt der neuen Präsentationsfläche Altstadt war der 1992-1998 neu gestaltete Domplatz. Die Abräumung der Grünflächen schuf ein verbessertes Gesamtbild und Manövrierraum für kommerzielle Aktivitäten wie den Weihnachtsmarkt. Die „Belebung der Altstadt“ war kommerziell gelungen, beeinträchtigte jedoch den Stadtkern in seinen Qualitäten als Lebensraum und machte ihn vorwiegend zum „Erlebnisraum“. Das Umfeld von Domplatz und Lauben wurde aufgewertet, Graben und Altenmarkt, Albuin- und Adlerbrückengasse wurden Schauplätze eines neu-

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Brixen ist nicht mehr die ruhige, grüne Kleinstadt vergangener Jahrzehnte. Dieses Image haben Verkehr und Umweltbelastung längst schon infrage gestellt. en städtischen Lebensgefühls. Die Bewohnung des Stadtkerns sank, stärker bewohnt blieb der Altenmarkt, vor allem aber die Runggadgasse, die jedoch durch Zuliefer- und Anrainerverkehr mit bis zu 1200 Fahrzeugen täglich enorm belastet ist. Auf diese Schieflage weisen profunde Kenner der Innenstadt wie der Architekt Christian Mahlknecht immer wieder hin.

Altstadt als „Erlebnisraum“ Neben der Neudefinition der Altstadt als „Erlebnisraum“ erfuhr die „Gartenstadt“ Brixen eine Neubewertung und bauliche Erschließung. Typisch für Gartenstädte sind große Baulücken und nicht voll genützte Bauparzellen. Sie wurden in Brixen vor allem seit 1995 systematisch geschlossen: Alte Gebäude verschwanden und wurden durch Neubauten ersetzt, die die Kubatur der Grundflächen bis zur zulässigen Grenze ausschöpften. In manchen Gärten wurden kleinere Nebenbauten aufgeführt.

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Hans Heiss

Die Erweiterung bestehender Bauten hatte den Vorteil, dass darauf nur wenige konventionierte Flächen ausgewiesen werden mussten und die gewonnenen Neubauten frei verkäuflich waren. Die „Gartenstadt“ Brixen füllte sich, etwa im Bereich Fallmerayerstraße und Mozartallee oder längs der Plosestraße. In der Erweiterungszone Rosslauf geriet die anfangs klare Konzeption unter Druck. Neue Bauten verwässerten als bunt

gemischte Einsprengsel das ursprünglich überzeugende Gesamtbild. Insgesamt war die architektonische Qualität der meisten Neubauten nach 1990 wenig beeindruckend, nur wenige Gebäude erreichten jene starke Ausstrahlung neuen alpinen Bauens, wie sie etwa in ländlichen Zonen des Vinschgaus anzutreffen ist, von Vorarlberg ganz zu schweigen. Die Gesamtbilanz der Phase seit 1990 bleibt zwiespältig: Der Bedarf an Wohnraum wurde zwar teilweise gedeckt, der Hunger nach neuen, vor allem nach geförderten Wohnungen und freien Flächen ließ jedoch kaum nach. Zugleich blieb eine erhebliche Zahl neuer Wohnungen leer, die Wiedergewinnung in der Altstadt diente vorwiegend der geschäftlichen Nutzung.

Ansätze der Stadter­ weiterung Angerfelder und Kienerhäuser um 1895

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Risiken und Verluste Die Auffüllung der „Gartenstadt“ um den Stadtkern hatte bedenkliche Folgen. Der gewinnträchtigen Nutzung freier Kubatur fielen Bauten zum Opfer, die im Sinn der klassischen Denkmalpflege kaum schützenswert schienen. Es handelte sich um Häuser des Historismus oder der frühen Moderne, die in der von Barock und kirchlichen Bauten geprägten Stadt im Schatten standen: Bereits um 1976 machte das Cafè „Zentral“ an der Bahnhofsstraße einem metallenen Kubus Platz, weit besser gelungen war die Anlage des Hotel „Dominik“ anstelle des alten Kurmittelhauses, die „Sonnen“-Dependance, die erste gründerzeitliche Erweiterung Brixens 1872, wich 1998 dem „Atrium“, am Westende der Kreuzstraße wurde das alte Zollhaus „wiedererrichtet“. Typisch für Brixen: Der denkmalpflegerisch hochrangige Dombezirk überstrahlte spätere Generationen von Bauten rings um die Altstadt. Ihre Qualitäten wurden erst spät geschätzt und bleiben bis heute gefährdet. Erst seit kurzem wird allmählich erkannt, dass sie den Stadtcharakter wesentlich mitprägen.

Die negativen Folgen des Prinzips „Gartenstadt“ Das noch um 1970 tragfähige Prinzip „Gartenstadt“ zeigte 30 Jahre danach negative Folgen. Die vielen grünen Nischen in der Stadt, die kleinen Bauten auf großen Umgebungsflächen wurden zu Auffüllgut, zu Platzhaltern der Bauspekulation. Hinterhöfe und Straßenrückseiten füllten sich mit Neubauten, den Stadtraum beherrschte eine Vielfalt unterschiedlichster Baukörper und Stilrichtungen. Die ruhige Ausstrahlung der Gartenstadt wich zunehmender Unruhe; Linienführungen und Dachflächen waren kaum aufeinander abgestimmt. Die ursprünglich weit ausgedehnte „Gartenstadt“ begrenzte den Platz für dringend benötigte Erweiterungszonen. Hätte man etwa nach 1950 Verdichtungen in Stadtnähe konsequent fortgesetzt, wäre der Druck auf Milland geringer ausgefallen. Nun mussten bestehende Erweiterungszonen in-

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Die zwischen 1900 und 1970 entstandenen Bauten sollten sorgfältig neu bewertet werden. Hierzu ist Ensembleschutz unverzichtbar und wertvoll. Hans Heiss tensiv genutzt werden, verkehrsbelastete, suboptimale Wohngebiete wie der Brixner Westen zwischen Staatsstraße, Eisen- und Autobahn wurden bis an den Rand aufgefüllt.

Die Stadt als Ensemble Für die Zukunft gilt also vordringlich: Funktion und Gestalt der einzelnen Stadtteile sind neu aufeinander abzustimmen. Unzureichend ist dagegen die aktuelle Grundphilosophie, die da lautet: Es genügt, wenn der Stadtkern schön und präsentabel bleibt, in den Randbereichen hingegen hat Liberalisierung Vorrang. Erhaltung und Gestaltung müssen einen neuen Stellenwert gewinnen. Zudem sind in vielen Fällen eine schonende Sanierung und architektonische Neubewertung rentabler als ein Abriss, wie etwa Meraner Beispiele zeigen und auch Immobilienmakler bestätigen. Die zwischen 1900 und 1970 entstandenen Bauten sollten sorgfältig neu bewertet werden. Hierzu ist Ensembleschutz unverzichtbar und wertvoll: Voraussetzung ist eine sorgfältige Erhebung des Baubestandes seit dem späten 19. Jahrhundert, der nach Einzelobjekten und in seiner raumprägenden Gestalt erfasst werden muss. Dies ist ein Anliegen der Denkmalpflege, vor allem aber ureigene Aufgabe der Gemeinde selbst.

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sembleschutz als „radikale Innovation“. Brixen darf sich diese Chance nicht entgehen lassen. Die Stadt verfügt über Ensembles von hoher Qualität: von der Fallmerayerstraße über den Eisack- und Rienzdamm, von Stufels bis hin zur Trattengasse, um nur einige zu nennen. Ein unabhängiger „Gestaltungsbeirat“ wie etwa in Salzburg könnte schützenswerte Ensembles erheben und in einer Satzung gültige Kriterien festschreiben, die auch in den künftigen Wiedergewinnungsplan einfließen. Dabei sollte es sich um Kriterien handeln, die Bauherren zwar binden, aber nicht lähmen. Der Ball liegt hier – wie Waltraud Kofler Engl, Leiterin des Amts für Baudenkmäler betont, eindeutig bei der Ge-

meinde Brixen, die dringend am Zug wäre. Denn eine verschwommene, völlig zersiedelte Stadtgestalt schwächt die Bindung der Brixner an ihre Stadt. Die Identifikation mit einem Lebensraum schwindet, wenn er keine klare Kontur hat, wenn er wie im Altstadtkern vorwiegend museal oder kommerziell erlebt wird. Ein schwammiges Stadtbild verliert zudem für Gäste und als wirtschaftlicher Standort an Attraktivität. Brixen ist nicht mehr die ruhige, grüne Kleinstadt vergangener Jahrzehnte. Dieses Image haben Verkehr und Umweltbelastung längst schon infrage gestellt. Grundsätzlich gilt daher: Wenn die Natur aus der Stadt schwindet, werden eine qualitätvolle Architektur und die Pflege des Baubestandes umso wichtiger. Hierfür bleibt noch Spielraum, aber nur mehr wenig Zeit. Hans Heiss

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Die Gemeinde ist am Zug Das Landesraumordnungsgesetz von 1997 unterstreicht die Möglichkeit zum Ensembleschutz. Die Gemeinden können – vom Land unbeeinflusst – „Gesamtanlagen (Ensemble), insbesondere Straßen, Plätze und Ortsbilder sowie Parkanlagen“ ... „an deren Erhaltung ein besonderes öffentliches Interesse besteht“ im Bauleitplan oder in den Durchführungsplänen „unter besonderen Schutz“ stellen. Der Bozner Baustadtrat Silvano Bassetti begrüßt den En-

Neuheit

Wir sind mit dabei

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Ein Monument für die Bildung Eines der imposantesten Bauwerke von Brixen nähert sich seiner Vollendung. Die Architekten gewährten kürzlich interessierten Bürgern im Rahmen eines Vortrages einen ersten Einblick in die bildungswissenschaftliche Fakultät.

Brixen von oben: Lauben, Hofburg, Uni! „Wenn man Brixen von oben betrachtet, fallen mehrere

Foto: Oskar Zingerle

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Vor kurzem hat die Fakultät für Bildungswissenschaften zur Präsentation des neuen Universitätsgebäudes geladen, das zur Zeit auf dem ehemaligen Parkplatz neben dem Steyrer-Missionshaus entsteht. Die Architekten Regina Kohlmayer und Jens Oberst aus Stuttgart referierten selbst über den Neubau. Leider war das Interesse gering: Nur eine Handvoll Menschen fand sich im großen Hörsaal ein. Dabei handelt es sich bei diesem Bau um ein Projekt, das mit Ausnahme des neuen Hallenbads wie kein anderes in den letzten Jahrzehnten den städtebaulichen Charakter von Brixen in einem bedeutenden Ausmaß prägen wird.

Imposant: die Fassaden der neuen Universität in Richtung Norden und Westen Dinge auf: Die Lauben, die dicht und kleinteilig auf engstem Raum bebaut sind, die imposanten und dominanten Solitärbauten wie Dom und Hofburg und dazwischen immer wieder die im Vergleich zur gesamten Struktur unverhältnismäßig großen Plätze wie jener des Domes“, beginnt Jens Oberst seine Ausführungen. Wie kann ein Architekt anhand solcher städtebaulicher Rahmenbedingungen an die

Planung einer Universität herangehen? „Manche haben es mit einer kleinteiligen Struktur versucht, ähnlich wie jener in den Lauben. Für uns aber war klar: Ein öffentlicher Bau muss ein Monument sein. Dieses Gebäude soll es hinausschreien: ‚Die Universität ist in Brixen angekommen‘.“ Entsprechend soll sie sich auch darstellen und sich im richtigen Verhältnis zu anderen großen Gebäuden wie jenem der Hofburg positionieren.

Zwei Bauteile Die Planung einer Universität, in der Lehre in unterschiedlichsten Formen wie Vorlesungen, Seminaren oder Praktika stattfindet, sei eine hochkomplexe Aufgabe, für die zudem in Brixen nur ein begrenzter Raum zur Verfügung stand. Es galt, eine Ordnung zu finden, die gleichzeitig eine Hierarchie der Räume ermöglicht und einen ortsunkundigen Erstbesu-

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Foto: Oskar Zingerle

cher logisch durch die Räume führt. Oberst und Kohlmayer haben sich für eine aus zwei Bauteilen bestehende Grundstruktur entschieden: einem Kern und einem Ringbereich, der den Kern umschließt. Zwischen beiden Baukörpern gibt es viele Lichthöfe, die trotz der dichten Bebauung eine natürliche Belüftung und das Einfließen von Tageslicht ermöglichen, und Querverbindungen, die den Eintritt von einem Bauteil in den anderen zulassen. Die Erschließung beider Bauteile ist unterschiedlich. Im Kern gibt es einen zentralen Erschließungsbereich in der Mitte des Gebäudes, der auf jedem Stockwerk kreuzförmig angelegt zu den einzelnen Räumen führt. Der Ring dagegen ist wie ein Kreuzgang gestaltet, der entlang dieses Gebäude führt, sodass man, wenn man von einem Punkt weggeht, wieder dorthin geführt wird.

falls ins Untergeschoss führt auch die Aula, die über zwei Stockwerke bis ins Erdgeschoss reicht. Die Stockwerke 1 und 2 sind von ihrem Grundriss her identisch. Darin werden Räume für den Naturkundeunterricht und den musischen Unterricht

sowie zwei große Hörsäle eingerichtet. Im dritten Stock ist ein großer Open-Space-Bereich geplant. 250 Quadratmeter stehen ohne deklarierte Funktion für unterschiedlichste Tätigkeiten und Aktivitäten zur Verfügung und sollen sich so zu ei-

nem wahren Treffpunkt entwickeln. Zwei große Dachterrassen laden außerdem zum Aufenthalt im Freien ein. „Die Dachterrassen sind entstanden, weil einerseits kaum Außenflächen übrig bleiben und andererseits die Landschaft hier von einer derart hohen Qualität ist, dass man sie bei der Außenraumgestaltung ganz einfach einbeziehen muss. Von hier sieht man den Dom, die Plose, die gesamte Umgebung von Brixen“, schwärmt der Architekt. Das Raumangebot im Ringbereich beginnt im ersten Stock, der wie der zweite Stock aus Se-

Fünf Geschosse, vier Häuser Der Kern hat eine Höhe von fünf Geschossen und ist in vier Häuser gegliedert. Die Bibliothek erstreckt sich über alle Etagen und ist somit ein Haus im Haus. Sie kann nur über einen einzigen zentralen Eingang im Foyer betreten werden; aus organisatorischen und sicherheitstechnischen Gründen gibt es keinen Zutritt über die höheren Stockwerke. Im Erdgeschoss werden Ausleihe, Kataloge und Leihbücher ihren Platz finden, im ersten und zweiten Stock werden Bücherregale und Leseplätze und im dritten Stock Gruppenarbeitsräume untergebracht. Im Untergeschoss steht den Studenten eine Mediathek zur Verfügung. Der übrige Kern hat zwei Foyerzonen, die von der Altstadt kommend oder von der Bushaltestelle her betreten werden können. Zahlreiche nebeneinander liegende Eingangs­ türen sind auch Ausdruck für Transparenz und Offenheit, die die Menschen in die Universität führen soll.

Zwei große Hörsäle Im Untergeschoss des Kerns werden Gymnastikräume, ein Speisesaal, die Technik und Tiefgaragen Platz finden. Eben29


minarräumen von etwa 60 Quadratmeter Größe besteht, die auch in kleinere Einheiten gegliedert werden können. Im dritten Stock wird die Verwaltung der Fakultät untergebracht werden.

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Transparenz ist ein maßgebliches Thema

l l e aktuön sch ert w s i e pr e ack uro J E 0 9 , 39

Wer die Universität in ihrem heutigen, noch nicht fertig gestellten Kleid sieht, ahnt bereits, dass Transparenz für die Architekten ein maßgebliches Thema ist. So gibt es sogar in den Untergeschossen eine natürliche Beleuchtung, die durch große Glasflächen, die zwischen Ring und Kern in den Boden eingelassen wurden, in die Tiefe eindringen kann. Die Glasfassade erstreckt sich jeweils über die gesamte Höhe eines Geschosses, sodass sich das Licht darin abbilden kann. Die Offenheit findet auch im Inneren ihre Fortsetzung, denn zwischen dem Flur und den Seminarräumen werden nur transparente Trennwände vorgesehen. Bei der Wahl der zu verwendenden Materialien wollten die Architekten nicht den modischen Diskussionen folgen. „Unsere Materialien sollen über ihre Eigenschaften und die Art ihrer Herstellung Aussagen tätigen und zulassen.“ Die geschlossenen Teile bestehen aus Sichtbeton. Dabei befindet sich der Schalungsstoß immer auf 88 Zentimeter; jede Naht geht in eine andere über und wird so zu einem ästhetischen Element. „Man kann den Finger auf diesen Schalungs-

stoß legen und das ganze Gebäude entlang gehen, er wird immer auf 88 Zentimeter Höhe liegen. Mit dieser Regelmäßigkeit wird etwas selbstverständlich, und wenn es uns gelingt, dass etwas selbstverständlich wird, dann fällt es nicht mehr auf. Das ist eines unserer Ziele, denn der Raum wird dann nur mehr als Raum wahrgenommen, nichts anderes drängt sich in den Vordergrund“, erklärt Oberst die dahinter stehende Philosophie.

Dach als fünfte Fassade Der Boden wird gegossen und geschliffen und erhält so die Wirkung eines Terrazzos. Wo gedämmt werden muss, wird Lehmputz verwendet. Das Dach ist nach dem Konzept von Oberst und Kohlmayer die fünfte Fassade des Hauses. Deshalb wird es auch nicht begrünt, es soll statt dessen eine homogene Fläche bilden. Die eingesetzte Technik für Heizung oder Belüftung würde wegen ihrer Neuartigkeit eine eigene Vorlesung rechtfertigen und ist in dieser Form in Südtirol noch nie zum Einsatz gekommen.

Blick nach außen als Orientierung Eine weitere Herausforderung für die Architekten stellt das Leitsystem dar. Wie kann man erreichen, dass sich auch Erstbesucher schnell im Gebäude zurecht finden? Zum einen gibt es den ständigen Bezug nach außen. Unabhängig da-

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Spielereien mit Licht und Transparenz: die neue Uni


von, ob man sich im Ring oder im Kern befindet: Die Glasfassaden lassen überall den Blick nach außen zu; Gebäude und Stadtbereiche, die vor einem liegen, werden zu hilfreichen Orientierungspunkten. Wer im Kern über die zentrale Treppe geht, wird anhand der Aufteilung der Räume schnell Bezugspunkte für die Wiedererkennung finden.

begonnen. Somit mussten wir mit vielen Unbekannten kalkulieren“, erinnert Gerwald Wallnöfer, Dekan der Fakultät für Bildungswissenschaften, der an dieser Planung maßgeblich beteiligt war.

Kostenplan wird eingehalten

Ein typisch ansteigender Vorlesungssaal In der Universität wird es nur einen typischen ansteigenden Vorlesungssaal geben. Alle anderen Räume befinden sich auf einer Ebene. Das ermöglicht mehr Flexibilität und entspricht den Bedürfnissen der Fakultät, in der die Lehre in Form von Vorlesungen, Seminaren, Praktika und in Laboren angeboten wird. „Allerdings bedeutet die viele moderne Medientechnik, die in den Räumen untergebracht werden muss, auch eine Einschränkung dieser Flexibilität“, bedauert Jens Oberst.

Die neue Uni wird 2004 eröffnet werden

Übergabe im Jahre 2004 Das Raumprogramm stellt insgesamt einen besonders schwierigen Aufgabenbereich dar. Nachdem die Universität im Jahre 2004 übergeben wird, werden etwa 1300 bis 1500 Jugendliche darin studieren. Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass das Raumangebot nicht ausrei-

chen wird, weil neue Studiengänge ins Bildungsangebot aufgenommen werden. „Als der Wettbewerb für diese Fakultät ausgeschrieben wurde, waren wir noch mit der endgültigen Planung zur freien Universität Bozen beschäftigt. Wir konnten nur Prognosen über die Studentenanzahl treffen, die wirkliche Lehre hatte noch nicht

Was die Kosten betrifft, so befindet man sich heute exakt im Plan. Die Baukosten werden 82 Milliarden Lire (42,35 Millionen Euro) inklusive Mehrwertsteuer betragen – eine Summe, die alle Beteiligten angesichts der 100.000 Kubikmeter Kubatur als „nicht extrem teuer“ bezeichnen. Dazu kommen 28 Milliarden Lire (14,46 Millionen Euro) Kosten für die Einrichtung. Annamaria Mitterhofer

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Neuer Anlauf gegen den Transit Vor kurzem hat sich die „Transitinitiative Südtirol“ gebildet. Sie will Anstoß zur Bildung einer Lobby gegen den Transit geben.

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Es ist ein Kampf, der schier aussichtslos scheint: der Kampf gegen den alpenquerenden Transit. Trotzdem will ihn eine neue Gruppe wieder wagen. Die Zahlen über den jährlichen Zuwachs im Bereich des Personen- und des Schwerverkehrs auf der Autobahn sind erschreckend, die Fakten über die gesundheitlichen Belastungen und die ökologischen Folgen ebenso. Trotzdem oder vielleicht gerade deswegen sind viele Menschen abgestumpft und nehmen Meldungen zu diesem Thema nicht oder kaum zur Kenntnis.

„Es braucht einen neuen Anstoß“

sich aneignen und uns unterstützen möchte, ist herzlich willkommen“, wirbt Kusstatscher.

Um eine möglichst große Wirkung erzielen zu können, wurden bereits Fachleute und Interessierte aus dem Pustertal und dem Überetsch-Unterland zum Mitmachen eingeladen.

Dokumentationsstelle zum Thema Alpentransit

Brennerbasistunnel sinnlos?

Geplant ist auch eine Dokumentationsstelle zum Thema Alpentransit, die bei der Bezirksgemeinschaft Eisacktal eingerichtet werden soll. In dieser Dokumentationsstelle soll alles gesammelt und verwaltet werden, was es zur gesamten Thematik des Alpentransits gibt. Sie soll Interessierten zur Forschung und Informationsbeschaffung offen stehen. Die endgültige Zusage der Bezirksgemeinschaft steht zwar noch aus, der Tagesordnungspunkt muss erst behandelt werden, „aber diese Initiative wird mit Wohlwollen betrachtet, weshalb wir mit einer Zusage rechnen“, sagt Sepp Kusstatscher. Letztendlich handelt es sich bei der Initiative um einen erneuten Anlauf, endlich auch südlich des Brenners eine Lobby mit ähnlicher Durchschlagskraft wie jener des Transitforums Tirol entstehen zu lassen. Foto: Oskar Zingerle

Die neu gegründete „Transitinitiative Südtirol“ möchte daran etwas ändern. „Es braucht einen neuen Anstoß, damit die Bevölkerung Druck gegen die

herrschenden Zustände und die Entwicklungen macht. Nordtirol ist ein positives Beispiel, dass Druck Früchte tragen und positive Gesetzes­ änderungen bewirken kann“, erklärt Sepp Kusstatscher, der selbst Mitglied der „Transitinitiative Südtirol“ ist. Weitere Mitglieder sind Markus Lobis, der auch die Funk­ tion des Sprechers ausübt, Konrad Stockner, Klauspeter Dissinger und Walther Dorfmann. Sie haben einen eigenen Verein gegründet, der parteiunabhängig und für jeden offen ist, der diese Initiative mittragen und unterstützen möchte. Als Ziele werden das Sammeln von Informationen und Fakten zu allen Bereichen des Verkehrs, das Wecken der Aufmerksamkeit für die Thematik über Medien und Veranstaltungen und das Aufzeigen zweifelhafter Lösungen genannt. Die einzelnen Mitglieder der Gruppe wollen sich genügend Wissen aneignen, um selbst als Referenten vor Ort über die Dramatik der Lage, die gesetzlichen Rahmenbedingungen und den Stand der Technik informieren zu können. „Jeder, der über solches Wissen verfügt oder es

Walther Dorfmann, Sepp Kusstatscher, Dagmar Gnieser, Konrad Stockner, Markus Lobis und Klauspeter Dissinger 34

Das erste große Thema, dem sich die Initiative widmen möchte, ist der Brennerbasis­ tunnel. Kusstatscher nennt folgende Kritikpunkte: „Man plant einen Tunnel genau für den Bereich, auf dem am wenigsten Züge fahren, nämlich im Abschnitt Brenner bis Franzensfeste. Problematische Engpässe wie jener in Bozen werden dagegen nicht angegangen. In Nordtirol handelt man anders, dort stehen die Umfahrung von Innsbruck und die Beseitigung des Nadelöhrs Unterinntal bereits im Bau.“ Außerdem hält man das Konzept einer Hochleistungsstrecke, die für den Güter- und Personenverkehr offen steht, grundsätzlich für falsch. „So etwas gibt es nirgends in Europa. Es wird wohl so enden, dass die Personen schnell durch den Tunnel rasen und die Güter dagegen mit viel Lärm durch die Täler transportiert werden.“ Besonders problematisch sei aber der Umstand, dass selbst die Planer nicht mehr eine Verbesserung der heutigen Situation versprechen. Diejenigen, die die Planung des BBT vorantreiben, prognostizieren nur ein geringeres jährliches Anwachsen des Schwerverkehrs auf der Straße. Dabei gebe es immer noch gültige Beschlüsse des Südtiroler Landtages, dass eine Zustimmung zum BBT nur möglich ist, wenn eine tatsächliche Verbesserung der aktuellen Situation erreicht wird. Annamaria Mitterhofer


Event

Innovation für eine sichere Zukunft

Werner und Dora Planinschek mit Silvia

Nach einer kurzen Umbauzeit hat das Fotofachgeschäft Planinschek kürzlich wieder seine Tore geöffnet.

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Am 7. November lud Werner Planinschek und seine Familie Kunden und Bekannte zur feierlichen Wiedereröffnung des umgestalteten Fotofachgeschäftes am Domplatz ein, das sich nun in hellen, lichtdurchfluteten Räumen mit neuen technologischen Errungenschaf­ ten präsentiert. Mit einer noch größeren Auswahl an Fotofachartikeln sowie einer digitalisierten Fotoentwicklung zur Ausarbeitung sämtlicher digitalisierter Datenträger verspricht das Fotofachgeschäft Planinschek einen noch besseren Service.

jetzigen zentralen Standort in der Altstadt und ist längst fester Bestandteil des Brixner Stadtbildes.

Carmen, Herta und Lorena Planinschek, Arnold Reifer

Erich Deltedesco und Christl, Lorena Planinschek

Stadtrat Helmut Kerer

Innovative Weitsicht Zahlreiche Freunde und Bekannte waren erschienen und hatten ihr Interesse an den durchgeführten Veränderungen bekundet. Nach den einleitenden Grußworten von Werner Planinschek segnete Dekan Leo Munter die neu gestalteten Räum­ lichkeiten. Danach würdigten die geladenen Ehrengäste, darunter Bürgermeister Klaus Seebacher, Stadtrat Helmuth Kerer und Kaufleutepräsident Walter Amort in kurzen Ansprachen die innovative Weitsicht des alteingesessenen Betriebes.

Romana Klapfer, Dora und Herta Planinschek

Dekan Leo Munter, Helmut Kerer Walter Amort, BM Klaus Seebacher

Tiziano Bolgan, Werner und Dora Planinschek, Luciano Belizia

Dritte Generation Die Geschichte des Fotofachgeschäftes Planinschek reicht bis ins Jahr 1919 zurück. Damals hatte der Großvater des heutigen Inhabers, Matthäus Planinschek, ein Fotofachgeschäft in der Zigglgasse in Stufels eröffnet. Ihm folgte sein Sohn Erich. Seit über 10 Jahren führt nun Werner Planinschek das Geschäft in der dritten Generation. Seit 1956 befindet sich das Fotofachgeschäft an seinem

Vittorio Dianese, Erich Planinschek

Walter Amort, Herta Planinschek

BM Klaus Seebacher, Erich, Carmen und Herta Planinschek

Helmut Kerer, Helmut Plankl

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Helden von morgen

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Etwa ein Dutzend Mitglieder zählt die Jugendfeuerwehr in Milland. Die Jugendlichen werden spielerisch an die Aufgaben der „richtigen“ Feuerwehrleute herangeführt.

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„Pressesprecher“ der Jugendfeuerwehr ist Benjamin Profanter, und ihm scheint seine Aufgabe sichtlich Spaß zu machen: „Zielgruppe sind Jugendliche im Alter zwischen 12 und 17 Jahren“, berichtet er. „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die Mitglieder der Jugendfeuerwehr spielerisch an die Aufgaben der richtigen Feuerwehr heranzuführen.“ Hinter dieser Initiative der Feuerwehr Milland steckt natürlich die Absicht, den eigenen Nachwuchs aufzubauen. „Wichtig sind Disziplin und Teamgeist“, betont Benjamin. „Tanzt eines der Mitglieder aus der Reihe, muss die Gruppe den Fehler beheben. Dadurch verliert man als Team sehr viel wertvolle Zeit.“ Sieht man der Gruppe beim Training zu, versteht man, wovon Benjamin spricht. Jeder Handgriff muss richtig sitzen, jedes Mitglied muss sich zu

hundert Prozent auf seine Partner verlassen können. Je eingespielter das Team ist, desto aussichtsreicher erscheint der Kampf gegen die Zeit.

Keine Einsätze, aber hartes Training „Die Jugendfeuerwehr darf noch keine eigenen Einsätze durchführen“, erläutert Benjamin. Vielmehr treffen sie sich einmal pro Woche zum Training. Ein Feuerwehrmann muss nämlich körperlich fit sein, und die Koordinierung des Teams muss geübt werden. Außerdem findet jedes Jahr ein „Feuerwehrleistungswettkampf“ statt, an dem man ebenfalls eine gute Figur abgeben möchte. Nicht ohne Stolz berichtet Benjamin Profanter, dass die Jugendfeuerwehr Milland bei diesen Bewerben meist sehr erfolg­ reich ist. Die Disziplinen reichen vom Hürdenlauf bis zum Staffellauf und stellen die Teilnehmer auf eine harte Probe. Ihnen werden nicht nur sportliche Höchstleistungen, sondern auch ein großes Maß an Teamgeist abverlangt. Die Jugendli-

chen üben technisches Geschick und Fingerfertigkeit mit den Wasserschläuchen. Eine andere Übung besteht darin, einen simulierten Löschangriff durchzuführen und dabei mehrere Hindernisse zu bewältigen. Ein Wettlauf gegen die Zeit.

Kartenspielen im Zeltlager Bei den Bewerben wird ein dreitägiges Zeltlager organisiert, in dem Spiel und Spaß nicht fehlen dürfen. Die Jugendlichen braten Würstchen, spielen Karten und genießen nach den anstrengenden Wettkampfstunden das gegenseitige Kennenlernen. Abends gibt es noch ein Rahmenprogramm, das aus einer obligatorischen Party mit Diskomusik bestehen muss.

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Noch Mitglieder gesucht Die Jugendfeuerwehr Milland sucht noch Mitglieder für ihre Gruppe. Wer sich dafür interessiert, kann sich bei Benjamin Profanter unter Telefon 328 8559851 Informationen einholen. Susanne Dejori

Je eingespielter das Team ist, desto aussichtsreicher erscheint der Kampf gegen die Zeit

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Altes Dokument Ein Leser hat uns eine Kundmachung der damaligen Bezirkshauptmannschaft Brixen zur Verfügung gestellt, das fast auf den Tag genau 100 Jahre alt ist und den Diebstahl von Christbäumen zum Inhalt hat.

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Vor genau 100 Jahren erließ die Bezirkshauptmannschaft Brixen, die unterste staatliche Behörde mit Sitz in der heutigen Carabinieri-Kaserne, ein scharfes Verbot zum Diebstahl von Christbäumen. Damals war das Aufstellen von Christbäumen ein noch junger Brauch. Offenbar war Selbstbedienung in fremden Wäldern ziemlich verbreitet – als kostensparender Beitrag zur Weihnachtsstimmung, aber wohl auch mangels billiger Importe. Hier der Wortlaut der Kundmachung:

Kundmachung Anlässlich des bevorstehenden Weihnachtsfestes wird in Erinnerung gebracht, dass der Bezug von Christbäumen aus Waldungen der gesetzlichen Anmeldungspflicht unterliegt und insbesondere die eigenmächtige Entnahme derselben in fremden Waldungen ohne vorher eingeholte Erlaubnis des Besitzers streng verboten ist. Es hat sich daher Jedermann, welcher Christbäume zum Verkaufe bringt, mit einer schriftlichen,

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von der betreffenden Gemeindevorstehung bestätigten Erlaubnis des Waldbesitzers zu legitimieren und wird Jeder, der den Controlorganen nicht selbst als Waldbesitzer bekannt ist oder den rechtlichen Bezug nicht vollkommen glaublich nachzuweisen vermag, zur Verantwortung gezogen werden. Diejenigen Christbäume, bezüglich welcher der unrechtmäßige Bezug erwiesen ist, verfallen zu Gunsten des Ortsarmenfondes jener Gemeinde, in welcher der Betreffende damit betreten wurde. Die k.k. Gendarmerie, das Forstpersonale und andere von den Gemeinden bestellte öffentliche Wachorgane haben den Vollzug dieser Bestimmung zu überwachen und Dawiderhandelnde zur Anzeige zu bringen. Diese Kundmachung ist sofort in ortsüblicher Weise wiederholt zu verlautbaren und auf der Gemeinde-Ankündigungstafel anzuheften. Der k.k. Bezirkshaupt­ mann [Wilhelm Ritter von] Arbesser; Brixen, am 28. November 1902.


100 Jahre Strom Der neue „Alt-Brixener Photokalender“ wird in den nächsten Wochen in zahlreichen Haushalten wieder aufgehängt. In dieser Ausgabe geht es um das Thema Elektrizität aus dem Brixner E-Werk, das im Jahr 2003 seinen 100. Geburtstag feiern wird.

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Die Brixner Jahrtausendfeier im Jahr 1901 gab den Anstoß dazu, eine elektrische Straßenbeleuchtung für Brixen anzustreben. Am 24. Oktober 1901, kurz vor der großen Feier, beschloss der Brixner Gemeinderat, ein eigenes Elektrizitätswerk zur Beleuchtung der Stadt zu errichten. Unter den vielen Vorschlägen wurde nach sorgfältiger Über-

Das Kraftwerk in der Rundl: ein symbolträchtiger Prachtbau

prüfung jener von Ing. Josef Riehl für ein Kraftwerk in der Rienzschlucht (Rundl) unterhalb von Rodeneck ausgewählt. Der aus Bozen stammende, in Innsbruck tätige Ingenieur war ein Pionier der Elektrowirtschaft in Tirol.

Start am 16. Dezember 1903 Das Titelbild des Alt-Brixener Photokalenders zeigt eine der ersten elektrischen Straßenlampen von Brixen im Sä­benertor-Durchgang um 1904

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Der Brixner Gemeinderat erteilte ihm am 17. September 1902 offiziell den Auftrag, das Kraftwerk in der Rundl zu projektieren. Am 30. September lag das Projekt bereits vor, am 11.

Dezember 1902 wurde es vom Gemeinderat genehmigt. Nach weniger als einem Jahr Bauzeit nahm das Kraftwerk in der Rundl am 16. Dezember 1903 den Betrieb auf. Von 1937 bis 1940 wurde das leistungsfähigere Kraftwerk in der Hachl bei Brixen gebaut. Dafür wurden die Rienz bei Mühlbach und der Eisack bei Franzensfeste gestaut. Da die Rienz seither vor allem im Winter in der Rundl zu wenig Wasser führt, wurde der Betrieb des Rundl-Kraftwerkes im Jahre 1940 eingestellt.

Der Alt-Brixener Photokalender wird heuer bereits zum 23. Mal von Reinhold Nössing aufgelegt. Die Finanzierung übernahm die Raiffeisenkasse Eisacktal gemeinsam mit den Brixner Stadtwerken. Die aufschlussreichen Bildtexte und die Einführung stammen wiederum von Hartmuth Staffler. Der Kalender ist kostenfrei im Tourismusverein Brixen und an allen Schaltern der Raiffeisenkasse Eisacktal sowie der Stadtwerke Brixen erhältlich. Oskar Zingerle

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Magnet mit Nebenwirkungen Foto: Oskar Zingerle

Der Brixner Weihnachtsmarkt ist wieder geöffnet. Neben dem kommerziellen Angebot bietet er auch ein interessantes und abwechslungsreiches Rahmenprogramm für die zahlreichen Besucher.

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Der Brixner Weihnachtsmarkt lockt heuer bereits zum zwölften Mal Gäste und Einheimische in das Zentrum der Stadt. „Er hat sich in diesen Jahren zu einer wichtigen und akzeptierten Institution entwickelt“, erklärt Helmut Kerer. Gerade in wirtschaftlich flauen Zeiten sei die unterstützende Funktion des Marktes für Gastronomie und Handel von großer Bedeutung.

Die wirtschaftliche Bedeutung des Weihnachtsmarktes wird kaum jemand mehr in Frage stellen

„Original Südtiroler Weihnachtsmärkte“ Um den Wert des Marktes zu wahren und sich besser vor den vielen Nachahmern zu schützen, haben sich die fünf großen Südtiroler Weihnachtsmärkte in Bozen, Brixen, Bruneck, Meran und Sterzing unter der Bezeichnung „Original Südtiroler Weihnachtsmärkte“ zu einer Werbegemeinschaft zusammen geschlossen. Die Südtiroler Marketing Gesellschaft hat ein auf diese Märkte abgestimmtes Werbe-

konzept ausgearbeitet und die dazu gehörenden Werbebotschaften über verschiedene Kanäle im oberitalienischen Raum und im Ausland lanciert. Neben den Angeboten der einzelnen Verkaufsstände soll auch heuer wieder ein ausgefeiltes und qualitativ hochstehendes Rahmenprogramm die Menschen nach Brixen locken. Sieglinde Michaeler und Walter Granuzzo haben es mit dem

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Motto „Weihnachtszeit – Lichterzeit“ versehen. Mehrere erfolgreiche Aktionen der Vorjahre sind auch heuer wieder feste Bestandteile dieses Programms. Dazu gehören zum Beispiel die Ausstellung von Lichtkonstruktionen auf dem Grünbeet am Domplatz, die von vier einheimischen Künstlern erarbeitet worden sind, oder der Bastelnachmittag am Mittwoch, an dem alle interessierten Kinder

teilnehmen können. Unter sachkundiger Anleitung von Fachkräften des VKE können die Kinder kleine Weihnachtsgeschenke anfertigen und mit nach Hause nehmen.„Es ist erstaunlich, mit welcher Begeisterung die Kinder trotz der oft großen Kälte mitmachen und bis zum Schluss ausharren“, freuen sich Michaeler und Granuzzo über den Erfolg dieser Initiative.


Rahmenprogramm auch für Kinder Für die Kinder gibt es zudem mehrere Kasperl- und Marionettentheater und für die Musikfreunde Auftritte von Chören und Musikgruppen, die traditionelle und moderne Weihnachtslieder vortragen werden. Die Schüler der Musikschule werden ihr Können zum Besten geben, und am Silverstertag werden kleine Kaminkehrer Glückwünsche fürs Neue Jahr überbringen. Der bisher übliche Umzug zur Eröffnung des Weihnachtsmarktes ist heuer nicht ins Rahmenprogramm aufgenommen worden. „Nach den Umzügen zur 1100-Jahr-Feier und anlässlich des letzten Altstadtfestes ist eine gewisse Ermüdung eingetreten. Es ist besser, etwas Zeit vergehen zu lassen. 2004 wollen wir wieder einen Umzug in einer neuen Form anbieten. Wir haben dazu schon eine Reihe von Ideen entwickelt, allerdings haben diese Ideen noch nicht ein Stadium erreicht, dass man öffentlich darüber reden könnte“, erklärt Sieglinde Michaeler.

Wiedersehen mit „L’oblò dell’oblio“ Statt des Umzuges wurde erneut die Gruppe „L’oblò dell’oblio“ aus Rieti engagiert, die bereits beim 1100-Jahr-Umzug und beim Altstadtfest für Begeisterung gesorgt hat. „Ihre Professionalität und ihr Können hat uns derart beeindruckt, weshalb wir sie wieder in eines unserer Programme eingebaut haben“, erklärt Sieglinde Michaeler. Sie ist überzeugt, dass die zwei Auftritte der Gruppe, bei denen sie sich durch die Stadt zum Weihnachtsmarkt hin bewegen, wieder viel Bewunderung ernten werden. Das Rahmenprogramm des Weihnachtsmarktes kostet insgesamt 35.000 Euro und konnte nur dank der großzügigen Unterstützung mehrerer einheimischer Sponsoren durchgeführt werden. Wegen der großen wirtschaftlichen Bedeutung hätte auch die Gemeinde etwas dazu beitragen können, polemisiert ein Brixner Gewerbetreibender am Rande der Pressekonferenz zum Weihnachtsmarkt in inoffizieller Form. Dem

widerspricht Helmut Kerer: „Die Gemeindeverwaltung gibt für das Rahmenprogramm einen Beitrag von 7.500 Euro, weitere 7.500 Euro fließen in den Topf der SMG, mit dem die gemeinsame Werbeinitiative bezahlt wird.“ In diesen Topf fließen außerdem Gelder aller anderen beteiligten Weihnachtsmärkte und der jeweiligen Gemeinden, des Landes und der einzelnen Standbetreiber. „Zusätzlich leisten die Gemeindearbeiter wichtige Vorbereitungsarbeiten, deren Wert schwierig zu berechnen ist. Dazu gehört zum Beispiel das Abmontieren von Bänken und Papierkörben und das Aufstellen der Toiletten“, ergänzt Kerer. Auf der anderen Seite schlagen die Abgaben des Marktes und der Standbetreiber zu Buche, die indirekt wiederum in die Kassen der Gemeinde fließen. So müssen für den heurigen Markt insgesamt 12.868,80 Euro an Abgaben für die Besetzung öffentlicher Fläche bezahlt werden, die Müll-, Strom- und Abwassergebühren werden ebenfalls zur Gänze von den Standbetreibern getragen.

Auch negative Folgeerscheinungen Die wirtschaftliche Bedeutung des Marktes wird wohl kaum jemand mehr in Frage stellen. Trotzdem stellt er für die Altstadtbewohner und auch für die Menschen in der Umgebung auch eine Belastung dar. Gerade am Wochenende ist ein Durchkommen kaum mehr möglich, alle Straßen und Parkplätze sind voll, das Vorwärtskommen wird zu einer strapaziösen Nervenprobe. „Wir versuchen unser Möglichstes, alle negativen Phänomene in den Griff zu kommen“, versichert Kerer. Die Polizei wird verstärkt für Sicherheit und Ordnung sorgen, Hinweisschilder sollen den schnellsten Weg zu freien Parkplätzen weisen, und auch gegen den Alkoholmissbrauch von Jugendlichen will man hart vorgehen. Die Vorgabe des Organisationskomitees lautet, dass Alkohol nur streng nach den gesetzlichen Bestimmungen ausgehändigt werden darf. Die Realität wird zeigen, ob dies endlich auch gelingt. Annamaria Mitterhofer

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Für Körper, Geist und Seele Seit fünf Jahren gibt es im Südtiroler Kinderdorf oberhalb von Brixen einen Kindergarten, der die Kinder nach den Prinzipien der Montessori-Pädagogik betreut. Der „Brixner“ war dort auf Besuch.

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Einen ganzen Vormittag lang darf ich im MontessoriKindergarten zu Gast sein, darf Anni, Maria und Georg bei ihrer Arbeit beobachten. Anni Unterfrauner, Maria Kerschbaumer und Georg Hafner sind das Team, das den Kindergarten mit großer Begeisterung und mit viel Liebe zum Detail führt. Mit meinen grauen Filzpantoffeln, einem Schreiblock und einem Bleistift in der Tasche mache ich mich also auf den Weg in Richtung Südtiroler Kinderdorf. In der kleinen Garderobe des Kindergartens bekomme ich zunächst einen freien Platz zugewiesen. Ich stelle meine verschmutzten Straßenschuhe zwischen knallgelbe Gummistiefelchen und dunkelblaue Stoffpantöffelchen und hänge meine Jacke an den kleinen Kleiderhaken. Während ich noch recht umständlich dabei bin, meine viel zu große Tasche in der kleinen Ablage zu verstauen, stürmt ein strahlender Knirps mit von der Kälte geröteten Wangen durch die Tür. Aufgeregt hält er eine große Plastikdose in seinen Händen. Er hat Futter mitgebracht für die Hennen und „für die Haselen aa“. Leider ist der Stall aber noch zugesperrt.

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Die Montessori-Pädagogik ist eine kindorientierte Methode, die das Kind in seiner Gesamtheit sieht Er bekommt den Schlüssel und ist flugs wieder verschwunden.

Mittwoch ist Kochtag Anni begleitet mich währenddessen in den großen lichtdurchfluteten Raum des Kindergartens, zeigt mir jene Plätze, an denen ich mich aufhalten darf, gibt mir noch rasch ein paar Verhaltensregeln. Dann bin ich auf mich alleine gestellt. Heute ist nämlich alles ein klein wenig anders. Georg ist krank, und außerdem ist heute Mittwoch, und Mittwoch ist Kochtag. Nachdem keines der Kinder sich sonderlich über meine Anwesenheit zu wundern scheint,

ziehe ich mich schließlich in die nächstbeste Ecke zurück. Ein kleines Mädchen steht dort ganz in sich versunken vor einem langen Tisch. Mit einer unendlichen Hingabe mahlt sie herrlich duftende Kaffeebohnen. Die handbetriebene hölzerne Kaffeemühle erfordert ihre ganze Konzentration.

Kindorientierte Methode Ich bin in der Ecke gelandet, die den ganz speziellen Montessorimaterialien vorbehalten ist: Alle möglichen Sinnesmaterialien stehen in großen Körben auf dem Boden, auf einer kleinen Anrichte be-

finden sich liebevoll angeordnet alle möglichen Gebrauchsgegenstände des alltäglichen Lebens, daneben liegt Material zum mathematischen Verständnis, zum Gebrauch der Sprache und zur kosmischen Erziehung bereit. Die Montessori-Pädagogik ist eine kindorientierte Methode, die das Kind in seiner Gesamtheit sieht und würdigt. Oberstes Gebot ist es, dem Kind eine vorbereitete Umgebung zu bieten, die alle Facetten der kindlichen Persönlichkeit fördert, die Körper, Geist und Seele anspricht. Maria Montessori war die erste praktizierende Ärztin Italiens. In der Ausübung


ihres Berufes hatte sie häufig Kontakt mit kleinen Kindern und entwickelte so ihr tiefes Interesse für deren Entwicklung. Nach ihr ist das Kind mit einem großen angeborenen Potential ausgestattet, sich selbst zu entwickeln. „Das Kind ist sein eigener Baumeister“. Das Ziel ihrer pädagogischen Überlegungen war und ist, jedes Kind zu befähigen, sich seine Welt aufzubauen und dabei bestimmte Regeln und Grenzen einzuhalten.

Freiarbeit als Kernstück Das Kernstück der reform­ pädagogischen Bildung Monte­ ssoris ist die Freiarbeit. Die Kinder wählen nach eigener Entscheidung, womit sie sich wie lange beschäftigen. Dafür braucht es eben die vorbereitete Umgebung, die zudem ausreichend Abwechslung bietet. Es gibt laute und leise Bereiche, es gibt Plätze, an denen man gut alleine sein kann und andere, an denen das Zusammensein mit anderen Kindern im Vordergrund steht. Und die Kin-

der können ständig wechseln zwischen Drinnen und Draußen. Draußen scheint heute nicht interessant zu sein. Das graue Novemberwetter scheint den Kindern nicht so zu behagen. Dafür ist der Bewegungsraum sehr begehrt. Eine Rutschbahn, ein kleines Trampolin, Matten zum Toben und jede Menge Trommeln machen diesen lauten Bereich aus. Und dann ist da noch der Sandtisch, um den sich die Kinder immer wieder scharen. Feinster Sand und Schaufelbagger in allen Größen, und das alles auch noch mitten im Raum. Auch wenn die Freiarbeit im Vordergrund steht, werden dennoch ein paar besondere Aktivitäten für die Gruppe geboten. Jeden Montag gibt es den Sitzkreis, der für alle Kinder verpflichtend ist, und jeden Mittwoch ist Kochtag. Mit einem sanften Glockenton weist Anni die Kinder auf das Angebot hin, und im Nu sind alle sieben Kochschürzen besetzt. Der Früchte-Tiramisù ist wohl doch

zu verlockend. Mit Begeisterung werden am großen Ess­ tisch Kekse getunkt, Früchte geschält und geschnitten, Sahne mit Joghurt vermischt und das Ganze dann in einem wunderbaren Durcheinander in zwei Terrinen geschichtet. Irgendwann bemerkt mich wieder eines der Kinder: „Du schaug, mir tian heint kochen!!“ Wie selbstverständlich wandern die Kinder mit dem Geschirr, das sie benutzt haben, zum Waschbecken. Abspülen und Abtrocknen gehört eben auch zum Kochtag dazu, so wie das gemeinsame Vertilgen der süßen Speise. Und dann gibt es an diesem Vormittag noch ein Angebot, an dem die meisten Kinder teilnehmen. Im Wintergarten wird das Märchen vom Sterntalermädchen vorgelesen, begleitet von sanften Xylophonklängen.

„Tschüss bis morgen“

info Die Einschreibungen in den Montessori-Kindergarten des Südtiroler Kinderdorfes laufen noch bis zum 29. Jänner 2003. Da es sich um einen integrativen Kindergarten handelt, haben Kinder mit Behinderung Vorrang. Anmeldungen und Informationen: Montag bis Donnerstag, Tel. 0472 270515 ten – Abholzeit. Buntes Stimmengewirr. Gummistiefel werden angezogen. Schnell werden noch einmal die Haselen „gehuppet“, schnell einmal auf die Schaukel gestiegen, dann heißt es fröhlich „Tschüss bis morgen“. Marlene Kranebitter

Der Vormittag ist sehr schnell um. Die ersten Mamis kommen schon durch den Gar-

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Auf der Suche nach dem „stillen Örtchen“ Foto: Oskar Zingerle

Selbst Ortskundige können in Brixen in Schwierigkeiten geraten, wenn sie sich auf die Suche nach öffentliche Toiletten machen. Eine neue Toilette beim Tourismusverein und vielleicht auch eine im Bereich des Domplatzes sollen Abhilfe schaffen.

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Jeder kennt das Problem: Man befindet sich in einer fremden Stadt, wandert durch Gassen und Straßen und besichtigt die Sehenswürdigkeiten. Und irgendwann kommt dann der Druck auf die Blase, weshalb man ein stilles Örtchen aufsuchen möchte. Aber wohin soll man sich wenden? Eine Frage, auf die die meisten Besucher von Brixen kaum eine akzeptable Antwort erhalten. In Bars oder Cafès wird man nur dann gern gesehen, wenn man zumindest ein Getränk konsumiert. Schließlich müssen die Barbetreiber die Toiletten säubern, und es ist durchaus nachvollziehbar, dass sie nicht zum Nulltarif als öffentliche Bedürfnisstätte verkommen wollen.

Bahnhofsklos sind nicht empfehlenswert... Wer aber seine Euros in der Tasche behalten möchte, der hat in Brixen wenig Alternativen zur Auswahl. Ein Block von zwei selbstreinigenden Toiletten steht in der Nähe des Mo-

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zartkindergartens. Ein Besuch der Toilettenanlage beim Busbahnhof ist wegen der ungeklärten Zuständigkeit für die Reinigung zwischen Gemeinde und Land nicht zu empfehlen. Gleiches gilt für die Bahnhofs­ toilette, die weit entfernt vom Stadtzentrum liegt und deren

Auf dem Gelände des Tourismusvereins in der Nähe des Kaufhauses Omnis wurde eine selbstreinigende Toilette in Betrieb genommen dort herrschende hygienische Zustände bedenklich sind. Welche Möglichkeiten bleiben also, wenn Individualreisende oder Bustouristen auf ihrer Besichtigungstour durch die historische Altstadt mal schnell

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müssen? Es kann schon vorkommen, dass Reiseleiter ihrer Gruppe einfach den Weg zur nächsten Bar weisen und dass sich dann eine staatliche Anzahl von Touristen quer durch das Lokal auf den Weg macht und geduldig – aber ohne Konsumation – vor den Türen wartet, bis jeder an der Reihe war.

Neues Klo in der Bahnhofstraße Der Gemeinde Brixen ist die Problematik nicht neu. „Wir schleppen das Problem seit Jahren hinter uns her“, präzisiert Stadtrat Helmut Kerer. Immerhin gibt es seit Ende November eine kleine Abhilfe. Auf dem Gelände des Tourismusvereins in der Nähe des Kaufhauses Omnis wurde eine selbstreinigende Toilette in Betrieb genommen, die gegen Bezahlung benutzt werden kann. Es handelt sich dabei um ein ähnliches Modell, wie es in der Nähe des Mozartkindergartens steht. Auch dieses ist selbstreinigend und kann nur gegen Bezahlung benutzt werden.

„Mit dieser Toilette haben wir gute Erfahrungen gemacht. Sie weist eine hohe Frequenz an Toilettengängern auf“, weiß Helmut Kerer und erwartet sich ähnliches auch für jene beim Tourismusverein. Für den neuen Block mussten mehrere Pflanzen weichen, die bisher ebenfalls als „stilles Örtchen“ missbraucht worden waren. Eine Beleuchtung soll bald zusätzlichen Komfort schaffen; im Frühjahr ist auch eine Bepflanzung geplant.

(Noch) Keine Toilette im Altstadtkern Was aber nach wie vor fehlt, ist eine Toilettenanlage im Altstadtkern. Bei der Neugestaltung des Domplatzes gab es Pläne für ein unterirdische Toilettenanlage, die aber letztendlich von den Architekten selbst abgelehnt wurden. Man meinte damals, dass das Hinabsteigen in den Untergrund eine psychologische Barriere darstellen würde, weshalb die Toiletten ungenutzt bleiben würden.

Auch der Postplatz war bereits im Gespräch. Nachdem aber das dortige Gebäude zur Gänze für die Unterbringung mehrerer Gemeindeämter in Anspruch genommen wird, bleibt kein Platz für öffentliche Toiletten. Also ist man auf der Suche nach einer Lösung wieder zum Domplatz zurück gekehrt. Gerade hier bräuchte es öffentliche Toiletten, weil jeder Tourist eine Stippvisite im Dom und im Kreuzgang einplant und die Besucherströme somit hier besonders groß sind.

Vereinslokal des AVS „Die Gebäude am Domplatz, die sich im Besitz von Privaten oder der Kirche befinden, stehen nicht zur Verfügung. Also bleibt eigentlich nur mehr ein Raum, der unter Umständen disponibel ist“, erklärt Helmut Kerer. Tatsächlich gibt es Überlegungen, eine Toilettenanlage in jenen Räumen zu errichten, die heute vom AVS für seine Vereinstätigkeit benutzt wer-

den. „Eine solche Lösung kann allerdings nur dann realisiert werden, wenn die Gemeinde dem AVS ein anderes gleichwertiges Vereinslokal für seine Tätigkeit anbieten kann“, betont Kerer mit Nachdruck. Man wolle mit der Vereinsführung Gespräche führen; eine konkrete Alternative für einen neuen Vereinssitz kann Kerer aber noch nicht nennen. Damit es nicht nur beim Reden bleibt, hat man im Haushalt 2003 vorsorglich eine Bilanzposition eingebaut und einen Teil der benötigten Gelder reserviert. Es solle sich bei den zu errichtenden Toiletten auf alle Fälle um eine großzügige behindertengerechte Anlage handeln, die entweder selbstreinigend ist oder permanent bewacht und regelmäßig gereinigt wird. „Alles andere bringt nichts“, ist Helmut Kerer überzeugt. Annamaria Mitterhofer

Gemeinde - Steueramt Brixen I.C.I. Gemeindesteuer auf Immobilien Der verantwortliche Beamte möchte alle verpflichteten Personen darauf aufmerksam machen, daß die Saldozahlung für das Jahr 2002 am

20. Dezember 2002

fällig ist.

Man erinnert, daß die für dieses Jahr gültigen Steuersätze folgende sind: • • • •

4 ‰ – reduzierter Tarif für Hauptwohnung und Zubehöre (Garage oder Box oder Autoabstellplatz oder Keller oder Dachboden – max. 2) 5,5 ‰ – ordentlicher Tarif 7 ‰ – Tarif für nicht genutzte, leerstehende Wohneinheiten Freibetrag von 258,22 Euro, - für Hauptwohnung

Der verantwortliche Beamte Rag. Antonio Zipponi Das Steueramt der Gemeinde Brixen steht für alle weiteren Informationen zur Verfügung Tel. 0472 262040 oder -41 - Fax 0472 262078 E-Mail: zipponi.brixen@gvcc.net 45


Sonntags- oder Sorgenkinder? Der Gründer und Leiter der Begabungspsychologischen Beratungsstelle München referierte kürzlich auf Einladung des Kulturvereins Brixen zum Thema „Hochbegabte Kinder erkennen, fördern, erziehen“.

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Hochbegabte Kinder werden häufig gar nicht als solche erkannt: Sie bestechen nicht immer durch besondere Leistungen, sondern können Eltern und Lehrer auch ganz schön herausfordern. Die Unsicherheit und Hilflosigkeit der Umgebung im Umgang mit den „Wunderkindern“ ist entsprechend groß.

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Überdurchschnittliche Fähigkeiten Wunderkinder, kleine Genies, Hochintelligente, besonders Talentierte – bereits beim Wort „begabt“ fangen die Schwierigkeiten an. Gemeint sind Mädchen und Jungen, die sich früh entwickeln, weit überdurchschnittliche Fähigkeiten aufweisen und sich durch ihre Interessen und ihre Leistungsbereitschaft in verschiedensten Bereichen von Gleichaltrigen

unterscheiden. Eltern, Erzieher und Lehrer stehen (hoch)begabten Kindern oftmals hilflos gegenüber: „Besonders talentierte Kinder werden oft gar nicht erkannt – vor allem wenn es Mädchen sind. Das Wissen über deren Erziehung oder Förderung ist noch nicht weit verbreitet“, schildert der Gründer und Leiter der Begabungspsychologischen Beratungsstelle der Universität München, Professor Eberhard Elbing, der auf Einladung des Kulturvereins

Brixen einen Vortrag in Brixen hielt. „Es war ein Spießrutenlauf,“ schilderte eine betroffene Mutter, „wir und auch die Schule wussten nicht, was mit unserem Kind los ist, bis wir durch Zufall an die Beratungsstelle nach München kamen, wo wir unsere Tochter testen ließen.“

Unerkannte Begabungen Besondere Aufmerksamkeit erfahren meist nur jene hochbe-


gabten Kinder, die in sehr jungen Jahren auf einem Gebiet außerordentliche Leistungen erzielen – sei es als kleine Musikgenies, als Schachexperten oder als junge Universitätsabsolventen. Derart außergewöhnliche Frühentwicklungen sind jedoch die Ausnahme. Meist verläuft die Entwicklung begabter Kinder weit weniger spektakulär: „Begabung ist nicht mit Leistung oder Intelligenz gleichzusetzen – eine Hochbegabung kann sich auch speziell im psychomotorischen, sozialen oder künstlerischen Bereich ansiedeln“, erklärt Elbing. „Im Bereich Hochbegabung verklären viele Mythen eine realistische Sichtweise.“

Foto: Oskar Zingerle

Professor Eberhard Elbing: „Besonders talentierte Kinder werden oft gar nicht erkannt.“

„Nicht jeder, der weniger leistet, ist hochbegabt“ Besonders begabte Kinder fallen öfter als „Störfaktor“ auf als durch besondere Leistungen. Manchmal ist leider erst das Auftreten von Auffälligkeiten der Ausgangspunkt für das Erkennen einer Hochbegabung: „Begabte Kinder können als Klassenclown stören, unerklärlich schwache oder sehr stark wechselnde Leistungen in der Schule zeigen oder die Umwelt vergessen, weil sie im Nachdenken völlig aufgehen“, schildert Professor Elbing, „manchmal landen diese Schüler bei uns in Sonderklassen.“ „Unsere Tochter verweigerte sich mit der Zeit in der Schule, musste sogar eine Klasse wiederholen“, berichtet auch die Mutter einer hochbegabten Tochter. „Dass eine Hochbegabung vorliegen könnte – daran hätten wir nie gedacht.“ Eine systematische Beobachtung und psychologische Tests durch ausgebildete Fachkräfte sind notwendig, damit eine mögliche Hochbegabung erkannt werden kann: „Eines ist natürlich klar: Nicht jeder Schüler, der weniger leistet als er leisten könnte, ist hochbegabt“, schmunzelt Professor Elbing.

Besondere Förderung, aber auch klare Regeln Hochbegabte Kinder können Eltern und Lehrer „stressen“: Sie suchen kreative, also ungewöhnliche Lösungsmöglichkeiten. Sie langweilen sich bei Routineaufgaben, arbeiten

häufig lieber allein als in einer Gemeinschaft, bauen Widerstände gegen Autoritäten auf, streben oftmals nach Perfek­ tion, nehmen die Dinge wörtlich, sind besonders empfindsam – „die Kinder sind häufig eine Herausforderung für die Klasse oder für die Familie.“ Zwangsläufig ergeben sich Probleme, da das Anderssein der Kinder falsch interpretiert wird. „Zugleich hegen wir gegenüber Hochbegabten vielerlei Vorurteile: Wir müssen davon wegkommen, sie als elitär oder arrogant abzustempeln“, meint Elbing. Eines ist klar: Hochbegabte Kinder brauchen eine besondere Förderung, aber auch klare Regeln. „Es geht darum, das Anderssein der Kinder zu akzeptieren, ihnen eine anreichende Lernumgebung zu schaffen. Ein durchstrukturierter Unterricht ist für die Kinder unpassend.“ Aber auch klare Regeln sind von Nöten: „Wir müssen diese Kinder fördern, sie aber auch lebenstüchtig machen und ihnen aufzeigen, in welchen Gebieten sie ebenfalls Grenzen haben und wo sie noch dazulernen können – beispielsweise nicht immer alles perfekt machen zu müssen oder auch mit anderen zusammenzuarbeiten.“

tern manches Mal bremsen: „Wir sprechen bei den Beratungen auch deren Ehrgeiz an, falls uns dies nötig vorkommt.“ Häufiger begegnen ihm jedoch unsichere Mütter und Väter, die nicht wissen, ob und wie sie ih-

rem Kind gerecht werden können oder was mit ihrem Kind überhaupt los ist. „Ein Zusammenschluss der Eltern ist daher vorteilhaft für die Eltern selbst und auch für die hochbegabten Kinder, die damit ihresgleichen treffen können.“ Eine Aufforderung, der manche Anwesende nach dem Vortrag sogleich nachkamen: Betroffene Eltern tauschten ihre Adressen aus, der Aufbau eines Netzwerkes ist in Planung. Rund zwei bis drei Prozent der Kinder sind hochbegabt, gut 30 Prozent überdurchschnittlich begabt. Es besteht also Handlungsbedarf: Ein Schritt wurde heuer vom Pädagogischen Institut unternommen, das einen Lehrgang für Lehrer und Direktoren zum Thema startete. Eine betroffene Mutter hingegen möchte eine Elterngruppe bilden – Informationen hierzu erteilt der Kulturverein Brixen. Doris Brunner

Netzwerk im Aufbau In einer Zeit und Gesellschaft, in der Leistung und Erfolg einen hohen Stellenwert einnehmen, muss Elbing die El49


Ein Kind will gut geplant sein Frauen ohne Erwerbstätigkeit haben für die Geburt und Betreuung eines Kindes Anspruch auf finanzielle Unterstützung durch die öffentliche Hand. Allerdings gilt es, einige wichtige Regeln zu beachten.

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Kinder werden in zahlreichen internationalen Studien als „Armutsrisiko“ ausgewiesen – ein Umstand, der in vielen Diskussionen zu einer zeitgemäßen Familienpolitik immer wieder thematisiert wird. Während sich Familien, deren Kinder „geplant“ zur Welt kommen und deren Mütter erwerbs­tätig sind, in einem mehr oder weniger ausreichenden Ausmaß sozial abgesichert sind, müssen sich nicht erwerbstätige Mütter frühzeitig informieren, wenn sie nach der Geburt eines Kindes öffentliche finanzielle Mittel beanspruchen wollen.

Frauen sind oft unzureichend informiert Manfred Gamper von der Gewerkschaft SGB-CISL kennt aus seiner Beratungstätigkeit zahlreiche Fälle nicht finanziell abgesicherter Frauen und hat festgestellt, dass viele Frauen über die vorhandenen Möglichkeiten unzureichend informiert sind. „Frauen, die als Arbeiterinnen oder Angestellte in einem typischen Arbeitsverhältnis stehen, haben in der Privatwirtschaft für elf Monate Anrecht auf einen Teil ihres ursprünglichen Gehalts. Frauen, die keiner Erwerbstätigkeit nachgehen, können dagegen jene Mittel nutzen, die im Familienpaket zur Verfügung stehen“, erklärt Gamper.

Geburten- und Betreuungsgeld Gemeint sind damit das sogenannte Geburten- und Betreuungsgeld. Das Geburtengeld besteht aus einem einmaligen Betrag von 2.256,91 Euro. Das Betreuungsgeld von 50

Wer das Geburtengeld bekommen möchte, muss mindestens ein Jahr vor der Geburt des Kindes einen Antrag einreichen 3.796,11 Euro wird für die Betreuung von Kindern zwischen dem vierten und dem 24. Lebensmonat ausgezahlt. Um in den Genuss dieser Mittel zu kommen, müssen interessierte Frauen einen Antrag an die zuständigen Ämter stellen und – wie für eine Versicherung – im ersten Jahr nach dem Einreichen dieses Antrags 26 Euro für das Geburtengeld und 52 Euro für das Betreuungsgeld einzahlen. Der Versicherungsbeitrag für das zweite Jahr und eventuell folgende Jahre wird aufgrund der Höhe des Einkommens laut Steuererklärung berechnet. Die Frauen können in dem Zeitraum, für den sie Betreuungsgeld ausbezahlt bekommen, auch einer Beschäftigung nachgehen. Allerdings muss diese auf maximal 72 Tage pro Jahr beschränkt bleiben.

Dabei ist es unerheblich, ob es sich um eine Vollzeit- oder Teilzeitbeschäftigung handelt. Frauen, die während der Schwangerschaft noch in einem Arbeitsverhältnis stehen, dieses aber nach Ablauf des regulären Mutterschaftsurlaubes aufgeben wollen, können ebenfalls um das Betreuungsgeld für den Zeitraum vom neunten bis zum 24. Lebensmonat des Kindes ansuchen.

Einfaches Verfahren Das Verfahren scheint relativ einfach und auch kostengünstig. Trotzdem gibt es einen wesentlichen Punkt, der bei Nichtbeachtung wie ein Ausschlusskriterium wirkt: „Wer das Geburtengeld bekommen möchte, muss mindestens ein Jahr vor der Geburt des Kindes

einen entsprechenden Antrag einreichen“, sagt Manfred Gamper und unterstreicht nachdrücklich das Wort „mindestens“. „Eine Frau, die zum Beispiel den Antrag am 2. November des Vorjahres einreicht und am 1. November dieses Jahres ihr Kind gebärt, hat – obwohl sie ihren Versicherungsbeitrag bezahlt hat – keinen Anspruch auf das Geburtengeld“. Wegen dieser im Zusammenhang mit einer Schwangerschaft doch ungewöhnlichen Fristenregelung sind sowohl uninformierte wie auch informierte Frauen, deren Babys sich nicht ganz an den vorgesehen Geburtstermin halten, von der finanziellen Unterstützung ausgeschlossen. Manfred Gamper kennt einige Fälle von Frauen, die wegen einer zu frühen Geburt auf das Geld verzichten mussten.


Eine Änderung des entsprechenden Gesetzes mit einer Reduzierung der Antragsfrist auf sechs Monate vor der Geburt liegt bereits seit einiger Zeit vor. Allerdings wird es im zuständigen Regionalrat wohl kaum mehr in dieser Legislaturpe­ riode behandelt werden. Dieses politische Gremium ist wegen seiner Langsamkeit und den schwierigen Mehrheitsverhältnissen gefürchtet. Zur Zeit debattiert man dort über eine Gesetzesänderung, mit der man verschiedene Bereiche von der Region an das Land übertragen möchte. Dieses Vorhaben scheitert immer wieder an der Obstruktion der zahlreichen kleinen Parteien. Die SVP hat parteiintern beschlossen, unnachgiebig diesen Gesetzesentwurf voranzutreiben und keinen anderen Tagesordnungspunkt vorzuziehen. Erst anschließend könnte der heutige Passus zum Geburtengeld und die Ein-Jahres-Frist diskutiert und abgeändert werden.

Mütter wie Studentinnen, arbeitslose Frauen oder Hausfrauen, die ungeplant schwanger werden und sich vorab zu wenig über die zu beachtenden Rahmenbedingungen für das Geburtengeld informiert haben, können nur noch eine Möglichkeit einer öffentlichen finanziellen Unterstützung nutzen. Es handelt sich dabei um das einmalige staatliche Geburtengeld in Höhe von 1.291,14 Euro, das mit einem Gesetz aus dem Jahr 1998 eingeführt worden ist. Dieses Geld steht allen Frauen zu, die keinem Arbeitsverhältnis nachgehen und ist mit dem Geburtengeld der Region kompatibel.

„Information ist äußerst wichtig“ „Angesichts dieser Rahmenbedingungen gilt: Information ist äußerst wichtig“, lautet der Rat von Manfred Gamper an alle Frauen, die keinem Arbeitsverhältnis nachgehen. Er empfiehlt, eines der zahlreichen Patronate aufzusuchen. Dieser Rat

Foto: Oskar Zingerle

Zuständig ist der Regionalrat

Manfred Gamper: „Information ist sehr wichtig.“ gilt aber auch für Frauen, die in sogenannten atypischen Arbeitsverhältnissen beschäftigt sind und deren Zahl ständig wächst. In der Fachsprache bezeichnet man diese Arbeitsverhältnisse als kontinuierliche koordinierte Mitarbeit. Wer ein

solches Arbeitsverhältnis hat, ist nur in einem sehr geringen Maß sozialversichert; im Fall einer Schwangerschaft oder bei Verdienstausfall wegen einer Geburt und Mutterschaft gibt es kein Geld. Annamaria Mitterhofer

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Foto: Oskar Zingerle

Annamaria Mitterhofer anna.mitterhofer@brixen.net Tel. 0472 837537

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ticker ticker Evelin Steiner aus Prags hat xxx den Wettbewerb +++ für die Besetzung der Stelle einer xxx Gemeindesekretärin von Natz-Schabs gewonnen. Sie beginnt ihre Tätigkeit im Jänner 2003.

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Der Schabser Andreas Köck von der Union für Südtirol hat sein Mandat im Gemeinderat von Natz-Schabs zurückgelegt. An seiner Stelle tritt nun Johann Thaler aus Raas in den Gemeinderat ein.

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Der Bus von Schalders nach Brixen wird in Zukunft auch in Vahrn anhalten. Diesen Beschluss fasste kürzlich der Vahrner Gemeinderat. Der Bus verkehrt allerdings nur an Schultagen.

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In derselben Gemeinderatssitzung wurde beschlossen, die Einhebung der Reklamesteuer weiterhin an die Firma APAT aus Brixen zu delegieren. Plakate, die in der Gemeinde Vahrn aufgehängt werden, müssen demnach vorher von der APAT abgestempelt worden sein.

Neuer alter Glanz xxx Restaurierungsarbeiten in der Pfarrkirche von Mühlbach sind seit kurzem abgeschlossen, und Die vor allem der Innenraum der alten Kirche, die 1277 erbaut worden ist, erstrahlt in neuem Glanz. Drei Schichten von Fresken aus drei Jahrhunderten sind von Restauratoren wieder lesbar gemacht worden. Ein ganz besonderes Fresko, dessen Maler nicht eindeutig identifiziert werden konnte, zeigt eine sechsteilige Geschichte aus dem Buch Daniel. Drei Jünglinge, die nicht ihren König anbeten wollten, werden auf wundersame Weise aus einem brennenden Ofen gerettet. mk

Karitativer Weihnachtsmarkt mit Gospelkonzert Es ist bereits Tradition, dass die Gemeindeverwaltung Franzensfeste eine Woche vor Weihnachten ein Konzert speziell für die Bevölkerung, aber auch für auswärtige Musikliebhaber organisiert. Dieses Jahr singt der Mühlbacher Gospelchor, die „White Lily Gospel Singers“, am Samstag, 14. Dezember um 20 Uhr im Mehrzwecksaal „Josef Wild“ beschwingte und weihnachtliche Gospels und Spiri­ tuals. Zum dritten Mal soll dem Franzensfester Weihnachtskonzert ein wohltätiger Weihnachtsmarkt vorausgehen. Die Bevölkerung wurde vom Komitee „Weihnachtsmarkt“ und der KVW-Ortsgruppe Franzensfeste

aufgerufen, Selbstgebasteltes und Handarbeiten in karitativer Absicht zur Verfügung zu stellen, was reichlich geschehen ist. Am Weihnachtsmarkt beteiligen sich zudem der Eine-Welt-Laden Sterzing sowie der Freizeitclub Franzensfeste. Die Verkaufszeiten des Weihnachtsmarktes beschränken sich auf eine Stunde vor Beginn (18.30 bis 19.30 Uhr), während der Pause und eine halbe Stunde nach Ende des Weihnachtskonzertes. Außerdem wird auch noch am Sonntag, 15. Dezember, zwischen 10 und 12 Uhr verkauft. Der Eintritt zum Weihnachtskonzert ist frei. oz

Besinnliche Weihnacht

An den drei Samstagen vor Weihnachten wird am Nachmittag in den Gassen von Mühlbach für Weihnachtsstimmung gesorgt. Dass es auch eine „besinnliche Weihnachtsstimmung“ ist, dafür verbürgen sich die Tourismusvereine von Mühlbach, Meransen, Rodeneck und Vintl. Ein kleiner Weihnachtsmarkt, bei dem das Südtiroler Handwerk im Vordergrund steht, Kulinarisches von den Bäuerinnen der Umgebung, eine Krippenausstellung und ein sympathisches Kinderprogramm sollen dafür sorgen, dass sich Groß und Klein wohlfühlen. Musikalische Weihnachtsstimmung verbreiten neben einem Bläserquartett der Kirchenchor Mühlbach, der Mädchenchor aus Vintl und am letzten Samstag der Gospelchor aus Mühlbach. Eine kleine Besonderheit dürfte die Zirkusschule Vintl mit einem ganz speziellen weihnachtlichen Treiben darstellen. Damit das gesamte Ambiente auch stimmt, hat man in Mühlbach auch für eine neue weihnachtliche Beleuchtung gesorgt. mk 53


Natz Schabs

Historische Kalender-Ansichten Der Bildungsausschuss Natz/Schabs bündelt historische Dorfansichten zu einem Kalender – ein wertvolles Stück Kulturgeschichte für jeden Haushalt.

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Vor einigen Monaten erzielte der Bildungsausschuss Natz Schabs in Zusammenarbeit mit der Bibliothek Raas einen großen Erfolg mit ihrer Foto-Ausstellung und der Dorfchronik Raas. Gegliedert in den vier Themenbereichen „Alte Dorfbilder“, „Leben im Dorf“, „Schulgeschichte“ und „Kirchliche Feiern und Brauchtum“ präsentierte der Bildungsausschuss zahlreiche Fotografien aus den Jahren 1900 bis 1990, die vorher in zeitintensiver Arbeit gesucht und gesammelt worden waren.

Dorfansichten aus den Jahren 1900-1940 Einige der historischen Ansichten bündelt der Bildungsausschuss Natz Schabs nun mit der finanziellen Unterstützung der Raiffeisenkasse Eisacktal zu einem Kalender. „Ausgewählt haben wir für diese Ausgabe des Kalenders alte Dorfansichten aus Natz Schabs“, schildert die Bildungsausschuss-Leiterin Gisela Überbacher, „die Fotografien stammen aus den Jahren 1900 bis 1940 und wurden uns

Die Schwarz-WeißFotografien zeigen in erster Linie die Veränderungen in der Kulturlandschaft auf teilweise von der Dorfchronik Raas und von den Schützen der alten Pfarre Raas zur Verfügung gestellt. Einige der Fotografien wurden zusätzlich vom Bildungsausschuss angekauft.“ Die Schwarz-Weiß-Fotografien zeigen in erster Linie die Veränderungen in der Kulturlandschaft auf, wie beispielsweise

der Wandel in der landwirtschaftlichen Bebauung auf dem Hochplateau. Ein Vergleich mit der gegenwärtigen Lage wird angeregt, und mancher Einwohner dürfte erstaunt darüber sein, wie sich die Umgebung im Laufe der Jahre verändert hat.

Anfang einer Serie Neben den Einblicken in die alten Dorfansichten bietet der

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Kalender noch weitere Informationen: Er dient zugleich als Programmübersicht für die Veranstaltungen im Bildungs- und Kulturbereich, die von den Vereinen der Gemeinde organisiert werden. Der Kalender für das Jahr 2003 ist der erste einer weiterführenden Reihe: „Wir möchten gerne in den nächsten drei Jahren die Kalenderserie fortsetzen“, erklärt Gisela Überbacher. Doris Brunner


Aicha stinkt Foto: Oskar Zingerle

Vor allem bei schlechter Witterung machen sich in Aicha unangenehme Gerüche breit. Die Bezirksgemeinschaft hat auf die Klagen reagiert und wird in einigen Monaten bei der Pumpstation in Franzensfeste ein Rührwerk einbauen.

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Seit einiger Zeit häufen sich in Aicha die Klagen über Geruchsbelästigungen, die in verschiedenen Bereichen des Dorfes und teilweise auch in einzelnen Häusern wahrgenommen werden. Für diese unangenehmen Düfte ist der Kanalisierungsstrang verantwortlich, der von Franzensfeste an Aicha vorbei durch das Riggertal bis zum Klärwerk in Brixen führt. Ronald Amort vom Abfallwirtschaftszentrum in Schabs ist vor einiger Zeit von Bürgermeisterin Marianne ÜberbacherUnterkircher auf diesen Missstand aufmerksam gemacht worden und hat sich auf die Suche nach der Ursache gemacht. „Für die Geruchsbelästigung sind mehrere Faktoren verantwortlich, die sich gegenseitig beeinflussen“, erklärt er. Die Abwassermenge von Franzensfeste ist gering, deshalb muss sie in einem Behälter gesammelt werden. Erst wenn die Menge einen bestimmten Pegelstand in dieser Pumpstation erreicht hat, aktiviert sich die Pumpe und transportiert die Abwässer durch den Kanal bis auf die Höhe der Franzensfeste. Gerade wegen der geringen Abwassermengen bleibt das Wasser sowohl im Behälter wie auch im Kanal für einige Tage liegen. „Wenn sich das Abwasser im Behälter sammelt, ist es noch einigermaßen klar. Weil aber die Sauerstoffzufuhr fehlt, entsteht an der Oberfläche ein Ölfilm, der wie eine zusätzliche Abdichtung funktioniert. Dies begünstigt das Entstehen eines Gärprozesses, der letztendlich für die Geruchsbelästigung vorantwortlich ist“, beschreibt Ronald Amort die Situation. Auch

Offene Kanaldeckel begünstigen die Sauerstoffzufuhr und unterbinden den Gärprozess im Kanal fehle es an Sauerstoff, weshalb es zu einer ständigen Verschlechterung und damit zu einer Verstärkung der Geruchsbelästigung komme.

Problem erkannt – Lösung in Sicht Auf der Suche nach einer Lösung für die Beseitigung des Problems haben Ronald Amort und der Abwasserfachmann der Stadtwerke Brixen, Ing. Fritz Starke, eine einzige Möglichkeit ausfindig gemacht. „An dem Grundproblem, dass nur so wenig Abwasser im Kanal transportiert wird, können wir nichts ändern. Es ist auch nicht möglich, Sauerstoff in den Kanal zu leiten, um den Fäulnisprozess zu verhindern oder zu vermindern. Also können wir nur bei der Pumpstation etwas tun. Wir planen den Einbau eines Rührwerkes in den Behälter der Pumpstation. Damit kann man ständig Sauerstoff zuführen und somit das Entstehen eines Gärprozesses unterbinden. Eine solche Lösung bietet zwar keine Garantie für eine endgültige Beseitigung des Problems, aber eine Besserung werden wir auf alle Fälle erreichen.“

zirksgemeinschaft ausgewiesen worden. Die Arbeiten sind für Februar oder März 2003 geplant.

Warum es neben einer Geruchsbelästigung im Ort auch zu Belastungen in einzelnen Häusern gekommen ist, kann sich Ronald Amort nur mit dem Fehlen eines Siphons in diesen Gebäuden erklären. Ein Siphon ist ein U-förmiges Rohr, wie man es bei älteren Toilettenmodellen noch häufig sieht. Dieses Rohr sollte zwischen dem Abwasserstrang des Hauses und dem öffentlichen Kanalstrang eingebaut sein. Wegen seiner Form bleibt Wasser am tiefsten Punkt des Rohres liegen und bildet somit eine natürliche Barriere, durch die kein Geruch mehr von außen ins Innere eines Hauses dringen kann. Ronald Amort kann allen Betroffenen nur den nachträglichen Einbau eines Siphons raten. Anders präsentiert sich die Situation im Bereich des Klammerhofs. Auch dort stören vor allem bei Tiefdruck unangenehme Gerüche. Sie entströmen einem offenen Schacht, der unter dem Klammerhof im Bereich der Steirerhöfe liegt; hier steht eine Lösung noch aus. Annamaria Mitterhofer

Und die Überraschung ist perfekt! 50 NS M E M SIE

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Baubeginn im Februar Die notwendigen Geldmittel in Höhe von etwa 40.000 Euro sind bereits im Haushalt der Be-

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Der neue Haushalt steht Die letzte Sitzung des Gemeinderates von Natz-Schabs endete mit einer Überraschung: Assessor Franz Vitroler erklärte seinen Rücktritt aus dem Gemeindeausschuss. 406.000 Euro für die Fraktionen

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Wichtigster Tagesordnungspunkt der letzten Gemeinderatssitzung von Natz-Schabs war die Genehmigung des Haushalts 2003. Insgesamt stehen in diesem Haushalt 1.752.919 Euro an Investitionsmitteln zur Verfügung. Davon werden 1.346.711 Euro für allgemeine fraktionsübergreifende Investitionen verplant.

Die verbleibenden 406.208 Euro fließen anteilsmäßig an die einzelnen Fraktionen, die über deren Verwendung selbst bestimmen. Schabs erhält 122.194 Euro; davon wird der Hauptteil mit 89.892 Euro für die Kirchenerweiterung zweckbestimmt. Die restlichen Haushaltsposten in Höhe von 5.000 bis 13.000 Euro sind für Projekte zur Dorfverschönerung, Verkehrsberuhigung und für ein Musikpavillon vorgesehen. Beiträge gehen außerdem an die Musikkapelle und Feuerwehr. Fam. Martin Huber Pustertalerstr. 6 39042 Vahrn/Neustift Tel. 0472 836570 Fax 0472 834717 Montag Ruhetag

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Natz und Viums stehen 133.800 Euro zur Verfügung. 40.000 Euro kostet das Projekt zur Gestaltung des Natzner Dorfplatzes, je 20.000 Euro die Konzepte zur Verkehrsberuhigung in Natz und Viums und je 10.000 Euro eine Studie zur weiteren Nutzung der alten Natzner Schule und der Bau des Haroarweges. Insgesamt 30.000 Euro erhält der SV Natz für den Ankauf eines Autos und eines Rasenmähers. Die Fraktion Raas kann 91.521 Euro verplanen. Den größten Posten bekommt mit 55.000 Euro die Feuerwehr Raas für die Erweiterung der Feuerwehrhalle zugewiesen. Der Jugendraum, der sich im selben Gebäude befindet, wird für 10.000 Euro umgebaut. Das übrige Geld geht an den SV Raas und wird außerdem für Lehrmittel und Einrichtung an der Grundschule und Bibliothek und für den Ausbau der Trinkwasserleitungen verwendet. Aicha erhält aus dem Topf 58.693 Euro. Davon werden 39.500 Euro für die Enteignung eines Grundes in der Nähe des Mehrzweckgebäudes zweckbestimmt. Weitere Gelder werden für Spielgeräte am Ochsenhügel und die außerordentliche Instandhaltung des Mehrzweckgebäudes vorgesehen.

bis zum nächsten nicht um mehr als 6 Prozent ansteigen. In der Gemeinde Natz-Schabs wird dieser Anstieg von 2002 auf 2003 etwa 5 Prozent betragen, der hauptsächlich von steigenden Personalkosten verursacht wird, die sich wegen einer neuen Vollzeitstelle für einen Gemeindesekretär und eine zusätzliche Bürokraft ergeben. Somit bleibt wenig Spielraum für neue Ausgaben, wie sie eine Teilzeitbibliothekarin verursachen würde. Diese Stelle wird seit Jahren von der Gemeinderätin Gisella Überbacher gefordert, die sich davon eine Qualitätssteigerung und eine entscheidende Entlastung der heute ehrenamtlich tätigen Bibliothekarinnen im Gemeindegebiet erwartet. 40 Prozent der Personalkosten einer solchen Stelle würden zudem vom Land übernommen. Tatsächlich fehle der politische Wille, unterstellte die Gemeinderätin, die deshalb den Haushaltvoranschlag ablehnte. Die Bürgermeisterin Marianne Überbacher-Unterkircher entgegnete, dass die Gemeinde Natz-Schabs eine jener Gemeinden sei, die ihren Bürgern die geringsten Steuerbelastungen aufbürde. „Für zusätzliche Personalausgaben müssten Steuern wie die ICI oder IRAP angehoben werden.“

5 Prozent mehr laufende Ausgaben

Rücktritt von Franz Vitroler

Bei den Investitionen muss in Natz-Schabs niemand darben, anders sieht es bei den laufenden Ausgaben aus. Die Gemeinde muss sich an die Prinzipien des Stabilitätspaktes halten. Diese gelten für die EUStaaten und deren Körperschaften. Demnach dürfen die laufenden Ausgaben, die zum Beispiel die Personalkosten oder die Instandhaltung gemeindeeigener Einrichtungen finanzieren, von einem Haushaltsjahr

Gegen Ende der Sitzung gab es eine Mitteilung, die für Überraschung sorgte. Umweltassessor Franz Vitroler aus Natz kündigte den Rückzug aus dem Gemeindeausschuss an. Damit wolle er gegen die geringe Wertschätzung gegenüber seinem Amt protestieren, die sich zum Beispiel in der Zuweisung von nur 5.170 Euro für Maßnahmen im Umweltbereich zeige. Der Rücktritt wird erst gültig, wenn er schriftlich eingereicht wird. Annamaria Mitterhofer


Event

Außergewöhnliches Angebot Vor kurzem wurde der „Klosterladen“ des Stiftes Neustift feierlich eröffnet.

Renato Valentinotti

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Zahlreiche Vahrner und Neustifter Prominenz hat sich kürzlich bei der Segnung und Eröffnung des neuen Klosterladens eingefunden, der gut sichtbar an der Einfahrt des Klosters zu finden ist. Das geräumige und helle Verkaufslokal fand sofort die Zustimmung der Anwesenden. Hausherr Prälat Chrysostomus Giner nahm nach einer kurzen Baugeschichte die Segnung des Klosterladens selbst vor. Er bedankte sich bei den Planern und Handwerkern für ihren Einsatz und wünschte dem Verwalter Urban von Klebelsberg und der Verkaufsleiterin Traudi Kerschbaumer viel Erfolg. Die Feier wurde musikalisch vom Neustifter Männerchor unter der Leitung von Rudi Chizzali umrahmt.

Stiftsmitarbeiter Abt Dr. Chrysostomus Giner

Chorherr Martin Peintner, Dr. Willi Überbacher, Bürgermeister Josef Sigmund

Neustifter Männerchor unter der Leitung von Rudi Chizzali

Gudrun

Einheimische als Zielgruppe

Karl Blasbichler, Arch. Eva Degiampietro, Arch. Anton Oberbichler

Franz Mair, Toni Jöchler, Bürgermeister Josef Sigmund

Martin Hinteregger Robert Businaro, Hans Baumgartner

Martin Huber, Prälat Giner

Stiftsverwalter Dr. Urban von Klebelsberg

Walter Oberegger, Josef Huber

Vizebürgermeister Andreas Schatzer

Fotos: Willy Vontavon

Der „Klosterladen“ wendet sich nicht nur an die etwa 50.000 jährlichen Touristen, die das Kloster besichtigen, sondern vor allem an die einheimische Bevölkerung. Das Angebot ist genauso reichhaltig wie außergewöhnlich: Als „Lieferanten“ gelten fast ausschließlich Klöster aus ganz Europa. Angeboten werden verschiedene Teesorten, Süßigkeiten wie Marmeladen, Schokoladen und Kekse, aber auch Kosmetika, Bücher, Karten und natürlich Getränke: von den hauseigenen Weinen, Apfelsäften und Kräutertees bis hin zu Bier (natürlich aus dem Kloster Andechs) und Säftesirup. „Wir wollten keinen typischen Touristenladen“, erklärt von Klebelsberg die Strategie des Klosterladens. „Das Angebot muss so ausgerichtet sein, dass es auch für Einheimische als Geheimtipp gilt – zum Beispiel auch für das kommende Weihnachtsfest“.

Bruno Felderer, Adolfine Heidenberger

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Doris Brunner doris.brunner@brixen.net Tel. 0472 837537

xxx

ticker ticker Die Heimatbühne Schabs feixxx erte Ende November ihr +++ 25-jähriges Bestehen. Im xxx Haus der Vereine von Natz lud die Bühne zum Kathreintanz; zahlreiche Vereine aus der Umgebung wie der Männerchor Schalders oder die Heimatbühne von St. Peter Lajen sorgten für fröhliche Unterhaltung.

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Das neue Jahr fern vom Trubel und allgemeiner Heiterkeit zu begrüßen – dazu entschließen sich immer mehr Menschen. Gelegenheit dazu bietet die besinnliche Silvester-Wanderung zum Kirchlein St. Cyrill oberhalb von Brixen. Gestartet wird am Silvesterabend um 22 Uhr vom Domplatz Brixen.

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Kurz vor der Weihnachtspause erklingt im Anreiterkeller der Gruppe Dekadenz Swing, Bebop, Funk und Free. Das „Unit 11 Jazz Orchestra“ – ein Zusammenschluss der besten Jazzmusiker der Region Trentino Südtirol – präsentiert am 20. Dezember um 20.30 Uhr „A mountain cocktail“. Gemixt wird das Konzertprogramm ausschließlich mit Eigenkompositionen der Musiker des „Unit 11 Jazz Orchestra“.

Zeit fürs Krippenmuseum!

xxx Fall Sie es immer noch nicht gesehen haben sollten: Das Krippenmuseum des Diözesanmuseums Hofburg Brixen bietet zum Teil recht kuriose Darstellungen der Heilsgeschichte. Die Krippensammlung öffnet auch in der Winterzeit, wenn das Diözesanmuseum geschlossen bleibt, seine Tore, und dies stets Dienstag bis Sonntag von 14 bis 17 Uhr (außer am 24. und 25. Dezember). db

„Capriccio“ brilliert in Wien „Mit großem Erfolg und Begeisterung, technischer und musikalischer Perfektion wurden Werke von Mozart, Schubert, Vivaldi und anderen gespielt, und zum Abschluss hörten wir das Brandenburgische Konzert Nr. 4 von J.S. Bach. Der Abend wurde für unser Publikum zu einem großen musikalischen Genuss, und es war für uns eine große Ehre, ein so musikalisch ausgereiftes Ensemble junger Künstler bei uns begrüßen zu dürfen.“ Evelyn Preisinger, die Vizedirektorin der Musikschule der Stadt Wien, zeigte sich voll des Lobes über das Jugendstreichorchester „Capriccio“ unter der Leitung von Irene Troi: „Wir haben in Wien noch nie ein so hochwertiges Jugendorchester gehört.“ Anlass für diese anerkennenden Worte war ein Konzert des Jugendorchesters an der Wiener Musikschule, das durch den Gewinn des Preises des Rotary Club Brixen ermöglicht worden war: Die jugendlichen Musiker im Alter zwischen 15 und 22 Jahren nützten das Preisgeld für eine

Fahrt nach Wien, um sich dem dortigen Publikum unter Beweis stellen zu können – und sie haben bestanden. „Ich bin begeistert von meinen Schülern!“, freut sich auch Irene Troi, die seit Beginn das Orchester leitet. Gebildet hat sich das En-

semble nach einem MinimusicCamp vor acht Jahren. Seitdem proben die Jugendlichen, immer wieder in einer etwas anderen Besetzung, an acht Wochenenden im Jahr als Streichorchester „Capriccio“. db

Advent ein Lichtlein brennt... Man nannte sie mal die ruhigste Zeit im Jahr nun die beleuchtete.

xxx Neonsterne mit

Affenschwänzen Glühwürmchen xxx GEvS glimmen von Bäumen.

Litera LiteraElixier Elixier

Wofür braucht es die Zusatzleuchten soll’n sie uns GEvS Brixner heimleuchten? 59


Symphonic Winds in Vahrn

Harmonisches vom Concertino Brixen

Südtirols Spitzenblasorchester „Symphonic Winds“ wird in der heurigen Weihnachtszeit nun bereits zum 13. Mal durch die Konzertsäle Südtirols touren. Start zu dieser Tournee ist am Samstag, 21. Dezember, im Haus Voitsberg in Vahrn. Als Solist präsentiert Alexander Veit, künstlerischer Leiter und Dirigent der „Winds“, diesmal den angesehenen italoargentinischen Posaunenvirtuosen Lito Fontana (im Bild), der in Fachkreisen zu den besten Posaunisten Europas zählt. Man kann sich auf das Spiel des Italoargentiniers freuen und staunen, wenn dieser feurige Vollblutmusiker seiner Posaune die hitzig virtuosen und gleichzeitig samtig weichen Klänge entlockt. Das Klangspektakel der „Winds“ wird bombastisch sein, denn neben der Präsentation des Gastsolisten haben sich Veit und seine Spitzenbläser wieder

Serenaden und Divertimenti für die sogenannte Harmoniemusik stehen beim nächsten Konzert des „Concertino Brixen“ unter der Leitung von Josef Feichter auf dem Programm. Die Harmoniemusik entstand Mitte des 18. Jahrhunderts in Europa und entwickelte sich aus der Musizierform der an den Adelshöfen spielenden Hofmusiker und der Militärkapellen. Die Harmoniemusik wurde von kleinen Bläserensembles, die zunächst vor allem für die musikalische Umrahmung von militärischen und höfischen Zeremonien zu sorgen hatten, gespielt. Neben der ältesten Form der Harmoniemusik – den Militärmärschen und der Tafelmusik – entstanden bald neue Gattungen wie Divertimenti oder Serenaden. Über die bloße Gebrauchsmusik hinaus komponierten beispielsweise Mozart, Beethoven oder Dvorak

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der Interpretation eines exquisiten Konzertprogrammes angenommen. So gelangen neben Kompositionen von Philip Starke oder Johan de Meji zudem noch eigens für das Orchester geschriebene Werke von Otto M. Schwarz und Hermann Delago zur Aufführung. oz

jedoch auch Werke, die weit über den bloßen Unterhaltungswert hinaus gehen. Somit umfasst die Harmoniemusik ein umfangreiches und vielfältiges Spektrum an anspruchsvoller Blasmusik. Einen Einblick gewährt das Konzert des „Concertino Brixen“ am 28. Dezember um 20.30 Uhr im Forum Brixen, bei dem Werke von J.N. Hummel, M. Seiber, W.A. Mozart und B.A. Zimmermann zur Aufführung kommen. Das Konzert wird vom Kulturverein Brixen und dem Concertino Brixen gemeinsam veranstaltet. db


Foto: Hartmuth Staffler

Junge Domkantorei gestartet „Bis zu 20 Mitglieder“ hatte der Domchor über eine Kurzmeldung in der August-Ausgabe des „Brixner“ gesucht, geworden sind es dann aber 44! Die „Junge Domkantorei Brixen“ konnte einige Wochen später gegründet werden, anschließend wurden die ersten Proben angesetzt. Am Cäciliensonntag konnte man bereits die ersten Früchte ernten: Bei der Cäcilienfeier des Dom-

chores präsentierte sich der neue Jugendchor in bester Sangeslaune. Die „Junge Domkantorei Brixen“ probt und singt unter der bewährten Leitung des Domkapellmeisters Heinrich Walder vor allem moderne geistliche Musik in mehreren Sprachen. Der Chor soll für die jungen Sängerinnen und Sänger als „Sprungbrett“ dienen für eine spätere Eingliederung in den Domchor. wv

Zwei Weihnachtsmärchen Hans Christians Andersens Erzählung „Das Mädchen mit den Schwefelhölzern“ zählt zu den beliebtesten Weihnachtsgeschichten. Immer wieder erzählen Eltern ihren Söhnen und Töchtern gerne das Märchen vom kleinen Mädchen, das in einer grimmig kalten Winternacht versucht, Schwefelhölzer zu verkaufen. Frierend zündet es sich ein Schwefelholz nach dem anderen an. Am nächsten Morgen finden die Leute das Mädchen erfroren auf der Straße – es ist mit seiner Großmutter dorthin gegangen, wo es keine Kälte, keinen Hunger und keine Angst mehr gibt. Die Theatergruppe der geschützten Werkstätten aus Bozen und Sarnthein bringen das Märchen

am Dienstag, 17. Dezember, um 20.30 Uhr im Don-Bosco-Saal in Brixen auf die Bühne. Menschen mit Behinderung erzählen mit den Mitteln des Theaters die Geschichte; Regie führte Helle Pedersen. Das Theaterpädagogische Zentrum Brixen und die Integrierte Volkshochschule des Kulturvereins Brixen bieten seit Oktober ebenfalls eine Theaterwerkstatt für Menschen mit Behinderung an. Im Rahmen dieser Theaterwerkstatt erarbeiteten die Teilnehmer die Geschichte „Das rote Paket“ und machten daraus ein Theaterstück. Dieses wird in einer Werkstattaufführung am Montag, 16. Dezember, um 17 Uhr im Don-Bosco-Saal gezeigt. db

Oberuferer Christgeburtspiel Die Eltern und Lehrerinnen der Freien Waldorfschule und des Kindergartens Brixen bringen am Goldenen Sonntag, 22. Dezember, um 16.30 Uhr im Forum Brixen das Oberuferer Christgeburtspiel auf die Bühne. Es handelt sich dabei um ein Weihnachtsspiel, dessen Wurzeln noch im germanischen Volkstum zu finden sind. Dass uns neben der heute so weit verbreiteten „Weihnachtssentimentalität“ ein Stück wahrer und erfüllter Gemütsstimmung unserer Vorfahren erhalten geblieben ist, verdanken wir der strengen Tradition, mit der die Spiele durchgeführt und von

Generation zu Generation weitervererbt werden. Die Oberuferer Weihnachtsspiele bestehen aus drei Teilen: dem „Paradeisspiel“, dem „Christgeburtspiel“ und dem „Dreikönigspiel“. Im Anschluss an das Weihnachtsspiel gibt es die Gelegenheit zu gemütlichem Beisammensein bei Tee und Gebäck. oz

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Superwelt im Plastikkult Da tut sich also doch was in Brixen! Stars gibt es nicht nur auf den „mtv music awards“. Auch hierzulande verkleiden sich Bands und entlassen „funky vibrations“ vom Feinsten in die Luft. Beispiel: „4twenty“.

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An Konsequenz und Überzeugung bei der Durchsetzung ihres Jugendtraumes fehlt es der Brixner Band „4twenty“ offenbar nicht: „Bei den music awards waren wir heuer nicht dabei, wir wollten nämlich unbedingt auf eine Hüttenfete. Dafür waren Leute wie Puff Daddy dort. Genau jene Typen, die wir in unseren Texten hops nehmen. Die sind aus Plastik! Wenn man die berührt, dann quietschen sie, wie eine Gummi­ ente“, meint „Ethnorapper“ Christian Popodi. Nein, „4twenty“ bleiben lieber echt. Man darf sich halt kein Blatt vor den Mund nehmen, wenn man will, dass aus den Lautsprechern mehr als nur ein Hauch warmer Luft strömt.

„Am Ende ist alles aus Plastik...“

„Wir wollen polarisieren“ Also rein ins „gewagte Bühnenoutfit“, und wenn einem viele Menschen zuhören, soll man dies ruhig nutzen, um das zu sagen, was man zu sagen hat. „Schließlich sollte man das Medium Musik dazu verwenden“, so Phille (Philipp) Ober-

huber, der für die schwingenden Gitarrensaiten zuständig ist. „Wir wollen polarisieren und schaffen das auch.“ Dabei kommt viel positives Feedback zurück; es gibt Resonanz, übrig gebliebene Schwingungen. Schlechte Kritik ist ihnen ganz einfach egal.

Erste CD ist fast fertig „4twenty“ bezeichnen sich als eine Live-Band, doch seit einem Jahr basteln sie eifrig an ihrem ersten Album. Die Tonspuren liegen fast vollendet in der Schublade. Südtirols Vorzeigetechniker Erich Feichter wird sie nun abmischen. Musikalische Qualität stand bei der Aufnahme immer im Vordergrund, und deshalb ließen sich die Jungs auch genug Zeit für ihre erste Scheibe. Anfang Jänner wird es soweit sein; die Lieder sind inzwischen auf allen möglichen Südtiroler Bühnen gereift, und erste Hörproben klingen sehr vielversprechend. Seit der Gründung im Jahr 1999 hat sich in der Bandbesetzung viel geändert. Vier Stimmen sorgen jetzt mit Gesang, Rap und Sprechgesang für Stimmung, an den Trommeln wirbelt der Schlagzeugprofi HanFoto: Oskar Zingerle

Auf der Bühne verwandeln sich „4twenty“ in Vertreter der Spaß- und Konsumgesellschaft, mit allem Drum und Dran. Im Grunde zeigen sie den Zusehern eigentlich nur in überspitzter Form, wie sie die Welt se-

hen. „Alle wollen in sein, niemand will out sein, und am Ende ist alles aus Plastik, nicht real, unecht“, so die Erklärung. „Eine einzige Show.“ In den Texten von „4twenty“ dreht sich aber beileibe nicht alles nur um Chicks (Frauen), Drugs (Drogen) und dem vielfach totgesagten Rock’n’Roll. Da kommt mehr aus dem Zauberkasten der jungen Musiker, und mancher Erzkonservative täte gut daran, sich die Inhalte und Entschlossenheit der jungen Generation näher anzusehen. Was beispielsweise sogar unter Musikern noch manchmal die Gemüter trennt, ist bei der neunköpfigen Band vollkommen selbstverständlich: Es wird in Italienisch, Deutsch und Englisch gesungen, und dem entsprechend „gemischt“ präsentieren sich die Südtiroler Fans bei den Konzerten.

„4twenty“ bezeichnen sich als eine Live-Band, doch seit einem Jahr basteln sie eifrig an ihrem ersten Album 62

Auf der Bühne verwandeln sich „4twenty“ in Vertreter der Spaß- und Konsumgesell­ schaft, mit allem Drum und Dran nes Walder, und der Grazer Gunther Schuller verwöhnt Funkfans mit originalem Hammondsound und jazzigen Akkorden. Hinzu kommt ein Saxophon, eine weit mehr als tanz­ auffordernde groovende Basslinie, die verspielt-quietschendschreiende Gitarre und der alles abstimmende Haustechniker Hannes Dander. Man heiße das Ergebnis einen „Shantydanceblues mit Rhythm-and-Blues-Einflüssen, acidjazzigen Basslines und ethnorappigem Mehrsprachensprechgesang“. Man kann es aber auch ganz einfach nur „gute Musik aus Brixen“ nennen. Arno Dejaco

info

4twenty Gegründet 1999 CD: Debutalbum erscheint im Jänner 2003 Hannes Dander: Technik Christian Popodi: Rap, backing vocals, Didjeridoo Christian Dejaco: Vocals Axel Deluggi: Vocals Christoph Baur: Sprechgesang Andreas Taras: Bass, backing vocals Philipp Oberhuber: Gitarre Hannes Walder: Schlagzeug Peter Raffin: Saxophon Gunther Schuller: Keyboards Nächstes Konzert: 5. Jänner 2003, Vals www.4twenty.it


Das Brixner Stadtjubiläum in Bildern Ein Bildband von Leo Angerer über das Brixner Stadtjubiläum als Spiegel des Brixner Lebensgefühls.

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Das Jubeljahr ist zu Ende, das Fest ist verklungen, das Veranstaltungsangebot hat wieder zu den für eine Kleinstadt angemessenen Ausmaßen zurück gefunden. Der Blick zurück mag von vielen durchaus auch widersprüchlichen Gefühlen bestimmt sein. Wer vermisst ihn eigentlich, den selbst verordneten Stress, ja keine Veranstaltung zu verpassen? Wer möchte noch einmal mitten drin sein, wenn es heißt, hier wäre ein Kostüm zu nähen, dort ein Plakat zu gestalten, hier gleich selbst mitzumarschieren im Festumzug, als mittelalterlicher Gaukler oder als Plose-Pionier im Schifahrerdress der Fünfziger Jahre? Gab es ein bitteres Erwachen aus der Festtagseuphorie? Sind die Brixner zufrieden mit ihrem Fest? Was nehmen sie davon mit in die nächsten Jahrzehnte bis zum nächsten großen Jubiläum? Die Fragen stehen im Raum, Antworten darauf werden sich erst allmählich herausbilden, wenn Erinnertes zum Maßstab für Neues, zur Urteilsinstanz für aktuelle Erfahrungen geworden ist.

Wo sind die Erinnerungen? Wo aber sind sie, unsere Erinnerungen oder was an Bruchstücken noch davon übrig ist? Unterliegen in unserer Zeit nicht die soeben noch frischen Eindrücke dem unerbittlichen Mechanismus des Vergessens? Überlagert nicht das Heutige die Bilder von Gestern und lässt diese allmählich verschwinden? Die Stadt selbst hat seit dem Ende des Jubiläums wieder ihr gewohntes Aussehen und ihren Rhythmus gefunden. Ein Jahr danach scheinen nur mehr die Tore an den Stadteinfahrten an die Philosophie des Jubiläums zu erinnern.

statischen, nur nach außen hin wirkenden Repräsentation oder nüchterner Dokumentation. Viel öfter wirken die Bilder wie Schnappschüsse, die Privates im Öffentlichen entdecken lassen, besinnliche Momente neben freudiger Ekstase zeigen, Alltägliches orten inmitten von staatstragendem Pathos. Als Momentaufnahmen aus ungewöhnlicher Perspektive entlarven sie manch gestenreiche Körpersprache, wecken Betroffenheit oder laden zur Auseinandersetzung mit eigenen Erinnerungsbruchstücken ein.

Wiedergabe von Stimmungen

Dass es dabei nicht bleiben muss, dafür sorgt ein soeben im Athesia Verlag erschienener Bildband zum Stadtjubiläum, der Anlass bietet zu freudiger Wiederentdeckung und überraschenden Aha-Momenten. Bilder von Leonhard Angerer, knapp und einfühlsam kommentiert von Barbara Fuchs lassen das Stadtfest noch einmal Revue passieren und verführen sicher immer wieder zum Schmökern und Innehalten.

nalen Befindlichkeiten der Stadt wider. Beim Betrachten lösen sie neben der Erinnerung an einzelne Veranstaltungen durchaus neue Momente des Staunens und gelegentlicher Irritation aus. Denn der gewählte Blickwinkel ist nicht der einer

So liegt der Reiz des Bildbandes neben der Dokumentation vor allem in seiner einfühlsamen Wiedergabe von Stimmungen und Emotionen, die dazu angetan ist, das Stadtjubiläum gedanklich zu reflektieren und emotional noch einmal zu erleben. Wäre es nicht möglich, dass gerade diese Bilder, indem sie Erlebtes und Erinnertes vor dem Vergessen bewahren, eine identitätsstiftende und zukunftsweisende Wirkung auf die Brixner ausüben? Dieser klare Wunsch sei dem „Brixner Jubiläumsbuch in Bildern“ mit auf den Weg gegeben.

Momente des Staunens Der Wahlbrixner Leonhard Angerer, Jahrgang 1953, hat das Brixner Stadtjubiläum fast ausschließlich hinter der Kamera erlebt. Tausende fotografische Studien sind dabei entstanden. Alle zusammen spiegeln ein authentisches Brixner Lebensgefühl, ein ungeahnt breites Spektrum von sozialen und emotio63


Farbe und Licht Die Designer Societät Stuttgart entwickelte in Zusammenarbeit mit dem Architekten Siegfried Delueg die künstlerische Gestaltung der Landesberufsschule „Ch.J. Tschuggmall“. Unter dem Motto „Farbe und Licht“ fügen sich poetische Zeichen in die Architektur ein.

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Der Neubau der Landesberufsschule „Christian Josef Tschuggmall“ zieht die Blicke auf sich. Die künstlerische Gestaltung des Gebäudes wurde von der Designer Societät Stuttgart mit Gerhard Gohl, Peter Horlacher, Hana Hubálkova, Klaus Vontavon und dem Brixner Künstler Hans Knapp entwickelt. Bereits während der Planung der Architektur stimmte die Designer Societät ihre Pläne mit jenen des Sterzinger Architekten Siegfried Delueg ab. Die künstlerische Gestaltung besteht aus sieben Elementen. Alle Elemente verbindet das Thema „Farbe und Licht“ in den unterschiedlichsten Zustandsformen, Abhängigkeiten und Veränderungen über die Zeit. Neben diesen Installationen umfasst die künstlerische Gestaltung auch die Beschilderung sowie die Farbgestaltung der Architektur selbst.

FarbSegel, Lomo-Band, Glasbrüstung & Video An unterschiedlichen Orten und in verschiedenen Darstellungsformen ist das Thema „Licht und Farbe“ umgesetzt. So befindet sich beispielsweise im Foyer eine 17 Meter lange bedruckte Glasbrüstung, auf die ein Video projiziert wird. Dieses hat die Themen Natur und Technik, Mensch und Mechanik zum Inhalt. Im Video erfolgt auch der Verweis auf den Namensgeber der Schule Christian

An unterschiedlichen Orten und in verschiedenen Darstellungsformen ist das Thema „Licht und Farbe“ umgesetzt Josef Tschuggmall, der sich mit mechanischen Figuren beschäftigt hatte. Weiters regt ein mit Farbnamen bedrucktes Segel unter dem Motto „Im Kopf entsteht die Farbe“ zu einer intellektuellen Auseinandersetzung mit dem Phänomen Farbe an. Ein weiteres Element der künstlerischen Gestaltung ist das Band von Lomo-FotografiEin mit Farbnamen bedrucktes Segel regt zur intellektuellen Auseinander­ setzung mit dem Phänomen Farbe an

en. In einem schulinternen Wettbewerb waren die Schüler aufgefordert worden, zum Thema „Farbe in meinem Leben“ mit einer Lomo-Kamera zu fotografieren. „Lomo“ ist eine in Wien entstandene fotografische Bewegung, die basierend auf der russischen Spionagekamera „Lomo“ zum spontanen Fotografieren anregt. Die Ergebnisse aller Teilnehmer des Wettbewerbs – insgesamt 235 Bilder –

sind in dem Lomo-Band zu sehen. Dieses Fotoband soll sich ständig verändern – sei es durch weitere Wettbewerbe oder anderen fotografischen Dokumentationen.

Poetische Zeichen an ausgesuchten Stellen „Die leitende Idee für unsere Arbeit war, Farbe und Licht als Gestaltungsmittel auszuschöpfen, die es erlauben, Hinweis und Bedeutung mit Ästhetik und Emotionalität zu verbinden“, erklären die Mitglieder der Designer Societät. „Farben werden als natürliche und/oder konventionelle Signale verwendet und verstanden. Farben können schön sein, Farben vermitteln und erzeugen Stimmungen.“ Die künstlerische Gestaltung sollte hierbei die architektonische Struktur und die verwendeten Materialien aufgreifen, formen und der Architektur an ausgewählten Stellen einige poetische Zeichen hinzufügen. Doris Brunner

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Ein Hauch von England Die Brass Band Pfeffersberg (BBP) widmet sich seit zwei Jahren der englischen Brass-Musik. In diesem Jahr gehen die Musiker mit einer Auftragskomposition vom Südtiroler Komponisten Armin Kofler auf Tournee.

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Die Brass Band Pfeffersberg unter der Leitung von Bernhard Reifer erweckt seit ihrer Gründung vor zwei Jahren großes Interesse und Neugier. Es war die erste Formation in Südtirol mit originaler Brass-Band-Besetzung. Seit letzten Oktober widmen sich die Bläser und Schlagzeuger der Musikkapelle „Peter Mayr“ Pfeffersberg wiederum dem originalen englischen Klang – und starten nun ihre dritte Konzerttournee, bei der sie auch im Forum Brixen auftreten werden.

Die Komposition „BBP“ ist das erste Brass-Band-Werk aus der Feder eines Südtirolers

Uraufführung von „BBP“ Für die Konzertvorbereitung legten sich die Musiker ganz schön ins Zeug: Neue Cornets an Stelle der Hohe-Blech-Register wurden angekauft und Workshops mit namhaften Brass-Band-Dirigenten absolviert, um den ursprünglich englischen Sound nach Südtirol zu bringen. Das heurige Konzertprogramm reicht von anspruchsvollen Originalwerken von Philip Sparke und Peter Graham über komplizierte Transkriptionen von Shostakovich und Berlioz bis hin zu Märschen und Unterhaltungsmusik im Brass-Band-Stil von W. Rim-

Großer Graben Brixen

mer, Frode Alnaes oder Gareth Wood. Als Höhepunkt dürfte jedoch die Uraufführung einer Auftragskomposition des jungen Rittner Komponisten Armin Kofler gelten: Die Komposition „BBP“ ist das erste Brass-BandWerk mit all seinen stilistischen und klanglichen Merkmalen aus der Feder eines Südtirolers.

Englische Wurzeln Die Wurzeln der BrassBand-Musik liegen ursprünglich

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in England: „Dort haben sich Mitte des 19. Jahrhunderts die Arbeiter in den Kohlebergwerken zusammen geschlossen, um neben der sehr harten Arbeit in den Stollen gemeinsam eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung auszuüben“, erklärt der Musiker Josef Hilpold, „die dafür notwendigen Instrumente wurden von den Bergwerksbesitzern zur Verfügung gestellt.“ Zum Einsatz kamen ausschließlich Blechbläser und Schlagzeuger. Heute ist die Besetzung einer Brass Band genau definiert: Sie besteht aus Es-Cornet, vier Solo-Cornets, einem RepianoCornet, zwei 2. Cornets, zwei 3. Cornets, je einem Flügel-, Solo-, 1. und 2. Horn, einem 1. und einem 2. Bariton, einer 1., 2. sowie Bass-Posaune, einem Solo und einem 2. Euphonium, zwei 1. und zwei 2. Bässe sowie drei Percussionisten. Insgesamt formiert sich eine Band also aus 29 Musikern und einem Dirigenten – wobei bei Wettbewerben maximal 35 Musiker erlaubt sind. Schon bald nach der Gründung der ersten Kumpel-Bands organisierten die Engländer er-

ste Wettbewerbe, bei denen sich die Bands der verschiedenen Gruben im musikalischen Wettstreit messen konnten. Das entfachte den Ehrgeiz der Bergwerksarbeiter, und die Kumpels spielten in kurzer Zeit auf hohem Niveau. Über hundert Jahre später schwappte die Musik über das Meer auf das europäische Festland über: In der Schweiz, in Holland, Belgien und Norwegen erfolgten weitere Brass-Band-Gründungen. Vor zwei Jahren kam die Musikkapelle „Peter Mayr“ Pfeffersberg auf den Geschmack. Und die Festländer können bereits seit einiger Zeit den Inselbewohnern das Wasser reichen. Doris Brunner

info

Konzerte der Brass Band Pfeffersberg 28. Dez. im Haydn-Saal Bozen 3. Jän. im Grand Hotel Toblach 4. Jän. im Forum Brixen Beginn jeweils um 20.30 Uhr Eintritt frei


Aquarellierte Bergwelt Mit dem zu Ende gehenden Jahr der Berge leistet Francesco Contó auf eine ganz persönliche Weise einen gelungenen Beitrag: aus Liebe zu den Bergen mit außergewöhnlicher Aquarelliertechnik. Bis Anfang Jänner sind seine Bilder im Lokal „Vinissimo“ zu sehen.

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Der 1937 in Genua geborene Künstler Francesco Contó hatte schon als Jugendlicher in Brixen gelebt und dabei die Liebe zu den Bergen entdeckt. Aus Arbeitsgründen verließ er die Stadt und kam erst zurück, um sich 1997 mit seiner Familie für immer hier niederzulassen. Sein größter Wunsch war es, als Künstler ausgebildet zu werden, was seine Eltern jedoch für nicht angebracht hielten. So befasste er sich neben seinem Beruf mit Bleistiftzeichnen, was sich nach und nach als eine seiner Stärken herausstellte.

Von Ferdinand Gatt inspiriert Zurück in Brixen traf er sich mit Gleichgesinnten und schulte sich in anderen Kunsttechniken, wie Aquarell und Radierung. Ein Künstler namens Ferdinand Gatt inspirierte ihn nicht nur farblich, sondern auch technisch. Contós Lieblingsmotive sind Berglandschaften, die Gassen der Stadt und deren Fassaden. Er fotografiert seine Objekte, um sie dann in musischen Stunden, begleitet von klassischer Musik, auf Papier zu bringen. Im Lokal

„Vinissimo“ zeigt er bis zum 7. Jänner zwölf Werke von Putja, Langkofel, Plattkofel, Tofane, Sellagruppe, Lagazuoi in seiner ureigenen, piktografischen Mal­ art. Er führt den Pinsel ähnlich wie den Bleistift. Dabei entstehen keine großen Farbflächen, sondern gezielt eingesetzte kurze Bewegungen hintereinander.

Farben in verschiedenen Feinabstufungen Die Kunst des Aquarellierens besteht unter anderem darin, Farben in verschiedenen

Feinabstufungen übereinander zu legen. Francesco Contó beweist hier sein Können im Wiedergeben von Tiefe und Licht/ Schatten-Verhältnissen. Ob es der Schatten, den eine Wolke wirft, oder ob die seitlich einstrahlende Sonne eine Lichtveränderung erzeugt, ist für das Auge des Betrachters klar unterscheidbar. Die massiven Felsen, eingebettet in Steinhalden und der Baumgrenze entflohenen Grasmatten wirken bis ins Detail naturgetreu. Judith Wieser

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Die Kugel als Symbol Alex Perghers Kalender geht heuer in die zehnte Auflage. Anlass genug, um dazu für die breite Öffentlichkeit ein Fest zu veranstalten. Das in den letzten 15 Jahren entstandene Gesamtwerk wird am 12. Dezember im traubenwirt in Brixen im Rahmen eines Galaabends vorgestellt.

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13 großformatige Monatsblätter sind der Kugel gewidmet – der Kugel als ursprüngliches Symbol und somit auch unseres Erdenrunds. Das Rund bedeutet Vollendung, ein sich in Zyklen wiederholender Ablauf einer unendlichen Reise. Alex Pergher geht darin der Botschaft der gedanklichen Reflexion nach. Seine Erschütterung über die zunehmende Zerstörung unseres Planeten, ungerechte Verteilung der Güter, Krieg und menschliches Elend hinterlassen in ihm die Sorge und Ver-

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In der Darstellung „Der Planet der Frauen“ schwingen sich Frauengestalten in die bunte Welt mit der Erde als Mittelpunkt ein antwortung für die kommenden Generationen. Er fordert zu konkreten, neuen Impulsen der Veränderbarkeit auf. Das Gefühl, dass Fortschritt und Verbrechen erdrückende Zustände bereiten, erzeugen in ihm einen Gegendruck, etwas dagegen zu tun.

Kunstkalender mit Umweltschutzkomponenten Daraus entstand ein Kunstkalender mit Umweltschutzkomponenten aus der Sicht eines malenden Kritikers. Der große Traum, verbunden mit Hoffnung, ist, dieses Paradies Erde in ihrer Mannigfaltigkeit zu verinnerlichen, zu bewahren und zu schützen. Auf jedem einzelnen Bild ist die Erdenkugel in ihren ver-

schiedenen Aspekten zu sehen. Sie wirkt plastisch, zum Angreifen, man möchte sie in den Händen halten. Umgeben wird sie einmal von der Dunkelheit der Zerstörung, einmal in ihrer kosmischen Bahn, oder von den darauf wohnenden Lebewesen. In einer Darstellung, die den Titel „Der Planet der Frauen“ trägt, schwingen sich Frauengestalten in die bunte Welt mit der Erde als Mittelpunkt ein. Darüber ist das Nashorn zu erkennen. Es steht für eine bedrohte Tierart, wie auch der Elefant, dem Alex Pergher eine Komposition mit dem Titel „Der Planet der Elefanten“ widmete.

Symbole aus der Antike Durch beinahe alle Werke ziehen sich Symbole aus der

Antike über die Flächen. Die Suche nach dem „Woher“ und „Wohin“ prägt die Überlegungen und den Ausdruck. Sensibilisiert für die Vorgänge im All und der Naturgewalten Feuer, Luft und Wasser beschreibt der Künstler in einem weitgedehnten Farbenspektrum organische Beschaffenheit und Zusammenhänge. Aus einem Uni-Versum kreierte er ein Multi-Versum. Die von Pergher bekannte graphische Gewandtheit und Komponierfähigkeit erscheint ausgereifter und gesättigter denn je. Die Originale sind vorwiegend in Mischtechnik auf Holz, aber auch auf Pappmaché und Karton entstanden. Judith Wieser


„Ehre sei dir, Gott, gesungen“ Der Kölner Kammerchor, das Collegium Cartensianum, fünf Solisten und der Dirigent Peter Neumann gastieren in Brixen: Auf Einladung der Brixner Initiative Musik und Kirche interpretieren die Musiker das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach.

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Eine besonders festliche Einstimmung auf das Weihnachtsfest bietet die Aufführung des „Weihnachtsoratoriums“ BWV 248 von Johann Sebastian Bach – eine musikalische Darstellung des Evangelienberichtes über die Geburt Jesu und der Anbetung des Christuskindes durch die Weisen aus dem Morgenland.

Musikalische Interpretation der Weihnachtsgeschichte Wiegende Hirtenmusik, musikalisches Wechselspiel zwischen verkündenden Engeln und Schalmeien blasenden Hirten, das groß angelegte „Ehre sei Gott in der Höhe“, der Chor der Weisen, ein triumphaler Schlusschoral – das Oratorium für Soli, Chor und Orchester interpretiert die Weihnachtsgeschichte auf musikalischer Ebene. Bach entwarf in seinem Weihnachtsoratorium BWV 248 je eine Kantate für die damals noch obligatorischen drei Weihnachtsfeiertage, für Neujahr, dem Sonntag nach Neujahr und für Epiphanias (6. Jänner). Eine Besonderheit des Oratoriums ist

Peter Neumann wird das „Weihnachtsoratorium“ in Brixen dirigieren der relativ hohe Anteil sogenannter Parodien – vor allem bei den Arien verwendete Bach einzelne Nummern von früheren weltlichen Werken wieder.

Kölner Kammerchor Aufgeführt wird das Oratorium vom Kölner Kammerchor, dem Collegium Cartusianum und Rita Blelianskaite (Sopran), Franziska Gottwald (Mezzosopran), Markus Brutscher (Tenor und Peter Kooij (Bass), dirigiert von Peter Naumann. Der Kölner Kammerchor hat sich vor allem bei seinen Auftritten bei den be-

deutendsten europäischen Festivals einen Namen gemacht. Eine Vielzahl von CD-Produktionen galt unter anderem der Kirchenmusik W.A. Mozarts, der Chormusik von Brahms und Schumann, der Johannes-Passion von Johann Sebastian Bach und der Oratorien von G.F. Händel. Ein so breites Repertoire, dessen weitere Schwerpunkte die Werke Monteverdis, Bachs und Händels bilden, bedingt unterschiedliche Besetzungen des Chores: Die Sängerzahl schwankt zwischen 15 und 40 Sängern, die sich sehr spezifisch auf die jeweiligen Stile einstellen können.

Collegium Cartusianum

Der Kölner Kammerchor hat sich bei seinen Auftritten bei europäischen Festivals einen Namen gemacht

Das auf Originalinstrumenten spielende Collegium Cartusianum weist ein ebenso breitgefächertes Repertoire auf. Nicht zuletzt durch die Mitwirkung bei der Gesamteinspielung der Messen W.A. Mozarts hat es sich inzwischen einen Ruf erworben, dass es „den führenden englischen oder niederländischen Truppen in nichts nachsteht“. Dieser Ruf hat sich seither bei vielen CD-Einspie-

lungen, Konzerten und Rundfunkübertragungen bestätigt. Neben der Zusammenarbeit mit dem Kölner Kammerchor und der Kartäuserkantorei Köln hat das Collegium Cartusianum auch durch Aufführungen der Orchestersuiten Johann Sebastian Bachs, von Sinfonien Mozarts und Beethovens internationale Anerkennung gefunden: So wurden die Leistungen des Orchesters bei den „Saul“-Aufführungen der Göttinger Händel-Festspiele 2001 als „grandios“ gerühmt. Doris Brunner

info So., 15. Dezember

Weihnachtsoratorium von J.S. Bach Kölner Kammerchor, Collegium Cartusianum, Rita Blelianskaite (Sopran), Franziska Gottwald (Mezzosopran), Markus Brutscher (Tenor), Peter Kooij (Bass) Dirigent: Peter Naumann Pfarrkirche St. Michael Brixen, 17 Uhr 71


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Foto: Oskar Zingerle

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ticker ticker Der Hockeyclub „HC Brixen xxx Pellini“ hat einen +++ neuen Trainer: Für Guido Paur kam der xxx 42-jährige Mustafa Besic, der bereits im vorigen Jahr Spielertrainer in Brixen war. Paur war zurückgetreten, nachdem sich die erhofften sportlichen Erfolge nicht einstellen wollten.

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Neulich konnte der SV Lüsen durch Beiträge der Gemeindeverwaltung und der Südtiroler Volksbank einen zweiten Vereinsbus für die insgesamt 400 Mitglieder erwerben.

xxx etwa vier Wochen haben die Brixner Eisstockschützen wieder mit dem Training angefangen. Vor Jeden Donnerstag um 20 Uhr treffen sich in der Brixner Eishalle an die zehn Eisschützen, um sich auf die Wettkämpfe an den Wochenenden vorzubereiten. „Im März haben wir jedes Jahr ein internationales Turnier“, erzählt Sektionsleiter Raimund Prantner. Eine kleine Werbebotschaft für seine Sektion kann er sich nicht ganz verkneifen: „Wer Interesse hat, kann Donnerstag abends gerne bei uns vorbeischauen und etwas in den Eisstock-Sport hineinschnuppern.“ oz

Brixner Vizeweltmeister

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Der SSV Forst Brixen hat einen zweiten Hauptsponsor: Die Handelskette Despar wird die Brixner Handballer fortan unterstützen. Die neue offizielle Bezeichnung lautet demnach „SSV Forst Brixen Despar“.

Stock Heil!

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Vom 11. bis 12. Jänner veranstaltet der SV Lüsen für die Rodel-Weltelite den Intercontinental-Cup auf Naturbahn. Lüsen bildet einen von vier Austragungsorten. Erwartet werden nicht nur die Weltcupfahrer, sondern auch die besten Junioren.

Nachdem der Bozner Rock’n-Roll-Club Phönix bei den Italienmeisterschaften Ende Juni den ersten Platz erreichte, nahm die Tanzformation Ende Oktober erfolgreich an den Weltmeisterschaften in Bratislava (Slovakei) teil. Neben Paaren aus Bozen und Umgebung tanzen auch Verena Kerschbaumer und Christoph Hofer aus Brixen seit nunmehr knapp zwei Jahren in dieser Formation mit. Die drei- bis sechswöchigen Trainingseinheiten haben sich gelohnt: Bei der Weltmeisterschaft belegte das Paar hinter den Weltmeistern aus Deutschland den hervorragenden zweiten

Platz. Die technische Leitung im Bereich Athletik und Akrobatik lag wieder in den erfahrenen Händen von Roland Seppi, selbst Weltmeister im Forma­ tionstanzen im Jahr 1998. Unterstützt wurde er von der Bozner Choreografin Elisa Darù sowie vom mehrfachen Weltmeister Diego Chiodoni aus Brescia. Die organisatorische Leitung oblag dem Präsidenten Adriano Esposti. Die Formation Phönix finanziert sich größtenteils selbst und zeigt gerne auch auf Festen, Feiern oder Bällen ihr Können. Infos im Internet unter www.rrcphoenix.it oz

Brixner Tänzer erfolgreich Die Tanzsportgruppe „Dynamic Dance“ aus Brixen hat vor kurzem bei den Italienpokalwettbewerben im Modernen Tanz in Florenz und Bologna mit etwa 20 Tänzern erfolgreich teilgenommen. Insgesamt konn­ ten die Brixner 28 Pokale „ertanzen“, und acht davon sind erste Plätze. Die erfolgreichsten Brixner Teilnehmer waren Dietmar Pattis, Giovanna Laiso, Nora Pider und Antonio Bova. Trainiert werden die Tänzer von Luana Poliziani, Andrea Mitterrutzner und Roberto Gabos. An den Wettkämpfen hatten insgesamt jeweils über 200 Tänzer aus ganz Italien teilgenommen. to

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Brixen schwimmt Fotos: Oskar Zingerle

Seit dem 23. November ist die Acquarena geöffnet, und seit diesem Tag erlebt die Sektion Schwimmen des SSV Brixen eine wahre Renaissance.

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Der Interviewtermin war gut gewählt: Einen Tag nach der Eröffnung des neuen Brixner Hallenbads treffen wir uns mit Stephan Dejaco und Barbara Letrari Dejakum, die die Sektion Schwimmen des SSV Brixen leiten. Es ist ein etwas verregneter Sonntag, 10 Uhr vormittags. Treffpunkt ist natürlich in der Acquarena. Seit vielen Jahren hatte die Sektion Schwimmen des SSV Brixen um bessere Trainingsbedingungen gekämpft, und nun wurde ihr Traum erfüllt. Vize-Sektionsleiterin Barbara Letrari Dejakum ist pünktlich. Während wir auf ihren „Chef“ Stephan Dejaco warten, organisieren wir für einen im Eingangsbereich der Acquarena leer stehenden Tisch ein paar Stühle. Im Moment ist in der gesamten Acquarena noch kein einziges Büro benutzbar. Dies sollte erst in etwa zehn Tagen soweit sein, wenn auch die Schwimmer des SSV Brixen im Untergeschoss ihr eigenes Büro haben werden. Mittlerweile sind wir aber gezwungen, uns in der Eingangshalle auf einem provisorisch hingestellten Tisch zu platzieren. Stephan Dejaco trifft alsbald ein.

Von der Seeburg in die Acquarena Einleitend beginnt er zu erzählen, dass der SSV Brixen Sektion Schwimmen die bisherige Wintertätigkeit im Hallenbad der Seeburg abgehalten hatte. Im Sommer wurde das Training im Brixner Freibad fortgesetzt, wo auch mancher Kurs stattgefunden hatte. Durchschnittlich betreute man bisher etwa 150 Schwimmer pro Jahr. 74

Die Sektion Schwimmen des SSV Brixen möchte in Zukunft auch auf nationaler Ebene präsent sein Durch die Eröffnung der Acqua­rena erhofft sich Dejaco in Zukunft eine vermehrte Nachfrage, was sich im Grunde bereits eingestellt hat. „Obwohl wir mit der heurigen Tätigkeit erst am Anfang sind, haben wir schon jetzt über 300 Eingeschriebene“, stellt Letrari Dejakum stolz die ersten Zahlen vor. Das sind doppelt so viele wie im gesamten letzten Jahr. Und diese Zahl würde sich, so Dejaco, in nächster Zeit ohne Zweifel noch erhöhen. Damit hat er sicher Recht: Allein während unseres Interviewtermins im Eingangsbereich der Acquarena wollen immer wieder Leute genaue Informationen über Kursbeginn und Fitnessmöglichkeiten bei meinen Gesprächspartnern einholen.

SSV Brixen übernimmt Koordination Bereits seit etwa einem Jahr laufen die Vorbereitungen der Sektion Schwimmen auf die neue Situation. Durch die

Acqua­rena wird sich in der Organisation der Sektion sehr viel verändern. Auch bei der Planung hatten die Vereinsverantwortlichen die Möglichkeit, ein Wörtchen mitzureden. Zum Beispiel wurde der Wunsch, das Sportbecken von sechs auf acht Bahnen zu vergrößern, berücksichtigt. „Dieses verbreiterte Becken gibt uns die Möglichkeit, flexibler zu arbeiten, da es jetzt gleichzeitig sowohl vom Publikum als auch für das Training genutzt werden kann“, so Dejaco. Mit der Acquarena GmbH ging der SSV Brixen Schwimmen eine Konvention ein, die die Organisation der Wasserfläche beinhaltet. Das heißt, der SSV Brixen wird die Koordination der Schwimmtätigkeit der verschiedenen Vereine und Schulen übernehmen.

Sektion Schwimmen wie neugeboren! Die Tätigkeit der Sektion Schwimmen erlebt mit der

Acqua­rena eine wahre Wiedergeburt. Die zwei Gesprächspartner zeigen sich jedenfalls sehr erwartungsvoll und optimistisch. Ab sofort gibt es eine Vielzahl von verschiedenen Möglichkeiten, und unabhängig von der Alterklasse wird für jeden ein interessantes Angebot dabei sein. Insgesamt beschäftigt der Verein ab heuer etwa 17 Schwimmlehrer und Schwimmtrainer. Die Vereinstätigkeit unterteilt sich in vier große Bereiche.

„Topgruppe auf höchstem Niveau“ Der erste Bereich ist die sogenannte Leistungsgruppe. Hier konnte für die heurige Saison mit Paul Dalsass ein auf nationaler Ebene äußerst erfolgreicher Trainer geholt werden. „Mit seiner Verpflichtung“, so Dejaco, „haben wir uns selbst hohe Ziele gesetzt: Wir wollen in den nächsten Jahren auf höchstem Niveau schwimmen.“ Damit die Leistungen bereits in


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der ersten Saison ersichtlich sind, ist man mit Dalsass über­ eingekommen, dass er von seinem Stammverein SSV Leifers mit Elisabeth Gabasch, Claudia Calliari und Simone Cuccarollo drei Topathleten mitnimmt. Diese folgen ihrem Trainer nach Brixen, wo sie von nun an optimale Trainingsbedingungen vorfinden. Alle drei werden zum täglichen Training nach Brixen kommen, wobei sie als Zugpferde und als Vorbilder für den Brixner Nachwuchs gelten sollen. Nicht geklappt hat es allerdings mit der Ausnahmeschwimmerin Sara Parise, obwohl deren Wechsel zum SSV Brixen lange in der Luft lag. Parise, die bei den Olympischen Spielen in Sydney bis ins Semifinale schwamm und derzeit als talentierteste italienische Schwimmerin gilt, wird ab sofort als Vollprofi mit den Fiamme Gialle in Verona trainieren. Die Spaltung des erfolgreichen Teams Dalsass/Parise hat südtirolweit für große Verwunderung gesorgt, aber schlussendlich trennten sich ihre Wege einvernehmlich. An der Seite von Paul Dalsass wird übrigens Manuela Ianesi stehen. Die erfolgreiche Triathletin wird die Jüngeren der Leistungsgruppe übernehmen.

Ein weiterer Bereich der Sektion Schwimmen beschäftigt sich mit den Schulen. Die Gesamtkoordination hat Daniela Ianesi über. Diese Tätigkeit ist an und für sich nicht neu, da die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Schulklassen bereits seit vielen Jahren sehr gut klappt. Meist wird mit den Grundschulen zusammengearbeitet: Die Knirpse lernen vorwiegend das ABC des Schwimmens. Für die Mittel- und Oberschulen wird der SSV Brixen vor allem die Koordination übernehmen.

Kurs- und Freizeittätigkeit

Spaß und Fitness im Hallenbad

Der zweite Bereich gliedert sich in die Kurs- und Freizeittätigkeit und wird von Alessandro Gamper aus Bozen geleitet. Über ihn spricht Dejaco von einem „guten Fang, da Gamper als Ex-Athlet sehr viel Erfahrung und wertvolle Tipps mitbringt.“ Dieser zweite Bereich ist für all jene gedacht, die das Schwimmen erlernen wollen oder den Schwimmsport einfach nur unter fachmännischer Betreuung ausüben möchten. Die Kurstätigkeit erstreckt sich vom ElternKind-Schwimmen über die Kurse für Drei- bis Fünfjährige und jenen der Schulklassler bis hin zu den Senioren. Die Freizeittätigkeit sieht Dejaco eher als „Fortgeschrittenenlehrgang“, bei der jeder ein- bis zweimal wöchentlich die Möglichkeit hat, mit Lehrer oder Betreuer seine schwimmtechnischen Mängel zu beseitigen oder sich zu verbessern.

Der letzte Bereich wird für viele Brixner vielleicht der interessanteste sein, zumal er die Fitnesstätigkeit im Wasser betrifft. Die Koordination der Wassergymnastik hat Günther Meraner über. Die einzelnen Möglichkeiten sind Wassergymnastik für Schwangere, Acquapower, Rückenpower, Acqua-Step-Aerobic, Acqua-Aerobic, Acquajogging, Acquagym ab 60, Acquagames und Young & Fun.

Verein: SSV Brixen Sektion: Schwimmen Gründungsjahr: 1958 Vereinsfarben: blau/weiß Sektionsleiter: Stephan Dejaco Vize-Sektionsleiter: Barbara Letrari Dejakum Verantwortliche: Paul Dalsass, Manuela Ianesi, Alessandro Gamper, Daniela Ianesi, Günther Meraner

Die Schwestern Manuela und Daniela Janesi werden sich vor allem um den SchwimmNachwuchs kümmern

Gute Zusammenarbeit mit den Schulen

präsent zu sein“. Außerdem möchte man mindestens einen Athleten bei den olympischen Spielen 2004 in Athen dabei haben. „Aber diese Wünsche“, so Dejaco, „brauchen nicht unbedingt im Artikel vorkommen“, und wenn, dann „bitte nicht schon am Anfang.“ Thomas Oberrauch

Sitz: Im Untergeschoss des Acquarena, Altenmarktgasse 28B, Brixen Bürozeiten: Montag und Mittwoch von 17 bis 19 Uhr Telefon: 0472 200807 Fax: 0472 205913 e-mail: swim@ssv-brixen.info Internet: www.ssv-brixen.info/schwimmen

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Vision Olympia Natürlich stellt sich die Frage, wie sich die Visionen der Verantwortlichen der Sektion Schwimmen durch die Acquarena verändert haben. Dejaco entwischt ein verträumtes Lächeln: „Wir werden natürlich versuchen, sobald als möglich auf regionaler Ebene hervorragende Leistungen zu bringen und auf nationaler Ebene zumindest

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Auf www.brixen.net findet man alle Veranstaltungen aus dem Brixner Raum. Durchschnittlich mehr als 700 Besucher sind jeden Tag auf der erfolgreichsten Homepage von Brixen.

xxx Selbsthilfegruppen online xxx Anfang Oktober könSeit nen sich interessierte Personen Informationen zur Selbsthilfetätigkeit in Südtirol nicht nur persönlich oder telefonisch in der Dienststelle holen, sondern sie haben auch die Möglichkeit, dies über das Internet zu tun. Unter ma-sh. social-bz.net bekommt der Benutzer zahlreiche Informationen zu verschiedenen Themenbereichen. In einem Dis-

kussionsforum gibt es außerdem die Möglichkeit, seine Meinung zu verschiedenen Themen zu äußern oder auch Fragen zu stellen.

xxx Südtiroler Bürgernetz neu xxx vier Jahren präsenNach tiert sich das Südtiroler Portal www.provinz.bz.it mit neuem Layout und mit interessanten Neuigkeiten. Vor kurzem erfolgte die Vorstellung durch Informatik-Landesrat Michl Laimer und die Vertreter der Südtiroler Informatik AG. In den letzten Jahren ist das Südtiroler Bürgernetz stark angewachsen, sodass eine Umstrukturierung notwendig wurde. Die Seiten wurden grafisch gefälliger gestaltet, die Ladezeiten verbessert und der

Zugang für Sehbehinderte berücksichtigt. Wesentlich verbessert sind die neuen Kategorien und Unterkategorien auf der Startseite, die dem Benutzer das Navigieren und Auffinden von Informationen erleichtern soll.

Verschiedene Sortiermöglichkeiten

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xxx www.meranerland.com Der Tourismusverband Meraner Land hat seit einigen Tagen eine erneuerte Homepage. Die Präsentation ist teilweise auf Datenbankbasis, was einerseits dem Verwalter der Homepage eine rasche und unkomplizierte Aktualisierung der Daten ermöglicht und andererseits dem Benutzer gewährleistet, dass nur gültige Veranstaltungen aufscheinen. www.meranerland.com glänzt

„Isch heit’ eppes im Fernseher?“ – Diese Frage stellen sich viele Brixner tagtäglich, und dabei ist das Angebot an Veranstaltungen in Brixen und Umgebung so groß, dass es schwer ist, sich einen Überblick zu verschaffen. Um die Qual der Wahl etwas zu lindern, gibt es auf www.brixen.net einen praktischen Veranstaltungskalender. Dort findet man alle wichtigen Termine fein säuberlich und in zeitlicher Reihenfolge aufgelistet.

durch bestechendes Webdesign, gute Technik und sehr gute Übersicht. Die Erstellung der Homepage erfolgte durch die Brixner Firma Consisto.

Durch ein Drop-Down-Menu kann man die Veranstaltungen auch nach Rubriken sortieren. Zur Auswahl stehen Theater und Kabarett, Lesungen und Vorträge, Musik, Sport oder Feste und Feiern. Auch zeitlich lässt sich der Veranstaltungskalender mit zwei Mausklicks eingrenzen, und wer nach etwas ganz bestimmten Events sucht, dem steht eine praktische Suchfunktion zur Verfügung. Über jede Veranstaltung erfährt der User Ort, Datum, Uhrzeit sowie einen kurzen Informationstext. Die jeweils aktuell-

ste nächste Veranstaltung erscheint auf der Startseite von brixen.net als VeranstaltungsTipp. Die ausgefeilte Datenbanktechnik von www.brixen.net stammt übrigens von den Brixner Internetspezialisten der Consisto GmbH (www.consisto.it).

info Veranstaltungen selbst veröffentlichen? Kein Problem! Das erfolgreichste Internet-Stadtmagazin in Brixen, www.brixen.net, ist als Redaktionsnetzwerk für Vereine und Vereinigungen konzipiert, die regelmäßig das Bedürfnis haben, Nachrichten über ihre Vereinstätigkeit und Hinweise auf Veranstaltungen zu veröffentlichen. Wer diesen Service in Anspruch nehmen möchte, kann sich beim Projektleiter Oskar Zingerle nähere Informationen einholen: Telefon 0472 837537, e-mail: oskar.zingerle@brixmedia.it 77


Die gute Tat ab 21 Euro Vor kurzem ist der Startschuss zur Mitgliederaktion 2003 des Weißen Kreuzes erfolgt. Wie jedes Jahr geht es darum, den Zusammenhalt der „großen Familie“ zu erneuern und neue Mitglieder zu gewinnen.

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34.000 Mitglieder helfen durch ihren jährlichen Beitrag tatkräftig mit, dass das Weiße Kreuz so gut funktioniert, wie es sich alle wünschen. Deshalb lautet auch die neue Botschaft: „Die gute Tat ab 21 Euro“.

Mitglieder haben Vorteile Für 21 Euro Jahresbeitrag wird man zum Mitglied „Südtirol“ und sichert sich gleichzeitig eine Vielzahl von Vorteilen: Zum Beispiel werden bei gerechtfertigten Flugrettungseinsätzen keine Ticket-Kosten berechnet (Nicht-Mitglieder müssen dafür rund 100 Euro bezahlen). Fünf ärztlich verordnete Krankentransporte in Südtirol und in der Provinz Belluno, die die öffentliche Hand nicht übernimmt, sind kostenlos; ab dem fünften Transport sind alle weiteren zum halben Preis. Auch alle verordneten Transporte außerhalb der Provinz kosten nur die Hälfte. Außerdem gibt es einen kostenlosen Grundkurs in Erster Hilfe. Für 38 Euro Jahresbeitrag sind die Vorteile auf die gesamte Familie übertragbar (Familienkarte).

Rückholdienst“ und sichert sich damit einen gewaltigen Vorteil. Bei Unfall oder Krankheit wird man mit dem weltweiten Rückholdienst des Weißen Kreuzes schnell und komfortabel nach Hause gebracht, ohne dafür einen einzigen Cent zu bezahlen – eine oftmals „lebensrettende“ Sicherheit.

Mitgliedsbeitrag Der Mitgliedsbeitrag kann bei jedem Bank- oder Postschalter bezahlt werden oder

bequem und einfach mit Kreditkarte im Internet unter www. wk-cb.bz.it. Ob Mitglied „Südtirol“ oder „Weltweiter Rückholdienst“, die Unterstützung des Weißen Kreuzes macht sich auf jeden Fall bezahlt. Es ist auch möglich, direkt bei den Sektionen des Weißen Kreuzes vorbeizuschauen und dort seinen Mitgliedsbeitrag zu bezahlen.

Das Weiße Kreuz hilft Tag für Tag – rund um die Uhr. Helfen auch Sie und werden Sie Mitglied.

info Bei Fragen zur Mitgliederaktion 2003: Info-Lines 0471 444310 oder 444315 e-mail: info@wk-cb.bz.it www.wk-cb.bz.it

Sorglos in den Urlaub Wer auch im Urlaub auf die schnelle Hilfe des Weißen Kreuzes nicht verzichten möchte, wird gegen einen Jahresbeitrag von 48 Euro (Familienkarte 85 Euro) zum Mitglied „Weltweiter 79


Der „Grüne“ Specht pocht im ganzen Land Der Verband für Kaufleute und Dienstleister zeichnete zwölf Betriebe des Eisacktales mit dem Umweltsiegel aus.

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Seit nunmehr fünf Jahren wird das großangelegte Projekt „Umweltsiegel im Lebensmittel und Gemischtwarenhandel“ vom Verband für Kaufleute und Dienstleister in Zusammenarbeit mit der Landesagentur für Umwelt und Arbeitsschutz sowie der Landesabteilung für Handel durchgeführt. 62 Südtiroler Lebensmittel- und Ge-

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mischtwarengeschäfte dürfen das Umweltsiegel für das kommende Jahr führen. In einem umfassenden Kriterienkatalog

werden die einzelnen Maßnahmen aufgelistet, die ein Betrieb erfüllen muss, um die Auszeichnung zu erhalten.

Vertreter der 12 Eisacktaler Betriebe, die mit dem Umweltsiegel ausgezeichnet wurden


Maßnahmen zur Müllvermeidung Umweltschutzmaßnahmen im Betrieb sind ebenso enthalten wie eine Angebotsänderung hin zu umweltfreundlicheren Produkten. Den Schwerpunkt bilden Maßnahmen zur Müllvermeidung wie der Verkauf von Getränken in Mehrwegflaschen und der offene Verkauf von Obst und Gemüse, Getreide, Trockenfrüchten und Eiern. Daneben gibt es noch eine Reihe von einzelnen Kriterien: Papierprodukte aus Recyclingpapier, Wasch- und Reinigungsmittel im Nachfüllsystem, biologisch und lokal angebaute Nahrungsmittel und Produkte aus gerechtem Handel. Das heurige Jahresthema der Umweltsiegel-Initiative war der gerechte Handel. Ziel dieser Art des Handels ist es, den Erzeugern von qualitativ hochwertigen Produkten einen fairen Lohn für ihre Arbeit zu ermöglichen. Die benachteiligten Produzenten in Afrika, Asien und Lateinamerika sollen gefördert und ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen verbessert werden. Die Bauern erhalten gesicherte Preise; langfristige Abnahmegarantien und Vorfinanzierungen sichern ihre Zukunft. Der Konsum von Produkten aus diesem Handel garantiert einigen zehntausend Bauernfamilien ein Einkommen und verhindert, dass diese in Armenviertel der Großstädte abwandern müssen.

Produkte aus dem Gerechten Handel Die Produkte aus dem Gerechten Handel, die sich durch leistungsbezogene Entlohnung der Arbeitskräfte und Direktkontakte zu den Produzenten vor Ort auszeichnen, stellen manches Markenprodukt der Weltkonzerne, was Qualität und Geschmack betrifft, in den Schatten. Heidi Thaler und Heinz Neuhauser, die zwei Projektleiter des Umweltsiegels, sehen daran eine gute Ergänzung zu den lokalen Produkten, die im Vorjahr im Mittelpunkt standen. Neben einer Plakataktion im Frühjahr wurden auch Verkostungen der Dritte-Welt-Produkte direkt in den Geschäften organisiert, bei denen die Kunden

die Möglichkeit hatten, sich über Inhalt und Besonderheiten der Produkte zu informieren. Beim immer im Frühjahr stattfindenden landesweiten Gewinnspiel wurden unter den insgesamt 16.000 Teilnahmekarten 151 Gewinner ausgelost. Aber auch im Bereich der Fortbildung der Mitarbeiter in den Geschäften wurden zum Jahresthema Vorträge durchgeführt, um die Beratung für die Kunden noch zu verstärken. In St. Pauls/Eppan fand vor kurzem eine Feier für die Betriebe statt, die nach einer eingehenden Gesamtkontrolle das Umweltsiegel für das Jahr 2003 tragen. Im Beisein des Vizepräsidenten des Verbandes für Kaufleute und Dienstleister, Dado Duzzi, des Landesrates für Handel Werner Frick sowie des Vizedirektors Günther Rauch wurden die Anerkennungsdiplome übergeben. Das Gastreferat war dem Thema „Die Nähe bringt’s“ gewidmet – ein Projekt im Lebensmittelhandel, das in Osttirol aus der Taufe gehoben wurde.

Die Betriebe im Eisacktal Im Eisacktal sind für das Jahr 2003 folgende Betriebe beim Umweltsiegel dabei: Profanters Backstube (Brixen, Großer Graben und Schalderer Bachl), Market Bodner (St. Andrä), Handlung Jocher (St. Andrä), Matthias Knollenberger (Sterzing), Josef Trenkwalder (Ratschings), A. Huber Gemischtwaren (Pfunders/Vintl), Ivo Mayr Klammer (Vintl), Supermarket Überbacher (Lajen), Despar Ploner (Lajen), Konsum OHG (Latzfons), Niederstätter A. & Co. OHG (Villanders).

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Exklusiver Firmensitz in Brixen-Süd Nach nur sechsmonatiger Bauzeit verwandelte sich der veredelte Rohbau „Julius“ in Brixen-Süd am letzten Novemberwochenende zu einer Drehscheibe von Interessenten aus Wirtschaft, Architektur und Kunst. Die schlüsselfertige Übergabe erfolgt im März 2003.

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Auf 6000 Quadratmeter Gesamtnettofläche ist ein Objekt mit fünf Stockwerken, optimaler Raumklimatisierung und Hohlraumböden für die Installation modernster Kommunikationstech­nik für gutes Geschäftsklima und einer Dachterrasse entstanden. Die dazugehörige Tiefgarage bietet Platz für 70 Stellplätze. Glasklar und linear lässt das wirkungsvolle Entree mit einer innovativen, hinterlüfteten Doppelglasfassade mit Jalousien je-

den auch noch so harten, oftmals 18-stündigen Arbeitstag erlebbar werden. Am letzten Novemberwochenende wurde in diesem exklusiven Bürohaus mit stilvoller Klaviermusik (Andreas Settili), schönen Drinks und fein zubereiteten Köstlichkeiten, serviert von „Rosalpinas“ Chefkoch Norbert Niederkofler und seinem Team, gefachsimpelt und gefeiert. Tremonti-Experte Walter Steinmair referierte zum

Thema „Immobilieninvestition“, und in Form einer Kontaktbörse wurde über Kauf, Miete, Architektur, Ausstattung, Leasing und Finanzierung informiert. Die Investoren Peter Rabensteiner, Markus Rubner und Hansjörg Bergmeister (Rubner Gruppe), das Architektenteam Georg Rubner, Gerd Bergmeister und Dominik Rieder (Architektenbüro Lusser), Paolo Broli und Karlheinz Robatscher (Pana AG) sowie Markus Stockner

Das Büro- und Geschäftshaus „Julius“, eine clevere Investition in Brixen-Süd und Benno Amort (Rubner BauProjektmanagment) freuten sich, das buntgemixte Publikum begrüßen zu dürfen. Nach diesem stilvollen und sehr gelungenen Abend war man sich im Publikum einig, dass es eine Gebäudepräsentation dieser Art hierzulande noch nie gegeben hatte. „Julius“ in Brixen eignet sich nicht nur für einen erfolgreichen Geschäftsab­lauf, sondern auch zum Small Talk mit Eventcharakter und ist nicht zuletzt – aufgrund der hervorragenden Lage – allemal eine clevere Investition! Informationen unter info@immo.rubner.com. Beatrix Unterhofer

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Wir wünschen all unseren Kunden gesegnete Weihnachten und ein glückliches Neues Jahr


Brimi auf Erfolgskurs Nach seinem erfolgreichen Auftritt auf der internationalen Fachmesse für Molkereiprodukte „Intermopro“ in Düsseldorf hat der Milchhof Brixen - Brimi im Rahmen seiner Managementplanung erneut einen Meilenstein gesetzt.

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Gleich zwei bedeutende Ziele erreichte die Brimi kürzlich, nämlich die Qualitätszertifizierung nach ISO 9001:2000 und die international anerkannte WHO-Hygienezertifizierung inklusive HACCP. Die Verleihung dieser begehrten Zertifikate erfolgte am 6. November durch die österreichische Zertifizierungsanstalt ÖQS. Die Kernpunkte der Begutachtung waren neben der Betrachtung der Unternehmensprozesse wie strategische Planung, Produktion und Kundenorientierung auch die Hygienesituation des Betriebes. Die Zertifizierung, die sich über zwei Tage erstreckte, wurde mit großer Fachkenntnis von den zwei ÖQS-Auditoren Erich Plaschke und Alfred Greimel durchgeführt. Brimi-intern wurde dieses Projekt von der Qualitätsmanagementbeauftragten Beatrix Hinteregger begleitet. Was die Hygienezertifizierung betrifft, glänzt die Brimi als erster Südtiroler Milchhof, dem dieses Zertifikat verliehen wurde. Für den Geschäftsführer der

Brimi, Willi Tauber, ist diese Qualitätszertifizierung eine große Anerkennung und Bestätigung für die gewissenhafte Durchführung der Unternehmensprozesse und den einwandfreien Hygienezustand des Betriebes, die sich in der besonderen Qualität der Brimi-Produkte widerspiegeln. Willi Tauber ist davon überzeugt, dass mit diesen Auszeichnungen die Brimi auch den zukünftigen Marktanforderungen gerecht wird und insbesondere für den Wettbewerb gut gerüstet ist. Franz Kaser, Obmann der Brimi, bestätigt, dass durch die ISO-Zertifizierung neben der Vereinfachung und besseren Übersichtlichkeit der Unternehmensprozesse auch ein „frischer Wind“ in den Betrieb gekommen ist. Für die Mitarbeiter dieses mittleren Molkereibetriebs mit seinen rund tausend Mitgliedern ist dieses herausragende Ergebnis, das nicht zuletzt dank ihrem gemeinsamen Engagement zustande gekommen ist, ein großer Motivationsschub.

Alfred Greimel (ÖQS), Beatrix Hinteregger (Brimi) und Erich Plaschke (ÖQS) 83


Handelskette blickt rosigen Zeiten entgegen Die Handelskette Poli blickt auf eine lange Familientradition zurück. Seit den Fünfziger Jahren ist das größte Ziel des Unternehmens eine möglichst große Kundenorientierung.

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Als die zwei Brüder Beniamino und Giuseppe Poli 1955 in Trient die gleichnamige Handelskette gegründet hatten, ahnten sie nicht die Ausmaße des Erfolges ihrer Initiative. Von Anfang an prägten sie das Unternehmen mit einer Servicequalität, die viele Konsumenten aus den Provinzen Südtirol und Trentino zu schätzen gelernt haben. Ihre unternehmerische Weitsicht ging weit über die Alltäglichkeit hinaus, indem sie auf ein Selbstbedienungskonzept im Obst- und Gemüsehandel setzten und stets mit neuen Serviceleistungen die Konsumenten positiv überraschten. Mit der Antizipierung künftiger Entwicklungen konnte sich Poli erfolgreich von seinen Mitbewerbern differenzieren. Der Service-Mehrwert stellt für das Unternehmen seit über 50 Jahren eine ernstgenommene Verpflichtung dar.

37 Supermärkte in der Region Spätere Generationen folgten und setzten den Erfolgskurs der Firmengründer nicht nur fort, sondern konnten diesen noch erheblich steigern. Dem ersten Supermarkt folgten weitere Niederlassungen; mittler-

weile sind es 37 Supermärkte in der gesamten Region. Es wurde ein erstes Versorgungs- und Vertriebszentrum von Obst und Gemüse direkt vom Produzenten an den Konsumenten organisiert – ein Konzept, das in den Medien als der „Supermarkt der Zukunft“ bezeichnet wurde und Vorbild für die nachfolgenden Eröffnungen war. Die Integration zusätzlicher Bereiche wie Fischprodukte, Schnellrestaurants und Schnellkassen, täglicher Lieferservice und Wurstwaren bot den Konsumenten bequemes Einkaufen an einem Ort, mit der Sicherheit, bei Poli stets frische Qualitätsprodukte zu absolut günstigen Preisen zu erhalten.

Supermärkte Poli – frisch und günstig! Kundenorientierung ist das oberste Ziel der Unternehmensphilosophie von Poli, die bei der Qualität der Produkte beginnt und sich auf den kundenorientierten Service durch ein kompetentes Personal erstreckt. Der Vertrieb von Lebensmitteln wurde in den großen Niederlassungen „Regina“ um den Non-Food-Bereich ergänzt, um den Konsumenten ein reichhaltiges Produktsortiment zu der für Poli kennzeichnenden Qualität und zu günstigen Preisen zu bieten. Damit fand das Unternehmen eine fehlende Nische im lokalen Verteilungsnetz und erzielte durch eine abgestimmte Auswahl an Qualitätsprodukten zu günstigen Preisen derart große Erfolge, dass die Geschäfte „Regina“ auch Eingang in große Einkaufszentren fanden. Heute gibt es zehn Niederlassungen „Regina“ in den Provinzen von Trient, Verona und Mantua.

Die Erfolgsgeschichte der Familie Poli begann mit dem direkten Abverkauf von Obst und Gemüse

„DupliCarD“ Die neueste Initiative der Gruppe Poli, abgesehen von der Eröffnung der neuen Verkaufsstelle in Mühlbach, dient der Stärkung der Marke und bietet den Konsumenten eine Reihe von Vorteilen. Seit mehr als sechs Monaten gibt es im reDie Poli-Unternehmensgruppe besteht aus den Marken Poli und Regina

gionalen Verkaufsgebiet die „Treuekarte“ mit dem Namen „DupliCarD“. Die neue Treuekarte ist kostenlos erhältlich und bringt den Konsumenten erhebliche Vorteile in allen Supermärkten von Poli sowie in den Geschäften „Regina“. Für das Jahr 2003 sind weitere Verkaufspromotionen für alle Treuekunden im Besitz der „DupliCarD“ geplant.

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Eintauchen in Traumwelten Mehrere Betriebe haben sich in den vergangenen Jahren auf das Fachgebiet „Wellness“ spezialisiert. Unter den ersten in Südtirol befindet sich unter anderem die Firma Herokal aus Bozen.

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Landauf landab ist „Well­ ness“ das Schlagwort schlechthin. Es ist wohl einer jener Anglizismen, die auch vom Tiroler nur zu gern in den Mund oder in die Hand genommen wird. Der Wellness-Trend hat neue Branchen, neue Firmen, neue Dienstleistungen wachsen lassen, Wellness ist ein umfangreicher Bereich mit gutem Finanzpotential geworden.

Wellness ist mehr als nur ein Trend Doch nicht jeder, der sich Wellness auf die Fahne schreibt, kann auch wirklich von sich behaupten, entsprechende Dienstleistungen in geeigneten Strukturen anbieten zu können. Denn zu Wellness gehört weit mehr als nur ein Schwimmbad im Garten und eine Sauna im Keller. Um aus Wellness mehr als nur einen Trend oder eine Modeerscheinung zu machen, bedarf es neben der richtigen Grundeinstellung von Betreibern und Besuchern auch eines professionell geschulten Personals und der optimalen technischen Ausstattung. Besonders letzthin hat sich im Ausbildungssektor für Wellness-Fachkräfte allerhand getan, die angebotenen Lehrgänge finden enormen Anklang. Das Land Südtirol wird

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sich künftig im Wellness-Bereich anhand eigener Programme unter dem Titel „alpine Wellness“ besonders hervortun.

Technik spielt eine gewichtige Rolle Zusätzlich zum Faktor Personal spielt in diesem Zusammenhang auch die Technik eine gewichtige Rolle. Mehrere Betriebe haben sich in den vergangenen Jahren auf diesem Fachgebiet spezialisiert. Unter den ersten in Südtirol befindet sich unter anderem die Firma Herokal aus Bozen, die sich seit nunmehr 20 Jahren auf dem Südtiroler Markt beeindruckend behauptet. Die langjährige Erfahrung in diesem Bereich stellt die wohl wesentlichste Stärke dieses Unternehmens dar. Herokal hat als kompetenter Partner alle Entwicklungen von Markt und Technik aufmerksam verfolgt und die erworbenen Kenntnisse für ihre Kunden eingesetzt, weshalb die Firma zum führenden Fachhandel für Industrie-, Haus- und Solarenergietechnik, für die Bereiche Schwimmbad, Sauna, Wellness sowie Luft- und Kältetechnik geworden ist. Denn Wellness ist ein Gefühl, zu dem auch Technik gehört. (www.herokal.it)


Vorzeigeobjekt mit Perspektiven Derzeit entsteht in Brixen Süd, direkt an der Staatsstraße, der Unternehmerpark „SynCom“. Der Brixner sprach mit dem Bauherrn Kurt Baumgartner über die Besonderheiten des Projektes.

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Herr Baumgartner, ein internationaler Architekturwettbewerb ist der Projektierung des Unternehmerparks „SynCom“ vorausgegangen. Ja, und das ist etwas absolut „Neues“ in der Südtiroler Bauwirtschaft, wo die Ausschreibung von internationalen Architekturwettbewerben in der Regel nur bei bedeutenden, öffentlichen Bauvorhaben Anwendung findet. Natürlich ist ein solcher Wettbewerb mit zusätzlichen Kos­ten

und längeren Projektierungszeiten verbunden, aber das Ergebnis ist eindeutig interessant, nicht nur für die Allgemeinheit, sondern letztendlich auch für die zukünftigen Besitzer oder Mieter des Unternehmerparks. Von über 40 eingegangenen Projekten hat eine unabhängige Jury das Projekt des jungen Bozner Architekten Roland Baldi als Siegerprojekt ernannt, und zwar aufgrund der Ästhetik, der enormen Flexibilität und der klaren Trennung zwi-

Kurt Baumgartner schen den Gewerbehallen und den darauf liegenden Büroflächen.

Welche sind weitere architektonische Besonderheiten des Projektes? Sehr innovativ ist die „Meanderform“ der oberen Stockwerke, wodurch großzügige Innenhöfe geschaffen werden und zusätzlich jede Büroeinheit und jeder Raum mit ausreichenden Fensterflächen ausgestattet wird; dadurch ist eine Unterteilung der Büroflächen in beliebig kleine Einheiten möglich, zum Unterschied anderer Büro- und Gewerbeparks, in denen fast ausschließlich nur Großraumbüros möglich sind. Welche anderen Vorzüge sprechen für SynCom? Die lineare Architektur mit klaren Linien und Formen hebt sich stark vom restlichen Umfeld der Brixner Industriezone ab, und bringt vielleicht etwas Ruhe in den Stil-Mix der umliegenden Gebäude. Sehr passend zur strategischen Lage des Bauvorhabens. Bauherr: Syncom KG Info und Verkauf: Immobilien Sader GmbH

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Bauen und Wohnen mit Raiffeisen Die Raiffeisenkasse Eisacktal informiert umfassend über Kauf, Bau oder Sanierung des Eigenheims. sten oder Baukostenüberschreitungen mit ins Kalkül gezogen werden.

Umfassende Information macht sich bezahlt

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Die Eigenimmobilie ist für die meisten Menschen ein wichtiges Lebensziel, das man konsequent anstreben sollte, da die Investition eine ganze Reihe von Vorteilen in sich birgt: Neben dem höheren Lebensstandard durch den Komfortgewinn in den eigenen vier Wänden stellt die Investition in die Eigen­ immobilie eine sichere Wertanlage dar, deren Einsparungspotential sich sowohl in Form von Steuerersparnissen als auch Mieteinsparungen äußert.

Für jede Investition in Immobilien gilt es, eine Reihe unterschiedlicher Fragen zu beantworten, die von den Anforderungen an den Wohnraum über

rechtliche Fragen bis hin zur optimalen Finanzierung reichen. Der Wohnbauberater der Raiffeisenkasse Eisacktal, Christian Rederlechner, informiert über den Wohnungserwerb, die Förderung und die Finanzierung. Mit dem Eigenheim-Finanzierungspaket „my home“ bietet Raiffeisen ein Gesamtpaket, das sowohl eine umfassende Beratung zu den Förde-

rungsmöglichkeiten des Landes sowie die begleitende Betreuung und Finanzierung aus einer Hand beinhaltet, so dass jede Investition in die Eigenimmobilie eine Investition in die eigene, sichere Zukunft darstellt. Terminvereinbarungen unter 0472 824221 oder via Email an christian.rederlechner@raiffeisen.it

Sorglos in eine sichere Zukunft – mit dem EigenheimFinanzierungspaket „my home“ von Raiffeisen

Wer baut, muss sich vorab informieren Beim Bau oder Kauf einer Immobilie kommt es auf die richtige Planung an. Unerlässlich dabei ist eine umfassende Beratung durch die Vertrauensbank. Hier empfiehlt es sich, bereits vor Beginn der Immobiliensuche ein erstes Beratungsgespräch zu vereinbaren, um sich frühzeitig über Finanzierungs- und Förderungsmöglichkeiten zu informieren. Denn egal ob nun ein Haus gebaut, gekauft oder renoviert werden soll: Es ist immer gut zu wissen, was finanziell auf den Bauherrn zukommt.

Eigene Finanzstärke wird oft überschätzt Neben der Belastung durch Zins und Tilgung müssen auch Zusatzkosten wie Makler- und Notarhonorar, Erschließungsko89


Nützliche Synergien Noch 2002 sind die ersten Räumlichkeiten des neuen Gewerbeparks „Work & Office Center“ in der Brixner Industriezone bezugsfertig. Diese können gekauft oder gemietet werden.

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WOC, die praktische Kurzform für „Work & Office Center“, wird der führende Wirtschaftstandort für Südtiroler Unternehmen. Durch konsequente Nutzung von Synergien innerhalb der Unternehmen im Gebäude können sich die Betriebe verstärkt auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren. WOC bietet neben großzügig bemessenen Flächen zu vernünftigen Preisen unterschiedlichste Dienstleistungen vom Facility Management bis zum ausgelagerten EDV-Server und ge-

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meinsamen Netzwerk. Im Eingangsbereich befindet sich ein zentraler Empfangsschalter, und bei Bedarf stehen dem Unternehmen Veranstaltungs- und Repräsentationsräumlichkeiten zur Verfügung. Das Foyer dient als Kommunikationszentrum für Mit­ arbeiter und Kunden. Dort sind eine Bar, ein Restaurant und eine Kindertagesstätte geplant. Erst kürzlich wurde die letzte Decke der ersten Hälfte des Gewerbeparks „Work & Office Center“ fertig gestellt. Die ersten 10.000 Quadratmeter Flächen sind somit Ende des Jahres bezugsfertig und bieten Platz für 20 Unternehmen – gerade noch

rechtzeitig, damit die Käufer in den Genuss der begehrten Tremonti-Förderung kommen.

40 Unternehmen, 150 Mitarbeiter Das gesamte Bauvorhaben ist im Juli 2003 abgeschlossen und wird dann 40 Unternehmen bzw. 150 Mitarbeiter beheimaten. Das Gebäude besteht aus vier Blöcken, die zentral verbunden sind. Über eine Rampe sind alle fünf Ebenen des Gebäudes per Kraftfahrzeug und Kleinstkraftwagen erreichbar. Insgesamt stehen über 300 Parkplätze zur Verfügung.

Der Gewerbepark ist mit einem Blockheizkraftwerk zur Erzeugung von Wärme und Strom, mit digitaler Telefonie, einer EDV-Vernetzung und zentraler Gebäudeüberwachung ver­sehen. Gemeinschaftseinrich­ tungen wie Aufzug, Stiegenhaus, Auffahrtsrampen und Grünflächen werden gemeinsam genutzt. Strom-, Telefonund Wasserleitungen verlaufen in einem zentralen Schacht, damit der Nutzer seine Räumlichkeiten völlig individuell gestalten kann. Detaillierte Informationen finden Interessierte unter www.woc.bz.it oder über die Infoline 329 8790911.


Innovative Kippöffnung Eine jahreszeitengerechte Kipp­öffnung steigert das Wohlbehagen in geschlossenen Räumen auch in der kalten Jahreszeit.

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ohne Maurerarbeiten Mit dem Finstral-Sanierungsprogramm können Sie alte, schlecht isolierende Fenster schnell und ohne Probleme wechseln. Zusätzliche Kosten entfallen völlig,

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Für Fenster und Balkontüren gibt es jetzt die Möglichkeit, durch den so genannten S/WBeschlag (Sommer-Winter-Beschlag) von Finstral die Kippöffnung der jeweiligen Jahreszeit anzupassen. Durch einfaches Umschalten eines kleinen Beschlagteiles wird die Kippöffnung eines Fensters um beachtliche 73 Prozent reduziert: Die Kippöffnung, die normalerweise etwa 170 Millimeter breit ist, wird durch den S/W-Beschlag auf etwa 45 Millimeter beschränkt.

Heizkosten werden gesenkt Diese schmale Öffnung eignet sich hervorragend bei niedrigen Temperaturen im Winter. Beim Lüften wird auf diese Weise weniger Heizenergie verschwendet. Dadurch können Ressourcen gespart und die CO2-Emissionen vermindert werden. Gleichzeitig werden die Heizkosten gesenkt.

da keine Maurer- und Malerarbeiten er­forderlich sind. Egal, ob Sie ein gan­zes Haus sanieren oder nur einzelne Fenster austauschen wollen.

Mit einem einfachen Handgriff kann die Kippöffnung der Jahres­zeit angepasst werden Die verringerte Kippöffnung durch den S/W-Beschlag hat zudem den Vorteil, dass die Räume auch bei längerem Lüften nicht übermäßig auskühlen. So können die Schlafräume problemlos während der ganzen Nacht gelüftet werden. Der Lüftungsquerschnitt reicht trotz der geringen Öffnung immer noch aus, um den notwendigen Luftwechsel zu gewährleisten. Der S/W-Beschlag ist deshalb besonders in jenen Fällen geeignet, wenn die Bewohner nur bei geöffneten oder bei gekippten Fenstern schlafen möchten.

Finstral-Fenster bieten eine hervor­ ragende Wärmeisolierung, optimalen Schallschutz, mehr Sicherheit und geringe Instandhaltungskosten. Finstral-Fenster, mit Sicherheit eine lohnende Investition.

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Doppelter Nutzen Darüber hinaus sinkt durch die schmale Öffnung auch die Lärmbelastung und trägt so zusätzlich zu einem ungestörten und erholsamen Schlaf bei. Übrigens: Der S/W-Beschlag kann ohne großen Aufwand auch nachträglich bei Finstral-Fenstern eingebaut werden.

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Stichwort „Financial Care“ Gerade in schwierigen Wirtschaftszeiten wie diesen ist es wichtig, dass erspartes Geld klug und sorgfältigst behandelt wird. Wir sprachen mit Stefan Hütter, dem Leiter des neuen Hypo Tirol Bank Beratungszentrums Brixen in der Stadelgasse 12B.

die Felsen in der Brandung. Aber die richtige Aufteilung des Vermögens in verschiedene Anlageinstrumente (Asset Allocation) ist für mehr als 90 Prozent der Rendite einer Anlage verantwortlich. Die restlichen 10 Prozent hängen von der Auswahl in Einzeltitel und dem Zeitpunkt des Einstieges ab.

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Herr Hütter, worauf ist bei einer Anlage zu achten? Das Wichtigste ist eine fundierte Analyse am Anfang der Investition, die weiterhin in regelmäßigen Abständen auf ihre Richtigkeit überprüft werden muss. Es ist wichtig, eine individuelle Analyse mit dem Kunden zu erarbeiten sowie die jeweilige persönliche und familiäre Situation einzubeziehen. Eine gute Finanzplanung ist objektiv und neutral. Erst am Ende der Planung werden Produktlösungen genannt.

Stefan Hütter, Leiter des Hypo Tirol Bank Beratungs­ zentrums Brixen Was muss ich bei Geldanlagen in schlechten Zeiten beachten? In schwierigen Zeiten sind insbesondere Immobilien, Staats­ anleihen, Immobilienfonds, Ren­ tenfonds und Fondssparpläne

Woran erkenne ich einen guten Berater und die richtige Bank? Ein guter Berater nimmt sich die Zeit, auf die persönliche Situation des Kunden einzugehen, und er verkauft nicht nur hausgemachte Produkte. Er gewährleistet zudem die regelmäßige Betreuung. In Zeiten, wo es an den Märkten schlecht geht, muss der Kunde von seinem Berater besonders begleitet werden. Ein guter Berater ist

in der Lage, seinem Kunden einen konkreten Vorschlag zu liefern. Was bringt eine Finanzplanung? Mit einer gezielten Finanzplanung erhalten Anleger Überblick, Ordnung und Transparenz über ihr Vermögen und ihre finanzielle Situation. Das ist die Basis für den erfolgreichen Auf- und Ausbau von Kapital, das zur Erreichung der persönlichen Lebensziele benötigt wird. Was ist noch zu berücksichtigen? Man muss sich bewusst werden, dass vor allem die eigene Arbeitskraft das größte Kapital ist. Hier gilt es Sorge zu tragen, dass man bei einem eventuellen Arbeitsausfall genügend abgesichert ist.

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Edle Eleganz zu Weihnachten Die Christmas-Kollektion von Calida präsentiert sich edel und elegant zum Weihnachtsfest 2002.

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Weihnachten ist die Zeit der Besinnlichkeit, der Ruhe und Nachdenklichkeit, aber auch die Zeit der Geschenke und des Verwöhnens – zum Beispiel mit der Calida Weihnachtskollek­ tion. Für die Frau präsentiert Calida edle Wäsche aus hochwertigem Samt in soften Roséoder Grüntönen. Dazu gibt es farblich passende Nachtwäsche aus 100 Prozent Strickseide, die zum Träumen einlädt. Der Mann wird verwöhnt mit schlichten Seidenpyjamas in modischem Grau oder edlem Blau. Passend dazu gibt es Boxer-Shorts, in der er sich verführerisch geben kann. Im Loungewear-Bereich begeistern bequeme Kombinationen für Zuhause in neuartigen Velours- und Frotteequalitäten, die zum Wohlfühlen und Relaxen einladen. Im Textilhaus Kahl in Brixen entdeckt man die Vielfalt der Calida Weihnachtskollektion, die auf die besinnliche, vorweihnachtliche Zeit einstimmt.

Verführerische Aussichten für Frühjahr/Sommer 2003 Calida hat bereits erste Einblicke in die Frühjahr/SommerKollektion 2003 gewährt. Hier kristallisieren sich trendstarke Themen heraus, die von innovativen Stoffen, neuem Styling und harmonischen Farben leben. Kontrastreichtum wird mit Schwarz-Weiß-Optiken und Kon­ trasteinfassungen aus HightechNetzdesigns erzeugt. Und auch Streifenoptiken fehlen nicht: Der beliebte Nadelstreifen und Streifen allgemein bleiben ein großes Thema auch im kommenden Frühjahr und Sommer. 94

Für Romantiker offenbart sich bei Calida ein Eldorado an verführerischen Dessous und reizvoller Spitzenwäsche. Borten, Bordüren in Häkeloptik und durchbrochene Look-Optiken umschmeicheln den Körper und fesseln die Blicke. Die Flower-Linie bringt mit verspielten Blütenranken und farbenfrohen Blumenmotiven eine frische Brise ins Heim. Die Produktlinien sind reich an verspielten Details wie Silberzierteile, Bänder, Hohlsäume, Netze und Kordeln. Die verstärkte Betonung der eigenen Individualität äußert sich in der Suche nach Körpernähe. Calida entspricht dieser Sehnsucht mit weiten und luftigen Formen, edlen Materialien und einer inspirierenden Farbenvielfalt. Der Hauch der neuen Möglichkeiten zieht sich durch die gesamte Kollektion und wird unterstützt durch die neuen Farben wie Magnolie, Orchidee, Prune, Grenadine oder Citrus. Die beliebten und eleganten Basicfarben wie Admiral und Champagner bleiben selbstverständlich bestehen. Der Mann zeigt sich männlich erotisch. Im Herrenbereich

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dominieren Netzoptiken in kontrastierenden Farben, die den männlichen Körper sanft umschmeicheln.

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Brixen, Große Lauben 24 · Großer Graben 27, bei


Die Erfolgsstory eines Providers Raiffeisen OnLine hat kürzlich seinen fünften „Geburtstag“ gefeiert.

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Früher war das Internet ein wenig wie der Wilde Westen: endlos weit und offen für Jedermann. Doch es ist enger und härter geworden. Raiffeisen OnLine hat es nach fünf Jahren Erfolgskurs geschafft, sich seinen festen Platz im Web-Geschäft zu sichern – ein nicht alltägliches Phänomen in der New Economy. Schon einige Branchenfreunde waren genauso schnell wieder weg, wie sie da waren.

„Unbeirrbarer Qualitätsservice“ „Die Unternehmenspolitik des unbeirrbaren Qualitätsservices war wichtiger Erfolgsfak-

tor unserer gesunden Entwicklung“, sagt Peter Nagler, Geschäftsführer von Raiffeisen OnLine. Während Mitbewerber am Höhepunkt der Internet-Euphorie verkaufen oder wegen angehäufter Verluste wieder schließen mussten, hat Raiffeisen OnLine schon im ersten Geschäftsjahr mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen. Mittlerweile hat man sich solide Polster für innovatives Wachstum geschaffen. Auf Schloss Maretsch wurde kürzlich das Jubiläum mit Kunden, Partnern, Freunden und Mitarbeitern gefeiert und Energie fürs Weitermachen geladen. Eine stimmungsvolle Hommage an die erfolgreichen Jahre, eine Nacht rund um die bedeutungsträchtige Glückszahl „Fünf“: Fünf Erlebnisräume, fünf Tänzer, fünf Kontinente-Speisen, fünf Musiker und fünf Düfte regten an zum Entdecken, Erfahren, Erleben und Mitmachen.

Genau das, was die New-Media-Welt so spannend, so lebendig macht.

Die führenden Köpfe bei Raiffeisen OnLine: Geschäftsführer Peter Nagler (links) und Obmann Helmut Stroblmair (rechts) beim Anschneiden der Geburtstagstorte

Jubelaktion

Die Erfolgsstory von Raiffeisen OnLine ist Anlass für eine Aktion, die Kunden erfreut. „Wir feiern, und unsere Kunden bekommen die Geschenke“ lautet das Motto des Internetdienstleisters zum fünften Geburtstag. Dafür hat Raiffeisen OnLine seit Oktober den ROL-Shop eingerichtet, in dem es fünf Produktangebote zu absoluten Jubelpreisen gibt. Hochwertige Flachbildschirmen der besten Marken bis hin zu Digitalkameras werden angeboten. Die strikte Ausrichtung auf Qualität und die Bekenntnis zum Mehrwert für den Kunden bleiben der Erfolgsfaktor Nummer Eins, und das zeigt sich auch in der Auswahl der Aktionsartikel. Jede Woche wird das Angebot erneuert: www.rolshop.it

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Theater - Kabarett - Lesungen Fr., 13. und Sa., 14. Dezember Deutsch ist Dada Kabarett und Musik mit Faltsch Wagoni Dekadenz, 20.30 Uhr Sa., 14. und So., 15. Dezember „Weihnachtsmänner fluchen nicht“ Heiteres Weihnachtsspiel Jugendheim Milland, 17 Uhr

Di., 28. Jänner Dem (T)Euro keine Chance?! Vortrag KVW-Kursraum, 19.30 Uhr Fr., 31. Jänner Lichtbildervortrag über Kanada Saal der Volksbank Brixen, 20 Uhr

Musik

Mo., 16. Dezember „Das rote Paket“ Theater von Menschen mit Behinderung Don-Bosco-Saal, 17 Uhr

Sa., 14. Dezember Adventsingen mit dem Frauensingkreis Luttach Domplatz, 17 Uhr So., 15. Dezember Scugnizza Operette Forum Brixen, 17.30 Uhr

Di., 17. Dezember Kasperletheater für Kinder Domplatz, 15 Uhr „Das Mädchen mit den Schwefelhölzern“ Theater von Menschen mit Behinderung Don-Bosco-Saal, 20.30 Uhr Sa., 21. Dezember „Die Prinzessin hat Geburtstag“ Puppentheater mit der Eppisburger Handpuppenbühne Domplatz, 15 Uhr

Di., 17. Dezember Weihnachtskonzert des Chores der Fakultät Bildungswissenschaft der Uni Bozen Uni Brixen, 20 Uhr Do., 19. Dezember Konzert der Musikschule Brixen Domplatz 16.30 Uhr Fr., 20. Dezember Unit 11 Orchestra Jazzkonzert Dekadenz, 20.30 Uhr

Lebende Krippe Dorfplatz Milland, 18.30 Uhr 9., 10., 11., 14., 15. Jänner „Shakespeares sämtliche Werke leicht gekürzt“ Komödie mit Lukas Lobis, Thomas Hochkofler, Erich Meraner Dekadenz, 20.30 Uhr

Sa., 21. Dezember Adventsingen Domplatz, 17 Uhr Konzert Symphonic Winds Haus Voitsberg Vahrn, 20 Uhr

Mi., 29. Jänner „Wenn Wege sich trennen – Lesung aus dem Tagebuch einer Trennung“ mit Monika Eisenschmidt und Margareth Leitgeb an der Harfe Dekadenz, 20 Uhr

Alpenländisches Adventssingen Freinademetz-Kirche Milland, 20 Uhr

Ausstellung – Film - Vortrag

Sa., 28. Dezember Concertino Brixen Serenaden und Divertimenti für Harmoniemusik Forum Brixen, 20.30 Uhr

Mo., 16. Dezember Petterson und Findus Kinderkino Forum Brixen, 15 Uhr Amores Perros Filmclub Brixen Forum Brixen, 20.30 Uhr

So., 22. Dezember Konzert der Jungbürgerkapelle Brixen Domplatz, 17 Uhr

Sa., 4. Jänner Brass Band Pfeffersberg Konzert Forum Brixen, 20.30 Uhr

Zu vermieten:

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weiterbildung

Cusanus Akademie

13., 15., 20., 22. Jänner, 19.30 Uhr Tabellenkalkulation mit Excel

13.-14. Jänner Das Erfolgsmeeting

14., 21., 28. Jänner, 19.30 Uhr Farb- und Stilberatung

15.-16. Jänner, 19.-20. Februar Das Teamtraining

ab 22. Jänner, 19 Uhr Fitnesstraining für Herren

25. Jänner, 9-16 Uhr Wichtige Lebensfragen im Licht literarischer Texte 27.-28.Jänner Gruppenprozesse

Infos: Tel. 0472 832204 e-mail: info@cusanus.it

Kulturverein Brixen ab Ende Jänner Englisch-, Deutsch-, Italienisch-, Spanisch- und Französisch-Kurse aller Leistungsstufen ab 27. Jänner, jew. Mo., 19.30-21.30 Uhr Ayurveda und seine praktische Anwendung im Alltag ab 28. Jänner, jew. Di., 18-19.30 Uhr Fit fürs Büro: moderne Kommunikation, Rechtschreibung, Telefontraining ab 30. Jänner, jew. Do., 15-18 Uhr Gedächtnistraining und Merkstrategien für Junggebliebene ab 28. Jänner, jew. Di., 9.30-11.30 Uhr Lernen lernen für Eltern: Wie kann ich meinem Kind behilflich sein?

Infos: Tel. 0472 836424 e-mail: info@kulturverein.it

KVW-Bildungshaus St. Georg

Infos: Tel. 0472 836060 e-mail: bezirk.brixen@kvw.org

Bildungshaus Kloster Neustift 10., 11., 13. Jänner Office Total – Word, Excel und Outlook 16., 23., 30. Jänner Computerkurs für Frauen 20. und 21. Jänner Computer & Praxis: Präsentationstechnik und PowerPoint 25. Jänner, 10-18 Uhr Ijob – Die Frage nach Gott aus der Bedrängnis 31. Jänner, 7., 14., 21. Februar Einführung in die „Lectio Divina“: Bibellesen, Meditation, Beten, Handeln und Kontemplation.

Infos: Tel. 0472 835588 e-mail: bildung@kloster-neustift.it

Jugendhaus Kassianeum 2.-6. Jänner Vocal Swing. Gospel, Blues und Jazz im Chor 18. Jänner Moderations- und Präsentationstraining Workshop für ehrenamtliche Mitarbeiter von Vereinen

11.-12. Jänner Feng Shui – die Lehre der Innenraumgestaltung

20.-21. Jänner Konflikte als Chance: Konfliktmanagement

24.-26. Jänner Systemische Organisations- und Berufsaufstellung

ab 22. Jänner, 16-17 Uhr Es war einmal... Zauberhafte Märchenstunden für Kinder von 5 bis 10

31. Jänner bis 2. Februar Interkulturelle Beziehungen: Liebe und Alltag zwischen zwei Kulturen

25. Jänner Drehungen: Selbstbewusstsein, Selbstbehauptung und Selbstverteidigung für Mädchen und Frauen

1.-2. Februar Maria, die geheime Göttin im Christentum

Infos: Tel. 0472 833450 e-mail: kvw.bh.sarns@kvw.org

Verschiedene Geschäftslokale (Größe: von 100 bis 200 m2) in zentraler Lage in Milland zu vermieten.

KVW Bildungsreferat Bezirk Brixen

Für Informationen wenden Sie sich an das DIUK, Diözesaninstitut für den Unterhalt des Klerus,

16., 31. Jänner, 14.30 Uhr So organisiere ich mich und meinen Job!

Domplatz 3, 39100 Bozen, Tel. 0471 306300 Fax 0471 979465 oder E-Mail: diuk.idsc@ecclesiabz.com

13., 15., 20., 22. Jänner, 9-11 Uhr Textverarbeitung für Fortgeschrittene

Infos: Tel. 0472 279999 e-mail: bildung@jukas.net


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Brixner 155 - Dezember 2002 by Brixmedia GmbH - Issuu