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Fitness & Gesundheit
Jahrgang 31 · Jänner 2020
Unabhängige Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung
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Eislaufen in Brixen – gestern und heute
Auf flotten Kufen POLITIK: Interview mit Bürgermeister Peter Brunner PORTRAIT: Gertraud Gisser, die sanfte Kämpferin FASCHING: Das bunte Treiben der „Gnoccolada“ VAHRN: Kommt ein Innovatives Geothermie-Projekt?
Brixen: Neunerweg
Neubauprojekt der Spitzenklasse Neue Einfamilienhäuser sowie hochwertige Neubauwohnungen Ideal für Menschen mit hohen Ansprüchen, die moderne Architektur, edle Materialien und absolute Privatsphäre in der Stadt zu schätzen wissen. Klimahaus-Standard A Nature Übergabe: Frühjahr 2021
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Editorial
Politik & Gesellschaft >>> 04 04 | PETER BRUNNER ZIEHT BILANZ: „Brixen steht gut da!“ 10 | Inklusion: Mittendrin sein ist WunderBAR 12 | Walburga Pichler Wild: „Sehnsucht nach Glück“ Menschen & Meinungen >>> 18 18 | PORTRAIT: Gertraud Gisser 23 | Pro & Contra: Mehr Flexibilität im Wolfsmanagement? 25 | Umfrage: „Halbvolles Glas“ macht glücklicher Kunst & Kultur >>> 26 26 | 25-JAHR-JUBILÄUM: Faschingsumzug „Gnoccolada“ 28 | Buch: Toni Gampers Lebensgeschichte Veranstaltungen 35 | TIMER: Februar 2020
>>> 35
Freizeit & Sport 42 | EISLAUFEN: Kufiges Vergnügen 44 | Rodeln: Das Rodel-Einmaleins
>>> 42
Wirtschaft & Umwelt >>> 48 48 | GEOTHERMIE: 8.000 Meter (!) in die Tiefe 52 | Rubner Holzbau: Standort Brixen mit solidem Wachstum Extra 59 | Fitness & Gesundheit
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>>> 59
Vielleicht ... Obwohl alles schon geschrieben und gesagt scheint und es einige Leser geben wird, die jetzt die Augen nach oben rollen, komme ich nicht umhin, in diesem Editorial den Unfall von Luttach zu thematisieren, bei dem bekanntlich sieben junge deutsche Urlauber gestorben sind. Und ich bleibe dabei: Es war ein Unfall. Auch wenn mich der eine oder andere jetzt kreuzigen wird: Es war keine Böswilligkeit dabei, sondern jugendlicher Leichtsinn und grobe Fahrlässigkeit, die am Ende zu den äußerst fatalen Folgen geführt haben. Wenn man sogar in diesem Drama etwas Positives sehen möchte, dann vielleicht, dass es möglicherweise die Kraft hat, unser Land zu ändern. Vielleicht führt dieser Unfall endlich dazu, dass weniger Alkohol konsumiert wird und dass im kollektiven Bewusstsein unauslöschlich verankert wird, dass Fahren im alkoholisierten Zustand für alle absolut inakzeptabel ist – heute ist es ja für viele lediglich ein Kavaliersdelikt, bei dem man hoffentlich nicht das Pech hat, erwischt zu werden. Vielleicht führt dieser Unfall auch dazu, dass alle Gastwirte, alle Festveranstalter und alle Supermarktmitarbeiter verantwortungsvoller mit ihrem Job umgehen und Alkoholmissbrauch nicht mehr zulassen, obwohl dies schlecht fürs Geschäft ist – heute hat es ja den Anschein, dass es beim einen oder anderen nur darum geht, dass der Rubel rollt. Vielleicht führt dieser Unfall auch dazu, dass jeder von uns einschreiten würde, sollte er beobachten, dass jemand in alkoholisiertem Zustand ins eigene Auto steigt – heute ist es ja so, dass in einem solchen Fall meist niemand einschreitet. Vielleicht führt dieser Unfall auch dazu, dass niemand mehr damit angeben kann, am vorherigen Abend in besoffenem Zustand noch nach Hause gefahren zu sein, weil die Gesellschaft eine solche Aussage nicht mehr akzeptieren würde. Auch in diesem Fall gilt: Besser als die Verantwortung zu delegieren ist es, selbst Teil einer Lösung des Problems zu sein.
Ihr Willy Vontavon
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Politik & Gesellschaft
BÜRGERMEISTER PETER BRUNNER ZIEHT IM „BRIXNER“ BILANZ
„Brixen steht gut da!“ Der „Brixner“ konfrontiert Bürgermeister PETER BRUNNER vier Monate vor Ablauf seiner ersten Amtszeit mit seinen 2015 definierten Zielen.
Herr Bürgermeister, Ihre erste Amtszeit neigt sich dem Ende zu. Haben Sie für sich schon Bilanz gezogen?
positiven Grundstimmung geführt, die sich, davon bin ich überzeugt, auch auf die Bevölkerung übertragen hat.
PETER BRUNNER: Ja, aber das machen wir in unserer Gruppe eigentlich regelmäßig: Man kontrolliert die Aufgabenliste und hakt jene Punkte ab, die erledigt sind. Jetzt geht es dem Ende meiner ersten fünf Jahre als Bürgermeister zu, und ich glaube schon, dass wir insgesamt zufrieden sein können. Viele Projekte, die jahrelang in den Startlöchern gewesen waren, wurden oder werden gerade realisiert. Besonders wichtig erachte ich aber die Tatsache, dass die Stimmung im Stadtrat und im Gemeinderat ausgezeichnet ist. Wir haben es geschafft, mit einer einzigen Ausnahme alle Parteien einzubinden, die im Gemeinderat vertreten sind; dem entsprechend klar sind auch die allermeisten Abstimmungen.
Ich habe von der Homepage der Gemeinde das „Programmatische Dokument des Bürgermeisters 2015-2020“ heruntergeladen. Bevor wir aber dazu kommen, möchte ich Ihnen fünf Fragen stellen, die wir aus der Leserschaft aufgeschnappt haben.
Es ist auffallend, dass die Gemeinderatssitzungen weniger kontroverse Diskussionen nach sich ziehen. Das liegt daran, dass wir bei wichtigeren Themen alle Gemeinderatsfraktionen bereits im Vorfeld um ihre Meinung fragen, und oft kommen sinnvolle Verbesserungsvorschläge, die wir dann auch aufnehmen und umsetzen. Jeder Gemeinderat hat unabhängig von seiner Parteizugehörigkeit das Recht, sich einzubringen, und trotz absoluter Mehrheit ist es der SVP-Fraktion wichtig, eine konstruktive Zusammenarbeit zu pflegen. Dieses System hat sich absolut bewährt und zu einer 4
Ja, gern. Viele Leser fragen sich zum Beispiel, warum die Gemeinde mit der Kommunikation zum Hofburggarten seit der Vorstellung des ersten Exposés von André Heller so zaghaft umgeht. Auch mir geht vieles im Entscheidungsprozess zu langsam, und das macht die Kommunikation sehr schwierig. So ein Projekt
bisschen zu veranschaulichen, wie kompliziert derartige Projekte ablaufen, kann ich einen kleinen Blick hinter die Kulissen geben: Die Finanzierung muss im Moment der Vertragsunterzeichnung mit dem Künstler durch konkrete Beschlüsse sichergestellt sein. Für das entsprechende Dekret der Landesregierung brauchte es zunächst ein positives Gutachten des Amtes für Denkmalpflege; hier galt es, gemeinsam mit dem Amt Leitplanken zur Realisierung zu definieren. Dazu hat es mehrere Gespräche gebraucht, die aber am Ende zu einem guten Ergebnis geführt haben. Außerdem brauchte es ein positives Gutachten des Museumsbeirates, wofür auch einige Zeit vergangen ist. Bekanntlich übernimmt das Land 80 Prozent der veranschlagten Kosten von etwa 10 Millionen Euro, also musste auch der Gemeinderat entsprechende Beschlüsse für den Restbetrag fassen; im Dezember wurden diese Geldmittel im
„Jeder Gemeinderat hat unabhängig von seiner Parteizugehörigkeit das Recht, sich einzubringen, und trotz absoluter Mehrheit ist es der SVP-Fraktion wichtig, eine konstruktive Zusammenarbeit zu pflegen“_ Bürgermeister Peter Brunner muss gut vorbereitet werden. Es sind viele Akteure beteiligt, und es gilt, verschiedene Entscheidungs- und Verantwortungsebenen zu berücksichtigen. Aber wenn sich etwas Neues getan hat oder tut, dann informieren wir immer ganz offen. Um ein
Haushalt vorgesehen – übrigens mit nur drei Gegenstimmen der Grünen Bürgerliste, alle anderen Parteien waren dafür. Es gab in den vergangenen Monaten zudem eine Vielzahl an Gesprächen mit verschiedenen Interessensvertretern, der Gärtnervereinigung,
dem Künstlerbund, der Laimburg. In der Zwischenzeit wurden die Verhandlungen mit der Diözese zum Fruchtgenussrecht geführt, und auch mit der Hofburg wurde verhandelt, weil der Hauptzugang zum Garten über die Hofburg erfolgen soll. Jetzt sind wir end-
„EINE MENGE ERLEDIGT, ABER ES GIBT NOCH VIEL ZU TUN“: Bürgermeister Peter Brunners Blick in die Vergangenheit – und in die Zukunft
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Foto: Oskar Zingerle
lich soweit, dass in den nächsten Wochen die Beauftragung von André Heller unterzeichnet werden kann. Wir sind sehr zuversichtlich, dass im heurigen Jahr die Planung abgeschlossen und mit dem Bau begonnen werden kann. An der Zeitplanung zur Eröffnung hat sich also nichts geändert? Nein, im Prinzip nicht; für die Gestaltung des Gartens werden etwa 3 bis 3,5 Jahre benötigt. Aber auch mir sind bis zur Beauftragung von André Heller einige Monate zu viel vergangen. Daher habe ich Verständnis, dass die Bevölkerung gerne neue Details erfahren will.
Das sind nun die nächsten Schritte: Nach der Beauftragung können die Änderungswünsche des Denkmalamtes am Projekt konkretisiert werden. Sobald das Vorprojekt vorliegt, werden wir es zuerst dem Gemeinderat, danach den Interessensgruppierungen und der Bevölkerung präsentieren. Aus Milland habe ich letzthin vernommen, dass es nach dem jahrelangen Hin und Her für einige Leute schwierig ist zu glauben, dass die Hochspannungsleitungen nun wirklich verlegt werden. Ja, das ist auch kein Wunder, denn es ist auch für mich schwer
zu verstehen, dass man für ein solches Projekt über 20 Jahre braucht. Aber nun ist die Situation vollkommen anders. Der Brenner Basistunnel ist die größte Baustelle Europas und muss bis zum Jahr 2026 mit genügend Strom versorgt werden, und das macht den Unterschied: Während Terna als Verwalter der Leitungen in früheren Jahren das Projekt nicht prioritär behandelt hat, spürt man jetzt den enormen Zeitdruck. Terna ist sehr konsequent bei der Arbeit, wir sind andauernd in Kontakt mit ihnen. Für Brixen bedeutet das, dass alle sechs bestehenden Leitungen abgebaut werden; es entstehen
vier neue, von denen drei zum Großteil unterirdisch verlaufen. Unser Qualitätsanspruch war von Anfang an, dass es keine Belastungen für die Bevölkerung mehr geben darf. Positiver Nebeneffekt: Sämtliche Kosten werden von Terna übernommen, das Land bezahlt lediglich den Abbau der bestehenden Leitungen. Die Gemeinde hat keinerlei Kosten, was bedeutet, dass die eigentlich dafür vorgesehenen Umweltgelder von insgesamt über 15 Millionen Euro nun für andere wichtige Investitionen frei werden. Das ist ein nahezu unglaubliches Geschenk, das Brixen hier erhält. 5
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Neuer Schulhof in der Dantestraße
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Der neugestaltete Kleine Graben hat großen Anklang gefunden 6
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Foto: Oskar Zingerle
Foto: Oskar Zingerle
In Bau: Musikschule und Musikprobelokal im PrielAreal
Foto: Willy Vontavon
Politik & Gesellschaft
Neue Bibliothek in der Brunogasse
Da muss man Landeshauptmann Arno Kompatscher wirklich ein großes Kompliment machen, weil er im richtigen Augenblick Terna davon überzeugt hat, dass dies eine gute Gelegenheit ist, das Stromnetz im gesamten Eisacktal neu zu ordnen, denn Terna wollte ja am Anfang einfach eine zusätzliche Leitung bauen. Er hat es geschafft, ein Projekt von insgesamt 300 Millionen Euro auf den Weg zu bekommen, bei dem inzwischen die Finanzierung gesichert ist. Auch die Art und Weise, wie Terna die Bevölkerung in die Planung involviert hat, war einzigartig. Ich bin davon überzeugt, dass in der kommenden Amtszeit die neuen Leitungen gebaut werden; danach können die alten deaktiviert und sukzessive abgebaut werden.
Das ist ein gesellschaftliches Problem, das sehr schwer zu lösen ist, weil wir ja nicht an jeder Ecke jederzeit einen Polizisten postieren können. Es ist zu betonen, dass es sich hier um wenige Personen handelt, die aber großen Schaden verursachen. In den Sommermonaten werden wir an neuralgischen Punkten verstärkt auch mittels zusätzlicher privater Ordnungsdienste kontrollieren, und wir investieren auch hier in zusätzliche Videoüberwachung. Wir haben in der Vergangenheit bereits mehrere Täter angezeigt, worauf paradoxerweise die Eltern meist nicht besonders positiv reagieren. Wir tun, was wir können, aber das Phänomen wird sich nicht hundertprozentig lösen lassen.
In regelmäßigen Abständen hört man von Einbruchserien, die die Bevölkerung verständlicherweise verunsichern.
Trotz Westumfahrung gibt es Zeiten, in denen man auf einigen Straßen im Stadtgebiet nicht mehr weiterkommt. Mich erinnert das an einen Ausspruch des damaligen Bürgermeisters Klaus Seebacher im Dezember 2003, als es im Gespräch mit dem „Brixner“ auch um die schwierige Verkehrssituation in der Stadt ging: „Haben wir Brixen zu attraktiv gemacht?“
Ja, das ist korrekt. Da nützt es auch gar nichts, auf Statistiken zu verweisen, die beweisen, dass die Zahl der Einbruchsdelikte eigentlich abnimmt. Es ist aus meiner Sicht einerseits wichtig, nicht in Panik zu verfallen. Andererseits kann jeder von uns einen kleinen Beitrag leisten, um das Problem einzugrenzen: indem man achtsam ist, Türen und Fenster gut verschließt und verdächtige Situationen sofort meldet; die Behörden nehmen Hinweise sehr ernst. Wir haben im letzten Jahr die Anzahl der Ortspolizisten erhöht, um auch in den einzelnen Quartieren mehr präsent zu sein. Darüber hinaus haben wir in den vergangenen Jahren auch die Videoüberwachung potenziert – aber wir wollen umsichtig mit dieser Entwicklung weitergehen, weil Brixen nicht eine totalüberwachte Zone werden soll. Interessant ist in diesem Zusammenhang ein übergemeindliches Projekt, das vorsieht, an neuralgischen Punkten an den Stadteinfahrten eine ständige Videoüberwachung mit automatischer Kennzeichenerkennung zu installieren. Bei Verdachtsmomenten kann man dann sehr schnell reagieren. Wir haben die entsprechende Finanzierung für 2020 bereits vorgesehen. Im Sommer ist Vandalismus nach wie vor ein großes Thema, und Anrainer von betroffenen Straßen und Wegen können nicht verstehen, dass man das Problem nicht in den Griff bekommen kann.
Damals gab es noch keine Westumfahrung, deren Wichtigkeit wir vor einigen Wochen erkannt haben, als sie durch den Bau des Kreisverkehrs für einige Zeit gesperrt werden musste. Ja, wir haben Probleme bei den Stoßzeiten. Wer aber im Stau steht, muss sich bewusst sein, dass er selbst auch Teil des Staus ist. Wir brauchen zur Lösung des Problems unbedingt die Mithilfe der Bevölkerung: Jeder sollte sich fragen, ob es in den Stoßzeiten Alternativen zum eigenen Auto geben würde. Die öffentlichen Verkehrsmittel haben noch Potential, die Fahrradmobilität sowieso. Wir haben hier noch einige Hausaufgaben zu machen, indem wir das kapillare Fahrradwegenetz ausbauen und insgesamt mehr Raum für die Räder schaffen wollen. Gleichzeitig muss ich betonen, dass es im Sinne des Brixner Mobilitätskonzeptes noch einige Infrastrukturen braucht, die nun sukzessive realisiert werden. Der Mittelanschluss wird im April fertiggestellt sein, er wird aber die Stauprobleme nur abschwächen können. Der Bau des Nordanschlusses der Westumfahrung soll noch heuer ausgeschrieben werden. Es braucht aber definitiv auch die Südspange, um vor al-
lem die Mozartallee zu entlasten. Das Land ist gerade dabei, das Planungsteam dafür zu definieren. Vor einigen Wochen wurde ein „Plan für eine nachhaltige städtische Mobilität“ in Auftrag gegeben ... Ja, bis jetzt wurden bereits mehrmals Daten gesammelt, die die Ba-
von 2015 darf man feststellen, dass viele der darin definierten Ziele erreicht worden sind – gerade im Bereich der öffentlichen Bauten. Ja, das stimmt. Gemeinsam mit der Landesregierung haben wir es geschafft, einige Projekte zu entflechten, die sich schon lange in der Warteschleife befanden. Brixen
jede Baustelle auch Belastungen, aber ich freue mich jetzt schon auf den Augenblick, wenn die derzeitigen Bauten abgeschlossen sein werden. Wir bauen ja nicht für uns, sondern für die Bevölkerung, für die jede öffentliche moderne Infrastruktur ein Plus an Lebensqualität bedeutet. Vor allem die Altstadt erfährt einen Mehrwert, weil sie noch mehr
„Wir bauen ja nicht für uns, sondern für die Bevölkerung, für die jede öffentliche moderne Infrastruktur ein Plus an Lebens qualität bedeutet“_ Bürgermeister Peter Brunner sis darstellen werden für weitere Entscheidungen. Wir werden in Sachen Mobilität eine Art Masterplan erarbeiten, damit wir nach einem klaren Konzept vorgehen können, das dann übrigens auch die zukünftige Seilbahnverbindung beinhalten soll. Es gibt also noch viel zu tun ... Trotzdem: Beim Durchlesen Ihres „Programmatischen Dokuments“
wartet auf viele dieser Projekte seit vielen Jahren. Wir brauchen nur an die Neugestaltung des Kleinen Grabens zu denken, an die Bibliothek, die Musikschule, das ehemalige Astra Kino, die Renovierung des Rathauses, aber auch an den Schulhof und die Mensa in der Dantestraße, den Kindergarten von Elvas und Tschötsch, die neue Naherholungszone am Eisack im Norden der Stadt. Natürlich bringt
zum sozialen Treffpunkt der Generationen wird – ob das nun Acquarena, Kletterhalle, Bibliothek oder Musikschule ist. Auch für die Seilbahn gab es im Gemeinderat übrigens viel Konsens für das über einen Wettbewerb ausgewählte Siegerprojekt; wir haben kürzlich die weiteren Planungsschritte in Auftrag gegeben – auch deshalb, weil in zwei oder drei Jahren die Umlaufbahn von St. Andrä nach
Kreuztal erneuert werden muss, und die Plose Ski AG muss natürlich wissen, wie sie die beiden Umlaufbahnen miteinander verbinden können wird. Auch die Freifläche der Acquarena soll erweitert werden? Durch die für Familien kostengünstige SummerCard erlebt die Acquarena einen Besucherboom, vor allem durch Brixner Familien. Das bedeutet, dass im Sommer die Liegewiesen knapp geworden sind. Also haben wir eine Studie in Auftrag gegeben, wie man im Rahmen der weiteren Gestaltung des Priel-Areals die Freiflächen der Acquarena erweitern und zusätzliche Wasserflächen einplanen könnte – inklusive Tiefgarage und Priel-Arena im Rahmen von Stadt-Land-Fluss. Dazu gibt es inzwischen eine Vorstudie, die eine Verlegung der Tennisplätze nach Milland und an deren Stelle einen frei zugänglichen großen Grünpark vorsieht. Es bleibt also spannend. Das Priel-Areal entwickelt sich immer mehr zu einem auch mit dem Fahrrad optimal erreichbaren attraktiven Freizeitund Wohlfühl-Zentrum der Stadt.
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Politik & Gesellschaft
Im Rahmen von „StadtLandFluss“ wurde bei Zinggen eine neue Brücke über den Eisack errichtet
Die Bevölkerung wurde in die Planung zur Verle gung der Hochspannungsleitungen involviert
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André Heller präsentierte seine Ideen für einen attraktiven Hofburggarten
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Für mich persönlich war die urbanistische Weichenstellung für den neuen Sitz der duka und auch das renovierte Rathaus ein sichtbares Symbol für ein neues Selbstverständnis der Gemeindeverwaltung. Nun, beim Rathaus ging es uns einfach darum, die Arbeitsbedingungen der Gemeindemitarbeiter zu verbessern, was unbedingt notwendig war. Aus demselben Grund ist ja auch der Sitz der Stadtpolizei verlegt worden. Zu den urbanistischen Entscheidungen im Industriegebiet ist Folgendes zu sagen: Damals gab es eine hohe Jugendarbeitslosenrate, und gleichzeitig gab es Signale einiger großer Betriebe des Industriegebiets, dass sie sich vom Sitz in Brixen verabschieden könnten. So ist unser Bestreben erklärbar, alles zu tun, die Voraussetzungen zu schaffen, dass neue attraktive Arbeitsplätze entstehen können. Heute haben duka, Alupress, Viropa, Microtec, Durst und auch Progress ihren Hauptsitz in Brixen gefestigt. Inzwischen hat uns der internationale Trend überrollt, und es herrscht auch hier Fachkräftemangel – das ist die neue Herausforderung. Brixen bietet gerade im technischen Bereich aber hervorragende Arbeitsplätze und gute Verdienstmöglichkeiten. Nicht gelungen ist die Realisierung der Autobahnausfahrt Brixen-Süd in beide Richtungen – auch diese war im Programm enthalten. Dazu habe ich eine brandaktuelle Information: Nun ist eine Lösung in Sicht – nach vielen Jahren der Unsicherheit aufgrund der nach wie vor fehlenden Konzessionsverlängerung. Wie es aussieht, werden die Arbeiten 2020 endlich ausgeschrieben. Das Projekt ist ja schon genehmigt und finanziert. Übrigens beginnt im Frühjahr der
Bau der geplanten Lärmschutzwände der Autobahn. Ein Projekt, das Brixen aus meiner Sicht im Moment in seiner Wirkung für die Zukunft unterschätzt, ist der Ausbau des Bahnhofs zum Mobilitätsknoten. Das haben wir genau im Auge! Die Riggertalschleife wird die beiden Zentren Bruneck und Brixen näherbringen. Brixen wird zur Mobilitätsdrehscheibe zwischen Bozen, Sterzing und Bruneck, und zwar für Eisenbahn, Bus und Seilbahn, was für Brixen ohne Zweifel große Vorteile bringen wird. Brixen gewinnt als Mobilitätsknotenpunkt also an Bedeutung, was dazu führen wird, dass auch manche Schnellzüge aus München und Verona unsere Stadt direkt anfahren werden, was die internationale Erreichbarkeit und Bekanntheit von Brixen verbessert. Am Bahnhof entstehen übrigens 1.200 Fahrradabstellplätze, die Hälfte davon überdacht. Auch rein optisch erfährt das Bahnhofs-
areal endlich eine Erneuerung. Ziel ist es, den Individualverkehr so wenig interessant wie möglich zu machen und den öffentlichen Verkehr zu stärken. Mitte 2020 wird auch hier mit dem Bau begonnen. Wie geht es der Gemeinde finanziell? Wir haben viel investiert in den letzten Jahren, aber das Land hat uns dabei auch ordentlich unterstützt. Brixen steht also gut da, was auch daran liegt, dass die Wirtschaft floriert, was sich natürlich auch in den Steuereinnahmen niederschlägt. Unterm Strich ist es
ist in den nächsten zwei Jahren geplant. Die haushaltstechnische Entwicklung der Gemeinde ist also mehr als zufriedenstellend. Dies schlägt sich erfreulicherweise auch in der großzügigen Beitragsvergabe an unsere Vereine nieder, die ja das ganze Jahr hindurch ehrenamtlich außerordentlich viel leisten und für Brixen einen unbezahlbaren Mehrwert darstellen. Vor allem aber sind wir gut aufgestellt für die kommenden Herausforderungen, denn schließlich steht der Bau des Seniorenwohnzentrums in der Elisabethsiedlung vor der Tür. Das von der Stiftung Sparkasse geplante Mehrgenerationenhaus im ehemaligen Kurhaus von Gug-
„Wir haben noch einige Hausaufgaben zu machen, indem wir das kapillare Fahrrad wegenetz ausbauen und insgesamt mehr Raum für die Räder schaffen wollen“_ Bürgermeister Peter Brunner uns gelungen, ein ambitioniertes Investitionsprogramm umzusetzen und gleichzeitig die Steuern und Gebühren zu senken – man denke nur an die Erhöhung der Einkommensgrenze zur Befreiung der IRPEF-Zusatzsteuer. Außerdem haben wir die Schulden der Gemeinde bereits um 6 Millionen Euro reduziert; eine weitere Reduzierung von einigen Millionen
genberg und das bestehende Bürgerheim wird gemeinsam mit der neuen Infrastruktur eine perfekt verzahnte Angebotspalette für die Senioren darstellen.
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Mittendrin sein ist WunderBAR Nicht mehr im Hinterhof, sondern gut sichtbar am Großen Graben gibt es seit dem 7. Dezember die vom Sozialzentrum Seeburg geführte WunderBAR, mit der man dem Ziel der Inklusion ein Stück näherkommen will.
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as Öffnen der Tür erfordert etwas Kraft, doch einmal eingetreten, merkt der Besucher sofort, dass diese Bar nicht ein traditionelles Kaffeehaus ist, sondern dass man hier konsumieren und einkaufen kann. Viele sind sicher überrascht, dass hier Menschen mit Behinderung den Kaffee servieren und dass die Produkte, die von Qualität und Kreativität zeugen, in der Seeburg und im Bartgaishof hergestellt werden. „Ein Lokal, in dem unsere Tätigkeit sichtbar wird und wo wir mitten unter den Menschen sind – das war immer schon mein Ziel“, erzählt Carmen Messner, die Leiterin der Seeburg und stellvertretende Direktorin vom Bartgaishof. „Die Überlegung, das Ladele, das vorher im Innenhof des Lachmüllerhauses etwas versteckt war, mit einer Bar zu verbinden, ist für uns von enormer Bedeutung, weil das eine konkrete Maßnahme zur Beschäftigung ist, die Sichtbarkeit fördert und ein Aushängeschild für die einzelnen Dienste darstellt“, ergänzt Thomas Dusini, Direktor der Sozialdienste.
Freude! Die acht Menschen mit
Behinderung, alle Klienten von der Seeburg, sind mit Begeiste-
rung bei der Arbeit. Sie tragen mit Stolz dieselbe Arbeitskleidung, wie die Geschäftsführerin Manuela Stecher und die Arbeitserzieherin Miriam Romeo berichten, die von der Seeburg zur Führung der Bar abkommandiert sind. Gleiche Kleidung verbindet und fördert die Identifikation. Die freundliche Angelika, die gerne erzählt, ist für die Beratung bei den Produkten zuständig. Giulia, die nicht gerne wartet, will sofort alles einpacken – auch, wenn der Kunde noch gar nicht entschieden hat. Doch Sepp, der einzige Mann in der Gruppe, hat alles im Griff. Er ist den Gästen bei der Platzsuche behilflich, macht seine Kolleginnen auf bestimmte Missstände aufmerksam und erzählt voller Freude, dass er selbständig mit dem Bus nach getaner Arbeit nach Hause fährt und wie er das Abo für den Bus aufbewahrt. Evelyn und Monika sind „Konkurrentinnen“ beim Servieren. Jede will das Gewünschte bringen, wobei mitunter Sensibilität und Aufmerksamkeit des Besuchers gefragt sind. Die quirlige Miriam berichtet voller Stolz, dass sie das Servieren zuhause mit ihren Eltern geübt hat. In der Tat trägt sie das volle Tablett sicher zum Tisch. Die immer gut aufgelegte und freundliche Imel-
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Politik & Gesellschaft
BRIXEN
Die acht Klienten der Seeburg, die in der WunderBAR Dienst tun, sind mit Begeisterung bei der Sache
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da, die hinter der Theke hilft, ist froh, unter Leuten zu sein und manchmal auch in die Stadt gehen zu können. Marion, die Leseratte, hilft zwei Tage in der WunderBAR; die übrige Zeit möchte sie in der Seeburg verbringen. Sie alle arbeiten ohne Orderman. Das Gewünschte müssen sie sich merken, weil sie auch keinen Notizblock haben. „Wir beobachten, wo unsere Klienten am besten einsetzbar sind. Wir fördern und fordern“, erzählt Miriam Romeo. So halten sie sich abwechselnd im Kreativraum im alten Ladele auf, wo sie ihren Fähigkeiten entsprechend eingesetzt sind. Die Dekoration für die Bar wird auch im Hause gemacht;
derzeit wird schon fleißig für den Valentinstag gestanzt und geklebt, und für Ostern braucht es auch die passende Dekoration. Ebenso sind die Sprüche an der Wand und die Bilder an der Theke das Werk von Klienten der Seeburg.
Mut und Vertrauen. Die Be-
treuten haben sich für diese Tätigkeit gemeldet – natürlich in Absprache mit den Angehörigen. Dazu ist Mut notwendig! In der Seeburg befinden sie sich in ihrem gewohnten Umfeld, wie in der Näherei, in der Tischlerei, in der Weberei oder in einer anderen Abteilung, und die meisten Entscheidungen werden von den Betreuern getroffen. In der Wun-
unter dem die Bar geführt wird, ist „Alkoholfreiheit und Frische“. Das Ziel ist, dass sie eine Bereicherung für die Stadt wird und die Betreuten von den Gästen wegen ihrer Authentizität geschätzt werden. Es sollen aber auch die in der Seeburg und im Bartgaishof gefertigten Produkte Anerkennung finden und gekauft werden. Als wir vom „Brixner“ für unsere Recherche in der WunderBAR waren, zeigte sich eine Frau froh, dass sie nach langer Suche die umweltfreundlichen Zintalan (Feueranzünder) in der
Foto © Marianne Menke
derBAR stehen sie in der Öffentlichkeit und sind im ständigen Kontakt mit fremden Leuten. Hier müssen sie konzentrierter sein und eventuell einmal selbständig eine Entscheidung treffen. „Ich glaube, dass die Betreuten auf diese Weise Struktur in ihr Leben bekommen und in ihrer Selbständigkeit und ihrem Selbstvertrauen gefördert werden“, ist Manuela Stecher überzeugt. Carmen Messner und Thomas Dusini hoffen, dass es irgendwann gelingen werde, diese Menschen mit Behinderung in der Gastronomie unterzubringen, auch
Hotel Paradiso Eine Produktion von Familie Flöz, Theaterhaus Stuttgart, Theater Duisburg
nur für ein Praktikum. Mut und Vertrauen haben aber auch die Verantwortlichen bei der Entscheidung für die Inbetriebnahme der WunderBAR gezeigt: „Wir hatten immer die Unterstützung von Walter Baumgartner und Ingo Dejaco vom Bezirksausschuss Eisacktal“, berichtet Messner. Das Land habe den Umbau finanziert, doch weitere finanzielle Unterstützung gibt es nicht mehr; die Bar muss sich selbst finanzieren. „Nichts stärkt uns mehr wie das Vertrauen, das uns entgegengebracht wird“, ist Carmen Messner überzeugt.
Positive Rückmeldungen. Die
WunderBAR ist in der Stadt strategisch gut platziert. Das Motto,
WunderBAR im Regal findet. Eine Besucherin findet, dass das ein Ort ist, wo man „gerne hingeht, weil hier Entschleunigung stattfindet“. Manuela Stecher berichtet von den positiven Rückmeldungen und der guten Besucherzahl. Ein Besuch in der WunderBAR sei eine gute Gelegenheit für die Gäste, mit Menschen mit Behinderung in Kontakt zu treten. Für viele sei das neu, aber für alle kann es bereichernd sein. Es erübrigt sich die Überlegung, ob man bei der WunderBAR die Betonung auf das U oder auf das A legen soll – es passt beides.
Mittwoch, 5. Februar 2020 Brixen, Forum Beginn: 20.00 Uhr Einführung: 19.15 Uhr Karten: www.kulturinstitut.org Tel. 0471 313800 – Athesia-Ticket
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„Sehnsucht nach Glück“ Im Rahmen der Zukunftstage 2020 organisiert die Katholische Frauenbewegung am 11. Februar im Hörsaal 1 der Theologisch-Philosophischen Hochschule im Priesterseminar eine Veranstaltung mit dem Titel „Der Traum vom Glück“. Dabei gehen Experten in ihren Referaten und Statements der folgenden Frage nach: „Was ist das eigentlich – Glück?“ Der „Brixner“ hat mit WALBURGA PICHLER WILD im Vorfeld ein Gespräch geführt. Frau Wild, was ist eigentlich Glück? Wie wird der Begriff von Experten definiert? WALBURGA PICHLER WILD: Eine einfache Definition von Glück gibt es nicht. In der Theorie werden immer wieder zwei Begriffe mit Glück in Zusammenhang
Steckbrief Walburga Pichler Wild, wohnhaft in Franzensfeste, hat nach dem Besuch des Pädagogischen Gymnasiums in Meran von 1992 bis 1998 in Innsbruck das Studium der Psychologie und in Triest die entsprechende Staatsprüfung absolviert. Von 2000 bis 2006 war sie Mitarbeiterin in Bad Bachgart und an der Cusanus Akademie. Seit 2001 ist sie freiberuflich in der eigenen Praxis in Bozen tätig und betreut verschiedene Projekte.
gebracht: Das Zufallsglück ist ein kurzlebiges und vergängliches Gefühl, sozusagen eine Momentaufnahme. Das Glück der Befindlichkeiten oder „Wohlfühlglück“ hingegen bedeutet Zufriedenheit und positive Eigenschaften, die sich jeder für sein Leben wünscht; es ist also keine Momentaufnahme, sondern ein langfristiges „Zufriedenheitsglück“. Was bedeutet für Sie persönlich Glück? Mein erstes Glück sind meine Kinder, wie sie geboren sind, wie sie gewachsen sind und wie sie ihren Lebensweg gefunden haben. Da ist nicht nur Erziehungsarbeit und Können dabei, sondern auch viel Glück. Auch mein Enkelkind empfinde ich als großes Geschenk. Ein weiteres Glück ist, dass ich meine Arbeit gerne mache und dass ich selbstbestimmt leben kann. Und ohne Gesundheit gäbe es für mich
keine Selbstbestimmung. Doch begegne ich in meiner Arbeit auch Menschen, die durch ihre Krankheit eine andere Sichtweise aufs Leben gefunden haben, ein neues Glück sozusagen.
Menschen – meist sind es Frauen −, die nie mehr verzeihen können und denen das Vertrauen abhandengekommen ist, weshalb sie nie mehr eine feste Bindung eingehen können.
Sogar Papst Franziskus hat sich in „Das Glück in diesem Leben“, das als sein persönlichstes Buch gilt, mit dem Thema befasst. Welche Werte bilden nach seiner Ansicht den Weg zum Glück?
Welche Ziele verfolgt die Positive Psychologie? Wie können Sie in Ihrer Arbeit als Psychologin und Psychotherapeutin Menschen helfen, ihre persönliche und gesellschaftliche Glückskompetenz zu entwickeln?
Papst Franziskus, dessen große Ausstrahlungskraft ich auf dem Petersplatz erleben durfte, verbindet Glück mit Werten wie Barmherzigkeit, Gerechtigkeit, Verzeihung, Nächstenliebe, Vertrauen, Brüderlichkeit und Demut. Er nennt schöne Werte, und es gibt eine Übereinstimmung zwischen dem, was er sagt, und dem, was er tut. Für ihn ist es ein Glück, Werte zu haben. Ich begegne in der Therapie häufig
Die Positive Psychologie wird stark vom Amerikaner Martin Seligman befürwortet. Sie betont die positiven Aspekte des Menschseins und rückt Gefühle wie Glück, Optimismus, Geborgenheit, Vertrauen und individuelle Stärken in den Vordergrund. Ich schätze seine Art und Weise zu therapieren. Menschen, die zu mir in die Praxis kommen, sind angespannt, ängstlich, traurig, zwanghaft, un-
„Wenn ich nur aussteigen könnte ...“ Achtung: Ein Skitag im Skigebiet Ratschings-Jaufen bietet äußerst hohes Suchtpotential! Schon beim Einstieg in die voll automatisierte 8er-Kabinenbahn mit atemberaubendem Blick auf die beeindruckende Ratschinger Bergwelt werden Skifans auf unbegrenztes Skivergnügen in einem weitläufigen Gelände eingestimmt. Nicht umsonst zählt das beliebte Skiparadies zu den modernsten Skigebieten in ganz Südtirol. Das Skigebiet Ratschings-Jaufen wartet mit 20 verschiedenen Pisten unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade (leicht bis mittelschwer) auf. Zwischen 1.300 und 2.150 Metern Meereshöhe sorgen rund 25 absolut schneesichere Pistenkilometer für unbegrenztes Skivergnügen. Wer wissen will, wie viele Pistenkilometer und Höhenmeter er an einem Skitag zurückgelegt hat, kann sich einen
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persönlichen Skiline-Account anlegen. Wem es auf den „gewöhnlichen“ Pisten zu langweilig zugeht, kommt in der Funslope und im Funpark, die das Beste aus Piste, Snowpark und Cross kombinieren, voll auf seine Kosten. Eine tolle Rodelabfahrt ist ein Riesenspaß – da wird jeder gerne wieder zum Kind! Die 5 km lange Rodelbahn ist stets gut präpariert und bringt Freude für Groß und Klein. Ein Kinder-Skiland und ein Skiwanderweg machen das Angebot komplett. Wen zwischendurch der Hunger packt: Zünftige Skihütten mit schmackhaften Spezialitäten bieten Abhilfe. Und am Ende eines langen Skitages kann die Ausrüstung ganz
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Politik & Gesellschaft
INTERVIEW
bequem im großen Skidepot mit integrierter Belüftungsund Desinfizierungsanlage eingestellt werden. Das Skigebiet Ratschings-Jaufen ist unter Schnee-Vernarrten längst kein Geheimtipp mehr. Wir haben Sie vorgewarnt: Es bietet Suchtpotential – und das in einer gehörigen Portion!
Foto: Oskar Zingerle
glücklich. Mein Ziel ist es, sie von der belastenden Situation zu befreien und zu fragen: Was ist gut in meinem Leben? Gibt es da doch noch etwas? Ich schaue darauf, dass zwischen Denken, Fühlen und Handeln ein gleichseitiges Dreieck entsteht. Manche Klienten sind stark im Denken, schaffen es aber nicht, im Handeln etwas zu verändern, und dadurch leidet auch das Fühlen. Hilfreich sind Gespräche, Geschichten, Körperarbeit und Wahrnehmungsübungen. Wichtig ist das Wissen, dass geholfen werden kann. Wichtig ist, durch Selbstreflexion sich bei sich selber auszukennen. Ernest Hemingway antwortete auf die Frage, was Glück denn sei: „Glück, das ist einfach Gesundheit und ein schlechtes Gedächtnis“. Was sagen Sie dazu? Das mit der Gesundheit kann ich gut verstehen. Mit dem schlechten Gedächtnis meint er wohl die Fähigkeit, dass wir das weglegen und wegschieben können, was uns belastet und bedrückt und was nicht so läuft, wie wir es möchten. Wir dürfen nicht immer auf das schauen, was uns Sorgen und Kummer bereitet. Der Weltglücksbericht 2019 ergibt, dass Finnland von den 156 teilnehmenden Ländern das „glücklichste“ ist. Es folgen Dänemark, Norwegen, Island und die Niederlande. Mal abgesehen von den Niederlanden handelt es sich ausschließlich um nordische Staaten; wie kann das erklärt werden? Ganz ähnlich waren die Ergebnisse in den Jahren zuvor. Es gibt in diesen Ländern sehr viel Unterstützung für die Familien, und die Menschen sind gut abgesichert und fühlen sich aufge-
Walburga Pichler Wild: „Wer glücklich sein will, sollte böse Worte vermeiden“ hoben. Wichtige Komponenten sind ein sicherer Arbeitsplatz, eine intakte Familie, eine solide Rentenabsicherung und die Gleichberechtigung von Frauen und Männern. Um all diese Dinge kann die Politik sich kümmern, und sie tut es. „Das kleine Buch vom Glück“ enthält eine Reihe von positiven
Einsichten und praktischen Ratschlägen. Welche drei würden Sie den Lesern besonders ans Herz legen? Da die Sprache ein wichtiges Element im Umgang miteinander ist, würde ich auswählen: Wer glücklich sein will, sollte böse Worte meiden. Über die Wichtigkeit vom menschlichen Miteinander zeugt
der Spruch: „Vergnügen kann man allein genießen, Glück nur in der Gemeinschaft.“ Und zum Schluss: „Ein Lächeln kann uns glücklich machen, wenn wir es genießen.“ Meine ganz persönliche Empfehlung lautet: „Kümmert euch mehr ums Glück! Schreibt am Abend auf, was heute schön war!“ johanna.bernardi@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info
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Politik & Gesellschaft
BRIXEN/SÜDTIROL
FJ-Obmann ist Brixner z An der Spitze der Freiheitlichen Jugend steht seit dem 11. Jänner der 18-jährige Brixner Oscar Fellin; er löst damit den langjährigen Jugendobmann und ehemaligen Landtagsabgeordneten Hannes Zingerle ab. Im Rahmen des Neujahrstreffens in Bozen hat die freiheitliche Parteijugend ihren neuen Vorstand gewählt; für Fellin als neuer Obmann gab es eine deutliche Mehrheit.
Mit Tino Ramoser und Lukas Forer stehen ihm zwei junge Bozner als seine Stellvertreter zur Seite. Erweitert wird der Vorstand durch Jugendvertreter aus den Bezirken. Der junge FJ-Obmann, der vor zwei Jahren zu den Freiheitlichen kam, nennt als konkrete FJ-Themen „das
P&G
leistbare Wohnen, die Chancen in Ausbildung und Beruf, die Ausrichtung der Einwanderungspolitik, die Zukunftsentwicklung der Südtiroler Selbstverwaltung und Unabhängigkeit, aber auch der ehrliche Umgang mit dem Thema Umweltschutz“. sp
Politik & Gesellschaft Foto: Odysseas Sariannidis
BRIXEN
#HowAreYouEurope z Vincent-Immanuel Herr und Martin Speer aus Berlin bezeichnen sich selbst als „Aktivisten, Autoren, Feministen und Europäer“. 2008 haben sie sich an einem US-amerikanischen College kennengelernt und dort schnell begonnen, sich über gesellschaftliche Themen auszutauschen. Was als abendliche Diskussionen rund um die Themen soziale Ungerechtigkeit, politische Systeme, Philosophie und Geschichte startete, hat sich über die letzten Jahre nach und nach in ein Vollzeit-Engagement verwandelt. Die Initiative „Free Interrail“ entstammt zum Beispiel aus ihrer Denkfabrik: „EU-Bürger sollten
kurz
notiert
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zum 18. Geburtstag ein 30-TageInterrail-Ticket bekommen, mit dem sie kostenlos ganz Europa bereisen können.“ Herr und Speer erhofften sich von der Maßnahme einen wirksamen Schutz gegen Tendenzen der Renationalisierung in Europa und argumentieren, dass „nur persönliche Begegnungen zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturen einen echten europäischen Zusammenhalt schaffen könnten“. Das Projekt wurde inzwischen realisiert und ständig erweitert; für den Zeitraum 2021 bis 2027 hat die Europäische Kommission für „#Free Interrail #Discover EU“ 700 Milli-
Das Frauenhaus Brixen, das HdS, die OEW, die Vereine Ballo und Dy namic Dance sowie die Plattform Männer gegen Gewalt organisie ren am 14. Februar um 16:30 Uhr am Domplatz Brixen „One Billion Rising“, ein gemeinsames Tanzen für alle zur Beendigung von Gewalt gegen Mädchen und Frauen. Info: Tel. 347 7257397.
onen Euro zur Verfügung gestellt. Die beiden kommen auf Initiative des Vorsitzenden der JG-Eisacktal, Peter Natter, am 11. Februar nach Brixen, wo sie um 20 Uhr im Astra
gemeinsam mit Landeshauptmann Arno Kompatscher und Südtiroler Jugendlichen über die Herausforderungen Europas im neuen Jahrzehnt diskutieren werden. wv
Die Projektierung des zweiten Bauloses für die Sanierung weiterer Dachflächen sowie der Erweiterung der Bibliothek des italienischen Schulzentrums „Falcone e Borsellino“ in Brixen kann starten. Insgesamt belaufen sich die Sanierungskosten auf etwa 4,6 Millionen Euro.
Für seine Jubiläumsfeier am 25. Jänner im „Millanderhof“ hat der italienische Seniorenclub Milland vom Brixner Stadtrat einen Beitrag von 1.200 Euro bewilligt bekommen. Der Seni orenclub feiert seine notarielle Gründung vor 30 Jahren und sein effektives Bestehen seit 42 Jahren.
NACHGEFRAGT
„Das Ziel sind reflektierende Praktiker“ ANNA PFITSCHER, Projektleiterin und Ansprechpartnerin für die neue Südtiroler Lehrerausbildung, über die berufsbegleitende Ausbildung für Supplenten, die am 9. Jänner vorgestellt wurde und im Herbst an der Uni Brixen starten wird. Frau Pfitscher, was ist das Besondere an der neuen berufsbegleitenden Ausbildung für Supplenten? Neu daran ist der integrative Ansatz, die bewusste Verknüpfung von Theorie und begleiteter Praxiserfahrung. Ziel des Lehrganges ist nämlich die Ausbildung von reflektierenden Praktikern. Das Modell erfordert eine enge Kooperation zwischen Universität, Bildungsdirektion und Schule – mit geteilter Verantwortung und klar benannten Schnittstellen. Es ist auch eine kontinuierliche Begleitung durch eigens ausgebildete Mentoren vorgesehen.
Warum gibt es an Südtirols Schulen immer noch so viele Supplenten ohne Lehrbefähigung? Das ist eine schwierige Frage. Zum einen liegt es sicher an den nicht regelmäßig angebotenen Ausbildungen, zum anderen aber auch daran, dass manche ihr Interesse an der Arbeit in der Schule erst in einem zweiten Moment entdeckt haben und sich deshalb entsprechend nachqualifizieren müssen. Gibt es schon eine konkrete Vorstellung zum Aufbau dieses Lehrgangs? Der Lehrgang erstreckt sich über zwei Schuljahre und beruht auf
drei Standbeinen: dem wissenschaftlichen Input mit Bezug zur Praxis, der Verzahnung von wissenschaftlichem Input, didaktischer Aufarbeitung, Umsetzung und Reflexion und als dritter Punkt die praxisbezogenen Angebote zu Wahlpflichtbereichen und Besonderheiten der Südtiroler Schule. Der theoretisch/wissenschaftliche Hintergrund wird von Experten der Bildungsdirektion didaktisiert und auf die schulische Realität heruntergebrochen, durch Arbeitsaufträge konkretisiert und nach der Erprobungsphase gemeinsam reflektiert. sabine.peer@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info
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Ein Akt der Nächstenliebe z Seit dem Sommer 2015 ist es möglich, in den Meldeämtern der Gemeinden den Willen zur Organspende kundzutun, und zwar im Rahmen der Ausstellung oder Erneuerung des Personalausweises. Die Gemeinde übermittelt die Daten an das Gesundheitsministerium und vermerkt auf der Rückseite des Dokumentes die Bereitschaft zur Spende mit den Worten „Ich stimme einer Entnahme meiner Organe/Gewebe zu“. Anlass für diese zusätzliche Möglichkeit (neben Gesundheitssprengel, Hausarzt und AIDO), den Willen zur Organspende zu äußern, gaben folgende Zahlen für das Jahr 2014: 80 Südtiroler standen auf der Warteliste für eine Organspende – es handelte sich vor allem um Nieren und Leber −, aber nur 20 Organe von Spendern aus Südtirol konnten transplantiert werden. Das bedeutet, dass schwerkranke Patienten jahrelang
auf ein Organ warten müssen oder manchmal sogar sterben, weil zu wenige Organe zur Verfügung stehen. Eine Nachfrage bei der Gemeinde Brixen ergab, dass im Zeitraum vom 8. Oktober 2015 bis zum 31. Dezember des vergangenen Jahres 12.762 Personalausweise ausgestellt wurden. Immerhin 1.230 Brixner waren es, die die Bereitschaft bekundeten, „auch über den Tod hinaus etwas für andere Menschen zu tun“, wie es in der Aufklärungsbroschüre steht. Dazu Bürgermeister Peter Brunner: „Die Zahlen belegen, dass das Angebot von vielen angenommen worden ist. Erfreulich ist die Tatsache, dass die Zahl im Laufe der vier Jahre und drei Monate angestiegen ist, doch gibt es noch Potential nach oben. Wir von der Gemeinde fühlen uns motiviert und verpflichtet, noch umfassender zu informieren und aufzuklären.“ jb
BRIXEN
Hellenstainer bildet Metzgermeister aus
Foto: Oskar Zingerle
Politik & Gesellschaft
SÜDTIROL/BRIXEN
z Nach rund 16 Jahren hat an der Landesberufsschule „Emma Hellenstainer“ erstmals wieder ein Kurs für Metzgermeister stattgefunden. Dank des hartnäckigen Engagements von Simon Staffler, Metzgerfachlehrer der Hellenstainer, und mit Unterstützung des Amts für Lehrlingswesen und Meisterausbildung konnten von Januar bis November 2019 zehn Anwärter die fachtheoretischen und fachpraktischen Kurse besuchen; sieben haben diesen fachlichen Teil mit einer schriftlichen und praktischen Prüfung erfolgreich abgeschlossen. Direktorin Brigitte Gasser Da Rui unterstreicht die Wichtigkeit einer derartigen Ausbildung und ist froh, dass diese mit vereinten Kräften endlich zustande gekommen ist: „Das Bewusstsein und Interesse in der Bevölkerung für qualitativ hochwertiges Fleisch aus art-
gerechter Haltung und lokalen Kreisläufen nimmt ständig zu.“ Als Lebensraum und Tourismusland sei es also doppelt wichtig, gut ausgebildete Fachleute zu haben. „Die anspruchsvollen Inhalte wurden in die vier Module Rohstoff Fleisch, Produktionstechnologie, Technologie der Fleischverarbeitung und Verkauf unterteilt“, erklärt Simon Staffler. Neben namhaften Südtiroler Experten wie Alexander Holzner und Oswald Messner sowie bewährten Fachleuten aus dem Team der Hellenstainer hat der junge Metzgermeister als Referenten für den Meisterkurs die europäische Crème de la Crème des Fachbereichs zusammengetrommelt: Dirk Ludwig (Hessen), Rohwurstspezialist Kurt Gruber, Heiko Brath aus Karlsruhe, Tom Heinzle aus Vorarlberg und der Rheinländer Michael Keller. wv
BRIXEN
600 Sternsinger in Brixen
z Jährlich gehen an die 5.000 Sternsinger mit ihren Begleitpersonen in den Weihnachtsferien von Haus zu Haus, um für über 100 soziale, pastorale und Bildungsprojekte Spenden zu sammeln. „Kinder, Jugendliche 16
und Erwachsene aus ganz Südtirol sind Jahr für Jahr für die Aktion Sternsingen im Einsatz und helfen somit Menschen auf der ganzen Welt“, sagt Alexandra Felderer, 3. Vorsitzende der Jungschar. Mitte Jänner trafen sich nicht weniger
als 600 Sternsinger beim großen Sternsingentreffen der Jungschar in ihren prächtigen Gewändern im Dom zu Brixen, wo sie gemeinsam mit Bischof Ivo Muser, Kinder- und Jugendseelsorger Shenoy Maniyachery Varghese sowie weiteren Priestern einen feierlichen Wortgottesdienst feierten. Musikalisch umrahmt wurde die Wortgottesfeier vom Mini-Chor Bruneck. Bischof Muser dankte allen Sternsingern, den Begleitpersonen und den Organisatoren: „Ich bedanke mich bei euch Kindern, die in den vergangenen Tagen die Botschaft von Weih-
nachten weitergebracht haben. Ein großer Dank gilt auch den Erwachsenen, die die Kinder unterstützt und begleitet haben, und den vielen Menschen in unserem Land, die wieder eine Spende gegeben haben und damit zeigen, was Weihnachten bedeutet.“ Anschließend zogen die Kinder durch die Altstadt von Brixen. Während des festlichen Umzugs sangen sie ihre Sternsingenlieder und ließen sich bestaunen. Abschließend gab es zur Freude aller Krapfen und Tee im Garten des Priesterseminars. wv
BRIXEN/EISACKTAL
Kreative Kooperation z Mit Kärtchensets für frischgebackene Eltern, die die Entwicklungsschritte der Kleinen festhalten, fing alles an: Verena Tutzer und Verena Geiregger aus Gufidaun und ihr Projekt „Zwoavau“. Inzwischen haben die zwei kreativen Mütter ihr Sortiment um Aufkleber, Glückwunschkarten, Familienkalender und Messlatten erweitert. Die handwerkliche Herstellung ihrer Artikel wurde für die zwei berufstätigen
Frauen allerdings immer mehr zur Herausforderung, und so kam es vor einigen Monaten zur Kooperation mit dem Sozialzentrum Seeburg in Brixen − eine Zusammenarbeit, von der beide Seiten profitieren: Verena und Verena haben mehr Freiraum, um weiterhin neue Ideen zu entwickeln, und für die Menschen, die ihnen bei der Herstellung der Kärtchen helfen, ist eine zusätzliche Einnahmequelle entstanden. oz
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Haushaltsvoranschlag genehmigt z Mit 21 Ja-Stimmen und 3 Gegenstimmen hat der Brixner Gemeinderat Ende Dezember den Haushaltsvoranschlag 2020-2022 verabschiedet. Die Einnahmen setzen sich zu 59 Prozent aus laufenden Einnahmen (Steuereinnahmen, laufende Beiträge und außersteuerliche Einnahmen) und zu 41 Prozent aus außerordentlichen Einnahmen (Investitionsbeiträge und Veräußerungen) zusammen. Bei den Steuereinnahmen wird im kommenden Jahr ein Rückgang von 3,06 Prozent erwartet, was auf einen Rückgang bei den außerordentlichen GISEinnahmen zurückzuführen ist. Ein weiterer Rückgang ab dem Jahr 2021 ist als Folge der Erhöhung des IRPEF-Freibetrages auf Einkommen bis zu 35.000 Euro zu erwarten. Dieser Ausfall kann im darauffolgenden Jahr dank positiver Entwicklung der Wirtschaft
wiederum durch Mehreinnahmen aus der Gemeindeimmobiliensteuer wettgemacht werden. Die GIS macht mit 76 Prozent nach wie vor den größten Anteil der steuerlichen Einnahmen aus. Auf der Ausgabenseite ist ein Rückgang der laufenden Ausgaben um 2,66 Prozent vorgesehen. Grund dafür sind geringere Zinsen auf Darlehen sowie Einsparungen in verschiedenen Bereichen mit Ausnahme der Ausgaben für das Personal. Was die Verschuldung anbelangt, so plant die Gemeinde im Dreijahreszeitraum 2020-2022 keine Neuverschuldung. Die Nettoverschuldung der Gemeinde beträgt aktuell 27,6 Millionen Euro und soll bis Ende 2022 auf 19,5 Millionen Euro abgebaut werden. Dem entsprechend wird im selben Zeitraum die Nettoverschuldung pro Einwohner von 1.232,64 auf 873,03 Euro sinken. oz
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Menschen & Meinungen
PORTRAIT
Die sanfte Kämpferin G
ertraud Gisser ist eine Kämpferin. Nicht eine von den lauten und auffälligen, sondern eine von den sanften, beharrlichen, eine, die nie aufgegeben hat, ihrer Überzeugung zuliebe und weil es ihr immer um ihre Patienten ging. Über 35 Jahre arbeitete sie im Bereich der medizinischen Rehabilitation, war Gallionsfigur, unbeirrbar und standhaft und mit einem Netzwerk, das durch Begegnungen auf Augenhöhe gewoben wurde. Seit 1. Dezember ist sie in Pension und findet das „alleweil sehr erträglich“. Sich in der Natur aufzuhalten, frei und ungezwungen und ohne jemandem verpflichtet zu sein, das genießt Gertraud Gisser ganz unverhohlen. Sie würzt das Gespräch mit kleinen Lebensweisheiten, unaufdringlich und tiefsinnig. Weisheiten, die ihr der Vater mit ins Leben gegeben hat. Von ihm hat sie sich vieles abgeschaut: die Gelassenheit, die Bodenständigkeit und wohl auch, wie man so manchen Widrigkeiten trotzen kann.
Starke Vater-Bindung. Gertraud
Gisser ist in Vahrn aufgewachsen, auf einem Bauernhof, als jüngste
verständlich. In der Familie wurde viel geredet, viel politisiert. Und wenn sie sich über die Extreme dieser Welt aufgeregt hat, dann hat ihr Vater sie darauf hingewiesen, dass das Leben einer Pendeluhr gleiche. Es müsse ausschlagen, um sich weiterzudrehen. Als Ende der sechzigerjahre die Autobahn durch das Eisacktal gebaut wurde, traf es auch den Hof der Familie Gisser. Eine Schneise mitten durch die Felder, die Straße unmittelbar neben der Hofstelle, die Frage nach Gerechtigkeit, weil es eine andere Variante gegeben hätte, eine, die weniger aufwändig gewesen wäre und durch anderes Gelände geführt hätte. Die Familie ließ sich trotzdem nicht unterkriegen. Gertraud Gisser erzählt davon, wie sie als Kind ihren Vater damals gefragt hat, ob die Bauarbeiter einfach so in ihr Leben eindringen dürfen, mitten in der besten Zeit Felder umgraben und Bäume fällen können. Er hat sie gelehrt, Respekt zu haben, verstehen zu lernen: „Sie tun auch nur ihre Arbeit.“ Heute steht der Hof an einer anderen Stelle, weiter entfernt vom ständigen Lärm der Autobahn.
Foto: Oskar Zingerle
35 Jahre lang war GERTRAUD GISSER für ihre Patienten da, nun ist die Ärztin im wohlverdienten Ruhestand – aber keineswegs ruhig. Vielmehr kennt die Vahrnerin inzwischen eine gewisse Gelassenheit. Pragmatisch und unkompliziert und vor allem selbstkritisch ist sie geblieben.
Praktischer Kurzhaarschnitt, liebevolle Augen − Gertraud Gisser ist ein Mensch, bei dem man sich aufgehoben fühlt. Pragmatisch und unkompliziert und
„Der Antrieb all die Jahre hindurch war letztendlich die Gewissheit, wirklich helfen zu können“_ Gertrud Gisser von sechs Geschwistern. Die Mutter starb, als sie gerade einmal zehn Jahre alt war. Das Leben auf dem Hof hat sie geprägt. Miteinander zu arbeiten, füreinander da zu sein, den Zyklus des Lebens zu respektieren – all das war selbst18
Gertraud Gisser erzählt ohne Bitterkeit. Ihr Studium hat sie sich später mit einem Job an der Autobahnraststätte finanziert. Die Nachtschichten und so manches Wortgefecht mit den Fernfahrern „waren Lebensschule“.
vor allem selbstkritisch. Nach der Matura am wissenschaftlichen Lyzeum in Brixen hätte sie sich eigentlich zur Physiotherapeutin ausbilden lassen wollen. In Conegliano in der Provinz Treviso wäre das zwar möglich gewesen,
„aber dafür war mein Italienisch damals nicht gut genug“. Und die Ausbildung in Innsbruck, die war ihr einfach „zu sportbelastet“. Also entschied sie sich für das Medizinstudium und legte 1982 die Staatsprüfung ab.
Ärztin als Berufung. 1983 be-
gann sie am Krankenhaus Brixen zu arbeiten, 1986 erwarb sie an der Universität von Mailand das Diplom als Fachärztin für Rehabilitation und physikalische Medizin. Die Anfänge waren schwer, und sie hatte so einiges auszuhalten. Man war damals den Frauen gegenüber ziemlich skeptisch, nicht nur, was den Umgang mit technischen Geräten anging. „Wenn man aber von etwas wirk-
„ALLEWEIL SEHR ERTRÄGLICH“: Gertrud Gisser ist nach 35 Jahren Tätigkeit im Brixner Krankenhaus seit 1. Dezember im Ruhestand
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lich überzeugt ist, dann ist man nicht so verletzbar.“ Während der Zeit als Ausbildungsärztin ging es vor allem darum, den klinischen Blick zu üben und zu schärfen. Sie traf auf Menschen, „die mir etwas gezeigt haben, die an mich glaubten“. Sie traf auf Ärztinnen, auf Mentorinnen, die klar und selbstbewusst ihren Weg gegangen sind. Damals lernte sie, die Menschen in ihrer Ganzheitlichkeit zu sehen, jeden auf seine Art. „Wenn man gezeigt hat, dass man arbeiten wollte, dann stand auch die Verwaltung hinter dir.“ Arbeiten, das konnte und wollte sie. Der Beruf wandelte sich in Berufung. 1990 wurde sie Primaria der Rehabilitation
im Gesundheitsbezirk Brixen. Sie hat gemeinsam mit ihrem Team Pionierarbeit geleistet: „Ein Team erzieht und entwickelt sich gegenseitig.“ Der Ausbau der Reha, der Aufbau der Kinderreha, der harte Kampf um Ressourcen, „die Rehabilitation gehört schließlich nicht zur überlebenswichtigen Medizin“. Gertraud Gisser hat zivilen Ungehorsam geübt, „einen soliden zivilen Ungehorsam“, und sie hat sich nicht verbiegen lassen. Neun Umzüge, neun Umbauten und drei Neubauten sind die nüchternen Zahlen einer bewegten Karriere. Ihr Mann Alois Lintner, mit dem sie seit knapp drei Jahrzehnten verheiratet ist, bot ihr Rückhalt und genügend Raum zur Reflektion.
Die Lebensphilosophie. Ihr Vater
hat Menschen in Führungspositionen mit Kirchtürmen verglichen, die im Vergleich zu den Häusern im Dorf einem schärferen Wind standhalten müssen. Scharfen Gegenwind hat sie gar einige Male aushalten müssen; am schwersten war es, wenn er von Kollegen kam. 2015 hat sie das Primariat zurückgelegt, „weil es an der Zeit war, Jüngere ans Ruder zu lassen“. „Es war eine Zeit mit Fülle“, sagt Gertraud Gisser. All die Jahre hat sie nie verlernt, zu hinterfragen und die Augen offen zu halten. Man könne von jedem Menschen etwas lernen, hat ihr Vater gemeint, ein Leben lang. Und sie war auch demütig genug, sich ihren Patienten nicht
aufzudrängen. „Zu fragen, was wirklich geholfen hat, bot neue Ansatzpunkte.“ Rehabilitation muss bei den Potentialen der Menschen ansetzen, bei dem, was möglich ist. Der Antrieb all die Jahre hindurch war letztendlich die Gewissheit, wirklich helfen zu können. Ihren Patienten wieder zu etwas mehr Autonomie zu verhelfen – dafür hat sich der zivile Ungehorsam auf jeden Fall gelohnt.
marlene.kranebitter@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info
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Menschen & Meinungen
IN EIGENER SACHE
z Sie gehören zu den Frischvermählten aus Brixen und Umgebung, die sich im Jahr 2019 „getraut“ haben, den Bund der Ehe einzugehen – Sie sind sozusagen „just married“? Dann lassen Sie uns und die „Brixner“-Leser an Ihrem Glück teilhaben und schicken uns Ihr schönstes Hochzeitsfoto von diesem bedeutenden Tag, der vielen als der schönste im Leben gilt. Im Rahmen unserer Hochzeitsfotoaktion sind heuer in der Märzausgabe des „Brixner“ einige Seiten den vielen Hoch-
Foto: Alan Bianchi
Just married!
zeitsbildern vorbehalten. Als Dankeschön verlosen wir unter den Einsendern ein romantisches Candlelight-Dinner für zwei Personen im Restaurant AO by Haller in Brixen-Kranebitt. Wer mitmachen
möchte, sendet sein Foto per EMail an fotoaktion@brixner.info (Dateigröße mindestens 700 KB). Einsendeschluss ist der 3. März. Wir freuen uns schon über Ihr schönstes Hochzeitsfoto! sp
M&M Menschen & Meinungen BRIXEN
z Der Einstand der Brixnerin Sonia Prader als erste Primaria für Gynäkologie und Geburtshilfe Südtirols begann furios mit der Geburt des Neujahrsbabys im Krankenhaus Brixen. Sonia Prader ist in Brixen geboren, besuchte die Handelsschule in der Bischofsstadt und inskribierte an der Universität von Verona in „Economia e commercio“. In ihrem Inneren wusste sie wohl damals schon, dass ihr großer Berufstraum war, Frauenärztin zu werden. Deshalb gab sie nach zwei Jahren das Studium der Wirtschaftswissenschaften auf. Nach dem zügigen Abschluss des Medizinstudiums
kurz
notiert
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in Innsbruck und einer mehrjährigen Ausbildung am internationalen Brustkrebszentrum in München war sie von 2004 bis 2013 als Fachärztin im Krankenhaus Brixen tätig. „Nach neun Jahren Tätigkeit als Oberärztin war es mir wichtig, weitere Spezialisierungen in der Onkologie zu machen“, berichtet Sonja Prader, „ich zog nach Essen in Nordrhein-Westfalen, wo ich in den letzten fast sieben Jahren an einem großen Zentrum unglaublich wichtige Erfahrungen machen durfte. Ich möchte diese nicht missen. Inzwischen habe ich auch wissenschaftliche Publikationen über kar-
Das Südtiroler Neujahrsbaby 2020 – ein Mädchen − hat im Kran kenhaus Brixen um 2:46 Uhr das Licht der Welt erblickt. Mira wog 2.590 Gramm und war 47 Zenti meter lang. Für ihre glücklichen Eltern Thomas und Nikoleta ist sie das erste Kind; die Familie lebt in Lajen.
Foto: Oskar Zingerle
Von Essen nach Brixen
diophrenische Lymphknoten, über Eierstocktumore und über HPV, das sind humane Papillomviren, verfasst.“ Bezirksdirektorin Christine Zelger ist überzeugt davon, dass Sonia Prader „ihren Beitrag für die landesweite Tumorversorgung leisten und das große Paket an Verantwortung schultern wird“. jb
Der neue Direktor der Sparkasse in Brixen heißt Michael Niederwieser. Niederwieser, der auf eine langjährige Bankerfahrung im Vertrieb zählen kann, folgt auf Gerold Holzer, der die Filiale Brixen erfolgreich geführt und nun eine neue Aufgabe im Vertrieb übernommen hat.
Nach 19 Jahren als Geschäfts führer und 25 Jahren Jugend arbeit im Verein Jugendhaus Kassianeum trat Peter Liensberger Anfang Jänner 2020 in den Ruhestand. Seine Nachfolge tritt Arnold Keim an, der ab 1. Februar die Geschäftsleitung des Vereins übernimmt.
O o op s
LAMMento
mein Hoppala
Claudio Del Piero, VizeBürgermeister in Brixen
„Alpino Del Piero, comandi!“ Als ich 1978 in Brixen meinen Militärdienst antrat, landete ich zunächst im „Ufficio addestramenti“ der Schenoni-Kaserne. Kaum war ich angelangt, klingelte das Telefon, und man sagte mir, ich solle schauen, wer dran sei. Also hob ich ab und sagte laut: „Alpino Del Piero, pronto!“ Keine Antwort. Bedrückende Stille. Ich wiederholte: „Alpino Del Piero, comandi“. Da ertönte eine böse Stimme: „Venga subito da me, sono il Capo di Stato Maggiore“. Ich erschrak heftig und dachte mir: Was habe ich bloß angestellt? Knieschlotternd machte ich mich auf den Weg und betrat einen Raum, in dem bestimmt 30 Offiziere im Kreis standen. Einer von ihnen ging auf mich zu und sagte: „Si presenti!“, also stellte ich mich vor: „Alpino Del Piero, Comando Brigata Tridentina“. Ich gab ihm die Identitätskarte, worauf mein Gegenüber erklärte: „Signori ufficiali, è proprio Del Piero!“ Großes Gelächter! Erst jetzt erklärte man mir, dass der Colonello Carlo Alberto Del Piero hieß; er hatte angenommen, dass ich ihn necken würde, indem ich mich mit seinem Nachnamen vorgestellt hatte.
Leser kochen für Leser
mmh!
Feine Topfen-Orangen-Creme > Zutaten für 4 Personen 250 g Magertopfen Saft von 2 Orangen (mittelgroß) 4-5 EL Zucker 1 Päckchen Vanillezucker 1 unbehandelte Orange 200 ml Schlagsahne
> Zubereitung Den Topfen mit dem Saft der Orangen, Zucker, Vanillezucker und dem Abrieb der unbehandelten Orange sehr cremig verrühren. Danach die steif geschlagene Sahne unter die Creme heben, die Orange von der weißen Haut befreien, filetieren, die Orangenfilets halbieren und unter die
Okeh! „Tut mir leid, ich bin zu spät“, sagte der Franz, „aber ich musste mich noch verabschieden“. Aha, sag ich, von wem denn? „Von meinem Auto“, sagte der Franz, „ich bin ja so dankbar, dass es mich wieder ohne Murren hierhergebracht hat“. Aha, sag ich, und da verabschiedest du dich ... vom Auto? „Ja“, sagte der Franz, „ich will ja nicht, dass sie sierig mit mir ist“. Ähm ... sie?? Ist dein Auto ... weiblich??? „Ja“, sagte der Franz, „natürlich. Wir reden immer miteinander, über Gott und die Welt und das Liebesleben der Waldameisen und die Wetterkapriolen und die Wirtschaftslage von Kasachstan. Gestern haben wir beschlossen, die Welt zu retten, und über die Vorgehensweise war sie meiner Meinung. Vorgestern ging es um den Rücktritt der Regierung in der Sowjetunion. Sie versteht mich, verstehst du? Ich frage sie etwas, sie antwortet mir, ich sage ihr die Meinung dazu, und dann sagt sie nur: Okeh.“ Okay, sag ich, und es gibt nie Streit zwischen euch Turteltauben? „Doch“, sagte der Franz, „denn sie steuert nicht nur den Wagen, sondern auch das Navigationssystem. Wenn es um den richtigen Weg zum Ziel geht, haben wir manchmal leicht divergierende Meinungen“. Und dann? „Ich mach dann manchmal, was ich will, und drehe mit aller Kraft das Lenkrad in meine Richtung. Sie meckert dann ein bisschen, aber nach einer Weile sagt sie dann wieder, während wir unerwarteterweise in einem Megastau stehen: Okeh. Und dann ist alles wieder in Ordnung. Ich glaube, sie liebt mich“, sagte der Franz. Und dann ging er. Wahrscheinlich war ihr langweilig.
Creme mischen. Anschließend die Creme in eine Schüssel füllen und einige Stunden im Kühlschrank erkalten lassen. Vor dem Servieren die Creme mit der inzwischen am Boden entstandenen Flüssigkeit homogen verrühren – fertig!
Man munkelt, dass einzelne Mitglieder der „Brixner“-Redaktion diese Orangencreme schon 20 Jahre genießen durften – endlich kommen die Leser auch zum Zug. Annika Pitscheider ist Brixnerin, befindet sich derzeit aber des Studiums wegen in Salzburg. „Das Rezept stammt eigentlich von meiner Mama Lisi“, sagt sie. Wir danken den beiden Köchinnen! Haben auch Sie ein besonderes Rezept, das Sie unseren Lesern nicht vorenthalten möchten? rezept@brixner.info
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„Gehe mit positivem Gefühl“ z Der amtierende Mühlbacher Bürgermeister Christoph Prugger hat angekündigt, diesmal definitiv nicht mehr für das Amt zur Verfügung zu stehen, das er seit 2010 bekleidet. Theoretisch dürfte er also noch einmal antreten, aber „fünf weitere Amtsjahre möchte ich mir in meinem Alter nicht mehr auferlegen“. Prugger möchte stattdessen etwas leiser treten, mehr reisen und wandern. „Ich habe meine Arbeit gerne gemacht und gehe mit einem positiven Gefühl, vieles bewegt zu haben“, so Prugger. Das Alten- und Seniorenheim war eines der größten Projekte seiner Amtszeit und auch ein Herzensanliegen: „Wenn es gewünscht ist, würde ich dieses Projekt auch nach meiner Amtszeit noch eine Zeitlang begleiten, dränge mich aber keinesfalls auf.“ Die Namen möglicher Nachfolger für Christoph Prugger stehen indes noch nicht fest. Mit Gisella Mair hat der SVP-Koordinierungsausschuss eine Person ins Spiel gebracht, die bereits seit 20 Jahren in der
Foto: Oskar Zingerle
Menschen & Meinungen
MÜHLBACH
Gemeindeverwaltung tätig ist, darunter als Gemeindereferentin und Vizebürgermeisterin. Mair hat zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Ausgabe allerdings noch nicht entschieden, ob sie kandi-
dieren möchte. Im Vorfeld hatte sie angekündigt, ganz aus der Gemeindepolitik aussteigen zu wollen. Sollte Mair antreten, würden die Freiheitlichen angeblich Pius Leitner als Gegenkandidat ins
Rennen schicken. Auf das Gerücht angesprochen meint Leitner, diese Idee sei „noch nicht spruchreif“. Er werde zwar im Hintergrund mithelfen; ob er aber selbst kandidiere, sei „eher unwahrscheinlich“. sp
Wir suchen ab sofort in Vollzeit Rezeptionisten für das Front- und Backoffice (m/w) Voraussetzungen: - Abgeschlossene Oberschule oder Berufserfahrung in dieser Position - Organisationstalent - Ein hohes Maß an Eigenverantwortung - Gute EDV-Kenntnisse - ASA-Kenntnisse von Vorteil - Deutsch und Italienisch fließend, gute Englischkenntnisse Wir bieten: - Jahresstelle - Sehr interessantes Tätigkeitsfeld - Leistungsgerechte Bezahlung - Entwicklungsmöglichkeiten - Unterkunft im Mitarbeiterhaus Wir freuen uns über Deine aussagekräftige Bewerbung an: personal@feuerstein.info, T +39 0472 055 097 Feuerstein Nature Family Resort, Pflersch 185, 39041 Gossensass 22
Pro& Contra Brauchen wir mehr Flexibilität im Wolfsmanagement? Der Hintergrund:
HERBERT DORFMANN, Europaparla mentarier: „Der Abschuss von großen Beutegreifern darf kein Tabu mehr sein“
Nein Eigentlich kann man in Südtirol nicht von Wolfsmanagement reden. Das Amt für Jagd und Fischerei macht zwar gute Arbeit und verwaltet die Rückkehr des Wolfes gesetzeskonform, hat den Überblick über die Wolfsbewegungen und -populationen und trägt zur Enthysterisierung bei. Dabei sind dem Amt aus politischen Gründen aber die Hände gebunden. Der Bauernbund und die Politik unternehmen nichts, um die mögliche Kohabitation mit dem faszinierenden Tier zu organisieren – im Gegenteil: Zusammen mit einer Zeitung (hinter der ich die Jägerlobby vermute) und anderen in der „Task Force Wolf“ agierenden Einflussgrößen wird zum Beispiel Herdenschutz systematisch boykottiert. Die Wolfshetze wurde zwar etwas zurückgefahren, das offizielle Südtirol pflegt aber weiterhin – gegen besseres Wissen – die Illusion einer Null-Lösung und unterlässt es, zeitgemäßes Wildtiermanagement in Angriff zu nehmen. Dabei kann man durchaus auch „flexibel“ sein; auch die aktuelle Gesetzgebung lässt Spielräume zu, und die „Entnahme“ von Problemtieren ist möglich. Ein Wolf, der ein ungeschütztes Schaf reißt, ist aber kein Problemwolf. In Südtirol verstehen viele unter „flexibler Handhabung“, dass man eine wolfsfreie Insel schafft und die Wölfe einfach abballert. Das ist absolut illusorisch und auch nicht zweckmäßig. Für mich ist und bleibt die Rückkehr des Wolfes ein Stück Versöhnung mit der Natur. Eine Koexistenz ist möglich, erfordert aber Realitätssinn und ist schwieriger, als grausige Bilder durch die Medien zu jagen. z
04.2.–08.2. VISAGIST PAOLO
03.3.–07.3. ROSA
10.3.–14.3. SARA
01.2.–08.2. H. RUBINSTEIN 08.2.–15.2. VIELE DÜFTE (VALENTINSTAG!) 15.2.–22.2. BIOTHERM 22.2.–29.2. SHISEIDO
SONDERWOCHEN
Ja Die EU-Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie, die den Wolf streng schützt, ist fast 30 Jahre alt. Damals war der Wolf in Europa tatsächlich vom Aussterben bedroht. Seither haben sich die Wölfe ihre Lebensräume wieder zurückerobert. Wir haben heute in Europa rund 20.000 Wölfe, und es werden jedes Jahr mehr. Die Population wächst mit einer jährlichen Zuwachsrate von etwa 25 Prozent. Gleichzeitig wachsen die Probleme; der absolute Schutz ergibt daher keinen Sinn mehr. Wir müssen einen Ausgleich finden zwischen dem Recht auf Existenz der großen Beutegreifer Wolf, Bär und Luchs und dem zumindest gleich wichtigen Recht der Nutztiere auf Weideflächen und dem Recht der Tierhalter auf Schutz ihrer Tiere. Deshalb darf der Abschuss von großen Beutegreifern wie Wölfen kein Tabu mehr sein. Wir haben eine breite Akzeptanz in unserer Bevölkerung, wenn andere Wildtiere bejagt werden: Die Populationen von Rehen, Hirschen, Wildscheinen und viele andere Arten werden von unseren Jägern in einem Gleichgewicht gehalten, und niemand würde zulassen, dass diese Arten ausgerottet werden. Warum gilt dasselbe nicht für Wölfe, Bären und Luchse? Wenn wir die Sorgen der Tierhalter und der Menschen, die in den Dörfern und am Berg wohnen, nicht ernstnehmen und mit einem falschen Naturverständnis die Ausbreitung der großen Beutegreifer nicht regeln, wird es keine Akzeptanz für diese Tiere in unseren Wäldern geben. Damit tun wir niemandem etwas Gutes – weder den Menschen noch ihren Haustieren und letztlich auch nicht den Wölfen und Bären. z
MARKUS LOBIS: „Eine wolfsfreie Insel ist absolut illusorisch“
SCHÖNHEITSBEHANDLUNGEN
International anerkannte Experten haben im Dezember im EU-Parlament in Brüssel über die Wolfspopulation in den Mitgliedsstaaten referiert. Dabei sprachen sie über die Auswirkungen auf die Umwelt und informierten über rechtliche Aspekte. Den Erhaltungszustand der Wolfspopulation in Europa definierten sie als „zufriedenstellend“ – was eine Voraussetzung ist für selektive Abschüsse.
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Menschen & Meinungen
IN MEMORIAM OSWALD BORTOLOTTI
Abschied von einem Menschenfreund z Als Oswald Bortolotti im Jahr 1964 zum ersten Mal in den Brixner Gemeinderat gewählt worden war und sofort Stadtrat wurde, stand er vor einer großen Herausforderung: Der alte Gemeinderat hatte vor dem Ende der Amtszeit den ersten Bauleitplan verabschiedet, und Bortolotti erbte die undankbare Aufgabe, 210 Rekurse bearbeiten zu müssen: „Es galt zunächst, den Leuten den Sinn eines Bauleitplanes zu erklären“, erinnerte er sich 2011 in einem Interview mit dem „Brixner“ an jene Zeit. Sich selbst bezeichnete er damals als „streitbar, manches Mal auch unbequem“, aber gleichzeitig war er immer mit Herzblut dabei und hatte eine ausgeprägte soziale Ader. Oswald Bortolotti war 1931 in Gais geboren; aufgewachsen ist er aber in Deutschnofen, wo sein aus dem Trentino stammender Vater als Gemeindesekretär gearbeitet hat. Die Mittelschule besuchte er im Johanneum in Dorf Tirol, die Oberschule bei den Franziskanern in Bozen. Die meiste Zeit
seines Lehrerlebens verbrachte er beim Brixner Realgymnasium, wo „der Lotti“ für Generationen von Schülern durch seine spannenden Lektionen und seine Persönlichkeit zur Legende wurde. 1964 kandidierte er zum ersten Mal für den Gemeinderat und blieb der Politik bis zum Jahr 2000 treu – 26 Jahre lang als Stadtrat, zehn Jahre als Gemeinderat. Bürgermeister Peter Brunner zollt ihm großen Respekt: „Er hatte immer einen Sinn für das richtige Maß, er besaß ein Gespür für soziale Gerechtigkeit, und er zeigte einen ganz besonderen Einsatz für das Gemeinwohl. Er war vielseitig interessiert, umfassend informiert, überaus engagiert, er war humorvoll, leutselig und kommunikativ, pflichtbewusst und verantwortungsvoll, er war ambitioniert und ehrgeizig, ein Mann von Profil und Format.“ Oswald Bortolotti war zudem ein halbes Jahrhundert lang Mitglied des KVW, in den Jahren 1972/73 auch dessen Landesvorsitzender. Im Jahr 1955 war er beim vorbereitenden
Treffen zur Gründung des SSV Brixen dabei, später setzte er sich als Mitglied des Bürgerkomitees zur Rettung des Weißen Turms mit Nachdruck für die Sanierung des Brixner Wahrzeichens ein, dem Brixner Seniorenklub stand er als Präsident vor. Privat ist er Zeit sei-
nes Lebens ein sehr sportlicher Naturmensch geblieben: Er liebte die Berge und hat weite Fahrten mit dem Fahrrad unternommen. Oswald Bortolotti war, so sagt Peter Brunner, „ein Menschenfreund.“ Am 22. Dezember ist er im Alter von 88 Jahren verstorben. wv
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UMFRAGE
„Halbvolles Glas“ macht glücklicher Fotos: Oskar Zingerle
Studien belegen, dass Optimisten ein glücklicheres und längeres Leben führen. Kann man diesen Glauben schenken, und sind in den Brixner Straßen mehr Optimisten als Pessimisten unterwegs? Wir haben uns mit Mikrophon und Kamera auf die Suche gemacht ...
„Als Optimist hat man ein feineres Leben“, ist Roswitha Moret der Meinung. „Optimismus muss man in seinem Leben, in seiner Kindheit mitbekommen haben, aber zum Teil kann man sich die positive Lebenseinstellung auch antrainieren. In meinem Umfeld gibt es einige Pessimisten, und mit solchen Leuten ist es schwierig, weil sie einen selbst auch hinunterziehen. Ich versuche daher, Pessimisten eher zu meiden und suche den Umgang mit optimistisch eingestellten Menschen.“
„Nicht immer optimistisch“ ist Zilli Rieder, „aber oft schon, weil es einem dann besser geht. Man darf sich nicht zu früh über alles Sorgen machen, denn wenn es einem schlecht geht, ist es früh genug, wenn man sich erst dann schlecht fühlt. Trifft eine Befürchtung dagegen nicht ein, hätte man sich umsonst gesorgt. Das Gute zu sehen ist eine Eigenschaft, die man sich auch angewöhnen kann“.
Ferdinand Rainer glaubt, dass „Optimisten natürlich die glücklicheren Leute sind. Auch für mich ist das Glas immer eher halbvoll als halbleer. Es tut mir leid, dass viele Menschen zu oft nur das Negative sehen. Von 100 Dingen sind aber 95 absolut positiv, und ich versuche, diesen Dingen mehr Aufmerksamkeit zu schenken als jenen, die einem vielleicht nicht unbedingt passen“.
Erich Sparber ist „normalerweise immer gut aufgelegt. Schon von klein auf war und bin ich ein positiv eingestellter Mensch. Ich denke, dass mein Optimismus andere anstecken kann; dieses Gefühl habe ich zumindest oft. Von Pessimisten lasse ich mich jedenfalls nicht runterziehen, sondern ich versuche, sie aufzubauen und zu motivieren“.
„Das glaube ich sofort, dass Optimisten ein glücklicheres Leben führen“, sagt Konrad Passler. „Wenn man sich zum Beispiel ständig einredet, dass einem kalt ist, wird man das unangenehme Gefühl auch stärker wahrnehmen. Ich selbst halte mich für einen Optimisten. Die positive Lebenseinstellung ist einem mitgegeben oder eben nicht. Ich umgebe mich lieber mit Optimisten, weil eine positive Einstellung auch anstecken kann.“
Petra Unterfrauner ist selbst von Geburt an Optimistin und hat am liebsten mit Optimisten zu tun, „was in meinem Geschäft dann eh viel zu oft nicht der Fall ist. Ich versuche, durch meine eigene positive Einstellung Optimismus zu verbreiten, und meist habe ich schon das Gefühl, dass mir das auch gelingt – zumindest vorübergehend, denn einen Pessimisten kann man nicht grundlegend in seiner Einstellung ändern“.
Optimismus und Pessimismus hält Alexa Oberhofer für „eine Sache der Lebenseinstellung. Optimisten haben es bestimmt leichter im Leben als jene, die immer negativ eingestellt sind. Jeder Mensch ist, wie er ist, und man kann ihn nicht ändern. Angenehmer empfinde ich jedenfalls den Umgang mit Optimisten“.
Zeno Braitenberg glaubt der Studie, wonach Optimisten die glücklicheren Menschen sind, „zu 100 Prozent! Wenn es irgendwie geht, bin ich selbst Optimist, und ich glaube, es tut einem gut. Ich glaube an ‚Self-fulfilling prophecies“, das heißt, wenn man fest daran glaubt, dass etwas klappt, dann ist die Chance größer, dass es tatsächlich funktioniert. Ich beobachte, dass ich mit meinem Optimismus manchmal nerve, aber in jedem Fall auch anstecke. Damit sehe ich mich auf dem richtigen Weg“. 25
Kunst & Kultur CARNEVALE A BRESSANONE – FASCHING IN BRIXEN: Vom 15. bis 25. Februar gibt es in Brixen wieder jede Menge Faschingsaktionen
–––––––––––––––––– 25 JAHRE BRIXNER FASCHINGSUMZUG „GNOCCOLADA“
Buntes Treiben in der Stadt
Der „Circolo Ricreativo e Culturale Don Bosco“ zeichnet verantwortlich für den einzigen Brixner Faschingsumzug, die „Gnoccolada“. Anlässlich des 25. Jubiläums will man das Programm erweitern und den „Fasching der Vereine“ noch intensiver ankurbeln.
B
rixen hat mit dem Thema Fasching nicht viel am Hut, wären da nicht der MGV, der mit dem Stadtlerlåchn und der Hoblschoatn die Stadtler zum Lachen bringt und die Bühne Brilland, die mit ihrem MILL and KA(O)S Land und Leute auf die Schippe nimmt. Aufwändig zelebriert wurde der Fasching in den Siebziger- und Achtzigerjahren vom Brixner Handballverein, der mit seinen Faschingskränzchen
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Furore machte und für beste Unterhaltung sorgte. Auch Umzüge, wie sie in Tramin, Welschnofen oder Gossensaß stattfinden, konnten sich nicht wirklich etablieren; nach ein paar zaghaften Versuchen wurde das Projekt „Umzug“ wieder eingestampft.
Kontinuität seit 25 Jahren. Stabil
hält sich hingegen die „Gnoccolada“ des „Circolo Ricreativo e Culturale Don Bosco“ (CRCDB),
an der allerdings hauptsächlich die italienische Sprachgruppe mit Schulklassen und Vereinen teilnimmt. „Zum 25. Jubiläum haben wir uns das Ziel gesetzt, noch mehr Vereine zu aktivieren“, erklärt Maurizio Sabbadin, der Pressesprecher des CRCDB, „wir wollten vor allem auch die deutschsprachigen Schulen und Vereine involvieren.“ Seit letztem Sommer bastelt der Circolo am Programm mit dem Motto „Carnevale a Bressanone − Fa-
sching in Brixen“, das vom 15. bis 25. Februar jede Menge Aktionen beinhaltet und dem Publikum in einer ansprechenden Broschüre in Italienisch und Deutsch präsentiert wird. „Die Gemeinde greift uns finanziell unter die Arme“, bestätigt Maurizio Sabbadin, „die Brixner Tourismusgenossenschaft spendiert die Broschüre, und der neu gegründete italienische Bildungsausschuss wird uns bestimmt auch unterstützend zur Seite stehen.“
Die Festbroschüre. „Stolz sind
Die Umzugstage 2020. Am 15. Februar fällt der Startschuss um 10 Uhr am Domplatz mit Spielen und kulinarischen Köstlichkeiten wie den berühmten Gnocchi. Um 14 Uhr startet die Gnoccolada vom Domplatz aus und kehrt nach dem Parcours durch die Altstadt wieder zum Domplatz
wir vor allem auf die Broschüre“, freut sich Sabbadin, „sie beinhaltet sämtliche Events, die mitwirkenden Vereine, den Streckenverlauf der Umzüge und die Geschichte des Karnevals mit den Masken der Commedia dell‘Arte“. Zur Geschichte des Karnevals finden sich mehrere Interpretationen, wobei Vorläufer sich bereits vor 5.000 Jahren in Mesopotamien ausmachen lassen,
Foto: Oskar Zingerle
der schönsten Masken im Don Bosco, und ab 19 Uhr gibt es einen Maskenball der „Associazione Ballo Bressanone / Tanzverein Brixen“ für die „Großen“ in der Mensa an der Dantestraße. Für die Tanzmuffel wird eine Alternative im Don Bosco geboten: Die „Filodrammatica Don Bosco“ garantiert einen Heidenspaß mit dem Stück „Per un pugno di Finferle“. Am Montag geht es dann ab in die Eishalle zum maskierten Schaulaufen oder zum TheaterWorkshop des Teatro Stabile, das am Samstag, 29. Februar, um 17 Uhr mit einer Theatervorstellung im Don Bosco gekrönt wird (Anmeldung: donbosco.bressanone@ gmail.com). In der Ferienwoche erfahren die 8- bis13-Jährigen zudem Wissenswertes über die Ursprünge des Faschings, über die Charaktere der Commedia dell‘Arte, deren Masken sie selbst in Pappmache fertigen dürfen. Vom 15. bis zum 25. Februar lädt auch die Bühne Brilland zu der die Lachmuskeln strapazierenden beliebten Faschingsrevue.
Maurizio Sabbadin: „Zum Jubiläum möchten wir die Vereine aller Sprachgruppen involvieren“
–––––––
herrschte „Narrenfreiheit“; soll heißen, jeder durfte frei seine Meinung kundtun, ohne dafür bestraft zu werden. Man überschüttete sich mit kleinen Rosen; möglicherweise entstand daraus der heute gebräuchliche Konfettiregen. Vielleicht stecken auch keltische Riten hinter dem Faschingsbrauch, wo man sich als Geister, Kobolde oder andere unheimliche Gestalten aus der Natur verkleidete, um den Winter zu vertreiben. Im Christentum bezieht sich der Karneval auf die Fastenzeit vor Ostern, weshalb sich auch der Begriff etymologisch von „de carne levare“ ableiten lässt – man nehme doch um Gottes Willen das Fleisch weg!
„Stolz sind wir vor allem auf die Broschüre, die sämtliche Events, die mitwirkenden Vereine, den Streckenverlauf der Umzüge und die Geschichte des Karnevals mit den Masken der Commedia dell’Arte beinhaltet“_ Maurizio Sabbadin, Pressesprecher des CRCDB zurück, wo es dann die große Konfettischlacht geben wird. Am Unsinnigen Donnerstag gibt es einen großen Umzug mit Kindergärten und Schulen in Begleitung des Gnoccolada-Karrens und einigen Erwachsenen in historischen Kostümen. Am Freitag ab 16 Uhr findet das Faschingsfest am VKE-Haus statt mit Bastel- und Schminkecke. Am 22. Februar um 16 Uhr feiern die Youngsters Faschingsparty mit Prämierung
wo Mächtige und „Niedrige“ bei ausgelassenen Festen gleichgestellt waren. Im Mittelmeerraum standen die Feste immer im Zusammenhang mit dem Erwachen der Natur im Frühling. Eine Vermutung siedelt die Ursprünge des Faschings in den Saturnalien an, zu Ehren des Gottes Saturnus. Diener und Herren tauschten auch hier die Rollen; man saß gemeinsam myrtenbekränzt bei Tisch am öffentlichen Gelage. Es
In der informativen Broschüre (einsehbar auf www.donboscobressanone.it) wird aus verständlichen Gründen vor allem auf die Figuren der Commedia dell‘Arte eingegangen, die sich in Italien im 16. Jahrhundert aus traditionellen Zusammenschlüssen von Jahrmarktkünstlern entwickelt hat, die im Paduanischen Dialekt die Jahrmärkte, aber auch Herrschaftshöfe bespielten. Ihren Höhepunkt erlebte die Commedia
in Venedig, später in Paris, wo sie unter Napoleon verboten wurde und bald vollständig verschwand, bis sie im 20. Jahrhundert wiederentdeckt wurde. Zur Gruppe der „Zanni“ gehört die untere Schicht der Bevölkerung wie Diener, Mägde und Köchinnen, die ihr Glück in der Stadt versuchen (Nestroy lässt grüßen!). Arlecchino ist deren berühmteste Figur: Er ist frech, fröhlich und verfressen und gilt zu jener Zeit als die Stimme des Volkes. Die Figur des Brighella stammt aus Bergamo, ist verschlagen und skrupellos auf den eigenen Vorteil bedacht. Colombina ist eine lebenslustige und selbstsichere Maske, stets umschwärmt von vielen Verehrern. Zu den „Vecchi“, der Oberschicht, zählt Pantalone, der listige Kaufmann von Venedig, der immer kränkelt, auf ewiglich vereint in der Hassliebe zu Dottor Ballanzone. Weitere Figuren sind Capitan Fracassa, Pulcinella, Smeraldina, Truffaldino und viele mehr.
Der Gnoccolada-Karren. Als
besonderes Sahnehäubchen wird zum Jubiläum der Karren der Gnoccolada − natürlich eine Torte! − von zehn Figuren aus der Commedia dell‘Arte begleitet, deren aufwändige Kostüme eigens für diesen Anlass geschneidert wurden. Der Torten-Umzugkarren wird vom Touristen-Mini-Zug des Kolpingvereins gezogen, sodass der Fasching in Brixen mit ein wenig Altstadtflair gesprenkelt wird und die Aufmerksamkeit bekommt, die ihm gebührt.
irene.dejaco@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info 27
VAHRN
Der 95-jährige ANTON „TONI“ GAMPER aus Vahrn ist einer der letzten Zeitzeugen des Zweiten Weltkriegs; er berichtet stets gerne und ausführlich über seine Erlebnisse und Erfahrungen. Günther Mairhofer und Walter Kofler haben seine Erzählungen nun in Buchform veröffentlicht; der „Brixner“ bringt Ausschnitte daraus.
D
ie letzte Woche unserer Ausbildung, im Januar 1945, fand im Gebirge, in der Nähe des Königssees statt. Unsere Kompanie war in zwei Schutzhütten untergebracht. Es herrschten eisige Temperaturen, und wir hatten dort mehrere Übungseinheiten im Mittelgebirge. Ich glaube, dass ich mir wohl damals im Gebirge meine schicksalhafte Schleimbeutelentzündung zugezogen habe. Aufgrund dieser Schmerzen konnte ich in der letzten Woche unserer insgesamt 13-wöchigen Ausbildung keine weiteren Übungseinheiten mehr absolvieren. Anstatt meine Beine zu schonen und die Schleimbeutelentzündung zu behandeln, schickte mich mein Vorgesetzter jeden Tag, um mit einem Eimer das benötigte Trinkwasser für die ganzen Auszubildenden aus dem nahe gelegenen Bach herbeizuschaffen. Er hatte wohl keine Ahnung, was diese Krankheit bedeutete; anders konnte ich mir seinen Befehl nicht erklären. Dann, ganz plötzlich, kam der Befehl: „Hinunter! Wir kommen an die Front!“ Sofort packten wir unsere Sachen zusammen und marschierten ins Tal. Dort wurden wir abgeholt und in unsere Kaserne nach Hallein gebracht. Nach der Zeremonie zum Schwur auf den Führer wartete bereits am Bahnhof unser Zug. Das ganze Bataillon − wir waren ungefähr 500 Mann − wurde mit diesem Lastenzug zur Front nach Frankfurt an der Oder an die heutige Staatsgrenze zu Polen gebracht. Die Unbekümmertheit in uns war schlagartig vorbei. Nicht wenige von uns hofften, dass das Ende des Krieges einer Einrückung zuvorkommen würde. Dass dies aber nicht der Fall sein würde, wurde uns allen beim Losfahren des Zuges bewusst.
In Bereitstellung. Zunächst wur-
de unser Bataillon nach Lieberose, eine kleine Ortschaft ca. 70 km südlich von Frankfurt, gebracht. Wir lagerten nicht direkt im Dorf, 28
sondern etwas außerhalb in einem Wald. Zwei Tage blieben wir dort. Wir erhielten Ausrüstung und Gewehr und warteten auf den Einsatzbefehl. In der Nacht, um halb drei, war es soweit. „Alarm, Alarm! Auf, alle aufstehen, wir müssen weg“, wurde von unseren Vorgesetzten geschrien. Wir standen sofort auf, packten unsere Sachen zusammen, wurden auf einem Platz in Reih und Glied aufgestellt, und wir marschierten ab, Richtung Front. Jetzt wurde es ernst. Es folgte ein Gewaltmarsch von ca. 70 km. Während des Marsches stimmten wir Südtiroler, vor allem die Pusterer, immer wieder schneidige Tiroler Lieder wie „Wohl ist die Welt so groß und weit“ an. Das war gut für die Stimmung innerhalb der Truppe und lenkte ein bisschen ab. Aber dieser weite Marsch war Gift für meine entzündeten Füße. Meine Beine schmerzten wahnsinnig, aber ich musste weiter. Zähne zusammenbeißen, sagte ich mir immer wieder, hart bleiben, nicht aufgeben. Am späten Abend, nach einem fast zwanzigstündigen (!) Marsch, kamen wir in einer kleinen Ortschaft direkt an der Oder an. Das unmittelbare Kampfgebiet war jetzt nicht mehr weit.
Der erste Angriff. Am nächsten
Morgen mussten wir schon sehr früh heraus. Eine nahegelegene Fabrik − ich glaube, da wurde ursprünglich Metall verarbeitet − war bereits von den Russen besetzt. Von unseren Vorgesetzten kam der erste Einsatzbefehl: „Angriff! Wir müssen die Fabrik einnehmen!“ Schon auf dem Weg dorthin kamen uns mehrere verletzte Soldaten entgegen. Einer schrie uns an: „Was wollt ihr, Gebirgsjäger? Hier braucht es die Panzergrenadiere!“ Wir dachten uns aber nicht viel dabei und marschierten weiter. Jetzt war es also soweit. Wir standen kurz vor unserer ersten „Feindberührung“. Zur Fabrik führte eine kleine Brücke. Auch ein Zuggleis führte in dieses Fa-
brikgelände. Hier wurde wohl früher das Material direkt auf den Zug verladen. Ca. 800 m weiter standen zwei russische Panzer, die diese Brücke pausenlos beschossen. Nach kurzem Überlegen gab uns unser Zugführer schließlich den Befehl, nicht über die Brücke, sondern durch den Bach an das andere Ufer zu gelangen. Es folgten Tage und Nächte, die ich mein Leben lang nicht mehr vergessen sollte. Zunächst bauten wir unsere Stellung aus. Im Schnee schöpften wir ein Loch aus, wo zwei von uns liegen konnten, denn ein sMG wurde immer von zwei Schützen bedient. Von den Föhren hackten wir Äste herunter und legten diese dann über unsere Stellung. So, meinten wir, wären wir für den Feind besser getarnt. Auch der Boden war nass, also haben wir auch dort versucht, uns mit Ästen zumindest ein bisschen vor der Feuchtigkeit zu schützen. Tage- und nächtelang lagen wir im Schnee und in den Gräben. Unsere Maschinengewehre waren pausenlos im Einsatz. Jeder Schuss, den man abgab, hatte das Ziel, einen Menschen zu töten. Es war grauenvoll. Aber so hart es klingt, man gewöhnt sich daran. Der Feind oder ich, da schießt
dann jeder. Jeden Tag, jede Stunde gab es Tote und Verletzte. Bilder, die auch heute noch in meinem Gedächtnis fest verankert sind. Mein Hauptproblem waren aber immer noch meine Schmerzen. Der Schnee, die eisigen Temperaturen und das viele Wasser in den Schützengräben waren Gift für meine Beine. Trotz unglaublicher Schmerzen musste ich aber weiterhin meinen Dienst tun. Schüsse, Granateneinschläge, Schreie, Tote und Verletzte. Was ich in diesen Wochen erlebt habe, lässt sich schwer in Worte fassen. Ich kann nur sagen, es war grauenvoll, und ich hätte mir vorher nie vorstellen können, wie brutal Menschen zu anderen Menschen sein können.
Es geht nicht mehr. „Ich halte
es nicht mehr aus! Ich halte es nicht mehr aus!“, waren meine energischen Worte an meinen Vorgesetzten. So groß waren meine Schmerzen. Die Kälte und die unhygienischen Bedingungen in den Gräben haben meinen Beinen den Rest gegeben. Leider kam zur Schleimbeutelentzündung auch noch eine Infektion an beiden Beinen hinzu. Als ich mir einmal trotz der eisigen Temperaturen die nasse, halb steifgefrorene
Foto: Bundesarchiv
Kunst & Kultur
„Geat schun“
Lazarett der Deutschen Wehrmacht
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Hose auszog, erschrak ich beim Anblick meiner Beine zutiefst. Bereits beim Ausziehen der Stiefel kam regelrecht das Blut daher. Beide Knie waren eine einzige offene Wunde und stanken höllisch. Spätestens jetzt wurde mir bewusst, dass ich handeln musste. Ich musste dringend in ein Spital. Ich kroch einige Meter zurück zu Zugführer Spat, der wieder in einem Schützengraben hinter mir positioniert war, und bat ihn ums Zurückgehen. „Ich habe brutale Schmerzen in den Beinen, ich halte es nicht mehr aus!“, flehte ich ihn an. „Heute geht nichts, morgen in der Früh vielleicht“, antwortete mir Spat. Darauf erwiderte ich: „Wenn ich morgen nicht zurückdarf, dann haue ich ab! Ich halte es nicht mehr aus!“ Ich kroch wieder zurück zu meiner Stellung und berichtete Schütze I, der mit mir beim sMG war, dass ich eine Nacht noch irgendwie schaffen müsse. Am nächsten Tag könne ich zurückgehen. Auch mein Kamerad hatte bereits mehrmals ums Zurückgehen gebeten, ihm war es aber ebenfalls mehrmals untersagt worden. Als er aber meine Nachricht hörte, sagte er, er probiere es jetzt doch noch einmal und kroch zum Zugführer zurück. Enttäuscht kam er nach einiger Zeit wieder zu mir zurück und sagte, es sei nichts zu machen. Er müsse aushalten, bis eine Ablöse kommt. Er hockte kurz auf, um sich die Schuhe auszuziehen. Da brach er plötzlich zusammen und sagte nur: „Oh! Jetzt ich bin verwundet!“ Beim Aufsitzen hatte er einen Bauchschuss abbekommen. Ich rief sofort Hilfe herbei. Ein Kamerad kroch von hinten zu uns vor. Zusammen zogen wir dem Verwundeten die Hose herunter, dann sahen wir, wie das Blut herausspritzte. Ich sah die schreckliche Wunde und verstand sofort, dass er gleich sterben würde. Die Kugeln der russischen Scharfschützen waren nämlich so gemacht, dass sie nach dem Einschlagen explodierten und dadurch der Körper innerlich regelrecht zerfetzt wurde. Wie bei einem Schrotgewehr. Das Einzige, was mein Kamerad noch sagte, war: „Ich bin verwundet.“ Dann hat er nichts mehr gesagt. Er ist ausgeblutet. Die Augen oben über − da war nichts mehr zu machen. Wir haben den toten Kameraden ein paar Meter zurückgezogen. Dort blieb er dann liegen. Der andere Kamerad robbte wieder zu seinem Stand zurück. Dann war ich alleine beim sMG. Keine zehn Minuten später schlug eine
Granate der Russen nicht weit von mir ein. Dann ging es richtig rund. Oh weh, rechts von mir, hinter mir, links, überall fielen Granaten. Mit aller Kraft presste ich mich in meinen Schützengraben hinein. Teufel, wenn sie mich erwischen! Aber nein, ich hatte schon wieder riesiges Glück. Dann, am nächsten Morgen, es war der 3. März 1945, kam ein Melder zu mir in den Schützengraben. „Gamper, du kannst zurückgehen. Ich begleite dich zurück!“, waren die Worte, auf die ich schon so lange gewartet hatte. Mein Bitten und Flehen an meine Vorgesetzten hatten endlich Erfolg gehabt. Mein aktiver Kriegseinsatz war damit beendet.
info Geat schun Toni Gamper – die Lebensgeschichte eines besonderen Südtirolers von Günther Mairhofer & Walter Kofler Herausgeber: Schützenkompanie Vahrn Das Buch kann in der Filiale Vahrn der Raiffeisenkasse Eisacktal, im guten Buchhandel oder direkt bei der Schützenkompanie erworben werden: buchbestellung.skvahrn@gmail.com
Endlich im Lazarett. Ich hatte
den Krieg also vorerst überlebt. Erleichtert, dass meine Beine endlich von Ärzten untersucht wurden, wurde ich nach der Erstversorgung im Feldlazarett durch den Regimentsarzt auf einen Krankenwagen geladen und weiter nach hinten zum Hauptverbandsplatz gefahren. Dort bekam ich eine Rückenmarkspritze. Meine großen Schmerzen waren dann – zumindest vorübergehend − Gott sei Dank einmal weg. Ich wurde dann in ein großes Lokal gebracht, in dem überall Verwundete umherlagen. Schrecklich, wie da manche ausgesehen haben. Hässliche Fleischwunden, zerfetzte Körper, Männer mit nur einem Bein oder einem Arm. Alles war blutüberströmt. Ein fürchterliches Bild.
Die Schockdiagnose. Nach ei-
nigen Tagen in Lübben wurde ich nach Zerbst in der Nähe von Magdeburg überstellt. Ich wurde dort zunächst in einen großen Saal gebracht, der voll mit Betten von Verwundeten war. Hier traf ich wieder einen Südtiroler Kameraden, den Malsiner Rudl aus Gröden, was mich sehr freute. In diesem Lazarett wurde ich nun endlich von einem − bereits etwas älteren − Stabsarzt gründlich untersucht. Als der Arzt mir die Strümpfe auszog und meine Füße sah, schreckte er zusammen. Sie sahen schrecklich aus. Als er vorsichtig die Haut abstreifte, sah man die Fußknochen, aber auch die der Zehen. Alles war blau, ja fast schon braun. Erfrierungen schauen schrecklich aus. Und es stank bestialisch, als wären meine Füße gefault. Und dann der Schock. „Da hilft alles nichts“, erklärte mir der Arzt, „das rechte Bein muss amputiert werden!“
Walter Kofler, Toni Gamper und Günther Mairhofer bei der Buchvorstellung
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Was soll ich sagen − natürlich war ich anfangs zutiefst erschüttert. Wenn ich mir aber das Leid in diesem Lazarett angeschaut habe, dachte ich mir, es hätte mich auch schlimmer treffen können. So viel Leid, so viele sterbende Kameraden jeden Tag vor sich zu haben, das stumpfte schon ab, auch mich. Habe ich mir anfangs vom Personal so etwas wie Mitleid erwartet, so wurde ich enttäuscht. Dazu war ein Kriegslazarett wohl der falsche Ort. Das Schlimmste war, ich wusste nicht, wann ich die Operation hatte. Das Warten nahm kein Ende. Ich war für die Ärzte so gesehen ja kein dringender Fall. Täglich kamen schwerstens Verwundete an, welche einer dringenderen Operation bedurften. Ich weiß nicht, wie viele Kameraden die Operation nicht überlebt haben, aber es müssen viele gewesen sein. Am 27. März war es dann doch soweit. Die Operation wurde nicht direkt im Reservelazarett in Zerbst durchgeführt, sondern ich wurde
auf eine Tragbahre gelegt und mit einem zweirädrigen Wagen, wie ihn die Metzger früher hatten, in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht. Der Arzt, ich kannte ihn nicht, war wohl ein neuer. Er schaute meine Papiere an und gab mir eine Spritze in den Rücken. Dann weiß ich nichts mehr. Zwei Tage später wachte ich auf, um gleich darauf wieder in einen tiefen Schlaf zu fallen. Erst am vierten Tag, es war Ostersonntag, kam ich mehr oder weniger voll zu Bewusstsein, und als ich merkte, dass beide Beine nicht mehr an ihrem angestammten Platz waren, da kamen mir die Tränen. Mir war nämlich nicht nur das rechte Bein, wie der Stabsarzt gesagt hatte, sondern auch das linke Bein abgenommen worden! Die Erfrierungen an beiden Beinen waren bereits zu weit fortgeschritten. Die Amputationen waren zwingend notwendig gewesen. Leserbriefe an: echo@brixner.info 29
Kunst & Kultur
MUSIK
Keine Liebeslieder z Knapp ein Jahr nach der Veröffentlichung der EP „Es ist Zeit“ meldet sich Philipp Trojer mit seiner neuen Single „Keine Liebeslieder“ zurück. Der Text des Songs ist so persönlich wie noch nie: „Liebe ist die treibende Kraft im Leben, sie kann aber auch schmerzhaft sein. Aber auch wenn es schmerzt, dürfen wir unser Herz nicht verschließen und sollen offen bleiben für die Achterbahnfahrten, die uns Liebe bescheren kann“, sagt Trojer. Die Rockballade hat ein eingängiges Gitarrenriff
und mitreißende Chorgesänge. Das Video zum Song bietet neben eindrucksvollen Landschaftsbildern der Südtiroler Bergwelt, die die kalte und einsame Atmosphäre des Songs unterstreichen, und schenkt dem Betrachter einen noch tieferen Einblick in Trojers Gedankenwelt. „Keine Liebeslieder“ wurde von Mattia Mariotti und Marco Facchin produziert und ist der erste von insgesamt sechs Songs, die im Verlauf der nächsten Monate veröffentlicht werden sollen. wv
K&K Kunst & Kultur
KABARETT
Jack und die Statuette z Ledermantel und Hut sind die Requisiten für den besten, allerdings auch einzigen Privatdetektiv Südtirols. Dietmar Gamper alias Jack Margesin spinnt einen veritablen Kriminalfall durch drei Jahrtausende um eine etruskische Kriegerstatuette, die im letzten Jahr im Archäologiemuseum ausgestellt war. Leibhaftige Römer in Toga und Caligae reißen Jack aus seinen trüben Gedanken; er: alt und fett, sie: jung und schön (soweit nix Neues) im kurzen Röckchen, „geschminkt wie eine Supermarktkassiererin“. Jack soll die etruskische Statuette wieder
kurz
notiert
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beschaffen, die rätische Barbaren aus ihrer Villa in Verona entwendet hatten. „Vadis van culen“ meutert Jack im ersten Moment, knickt aber ein angesichts der Drohung, in der Gladiatoren-Arena zu landen. Auf der Suche nach Rätern stößt Jack auf Fridolin Plant und den Ami William Frankfurt, die sich streiten, wer von den beiden die rätische Ausgrabungsstätte gefunden hat (!). Die Stätte ist verwüstet, von den Römern natürlich, what else? Jack aktiviert seinen alten „Ciao“ und macht sich auf zur ausgekundschafteten Römerfestung, wo er zunächst
Der Kulturverein Brixen Musik lädt am 24. Jänner zum Konzert ins Forum, wo Peter Pichler am Trautonium zu bewundern sein wird, einem Vorläufer des Synthe sizers. Unter anderem wird er mit dem Laurin Quartett das Stück „Feuernde Seele“ der Brixner Komponistin Manuela Kerer zu Gehör bringen.
von der römischen Regierung als germanisch sprechender „abgewatscht“ wird. Die historische Höllenfahrt des Jack Margesin führt ihn vom Risorgimento bis zur k.u.k.-Zeit, durch skurril aktualisierte Südtirol-Geschichte mit
heidnischen Fruchtbarkeitsritualen und einer anmutigen Saligen mit Grödner Akzent und „ökologisch nachhaltig denkend“. Ein Höllenspaß, wie ihn nur Dietmar Gamper zu liefern versteht. ird
Petra Rohregger und Günther Götsch gastieren Mitte Februar mit dem Stadttheater Bruneck in der Dekadenz. Im Stück „Oleanna“ geht es um Machtspiele zwischen einem selbstgefälligen Professor und einer lernwilligen Studentin, die die Hilfestellung als sexuelle Belästigung sieht.
Auf Einladung des Vereins Hei mat las kürzlich die Brunecker Autorin Waltraud Mittich aus ihrem neuesten Buch „Sanpietrini“. Angesiedelt in Rom, erzählt der Roman vielschichtig und hintergründig von der 60 jähri gen Barbara auf der Suche nach einem erfüllenden Leben.
NACHGEFRAGT
„Der große Aufwand lohnt sich“ STEPHEN LLOYD, Leiter des Jugendsinfonieorchesters „Matteo Goffriller“, über den steigenden Bekanntheitsgrad des Geigenbauers – und eine Einladung nach Mexiko.
Jetzt wurden Sie sogar nach Mexiko eingeladen für zwei Konzerte.
Auch die Musiker sind eine Community, die irgendwie weltweit vernetzt ist. Esther Unterfrauner hat mit dem Uni-Orchester Graz in Mexiko gespielt und dabei José Luis Chan Sabido kennengelernt, einen Dirigenten und Geiger, der in Wien studiert hat. José Luis Chan Sabido hat in Mérida den Kulturverein „Kunst & Music Yucatán“ gegründet und uns eingeladen, heuer im Februar eine Konzerttour im Yucatán zu gestalten. Wir sind dieser Einladung gerne gefolgt. Wir werden in dem renommierten José-PeónContreras-Theater zwei Konzerte geben mit Klassikern wie Mozart und Vivaldi, werden aber auch
Filmmusik spielen und Stücke von mexikanischen Komponisten wie Gabriel Chan Sabido. Eine so weite Reise mit vielen Leuten ist bestimmt eine organisatorische und finanzielle Herausforderung. Es ist ein großer Aufwand, aber es lohnt sich auf jeden Fall. Wir sind 46 Musiker mit den entsprechenden Instrumenten und sieben Betreuer. Da sich die Musiker an den Kosten beteiligen müssen, wollen wir hoffen, dass uns Sponsoren finanziell unterstützen werden. irene.dejaco@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info
Raiffeisenkasse Eisacktal ernennt neue Führungskräfte im Vertrieb
PR-Info
Herr Lloyd, man wird jetzt auf Ihr Orchester aufmerksam … Zwei Jahre nach der Gründung des Orchesters freue ich mich natürlich über jede Form von Aufmerksamkeit. Am meisten freut mich, wenn der Name Matteo Goffriller in Brixen immer mehr bekannt wird, denn schließlich ist der Geigenbauer hier in der Trattengasse geboren. Da wäre es sehr schön, wenn der Platz vor dem Hotel Elephant seinen Namen bekäme.
Neue Leitung für die Bereiche Private Banking, Firmenkundengeschäft und Service Banking Im neuen Jahr präsentiert sich die Raiffeisenkasse Eisacktal mit neuen Führungskräften im Vertrieb. Im Zuge einiger Pensionierungen sowie einer strategischen Neuausrichtung im Privatkundengeschäft wurden drei Leitungsfunktionen neu besetzt. Es sind drei strategische Geschäftsfelder, die ab dem neuen Jahr von neuen Führungskräften geleitet werden: Private Banking, Firmenkundenberatung und das neue Geschäftsfeld Service Banking. Florian Oberhauser, langjähriger Leiter des Firmenkundengeschäfts, schied zur Jahreswende im Zuge seiner Pensionierung aus der Raiffeisenkasse aus. Als sein Nachfolger wurde Martin Ragginer ernannt, der langjährige Erfahrung im Bereich der Firmenkundenberatung in der Raiffeisenkasse mitbringt. Der Bereich ist auf eine hochqualitative Betreuung der Unternehmen zu Themen rund um Finanzierung, Vorsorge, Absicherung und Zahlungssysteme ausgelegt. Der Bereich Private Banking, der bis zu seiner Pensionierung in der Verantwortung von Oswald Pezzei liegt, wird ab Februar von
Lukas Augschöll geleitet. Augschöll führte zuletzt die Raiffeisen-Filiale in Feldthurns und bringt fundiertes Know-how in der Anlageberatung und im Bereich der nachhaltigen Investments mit. Die Berater im Bereich Private Banking sind auf eine umfassende 360-GradBeratung von Privatkunden zum Thema Anlageund Vermögensmanagement, Pensionsvorsorge und Absicherung spezialisiert. Der Bereich Service Banking wird ab April als eigenes Geschäftsfeld von Carmen Tauber geführt. Sie hat zuletzt das AssistenzCenter geleitet, das als digitale Filiale für die KundInnen mittels E-Mail, Telefon oder WhatsApp erreichbar ist. Das Geschäftsfeld Service Banking umfasst den klassischen Kundenservice in den Filialen vor Ort, die Dienstleistungen des AssistenzCenters sowie das Thema Digital
Martin Ragginer, Carmen Tauber und Lukas Augschöll (v.l.)
Banking, in dessen Rahmen die Kunden bei allen innovativen Banking-Kanälen – vom Online Banking bis hin zu Zahlungsmethoden mittels Smartphone wie Google Pay oder Bancomat Pay – begleitet werden.
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Kunst & Kultur
THEATER
BRIXEN
Hitzewallungen
So viel kostet das Astra
z Das Theaterstudio Freitag des TPZ eröffnet die Saison mit einem Kabarett, das vor 30 Jahren schon einmal zur Aufführung kam. Heinrich Schwärzer hatte damals für das von Ernst Campidell neu gegründete Theater im Regenbogen das Kabarett „Bleib cool, Schätzchen“ geschrieben, das unter der Regie von Andreas „Opal“ Robatscher umgesetzt wurde. Da die Texte von damals nicht mehr auffindbar sind, schrieb das TPZ nun unter Heidi Troi kurzerhand einen Autorenwettbewerb aus, wo unter mehr als 100 Einsendungen die Siegertexte ausgewählt wurden. Den Hauptpreis erhielt Hans-Jürgen Fischer für „Ein Blick in die Welt von Amazon“, während ein Sonderpreis an Benedikt Troi ging mit seinem Text „Cave catch“. Außer den obigen Texten gelangen noch jene von
Marit Ziebur und Anabel Walia zur Aufführung, die auch bei der Premiere am 31. Jänner anwesend sein werden. Die elf Mitglieder des Studio Freitag unter Thomas Troi brillieren unter anderem durch Szenen, Lieder und Bewegungsimprovisationen aus der eigenen Ideenwerkstatt. „Die Freitagsgruppe wurde gegründet, damit wir Spielleiter uns einmal in der Woche treffen, um selbst auf der Bühne zu stehen“, unterstreicht Heidi Troi. Die Texte und die Szenen werden dem Publikum in drei „Aufgüssen“ präsentiert. Die heißen Themen aus dem Alltag werden nämlich in einer Sauna-Kulisse „ausgeschwitzt“, wo man sich auf Gletscher bei den Weight Watchers, Hitzewallungen bei Männern und auf nervige Instagram-Touristen in unserer Stadt freuen darf. ird
z Der Brixner Stadtrat hat kürzlich die Tarifordnung für das 248 Sitzplätze fassende neue Astra in der Romstraße beschlossen. Die Preise richten sich nach mehreren Kriterien – zum Beispiel, ob es sich beim Kunden um einen kommerziellen Veranstalter oder um einen Verein handelt und ob der Verein junge Kultur fördert und aus Brixen stammt oder eben
nicht. Im besten Fall – also im Fall eines Brixner Vereins mit junger Kultur – bezahlt dieser für die ganztägige Besetzung des Saales 250 Euro; kommerzielle Veranstalter zahlen 1.000 Euro. Zusätzliche Räume und Leistungen werden separat verrechnet, zum Beispiel die Nutzung des Foyers oder der Räume im Untergeschoss und auch des Beamers. wv
NEU IM REGAL Erfüllte Leben Es ist ein Plädoyer für die Freude am Leben und am Altsein. In ihrem neuen Buch „Alles gut“ spürt Astrid Kofler im Gespräch mit 90-Jährigen dem nach, was deren Leben ausmacht: Kindheit und Jugend, zeitgeschichtliche Ereignisse wie Faschismus, Option, Krieg, aber auch der wirtschaftliche Aufschwung der Nachkriegszeit und viele persönliche Erlebnisse, Schicksalsschläge und Einschnitte. Die Frauen und Männer stammen aus unterschiedlichen Landesteilen und Schichten, sodass in der Zusammenschau ein Generationenporträt entsteht: Es ist jene Altersklasse, die fast das gesamte 20. Jahrhundert miterlebt hat. Der Blick in ihr Leben ist wie das Durchblättern eines Geschichtsbuches. Und trotz manch leidvoller Erfahrungen blitzt immer Freude durch: Erinnerungen an die Jugend, die Liebe, die schönen Momente im Leben. Nachträglich war vieles 32
Astrid Kofler: Alles gut. Gespräche mit 90-Jährigen. Edition Raetia, 2019
gut. Stundenlange Gespräche mit insgesamt 35 alten Menschen bilden die Basis für dieses Buch. Die Bilder dazu stammen von Fotograf Thomas Wiedenhofer, der in Schwarz-Weiß-Porträts die Spuren des Lebens eingefangen hat.
MUSIK
Gitarrenvirtuose kommt nach Brixen z Mitte April wird ein in Musikerkreisen weltbekannter Gitarrenvirtuose in Brixen zu Gast sein: Frank Gambale stammt aus Australien, zog aber Anfang der Achtzigerjahre nach Kalifornien, „where all the music I loved was being made“, wie er selbst erzählt. Gambale spielte in der Folge eine Zeitlang mit Jean-Luc Ponty und war sechs Jahre lang Gitarrist in der „Elektric Band“ von Chick Corea; als solcher wurde er im Jahr 1988 sogar mit einem Grammy Award ausgezeichnet. Weltruhm erlangte Gambale aber durch eine von ihm kreierte Spieltechnik namens „Sweep-Picking“, die heute Generationen von Musikern inspiriert: Beim „Sweep Picking“ fegt der Spieler in hohem Tempo das Plektrum mit der Anschlaghand in eine Richtung über zwei oder mehr Saiten. Gambale hat natürlich
auch eine Vielzahl von CD-Produktionen veröffentlicht; sein neuestes Contemporary-Jazz-Album heißt „Salve“ und besticht durch hervorragende Melodien und natürlich großartigem Gitarrenspiel. Nach Brixen kommt er übrigens in prominenter Begleitung: Am Bass spielt Hadrien Feraud aus Frankreich, der als einer der heißesten neuen „jungen“ Bassisten der letzten Jahre gilt und durch seine Zusammenarbeit mit John McLaughlin, Chick Corea und Bireli Lagrene bekannt wurde. Gergo Borlai aus Ungarn (Gary Willis, Al Di Meola) spielt mit atemberaubender Technik Schlagzeug, und am Keyboard kommt Steve Weingart, der 2013 schon einmal im Forum Brixen zu Gast war – damals in der Band des Toto-Gitarristen Steve Lukather. Das Konzert der „Frank Gambale All Star Band“ wird am 17. April im Astra stattfinden; veranstaltet
wird es von rocknet.bz. Tickets bekommt man jetzt schon im Internet: www.mytix.bz wv
MUSIK
Eisacktaler New Wave z Sänger Armin Prantner, Bassist Maximilian Prosch, Schlagzeug Tobias Pfeifhofer und Gitarrist Werner Mores – gemeinsam bilden die vier Jungs aus Brixen und Umgebung „The Unfrient“. Gegründet wurde die Band vor fast genau einem Jahr: „Am Valentinstag haben wir gemerkt, dass die Chemie stimmt und wir zusammen Musik machen wollen“, sagt Werner Mores schmunzelnd. Die Stilrichtung der Band ist eine Annäherung an New Wave, eine Mischung aus Metal, Punk und Alternative Rock. „Da wir alle aus verschiedenen Stilrichtungen kommen, ergibt sich hier eine
gute Mischung“, so der Gitarrist. Ihre erste Single „Blind for the Sky“ haben sie Ende Dezember veröffentlicht. Sound und Text sind, typisch für das Genre, recht düster: „Im Song geht es um Leid und Qualen des Lyrischen Ichs, aber auch darum, loszulassen und aus der Asche neu emporzusteigen“, erklärt die Band. Am 17. Januar erschien mit „Origin“ die erste EP, die auf sämtlichen herkömmlichen Streamingdiensten zu finden ist. Demnächst wollen „The Unfrient“ auch live zu sehen sein; Neuigkeiten hierzu werden auf ihren Social-Media-Kanälen bekanntgegeben. av Brixen/Plose: schöne Ferienwohnung mit Garten, ca. 86 m² (netto), unmittelbare Nähe zur Skipiste, super Zustand, Holztäfelung, EKL D, Preis: Euro 290.000,00
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Kunst & Kultur
MUSIK
Das Innere jedes Einzelnen berühren z Für die Mitglieder des Brixner Domchores bedeutet die Zeit vom ersten Adventsonntag bis zum Dreikönigstag oftmalige Verpflichtungen und Wahrnehmen von Terminen zwischen Einsingen, Studium neuer Messen, Proben, Konzertauftritten und Messgestaltungen zu verschiedenen Tageszeiten. Der Rückblick des Domkapellmeisters rief nicht weniger als 24 Termine allein im Dezember 2019 in Erinnerung – eine Frequenz, an die wohl kaum ein anderer Chor heranreichen kann. Was die derzeit 50 Mitglieder des Domchores motiviert, immer wieder ihren Dienst zu versehen, kann lediglich erklärt werden durch die Schönheit und Tiefe der geistlichen Musik, die durch das gesamte Kirchenjahr mit mannigfaltigen Stilen und musikalischen Ausdrucksformen imstande ist,
das Innere jedes Einzelnen zu berühren, es in Schwingung zu bringen und mit etwas Größerem zu verbinden; man könnte es auch „Gotteserfahrung“ nennen. Voll Dankbarkeit blickte auch Obmann Markus Liensberger in seiner Begrüßungsansprache auf ein erfolgreiches Arbeitsjahr zurück. Neben Domkapellmeister Heinrich Walder, der den Sängern dankte und gleichzeitig die Bitte um Treue zum Chor und Fleiß für insgesamt etwa 52 Auftritte im Jahr formulierte, ergriffen auch Bischof Ivo Muser und Domdekan Ulrich Fistill das Wort, um allen Mitgliedern des Chores, den Solistinnen und Solisten, dem Domorchester und dem Domorganisten Franz Comploi für ihren verlässlichen und professionellen Einsatz zu danken. Dem Dank schloss sich auch Bürgermeister Peter Brunner an, der die Dommusik als ein wichtiges Element
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der Identifikation für die Brixner bezeichnete und dem Domchor eine große Ausstrahlung über die Landesgrenzen hinaus bescheinigte. Bevor Mitglieder des Chores für ihre mehrjährige Mitgliedschaft geehrt wurden, dankte Walder in seiner Laudatio der scheidenden Obfrau Magdalena Beikircher, die den Domchor in den letzten vier Jahren kompetent und mit großem Einsatz führte und dabei für besondere musikalische Höhepunkte sorgte. Folgende Mitglieder des Domchores wurden anlässlich der Feier geehrt: Hans Frener für zehn Jahre Mitgliedschaft, Maria Luise Erlacher, Valeria Gasser, Georg Eichbichler und Andreas Fischnaller für 20
Jahre, Erika Rigger und Josef Huber für 25 Jahre sowie Martina Ellecosta für 30 und Herta Huber für 50 Jahre. Für die kommende Amtsperiode wünschte Domkapellmeister Walder dem Obmann Markus Liensberger und seinem Vorstand viel Motivation im Zeichen der geistlichen Musik zur Ehre Gottes und zur Freude der Menschen. Im Bild: Domdekan Ulrich Fistill, Erika Rigger, Valeria Gasser, Herta Huber, Georg Eichbichler, Josef Huber, Obmann Markus Liensberger, Domkapellmeister Heinrich Walder (v. l.). Es fehlen: Hans Frener, Maria Luise Erlacher, Andreas Fischnaller und Martina Ellecosta. bf
MUSIK
Neujahrsklänge im Forum z Auch heuer wieder hat der Kulturverein Brixen Musik in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Brixen zum traditionellen Neujahrskonzert des Haydn Orchesters von Bozen und Trient geladen. Zahlreiche Musikbegeisterte folgten dieser Einladung und begrüßten das Orchester unter der Leitung des ostdeutschen Dirigenten Felix Bender mit einem tosenden Applaus. Schon seit Jahren prägt das Haydn Orchester die regionale Musiklandschaft und begeistert sein Publikum mit klassischen Werken aus verschiedenen Epochen. Neben Walzerklängen und Highlights aus Opern und Operetten von Gaetano Donizetti, Franz Lehár, Amilcare Ponchielli und Émile Waldteufel stand auch das diesjährige Neujahrskonzert ganz im Zeichen der Wiener StraußDynastie. Das Programm zeichnete sich durch seine Leichtigkeit, aber auch durch den gefühlvollen und schwebenden Charakter der ausgewählten Kompositionen aus. Sichtlich verzaubert wurde das Publikum vom fröhlichen, teils lustigen und unbeschwerten Auf-
tritt der rumänischen Sopranistin Silvia Micu, die mit Arien aus Don Pasquale und Die Fledermaus die Zuhörer zum Schmunzeln brachte. Beendet wurde der Konzert-
abend mit einem Werk, das zur Begrüßung eines neuen Jahres nicht fehlen darf: „An der schönen blauen Donau“ von Johann Strauß (Sohn). md
TIMER
Februar 2020 KABARETT
Zum letzten Mal: Eppes Nuis! Thomas Hochkofler und Marco Facchin präsentieren nach drei ausverkauften Südtirol-Tourneen ein letztes Mal ihr aktuelles Kabarettprogramm „Eppes Nuis“.
z Für das aktuelle Kabarettprogramm zogen sich Thomas Hochkofler und Marco Facchin auf eine einsame Almhütte zurück – die aber bald viel zu klein wurde, denn zu ihnen gesellten sich einige alte Bekannte und einige ganz neue Figuren. Am Ende war ein Kabarettprogramm der besonderen Art entstanden – „Eppes Nuis“ eben.
* Eppes Nuis!
Brad Bronski und die Jagd nach dem Diadem des Grauens
mit Thomas Hochkofler und Marco Facchin Text: Thomas Hochkofler, Alexander Liegl, Gabi Rothmüller Musik und Geräusche: Marco Facchin Regie: Gabi Rothmüller
Zum Inhalt. Im Zentrum des
Geschehens: Brad Bronski alias Thomas Hochkofler alias Brad Bronski. Denn die besten Geschichten passieren genau dann, wenn ein kaputter VW Golf mit mindestens ebenso kaputten Gestalten über eine einsame enge Passstraße brettert, und niemand weiß, welcher Wahnsinnige an der nächsten Tornante auf ihn wartet. In dieser unglaublichen Geschichte, die wie ein exzellenter Film Noir in Farbe, Breitwand und mindestens drei Dimensionen über das Kabarettpublikum hereinbricht, gibt es viele Fragen,
* 28. und 29. Februar
BRIXEN, Forum Brixen
* 6. und 7. März BRUNECK, UFO
* 13. und 14. März MERAN, Kimm
die vielleicht nur der Hausmeister beantworten kann. Oder Joe von Afing. Oder der Motschuner Peppn. Und außerdem: Spielen Miss Marco und die Lady wirklich nur die Quotenfrauen? Fakt ist: Bei diesem Kabarettprogramm handelt es sich mit an Wahrscheinlichkeit grenzender
Sicherheit um eine spektakuläre Reise durch ein bekanntes kloans Landl in den Bergen. Mit von Hand hergestellter Musik und mit Geräuschen, die nie ein Mensch zuvor gehört hat. Thomas Hochkofler und Marco Facchin bringen Hollywood nach Südtirol – und Ulten nach Chicago. Wär doch gelacht!
* 20. und 21. März
BOZEN, Waltherhaus
Beginn: 20.30 Uhr Kartenreservierungen: online: www.mytix.bz telefonisch: 333 7767713, Montag bis Freitag, 15 bis 19 Uhr
MORGEN IST HEUTE GESTERN Das Theater BRILLAND Brixen-Milland feiert im Februar 2020 die 10. Auflage der Faschingsstücks MILL and KA(O)S und dazu haben wir
uns wieder viele tolle Sachen einfallen lassen. Eine Unterhaltung für Jung und Alt, einfach nur zum Lachen ....
www.facebook.com/theater.brilland
* Premiere: Samstag,
15. Februar, 20 Uhr Fr. 21., Sa. 22., Mo. 24. & Di. 25. Februar, 20 Uhr So., 16. & 23. Februar, 18 Uhr Jugendheim Milland
Kartenreservierung Tourismusverein Brixen: Tel 0472 275252
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Foto: Michael Vogel
Veranstaltungen
THEATER
Hotel Paradiso
30 JAHRE THEATER & FILM im Theaterpädagogisches Zentrum Brixen
Die Räuber
Vier Schauspieler der Theaterwerkstatt PINK im TPZ Brixen arbeiten sich in höllischem Tempo durch das Stück. Spielend und erklärend, singend und tanzend, stürmend und drängend, raufend und fluchend erwecken sie die Figuren zum Leben und bieten so einem jungen Publikum auf kurzweilige Art und mit viel Humor einen Einblick in die Sturm-und-Drang Zeit des großen deutschen Dichters Friedrich Schiller.
z Bizarres geschieht im Hotel Paradiso, einem Familienbetrieb in den Bergen, den die Seniorchefin mühsam zusammenhält. Die Kurpension hat ihre besten Zeiten hinter sich – so wie die Gäste. Über der Eingangstür glänzen (noch) vier Sterne. Doch am Himmel braut sich was zusammen. Der Sohn des Hauses träumt von der großen Liebe, während er sich mit seiner Schwester nicht einmal über die Gardinen einig wird. Das Dienstmädchen klaut aus Leidenschaft, und der Koch zersägt nicht nur Schweinehälften. Ist das Hotel noch zu retten? „Hotel Paradiso“ ist ein Alpen-Traum voll von schwarzem Humor, stürmischen Gefühlen und einem Hauch Melancholie. Das Stück wurde an
Online-Reservierung »
Über allen Gipfeln ist Ruh
Patrick (18) wird von seinen Eltern bei seiner Großmutter Anna abgesetzt, damit er Zeit hat, über sein Verhalten nachzudenken. Zwischen den beiden kriselt es vom ersten Augenblick ihrer Begegnung an – umso mehr als Anna ihren Enkel täglich zu nervigen Bergtouren mitschleift.
* Sonntag, 16. Februar, 17 Uhr
Eintritt: 10 Euro für Erwachsene, 5 Euro ermäßigt Online-Reservierung »
Romeo & Julia - REDUX
Ohne viele Worte, dafür unter Einsatz von Körper und Mimik, erzählen die sechs Schauspieler der Theaterwerkstatt RAINBOW im Theaterpädagogischen Zentrum Brixen die Geschichte von Romeo und Julia. Es ist eine schräge Version der bekanntesten Liebesgeschichte aller Zeiten, grotesk und aufs Wesentliche konzentriert, die mit großem Erfolg beim Amateurtheaterfestival in Pohang/Südkorea aufgeführt wurde.
* Sonntag, 16. Februar, 18 Uhr
Eintritt: 10 Euro für Erwachsene, 5 Euro ermäßigt
Brixen, Köstlanstraße 28
Reservierung ist dringend angeraten. Bitte den angegebenen Link benutzen oder reservieren per SMS/WhatsApp: Tel. 335 535 99 55.
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Brixen, Forum
Einführung: 19:15 Uhr Karten bei Athesia-Ticket und www. kulturinstitut.org Informationen: Tel. 0471-313800 Die Veranstaltung des Südtiroler Kulturinstituts wird von Nordwal unterstützt.
Luis sucht Chor
Eintritt: 10 Euro für Erwachsene, 5 Euro ermäßigt
Theaterpädagogisches Zentrum
* Mi., 5. Februar, 20 Uhr
DIVERSES
* Freitag, 14. Februar, 20 Uhr
Online-Reservierung »
Silvester 2016 im Bozner Waltherhaus gezeigt. Wegen der großen Nachfrage hat es das Südtiroler Kulturinstitut nun ins Brixner Forum eingeladen. In den Stücken der international erfolgreichen Familie Flöz tragen alle Schauspieler Masken und kommen ganz ohne Worte aus. Am Ende könnte man allerdings schwören, die Darsteller hätten gesprochen, gelacht und geweint.
z Die „Flat Caps“ haben ihre Koffer gepackt, ihre Hüte aufgesetzt und sind startklar. Mit einem buntgemischten Musik-Mix im Gepäck, begleitet von einer swingenden Band-Combo, machen sie sich auf zu ihrer ersten großen Tour rund um den Globus. Doch genau in diesem Augenblick meldet
sich das humoristische Urgestein aus dem Ultental, der Luis, zu einem Vorsingen an. Denn er ist sich sicher, seine Gesangskünste müssen in einem Chor erklingen, und es gibt für ihn auch nur eine Option: Die „Flat Caps“ sollen es sein, weil die Herren in den Chorreihen „Hutträger“ sind, genauso wie er. Daher entschließt sich der Luis kurzerhand den „Flat Caps“ nachzureisen. Kein Weg ist ihm dafür zu weit. Chorisch-komisch geht es um die Welt. Ein heiterer, musikalisch und kabarettistisch abwechslungsreicher Konzertabend ist garantiert. Sprachliche Barrieren gibt es keine, weder für die Sängerinnen und Sänger noch für den Luis, der zwischen afrikanischen Klängen und Sambarhythmen so manch weiteres Talent offenbart.
* Fr., 14. Februar, 20 Uhr Forum Brixen * Sa., 15. Februar, 20 Uhr Michael Pacher-Haus Bruneck
Tickets erhältlich unter www.flatcaps.it
Samstag, 1. Februar
Diverses
Sonntag, 2. Februar
ab 9 Uhr
Benefizflohmarkt Benefizflohmarkt der Caritasgruppe der Pfarrei Vahrn bis 17 Uhr Vahrn, alter Kindergarten
Theater 10 Uhr (Matinee) Bleib cool, Schätzchen Kabarett mit Wellnesseffekt vom TheaterStudio Freitag. Theaterpädagogisches Zentrum
Dienstag, 4. Februar
Theater
18 Uhr
Theater
Musik
18 Uhr
Mittwoch, 5. Februar
Bleib cool, Schätzchen Kabarett mit Wellnesseffekt vom TheaterStudio Freitag. Theaterpädagogisches Zentrum Märchenmusical „Freude“ 4. und 5. Grundschulklassen und Jugendkapelle Vahrn Vahrn, Haus Voitsberg
Samstag, 8. Februar
20 Uhr
Bleib cool, Schätzchen Kabarett mit Wellnesseffekt vom TheaterStudio Freitag. Theaterpädagogisches Zentrum
Theater
Kabarett
20:30 Uhr
Ein neuer Mensch Hosea Ratschiller bringt sich ins Spiel. Dekadenz, Anreiterkeller
20 Uhr
Hotel Paradiso Eine Produktion von Familie Flöz, Theaterhaus Stuttgart, Theater Duisburg Forum Brixen
Montag, 10. Februar
Film
20 Uhr
Joker Englisch mit italienischen Untertiteln Astra Brixen Montag, 3. Februar
Musik
18 Uhr
Theater
Dienstag, 11. Februar
20 Uhr
Märchenmusical „Freude“ 4. und 5. Grundschulklassen und Jugendkapelle Vahrn Vahrn, Haus Voitsberg
Bleib cool, Schätzchen Kabarett mit Wellnesseffekt vom TheaterStudio Freitag. Theaterpädagogisches Zentrum, Brixen
Musik
Film
20:30 Uhr
Viech „Niemand wird sich erinnern, dass wir hier waren“ Dekadenz, Anreiterkeller
20 Uhr
Die schönste Zeit unseres Lebens Von einer Zeitreise und dem Vermischen von Illusion und Wirklichkeit. Astra Brixen
GESUND & FIT MIT YOGA
Musik Freitag, 7. Februar
Kabarett
20:30 Uhr
Marmen Quartet Forum Brixen
20 Uhr
Ein neuer Mensch Hosea Ratschiller bringt sich ins Spiel. Dekadenz, Anreiterkeller
Film
20 Uhr
Aretha Franklin: Amazing Grace In Englisch mit deutschen Untertiteln Astra Brixen
VAHRNEREIEN 2020 Faschingsunterhaltung der Heimatbühne Vahrn Wir schreiben das Jahr Zweitausendzwanzig. Ein kleines Volk in einem Dorf, versteckt hinter den Kastanienhainen, dreht sich am liebsten in seinen eigenen Kreiseln. Wer da alles so vor kommt? Besorgte Bürgerinnen, ein Bürgermeister, ein Stellvertreter, Eine aus Deutschland, Radfahrer, Damen, die hinterm Mond leben, und Politiker, die auf den Mond geschossen werden sollten. Und alle steh‘n: IM BANNE DES KREISVERKEHRS!
Ein Weg zu ganzheitlicher Gesundheit, Entspannung und Harmonie ...
Yoga-Kurse im Bürgerheim Brixen ab Donnerstag, 6. Februar Yoga Einführungskurs
6 Abende, 1x wöchentlich, 19:45–21:15 Uhr Referent: Rakesh Nanda
Yoga für Schwangere
5 Abende, 1x wöchentlich, 20–21 Uhr Referentin: Karin Nanda
* Premiere: Freitag,
21. Februar, 20 Uhr Sa., 22. Februar, 20 Uhr Mo., 24. Februar, 20 Uhr Haus Voitsberg Vahrn
Einlass und warme Küche ab 19 Uhr Musikalische Abendunterhaltung mit der Klaus, Ingo und Tobias Ramoser und Silvia Sellemond Reservierungen ab 3. Februar: 0472/976937 (Mo-Fr zwischen 9−12 Uhr) oder info@vahrn.eu
Info & Anmeldungen: 0474 530547 · nandayoga@yahoo.de · facebook: Rakesh nanda · nandayoga.de
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Veranstaltungen
Donnerstag, 13. Februar
Samstag, 15. Februar
Diverses
ab 18 Uhr
Diverses
Musik
20:30 Uhr
Musik
20 Uhr
Theater
20 Uhr
Theater
20 Uhr
Theater
20:30 Uhr
Repair Cafè Gemeinsam mit Experten reparieren, was noch zu retten ist Kolping-Mensa, Fallmerayerstr. 4 B
MÄRCHEN-MUSICAL IN VAHRN Zu einem ganz besonderen Musical laden die 4. und 5. Grundschulklassen von Vahrn sowie die Jugendkapelle von Vahrn ein. Gemeinsam werden sie das Märchen-Musical „Freude“ aufführen. Es ist ein modernes Märchen, das Kurt Gäble vertont und wofür Paul Nagler die Texte geschrieben hat. Die Bühne steht ganz im Zeichen von Tanz und Gesang der Grundschüler und wird begleitet von der Musik der Jugendkapelle. Der Reinerlös geht an die Kinderkrebshilfe Südtirol Regenbogen.
Quonundrum Laura Zöschg mit Jazz-Quartett Dekadenz, Anreiterkeller
Haus Voitsberg Vahrn
Reservierung Tel. 0472 976 937 oder info@vahrn.eu (freie Sitzwahl) Eintritt frei
Grande concerto lirico Pro Cultura Forum Brixen
Freitag, 14. Februar
Diverses
16:30 Uhr
ONE BILLION RISING Gemeinsames Tanzen zur Beendigung von Gewalt gegen Mädchen und Frauen. Domplatz Brixen
Gesamtleitung : Rudi Chizzali Leitung Jugendkapelle: Toni Profanter
* Sa. 1. & So. 2. Februar, 18 Uhr
ab 15 Uhr
Poetry Jam Musik, Poetry Slam und Kunstaustellung. Eintritt frei. Astra Brixen
Theater
20 Uhr
Die Räuber Theaterwerkstatt Pink Theaterpädagogisches Zentrum
Theater
Die Straße der Masken Komödie der Volksbühne Natz Natz, Vereinshaus
20 Uhr
Die Welt geat unter! Der Theaterverein Neustift bringt viel Wirbel und Turbulenzen ausgelöst von einem Kometen, der auf die Erde zurast. Regie: Thomas Hochkofler Neustift, Grundschule Morgen ist heute gestern Theater Brilland: Faschingsstück. Jugendheim Milland
Oleanna Stadttheater Bruneck spielt ein Theaterstück von David Mamet Dekadenz, Anreiterkeller Sonntag, 16. Februar
Diverses
„BLEIB COOL, „ SCHÄTZCHEN
20 Uhr
Luis sucht Chor FLAT CAPS in concert mit special guest: Luis aus Ulten, dieser ist sich sicher, in ihm schlummert ein bisher unentdecktes Gesangstalent. Forum Brixen
* Sa., 1. Februar, 10 Uhr
Brixen, Köstlanstraße 28 Eintritt: 15 Euro für Erwachsene, 10 Euro ermäßigt
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Theater
18 Uhr
Film
17 Uhr
Theater
18 Uhr
Morgen ist heute gestern Theater Brilland: Faschingsstück. Jugendheim Milland
Romeo & Julia Theaterwerkstatt RAINBOW Theaterpädagogisches Zentrum
So., 2. Februar, 18 Uhr Mo., 3., Di. 4. und So., 16. Februar, 20 Uhr Theaterpädagogisches Zentrum
Online-Reservierung »
18 Uhr
Die Straße der Masken Komödie der Volksbühne Natz Natz, Vereinshaus
Über allen Gipfeln ist Ruh Theaterpädagogisches Zentrum
Geschwitzt wird in der neuen Brixner Theater-Sauna. Unterhaltsame Szenen zu heißen Themen gibt es beim TheaterStudio Freitag des TPZ in seinem neuen Kabarett mit Wellness-Effekt.
Reservierung ist dringend angeraten. Bitte den angegebenen Link benutzen oder per SMS/WhatsApp: Tel. 335 535 99 55.
Theater
Theater
20:30 Uhr
Oleanna Stadttheater Bruneck spielt ein Theaterstück von David Mamet Dekadenz, Anreiterkeller
Theater
20 Uhr
Bleib cool, Schätzchen Kabarett mit Wellnesseffekt vom TheaterStudio Freitag. Theaterpädagogisches Zentrum
20 Uhr
Portrait einer jungen Frau in Flammen Historisches Drama einer Beziehung zwischen zwei Frauen im Jahr 1770. Astra Brixen Dienstag, 18. Februar
20 Uhr
Theater
Freitag, 21. Februar
Theater
Theater
Theater
20 Uhr
Die Welt geat unter! Der Theaterverein Neustift bringt viel Wirbel und Turbulenzen ausgelöst von einem Kometen, der auf die Erde zurast. Regie: Thomas Hochkofler Neustift, Grundschule
20 Uhr
Die Welt geat unter! Der Theaterverein Neustift bringt viel Wirbel und Turbulenzen ausgelöst von einem Kometen, der auf die Erde zurast. Regie: Thomas Hochkofler Neustift, Grundschule
Alles, was da kreucht und fleucht! Zecken, Läuse, Würmer, … Parasiten bei Mensch und Tier mit Dr. Ingrid Ramoser. Apotheke Peer, Brixen
Die Straße der Masken Komödie der Volksbühne Natz Natz, Vereinshaus
WEITERBILDUNG QUALIFIZIERUNG/BERUF
Donnerstag, 20. Februar
20 Uhr
Vortrag
Theater
Die Straße der Masken Komödie der Volksbühne Natz Natz, Vereinshaus
Montag, 17. Februar
Film
Mittwoch, 19. Februar
20 Uhr
20 Uhr
Vahrnereien Faschingsrevue der Heimatbühne Vahrn Vahrn, Haus Voitsberg
Fotoschule ab Fr. 27.03. (14 Treffen) Infoabend: Mi., 19.02. · 19:30 Uhr Erfolgreich werben mit Instagram und Facebook ab Fr., 06.03. (6 Treffen) Infoabend: Fr., 14.02. · 18:30 Uhr Ausbildung Entspannungs pädagogik für Kinder Infoabend: Di., 17.03. · 18:30 Uhr Abenteuer Radio ab Mo., 02.03. · 9−16 Uhr (4 Tage) Buchhaltung für NeueinsteigerInnen ab Di., 03.03. · 19:15−22:15 Uhr (6x) Gefühle @ work am Do., 02.04. · 18:30–20 Uhr Emotionale Kompetenzentwick lung im beruflichen Kontext ab Fr., 08.05. · 9−18 Uhr (4 Tage)
EDV & DIGITALE MEDIEN
50+ EDVGrundkurs ab Do., 05.03. · 18:30−20:15 Uhr (6x) BlogABC: Wordpress für EinsteigerInnen ab Do., 05.03., 18:30−21:30 Uhr (3x)
gesungen von: Marily Santoro (Mimi) Reinaldo Droz (Rodolfo) Loredana Merlin (Musetta) Carlo Seo (Marcello/Schaunard)
… und erzählt von: Daniele Rubboli Lucio Carpani (Begleitung)
* Samstag, 15. Februar, 18 Uhr Forum Brixen
Reservierung: 0472 275588 Eintritt: 15 Euro, Erm. 8 Euro
Englisch für die Reise ab Mi., 11.03., 19:30–21:30 Uhr (10x)
MENSCH GESELLSCHAFT
Mit Kindern leben – mit Kindern wachsen® am Mi., 29.01. · 19:30–21:30 Uhr Starke Eltern – Starke Kinder® ab Mo., 10.02. · 19:30–22 Uhr (8x) „Mami sorgt vor“ Inforeihe für Familien am Mi., 25.03. · 18:30 Uhr Makeup Grundkurs für Frauen ab 40 am Sa., 15.02., 10–16 Uhr Testament und Erbrecht am Do., 26.03., 19:30–21 Uhr
Treffpunkt Senioren Online Café ab Di., 10.03. · 9−11 Uhr (1 x monatlich)
Weil ich es mir Wert bin – Selbstfürsorge und Achtsamkeit am Sa., 04.04. · 9–16:30 Uhr
SPID – schon registriert? am Di. 10.03. · 14:30−16:30 Uhr
Zero Waste im Alltag am Do., 07.05. · 18–20:30 Uhr
Internet & Email ab Do. 26.03. · 19:30−21:45 Uhr (4x)
GESUNDHEIT WOHLBEFINDEN
SPRACHEN
PUCCINIS BOHÈME
A1.1 Englisch Beginners ab Di., 11.02., 19−20:40 Uhr (10x)
Deutschkurse: Verschiedene LEVELS (A1.1 – B2.1) ab Ende Jänner/Anfang Februar · 19:30–21:10 Uhr (20x)
Gymnastik, BodyForming, Tanzen, Yoga, Pilates Verschiedene Kurse ab Ende Jänner/Anfang Februar Die Kraft der Knospen am Sa., 14.03. · 14–18 Uhr
Italienisch – Vorbereitung auf die Zweisprachigkeitsprüfung Niv B1 ab Di., 04.02. · 19:30−21 Uhr (13x)
Erste Hilfe bei Kindern am Mi., 06.05. · 19− 22 Uhr
Italienisch – Vorbereitung auf die Zweisprachigkeitsprüfung C1/B2 ab Di., 31.03. · 19:30−21 Uhr (13x)
Fotokurs ab Do., 30.01. · 19:30−22 Uhr (6x)
Englisch – am Vormittag (AnfängerInnen und leicht Fortgeschrittene) ab Mi., 05.02., 9−10:40 Uhr (10x)
KREATIVITÄT/ESSEN
Gärtnern in der Stadt am Mi., 04.03. · 19−22 Uhr
Infos & weitere Angebote: KVW Bildung Brixen 0472 207 978 . bildung.brixen@kvw.org bildung.kvw.org 39
Eigenproduktion der Dekadenz
Veranstaltungen
TOM AUF DEM LANDE
Theater
20 Uhr
Morgen ist heute gestern Theater Brilland: Faschingsstück. Jugendheim Milland
Theaterstück von Michel Marc Bouchard
Samstag, 22. Februar
Sonntag, 23. Februar
Theater
17 Uhr
Theater
18 Uhr
18 Uhr
Die Welt geat unter! Der Theaterverein Neustift bringt viel Wirbel und Turbulenzen ausgelöst von einem Kometen, der auf die Erde zurast. Regie: Thomas Hochkofler Neustift, Grundschule
Theater
18 Uhr
Die Straße der Masken Komödie der Volksbühne Natz Natz, Vereinshaus
Theater
20 Uhr
Theater
Die Welt geat unter! Der Theaterverein Neustift bringt viel Wirbel und Turbulenzen ausgelöst von einem Kometen, der auf die Erde zurast. Regie: Thomas Hochkofler Neustift, Grundschule Vahrnereien Faschingsrevue der Heimatbühne Vahrn Vahrn, Haus Voitsberg
Morgen ist heute gestern Theater Brilland: Faschingsstück. Jugendheim Milland Montag, 24. Februar
Theater
20 Uhr
Theater
20 Uhr
Vahrnereien Faschingsrevue der Heimatbühne Vahrn Vahrn, Haus Voitsberg
Theater
20 Uhr
Morgen ist heute gestern Theater Brilland: Faschingsstück. Jugendheim Milland
Als der junge Werbetexter Tom aus der Großstadt zum Begräbnis seines Liebhabers Guillaume in die Provinz fährt, gerät er auf dem Hof von dessen Familie in einen Strudel aus Lügen, Verdrängung und Gewalt. Tom gibt sich als Arbeitskollege des Verstorbenen aus, weil Guillaumes Mutter Agathe nichts von der Homosexualität ihres Sohnes geahnt hat. Der ältere Bruder Francis tut alles, damit die Wahrheit nicht bekannt wird, und schreckt dabei auch vor Gewalt gegen Tom nicht zurück. Zunächst verpflichtet er Tom, die Lebenslüge nicht nur aufrechtzuerhalten, sondern sogar auszuschmücken. Doch zunehmend scheint Francis Tom für eine Schuld zu bestrafen, die keiner der beiden in Worte zu fassen wüsste. In der Abgeschiedenheit des Bauernhofs entspinnt sich ein gewalttätiges, erotisch aufgeladenes Spiel zwischen den beiden Männern, dem sich Tom auf unerklärliche und fatale Weise fügt. Regie: Joachim Goller Ausstattung: Mirjam Falkensteiner Mit Max Gruber-Fischnaller, Patrizia Pfeifer, Kathrin Ploner und Philipp Weigand
* Premiere: Sonntag, 1. März, 18 Uhr
Aufführungen: Do., 5., Fr. 6., Sa. 7., Fr. 13., Sa. 14., Mi. 18., Do. 19. & Fr. 20. März, 20:30 Uhr Sonntag, 15. März, 18 Uhr Dekadenz, Anreiterkeller
Reservierung: karten@dekadenz.it Tel. +39 0472 836393 (Anrufbeantworter)
Morgen ist heute gestern Theater Brilland: Faschingsstück. Jugendheim Milland
Volksbühne Natz
DIE STRASSE DER MASKEN Drei Patienten in der Psychiatrie schlüpfen durch eine „Kreativtherapie“ in die Rolle ihrer Betreuer. Der spielerische Rollentausch verwischt die Grenzen zwischen normal und abnormal. Ein weißer Mantel, eine Brille, ein Trenchcoat, ein Hut genügen, um anerkannt zu werden. Eine ebenso intelligente wie groteske Komödie, die mit treffsicherer Hand den Personen die Alltagsmasken nimmt. Zu allerletzt kommt ihr wahres Gesicht zum Vorschein, oder ist das auch wieder nur eine Maske? … unbefangen, fröhlich und frech. Komödie von Heinz Rudolf Unger Regie: Hans Strobl
* Premiere: Freitag, 14. Februar, 20 Uhr
Mi. 19., Fr. 21. & Fr. 28. Februar, 20 Uhr So. 16., So. 23. & Sa. 29 Februar, 18 Uhr Vereinshaus Natz
Reservierungen Tel./SMS: +39 344 124 7156
40
Film
20 Uhr
The Farewell Komödie über die tödliche Krankheit der Großmutter und eine kurzerhand organisierte Spontan-Hochzeit, wofür von New York nach China gereist wird. Astra Brixen
Dienstag, 25. Februar
Theater
20 Uhr
Morgen ist heute gestern Theater Brilland: Faschingsstück. Jugendheim Milland
Theater
20 Uhr
Die Welt geat unter! Der Theaterverein Neustift bringt viel Wirbel und Turbulenzen ausgelöst von einem Kometen, der auf die Erde zurast. Regie: Thomas Hochkofler Neustift, Grundschule Donnerstag, 27. Februar
Theater
20 Uhr
Die Welt geat unter! Der Theaterverein Neustift bringt viel Wirbel und Turbulenzen ausgelöst von einem Kometen, der auf die Erde zurast. Regie: Thomas Hochkofler Neustift, Grundschule
Freitag, 28. Februar
Samstag, 29. Februar
Theater
20 Uhr
Die Todsünden der Theaterpädagogik Theaterpädagogisches Zentrum
Theater
20 Uhr
Die Welt geat unter! Der Theaterverein Neustift bringt viel Wirbel und Turbulenzen ausgelöst von einem Kometen, der auf die Erde zurast. Regie: Thomas Hochkofler Neustift, Grundschule
Theater
Die Straße der Masken Komödie der Volksbühne Natz Natz, Vereinshaus
Kabarett
20 Uhr
20:30 Uhr
Eppes Nuis! Thomas Hochkofler und Marco Facchin Forum Brixen
MARMEN QUARTET Sieger des Internationalen Streichquartett-Wettbewerbs von Banff (Kanada) 2019
Streichquartette von Joseph Haydn, György Ligeti und Felix Mendelssohn Bartholdy
* Dienstag, 11. Februar, 20 Uhr Forum Brixen
Kartenvormerkungen: Forum Brixen Tel. 0472 275588 · info@forum-brixen.com
Theater
18 Uhr
Theater
18 Uhr
Die Welt geat unter! Der Theaterverein Neustift bringt viel Wirbel und Turbulenzen ausgelöst von einem Kometen, der auf die Erde zurast. Regie: Thomas Hochkofler Neustift, Grundschule Die Straße der Masken Komödie der Volksbühne Natz Natz, Vereinshaus
Kabarett
20:30 Uhr
Eppes Nuis! Thomas Hochkofler und Marco Facchin Forum Brixen
Märkte
Ausstellungen
Bauernmarkt samstags, 7:30–13 Uhr Hartmannplatz
StadtGalerie Brixen 7. Februar bis 17. April Eröffnung 7. Februar, 19 Uhr Ausstellung von Martina Steckholzer mit einer Improvisation zu den Werken der Komponistin Katharina Roth Di.−Fr. 10−12 -Uhr & 16−18 Uhr
Wochenmarkt montags, 8–13 Uhr Am Parkplatz in der Brennerstrasse, in der Albuingasse, am Hartmannsplatz und in der Trattengasse
Pharmaziemuseum Mitte Februar bis Mitte Mai Gewürzausstellung: Einzelgänger und Teamplayer dienstags, mittwochs 14−18 Uhr samstags 11−16 Uhr
Monatsmarkt Montag, 3. Februar Blasiusmarkt 8:30-13 Uhr Goethestraße
DIE TODSÜNDEN DER THEATERPÄDAGOGIK Die zwölf frischgebackenen Theaterpädagoginnen und -pädagogen des TPZ Brixen haben sich Gedanken darüber gemacht, was einen Theaterpädagogen eigentlich ausmacht und eine lange Liste an Todsünden entdeckt. Den Zuschauer erwartet ein ironischer Blick auf die Arbeit eines Theaterpädagogen und ein unterhaltsamer Abend.
* Freitag, 28. Februar, 20 Uhr
Theaterpädagogisches Zentrum
Brixen, Köstlanstraße 28 Eintritt frei Reservierung ist dringend angeraten. Bitte den angegebenen Link benutzen oder per SMS/WhatsApp: Tel. 335 535 99 55.
Online-Reservierung »
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AB AUFS EIS: EISLAUFEN IN UND UM BRIXEN
Freizeit & Sport
Kufiges Vergnügen
Winter ist zum Rodeln da, zum Skifahren – aber auch zum Eislaufen. Früher wagten sich die Brixner mit ihren Schlittschuhen auf zugefrorene Bäche und Seen; heute wird Sicherheit großgeschrieben, weshalb kufiges Vergnügen nur noch auf künstlichen Eisflächen entsteht.
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kleine Eislaufplatz am Domplatz sein, der den Brixner Kindern das Eislaufen vor einigen Jahren erstmals direkt vor die Haustür brachte. In den ersten beiden Jahren war der Eislaufplatz vor der Hofburg noch mit „richtigem“ Eis ausgestattet; heuer wurde dieses durch Plastikpaneele ersetzt – zum Leidwesen der passionierten Eisläufer. Plastikpaneele sind vielleicht kostengünstiger und unkomplizierter in der Organisation, kommen aber – insbesondere bei den Einheimischen – nicht besonders gut an. Diese lernen das Eislaufen doch lieber auf eisigem Untergrund – bei den Eislaufkursen beispielsweise, die die „Falcons“ gemeinsam mit dem WSV alljährlich organisieren. An die hundert Kinder nahmen 2019 an den Anfängerkursen teil.
bei – ebenso wie das Pirouettendrehen. Kurse gab es damals keine. Hauptsächlich Mädchen, aber auch einige wenige Buben haben das Eislaufen damals für sich entdeckt. Der Großteil der Burschen tummelte sich lieber auf der Plose beim Skifahren oder beim Hockeyspielen im eigens ausgewiesenen Platz im nördlichen Teil des Lidosees. Neben der Möglichkeit zum Eislaufen im Lido gab es noch einen weiteren eisigen Hotspot in Brixen: Auf der Höhe der heutigen Acquarena wurde beim damaligen Sportplatz ein kleiner Platz eingezäunt und eingeeist – und dieser erfreute sich bei den Brixnern großer Beliebtheit.
Feel free! Mit einem eingezäunten
Platz hätten die halbstarken Brixner Burschen in den Achtziger Jahren nicht viel anfangen können: Sie brauchten weder Zäune noch Regeln, um ihrem geliebten Puck hinterherzujagen. Hockey gespielt wurde damals auf dem zugefrorenen Eisack auf
In den Fünfzigern tanzend über den Lidosee. Das Eislaufen muss
sich heutzutage seinen Platz im prallgefüllten Ferienstundenplan hart erkämpfen – groß ist nämlich der Angebotskuchen während der Weihnachtszeit: Rodeln, Wandern, Schwimmen, Skifahren und vieles mehr steht auch auf der To-Do-Liste der Brixner Familien. Früher, als man die Freizeitangebote in Brixen noch an einer Hand abzählen konnte, war das Eislaufen neben dem Skifahren das wohl größte winterliche Vergnügen. In den Fünfziger Jahren beispielsweise wurde auf dem zugefrorenen See im Lido mit den Schlittschuhen eifrig um die Wette gerannt – oder getanzt. Das Eislaufen brachte man sich selbst
der Höhe der heutigen Wohnzone „Landwirt“ und auf dem kleinen Teich vor der Kammerhube an der Otto-von-Guggenberg-Straße. Zu diesem Zeitpunkt war die Eishalle im Süden der Stadt bereits in Bau; eröffnet wurde sie 1985. Bis dahin waren diese beiden eisigen Hotspots in den kältesten Wochen des Jahres ideal für die Freizeitbeschäftigung der jungen Buben – aus denen es der eine oder andere sogar bis in die italienische Hockey-Jugendnationalmannschaft geschafft hatte. Wem das Eislaufen auf dem Eisack nicht geheuer war, konnte früher auch auf den von der Gemeinde errichteten Platz in der Nähe des Krankenhauses ausweichen – den damals einzigen künstlichen und offiziellen Eislaufplatz in Brixen. Dort wurden die Meisterschaftsspiele der damaligen Brixner Hockeymannschaft ausgetragen sowie auch die Wettkämpfe der Eisstockschützen.
Laufverbot on ice. Möglichkeiten
zum Eisstockschießen gab es in
Foto: Evi Hilpold
2
.250 Quadratmeter Eis werden in der Brixner Eishalle von drei Gemeindeangestellten täglich in Schuss gehalten. Nicht nur Hockeyspieler, Eiskunstläufer und Eisstockschützen, sondern auch Brixner Hobbyeisläufer finden dort beste Bedingungen vor. Bis zu viereinhalb Stunden täglich war die Eishalle über die Weihnachtsferien für den Publikumslauf geöffnet – und fast immer war sie gut besucht. 2.350 Brixner, Südtiroler und Touristen – durchschnittlich 156 pro Tag – nutzten das Angebot und drehten bei lauter Musik ihre Kurven. Halbstarke Flitzer, die ihrer Begleitung imponieren wollen, schnelle Flitzer älteren Jahrgangs, die zeigen wollen, dass sie es noch draufhaben, kleine Kinder, die sich mit weißen Plastiktieren behelfen, damit sie nicht umfallen – die Zielgruppe der Eisläufer ist groß und kennt keine Altersbeschränkung. Zudem reißt der Sport kein Loch in die Geldbörse – die perfekte Freizeitbeschäftigung also! Von Vorteil ist auch, dass man nach jahrelanger Abstinenz höchstens aus der Übung kommen kann, nicht aber die Grundtechnik verlernt. Eislaufen ist für die Einheimischen nach wie vor attraktiv. „Schuld“ daran sind unter anderem die hiesigen Vereine, wie etwa der Hockeyverein „Falcons“ und auch der WSV Brixen, die durch gute Resultate, ehrenamtliches Engagement und gutes Marketing auf den Eissport aufmerksam machen. Ein guter Grund für die volle Eislaufhalle könnte aber auch der
Seit 1985 tummeln sich Brixner, Südtiroler und Touristen in der Brixner Eishalle, um bei lauter Musik ihre Runden zu drehen
–
Brixen auch auf der alten Wiere, einem kleinen Bach, der vom Hotel „Goldenes Rössl“ bis in die Altenmarktgasse verlief und im Winter meist zugefroren war. Das Eislaufen selbst war auch rund um Brixen weit verbreitet: Auf dem Flötscher Weiher in Natz beispielsweise, dem Raier Moos in Raas oder auch auf dem Vahrner See konnte man sich die Kufen unter die Füße schnallen. Heute ist das aus mehreren Gründen nicht mehr möglich: „Beim Raier Moos handelt es sich um ein Biotop, das entsprechend geschützt ist. Der Flötscher Weiher ist in Privatbesitz; das Eislaufen ist dort mittlerweile verboten. Generell gilt ein Eislaufverbot auf unseren Seen – der Sicherheit wegen“, erklärt Alexander Überbacher, Bürgermeister der Gemeinde Natz-Schabs. Er verweist auf die künstliche Eisfläche beim Sportplatz in Raas und auf jene in Schabs, denn „dort geht man auf Nummer Sicher“. Auch in Vahrn geht die Sicherheit vor: „Wer sich auf den Vahrner See wagt, insofern er überhaupt zufriert, tut dies auf eigene Verantwortung“, erklärt Dietmar Pattis, Gemeindereferent in Vahrn. „Eislaufen ist eine wunderbare Freizeitbeschäftigung im Winter, die nicht nur leistbar ist, sondern auch von der ganzen Familie ausgeübt werden kann. Um den Bürgern eine sichere Alternative zu bieten, haben wir in Vahrn gleich zwei Eislaufplätze angelegt: Neben dem bereits alteingesessenen Eislaufplatz in der Kneippanlage, der jedes Jahr mühevoll vom Sportverein realisiert wird, haben wir im Dorfkern von Vahrn heuer bereits zum dritten Mal einen künstlichen Eislaufplatz. Dieser kann von Dezember bis Februar täglich und unabhängig von der Temperatur von 9 bis 19 Uhr genutzt werden – kostenlos!“ In der Eishalle, am Domplatz, am Dorfplatz von Vahrn, in den Kneippanlagen, in der Sportzone in Raas, in Mühlbach, Vals, Spinges, Rodeneck, Afers, Franzensfeste, St. Andrä, in Lüsen und in Klausen – es gibt mittlerweile zahlreiche künstliche Eislaufplätze im Eisacktal. Das Interesse für diese Freizeitbeschäftigung muss also groß sein. Wer weiß, vielleicht läuft das Eislaufen dem Skifahren ja irgendwann noch den Rang ab! Trainingsmöglichkeiten gibt es schon mal genug.
evi.hilpold@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info
EISTANZ IM LIDO: Brigitte Egger Fink tanzte mit vielen anderen Brixnern in den 50erJahren auf dem zugefrorenen Lidosee
–––––––––––
info Eislaufhalle Brixen Öffnungszeiten (bis 29. März) Dienstag & Donnerstag: 14:30 bis 15:45 Uhr Samstag & Sonntag: 14 bis 16:30 Uhr 43
Es ist noch kein Meister vom Himmel gerodelt … Rodeln liegt seit einigen Jahren im Trend; mit einher gehen leider immer wieder schockierende Nachrichten über schwere Unfälle. Es gibt also Handlungsbedarf in Sachen Prävention.
Ü
ber 1.000 ausgewiesene Rodelbahnen gibt es mittlerweile in den Alpen, etwa 140 davon in Südtirol. An Spitzentagen sitzen allein in unserem Land geschätzte 40.000 Rodler auf dem Schlitten. Denn rodeln kann ja schließlich jeder, ob jung oder alt – so die weitverbreitete Meinung. Auf einer Rodel, einem Plastikbob oder ähnlichem Gerät über den Schnee abwärts rutschen scheint keine besonderen Kenntnisse vorauszusetzen. Und doch – gerade beim Rodeln geschehen immer wieder Unfälle mit schwerwiegenden und langfristigen Folgen für die Betroffenen. Die Zahl dieser Ereignisse scheint im Verhältnis sogar stärker zu steigen als die Anzahl der Rodelbegeisterten. Bereits vor etlichen Jahren gründeten einige ehemalige professionelle Naturbahnrodler den Verein „Sicheres Rodeln“ und legten damit den Grundstein für eine Reihe von Initiativen, um das Rodeln sicherer zu machen. Der Verein selbst steht zwar kurz vor seiner Auflösung, doch viele Skigebiete, die auch Rodelbahnen im Angebot haben, kümmern sich mittlerweile aktiv um das Thema Rodeln. So auch der Brixner Hausberg und mit ihm die Plose Ski
AG, die sich in Zusammenarbeit mit den Skigebieten Reinswald und Rittner Horn für sicheres Rodeln engagiert. Helmut Gamper steht sonntags als Rodelexperte bis Anfang März am Start der Plose-Rodelbahn „Rudi Run“ und erklärt Neueinsteigern die Grundregeln des Rodelns. Er klärt auf über Material, Ausrüstung und Verhaltensregeln. Der Sicherheitstag am 5. Jänner stand heuer sogar ganz im Zeichen des Schlittens: Über 1.000 Rodler fuhren zu Tal. Der Rodelverleih war ausgebucht, und Gamper hatte sprichwörtlich alle Hände voll zu tun. Vor allem die italienischen Feriengäste, die sich zum ersten Mal auf eine Rodel setzten, nahmen die Gelegenheit gerne wahr und ließen sich das Rodel-Einmaleins erläutern. Weniger offen für Erklärungen seien, so Gamper, eher die Einheimischen, die ihre Kenntnisse sehr oft überschätzten.
Regeln zu vermitteln, müssen zunächst die Lehrer selbst Bescheid wissen und die Direktionen Mut zu konsequenten Entscheidungen in Bezug auf die Teilnahmebedingungen beweisen. In einem Gemeinschaftsprojekt von Skischule, Plose Ski AG und
fahren, Verantwortungsbewusstsein für sich selbst und andere und die Bewegung in der Natur.
Sind unsere Rodelbahnen sicher genug? Der Run auf die
Rodelbahnen wirft die Frage auf, ob sie für diesen Ansturm und
Foto: Oskar Zingerle
Freizeit & Sport
RODELN
Früh übt sich … Damit das Wis-
sen um die Sicherheit beim Wintersport auch in unsere Schulen Einzug hält, lud die Skilehrerkammer im Herbst 50 Lehrer auf die Plose ein und beriet sie zum Thema Wintersportausflüge. Um dem Nachwuchs grundlegende
PKR GmbH LEISTUNGEN Kanalreinigung und Grubenentleerung Behebung von Rohrverstopfungen stopfungen aller Art Kanal TV Untersuchungen u. Punktortung im Zuge der Arbeiten Reinigung und Entsorgung von Fettabscheider
Handwerkerzone 9 | 39030 Terenten Tel. 327-7766818 | Tel. 0472-546178 e-mail: pkr@klapfer.com 44
Beim Mondscheinrodeln sind neben der richtigen Bekleidung, einer guten Rodel, Helm und Brille auch Lampenaufsatz oder Helmlampe unerlässlich Sportservice Erwin Stricker dürfen 60 Kinder der 3. und 5. Klassen der Grundschule Vinzenz Goller im heurigen Winter kostenlos das Skifahren erlernen. Vier Wochen lang geht es gleichzeitig um die Sensibilisierung für Unfallge-
––––
für die Nutzung durch so viele Ungeübte überhaupt gerüstet sind. Wie sicher eine Rodelbahn ist, hängt natürlich sehr von den Schnee- und Wetterbedingungen ab, aber auch die verantwortlichen Betreiber können mit gezielten
info Maßnahmen zur Sicherheit beitragen. Der Verlauf der Bahn, die Kurvenführungen, Schutzmaßnahmen und Beschilderung liegen in ihrem Kompetenzbereich. Auf der Plose wurden in diesem Sinne bereits verschiedene Maßnahmen gesetzt; einiges bleibt angesichts der steigenden Nutzerzahlen und des derzeitigen Bahnverlaufs aber noch zu tun. Das Um und Auf sind allerdings die Rodler selbst – im zweifachen Sinne. Einerseits ist es die Ausrüstung, bei der bestimmte Grundregeln zu beachten sind, andererseits sind es Verhalten und technische Kenntnisse, die Spaß und Sicherheit garantieren.
Die richtige Ausrüstung. Auf
der Plose wird das Tragen eines Helmes für Rodler aller Altersklassen wärmstens empfohlen, zumal die Leihgebühr nur zwei Euro pro
Verfügung. Womit sich auch die Frage nach der „Bremse“ erübrigt, denn nicht alle vermeintlichen Rodler wissen, womit, wann und wie richtig gebremst wird. Skifahrer, die mit der Rodel ins Tal wollen, dürfen ihre Skischuhe sogar kostenlos mit der Bahn transportieren lassen; ihren Helm sollten sie besser selbst auf dem Kopf mitnehmen. Auch der ehemalige Vinschger Naturbahnrodler Andreas Castiglioni, seit 2017 Direktor für Sport und Technik im internationalen Rodelverband FIL, setzt sich für sicheres Rodeln ein. „Rodeln soll Spaß machen, beinhaltet aber auch Gefahren und muss wie vieles andere gelernt sein. Eine Rodelbahn sollte als solche ausgewiesen sein; eine Forststraße ist zum Beispiel keine Rodelbahn! Die Bahn muss gepflegt und gewartet, die Fahrweise muss an
Rodel, die sich gut lenken lässt und die nötige Stabilität besitzt. Winterbekleidung, Handschuhe und Brillen dürfen ebenfalls nicht fehlen, und beim Mondscheinrodeln sind ein Lampenaufsatz oder eine Helm-/Stirnlampe angesagt.
Regelungen notwendig? Rodel-
bahnen unterliegen im Vergleich zu anderen Wintersportstrukturen noch wenigen Regelungen. So sind die Bahnen in Südtirol heute weder klassifiziert noch homologiert; im Nachbarland Österreich hat man mittlerweile nach Schwierigkeitsgraden unterteilt. Auch Gütesiegel bewerten die Rodelbahnen; in Sterzing trägt zum Beispiel die Rodelbahn am Rosskopf das ADAC-Gütesiegel „sehr gut“. Bahnen, die sich in Skigebieten befinden und zur Auslastung der Aufstiegsanlagen beitragen, werden in den meisten Fällen auch von deren Betreibern instandgehalten, beschriftet und betreut. Information und Anweisung der Rodler machen sich indirekt auch in den Instandhaltungskosten bezahlt, denn je fachkundiger die Nutznießer, desto weniger wird die Bahn „beschädigt“.
Die wichtigsten Tipps für richtiges Rodeln: · Rodeln nur auf Rodelbahnen; Hinweise beachten! · Winterkleidung, Helm und Brille tragen · Gutes Schuhwerk mit fester Sohle oder Rodelschuhe · Gute und bewegliche Rodel benutzen (keine Plastik-Untersätze!) · Tagesbedingungen beachten (Schnee, Sicht, Zustand der Bahn, andere Rodler) · Bremsentechnik kennen (Bremsen mit den Schuhen, ganze Sohle aufsetzen!) · Kurventechnik beherrschen · Rücksicht nehmen
Rodelstrecken, die sich abseits der organisierten Touristikzentren befinden, liegen sprichwörtlich in einer Grauzone. Wo sich niemand verantwortlich fühlt, fehlen Beschilderung und Hinweise. Eigenverantwortung ist dort mehr als sonst gefragt. sabine.dejakum@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info
Sonntagsmitarbeiter /-in in VAHRN gesucht! Sonntagsverkäufer/innen gesucht - Ideal für Studenten, Pensionisten und jene die einen Nebenverdienst suchen (auch ohne Erfahrung) mit +30% Zuschlag auf Normalentlohnung.
Tag beträgt. Wichtig ist auch das richtige Schuhwerk: Müssten die Rodler zu Fuß hochgehen, wären Turnschuhe und Moonboots wohl bald „out“. Doch da die meisten mit der Seilbahn hochfahren, weisen Rodelexperten und Verleih auf die Notwendigkeit guter Schuhe hin und stellen diese auch zur
die Bahnbedingungen angepasst werden. Und wie im täglichen Leben auch, braucht es gegenseitigen Respekt, Rücksicht und die richtige Selbsteinschätzung.“ Zur passenden Ausrüstung zählen nicht nur Helm, Bergschuhe mit einem guten Profil oder Rodelschuhe und eine „bewegliche“
Wir freuen uns auf deine Bewerbung! Geboten werden vergünstigtes Mittagessen, 4 Tage Urlaub und 13. + 14. Monatsgehalt.
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Freizeit & Sport
KARATE
Die Besten für die Besten z Die Athleten von Karate Mühlbach sind 2020 auf eine besondere Weise ins neue Jahr gestartet: Als Trainer Martin Pezzei erfuhr, dass George Tzanos, Gewinner der World Games, zweimaliger Karate-Europameister und mehrfacher Griechischer Meister, ganz in der Nähe urlaubte, bat er ihn um ein kurzes Training in Mühlbach. Junge und ältere Athleten lernten in zwei Stunden soviel, dass sie das ganze Jahr davon profitieren werden, sei es in didaktischer als
auch in methodischer Hinsicht. Nur eine Woche danach stand das Kumite-Stage mit Nicola Boscariol auf dem Programm. Der KarateWeltmeister aus Treviso bringt einmal im Jahr Athleten sowie Trainer technisch und strategisch auf den neuesten Stand im Kumite (= Zweikampf). „Es gewinnt nicht unbedingt der Stärkere, sondern derjenige, der weniger Fehler macht“, so einer seiner Kerngedanken, auf dem sein zweitägiges Trainingsprogramm aufbaute.
Boscariol brachte Verständnis und Können aller Mühlbacher Athleten auf eine höhere Ebene, auf die das lokale Trainerduo Martin Pezzei und Silke Marcher in den kommenden Monaten aufbauen können. Damit das gesamte Team wächst, stehen die Begegnungen mit den Besten in Mühlbach allen Athleten offen – das sind rund 110 Karate-Begeisterte, 60 Kinder, 23 Jugendliche und 27 Erwachsene, die mit diesem Kampfsport ihre Gesundheit fördern, Körperbeherr-
F&S
schung, Gleichgewicht, Beweglichkeit und Koordination ebenso schulen wie Respekt, Fairness, Achtsamkeit und Disziplin. sde
Freizeit & Sport
RADSPORT
Radeln für einen guten Zweck z Von Gabi Winck ist man mittlerweile einiges gewohnt: Ihre sportlichen Unternehmungen fallen kaum einmal unter die Kategorie „normal“, und nach − oder vielleicht schon während − jeder Extremtour, während der sie tage- und nächtelang radelt, läuft, klettert und schwimmt, denkt Gabi an ihr nächstes Ziel. Für 2020 hat sie etwas Besonderes gefunden, nämlich die längste Radtour Europas: 4.000 Kilometer lang, vom Gardasee über Balaton, Krakau, Riga bis zum Nordkap. Gabi wird ihre Freude an diesem Abenteuer mit zwei Familien
kurz
notiert
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aus Südtirol teilen, die ein hartes Schicksal erlitten haben und für die sie mit ihren Radkilometern finanzielle Unterstützung sammeln möchte. Organisatorisch abgedeckt durch „Südtirol hilft“, wird jeder gespendete Cent (oder ein Vielfaches davon) jenen zukommen, die ihren Vater bzw. ihre Mutter auf tragische Weise verlieren mussten. Die eigenen Spesen während der Radtour und der Vorbereitungszeit deckt Gabi natürlich selbst. Bis zum Start am 25. Juli steht noch einiges an Training auf dem Programm – nichts Ungewohntes für die sportliche
Lehrerin. Neu ist für sie allerdings die Herausforderung, Unterstützung für ihre Idee zu finden, und sie hofft deshalb sehr auf die Hilfe der Brixner – seien es nun Freunde, Bekannte, Begeisterte oder auch Unternehmen, die ihr soziales Engagement 2020 für dieses sportliche Wohltätigkeitsprojekt einsetzen. Mehr Infos direkt bei Gabi Winck: gabi_winck@ yahoo.de oder im Internet: gabiwinck.wordpress.com sde
Greta Chizzali vom SG Eisacktal beendete ihr erfolgreiches Lauf jahr 2019 mit einem Sieg beim Bo-Classic in Bozen. In der Kate gorie U16 ließ sie ihren Konkurren tinnen keine Chance. Teamkollegin Bettina Dorfmann holte sich in der Altersklasse der U12 den dritten Platz.
Die Serie C-Fußballdamen des SSV Brixen Obi starteten sieg reich ins Neue Jahr. Mit 2:0 be zwangen sie ihre Gegnerinnen in Padua, die Tore fielen durch einen Alleingang von Sonja Kiem und Evi Kerschdorfer, die einen Freistoß an die Latte eiskalt zum Goal ver wandelte.
Das Organisationskomitee des Brixner „Women’s run“, der am 3. Juli zum neunten Mal stattfin den wird, hat vier neue Mitglieder und besteht nun aus Petra Elle costa, Sandra Profanter, Annika Jöchler, Alexandra Burger, Eva Ellemunter und Martina Ellecos ta. Auch das Grundkonzept des Frauenlaufs wurde überarbeitet.
NACHGEFRAGT
„Von Spiel zu Spiel“ Frau Durnwalder, was bedeutet es für Sie, Kapitänin der Handballerinnen zu sein? Im Sommer 2017 – wir hatten gerade ein Jahr lang unter Istvan Balogh in der ersten Liga gespielt − hat Trainer Hubi Nössing mich zur Kapitänin ernannt. Ich habe zugestimmt, und ich bereue es nicht. Die Aufgabe bedeutet mir viel; die Mannschaft bedeutet mir viel. Und ich muss sagen, schwierige Phasen hat es bisher nicht gegeben. Deshalb kann ich meine Rolle gut ausüben. In Brixen ist Handball bärig! Was macht die Stärke des SSV Brixen Südtirol aus?
Unsere Stärke ist der Teamgeist, gegründet auf gegenseitigen Respekt, auf die richtige Einstellung, auf dieselbe Denkweise und das gemeinsame Ziel. Wir können uns jederzeit auf die Rückendeckung durch den Vorstand verlassen und fühlen uns bestens betreut von unserem Trainertrio Hubi Nössing, Manuel Dejakum und Martin Pöder sowie von unserem Physiotherapeuten Jakob Stolz. Zwei Saisonziele sind schon mal souverän erreicht. Wie geht es nun weiter? Ja, wir haben im Dezember den Italiencup 2018/19 gewonnen und uns am ersten Jänner-Wochenen-
de für das Halbfinale des Italiencups 2019/20 qualifiziert, das am 22. und 23. Februar in Siena ausgetragen wird. Nach drei Meisterschaftsspielen in den nächsten Wochen geht es am 1. Februar zum Achtelfinale des ChallengeCups in die niederländische Provinz Noord-Holland gegen JuRo Unirek VZV. Am 8. Februar kommt das holländische Team nach Brixen. Dann geht es natürlich noch darum, viele Meisterschaftsspiele zu gewinnen, um am Ende ganz vorne dabei zu sein. Wir wollen aber am Boden bleiben und von Spiel zu Spiel denken. johanna.bernardi@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info
JUDO
Nr. 1 im Judo z Den Regionalmeistertitel hatte sich der Rodenecker Alex Putzer, 14 Jahre jung, bereits geholt. Seine Erwartungen bei den Italienmeisterschaften Anfang Dezember waren bei weitem nicht so hoch gesteckt. Erst im Laufe des Turniers näherte er sich Kampf für Kampf der Goldmedaille in der Kategorie bis 73 Kilo. Alex brillierte bereits im ersten Duell mit seiner Bein- und Festhaltetechnik, legte im zweiten Kampf seinen Gegner mit einem überzeugenden Hüftwurf auf die Matte und sicherte sich damit den Einzug ins Achtelfinale. Dort traf er mit Yan Felletti aus Turin auf einen Gegner, dem er bislang stets unterlegen war. Fehlerfrei und hoch motiviert ging Alex Putzer auch aus dieser Begegnung siegreich hervor; seiner Selbstfalltechnik und seinem Schulterwurf unterlag am Ende auch der nächste Gegner aus Rom. Uns so stand der junge Rodenecker schließlich im Finale gegen den im nationalen Ran-
king führenden Alessandro Durbano. Er dominierte auch dieses Match mit seiner Stärke im Griffkampf, seiner ausgefeilten Schenkel-, Arm- und Festhaltetechnik. Der Judo-Italienmeistertitel ist der erste in der 20-jährigen Vereinsgeschichte von Judo-Rodeneck; mit dem jungen Athleten freuen sich neben seinem Trainer Philipp Hochgruber auch die Partner vom Judoclub St. Lorenzen. sde
Foto: Oskar Zingerle
STEFFI DURNWALDER, Tochter von Handballlegende Helmuth „Attila“ Durnwalder und Kapitänin des Teams SSV Brixen Südtirol, über ihre Funktion als Kapitänin der erfolgreichen Brixner Handballdamen.
BEKANNTGABE: Wahlwerbung im
Im Sinne der Bestimmungen und Auswirkungen der Verfügung der „Garantiebehörde für das Kommunikationswesen“ teilt Brixmedia GmbH mit, dass der Verlag ANLÄSSLICH DER SÜDTIROLER GEMEINDERATSWAHLEN AM 3. MAI 2020 in seiner Zuständigkeit für den Verkauf von Werbeflächen und das Beilegen von Prospekten (I.P.) in der Monatszeitschrift „Brixner“ gewillt ist, gemäß geltender Vorschriften Wahlpropaganda im „Brixner“ zu veröffentlichen. Für Wahlwerbung wird – ohne Anwendung von Mengenrabatten und sonstigen Sonderkonditionen – die Preisliste 2020 zugrunde gelegt. Bei mehreren Anfragen um die gleiche Platzierung werden die Reservierungen nach Eingangsdatum und Uhrzeit vorgenommen. Das vollständige Reglement für die Veröffentlichung von Wahlpropaganda liegt bei Brixmedia GmbH auf und kann auf Wunsch bezogen werden. Informationen und Reservierungen: Sonja Messner, Tel. 0472 060212 sonja.messner@brixmedia.it Brixmedia GmbH, Brennerstraße 28 39042 Brixen 47
Wirtschaft & Umwelt
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BS03/19 , ca. 60m
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BS02/19 , ca. 60m BV03/1 30lfm 1384/2
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BS01/19 , ca. 200m (bis Fels)
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DAS PILOTPROJEKT ZUR ERDWÄRMEGEWINNUNG: Rechts neben dem Fernheizwerk Vahrn befindet sich der Grund, auf dem die Tiefenbohrung 8.000 Meter ins Erdreich durchgeführt werden soll
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1398/1 INNOVATIVES GEOTHERMIE-PROJEKT IN VAHRN?
8/3
8.000 Meter (!) in die Tiefe 1418/1
139
.639
1399
In der Gemeinde Vahrn hat eine deutsch-schweizerische Unternehmergruppe den idealen Standort für die Tiefenförderung von Erdwärme ausgemacht. Beabsichtigt ist die weltweit erste Bohrung bis auf 8.000 Meter Tiefe; das Land hat dazu bereits die Genehmigung erteilt. Ob das Projekt aber realisiert wird, steht noch in den Sternen. 48
Geländeoberkante UT 12° C / 100 m
UT 44° C / 1.000 m GT = 78° C ZT = 70° C
GT = 139° C
Sedimentgestein
UT 78° C / 2.000 m
ZT = 79,5° C UT 140° C / 4.000 m
Urgestein (Granit)
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ZT = 109,5° C
UT 199° C / 6.000 m
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GT = 248° C ZT = 148° C UT 249° C / 8.000 m UT 264° C / 8.600 m
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Grafik: Geohil
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S/B4 120lfm (kein Fels) 1290/2
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1289
Fernwärmeleitungen eingespeist werden. Nicht nur von den Kosten her, sondern auch für eine optimale Umweltbilanz wäre das bahnbrechend!“, sagt Michaeler. Geothermie ist praktisch emissionsfrei.
.339
1396/2 1287/1 1288/1 1281/4
1288/2
Bild: Gemeinde Vahrn
U
Die ersten 200 Meter wird der Schacht einen Durchmesser von zwei Metern haben, die restlichen 7,8 Kilometer sind ein Bohrloch von 60 bis 80 Zentimeter Durchmesser
nter der Erdoberfläche brodelt es. Vor allem aber ist es heiß: Je tiefer es in Richtung Erdkern geht, desto heißer wird es. Rund 99 Prozent der Erdmasse sind heißer als 1.000 Grad Celsius. Diese Hitze stellt ein enormes Potential dar – auch deshalb, weil sie rund um die Uhr und unabhängig der Jahreszeiten verfügbar ist. Erdwärme als Energiequelle zu nutzen ist dabei nicht neu, aber es gibt dafür verschiedene Technologien. „Die Schweizer Firma ‚Geohil‘ hat ein Patent auf geothermische Bohrungen und verfügt dementsprechend bereits über einige Erfahrungen in Geothermie“, erklärt Karl Michaeler, Geschäftsführer der Stadtwerke
Brixen AG. In der Schweiz gebe es von diesem Unternehmen bereits zahlreiche Bohrungen, allerdings nur bis auf eine Tiefe von 300 bis 400 Metern. „Das Wasser, das in diesen Anlagen an die Erdoberfläche kommt, hat lediglich eine Wärme von 30 Grad Celsius. Damit es für die Fernwärme benutzbar wird, muss es kostspielig mit Wärmepumpen aufbereitet werden.“
Nicht so in Vahrn. Hier will man
mit einem 8.000 Meter tiefen Loch ein Pilotprojekt starten. „Aus einer solchen Tiefe wird das Wasser mit 120 bis 130 Grad Celsius heraufkommen. Wir brauchen keine Wärmepumpe mehr, sondern das Wasser kann direkt in die
Das Projekt. Die Initiative zur
Hebung des Wärmeschatzes unter der Erde sei in Vahrn nicht von der Gemeinde selbst ausgegangen, wie Bürgermeister Andreas Schatzer bestätigt: „Uns wurde das Projekt im Gemeinderat kurz vorgestellt. Bereits im vergangenen Juni hatte Gemeinderat Alexander Tauber, der auch Alleinverwalter der Fernwärme Vahrn Konsortial GmbH ist, im Rat darüber informiert, dass eine Tiefenbohrung auf Vahrner Gemeindegebiet in unmittelbarer Nähe unseres Fernheizwerkes zur Gewinnung von Erdwärme geplant sei.“ Der Plan stamme von der Unternehmensgruppe Geocalor-D aus Deutschland, die die Arbeiten auch ausführen möchte. Bereits im Jahr 2009 hat die Südtiroler Landesregierung an die Nalser Firma Geo-Energy. BZ GmbH eine Konzession für Tiefenbohrungen an mehreren Stellen in Südtirol erteilt. „Nach Meran, wo man nach Thermalwasser gebohrt hatte, ist nun eine Tiefenbohrung in Vahrn geplant, weil festgestellt wurde, dass in
Vahrn die geologische Struktur dafür passt“, weiß Karl Michaeler. 2015 wurde der Beschluss der Landesregierung aus dem Jahr 2009, in dem geothermische Tiefenbohrungen in den Gemeinden Bozen, Schlanders, Schluderns, Franzensfeste, Vahrn und Rasen-Antholz genehmigt wurden, erneuert. Dieser Beschluss hat eine Gültigkeit von fünf Jahren. „Deshalb muss innerhalb von 2020 etwas passieren“, so Bürgermeister Andreas Schatzer. Und das soll es auch. Wenn das Projekt effektiv umgesetzt wird, dann soll bereits im Sommer 2020 mit den Bauarbeiten begonnen werden.
Noch ist aber nix fix. Denn bisher sind noch nicht alle Hürden genommen. „Die Verträge mit der deutschen Unternehmergruppe, die wir bereits vor eineinhalb Jahren unterschrieben haben, beinhalten zwei Ausstiegsklauseln“, erklärt Alexander Tauber. Aus dem Vertrag zurücktreten könne man demnach nur mehr aus zwei Gründen: Einmal, wenn die Fernwärme Konsortial GmbH den für die Tiefenbohrung notwendigen Grunderwerb nicht zustande bekäme, und zum anderen dürfe die Unternehmergruppe Geocalor-D aussteigen, wenn sich zu wenig Investoren finden lassen. „Mit dem Grundbesitzer des Ölackerer49
Seismisches Risiko? Bei Tiefen-
bohrungen kennt man gemeinhin auch das Risiko der seismischen Reaktionen, sprich Erdbeben, aber Karl Michaeler gibt Entwarnung: „In Vahrn wird es keine Nutzung der Geothermie geben, wie man sie üblicherweise kennt.“ Normalerweise werden nämlich zwei Löcher in die Erde gebohrt: In dem einen wird Wasser hineingepumpt, das sich dann im heißen Erdreich
Foto: Oskar Zingerle
Andreas Schatzer: „Zunächst benötigen wir noch die Grundverfügbarkeit und die Investoren, die 54 Millionen Euro bereitstellen müssen“ aufwärmt, und beim anderen Rohr kommt das Wasser wieder retour. „Auf diese Weise wird der Grundwasserspiegel zumindest beeinflusst“, sagt Michaeler. In
Vahrn möchte man hingegen das innovative Einloch-System anwenden: „Das Wasser, das tief in die Erde transportiert wird, wird dort
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so heiß, dass es von selbst wieder aufsteigt – ohne jegliche Stromzufuhr. Deshalb ist die Bohrung auch so tief“. Auf diese Weise komme es zu keiner Beeinflussung des
„Der Vorteil der Gemeinde ist, dass der Bürger zu einer günstigeren Wärme kommt“_ Andreas Schatzer, Bürgermeister von Vahrn
Solange der Vorrat reicht!
Wirtschaft & Umwelt
Hofes sind wir im Gespräch. Wir werden eine Lösung auf dem Verhandlungsweg suchen und sind zuversichtlich, diese auch zu finden“, sagt Tauber. Die Suche nach Investoren könnte sich hingegen angesichts der stattlichen 54 Millionen Euro, die das Vahrner Projekt kosten soll, unter Umständen als schwierig erweisen. „Die Finanzierung obliegt der Unternehmensgruppe Geocalor-D, die damit auch das unternehmerische Risiko zur Gänze übernimmt. Wir als Fernwärme Vahrn-Brixen und auch die Stadtwerke Brixen haben vertraglich lediglich die Garantie zur Abnahme der Wärme zu einem günstigen Preis festgelegt“, versichert Karl Michaeler.
Grundwasserspiegels, und somit gebe es laut Michaeler auch keine Gefahr des Frackings, wie es aus der Erdöl- oder Erdgasindustrie bekannt ist, was zu Erdbeben oder Bodenabsackungen führen könnte. Dergleichen Gefahren gebe es bei der Technologie mit der EinlochBohrung in keinster Weise. „Das Schlimmste, was passieren kann, ist, dass man dieses 8.000 Meter tiefe Loch bohrt und dass es dann nicht funktioniert. Dann wird man es eben wieder auffüllen, und das war’s“, bestätig Andreas Schatzer. Umwelttechnische Risiken scheint es somit keine zu geben. „Das Risiko ist rein unternehmerisch“, unterstreicht Michaeler, „und es wird alleine von der Unternehmensgruppe und den entsprechenden Investoren getragen. Wir übernehmen weder Kosten noch Arbeiten.“
Das Einloch-System. Die gewal-
tige Bohrung in das Erdinnere, die der Höhe des Mount Everest in die Tiefe annähernd gleichkommt, wird auf der Erdoberfläche recht unspektakulär aussehen: „Von oben wird man von diesem Loch relativ wenig sehen. Sollte die Energiegewinnung schließlich funktionieren, wird man ein kleines Gebäude errichten, wofür es aber noch kein Projekt gibt – mehr wird das nicht sein“, vermutet Bürgermeister Schatzer. Wie genau die Bohrung in das Erdinnere technisch abgewickelt wird, beschreibt Karl Michaeler:
„Für die ersten 200 Meter ist eine Art Schacht vorgesehen mit einem Durchmesser von etwa zwei Metern. Die restlichen 7,8 Kilometer sind ein Bohrloch von 60 bis 80 Zentimeter Durchmesser. Das Wasser, das eingeführt wird, kommt aus den Wasserleitungen, gelangt 8.000 Meter in die Tiefe und steigt innerhalb der Verrohrung des Bohrloches wieder auf. Mit 120 bis 130 Grad Celsius kommt dieses Wasser unter Druck wieder aus der Erde; deren Wärme wird über einen Wärmetauscher in die Fernwärmeleitungen eingespeist. Da das Wasser mit Druck emporkommt, ist seine Form auch immer flüssig. Das ganze System wird ein in sich geschlossener Kreislauf sein.“ Dabei möchte die Unternehmergruppe nicht nur Wärme produzieren, sondern auch Strom. „Dafür haben wir ein loses Abkommen, dass wir ihn zu Marktpreisen abnehmen können“, sagt Michaeler. Nach der Stromproduktion bleibt aber auch wiederum viel Wärme übrig; man rechnet mit zwölf Megawatt Dauerleistung. Diese Wärme würde man eins zu eins ins Fernheiznetz Brixen-Vahrn einspeisen. Angedacht wurde auch bereits, mit dem Strom Wasserstoff zu produzieren. „Wenn die Brennerautobahn das Projekt ‚Grüne Strecke‘ zwischen Modena und Brenner wirklich umsetzt, bei dem entlang der Strecke einige Elektround Wasserstofftankmöglichkeiten entstehen sollen, könnte der beim Fernheizwerk Vahrn produzierte Wasserstoff im kleinen Kreislauf an der naheliegenden Tankstelle verkauft werden; man hätte somit sämtliche Zubringer in unmittelbarer Nähe.“
Energie wird günstiger. „Das In-
teresse der Gemeinde am Projekt ist, dass die vom Fernheizwerk benötigte Wärme damit günstiger eingekauft werden kann. Das ist auch der Grund, warum wir es befürworten, sofern es natürlich realisiert wird“, argumentiert Bürgermeister Schatzer. „Sollte die Technologie funktionieren, dann wollen wir die Vorteile, die in langfristigen Verträgen festgelegt sind, für die Bürger nützen.“ Das derzeitige Biomasseheizwerk in Vahrn wird mit Holz und Gas betrieben; morgen könnte es die notwendige Wärme zumindest zum Teil über Geothermie erhalten. Das Vahrner Fernheizwerk gehört übrigens zu 51 Prozent der Gemeinde Vahrn und zu 49 Prozent den Stadtwerken Brixen.
mediapool.it Foto: Oskar Zingerle
Karl Michaeler: „Durch die innovative EinlochBohrung ist das Risiko für seismische Störungen gleich null“
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Die vom Fernheizwerk produzierte Wärme wird wiederum an die Gemeinde Vahrn und die Stadtwerke verkauft. Die jeweiligen kapillaren Leitungen sind in Vahrn im Eigentum der Gemeinde, in Brixen gehören sie den Stadtwerken. „Im vom Kunden bezahlten Wärmepreis sind die Kosten der Wärmeproduktion enthalten sowie die Amortisierung und die Führung der Rohrleitungen. Wir kaufen zurzeit die Wärme um 0,60 Cent je Kilowattstunde ein. Wenn die Energiegewinnung über Geothermie funktioniert, wird sich der Einkaufspreis um etwa 30 bis 40 Prozent reduzieren, was eine wesentliche Einsparung ist.“ Anders als bei Holz oder Öl, das laufend zugekauft werden müsse, habe man bei der Erdwärme kaum Spesen. „Die Baukosten sind mit 54 Millionen Euro sicher entsprechend hoch; es wird zwischen 30 und 50 Jahre dauern, bis sich die Investition für den Unternehmer amortisiert“, vermutet Karl Michaeler. Aus diesem Grund habe die Unternehmergruppe auch eine Art Abnahmegarantie der Wärme über
diesen Zeitraum gebraucht, wofür sich die Stadtwerke Brixen und die Fernwärme Vahrn vertraglich verpflichtet haben. Zunächst sei man aber noch dabei zu sehen, „ob es das Wasser effektiv die 8.000 Meter hinunterschafft und dann auch so heraufkommt, wie sich das die Techniker heute vorstellen“. Erst wenn das Funktionieren sichergestellt sei, könnten die nächsten Schritte erledigt werden. Sollte das Projekt Tiefengeothermie in Vahrn aber realisiert werden, dann wird es relativ schnell gehen, denn man beabsichtigt, noch in diesem Sommer mit den Bohrungen zu beginnen. Man rechnet mit eineinhalb Jahren Bauzeit, sodass das Werk bereits 2021 in Betrieb genommen werden könnte. „Es wäre ein bahnbrechendes Projekt – sofern es gelingt“, sagt Karl Michaeler. Und gelingen kann es vorerst nur, wenn es genügend Investoren dafür gibt.
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Meine Meinung Willy Vontavon
Wirklich risikolos? In Vahrn soll also die weltweit tiefste Geothermie-Tiefenbohrung durchgeführt werden – das bisher tiefste Loch entstand letzthin mit 6.400 Metern im finnischen Espoo. Ist es aber wirklich risikolos, so tiefe Bohrungen durchzuführen? Auch in Espoo, wo man allerdings nicht mit dem Einloch-System gebohrt hatte, hatte man in der Planungsphase nicht mit Problemen gerechnet – die dann allerdings eintraten, wie eine schnelle Internet-Recherche ergibt: Auf der Homepage der Universität Helsinki findet man einen entsprechenden Artikel vom April 2019, in dem Bewohner in der Endphase der Bohrungen von Geräuschen und leichten Erdbeben berichteten. Die Wissenschaftler sind in diesem Bericht zum Schluss gekommen, dass es nicht hundertprozentig auszuschließen sei, dass solche Phänomene sich auch während des Betriebes immer wieder ereignen könnten – man könne das noch nicht sagen, weil die Inbetriebnahme der Anlage in Espoo erst für das heurige Jahr geplant sei („Earthquakes may also be part of the regular operation of the plant once it is established.“) Fakt ist also: Es gibt in dieser Tiefe weltweit kaum Erfahrungswerte über mögliche Auswirkungen.
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Wirtschaft & Umwelt Die neue Bibliothek im australischen Marrickville
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Standort Brixen mit solidem Wachstum In Zeiten des sich beschleunigenden Klimawandels gewinnt der nachwachsende natürliche Rohstoff Holz zunehmend an Bedeutung. Rubner Holzbau bietet innovative Lösungen und gilt als der Spezialist für moderne Holzbauten. Ob Industrie- oder Infrastrukturbauten, Sport- oder Bildungszentren: Dem Bauen mit Holz sind (fast) keine Grenzen gesetzt. Das wird bei Rubner seit mehr als 90 Jahren gelebt.
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wie akustische Qualitäten. Durch seine geniale Funktion, CO2 zu speichern, wirkt Holz vor allem auch klimaentlastend. „Zu den wesentlichsten Merkmalen im tragenden Holzbau zählt, dass Rubner Holzbau umweltbewusst plant und baut. Planung und Berechnung, werkseitige Vorfertigung, Qualitätssicherung, Lieferservice und Montage – bei Rubner bekommen die Auftraggeber alles aus einer Hand“, fasst Geschäftsführer Rosatti die Betonung des Servicecharakters im familiären Unternehmen zusammen.
Klassische Anwendungen und ausgefallene Holzbauwerke. An sechs Standorten in Italien, Deutschland, Österreich und Frankreich arbeiten über 750 Mitarbeiter, die leidenschaftlich und
weltweit mit dem Baustoff Holz gesunde und natürliche Lebensräume schaffen. So entsteht ein Einkaufszentrum in Como mit begrünter Fassade. So entstanden der
Westhills Stadium: © Bear Stadiums
„Mit Brettschichtholzkonstruktionen, Dach- und Wandelementen, Holz-Glas-Fassaden und kompletten Gebäudehüllen haben wir uns mit unseren hochwertigen und konstruktiven Lösungen weltweit einen Namen gemacht“, berichtet Peter Rosatti, Geschäftsführer von Rubner Holzbau. „Mit unserer individuellen Herangehensweise können wir als Holzbauspezialist für unsere Kunden eine Vielzahl herausragender und international prämierter Projekte vorweisen.“ Vor allem der derzeit stattfindende Umdenkprozess im Bauwesen (Stichwort Klimawandel) stimmt den Geschäftsführer des in Brixen ansässigen Unternehmens positiv. Als einziger Baustoff, der nachwächst, punktet Holz mit Eigenschaften wie Leichtigkeit, Robustheit und Atmosphäre und überzeugt durch haptische so-
preisgekrönte International Airport Mactan Cebu auf den Philippinen oder die neue Bibliothek im australischen Marrickville, die in Form eines unverwechselbaren umwelt-
Das WesthillsStadion im kanadischen Langford aus innovativer Brettschichtholzkonstruktion
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Fragebogen an das Unternehmen
Marrickville Library: © The Moment it Clicks - Phil Noller
Herr Rosatti, was gibt es Neues von Rubner Holzbau zu berichten?
freundlichen Bürgerzentrums weit über den ursprünglichen Nutzen hinausreicht. Derzeit wird auf dem Gelände einer ehemaligen Tabakfabrik im italienischen Rovereto ein Startup-Cluster errichtet, der auf einer überdachten Fläche von 24.000 Quadratmetern Unternehmen, Forschungszentren, Ausbildungseinrichtungen und öffentliche Institutionen versammelt. Dieses Clean-Tech-Vorzeigeprojekt setzt auf nachhaltiges Bauen und
PETER ROSATTI: Im Dezember wurde der philippinische Mactan Cebu International Airport beim World Architecture Festival in Amsterdam ausgezeichnet. Das bestätigt, dass wir nicht nur in Europa als international tätiges Unternehmen führend im Ingenieurholzbau sind. Unsere weltweit realisierten Projekte sind bereits mehrfach prämiert worden. Wirken sich diese Erfolge positiv aufs Unternehmen aus? Auf jeden Fall. Mit unserem Leistungsportfolio und unserer
natürliche Ressourcen. Rubner Holzbau produzierte Brettschichtund Brettsperrholz fürs Innovation Center und montierte dieses auch vor Ort, wofür eine große Anzahl an Zimmerern gefragt war. Die Eröffnung des Innovationszentrums ist für dieses Jahr geplant.
Grüne Stadien von Rubner Holzbau. Zuletzt sorgte das in nur fünf Monaten entworfene und errichtete Westhills-Stadion im kanadischen Ort Langford für
Leidenschaft für den Baustoff Holz schreiben wir Erfolgsgeschichte. Auch bieten wir neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern interessante Jobmöglichkeiten in einem engagierten Team mit einem hohen Entwicklungspotential. Mit der internationalen Ausrichtung und sechs Standorten in Europa präsentiert sich Rubner Holzbau als attraktiver Arbeitgeber. Welche Pläne verfolgen Sie in naher Zukunft? Wir werden weiter in unsere technologische Infrastruktur investieren, um unsere Marktposition zu sichern. Zudem arbeiten wir – wie auch schon bisher – mit zahlreichen regional ansässigen Lieferanten
einige Beachtung. Modular und mit geringer Umweltbelastung gebaut, bietet die neue zukunftsweisende Spielstätte rund 5.500 Zusehern Platz, wobei ein weiterer Ausbau um 2.500 Sitzplätze in diesem Frühjahr geplant ist. Rubner Holzbau verwendete dafür zertifiziertes Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern. Diese nachhaltige Wahl – Brettschichtholz-Konstruktion anstelle von Stahlbeton oder Stahl – verringert die Treibhausgasemissionen und
Foto: Rubner Holding
„Sehr zuversichtlich in die Zukunft“
PETER ROSATTI, Geschäfts führer von Rubner Holzbau zusammen. Die zuletzt erzielten Umsatzzahlen mit einem stabilen Wachstum stimmen uns auch für die kommenden Jahre sehr zuversichtlich.
den Energieverbrauch erheblich, wobei das Stadion-Projekt speziell auf die Bedürfnisse kleiner und mittlerer Sportvereine zugeschnitten wurde. Dabei verbessert das Brettschichtholz die strukturellen Fähigkeiten und ermöglicht innovative Stadion-Konstruktionen mit hocheffizienten technischen Lösungen. „Als führendes Ingenieurholzbau-Unternehmen realisieren wir weltweit kundenspezifische Projekte, die speziell auf die jeweiligen Bedürfnisse zugeschnitten sind. So gesehen agieren wir termintreu, zukunftsorientiert und äußerst dynamisch, wobei all unsere Mitarbeiter die ausgeprägte Leidenschaft für den Holzbau verbindet“, hält Rubner HolzbauGeschäftsführer Rosatti fest. „Für uns ist der bewusste nachhaltige Umgang mit der natürlichen Ressource Holz sehr wesentlich.“
Steckbrief Firmenname: Rubner Holzbau
Einkaufszentrum COOP: Arch. Motta Giorgio
Firmensitz: Rubner Holzbau GmbH Alfred-Ammon-Straße 12 39042 Brixen Geschäftsfelder: Industriebauten Infrastrukturbauten Sportzentren Bildungsstätten
Das neue Einkaufszentrum in Como mit begrünter Fassade
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Geschäftsführer: Peter Rosatti 53
247 Ansuchen für 100 E-Bikes z Mit Jahresende ist die Ausschreibung für das Projekt „E-Bike2work“ abgelaufen. Die Gemeinde Brixen will 100 E-Bikes zu einer Nutzungsgebühr von 200 Euro jährlich interessierten Bürgern zur Verfügung stellen und damit die Lebensqualität der Pendler und Anwohner steigern, den Straßenverkehr reduzieren und konkrete Schritte in Richtung Klima- und Umweltschutz setzen. Die ent-
sprechenden Anmeldeformulare konnten vom 13. bis 31. Dezember eingereicht werden; 247 Ansuchen sind eingegangen. Nach einer intern erstellten Rangordnung mit Vorzugskriterien werde nun ausgewertet, wer von den Antragstellern in den Genuss eines der 100 EBikes kommen wird, erfährt man von der Gemeinde Brixen. Im März 2020 soll die offizielle Übergabe der E-Bikes dann erfolgen. sp
Foto: GettyImages; Halfpoint
Wirtschaft & Umwelt
BRIXEN
W&U Wirtschaft & Umwelt
Foto: Willy Vontavon
BRIXEN
Informationen zu 5G z Informationen über die fünfte Generation des Mobilfunks (5G) gab es vor einigen Tagen im mäßig besetzten Forum Brixen. Luca Verdi, Direktor des Labors für Luftanalysen und Strahlenschutz der Agentur für Umwelt und Klimaschutz, gab einen Überblick über die gesetzlichen Rahmenbedingungen in Südtirol: „Wir verfügen derzeit über rund 1.000 Mobiltelefonstationen mit 2G-, 3G- und 4G-Umsetzern, mit denen unser Gebiet gut abgedeckt ist“, sagte er. 5G habe einen um das Zehnfache schnelleren Datendurchfluss, aber eine geringere Reichweite,
kurz
notiert
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weshalb die Anzahl der Antennen voraussichtlich zunehmen werde. „Das bedeutet aber noch lange nicht, dass dadurch die Strahlenbelastung zunimmt, weil die gesetzlich festgelegten Grenzwerte nach wie vor nicht überschritten werden dürfen“, sagte Verdi. Auf die gesundheitlichen Aspekte ging Daniele Mandrioli vom Krebszentrum „Cesare Maltoni“ des Ramazzini-Instituts in Bologna ein: „Der größte Effekt beim Mobilfunk lässt sich sicherlich bei der Erwärmung des Körpergewebes feststellen“, erklärte der Arzt, „bei Einhaltung der in Italien sehr rigo-
Um die Benutzerzahlen zu Spit zenzeiten etwas zu entflechten, werden die Öffnungszeiten am Recyclinghof Brixen ausgedehnt. Künftig ist ohne Mittagspause und nachmittags länger offen: montags bis freitags von 7:45 bis 17:45 Uhr, samstags von 7:45 bis 12 Uhr.
rosen Grenzwerte ist aber bisher kein erhöhtes Krebsrisiko feststellbar“. Luca Verdi erklärte, dass die größte Strahlung sowieso nicht von den Umsetzern, sondern vom eigenen Handy ausgehe: „Wer das Handy beim Telefonieren nicht an das Ohr hält, sondern Kopfhörer
benutzt, reduziert die Belastung um das Tausendfache, und wenn man dabei darauf achtet, sich an einem Ort mit gutem Empfang zu befinden, reduziert man die Strahlung noch einmal um das Hundertfache.“ wv
Der Fuhrpark der Gemeinde Natz-Schabs wurde um ein neues allradgetriebenes Kommunalfahrzeug aufgestockt, inklusive aller notwendigen Anbaugeräte. Eingesetzt wird es vor allem im Schneeräum- und Streudienst, aber auch als Kehrgerät und für Transportarbeiten.
Bei der Jahreshauptversamm lung in Salern blickte der Imkerbezirk Brixen, der 489 Mitglieder zählt, auf ein „katastrophales Honigjahr 2019“ zurück. Die schlimmen Wetterbedingungen im Frühjahr und eine Reihe von Krankheiten setzten den Bienen beständen arg zu.
STADTGEHEIMNISSE Wie viel kostete die Festung Franzensfeste?
BRIXEN
Es wird wieder gegraben
Foto: Stephan Reichegger
z In der der Brixner Altstadt soll nach der Winterpause wieder bald mit den Grabungsarbeiten zur Ausweiterung der Fernwärme begonnen werden: Am 17. Februar sollen zunächst in den Kleinen Lauben neben der Legung der Fernwärmerohre auch Glasfaserkabel gezogen und Rohre für Trinkwasser, Abwasser und Strom auf den neuesten Stand gebracht werden. Anschließend sollen die Arbeiten im Großen Graben aufgenommen werden. „Zufahrt und Zugänglichkeit der
Kleinen und Großen Lauben bleiben stets gewährleistet“, so Franz Berretta, technischer Leiter der Stadtwerke Brixen. Der Abschluss der Arbeiten ist für Ende April 2020 geplant. Bereits im vergangenen Herbst hatten die Stadtwerke einige zentrale Gassen der Brixner Altstadt an das Fernwärmenetz angeschlossen; so erhielten die Erhardgasse, der Pfarrplatz und ein Teil des Domplatzes Glasfaseranschluss und neue Leitungen für Trinkwasser, Abwasser und Strom. av
Die Baukosten für die von Kaiser Franz I. in Auftrag gegebene und von Franz Scholl geplante Festung zum Schutz der Südgrenze Österreichs beliefen sich auf 2,6 Millionen Gulden – in Euro umgerechnet rund 400 Millionen Euro. Verarbeitet wurden in dem monumentalen Bau 20 Millionen Ziegel und 250.000 Kubikmeter Granit. Eingeweiht wurde die Festung 1838 im Beisein von Kaiser Ferdinand I., der angesichts der horrenden Ausgaben gemeint haben soll, die Festung müsse eigentlich aus Silber erbaut sein, nicht aus Granit. Man geht davon aus, dass vom Baubeginn im Jahr 1833 bis zur tatsächlichen Fertigstellung ungefähr 5.000 Bauarbeiter beschäftigt waren; in der Festung Franzensfeste waren somit etwa gleich viel arbeitende Maurer, Steinmetze und Handlanger beschäftigt, wie Brixen zu jener Zeit Einwohner hatte. Die Festung sollte ursprünglich mit 90 Geschützen bestückt werden und konnte im Kriegsfall eine Garnison von 1.000 Mann aufnehmen, die von dort aus das gesamte Tal in nördliche und südliche Richtung ohne toten Winkel überblicken konnte. In kriegerische Ereignisse wurde die Festung jedoch nie verwickelt. Anregungen: redaktion@brixner.info
RICHTIGSTELLUNG: „In dem von mir geschriebenen Buch ‚Mein Brillenkrieg‘ handelt es sich bei der zitierten Person Michael Brugger nicht um den Inhaber des bekannten Optikfachgeschäfts OPTIK BRUGGER, sondern um einen Namensvetter, der ebenfalls als Optiker in Brixen tätig ist. Mit diesem Beitrag möchte ich sicherstellen, dass es nicht zu einer Verwechslung kommt, auch weil ‚Michl‘ (im Bild mit mir) ein guter Kumpel ist und wir uns sehr gut verstehen.“ Tom Oberegger
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Foto: Oskar Zingerle
Neues Speicherbecken auf der Plose in Betrieb z Mitte Januar wurde auf der Plose unterhalb des Wanderweges zur Rossalm das Speicherbecken mit angehängter Pumpstation eingeweiht. Waren viele der letzten Jahre gekennzeichnet von Bangen um Naturschnee und anhaltende Kälte, so kann fortan mit Vertrauen in einen gesicherten Betrieb des Skigebiets geblickt werden. Dank des Beckens und des neuen weitflächigen Beschneiungssystems können die Almwiesen nun innerhalb 75 Stunden in perfekte Pisten verwandelt werden; damit wird die Schneeund Planungssicherheit für das Skigebiet garantiert. Das neue Speicherbecken, das sich unterhalb des Wanderweges zur Rossalm befindet, gesellt sich zu dem bestehenden Speicherbecken „Schönboden“ von 1986 und dem Speicherbecken „Trametsch“ aus dem Jahr 2012; insgesamt verfügt das Skigebiet Plose nun über 76.000 Kubikmeter Speichervolumen – damit könnten zum Vergleich die vier Indoorbecken der Acquarena ganze 76 Mal befüllt werden.
BRIXEN/VAHRN
Neues A22-Dienstleistungszentrum z Das A22-Dienstleistungszentrum Brixen ist umgesiedelt: Es befindet sich nun unmittelbar nach der Autobahnausfahrt Brixen/Pustertal im Gebäude am rechten Straßenrand, das bereits bisher einen Informationspunkt beherbergt hatte. Die A22 hat sich zur Verlegung des Dienstleistungszentrums an dieser Mautstelle entschieden, weil die neue Position für Kunden der Brennerautobahn über das ordentliche Straßennetz leichter zugänglich ist. Bei dieser Gelegenheit hat die Gesellschaft die traditionelle Gestaltung der A22-Dienstleistungszentren überarbeitet – aus ästhetischer Sicht durch die Verbauung von Corten-Stahl und aus funktiona-
ler Sicht durch die Planung von Schaltern, die bei Bedarf umkonfiguriert werden und so den Kunden im Rollstuhl entgegenkommen. Das neue Dienstleistungszentrum hat einen eigenen Parkplatz mit Ladesäulen für E-Fahrzeuge. Die sechs Dienstleistungszentren an der Brennerautobahn in Brixen, Bozen Süd, Trient Nord, Affi, Mantua Nord und Carpi sind in erster Linie Anlaufstellen für jegliche Informationen zur Autobahnnutzung – von der Winterausrüstungspflicht über Vergünstigungen, Zweifel zur Maut inklusive fehlender Zahlungen sowie Telepass-Geräte, die dort abgeholt oder ausgetauscht werden können. sp
Starthilfe Neue Unternehmen in und um Brixen
Physiotherapie in der Acquarena ---------------------------------Altenmarktgasse 28/b 39042 Brixen Tel. 0472 823661 physio.acquarena@asmb.it www.acquarena.com
Seit 8. Jänner ist die neue Abteilung für Physiotherapie, Osteopathie und Rehabilitation in der Acquarena geöffnet. Das hochqualifizierte Team rund um Helmut Seyr ist vom ehemaligen Kurhaus Dr. von Guggenberg in die neu geschaffenen
Behandlungsräume gezogen. Das Team steht für alle Behandlungsmethoden zur Verfügung – von Schmerztherapien und Krankengymnastik über Bewegungs- und Funktionstherapien bis hin zu präventiven Maßnahmen.
Veröffentlichung von Neustarts auf Anfrage: starthilfe@brixner.info 56
Foto:Willy Vontavon
Wirtschaft & Umwelt
BRIXEN
Alle Stationen sind insgesamt über mehr als 20 Kilometer lange Leitungen miteinander verbunden. Die Plose Ski AG hat im Jahr 2019 rund neun Millionen Euro für die Beschneiung investiert, wovon knapp fünf Millionen Euro auf den Bau des Speicherbeckens und der Pumpstation entfallen. Auf das gesamte Skigebiet verteilt gibt es nun über 100 Anschlussstellen für Schneekanonen; die Anzahl der Kanonen selbst wurde auf 140 aufgestockt, die gleichzeitig in Betrieb gehen können; bisher reichte die Wassermenge bei 30 Kanonen lediglich für eine Nacht. Abgerundet wird die neue Anlage mit Installationen in den Pistenfahrzeugen, die die Schneehöhe abmessen und diese Daten an das zentrale Computersystem weitergeben; so soll gezielt dort Schnee erzeugt werden, wo er benötigt wird. Beim Bau des Speicherbeckens wurden übrigens etwa 100.000 Kubikmeter Erde entfernt und auf die verschiedenen Pisten transportiert, die damit sicherer und breiter wurden. av
NATZ-SCHABS
NATO-Areal ab jetzt zur Verfügung z Die Konzession für die kostenlose Nutzung des Ex-NATO-Areals in Natz wird in diesen Tagen per Vertrag an die Gemeinde Natz-Schabs übergeben. Dies teilte Vermögenslandesrat Massimo Bessone in einer Aussendung mit. Das Areal war vor rund zehn Jahren vom Staat an die Autonome Provinz übergegangen. Die Provinz bleibt weiterhin Eigentümerin, wird aber das zehn Hektar große Gelände der Gemeinde in kostenloser Konzession überlassen. Die Gemeinde Natz-Schabs hat in Zusammenarbeit mit dem Beratungsunternehmen Michaeler & Partner sowie mit dem örtlichen Tourismusverein ein Konzept entwickelt, wonach das NATO-Areal der Bevölkerung des gesamten Bezirks zur Verfügung stehen soll. Es soll einen musealkulturellen Bereich geben, einen frei zugänglichen, urbanen Erholungsbereich mit Klettergarten, Eislaufteich, Seebühne und Restaurant mit Veranstaltungsräumen sowie einer hochwertigen, ge-
gen Eintritt zugänglichen Erholungszone im Stile eines Schlossgartens mit architektonischen Highlights, Naturbadeteich, Saunalandschaft, einer KneippAnlage sowie Spazierwegen und anderen Attraktionen. Der Konzessionsvertrag wird dieser Tage unterzeichnet. An den Kosten
s n o i t k A ngebot a
für die Realisierung des auf 23 Millionen Euro veranschlagten Projektes wird sich das Land nicht beteiligen. Bevor es aber konkret wird, möchte Bürgermeister Alexander Überbacher das Projekt noch weiter mit der Bevölkerung abstimmen, um eine breite Mehrheit hinter dem
Vorhaben zu wissen. Im Bild von links: Gemeindesekretärin Brigitte Preyer, die Referenten Georg Zingerle und Hubert Rienzner, Bürgermeister Alexander Überbacher, Landesrat Massimo Bessone, Referentin Carmen Jaist und Vizebürgermeister Helmut Plaickner. oz
P R OV IS ION S FR EI für Vermieter bei einem Auftrag innerhalb Februar 2020
INFO: Mietzentrum GmbH | Eva Oberlechner Trattengasse 15 | 39042 Brixen | info@mietzentrum.bz | www.mietzentrum.bz
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„Doppelt so schnell wie die Bevölkerung“ STEFAN LUTHER, Direktor des Amtes für Arbeitsmarktbeobachtung, spricht über die enorm steigende Anzahl der Arbeitnehmer in Südtirol in den letzten 20 Jahren und welche Faktoren diese begünstigt hat. Herr Luther, die Zahl der Arbeitnehmer in Südtirol ist von 1998 bis heute von 145.000 auf fast 215.000 gestiegen. Über denselben Zeitraum ist die Bevölkerung insgesamt um etwa 80.000 Menschen gewachsen. Man muss bedenken, dass der Bevölkerungsanstieg auch Neugeborene und Senioren miteinbezieht und von der Gesamtbevölkerung immer nur ein Teil arbeitsfähig ist. Etwas mehr als die Hälfte der Bevölkerung muss weggerechnet werden. Die Anzahl der Beschäftigten ist damit fast doppelt so schnell gestiegen wie die Anzahl der Bevölkerung.
Durch welche Faktoren lässt sich dies erklären? Die wesentlichen Gründe liegen in der vermehrten Zuwanderung, in der erhöhten Beschäftigung von Frauen und in den Beschäftigten, die jenseits der 60 noch arbeiten. Der Anteil der arbeitenden Jugendlichen ist wiederum gesunken. Das liegt daran, dass sich insgesamt mehr Personen für ein Studium entscheiden und dass es außerhalb einer Ausbildung gar nicht mehr möglich ist, vor der Volljährigkeit im Beruf einzusteigen. Inzwischen herrscht auch in Südtirol Fachkräftemangel. Wie
wird sich der Arbeitsmarkt Ihrer Einschätzung nach entwickeln? Im Gegensatz zu früher steigen heute viel mehr Personen altersbedingt aus als ein. Aus diesem Grund wird sich eine Lücke öffnen, die je nach Wirtschaftslage unterschiedlich stark ausgeprägt sein wird. Wir gehen davon aus, dass diese Lücke in den nächsten 15 Jahren bei mindestens 20.000 Arbeitskräften, eher aber bei 40.000 oder sogar bei 60.000 liegen wird. Der Zuwachs, den wir bisher verzeichnen konnten, wird also in Zukunft nicht wiederholt werden können.
Foto: Helmuth Rier
Wirtschaft & Umwelt
NACHGEFRAGT
anina.vontavon@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info
PR-INFO
NEUER DIREKTOR DER SPARKASSE IN BRIXEN
Michael Niederwieser heißt der neue Direktor an der Spitze der wichtigen Filiale der Sparkasse in Brixen. Niederwieser, der auf eine langjährige Bankerfahrung im Vertrieb zählen kann, freut sich auf die neue Herausforderung: „Nachdem ich die letzten vier Jahre die Leitung der Filiale Sterzing innehatte, freut es mich, jetzt wieder in meine Heimatstadt zurückzukehren und die Führung dieser bedeutenden Filiale zu übernehmen. Ich danke
der Sparkassenführung für das Vertrauen, das sie in mich setzt. Gemeinsam mit meinem Team werde ich unsere Kunden bestmöglich betreuen. Auch danke ich meinem Vorgänger für seine geleistete Arbeit.“ Niederwieser folgt auf Gerold Holzer, der die Filiale Brixen erfolgreich geführt hat und nun eine neue verantwortungsvolle Aufgabe im Vertrieb übernommen hat.
Gerold Holzer, Michael Niederwieser
Großer Graben, 6/B, 39042 Brixen · Telefon: 0472 823811 · www.sparkasse.it 58
PRAMSTALLER OPTICS
Kurzsichtigkeit nimmt zu Immer mehr Kinder und Jugendliche sind kurzsichtig. Die Gründe dafür liegen zum einen in der zunehmenden Fokussierung auf Nahsicht bei vielen Aktivitäten, zum anderen auf schlechte Lichtverhältnisse.
Das Risiko, an einer Kurzsichtigkeit zu erkranken, steigt vor allem für Kinder, die viel Zeit vor Bildschirmen verbringen – egal ob Smartphone, Tablet oder PC. Kurzsichtigkeit, auch Myopie genannt, ist eine angeborene oder erworbene Fehlsichtigkeit des Auges. Kurzsichtige sehen weiter entfernte Gegenstände undeutlich und verschwommen, erkennen nahe Objekte jedoch problemlos. Die Anzahl der Kurzsichtigen nimmt weltweit zu – allen voran bei Kindern und Jugendlichen.
Aktivitäten zum Großteil in die Nähe, so zum Beispiel beim Lesen oder bei der Nutzung von Smartphones und Co. Auch verbringen sie immer weniger Zeit im Freien. Licht spielt ebenfalls eine wichtige Rolle, denn wenn Kinder und Jugendliche mehr Zeit in geschlossenen Räumen verbringen, wo weit weniger Licht ist als im Freien, und dazu noch bei ihren Aktivitäten auf die Nähe fokussieren, begünstigt dies die Entwicklung von Kurzsichtigkeit.
Die Ursache liegt im Lebensstil. Unser heutiger Lebensstil
Es gibt Möglichkeiten, das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit zu verlangsamen, im besten Fall sogar zu stoppen. Eine davon ist die Orthokeratologie oder Nacht-
trägt wesentlich zu dieser Entwicklung bei, denn Kinder und Jugendliche schauen bei vielen
Myopie-Kontrolle lohnt sich!
linse. Es handelt sich dabei um speziell geformte Kontaktlinsen, um eine zeitlich eingeschränkte Korrektion von Fehlsichtigkeit ohne Sehhilfe zu erreichen. Die Orthokeratologie-Kontaktlinsen werden im Schlaf über Nacht getragen, mit der sich die Kurzsichtigkeit temporär vermindern lässt, sodass man tagsüber ohne Sehhilfe auskommt. Eine andere Möglichkeit sind spezielle weiche Multifokal-Kontaktlinsen, die das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit bremsen. Stark verdünnte AtropinAugentropfen, die vom Augenarzt verschrieben werden, erzielen denselben Effekt. Doch vor allem empfiehlt es sich, um eine Kurzsichtigkeit vorzubeugen, bei Kindern und Ju-
Maximilian und Peter Pramstaller
„Im Bereich der Kurzsichtigkeit haben wir mittlerweile 15 Jahre Erfahrung, was die Anpassung von Speziallinsen betrifft. Bei vielen unserer jungen Kunden ist das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit völlig stehen geblieben.“
gendlichen in regelmäßigen Abständen die Sehfähigkeit kontrollieren zu lassen. Pramstaller optics in Brixen hat langjährige Erfahrung in Myopie-Kontrollen und verfügt über entsprechende Geräte, die auf dem neuesten Stand der Technik sind.
Klare Sicht voraus! Brixen, Kleine Lauben 1A – T 0472 836 266 – www.pramstaller-optics.it
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MATRATZENLAND
Fitness & Gesundheit
Schlaf, Kindlein, schlaf! Kleinkinder benötigen viel Schlaf für ihre gesunde Entwicklung. Für den gesunden Schlaf ihrer Sprösslinge sollten Eltern deren Matratze besondere Aufmerksamkeit zukommen lassen.
Extra
Eine geeignete Matratze zu finden stellt für viele eine Herausforderung dar – ganz besonders jedoch für Eltern, die für ihr Baby oder für ihre Sprösslinge eine optimale Schlafunterlage wünschen. Denn gerade die Kleinsten benötigen viel Schlaf für eine gesunde Entwicklung: Säuglinge schlafen durchschnittlich 16 Stunden pro Tag, Kinder im Alter von drei bis fünf Jahren immer noch beachtliche elf bis 13 Stunden. Der Matratze, die Kinder in ihren ersten Jahren begleiten wird, sollte man daher besondere Auf-
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merksamkeit schenken. Während der Wachstumsphase muss sie sich dem Gewicht und der Form des Körpers ständig neu anpassen und die Wirbelsäule in ihrer Entwicklung ideal unterstützen.
Auf die richtige Matratze kommt es an. Doch nicht nur für
Kinder, sondern auch für Erwachsene ist erholsamer Schlaf wichtig, um neue Kräfte zu sammeln, sich körperlich zu entspannen und zu regenerieren. Mehr als jedes andere Element beeinflusst die Matratze die Erholung im Schlaf.
Für einen guten Schlaf muss die Matratze auf den jeweiligen Körper optimal abgestimmt sein, die Regeneration der Wirbelsäule optimal unterstützen und die Gelenke entlasten. Ist die Matratze zu hart, besteht die Gefahr, dass die Gelenke überbelastet werden; ist sie zu weich, kann es hingegen dazu führen, dass die Wirbelsäule sich im Schlaf krümmt und sich nicht regenerieren kann. Es gibt viele Arten von Matratzen, weshalb fachkundige Beratung bei der Auswahl wichtig ist. Im Matratzenland in Vahrn stehen
langjährige Fachberater zur Seite und unterstützen bei der Wahl der individuell geeigneten Matratze. Das Sortiment ist umfangreich; hier finden selbst Personen, die häufig unter Rückenschmerzen oder Muskel- und Gelenkschmerzen leiden, die richtige Matratze, die körpergerecht abgestimmt erholsamen Schlaf bringt.
Gesund und fit durch die kalte Jahreszeit!
VITAPLUS
Im Sanitätshaus Vitaplus in der Regensburger Allee in Brixen steht das Wohlbefinden der Kunden an erster Stelle. Das Wintervergnügen lockt, aber die Knie machen nicht mehr alles mit? Das Sanitätshaus Vitaplus bietet konkrete Lösungen – nicht nur für Wintersportler, sondern für alle Bewegungsfreudigen. Kunden erhalten fachmännische Beratung und die passenden Produkte für jeden Bedarf – ob zur Verbesserung der Beweglichkeit und Muskelkraft, zur Unterstützung des Bewegungsapparates oder, um einfach vital durchs Leben zu gehen. Neben Brixen führt Vitaplus drei weitere Sanitätshäuser, eines in Bozen und zwei in Meran. Zum Kundenservice gehören auch wöchentliche
info Vielseitiger Service: Das Sanitätshaus Vitaplus ist für viele eine wichtige Anlaufstelle für das körperliche Wohlbefinden Sprechstunden eines OrthopädieSchuhtechnikers mit Fußanalyse und Schuheinlagen auf Maß und eines Hörgeräteakustikers. Der Familienbetrieb wird in dritter Generation geleitet und verfügt über einen Erfahrungsschatz von über 110 Jahren.
· qualifizierte Beratung · Kompressionsstrumpf-Versorgungen · Maßanfertigung von orthopädischen Schuheinlagen (nach Terminvereinbarung) · Zivilinvalidenbetreuung (konventionierter Hilfsmittellieferant) · Hörgerätebetreuung (nach Terminvereinbarung) · Reparaturen (eigene Werkstatt) · Hilfsmittelverleih (Rollatoren, Rollstühle etc.)
GenuTrain: Gibt Halt und Sicherheit
Umfangreiches Sortiment:
· Modische Komfortschuhe · orthopädische Schuhe und Einlagen auf Maß · Wäsche und Bademode (auch BHs in großen Größen!) · Bandagen und Orthesen (Kniebandage, Handgelenkstütze etc.) · Hilfsmittel für Reha, Pflege zuhause, Bad und WC · medizinische Geräte und Alltagshilfen · Fitnessutensilien (Turnmatten etc.)
PushMed: Sorgt für die nötige Stabilität
Wohlfühlwäsche Medima: Hält gezielt warm und beugt so Verspannungen vor
Sportsocken mit Kompression: Fördern die Durchblutung und helfen bei häufig kalten Füßen
Moderne Lösungen für ein aktives und beschwerdefreies Leben BRIXEN: Regensburger Allee 14, Tel. 0472 831066 - facebook.com/vitaplus.sanitaria - www.vitaplus.it Vitaplus_Brixner_192x139mm-def.indd 1
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Impressum vorzunehmen. Nachdem es auch höchst wichtig ist, daß sich in unserem Bezirke ein richtig organisierter Kriegsinvaliden Verein gründet, ist es für jeden Invaliden Pflicht, in dieser Versammlung zu erscheinen, damit diese dringende Angelegenheit in unserem Bezirke endlich einmal in Fluß gerate.
Unabhängige Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung Redaktion: Brennerstraße 28, I-39042 Brixen Tel. +39 0472 060200, Fax +39 0472 060201 www.brixner.info E-Mail für Pressemitteilungen: redaktion@brixner.info E-Mail für Leserbriefe: echo@brixner.info Online-Ausgabe: www.brixner.info Verlag: Brennerstraße 28, I-39042 Brixen Tel. +39 0472 060200, Fax +39 0472 060201 E-Mail: office@brixmedia.it, www.brixmedia.it Anzeigenleitung: Sonja Messner, Tel. +39 0472 060212 sonja.messner@brixmedia.it Herausgeber, Chefredakteur und presserechtlich verantwortlich: Willy Vontavon (wv), Tel. +39 0472 060213 willy.vontavon@brixner.info Bildredaktion: Oskar Zingerle (oz), Tel. +39 0472 060210 oskar.zingerle@brixner.info Hildegard Antholzer (ha) Johanna Bernardi (jb) Irene Dejaco (ird) Sabine Dejakum (sde) Magdalena Duml (md) Barbara Fuchs (bf) Evi Hilpold (eh) Marlene Kranebitter Zingerle (mk) Sabine Peer (sp) Anina Vontavon (av) Lia Vontavon (lv) Oskar Zingerle (oz) E-Mail: vorname.nachname@brixner.info
Jänner 1920
Donnerstag, 1. Jänner 1920 Man schreibt uns: Wir haben sie wieder, unsere „Brixener Chronik“, wie sie vor dem Kriege war, hier redigiert und gedruckt, nur leider nicht täglich, sondern dreimal in der Woche erscheinend. Ich glaube im Sinne vieler Brixener zu handeln, wenn ich eine besondere Freude darüber zum Ausdruck bringe, denn die infolge der Kriegsschwierigkeiten in Bozen fertiggestellte „Chronik“ war
Grafik: Evelyn von Mörl, Tel. +39 0472 060209 evelyn.vonmoerl@brixmedia.it Druck: Athesia Druck GmbH, Weinbergweg 7, I-39100 Bozen www.athesia.it Der nächste „Brixner“ erscheint Ende Februar 2020 Nächster Redaktionsschluss: 04. Februar 2020 Die Zeitschrift „Brixner“ erscheint monatlich und wird im Postabonnement 45 % Art. 2, Abs. 20/b, Ges. 662/96, Bozen zugestellt. Eintragung am Landesgericht Bozen am 29.12.1989, Nr. 29/89 R.St. Auflage: 11.000 Stück Preis Abonnement: 1 Euro Abonnentenservice: abo@brixner.info
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Abenteuer eines Brixeners in Mailand
Unsere „Brixener Chronik“
eben ein Ersatz wie die vielen berühmten Ersätze in der Kriegszeit; sie war eben nicht mehr unser liebes Lokalblatt, sondern, wie die Sachlage es mit sich bringen mußte, ein Bozener Lokalblatt. – Eine Zeitschrift, welche die Ereignisse des Tages oder eines Zeitraumes auf religiösem, politischem, wirtschaftlichem, künstlerischem und wissenschaftlichem Gebiet meldet und bespricht, ist heute ein allgemeines Bedürfnis. Aber nebst diesen Nachrichten ist es ein unabweisliches Bedürfnis für jeden größeren Ort, die lokalen Ereignisse, Anordnungen, Warenangebote und dgl. raschestens zu erfahren. Diesem Zwecke dient das Ortsblatt. Ein größerer Ort, wie Brixen, ohne Lokalblatt wäre gleichsam ein Taubstummer, der nichts direkt vernehmen, aber auch seine Gefühle und Wünsche nicht mitzuteilen vermag. – „Sag mir, mit wem du umgehst, und ich sage dir, wer du bist“ ist ein bewährtes Sprichwort und dem
Donnerstag, 22. Jänner 1920
anpassend ist ebenso wahr: „Sage mir, ob und was für ein Lokalblatt ein Ort hat, und ich sage dir, was für ein Ort es ist“, denn ein Blatt, das dem Charakter der Einwohnerschaft nicht entspricht, kann sich ja nicht halten. – Unsere „Brixener Chronik“ hat es durch 31 Jahre hinreichend bewiesen, daß sie unseren religiösen und nationalen Anschauungen Rechnung trägt und sie pflegt; sie zu erhalten und zur vollen Entwicklung zu bringen ist somit eines jeden treuen Bürgers der Stadt heilige Pflicht.
Vor einiger Zeit weilte ein junger Brixener Bürger Geschäfte halber in Mailand. Als er sich eines Tages mittels der Straßenbahn in einen etwas abgelegenen Stadtteil begab, fiel ihm auf, daß zum Schlusse der Fahrt außer ihm im Wagen nur noch vier elegant gekleidete Herren und eine Dame verblieben, die deutliche Anzeichen des Interesses für den Brixener verrieten. Beim Absteigen auf der Endstation stellte sich einer aus dieser Gesellschaft auf das Trittbrett, und als der Brixener ersuchte, ihn hinauszulassen, war er sofort in einen Wortwechsel verwickelt; die übrigen stürmten auf ihn los, und ehe er recht zur Besinnung gelangte, flog er schon aus dem Wagen. Die Herren Gauner hatten diese kleine Katzenbalgerei inszeniert, um in den Besitz seiner Brieftasche zu gelangen, deren Inhalt, bloß 25 Lire, ihnen jedenfalls eine große Enttäuschung bereitete.
An die Kriegsinvaliden des Bezirkes Brixen Samstag, 10. Jänner 1920 Der Invalidenverein Bozen beabsichtigt für den 18. Jänner 1920 eine Delegiertenkonferenz der Kriegsinvaliden aller Orte Deutschsüdtirols in das große Gewerkschaftshaus in Bozen einzuberufen. Nachdem die Delegierten (3 von jedem größeren Orte) von den Invaliden selbst gewählt werden sollen, fordere ich alle Kriegsinvaliden des Bezirkes Brixen auf, Sonntag, 11. Jänner 1920, 4 Uhr nachmittags, im großen Saale des Gasthofes Strasser in Brixen sicher zu erscheinen, um die Wahl dieser 3 Delegierten
Die „Brixener Chronik“ wurde 1888 gegründet und erschien bis 1925. Die Idee, die Zeitungsartikel aus der „Brixener Chronik“ auszuwählen und zu veröffentlichen, stammt von Günther Eheim (1944-2010) aus Brixen. Die damalige Rechtschreibung, auch eventuelle Druckfehler und sonstige Kuriositäten werden ohne Korrektur beibehalten.
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