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Essen & Trinken
Jahrgang 25 · November 2014
Unabhängige Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung
Made by
Kulturaktivist Giovanni Melillo Kostner
Gelandet GESPRÄCHSRUNDE ÜBER BILDUNG: „Schule kann nicht alles leisten“ KULTUR: Musik und Kirche – eine Nachlese zum Symposion SPORT: Die leidenschaftlichen Brixner Golfsportler WIRTSCHAFT: Interview mit Werner Zanotti zum Stadtmarketing
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Editorial
Politik & Gesellschaft >>> 04 04 | DISKUSSION: Über Wissen, Werte und Widersprüchlichkeiten 11 | Vortrag: Arzt-Patienten-Gespräche auf Augenhöhe 12 | Brixen: Wenn der Bus zur Schule wird 14 | Geschichte: Brixen im Ersten Weltkrieg 16 | St. Andrä: Die Kekslfrau Menschen & Meinungen >>> 22 22 | PORTRAIT: Kulturaktivist und Fotograf Giovanni Melillo Kostner 27 | Pro & Contra: Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Autobahn 28 | Umfrage: Die Nichtkandidatur des Bürgermeisters Kunst & Kultur 30 | SYMPOSION: Religiöses Erleben von Musik 33 | Tradition: Krippele bauen 36 | Fotografie: Der „urban cowboy“ Lukas Furlan
>>> 30
Veranstaltungen 43 | TIMER: Dezember 2014
>>> 43
Freizeit & Sport 48 | GOLF: Elitär war gestern
>>> 48
Wirtschaft & Umwelt 54 | STADTMARKETING: „Magnet Brixen“
>>> 54
Extra 62 | Essen & Trinken
>>> 62
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Angestupst? Im Jänner feiert der „Brixner“ sein 25-jähriges Bestehen – was uns zugegebenermaßen schon etwas stolz macht, denn so selbstverständlich ist es ja nicht, dass in Zeiten wie diesen ein kleines lokales Printmedium für Jahrzehnte in großer wirtschaftlicher und personeller Stabilität bestehen bleibt. Das „Bestehenbleiben“ birgt aber schon im Wort die Gefahr in sich, dass man eben „stehen bleibt“, dass man irgendwann dem Gedanken verfällt, dass eh alles gut ist und eine Weiterentwicklung im Grunde gar nicht notwendig erscheint. Technisch haben wir mit unserer App und mit vielen internen Prozessoptimierungen, von denen der Leser gar nichts mitbekommt, bewiesen, dass der „Brixner“ sehr wohl imstande ist, Innovation zuzulassen. Unser Redaktionskonzept ist aber bis auf wenige Korrekturen 25 Jahre lang dasselbe geblieben: Wir sind ein kleines, aber eingeschworenes Team, das sich einmal im Monat trifft und daraufhin mit viel Leidenschaft Texte für Ihren „Brixner“ verfasst. Dieses Konzept möchte ich für die Zeit nach unserem Jubiläum weiterentwickeln: In groben Zügen möchte ich 2015 nicht nur die Heftstruktur erneuern, sondern auch das Team der freien Redakteure maßgeblich erweitern, vielleicht auf 20 oder sogar 30 Personen, um auch ein breiteres Wissens- und Meinungsspektrum zuzulassen. Wir haben dazu auch ein organisatorisches Konzept, das auf diese Vielfalt aufbaut und natürlich nur dann funktioniert, wenn es genügend Menschen gibt, die, wenn auch mit sehr wenig Zeitaufwand, bereit sind, unsere Zeitschrift mit ihrer Kreativität, ihrem Wissen und ihrer Liebe für gute Texte zu bereichern. Habe ich Sie nun „angestupst“? Das würde mich freuen! Geben Sie sich einen Ruck und melden Sie sich bei mir – jetzt! Sie erreichen mich unter willy.vontavon@brixner.info.
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Politik & Gesellschaft
GESPRÄCHSRUNDE ÜBER BILDUNG
„Schule kann nicht alles leisten“
Eigentlich wollten wir nicht nur über den Bildungsauftrag der Schulen diskutieren, sondern über Bildung und dessen Vermittlung im gesamtgesellschaftlichen Rahmen. Gelandet sind wir während des span nenden Gesprächs hauptsächlich doch wiederum beim Schulgeschehen – und das mag symptomatisch sein. Landesrat Philipp Achammer, Marlene Kranebitter (Berufsschullehrerin und Schulpsychologin), Anton Rainer (Student) und Christine Wagner (pädagogische Mitarbeiterin der Cusanus Akademie), über Wissen, Werte – und Widersprüchlichkeiten. Ein Gesprächsextrakt. Der Begriff Bildung ist ein sehr umfassender: Was gehört für Sie zur Bildung, wodurch kennzeichnet sich aus Ihrer Sicht ein gebildeter Mensch? MARLENE KRANEBITTER: Spontan bedeutet Bildung für mich in erster Linie Herzensbildung, auch wenn ich den Begriff nicht konkret definieren kann. Ein gebildeter Mensch ist für mich jemand, der sich im Kreis seiner Mitmenschen zu bewegen weiß und empathisch ist. 4
ANTON RAINER: Bildung ist für mich ein weiter Begriff und reicht von Schulbildung über Herzens- und Persönlichkeitsbildung bis hin zu Umgangsformen. Für mich stellt sich dabei die Frage, was die Gesellschaft, was Bildungsstrukturen, was Religion oder Ethik zur Bildung beitragen können – und was jeder in sich selber findet. CHRISTINE WAGNER: Für mich bestehen Bildung und Wissen in der Fähigkeit, „sich einer Sache in ihrer Bedeutung, Trag-
weite, Auswirkung bewusst zu sein“, wie ich jetzt mal aus dem Duden zitiere. Dazu gehört einerseits Faktenwissen, damit ich Zusammenhänge herstellen und Vorgänge einordnen kann, aber auch emotionale Kompetenzen, Sozialkompetenz sowie die Bereitschaft, Dinge kritisch zu hinterfragen und Verantwortung zu übernehmen. Bildungseinrichtungen, ob für Jüngere oder Erwachsene, sollen Menschen darin unterstützen, das Denken zu lernen.
PHILIPP ACHAMMER: Für mich bedeutet Bildung all das, was den Menschen in seiner Vielfalt fördert und seine individuellen Fähigkeiten stärkt. Bildung ist nicht nur die Aneignung von Wissen, sie soll auch Talente entwickeln und die Persönlichkeit formen. Was ich besonders stark wahrnehme ist das Bedürfnis nach Orientierung und Begleitung, die Sicherheit vermitteln. Mir fällt in diesem Zusammenhang immer ein Satz von Papst Benedikt ein: Das Schlimmste für eine Gesellschaft
DISKUTIERTEN ÜBER DAS SÜDTIROLER BILDUNGSWESEN: Marlene Kranebitter, Landesrat Philipp Achammer, Christine Wagner und Anton Rainer
–––––– Fotos: Oskar Zingerle
ist der absolute Werterelativismus. Beim Familienfestival im Haus der Familie hat die Psychotherapeutin Boglarka Hadinger einen aus meiner Sicht wertvollen Satz gesagt: Eine Qualität liegt darin, auch Unlust überwinden zu können. Das macht für mich Sinn: Wenn diese Qualität verloren geht, setzt nämlich der Werterelativismus ein. Ich nehme mir mein ganzes Leben lang nur das, was mir Spaß macht.
nach weiß niemand so wirklich, was tatsächlich in den Schulklassen passiert. Einerseits werden die Lehrpersonen dafür kritisiert, dass sie zu viel auf Spaß im Unterricht setzen, und andererseits kritisieren dieselben Leute, dass die Kinder für die Bedürfnisse der Wirtschaft gedrillt werden. Wie wird denn das Unlust-Prinzip in der Erwachsenenbildung ge-
die Ausschreibung eines Kurses negativ formuliert oder so umschrieben, dass die potentiellen Teilnehmenden fürchten könnten, ihr Leben danach auf den Kopf stellen zu müssen, so wird sich niemand anmelden. Hier ist Feinarbeit gefragt: Ich muss die persönlichen Ressourcen in den Vordergrund stellen und betonen, dass es gut ist wie es ist, aber vielleicht ließe sich doch noch
„Wir sind nun gezwungen nachzudenken, was uns wirklich wichtig ist – oder was uns wichtiger ist als Anderes. Darüber müssen wir als Gesellschaft doch diskutieren können!“ _ Philipp Achammer, Landesrat Marlene Kranebitter: Aber in den Grundschulen passiert genau das: Alles muss Spaß machen, und damit geht das Üben und Automatisieren von Lerninhalten verloren. Und schlussendlich können die Schüler nicht mehr ordentlich lesen, rechnen und schreiben. Christine Wagner: Nein, da möchte ich widersprechen, diesbezüglich habe ich als Mutter von Schulkindern andere Erfahrungen gemacht. Anton Rainer: Diese Kritik wird geäußert, aber meiner Auffassung
handhabt? Besuchen Menschen freiwillig eine Weiterbildung, die für sie mit Unlust verbunden ist – beispielsweise weil sie ein persönliches Defizit ausgleichen müssen? Christine Wagner: Nein, dann kommen sie erst gar nicht. Grundsätzlich muss man unterscheiden zwischen beruflicher Weiterbildung, wo zusätzliche Qualifikationen gefragt sind, und zwischen lebensbegleitender Weiterbildung, die ressourcenorientiert ausgerichtet ist. Wir stellen eine spannende Tendenz fest: Wird der Titel oder
etwas ändern – ich sage das jetzt etwas überspitzt –; dann findet ein Kurs eher Anklang. Zudem gefragt sind niederschwellige Angebote, bei denen man sich Informationen holen kann, ohne sich gleich persönlich outen zu müssen. Im nächsten Semester bieten wir beispielsweise ein Seminar zum Thema „Freude am Scheitern“ an – ob die Menschen dies annehmen, wird sich zeigen. Aber ich glaube, man muss ebenso Negatives benennen dürfen. Auch dies gehört für mich zum Bildungsauftrag einer Weiterbildungseinrichtung.
Elternhaus, Schule, Gesellschaft, Weiterbildungseinrichtung: Wer ist denn nun für welchen Teil der Bildung zuständig? Philipp Achammer: In einer Zeit, wo gesellschaftliche Sicherheiten ins Wanken geraten, wird immer mehr an die Schulen delegiert. Bei einem Schulbesuch erzählten mir zwei Lehrpersonen, ihr größtes Problem sei, dass sich bei jungen Menschen vermehrt jene verabschiedet haben, die eigentlich Halt geben sollten – also das Elternhaus oder andere zentrale Bezugspersonen. Und nun sollen die Lehrer diese ersetzen. Der Auftrag an die Schule reicht heute weit über die Wissensvermittlung hinaus; vermehrt geht es auch um Beziehungsarbeit. Schule kann aber nicht alles erfüllen. Wir müssen uns daher gemeinschaftlich überlegen, was sie leisten kann und soll. Derzeit bewegen wir uns in Richtung Ganztagesschule, in der den Eltern viel an Erziehungsarbeit abgenommen wird. Aber die Aufgaben, die das Elternhaus zu erfüllen hat, müssen eben auch erfüllt werden. Den konkreten Bildungsauftrag an sich zu definieren ist daher schwierig. Marlene Kranebitter: Als Lehrperson muss ich leider anmerken, dass die meisten von uns gar nicht gerüstet sind für das, was auf sie täglich zukommt. Oft wissen die Jugendlichen nicht mehr, an was sie sich halten können und 5
Politik & Gesellschaft
probieren extrem viel aus. Holt man dann die Eltern zum Gespräch, hört man des Öfteren, das würde sie nicht interessieren, man müsse dies als Lehrperson klären. Tut man das dann, kommen wiederum die Eltern und stellen einen zur Rede. Ich glaube, sowohl Eltern wie Lehrer müssen für die Kinder und Jugendlichen die Schienen verlegen, an denen sie entlang gehen können – aber dazu fehlen oft die Zeit und die Lust. Müsste mehr Wert auf die Lehrerausbildung gelegt werden? Müssten die Schulen die Möglichkeit haben, ihr Lehrpersonal im Rahmen der Schulautonomie selbst auszuwählen? Philipp Achammer: Ja, in der Lehrerausbildung und in der Position der Lehrpersonen gibt es große Unsicherheiten. Aber ich würde es nicht alleine auf die Ausbildung reduzieren. Die gesellschaftliche Haltung gegenüber Lehrerinnen und Lehrer ist nicht gerade vom Vertrauensprinzip geprägt: Sie würden zu wenig arbeiten und müssen zudem alles nachweisen, was sie tun – denn wir gehen davon aus, wenn jemand seine Arbeit nicht belegen kann, dann tut er nichts. Bildungsarbeit ist aber auch Beziehungsarbeit, und eine Beziehung sollte sich aufbauend fortführen können. Das neue Bildungsgesetz enthält Maßnahmen, um die Kontinuität des Lehrper-
sonals an den Schulen zu erhöhen. Derzeit haben wir einen zu häufigen Wechsel: Fast die Hälfte der Lehrstellen in Südtirol werden jährlich neu vergeben. Und zudem muss ich der Lehrperson das Vertrauen schenken, dass sie nicht nur Dienst nach Vorschrift macht, sondern mit Herz und Idealismus dabei ist. Dem entsprechend kann ich sie nicht wie einen Beamten behandeln. Ich gebe aber auch offen zu, dass nicht jede oder jeder Lehrerin beziehungsweise Lehrer sein sollte. Anton Rainer: Der Lehrerberuf muss sicherlich gesellschaftlich aufgewertet und das ständige Misstrauen beiseite gelegt werden. Lehrpersonen müssen mit immer weniger Mittel immer mehr Herausforderungen bewältigen. Und jeder meint, Bildungsexperte zu sein, auch wenn er seit Jahren keine Schule von innen gesehen hat. Aber der Lehrberuf darf auch nicht nur jenen überlassen werden, die dies als Notlösung nach dem Studium sehen. Da die Schule ein öffentlicher Betrieb ist, sitzen nun mal einige drin, die ihrer Funktion nicht gerecht werden. Die Qualität des Unterrichts macht sich jedoch nicht am Unterrichtskonzept fest, sondern vorwiegend auch an der Lehrperson, und deswegen sollte man sehr wohl hier ansetzen. Mir tun jene Lehrpersonen leid, die sich für ihre Schüler engagieren und gleichzeitig sehen, dass der Unmotivierte neben ihm densel-
Philipp Achammer: „In einer Zeit, wo gesellschaftliche Sicherheiten ins Wanken geraten, wird immer mehr an die Schulen delegiert“
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ben Gehalt und dieselbe Wertschätzung kriegt – nämlich keine. Und wie ließe sich die Wertschätzung für Lehrpersonen steigern? Marlene Kranebitter: Die ersten Wertschätzbringer wären die Eltern – aber wer sagt ihnen das? Als Lehrerin muss ich heute jede negative Note hieb- und stichfest begründen, sonst kommen die Eltern mit offenen Flügeln daher. Daraus resultiert unter anderem der Druck hin zu möglichst vielen Tests und Schularbeiten, diese sind oft eine Form der Absicherung. Hier müsste man entzerren: Die Eltern sollen ihren Job machen, wir Lehrer unseren. Das ständige Einmischen ist nicht förderlich.
Philipp Achammer: Wir haben zu dieser Anspruchshaltung beigetragen: Alles, was ich brauche, hole ich mir irgendwo ab – von der Schule, von der Verwaltung oder von sonstwo. In Südtirol hat sich eine Forder- und Fördermentalität entwickelt: Die Bürger fordern ein, und wir fördern. Jeder schaut auf seinen eigenen Garten, das Kollektive geht verloren. Bis jetzt konnten wir alles haben, und alles war wichtig. Diese Mentalität hat aber die Politik über Jahre hinweg deutlich unterstützt ... Philipp Achammer: Absolut. Und jetzt werden die Ressourcen weniger, und der Verteilungskampf beginnt. Nun sind wir gezwungen
info Neues Bildungsgesetz Bildungsguthaben anerkennen, die Aufnahme des Lehrpersonals trans parent und einfach gestalten und die didaktische Kontinuität sichern: Auf diese drei Schwerpunktziele ist das neue Bildungsgesetz ausge richtet, dessen Entwurf in den letz ten Wochen von Landesrat Philipp Achammer gemeinsam mit dem Di rektor des Deutschen Bildungsres sorts, Peter Höllrigl, auch in Brixen vorgestellt und diskutiert wurde. „Wir wollen die Zusammenarbeit mit außerschulischen Bildungspart nern klar regeln und die erworbenen Bildungsguthaben anerkennen. Wir wollen den Lehrkräften, vor allem den jungen Lehrpersonen, über ein neues Ranglistensystem Sicherheit und Klarheit über ihre Aufnahme in den Schuldienst geben. Und schließlich wollen wir durch eine 6
Reihe von Maßnahmen die didaktische Kontinuität an den Schulen stärken und die Mobilität in Grenzen halten“, fasste Achammer die drei Ziele des Gesetzentwurfs zusammen. Was die Anerkennung von Bildungs guthaben angeht, so schreibt der neue Gesetzestext Grund und Mittel schulen künftig eine Befreiung von 34 Jahresstunden im Wahlpflichtbereich für die Bildungstätigkeit an den Mu sikschulen des Landes vor, sofern die Erziehungsberechtigten darum ansuchen. Die Befreiung von weite ren maximal 34 Jahresstunden der verpflichtenden Unterrichtszeit kann hingegen für die Zusammenarbeit mit den Musikschulen oder die Anerken nung außerschulischer Bildungstätig keit gewährt werden. Für die Oberstu fe kann hingegen eine Befreiung von 57 Jahresstunden erfolgen. Welche außerschulischen Tätigkeiten von den
einzelnen Schulen anerkannt werden, liegt im Ermessen der Schule selbst; der Kernunterricht wird dadurch nicht angetastet. Ein verändertes Ranglistensystem soll weiters die Aufnahme des Lehrperso nals regeln: Die bestehenden Landes ranglisten werden geschlossen und in Landesranglisten mit Auslaufcharak ter umgewandelt. Diese dienen dann nur mehr der Vergabe von unbefriste ten Arbeitsverträgen. Gleichzeitig soll eine neue Landesrangliste geschaffen werden, die prinzipiell offen ist für alle Bewerber mit Lehrbefähigung und in der die Reihung nach Punktezahl er folgt. Zudem soll durch verschiedene Maßnahmen die didaktische Kontinui tät verbessert werden. Dazu gehören die Erweiterung des Landeszusatz stellenplans, um mehr Lehrpersonen unbefristet aufnehmen zu können. Weiters soll ein Verfahren zur Beset
zung von Stellen mit Lehrpersonen mit besonderen Qualifikationen beispielsweise im Bereich Reform pädagogik eingeführt werden. Neu vorgesehen ist, dass Lehrpersonen aufgrund eines positiven Bewer tungsverfahrens an der Schule ihren Dienstsitz bestätigen können. Zudem sollen die Teilzeitstammrol len – die es in der Berufsschulwelt und den Kindergärten bereits gibt – auch auf die Schule ausgedehnt werden. Der endgültige Gesetzes text soll nach der Beschlussfassung durch die Landesregierung im Jänner 2015 dem Landtag zur weiteren Behandlung übermittelt werden. Das neue Bildungsgesetz könnte dann im Schuljahr 2015/16 zur Anwendung kommen. Nähere Infos dazu finden sich auf www.provinz.bz.it/bildungsdialog
Marlene Kranebitter: „Im Prüfungssystem der Schule interessiert sich kein Mensch, welche Sozialkompetenzen du besitzt“
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nachzudenken, was uns wirklich wichtig ist – oder was uns wichtiger ist als Anderes. Darüber müssen wir als Gesellschaft doch diskutieren können! Wir haben vorhin über Faktenwissen in Gegenüberstellung mit diversen Sozialkompetenzen diskutiert. Was ist denn schlussendlich für die Abschlussprüfung in der Schule wichtig: Ob ich mich zu anderen fair verhalte, oder ob ich die Rechtschreibung beherrsche? Und „schlägt die Kompetenzorientierung tatsächlich in eine Negation jedes verbindlichen Wissens um“, wie es der Philosoph und Kulturpublizist Konrad Paul Liessman formuliert hat? Marlene Kranebitter: In der Schule zählt schlussendlich nur das Faktenwissen. Im Prüfungssystem interessiert sich kein Mensch, welche Sozialkompetenzen du besitzt – bei der Matura wird im Grunde nur Wissen abgefragt. Als Lehrer können wir uns die ganzen Jahre über um die Schüler bemühen, am Ende zählt nur die Prüfungsarbeit und wie viele Rechtschreibfehler du machst. Das ist für mich als Lehrerin eine bittere Erkenntnis gewesen. Anton Rainer: Da möchte ich widersprechen: Natürlich sind Sozialkompetenzen wichtig, aber die Matura ist immer ein Wissenstest gewesen. Wird sie zu einer Einschätzung von Kompetenzen, dann wird sie beliebig. Die Matura ist ein Zertifikat, das einen gewissen Wissensstand bescheinigt. Wird dies umgangen, wird sie immer weniger wert. Marlene Kranebitter: Dann müssen wir aber etwas am ganzen System ändern, weil das beißt sich
gehörig: Einerseits müssen wir in der Schule Sozialkompetenzen fördern, andererseits zählt schlussendlich nur das Faktenwissen. Dabei muss ich auch noch feststellen, dass letzteres abnimmt: Ich unterrichte seit 26 Jahren in der Berufsschule und muss klar feststellen, dass beispielsweise das Textverständnis oder die Rechtschreibkenntnisse stark abgenommen haben. Was schließen Sie daraus? Marlene Kranebitter: Dass wir in der Schule auf das ganz einfache, manchmal langweilige Üben vergessen, auf das Lernen und Anwenden von Rechtschreibregeln beispielsweise. Da wären wir wieder bei der Qualität, auch Unlust überwinden zu lernen ... Christine Wagner: Wir bewegen uns in Widersprüchlichkeiten: Einerseits fordern wir Herzensbildung, auf der anderen Seite beklagen wir uns, dass das Wissensniveau sinkt. Da geht doch etwas nicht zusammen! Als Mutter wehre ich mich der Auffassung, dass die Kinder nichts mehr lernen und nichts können. Meine Kinder haben sehr viel in der Mittelschule gelernt, die Lehrpersonen haben ihren Auftrag ernst genommen. Das mag Glücksache sein – was es klarerweise nicht sein dürfte, denn diese Qualität des Unterrichts müsste gewährleistet sein. Wir sollten Wissen oder Kompetenzen nicht auseinander dividieren, sondern uns überlegen, wie wir beides sinnvoll vermitteln können, auch unabhängig von der Schule. Für mich ist das Thema Lernen im Prinzip eine Frage der Haltung: Bemühen wir uns – und zwar in jeder Rolle, ob als Eltern, Lehrperson oder Erwachsenenbildner – die 7
Politik & Gesellschaft
Bezirk abhängig sind – stetig steigen. Unser Bildungsmodell müsste dahin gehen, dass man inklusiv versucht, Schwächen und Bedürfnisse auszugleichen, aber nicht durch Kategorien wie Sonderschulen oder -klassen, die den Lernerfolg erwiesenermaßen massiv abfallen lassen.
Christine Wagner: „Wir bewegen uns in Widersprüchlichkeiten: Einerseits fordern wir Herzensbildung, auf der anderen Seite beklagen wir uns, dass das Wissensniveau sinkt“
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Menschen dort abzuholen, wo sie stehen? Können wir sie dort erreichen, wo sie bereit sind zu investieren? Anton Rainer: Ich glaube auch nicht, dass die Schüler heute weniger können als früher ... Marlene Kranebitter: Meine Erfahrung ist diese. Wir haben immer mehr Schüler mit erhöhtem Förderbedarf. Die haben alle ein Mittelschuldiplom, beherrschen aber nicht das, was sie damit beherrschen sollten. Da frage ich mich schon: Wie kommen diese Schüler zu diesem Abschluss? Als Lehrperson dürfen wir niemanden aufgrund seiner Schwächen brandmarken, alles wird berücksichtigt, wir haben für alle Schüler einen individuellen Bildungsplan. Und jetzt mal ganz
provokant: Zum Schluss haben alle die Matura, und keiner kann genügend dafür. Ich weiß, dass ich mir jetzt selbst widerspreche, aber ich befinde mich eben in diesem Zwiespalt – auch weil ich Mutter und Lehrerin zugleich bin. Philipp Achammer: Jungen Menschen sollte man nicht frühzeitig einen Stempel aufdrücken und sie stigmatisieren, das ist für den Lernerfolg hinderlich. Aber auch hier tut sich ein gesellschaftliches Problem auf: Wenn ich mir die Entwicklung der klinisch-psychologischen Befunde bei Schülern anschaue, so ist die Anzahl von Jahr zu Jahr steigend. Mich stimmt es sehr nachdenklich, wenn diese Einordnungen in klinisch-psychologischen Befunden – die von Eltern gewünscht werden und noch dazu stark vom jeweiligen
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Marlene Kranebitter: Aber wir Lehrpersonen haben doch null Erfahrung in diesem Bereich! Wenn ich den Vorschlag mache, schwächere Schüler vielleicht doch in einer Gruppe zusammenzufassen, um sie so gezielter fördern zu können und ihnen Erfolgserlebnisse zu vermitteln, werde ich fast geköpft – weil dann sind wir ja wieder bei der Sonderschule. Und jetzt rede ich als Mutter weiter: Als Deutschlehrerin bin ich mit der „Geisel“ behaftet, dass mein Sohn eine nachgewiesene Rechtschreibschwäche hat. Er muss nach wie vor alle Tests schriftlich machen, obwohl man weiß, dass dies nicht förderlich für seinen Schulerfolg ist. Das System schaut auf dem Papier wunderbar aus, ist in der Umsetzung aber katastrophal.
delegiert, andererseits gibt es aber auch Bildungspartner außerhalb der Schule, die in höherem Ausmaß wahrgenommen werden sollten. Es gilt zu diskutieren, was die einzelnen Partner an Bildung und Begleitung mitgeben können. Schule muss nicht alles alleine schaffen. Das neue Bildungsgesetz sieht diesbezüglich beispielsweise die Anerkennung von außerschulischen Bildungsguthaben vor. Marlene Kranebitter: Das setzt allerdings voraus, das die einzelnen Bildungseinrichtungen sich gegenseitig mehr vertrauen ... Philipp Achammer: Damit fängt es an. Auch wenn mir immer wieder vorgeworfen wird, dass ich zu philosophisch sei: Wir müssen wieder mehr auf gegenseitiges Vertrauen setzen. In Südtirol haben wir eine Gesellschaft, die von Misstrauen durchzogen ist.
Offensichtlich muss Schule immer mehr leisten. Wie kann sie das in Zukunft bewältigen?
Anton Rainer: Ein Grundproblem der Bildungspolitik liegt doch auch darin, dass bewusst zwischen den Bildungseinrichtungen geschürt worden ist. Wir nützen ja nicht einmal die Synergien, die sich zwischen deutschen, italienischen und ladinischen Schulen ergeben würden.
Philipp Achammer: Abseits von technischen Bestimmungen war es für mich bei der Definition des neuen Bildungsgesetzes wichtig, dass sich die Schulen vermehrt öffnen: Einerseits werden immer mehr Aufgaben an die Schulen
Marlene Kranebitter: Wir als Berufsschulen können tun, was wir wollen, wir stehen immer an unterster Stelle. Die Matura an den Berufsschulen wird nach wie vor kritisch beäugt und als nicht gleichwertig angesehen. Und
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seit dal
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Anton Rainer: „Der Lehrerberuf muss gesellschaftlich aufgewertet und das ständige Misstrauen beiseite gelegt werden.“
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wenn ich sage, dass mein Sohn – der Sohn einer Lehrerin! – die Berufsschule besucht, kriege ich ungläubige Blicke. Philipp Achammer: Ich finde diese Einordnung in Schulkategorien schlimm. Wenn ich davon ausgehe, dass Schule die Talente jedes Einzelnen unterstützen soll, kann ich einen guten Schüler nicht davon abraten, eine Berufsschule zu besuchen und dem Gymnasium einen höheren Stellenwert zuzuordnen. Das passiert aber. Philipp Achammer: Ja, leider. Ich wollte in der Mittelschule Koch werden, und man hat mir dies mit Händen und Füßen ausgeredet. Wir denken zu viel in genormten Bildungswegen und glauben, dass diese die richtigen sein müssen. Die Gesellschaft ist aber mittlerweile zu komplex, so funktioniert das nicht mehr. Zum Glück haben wir in Südtirol noch keine massive Schulabbruchrate, aber wir müssen uns schon fragen, ob Schüler, die in der Schule ihre Schwierigkeiten haben, nicht einen anderen Weg benötigen, um zu einer Qualifikation zu kommen. Ist dieses gegenseitige kritische Beäugen auch bei Weiterbildungsorganisationen spürbar? Christine Wagner: In Südtirol gibt es eine Unmenge an Weiterbildungsangeboten und -einrichtungen, aber der Kundenstock ist immer derselbe. Ich glaube, es sollte in diesem Bereich vermehrt gemeinsam diskutiert werden, wer was anbietet. Philipp Achammer: Im Weiterbildungsbereich zählt noch zu sehr das Quantitäts- anstelle des Qua-
litätskriteriums: Die Einrichtungen werden nach Teilnehmerstunden gefördert, und dies führt unter anderem dazu, dass man Kurse anbieten muss, die Masse bringen. Das kann nicht das alleinige bildungspolitische Ziel der Erwachsenenbildung sein. Zudem müssen wir die Profilentwicklung vorantreiben und die Vernetzung nach innen und außen stärken: Es kann nicht jeder alles machen. Was ist Ihnen denn von der eigenen Schulzeit im Gedächtnis geblieben? Marlene Kranebitter: Üben, üben, üben – vor allem in den ersten drei Jahren der Grundschule, aber nicht auf negative Weise. Anton Rainer: Ich erinnere mich weniger an Kompetenzen, die ich vermittelt bekommen habe, sondern an Wissen – insbesondere an jenes Wissen, das ich später vertieft habe. Christine Wagner: Mir ist vor allem die Oberschulzeit im Gedächtnis geblieben: die stundenlangen Diskussionen mit den Kolleginnen und Kollegen, die kritischen Auseinandersetzungen und die Lust am Denken. Philipp Achammer: Im Grunde erinnere ich mich an den Weg zum Wissen hin: Ich denke dabei an Menschen, die mich und meinen Entwicklungsweg geprägt haben – weil sie in mir etwas ausgelöst haben, weil sie mich als Mensch ernst genommen haben und weil mit ihnen eine ehrliche Auseinandersetzung stattgefunden hat.
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„Man kann nicht nicht kommunizieren“, sagt der Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick. Dass dies auch für das ArztPatientenGespräch gilt, wurde Anfang November in der Cusanus Akademie geklärt.
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n Zusammenarbeit mit der Sprachstelle im Südtiroler Kulturinstitut organisierte die Cusanus Akademie am 7. November eine Veranstaltung zum Thema „Das gelingende ärztliche Gespräch: Zufall – Technik – Kunst?“. Als Referent war Florian Menz, Professor am Institut für Sprachwissenschaften der Universität Wien, eingeladen.
Medizin und die Sprache der Lebenswelt aufeinander“. In seinem Vortrag ging der gebürtige Bozner dann der Frage nach, warum Ärzte sich mit Kommunikation beschäftigen sollten, und er wartete mit bemerkenswerten Zahlen auf: 60 bis 80 Prozent der Arbeitszeit verbringt der Arzt im Gespräch, 80 bis 90 Prozent der Gesprächszeit reden die Ärzte, und 92 Prozent
„Kommunikation ist eine Fertigkeit, die gelernt und geübt werden muss.“ Florian Menz
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Verstehen als Ausnahme. Unter-
suchungen haben ergeben, dass Missverständnisse in der Kommunikation der Normalfall und Verstehen im Wesentlichen dem Zufall geschuldet sei. Verständigungskrisen entstehen durch unterschiedliche Erwartungen im Gespräch. Dies gelte auch für Arzt-Patienten-Gespräche, denn dort „prallen die Sprache der
der Patienten wünschen sich, dass das Gespräch mit dem Arzt stärker in den Vordergrund gerückt wird. 93 Prozent der Patienten erachten zudem das Informationsgespräch mit dem Arzt als sehr wichtig, aber nur 30 Prozent der Ärzte kommen dem nach.
Schmerzbeschreibung. Professor
Menz stellte die Ergebnisse eines
Tests vor, der an 103 Patienten im Krankenhaus Rudolfstiftung in Wien durchgeführt wurde. Es ging darum, dass die Befragten Brustschmerzen beschreiben sollten. Auffallend in den Antworten sind die geschlechtsspezifischen Unterschiede: Männer beschreiben die Symptome konkreter – was den Erwartungen der Ärzte mehr entspreche. Frauen hingegen stellen diese Beschwerden verkürzt dar. Dazu Professor Menz: „Frauen schildern ihren Schmerz eher unspezifisch und weniger ausführlich und fokussieren sich dabei oftmals auf die Alltagssituationen, in denen der Schmerz auftritt. Dies entspricht nicht den Anforderungen von Medizinern an eine Schmerzbeschreibung.“ Weibliche Patienten brauchen daher bei der Beschreibung der Symptome interaktive Unterstützung, was eine längere Dauer der Gespräche zur Folge hat. Da Frauen bei der Diagnose schlechter verstanden werden als Männer, ist das weibliche Geschlecht bei der Behandlung von Schmerzen im Nachteil. Noch viel mehr trifft dies auf Personen mit niedrigem Bildungsstand, auf alte Menschen und ganz besonders auf Migranten mit geringen Kenntnissen der Landessprache zu. Für den Arzt, den Experten der Medizin und der Kommunikation, gelte es, die Kommunikation abzuschließen: durch Zusammenfassen des Besprochenen, durch Erklären des weiteren Prozedere, durch Vereinbaren des nächsten Termins, durch Verabschieden und Kontrollieren der Einhaltung. Der Patient, Experte seiner selbst, wünscht sich eine Begegnung auf Augenhöhe.
Kommunikation können. In der Diskussion wurde im Besonderen der Frage nachgegangen, ob Ärzte in ihrer Ausbildung auch lernen, wie sie mit Patienten kommunizieren sollen, denn schließ-
lich wird das von ihnen auch verlangt. Grundsätzlich könne man auf diese Frage mit einem „Ja“ antworten, denn vorwiegend in den ersten Semestern lernen sie, Checklisten abzuarbeiten. Aber es gebe Unterschiede von Uni zu Uni, meint Professor Florian Menz. Ob das reicht? Darauf die Antwort von Menz: „Kommunikation ist eine Fertigkeit, die gelernt und geübt werden muss, so wie das Kartenspielen und das Toreschießen.“ johanna.bernardi@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
Vorsicht: Kerze! Rund ein Viertel aller Brände entsteht durch offenes Licht und Feuer. Gehen Sie daher mit offenen Flammen immer sorgsam um. Lassen Sie Kerzen und offenes Licht niemals ohne Aufsicht! Vergessen Sie nicht, Gedenklichter und Kerzen von Duftlampen auszulöschen, wenn Sie die Wohnung verlassen oder zu Bett gehen. Achten Sie bei Kerzen immer auf ausreichenden Abstand zu brennbaren Materialien. Bedenken Sie, dass alleine ein Windstoß genügt, um den Vorhang zum Auswehen und über einer Kerzenflamme zum Brennen zu bringen! Gerade in der Advent- und Weihnachtszeit sollte man doppelt vorsichtig sein, um „brenzlige Situationen“ zu vermeiden.
www.tiroler.it 11
Wenn der Bus zur Schule wird Dass man beim Einsteigen nicht drängeln darf, weiß jeder – und trotzdem besteht im Wissen um richtiges Busfahren oft Nachholbedarf. In der „Busschule“ werden diese Wissenslücken zumindest bei den Erstklässlern der Mittelschulen aufgefüllt. Der „Brixner“ war dabei.
K
inder wuseln aufgeregt herum und reden laut miteinander, pralle Schulranzen drücken einen ungewollt, aber doch bestimmt, weg – und immer wieder ertönt der melodische Klang („Pling“), wenn das Abo-Plus an den Automaten gehalten wird. So stellt man sich den normalen Alltag im Schulbus vor. Den „Busalltag“ kennen aber viele „frisch eingeschulten“ Mittelschüler noch nicht. Und auch bei erfahrenen Busbenutzern gibt es gewisse Grauzonen, wenn es um das richtige Verhalten im Bus geht. „Der Auslöser für das Projekt
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Busschule war, dass die Busfahrer und die Gemeindepolizei an den Haltestellen sehr gefährliche Situationen erkannt haben. Wir wollen in der Busschule den Schülern also zeigen, wie man sich im öffentlichen Nahverkehr richtig verhält“, beschreibt Kuno Pizzinini, Geschäftsführer von Pizzinini Bus & Mobility, die Ausgangssituation. In den zwei sehr praxisbezogenen Schulstunden, die in Brixen die ersten Klassen der deutschsprachigen Mittelschulen und heuer erstmals die italienische Mittelschule Manzoni der Busschule widmen, drücken rund
Fotos: Oskar Zingerle
Politik & Gesellschaft
BRIXEN
500 Schüler nicht die Schulbank, sondern den Sitzplatz im Bus.
Startschwierigkeiten.Laute Kin-
der, Gedränge und ein großer orangefarbener Bus. So habe ich
mir auch den Busschultag vorgestellt, als ich die Einladung der Stadt Brixen zum Pressetermin gelesen habe. Die „sehr geehrten Vertreterinnen und Vertreter der Medien“ sind herzlich eingeladen,
Ausstieg im Notfall: Wie der Nothahn an der Bustüre betätigt wird, konnten die Schüler selbst ausprobieren
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„sich vor Ort ein Bild zu machen“. Also schnappe ich mir meinen Kollegen Oskar Zingerle, der sich wiederum seine Kamera schnappt, und wir fahren zum angegebenen Ort. Im Schulzentrum Dantestraße angekommen, staunen wir nicht schlecht, als wir vor einem nahezu leeren Schulhof stehen. Keine Kinder, kein Bus – nur Nieselregen, ein paar Tauben, und in der Ferne noch zwei weitere rasende Reporterinnen. Nach einigen Minuten stößt auch Stadträtin Paula Bacher zu unserer nunmehr illustren Runde. (Wohlgemerkt kommt sie mit dem Fahrrad, nicht mit dem Bus, auf den wir alle warten.) „Jetzt ist endlich einmal die Presse da, aber der Bus und die Kinder fehlen“, lacht die Stadträtin. Nach einem Anruf bei Kuno Pizzinini stellt sich heraus, dass die Kinder, die eben in Zweierreihe an uns vorbeitrotten, die letzten waren. „Für heute ist alles vorbei“, meint Pizzinini irgendwie zerknirscht.
Busschule. Nach diesem ersten Dämpfer freue ich mich umso mehr, als ich von Herrn Pizzinini einige Tage später eine Einladung zu einem weiteren Termin der Busschule erhalte: „Wir werden
gemeinsam in den Bus einsteigen, bis zu den Schulen in die Dantestraße fahren, dort auf die Schulklasse treffen und gemeinsam dann das Programm der ‚Verkehrserziehung im Bereich BUS’ der Klasse mitmachen.“ An besagtem Tag – abermals bei Nieselregen – treffen wir dann auf zwei erste Klassen der Schule Oswald von Wolkenstein. Walter Zingerle, der Verantwortliche für den Infopoint Mobile, ist für die Schulung der Knirpse zuständig und hat bereits die unterschiedlichen Merkmale einer Bushaltestelle verdeutlicht, während die Kinder auf uns gewartet haben. Nun folgt das Einsteigen, das wider Erwarten bereits sehr ruhig und diszipliniert abläuft. Die Stadträtin Paula Bacher und besonders die blitzende Kamera meines Kollegen wird kritisch beäugt, die Kinderschar sitzt aber bald auf den Plätzen im hinteren Busteil – denn man soll den Bus ja eigentlich von hinten auffüllen, was für mich übrigens auch neu war. Zu den Anfangsstunden der Brixner Busschule meint Karl Peintner, Koordinator für Verkehrserziehung an der Schule Oswald von Wolkenstein: „Im Rah-
men einer Arbeitsgruppe an der Mittelschule sind wir im Bereich Verkehrserziehung auf die Idee mit der Busschule gekommen. Für die erste Klasse haben wir also in Zusammenarbeit mit Paolo Morandi von der Dienststelle für Verkehrserziehung eine solche Schule organisiert. Dann sind wir an die Firma Pizzinini und die Gemeinde Brixen herangetreten.“ Das Ganze sei im ersten Jahr ein Pilotprojekt gewesen, erklärt Kuno Pizzinini. Peintner ergänzt, dass „die Initiative so erfolgreich war, dass sie seitdem eigentlich jedes Jahr veranstaltet wird“.
Nasse Füße. Eine Vollbremsung bei 70 km/h ... da will ich nicht unbedingt dabei sein. Eine Vollbremsung bei 10 km/h reicht aber auch vollkommen aus, um den Ernstfall zu veranschaulichen. „Wir sind jetzt gegen kein Hindernis geprallt, und es waren nur 10 km/h. Könnt ihr euch nun vorstellen, wie hart eine Vollbremsung bei 50, 70 oder gar 100 km/h ist?“ Auch Walter Zingerle hat es ordentlich durchgerüttelt. Den Sitzplatz an ältere Menschen freigeben, die Schultasche nicht auf dem leeren Nebensitz ablegen und den Bus sauber halten und keine Kaugummis anpappen – neben diesen zu erwartenden Unterrichtsinhalten werden in der Busschule auch andere Themen angeschnitten, die essenziell sind für die Sicherheit im Verkehr. Um Gefahrenquellen bereits im Vorhinein zu erkennen, ist es ratsam, im Bus auch als passiver Fahrgast aktiv mitzudenken und praktisch mit dem Busfahrer mitzufahren. So kann man sich früh genug in scharfen Kurven und vor unerwarteten Bremsmanövern die nötige Standfestigkeit verschaffen. An der Bushaltestelle ist auch der Blickkontakt mit dem
Busfahrer wichtig, denn bereits dadurch können Unfälle vermieden werden. Dass ein Bus trotz der zwei großen Außenspiegel einen immens großen toten Winkel hat, konnten die Kinder beim Probesitzen am Fahrerplatz selbst erleben. Dass ein Wasserkanister mit Leichtigkeit zerplatzt, wenn der Bus drüberrollt, wollten einige der gar zu neugierigen Kinder dann aber doch nicht ganz wahrhaben. Als der Kanister schließlich doch zerbarst, schauten sie verdattert drein – und waren natürlich pitschnass. Zugegeben, einige Fakten rund ums Busfahren waren auch für mich Neuland. Auch Stadträtin Paula Bacher gibt das zu: „Ich muss sagen, dass auch ich heute etwas dazugelernt habe.“ In ihren Augen ist die Busschule ein großer Erfolg und sehr wichtig, „weil unsere Gesundheit und die Gesundheit unserer Kinder oberstes Gebot sein soll“. Das Wissen, das sich die Kinder durch die Busschule aneignen, soll aber nicht nur auf dem Schulweg angewandt werden. Die Mittelschüler werden auch dazu animiert, Freunden, Bekannten und Eltern von den Verhaltensregeln im Bus zu berichten, denn schließlich können die erfolgreichen Absolventen der Busschule uns Erwachsenen in dieser Hinsicht ein gutes Vorbild sein. Ob es ein ähnliches Projekt künftig auch für Busfahrer fortgeschrittenen Alters geben wird, ist unklar. Die Sinnhaftigkeit ist jedoch nicht ausgeschlossen. „Sinnvoll wäre eine Busschule auch für Erwachsene und speziell auch für Senioren, die sich vielleicht ein bisschen schwerer tun bei den ganzen Gegebenheiten im öffentlichen Nahverkehr“, meint Kuno Pizzinini zu diesem Thema. veronika.kerschbaumer@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
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Brixen 1914-1918 Pünktlich zur 100. Wiederkehr des Ersten Weltkriegs wurde und wird viel geschrieben. Um die globalen Zusammenhänge verstehen zu können, muss man aber auch die lokale Geschichte verstehen: Brixen im Ersten Weltkrieg.
D
er Erste Weltkrieg wurde in Europa, im Nahen Osten, in Afrika, Ostasien und auf den Weltmeeren geführt und forderte fast 17 Millionen Tote. Dem Beginn des Weltkriegs durch die Kriegserklärung ÖsterreichUngarns an Serbien am 28. Juli 1914 war das Attentat von Sarajewo, dem das Thronfolgerpaar Habsburgs zum Opfer fiel, vorausgegangen. Der Krieg endete mit der Waffenruhe von Compiègne am 11. November 1918, der einen Sieg der Entente-Mächte bedeutete. Fast alle europäischen Staaten und auch Japan und die USA beteiligten sich am bis dahin umfassendsten Krieg der Geschichte. Es standen nahezu 70 Millionen Menschen unter Waffen.
Foto: Archiv Mederle, Brixen
Politik & Gesellschaft
GESCHICHTE
Der Sommer 1914 in Brixen. In Brixen schlug die tragische Kunde gegen 17 Uhr wie eine Bombe ein, und der Doppelmord sorgte für Erschütterung. So wurde eine Extraausgabe der „Brixener Chronik“ gedruckt. Im Ratssaal fand die Trauersitzung des Bürgerausschusses statt. Als sich die Nachricht vom Abbruch der Beziehungen zwischen ÖsterreichUngarn und Serbien verbreitete, kam es in Brixen zu patriotischen Kundgebungen. Darüber hinaus wurde der Mobilisierungsbefehl von acht Korps verlautbart und alle Regimenter in die Garnisonen beordert – auch jene, die noch nicht aufgeboten waren. Die Mobilisierung vom 31. Juli erreichte Brixen in den Nachmittagsstunden und löste eine Begeisterungswelle aus. Aus heutiger Sicht unerklärbar war die spürbare übermütige Stimmung über den bevorstehenden Krieg: „Es gilt, das Blut unseres Thronfolgers zu rächen“, skandierte Oberst Brosch am 10. August am großen Exerzierplatz in Milland in die Menge. Neben aller Freude kam allerdings auch Besorgnis auf: Viele Menschen behoben bei der Bank ihre Ersparnisse, obwohl die Presse die Bevölkerung beruhigte, dass die Angst, der Staat oder der Feind könne sich das gesparte 14
Überall wird vom Militär direkter Lebensmittelanbau, wie hier oberhalb des Josef-Missionshauses in Brixen, betrieben. Nur so konnte man der steigenden Lebensmittelknappheit entgegentreten
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Geld „ausleihen“, haltlos sei. Neben den Kundgebungen, die in allen Teilen Österreichs und auch in Brixen stattfanden, trat der Krieg in sein Recht. Die allgemeine Mobilmachung begann. Der Landsturm wurde einberufen. Brixen glich einem Heerlager. Alle Straßen und Plätze wurden von Soldaten gesäumt. Wegen der Mobilisierung waren an die 18.000 Mann in Brixen konzentriert – dreimal so viel wie die damalige gesamte Bevölkerung.
Der „Treubruch“ Italiens. Am 23.
Mai 1915, dem Tag der Kriegserklärung Italiens gegen den ehemaligen Dreibund-Verbündeten Österreich-Ungarn, wurde General Dankl zum Landesverteidigungskommandanten ernannt. Die Bischofsstadt erwies sich als zu unsicher für einen Standort des Kommandos; so wurde Innsbruck zum Standort bestimmt. Dankl standen im Mai 1915 kaum 15.000 Truppenangehörige zur Verfügung. Er erließ einen Appell
an das Volk: Freiwillige junge Burschen oder alte Männer sollen an der Landesverteidigung teilnehmen. Es wurden daraufhin zur Unterstützung der regulären Truppen die Standschützen einberufen. Das Brixner Bataillon bestand aus vier Kompanien mit insgesamt rund 500 Mann, das Kommando führte Major Josef Lutz, sein Einsatzgebiet war die Südfront im Bereich des Etschtales. Lutz starb noch vor Kriegsende. Als Italien Österreich-Ungarn den Krieg erklärte, traf auch Südtirol das Los, Kriegsgebiet zu sein. Sofort traten die Beschränkungen im Reise-, Post- und Fernmeldeverkehr in Kraft. Über Befehl des militärischen Höchstkommandierenden wurden zur Verhinderung eines dem Feinde zugute kommenden Nachrichtendienstes südlich des Brennerpasses und der Bezirksgrenze SchlandersLandeck kraft einer kaiserlichen Verfügung das Böllerschießen, das Rufen von Berg zu Berg und
das Anstecken von Fahnen verboten. Für Reisen in das Gebiet anderer Bezirkshauptmannschaften und für Brixen selbst wurde eine Zustimmung nötig. Am 8. August 1915 wurde unterhalb des „Blaseggerhofs“ in Vahrn der neue Soldatenfriedhof eingeweiht. Dabei erlag Bürgermeister Johann Stremitzer im Alter von 54 Jahren einem Herzinfarkt. Bis Ende 1917 führte Magistratsrat Roman Schwaighofer die Amtsgeschäfte, ehe der aus der Kriegsgefangenschaft heimgekehrte Franz von Guggenberg noch vor Kriegsende zum Bürgermeister ernannt wurde. Hans Heiss schreibt im Buch „Brixen – Die Geschichte“, dass schwache Ernten und der hohe Bedarf des im Lande stehenden Militärs die Märkte leer fegten. Außerdem vergrößerten Zwangsablieferungen die Not. So hielten die Bauern ihre gesammelten Vorräte zurück, um sie auf dem Schwarzmarkt zu einem besseren Preis zu veräußern. Die Domstadt befand
mee ein. Eine desorganisierte Masse von 600.000 Soldaten machte sich auf den Heimweg.
Der Deutsche Volkstag. Anfang
Der Zusammenbruch. In den
1918 gab der US-Präsident Wilson 14 Punkte bekannt, in denen er Friedensprinzipien erarbeitete. Die Regierung der Donaumonarchie nahm seinen Plan an und legte das Schicksal des Staates in die Hände Wilsons. Im Oktober 1918, noch vor dem Waffenstillstand mit Italien, trafen sich die Tiroler Abgeordneten, die Vertreter aller Stände und Parteien in Brixen zu einem Volkstag, um die prekäre Situation des Landes, die Sorgen und Ängste der Bevölkerung zu besprechen. An die 2.000 Tiroler fanden sich in der Domstadt ein. Es wurde eine Kundgebung um Recht und Gerechtigkeit für Tirol; man verlangte das Selbstbestimmungsrecht und hob die Unteilbarkeit sowohl aus historischen als auch aus nationalen Gründen hervor. Landeshauptmann Schraffl und viele Landtags- und Reichstagsabgeordneten, besonders die Vertreter Deutsch-Südtirols, waren anwesend – selbst die Ladiner und Welschtiroler. Mit der Leitung wurde Franz von Guggenberg betraut. Alle teilten die Ansicht, dass das Los Tirols in der Hand Wilsons liege. Als Regierungskommissar Niederwieser zum Podium schritt, brach ein Tumult aus. Kurz vor Auflösung des Volkstages gelang es dem Landeshauptmann noch, eine Resolution zu verlesen, die die Tiroler Einheit als Ziel definierte. Der Wille „Tirol den Tirolern“ kam auf dem Brixner Volkstag eindrucksvoll zum Ausdruck.
Kriegsende und Rückzug der Truppen. Nachdem im Oktober
1918 die Mittelmächte ein Friedensangebot an die Alliierten richteten, bildete man in Trient unter General Weber von Webenau eine Waffenstillstandskommission. Am 1. November wurden in der Villa Giusti bei Padua erste Gespräche geführt. Die von den Italienern gestellten Ansprüche sind bekannt. Kaiser Karl gab sein Einverständnis zur Erfüllung der Bedingungen. Zwei Tage später wurde die Waffenruhe besiegelt und den k.u.k.-Truppen die Unterbrechung der Feindseligkeiten befohlen. Während die österreichischen Truppen durch einen eigenen, internen Kommunikationsfehler zu früh die Waffen niederlegten, wurden sie von den Italienern überrascht, wobei 350.000 Mann gefangen wurden. Nun setzte der Rückzugsstrom der österreichisch-ungarischen Südar-
ersten Novembertagen herrschte in Brixen Chaos. Der Bahnverkehr war durch den Rücktransport der Soldaten überfordert, so entfiel jede Post- und Bahnverbindung. Die Banken mussten schließen, weil sie nicht in der Lage waren, den Geldansprüchen der Bürger zu genügen. Es versammelte sich die Gemeindevertretung, um ein legitimes Stadtoberhaupt zu haben. Da eine Neuwahl undenkbar war, ging man autonom vor und wählte Franz von Guggenberg zum Bürgermeister. Zudem wurden sowohl ein Wehr- als auch ein Volksausschuss gewählt. Ersterer forderte als Exekutivorgan des Tiroler Nationalrats die Einberufung aller Wehrmänner zur Herstellung der Sicherheit der Stadt. Später kam es zur Plünderung von Waggons durch nichtdeutsche Militärangehörige. Die Sicherheitskräfte wurden angegriffen und zogen sich zurück. Ferner wurde die Kriegssuppenküche reduziert. Ab dem 9. November marschierten mit großer Mannschaft Italiener ein, die Hilfe zur Wiederherstellung der Ordnung angeboten hatten; Brixen hat diese Hilfe gern in Anspruch genommen.
Das Ergebnis. Der Erste Weltkrieg
bedeutete für Tirol und für Brixen das Ende des gesellschaftlichen Aufschwunges, der die Zeit seit der Jahrhundertwende geprägt hatte. Nach der anfänglichen Hurrastimmung traten die Gräuel des Krieges in den Vordergrund; auch zu einem Lebensmittelengpass kam es. Bereits im September 1914 trafen die ersten Verwundeten in der Stadt ein. So musste das Spitalwesen organisiert werden; auch baute man am Landwehrspital weiter, und auf Palmschoß sollte eine Lungenheilstätte errichtet werden, die allerdings nie vollendet wurde. Für die 15. Luftwaffen-Fliegerkompanie wurde 1917 ein Landeplatz errichtet. Die Jahre 1914 bis 1918 waren für Brixen nicht einfach. Die Lage verlangte von den Bürgern eine Umstellung. Für die Stadtväter war es nicht leicht, die Befehle des Kriegsministeriums durchzubringen und den ungleichmäßigen Bedürfnissen der Bürger Folge zu leisten. Man muss ihnen, rund 100 Jahre danach, Anerkennung zollen.
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Andreas Raffeiner Leserbrief an: echo@brixner.info 15
Die Kekslfrau Ab Ende November glühen vielerorts die Backrohre, Mehlstaub fliegt durch die Küchen, ein angenehmer Duft liegt in der Luft. Eine Koryphäe in Sachen Weihnachtskekse ist in Brixen sicherlich Maria Thaler.
G
ipfelen, Busselen, Stangelen, aber auch Ecken, Kugeln und Schnitten. Die Welt der Weihnachtskekse kennt aus geschmacklicher und geometrischer Sicht kaum Grenzen. Ob ein „-elen“ angehängt wird, damit die süße Leckerei niedlicher klingt, oder auch nicht: Weihnachtskekse und -bäckereien schmecken einfach himmlisch und gehören zur Vorweihnachtszeit wie das „Amen“ zum Gebet. Unendlich viele Formen, mit oder ohne Nüsse, mit Zimt, Schokolade, gefüllt, gespritzt oder gerollt ... wir müssen der Tatsache ins (Linzer)Auge blicken: Alle Weihnachtskeksarten können wir in diesen wenigen Zeilen einfach nicht beschreiben. Aber wir können eine Frau zu Wort kommen lassen, der schon viele unterschiedliche Keksarten durch die Finger gegangen sind und die – wahrscheinlich unbewusst – der eigentlichen Tradition der Weihnachtsbäckerei folgt. Aber dazu etwas später.
„Danke Mutti“. Maria „Mary“ Thaler, Tochter, Mutter, Oma und Ehefrau, wohnt in Mairdorf oberhalb von Brixen und ist seit zwei Jahren im Ruhestand. Vorher war sie über 40 Jahre lang im Hotel Elephant – erst als Personalköchin und zum Schluss in der Patisserie. „Mit dem Kochen habe ich schon früh angefangen, mit zwölf Jahren eigentlich, weil meine Mutti viel krank war.“ Maria Thaler sitzt in einem blauweiß gestreiften Kochkittel am Wohnzimmertisch, ihre Mutter hinter ihr am Diwan. „Meiner Mutti habe ich viel zu verdanken, sie hat ja früher auch immer auf meine Kinder geschaut, als ich im Elephant arbeiten war. Jetzt schau ich auf sie, und da bleibt mir halt nimmer so viel Zeit zum Kochen und Backen.“ Mit jungen 17 Jahren bekam Maria ihre Tochter Elisabeth. „Das ist jetzt auch schon 45 Jahre her. Ich musste damals schauen, dass wir zwei auch was zu Essen haben. Also habe ich mich auf die 16
Foto: Anneliese Kompatscher
Politik & Gesellschaft
ST. ANDRÄ / BRIXEN
Kuchen, Kekse oder Gulasch – Kochen ist Maria Thalers Leidenschaft
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Arbeit gestürzt.“ Im Jänner, nur wenige Monate nachdem die kleine Elisabeth das Licht der Welt erblickt hatte, beging Maria Thaler ihren ersten Arbeitstag im Hotel Elephant. Damals wusste sie noch nicht, dass diese Karriere 40 Jahre später auch mit demselben Gefühl enden würde: „Am Anfang habe ich anders geplerrt und einen Verdruss gehabt.“ Zuerst, weil sie ihr Kind verlassen musste, später, weil sie in Ruhestand ging und der Elephant wie eine Familie für sie geworden war.
Fingerspitzengefühl. Maria
Thaler sieht man die Leidenschaft zum Kochen und Backen richtig an. Eine Kochschule hat sie nie
besucht, aber den Köchen im Hotel Elephant hat sie immer über die Schulter geschaut. „Auf einen Blick“, das gilt bei ihr auch bei den Weihnachtskeksen. „Ich habe gewiss 1.000 Heftln mit Rezepten. Wenn ich ein Rezept sehe, merke ich mir gleich die Zutaten und denke mir, wie ich das selbst machen könnte und wie das fertige Weihnachtskeks ausschauen könnte. Rezepte sind zwar wichtig, aber im Grunde genommen muss man sich selber etwas einfallen lassen und viel probieren.“ Ein wahrer Aufruf für Backmuffel also! Gerade bei Weihnachtskeksen ist ja auch die individuelle Note von großer
Bedeutung. Schließlich verbringt man doch einige Stunden damit, Teig zu kneten, auszurollen und auszustechen, Kugeln zu rollen und Gipfelen zu wuzeln. Die einfachen Grundrezepte können auch nach persönlichem Gusto verändert werden. So gibt es heute Vanillekipferl mit Kürbiskernen, light Lebkuchen und exotisch weiße Kokoskugeln. Obwohl uns Hobbyköchen oft eingetrichtert wird, dass die Waage beim Backen das Ein und Alles ist, kontert Maria Thaler mit der alten Weisheit „Augenmaß und Handgewicht ist des Bäckers erste Pflicht. Hausverstand und Fingerspitzengefühl, darauf kommt es beim Backen einfach an.“
Dass Maria Thaler Fingerspitzengefühl hat und etwas von ihrem Handwerk versteht, beweisen die luftigen Windbeutel und die butterweichen Brioches – einfach zum Hineinlegen! Auch eine kochtechnisch nicht unwichtige Angelegenheit spricht sie an: „Wenn, dann mache ich immer gleich eine größere Menge. Ob ich jetzt 500 Gramm Mehl nehme oder einen Kilo ist die gleiche Arbeit.“ Und genau hier schaffen wir die Querverbindung zur eingangs versprochenen Tradition des Keksebackens.
Butter, Rum und ... Liebe. Im Mit-
telalter begann man in den Klöstern damit, rund um Weihnachten und Neujahr Gebäck an Arme zu verteilen. Es war eine frühe christliche Pflicht, den Armen zu helfen, die zu Weihnachten oder Neujahr von Tür zu Tür gingen und um milde Gaben baten. Weihnachtsbäckerei also als Lichtblick für die Bedürftigen. Als der Warenverkehr zur damaligen Zeit dann ins Rollen kam, importierte man auch immer mehr Gewürze aus dem Nahen Osten. Aus dieser Zeit haben es auch Lebkuchen-Printen und Pfeffernüsse geschafft, sich in unsere vorweihnachtlichen Wohnzimmer herüber zu retten. Teilen und verschenken wird aber auch bei Maria Thaler groß geschrieben: „Schenken ist meine Freunde, und verschenkt habe ich in meinem Leben schon viel – ich habe ja schließlich auch eine
info Grenobler Nussbissen 400 g Mehl 200 g Butter 100 g Zucker 160 g Walnüsse, gerieben 1 Ei 1 oder 2 EL Rum Aus den Zutaten knete ich gschwind einen Mürbteig und lasse ihn rasten. Dann den Teig auswalken und runde Kekse aus stechen. Bei 160°C etwa 10 Minu ten backen – wie man halt Kekse so backt. Auskühlen lassen und die Kekse mit Orangenmarmelade bestreichen. Staubzucker mit etwas Rum abrühren, dass es eine streichfähige Masse wird. Damit die Kekse glasieren und trocknen lassen. Ich setze dann einen Tupf geschmolzene dunkle Kuvertüre drauf und verzier die Nussbissen mit einer Walnuss.
große Verwandtschaft und viele Freundinnen!“ Selbst denkt sie, dass diese Freude am Schenken auf ihre Kindheit zurückzuführen ist, da sie früher immer auf ihre Geschwister aufpassen musste und es gewohnt war, anderen zu helfen. Was während des Jahres von ihrer Tochter als „Koch- oder Backsucht“ bezeichnet wird – während dieser „Suchttage“ versorgt die passionierte Köchin ältere Frauen, Freundinnen und ihre beiden Kinder mit Suppen, Gulasch oder Teigtaschen – wird ab Anfang November zur Kekssucht. „Früher hat es sich so ergeben, dass wir uns unter den Arbeitskollegen zusammengeredet haben, um miteinander Kekse zu backen. Das ist dann jedes Jahr so gewesen, und heute backe ich oft zusammen mit Freundinnen oder mit meiner Familie.“ Das weihnachtliche Backwerk von Maria Thaler hat es sogar um die halbe Welt geschafft: Durch einen Gast im Hotel Elephant machten die Kekse den weiten Weg über den Atlantik bis nach Amerika, einige Plätzchen wurden auch in Berlin oder Rom verzehrt. Auf die Frage nach ihren Lieblingskeksen lacht Maria. „Ich esse ja sonst eigentlich nicht so viele Kekse, aber wenn, dann die Grenobler Walnussbissen. Das sind für mich die liebsten!“ Ein Geheimrezept hat sie auch, verrät sie: „Liebe, Hausverstand, Rum und Butter.“ Mit Margarine und Fertigbackmischungen kann sie gar nichts anfangen. Es kommt zwar auch bei Weihnachtskeksen auf die inneren Werte an, trotzdem isst das Auge aber auch mit. „Einmal habe ich mit Freundinnen Weihnachtskekse gebacken, und bei den Vanillegipfelen hat man tiefe Rillen gesehen – das kommt, wenn man die Gipfelen nicht auf der Handfläche wuzelt – und das schaut nicht gut aus!“ Die Zeit, die Maria Thaler im November und Dezember für Weihnachtsgebäck aufwendet, verbringt sie im Rest des Jahres über den Kochtöpfen und im Garten. Dort sprießen Krautköpfe, und im Herbst werden noch 300 Salatpflanzln gesetzt, die darauf warten, verschenkt zu werden, wenn sie groß sind. Aber auch im Sommer schweifen die Gedanken von Maria Thaler immer wieder in die Vorweihnachtszeit: „Die Marmeladen, mit denen ich die Kekse fülle, muss ich nämlich immer schon im Sommer machen.“ veronika.kerschbaumer@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info 17
Foto: Oskar Zingerle
Politik & Gesellschaft
BRIXEN
Pürgstallers Abschied z 17. November 2014: Albert Pürgstaller erklärte an diesem Tag den Mitgliedern des SVP-Koordinierungsausschusses, dass er für eine dritte Amtszeit definitiv nicht zur Verfügung stehe – Pürgstaller wird also bei den Gemeinderats-
wahlen im nächsten Jahr nicht mehr für das Bürgermeisteramt kandidieren. Der Zeitpunkt der Ankündigung war auch für die SVP-Kollegen überraschend, denn eigentlich hatte Pürgstaller immer verlautbart, erst „bis Ende 2014“ seine Entscheidung bekanntzugeben. Die SVP hat sich sofort auf die Suche nach möglichen Nachfolgern begeben; wünschenswert wäre, wenn es mehrere Kandi-
P&G
daten geben würde, mit denen die SVP dann Ende Jänner oder Mitte Februar auf Mitgliederebene in eine Vorwahl gehen könnte. Pürgstaller verlässt somit nach 25 Jahren als Gemeinderat, Stadtrat, Landtagsabgeordneter und Bürgermeister die politische Bühne und will wieder in der Privatwirtschaft tätig sein – bis 1998 war er Leitender Mitarbeiter der Südtiroler Volksbank. wv
Politik & Gesellschaft AICHA
Laute Glocken, schaurige Fratzen z Die „Oachna Krampusse“, die sich bei ihrer Gründung noch „Club der verlorenen Seelen“ nannten, gibt es seit sieben Jahren. Heuer organisieren die 21 Männer und vier Frauen zum ersten Mal einen Krampuslauf: Am 13. Dezember werden über 400 Krampusse mit lauten Glocken und schaurig-schönen Fratzen durch Natz ziehen und durch beeindruckende Pyrotechnik und gruselige Showeinlagen einen uralten alpenländischen Brauch in Szene setzen. 32 Krampusgruppen haben sich zum Schaulaufen gemeldet, jede
kurz
notiert
18
mit kunstvollen Masken, zotteligen Fellen und aufwändig gestalteten Wagen. Die Zuschauer sind durch eine durchgängige Abzäunung vor den wilden Gesellen geschützt, Fette und Farben sind strikt verboten. Das höllische Szenario löst sich schließlich in einer spektakulären Show am Kirchplatz auf. Der Krampusbrauch hat seinen Ursprung in den religiösen Predigttheatern des Mittelalters. Zwischenzeitlich wurde der Brauch verboten, da Klerus und Adel sich nicht die Rute ins Fenster stellen lassen wollten. Ab dem 19.
Das Weiße Kreuz Brixen sucht Frauen und Männer, die eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung suchen, gerne mit Menschen arbeiten und sich vorstellen können, Auslands- und Krankentransporte zu begleiten. Nähere Auskünfte unter Telefon 335/6425147 oder per E-Mail: brixen@wk-cb.bz.it.
Jahrhundert zogen die teuflischen Gestalten dann wieder mit dem Nikolaus von Haus zu Haus, um den Menschen einen gehörigen Schrecken einzujagen und sie damit zu mahnen, stets den Weg des
Guten zu suchen. Die modernen Krampusläufe finden meist ohne Nikolaus statt. Geblieben ist der Blick in die Welt des Bösen, wenn die Krampusse „an der Seele kratzen“. mk
243 Absolventinnen und Absolventen der Fakultät für Bildungswissenschaften der Freien Universität Bozen nahmen am 14. November in Brixen bei der Diplomverleihung ihre Bachelor-, Master- und Doktoratsdiplome entgegen.
Die Begemot GmbH veranstaltete mit der Freien Uni Bozen und dem Arbeitsvermittlungszentrum die Veranstaltung „Pädagogischer Fachkräftemangel – nicht mit uns! Arbeitsmöglichkeiten in deutschen Kitas“. Bereits vier Südtirolerinnen wurden bisher in Kindertageseinrichtungen nach München vermittelt.
NACHGEFRAGT
„Für ein besseres Miteinander“ Herr Dorfmann, worum handelt es sich bei der EPG? Die EPG ist eine überparteiliche Vereinigung von Abgeordneten des Europäischen Parlaments. Ziel der EPG ist es, die persönlichen Beziehungen der Mitglieder des Europäischen Parlaments über Parlaments- und Parteigrenzen hinweg zu fördern und so für ein besseres Verständnis für die unterschiedlichen politischen Positionen zu sorgen.
visionc.it
Welche Aufgaben hat der Präsident, und warum ist die Wahl auf Sie gefallen? Nachdem der bisherige Präsident Joseph Daul, der auch
Fraktionsvorsitzender der Euro päischen Volkspartei im Parlament war, bei der letzten Wahl nicht mehr antrat, stellte ich mich der Wahl zum Präsidenten der EPG. Der Präsident gibt grundsätzlich die Linie der Gesellschaft vor. In den nächsten fünf Jahren meiner Präsidentschaft werde ich versuchen, den europäischen Grundgedanken zu folgen und die politische Zusammenarbeit zwischen den EU-Parlamentariern aus den verschiedenen Mitgliedsstaaten und Fraktionen aktiv zu fördern. Ich bin überzeugt, dass die Vereinigung noch Entwicklungspotential hat, und daran möchte ich mit meinem Vorstand arbeiten.
Gibt es in dem Gremium wichtige Netzwerkpartner für Ihre Arbeit als Europaparlamentarier? Im Vorstand der EPG sind EUParlamentarier aus zehn Mitgliedsstaaten und vier politischen Fraktionen vertreten. Alleine daran merkt man, dass die EPG das Potenzial hat, ein wichtiger Treffpunkt für Politiker aller EU-Staaten zu sein. Hochkarätige europäische Politiker wie die Sozialdemokratin Mercedes Bresso und der Fraktionsvorsitzende der EPP, Manfred Weber, gehören dem Vorstand an. Insgesamt verspricht die Arbeit recht spannend zu werden.
Foto: Helmuth Rier
HERBERT DORFMANN wurde im Oktober zum Präsidenten der Europäischen Parlamentarischen Gesellschaft (EPG) gewählt. Wir haben nachgefragt, was sich Dorfmann von dieser Präsidentschaft erwartet.
annamaria.mitterhofer@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
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Foto: Helmuth Bachmann
Bezaubernde Bäumchen z Ahorn, Fichten und Lärchen: Wir kennen sie riesig groß, Schatten spendend, kräftig farbig im Herbst, harmonisch gewachsen. „Die Harmonie des großen Ahorns in einem kleinen wiederzugeben, das ist die Kunst des Bonsai-Liebhabers“, erklärt Helmut Bachmann, seit 2005 Präsident des Bonsai-Clubs Brixen, der kürzlich sein 25-jähriges Bestehen feierte. Nach einem vom Kulturverein organisierten Vortrag mit Othmar Auer beschlossen 17 Männer und Frauen im Herbst 1989 die Gründung eines Clubs und ernannten Manfred Karl zum ersten Präsidenten. 16 Jahre lang leitete er den Verein, jetzt ist er Ehrenmitglied. Der Bonsai-Club Brixen, es ist der einzige seiner Art in Südtirol, zählt heute 55
Mitglieder aus Südtirol, Österreich und Deutschland und blickt auf zahlreiche Kurse, Ausstellungen, Reisen und Workshops mit weltweit anerkannten Bonsai-Experten zurück. Auf die ersten Ausstellungen 1993 und 1995 folgten die Europäische Bonsai-Ausstellung 2000 und der Europäische BonsaiKongress 2008, über dessen hohes Niveau sogar in japanischen Zeitschriften berichtet wurde. Klangvoll sind die Namen der in den 25 Jahren eingeladenen Experten: Hideo Suzuki, John Naka, Kunio Kobayashi – allesamt Japaner, obwohl der Ursprung der BonsaiKultur in China liegt. „Mittlerweile gibt es Bonsai-Fachleute auch in den USA und in Europa“, sagt Helmut Bachmann, „und Othmar Auer zählt zu den Gefragtesten.“
Anlässlich des Jubiläums wurde der erste Bonsai-Kalender mit wunderschönen Bildern voller Lebenskraft, Stille und Harmonie vorgestellt. jb
BRIXEN
Foto: Oskar Zingerle
Politik & Gesellschaft
BRIXEN
z Bisher stand der Bürgerschalter der Gemeinde Brixen an verschiedenen Tagen zu unterschiedlichen Zeiten mit Rat und Tat zur Verfügung. Seit Anfang November öffnet
der Bürgerschalter seine Tore zu einheitlichen Zeiten: Montag bis Donnerstag von 8.30 bis 12.30 Uhr und von 14.30 bis 17 Uhr, freitags von 8.30 bis 12.30 und samstags von 8.30 bis 11
Bürgerschalter: Neue Öffnungszeiten Uhr. „Die neuen einheitlichen Öffnungszeiten sollen es der Bevölkerung leichter machen. Früher wusste man nicht auf Anhieb, wann der Bürgerschalter offen ist und wann nicht“, erklärt Giuseppe Julian Lombardo vom Bürgerschalter. Dieses Jahr haben bereits rund 32.000 Besucher die Dienste der seit März 2006 bestehenden Anlaufzentrale der Gemeinde im Gemeindehaus am Maria-Hueber-Platz in Anspruch genommen. Beim Bürgerschalter kann eine Reihe von Amtsgängen direkt abgewickelt werden, Ge-
suche können eingereicht und Informationen zum Service der Gemeinde eingeholt werden. Einzigartig beim Bürgerschalter in Brixen ist das elektronische Datensystem, das die Gesuche, die online gestellt oder direkt abgegeben werden, registriert und direkt zur Weiterbearbeitung an die zuständigen Büros weiterleitet. Dadurch werden die einzelnen Schritte der Bearbeitung lückenlos nachvollziehbar, und der aktuelle Stand des Antrages kann in Echtzeit abgerufen werden. vk
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Feuerwehrjugend im Wettstreit z An die 450 Jungfeuerwehrleute bevölkerten Ende Oktober die Plätze und Gassen im Mühlbacher Ortskern. Anlass war der diesjährige Wissenstest und Orientierungslauf der Feuerwehrbezirke Brixen/Eisacktal, Bozen und Unterland. Für die Gruppenwertung bewältigten die Teilnehmer zehn im gesamten Ortskern verteilte Stationen und mussten dort beispielsweise Dienstgrade und taktische Fahrzeugbezeichnungen erkennen, Landkarten lesen, Wassertanks berechnen und Erste-HilfeKenntnisse unter Beweis stellen. Bei den Einzelprüfungen, bei denen jeder Teilnehmer auf
sich allein gestellt war, mussten die Jungfeuerwehrleute Fragen beantworten, um das Leistungsabzeichen in Bronze, Silber oder Gold zu erlangen. 295 von 306 Kandidaten haben die Prüfung ihrer jeweiligen Leistungsstufe bestanden. Die Gruppenwertung entschied die Feuerwehrjugend aus Jenesien für sich, gefolgt von den Gruppen aus Steinegg und Holen im Unterland. Die Gruppe aus Mühlbach sicherte sich mit nur einem Punkt Rückstand auf Neumarkt Rang fünf, Lüsen kam auf den 12. Platz, Milland wurde 17., und Vahrn errang in der Gruppenwertung Rang 27. oz
Familienberatung zieht um z Seit 1978 gibt es sie, die Familienberatungsstelle P.M. Kolbe in Brixen. Diese Einrichtung musste nun umziehen und bietet ihre Dienste seit kurzem in der Trattengasse 13 an. „Der Umzug war nötig, da wir in der Hartwiggasse keinen behindertengerechten Zugang und keine behindertengerechte Toilette hatten“, erklärt Martina Kerschbaumer vom Sekretariat, „ein Umbau hätte zu viel gekostet“. Grundsätzlich sind Familienberatungsstellen niederschwellige Anlaufstellen. Das bedeutet, dass sich jeder melden kann und die Beratung kostenlos, diskret und anonym ist. Derartige Beratungsstellen werden finanziert über ein Landesgesetz, jedoch sind auch Spenden zur Deckung der Spesen nötig. „Was uns vielleicht von
anderen Familienberatungsstellen unterscheidet, ist, dass wir die Termine individuell vereinbaren und an die Bedürfnisse der Klienten anpassen“, beschreibt Kerschbaumer. Betreut werden in der Familienberatung Familien, Paare und Einzelpersonen. „Wir betreuen zudem viele Kinder, denn die haben auch oft Probleme: im Sozialverhalten, Lernschwierigkeiten, oder sie leiden unter der Trennungssituation der Eltern“, erklärt Kerschbaumer. 2013 wurden 423 Personen von den Mitarbeitern der Beratungsstelle betreut: 11 Prozent Kinder bis 14 Jahre, 29 Prozent Männer und 60 Prozent Frauen. Von den 423 Betreuten entfielen 27 Prozent auf Einzelpersonen, 16 Prozent waren Paare und 57 Prozent Familien. vk Foto: Oskar Zingerle
Foto: Melanie Hinteregger
MÜHLBACH
BRIXEN
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Menschen & Meinungen
PORTRAIT
Vorerst angekommen GIOVANNI MELILLO KOSTNER hat wegen seiner Tätigkeit als Fotograf die halbe Welt bereist. Jetzt ist er zurück in seiner Heimatstadt Brixen und bemüht sich auf vielfältige Weise um interkulturellen Dialog.
S
ie nannten ihn „Chegue“, in Anspielung auf Che Guevara. Die äußerlichen Gemeinsamkeiten mit dem charismatischen Revolutionär waren frappierend offensichtlich, aber auch im Herzen des jungen Giovanni steckte ein kleiner Guerrillero, der mit allerlei dramatischen Aktionen in seinem Umfeld aufzufallen wusste. Dabei war seine Kindheit weitgehend unspektakulär verlaufen, mit Honigverkostungen beim „Rienzner“ und später in harmlosen Rasselbanden in Rosslauf.
Kulturelle Vielfalt von Kindesbeinen an. Die Sensibilisierung
für kulturelle Vielfalt, bis heute ein Schwerpunkt in seinem Leben, wurde ihm bereits in die Wiege gelegt. Sein Vater, ein Sporttrainer der Alpini, stammte aus der Bischofstadt Avellino bei Neapel, 22
seine Mutter kam aus dem Gadertaler Clan der Kostner. Daheim wurde vorwiegend Italienisch gesprochen, akkurates Hochdeutsch bekam öfters mal Politur beim Besuch von Freunden der Familie aus Mannheim. Botanik oder Kunst hätten den Jugendlichen interessiert, das Veto der Mutter kam prompt, und so besuchte er freudlos und entsprechend erfolglos die IPC, Fachrichtung Tourismus. „Dass ich dann doch mit einiger Verzögerung das Abitur schaffte, verdanke ich der außergewöhnlichen Professorin Cristiana Cattoi“, ist der Künstler überzeugt, „sie hat mir die Augen für Literatur und Geschichte geöffnet“. Ein Foto von Sting mit Amazonas-Indianern offenbarte ihm die Welt der Fotografie, in die er nun mit Begeisterung eintauchte. Beim Maturaausflug nach Bar-
celona schoss er Fotos von der Gaudí-Architektur und gestaltete daraus seine erste MultimediaPerformance. Beim Studium am Istituto Europeo di Arti Operative in Perugia knüpfte er Kontakte mit der Ausländeruniversität, wo er auf den Italienischen Neorealismus stieß, eine Antwort auf den Faschismus von Literaten und Regisseuren wie Rossellini, Visconti, Fellini und Pasolini. „Die Darstellung der ungeschminkten Wirklichkeit hat mich in meiner fotografischen Arbeit nachhaltig beeinflusst“, meint Melillo Kostner.
Der große Plan. Auf Anraten sei-
nes Mentors Dawin Meckel studiert er Fotografie und Filmdesign an der Fachhochschule Bielefeld, eine Entscheidung, die nicht nur für seine berufliche Zukunft bestimmend sein wird. Er lernt hier
die Informationsdesign-Studentin Martha Jiménez Rosano kennen und lieben, eine Mexikanerin mit aztekischen Vorfahren in ihrem Stammbaum. Einmal mehr glaubt Giovanni an einen großen Plan, in dem die Geschichte des Einzelnen festgeschrieben steht. Jetzt hatte er allen Grund, sich mit seinem Lieblingsland noch intensiver auseinanderzusetzen, war doch sein erster Fotoband, den er als 16-Jähriger erstanden hatte, „Mexican Notebook“ von Henri Cartier Bresson. 2003 geht Melillo Kostner für ein Jahr nach Mexiko. Beseelt von der These des mexikanischen Philosophen und Bildungserneuerers José Vasconcelos über die „Kosmische Rasse“ (durch Vermischung aller Hautfarben entsteht eine Ethnie), beobachtet er damals schon Land und Leute unter dem
FOTOGRAF, KULTURAKTIVIST, REISENDER: Kulturelle Vielfalt wurde Giovanni Melillo Kostner bereits in die Wiege gelegt
–––––––– Foto: Oskar Zingerle
Aspekt der Identitätsbildung und des Migrationsflusses. Mit einer Fotoarbeit über eine japanische Enklave, Überreste der Kolonisation durch Porfirio Díaz, gewann der angehende Profi den 1. Preis. Für ein anderes Projekt machte er Bekanntschaft mit „The Beast“, einem Güterzug im Süden Mexikos. Diese Höllenfahrten hatten für manch einen Flüchtling dramatische Folgen wie amputierte Gliedmaßen oder gar den Tod. Schutz auf dieser gefährlichen Reise erfuhren die
der „Einzigartigen“, so der Name im aztekischen Wortursprung, kehren die beiden Weltbürger zurück nach Südtirol. Am Tag nach dem Ereignis schaut das befreundete Fotografen-Paar Dawin Meckel und Nicole Welgen vorbei, für den frischgebackenen Vater das Zeichen, mit Ízel ausschließlich Deutsch zu sprechen. Während seiner Vaterschaftszeit arbeitet Melillo Kostner als externer Berater im Landesarchiv. Er fotografiert die chinesischen
Diversität und sozialen Kohäsion in plurikulturellen Gesellschaften. Mit der Kulturanthropologin Johanna Mitterhofer als Dritte im Bunde wurde die Sozialgenossenschaft Cuartel gegründet, eine Plattform, die das Potential von Kunst und Kultur für die gesellschaftliche Entwicklung hervorhebt. „Gemeinschaften, Projekte, Familie und Engagement für die Jugend sind untrennbar miteinander verflochten, diese Verquickung macht mich aus“, sagt der Vielgereiste.
„Gemeinschaften, Projekte, Familie und Engagement für die Jugend sind untrennbar miteinander verflochten, diese Verquickung macht mich aus“_ Giovanni Melillo Kostner Auswanderer in der „Casa del Migrante“, die entlang der Route Bolivien-Arizona alle paar hundert Kilometer bereitstehen und vom Orden der Skalabriner mit Sitz in Bassano del Grappa geführt werden.
Rückkehr nach Südtirol. In Tapa-
chula stößt er auf Padre Flor María Rigoni, der als Freund der jungen Eltern 2006 die kleine Ízel Katharina taufen wird. Mit der Geburt
Einwanderer in Südtirol, er baut das Projekt in China weiter aus und erhält mit dieser Arbeit die Möglichkeit, am „Lianzhou International Photography Festival“ teilzunehmen. Jahre später wird die Ausstellung im Brixner Hofburggarten anlässlich der Eröffnung des Chinesischen Turms präsentiert. Zusammen mit Martha Jiménez Rosano hat er „Open City Museum“ initiiert, ein partizipatives Kunstprojekt zur Förderung der
Heute ist Giovanni Melillo Kostner eine Identifikationsfigur in der Kulturszene und kämpft als Aktivist mit dem Herzen eines Löwen für eine bessere Zukunft. Solche Rebellen braucht das Land – hoffen wir, dass sein Angekommensein von Dauer ist!
irene.dejaco@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
Steckbrief
Giovanni Melillo Kostner ist 1979 in Brixen geboren. Studium in Perugia und in Bielefeld. Nach dem Abschluss in Fotografie und Filmdesign reist er häufig als Foto journalist und setzt seinen Schwer punkt auf Migration und kulturellem Austausch. 2003 startet er sein erstes Projekt in Bozen, es folgt 2005 die Wanderausstellung „Re nocidas“ und 2007 „Glück, komm zu mir“. Seit 2008 Teilnehmer des Seminars „Reflexions Masterclass“, 2011 Dokumentation über fremd ländische Mitbürger in Klausen, zugleich Gründung von Open City Museum, 2012 „Chinese everyday people“, 2013 „Ritratti comuni della diversitá“, 2014 Gründung „Cuartel“. Am 4. Dezember wird in der StadtGalerie Brixen die Foto ausstellung „Landed Geschichten vom Angekommensein in Südtirol“ eröffnet, in Zusammenarbeit mit der Business Location South Tyrol (BLS). 23
Menschen & Meinungen
BRIXEN
Ein Preis für Menschlichkeit z Ein warmes Essen für jene, die am Rande der Gesellschaft stehen: Seit 14 Jahren betreiben die Tertiarschwestern mit 22 Freiwilligen in den Klosterräumen in der Runggadgasse eine Armen-Mensa. Zu Mittag und am Abend, an allen Tagen des Jahres, erhalten hier Bedürftige eine Mahlzeit – aber nicht nur: Ein freundliches „Wie geht es dir?“ oder ein kurzes Gespräch stillen eine andere Form
von Hunger. Das Essen für die 15 bis 30 Personen, die die Mensa aufsuchen, wird dabei von den Klosterfrauen unter anderem mit Lebensmittelspenden zubereitet, die freiwilligen Helfer arbeiten sowohl in der Küche wie bei der Essensausgabe mit. Für dieses Engagement im Stillen hat das Team der Armen-Mensa nun den „Preis für Menschlichkeit“ erhalten, der von den sieben Kiwanis-Clubs
Südtirols getragen wird. Bei einer Feier in der Cusanus Akademie gab eine Filmdokumentation von Werner Lanz berührende Einblicke in die Arbeit der freiwilligen
Helfer und Klosterfrauen, und der Ahrntaler Journalist Hans Rieder hielt die Laudatio. Der „Preis für Menschlichkeit“ ist mit 5.000 Euro dotiert. db
M&M Menschen & Meinungen BOZEN
Neuer Direktor im hds
Der Spruch vom Much
I woaß schun, prum der Zanon und der Pisoni nimmer kandidiern. 25 Johr im Gemeinderåt sein gånz schian ånstrengend, wenn man ålm lei bremst ...
kurz
notiert
24
z Der 55-jährige Bernhard Hilpold wurde vom Exekutivausschuss des Handels- und Dienstleistungsverbandes zum neuen Direktor ernannt und folgt somit auf Dieter Steger, der im Herbst 2013 in den Landtag gewählt wurde. Ab Jänner 2015 wird der Brixner die Geschicke eines der größten Verbände Südtirols leiten. Für den hds ist Hilpold, der als Quereinsteiger aus der Privatwirtschaft gilt, kein Unbekannter, vertrat er doch zehn Jahre im Verband selbst die Berufsgruppe der Baustoffhändler, für die er auch auf nationaler Ebene, beispielsweise im nationalen
Verband der „Confcommercio“, tätig war. Mit viel Schwung und Energie will der Doktor der Wirtschaftswissenschaften den Verband mit seinen 150 Mitarbeitern und mehreren Standorten in Südtirol in die Zukunft führen und dabei seine langjährige Erfahrung, die er sich als Geschäftsführer aneignete, einsetzen. Derzeit ist Hilpold Geschäftsführer der „Echo Precast Engineering“, einer Tochterfirma des Brixner Unternehmens Progress in Belgien. Für die Firma Progress arbeitet der ehemalige HandballNationalspieler bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten und fungierte
Über 400 Personen folgten im November der Einladung der Gemeindeverwaltung zum Fest des Ehrenamtes ins Forum Brixen. Auf dem Gemeindegebiet Brixen gibt es derzeit rund 250 ehrenamtliche Vereine.
Manuel Raffin sucht im Rahmen eines Forschungsprojekts über die Südtiroler Soldaten im Zweiten Weltkrieg Zeitzeugen und Dokumente wie Tagebücher, Frontbriefe, Soldatenausweise und Fotografien aus dieser Zeit. Kontakt: Tel. 340 1285408 oder E-Mail an manuel.raffin@rolmail.net.
unter anderem als Geschäftsführer der Tophaus AG. „Aufgrund meines beruflichen Werdegangs bringe ich die nötigen Voraussetzungen für diese Position mit und hoffe mit meiner positiven Einstellung und der nötigen Motivation diese neue Aufgabe gut zu meistern – und genau auf diese Herausforderung freue ich mich“, so Hilpold. eh
Am traditionellen Willkommenstag der Gemeinde Brixen haben sich heuer knapp 90 Personen im Rathaus eingefunden. Die im letzten Jahr nach Brixen gezogenen neuen Bürger konnten hierbei an einer Stadtführung teilnehmen und den Weißen Turm, das Wahrzeichen von Brixen, besichtigen.
mein Hoppala
mmh!
Lebkuchen
Foto: thinkstock
Foto: Harald Wisthaler
O o op s
Leser kochen für Leser
> Zutaten
Waltraud Deeg, Landesrätin für Familie und Verwaltung
„Und wer sind Sie?“ Im Frühjahr dieses Jahres war ich in Schenna zu einer Veranstaltung eingeladen. Gegen 10 Uhr abends machte ich mich mit meinem Fahrer im Dienstwagen auf die Rückfahrt nach Bozen, als wir in Sinich in eine Streifenkontrolle der Carabinieri gerieten. Auf das gewohnte „patente e libretto“, die der Fahrer pflichtbewusst aushändigte, folgte ein etwas verdutzter Blick des Carabiniere. Aus dem Kraftfahrzeugschein und der Plakette des Südtiroladlers auf der Windschutzscheibe war der Dienstwagen des Landes klar erkenntlich, allerdings wunderte ihn, dass das Revisionsdatum des Wagens schon fast überschritten war. Ein genauerer Blick ins Wageninnere ließ den Ordnungsmann noch mehr stutzen, kannte er mich als Neo-Landesrätin offensichtlich noch nicht. Sollte etwa ein Pärchen das Dienstauto gestohlen haben? Auf seine Frage: „Und wer sind dann sie?“ grüßte ich mit „Gestatten, Waltraud Deeg“, worauf wir alle drei in heiteres Gelächter ausbrachen.
150 g Honig 250 g Zucker 1½ Kaffeelöffel Natron 1 EL Zimt 1 Kaffeelöffel Nelkenpulver 3 Eier 250 g Roggenmehl 250 g Weizenmehl 4 EL Wasser
> Zubereitung Honig über Dampf erwärmen und mit dem Zucker, den Eiern, dem Wasser und den Gewürzen vermengen. Die Masse eine Weile stehen lassen.
Anschließend das Mehl dazugeben und gut verrühren. Über Nacht rasten lassen. Den Teig auswalken und beliebige Formen ausstechen. Bei 180°C etwa 6 Minuten backen.
Vor Weihnachten duftet die Küche von Renate Wanker in St. Andrä nach ihrem selbstgebackenen Lebkuchen. Ob Stern, Herz oder Mond – dieses einfache Rezept ohne viel Schnickschnack eignet sich für jede beliebige Keksform und kann nach Gusto liebevoll verziert werden. Haben auch Sie ein besonderes Rezept, das Sie unseren Lesern nicht vorenthalten möchten? rezept@brixner.info
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Ergebnis der Online-Umfrage:
„Ist eine Sanitätsreform in Südtirol notwendig?“
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23,53% Ja, weil Südtirols Sanität im Vergleich zu anderen Provinzen viel zu teuer ist 33,33% Ja, weil es vor allem in der Verwaltung enorme Sparpotentiale gibt 39,22% Nein, es wird heute schon in der Sanität zu viel gespart 3,92% Nein, ich sehe keinen Handlungsbedarf
Ja oder Nein? Wir möchten Ihre Meinung wissen! Ein Klick auf unserer Homepage www.brixner.info genügt – und Sie sehen sofort, wie die Inter netgemeinde bisher abgestimmt hat. Natürlich dürfen Sie nur eine Stimme abgeben – wir überprüfen dies auf technischem Weg. Das endgültige Ergebnis lesen Sie im nächsten „Brixner“. Die aktuelle Frage des Monats:
„Sollten die Kindergärten auch im Sommer betrieben werden?“ > Ja, denn die bestehenden Infrastrukturen würden damit effizienter genutzt > Ja, das Personal der Kindergärten könnte somit ganzjährig arbeiten > Nein, im Sommer soll das Betreuungsangebot von anderen Strukturen ausgebaut werden > Nein, im Sommer sollten die Kinder in der Familie betreut werden Stimmen Sie mit! www.brixner.info 25
Menschen & Meinungen
BRIXEN
LAMMento
Und noch einer und noch einer „Dem müsste man doch glatt ein Denkmal setzen“, sagt der Franz, während er einen Löffel Zucker und noch einen Löffel Zucker in den Capuccino gleiten lässt. Dem Franz Pahl? „Ach was“, sagt der Franz, „dem Pahl doch nicht, wär ja noch schöner. Ich meine, dass man jenem Ur-Menschen ein Denkmal setzen sollte, der den Plural erfunden hat, die Mehrzahl.“ Das geht aber schon zumindest ins Zeitalter der urindogermanischen Sprache zurück, wage ich eine Behauptung, ohne genau zu wissen, was ich da eigentlich sage, denn dass die Mehrzahl erst mal erfunden werden musste, damit sie der Menschheit das Leben erleichtert, war mir irgendwie auch nicht bewusst. „Früher, als die Mehrzahl noch nicht erfunden war, musste man sagen: Ein Alt-Mandatar und noch ein Alt-Mandatar und noch ein AltMandatar und noch ein Alt-Mandatar und noch ein Alt-Mandatar und noch ein AltMandatar und noch ein Alt-Mandatar und noch ein Alt-Mandatar und noch ein AltMandatar und noch ein Alt-Mandatar und noch ein Alt-Mandatar und noch ein AltMandatar und noch ein Alt-Mandatar und noch ein Alt-Mandatar und noch ein AltMandatar und noch ein Alt-Mandatar und noch ein Alt-Mandatar haben Rekurs gegen das Rentengesetz eingereicht. Mit der Erfindung des Plurals hieß es dann einfach: 67 Alt-Mandatare haben’s getan. Das ist eine enorme Zeitersparnis“, sagt der Franz, der heute einen Joint und noch einen Joint geraucht haben muss, offensichtlich. Und zählen kann er auch nicht.
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Im Hilfseinsatz
z 500 Menschen warteten bereits auf das Ärzteteam aus Europa. Im Herbst flog Alexander Gardetto, Primar der Plastischen-, Ästhetischen- und Wiederherstellungschirurgie am Krankenhaus Brixen, in den Südwesten Madagaskars, um dort ehrenamtlich im Rahmen der Privatinitiative „Smile for Madagascar“ einen ärztlichen Hilfseinsatz zu leisten. Fehlbildungen, große Tumore, Brand- oder Bissverletzungen – die Menschen, darunter viele Kinder, kamen hunderte Kilometer weit in das notdürftig eingerichtete Krankenhaus von Tulear, um sich dort behandeln zu lassen. „Rund 26 Koffer an medizinischem Material haben wir dabei selbst mitgenommen“, erzählt Gardetto. 15 Tage lang operierte der plastische Chirurg von 7.30 bis 20 Uhr durchgehend,
Echo
teils unter prekären Umständen samt Stromausfällen, was den Anästhesisten eine manuelle Beatmung der Patienten und den Operateuren eine Stirnlampe zur besseren Sicht einforderte. 600 Menschen erhielten eine Visite, die 175 dringendsten Fälle konnten einer Operation unterzogen werden, „alles Menschen, die sich ansonsten keine medizinische Versorgung leisten können“, so Alexander Gardetto. Trotz oder gerade wegen der misslichen Umstände und der Schwierigkeiten möchte er jedoch wiederum der dortigen Bevölkerung helfen, „denn dies bringt einen auf den Boden der Tatsachen zurück. Besonders beeindruckt haben mich unter anderem die Kinderfreundlichkeit der Menschen sowie deren Lebensfreude.“ Kaum zurückgekehrt, hat sich sein Engagement bereits herumgesprochen – und spontan kamen einige Spenden für den nächsten Einsatz in Madagaskar zusammen – „unter anderem verzichtete der Kaminkehrer auf sein Entgelt und spendete dies.“ db
Leser schreiben uns
„Verwunderung“ Zur Umfrage „Wie weit darf Volkszorn gehen?“, „Brixner“ Nr. 297, S. 25
Josef Turin, Sterzing
Es scheint ein Hobby zu sein, Umfragen zu starten, die eigentlich nichts als Unmut bringen. Gemeint ist die Umfrage in der letzten Ausgabe des „Brixner“, inwiefern man Politiker anpöbeln darf oder nicht. Ich erlaube mir die Frage zu stellen, wer von den befragten Personen bei der Kundgebung beim Krankenhaus in Sterzing anwesend war. War der Chefredakteur auch anwesend? Ich glaube, weder die Befragten noch der Chefredakteur waren dabei. Sehr wohl waren mehrere Tausend präsent und haben ihren Unmut kundgetan – meiner Meinung nach mit Recht. Wenn Tausende Leute sich hintergangen fühlen, dann kann es schon passieren, dass das eine oder andere Wort fällt,
das im üblichen Sprachgebrauch nicht verwendet wird. Doch muss man hier gleich Umfragen starten und Meinungen einholen, und dies noch dazu in einer Zeitschrift aus einem anderen Bezirk? Ich glaube nicht, dass sich unser „Erker“ erlauben würde, die Bevölkerung des Wipptales danach zu fragen, ob die Brixner in der Volksabstimmung richtig oder falsch über die Verbindung zur Plose abgestimmt haben. Als Bürger des Bezirkes Wipptal empfinde ich die Umfrage „Wie weit darf Volkszorn gehen?“ als äußerst unpassend, denn hier geht es um sehr viel mehr, aber das betrifft ja wieder „nur“ uns. Oder helfen uns die Leser der Monatszeitschrift „Brixner“ dabei?
Liebe Leserin, lieber Leser, schreiben Sie Ihre Meinung zu den Themen in diesem „Brixner“ - bitte unbedingt mit Angabe Ihrer Adresse und Telefonnummer: Redaktion „Brixner“, Brennerstraße 28, 39042 Brixen Leserfax: +39 0472 060201 E-Mail: echo@brixner.info
Pro& Contra Wäre eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf der Autobahn auf 100 km/h in Südtirol sinnvoll? Der Hintergrund:
Foto: Oskar Zingerle
Die Landesregierung hat bereits im März einen Maßnahmenkatalog zur Reduzierung der Stickstoffbelastung entlang der Autobahn genehmigt, der unter anderem auch ein dynamisches Tempolimit bei schlechten Luftwerten vorsieht. Der Maßnahmenkatalog wurde dem Ministerrat vorgelegt, der nun darüber befinden muss. Italien riskiert ein Verfahren auf EU-Ebene, falls es nicht die Vorgaben der Europäischen Union in Bezug auf die Stickoxid-Grenzwerte einhält.
HANS HEISS, Landtagsabgeordneter der „Grünen“: „Klarer Zugewinn an Luft- und Lebensqualität“
Ja In Tirol gilt seit 20. November Tempo 100 auf der Autobahn zwischen Kufstein und Zirl. Der „Lufthunderter“ zielt ab auf die Reduktion von Schadstoffen, die bei Tempo 100 gegenüber 130 km/h um satte 15 bis 25 Prozent absinken; zudem fällt der Lärmpegel um etwa 3 Dezibel ab. Tempo 100 dient in Tirol als Vorleistung für das sektorale Fahrverbot, das sperrige und nicht verderbliche Massengüter vom LKW auf die Bahn zwingen soll. Ohne die Tempobremse würde die EU einer entsprechenden Verlagerung nie zustimmen, wie mehrere EU-Gerichtsurteile deutlich gemacht haben. In Südtirol bockt man gegen eine solche Regelung weit mehr als im Bundesland, wo man gegen die Giftwolke an Luftschadstoffen vor allem im Unterinntal auch scharfe Mittel akzeptiert. Als Nachteile von Tempo 100 werden immer wieder angeführt: Es verhindere zügiges Fahren und verlängere Fahrzeiten; mit Tempo 100 ließe sich kein LKW mehr überholen. Diese Einwände treffen nur bedingt zu: Bei 100 km/h im Vergleich zu 130 km/h verlängert sich etwa die Fahrzeit von Brixen nach Trient um 10 Minuten, zumal ohnehin ein (nicht beachtetes) Tempolimit von 110 km/h gelten würde. Der Hunderter beugt sogar Staus vor, da gleichmäßige Geschwindigkeit die Fahrzeugabstände verringert. Auch die meist mit nur 80 km/h fahrenden LKWs kann man mit Tempo 100 problemlos rechts liegen lassen. Fazit: Tempo 100 ist kein Allheilmittel, aber ein klarer Zugewinn an Luftund Lebensqualität. Bis es auch in Südtirol greift, wird‘s noch dauern, aber das Tiroler Vorbild wird seine Wirkung nicht verfehlen! z
MICHL EBNER, Präsident der Handelskammer Bozen: „Es gibt Steuerungsmöglichkeiten, die intelligenter sind als Verbote“
Nein Es gibt Bestrebungen, Tempo 100 auch auf der Südtiroler Brennerautobahn einzuführen. Für die heimische Wirtschaft würde diese Maßnahme eine zusätzliche Belastung darstellen. Deshalb kommt von der Seite der Handelskammer ein klares „Nein“ zu diesem Vorhaben. Gegen ein Tempolimit von 100 Kilometern pro Stunde spricht eine Reihe von Argumenten. Die Schadstoffbelastung ist dabei nur ein Aspekt, der zu berücksichtigen ist: So zählen die Autobahnen in Deutschland statistisch gesehen zu den sichersten der Welt, obwohl dort kein Tempolimit gilt. In Deutschland passieren die meisten Unfälle innerhalb von Ortschaften, und die schwersten Unfälle ereignen sich auf den Landstraßen. Zudem passieren mehr als 95 Prozent aller Unfälle bei Geschwindigkeiten unter 100 Kilometer pro Stunde. Aufgrund der hohen Verkehrsdichte auf der Autobahn ist das Fahren von höheren Geschwindigkeiten meist nur nachts oder auf weitgehend leerer Strecke möglich. Es gibt zudem Steuerungsmöglichkeiten, die intelligenter sind als Verbote. Dazu zählen flexible Signalbrücken, die je nach Sicherheits-, Abgas- oder Lärmlage die Geschwindigkeitsbegrenzung anpassen. In einem Treffen zwischen den Präsidenten der Wirtschaftskammer Tirol, der Trentiner Handelskammer, der Handelskammer Bozen und den drei Landeshauptleuten der Euregio waren die geplanten Geschwindigkeitsbegrenzungen auf der Inntalautobahn und der Südtiroler Brennerautobahn ein zentraler Tagesordnungspunkt. Die drei Kammerpräsidenten haben sich geschlossen gegen ein Tempolimit von 100 km/h ausgesprochen. z
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Menschen & Meinungen
UMFRAGE
„Bürgermeisterliche Entscheidung“ Fotos: Oskar Zingerle
Bürgermeister Albert Pürgstaller hat seine Entscheidung getroffen: Er wird nach 25 Jahren Politik und zehn Jahren als Erster Bürger von Brixen am Ende dieser Legislatur der Politik den Rücken kehren. Wir haben uns umgehört, was die Brixner Bürger von dieser Entscheidung halten.
„Zwei Legislaturperioden sind genug, und es kann jetzt ohne Weiteres wieder etwas Neues kommen“, sagt Veronika Wisthaler. „Heutzutage in der Politik etwas zu erreichen ist schwierig. Es ist einfach schwierig, weil so viel diskutiert wird, ohne dass etwas Gscheits dabei herauskommt. Aus menschlicher Sicht war Pürgstaller in Ordnung. Für die Zukunft erwarte ich mir eigentlich wenig.“
Heinrich Ferretti akzeptiert die Entscheidung: „Er hat seinen Beitrag für Brixen geleistet, wie auch seine Vorgänger. Wenn man das Gefühl hat, nichts mehr bewegen zu können, muss man die nötigen Schritte tun. Ein paar Dinge sind nicht so gelaufen wie er es gern gehabt hätte. Jeder Bürgermeister hat den Vorsatz, immer das Beste für seine Gemeinde zu wollen – genauso wie es Pürgstaller hatte.“ 28
„Einerseits bin ich sehr überrascht, andererseits kann ich die Entscheidung auch verstehen“, sagt Alex Pergher. „Als Verantwortlicher der Stadtgalerie kann ich nur Positives über Pürgstaller sagen: Wir haben sehr gut zusammengearbeitet, und ich habe mich unter seiner Obhut wohlgefühlt, da wir uns auch gegenseitig vertrauen und so zusammen etwas aufgebaut haben.“
„Ich habe damit gerechnet, dass er noch eine Periode macht. Er war in einer schwierigen Zeit Bürgermeister, und als er das Amt antrat, hatte es noch eine andere Würde. Die Zeit hat sich stark verändert. Grundsätzlich habe ich den Eindruck, er ist am SeilbahnProjekt hängen geblieben. Vom neuen Bürgermeister erwartet man sich sicherlich die Miteinbindung der Bürger“, ist Rudi Rienzner überzeugt.
„Ehrlich gesagt finde ich es nicht so schlimm. Gestern hat er schon im Radio erklärt, dass er eigentlich alles erreicht hat, was er sich vorgenommen hatte. Als Bürgerin bin ich mit ihm auch zufrieden gewesen; ich finde, Brixen ist gerade für den Tourismus bekannt und steht ganz gut da, und das ist auch auf Pürgstaller zurückzuführen“, sagt Marlies Stockner.
„É morto un papa, se ne fa un altro“, sagt Tecla Erlacher Nitz. „Ehrlich gesagt hat er mich als Bürgermeister nicht überzeugt und hat mir auch nicht so gepasst. Ich bin auch der Meinung, dass er relativ wenig erreicht hat in seinen zehn Jahren im Amt. Ich hoffe sehr, dass der nächste Bürgermeister mehr erreichen wird, und ich bin gespannt, was die Zukunft bringt.“
„Ich war überrascht, dass er nicht mehr kandidiert, da ich überzeugt bin, dass er ein guter Bürgermeister ist. Er hat sich ins Zeug gelegt. Aber allen kann man es einfach nie recht machen. Dass es mit den Plänen für die Plose besser funktioniert, würde ich mir vom nächsten Bürgermeister wünschen. Es müssen einfach Prioritäten gesetzt werden“, meint Priska Jocher.
Anerino Feltrin ist mit der Entscheidung Pürgstallers einverstanden: „É giusto che dopo due legislature venga fatto spazio ad altri. Se poi sono giovani sarebbe ancora meglio. Secondo me é positivo quello che ha fatto negli ultimi dieci anni – non tutto, ma la percentuale é più buona che cattiva.“
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MUSIK UND KIRCHE – EINE NACHLESE ZUM SYMPOSION
Kunst & Kultur
Religion und Musik Wohl kaum jemals ging es im Herbstsymposion der Brixner Initiative Musik und Kirche so sehr um das, was das Wesen der sakralen oder Kirchenmusik aus macht, wie bei der diesjährigen Fragestellung zum Thema „Religiöses Erleben von Musik. Musik für die Kirche – Musik in der Kirche“.
R
eligiöses Erleben von Musik – Musik für die Kirche – Musik in der Kirche“: Mit diesem Thema reagierte Josef Lanz, künstlerischer Leiter des Symposions, auf ein eigenartiges Paradoxon unserer Zeit. Je mehr die Zahl der aktiven Christen, die regelmäßig den Gottesdienst besuchen, schwindet, umso öfter wird die Kirche als Ort religiösen Erlebens, etwa bei Kirchenkonzerten, als Ort der spirituellen Begegnung – man denke an besonders sorgfältig gestaltete Trauungszeremonien, Taufen und Begräbnisfeiern – oder allgemein als Ort der geistlichen Inspiration wiederentdeckt. Mit der traditionellen Form liturgischer Feiern haben diese Zeremonien oft kaum noch etwas gemeinsam. Manche Geistliche wissen davon ein Lied zu singen und stellen sich mitunter auch die Frage, welche Art von musikalischem Ausdruck im kirchlichen Raum möglich ist und welche Haltung dabei als angemessen und wünschenswert erscheint. Vom 10. bis zum 12. Oktober versuchten drei Referenten diese Fragen aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten und Antworten darauf zu finden. Drei höchst unterschiedliche Konzertereignisse standen dabei symp tomatisch für die Vielfalt des musikalischen Ausdrucks. Bereits zur Eröffnung des Symposions ließen Josef Lanz und der Festredner Prälat Joachim Angerer, ehemaliger Leiter des Prämonstratenser Chorherrenstiftes Geras in Niederösterreich, keine Zweifel über die Bedeutung des religiösen Erlebens
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durch die Musik aufkommen, von der Nicolaus Harnoncourt einmal sagte, sie sei die „Nabelschnur, die uns mit dem Göttlichen verbindet“. Auch wenn im allgemeinen Bewusstsein die über tausend Jahre alte Tradition der Kirchenmusik nicht so verankert sei, gelte es doch, wie es Papst Benedikt XVI. formulierte, „das wertvolle Erbe nicht einzufrieren, sondern neue Impulse in das wertvolle Traditionelle zu integrieren“.
Religiöses Erleben. Zweifel-
los stellt Mozarts Jugendwerk „Betulia liberata“, das am ersten Abend im Brixner Dom dargeboten wurde, jenes musikalische Erbe dar, das religiöses Erleben möglich macht und gleichzeitig den Rahmen liturgischer Grenzen sprengt. Der fünfzehnjährige Mozart suchte in dem Werk, das die Befreiung der Israeliten vor dem assyrischen Feldherrn Holfernes zum Thema hat, eine Synthese in der Darstellung von „Azione Sacra“ und „Azione teatrale“. Die Koproduktion zwischen dem Mozarteum Salzburg, dem Südtiroler Landesjugendchor und der Streicherakademie Bozen stellte sich dem Wagnis einer szenischen Darstellung im Dom und ermöglichte mit unterschiedlichen musikalischen, aber durchwegs überzeugenden theatralischen Leistungen ein intensives religiöses Erleben. Als ein stetes Ringen um den angemessenen Ausdruck stellte Peter Planyavsky, der langjährige Dommusikdirektor und Domorganist am Wiener Stephansdom, die Geschichte der Kirchenmusik dar.
Die Gregorianik – aus heutiger Sicht wohl ein ideelles Konstrukt des frühen 20. Jahrhunderts – stellte dabei die Konstante dar, die im Wechselspiel liturgischer und musikalischer Neuerungen immer wieder als Referenzrahmen diente. In diesem Sinne sind die Reformen der Kirchenmusik zu verstehen, die im 16. Jahrhundert vom Trienter Konzil oder im 19. Jahrhundert vom Cäcilianismus ausgingen. Den rigiden Richtlinien zum Trotz haben sich dennoch immer wieder neue Formen entwickelt, die Mehrstimmigkeit wurde durch Palestrina gerettet, und die Messen von Haydn, Biber und Mozart haben den Weg in die Kirche gefunden, obwohl sie den liturgischen Rahmen aufgrund ihrer Überlänge und kompositorischen Dichte bei weitem gesprengt haben. Noch im frühen 20. Jahrhundert zog Papst Pius XI. enge Grenzen, indem er Messen von Beethoven und Schubert aus der Kirche und aus dem Konzertsaal verbannte. Erst das 2. Vatikanische Konzil vor 50 Jahren hat mit viel Kompromissbereitschaft alle musikalischen Formen wieder in die Kirche geholt und jegliche rhythmische sowie klangliche Freiheit erlaubt. Die Türen sol lten nach Planyavsky weit geöffnet bleiben, auch wenn die Freiheit des Pluralismus eine Grauzone geschaffen habe, in der auch mancher Wildwuchs gedeiht. Musik in der Kirche weise immer über das Alltägliche hinaus und sei daher auch imstande, das Transzendente erlebbar zu machen.
Musik als Gottesdienst. Aus
einem anderen Blickwinkel betrachtete Pater Urban Stillhard das Thema Musik in der Kirche. Als ehemaligem Kirchenmusikreferenten der Diözese Bozen Brixen oblag es ihm viele Jahre, die für die Kirche ungeeignete Musik aus der Kirche fernzuhalten. Er erinnere sich jedoch an eine legendäre Aufführung des Oratoriums „Der Tod Jesu“ von Heinrich Graun im Jahr 1983 in der Brixner Seminarkirche durch das „Collegium Musicum“ unter der Leitung von Hubert Hopfgartner. Diese Aufführung habe ein neues kulturelles Tor aufgemacht, was sich einerseits in der Gründung von Vokalensembles – der bis heute tätigen Ensembles „VocalArt“, „Alla Breve“ und des „Südtiroler Vokalensembles“ – und andererseits in einer intensiveren Auseinandersetzung mit Alter Musik niederschlug. 1987 wurden von der Gottesdienstkongrega-
SYNTHESE AUS AZIONE SACRA UND AZIONE TEATRALE: „Betulia liberata“ von Mozart ermöglichte mit unterschiedlichen musikalischen, aber durchwegs überzeugenden theatralischen Leistungen ein intensives religiöses Erleben
–– Foto: Konrad Eichbichler
tion Richtlinien für Kirchenmusikkonzerte erlassen, die 1988 und 2008 bestätigt wurden. Ob es sich nun um liturgische Musik, religiös inspirierte Musik oder nicht religiöse Musik handle, in jedem Falle sei ins Bewusstsein zu rufen, dass Konzerte in der
Aus der Perspektive des musikalischen Laien und Liebhabers geistlicher Musik von Kindesbeinen an empfindet der 1933 in Bozen geborene ehemalige RAIJournalist und Verantwortliche Koordinator des Senders Bozen der RAI, Franz von Walther, die
Skepsis gegenüber reiner Instrumentalmusik, etwa den Symphonien Bruckners oder Mahlers, hält von Walther entgegen, dass sich bei guter Musik geistlich und profan kaum trennen lasse und ihre dialogische Form nicht nur Musikfreunde, sondern auch
„Die Musik ist die Nabelschnur, die uns mit dem Göttlichen verbindet“_ Nikolaus Harnoncourt Kirche stets Verkündigungscharakter haben, Kirche aber kein Ort öffentlicher Versammlungen und kein Konzertsaal sei. Das intensivere Erleben der Musik im Kirchenraum sollte auch durch gelegentlich laut werdende Kritik am übermäßigen Applaus, an der Besetzung des Presbyteriums oder am Einheben von Eintrittsgeld weiterhin in hohem Maße ermöglicht und gefördert werden.
Artenvielfalt der abendländischen Kirchenmusik als großen Reichtum, den es zu erhalten gelte, vor allem wegen seiner immer wieder bewiesenen Offenheit für Evolutionen. Im Bereich der liturgischen Musik gebe es viel Bewährtes, während die Öffnung des 2. Vatikanums für mehr Teilnahme des Kirchenvolkes nicht unbedingt einen Qualitätszuwachs gebracht habe. Der
Suchende und Skeptiker zu treffen vermag. „Höllenklänge“ aus der 9. Bruckner-Symphonie seien durchaus als Parallelen zu Darstellungen des Jüngsten Gerichts zu sehen, die ja auch nicht aus dem Kirchenraum verbannt würden. Die christlichen Wurzeln unserer Kultur müssten demnach in keiner Verfassung verankert werden. Es genüge, sie durch Aufführung von Musik am Leben zu erhalten.
Verlobung digital? Michaela Stol-
te und Leander Schwazer luden für den Nachmittag in die Kirche der Englischen Fräulein, die sie als Bühne adaptiert hatten, auf der Fragen nach dem Sinn und nach den Ausdrucksformen von Festritualen in der säkularen Gesellschaft gestellt wurden. Eindeutige Antworten durfte man sich von der digitalen Installation, die reichlich technischen Aufwand erforderte und stark mit der Raumwirkung des Gotteshauses kontrastierte, nicht erwarten, denn den überdimensionalen Bildprojektionen, die sich in endloser monotoner Schleife wieder und wieder reproduzierten, war der feierliche Anlass der Verlobung weniger anzumerken als den Querflöten-Improvisationen, die eher als Stimmungselement empfunden wurden, und den bohrenden Fragen nach den letzten Dingen, nach der Liebe und dem Tod, die Pater Urban Stillhard von der Empore aus in den Raum warf. 31
Kunst & Kultur
Das „Paul Hofhaymer Vokalensemble“ und das Schlagzeugensemble „conTakt“ in der Millander Freinademetzkirche
––
Der Kompositionsauftrag des Südtiroler Künstlerbundes an den 1948 in Laas geborenen Komponisten Herbert Grassl stand im Zeichen der Erinnerung an den Kriegsausbruch vor 100 Jahren. „Trauerkantate 1914-1918“ nennt Grassl sein Werk, das sich in neun Abschnitte gliedert, die von Texten aus verschiedenen Epochen inspiriert wurden und durch Instrumentalstücke zusammengehalten werden. Unter der Leitung
von Kai Röhrig interpretierte in der Millander Freinademetzkirche das „Paul Hofhaymer Vokalensemble“ gemeinsam mit dem Schlagzeugensemble „conTakt“ und den Instrumentalisten aus Südtirol und Salzburg das aus vielen charakterlich sehr unterschiedlichen Teilen bestehende Werk, das einerseits durch Dissonanzen und sirenenartige Motive sowie Kanonendonner imitierende Percussion, andererseits durch paro-
distische Elemente den Wahnsinn des Kriegs in der Propaganda und Kriegsbegeisterung entlarvt. Gedichte von Andreas Gryphius, Karl Kraus und Georg Trakl werden eindrucksvoll rhythmisiert und klanglich verdichtet, die Propagandasprache des „Kriegsliedes“ von Erich Mühsam mit Sarkasmus parodiert. Bis zum Ende des Werks, das durch den Psalm 130 „De profundis“ markiert wird, lässt sich die Bedrohung durch das
zerstörerische Chaos dissonanter Harmonien nicht bannen. Der Frieden bleibt auch in unserer Zeit bedroht, und die Bitte „Verleih uns Frieden gnädiglich“ lässt sich nur durch die Ruhe evozierende Bassmelodie angemessen zum Ausdruck bringen.
barbara.fuchs@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
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14.11.14 09:16
DIVERSES
Krippele bauen Im JakobSteinerHaus in Milland hat sich für die 2012 wiederbelebte Ortsstelle BrixenMilland des Verbandes der Krippenfreunde Südtirols eine Herberge gefunden. Seit heuer wird hier an Krippen gearbeitet und an Werkzeugen getüftelt.
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Erfahrungen eines Krippenbauers. „Mindestens 60 Stunden
werden für die Fertigstellung einer Krippe schon benötigt. Nicht mitgerechnet ist das Sammeln und Aussortieren von Wurzeln und Wurzelstöcken, von Ästen und Moosen, und das Planen und Überlegen: Soll es eine Tiroler oder eine orientalische Krippe oder etwa eine Wurzelkrippe, eine Kasten- oder Wandkrippe werden?“, erklärt Noflatscher. Dass ihm die Abhaltung des Krippenbaukurses und die tatkräftige Mithilfe dabei Freude bereitet, ist klar ersichtlich, und deshalb wird er im nächsten Jahr einen neuen Kurs für mehrere Krippenbauer anbieten. Mehr als fünf
info Verband der Krippenfreunde Südtirols Gründungsjahr: 1975 Verbandsobmann: Alexander Raich Anzahl der Ortsstellen: 31 (einge teilt in vier Bezirke) Ortsgruppe BrixenMilland: 48 Mitglieder Ortsstellenleiter: Paul Noflatscher Tel.: 348 0450973
Foto: Oskar Zingerle
rei halbfertige Krippen stehen im großen hohen Raum im Untergeschoss des Jakob-Steiner-Hauses in Milland. „Bis Weihnachten sind die sicher fertig“, sagt Paul Noflatscher, der zum ersten Mal selbst einen Krippenbaukurs leitet und in den vergangenen 23 Jahren ein gutes Dutzend Krippelen geschaffen hat. Sein letztes Prachtstück steht fertig auf einem der Arbeitstische. Es ist eine orientalische Wandkrippe, die wie all die anderen ihren Platz im Haus des Trunthofes finden wird. Für viele Millander, Erwachsene und Kinder gleichermaßen, ist das „Krippele schaugn“ auf Noflatschers Hof eine lieb gewordene weihnachtliche Tradition geworden.
Über 60 Stunden Handarbeit stecken in einer Krippe pro Gruppe sollten es aber nicht sein – wenn es mehr sind, dann braucht er einen Gehilfen. „Bereits im Jänner 2015 wollen wir mit einem Vorgespräch starten. Und die Idee, einen Krippenbaukurs für Kinder – eventuell ab 10 Jahren – auf die Beine zu stellen, lässt uns auch nicht mehr los“, kündigt der leidenschaftliche Krippenfreund an.
Gemeinsam arbeiten. Paul
Noflatscher sagt im Gespräch fast immer „wir“ und meint damit die im Jahr 2012 wiederbelebte Ortstelle Brixen-Milland des Verbandes der Krippenfreunde Südtirols, deren inoffizieller Vorsitzender er seither ist. Ihm zur Seite steht ein Quartett besonders engagierter Frauen und Männer: Martina Mayr, Margareth Mussner, Pius Sottara und Karl Lazzeri. Mit diesem Team ist neuer Schwung eingekehrt, und in der Bezeichnung Brixen-Milland wird die Zusammenarbeit zwischen den beiden Orten sichtbar gemacht, was dazu führte, dass der Verein seit Juli 2014 auch Mitglied des Bildungsausschusses Milland ist. An Pepi Mayr, der die Ortsstelle Brixen vor Jahrzehnten mit begründet und über Jahrzehnte
geleitet hatte und im August 2011 verstarb, erinnern in der Werkstatt zahleiche Reliefbilder mit Mustern von Dächern, Fenstern, Erkern, Balkönchen und Türen. Sie waren gerettet worden, nachdem die Räume im Matscherhof im Burgfrieden wegen baulicher Mängel geräumt werden mussten.
Geglückte „Herbergsuche“. Zwei Jahre dauerte die Suche nach einer geeigneten Werkstatt zum Krippen bauen. Im Jänner 2014 hat man eine neue Bleibe im Jakob-Steiner-Haus gefunden. Diese Bleibe war zunächst eine heruntergekommene Rumpelkammer. Dass der Raum heute sauber ausgemalt und einfach, aber praktisch eingerichtet ist, ist der zupackenden ehrenamtlichen Arbeit vieler zu verdanken, allen voran Siegfried Kerer und eben Paul Noflatscher. „Zum Glück hatten wir ein bisschen Geld von unseren Vorgängern, und finanzielle Unterstützung erhielten wir auch vom Landesverband. Außerdem ist es uns gelungen, einige Sponsoren zu finden. Nach dem Entrümpeln, Reinigen und Ausmalen mussten Arbeitstische aufgestellt, Wandschränke montiert und Elektroarbeiten durch-
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geführt werden. Erfindergeist war durchaus gefragt! Die Regale und Fächer einer alten, ausrangierten Küche, die wir bei der Radiosendung ‚Derfrogg und gfundn’ ausfindig gemacht hatten, tun gute Dienste. Bei der Anschaffung der nötigsten Arbeitsgeräte wie Bohrer, Sägen, Zwingen, Scheren, Lötkolben und Stemmeisen achteten wir auf gute Qualität sowie praktische Handhabe und gute Preise. Etliche Geräte haben wir selbst kreiert.“ Auf die Bitte, eines davon zu zeigen, führte er uns die Spaltmaschine für Dachschindeln vor – einer „Brotgrammel“ aus vergangenen Zeiten nicht unähnlich!
Gemeinsam feiern. Die enga-
gierten Frauen und Männer, die voll hinter ihrem Vorsitzenden stehen, haben allen Grund, zufrieden auf bisher Vollbrachtes und zuversichtlich in die Zukunft zu blicken. Als Nächstes steht am 13. Dezember um 16 Uhr die offizielle Segnung der Krippenbauwerkstatt im Jakob-SteinerHaus durch Altdekan Leo Munter an. Dazu sind alle Krippenfreunde herzlich eingeladen. johanna.bernardi@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info 33
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Saisonskipass für Einheimische (Provinz Bozen) Volksschule/Kindergarten geb. nach dem 29.11.2003 Preisnachlass Preis für 1 Elternteil + Kind (Volksschule/Kindergarten)
€ 480,00 € 190,00 + € 140,00 € 530,00 =
Saisonskipass für Einheimische (Provinz Bozen) Mittelschule geb. zwischen 30.11.1998 und 29.11.2003 Preisnachlass Preis für 1 Elternteil + Kind (Mittelschule)
€ 480,00 € 290,00 + € 140,00 € 630,00 =
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FOTOGRAFIE
Kunst & Kultur
Berg im Blick Foto: Lukas Furlan
Etliche junge Brixner leben im Ausland und lassen mit ungewöhnlichen Jobs und ausgefallenen Hobbys aufhorchen. Einer davon ist Lukas Furlan.
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er 24-Jährige wirkt auf den ersten Blick wie ein cooler Snowboardstar. Cool ist er, Snowboarder ist er auch, und ein Star wird er bestimmt noch werden. Lukas Furlan fotografiert, und das kann er richtig gut. Begonnen hat der junge Mann mit der Fotografie noch zu Oberschulzeiten an der GOB Industrieinformatik Fallmerayer. Zunächst knipste er drauflos mit der kleinen Familienkamera, ohne irgendwelche Kenntnisse und ohne sich groß Gedanken um Sujets oder Lichteinfälle zu machen. Schon bald stellte sich
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Viele von Lukas Furlans außergewöhnlichen Landschaftsaufnahmen entstehen bei Dunkelheit oder Dämmerlicht
–
die Lust auf bessere Qualität ein, und Lukas kaufte sich die erste Spiegelreflexkamera, eine Sony Alpha 300.
Autodidakt. Das nötige Know-
how holte sich der Hobbyfotograf aus Foren, Blogs und Videos aus dem Internet, das sich als umfangreiche und vor allem kostengünstige Informationsquelle erwies. In den ersten Jahren hat der Oberschüler querbeet schlichtweg alles fotografiert. „Das war eine gute autodidaktische Schule“, erinnert sich Lukas, „die Kamera war immer
mit dabei, wenn ich mit den Kollegen etwas unternommen habe.“ Mit der Zeit entwickelte sich die Freizeitbeschäftigung immer mehr zur wahren Leidenschaft, und damit wuchs auch das Equipment. Neben Objektiven und Stativen wurden Blitze und Lichtformer angeschafft, die bei Portraits und Sportfotos zum Einsatz kommen. Mittlerweile studiert Lukas Furlan an der TU Wien Medieninformatik und Visual Computing und hat 2013 seinen Bachelor abgeschlossen. Zurzeit befindet er sich im Masterlehrgang an der TU
Der „urban cowboy“ Lukas Furlan
––––
Foto: Lukas Furlan
und ist dort auch als Tutor tätig. In den Sommermonaten und in den Semesterferien ist er in Südtirol anzutreffen und verbringt die freie Zeit, die ihm seine Sommerjobs lassen, in den Bergen beim Fotografieren. Schlussendlich ist Lukas bei der Landschaftsfotografie hängengeblieben. „Vielleicht war die Heimat inmitten der Alpen der maßgebliche Faktor für diese Entscheidung“, meint der Fotokünstler. „Außerdem hatte ich als armer Student das Glück, eine
Profikamera zu gewinnen, was zu einem zusätzlichen Motivationsschub führte und zu definitiv besserer Bildqualität“, lacht der Jungfotograf.
Urban cowboy. Am Anfang einer
großartigen Landschaftsaufnahme steht … das Rasseln des Weckers. Da heißt es, um zwei oder drei Uhr morgens den Schlaf aus den Augen reiben, Ausstattung schultern und sich auf die Jagd nach dem besten „shot“ begeben. Viel öfter jedoch
plant Lukas einen Zwei-Tages-Trip zu einer Gegend seiner Wahl, meist in Begleitung von Freunden, die auch fotografieren oder einfach nur das kleine Abenteuer genießen. Nebst Apparaturen, Zelt, Isomatte, Schlafsack, Wegzehrung und Wechselkleidung wird jede Menge Zeit in den Rucksack gepackt. „So ein Ausflug ist eine körperliche Herausforderung“, bekennt Lukas, „nach der Anreise kämpft man um weitere Höhenmeter und manchmal auch ge-
gen widrige Wetterbedingungen.“ Am Zeltplatz entledigt er sich des schweren Gepäcks und steigt mit der bloßen Fotoausrüstung weiter. An Schlaf ist nicht zu denken, fotografiert wird auch nachts (Milchstraßenbilder), und frühmorgens startet wieder die Motivsuche in der beeindruckenden Naturkulisse. „Statt uns kurz hinzulegen, unterhalten wir uns lieber“, erzählt Lukas, „oder wir lassen die unglaubliche Stimmung auf uns wirken.“ Mittags wird das Lager abgebaut und erschöpft, aber glücklich die Heimreise angetreten. Am PC werden die Bilder mit Camera Raw und Photoshop bearbeitet und bekommen den entsprechenden Feinschliff verpasst. Wer meint, in Wien lässt der Student seine Canon ungenutzt herumliegen, der irrt gewaltig. Des Nachts streift der „urban cowboy“ durch die Straßenfluchten und fängt mindestens genauso bizarre Momentaufnahmen ein wie in seinen geliebten Bergen. Mehr zu Lukas Furlan finden Fans in Blogs und Onlinemagazinen unter „lukas furlan photography“. irene.dejaco@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
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AUSSTELLUNG
Kunst & Kultur
Mut zeigen z „Mut artecoraggio“ hieß es bei der Eröffnungsfeier der gleichnamigen Kunstausstellung, organisiert von oew (Organisation für Eine solidarische Welt) und Alex Pergher von der Stadtgalerie Brixen. Mit der Vernissage fand gleichzeitig die Feier zum einjährigen Bestehen von Südtirols erster Straßenzeitung „zebra“ statt. Auf die Performance von Gudrun Petrik hin durften rund 200 Mitfeiernde und Kunstliebhaber in die Räume des Alten Brixner Rathauses mit seinen wunderbaren
Fresken strömen und die Bilder bestaunen oder erwerben, die rund 25 Künstler für den guten Zweck zur Verfügung gestellt hatten. Gedankenansporn kam auch von den Sprachkünstlern, deren gedruckte Textwerke die Gänge füllten. Für Unterhaltung im Innenhof sorgte die Band M&M, alles fürs leibliche Wohl kam aus dem Untergeschoss – von der Bar Habana. db
K&K Kunst & Kultur
THEATER
Die Kraft der Vielfalt z Mit dem „Teatro la Ribalta – Akademie Kunst der Vielfalt“ hat Südtirol ein professionelles Theaterensemble bestehend aus Menschen mit und ohne Behinderung – „anders fähig“ nennen sie sich selbst –, das das Publikum der Mitleidsduselei entreißt und stattdessen zur Auseinandersetzung mit dem künstlerischen Schaffen auf der Bühne entführt. Zooperspektive? Nein. Der Blick auf das Andere? Ja – wie bei jeder anderen Theateraufführung im besten Falle auch. Mit „Personaggi - Personen“ zeigte das Teatro la Ribalta auf Einladung
kurz
notiert
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der Gemeinde Brixen im Forum Brixen seine neueste Produktion, eine freie Bearbeitung von Pirandellos „Sechs Personen suchen einen Autor“ unter der Regie von Antonio Viganó und mit Choreografien von Julie Anne Stanzak. Pirandello lässt in seinem Stück sechs Familienmitglieder bei einer Theaterprobe erscheinen. Sie verlangen vom Theaterdirektor, dass sie ihre Schauspielrolle vollenden und damit auftreten dürfen. Auch Viganó lässt die Spieler ihren Raum besetzen – aber nicht, um wie bei Pirandello eine (Theater) Rolle zu spielen, sondern, um
Die White Lily Gospel Singers aus Mühlbach sind am 6. Dezember um 19.30 Uhr in der Kapuzinerkirche Brixen zu hören: Sie singen traditionelle und moderne Adventslieder, begleitet von Arnold Mitterer am Klavier.
sich selbst zu zeigen, mit all den Schwierigkeiten, die Menschen haben, wenn sie ihre eigene Identität definieren müssen. Die Suche nach Lebenssinn und der eigenen Persönlichkeit, die Vielschichtigkeit jedes Individuums, der Grenzgang zwischen Normal und Abnormal, die Beschränktheit, sich auszudrücken und anderen
mitzuteilen zu können, das Gefühl des Fremdseins und der Angepasstheit: Die Schauspieler des Teatro la Ribalta (Michele Fiocchi, Rodrigo Scaggiante, Daniele Bonino, Lorenzo Friso, Maria Magdolna Johannes, Michael Untertrifaller, Mathias Dallinger und Melanie Goldner) zeigten all dies. db
Der Südtiroler Künstlerbund schreibt den 14. Literarischen Wettbewerb Stiftung Südtiroler Sparkasse für Ober- und Hochschüler aus. Teilnahmeberechtigt sind Süd-, Nord- und Osttiroler der Jahrgänge 1984-2000. Nähere Infos unter literatur@kuenstlerbund.org
Der Alchemilla-Frauenkalender präsentiert sich heuer in Salbeigrün. Darin zu lesen sind Kurzbiographien von Pionierinnen aus nah und fern; Sprüche, Fotografien, Prosa, Gedichte und viele Infos bieten reichhaltigen Stoff zum Schmökern. In Brixen ist der Frauenkalender in der Stadtbibliothek erhältlich.
NACHGEFRAGT
„Geredet wird davon schon lang ...“ MARTIN RASTNER, Obmann der Bürgerkapelle Brixen, über den Erfolg beim Neunten Österreichischen Blas orchesterwettbewerb und über seinen Appell zur raschen Realisierung der neuen Musikschule und des Probelokals. Im Rahmen des Empfangs haben Sie auf die Wichtigkeit einer raschen Realisierung der Musikschule und des Probelokals hingewiesen ... Der letzte Stand der Dinge ist, dass innerhalb Dezember das endgültige Siegerprojekt für den Neubau der Musikschule und des Probelokals gekürt wird. Bei der ersten Auswahl hat sich kein Siegerprojekt ergeben; es wurden zwei zweite Plätze vergeben, und wir haben mit den Architekten gesprochen, damit sie die Projekte noch auf unsere Bedürfnisse abstimmen. Seit wann wird mit dem Gedanken gespielt, ein neues Probelokal
für die Bürgerkapelle zu bauen? Geredet wird schon lange darüber. Ich bin jetzt seit zehn Jahren oder länger Obmann, und bereits damals, als ich angefangen habe, hat es geheißen, dass wir ein neues Probelokal bekommen werden. Eine Änderung ist jetzt auch wirklich an der Zeit. Wir sind als Kapelle ziemlich gewachsen und haben inzwischen an die 60 Mitglieder. Wir haben auch ein reges Vereinsleben, und die Räumlichkeiten müssen gerade im Bereich der Akustik und der Größe dem heutigen Standard angepasst werden. veronika.kerschbaumer@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
d e S e i n. i t
Herr Rastner, Sie waren vor kurzem zu einem Empfang im Rathaus geladen. Was war der Grund dafür? Ich bin eingeladen worden, weil wir beim Neunten Österreichischen Blasorchesterwettbewerb so gut abgeschlossen haben. Die Bürgerkapelle Brixen ist vom Verband Südtiroler Musikkapellen entsandt worden, um das Land Südtirol bestmöglich zu vertreten, und das ist uns auch gelungen: Wir haben mit 91,67 Punkten in unserer Kategorie abgeschlossen und insgesamt auch die höchste Punktezahl erreicht. Damit sind wir auch gleichzeitig Bundessieger geworden.
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MUSIK
Kunst & Kultur
Jazzstars in der Dekadenz z Eine Reise in die verrauchten amerikanischen Jazzlokale früherer Zeiten – dies erlebten die Zuhörer des Konzertes von Fred Wesley und seinen New JBs mit ihrem unverkennbaren „black sound“ in der Dekadenz. Fred Wesley ist der berühmteste Sideman, also Gastmusiker, des Jazz: Er war Posaunist bei Ike & Tina Turner sowie Hauptkomponist des berühmten Jazzpianisten Count Basie und dem ebenso legendären James Brown, dessen erfolgreiche Songs er wesentlich im Background mitgestaltet hat. Nun entwickelt Fred Wesley diesen seinen charakteristischen Sound auf eigene Faust weiter, gemeinsam mit seiner Band, den New JBs. „Der Bläsersatz
der New JBs führt nahtlos die Tradition des unverkennbaren Soul-Jazz oder Funk weiter. Die Musik war einerseits stark und kräftig, zum anderen ausgeglichen mit intimen Melodieführungen der Posaune von Fred Wesley und auch von seiner feinen, etwas verrauchten Stimme. Exakt gesetzte Phrasen setzen sich meist kontrapunktartig in die offen gelassenen Pausen der Rhythmusgruppe ein und regten bei den Zuhörern den rhythmischen Puls an – einfach gekonnt!“, schwärmt Norbert Dalsass, selbst Jazzmusiker und musikalischer Leiter der Gruppe Dekadenz, der Fred Wesley nach Brixen geholt hatte. Der ausverkaufte Anreiterkeller mutierte während des Konzertes zum Jazzkeller, zur Begeisterung
aller Zuhörer, die von der Musik von Weltklasse-Musikern und der ganz besonderen Atmosphäre offensichtlich in Bann gezogen wurden und im kleinen Brixen großen Jazz erlebten. db
DIVERSES
Weihnachtswunder in der Krippe
z Geschnitzte, bemalte oder aus Ton modellierte Hirten, Engel und die Heilige Familie – die Krippensammlung in der Hofburg Brixen gibt einen Eindruck davon, wie vielfältig eine Krippe
gestaltet sein kann. Großkrippen oder neapolitanische Krippen, Papierkrippen oder Guckkastenkrippen, Elfenbeinkrippen oder eine Christkindwiege lassen nicht nur Kinder staunen. Allein jene
Krippen, die in Brixen selbst oder für Brixen entstanden sind, zeigen verschiedenste Techniken der Gestaltung: Die Krippe des Hofapothekers Franck aus der Barockzeit besteht aus 66 Figuren, die von den Englischen Fräulein phantasievoll bekleidet wurden. Der in Brixen lebende Bildhauer Alexander Dejaco schuf eine Krippe für die Spitalskirche in Brixen, die in den 1930er Jahren im Dom aufgestellt wurde. Seit wenigen Jahren ist auch die private Tonkrippe von Martin Rainer zu sehen. Geöffnet ist die Krippensammlung
Am Freitag, den 24. Oktober wurde im Gewerbepark „SynCom“ in der Brixner Industriezone die „IO Schönheitsklinik“ eingeweiht. Dieses neue medizinische Zentrum befasst sich mit klinischen Fragestellungen aus den Bereichen Gefäßchirurgie, Dermatologie, klinische Ernährung und Physiotherapie. Geleitet wird die „IO Schönheitsklinik“ von den Gründungsmitgliedern Dr. Luigi Agresti und Walter Oberegger. Dr. Agresti arbeitet mit der Dermatologin Dr. Rita Bassi, der Expertin in klinischer Ernährung Dr. Vesna Julius-Durst-Straße 44, Brixen Tel. 0472 611 849 info@io-schoenheitsklinik.com www.io-schoenheitsklinik.com
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Murganic und dem Physiotherapeut Marco Michelon zusammen. Die „IO Schönheitsklinik“ ist von Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr geöffnet. Im Dezember und Jänner kostenlose Venenuntersuchung auf Vormerkung.
im Erdgeschoss der Hofburg bis zum 6. Januar täglich von 10 bis 17 Uhr. Erstmals können Kinder von sechs bis zehn Jahren in der Weihnachtswerkstatt am 13. und 29. Dezember nachmittags selbst eine eigene Papierkrippe zum Mitnehmen basteln. Zu sehen sind all diese Krippen-Kunstwerke aus Tirol und aus Österreich, aus Neapel und Sizilien aber nicht nur in der Krippensammlung, sondern auch in einer neuen Publikation mit Texten von Josef Kronbichler, dem Direktor des Diözesanmuseums Hofburg Brixen. db
THEATER
Ein Sack voll Flöhe z Das neuestes Stück der Heimatbühne Schabs, die rasante Komödie „Ein Sack voll Flöhe“ von Jack Popplewell, wurde am 14. November erstmals im Haus der Dorfgemeinschaft aufgeführt. Die Komödie ist turbulent: Das Ehepaar Agnes und Konrad Lang sollen über drei Wochen ihre drei fast erwachsenen Nichten hüten, während deren Mutter ihren Mann im Ausland besuchen will.
Diese Aufgabe scheint jedoch bald nicht mehr zu bewältigen, da eine der drei Nichten ihren frisch angetrauten Ehemann samt Schwager anschleppt, die andere einen Koffer mit problembehaftetem Inhalt. Regie führte bei dem Stück die Brixner TheaterIkone Georg Kaser, der die zehn Schauspieler zu Höchstleistungen anspornte. lv
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Haben auch Sie den Überblick verloren? SELSkandal, Austausch von Wettbewerbsunterlagen, Gerichtsverhandlungen, das Strafverfahren „Stein an Stein“, Be trugsermittlungen – die Affäre um die Landesenergiegesellschaft SEL ist vielschichtig und undurchsichtig. Wer hat nun was und wie? Und was steckt eigentlich dahinter? Der Journalist Christoph Franceschini legt in seinem neuen Buch „SELf service. Ein Südtiroler Skandal“ die Machenschaften und Zusammen hänge hinter dem SELSkandal offen. Dafür sichtete er hunderte Seiten von Gerichtsakten und Beweismaterial, führte jahrelange Recherchen sowie Interviews mit Beteiligten und Staatsanwälten. Da raus entstanden ist eine spannende Dokumentation von einem der größten PolitSkandale in Südtirol.
lich. e mög blös e Bara Kein m. datu ungs stell Aus ab Jahr ig 1 Gült ner. Bren ter Cen et Outl g im gülti nur n ist chei Guts er Dies
Christoph Franceschini: SELfservice. Ein Südtiroler Skandal. Raetia-Verlag 2014
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Kunst & Kultur
FILM
DIVERSES
Filmclub im Aufbruch
Stufler Advent
z Filmliebhaber dürfen sich entspannt zurücklehnen: Ab nun können sie am Montagabend die Programmfilme des Filmclubs Brixen in gestochen scharfer Qualität ansehen. Möglich macht dies ein neuer Digitalprojektor, der seit November im Forum Brixen die ausgewählten Filme auf die Leinwand projiziert. Doch nicht nur technisch hat der Filmclub Brixen aufgerüstet, sondern auch inhaltlich: Das Programmkino für Erwachsene wurde um ein Kinderkino ergänzt, das montags um 16 Uhr im Forum Brixen stattfindet. Kinder ab sechs Jahren können dabei die Geschichten von Pettersson und Findus, Bibi und Tina oder Lola auf der Erbse gebannt von den roten Samtsesseln aus verfolgen und erstes Kinofeeling verspüren. Das Programm des Kinderkinos lehnt sich an jenes
von Bozen an, das längst fester Programmpunkt im Wochenkalender vieler Familien ist. Was gerade läuft, ist unter anderem auf der Homepage www.forum-brixen. com einsehbar. Seit ebenso geraumer Zeit läuft in Bozen zudem das Projekt „Kino und Schule“, getragen vom Deutschen Bildungsressort, Bereich Innovation und Beratung, und dem Filmclub. Die gezeigten Filme ermöglichen ein fächerübergreifendes Arbeiten im Unterricht und sind Ausgangspunkt für ein Projekt innerhalb des Wahlpflicht- beziehungsweise Wahlfaches. Der Filmclub Brixen und das Forum Brixen sind auch hier aktiv geworden und haben Grund-, Mittel- und Oberschulen aus Brixen und Klausen angeschrieben, um bei ausreichendem Interesse noch in diesem Schuljahr mit dem Schulkino zu starten. db
z Dem Verein „Dandelion – Ideen und Kultur in Stufels“ ist es zu verdanken, dass auch heuer wieder ein stimmungsvoller Adventmarkt in Stufels abgehalten wird. Im Unterschied zu den vergangenen Jahren wird er nicht an den Adventwochenenden stattfinden, sondern vom 6. bis 8. Dezember. Der Adventmarkt dient dem heimischen Kunsthandwerk und diversen Vereinen als Plattform für Kreatives rund um die Weihnachtszeit. Dandelion möchte darüber hinaus eine besinnliche und heimelige Atmosphäre in den geschichtsträchtigen Gassen
des ältesten Stadtteils schaffen, der mit dieser Initiative eine gebührende Aufwertung erfährt. Abseits der üblichen Adventsmarkt-Hektik können sich Einheimische und Gäste von der Kunstfertigkeit der Standbetreiber selbst überzeugen und nach kreativen Geschenkideen Ausschau halten. Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm begleitet die Besucher, darunter Bläsergruppen und Chöre; zur Freude der Kleinen gibt es Bastelecken, am Samstag zieht der Nikolaus durch die Gassen, und am Sonntag wird ein Marionettentheater im Anreiterkeller gezeigt. Ganz im Sinne der Familienfreundlichkeit wird kein Alkohol ausgeschenkt, und alle dargebotenen Gaumenfreuden sind hausgemacht. ird
MUSIK
Musikalische Premiere z Die Musikkapelle Schabs hat 2014 ihr 30-jähriges Bestehen gefeiert. Zu solchen Jubiläen gehören beinahe obligatorisch ein Jubiläumskonzert und ein Jubiläumsfest, die beide dieses Jahr stattgefunden haben. Doch dabei wollte es die Musikkapelle nicht belassen: Die Führungsriege des 65-köpfigen Klangkörpers sucht immer wieder musikalische Herausforderungen, wie sie 2013 mit ihrer Teilnahme am Südtiroler Jazzfestival bewiesen hat. Als besonderes Highlight für 2014 überlegten sie sich ein gemeinsames Konzert mit allen
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vier Kirchenchören der Gemeinde Natz-Schabs. Gemeinsam wollte man ein Werk für Blasorchester, gemischten Chor und eine SopranSolistin zur Aufführung bringen. Die Wahl fiel auf „Missa Katharina“ von Jacob de Haan. Rudi Chizzali leitet das Einstudieren des Werkes mit den Kirchenchören. Nach getrennten Proben fanden sich die 90 Sänger und 60 Musikanten Ende Oktober zu zwei gemeinsamen Proben und einer Generalprobe unter der Gesamtleitung von Kapellmeister Stephan Obexer zusammen. Die Stiftskir-
che Neustift war auch deshalb als Aufführungsort ausgewählt worden, weil sie über einen genügend großen Altarraum für alle Musikanten und Sänger verfügt. Die Stiftskirche war bis zum letzten Platz gefüllt, als am 8. November das Konzert stattfand, zu dem
Pfarrer Artur Schmitt begleitende Gedanken sprach und das am Ende mit tosendem Applaus für alle Beteiligten, die Musikkapelle Schabs, die Kirchenchöre Natz, Schabs, Raas und Aicha und die Sopran-Solistin Anna Katharina Gasser bedacht wurde. amm
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timer
Dezember COMEDY/MUSIK
Lustiges und Liebevolles z Auf ihren 1,58 Metern Körpergröße – eigentlich sind es ja nur 1,575 Meter – vereint Constanze Lindner Energie, Energie und nochmals Energie. So richtig bekannt wurde die gebürtige Münchnerin durch die BR-Fernsehserie „Die Komiker“, in der sie unter anderem im Sketch „Altbayrisch für Einsteiger“ mitwirkt, eine Art Sprachkurs, bei dem Szenen aus dem Alltag in Bayern mehr oder weniger geglückt ins Hochdeutsch übersetzt werden. Das ComedyTalent fungierte heuer zudem beim Oktoberfest als witzige Wiesn-Reporterin. Ihr erstes Soloprogramm „Es wird gestanzt heute Nacht“ präsentiert Constanze Lindner im Dezember nun auch auf der Bühne der Gruppe Dekadenz.
Es wird gestanzt. Das Multitalent
Constanze Lindner präsentiert ein Potpourri aus schrägen, aber sehr liebenswerten Figuren in ihrem Comedy-Programm. Da wirbeln die Befindlichkeiten durcheinan-
der, da liegen Lieder in der Luft, und es prallen sehr erstaunliche Dinge aufeinander: Verspannung auf Begeisterung, panische Ängste auf kosmonautische Brüste und dumme Schafe auf tote Hamster. Die unterschiedlichen Typen, die durch Lindner auf der Bühne zum Leben erweckt werden, haben es auch in sich: Da wäre die unglaublich skurrile, schrullige Cordula Brödke – eine kleine Person, zwei Brillengläser und sehr viel Zahnspange. Oder Victora Witchbopp aus Pffffr, dem östlichen Rand des ehemaligen Ostblocks. Sie versprüht Charme und klagt über die Liebe, das Leben und ihr Leid. Oder die ewig aufgedrehte Sängerin Walli Chantalle Breitinger; ihr Herz pocht für Bayern und ihr tiefer Ausschnitt pocht für die Liebe. Cordula, Victora und Co. sind zu sehen am 5. und 6. Dezember in der Gruppe Dekadenz.
Gospel at the origin. Mit den
molligen Damen, die in Flatterkleid „Oh happy day“ singen,
Foto: Martina Bogdahn
Die urkomische Soloshow von Constanze Lindner und die tief berührenden Songs der Gospelsänger Friendly Travelers sind im Dezember in der Gruppe Dekadenz zu erleben.
haben die Friendly Travelers aus den USA nicht viel gemein. Die international bekannten Gospelsänger Friendly Travelers vereinen die Wurzeln des Gospelgesangs mit Elementen anderer Musikarten, wie beispielsweise R&B, Jazz, Soul und Reggae. Gegründet 1959 in Louisiana mit der Unterstützung von Reverend Clint Jones, präsentieren die vier
Männer intensive, meisterhart interpretierte a-capella-Songs, die tief berühren. Ihr Sound wirkt elektrisierend und entwickelt eine starke innere Kraft, die die Zuhörer begeistert und in ihren Bann zieht. Zu sehen – oder besser gesagt zu hören – sind die Friendly Travelers am Mittwoch, 17. Dezember, um 20:30 Uhr in der Gruppe Dekadenz.
Constanze Lindner: Echte Gospels
Es wird gestanzt heut Nacht! Die kleine große Constanze Lindner – bekannt von der TV-Sendung „Die Komiker“ – schlüpft in viele wahnsinnig lustige Figuren: die schrullige Cordula mit ihren Macken, die Russin Victoria oder die aufgedrehte Sängerin Walli Chantalle Breitinger. Sehr komisch!
aus den USA
Die international bekannte Gospel-Band Friendly Travelers aus Louisiana singt unverfälschte GospelSongs mit hinreißendem Soul und a capella.
Obere Schutzengelgasse 3a – Brixen/Stufels www.dekadenz.it
» Fr, 5. und Sa 6. Dezember, 20:30 Uhr » Mi, 17. Dezember, 20:30 Uhr Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller
Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller
Kartenreservierung: karten@dekadenz.it; Tel. 0472 836 393 (Di – Fr 17-19 Uhr, Sa ab 18 Uhr) Achtung: Sitzplätze frei zu wählen – keine Platzreservierung
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Veranstaltungen
850. Todestag des sel. Hartmann Gründer des Chorherrenstiftes Neustift Hartmann wurde 1140 zum Bischof von Brixen geweiht und stand dieser Diözese bis zu seinem Tod 1164 vor. Bereits zwei Jahre nach seiner Amtseinführung gründete er nur wenige Kilometer von Brixen entfernt ein neues Kloster: Neustift. Eine südlich an die Stiftskirche angebaute Kapelle (Weihe 1212) erinnert an das Zimmer, das er sich einst als Rückzugsort im Kloster einrichten ließ. Für die Besucher ist diese Kapelle mit reicher Freskomalerei von Matthäus Günther normalerweise nicht zugänglich, anlässlich des 850. Todestages kann sie im Rahmen von Sonderführungen besichtigt werden.
Montag, 01. Dezember
Film
16 Uhr
Film
20 Uhr
Kinderkino Bibi und Tina Forum Brixen
My Old Lady Mit der feinfühligen Komödie ist dem Regisseur Israel Horovitz eine vergnügli che und gleichzeitig tiefgründige Ode an das Leben gelungen Forum Brixen Dienstag, 02. Dezember
Theater 20:30 Uhr Sanguinare inchiostro Theaterstück über den Ersten Weltkrieg in italienischer Sprache von Andrea Castelli Forum Brixen Mittwoch, 03. Dezember
Diverses ab 14:30 Uhr
» Festwoche anlässlich des 850. Todestages des sel. Hartmann
9.12., 19.30 Uhr Augustinisaal – Vortrag mit Prof. Josef Gelmi 12.12., 10 Uhr Stiftskirche – Pontifikalamt mit Diözesanbischof Ivo Muser 14.12., 17 Uhr Stiftskirche – Orgelkonzert mit H. Leonhard Wenzel CR 16.12., 19.30 Uhr Stiftskirche – Konzert der St. Florianer Sängerknaben 9.-16.12., 10.30 und 16 Uhr – Führungen durch die Hartmannskapelle
Augustiner-Chorherrenstift Neustift, www.kloster-neustift.it
Kindertag am Weihnachtsmarkt Historisches Kinderkarussell, Ponyreiten und Kinderbasteltage Domplatz Freitag, 05. Dezember
Diverses ab 14:30 Uhr
09.01.2015 Skialp Night Trophy Ladurns 23.01.2015 Gitschberg Nightattack 30.01.2015 Plose SkiUphill 07.02.2015 Lorenzensturm
Anmeldung und Auskunft: www.zkgvintl.info oder Tel. 348 8512982
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Operette 15 Uhr, 19 Uhr Eine Nacht in Venedig Operette von Johann Strauß, aufgeführt von den Südtiroler Operettenspielen Forum Brixen
Musik
17 Uhr
Musik
18 Uhr
Latzfonser Bläserquartett Adventlieder am Weihnachtsmarkt Domplatz
Brixner Orgelmeditation Vorbereitung auf das Weihnachts fest anhand ausgewählter Texte und Orgelmusik Dom Montag, 08. Dezember
Diverses ab 17 Uhr
Film
16 Uhr
Samstag, 06. Dezember
» 27.12.2014, Start 19.30 Uhr SkiUphill Vals
Marionettentheater in zwei Sprachen, Stufler Adventsmarktes Anreiterkeller, Gruppe Dekadenz
11 Uhr
Es wird gestanzt heute Nacht! Constanze Lindner präsentiert ein schräges Comedy-Programm Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller
Zum 15. Mal findet am Samstag, 27. Dezember das Tourenski-NachtrennEreignis in Vals statt, bei dem neben vielen Tourenski-Spezialisten auch andere Ausdauersportler erwartet werden. Die 3.200 Meter lange Strecke und die 650 Höhenmetern, die bei diesem Wettkampf zu bewältigen sind, dienen den Sportlern als Formtest. Das SkiUphill in Vals ist das Auftaktrennen zum Eisacktal Cup, bei dem zwischen Ende Dezember und Anfang Februar insgesamt fünf Wettbewerbe ausgetragen werden:
Sonntag, 07. Dezember
Diverses 11 Uhr, 15 Uhr
Musik
Comedy 20:30 Uhr
Tourenski-Nachtrennen in Vals/Jochtal
Eine Nacht in Venedig Operette von Johann Strauß, aufgeführt von den Südtiroler Operettenspielen Forum Brixen
Kinderbackstube am Weihnachtsmarkt Es werden Lebkuchen und Vollkorn kekse gebacken Domplatz Nikolaus- und Krampusumzug Brixner Altstadt
„SkiUphill“
Operette 20 Uhr
Musik
15 Uhr
Alphornbläser aus Welschellen Adventlieder am Weihnachtsmarkt Domplatz
Diverses 15:30 Uhr Nikolausumzug Der Nikolaus bringt Geschenke für alle Kinder Adventsmarkt Stufels
Musik
19:30 Uhr
White Lily Gospel Singers Die White Lily Gospel Singers aus Mühlbach singen Weihnachtslieder Kapuzinerkirche Brixen
Comedy 20:30 Uhr Es wird gestanzt heute Nacht! Constanze Lindner präsentiert ein schräges Comedy-Programm Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller
Weisenbläser aus Feldthurns Adventlieder am Weihnachtsmarkt Domplatz Kinderkino Das magische Haus Forum Brixen
Theater 18 Uhr Ohhh ... du Panische Weihnachtsspiel von Ingrid Maria Lechner Volksbühne Natz
Musik
18 Uhr
Film
20 Uhr
Adventskonzert Der Domchor Brixen und Mitglieder des Domorchesters geben ein Konzert mit vorweihnachtlicher Musik Dom Das Salz der Erde Dokumentarfilm von Wim Wenders und Juliano Ribeiro Salgado Forum Brixen Dienstag, 09. November
Theater 14:45 Uhr Ohhh ... du Panische Weihnachtsspiel von Ingrid Maria Lechner Volksbühne Natz Mittwoch, 10. Dezember
Diverses ab 14:30 Uhr Kindertag am Weihnachtsmarkt Kinderkarussell, Ponyreiten, Basteln Domplatz
Weiterbildung
Donnerstag, 11. Dezember
Sonntag, 14. Dezember
Theater 14:45 Uhr
Musik
11 Uhr
Musik
17 Uhr
Ohhh ... du Panische Weihnachtsspiel von Ingrid Maria Lechner Volksbühne Natz
Operette 20 Uhr Eine Nacht in Venedig Operette von Johann Strauß, aufgeführt von den Südtiroler Operettenspielen Forum Brixen Freitag, 12. Dezember
Diverses ab 14:30 Uhr Kinderbackstube am Weihnachtsmarkt Es werden Lebkuchen und Vollkorn kekse gebacken Domplatz
Weisenbläser aus Feldthurns Adventlieder am Weihnachtsmarkt Domplatz
Orgelkonzert mit H. Leonhard Wenzel Stiftskirche Neustift Montag, 15. Dezember
Film Kinderkino Lola auf der Erbse Forum Brixen
Film
16 Uhr
20 Uhr
Die geliebten Schwestern Eine fragile Liebesgeschichte rund um den Dichter Friedrich Schiller Forum Brixen Dienstag, 16. Dezember
Musik
19:30 Uhr
Konzert der St. Florianer Sängerknaben Stiftskirche Neustift
Musik
20 Uhr
Operette 20 Uhr
Operette
20 Uhr
Diverses ab 14:30 Uhr
Adventskonzert Konzert mit Pizzicanto (Dornbirn), dem Vinzentiner Mädchenchor und dem Vinzentiner Knabenchor Parzivalsaal, Vinzentinum
Eine Nacht in Venedig Operette von Johann Strauß, aufgeführt von den Südtiroler Operettenspielen Forum Brixen Samstag, 13. Dezember
Diverses
14 Uhr
Weihnachtswerkstatt Kinder von 6 bis 10 Jahren basteln Weihnachtskrippen aus Papier zum Mitnehmen Hofburg Brixen
Operette 15 Uhr, 19 Uhr Eine Nacht in Venedig Operette von Johann Strauß, aufgeführt von den Südtiroler Operettenspielen Forum Brixen
Musik
Eine Nacht in Venedig Operette von Johann Strauß, aufgeführt von den Südtiroler Operettenspielen Forum Brixen Mittwoch, 17. Dezember
Kindertag am Weihnachtsmarkt Historisches Kinderkarussell, Ponyreiten und Kinderbasteltage Domplatz
Operette 20 Uhr Eine Nacht in Venedig Operette von Johann Strauß, aufgeführt von den Südtiroler Operettenspielen Forum Brixen
Musik
20:30 Uhr
Friendly Travelers Authentische Gospelmusik mit Aus strahlungskraft aus Louisiana Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller
Bildungshaus Kloster Neustift Impulsvortrag „Woher kommt in Zukunft das Geld für Kultur? Neue Finanzierungskonzepte für Kulturbetriebe- und Projekte“ Di. 09.12.2014, 18.00 Uhr Diskussion mit Experten aus der Nord- und Südtiroler Kulturszene, die mögliche neue Strategien der Kunst- und Kulturförderung aufzeigt und auf aktuelle Gegebenheiten im Kunst- und Kulturbetrieb Bezug nimmt. Anschließend folgt die Vorstellung des Lehrgangs „Professionelle Kulturarbeit“, der am 23. April 2015 startet. Mesner-Ausbildung Mo. 26.01.- Do. 12.03.2015 In sechs Kurstagen werden liturgische, theologische und fachliche Grundkenntnisse, welche zur Ausübung des Mesnerdienstes erforderlich sind, praxisorientiert vermittelt. Referenten sind Martin Salzmann, Mesner an der Basilika Rankweil/ Vorarlberg und Dr. Walter Juen, Geistlicher Assistent der Österreichischen Mesner. Ganzheitliche/r Bewegungstrainer/in Fr. 12.12.2014 – Sa. 19.09.2015 Ganzheitliche Bewegungstrainer motivieren Menschen zu gesunder Bewegung im körperlichen, seelischen und geistigen Sinn. Das Einführungsmodul “Wunderwerk Mensch” sowie der Basis- und Aufbaulehrgang sind auch getrennt buchbar. Ganzheitliches Ernährungscoaching Fr. 16.01.2015 – Sa. 21.11.2015 In diesem Lehrgang werden die Teilnehmer das Thema Ernährung ganzheitlich verstehen, erleben und erfahren. Kneipp Gesundheitstrainer/in Mi. 04.02.2015 – So. 28.06.2015 Die Kneipp-Gesundheitslehre und ihre Anwendungen umfasst die fünf Wirkprinzipien Wasser, Heilkräuter, Ernährung, Bewegung und Lebensfreude. Diese werden in Theorie und Praxis kompetent vermittelt.
15 Uhr
Chor Vocalis aus Steinegg Adventlieder am Weihnachtsmarkt Domplatz
» Anmeldung und Informationen
Musik
17 Uhr
www.bildungshaus.it, bildungshaus@kloster-neustift.it oder telefonisch unter 0472/835588
Musik
18 Uhr
Blechbläsertrio Deutschnofen Adventlieder am Weihnachtsmarkt Domplatz
G. F. Händel: Messias, Oratorium mit Julia Doyle, Daniel Taylor, Samuel Bodner, Michael Valle, dem Kammerchor und dem Barockorchester aus Stuttgart Freinademetz-Kirche, Milland
im Bildungshaus Kloster Neustift
Freitag, 19. Dezember
Diverses ab 14:30 Uhr Kinderbackstube am Weihnachtsmarkt Es werden Lebkuchen und Vollkorn kekse gebacken Domplatz
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Samstag, 20. Dezember
Veranstaltungen
Musik
G. Fr. Händel: Der Messias
20:30 Uhr
Symphonic Winds 2014 & Le Tre Orfei Mit ihren Stimmen und ihrer Perfor mance begleiten „Le Tre Orfei“ das Orchester „Symphonic Winds“ Forum Brixen
In der Freinademetzkirche Milland steht das wohl beliebteste Oratorium auf dem Programm: der Messias von Georg Friedrich Händel.
Die Ausführenden sind Garanten für Qualität. Der Kammerchor Stuttgart gilt als eines der besten Ensembles seiner Art. Frieder Bernius hat den Chor zu einer von Publikum und Presse gefeierten Ausnahmeerscheinung gemacht. Für seine Einspielungen erhielt Frieder Bernius zahlreiche internationale Schallplattenpreise. Die ZEIT schrieb jüngst: „Kein Superlativ ist verschwendet, um diesen Chor zu rühmen.“
» Samstag, 13. Dezember 2014, 18.00 Uhr Freinademetzkirche Milland
Kartenvorverkauf: Tourismusverein Brixen, Tel. 0472 836401 Ermäßigung für Jugendliche, Studenten, Senioren, Mitglieder Kulturverein, Kulturpass
Sonntag, 21. Dezember
Musik
11 Uhr
Musik
17 Uhr
Blechbläsertrio Deutschnofen Adventlieder am Weihnachtsmarkt Domplatz Mädchenchor Vinzentinum Adventlieder am Weihnachtsmarkt Domplatz Mittwoch, 24. Dezember
Film
Kinderkino Quatsch und die Nasenbärbande Forum Brixen
Musik
14 Uhr
15 Uhr
Duo Soundlight Adventlieder am Weihnachtsmarkt Domplatz Samstag, 27. Dezember
Operette
15 Uhr, 19 Uhr
Eine Nacht in Venedig Operette von Johann Strauß, aufgeführt von den Südtiroler Operettenspielen Forum Brixen Sonntag, 28. Dezember
Operette
15 Uhr, 19 Uhr
Eine Nacht in Venedig Operette von Johann Strauß, aufgeführt
Das Neujahrskonzert ist 2015 dem berühmten Vokalensemble Die Singphoniker anvertraut. Unter dem Motto „The Secret of Love“ singt es Vokalmusik von der Renaissance bis zum Pop. Die Singphoniker lassen die Grenzen zwischen sogenannter U- und EMusik durchlässig werden. Ihr Profil:
perfekte Balance aus solistischer Qualität und Ensemblegeist im Dienst wundervoller Musik. Die FAZ schreibt: „Von der puren Intonation bis zur humorvollen Kommunikation mit dem Publikum stimmt hier einfach alles.“ Der Kulturverein Brixen Musik und die Gemeinde Brixen laden Sie anschließend zum Neujahrsumtrunk ein.
» Montag, 5. Jänner 2015, 20.00 Uhr Forum Brixen, Saal Prihsna
Kartenvorverkauf: Forum Brixen, Tel. 0472 275588 online-Reservierung: www.forum-brixen.com
22 Uhr
Brixner Silvester Eine Musikband sorgt für gute Stimmung am Domplatz. Feuerwerk um Mitternacht Domplatz
Ausstellungen StadtGalerie Brixen 4.-30. Dezember „No mother language“: Fotografien von Giovanni Melillo Kostner Eröffnung am 4. 12. um 18:15 Uhr Öffnungszeiten: 10 bis 12 und 16.30 bis 18.30 Uhr Diözesanmuseum Hofburg bis 6. Januar 2015 Die Krippensammlung in der Hofburg Brixen zeigt Krippen aus drei Jahrhunderten Öffnungszeiten: täglich von 10 bis 17 Uhr; am 24. und 25.12. bleibt die Ausstellung geschlossen Die Hartmannskapelle im Kloster Neustift wird der Öffentlichkeit zugänglich gemacht 9.-16. Dezember Täglich Sonderführungen um 10:30 und um 16 Uhr
Märkte Benefizflohmarkt der Caritasgruppe der Pfarrei Vahrn: 6. Dezember, 9 bis 18 Uhr, im alten Kindergarten Vahrn Adventsmarkt in Stufels: 3. bis 8. Dezember von 11 bis 18 Uhr, Stufels Bauernmarkt: Samstag, 8 bis 13 Uhr, Hartmannplatz Monatsmarkt: 9. Dezember, 8 bis 13 Uhr, Schwesternau Wochenmarkt: montags, 8 bis 13:30 Uhr, Priel-Gelände
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ab 14 Uhr
Weihnachtswerkstatt Kinder von sechs bis zehn Jahren basteln Weihnachtskrippen aus Papier zum Mitnehmen Hofburg Brixen
Diverses
Freitag, 26. Dezember
Neujahrskonzert Die Singphoniker
Montag, 29. Dezember
Diverses
Mittwoch, 31. Dezember
Advent-Weihnachts-Konzert Julia Doyle, Sopran Daniel Taylor, Alt David Munderloh, Tenor Peter Harvey, Bass Kammerchor Stuttgart Barockorchester Stuttgart Frieder Bernius, Dirigent
von den Südtiroler Operettenspielen Forum Brixen
Müchlbacher Weihnachtsmarktl: Samstag, 6., 13. und 20. Dezember ab 15 Uhr, Kirchplatz Mühlbach Weihnachtlicher Benefizmarkt der Südtiroler Krebshilfe: bis 8. Dezember, 9 bis 12:30 Uhr und 14:30 bis 18:30 Uhr, Ecke Altenmarktgasse/Trattengasse Weihnachtsmakrt: 29. November bis 6. Jänner, 10 bis 19:30 Uhr; am 25.12. bleibt der Markt geschlossen, Domplatz
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Freizeit & Sport
BRIXNER GOLFSPORTLER
Elitär war gestern
Teuer, spießig, elitär und eigentlich nur was für Rentner – mit vielen Vorurteilen hat der Golfsport zu kämpfen. Doch mittlerweile entspricht das Golfen überhaupt nicht mehr diesem Klischee. Immer mehr Jugendliche und jung Gebliebene sind dem Sport mit dem kleinen Ball verfallen – auch die beiden besten Brixner Alexander Hornof und Nachwuchstalent Matteo Broli.
A
n rund 20 Turnieren pro Jahr nimmt der Brixner Alexander Hornof teil; die meisten davon finden in Südtirol statt. Der 35-Jährige ist seit 2008 passionierter Golfer und zugleich Brixens erfolgreichster. Mit einem Handicap von 3,1 zählt er zudem zu den besten 15 Spielern Südtirols – je weniger Schläge ein Golfer benötigt, um den Ball ins Loch zu befördern, desto besser. Mit einem Handicap von 4,1 zählt auch der 16-jährige Matteo Broli zur Südtiroler Golfelite. Der junge Brixner, der den Sommer über sieben Tage die Woche auf dem Golfplatz steht, hat bereits mit elf Jahren den ersten Golfschläger geschwungen und kann sich ein Leben ohne Ball gar nicht mehr vorstellen.
sind sich Hornof und Broli einig. Weder elitär noch altersbegrenzt ist diese Sportart heutzutage. „Immer mehr Jüngere zieht es auf den Golfplatz, und elitär sind die Clubs in Südtirol auch nicht wirklich. Einzig bei einem Turnier sollte man sich mit langen Hosen und Poloshirt präsentieren“, sagt Broli. Teuer ist am ehesten die Mitgliedschaft in einem der Golfclubs, aber das ist bei anderen Sportarten auch nicht anders. Bis man beispielsweise beim Skifahren alles an Ausrüstung hat, „muss man auch einiges Geld hinblättern“, so Broli. Neben dem richtigen Equipment ist beim Golfen besonders der Kopf gefragt, und zusätzlich zur Konzentration ist die Nervenstärke von großer Bedeutung.
„Das Schönste am Golf ist, dass jeder gegen jeden spielen kann.“ Alexander Hornhof
––
Vorurteile ade. Sporteln, Leu-
te kennenlernen, sich im Freien aufhalten und Spaß haben – das ist es, was das Golfen ausmacht, 48
„Weder müde noch nervös sollte man bei einem Turnier sein, denn da kann vieles schief gehen. Das Tolle am Spielen ist, dass
die technischen Fähigkeiten bei jedem Turnier verbessert werden können, und so wird diese Sportart nie langweilig“, ist Hornof, der zudem auch ein talentierter Tennisspieler ist, überzeugt. „Beim Tennis wird man im Gegensatz zum Golfen im Alter immer schlechter – beim Golfen ist das genau umgekehrt. Das Schöne am Golf ist auch, dass jeder gegen jeden spielen kann. Ein 70-Jähriger kann ebenso einen 20-Jährigen besiegen wie umgekehrt.“
Familiäre Angelegenheit. Ge-
gen das elitäre Vorurteil spricht auch das familiäre Miteinander auf dem Golfplatz: In den rund fünf Stunden, die man bei einem Turnier auf dem Platz verbringt, spielt man zwar für sich, man ist aber gleichzeitig nie allein. Immer in Vierergruppen marschiert man von Loch zu Loch und ist dabei – interessanterweise – immer sofort mit jedem per Du, egal ob Anwalt oder Student. Obwohl man zu viert über den Platz jagt, bleibt das Golfen ein Einzelsport par excellence: Man spielt nur für sich alleine und jagt bei jedem Turnier dem Versuch hinterher, sein eigenes Handicap zu verbessern. Familiär ist auch das Umfeld, aus dem die meisten Jugendlichen zum Golfen kommen, meist sind nämlich bereits die Eltern der Spieler dem Golfsport verfallen – so war es auch bei den beiden Brixnern.
Hobby oder Profi? Während
Hornof hobbymäßig seine Zeit auf dem Golfplatz verbringt, ist bei Matteo Broli noch alles offen: „Prioritär ist zunächst, die Schule
zu Ende zu bringen, und dann schauen wir weiter. Natürlich wäre es ein Traum, wenn ich mein Hobby zum Beruf machen könnte – ich würde es jedenfalls gerne versuchen.“ Seit zwei Jahren trainiert Broli mit dem Trainer der Golf-Nationalmannschaft in Verona und fährt zum Trainieren mit dem Bus von Brixen auf den Golfplatz nach Reischach. Bis zu seiner Volljährigkeit kann Broli noch an Jugendturnieren teilnehmen; und was dann? „Wahrscheinlich mache ich die Golflehrerprüfung, mit der kann man dann auch an Profiturnieren teilnehmen. Damit ich das ganze Jahr über in Schwung bleibe, habe ich mir jetzt sogar in der Garage einen kleinen Abschlageplatz eingerichtet – da es in Brixen ja leider keine Trainingsmöglichkeiten gibt.“
Kein Platz für Golfer. Dass es
in Brixen keinen Trainingsplatz gibt, findet auch Heinrich Lusser
MATTEO BROLI: Er zählt mit seinen 16 Jahren bereits zur Golfelite Südtirols
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besonders schade. Der Präsident des Golfclubs Brixen hatte sich gemeinsam mit dem Verein bereits in den 90er-Jahren um eine Trainingsmöglichkeit bemüht. Als 1993 der Verein gegründet wurde, war es den passionierten Golfern
eines Golfplatzes in Mellaun oder in der Millander Sportzone stießen auf keine große Begeisterung. „Leider war diese Sportart damals nicht so angesehen, somit fehlte auch die Unterstützung von Seiten der Gemeinde. Brixen wäre der
aufblühenden Wirtschaftszweig für Brixen gesehen hätte. 200 mal 100 Meter groß müsste der Platz zum Trainieren ungefähr groß sein. „Theoretisch hätte eine Driving Range sogar im Hofburggarten Platz“, lacht Lusser. „Als
gehen wir doch noch zusammen Golfen und natürlich zum obligatorischen Törggelen beim Gummerer“, so der Präsident, der hofft, dass früher oder später junge Golfbegeisterte in den Verein einsteigen und diesen weiterfüh-
„Das Golfen ist eine nette Art und Weise, dem Herrgott die Zeit zu stehlen“_ Heinrich Lusser, Präsident des Golfclubs Brixen ein Anliegen, einen Trainingsplatz zu schaffen, was vorerst auch gelang: Beim Gummerer wurde eine Driving Range eingerichtet, die einige Jahre lang bespielt werden konnte. Nach Problemen mit den Nachbarn mussten sich die Brixner Golfer einen neuen Platz suchen, der alsbald auch beim Flötscherhof in Viums gefunden wurde. Dieser war allerdings nur vier Jahr lang bespielbar. Auch die bereits ausgearbeiteten Pläne
ideale Standort für einen Golfplatz gewesen, dies hat damals sogar eine eigens ausgearbeitete Studie ergeben. Nun fahren die vielen deutschen Golfurlauber mit einer vollen Brieftasche an Brixen vorbei zum nächsten Golfplatz nach Petersberg, Lana, Kastelruth oder Bruneck und kehren mit einer leeren wieder nach Hause zurück – diesen Zug haben wir leider verpasst“, sagt Heinrich Lusser, der im Golfplatz einen
Witz haben wir diese Möglichkeit sogar schon mal durchgespielt, und irgendwie ist auch etwas Wahres dran: Vielleicht wäre diese Zweckbestimmung sogar interessanter als die derzeit geplante.“
Verein bleibt bestehen. Trotz
mangelnder Trainingsmöglichkeiten besteht der Golfclub Brixen immer noch. „Zwar ist die Mitgliederzahl etwas geschrumpft, aber ein- bis zweimal pro Jahr
ren werden. Die Vereinsmitglieder – alles „ältere Semester“, wie sie Lusser liebevoll nennt – lassen sich ihre Passion allerdings nicht nehmen, denn „immerhin ist das Golfen eine nette Art und Weise, dem Herrgott die Zeit zu stehlen“, so Lusser.
evi.hilpold@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info 49
Freizeit & Sport
SKISPORT
Optimal vorbereitet z Die Skisaison steht vor der Tür! Um sich optimal darauf vorzubereiten, hat der Wintersportverein Brixen für seine Schützlinge erstmals einen Konditionswettbewerb organisiert. In sieben verschiedenen Disziplinen messen sich die jungen Skifahrer und setzen sich dabei zum Ziel, die eigene Leistungsfähigkeit im Wettkampf zu überprüfen. Neben Standweit-
sprung, Medizinballwurf, Sprint, Kastensprung, Ausdauerlauf und einem Hindernis-Parcours mussten sich die Athleten auch im Berglauf beweisen. Rund 50 Sportler aus den vier Vereinen WSV Brixen, SC Fana, ASC Plose und SC Eisacktal traten auf den Anlagen des Vinzentinums gegeneinander an. Dieser Wettkampftag wirkt sich zusätzlich zur Kondition
auch auf eine positive Stimmung zwischen den Jugendlichen sowie auf eine gute Zusammenarbeit zwischen den Vereinen aus und wird aus diesem Grund auch im
nächsten Jahr wiederholt. Was der Wintersportverein Brixen im heurigen Winter an Kursen anbietet, findet man im Internet: www. wsvbrixen.it. eh
Im Skigebiet Gitschberg Jochtal wird die neue Piste „Schwandt“, mit deren Ausbau 2011 begonnen wurde, pünktlich zum Saisonstart befahren werden können. Der Schwierigkeitsgrad der Abfahrt wurde erheblich verringert, die Piste ist nun anfänger- und kinderfreundlich.
Am 27. Dezember startet mit dem SkiUphill Vals der Eisacktal-Cup für die Skitourenrennläufer. Das Tourenski-Nachtrennen in Vals findet heuer bereits zum 15. Mal statt. Infos und Anmeldung unter 348 8512982 oder im Internet unter www.zkgvintl.info. Mehr Infos zum Eisacktal-Cup im timer.
F&S Freizeit & Sport BRIXEN
Schüler messen sich z Das 44. Europäische Schulsportfest fand heuer unter der Schirmherrschaft der Gemeinde Brixen statt. Die Oberschüler von neun Realgymnasien aus Deutschland, Österreich, Ungarn, Rumänien und Italien maßen sich dabei in den Disziplinen Leichtathletik, Schwimmen, Volleyball und Mini-Fußball. Schauplatz für die internationale Eröffnungsfeier sowie für die Leichtathletikbewerbe war Anfang November die Brixner Sportzone; die restlichen Bewerbe wurden in Bozen aus-
kurz
notiert
50
getragen. Organisiert wurde das Schulsportfest, bei dem es der Wettergott nicht gut meinte, vom Realgymnasium Bozen, das neben dem Realgymnasium Brixen sowie dem LS Torricelli Bolzano Südtirol beim Sportfest vertreten hat. Neben dem sportlichen Wettkampf standen vor allem Freundschaften sowie die Völkerverständigung im Vordergrund. Die Wurzeln des Europäischen Schulsportfestes gehen auf das Jahr 1969 zurück, wobei Südtirol seit 1995 aktiv mit dabei ist. eh
Die Organisatoren des Kinder skirennens „Stricker Sprint Plose“ gönnen sich eine kreative Pause: 2015 wird das Event nicht stattfinden, da nach neuen Ideen gesucht wird, um das Rennen für Teilnehmer und Sponsoren noch interessanter zu machen. Ab 2016 soll die Veranstaltung dann alle zwei Jahre wieder am Domplatz stattfinden.
NACHGEFRAGT
„Italienmeistertitel kam völlig überraschend“ PHILIPP ROSSI, 16-jähriges Skate- und Snowboard-Nachwuchstalent aus Brixen, über seinen Italienmeistertitel – und wie er sich seine Zukunft vorstellt. Herr Rossi, seit wann skaten Sie, und wo wird trainiert? Das Skateboard faszinierte mich bereits als Kind. Als ich acht Jahre alt war, schenkten mir meine Eltern dann endlich eines – nach langer Überredungskunst. Damals lebten wir noch in Klausen, und dort gab es kaum Trainingsmöglichkeiten. Als wir nach Brixen zogen, nahm ich an einem Skatekurs teil – dann war’s um mich passiert: Mich bekam man vom Skateboard kaum mehr herunter. Trainingsmöglichkeiten gibt es heute in Brixen leider keine mehr, da der Skatepark über dem Fernheizwerk kaputt ist,
und zudem ist es dort viel zu heiß. Derzeit fahre ich nach Klausen, Bozen oder am Wochenende auch nach Innsbruck. Welche Erfolge können Sie bereits verzeichnen? Da ich auch dem Snowboarden total verfallen bin, nehme ich Sommer wie Winter an Contests teil. Mein größter Erfolg ist sicherlich der Italienmeistertitel im Skateboarden bei den „unter 16-Jährigen“, der komplett überraschend kam, da ich eigentlich nur aus Spaß teilgenommen hatte und mich dann doch gegen die besten italienischen Skateboarder durchsetzen konnte.
Könnten Sie sich vorstellen, dieses Hobby zum Beruf zu machen? Natürlich wäre es mein Traum, vom Skateboarden oder vom Snowboarden zu leben. Mir liegt aber auch am Herzen, tolle Trainingsmöglichkeiten für Skateboarder in Brixen zu schaffen, da man hier derzeit wirklich nicht trainieren kann. Wenn ich es nicht schaffe, Profi zu werden, könnte ich mir auch vorstellen, Snowboard- oder Skateboard lehrer zu werden oder vielleicht auch einen eigenen Skateshop zu eröffnen. evi.hilpold@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
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Freizeit & Sport
Foto: Firecracker Films
EUROPEAN OUTDOOR FILM TOUR
z An Extremen kaum zu überbieten ist die neueste Filmauswahl der „European Outdoor Film Tour“, die kürzlich im Forum Brixen vorgeführt wurde: In sechs Kurzfilmen wurden Geschichten von Menschen gezeigt, die sich mit den „normalen“ Dingen des Lebens nicht zufrieden geben und sich den Kick darin suchen, ihre Grenzen auszukosten. Angefan-
gen bei James aus England, der Kräne, Brücken und Wolkenkratzer erklimmt, um dort dann im wahrsten Sinne des Wortes „abzuhängen“ und sich dabei noch zu fotografieren. Oder Alex, der sich eine der schwierigsten Kletterrouten auswählte, um eine 762 Meter hohe Felswand in Mexiko mit perfekter Vorbereitung, höchster Konzentration
No risk, no fun ... und vollstem Vertrauen in sein Können ganz ohne Sicherung hochklettert. Mit cooler Musik untermauert, zaubert die FilmTour den Zuschauern Gänsehaut auf den Körper und weckt den sportlichen Ehrgeiz und den Drang, sich sofort sportlich zu betätigen. Wie etwa die vier Freundinnen Becca, Sabra, Krystle und Amber, die aus ihrer Komfortzone ausreißen und sich abenteuerlustig im Kanu für zwei Monate auf dem Amur, der in der Mongolei entspringt und durch Russland und China fließt, herumtummeln. Ein gelungenes sportliches Spektakel flimmerte für rund drei Stunden über den Forum-Bildschirm und begeisterte die Zuschauer. Die von Mammut, Gore-Tex und in Südtirol von Sportler organisierte Tour gibt es bereits seit 13 Jahren. Sie tourt heuer durch 13 europäische Länder und wird auch mit der nächsten Ausgabe wiederum in Südtirol Halt machen. eh
SKI ALPIN
Jagd auf das rote Trikot z Das Eisacktaler Skiteam Valente veranstaltet in der heurigen Wintersaison zum ersten Mal den Eisacktal-Cup. Hierbei handelt es sich um eine Kombinationswertung aus vier Alpinwettbewerben: Der Geislertrophäe am 27. Dezember in Villnöß, der Valentetrophäe am 4. Jänner im Jochtal, der Plose-Trophy am 31. Jänner
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sowie der Gitschbergtrophäe am 14. März. Gewertet wird nach dem gültigen F.I.S.I.-Reglement. Den Siegern in den jeweiligen Kategorien winkt – ganz im Stile des Skiweltcups – das „rote Trikot“. Gewinnen können aber auch weniger schnelle Rennläufer, und zwar bei der großen Lotterie, an der jeder Rennläufer, der bei
mindestens drei der Wettbewerbe mitgefahren ist, teilnehmen darf. Die Ziehung findet beim Finalrennen am Gitschberg statt. oz
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KLETTERN
Klettern in Absprunghöhe z In freier Natur oder in der Kletterhalle rauf und runter klettern – allerdings immer in Absprunghöhe, ohne dabei gesichert zu sein – ist derzeit absolut in: Bouldern nennt sich diese Trendsportart, die zahlreiche junge Kletterer in die Kletterhalle Vertikale in Brixen zieht. Um diese Sportart noch interessanter zu machen, wurde kürzlich in der Vertikale ein Juxwettkampf, die Bouldernight, organisiert. 130 Sportler verschiedener Altersgruppen nahmen daran teil und kämpften sich durch die unterschiedlichen Stationen: ob vom Trampolin an die Wand springen, rund um einen Tisch klettern, Slacklinen oder um ein Kanalrohr herumklettern. Dabei galt es, in vier Stunden so viele Punkte wir möglich zu sammeln. Egal ob Profikletterer oder Anfänger: Das Gute am Bouldern ist, dass wirklich jeder mitmachen und sich stetig verbes-
sern kann. Bouldern macht nicht nur Erwachsenen Spaß, sondern wird auch von Jugendlichen und Kindern gerne ausprobiert: Der Boulderraum in der Vertikale wird beispielsweise von vielen Schulklassen am Vormittag und
von zahlreichen passionierten Sportlern am Nachmittag besucht. Um dieser Auslastung gerecht zu werden, wird auch bereits die Erweiterung des Raumes angedacht. Immerhin fast 38.000 Besucher weist die Kletterhalle in Brixen
jährlich auf, davon kommen rund 7.000 Schulkinder zu Besuch, die keinen Eintritt bezahlen. 20 Kurse werden pro Woche abgehalten, die allesamt auf der Homepage www.vertikale.it abgerufen werden können. eh
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Wirtschaft & Umwelt
INTERVIEW ZUM BRIXNER STADTMARKETING
„Magnet Brixen“ Seit dem Schlussdokument der MalikStudie kursiert in Brixen der Begriff „Stadtmarketing“ – ohne dass bisher konkrete Maßnahmen in Angriff genommen wurden. Nun hat der Tourismus verein Brixen das Ruder übernommen und startet im Dezember mit der Umsetzung. Geschäfts führer Werner Zanotti im Gespräch mit dem „Brixner“. Herr Zanotti, was kann man sich unter dem Begriff „Stadtmarketing“ vorstellen? WERNER ZANOTTI: Die Erklärung des Stadtmarketings funktioniert am besten, indem man die Unterschiede zu den institutionellen Aufgaben des Tourismusvereins darlegt: Der Tourismusverein hat den Aufenthalts- und Tagesgast zu betreuen, also jene Personen, die entweder in den Brixner Hotels nächtigen oder als Tagesgast nach Brixen kommen. Dabei geht es 54
um Informationsvermittlung und auch um Angebotsgestaltung: Wir organisieren Stadtführungen, Wanderungen, auch Veranstaltungen. Das Stadtmarketing hat hingegen grundsätzlich die Steigerung der Attraktivität der Altstadt zum Ziel – und da geht es natürlich nicht nur um den Tourismus, sondern auch um den Einheimischen. Warum schränkt man sich auf die Altstadt ein? Warum geht es nicht um das gesamte Gemeindegebiet?
Die Frage ist berechtigt. Es kann in der Tat natürlich nicht sinnvoll sein, dass uns vollkommen egal ist, wie sich das restliche Gemeindegebiet präsentiert. Es gilt aber andererseits, jenes zu verstärken, was Brixen in der Wahrnehmung seiner Gäste ausmacht, und das ist ohne Zweifel die Altstadt. So macht es Sinn, dass sich das Stadtmarketing um die Attraktivitätssteigerung einer klar definierten Zone kümmert – davon profitiert im Grunde dann das gesamte Gemeindegebiet.
Davon wird vor allem der Einzelhandel profitieren ... Das ist uns zu wenig, aber es stimmt schon: Die Bindung und Stärkung der Kaufkraft ist in der Tat eines der prioritären Ziele. Lebt der Einzelhandel in einer Altstadt, wird dies von den einheimischen und fremden Besuchern des Stadtkerns positiv wahrgenommen, die Begehrlichkeit eines Standortes steigt dadurch. Damit die Attraktivität eines Stadtkerns gesteigert werden kann, braucht
IN DEN STARTLÖCHERN: Das Stadtmarketing hat die Steigerung der Attraktivität der Brixner Altstadt zum Ziel
––––––––––– Foto: Andreas Piok
es koordinierende Maßnahmen, in vielen Bereichen. Es geht also nicht darum, dass wir in halb Europa Inserate schalten, um den Leuten zu zeigen, wie schön es in Brixen ist. Es geht um vollkommen andere Aufgaben. Was heißt das konkret? Nehmen wir an, ein Geschäft im Zentrum steht schon eine Weile leer, weil sich kein Mieter findet. Da ein leeres Lokal nicht unbedingt eine schöne Visitenkarte für eine Altstadt ist, sollte das Stadtmarketing hier koordinierend eingreifen: Es geht darum, Angebot und Nachfrage zusammenzuführen. Es geht zum Bei-
tiviert werden, die Arbeiten zu tätigen. Ziel des Stadtmarketings ist es also auch, mit den Besitzern der Immobilien in permanentem Kontakt zu stehen, weil das Erscheinungsbild der Fassaden und Gebäude maßgeblich zur Attraktivität der Altstadt beisteuert. Während bis zur Liberalisierung der Lizenzen die Gemeinde zu entscheiden hatte, welche Warengruppen in den verschiedenen Geschäften angeboten wurden, oblag diese Entscheidung letzthin ausschließlich den Eigentümern der Geschäftslokale. Das wird im Prinzip auch in Zukunft so sein, aber es muss uns
Eigentümern das Bewusstsein zu schärfen, dass sie im Vermieten ihrer Lokale so etwas wie eine kollektive Verantwortung haben. Brixen diskutiert bereits seit einigen Jahren über die Notwendigkeit eines Stadtmarketings. Herrscht entsprechend hoher Handlungsbedarf? Auf den ersten Blick möchte man meinen, dass Brixens Altstadt bereits heute gut aufgestellt ist und dass eh alles gut läuft. Schärft man den Blick, kommen aber Verbesserungspotentiale zutage: Die starken Besucherflüsse in der Brixner Altstadt finden nur dann statt, wenn die Gäste der
nig attraktiv. Dem entsprechend schwach ist die Wertschöpfung in der Altstadt: Die Umsätze von Handel und Gastronomie haben auf jeden Fall Steigerungspotential. Es ist in diesem Sinn Aufgabe des Stadtmarketings, Brixen so attraktiv zu machen, dass man unabhängig vom Wetter oder von anderen Faktoren um Brixen nicht mehr herumkommt. Oberstes Ziel muss also sein, dass es für alle Hotelgäste in ganz Südtirol ein Muss ist, zumindest einen Tag auch in Brixen zu verbringen, weil Brixens Altstadt eine starke Magnetwirkung ausübt. Also geht es doch wieder um den Gast ...
„Der Dom allein garantiert kein Leben, verspricht lediglich eine tolle Ästhetik“_ Werner Zanotti, Direktor des Tourismusvereins Brixen spiel auch darum zu analysieren, welche Produktpalette im Kontext der Zone in diesem leeren Lokal angeboten werden sollte. Oder wenn ein Haus in der Altstadt renovierungsbedürftig ist, dann sollte der Eigentümer dazu mo-
bewusst sein, dass eine Altstadt nur dann attraktiv ist, wenn es einen gesunden Branchenmix gibt, der authentisch zum Stadtprofil passt – im Handel und in der Gastronomie. Wir werden also versuchen, gerade bei den
Umgebung nur noch wenig Alternativen haben – zum Beispiel bei schlechtem Wetter. Brixen ist ein perfektes Schlecht-Wetter-Programm für Touristen der Zone – bei schönem Wetter hingegen ist Brixen offenbar zu we-
Nicht nur! Es geht vor allem auch darum, dass der Einheimische – nicht nur der Brixner, auch zum Beispiel der Sterzinger oder Bozner, der Mühlbacher oder Klausner – Shopping oder eine gute Gastronomie sofort mit der Schönheit 55
Wirtschaft & Umwelt
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In den ersten Monaten werden die Bürger nicht viel vom Stadtmarketing merken, weil wir vor allem am Konzept feilen werden – es müssen die richtigen Strategien erarbeitet werden, um die Kommunikation mit den verschiedenen Akteuren aufzubauen – Handelstreibende, Gastronomen, Hausbesitzer, Politiker.
Foto: Oskar Zingerle
der Brixner Altstadt assoziiert. Ich weiß, das ist eine große Herausforderung, aber das ist das Ziel. Wie der Weg dorthin sein wird, steht noch nicht ganz fest – es gibt einige Ideen, die noch genauer definiert werden müssen. Zum Beispiel? Man könnte zum Beispiel eine Shopping Card ins Leben rufen, eine Art Wertkarte, die sich auch als Geschenk perfekt eignet und die in allen beteiligten Geschäften und Gastronomiebetrieben eingelöst werden kann. Das ist ein kleines Projekt, mit dem man aber sofort Kaufkraft anzieht und bindet. Auch das geplante digitale Parkraumkonzept der Gemeinde öffnet neue Möglichkeiten; als Stadtmarketing müssen wir nun versuchen, uns hier einzubringen, um die Möglichkeiten auch zu nutzen. Wenn jemand zum Beispiel in einem Geschäft einkauft, so sollte der Verkäufer in der Lage sein, den Parkschein seines Kunden zu bezahlen – wie auch immer dies technisch gelöst werden wird.
Es geht also, zusammenfassend, um die Schaffung eines koordinierenden Netzwerkes ... Ja, Netzwerk ist das richtige Schlagwort. Mit welchem Budget arbeitet das Stadtmarketing im ersten Jahr? Wir rechnen mit mindestens 150.000 Euro freies Budget – Mitarbeiter und Struktur sind da nicht eingerechnet.
Werner Zanotti: „Brixens Altstadt hat noch viel Potential und braucht stärkere Frequenzen“
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Ist Bozen ein Vorbild in Sachen Attraktivität?
verstehen, dass der Dombezirk allein zu wenig ist.
Ja und nein. Einerseits ist auch Bozen ein klassisches Schlechtwetterziel, andererseits hat Bozen mit dem Archäologiemuseum eine Attraktion, einen Anziehungspunkt. Auch der Bozner Obstmarkt ist aus Sicht des Gastes ein Magnet, genauso wie die große Auswahl im Handel.
Es braucht also zusätzliche Attraktionen im wahrsten Sinn des Wortes – aber in den letzten Jahren mussten wir lernen, dass allein der Begriff „Attraktion“ bei vielen Brixnern negativ besetzt zu sein scheint ...
Vor allem im Vergleich zu Bruneck, Bozen oder Meran könnte man den Eindruck gewinnen, dass Brixen eine etwas verschlafene Stadt ist. Das ist auch deshalb verwunderlich, weil Brixen mit dem Dombezirk im Grunde historische Attraktoren hätte, die eine große Magnetwirkung haben sollten. Besitzen Dom, Kreuzgang und Hofburg zu wenig Anziehungskraft? Das Historische und Museale, das Kirchliche ist für Brixen eine immens wichtige Grundvoraussetzung für die Attraktivitätssteigerung der Altstadt, aber es braucht zusätzliche Impulse. Für die Begehrlichkeit, den Appeal von Brixen braucht es vor allem Leben. Der Dom allein garantiert kein Leben, verspricht lediglich eine tolle Ästhetik. Wo Leben ist, werden weitere Frequenzen generiert; Menschen ziehen Menschen an. Die Brixner müssen
Ich weiß schon, worauf Sie anspielen – auf den Hofburggarten. Eine Attraktion muss aber nicht immer eine neue Infrastruktur sein. Aber es stimmt schon – Brixen ist im Moment viel zu passiv unterwegs. Attraktionen müssen inszeniert werden, und das muss eine Stadt dann auch zulassen. Um zum Hofburggarten zurückzukommen: Dieser Garten birgt eine Chance, die in dieser Form kaum wieder kommen wird – Brixen darf sich diese Chance nicht wieder entgehen lassen. Der Hofburggarten kann ein Frequenzbringer werden, der Brixen in eine vollkommen andere Dimension katapultieren kann.
Die Notwendigkeit zum Stadtmarketing wurde bereits in der MalikStudie erkannt, nur hat sich seit dem damaligen Schlussdokument, das auf das Jahr 2010 zurückgeht, niemand für die Umsetzung des Stadtmarketings zuständig gefühlt. Also hat der Tourismusverein die Sache in die Hand genommen, was auch sinnvoll ist, weil man damit synergetisch arbeiten kann. Finanziert wird das Stadtmarketing über die Beiträge unserer Mitglieder, über öffentliche Beiträge und Sponsoren. Nachdem wir im Sommer intensiv auf Personalsuche gingen, werden wir nun am 1. Dezember operativ; die Verantwortung für das Stadtmarketing wird Kurt Jakomet übernehmen.
Wenn wir von Marketing im übergeordneten Sinn reden: Ist die Positionierung von Brixen auf dem „Markt der Destinationen“ eigentlich klar definiert? Noch nicht endgültig: Das „doppelte Erlebnis“ zwischen Berg und Stadt ist ein guter Anfang, weil man es damit geschafft hat, Brixen in eine geographische Einheit zu formen. Die Marke Brixen ist jedoch noch nicht fertig; Profilierung und Differenzierung zu anderen Destinationen müssen geschärft werden.
willy.vontavon@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
Ist man mit den derzeitigen Plänen für den Hofburggarten auf dem richtigen Weg? Nein, absolut nicht. Warum ist das Stadtmarketing eigentlich beim Tourismusverein angesiedelt worden? 57
Wirtschaft & Umwelt
BRIXEN
Goldeneye z Mit dem James-Bond-Klassiker hat das Gerät, das von dem Brixner Unternehmen Microtec zum Scannen von Holzstämmen entwickelt wurde, zwar nichts zu tun, ein Blickfang ist es aber allemal. Deshalb wurde der vom Designbüro MM Design entworfene Holzscanner durch die „Associazione per il Disegno Industriale (ADI)“ in den „ADI Design Index 2014“ aufgenommen und erhielt somit eine der bedeutendsten Auszeichnungen
des italienischen Designs. Knapp 100 Produkte aus ganz Italien werden alljährlich in diesen Index eingetragen und nehmen dadurch an der Ausscheidung für den begehrten Industrie-Designpreis „Compasso d’Oro“ teil. Der Goldeneye Multisensor-Scanner
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ist eines der Vorzeigeprodukte der Brixner Firma Microtec und kommt in rund 250 Sägewerken in 50 Ländern zum Einsatz. Goldeneye ist garantiert ein Blickfang und somit auch eine spannende Abwechslung in den Sägewerken. vk
Wirtschaft & Umwelt
Foto: Thomas Grüner
BRIXEN/PLOSE
Licht aus für Nachteulen z Die Nachricht hat wie eine kleine Bombe eingeschlagen und sorgt immer noch für Diskussionen: Die beliebten Abendöffnungen der Kabinenbahn Plose samt Rodelbahn fallen in der kommenden Wintersaison aus. Wie vielen Brixnern bekannt ist, blieb die Kabinenbahn in den letzten Jahren an den Freitagabenden von 17 bis 23 Uhr geöffnet. Zahlreiche Tourenskigeher nutzten die Bahn, um nach dem Aufstieg von 1.000 Höhenmetern bequem wieder ins Tal zu fahren; gemütlichere Zeitgenossen unternahmen einen Nachtspaziergang zur Rossalm,
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und ganze Gruppen verabredeten sich zum Mondscheinrodeln auf der Plose. Alessandro Marzola, Geschäftsführer der Plose Ski AG, erklärt dazu: „Die Sicherheit der Rodelbahn steht für uns an erster Stelle. Wir setzen jedes Jahr neue Maßnahmen, damit unsere Vorzeigerodelbahn ‚RudiRun’ für die Gäste sicherer wird. Leider bildet gerade die Abendöffnung der Rodelbahn ein erhöhtes Risiko. Wir planen bereits jetzt für die Wintersaison 2015/16 konkrete Maßnahmen, um dieses Risiko zu relativieren und die beliebten Friday-Night-Fever-Veranstaltungen
Auch das Südtiroler Kinderdorf sammelt heuer wieder Spenden. Hierfür stehen die traditionellen Weihnachtskarten abermals zum Verkauf. Die Kartenmotive und weitere Informationen gibt es unter www.kinderdorf.it/weihnachtskarten2014.
dann wieder anbieten zu können.“ Damit wird vorerst auch das Angebot für Tourengeher hinfällig, an den Freitagabenden die Trametsch zu begehen. Eine kleine Ausnahme gibt es dennoch: Kabinenbahn und Rodelbahn sind an
den Abenden des 2. Jänner und 17. Februar bis 23 Uhr geöffnet. Dann kann auch die Trametsch von Tourengehern genutzt werden. Diesen steht die Talabfahrt außerdem am 30. Jänner für ihren Nachtlauf offen. ab
900 Kinder feierten am 15. November im Forum Brixen das „Sumsifest“ der Raiffeisenkasse Eisacktal, das zum 10. Mal in Folge stattgefunden hat. Seit 1978 animiert die fleißige Biene junge Sparer in Italien, Deutschland, Österreich und der Schweiz, ihr Geld zur Bank zu tragen.
Der Kinderkrebshilfe Peter Pan wurde am Weltspartag ein Scheck im Wert von 20.000 Euro von der Südtiroler Volksbank überreicht. Das Geld wird zum Ankauf eines speziellen Lasergeräts verwendet, das die schmerzhaften Zustände, die während der Chemotherapie auftreten, erheblich erleichtert.
STADTGEHEIMNISSE Foto: Oskar Zingerle
Woher stammt der Brauch des Klöckelns in Schalders?
An den ersten drei Donnerstagabenden im Advent ziehen in Schalders recht wundersame Gestalten des Weges: die Klöckler. Eingehüllt sind sie in dicker Winterbekleidung, der Kopf ist mit einem Tuch verhüllt, auf dem ein Gesicht aufgemalt worden ist. Niemand soll erkennen, wer sich hinter dieser Maskierung verbirgt. Die Figuren ziehen von Haus zu Haus und „klocken“ an die Haustür – was den Namen Klöckler erklärt. Sie stimmen das recht monoton klingende Klöckellied an, das die christliche Heilsgeschichte erzählt, sammeln eine Spende, zeichnen symbolisch ein Kreuzzeichen auf den Boden und ziehen dann weiter zum nächsten Haus. Das Klöckeln ist ein wahrscheinlich heidnischer Brauch des Winteraustreibens, dem später eine christliche Bedeutung zugesprochen worden ist. In den 1970er Jahren geriet das Klöckeln in Schalders beinahe in Vergessenheit, doch Luis Zingerle und Georg Kinigadner sorgten für eine Verschriftlichung der Lieder und für die Aufrechterhaltung dieser Tradition. Heute ziehen in Schalders vorwiegend die Kirchenchor-Sänger als Klöckler umher; es ist neben den Ortschaften im Sarntal eines der wenigen Dörfer in Südtirol, wo sich das Klöckeln erhalten hat. Anregungen: redaktion@brixner.info
BRIXEN
Lichtverschmutzung? z Der Himmel ist klar und dunkelblau, aus den Gassen der Brixner Altstadt dringt gedämpft warmes Licht, und im Süden der Stadt strahlen blendend helle Scheinwerfer der Flutlichtanlage mit dem Mond um die Wette. Der Brixner Hans Deflorian hat Ende Oktober dieses Foto zusammen mit einer Anfrage per E-Mail an die beiden Stadträtinnen Elda Letrari und Paula Bacher sowie zur Kenntnis an die „Brixner“-Redaktion gesendet. „Kann es sein, dass die Scheinwerfer in der Sportzone falsch eingestellt sind? Derzeit ist die Luft so klar, dass man ohne diese himmelgerichteten Strahler vielleicht wieder einmal die Milchstraße erspähen könnte!“, schrieb Deflorian. Auf Rückfrage des „Brixner“ erklärt dieser, er habe von Frau Bacher eine erklärende E-Mail
erhalten: Wie der für die Beleuchtung der Sportzonen zuständige Stadtwerke-Mitarbeiter Hansjörg Bergmeister darin erklärt, dürfte es sich bei den Lampen entweder um jene der Diskothek Max handeln, die jeden Mittwoch vertikal den Weltraum zu erhellen versuchen, oder um jene der Sportzone Süd. „Die Lichtanlage des KlausSeebacher-Sportplatzes können es jedenfalls nicht sein“, schreibt Bergmeister, „diese sind gerade perfekt eingestellt worden“. Eine Änderung gab es sowohl beim „Max“ als auch in der Sportzone Süd in den letzten Jahren nicht, weshalb die von Deflorian vermutete „Lichtverschmutzung“ – wenn schon – ein bereits seit Jahren bestehendes Phänomen darstelle, das von ihm allerdings erst jetzt bemerkt wurde. vk
Feiern
bei Freunden.
Wir wünschen besinnliche Weihnachten und genussreiche Feiertage! Der Urlaub ist vorbei, ab 10.12. haben wir wieder für Sie geöffnet.
&
Pizzeria Restaurant
Albeins 44 - Brixen - Tel. 0472 851039 Warme Küche: 17-23 Uhr - Montag Ruhetag 59
Foto: Hermann Köck
Füttern kostet! z Ob ausgestreutes Futter oder auch nur ein Stückchen vom Jausenbrot für das gurrende Federvieh: Taubenfüttern kann in Brixen teuer werden. Bürgermeister Albert Pürgstaller hat im November nämlich eine Verordnung unterschrieben, die es in der Stadt Brixen untersagt, Tauben zu füttern. Wer diese Verordnung nicht einhält, ist von der Stadtpolizei mit einer Verwaltungsstrafe in Höhe von 25 bis 500 Euro zu ahnden. Diese Maßnahmen wurden ergriffen, da durch Taubenkot erhebliche Schäden entstehen. Eine Taube produziert zwischen zehn und zwölf Kilogramm Kot im Jahr, durch den Mauern zerfressen und Metalle korrodiert werden. Neben verdreckten Balkonen und Fassaden tritt ebenfalls Geruchsbelästigung ein. Auch können durch getrockneten
Taubenkot Krankheitserreger auf den Menschen übertragen werden, wobei besonders Al lergiker, Kinder sowie ältere und immungeschwächte Menschen betroffen sind. „Die Tauben konnten durch verschiedene Maßnahmen wie Taubenschläge aus der Stadt gezogen werden. Letzthin hat das Taubenfüttern am Dom- oder Hartmannsplatz aber wieder vermehrt stattgefunden. Dadurch wurden die Tauben wieder angelockt“, erklärt Walter Niederstätter, Sprengelhygienearzt. „Durch das Fütterungsverbot wird die Taubenpopulation im Stadtbereich in Grenzen gehalten“, so Niederstätter. Tauben können auch ohne Zufütterung im Winter selbst ausreichend Nahrung finden und sie können problemlos mehrere Kilometer fliegen, ohne zu verhungern. vk
MÜHLBACH
Neues Speicherbecken fertiggestellt
Foto: Oskar Zingerle
Wirtschaft & Umwelt
BRIXEN
Weihnachtsaktion vom 24.11. bis 24.12.14
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z Im Skigebiet Gitschberg Jochtal ist vor wenigen Wochen ein neues Speicherbecken für die Beschneiungsanlage in Betrieb genommen worden. Das ein Hektar große Becken befindet sich am Kamm zwischen Hinterberg und Stoanermandl und hat ein Fassungsvolumen von 63.000 Kubikmetern. Derzeit ist es zu gut drei Vierteln gefüllt. Gespeist wird es aus einer kleinen Quelle vom Rotenstein und von einer Pumpe in der Nähe der Anratterhütte. Das Speicherbecken befindet sich genau an jener Stelle, an der auch vier Windkrafträder er-
richtet hätten werden sollen. Karl Leitner, Präsident der Liftgesellschaft, glaubt nicht mehr daran, dass dieses Vorhaben realisiert werden kann. „Aufgrund des Landesgesetzes würden wir alle nötigen Voraussetzungen erfüllen, aber es gibt ein Staatsgesetz, das dazu im Widerspruch steht und Windkraftanlagen oberhalb einer Meereshöhe von 1.600 Metern verbietet.“ Die Liftgesellschaft hätte den Strom vor allem für den Betrieb der eigenen Anlagen benötigt. Die Stromkosten betragen laut Aussagen des Präsidenten derzeit 850.000 Euro jährlich. oz
NACHGEFRAGT
„Einer der besten Jahrgänge“ Herr Nössing, die Weinlese ist vorüber. Können Sie bereits eine erste Prognose über das Eisacktaler Weinjahr 2014 abgeben? Allerdings. Wir können heuer trotz des regenreichen Sommers von einem sehr guten Jahrgang sprechen. Dieser kommt deshalb zustande, weil die Trauben in der schlimmsten Schlechtwetterphase noch nicht so weit waren, um darunter zu leiden. Mit den vielen Sonnentagen Ende September und Anfang Oktober liefen die Trauben dann zur Hochform auf. In dieser Zeit entwickelten sich unglaublich gute Säurewerte, und der Zu-
ckergehalt stieg enorm an. Die Weinlese war kraftraubender als sonst, da jede Traube auf Schäden kontrolliert werden musste. Hatte der schlechte Sommer auch Einfluss auf die Erntemenge? Wir Eisacktaler Winzer müssen natürlich aufgrund der starken und ständigen Regenfälle im Sommer zwischen 15 und 30 Prozent der Erntemenge einbüßen. Ich beziehe mich hier auf Zahlen von der Kellereigenossenschaft Klausen, vom Kloster Neustift und von Günther Kerschbaumer vom Köfererhof in Neustift. Er bezeichnet den Jahrgang als charaktervoll, gut strukturiert, saftig
und spricht sogar von einem der besten Jahrgänge im Eisacktal. Der goldene Herbst hat sozusagen das Ruder nochmals herum gerissen? Ja, das kann man so sagen! Wäre der Herbst so nass gewesen wie der Sommer, hätte es schlecht mit dem heurigen Jahrgang ausgesehen. Die Reife ging relativ langsam voran, wir konnten mit der Ernte zuwarten, und dies führte zu einer ausgezeichneten Aromabildung. Jetzt können wir uns auf einen hervorragenden Jahrgang 2014 der Eisacktaler Weine freuen.
Foto: Manuel Ferrigato
MANNI „HOANDL“ NÖSSING, Präsident der Eisacktaler Weinbauern, über den regenreichen Sommer, aus dem nichtsdestotrotz hervorragende Eisacktaler Weine hervorgehen werden.
evi.hilpold@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
61 274 Brixen | Großer Graben 27 | Tel. 0472 970
Über die Verkostung von Edelbränden Auf das richtige Maß kommt es an: Nach maximal vier Bränden verliert der Gaumen nämlich die sensorische Fähigkeit, komplexe Aromen wahrzunehmen. Bewusster Genuss fängt deshalb bei der sorgfältigen Auswahl der Edelbrände an. Der Feinschmecker beginnt die Verkostung mit einem Grappa, um die empfindlichen Geschmacksrezeptoren des Gaumens optimal zu fordern. Auf diesen ersten Gang folgen zarte Fruchtdestillate wie ein Apfelbrand oder Quittenbrand, die die Geschmacksnerven auf sehr aromatische Produkte vorbereiten. Liköre zum runden Abschluss sind
das süße Dessert jeder Verkostung. Wer es weniger lieblich mag, gönnt sich abschließend einen Digestif. Dabei ist auf die richtige Serviertemperatur zu achten: Die meisten Edelbrände entfalten ihr volles Aroma zwischen zehn und 18 Grad Celsius.
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Edeldestillat Waldler Original – einmal mehr mit dem Qualitätssiegel Gold prämiert TERRABONA.IT
gibt es viele – einige der besten Fruchtdestillate hat die Privatbrennerei Unterthurner in Marling zu bieten. Die edle Spirituose „Waldler“, unverwechselbar durch ihre intensiven Himbeerund Vanillearomen, wird nach
einer Geheimrezeptur von Alois Unterthurner hergestellt. Waldler Original ist im deutschsprachigen Raum ein „Dauerbrenner” und hat über die Grenzen hinaus einen exzellenten Ruf bei Kennern und Genießern. Nicht umsonst wurde Unterthurner kürzlich für seinen exquisiten Waldler bei der Internationalen DLG-Qualitätsprüfung in Deutschland einmal mehr das Qualitätssiegel Gold überreicht. Weitere Informationen unter www.unterthurner.it, unter der Rufnummer 0473 447186 und im ausgewählten Fachhandel.
Foto: Unterthurner
In drei Schritten das Wichtigste über das richtige Verkosten von Edelbränden, um den feinen Unterschied zu genießen.
Extra
Essen & Trinken
UNTERTHURNER GMBH
Eine feine Art, die Zeit zu genießen. Entdecken Sie die Vielfalt unserer edlen Obstbrände und Liköre. Früchte erster Qualitätsgüte sowie traditionelle Brennkunst und modernste Technik versprechen ein unvergleichliches Trinkerlebnis.
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Unterthurner Edeldestillate erhalten Sie im Stammhaus Ansitz Priami, Marling und im ausgewählten Fachhandel. Brixen: Leitgeb Obst und Gemüse, Siebenförcher Feinkost, Weine & Feinkost Franzelli Lorenzo; Klausen: Eichbichler Ernst; Vahrn: Getränkemarkt - Vinothek Wein & Co..
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HOTEL ELEPHANT ****S
500 Jahre Gastlichkeit
Historie. Ambiente. Genuss.
Seit 500 Jahren sind das Hotel Elephant in Brixen und sein Gourmet-Restaurant eine feste Größe – weit über Südtirol hinaus. Die einzigartige Geschichte, das besondere Ambiente und die mehrfach preisgekrönte Küche bieten den perfekten Rahmen für stilvolle Feierlichkeiten. Längst kein Geheimtipp mehr sind die Weihnachtsfeiern und der Silvesterabend im Hotel Elephant.
Egal, ob es die Feier mit der Firma oder ein stimmungsvolles Weihnachtsessen mit der Familie ist: Das international ausgezeichnete Gourmet-Restaurant im Hotel Elephant bietet einen idealen Rahmen für gelungene Feste. Auch an Silvester erwartet die Restaurantgäste ein erlesenes Programm, um das neue Jahr gebührend zu begrüßen – mit einem exquisiten Festmenü, hervorragenden Weinen und Live-Musik.
Am besten sofort reservieren!
Um das Festtagsprogramm entspannt zu genießen, empfiehlt es sich, rechtzeitig zu reservieren. Das Hotel Elephant nimmt Reservierungen telefonisch unter der Rufnummer 0472 832750 oder per E-Mail an info@hotelelephant.com entgegen. An der Rezeption sind auch Restaurant-Gutscheine erhältlich – gerade zu Weihnachten eine schöne Geschenkidee, mit der man jedermanns Geschmack trifft!
Vielgerühmtes historisches Ambiente. Ein Geschenk für Erzher-
zog Maximilian von Österreich sollte er Mitte des 16. Jahrhunderts werden – der Elefant Soliman, dessen fantastische Reise quer
durch Europa auch in Brixen Halt machte und dem historischen Gastbetrieb seinen Namen gab. Kenner feiner Gastlichkeit wissen um die besonderen Vorzüge dieses wohl einmaligen Hauses und seiner besonderen Kombination aus Geschichte, Ambiente und Genuss. So wurde das Hotel Elephant im Jahr 2011 als „Historischer Gastbetrieb des Jahres“ ausgezeichnet. Ein Gault-MillauService-Award folgte bald darauf. Und für das Jahr 2015 verlieh der renommierte Gourmet-Führer dem Hotel Elephant gar eine Haube und hervorragende 14 Punkte. Wer sich zu den Neuigkeiten eines der ältesten Hotels Italiens auf dem Laufenden halten möchte, folgt am besten den Meldungen bei Facebook und Twitter. Interessante Einblicke in den Hotelalltag sowie laufend attraktive Angebote finden sich darüber hinaus auch im Blog des Hauses unter www. hotelelephant.com.
Stilvoll feiern! Feiern Sie Weihnachten und den Jahresausklang mit Ihrem Unternehmen oder Ihrer Familie im Hotel Elephant in Brixen. In drei gemütlichen Stuben und unserem eleganten Saal verwöhnen wir Sie mit kulinarischen Genüssen und erlesenen Weinen. Reservieren Sie jetzt unter 0472 832 750! Ihre Familie Heiss Falk
Seit acht Generationen familiäre Gastlichkeit. Heute bürgt mit
Elisabeth Heiss und Michael Falk die siebte und achte Generation für erlesene Gastlichkeit auf höchstem Niveau. Das gediegene Ambiente lässt keine Komfortwünsche offen, zahlreiche Kunstwerke zeugen von einer beeindruckenden Vergangenheit mit illustren Gästen wie Kaisern, Königen, Fürsten, Künstlern und Literaten, die eines verband: ihr Sinn für exquisiten Genuss. Dieser zieht auch heute noch Gäste des Hotels und des GourmetRestaurants in seinen Bann und lässt sie gerne wiederkehren.
Hotel Elephant ****S | Weißlahnstr. 4, Brixen | T 0472 832750 63
G. SIEBENFÖRCHER
Köstliche GESCHENK Weihnachten IDEEN Würziger Speck, saftige Kochschinken, Weihnachtsbraten oder traditionelle Südtiroler Gerichte: Die Familienmetzgerei G. Siebenförcher verwöhnt Genießerherzen nicht nur zu den Festtagen. Als spezielles Weihnachtsgeschenk bieten sich die gut gefüllten Geschenkkörbe besonders an.
Foto: Arnold Ritter
Extra
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Essen & Trinken
G. Siebenförcher
Überraschen Sie Ihre Lieben mit feinen Spezialitäten aus Südtirol und Italien! Das Team des Brixner Siebenförcher-Feinkostladens in der Altenmarktgasse Vor gut einem halben Jahr wurde in Brixen die neue Filiale der Traditionsmetzgerei Gottfried Siebenförcher aus Meran eröffnet. Das geschichtsträchtige Gebäude in der Altenmarktgasse, in dem ehemals die Metzgerei Stockner untergebracht war, wurde somit wieder zu einem Treffpunkt für Liebhaber feinster Fleisch- und Wurstspezialitäten. Die Ergebnisse echter Südtiroler Handwerkskunst und altüberlieferter Familienrezepturen, wie der würzige Speck oder der saftige Kochschinken, sind bei Jung und Alt nämlich gleichermaßen beliebt. Die Familie Siebenförcher führt die Metzgerei im Sinne der Vorbesitzer weiter und übernahm im Zuge dessen auch alle bisher beschäftigen Mitarbeiter.
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. oneandseven
Bereit für die Feiertage. Nun
2014
Erleben Sie die Vielfalt köstlicher Wurst- und Schinkenspezialitäten, den unverwechselbar milden Geschmack des Südtiroler Speck, ein erlesenes Käsesortiment und italienische Delikatessen aus der Spezialitäten-Metzgerei Gottfried Siebenförcher. . Brixen Altenmarktgasse 22 . Tel. 0472 835 681 www.siebenfoercher.it
stehen die Feiertage vor der Tür, und G. Siebenförcher hat für das Weihnachtsmenü bereits bestens vorgesorgt. Feinschmecker tätigen ihre Einkäufe vor dem Fest in der Filiale in der Altenmarktgasse in Brixen und genießen feinsten
Weihnachtsbraten, leckeres Fondue oder traditionelle Südtiroler Bauernkost. Nimmt die vorweihnachtliche Hektik überhand, so greift man auf unseren telefonischen Bestellservice zurück: Siebenförcher bereitet alles vor, und der Kunde kann seine Einkäufe in aller Ruhe abholen. Und sollte jemand noch über die passenden Geschenke für seine Lieben nachdenken, kann er es mit den individuellen Geschenkkörbe probieren. Denn feinste Spezialitäten aus Südtirol und Italien lassen jedes Genießerherz höher schlagen und garantierten echte Weihnachtsfreude bei Familie, Freunden und Bekannten. Die Mitarbeiter von Siebenförcher beraten gerne! Auch für die Silvesterfeier hält G. Siebenförcher nur Gutes bereit, damit der Start ins neue Jahr 2015 besonders genussvoll ausfällt. Die Familienmetzgerei G. Siebenförcher mit ihren Mitarbeitern wünscht allen Kunden und Neukunden fröhliche Festtage, besinnliche Weihnachten und ein gutes neues Jahr 2015. Internet: www.siebenfoercher.it
MILCHHOF BRIXEN
milkadv.it
5 Medaillen für Brimi Foto: Oskar Zingerle
Einen wahren Medaillensegen gab es für Brimi-Qualitätsprodukte auf der kürzlich ausgetragenen 12. Internationalen Käsiade.
Von der Fachwelt mit Gold ausgezeichnet: die Brimi Mozzarella Bocconcini 200 g Dreimal Gold und zweimal Silber – dies ist die Erfolgsbilanz, die Brimi auf der 12. Ausgabe der Internationalen Käsiade im österreichischen Hopfgarten Anfang November für sich verbuchen konnte. Gold sicherte sich der Milchhof Brixen für Brimi Mozzarella Kugel, Brimi Mozzarella Bocconcini und Brimi Bio Mozzarella; Silber gab es für die lakosefreie Brimi Mozzarella Kugel und die Brimi Bio-Butter. Mit drei Goldund zwei Silbermedaillen war der Milchhof Brixen damit zugleich auch der erfolgreichste Südtiroler Milchverarbeitungsbetrieb auf der diesjährigen Käsiade.
Fachwettbewerb auf internationalem Niveau. Die Internatio-
nale Käsiade ist ein in Österreich ausgetragener Fachwettbewerb von Käserei- und Molkereispezialisten aus ganz Europa, die ihre Käsespezialitäten von einer Jury, die aus internationalen Milchwirtschaftsexperten besteht, beurteilen lassen. Besonderer Wert wird dabei auf den Geschmack und die
info Umsatz: 85 Mio. Euro* Mitarbeiter: 164 Mitglieder: 1.250 *geschätzt für 2014
Textur der Produkte gelegt. Die Käsiade ist damit ein strategisch wichtiger Dreh- und Angelpunkt der internationalen Käsereifachwelt und eine führende Plattform der internationalen Käsekultur. Der Milchhof Brixen nimmt seit Jahren regelmäßig an diesem renommierten Fachwettbewerb teil und holte sich in der Vergangenheit bereits mehrmals Gold und Silber für seine Brimi-Produkte. In diesem Jahr gab es für Brimi zum wiederholten Mal einen Medaillenregen und erstmals drei Gold- und zwei Silbermedaillen – für den Milchhof Brixen eine wertvolle Auszeichnung und ein weiterer Baustein auf dem Weg zur Festigung der Markenqualität und Marktposition im In- und Ausland. Auf der Käsiade ausgezeichnet wurde insbesondere der frische, volle Geschmack der Brimi-Produkte, den die Juroren durchgängig mit Bestnoten bewerteten. Diesen einzigartig vollmundigen Geschmack erzielen Brimi-Produkte durch die hohe Produktqualität, die über die gesamte Herstellungskette sichergestellt wird: Von der Verarbeitung tagfrischer und gentechnikfreier Südtiroler Bergbauernmilch über schonende Verarbeitung unter Einhaltung rigoroser Qualitätsund Hygienenormen bis hin zur zeitnahen Auslieferung der BrimiFrischeprodukte in garantierter Qualität.
Südtirol
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Speckproduzent aus Leidenschaft Mit vielen preisgekrönten Speckspezialitäten macht die Metzgerei Vontavon über die Grenzen hinaus von sich reden. Seit über einem halben Jahrhundert hat sich die Metzgerei Vontavon der Wurst- und Speckherstellung verschrieben. Gegründet als kleiner Metzgereibetrieb im Jahr 1957 in Brixen, lernte Paul Vontavon bereits in jungen Jahren das Handwerk des Metzgers und die Speckherstellung nach einem heute noch sorgfältig gehüteten Familienrezept. Die Gewürze, die zur Speckherstellung verwendet werden, sind über die Jahrzehnte mit Bedacht unverändert geblieben – „dies aus Überzeugung, denn das Rezept und die Gewürze“, so Paul Vontavon, „drücken zugleich auch die Verbundenheit
Extra
Essen & Trinken
VONTAVON GMBH
mit dem eigenen Herkunftsgebiet aus.“ Und so sieht der Speckproduzent die traditionelle Handwerkskunst gleichzeitig als Garant für echten Südtiroler Speckgenuss.
Geheimtipp für Feinschmecker. Die Produktion erfolgt am heutigen Standort der Betriebsstätte in der Industriezone Brixen, der Detailverkauf hingegen im eigenen Feinkostgeschäft in der VittorioVeneto-Straße. Die Metzgerei Vontavon hat sich in der Produktion inzwischen ganz auf die Wurstund Speckherstellung konzentriert; das Sortiment an Eigenkreationen umfasst viele international ausge-
Genussvolles nach Südtiroler Tradition.
zeichnete Spezialitäten, darunter neben dem eigenen Südtiroler Markenspeck auch der eigene Bauernspeck und der sogenannte Heu-Speck. Diese Speck-Eigenkreation wird mit Südtiroler Heu verfeinert, was dem Speck eine ganz besondere Note verleiht. Der Heu-Speck wird bereits seit zehn Jahren produziert und hat sich über die Grenzen Südtirols hinaus in Feinschmecker- und Gourmetkreisen längst etabliert.
Schmackhafte Genussmomente. Im Brixner Feinkost-
geschäft führt die Metzgerei Vontavon neben dem großen Sorti-
ment an Wurst- und Speckspezialitäten aus eigener Herstellung auch eine feine Auswahl an Käsen und Weinen. Erhältlich sind außerdem Genusskörbe in vielen Größen, die zu jedem Anlass viel Freude bereiten.
Eine Eigenkreation der Metzgerei Vontavon: Der Heu-Speck
pezialitäten aus Wurst- und Specks feine Käsesorten, eigener Herstellung, schenkkörbe und erlesene Weine, Ge vieles mehr... Mit jedem Einkauf ro erhalten im Wert von 10 Eu ze gratis! Sie eine Kaminwur
GmbH Brixen, Vittorio-Veneto-Straße 30, Tel. 0472 068150 66
Wir wünschen allen unseren Kunden frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr!
Bestes aus der Natur
PRO NATURA
Qualitätsvolle Naturprodukte für viele Lebensbereiche findet man im Bio-Fachgeschäft Pro Natura in der Brixner Stadelgasse. Die vorweihnachtliche Zeit ist besonders geeignet, um sich selbst und seine Lieben mit Köstlichkeiten aus kontrolliert biologischem Anbau zu verwöhnen. Natürliche Zutaten in Weihnachtsbäckereien sowie Bio-Lebensmittel beim Weihnachtsessen erfreuen mit ihrer vollen Geschmacksintensität den Gaumen und bieten gehaltvollen Genuss. Ein reichhaltiges Sortiment an qualitätsvollen Lebensmitteln, darunter frisches Obst, Gemüse und Milchprodukte, frischer oder tiefgekühlter Fisch, Räucherlachs sowie klassische als auch exotische Gewürze für das Festessen – alles selbstverständlich in bester Bio-Qualität – findet man im BioFachgeschäft Pro Natura in der Brixner Stadelgasse. Das Angebot umfasst auch viele laktose- und
glutenfreie Produkte und reicht bis hin zu einer erlesenen Auswahl an Bioweinen aus Südtirol, Italien und den besten Weinbaugebieten Europas.
Individuelle Geschenkkörbe. Im
Bio-Fachgeschäft sind auch Geschenkideen für das Weihnachtsfest zu finden: Insbesondere die bei Pro Natura individuell zusammengestellten Geschenkkörbe bereiten viel Freude. Hierbei werden je nach Geschmack und Vorlieben der zu beschenkenden Person Produkte aus der Lebensmittelabteilung, Kosmetika oder Naturwaren ausgewählt, die anschließend mit viel Sinn fürs Detail zu schönen Geschenkkörben verpackt werden. Aber auch einzelne Produkte, wie beispielsweise ein erlesener Biowein, ein wohltuender Kräu-
teht s n e t h c a n h i e W vor der Tür... Edelstein Wasser
Spiele
Schmackhafte Biotees zum Genießen und Verschenken tertee, inspirierende Duftlampen oder Düfte, kommen immer gut an und werden auf Wunsch zu schönen Geschenken verpackt. Kinderspielzeug, Bastelsachen und Kuscheltiere aus Naturmaterialien und auch bunte Badewasserfarben oder bunter Badeschaum in verschiedenen Farbvariationen lassen Kinderherzen höher schlagen. Einzigartig im Eisacktal werden bei Pro Natura auch Naturkosmetikbehandlungen und -Massagen von einer diplomierten „Dr. Hauschka“-Kosmetikerin angeboten, die man sich mit einem
Verwöhngutschein auch gerne schenken lässt. Wer sich die vielen Weihnachtsangebote und Geschenkideen bei Pro Natura nicht entgehen lässt und im Dezember einen Einkauf tätigt, gewinnt mit etwas Glück tolle Preise: Auch heuer veranstaltet das Bio-Fachgeschäft im Dezember eine Weihnachtslotterie und verlost unter den Kunden viele schöne Sachpreise sowie als Hauptgewinn einen Wellnessaufenthalt im Viersterne-SuperiorHotel und Biorefugium „theiner’s garten“ in Gargazon.
pronatura-bioshop.com Das Biofachgeschäft in Brixen
Bei uns finden Sie viele schöne und nützliche Geschenke als Dankeschön an Ihre Lieben, Freunde und Bekannten Lammfelle und Tragetücher
Naturkosmetik
Filzen
Schmuck und Halbedelsteine
Kerzen und Duftlampen
www.zeller.it · fotolia-cs-photo
Weihnachtskekse
Weihnachtslotterie Concorso Natalizio 2014
Gutscheine für Gesichtsbehandlungen und Massagen
In der Adventszeit Samstag Nachmittag geöffnet 15–18 Uhr
Im Dezember: slotterie exklusiv Große Weihnacht den für Pro Natura-Kun
Geschenkkörbe und Gutscheine
MUTTER & KIND ∙ BEKLEIDUNG ∙ NATURBETTEN ∙ GESCHENKARTIKEL · BIOLEBENSMITTEL ∙ WEINE ∙ NAHRUNGSERGÄNZER ∙ NATURKOSMETIK BRIXEN · STADELGASSE 6B ∙ TEL. 0472 837 314 | Mo – Fr 8.30 – 12.30 · 15.00 – 19.00 Uhr; Sa 8.30 – 12.30 Uhr 67
Aus drei mach vier Vier Geschäfte hat die Nahversorgungsgenossenschaft Südtirol, kurz NaveS genannt, mittlerweile im ganzen Land eröffnet. Ziel der Genossenschaft ist es, die Nahversorgung in Südtirol zu garantieren und Lebensmittel zu fairen Preisen anzubieten.
Sicher, qualitativ hochwertig und nachhaltig sind die Produkte, die in den Coop-Konsum-Geschäften der Nahversorgungsgenossenschaft Südtirol (NaveS) angeboten werden. Die Coop-Produkte werden von Unternehmen hergestellt, die kontinuierlichen Qualitätskontrollen unterzogen werden und den Produktions-Kriterien entsprechen. Besonders wichtig ist, dass der Produktionsprozess – von der Herstellung der Produkte bis hin zu deren Verpackung – unter fairen Bedingungen und stetigen Kontrollen stattfindet. „Dem Kunden wird somit ausgezeichnete Qualität zu fairen Preisen geboten“, erklärt Miriam Unterleitner, Geschäftsführerin der NaveS.
Extra
Essen & Trinken
COOP KONSUM
Im Einklang mit Mensch und Natur. Neben frischem Obst
und Gemüse sowie regionalen Südtiroler Produkten bieten alle vier Geschäfte das komplette Sortiment der Coop-Produkte für Personen, die bewusster konsumieren möchten. Dabei wird besonders auf Mensch und Natur geachtet, ohne dass dabei auf Qualität verzichtet werden muss. Ob gesunde Kindernahrung, glu-
Die Mitglieder der Coop-Konsum-Geschäfte erwarten preisreduzierte Produkte und monatliche Rabatte auf den gesamten Einkauf tenfreie Produkte, Lebensmittel aus solidarischem Anbau oder Produkte, mit denen man in die eigene Gesundheit investiert: In den Coop-Konsum-Geschäften kommt die Nachhaltigkeit nicht zu kurz.
„Meine Mitgliedschaft“. Die
Nahversorgungsgenossenschaft Südtirol bietet allen Endkonsu-
Filiale Vahrn Dorfstraße 17, Tel. 0472 269010, vahrn@naves.it Filiale Toblach Rote-Turm-Straße 2, Tel. 0474 972045, toblach@naves.it Filiale Gsies Bircha 2, Tel. 0474 746958, gsies@naves.it Filiale Niederolang Feldweg 2, Tel. 0474 497110, olang@naves.it
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menten die exklusive Möglichkeit, die Nahversorgung in Südtirol zu unterstützen und gleichzeitig in den Genuss exklusiver Angebote und weiterer Vorteile zu kommen. „Mit meiner Mitgliedschaft kann ich die Nahversorgung in Südtirol unterstützen, denn ‚die NaveS bin ich’“, so Miriam Unterleitner. Wer Mitglied bei der Genossenschaft werden möchte, kann sich einfach
in einer der Filialen melden und in den Genuss zahlreicher Vorteile kommen: Exklusive Angebote, preisreduziertes Einkaufen und ein monatlicher Rabatt von zehn Prozent auf den gesamten Einkauf gehören dazu.
Impressum Unabhängige Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung Redaktion: Brennerstraße 28, I39042 Brixen Tel. +39 0472 060200, Fax +39 0472 060201 www.brixner.info E-Mail für Pressemitteilungen: redaktion@brixner.info E-Mail für Leserbriefe: echo@brixner.info Online-Ausgabe: www.brixner.info Verlag: Brennerstraße 28, I39042 Brixen Tel. +39 0472 060200, Fax +39 0472 060201 EMail: office@brixmedia.it, www.brixmedia.it Anzeigenleitung: Sonja Messner, Tel. +39 0472 060212 sonja.messner@brixmedia.it Herausgeber, Chefredakteur und presserechtlich verantwortlich: Willy Vontavon (wv), Tel. +39 0472 060213 willy.vontavon@brixner.info Assistenz Chefredaktion: Doris Brunner (db), Tel. +39 0472 060211 doris.brunner@brixner.info Bildredaktion: Oskar Zingerle (oz), Tel. +39 0472 060210 oskar.zingerle@brixner.info Mitarbeiter der Redaktion: Marlene Kranebitter Zingerle (mk) Annamaria Mitterhofer (amm) Ingo Dejaco (id) Johanna Bernardi (jb) Evi Hilpold (eh) Anton Rainer (ar) Irene Dejaco (ird) Carmen Plaseller (cp) Andrea Bodner (ab) Veronika Kerschbaumer (vk) Barbara Fuchs (bf) Tesi Zingerle (tz) Lia Vontavon (lv) EMail: vorname.nachname@brixner.info Grafik: Evelyn von Mörl, Tel. +39 0472 060209 evelyn.vonmoerl@brixmedia.it Druck: Athesia Druck GmbH, Weinbergweg 7, I39100 Bozen www.athesia.it Der nächste „Brixner erscheint Ende Dezember 2014 Nächster Redaktionsschluss: 10. Dezember 2014 Die Zeitschrift „Brixner“ erscheint monatlich und wird im Postabonnement 45 % Art. 2, Abs. 20/b, Ges. 662/96, Bozen zugestellt. Eintragung am Landesgericht Bozen am 29.12.1989, Nr. 29/89 R.St. Auflage: 11.000 Stück Preis Abonnement: 1 Euro Abonnentenservice: abo@brixner.info
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November 1914
Ein Kind vom Pferde geschlagen Samstag, 14. November Anläßlich des am 12. November in Brixen stattgefundenen Viehmarktes ereignete sich ein bedauerlicher Unglücksfall. Bekanntlich findet in der Straße vom Erhardskirchlein zum Sonnentor an Markttagen stets ein lebhafter Betrieb statt; es werden dort auch Pferdeläufe und Verkäufe abgeschlossen. Auf dieser Straße führte auch der Bauer Karl Scheiber aus Sarns sein Pferd, das er verkaufen wollte, einem Viehändler vor. Durch den Lärm war das Pferd störrisch geworden, schlug aus und traf das unter der Zuschauerschar sich befindliche neunjährige Mädchen Paula des Andrä Brugger, im Hause des Café Larcher wohnhaft, so unglücklich auf die rechte Seite des Kopfes, daß das Kind mit einer schweren Gehirnerschütterung und mannigfachen Verletzungen am Kopf fortgetragen werden mußte.
Allerheiligen der Verwundeten Mittwoch, 4. November Mehrere geistliche Herren von Brixen, welche den Verwundeten und Kranken im Kassianeum schon wiederholt Gaben gespendet haben, wollten diesen und der Sanitätsmannschaft daselbst am Allerheiligenfeste eine besondere Freude machen. Daher wurden 190 Stück feines Kaffeebrot und ebenso viele heiße Würstchen verteilt. Am Schlusse bekam noch
jeder Mann eine Ansichtskarte von Brixen. Die Karten hatten in gütiger Weise die Handlungen v. Mörl und Oberkofler gespendet.
Hausfrau gewachsen sind. Der Kurs beginnt am 1. Dezember 1914 und dauert bis Ende März 1915. Der Unterricht erstreckt sich auf folgende Gegenstände: a) praktischer Unterricht: Hausarbeiten, Kochen und Anrichten, Wäsche, Stallarbeiten, Molkereiarbeiten, Gartenarbeiten und weibliche Handarbeiten; b) theoretischer Unterricht: Religionslehre, deutsche Sprache und Geschäftsaufsätze, Rechnen, Haushaltungskunde und hauswirtschaftliche Buchführung und Aufschreibungen, Tierzucht, Milchwirtschaft und Gesundheits- und Krankenpflege.
Straße offen Samstag, 14. November Die Palmschoß-Straße, von der bis zum Sommer so viel gesprochen und geschrieben wurde, ist jetzt bis Afers offen. Auf das Ansuchen der Gemeinde wurden Anfang Oktober einige Arbeiter angestellt und der Unterbau an einigen Stellen fertig gemacht, an anderen Stellen der aufgerissenen Straßenzug so weit geebnet und ausgeräumt, daß die neue Straße für den Winter eine fröhliche Schlittenfahrt bieten wird. Mit Wagen die grobe Beschotterung anfahren zu wollen ist niemandem zu empfehlen.
Eisen statt Gold Donnerstag, 5. November Betrügerische Herauslodung von Goldringen gegen Eisenringe: Es wird aufmerksam gemacht, daß sich in Innsbruck und auswärts Personen herumtreiben, welche Gold sammeln und dafür Eisenringe abgeben. Von der Hauptsammelstelle.
Haushaltskurs Freitag, 6. November Der Haushaltungskurs an der Landes-Winterschule in Moos bei Sterzing verfolgt den Zweck, Bauerntöchtern- und Frauen durch praktischen und theoretischen Unterricht in allen in den Aufgabenkreis einer Hausfrau fallenden Aufgaben so zu unterrichten, daß sie ihren späteren Aufgaben als
Die „Brixener Chronik“ wurde 1888 gegründet und erschien bis 1925. Die Idee, die Zeitungsartikel aus der „Brixener Chronik“ auszuwählen und zu veröffentlichen, stammt von Günther Eheim (1944-2010) aus Brixen. Die damalige Rechtschreibung, auch eventuelle Druckfehler und sonstige Kuriositäten werden ohne Korrektur beibehalten.
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