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Bauen & Renovieren
Jahrgang 27 · Februar 2016
Unabhängige Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung
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Die St.-Josefs-Missionare feiern Geburtstag
Dreifaches Jubiläum PORTRAIT: Erster-Weltkrieg-Experte Oswald Mederle und seine Sammelleidenschaft KULTUR: Mill&Chaos, Vahrnereien, Hoblschoatn: Faschingstreiben in und um Brixen SPORT: Interview mit „Austrian Rock“ Franz Müllner, Extremsportler mit sanften Seiten WIRTSCHAFT: Gespräch zur wirtschaftlichen Entwicklung von Brixen
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Editorial Politik & Gesellschaft 04 | ST.-JOSEFS-MISSIONARE: Dreifaches Jubiläum 08 | Reportage: „Pfiati, Landwirt!“ 10 | Herbert Dorfmann: „An der Route“ 12 | Buch: Eine Renaissance des Patriotismus?
>>> 04
Menschen & Meinungen 18 | PORTRAIT: Oswald Mederle 22 | Pro & Contra: Auswirkungen des CLIL-Unterrichts 23 | Umfrage: Ein Zaun am Brenner?
>>> 18
Danke!
Kunst & Kultur >>> 26 26 | FASCHINGSTREIBEN: Alles rennet, rettet, flüchtet … 28 | Buch: „Licht für Brixen“ 30 | Philipp Burger: „Lieber nach vorne schauen“ 31 | Logoscopes: Ein bisschen nachdenkend Veranstaltungen 36 | TIMER: März 2016
>>> 36
Freizeit & Sport 44 | FRANZ MÜLLNER: „Ich bin mein eigener Held“
>>> 44
Wirtschaft & Umwelt >>> 50 50 | WIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG: „Mit Schwung!“ 53 | Fernwärme Schabs: Neue Betreiber 54 | Betriebsportrait: ITAS Agentur Brixen 56 | Betriebsportrait: Konzept 60 | Event: Für die Gesundheit Extra 62 | Bauen & Renovieren 76 | Hochzeitsfotos: Zauberhaft! Im „Brixner“ finden Sie folgende Icons, die auf multimediale Inhalte im „BrixnerPlus“ verweisen:
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Ich muss zugeben, es ist auch nach 25 Jahren und 313 Ausgaben immer noch spannend, am Ende des Entstehungsprozesses dieser kleinen Zeitschrift das druckfertige pdf-Dokument am Bildschirm durchzublättern und noch einer letzten Kontrolle zu unterziehen, bevor es dann nach Bozen in die Druckerei versandt wird. Am Anfang einer jeden Entstehung ist man sich ja noch recht unsicher: Werden sich wieder Themen finden lassen, die Sie als spannend empfinden, damit Sie am Ende Ihre kostbare Zeit opfern, um die Texte auch zu lesen? Schaffen wir es, zu spüren, was Sie als Leser gern in Ihrem „Brixner“ finden würden? Hin und wieder brauche ich dazu Ihr Feedback: Schreiben Sie mir bitte, was Ihnen gefällt, was Ihnen weniger gefällt, was Sie ärgert, was Sie freut, was Sie in der nächsten Ausgabe gern lesen würden. Schreiben Sie mir oder rufen Sie mich an, wenn Ihnen in der Stadt oder in den Dörfern etwas auffällt, worüber Sie tiefer informiert werden möchten. Es war immer schon eine besondere Stärke des „Brixner“, die Themen, über die die Stadt spricht, tiefer zu beleuchten, ihnen so viel Raum zu geben, dass Sie als Leser danach zum Thema bestens Bescheid wissen. Nach wie vor spüren wir große Wertschätzung – auch über die freiwilligen Abos, die Tag für Tag bei uns einlangen. Der „Brixner“ ist ja eine Zeitschrift, die grundsätzlich kostenfrei in die Haushalte geliefert wird, und da ist es schon bemerkenswert, dass es trotzdem Tausende Leser gibt, die bereit sind, „Freunde“ oder „Gönner“ des „Brixner“ zu werden. Unsere Abo-Aktion ist im Jänner gestartet, sie läuft noch bis Ende März, und es ist mir ein Anliegen, mich nach den bisher bereits so zahlreich eingelangten Abos auch im Namen meines Teams herzlich zu bedanken. Ich möchte noch einmal betonen, dass Sie auch dann Ihren „Brixner“ weiterhin zugesandt bekommen, wenn Sie keinen Beitrag einzahlen – wir wollen auch in Zukunft für alle da sein. So ... und nun: viel Spaß beim Lesen Ihres „Brixner“! Ihr Willy Vontavon
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Abo-Aktion 2016
Stadtwerke Brixen AG Infoblatt Nr. 03 – 03/2016
Politik & Gesellschaft
DIE ST.-JOSEFS-MISSIONARE FEIERN GEBURTSTAG
Foto: Oskar Zingerle
Dreifaches Jubiläum Die St.-Josefs-Missionare haben heuer viel zu feiern: 150 Jahre St.-Josefs-Missionsgesellschaft, 125 Jahre St.-Josefs-Missionshaus in Brixen und 120 Jahre St.-Josefs-Missionsbote. Sie können auf eine wechselvolle Geschichte zurückblicken.
N
eben dem wuchtigen Bau der Universität BozenBrixen wirkt das Haus der St.-Josefs-Missionare zwischen Regensburger Allee und Dantestraße fast klein – und doch haben dort einmal bis zu 90 Schüler und Studenten aus allen Teilen des Landes und auch von außerhalb gelebt, gelernt und sich der strengen Hausordnung unterworfen. Den Nordtrakt hin zur Dantestraße nutzt heute die Universität BozenBrixen. Durch den Haupteingang von der Regensburger Allee aus betrete ich jenen Trakt, der von den Missionaren bewohnt wird und wo der St.-Josefs-Missionsbote – im Volksmund liebevoll „Bötl“ genannt – in Zusammen-
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arbeit mit dem Bruderhaus in Absam geschrieben wird. Im Haus empfängt mich Stille. Die Vorstellung, dass hier einmal studentisches Leben geherrscht hat, fällt mir schwer. Erst die geräumige Kapelle, die ich ohne die Begleitung der Mitarbeiterin Christine nicht gefunden hätte, gibt mir die Vorstellung, dass dieses Haus mit Leben gefüllt war. Ob es sich in den Bänken immer so bequem gesessen hat? Aber sie sind neueren Datums, und wahrscheinlich war zu früheren Zeiten langes Sitzen während der Messe nicht angesagt. „Das Haus dient zurzeit als Basis für neun Missionare, die alle schon im Pensionsalter sind,
aber dennoch so weit wie möglich in verschiedenen Pfarreien helfen und auch Missionspredigten halten“, berichtet der Rektor Johann Kronbichler. Er stammt aus Bruneck und war in Kenia und Kamerun als Missionar tätig. Vor sechs Jahren haben ihn die Oberen gebeten, hier die Aufgabe des Rektors zu übernehmen. Gleichzeitig wirkt er als Seelsorger in der Pfarrei Brixen.
Die Anfänge in Brixen. Herbert
Vaughan, Kardinal und Erzbischof von Westminster in London, gründete im März 1866 die Missionsgesellschaft vom hl. Joseph von Mill Hill. Sehr bald wurde ihm jedoch klar, dass er in England
nicht genügend Priesteranwärter für die Seelsorgearbeit in den neuen afrikanischen Kolonien und die Missionierung finden werde. Deshalb hat er sich 1891 an das priesterreiche Holland und an Tirol gewendet. Die kleine Bischofsstadt Brixen hat Vaughan aus zwei Gründen als deutschsprachige Hauptniederlassung der Missionsgesellschaft gewählt: Erstens gab es hier gleich zwei Seminare, und zweitens war ihm Brixen von seinen Reisen nach Rom bekannt. Im Schloss Pallaus war er öfter bei der Familie von Schönberg zu Gast, denn die damalige Hausherrin war eine Engländerin und Tochter einer seiner Freunde.
GEBÄUDE MIT GESCHICHTE: Früher lebten und lernten im St.-Josefs-Missionshaus in Brixen an die 90 Studenten, heute sind hier noch neun Missionare stationiert
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Simon Aichner, der damalige Fürstbischof von Brixen, erteilte die Zustimmung – und so wurde 1891 die leerstehende Villa Peer in der Nähe des Bahnhofes angemietet. Der erste Student war Bartholomäus Niederfriniger aus Prad im Vinschgau. Bald meldeten sich weitere Studenten aus dem gesamten Tirol und auch aus Deutschland. Die Villa erwies sich schon nach kurzer Zeit als zu
tirol, dem damaligen Besitzer, kaufte er den „Spitzacker“. Dieses Grundstück zwischen der heutigen Dantestraße und der Regensburger Allee „war schon damals ein Objekt der Begierde“, wie der Missionar Anton Steiner, zurzeit Südtiroler Generalsuperior, erzählt, aber Sparber kam allen Interessenten zuvor. Unter einigen Schwierigkeiten, zum Beispiel bestimmte die Stadtverwaltung
Lazarett. Die eigentlichen Hausbewohner mussten das Gebäude verlassen und zogen zuerst ins Raffreider-Haus in der Stadelgasse und später ins Puelacher-Haus in der Griesgasse, das während des 2. Weltkrieges auch als Ausweichquartier diente. 1922 wurde das Missionshaus unter Androhung von Gewalt als italienische Volksschule beschlagnahmt. Erst durch die Vermittlung von Kardinal Vin-
„Früher war wegen der Schüler mehr Leben im Haus und mehr Kontakt nach außen“_ Missionsbruder Alois Reichegger eng, und die Gemeinschaft kaufte 1892 das Kralingerhaus in der Runggadgasse. Doch auch dieses Haus wurde schnell zu klein, und so erhielt der Rektor Franz Xaver Sparber vom Mutterhaus den Auftrag, ein neues Haus zu bauen. Von Josef Obwexer aus Ost-
die Höhe der Stockwerke, was seinerzeit als Schikane empfunden wurde, wurde das Haus gebaut und am 1. Jänner 1903 eingeweiht.
Turbulente Jahre. Während des
1. Weltkrieges diente das Haus zuerst als Kaserne und dann als
cenzo Vannutelli und der Frau von Benito Mussolini, Donna Rachele, wurde das Haus wieder an die Missionare zurückgegeben. Doch als der 2. Weltkrieg ausbrach, wurden Priester und Studenten, die keinen italienischen Pass besaßen, ausgewiesen; die anderen
mussten in den Krieg. Neun von ihnen verloren ihr Leben an der Front. Im Jahr 1947 verabschiedeten sich aus dem Missionshaus wieder mehrere Priester nach Borneo und auf die Philippinen, einige Studenten gingen nach Mill Hill. Besonders gesegnet mit Neupriestern waren die Jahre 1949, 1957 und 1958. 1974 gingen die letzten fünf Maturanten nach Mill Hill; drei von ihnen entschieden sich für das Leben als Priester in der Mission, heute sind noch drei Südtiroler Priester als Missionare tätig. Ganz nach dem Plan von Herbert Vaughan wurden im Missionshaus St. Josef in Brixen Studenten betreut, die die Mittelschule und das Gymnasium-Lyzeum im Vinzentinum besuchten, um sie dann nach Mill Hill zu verabschieden. Dort wurden sie als Priester für die Auslandsmission ausgebildet. Der tägliche Gottesdienst und das Gebet zählten neben dem Studium zum festen Tagesablauf. 5
Politik & Gesellschaft
„Es haben aber nicht alle die Matura gemacht“, erzählt Alois Reichegger aus Lappach. Reichegger war früher Missionar in Uganda, jetzt hilft er bei der Zusammenstellung und Verteilung des Missionsboten; auch ist er als Aushilfe in verschiedenen Pfarreien tätig. Bevor die Priesteranwärter nach Mill Hill kamen, absolvierten diejenigen mit Matura noch ein Jahr im Priesterseminar, wo sie Philosophie hörten. Jene ohne Matura mussten zwei Jahre das Priesterseminar besuchen. „Ich war nicht so ein begeisterter Schüler im Vinzentinum“, erinnert sich Alois Reichegger, „und so habe ich eben zwei Jahre im Priesterseminar verbracht.“ Dort gefiel es ihm besser, weil nicht der Druck der täglichen Prüfungen auf ihm lastete.
Was für eine Zeit ... Ausführli-
che Erinnerungen an das Leben im Missionshaus hat auch Isidor Trompedeller aus Tiers, der im Vinzentinum noch die „Lateinmittelschule“ besucht hatte und später als Leiter des Amtes für Weiterbildung fungierte. „Wie ich ins Missionshaus gekommen bin, weiß ich selbst nicht genau; wahrscheinlich hat sich bei mir
Als erste Unterkunft diente den St.-JosefsMissionaren ab 1891 die leerstehende Villa Peer in der Nähe des Bahnhofes
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Seine Familie war sehr religiös, es wurde viel Rosenkranz gebetet, und so lag es irgendwie nahe, dass ein zweites von den neun Kindern Geistlicher wird. Die Erinnerungen an die Zeit im Missionshaus sind bei Trompedeller noch sehr lebendig: das frühe Aufstehen um 5 Uhr, die tägliche Messe, das monatliche
im Speisesaal zuerst das „Martyrologium“ und dann irgendeine vorbildhafte Schrift vorgelesen wurde. Zum Frühstück gab es immer Brennsuppe, nur am Sonntag gab es Kaffee. „Das beste Mittagessen waren für uns die Knödel“, schmunzelt Trompedeller; die gab’s am Mittwoch und am Samstag. Die meisten aßen
1903 wurde das jetzige St.-Josefs-Missionshaus eingeweiht; die Kirche auf der linken Gebäudeseite konnte aus Geldmangel nicht realisiert werden irgendwann der Bazillus ‚Priester werden’ eingenistet“, erzählt er. Wenn schon Priester, dann wollte er einer werden, der etwas erlebt – also ein Missionar. Sein Bruder Andreas war schon sieben Jahre vorher im Missionshaus gewesen. 6
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Beichten, die vielen Stunden im Studiersaal, der große Schlafsaal mit seinen 40 Betten, das wilde Fußballspielen, viel Volleyballspiel, das Schweigen während des Essens (außer am Sonntag), währenddessen von der Kanzel
mindestens fünf davon, ein Sarner Mitschüler sogar bis zu zwölf Stück. „Die Knödel waren sehr kompakt; beim Herausschöpfen musste man aufpassen, dass keiner aus dem Teller hüpft.“ Als drittes von neun Kindern
wurde der Domorganist Franz Comploj, gebürtig aus dem Gadertal, in seiner Familie nicht zum Arbeiten gebraucht, und so sollte er in die Fußstapfen des Onkels, des Josefs-Missionars Josef Dapoz, treten. „Mit Dankbarkeit denke ich an die Zeit im Heim zurück“, sagt Comploj heute. „Meine ‚Rettung’ war ein kleines Zimmer im Keller, das mir zur Verfügung stand. Dorthin durfte ich mich in der Freizeit zurückziehen, um mich musikalisch auszutoben“, erzählt er. Dadurch wurde ihm eine autodidaktische Annäherung an die Musik ermöglicht. Auch wenn der Priesterberuf für die Berichtenden keine Option war, so scheinen die Jahre im St.Josefs-Missionshaus doch prägend für ihren späteren Lebensweg gewesen zu sein.
Die Entwicklung ab den 60erJahren. Die Einführung der Ein-
heitsmittelschule für alle und der mangelnde Priesternachwuchs haben zur Entscheidung beigetragen, Schüler ins St.-Josefs-Missionshaus aufzunehmen, die wegen der langen Anfahrtswege oder der damals fehlenden Busverbindungen ihre Pflichtschulzeit in einem Heim verbringen mussten. Diese Schüler besuchten nicht mehr nur das Vinzentinum, sondern auch andere Mittel- und Oberschulen. Vier Jahre beherbergte das Haus auch zwei Klassen der Mittelschule March. „Das war die schönste Zeit für das Haus“, erinnert sich der damalige Präfekt Alois Reichegger. „Die Strenge des Hauses haben wir immer noch zu spüren bekommen“, erzählt Helmut Kaufmann aus Kaltern, der jetzt in Brixen wohnt. Vier Jahre, von 1964 bis 1968, hat er im Heim gewohnt und das Gymnasium im Vinzentinum besucht. Seine Erinnerungen an diese Zeit sind positiv, wohl auch deshalb, weil ihn eine gewisse Abenteuerlust in das St.-JosefsMissionshaus getrieben hatte. „Wir hatten einmal pro Woche Ausgang, und den ‚Spiegel’ haben wir damals nur heimlich gelesen. Den ‚Spiegel’ zu lesen war nämlich verboten“, erzählt er. Täglich ging es im strammen Schritt in der Zweierreihe zur Schule ins Vinzentinum. Die größte Blamage mussten die Heimschüler in der Stadelgasse täglich erdulden: „Die Mädchen, die auf dem Domplatz die Handelsschule besuchten, kamen in lockerer Formation vom Heim der Englischen Fräuleins und haben gelacht, als sie uns sahen. Wir durften ja nicht nach
Foto: Oskar Zingerle
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Das „Bötl“ der St.-Josefs-Missionare
Johann Kronbichler: „Mein tiefster Wunsch ist es, und dafür bete ich alle Tage, dass es auch wieder Missionsberufe aus unserer Diözese geben möge“
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links und nach rechts schauen; es war immer jemand dabei, der aufgepasst hat“, erinnert sich Helmut Kaufmann. Seit 1994 ist das Missionshaus kein Schülerheim mehr. Für das Studium in Mill Hill finden sich heutzutage keine Interessenten, und die Erziehung der Jugend wird nicht mehr als primäre Aufgabe der Missionsgemeinschaft gesehen. Zwischenzeitlich war die Handelsschule und auch die Dritte-Welt-Organisation – heute „oew“ – zu Gast. Auch das angrenzende Grundstück, auf dem heute die Universität Bozen-Brixen steht, war bis in die 90er-Jahre im Eigentum der Missionare. Anfangs war hier ein Fußballfeld für Heiminsassen; danach hatte die Gemeinde Brixen das Areal gepachtet, um dort einen zentrumsnahen Parkplatz zu errichten. In den 90er-Jahren, als der Parkplatz als Standort für die neu zu errichtende Universität ins Gespräch kam, verhandelte das Land über einen Grunderwerb. In der Folge entstand hier das imposante Uni-Gebäude, in
dem die Fakultät für Bildungswissenschaften untergebracht ist. Das Land hatte eigentlich auch großes Interesse an einem Erwerb des Missionshauses selbst, aber die Missionare lehnten einen Verkauf ab. Später mietete sich die Universität im Nordtrakt des Missionshauses ein. Der Verkauf des Uni-Areals war übrigens notwendig geworden, weil die Gemeinschaft in Kranebitt das Herberthaus gebaut hatte, das als Altersheim für die zurückgekehrten Missionare dient. Der Name erinnert an den Gründer Herbert Vaughan: „Das Herberthaus ist auch der Sitz der Regionaloberen“, erzählt Anton Steiner aus Prägraten in Osttirol, der dieses Amt zurzeit bekleidet. Anton Steiner ist auch der Schriftleiter vom Missionsboten und war 15 Jahre in Brasilien tätig. Während für ihn das Missionshaus ein Teil der Stadt ist, empfindet Alois Reichegger eher ein Gefühl des „Eingezäunt-seins“. „Früher war wegen der Schüler mehr Leben im Haus und mehr Kontakt nach außen“, denkt er
laut nach, „aber vielleicht macht die Gemeinschaft einfach zu wenig, um die Leute von der Stadt einzubinden.“ Einzige Verbindung nach außen scheint inzwischen der Missionsbote zu sein.
Wie soll es weitergehen? Für
den Rektor Johann Kronbichler heißt Christsein auch Missionar sein. Sein tiefster Wunsch ist es, und dafür betet er alle Tage, „dass es auch wieder Missionsberufe aus unserer Diözese geben möge“. Anton Steiner sieht die Zukunft in einer „Mission des Westens“, was für ihn Seelsorge für Ausländer und Gefangenenseelsorge bedeutet. „Auch bei uns in Europa ist es notwendig, in Dialog zu treten mit der Welt, mit anderen Religionen und Kulturen“, sagt Steiner. Das Durchschnittsalter der Mitglieder ist zwischen 65 und 70 Jahre, und die Hälfte der Mitglieder sind bereits im Ruhestand. Diese Altersstruktur ziehe erhebliche Personallücken bei der Nachbesetzung der verschiedenen Ämter nach sich. Das Generalkapitel der Mill-Hill-Missionare befand
WENN‘S GUT FUNKTIONIEREN SOLL …
Das „Bötl“ erscheint im ZweiMonats-Rhythmus und ist das Sprachrohr der Josefs-Missionare. Der Bote versteht sich als Brief, den die Missionare ihren Leuten in der Heimat schreiben und mit dem sie Grüße senden. 1896 ins Leben gerufen, musste der Druck 1943 wegen Papiermangels eingestellt werden; erst Ende 1945 konnte der Bote wieder ausgeliefert werden. In Südtirol hat er noch etwa 17.500 Unterstützer und wird von den Freiwilligen verteilt; die hohen Postspesen könnte sich die Gemeinschaft nicht leisten. Wie Sepp Schmölzer vom Redaktionsteam der letzten Ausgabe vom JännerFebruar 2016 im Vorwort schreibt, geht der Bote nicht einfach „An einen Haushalt“: Auch heute noch will der Missionsbote den Gedanken an die Mission beim Volk lebendig halten; „Europa ist Ort der Mission geworden: Vor der Tür stehen viele tausende Fremde, die Arbeit und Leben suchen.“
im Jahr 2005, in einigen Ländern auf jeden Fall ihr Engagement in der Berufungspastoral und bei der Ausbildung fortsetzen zu wollen.
hildegard.antholzer@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info
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„Pfiati, Landwirt!“ Ein lauschiger Gastgarten, Tirtln, Kartenspiele, Geselligkeit, Tradition – der Gasthof „Landwirt“ im Norden von Brixen war eine Institution, die vor allem bei Senioren mit dem Hang zum Kartenspielen beliebt war. Seit Ende Jänner ist der Gastbetrieb eingestellt.
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ag halt was“, flüstert Paula Weger über den Tisch. „Ja, wenn du meinst“, antwortet Anna Thaler zögernd, „dann sagen wir halt drei.“ Johann Harrasser verzieht keine Miene, Helmut Mohr hingegen drückt die verbleibenden Karten etwas fester in der Hand. Vielleicht hat er noch was? Eine Gratwanderung zwischen Können, Bauchgefühl und roher Berechnung ist das Watten – „und man muss immer mitdenken“, lacht Olga Baumgartner, die heute nur zuschaut, „das hält jung!“ Gehen oder bleiben? Während die beiden Männer über ihre Entscheidung nachdenken, schwingt das Pendel der alten
Wanduhr gleichmäßig weiter: tick, tack, tick, tack. Eigentlich ist es ein ganz normaler Samstag im Gasthof „Landwirt“, doch das Lachen der Spieler will heute nicht so richtig lustig klingen, ein schaler Beigeschmack schwingt mit. Irgendwie liegt eine gewisse Wehmut im Raum.
Sozialer Treffpunkt. Im „Land-
wirt“ in der Weinbergstraße versammelte sich bis Ende Jänner regelmäßig eine eingefleischte Karterszene; bis zu 40 Spieler kamen manchmal zusammen. Vor allem in den letzten Jahren hat sich der Gasthof zum Treffpunkt von Brixnern entwickelt, die ihre
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Foto: Oskar Zingerle
Politik & Gesellschaft
REPORTAGE
Paula Weger (Bildmitte): „Jetzt, da der ‚Landwirt‘ schließt, geht für uns viel unter“
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Jugend schon seit etlichen Jahrzehnten hinter sich gelassen haben. Das Beisammensein an den Samstag- und Sonntagnachmittagen war für viele ein Lichtblick im sonst so eintönigen und einsamen Rest der Woche. Schleichend wurde aus dem „Landwirt“, der das Flair von lange vergangenen Jahren versprühte, so etwas wie ein sozialer Treffpunkt für die ältere Generation. „Jeder, der herkommt, sucht Gesellschaft – hier findet er immer wen“, weiß Olga. „Jetzt, da der ‚Landwirt’ schließt, geht für uns viel unter“, fällt Paula ihr ins Wort. „Wir spielen hier um die Hetz, sitzen zusammen, kuttern … so fühlen wir uns halt nochmal jung.“ Verzweiflung schwingt in den Worten der Senioren mit: „Uns Kartenspieler will man sonst in keinem Lokal“, erklärt Paula Weger verzagt und schaut auf ihre Karten. „Wir zehren einfach viel zu wenig. Aber wir können auch nicht viel Geld ausgeben für diesen Luxus, wir haben ja selbst nicht so viel.“ Mit der Schließung des Gasthofes wird es nicht lange dauern, bis die Erinnerungen an die Kartennachmittage, den gemütlichen Gastgarten im Sommer und die Tirtln, die die Hausherrin Katharina Gabloner Mitterhofer samstags frisch gemacht hat, verblassen. „Mich trifft das Ganze wie ein Schlag“, knirscht Helga Ober-
stolz, die zuletzt viereinhalb Jahre lang als Kellnerin im „Landwirt“ angestellt war. Als gebürtige Brixnerin kennt sie den Gasthof von Kindesbeinen an. „Frau Gabloner ist am 21. Dezember mit einer gebrochenen Rippe ins Krankenhaus gekommen, dann ist ein kleiner Herzinfarkt dazugekommen“, seufzt Helga. „Aber was will man von einer Frau mit 92 Jahren schon erwarten? Wirtschaften hat sie beim besten Willen nicht mehr gekonnt.“
Bierbrauerei und Eiskeller. 1780
wird in der Stufler Au erstmals ein Gasthaus zum „Landwirt“ erwähnt. Die bescheidene Bierbrauerei, die sich beim Gasthof befand, musste jedoch ihren Betrieb einstellen, nachdem der Brixner Gastwirt Josef Obermayr um 1738 in Burgfrieden im „Glögglhof“ eine große Bierbrauerei errichtete. Zum Brauen des Gerstensaftes war vor dem 19. Jahrhundert ein Eiskeller Voraussetzung, die Brauer waren schließlich auf eine wirksame Kühlung angewiesen. In diesen speziellen Kellern konnte im Winter eingelagertes Eis den Sommer überstehen. Der „Landwirt“ lagerte als einziger Betrieb in Kranebitt Eis ein und versorgte damit die ganze Umgebung. Angeliefert wurde die kühle Fracht in Stroh verpackt. Obwohl das Denkmalamt den Gasthof samt Eiskeller begutachtet hat, wurde
meinde gemeldet worden; ein Teil des Gebäudes gehört Katharinas Neffen, der andere Teil einem Immobilienbüro.
Wohin? Wer die Gaststube des
1780 wurde der Gasthof „Landwirt“ erstmals erwähnt, Ende Jänner schloss er seine Tore wohl für immer
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das Gebäude nicht für schützenswert erklärt. „Schade eigentlich“, bedauert Robert Recla, der gleich in der Nachbarschaft aufgewachsen ist. Um 1905 ist im Brixner Grundbuch ein gewisser Martin Gabloner als Besitzer des Gasthofes eingetragen. Ihm folgten seine drei Kinder nach Brixen. Eigentlich stammten die Gabloners aus Kastelruth, sie sind weitschichtig mit dem bekannten Bildhauer Ignaz Gabloner verwandt. Ab 1932 trat Josef in die Fußstapfen seines Vaters und wirkte als Inhaber, Wirt und Landwirt des Gasthofes. Die kleine Landwirtschaft – zwei bis drei Kühe, ein paar Hennen und ein Schwein – führte Josefs Schwester Anna, die auch im Gasthof arbeitete. Die andere Schwester, Mathilde, war Lehrerin; streng aber doch beliebt bei ihren Schülern. Beide Schwestern blieben ledig; als „geizige Frauen“ seien die GablonerSchwestern verrufen gewesen, „so geizig waren die, dass sie sogar aus Zeitungspapier Klopapier geschnitten haben“, erinnert sich Helga Oberstolz. Josef Gabloner hatte eine ausgeprägte Leiden-
schaft fürs Bergsteigen. „Er war ein flachsiger, ein knochiger Mensch“, erinnert sich Robert Recla. „Wenn man ihn gekannt hat, hat man alles von ihm haben können. Er konnte aber auch böse sein. Sein Gut hat er nach Strich und Faden verteidigt.“
Der läuft nicht weg. „Der Gabloner Peppn, so haben wir Josef immer genannt, hat 1967 zum Erstaunen der ganzen Brixner Bevölkerung geheiratet“, erzählt Robert Recla. Da Josef damals 63 Jahre alt war, ist das Erstaunen durchaus verständlich: Seine Braut, die gebürtige Pustertalerin Katharina Mitterhofer, war 43. „Wenn ich einen älteren Mann heirate, läuft der mir zumindest nicht mehr davon“ – Katharina hat die Hochzeit pragmatisch gesehen, zumindest hat sie es so Helga Oberstolz erzählt. Nach der Hochzeit zog sie zu ihrem Ehemann und den beiden Schwägerinnen, im „Landwirt“ war sie hauptsächlich für Putzarbeiten zuständig. Mit Kindern war die Ehe nicht gesegnet. 1985 starb Josef Gabloner mit über 80 Jahren. Da die beiden
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Schwestern bereits früher verstorben waren, erbte Katharina den „Landwirt“. Sie stellte die Landwirtschaft auf Obstbetrieb um, ließ Apfelbäume pflanzen und trat der Obstgenossenschaft bei; da sie bei der Ernte stets auf fremde Hände angewiesen war, hat sich das Geschäft allerdings nicht rentiert. Nach der Jahrtausendwende überschrieb Katharina den „Landwirt“ an ihren Lieblingsneffen und hoffte, dieser würde den Betrieb weiterführen. Sie selbst war bis Ende Jänner selbst als Wirtin tätig. Mit der Schließung hat der Gasthof seine Geschichte nach 230 Jahren wohl abgeschlossen. „Dass letztes Jahr der Stadel hinter dem Haus abgerissen wurde, hat Katharina schwer getroffen, das hat sie nicht recht verkraftet“, weiß Robert Recla. Nach dem Rippenbruch und dem Herzinfarkt liegt Katharina Gabloner Mitterhofer, die ehemalige „Landwirt“-Wirtin, in Olang im Langzeitkrankenhaus. Ende Jänner mussten auch die Gäste den „Landwirt“ verlassen, die hier in den Zimmern eingemietet waren. Bauvorhaben sind derzeit noch keine bei der Ge-
„Landwirt“ betritt, taucht ein in längst vergangene Zeiten: Seit mehr als 50 Jahren hat sich hier praktisch nichts verändert. Die letzte Renovierung geht auf die Sechziger Jahre zurück, als auch die Veranda gebaut wurde. Der Kachelofen strahlt mit seinen gelben Fliesen wohlige Wärme in die Gaststube, im Regal stehen RömerWeingläser auf ihren grünen Stielen, und ober den Tischen hängen Lampen mit großem, rotem Lampenschirm aus Emaille. Seit Katharina den „Landwirt“ übernommen hat, wurden einige Kleinigkeiten repariert, größere Summen hat sie aber nie investiert. „Es muss schon schwer sein, wenn man sieht, dass keiner Interesse daran hat, den Gasthof weiterzuführen“, meint Helga, und bringt einen Früchtetee zum Tisch der Kartenspieler. „Dass der Neffe den Gasthof verkaufen will, ist ihm aber irgendwie nicht zu verübeln. Gewinne sind nämlich hier schon lange keine erwirtschaftet worden.“ Ein paar Augenblicke später fügt sie hinzu: „Aber schade ist’s trotzdem.“ Die vier Kartenspieler sitzen noch immer konzentriert über den Tisch gebeugt. „Eigentlich ist es zum Heulen, dass wir gehen müssen“, quetscht Paula Weger plötzlich hervor. Johann Harrasser und Helmut Mohr seufzen beide auf, Paula hat den Guatn auf den Tisch geblättert und das Spiel für sich entschieden. Erst haben sich Helmut und Johann zum „Bleiben“ entschieden, nun müssen sie gehen – aber nicht nur im Spiel. veronika.kerschbaumer@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info
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INTERVIEW
Politik & Gesellschaft
„An der Route“ EU-Parlamentarier HERBERT DORFMANN erklärt im „Brixner“-Interview, warum die EU nicht immer der Sündenbock ist – und welche Wirkung der Alleingang von Österreich in Sachen Grenzzaun am Brenner auf die Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino haben kann.
Foto: Oskar Zingerle
Herr Dorfmann, Österreich schließt die Grenzen und schiebt die Verantwortung dafür auf die EU. HERBERT DORFMANN: Erstens schließt Österreich die Grenzen nicht, sondern will sie kontrollieren, und zweitens ist es inzwischen Mode geworden, jede Verantwortung auf die Europäische Union zu schieben. Wir im EU-Parlament tragen sicherlich einen Teil der Verantwortung, aber das Grundproblem dieser Tage ist eigentlich ein ganz anderes: Die Staats- und Regierungschefs beschließen hier in Brüssel Dinge, und sobald sie dann von Brüssel nach Hause zurückkehren, vergessen sie während des Fluges manchmal, was sie entschieden haben. Die Europäische Union hat wahrscheinlich auch aufgrund ihres institutionellen Gefüges einfach nicht die notwendige Durchsetzungskraft, getroffene Beschlüsse vor Ort umzusetzen. Auch bei der Debatte um den famosen Grenzzaun am Brenner hätte man vor Ort Maßnahmen setzen und agieren können, anstatt die Verantwortung nach Brüssel zu schieben. Ein Zaun am Brenner würde aber auch das zarte Pflänzchen einer Europaregion Tirol ad absurdum führen. Ja, sicher. Bei jeder politischen Maßnahme muss man sich über10
legen, welche Vorteile man daraus zieht und mit welchen Kosten man dabei rechnen muss. Durch die Grenzkontrolle wird Druck auf andere Staaten ausgeübt, beim Thema Zuwanderung und Flüchtlingsfluss endlich Maßnahmen zu setzen. Österreich baut so Druck auf seine Nachbarstaaten im Süden und Osten auf, damit diese die ganze Sache endlich ernsthafter angehen, und auf die Europäische Union, damit diese in der Flüchtlingsthematik stärker aktiv wird. Das ist aber auch schon der einzige Vorteil. Es ist eine Illusion und eine absurde Idee, dass mit einer Kontrolle am Brenner wirklich Flüchtlinge abgehalten werden könnten. Wenn jemand zum Beispiel aus Libyen oder südlich der Sahara erst den Weg durch die Wüste auf sich genommen hat und dann bei der Fahrt übers Meer sein Leben aufs Spiel gesetzt hat, wird er sich am Ende nicht von Grenzbeamten am Brenner davon abhalten lassen, weiter nach Norden zu reisen. Flüchtlinge werden einfach einen anderen Weg finden. Die politischen Kosten sind klar: Die Europaregion Tirol und das Zusammenwachsen der Tiroler Landesteile wird durch eine Grenzkontrolle Schaden nehmen. Andererseits ist die Absicht Österreichs nachvollziehbar: Österreich will heute den Flüchtlingen signalisieren, dass die Grenzen unpassierbar sind und hofft dabei,
dass die Menschenmassen sich dadurch nicht in Richtung österreichische Grenze in Bewegung setzen. Wird das funktionieren? Der Weg von Süden nach Deutschland, in das Land, das viele Flüchtlinge als Wunderland sehen, führt eben einmal durch Österreich. Ich habe volles Verständnis dafür, dass die österreichische Bundesregierung nach den Erfahrungen der letzten Monate selbst Maßnahmen setzt, um der Situation Herr zu werden. Wenn man sich in Erinnerung ruft, was sich in den letzten Monaten und noch heute teilweise in Salzburg abspielt, ist ein Staat zum Eingreifen geradezu verpflichtet. Der unkontrollierte Flüchtlingsstrom nach Deutschland hat dazu geführt, dass der Zugverkehr eingestellt werden musste, und es kam zu stundenlangen Wartezeiten an der Grenze. Bei uns wird derzeit so getan, als wäre eine Lawine von Flüchtlingen in Richtung Südtirol und den Brenner unterwegs. Das stimmt aber nicht. Grundsätzlich haben auch die Grenzübertritte in Griechenland im Vergleich zu vor drei Monaten um zwei Drittel abgenommen. Liegt das am Winter? Das mag sein. Die Situation in Südtirol und am Brenner ist aber generell ruhiger als vor einem Jahr. Deswegen hätte ich mir schon erwartet, dass die Europa-
region Tirol gemeinsam darüber reflektiert, was zu unternehmen ist, wenn der Flüchtlingsstrom stärker wird. Das wäre eine vernünftige Vorgehensweise gewesen, das wäre der Idee der Europaregion gerecht geworden – und das wäre die Verpflichtung nicht nur der Tiroler, sondern auch der Südtiroler und Trentiner gewesen. Mir ist schleierhaft, warum es jetzt ein einseitiges Vorpreschen gegeben hat, ohne sich mit den anderen Partnern der Europaregion abzusprechen. Brixen fürchtet, dass in der Reatto-Kaserne, von der ja schon konkret als Flüchtlingslager gesprochen wurde, eine ähnliche Situation wie in Spielfeld entsteht. Brixen liegt entlang der Route der Flüchtlinge, da brauchen wir nicht lange darum herumreden. Sollte sich der Flüchtlingsstrom tatsächlich in Richtung Westen verlagern, liegt Brixen genau an dem Punkt, an dem die Pustertalroute in Richtung Brenner und die andere Route von Süden nach Norden zusammentreffen. In Brixen könnte sich dasselbe Szenario abspielen wie in Salzburg. Stundenlange Wartezeiten an der Grenze, Einstellen des Eisenbahnverkehrs – das ist eine Situation, die wir in Europa als überwunden geglaubt haben und die sich niemand von uns auch nur annähernd wieder wünschen würde.
Wo liegt die Lösung? Das Thema ist zu komplex, als dass es eine Einzellösung geben könnte. Es wird ständig behauptet, die Europäische Union würde nichts unternehmen. Wir haben aber durchaus einige Maßnahmen in den letzten Monaten setzen
In Europa gibt es eigentlich bereits ein vereinheitlichtes Asylrecht – es gibt nur eine ganze Reihe von Staaten, die dieses nicht durchoder umsetzen. Man muss stärker darauf drängen, dass Asylverfahren in allen Mitgliedsstaaten gleich umgesetzt werden und dass es keine Wanderung inner-
allem, wie wir damit umgehen. Das hat damit zu tun, dass wir in der Europäischen Union zunehmend weniger gemeinsam handeln und jeder Staat das tut, was er will. Ein anderes großes Problem ist auch der sehr schnell wachsende Nationalismus in Europa. Über lange Zeit haben wir
„Das ist eine Situation, die wir in Europa als überwunden geglaubt haben und die sich niemand von uns auch nur annähernd wieder wünschen würde“_ Herbert Dorfmann, EU-Parlamentarier können: Von 90 Prozent der Menschen, die über die türkisch-griechische Grenze kommen, werden die Fingerabdrücke abgenommen – vor einigen Monaten waren wir gerade mal bei etwa 8 Prozent. Der Flüchtlingsstrom ist auch zurückgegangen, auch deshalb, weil es stärkere Kontrollen in der Türkei gibt. Um effiziente Kon trollen an den Außengrenzen Europas werden wir in der Lösung des Flüchtlingsproblems nicht herumkommen. Aber auch hier hat sich einiges getan, denn die Nato ist im türkisch-griechischen Meer mit Schiffen unterwegs und beobachtet nun, was sich dort abspielt. Die Zusammenarbeit mit der Türkei, die Deutschland sehr forciert, ist auch notwendig, denn wir wissen, dass an der türkischen Küste mit Flüchtlingen überfüllte Boote einfach losgelassen werden. In der Türkei blüht der Handel mit One-wayBooten, also mit Schlauchbooten, von denen man von vornherein weiß, dass sie nur einmal den Weg übers Meer schaffen werden, wenn überhaupt. Es wird zusätzliche Maßnahmen gegen Schlepper geben müssen. Auch die Flüchtlinge müssen aufgeklärt werden, denn die Schlepper versprechen ihnen teilweise den Himmel auf Erden in Europa, der dann offensichtlich nicht eintritt – und auch nicht eintreten kann. Europa muss auch die große außenpolitische Aufgabe der Syrienkrise wahrnehmen, denn diese ist die Hauptursache für die derzeitige Situation. Wir werden alles tun müssen, um die Syrien-Friedensgespräche auf einen guten Weg zu bringen.
halb Europas auf der Suche nach jenem Staat gibt, in dem man am schnellsten und leichtesten Asyl gewährt bekommt. Die Verfahren müssen meiner Meinung nach auch beschleunigt werden: Ein Asylverfahren über eineinhalb Jahre auszudehnen ist nicht unbedingt menschenwürdig. Wenn man den Flüchtlingsstrom der letzten Jahre betrachtet, werden immerhin 70 Prozent der Flüchtlinge, das sind über 700.000 Menschen, kein Asyl bekommen.
Es müsste aber eigentlich auch darum gehen, europaweit eine Harmonisierung des Asylrechts zu erreichen.
Das wahre Problem in der Flüchtlingskrise ist zunehmend weniger die Tatsache, dass Menschen nach Europa kommen, sondern vor
geglaubt, dass die europäische Integration ein Projekt sei, das immer nach vorne geht. Derzeit betreiben jedoch viele Staaten negative Kommunikation und schimpfen auf die EU. Italien ist dafür ein typisches Beispiel: Ich denke, dass man die Probleme Italiens nicht lösen kann, indem man die Staatsverschuldung nochmal erhöht. Wenn man sich das Getöse des italienischen Ministerpräsidenten Matteo Renzi an-
hört und das, was er über die Europäische Union sagt, dann könnte man meinen, er will eigene Probleme schönreden und den Menschen klarmachen, dass ohne die Europäische Union alles besser wäre. Ganz so einfach ist es aber nicht: Die Staatsverschuldung in Italien hat dummerweise nicht die Europäische Union verursacht, sondern der italienische Staat selbst. Diese Bürde nochmals zu erhöhen und auf die nächste Generation weiterzuschieben kann politisch zwar kurzfristig vernünftig sein, langfristig ist das aber sicher nicht die beste Lösung. In der Tat haben wir in Europa einige Brandherde, die uns Sorgen bereiten und die eine Krise der Union darstellen – dazu gehört auch Großbritannien. In den nächsten Monaten wird sich zeigen, ob man diese Krise der EU meistern und sogar gestärkt daraus hervorgehen kann, oder ob wir wieder zu einem Europa der Nationalstaaten werden. Ich denke, für uns Südtiroler kann das nicht eine erstrebenswerte Vision sein. willy.vontavon@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info
Dann gehen sie eben in einen anderen europäischen Staat und suchen dort erneut an … Das passiert, dürfte aber an und für sich nicht passieren. Im europäischen Asylrecht ist das ganz genau geregelt: Wenn ein Mitgliedsstaat der Europäischen Union nach dem Verfahren den Asylantrag abgelehnt hat, kann jeder andere Staat der EU dieses Verfahren akzeptieren und braucht kein neues Verfahren eröffnen. Es wäre also vollkommen unverständlich, geradezu absurd, wenn ein Staat ein neues Verfahren für einen Migranten eröffnet, der in Österreich zum Beispiel abgelehnt wurde. Die Flüchtlingsthematik dominiert seit Monaten die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit. Dabei werden andere Brandherde – unbewusst möglicherweise – ignoriert: Italiens Staatsverschuldung hat sämtliche Rekorde gebrochen, Griechenlands Schwierigkeiten bleiben ungelöst. Werden diese Themen derzeit in Brüssel überhaupt thematisiert?
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Politik & Gesellschaft
BRIXEN
Eine Renaissance des Patriotismus? Ein 400 Seiten starkes Buch widmet der eigentlich aus der Punkszene stammende Berliner Klaus Farin der Band Frei.Wild. In einem Vortrag unter dem Motto „Frei.Wild oder: Die Renaissance des Patriotismus“ erklärte Farin Anfang Februar im Kassianeum, warum die Band vor allem in ländlichem Gebiet Gehör findet.
K
laus Farin aus Berlin, Autor von 29 Büchern (darunter Biografien über Karl May und „Die Böhsen Onkelz“), Mitarbeiter und Herausgeber mehrerer Zeitschriften, Begründer des „Archivs für Jugendkulturen“ und derzeitiger Vorsitzender der Stiftung „Respekt – Die Stiftung zur Förderung von jugendkultureller Vielfalt und Toleranz, Forschung und Bildung“, referierte am 3. Februar im Kassianeum vor Jugendund Sozialarbeitern, Lehrpersonen
und Psychologen über das Thema „Patriotismus für Jugendliche und in Jugendszenen“. Am Abend hielt er dort einen Vortrag mit dem Titel „Frei.Wild oder: Die Renaissance des Patriotismus“ und präsentierte sein aktuelles 400 Seiten starkes Buch über die Brixner Rockband. Es trägt den provokanten Titel „Frei.Wild: Südtirols konservative Antifaschisten“. Farin bezeichnete sein Werk als „Fanstudie“, denn es beinhaltet die Aussagen von 4.000 Fans, die
er bei Auftritten und Tourneen interviewt hat. Zu Wort kommen neben den Musikern selbst auch deren Familienangehörige, Musikwissenschaftler und Aussteiger aus der rechten Szene. Die rund 40 vorwiegend jungen Zuhörer – zu zwei Dritteln Fans, stellte Farin fest – wurden mit Bildern von Kriegslandschaften, von randvollen Konzerthallen und Seiser-Alm-Idyllen, untermalt mit Songtexten der Band, auf das Referat eingestimmt.
„Die kennt niemand“. Bereits
vor zehn Jahren hatte sich der damalige Bandmanager an Klaus Farin mit der Anfrage gewandt, ob er denn ein Buch über Frei. Wild verfassen wolle. Er lehnte ab, denn „die Band kennt ja niemand“. Mit der Ausladung von der Echo-Verleihung 2013 wurden Philipp Burger und Co. mit einem Schlag deutschlandweit bekannt. Es folgten Demonstrationen und Petitionen, Auftrittsverbote und Ausladungen. Die
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Patriotismus und Heimatliebe. Hauptaufgabe des Abends war es, eine Antwort auf die heikle Frage „Gibt es eine Renaissance des Patriotismus?“ zu finden. Schon das Wort Patriotismus an sich ist anrüchig, heikel, da ausgrenzend. „Es gibt unterschiedliche Formen des Patriotismus“, sagte Klaus Farin, „ich will das Wort mit ‚Heimatliebe’ erklären. Wenn man die politischen Bestrebungen in Irland und im Baskenland verfolgt, kann man sagen, ja, der Patriotismus nimmt zu – auch in Deutschland seit der FußballWM 2014!“ Patriotismus sei typisch für ländliche Gebiete, in denen man politische Veränderungen noch mitkriege. Es sei also kein Zufall, dass die Frei.Wild-Fans aus ländlichen Gegenden wie Südund Ostdeutschland, ja sogar aus dem fernen Schleswig-Holstein kommen. Großstädter können den Patriotismus nicht oder viel weniger nachvollziehen. In der Rockmusik scheint Patriotismus, sprich Heimatliebe, an Bedeutung gewonnen zu haben, lautet die Ansage. Die Ursachen dafür lägen im gesellschaftlichen Bereich: Die Unsicherheit in der Familie und im Beruf wachse, die Planbarkeit nehme ab: „Es gibt nicht mehr die klare Norm.“ Patriotismus könne ein Stück weit zusammenschweißen und als Scharnier dienen. Aber es sei ein schmaler Grat zwischen Patriotismus und Nationalismus.
Frei.Wild – eine Nazi-Band? Der
Berliner, aus der Punkszene kommend, leugnete nicht, dass die Rockgruppe in ihren Ursprüngen als rechtsextreme Band bezeichnet werden könnte. Dies habe auch mit dem Bandleader und Songschreiber Philipp Burger
zu tun, der einst Mitglied der Rechtsrockband „Kaiserjäger“ gewesen war. „Doch heute hat dieser Vorwurf kaum noch Bestand. Dies hat selbst die Antifa – das sind Organisationen, die gegen Nationalismus, Neonazismus und Rassismus kämpfen –, die immer heftige Gegenstimmung gemacht hatten, inzwischen verstanden“, erklärt Klaus Farin. Der Vorwurf heute laute, dass es sich bei Frei.Wild-Liedern um einen überzogenen Patriotismus mit fundamentalistischen christlichen Aussagen handle, der sehr wohl als Türöffner für die rechte Szene gelten könne. Immerhin habe die Band heute über 200 Lieder im Programm, und bloß in sechs davon spiele der „Patriotismus-Style“ eine relevante Rolle. Es gebe in einigen Songs interpretationsfähige, aber keine ausgrenzenden rassistischen Zeilen. Selbst Bruce Springsteen wurde seinerzeit für sein Lied „Born in The USA“ der Vorwurf der Ausgrenzung gemacht. Wenn jemand wolle, könne er auch bei den „Toten Hosen“ rechtsextremes Gedankengut aufspüren. Klaus Farin nannte dieses Verhalten „Manipulation der Interpretation“.
Patriotisch: ja! „Dass es in den
Frei.Wild-Texten mittlerweile eine klare Grenze zu rechtsextremem Gedankengut gibt, das wurde im letzten Sommer geklärt: konservativ und christlich, familienfreundlich und naturliebend: ja, aber rassistisch: das geht gar nicht!“, stellte Klaus Farin klar: „Frei.Wild ist nicht mehr die Band, die sie vor 14 oder 15 Jahren war!“ Die Kritiken der Vergangenheit hätten bei den Musikern bewirkt, dass sie sich mit den Themen, die so nicht beabsichtigt waren, auseinandersetzten und sich – vielleicht unfreiwillig – verändert haben. Dies sei als positiv zu bewerten und anzuerkennen.
Ein Konzert gegen Rassismus. Am Ende seiner Ausführungen brachte der Berliner Autor noch eine Idee in den Raum und wandte sich direkt an die Musiker, die allerdings nicht anwesend waren: „Ihr seid gegen Rassismus. Zeigt, dass ihr es ernst meint, engagiert euch für Flüchtlinge, gebt ein Benefizkonzert!“ Gleichzeitig glaubte er aber auch zu wissen, dass Kritiker versuchen würden, so ein Konzert zu verhindern. johanna.bernardi@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
www.kraler.bz.it
Ansage lautete: Die Band ist rechts. Die Fans auch, oder? Jetzt wurde es auch für den Berliner interessant, ein Buch über Frei.Wild zu schreiben: Der Start erfolgte Anfang 2013, die Fertigstellung Ende 2014, Druck und Publikation im April 2015. Die Konditionen stellte er, Klaus Farin: Es werden biografische Interviews gemacht, alles an Materialien müsse zur Verfügung gestellt werden, und alle Fragen müssen beantwortet werden. Das Buch werde ohne Autorisierung erscheinen, denn Unabhängigkeit sei oberstes Gebot! „Und die Band hat mein Buch durchwegs positiv aufgenommen“, betonte der Autor.
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Politik & Gesellschaft
MILLAND
Xaverianum abgerissen z Am 18. Jänner begannen die Maschinen beim ehemaligen Missionsseminar Xaverianum in Milland zu rattern: Erst ging es den alten Gebäuden der Landwirtschaft und einem alten Schuppen an den Kragen, Anfang Februar folgte schließlich das ehemalige Seminargebäude selbst. Abgerissen wurde der 11.000 Kubikmeter große Gebäudekomplex, um
mit der entsprechenden Kubatur in etwas entfernterer Lage vom Ansitz Platsch eine Wohnzone zu verwirklichen. Den Ansitz haben die Comboni-Missionare für die eigene Nutzung 2005 saniert und renoviert, das Xaverianum diente bis 1988 als Schülerheim. Seit 2002 bis Jahresende 2015 belebte das Haus der Solidarität die Zimmer, Räume und Gänge des Xaveria-
nums, das dort ein Zentrum der Begegnung, der Information und der Bewusstseinsbildung geschaffen hatte. Das HdS ist mittlerweile ins nahegelegene Jakob-SteinerHaus gezogen. vk
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Politik & Gesellschaft BRIXEN
Länger im Kindergarten
z Damit die Eltern Familie und Beruf besser unter einen Hut bringen können, soll ab Herbst 2016 der Kindergarten „Anna Seidner“ jeweils bis 17 Uhr geöffnet bleiben. Bei den
kurz
notiert
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Einschreibungen im Jänner wurden deshalb für diesen Kindergarten jene Eltern bevorzugt, die eine Verlängerung aus beruflichen oder familiären Gründen brauchen; bisher
Der im Dezember gewählte Jugendrat hat seine Sprecher für die dreijährige Amtszeit bestimmt: Manuel Dianese, Magdalena Obergolser und Julian Überbacher. Ein Anliegen ist dem Jugendrat die Vernetzung mit den Jugendorganisationen und -zentren.
galt das Kriterium des Einzugsgebietes. Einige Kindergärten haben ihre Öffnungszeiten an den Bedarf der Eltern abgestimmt, eine Mindestzahl für eine Verlängerungsgruppe konnte allerdings nirgends erreicht werden. Im Kindergarten „Mozart“ wird eine Verlängerung bei entsprechender Nachfrage beibehalten. Diese neuen Betriebszeiten haben sich Stadträtin Monika Leitner, Landesrat Philipp Achammer und Bernadette Grießmair, Direktorin des deutschen Kindergartensprengels in Brixen, im Jänner bei einem Arbeitstreffen als Ziel für die deutschsprachige Kindergartensektion gesteckt. Im
Kindergarten Rosslauf startet voraussichtlich im Herbst 2017 ein besonderes Projekt der Zusammenarbeit: Über das ganze Jahr verteilt sind Begegnungsmomente mit der jeweils anderen Landessprache geplant – beginnend bei den Kindergartenkindern und ebenfalls auf Teamebene. Um im Kindergarten „spielend“ zu lernen, werden Sprachgeburtstage, gegenseitige Spielbesuche und Gesangstreffen ins Auge gefasst. Es wird auch in Erwägung gezogen, im Kindergarten eine Verlängerung der Öffnungszeit bis 17 Uhr für Kinder beider Kindergartensektionen anzubieten. vk
Seit über 13 Jahre ist es Tradition, dass Waisenkinder von gefallenen Soldaten des CarabinieriKorps auf Einladung des Nationalen Hilfswerks ONAMAC eine Ferienwoche in Brixen verbringen. Die Kinder wurden am 8. Februar feierlich in der Gemeinde empfangen.
76 Maßnahmen umfasst der Dreijahresplan zur Prävention vor Korruption, den der Brixner Gemeinderat unlängst gutgeheißen hat. Korruption in der öffentlichen Verwaltung soll etwa durch richtiges Verhalten bei Ausschreibungen oder durch die Rotation von Unternehmen bei geladenen Wettbewerben vermieden werden.
NACHGEFRAGT
„Gemeinsam statt einsam“ OSWALD KASAL, Präsident des Seniorenclubs Brixen, über die Arbeit des ehrenamtlichen Vereins, die Aufgaben des Seniorenbeirates – und warum es wichtig ist, bis ins hohe Alter aktiv zu bleiben.
Was sind Ihre Aufgaben als Präsident des Seniorenclubs? Ich koordiniere die sechs deutschsprachigen Clubs in Brixen-Stadt, Tils, Tschötsch, Afers, St. Andrä und Milland, die insgesamt bis zu 870 Mitglieder haben. Wir bieten Ausflüge und Besichtigungen an, organisieren Vorträge und veranstalten Sing- oder Tanzgruppen und
Karternachmittage. Wir wollen, dass sich die Leute bis ins hohe Alter betätigen, aktiv sind und in die Gesellschaft eingeschlossen werden. Unser Motto ist „Gemeinsam statt einsam“, denn Gemeinschaft belebt und hält jung. Ich bin ebenfalls eines der zehn Mitglieder im Brixner Seniorenbeirat. Dort tragen wir die Wünsche der Brixner Senioren zusammen, Stadträtin Paula Bacher macht sich dann als unsere Vorsitzende in der Gemeinde für diese Wünsche stark. Der Seniorenbeirat ist also ein beratendes Gremium. Gibt es bereits konkrete Projekte für die nächste Zeit?
Im Lido soll ein Bewegungsparcours für Senioren entstehen – mit einer Wackelbrücke und einer Station, an der Senioren ihre Fingerfertigkeit trainieren können. Ein besonderes Anliegen meinerseits ist jedoch die Schaffung von Seniorenwohnungen, in denen die Bewohner zwar betreut werden, jedoch so selbstständig wie möglich leben können. Es laufen zwar bereits dementsprechende Projekte, aber man müsste eventuell schneller an die Arbeit gehen, denn Senioren, die aktiv bleiben, sind einfach fröhlichere Menschen.
Foto: Veronika Kerschbaumer
Herr Kasal, was bedeutet für Sie die Arbeit im Seniorenclub? Ich möchte mich für die Senioren einsetzen und dafür sorgen, dass es ihnen gut geht und dass sie bis ins hohe Alter ein lebenswertes Leben führen können.
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Politik & Gesellschaft
BRIXEN
Wie Kinder Familie erleben
z Wie erlebt eigentlich ein Kind, das in einer Pflegefamilie aufwächst, sein Zuhause – und wie geht es mit dieser besonderen Familiensituation um? Dieselben Fragen gelten für Kinder, die in Patchwork-Familien leben, deren Eltern sich getrennt haben, oder für Flüchtlingskinder, die nach
Europa kamen und nun hier aufwachsen. Wie Kinder ihr Zuhause bei den zunehmend unterschiedlichen und sich wandelnden Familien- und Gesellschaftsformen erleben und damit umgehen, will nun ein internationales Forschungsprojekt erklären. „Extraordinary Experiences of Home“ (zu deutsch: Außergewöhnliche Erfahrungen von Zuhause) ist der Titel des Projektes, an dem die University of Tampere (Finnland), die Goldsmith University of London, die University of Sussex und die Universität Bozen gearbeitet haben. Das Ziel der Forschung war laut Walter Lorenz, Rektor der Uni Bozen, die sozialen Dienste wissenschaftlich zu begleiten und
sie im Vorfeld gut auf zahlreiche Veränderungen im sozialen Wandel unserer Zeit vorzubereiten, denn diese Veränderungen haben großen Einfluss auf das Leben der Kinder. Das Projekt wurde Ende Jänner auf Anregung der Fakultät für Bildungswissenschaften in Brixen im Seminarort „Thalhofer“ des Südtiroler Kinderdorfes vorgestellt. Im Bild: Tarja Pösö (University of Tampere), Heinz Senoner (Direktor des Kinderdorfes), Julia Hope (Goldsmith University), Walter Lorenz, Jillian Ruch (University of Sussex) und Silvia Fargion (Fakultät für Bildungswissenschaften, Brixen). vk
Schule und Selbstbestimmung schienen auch in Brixen Themen zu sein, die den Bürgern unter den Nägeln brennen. Die Vorschläge wurden sachlich diskutiert, man hörte kaum einmal eine provokante Äußerung. Um 16:30 Uhr endete die Tagung, bei der viele verschiedene Vor-
schläge eingebracht wurden. Diese bringen, wie sich Parlamentsabgeordnete Renate Gebhard erwartet, hoffentlich Ergebnisse, mit denen man auf der legislativen Ebene arbeiten kann. Die Protokolle sind auf der Website www.konvent.bz.it abrufbar. ha
BRIXEN
Halbzeit in Brixen sie zum Rednerpult und stellten die Themen vor, zu denen sie diskutieren mochten. Die Mitarbeiter der EURAC stellten daraufhin 31 Arbeitskreise zusammen zu den verschiedenen Themen wie „Schule und Mehrsprachigkeit“, „friedliches Zusammenleben“, „Selbstbestimmung“, „Familienpolitik“, „Laizismus“, „Proporz“ – um nur einige zu nennen. „Zum ersten Mal sind die Themen so breit gefächert“, stellte die Moderatorin Monica Margoni fest. Nach der Open-Space-Methode konnten die Teilnehmer jeweils 45 Minuten zu einem Thema diskutieren und die Ergebnisse protokollieren.
segment-events.eu
z Die Landtagsabgeordneten Maria Kuenzer und Roland Tinkhauser konnten am Samstag, 13. Februar, etwa 250 Leute in der Landesberufsschule „Ch. J. Tschuggmall“ zur vierten Open-Space-Veranstaltung des Autonomiekonvents begrüßen. Unter dem Motto „Welche Zukunft braucht unser Land?“ soll dieser Konvent die einmalige Chance für Südtirol sein, um mit der Beteiligung der Bürger das Autonomiestatut an die geänderten Rahmenbedingungen anzupassen. Die Bürger in Brixen wollten mitreden: Geradezu im Eiltempo kamen
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Her mit den Josefs! z Über 6.000 Josefs, Sepps oder Pepis gibt es in Südtirol – und alle feiern am 19. März zusammen mit dem Tiroler Landespatron, dem Heiligen Josef, Namenstag. Obwohl dieser Tag in Südtirol kein offizieller Feiertag ist, will eine Brixner Initiative, die – wie sollte es anders sein – von drei Josefs gegründet wurde, diesen Tag feiern. Der Stadtrat Josef Unterrainer, Schützen-Hauptmann Sepp Kirchler und Bezirkskulturreferent Sepp Kaser verfolgen bei dieser Aktion den Gedanken, so viele Namensvetter wie möglich in der ältesten Stadt Tirols zusammenzutrommeln, um den Tag gemeinsam zu verbringen. Eingeladen sind natürlich alle Josefs, Josefines und Josefas mit Anhang und jeder, der Lust hat,
diesen Tag zu feiern. „Josef ist ein kirchlicher Name, deshalb steht im Programmmittelpunkt die Messe im Brixner Dom“, umreißt Stadtrat Josef Unterrainer. Da just an diesem Tag das Josefs-Missionshaus in Brixen sein 125-jähriges Jubiläum feiert, zelebriert Bischof Ivo Muser um 9 Uhr die Messe. Die Josefi-Feier verlagert sich anschließend in die Hofburg: Um 10:30 Uhr hält Josef (!) Gelmi, Präsident der Hofburg, einen Vortrag über die Bedeutung des Hl. Josef. Dann führt er und Johann Kronbichler, Direktor der Hofburg, durch die Räumlichkeiten. Nach einem Umtrunk im Innenhof der Hofburg klingt der Samstag bei einem gemütlichen Mittagessen in den Gasthäusern von Brixen aus. vk
BRIXEN
Neue Zahlen aus dem Rathaus z Zu Beginn eines neuen Jahres werden Bilanzen gezogen und Zahlen zum vergangenen Jahr präsentiert; dies gilt auch für das Melde- und Standesamt der Gemeinde. Am 31. Dezember 2015 zählte Brixen 21.535 Einwohner: 11.136 weiblichen und 10.399 männlichen Geschlechts. Der Zuwachs gegenüber 2014 beträgt 151 Personen: Das ist etwas weniger als in den zwei Jahren zuvor. 2015 wurden 232 Neugeborene registriert; auch hier haben die Mädchen mit 121 die Nase vorn. Im Vorjahr betrug die Zahl der Neugeborenen 201. Die meisten Neugeborenen verzeichnete übrigens das Jahr 1969; damals erblickten 401 Brixner das Licht der Welt. Wie in jedem Jahr, ist die Namengebung sehr vielfältig: Je zweimal wurden die Namen Anna und Sofia,
je viermal die Namen Julian und Samuel gegeben. Insgesamt betrug die Anzahl der verschiedenen Namen 187. 76 Männer und 93 Frauen sind im vergangenen Jahr verstorben; das sind insgesamt 15 mehr als 2014. Die älteste Brixnerin ist 104, der älteste Brixner 102 Jahre alt. Vor dem Standesamt ließen sich 54 Paare trauen; exakt die Hälfte davon wurde auch kirchlich getraut. In der Gemeinde sind 2.141 Ausländer aus 76 verschiedenen Staaten gemeldet; das sind 9,94 Prozent der Gesamtbevölkerung. Der Zuwachs ist mit 0,9 Prozent gering. Mit 277 Personen sind Zuwanderer aus Deutschland am stärksten vertreten, es folgen die Albaner (271) und die Pakistani (267). Aus 19 Ländern ist jeweils nur eine Person in Brixen gemeldet. jb
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Menschen & Meinungen
PORTRAIT
„Do fållsch vom Hocker!“ Ein Besuch bei OSWALD MEDERLE in der Otto-von-Guggenberg-Straße in Brixen ist wie eine kleine Zeitreise: Mit dem Hobbyhistoriker zu reden ist Geschichtsunterricht im Zeitraffer. Zwischen vergilbten Dokumenten, Postkarten mit Fotografien von Rudolf Largajolli und Fliegerbrillen in der originalen Kartonverpackung entfaltet sich die Tragik einer Zeit, wie sie in Büchern nicht zu finden ist.
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ie Reise in eine längst vergangen geglaubte Zeit beginnt gleich hinter der Haustür. Drei Bilder hängen weit oben an der Wand, von einem jungen Standschützen mit Wachsfarben gemalt: Szenen eines Krieges in Pastell, die die Schrecken jener Zeit nur zaghaft erahnen lassen. Oswald Mederle erzählt die Geschichte zu den schlicht gerahmten Abbildungen, erzählt davon, dass es die Orte wirklich gibt, dass die Gegend bei Isera immer noch so ist wie auf den Zeichnungen dargestellt, und dass er nur allzu gerne auch das
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vierte Bild davon besäße. Dann fällt der Blick auf zwei überdimensionale Stammbaumtafeln, die die Wurzeln für seine Leidenschaft bilden. „Ich wollte schon früh mehr über meine Vorfahren wissen“, sagt der Autodidakt, der mittlerweile als absoluter Experte gilt, was den Ersten Weltkrieg betrifft. Geschichte und Geographie haben den gelernten Küchenmeister und pensionierten Fachlehrer für Kochen schon immer fasziniert. Dem Überetscher Bauernsohn war es aber nicht vergönnt gewesen zu studieren,
und so hat er sich neben Beruf und Familie mit einer atemberaubenden Intensität daran gemacht, sich jenes Wissen anzueignen, das ihm heute nicht nur in Fachkreisen allseits Anerkennung beschert. Oswald Mederle ist Vizepräsident des Tiroler Geschichtsvereins und Schriftführer des Tiroler Kaiserschützenbundes 1921, und er bezeichnet sich selbst als Erste-Weltkrieg-Forscher und als Sammler. Gesammelt hat er zunächst so ziemlich alles, was ihm in die Finger kam, „aber irgendwann muss man sich auf etwas konzentrieren“.
Sammelleidenschaft mit Akribie. Wer das kleine Arbeitszimmer
von Oswald Mederle betritt, hat das Gefühl, in einer anderen Welt zu sein. Wahllos und gleichzeitig unglaublich gezielt zieht er aus Schubladen Dokumente hervor, erzählt von Hintergründen, die sich erst im Laufe der Zeit zu einem klaren Bild zusammenfügen. Zwei große Computerbildschirme, ein Schrank mit Glastüren, die den Blick freigeben auf allerlei Kurioses und Rares, Regale mit vergriffenen Büchern und an die 15.000 Fotografien und Postkarten, eingeordnet in dunkelrot
SAMMLER UND EXPERTE: Für Oswald Mederle ist das Sammeln von Kriegsrelikten mehr als nur ein banales Zusammentragen von Gegenständen; aus den Geschichten, die sie erzählen, rekonstruiert er akribisch eine längst vergangene Zeit und diverse Einzelschicksale
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Foto: Oskar Zingerle
glänzenden Alben, zeugen von unglaublicher Leidenschaft und Akribie. Sein Wissen ist so unerschöpflich und detailgetreu, dass es zunächst schwerfällt, ihm zu folgen. Er stellt Fragen, die er dann mit wohlwollender Ungeduld ganz schnell selbst beantwortet. Seine Begeisterung ist ungestüm, er will die Menschen teilhaben lassen an seinem Wissen, rastlos, vieles voraussetzend, übersprudelnd. Der Ossi, wie ihn manche nennen, ist jemand, der ewig über Dokumenten brüten kann, einer, der nicht lockerlässt, bis sich ihm gewisse Zusammenhänge nicht erschlossen haben.
Die Geschichten hinter den Dingen. Dabei ist er ganz ge-
wiss kein Mensch, der den Krieg verherrlicht. Er ist auch kein Patriot. Vielmehr ist er einer, der die unscheinbaren Details einer prägenden Epoche in Erinnerung rufen will. „Über Fotos wird Geschichte einfach anders erzählt“, sagt Mederle, der 1956 in Bozen geboren wurde und seit vielen Jahren mit seiner Frau Cilli und den beiden Töchtern
in Brixen lebt. Für den Fotokalender „Brixen und der Erste Weltkrieg“ hat er nicht nur Texte verfasst, sondern auch wertvolle Fotos zur Verfügung gestellt, die ein interessantes Licht auf so manche Begebenheit werfen. Irgendwann schleppt er eine graugrün getünchte Kiste herbei,
Puzzle, das noch lange nicht vollständig ist. Über Gegenstände etwas vom Schicksal jener Menschen zu erfahren, denen sie gehört haben, ist fast zur Sucht geworden. Der Keller seiner Wohnung ist ein kleines Museum. Verdienstorden und Abzeichen, in
hat an einer Reihe von Büchern mitgearbeitet, hat sich mit Kriegstagebüchern einfacher Menschen befasst, um eine Ahnung zu bekommen von der Alltagstragik. In seinem jüngsten Werk, das er in Zusammenarbeit mit dem Tiroler Geschichtsverein verfasst hat, wandert er „Auf
„Über Fotos wird Geschichte einfach anders erzählt“_ Oswald Mederle, Erste-Weltkriegs-Forscher einen Feldaltar, wunderbar erhalten, aber leider nicht mehr ganz komplett. „Do fållsch vom Hocker, gell?“ Dass er den Feldaltar hat auftreiben können, vermag er selber kaum zu fassen. Seine Leidenschaft ist nicht das Suchen, sondern das Finden. „Ich bin nicht einer, der jedes Detail der Schlachten des Ersten Weltkrieges kennt. Dafür gibt es genügend Bücher, wo man das nachlesen kann.“ Was Oswald Mederle fesselt, sind die Geschichten hinter all den Dingen, die er im Laufe von vielen Jahren zusammengetragen hat, vergleichbar mit einem riesigen
großen Schubladen auf Samt und Filz fein säuberlich sortiert, Helme, Gewehre und Stutzen, eine goldene Taschenuhr, Propagandaplakate und ein Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel mit befremdlich anmutenden knallig-bunten Soldatenszenen sind nur ein Bruchteil dessen, was Oswald Mederle liebevoll bewahrt. Irgendwie wirkt alles wie ein Aufbäumen wider das Vergessen. „Man muss seine Heimat kennen“, sagt er. Gerade weil er sich so gut auskennt, nimmt er sich auch kein Blatt vor den Mund, wenn es darum geht, „Fakten anzusprechen“. Er
den Spuren der Tiroler Front“ zu den Kriegsschauplätzen der Jahre 1915 bis 1918. Das Buch wird nicht seine letzte Veröffentlichung sein. Es gibt so vieles, das noch genauer erforscht werden kann, der Fliegerplatz bei Vahrn, der Truppenübungsplatz zwischen Schabs und der Rundl, die Schützengräben rund um Teis. Oswald Mederles Reise in die Vergangenheit wird weitergehen.
marlene.kranebitter@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info 19
Menschen & Meinungen
BRIXEN/LOS ANGELES
Lernen in L.A. z „Es ist immer wieder beindruckend zu erleben, dass man minimalinvasiv schwierige Fälle in einfache Weise durch Zahnregulierung behandeln kann – ohne aufwändige Operationen und oft auch, ohne dabei gesunde Zähne ziehen zu müssen“, sagt der Brixner Zahnarzt Anton Plattner. Plattner wohnte kürzlich einem internationalen Kongress in Los Angeles bei, an dem 32 weltweit tätige Referenten ihre schwierigsten Fälle präsentierten. 1.400 Zahnärzte waren zu Gast, nur drei davon
aus Italien, einer aus Österreich. Vor zwei Jahren lud man Plattner in Phoenix ein, den anwesenden Zahnärzten seine „Brixner“ Fälle zu präsentieren, die er mit der weltbekannten Damon-Methode ausführte: „Ein Kollege aus Südamerika war bei der Ansicht der Vorher/NachherBilder so beeindruckt, dass er mich fragte, ob es sich denn um Fotomontagen gehandelt hatte“. Der Besuch der Damon-Kongresse sei für Plattner immer wieder „wie ein Turbo-Lader“ und die Möglichkeit, sich weiterzubilden. wv
M&M BRIXEN
Dapunts Leidenschaft
Der Spruch vom Much
I woaß schun, prum se afn Brenner an Zaun austelln. Am 19. März treffn sich die Josefs in Brixen, und wenn do die Nordtiroler a ålle kemmen tatn, warat woll zu wianig Plåtz.
kurz
notiert
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z Seit sechs Jahren recherchiert der Brixner Roberto Dapunt zur Geschichte der Zinggener MarienWallfahrtskirche. Schon als Bub, der in Neustift wohnte und oft auf dem Weg nach Brixen in dem Kirchlein einkehrte, war er verzaubert vom Gnadenbild „Mariahilf“, das den barocken Hochaltar ziert. Das Bild gilt als eine der ersten Kopien (von insgesamt 11.000) des Originals von Lucas Cranach. Dapunt studierte Kunstgeschichte in Venedig und war über Jahrzehnte vorwiegend im oberitalienischen Raum als Restaurator tätig. Seit seiner Rückkehr sucht er unermüdlich in Museen
und Archiven Daten und Dokumente über die Zinggener Kirche, wobei ihm der inzwischen verstorbene Dekan und Pfarrer von Zinggen, Leo Munter, eine große Hilfe war. Bei seiner Recherche stieß Dapunt auf zwei Legenden, in deren Mittelpunkt Philipp Oberinger, Mühlenbesitzer in Zinggen, und zwei Statuen stehen, für die Oberinger eine kleine hölzerne Kapelle errichten ließ. Da der Zustrom an Wallfahrern stetig zunahm, erwirkte er von den kirchlichen Autoritäten die Erlaubnis, Spenden für den Bau einer Kirche zu sammeln, die am 20. Oktober 1658 eingeweiht wurde. 360 Jahre
Michael Brugger von Optik Brugger sammelte heuer im Rahmen seiner Spendenaktion zugunsten der Südtiroler Krebshilfe 1.500 Euro. Wie jedes Jahr motivierte er seine Kunden, den beim Kauf gewährten Rabatt zu spenden; er verdoppelte den gespendeten Betrag seinerseits zugunsten der Einrichtung.
Ricco Donatsch aus der Schweiz hat am eigenen Leib erfahren, wie intensiv die Arbeit in der Wintersaison bei vollem Skibetrieb auf der Plose sein kann. Bei seinem Praktikum auf der Rossalm und im Hotel Rosalpina begleitete ein RTL-Filmteam den Jugendlichen; die Sendung wurde am 1. Februar ausgestrahlt.
später soll nun ein umfangreiches und reich bebildertes Werk über die Geschichte der Wallfahrtskirche, von der es bisher kaum Aufzeichnungen gibt, erscheinen. „Neben der Baugeschichte befasse ich mich vor allem mit den Wandmalereien, den Holzskulpturen und den Altarbildern“, so Roberto Dapunt. Wann das Buch erscheinen wird, steht noch nicht fest. jb
Ulrich Gamper bleibt weiterhin Obmann der Musikkapelle Albeins, als Obmann-Stellvertreter wurde Hartwig Falkensteiner bei der Jahreshauptversammlung im Amt bestätigt. Josef Wachtler hingegen löst den langjährigen Kassier Martin Pichler ab.
Foto: Veronika Kerschbaumer
Menschen & Meinungen
Foto: Oskar Zingerle
O o op s
mein Hoppala
Claudia Messner, Präsidentin des Kulturvereins Brixen
Feministische„Hoblschoate“
www.kraler.bz.it
Ich bin bekennende Feministin und in Brixen auch dafür bekannt. Vor zwei Jahren unternahm ich mit gleichgesinnten Freundinnen einen Ausflug ins Museion zur Vorstellung der aktuelle Ausgabe der „Alpenrosen“ – ein Magazin mit Portraits über engagierte Südtiroler Frauen. Auf dem Rückweg beschlossen wir, den Abend bei einem Gläschen ausklingen zu lassen. So landeten wir in einer Brixner Enothek, in der – wie es der Zufall so will – der Brixner Männergesangverein gerade seine neue „Hoblschoatn“ vorstellte. Während ich am Tresen mit der ehemaligen Chancengleichheitspräsidentin Gitte Da Rui, die zwei Jahre zuvor zur „Hoblschoate des Jahres“ gekürt worden war, über die sexistischen Niederungen und Ausrutscher des MGV-„Revolverblattls“ lästerte, ergriff auf der anderen Seite des Lokals der Obmann des MGV das Wort. Er freue sich, „heute Abend die alte und die neue ,Hoblschoate des Jahres’ begrüßen zu dürfen“, verkündete er lautstark und kam geradewegs auf Gitte und mich zu. Nachdem ich rot angelaufen war, stimmte ich in das ausgebrochene Gelächter ein und nahm die „ehrenwerte“ Auszeichnung augenzwinkernd entgegen.
Leser kochen für Leser
mmh!
Schokoladeschnitten von meiner Großmutter > Zutaten
und erhitzen, die Weißbrotscheiben in das Gemisch aus Milch und Eiern tauchen und auf beiden Seiten goldgelb anbraten. Dann die Brotschnitten im Schoko-Zucker-Gemisch wälzen. Tipp: Als „i-Tüpferl“ kann man die Brotschnitten mit etwas Glühwein übergießen.
Weißbrot (1 Tag alt) Milch Eier Prise Salz Butter Zucker Schokoladepulver
> Zubereitung Brot in 1 cm dicke Scheiben schneiden, Milch und Eier in einen Suppenteller geben und mit dem Salz vermengen, Schokopulver und Zucker ebenfalls in einem Teller vermischen. Nun die Butter in eine Pfanne geben Wie bereits ihre Großmutter und Mutter, verlässt sich Burgi Staffler bei der Zubereitung dieser Schokoladeschnitten auf ihr Augenmaß: Die Zutatenmenge wird nämlich je nach Zahl der Gäste gefühlsmäßig bemessen. Für acht Brotschnitten sollten aber zwei Glas Milch und zwei Eier reichen. „Das Schokopulver hinterlässt am Teller zwar eine Sauerei, die Schokoschnitten schmecken aber einfach zu gut“, freut sich Burgi. Haben auch Sie ein besonderes Rezept, das Sie unseren Lesern nicht vorenthalten möchten? rezept@brixner.info
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Ergebnis der Online-Umfrage:
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„Sollte die Gemeinde Brixen in einigen Straßen zur Geschwindigkeitskontrolle Speed-Boxen aufstellen?“ 30,56% Ja, das ist unbedingt notwendig; es gibt in Brixen zu viele Raser 13,89% Ja, aber in einigen Straßen ist die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit zu niedrig 16,67% Nein, denn dadurch löst sich das Problem der hohen Geschwindigkeiten nicht 38,89% Nein, denn die Speed-Boxen sind reine Abzocke, damit die Gemeinden zu Geld kommen
Ja oder Nein? Wir möchten Ihre Meinung wissen! Ein Klick auf unserer Homepage www.brixner.info genügt – und Sie sehen sofort, wie die Internetgemeinde bisher abgestimmt hat. Natürlich dürfen Sie nur eine Stimme abgeben – wir überprüfen dies auf technischem Weg. Das endgültige Ergebnis lesen Sie im nächsten „Brixner“. Die aktuelle Frage des Monats:
„Wie konsumieren Sie hauptsächlich Musik?“ > > > >
Ich verwende nach wie vor CDs – zuhause und im Auto Ich höre ausschließlich Radio und suche das Programm nach Musikgeschmack aus Ich verwende Streamingdienste wie Deezer oder Spotify Mein iPod ist eine wandelnde Musiksammlung, die ich immer bei mir habe
Stimmen Sie mit! www.brixner.info 21
Menschen & Meinungen
UMFRAGE
Ein Zaun am Brenner? Fotos: Oskar Zingerle
Österreich schließt seine Grenzen und deckelt die Aufnahme von Flüchtlingen. Um die Obergrenze an Flüchtlingen besser kontrollieren zu können, werden möglicherweise auch am Brenner Grenzkontrollen eingeführt. Wir haben uns umgehört, welche Auswirkungen dies auf Südtirol, auf Brixen und auf die Brixner haben könnte.
„Auf mich persönlich wird auch ein Zaun keine direkten Auswirkungen haben“, sagt Annamaria Postal. „Ich finde, die Politiker sollen und müssen das tun, was sie für richtig halten – in der Hoffnung, dass es auch etwas bringt. Einen Schaden sollte halt niemand erleiden. Natürlich wird der Flüchtlingsstrom auch weiterhin ein Problem bleiben, darüber möchte ich aber nicht urteilen.“
Gerda Rella will nicht kritisieren: „Ich bin aber sehr wohl davon überzeugt, dass ein erneutes Einführen der Grenze Auswirkungen auf Südtirol und auch auf mich persönlich haben wird. Immerhin ist es ein Rückschritt. Man muss aber etwas tun, besonders in Hinsicht auf die Flüchtlingsströme. Einige werden auch in Südtirol hängen bleiben, die wir aufnehmen müssen. Wir können sie ja nicht einfach wieder verschicken.“ 22
„Das Ganze ist für mich unangenehm, weil ich sehr oft nach Österreich fahre. Aber ich kann auch verstehen, dass man irgendwie auf die Situation reagieren muss. Auch für Südtirol werden die Grenzkontrollen negative Auswirkungen haben“, ist sich Elmar Lutz sicher. „Ich glaube, wir haben mittlerweile einfach zu viel Globalisierung, da muss es mehr Kontrollen geben.“
Gedanken zu diesem Thema hat sich auch Melitta Malfertheiner gemacht: „Eigentlich hätte Europa eine Einheit bilden sollen; wenn wieder Grenzen eingeführt werden, gehen wir einen Schritt zurück und nicht nach vorn. Aber wahrscheinlich ist es die einzige Möglichkeit, um die Flüchtlingsthematik in den Griff zu bekommen. Wir helfen ja gerne, aber mit diesem Massenansturm kommt Europa einfach nicht mehr zurecht.“
Konrad Obexer ist der Meinung, dass wir diese Entscheidung akzeptieren müssen: „Wenn die Österreicher schon eine Obergrenze einführen, dann müssen sie diese auch kontrollieren, sonst hat es ja keinen Sinn. Es wird sicherlich auch Behinderungen für Südtirol geben, aber wir werden uns daran gewöhnen. Ich bin überzeugt, dass sich die Problematik nach einiger Zeit wieder lösen wird und die Grenzen dann auch wieder offen sein werden.“
„Es kommt da schon Einiges auf uns zu“, sagt Astrid Messner. „Natürlich wird das Nach-Österreich-Fahren für uns alle wieder etwas umständlich. Und auch Flüchtlinge kommen schwieriger an ihren Zielort. Dass aber eine Kontrolle stattfindet, finde ich generell recht gut. Es gibt bei diesem Thema zwei Seiten – eine positive und eine negative.“
„Passkontrollen und auch Wartezeiten nehme ich schon in Kauf“, sagt Ines Succi. „Ich finde es nicht schlimm, wenn an den Grenzen wieder mehr kontrolliert wird. Die Kontrollen werden wahrscheinlich eher gezielt stattfinden, damit der Verkehrsfluss nicht wesentlich eingeschränkt wird. Dass durch einen Grenzzaun mehr Flüchtlinge in Südtirol bleiben, glaube ich eher nicht.“
„Die generelle Mentalität, die Grenzkontrollen wieder zu verstärken, finde ich eigentlich schlecht. Man soll ein Europa des Zusammenlebens haben und nicht eines der Trennung. Einen Flüchtlingsstrom durch einen Zaun in Griff bekommen zu wollen hat meines Erachtens keinen Sinn; die Probleme müssen dort gelöst werden, wo der Flüchtlingsstrom seinen Ursprung hat. Somit ist dieser Weg aus meiner Sicht nicht der richtige“, sagt Martin Amort.
Pro& Contra Hat der CLIL-Unterricht auf Südtirols Schulen positive Auswirkungen? Der Hintergrund:
Foto: Helmuth Rier
2013 sind durch Sabina Kasslatter Mur in vierten und fünften Oberschulklassen erste Pilotprojekte zum CLIL-Unterricht gestartet. Nun soll der Unterricht an einigen Schulen bereits ab der zweiten Oberschulklasse nach der CLIL-Methode funktionieren. Beim „Content and Language Integrated Learning“ geht es darum, Sachfächer in der zweiten Sprache oder in einer Fremdsprache zu unterrichten.
ZWEI JETZT UNTER EINER FÜHRUNG!
Brixen, Mozartallee (vor der Mozartbrücke Richtung Milland links) T 0472 200 444 gartenbau@kiener.it
PHILIPP ACHAMMER, Landesrat für Deutsche Bildung und Kultur: „Zeigen wir etwas Mut für neue Wege!“
Ja Ich möchte vorausschicken, dass wir hier über einen Unterrichtsansatz diskutieren, der beispielsweise in Österreich schon seit Beginn der 1990er Jahren gebräuchlich ist. Ausgangspunkt für die verpflichtende Einführung des CLIL-Unterrichts in der Oberschule war die staatliche Bildungsreform unter Ministerin Gelmini im Jahr 2010. In Südtirol hingegen wurde CLIL erst 2013 und zunächst nur als Pilotprojekt mit einigen wenigen vierten und fünften Klassen der Oberschule initiiert, begrenzt auf bis zu zwei Fächer für je ein Semester. Die unterrichtenden Lehrpersonen mussten sowohl über sprachliche, fachliche als auch sprachdidaktische Kompetenzen verfügen – Qualität vor Quantität sowie eine gezielte Evaluation waren die Vorgaben für diese Pilotphase. Da die Ergebnisse vielversprechend sind, hat die Landesregierung im Jänner 2016 beschlossen, den CLIL-Unterricht auch auf die zweite und dritte Klasse der Oberschulen auszuweiten: nicht flächendeckend, sondern als Möglichkeit für all jene Schulen, die über die entsprechenden Voraussetzungen verfügen. Wiederum zählt Qualität vor Quantität! CLIL ist mit Sicherheit kein Allheilmittel, jedoch ein Ansatz, der für unser Bildungssystem einen bedeutenden Mehrwert bringt. Darüber hinaus werden parallel dazu Maßnahmen gesetzt, um den Sprachunterricht laufend zu verbessern. Der Ausgangspunkt dafür ist und bliebt zunächst die Festigung der Erst- und Muttersprache, was gerade für eine sprachliche Minderheit wie der unseren essenziell ist. Sprache ist ein entscheidender Mehrwert – zeigen wir deshalb etwas Mut für neue Wege! z
MARGARETH LUN, Lehrerin und Kulturreferentin des Südtiroler Schützenbundes: „Experimente wie CLIL setzen die Qualität der deutschen Schule aufs Spiel“
Nein Die Qualität der deutschen Schule durch Experimente wie CLIL aufs Spiel zu setzen ist unverantwortlich, denn dabei wird nur mehr ein Bruchteil der Inhalte vermittelt – abgesehen davon, dass auch der deutsche Fachwortschatz auf der Strecke bleibt. Wie weit sind wir gesunken, dass in der deutschen Schule die deutschsprachigen Lehrer auf Italienisch unterrichten sollen? Wenn die 1.800 Italienischstunden bis zur Matura scheinbar nicht ausreichen, dann gilt es doch, hier den Hebel anzusetzen und die Didaktik grundlegend zu verändern! Warum wird immer noch alte Literatur unterrichtet, während Oberschüler oft kaum imstande sind, sich in der Alltagssprache zu unterhalten? Und warum bauen nicht der Italienisch- und der Englischlehrer in ihren Stunden einen der Schule entsprechenden Fachwortschatz auf? Ist es nicht bedenklich, dass die CLIL-Lehrer dazu angehalten wurden, prinzipiell positive Noten zu geben, weil die Schule nie einem Rekurs standhalten könnte? Der Art. 19 des Autonomiestatuts garantiert uns den Unterricht in der Muttersprache. Aosta hat es vorgemacht: Dort, wo bereits 1948 der CLILUnterricht eingeführt und seitdem immer weiter ausgebaut wurde, ist das Französische nur zwei Generationen später fast zur Gänze verschwunden. Vergessen wir nie, dass wir eine Minderheit in einem uns bei Gott nicht immer wohlgesonnenen Staat sind. In Südtirol, wo die deutsche Schule der einzige Garant für das Erlernen der deutschen Schriftsprache und für die Vermittlung der deutschen Kultur ist, sind Projekte wie CLIL gefährlich und unverantwortlich. z
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Menschen & Meinungen
LAMMento
Häferlkaffee „Jetzt haben wir den Salat – Österreich schließt die Grenzen“, sagt der Franz, während er an seinem Häferlkaffee nippt, dessen Geschmack grenzwertig sein muss, jedenfalls spiegelt sein Gesichtsausdruck nicht große Begeisterung wider für das hellbraune Gesöff, das Frieda ihm ein paar Minuten vorher vorgesetzt hat, wobei sie irgendwo unschuldig ist, denn ER war es gewesen, der zur Schlagzeile der Zeitung passend einen typisch österreichischen Häferlkaffee bestellt hatte. Gut, sag ich, dann schließen sie eben die Grenzen, also müssen wir auch unsere Grenzen schließen. „Ja!“, sagt der Franz, „aber welche, verdammt noch mal?“ Frieda hat sich bisher aus der Diskussion herausgehalten, jetzt aber schreit sie „Salurner Klause!“, ich hingegen denke eher an Blumau, oder, noch besser: die Villnösser Haltestelle! „Die Mühlbacher Klause würde sich auch gut eignen“, sagt der Franz, „und beim Altstadtkern reaktivieren wir die Stadttore“. Das ist dumm, sagt Frieda, ich hol ja beim Unterkofler immer die Zeitung, da komm ich dann ohne Pass nicht mehr rein, in die Altstadt, und überhaupt: Wenn diese Hysterie der Grenzschließungen weiter eskaliert, schottet sich am Ende jedes Individuum von allen anderen ab, und dann – ja, dann relativiert sich die Sinnhaftigkeit, die eigene Grenze geschlossen zu haben, weil eh niemand mehr an den anderen herankommt. „Vor allem aber: Wie schotten wir uns von den Österreichern ab, die uns mit ihrem Häferlkaffee sozialisieren wollen?“ Das geht wieder nur über die Schlucht im Sack – wie seinerzeit gegen die Franzosen.
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Freunde und Gönner Erica Reiterer, Waltraud Töll, Karl Rabensteiner, Franz Amort, Marianna Kinigadner, Rudolf Schanung, Verena Schanung, Stefania Pichler, Alexander Weissteiner, Pio Sottara, Christa Anna Wenter, Rosa Gheno, Bernhard Maier, Helga Dander, Anne Kaltenhauser, Cristina Mader Magagna, Willi Lanz, Josef Gelmi, Hermann Priller, Karl Micheler, Martin Peintner, Sieglinde Telsnig, Annelies Feichter, Anna Notdurfter, Walter Fissneider, Ingrid Carbonari, Karl Michaeler, Hugo Senoner, Anton Schenk, Karl Vonklausner KG, Theresia Rabensteiner, Carlotte Damiani, Dorit Kessel, Arnold Haniger, Georg Hofmann, Günther Stedile, Alfons Fischnaller, Melanie Kritzinger, Norbert Kaser, Maria Mitterrutzner, Willi Weissteiner, Annelies Deltedesco, Josef Reifer, Marlies Tschisner, Ewald Federspieler, Anna Winkler Ploner, Paula Sigmund, Giuseppe Steinmair, Arno Maglioli, Zaneta Kuritovic, Marta Gruber Vattai, Annamaria Eppacher, Ingeborg Fink, Franz Castlunger, Kuno Barth, Paolo Dalla Torre, Anton Geier, Georg Bacher, Johannes Messner, Gianfranco De Blasi, Petra Trettau, Marianna Winkler, Johann Stampfer, Maria Kammerer, Vincenzo Meucci, Renate Breitenberger, Annemarie Fissneider, Richard Burger, Helene Kasseroler, Viktoria Mayr, Waltraud Mitterrutzner, Irene Valentin, Claudio Larcher, Johannes Fragner Unterpertinger, Reinhold Agethle, Martin Unterweger, Johann Gamper, Stefan Kamelger, Herbert Baumgartner, Manuel Pastore, Mario Barbato, Andreas Kreil, Georg Kastlunger, Günther Oberhuber, Verena Ploner, Doris Enderle, Siegfried Ellecosta, Alois Ties, Bernadette Unterfrauner, Hermann Mayr, Christine Perathoner, Helga Frass, Maria Onestinghel, Hermann Fink, Arthur Trentini, Konrad Obexer, Dagmar Siller, Klara Vigl, Marlene Maurer, Josefine Schenk, Josef Obermarzoner, Maria Ellemunt, Heinrich Feichter, Christine Priller, Matilde Neuwirth, Walter Hilpold, Dieter Oberhofer, Herbert Kaute, Ida Tratter, Hanspeter Ennemoser, Peter Stubenruß, Waltraud Mair, Heinrich Zini, Marianna Bosin, Ruth Kainzwaldner, Luis Unterweger,
Maria Anna Deltedesco, Pietro De Zolt, Aloisia Plank Cassar, Günther Unterthiner, Martha Profanter, Karoline Ebner, Anna Gasser, Notburga Brida, Helene und Johann Putzer, Emma Maria Fill Diodá, Christian Stifter, Hansjörg Mayr, Maria und August Foppa Leiter, Hermann Oberhuber, Thomas Bauer, Albin und Emma Mitterrutzner, Richard Ranigler, Johann Kollmann, Wolfgang Angerer, Annemarie Lanz, Thea Vigg Huber, Josef und Rosmarie Federspieler, Elisabeth Steger Stabinger, Giuliana e Giuseppe Mannarino, Peter Gamper, Harald Steier, Silvia Canu, Werner Braun, Reinhold Radmüller, Erich und Irmengard Silgoner, Paula Theresia Antenhofer, Josef Sigmund, Josef Kaser, Norbert Marschall, Georg Knollseisen, Martin Leitner, Anna Oberhollenzer, Heinrich Moser, Meinrad und Helga Eisenstecken, Alberto Legni, Paula Mayr, Barbara und Hermann Lerchegger, Gabriela David, Franz Schatzer, Aloisia Oberrauch, Angelika Mayr, Irmgard Piger, Martin Keim, Alfred Gargitter, Annamaria Bonell, Antonia Volgger Weissteiner, Vitus Mitterrutzner, Helmut Terragnolo, Anton Klement, Walter Gogl, Karl Krause, Claudia De Zolt, Juliane Gasser Pellegrini, Hermann Hofmann, Georg Roilo, Sepp Niederkofler, Herbert und Ingrid Ellemunt, Maria Anna Ladinser Mühlögger, Alois Mitterer, Dora Hofer Tauber, Mathilde Spiss, Rosa Tinkhauser, Anton Profanter, Georg und Angelika Mitterrutzner, Christian und Irene Mitterer, Stefania Sigmund, Alexander Fusco, Margareth Wieser, Martha Schatzer, Paul Profanter, Rosa Oberhofer, Paolina Sigmund, Luisa Platzer Bacher, Albert Rainer, Alexandra Schrott, Andreas und Jutta Schatzer, Christof Klapfer, Peter Jaist, Roberto Scaggiante, Wolfgang Heidenberger, Notburga Hofer, Kathrin Prantner, Franz Raifer, Josef Runggatscher, Peter Grüner, Marianna Forer, Ida Fink, Wilhelm Pupp, Arnold Hofer, Barbara Obrist, Franz und Annelies Messner, Martha Heidenberger Dantone, Elisabeth Jocher, Carmen Kostner, Harald Knoflach, Gertrud Caneva, Alfred Rieder, Rudolf Psaier, Martin Aricochi, Antonia Kranebitter, Hans Schrott, Michael Prosch, Josef Unterrainer, Annagret Blasbichler, Emma Maria Fill Diodá, Günther Huber, Anna Maria Resch, Maria Pia Musna,
Franz Fischer, Wilma Baiardo Öhler, Florian Knollseisen, Hilda Rastner, Georg Unterkofler, Maria Unterkofler, Alexander Pedevilla, Roland Vaia, Alfred Larcher, Hansjörg Auer, Helmuth und Antonia Fink, Gianfranco Setti, Walter Brugger, Martin Wieser, Paul Seidner, Thomas Wieland, Erich und Rosa Hinteregger, Hans Kostner, Mirko Bernarello, Giuseppe Federico Rungg, Margit und Michael Jocher, Mario Valdemarin, Franz Rastner, Paul und Maria Gasser, Renata Dalla Torre, Siegfried Huber, Valentin Tröbinger, Martin und Daniela Schatzer, Alexandra Jarolim Kreithner, Christine Unterweger, Richard und Martina Niedermair, Marianne und Michael Baur, Peter Kerschbaumer, Brigitte Reifer Messner, Horst Hofer, Anna De Mattia, Jürgen Klaus Borchert, Albert Prosch, Gertrud Markart, Roswitha Steinmair, Ingrid Peer, Hedwig Celentano Oberhauser, Herta Sellemond Kerschbaumer, Emanuela Pattis, Martin Plunger, Ralf und Helga Dejaco, Evelin Steiner, Joachim Kauffmann, Stefano Brocco, Anna Pallestrong, Josef Treyer, Anna Kiebacher, Angelika Stampfl, Paola Zorzi, Johann Zingerle, Walter Gasser, Renato Pastore, Jörg Dalla Brida, Philipp Erschbaumer, Reinhard Siebenförcher, Josef und Emmy Kerschbaumer, Christina Mader, Josef Lamprecht, Rosa Michaeler, Max Satzinger, Luciano Caracristi, Irene Frenes, Martina
D
De Paola, August Rogen, Gretel Demetz, Roland Perathoner, Anton Plunger, Alois Oberhauser, Franz Lechner, Josef Larcher, Günther Rafreider, Josef Troi, Gisela Simon, Maurizio Sabbadin, Susanne Leimstädtner, Helmuth Kusstatscher, Egon Hummel, Sergio Negro, Edith Pider, Helga Bacher, Elena Chiocchetti, Stefan Daporta, Robert Ellecosta, Peter Gasser, Adolf Lamprecht, Josef Barth, Umberto Prato, Hannes Profanter, Maria Überbacher, Franz Burkia, Leonardo Ravera, Claudio Trombin, HerzJesu-Missionshaus, Zita Baldauf, Leo Dariz, Martha Forer, Roland Unterkircher, Elisabeth Mayrhofer, Liliana Meneguzzo, Anna Luise Gruber, Josef Erschbaumer, Francesco Berretta, Katharina Endl, Karl Ramoser, Peter Oberrauch, Veronika Antenhofer, Mario Castiglioni, Hansjörg Salcher, Alfons Ritsch, Karl Hornof, Ewald Hinteregger, Erich Sieder, Arthur Scherer, Walter Kopfsguter, Domenico De Paola, Renate Daporta, Anton Brugger, Hotel Majestic KG, Kolpinhaus Brixen, Heinrich Campidell, Peter Dejakum, Heinrich Walder, Carlo Damiani, Maria Oberrauch, Luigia Ebner, Klaus Gläserer, Hermine Pedoth, Thomas Brunner, Walther Stockner, Kurt Zöll, Lambert Leo Krismer, Ruth Lechner, Anton Mitterrutzner, Pietro Bidoli, Sergio Parton, Andreas Mahlknecht, Romana Vallazza Klapfer, Paolo Novaresi, Berta Friedrich, Alexa Seebacher, Mar-
n a
gareth Kusstatscher, Grafa GmbH, Carmelo Cusciná, Helmut Pedratscher, Erika Clara, Erna Christa Mahlich, Franz Tauber, Condominio Alpi Degli Alpini, Peppi Sigmund, Theresia Brunner, Walter Ploner, Lydia Wachtler, Ines Prader, Raimund Ochsenreiter, Vinzenz Kiebacher, Friedl Amort, Gebhard Höller, Wilhelm Niederstätter, Giovanni Chiari, Paul Berger, Hermann Albertini, Rosa Natter, Walter Weitschek, Werner Dander, Thomas Prossliner, Siegfried Pramstaller, Karin Hafner, Friedrich Schäfer, Konrad Gatterer, Johann Keim, Franz Hinteregger, Frieda Köck, Rosa Lageder, Otmar Gasser, Elmar Molling, Hans Pichler, Edeltraud Mutschlechner, Mirjam Verginer, Otto Mitterrutzner, Peter Strauss, Anna Maria Platter, Francesco Giordano, Herta Markart, Thomas Völkl, Monika Urthaler, Margit Strasser, Martina Wild, Maria Thaler, Anton Mahlknecht, Maurizio Morocutti, Harald Pichler, Helga Demetz, Immoalps GmbH, Irmgard Pradi, Rudolf Cerbaro, Helga von Pernwerth, Federika Rubatscher, Robert Faller, Peter Prader, Anna Unterfrauner, Alfred Hinteregger, Stefan Schmidhammer, Josef Hofmann, Josef Gasser, Paul Gufler, Martin Hinteregger, Serafin Troi, Waltraud Zöschg, Rudolf Irsara, David Daporta, Maria Pflanzer, Hermann Kaneider, Karl Troi, Bruno Damiani, Konrad Hofer, Margith Lutz, Christa Eisenstecken,
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Echo
Elisabeth Kahl, Ludwig Scheiber, Margareth Eigemann, Heinrich Volgger, Katharina Schwabl Gasser, Frieda Abfalterer, Sieglinde Schenk, Gerd Kohlhage, Roland und Edith Achammer, Annalisa Cimino, Maria Grünfelder, Waltraud Schatzer, Giuseppe Polidori, Philip Froschmayr, Emma Schatzer, Verena Ebensberger, Andreas Sigmund, Ernst Schwienbacher, Ruth Leitner, Roland Giuliani
Diese Liste enthält alle Freunde und Gönner des „Brixner“, die ihren Beitrag bis 16. Februar 2016 überwiesen haben bzw. deren PostErlagscheinsquittung uns bis zu diesem Tag erreicht hat.
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„Er ist real erfahrbar“ Zum Bericht „Wie real ist der Himmel?“, „Brixner“ Nr. 309, S. 36
Alois Ties, Brixen
Als Kinder hörten wir öfter: „Wenn du brav bist, kommst du in den Himmel.“ Die Oktobernummer des „Brixner“ (S. 36-37) weiß, dass gerade heute obige Frage viele beschäftigt. Wir sind Menschen. Wir kannten schon immer die Rache. Die Verhältnismäßigkeit: „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ war schon eine Eingrenzung. Jesus ging viel
weiter: „Leistet dem, der euch etwas Böses antut, keinen Widerstand, sondern wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin. Und wenn dich einer vor Gericht bringen will, um dir das Hemd wegzunehmen, dann lass ihm auch den Mantel (…) Wer dich bittet, dem gib, und wer von dir borgen will, den weise nicht ab“ (Mat 5,39 ff). Eine grenzenlose Friedfertigkeit und Hilfsbereitschaft wird den Seinen zugemutet: „Liebet eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen, damit ihr Söhne und Töchter eures Vaters im Himmel werdet; denn er lässt seine Sonne aufgehen über Bösem und Gutem, und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte“ (Mat 5,44 ff). Der Maßstab ist der Vater im Him-
mel. Nach ihm richtet sich der Himmelsbote Jesus. Das ist eine radikale Umwertung der Werte gegenüber dem „weltlichen“ Verhalten, wo Raffen, Haben, Gelten, Macht, Genuss, Rivalität usw. zählt und man auch vor tödlicher Gewalt nicht zurückschreckt. Der Welt erscheinen Jesu wahre Jünger wie Sonderlinge. Sie bringen vieles durcheinander, stören ihre Maßstäbe. Deshalb „hasst“ sie sie (Joh 15,18 f). Sie sind wie aus einer anderen Welt, Unruhestifter. Sie halten sich für die wahren Realisten. Bei der endgültigen Begutachtung des Menschenlebens wird es im Grunde nur einen Gesichtspunkt geben: „Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch
bestimmt ist. Denn ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank und ihr habt mich besucht. (…) Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“ (Mt 25,34 ff). Ganz kurz ließe sich vielleicht sagen: Der Himmel ist Gott. Gott ist die Liebe. In der Liebe ist der Himmel gegenwärtig in der Welt und in unserem Herzen. Er ist real erfahrbar. Und er wird uns beglückt aufnehmen für immer, wenn wir uns ihm nicht versagen. 25
Kunst & Kultur SCHRECKGESPENST: Ob an der Grenze oder am Badesee – der Zaun ist derzeit Stein des Anstoßes
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FASCHINGSTREIBEN IN UND UM BRIXEN
Alles rennet, rettet, flüchtet … In Ermangelung an handfesten Skandalen im Gemeindegebiet wären die heurigen Faschingsrevuen beinahe ins Wasser gefallen – wenn es da nicht globale Themen wie über Nacht errichtete Zäune und seltsam schräge Flüchtlinge gäbe.
D
ie Einen freuen sich drauf, die Andern sind genervt, und dennoch kommt sie alle Jahre wieder, die närrische Zeit. Ein Fixpunkt im bescheidenen Faschingstreiben in und um Brixen ist wie gewohnt die kunterbunte „Gnoccolada“, die sich von der Albuingasse zum Domplatz wälzt, wo Spiel und Spaß angesagt sind. Am Unsinnigen warten ebendort die Grundschulkinder in freudiger Erregung auf den Kamellensegen der „Zuckerle-Paula“ im orangefarbenen Diven-Outfit. Thea Huber, der weibliche Hans-
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dampf in allen Gassen, bringt mit gewinnender Überzeugungskraft die „Hoblschoatn“ unter die Leute. Skandalfrei und aalglatt wie der neue Bürgermeister sinniert der MGV-„Postillon“ über die braven Brixner und den verlustig gewordenen Chorleiter und ruft händeringend zu Rebellion auf, um das Fortbestehen des Blattes zu garantieren.
Vahrnereien. „Es passiert rein gar
nichts in Vahrn“, jammert auch der Obmann der Heimatbühne Christian Mairhofer als Hausmeister-Ver-
schnitt Pirmin aus Appenzell, der in gekonntem Schwyzerdütsch die diversen Sketche einläutet. Dazu werden flotte Songs geschmettert, von einem fidelen Männerchor unter der Leitung von …?! Ah, jetzt klärt sich das rätselhafte Untertauchen vom MGV-Chorleiter Christian Unterhofer! Bei den „Vahrnereien“ hat er also Unterschlupf gefunden, wo er sich mit seinen Mannen als absoluter Gewinn für die Faschingsrevue erweist. Bleibt nur zu hoffen, dass Regisseur Enrico De Dominicis nicht wegen Mitwisserschaft verhaftet wird!
Nicht nur in ganz Europa spricht man von Grenzzäunen, nein, auch in einem winzigen Dorf im Eisacktal ist ein Zaun der Stein des Anstoßes. Ein Zaun, um Hunde vor flanierenden Tierquälern zu schützen, ein Zaun, um den See vor Unrat hinterlassenden Besuchern abzuschotten, ein Zaun, um Eintrittgeld verlangen zu können, kurzum, ein Kuddelmuddel, das sich nicht so schnell entwirren lässt. Selbst die Drohung einer Enteignung vom „Dreikäsehoch“-Referenten Didi scheint niemand ernst zu
Fotos: Oskar Zingerle
Internet-Jargon in einem ganz anderen Licht erscheinen. LOL. Die Castingshow ist nicht gerade der Brüller, da kommt die Vahrner Paris Hilton alias Ruth mit ihrem gepfefferten Mundwerk gerade recht, um etwas Schwung in die Bude zu bringen. Und endlich darf Andreas Zingerle seine immer wieder unterbrochene Dankesrede zu Ende führen: „Liebe Mitmenschen und -Innen, Sie sind es, die schaun, dass Ehrenämter då sind, dass Schützen då sind, dass Chöre då sind, dass Vereine då sind usw. Es ist Zeit Vergelt’s Gott zu sagen!“ Tusch und fade out mit wunderbarer Filmmusik von Ingo und Berni.
Fasching in Milland. Bei „Mill
nehmen. Dem Wunsch nach einem Bogenparcours verleihen die Bogenschützen „gezielten“ Nachdruck, indem sie den säumigen Gemeinderäten spitze Pfeile in den Allerwertesten schießen. Geradezu sympathisch schrullig mimt Alexander Gruber den alternativ-esoterischen Architekten der Kneippanlage, der erleuchtende Verbesserungsvorschläge mit „Om“-Meditationstechnik herbeizurufen versucht. Die obligate Gemeinderatsitzung offenbart weiteren baulichen Größenwahn des Bürgermeisters Andreas, gewürzt mit gefinkelten Taktierereien und einer guten Portion Bauernschläue. Nicht umsonst ist Vahrn im visionären Zukunftssketch zum „Schatzer Valley“ mutiert, zu Ehren seines Gründers. Männer sind abgeschafft, Robotix übernimmt die Hausarbeit, die Ureinwohner sind ausgestorben, Concettina und Aisha kommunizieren mit Sprachmodulen mit dem amerikanischen Besuch, und die sechsspurige Autobahn ist überbaut von der Trabantenstadt des Tycoons W. Oberegger. Nicht fehlen darf der ewige Hickhack der beiden Feuerwehren Vahrn und Neustift, was sogar dem singenden Schalderer Bach die „Seligkeit“ raubt. Das kurzfristig in den Jugendraum verlegte Ambulatorium bringt Alt und Jung zusammen und lässt den
and Ka(o)s“ lässt Regisseur Helmuth Kaufmann die Routiniers Lisi Kiebacher und Georg Plank vulgo Geggo moderieren, aber auch sie können keine Verbrecher aus dem Hut zaubern. Es bleibt ihnen nichts anderes übrig, als einen mehr hungrigen als gemeinen Einbrecher zu präsentieren, der vor den Avancen der anschmiegsamen Wohnungsinhaberin kapituliert und eigenhändig die Polizei ruft: „Sono Franz, il bandito, arrestatemi, salvatemi!“ Die 3 Lustigen 4 (Helmuth Huber, Matthias Baumann und abwechselnd Florian Hinteregger und Michael Ritsch) punkten mit dem despektierlichen Liedchen über standesgemäße Todesarten, „der Veggie beißt ins Gras, der Koch gibt den Löffel ab, der Spanner ist weg vom Fenster“ und dergleichen Beispiele mehr. Männer mit Bart fühlen sich verstanden von Philipps rotzfrechem Poetry Slam „rostrotkupferbraunbronze“, eine Hommage an den „haarigen Wirbel“ im Gesicht, den man schließlich nicht einfach ablegt wie einen Hut, dann schon eher die Freundin! Um den Frauen mehr Stimme(n) zu verleihen, versucht der zerstreute Chorleiter Helmuth das aufmüpfige Häufchen mitsamt Blockaden und sonstigen zickigen Befindlichkeiten im Zaum zu halten. Immer wieder eine Lachnummer sind die Wackeltenöre, die in gefährliche Schieflage geraten (außer Rand und Band war das Publikum, als eines Abends tatsächlich einer der Drei aus den „Latschen“ kippt). Ebenfalls ein Klassiker ist der Ladykracher-Sketch im Supermarkt, wo die „überreife“ Monika nach dem Ausweis gefragt werden möchte. Die taffe Tamara pfeift auf den Tierschutz, und der total überforderte Giulio muss mittels Handy-Foto einkaufen. „Mir sein im Rennen“, sagen
sich die Stadtväter (Geggo mit perfekt geknotetem BürgermeisterSchal) und planen mit der Paula und dem Markus bei einigen Gläsern Veneziano eine Fortsetzung des vorjährigen Go-Kart-Events, nämlich ein Formel-1-Rennen am Domplatz. In das Millander Aufnahmebüro für Flüchtlinge „flüchten“ Theaterspieler ohne Garderobe, ehemalige Blau-Wähler (einheimische Flucht zuerst), neapolitanische Touristen (Christine Jaist und Georg Stedile mit herrlichem Akzent), die nach einem kurzen „riposo“ und Knödel mit Kraut samt Zugkarte nach München
weiterreisen, nicht ohne die Bitte: „Prego, dottore, können Sie uns den Platz halten, wir kommen in zwei Wochen zurück zum Törggelen!“ Zurückkommen werden auch die Faschingsrevuen, aber bis dahin, liewe Brigsner und -Innen, liewe Politigger, lassd euch was su Schulden kommen, sonsd gehen den Faschingsleiten die Ideen aus unt wir hawen gar nix zu Lachen meer.
irene.dejaco@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info 27
Kunst & Kultur
BUCH
„Licht für Brixen – Luci a Bressanone“ Ein erhellendes Buch zur Brixner Energieerzeugung in den Jahren 1903 bis 1950 – ein Lehrstück für die Gegenwart.
D
as Buch von Liliana Prandini bildet den Abschluss ihres Universitätsstudiums und könnte daher auf den ersten Blick als zwar gewissenhaft erstellte, auch mühsam lesbare Pflichtübung erscheinen. Eine solche Bewertung wäre aber verfehlt, denn ihr Buch über die Versorgung von Brixen mit elektrischer Energie zwischen 1903 und 1950 ist weit mehr als eine biedere Abschlussarbeit eines akademischen Studiums.
Ein oft unterschätztes Thema. Dies aus zwei Gründen: Die Darstellung zeigt die tiefe, familiär bedingte Vertrautheit der Autorin mit dem Energiesektor, dessen geschichtliche Behandlung in Südtirol immer noch ein Randgebiet historischer Forschung ist – trotz der strategischen Bedeutung der Stromerzeugung für Wirtschaft, Gesellschaft und Politik im Alpenraum, namentlich in den vom Königreich Italien 1919 übernommenen Provinzen Bozen und Trient. Bei der Lektüre ihres Buches wird aber rasch klar, dass die Autorin über einen fast natürlichen Zugang zum sperrigen Thema der Energie verfügt und dass sie neben technischen Details auch deren strategische Bedeutung scharfsichtig zu bewerten weiß. Die strategische, über die Notwendigkeit lokaler Versorgung hinausreichende Funktion des Energiesektors äußerte sich auf zwei Ebenen: Sie hatte zur Folge, dass die Rolle örtlicher Produzenten, vor allem der Gemeinden, die die Erzeugung von elektrischer Energie maßgeblich betrieben hatten, bald nach dem Ersten Weltkrieg geschwächt wurde. Die Position der Gemeinden und die Bedürfnisse ihrer Bürger verloren nach 1920 bald an Gewicht gegenüber großen Konzernen, die die Wasserkräfte der neu erworbenen Region in vollem Umfang ausschöpfen wollten, während Notwendigkeiten und Wünsche 28
1903 war die Eröffnung eines eigenen Kraftwerks in der Rundl ein Quantensprung für Brixen
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der im Einzugsgebiet lebenden Bevölkerung wenig Rücksicht fanden. Die Selbstbehauptung der örtlichen Körperschaften, von Bürgerinnen und Bürgern, ihr Kampf gegen den Druck und die Lobby-Arbeit der großen, national agierenden Konzerne war oft aussichtslos und von wenig Erfolg begleitet – mühsam blieb sie allemal.
Schrittmacherin elektrische Energie. Liliana Prandini nimmt
von Beginn an beide Grundaspekte in den Blick: Die zentrale ökonomische und zivilisatorische Rolle der elektrischen Energie als Wegbereiterin der Zweiten Industriellen Revolution und der Moderne in alpinen Räumen. Dann zeigt sie die neue Machtkonzentration großer Unternehmen im Zeichen kapitalistischer Reorganisation nach 1918 samt den Folgen für die örtliche Bevölkerung, die bald die Kehrseite und die Nachteile energiewirtschaftlicher Ausbeu-
tung zu verkraften hatte. Für die Bischofsstadt Brixen war die Einweihung eines eigenen Kraftwerks in der Rundl nördlich der Rienzschlucht zu Weihnachten 1903 ein Quantensprung, der die Zukunft der Stadt im besten Wortsinn erhellte. Ein Jahrzehnt lang, in der Ära des christlichsozialen Bürgermeisters Otto von Guggenberg 1903 bis 1913, war die Elektrifizierung Ausdruck jenes Fortschritts, dem sich die Stadt nach Jahrzehnten der Stagnation nun mit großer Begeisterung verschrieb. Sie war zugleich eine Facette jenes „Elektrischen Alpenglühens“ (Elisabeth Baumgartner), das alpine Räume aus ihrer Rückständigkeit in unverhoffte Vorteilsund Gunstlagen katapultierte. Nach 1918 blieb die Erzeugung elektrischer Energie weiterhin unverzichtbarer Teil der wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung der Stadt, sie rückte aber nun ein in die Interessensphäre staatlicher Unternehmen wie der Eisenbahn,
die ihren Betrieb von Kohle auf elektrische Energie umstellte. Zugleich weckte der Zugriff auf die Wasserkräfte der „Neuen Provinzen“ den Appetit der sich neu formierenden Konzerne wie der Montecatini, die den Zugriff über ihre Gesellschaft SEAA auf den Ressourcenreichtum der neu annektierten Region anstrebte.
Der Zugriff der Stromriesen. Liliana Prandini erfasst diese Trendwende mit sicherem Blick und analysiert sorgsam die Einkreisungsmanöver, mit denen die bisherige örtliche Nutzung in das Design der großen Konzerne eingepasst wurde. Die Montecatini entwarf ein großräumiges Projekt, das die Wasserkräfte von Rienz und Eisack nördlich der Stadt im Bereich südlich von Franzensfeste und Mühlbach bündelte, übernahm aber damit eine Idee, die in Brixen schon längst geboren war, bei der die Stadt aber das Nachsehen hatte. So kam es zum
Der Jahrhundert-Raub. Brixen
büßte durch den Verlust eigener Produktion die Energiehoheit ein, anders als Bozen und Meran, wo die stadteigenen Etschwerke in kommunaler Hand verblieben. Die langfristigen Nachteile dieser Entwicklung sind kaum hoch genug veranzuschlagen: Die eigene Energiehoheit, zudem die Finanzen der Stadt litten seither chronisch unter der Entmündigung. Mühsam genug gelang es in der Nachkriegszeit dem Elektrizitätswerk, später den Stadtwerken, zum Energieerzeuger und Lieferbetrieb kommunaler Leistungen aufzusteigen. Brixen blieb auffallend benachteiligt gegenüber anderen Städten (Bozen, Meran, Bruneck), aber auch vielen Landgemeinden wie etwa im Passeiertal, die eine eigene
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Stromproduktion erfolgreich ins Werk setzten. Da auch die bescheidenen Stromlieferungen 1983 vertragsgemäß eingestellt wurden, saß Brixen seither in mehrfacher Hinsicht auf dem Trockenen. 2010 schätzte der Direktor der Stadtwerke, Wolfgang Plank, in einem „Brixner“-Interview den jährlichen Einnahmenausfall seit 1983 auf 800.000 Euro im Jahr und damit auf eine enorme Gesamtsumme, zumal die Entschädigung seit 1940 ohnehin denkbar bescheiden ausgefallen war. Auch die Verhandlungen mit der SEL, die das Großkraftwerk 2011 übernahmen, boten einen nur mageren, bis heute nicht vollzogenen Ausgleich. Man mag sich nicht ausmalen, welche Gewinne die heute gut aufgestellten Stadtwerke an die Gemeinde Brixen abführen könnten, falls eine gerechte Lösung erfolgt wäre. Die Geschichte der Stromerzeugung in Brixen ist somit neben einer Fortschritts- und Erfolgsstory auch die eines „Jahrhundertraubs“ – ein Lehrstück für die Entmachtung örtlicher Interessen, der Bürgerschaft und des Gemeinwohls. Liliana Prandini beschreibt zentrale Aspekte dieser Entwicklung, mit Sachkenntnis und Sicherheit. Zudem ist diese Geschichte auch Teil ihrer Familienbiografie, wie das anrührende Schlusskapitel offenlegt. Für ihre mühsame Arbeit gebührt der Autorin große Anerkennung, ebenso dem Verein „heimat. Brixen/ Bressanone/Persenon“, der wieder eine wichtige Sonde in die Vergangenheit von Brixen gelegt hat.
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Baubeginn eines Großkraftwerks, das in der Rienzschlucht nordöstlich der Stadt geplant wurde. Die ab 1937 aktivierte Baustelle zog zahlreiche Arbeitsmigranten in die Bischofsstadt, die Verwirklichung des neuen Kraftwerks entzog aber der Stadt ihre bisherige Selbstversorgung mit elektrischer Energie. Das Rundl-Kraftwerk wurde stillgelegt, die Stadt als Energieträger ausgeschaltet; ihr Bedarf blieb auf die relativ bescheidene Zuteilung von Stromquoten durch den neuen Akteur angewiesen. Diese betrug jährlich knapp 14 Millionen Kilowattstunden (kWh); angesichts der im neuen Kraftwerk, dem zweitgrößten Südtirols, erzeugten Strommenge von 500 Millionen kWh im Jahr geradezu eine Lächerlichkeit. Die Entmachtung vollzog sich – wie Prandini eindringlich schildert – nicht ohne Widerstand örtlicher Kräfte, der Bürgerschaft, aber auch der faschistischen Podestà, die trotz ihrer Unterordnung unter das Regime die Interessen der Gemeinde grundsätzlich zu wahren suchten. Dennoch waren alle Abwehrkräfte zu schwach, sodass Brixen nach Einweihung des neuen Großkraftwerks im November 1940 als Energieproduzent kaltgestellt wurde und ohne eigene Stromproduktion dastand. Mehr noch: Allzu geringe Restwassermengen, auf die sich der faschistische Amtsbürgermeister Giuseppe Frediani eingelassen hatte, beeinträchtigten die Wasserversorgung und den hygienischen Zustand im Stadtraum – ein klassischer Fall der Unterwerfung örtlicher Lebensinteressen durch übermächtige Konzern- und Lobby-Strategien.
Hans Heiss Leserbriefe an: echo@brixner.info
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„Lieber nach vorne schauen“ PHILIPP BURGER, Sänger der Brixner Deutschrock-Band Frei.Wild, über ihr 15-Jahr-Jubiläum und über die entsprechende Tour, die sie am 2. April auch nach Brixen führen wird.
Herr Burger, herzliche Gratulation zu 15 Jahren Frei.Wild. Wie fühlt es sich an? PHILIPP BURGER: Richtig gut fühlt sich das an. Zwar erscheint es uns allen auch irgendwo surreal und unecht, aber – ganz ehrlich, es gibt Schlimmeres (lacht). Die Tatsache, dass Frei.Wilds Werdegang von ständigem Gegenwind begleitetet war und wir uns bei Foto: Hannes Niederkofler
Kunst & Kultur
MUSIK
der Gründung 2001 nicht mal selbst länger als ein paar Monate gegeben hatten, verwundert natürlich umso mehr. Wie und in welcher Form wir dafür das notwenige Durchhaltevermögen aufbringen konnten, ist zwar auch uns schleierhaft, aber ... hey, nun sind es, ohne groß darüber nachzudenken, plötzlich 15 Jahre geworden! Unser aller Credo war immer, nicht in die ferne Zukunft zu blicken und einfach von Schritt zu Schritt zu denken, dafür aber alles zu geben. Ich glaube, das war nicht der falscheste Weg; er hat somit auch viel Druck vom Kessel genommen und uns vieles vereinfacht. Worin bestand die größte Schwierigkeit in all den Jahren?
Philipp Burger: „Danke für Antrieb, Gegenwind und Gleichgültigkeit, wir brauchen euch alle!“
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Nun, natürlich kennen auch wir Berg- und Talfahrten zur Genüge, wie jeder andere Mensch oder Unternehmer auch. Und ja, im Nachhinein sind die Berg- und Talfahrten das beste Werkzeug, an sich zu feilen, sich zu stärken, daran zu wachsen. Im Falle von Frei.Wild war es aber in der Tat ein andauernd von Anschuldigungen, Unterstellungen, Missgunst und zum Schluss auch medialnegativen Mechanismen begleiteter Weg, der unfassbar viele Kraftressourcen verschlungen hat. Und dennoch: Wir wussten, dass diese Band für uns und die Leute da draußen mehr als nur reines Entertainment, sondern eine Art Lebenseinstellung darstellt. Für uns war diese Band immer Anker und Segel zugleich und auch ein Ventil, unsere Art der Einstellungen zu bekunden, auch solche, die viele Menschen aus Politik, Business, Medien- und Kollegenkreisen als musikalische No-Go-Area sahen und sehen. Für uns selbst und unsere Visionen, aber auch für zigtausende Fans da draußen, die durch unsere Texte Mut und Halt generieren
konnten, zahlte es sich im Grunde aus, immer wieder aufzustehen, weiterzumachen, standhaft zu bleiben und Schritt für Schritt an seinen Träumen zu arbeiten – Träume, die letztlich auch zum Erfolg dieser Band führten. Was waren die prägendsten und unvergesslichsten Erlebnisse der vergangenen 15 Jahre? Ach, da fällt mir vieles ein. Die Englandtour zum Beispiel, bei der man uns beim letzten Konzert wegen einer von mir angezündeten Zigarette gleich inklusive aller Fans vor die Tür gesetzt hatte. Na ja, es waren nicht viele Fans da, wir spielten ja in England (lacht). Oder aber die Grenzenlos-Europa-Gastspielreise durch Spanien, Frankreich und Italien. In Genua hatten wir uns mit etwas Lug und Trug zum Hochsicherheitsbereich des Hafens Zutritt verschafft, um ein Video aufzuzeichnen. Als dann die Hafenpolizei kam und uns verhaften wollte, reichten tatsächlich zwei Kisten Forstbier zur Überzeugung, die Aufnahmen in Ruhe fertigstellen zu können, um dann zurück auf die Autobahn eskortiert zu werden. Im Grunde waren es aber hunderte von lustigen kleinen Anekdoten, die in 15 Jahren für mehr als nur Begeisterung gesorgt haben. Das Berliner Fanmeilen-Konzert vor über einer halben Million Menschen, die ausverkauften Touren der letzten Jahre, die Goldverleihungen, das erste Studioalbum, die erste Nummer 1 in den Charts, der Fanclub, die Plose-Gondel, das Alpen-Flair-Festival sind nur Teile von dem, was uns einfach nur sehr glücklich, stolz und dankbar macht. Nach 15 Jahren Bandgeschichte scheint es so, als ob der mediale Sturm langsam abebben würde. Was hat sich geändert, und wo steckt die Zielfahne dieser Band?
Wo die Zielfahne der Band steckt, kann ich nicht genau sagen, und das möchte ich auch nicht. Vielmehr glaube ich einfach daran, dass es mit uns und diesen unglaublich tollen Menschen an unserer Seite noch weit nach vorne gehen kann. Das Thema „Frei.Wild ist rechtsradikal, weil der Sänger es mal war“ ist aus meiner Sicht aus mehreren Gründen inzwischen „ausgelutscht“, da es zum einen Blödsinn ist, weil die Band sowohl textlich, als auch interviewtechnisch eine Sprache der gesellschaftlichen Mitte vertritt. Vor allem aber ist eines geschehen: Wir suchten in den letzten Jahren immer wieder das Gespräch und haben uns mit Kritikern auf Augenhöhe unterhalten. Hier ist tatsächlich einiges an Eis gebrochen, auf beiden Seiten. Wie geht es weiter bei Frei.Wild? Wir gehen jetzt im März erstmal auf Tour und freuen uns auf durchwegs ausverkaufte Häuser in Deutschland und Österreich. Ganz besonders fiebern wir unserem bisher größten Headlinerkonzert in Berlin entgegen, wo wir vor knapp 20.000 Menschen unser Jubiläum feiern werden. Dieses Konzert wird aber erst im Juli stattfinden und auf einige Festivals folgen, das Alpen-Flair in Natz inklusive. Als Brixner und Leute aus der Umgebung, die sich mit dieser Stadt wirklich mehr als nur verwurzelt fühlen, freuen wir uns aber natürlich ungemein auf unser erstes Konzert in der Brixner Handballhalle. Wir möchten unsere letzten Worte nun aber wirklich denjenigen widmen, die über all die Jahre mit auf dieser wunderbaren Reise waren: Danke für Antrieb, Gegenwind und Gleichgültigkeit, wir brauchen euch alle (lacht). willy.vontavon@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info
MUSIK
Ein bisschen nachdenkend E
s hört doch jeder nur, was er versteht“, hatte Goethe einst gesagt. Er haderte mit dem Schicksal, dass die Sprache bei manchen Begriffen verschiedene, oft geradezu gegensätzliche Interpretationen zuließe – ganz unter dem Motto: Es hört doch nur jeder das, was er hören will, und das versteht (oder missversteht) er dann. Liedermacher kokettieren hin und wieder mit diesem Umstand und „liefern“ Texte ab, bei denen der Empfänger in die Musik eintauchen muss, damit er versteht, was der Autor denn gemeint haben mag mit seinen Zeilen. „Genau das ist meine Intention“, sagt Arno Dejaco, Mastermind der neuen Brixner Band „Logoscopes“, die vor einigen Tagen ihr erstes Album veröffentlicht hat. „Ich stelle nicht gern klare Behauptungen auf“, sagt Dejaco, „natürlich hinterfrage ich vieles, aber ich merke dann auch, dass klare Botschaften oft missverstanden werden.“
„Votolond“. So ist „Votolond“ ein
Lied ohne klare, plakativ herausgeschrieene Botschaft: „Das Lied hat in der Tat keine Kernbotschaft“, sagt Dejaco, „es ist ja kein Werbespot. Da sind Zeilen drin, die den Zuhörer zum Nachdenken bringen sollen. Jeder soll sich seine eigene Botschaft herausholen. Wir müssen reflektieren, was passiert, wenn sich Leute wieder zusammenrotten und durch die Straßen marschieren, wenn Bürgerwehren entstehen, Grenzen wieder aufgebaut werden, die Leute sich bewaffnen.“ Vaterland war früher der Acker, den man vom Vater geerbt hatte, sagt Dejaco, heute hingegen hat „Vaterland“ vollkommen verschiedene Bedeutungen, und „ich will nicht einfach behaupten, dass jemand ein Nazi ist, wenn er dieses Wort verwendet. Aber: Ich kann mir nicht vorstellen, dass es in einem Land friedlich zugehen
kann, in dem Patriotismus die Grundmotivation ist für Meinungen zu vielen Themen.“ Das klingt, als sei das Album eine Reaktion auf Dresden, auf Pegida, vielleicht auf hassistische facebook-Einträge, aber: „Die Texte sind schon fünf oder sechs Jahre alt, die Aufnahmen waren 2014 bereits abgeschlossen. Dann haben wir aber die Aufnahmen liegengelassen, weil es für eine Veröffentlichung den richtigen Moment braucht, sonst verpufft eine solche Initiative.“ Da sei es dann schade um die aufgewendete Energie, sagt Dejaco.
„Alles Überflüssige weglassen!“
„Logoscopes“ ist genau genommen ein Trio: Arno Dejaco hat die Texte geschrieben und diese auch eingesungen, und Gitarrist Ivan Miglioranza ist ein Ausnahmemusiker, von dem das musikalische Grundkonzept des Albums stammt: „Ich wollte mich auf jene Töne beschränken, die es unbedingt braucht – alles, was überflüssig war, blieb weg“, sagt Miglioranza. Und dann ist da noch Katharina Schwärzer, die – ebenso sehr zurückhaltend – hin und wieder auf ihrer Violine spielt und die zweite Stimme singt. Als Gastmusiker wurden Schlagzeuger Philipp Mersa alias Phil Mer, der Stiefsohn des Pooh-Bassisten Red Canzian, und Bassist Andrea Lombardini eingeladen. Und so klingt das Album „einHerz“ ... etwas ungewohnt: Keine durchgehend klare Stilrichtung erkennbar, ein bisschen Reggae, Pop, Rock, Rap, Indie. Einfach eingespielt, ein altes wunderbares Gretsch-Schlagzeug aus den Sechzigern, das gemeinsam mit dem Bass den Rhythmus vorgibt, eine Gitarre mit hin und wieder leicht schrägen Akkorden, die präsente Stimme von Arno, dazu, dramaturgisch richtig eingesetzt, die zweite Stimme von Katharina. Je weniger Tonspuren verwendet
Bild: Arno Dejaco
Ivan Miglioranza, Arno Dejaco und Katharina Schwärzer – das sind „Logoscopes“, eine neue Band aus Brixen, die vor einigen Tagen ihr erstes etwas unkonventionelles Album veröffentlicht hat: „einHerz“.
werden, desto besser, so war im Studio ohne Zweifel das angepeilte Ziel. Die Texte in Deutsch, Englisch oder auch Dialekt. „Unkonventionell“ und „tiefgründig“ sind vielleicht passende Adjektive für dieses Album, aber absolut nicht unspannend – ganz im Gegenteil: „Bevor es gewittert, erzittert die Zeit, und sie bettelt erbittert um Aufmerksamkeit, denn sie spürt, sie verbittert.“ Mit solchen Zeilen hatte in den Achtzigern Hartwig Thaler in seiner Radio-S3-Sendung „Unter der Linde“ die Brixner zum Nachdenken gebracht, heute ist es Arno Dejaco: „Man wünscht sich friedliche Zeiten, dabei ist es im Moment sehr unruhig, und die Menschen schaffen es nicht, aus ihrem Hamsterrad auszubrechen.“ Das Unkonventionelle an diesem Album tritt bei „Das Rad der Geschichte“ am deutlichsten zum Vorschein: „Der Text ist ein Gedicht, das ich einfach eingelesen habe, ohne mich an irgendwelche Rhythmen zu halten. Danach hat Ivan die Gitarre dazugespielt, dann kam der Bass, zum Schluss das Schlagzeug“ – alles improvisiert, ohne Vorgabe, ohne System. Entsprechend spannend schräg ist das Ergebnis: „Das Gedicht funktioniert als Endlosschleife – sobald es fertig ist, beginnt es von Neuem.“ Oder „The Boat“: „Das ist einer Freundin gewidmet: Zach“,
sagt Dejaco, „wie sich die Zeiten ändern, wenn man aus der Jugend herauskommt, wie sich die Wege trennen, wie persönliche Schicksale passieren. Das Leben tuckert so dahin, und insgeheim wartet man vielleicht, dass etwas passiert.“ Unkonventionelle Musik, so spannend sie ist, findet nicht immer ihre Abnehmer: „Das ist uns bewusst“, sagt Dejaco, „wir haben uns nicht danach gerichtet, ob es für diese Musik eine ‚Zielgruppe’ gibt.“ Der Musikmarkt sei eh im Eimer, der gefühlte Wert von Musik eh am Boden, „ansonsten würden die Menschen auch heute noch bereit sein, ein paar Kröten für Musik-CDs oder Downloads auszugeben“. Und trotzdem: „Es würde mich freuen, wenn es viele Menschen geben würde, die in unsere Musik eintauchen.“ Einfach so, den Gedanken des Autors folgend, ein bisschen nachdenkend. willy.vontavon@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
info Logoscopes: einHerz Derzeit sind die sieben Lieder um 7 Euro (or more) ausschließlich als Download erhältlich: Logoscopes.bandcamp.com 31
THEATER
Kunst & Kultur
Der Ernst des Lebens z Die Theaterwerkstatt PINK eröffnete heuer die Theatersaison im TPZ mit einer Bühnenfassung von Christoph Wortbergs Jugendbuch „Der Ernst des Lebens macht auch keinen Spaß“. Jakob (Benedikt Troi) ist tot. Für seinen jüngeren Bruder Lenny (Tobia Vitalba) ist Jakob ein Held, ein Alleskönner, der von allen geliebt wird. In Rückblenden und mit dem Bei-
stand vom leibhaftig erscheinenden Jakob entdeckt Lenny, dass sein Bruder nicht verunglückt ist, wie alle glauben wollen, sondern den Freitod gewählt hat, um den Erwartungshaltungen der Eltern etwas entgegenzusetzen und sich die Freiheit zum eigenständigen
Handeln zurückzuerobern. Lenny begibt sich auf Spurensuche und findet auf diesem thrillergleichen „Jakobs Weg“ nicht nur sich selbst, sondern auch die Liebe. Thomas Troi gelingt mit dieser Inszenierung ein subtiles Plädoyer für das Leben. ird
K&K Kunst & Kultur
THEATER / COMEDY
Sennerin mit Flugerfahrung z In ihrem neuen Soloprogramm „Drüber“ unter der Regie von Gabi Rothmüller springt Ingrid M. Lechner mit behänder Leichtigkeit und im breitesten Dialekt von deftigen Trivialorgien zu nonchalant eingestreuter Gesellschaftskritik. Das funktioniert in der nicht ganz jugendfreien Comedy recht gut – sie selbst lebt schließlich auch in zwei Welten, auf der Alm mit den Kühen Shakira, Soraya und Lady Gaga und in der Erinnerung an ihren früheren Beruf als Stewardess. „Das war einmal ein Glamour-Job, wir waren die Helene Fischers der Lüfte“, schwärmt Lilly. Entlassen
kurz
notiert
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wurde sie von der sich hoch geschlafenen Personalchefin, weil die ersten „Runzeln“ sichtbar werden. „I wollt mir ober nix måchn låssn“, beteuert Lilly, „jå, so sågg man, sich wås måchn låssn.“ Allerhand Gestalten tauchen auf, wie ein Zwerg, der nur „schnaxeln“ will, während sie ein Auge auf den benachbarten Senner geworfen hat, der aber zum Leidwesen Lillys „kein Spanner, sondern ein Spinner ist“. Umwerfend komisch ist Ingrid M. Lechner als Geist der Tante Heidi, die Modelmaße vorgaukelt: „Schod, es segs mi net, weil i jå tot bin.“ Zum Niederknien
Die Hofburg startet ihr neues Ausstellungsjahr mit dem Brixner Künstler Eduard Thöny (18661950), der bis heute als einer der bekanntesten und begnadetsten Zeichner und Maler Südtirols gilt. Die Sonderausstellung „Konturen, Figuren, Naturen“ beginnt am 19. März.
sind die Telefongespräche mit Flugbegleiterin Trudi, der sie im schönsten Schwyzerdütsch die Flugangst ausreden muss. „Was sagst? Alle Passagiere haben an Bart, Frauen und Kinder auch? Nein, dann darfst dir nicht alle
Kleider vom Leib reißen, da provozierst die doch!“ Weil Lilly den Flugschreiber mit Abweichrouten auf die Cayman-Inseln entwendet hat, naht abrupt das Ende der Idylle. Trailer und Tourdaten auf facebook: Fun Fatale. ird
Mit dem Frühjahrskonzert am 19. März begeht die Bürgerkapelle Brixen ihr Jubiläumsjahr: 215 Jahre Bürgerkapelle, 15 Jahre Jugendkapelle und 10 Jahre Brixner Böhmische. Entsprechend sind bis Ende November mehrere musikalische Höhepunkte geplant.
Liebe, Schrecken und Musik vereint das Musical „Das Phantom der Oper“ auf der Bühne. Am 4. März präsentieren Deborah Sasson und Jochen Sautter eine Neufassung des Klassikers im Forum Brixen.
NACHGEFRAGT
„Der Erfolg kommt nicht von ungefähr“ CHRISTIAN HEISS, Gitarrist der Rockband „Unantastbar“, über den Erfolg ihres neuen Albums „Hand aufs Herz“ – und über Fans, die mit Haut und Haar zu „ihrer“ Band halten. Herr Heiss, mit dem sechsten Album direkt auf Platz fünf der deutschen Albumcharts. Haben Sie damit gerechnet? Unsere letzten drei Alben waren ebenfalls bereits in den Charts, somit waren wir uns relativ sicher, dass es auch diesmal klappen würde. Die Platzierung hat uns aber überrascht. Der Erfolg ist das Ergebnis harter Arbeit: Wir haben uns eine eingeschworene und treue Fanbase erarbeitet, und der derzeitige Hype um deutschsprachige Musik kommt uns auch entgegen. Können Sie von der Musik leben?
Wir können nicht ohne Musik leben. Natürlich ist es der Traum eines jeden Musikers, sich rein auf die Musik konzentrieren zu können und auch damit sein Brot zu verdienen. Derzeit gehen wir aber alle noch unserer geregelten Arbeit nach und spielen an den Wochenenden Konzerte. Im März und Ende des Jahres gehen wir auf Tour, und im Sommer spielen wir beim einen oder anderen Festival. Musik und Fanbase von „Unantastbar“ ähneln sehr jenen von Frei.Wild. Welchen Anteil hat diese Band an Ihrem Erfolg? Philipp Burger und ich kennen uns schon seit unserer Kindheit.
2010 wurde uns dann ein Labelvertrag mit Rookies & Kings angeboten; das hat uns mit Sicherheit weitergebracht. Alles in allem sind uns die Frei.Wild-Jungs sehr oft mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Dass unsere Fans fast wie eine kleine Familie sind, hängt stark mit unserer praktizierten Fan-Nähe zusammen: Wir organisieren Treffen und Fanclubkonzerte. Außerdem lassen wir uns nach den Konzerten bei den Leuten blicken und trinken das eine oder andere Bier zusammen. Diese Gesten sind, was bei den Leuten gut ankommt. evi.hilpold@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info
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Kunst & Kultur
THEATER
Spenden für Sapperlot z „Crowdfunding“ (deutsch: „Schwarmfinanzierung“) ist für unzählige Kulturinitiativen in vielen Ländern der Welt inzwischen zu einer weit verbreiteten Art der Geldbeschaffung geworden – nun versucht auch das Theaterpädagogische Zentrum (TPZ) diesen Weg: Für die Ausgabe 2016 des internationalen Theaterfestivals „Sapperlot“, das für den Zeitraum vom 27. April bis 1. Mai geplant ist, hat das TPZ eine entsprechende Sammelaktion gestartet. „Das Beitragswesen ist schwieriger geworden“, sagt Heidi Troi, die die Kosten der Initiative mit 40.000 Euro beziffert, „die Beitragsgeber sind etwas zurückhaltender. Früher war es möglich, auch von der Region etwas zu bekommen und vom Sonderfond; auch da sind die Beiträge in den letzten Jahren
schmerzlich zurückgegangen, und es ist gar nicht mehr sicher, dass wir von dieser Seite überhaupt noch Geld bekommen werden.“ Daher sei das Gelingen dieser Kickstarter-Initiative für das TPZ umso wichtiger: „Eine ähnliche Theater-Initiative in Großbritannien finanziert sich ausschließlich über Crowdfunding, und auch bei uns könnte diese Art der Mittelbe-
schaffung immer wichtiger werden“, sagt Heidi Troi. „Sapperlot“ ist ein Jugendtheaterfestival, bei dem heuer 13 Theatergruppen aus aller Welt in Brixen zu Gast sein werden: „Hochwertiges, spannendes, einzigartiges Theater in acht Sprachen.“ Wer die Initiative unterstützen möchte, kann dies über die entsprechende InternetPlattform www.tpz-brixen.org
tun: Die Unterstützer erhalten je nach Höhe der Spende eine „Belohnung“, die bei 5 Euro mit einem Button beginnt; mit 75 Euro ist der Festivalpass für Erwachsene mit Eintritt zu allen Aufführungen inklusive. Die Crowdfunding-Initiative endet wv Mitte März.
MUSIK
Ein Haufen Sternstunden
Wir suchen Begleiter/-innen und Leiter/-innen für unsere Angebote für Menschen mit Beeinträchtigung: • Urlaub am Meer und anderswo • Tagesbetreuung in Südtirol • persönliche Assistenz („vivo“) Uns sind wichtig: Volljährigkeit, Empathie, Verantwortungsbewusstsein, Teamfähigkeit. Eine Ausbildung im Sozialbereich ist von Vorteil, aber nicht Voraussetzung. Info: Martina Pedrotti, T 0471 062 528 oder 348 246 77 56, pedrotti@lebenshilfe.it
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z „10 Jahre Sternstunden“ feiert die Brixner Böhmische heuer – „Sternstunden, weil wir in diesen Jahren viele schöne Momente miteinander erlebt haben“, erklärt Thomas Eichbichler, Gründer und organisatorischer Leiter der Musikgruppe, „mir kommen die zehn Jahre, die wir heuer feiern, aber gar nicht so lange vor.“ Die böhmisch-mährische Blasmusik war lange als ZeltfestMusik verrufen, nun erfährt sie jedoch eine Renaissance und findet unter berühmten Musikkapellen Beachtung. „Ich bezeichne diese Musikrichtung auch gerne als Gute-Laune-Musik“, so Eichbichler. Den schwungvollen und
mitreißenden Klängen kann man deshalb vor allem im Frühling, Sommer und Herbst – und gerade auch bei Festen – lauschen. Eine wahre Sternstunde war für die 16-köpfige Brixner Böhmische die Aufnahme ihrer ersten CD. „Wir spielen schon seit etwa drei Jahren mit dem Gedanken, eine CD aufzunehmen. Herangewagt haben wir uns an das Projekt aber erst letztes Jahr“, erklärt Eichbichler. „Sternstunden“ heißt übrigens auch die Polka, die die Musiker als erstes Lied für ihr CD-Debut ausgewählt haben. Vorgestellt wurde die CD bei einem rauschenden Fest am 5. Februar im vollbesetzten Forum Brixen. Obwohl alle Mitglieder der Brixner Böhmischen auch bei der Bürgerkapelle Brixen mitwirken, hängen beide Musikgruppen nicht zusammen. „Wenn sich Termine überschneiden, geht natürlich die Bürgerkapelle vor“, gibt Thomas Eichbichler zu, „die gibt es heuer immerhin bereits seit 215 Jahren und uns vk erst seit zehn.“
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„Einer der wichtigsten Vorteile der PROGRESS Massivbauweise ist der rasche Baufortschritt. Diese Bauweise ermöglicht es nicht nur Kosten zu sparen, sondern die Kosten bereits im Vorfeld genau zu definieren. Bei guter Planung ist es möglich, die verschiedensten Installationskomponenten bereits werkseitig in die Betonfertigteile zu integrieren, wodurch einige Ar-
beitsschritte entfallen. Das Arbeiten auf der Baustelle wird durch die Vorfertigung insgesamt sicherer und sauberer. Die PROGRESS Thermowand® ist ein sehr hochwertiges Produkt, das meine Erwartungen durchaus erfüllt hat. Das System der Klimadecke habe ich zum ersten Mal bei PROGRESS gesehen und ich war von Anfang
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an überzeugt davon. Meine Erwartung wurde vor allem im Sommer bestätigt – die Klimadecke ermöglicht eine sehr angenehme Kühle und gute Raumluft, ganz im Gegensatz zu den Klimaanlagen. Ich kann dieses System nur weiter empfehlen.“ Hans Krapf, Bauherr
Die PROGRESS Klimadecke® ermöglicht Heizen und Kühlen in einem System. Dazu werden in die vorgefertigten Deckenelemente oberflächennahe Heiz- und Kühlrohre integriert. In den Rohren zirkuliert Wasser, das je nach Temperatur Wärme aus den Räumen in die Decke aufnimmt – und somit kühlt, oder aus der Decke an die Räume abgibt – und heizt. Die PROGRESS Thermowand® ist ein industriell vorgefertigtes Wandelement, welches aus zwei wärmebrückenfrei miteinander verbundenen, porenarmen und metallschalungsglatten Stahlbetonscheiben mit innenliegender Wärmedämmung besteht.
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Weiterbildung Veranstaltungen
VHS Brixen Kultur & Persönlichkeit Gesundheit & Bewegung Die Rettungsdienste des Zivilschutzzentrums Brixen Fr. 18.03. | 15-18 Uhr | 1 Treffen Brixen, Parkplatz Zivilschutzzentrum, Dantestraße 53/2 Astronomie: Sterne, Planeten uvm. Mo. 11.04. | 19.30-21.30 Uhr Mi. 13.04. | 20-22 Uhr Richtiges Kartenlesen und Tourenplanung Mo. 21.03. | 19-22.Uhr | 1 Treffen Myanmar, antica Birmania Vortrag in italienischer Sprache Fr. 18.03. | 20-21.30 Uhr | 1 Treffen Brixen, Raiffeisenkasse Eisacktal, Großer Graben 12
Beruf & EDV
Italienisch für die Zweisprachigkeitsprüfung – Laufbahn A/B Mo. 04.04. | 19.30-21 Uhr | 12 Treffen | Mo. + Mi.
Musikrevue „Die Männer sind alle Verbrecher …“ Die Musikklassen am SoWi Gymnasium „Josef Gasser“ in Brixen laden zur Revue „Die Männer sind alle Verbrecher … aber lieb sind sie doch“ ein. Das von Leo Ploner zusammengestellte Varietéprogramm umfasst neben Liedern aus den Goldenen Berliner 20er Jahren auch heiter-frivole Texte und Sketche. Dazu wurde die Aula Magna der Schule in ein passendes Etablissement verwandelt; hier erwartet nicht nur alle Damen, sondern auch mutige Herren ein vergnüglicher Abend …
» Mi., 2. März, Fr., 4. März, Mi., 9. März, Do., 10. März jeweils um 20 Uhr
» So., 13. März, 15 & 19 Uhr SoWi Gymnasium Brixen, Aula Magna Reservierungen: Tel. 331 5380001 (Mo-Sa 9-12 und 15-18 Uhr)
Schüleraufführungen
» Fr., 4. März, Di., 8. März, Do., 10 März, Fr., 11. März jeweils um 10 Uhr
SoWi Gymnasium Brixen, Aula Magna Reservierungen: Tel. 0472 200 883 (Mo-Fr 9-12 Uhr)
Eintritt: 12 Euro, ermäßigt 8 Euro, Schüler 5 Euro
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Grüne Kosmetik und Naturheilmittel selbst gemacht Sa. 19.03. | 10-17 Uhr | 1 Treffen Spiluck, Feuerwehrhalle Gesundheit und Entspannung ganzheitlich erleben Sa. 02.04. | 9-12 Uhr | 1 Treffen Steckfrisuren für den Alltag ohne großen Aufwand Sa. 09.04. | 14-18 Uhr | 1 Treffen
Lachyoga Schnupperworkshop Sa. 16.04. | 9.30-11.30 Uhr | 1 Treffen Lauftraining für Einsteiger Mi. 20.04. | 18-19 Uhr | 6 Treffen
Hobby & Freizeit
Häkeln leicht gemacht Do. 31.03. | 15.30-17.30 Uhr | 3 Treffen Nähwerkstatt für Fortgeschrittene Mo. 11.04. | 19-21.30 Uhr | 4 Treffen
Gewaltfreie Kommunikation nach M. Rosenberg Mo. 04.04. | 19.45-21.45 Uhr | 3 Treffen
Schnitzkurs für Anfänger Sa. 16.04. | 9-12 Uhr | 1 Treffen Feldthurns, Thalerhof, Schnauders 17
Rhetorik für die Frau – Schlagfertigkeitstraining Fr. 15.04. | 09-17 Uhr | 1 Treffen
Liebevolle Grabgestaltung für das ganze Jahr Di. 19.04. | 19.30-21.30 Uhr | 1 Treffen
10-Finger-Tippsystem Do. 31.03. | 18.30-20 Uhr | 4 Treffen | Do. + Di. Brixen, SOWI Gym. Josef Gasser
Ernährung im Rhythmus der Natur Mo. 04.04. | 19.30-21.30 Uhr | 1 Treffen
Digitale Fotografie – Aufbaukurs Fr. 18.03. und Mo. 21.03., 19-22 Uhr | Sa. 19.03., 9-12 Uhr | 3 Treffen Meine Musik kommt aus dem Netz Fr. 18.03. | 18 -20.30 Uhr | 1 Treffen Grundlagen & Tipps für Mac-Nutzer Di. 05.04. | 19-21.15 Uhr | 5 Treffen | Di. + Do. Brixen, WFO TFO, M.-Montessori-Str. 4 EBCL eLearning Fr. 15.04. | 19.30-21.30 Uhr Fr. 20.05. | 19-22 Uhr Mac Praxis: Mach mehr aus deinem Mac Di. 26.04. | 19-21.15 Uhr | 5 Treffen | Di. + Do. Brixen, WFO TFO, M.-Montessori-Str. 4
Festliches Menü zu Ostern Do. 17.03. | 18-22 Uhr | 1 Treffen Vahrn, Haus Voitsberg Kleine Häppchen für Jeden Mi. 23.03. | 18-22 Uhr | 1 Treffen Vahrn, Haus Voitsberg Italienische Vorspeisen Mi. 30.03. | 19-23 Uhr | 1 Treffen Brixen, Jakob-Steiner-Haus, Milland Schnelle Gerichte bei unerwartetem Besuch Do. 07.04. | 18-22 Uhr | 1 Treffen Vahrn, Haus Voitsberg Asiatische Party-Snacks Mi. 13.04. | 19-23 Uhr | 1 Treffen Brixen, Jakob-Steiner-Haus, Milland Für alle Kurse und Veranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich. Das gesamte Kursprogramm ist auch auf unserer Homepage www.vhs.it ersichtlich. Unsere Öffnungszeiten: Mo-Do 9-13 ,14-17 | Fr 9-13 Uhr
Peter-Mayr-Straße 9 | Tel. 0472 836424 | Fax 0472 971 140 | brixen@vhs.it
timer
März MUSIK
Bachs Johannespassion zur Eröffnung In der Karwoche wird zur Eröffnung des heurigen Programmes der Brixner Initiative Musik & Kirche die Johannespassion von J. S. Bach durch hervorragende Ensembles und Solisten aufgeführt.
z Die Solisten sind Anja Petersen (Sopran), Sabine Lutzenberger (Alt), Tilman Lichdi (Tenor), Thilo Dahlmann und Ludwig Mittelhammer (Bass), allesamt international renommierte Spezialisten. Tilman Lichdi hat als Evangelist mit der Johannespassion und dem Chicago Symphony Orchestra begeistert, ein Kritiker aus Chicago schrieb: „Man kann ein ganzes Leben verbringen, ohne je eine so gut gesungene Evangelistenpartie zu hören wie jene von Tilman Lichdi, und ich vergesse hierbei nicht Peter Schreier.“
Eine Ausnahmeerscheinung. Der Kammerchor Stuttgart wurde von Frieder Bernius zu einer von Publikum und Presse gefeierten Ausnahmeerscheinung geformt. „Kein Superlativ ist verschwendet, um diesen Chor zu rühmen“, schrieb die Wochenzeitung „Die Zeit“. Die Musiker des Barockorchesters Stuttgart gehören zu den führenden Vertretern der
Historischen Aufführungspraxis und musizieren ausschließlich auf Originalinstrumenten. Die künstlerische Arbeit von Frieder Bernius als Dirigent wie als Lehrer findet weltweit große Anerkennung. Ob Vokalwerke von Monteverdi bis Beethoven, Sinfonien von Haydn oder Schubert – stets zielt Frieder Bernius auf einen am Originalklang orientierten und zugleich persönlichen Ton. Frieder Bernius hat bislang rund 90 Einspielungen vorgelegt, die mit 40 internationalen Schallplattenpreisen ausgezeichnet wurden.
Zurück zum Ursprung. Die Ur-
aufführung der Johannespassion erfolgte am 7. April 1724 während der Karfreitagsvesper in der Nikolaikirche in Leipzig. Die Wiederaufführungen seit 1834 in der Berliner Singakademie waren geprägt von großen Klangmassen mit gewaltigen Chören und groß besetzten Orchestern. Erst die intensive Beschäftigung mit den historischen Gegebenheiten und die Verwendung alter Instrumente ermöglichte eine Annäherung an das ursprüngliche Klangbild der Komposition. So werden Zuhörer bei der Aufführung in Brixen ei-
ne kleinere Besetzung von Chor (bestehend aus professionellen Solisten) und Orchester sowie die Verwendung historischer Instrumente erleben. Dadurch kommt die musikalische Rhetorik unmittelbarer zur Geltung, sei es bei den Rezitativen, den dramatischen Chorpartien, den lyrischen Arien, den Chorälen oder bei den aufwändig angelegten Eingangsund Schlusschören.
» Montag, 21. März, 20 Uhr Brixner Dom
Johannespassion
» Montag, 21. März
Johann Sebastian Bach
Kartenvorverkauf: Tourismusverein Brixen, Tel. 0472 836401 Ermäßigung für Jugendliche, Studenten, Senioren, Familienpass
Anja Petersen, Sopran Sabine Lutzenberger, Alt Tilman Lichdi, Tenor Thilo Dahlmann, Bass Ludwig Mittelhammer, Bass Kammerchor Stuttgart Barockorchester Stuttgart Frieder Bernius, Dirigent
Bachs „Johannespassion“ kommt durch internationale Spitzenmusiker unter der Leitung von Frieder Bernius zur Aufführung, es werden historische Instrumente verwendet. Die Passionsmusik berichtet von Verrat und Gefangennahme, Verhör und Geißelung, Verurteilung, Kreuzigung und Tod Jesu und von seiner Grablegung. Bach kombiniert den Bibeltext aus dem Johannes-Evangelium mit einer barocken Dichtung. Er hat damit ein Meisterwerk von größter Popularität geschaffen.
20 Uhr Brixner Dom
www.musikkirche.it
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MUSIK
Veranstaltungen
Zweifacher Konzertgenuss mit Bürgerkapelle Brixen und Algunder Musikkapelle
z Die Bürgerkapelle Brixen setzt bei ihren Konzerten immer wieder besondere Akzente. Beim diesjährigen Frühjahrskonzert stehen mitreißende Werke aus der Hochromantik sowie faszinierende Originalliteratur für Blasorchester auf dem Programm. Mit dabei ist zum ersten Mal die Algunder Musikkapelle. Beide Klangkörper versprechen ein besonderes Konzerterlebnis. Unter der Leitung von Kapellmeister
Hans Pircher wird die Bürgerkapelle Brixen die Ouvertüre zur Oper „Ruslan und Ludmilla“ von Mikhail Ivanovich Glinka aufführen. Als weiterer Höhepunkt folgt das „Concertino für Posaune und Orchester“ von Ferdinand David. Solist ist Martin Psaier, Mitglied der Bürgerkapelle. Nach „Tempered Steel“ von Carles R. Young erklingt der erste Satz der viersätzigen Suite „Armenische Tänze“ von Alfred Reed. An-
schließend wird die Bürgerkapelle Brixen das anspruchsvolle Werk „Exultate“, geschrieben von Samuel R. Hazo, vortragen. Die Algunder Musikkapelle beginnt ihren Konzertteil mit dem „Krönungsmarsch“ aus der Oper „Der Prophet“ von Giacomo Meyerbeer und hat anschließend mit dem „Walkürenritt“ aus Richard Wagners „Ring der Nibelungen“ einen weiteren musikalischen Leckerbissen auf dem Programm.
Ebenso neugierig machen die drei Sätze „Gandalf“, „Lothlórien“ und „Hobbits“ aus der Suite „The Lord of the Rings“ von Johan de Meij. „Die Algunder“ spielen unter der Leitung von Kapellmeister Christian Laimer.
» Samstag, 19. März, 20 Uhr Forum Brixen
Eintritt: 10 Euro, Kartenvorverkauf im Forum Brixen
Kräuterlehrgänge Intensiv-Lehrgang „Räuchern und Ritual mit heimischen Kräutern“ Mai – September 2016 Das Verräuchern von Kräutern und Harzen in Häusern ist eine uralte Tradition. In dem Intensivlehrgang werden ca. 25 Räucherpflanzen vorgestellt und ihre Wirkung beim Verräuchern. Jeder Teilnehmer erfährt die unmittelbare Kraft der Räucherpflanzen und erlernt spezifische Räucherrituale.
Lehrgang „Grüne Kosmetik & Hautökologie“
Mai – Oktober 2016 Grüne Kosmetik ist eine gesundheitsfördernde Hautpflege auf Basis von Nahrungsmitteln, heimischen Kräutern und biologischen Naturprodukten. Die Wirkstoffe sind bekannt aus der Küche, erhältlich im Supermarkt oder kommen direkt aus Wald und Wiese. Im Lehrgang lernen die Teilnehmer die natürlichen Grundlagen der Grünen Kosmetik kennen und diese kompetent weiterzugeben.
» Anmeldung und Information
Bildungshaus Kloster Neustift Stiftstraße 1, 39040 Vahrn 0472 835588 bildungshaus@kloster-neustift.it www.bildungshaus.it
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Haydn Orchester Alessandro Cadario, Dirigent Helga Plankensteiner, Saxophon Das Haydn Orchester tritt mit dem jungen italienischen Dirigenten Alessandro Cadario auf. Neben der berühmten Sinfonie „Mit dem Paukenschlag“ von Joseph Haydn und der 7. Sinfonie von Ludwig von Beethoven wird die Südtiroler Saxophonistin und Komponistin Helga Plankensteiner ein Werk uraufführen, das der Südtiroler Künstlerbund in Auftrag gegeben hat.
» Donnerstag, 10. März, 20 Uhr Forum Brixen
Reservierung: www.forum-brixen.com, Tel. 0472 275588
Zeichnung: Gabriela Oberkofler
Foto: Diana Küster
THEATER
z Das Schauspielhaus Bochum zeigt Oscar Wildes Verwechslungskomödie auf Einladung des Südtiroler Kulturinstituts im Brixner Forum. Wer hätte nicht schon mal gerne einen Antrag auf ein Zweitleben gestellt? Die Freunde Jack und Algernon genießen ihr Doppelleben jedenfalls: Jack, der sich in der Stadt Ernst nennt, rechtfertigt seine häufigen Ausflüge in die Metropole mit seinem hilfsbedürftigen Bruder namens Ernst; Algernon begründet seine ausgedehnten Landpartien mit Krankenbesuchen bei seinem erfundenen Freund Bunbury. Kom-
pliziert wird es, als die Frauen ins Spiel kommen: Schon immer wollte Gwendolen einen Mann namens Ernst heiraten. Als sich ihr Jack als sein Alter Ego Ernst vorstellt, ist es um sie geschehen. Im Gegenzug reist Algernon auf Jacks Landgut und stellt sich dort als dessen Bruder Ernst vor. Dort trifft er auf Cecily, die auch schon immer von einem Ernst träumte. Als Jack frühzeitig heimkehrt, ist die Verwirrung perfekt. Regisseur Jan Neumann lässt die Verwechslungskomödie auf einer Kasperlbühne spielen und wählt die Situation eines Theaters im Theater um Oscar Wildes Spiel mit Identitäten gerecht zu werden.
» Mittwoch, 9. März, 20 Uhr Forum Brixen
Einführung: 19.15 Uhr Karten bei Athesia-Ticket und www.kulturinstitut.org Informationen: Tel. 0471 313800 Die Veranstaltung wird von der Südtiroler Landesregierung und von der Firma Auto Brenner unterstützt.
Design: Lupo & Burtscher
Bunbury
von Nikolaj Gogol
05.— — 20. Mrz 2016 Stadttheater Bozen Studio
KULINARIK
Endlich wieder„Eisacktaler Kost“
Foto: HGV-Frieder Blickle
z Im März erreicht das Eisacktal mit der 44. Ausgabe der „Eisacktaler Kost“ seinen gastronomischen Höhepunkt. Während der ältesten Spezialitätenwochen Südtirols servieren die 20 teilnehmenden Gastbetriebe, von Gossensass bis Villanders, traditionelle Eisacktaler und Südtiroler Gerichte. Die Genusswochen haben sich mittlerweile schon zu einer Tradition etabliert und sind ein gelungener Mix aus traditioneller, einheimischer Küche und zeitgemäßen, innovativen Ideen. Die teilnehmenden Gastbetriebe bieten auch in diesem Jahr wieder anschauliche, individuelle Spezialpakete zur „Eisacktaler Kost“. Die Genießer aus nah und fern erwarten in einigen Restaurants ein besonderes Gourmetmenü, in anderen die traditionellen und genussreichen „Eisacktaler
Kost“-Gerichte in Kombination mit einer Übernachtung oder entspannten Stunden im Wellnessbereich. Zudem wird auch in diesem Jahr das Tagespaket für Gruppen und Vereine mit speziellem Mittagsmenü und kulturellem Rahmenprogramm unter dem Motto „Genuss und Kultur im Eisacktal“ angeboten. Zur Tradition der „Eisacktaler Kost“ gehört mittlerweile auch das beliebte Gewinnspiel, bei dem es in jedem teilnehmenden Gastbetrieb ein Gourmetessen für vier Personen zu gewinnen gibt. Zudem wird unter allen Gästen der „Eisacktaler Kost“ ein Hauptpreis verlost: Der Gewinner darf sich über ein Festessen für 15 Personen in besonderem Ambiente in Brixen, gekocht und serviert von den „Eisacktaler Kost“-Betrieben, freuen; das Reglement zum Gewinnspiel ist in jedem teilnehmenden Gastbetrieb einsehbar.
Der Revisor
» 4. bis 20. März
20 Gastbetriebe laden zur ältesten Spezialitätenwoche Südtirols 39
Veranstaltungen
MUSIK
10. Brixtown Music Night z Und wieder steht eine Brixtown Music Night kurz vor ihrer Aufführung, die auch in diesem Jahr die Erwartungen der inzwischen großen Fangemeinde erfüllen wird. Die Brixtown Music Night zählt längst schon zu den musikalischen Highlights im Raum Brixen, und auch heuer wieder – dieses Mal am Freitag, 11., und Samstag, 12. März jeweils um 20 Uhr – steht das Event ganz im Zeichen der guten Musik. Initiator Klaus Ramoser hat zusammen mit Rocknet.bz wieder eine Reihe von ausgezeichneten Sängerinnen, Sängern und Instrumentalisten aus Brixen und Umgebung eingeladen, um dem Publikum einen unvergesslichen Abend mit Musik verschiedener Stilrichtungen zu bereiten und abermals für Begeisterung und viele angenehme Emotionsmomente zu sorgen. Fester Bestandteil des Abends ist wieder die Brixtown Band mit: Silvia Sellemond und Sarah Sader (backgr. voc.), Ingo Ramoser (keys & arrangements), Chris
Weigang (bass), Hannes Walder (drums), Tobias Ramoser (perc.), Damian Dalla Torre (sax), Jürgen Federer (sax), Wilfried Prader (trumpet) und Klaus Ramoser (guitar). Die Brixtown Band wird wieder mit viel Spielfreude die mitwirkenden Künstler beim diesjährigen Brixner Musikmarathon begleiten: Anna Maria
Parteli, Christian Dejaco, Armin Mair, Sarah Oberhuber, Emanuele Colombi, Harvest, Nicole Uibo, Markus Oberhofer, Alexandra Scremin, Konrad Oberhuber … and some more ;-). Karten gibt es als Online-Reservierung unter www.brixtown.it sowie zwei Stunden vor Konzertbeginn an der Abendkasse.
» 11. und 12. März, 20 Uhr
Jugendheim Milland
Ostermarkt
der Südtiroler Krebshilfe
Herr Schuster kauft eine Straße Herr Schuster, seine Frau, deren Schwester, die Schwiegermutter und das neue Au-pair warten auf die Ankunft eines letzten Gastes. Die Zeit bis dahin überbrücken sie mit Monopoly – einem Spiel, das Menschen dazu zwingt, andere „in die Insolvenz zu treiben“. Doch der Bankrott beginnt früher: Die heile Welt der jüngeren Generation war der politisch engagierten Schwiegermutter seit jeher suspekt – ist denn ziviler Ungehorsam gänzlich ausgestorben? Ihre Töchter wiederum denken mit Schaudern an ihre „linksliberale“ Kindheit zurück. Eine Grundsatzdebatte über Moral und Ideale ist also wieder einmal unvermeidlich ... Ein groteskes Portrait der bürgerlichen Mittelschicht von Ulrike Syha.
Theater-Eigenproduktion mit Sabine Ladurner, Margot Mayrhofer, Peter Schorn, Lioba Sperber und Marlies Untersteiner. Regie: Ingrid Porzner
» Do 17., Sa 19., Mi 23., Do 24., Fr. 25. & Do 31. März Fr 01., Sa 02., So 03. (19 Uhr ) und Mi 06. April » Beginn: jew. 20:30 Uhr
Obere Schutzengelgasse 3a – Brixen/Stufels – www.dekadenz.it karten@dekadenz.it – Tel. 0472 836 393 (Di – Fr 17-19 Uhr, Sa ab 18 Uhr)
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Selbstgefertigter Osterschmuck, verschiedenste Handarbeiten und Köstlichkeiten – all dies ist beim Ostermarkt der Südtiroler Krebshilfe Bezirk Eisacktal erhältlich. Der Reinerlös kommt der Südtiroler Krebshilfe zugute.
» Freitag, 18, Samstag, 19. und Sonntag, 20. März
Bezirkssitz Südtiroler Krebshilfe Brixen, Brennerstraße 1 (Ecke Altenmarktgasse/Trattengasse)
Freitag und Samstag von 09.00 bis 12.30 und von 14.00 bis 18.30 Uhr Sonntag von 09.00 bis 13.00 Uhr
Südtiroler Krebshilfe Bezirk Eisacktal Tel. 0472 812 430 www.krebshilfe.it
Mittwoch, 2. März
Musikrevue
20 Uhr
Die Männer sind alle Verbrecher … … aber lieb sind sie doch: Die Musikklassen am SoWi Gymnasium „Josef Gasser“ zeigen ein heiter-frivoles Varietéprogramm Aula Magna, SoWi Gymnasium Donnerstag, 3. März
Kabarett
20 Uhr
Papierkram Ein Highlight jagt das nächste und was nicht so gelungen ist, wird einfach auf der Bühne geschreddert TPZ, Köstlanstr. 28 Freitag, 4. März
Musikrevue
10 & 20 Uhr
Die Männer sind alle Verbrecher … … aber lieb sind sie doch: Die Musikklassen am SoWi Gymnasium „Josef Gasser“ zeigen ein heiter-frivoles Varietéprogramm; Schüleraufführung um 10 Uhr Aula Magna, SoWi Gymnasium
Theater
20 Uhr
Frauenpower Lustspiel von Bernd Gombold, Volksbühne Natz Natz, Vereinshaus
Theater
20 Uhr
He is back Die Maturaklasse des Vinzentinums bringt das Stück „He is back – Shakespeare leicht gewürzt“ auf die Bühne Vinzentinum
Kabarett
20 Uhr
Papierkram Ein Highlight jagt das nächste und was nicht so gelungen ist, wird einfach auf der Bühne geschreddert TPZ, Köstlanstr. 28
Musical
20:30 Uhr
Das Phantom der Oper Das Phantom der Oper bringt dem Chormädchen Christine das Singen bei und erwartet als Gegenleistung deren Liebe Forum Brixen Samstag, 5. März
Workshop
Nähkreativ Nähen für Ostern WiaNui, Stadelgasse
Diverses
9 Uhr
ab 9 Uhr
Flohmarkt Benefizflohmarkt der Caritasgruppe der Pfarrei Vahrn Vahrn, alter Kindergarten
Theater
20 Uhr
He is back Die Maturaklasse des Vinzentinums bringt das Stück „He is back – Shakespeare leicht gewürzt“ auf die Bühne Vinzentinum
Kabarett
20 Uhr
Papierkram Ein Highlight jagt das nächste und was nicht so gelungen ist, wird einfach auf der Bühne geschreddert TPZ, Köstlanstr. 28 Sonntag, 6. März
Theater
14 Uhr
Theater
18 Uhr
He is back Die Maturaklasse des Vinzentinums bringt das Stück „He is back – Shakespeare leicht gewürzt“ auf die Bühne Vinzentinum
Frauenpower Lustspiel von Bernd Gombold, Volksbühne Natz Natz, Vereinshaus
Kabarett
18 Uhr
Papierkram Ein Highlight jagt das nächste und was nicht so gelungen ist, wird einfach auf der Bühne geschreddert TPZ, Köstlanstr. 28 Montag, 7. März
Kinderkino
Ein Kabarett des TheaterStudios Freitag Was genau passiert, soll hier nicht verraten werden. Eines aber ist sicher: Das TheaterStudio Freitag mit seinen ständigen Kabbeleien zwischen den Spielern, den Missverständnissen und dem flotten Hin und Her, das wir von „Tante Loises Strickverein“ oder „Mama Mia’s letztes Ma(h)l“ kennen, ist zurück. Soviel sei jedoch verraten: Liebesbriefe spielen ebenso eine Rolle, wie Papierflieger oder der Dokumentendschungel, durch den wir uns Tag für Tag kämpfen müssen. Ein Highlight jagt das nächste und was nicht so gelungen ist, wird einfach auf der Bühne geschreddert.
» Do, 25. Februar, 20 Uhr
Fr, 26. Februar, 20 Uhr Sa, 27. Februar, 20 Uhr So, 28. Februar, 18 Uhr Do, 3. März, 20 Uhr Fr, 4. März, 20 Uhr Sa, 5. März, 20 Uhr So, 6. März, 18 Uhr Theaterpädagogischen Zentrum Köstlanstraße 28
16:30 Uhr
Eintritt: 15 Euro (Ermäßigte 10 Euro) Freie Platzwahl; da die Sitzplätze begrenzt sind bitte wir um Kartenreservierung per SMS unter 335 535 99 55
10 Uhr
Frühlingsfest
Rettet Raffi! Sammys Hamster muss am Herzen operiert werden. Der Junge ist in großer Sorge, denn er hängt sehr an dem Tier Forum Brixen Dienstag, 8. März
Musikrevue
Papierkram
Die Männer sind alle Verbrecher … … aber lieb sind sie doch: ein heiterfrivoles Varietéprogramm; Schüleraufführung Aula Magna, SoWi Gymnasium
Ein erlebnisreicher Tag der offenen Tür in der Freien Waldorfschule und Kindergarten Brixen
Mittwoch, 9. März
Musikrevue
20 Uhr
Theater
20 Uhr
Die Männer sind alle Verbrecher … … aber lieb sind sie doch: ein heiterfrivoles Varietéprogramm Aula Magna, SoWi Gymnasium Bunbury Wer hätte nicht schon mal gerne einen Antrag auf ein Zweitleben gestellt? In Oscar Wildes Verwechslungskomödie ist es wichtig, Ernst zu sein Forum Brixen
Ausstellung von Schülerarbeiten, Gespräche mit Lehrpersonen und Kindergärtnerinnen, handgefertigte Kostbarkeiten, buntes Bastelprogramm für Kinder, Puppentheater in der kleinsten Töpferwerkstatt der Welt, erfrischende Frühlingsgerichte aus der Vollwertküche, Kaffee, Kuchen und mehr warten auf Groß und Klein.
Theater
Zirkusshow um 15 Uhr mit Metá und Mavá
20 Uhr
Frauenpower Lustspiel von Bernd Gombold, Volksbühne Natz Natz, Vereinshaus
» Samstag, 19. März 10-17 Uhr
Donnerstag, 10. März
Musikrevue
10 & 20 Uhr
Die Männer sind alle Verbrecher … … aber lieb sind sie doch: ein heiterfrivoles Varietéprogramm; Schüleraufführung um 10 Uhr Aula Magna, SoWi Gymnasium
Freie Waldorfschule und Kindergarten Brixen Brennerstraße 32, Brixen Tel. 0472 832344
Büroöffnungszeiten: Mo-Fr 8:30-12.15 Uhr Di 8:30-16:30 Uhr www.waldorfbrixen.it waldorfbrixen@hotmail.com 41
Veranstaltungen
Theater
18 Uhr
Iphigenie Die TPZ-Theaterwerkstatt PURPUR hat sich in die Rolle der Iphigenie versetzt und nachempfunden, was sie gefühlt haben muss, mit ihr gekämpft und nach Auswegen gesucht TPZ, Köstlanstr. 28
Musik
20 Uhr
Haydn Orchester Das Haydn Orchester tritt mit dem jungen italienischen Dirigenten Alessandro Cadario und Helga Plankensteiner am Saxophon auf Forum Brixen Freitag, 11. März
Diverses
13 Uhr
Südtiroler Wirtschaftsforum Das Südtiroler Wirtschaftsforum verspricht auch 2016 zu einem Treffpunkt für Selbstständige, Führungskräfte und Entscheidungsträger zu werden Forum Brixen
Theater
18 Uhr
Iphigenie Die TPZ-Theaterwerkstatt PURPUR hat sich in die Rolle der Iphigenie versetzt und nachempfunden, was sie gefühlt haben muss, mit ihr gekämpft und nach Auswegen gesucht TPZ, Köstlanstr. 28
Musikrevue
20 Uhr
Die Männer sind alle Verbrecher … … aber lieb sind sie doch: ein heiterfrivoles Varietéprogramm Aula Magna, SoWi Gymnasium
Musik
20 Uhr
Brixtown Music Night Die Brixtown Band und zahlreiche Musiker laden zum Musikmarathon Jugendheim Milland
Musiktheater
Drei Engel für Herbert Ein Musiktheater mit heißen Damen und scharfer Salami Vinzentinum
Musik
Samstag, 12. März
Sonntag, 13. März
Musikrevue
Theater
18 Uhr
Iphigenie Die TPZ-Theaterwerkstatt PURPUR hat sich in die Rolle der Iphigenie versetzt und nachempfunden, was sie gefühlt haben muss, mit ihr gekämpft und nach Auswegen gesucht TPZ, Köstlanstr. 28
Theater
19 Uhr
Frauenpower Lustspiel von Bernd Gombold, Volksbühne Natz Natz, Vereinshaus
20 Uhr
Brixtown Music Night Die Brixtown Band und zahlreiche Musiker laden zum Musikmarathon Jugendheim Milland
Sport
Jagd aufs rote Trikot Zum zweiten Mal wird der Eisacktal-Cup veranstaltet; es handelt sich um einen Kombination aus vier Alpinwettbewerben Gitschberg
20 Uhr
15 & 19 Uhr
Die Männer sind alle Verbrecher … … aber lieb sind sie doch: Das SoWi Gymnasium „Josef Gasser“ zeigt ein heiter-frivoles Varietéprogramm Aula Magna, SoWi Gymnasium
Theater
18 Uhr
Iphigenie Die TPZ-Theaterwerkstatt PURPUR hat sich in die Rolle der Iphigenie versetzt und nachempfunden, was sie gefühlt haben muss, mit ihr gekämpft und nach Auswegen gesucht TPZ, Köstlanstr. 28
Theater
18 Uhr
Frauenpower Lustspiel von Bernd Gombold, Volksbühne Natz Natz, Vereinshaus
Mittwoch, 16. März
Theater
Donnerstag, 17. März
Theater
Das Phantom der Oper mit Echo-Preisträgerin Deborah Sasson und Axel Olzinger Deborah Sasson und Jochen Sautter präsentieren eine Neufassung des Klassikers, die sich noch näher am ursprünglichen Buch von Gaston Leroux orientiert. Den beiden ist es gelungen, etwas vollkommen Neues und Einzigartiges zu kreieren und somit völlig neue Maßstäbe zu setzen.
» Mittwoch, 2. März , 20:30 Uhr Kursaal Meran » Donnerstag, 3. März, 20:30 Uhr Waltherhaus Bozen » Freitag, 4. März, 20:30 Uhr Forum Brixen
Kartenvorverkauf: In allen Athesia Buchhandlungen Internet: www.ticketone.it Infos: Tel. 0473 270256 oder info@showtime-ticket.com
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20:30 Uhr
Herr Schuster kauft eine Straße Eine Komödie über die Stützen unserer Gesellschaft in einem „linksliberalen Garten“ Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller Freitag, 18. März
Tagung
9 Uhr
Vortrag
20 Uhr
Musik
21 Uhr
Forum für Trinkwasser Fachtagung: „5. Forum für Trinkwasser – Weltwassertag 2016“ Forum Brixen Bachblüten Dr. Susanne Reiffenstuhl referiert über Bachblüten Apotheke Peer Nice Price Duo Das bekannte Nice Price Duo feiert den St. Patrick’s Day in Brixen: Irish & American Folk vom Feinsten 3fiori
Iphigenie
Musical
20 Uhr
Frauenpower Lustspiel von Bernd Gombold, Volksbühne Natz Natz, Vereinshaus
Das Heer der Griechen ist unterwegs nach Troja. Nahe der Insel Aulis verhindert eine plötzliche Flaute die Weiterfahrt und das Orakel verkündet, dass die Göttin Artemis nur durch ein Menschenopfer dazu zu bewegen ist, wieder Wind aufkommen zu lassen. Die Wahl fällt auf Iphigenie, Agamemnons Tochter. Die Theaterwerkstatt PURPUR des Theaterpädagogischen Zentrums Brixen, fünfzehn Mittelschüler unter der Leitung von Heidi Troi, haben sich in die Rolle der Iphigenie versetzt, nachempfunden, was sie gefühlt haben muss, mit ihr gekämpft und nach Auswegen gesucht. Sie haben einen hochwertigen Theatertext entwickelt und ergreifende Bilder gefunden für ein Mädchenschicksal, das einen anderen Ausgang hätte haben können.
» Donnerstag, 10. März
Freitag, 11. März Samstag, 12. März Sonntag, 13. März jeweils um 18 Uhr Theaterpädagogisches Zentrum Brixen Köstlanstraße 28
Eintritt: 15 Euro (Ermäßigte 10 Euro) Freie Platzwahl; da die Sitzplätze begrenzt sind bitte wir um Kartenreservierung per SMS unter 335 535 99 55
Samstag, 19. März
Theater
20:30 Uhr
Diverses
ab 10 Uhr
Frühlingsfest Tag der offenen Tür in der Freien Waldorfschule und Kindergarten Brixen Waldorfschule Brixen
Herr Schuster kauft eine Straße Eine Komödie über die Stützen unserer Gesellschaft in einem „linksliberalen Garten“ Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller
Diverses
ab 9 Uhr
Montag, 21. März
Josefitag Der Josefi-Verein lädt ein, den Josefitag zu feiern, obwohl er kein offizieller Feiertag ist; 9 Uhr Messe im Brixner Dom, danach verlagert sich das Geschehen in die Hofburg Brixner Dom, Hofburg
Musik
19 Uhr
Frauenpower Lustspiel von Bernd Gombold, Volksbühne Natz Natz, Vereinshaus
Musik
20 Uhr
Frühjahrskonzert Die Bürgerkapelle Brixen lädt gemeinsam mit der Musikkapelle Algund zum traditionellen Frühjahrskonzert Forum Brixen
20 Uhr
Theater
Freitag, 25. März
Theater
Dienstag, 22. März
Musik
Diverses
ab 9 Uhr
Weltwassertag Anlässlich des Weltwassertages ist am Maria-Hueber-Platz ein Infostand eingerichtet; die Stadtwerke bieten auch eine geführte Besichtigung des Trinkwasserbehälters in Milland Maria-Hueber Platz Mittwoch, 23. März
Theater
20:30 Uhr
Herr Schuster kauft eine Straße Eine Komödie über die Stützen unserer Gesellschaft in einem „linksliberalen Garten“ Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller
20:30 Uhr
Herr Schuster kauft eine Straße Eine Komödie über die Stützen unserer Gesellschaft in einem „linksliberalen Garten“ Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller
Johannespassion J. S. Bachs „Johannespassion“ kommt durch internationale Spitzenmusiker unter der Leitung von Frieder Bernius zur Aufführung, es werden historische Instrumente verwendet Brixner Dom
18 Uhr
Orgelmusik Orgelmusik als Einstimmung auf den Palmsonntag Brixner Dom
Theater
Musik
Donnerstag, 24. März
20:30 Uhr
Herr Schuster kauft eine Straße Eine Komödie über die Stützen unserer Gesellschaft in einem „linksliberalen Garten“ Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller Montag, 28. März
18 Uhr
Sinfoniekonzert Die Musikkapelle Villnöß spielt die Sinfonie no. 1 von Johan de Meij „The Lord of the Rings“ Forum Brixen Mittwoch, 30. März
Jazz
20:30 Uhr
Billie Holiday Project Eine Reise durch das Leben und die Lieder einer der bedeutendsten JazzInterpretinnen aller Zeiten Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller Donnerstag, 31. März
Buchvorstellung
20 Uhr
Glauben, nicht wissen will der Mensch Vorstellung des neuen Buches „Glauben, nicht wissen will der Mensch – Psyche und Krebs“ und Begegnung mit dem Autor Bernd Gänsbacher Raiffeisensaal
Theater
3 Engel für Herbert Musiktheater Seit Jahren dient Herberts Probenraum ihm und seinen Freunden als Oase der Ruhe – mit Bier unter guten Freunden und Pizza aus dem Karton. Eines Tages jedoch beschließt Herbert, die eingerostete Band mit Hilfe dreier extravaganter Backgroundsängerinnen wieder aufleben zu lassen. Können Männer und Frauen eigentlich miteinander musizieren, oder kommt immer wieder der Sex dazwischen? „Drei Engel für Herbert“ ist eine Liebeserklärung an die verschiedenen Stilrichtungen der Musik: Sanfte Balladen werden rockig interpretiert, Heavy Metal schmilzt gefühlvoll vor sich hin und Soul wird zur musikalischen Kopulation.
» Samstag, 12. März, 20 Uhr Vinzentinum
Eintritt: 15 Euro, Kartenreservierungen werktags 14-18 Uhr unter 370 3414588 www.dreiengelfuerherbert.it
Ballett
20:30 Uhr
Romeo und Julia mit dem „Junior Balletto die Toscana“; Musik: Sergej Prokofiew Forum Brixen
Ausstellungen StadtGalerie 5. bis 26. März Synapsen Josef Rainer – Skulpturen und Installationen Di-Sa 10-12 und 16:30-18:30 Uhr WiaNui 5. März bis 30. April Gebrochenes Eis Brigitte Widner, gestaltende Buchbinderin, zeigt Kreationen aus Druckfarbe auf Zeitungspapier Eröffnung 4.3. um 18:30 Uhr Mo-Fr 9-12:15 und 15-18:30 Uhr, Sa 9-12:15 Uhr Hofburg Brixen 15. März bis 30. Juni Konturen Figuren Naturen Der gebürtige Brixner Eduard Thöny war Zeichner, Karikaturist und Maler Di-So 10-17 Uhr Festung Franzensfeste bis 27. März Modes of Democracy 30. Europarat Ausstellung über Kunst und Demokratie
20:30 Uhr
Herr Schuster kauft eine Straße Eine Komödie über die Stützen unserer Gesellschaft in einem „linksliberalen Garten“ Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller
Märkte Bauernmarkt samstags und mittwochs, 7:30-14 Uhr Hartmannsplatz Monatsmarkt Mi, 19. März, 7:30-13:30 Uhr Schwesternau Ostermarkt der Südtiroler Krebshilfe 18., 19. & 20. März, Sa & Fr 9-12:30 & 14-18:30 Uhr, So 9-13 Uhr Brennerstraße 1 Wochenmarkt montags, 8-13:30 Uhr Priel-Gelände
bis 31. Oktober Bahnlandschaft Gesamttirol Die Bahnen im historischen Tirol von 1850 bis 2006 Di-So 10-16 Uhr Stadtmuseum Klausen 19. März bis 30. April Artists in Residence Elena Kairyte (Dolce far niente), Inga Shalvashvili (Reflection) und Ursula Schachenhofer (Spurensuche) Di-Sa 9:30-12 und 15:30-18 Uhr Eröffnung: Fr, 18.3., 18 Uhr Pharmaziemuseum bis 16. Juni Eisenhut und Edelweiß Di und Mi 14-18 Uhr, Sa 11-16 Uhr 43
WENN EXTREMSPORT ZUM BERUF WIRD
Freizeit & Sport
„Ich bin mein eigener Held“
FRANZ MÜLLNER war fünf Mal der stärkste Mann Österreichs, verzeichnet 13 Einträge im Guinness-Buch der Rekorde und ging schon in der Kindheit an seine Grenzen. Im „Brixner“-Interview zeigt der „Austrian Rock“ nicht nur seine starke, sondern auch seine ganz sanfte Seite. Herr Müllner, was Sie tun, kann man zweifelsohne als extrem oder sogar als wahnsinnig bezeichnen. Wie definieren Sie selbst Ihr Tun? FRANZ MÜLLNER: Ich gebe Ihnen Recht, ganz normal ist das, was ich tue, nicht. Wer stellt sich schon freiwillig hinter eine Jet-Turbine oder hält ein Bungee-JumpingSeil, während ein anderer springt. Ich habe immer schon das Extreme gesucht – egal ob in der Schule, im Beruf oder in der Ausbildung: als jahrelanger Elite-
geworden. Wenn du Ideen hast, kreativ bist und dir Ziele steckst, die du auch erreichst, ist das gut.
ihrer Muskelkraft eine Schwäche ausgleichen wollen. Trifft das bei Ihnen zu?
Worin liegt für Sie der Reiz an den Projekten?
So habe ich das noch gar nie betrachtet, aber ich glaube nicht. Ich hatte schon als kleiner Bub meine Helden, das waren Hulk und Arnold Schwarzenegger. Heute bin ich mein eigener Held, weil ich vieles geschafft habe, das ich mir zum Ziel gesetzt hatte. Dafür bin ich hart zu mir selbst. Anfangs wollte ich den Menschen um mich herum etwas beweisen. Mittlerweile muss ich nur noch
Früher im Sport war ich ein Kämpfer, ich war ein Löwe. Wenn ich in den Ring gestiegen bin, wollte ich gewinnen. Ich bin dann im Extremsport einen Schritt weiter gegangen, und jetzt setze ich eigene Projekte um. Ich arbeite hart an mir, bis ich das mir gesetzte Ziel erreiche. Das macht mir Spaß.
„Angst habe ich mein ganzes Leben lang noch nie gehabt – vor keinem Menschen und vor keinem Projekt“_ Franz Müllner soldat, als Fallschirmspringer, als Kampftaucher, als Kampfschwimmer. Dann bin ich zum Ausdauersport gekommen, aber als ich meinen ersten Marathon gelaufen bin, war mir das gleich zu wenig. Und so ist es dann losgegangen mit dem Extremsport. Die Eintragung in das GuinnessBuch der Rekorde war die Kirsche auf der Sahnehaube? Im Guinness-Buch der Rekorde zu stehen war immer ein großes Ziel von mir. Der erste Eintrag war 2006; damals ist ein Hubschrauber auf meinen Schultern gelandet. Inzwischen habe ich 13 Eintragungen. Die Ideen für Projekte sind dann immer extremer 44
das Seil halten sollte. Kurz vor der Aktion, Fernsehteams und Presse waren schon da, ist mir vorgekommen, dass die Plattform nicht ganz stabil sei, und ich ließ das Projekt stoppen. Zur Kontrolle wurde dann ein 100-Kilo-Fass an einem Seil befestigt und in die Tiefe geworfen – und die Plattform ist tatsächlich weggebrochen. War die Aktion damit begraben? Nein, die Plattform wurde repariert und stabiler gebaut. Dann haben wir das Projekt doch noch durchgezogen, und alles hat geklappt. Natürlich muss man in meinem Job schon mal ans Limit gehen – oder eben ein bisschen darüber. Aber die Sicherheit geht bei mir einfach vor, immerhin habe ich Frau und Kinder. Kennen Sie das Wort Angst?
Derzeit trainieren Sie für das Turbinenprojekt, das für Juli geplant ist. Was kann man sich darunter vorstellen?
mir selbst etwas beweisen, und nicht einmal mehr das.
Am 30. Juli werde ich aus 50 Metern Entfernung an eine Jetturbine herankriechen. Dabei werde ich meinen Körper etwa 1.500 Grad Celsius und 1.000 Stundenkilometern Gegenwind aussetzen. Ganz nebenbei kann bei diesem Turbinenprojekt auch wissenschaftlich etwas rausgeholt werden: Es gibt derzeit nämlich keinen feuerresistenten Anzug, der diesen Temperaturen standhalten könnte.
Bei jedem dritten oder vierten Weltrekordversuch bin ich gescheitert. Aber ich bin auch ein guter Verlierer. Ich bin zu mir selbst so ehrlich und gestehe mir meine Fehler ein.
Angst habe ich mein ganzes Leben lang noch nie gehabt – vor keinem Menschen und vor keinem Projekt. Ich habe Respekt, mit Angst könnte ich mich an keine der Aktionen wagen. Angst wäre bei den extremen Projekten sicherlich der falsche Gedanke. Ich bin immer vorsichtig und auf der Hut.
Unter welchen Umständen brechen Sie eine Aktion ab?
Schicken Sie ein Stoßgebet in den Himmel, bevor es losgeht?
Bisher hat es erst wenige Situationen gegeben, in denen mir nicht mehr wohl war. Bei einem Projekt ging es darum, dass ich bei einem Bungee-Sprung von der Innsbrucker Europabrücke
Ich bin überhaupt nicht gläubig, und aus der Kirche bin ich ausgetreten. Ich habe meinen eigenen Glauben – ich glaube an meine Familie und an die Umwelt, aber nicht an Gott. Ich war beim Militär
Es gibt ja das Klischee, dass Menschen, die so stark sind, mit
Und gescheitert?
Foto: Philipp Schalber
im Iran, Irak und in Afghanistan als Minensucher unterwegs. Dort habe ich das größte Elend gesehen, das es überhaupt gibt.
EXTREM WAHNSINNIG: Franz Müllner zieht schon mal einen 30 Tonnen schweren Panzer über den Wiener Heldenplatz, um ins Guiness-Buch der Rekorde zu kommen
–––––––––
Sind diese Gräuel auch ein Grund, weshalb Sie sich so sehr sozial für Kinder engagieren und zahlreiche Aktionen starten? Ich mag Kinder und arbeite gerne mit ihnen zusammen, denn Kinder sind ehrlich. Nach dem Ende meiner sportlichen Karriere möchte ich mir auf jeden Fall ein zweites Standbein damit aufbauen. Erst vor kurzem habe ich der kleinen Leonie Wünsche erfüllt: Leonie sitzt im Rollstuhl. Ich habe der Kleinen für zwei Tage meine Beine geliehen und sie dorthin getragen, wo sie hinwollte. Sie haben im vergangenen Jahr weniger Projekte als sonst realisiert. Werden Sie etwa altersschwach? Ich werde bald 46 Jahre alt. Lieber mache ich jetzt ein oder zwei Projekte, die Sinn machen, als zehn oder mehr. Das Projekt mit der Turbine kann ich gut vermarkten. Aber mit 45 bin ich nicht mehr so spritzig wie mit 30 Jahren. Solange es mir noch Spaß macht, werde ich meine Projekte aber weiterverfolgen. Haben Sie sich eine Grenze gesetzt? Es wäre gut, wenn ich mit 50 keinen Flieger mehr ziehen müsste. Zwei oder drei Projekte mach ich noch. Ich habe aber auch bereits angefangen, Seminare und Vorträge zu halten. Wie ist das Altern, wenn man von seinem Körper lebt? Ich mache mir keine Gedanken darüber, ob ich abbaue oder nicht. Trainieren werde ich sowieso immer, weil es mir Spaß macht. Aber die grauen Haare würde ich schon als Altersschwäche bezeichnen. Eitel? Ja, ich bin eigentlich eine richtige Prinzessin. Ich achte sehr auf mein Äußeres, achte darauf, dass die Schuhe zur Jacke passen und so weiter. Ich bin wie eine Tussi.
evi.hilpold@brixner.info veronika.kerschbaumer@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
Steckbrief Franz Müllner lebt im Lungau in Salzburg mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern. Der gelernte Steinmetz und Fliesenleger ist seit 2006 im Guinness-Buch der Rekorde vertreten. Seit 2002 hat er unterschiedliche Projekte realisiert und diverse Rekorde gebrochen: So zog er 50 Kinder in Großarl (Salzburg) eine Skipiste hinauf, rollte 19 Bratpfannen, drehte das Wiener Riesenrad von Hand und zog eine 150 Tonnen schwere Boeing 777. „The Austrian Rock“, wie sich Franz Müllner nennt, engagiert sich ebenfalls für Kinder und gemeinnützige Organisationen. Bei seinem Projekt „Austrian Rock vs. Turbine“, das für 30. Juli 2016 geplant ist, wird Franz Müllner sich einer 15.000 PS starken Jet-Turbine aussetzen. 45
Freizeit & Sport
Foto: Daniel Dal Zennaro
DIVERSES
Immer was los
z Der Brixner Frühling hat es aus sportlicher Hinsicht in sich: Ab 12. März gibt es spannende HandballSpiele gegen Bozen, Triest und Pressano, da das Herren-Team die Meisterrunde erreicht hat. Zwei Wochen nach dem Stricker Sprint im April startet die Schülerveranstaltung „Erlebniswelt Sport“ des Forums Prävention. Im Mai folgt das Regionalturnier „Brixia Meeting“ und vom 14. bis 16. Mai die Landesmeisterschaft im Tischtennis, während am 21. und 22. Mai die Regionalmeisterschaften
in Badminton und vom 26. bis 29. Mai die Tanz-Weltmeisterschaften stattfinden. Am 24. Mai startet die 99. Auflage des Giro d’Italia um 13 Uhr vom Domplatz aus in die 19. Etappe nach Andalo im Trentino. Weitere Events sind am ersten Juni-Wochenende die vom Tourismusverein organisierte „Alpen-Rad-Tour“ und die
F&S
Leichtathletik-Italienmeisterschaft der U23 vom 10. bis 12. Juni. Die Sektionen Behindertensport und Schwimmen des SSV tragen am dritten Juni-Wochenende in der Acquarena die BehindertenItalienmeisterschaften aus. Am letzten Juni-Wochenende radelt die „Transalp“-Tour durch Brixen. jb
Freizeit & Sport ALPENVEREIN
Den Bergen treu z Mehr als 8.500 Mitglieder zählt die Sektion Brixen des Alpenvereins. „Die Mitgliederzahl steigt stetig; das beweist, dass die Brixner auch heute noch Freude und Interesse am AVS und an der Bergwelt haben“, zeigt sich Präsident Herbert Kircher erfreut, der anlässlich der Jahreshauptversammlung Zahlen aus der Vereinsgegenwart und -vergangenheit vorstellte. Die 1946 gegründete Sektion feiert heuer übrigens nicht nur ihr 70-jähriges Bestehen, sondern gleichzeitig auch die einzigen noch lebenden acht Mitglieder, die dem Verein seit der ersten Stunde die Treue halten: Erich Acherer,
kurz
notiert
46
Kurt Fritz, Marlene Goldiner, Hilde Kerer, Heinz Lutteri, Sepp Öhler, Edi Strasser und Hubert Walder waren damals bei der Gründungsversammlung im Hotel Elephant anwesend und wurden sogleich mit einer Mitgliedskarte ausgestattet. Heute hat der 70 Jahre lang aufbewahrte Ausweis nicht nur Altertumswert, sondern er zeugt auch von emotionaler Bindung zum AVS und zu den Südtiroler Bergen. Die heute zwischen 70 und 90 Jahre alten Mitglieder sind teilweise noch aktiv im Vereinsleben dabei und freuten sich sichtlich über die Ehrung bei der Jahreshauptversammlung. Da Der Villnösser Snowboarder Roland Fischnaller gewann Ende Jänner zum dritten Mal den Parallel-Slalom in Moskau. Somit stand er im sechsten WeltcupParallel-Slalom der heurigen Saison zum sechsten Mal auf dem Podest.
vor kurzem der Versicherungsschutz erweitert wurde, ist der AVS-Mitgliedsbeitrag auf 45 Euro angestiegen. eh
Hubert Nössing bleibt bis Saisonende Trainer der HandballDamenmannschaft. Wegen der guten Zusammenarbeit verlängert der im Vorjahr kurzfristig eingesprungene Brixner seinen Vertrag; er legt weiterhin größten Wert auf die sportliche Weiterentwicklung der einzelnen Spielerinnen.
Der Meransner Kunstbahnrodler Dominik Fischnaller rodelte auf der Olympiabahn in Sotschi nach einer langen Durststrecke erstmals in dieser Saison auf das Podest. Er beendete das Rennen auf Rang drei, während sein Cousin Kevin Fischnaller mit Rang sechs sein bisher bestes Weltcup-Ergebnis lieferte.
NACHGEFRAGT
„Will meine Titel verteidigen“ THERESA HILPOLD, amtierende Weltmeisterin, Italienmeisterin und frisch gekrönte Landesmeisterin im Sportrodeln, über ihre Leidenschaft zu einer Sportart, der zu wenig Anerkennung entgegengebracht wird.
Wo wird trainiert? Wir konnten heuer erst spät
mit dem Training beginnen. Meist fahren wir auf den Bahnen in Latzfons oder im Gadertal. Trainiert wird etwa drei Mal pro Woche, immer abends, weil wir, wie auch meine Trainer Rupert Reifer und Helmuth Stockner, berufstätig sind. Am Wochenende tingeln wir dann von einem Rennen zum nächsten. Jetzt stehen noch die Weltmeisterschaft in Oberperfuss, die Europameisterschaft in Villnöss sowie die Italienmeisterschaft an. Natürlich würde ich meine Titel gerne verteidigen. Kann man dieses Hobby auch zum Beruf machen? Ich rodle nun seit 2006. Es hat sich
seither einiges getan, aber leider zu wenig. Immerhin gibt es eine Europa- und eine Weltmeisterschaft, aber alle Athleten rodeln hobbymäßig. Die Rennrodler, die auf derselben Bahn rodeln wie wir – allerdings mit anderem Material –, erhalten wenigstens ein Preisgeld. Davon können wir Sportrodler nur träumen. Vom Kunstbahnrodeln könnte man dann schon leben. Auch wenn ich mein Hobby zum Beruf machen möchte, wäre dies ein schwieriges Unterfangen. In der Zwischenzeit fange ich mit meiner Ausbildung zur Physiotherapeutin an.
Foto: Oskar Zingerle
Frau Hilpold, Sie rodeln derzeit von einem Sieg zum nächsten und haben mit 19 Jahren viel erreicht. Wie fühlt man sich dabei? Ja, derzeit läuft es wirklich gut. Ich habe in den letzten zwei Jahren fast jedes Rennen gewonnen. Das Sportrodeln ist meine absolute Leidenschaft, die ich mit meiner ganzen Familie teile. Ich bin Teil einer starken Mannschaft im ASV Pfeffersberg, mit der ich Spaß habe und gut trainiere. Das trägt sicher zum Erfolg bei.
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Freizeit & Sport
Foto: Oskar Zingerle
SKISPORT
Stricker Sprint is back! z Nach einer einjährigen KreativPause ist das größte Kindeskirennen Südtirols, Italiens und vielleicht auch Europas, der „Stricker Sprint Plose“, heuer wieder da: Vom 1. bis zum 3. April werden sich etwa tausend Kinder aus Italien, Österreich, Deutschland, China, Russland, Holland, Kroatien und noch vielen weiteren Nationen in Brixen versammeln, um miteinander ein unvergessliches Wochenende zu verbringen, das von Sport und Spaß geprägt sein wird. Wer allerdings glaubt, dass sich die Organisatoren Linda Stricker sowie Claudio und Elisabeth Zocchi im Sabbatjahr auf die faule Haut gelegt haben, der irrt: Im vergangenen Jahr wurde nämlich nicht nur an der Brixner Ausgabe 2016 gefeilt, sondern auch die erste Ausgabe des Stricker Sprints im „Silk Ski Resort“
in China auf die Beine gestellt. Die Brixner Edition 4.0 findet nach anfänglichen Zweifeln über den Standort nun doch am Domplatz statt: Passend zur Marke BrixenPlose vereinen die Veranstalter rund um Erwin Strickers Witwe Linda mit dieser Veranstaltung den Berg mit der Stadt. Das Skirennen findet am Samstag ab 9:30 Uhr
statt; danach geht es mit einem prallem Rahmenprogramm am Domplatz weiter. Nach dem traditionellen Seilziehen findet ab 16 Uhr die „Red Carpet Show“ statt, bei der zahlreiche VIPs aus dem Skizirkus mit einer Mannschaft zusammengelost werden, die dann gemeinsam am Sonntag ab 9 Uhr den Parallel-Torlauf absolvieren.
Abgerundet wird die Veranstaltung mit der großen Verlosung für Mannschaften, bei der es neben einem Vereinsbus auch Reisen für das gesamte Team zu Weltcuprennen, Trainingslagern und vielem mehr zu gewinnen gibt. Programm und Infos unter www.strickersprint.com. eh
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FUSSBALL
Kampf um den Klassenerhalt z Mit einem 12. Platz in der Tabellenwertung startete die Herren-Mannschaft des SSV Brixen Fußball Anfang Februar in die Rückrunde der Oberliga – nicht gerade die perfekte Ausgangslage, wünschten sich die Brixner Anfang der Saison doch eine Verbesserung des Endergebnisses vom Vorjahr; dieses schlossen sie auf dem siebten Tabellenplatz ab. Dass die Brixner in der Hinrunde im Klassement nicht noch weiter zurückrutschten, verdanken sie dem guten Schlussspurt: Mit drei Siegen, einem Ausgleich und einer Niederlage in den letzten fünf Spielen hievten sie sich auf den 12. Platz. „Jetzt müssen wir in der Rückrunde noch richtig Gas geben, damit wir einen souveränen Klassenerhalt schaffen – so wie wir es uns vorgenommen hatten“, weiß Vorstands-
mitglied Matthias Fischnaller. Mit den Verletzten Danny Fäckl und Andreas Priller, einem im Auftaktspiel gesperrten Manuel Prossliner und einem ausgestiegenen Manuel Festini Battiferro wird es zwar schwierig, aber machbar, das Resultat noch zu verbessern. Immerhin sind auch zwei Neue zum Kader gestoßen: Die Junioren Philipp Trenkwalder und Manuel Dianese werden das Mittelfeld der Brixner Elf stärken. „Wir sind optimistisch, motiviert und haben eine tolle Stimmung innerhalb der Mannschaft – das macht uns stark für die Rückrunde“, so Fischnaller. Das nächste Spiel der Brixner findet am 21. Februar gegen den Tabellenzweiten St. Georgen statt, weiter geht’s am 28. Februar gegen Rotaliana, am 6. März gegen Lavis und am 9. März gegen Naturns. eh
EISKUNSTLAUF
Alices Traumlauf z Einmal mehr stellte die Brixner Eiskunstläuferin Alice Orrù ihr Können unter Beweis: Beim Drei-Venetien-Cup, der Anfang Februar in Brixen stattfand, legte die 14-Jährige vor heimischem Publikum einen Traumlauf hin und ließ ihre zehn Mitstreiterinnen in der Kategorie „Novice Girls – Nazionale“ hinter sich – mit 67,12 Punkten holte sie sich nach dem fünften Platz im Kurzprogramm mit einer fehlerfreien Kür den ersten Platz. Insgesamt nahmen 107 Athleten am zweiten DreiVenetien-Eiskunstlauf-Wettkampf für die Klassen „Nazionale“ und „Interregionale“ teil, die von hochkarätigen Punkterichtern der FISG, dem nationalen Eissportverband, gewertet wurden. Neben Orrù erreichte eine weitere Athletin des WSV Brixen, Julia Marie Gaiser, eine tolle Platzierung: Sie holte sich den zweiten Platz in der Kategorie „Novice Girls – Inter-
regionale“. Zu den guten Resultaten leistet auch Trainer Damjan Ostojicˇ seinen Beitrag: Der aus Slowenien stammende ehemalige Profi-Eiskunstläufer hat sich die qualitätsvolle Weiterentwicklung des Eiskunstlaufes im WSV Brixen zur Aufgabe gemacht; unterstützt wird er dabei vom Tanztrainer David Cipolleschi. Um dem Ganzen noch mehr Gewicht zu geben, wird im heurigen Sommer von der Sektion Eiskunstlauf erstmals ein mehrsprachiges Summercamp für Eiskunstläufer organisiert: Das „Figure Skating Summer Camp“ bietet ein umfassendes Trainingsprogramm für Kinder und Jugendliche in den Bereichen Eiskunstlauf, Athletik und Tanz, wobei ein Trainerteam die aktuellen Techniken und Methoden vermitteln wird. Infos dazu im Internet: www. wsvbrixen-eiskunstlauf.it. Im Bild Julia Marie Gaiser, Alice Orrù und Trainer Damjan Ostojicˇ. eh
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Wirtschaft & Umwelt
GESPRÄCH ZUR WIRTSCHAFTLICHEN ENTWICKLUNG VON BRIXEN
„Mit Schwung!“
Brixen ist gerade dabei, sich als unternehmerfreundliche Gemeinde zu positionieren: Schnelle Entscheidungswege, Arbeitsplätze sichern, neue schaffen. Erste Erfolge stellen sich bereits ein, sagen Bürgermeister Peter Brunner und die Stadträte Thomas Schraffl und Andreas Jungmann. Herr Bürgermeister, die extrem komplizierte urbanistische Gesamtoperation der Alupress und duka im Industriegebiet, aber auch die politischen Entscheidungen der Projekte Lido und alter Schlachthof wurden im Eiltempo durchgezogen. Will sich Brixen als unternehmerfreundliche Gemeinde positionieren? PETER BRUNNER: Nun, die beiden Initiativen im Stadtgebiet stammen ja eigentlich noch von der vergangenen Amtszeit. Wir hatten aber das Glück, dass es zwei tolle Unternehmen gibt, die uns zweifelsfrei attraktive und konkrete Projekte auf den Tisch gelegt haben. Beide Projekte – sowohl jenes im Lido als auch jenes am alten Schlachthof, haben uns ausnahmslos überzeugt. Trotzdem: Die Entscheidungsprozesse und Verwaltungsakte sind beim Lido-Projekt nun sehr rasch durchgezogen worden, nachdem jahrelang Stillstand geherrscht hatte. ANDREAS JUNGMANN: Wir wollen eben, dass etwas weitergeht. Es gab einige Hürden, die wir 50
nehmen mussten, und wenn der Bauherr heute die Baukonzession in der Hand hat und er mit dem Bau bereits beginnen konnte, so ist das der beste Beweis dafür, dass es klappt, wenn man nur will. Wir wollen den Leuten beweisen, dass wir schnell arbeiten können. Da geht es aber nicht nur um Unternehmen, sondern auch um Privatpersonen; die bürokratischen Wege in der Urbanistik müssen kürzer werden. Das kann nur im Interesse des Bürgers sein. THOMAS SCHRAFFL: Das Lido war jahrelang für die Gemeindeverwaltung eine offene Baustelle, genauso wie der alte Schlachthof. Die neue Gemeindeverwaltung hat sich zum Ziel gesetzt, so schnell wie möglich eine offene Baustelle nach der anderen abzuschließen. Es gibt allerdings noch andere Situationen, die in der nächsten Zeit bereinigt werden müssen, wie zum Beispiel der Hofburggarten. Die Operation duka/Alupress ist erst nach den Wahlen in die Wege geleitet worden, und jetzt gab es bereits die entsprechende Bauleitplanänderung ...
Peter Brunner: Sowohl duka als auch Alupress sind sehr erfolgreiche Unternehmen, die international tätig sind und die in Brixen wichtige Arbeitgeber sind. Hier gab es ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren: Beide wollen expandieren, beide brauchen zusätzliche Areale für ihren Betrieb. Duka hatte 2015 das Areal der Firma Corradi Holzhandel im Industriegebiet Brixen Süd erworben, das jenem der Alupress angrenzt. Die duka hätte hier zwar bauen können, aber eigentlich ist das Areal für den Duschkabinenhersteller etwas zu klein und hätte keine zukünftige Entwicklung mehr zugelassen. Für Alupress hingegen ist das Areal ideal, aber es gehörte ihr nicht. Also setzten sich die beiden Unternehmen an einen Tisch ... Andreas Jungmann: Als angrenzendes Unternehmen kann Alupress das Corradi-Grundstück natürlich viel besser nutzen, aber gleichzeitig brauchte duka eine Alternative dafür, denn auch sie will ja expandieren. Sie fanden diese Alternative in einem Areal nördlich der Autobahnausfahrt
Brixen-Süd, südlich der Kläranlage, das sechs verschiedenen Bauern und dem Betrieb Pichler Autotransporte gehört. Also kamen sie gemeinsam auf uns zu mit der Frage, ob das Grundstück umgewidmet werden könnte. Das klingt kompliziert, denn schließlich ging es einerseits darum, die Grundeigentümer zum Verkauf zu überzeugen, und andererseits, eine Bauleitplanänderung in die Wege zu leiten. Peter Brunner: Als Gemeindeverwaltung haben wir versucht, den Weg der beiden Unternehmer zu begleiten und ihnen immer das Gefühl zu geben, dass sie als Unternehmen für Brixen wichtig sind. Beide hätten andere Möglichkeiten außerhalb von Brixen gehabt, aber sie wollten hier bei uns expandieren. Thomas Schraffl: Die Gemeindeverwaltung hat hier sofort eine absolut ergebnisorientierte Vermittlerfunktion übernommen, ohne die es meiner Meinung nach niemals so schnell zu einem Abschluss gekommen wäre.
ERGEBNISSE IM BLICK: Bürgermeister Peter Brunner und die Stadträte Andreas Jungmann und Thomas Schraffl: „Schnelle Entscheidungswege, Arbeitsplätze sichern, neue schaffen“
––– Fotos: Oskar Zingerle
Wenn bei den Verhandlungen zwischen Grundeigentümern und den beiden Unternehmen in begleitender Form auch die Gemeinde am Tisch sitzt, dann wird den einzelnen Akteuren klar signalisiert, dass es auch ein öffentliches Interesse an der Operation gibt. Im Grunde war diese Vermittlerrolle nicht primäre Aufgabe der Gemeinde, aber ohne diese wäre man nicht zum Ziel gekommen. Peter Brunner: Sie müssen sich vorstellen, dass hier Bauern und auch die Firma Autotransporte Pichler am Ende einem Grundverkauf zugestimmt haben, die eigentlich kein Interesse an einen Verkauf hatten. Wir haben den Leuten aber erklärt, dass die Operation für Brixen wichtig sei. Es geht darum, die bestehenden Arbeitsplätze zu halten und den Unternehmen
hat hier also einen klaren Wettbewerbsnachteil, den die Politik nur schwer ausgleichen kann. Wenn es dann etablierte Unternehmen gibt, die trotzdem bei uns expandieren wollen, weil sie eine starke emotionale Bindung zum Territorium haben und den Fleiß der Leute schätzen, die hier beheimatet sind, dann darf man ihnen zumindest nicht Prügel in den Weg werfen. Christof Oberrauch von Alupress und Hans Krapf von duka haben die neue Gemeindeverwaltung in höchsten Tönen gelobt für den neuen Schwung. Verhält sich Brixen hier nun anders als andere Gemeinden Südtirols? Andreas Jungmann: Es ist Aufgabe der Politik, sich auf derselben Ebene mit Unternehmen, Bürgern und Grundeigentümern zu un-
war diese Linie bereits definiert worden, und im Grunde sind wir mit den hier besprochenen Initiativen genau auf Kurs: Wir wollen, dass in Brixen Wirtschaften wertgeschätzt wird, wir wollen schnelle Entscheidungswege, Arbeitsplätze sichern, neue schaffen. Das ist unser Grundverständnis, unsere DNA. Die Bauleitplanänderung für die Alupress- und duka-Areale wurde auf Gemeindeseite in Rekordtempo abgewickelt, aber nun braucht es auch das entsprechende Plazet der Landesverwaltung ... Thomas Schraffl: Es hat bereits im Vorfeld Treffen mit den zuständigen Landesbeamten und dem zuständigen Landesrat gegeben, in denen die Angelegenheiten besprochen und nach eventu-
„Wir wollen eben, dass etwas weitergeht“_ Andreas Jungmann, Stadtrat für Urbanistik in Brixen die Möglichkeit zu geben, neue Arbeitsplätze zu schaffen. Die Alternative wäre gewesen, dass die Unternehmen irgendwo im Ausland einen neuen Betriebssitz gründen – was für Brixen keinen Vorteil gebracht hätte. Dabei sind die Rahmenbedingungen für Unternehmen anderswo erheblich besser als in Südtirol ... Thomas Schraffl: In Osttirol bekommt ein Unternehmen bei Ansiedelung für fünf Jahre Steuererleichterungen, Investitionsbeiträge, und die Grundstücke kosten nur einen Bruchteil von jenen in Südtirol. Unser Land
terhalten. Dass ein Politiker dem Unternehmer das Gefühl gibt, dass er fast schon ankriechen muss, wenn er etwas von der Stadtverwaltung braucht, ist weder zeitgemäß noch richtig. Auf Augenhöhe miteinander zu reden – das war für die beiden Unternehmer und für die Grundbesitzer vielleicht etwas ungewohnt ... Aber die Positionierung Brixens als unternehmerfreundliche Gemeinde ist Ihnen wichtig? Peter Brunner: Schauen Sie, im programmatischen Dokument für diese Amtszeit, das wir für die Gemeindewahlen erarbeitet hatten,
ellen Problemfeldern analysiert wurden. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht; jetzt ist das Land dran. Wieviel Wirtschaft verträgt eine Stadt wie Brixen? Gibt es Grenzen? Peter Brunner: Natürlich! Brixen liegt in einem recht schmalen Tal, und nicht jedem Wunsch nach Ansiedelung wird auch entsprochen werden können. Im Talboden wird es jetzt schon langsam eng; es gibt ein paar kleinere Gewerbezonen, in denen es noch einige Möglichkeiten gibt, aber man wird gut überlegen
müssen, welche Firmen wir in Brixen morgen haben wollen. Denn: Eine als unternehmerfreundlich geltende Stadt wird möglicherweise eine gewisse Sogwirkung erzeugen ... Peter Brunner: Richtig, allein die Operation duka/Alupress hat bereits einiges in diese Richtung bewirkt. Es geht aber nicht nur um die Flächen, sondern auch um die Frage, wie schnell Brixen als Wohnort wachsen soll, denn wenn ein Unternehmen 200 qualifizierte neue Arbeitsplätze schafft, so hat dies auf viele Bereiche Auswirkungen: Mobilität, soziale Strukturen, Wohnraum. Es geht aber auch um eine optimale Vernetzung zwischen Bildungsstrukturen und Unternehmen; hier herrscht Handlungsbedarf, damit die Bildungseinrichtungen genau wissen, welche Kompetenzen die Unternehmen bei jungen Mitarbeitern brauchen. Auch geht es darum, den jungen Menschen zu zeigen, was die Brixner Unternehmen überhaupt tun, denn in den meisten Fällen wissen sie gar nicht, welche tollen Arbeitsmöglichkeiten sie vor der Haustür haben. Brixen ist eine Stadt der Wirtschaft; sie hat vor allem im hochtechnologischen Bereich eine Reihe von Weltmarktführern. Das ist ein Privileg, dessen wir uns bewusst sein müssen. Andreas Jungmann: Das Konzept funktioniert aber nur im Verbund: Politik, Bildungseinrichtungen, Unternehmen, Bevölkerung. Während die Industrie in Brixen derzeit gute Signale setzt, stöhnen andere Wirtschaftszweige – wie zum Beispiel der Einzelhandel. 51
Peter Brunner: Die Kaufleute müssen lernen, an einem Strang zu ziehen – auch gemeinsam mit der städtischen Gastronomie. Vor allem das Stadtmarketing wird diesbezüglich in den nächsten Jahren eine wesentliche Rolle spielen. Die Erreichbarkeit und die Rückführung von öffentlichen Ämtern sind für eine pulsierende Altstadt unbedingt notwendig; so haben wir es geschafft, dass die Verantwortlichen der Agentur der Einnahmen, der Equitalia und des Friedensgerichtes entschieden haben, im Zeitraum zwischen 2016 und 2017 ihre Büros ins Stadtzentrum zu verlegen; weitere Ämter sollen folgen. Das Schicksal des Brixner Einzelhandels hängt aber zum Teil indirekt mit der Zukunft der Plose zusammen, denn beide benötigen erheblich mehr Gäste von außen. Deshalb ist es wichtig, dass wir die Anzahl der Gästebetten erhöhen. Wir hoffen nach wie vor, dass das Unternehmen Well.com das Hotel in St. Andrä noch heuer zu bauen beginnt, die Gebrüder Sanoner wollen im nächsten Jahr beginnen. Für die Initiative der Alpina Tourdolomit fehlt noch die Genehmigung der
Bauleitplanänderung; außerdem wäre für eine entsprechende Entscheidung wichtig zu wissen, ob und wie schnell eine Anbindung der Stadt an den Berg realisiert werden kann. Es gibt zudem die konkrete Vision für ein Stadthotel direkt im Zentrum, die derzeit überprüft wird. Andreas Jungmann: Wir dürfen aber nicht vergessen, dass in der letzten Zeit durch Erweiterungen bestehender Betriebe bereits 100 bis 150 neue Betten geschaffen worden sind. Das ist ein Mehrwert nicht nur für die Betriebe, sondern ein gesundes Wachstum, das der Stadt gut tut. Thomas Schraffl: Trotzdem: Eine neue Hotelstruktur hätte wieder eine starke Signalwirkung. Wir können hier in der Gemeinde nicht mehr viel tun; die entsprechenden Rahmenbedingungen sind gesetzt, jetzt müssen die Unternehmer aktiv werden.
Schlachthof: Alte Struktur, neues Leben
„Stilwerkstadt“, eine gemeinsame Unternehmung des Brixner Wirtschaftsprüfers Wilhelm Obwexer und des Klausner Bauunternehmers Hubert Felderer, hat im vergangenen Sommer den Wettbewerb für den Umbau und die Führung des ehemaligen Schlachthofs gewonnen, der sich im Eigentum der Gemeinde befindet. Unter dem Motto „Alte Struktur, neues Leben“ wollen die beiden einen außergewöhnlichen Gastronomiebetrieb mit einigen wenigen Betten errichten. Die Unternehmer investieren etwa 900.000 Euro in das Projekt und werden der Gemeinde einen jährlichen Konzessionszins von wertgesichert 24.000 Euro entrichten. Für die Planung zeichnet das Architektenteam Claudia Unterhauser und Jörn-Hendrik Liebich verantwortlich. Geplante Inbetriebnahme: Juli 2016
Lido: foodparc Brixen
willy.vontavon@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info
Ivo Messner und Philipp Fallmerayer sind zwei junge Spitzenköche, die sich im Brixner Lido den Traum eines eigenen Restaurants verwirklichen wollen. Das Areal befindet sich im Eigentum der Gemeinde Brixen. Das Projekt der beiden Jungunternehmer hat der „Brixner“ bereits in seiner Ausgabe Nr. 306 ausführlich vorgestellt; inzwischen wurden der entsprechende Konzessionsvertrag mit der Gemeinde Brixen unterzeichnet, die Baukonzession wurde bereits ausgestellt. Das alte Lido-Gebäude ist in den vergangenen Tagen abgebrochen worden. Für die Planung zeichnet Architekt Markus Tauber verantwortlich. Geplante Inbetriebnahme: Juli 2016
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Sowohl duka als auch Alupress platzen aus allen Nähten; an ihren Stammsitzen gibt es aber keine Erweiterungsmöglichkeit. Die Firma duka hatte 2015 ein Grundstück in direkter Nachbarschaft der Alupress erworben, das aber für ihre Zwecke eigentlich zu klein ist. Beide Unternehmen gingen also auf die Suche nach möglichen Gründen; Ziel war es, ein Areal zu finden, das für duka geeignet wäre, damit das von duka erworbene Areal an Alupress verkauft werden konnte. Die Gemeinde brachte für die Verhandlungen mit den sieben Grundeigentümern alle Akteure zusammen und spielte so eine ungewohnte Vermittlerrolle; die notwendige Bauleitplanänderung wurde innerhalb kürzester Zeit beschlossen. Nun fehlt noch das Plazet des Landes. Sowohl duka als auch Alupress werden auf den beiden Arealen zusätzliche Betriebshallen errichten.
SCHABS
Neue Betreiber Foto: Oskar Zingerle
Die Fernwärmegenossenschaft Schabs hat frostige Zeiten hinter sich. Nun übernimmt die Konsortialgenossenschaft „Fernwärme Vahrn-Brixen“ die Schabser Genossenschaft; einen neue GmbH soll gegründet werden.
der Grundtarif für die Endkunden wird rund 15 bis 20 Prozent niedriger ausfallen als jener, der zuletzt von der Genossenschaft verrechnet wurde. Dieser neue Grundtarif findet bereits bei den Rechnungen für das erste Quartal 2016 seine Anwendung.
Gemeinde mit am Tisch. Alex-
V
or rund zehn Jahren wurde in Schabs wie in zahlreichen anderen Südtiroler Gemeinden eine Fernwärmegenossenschaft mit dem Ziel gegründet, den Ort mit Fernwärme zu versorgen. Die Rahmenbedingungen schienen günstig: Schabs ist ein größtenteils geschlossenes Siedlungsgebiet, das mit einem relativ kurzen Leitungsnetz versorgt werden kann, und die Reduktion des Kohlendioxidausstoßes begeisterte die Schabser dafür, sich an diesem Projekt zu beteiligen. Im Rahmen der ersten Planungsarbeiten trat mit der Firma Emacon ein zusätzlicher Akteur auf den Plan. Diese Firma erzeugte in unmittelbarer Nähe zur Fernwärmezentrale mit von Palmöl angetriebenen Schiffmotoren so genannten „grünen“ Strom. Die dabei erzeugte Abwärme lieferte Emacon an die Fernwärmegenossenschaft, die so in der Lage war, ihren Kunden Wärme zu einem sehr günstigen Preis abzugeben. Doch diese günstigen Rahmenbedingungen änderten sich innerhalb von kurzer Zeit: Die Firma Emacon stellte ihre Tätigkeit ziemlich unvermittelt ein, und die Fernwärmegenossenschaft war zu zusätzlichen Investitionen gezwungen, um Wärme selbst erzeugen und speichern zu können. Die Tarife für die Kunden der Fernwärme mussten erhöht werden, und gleichzeitig sorgten milde Winter dafür, dass die Nachfrage der Kunden zurück-
ging, was wiederum sinkende Erlöse für die Genossenschaft zur Folge hatte. Obwohl die Führung der Genossenschaft verschiedene Maßnahmen ergriff, verschlimmerte sich die Lage zusehends. Mittlerweile weist die Bilanz der Genossenschaft ein negatives Eigenkapital auf, weshalb es dringenden Handlungsbedarf gibt.
ander Tauber, Präsident der Fernwärme Vahrn-Brixen, betont, dass man großen Wert darauf gelegt habe, die Gemeinde Natz/Schabs in die neue Gesellschaft miteinzubeziehen. Er sagt: „Die Versorgung von Schabs mit Fernwärme ist von öffentlichem Interesse. Viele Gebäude der Gemeinde werden mit Fernwärme beheizt, in mehreren Gebäuden gibt es
keine eigene Heizungsanlage mehr. Würde die Fernwärmegenossenschaft ohne uns aufgelöst, würde das viele Bürger und auch die öffentliche Verwaltung vor große Probleme stellen. Uns ist wichtig, dass die Gemeinde Natz/ Schabs mit am Tisch sitzt und die Interessen der Schabser Bürger vertritt.“ Alexander Tauber verweist darauf, dass die Fernwärme Vahrn-Brixen mit dem Partner Stadtwerke Brixen AG über ein hohes technisches Wissen, einen gut funktionierenden Bereitschaftsdienst und eine effiziente Verwaltung verfügt, weshalb sich die Bürger von Schabs in guten Händen wissen können. annamaria.mitterhofer@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
Rettung aus der Nachbarschaft. Die angepeilte Lösung liegt in einer Übernahme der Genossenschaft durch die Konsortialgesellschaft „Fernwärme Vahrn-Brixen“. Diese Gesellschaft betreibt das Fernheizwerk in Vahrn und befindet sich zu 51 Prozent im Eigentum der Gemeinde Vahrn und zu 49 Prozent der Stadtwerke Brixen. Diese Gesellschaft ist bereit, eine neue Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit dem Namen „Fernwärme Natz-Schabs GmbH“ zu gründen, an der zu 80 Prozent die Fernwärme VahrnBrixen und zu 20 Prozent die Gemeinde Natz/Schabs beteiligt ist. Die Schabser Fernwärmegenossenschaft wird in Liquidation gesetzt, ihre Anlagen werden im Rahmen eines Ausgleichs für etwa 2,35 Millionen Euro an die neue Gesellschaft verkauft. Diese übernimmt alle Anlagen und Leitungen und bedient ohne Unterbrechung alle Kunden der Genossenschaft. Im Businessplan ist die Finanzierung des Kaufpreises durch ein langfristiges Darlehen mit der Raiffeisenkasse vorgesehen,
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Wirtschaft & Umwelt
BETRIEBSPORTRAIT
Rundum gut versichert Warum ist ITAS als älteste Versicherungsgesellschaft Italiens mit ihren Dienstleistungen heute gefragter denn je, und was macht insbesondere den Erfolg der ITAS-Agentur in Brixen aus? Antworten auf diese Fragen hat Peter Palese, Hauptgesellschafter der Brixner Versicherungsagentur.
U
rsprünglich in Tirol initiiert und auf Erlass von Kaiser Franz I. im Jahr 1821 als freiwillige Feuerversicherung in Innsbruck gegründet, hat sich nach dem ersten Weltkrieg südlich des Brenners ein Zweig der damaligen Tirolisch-Vorarlberg’sche FeuerVersicherungsanstalt abgespalten, auf deren Wurzeln die heutige ITAS Landesversicherungsanstalt Südtirol-Trentino mit Sitz in Trient gründet. Die ITAS ist damit Italiens älteste Versicherungsgesellschaft. „Ein besonderes Merkmal, das die Versicherungsgesellschaft von Anfang an und heute noch prägt, ist das Gegenseitigkeitsprinzip, auf dem ihre Tätigkeit beruht“, erklärt Peter Palese von der ITAS-Agentur in Brixen. „So handelt es sich bei der Versicherungsgesellschaft ITAS um eine wechselseitige Vereinigung ohne Gewinnabsicht, also um eine Art Genossenschaft, die die Interessen ihrer Mitglieder in den Mittelpunkt ihres unternehmerischen Handelns stellt. Jeder Kunde wird automatisch Mitglied und genießt dadurch bei ITAS wesentlich mehr Vorzüge als beispielsweise Kunden eines Unternehmens mit Gewinnabsicht. Die eingezahlten Prämien dienen weitestgehend zum gegenseitigen Schutz der Mitglieder im Schadensfall, weshalb ITAS auch den Ruf genießt, überdurchschnittliche Schadenssummen auszuzahlen.“ Die Versicherungsgesellschaft hat mittlerweile zahlreiche Versicherungsprodukte im Programm. „Es gibt Versicherungsprodukte für Privatpersonen und Unternehmen sowie für spezielle Kundengruppen wie Industrien, Gemeinden oder religiöse Körperschaften“, erläutert Palese. ITAS kann auf ein breites Spektrum an Erfahrung zurückgreifen und ist in Südtirol so zu einem der führenden Brandversicherer avanciert. „Eine große Stärke der ITAS besteht darin, selbst schwierig ermessbare Objekte versichern zu können – von unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden
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bis hin zu Bauernhöfen.“ Allein bei der Brixner Agentur sind rund 1.300 landwirtschaftliche Betriebe im Eisacktal und Unterpustertal versichert. Die Vertriebsstruktur der ITAS gliedert sich in eigenständige Agenturen, die ein AgenturMandat von der Zentrale erhalten und unter deren Schirmherrschaft die Versicherungsprodukte der ITAS vertreiben, Kundenstöcke aufbauen und betreuen. „Unsere Versicherungsagentur ist damit keine Filiale von Trient, sondern
korrekte Erfassung der Bedürfnisse des Kunden, die Auswahl passender Versicherungsprodukte und die Zusammenstellung eines bedarfsgerechten Versicherungspaketes erlauben einen optimalen Versicherungsschutz“. Um dies sicherzustellen, nehmen sich die Versicherungsexperten der ITAS-Agentur viel Zeit für das Beratungsgespräch und fahren dazu meist zum Kunden, da in dessen vertrauter Umgebung das Gespräch oft entspannter und konstruktiver verläuft. Zudem ist
cherungsanbieter in den Versicherungsmarkt und bieten zumeist Standardversicherungen an, „die nicht zu jedem passen“, so Palese. Eine wesentliche Aufgabe eines seriösen Versicherers sieht er deshalb darin, vor Vertragsabschluss umfassend darüber zu informieren, was versichert wird, was nicht und welche Ausschlusskriterien gelten. Die entsprechenden Unterlagen sollten dazu in der Sprache des Kunden überreicht werden. Da Versicherungsprodukte im Zeitablauf veralten und auch die
„Der beste Versicherungsschutz kann nur durch individuell abgestimmte Lösungen erreicht werden – das kann nur ein professioneller Versicherungsexperte bieten“_ Peter Palese, ITAS-Agentur Brixen ein eigenständiges Unternehmen mit Sitz in Brixen und einer Niederlassung in Vintl“, präzisiert Palese. Die Wurzeln der Brixner Agentur reichen Jahrzehnte zurück: In den 1950er Jahren von Seniorchef Alois Rottensteiner aufgebaut und später von den Söhnen Peter und Hansjörg Rottensteiner fortgeführt, stieg Peter Palese im Jahr 1999 in die Agentur ein. Im Jahr 2014 erfolgte schließlich die endgültige Übergabe: Peter Palese und der langjährige Mitarbeiter Franz Senn haben das Unternehmen übernommen.
Optimaler Versicherungsschutz. „Versicherungen sind eine komplexe Materie und für den Großteil der Versicherungsnehmer oft schwer überschaubar“, erklärt Peter Palese. „Ein optimaler Versicherungsschutz lässt sich nur mit einem individuell abgestimmten Versicherungspaket erreichen, das auf die Bedürfnisse und Lebenssituation des Versicherungsnehmers zugeschnitten ist.“ Dazu bedarf es eines fachkundigen Versicherungsexperten, „denn nur eine
ein Lokalaugenschein beispielsweise für eine Brandschutzversicherung zur Identifikation potenzieller Gefahrenquellen sinnvoll. „Unsere Kunden schätzen diese persönliche Betreuung und auch die Nähe unserer beiden Büros in Brixen und Vintl. Dadurch werden Erledigungen in Versicherungsangelegenheiten enorm erleichtert, insbesondere bei Schadensfällen, deren Abwicklung von der Schadensmeldung bis zur Auszahlung direkt in unserer Agentur erfolgt.“ Und gerade aufgrund dieser persönlichen und räumlichen Nähe kann sich die ITAS-Agentur auch in Zeiten zahlreicher Billiganbieter im Internet erfolgreich behaupten, ist Peter Palese überzeugt. So ist es weniger der Konkurrenzdruck im Internet, der ihm Sorgen bereitet, als vielmehr die möglichen Folgen solcher Billigversicherungen für Versicherungsnehmer, da diese zumeist einen geringeren Schutz bieten, was in manchen Schadensfällen verheerend für Versicherungsnehmer sein kann. Daneben drängen vermehrt branchenfremde Versi-
Bedürfnisse des Versicherungsnehmers sich ändern können, sollte stets auch eine Kunden- und Vertragsverwaltung gewährleistet werden. „Hierzu prüfen wir laufend bestehende Versicherungen und raten Kunden mit Versicherungsverträgen, die älter als fünf Jahre sind, zu einer Überprüfung ihrer Versicherungssituation.“
Versiertes Team. Mit einem fach-
lich kompetenten und gut eingespielten elfköpfigen Team gelingt es der ITAS-Agentur, von der Beratung bis hin zur Schadensabwick-
Steckbrief ITAS Agentur Brixen Burgfriedengasse 1 39042 Brixen Tel. 0472 836158 age065@gruppoitas.it Büro Vintl Josef-Anton-Zoller-Straße 12 39030 Vintl Tel. 0472 869618 age065@gruppoitas.it
Die Versicherungsexperten der ITAS Agentur Brixen, von oben nach unten, v.l.n.r.: die beiden Partner Peter Palese und Franz Senn, sowie Wolfgang Achammer, Hansjörg Rottensteiner, Herbert Achammer und Ivan Zanarotto
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lung ein kompetenter Ansprechpartner in allen Versicherungsfragen zu sein. „Fachkenntnisse sind in der Versicherungsbranche das Um und Auf“, so Peter Palese, „aus diesem Grund legen wir größten Wert auf eine kontinuierliche und hochkarätige Weiterbildung des gesamten Teams, die über die in der Versicherungsbranche gesetzlich vorgeschriebenen 30 Stunden je Mitarbeiter und Jahr hinausreicht.“ Neben den beiden Gesellschaftern Peter Palese und Franz Senn sind die früheren Gesellschafter Peter und Hansjörg Rottensteiner noch zeitweilig in der Agentur tätig und betreuen weiterhin ihre Kunden. Franz Senn, langjähriger Versicherungsfachmann und Mitgesellschafter, ist hauptsächlich für den Vertrieb im unteren Eisacktal einschließlich der angrenzenden Seitentäler zuständig, während Peter Palese sich vor allem auf die Führung der Agentur und Interaktion mit der Zentrale konzentriert. Dazu weilt er regelmäßig in Trient, um sich über Neuheiten und Produkte auf dem Laufenden zu halten. Er ist außerdem Mitglied der Produktentwicklungsgruppe der ITAS-Versicherungsgesellschaft, deren Aufgabe es ist, den Versicherungsmarkt periodisch zu analysieren und neue Versicherungsprodukte zu entwickeln; „das ist eine sehr spannende Aufgabe, bei der ich mir detaillierte Produktkenntnisse aneigne, die auch unserer Agentur zugutekommen.“ Der Nalser mit Boz-
Ein routiniertes Team meistert den Backoffice- und Servicebereich, v.l.n.r.: Jessica Daporta, Monika Sattler und Agnes Fischnaller
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ner Wurzeln kann auf langjährige ITAS-Agenturerfahrung zurückblicken, zunächst in Bozen, später in Sarnthein. Als sich Ende der 90er Jahre die Möglichkeit des Einstiegs in die Brixner Agentur mit späterer Übernahme ergab, entschied er sich zu diesem Schritt. Mittlerweile hat er seinen Lebensmittelpunkt mit seiner kleinen Familie nach Brixen verlegt. Der Vertrieb wird durch die weiteren Versicherungsexperten Ivan Zanarotto sowie Herbert und Wolfgang Achammer verstärkt. Ivan Zanarotto ist seit 2012 in der Brixner Agentur tätig; er bringt langjährige Bankenerfahrung mit und hat sich auf die Altersvorsorgeprodukte, Pensionsfonds und Lebensversicherungen von ITAS spezialisiert. Herbert Achammer ist seit 2005 in der Agentur tätig; zuvor war er Filialleiter einer Brixner Bank und führt heute die Niederlassung in Vintl. Seit
kurzem mit dabei ist auch sein Sohn Wolfgang Achammer. Backoffice- und Servicebereich werden von vier Mitarbeiterinnen gemeistert: Monika Sattler kümmert sich um die gesamte Schadensabwicklung, Agnes Fischnaller, die bereits seit über 30 Jahren in der Agentur tätig ist, erledigt die Buchhaltung. Derzeit in Mutterschaft ist Sonja Gruber, die zuletzt alle Kundendaten in der neuen Kundenverwaltungssoftware aktualisiert hatte. Jüngstes Mitglied ist Jessica Daporta, die für den Kundenempfang zuständig ist und außerdem die Ausarbeitung der Versicherungsverträge erledigt.
Lokal verwurzelt und engagiert. Die ITAS-Agentur mit Sitz in Brixen ist ein hundertprozentig ansässiges Unternehmen und trägt so zur regionalen Wirtschaftsleistung bei. Darüber hinaus engagiert sich die Agentur auch im
sozialen Bereich, sei es mit Sponsorings im Sport-, Freizeit- und Kulturbereich, der Organisation von kostenlosen Informationsinitiativen wie zum Beispiel den Sicherheitstagen in der Acquarena oder den sicherheitsbezogenen Informationstagungen für Unternehmen. Mit solchen lokalen Beiträgen flankiert die Brixner Versicherungsagentur das große soziale Engagement der ITAS Landesversicherungsanstalt TrentinoSüdtirol, die unter anderem akademische Bildungsinitiativen sowie herausragende Maßnahmen der Jugendarbeit unterstützt, Kultur- und Sportveranstaltungen fördert, zur Wahrung der bäuerlichen Kultur gelungene energetische Sanierungen von Bauernhöfen mit einem Innovationspreis honoriert sowie jedes Jahr einen erheblichen Beitrag der regionalen Feuerwehrkasse stiftet. 55
Wirtschaft & Umwelt
BETRIEBSPORTRAIT
Sicher im Netz unterwegs Die Nutzung von Informationstechnologien und Internet bringt viele Vorteile, aber auch Risiken. Angesichts ständig neuer Entwicklungen sehen sich Privatanwender und Unternehmen oftmals nicht mehr in der Lage, sich auf dem neuesten Stand zu halten, und entscheiden sich deshalb für eine IT-Betreuung durch externe Spezialisten wie die Konzept GmbH.
N
eue Informations- und Kommunikationstechnologien und schnelles Internet bringen im täglichen Leben Komfortgewinn, neue Kommunikationsmöglichkeiten sowie einen unmittelbaren Zugang zu Informationen. Für Unternehmen eröffnen sich zudem neue Geschäftsmodelle, neue Wege der Zusammenarbeit sowie die Rationalisierung von Unternehmensabläufen. Hoch im Trend ist derzeit die Verbreitung und Nutzung von mobilen Endgeräten wie Laptops, Tablets und Smartphones. Werden diese in Firmennetzwerke eingebunden, kann auch von Zuhause aus, im Außendienst und von unterwegs jederzeit ins Netzwerk zugegriffen werden. Dies erlaubt Unternehmen erheblich mehr Flexibilität und kürzere Reaktionszeiten. Vielerorts ist es deshalb mittlerweile
üblich, dass auch mobile Endgeräte von Mitarbeitern Zugang zum Firmennetzwerk erhalten und im Unternehmensumfeld eingesetzt werden. Diese Form der Integration, auch als „Bring your own device“ (BYOD) bezeichnet, erlaubt Unternehmen und Organisationen mehr Flexibilität und Effizienz, ohne erst in die Anschaffung mobiler Endgeräte investieren zu müssen. Jedoch kann eine solche BYOD-Integration auch ein erhöhtes Sicherheitsrisiko bedeuten, da unternehmensinterne Daten auf nicht oder nur teilweise kontrollierten Fremdgeräten verarbeitet werden, sich die privaten Geräte innerhalb des Unternehmensnetzwerkes bewegen, dieses stören oder auch unwissentlich vom Nutzer ausspionieren könnten. Hier bedarf es geeigneter Sicherheitsvorkehrungen, um solche Risiken einzudämmen. Das IT-
Unternehmen Konzept GmbH bietet für BYOD-Netzwerkrealitäten entsprechende Sicherheitskonzepte, die sicherstellen, dass Fremdgeräte möglichst isoliert und im Unternehmensumfeld integriert sicher betrieben werden können. Um die Möglichkeiten der Vernetzung optimal auszuschöpfen, bedarf es eines ständigen Internetzugangs. Ein solcher macht Rechner und Netzwerke jedoch auch anfällig für Virenattacken und Hackerangriffe von außen, weshalb geeignete Sicherheitsmaßnahmen zu setzen sind, die mindestens den Einsatz einer Firewall und ein gutes und aktuell gehaltenes Virenschutzprogramm umfassen sollten. Denn das Risiko eines unzureichenden Schutzes ist enorm, die Folgen im Schadensfall können verheerend sein und von Datenverlusten bis hin zu kompletten Systemausfällen reichen.
IT-Outsourcing erhöht Wettbewerbsfähigkeit. Immer mehr
Die Konzept GmbH bietet Privatanwendern und Unternehmen professionelle Betreuung in allen IT-Belangen
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Unternehmen steht eine schnelle Breitbandverbindung ins Internet zur Verfügung. Schnelles Internet ermöglicht Unternehmen mitunter auch eine effiziente und effektive Auslagerung von einzelnen ITDiensten bis hin zur gesamten IT-Betreuung. Durch das Outsourcing von IT-Diensten wie der Datenspeicherung und -sicherung in entfernte Rechenzentren oder in eine so genannte Cloud bis hin zur Ausführung von Programmen über das Internet ersparen sich Unternehmen hohe Investitionen in Hardware und Software. Kleinere Betriebe erhalten auf diese Weise außerdem die Möglichkeit, Anwendungsprogramme zu verwenden, die sich früher nur größere Betriebe leisten konnten. Nimmt ein Unternehmen eine Auslagerung der gesamten IT-
Betreuung in Anspruch, kann es dadurch zeit- und kostenintensive Ressourcen freisetzen und damit seine Wettbewerbsfähigkeit erheblich erhöhen. Gerade für Klein- und Mittelbetriebe bringt ein solches IT-Outsourcing großen Mehrwert, da sie ihre begrenzten Ressourcen ganz auf
Steckbrief Firmenname:
Konzept GmbH Firmen-Standorte:
Brixen, Karel-Havlicek-Straße 7/A Sterzing, Am Moosfeld 4 Innsbruck, Andechsstraße 44 Wien, Eisgrubengasse 2-6 Kontakt:
www.konzept.it support@konzept.it +39 0472 801770 Geschäftsfelder:
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Firmengründung im Jahr 2001 Seit 2006 „Microsoft Gold Partner“ 2009 Eröffnung der Filiale in Innsbruck 2010 Eröffnung der Filiale in Brixen 2011 Erweiterung der Filiale in Sterzing 2012 Eröffnung der Filiale in Wien Geschäftsführer:
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ihre Kernaktivitäten konzentrieren können. IT-Outsourcing stellt dabei sicher, dass ein störungsfreier Netzwerkbetrieb rund um die Uhr gewährleistet ist, Hardware und Software stets auf dem aktuellen Stand sind und ein bestmöglicher Schutz von Daten und Netzwerk gewahrt bleibt.
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partner in allen IT-Belangen für Firmen und Private ist das Unternehmen Konzept GmbH mit Sitz in Sterzing und weiteren Standorten in Brixen, Innsbruck und Wien. Seit über 15 Jahren ist das Unternehmen mittlerweile im IT-Bereich tätig und betreut heute eine Vielzahl an langjährigen Firmenkunden in Südtirol und Österreich. Das Leistungsspektrum reicht von Beratung und Verkauf, Planung und Realisierung von Netzwerken, Serveranlagen und Speicherlösungen, Erstellung und Umsetzung von Sicherheitskonzepten, IT-Outsourcing, Standortvernetzung, Integration von IP-Telefonanlagen, E-Mail-Services und Hosting bis hin zur Servicebetreuung mit 24/365-Erreichbarkeit.
Bei seinen Leistungen orientiert sich der IT-Spezialist ganz an den Bedürfnissen der Kunden und strebt passgenaue Lösungen an, die hohe Funktionalität gewährleisten und die Kunden in ihrem Betriebsalltag bestmöglich unterstützen. Dies stellt Konzept GmbH sicher, indem jeder IT-Lösung eine umfassende Situations- und Bedarfsanalyse vorausgeht. Um hohe Professionalität in allen ITBelangen zu gewährleisten, investiert das Unternehmen laufend in die Weiterbildung seines hochqualifizierten Teams und arbeitet seit jeher eng mit weltweiten Technologieführern aus dem Hardund Softwarebereich zusammen. Daher verwundert es auch nicht weiter, dass die Konzept GmbH zu einem der ersten zertifizierten Microsoft-Gold-Partner sowie zu einem der wenigen Fujitsu-SelectPartner in Südtirol zählt. Die Konzept GmbH steht an ihren vier Standorten auch Privatanwendern zur Verfügung und bietet diesen zu Geschäftszeiten kompetente Beratung in sämtlichen IT-Belangen, Verkauf von Hardware und Software, Installation und Wartung sowie IT-Reparaturleistungen jeglicher Art.
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Herr Rainer, welche Sicherheitsthemen sind derzeit brisant?
MICHAEL RAINER: Neben der rapide steigenden Zahl von Virenattacken kommt es zurzeit auch vermehrt zu Hackerangriffen auf Websites, insbesondere jener, die mit den weit verbreiteten Opensource-Web-Content-ManagementSystemen Wordpress, Joomla oder Typo3 erstellt sind. Wir haben unverzüglich reagiert und bieten Betreibern von Websites nun ein erweitertes Hosting mit zusätzlichen Sicherheitsvorkehrungen, die solche Angriffe erheblich erschweren. Welche weiteren Sicherheitsvorkehrungen sind Ihnen derzeit ein großes Anliegen? Obwohl Microsoft den Support für den Windows-Server 2003 im Juli vergangenen Jahres eingestellt hat, ist dieses Betriebssystem mancherorts immer noch im Einsatz. Viele sind sich des erhöhten Sicherheitsrisikos, dem ihr Netzwerk seither ausgesetzt ist, oft gar nicht bewusst. Da es für diesen Servertyp
Was gibt es sonst noch Neues für Unternehmen und Privatanwender? Nach Einführung des Betriebssystems Windows 10 im Sommer letzten Jahres und erfolgten ersten Verbesserungen können wir nun den Umstieg sowohl für Privatanwender als auch für Unternehmen empfehlen. Dazu muss keine Lizenz erworben werden. Alle Besitzer einer rechtmäßig erstandenen Version von Windows 7 oder 8 sind zum kostenlosen Upgrade berechtigt. Im Vergleich zu seinen Vorgängerversionen überzeugt Windows 10 insbesondere durch das zurückgekehrte und um viele Funktionen angereicherte Startmenü, bessere Grafikleistung, verbesserte Unterstützung von Tablets und vieles mehr. Vor dem Umstieg empfehlen wir, eingesetzte Anwendungssoftware und Gerätetreiber auf ihre Kompatibilität zu überprüfen und bei Bedarf ein Update durchzuführen. Gerne unterstützen wir Privatanwender und Firmen beim Wechsel. Noch ein Tipp insbesondere für Privatanwender mit etwas älterer Hardware: Viele Geräte lassen sich für wenig Geld mit einer SSD-Festplatte aufrüsten. Diese bringt einen deutlichen Geschwindigkeitsschub und ist insbesondere im Einsatz mit dem neuen Betriebssystem Windows 10 zu empfehlen. 57
Foto: Oskar Zingerle
Wirtschaft & Umwelt
SÜDTIROL
Ab in den Bus! z Knapp 52 Millionen Fahrgäste haben 2014 in Südtirol ein öffentliches Verkehrsmittel benutzt und dabei ihre Fahrkarte – Einzelfahrschein, Wertkarte, SüdtirolPass oder eines der Freizeittickets – entwertet. Der größte Fahrgastbrocken entfiel dabei auf Stadt- und Überlandbusse (79 Prozent), 19 Prozent nutzen den Zug und 2 Prozent eine der im Verbundsystem integrierten Seilbahnen. Spitzenreiter in Sachen Busfahrgäste waren 2014 die Stadtlinien von Bozen, stark
frequentiert war ebenfalls die Linie von Bruneck ins Ahrntal mit dessen Seitentälern. Die meisten Zugfahrgäste, durchschnittlich 5.618 Personen, entwerteten ihr Ticket am Bozner Bahnhof, gefolgt von Meran und Brixen. Über 81 Prozent
der gesamten Fahrten wurden über einen SüdtirolPass entwertet, 9 Prozent über ein Freizeitticket und 7 Prozent über Einzelfahrscheine. Wertkarten kamen nur noch bei 3 Prozent der Fahrten zum Einsatz. vk
W&U Wirtschaft & Umwelt
BRIXEN
Für ihre Treue geehrt
z Er ist der Inbegriff eines überaus professionellen, dabei stets diskreten, freundlichen und zuvorkommenden Oberkellners: Albert Überegger arbeitet seit nunmehr 30 Jahren beim Finsterwirt, und so war es der Wirtsfamilie kürzlich ein Anliegen, dieses Jubilä-
kurz
notiert
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um zu feiern und ihm für seine Diensttreue zu danken. „Es ist vor allem in der Gastronomie und Hotellerie keine Selbstverständlichkeit, Mitarbeiter haben zu dürfen, die einem lange Jahre die Treue halten“, sagt Maria Mayr, „wir wissen genau, dass für
Auf „fair“ und „bio“ wird bei Lebensmitteln bereits geachtet, bei Kleidung allerdings noch nicht. Deshalb haben die oew, youngCaritas und die Südtiroler Weltläden einen Videowettbewerb ausgeschrieben. In den Filmen sollen die Problematiken der Kleiderproduktion sichtbar werden. www. fairtrend.org.
einen großen Teil des Erfolges unserer Betriebe diese Mitarbeiter verantwortlich sind.“ Im Grunde, so Mayr, stellen gerade die Mitarbeiter im Bereich Tourismus auch immer eine freundliche Visitenkarte für die Stadt dar, denn sie sind es, mit denen die Gäste der Stadt erstmals in direkten Kontakt treten. Neben Albert Überegger wurden auch Lugluetta Nazari für 20 Jahre sowie Mirko Scapin, Marika Assner, Margareth Mair am Tinkhof und Manfred Marmsoler für jeweils 15 Jahre engagierte Zusammenarbeit geehrt. „Was uns besonders freut“, sagt Hermann
Mayr, „ist die Leidenschaft, die diese Mitarbeiter nach all den Jahren nach wie vor für ihren Beruf ausstrahlen – und diese Leidenschaft spüren unsere Gäste im Hotel und im Restaurant.“ Die Arbeit in der Gastronomie und in der Hotellerie schließe Wochenenden und abendliche Arbeitszeiten ein, was viele junge Berufseinsteiger leider von einem Eintritt in diese Bereiche abhält. Aber: „Die positiven Aspekte überwiegen, und unsere langjährigen Mitarbeiter sind positive Botschafter für diese Berufe“, sagt Junior-Chef Christoph Mayr. wv
Nach 15 Jahren will die lvh-Bezirksgruppe Brixen an die Erfolge der Handwerksschau anknüpfen und vom 21. bis 23. Oktober eine Wirtschaftsschau im Melix-Areal in Vahrn austragen. Das Organisationskomitee arbeitet bereits auf Hochtouren.
Das Skigebiet GitschbergJochtal ist laut dem Internetportal Snow-Online ein echter Geheimtipp: In der Rangliste der besten Skigebiete in Südtirol sicherte es sich mit 4,47 von 5 Punkten Rang fünf. Das Skigebiet Gröden schaffte es auf den ersten, der Kronplatz auf den zweiten Platz.
Foto: Oskar Zingerle
STADTGEHEIMNISSE Foto: Oskar Zingerle
Woher hat die Schlipfgasse in Stufels ihren Namen?
BRIXEN
Baum fällt!
Die Schlipfgasse, auch als „Schlipf“ bezeichnet, ist eine enge, steile Gasse, die von der Stufler Gasse zur Elvaser Straße in Richtung Kranebitt führt. Der Name stammt nun nicht vom Wort „schlüpfen“ ab, wie man vermuten könnte, sondern geht zurück auf das mittelhochdeutsche „diu slipfe“ – also „abgeschliffene, rutschige Stelle“. Der Bereich der Schlipfgasse war bereits in der Römerzeit befahren; bis 1645 führte der Weg von Brixen ins Pustertal durch die Schlipfgasse, erst dann wurde die Straße über Zinggen nach Neustift erbaut. In der Schlipfgasse befand sich auch das Schlipf-Tor: Als am 25. Mai 1907 in Stufels ein Brand ausbrach, war das Tor zwar nicht niedergebrannt, doch der Torbogen lag mitten in der Feuerstätte und wurde in der Folge abgetragen. In der Nähe dieses Tores wurde ebenso ein Zoll für all jene Fuhrwerke erhoben, die die Schlipf passierten. In der Schlipfgasse befindet sich außerdem eines der 277 in Brixen unter Denkmalschutz stehenden Gebäude: Das 2015 in diese Liste aufgenommene Stadthaus mit Hausnummer 2 hat einen mittelalterlichen Kernbestand. Anregungen: redaktion@brixner.info
info@delmonego.it - Tel 338 1271750
z An der Goethestraße wurden kürzlich einige Bäume gefällt. Auf Anfrage informierte Stadträtin Paula Bacher Marcenich, dass die Stadtgärtner die Bäume aus Sicherheitsgründen fällen mussten: „Der gesamte Baumbestand der Stadt ist in einem so genannten Baumkataster erfasst, und jedes Exemplar wird regelmäßig daraufhin beurteilt, ob es eine mögliche Gefährdung
darstellt. Aufgrund des Zustandes der betroffenen Bäume in der Goethestraße mussten diese gefällt werden“, so die Stadträtin. Wie es bereits in Vergangenheit üblich war, werden die gefällten Bäume durch junge ersetzt. Sofern keine technischen Gründe dagegen sprechen, pflanzen die Stadtgärtner die neuen Bäume an derselben Stelle, ansonsten an einem anderen Ort. oz
Starthilfe Neue Unternehmen in und um Brixen
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Nach Psychologiestudium und Weiterbildung in Verhaltenstherapie ist Claudia Trebes-Schaller als Psychotherapeutin tätig. Sie unterstützt Menschen mit psychischen Problemen, neue Einstellungen und Verhaltensweisen zu entwickeln und bietet Verhaltenstherapie bei
psychischen Erkrankungen und Krisen an.
Veröffentlichung von Neustarts auf Anfrage: starthilfe@brixner.info
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Foto: O skar Zi ngerle
Wirtschaft & Umwelt
Die Pra Margit xisgemeinsch Mantin ger, Ru aft: Maria Ma th Volgg g er, And dalena Kraneb reas Se eber, Juitter Zingerle, dith Fa lk Kofle r
Für die Gesundheit
EVENT
Die neue Gemeinschaftspraxis „Sanus Pro“ eröffnete am 13. Februar in der Mühlbacher Katharina-Lanz-Straße. Die angebotenen Dienstleistungen reichen von der Hebamme über die Kinderärztin, einer Logopädin, einem Craniosacral-Therapeuten und Ostheopaten bis hin zur Psychologin und Psychotherapeutin.
Eine ansehnliche Menschentraube an Gratulanten, Freunden, Verwandten und Passanten hatten sich am Samstag, 13. Februar, nachmittags im Mühlbacher Ortskern versammelt. Die Einweihung der Gemeinschaftspraxis „Sanus Pro“ wurde in Form eines kleinen Straßenfestes zelebriert. Die Praxis befindet sich im so genannten Sattlerhaus in KatharinaLanz-Straße 55. Das Parterrelokal diente dem Malerbetrieb Kofler viele Jahre als Werkstätte und wurde in den letzten Monaten mustergültig saniert, nachdem der Malerbetrieb bereits vor einigen Jahren in seinen neuen Betriebssitz umgesiedelt war. In den heimeligen Gewölberäumen praktizieren nun Fachleute aus unterschiedlichen Gesundheitsbereichen: Das ist zum einen die Hebamme Judith Falk Kofler, die werdende Mütter vor, während und nach der Schwangerschaft
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Ruth Volgger, Andreas Kofler, Andreas Seeber
betreuen wird. Im gegenüberliegenden Raum hat die seit vielen Jahren in Mühlbach praktizierende Kinderärztin Margit Mantinger eine neue Bleibe gefunden. Den urig-erdigen Hinterraum teilen sich für abwechselnde Nutzung die Logopädin Ruth Volgger, die Psychologin und Psychotherapeutin Maria Magdalena Kranebitter Zingerle und Andreas Seeber, der im Bereich Ostheopathie und Craniosacraltherapie tätig ist. Pfarrer Hugo Senoner erbat mit den anwesenden Gästen den Se-
Bürgermeister Christoph Prugger, Pfarrer Hugo Senoner
gen von oben für die neuen Räumlichkeiten herab. Bürgermeister Christoph Prugger lobte Judith und Andreas Kofler für die wertvolle Initiative, von der Ort als
Kinderschminken mit Stefanie Steger
Handels- und Dienstleistungsstandort profitiere und wünschte allen Beteiligten viel Erfolg für ihre Tätigkeit.
NACHGEFRAGT
„Inbetriebnahme Ende 2018“ GUSTAVO MISCHI, Abteilungsdirektor des Amtes für Tiefbau und zuständig für die Realisierung des Mittelanschlusses der Westumfahrung, zum aktuellen Stand und zu den Hürden, die bis zum Baubeginn noch zu überwinden sind. Herr Mischi, Brixen wartet auf den Mittelanschluss ... Wir sind auf einem guten Weg, aber die Prozeduren zur Übergabe der Grundstücke der Reatto-Kaserne und der Verdone-Kaserne sind leider sehr langwierig. Für den Bau des Mittelanschlusses braucht es eine vorzeitige Übergabe eines Teils der Flächen der Reatto-Kaserne als endgültige Besetzung, ein zweiter Teil muss für die Baustelle provisorisch besetzt werden. Außerdem brauchen wir für die Materialablagerung die Genehmigung zur provisorischen Besetzung eines Teils des Areals der Verdone-Kaserne.
Der Landeshauptmann Arno Kompatscher hat diese Genehmigungen beim Verteidigungsministerium in Rom beantragt; vor kurzem kam der positive Bescheid. Jetzt können wir endlich mit der in Bozen angesiedelten Agentur für die Staatsdomäne verhandeln, welche Maßnahmen notwendig sind, um diese vorzeitige Übergabe zu vollstrecken. Gilt dies auch für die Umfahrung von Vahrn? Hier ist es leider noch komplizierter, weil das notwendige Areal des kaserneneigenen Fußballplatzes nicht im allgemeinen Abtretungsabkommen der Militärkasernen
ans Land enthalten war, weshalb wir es im September erst dort einfügen ließen. Danach startete dieselbe Prozedur wie für den Mittelanschluss, uns fehlt aber noch der positive Bescheid des Verteidigungsministeriums. Kann man nun einen konkreten Zeitplan nennen? Es ist davon auszugehen, dass wir im Laufe des Jahres 2016 die Arbeiten für den Mittelanschluss ausschreiben können. Die Bauzeit beträgt etwa zwei Jahre, weshalb man von einer Inbetriebnahme Ende 2018 rechnen kann. willy.vontavon@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info
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Etwas ungewohnt, aber besonders innovativ ist die neue PROGRESS Klimadecke®, die warme oder kalte Luft je nach Jahreszeit von oben statt von unten in den Wohnraum bringt. Ganz nach dem Motto „Alles Gute kommt von oben“ wirbelt diese neuartige Heizungstechnik keinen Staub auf und hilft dabei, Heizkosten zu reduzieren – auf intelligente und angenehme Art und Weise.
Mit der PROGRESS Klimadecke® kann man heizen und kühlen mit nur einem System: Dazu werden in die vorgefertigten Deckenelemente oberflächennahe Heizund Kühlrohre integriert. In den Rohren zirkuliert Wasser, das je nach Raumtemperatur Wärme aus dem Wohnraum in die Decke aufnimmt und somit kühlt oder Wärme aus der Decke an den Raum abgibt und dadurch heizt. Durch ihre Massivität haben Fertigteile aus Beton eine sehr hohe Speicherfähigkeit und bieten die idealen Voraussetzungen, um ein angenehmes Raumklima sicherzustellen.
Extra
Bauen & Renovieren
Innovative Klimadecke
PROGRESS
Die PROGRESS Klimadecke® besteht aus vorgefertigten Deckenelemente mit integrierten Heiz- und Kühlrohren, in denen Wasser zirkuliert, das Wärme aus den Räumen in die Decke aufnimmt oder aus der Decke an die Räume abgibt
Die Raumtemperatur. Die
„Wohlfühl-Temperatur“ ist eine im ganzen Raum gleichmäßig verteilte und behagliche Wärme, die keine kühlen Flächen, keine überhitzten Heizkörper, keinen trocken-staubigen Heizluftstrom und keine kalten Ecken zulässt. Dies schafft die PROGRESS Klimadecke®, die nach dem Prinzip der Wärmestrahlung funktioniert: Die gesamte Decke wird fast unmerklich temperiert und erwärmt sanft den ganzen Raum. Die Wärme verteilt sich dabei gleichmäßig, ohne die Luft umzuwälzen. Im Sommer wird die Decke gekühlt und überschüssige Wärme wird abtransportiert – ohne kalte, trockene Zugluft und ohne brummende Ventilatoren.
die Luft im Raum beständig um und verursachen somit Luft von schlechter Qualität: Der Luftstrom nimmt den Hausstaub mit nach oben und trägt diese unappetitliche Mischung unerreichbar für jeden Staubsauger durch den Raum. Staubig-trockene Heizungsluft fördert Erkältungskrankheiten und beeinträchtigt Vitalität und Wohlbefinden – nicht nur für Allergiker ist dies ein ernsthaftes gesundheitliches Problem. Die PROGRESS Klimadecke® erwärmt den Wohnraum hingegen sanft von oben; die Raumluft wird nicht umgewälzt. Der Hausstaub sinkt zu Boden und kann dort trocken oder nass aufgenommen werden – und die Luft ist genauso wie sie sein soll: sauber und frisch.
Atmen ist Leben. Heizkörper
Vorteile auf einen Blick. Durch
und Fußbodenheizungen wälzen
PROGRESS AG Julius-Durst-Straße 100 39042 Brixen Tel.: 0472 823111 info@progress.cc www.progress.cc 62
die PROGRESS Klimadecke® sind jeder Raum und alle einzelnen Zonen separat regelbar. Das bringt eine Heizkostenersparnis mit sich, denn die Wohlfühl-Raumtemperatur ist um rund drei Grad niedriger als angenommen. Zudem benötigt dieses Heizsystem niedrige Vorlauftemperaturen, da in der Decke hundert Prozent aktive Fläche zur Verfügung stehen – schließlich behindert kein Möbelstück oder Bodenbelag den
Weg für die warme Luft. Besonders geeignet ist die PROGRESS Klimadecke® für regenerative Energiegewinnung, wie Wärmepumpen und Solarthermie, da nur eine niedrige Vorlauftemperatur notwendig ist. Der Wohnraum wird behaglich erwärmt und bringt
ein angenehmes Wärmeempfinden durch gleichmäßige Erwärmung aller Gegenstände über die Wärmestrahlung mit sich. Durch die geringe Thermik wird kein Staub aufgewirbelt; die PROGRESS Klimadecke® ist somit die ideale Lösung für Allergiker.
Die PROGRESS Klimadecke® wärmt sanft den ganzen Raum von oben, indem die gesamte Decke unmerklich temperiert wird
Intelligentes Wohnen
ELEKTRO PLAICKNER
Eine vernetzte Haustechnik schafft ideale Voraussetzungen für Energieeffizienz, Sicherheit und Wohnkomfort.
In der Haustechnik geht die Entwicklung hin zu energieeffizienten, vernetzten Lösungen. „Die Vernetzung von Beleuchtung, Heizung, Lüftung und Beschattung reduziert den Energieverbrauch und bringt ein hohes Maß an Wohnkomfort“, weiß Martin Plaickner von Elektro Plaickner. „Voraussetzung für eine intelligente Haustechnik bildet ein zentrales KNX-System, über das die Funktionen der vernetzten Geräte aufeinander abgestimmt werden.“ Die Bedienung erfolgt bequem über Touchpanels an der Wand oder mobil über ein Smartphone.
LED setzt neue Maßstäbe. Im
Bereich der Beleuchtung haben Leuchtdioden (LEDs) die Licht-
sorgen dafür, dass man sich zu jeder Zeit in den eigenen vier Wänden wohlfühlt und bei Abwesenheit weiß, dass zuhause alles in Ordnung ist. „Für einen nachträglichen Einbau eignen sich vor allem Funkanlagen“, so Martin Plaickner, „diese können ohne größere Eingriffe einfach installiert werden. Investitionen in Sicherheitstechnik werden zurzeit mit einer Steuerbegünstigung von 50 Prozent gefördert.“ technik revolutioniert. „LEDs überzeugen durch extrem geringen Energieverbrauch, angenehmes Licht und sehr lange Lebensdauer“, erklärt Martin Plaickner. Mit Hilfe der LED-Technologie eröffnen sich neue Möglichkeiten im Lichtdesign, der Lichtgestaltung
E
L
sind im Innen- und Außenbereich kaum Grenzen gesetzt.
Sicherheit schafft Geborgenheit. Zu einem hohen Maß an Wohnkomfort trägt auch moderne Sicherheitstechnik bei. Alarmund Videoüberwachungsanlagen
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Maßgeschneiderte Lösungen. Von der Lichtplanung und -installation über Gebäudeautomation bis hin zur Erstellung von Niedrigenergiekonzepten realisiert Elektro Plaickner maßgeschneiderte Lösungen für eine intelligente Haustechnik.
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PLAICKNER
Elektro Plaickner Brixen Julius-Durst-Straße 66 Tel. 0472 06 83 11 info@elektro-plaickner.it www.elektro-plaickner.it
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OBEREGGER GMBH
Bauen & Renovieren
Schlüsselfertige Qualität
Extra
In unmittelbarer Nähe des Vahrner Dorfzentrums nimmt derzeit die Wohnsiedlung „Dorfwiesen III“ konkrete Formen an: Familienfreundlich und in bester Bauqualität präsentieren sich die Wohnanlagen, die von der Oberegger-Gruppe schlüsselfertig realisiert werden.
Die Wohnsiedlung „Dorfwiesen III“ in Vahrn präsentiert sich als ideale Wohnzone für Familien
Lichtdurchflutete Wohnräume, gut durchdachte Raumaufteilung sowie großzügige Terrassen kennzeichnen die Wohnungen in den neuen Wohnanlagen der Wohnsiedlung „Dorfwiesen III“, einem aktuellen Großprojekt der Oberegger GmbH. Dank jahrzehntelanger Erfahrung und in
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langjähriger Zusammenarbeit mit einheimischen Eisacktaler Handwerksbetrieben gewährleistet das Bauunternehmen Oberegger beste „KlimaHaus A“-Bauqualität in schlüsselfertiger Ausführung.
Vier Wohnanlagen zum Ansiedeln. Die Wohnsiedlung „Dorfwie-
sen III“ umfasst vier Hauptgebäude, und zwar die Wohnanlagen „Hanna“, „Emma“, „Lena“ und „Paul“. In diesen befinden sich auf den verschiedenen Stockwerken mehrere 2- bis 4-Zimmer-Wohnungen, jeweils mit Terrasse oder Garten. Schöne Außenanlagen ohne Durchzugsverkehr laden zum
Aufenthalt im Freien: Gepflasterte Wege führen zu den diversen Hauseingängen und werden von großzügigen Grünflächen sowie modernen Sichtbetonmauern gesäumt. Im Untergeschoss bieten die Wohnanlagen ausreichend Platz für Kellerräume sowie Autostellplätze. Der Verkauf hat bereits begonnen und erfolgt über Oberegger Immobilien, einem Unternehmen der Oberegger-Gruppe. Verkaufsinformationen erteilt Thomas Oberegger unter der Rufnummer 340 2759977 oder per E-Mail an thomas@oberegger.it; weitere Details zum Projekt findet man online unter www.oberegger.it.
Alles neu für Brixner Heimwerker
OBI
OBI Brixen/Vahrn erweitert sein Angebot und präsentiert sich demnächst mit vielen Neuerungen, unter anderem mit einem großen Gartencenter. Einige der Neuheiten verrät Georg Pallua, geschäftsführender Gesellschafter der WEPA GmbH, dem Betreiber der Südtiroler OBI-Heimwerkermärkte, schon jetzt. Jubiläum haben wir zum Anlass genommen, den Brixner Heimwerkermarkt rundum zu erneuern und stark zu vergrößern. Auf welche Neuheiten dürfen sich die Kunden freuen?
Georg Pallua, geschäftsführender Gesellschafter der WEPA GmbH, Betreiber der OBI-Märkte in Südtirol Herr Pallua, was gibt es Neues im Heimwerkermarkt in Brixen/ Vahrn? GEORG PALLUA: Der zweite unserer mittlerweile vier Südtiroler OBIHeimwerkermärkte feiert heuer sein 10-jähriges Bestehen. Dieses
Die größte Neuigkeit ist sicherlich unser neues Gartencenter, mit dem wir nun auch in Brixen kompetent und großflächig alles rund um die Pflanze bieten können. Längst zählt OBI europaweit zum größten Pflanzen-Einzelhändler, weshalb es uns seit längerem ein großes Anliegen war, OBIs riesiges Gartenangebot auch nach Brixen zu bringen. Weiters haben wir den OBI-Markt noch kundenorientierter gestaltet und im Zuge dessen den ersten Stock stark erweitert. Hier präsentieren sich den Kunden nun auf weitflächigem Areal dekorative Wohnsortimente sowie viele praktische Haushalts- und Saisonartikel. Erreicht werden kann
der Marktbereich im ersten Stock bequem durch den neuen Eingang über die interne Treppe, direkt vom Parkhaus aus oder intern über einen geräumigen Aufzug. Was hat Sie zur Umgestaltung bewogen? Wir haben das heurige Firmenjubiläum zum Anlass genommen, unseren Kunden noch mehr rund ums Haus zu bieten und sie noch umfassender zu betreuen. Dazu haben wir auch personell aufgerüstet und neue Mitarbeiter eingestellt; außerdem investieren wir laufend in die Weiterbildung unseres Teams. Auch wird der Heimwerkermarkt vom neuen Marktleiter Roland Unterleitner aus Vahrn kompetent und innovativ in die Zukunft geführt. „Handel ist Wandel“ besagt ein bekanntes Sprichwort. Dies trifft damit also auch bei OBI zu?
Auf jeden Fall! Neu präsentieren sich deshalb auch unsere Laminat- und Fliesenabteilung sowie unsere Badmöbel- und Badzubehörabteilung. Das Sortiment wurde um trendige Möbel sowie um klassische Modelle in diversen Farben und Preisklassen stark erweitert. 10 Jahre OBI Brixen/Vahrn – wie wird das Jubiläum gefeiert? Ab Mitte März präsentiert sich unseren Kunden ein fertig umgestalteter und rundum erneuerter OBI-Heimwerkermarkt in Brixen/ Vahrn. Dann laden wir zu einer Feier mit Überraschungen für Groß und Klein und vielen einmaligen Jubiläumsangeboten. Der genaue Termin wird noch bekanntgegeben. Lassen Sie sich überraschen, kommen Sie und feiern Sie mit uns!
Roland Unterleitner, Marktleiter des OBI-Heimwerkermarktes in Brixen/Vahrn
In Kürze wird das neue Gartencenter von OBI eröffnet
OBI Brixen/Vahrn Mo.-Sa., 8.30-19 Uhr Vahrn, Konrad-Lechner-Straße 5/A Tel. 0472 975301 www.obi-suedtirol.com 65
WILLEIT IMMOJUS
Bauen & Renovieren
Vom Einfamilien- zum Mehrgenerationenhaus
Extra
Wenn Kinder erwachsen werden und sich nach ihren eigenen vier Wänden sehnen, bietet eine energetische Sanierung des Elternhauses oftmals die Möglichkeit der Kubaturerweiterung und Umgestaltung in ein Mehrfamilienhaus. Für eine reibungslose Eigentumsaufteilung ist eine Reihe von rechtlichen Aspekten zu berücksichtigen.
Wer will schon ein Leben lang für etwas bezahlen, was ihm nie gehören wird? Doch viele tun genau dies: Sie zahlen Miete. Ob Eigentümer oder Mieter – jeder bringt im Laufe seines Lebens fürs Wohnen den Gegenwert einer Wohnung auf. Doch während der Immobilieneigentümer in die eigene Tasche zahlt, ist das Geld des Mieters für immer weg. Bei einer Monatsmiete von 650 Euro und einer jährlichen Mietsteigerung von zwei Prozent zahlt ein Mieter in 30 Jahren mehr als 300.000 Euro an seinen Vermieter.
Kubaturerweiterung als Chance. Das Konjunkturpaket vom
April 2009, das eine Kubaturerweiterung bis 200 Kubikmeter Baumasse erlaubt, schafft ideale Voraussetzungen, das bestehende Eigenheim zu erweitern – sofern das Gebäude (mit einem Anteil von mindestens 50 Prozent für Wohnzwecke) vor dem 12. Jänner 2005 bestanden oder vor diesem
Datum über die Baukonzession verfügt hat und mit der Erweiterung gleichzeitig eine energetische Sanierung auf mindestens Klimahausstandard C erfolgt. In vielen Fällen bietet diese Form der Kubaturerweiterung für die Kinder oder eines der Kinder eine ideale Möglichkeit, sich im Elternhaus eine abgetrennte Wohneinheit zu schaffen.
Vertrag zur rechten Zeit. Neben
den baulichen Maßnahmen und Planungen, die im Zuge dessen in Angriff genommen werden müssen, ist es genauso wichtig, von Beginn an ein Konzept zu haben, wie das Eigentum dieser neu zu schaffenden Wohneinheit vertraglich auf das Kind übertragen werden soll. Nicht zuletzt sind dabei auch erbrechtliche Aspekte zu berücksichtigen. Eine exakte und zeitlich abgestimmte vertragliche Abwicklung ist unerlässlich für eine reibungslose Eigentumsübertragung. Dabei ist
die Koordination und Absprache zwischen dem Techniker, der die Eintragungen und Abänderungen im Kataster vornimmt, und dem jeweiligen Vertragsersteller außerordentlich wichtig: Sie garantiert die günstigste Abwicklung der vertraglichen Eigentumsübertragung, da die Berechnung der verschiedenen Steuern und Gebühren in den meisten Fällen auf Basis des Katasterertrages ermittelt werden. Eine gut vorbereitete Abwicklung der vertraglichen Eigentumsübertragung ist aber auch wichtig, um sämtliche Fördergelder der Autonomen Provinz Bozen in Anspruch nehmen zu können. Ist man schlecht vorbereitet, kann es nämlich passieren, dass der bereits geplante Baubeginn zeitlich verschoben werden muss, um den Anspruch auf die Landesförderung nicht zu verlieren. Bei der diesbezüglichen Planung ist eine juristische Begleitung von Anfang an unerlässlich.
Hannes Willeit, Vertragsjurist & Immobilienberater
„Gerne berate ich Sie in Immobilienangelegenheiten und übernehme die rechtliche Ausgestaltung der Eigentumsübertragung.“
Willeit Immojus berät in allen immobilienrechtlichen Angelegenheiten und steht für die Abfassung der damit zusammenhängenden Verträge bis hin zur notariellen Unterschrift mit umfassendem Service und ausgezeichneter juristischer Arbeit zur Verfügung.
Vahrn/Varna, Löwecenter, Eisackstraße 1 - Tel. 0472 970690 - Mobil 349 7761878 - info@willeitimmojus.it - www.willeitimmojus.it 66
PREFA / OBERRAUCH GMBH
Starke Produkte
Die Firma PREFA ist mit über 4.000 verschiedenen hochwertigen Produkten aus Aluminium ein starker Partner für anspruchsvolle, nachhaltige und funktionale Architektur. Auch die Vahrner Firma Oberrauch GmbH setzt auf die kreative Dach- und Fassadengestaltung von PREFA, um jede noch so außergewöhnliche Idee zu verwirklichen.
Ob Dach, Dachentwässerung oder Fassade: Das umfangreiche Produktportfolio der PREFA Aluminiumprodukte GmbH bietet uneingeschränkte Farbwahl sowie verschiedene Falzstrukturen. Somit kann das Dach ganz nach Wunsch des Kunden realisiert werden. Die Firma Oberrauch aus Vahrn setzt bereits seit Jahren auf die PREFA-Produkte und somit auf beste Qualität. Beispielsweise zählen die Dachplatten mit nur 2,3 kg/m² zu den leichtesten, aber auch stabilsten Dachmaterialien überhaupt. PREFA-Dächer zeichnen sich nicht nur durch ihre anspruchsvolle Optik aus – sie sind auch extrem langlebig,
weshalb für jedes Dach 40 Jahre Garantie gewährt werden. Auch die PREFA-Dachrinnensysteme sind seit Jahrzehnten bewährt und bestechen durch ihre durchdachten technischen Detaillösungen
Dachdesign für Ästheten. Lö-
sungen für Kundenwünsche hat die Firma Oberrauch aus Vahrn jede Menge. Der seit 1992 existierende Handwerksbetrieb kombiniert eine Tischlerei mit Zimmerei und Spenglerei und hat sich neben der Herstellung von Holzhäusern, Wärmedämmungen von Dächern und Fassaden, Balkonen, Türen, Treppen und Inneneinrichtungen auch auf Dach-
konstruktionen spezialisiert. Somit werden mitunter die individuellsten Wünsche der Kunden aus einer Hand erfüllt. Qualität wird großgeschrieben, und genau deshalb setzt die Oberrauch
GmbH auf das PREFA-Produktportfolio. Denn beide Betriebe blicken auf Erfahrung und Tradition zurück und stellen den Kundenwunsch in den Mittelpunkt.
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Robust, langlebig und komfortabel in der Bedienung: Garagen- und Einfahrtstore von Intertor Garagen- und Einfahrtstore sowie Umzäunungen kommen dem menschlichen Schutzbedürfnis entgegen. Man möchte sich in seinem Zuhause sicher fühlen und seine Lieben und sein Eigentum rundum geschützt wissen. Zäune erhöhen nicht nur die Privatsphäre, sie fungieren zugleich als Sicht-, Wind- und Lärmschutz; Zufahrts- und Garagentore beschränken den Zugang auf berechtigte Personen.
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Lösungen für ein rundum sicheres Zuhause bietet die Bausys-
tem GmbH in Branzoll unter der Produktdivision „Intertor“. Das Sortiment reicht von Einfahrtsund Garagentoren über Zäune bis hin zu Balkonen aus Aluminium, PVC oder Stahl. Die Garagentore sind in allen Formaten realisierbar. Als Sektional-Tor sind sie äußerst platzsparend, schall- und wärmeisolierend und sowohl im Privat- als auch im Gewerbebereich einsetzbar. Die freitragenden Einfahrtstore lassen sich selbst auf kleinstem Raum montieren, ohne Zufahrtsund Parkfläche zu beanspruchen; eine ausgeklügelte Schiebetechnik
Aluminium in Holzoptik: Kaum von Holz zu unterscheiden, mit allen Vorteilen von Aluminium mit integriertem Antriebsmotor gewährleistet den geräuschlosen Betrieb und erlaubt eine komfortable Bedienung per Knopfdruck. Zäune und Balkone von Intertor sind in allen Formen und Dekorationen erhältlich, ob gelocht, als Lattenzaun, mit dekorativen Elementen oder auch in Holzoptik. Sie übernehmen damit nicht nur eine Schutzfunktion, sondern sind auch ästhetisch ein schöner Blickfang. Rund ums Haus überzeugt Intertor durch Langlebigkeit und Qualität sowie durch geringen Wartungsbedarf – denn im Gegensatz zu Zäunen, Toren und
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Christian Markart aus Brixen, Verkaufsberater von Intertor
„Tore, Zäune und Balkone aus Aluminium, PVC und Stahl von Intertor sind in jederlei Hinsicht und insbesondere auf lange Sicht die weitaus beste Lösung auf dem Markt.“
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Von der Idee zum Bad Anders als im Wohnbereich, lassen sich im Bad spätere Umstellungen aufgrund der komplexen bauseitigen Installationen nur mehr schwer bewerkstelligen. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, vor jeder Badrealisierung eine genaue Badplanung vorzunehmen.
wie viele Personen und auf welche Altersgruppen das künftige Bad ausgerichtet werden soll, ob eine Badewanne und/oder eine Dusche montiert werden soll und welche speziellen Anforderungen an das Bad gestellt werden, beispielsweise auch hinsichtlich der Reinigung. Alle Wünsche und Anforderungen bilden die Basis für die darauffolgende Feinplanung, bei der die Produkte ausgewählt werden, die Badeinteilung erfolgt und die baulichen Installationen vorgesehen werden. Alle Informationen werden in einer speziellen Badplanungssoftware erfasst, die das Bad in einer detaillierten Planskizze und realitätsnahen 3D-Darstellung konkret Form annehmen lässt. Die-
Die Bäder-, Haustechnik- und Fliesenausstellungen bei Innerhofer sind ein wichtiger Bezugspunkt für Bauherren, Installateure und Handwerker se Unterlagen dienen in Folge auch als Anleitung für die bauseitige Installation. Da es sich hierbei um komplexe Haustechnik handelt, empfehlen die Fachberater von Innerhofer, sich an Fachinstallateure zu wenden. Auf Wunsch werden Vertrauensinstallateure vermittelt, die Innerhofer als Großhändler
betreut und diese bei Bedarf auch mit detaillierten Montageskizzen und Materiallisten unterstützt. Mit diesem umfassenden Bauherrenservice stellt „Innerhofer – Bad und Haustechnik“ von der Planung bis hin zur Installation die Weichen für langlebige Wohlfühlbäder.
3hochk.de
Ein Bad sollte viele Jahre und Jahrzehnte den Ansprüchen seiner Benutzer genügen, da nachträgliche Änderungen nur mehr bedingt möglich oder mit erheblichen Umbauarbeiten verbunden sind. Daher lohnt sich eine genaue Badplanung mit Fachberatung vor jeder Badrealisierung. Dies ist auch der Grund, warum viele angehende Bauherren die Bäderausstellungen von „Innerhofer – Bad und Haustechnik“ aufsuchen und eine Fachplanung in Anspruch nehmen. Nach Terminvereinbarung stehen die Fachberater für eine Badplanung zur Verfügung und nehmen sich viel Zeit, um alle Wünsche und Anforderungen zu erfassen. Dabei wird zunächst geklärt, für
Villeroy & Boch
etwas warmes braucht der mensch. Und im Bad etwas Schönes und Funktionales noch dazu. Jetzt bei innerhoFer erleben, worauf man sich, wenn’s draußen hässlich ist, schön freuen kann.
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TISCHLEREI PLANK
Bauen & Renovieren
Möbel zum Wohlfühlen
Extra
Man muss keine Kompromisse bei Materialien, Formen, Farben und Details eingehen, nur weil es das gewünschte Möbelstück nicht von der Stange gibt: In der Tischlerei Plank steht Individualität an der Tagesordnung. Hier werden seit beinahe 20 Jahren Wohnträume passgenau und nach Wunsch gefertigt.
Ob individuelle Möbelstücke oder komplette Inneneinrichtungen: Die Tischlerei Plank realisiert Wohnträume aus Holz, komplett von der Planung bis hin zur Montage. Massivholz erlebt seit einigen Jahren ein großes Comeback, denn Möbel, die durch und durch aus dem Rohstoff Holz sind, kommen dem Bedürfnis nach natürlichem Wohnen nach. Damit tragen sie wesentlich zum Wohlfühlambiente in Wohn- und Lebensräumen bei.
WOHNEN NACH WUNSCH & STIL Ob ein speziell gefertigtes Möbelstück oder eine komplette Inneneinrichtung: Die auftragsbezogene Fertigung ermöglicht eine exakte Anpassung an die architektonischen Bedürfnisse und Ihre individuellen Wünsche. Brixen / T 0472 836 690
VIELE INSPIRATIONEN AUF WWW.PLANK.BZ 70
Qualität vom Tischler. Billigmö-
belhäuser bedienen vor allem das Marktsegment des Wohnens auf Zeit, von Studenten- bis hin zu Mietwohnungen. Wer hingegen langlebige Qualität wünscht, vorzugsweise in Form einer passgenauen Wohnlösung, der geht zum Tischler und lässt sich seine Wunschvorstellungen in bester Holzqualität nach Maß fertigen. Das Tischlerhandwerk hat trotz Billigmöbelketten nicht ausgedient – im Gegenteil: Heute wird mehr denn je auf Qualität gesetzt, ganz besonders im eigenen Zuhause.
Arnold Plank, Tischlerei Plank
„Sie haben klare Wohnvorstellungen und wollen in Sachen Qualität und Wohnwünsche keine Abstriche machen? Dann sind Sie bei uns genau richtig! Lassen Sie uns Ihre Wünsche wissen; gerne erfüllen wir Ihre individuellen Wohnträume in bester Handwerksqualität.“
Und so verwundert es nicht, dass es für Tischler weiterhin viel zu tun gibt – allen voran für jene Tischler und Tischlereien, die sich durch hohe Fertigkeit und Kreativität auszeichnen. Ein solches Unternehmen ist die Tischlerei Plank in Brixen: Seit nunmehr fast 20 Jahren begeistert dieser Tischlerbetrieb, indem er individuelle Vorstellungen, kreative Handwerkskunst und echte Qualität gekonnt vereint und Wohlfühllösungen schafft, die für viele Jahre Wohnfreude bereiten. Das Leistungsspektrum der Tischlerei erstreckt sich von der Beratung und Planung über die Fertigung bis hin zur Montage. Bei Bedarf arbeitet das Team auch mit Architekten, Planern und Handwerkern zusammen und plant und realisiert komplette Wohnraumlösungen, schlüsselfertig mit allen dazugehörigen Gewerken.
Aus Künstlerhand Der junge Brixner Farb- und Lacktechniker Emanuel Cimadom hat vor kurzem den Malerbetrieb seines Vaters Karlheinz Cimadom übernommen. Nun führt er die Firma mit Motivation und künstlerischem Können in die vierte Generation.
CIMADOM DECOR
Emanuel Cimadom, Farb- und Lacktechniker
„Egal, ob Innen- oder Außenwände, Neu- oder Altbauten: Wir legen bei Anstricharbeiten professionell Hand an und überzeugen nicht nur durch saubere und exakte Leistung, sondern legen auch großen Wert auf qualitativ hochwertige Farben mit langer Lebensdauer.“
Gestaltung und Konzeption Fassade, Firma Keim Farben Schabs Wandgestaltung Wohnung Brixen
Fassade Haus „Valdemarin“ in Brixen Seit über hundert Jahren existiert der Malerbetrieb Cimadom Decor nun bereits in Brixen. Der mit dem Jahreswechsel vollbrachte Generationswechsel tut dem traditionsreichen Familienunternehmen keinen Abbruch, denn Emanuel Cimadom führt den Malerbetrieb gleich beherzt wie sein Vater Karlheinz weiter.
Anstricharbeiten gefällig? Ein
Malermeister muss heutzutage weit mehr können als Anstricharbeiten: Dekoration von Innenbereichen, Marmorino-Effekte, venezianischer Stuck, Fassadensanierungen und vieles mehr gehört zur Tagesordnung von Cimadom Decor. „Wir bilden uns ständig weiter und sind auch in Sachen raffinierter Dekoration
auf dem neuesten Stand“, so der Neo-Geschäftsführer. Der Farbund Lacktechniker hat sich zudem während seines Studiums zum Malermeister auf das Gebiet der Denkmalpflege spezialisiert und ist als einer der wenigen im Eisacktal ins Landesverzeichnis der Denkmalpflege eingetragen. Der Profi und sein Team sind somit imstande, unter Ensembleschutz stehende Gebäude und jeden Altbau in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Zum Tätigkeitsgebiet von Cimadom Decor gehören nach wie vor die klassischen Anstricharbeiten; dazu kommen aber auch noch die künstlerische Gestaltung von Innen- und Außenbereichen, die malerische Gestaltung von Grabstätten, die Auffrischung von
Theke Pub „U2“, Brixen bestehenden Malereien, Fassadensanierungen, Kirchenmalereien, aber auch die Bearbeitung von Möbeln und das Anbringen von Lehm-Putz auf Innenwänden.
in seinen neuen Lebensabschnitt als Geschäftsführer des Familienbetriebes startet.
Qualität vor Quantität. Beson-
deren Wert legt Emanuel Cimadom nach wie vor auf qualitativ hochwertige Materialien. Verwendet werden im Unternehmen ausschließlich Farben der letzten Generation. Diese ermöglichen es den Wänden zu atmen, was die Mauern vor Schimmel und Feuchtigkeitsflecken schützt. „Auch die lange Lebensdauer der Farben ist uns besonders wichtig, denn der Kunde soll so lange wie möglich mit dem malerischen Endergebnis zufrieden sein“, so Cimadom, der sichtlich motiviert
Cimadom Decor Vahrn, Brennerstraße 17/G Mobil 335 7837618 cimadomdecor@brennercom.net 71
Gut beraten Wer in die eigenen vier Wände investieren möchte, weiß sich bei der Hypo Tirol Bank dank erstklassiger Beratung, fundiertem Know-how und vieler maßgeschneiderter Produkte in guten Händen.
Der Kauf oder Bau einer Immobilie bedeutet für viele Menschen Schaffung von Lebensqualität über Jahrzehnte. Bauherren sollten sich vor jeder großen Investitionsentscheidung über die eigenen Bedürfnisse und finanziellen Möglichkeiten im Klaren sein und überhastete Entscheidungen vermeiden. Die Hypo Tirol Bank stellt mit einer umfassenden Finanzbetreuung Wohnträume auf ein solides finanzielles Fundament. Mit umfassendem Know-how zu Finanzierungen entwickeln dazu die Wohnbauspezialisten der Hypo Tirol Bank individuelle Lösungen, passend zur jeweiligen Lebensplanung.
Extra
Bauen & Renovieren
HYPO TIROL BANK
Sanieren lohnt sich. Besonders älterer Baubestand bietet meist enormes Einsparungspotenzial beim Energieverbrauch. Doch die steigenden Energiekosten sind nicht der einzige gute Grund für eine Wohnraumsanierung. Auch die Möglichkeit zur Steigerung des Wohnkomforts und zur Sicherung des Werterhalts der Immobilie sprechen dafür. Zahlreiche Sanierungsmaßnahmen werden derzeit zudem im Rahmen der Wohnbauförderung unterstützt. Nachgerechnet – Eigentum statt Miete. Wohnen in Südtirol ist teuer. Die Immobilienpreise sind in den letzten Jahren stetig gestiegen und werden dies laut
transparent Experte
Ziel
Förderungen
Expertenmeinungen weiter tun. Das lässt viele an der Umsetzbarkeit ihres Lebenstraums zweifeln und in Mietverhältnissen verharren. Warum das Thema „Eigentum statt Miete“ mehr als eine kurze Überlegung wert ist, liegt auf der Hand: Geht man von einer monatlichen Miete in Höhe von 500 Euro – unter Berücksichtigung einer realistischen Steigerungsrate von 1,5 Prozent pro Jahr – und einer Mietdauer von 25 Jahren aus, kommt ein ordentlicher Betrag zusammen. Am Ende können das über 180.000 Euro sein, die auch gut in eine Eigentumswohnung investiert werden könnten. Interessierten stehen die Wohnbauberater der Hypo Tirol Bank
Unsere Tiroler Bank.
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„Die Schaffung von Wohnraum – unabhängig ob Bau, Kauf oder Sanierung – stellt eine große planerische und finanzielle Herausforderung dar. Dabei wollen wir unsere Kunden als verlässlicher Partner bestmöglich unterstützen und begleiten.“
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GRAUS GMBH
Ein Qualitätsgarant Ob Sanierung, Neu- oder Innenausbau: Seit über 60 Jahren ist das Bauunternehmen Graus GmbH aus Sterzing ein Qualitätsgarant.
Seit der Firmengründung im Jahr 1953 und damit seit mittlerweile über 60 Jahren überzeugt das Bauunternehmen Graus GmbH durch qualitativ hochwertige Ausführung von Baumeisterarbeiten in allen Größenordnungen. Die Leistungspalette reicht von öffentlichen und privaten Bauten über schlüsselfertige Bauprojekte, Sanierungs- und Umbauarbeiten sowie Restaurierung denkmalgeschützter Gebäude bis hin zur Errichtung von Hotelanlagen oder technischen Anlagen wie zum Beispiel Kraftwerke.
Am Puls der Zeit. Großen Wert legt das Unternehmen auf eine zukunftsorientierte Arbeitsweise und hohe Kundenorientierung. 40 kompetente Mitarbeiter kümmern sich darum, dass von der Planung bis zur Ausführung den Anforderungen der Zeit und den Bedürfnissen der Kunden bestmöglich Rechnung getragen wird. Der Erfolg gibt dem Unternehmen Recht, und so hat sich das Einzugsgebiet längst vom Wipptal auf das restliche Südtirol und über die Grenzen hinaus ausgedehnt. Markenqualität zu Toppreisen. Ein gut sortierter Baustoffhandel am Firmensitz in Wiesen ergänzt den Kundenservice der Graus GmbH. Hier finden Heimwerker und Profis gleichermaßen eine breite Auswahl an Topprodukten.
Am Firmensitz in Wiesen bietet die Graus GmbH einen gut sortierten Baustoffhandel für Heimwerker und Profis
Die Graus GmbH realisierte unter anderem die neue Talstation in Ratschings Als Mitglied der Baustoffhändlergruppe Baugroup garantiert die Graus GmbH den Kunden hochwertige Baumaterialien und Lösungen auf dem neuesten Stand der Technik.
Villa Elisabeth – neue Wohnanlage in Sterzing
Qualitätsvolle Immobilienangebote. Ein weiteres Tätigkeitsfeld der Graus GmbH erstreckt sich auf den Verkauf von exklusiven Immobilien, darunter schlüsselfertige Objekte unter-
schiedlicher Größen, Preisklassen und Nutzungsmöglichkeiten. Aktuelle Angebote und Informationen zu laufenden Projekten findet man online unter www.graus.bz oder auf der Facebook-Seite.
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HOFER FLIESEN & BÖDEN
Bauen & Renovieren
Badsanierung vom Komplettanbieter
Extra
Die Dusche engt ein? Das Waschbecken ist zu klein bemessen? Das Badezimmer ist in die Jahre gekommen und lechzt nach Erneuerung? Hofer Fliesen & Böden bietet viele Lösungen für Badsanierungen und Badgestaltungen.
Das Unternehmen Hofer Fliesen & Böden ist Spezialist für alle Gestaltungsoberflächen: Von Holz über Teppich bis Kunstharz, von Fliesen über Naturstein bis hin zu Mosaik spannt sich die Leistungspalette des Unternehmens mit Sitz in Barbian. Und genau diese breite Produktpalette mit dem entsprechenden Fachwissen macht Hofer Fliesen & Partner zu einem bevorzugten Ansprechpartner für Badgestaltungen und -sanierungen.
„Tailor-made“ – alles auf Maß. Einzigartig ist die firmeneigene moderne Keramik-VerarbeitungsWerkstätte. In sorgfältiger Maßarbeit werden Waschtische, Küchenblöcke und Möbel aus Keramik genau nach Wunsch produziert. Bei der Fertigung jedes einzelnen Raumelements wird größte Aufmerksamkeit auf alles Wichtige gelegt, um beste Qualität sicherzustellen: von unempfindlichen Materialien, die ideal zum Reinigen sind, hoher Belastbarkeit, schöner Gesamtoptik bis hin zur perfekten Passform. Die Resultate aus der Fachwerkstatt können sich zeigen lassen: Jeder Waschtisch von Hofer Fliesen & Böden fügt sich nahtlos ins Bad und jede bodengleiche Dusche perfekt ins Eck. Sie bilden schöne Blickfänge in jedem Traumbad.
Barrierefreie Duschen. Häufig
steht bei der Sanierung von Badezimmern auch die Barrierefreiheit im Fokus. Wird dies bereits in der Planungsphase berücksichtigt, bietet das Bad seinen Bewohnern ein deutliches Plus an Komfort: mit bodengleichem Duschbereich, dezent angebrachten Stützhilfen und komfortabler Bewegungsfreiheit.
Geniale Fliesenerneuerung. „Slimtech“ heißt der neue Fliesentrend, mit dem Bäder einfach 74
Trend 2016: Marmor, passend dazu Hofer-Waschtisch als Maßanfertigung
vorher und schnell ein neues Wandkleid erhalten. Die geringe Stärke von 3 bis 6 mm und großen Formate von bis zu 1,5 Metern Länge erlauben ein einfaches und nahezu fugenloses Überkleben alter Fliesen mit Slimtech-Fliesen. Das Abtragen alter Beläge entfällt zur Gänze; dadurch lassen sich Zeit und Geld sparen sowie Lärm und Schmutz vermeiden. Hofer Fliesen & Böden bietet eine große Auswahl an Slimtech-Fliesen in allen
nachher Formaten und Dekoren und auf Wunsch dazu die fachmännische Verlegung durch spezialisierte Mitarbeiter.
Viele Lösungen fürs Bad. Auf
Wunsch übernimmt Hofer Fliesen & Böden auch die gesamte Badgestaltung und -sanierung. Mit edlen XXL-Fliesen, schimmerndem Kunstharz-Wandbelag, bodenbündiger Duschrinne, großflächigem Spiegel, raumhohen
Barrierefreie Duschen mit Glastrennwänden vergrößern Bäder optisch Glastrennwänden und Natursteinverkleidung werden Badträume professionell realisiert. Die Hofer-Showrooms mit über 1.000 Mustern in Waidbruck und Bozen/Sigmundskron werden nach Vormerkung für professionelle Beratungsgespräche geöffnet. Um Terminvereinbarung wird gebeten, entweder telefonisch unter der Rufnummer 0471 654 148 oder per E-Mail an beratung@ hofer.it.
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FOTOAKTION
Zauberhaft! Fotoaktion
Romantische Bilder von frisch verheirateten Paaren bringt der „Brixner“ auf dieser Doppelseite.
Extra
Ja, zauberhaft, das sind sie, die vielen wunderschönen Hochzeitsbilder, die uns auch heuer wieder im Rahmen unserer Hochzeitsfoto-Aktion erreicht haben. Die Auswahl ist uns alles andere als leicht gefallen. Überzeugt hat uns schlussendlich dann das Bild von Evelyn Messner und Alex Gusella, die sich im Heimatort der Braut, in Teis, das Ja-Wort gaben. Ausgiebig
gefeiert wurde der schönste Tag im Leben der beiden dann im Vinzentinum in Brixen. Freuen dürfen sich die Frischvermählten nun auf ein romantisches Candlelight-Dinner im Hotel Elephant in Brixen. Die „Brixner“-Redaktion bedankt sich herzlich bei allen Einsendern und wünscht den Brixner Brautpaaren viel Glück und Gesundheit für die gemeinsamen Jahre. eh
Evelyn Messner und Alex Gusella, Teis
Kathrin Meraner und Benjamin Plaikner, Brixen
Elena Caiazzo und Matthias Ianniello, Brixen
Evelyn Comploi und Hannes Prader, Milland
Barbara Pichler und Martin Clementi, Milland
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Marianne Ploner und Andreas Schenk, Feldthurns
Rita Geson und Walter Pichler, Milland
Karin Oberrauch und Helmut Meraner, Wengen
Dani Plankl und Stefan Corradi, Brixen
Giuseppina Divono und Hannes Hilpold, Orta San Giulio
Melanie Holzknecht und Georg Haller, Milland
Silvia Mitterer und Alexander Stampfl mit Philipp und Lukas, Milland Sylvia Baumgartner und Ian Gillis, Brixen
F端r Hochz eits ungen wird ausstattum telefo nische Term invere rung gebe inbaten.
Elke Niederkofler und Andreas Kahl, L端sen
Sonya Profanter und Alberto Promberger, Villn旦ss
Sara Kaser und Martin Profanter, L端sen 77
Impressum Unabhängige Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung Redaktion: Brennerstraße 28, I-39042 Brixen Tel. +39 0472 060200, Fax +39 0472 060201 www.brixner.info E-Mail für Pressemitteilungen: redaktion@brixner.info E-Mail für Leserbriefe: echo@brixner.info Online-Ausgabe: www.brixner.info Verlag: Brennerstraße 28, I-39042 Brixen Tel. +39 0472 060200, Fax +39 0472 060201 E-Mail: office@brixmedia.it, www.brixmedia.it Anzeigenleitung: Sonja Messner, Tel. +39 0472 060212 sonja.messner@brixmedia.it Herausgeber, Chefredakteur und presserechtlich verantwortlich: Willy Vontavon (wv), Tel. +39 0472 060213 willy.vontavon@brixner.info Bildredaktion: Oskar Zingerle (oz), Tel. +39 0472 060210 oskar.zingerle@brixner.info Marlene Kranebitter Zingerle (mk) Annamaria Mitterhofer (amm) Johanna Bernardi (jb) Evi Hilpold (eh) Irene Dejaco (ird) Veronika Kerschbaumer (vk) Barbara Fuchs (bf) Alexandra Brunner (abr) Hildegard Antholzer (ha) E-Mail: vorname.nachname@brixner.info Grafik: Evelyn von Mörl, Tel. +39 0472 060209 evelyn.vonmoerl@brixmedia.it Titelbild: Oskar Zingerle Druck: Athesia Druck GmbH, Weinbergweg 7, I-39100 Bozen www.athesia.it Der nächste „Brixner“ erscheint Ende März 2016 Nächster Redaktionsschluss: 10. März 2016 Die Zeitschrift „Brixner“ erscheint monatlich und wird im Postabonnement 45 % Art. 2, Abs. 20/b, Ges. 662/96, Bozen zugestellt. Eintragung am Landesgericht Bozen am 29.12.1989, Nr. 29/89 R.St. Auflage: 11.000 Stück Preis Abonnement: 1 Euro Abonnentenservice: abo@brixner.info
Februar 1916
Ein Feldpostpaket entwendet Freitag, 4. Februar 1916 In Brixen sollte kürzlich ein Mädchen über 14 Jahre über Ersuchen ein Wert- und ein Feldpostpaket auf die Post bringen und absenden. Das Mädchen hat das Paket anstatt auf die Post nachhause gebracht und verzehrte die im Paket gewesenen Eßwaren. Es ist zwar verboten, Eßwaren in Feldpostpaketen zu verwenden, aber trotzdem konnte dieses Verbot für das Mädchen nicht der Anlaß gewesen sein, das Paket zu unterschlagen. Die Näscherin wird sich beim k.k. Bezirksgerichte zu verantworten haben.
Sonntag, 6. Februar 1916 Im Sinne des Paragraph 51, GD., wird der bestandene Maximaltarif dahin abgeändert, daß der Höchstpreis für 1 Liter Speiseöl auf 8,80 K, 1 Liter Tafelöl auf 9,20 K ab 31. Jänner festgesetzt wird.
Eichamt Samstag, 19. Februar 1916 Das k.k. Eichamt in Brixen nimmt seine Tätigkeit ab 18. Februar 1916 wieder auf und finden die Amts-
Freitag, 4. Februar 1916 Zwei Burschen im Alter von 14 und 16 Jahren, namens Just Algäu und Josef Meraner, stahlen in Sarns bei Brixen einem Bauern einen Geldbetrag von über 300 Kronen und wurden flüchtig. Wie man hört, soll einer der beiden Diebe ein ziemlich raffinierter Bursche sein. Um die Anhaltung der Flüchtigen, die ohne Ausweispapiere sind, wird ersucht.
Sonntag, 6. Februar 1916
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Die Ölpreise im Bezirke Brixen
Jugendliche Diebe
Städt. Dienstvermittlungsstelle in Brixen Die in dieser Zeitschrift veröffentlichten Beiträge und Bilder sind urheberrechtlich geschützt. Ohne Genehmigung des Verlages ist eine Verwertung strafbar. Dies gilt auch für die Veröffentlichung im Internet. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Beiträge unter Umständen zu kürzen, abzuändern oder zurückzuweisen. Namentlich gezeichnete Beiträge unserer Mitarbeiter geben nicht unbedingt die Meinung des Herausgebers wieder und sind von der Redaktion nicht in allen Einzelheiten des Inhalts und der Tendenz überprüfbar. Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Fotos und Illustrationen übernimmt der Verlag keine Haftung. Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sämtliche in dieser Zeitschrift veröffentlichten Stellenangebote sich ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechts beziehen.
2 Kindermädchen, 3 Kassiererinnen, 1 Kochenlernerin, 3 Stubenmädchen, 6 Kellnerinnen, 2 Bedienerinnen.
versucht wurde. Der Strolch versuchte es, wie es scheint, mit kräftigen Eisenwerkzeugen am Opferstock für das Antoniusbrot und an einem zweiten aus Stein, mußte aber unverrichteter Sache abziehen; vielleicht wurde er bei seinem Unternehmen gestört. Ein Anhängeschloß war die ganze Beute. Es soll ein verdächtiges Individuum eingezogen worden sein, aber über das Resultat ist uns noch keine Nachricht zugekommen. „Es wär zu schön gewesen, es hat nicht sollen sein“, wird er jetzt „brummend“ singen.
Vom 15. Jänner bis 1. Februar sind 18 Gesuche von Dienstgebern eingelangt, erledigt wurden durch Einstellung 7, durch Zurücknahme 2. Gesucht werden: 2 Köchinnen, 2 Hausmädchen, 2 Fütterinnen, 1 Küchenmädchen, 1 Stubenmädchen. – Gesuche von Dienstnehmern sind 10 eingelangt, erledigt wurden durch Einstellung 7, durch Zurücknahme 4. Stelle suchen: 3 Köchinnen, 4 Hausmädchen,
Begräbnis Sonntag, 6. Februar 1916 Aus Villnöß meldet man uns: Am 1. Februar starb in Villnöß, wie bereits berichtet, der weitum bekannte Kabiswirt Anton Tutzer, Vater der Posterpedientin Frau Roja Fill, nach einem langen Rückenmarkleiden. Ein Sohn, Franz, steht als Leutnant im Felde: er wollte den Vater noch besuchen, fand ihn aber nur mehr als Leiche. Der älteste Sohn, Anton, ist schon seit Herbst 1914 in russischer Gefangenschaft. Ein solch großes Begräbnis dürfte Villnöß wohl nicht bald gesehen haben.
Mißglückter Opferstockraub in Brixen Mittwoch, 9. Februar 1916 Erst jetzt erfuhren wir, daß in den letzten Tagen des Jänner in der U.L. Frauenkirche in Brixen am Kreuzgang am hellichten Tage ein Attentat auf 2 Opferstöcke
tage wie früher jeden Dienstag und Freitag von 8 Uhr vormittags bis 5 Uhr nachmittags statt. Die Eichgegenstände sind womöglich an den Vormittagen im Eichamte abzugeben.
Die „Brixener Chronik“ wurde 1888 gegründet und erschien bis 1925. Die Idee, die Zeitungsartikel aus der „Brixener Chronik“ auszuwählen und zu veröffentlichen, stammt von Günther Eheim (1944-2010) aus Brixen. Die damalige Rechtschreibung, auch eventuelle Druckfehler und sonstige Kuriositäten werden ohne Korrektur beibehalten.
Das beste Mühlbach/Vals vom Wohnen.
VALS - BADWIRT Ehemaliger Gasthof in idyllischer Lage. Der Hof mit Wirtschaftsgebäude, 3,3 ha Wiesen und 8,6 ha Wald, befindet sich direkt an der Straße nicht weit vom Valser Dorfkern entfernt. Umgeben von Wiesen und Wäldern bietet der “Badwirt“ einen idealen Ausgangspunkt für Wanderungen im Sommer und für Skiausflüge im nahen Skigebiet JochtalGitschberg im Winter.
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