233
Auto & Moto
Jahrgang 20 · Juni 2009
Unabhängige Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung
Made by
Einzelnummer 0,10 Euro - Versand im Postabonnement - 45% - Artikel 1, Gesetz 46/2004 - Filiale Bozen - In caso di mancato recapito prego restituire a Bolzano CPO per la restituzione al mittente previo pagamento resi
EXTRA
U18-Leichtathletik-WM in Brixen
Vor dem Startschuss MASTERPLAN 2020: Erste Zwischenbilanz PORTRAIT: Juliane Gasser Pellegrini über kleinere und größere Kämpfe AUSSTELLUNG: Freiheit in der Festung HANDEL: Traditionsbetriebe vom Aussterben bedroht?
VILLA I N ABBRUCH
WAS KLEINES, WAS FEINES, WAS BESONDERES. NEUES BAUVORHABEN MIT
3 WOHNUNGEN IN DER SCHWESTERNAU DIREKT AM SÜDLICHEN EISACKDAMM.
FRIEDRICH ÜBERBACHER 39042 BRIXEN DOMPLATZ 20 T 0472 834 100 WWW.DOMUS.CC
Editorial
Politik & Gesellschaft >>> 04 04 | Masterplan Brixen 2020: Erste Weichen Menschen & Meinungen >>> 14 14 | Juliane Gasser Pellegrini: Direktorin mit Pfiff 19 | Pro & Contra 20 | Umfrage: Kürzere Sommerferien? Kunst & Kultur >>> 22 22 | Landesausstellung: Freiheit in der Festung 25 | Ausstellung: Die Magie der Spiritualität Freizeit & Sport 32 | Südtirol 2009: Die Welt zu Gast in Brixen 36 | ASV Milland Fußball: Die Landesliga ruft 37 | SSV Brixen Fußball: Erfolgreich wie nie zuvor
>>> 32
Wirtschaft & Umwelt 42 | THEMA: Kaufleute ohne Nachfolger 46 | Brixen: Ärger mit dem neuen Zähler
>>> 42
Extra 52 | Auto & Moto
>>> 52
Schaumer mal… Falls Sie es nicht mitbekommen haben sollten: Es gab Europawahlen, und aus dem Pressebüro der Südtiroler Volkspartei konnten endlich mal wieder Mails mit Fotos strahlender Siegergesichter gesendet werden. Die Sammelpartei hat in Südtirol die absolute Mehrheit der abgegebenen Stimmen erhalten, und wir Eisacktaler haben nach Sepp Kusstatscher mit Herbert Dorfmann wieder einen eigenen Vertreter in Straßburg und Brüssel. Tiefer graben darf man allerdings nicht bei dieser Wahlanalyse, denn dann käme möglicherweise zu Tage, dass die SVP im Grunde bei schwacher Wahlbeteiligung und ohne die Konkurrenz der restlichen deutschsprachigen Oppositionsparteien sowie mit in einem weit links von Gut und Böse versteckten Grünen-Symbol bei diesen Wahlen wohl ein leichtes Spiel hatte. Jubel ist also nicht angebracht, denn bis zu den Gemeinderatswahlen im nächsten Jahr ist viel Überzeugungsarbeit angesagt, will man in den Südtiroler Gemeindestuben nicht ein ähnliches Schicksal erleben wie einst die Titanic, auf der beim Start ja bekanntlich auch kräftig gejubelt wurde. Im Sinne einer gelebten Transparenz darf ich Ihnen mitteilen, dass man am Sitz der SVP gerade darüber diskutiert, ob meine Wenigkeit auf Franz Stockner in die Ortsfraktion nachrücken darf, weil ich inzwischen der zweite Nicht-Gewählte der SVP-Liste bei den Gemeinderatswahlen 2005 bin. Die Ortsfraktion ist jenes SVP-Gremium, in dem sämtliche Vorentscheidungen für den Gemeinderat getroffen werden. Sie scheut Öffentlichkeit und Transparenz wie der Teufel das Weihwasser, weshalb mein Nachrücken seit Wochen parteiintern bei einigen Exponenten zum Reizthema geworden ist – vor allem deshalb, weil ich ja kein SVP-Mitglied bin. Schaumer mal…
Ihr Willy Vontavon
Abo-Service Sie können ein Abonnement für die Zeitschrift „Brixner“ entweder über die Zusendung dieses Abschnittes oder bequem per E-Mail vornehmen: abo@brixner.info Abonnementpreise: z Gemeinden Brixen, Vahrn, Natz-Schabs, Lüsen, Mühlbach, Rodeneck, Klausen: Der Preis des Jahresabonnements beträgt 1 Euro, zahlbar jeweils bis 31. März im Rahmen der jährlichen Abo-Aktion z Restliches Staatsgebiet: Der Preis für 12 Ausgaben beträgt 19 Euro, zahlbar im Voraus z Ausland: Der Preis für 12 Ausgaben beträgt 50 Euro, zahlbar in Vorauskasse ❏ Ich bin bereits Abonnent, aber meine Adresse hat sich geändert. Mein Abo-Code ______________________
❏ JA, ich möchte den „Brixner“ an folgende Adresse zugestellt bekommen: Vorname, Nachname _________________________________________________ Adresse __________________________________________________________ PLZ, Ort ____________________________________
Land _______________
Die Bezahlung der Abo-Gebühr erfolgt an: ❏ Südtiroler Volksbank: IBAN IT76 X 05856 58220 070570164004 ❏ Südtiroler Sparkasse: IBAN IT68 T 06045 58220 000000855000 ❏ Raiffeisenkasse Eisacktal: IBAN IT57 A 08307 58221 000300005452 ❏ BancoPosta: IBAN IT76 V 07601 11600 000042779405
Schneiden Sie diesen Bestellschein aus und senden ihn an: Brixmedia GmbH, Brennerstraße 28, I-39042 Brixen
Politik & Gesellschaft
Foto: Oskar Zingerle
ZWISCHENBILANZ DES „MASTERPLANES BRIXEN 2020“
Erste Weichen Der lang ersehnte Masterplan für Brixen befindet sich in der Zielgeraden. Mehrere Fachbereiche sind unter Dach und Fach, der Rahmen steht. Ans Eingemachte geht es demnächst, und im September soll das vorläufige Zielprodukt stehen.
M
artin Mutschlechner ist sichtlich erleichtert. Der von Barbara Lanz und ihm koordinierte Masterplan-Prozess findet mit der Teilgenehmigung durch den Brixner Gemeinderat nach nunmehr zweijähriger Arbeit einen ersten Höhepunkt. Mit 18 Ja-, drei Nein-Stimmen und drei Enthaltungen haben Brixens Volksvertreter das umfassende Papier beschlossen – nach einer recht emotionalen Debatte bei einer ins Forum Brixen verlegten 4
Sondersitzung. Als erste Gemeinde in Südtirol hat sich Brixen daran gemacht, unter dem Titel „Masterplan Brixen 2020“ eine mittelfristige Entwicklungsstrategie für Stadt und Fraktionen zu erarbeiten.
Rückblick. Am 29. Jänner 2008
hatte der Brixner Gemeinderat das neue Leitbild der Stadt genehmigt. Es war dies der erste groß angelegte, partizipative Prozess, um eine wesentlich klarere Positionierung
der Stadt und um gemeinsam erarbeitete Entwicklungspfade als langfristige Orientierung festzuschreiben. Das Dokument sollte für die Politik, aber nicht nur, eine lenkende Wirkung haben; es sollte von der Bevölkerung förmlich aufgesogen und tagtäglich gelebt werden. Das Leitbild ist Brixens politischer und gesellschaftlicher Kompass. Es zeigt grob den einzuschlagenden Kurs – bei der Wahl des Weges indes blieb ein beträchtlicher Handlungsspielraum.
Ein zu großer Handlungsspielraum, wie vielfach bemängelt wurde. Doch man wusste auch, das Leitbild war nur der erste Streich. Denn der nächste folgte sogleich: der Masterplan als begleitendes und ergänzendes Instrumentarium zum „Kompass“ Leitbild, als politisches Navigationsgerät. Den neuen Leitlinien folgend soll nun der Masterplan konkrete Empfehlungen und Handlungsanweisungen für die planerische Stadtentwicklung auf den Weg
BRIXEN, WOHIN?: Der Masterplan soll Richtlinien aufzeigen, wohin sich Brixen in den nächsten zehn Jahren entwickeln soll
–––––––––––––––––––––
bringen, unter Berücksichtigung künftiger Entwicklungen unserer Gesellschaft. Wenngleich Szenarien, Perspektiven und Projektionen immer mit einer gewissen Skepsis zu betrachten sind – Zukunftsforscher haben sich bekanntlich mehr als einmal geirrt –, so gibt es doch gewisse gesicherte Trends, die mittel- und langfristig unsere Gesellschaft nachhaltig verändern dürften. Deren maßgeblichsten, die vom Masterplan-Team genannt werden, sind die Alterung der Gesellschaft, der fortschreitende Ausbau von Mobilität und Kommunikation sowie die Technologisierung, die Fragmentierung und auch die Individualisierung der Gesellschaft. Der MasterplanProzess hatte nun den Anspruch, ein Werkzeug zu entwickeln, damit Politik und Gesellschaft auf eben diese und andere Trends frühzeitig reagieren können, vor allem im raumplanerischen Bereich. Über die Raumplanung, letzten Endes das Herzstück der Arbeit, wurde indessen noch nicht abgestimmt. Zur Abstimmung gelangten vorläufig lediglich die Resultate aus den
sechs Untersuchungsgegenständen Sport, Kultur, Soziales, Wirtschaft, Tourismus und Mobilität.
Der Weg dorthin war dem Ver-
nehmen nach kein leichter. Zu allererst galt es für das MasterplanTeam, bereits vorhandene Analysen und Daten zu Brixen aus allen verschiedenen Teilbereichen
Diese Szenarien galt es ferner im politisch-rechtlichen Raum zu überprüfen, um daraus Umsetzungsstrategien zu entwickeln und sie als Untersuchungsergebnisse in eine Publikation zu bringen, über die nun abgestimmt wurde. Auch die Bevölkerung wurde in die Ausarbeitung der Inhalte eingebunden. Die Methoden und
„Der Masterplan ist kein abgeschlossener Plan.“_ Projektkoordinator Martin Mutschlechner zu sammeln. Daraufhin wurden mehrere Fachteams gebildet, die aus lokalen und externen Experten zusammengesetzt wurden und so eine Mischung aus Innenund Außensicht gewährten. Ihnen oblag die Aufgabe, die Daten aufzuarbeiten und zu bewerten. Daraus ergab sich die Darstellung eines Ist-Zustandes von Brixen, aus dem schließlich mögliche Zukunftsszenarien skizziert wurden.
Aktionen dabei waren vielfältig: Bei Workshops, bei Bürgerstammtischen, bei Gesprächsrunden mit Technikern und in regelmäßigen offenen Sprechstunden wurden Meinungen und Stellungnahmen eingeholt. Über das Online-Portal der Gemeinde Brixen und in mehreren Informationsveranstaltungen schließlich wurden die Inhalte mehrfach präsentiert und der Öffentlichkeit vermittelt.
Der rund zweijährige Prozess
hat nun einen ersten Höhepunkt erreicht und in dieser Zeit auch hohe Erwartungen geweckt. Wann immer man im Zusammenhang mit dem Leitbild nach konkreten Maßnahmen und Zukunftsszenarien Ausschau hielt, wurde man auf den Masterplan verwiesen. Ob das Dokument dieses Versprechen halten kann? Projektkoordinator Martin Mutschlechner hat bei den im Mai erfolgten Präsentationsabenden wiederholt erklärt, der Masterplan sei im Grunde kein abgeschlossener Plan, vielmehr ein Sammelsurium von Richtlinien, aus denen dynamische Prozesse angeregt werden. In der offiziellen Beschreibung von Seiten der Gemeinde heißt es dazu: „Im nächsten Schritt werden die Vorschläge des Masterplans bewertet und ein Zeitplan sowie Anleitungen für ihre Verwirklichung ausgearbeitet“. Mit einer neuerlichen nachträglichen Bewertung und einer Konzipierung der Umsetzung jedoch wird der politische Handlungsspielraum, ähnlich dem Leitbild, 5
Politik & Gesellschaft
Klauspeter Dissinger, Verkehrssprecher der GBL: „Einige Punkte im Bereich Verkehr haben wir bereits in Vergangenheit vorgeschlagen, andere finden keinesfalls unsere Unterstützung“
–––––––––––––––––––––
vorläufig sehr unklar umfasst und ist damit interpretationsoffen. Die Öffentlichkeit zumindest soll weiterhin eingebunden bleiben, so der Wunsch von Bürgermeister Albert Pürgstaller und den Koordinatoren des Masterplan-Teams, etwa in Form von jährlichen MasterplanVeranstaltungen, Workshops und Bürgerstammtischen zu verschiedenen Themenbereichen.
Welche sind nun die Ergebnisse
aus über 300 Seiten Analysen, strategischen Zielbestimmungen und Maßnahmepaketen? Im Bereich des Sports sind die strategischen Ziele eine generelle Förderung von Sport und Bewegung, auch im Sinne der ungebundenen Formen, die Professionalisierung der Vereinsarbeit und der Strukturen (im Sinne einer besseren Auslastung und Erweiterung) sowie die Vernetzung des Sports auch mit anderen Politikfeldern wie Gesundheit, Soziales oder Tourismus. Als konkrete Maßnahmen
6
sieht man hierfür im strukturellen Bereich die Schaffung eines großen Sportparks im Süden der Stadt: Hier sollen bestehende Strukturen zusammengefasst und generalsaniert werden, durch neue Angebote auch jenseits vom Sport ergänzt und somit eine „Verbundlösung“ geschaffen werden. In den Fraktionen sollen kleine, vielfach nutzbare Sportanlagen, auch Bolzplätze, als sinnvoll genutzte Freizeiträume entstehen. Die Vernetzung des Sports mit anderen Politikfeldern soll ein integratives sportpolitisches Konzept aufzeigen. Für die Professionalisierung der Vereinsarbeit braucht es einerseits eine Strukturreform im Vereinswesen, andererseits eine Anlaufstelle zur Hilfestellung, etwa in Form eines „Hauses des Sports“.
Die „soziale Dimension“ des Masterplans ist das umfangreichste Dokument aller sechs Bereiche, zurückzuführen vor allem auf
eine mehr als umfangreiche Analyse sämtlicher bestehender Strukturen, Ressourcen und Bedürfnisse. Überaus vielschichtig sind schließlich auch die aus den Analysen erwachsenen Vorschläge an Maßnahmen: reich an der Zahl, leider aber in mehreren Bereich zu allgemein formuliert, ohne den strukturellen Träger der Umsetzung zu benennen. Ein Wunschkatalog, den man kaum kritisieren kann. Ein Kernelement indes hebt sich in der Empfehlungsliste überdeutlich hervor: die Bildung, breit und strukturübergreifend die wichtigste Konstante. Auch an strukturellen Empfehlungen, nach Zielgruppen unterteilt, mangelt es nicht. Aber auch hier wird es eine Prioritätensetzung und vertiefende Strategie zur Umsetzung brauchen.
Die Fachgruppe Verkehr hat
eine Reihe von Empfehlungen auf den Weg gebracht, erarbeitet nach einer detaillierten Bestandsaufnahme der Schwachstellen, aber auch der Potentiale aus verkehrstechnischer Sicht. Die empfohlenen Maßnahmen teilen sich in bauliche und verkehrsorganisatorische und befassen sich mit den Bereichen Straßenund Wegenetz, öffentlicher Personennahverkehr und Plosebahn, ruhender Verkehr, Wirtschaftsgüterverkehr, Fußgänger, Radfahrer und Stadtraumgestaltung. Die markantesten unter ihnen sind der Mittelanschluss der Westumfahrung, die Südspange bei Milland und die Umfahrung von Köstlan, wobei bei den beiden letzteren die erzielbare Entlastung mit den verursachten Kosten bestens abgewogen werden sollten. Für den Zentrumsbereich soll eine generelle Neukonzeption des Verkehrs in Hinblick auf die zu erwartende Wirkung der Westumfahrung jetzt schon geplant und dann zeitgleich
umgesetzt werden. Im Bereich des Öffentlichen Nahverkehrs ist die Hauptzielsetzung, den Bahnhof zur Drehscheibe aller Verkehrsmittel zu machen, auch unter dem Stichwort Mobilitätszentrum bekannt. Eine Seilbahn von Brixen auf die Plose soll laut Masterplan neben der touristischen Attraktivität auch massiv zur Entlastung des Individualverkehrs beitragen. Bezüglich einer eventuellen Positionierung der Talstation gibt es mehrere denkbare Varianten. Festgehalten ist hierzu, dass bereits an einer Machbarkeitsstudie gearbeitet wird. Die Schwerpunkte in Sachen Parkplätze liegen bei der Vereinheitlichung des Reglements, der besseren Auslastung bestehender Kapazitäten, der Deckung des bestehenden Bedarfs und einer generellen Forcierung zur Reduktion der Oberflächenparkplätze. Der Wirtschaftsgüterverkehr soll laut Masterplan vor allem im Stadtzentrum bestmöglich reduziert werden, eine Konzentration im Sinne einer „City-Logistik“ ist zu prüfen. Die Fußgänger- und Radwege sind insgesamt besser zu gestalten und auszubauen, wobei man auf ältere, schon vor einigen Jahren in Auftrag gegebene Pläne zurückgreifen kann. Schließlich sollen unter dem Stichwort „Stadtraumgestaltung“ vor allem die Zufahrten zur Stadt deutlich verschönert und einladender gestaltet werden.
Sehr klare Vorstellungen hat
man im Bereich der wirtschaftlichen Positionierung der Stadt. Die entsprechende Fachgruppe hat nach Sammlung aller relevanten Daten eine SWOT-Analyse (Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken) gemacht und darauf aufbauend eine Reihe von Vorschlägen unterbreitet. Die strategischen Zielsetzungen
Foto: Oskar Zingerle
BM Albert Pürgstaller: „Als nächstes werden die Vorschläge bewertet und ein Zeitplan sowie Anleitungen für die Verwirklichung ausgearbeitet“
–––––––––––––
sieht man auf fünf Säulen gestützt: Die Aufwertung der Altstadt als zentraler Kern der Stadt, die Kultur als treibender Motor der Entwicklung vieler Bereiche, die Ausarbeitung eines Konzepts für das psychophysische Wohlbefinden als Dreh- und Angelpunkt für viele Entwicklungen, die fortschreitende und bereits begonnene Umwandlung der traditionellen Handwerksbetriebe in ein System von innovativen Unternehmen mit hohem Fachwissen – und schließlich: ein klares touristisches Profil! Rund um diese Zielsetzungen wurden anschließend Aktionsfelder definiert und in übergreifende, spezifische und begleitende Maßnahmen unterteilt. Zu den übergreifenden Aktionsfeldern gehören die Kernbereiche Urbanistik, Infrastrukturen und ein City-Marketing. Zu den spezifischen Maßnahmen hingegen zählt die Forcierung des Handels im historischen Zentrum, weiters unter dem Stichwort „Made in Brixen“ die Aufwertung des verarbeitenden Gewerbes. Weitere Maßnahmen sind Kultur und Bildung als ein Magnet und Wirtschaftsfaktor sowie die Intensivierung der Dienstleistungen rund um den Bereich Gesundheit und Wohlbefinden. Als Begleitmaßnahme soll das Ganze von einer koordinierenden und kontrollierenden Stelle aus überwacht und gefördert werden. Der Bereich Tourismus wurde, weil als besonderer Wirtschaftsfaktor ausgewiesen, in einem eigenen Fachteam behandelt. Mit der Malik-Studie von 2008 konnte man gerade in diesem Gebiet auf sehr umfangreiche Vorarbeiten zurückgreifen. Nach der
Definition von Rahmenbedingungen und Ausgangssituation wurde auch hier eine SWOTAnalyse erarbeitet und darauf aufbauend die Positionierung Brixens durch ein Leistungsprofil und die wichtigsten Kernleistungen beschrieben. Die Positionierung ist ein Resultat aus der Verknüpfung der wichtigsten Potenziale und Alleinstellungsmerkmale von Brixen, unter Berücksichtigung der Anforderungen des Marktes und der Leistungsprofile der lokalen Mitbewerber. Wichtige Elemente der Positionierung sind etwa die historische Altstadt, die Nahtstelle zwischen Süd und Nord, das besondere Klima oder der Genussund Erlebnischarakter, um nur einige zu nennen. Aufbauend auf die Positionierung wurden sechs strategische Entwicklungsfelder benannt, denen wiederum wichtige Maßnahmen zu Grunde liegen: Ganzjahrestourismus, Qualität, Marke, Vernetzung, Wertschöpfung und Vermarktung.
Last but not least die Kultur.
Auch dieses Fachteam hatte, ausgehend vom Datenmaterial und einem Vergleich mit anderen Städten, die Stärken und Schwächen der Brixner Kultur analysiert und daraufhin strategische und operative Ziele formuliert. Davon abgeleitet wurde eine Liste von Maßnahmen. Zu den wichtigsten strategischen Zielen gehören die Positionierung Brixens als „Stadt des Dialogs“ in vielfacher Hinsicht, der Aufbau einer gemeinsamen kulturellen Identität, die Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements, die bessere Kommunikation von Kultur, die Positionierung Brixens 7
Politik & Gesellschaft
als Ort der Traditionspflege und Moderne, und einiges mehr. Die vordringlichste operative Zielsetzung laut Masterplan ist wenig überraschend die Schaffung einer zentralen Service- und Koordinierungsstelle - eine Einrichtung, die Kulturschaffende und Touristiker seit etlichen Jahren fordern und nun schon bald realisiert werden könnte. Wo genau man die Einrichtung ansiedeln könnte und sollte, dazu gibt es vier Varianten, die nun geprüft werden. In der Maßnahmenliste schließlich wird detailliert beschrieben, welche Ressourcen diese Stelle braucht und was sie leisten kann und soll. Der Kulturbericht greift insgesamt viele Stärken auf und formuliert eine langfristige Zielbestimmung der Brixner Kultur, mit dem Oberziel „Stadt des Dialogs“. Irgendwie vergessen oder nicht erwähnt wurden jedoch die Jugendkultur und ihr kreatives Potential, was bei der Vorstellung des Kulturberichtes auch eingesehen und als Manko erkannt wurde. Wenngleich die Jugendkultur in der „sozialen Dimension“ des Masterplans ansatzweise beschrieben ist, zeigt dies dennoch einmal mehr den Stellenwert, den sie in Brixen genießt. Um der jugendkulturellen Emigration entgegen zu wirken, wird man auch in diesem Bereich strategische Zielbestimmungen finden müssen. Mit diesen sechs gesellschaftlichen und politischen Kernbereichen erklimmt der „Masterplan Brixen 2020“ also seinen ersten Höhepunkt. Die Resultate für das Herzstück Urbanistik sollen sodann im Herbst vorliegen und zur Abstimmung gelangen. Mit den anderen Bereichen gebündelt, wird das Endprodukt letztlich in ein Weißbuch münden, damit das Erarbeitete auch fortdauernde Verbindlichkeit erlangt. Viel ist in das Dokument hinein gekommen, viel auch wieder zurück: Feedback, Kritik, Lob, Stellungnahmen, Wertungen, Deutungen. Bei den drei öffentlichen Vorstellungen hatten vor allem die Bürger das Wort, im Gemeinderat allein die Parteien und Listen. Naturgemäß äußerst differenziert fiel die Bewertung der Ergebnisse aus, von den Bürgern genauso wie von den politischen Gruppierungen. Die am häufigsten genannte, übergreifende Kritik zielt auf eine insgesamt zu allgemeine Formulierung der Empfehlungen, die wiederum einen zu hohen Handlungsspielraum für politische Willkür öffne. Dem entgegen halten die Koordinatoren, 8
Die Freiheitlichen mit Walter Blaas bemängeln unter anderem die methodische Vorgehensweise bei der Erstellung des Masterplans
––––––––
dass es sich beim Masterplan eben nicht um einen Plan, vielmehr um Richtlinien handle. Klauspeter Dissinger war es, der in der Gemeinderatssitzung als erster Redner zu einer abschließenden Bewertung ansetzte. Als Verkehrssprecher der Grünen Bürgerliste lobte er vieles, was im Gebiet der Mobilität geplant sei und wies darauf hin, dass seine Liste gar einiges davon bereits in Vergangenheit vorgeschlagen hatte. Kritik übte er erwartungsgemäß am Mittelanschluss der Westumfahrung, an der Südspange und einer eventuellen Seilbahnstation im Zentrumsbereich. Elda Letrari, Fraktionssprecherin der Bürgerliste, fand es vor allem erfreulich, dass das Haus der Solidarität als Kernelemente der förderungswürdigen Sozialstrukturen erwähnt wurde. Markus Lobis lobte einige positive Ansätze im Dokument und zeigte sich erfreut, dass man in Südtirol schön langsam eine zielgerichtete Planungskultur entdecke – allein an eine konsequente Umsetzung wolle er noch nicht recht glauben. Kritik übte er auch an der beachtlichen Unschärfe der Zielvorgaben. Walter Blaas von den Freiheitlichen fand wenig Gutes am Masterplan, weshalb er ihn insgesamt als „viel Altpapier“ mit „einigen wenigen guten Ansätzen“ bezeichnete, durchzogen von „Wahlzuckerln“ und einem Gefälligkeitsgutachten ähnelnd. Als Begründung nannte Blaas vorab das methodische Vorgehen, bei dem er einiges auszusetzen hatte: die Nichteinbeziehung wichtiger Persönlichkeiten, die politische Auswahl der Teilnehmer in den SWOT-Analysen der Fraktionen, ein teilweise veraltetes Zahlenmaterial und die ortsbezogene Unkenntnis externer Experten,
die es seiner Meinung nach gar nicht gebraucht hätte. Die inhaltliche Kritik der Freiheitlichen zielte vor allem auf die Bereiche Mobilität und Tourismus, Lob gab es hauptsächlich für Kultur und Sport. Antonio Bova vom „Popolo della libertà“ zeigte sich überaus erfreut darüber, dass in der sozialen Dimension des Masterplans der italienische „Disagio“ und das Fernziel einer zweisprachigen Schule festgeschrieben und beides damit thematisiert wurde. Für den Rest sah er gerade im Sozialen zu viele Allgemeinplätze und Kompetenzvermischungen formuliert. Sein Fazit deshalb: ein populistisches Dokument der Mehrheit, mit wenig Chancen auf konkrete Umsetzung vieler darin enthaltener Dinge.
Im Unterschied zu den Kritiken der Opposition rückten die Vertreter der Regierungskoalition logischerweise die positiven Aspekte des Masterplans in den Vordergrund. Heinrich Ferretti, Fraktionssprecher der SVP, bezeichnete die gesammelten Ausführungen als „konsistentes Dokument“, das viele gute Ansätze berge und als Ergebnis einer langen, mühsamen Arbeit sich deshalb auch Lob verdient habe. In dieselbe Kerbe schlug Gemeinderat Roberto Spazzini von der Liste „Insieme per Bressanone“, der den richtungsweisenden Charakter der Arbeiten herauskehrte. Neo-Gemeinderat Paul Seeber fungierte sodann als Sprachrohr der Brixner Architektenschaft, die als informelle Gruppe eine Bewertung der aktuellen Resultate formuliert hatte. Darin wird der Masterplan in seiner jetzigen Form ausdrücklich sehr positiv im Sinne der Grundlagenarbeit bewertet, mit Verweis auf das
„kraftvolle Überthema“ der Kultur, die „Stadt im Dialog“. Seinen ureigenen Zweck indes erfülle der Masterplan aus Sicht der Architektenschaft noch nicht ganz. Markante Grundsatzentscheidungen als abgesicherte Vorgaben für weitere Planungsschritte seien noch zu treffen. Denn der bisherige Stand des Masterplans biete „noch zu viele offene Möglichkeiten“. Deshalb regen die Architekten auch mit Nachdruck, wie von Koordinator Mutschlechner bereits propagiert, die Erstellung eines Weißbuches an.
„Es soll dies ein Fortschreiben
sein“. Mit diesen Worten brachte Bürgermeister Albert Pürgstaller die Masterplan-Diskussion im Gemeinderat zu Ende und das Papier zur Abstimmung. Kein abgeschlossenes Dokument also, sondern Teil einer stetigen Entwicklung. Eine Grundlage, die Wesentliches behandelt und gleichzeitig Spielraum für das Weiterdenken bietet. Die Gretchenfragen aber bleiben der fortwährende politische Handlungsspielraum und die Konsequenz bei einer vertiefenden Planung und bei der Umsetzung der Richtlinien. Zu Ersterem werden wir mehr wissen, wenn im Herbst auch der Bereich Urbanistik beschlossen und die Ergebnisse in ein bindendes Weißbuch gegossen sein werden. Für das Letztere ist die Politik gefordert, aber nicht nur: Erreichbar sind die vielfältigen und mutigen Zielvorgaben nur dann, wenn sich alle gesellschaftlichen Gruppierungen maßgeblich daran beteiligen.
ingo.dejaco@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
new opening partnership store · große lauben 24 · brixen
Politik & Gesellschaft
BRIXEN
Wolki suchte den Superstar z Julia Deporta ist „Wolkis Superstar“! Die Brixner Schülerin gewann mit der Interpretation von Christina Aguileras Hit „Hurt“ eine Casting-Show der Mittelschule Oswald von Wolkenstein, an der sich 61 Schüler beteiligt hatten. Nach der ersten Vorauswahl wurden 23 Schüler sechs Wochen lang von Gitarrenlehrer Chris Aigner und Schlagzeuglehrer Andreas Hofer betreut. „Wichtig waren
uns der Ausdruck der Stimme, aber auch die Arbeit an Gestik und Mimik“, erklärt Projektleiter Aigner. Nach einer weiteren Ausscheidung blieben 17 Schüler übrig, die Anfang Juni in einer Schlussveranstaltung in der Aula Magna vor einem begeisterten Publikum gegeneinander antraten. Die Jury wählte Julia Deporta, die übrigens von Sophie Melzer am Klavier bravourös begleitet
wurde, mit klarem Vorsprung auf Platz 1; hinter Deporta platzierten sich Lena Obexer, Elisabeth Falk, Judith Meraner und Nicolas Gelio auf die Ränge zwei bis fünf. wv
P&G
Politik & Gesellschaft Foto: Oskar Zingerle
EISACKTAL
Ergebnisse der Europawahlen z SVP-Kandidat Herbert Dorfmann (im Bild) hat als einziger Südtiroler den Sprung in das EU-Parlament geschafft. Der bisherige EU-Parlamentarier Sepp Kusstatscher von den Grünen wird in der nächsten Amtsperiode hingegen nicht mehr in Straßburg und Brüssel einen Sitz innehaben: Das Listenbündnis „Sinistra e Libertá“ konnte die italienweite Vier-Prozent-Hürde nicht überspringen. In Brixen erhielt die SVP 47,8 Prozent der Wählerstimmen (2004: 38,6%),
kurz
notiert
10
das Bündnis mit den Grünen 16,4 Prozent (2004: 25,7% als „VerdiGrüne“), der „Popolo della Libertá“ 13,1 Prozent (2004: 6,7% als „Alleanza Nazionale“), der Partito Democratico 7,3 Prozent (2004: 9,9% als „Uniti Ulivo“) und die Lega Nord 5,2 Prozent (2004: 0,7%). Südtirolweit zeigten sich die Stimmberechtigten nicht gerade wahlfreudig, auch wenn im Vergleich zu anderen Regionen oder zum Ausland wesentlich mehr Menschen zur Wahlurne
schritten: Die Wahlbeteiligung lag in Südtirol bei 62,9 Prozent, somit machten 239.102 Wähler von ihrem Stimmrecht gebraucht – zehn Prozent weniger als bei den letzten EU-Wahlen. Herbert Dorfmann möchte bis zu den Gemeinderatswahlen im Mai 2010 sein Amt als Bürgermeister von Feldthurns unentgeltlich weiterführen, Sepp Kusstatscher übernimmt wiederum die Rolle des Co-Sprechers der Grünen in db Südtirol.
Der Brixner Gemeinderat hat den Entwurf eines Raumordnungsvertrages genehmigt. Dieser sieht vor, dass die Gemeinde in der Battististraße 53 öffentliche Parkplätze erhält; dafür gewährt sie in der Wohnbauzone B4 der Firma Oberegger Immobilien KG eine Mehrkubatur von etwa 3400 Kubikmeter.
Oberschüler aus Brixen haben sich am Projekt „Zeit schenken“ der youngCaritas beteiligt: Sie haben im vergangenen halben Jahr zwei bis drei Stunden wöchentlich freiwillig in sozialen Einrichtungen mitgearbeitet und den Menschen dort ihre Zeit und Einsatzbereitschaft geschenkt.
Der Kinderhort in Vahrn muss nicht geschlossen werden, bis zum 31. Dezember 2010 bleibt die Tagesstätte sicher verfügbar. Grund hierfür sind Neueinschreibungen, sodass die Anzahl der betreuten Kinder sich erhöhte.
NACHGEFRAGT
„EU steht als Sündenbock da“ Michl Ebner, ehemaliger EU-Parlamentarier, über die sinkende Wahlbeteiligung bei EU-Wahlen und seinen Nachfolger Herbert Dorfmann. Herr Dr. Ebner, was macht das EU-Parlament falsch, dass die Wahlbeteiligung bei jeder Wahl sinkt ? Viele Europäer haben ein negatives Bild von den Europäischen Institutionen bzw. vom Europäischen Parlament. Diese ablehnende Einstellung resultiert jedoch großteils aus der Berichterstattung der nationalen, regionalen und kommunalen Vertreter, die meist negativ über Europapolitik und europäische Themen berichten. In diesem Sinne stellt die EU vielfach einen Sündenbock für die nationale Politik der einzelnen Mitgliedsstaaten dar und dass sich dies
negativ auf die Meinungsbildung auswirkt, steht außer Frage.
besser mit dem Gedanken eines vereinten Europas identifizieren.
Wie kann Europa das Interesse für die EU-Politik steigern? Immer mehr Bereiche unseres Lebens betreffend werden in Brüssel entschieden, denn circa 65% unserer Gesetze sind Umsetzung von EU-Vorgaben in nationales Recht. Dafür muss - auch als Voraussetzung, um politische Entscheidungen nachvollziehen zu können - noch ein breiteres Bewusstsein geschaffen werden, wozu die Wahrnehmung seitens der Öffentlichkeit entscheidend beitragen kann und muss. Nur dadurch können sich die Bürger
Welchen Tipp können Sie Ihrem Nachfolger geben? Herbert Dorfmann wird seine Arbeit in Brüssel sicher gut machen. Uns Südtirolern ist es schon ein wenig gegeben, Dinge aus verschiedenen Perspektiven zu sehen. Interkulturelle Kompetenz, Kontaktfreudigkeit und Offenheit sind Fähigkeiten, die für die Arbeit im EU-Parlament erforderlich sind. Herbert Dorfmann ist mit guten Qualitäten ausgerüstet und wird seinen Weg im Interesse Südtirols gehen. willy.vontavon@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
WIR SIND WIEDER FÜR SIE DA IM NEUEN WÄSCHEGESCHÄFT IN DER BAHNHOFSTR. 10/A (GEGENÜBER SONNENTOR)
CALIDA
CALVIN KLEIN
TOMMY HILFIGER
FALKE
39042 Brixen|Bahnhofstr. 10/a Tel. 0472 970274 | www.kahl.it
11
Politik & Gesellschaft
MILLAND
100 Jahre Feuerwehr z Mit einer Feier Ende Mai hat das Jubiläums-Jahr der Freiwilligen Feuerwehr Milland seinen Höhepunkt erreicht. Nach der Festmesse fand der Festakt am Dorfplatz statt, bei dem Kommandant Günther Oberhuber das neue Tanklöschfahrzeug vorstellte, das sich die Millander Feuerwehr mit Unterstützung zahlreicher Sponsoren gekauft hatte. Mit flotten Sprüchen lockerte Clownin Malona die Veranstaltung auf: So wurde der „Schutzpatron“ Landesrat Florian Mussner zum Mikrofonständer umfunktioniert, und Bürgermeister Albert Pürgstaller bekam das Baby von Malona in den Arm gelegt. Zum
gegebenen Anlass hat die Millander Feuerwehr auch eine Festschrift herausgebracht: Uwe Dariz, Hans Grießmair, Emil Kerschbaumer und Heinrich Thaler haben dafür Bilder, Daten und Texte gesammelt und zu einem 112 Seiten starken Büchlein gestaltet, das zahlreiche Aspekte des Feuerwehrdaseins und die Chronik der letzten 50 Jahre erläutert. Schauspieler und Regisseur Georg Kaser las Passagen aus der Festschrift und aus Schillers „Lied von der Glocke“; ein Feuerwehrtrupp in alten Uniformen inszenierte mit Lederkübeln und der ersten Feuerspritze aus dem Jahr 1911
einen Löscheinsatz, wie er vor rund 100 Jahren ausgesehen haben mag. Zweifel an der Regie kamen auf, als sich ein respektabler Transporter im Rückwärtsgang zwischen den Zuschauern den Weg bis vor die Festbühne bahnte und ein rotes Paket platzierte – dieses entpuppte sich als tragbare Hochleistungspumpe.
Abschließend demonstrierte eine Gruppe Feuerwehrmänner – diesmal in zeitgemäßer Ausrüstung – in einem Probeeinsatz ihre Effizienz sowie die Möglichkeiten des neuen Tanklöschfahrzeuges: Der Wasserstrahl aus der auf dem Tankwagen montierten Hochdruck-Kanone reichte bis zum Jakob-Steiner-Haus. db
Vals
50 Jahre Hilfsbereitschaft z Mit einem großen Fest feierte die Freiwillige Feuerwehr Vals Anfang Juni ihr 50-jähriges Bestehen und hat sich aus diesem Anlass gleich selbst beschenkt - mit einer neuen Fahne sowie einem Mannschaftsfahrzeug. Beim feierlichen Gottesdienst segnete Kanonikus Leo Munter Fahne und Fahrzeug und dankte den Feuerwehrmännern für ihre unermüdliche Hilfsbereitschaft. Nur wenige Tage vorher war diese bei einer groß angelegten Suchaktion nach einem vermissten Urlauber
erneut unter Beweis gestellt worden. Kommandant Alois Leitner erklärte im Anschluss an die Messfeier die durch den starken Mitgliederzuwachs notwendig gewordene Anschaffung des 65.000 Euro teuren Mannschaftsfahrzeuges, das gleichzeitig als Einsatzleitfahrzeug und Atemschutzsammelstelle diene. Über die neue Fahne zeigte sich Alois Leitner besonders erfreut: „Die Fahne ist ein Unikat und diese Einzigartigkeit soll die Wertschätzung gegenüber jenen unverzichtbaren Werten zum Ausdruck bringen, von denen die
Wehr zusammengehalten wird“, erläuterte er. Die Feuerwehr Vals zählt heute 40 Mitglieder. oz
BRIXEN
Aktive Senioren z 1979 traf man sich erstmals gemeinsam in einer Stube; in den darauf folgenden 30 Jahren erweiterte der Seniorenklub Brixen zunehmend seine Tätigkeiten: „Wir haben eine Tanz-, Turn- und Singgruppe, gehen zum Schwimmen oder zum Törggelen, feiern Fasching und Weihnachten oder unternehmen verschiedene Fahrten, darunter auch eine Mehrtagesfahrt sowie eine gemeinsame Wallfahrt“, umreißt Oswald Kasal, Präsident des Vereins, die Tätigkeiten. „Unser Ziel liegt darin, bis ins hohe Alter aktiv zu bleiben“. In den 12
Anfangsjahren war der Seniorenklub auf die Stadt Brixen beschränkt, heute umfasst der Verein die gesamte Gemeinde und zählt an die 900 Mitglieder. „Vorwiegend in den Jahren 1984 bis 1986 bildeten sich auch in den Brixner Fraktionen Afers, St. Andrä, Tschötsch und Tils Seniorenklubs, die autonom ihr eigenes Programm planen und durchführen“, erläutert Kasal. Sein 30-jähriges Bestehen feierte der Seniorenklub Brixen Ende Mai mit viel Schwung: Geehrt wurden die bisherigen Präsidenten Johann Zingerle, Oswald Bortolotti und
Gertude Hell-Machacek, die Mitglieder führten ein kleines Theaterstück auf, und die Singgruppe unterhielt ebenso mit Liedern. Zahlreiche Ehrengäste gratulierten dem Seniorenklub und dankten
allen Ehrenamtlichen, die sich für den Klub engagieren. Neue Mitglieder sind jederzeit erwünscht; der Seniorenklub Brixen ist am Großen Graben 26, Telefon 0472 831613, erreichbar. db
EISACKTAL
BRIXEN
Rechtsberatung der Krebshilfe
Regensburger Allee in Brixen
eguatee ioni ad formaz In nza Tumori Alto Adig legale dell’Assiste con la consulenza
shilfe Südtiroler Kreb ori Assistenza Tum Alto Adige
z Mit einer Krebserkrankung können Situationen eintreten, die einer rechtlichen Klärung bedürfen – beispielsweise Arbeitsausfälle, Versicherungsschutz, Invalidität oder die Regelung der Erbschaft. Sich darüber rechtzeitig zu informieren und gegebenenfalls rechtliche Angelegenheiten im Vorfeld zu regeln, schützt oftmals vor unerwarteten Konflikten oder finanziellen Engpässen. Aus diesem Grund hat die Südtiroler Krebshilfe ihren neuen Dienst „RECHTzeitig informiert mit der Rechtsberatung der Südtiroler Krebshilfe“ ins Leben gerufen. Damit ermöglicht die Südtiroler Krebshilfe den Krebspatienten, ein kostenloses
Beratungsgespräch mit einem Anwalt, Notar oder Versicherungsexperten zu führen. Die Beratung erstreckt sich über Fragen bezüglich Arbeitsrecht, Versicherungen, Erbrecht oder Testamentverfassung. „Für Krebspatienten ist es zunächst unangenehm, sich neben ihrer Krankheit auch noch mit Rechtsangelegenheiten und Versicherungsfragen auseinandersetzen zu müssen“, erläutert Renate Daporta Jöchler, „die Erfahrung hat jedoch gezeigt, dass eine frühzeitige Information über rechtliche Angelegenheiten sehr zum Schutz und Absicherung der Patienten und Familienangehörigen beiträgt“. Die Beratungsgespräche werden in ganz Südtirol angeboten, die Terminvereinbarung erfolgt über die Bezirkssitze der Südtiroler Krebshilfe. „Mit diesem Dienst wollen wir Krebspatienten in ihrer schwierigen Situation etwas entlasten und auch das Bewusstsein schärfen, dass Rechts- und Versicherungsangelegenheiten so frühzeitig als möglich abgeklärt werden“, erläutert Renate Daporta Jöchler. Informationen über die Rechtsberatung finden sich in einem eigenen Folder, der an den Bezirkssitzen erhältlich ist. Zudem erteilen diese Anlaufsstellen der Südtiroler Krebshilfe gerne weitere Auskünfte über die neue Dienstleistung der Vereinigung. db
Sonderwochen Im Juni viele Sonnencremes im Angebot!
27.6. - 04.7. 04.7. - 11.7. 11.7. - 18.7. 18.7. - 25.7.
40 Jahren Städtepartnerschaft Anfang September. Bei der letzten Gemeinderatsitzung bemängelten die Oppositionsparteien, dass die Umbenennung ohne Absprache mit den Fraktionssprechern erfolgt und auch die Anrainer im Vorfeld darüber nicht informiert worden seien. Der neue Straßenname wurde trotzdem einstimmig genehmigt, vom Rondell bis hin zum Bahnhof bleibt der alte Name erhalten. db Foto: Oskar Zingerle
iert informshilfe Tzeitig REmitCH g der Südtiroler Kreb der Rechtsberatun
z Das Teilstück der Bahnhofstraße von der Kreuzung zur Kreuzgasse bis hin zum Kreisverkehr bei der Staatsstraße erhält einen neuen Namen: Es wird in „Regensburger Allee – Viale Ratisbona“ umbenannt. Die Namenswahl gründet auf die Städtepartnerschaft zwischen Brixen und Regensburg, die heuer ihr 40-jähriges Jubiläum feiert. Die offizielle „Straßentaufe“ erfolgt somit auch bei den Feierlichkeiten zu den
Shiseido E. Lauder Biotherm viele Düfte
Drogerie - Parfümerie
Brixen, Domplatz 2 • Tel. 0472 836458 Auch jeden Samstag Nachmittag geöffnet. 13
Menschen & Meinungen
Foto: Oskar Zingerle
RESOLUT UND WARMHERZIG: „Als Frau muss man lernen, mit bestimmen Klischees umzugehen“ (Juliane Gasser)
–––––– PORTRAIT
Direktorin mit Pfiff JULIANE GASSER PELLEGRINI, Direktorin der Fachschule für Land- und Hauswirtschaft Salern, über ihre kleineren und größeren Kämpfe im Berufs- und Privatleben.
R
esolut, zielstrebig und entwaffnend direkt, das ist Juliane Gasser. Weltoffen, vor Energie nur so sprudelnd und warmherzig, auch das ist Juliane Gasser. Die gebürtige Vinschgerin, die schon seit über 30 Jahren in Vahrn lebt, ist die Direktorin der Fachschule für Land- und Hauswirtschaft Salern, seit einigen Jahren ist sie auch für jene in 14
Dietenheim verantwortlich. „Obwohl ich nicht direkt aus der Landwirtschaft komme, habe ich schon bald gemerkt, wie sehr mich diese Arbeit fasziniert“, sagt sie heute. So pendelt sie also zwischen den beiden Schulen hin und her, tüftelt an neuen Projekten („Wir müssen stets nach vorne denken“) und sucht immer wieder die konstruktive Auseinandersetzung. „Ich
bin für meine Vorgesetzten sicher keine einfache Mitarbeiterin“, bekennt sie frei heraus.
Reibung aushalten zu können,
vor allem, wenn es darum geht, langfristige Lösungen zu suchen, das habe sie im Vahrner Gemeinderat gelernt. Zur Gemeindepolitik sei sie übrigens gekommen, „weil die Gemeinde keine Waschmaschine
für den Kindergarten kaufen wollte und die Kindergärtnerinnen die Hangerlen zum Waschen mit nach Hause nehmen mussten“. Als Mutter von zwei Kindergartenkindern habe sie also für diese Waschmaschinen gekämpft und der Gemeinde irgendwann gesagt, sie würde das notwendige Bügeleisen dazukaufen. Damit sie sich besser engagieren könne, so hatte
„Nachdem die jüngste Schwester die Maturaprüfung abgelegt hatte, kehrte meine Mutter endgültig nach Mals zurück“.
Kinder vom Land, die in der
„Eine gute Ausbildung trägt einen durch das ganze Leben“_ Juliane Gasser Pellegrini
Stadt zur Schule gehen wollten, mussten damals auf ihre Eignung „getestet“ werden. Also machte sich ihre Mutter mit ihr, der Ältesten, eines Tages um fünf Uhr morgens mit dem Zug auf von Mals nach Bozen. „Ich war übermüdet, alles war neu für mich, und so habe ich einfach nur geplärrt“, erinnert sich Juliane Gasser. „Der Test ergab dann, dass ich in die sogenannte Låppenklasse kommen sollte. Meine Mutter gab sich mit diesem Ergebnis jedoch nicht zufrieden und reichte Rekurs ein“. Wieder stand ein Test bevor. „Ich sah die anderen Kinder, die alle eine Behinderung hatten, und habe wieder geplärrt“. Der Münchner Psychiater, dem Juliane dann vorgestellt wurde, meinte zu ihrer Mutter, sie bräuchte sich keine Sorgen zu machen, sie würde nie ein Heft ihrer Tochter anschauen müssen. „So war es dann auch“, lacht Juliane Gasser. In Bozen erlebten sie und ihre Geschwister eine wunderbare Jugend: „Wir waren in der Katholischen Jugend, und unter der Leitung von Dekan Johannes Noisternigg verbrachten wir herrliche Zeiten“. Zudem hat ihr die Schule immer großen Spaß gemacht, „eine gute Ausbildung trägt einen durch das ganze Leben“.
Nach ihrem Studium wollte
man ihr gesagt, solle sie sich doch in den SVP-Ortsausschuss von Vahrn wählen lassen. So kam sie also in dieses Gremium und ließ sich für die nächsten Gemeinderatswahlen zu einer Kandidatur überreden, „weil ich dachte, dass mich eh keiner kennt“. Dass sie dann sofort in den Gemeindeausschuss gewählt wurde, hat sie selbst sehr überrascht.
In der Politik hat sie auch für ihren Beruf sehr viel gelernt, „vor allem, dass man immer aktionsfähig bleiben muss und als Frau lernen muss, mit bestimmten Klischees umzugehen“. Sie komme aus einem sehr starken Elternhaus, sagt die streitbare Direktorin. Das Grundvertrauen, das sie dort mitbekam, das habe ihr immer wieder geholfen, denn eigentlich sei sie ja ein schüchterner Mensch. Sie ist zwar in bescheidenen
Verhältnissen aufgewachsen, „aber bei uns zu Hause gab es jede Menge Bücher, und vor allem gingen viele Freunde ein und aus“. Ihre Mutter sei eine sehr weitblickende und kluge Frau, der die Ausbildung ihrer Kinder sehr am Herzen gelegen hatte, erzählt Juliane Gasser. Dabei hat ihre Mutter keinen Unterschied zwischen ihrem Sohn und den fünf Töchtern gemacht: Alle sollten eine gute Schulausbildung bekommen: „Meine Mutter hat wohl sehr darunter gelitten, dass ihr dieses Glück nicht beschieden war“. So kam es also, dass Juliane und ihre Geschwister ihre Schulzeit in Bozen verbrachten, „obwohl meine Mutter in der Stadt nie wirklich glücklich war“. Den Sommer über kehrte die Familie dann jedes Jahr wieder nach Mals zurück, wo die Eltern eine kleine Ferienpension mit 60 Betten betrieben.
Juliane Gasser eigentlich zur Polizei gehen und sich dort um schwierige Jugendliche kümmern. Gekommen ist dann aber alles anders: Juliane Gasser studierte in einem rasenden Tempo, „nach nicht einmal drei Jahren hatte ich bis auf zwei Seminare schon alles abgehakt“. Manchmal tut es ihr heute noch ein wenig Leid, die Studentenzeit nicht mehr genossen zu haben. „Ich ging zwei Mal aus zum Essen und ein Mal ins Kino“. Sogar an den Filmtitel kann sie sich noch erinnern: „Aufstand der Boxer“. Sie trat dann eine Supplentenstelle als Mathematiklehrerin in der Fürstenburg in Burgeis an. Von dort kam sie in die Generaldirektion der Abteilung für Landwirtschaft und wurde für ein Projekt im Rahmen der neuen Gesetzgebung für Berggebiete engagiert. Bei der Höfeerhebung lernte sie ihren Mann kennen, „in einem nüchternen Sitzungssaal in Bozen“. Er ist ihr „Sechser im Lotto“.
Irgendwie blieb ihr aber nie die Zeit, um fertig zu studieren, denn Juliane Gasser kniet sich immer hundertprozentig in ihre Arbeit hinein: „Meine Mutter wollte mir sogar das Heiraten verbieten, damit ich das Studium abschließen konnte“. Den Wettbewerb für die feste Anstellung beim Land wollte sie aber auch nicht machen: „Mein damaliger Chef Heinold Steger hat mich gewissermaßen dazu dienstverpflichtet“. Heute ist sie froh, dass alles so gekommen ist, „das Schicksal hat es gut mit mir gemeint“. Die Mutter ist nach wie vor der Mittelpunkt der Familie. „Wir sind allesamt keine SoftTypen, aber die Mama ist immer noch der General“.
marlene.kranebitter@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
Steckbrief
Juliane Gasser wurde am 26. Juni 1954 in Mals als älteste von sechs Geschwistern geboren. Die Grund- und Mittelschule besuchte sie in Bozen. Die Maturaprüfung legte sie 1972 am klassischen Lyzeum ab und begann anschließend ein Pädagogikstudium in Innsbruck, das sie zum Leidwesen ihrer Mutter nie ganz abschloss. Seit 1989 arbeitet Juliane Gasser an der Fachschule für Land- und Hauswirtschaft Salern, zunächst als Mathematiklehrerin, seit 1999 als Direktorin. Im Jahre 2003 übernahm sie, zunächst nur als Übergangslösung gedacht, auch die Leitung der Fachschule in Dietenheim. Zehn Jahre lang war sie im Gemeindeausschuss, fünf Jahre im Vahrner Gemeinderat, eine Legislaturperiode im Bezirksrat und zwei Perioden im Parteiausschuss der Südtiroler Volkspartei. Außerdem engagierte sie sich als Bezirksstellvertreterin der SVP-Frauen. Ein großes Anliegen war ihr die Eröffnung des Eisacktaler Frauenhauses. Seit 1980 ist sie mit Ivo Pellegrini verheiratet. Das Paar hat zwei erwachsene Töchter. 15
Foto: Oskar Zingerle
Menschen & Meinungen
BRIXEN
Seeber rückt nach z Der Brixner Architekt Paul Seeber rückt für Werner Prosch in den Gemeinderat nach. Bekanntlich war Prosch nach dem Rücktritt von Franz Stockner in den Stadtrat gewählt worden; so wurde der SVP-Platz im Gemeinderat frei. Paul Seeber bekam bei den Gemeinderatswahlen im Jahr 2005 273 Vorzugsstimmen – genauso viele wie Albin Mitterrutzner aus St. Andrä. Das Wahlgesetz sieht
allerdings vor, dass bei Stimmengleichheit der ältere Kandidat den Vorzug erhält. Seeber hat in der Zwischenzeit bereits an zwei Gemeinderatssitzungen teilgenommen. Auf Anfrage des „Brixner“ zeigt er sich nach diesen ersten Erfahrungen „erschüttert“ über die „mangelhafte Streitkultur“ im Gremium: „Natürlich sollte jeder die Möglichkeit haben, seine Meinung zu äußern, aber es fehlt
den Leuten an Respekt für die Personen und für ihre Ämter“. Seeber bricht aber auch eine Lanze für die Opposition: „Der Gemeinderat ist das einzige Forum, in dem die Opposition ihre Anliegen anbringen kann“. Aber: „Es muss gelingen, die Sitzungen straffer zu verwalten und die Dauer der Sitzungen erheblich zu reduzieren“. So schlägt Seeber konkret vor, die Redezeiten zu halbieren. wv
M&M Menschen & Meinungen Brixen
Familiensitzgelegenheiten
Der Spruch vom Much
I woaß schun, prum der Masterplan ålm no net fertig isch. De Meister hobm olle koan Plan...
kurz
notiert
16
z Wenn ein Tischler nach seiner Pensionierung seinen Beruf weiterhin als Hobby ausübt, ist dies wohl ein Zeichen grenzenloser Passion. Diese Leidenschaft trägt der Brixner Josef Vikoler in sich: In seiner Freizeit stellt der pensionierte Tischler nämlich Sitzgelegenheiten in Menschengestalt her, bei denen man auf dem Schoß des Kunstwerkes sitzt. In den letzten Monaten ist gleich eine ganze Stuhl-Familie entstanden. Vikolers bevorzugter Werkstoff ist Altholz. Je nach Form und Beschaffenheit setzt er jedes
Stück an einer passenden Stelle des Stuhls ein. Zwar fertigt Josef Vikoler manchmal grobe Skizzen seines nächsten Werkes an, aber „nicht selten entwickelt sich die endgültige Form erst während des Zusammenbaus aufgrund der vorhandenen Holzteile.“ Wie genau er auf diese außergewöhnliche Idee gekommen ist, weiß Vikoler selbst nicht mehr genau: „Ich hab es einfach einmal probiert und gesehen, dass es funktioniert.“ Einige Stühle hat der Pensionist schon für einen guten Zweck verkauft. Nicht
Die Verwaltungsratmitglieder der Stadtwerke AG wurden auf fünf festgelegt. Gewählt wurden Peter Winkler, Paul Profanter, Daniel Schatzer, Brigitte Gasser und Stefano Andreatta. Die Ernennung bleibt bis zum Ende der Legislatur dieser Stadtregierung wirksam.
Salvatore Pes aus Aicha feierte seinen 100. Geburtstag. Der aus Sardinien stammende Jubilar arbeitete als Bühnentischler in Rom und zog im Jahr 1983, nach seiner Pensionierung, mit seiner zweiten Frau Paula Mair nach Aicha.
alle seine Werke haben übrigens Menschengestalt: In seinem Keller steht beispielsweise ein mit Kuhfell überzogener Schemel aus Nussholz und auf einem anderer Stuhl fällt auf dessen Lehne ein Tiroler Adler aus dem Wappen. oz
Hans Huber wurde für seine 50-jährige Tätigkeit als Organist in der Pfarrkirche Natz geehrt, zudem leitet er seit 20 Jahren den Pfarrchor. Pater Urban Stillhard, Vorsitzender des Verbandes der Südtiroler Kirchenchöre, dankte für den Fleiß und die Ausdauer des Geehrten.
O o op s
Leser kochen für Leser
mmh!
Müsliriegel
mein Hoppala
> Zutaten
Joachim Dejaco, Direktor der Südtiroler Transportstrukturen AG (STA)
Misslungene Entschuldigung Erste Klasse, Realgymnasium Brixen: Nach den ersten Wochen war die ganz große Ehrfurcht gewichen und der Alltag mit dem dazugehörenden „Mist-Machen“ hatte sich breit gemacht. Nicht, dass wir keinen Respekt vor den Professoren hatten, aber hier und da ging‘s doch etwas lustiger zu als erwünscht. Irgendwann hab ich‘s wohl übertrieben, und der liebe Professor Dolci wollte mein Verhalten mittels Eintragung im Klassenbuch verewigen. In einem letzten Anflug von Verzweiflung, gepaart mit etwas schlechtem Gewissen, ließ ich mich zu einem kleinlauten „Scusi“ hinreißen und wäre schon beinahe gerettet gewesen...wenn mir nicht blöderweise aufgrund meiner bescheidenen Fremdsprachenkenntnisse vorkam, dass „Scusi“ wohl die Duz-Form wäre und ich mich sofort - falsch - mit einem nun etwas sichererem „Scusa“ zu korrigieren versuchte in der Meinung, jetzt wirklich höflich gewesen zu sein. Falsch gedacht: die Eintragung gab‘s jetzt erst recht und dazu noch eine Weisheit fürs Leben: „Dejaco, cerchi di essere EDUCATO“.
200 Gramm kernige Haferflocken 100 Gramm knusprige Haferflocken oder „Müsli-Croccanti“ 100 Gramm gehackte Haselnüsse 50 Gramm Sonnenblumenkerne 30 Gramm Kokosflocken – nach Belieben auch Leinsamen, Sesam, Puffreis oder Trockenfrüchte etwas Butter 100 Gramm Zucker oder Traubenzucker 100 Gramm Honig 1 Teelöffel Zitronensaft
> Zubereitung Alle trockenen Zutaten wie Haferflocken, Nüsse oder Kokosflocken zuerst gut vermischen. Dann den Zucker in etwas Butter karamellisieren lassen, den Honig unterrühren und den Zitronensaft ebenfalls beimengen. Sobald sich diese Masse gut gemischt hat, die Haferflocken,
Für kleinere Wanderungen stellt sich Irmgard Santer aus Brixen ihren gesunden Zwischensnack selbst her: hausgemachte Müsliriegel, die je nach Belieben mit Trockenfrüchten, Puffreis oder weiteren Körnern dem eigenen Geschmack angepasst werden können.
Im Sommer triff t man sich beim
Finsterwirt in der Kapitelschenke
Haselnüsse, Sonnenblumenkerne und Kokosflocken dazugeben, gut verrühren und erst dann vom Herd nehmen. Die Masse zwischen Pergamentpapier auf ein Backblech geben, dann mit dem Nudelroller fest andrücken und auskühlen lassen. Sobald das Müsli gut abgekühlt ist, in Schnitten schneiden.
Haben auch Sie ein besonderes Rezept, das Sie unseren Lesern nicht vorenthalten möchten? rezept@brixner.info
Voting
Ihre Meinung online
Ergebnis der Online-Umfrage:
„Spüren Sie in letzter Zeit vermehrt ethnische Spannungen in Südtirol?“ Ob auf ein gepflegtes Glas Wein, ein kühles Bier oder zu Köstlichkeiten aus der jungen Südtiroler und mediterranen Küche ... wir laden ein in unseren idyllischen Innenhof.
ja
38%
nein 62%
Ja oder Nein? Wir möchten Ihre Meinung wissen! Ein Klick auf unserer Homepage www.brixner.info genügt – und Sie sehen sofort, wie die Internetgemeinde bisher abgestimmt hat. Natürlich dürfen Sie nur eine Stimme abgeben – wir überprüfen dies auf technischem Weg. Das endgültige Ergebnis lesen Sie im nächsten „Brixner“. Die aktuelle Frage des Monats: Domgasse 3 - Brixen Tel. 0472 835343
Finsterwirt
„Ist Brixen eine attraktive Einkaufsstadt?“ Stimmen Sie mit! www.brixner.info 17
Menschen & Meinungen
LAMMento
Von sieben auf fünf
www.comma-fashion.com
„Die wirklich wichtigen Entscheidungen in unserer Stadt brauchen eben ihre Zeit“, grinst der Franz, während er mit beträchtlichem Zeitaufwand den Zucker in seinem Macchiato umrührt. Südumfahrung? Neue Wohnbauzonen?? Seilbahn auf die Plose??? „Peanuts!“, sagt der Franz, „alle drei Jahre ist die Stadtregierung für ein paar Monate ausschließlich damit beschäftigt, den neuen Verwaltungsrat der Stadtwerke zu bestellen. Für andere unwichtigere Dinge bleibt da keine Zeit mehr“. Die Wahl ist ja auch nicht so einfach, argumentiere ich, denn schließlich müssen alle zufrieden gestellt werden: die Deutschen, die Italiener, die SVPler, die PDler, die Insiemisten, die Frauen, die Mander, die Sozialfälle. „Und die Ladiner!“, fuchtelt Frieda an der Kaffeemaschine, wobei mich in diesem Augenblick die Frage zu beschäftigen beginnt, warum sich Frieda ausgerechnet für die Ladiner einsetzt. „Die Ernennung der Verwaltungsräte ist schon seit Jahrzehnten eine periodisch wiederkehrende Katastrophe mit politischem Zündstoff“, sagt der Franz, „und heuer musste nach einer Weisung aus Rom auch noch die Zahl der Räte von sieben auf fünf oder gar drei reduziert werden!“ Das ist wirklich ein gordischer Knoten, den der Bürgermeister hier lösen musste, wende ich ein, denn das Gerangel um diese Posten ist gewaltig! „Das Gerangel steht eben in direktem Verhältnis zur in Aussicht gestellten Aufwandsentschädigung“, sagt die Frieda und setzt dabei einen furchtbar altruistischen Gesichtsausdruck auf. „Je weniger Moneten, desto weniger Gerangel“.
BRIXEN
Brixen als Basislager z 2400 Kilometer alpines Gelände erwarten den amerikanischen Reiseschriftsteller Brandon Wilson und seine Frau Cheryl zwischen Juni und Oktober: Sie unternehmen ein Friedenstrekking entlang der Via Alpina von Triest nach Monaco. Damit der Wechsel von ihrem Wohnort Hawaii hin zu ihrem Reisestartort in den Alpen nicht allzu traumatisch ausfällt, haben sie in Brixen einen mehrtägigen Akklimatisierungs-Urlaub eingelegt – aus gutem Grund: 1999 lernte der Brixner Sieghard
Gostner nämlich Brandon Wilson auf dem Jakobsweg in Nordspanien kennen. Zwei Jahre später, am 11. September 2001, begann Brandon gemeinsam mit seiner Frau Cheryl in Brixen eine Nord-Süd-Durchquerung der Alpen – dass genau an diesem Tag auch der Anschlag auf das World Trade Centre in New York stattfand, verlieh der Anwesenheit einen bedrückenden Symbolcharakter. Denn Brandon Wilson ist ein Reiseschriftsteller der besonderen Art – er ist auf Friedenswege spezialisiert und hofft mit seinen Unternehmungen einen kleinen Beitrag zum Weltfrieden zu leisten (www.pilgrimestales.com). Dass dieses Vorhaben nicht ohne Gefahren verbunden ist, wurde Brandon auf seinem Pilger-Trekking von Frankreich nach Jerusalem bewusst: Aufgrund der Bombardierung Libanons durch israelische Streitkräfte musste er Syrien von der Routenplanung streichen und von der Türkei aus über Zypern nach Jerusalem gelangen. Nun starteten die beiden am 1. Juni in Triest ihr neues Friedensabenteuer und werden voraussichtlich im Spätherbst im Fürstentum Monaco ankommen – was sie dabei erleben, wird Gegenstand von Brandons nächstem Buch sein, dessen Herausgabe für Ende 2010 geplant ist. Entstehen wird das Buch irgendwo in Europa, wo Brandon und Cheryl nach Beendigung ihres Friedenstrekkings für mehrere Monate ihre „Zelte“ aufschlagen wollen. Wie es derzeit ausschaut, wird Brixen dieser Ort sein… db
Neu in Mühlbach Mode von comma: ab Juli 2009 neu im Sortiment des Modezentrums Pallhaus
Pustertaler Straße 14, Mühlbach, Tel. 0472 886113, www.comma-fashion.com
18
Pro& Contra Hardware - Software - Service -
Internet
Foto: Oskar Zingerle
Gianlorenzo Pedron, Vize-Bürgermeister von Brixen: „Diese Technologie ist als wirksames Abschreckungsmittel zu betrachten“ Ja Es wäre schön, in einer Stadt zu leben, in der Straßen, Unterführungen, Gebäude und Mauern sauber sind, wo Blumenvasen auch am nächsten Morgen noch unversehrt an ihren Plätzen stehen und wo keine parkenden Autos beschädigt werden. Leider ist die Wirklichkeit nicht so. Die Gemeindeverwaltung sieht sich immer öfter mit dem Problem des Vandalismus konfrontiert. Immer öfter muss sie sich mit den legitimen Fragen der Bürger zu Schutz und Sicherheit des öffentlichen und privaten Eigentums auseinandersetzen. Mit den heute zur Verfügung stehenden Mitteln der Sicherheitskräfte ist das Stadtgebiet nicht unter Kontrolle zu halten. Deshalb und nach reiflicher Prüfung, dass eine Videoüberwachungsanlage auch eine gewisse Beschränkung der Privacy der Bürger mit sich bringt, ist die Gemeindeverwaltung der Ansicht, dass eine solche Anlage befürwortet werden soll. Aus diesem Grund haben wir eine strenge Gemeindeverordnung genehmigt, die folgende Aspekte regelt: den Zweck und die Nutzbarkeit der Videodaten, den Zeitraum der Aufbewahrung und die definitive Löschung der Aufnahmen, die Bestimmung eines Verantwortlichen sowie die deutliche Beschilderung der überwachten Zonen. Wir sind uns bewusst, dass diese Überwachungsanlage kein Zauberstab ist und dass trotzdem eine verstärkte Präsenz der Stadtpolizei unverzichtbar sein wird. Diese Technologie dient aber nicht nur den Sicherheitsbehörden, sondern ist auch als wirksames Abschreckungsmittel zu betrachten. Es bleibt immer noch das Problem der Finanzierung der Anlage, für die ein Staatsbeitrag versprochen wurde. Hoffen wir, dass es nicht nur ein Versprechen bleibt... z
MARKUS LOBIS, Gemeinderat der Grünen Bürgerliste: „Möchte davor warnen, sich von der Videoüberwachung zu viel zu versprechen“ Nein Landauf landab spürt man zunehmenden Überwachungseifer. Die technischen Möglichkeiten wollen genutzt werden! Es soll ja tatsächlich an den Wertstoffinseln, die als videoüberwacht bezeichnet werden, geordneter zugehen, als dort, wo der eine oder die andere Schmutzfink/in sich unbeobachtet wähnt. Nun hat man in Brixen das gesetzlich vorgesehene Reglement erstellt, was auch bedeutet, dass die bisher praktizierte Überwachung gesetzlich nicht in Ordnung war. Die Überwachung selbst wurde noch nicht beschlossen, nur die Voraussetzungen dafür geschaffen. Ich möchte davor warnen, sich von der Videoüberwachung zu viel zu versprechen – vor allem wenn sie dazu eingesetzt wird, die Sicherheit an bestimmten Punkten zu erhöhen, wo unliebsame Vorfälle unterbunden werden sollen. Hier hat es sich erwiesen, dass die Vorkommnisse in den überwachten Zonen tatsächlich abnehmen, sich aber anderswo hin verlagern. Wir haben es also wieder einmal mit Symptombekämpfung zu tun und nicht mit einer tatsächlichen Reduktion unliebsamer Vorfälle, und wir könnten zwar ein „sauberes“ Wohnzimmer bekommen – der Keller wird zusehends zur „No-go-Area“. Heute ist der Datenschutz recht gut ausgeprägt – trotzdem ist Missbrauch auf der Tagesordnung. Und es zeigt sich, dass mit Hinweis auf diffuse Sicherheitsbedrohungen sehr schnell an mühsam erworbene Bürgerrechte – wie das Recht auf informationelle Selbstbestimmung – herangegangen wird. Auch bei elektronischer Überwachung muss ein Mensch entscheiden, ob beispielsweise jenes Auto auf dem Behindertenparkplatz abgeschleppt wird oder nicht. Mal sehen, wem es gehört... z
Foto: Harald F. Kienzl
Foto: Oskar Zingerle
Wird die im Gemeinderat beschlossene Video-Überwachung Brixen Vorteile bringen?
Menschen & Meinungen
Umfrage
Kürzere Sommerferien? Mit zirka drei Monaten sind die Sommerferien in Südtirol im europäischen Vergleich ziemlich lang. Bildungsexperten sind der Meinung, durch die lange Pause werde viel Gelerntes vergessen. Was Eltern, Schüler und Lehrer denken, haben wir in der Brixner Altstadt erfragt.
„Die Länge der Sommerferien sollte bleiben wie sie ist“, fordert Judith Wieser. „Die Kinder müssen während des Schuljahres sehr viel leisten. Das Argument erschwerter Sommerbetreuung durch die Eltern wird ins Feld geführt: Durch verkürzte Sommerferien sollte hier quasi dem Staat beziehungsweise der Schule Verantwortung übertragen werden, was aber nicht funktionieren kann.“
Hans Dalvai ist „schon der Meinung, dass drei Monate Ferien zu lang sind. Früher waren sie noch länger. Für die Schüler, aber auch im Interesse der Eltern, müsste die Sommerpause noch weiter verkürzt werden. Das Angebot an Sommerbetreuung ist zwar groß, aber das ist auch eine Folge der zu langen Ferien. Viele Lehrer wehren sich zwar gegen eine Verkürzung, aber auch für sie dürfte ein Monat Sommerpause genügen.“ 20
Das Hauptproblem der langen Ferien sieht Paula Gasser „bei berufstätigen Eltern, die sich im Sommer um die Betreuung der Kinder kümmern müssen, was nicht immer leicht ist. Andererseits ist die Länge der Ferien geschickt für Ferialjobs und –praktika. Grundsätzlich bin ich aber für eine Verkürzung der Sommerferien um einen Monat, dafür sollten andere Ferienblöcke verlängert werden.“
„Für Studenten und Oberschüler ist die Länge der Ferien ideal“, findet Uni-Studentin Julia Auer. „So kann man sich durch Sommerjobs ein bisschen Taschengeld dazuverdienen. Für Grund- und Mittelschüler wäre eine Verkürzung der Ferien hingegen sinnvoll. Bei ihnen könnte auch das Argument des Lernverlustes durch die lange Pause zutreffend sein, was ich wiederum bei Studenten nicht glaube.“
„Ich bin gegen eine Verkürzung der Sommerferien!“ meint Carolin Reifer, „es kann schon sein, dass ein Teil des Gelernten im Sommer vergessen wird, aber das kann man im Herbst mit ein paar Wiederholungen schnell wieder wettmachen. Mir ist ein langer Ferienblock im Sommer lieber als verlängerte Ferien während des Schuljahres.“
Ingrid Messner würde es begrüßen, „die Sommerferien zu verkürzen und dafür die Winterferien zu verlängern. Ich selbst bin zuhause und kann insofern bei meinen Kindern sein, aber berufstätige Mütter müssen sich den Sommer derzeit schon gut einteilen. Zwei Monate Sommerferien finde ich angemessen.“
„Die langen Sommerferien sind mir lieber als verlängerte Ferien unter dem Schuljahr“, sagt Elisabetta Rossi. „Im Sommer kann man richtig abschalten und die Schule ein wenig vergessen. Auch sind die langen Ferien ideal für Sommerjobs. Vielleicht geht durch die lange Pause einiges von dem verloren, was man in der Schule gelernt hat, aber das ist minimal.“
Luca Tassara hat als Vater und Lehrer eine ideale Doppelrolle für diese Frage inne. Er würde „die Sommerferien ein wenig verkürzen und dafür während des Schuljahres öfters einen freien Tag oder eine Woche dazuhängen. Man muss bedenken, dass der Unterricht bei der sommerlichen Hitze nicht angenehm ist. Ich könnte mir eine Sommerpause von Mitte Juni bis Mitte August vorstellen.“
PR-INFO
Bürger-Informationsveranstaltung ohne politische Vertreter
Befremden der Eisackwerk-Vertreter über politisches Desinteresse
Die Referenten der Bürger-Informationsveranstaltung v.l.n.r. Dott. Franco Mellaia (Anwalt), Dr. Anton von Walther (Anwalt), Dipl.-Ing. Johann Aichinger (BERNARD Ingenieure ZT GmbH), Dr. Biol. Paolo Turin (Biologe), Dr. Kurt Kusstatscher (Biologe), Dr. Christoph Fuchsbrugger (Geschäftsführer Eisackwerk GmbH) und Moderator Klaus Egger
Am 4. Juni fand im Forum Brixen eine Bürger-Informationsveranstaltung der Eisackwerk GmbH statt. Man wollte der Bevölkerung und den Entscheidungsträgern den aktuellen Stand der Dinge darlegen, aber auch über wichtige rechtliche Neuerungen im Energiebereich informieren. Aber vor allem ging es den Eisackwerk-Vertretern darum, zu appellieren, dass endlich eine Entscheidung in Bezug auf die Konzessionsvergabe getroffen wird. Diese ist nämlich schon seit 3 Jahren überfällig. Zu der Veranstaltung waren alle politischen Entscheidungsträger wie Landesräte, Gemeindevertreter der betroffenen Gemeinden und die Vertreter der zuständigen Ämter schriftlich eingeladen. Doch niemand von diesen erachtete es als notwendig, sich den Lösungsansatz der Eisackwerk GmbH anzuhören. Man entschuldigte sich telefonisch, schickte aber keinen Vertreter. Um so mehr ist man bei der Eisackwerk GmbH befremdet, da man anerkannte Fachleute unter anderem aus Padua und Österreich zum Referat geladen hatte. Gekommen sind hingegen an die 60 Interessierte, ein Bürgermeister aus dem Raum Bozen und einige Oppositionspolitiker. „Wir haben hier einen interessanten, ausgereiften Lösungsansatz für saubere Energiegewinnung ohne Umweltbeeinträchtigung parat, der auch noch eine effiziente Lösung für den Hochwasserschutz der Städte Brixen, Bozen und Trient vorsieht. Man muss nicht von dem Projekt begeistert sein, doch sollten sich die Entscheidungsträger wenigstens unseren Lösungsansatz anhören“, beanstandete Christoph Fuchsbrugger, Geschäftsführer der Eisackwerk GmbH. Effizienter Hochwasserschutz für Brixen wird möglich Vor allem wundert man sich bei der Eisackwerk GmbH, dass die Politiker den Hochwasserschutz von Brixen, Bozen und Trient für unwichtig halten. Denn das Projekt sieht neben der effizienten Nutzung der Energie und großer Umweltverträglichkeit auch einen effizienten Hochwasserschutz für Brixen vor. Mit dem Bau des Eisackwerkes würde der Stausee bei Franzensfeste nicht mehr zur Energiegewinnung gebraucht. Mit einem verhältnismäßig geringen Kostenaufwand könnte der Stausee als Auffangbecken einen wesentlichen Beitrag für
den Hochwasserschutz für Brixen leisten. Laut dem Hydrologischen Amt des Landes beträgt die Wasserführung des Eisacks bei einem hundertjährigen Hochwasser 385 m3/sec. Bei dieser Menge sind die Dämme bei Brixen überlastet. Wird der Stausee für den Hochwasserschutz entsprechend umgebaut, dann kann er mit seinem Fassungsvermögen von 3,6 Mio. m3 rund 100 m3 Wasser pro Sekunde über einen Zeitraum von 10 Stunden zurückhalten. Dies stellt einen effektiven und im Vergleich zu den Alternativen kostengünstigen Hochwasserschutz für Brixen, Bozen und Trient dar, der jedoch nur durch den Bau des Eisackwerkes ermöglicht wird. Seit 1920 wurden immer wieder Projekte und Studien zum Hochwasserschutz für Brixen in Auftrag gegeben. Doch bis heute ist keine konkrete Lösung in Aussicht – gescheitert waren die diversen Vorschläge meist an den hohen Kosten und an den gravierenden Umwelteingriffen. Mit dem Projekt Eisackwerk hingegen könnte der Hochwasserschutz kostengünstig und umweltfreundlich gelöst werden.
Die Bürger-Informationsveranstaltung im Forum Brixen
Für Informationen: Eisackwerk GmbH Gerbergasse 40, 39100 Bozen Tel. 0471 977769, Fax 0471 977466 E-Mail: info@eisackwerk.it, Internet: www.eisackwerk.it
Fotos: Oskar Zingerle
Kunst & Kultur (UN)FREIHEIT: Der Betonporsche von Gottfried Bechthold – ein Mythos des Alltags, zur Unbeweglichkeit zementiert
–––––
22
LANDESAUSSTELLUNG ZUM THEMA „FREIHEIT“
Freiheit in der Festung
Die Landesausstellung „Labyrinth::Freiheit“ hat am 10. Mai ihre Tore geöffnet. Ein Team von Kuratoren und Kunstvermittlern lädt auf eine bunte Reise ein: auf der Spurensuche der Freiheit, ihrer Grenzen und Feinde im Land Tirol und darüber hinaus.
H
inter dicken Mauern und in verschachtelten, teilweise unterirdischen Gängen tobt sich das Land Tirol zum Thema „Freiheit“ aus. Doch was ist eigentlich Freiheit? Die Antwort auf diese Frage bedeutet Schwerstarbeit für Psychologen, Gehirnforscher und Philosophen und wird auch in der Ausstellung kaum thematisiert. „Labyrinth::Freiheit“ scheint vielmehr ein gigantisches Brainstorming auf der Suche nach allem Möglichen zu sein, was sich mit diesem Begriff und mit Tirol in Verbindung bringen lässt. Das Resultat lautet: viel.
Die große Landesausstellung
ist in unterschiedliche Bereiche gegliedert, wobei jeder einen anderen Aspekt der Freiheit thematisiert. Am Eingang eines jeden Trakts liefert eine pfiffige Tafel einen historischen Rückblick zum jeweiligen Thema, was gleichzeitig eine willkommene Auffrischung unserer Landesgeschichte ist. Im Bereich Mobilität wird man gleich zu Beginn mit den Gefahren des Reisens auf frontale Weise konfrontiert. Bilder von Verkehrstoten schweigen den Besucher an, während man im Hintergrund ein hysterisches Surren hört. Es ist das Video eines lebensmüden Bikers, der eine Kamera auf seine Rennrakete montiert hat und mit fast 300 Stundenkilometern einer Landstraße entlang flitzt. Reisen bedeutet sowohl Bewegungsfreiheit als auch ökologische Belastung. Dies wird anhand von Werbeprospekten, Kunstwerken und Videos aufgezeigt. Dass das Verkehrsmittel nicht nur ein Mittel, sondern auch ein Ziel ist, wird dem Besucher anhand von Gottfried Bechtholds
Monument eines Betonporsches vor Augen geführt. Beachtenswert ist auch Michael Fliris Video „Early one morning with time to waste“: Der junge Künstler trieb auf seinem aus Plastikflaschen zusammengebastelten Boot durchs offene Meer. Eine suggestive Metapher fürs existentielle „Geworfensein“ ins menschliche Leben.
Das Thema Grenzen ist eine
Auseinandersetzung mit den sowohl physischen als auch psychischen Schranken. Zu beiden ist er vorgestoßen und hat sich einen Platz gleich am Eingang dieses Bereichs erkämpft: Reinhold Messner. In einem Tonband doziert der „Südtiroler Odysseus“ über das Thema Grenzen. Ihm gegenüber, lieblich auf der Wand verteilt, bescheidene Aufzeichnungen von Stimmungsbildern normalsterblicher Tiroler. Ältere und neuere geographische Karten erinnern daran, dass die Grenzen Tirols sowohl ihre Position als auch ihre Wichtigkeit im Laufe der Zeit verändert haben. Wie auch in den übrigen Bereichen durchzieht ein Kunstwerk den gesamten Ausstellungstrakt, eine „raumgreifende Installation“, um es mit den Worten der Kuratoren zu sagen. Die verschiedenen Zeitzonen unseres Planeten wurden vom jungen Künstler Philipp Messner auf elegante Weise in Aluminiumplatten geschnitten und nebeneinander aufgestellt: Zeit-Grenzen. Wer den Saal verlässt, befindet sich vor einem Käfig. Es ist die Rekonstruktion der Gitter, in die der Poet Ezra Pound, der auch in Südtirol gelebt hat, monatelang eingesperrt wurde. Kurz nach dem zweiten Weltkrieg beraubten ihn die
US-Amerikaner, „die Befreiungsmächte“, aufgrund seiner Sympathie zu Mussolinis Regime auf diese Weise seiner Freiheit. Anschließend sperrten sie ihn 12 Jahre lang in eine Irrenanstalt ein. Heute wird er zu den größten Dichtern des Jahrhunderts gezählt. „Je allgemeiner ein Begriff ist, desto inhaltsleerer ist er“. Dieses Diktum stammt von Hegel und trifft auf den Bereich Gesellschaft zu, der wohl als der profilloseste der Ausstellung angesehen werden kann. Dieser Trakt ist ein Streiflicht auf alles Mögliche: Mode, Menschenrechte, Wahlen, Passphotos, sittliche und rechtliche Normen, zwei Skelette und Norbert C. Kaser, der auch, recht oder schlecht, zur Gesellschaft dazugehörte. Der Name des Schriftstellers ist in monumentalen schwarzen Lettern nachgebildet. Wahrscheinlich ein Monument, das allerdings wenig über den Südtiroler Freigeist aussagt. „Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt“. Mit dieser Aussage präsentiert sich das Thema Sprache. Dieses Zitat von Ludwig Wittgenstein bezieht sich allerdings auf eine prinzipielle und erkenntnismäßige Schranke zum Bereich der Mystik und hat mit Sprachenvielfalt und Mehrsprachigkeit gar nichts zu tun. Und genau darum geht es hier. Das Wort „fuck“ wird in Deutschland fast so oft gebraucht wie in den USA. Zu dieser Einsicht kann man gelangen, indem man von Thomas Feuersteins „Word map“ Gebrauch macht. Es genügt, einen Begriff in den Computer einzugeben, und eine Weltkarte zeigt an, in welchen Ländern das Wort am häufigsten gebraucht wird.
„Bozen oder Babylon“ ist eine auf zwölf Räume verteilte Klanginstallation, in der verschiedene in Südtirol lebende Menschen über ihre Erfahrung mit Sprache, Missverständnissen und AndersSein erzählen. Mehrsprachig und originell, doch wegen der vielen gleichzeitig sprechenden Stimmen akustisch schwer verständlich: also Babylon, nicht Bozen.
„Gefangenschaft“ arbeitet so-
wohl die physische als auch die seelische Einkerkerung des Menschen auf. Für die erste steht die Geschichte der Psychiatrie, für die zweite das Gefängnis. Ein solches wird unter Walter Niedermayrs fotographisches Seziermesser genommen und erstrahlt im unverkennbar aseptischen Licht des Fotographen. Verbrecher sprechen vom Leben hinter Gittern, und eine Nonne von Kloster Säben erzählt von ihrer Erfahrung hinter den dicken Mauern. Offensichtlich fühlt sie sich weder seelisch noch körperlich eingeschränkt, und trotzdem hat man sie im Bereich Gefangenschaft „eingesperrt“, anstatt sie der Religion zuzuteilen. Zum Glück. Denn in diesen Räumen, ihr Titel ist Glauben, fühlt man sich erst recht der Freiheit beraubt. Ein riesiger schwarzer Block hängt gleich am Eingang ominös von der Decke und löst im Besucher ein beklemmendes Gefühl aus. „Göttliche Belastung“, so der Titel. Trotzdem scheint Bruder Enrico im Kloster glücklich zu sein, wie aus einem netten Interview mit einem jungen Franziskaner-Bruder hervorgeht. Die „raumgreifende Installation“ ist in diesem Fall ein über alle Säle verteiltes schwarzes 23
Kunst & Kultur
Julia Bornefelds rotierender Himmelskörper samt sphärischen Klängen
––––––––––
Gumminetz. Ein Sinnbild für das alle Lebensbereiche einnehmende Spinnennetz der Religion, wie der Künstler Michael Kienzer erklärt. Das Prinzip der Kuratoren, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den positiven und negativen Aspekten des jeweiligen Themas beizubehalten, wurde hier offensichtlich nicht beachtet.
„Bildung-Wissen“ ist eine posi-
tive Darstellung der spielerischen Erziehungsmethoden der Aufklärung sowie der Meinungs- und Denkfreiheit. Peter Sloterdijks „kognitive Libido“, also die Lust am Lernen, wird den auf brutale Züchtigung ausgerichteten Schulbänken von E. C. Trapp aus dem 18. Jahrhundert gegenübergestellt. Auch der Vatikan steht mit dem Index der verbotenen Bücher aus dem Jahr 1966 für die Repression der Bildung. Immer wieder blitzt eine geistreiche Arbeit des Publizisten und Mit-Kurators Hans Karl Peterlini auf. Diesmal macht er sich für die reformatorischen und aufklärerischen Gedanken in
24
Tirol stark, die in der Vergangenheit brutal unterdrückt wurden. Trotzdem will er kein Aufklärer sein: „Wennschon bin ich ein Dekonstrukteur“, weicht er einer vorschnellen Klassifizierung aus und hüpft wie ein Boxer von einem Bein aufs andere. Im Unterschied zur letzten Ausstellung, der Manifesta 7, ist nun auch die mittlere Festung fürs Publikum geöffnet – ein Aufstieg, der jung und alt erfreut. Dabei begleitet ein goldfarbener Handlauf den Besucher durch den suggestiven Stollen und das Treppenhaus empor. Ein sympathischer Verweis des Künstlers Manfred Alois Mayr auf die Mythen, die sich um das in der Festung angeblich versteckte Gold ranken. Schön ist der Ausblick von oben, und auch die Kunstwerke erfreuen das Auge. Und genau darum geht es hier: Kunst. Eine im Boden versenkte Rakete ist nach barocker Manier bemalt und repräsentiert einen einstürzenden Himmel; ein gelungenes Kunstwerk von Antonio Riello. Fliegende Gehirne
im Comic-Stil sowie ein spaßiger Trickfilm à la South Park stammen von Laurina Paperina – nomen est omen. Peter Senoners mythologische Figur eines halbgöttlichen Läuferboten erhebt sich hieratisch über der Tallandschaft. Roberto Bosisios Militärzeichnungen „Quanti all’alba?“ sind plastisch und groß und erinnern an die langen Stunden der Soldaten zwischen diesen Mauern. Einer besonderen Erwähnung bedarf schließlich Julia Bornfelds Werk. Ihr rotierender Himmelskörper wird von der Band „Sense of Akasha“ musikalisch untermalt. Hier weiß selbst der Kunstlaie, in welche Richtung er fühlen soll.
Kurz und gut, viele schöne Dinge.
Man hat allerdings versäumt, was für diese Ausstellung am nächsten gelegen wäre: Die Freiheit der Kunst im Spannungsfeld von Politik, Gesellschaft und Religion aufzuarbeiten. Ein Thema, das inzwischen auch den Südtirolern nicht mehr ganz fremd sein dürfte. Wer die gesamte Landesausstellung besuchen will, nehme sich einen ganzen Tag Zeit. Es gibt viele Texte und noch mehr Klanginstallationen. Beide erfordern vom Besucher sowohl Aufmerksamkeit als auch Zeit. Mehr als 200 Exponate sind auf insgesamt 86 Räume verteilt. Dafür hat man nicht weniger als 1,5 Millionen Euro herausgerückt. Zusammen mit den verschiedenen Angeboten und Personalkosten wird sich die Summe der Kosten bis zum Ende der Ausstellung auf 4 Millionen
Euro belaufen. Die Bevölkerung scheint den Aufwand allerdings zu schätzen: Allein im Monat Mai haben mehr als 10.000 Leute die Festung besucht, was ein gutes Resultat ist. Auch die aufwändige Restauration der Festung scheint nun ihre Früchte zu tragen.
Das Gedenkjahr 2009 gehörte
übrigens ursprünglich zur Aufgabenstellung an die Kuratoren mit dazu, wird aber in der Festung kaum angeschnitten. Die Tiroler aus dem Jahre 1809 standen auf der konservativen und nicht aufklärerisch-liberalen Seite. Dass sie heute als „Freiheitskämpfer“ betitelt werden, ändert daran nichts. Das Ressentiment gegenüber diesem reaktionären Zug unserer Ahnen ist spürbar und hat auch in dieser Ausstellung überwiegt – ein Ressentiment, das seine Gründe hat. Wer in die Vergangenheit Tirols zurückblickt, entdeckt in diesem katholischen und bergumschlossenen Land wahrlich keine Hochburg der Freiheit. Da die Freiheit aber die Bedingung für eine jegliche menschliche Handlung ist, gleich welcher Art, hat man trotzdem genug Stoff für eine Landesausstellung gefunden. Eine Ausstellung, die aufgrund der Erweiterbarkeit des Themas inhaltlich etwas wässrig, doch durch die originelle Inszenierung formal erfrischend geraten ist.
andres.pizzinini@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
AUSSTELLUNG
Die Magie der Spiritualität S
abina Vallazza arbeitet mit verschiedenen Materialien. Als Meisterin der Keramikkunst schafft sie es, die Majolika hauchdünn zu verarbeiten und verleiht ihren Objekten einen porzellanhaften, preziösen Charakter. In der Grafik interpretiert sie auf neue Art die Einflüsse von Riccardo Licata, ebenso wie jene von Alberto Burri und Lucio Fontana. Ihre Bilder sind auf multimaterielle Weise gestaltet: Sabina Vallazza vereint Keramik, Grafik und Malerei. Sie erreicht damit einen harmonischen Gesamteffekt, in dem jedes Element seinen Platz einnimmt, ohne den Aussagewert der anderen Elemente einzuengen.
Keramik mit dem Medium Pa-
pier in Verbindung zu bringen ist ein Experiment, mit dem Sabina Vallazza ihren eigenen, ganz persönlichen Werdegang in der Kunst behauptet. Sie beherrscht die Fähigkeit, diese so unterschiedlichen Materialien zu einer Einheit zusammenzufügen und eine harmonische Balance darzustellen, die aber zugleich die Komplexität der Komposition nicht außer Acht lässt. Vallazza entstammt einer großen Künstlerfamilie: Ihr Urgroßvater war der Maler und Bildhauer Josef Moroder Lusenberg, der Bildhauer Adolf Vallazza ist ihr Vater, und ihr Onkel Markus Vallazza ist Grafiker und Radierer – alle drei mit Erfolg im In- und Ausland. Die Kunst zieht sich wie ein roter Faden durch das Leben von Sabina Vallazza, und sie selbst findet, „dass es manchmal auch belastend sein kann, so große Vorbilder in der Familie zu haben.“ Andererseits waren die Drei zweifellos ein Ansporn für Sabina Vallazza, sich ihren eigenen Weg in der Kunst zu suchen, um sich so in der Kunstszene dauerhaft zu behaupten. Die Familientradition hat auch bewirkt, dass sie seit
eh und je in ihrem Umfeld mit Kunst konfrontiert wurde: Es ist wohl kein Zufall, dass ihre Wahl der Materialien das Holz nicht miteinbezogen hat. So ist es ihr gelungen, in einer ganz persönlichen Weise dem künstlerisch hohen Anspruch ihrer Familientradition gerecht zu werden. Die ästhetische Tradition wird bei ihr mit der suggestiven Kraft der weiblichen Intuition verbunden und schafft neue Perspektiven und wertvolle Impulse.
Foto: Oskar Zingerle
Im neu beleuchteten Kunstraum des Hotels Goldener Adler präsentierte die Grödner Künstlerin Sabina Vallazza ihre Bilder und Lichtobjekte. Mit dieser Ausstellung leitete der Kunstkreis St. Erhard seine Tätigkeit im Bereich der Förderung einheimischer Künstler ein.
In ihren Werken werden die
Einflüsse von Fontana und Burri von der gewaltfreien, weiblichen Psyche neu gewertet, wie Claudio Paternoster in der Einführungsrede zur Ausstellung betonte. Es geht Sabina Vallazza nicht um das Aufreißen, sondern vielmehr um eine Brückenfunktion, die vom Zusammennähen unterstrichen wird. Die bevorzugte Farbe ist dabei das Weiß, die Summe aller Farben, der sie in den neueren Werken ein helles und kräftiges Rot gegenüberstellt. Rot ist die Farbe des Lebens, die Farbe der Leidenschaft und Sinnlichkeit. Weiß hingegen ist die Farbe des Übersinnlichen, das Licht im Licht, die Unstofflichkeit in den mystischen Visionen. Mit dieser „Farbe“ umzugehen bedeutet für jeden Maler eine Herausforderung, denn Weiß ist nicht gleich Weiß, sondern hat unglaublich viele Nuancen. Die Leuchtkraft wird in ihren Werken manchmal auch durch kleine Segmente aus Blattgold unterstrichen, die eine weitere spirituelle Dimension enthüllen. Wenn die Farbe Trägerin des Lichts ist, so ist sie in den Werken der Künstlerin eine verinnerlichte Trägerin. Schwarz und essentiell sind die grafischen Zeichen, die hier Akzente setzen, wobei man manchmal an die Ideogramme des Fernen Ostens denken muss, aber auch an die meisterhaft
Mit der harmonischen Kombination von Keramik und Papier behauptet Sabina Vallazza ihren eigenen künstlerischen Werdegang
–––––––––––––––––––
spielerische Grafik, die sie bei ihrem Meister Riccardo Licata in Venedig kennengelernt hat. Sabina Vallazza weiß, dass durch Vereinfachung eine Steigerung des Gesamtausdrucks erreicht
werden kann, wenn, wie es bei ihr der Fall ist, alle Bildelemente und Materialien miteinander harmonisieren. christine.matha@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
>> Hier isst man im Sommer am schönsten Entdecken Sie den Sommer in unserem lauschigen Hofgarten.
&
Pizzeria Restaurant
Albeins 44 - Brixen - Tel. 0472 851039 - Montag Ruhetag 25
Foto: Shutterstock
FILM
Kunst & Kultur
Kino unter Sternen z Stickige Kinosäle locken im Sommer nicht gerade zum abendlichen Zeitvertreib – umso beliebter ist jedoch das Kino unter dem Sternenhimmel, vorzugsweise bei lauschigem Warmwetter. Aber selbst ein kurzes Sommergewitter kann dabei seinen eigenen Reiz entfalten. Der Filmclub Brixen und die Freie Universität laden auch heuer zum Freilichtkino auf die Dachterrasse des Unigebäudes in Brixen. Ab 27. Juli laufen jeweils am Mittwoch-
und Freitagabend Filme über das Reisen in seinen verschiedensten Ausprägungen über die Leinwand: Von einem Ausflug in die Welt der amerikanischen Kinder-Schönheitswettbewerbe im Film „Little Miss Sunshine“ bis hin zur turbulente Lebensreise des amerikanischen Countrysängers Johnny Cash. Die Kinoabende sind kostenlos, die Termine finden Sie in unserem Veranstaltungskalender „timer“. Film ab! db
K&K Kunst & Kultur
MUSIK
25 Jahre Musikkapelle Schabs z 25 Jahre ist es her, seit im damaligen Vereinssaal im Rathaus von Schabs eine Gruppe von Personen zusammenkam, um über die Gründung einer eigenen Musikkapelle in Schabs zu beraten. Obwohl nur wenige der Anwesenden Noten lesen konnten, fanden sich doch genügend Interessierte, die in den folgenden Monaten ein Instrument erlernten. Daraus hat sich eine Kapelle von heute 63 aktiven Musikanten gebildet. Am Podium im Vereinshaus von Schabs wird
kurz
notiert
26
es richtig eng, wenn alle Musikanten zum mittlerweile traditionellen Frühjahrsfest auftreten. Das diesjährige Jubiläumskonzert hat man dabei zum Anlass für besondere Auftritte genommen: Nacheinander traten die bisherigen sechs Kapellmeister ans Dirigentenpult und gaben mit der Kapelle jeweils ein Musikstück aus „ihrer“ Zeit zum Besten. Die Musikanten führten im ersten Teil selbst durchs Programm und ließen in ihren Einführungen jeweils ein bisschen Vereinsgeschichte
Revue passieren, beispielsweise die Verzweiflung des ersten Kapellmeisters Raimund Ochsenreiter mit seinen Musikanten: Er hatte ihnen einst einen großen Trichter gewünscht, damit ihnen dadurch musikalisches Können eingeflößt werden könne. Dass das Können sich über die Jahre doch noch entfaltet hat, zeigte sich anhand der dargebotenen Stücke. Mittlerweile gibt es neben der Musikkapelle noch eine Jugendkapelle, eine Böhmische und die Schabser Gaudimusig.
Josef Tauber gab nach 18-jähriger Tätigkeit seinen Rücktritt als Obmann des Theatervereins Neustift bekannt; Irene Thaler wurde zur neuen Obfrau gewählt. Weiters im Ausschuss sind Konrad Tschaickner, Maria Hofer, Angelika Runggaldier und Kilian Widmann.
Im Rahmen des Südtiroler Jazzfestivals finden auch in Brixen zahlreiche Konzerte statt, und zwar vom 27. Juni bis zum 5. Juli: Hochkarätige Jazzer gastieren in verschiedenen Restaurants und den Straßen der Altstadt, die Gastronomen servieren dazu passende Leckereien.
Höhepunkt des Jubiläumsjahres bildet das Jubiläumsfest, das vom 17. bis zum 19. Juli am Schulplatz von Schabs stattfinden wird. Besondere Höhepunkte des Festes sind ein Riesenwuzzlerturnier am Samstag, die Weihe der Vereinsfahne am Sonntagvormittag und der große Festumzug am Nachmittag. amm
Der Innenhof der Hofburg wird erneut zur Theaterkulisse: Die Oper „Nabucco“ von Giuseppe Verdi wird von der Schlesischen Staatsoper am 22. Juli aufgeführt, über 100 Schauspieler und Musiker wirken mit.
NACHGEFRAGT
„Musik bewirkt überall dasselbe“ Nicol Matt, Leiter des Chamber Choir of Europe (CEE), über die Zielsetzungen des Chores und warum das Konzert „Weltenklänge-Zeitenklänge“ am 10. Juli in Brixen trotz aller Unterschiedlichkeiten auch Gemeinsamkeiten aufweist. Welche Zielsetzungen verfolgt der Chamber Choir of Europe? Der Chor wurde 1998 von einigen Sängern des Welt-Jugendchores als „Nordic Chamber Choir“ gegründet. Unter meiner Leitung änderte er 2002 seinen Namen in „Chamber Choir of Europe“, um seinem internationalen Charakter mehr Rechnung zu tragen. Der Chor besteht aus jungen, ausgebildeten Sängern aus ganz Europa, die sich regelmäßig zu Projekten in den verschiedenen Ländern treffen. Die Besetzung variiert je nach Literatur zwischen 16 und 35 Choristen. Ziel ist, nicht nur Musik auf höchstem Niveau zu machen, sondern auch die
daraus entstandenen Freundschaften untereinander zu pflegen. „Weltenklänge-Zeitenklänge“ umfasst Kompositionen quer durch Länder und Epochen – lässt sich eine Gemeinsamkeit festmachen? Ja, auf jeden Fall! Das Konzert zeigt, wie Komponisten unterschiedlicher Nationalitäten ihre innere Verbundenheit mit Gott, der Natur und der Schöpfung musikalisch zum Ausdruck bringen. So vielfältig wie die einzelnen Werke tiefe und ehrliche Überzeugungen ausdrücken, genauso vielfältig ist die Besetzung des CCE: Durch die Musik und das gemeinsame Singen können die
Sänger trotz unterschiedlicher Sprache ihre Gedanken und Emotionen über die jeweiligen Werke so zum Ausdruck bringen, dass sie unmittelbar auf ihre Umgebung wirkt. Die Kraft der Musik und was sie im Kollektiv bewirkt, ist überall dasselbe: Freunde, Liebe, Glaube und Geborgenheit. Was begeistert Sie besonders an der Leitung des Chors? Den Eindruck, den diese Sänger immer wieder hinterlassen: tiefe Ehrlichkeit und Freude gegenüber der Musik, den Menschen und dem Leben. doris.brunner@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
Einfache Anwendung, selbstreinigend, farbecht und langlebig! Das ist unsere Sigma Soltec Selfclean! Christian Obermair, Technischer Berater, Mobil 346 3 540 808
SIGMA SOLTEC SELFCLEAN Nano-technische, matte und selbstreinigende Fassadenbeschichtung > selbstreinigender Effekt dank der NPS® Technologie > hohe Widerstandsfähigkeit gegen Schimmel und Algen > hohe Durchlässigkeit für WasserDunst > hohe Stabilität auch für starke Farbtöne > hohe Widerstandsfähigkeit gegen Kohlendioxid
Farben und Lacke für den Profi Colori e vernici per il professionista
Bruneck · Rienzfeldstraße 30 · Tel. 0474 530 350 · www.proficolor.it · info@proficolor.it 27
Schrittfolgen und Spitzentechnik z Im beinahe ausverkauften Saal des Forum Brixen präsentierten über 30 Schülerinnen und ein Schüler der Tanzschule Progressive Dance ihr abwechslungsreiches Ballettprogramm, das sie unter das Thema „Birthday“ gestellt hatten. Von den jüngsten Elevinnen in weißen Tutus bis zu den fortgeschrittenen Schülerinnen, die sich bereits als Könnerinnen in den verschiedensten Stilrichtungen zu erkennen gaben, wurde dem Publikum die Vielfalt der Tanztechniken und der Ausdrucksmöglichkeiten des klassischen Balletts vor Augen geführt. Nach der Filmmusik von Yann Tiersen („Die fabelhafte
Welt der Amélie“) zeigten die Jüngsten zierliche Schrittfolgen in ansprechenden Choreographien, während die mittlere und fortgeschrittene Gruppe in ausdrucksstarker Körpersprache und raffinierter Spitzentechnik kleine Geschichten vom Schenken, von Freude und Trauer, Begeisterung und Freundschaft erzählten – eine Freundschaft, die sich auch zwischen der konstant wachsenden Schar der Elevinnen zu erkennen gibt, die bald gemeinsam, bald solistisch auf der Bühne stehen. Als echte Vorbilder für die Kleinen erweisen sich Anna Linter, Rixa Rottonara, Sarah Merler und Simone Zappini, die solistisch hervorragende Leistungen nicht
Foto: Arnold Ritter, Foto Focus
Kunst & Kultur
BALLETT
nur im klassischen Fach, sondern im dritten Teil des Programms auch im modernen Tanz und in einer Tango-Choreographie mit eleganten Kostümen zeigten. Wenige Requisiten wie Geschenkpakete, die den Kleinsten als Verstecke dienten, oder Kissen, die schwungvoll in die Luft geworfen wurden sowie kunstvoll umwundene Reifen als Triumphbögen
für die über 30 Geburtstagsgäste schufen eine traumhafte Atmosphäre, für die das Publikum begeistert Applaus spendete. Die Leiterin der Tanzschule „Progressive Dance“, Efrosina Gjergji, hat seit 2002 mühevolle Aufbauarbeit geleistet und kann nun eine stattliche, qualitätsvolle Tanzklasse aufweisen. bf
Studenten und die Initiative des Clubs. Die Studienbörse des Rotary Clubs Brixen für junge Musiktalente der drei Sprachgruppen
geht auf eine Initiative des Clubmitglieds Mario Castiglioni zurück und wurde heuer bereits zum 29. Mal vergeben. wv
BRIXEN
Rotarier vergeben Studienbörsen z Mattia Cubich aus Brixen, Anna Passler aus Bruneck und Priska Malsiner aus St. Ulrich erhalten vom Rotary Club Brixen eine Studienbörse im Wert von jeweils 1.500 Euro. „Die drei Musikstudenten haben sich im Schuljahr 2008-2009 durch besonderen Fleiß und entsprechend gute Leistungen ausgezeichnet“, erklärte der derzeitige Präsident des Clubs, Josef Schwitzer, anlässlich eines kurzen Festkonzerts im Augustinisaal im Kloster Neustift. Cubich spielte – ohne Zuhilfenahme von Noten – am Piano einen Walzer von Chopin, ein Werk
von Debussy und ein Stück von Allevi. Anna Passler begeisterte an der Querflöte mit der beeindruckenden Interpretation einer Sonate von Friedrich Kuhlau; am Klavier begleitet wurde sie von Renzo Huber. Die Sopranistin Priska Malsiner schließlich sang einen Walzer von Puccini und bezauberte das Publikum mit einem Extrakt aus der „Fledermaus“ von Johann Strauss. Stadtrat Dario Stablum, der in der Gemeinde unter anderem auch für den italienischen Kulturbereich zuständig ist, lobte in seiner Gastrede das Engagement der
Ein Boxenstopp bei uns und Ihr Fahrzeug ist wieder wie neu! KARO S S E R IE • C A R R OZZE RI A Ignaz-Seidner-Straße 27 • 39042 Brixen • Tel. + Fax 0472 831 711 E-Mail: hoferstocknerohg@tin.it
28
1.PREIS
BARCEL ONA
E 2P.R
125
IS
PREISE
3.PREIS
N LONDO AMSTERDAM
Foto: © Tourismusverein Klausen, Barbian, Feldthurns, Villanders
MUSIK
160 Jahre für die Musik z Über das Gründungsjahr der Musikkapelle St. Andrä gibt es zwar keine genauen Angaben, erstmals findet sich allerdings auf einer „Interimsnota“, einem vorläufigen Rechnungsbeleg aus dem fernen 1849, eine entsprechende Erwähnung. Dass in Südtirol gerade in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zahlreiche Musikkapellen entstanden sind, hängt sicher mit der Rückkehr Tirols zu Österreich im Jahr 1814 zusammen – konnten nun doch wieder traditionelle kirchliche und weltliche Feiern begangen und musikalisch gestaltet werden. Daneben spielt wohl auch die Tatsache eine Rolle, dass durch die allgemeine Schulpflicht die meisten Dörfer über musikalisch interessierte Lehrer verfügten, die sich vielerorts um die Gründung von Musikkapellen verdient machten. So verwundert es auch kaum, dass der erste namentlich genannte Kapellmeister von St. Andrä ein gewisser „Lehrer Korin, ein Mosersohn“ aufscheint, der die Leitung von 1880 bis 1896 innehatte. Seine Nachfolge tritt wiederum ein Lehrer, Sebastian Baur, an, dem die Musikkapelle die Anfänge ihrer Chronik verdankt. 1899 übernahm der 18-jährige Johann Fischer das
Amt des Kapellmeisters und blieb es für über 50 Jahre bis 1952. Mit der Zeit übernahm Michael Stockner, Michlwirt, die Funktion des Obmanns, und zusammen führten sie die Musikkapelle durch die schwierigen Zwischenkriegsjahre. Anfang der 50er Jahre übergab Fischer den Dirigentenstab an Alois Stockner Senior, der ihn 1962 an seinen Sohn Luis Stockner weiterreichte. 1994 war dann Martin Jocher Kapellmeister, und seit 1994 dirigiert Hubert Sagmeister die heute 57 Mitglieder zählende, weit über den Bezirk hinaus bekannte Musikkapelle. Anlässlich des 160-Jahr-Jubiläums wurde auch die gänzlich überarbeitete Tracht erstmals vorgestellt, die gemeinsam mit Helmuth Rizzoli von der Arbeitsgemeinschaft „Unsere Tracht“ angefertigt wurde. Genau vor 100 Jahren zum großen Festumzug in Innsbruck hatten die Vorgänger das damals übliche Musikerkostüm gegen eine Lederhose mit Scheibenhut ausgetauscht; heuer wiederholt sich die Geschichte: Die Musikkapelle, die zwischenzeitlich zur Lodenhose mit kleinem Hut zurückkehrt war, wird in Zukunft wiederum Lederhosen mit großem Scheibenhut tragen. wv
TA DI COGLIANDO NTRO LLO
TREU EPUN KT
GEWINNSPIEL VOM 08.05.-03.10.09 DER GEWINNER
der 1. Monatsziehu ng: Herr Alexander Ko fler, Feldthurns Wir gratulieren he rzlich und wünschen allen an deren Teilnehmern weite rhin viel Glück!
Jeden Monat …
Verlosung eines prall gefüllt mitKorbes BRIMI Milchprodukten !
Mitmachen und gewinnen: Bei jedem Kauf von Brimi Frischmilch, Brimi Frischsahne, Brimi Mozzarella und Schabser Butter erhöhen sich Ihre Gewinnchancen! Teilnahmebedingungen und Kuverts erhalten Sie bei Ihrem Kaufmann und auf unserer Homepage zum Downloaden. Milchhof Brixen Gen. u. landw. Ges., www.brimi.it
29
Ein Wanderparadies in nächster Umgebung mit vielen guten Einkehrmöglichkeiten
ütte usner H zur Kla angenehmer s p ip rt in , ns ande aldstück zwei W in Latzfo Gleich latz „Kühhof“ en durch ein W einen Lärp h st e rk rc a w u P d rd 7). No nd Vom e (Nr. 1 iesen u g nach Steigun nd über Almw r Klausner Hütter Beschile d ß zu anschlie d Föhrenwald tz „Steineben“ hst auf dem c n chen- u v vom Parkpla “ folgend zunä hinauf zur ti e a ig Altern lausner Hütt em Waldste A. 2 in „K derung eg, dann auf e arkierung Nr. Rodelw chutzhütten-M S
e tterhütt ndl-Anraalb Spinges a rm e n g Stoa erkreuz oberh r Almen se nderun Rundwa latz beim Wett zu den Hochka anamandl p rk a P m Sto rbergale (9) ß zu a l tr Vom k c ts ö Fors ildst Hinte über die ei am Tonich-B ochtal zu den ratterhütte n J (6), vorb r in Richtung erggasthaus A eg 9. B rw ite und we it Abstieg zum er den Wande öhenmeter men m d Rückkehr üb den, ca. 750 H un Stun : ca. 4-5 Gehzeit
ANRATTER HÜTTE
KLAUSNERHÜTTE
1.850 m ü.d.M. · Spingeser Alm · Fam. Sebastian Mair, Tel. 0472 849574, Handy 335 453400, www.anratterhof.info Die Lieblingsalm 2008 der Almregion Gitschberg-Jochtal! Geöffnet von Pfingsten bis Ende Oktober und von Anfang Dezember bis Ostern. Genießen Sie unsere heimischen Köstlichkeiten. Am 2. August Bergmesse mit Almfest!
ardt Alm g e nagenh ng Gsch f dem Wanderw bei der ru e d n Rundwa platz Ranui au sbrunn, dort is ch links e rk Vom Pa (Nr. 28) bis W eg (Nr. 35) na eiter in ch .W kelw a n lm sb u A M le t g n rd pp, de Bro ha kehrsto hnagen dung in Einmün bzweigung Gsc rdt Alm mit Ein rhütte und e a A bis zur g Gschnagenh Steig zur Dusl rück. Richtun end über den nach Ranui zu 4 ß e li r. ansch dem Weg N 3 2,75 Stunden auf : ca. Gehzeit
GSCHNAGENHARDT ALM 2.006 m ü.d.M. · Villnöss · Familie Profanter, Tel. 338 2507724, www.profanterhof.com Geöffnet von Anfang Mai bis Mitte Oktober. Schön gelegene Almhütte am Munkelweg direkt unter den Geislerspitzen. Wir bieten schmackhafte Küche und hausgemachte Kuchen. Gehzeit von der Zanser-Alm ca. 1,5 Std.
ralm r Geisle im rung zu lm swande unkt: Zansera entlang s u n e -G sp Erlebnis und Ausgang n Heuweg Nr. 6 dem bef Parkplatzl. Auf dem alte ann weiter au isleralm, a rt n, d r Ge Villnöße Tschantscheno Nr. 35 bis zu Zurück über ! eg bis nach Adolf Munkelw ter Bergkulisse Ausgangsliebten p vor imposan Nr. 36 bis zum ip g e Einkehrt sleralm, auf W er Zanseralm. gemütliche r die Du punkt d n, geeignet fü dern Stunde milien mit Kin 3 . a c : a Gehzeit nderer sowie F Wa
GEISLER ALM
1.920 m ü.d.M. · Sarntaler Alpen · Familie Brunner, Tel. 339 7133342 · salonalberta@alice.it . www.latzfons.it · Am Hang der Lorenzispitze bietet das Schutzhaus des CAI Bozen einen überwältigenden Panoramablick auf die Dolomiten. Geöffnet ist von Mai bis Ende Oktober. Genießen Sie die gute heimische Küche mit hausgemachten und täglich frisch zubereiteten Gerichten. Samstags gibt es auch Plentene Knödel! Tipp: Übernachtungsmöglichkeit für Mehrtagesausflüge (Doppelzimmer, Einzelzimmer und Lager).
RADLSEEHÜTTE
2.284 m ü.d.M. · Sarntaler Alpen · Christian Gschnitzer Tel.+Fax 0472 855230 oder 338 5075298 – www.radlseehuette.it Geöffnet von Mitte Mai bis Anfang November; Wir bieten jeden Tag typische Südtiroler Bergsteigerkost, hausgemachte Alm-Spezialitäten und leckere Nachspeisen sowie erfrischende Getränke. Jeden Donnerstag ist traditioneller Knödeltag. Übernachtungsmöglichkeit im Zimmer sowie im Lager. 16.8. Königsangermesse, 27.9. Radlsee-Kirchtag, 18.10. Radlseelauf, 24./25.10. Hüttenabschlussfeier mit Radlsee-Hütten-Cup-Prämierung.
BRIXNER HÜTTE
1996 m ü.d.M. · Villnöss · Fam. Runggatscher, Tel.+Fax 0472 840506 oder 333 7569029 · www.geisleralm.com · info@geisleralm.com Das besondere Ausflugsziel am Fuße der Geislerspitzen. Es erwarten Sie hausgemachte Tiroler Almspezialitäten, Kinderspielplatz, Streichelzoo, Relax-Geislerkino und Übernachtungsmöglichkeiten. Geöffnet von Mai bis Nov. sowie im Winter. Ideal auch für Busgruppen mit Shuttledienst auf Bestellung, Jahrgangfeiern, Firmenessen.
lm ampena Richtung g zur G nderun f Weg Nr. 6 in 35 zur a w d n u R platz au r auf Weg Nr. über ser Park 3 ite Vom Zan tschenon, we auf Weg Nr. 3 tz. n a pla rück rk u Tsch a Z P . r lm a nse Gampen llbach zum Za Stunden Kaseri hzeit: ca. 2 Ge
GAMPENALM 2.062 m ü.d.M. · Villnöss · Fam. Messner, Tel. 348 2721587·www.gampenalm.com, info@gampenalm.com. Geöffnet von Mai bis November sowie im Winter. Beliebtes Ausflugsziel und Ausgangspunkt im Naturpark PuezGeisler. Schmackhafte Hausspezialitäten mit Naturprodukten aus eigener Produktion. Übernachtungsmöglichkeiten im Sommer (30 Betten).
nger Königsa ee und ig Nr. 10 durch ls d a R g tte. run f Ste awande adlseehü fstieg au Panoram Wetterkreuz Au wand und zur R f, dann zu p e r o e e S sk rn r d a n zu G m Hu m Seenock und Vom iesen weiter zu d Bergw r Wald un mütlicher Rast über den Grad zuer Abstieg übe Nach ge ännchen und nger. Südseitig en Männchen m sa ern den SteinGipfel des König bis zum Stein Steig Nr. 10. f g auf den punktierten We ieder zurück au den. n w den rot tschegg und : 4,5 bis 5 Stu ee-Hütten-Cup n it u d M ze a ls h R aison e r am e tg ß m ro G er der S Gesa anderer: n Hüttenbesuch mern! W e ig fleiß igste ilneh Tipp für ierung der fleiß g unter allen Te mit Präm d Preisverlosun un
pitze urmauls uf die Wg Nr. 17 durch r a d n u we be tte auf Alm orden ü xner Hü Zur Bri platz Fanealm r in Richtung N r „Brixner rk e zu a it d P e n w e m Vo chst folg und ig zunä derung ramme die Sch n der Beschil markierten Steentinen auf Almwiese eiter auf dem ber steile Serp aulspitze W rm Hütte“. shänge dann ü twand und Wu zum Gipfel. über Gra el zwischen Ro e Felspassage ner Hütte x rt den Satt kurze gesiche anealm zur Bri e zur r F tt und übe : 1,5 Stunden on Brixner Hü ,5 Stunden, Gehzeit 2,5 Stunden v tour ca. 5,5-6 re und meter hin und lspitze, a. 1.325 Höhen Wurmau c
2300 m.ü.d.M. · Valsertal · Fam. Oberhofer, Tel. 0472 547131 Geöffnet bis 20. Oktober. Kombinieren Sie ein einzigartiges Wandererlebnis mit einem schönen Einkehrziel. Genießen Sie einheimische Spezialitäten in schönster Panormalage. Mit Übernachtungsmöglichkeit für bis zu 50 Personen. Vom Parkplatz Fanealm in 1,5 Stunden erreichbar.
MUSEUM
Pharmaziemuseum wird erweitert z Damit das Pharmaziemuseum in Brixen nicht aus allen Nähten platzt, bekommt es ein neues Depot. Das private Museum dokumentiert über 400 Jahre Tiroler Pharmaziegeschichte – allerdings reichen die Räumlichkeiten im zweiten Stock des denkmalgeschützten Gebäudes in der Adlerbrückengasse nicht aus, um den gesamten Bestand zu beherbergen, zumal nun auch die historischen Möbel in der Apotheke im Erdgeschoss neuen weichen müssen und daher im Museum ausgestellt werden sollen. Dieser räumlich beengten Situation will man ein Ende bereiten, indem das Dachgeschoss des Gebäudes
zum Depot umgebaut wird. Auch die historischen Apothekenmöbel sollen dort Platz finden. Sie werden derzeit mit anderen im Haus verstreuten historischen Zeugnissen zusammengefasst, archiviert, in geeigneten Depoträumen verwahrt und zugänglich gemacht. Dafür ist die Sanierung des Dachs notwendig. Ausbau, Katalogisierung und Archivierung erfolgen professionell und in enger Zusammenarbeit mit der Kulturabteilung des Landes, die auch zur Finanzierung dieser Erweiterung beiträgt. Landesrätin Sabina Kasslatter Mur war erst kürzlich bei den Museumsinitiatoren Elisabeth und Oswald Peer, um die Baustelle zu besichtigen.
NEU IM REGAL Gesundheitstipps für Eltern und Kinder Die Kräuterbäuerin Gertrude Messner hat mit ihren ersten beiden Büchern und mit Auftritten bei „Willkommen Österreich“ viele Menschen für die Geheimnisse der Kräuter begeistert. In ihrem neuen Ratgeber widmet sie sich nun den aufregendsten Wundern der Natur: Schwangerschaft, Geburt und Kindheit. Werdende Mütter erfahren, wie sie auf natürliche Weise ihr Wohlbefinden steigern und sich auf die Geburt vorbereiten können. Mit einfachen Rezepten können kleine und größere Wehwehchen vom Babyalter bis zur Pubertät gelindert und die Abwehrkräfte zur Vorbeugung von Krankheiten gestärkt werden. Gertrude Messner, selbst Mutter von sechs Kindern, zeigt mit ihren praktischen Anwendungen, wie sich die Kräfte der Kräuter für unsere Gesundheit nutzen lassen.
Gertrude Messner: Kräuterhandbuch für Mutter und Kind. Natürliche Kräfte wohltuend nutzen. 192 Seiten, 24,95 Euro Der „Brixner“ verlost drei Exemplare des Buchs: Für die Teilnahme bitte eine E-Mail an: echo@brixner.info senden.
„Der Dachbodenausbau und das dadurch entstehende Depot sichern die historisch gewachsene Verwendung von Haus und Bestand“, erläuterte die Landesrätin,
„zudem bietet sich nach dem Ausbau zusätzlicher Platz für Sonderaktionen, etwa für Schulklassen oder Fachleute“. db
MUSIK
Musikwettbewerb SPECulum z SPECulum ist ein Wettbewerb für Südtiroler Musikprojekte aus den Bereichen progressiver Rock über New Folk und ethnischer Musik/ Weltmusik bis hin zu jazznahen Genres und neuen Stilen. Ausgeschlossen bleiben volkstümliche und Volksmusik, Pop, Coverproduktionen oder Klassische Musik. Der Wettbewerb mit eigener Jury unter der Patenschaft von Franco D’Andrea wird heuer zum zweiten Mal ausgetragen – in der ersten Auflage im Jahr 2007 erreichte die Meraner Band „Kind of Camilla“ (im Bild) den ersten Platz. Musikgruppen können für den Wettbewerb bis zum 31. August ein musikalisches Projekt einreichen, das möglichst neu, eigenständig und konzeptuell stimmig sein sollte sowie als Konzert präsentiert werden kann. Das Musikprojekt muss großteils in Südtirol entstanden sein; die teilnehmenden
Musiker müssen in der Mehrheit aus Südtirol stammen – Altersbegrenzung gibt es dabei keine. Als Preis winken sieben Konzerte in Südtirol und im Trentino, der SPECulum-Preis der Raiffeisenkasse Meran, ein DVD-Mitschnitt des Konzerts und eine Live-RadioÜbertragung des Siegerkonzerts durch den RAI Sender Bozen. Die Vorausscheidungen und das Finale finden Mitte November statt. Organisiert wird der Musikwettbewerb vom Meraner Kulturverein Muspilli in Zusammenarbeit mit vielen weiteren Partnern; nähere Infos zu den Teilnahmebedingungen, Vorausscheidung oder Jury unter www.muspilli.it. db
31
Freizeit & Sport IM ENDSPURT: Bei der U18-Leichtathletik-WM gehen rund 1.500 Athleten aus 178 Ländern an den Start
––––––––– U18-Leichtathletik-WM vor dem Startschuss
Die Welt zu Gast in Brixen
Vom 8. bis 12. Juli 2009 findet in Brixen die größte Sportveranstaltung statt, die Südtirol jemals gesehen hat: Insgesamt 5.000 Athleten, Betreuer und Teammitglieder aus 178 Nationen reisen zur U18 Leichtathletik-Weltmeisterschaft an. Was die Brixner in ihrer Stadt erwartet, haben uns die WM-Macher Stefano Andreatta und Bruno Cappello vorab verraten.
E
s fehlen nur noch wenige Wochen, dann beginnt mit der offiziellen Eröffnungsfeier am Dienstag, 7. Juli, um 18 Uhr am Domplatz die U18Leichtathletik-WM „Südtirol 2009“. Schon seit zwei Jahren sehnt 32
das Team rund um Eventmanager Stefano Andreatta diesen Tag herbei. Er war es auch, der im November 2006 diese Weltmeisterschaft nach Brixen holte. Noch nie zuvor hatte der Internationale Leichtathletikverband
(IAAF) eine derart große Veranstaltung an eine 21.000 Einwohner-Stadt vergeben. „Doch diese Hürde ist geschafft, wir haben in den letzten zwei Jahren die Welt in Bewegung gesetzt, um der Südtiroler Bevölkerung und
allen Teilnehmern ein Event der Superlative zu bieten“, erklärt Eventmanager Andreatta stolz.
Aus 178 Nationen und fünf Kon-
tinenten haben sich bis dato 2.200 Personen bei der Voranmeldung
für „Südtirol 2009“ registriert. So viele Teilnehmerländer hat es bei einer U18-Weltmeisterschaft noch nie gegeben. Aber auch die Anmeldungen der Presseleute aus der ganzen Welt übertreffen alle Erwartungen. Die Titelkämpfe in Brixen sind jedoch nicht nur deshalb etwas Besonderes. „Auch die Südtiroler Wirtschaft hat die Bedeutung dieser Jugendweltmeisterschaft erkannt und greift dem Organisationskomitee kräftig unter die Arme,“ erläutert Rudi Rienzner, der Präsident des Organisationskomitees, „Dass der Enthusiasmus groß ist, sieht man auch daran, dass wir bereits lange vor dem Endspurt das Freiwilligen-Kontingent von knapp 500 Helfern erreicht hatten.“
Die neue Leichtathletikanlage
in der Sportzone Süd hat ihre Feuertaufe vor kurzem bestens bestanden. „Das internationale Brixia-Meeting war eine gelungene, kleine WM-Generalprobe. Dennoch bleibt viel zu tun, es kommt nun auf jeden Tag an“, so Andreatta. Es fehlen nämlich noch
letzte Bauarbeiten: Seit Mitte Juni wird der Einwärmbereich in der Sportzone Seebacher errichtet und die Zuschauerkapazität im Stadion durch Zusatztribünen auf 5.000 Sitzplätze erhöht. Zentrum aller Wettkämpfe wird die Sportzone im Süden der Stadt sein. Mehrere
und Rom werden die Flüge für die An- und Abreise während der Großveranstaltung verdoppelt. „Schwierig wird es vor allem bei der Abreise, wenn so viele Leute am selben Tag nach Hause wollen“, erklärt Stefano Andreatta. Eine große Aufgabe liegt aber
„Brixen soll spüren, dass die Welt zu Gast ist!“_ Bruno Cappello Sportplätze in Brixen und Umgebung werden als Trainingsmöglichkeit für die verschiedenen Teams zur Verfügung stehen. Noch sind letzte Umbauarbeiten auf dem Sportareal im Gange, die jedoch ordnungsgemäß in den nächsten Tagen abgeschlossen werden.
auch darin, all die Athleten und Teams während der Weltmeisterschaft termingerecht zu den Wettkämpfen oder Mensen zu fahren. Für die reibungslosen Transporte zeichnet der Brixner Busunternehmer Kuno Pizzinini verantwortlich.
die größte Herausforderung für das Organisationskomitee. Ein Großteil der Teilnehmer wird mit dem Flugzeug in Verona oder Bozen landen, zwischen Bozen
Während dem vergangenen Schuljahr haben 60 Brixner Grund- und Mittelschulklassen einzigartige Kunstwerke zu den 178 teilnehmenden Ländern gebastelt, die
Brixens Schüler sind bereits Die Logistik war und ist wohl bestens auf die WM vorbereitet.
nun in den Schaufenstern der Geschäfte in der Altstadt ausgestellt werden. Ziel des Projektes soll es sein, den Athleten aus aller Welt ein Gefühl von Heimat zu vermitteln. „Die Stadt soll spüren, dass die Welt zu Gast in Brixen ist!“, sagt der technische Direktor Bruno Cappello euphorisch. Aber auch der offizielle WM-Song wurde mittels eines Wettbewerbes des Radiosenders „Südtirol 1“ gefunden. Zwei junge Brixner haben diesen Bewerb gewonnen und werden ihr Lied zusammen mit tausenden Fans zu allen sportlichen Anlässen bei der WM hören können. Hugo hingegen nennt sich der schräge Vogel, der die Veranstaltung als Maskottchen begleiten wird. Was es mit dem kleinen Raben auf sich hat, weiß Leichtathletik-Landestrainer Bruno Cappello: „Der Hausmeister der Sportzone Süd hatte vor Jahren bei der Begrünung des Fußballfeldes seine Mühe mit einem schwarzen Raben, der die immer wieder ausgesäten Samen fraß. Nachdem der Rabe seinen Diebeszug mehrere 33
Freizeit & Sport Die Sportzone Süd wurde mit einer neuen Kunststoffbahn und einer Weitsprunganlage ausgestattet
––––––––––––––––––
Wochen lang fortsetzte, wurde ihm ein Namen auferlegt: „Hugo“ sollte er fortan heißen.“ Diese Anekdote wurde bei Gesprächen in der Sportzone immer wieder weitergereicht und somit wurde Hugo zum Maskottchen für den SSV Brixen Sektion Leichtathletik – und nun wird der kleine Rabe sogar weltbekannt.
2160 Betten in 31 Unterkünften
aller Art stehen für die Unterbringung der Sportler zur Verfügung und werden Brixen und Umgebung in ein buntes Athletendorf verwandeln. „Alle Athleten sind im Zentrum von Brixen untergebracht, da die ungewohnte Höhe wie etwa in St. Andrä oder Afers einigen Sportlern zu schaffen machen könnte“, erklärt Stefano Andreatta, „wir haben zwei Mitarbeiter, die sich ganztags nur um die Unterbringung kümmern“,
betont Andreatta die Wichtigkeit dieses Aufgabenbereiches. Zu berücksichtigen sind auch kulturelle Unterschiede, beispielsweise bei der Menügestaltung für die Sportler: In Zusammenarbeit mit der Landesberufsschule „Emma Hellenstainer“ wurden Menüpläne ausgearbeitet, die religiöse und kulturelle Eigenheiten berücksichtigen. So wird für die jüdischen Teilnehmer koscher gekocht und „halali“ für die Muslime. Täglich werden in fünf verschiedenen Mensen rund 5.000 Menüs serviert.
Die Ankunft der ersten Teams
wird für den Montag der Wettkampfwoche erwartet, die Wettkämpfe beginnen am Mittwoch, 8. Juli, um 9.30 Uhr mit dem 100-Meter-Hürdenlauf der Mädchen. Dann geht es Schlag auf Schlag. Die ersten Tage der Weltmeisterschaft
Großer Graben Tel. 0472 836049 Brixen www.sportacherer.com Jeden Samstag Nachmittag geöffnet.
stehen ganz im Zeichen der Vorausscheidungen der einzelnen Disziplinen. In den Finalläufen wird sich dann zeigen, ob auch in Brixen ein zukünftiger Weltstar wie etwa der aktuell schnellste Mann der Welt, Usain Bolt, mit dabei ist: Der Olympiasieger hatte bereits im Alter von 15 Jahren die Under18-Leichtathletik-WM in Kingston gewonnen. Die Wettkämpfe können gegen einen kleinen Spesenbeitrag täglich live mitverfolgt werden. Wem dies nicht möglich sein sollte, kann auch von 21 bis 23 Uhr den Fernseher einschalten und die Zusammenfassung des Tages auf dem Fernsehsender „RaiSport Sat“ verfolgen. Die Großveranstaltung soll aber auch ein Fest für
alle Brixner werden und so hat sich das Organisationskomitee auch um ein pralles Rahmenprogramm bemüht. „Am Abend ist auf dem Brixner Domplatz immer was los“, bestätigt Bruno Cappello. Nach der „Opening Ceremony“ am Dienstag folgt am Mittwochabend die „Hugo-Party“, am Donnerstag die „Italian-Party“, am Freitag der „Tiroler Abend“ und am Samstag die „Saturday Night Fever Party“. Am Sonntag endet die Veranstaltung mit der Abschlussfeier um 18 Uhr am Domplatz in Brixen.
dietmar.pattis@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
%
Unglaublich, diese Preise!!!
Schuhe adidas Superstar nur 19,90 Badeshorts Hawaii 12,90 Hemd Suntex 24,90 Wanderhose abtrennbar 39,90 Trekkingschuhe Aquamax jr. 34,90 Rucksack Cordura 20 lt. 19,90 und wie immer Hunderte von Flip Flops!!!!
34
Gemeinsame Sache für den Sport: Die Jugend-LeichtathletikWM wird unterstützt von der Stiftung Sparkasse (Gerhard Brandstätter), der Südtiroler Volksbank (Hansjörg Bergmeister) und der Raiffeisenkasse Eisacktal (Rudi Rienzner)
–––––––
“Wir sind startklar!“
Foto: Oskar Zingerle
Der technische Direktor Bruno Cappello und Eventmanager Stefano Andreatta über die Organisation und den Ablauf der Weltmeisterschaft. dort von uns abgeholt – dafür brauchen sie aber für zwei Länder jeweils ein eigenes Visum. Die Fahrpläne sind jedenfalls bis ins Detail geplant, zudem haben wir intensiven Kontakt mit unseren Transportgesellschaften. Werden auch Südtiroler Athleten an der Weltmeisterschaft teilnehmen?
Sie sind die beiden treibenden Kräfte im Organisationskomitee – macht sich bei Ihnen das Lampenfieber so kurz vor Beginn der WM nun bemerkbar? Stefano Andreatta: Ich bin schon seit längerer Zeit nervös, aber das gehört dazu! Wir haben alles gut vorbereitet, haben ein super Team und somit kann die WM ohne Bedenken beginnen. Bruno Cappello: Brixen ist eine kleine Stadt und natürlich auch strukturell begrenzt. Wir versuchen, aus allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln das Beste herauszuholen. Nun beim Endspurt gilt es, nochmals sämtliche Kräfte zu bündeln, damit wirklich alles klappt. Wenn dann noch der Wettergott mitspielt, sind wir wirklich glücklich! Das Brixia-Meeting galt als Generalprobe für die WM – ist dies nicht ein etwas hinkender Vergleich, wenn man die unterschiedliche Größenordnung der beiden Veranstaltungen bedenkt?
Stefano Andreatta: Beim „Brixia Meeting“ haben wir vorwiegend die technischen Anforderungen wie etwa die Zeitmessung oder die zeitlichen Abstände zwischen den Wettkampfdisziplinen getestet. Die WM kann klarerweise nicht mit dem Meeting verglichen werden, doch der internationale Leichathletikverband schreibt ein so genanntes Testevent vor und diesem Auftrag sind wir somit gerecht geworden. Beim „Brixia Meeting“ hatten wir zirka 600 teilnehmende Athleten, bei der WM rechnen wir mit mindestens 1500 Sportlern. Die Logistik ist wohl die größte Herausforderung für das Organisationskomitee – wie wurden die Transporte organisiert? Stefano Andreatta: Die Flughäfen Bozen und Verona gelten als offizielle Flughäfen der Weltmeisterschaft, alle Athleten und Teams werden an einem der beiden Flughäfen landen. Dort stehen Busse bereit, die die Sportler nach Brixen bringen werden. Sofern das Visum der Teams in Ordnung ist, können Athleten auch in München oder in Innsbruck landen und werden
Vittorio-Veneto-Straße 31
PIZZA & DÖNER-KEBAP MIT LIEFERSERVICE
Bruno Cappello: Der letzte Termin für die Einberufung der Athleten in die Nationalmannschaft ist der 21. Juni 2009. Bis dato hat lediglich der Brixner Sprinter Matteo Didioni mit 10,86 Sekunden auf 100 Metern die Marke für die WM geknackt. Wenn alles nach Plan läuft, dann hat er einen Fixplatz im Team. Doch auch die Boznerin Giada Bussolli (100 Meter Hürden) hat beste Chancen, in Brixen mit dabei zu sein. Eine definitive Entscheidung wird jedoch erst kurz vor dem Beginn der Meisterschaften erwartet. Gleich zwei Athleten bei der Heim-WM am Start zu haben, wäre für mich als Landestrainer natürlich ein ganz besonderes Highlight. Wer finanziert diese WM, die sicher nicht ganz billig sein dürfte? Stefano Andreatta: Insgesamt kostet uns die Weltmeisterschaft 2,7 Millionen Euro. Finanziert wird dieser Betrag zum Teil durch das Land Südtirol, dem Internationalen Leichtathletikverband, dem italienischen Staat, durch private Sponsoren und der Gemeinde Brixen. Die Gemeinde bezuschusst die Veranstaltung mit etwa 300.000 Euro, sofern ein Defizit verbleiben sollte.
SUPER ANGeEsteBlluOngT
Stefano Andreatta: Die Gemeinde Brixen hat bereits mit einem Beitrag von 200.000 Euro die Weltmeisterschaft teilfinanziert. Sollte am Ende ein Defizit zu decken sein, wird die Gemeinde mit abermals 100.000 Euro einspringen. Kann jeder bei den Wettkämpfen zuschauen kommen? Stefano Andreatta: Die Wettkämpfe sind natürlich öffentlich und somit kann jeder die WM auch live vor Ort mitverfolgen. Die Bewerbe beginnen am Mittwoch und werden bis Sonntag täglich von 9.30 bis etwa 19 Uhr ausgetragen. Ich wünsche mir, dass viele Brixner diese Chance wahrnehmen und die Athleten unterstützen. Kinder bis zu 11 Jahren können die Weltmeisterschaft unentgeltlich erleben, Jugendliche von 11 bis 15 Jahren bezahlen für das WM-Abo 10 Euro, Erwachsene für einen überdachten Sitzplatz 12 Euro und für einen einfachen Sitzplatz 7 Euro. Es gibt aber auch ein Abo, das für den gesamten WM-Zeitraum gilt. Für Erwachsene kostet dieses 30 Euro für den überdachten und 20 Euro für den einfachen Sitzplatz. Bruno Cappello: Ein weiteres Highlight ist das Galadinner an der Bergstation Kreuztal. Wir werden dort den IAAF-Delegierten einen Abend der Superlative bieten, ein Abendessen über den Dächern von Brixen. dietmar.pattis@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
PIZZA DÖNER-KEBAP mit Hühnerd Truthahnfleisun ch
PIADINE
Bei B t von 3 Pizzas is* s! die 4. grati 24.7.09 *gilt vom 24.6. bisebiet Brixen und nur für Stadtg
2 6 6 0 0 2 2 7 Tel. 04 (auf Anfrage auch mittags)
Was heißt das konkret?
Vitt orio -Ven eto-
Stra ße 31
Öffnungszeiten: Mo - Fr 11-14 Uhr und 17-22.30 Uhr Sa + So 17-22.30 Uhr 35
Freizeit & Sport
FuSSball
Die Landesliga ruft Die heurige Saison endete für die Fußballer des ASV Milland äußerst erfolgreich. Sie holten sich den Sieg sowohl in der Meisterschaft als auch im Pokalwettbewerb der 1. Amateurliga und verdienen sich somit den Aufstieg in die Landesliga gleich doppelt.
P
ünktlich zum 35. Gründungsjubiläum des ASV Milland konnten im heurigen Jahr die Fußballer von der 1. Amateurliga in die Landesliga aufsteigen. Bereits im vorigen Jahr versuchten es Spielertrainer Josef Tratter & Co., scheiterten in der Meisterschaft und im Pokal aber jeweils nur knapp. Im heurigen Jahr, so Sektionsleiter Roland Braido, „sollte es aber klappen, wobei als Minimalziel ein Platz unter den besten Zwei ausgegeben wurde.“
Der ASV Milland hatte sich dem-
entsprechend am Saisonanfang mit namhaften Zugängen verstärkt und war als Titelfavorit ins Rennen gegangen. Der Start war gut geglückt und von Anfang an waren die Millander die Gejagten. Das gute Zusammenspiel zwischen jungen und alten Spielern, aber auch der engagierte Ausschuss, der Betreuer- und Trainerstab waren schlussendlich ausschlaggebend, dass der
anvisierte Aufstieg glückte. Und dies sogar in zweifacher Hinsicht, zumal die Millander nicht nur die Meisterschaft für sich entscheiden konnten, sondern auch den Pokalwettbewerb. Einer der beiden Siege hätte bereits gereicht, um in die Landesliga aufzusteigen. Das Double war also perfekt!
besteht der ASV Milland aus acht Jugendmannschaften - Fußballschule, U10, C-Jugend, B-Jugend, A-Jugend und U18 -, einer Freizeitmannschaft und der ersten Kampfmannschaft. Insgesamt beschäftigt der Verein derzeit an die 200 aktive Fußballer und ist der größte Verein in Milland.
Braido „recht anständig“, zumal dies der größte Erfolg seit der Neugründung der Sektion Fußball im Jahr 1999 ist. Neubeginn deshalb, da der SV Milland im Jahr 1995 in FC Südtirol umgetauft wurde und somit die Basis für den heutigen Profiverein stellte. Nach vier Jahren Pause versuchten Roland Braido und einige weitere Fußballbegeisterte, den SV Milland zu neuem Leben zu erwecken und schrieben sich in die 3. Amateurliga ein. Im Jahr 2001 wurde erstmals wieder eine Jugendmannschaft aufs Feld geschickt. Mittlerweile
Aufstieg in die jeweils nächst höhere Liga geglückt - und dies großteils ohne eigenen Fußballplatz. Die jetzige Sportzone „Ubald Comper“ wurde nämlich erst im Jahr 2007 nach langem Hin und Her fertig gestellt und dem SV Milland übergeben. Sektionsleiter Braido legt Wert darauf, „dass dieses erste Baulos äußerst wichtig für den Fortbestand der Sektion war“, kämpft aber bereits für die Realisierung des zweiten Bauloses: „Die Errichtung eines zweiten Fußballplatzes ist unbedingt notwendig, denn der bestehende Platz ist durch das
Seit dem Neubeginn ist den Gefeiert wurde laut Roland Millandern jedes dritte Jahr der
Die Fußballer vom ASV Milland stiegen von der 1. Amateurliga in die Landesliga auf
–––
36
Bespielen aller Mannschaften in arge Mitleidenschaft gezogen worden. Für die Trainingseinheiten benötigen wir unbedingt einen Kunstrasenplatz, der eventuell in den Wintermonaten auch von anderen umliegenden Vereinen wie Plose, Lüsen und Latzfons genutzt werden kann.“ Auch Markus Knapp, seit April 2008 Nachfolger von Karl Hofer und somit neuer Präsident des Gesamtvereins des ASV Milland, schlägt in dieselbe Kerbe und will sich in der Gemeinde für die Erweiterung der Millander Sportzone stark machen. Bis dahin wollen die Millander Fußballer als kurzfristiges Ziel die angefangene Jugendarbeit qualitativ verbessern und mit der Kampfmannschaft den frühzeitigen Klassenerhalt in der Landesliga schaffen. Sobald als möglich soll dann die erste Mannschaft durch eigene Jugendspieler ergänzt werden. thomas.oberrauch@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
FUSSBALL
Erfolgreich wie nie zuvor Foto: Eheim
Dem SSV Brixen Fußball gelang ein wahres Meisterstück: Alle drei Jugendmannschaften holten sich in ihrer Alterskategorie den regionalen Meistertitel. Dieser dreifache Erfolg ist in Italien einzigartig.
SSV Brixen Fußball: drei Jugendmannschaften, drei regionale Meistertitel
D
ie heurige Fußballsaison wird wohl in die Geschichtsbücher der Sportstadt Brixen eingehen: Der SSV Brixen Fußball ist nämlich der einzige Verein in ganz Italien, der in diesem Jahr den Meistertitel in allen drei regionalen Jugendkategorien errungen hat. Sowohl die Junioren als auch die A-Jugend und die B-Jugend konnten eine fabelhafte Saison verzeichnen und standen am Ende in ihrer Alterskategorie als jeweils beste Jugendmannschaft der Region an der Tabellenspitze. Auch die C-Jugend schaffte es bis ganz nach oben. Sie holte sich den Landesmeister-Titel.
Dieses traumhafte Ergebnis
ist wahrlich einmalig und das Ergebnis der guten Leistungen der Spieler, aber auch der gemeinsamen Anstrengungen der Jugendtrainer und des Vereinsvorstandes. Der Grundstein für diese Erfolge dürfte bereits vor etwa 15 Jahren gelegt worden sein, als Gernot Wachtler die Brixner Fußballschule ins Leben
–––––
gerufen und für damalige Verhältnisse ganz neue Wege beschritten hatte. Mittlerweile tummeln sich an die 230 Jugendliche auf dem Fußballplatz beim Jugendhort, der Heimstätte des SSV Brixen. Trainiert werden die Nachwuchskicker derzeit von zwölf Trainern. Die drei oben genannten Mannschaften, die nun den Regionalmeistertitel holten, wurden von den Trainern Marco Marzari, Alessandro Vacalebre und Mauro Monti betreut; Letztgenannter ist auch der Verantwortliche für den gesamten Jugendsektor.
Die B-Jugendmannschaft hat
vom Meisterschaftsstart weg immer die Tabelle angeführt und den Gegnern nie eine konkrete Chance gelassen. Über die gesamte Saison konnte die Brixner Mannschaft auf den besten Angriff und die beste Verteidigung zählen und erzielte in den insgesamt 32 Pflichtspielen 89 Tore bei nur 14 Gegentreffern. Die Meisterschaft wurde schlussendlich mit sieben Punkten Vorsprung auf Trient gewonnen.
So wie die B-Jugend, konnte auch die A-Jugend den Regionalmeistertitel vor der Mannschaft aus Trient holen. Die A-Jugend hatte die Meisterschaft zwar etwas schwach begonnen, konnte im Verlauf der Saison die Leistung aber immens steigern. Die „Weißblauen“ holten nicht nur einen Neun-Punkterückstand auf, sondern überholten in den letzten vier Spieltagen auch die Mannschaft aus Trient.
Der dritte im Bunde, die Junio-
renmannschaft des SSV Brixen, hat sich ab dem Saisonstart als konkurrenzfähiges Team erwiesen und war immer auf den ersten Tabellenpositionen zu finden. Die Mannschaft war sich ihrer Stärke bewusst und musste immer wieder neue Spieler an die Brixner Oberligamannschaft abgeben. Mit 22 Siegen, sieben Unentschieden und einer einzigen Niederlage zerschlug die Fußballelf die Hoffnungen der gegnerischen Teams von Calciochiese und Arco, die bis zum vorletzten Spieltag um den
Regionalmeistertitel mitkämpften, und holte sich den Titel. Aufgrund dieser einmaligen Erfolge lud Geschäftsführer Martin Angerer zur Pressekonferenz, bei der er den Tätigkeitsbericht des SSV Brixen Fußball verlas und sich bei Spielern, Trainern, Betreuern und Sponsoren für den Einsatz und die geleistete Arbeit bedankte. Für den anwesenden Ehrenpräsidenten und Mitgründer des SSV Brixen, Eugen „Bubi“ Cimadom, und seine Frau gab es Standing Ovations.
Die Jugendarbeit des SSV
Brixen zählt bereits seit vielen Jahrzehnten zu den besten in Südtirol. Dass diese hervorragend funktioniert, beweisen die regelmäßig nachrückenden Talente. Solange die Jugendarbeit mit diesem Ehrgeiz und diesen Anstrengungen beibehalten wird, braucht sich der SSV jedenfalls keine Sorgen um seine Jugend und um seine erste Kampfmannschaft zu machen. thomas.oberrauch@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info 37
WM-Start gesichert z Laura Letrari schwimmt derzeit auf einer Erfolgswelle: Sie wird bei den Schwimm-Weltmeisterschaften in Rom vom 26. Juli bis zum 2. August an den Start gehen – zuvor stehen allerdings noch die Mittelmeerspiele in Pescara an. Die Nominierung für die WM erfolgte nach den drei Medaillen bei den Italienmeisterschaften: Die Brixner Schwimmerin gewann Gold über 50 m Rücken und ist
somit Italienmeisterin in dieser Disziplin, Silber über 50 Meter Freistil und Silber mit der FreistilStaffel. Nach Sara Parise ist Laura Letrari somit die erste Südtirolerin, die an einer Schwimm-WM teilnimmt. Die Voraussetzungen sind mehr als optimal: Erst kürzlich konnte die Schwimmerin zwei ihrer Bestzeiten nochmals übertrumpfen, und zwar jene über 100 m Freistil und 100 m Rücken. db
Foto: Oskar Zingerle
F&S Freizeit & Sport DAMENFUSSBALL
Foto: Ingo Dejaco
Freizeit & Sport
SCHWIMMEN
Origineller Abschluss z Der SSV Brixen Damenfußball hat seine zweite Saison in der Serie B mit einem guten fünften Platz beendet und damit die zu Saisonbeginn gesteckten Erwartungen vollends erfüllt. Gelungen und originell war auch heuer wieder die Abschlussveranstaltung zum Saisonende. Bereits zum zweiten Mal lud der SSV die Spielerinnen aller sechs Mannschaften von der U8 bis zur Serie B samt Eltern zum Fußballplatz am Jugendhort. Neben gemütlichem Beisammensein wurde natürlich auch Fußball gespielt – in anormaler Konstellation: Die Spielerinnen durften
kurz
notiert
38
nämlich gegen Eltern und Geschwister antreten und dabei ihr erlerntes Geschick unter Beweis stellen. Während U8 und U10 gegen die Mamis aufspielten, mussten die Mädchen der U14 gegen ihre Papis auf den Platz. Am Ende stand sich noch eine gemischte Paarung gegenüber: die U19 „Primavera“ gegen die Serie B, allesamt mit Papis und Freunden verstärkt. Weniger die Resultate denn der Spaß standen im Vordergrund, und die gute Laune konnte auch vom Nieselregen, der zwischenzeitlich einsetzte, nicht gekippt werden. Letztlich stand noch eine
Handballer Andreas Kammerer spielte heuer als einziger Südtiroler in der italienischen Eliteliga. Obwohl der Kreisspieler bei „Italgest Cassarano“ nicht oft zum Einsatz kam, kann er sich nun Italienmeister nennen. Ob er in der nächsten Saison wieder bei seinem Brixner Heimatverein spielen wird, ist noch nicht geklärt...
Verlosung auf dem Programm: Unter allen Gönnern des SSV Brixen OBI Damenfußball wurden mehrere Übernachtungen in einem Thermenhotel verlost. Zurzeit
genießen die Fußballerinnen ihre verdiente Sommerpause, schon bald aber werden die Weichen für die dritte Saison in der Serie B gestellt. id
Sarah Chiti von der Sektion Bogenschießen des SSV Brixen wurde in die italienische Nationalmannschaft einberufen und hat beim World-Cup-Wettkampf in Porec auf Entfernungen von 30, 50, 60 und 70 Metern den ansehnlichen 28. Platz erreicht.
Manuela Ianesi belegte beim Kalterer See-Triathlon Platz Eins (2.20.14), Daniela Ianesi (2.41.22) den zweiten Rang. Bei den Italienmeisterschaften im Langdistanz-Triathlon erreichte Gabi Winck den 3. Platz (7.49.22), Harald Daporta den 42. Rang (7.58.36) in der jeweiligen Klasse.
NACHGEFRAGT
„Akrobatische Kunstflüge“ Martin Höllrigl, Vizepräsident der Eisacktaler Buschflieger, über den internationalen Modellfliegerwettbewerb in Neustift und die Kunst des Modellfliegens. Showprogramm in den Wettbewerbspausen: Hier werden einmalige akrobatische Kunstflugfiguren von Motorkunstfliegern, Segelflugzeugen, UltraLights und Modellhubschraubern vorgeführt. Was macht einen guten Piloten aus? Ein Modellflieger-Pilot muss jede Flugsituation beherrschen, also auch in kritischen Situationen sein Fluggerät zu lenken wissen. Bei einem Wettkampf misst man sich an den Kunstflugfiguren bei einem Looping beispielsweise muss eine perfekte Kreisform geflogen werden. Beim Segelfliegen
hingegen ist die richtige Nutzung der Thermik wichtig, beim Modellhubschrauber das wahrheitsgetreue Fliegen.
Foto: Oskar Zingerle
Herr Höllrigl, was erwartet die Zuschauer beim Modellflieger-Wettbewerb? Beim F3A World Cup zeigen die Piloten definierte Kunstflugfiguren. Die Fluggeräte dieser Kategorie dürfen die zwei Meter Spannweite und ein Gewicht von fünf Kilo nicht überschreiten. In Neustift messen sich die besten Modellflieger aus Deutschland, der Schweiz, Liechtenstein, Österreich und Italien, aus Brixen nimmt Hannes Schenk teil. Das Können der Piloten wird von einer internationalen Jury bewertet. Besonders interessant ist für die Zuschauer das
Die Eisacktaler Buschflieger gibt es seit zirka zehn Jahren. Wie groß ist das Interesse am Modellfliegen? Wir haben über 70 aktive Mitglieder aller Altersstufen, im vorigen Jahr sind etwa 2000 interessierte Zuschauer zum Wettbewerb gekommen. Zunehmendes Interesse gibt es zudem bei den Schulklassen, die auf einen Lehrausflug zu uns kommen. doris.brunner@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
Brennerstraße 54, 39042 Brixen ·Tel. 339 5607968 oder 0472 200809 Durchgehende Öffnungszeiten: Mo-Fr, 8.00-17.00 Uhr
Pellets
Anti-Aging für Gesicht und Körper In nur 20 Minuten erhalten Sie außergewöhnliche und sofort sichtbare Ergebnisse ... mit dem kleinsten „Faltenbügeleisen“ der Welt!
vorher
bereits jetzt zum Sommerpreis!
Heizöl
preisgünstig wie seit langem nicht mehr!
Kostner GmbH Brennerstraße 56 · Vahrn Tel. 0472 979600 www.kostner.net
vorher
- Pranatherapie: „Psychische und physische Blockaden öffnen.“ - Meridianbehandlungen - Nagelverlängerung - Nagelverstärkung - Maniküre/Pediküre - Schminkberatung/Schminken - Brauen färben und regulieren
nachher
nachher
- Wimpern färben - Gesichts- und Körperpflege (Eckstein-Produkte) - Gesichts-/Körpermassage - Abnehmen mit Nahrungsergänzung - Depilation: 50% Sommeraktion z.B. GanzbeinBikinizone-Achselhöhle jetzt nur 25 Euro! 39
Freizeit & Sport
WASSERBALL
VOLLEYBALL
Kampagne aus Brixen
Aufstieg geschafft
z Vom 2. bis zum 12. Juni verbrachte die italienische Wasserballnationalmannschaft der Herren einen Trainingsaufenthalt in der Brixner Acquarena und bereitete sich hier auf die bevorstehende Weltmeisterschaft in Rom vor. Die Sportler feilten dabei nicht nur an ihrer Schwimm- und Wurftechnik, sondern drehten auch einen Werbefilm für eine Sensibilisierungs-
kampagne. Der eindrucksvolle Rahmen der Acquarena sowie der Stadt Brixen führten einen Sponsor der Nationalmannschaft zur Entscheidung, diese als Kulisse für den Film zu wählen. Ausgestrahlt wird die Kampagne in ganz Italien, und zwar vom 28. Juni bis zum 11. Juli auf den Kanälen der RAI und der Mediaset. db
z Die Damenmannschaft des SSV Brixen Volleyball hat es geschafft! Nach zwei Jahren in der 1. Division spielen die Spielerinnen rund um Trainer Benjamin Astner in der kommenden Saison 2009/2010 wieder in der regionalen Serie D. Nach einer makellosen Saison mit nur Siegen und insgesamt lediglich fünf verlorenen Sätzen konnten die Brixnerinnen ihren Sieg vor heimischer Kulisse feiern. Dabei wurde es im Endspurt noch einmal spannend: Im entscheidenden Spiel um den Aufstieg lagen die Brixnerinnen mit 0:1 im Rückstand,
SEGELN
Brixner Segler im Aufwind z Bei der heurigen Ausgabe des Segelwettbewerbs „DolomythiCup“, an dem 20 Südtiroler Teams teilnahmen, konnten die „Wave Climbers by Health Robotics“ um Skipper Michele Magagna den 9. Platz, hinter den Top-Stars der Südtiroler Segelszene, belegen. Sieger wurde das Team „wwwind square“ von Peter Rosatti aus Meran. Die Hochsee-Regatta wurde auf Booten des Typs Bavaria 42 Match gesegelt und fand auch heuer wieder in Kroatien statt, in der Inselwelt der Kornaten vor Dalmatien. Sonniges Maiwetter und guter Wind war die Krönung nach dem kalten Wintertraining des Teams am GardaSee: Ein Training, bei dem fünf absolute Landratten regattaklar ausgebildet werden mussten, 40
denn die Brixner Martin Wolf, Andreas Federspieler und Manuel Gallonetto sowie Valentino Andriolo aus Bozen und Alessandro Vollono aus Bruneck hatten vor November 2008 ein Segelboot höchstens als Passagier betreten. Doch die Mannschaft hat sich bald zusammengefunden; klare Aufgaben und Rollenverteilung, eine ausgewogene Beteiligung sowie gegenseitige Unterstützung und richtiges Timing waren die besten Voraussetzungen für das erfolgreiche Zusammenspiel im Wettkampf. Kleinere Match-RaceEinlagen mit dem Team von Heinz Trebo, dem einige Tipps entlockt wurden, hatten dem Team jedoch signalisiert, dass es bis zur Regatta steil „bergauf“ gehen würde. Das angestrebte Ziel war, bei größerem Mitstreiterfeld zumindest die
Platzierung des letzten Jahres zu bestätigen und als bestes Brixner Team in der Gesamtwertung abzuschließen. Dieses kann somit, auch zur vollen Zufriedenheit des Regatta-Coachs Max „Carbonio“ Concini, als erreicht betrachtet werden. db
gewannen schließlich aber souverän mit 3:1 Sätzen. Ausschlaggebend für diese erfolgreiche Saison und den Aufstieg war ein kontinuierliches Aufbautraining ab dem Spätsommer, obwohl die Saison erst im Jänner 2009 begann. Das junge Team rund um Kapitän Sarah Niederkofler zeigte von Anfang an Ausdauer, Disziplin und den Willen zum Aufstieg. Der Trainer der Mannschaft, Benjamin Astner, konnte sich gleich doppelt freuen: Bei der Wahl des Landesverbandes zum besten Südtiroler Trainer belegte er den ausgezeichneten zweiten Platz. db
Neueröffnung von Mrs.Sporty Erster Mrs.Sporty Club in Brixen, Millanderweg 1/A, öffnet am 27. Juli seine Türen.
M
rs.Sporty ist ein Sportclub für Frauen jeden Alters, mit einer individuellen Betreuung in persönlicher Atmosphäre. Entwickelt wurde das effektive Trainings- und Ernährungskonzept von Tennis-Legende Stefanie Graf und einem internationalen Team aus Sport-, Ernährungs- und Managementexperten. Das Trainingskonzept von Mrs.Sporty basiert auf einem 30-minütigen Zirkeltraining. Ob Ausdauer, Muskelkraft und Beweglichkeit aufbauen, Körperfett reduzieren oder die Haltung verbessern: Frauen kommen bei Mrs.Sporty in Form und fühlen sich spürbar wohler, aktiver und belastbarer. Ein auf das Trainingskonzept abgestimmtes Ernährungskonzept ergänzt den ganzheitlichen Ansatz und macht Mrs.Sporty zu einer wohltuenden, effizienten und nachhaltigen Alternative zu herkömmlichen Fitnessclubs.
Mit dem Mrs.Sporty Club haben sich Maria Rastner und Markus Blasbichler einen Herzenswunsch erfüllt. Mit nur wenigen Monaten Vorlauf führten sie die Verhandlungen mit dem Mrs.Sporty Franchise-Team, suchten die Location, richteten sie ein, nahmen an den Ausbildungen und Schulungen von Mrs.Sporty teil und machten sich mit den Geschäftsvorgängen vertraut: „Das Konzept von Mrs.Sporty hat mich auf Anhieb begeistert“, erzählt Maria, „denn es entspricht genau meinem Bestreben, Frauen die Wichtigkeit von Bewegung näher zu bringen, sie zu regelmäßigem Training zu motivieren und dadurch ihre Lebensqualität zu steigern.“ „Wer sich zwei- bis dreimal pro Woche Zeit nimmt, um bei Mrs.Sporty zu trainieren, wird in kürzester Zeit den Erfolg spüren“, erklärt Maria. „Mrs.Sporty ist ein Trainingsangebot für Frauen jeden Alters. Die Trainingszeiten sind bei Mrs.Sporty flexibel wählbar. Die Gruppe von Gleichgesinnten und die persönliche Betreuung während des Trainings geben die nötige Motivation – damit der „innere Schweinehund“ erst gar keine Chance hat.“ Das Training von Mrs.Sporty berücksichtigt alle für Frauen entscheidenden Faktoren: wenig verfügbare Zeit, gute Erreichbarkeit des Clubs, familiäre und freundschaftliche
Mrs.Sporty Club Brixen Millanderweg 1/A 39042 Brixen Tel. 0472 83 84 39 www.mrssporty.it
Öffnungszeiten bis zur Eröffnung am 27.07.2009: Mo bis Fr 10-12 Uhr u. 16-18 Uhr Samstag 10-13 Uhr
Öffnungszeiten ab 27.07.2009: Mo bis Fr 9-13 Uhr u. 16-19 Uhr Samstag 9-13 Uhr
Eröffn wochenuenngsde
25 26 Juli 2009
10 - 17 Uh r
Maria, Markus und Babsi freuen sich auf Dich!
Atmosphäre, kontinuierliche Trainingsbetreuung, Spaß und das schnelle Erreichen effizienter Ergebnisse. Wer Interesse an einem unverbindlichen und kostenlosen Beratungsgespräch hat, kann sich im Club melden, einen Termin reservieren und sich das unwiderstehliche Vorverkaufsangebot sichern. Das Mrs. Sporty Team bespricht mit den Interessentinnen bei diesem ersten Gespräch die individuellen Ziele und zeigt Möglichkeiten und Wege zu einem aktiveren Leben.
Wirtschaft & Umwelt
Fotos: Oskar Zingerle
TRADITIONSBETRIEBE VOM AUSSTERBEN BEDROHT?
Kaufleute ohne Nachfolger
Wenn eine traditionsreiche Kaufleutefamilie sich entscheidet, den Betrieb zu schließen, geht jedes Mal ein Stück Brixen verloren. Warum tut sich der Nachwuchs im Handel schwer, in die Fußstapfen der Eltern zu treten? „Die Rahmenbedingungen sind ungünstig“, klagt der Handel.
G
oldiner. Reiserer. Unterhuber. Josef Öhler. Trenkwalder. Astner & Auer. Brugger. March. Bertol. Die Liste der traditionsreichen Kaufleutefamilien, die sich in den letzten Jahren vom Einzelhandel verabschiedeten, wird auch in Brixen immer länger. Am deutlichsten tritt die Generationenproblematik im Lebensmittelsektor zu Tage, 42
auch wenn die Umwälzungen hier schon eine Weile zurückliegen: Kempter, Rienzner, Troi, Auer, Seebacher – die Versorgung mit Lebensmitteln funktionierte zu früheren Zeiten über diese Familien und deren kleine Läden sowie mit der meist unübersehbaren Leidenschaft, die Bevölkerung mit notwendigen Waren zu versorgen und sie auch beim
Kauf persönlich zu beraten. Heute ist der Handel mit Lebensmitteln – bis auf wenige löbliche Ausnahmen – in der Hand von einer Handvoll Ketten, die über Angebot und Preise bestimmen. Der Einkauf passiert nicht mehr kapillar im viel zitierten TanteEmma-Laden um die Ecke, in dem man noch persönlich begrüßt wurde. Um bestimmte Waren zu
erwerben, muss man heute im Normalfall überdimensionierte Verkaufsstrukturen aufsuchen, für die man einige Kilometer in Kauf nehmen muss. Eine persönliche Beziehung zwischen Kaufmann und Kunde ist meist nicht Bestandteil des Leitbilds der Konzerne. Ein Preisvorteil für die Kunden hat sich durch die Konzentration auf wenige Player im
SELTENE TRADITIONSBETRIEBE: Jedes alteingesessene Geschäft prägt die Einzigartigkeit von Brixen
–––––––––
Lebensmittelbereich auch nicht unbedingt eingestellt. Ganz im Gegenteil: Wenn ein Konzern 80 Prozent des Lebensmittelmarktes in Südtirol beherrscht, hat er wenig Motivation, die Waren zu möglichst günstigen Preisen anzubieten. In Fachkreisen ist längst bekannt, dass das Niveau der Lebensmittelpreise in Südtirol neben Österreich zu den höchsten in ganz Europa zählt. Außerhalb des Lebensmittelsektors haben indes längst multinationale Franchise-Ketten die Stelle der bunten Läden à la Öhler oder Goldiner eingenommen. Ob man nun in Rio de Janeiro, New York, London oder Frankfurt durch die Shoppingmeilen läuft oder durch Brixens Altstadt flaniert – die Logos der Marken sind dieselben, die Waren ebenso, und meist ist sogar der Preis der einzelnen Teile weltweit identisch. Wie soll man aber ohne Einzigartigkeit des Angebots die Attraktivität einer Altstadt – auch für die für den Handel so wichtige Zielgruppe des Tourismus – erhalten?
Jedes Mal, wenn eine Kaufleute-
familie ihren Betrieb schließt, geht also ein Stück Brixen verloren,
und die Bevölkerung empfindet dies genauso wie der Gast, der die sichtbare Globalisierung der Märkte meist ebenfalls nicht goutiert. Ist das langsame Verschwinden der alten Kaufleutetraditionen aber eine normale Entwicklung, ein Trend, den es immer schon gegeben hat, oder hat sich die
ernüchternde Realität“. Ein Blick hinter die Ladenkassen scheint diese These zu beweisen: „Zählen wir nach: Wie viele Kaufleute gibt es in Brixen, die jünger als 35 sind? Uns ist der Nachwuchs abhanden gekommen, und das ist kein gutes Zeichen für eine gesunde Entwicklung des Einzelhandels“, sagt
„Die Rendite hat sich in den letzten drei Jahrzehnten maßgeblich verändert.“_ Helmut Kerer Situation der Kaufleute in den vergangenen Jahren derart verschlechtert, dass es für die Väter schwierig geworden ist, den Töchtern und Söhnen gute Argumente für eine natürliche Nachfolge zu präsentieren?
Michael Kerschbaumer, Ge-
schäftsführer im Kaufleuteverband hds in Brixen, zieht dieses Thema Sorgenfalten ins Gesicht: „Wenn heute ein Kaufmann ins Pensionsalter kommt, rät er im Normalfall seinen Nachkommen, einen anderen Beruf zu ergreifen – das ist die
Kerschbaumer. Sprich: Der Handel rentiert sich nicht mehr. Im Würgegriff zwischen hohen Kosten, immer kleiner werdenden Margen bei immer größerem Warenlager, verändertem Konsumverhalten der Kundschaft, großem bürokratischen Aufwand und – durch die Sektorenstudien – oft vollkommen ungerechtfertigtem Steueraufwand hat der Kaufmann alles andere als ein ruhiges Leben. „Wir alle riskieren unsere Existenz“, sagt ein Kaufmann, der nicht genannt werden möchte, „das unternehmerische Risiko ist enorm“.
Die Wahrnehmung der Öffentlichkeit von der Situation des Einzelhandels ist in etwa diametral entgegengesetzt: Allzu leichtfertig rechnet der Kunde dem Kaufmann vor, wie viel er bei der von ihm praktizierten Preispolitik verdient. Der Kaufmann ist, wie der Volksmund sagt, jemand, der sich „auf Kosten der Kunden bereichert – und zwar gewaltig“.
„Das Image der Kaufleute in
der Bevölkerung entspricht schon lange nicht mehr der Realität“, gibt Helmut Kerer zu bedenken, der vor über 30 Jahren von seinem Vater das Haushaltswarengeschäft in der Erhardgasse übernommen hat und heute die Hoffnung noch nicht aufgeben will, dass eine seiner Töchter nach seiner Pensionierung den Betrieb in dritter Generation weiterführen wird. „Früher – ja, früher hat man noch gut verdient als Kaufmann“, erinnert er sich. „Heute kommen wir eben gerade so über die Runden“. Der stets positiv denkende ehemalige Stadtrat für Handel will „nicht jammern, das ist nicht mein Stil“. Aber: „Die Rendite hat sich wirklich maßgeblich verändert in den letzten drei Jahrzehnten“. 43
Wirtschaft & Umwelt
Zeit – „man merkt schnell, ob das Angebot beim Konsumenten Anklang findet oder nicht“, sagt ein Kaufmann, der seit einigen Monaten eine neue Marke in Brixen einzuführen versucht. Bis jetzt rechnet sich seine Initiative nicht – eine Kostendeckung liegt noch in weiter Ferne, und so überlegt er nun, Marke zu wechseln.
Helmut Kerer: „Das Image der Kaufleute entspricht schon lange nicht mehr der Realität“
–––––––––––
Dass sich der Handel in einem Städtchen wie Brixen oft nicht mehr zu rentieren scheint, beweist
Hanspeter Federer: „Die Rahmenbedingungen für den Handel stimmen heute nicht mehr“
auch ein Blick auf die ständig sich wandelnden Marken der Läden. Es vergeht kaum eine Woche,
––––––––––––––
in der nicht ein neues Geschäft öffnet. Sehr oft schließt der Laden wieder nach relativ kurzer
„Wir sind ein Dorf“, sagt Hanspe-
ter Federer, der vor kurzem Hans Astner als Obmann der Brixner Kaufleute ersetzt hat, „aber wir tun so, als wäre Brixen eine Stadt“. Die Mieten für Geschäftslokale seien entsprechend horrend, sagt er, das Einzugsgebiet ist beschränkt, die unmittelbare Konkurrenz mit Bozen, Bruneck und Sterzing für die Brixner leicht und gut erreichbar, das Angebot groß. Ein Wert aus dem Jahr 2004 bestätigt seine Aussage: In der Gemeinde Brixen gab es damals 376 Verkaufspunkte mit einer Gesamtfläche von 42.325 Quadratmetern. Pro tausend Einwohner ergab dies rund 2.200 Quadratmeter Verkaufsfläche – der Landesdurchschnitt liegt bei 1.500 Quadratmeter. Die Zahlen beweisen: Brixen ist eine ausgesprochene Handelsstadt, die aber weniger als die Hälfte ihres Umsatzes mit Brixnern generiert. Die Anzahl der Verkaufspunkte ist in den vergangenen Jahren übrigens leicht rückläufig.
In den Nachkriegsjahren ge-
noss der Kaufmann noch hohes Ansehen, weil er die Bevölkerung mit Gütern versorgte, die sie zum Leben dringend brauchte. Kundenorientierung war schon deshalb eine Selbstverständlichkeit, weil „die Zeiten hart waren und jeder jedem weiterhalf, wo es nur ging“, erinnert sich ein Kaufmann in Ruhestand. Die „Büchlein“, in denen jeden Tag die Einkäufe notiert wurden, waren gang und gäbe. Bezahlt wurde oft erst, sobald der Kunde wieder flüssig war. In den Siebzigern kam der Aufschwung – „ein Kaufmann in der Altstadt konnte in diesen Jahren nicht viel falsch machen“. Die Leute verdienten gut, der Fiskus war bis zur Einführung der Mehrwertsteuer schlecht organisiert, das restriktive Lizenzwesen sorgte für einen Gebietsschutz, und „die Kaufleute kamen zu einem gewissen Reichtum“. Einige behaupten heute gar, man hätte mit einem Laden in der Altstadt in diesen Jahren „in der Regel so viel verdient, dass man sich jedes Jahr den Kauf einer kleinen Wohnung 44
leisten konnte“. Die Immobilienpreise waren allerdings damals auf einem vollkommen anderen Niveau als heute. „Die Rahmenbedingungen stimmen nicht mehr“, sagt Federer. Brixen sei verkehrsmäßig schlecht erreichbar, und „kaum ist der Kunde in der Stadt, wird er beim Parken geschröpft“. Und: Wehmütig denkt er an die Zeit vor der Liberalisierung im Lizenzwesen zurück: „Wenn ich alles liberalisiere, bleibt nur noch ein Chaos übrig“, bringt er die jetzige Situation auf den Punkt. Aus heutiger Sicht „hatte der Gebietsschutz schon seinen Sinn“, sagt Federer, „denn zumindest haben wir uns nicht gegenseitig kaputtgemacht“. Will sagen: Bei hohen Renditen ist mehr Konkurrenz im Sinne des Kunden wünschenswert, im Überlebenskampf aber eher hinderlich.
Der Handel war bis vor wenigen
Jahren in der Tat sehr restriktiv geregelt. Es gab nicht weniger als 64 Warengruppen, und jedes Geschäft besaß eine Lizenz für jene Waren, die verkauft werden durften. In der Gemeinde bestimmte die Lizenzkommission, ob ein neues Geschäft mit der gewünschten Warengruppe öffnen durfte. Dabei berücksichtigte die Kommission, ob es in der Nähe ein bestehendes Geschäft mit derselben Warengruppe gab – im Fachjargon nannte man dies „Kontingenzplanung“. Stellte sich heraus, dass eine zusätzliche Lizenz die Kaufleute allzu sehr unter Druck setzen würde, wurde sie eben nicht erteilt. Dies führte zur skurrilen Situation, dass eine Lizenz einen hohen Handelswert hatte – trotz der Tatsache, dass sie offiziell nicht gehandelt werden durfte. Veräußerte ein Kaufmann sein Geschäft, gab es „vier Werte“, erinnert sich Helmut Kerer: „die Mauern, die Einrichtung, das Warenlager – und eben die Lizenz“, die offiziell kostenfrei den Besitzer wechselte. Inoffiziell sind aber für das Stück Papier und für den sprichwörtlichen „avviamento commerciale“ oft Dutzende Millionen Lire geflossen. Vor einigen Jahren kam dann die Revolution im Handel, deren Folgen man nicht absehen konnte: Warengruppen reduzierten sich auf „Lebensmittel“ und „Nicht Lebensmittel“, der Gebietsschutz wurde aufgehoben, die Lizenz für Läden bis zu 150 Quadratmeter nicht mehr notwendig. „Die Abschaffung der Warengruppen war sinnvoll“, sagt Kerer heute, „weil
der Konsument inzwischen eine möglichst große Warenpalette verlangt“. Dass jemand ein bis zu 150 Quadratmeter großes Geschäft lediglich mit einer Mitteilung an die Gemeinde öffnen kann, hat indes bereits seine ersten Opfer gefordert: Allzu oft kalkulieren die angehenden Kaufleute in einer ersten Euphorie schlichtweg falsch, sie unterschätzen die Kosten und überschätzen die Einnahmen. Zurück bleibt ein Scherbenhaufen.
„Die Jungen sind nicht mehr
bereit, jene Opfer zu bringen, die die Väter noch in Kauf genommen haben“, sagt Hanspeter Federer, und darin liegt seiner Meinung nach der primäre Grund für die Nachfolgeprobleme bei den Kaufleuten. „Wir arbeiten sechs Tage pro Woche, von früh bis spät, und viele müssen außerhalb der Geschäftszeiten noch Buchhaltung und Büroarbeiten erledigen“. Sprich: Der Beruf des Kaufmanns ist im Wettbewerb mit anderen Berufsbildern nicht mehr attraktiv genug. Die größte „Konkurrenz“ scheinen wieder einmal öffentliche Arbeitsplätze zu sein: „Eine nette Stelle in der Gemeinde oder beim Land“, sagt Kerer, „bringt ein verhältnismäßig hohes Gehalt, ein Wochenende, das oft am Freitag Nachmittag schon beginnt, Sicherheit und soziale Privilegien“. Und trotzdem: „Kaufmann ist nach wie vor ein Traumberuf“, sagt Helmut Kerer. Er genießt „vor allem den täglichen Kontakt mit den Menschen“. Als Kaufmann wird man heute nicht mehr reich, aber „was soll’s? Es reicht für ein mittelbürgerliches Leben. Große Sprünge kann man sich nicht mehr leisten, aber man hat trotzdem viel Genugtuung und eine gewisse Sicherheit“. Wie jeder Unternehmer, sollte auch der Kaufmann besonders in schwierigen Zeiten wie diesen „mit einer Menge Optimismus in die Zukunft blicken“. In der Tat könnte die derzeitige Weltwirtschaftskrise neben ihren erwarteten negativen Auswirkungen möglicherweise auch Positives für den Einzelhandel bringen: „Wir merken, dass sich endlich wieder mehr Leute als Lehrlinge bewerben“, sagt Hanspeter Federer. Vor allem aber „steigt auch bei den Kunden eine gewisse Sensibilität für Waren mit gesicherter Herkunft“. War vor ein paar Jahren noch die Schnäppchenjagd nach in China produzierten Waren trendy, „nehmen die Kunden heute eher
Multinationale Franchise-Ketten beeinflussen zunehmend das Erscheinungsbild der Brixner Altstadt
––––––––––––––––
einen etwas höheren Preis in Kauf, wenn das Teil eben nicht ‚made in China’ ist“. Genauso erkennen immer mehr den Wert eines funktionierenden Handels in unmittelbarer Nähe: „Was nützt es, wenn ich heute meine Jeans in Innsbruck um 10 Euro günstiger bekomme, und morgen sperrt der Laden um die Ecke zu, in der meine Freundin als Verkäuferin arbeitet?“
Auch scheint der Ruf nach
großen Einkaufsstrukturen in letzter Zeit etwas leiser geworden zu sein, auch wenn man in Bozen nach wie vor nach einem Einkaufszentrum lechzt: „Es ist eine irrige Meinung, dass die Konsumenten mit großen Strukturen günstigere Preise zu erwarten hätten“, sagt Federer, „man braucht sich nur in Österreich oder Deutschland umzusehen“. Seine Vision ist nach wie vor eine „Altstadt, die als attraktives Einkaufszentrum wahrgenommen wird, in dem das Einkaufen zum Erlebnis wird“. Dazu benötigt der Handel nicht nur eigenes Engagement und eine perfekte Zusammenarbeit mit der Gastronomie, sondern auch Rahmenbedingungen, von denen in erster Linie nicht der Kaufmann, sondern der Kunde profitiert, und für die die Politik zuständig ist: „Dass man heute noch über die offensichtliche Sinnhaftigkeit des
Mittelanschlusses diskutiert, ist ein Skandal“, sagt ein Kaufmann, denn schließlich rücke damit die Altstadt gefühlt näher. Und: „Der Auto fahrende Kunde darf keine Melkkuh der Gemeinde sein“, ärgert sich Federer über die durch ständigen Stau schlechte Erreichbarkeit der Stadt und über überzogene Parkplatzgebühren. Auch riskiere die Altstadt auszusterben, wenn immer mehr öffentliche Ämter in die Peripherie ausgelagert würden.
„Handel hat Zukunft!“ – wäh-
rend in Deutschland gerade das Modell der Einkaufszentren à la Karstadt oder Hertie scheitert, die in der Vergangenheit den Tod vieler kleiner Läden verursacht haben und jetzt mit Steuergeldern gerettet werden wollen, könnte das Modell „Altstadt“ mit seinen kleinen Läden auch in Zukunft die notwendige Flexibilität besitzen, um auch einmal eine Krise zu überstehen: „Wenn ein Konzern einen Umsatzrückgang von 5 Prozent hat, geht er schon in die Insolvenz“, bringt Federer es auf den Punkt, „der kleine Kaufmann hingegen verzichtet dann eben mal auf seinen Urlaub…“.
willy.vontavon@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info 45
Ärger mit dem neuen Zähler Die Stadtwerke sind wie alle Stromverteiler verpflichtet, innerhalb 2010 neue digitale Zähler zu installieren. Bei den meisten Nutzern ist der Ärger groß, denn der Stromverbrauch wird nun viel genauer gemessen.
A
uf dem Herd kochen das Wasser für die Spaghetti und die dazugehörende Soße, gleichzeitig dreht sich die Trommel der eingeschalteten Waschmaschine, und es brummt der Staubsauger, mit dem man schnell noch den Schmutz vom Boden saugt. Doch auf einmal herrscht Stille – Stromausfall! Diese Situation erleben immer öfter Kunden der Stadtwerke Brixen, und so erreichen den Direktor Wolfgang Plank in letzter Zeit immer wieder Anrufe aufgeregter Kunden, die sich über die häufigen Stromunterbrechungen ärgern.
Foto: Oskar Zingerle
Wirtschaft & Umwelt
BRIXEN
„Bei 7500 unserer 18000 Kunden
haben wir die neuen digitalen Stromzähler installiert. Bei diesen wird der verbrauchte Strom viel genauer als bisher gemessen“, sagt Plank. „Dies hat zur Folge, dass der Begrenzer, ein Automat, schneller ausgelöst wird, wenn mehr Strom benutzt wird als es der Vertrag zulässt“. Meist sind sich die Kunden gar nicht bewusst, wie viel Strom sie nutzen. Erst kürzlich hat Plank einer erbosten Kundin, die sich über die häufigen Unterbrechungen beschweren wollte, eine anschauliche Rechnung präsentiert: „Ich habe mir alle Geräte auflisten lassen, die sie gleichzeitig benutzt hat. Tatsächlich haben diese 4,8 Kilowatt Strom benötigt, obwohl sie natürlich nur einen klassischen Haushaltsvertrag für drei Kilowatt hat“. Dabei stehen in vielen Haushalten moderne, stromsparende Geräte wie Kühlschränke und Waschmaschinen. Doch gleichzeitig ist die Leistung bei vielen anderen Geräten sehr stark angestiegen: „Brauchte früher ein Haarfön 800 Watt, so beanspruchen neue Geräte gerne 1200 oder auch mehr als 2000 Watt. Gleiches gilt bei Staubsaugern oder Bügeleisen, die zum Beispiel 2000 und 46
Digitale Stromzähler messen den Stromverbrauch genau und lösen bei einer Überschreitung schneller den Begrenzer aus
–––––––––––––––––––––––
mehr Watt benötigen“, erläutert Wolfgang Plank. Hinzu kommt, dass heute in vielen Haushalten wesentlich mehr elektrische Geräte an der Steckdose hängen; vor allem die vielfältige Unterhaltungselektronik fällt kaum mit stromsparenden Modellen auf. Auch in der Inneneinrichtung gehen die Trends zu höherem Stromkonsum. „Früher gab es in einer Küche eine große Deckenleuchte und eine Neonröhre. Heutzutage hängen über den gesamten Arbeitsbereich sechs und mehr Halogenstrahler, die in der Summe dann 300 oder mehr Watt konsumieren“. Da läppert sich schnell die Menge zusammen, mit der der Begrenzer aktiviert wird.
Um dies nachvollziehen zu
können, erklärt Wolfgang Plank die Funktionsweise eines Strom-
zählers etwas näher. Demnach hat ein Privatkunde normalerweise einen Vertrag für drei Kilowatt. Die tatsächlich verfügbare Leistung beträgt aber 3,3 Kilowatt, die rund um die Uhr genutzt werden können. Für eine geringe Zeit, 182 Minuten, kann diese Leistung um bis zu 27 Prozent überschritten werden, das sind dann maximal 4,2 Kilowatt. Wird diese Leistung für mehr als zwei Minuten überschritten, löst der Begrenzer aus, und die Stromversorgung wird unterbrochen. Doch nicht nur bei einem andauernd zu hohen Stromverbrauch löst sich der Zähler. Dieser nimmt nämlich in der 2., 92. und 182. Minute eine Messung vor: Wird in diesem Zeitraum eine mittlere Nutzung abgelesen, die zwischen 3,3 und 4,2 Kilowatt liegt, gibt es nach der 182. Minute ebenfalls eine Stromunterbrechung – ein
genaues Modell der Schaltweise findet sich auf der Homepage der Stadtwerke www.swb.it in der Rubrik Strom/Stromverteilung/ der neue Stromzähler.
„Die Mitarbeiter der Stadtwerke
waren selbst überrascht, wie träge die alten Stromzähler reagiert hatten“, meint Wolfgang Plank, „oft wurde auch ein Stromverbrauch von 4,5 Kilowatt zugelassen, ohne dass es zu einer Unterbrechung gekommen ist“. Mit der Auflage der Regulierungsbehörde „autorità per l’energia elettrica e il gas“, deren Beschluss alle Stromverteiler zum Einbau der digitalen Zähler verpflichtet, ist der Stadtwerke-Direktor selbst nicht glücklich, „aber die Beschlüsse der Behörde haben Gesetzeskraft und sind italienweit gültig“. Das Land Südtirol hat hier, anders als von vielen
Den Stromanbieter zu wech-
–––––––––
Tarifmodell tatsächlich günstiger fährt, hängt zum größten Teil vom Verhalten des Kunden ab, sprich, ob er tatsächlich seinen Bedarf in jene Zeiten mit dem günstigeren Strompreis verlegen kann – also nachts oder am Wochenende.
Was kann der Kunde nun tun,
wenn er sich wegen zu häufiger Stromunterbrechungen ärgert? Als erstes sollte man sich zu Hause damit auseinandersetzen, wie viel Strom einzelne Geräte und Beleuchtungskörper benötigen und überlegen, welche Geräte man nicht gleichzeitig einschalten sollte, weil sie gemeinsam sicher zu viel Strom benötigen. Dabei geht es vor allem um leistungsstarke Föns, Staubsauger oder auch Wasserkocher. Wer mit seinen 3,3 Kilowatt absolut kein Auskommen finden kann, hat die Möglichkeit, zum nächsten Vertrag zu wechseln. Dieser sieht eine Vertragsleistung von 4,5 Kilowatt und damit eine verfügbare Leistung von 4,9 Kilowatt vor, die rund um die Uhr zur Verfügung stehen. Dafür sind allerdings sowohl eine Umstellungsgebühr als auch eine höhere Grundgebühr zu bezahlen. Auch liegt dem 4,5-Kilowatt-Vertrag ein völlig anderes Tarifmodell als dem klassischen Erstwohnungsvertrag zugrunde. Letzterer belohnt Kunden, die nur sehr wenig Strom verbrauchen, mit einem sehr günstigen Tarif – normalerweise Singles, und nicht Familien, für die dieses Tarifmodell eigentlich gedacht war. Bei zunehmendem Verbrauch steigt auch der Tarif bedingt durch Zuschläge stark an und verbleibt dann auf einem
Als beste Lösung bietet sich
annamaria.mitterhofer@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
daher an, das eigene Verbrauchsverhalten zu hinterfragen und Strom zu sparen – auch der Umwelt zuliebe. Bei Notwendigkeit können neue Geräte angekauft und die entsprechenden Steuervorteile genutzt werden,
GAMPER
KAROSSERIE & MECHANISCHE WERKSTÄTTE
Inspektionen, Motordiagnosen, Vorbereitung und Organisation der gesetzlichen Hauptuntersuchungen (Collaudo), Karosseriearbeiten und Lackierungen… Unser kompletter Service unter: gamper.horst.lvh.it
<n
Vahrn, Alois-Vittur-Straße, T 0472 833 449
SS12
Das Ablesen der Zähler wird künftig nämlich automatisch durch Fernablese erfolgen. Damit erhalten die Kunden zukünftig auch eine Rechnung, die dem tatsächlichen Verbrauch für den Rechnungszeitraum entspricht. Die bisher bekannten Anzahlungen und Ausgleichsrechnungen entfallen. Andererseits können die Stadtwerke dank der neuen Zähler den Strom mit Knopfdruck aktivieren oder sperren. Bei der Aktivierung der Fernauslesung werden die Zähler auf Mehrtarif umgestellt; dieser ist für die Nichthaushalte am geschützten Markt nach Erhalt von drei Rechnungen verpflichtend. Dieser Mehrtarif orientiert sich an die unterschiedlichen Wochentage und Tages- beziehungsweise Nachtzeiten. Bei Haushaltskunden am geschützten Markt gilt diese Verpflichtung ab 1. Jänner 2010, wobei es einen Zweittarif gibt, der zum Teil in etwa dem oft geforderten Nachtstrom entspricht. Der Kunde am freien Markt hingegen erhält den Tarif je nach Angebot des Händlers. Allerdings ist all dies mit Vorsicht zu genießen und eine Vorhersage über tatsächliche Ersparnisse schwierig: Strom wird über die Börse gehandelt, und sein Preis ändert sich Stunde für Stunde. Ob man mit einem differenzierten
Stadtwerke-Direktor Wolfgang Plank: „Viele Kunden sind sich gar nicht bewusst, wie viel Strom sie nutzen“
seln ist eine weitere Möglichkeit. Damit löst man zwar nicht das Problem der verfügbaren Leistung von 3,3 Kilowatt, kann aber unter Umständen einen besseren Tarif nutzen. Wolfgang Plank gibt aber zu bedenken, dass sich der Strompreis aus vielen Komponenten und einer langen Reihe von Gebühren und Steuern zusammensetzt. Jeder Anbieter kann nur auf den eigentlichen Strompreis Ermäßigungen anbieten; die Gebühren und Steuern bleiben überall erhalten und sind somit auch bei jedem Anbieter zu bezahlen.
worauf bereits beim Kauf der Stromverbrauch der Geräte bewusst geachtet werden sollte. Mit Photovoltaikanlagen selbst Strom zu erzeugen könnte für manchen eine Alternative sein. „In Brixen gibt es eine Reihe von Fachleuten im Elektrobereich, die interessierte Personen sehr gut beraten können“, sagt Wolfgang Plank. Die Beratung erstreckt sich dabei sowohl auf die jeweilige Technik als auch auf die Ansuchen an die Behörden, um in den Genuss von Beiträgen und Steuervorteilen zu kommen. Außerdem steht eine Reihe von attraktiven Finanzierungsmöglichkeiten zur Verfügung. Für Informationen zum Thema Photovoltaik empfiehlt sich die italienischsprachige Internetseite www.gse.it.
ach
Sch
ald
ers
Dor fstra
< vom Brenner
Die Kosten pro Zähler betragen
etwa 100 Euro und müssen vom jeweiligen Stromverteiler getragen werden. „Wir haben 18.000 Kunden, das bedeutet für uns somit eine Kostenbelastung von 1,8 Millionen Euro“, erklärt Plank. Vom Nutzen der Umstellung zeigt sich Wolfang Plank allerdings nicht wirklich überzeugt: „Digital ist nicht automatisch besser als analog, elektronisch nicht besser als elektromechanisch. Die alten Geräte waren extrem zuverlässig; wir müssen erst sehen, wie gut die neuen digitalen Zähler Unwetter und Blitzeinschläge überstehen. Im schlimmsten Fall brauchen wir für die Instandhaltung mehr Personal als bisher für das Ablesen der Zähler notwendig war“.
hohen Niveau. Der 4,5-KilowattVertrag startet mit einem bereits relativ hohen Tarif, steigt bei höherem Verbrauch aber nur sehr langsam weiter an.
Voitsbergstraße
Foto: Oskar Zingerle
vermutet und gefordert, keine Einflussmöglichkeiten. Der Beschluss der Behörde sieht vor, dass die Gesellschaften innerhalb 2010 einen Austausch von 95 Prozent der vorhandenen Zähler erreichen müssen. Für 2009 ist eine Umstellungsrate von 65 Prozent vorgesehen.
< von Brixen ße
47
Foto: Oskar Zingerle
Gipfeltreffen des Bergsports z Vom 3. bis zum 8. November wird sich in Brixen die Welt des Bergsports zum „International Mountain Summit (IMS)“ treffen. Am 12. Juni gaben die Veranstalter Markus Gaiser und Alex Ploner einen Vorgeschmack auf dieses außergewöhnliche Gipfeltreffen: Keine geringeren als Reinhold Messner, Hans Kammerlander und Christoph Hainz waren bei dem Pressetermin anwesend und
unterstrichen damit die Tragweite des Events. Neben zahlreichen anderen Größen des Bergsports werden sie beim IMS-Talk in Expertenrunden spannende Diskussionen führen und Vorträge rund um das Thema Berg halten. Neben einem umfangreichen Tagungs-, Messe- und Aktivprogramm wartet auf alle Bergbegeisterten auch die Publikumsmesse IMS-Expo. Beim so genannten „Walk & Talk“ haben
Besucher die Möglichkeit, mit den besten Bergsteigern der Welt hautnah in Kontakt zu treten und bei gemeinsamen Wanderungen durch Südtirol ganz persönliche Tipps vom Profi zu erhalten. oz
W&U Wirtschaft & Umwelt BRIXEN
Foto: Oskar Erschbaumer
Wirtschaft & Umwelt
Brixen
Sommer auf der Plose z Auf der Plose finden den ganzen Sommer über zahlreiche Veranstaltungen statt, die zu einer Bergfahrt locken. Beim „Plose Jazz“ am 5. Juli wird beispielsweise auf der Terrasse der Rossalm gejazzt, am darauf folgenden Wochenende ist die Plose der Austragungsort für den Südtirol Cup der Paragleiter. Ponyreiten, Würstlgrillen, WaltDisney-Filme oder eigene Kinderspeisekarten und Spieltische stehen am „Familiensonntag“, 19. Juli, bereit und bieten Groß und Klein einen amüsanten Bergausflug. Im August lädt die Plose in Zusammenarbeit mit
kurz
notiert
48
der Weingalerie Brixen unter dem Motto „Stadt trifft Berg“ zum Bestaunen des Sonnenuntergangs, begleitet von kulinarischen Genüssen, Spitzenweinen und sanfter Musik. Die Seilbahn fährt an diesen zwei Samstagen bis 23 Uhr, wobei eine Fackelwanderung zur Bergstation zurückführt. Im September sind der „Plose Juchiza“, das CAIDOM Downhill-Rennen sowie ein großes Abschlussfest geplant. Das Ticket „Brixenmobil+“ findet derweil großen Anklang: Die Bürger der Gemeinden Brixen, Lüsen und erstmals auch Vahrn
Legacoopbund hat die neue Wohnbaugenossenschaft „Melissa“ gegründet – diese will auf den voraussichtlich neuen Flächen in der Gemeinde Brixen, die für den geförderten Wohnbau bestimmt sind, bauen. Interessierte können sich bei Legacoopbund, Tel. 0471 067100, informieren.
können mit der kostengünstigen Karte unbegrenzt zahlreiche Busverbindungen und zudem eine Berg- und Talfahrt täglich mit der Plosebahn nutzen. db
Die Landesberufsschule für das Gast- und Nahrungsmittelgewerbe „Emma Hellenstainer“ wird erweitert und die chronische Raumnot somit behoben. Die Arbeiten zum Ausbau des Schulsitzes kosten etwa 4 Millionen Euro.
Die Neugestaltung des Stiftplatzes des Klosters Neustift wurde abgeschlossen, und vor kurzem konnte der neue Treffpunkt gesegnet werden. Der Platz soll zukünftig auch als Festplatz für die Neustifter Vereine zur Verfügung stehen.
Foto: Oskar Zingerle
STADTGEHEIMNISSE Wer war Francis Mac Nutt?
Ein Porträt im Treppenaufgang des Diözesanmuseums Hofburg Brixen, das Familienwappen am Museumsturm in der Albuingasse, der Grabstein im Millander Friedhof und der Weg von Schloss Ratzötz dorthin – dies sind nur einige Spuren, die auf Francis Mac Nutt (1863-1927) hinweisen. Der US-Diplomat und päpstliche Geheimkämmerer kam 1899 nach Brixen, wo er zunächst mit seiner Frau Margaret im Bühlerhof in Sarns und dann auf Schloss Ratzötz in Milland lebte. Mac Nutt unterstützte mit seinem Vermögen zahlreiche soziale und kulturelle Initiativen in Brixen: Er verpflegte unter anderem bedürftige Personen, spendete für Waisenhäuser, Kriegsfürsorge und Rotes Kreuz, unterstützte den Bau des Brixner Krankenhauses und finanzierte den Umbau des Kapitelhauses zur Unterbringung des Diözesanmuseums. Zudem bemühte er sich um Friedenslösungen während des Ersten Weltkrieges und kämpfte für den Verbleib Südtirols bei Österreich. Francis Mac Nutt verstarb db 1927 in Milland. Anregungen: redaktion@brixner.info
MIT UNSEREM SERVICE FAHREN SIE BESSER!
OBERVINTL/VINTL Tel. 0472 869006 · Fax 0472 869198 Abschleppdienst-Notruf: 337 456763 www.radmueller-service.com
BRIXEN
Behutsam mit Bäumen z Die Brixner Gemeindeverwaltung hat sich in den vergangenen Jahren verstärkt um den Baumbestand in der Stadt gekümmert und will diese Bemühungen in Zukunft fortsetzen – so die zentrale Botschaft der Stadträtin Paula Bacher Marcenich bei einer entsprechenden Pressekonferenz. Stadtgärtner Peter Kerschbaumer erklärte vor Ort, warum beispielsweise ein Baum an der Abzweigung Battisti-Straße / Adlerbrücke gefällt werden musste: Der Baum war krank, Äste starben ab und stellten somit eine Gefahr für Passanten dar. „Wir überlegen uns gut, bevor wir einen Baum fällen. Sollte es wirklich unbedingt notwendig sein, wird ein
neuer Baum an derselben oder einer anderen Stelle wieder eingepflanzt“, sagt die Stadträtin. Weisen Bäume Symptome einer Krankheit auf, so würden diese beobachtet, erläuterte Peter Kerschbaumer. In nächster Zeit müssten Bäume in der Mozartallee entfernt werden, weil die dort befindlichen Linden zu eng nebeneinander stehen und sich ihre Kronen infolgedessen nicht richtig ausbreiten können. Im kommenden Frühjahr soll übrigens auch der Große Graben umgestaltet werden. Sobald die Bauarbeiten der Banken abgeschlossen sind, wird der Straßenbelag erneuert, neue Fahrradständer aufgestellt und neue Bäume gepflanzt. oz
Karosserie-Service ● Karosseriearbeiten und Lackierung ● Scheibenreparatur ● Ersatzwagen für die Reparaturdauer ● Inkassoabwicklung mit der Versicherung Werkstatt-Service ● Diagnosegerät für alle Fahrzeuge ● Bremsen-, Abgas-, Spur- und Stoßdämpferprüfstand ● Klimaservice ● Staatliche Fahrzeugrevision (Collaudo) Reifen-Service TOP ● Reifen aller Marken PREISE Neu- und Gebrauchtwagen ● Verkauf
Motorsägen
Gartengeräte
49
Magisches Dreieck z Der Pfarrgemeinderat Milland und der Pfarrer Alois Pitscheider luden zu einem eigenen Solarfest auf dem Dorfplatz ein, um damit das „magische Dreieck“ auf dem Dach der Freinademetzkirche zu feiern: Gemeint ist damit die neue
Solaranlage, die auf einem der Dreiecke des Kirchendaches angebracht worden ist. Nach einer Idee des Millander Pfarrers Alois Pitscheider wurde die Photovoltaikanlage vor gut einem Jahr geplant und die Realisierung konnte nun abgeschlossen werden. Nun
soll das sonnige Kirchendach aus dem Licht und der Kraft der Sonne Strom gewinnen, der sowohl für die Kirche als auch das angrenzende Pfarrheim genutzt wird.
Die Solaranlage befindet sich auf der Südseite des Daches und fügt sich harmonisch in das bestehende Gebäude ein. db
Starthilfe Neue Unternehmen in und um Brixen
Kahl Bodywear ----------------------------------------Brixen, Bahnhofstraße 10/a Tel. 0472 970274
In ansprechendem Ambiente präsentiert sich das neue Wäschegeschäft Kahl Bodywear in der Bahnhofstraße, gleich neben dem Atrium. Das umfangreiche Angebot umfasst modische Tag- und Nachtwäsche für Damen und Herren der Marken Calida, Calvin Klein, Tommy Hilfiger, Esprit sowie Strumpfwaren der Firma Falke.
Veröffentlichung von Neustarts um nur 100 Euro + MwSt. Der „Brixner“ unterstützt durch diese kostengünstige Rubrik den Start neuer Unternehmen im Einzugsgebiet: starthilfe@brixner.info
... und viele andere Marken! Abbildungen ähnlich, Angebot gültig, solange Vorrat reicht.
Wirtschaft & Umwelt
Milland
Erfrischend
• 2 Jahre Garantie • Energiesparend der Klasse A+, A++ und A • Kompetente Beratung • Eigener Kundendienst • Lieferung • Große Auswahl • Super-Preise
Tiefkühltruhe 103 lt ab
Tiefkühlschrank Klasse A+ 85 lt
ab
199
Förddeerrung e h ic tl a ta S te r alle Gerä fü A++ e A+ und Klimaklass ro 200 Eu bis max.
Gefrierschrank Aniston Kühlschränke ab
499
ELEKTRO
BRIXEN Vittorio-Veneto-Str. 55 Tel. 0472 838338 Fax 0472 802126 info@reichhalter.it www.reichhalter.it
149
BESTE MARKEN 50
249
l h ü k
BESTER SERVICE
BESTER PREIS
BESTE MARKEN
BESTER SERVICE
NACHGEFRAGT
„Wertschöpfung und IVA bleiben im Lande“ CHRISTOPH FUCHSBRUGGER, Geschäftsführer der Eisackwerk GmbH, zum Projekt eines neuen Wasserkraftwerkes in Albeins und zu den Gründen, warum das Land die Vergabe der Konzession hinauszögert. Herr Fuchsbrugger, Sie behaupten, dass die Eisackwerk GmbH das ökologisch sinnvollste und wirtschaftlich beste Projekt für ein neues Wasserkraftwerk erstellt hat. Warum zögert das Land mit der Vergabe der Konzession? Diese Frage müssten Sie an das Land stellen. Jedenfalls ist die gesetzliche Frist von sechs Monaten schon seit über 2,5 Jahren überschritten. Das Land behauptet, nicht an EU-Richtlinien und einschlägige Gesetzesnormen gebunden zu sein. Ein Urteil des Obersten Wassergerichtshofes in Rom belehrt das Land aber eines Besseren. Inzwischen sind
weitere sechs Monate vergangen, und nichts ist passiert. Sie schreiben in einer Aussendung, eine Entscheidung für dieses Wasserkraftwerk bedeute finanzielle und wirtschaftliche Unabhängigkeit für unsere Nachkommen. Wir haben uns dazu bekannt, die Arbeiten im Wert von rund 210 Millionen Euro soweit als möglich einheimischen Firmen zu übergeben, damit Wertschöpfung und Mehrwertsteuer im Lande bleiben. Dies bedeutet Aufträge für einheimische Firmen und Arbeitsplätze besonders im Bausektor. Die Wertschöpfung der Energieerzeugung bleibt mit der Eisackwerk GmbH
ebenfalls im Lande. Nach 30 Jahren geht das E-Werk – mit Ausnahme der Maschinen – gratis auf das Land über und gehört uns allen. Ihr Umweltplan sieht unter anderem die Renaturierung des Staubeckens Franzensfeste vor. Haben Sie sich da nicht verrechnet? Dafür haben wir 12 Millionen Euro veranschlagt, wobei die Hälfte vom Enel zu tragen ist. Insgesamt sind 26 Millionen Euro, also über 14 Prozent der gesamten Baukosten, an Umweltmaßnahmen vorgesehen. Dies ist rund siebenmal soviel als üblich ist. willy.vontavon@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
Sommerzeit ist Grillzeit für Genießer
Jeden Freitag verwöhnen wir Sie von 19 bis 21.30 Uhr mit Grill- und Fischspezialitäten. Für Gruppen grillen wir auf Vorbestellung auch an anderen Tagen.
Tischreservierung erbeten unter Tel. 0472 835432
Fam. Baldauf - Pinzagen/Brixen - Tel. 0472 835432
SOMMERAKTION: Gartenmöbel im Angebot!
mit eigener Tischlerei Mühlbach - Pustertalerstraße 30 Tel. 0472 849522 · Fax 0472 849 690
Ihr Einrichtungshaus mit über 2.000 m2 Ausstellungsfläche! 51
Auto & Moto
TOP AUTO
Extra
TOP AUTO GmbH Vahrner-See-Weg 1 39040 Vahrn
Alex 348 385 8660 Guido 348 385 8661
Audi A3 2.0 TDI S-Line Navi, Bj 2006 Euro 16.900
Audi A4 2.0 TDI Avant Bj 2005, Leder, Alu 17 Euro 15.600
VW Golf 2.0 TDI GT Sport 5 Türen, Bj 2007, 58.000 km, Alu 17 Euro 17.200
BMW X5 3.0 D Bj 2004, Automatik, Sportpaket Euro 20.500
Mazda 5 2,0 CD Exclusive Bj 2007, 71.000 km Euro 18.500
Mercedes CLK 200 Komp. Cabrio, Bj 2004, Leder und Automatik Euro 18.600
Jeep Grand Cherokee 3.0 CRD Bj 2006, Leder und Automatik Euro 23.500
Audi A6 3.0 TDI Avant Quattro Tiptronik, Navi, Xenon, Bj 2005, 53.000 km Euro 25.500
Alle Angebote unter
www.topauto.it 52
Angebote zum Abfahren Bei Top Auto in Vahrn findet man nicht nur Fahrzeuge aller Marken, sondern auch den dazugehörigen Service beim Fahrzeugkauf und -verkauf.
Ob nationale Gebrauchtwagen, Neufahrzeuge mit Tageszulassung, Jahreswagen oder Importfahrzeuge: Bei Top Auto findet man garantiert sein Wunschfahrzeug. Das Unternehmen in der Gewerbezone Vahrner See kann jede Automarke und jedes Modell anbieten, da es nicht an einen Markenkonzessionär gebunden ist. Kunden profitieren von einem unvergleichlich breiten Markensortiment, das stets aktuell unter www.topauto.it präsentiert wird. Sollte man nicht fündig werden, kann man seinen Fahrzeugwunsch hinterlassen. Über ein weitreichendes Händlernetzwerk im In- und Ausland bezieht Top Auto seine Fahrzeuge, darunter viele Sondermodelle und Sonderausführungen. Den Autokauf und -verkauf gestaltet Top Auto mit interessanten Angeboten besonders attraktiv: vom Eintausch bis hin zum Ankauf jeglichen Gebrauchtwagens, auch mit hoher Kilometerleistung und älteren Baujahres. Das Leistungsspektrum wird mit einem umfassenden Service abgerundet: Jedes Fahrzeug wird vor Übergabe einem Gesamtcheck unterzogen und mit mindestens einem Jahr Gebrauchtwagengarantie
ausgestattet. Dazu bietet Top Auto professionelle Unterstützung bei Umschreibungen, Finanzierungen, Export-Importtransfers, An- und Abmeldungen sowie bürokratischen Abwicklungen.
Das Unternehmen Top Auto
ist seit 1998 im Autohandel tätig und seit 2005 in Vahrn ansässig. Die zwei Gesellschafter Alex Oberlechner und Guido Primisser wickeln den Einkauf und Verkauf ab, die zwei Mitarbeiter Maurizio und Rosario Battaglia sorgen für den reibungslosen verwaltungstechnischen Ablauf im Backoffice.
v.l.n.r.: Alexander Oberlechner und Guido Primisser von Top Auto
AUTO BRENNER
Verliebt in den Neuen Neben dem gewinnenden Äußeren besticht der neue VW Polo auch durch seine inneren Werte. Manchmal genügt ein Blick, und die Sache ist klar – der neue Polo ist ein Kandidat, bei dem man freiwillig häufiger hinsieht. Denn an seiner markanten Schale entdeckt man immer wieder etwas Neues. Eine ausdrucksvolle Karosserie, leicht schräg gestellte Scheinwerfer oder die athletische Taillierung der Türen. Aber auch
innen hat der Neue reichlich zu bieten: ein stylisches Interieur, modernste Materialien, ein sportliches 3-Speichen-Lenkrad sowie jede Menge Ablagefächer.
Unter der Motorhaube des
Neuen steckt entweder ein sportlich emissionsarmer BenzinMotor mit 60, 70 oder 85 PS
oder ein kraftvoller 75 PS Common-Rail-Dieselmotor. Alle Motoren erfüllen die Euro-5Norm, wobei der sparsame Common-Rail-Dieselmotor mit einem Kraftstoffverbrauch von 4,2 Liter pro gefahrene 100 Kilometer und einer CO2-Emission von nur 109 g/km sich besonders hervorhebt.
Das Team von Auto Brenner Brixen: Harald Fischnaller, Marco Scandurra, Christian Duml, Lukas Gardener und Hubert Lanz (v.l.n.r.)
In Sachen Sicherheit hat der
Neue ebenfalls viel zu bieten: mit dem serienmäßigen ABS inklusive ESP, Bremsassistent, Antriebsschlupfregelung sowie Berganfahrassistent. Airbags für Fahrer und Beifahrer, kombinierte Kopf- und Seitenairbags für Frontpassagiere, wahlweise auch für hinten, optionale Nebelscheinwerfer inklusive Abbiegelicht und auf Wunsch auch Tagfahrlicht im Stoßfänger runden das Ausstattungs- und Sicherheitsprogramm des neuen Polo ab. Neugierig geworden auf den Neuen? Erleben Sie den neuen VW Polo bei Auto Brenner in Brixen. Und ab 12.450 Euro gehört er bereits Ihnen - nutzen Sie dazu auch die staatliche Förderung!
53
Impressum Unabhängige Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung Redaktion: Brennerstraße 28, I-39042 Brixen Tel. +39 0472 060200, Fax +39 0472 060201 www.brixner.info E-Mail für Pressemitteilungen: redaktion@brixner.info E-Mail für Leserbriefe: echo@brixner.info Online-Ausgabe: www.brixen.net Verlag: Brennerstraße 28, I-39042 Brixen Tel. +39 0472 060200, Fax +39 0472 060201 E-Mail: office@brixmedia.it, www.brixmedia.it Anzeigenleitung: Sonja Messner, Tel. +39 0472 060212 sonja.messner@brixmedia.it Herausgeber, Chefredakteur und presserechtlich verantwortlich: Willy Vontavon (wv), Tel. +39 0472 060213 willy.vontavon@brixner.info Assistenz Chefredaktion: Doris Brunner (db), Tel. +39 0472 060211 doris.brunner@brixner.info Bildredaktion: Oskar Zingerle (oz), Tel. +39 0472 060210 oskar.zingerle@brixner.info Mitarbeiter der Redaktion: Marlene Kranebitter Zingerle (mk) Thomas Oberrauch (to) Annamaria Mitterhofer (amm) Manuela Kerer (mak) Dietmar Pattis (dp) Andres Pizzinini (ap) Günther Eheim (gevs) Ingo Dejaco (id) Christine Mathá (cm) E-Mail: vorname.nachname@brixner.info Grafik: Verena Campestrini, Tel. +39 0472 060209 verena.campestrini@brixmedia.it Druck: Athesia Druck GmbH, Brennerstraße 32, I-39042 Brixen www.athesia.it
Juni 1909
Andreas Hofers Mutter Brixen, Samstag, den 5. Juni 1909 Die Mutter Andreas Hofers, Maria Eichler, war, wie uns Hochw. Herr Dekan v. Hörmann in Matrei mitzuteilen die Güte hatte, eine gebürtige Matreierin. Das dürfte eine im Tiroler Volke noch wenig bekannte Tatsache sein. Vielleicht lässt sich das Geburtshaus der Mutter des großen Helden noch nachweisen, damit man eine Erinnerungstafel dort anbringen könnte. Ein solches Weib verdient auch eine Ehrung.
Gratis Museumsbesuch Brixen, Dienstag, den 8. Juni 1909 Der freie Besuch des städtischen Museums war gestern von 10 bis 12 Uhr ein sehr guter und zeugte von dem lebhaften Interesse, das ein großer Teil der Bevölkerung den hochinteressanten Ausgrabungen in Stufels
Gegenständen aus verschiedenen Jahrhunderten sind wirklich sehr sehenswert. Und doch, wie viele Brixener wissen kaum, dass es ein städtisches Museum gibt!
Ehrender Besuch in Brixen Brixen, Samstag, den 12. Juni 1909 Seine Königliche Hoheit Dom Miguel, Herzog von Braganca, ist mit seiner Gemahlin zu längerem Kurgebrauche in der Anstalt des Herrn Dr. v. Guggenberg hier eingetroffen. Da Seine Königliche Hoheit ein großer Freund und Gönner des Schießwesens ist, so gereicht der oftmalige Besuch des hohen Herrn dem hiesigen k.k. Bezirksschießstande, der unter der eifrigen, nimmermüden Leitung des Herrn Oberschützenmeisters Lemayr steht, zu besonders hoher Ehre, um so mehr, als Seine Königliche Hoheit passionierter Schütze ist und sich sehr leutselig an den gemeinsamen Veranstaltungen des Schießstandes beteiligt. – Auch
Der nächste „Brixner erscheint um den 20. Juli 2009 Nächster Redaktionsschluss: 6. Juli 2009
dasselbe weiterzusenden, und zwar abzuschreiben, als auch diesen ganzen Brief an demselben Tage, an dem Sie diesen erhielten, und dann täglich weiter, bis Sie neun Abschriften an neun Bekannte versandt haben. Geben Sie acht, was am neunten Tage geschieht; es ist gewiss, dass demjenigen, der dieses tut, eine große Freude zuteil wird. Während des Schreibens wünschen Sie sich etwas, was Ihnen das Liebste auf der Welt wäre; es wird Ihnen gegeben werden. Unterbrechen Sie diese Kette nicht. Herr, Herr, habe Erbarmen mit der ganzen Menschheit und behüte uns vor Gefahren durch dein kostbares Blut und lehre uns durch dich beten. Amen. Der Brief soll nicht unterschrieben werden.“ Gegen das Gebet als solches ist selbstverständlich nichts einzuwenden, aber gegen die an dasselbe geknüpften unsinnigen Versprechungen sah sich die Kirche genötigt, Stellung zu nehmen und diese sogenannten Schneeballgebete zu verbieten.
Pöller nicht mit Steinen laden Am Mittwoch abends beim feierlichen Aveläuten flog nach einem Pöllerschuss plötzlich ein Stein mit großer Kraft auf den Großen Graben, einem Herrn bei den Ohren vorbei. Der Herr hob den Stein auf und ein hinzugekommener Artilleriefeuerwerker konnte mit aller Bestimmtheit feststellen, dass der Stein abgeschossen worden sein musste, denn er roch noch nach Pulver.
Die Zeitschrift „Brixner“ erscheint monatlich und wird im Postabonnement 45 % Art. 2, Abs. 20/b, Ges. 662/96, Bozen zugestellt. Eintragung am Landesgericht Bozen am 29.12.1989, Nr. 29/89 R.St. Auflage: 11.000 Stück Preis Abonnement: 1 Euro Abonnentenservice: abo@brixner.info
Die in dieser Zeitschrift veröffentlichten Beiträge und Bilder sind urheberrechtlich geschützt. Ohne Genehmigung des Verlages ist eine Verwertung strafbar. Dies gilt auch für die Veröffentlichung im Internet. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Beiträge unter Umständen zu kürzen, abzuändern oder zurückzuweisen. Namentlich gezeichnete Beiträge unserer Mitarbeiter geben nicht unbedingt die Meinung des Herausgebers wieder und sind von der Redaktion nicht in allen Einzelheiten des Inhalts und der Tendenz überprüfbar. Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Fotos und Illustrationen übernimmt der Verlag keine Haftung. Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sämtliche in dieser Zeitschrift veröffentlichten Stellenangebote sich ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechts beziehen. 54
entgegenbringt. Die Funde füllen eine große Vitrine. Nachträglich konnte noch die Sammlung durch das Entgegenkommen des Herrn Peter Erharter um ein reizendes prähistorisches Gefäß mit sogenannten Ringornament und einem zu einem Spinnwirtel verarbeiteten Knochenstück sowie einem fragmentarischen Webstuhlgewicht bereichert werden. Die Sammlungen des städtischen Museums mit historisch ungemein wertvollen Urkunden und kulturhistorisch interessanten
Herr Rudolf Graf Kinsky, welcher bereits längere Zeit in Brixen weilt, besucht öfters zur großen Freude der Schützen den Schießstand und hat schon Proben seiner Treffsicherheit gegeben.
Schneeballgebet – kirchlich verboten Ein hochstehender Herr schreibt uns: Das folgende Gebet wurde mir mit nachstehendem Begleitschreiben gesandt: „Ich bitte Sie,
Die Zeitungsartikel auf dieser Seite wurden von Günther Eheim aus der „Brixener Chronik“ entnommen, die 1888 gegründet wurde und bis 1925 erschien. Die damalige Rechtschreibung, auch eventuelle Druckfehler und sonstige Kuriositäten werden ohne Korrektur beibehalten.
Foto: Rossalm
Auf die
, fertig los!
Einige der schönsten Wanderrouten auf der Plose:
Entdecken Sie ein Wanderparadies mit atemberaubendem 360°-Panorama, familienfreundlichen Rundwanderwegen und zahlreichen Einkehrmöglichkeiten.
Zirmhöhenweg Schöner Panoramaweg über dem Brixner Talkessel. Von der Bergstation Kreuztal zur Ochsenalm, geeignet für Familien. Strecke: 9,5 km, Wegverlauf: Nr. 30, Gehzeit (Hin- und Rückweg): 3-4 h Dolomitenblick-Höhenweg Von der Kabinenbahn-Bergstation zur Rossalm und weiter zu den Gampenwiesen. Strecke: 12 km, Wegverlauf: Nr. 17 – 17A – 4, Rückweg Nr. 8 – 6 – 17 (evtl. Rückfahrmöglichkeit ab Skihütte), Gehzeit (Hin- und Rückweg): 4-5 h (bei Rückfahrt ab Skihütte ca. 2,5 h)
Mit dem „Brixen mobil+“-Ticket auf die Plose! Die Bevölkerung der Gemeinden Brixen, Vahrn und Lüsen kann mit dem Ticket „Brixen mobil+“ auch diesen Sommer bis 4. Oktober eine Berg- und Talfahrt täglich mit der Plosebahn sowie bis 2. November eine Reihe öffentlicher Verkehrsmittel unbegrenzt nutzen, darunter sämtliche Citybus-Linien in Brixen sowie die Buslinien Brixen-Skihütte, Brixen-St. Leonhard, Brixen-Lüsen, Brixen-Natz und Brixen-Villnöss-Würzjoch. Das Ticket kostet pro Person 18 Euro, Kinder bis 6 Jahre fahren gratis! uli 5. J : , g a z“ nt Son ose Jaz 2 Uhr l Mit dem Bus auf die Plose und zurück „P ik ab 1 m Buslinie 321 Brixen-St. Andrä-Plose und zurück, ssal mus Jazz f der Ro tägliche Abfahrten nahezu im Stundentakt. au Der Busfahrplan ist online abrufbar unter www.sii.bz.it Mit der Plose-Seilbahn nach Kreuztal und zurück Sommerfahrzeiten bis zum 4. Oktober 2009: Täglich von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 18 Uhr. An Feiertagen durchgehender Betrieb von 9 bis 18 Uhr.
Plos
e
li . Ju g 9 1 , ta astntag onn Son iliens n und G Uhr, Fam Hütte bis 18 der10 Kin , llen in a ern vonrbunter tzsuche s häu t kunte n, Scha ollem mi matio und t mm ani pielen progra S men Rah
Dolomiten–Panoramaweg Nr. 17 Ab Kabinenbahn Bergstation Kreuztal am Gasthof Geisler vorbei auf dem Dolomiten-Panoramaweg zum Restaurant Skihütte Wegverlauf Nr. 17 Gehzeit (Hin- und Rückweg): ca. 2 h Eventuelle Rückfahrt mit dem Bus ab Skihütte Schlemmer
Dolomiten-Familienpanoramaweg 17a Von Kreuztal am Gasthof Geisler vorbei auf dem Dolomitenpanoramaweg zur Rossalm, Wegverlauf Nr. 17a, ideal auch für Kinderwagen; Gehzeit (Hin- und Rückweg): ca. 2 h Drei-Gipfel-Wanderung An der Plosehütte vorbei zum Telegraph mit 2000 m Tiefblick auf Brixen und das mittlere Eisacktal, dann ostwärts zum Pfannspitz und weiter zum Gabler. Längere, aber leichte Tagestour. Strecke: 17 km, Wegverlauf: Nr.7, Rückweg auf Wirtschaftsweg, Gehzeit (Hinund Rückweg): 5-6 h Im Juli, August und September jeden Dienstag kostenlose geführte Panorama-Rundwanderung Treffpunkt: 10 Uhr Bergstation Kreuztal
Plose-Ochsenalm Schöne Bergwanderung mit Überschreitung der Plose zur Ochsenalm und Rückweg auf dem Zirmweg. Strecke: 10 km, Wegverlauf: Nr. 7 – 6 – 30, Gehzeit (Hin- und Rückweg): 4-5 h
Rossalm 2.200 m ü.d.M. Familie Hinteregger Tel. 0472 521326 • www.rossalm.com Geöffnet von Mitte Mai bis Allerheiligen
Plosehütte 2.447 m ü.d.M. Stefan Kircher • Tel. 0472 521333 www.plosehuette.com Geöffnet bis Ende Oktober
Gasthof Geisler 2.050 m ü.d.M. Kreuztal • Fam. Urthaler, Tel. 0472 521319 Pension - Restaurant, www.pension-geisler.com Geöffnet bis Ende Oktober
Ochsenalm 2.085 m ü.d.M. Thomas Kaser • Tel. 328 8433955 Täglich geöffnet von Mitte Juni bis Mitte Oktober
Berghotel Schlemmer & Bar Restaurant Skihütte • 1.890 m ü.d.M. • Afers/ Busstation Skihütte • Fam. Slemmer Tel. 0472 521306 • Geöffnet bis 11.10.2009, Mittwoch Ruhetag (ausgen. im August)
Bergrestaurant Plose 2.050 m ü.d.M. Plose/Kreuztal, Tel. 0472 521341 Tägliche und saisonale Öffnungszeiten wie Plose-Seilbahn
ESPACE VITAL SPACES FOR LIFE IL LUOGO
FOR LIFE IL LUOGO DEI TUOI SOGNI SPACES FOR LIFE
ESPACE VI
ANTARES
Neue Residence in Nähe des Dorfzentrums von Feldthurns mit fantastischer Panoramasicht in sonniger und ruhiger Wohngegend. Ausgezeichnete Bauausführung durch einheimische Handwerker mit optimaler Wärmedämmung (Klimahaus „A“). Die Bauarbeiten haben bereits begonnen. Übergabe Frühjahr 2010.
T 0472 201250
E INFO@SADER.IT
SADER.IT