Skip to main content

Brixner 221 - Juni 2008

Page 1

221

Auto & Moto

Jahrgang 19 · Juni 2008

Unabhängige Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung

Made by

Einzelnummer 0,10 Euro - Versand im Postabonnement - 45% - Art. 2, Abs. 20/b, Ges. 662/96, Bozen / I.P. - In caso di mancato recapito prego restituire a Bolzano CPO per la restituzione al mittente previo pagamento resi

EXTRA

Jugendrat Agorà auf Eis gelegt

Gelähmtes Gremium PORTRAIT: Schwester Maria Cristina Irsara verabschiedet sich nach 28 Jahren Lehrtätigkeit KULTUR: Laurenz Stockner erklärt im Film den Entstehungsprozess seiner Kupferschalen SPORT: SSV Brixen Handball: Den Damen gelingt der Aufstieg, die Herren bleiben in der A2 LÜSEN: Braucht das Bergdorf ein touristisches Leitbild zur Planung einer gesunden Entwicklung?


TERRASSE

DAS GUGGENHAUS IN ELVAS

2-ZIMMER-MANSARDENWOHNUNG MIT PRIVATEINGANG, ZWEI GROSSZÜGIGE TERRASSEN, KELLER UND AUTOSTELLPLATZ IM FREIEN 180.000 EURO KLIMAHAUS B - ELVAS

FRIEDRICH ÜBERBACHER 39042 BRIXEN DOMPLATZ 20 T 0472 834 100 WWW.DOMUS.CC


Editorial

Politik & Gesellschaft >>> 4 4 | JUGENDGEMEINDERAT: Gelähmtes Gremium 8 | Interview mit Hans Heiss und Markus Lobis Menschen & Meinungen >>> 18 18 | MAria cristina Irsara: Für Gott und die Menschen 23 | Pro & Contra 27 | Umfrage: Sind wir Papst? Kunst & Kultur >>> 28 28 | laurenz stockner: Kupferne Einheit 31 | Diözesanmuseum: Skulpturen von Markus Gasser Freizeit & Sport 38 | ssv Brixen handball: Saisonbilanz

>>> 38

Wirtschaft & Umwelt >>> 44 44 | THEMA: Braucht Lüsen ein touristisches Leitbild? 46 | Wasser für das Hochplateau 47 | Event: Neue Sparkasse in Brixen Nord 49 | Event: Neueröffnung der Raiffeisenkasse in Schabs 50 | Das Wunschpaket der Kaufleute 54 | Betriebsportrait: Die Kondominiumverwalter Extra 60 | Auto & Moto

>>> 60

Land mit Unterhaltungswert Für uns Zeitungsmacher sind die letzten Monate vor den Landtagswahlen immer besonders spannend: Das E-Mail-Postfach für Pressemitteilungen füllt sich in zunehmender Geschwindigkeit, und auch sonst treten Verhaltensweisen zu Tage, die mich hin und wieder leicht zum Schmunzeln bringen. Elda Letrari von der Bürgerliste zum Beispiel sagt aus für uns nicht ersichtlichen Gründen im letzten Augenblick einen geplanten Interviewtermin mit Markus Lobis und Hans ­Heiss ab, Walter Blaas von den Freiheitlichen zieht eine seiner Aussagen im letzten „Brixner“ zurück, indem er einen Leserbrief schreibt, der ihm mit einiger Wahrscheinlichkeit von seiner Partei aufgedrängt wurde, und Peter Brunner, SVP-Stadtrat für Wirtschaft, bittet um Verständnis, wenn er zur Polemik der Geschäftsöffnungen an den beiden Angelus-Sonntagen lieber nichts sagt, obwohl im Stadtrat eine entsprechende eindeutige Entscheidung getroffen wurde. Die Parteien sind nervös, ihre Exponenten übervorsichtig. Bleibt der Sinn für das Gemeinwohl im Wechselspiel der politischen Taktiererei auf der Strecke? Ich bin ja gespannt, was uns in den nächsten Monaten noch erwartet. Und während die Welt unter den unglaublichen Ölpreisen stöhnt, skandalisiert sich Südtirol über einen grünen Frosch, der im neuen Museumsgebäude in Bozen hängt. Als ob es sonst keine Probleme gäbe. Südtirol bietet einen gewissen Unterhaltungswert, das ist nicht von der Hand zu weisen. Ich wünsche Ihnen einen traumhaften Urlaub und viel Spaß beim Lesen dieses „Brixner“!

Ihr Willy Vontavon

Abo-Service Sie können ein Abonnement für die Zeitschrift „Brixner“ entweder über die Zusendung dieses Abschnittes oder bequem per E-Mail vornehmen: abo@brixner.info Abonnementpreise: z Gemeinden Brixen, Vahrn, Natz-Schabs, Lüsen, Mühlbach, Rodeneck, Klausen: Der Preis des Jahresabonnements beträgt 1 Euro, zahlbar jeweils bis 31. März im Rahmen der jährlichen Abo-Aktion z Restliches Staatsgebiet: Der Preis für 12 Ausgaben beträgt 19 Euro, zahlbar im Voraus z Ausland: Der Preis für 12 Ausgaben beträgt 50 Euro, zahlbar in Vorauskasse ❏ Ich bin bereits Abonnent, aber meine Adresse hat sich geändert. Mein Abo-Code ______________________

❏ JA, ich möchte den „Brixner“ an folgende Adresse zugestellt bekommen: Vorname, Nachname _________________________________________________ Adresse __________________________________________________________ PLZ, Ort ____________________________________

Land _______________

Die Bezahlung der Abo-Gebühr erfolgt an: ❏ Südtiroler Volksbank: BBAN X 05856 58220 070570164004 ❏ Südtiroler Sparkasse: BBAN T 06045 58220 000000855000 ❏ Raiffeisenkasse Eisacktal: BBAN A 08307 58221 000300005452 ❏ BancoPosta: BBAN V 07601 11600 000042779405

Schneiden Sie diesen Bestellschein aus und senden ihn an: Brixmedia GmbH, Brennerstraße 28, I-39042 Brixen


Politik & Gesellschaft

JUGENDRAT AGORÀ AUF EIS GELEGT

Gelähmtes Gremium Eigentlich hätte der neue Jugendrat „Agorà“ im Frühjahr dieses Jahres gewählt werden sollen. Doch auf Grund mangelnden Interesses fiel die Wahl ins Wasser. Brixens „Sprachrohr der Jugend“ ist somit derzeit unbesetzt. An der Funktionalität des Systems darf gezweifelt werden.

D

as „politische“ Desinteresse der Brixner Jugendlichen hat offensichtlich den Ausschlag gegeben und die für Mai geplante Wahl des neuen Jugendrates ausfallen lassen, allen Bemühungen von Seiten der Gemeinde und der Jugendarbeit zum Trotz. Quer durch die gesamte Brixner Parteienlandschaft herrscht Bedauern über diese Tatsache, denn die Partizipation Jugendlicher ist allen Parteien gleichermaßen ein Anliegen. Behaupten sie zumindest. Es könnte die viel zitierte Politikverdrossenheit der Jugend sein, die 2004 dazu geführt hat, dass der Gemeindenverband in seiner Mustersatzung für die Südtiroler Kommunen die Beteiligung Jugendlicher am politischen Leben festgeschrieben hat. Die Gemeinde Brixen war zu diesem Zeitpunkt bereits einen Schritt weiter. Sie hatte 2002 den Jugendrat „Agorà“ ins Leben gerufen – um den Jugendlichen ein „Sprachrohr“ zu geben, für ihre Wünsche und Anliegen, und als Bindeglied zwischen Gemeindeverwaltung und heranwachsender Generation. Als Vorbild für den neuen Rat diente vor allem das Modell Bruneck. Die dortige sehr rührige Gruppe war landesweit aufgefallen, mit kecken Initiativen und selbstbewussten Stellungnahmen zu lokalpolitischen Themen. Für die Ausarbeitung des Brixner Modells wurde seinerzeit eine Arbeitsgruppe gebildet. Sie war politisch besetzt, ergänzt um Vertreter der Jugendarbeit und wurde geleitet von den zwei jungen Brixner Politikwissenschaftlern 4

Michael Hofer, ehemaliger Vorsitzender des Jugend­rates, und Magdalena Amhof, die Agorà in den vergangenen drei Jahren als Stadträtin begleitet hat

––––––––––––––––––––

Mathias Brugger und Magdalena Amhof. Letztere ist heute politisch verantwortlich für die Partizipation Jugendlicher. Sie hat den Brixner Jugendrat in den letzten drei Jahren als Stadträtin begleitet und macht sich nun intensive Gedanken darüber, warum Jugendliche so wenig Interesse daran haben, für „ihren eigenen“ Rat zu kandidieren.

Was gab den Ausschlag? Die

Ursachen dürften vielfältig sein. Stadträtin Amhof erinnert sich an die Anfänge: „Ich habe schon in der Phase der Konzeption des Jugendrates dafür plädiert, auch ältere Jugendliche mit einzubeziehen. Ich denke, das hätte dem Jugendrat mehr Schwung verliehen“. Echter Schwung und eine Portion Eigendynamik haben dem

Jugendrat in seinem sechsjährigen Bestehen wahrlich gefehlt, obgleich eine Reihe von Projekten und Aktionen initiiert wurden. Eines der Hauptprobleme scheint der bürokratische Apparat zu sein, mit dem die Mitglieder der Jugendräte stets überfordert waren. „Jugendliche haben ein anderes Verständnis und Empfinden von Zeit“, so Stadträtin Amhof. Derselben Meinung ist auch Michael Hofer, der Vorsitzende des letzten Jugendrates: „Die Bürokratie wirkt absolut lähmend auf die Arbeit und Dynamik im Jugendrat. Eine weitgehende Abkoppelung des Jugendrates von den Formalismen der Verwaltung wäre deshalb sinnvoll“. Dass die Vertreter der Brixner Jugend sich mit dem politischen Raum konfrontieren, finden Amhof und Hofer gleicher-

maßen gut. „Der Annäherungsprozess muss aber schrittweise und sanft erfolgen“, ist die Stadträtin fest überzeugt. „Jugendliche empfinden sich zunächst als Fremde in diesem System“.

Ein viel kritisierter Umstand

ist ferner die mangelnde Existenz von klar definierten Kompetenzen und Aufgaben. Die Jugendräte von Brixen und Bruneck zeigen dies ausdrucksstark in einem vor kurzem erschienen Leitfaden für neue Jugend(gemeinde)räte auf. Unter dem Titel „Neu im Jugendgemeinderat – und nun?“ und dem sehr bezeichnenden Untertitel „Überlebenstipps für Anfänger“ wird der gesamte Erfahrungsschatz in Sachen Beteiligung den „Neuen“ zugespielt – in der Hoffnung, ihnen damit einen ent-


Fotos: Oskar Zingerle

jugendgemeinderat agorà: 2002 wurde er ins Leben gerufen, heuer fanden sich nicht genügend Kandidaten

––––

scheidenden Startvorteil mit auf den Weg zu geben. Nach wenigen Zeilen schon wird auf das Thema „Kompetenzen“ fokussiert, prägnant und unzweideutig mit dem Satz: „Als Jugendgemeinderat habt ihr viele Möglichkeiten und Freiheiten, jedoch keine wirklichen Kompetenzen“. Diese bräuchte ein Brixner Jugendrat aber, wenn er den Anforderungen nachkommen möchte, die in seinem Statut niedergeschrieben sind. „Der Jugendrat Brixen ermöglicht den Jugendlichen, Verantwortung zu tragen“, heißt es da, und weiter: „Durch den Jugendrat Brixen können die Jugendlichen... ihre Zukunft mitgestalten“.

Wie sie das tun können? Durch das Aufgreifen von Themen und

„Jugendliche haben ein anderes Verständnis und Empfinden von Zeit“_ Stadträtin Magdalena Amhof das Einbringen der eigenen Meinung in die kommunalpolitische Diskussion! Reicht das aber, um Verantwortung zu übernehmen und um seine Zukunft zu gestalten? Politik gestaltet in erster Linie über das Verwalten von Steuergeldern. Auch der Jugendrat selbst hatte ein eigenständiges Budget. Mit rund 3.500 Euro jährlich wurden damit einige Aktionen finanziert. „Eine bescheidene Aufstockung des Budgets könnte die Arbeit des Jugendrates nachhaltig stimulieren“, glaubt Stadträtin Amhof, und lanciert eine mutige Idee: 50 Cent pro Einwohner als

festgeschriebener Etat des Jugendrates. Das wären aktuell rund 10.000 Euro. Die Umsetzbarkeit dieser Idee hängt neben dem politischen Willen vor allem auch von den verfügbaren Mitteln ab, und diese sind, wie immer, zurzeit äußerst knapp bemessen. Als hemmender Faktor für die Dynamik des Jugendrates wird im Nachhinein auch der Umstand gewertet, dass mit der Neuwahl eines Jugendrates regelmäßig nahezu alle Mitglieder ausgetauscht wurden. Deshalb hieß es für jeden neuen Rat, bei Null anzufangen und sich erst einmal einzuarbeiten.

Sobald dann endlich Schwung ins Getriebe kam, ging die Legislatur auch schon wieder seinem Ende entgegen, und für die nächste Gruppe hieß es dann wiederum, bei Null anzufangen! Kontinuität wäre also gefragt, was man beispielsweise dadurch erreichen könnte, indem man jährlich ein Drittel der Räte austauscht anstatt alle drei Jahre den gesamten Rat. Diese von Markus Lobis im Gemeinderat lancierte Überlegung wurde allgemein begrüßt und wird in künftige Überlegungen mit einfließen. Für den Geschäftsführer des Süd5


Politik & Gesellschaft

Vergangene Jugendräte litten unter der Problematik, dass die Legislaturperiode schon dem Ende zuging, als Agorà erst in die Gänge kam

������������������

tiroler Jugendrings und Partizipations-Experten Michael Peer kommt die Nachricht vom Scheitern des Brixner Jugendrates nicht überraschend: „Eine an den Modellen der Erwachsenenwelt orien­tierte Struktur ist definitiv nicht jugendgerecht und kann deshalb nie optimal funktionieren“. Was also tun?, fragen sich nun vor allem die Brixner Kommunalpolitiker. Stadträtin Amhof hat jene 13 Jugendlichen, die sich in diesem Jahr bereit erklärt hatten, für den Jugendrat zu kandidieren, zu einem ersten Treffen eingeladen, „um mit ihnen das System zu überdenken und in einer Arbeitsgruppe ein neues Modell zu erarbeiten“. Michael Peer kann diesem Schritt viel abgewinnen, „denn ein Gremium für die Jugend sollte nicht ohne Mitsprache der Jugend konzipiert werden“. Im Herbst soll der von Experten moderierte Prozess be-

ginnen und bis zum Frühjahr 2009 dauern. Mit den spruchreifen Ergebnissen könnte hinterher ein neuer Jugendrat angekurbelt werden, mit neuen Impulsen und Überlegungen, vorab zu Aufgaben und Kompetenzen, zur Form der Bestellung und zur Wahrung der kontinuierlichen Arbeit. Und wahrscheinlich in einer weitgehend von Bürokratie geschonten Form.

ingo.dejaco@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

Meine Meinung Ingo Dejaco

Manchmal tut scheitern gut Die Lebenswelten der Jugendlichen sind vielfältig und bunt. Bunt wie unsere Gesellschaft. Genauso variationsreich sind auch ihre Wünsche, Bedürfnisse und Anliegen. Wenn wir Jugendliche am politischen Leben in unserer Gemeinde beteiligen möchten, muss uns deshalb bewusst sein, dass diese Partizipation genauso vielschichtig sein soll, in einer Vermengung und Vernetzung unterschiedlicher Formen: Neben dem parlamentarischen „Spiel“ müssen auch innovative und offene Formen gefunden werden. Bei der diesjährigen Vorstellung des Jahresrückblicks des Jugendrates vor ihren „großen“ Kollegen wurde deutlich, dass dieser Jugendrat in den letzten zwölf Monaten zwar ein paar Dinge auf den Weg gebracht, aber letztlich wenig Konkretes realisiert hat. Von den „Großen“ kam durchweg Lob: „Gut habt ihr das gemacht!“ Eines der wichtigsten Anliegen der Jugend, so scheint mir, ist, dass sie ernst genommen werden möchte. Hätten diese Jugendlichen des Agorà von den Brixner Gemeinderäten demnach nicht eine ehrliche und konstruktive Kritik verdient anstatt des farblosen Beifalls? Manchmal tut auch scheitern gut! Mit dem Jugendrat Agorà wurde die Brixner Demokratie um wertvolle Erfahrungen reicher. Ein neuer Anlauf nun birgt auch neue Chancen. Mal sehen, was daraus entwächst…

Wir sanieren Ihr Dach und Ihre Fassade klimahausgerecht

n-project.com - mendinidesign

Beitragsansuchen erledigen wir für Sie! www.gamperdach.it - Lana - 0473/561509

6


@DH B : I > @

B D 9 :H8 = B J8 @

< :H8 = :C @H > 9 ::C

7 z GD H8= J A :

@ y G E : G E;A : < :

@J C HI" 7 AJB :C

H E z A G : > C> < J C< H " B> I I : A

= 6 J H = 6 AI

WIEDER IN BRIXEN !

9Zg cZjZ C>C:iC>C: H]de eg~hZci^Zgi h^X] b^i Z^cZg KZg`Vj[hÓ ~X]Z kdc &*% b' ^b 6ig^jb 8ZciZg $ & HidX`! 7V]c]d[higVhhZ &)! (.%)' 7g^mZc# :h ZglVgiZc H^Z Z^cZ K^Za" oV]a kdc EgdYj`iZc b^i Z^cZb Z^co^\Zc EgZ^h/ %!.. :jgd HAUSHALT • KOSMETIK & KÖRPERPFLEGE SPIELWAREN • KURZWAREN • BÜRO & SCHULE • SPÜL & REINIGUNGSMITTEL • ARTIKEL FÜR HAUSTIERE • HEIMWERKEN GESCHENKSIDEEN ... UND DEKOARTIKEL FÜR ALLE FESTE IM JAHR..

... alles u m 0,99 Euro ... alle Tage ... das ganze Jahr...

7


Interview

Politik & Gesellschaft

„Populismus überlassen wir den anderen“ Bei den Parlamentswahlen haben die Grünen durch ihr Bündnis mit dem linken „Arcobaleno“ ein denkbar schlechtes Ergebnis eingefahren. Hans Heiss und Markus Lobis erklären im Interview die Gründe dafür.

Die Grünen haben bei den vergangenen Parlamentswahlen nicht überzeugt. Woran hat das gelegen? Heiss: Es gab aus meiner Sicht drei Gründe: Im Bündnis „Arcobaleno“ ist die Farbe Grün vollkommen untergegangen. Zum zweiten gab es einen klaren Zweikampf zwischen Berlusconi und Veltroni, und die kleinen Parteien waren die Leidtragenden. Eine derartige Bereinigung des Parteienspektrums hätte man sich nie erwartet. Drittens gab es in der Bevölkerung einen gewissen Zorn gegen die BETTENTIPPS VOM PROFI

WUSSTEN

SIE SCHON DASS ES BETTEN GIBT, DIE KÜHLEN? Neue Faserbetten besitzen kühlende Eigenschaften: mikroskopisch kleine „Kapseln“ absorbieren Wärme und sorgen für ein kühlendes Schlafklima. Auch Daunenbetten mit Klimafenstern und Betten aus Wildseide und Leinen lassen Sie kühl und leicht schlafen. Bei uns im Fachhandel erhalten Sie die richtige Beratung. BETTEN & BETTENPFLEGE WEISSENTURMGASSE 4 BRIXEN · 0472 836 217

8

Linksparteien, in den die Grünen involviert wurden. Damit ist der Misserfolg erklärbar, auch wenn wir schon gehofft hatten, dass sich der Stimmenverlust zumindest auf regionaler Ebene im Rahmen hält. Das Debakel müssen wir aber sportlich zur Kenntnis nehmen. Das Bündnis mit der extremen Linken war… Heiss: …keine Liebesheirat. Ich bin bürgerlich-liberal, Sichel und

In der Regierung Prodi hatte die extreme Linke sehr wohl Einfluss – Prodis Entscheidungen waren doch sehr geprägt vom linken Gedankengut… Lobis: Das mag schon sein, aber gestürzt wurde die Regierung dann letztendlich vom katholischen Zentrum. Ich bin der Meinung, wenn man die einzelnen Gesetzesvorschläge analysiert, bleibt von diesem Mythos nicht viel übrig.

sinkende Kaufkraft – da entstehen massive Verwerfungen. Lobis: Die Südtiroler Grünen kommen aus einer alternativen, linken Ecke und haben sich im Laufe der Jahre im bürgerlichen Lager positioniert. Für die Tageszeitung „Dolomiten“ waren die Grünen vor allem in der Ära Rampold Erzfeinde Südtirols, die es zu bekämpfen galt – dieses Image hängt uns bis heute nach. Heute vertreten die Grünen jenen Teil

„Unsere Bäume wachsen sicher nicht in den Himmel, aber es gibt bei den Grünen ein nachhaltiges Wachstum“_ Hans Heiss, Grüne Hammer sagen mir nichts. Das Bündnis wurde in Rom und ­Trient abgesegnet, und wir Grünen in Südtirol stehen zu dem, was in Rom beschlossen wurde. Wir Grüne verstehen uns als übergreifende Bewegung und nicht als ausschließliche Provinzpartei. Lobis: Es gab im Grunde nur wenige Optionen. Entweder wir verzichteten auf eine Kandidatur, oder wir gingen das Bündnis mit „Arcobaleno“ ein. Dann ergab sich die Kandidatur von Klaudia Resch, die uns berechtigte Hoffnung auf einen regionalen Erfolg gab. Dazu muss gesagt werden: Silvio Berlusconi erklärt seit Jahren in allen seinen Medien, die Kommunisten und die Linken seien schuld am Debakel in Italien. Das ist soweit gegangen, dass die Italiener in der Linken ein ausgeprägtes Feindbild gefunden haben. Dabei kann man sich schon fragen, welche Möglichkeiten die Linke eigentlich gehabt hätte, die Regierung zu beeinflussen. Man hat eben versucht, einen politischen Gegner mit allen Mitteln zu eliminieren.

Heiss: Ich glaube, europaweit gibt es das Bedürfnis nach einer neuen Linken. Man merkt es in Deutschland recht deutlich, und auch in Tirol. Wahrscheinlich braucht es eine neue linke Politik, eine ungleich dynamische und mittelstandsorientierte. Damit tun sich im Moment alle Linksparteien schwer. Ist es möglich, dass die Grünen in Südtirol für viele bürgerliche und ökologisch ausgerichtete Bürger zu linksorientiert wirken? Heiss: Das kann man sich absolut nicht vorstellen. Die Spitzenexponenten verkörpern den bürgerlichen Mittelstand, gebildet, urban, liberal, innovativ, relativ wohlhabend und frauenbewegt. Die linke Schiene ist nur relativ ein Thema. Für die Zukunft wird es wesentlich sein, dass wir unsere soziale Kompetenz ausbauen. Die sozialen Thematiken gewinnen von Monat zu Monat an Bedeutung, und jede Partei wird sich klare Antworten zurechtlegen müssen. Wenn ich an den steigenden Ölpreis denke, an die

der Gesellschaft, der sich relativ schnell weiter entwickelt und der inzwischen gesellschaftspolitisch wesentlich weiter ist als die offizielle Politik in unserem Land. Wenn in einer Umfrage der Zeitschrift FF herauskommt, dass über 80 Prozent der Befragten nichts gegen mehrsprachige Schulen einzuwenden hätten, dann darf man feststellen, dass die Südtiroler Politik hier der Bevölkerung hinterherhinkt. Die Grünen haben sich immer schon für Mehrsprachigkeit in den Schulen ausgesprochen. Trotzdem: Nach dem Flop bei den Parlamentswahlen haben die Grünen auch die Landtagswahlen in Nordtirol verloren. Hat Ihre Bewegung ihren Sex-Appeal eingebüßt? Heiss: Nein. Die Grünen sind nach 30 Jahren Präsenz in Südtirol ein konsolidiertes Unternehmen, das gerade dabei ist, sich neu zu definieren. Wenn man erwachsen wird, verliert man den jugendlichen Sex-Appeal, hat aber andere Qualitäten, und genau dies ist


Fotos: Oskar Zingerle

â&#x20AC;&#x17E;Es braucht eine neue Ăśkosoziale Politikâ&#x20AC;&#x153; _ Markus Lobis und Hans Heiss zu vermitteln. Die GrĂźnen fahren eine präzise, professionelle und konsolidierte Schiene mit präzisen Argumenten. Populismus Ăźberlassen wir den Freiheitlichen und der Union. Das ist nicht unser Thema, damit wären wir nicht glaubwĂźrdig. Wir mĂźssen entschiedene Sacharbeit betreiben, wie Christina Kury es uns jahrelang vorbildhaft vorgemacht hat. Damit werden wir vielleicht nicht sexy sein, aber das ist wohl nicht das Wesentliche. Lobis: In Nordtirol hat die Liste Dinkhauser mit Fritz Gurgiser als Kandidat viele grĂźne Stimmen erhalten, denen die LĂśsung der Verkehrsprobleme wichtig ist.

Das wird dem Fritz Gurgiser offensichtlich zugetraut. Gut, aber Oppositionsparteien leben teilweise vom Populismus, weil sie nur dadurch Aufmerksamkeit bekommen. Wo liegt fßr die Grßnen die Schmerzgrenze? Heiss:: Wir alle leben auf einer medialen Oberfläche, und diese reagiert auf starke Reize. Es ist wichtig, dass es uns gelingt, Sach­ themen zu gegebenen Zeitpunkten mit einer gewissen Lockerheit, aber mit präzisem und sachlich fundiertem Wissen in die Diskussion zu bringen. Wenn ich an die Transitinitiative und ihre Aktionen

gegen den Brennerbasistunnel denke, so waren dies sicher auch populistische Anti-Kampagnen gegen die fehlende Information der BBT SE und der SĂźdtiroler Landesverwaltung, aber die getätigte Aufklärung war nur zu einem geringen Teil populistisch. Solche Aktionen sind wichtig; unsere ursprĂźngliche Frechheit mĂźssen wir zurĂźckgewinnen. Lobis: Der Begriff Populismus wird heute sehr schnell aus der Schublade gezogen. Populistisch ist jemand, der gegen die eigene Ă&#x153;berzeugung und gegen besseres Wissen aus taktischen GrĂźnden etwas Bestimmtes behauptet. Dass man manchmal eine Aussage et-

was stärker betont, gehĂśrt zum Handwerk der Politik und ist eine kommunikationstechnische Notwendigkeit. Wichtig ist, dass es nicht gegen die eigene Ă&#x153;berzeugung geht. Populismus erleben wir im hiesigen politischen Spektrum zum Beispiel in der Ausländerfrage: Mittlerweile kĂśnnten die Leute auf einen ausreichenden Erfahrungsschatz zurĂźckgreifen und wĂźssten, wie man mit derartigen Phänomenen umgehen kann. Man bevorzugt aber, Angst zu schĂźren, um politisch zu punkten. Populismus hat auch mit Verantwortung zu tun: Kann man die eigenen Aussagen noch verantworten? Die Transitinitiative ist in diesem Sinn nicht populistisch, weil wir

Sonderwochen Drogerie - ParfĂźmerie

21.6. - 28.6. 28.6. - 05.7. 05.7. - 12.7. 12.7. - 19.7. 19.7. - 26.7.

Biotherm Shiseido H. Rubinstein E. Lauder E. Arden und viele DĂźfte

"RIXEN $OMPLATZ s 4EL Auch jeden Samstag Nachmittag geĂśffnet. 9


Politik & Gesellschaft Hans Heiss: „Es gab in der Bevölkerung einen gewissen Zorn gegen die Linksparteien, in den die Grünen involviert wurden“

������������������������

hundertprozentig von unseren Aussagen überzeugt sind. Bei den Gemeinderatswahlen 2005 gab es eine Polarisierung zwischen SVP und GBL, bei den Parlamentswahlen zwischen Veltroni und Berlusconi und bei den Tiroler Landtagswahlen zwischen Dinkhauser und ÖVP. Im Grunde hat die Polarisierung den betreffenden Parteien immer viele Stimmen gebracht; andere Oppositionsparteien haben entsprechend schlechter abgeschnitten. Wie will man verhindern, dass es bei den Landtagswahlen eine Polarisierung zwischen Freiheitlichen und SVP geben wird, bei der die Grünen und die Bürgerlisten geschwächt würden?

10

Heiss: Im Moment haben wir 8 Prozent und befinden uns in vorsichtigem Wachstum. Unsere Bäume wachsen sicher nicht in den Himmel, aber es gibt ein nachhaltiges Wachstum. Die Zuspitzung zwischen Freiheitlichen und SVP ist ein Showdown, der sich abzeichnet. Die Freiheitlichen kritisieren den Machtmissbrauch der SVP, reiten die Ausländerschiene und schreien „Südtirol zuerst!“. Das ist ein einfacher Slogan und kommt entsprechend gut an, weil sich die Bevölkerung im Moment Sorgen macht: Sie fürchtet die Globalisierung und hätte ihre eigene Welt gern eng und klein. Dagegen hat es eine Partei wie die Grünen, die europäisch orientiert ist, eher schwer. Unsere

Aufgabe ist es nun, in diesem Schlagabtausch an die Vernunft der Wähler zu appellieren und gut zu argumentieren. Bei diesen Wahlen kann man vielleicht mit kurzfristigen Spekulationsgewinnen punkten; wir als Grüne setzen aber auf nachhaltiges, langsames Wachstum.

zukunftsfähig, nicht intelligent und wenig attraktiv. Ich habe großen Respekt vor idealistischen Leuten wie Silvius Magnago, aber die Generation der Abzocker ist mir absolut suspekt. Einige Dinge im Land sind einfach schlecht gelaufen, und es hat danach auch keine Korrekturen gegeben.

Lobis: Wir haben zu allen relevanten politischen Themen unsere Positionen, die vielleicht nicht immer von den Medien so transportiert werden, wie wir dies gerne hätten, aber dies sind die Vorbedingungen, mit denen wir eben leben müssen. Wir werden von Teilen des Systems Südtirol aktiv bekämpft; man versucht, uns als Außenseiter darzustellen. Was heuer für die Landtagswahlen für unsere „Mitbewerber“ gefährlich werden kann, ist, dass sie den ökosozialen Bereich außer Acht lassen. Die große Partei wird sich eine Strategie zurechtlegen, wie sie den populistischen Forderungen der Rechtsparteien entgegentreten kann. Im gemäßigten linken Lager kann sich also eine Lücke ergeben, in der der Partito Democratico gut positioniert ist, in der aber auch wir uns wiederfinden.

Die italienischsprachige Komponente ist bei den Grünen in letzter Zeit eher in den Hintergrund gedrängt worden. Das Bündnis mit den Bürgerlisten wird dieses Problem vielleicht noch verschärfen?

Im Moment habe ich den Eindruck, dass eher Sie einen aktiven Kampf betreiben: gegen Durnwalder, den Brennerbasistunnel, SVP, Justiz… Lobis: Es stimmt, ich habe eine kritische Einstellung zur Gerichtsbarkeit. Wenn man das eine oder andere absurde Urteil analysiert und weiß, dass Südtiroler Richter im allgemeinen im kleinen Südtirol ihre ganze Karriere machen, darf man sich schon fragen, ob die Gerichtsbarkeit über genügend Sauerstoffzufuhr verfügt. Das „System Durnwalder“ finde ich nicht

Lobis: Die Parlamentswahlen waren für uns ein Anlass zu erkennen, dass wir äußerst intelligente Wähler haben. Sie haben den „voto utile“ gesehen; es ging ihnen nicht um Südtiroler Machtspiele, sondern sie wollten Berlusconi verhindern und haben deshalb Veltroni gewählt. Bei den Landtagswahlen werden wir diese unsere Stammwähler wieder gewinnen. Das reicht aber nicht; es müssen wesentlich mehr werden. Wenn man diese Logik aber weiterspinnen würde, dann hätten die Grünen im Grunde gar nicht bei den Parlamentswahlen kandidieren dürfen… Lobis: Wie gesagt, das wäre unter Umständen effektiv eine Option gewesen, auf die wir aber nicht eingehen wollten. Das hätte genauso massive Kritik gegeben. Es gab in dieser Frage aber in der Tat parteiintern intensive Diskussionen. Heiss: Eine Absenz von der politischen Bühne ist absolut tödlich, das hätten wir uns nicht leisten können.


jung.it - Foto Pichlkostner

Markus Lobis: „Man versucht, uns als Außenseiter darzustellen“

����������������������

Lobis: Die Umfrage der FF sagt, dass die Grünen mit etwa 10 Prozent der Stimmen rechnen können. Das ist bei 26 Prozent Unentschiedenen ein recht solider Grundstock. Damit kann das Bündnis Grüne/ Bürgerlisten doch auf keinen Fall zufrieden sein, oder? Lobis: Wir gehen davon aus, dass bisher ein größerer Teil der Bürgerlisten-Wähler bei Landtagswahlen die Grünen gewählt haben; in dem Sinn können wir nicht erwarten, dass alle Stimmen der Bürgerlisten bei Gemeinderatswahlen als „neue“ Stimmen an das Bündnis gehen. Mit 10 oder 12 Prozent könnten wir also sehr wohl zufrieden sein. Woran liegt die plötzliche Skepsis der Bürgerlisten gegen ein Bündnis mit den Grünen? Heiss: Je näher die Wahlen kommen, desto konkreter werden die Szenarien. Es ist relativ leicht, ein Jahr vorher eine Verlobung bekanntzugeben. Sobald aber der Termin der Hochzeit naht, kommen kleine Differenzen zutage. Es hat sich herauskristallisiert, dass einige Bürgerlisten, vor allem im Pustertal, keinen Bock darauf haben, gemeinsam mit den Grünen anzutreten. In den Argumenten ist die Abneigung gegen die Grünen deutlich an den Tag gekommen:

Wir seien „linksalternativ, intereth­ nisch und vermischend“. Diese Vorurteile sind erstaunlich. Der Wunsch nach Alleingang ist bei einigen Bürgerlistlern stark ausgeprägt. Politik heißt aber in erster Linie mühsame Kleinarbeit; jene Listen, die alleine gehen, werden das sehr schnell merken. Hat man den Unterschied zwischen Gemeinde- und Landespolitik falsch eingeschätzt? Heiss: Gemeindepolitik ist überschaubar, Landespolitik hingegen ist ein komplexer Cocktail aus verschiedenen Bedingungen. Diese Tatsache zu ignorieren und unbekümmert in die Landtagswahlen zu gehen, kann nicht funktionieren. Man kann vielleicht ein respektables Ergebnis einfahren, aber sechs Monate später wird man zur Erkenntnis gelangen, dass Landespolitik andere Spielregeln hat als Gemeindepolitik. Lobis: Südtirol hat keine sehr ausgeprägte politische Kultur, und die Zusammenarbeit für etwas abstraktere Ziele setzt Einsicht und dialektische Arbeit voraus. Da kann es schon passieren, dass man unterwegs das große Ziel etwas aus den Augen verliert und man aus taktischen Überlegungen gewisse Entscheidungen trifft. willy.vontavon@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

Das Wasser zum Erfolg! 1606

DER GESUNDHEITS- WE WELLNESS- DRINK AUS SÜDTIROL NATÜRLICHES MINERALWASSER - TTHERMALQUELLEN BRENNERBAD

www.sanctzacharias.it 11


Politik & Gesellschaft

BRIXEN

Foto: Willy Vontavon

Für einen guten Zweck z Hanspeter Dalvai, Präsident des Lions Clubs Brixen, hat vor wenigen Tagen gleich zwei Südtiroler Vereinen einen Spendenscheck zu jeweils 5.000 Euro überreichen dürfen: der Südtiroler Sporthilfe und „Helfen ohne Grenzen“. Das Geld stammt vom Erlös der Lions-Italienmeisterschaften, die Ende Jänner in Brixen stattfanden. Sporthilfe-Geschäftsführer Stefan Leitner bedankte sich bei Dalvai und beim Präsidenten des Organisationskomitees der Italienmeisterschaften, Ralf Dejaco, und erklärte

den anwesenden Mitgliedern und Bürgermeister Albert Pürgstaller die Ziele der Sporthilfe. Helmut Wolf vom Verein „Helfen ohne Grenzen“ vertrat Benno Röggla, der in Burma Hilfsmaßnahmen für Flüchtlinge vorbereitet. Im Bild: Ralf Dejaco (l.) und Hanspeter Dalvai (r.) mit Helmut Wolf und Vertretern von „Helfen ohne Grenzen“. wv

P&G

Politik & Gesellschaft Foto: Oskar Zingerle

BRIXEN

Wohnstruktur für Demenzkranke eingeweiht z Die Wohnstruktur für Demenzkranke im Altersheim der „Stiftung zum Heiligen Geist“ in der Brixner Mozartallee beherbergt derzeit 13 Patienten. In Betrieb genommen wurde das neu errichtete Nebengebäude im vorigen Jahr, vor wenigen Wochen erfolgte nun die Einweihung. „Ursprünglich ist das Bürgerheim gebaut worden, um gesunden Menschen ein geruhsames Leben zu ermöglichen“, erläuterte in diesem Rahmen Alois Thaler, der Präsident der Stiftung.

kurz

notiert

12

Die Bedürfnisse wandelten sich jedoch im Laufe der Jahre, und eine Struktur, die an Demenz erkrankten Menschen ein Zuhause bietet, war eine dieser Anforderungen. Der so genannte „5. Wohnbereich“ des Altersheimes bietet insgesamt 15 Personen ein geschütztes Ambiente zum Leben und Wohnen. Er ist unterteilt in sieben Einzel- und vier Zweibettzimmer und verfügt über mehrere Aufenthaltsräume, einen Innengarten und eine direkte

Anbindung an die geschützte Parkanlage des Bürgerheimes. Aufgrund ihrer Krankheit und den damit zusammenhängenden Verhaltensweisen und Befindlichkeiten können Menschen mit Demenzerkrankungen nicht in den „normalen“ Wohnbereich

des Alten- und Pflegeheimes integriert werden. Die eigene Wohnstruktur für dementiell erkrankte Menschen soll vor allem Sicherheit und Schutz bieten, ohne die persönliche Freiheit der dort lebenden Menschen zu stark einzuschränken. db

Im Wintersemester 2008/2009 wird an der Philosophisch-Theo­ logischen Hochschule Brixen in Kooperation mit der Uni Innsbruck zum letzten Mal das vierjährige Diplomstudium in Philosophie angeboten. Aufgrund einer Änderung des Studienplanes ist künftig ein fünfjähriges Studium vorgesehen.

Personen zwischen 18 und 28 Jahren können sich bis zum 7. Juli bei der Caritas für den freiwilligen Zivildienst bewerben. Dieser kann in einer Caritaseinrichtung in oder außerhalb Südtirols abgeleistet werden; monatlich ist ein Entgelt von über 400 Euro vorgesehen. Nähere Infos unter www.caritas.bz.it

Die Süd-Tiroler Freiheit hat ihre Landtagskandidaten nominiert; der Bezirk Eisacktal-Wipptal stellt dabei folgende vier Kandidaten: Andreas Köck, Markus Bergmeister und Mirjiana Bergmeister aus Natz-Schabs sowie Fabian Kaser aus Brixen.


NACHGEFRAGT

„Nie auf Vorschläge eingegangen“ ROBERT HOCHGRUBER von der „Initiativgruppe für eine lebendigere Kirche“ über die Gründe für die Auflösung der Gruppe.

Ist die Auflösung der Initiativgruppe sozusagen ein Zeichen von Resignation? Das trifft in einem gewissen Ausmaß zu. Kritische Christen haben sich immer mehr aus dem Pfarrgemeinderat zurückgezogen, und nachdem wir für unsere Anliegen in den vergangenen Jahren keine Bereitschaft zur Auseinandersetzung von Seiten der Kirchenleitung erfahren haben, ist es nicht verwunderlich, dass der Vorstand einstimmig die Auflösung unseres Vereins genehmigt hat. 26-05-2008

9:26

Bedeutet das für Sie nur ein Ende der Initiativgruppe oder auch ein Ende mit dem Glauben? Wir verstehen uns nach wie vor als Christen und wissen auch nichts Besseres als das Evangelium. Wir werden aber die Anliegen auch zukünftig in privater Form weiterverfolgen. Was unseren Glauben betrifft, so sind manche vielleicht aus der Pfarre oder der Arbeit für die Pfarre ausgestiegen. Wir in Brixen treffen uns monatlich in einer Gruppe, die gemeinsam, aber ohne Priester einen Gottesdienst gestaltet und feiert. annamaria.mitterhofer@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

Pagina 1

Mercedes-Benz ist eine Marke der Daimler AG.

6739H__Brixner_CLS_192x139

Wiederverheiratet-Geschiedenen, Homosexuellen und ehemaligen Priestern zu unterstützen.

Foto: Oskar Zingerle

Herr Hochgruber, welche sind die Gründe, die zur Auflösung der Initiativgruppe geführt haben? Wir haben festgestellt, dass eine Weiterarbeit unter den derzeitigen Bedingungen nicht zielführend ist. 1995 haben mehr als 18.000 Südtiroler das Kirchenvolksbegehren unterstützt, doch hat die Kirchenleitung nichts unternommen, um unseren Forderungen nach mehr Demokratie in der Kirche, Gleichberechtigung der Frauen, Freistellung des Zölibats für Priester, einer positiven Bewertung von Sexualität und gegen eine Ausgrenzung von

Unser Beitrag für eine schöne Welt. Mit Light-Lease Mercedes-Benz gehört Ihnen die CLS-Klasse bereits ab 599 Euro im Monat. Preis Anzahlung Raten Rückkaufmöglichkeit Vertragsspesen Angebot gültig bis

65.170 Euro MwSt. und Zulassung inbegriffen (ohne IPT) 18.490 Euro ab 599 Euro für 48 Monate 27.481 Euro 242 Euro (TAN 5,99% e TAEG 6,60%) 30. Juni 2008

Ab:

599€*

*Das Beispiel bezieht sich auf eine CLS-Klasse 320 CDI Chrome MY809. Mit Genehmigung der Mercedes-Benz Financial Services Italia S.p.A. Das Light-Lease ist auf alle Modelle und Versionen der Mercedes-Benz CLSKlasse anwendbar und wird neu berechnet. Das abgebildete Fahrzeug ist eine CLS-Klasse mit Sportausstattung.

Verbrauch gesamt: von 7,6 bis 14,5 Liter/100 km. CO2-Abgaswerte: von 200 bis 345 g/km.

Autoindustriale

Offizieller Vertragshändler Mercedes-Benz Bozen - Galvanistrasse 41 - Tel. 0471/550000 - Bruneck - J. G. Mahl Strasse 48 - Tel. 0474/570000 Autorisierter Handelsagent Mercedes-Benz von Autoindustriale Auto Erb: Meran - Max Valier Strasse 6/8 - Tel. 0473/233100 www.autoindustriale.com

13


Politik & Gesellschaft

BRIXEN

BRIXEN

Bangkok trifft Brixen

brixen.net außer Gefecht

z Ob Tibeter, Thailänder oder Katalanen: Das Südtiroler Autonomiemodell lockt die Vertreter zahlreicher Volksgruppen ins Land, um sich vor Ort zu informieren. Im Rahmen eines Studienaufenthalts in Südtirol hat nun auch eine Delegation von thailändischen Regierungsbeamten, Akademikern und Akteuren der Zivilgesellschaft das Brixner Rathaus besucht. Dort wurde sie von Bürgermeister Albert Pürgstaller und den Stadträten empfangen und konnte sich ein Bild von der gesellschaftlichen und politischen Lage in der Stadt machen. Die thailändischen Gäste mit Delegationsleiter Surat Worarag halten sich im Rahmen eines EU-Projektes derzeit im Land auf,

um das Südtiroler Autonomiemodell und Konzepte für eine friedliche Integration von Minderheiten zu studieren. Im Mittelpunkt steht die Frage der Übertragbarkeit dieser Modelle auf die Situation im Süden Thailands. Der Delegation gehören unter anderem Mitglieder des thailändischen Sicherheitsrates, des Bildungs- und Innenministeriums sowie Professoren verschiedener Universitäten an. Die Idee eines Besuchs in Südtirol entstand bereits vor zwei Jahren, als Studenten der Freien Universität Bozen und der Hochschule München im Rahmen einer Studienfahrt nach Südostasien an einem „Cross Border Dialogue“ zum Thema Autonomie-Modell Südtirol teilnahmen. Neben dem Besuch im Brixner Rathaus stehen auch Gespräche mit Vertretern der ladinischen Volksgruppe, politischen und wirtschaftlichen Akteuren sowie Konferenzen zum Thema Minderheiten an der Universität in Brixen und Bozen auf dem Programm. db

z Die in Brixen besonders beliebte Internetseite www. brixen.net wurde kürzlich – wie übrigens weltweit viele populäre Seiten – durch eine massive Spam-Attacke aus Amerika regelrecht außer Gefecht gesetzt. „Es handelt sich dabei um das automatisierte Senden einer großen Anzahl von Werbeinhalten, die die Stabilität der Homepage in Gefahr brachten“, erklärt Oskar Zingerle. Die Datenbank von brixen.net sei „mit Einträgen vollkommen verseucht gewesen“, was eine aufwändige Säuberung der vielen tausend Einträge und die Übertragung der Daten auf ein aktuelles und

Spam-sicheres Betriebssystem notwendig machte. Inzwischen habe man die Homepage zwar wieder provisorisch und in vereinfachter Version online gestellt, aber „die Arbeit fängt jetzt erst an“, wie Zingerle erklärt. Bis Herbst soll ­www.brixen.net ein vollkommen neues Gesicht erhalten – mit neuen Inhalten und vielen neuen Möglichkeiten. „Mehr verraten wir im Moment nicht“, sagt Zingerle. Brixen.net ist seit September 1999 im Netz; täglich zählt die Homepage mehr als tausend Besucher. Vor allem der kos­ tenfreie Kleinanzeiger hat sich in den vergangenen Jahren etabliert. db

Schone ..

Aussichten ✓ ✓ ✓ ✓ ✓

traumhafte Duplexwohnung (147 m²) in Brixen hervorragende Wohngegend große Panoramaterrasse und Balkon 3 Schlafzimmer, Wohnküche, Wohnzimmer, 2 Bäder, Keller, Garage Südwestausrichtung

Informationen und Verkauf

Altenmarktgasse 1 · 39042 Brixen · Tel. 0472 835550 · Fax 0472 837591 · E-Mail: immobil@pichlerco.it · www.immobilpichler.it 14


L E I P S N IN W E G 8

BRIXEN

Kinder aus Weißrussland zu Gast z Zwölf Buben und Mädchen samt ihren Lehrerinnen verbrachten wiederum einen fünfwöchigen Aufenthalt in Brixen und Umgebung. Untergebracht waren die Kinder bei Gastfamilien, vormittags besuchten sie wiederum den Unterricht in der Grundschule Milland. Mit ihrer Partnerklasse, der 5A, unternahmen sie den Maiausflug und beteiligten sich am Märchenprojekt der Millander Grundschule. Ein besonderes Erlebnis war der Ausflug zum Schloss Reifenstein, wo die junge Russin Julia den Kindern eine Führung in ihrer Muttersprache anbot. Zu einem Grillfest in Salern kamen

auch die Kinder und Gastfamilien aus Rasen und Ritten, die Clowns Bebop und Chiappetta unterhielten die Feiernden mit lustigen Geschichten ganz ohne Worte. Vor der Abfahrt zurück in die Heimat bedankten sich die russischen Mädchen und Buben mit Liedern, Gedichten und einem Märchen bei den Gastfamilien und all jenen, die zum guten Gelingen des Aufenthaltes beigetragen haben. Das Projekt wird im nächsten Frühjahr fortgesetzt; nach Möglichkeit werden dieselben Kinder noch zwei weitere Male nach Brixen eingeladen. db

BRIXEN

Brustkrebs:Tendenz steigend z Jede neunte Südtiroler Frau ist von Brustkrebs betroffen – diese steigende Tendenz ergibt sich aus den Daten aus dem Südtiroler Tumorregister, der Gesellschaft der italienischen Tumorbanken und des Gesundheitsministeriums. „Hochentwickelte Diagnosemethoden und Therapien ermöglichen es uns jedoch, immer mehr erkrankte Frauen zu heilen“, erläutert der Leiter des Brustgesundheitszentrums Brixen-Meran (BGZ), Primar Arthur Scherer. Eine wichtige Rolle dabei spielt die frühzeitige Diagnose, die oft sehr belastende Eingriffe wie Brustamputationen vermeiden hilft, und „hier sind die Haus- und Frauenärzte von fundamentaler Bedeutung.“ Auf einer Fachtagung in Brixen informierten kürzlich eine Reihe von namhaften Referenten über die neuen Frühdiagnosemodelle sowie die Entwicklung und

Erfolge der interdisziplinären Arbeit. So sprach Paolo Pronzato aus Genua über den aktuellen Stand in der Behandlung von Brustkrebs, Professor Christian Marth, Leiter des Brustzentrums Tirol, erläuterte die Vorteile von Referenzzentren und der plastische Chirurg Alexander Gardetto über seine Erfahrungen in Zusammenarbeit mit dem BZG und die Möglichkeiten der Wiederherstellungschirurgie. Das BZG Brixen-Meran ist in Südtirol das einzige zertifizierte Zentrum der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Gesellschaft für Senologie. In Form von wöchentlichen Videokonferenzen und persönlichen Treffen werden hierbei mit den Kollegen von der Universitätsklinik von Innsbruck fachübergreifend Diagnose und Therapiemöglichkeiten für die betroffenen Frauen besprochen. db

M VO

.0 10 . 4 .-0 5 0 9.

0

N DE! I NE EN H N SC IN S W AUGE D FRIS FR SCH CH C HE UN PU P UN U N NK KT

�

P‘A‘ARCQ PR OUV OV AO D‘AC D‘ D‘A D CQ QUIS IST IIS ST S TO

100 Prei se 1.

BERLIN

für 2 Personen mit Flug, 4*-Hote 3 Übernachtungel, n + Musical „Mamma Mia“

2.

HAMB

3. WIEN für 2 Personen mit Flug, 4*-Hotel, 3 Übernachtungen + Musical „Rebecca“

für 2 PersoneURG mit Flug, 4*-Hn 3 Übernachtu otel, ngen + Musical „Kön ig der Löwen“

weitere Preise: cktaall ackt Saisonkarten Skipass Eisa- Eintrittskarten Saisonkarten Acquarenasche cheine Gardaland - Einkaufsgutsr-Se Sett Butterdose - Milchgläser-

Jeden Monat …

Verlosung eines Korb gefüllt mit BRIM es prall I Milchprodukten !

GEWINNERIN ng: der 1. Monatsziehu

Frau Margareth Hinterlechner, Brixen. Wir gratulieren herzlich und wünschen allen anderen Teilnehmern weiterhin viel Glück! Es warten noch viele tolle Preise!

Mitmachen und gewinnen: Bei jedem Kauf von 1 l Brimi Frischmilch und 1 l Brimi Frischmilch Teilentrahmt erhöhen sich Ihre Gewinnchancen! Reglement und Teilnahmekarte erhalten Sie bei Ihrem Kaufmann. Milchhof Brixen Gen. u. landw. Ges., www.brimi.it 15


Politik & Gesellschaft

BRIXEN

EISACKTAL

Infoschautafeln im Lido

„Finanzielle Unterstützung von Ausländern gering“

z Seit vielen Jahrzehnten ist das Lido in der Fischzucht eine beliebte Naherholungszone. Die Blumenund Tierwelt sowie die Geschichte des Lido werden nun von sechs Schautafeln veranschaulicht, die von der Raiffeisenkasse Eisacktal finanziert wurden. Diese zeigen historische Bilder und eine Vielfalt an Fotografien von besonderen Tier- und Pflanzenarten, die sich im Lido finden. „Hier lassen sich seltene Zugvögel wie der Seidenreiher und der Eisvogel genauso nieder wie die Große Rohrdommel, die ansonsten nur am Kalterer See zu finden ist und sich auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tiere findet“, erklärt der Biologe Andreas Declara. Er verweist zudem auf das ausgewogene Ökosystem der Naherholungszone: „Auch wenn dies für den Laien nicht auf Anhieb ersichtlich ist, beobachten Experten schon jetzt

fasziniert die gesunde Entwicklung des Systems. Dazu gehören zum Beispiel die Fadenalgen auf der Teichoberfläche, die ein wichtiger Güteindikator für die Qualität des Wassers sind.“ Geometer Andreas Vettori vom Landesamt für Wildbachverbauung erläutert den Fischbestand im Lido: „Nach der Eintiefung des Teiches wurden ausschließlich einheimische Fische eingesetzt, die zuvor händisch in anderen Gebieten gefischt wurden und ein gutes ökologisches Gleichgewicht gewährleisten.“ Nun gibt es weitere Pläne, das Lido aufzuwerten – demnächst sollen neue Spielgeräte angekauft und der Zoo im Osten attraktiver gestaltet werden. Im Bild (v.l.n.r.): Der Direktor der Raiffeisenkasse Eisacktal, Karl Leitner, Stadträtin Paula Bacher, Andreas Vettori, Andreas Declara und Tobias Prosch vom Bauhof Brixen. db

z Die finanzielle Sozialhilfe ist die letzte Stufe des sozialen Sicherungssystems bei exis­ tentieller Bedürftigkeit von Mitmenschen. Familien und Einzelpersonen, die über ein unzureichendes Einkommen verfügen, wird dabei eine zeitlich begrenzte finanzielle Hilfe gewährt; gleichzeitig wird ihnen Beratung und Betreuung zur Überwindung der Notsituation angeboten. Zu den Hilfeleistungen zählen Zuschüsse zur Erreichung des sozialen Mindesteinkommens, Beiträge für Miete und Wohnnebenkosten oder Sonderleis­tungen zur Überbrückung von Notständen. Die Ausgaben im Bereich der finanziellen Sozial­hilfe der Bezirksgemeinschaft Eisacktal sind im Jahr 2007 von rund 1,46 auf 1,62 Millionen Euro um 11,19 Prozent gestiegen. Die Ausgaben für das soziale Mindesteinkommen stiegen dabei von

474.000 auf 497.000 Euro um fast fünf Prozent, die Beträge für Miet- und Wohnnebenkosten von 633.000 auf 680.000 Euro um 7,3 Prozent. „Hier muss ganz deutlich gemacht werden, dass entgegen manch anderslautender populistischer Stimmungsmache die finanzielle Unterstützung von Ausländern an den Gesamtkos­ten im Jahresbudget lediglich 3,7 Prozent beträgt. Und: Nur ein Drittel davon erhalten Nicht-EU-Bürger!“, erläutert Josef Pichler, Direktor der Sozialdienste der Bezirksgemeinschaft Eisacktal, im Jahresbericht 2007 der Sozial­dienste. „Anrecht auf die genannten finanziellen Unterstützungen haben Nicht-EU-Bürger erst nach fünf Jahren Aufenthalt in Südtirol. Nach dreimonatigem Aufenthalt haben Personen aus diesem Personenkreis nur auf eine Unterstützung von zwei Monaten im Jahr Anrecht.“ db

EISACKTAL

„Helfen ist unser Ziel“

Großer Graben Brixen

Tel. 0472 836049 info@sportacherer.com

% Jeden Samstag Nachmittag geöffnet.

Unglaublich, diese Preise!!!

Badeshort Hawaii % 12,90 Hemd Suntex % 24,90 Wanderhose abtrennbar % 39,90 Trekkingschuhe Aquamax jr. % 34,90 Rucksack Cordura 20 lt. % 19,90 Trekkingschuhe Aquamax jr. % 34,90 trendiger Bikini % 16,90 McKinley zu unschlagbaren Preisen!

16

z Der Landesrettungsverein Weißes Kreuz bietet mit einem Zivildienstprojekt jungen Leuten zwischen 18 und 28 Jahren die Möglichkeit, Einblick in eine der größten Volontariatsorganisationen des Landes zu bekommen. Während des freiwilligen Zivildienstes (FZD) wird eine umfangreiche Ausbildung für die Tätigkeit im Krankentransport geboten. Außerdem nehmen die Zivildienerinnen und Zivildiener an acht Modulen des Ausbildungskurses für den Rettungsdienst teil. Hier geht es um Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Kleinkindern, Kindern und Er-

wachsenen sowie um die Anwendung eines halbautomatischen Defibrillators. Zwölf Monate Dienst, fünf Arbeitstage pro Woche, eine monatliche Entlohnung von 433,80 Euro und vor allem ein breites und wertvolles Erfahrungsspektrum machen den feiwilligen Zivildienst beim Weißen Kreuz aus. Von den 45 Plätzen, aufgeteilt auf die 26 Sektionen des Weißen Kreuzes, sind drei Plätze für die Sektion Brixen vorgesehen. Nähere Information gibt es unter www.wk-cb.bz.it oder bei der Personalabteilung des Weißen Kreuzes unter Telefon 0471 444382. mk


»InAuto più«, die Autoversicherung bei Ihrer Volksbank: zuverlässig, günstig und flexibel!

Willkommen im Leben.

Volksbank


––––––––––––––––––––

18

Foto: Oskar Zingerle

Menschen & Meinungen ABSCHIED MIT WEHMUT: „Die Kinder waren meine Stärke“, sagt Schwester Cristina


PORTRAIT

N

a bitte!“, sagt Schwester Cristina und schlägt lachend die Hände vors Gesicht. Zwei Interviews an einem Tag „sind schon etwas viel“. Trotzdem lässt sie sich auf das Gespräch ein – „allzu lange wird es ja wohl nicht dauern“ – und erzählt in berührend einfachen Worten von den Meilensteinen, die ihren Lebensweg geprägt haben.

28 Jahre lang war Schwester Cristina Religions­ lehrerin an der Grundschule Vinzenz Goller in Brixen, und sie hat „imm e r gerne

unterrichtet“. Die Offenheit der Kinder, ihre Bereitschaft mitzugehen, sich auf etwas Neues einzulassen habe sie stets fasziniert. „Die Kinder waren meine Stärke“, sagt sie, und in ihrer Stimme schwingt eine leise Wehmut mit. Draußen prasselt der Regen auf das Pflaster, der Domplatz ist menschenleer. Wir sitzen in einem karg eingerichteten Erkerzimmer im Widum. Schwester Cristina vermag diesen Raum zu füllen, mit etwas, das sich nur schwer in Worte fassen lässt. Vielleicht ist es die Mischung aus Entschlossenheit und demütiger Bescheidenheit, vielleicht ist es auch einfach nur die spürbare Zufriedenheit mit dem Weg, den sie bis jetzt gegangen ist.

Für Gott und die Menschen Schwester MARIA CRISTINA Irsara, Religionslehrerin und Ordensfrau, verabschiedet sich nach 28 Jahren von der Lehrtätigkeit an der Grundschule Vinzenz Goller und geht nun nach England.

Schwester Cristina fesselt offenbar all jene, die ihr gegenüberstehen. Durch die Schule sei sie auch in das Leben der Pfarrgemeinde eingebunden worden. Die Verbindung zwischen Schule und Pfarrgemeinde sei ideal gewesen, die Kinder hätten ihre Lehrerin auch außerhalb des Unterrichts erleben dürfen. „Ich bin einfach mit den Kindern mitgegangen“, sagt sie, und ihr gutes, sanftmütiges Gesicht leuchtet dabei. „Die Kinder zu den Sakramenten hinzuführen gibt einem viel Freude und Kraft, und dafür muss ich Vergelt’s Gott sagen.“ Der Abschied fällt ihr nicht ganz leicht, „denn alles, was man gerne gemacht hat, lässt man nicht gerne zurück.“

Zurücklassen wird sie unter an-

derem den Familienchor. „Es ist kein offizieller Chor“, erklärt sie, „es geht einfach um eine lebendige Mitgestaltung der religiösen Feste und damit um eine Bereicherung für die gesamte Pfarrgemeinde.“ Erstaunlich sei, dass sie nie jemanden habe fragen müssen: Der Kinderchor, der unter Dekan Leo Munter im Jahr 1989 entstanden ist, sei von alleine gewachsen, Eltern seien hinzugekommen, und „dann gab es einfach viele treue Seelen, die da waren, wenn ich sie gebraucht habe.“

All jenen, die Schwester Cristina auf ihrem Weg begleiten durfte, möchte sie „ein paar Gedanken hinterlassen“. Sie hat dafür das Emmaus-Evangelium ausgewählt, „denn schließlich war ich auch immer auf dem Weg“. Das kleine Büchlein mit Illustrationen von Evi Gasser ist so etwas wie ein kleines Abschiedsgeschenk. Es musste bereits nachgedruckt werden, „denn ich habe gar nicht gewusst, bei wie vielen Menschen ich Spuren hinterlassen habe.“ Ihre Entscheidung, in einen Orden einzutreten, hat sie nie bereut. „Bis zu meinem 18. Lebensjahr wollte ich eigentlich eine Familie gründen, dann brachten mich die jungen fröhlichen Schwestern, denen ich bei den Englischen Fräulein begegnete, zum Nachdenken.“ Ihr schlichtes und einfaches Dasein habe sie sehr bewegt, und sie habe diese Lebensweise schließlich auch für sich selbst in Betracht gezogen. Während ihrer dreijährigen Ausbildung zur Kindergärtnerin wohnte Schwester Cristina bei der Schwesterngemeinschaft in Rovereto. „Da hatte ich noch einmal ausreichend Zeit zum Überlegen, und irgendwann stand mein Entschluss dann fest.“ Sie wollte zölibatär leben, wollte „frei sein für Gott und die Menschen.“

Wenn man in einen Orden ein-

tritt, weiß man, worauf man sich einlässt. Ein Auf und Ab, das gäbe es in jeder Lebensweise. Wichtig sei, dass der Grundtenor stimme. Auf Schwester Cristina wartet jetzt „ein Jahr der Erneuerung, um den Blick zu weiten“. Sie wird zunächst England, die Heimat der Ordensgründerin Maria Ward, kennen lernen, dann wird sie eine Zeit in Jerusalem verbringen. „Unsere Gemeinschaft ist ja zum Glück auf der ganzen Welt vertreten“, lacht sie. Ihre nächste Aufgabe, sie nennt

es ihre neue „Sendung“, die stünde noch nicht fest. „Man wird sehen, wo ich gebraucht werde, ich werde jedenfalls bereit sein.“

marlene.kranebitter@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

Steckbrief

Schwester Maria Cristina wurde am 28. Mai 1954 in Abtei als Zweitälteste von sechs Geschwistern geboren. Der Vater war Bauer, die Mutter Hausfrau. Den größten Teil ihrer Kindheit verbrachte sie auf dem elterlichen Bauernhof, eine Zeit lang hatte der Vater auch einen Gastbetrieb im Dorf gepachtet. Die Grundund Mittelschule besuchte Maria Cristina Irsara in Abtei; nach dem Abschluss der Mittelschule kam sie als Kindergartengehilfin zu den Englischen Fräulein nach Brixen. Fünf Jahre lang arbeitete sie dort, dann begann sie eine Ausbildung zur Kindergärtnerin in Rovereto. 1977 wurde sie eingekleidet, es folgte ein zweijähriges Noviziat in Bamberg. Nachdem sie endgültig in den Orden der Englischen Fräulein eingetreten war, besuchte sie die theologischen Kurse an der Hochschule in Brixen und begann, an der Grundschule Vinzenz Goller Religion zu unterrichten. Von 1984 bis 1987 besuchte sie die Kirchenmusikschule in Brixen. 19


Menschen & Meinungen

NEUSTIFT

Rüdigers Primiz z Rüdiger Weinstrauch, Augustinerchorherr im Kloster Neustift, feiert am letzten Juni-Wochenende in Neustift seine Primiz. Die Feierlichkeiten für den Priester aus Paderborn beginnen am Samstag, 28. Juni, mit einer Häuserbeleuchtung und dem Empfang des Primizian­ ten durch die Bevölkerung samt Rundfahrt quer durch Neustift. Am Sonntag finden um 9.30 Uhr

die Begrüßung des Primizianten am Stiftsplatz und anschließend der feierliche Einzug zur Primizfeier statt. Nach dem Gottesdienst spielt im Mittelhof des Klosters die Musikkapelle, und die Schützen werden mit einer Salve ihre Ehrdarbietung bringen. Der Abschluss der Primiz erfolgt um 16 Uhr mit einer feierlichen Vesper in der Stiftskirche. db

M&M Menschen & Meinungen BRIXEN

Der Spruch vom Much

I woaß schun, prum in Durnwalder der Frosch net g’fållt. Es isch a Grianer ...

kurz

notiert

20

z Renate Daporta Jöchler wurde kürzlich zur neuen Landespräsidentin der Südtiroler Krebshilfe gewählt. Die Brixnerin setzt sich bereits seit Jahren für die Belange der Krebspatienten ein, seit dem Jahr 2002 ist sie die Präsidentin des Bezirkes Eisacktal-Wipptal der Südtiroler Krebshilfe. „Als Landespräsidentin ist es mir ein Anliegen, Altbewährtes wie die Rehabilitation und soziale Unterstützung von Krebspatientinnen und -patienten fortzuführen“, schildert Renate Daporta Jöchler ihre Zielsetzungen, „da die Betroffenen jedoch zunehmend jünger

werden, müssen wir in diesen Bereichen auch neue Wege suchen und gehen. Zudem werden wir uns weiterhin für eine verstärk­ te Zusammenarbeit zwischen Krankenhaus und Vertrauensärzte einsetzen. Ganz besonders liegt mir jedoch die Information und Aufklärung am Herzen – nicht nur für Betroffene, sondern auch für die breite Allgemeinheit.“ Die Südtiroler Krebshilfe existiert seit dem Jahr 1981 und ist in sechs Bezirke unterteilt. Die Aufgabengebiete des Vereins liegen darin, optimale Voraussetzungen für die Betreuung der Krebskranken aus

Gerlinde Schmiedhofer, Leiterin der Eco Library der Eurac, ist die neue Präsidentin des Biblio­ theksverbandes Südtirol. Die Brixnerin nennt als Ziele eine Imagestärkung der Bibliotheken, eine verbesserte Zusammenarbeit untereinander und den Ausbau der Dienstleistungen des Verbandes.

Brixens Vizebürgermeister Gianlorenzo Pedron, Horand Maier und Maria Costanzo sind die Eisacktaler Kandidaten für die Liste des Partito Democratico (PD) bei den Landtagswahlen im Oktober.

Foto: Oskar Zingerle

Neue Präsidentin

menschlicher, psychologischer, sozialer, gesundheitlicher und finanzieller Sicht im Bereich der Vorsorge, Therapie und Nachsorge zu schaffen und den Betroffenen Hilfestellungen zu geben. db

Franz Comploi ist der neue Dekan der Fakultät für Bildungswissenschaften der Freien Universität Bozen; er löst damit Gerwald Wallnöfer ab. Comploi lehrt seit 1999 Musikpädagogik an der Universität Bozen, seit 2004 als ordentlicher Professor.


O o op s

Leser kochen für Leser

mmh!

Garnelen-Melonen-Salat

mein Hoppala

> Zutaten

Weg war der Text!

12 frische Garnelen (zirka 250 g) ein halbes Glas Weißwein Salz halbe Zuckermelone 120 Gramm Endiviensalat 120 Gramm Rucola

Georg Kaser, Schauspieler

Es war irgendwann in den Siebziger Jahren, als ich bei einem Sketch für das Stadtlerlåchn, bei dem es um einen Hurenprozess ging, mitspielen durfte. Als Verteidiger hatte ich ein Plädoyer zu halten – ein seitenlanger schwieriger Text, für den wir uns mit Leo Dariz absicherten, der als „Gerichtsdiener“ den Text in einer Mappe versteckt hatte und mir bei Bedarf soufflieren sollte. Es kam, wie es kommen musste: Ich ging auf die Bühne und konnte mich überhaupt nicht erinnern, wie ich anfangen sollte. „Kein Problem“, sagte ich mir und rief Leo zu mir, der mir allerdings erschrocken zuflüsterte, dass das Textblatt wohl irgendwo verloren gegangen sei. Ab diesem Augenblick fehlen mir ein paar Sekundenbruchteile in meinem Bewusstsein – ich habe keine Ahnung, wie ich mich wieder fangen konnte. Das Publikum hat mir nach der Aufführung jedenfalls gratuliert – offensichtlich habe ich nach dieser Schrecksekunde das Plädoyer fehlerfrei vorgetragen. Den dabei erlittenen Schock werde ich aber mein Leben lang nicht mehr vergessen ...

Für das Dressing: 2 Esslöffel Olivenöl Saft von 1 Zitrone Salz, Pfeffer

> Zubereitung Zuerst die Garnelen vom Panzer befreien und den Darm entfernen, anschließend im Salzwasser mit Weißwein aufkochen lassen und dann abseihen. Aus dem Fruchtfleisch der Melone Kugeln ausstechen, Endiviensalat und Rucola waschen und in mundgerechte Stücke reißen. Olivenöl, Zitronensaft, Salz und Pfeffer gut mischen, die Salate, Garnelen

und Melonenkugeln auf dem Teller anrichten und mit dem Dressing beträufeln. Anstelle der Melone kann man auch eine Ananas verwenden. Guten Appetit!

Wenn die Kindergärtnerin Kathrin Lechner am Abend nach Hause kommt, steht meist leichte Kost auf dem Speisenplan. Und im heißen Sommer sowieso…

Haben auch Sie ein besonderes Rezept, das Sie unseren Lesern nicht vorenthalten möchten? rezept@brixner.info

Voting

Ihre Meinung online

Ergebnis der Online-Umfrage:

„Soll an der Nordgrenze von Brixen ein zusätzlicher Lebensmittel-Supermarkt entstehen?“

ja

11%

nein 89%

Ja oder Nein? Wir möchten Ihre Meinung wissen! Ein Klick auf unserer Homepage www.brixner.info genügt – und Sie sehen sofort, wie die Internetgemeinde bisher abgestimmt hat. Natürlich dürfen Sie nur eine Stimme abgeben – wir überprüfen dies auf technischem Weg. Das endgültige Ergebnis lesen Sie im nächsten „Brixner“. Die aktuelle Frage des Monats:

„Schränken Sie seit den steigenden Benzinpreisen das Autofahren ein?“ Stimmen Sie mit! www.brixner.info 21


Menschen & Meinungen

LAMMento BRESSANONE

Ein armer Frosch „Südtirol ist schon ein tolles Land“, sagt der Franz, und dabei schüttelt er den Kopf, grinst vor sich hin und hebt den Blick nicht von seiner Zeitung. Was liest du?, frage ich, während ich Frieda beim Vorbereiten unserer beiden Macchiati beobachte. „Ich lese soeben den mindestens fünfhundertsten Leserbrief zum selben Thema“, sagt der Franz. Kaufkraftverlust? Benzinpreise?? Irakkrieg??? Obama???? Osama????? „Nein“, sagt der Franz, „was uns Südtiroler wirklich bewegt, ist… eine rana temporaria, ein armer Frosch, der grüner nicht sein könnte und den man ans Kreuz genagelt hat. Das sind die Probleme, die wir haben. Das sind die Sorgen, die uns wirklich bewegen. Alles andere, was um uns herum in der Welt passiert, lässt uns dagegen ziemlich kalt“, sagt der Franz und verbrennt sich dabei an Friedas Macchiato fast die Zunge. Vielleicht sollte Frieda ihn küssen, dann kommt möglicherweise ein Prinz zum Vorschein, der die Gemüter wieder abkühlt, sage ich. „Oder es kommt ein Knallfrosch raus, den die Schützen „petardo“ nennen und den sie dann zum Ballern nehmen können“, ruft Frieda von der Theke aus in unsere Richtung. „Die Bevölkerung spaltet sich in zwei Lager“, sagt der Franz, „die einen geben sich liberal und modern, die anderen klerikal. Das ist nicht gut!“ Da kann nur einer helfen, sage ich, während Frieda gespannt die Schenkel streckt. „Ein toller Zufall, dass er im August gerade in Südtirol weilt“, greift der Franz meine Gedanken blind auf, und auch Frieda schaltet sofort: „Der Bischof muss Papa Ratzi ins Museion­ einladen“, sagt sie, „dann werden wir ja sehen, ob er grün anlaufen wird…“

“Un’emozione enorme…” z Il sogno di Alberto Donà – ricordate?, il vincitore della prima edizione della Bressanone-S. Andrea – era quello di prendere parte alla più fascinosa delle corse con auto d’epoca, la 1000 Miglia. E siccome sognare non prevede limiti, nelle sue peregrinazioni oniriche s’era anche visto a bordo della mitica Alfa Romeo 6C 1750 Gran Sport, quella con cui Tazio Nuvolari aveva vinto l’edizione del 1930. Così Alberto Donà, di professione diplomatico, dal carattere apparentemente più che mite ha stentato a riconoscersi quando è esploso in un

urlo di gioia dopo la telefonata che gli annunciava che quel suo incredibile sogno si avverava. Così come ha un’importanza relativa che la splendida vettura del museo del Biscione, attardata sulla Futa da problemi di accensione e di frizione, sia arrivata 46esima – su 377 partenti – e 12esima di raggruppamento nella 1000 Miglia 2008. “E’ stata un’emozione enorme. Soprattutto l’attraversare centri storici come quelli di Firenze, Siena e Pienza tra due ali di folla anche se l’anfiteatro naturale di Radicofani è stato quello più da sogno”. ls

SOMMERAKTION: Gartenmöbel im Angebot!

mit eigener Tischlerei Mühlbach - Pustertalerstraße 30 Tel. 0472 849522 · Fax 0472 849 690

Ihr Einrichtungshaus mit über 2.000 m2 Ausstellungsfläche! 22


Pro& Contra

Kreative Küche für alle Tage

Sollen die Geschäfte in Brixen an den Angelus-Sonntagen geöffnet sein?

HANS ASTNER, Obmann der Brixner Kaufleute: „Wir haben Respekt vor kirchlichen Empfindungen, aber hier handelt es sich um eine Ausnahmesituation“

Pro Ich möchte vorausschicken, dass ich den Sonntag ebenso ehre und respektiere wie andere auch. Gegen den Vorwurf, die Kaufleute würden in diesem Falle nur Geschäftemacherei betreiben, möchte ich mich entschieden wehren. Denn: Wäre es wirklich empfehlenswert, wenn die Pilger an diesen zwei Nachmittagen vor verschlossenen Türen und Toren stehen würden? Brixen darf sich doch nicht als Stadt der geschlossenen Läden präsentieren! Wir haben aufrichtigen Respekt vor den religiösen Empfindungen, aber es handelt sich hierbei doch um ­eine einzigartige Ausnahmesituation. Noch dazu muss deutlich gesagt werden, dass nur einige der Geschäfte an diesen zwei Sonntagnachmittagen offen halten – und dies für zwei oder drei Stunden; während des Angelus-Gebetes sind die Läden selbstverständlich geschlossen. Als Verband für Kaufleute und Dienstleister haben wir den Rahmen für eine Öffnung geschaffen, aber es steht jedem Kaufmann frei, wie er damit verfahren möchte. Ich achte wirklich die Kirche und die Meinung der Diözese, aber wir proklamieren ja nicht, dass die Leute an diesen zwei Tagen zum Einkaufen nach Brixen kommen sollen. Ich bin der Überzeugung, dass man den vielen Menschen, die nach Brixen kommen, auch die Möglichkeit geben muss, eine kleine Erinnerung mit nach Hause zu nehmen oder sich Verpflegung kaufen zu können. Für mich ist dies ein Glied in der gesamten Veranstaltungskette, ein notwendiger Dienst an den anwesenden Pilgern. Die daraus entstandene Polemik kann ich nicht ganz nachvollziehen. Weiters möchte ich präzisieren, dass ich ein starker Gegner der allgemeinen Sonntagsöffnung bin. z

MARTIN PEZZEI, Leiter des Presseamtes der Diözese: „Die Kaufleute sollten ein deutliches Zeichen für eine christliche Sonntagskultur setzen“

Contra Die Leitung der Diözese BozenBrixen bedauert den Entscheid der Gemeindeverwaltung von Brixen, dass die Brixner Kaufleute an jenen Sonntagen, an denen Papst Benedikt XVI. am Domplatz den „Engel des Herrn“ betet, die Geschäfte am Nachmittag offen halten können. „Es wäre wünschenswert, wenn im Sinne unserer Sonntagskultur diese Entscheidung noch einmal überdacht würde“, lautete dem entsprechend auch die Stellungnahme von Diözesanbischof Wilhelm Egger. Bischof Egger hat damit angeregt, ein deutliches Zeichen für eine christliche Sonntagskultur zu setzen; ein Zeichen, das Zeugnis gibt und auch überzeugen würde. Es liegt nun an den Kaufleuten von Brixen selbst, welches Zeichen sie setzen wollen – ob sie ihr Geschäft also an den Nachmittagen am 3. und 10. August öffnen werden oder nicht. Gut, dass sich das diözesane Jahresthema ab Herbst gerade mit dem Sonntag beschäftigen wird. Angesichts des Wandels der Sonntagsgestaltung in unserer Gesellschaft ist es nämlich dringend notwendig, Formen zu suchen, die uns den Sonntag als den Tag des Herrn wieder neu wahrnehmen lassen. Pfarrgemeinden und Familien sind dem entsprechend eingeladen, den Sonntag als einen besonderen Tag zu gestalten. Die christliche Gestaltung des Sonntags nützt aber nicht nur der gläubigen Gemeinde, sondern der gesamten Gesellschaft: Er stellt den Menschen Werte vor Augen wie Freiheit, Gelassenheit und Dankbarkeit. Der christliche Sonntag wirkt, wie sonst kein Vorgang in unserer Gesellschaft, durch die Gottesdienstversammlung gemeinschaftsbildend. In diesem Sinn gilt wirklich: „Die Kirche ist der Welt den Sonntag schuldig“. z

PLANK KÜCHEN: VON PROFIS EMPFOHLEN Wieser, Bachmann, Gasteiger

Testen Sie uns: Leckere Früchte und frischer Saft aus einer kreativen Küche schmecken einfach fantastisch. Plank Küchen: Alles maßgeschneidert. Große Auswahl an Farben, Formen, Materialien und Designs. Kompetent beraten. Plank. Ihr Meister-Spezialist für individuelle Küchen, Garderoben, Bäder, Einrichtung. Gepa Center · A.Ammon-Straße 29 · Brixen · Tel. 0472 836 690 · plank.brixen@rolmail.net

23


Menschen & Meinungen

Echo

Leser schreiben uns

Kunst am Bau Ein Leserbrief zur Wandmalerei am Haus Malepell

Klaus-Jürgen Wittig, Brixen

An der Außenfassade des Hauses Malepell in Brixen ist seit einiger Zeit eine farbige Malerei angebracht, eine Zierde des Hauses und eine harmonische Gesamtgestaltung. Es ist für mich immer wieder eine Freude, wenn ich diese farbenfrohe Malerei zu Gesicht bekomme. Diese Initiative sollte die Stadt aufgreifen und nach Möglichkeit und unter Berücksichtigung des Gesamtbildes bei allen Neu- und Umbauten zur künstlerischen Gestaltung der Außenfassaden auffordern, ja sogar finanziell fördern.

„Gegen den Mittelanschluss“ Ein Leserbrief zum Bericht „Mittelanschluss bringt Vorteile“, „Brixner“ Nr. 219

Klauspeter Dissinger, Gemeinderat der GBL

Im Artikel „Mittelanschluss bringt Vorteile“ vom April 2008 schreibt Willy Vontavon, Ingenieur Köll hätte auf meinen Einwand, dass ein Rückbau der Staatsstraße wohl die gleiche verkehrsreduzierende Wirkung im Stadtbereich hätte wie der Bau des Mittelanschlusses, Fol-

gendes erwidert: „In der heutigen Durchzugsstraße befinden sich neben Wohnungen auch Geschäfte und Betriebe; ein zu starker Rückbau wäre nicht zielführend und würde keinesfalls den Mittelanschluss ersetzen“. Obwohl ich mir sicher war, dass diese Antwort so nicht gefallen war, habe ich bei Ingenieur Köll nochmals nachgefragt. Er konnte diesen Satz inhaltlich nicht bestätigen, und die Aussage „ein zu starker Rückbau… würde keinesfalls den Mittelanschluss ersetzen“ hat er im Gemeinderatssaal nicht gemacht. Als vehementer Befürworter des Mittelanschlusses ist es Vontavon beim Schreiben des Artikels offensichtlich schwer gefallen, objektiv zu bleiben. Ich möchte daher nochmals kurz zusammenfassen, warum meiner Meinung nach die Argumente gegen den Mittelanschluss überwiegen: Die 7 Prozent Verkehrsreduzierung, die der Bau des Mittelanschlusses im Stadtbereich bringen würde, rechtfertigen keinesfalls die Kosten von 12,5 Millionen Euro. Diese Reduzierung könnte man auch durch einen gezielten Rückbau der Staatsstraße erreichen. Der Bau des Mittelanschlusses wäre zudem ein großer Eingriff in die Landschaft und würde die ohnehin schon leidgeplagten Anwohner der Westseite zusätzlich belasten. Nach Fertigstellung der Westumfahrung erreicht man über die dann staufreie Staatstraße bei einer Geschwindigkeit von 40 km/h ab der Nordeinfahrt der Westumfahrung bei der Pustertaler Kreuzung in zwei Minuten den Parkplatz bei der Acquarena. Ab der Südeinfahrt der Westumfahrung sind es nur 1,5 Minuten bis zum Parkhaus. Aus diesen

Gründen ist es unverständlich, dass der Handel eine Umsatzsteigerung vom Mittelanschluss abhängig macht. Die 12,5 Millionen Euro wären viel besser investiert, im Norden und Süden der Stadt je einen kostenlosen Auffangparkplatz mit CitybusVerbindung anzulegen, nördlich der Acquarena eine Unterführung der Staatstraße für Autos mit ebenerdiger Anbindung für Fußgänger und Radfahrer des Rosslaufes an das Stadtzentrum zu bauen und im Bereich des Parkhauses die Staatsstraße ebenfalls abzusenken, damit auch hier eine attraktive, überirdische Verbindung für die Besucher des Parkhauses und die Anwohner des Burgfriedens zur Stadtmitte errichtet werden kann. Von solchen Maßnahmen würden alle profitieren. Anm. d. Red.: Herr Dissinger verdreht leider die Tatsachen: Der Verkehrsentwicklungsplan enthält klare Vorteile des Mittelanschlusses, die bei seiner Vorstellung im Gemeinderatssaal wiederholt vom Verkehrsplaner Helmut Köll betont wurden. Die von Dissinger in Frage gestellte Aussage Kölls wurde sehr wohl von ihm getätigt, was meine Notizen beweisen. Sollte sich Köll heute tatsächlich nicht mehr daran erinnern, so würde ich dies relativ merkwürdig finden. Ob der Schreiber des Berichts für oder gegen den Mittelanschluss ist, ist im Übrigen vollkommen irrelevant: Der Bericht im „Brixner“ stellt lediglich den Verkehrsentwicklungsplan vor und gibt Aussagen wieder, die im Gemeinderatssaal getroffen worden sind. Dass das Ergebnis der Studie den betroffenen Anrainern und dem vehementen Gegner des Mittelanschlusses, Klau-

speter Dissinger, nicht gefällt, war vorhersehbar, ändert aber nichts an seiner Aussagekraft.

Verantwortung abgewälzt? Ein Leserbrief zu “Nachgefragt”, “Brixner” 220, S. 65

Waltraud Kofler Engl, Direktorin des Amtes für Bau- und Kunstdenkmalpflege

Bürgermeister Albert Pürgstaller macht es sich zu einfach, wenn er versucht, die Verantwortung für den Terrassenbau im Garten des Finsterwirts auf die Denkmalpflege abzuwälzen. Die Absicht der Eigentümer, einen winterfesten Zubau aus Glas an die historische Südfassade zu stellen mit der Möglichkeit, auch das Dach als Terrasse zu nutzen, hätte gegen die Kriterien der Denkmalpflege verstoßen, die Fassadenansicht beeinträchtigt, den Hofraum definitiv verbaut und zudem dem geltenden Wiedergewinnungsplan widersprochen. Dieser sieht die Erhaltung und Aufwertung der Frei- und Lufträume im Altstadtbereich und nicht deren Verbauung vor. Es wäre zudem ein Präzedenzfall entstanden, der der Verbauung und Kommerzialisierung anderer Freiflächen in der Altstadt Tür und Tor geöffnet hätte. Nach erfolgloser Überzeugungsarbeit und mündlicher Ablehnung des Vorhabens verschafften sich die Eigentümer auf politischer Ebene Gehör und machten klar, dass sie ihren Gastbetrieb ohne Erweiterung nicht weiterführen wollen

Die Spezialisten für Ihr Auto! iPod-Steuergeräte Freisprechanlagen s HiFi-Anlagen Und viele TV-/DVD-Anlagen mehr! Scheiben tönen Airbrush Kundendienst für Audio- & Videogeräte Home & Car Service · Sarnserstraße 2 · 39042 Brixen · Tel. & Fax 0472 278371 · Handy 339 3399110 24


PHOTOCASE.COM

getroffen werden müssen, wenn sich Bürger der politischen Ebene als Druckmittel bedienen und ihnen je nach Einfluss auch Unterstützung gewährt wird. Es hätte dem Traditionsbetrieb Finsterwirt gut angestanden, den schönen und bei seinen Gästen beliebten Garten nicht für die wenigen Tische mehr zu opfern und die Wohnqualität der Nachbarhäuser nicht derart zu schädigen

Klarstellung Zum Interview mit Walter Blaas im „Brixner“ Nr. 220, „Wir wollten eine Standortbestimmung“

Walter Blaas, Gemeinderat der Freiheitlichen

Die Aussagen zum Parteiprogramm und zur Linie der Partei sind missverständlich wiedergegeben worden. Richtig ist, dass wir das Parteiprogramm aktualisieren. Der Wahlerfolg hat jedoch bewiesen, dass wir damit richtig liegen und dass sich die Arbeit unserer 15-jährigen Parteigeschichte bezahlt macht. Das Selbstbestimmungsrecht bleibt selbstverständlich unverrückbar bestehen und ist Grundpfeiler und Herzensanliegen der Freiheitlichen. Liebe Leserin, lieber Leser, schreiben Sie Ihre Meinung zu den Themen in diesem „Brixner“ - bitte unbedingt mit Angabe Ihrer Adresse und Telefonnummer: Redaktion „Brixner“, Brenner­ straße 28, 39042 Brixen Leserfax: +39 0472 060201 E-Mail: echo@brixner.info

STUDIENGÄNGE: > PHILOSOPHIE > RELIGIONSPÄDAGOGIK > FACHTHEOLOGIE

und im Falle einer Ablehnung die Genehmigung auf dem Rekursweg bei der Landesregierung zu erreichen gedenken, wofür sie bereits Zusagen hätten. Um die Situation zu entschärfen, haben wir uns um einen Kompromiss bemüht und sozusagen das kleinere Übel ausgehandelt, nämlich eine von der Fassade abgerückte offene Terrasse in leichter Holzbauweise. Es war uns bewusst, dass dies keine ideale Lösung, jedoch denkmalpflegerisch die vertretbarere als die von den Eigentümern gewollte ist. Wir haben eindringlich und mehrmals schriftlich darauf hingewiesen, dass urbanistische Fragen wie Abstände und Einsichtigkeit zu den Nachbargebäuden, Lärmbelästigung, Lichtverhältnisse, Aussicht und die Zumutbarkeit für das Wohnen in der Altstadt von der Gemeinde zu überprüfen seien. Dafür hat eindeutig sie allein die Verantwortung. Nicht das Amt für Bau- und Kunstdenkmäler erteilt die Baukonzession, sondern die Gemeinde. Bürgermeister Pürgstaller hätte das Projekt ablehnen und die Bedenken der Nachbarn ernster nehmen können. Als Denkmalpflegerin habe ich mich aufgrund des Druckes, den die Eigentümer auf politischer Ebene gemacht haben, bemüht, eine bessere Lösung als die des Anbaus zu suchen. Gleichzeitig frage ich mich jedoch, ob es nicht besser gewesen wäre, das erste Projekt in den Rekurs gehen zu lassen. Die Genehmigung wäre dann mit großer Sicherheit von der Landesregierung erlassen worden; allerdings läge dann auch die Verantwortung dort. Der Fall Finsterwirt ist leider ein bedauerliches Beispiel mehr, in welchem Rahmen fachliche Entscheidungen

„WOHL GIBT ES EINEN FUNDORT FÜR DAS SILBER, EINE STÄTTE FÜR DAS GOLD, WO MAN ES LÄUTERT. DIE WEISHEIT ABER, WO IST SIE ZU FINDEN, UND WO IST DER ORT DER EINSICHT?“ IJOB 28,1.12 UNSERE ABSOLVENTEN SIND HEUTE: Priester, Ordensleute, Diakone, Universitätsdozenten, ReligionslehrerInnen, PastoralassistentInnen, Seelsorgehelferinnen, Jugendseelsorger, Leiter von Bildungshäusern, JournalistenInnen, ErzieherInnen, KrankenhausseelsorgerInnen, Pädagogische MitarbeiterInnen in Bildungshäusern und bei Katholischen Verbänden, Politiker, Caritas-MitarbeiterInnen, ErwachsenenbildnerInnen, NotfallseelsorgerInnen WWW.HOCHSCHULEBRIXEN.IT Philosophisch-Theologische Hochschule Seminarplatz 4 - 39042 Brixen info@hs-itb.it - Tel. 0472 271 120

25


Anzeige

D I E N E U E BRE N N E RBA HN

Baustellen- und Tunnelbesichtigung Fahrt mit Materialzug in den Tunnel und Besichtigung der TBM möglich.

D

as Interesse zur Besichtigung der Tunnel-Bohrmaschine ist nach wie vor groß. Wichtig ist dabei, dass alle Sicherheitsauflagen berücksichtigt werden. Um diesen Voraussetzungen bestmöglich gerecht zu werden, hat die BBT SE (Brenner Basistunnel Gesellschaft) in Absprache mit der Beobachtungsstelle den Donnerstagvormittag für Baustellenbesichtigungen in Aicha reserviert.

Die maximale Gruppengröße umfasst 8 Personen.

Der Materialzug befördert die Baustellenbesucher bis zur Tunnelbohrmaschine, welche im Berg besichtigt werden kann.

Besucher haben die Möglichkeit die Baustelle in Aicha, zu besichtigen und mit der Materialbahn in den

Erkundungsstollen zu fahren. Dort kann die Tunnelbohrmaschine besichtigt und von Experten erläutert werden.

Derzeit gibt es jeden Donnerstag zwei Besichtigungsfahrten: um 9 Uhr und um 11 Uhr. Aus organisatorischen Gründen müssen die Tunnelfahrten bereits vorab reserviert werden. Reservierungen können im Infopoint (siehe Infobox) oder bei der BBT SE erfolgen.

Fortschritt der Bauarbeiten

I

n Aicha wurde die TBM Mitte Juni in Betrieb genommen. Seitdem arbeitet sie sich Richtung Norden vor. In einer ersten Phase mussten noch Feinabstimmungen getätigt werden. Gleichzeitig wurden die ersten Förderbänder an der Baustelle Unterplattner errichtet. Die Förderbänder werden in den kommenden Wochen verlängert und auch zur Gänze überdacht. Dadurch werden Lärm- und Staubemissionen verhindert.

Der Baufortschritt läuft nach Plan. In Kürze sind alle Baustellen zur Gänze eingerichtet.

Der Verbindungsstollen zwischen den Baustellenbereichen Unterplattner und Hinterrigger ist gestellt. Die Arbeiten konnten etwa einen Monat früher abge-

schlossen werden als erwartet. Der Tunnel wird nun ausgestattet und für die Baustellenverbindung eingerichtet. In Mauls läuft der Sprengvortrieb laut Bauprogramm.

Täglich werden zwei Sprengungen durchgeführt. Dabei werden jeweils 3 Meter Fels auf einer Fläche von 100m² freigestellt. Die ersten 150 Meter wurden bereits gebaut. Rückfragen bei den Anrainern haben ergeben, dass die Sprengungen keine Beeinträchtigungen darstellen.

Kontakt - BBT Infopoint T. + 39 047 97 15 15 www.bbtinfo.eu

Anzahl der Arbeitskräfte an den Baustellen

D

erzeit sind insgesamt 77 Bauarbeiter der Bietergemeinschaft „ATB – Associazione Tunnel Brennero“ an den Baustellen in Aicha und Mauls tätig. Die meisten davon sind Ingenieure und ausgebildete Fachkräfte im Tunnelbau, welche bereits internationale Erfahrung gesammelt haben. Für die Bauarbeiten bis zum Jahr 2010 hat die Bietergemeinschaft eine Obergrenze von maximal 145 Arbeitskräften vorgesehen. Diese

Nur wenige Arbeitskräfte werden im Tunnelbau benötigt.

teilen sich in etwa zur Hälfte auf die Baustellen Aicha und Mauls auf. Zu berücksichtigen gilt, dass in vier Schichten gearbeitet wird: 8h Arbeit,

8h Freizeit, 8h Schlaf und die vierte Schicht ist Urlaub. Es sind also jeweils nur ein Viertel der insgesamt anwesenden Arbeiter an

den Baustellen aktiv. Alle notwendigen Arbeiterunterkünfte bis zum Jahr 2010 sind bereits errichtet. Diese befinden sich hinter dem Postgebäude in Franzensfeste. Wenn die beiden Hauptröhren für den Brenner Basistunnel gebaut werden, alle Baustellen zwischen Franzensfeste und Innsbruck aktiv sind, werden insgesamt maximal 1.200 Arbeitskräfte eingesetzt werden.


Umfrage

Sind wir Papst? In etwa einem Monat wird Papst Benedikt XVI. seinen Urlaub in Brixen antreten. Wie stehen die Brixner zu dem Ereignis und zu dessen Begleiterscheinungen?

„Der Papst hat ja schon als Kardinal öfters seine Ferien bei uns verbracht. Dass er jetzt wieder kommt, ist schon ein Plus für Brixen“, findet Berta Maier, „ich werde die Angelus-Gebete eher im Fernsehen verfolgen und lasse anderen den Vortritt auf dem Domplatz. Dass sich Brixen für den Besuch herausputzt, finde ich gut – viele Dinge bleiben ja auch danach bestehen, somit profitieren alle davon.“

„Sicher freue ich mich auf den Papstbesuch, aber ich werde mir deswegen kein Bein ausreißen“, scherzt Martha Franzelin. „Die Angelusgebete werde ich lieber im Fernsehen verfolgen, um dem Trubel in der Stadt zu entgehen. Es ist wohl gut, dass sich Brixen für den Papst zurecht macht, aber vielleicht ist dies etwas übertrieben. Ich denke, es ist Papst Benedikt gar nicht so recht. Er möchte lieber seine Ruhe haben.“

Martin Totmoser ist das Ereignis „eher egal. An den zwei Sonntagen der Angelus-Gebete wird in Brixen wohl einigermaßen Chaos herrschen, deswegen werde ich diesen Ereignissen eher ausweichen. Gegen die Investitionen, die die Stadt anlässlich des PapstBesuches tätigt, ist zwar prinzipiell nichts einzuwenden, aber es ist schade, dass es erst eines solchen Ereignisses bedarf, damit gewisse Mängel behoben werden.“

„Ganz normal“, ist Johann Amorts Reaktion auf die Frage, ob er sich auf den Besuch Papst Benedikts freue. „Dass Brixen sich dafür etwas herausputzt, ist ganz richtig, schließlich wird rund um den Besuch viel Geld fließen. Bei den Angelusgebeten werde ich nicht auf dem Domplatz sein, lieber sehe ich mir das im Fernsehen an.“

„Sicher ist es toll, dass der Papst nach Brixen kommt“, sagt ­Doris Dolzer, die zu diesem Zeitpunkt aber nicht anwesend sein wird. „Ich werde die öffentlichen Auftritte im Fernsehen verfolgen. Die Entscheidung, die Stadt für den Papst-Besuch ein wenig herzurichten, ist sicher richtig. Es ist allerdings schade, dass es immer erst eines Anlasses bedarf, damit solche Sachen passieren.“

Brunhilde Pichler hat „keinen besonderen Bezug zum PapstEvent; außerdem werde ich in dieser Zeit im Urlaub sein. Ich habe aus der Presse entnommen, dass Brixen sich auf den Besuch einstellen will, aber gemerkt habe ich noch nicht viel. Auf jeden Fall finde ich es in Ordnung, dass beispielsweise die Öffnungszeiten der Geschäfte angepasst werden, da ja viele Pilger erwartet werden. Brixen soll sich schon gastfreundlich zeigen.“

Paula Schatzer freut sich „sehr auf den Papstbesuch, weil Benedikt XVI. für mich sehr glaubwürdig ist. Ich habe versucht, an Karten für eines der AngelusGebete zu kommen, aber ich weiß noch nicht genau, ob es auch klappen wird. Jedenfalls möchte ich schon einmal in der Nähe des Papstes sein. Dass der Papstbesuch in Brixen etwas vermarktet wird, gehört dazu. Schließlich ist niemand gezwungen, etwas zu kaufen.“

„Was heißt freuen?“ fragt Bernadette Oberrauch, „es ist für Brixen wohl eine Sensation, aber ich werde bei den öffentlichen Auftritten des Papstes die Stadt aufgrund des Trubels eher meiden. Für die, die es interessiert, ist es in Ordnung; ich werde mir das Ganze im Fernsehen anschauen. Die Geschäftemacherei rund um den Besuch sollte sich eher in Grenzen halten.“

27


LAURENZ STOCKNER UND SEINE KUPFERSCHALEN

Kunst & Kultur

Kupferne Einheit

W

enn man eine Flüssigkeit in eine Schale gießt, so wird sie sich in der Mitte treffen. Es fließt zusammen und hält zusammen. Deswegen ist die Schale für mich eindeutig ein Symbol der Liebe.“ Während Laurenz Stockner mit diesen Sätzen den Film einleitet, ahmen seine Hände kraftvoll die Form der Schalen nach. Dieses Aufeinandertreffen von Sensibilität und kraftvoller Energie, von Ruhe und Bewegung, zieht sich als Leitmotiv durch den 20minütigen Film gleichwie durch die Arbeit des Kunsthandwerkers. Laurenz Stockner aus St. Andrä schmiedet Schalen aus Kupfer, er modelliert sie aus den Kupferplatten heraus, sucht jeweils

Rissen darin entstanden“. Heute, einige Jahre später, formt er das Kupfer zu einzigartigen Schalen ohne Makel. Dieser Weg vom Ursprung eines Materials bis hin zu dessen vollendeter Form „hat mich sofort fasziniert“. Zudem ist er vom Kupfer selbst begeistert: „Seine Gestaltbarkeit und seine fantastischen Farbnuancen – es ist unglaublich, wie vielfältig diese sein können!“

Das leise Plätschern des Was-

sers im Bergwerk bilden das Hintergrundgeräusch, während Laurenz Stockner die Kupfergewinnung erläutert: „Die Erzader hier im Bergwerk von Ahrntal reicht 900 Meter vertikal in die Tiefe, das Wasser mit Kupfersul-

rie“. Bei seinen Kupferschalen fängt Laurenz Stockner nicht erst bei der Verarbeitung an, sondern bereits ein Stück vorher – bei der Fertigung des Rohstoffes. Den Arbeitsprozess beginnt er damit, das Kupfer eigenhändig zu gewinnen: „Hier fängt die Arbeit für mich an, und dies ist es auch, was mich fasziniert: Hier mache ich jene Schritte, die ich sonst nicht mache. Somit ist von der Entstehung des Rohstoffes bis hin zur fertigen Kupferschale alles in der Schale enthalten“. In seiner Schmiedewerkstätte in St. Andrä steht im Freien ein Schmelzofen, wo Laurenz Stockner das Zementkupfer selbst verhüttet, wo er das Metall aus den Zementbrocken schmelzen lässt.

„Ab einem gewissen Zeitpunkt spüre­ ich: jetzt möchte ich mit der Schale aufhören, jetzt ist sie gut für mich.“ _ Laurenz Stockner nach der geeigneten Form. Das Besondere daran: Er bearbeitet nicht nur das fertige Material, sondern stellt dieses auch selbst her. „Der Naturnser Goldschmied Konrad Laimer hat mich auf das Kupfer vom Prettauer Bergwerk aufmerksam gemacht“, erzählt Laurenz Stockner, „im Jahr 2000 hat er während eines Projektes mit Studenten Zementkupfer aus dem Ahrntaler Bergwerk gewonnen und dieses primitiv verhüttet“. In ersten Versuchen ahmte der Kunsthandwerker dieses Verfahren nach, „daraus sind die ersten fünf Schalen mit vielen 28

fat fließt permanent über diese Flacheisenstücke. Durch den Ionenaustausch werden das Kupfer und andere Elemente aus dem Wasser freigesetzt und lagern sich als schwarz-rötlicher Schlamm ab“. Aus diesem fest gewordenen Schlamm, dem Kupferzement, gewinnt er im Anschluss jenes Kupfer, das er später formen wird. „Wir Schlosser arbeiten meist nur mit so genanntem Halbzeug wie Blechen und Profilen. Den gesamten Weg des Materials, von seiner Entstehung und Gewinnung bis hin zur Fertigung, kennen wir normalerweise nur aus der Theo­

Auf der Suche nach geeigneten Methoden ist er auf die Bücher von Georgius Agricola aus dem 16. Jahrhundert gestoßen, die die damaligen Techniken des Bergbaus und des Hüttenwesens beschreiben. „Nach dem Vorbild eines mittelalterlichen Ofens habe ich dann diesen Ofen konzipiert, ein Modell angefertigt, verkleinert und mit Bruchsteinen aus Südtirol nachgebaut“. Gemeinsam mit Engelbert Frener heizt er den Ofen ein – eine schweißtreibende Arbeit. Funken und Flammen stieben aus dem Ofenloch, die beiden schütten durch die Oberseite die

Foto: Karl Volgger

„Vom Ursprung zur vollendeten Form. Schalen aus Prettauer Kupfer“: Ein Film von Thomas Hainz und Werner Lanz beschreibt den Entstehungsprozess der Kupferschalen und porträtiert den Kunsthandwerker Laurenz Stockner aus St. Andrä.

klobigen Zementkupferbrocken aus dem Prettauer Bergwerk hinein, drinnen herrscht eine ungefähre Temperatur von 1.300, 1.400 Grad Celsius, mit einer steinernen Röhre wird der untere runde Zulauf zum Ofen verschlossen. „Das Zementkupfer, das bis zu 70 Prozent Kupfer enthält, wird durch das Feuer gelöst, und das Kupfer sammelt sich dann im unteren Bereich des Ofens an. Die Materie wird hier gewandelt“. Der Schacht des gesamten Ofens glüht dabei, die Luft flimmert vor Hitze – das Verhütten ist sichtlich eine anstrengende Arbeit. „Mit diesen Temperaturen habe ich auch nicht immer zu tun, deswegen bin ich ziemlich müde von der gesamten G’schichte“.

Dass das Kupfer aus Prettau

bereits seit frühester Zeit verarbeitet wurde, wird vermutet: Neben archäologischen Funden aus der Umgebung von Bruneck


SCHALEN AUS PRETTAUER KUPFER: Laurenz Stockner begibt sich bei jedem Objekt auf die Suche nach der vollendeten Form.

–––––––––––––––––––––––

weist vor allem ein im Jahre 1864 gefundenes Bronzeteil aus dem letzten Drittel des 2. Jahrtausends v. Chr. in diese Richtung. Sichere Beweise für den Bergbau lassen sich aber erst seit dem Beginn des 15. Jahrhunderts erbringen: Der Büchsengießer Meister Christoph in Innsbruck fertigte im Jahr 1426 im Auftrag des Tiroler Landesfürs­ten Friedrich IV. zwei Kanonen aus Tauferer Kupfer an. „Dann hoffen wir jetzt, dass das Kupfer fließt!“ Die steinerne Röhre wird entfernt, Laurenz Stockner sticht mehrmals einen Eisenstab in die runde Ofenöffnung. Wie Lava strömt das glühende Kupfer heraus und sammelt sich in einem bereitgestellten recht­ eckigen Behälter. Doch noch ist die Gewinnung des Materials nicht abgeschlossen: „Diese Kupferplatten werden zerkleinert, in einem Schachtelofen, der mit Koks beheizt wird, nochmals ge-

schmolzen und zu einem Barren gegossen“, erläutert Stockner. „Hier entscheidet es sich, ob das Kupfer rein und kompakt genug ist, ob es keine Fremdstoffe in sich eingeschlossen hat – ansonsten kann das Kupfer nicht weiterverarbeitet werden“. In einem wesentlich kleineren Ofen beginnt der Schmelzvorgang von neuem, ein glühend-leuchtender Zylinder wird herausgehoben, gefüllt mit flüssigem Kupfer. Die obere Schicht wird weggekratzt, Eile ist geboten, denn der Behälter wird mit der Kraft der Arme gehalten, und diese beginnt nachzulassen. Die flüssige Masse wird in den Barren gegossen. „Ein schönes Kupfer, spitze!“ freut sich der Kunsthandwerker und stürzt den Barren. Nun erst ist Laurenz Stockner dort angelangt, wo die Schmiede zumeist ihre Arbeit beginnen: bei der Weiterverarbeitung des fertigen Materials.

Den Entschluss, Schmied Kupferbarren wird erneut zum zu werden, verdankt Laurenz Glühen gebracht. Mit zwei großStockner seinem Vater: „Mit 15 Jahren war ich in einer orientierungslosen Jugendphase, und er hat mir den Beruf des Schlossers und Schmiedes angeraten“. Obwohl in den ersten Wochen nur Eisenverräumen auf dem Arbeitsplan stand, „hat mir der Beruf sofort gut gefallen“. Die Faszination liegt für ihn „im Widerstand des Metalls. Es widersetzt sich, aber wenn man es richtig angeht und sich im Einklang mit dem Material befindet, lässt es sich durch das Element Feuer formen, es lässt sich modellieren“. Um das Material zu bearbeiten, das Harte zu überwinden, „braucht es eher Männlichkeit; um die Form zu schaffen, braucht es sehr viel Feingefühl und Sensibilität – die kann jetzt dem Männlichen oder dem Weiblichen zugesprochen werden, das weiß ich nicht“. Wiederum lodert das Feuer, der

en Zangen hievt ihn Laurenz Stockner unter einem mechanischen Amboss, in rhythmischen Schlägen wird der Barren zu einer dünnen Kupferplatte ausgetrieben. Das Kupfer wird gerundet, aufgebogen, ins Feuer gelegt, im Wasser abgekühlt, in Form modelliert. Immer wieder ein prüfender Blick, ein Abtasten der Rundung, ein kurzes Innehalten: „Ich arbeite aus dem Gefühl heraus, ganz ohne Abmessen“, so Stockner, „ab einem bestimmten Zeitpunkt spüre ich, jetzt möchte ich mit der Schale aufhören, jetzt ist sie gut für mich“. Die Schalen stehen dabei immer in Balance.

Im Gleichgewicht zwischen Ru-

he und Bewegung, zwischen mündlichen Erklärungen und Bildern befindet sich auch der Film, der von Thomas Hainz und Werner 29


tigungsweg, vom Ursprung des Rohstoffes bis hin zur vollendeten Form der Kupferschalen und vermittelt auf eine unaufdringliche Weise die Faszination und die Begeisterung Laurenz Stockners, dank denen diese Schalen erst entstehen und ihre Balance finden kĂśnnen. Mit seinen Schalen aus Prettauer Kupfer hat der Kunsthandwerker einige Preise gewonnen, unter anderem den internationalen SĂźdtiroler Handwerkspreis â&#x20AC;&#x17E;internovaâ&#x20AC;&#x153; oder den Bayerischen Staatspreis 2007. Am Ziel sieht sich Laurenz Stockner dennoch nicht, auch wenn er ein groĂ&#x;es StĂźck weit angekommen ist: â&#x20AC;&#x17E;Ich glaube, ich

info

bin nicht mehr so auf der Suche, wie ich es einmal gewesen bin; ich habe ein schĂśnes StĂźck Weg zurĂźckgelegt. Mit der Schale habe ich sicher eine Form gefunden, die mich noch lange beschäftigen wird: Dabei geht es nicht darum, Altes nachzumachen, sondern zu sehen, wo kommen wir her, was passiert drauĂ&#x;en in der Welt, und wie kann ich dies als Kunsthandwerker zeitgenĂśssisch umsetzenâ&#x20AC;&#x153;.

Zur Person Laurenz Stockner wurde 1971 in Brixen geboren, absolvierte die Ausbildung zum Schlosser und arbeitete als solcher. Er besuchte die Goldschmiedeschule â&#x20AC;&#x17E;Le arti orafeâ&#x20AC;&#x153; in Florenz, absolvierte ein Praktikum beim Goldschmied Manfred Bischoff in der Toskana und arbeitet als Kunstschmied bei Robert Condin in Tramin. Seit 2003 hat er eine eigene Werkstatt in St. Andrä.

doris.brunner@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

Zum Film Foto: JĂźrgen Eheim

Kunst & Kultur

Lanz im Auftrag des RAI Sender Bozen und der Autonomen Provinz Bozen, Amt fĂźr Handwerk, gestaltet worden ist. Passagen, in denen Laurenz Stockner in seiner ruhigen, authentischen Art von sich und seiner Arbeit erzählt, wechseln sich mit einprägsamen, unkommentierten Bildern des Arbeitsprozesses ab, die alleinig von den daraus entstehenden Geräuschen untermalt werden: das Hämmern des Ambosses, das Zischen des verdampfenden Wassers, das Knistern des Feuers, das FlieĂ&#x;en des Wassers im Bergwerk, das Klirren, wenn Metall auf Metall stĂśĂ&#x;t. Der Film schildert den gesamten Fer-

â&#x20AC;&#x17E;Vom Ursprung zur vollendeten Form. Schalen aus Prettauer Kupfer.â&#x20AC;&#x153; Gestaltung: Thomas Hainz; Kamera und Schnitt: Werner Lanz, videoproject. Brixen, 2008 Ausgestrahlt im RAI Sender Bozen

Wärme in Sßdtirol

1FMMFUT

WPO

5FM 7BISO Ă #SFOOFSTUSBÂ&#x2021;F XXX LPTUOFS OFU

30Ins. Brixner_Pellets.indd

1

16.04.2008 8:52:00 Uhr


AUSSTELLUNG

Gassers metaphysische Sehnsucht Im Innenhof der Hofburg sind derzeit Skulpturen des Brixner Bildhauers Markus Gasser ausgestellt.

byzantinisch-entrücktem Blick hindurch. Das Motiv des Fragments bestimmt die Szene. Die größte Gruppe von Skulpturen bildet die „Familie“. Sie besteht aus der Darstellung einer Mutter mit ihrem Kind, einem liegenden Mann und einem teilweise vergoldeten Kopf, dessen Gesicht dem Himmel zugewandt ist.

Markus Gasser hat zuerst die

Kunstschule in Gröden und anschließend die namhafte BreraKunstakademie in Mailand besucht. Die so erworbene handwerkliche Fertigkeit erlaubt dem Künstler, auch besonders hartes Gestein wie Basalt und Granit in zeitlose Formen zu kleiden. Die dazu erforderte Zeit steht in Kontrast zur Schnelllebigkeit unserer Tage. Auch die Anlehnung an die Romanik, die ägyptische Kunst und weitere prä-zivilisatorische Züge zeugen von konsequentem Ausdruck des Zeitlos-Archaischen. Ebendiese Archaik macht aus Markus Gasser nicht einen epigonalen Traditionalisten, sondern vielmehr einen zeitgenössischen Künstler. Fraglich ist indessen die stilistische Kohärenz beim Einsatz des Fragments – manchmal ausdrucksstark eingesetzt, manchmal überhaupt nicht –, bei

„Familie“, Skulptur von Markus Gasser

der sporadischen Polychromie und angesichts der unzusammenhängenden Themenwahl. Positiv kann gesagt werden, dass Gassers „metaphysische Sehnsucht“ ihm zwar eine stilistische Einheit erschwert, doch ihm an-

30

––––––––––––

dererseits den Weg in die Sackgasse des stilistischen Purismus’ – ein weit verbreitetes Übel der zeitgenössischen Kunst – versperrt. andres.pizzinini@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

Jahre Erfahrung Der Meisterbetrieb Ihres Vertrauens.

Wir bringen Ihr Fahrzeug auf Vordermann. Von der Schadensabwicklung über die Reparatur der Karosserie bis hin zur Autolackierung.

Vahrn · Eisackstraße 12 Tel. 0472 836 484 Mobil: 335 492 946 31

Foto: Oskar Zingerle

G

roß und schwer sind die Skulpturen im Innenhof des Diözesanmuseums. Das Material ist Hartgestein, die Werke sind teilweise bemalt. Zu sehen sind menschliche Figuren, manchmal nur Teile davon. Die Gruppe „Dolasilla“ zeigt die zwei sich gegenübersitzenden mythischen Figuren König Laurin und Dolasilla – Sagengestalten aus den Legenden der Dolomiten. In ihren Umrissen klar definiert, besetzen die beiden Kolosse selbstbewusst das Grün des Innenhofes. Der Form und dem Inhalt nach vernimmt man ein fernes Echo der nationalsozialistischen Plastik, wenn nicht eine archaisierende Note sie davon abheben würde. Das Archaische und Urtümliche scheinen insgesamt der stilistische rote Faden aller Exponate zu sein. Paradoxerweise ein Zug der Moderne und ein Beispiel dafür, dass sich das Diözesanmuseum der zeitgenössischen Kunst zugewandt hat, wie dessen Präsident Josef Gelmi in seiner exstatischen Rede bei der Eröffnung der Ausstellung beteuerte. Wie aus dem Boden geschossene Pilze ragen bemalte Köpfe in der Säulenhalle des Hofes empor und sehen durch den Betrachter mit


MUSIK

Kunst & Kultur

Jazz-Stipendium z Luis Zöschg aus Natz-Schabs hat in einer spannenden Entscheidung bei den Abschlusskonzerten der Jazzkurse Lana ein Stipendium erhalten. Der bekannteste Südtiroler Jazzmusiker und international angesehene Lehrer Franco D‘Andrea, ein gebürtiger Meraner, ist dafür eigens aus Mailand angereist und entschied sich unter einer Reihe hervorragender Musiker für den Gitarristen aus Schabs. Mit den

Veranstaltern von der Musikschule Lana rund um Helga Plankensteiner wurde am Ende der Konzerte der Stipendiat bekannt gegeben – und Luis Zöschg durfte jubeln. Er wurde zu den Mitteleuropäischen Meraner Jazzkursen von Mitte Juli eingeladen, bei denen eine Reihe internationaler Jazzlehrer unterrichten, darunter auch Mike Mainieri, der berühmte Steps-Ahead-Gründer aus New York. db

K&K Kunst & Kultur

BRIXEN

Schleichender Feind im Kreuzgang z Aufmerksame „Brixner“-Leser haben unsere Redaktion darüber informiert, dass es in der sechsten Arkade des Brixner Kreuzgangs eine für das Mauerwerk gefährliche feuchte Stelle gebe. „Nachdem es Bemühungen gibt, den Kreuzgang in das Weltkulturerbe aufzunehmen, sollte dieser Misstand baldmöglichst behoben werden, um bleibende Schäden zu verhindern“, regt ein Leser an, der nicht genannt werden möchte. Die Ursache für die Feuchtigkeit ist an der vom Innenhof des Gerichtsgebäudes einsehbaren Rückseite der Mauer zu sehen.

kurz

notiert

32

Dort wird die Mauer aufgrund eines fehlenden Dachvorsprungs bei Regen nass. Auf Anfrage teilte uns Alexander Gruber von den technischen Diensten der Gemeinde mit, man habe in dieser Angelegenheit bereits Kontakt mit der Kurie sowie mit der Agentur für Staatsgüter aufgenommen, da weder der Kreuzgang noch das angrenzende Gefängnis Eigentum der Gemeinde sei. Die Agentur für Staatsgüter habe nun ihre Einwilligung erteilt, dass auf der Seite des Gefängnisses die notwendigen Arbeiten durchgeführt werden können. Die Finanzierung muss

allerdings noch geklärt werden. „Wir sind die Geschädigten und werden dem entsprechend nichts bezahlen“, betont Herbert Wieland von der Kurienverwaltung. Im Gegenteil: Die Agentur für Staatsgüter dürfte sich auf eine Anzeige vom Denkmalamt gefasst machen, sollte sie das Problem nicht umgehend lösen. oz

Am 12. Juli um 11 Uhr wird die neu gestaltete StadtGalerie Brixen – ehemals Rathausgalerie – unter den Großen Lauben eröffnet. In der Auftaktausstellung sind bis Ende Juli Lithografien des berühmten Malers Marc Chagall zu sehen.

Amateurtheatergruppen aus acht Ländern treffen sich vom 1. bis zum 7. Juli zum internationalen, interreligiösen Theaterfestival dia_log.in im Kloster Neustift. Veranstaltet wird das Festival vom Bibelzentrum des Klosters sowie vom TPZ Brixen.

Zur Euro 2008 veranstaltet die Stadtbibliothek ein Fußballquiz für Kinder. 26 Fragen rund um das runde Leder sind zu beantworten, zahlreiche Fußballbücher stehen für die Ausleihe bereit. Das Quiz läuft bis Ende Juli, auf alle Teilnehmer mit richtigen Antworten wartet ein kleines Geschenk.


NACHGEFRAGT

„Theater und Weiterbildung“ WALTRAUD ENGL, Obfrau des Eisacktaler Volkstheaters, über Tradition und Ziele der Freilichtspiele, die alle zwei Jahre organisiert werden und bei denen heuer „Der Diener zweier Herren“ auf dem Spielplan steht. wiegend im Freien stattfanden, organisiert. Seit 1998 haben wir unseren Standort im Schloss Feldthurns, der sehr wandelbar und geeignet ist und wo wir uns sehr unterstützt fühlen. Welches Konzept wird dabei verfolgt? Die Theaterproben und -aufführungen sind immer zugleich auch ein Weiterbildungsprojekt für die einzelnen Spieler. Daher versuchen wir meist, denselben Regisseur für zwei Produktionen hintereinander zu gewinnen, um so die verschiedenen Arten des Thea­ ters kennenzulernen. Bei der letzten und der aktuellen Produk-

tion führt Georg Kaser die Regie, und mit ihm beschäftigen sich die Spieler mit der commedia dell’arte. Das Eisacktaler Volkstheater hat aber zusätzlich den Sinn, dass Spieler aus den verschiedenen Gruppen am Theaterstück mitwirken. So lernen sich die Bühnen des Bezirkes besser kennen, besuchen gegenseitig ihre jeweiligen Produktionen und tauschen sich auch die Spieler aus. Zudem bringen die Mitwirkenden das, was sie während der Produktion gelernt haben, in die eigene Gruppe hinein, was natürlich positive Auswirkungen hat.

Foto: Oskar Zingerle

Frau Engl, worauf gründet die Idee, regelmäßig Freilichtspiele mit theaterbegeisterten Mitwirkenden aus dem gesamten Bezirk Eisacktal zu veranstalten? Im Jahr 1984, also zum Geburtstagsjubiläum von Andreas Hofer, entstand im Bezirk Eisacktal die Idee, mit allen Theatergruppen des Bezirkes die Freilichtproduktion „Peter Mayr“ aufzuführen. Aufgrund des großen Erfolges, den diese Produktion fand, gründete sich das Eisack­taler Volkstheater, das aus den 31 Gruppen des Bezirkes besteht. Im Zweijahresrhythmus wurden daraufhin Theaterproduktionen, die vor-

doris.brunner@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

VAHRN

Kaufen Sie ein zu Supermarktpreisen! Brot der Bäckerei Kerschbaumer aus Vintl Täglich frisches Obst und Gemüse Coffee Bar Parkplatz vor dem Geschäft

KAROSSERIE & MECHANISCHE WERKSTÄTTE

Vahrn, Alois-Vittur-Straße, T 0472 833 449

a ch

S ch

ald

ers

Dor fstra

< vom Brenner

Voitsbergstraße

<n

SS12

Inspektionen, Motordiagnosen, Vorbereitung und Organisation der gesetzlichen Hauptuntersuchungen (Collaudo), Karosseriearbeiten und Lackierungen… Unser kompletter Service unter: gamper.horst.lvh.it

< von Brixen ße

Design_info@visionc.it_Vahrn

GAMPER

Öffnungszeiten: Mo – Fr: 7.00 – 12.00 + 16.00 – 19.00 Sa: 7.00 – 12.00

Miriam Unterleitner · Vahrn Dorfstr. 48 · Tel. 0472 269 010

ein für rer n i e e uns tsch Gu ück in r! Ba hst Frü Coffee 33


Entdecken Sie ein Wanderparadies mit atemberaubendem 360°-Panorama, familienfreundlichen Rundwanderwegen und zahlreichen EinkehrmÜglichkeiten.

' %

$ % % $ $

%

. %

%$$ %

.&

,$

$$% % % . $$% $$% * % # '$

,. % $$% * #, * .

# $

, %

$$% , , . -

%

$$

% $

* ! ) % $% $ *% * #, . ," % * . , + %

)

.

% + %$

)

.

$*

$ + %$ % $% $)

) $% %$ )

Dolomitenblick-HĂśhenweg Von der Kabinenbahn-Bergstation zur Rossalm und weiter zur SchatzerhĂźtte in den Gampenwiesen. Strecke: 12 km, Wegverlauf: Nr. 17 â&#x20AC;&#x201C; 17A â&#x20AC;&#x201C; 4, RĂźckweg Nr. 8 â&#x20AC;&#x201C; 6 â&#x20AC;&#x201C; 17 (evtl. RĂźckfahrmĂśglichkeit ab SkihĂźtte Schlemmer), Gehzeit (Hinund RĂźckweg): 4-5 h (bei RĂźckfahrt ab SkihĂźtte Schlemmer ca. 2,5 h)

Mit dem Bus auf die Plose und zurßck Buslinie 321 Brixen-St. Andrä-Plose und zurßck, tägliche Abfahrten nahezu im Stundentakt. Der Busfahrplan ist online abrufbar unter www.sii.bz.it

(

ZirmhĂśhenweg SchĂśner Panoramaweg Ăźber dem Brixner Talkessel. Von der Bergstation Kreuztal zur Ochsenalm, geeignet fĂźr Familien. Strecke: 9,5 km, Wegverlauf: Nr. 30, Gehzeit (Hin- und RĂźckweg): 3-4 h

Einige der schĂśnsten Wanderrouten auf der Plose:

Mit dem â&#x20AC;&#x17E;Brixen mobil+â&#x20AC;&#x153;-Ticket auf die Plose! Brixner und LĂźsner kĂśnnen mit dem Ticket â&#x20AC;&#x17E;Brixen mobil+â&#x20AC;&#x153; bis 2. November nicht nur eine Reihe Ăśffentlicher Verkehrsmittel nutzen, darunter den Citybus und die Buslinie Brixen-St.Andrä-PalmschoĂ&#x;, sondern vom 5. Juli bis 5. Oktober auch mit der Plose-Seilbahn fahren. Das Ticket kostet pro Person 15 Euro, Kinder bis 6 Jahre fahren kostenlos. FĂźr Auswärtige und Touristen hingegen gibt es das â&#x20AC;&#x17E;Brixen mobilâ&#x20AC;&#x153;-Ticket fĂźr 7 Tage zum Preis von 12 Euro.

Dolomitenâ&#x20AC;&#x201C;Panoramaweg Nr. 17 Ab Kabinenbahn Bergstation Kreuztal am Gasthof Geisler vorbei auf dem Dolomiten-Panoramaweg zum Restaurant SkihĂźtte Schlemmer Wegverlauf Nr. 17 Gehzeit (Hin- und RĂźckweg): ca. 2 h Eventuelle RĂźckfahrt mit dem Bus ab SkihĂźtte Schlemmer (InnerpalmschoĂ&#x;)

Dolomiten-Familienpanoramaweg 17a Von Kreuztal am Gasthof Geisler vorbei auf dem Dolomitenpanoramaweg zur Rossalm, Wegverlauf Nr. 17a, ideal auch fßr Kinderwagen; Gehzeit (Hin- und Rßckweg): ca. 2 h Drei-Gipfel-Wanderung An der Plosehßtte vorbei zum Telegraph mit 2000 m Tiefblick auf Brixen und das mittlere Eisacktal, dann ostwärts zum Pfannspitz und weiter zum Gabler. Längere, aber leichte Tagestour. Strecke: 17 km, Wegverlauf: Nr. 7, Rßckweg auf Wirtschaftsweg, Gehzeit (Hinund Rßckweg): 5-6 h Vom 8. 7. bis 30. 9. jeden Dienstag kostenlose gefßhrte Drei-Gipfel-Tour, Treffpunkt: 10 Uhr Bergstation Kreuztal

Plose-Ochsenalm SchĂśne Bergwanderung mit Ă&#x153;berschreitung der Plose zur Ochsenalm mit RĂźckweg auf dem Zirmweg. Strecke: 10 km, Wegverlauf: Nr. 7 â&#x20AC;&#x201C; 6 â&#x20AC;&#x201C; 30, Gehzeit (Hin- und RĂźckweg): 4-5 h

FreienbĂźhl-Kapelle Mit dem Bus direkt bis zum Gasthof Vallazza, ab da leichte Wanderung zur FreienbĂźhl-Kapelle, Gehzeit (Hin- und RĂźckweg): ca. 1,5 h

Mit der Plose-Seilbahn nach Kreuztal und zurßck Sommerfahrzeiten vom 5. Juli bis 5. Oktober 2008: Täglich von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 18 Uhr. An Feiertagen durchgehender Betrieb von 9 bis 18 Uhr.

Plos

e

Rossalm 2.200 m ß.d.M. Familie Hinteregger Tel. 0472 521326 ¡ www.rossalm.com GeÜffnet von Mitte Mai bis Allerheiligen

Plosehßtte 2.447 m ß.d.M. Stefan Kircher ¡ Tel. 0472 521333 www.plosehuette.com; Seit 2007 unter neuer Fßhrung! GeÜffnet bis Ende Oktober

Gasthof Geisler 2.050 m ß.d.M. Kreuztal ¡ Fam. Urthaler, Tel. 0472 521319 Pension - Restaurant, www.pension-geisler.com GeÜffnet bis Ende Oktober

Ochsenalm 2.085 m ß.d.M. Thomas Kaser ¡ Tel. 328 8433955 Täglich geÜffnet von Mitte Juni bis Mitte Oktober

Pizzeria-Bar Plose-Stodl direkt an der Talstation der Ploseseilbahn St. Andrä ¡ Tel. 0472 850181 www.enzian.bz.it ¡ Ă&#x2013;ffnungszeiten 10 - 24 Uhr, Pizzas ab 17 Uhr ¡ Montag Ruhetag

Bergrestaurant Plose 2.050 m. Ăź.d.M. Plose/Kreuztal Tel. 0472 521341 GeĂśffnet von Mitte Juli bis Anfang Oktober von 9 bis 18 Uhr

Hotel Vallazza 1.700 m ß.d.M. Familie Niederkofler ¡ Tel. 0472 521321 www.hotelvallazza.it ¡ GeÜffnet bis 1. Nov. 2008 sowie vom 01.12.2008 bis 12.04.2009

Berghotel SkihĂźtte Schlemmer 1.890 Ăź.d.M. ¡ Afers/Busstation InnerpalmschoĂ&#x; ¡ Fam. Slemmer ¡ Tel. 0472 521306 ¡ GeĂśffnet bis 12.10.2008, Mittwoch Ruhetag (ausgen. im August)

Schatzer Hßtte 2.004 m ß.d.M. Gabler/Plose ¡ Franz Pernthaler ¡ Tel. 0472 521343, www.schatzerhuette.com GeÜffnet von Ende Mai bis Allerheiligen und vom 26.12. bis 06.01.

Foto Geisler und Panorama: Tourismusverband Eisacktal

Auf die Plose, fertig los!


(BO[IFJUMJDIF 4DIzOIFJU

MUSICAL

z Die Klasse 4C der Grundschule Vinzenz Goller widmete sich im vergangenen Schuljahr ausgiebig der Friedenserziehung. Im Rahmen dieses Jahresthemas studierten die Kinder auch das Kindermusical „Die tollen Trolle“ ein. Der Umgang mit Aggressionen, Angstbewältigung, friedliche Konfliktlösung und Verständnis für Andersartigkeit sollten im Rahmen eines intensiven Musikunterrichts aufgearbeitet werden. Mit dem Musikexperten Armin Mitterer probten die Kinder drei Monate lang an dem Musical, mit

Foto: Oskar Zingerle

Die tollen Trolle

Hilfe der Lehrpersonen gestalteten sie Bühnenbild und Kostüme. Das Stück handelt von Julia und Marius, die im Wald den Trollen begegnen und dadurch in ernste Gefahr geraten. Ihre Rettung erfolgt nicht etwa durch bewaffnete Polizisten, sondern Julia und Marius schaffen es, durch Mut, Ausdauer und Phantasie

einen Ausweg zu finden. Sie zeigen somit beispielhaft, dass man gerade auch in gefährlichen Situationen niemals aufgeben darf. Das Stück wollte zudem anregen, gemeinsam über Angst zu sprechen, denn wer ehrlich über seine Ängste spricht, hat sie im Grunde schon besiegt, erläuterten die Beteiligten. oz

G S ,zSQFS (FJTU VOE 4FFMF

GESCHICHTE

Bücher über Benedikt

z Als Kardinal hat Josef Ratzinger insgesamt zehn Mal im Priesterseminar seinen Sommerurlaub verbracht. Die einzelnen Stationen seiner Aufenthalte in Brixen und Umgebung wurden

im neu erschienenen Buch „Mein geliebtes Südtirol. Papst Benedikt XVI.“ von Josef Innerhofer und Karl Gruber in Wort und Bild nachgezeichnet. Neben Erlebnissen und Anekdoten aus Ratzingers Urlaubszeit werden darin auch andere Päpste mit Südtirolbezug vorgestellt. So erzählt der Autor Josef Innerhofer von Fürstbischof Poppo, der im Jahre 1048 zum Papst ernannt wurde und sich den Namen Damasus II. gegeben hatte, oder wie Papst Johannes Paul II. 1988 nach Maria Weißenstein gekommen ist und dort einen Gottesdienst mit zahlreichen Gläubigen aus der Diözese gefeiert hatte. Abgerundet wird das Buch mit Informationen über Rom und

dessen Sehenswürdigkeiten. Das zweite Buch, das sich aus aktuellem Anlass ebenso mit Papst Benedikt beschäftigt, stammt von Josef Gelmi. Im Werk „Die Päpste mit dem Namen Benedikt“ hat der Kirchenhistoriker eine geschichtliche Zusammenfassung über die Päpste mit diesem Namen erarbeitet. „Unter den Benediktpäpsten gab es Heilige und Sünder, überragende Persönlichkeiten und schwache Gestalten, rechtmäßige Päpste und Gegenpäpste. Alles in allem ist die Geschichte der Benediktpäpste eines der dramatischsten und spannendsten Kapitel der gesamten Papstgeschichte“, so Josef Gelmi. db

LITERATUR

Gedichte für einen wohltätigen Zweck z Marta Marchese setzt sich seit Jahren gemeinsam mit dem Brixner Lepra-Komitee für Leprakranke ein. Unter anderem hat sie bereits mehrere Gedichtbände veröffentlicht, deren Erlös für diesen Zweck gespendet worden sind und für die sie zudem zwei Literaturpreise erhalten hat. Mit „I sonagli dei sogni – Schellenklingende Träume“ hat Marta Marchese nun ein weiteres Poesiebüchlein vorgelegt, das Gedichte aus dem Zeitraum von 1967 bis 2008 enthält, teilweise von Luis Thaler ins Deutsche übersetzt. „Anlässlich

des Papsturlaubes wurden einige Exemplare auch dem Heiligen Vater geschickt, und wie Domdekan Ivo Muser versichert hat, wird auf dem Schreibtisch des Papstes im Brixner Priesterseminar eines der Gedichtbände zum Lesen aufliegen“, freut sich Marchese. Der Erlös der aktuellen Gedichtesammlung kommt den 310 Kindern aus dem Kindergarten im Leprakrankenhaus in Imperatriz und den 250 Jugendlichen der „Vila Esperanca“ in den Favelas von Goiá Velho in Brasilien zu. db

Brennerstraße 54 39042 Brixen Tel. 0472 200809 oder 339 5607968

Pranatherapie: „Psychische und physische Blockaden öffnen.“ Meridianbehandlungen Gesichtslifting (Behandlung mit Naturprodukten) Nagelverlängerung Nagelverstärkung Maniküre Pediküre Schminkberatung Gesichts- und Körperpflege Brauen färben und regulieren Wimpern färben Ganzkörpermassage Gesichtsmassage Depilation

35


MUSIK

Kunst & Kultur

Bunt gemischt z Bunt gemischt sind die Vinzentiner Chöre in den Sommer gestartet, und sie haben mit ihren Liedern so etwas wie ein Sommergefühl aufkommen lassen – auch wenn das Wetter bei den vier Konzerten nicht immer sommerlich war. Mit afrikanischen Gospels und Tiroler Volksliedern, mit Schlagern und Evergreens und mit einer phantastischen Einlage der „Vinzentiner Wise Guys“, einer brandneuen A-

Capella-Boygroup, konnten der Mädchenchor unter der Leitung von Clara Sattler und der Knabenchor unter der Leitung von Stefan Kaltenböck das Publikum begeistern. Herrlich unkompliziert, die eine oder andere kleine Panne locker übersingend, haben die Mädchen und Burschen gezeigt, wie viel Spaß das Singen machen kann, und sie haben sich sogar zu kleinen Tanzeinlagen hinreißen lassen. mk

MUSIK

„Hot Spot“ in der Fan-Zone z Der Brixner Keyboarder Ingo Ramoser wird mit seiner Band „Hot Spot“ an zwei Abenden vor vermutlich 16.000 Fußballfans in der Fan-Zone Bergisel in Innsbruck spielen. „Hot Spot“ haben sich im Laufe der letzten zwei Jahre zu einer gefragten Show-, Tanz- und Unterhaltungsband gemausert und glänzen mit ihrem Aufgebot an hochkarätigen Musikern aus ganz Südtirol. Neben Ramoser spielen auch Gregor Marini (Gitarre), Lex

Pallaoro (Bass), Hannes Walder (Schlagzeug) und Armin Rainer (Gesang). Nationale und internationale Engagements haben die Band bei vielen Großveranstaltungen und in vielen prominenten Ski- und Urlaubsorten, vorwiegend in Öster­reich und in der Schweiz, zu einem festen Bestandteil der Szene werden lassen. In Innsbruck sieht und hört man die Band am Mittwoch, 25., und Donnerstag, 26. Juni, jeweils um 18.30 Uhr. wv

777° " ,° /

"< ]Ê ", /Ê/Êä{Ç£ÊÈÎÎÊ£x 7 ,1 Ê/Êä{Ç£ÊÈx{Ê£{n ÕÃÃÌi Õ }°Ê iÀ>ÌÕ }°Ê6iÀ >Õv°Ê6iÀ i}Õ }°Ê "ÊL ÃÊ ,Ênq£Óʳʣ{q£n]Ê- Ênq£ÓÊ1 À°Ê

,Ê* ,/ ,Ê 4,Ê 7 --]Ê /1, -/ ]Ê - Ê³Ê " < & °Ê

Ê1 - , Ê 1--/ 1 Ê Ê 7 ,1 Ê1 ,1 Ê1 Ê Ê "< É ,1 - 1 - ," Ê / Ê7 ,Ê Ê Ê , / *," 1 /* // °Ê 4/< Ê- Ê Ê*," -- " , /1 Ê1 - , ,Ê+1 < ,/ / , / ,t 36


MUSIK

LITERATUR

Förderpreis für erfolgreiche Musikerinnen

Gelungenes Romandebüt

ausgefeilter Technik und beeindruckender Präsentation. Liebling des Publikums war die 11-jährige Cristina Fronteddu, die zunächst am Klavier mit der Sonate „Moskauer Nächte“ von Terzibesit und dann auf der Violine mit dem Stück „Traurige Geschichten“ von Kabalewsky und mit einem „Ciardas“ von Curci ihre hohe Musikalität und beste Vorbereitung demonstrierte. Den Reigen der Preisträgerinnen schloss die Sopranistin Marika Rainer aus Albeins, die bereits ihre Studien auf der Wiener Musikhochschule aufgenommen hat und das Publikum mit Arien aus Werken von Mozart, Schubert und Puccini begeisterte; Mario Castiglioni hat die junge Künstlerin einfühlsam am Klavier begleitet. Im Bild: Ini­ tiator Mario Castiglioni, Cristina Fronteddu, Marika Rainer, Sofia Moroder und der Präsident des Rotary Clubs Brixen, Marco Di Bello. db

Foto: Oskar Zingerle

z Der Rotary Club Brixen feierte kürzlich im Augustinisaal des Klosters Neustift die 29. Auflage der Studienbörse für Musikschüler. Die drei Preisträgerinnen, die ein Stipendium in der Höhe von je 1.500 Euro sowie ein Anerkennungsdiplom erhielten, bedankten sich hierfür mit einer Kostprobe ihres Könnens. Sofia Moroder, Erstplatzierte bei dem Wettbewerb „Prima la musica 2008“, trug ein Klarinettensolo mit Werken von Franz Anton Hoffmeister und ­Pierre Dervaux mit Klavierbegleitung von Judith Piccolruaz vor. Die junge Grödnerin brillierte mit

z „Jetzt wo ich in Rente bin, kann ich endlich meine Hobbys verwirklichen und hatte nun Zeit, diesen Roman zu schreiben“, meint Roberto Scaggiante, während sein erster, soeben erschienener Roman „La Torretta“ – benannt nach einer Villa in der Romagna, wo er öfters Zeit verbringt – vor ihm liegt. Es ist eine

Geschichte der Liebe und des Todes zugleich; Roberto Scaggiante hat hierfür die Form des Roman noir gewählt, eine Art des Kriminalromans, die sich dadurch auszeichnet, dass sich im Handlungsstrang immer wieder persönliche, philosophische Betrachtungen des Autors einflechten, die den Leser zur Reflektion anregen. In diesem Fall handelt es sich unter anderem um Südtirol, in die sich die Romanfigur Franco, ein drittklassiger Tennisspieler, hinbewegt, sowie dessen herausragende Persönlichkeiten wie N.C. Kaser oder Alexander Langer. „Als langjähriger Journalist vermeide ich dabei unnötige Ausschweifungen und konzentriere mich auf das Existenzielle“, erzählt Riccardo Scaggiante. Sein zweites Buch ist bereits in Arbeit und wird sich um zwei seiner Leidenschaften, dem Tennis und dem Bridge, drehen. db

NEU IM REGAL Zweifache Dokumentation Anlässlich der 50-Jahr-Feier des Schützenbezirkes Brixen wurde mit dem Buch „Schützen, Geschichte und Erinnerung. Kriegerdenkmäler im Bezirk Brixen“ eine Chronik der doppelten Art herausgegeben: Zum einen werden darin Aufbau und Tätigkeiten des Schützenbezirkes sowie der 19 Kompanien und einer Schützenkapelle dokumentiert, zum anderen sind darin alle 45 Kriegerdenkmäler und Erinnerungskreuze des Bezirkes sowie die 2.035 Namen von gefallenen Soldaten der zwei Weltkriege und die 1.336 Namen der Verstorbenen am Soldatenfriedhof Brixen/Vahrn zum ersten Mal vollständig erfasst. Somit wird das Buch zu einem wichtigen Nachschlagewerk und dient zugleich dem Gedenken an die Opfer – wobei die Schützen darauf hinweisen, dass sie vermehrt die Pflege dieser Gedenkstätten in ihre Tätigkeitsbereiche aufgenommen haben. Abgerundet wird das Buch

Als eines der international führenden Tourismus-DienstleistungsUnternehmen mit 80 Mitarbeitern an 5 Standorten suchen wir für unser Headoffice in Vahrn den/die

ASSISTENT/IN DER GESCHÄFTSLEITUNG Sie sind der verlängerte Arm der Geschäftsleitung in allen verwaltungs-, finanztechnischen sowie organisatorischen Aufgaben und fungieren als zentrale Schnittstelle zu unseren weiteren Büros im Ausland. Weiters verantworten Sie die Vorbereitung der Buchhaltung und Lohnverrechnung sowie die Koordination der Bilanzerstellung, das Vertragswesen, die Fakturierung samt Zahlungsverkehr und das interne Controlling mit Liquiditätsplanung und Reporting.

Schützenbezirk Brixen (Hrsg.): Schützen, Geschichte und Erinnerung. Kriegerdenkmäler im Bezirk Brixen. Athesiadruck Brixen, 2008.

Wir wenden uns an eine Persönlichkeit, welche eine wirtschaftliche Grundausbildung, analytisches Denken, Dynamik, Organisationstalent, Zuverlässigkeit, Kenntnisse der italienischen und englischen Sprache sowie der gängigen EDV-Programme mitbringt. Selbständiges Arbeiten sowie ein der Position entsprechendes diskretes und vertrauenswürdiges Auftreten setzen wir voraus. Wir bieten Ihnen ein energievolles Umfeld innerhalb eines international aufstrebenden Unternehmens mit Entwicklungspotenzial. Erfahrung in ähnlicher Position ist von Vorteil. Ihre Bewerbung mit Lebenslauf und Lichtbild senden Sie an:

mit Beiträgen zu den Themen „Bittgänge und Prozessionen“ sowie „Scheibenschützen und Milizen.“

Michaeler & Partner | z.H. Sabine Kerschbaumer Eisackstraße 1 | 39040 Vahrn sabine.kerschbaumer@michaeler-partner.com | www.michaeler-partner.com

37


Freizeit & Sport

Saisonbilanz DER BRIXNER HANDBALLER

Freud’ und Leid Während die Damen-Handballmannschaft des SSV Brixen den Aufstieg in die Serie A1 ausgiebig feierte, bleibt den Handballmännern die Enttäuschung über das nicht erfolgte Aufrücken. Doch können die Damen sich die höchste Liga finanziell leisten? Und kommen die Herren vielleicht doch noch durch einen „ripescaggio“ in die Serie A1?

D

ie Handballsaison 2007/2008 war nichts für schwache Nerven. Sowohl die Damen- als auch die Herrenmannschaft des SSV Brixen hatte in diesem Jahr den Aufstieg als unbedingtes Ziel vor Augen, das Siegen war also ein Muss. Die jeweilige Meisterschaft der Serie A2 zu gewinnen, um in die Serie A1 aufzusteigen, war ein ungeschriebenes, verein­sinternes Gesetz. Letztendlich konnte allerdings nur die Damenmannschaft dieses Ziel erreichen. Sie beherrschte souverän die Meisterschaft und sicherte sich bei den Entscheidungsspielen den Aufstieg. Die Männer hingegen wussten, dass trotz des freiwilligen Abstieges 38

in die dritte Liga ein sofortiger Aufstieg sehr schwierig werden würde, zumal in der gleichen Liga auch Altmeister und Erz­ rivale Triest dieselben Ziele verfolgte. Oberrauch, Michaeler & Co. schlugen sich zwar tapfer, mussten aber schlussendlich der Mannschaft aus Triest den ersten Tabellenplatz lassen.

In den 70er und 80er Jahren

war Brixens Damenmannschaft das Maß aller Dinge im italienischen Handballsport. Zwischen 1978 und 1985 holten sich die Brixnerinnen nicht weniger als sieben von acht möglichen Italien­meistertiteln. Dann aber fielen die Eisacktalerinnen aus verschiedenen Gründen in eine

sportliche Krise. In den letzten neun Jahren spielten sie ununterbrochen in der Serie A2, der zweithöchsten italienischen Frauenliga, und mussten zwischendurch sogar die Vorherrschaft in der eigenen Provinz dem SC Schenna überlassen. Im heurigen Jahr wollten die Vereinsverantwortlichen und die Spielerinnen unbedingt den Wiederaufstieg in die Serie A1 schaffen. Dem entsprechend holte man sich vor zwei Jahren mit Vere­na Wolf eine herausragende Torfrau und mit Valentina Suciu als ausländische Spielerin maßgebliche Verstärkung ins Team. Unterstrichen wurde der Wille zum Aufstieg, indem Ernani Savini als neuer Trainer verpflichtet

wurde, der sich als Glücksgriff entpuppte.

Die diesjährige Meisterschaft

hatten die Damen des „SSV Brixen Meraner Mineralwasser-Raiffeisen“ stets im Griff: Die Brixnerinnen gingen bei insgesamt 18 Spielen 17 Mal als Siegerinnen vom Platz. In einem Spiel gegen Rubano erspielten sie ein Unentschieden. Lediglich bei den anschließenden Entscheidungsspielen zwischen den drei Kreissiegern, die Mitte Mai in Teramo als Dreier-Play-off ausgetragen worden sind, mussten Federspieler, Erardi & Co. einen Rückschlag einstecken: Gegen die Mannschaft Passo dell’Orco Salerno fuhren sie die krasse Niederlage von 47:31 Toren ein.


Foto: Oskar Zingerle

ANGEKOMMEN IN DER A1: Über Jahre musste sich die Damenmannschaft des SSV Brixen empor arbeiten

––––––

Ein anschließender Sieg gegen Venus Marsala aus Sizilien brachte jedoch wiederum die Wende und besiegelte den erhofften Aufstieg in die Serie A1. In der kommenden Saison spielen die Brixnerinnen also als einziger Südtiroler Verein, inklusive Männer-Mannschaften, in der höchsten italienischen HandballLiga. Ralf Dejaco, Präsident des Gesamtvereins SSV Brixen, ist stolz auf seine Handballerinnen: „Vor sieben oder acht Jahren hat die Brixner Damenmannschaft mehr oder weniger bei Null angefangen und musste sich langsam empor arbeiten. Der heurige Aufstieg ist die Krönung dieser guten Leistungen.“ Geführt wird die Sektion Damenhandball des SSV Brixen seit zehn Jahren von seiner Ehefrau Helga Dejaco, die laut eigenen Aussagen „in den Handballsport eingeheiratet wurde.“ Sie war eine der treibenden Kräfte, die unbedingt den Wiederaufstieg in die höchste Liga anpeilten. Dem entsprechend groß war auch ihre Freude, zumal der Aufstieg großteils mit einheimischen Spielerinnen, die fünf bis sechs Mal die Woche trainieren, möglich wurde.

Der Aufstieg in die höchste

Liga Italiens ist jedoch aufgrund der nun notwendigen langen

Fahrten oder Flüge auch mit hohen Kosten verbunden. „Unsere Ausgaben werden aufgrund der anfallenden Sizilien- und Sardinienfahrten etwa um die Hälfte höher sein als in der abgelaufenen Saison“, rechnet Helga Dejaco. Da die Damen die Erfahrungen der Herrenmannschaft, die im Vorjahr aus Kostengründen freiwillig auf die Eliteliga verzichtete, aus erster Hand mitbekommen haben, stellt

Helga Dejaco schlägt in dieselbe Kerbe: Sie ist höchst motiviert, das Abenteuer A1 anzugehen und befindet sich bereits auf Sponsorensuche. Egal, in welcher Liga schlussend­ lich gespielt wird: Im Kader werden sich keine großen Änderungen ergeben. Torfrau Verena Wolf steht allerdings aus Mutterschaftsgründen dem Verein nicht mehr zur Verfügung, und

Muss die Damenmannschaft

des SSV Brixen jedoch aus finanziel­len Gründen auf eine Teilnahme in der höchsten Liga verzichten, so könnten die Brixnerinnen in die Drittklassigkeit, der Serie B, zurückfallen. „Dies liegt allerdings im Ermessen des Verbandspräsidenten“, meint Helga Dejaco, „dieser zeigt wenig Verständnis für einen eventuellen Verzicht und könnte uns deshalb

„Auch wenn es finanziell schwierig werden wird, wollen wir unbedingt in die Serie A1“_ Helga Dejaco, Sektionsleiterin SSV Brixen Damenhandball sich nun natürlich die Frage, ob sie überhaupt an einer Teilnahme interessiert seien. Laut Helga und Ralf Dejaco besteht jedenfalls ein „sehr großer Wille“, in der A1 mitspielen zu wollen, auch wenn sich beide bewusst sind, „dass es rein finanziell gesehen sehr schwierig sein wird.“ Ralf Dejaco, der auch bei der Entscheidung der Herren ein nicht geringes Wörtchen mitgeredet hat, gibt zu, dass die Finanzierung ein Riesenproblem darstellt. „Es ist derzeit noch nicht geklärt, ob die Damen tatsächlich in der A1 antreten werden, aber ich gehe davon aus“, so Ralf Dejaco. Auch

der eine oder andere Abgang aus Studien­gründen wird wohl auch zu verzeichnen sein. „Da wir vorerst davon ausgehen, dass wir die A1 bestreiten, versuchen wir nun, einige gute Südtiroler Spielerinnen für uns zu gewinnen. Diese sollen den bereits bestehenden Stammkader ergänzen“, erläutert Helga Dejaco. Während Trainer Ernani Savini bereits bestätigt wurde, stehen die Gespräche mit der ausländischen Spielerin Valentina Suci noch aus. Als Ziel in der Serie A1 gibt Helga Dejaco vorerst den Klassenerhalt vor: „Unser primäres Ziel soll sein, Erfahrungen zu sammeln.“

mit einem Zwangsabstieg bestrafen.“ Eine definitive Entscheidung von Seiten des SSV Brixen und des Verbandes ist innerhalb Juni zu erwarten. Am 12. und 13. Juli gibt es auf alle Fälle bereits erste Freundschaftsspiele auf Höchstniveau, und zwar gegen die französische Damen-Nationalmannschaft. Diese bestreitet Mitte Juli einige Testspiele gegen die deutsche Nationalmannschaft, die Mitte Juli als Vorbereitung für Olympia ihr Trainingslager in Brixen abhalten wird. Auch Brixens Herrenmannschaft hat am 13. Juli eine goldene Gelegenheit, zumal sie gegen die 39


Freizeit & Sport

Thomas Oberrauch

Der Sport verliert Tatsache ist, dass mit dem SSV Brixen und Rekordmeister Triest im Vorjahr zwei der traditionsreichsten Vereine Italiens freiwillig zwei Ligen tiefer antraten. Tatsache ist auch, dass der SC Meran freiwillig die letzten Spiele der Eliteliga verlor, um absteigen zu „dürfen“. Tatsache ist, dass die Damenmannschaft des SSV Brixen den Aufstieg in die höchste Liga Italien schaffte, nun aber doch überlegt, ob sie es sich aus finanziellen Gründen überhaupt leisten kann, dort mitzuspielen. Italiens Handballsport spielt verrückt. Das System gehört überdacht! Ich verstehe, dass das Mitspielen in der höchsten Liga Italiens mit erhöhten Kosten verbunden ist. Aber welchen Sinn hat es, sportlich gesehen zu den Besten zu gehören, aber nicht in der entsprechenden Liga mitspielen zu können? Hier bleiben der sportliche Wettkampf und die Vorbildfunktion der Akteure auf der Strecke. Und dies alles, weil die Wirtschaft nicht hinter den erfolgreichen Vereinen steht. Es kann nicht sein, dass in so einem reichen Land wie Südtirol kein Sponsor zu finden ist, der einheimische Vereine auf nationalem TopNiveau finanziell unterstützt. Werbung ist keine Ausgabe, sondern eine zukünftige Einnahmequelle. Es soll ein Nehmen und Geben sein, so wie es in hundert anderen Ländern auch funktioniert. Nur bei uns im schönen Südtirol scheinen die Uhren wieder mal anders zu laufen…

deutsche Weltmeister-Mannschaft, die in Meran trainieren wird, ein Testspiel absolviert.

Die Brixner Handball-Herren müssen sich im Gegensatz zu

den Damen mit dem Aufstieg noch etwas gedulden. Der Wille und das Können zum heurigen Aufstieg wären zwar vorhanden gewesen, aber auf ihnen lastete eine zusätzliche Bürde: Auch

Triest hatte sich wie Brixen im letzten Jahr dazu entschieden, freiwillig von der Eliteliga in die dritte Liga zurückzurutschen, um dann so schnell wie möglich in die Serie A1 aufzusteigen. Doch aufsteigen darf nur eine Mannschaft. Beide Teams waren in der gesamten Meisterschaft dem entsprechend tonangebend, und es war nur die Frage, wer von den beiden zum Schluss die Nase vorne haben würde und wem der entscheidende Fehler unterläuft. Die direkten Duelle der zwei Rivalen endeten mit einem Sieg für Brixen in Triest und einem Sieg für Triest in Brixen. „Das Schlüsselspiel der verlorenen Meisterschaft war nicht das verlorene letzte Heimspiel gegen Triest; hier waren unsere Spieler zu nervös, Triest hat effektiv besser gespielt“, erläutert Präsident Ralf Dejaco. „Das entscheidende Spiel war das Heimspiel gegen Venedig in der Vorrunde. Dieses haben wir auf unerwartete Weise verloren, da einige unserer Spieler zu unkonzentriert aufgetreten sind.“ Somit war klar, wer schlussendlich die Nase vorn haben würde: Triest stieg mit drei Punkten Vorsprung in die

Foto: Oskar Zingerle

Meine Meinung

Reinhold Engl: „Wir haben ein Publikum, von dem andere Vereine nur träumen können.“

–––––––––

A1 auf, während der SSV Brixen vorerst in der Drittklassigkeit verharren muss. Zugute halten muss man der Brixner Herrenmannschaft, dass im Gegensatz zu Triest nur einheimische Spieler eingesetzt

Die besten Materialien und schönsten Outfits finden Sie bei Sport Taschler unter den Lauben –

und nur dort!

BRIXEN · Lauben 23 · Tel. 0472 836 051

40


Foto: Oskar Zingerle

worden sind. Zudem hatte der Vorstand die Entscheidung getroffen, keinen ausländischen Spieler zu verpflichten. Dass der Kampf um den Aufstieg sich als schwierig entpuppen wĂźrde, wusste man also von Anfang an. Die Enttäuschung Ăźber die verpasste Chance war bei den Verantwortlichen, Spielern und Fans dennoch riesengroĂ&#x;. â&#x20AC;&#x17E;Die Mannschaft hat eine hervorragende Meisterschaft gespielt, trotzdem bin ich Ăźber den nicht erfolgten Aufstieg sehr enttäuschtâ&#x20AC;&#x153;, bekennt Dejaco, und auch Sektionsleiter Reinhold Engl bedauert: â&#x20AC;&#x17E;Wir haben gewusst, dass es eine knappe Entscheidung um den Aufstieg geben wird. Es sollte eben nicht sein.â&#x20AC;&#x153;

Lobende Worte findet Reinhold Helga Dejaco: â&#x20AC;&#x17E;Unsere AusEngl fĂźr das Brixner Publikum: â&#x20AC;&#x17E;Die Zuschauer stehen voll hinter der Mannschaft; beim Entscheidungsspiel gegen Triest war die Sporthalle mit etwa 1.300 Leuten gefĂźllt. Wir haben ein Publikum, von dem andere Vereine, auch hĂśherer Ligen, nur träumen kĂśnnen.â&#x20AC;&#x153; Ein kleines HintertĂźrchen fĂźr eine eventuelle Teilnahme an der Serie A1 besteht laut Ralf

gaben werden aufgrund der Fahrten etwa um die Hälfte hĂśher sein als in der abgelaufenen Saison.â&#x20AC;&#x153;

â&#x20AC;&#x201C;â&#x20AC;&#x201C;â&#x20AC;&#x201C;â&#x20AC;&#x201C;â&#x20AC;&#x201C;â&#x20AC;&#x201C;â&#x20AC;&#x201C;â&#x20AC;&#x201C;â&#x20AC;&#x201C;

Dejaco dennoch: â&#x20AC;&#x17E;Wir haben ein Gesuch um einen â&#x20AC;&#x161;ripescaggioâ&#x20AC;&#x2122; eingereicht.â&#x20AC;&#x153; Diese MĂśglichkeit des kampflosen Aufstiegs durch

NachrĂźcken muss aber vom Verband noch begutachtet werden. Da â&#x20AC;&#x17E;in Italien diesbezĂźglich eine etwas unklare Situationâ&#x20AC;&#x153; vorherrsche, sieht Dejaco â&#x20AC;&#x17E;die Chancen bei etwa 50 Prozent.â&#x20AC;&#x153; Laut Reinhold Engl kommt der ripescaggio â&#x20AC;&#x17E;nur zum Tragen, wenn eine hĂśher liegende Mannschaft ausfällt.â&#x20AC;&#x153; Der Aufstieg wird jedoch herbei gesehnt: â&#x20AC;&#x17E;Sportlich gesehen gehĂśrt der SSV Brixen unbedingt in die Serie A1â&#x20AC;&#x153;, findet Ralf Dejaco. Dieser Auffassung ist auch Hubi NĂśssing, mit 39 Jahren Brixens erfahrenster Spieler: â&#x20AC;&#x17E;Mit dieser Mannschaft hätten wir auch in der Serie A1 ganz vorne mitspielen kĂśnnen.â&#x20AC;&#x153; Sollte der SSV Brixen in der A2 verbleiben mĂźssen, so ist ein Spielen fĂźr ihn â&#x20AC;&#x17E;sicher kein Thema mehr.â&#x20AC;&#x153; Sollte der â&#x20AC;&#x17E;ripescaggioâ&#x20AC;&#x153; allerdings klappen, so kĂśnnte NĂśssing â&#x20AC;&#x17E;unter Umständen noch ein weiteres Jahr dazuhängen.â&#x20AC;&#x153;

es â&#x20AC;&#x17E;wahrscheinlich keine groĂ&#x;en Ă&#x201E;nderungenâ&#x20AC;&#x153; geben werde. Die â&#x20AC;&#x17E;einheimischen Spieler werden weiterhin tonangebendâ&#x20AC;&#x153; sein, wobei â&#x20AC;&#x17E;Zugänge von SĂźdtiroler Spielern oder eine RĂźckholung abgewanderter Spieler mĂśglichâ&#x20AC;&#x153; seien. Trainer Michael Niederwieser wird aller Voraussicht nach bestätigt werden. Sollte es mit dem Aufstieg am GrĂźnen Tisch nicht klappen, so ist das sportliche Ziel fĂźr die nächste Saison jedenfalls klar: â&#x20AC;&#x17E;Ein sofortiger Aufstieg in die A1 ist absolute Pflicht.â&#x20AC;&#x153; Alles andere wäre ein sportliches Debakel fĂźr den SSV Brixen Handball Herren.

thomas.oberrauch@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

Zum Männer-Kader fßr die

nächste Saison zeigt sich Präsident Dejaco sehr wortkarg und gibt diesbezĂźglich â&#x20AC;&#x17E;vorerst keine Stellungnahme ab.â&#x20AC;&#x153; Sektionsleiter Engl lässt durchblicken, dass

'JU JO EFO 4PNNFS -Q 7SQQIV IV[EVXIR [MV 7MI QMX IMRIV XSPPIR 7311)6%/8-32 7GLIROIR 7MI WMGL YRH -LVIR 0MIFIR QILV ZSQ 0IFIR +YXWGLIM RI FIM YRW YRH YRWIVIR 1MXKPMIHIVR IVLmPXPMGL ;IMXIVW FMIXIR [MV IMR VIMGLLEPXMKIW %RKIFSX ER ZIVWGLMIHIRIR /YVWIR WS[MI 7OMOI YRH EF .YPM [MIHIV 2SV HMG ;EPOMRK QMX 4IXVE %YJ IYIV /SQQIR JVIYX WMGL HEW KIWEQXI )EW]´ X 8IEQ

&BTZž U EFT &HPO .BJS +VMJVT %VSTU 4USBÂ&#x2021;F #SJYFO 5FM 'BY .PCJMF FHPONBJS!MJCFSP JU 41


RADFAHREN

Freizeit & Sport

Radelnd über die Alpen z Vom 6. bis zum 12. Juli werden die Zweierteams der 6. JeantexTour-Transalp die Alpen auf ihrem Rad überqueren, um an der Adria anzukommen. Auf der Strecke von Oberammergau nach Bibione sind genau 885,59 Kilometer und 18.844 Höhenmeter zu bewältigen. Mit dabei sind dieses Jahr auch Levin Obletter und Filipp Gitzl: Wie ihr Team-

Name „Steil ist geil“ andeutet, zeigen sie keinerlei Angst vor den zu bewältigenden sieben Bergetappen und 18 Pässen. Der Radtross macht auch Halt in Brixen: Die zirka tausend Sportler beradeln am Montag, 7. Juli, den Brixner Domplatz. Von dort werden sie weiter zum nächsten Etappenziel St. Vigil aufbrechen. db

F&S Freizeit & Sport BADMINTON

Goldener Medaillenregen z Nachdem vor einigen Monaten Daniel Scanferla vom SSV Brixen Badminton im Doppel mit Cindy Telser aus Mals Gold bei den U19Italienmeisterschaften geholt hatte, reißen die Erfolgsmeldungen des SSV Brixen nicht ab. Auch seine Schwester Tanja Scanferla durfte vor kurzem im gemischten Doppel der U15-Kategorie mit dem Sizilianer Filippo Speciale das oberste Treppchen bei den Jugend-Italienmeisterschaften in Chianciano Terme betreten. Um die erfolgreiche Saison abzurunden, holte auch Michael Kantioler im Buben-Doppel mit

kurz

notiert

42

Ivan Rieder aus Meran Gold bei den U13-Italienmeisterschaften. Insgesamt erreichte die erfolgreiche Jugendmannschaft des SSV Brixen allein bei Italienmeisterschaften der unterschiedlichen Kategorien in dieser Saison neben den drei genannten Goldmedaillen auch vier Mal Bronze. Den entscheidenden Schliff für diese Erfolge erhalten die Aktiven von Stefan Kantioler, dem Trainer der Sportgruppe. Ein weiterer Medaillenregen ergoss sich über die Brixner Teilnehmer an den diesjährigen Over 35, 40, 45, 50 und 55-Italienmeisterschaften in

240 junge Schwimmer der Jahrgänge 1995 bis 2000 stellten sich einem 50-Meter-Sprintwettbewerb in allen vier Stilen, organisiert vom Schwimmclub Brixen. Das meiste Gold holte sich der Sportclub Meran vor dem Schwimmclub Brixen und dem SSV Brixen.

Taranto: Jolanda Jarolim, Christine Perathoner, Ester Solderer, Jutta Troger, Christof Dejaco, Elmar Dejaco, Helmuth Sigmund und Sektionsleiter Bernhard Thomaser

haben je eine Goldmedaille im Gepäck mit nach Hause gebracht. Im Bild: Alexander Kantioler, Daniel Scanferla und Cindy Telser to

Christian Obrist hatte nach Oslo auch in Moskau mit Allergieprobleme zu kämpfen und musste den 1.500-Meter-Lauf vorzeitig beenden. Um die Olympianorm zu erreichen, muss er nun auf bessere Umweltbedingungen warten; zum Saisonauftakt in Saragossa hat er das Limit nur um 41 Hundertstel verpasst.

Lisa Schanung, Jahrgang 1993, wurde Regionalmeisterin im Triathlon. Die Athletin trainiert beim Schwimmclub Brixen und eroberte den Titel während des 2. Acquarena-Aquathlon, der bei den Jahrgängen 1994 und älter auch als Regionalmeisterschaft galt.


NACHGEFRAGT

„Südtirol ist Europameister!“ MATTHIAS REGELE, Brixner Fußballspieler, über seine Erfahrungen bei der Fußball-Europameisterschaft der Sprachminderheiten „Europeada“ in der Schweiz. Herr Regele, Sie sind seit kurzem mit der Südtiroler Mannschaft Fußball-Europameister der Sprachminderheiten. Wie haben Sie die so genannte „Europeada“ erlebt? Die Fußball-Europameisterschaft der Sprachminderheiten war für uns alle wirklich ein einmaliges Erlebnis, das ich auf keinen Fall missen möchte, und zwar einerseits, weil diese Europameisterschaft zum ersten Mal veranstaltet wurde und gleich ein großartiger Erfolg war, und andererseits, weil Südtirol sozusagen das erste Mal eine eigene „Fußball-Nationalmannschaft“ stellte und sich gleich den Euro-

pameistertitel holte. Südtirol ist Europameister – das klingt irgendwie doch nicht schlecht, oder? Wie kamen Sie zur Ehre, in den Kader der Südtiroler Europameisterschafts-Mannschaft einberufen zu werden? Ich empfinde es in der Tat wirklich als eine große Ehre, in dieser Südtiroler Mannschaft am Turnier teilgenommen zu haben, die lediglich aus drei Fußballprofis und ansonsten aus Oberligaspielern zusammengesetzt worden war. Die Auswahl der Spieler hat hauptsächlich der sportliche Leiter Andreas Vieider in enger Zusammenarbeit mit dem Trainer-Team

Manfred Villgrater und Thomas Piffrader getroffen. Wird es im nächsten Jahr wieder eine Ausgabe der Europeada geben, und welche Ziele setzen Sie sich in diesem Fall? Ob und wann es wieder eine Europeada geben wird, steht meines Wissens noch in den Sternen. Aber es könnte gut sein, dass die nächste Europeada in Südtirol stattfindet – das wäre natürlich ein Riesending! Das Ziel kann eigentlich nur eines sein: Südtirol muss den Titel des Europameisters verteidigen. dietmar.pattis@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

FUSSBALL

LEICHTATHLETIK

Vahrn, Rodeneck und Lüsen steigen auf

Der Countdown läuft

Rodeneck konnte sich hingegen über den Aufstieg von der zweiten in die erste Amateurliga freuen. Sie setzten sich im Schlussspurt gegen den Langzeit-Tabellenersten ASV Feldthurns durch und krönten sich im letzten Spiel zum Meister der zweiten Amateurliga, Gruppe B. Der ASV Lüsen hingegen ist Meister der dritten Amateurliga, Kreis C. Die notwendigen letzten drei Punkte holten sich die Lüsner mit einem souveränen 5:0-Sieg in Klausen. Dabei stand der Aufstieg in die zweite Amateurliga bereits nach 33 Minuten beim Stand von 4:0 fest. dp

© IAAF 2007 TM

Dass Brixen in knapp 400 Tagen eine Weltmeisterschafts-Stadt ist, bleibt für den Normalbürger noch unbemerkt. Hinter den Kulissen jedoch laufen die Vorbereitungen für die U18-Leichtathletik-Weltmeisterschaft bereits auf Hochtouren. Zwischen Juli und September wird die Leichtathletik-Bahn in der Sportzone neu gebaut, wobei „nach 30 Jahren auch der Grundbelag erneuert werden muss“, erklärt der technische Leiter Bruno Cappello. Weiters sind für „Südtirol 2009“ mehrere Projekte geplant, die die gesamte Stadt mit einbeziehen sollen, unter anderem in Zusammenarbeit mit den Schulen. Im Juli 2009 werden rund 2.000 jugendliche Athleten aus 180 Ländern inklusive Betreuer und Familienangehörige nach Brixen kommen – also etwa 5.000 Personen, die sicher nicht unbemerkt bleiben werden. Einige der Herausforderungen, die in den nächsten 400 Tagen zu bewältigen sind, liegen demnach auch im logistischen Bereich. „Das

Foto: Oskar Zingerle

z Gleich drei Eisacktaler Mannschaften haben in der heurigen Fußballsaison den Aufstieg in die nächsthöhere Liga geschafft. Der ASV Vahrn konnte nach einem 3:1 gegen Pichl Gsies den Sieg in der ersten Amateurliga, Gruppe B, einfahren. Damit gewinnt Vahrn die hart umkämpfte Meisterschaft vor Mühlbach/Vals und Milland. Nach einem einzigen Jahr in der ersten Amateurliga schafften die Spieler von Alex Schraffl somit den sofortigen Wiederaufstieg in die Landesliga, nachdem sie im Vorjahr von dort abgestiegen waren. Die erste Mannschaft aus

jüngste Brixia-Meeting hat uns jedoch bewiesen, dass unsere Mitarbeiter mit Herz und Seele dabei sind und entscheidend zum guten Gelingen beitragen werden“, sagt Stefano Andreatta, EventManager der WM. An der Spitze des Organisationskomitees steht seit Anfang Mai Rudi Rienzner, der die OK-Präsidentschaft von Bürgermeister Albert Pürgstaller übernommen hat. db

43


Wirtschaft & Umwelt

BRAUCHT LÜSEN EIN TOURISTISCHES LEITBILD?

Geplante Entwicklung „Lüsen braucht ein touristisches Leitbild“, sagt HGV-Ortsobmann Alois Hinteregger. Die Zuwächse an Nächtigungen in den vergangenen Jahren scheinen die Notwendigkeit eines Strategiepapiers für eine gesunde Entwicklung des Dorfes zu beweisen.

L

dies gar nicht mal so wenig. Und: Lüsens Tourismus entwickelt sich seit ein paar Jahren prächtig. „Wir sind von 80.000 auf 110.000 jährliche Nächtigungen angestiegen“, freut sich Hinteregger. Auch hier beweist der Vergleich zu Brixen mit seinen stagnierenden, etwa 500.000 Nächtigungen, dass das kleine Lüsen am Ende einer 15 Kilometer langen und für Flachlandtiroler eher abenteuerlich anmutenden Serpentinenstraße voll im Trend liegt. Mit etwas Vorsicht könnte man die touristische Entwicklung des Dorfes in den vergangenen drei oder vier Jahren geradezu als „dynamisch“ bezeichnen.

Die positive Entwicklung

wurde von den ansässigen Tourismustreibenden durch einen Strategiewechsel mit beeinflusst:

Foto: Oskar Zingerle

üsen ist nicht Gröden. „Zum Glück!“, sagen jene, die das abgelegene Bergdorf als ruhiges, naturbelassenes und unberührtes Urlaubsdomizil entdeckt haben. Lüsens touristische Entwicklung gestaltete sich in den vergangenen 30 Jahren im Vergleich zu anderen Südtiroler Gebieten langsam, geradezu bedächtig. „Wir haben inzwischen drei ausgezeichnete Vier-SterneBetriebe, zwei Drei-Sterne-Hotels und einige Betriebe in einfacheren Kategorien“, zählt Alois Hinteregger auf, seines Zeichens Ortsobmann des HGV, aber auch Gemeindereferent für Wirtschaft und Tourismus – und natürlich Hotelier aus Leidenschaft. Insgesamt hat Lüsen immerhin 750 Gästebetten – im Vergleich zu den mageren 3.000, die das zehn Mal größere Brixen vorweist, ist

HGV-Ortsobmann Alois Hinteregger: „Wir können von den Fehlern anderer Orte lernen“

–––––––––––––––––

44

„Früher waren wir eine der Hochburgen des Bustourismus“, sagt Hinteregger. Dies hätte zwar zu vollen Häusern geführt, aber auch zu schlechter Wertschöpfung, da der Preiskampf in diesem Tourismussegment gnadenlos sei. Seit ein paar Jahren setzt man in Lüsen auf Individualtouristen und hat die Preise entsprechend angehoben. Die Rechnung ging auf – „weil Umfeld, Produkt und Angebot stimmen“, sagt Hinteregger. Das „Umfeld“ besteht in Lüsen vor allem aus Natur und Tradi­ tion, die es zu erhalten gelte. Die Abgeschiedenheit des kleinen Bergdorfes, die in der Vergangenheit eher als Nachteil empfunden wurde, spüren die Gäste nun als unbezahlbaren Vorteil: „Früher haben sie sich über die lange Anreise geärgert, heute suchen sie die Distanz zu Verkehr, Autobahn und Lärm“, und dafür nehme man die 15 zusätzlichen Kilometer eben gern in Kauf. Zudem hat sich Lüsen als „Tal für Wanderfreunde“ längst etabliert; unzählige Wandermöglichkeiten mit traumhaften Naturszenarien ziehen jedes Jahr mehr Leute an. Zum „Umfeld“ gehören aber auch Strukturen wie zum Beispiel der Naturbadeteich, ein sauberes Ortsbild, gepflegte Wanderwege – und natürlich erstklassige Hotelanlagen. Dazu sind ständige Investitionen notwendig, auf die man nicht verzichten kann: Der Gast verlangt hochwertige Strukturen mit einem entsprechend qualitativen Angebot, und dies alles lasse sich nur über angemessene Preise finanzieren. „Es gibt vor allem im Eisacktal noch

Hoteliere, für die ‚Kostenwahrheit’ ein Fremdwort ist“.

Rentabilität hängt im Hotel-

gewerbe aber vor allem auch mit Quantität zusammen: „Der Tourismus in Lüsen muss noch wachsen, damit es dem Dorf auch in Zukunft gut geht“. Alois Hinteregger betont, dass nicht nur die Betriebe, sondern das gesamte Dorf von wachsendem Tourismus profitieren würde: „Geschäfte und Strukturen brauchen eine gewisse Frequenz, um überleben zu können“. Und die Lebensqualität der Einheimischen werde auch gesteigert, wenn das Dorf über neue Strukturen verfüge.

Wo aber liegt die Grenze? Wie

kann man den Spagat schaffen zwischen einer für die wirtschaftliche Entwicklung eines Bergdorfes ausreichende Bettenanzahl und einer möglichst unberührten Landschaft, in der man die Anwesenheit der Touristen möglichst nicht spüren sollte? „Ein Leitbild soll auch diese Fragen klären“, sagt Hinteregger, gleichzeitig wünscht er sich aber „auf jeden


VOLL IM TREND: In den vergangenen Jahren stiegen die Nächtigungen in Lüsen von jährlich 80.000 auf 110.000

––––––––––––––––––––––

Fall eine Erhöhung der Bettenanzahl auf 1.000, langfristig vielleicht auf 1.500“. Das wäre, so Hinteregger, eine angemessene Dimension für Lüsen, bei der man sagen könnte, dass darunter die Vision eines „sanften Tourismus“ nicht leiden würde. Diese Vision existiert bis jetzt nur in einigen Köpfen, nicht aber auf Papier. „Lüsen braucht ein Tourismusleitbild, das die Richtung vorgibt, in die sich der örtliche Tourismus bewegen soll“, schreibt der HGV in einer Pressemitteilung. Das Leitbild müsse „auch Grenzen aufzeigen“, denn es gehe darum, vor allem in der Urbanistik eine gesunde Balance zwischen Ökonomie und Ökologie zu finden. Geplant sei, gemeinsam mit der Gemeindeverwaltung Daten zu erheben und die touristische Entwicklung der Gemeinde zu steuern. Dabei gehe es nicht darum, ein 50-Seiten-Dokument zu erstellen, sondern ein „straffes Papier mit zehn oder 15 Eckpfeilern, an die sich die Gemeinde in ihren zukünftigen Entscheidungen richten kann und die auch für zukünftige

Investoren richtungsweisend sein sollen“. Hinteregger denkt an eine überschaubar kleine Arbeitsgruppe, die mit Unterstützung eines Experten die Zukunftsvisionen auf Papier bringen soll. „Lüsen ist mit seiner touristischen Entwicklung spät dran“, sagt Hinteregger,

Schlusslicht bildet“, was touristische Strukturen anbelangt. Das liege daran, so Hinteregger, dass man „Unternehmerfamilien eben nicht hervorwünschen kann“ – Entwicklung ließe sich lediglich „politisch begleiten, aber nicht vollziehen“. Eine Eigendynamik,

„Der Tourismus in Lüsen­ muss­ noch wachsen, damit­ es dem Dorf auch­­ in Zukunft­ gut­ geht“ _ Alois Hinteregger, HGV-Ortsobmann aber dies habe auch Vorteile: „Wir können von den Entwicklungen anderer lernen und vermeiden auf diese Weise Fehler, die andernorts in den vergangenen Jahrzehnten begangen wurden“.

Was für Lüsens touristischem

Ist-Zustand gilt, gilt mit Abstrichen auch für das gesamte Eisacktal, das im Südtiroler Vergleich „das

die sich in Lüsen in den vergangenen Jahren durch einige Unternehmerfamilien entwickelt hat, bleibt im Eisacktal großteils aus – und mit der Preisstrategie verhält es sich ähnlich. „Die Eisacktaler Hoteliere, die häufig über ausgezeichnete Anlagen verfügen, trauen sich nicht, dafür auch angemessene Preise zu verlangen. „Ein Drei-Sterne-Betrieb sollte

für die Halbpension nie weniger als 40 Euro berechnen, und der Vier-Sterne-Betrieb sollte seine Dienste zumindest um 65 oder 70 Euro verkaufen“, dann hätten alle Unternehmen ein Auskommen mit dem Einkommen. Der mangelnde Mut sei eine Folge des Gruppentourismus, in dem man sich als einzelner Betrieb nie etablieren könne und in dem „der Preis eine zu große Rolle spielt“. „Der Mut zu einer der angebotenen Qualität angepassten Preispolitik entwickelt sich nur langsam“, sagt Hinteregger, „er muss zuerst in den Köpfen der Hoteliere reifen“. Das Eisacktal sei aber an einem Wendepunkt angelangt: „Wenn wir es schaffen, authentische touristische Betriebe anzubieten, in denen der Gast spürbar merkt, dass der Betrieb perfekt zum Umfeld passt, dann hat der Tourismus im Eisacktal eine ausgezeichnete Zukunft“.

willy.vontavon@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info 45


Wirtschaft & Umwelt

NATZ SCHABS

Wasser für das Hochplateau Vor 50 Jahren ging in Natz die größte Naturdruckwasserleitung Europas in Betrieb. Sie brachte Wasser aus drei Lüsner Bächen auf die trockene Hochfläche und setzte damit den Startschuss für die wirtschaftliche Entwicklung.

W

er heute über die Hochfläche von Natz zwischen grünen Apfelwiesen und Feldern wandert, kann sich kaum vorstellen, dass das satte Grün nicht schon immer ein Merkmal dieser Landschaft gewesen sein soll. Tatsächlich wurde das Landschaftsbild lange Zeit von genügsamen Kornäckern geprägt; das Gebiet war sonnig und wasserarm. Aufzeichnungen der Niederschläge in den Jahren 1934 bis 1956 zeigen, dass in Natz durchschnittlich im Jahr 647 Millimeter Niederschlag pro Quadratmeter gefallen sind. Diese Menge war etwa die Hälfte von dem, was für eine gute landwirtschaftliche Nutzung notwendig gewesen wäre. Es gab keine Quellen, um das allernötigste Wasser für Mensch und Tier zu erlangen. Es wurden Ziehbrunnen gegraben, die sechs bis zwölf Meter tief waren. Wegen der widrigen Rahmenbedingungen nutzten die Menschen jeden Grashalm als Futter für die Tiere. Auch an den Böschungen, Waldrändern und in den Moosen wurde gemäht. In besonders trockenen Jahren mussten die Bauern das Wasser auf die Felder bringen, um die Kohl- oder Runkelpflänzchen, die für den Eigengebrauch gepflanzt worden waren, mit Kübeln zu bewässern.

Wen wundert es, dass in der

Bevölkerung der Wunsch nach einer Beregnung entstanden ist, um trockene Perioden ohne größere Ausfälle überstehen zu können. Bereits ab 1949 war im nahen Schabs eine Beregnungsanlage in Betrieb gegangen, die mit Wasser aus Vals gespeist wurde. Für die Hauptleitung hatte man entschärfte amerikanische Fliegerbomben einer neuen Verwendung zugeführt: Insgesamt 15.000 solcher 42 Zentimeter langen Bombenhülsen wurden aneinandergeschweißt. 46

In Natz merkte man wohl, wie in Schabs dank der Beregnung die landwirtschaftlichen Erträge gesteigert werden konnten, und so schlossen sich 1950 mehrere Bauern zusammen, um den Bau einer Beregnungsanlage voranzutreiben. Pionier des Vorhabens war Jakob Auer vom Flötscherhof. Bevor man an eine Planung schreiten konnte, musste geklärt werden, woher man das Wasser ableiten wollte.

Mehrere Möglichkeiten wur-

den miteinander verglichen; letztendlich stellte das Wasser aus Lüsen die beste Option dar. Dazu sollten Rinder- und Kaserbach und der Lüsnerbach auf 1.000 Meter Meereshöhe eingefangen und durch eine elf Kilometer lange Leitung mit Eigendruck über die Rienz auf das Plateau von Natz geleitet werden. Um die Überquerung der Rienzschlucht möglich zu machen, plante man eine Hängebrücke, an der die Leitung befestigt werden sollte. Die voraussichtliche Beregnungsfläche war fast 800 Hektar groß: Von Natz aus wollte man die Hochfläche mit Viums, Raas und Elvas und auch Kranebitt und Neustift über ein weit verzweigtes Verteilernetz bewässern. 1955 kam es zur Gründungsversammlung des Wasserkonsor­ tiums Natz und Umgebung, bei der von den 103 anwesenden Grundbesitzern 70 für den Bau der Anlage stimmten, fünf waren

dagegen und 28 enthielten sich der Stimme. In den folgenden Jahren wurde das Projekt konkretisiert und die Kosten mit voraussichtlich 700 bis 800 Millionen Lire beziffert. Da die Genossenschaft als Zwangsgenossenschaft gegründet wurde, mussten ihr alle Grundstücke im Einzugsgebiet uneingeschränkt angehören. Weil nur für etwa 15 Prozent der Gesamtkosten öffentliche Unterstützung von der Regionalregierung zu erwarten war, blieb eine hohe finanzielle Last für die Mitglieder übrig, deren Bewältigung sich nicht jeder zutraute: 470.000 Lire pro Hektar musste von jedem Mitglied bezahlt werden. Das war damals eine hohe Summe, wenn man sie mit dem Preis von typischen landwirtschaftlichen Produkten oder auch Löhnen vergleicht: In jener Zeit kostete ein Kalb mit 90 Kilogramm zirka 40.000 Lire, der Gehalt eines Facharbeiters betrug an die 50.000 Lire.

Trotz der hohen Kosten wurde

im Mai 1957 mit dem Bau der Beregnungsanlage begonnen. Am 15. Juni 1958 nahm Bischof Josef Gargitter die Segnung des vollendeten Werks vor und übergab es seiner Bestimmung. Es folgten Jahre mit großen finanziellen Schwierigkeiten, aber die positiven Auswirkungen ließen nicht lange auf sich warten: Neue Früchte wurden angebaut, die Ernten gesteigert. Damit wuchs

das Einkommen, und den Bauern gelang es relativ schnell, die Anlage abzubezahlen. Ständige Verbesserungen der Leitungen prägten die Folgejahre bis heute. 1983 wurde ein Wasserspeicher errichtet, im Dezember 2004 brach die Rienz-Hängebrücke und mit ihr die Beregnungs- und Trinkwasserleitung, doch bereits im April 2005, zu Beginn der Vegetationsperiode, war die neue Leitung in die Rienzschlucht unter dem Flussbett verlegt. Auch für die nächsten Jahre sind Investitionen geplant. Oberste Priorität hat die Vergrößerung des Speicherbeckens.

„In Natz gibt es die Zeit vor dem

Wasser und die Zeit nach dem Wasser“, sagte Obmann Josef Überbacher im Rahmen der Feier zum 50-Jahr-Jubiläum. Zu diesem Anlass hat das Bewässerungskonsortium ein Buch vorgestellt, das Ernst Überbacher aus Raas verfasste und in dem die Geschichte der Beregnungsanlage dokumentiert ist. Der Bau der Beregnungsleitung für Natz und Umgebung ist ohne Zweifel ein beeindruckendes Beispiel, wie sehr das visionäre Denken auch nur einer einzelnen Person, der Mut zum Risiko und die Bereitschaft zum gemeinsamen Handeln die Geschichte eines Gebietes positiv beeinflussen können. annamaria.mitterhofer@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info


Die Mitarbeiter de Sonja Fischer, Ge r neuen Geschäftsstelle: schäftsstellenleite Niederwieser, Mirko r Michael Seeber ekan binger, D aller rmann Sta hn v.l.n.r.: HeHanny, Josef Fisc Andreas

ner, Albert Pix Feierliche Banddurchschneidung. V.l.n.r.: Sonja Fischer, Norbert Plattner, Michael Niederwieser, Pius Leitner, Albert Pürgstaller, Mirko Seeber

EVENT

Neue Sparkasse in Brixen Nord

Die Südtiroler Sparkasse verfügt über eine neue Geschäftsstelle in Brixen und stärkt damit ihre Präsenz in der florierenden Gewerbezone Brixen Nord. z Die neue Geschäftsstelle in Brixen Nord – Vahrn wurde Anfang Juni in Anwesenheit der Bürgermeister von Brixen und Vahrn, Albert Pürgstaller und Josef Sigmund, feierlich eingeweiht. Die Eröffnung nahm Sparkassenpräsident Norbert Plattner gemeinsam mit seinem Stellvertreter Enrico Valentinelli vor.

finanziellen und wirtschaftlichen Angelegenheiten bietet. „Die Sparkasse expandiert zwar derzeit mit Riesenschritten nach Süden, stärkt aber ihre Position auch hier in unserem Stammgebiet“, so Sparkassenpräsident Plattner. Die Bürgermeister von Brixen und Vahrn, Albert Pürgstaller und Josef Sigmund, äußerten sich er-

Eine moderne Geschäftsstelle

Start frei für die neue Filiale

mit großem Parkplatz öffnet ihre Türen: Die neue Filiale der Sparkasse in Brixen Nord stellt an ihrem zentralen Standort direkt an der Brennerstraße einen wichtigen Bezugspunkt für die Unternehmen und für die Bevölkerung im Einzugsgebiet dar. Die Geschäftsstelle verfügt über optimale räumliche und technische Voraussetzungen, die, kombiniert mit der kompetenten und zuverlässigen Beratung der Sparkassenmitarbeiter, ihren Kunden den idealen Rückhalt in

freut über die neue Geschäftsstelle der Sparkasse, deren Ansiedlung von der blühenden Wirtschaft in dieser Zone zeuge und gleichzeitig neue positive Impulse für eine wirtschaftliche Weiterentwicklung liefere. Zahlreiche Kunden und Freunde der Sparkasse waren zur feierlichen Eröffnung gekommen. Die Segnung der

Räumlichkeiten nahm Dekan Albert Pixner vor. Geleitet wird die Geschäftsstelle in der Brennerstraße von Michael Niederwieser, dem Sonja Fischer und Mirko Seeber zur Seite stehen.

Präsident Norbert Plattner

Max Jungmann, Walter Außerhofer, Andreas Jungmann Albert Pürgstaller, Bürgermeister von Brixen Josef Sigmund, Bürgermeister von Vahrn

Präsident Norbert Plattner, Josef Insam, Walter Baumgartner, BM Albert Pürgstaller, BM Josef Sigmund, Dario Stablum, Paula Marcenich, Josef Fischnaller, Michael Niederwieser

Sonja Fischer

Sparkassen-Zonenleiter Hermann Gruber 47


Ein Wanderparadies in nächster Umgebung mit vielen guten Einkehrmöglichkeiten

KREUZWIESENALM

1.924 m ü.d.M. · Lüsner Alm · Familie H. Hinteregger, Tel. 333 7484880·0472 413714·www.kreuzwiesenalm.com 13. Juli: Jubiläums-Almfest „75 Jahre“ Kreuzwiesenhütte 24. August: Traditioneller Bartholomäus Almkirchtag Erholsamer Almurlaub, Tiroler Kuchl, Genuss-Almkäserei, einzigartiges Panorama, Traumparadies für Kinder. Geöffnet von Mitte Mai-Anfang November sowie über Sylvester Lüsen: Flitt, P. Schwaigerböden ca. ¾ h - Berg, P. Herol ca. 1 ¾ h, Rodeneck: P. Zumis ca. 2 h

ANRATTER HÜTTE

1.850 m ü.d.M. · Spingeser Alm · Fam. Sebastian Mair, Tel. 0472 849574, Handy 335 453400, www.anratterhof.info Die Lieblingsalm 2007 der Almregion Gitschberg-Jochtal! Geöffnet von Pfingsten bis Ende Oktober und von Anfang Dezember bis Ostern. Genießen Sie unsere heimischen Köstlichkeiten. Erreichbar von Ritzail/Mauls in 1,4 Stunden, von der Kabinenbahn Jochtal in 40 Minuten, von Vals in 2 Stunden und von Spinges/Weg Nr. 9 in 2 Stunden. Am 3. August Bergmesse mit Almfest!

GAMPEN ALM

2.062 m ü.d.M. · Villnöss · Fam. Messner, Tel. 348 2721587·www.gampenalm.com, info@gampenalm.com. Geöffnet von Mai bis November sowie im Winter. Beliebtes Ausflugsziel und Ausgangspunkt im Naturpark Puez-Geisler. Schmackhafte Hausspezialitäten mit Naturprodukten aus eigener Produktion. Übernachtungsmöglichkeiten im Sommer (30 Betten).

GEISLER ALM

GROSSBERGHÜTTE

1.645 m ü.d.M.·Altfasstal·Familie Lechner·0472 520277 www.grossberghuette.com · info@grossberghuette.com Geöffnet von Mai bis Mitte Nov., vom 15. Dez. bis Ostern. Kein Ruhetag. Am Beginn des Altfasstales findet man die idyllisch gelegene Großberghütte. Die gemütlichen Stuben und die große Sonnenterrasse laden zum Verweilen ein. Wir verwöhnen Sie mit hausgemachten Köstlichkeiten, Wildspezialitäten und anderen Gerichten sowie leckeren Kuchen und Eisbechern. Geeignet auch für Betriebsessen und Familienfeiern. Gehzeit vom Parkplatz: 20 Min.

EDELWEISSHÜTTE

1.860 m ü.d.M. · Villnöss · Peter Michaeler · Tel. 0472 521216 Unter neuer Führung! Es erwartet Sie eine hervorragende Küche: Der Chef kocht selbst und verwöhnt Sie mit traditionellen Gerichten, hausgemachten Spezialitäten und leckeren Wildgerichten. Schenken Sie einen Gutschein für einen kulinarischen Genuss in idyllischer Umgebung. Idealer Ausgangspunkt für Wanderungen auf die Plose, Einkehrstopp für Ausflüge zum Peitlerkofel und zu den Aferer Geislern sowie beliebter Mototreff. Jetzt mit Übernachtungsmöglichkeit.

Foto: TV Eiscaktal

1996 m ü.d.M. · Villnöss · Fam. Runggatscher, Tel.+Fax 0472 840506 oder 333 7569029 · www.geisleralm.com · info@geisleralm.com Das besondere Ausflugsziel am Fuße der Geislerspitzen. Es erwarten Sie hausgemachte Tiroler Almspezialitäten, Kinderspielplatz, Streichelzoo, Relax-Geislerkino und Übernachtungsmöglichkeiten. Geöffnet von Mai bis Nov. NEU: auch im Winter geöffnet. Ideal auch für Busgruppen mit Shuttledienst auf Bestellung, Jahrgangfeiern, Firmenessen. Abendessen für Gruppen auf Vorbestellung. Ausgangspunkt Zanseralm, Gehzeit 1,5 h oder von St. Johann, Gehzeit 2 h.


Geschäftsstellenle iter Martin Raggine r Zingerle, er, Martinann der zn n ie R i r Obm er, Rud Karl Leitn ischnaller und der Monika Fpelle, Paul Gasse Musikka

Landtagsabgeordneter Walter Baumgartner, Konrad Palla, Direktor des Raiffeisenverbandes, Bürgermeister Peter Gasser, Heiner Nicolussi-Leck, Obmann des Raiffeisenverbandes, Rudi Rienzner, Präsident der Raiffeisenkasse

EVENT

Neueröffnung in Schabs

Fast 40 Jahre nach der ersten Eröffnung eines Raiffeisenschalters in Schabs hat die Raiffeisenkasse Eisacktal nun neue, kundenfreundliche Räumlichkeiten. Die neue Geschäftsstelle im Zentrum des Dorfes wurde in Anwesenheit von zahlreichen Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Genossenschaftswesen feierlich eingeweiht.

z Anlässlich der Einweihungsfeier am 23. Mai, moderiert von Geschäftsstellenleiter Martin Ragginer und Serviceberater Werner Braun, berichtete der Präsident der Raiffeisenkasse, Rudi Rienzner, über die Geschichte der Raiffeisenkasse Natz-Schabs, die 1973 gemeinsam mit den Raiffeisenkassen Rodeneck und St. Andrä/Afers zur Raiffeisenkasse Eisacktal fusio­ nierte. Gegründet im Jahr 1899, war sie nicht nur eine der ältesten Raiffeisenkassen in Südtirol, sondern sie überlebte auch die Jahre des Faschismus im Wesentlichen unbehelligt und konnte sich zu einer unentbehrlichen Säule im örtlichen Wirtschaftsleben entwickeln. Der erste Schalter in der Fraktion Schabs wurde Anfang der 70er Jahre eröffnet.

gewesen, nachdem der alte Standort nicht mehr den Anforderungen der Bank und ihrer Kunden genügt hatte. Erst die Realisierung eines Bauvorhabens der Familie Lanz/Eigstlhof bot der Raiffeisenkasse die Chance, adäquate Räumlichkeiten zu erwerben. Die neue, 183 Quadratmeter große Geschäftsstelle zeichnet sich durch großzügige und offene Räume sowie helle, warme Farben aus: Zwei Schalter und ein geräumiges Beratungszimmer ermöglichen die schnelle und diskrete Abwicklung von Bankgeschäften in einem angenehmen Ambiente. Nach den Grußworten von Bürgermeister Peter Gasser und jenen des Obmanns des Raiffeisenverbandes Südtirol, Heiner Nicolussi-

Leck, überreichte der Präsident mit dem örtlichen Verwaltungsratsmitglied Martin Zingerle der Musikkapelle Schabs feierlich eine neue Tuba. Im Anschluss daran segnete Pfarrer Thomas Huber die neue Geschäftsstelle, die damit für alle Anwesenden zur Besichtigung freigegeben wurde.

unter anderem eine viertägige Reise nach New York und weitere Sachpreise. Für die musikalische Umrahmung des Abends sorgten die Musikkapelle Schabs und die Bläsergruppe Pamstiddn Kings.

Zum Abschluss des offiziellen

Teils ermittelte die Apfelkönigin Monika Deltedesco die Sieger eines Gewinnspiels. Verlost wurden

Direktor Karl Leitner

Direktor Karl Leitner sprach

über die Suche nach den passenden Räumlichkeiten und über die Entstehung der lang ersehnten neuen Geschäftsstelle. Bereits seit geraumer Zeit war die Raiffeisenkasse auf der Suche nach neuen Räumen für ihre Filiale in Schabs

Obmann des Raiffeisenverbandes, Heiner Nicolussi-Leck Karl Leitner, Zita Mayrhofer, Rudi Rienzner Pfarrer Thomas Huber und Andrea Prader

Sorgten für Stimmung: die Pamstiddn Kings

Serviceberater Werner Braun

Konrad Palla, Peter Gasser, Walter Baumgartner und Erich Überbacher, Vizepräsident der Raiffeisenkasse 49


Wirtschaft & Umwelt

BRIXEN

Das Wunschpaket der Kaufleute Die Brixner Kaufleute wollen sich aktiv an der Gestaltung ihrer Stadt beteiligen – und präsentieren dem Bürgermeister einen Wünschekatalog.

D

ie Kaufleuteschaft ist durch die Globalisierung der Märk­te und durch den Verlust der Kaufkraft in eine arge Krise geschlittert: Die Margen werden immer kleiner, die Betriebskosten immer höher, und wenn der Umsatz von einem Jahr zum anderen stagniert und nicht sinkt, so gibt es bereits zufriedene Gesichter. Auch Brixen bleibt von dieser Entwicklung nicht verschont. „Umso wichtiger ist es, wenn die Rahmenbedingungen stimmen“, sagt Hans Astner, Ortsobmann des Verbandes der Kaufleute und Dienstleister in Brixen.

Damit will er sagen: „Im Mo-

ment stimmen die Rahmenbedingungen nicht“, oder, wie er es in seiner freundlichen Art formuliert, „es gibt noch einiges Potential für Verbesserungen“. Anfang Juni fand im Saal Regensburg des Forums Brixen die Ortsversammlung des Verbandes statt, zu der Astner auch den Präsidenten Walter Amort und Direktor Dieter Steger einlud. Anwesend waren einige Dutzend Mitglieder und eine Handvoll Lokalpolitiker, angeführt von Bürgermeister Albert Pürgstaller. Nach einer kurzen Rede, in der sich Astner auf wesentliche Punkte beschränkte, überreichte

Bürgermeister Albert Pürgstaller und Kaufleute-Ortsobmann Hans Astner: „Hier sind unsere Wünsche deponiert“

–––––––––

er dem verdutzten Bürgermeister eine Schriftenmappe: „Hier ist unser Forderungs- und Wünschekatalog“. Und: „Kaufleute sind hartnäckig; wir werden monatlich nachfragen und nach jedem

abgehakten Wunsch ein bisschen zufriedener sein“.

Es sind in der Regel nicht große

Wünsche, die die Kaufleute äußern. „Wir haben das Glück, in

einer wunderschönen Stadt leben und arbeiten zu dürfen“, schreiben sie im Vorwort, „es müssen aber noch einige Verbesserungen vorgenommen werden.“ Der Verband hatte im Vorfeld verschiedene

Der a Kuga e Kug neue Der neu Ford von Ford SUV von ke SUV der starke venstar kurven der kur spurr rholspu Überhol der Übe auf der nik auf Des Technik und Tech ign und Design

n: rken: Marke er Ma aller n all gen wage reswa Ge Jahres d Jah und t- un uchtbrauch Gebra r! Jahr! nze Jah ganze Top dass ga te da bote gebo -Ange Top-An

Garage PLOSE 50

Brixen - J.-Durst-Straße 34 - Tel. 0472 832665


Besprechungen organisiert mit den jeweiligen StraĂ&#x;envertretern, die die Situation in ihrer Gasse am besten einschätzen kĂśnnen. In der Altenmarktgasse wĂźnscht man sich zum Beispiel ein paar Fahrradständer und weitere MĂźlleimer. Die inzwischen hin und wieder lĂśchrige Pflasterung sollte repariert werden. Die Kaufleute der Stadelgasse wĂźnschen sich eine Fernbedienung fĂźr das Senken und Heben der mitten in der Gasse angebrachten Säule, damit die Lieferanten kĂźrzere Wege haben. Hie und da wĂźnscht man sich ein paar Blumen zum Schmuck einer alten Fassade, und die Stufler hätten gern in der Stadt verteilt einige kleine Hinweisschilder zur Bewerbung des zu Unrecht unterbewerteten Stadtteils. Die Rinne am GroĂ&#x;en Graben sollte Ăśfter gereinigt werden, und an mehreren Orten wĂźnscht man sich eine Abdeckung. PĂźrgstaller wird sich nicht schwer tun, diese und ähnliche kleine WĂźnsche als wichtige Anregungen zu werten und sie wahr werden zu lassen.

Ans Eingemachte geht es schon

eher in Sachen Parksituation â&#x20AC;&#x201C; von den Kaufleuten wird die ParkmĂśglichkeit ihrer Kunden nach wie vor als ein eminent wichtiger Wettbewerbsfaktor gesehen. Mit dem im Februar eingefĂźhrten Abrechnungssystem des AcquarenaParkplatzes Ă la Kurzparkzone war man von Anfang an unglĂźcklich, und so hat man bald mit einer Unterschriftensammlung fĂźr eine RĂźckfĂźhrung zum ehemaligen Ticketingsystem begonnen. â&#x20AC;&#x17E;Hier sind 216 Unterschriftenâ&#x20AC;&#x153;, sagte Astner, â&#x20AC;&#x17E;ich bitte um entsprechende Entscheidungen und um Mitteilung des aktuellen Standes der Dingeâ&#x20AC;&#x153;. Albert PĂźrgstaller bat um Verständnis: â&#x20AC;&#x17E;Die Angelegenheit dauert länger, als ich es mir gewĂźnscht hatteâ&#x20AC;&#x153;. Bekanntlich zwang ein jahrelanger immer noch nicht abgeschlossener gerichtlicher Disput zwischen Gemeinde und Parking Brixen GmbH zum Systemwechsel. PĂźrgstaller stellte ein Gespräch mit Firmenchef Michl Seeber in Aussicht, denn â&#x20AC;&#x17E;es ist nicht zielfĂźhrend, dass wir jahrelang nur miteinander prozessierenâ&#x20AC;&#x153;. Im Herbst soll die bereits im â&#x20AC;&#x17E;Brixnerâ&#x20AC;&#x153; angekĂźndigte EigentumsĂźbertragung der Acquarena Ăźber die BĂźhne gehen, danach habe man auch am Parkplatz mehr EntscheidungsmĂśglichkeiten.

Der gebĂźhrenfreie Samstag am Acquarena-Parkplatz, der Anfang des Jahres eingefĂźhrt wurde,

hat sich laut Astner â&#x20AC;&#x17E;auf jeden Fall bewährtâ&#x20AC;&#x153;; PĂźrgstaller hingegen sagt, dass es â&#x20AC;&#x17E;auch kritische Stimmen gibt, weil ein voller Parkplatz die Leute auch abschreckt, in die Stadt zu fahrenâ&#x20AC;&#x153;. AuĂ&#x;erdem mĂźsse man die entgangenen Einnahmen erst erfassen â&#x20AC;&#x201C; ein schwieriges Unterfangen angesichts der Tatsache, dass durch die EinfĂźhrung der Kurzparkzone ein Vergleich mit historischen Werten hinken dĂźrfte. â&#x20AC;&#x17E;PersĂśnlichâ&#x20AC;&#x153; sei PĂźrgstaller aber â&#x20AC;&#x17E;davon Ăźberzeugt, dass die positiven Aspekte des gebĂźhrenfreien Samstags Ăźberwiegenâ&#x20AC;&#x153;. Die von Astner vehement geforderte FortfĂźhrung im Jahr 2009 sei â&#x20AC;&#x17E;mĂśglich, aber der Stadtrat muss erst darĂźber befindenâ&#x20AC;&#x153;. PĂźrgstaller seinerseits erhebt den Kaufleuten gegenĂźber den rechten Zeigefinger: â&#x20AC;&#x17E;Freundlichkeit und Beratungsdienst kann verbessert werden; ich hĂśre hier nicht nur lobende Worteâ&#x20AC;&#x153;. Und: â&#x20AC;&#x17E;Wenn wir euch schon beim gebĂźhrenfreien Samstag entgegen kommen, dann erwarte ich mir eine etwas flexiblere Anwendung der Ă&#x2013;ffnungszeitenâ&#x20AC;&#x153;, oder, um es klarer auszudrĂźcken, eine verkĂźrzte Mittagspause und eine konsequentere Ă&#x2013;ffnung am Samstag Nachmittag. Eine einheitliche Regelung sei aber auf jeden Fall wĂźnschenswert. Auch Walter Amort bläst ins selbe Horn: â&#x20AC;&#x17E;Wenn ein Gast um 11 Uhr in die Stadt kommt, sollte er zumindest einen Zeitspiegel von zwei Stunden habenâ&#x20AC;&#x153;. Er schlägt inzwischen eine einheitliche Ă&#x2013;ffnung der Geschäfte bis 13 Uhr vor. Der Trend gehe aber in Richtung durchgehender Ă&#x2013;ffnung. Das Parken sollte grundsätzlich in der Hand der Gemeinde sein, steht im WĂźnschekatalog. Das wĂźrde bedeuten, dass die Gemeinde das Parkhaus in der DantestraĂ&#x;e, das in absehbarer Zeit laut Konzessionsvertrag sowieso in das Eigentum der Gemeinde Ăźbergehen wĂźrde, jetzt schon erwerben oder zumindest anpachten sollte. Dies hätte den Vorteil, dass die Gestaltung der ParkgebĂźhren und eine eventuelle EinfĂźhrung der Viertelstundenabrechnung, die von den Kaufleuten ebenfalls gewĂźnscht wird, fĂźr alle Parkplätze der Stadt gelten wĂźrde. Im Moment kocht der Betreiber des Parkhauses an der DantestraĂ&#x;e sein eigenes SĂźppchen.

Auch neue Parkplätze wßn-

schen sich die Kaufleute: Die KassianstraĂ&#x;e sollte dafĂźr nur noch einspurig befahrbar sein â&#x20AC;&#x201C; eine durchaus sinnvolle Idee, von der auch die Besucher des Postamtes

:^caVYjc\ ojg KZgVchiVaijc\/

PI NIERE der WIRTSCHAFKT DB $OFKKBORK

AFB ,43 J>@EBK

BDCI6<! &)# ?JA> '%%- jb '% J]g ^b 6j\jhi^c^hVVa! @adhiZg CZjhi^[i 9^Z <ZcZgVi^dc! Y^Z jchZg AVcY cVX] YZb OlZ^iZc LZai`g^Z\ l^ZYZg Vj[\ZWVji ]Vi! aZ^hiZiZ jciZg hX]l^Zg^\Zc 7ZY^c\jc\Zc <gdÂ&#x203A;Vgi^\Zh# ?ZYZ <ZcZgVi^dc ]Vi ^]gZ =ZgVjh[dgYZgjc\Zc# :h Y^h`ji^ZgZc/

AVcYZh]VjeibVcc 9g# Aj^h 9jgclVaYZg

AVcYZhgVi V#9# 9g# ;gVco HeÂ&#x17D;\aZg

=Zabji @ZgZg! @ZgZg =Vjh]VaihVgi^`Za

LVaiZg @dbeVihX]Zg! @dbeVihX]Zg 6gi

8]g^hide] DWZggVjX]! 9jghi E]didiZX]c^`

;gVco IVjWZg! 6`i^k" K^iVa]diZa IVjWZgh JciZgl^gi

Ă&#x2C6;9VbVah l^Z ]ZjiZ \Z]Â&#x17D;gi YZc <ZhiVa" iZgc Y^Z Oj`jc[i# CZjZh 9Zc`Zc jcY =VcYZac h^cY cdi" lZcY^\#¸ AVcYiV\hVW\ZdgYcZiZg 9g# =VcheZiZg BjciZg

<ZhiVaiZc H^Z >]gZ Oj`jc[i ^b GV]bZc kdc L>: " YZg L^gi" hX]V[ih^c^i^Vi^kZ :^hVX`iVa b^i# :^cZ Egd_Z`ikdghiZaajc\#

51


Wirtschaft & Umwelt

IPDIXFSUJH 5PQ 7FSBSCFJUVOH

lebensräume 5PQ 2VBMJUjU

5PQ 4FSWJDF

TJDIFS

"VDI BOEFSF NBDIFO 5PSF BCFS XJS NBDIFO

MBOHMFCJH

JOEJWJEVFMM

Ă&#x153;beregger Albert OHG 39040 Freienfeld Handwerkerzone 10 T 0472 647 447 F 0472 647 448 info@ueberegger.it

XXX VFCFSFHHFS JU 52

Ressourcen Die BroschĂźre â&#x20AC;&#x17E;Das neue Leitbild fĂźr Brixenâ&#x20AC;&#x153; ist allen Haushalten zugegangen. Die darin formulierten Entwicklungsziele fĂźr Stadt und Umgebung sind notwendigerweise allgemein und so weit gefasst, dass sie von allen akzeptiert werden kĂśnnen. Jetzt stehen wir in der Umsetzungsphase im Masterplan, der â&#x20AC;&#x17E;konkrete Projekte und vernetzte Aktivitäten auf den Weg bringen wirdâ&#x20AC;&#x153;, wie es in der Präambel zum Leitbild vom BĂźrgermeister formuliert wird. Dies darf nicht abseits der BĂźrger passieren; dazu braucht es die Ăśffentliche Diskussion. Der Verein heimat Brixen Bressanone Persenon mĂśchte sich deshalb an dieser Stelle auf der Basis des Leitbildes mit den wichtigsten Ressourcen der Stadt und ihres Umfeldes befassen. Es geht darum, die besonderen Merkmale des Ortes, ihr unverwechselbares Potenzial, deutlich zu machen. Drei groĂ&#x;e Themenschwerpunkte haben wir uns vorgenommen: - Bildung, Kultur, Universität - Energie, Wirtschaft, Umwelt - Tourismus, Stadt und Landschaft Brixen hat als älteste Stadt SĂźdtirols ein einzigartiges kulturelles Erbe: Gelingt es uns, hier anzuknĂźpfen und eine lebendige Verbindung mit der Moderne zu schaffen? Brixen hat eine vielfältige Wirtschaftsstruktur: Wie kĂśnnen wir mit den neuen Herausforderungen hinsichtlich Energie, Umwelt und Klima konstruktiv und nachhaltig umgehen? Brixen ist eingebettet in eine einmalige Kultur- und Naturlandschaft: Wie kann diese Ressource eine gesunde Tourismusentwicklung fĂśrdern? Wie also kann es Brixen gelingen, ein markantes, unverwechselbares Profil zu entwickeln und umzusetzen? Ein Teilnehmer hat es bei der Vorstellung der Malik-Studie im Forum so formuliert: Der Erfolg von Leitbild und Masterplan, der Erfolg des Tourismuskonzeptes hängt davon ab, inwieweit es gelingt, die Brixner BĂźrger zu gewinnen und zu begeistern. DafĂźr will unser Verein in Zusammenarbeit mit Gemeinde und Verbänden eine Diskussionsplattform sein.

Dieser Beitrag stammt vom Verein â&#x20AC;&#x17E;heimat brixen bressanone persenonâ&#x20AC;&#x153;, der sich seit seiner GrĂźndung im Jahre 2004 um die kulturelle und soziale Entwicklung der Stadt und ihres Umfeldes bemĂźht. Internet: www.heimat.bz


Öde und leer? Die Kaufleute der Trattengasse sind mit der neuen Gestaltung unzufrieden

Foto: Oskar Zingerle

profitieren wür­den –,­ aber man wagt sich auch an den Wunsch heran, den Hofburggarten mit einer Tiefgarage zu unterkellern. Die Garage im Universitätsgebäude hat man als „leerstehend“ identifiziert und fragt nach, ob eine Anmietung möglich sei – genauso wie der Platz am Missionshaus. Pürgstaller wird bei diesen Wünschen wohl eher zögern, wenn nicht leicht mit dem Kopf schütteln. Auf jeden Fall aber wartet er auf das Park­ raumbewirtschaftungskonzept. Hinter diesem Wortungetüm steckt ein Strategiepapier, das sich momentan in Ausarbeitung befindet und in den nächsten Wochen Klarheit schaffen soll, wie es mit dem Parken in Brixen in Zukunft aussehen sollte. Auch Bischof Wilhelm Egger dürfte den Kopf geschüttelt haben bei der Nachricht, der Stadtrat habe einer Öffnung der Geschäfte an den beiden Angelus-Sonntagnachmittagen genehmigt. „Am Sonntag soll man ruhen“, sagt der Bischof richtigerweise, aber „die Gäste sollen nicht das Gefühl haben, eine Stadt der geschlossenen Läden zu besuchen“, sagt Astner, ebenfalls richtigerweise. Das Thema, das in

––––––––––––––––

diesem „Brixner“ im „Pro&Contra“ auf Seite 23 behandelt wird, erhitzt die Gemüter – ob zu Recht oder Unrecht, wird sich spätestens Anfang August zeigen, sobald der Papst sich in der Stadt aufhält. „Wenn die Leute in der Stadt sind, dann sollen sie auch die Möglichkeit haben, in eine Bar oder in ein Geschäft zu gehen“, sagt der Bürgermeister pragmatisch und begründet damit die Entscheidung des Stadtrats für eine Öffnung.

Die Stadelgasse wünscht sich eine neue Beleuchtung und Einbindung in das allseits gelobte Beleuchtungskonzept der Altstadt. Albert Pürgstaller ging in seiner Rede nicht auf diesen Wunsch ein – vielleicht auch deshalb, weil dafür die Stadtwerke zuständig sind. Die Gestaltung der Trattengasse sollte überdacht werden, sagen die dort ansässigen Kaufleute. Die erst kürzlich neu gestaltete Gasse wirke „öde und

leer“ und brauche „mehr Schmuck“. Ebenso wünschen sich die Kaufleute – zumindest jene, die Mitglieder des Verbandes sind – eine „verpflichtende Regelung von Seiten der Gemeinde für die Kettengeschäfte“, sich an gemeinsamen Aktionen zu beteiligen. Ein Wink mit dem Zaunpfahl, der wohl eher an die entsprechenden Kollegen gerichtet ist. willy.vontavon@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

53


Wirtschaft & Umwelt

BETRIEBSPORTRAIT

Die KondominiumVerwalter Erfahrung, Kompetenz, Genauigkeit und Umsicht sind zentrale Eigenschaften, die ein Kondominiumverwalter mitbringen muss. Die Kondominium KG in Brixen besteht seit zehn Jahren und „managt“ über 100 Mehrfamilienhäuser in Brixen und Umgebung.

J

edes Kondominium hat seine eigene Geschichte und ist ein eigenes kleines Unternehmen“, schildert Christian Rottonara, Gründer der Kondominium KG in Brixen. Seit über zehn Jahren verwaltet er Mehrfamilienhäuser in Brixen und Umgebung, „derzeit sind es an die 100 Kondominien – wir managen sozusagen hundert kleine Betriebe mit ihrem jeweiligen Eigenleben und einem jährlichem Gesamtumsatz von 2,5 Millionen Euro“. Ein Mehrfamilienhaus zu verwalten ist eine vielfältige Aufgabe: Sie umfasst die gesamte oder teilweise Koordinierung von Kondominien und Miteigentumswohnungen, die Führung und Überprüfung der Buchhaltung, das Einberufen der Versammlungen sowie die Betreuung, Erstellung und Überprüfung der Gemeinschaftsverordnungen. „Als Verwalter müssen wir uns in vielen Bereichen auskennen“, erzählt Christian Rottonara, „wir sind Buchhalter, Sekretär, Psychologe, Vermittler und rechtlicher Berater in einer Person“. Kompetenz, Transparenz, Diskretion und Sachlichkeit sind für ihn wichtige Voraussetzungen, um diesen Beruf erfolgreich ausführen zu können: Der Verwalter ist schlussendlich jene Vertrauensperson, die das

gemeinsame Bankkonto sowie die gemeinschaftlichen Flächen verwaltet und als gesetzlicher Vertreter des Kondominiums für seine Tätigkeiten rechtlich haftbar ist. „Praktische Erfahrung ist notwendig“, erläutert Rottonora von der Kondominium KG, „wie gewisse Fälle rechtmäßig und ideal zu bewältigen sind, weiß man eigentlich nur, wenn man über Jahre hinweg zahlreiche Kondominien betreut“.

Ein Verwalter muss in einem

Mehrfamilienhaus laut Zivilgesetzbuch bestellt werden, wenn mehr als vier Eigentümer unter einem Dach leben. „Unter fünf Eigentümern ist die Kondomin­ iumverwaltung fakultativ“, erläutert Matthias Fischnaller, ebenfalls Verwalter in der Kondominium KG, „hier besteht die Möglichkeit, dass wir einmal im Jahr die Abrechnung für das Haus durchführen“. Selbstverständlich könnte auch die gesamte Verwaltung an die Kondominium KG ausgelagert werden – allerdings wäre dies in diesem Falle wohl zu kostspielig. Die Tätigkeiten des Hausverwalters erstrecken sich nämlich über das ganze Jahr und sind in den verschiedensten Bereichen angesiedelt: „Ein Auf-

Christian Rottonara und Matthias Fischnaller haben als Kondominiumverwalter vielfältige Aufgaben zu erfüllen.

––––––––––––

54

gabenbereich umfasst die gesamte buchhalterische Abwicklung“, erklärt Christian Rottonara. Hierfür sammelt die Kondominium KG sämtliche Rechnungen, die für das Mehrfamilienhaus anfallen – seien es nun Energiekosten, Stromrechnungen oder Spesen für Reinigung, Instandhaltungsoder Sanierungsarbeiten der Gemeinschaftsflächen. „Diese Rechnungen werden direkt an uns geschickt; als gesetzliche Vertreter verwalten wir das Gemeinschaftskonto“. Dabei wird genauestens Buch geführt, um nach Ablauf eines Jahres eine detaillierte Bilanz erstellen und die Kosten aufschlüsseln zu können. Zudem erledigt die Kondominium KG die Steuerbuchhaltung: „Diese verwalten wir selbst und geben sie nicht an einen Wirtschaftsberater ab“, erläutert Rottonara, „zum einen spart dies Kosten, und zum anderen liegt damit die Verwaltung in einer Hand. Dies hat den Vorteil, dass der Überblick gewährleistet bleibt; falls sich Probleme ergeben sollten, erübrigt sich die Frage, wer den Fehler gemacht hat.“

Ein Mal im Jahr wird die Ver-

sammlung aller KondominiumBewohner einberufen: „Diese halten wir in unserem eigenen Sitzungssaal ab, in dem etwa 40 Personen Platz finden“, so Matthias­ Fischnaller. Als Tagesordnungspunkte stehen die Vorstellung und Genehmigung der Abrechnung auf dem Programm, außerdem wird der Kostenvoranschlag für das nächste Jahr vorgestellt. Da der Kondominium-Verwalter stets für nur ein Jahr bestellt wird, ist dessen Ernennung ein weiterer Programmpunkt: „Wir werden jedes Jahr auf die Probe gestellt und müssen uns immer wieder neu vor einer Gruppe beweisen“, erzählt Rottonara, „dies macht

unsere Arbeit spannend und motiviert uns – schließlich bestimmt die Versammlung, ob wir ordnungsgemäß und zur Zufriedenheit aller gearbeitet haben“. Die Versammlung dient auch dazu, gemeinsam zu entscheiden, welcher Dienstleister oder Handwerker gewisse Arbeiten übernehmen soll: „Normalerweise holen wir verschiedene Kostenvoranschläge ein, und die Versammlung entscheidet, welches Unternehmen die Arbeiten ausführen soll“. Die Kondominium KG arbeitet mit sehr vielen Firmen in Brixen und Umgebung zusam-

Steckbrief Firmenname: Kondominium KG Firmensitz: Brennerstraße 28, Brixen Tel. 0472 830 052 Fax 0472 209 574 www.kondominium.it info@kondominium.it Parteienverkehr: Montag bis Freitag, 8 bis 12 Uhr; Termine nach Vereinbarung Geschäftsfelder: Gesamt- oder Teilverwaltung von Kondominien und Miteigentumswohnungen; Führung und Überprüfung der KondominiumBuchhaltung; Beratung bei Versammlungen; Betreuung, Erstellung und Überprüfung von Gemeinschaftsverordnungen Gründungsjahr: 1994 Mitarbeiter: Christian Rottonara, Matthias Fischnaller Mitgliedschaft: ANACI – gesamtstaatliche Vereinigung der Kondominium- und Immobilienverwalter; APACI


Fotos: Oskar Zingerle

Die Kondominium KG verwaltet über 100 Mehrfamilienhäuser in Brixen und Umgebung

–––––––––––––––––––

men: „Wir legen Wert darauf, alle Aufträge transparent und offen zu handhaben“. Als Verwalter ist die Kondominium KG zugleich Bauherr, rechtlich Verantwortlicher und Auftraggeber, „und wir überprüfen in diesem Sinne auch sämtliche Kosten“.

Wo mehrere Menschen unter

einem Dach wohnen, kommt es natürlich auch zu Reibereien, die häufig während dieser Versammlungen offen zu Tage treten. „Grundsätzlich bemühen wir uns darum, diese zu schlichten“, schildert Christian Rottonara, „unser Hauptaugenmerk liegt jedoch auf den gemeinschaftlichen Problemen, die alle betreffen. Für private Streitereien sind wir eigentlich nicht zuständig, versuchen aber trotzdem, zwischen den einzelnen Parteien zu vermitteln“. Ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen und Diskretion muss ein Verwalter dabei mitbringen: „Bei uns dringt nichts, was in unserem geschützten Sit-

zungssaal besprochen wird, nach außen“. Im Aufgabenbereich der Kondominium KG liegt zudem die Überprüfung der Beschlüsse, die in der Versammlung fallen: „Damit sind wir sozusagen die Interessensvertreter der Eigentümer“. Dass ein Kondominiumsverwalter kein Hausmeister ist, liegt auf der Hand. „Unser Ziel liegt darin, wenn etwas benötigt wird, immer schnellstmöglich da zu sein oder den entsprechenden Handwerker zu organisieren“, betont Matthias Fischnaller, „diese Hausbesuche sind im Fixpreis inbegriffen und werden nicht extra verrechnet“. Aufgrund der ständig steigenden Anforderungen in der Buchhaltung bleibt jedoch nicht immer genügend zeitlicher Spielraum, um die einzelnen Mehrfamilienhäuser häufig zu besuchen. Am Vormittag hält die Kondominium KG ihr Büro für die Kunden offen, am Nachmittag sitzen Rottonara und Fischnaller dann hinter dem Bürotisch, um alle

Verwaltungsangelegenheiten in Ruhe durchführen zu können. „Der persönliche Kontakt zu den Eigentümern ist uns wichtig. Wir erledigen die Arbeiten nicht nur

haben einen eigenen Lehrgang absolviert“, erläutert Christian Rottonara. Was für die Kondominium KG jedoch weitaus wichtiger ist, ist

„Buchhalter, Sekretär, Psychologe, Vermittler und rechtlicher Berater in einer Person“_ Christian Rottonara, Kondominium KG so nebenbei, sondern bemühen uns, stets umfassend alle Mehrfamilienhäuser zu betreuen“.

die Bestätigung der vielen Kunden, deren Erfolgskontrolle sie jährlich bestehen muss.

Kondominiumverwalter Und welche Ziele setzt sich könnte eigentlich jeder sein, da es hierfür weder ein Berufsalbum noch bindende Tarife gibt – und dennoch gibt es gewisse Qualitätskriterien: „Wir sind Mitglied der ANACI, der gesamtstaatlichen Vereinigung der Kondominiumund Immobilienverwalter, und

die Kondominium KG für die nächste Zukunft? „Zum einen möchten wir den persönlichen Kontakt noch mehr vertiefen, und zum zweiten möchten wir unsere Tätigkeit in Richtung Wipptal und Sterzing ausdehnen.“ 55


Wirtschaft & Umwelt

BRIXEN / LÜSEN

Kostengünstig fahren z Die Kombination von Stadt und Berg ist als eines der großen Entwicklungspotentiale von Brixen ausgemacht worden. Das Ticket „Brixen mobil+“ soll dies verdeutlichen und den Bürgern der Gemeinde Brixen und Lüsen ihren Hausberg kostengünstig näher bringen. Zu einem Pauschalpreis von 15 Euro kann mit diesem Ticket eine Reihe von verschiedenen öffentlichen Verkehrsmitteln genutzt wer-

den; dazu gehören die Buslinien Palmschoß-St. Andrä-Brixen, ­St. Leonhard-Brixen und LüsenBrixen, der Citybus sowie eine Berg- und Talfahrt pro Tag mit der Ploseseilbahn, die vom 5. Juli bis zum 5. Oktober geöffnet ist. Das nicht übertragbare Ticket alleinig für Brixner und Lüsner gilt bis zum 2. November, Kinder bis zu sechs Jahren fahren kostenlos. Erhältlich ist „Brixen mobil+“ beim Tourismusverein

Brixen, beim Bürgerschalter der Gemeinde Brixen sowie im Rathaus von Lüsen. db

W&U Wirtschaft & Umwelt BRIXEN

Feuerwehren im Wettbewerb z Wenn am letzten Juni-Wochenende die Landes-Feuerwehrleistungsbewerbe in der Sportzone Süd über die Bühne gehen, dann können die Zuschauer insgesamt 650 Mal einen simulierten Löschangriff und gleich viele Staffelläufe mitverfolgen. Jede Bewerbsgruppe besteht aus neun Mitgliedern, insgesamt sind also 5.850 Feuerwehrmitglieder aus dem In- und Ausland am Start und kämpfen um das Leistungsabzeichen in Silber und Bronze. Zudem ist der Bewerb ein Teil der Ausbildung: Unter dem Druck der Stoppuhr alles richtig zu machen ist eine

kurz

notiert

56

Herausforderung, die auf mögliche Stress-Situationen im Einsatz vorbereiten soll. Durch internatio­ nal einheitliche Regeln werden die Teilnehmer so geschult, dass sie ohne ein Wort miteinander zu sprechen auch in einer völlig unbekannten Gruppenbesetzung mitarbeiten können. Das Team der Freiwilligen Feuerwehr Brixen und der FF Milland hat zwei Jahre lang gemeinsam mit dem Bewerbsausschuss des Südtiroler Landesfeuerwehrverbandes die­ se größte Feuerwehrveranstaltung des Landes organisiert. Für die Südtiroler Gruppen wird es

Der Technische Landesbeirat genehmigte das Vorprojekt zur Erweiterung der Grundschule und des Kindergartens in St. Andrä. Die Kosten hierfür betragen 7,75 Millionen Euro.

dabei besonders spannend, da die Bewerbe zugleich die Qualifika­ tion für die Feuerwehr-Olympiade 2009 in Ostrava darstellen. Die Eröffnung der Bewerbe findet am Freitag, 27. Juni, um 19 Uhr auf dem Domplatz statt, Samstag

und Sonntagvormittag werden in der Sportzone Süd die Löschangriffe und Staffelläufe gestartet. Am Sonntag um 11 Uhr folgt der Abschluss mit einer aufregenden Schlussveranstaltung in der Sportzone Süd. db

Drei Förderpreise für Südtiroler im Ausland stehen von der gleichnamigen Stiftung bereit. Bis zum 10. August können sich Südtiroler unter 40 Jahren bewerben, die sich seit drei Jahren außerhalb des Landes aufhalten und besondere Leistungen vorweisen. Nähere Infos unter projektmanagement@HGV.it

Die Familienkarte für Bus und Bahn gilt nun bereits für Familien mit einem Kind; weitere vergünstigte Abos gibt es für Senioren ab 60, die um 100 Euro unterwegs sein können; Senioren ab 70 fahren mit Bus und Bahn gratis. Die Abos gibt es am Zug- und Busbahnhof in Brixen.


Foto: life-style.it

STADTGEHEIMNISSE

Foto: Oskar Zingerle

Warum gibt es am Gericht das bayerische Wappen?

An der Fassade des Gerichtsgebäudes am Domplatz ist das bayerische Wappen mit der Inschrift „Königlich Baiersches Landgericht und Rentamt“ und mit der Jahreszahl 1805 zu sehen. Das Wappen geht auf die bayerische Herrschaft 1806 bis 1814 zurück. Nach den Bestimmungen des Preßburger Friedens vom 26. Dezember 1805 fiel die Grafschaft Tirol ab 1. Jänner 1806 an das bisherige Kurfürstentum Baiern, das ebenfalls ab 1. Jänner 1806 von Napoleon zum Königreich erhoben wurde. Damit dankte Napoleon den Baiern für ihre Hilfe im Krieg gegen Österreich. Die Baiern – mit y schreibt man Bayern erst seit 1825 – richteten am Domplatz ihr Landgericht (Gericht und Bezirksverwaltung) und ihr Rentamt (Steueramt) ein und brachten mit Stolz das neue königliche Wappen an – natürlich erst 1806, denn davor war Baiern ja noch kein Königreich. Bei der Restaurierung des Wappens ist ein Einser der Jahreszahl MDCCCVI (1806) verlorengegangen, sodass nun die falsche Jahreszahl hs MDCCCV (1805) zu sehen ist. Anregungen: redaktion@brixner.info

EISACKTAL

Trendy trinken z Alkoholfreie Cocktails aller Art, ein trendiger Schankwagen und professionelle Barmixer – dieses Rundumpaket bietet die Initiative „Trendy Bar“ allen Südtiroler Veranstaltern. Unter dem Motto „Alternativen schaffen. Akzente setzen“ will der ehrenamtliche Verein aus Bruneck einer neuen Trinkkultur Vorschub leisten und anstelle von Verboten geschmackvolle Drinks ohne Promille anbieten. Für Veranstaltungen im Freien wird ein beeindruckender Schankwagen geliefert, hinter dem mehrere Barprofis an die 40 verschiedene Cocktails mixen. Für Maturabälle und Veranstaltungen in Räumen gibt es eine Indoor-Bar, die überall aufgestellt werden kann und ebenfalls ein genussvolles Cock-

tailangebot ohne Alkohol liefert. Ehrenamtlichen Vereine oder Schulklassen wird die Bar samt Belegschaft kostenlos vermietet, zudem werden die Veranstalter am Umsatz beteiligt. Das Projekt „Trendy Bar“ ist auf drei Jahre angelegt und europaweit das bisher aufwändigste dieser Art. Die Idee dazu stammt von Alex Ploner, den die Südtiroler bisher vor allem als Musiker und Fernsehmoderator kennen; die Umsetzung ist auch dank der finanziellen Unterstützung von namhaften Sponsoren gelungen. Wer die Initiative selbst unterstützen möchte, kann mit einem Beitrag von 50 Euro pro Jahr Mitglied des Vereins werden. Weitere Infos zur Trendy Bar unter www.trendybar.bz. db

57


BRIXEN

Rund um die Milch

Sieger beim Schulmilch-Wettbewerb

z Bereits zum zweiten Mal steht Rodeneck und seine Alm im Zeichen der Milch: Zum einen greift das vielschichtige Programm der „Rodenecker Milch Werkstätte“ die unterschiedlichsten Aspekte der Milch auf, zum anderen umfasst es auch lokalbezogene Themen wie „Landschaft und Berge“ oder „Honig“. Die „Milchg’schichten“ beispielsweise geben Kindern Einblicke in den Bauernalltag auf dem Moarhof, und der „Milchgipfel“ auf der Roner Hütte beschäftigt sich mit den Themen „Ernährung und Bewegung“, begleitet von einer gemeinsamen Wanderung, Kinderprogramm und vitaler Marende für Jung und Alt. Nach dem großen Andrang im vergangenen Jahr bei der OpenAir-Multivisionsshow von Hans Kammerlander verzaubert am Donnerstag, 24. Juli, eine weitere „Berggröße“ die Zuschauer mit atemberaubenden Berichten und Fotografien: Stefan Glowacz, bis heute der erfolgreichste

Wettkampfkletterer Deutschlands, nimmt in seiner Multivisionsshow „Immer am Limit“ sein Publikum mit in die entlegendsten Gebiete der Welt; der Vortrag findet im Freien beim Rodenecker Vereinshaus statt. Lustig wird’s beim Rodenecker Almkirchtag und beim Theaterstück „Frank&Stein“, einer Persiflage des Horrorklassikers. Da der Imkerbezirk Brixen heuer sein 110-jähriges Bestehen feiert, dreht sich ein Wochenende lang im September alles rund um den Honig, den Abschluss der Rodenecker Milch Werkstätten bildet der traditionelle Almabtrieb im Oktober, wobei hier auch die Sieger des Fotowettbewerbs prämiert werden. Und für alle Hobby- und Profiköchinnen und -köche: auch in diesem Jahr erscheint die Milch- und HonigRezeptefibel mit vielen leckeren Gerichten in neuer Auflage und mit neuen Rezepten! Detaillierte Infos unter www.rodeneck.com. db

z Milch kommt aus der Tüte oder aus der Glasflasche – aber wie kommt sie dort rein? Um Schüler für dieses Thema zu begeistern und gleichzeitig zu informieren, startete der Südtiroler Sennereiverband den 1. Südtiroler Schulmilchwettbewerb – „damit die Kinder begreifen, dass Milch nicht auf den Bäumen wächst!“, wie Annemarie Kaser, Direktorin des Sennereiverbandes Südtirol, schmunzelnd bemerkt. Zur Auswahl standen drei Themen rund um die Milch, die Form der Aufarbeitung durfte frei gewählt werden. Am Internationalen Tag der Milch, am 30. Mai, wurden die zahlreichen, sehr kreativen Siegerarbeiten, die von einer kritischen Jury bewertet worden sind, von den Schülern selbst am Bozner Waltherplatz präsentiert und

vom Sennereiverband prämiert. Zu den Siegern gehörten auch zwei Brixner Schulklassen: Die Klasse 2D der Grundschule Tschurtschenthaler gewann mit ihrem selbst verfassten Thea­ terstück den ersten Platz in der Kategorie 1 „Als die Kühe beschlossen zu streiken“. Die Klasse 5E derselben Schule errang hingegen den zweiten Platz in der Kategorie 2 „Die Milch im Wirtschaftskreislauf Südtirols“: Dabei besuchte eine Schülergruppe einen Bauernhof in Milland, eine andere erkundigte sich im Landwirtschaftsinspektorat nach den nächstgelegenen Bauernhöfen. Auf diese Recherche folgte die praktische Arbeit: Die Fünftklässler fertigten Hinweisschilder an und stellten diese im Schulhof auf – damit jeder weiß, wo es zur db nächsten Kuh geht.

eine immobilie ist wie ein edelstein...

Foto: Oskar Zingerle

Wirtschaft & Umwelt

RODENECK

mit der richtigen Pflege gewinnt sie an Glanz und an Wert.

Wir bringen Ihre Immobilie durch fachliche Kompetenz zum Strahlen.

wir arbeiten für sie auch in st. tropez! Lackierung I Restaurierung I Sanierung I Gestaltung I Farbplanung I Naturfarben I Beschriftung I Gipsbau & Trockenbau I Vollwärmeschutz I Hebebühne I Spezialtechniken Pandomo und Tadelakt Hansjörg Messner St. Peter 155 I Villnöss Tel. & Fax 0472 840 600 Handy 348 870 6220 E-Mail: info@maler-messner.it www.maler-messner.it 58

Starthilfe Neue Unternehmen in und um Brixen

Salon Astrid --------------------------------------------------- Hundesalon Dogs & Co. ---------------Brixen, Brennerstraße 13/g Tel. 0472 836351

Vahrn, Brennerstraße 17 A Tel. 338 6359325

Salon Lisi & Astrid ist in die Brennerstraße 13/g, gegenüber Brixpoint und Orthopädie Brugger, übersiedelt. Der Friseursalon für Damen und Herren wird nun von Astrid selbständig geführt, Mutter Lisi unterstützt sie weiterhin tatkräftig. Öffnungszeiten: Dienstag, Donnerstag und Freitag 8-12 und 14.30-18.30 Uhr, Mittwoch 8-16 Uhr, Samstag 8-17 Uhr.

Die diplomierte Tiermasseurin und Hundestylistin Tamara Tavella eröffnet am 5. Juli den Hundesalon Dogs & Co. in Vahrn. Hunde jeder Größe werden gebadet, gefönt, getrimmt, geschoren, frisiert und gepflegt, auf Wunsch werden für junge Hunde „Puppyparties“ zum Eingewöhnen veranstaltet. Pflegezubehör rundet das Angebot ab.

Veröffentlichung von Neustarts um nur 100 Euro + MwSt. Der „Brixner“ unterstützt durch diese kostengünstige Rubrik den Start neuer Unternehmen im Einzugsgebiet: starthilfe@brixner.info


NACHGEFRAGT

„400.000 Euro weniger Steuern“ DARIO STABLUM, Brixner Stadtrat für Finanzen, über die in Rom beschlossene ICI-Befreiung auf Erstwohnungen und deren Auswirkungen auf den Gemeindehaushalt.

Wie hoch sind die Einnahmen der Gemeinde aus der ICI?

Insgesamt haben wir im Jahr 2007 etwa 3,5 bis 4 Millionen Euro aus der ICI eingenommen; die vom Gesetz vorgesehenen Befreiungen von Erstwohnungen betragen in der Gemeinde Brixen aber lediglich 350.000 bis 400.000 Euro. Das heißt also, dass die Bürger von Brixen in den Genuss von Steuererleichterungen in der Gesamthöhe von 400.000 Euro kommen, was ich als sehr erfreulich werte. Dazu muss gesagt werden, dass die Gemeinde Brixen bereits in der Vergangenheit sehr hohe Freibeträge und entsprechend niedrige ICI-Steuern auf Erstwohnungen beschlossen hatte. Da sich die Ausgleichszahlungen des

Staates an die Einnahmen des vergangenen Jahres richten, büßen wir jetzt im Prinzip die bisher bereits angewandten Steuererleichterungen. In den letzten Wochen wurde den Hausbesitzern der Zahlungsbescheid zugesandt. Was soll ein Hausbesitzer tun, wenn er die ICI bereits eingezahlt hat? Er soll sich mit dem Steueramt der Gemeinde in Verbindung setzen; wir klären ab, ob die Einzahlung überflüssig gewesen wäre und leiten eventuell eine Rückzahlung ein.

Foto: Oskar Zingerle

Herr Stablum, wie wirkt sich das in Rom beschlossene Gesetz zur ICI-Befreiung auf die Bilanzen der Gemeinde Brixen aus? Im Grunde dürfte sich diese neue Regelung auf die Bilanzen überhaupt nicht auswirken, weil die Regierung in Rom den Gemeinden die verminderten Einnahmen ersetzen muss. Nur weiß im Moment niemand, in welcher Form und wann diese Ausgleichszahlungen erfolgen werden. Wir warten noch auf eine entsprechende Mitteilung aus Rom.

willy.vontavon@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

Lust auf ...?

... einzigartige Tortenkreationen nach Ihren persönlichen Vorstellungen ... EM-Fußballtorten ... italienische Kuchenspezialitäten ... persönliche Fototorten ... Hochzeitstorten ... Diabetiker-Torten (auf Bestellung) ... Marzipankreationen ... Mignonspezialitäten ... Salzgebäck ... Mehlspeisen ... Pizzateig nach original marchigianischem Rezept (auf Bestellung)

Donnerstag, 24.7.

www.rodeneck.com

Hartwigplatz 10 Brixen Tel. 0472 278318 Öffnungszeiten: Di. - Sa. 6.30 - 12.30 und 15.30 - 19 Uhr, So. 8 - 12.30 Uhr, Montag Ruhetag

2008

Open-Air-Multivisionsshow mit Stefan Glowacz

„Immer am Limit“ 21.00 Uhr Vereinshaus Konrad von Rodank Vill /Rodeneck Weitere Informationen: Tourismusverein Rodeneck Tel 0474 454 044

59


GARAGE CREPAZ

Garage Crepaz in Bruneck blickt auf eine 50-jährige Erfolgsgeschichte in der Automobilbranche zurück und präsentiert sich für die Zukunft mit vielen Neuheiten. Seit nunmehr fünf Jahrzehnten ist Garage Crepaz ein zuverlässiger Ansprechpartner im Automobilbereich. Das Brunecker Unternehmen hat nicht nur im Autohandel seine Qualitäten gezeigt, sondern auch mit seiner Werkstatt ein kompetentes Servicezentrum für seine Kunden aufgebaut. In den letzten Jahren hat ein engagiertes und kompetentes Team mit viel Begeisterung und Energie die Marke „Automulti“ – die Multibranding-Sparte von Garage

Extra

Auto & Moto

Autohaus aus Tradition

60

Crepaz – einem breiten Publikum bekannt gemacht und entsprechend großen Erfolg geerntet.

Das Traditionshaus Garage

Crepaz geht mit der Zeit und rüstet sich mit vielen innovativen Details. Seit kurzem findet man die neuen Ausstellungsräume im Nordring 17a in Bruneck. Dort präsentiert Garage Crepaz das breite Angebot an Neuwagen der Marken Opel und Chevrolet. Auf über 2.000 Quadratmetern überdachter Ausstellungsfläche und einem ebenso großen Außenareal stehen exklusive Jahreswagen und Null-Kilometer-Autos, aber auch Gebrauchtwagen aller Marken für den Kunden bereit. Erfahrene und kompetente Verkaufsberater begleiten den Kunden bei seiner Kaufwahl und bieten eine rundum

professionelle Beratung. Sie unterstützen ihn bei allen Kaufentscheidungen, ob es sich um Autozubehör, Finanzierungen, Versicherungen oder Zusatzgarantien handelt. Die Mitarbeiter des Verkaufsbüros erledigen alle Formalitäten zuverlässig und kompetent, damit der Kunde entspannt mit seinem Wagen das neue Fahrgefühl genießen kann.

Ein begehrter Anziehungspunkt für Kunden ist das allseits

bekannte Servicezentrum mit Werkstätte, dem Verkauf von Ersatzteilen und Autozubehör. Die Werkstätte mit dem Qualitätssiegel „Blauschild“ führt die periodischen Wartungsarbeiten sowie komplizierte Eingriffe in die Fahrzeugmechanik und -elektronik zuverlässig und kompetent aus. Eine hochmoderne

Waschanlage ermöglicht alle Varianten der Innen- und Außenreinigung des Fahrzeuges. Die vorgeschriebenen Hauptrevisionen ergänzen die Dienstleistungspalette von Garage Crepaz sowie die freundlichen Empfehlungen und Ratschläge der Mitarbeiter. Garage Crepaz ist und bleibt eine attraktive Anlaufstelle für Autokauf, hervorragenden Service und kompetente Beratung. Diese Kombination macht Garage Crepaz zum erfolgreichen Unternehmen und zum Autohaus mit Tradition und Blick in die Zukunft.


Werbemitteilung: Vor Vertragsunterzeichnung nehmen Sie bitte Einsicht in das Informationsblatt und in die Vertragsbedingungen.

Hoffentlich gut versichert!

Bild: Gettyimages

Auto, Unfall, Rechtsschutz...

Raiffeisenkasse Eisacktal: die beste Wahl, wenn es um Ihre Absicherung geht! Bei Fragen wenden Sie sich bitte an unsere Berater in den Geschäftsstellen Brixen, Feldthurns, Milland, Natz, Rodeneck, Schabs, St. Andrä oder Vahrn. Wir helfen Ihnen gerne, eine für Sie passende Lösung zu finden!

Entwickelt von:

Vertrieben von:


Es gibt keine alten Porsche Alte Porsche gibt es nicht – nur neue Besitzer! Wer ihn einmal gefahren ist, wechselt höchstens das Modell, nicht mehr das Fahrzeug. Porsche-Fahrer bleiben ihrer Marke treu. Wussten Sie, dass über zwei Drittel aller jemals gebauten Porsche noch heute auf den Straßen unterwegs sind? Ein Beweis für die hohe Qualität der Fahrzeuge der Marke Porsche. Dies spiegelt sich

Extra

Auto & Moto

AUTO CARRERA

auch bei der Qualitätsbezeichnung „Porsche Approved“ wider. Unter dieser Bezeichnung findet man bei Auto Carrera in Bozen Fahrzeuge, die man eigentlich nicht als „Gebrauchtwagen“ bezeichnen kann. Es handelt sich vielmehr um reinrassige Sportwagen, deren Charme schon einmal ein anderer Fahrer erlegen war.

Im Porsche Zentrum Bozen

werden für alle Porsche aus Vorbesitz eine Reihe an Garantien angeboten. Von der Überprüfung

anhand einer bewährten Checkliste mit 111 Prüfpunkten, der Aufbereitung nach hohen Porsche-Qualitätsstandards, der ausschließlichen Verwendung von Porsche-Originalteilen, bis hin zu einer bis zu 24 Monaten Gebrauchtwagengarantie ohne Kilometerbegrenzung und ohne Selbstbehalt sowie einer bis zu 24 Monaten Porsche-Assistance, einer europaweiten Mobilitätshilfe mit vielen Serviceleistungen – damit man Fahrspaß, Qualität, Sicherheit und Wertstabilität eines Porsche für lange Zeit

genießen kann. Auto Carrera erwartet Sie zu einer Probefahrt und informiert gerne über attraktive Leasing- und Finanzierungsangebote.

Einen Porsche kauft man bei Porsche. Auch wenn er gebraucht ist.

Ein im Porsche Zentrum Bozen erworbener Porsche garantiert Ihnen immer absolute Fahrfreude und Zuverlässigkeit. Das Porsche Approved Garantiesiegel erhalten alle Porsche mit einer Laufleistung bis zu 200.000 km und neun Jahren, wenn sie eine 100-Punkte-Prüfung bestanden haben. Diese Garantie ist weltweit für ein Jahr ohne Kilometerbegrenzung gültig. Für zusätzliche Sicherheit des Porsche Gebrauchtwagen sorgt die Porsche Assistance Mobilitätsgarantie, 24 Stunden am Tag, an 365 Tagen im Jahr auf allen Straßen Europas. Ihren Traumwagen finden Sie auch im Internet unter: www.auto-carrera.it

Porsche Zentrum Bozen Auto Carrera Bz GmbH Vertragshändler Porsche Einsteinstraße 1, Bozen Tel. 0471 917911

Porsche Gebrauchtwagen

Porsche Cayenne Turbo, 03/2004 Mit Porsche Approved Garantie

Porsche Cayman, 07/2007 Mit Porsche Werksgarantie

Porsche 911 Carrera 4S, 06/2006 Mit Porsche Approved Garantie

Porsche 911 Carrera 2 Cabrio, 04/2004 Mit Porsche Approved Garantie

Porsche Cayenne S, 09/2004 Mit Porsche Approved Garantie

Porsche 911 Carrera S 385 PS, 05/2005 Mit Porsche Approved Garantie

Porsche 911 Carrera 2 Coupé, 01/2001 Mit Porsche Approved Garantie

Porsche 911 Carrera 4 Cabrio, 03/2003 Mit Porsche Approved Garantie

BERNI

62.000 km, � 65.000,00

62

100.000 km, � 41.500,00

39.900 km, � 45.000,00

(Mod. 997) 50.000 km, � 76.200,00

(Mod. 997) 49.000 km, � 89.500,00 MwSt. ausweisb.

(Mod. 996) 111.000 km, � 35.900,00

(Mod. 996) 90.000 km, � 54.000,00

(Mod. 996) 72.000 km, � 58.000,00


AUTO BRENNER

Zwei heiße Sommerhits Passend zur Sommerzeit stehen bei Auto Brenner zwei Neue in der Pole Position. Seit Mitte Juni präsentiert sich der neue Passat CC den Kunden. Das sportive Design des neuen Volkswagen geht einher mit der coupéhaften Linienführung. Der Passat CC wartet mit einer Vielzahl von technischen Neuerungen auf, wie zum Beispiel einem aktiven Spurhaltesystem und einer adaptiven Fahrwerksregelung. Die Sportlichkeit eines Coupés und den Komfort einer

Toplimousine bringt die neue automatische Fahrwerksregelung „DCC“ auf einen Nenner. Einzigartig ist das neue Spurhaltesystem „Lane Assist“: Droht das Fahrzeug die Spur zu verlassen, hilft das Assistenzsystem durch einen korrigierenden Lenkeingriff. Volkswagen bietet den Passat CC ausschließlich mit hochmodernen Direkteinspritzern an.

Pünktlich zum Sommer rollt

das neue Audi A3 Cabriolet an den Start. Der offene A3 bringt die sportlichen Gene des A3 und die kompromisslose Qualität mit, die jedes Modell von Audi auszeichnet. Vier Motoren und eine breite Palette individueller Sonderausstattungen stehen zur Wahl. Die Cabriolets von Audi tragen

generell ein klassisches Stoffverdeck: Der offene A3, der 4,24 Meter Länge misst, fasziniert mit seiner Linie harmonischer Eleganz und coupéhafter Sportlichkeit. Sein Softtop zeichnet sich durch geringes Gewicht und exzellente Passgenauigkeit aus. Es lässt sich hydraulisch in nur neun Sekunden öffnen und nimmt offen wenig Platz in Anspruch. Das Verdeck steht in einer halb- und einer vollautomatischen Ausführung – in diesem Fall als besonders schallgedämmtes Akustikverdeck – zur Wahl. Das Audi A3 Cabriolet läuft mit vier Motoren vom Band, zwei TDI und zwei Benzinern. Audi bietet das A3 Cabriolet in den Ausstattungslinien „Attraction“ und „Ambition“ an. In beiden Fällen

ist die Ausstattung großzügig, die Linie Ambition hat neben anderen Features 17-Zoll-Aluminiumräder, ein Sportfahrwerk und Sportsitze an Bord.

Beide Highlights stehen ab so-

fort zum Probefahren bereit. Schauen Sie bei Auto Brenner in Brixen und Bozen vorbei und genießen Sie sportliche Dynamik auf vier Rädern.

Kaufen Sie keinen Audi ohne unser Angebot!

Jetzt können Sie Ihren neuen Audi aus über 50 sofort lieferbaren Jahres- und Vorführwagen zu absoluten Bestpreisen auswählen. Nur Auto Brenner bietet Ihnen: • Günstige Finanzierungsmöglichkeiten • Interessante Diebstahl-, Brand- und Kaskoversicherungen • eine Überbewertung Ihres Gebrauchtwagens A2 1.4 TDI A3 1.6 FSI ATTRACTION A3 2.0 TDI AMBITION A3 2.0 TDI AMBITION 170 PS A3 2.0 TDI AMB. 170 PS QUAT. A3 2.0 TDI AMBITION DSG A3 SPORTBACK 1.8 FSI A3 SPORTBACK 1.9 TDI AMB. A3 SPORTBACK 1.9 TDI ATTR.

ab 13.750 ab 20.550 ab 24.900 ab 28.900 ab 30.750 ab 24.900 ab 24.900 ab 26.200 ab 24.700

A3 SPORTBACK 2.0 TDI A3 SPB. 2.0 TDI 170 PS A4 2.0 TDI 140 PS NEW A4 2.0 TDI 143 PS NEW A4 V6 3.0 TDI QUAT. A4 AVANT 2.0 TDI A4 AVANT 2.0 TDI QUATTRO A4 CABRIOLET 2.0 TDI A5 V6 3.0 TDI QUATTRO

ab 24.900 ab 28.400 ab 24.900 ab 39.500 ab 44.200 ab 32.900 ab 30.500 ab 37.900 ab 51.900

A6 V6 2.7 TDI A6 V6 2.7 TDI MULTITRONIC A6 V6 3.0 TDI QUATTRO TIP. A6 AVANT V6 2.7 TDI Q. TIP. A6 AVANT V6 3.0 TDI Q. TIP. Q7 V6 3.0 TDI QUATTRO TIP. NEW TT 2.0 NEW TT ROADSTER 2.0 TT ROADSTER 1.8 T

ab 34.900 ab 42.000 ab 37.900 ab 49.300 ab 50.200 ab 58.900 ab 30.500 ab 33.900 ab 19.900

Irrtümer / Zwischenverkauf vorbehalten. Angebot gültig für verfügbare Fahrzeuge - solange Vorrat reicht.

Auto Brenner Ihr VW-Audi Partner in Brixen und Bozen

BRIXEN - Bahnhofstraße 32 Te l . 0 4 7 2 9 7 1 1 1 1 - i n fo - b x @ a u to b re n n e r. i t BOZEN - Lanciastraße 3 Tel. 0471 201111 - www.autobrenner.it

63


Eine elegante Silhouette, innovative Technik und hochwertige Qualität – der neue Citroën C5 bringt mehr Stil auf die Straße. Der Citroën C5 verspricht als rassige Limousine oder als eleganter Tourer ein dynamisches und entspanntes Fahrvergnügen. Das elegante Design mit abfallendem Dach und drittem Seitenfenster verleiht der Limousine nahezu Coupè-Charakter; unter der dynamischen und flüssigen Silhouette des Tourer verbirgt sich eine enor­me Ladekapazität von 533 Liter. Sowohl in der Limousine als auch im Tourer punktet der Citroën C5 durch hohen Sitzkomfort und ein großzügiges Platzangebot. Das Cockpit ist ganz auf die Bedürfnisse des Fahrers ausgerichtet. Die Fahrzeug- und Navigationselemente sind übersichtlich angeordnet und leicht und intuitiv bedienbar. Die Vordersitze sind vielfach und präzise

Extra

Auto & Moto

Einer, der es in sich hat

bimotor

64

einstellbar, der Fahrersitz bietet eine integrierte Einstiegsfunktion und ist mit einer Massagefunk­ tion ausgestattet. Die bevorzugten Einstellungen von Sitz, Außenspiegeln und elektronisch geregelter Klimaanlage lassen sich für zwei verschiedene Fahrer speichern und per Knopfdruck automatisch einstellen.

Intelligente Fahrhilfen unter-

stützen den Fahrer. So gibt es serienmäßig einen Geschwindigkeitsregler und -begrenzer. Die Versionen mit „Hydractive III+“Federung haben zusätzlich eine automatische elektrische Parkbremse. Letztere wird ergänzt durch eine Berganfahrhilfe. Optio­ nal bekommt man unter anderem eine Einparkhilfe für vorne und

hinten, einen Parklückendetektor, mitlenkende Bi-Xenon-Scheinwerfer sowie den innovativen AFILSpurassistenten, der beim versehentlichen Überfahren der Markierungslinien den Fahrer durch Vibrationen in der Sitzfläche warnt. Ein Festplattennavigationssystem NaviDriveRT4 mit integrierter Europakarte und Jukebox-Funktion ist auf Wunsch erhältlich. Das sequenzielle Automatikgetriebe mit sechs Schaltstufen lässt dem Fahrer die Wahl zwischen dem Komfort automatischer Gangwechsel oder dem dynamischen Fahrspaß manueller Gangwechsel mit dem sequenziellen Modus. Der Citroën C5 ist mit zwei verschiedenen Fahrwerkssystemen erhältlich. Das herkömmliche Fahrwerk überzeugt durch ein hervorragendes Gefühl

für die Straße sowie präzise, dynamische Fahreigenschaften. Beim „Hydractive III+“-Fahrwerk dagegen liegt der Schwerpunkt beim Fahrkomfort, der insbesondere bei Kurven oder auf schlechten Fahrbahnoberflächen spürbar wird. Dieses System bietet eine automatische Regelung der Bodenfreiheit bei hohen Geschwindigkeiten zur Verbesserung von Straßenlage und Treibstoffverbrauch. Das Fahrwerk, serienmäßiges ESP, sieben Airbags, auf Wunsch auf neun erweiterbar sowie ein Sicherheitspedalwerk tragen dazu bei, dass die aktive und passive Sicherheit im Citroën C5 neue Maßstäbe setzt. Der neue Citroën C5 ist zu sehen bei Filippi in Vahrn oder bei Bimotor in Bozen und Bruneck.


Perfektion bis ins Detail

GIMUR

Der neue Seat Ibiza weckt Emotionen, spart Treibstoff und minimiert die Emissionen. Der neue Seat Ibiza ist ein Auto für alle, die Wert auf Design, Sportlichkeit und Qualität legen und dabei auch an die Umwelt denken. Dem neuen Seat Ibiza gelingt es erstmals, mehr Komfort und Sicherheit und trotzdem ein geringeres Fahrzeuggewicht zu erreichen. Durch Verschlankung, effiziente Motoren und neu abgestimmte Getriebeübersetzungen spart er an Treibstoff und an Abgasen. Die stark reduzierten CO2-Emissionen – alle Benziner emittieren weniger als 160 Gramm CO2 pro Kilometer und alle Diesel weniger als 120 Gramm – machen den Ibiza zudem zu einem der umweltfreundlichsten Modelle seiner Klasse. Der Seat Ibiza verbindet expressives Design mit modernster

Technik. Das Fahrzeug gewinnt durch längeren Radstand und größere Spurbreite an Fahrdynamik und bietet mehr Komfort, beispielsweise durch Einparkhilfe und Kurvenlicht. Zudem gewährleistet er größere Sicherheit, wie zum Beispiel durch neue Airbagsysteme. Der Look des Seat Ibiza ist geprägt durch reliefbetonte Linien an den Flanken und durch das neue Arrow-Design, der pfeilspitzenförmigen Anmutung von Scheinwerfern, tief liegendem Frontgrill und Motorhaube.

Präzision im Detail sorgt dafür, dass der sportliche Flitzer jeden Tag in Topform vorfährt. Der neue Seat Ibiza ist in den drei Ausstattungsvarianten „Reference“, „Sport“ und „Stylance“ erhältlich.

Die serienmäßige elektro-hydraulische Servolenkung verbessert das Gefühl für die Straße und passt den Grad der Lenkunterstützung jedem Geschwindigkeitsbereich individuell an. Ebenfalls mit an Bord ist das elektronische Stabilisierungsprogramm ESP inklusive Berganfahrassistent HHC und Reifenkontrollanzeige RKA. Bei fast allen Ausstattungslinien findet man ein Audiosystem mit CD-MP3-Player-Kombination und Aux-In-Anschluss. Dieses lässt sich auf Wunsch um eine integrierte Bluetooth-Schnittstelle und einen USB-Anschluss erweitern. Sechs Lautsprecher sind serienmäßig enthalten. Ein komfortabler Bedienungssatellit am Lenkrad bildet einen wesentlichen Bestandteil des Audiosystems. Die

Ausstattungslinien „Stylance“ und „Sport“ sind serienmäßig zudem mit einem Bordcomputer ausgestattet. Zur umfangreichen Serienausstattung gibt es zahlreiche Optionals, beispielsweise Bi-Xenon-Scheinwerfer mit dynamischem Kurvenlicht oder das unverwechselbare Design des neuen elektrischen Panorama-Glas-Hubdachs.

Der neue Seat Ibiza vereint

Design, Qualität und Technik zu einem Auto der Zukunft, das Emotionen weckt und Emissio­ nen vermindert. Drei Benziner und drei Diesel stehen zur Wahl – jeder einzelne überzeugt in punkto Leistung, Drehmoment, Wirtschaftlichkeit und Zuverlässigkeit.

Info SEAT:

Maximaler Treibstoffverbrauch Stadt/Land/Mischverkehr l/100km: 8,9/5,3/6,6 Maximaler CO2 Ausstoss g/km 175. Die Daten beziehen sich auf den Neuen Ibiza 1.6 Stylance 105PS

SEAT in Italia empfiehlt

NEUER SEAT IBIZA. TECHNOLOGISCHE SCHÖNHEIT. Ingenieure, Designer und Monteure von SEAT : Rafa Ruano, Marta Naranjo, Sergi Garcia, Amanda Gomez, Carlos Arcos. Wir hatten ein einziges Ziel: die perfekte Verbindung aus Schönheit und Technologie. Und wir sind stolz auf das erreichte Resultat. Das Elektronische Stabilitätsprogramm (ESP) mit Hill-Holder-System ist Technologie der jüngsten Generation. Durch das Adaptive Frontbeleuchtungssystem (AFS) und das Abbiegelicht ("Cornering Light") wird jeder tote Winkel ausgeleuchtet. Wir haben es geschafft, den sichersten und schönsten Ibiza aller Zeiten zu bauen, den Ibiza, der das größte Fahrvergnügen verspricht. Darauf sind wir stolz.

Kommen und probieren Sie ihn bei ihrem Vertragshändler.

Volta Straße 5 - 39100 Bozen- Tel. 0471/323060

65


Impressum Unabhängige Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung Redaktion: Brennerstraße 28, I-39042 Brixen Tel. +39 0472 060200, Fax +39 0472 060201 www.brixner.info E-Mail für Pressemitteilungen: redaktion@brixner.info E-Mail für Leserbriefe: echo@brixner.info Online-Ausgabe: www.brixen.net Verlag: Brennerstraße 28, I-39042 Brixen Tel. +39 0472 060200, Fax +39 0472 060201 E-Mail: office@brixmedia.it, www.brixmedia.it Anzeigenleitung: Sonja Messner, Tel. +39 0472 060212 sonja.messner@brixmedia.it Herausgeber, Chefredakteur und presserechtlich verantwortlich: Willy Vontavon (wv), Tel. +39 0472 060213 willy.vontavon@brixner.info Assistenz Chefredaktion: Doris Brunner (db), Tel. +39 0472 060211 doris.brunner@brixner.info Bildredaktion: Oskar Zingerle (oz), Tel. +39 0472 060210 oskar.zingerle@brixner.info Mitarbeiter der Redaktion: Marlene Kranebitter Zingerle (mk) Thomas Oberrauch (to) Annamaria Mitterhofer (amm) Manuela Kerer (mak) Dietmar Pattis (dp) Hildegard Gargitter (hg) Elisabeth Stürz (es) Albina Kritzinger (ak) Andres Carlos Pizzinini (ap) Günther Eheim (gevs) Ingo Dejaco (id) Andrea Bodner (ab) Christine Mathá (cm) Hartmuth Staffler (hs) E-Mail: vorname.nachname@brixner.info Grafik: Verena Campestrini, Tel. +39 0472 060209 Heidi Oberhauser, Tel. +39 0472 060208 Druck: Athesia Druck GmbH, Brennerstraße 32, I-39042 Brixen www.athesia.it Der nächste „Brixner erscheint um den 20. Juli 2008 Nächster Redaktionsschluss: 6. Juli 2008 Die Zeitschrift „Brixner“ erscheint monatlich und wird im Postabonnement 45 % Art. 2, Abs. 20/b, Ges. 662/96, Bozen zugestellt. Eintragung am Landesgericht Bozen am 29.12.1989, Nr. 29/89 R.St. Auflage: 11.000 Stück Preis Abonnement: 1 Euro Abonnentenservice: abo@brixner.info Die in dieser Zeitschrift veröffentlichten Beiträge und Bilder sind urheberrechtlich geschützt. Ohne Genehmigung des Verlages ist eine Verwertung strafbar. Dies gilt auch für die Veröffentlichung im Internet. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Beiträge unter Umständen zu kürzen, abzuändern oder zurückzuweisen. Namentlich gezeichnete Beiträge unserer Mitarbeiter geben nicht unbedingt die Meinung des Herausgebers wieder und sind von der Redaktion nicht in allen Einzelheiten des Inhalts und der Tendenz überprüfbar. Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Fotos und Illustrationen übernimmt der Verlag keine Haftung. Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sämtliche in dieser Zeitschrift veröffentlichten Stellenangebote sich ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechts beziehen. 66

Juni 1908

Ein Ziegenjäger Brixen, Dienstag, den 16. Juni 1908 Wie uns mitgeteilt wird, schoss kürzlich ein gar zu jagdleidenschaftlicher Rimrod in der Umgebung Brixens auf eine Ziegenherde, welche unbefugterweise auf dem üppigen Grund und Boden des Bäckermeisters Johann Höllrigl in St. Andrä zu grasen wagte, und traf davon drei Tiere, wovon eines tot liegen blieb. Nicht mit Unrecht sind die Sankt Andräer Bauern über diese Roheit empört und haben beschlossen, den Bäckermeister, welcher die Ziegenjagd anstiftete, zu boykottieren, bis er den Schaden gut gemacht und Abbitte geleistet hat.

Jugendliche Zerstörungswut Fast jeden Tag laufen Klagen ein über unablässige Lausbubenstückeln zum Schaden einzelner und der Gesamtheit. So hat Herr Franko von der Köstlaner Rienzbrücke bis zu den Sägewerken 30 junge Jubiläumsbäume eingesetzt, an denen vielfach Spitzen und Zweige abgebrochen wurden. Einen ganz besonderen Schaden verursachen aber jene Flegel, welche tagtäglich die frisch angeschlagenen Plakate teilweise oder ganz herunter reißen. Fürs erste wird den plakatierenden, meistens fremden Unternehmern

Vergnügen über Vergnügen Brixen, Dienstag, den 2. Juni 1908 Man hört oft auswärts über Brixen klagen, dass es da „so fad“ sei. Nichts ist unrichtiger. Fast täglich gibt es da oder dort Vergnügungen und Unterhaltungen. Kaum ist der Zirkus Zawatta fort, kommt ein Biograph, welcher im „Goldenen Kreuz“ drei gutbesuchte, wirklich unterhaltliche Vorstellungen gab. Außerdem haben wir das ständige, sehr sehenswerte Kaiserpanorama. Gestern gab es von 6 Uhr früh bis 12 Uhr nachts fast ununterbrochen Festlichkeiten mit Musik.

Fünf Bischöfe gleichzeitig in Brixen Brixen, Samstag, den 13. Juni 1908 Gelegentlich der Bischofsweihe des hochwürdigsten Herrn Dr. Egger werden gleichzeitig nicht weniger als fünf Bischöfe in Brixen weilen, nämlich außer unseren hochwürdigsten Fürstbischof Josef und dem neugeweihten Bischof Franz auch die hochwürdigsten Bischöfe von Trient, Gurk und Seckau.

unter Umständen durch den dadurch eintretenden Mangel an Reklame ein empfindlicher Schaden verursacht, andererseits aber auch der Einwohnerschaft und den Fremden mitunter die Möglichkeit genommen, sich über Veranstaltungen und Kundmachungen zu unterrichten. Es wäre gewiss angezeigt, wenn der Gemeinderat für die Ergreifung eines solchen Übeltäters eine kleine Prämie ausstellen würde. Denn diesem ewigen Unfug muss endlich energisch entgegen gesteuert werden.

Öffentlicher Raufhandel Eine wüste Rauferei auf offener Straße fand gestern, gegen halb 8 Uhr abends, vor dem Gasthaus

„zum goldenen Rössl“ statt. Mit unsagbarer Roheit schlugen die Burschen mit Stöcken, Totschlägern und Fußstöckeln aufeinander los und flohen dann auseinander, als ein vorbeigehender Oberjäger den größten Wüterich festnahm. Einer blieb am Tatorte bewusstlos und stark blutend liegen und musste ins Spital überführt werden. Das Ärgerliche an der ganzen Sache ist nur, dass immer ein und dieselben Raufbrüder solche Skandale in dem sonst so friedlichen Brixen inszenieren, welche dann durch die Presse in alle Welt gehen.

Fund von Steinkohle Brixen, Donnerstag, den 4. Juni 1908 Vor einiger Zeit fanden Arbeiter der Sägewerke Bisi in der ­Rienzschlucht eine halbe Stunde hinter der Säge in einem frischen Murbruch einen mächtigen Klumpen reinster, schwarz glänzender Steinkohle. Selbstverständlich ist eine Steinkohlenader im Murterrain völlig ausgeschlossen. Wir haben aber mehrere Anzeichen, dass im Gebiet Gader-, Lüsenund Grödental unter der roten Sandschicht da und dort Steinkohle anstehend vorkommt.

Die Zeitungs­artikel auf dieser Seite wurden von Günther Eheim aus der „Brixener Chronik“ entnommen, die 1888 gegründet wurde und bis 1925 erschien. Die damalige Rechtschreibung, auch eventuelle Druckfehler und sonstige ­Kuriositäten werden ohne ­Korrektur beibehalten.


Schmutziges Spiel!

Strom

|

Wasser

|

Fernwärme

|

UMWELT & ABFALL

|

Technische Netze

ZIGARETTENSTUMMEL AUF GEHWEGEN zwischen den Pflastersteinen und bei den Gullys regen uns auf. Vor allem weil es nicht sein muss, denn im gesamten Stadtgebiet haben wir die Abfalleimer mit Aschenbechern ausgestattet. Daher bitten wir alle Raucher, diese auch zu benützen als kleines Zeichen von Respekt und gutem Benehmen gegenüber allen Bürgern und als große Hilfe für die Umweltdienste unserer Stadt. Wenn Sie mehr darüber wissen wollen dann klicken Sie auf www.asmb.it


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
Brixner 221 - Juni 2008 by Brixmedia GmbH - Issuu