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EXTRA
211
Haus & Garten
Jahrgang 18 · August 2007
Unabhängige Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung
Gewalt unter Jugendlichen
Made by
Klima der Angst PORTRAIT
Wie sich Albert Pixner im ersten Jahr als Dekan von Brixen eingelebt hat
FRANZENSFESTE
Wie man mit der Festung einen neuen Aufschwung im Dorf erreichen will
LANDESSPORTZENTRUM Warum Brixen sich zum wiederholten Mal als Standort bewirbt
ALTSTADT
Wie Experten die Zukunftschancen der Brixner Altstadt sehen
Rambutan TH
GESCHMACKVOLLES WOHNEN GENIESSEN
FRIEDRICH ÜBERBACHER BRIXEN DOMPLATZ 20 T 0472 834 100 WWW.DOMUS.CC
Editorial
Politik & Gesellschaft 04 | THEMA: Klima der Angst 08 | Einmal Postgasse und zurück 10 | Natz Schabs: Harmonischer Rücktritt
>>> 04
Menschen & Meinungen >>> 16 16 | Portrait: Zeit für Gespräche 21 | Pro & Contra 23 | Umfrage: Durchgehende Öffnungszeiten erwünscht? Kunst & Kultur 24 | THEMA: Zukunft mit Sprengkraft 27 | Kaser kocht 28 | Jazzige Verwandlung 29 | Werte und Wertschätzung
>>> 24
Freizeit & Sport 36 | THEMA: Zweiter Versuch 40 | Sommerzeit ist Transferzeit
>>> 36
Wirtschaft & Umwelt 44 | THEMA: Stadt der Zukunft 51 | Vahrn: Fernwärme im Anmarsch 52 | Betriebsportrait: Progress AG
>>> 44
Extra 58 | Haus & Garten
>>> 58
Alles umsonst? Ich kann mich nicht erinnern, wann im Brixner Gemeinderat zuletzt eine derartige Einigkeit geherrscht hat: Sämtliche Gemeinderäte, also auch jene, die ansonsten grundsätzlich gegen alles sind, haben die Bewerbung unserer Stadt als Standort für das geplante Landessportzentrum unterzeichnet. Na ja, ehrlich gesagt hat dieser Beschluss des Gemeinderats nicht gerade weltbewegende Auswirkungen, denn schließlich einigte man sich lediglich darauf, dem Landeshauptmann mitzuteilen, dass Brixen das Landessportzentrum haben möchte – obwohl scheinbar die Würfel bereits gefallen sind in Richtung Kaltern. Aber es ist trotzdem ein kleines Zeichen, dass das Klima zwischen den einzelnen Parteien – und vor allem zwischen den Fraktionssprechern! – sich etwas normalisiert haben dürfte. Vor einigen Minuten lese ich allerdings in einer Pressemitteilung des Landespresseamtes, dass das Areal in Elvas, das Brixen großzügig zur Verfügung stellen will, gar nicht Bestandteil des vor einigen Tagen unterzeichneten Vertrages zwischen Land und Verteidigungsministerium ist und es dem entsprechend wahrscheinlich für das Landessportzentrum zu lange dauern wird, bis Südtirol darüber verfügen kann. Möglicherweise war die Bewerbung Brixens nun also umsonst – was unsere Mitarbeiterin Annamaria Mitterhofer zum Zeitpunkt der Recherche genauso wenig wusste wie der Gemeinderat zum Zeitpunkt der Beschlussfassung. Wie dem auch sei – der Landeshauptmann hat damit eine tolle Ausrede, die teurere Variante in Kaltern zu wählen, weil das Areal für die günstigere eben nicht zur Verfügung steht. Dabei müsste er wissen, dass Brixen grundsätzlich besser rechnet als andere Städte. Ansonsten wäre es nicht möglich, dass die Acquarena nahezu kostendeckend ist, während die Therme Meran jedes Jahr Millionen an Steuergeldern kostet.
Ihr Willy Vontavon
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Politik & Gesellschaft
GEWALT UNTER JUGENDLICHEN
Klima der Angst
Steigt in Brixen die Gewalt unter Jugendlichen und tritt an Stelle von Sicherheit das Gefühl von Bedrohung und Angst? Die Statistiken und Exekutive verneinen, Brixner Jugendliche hingegen zeichnen ein erschreckendes Stimmungsbild.
N
icht immer bestätigen Statistiken weit verbreitete Meinungen. Sie liefern trockene Fakten und Zahlen. Gewaltbereitschaft und Anzahl von kleineren Delikten bei Jugendlichen sind im Ansteigen begriffen – diese Meinung scheint auch bei uns weit verbreitet zu sein und regt an, sich damit auseinander zu setzen. Die Junge Generation des SVP Bezirks Brixen und das Jugendzentrum Kass haben es getan und vor einiger Zeit eine Diskussionsveranstaltung mit namhaften Vertretern aus Politik, Schule, Jugendarbeit, Vereinswesen und Justiz organisiert. Dabei wurde das brisante Thema, das nicht nur jugendliche Zuhörer ins Jugendzentrum lockte, breit gefächert diskutiert.
Wo liegen Ursachen von Ge- Straftaten und Gewaltübergriffe walt und Radikalismus bei Jugendlichen? Welche rechtlichen Folgen ziehen diese nach sich? Wie kann man darauf angemessen reagieren? Diese Fragen wurden von den Referenten aufgegriffen; die kurzen Vorträge boten einen Mix aus theoretischen Überlegungen, Erfahrungen aus der täglichen Arbeit mit Jugendlichen und Forderungen an die Politik, weil der zunehmenden Gewaltbereitschaft entgegen getreten werden müsse. Nur die Statistiken wollten den Trend von steigender Gewalt nicht untermauern, sondern zeichneten ein anderes Bild. Der Staatsanwalt am Jugendgericht Bozen, Christian Meyer, hielt trocken fest, dass die Zahl der gemeldeten
Sara Sommariva, Leiterin des Brixner Kommissariats für Öffentliche Sicherheit: „Steigende Aggressivität, aber keine Zunahme von Strafdelikten“
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unter Jugendlichen in den vergangenen Jahren nicht signifikant zugenommen hat. Damit traf er aber keineswegs den emotionalen Nerv der meisten Zuhörer. Einige Jugendliche und besorgte Eltern berichteten von erschreckend aggressivem Verhalten einiger Brixner Migranten-Cliquen. Viele der hiesigen Jugendlichen würden sich dadurch nicht mehr sicher fühlen. Ein 16-Jähriger etwa berichtete davon, am helllichten Tag grundlos verprügelt worden zu sein.
Die brisanten Aussagen
lenkten den Fokus der Veranstaltung von der Diskussion allgemeiner Tendenzen hin zum Thema von Jugendgewalt und Migration, mit Bezug zum lokalen Kontext. Welche die richtigen Schritte seien, um die Gewalt einzudämmen, darüber gab es differenzierte Ansichten. Konsens hingegen herrschte am Ende des Abends darüber, dass das Thema weiterhin aktuell bleiben werde und man sich intensiv um die Prävention von Gewalt bemühen müsse. „Der Brixner“ hat im Anschluss an die Veranstaltung mit zwei Brixner Jugendlichen gesprochen (siehe Interview): In ihren Schilderungen mit teils persönlichen Erfahrungen beschreiben sie das Verhalten und die Drohgebärden einiger in Brixen wohnhafter Jugendlichen mit Migrationshintergrund als äußerst aggressiv. Dies habe in der Stadt unter den Jugendlichen zu einem Klima der Angst geführt. Die Aussagen sind erschreckend,
zeigen aber auch, dass sich das Thema jugendlicher Gewalt oft undifferenziert in den Kontext der Integrationsdebatte mischt, mit den bekannten Begleiterscheinungen, die diese Debatte kennzeichnen: Vorurteile verschiedenster Art, zum Beispiel wie jenes, wonach Ausländer allein auf Grund der Tatsache, dass sie Migranten sind, in den Genuss von Begünstigungen kommen. Wie der Direktor der Sozialdienste, Josef Pichler, bestätigt, hängen Begünstigungen jedoch einzig und allein von der
ERSCHRECKENDES STIMMUNGSBILD: Brixner Jugendliche meiden aus Angst vor Belästigungen einige Lokale im Süden der Stadt
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individuellen Bedürftigkeit ab und sind vollkommen unabhängig von ethnischer Zugehörigkeit oder Herkunft des Begünstigten.
Die Brixner Exekutive sieht
die Situation in Brixen weniger emotionsgeladen. Wie die Leiterin des Brixner Kommissariats für Öffentliche Sicherheit, Sara Sommariva, auf Nachfrage berichtet, kann man zwar steigende Aggressivität beobachten, die Strafdelikte mit Jugendgewalt aber hätten in den letzten
Jahren in Brixen nicht wesentlich zugenommen. Sie sähe insgesamt eher ein gegenteiliges Bild: Die Gewalttaten von Skinheads beispielsweise seien merklich zurückgegangen. Zu den Hauptproblemen im Zusammenhang mit Gewalt gehöre laut ihrer Meinung vor allem der hohe Alkoholkonsum unter Jugendlichen. Seit einigen Jahren schon setzt die Polizei verstärkt auf Präventionsarbeit in den Oberschulen, wo Bullying – also Mobbing bei Kindern und Jugendlichen in der Schule –,
Gewalt und Strafdelikte mit Jugendlichen thematisiert werden.
hat, nimmt die Aussagen absolut ernst, verweist aber gleichzeitig
„Es gibt einige Cliquen, denen man nicht gerne begegnet“_ Peter*, 17, aus Brixen Auch die Politik tut sich mit dem auf die beschränkten MöglichThema schwer. Jugendstadträtin Magdalena Amhof, die an der Podiumsdiskussion teilgenommen
keiten der lokalen Politik. Mögliche Ansätze sieht sie in Projekten zur Integration, auch weil das
Politik & Gesellschaft
info
„Dann bin ich im Arsch“ Ein Stimmungsbild, gezeichnet von zwei Brixner Jugendlichen: Peter und Lukas*, 17 und 19 Jahre alt, erzählen von ihren persĂśnlichen Erfahrungen, Empfindungen und Einstellungen zum Thema Jugendgewalt in Brixen. Welche ist eure Sicht zum Thema Jugendgewalt in Brixen? Was hat sich in den letzten Jahren verändert? Peter: Vor ein paar Jahren war Brixen eine friedliche Stadt, man konnte sich mit Freunden ohne Probleme im Stadtraum bewegen. In den letzten Jahren hat sich die Situation verändert. Es gibt einige Cliquen, denen man nicht gerne begegnet. Es ist die Einstellung dieser Jugendlichen, die einem unmittelbar zu verstehen gibt: Geh mir nicht auf die Nerven, schau mich nicht an, ansonsten wirst du verprĂźgelt. Lukas: Schlimm ist es am Abend. FrĂźher konnte man sich in den Lokalen im Brixner SĂźden unbekĂźmmert unterhalten und SpaĂ&#x; haben. In letzter Zeit befinden sich dort aber vermehrt Ausländer, und die Leute trauen sich nicht mehr hin. FrĂźher konnte man dort gemĂźtlich tanzen, nun wird man häufig angepĂśbelt. Das Problem ist, dass wir absolut nichts dagegen unternehmen kĂśnnen. Wehrt man sich, dann ist man fällig. Peter: Ich habe auch erlebt, dass sie am helllichten Tag das Motorrad eines Jugendlichen mit Benzin Ăźbergossen und angezĂźndet haben.
Delikte wie diese oder die Anwendung von Gewalt werden in der Regel zur Anzeige gebracht.
Lukas: Das nßtzt aber wenig. Auch die Polizei sagt, dass sie wenig dagegen tun kÜnnen. Die Angreifer behaupten dann, sie wären provoziert worden, woraufhin die Polizei sie laufen lassen muss.
Sprechen wir von einer einzelnen Clique? Lukas: Es ist keine einzelne, abgrenzbare Clique, es ist eine grĂśĂ&#x;ere Gruppe. Sie kennen sich untereinander sehr gut und verteidigen sich auch gegenseitig. Wie damals im Lido zu Fasching: Ein noch sehr junger Albaner kommt zu mir her und schlägt mir ohne Grund mit einer Spraydose ins Gesicht. Daraufhin habe ich ihn gepackt und von mir weggestoĂ&#x;en. Er kam schlieĂ&#x;lich mit 20 Freunden zurĂźck, allesamt wesentlich grĂśĂ&#x;er als wir. Peter: Sie haben begonnen, mit uns Ăźber das Vorgefallene zu diskutieren, in ganz normalem Ton. PlĂśtzlich, ohne Vorwarnung, schlägt er Lukas mit voller Wucht gerade ins Gesicht, worauf dieser am Mund stark blutete. Nachdem der Angreifer dann sagte „Siamo pari adessoâ€?, dachten wir, damit wäre die Geschichte erledigt. Lukas: Am darauf folgenden Samstag jedoch musste ich mit einem dieser Jugendlichen wegen der Geschichte knapp zwei Stunden diskutieren. Dabei drohte er mir an, dass er mich, falls ich ihn anzeige, mit einem Stein aufschlitzen wĂźrde. Wenn ich da eine
'RO”ER 'RABEN q "RIXEN INFO SPORTACHERER COM 4EL 3AMSTAG .ACHMITTAG GEÚFFNET
+INDERTURNSCHUHE q HELLE 3OHLE AUCH MIT +LETTVERSCHLUSS q ZUM TOLLEN 0REIS AB %
%!340!+ 2UCKSËCKE IN ALLEN &ARBEN IMMER BEI UNS
Anzeige mach, bin ich im Arsch. Dann kann ich mich endgĂźltig nicht mehr aus dem Haus trauen. Dann passen sie dich ab und schlagen dich zusammen.
Eine Anzeige ist aber der einzig korrekte Weg, wenn jemand etwas Illegales tut.
Wie ist generell euer Umgang mit Jugendlichen mit Migrationshintergrund? Kennt ihr welche?
Lukas: Ich kÜnnte aber nie riskieren, den Betreffenden anzuzeigen. Dann bin ich fällig. Sie wissen, welches
Peter: Bei mir in der Klasse, in einer italienischen Bozner Oberschule, sind knapp 80 Prozent Ausländer.
„Ich kĂśnnte nie riskieren, den Betreffenden anzuzeigen. Dann bin ich fällig“_ Lukas*, 19, aus Brixen mein Motorrad ist, also wäre das nicht lange heil. Ich habe auch schon gehĂśrt, dass sie Telefonterror machen. Ich kenne einen bestimmten Fall.
Ihr wĂźrdet die Situation in Brixen demnach als bedrohlich beschreiben? Peter: Absolut, aber eben erst seit etwa drei Jahren, davor war’s ruhiger. Lukas: Wir wollen nicht alle Ausländer in einen Topf werfen und alle als gewalttätig oder kriminell abstempeln. Wir finden nur jene Gruppe, die sich in Brixen SĂźd herumtreibt, als bedenklich. Ich habe selbst mit einem Migranten zusammengearbeitet, er war sehr hĂśflich, ein super Typ. Die anderen hingegen bezahlen keine Steuern, kommen gratis ins Schwimmbad und Kino, bekommen weiĂ&#x; Gott wie viel Geld vom Land und glauben dann, sie wären die GrĂśĂ&#x;ten und pĂśbeln alle an.
Woher hast du diese Informationen? Lukas: Ich weiĂ&#x; es. Sie erhalten die BegĂźnstigungen, weil sie Ausländer sind.
Es ist definitv ein Mythos, dass man alles bekommt, nur weil man ein Ausländer ist. Sozialleistungen erhält man nach Bedßrftigkeit.
Lukas: Viele von ihnen laufen aber mit den allerneuesten Handys herum und kommen dann auch noch gratis ins Schwimmbad.
Ich bin der einzige mit deutscher Muttersprache. Dort passieren auch immer wieder viele Dinge. Respekt vor der Lehrerschaft ist praktisch nicht vorhanden. Einmal hatte ein Lehrer einen Schßler wegen dessen Aufenthalt in der Schulbar gerßgt, woraufhin dieser dem Lehrer einfach eine Flasche ßber den Kopf geschlagen hat. Man versucht, mit ihnen einen friedlichen Umgang zu pflegen, damit es keine Probleme gibt. Ich bin immer freundlich mit denen, daher kenne ich auch einige. Die ich kenne sind sehr sympathisch, die anderen aber sind problematisch. Lukas: Wir fragen uns dauernd, wann sich endlich was ändert. Länger kann es so nicht weitergehen, sonst wird es noch schlimmer. Immer Angst haben zu mßssen - das geht nicht.
Gibt es unter den Einheimischen keine Probleme? Lukas: Kaum. Auch mit Skins gibt es manchmal Reibereien, aber der Unterschied ist, dass dann in der Regel nur mit den Fäusten geprßgelt wird. Bei Albanern ist das anders: Entweder sie haben ein Messer oder verwenden sonst andere Gegenstände als Waffen, wie zerbrochene Gläser oder Steine. ingo.dejaco@brixner.info * Namen von der Redaktion geändert
sion hat ihrerseits als MaĂ&#x;nahme eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen. Sie soll die Themen Gewaltbereitschaft und Migration, erweitert auch um die Frage des Alkoholkonsums im Jugendalter, vertiefend erĂśrtern. „Wir haben bemerkt, dass es bereits eine Reihe von Initiativen zu diesen Themen gibt, sei es im Bereich Jugendarbeit, vonseiten der BehĂśrden, aber auch an den Schulen“, erläutert Bezirksjugendreferent Philipp
Jugendstadträtin Magdalena Amhof: „Wir kĂśnnen keine LĂśsungen von heute auf morgen herbeifĂźhren“
Philipp Achammer, SVPBezirksjugendreferent: Arbeitsgruppe fĂźr Gewaltbereitschaft und Migration ins Leben gerufen
Problem ein gesamtgesellschaftliches ist: „Wir kĂśnnen keine LĂśsungen von heute auf morgen herbeifĂźhren, sondern mĂźssen in dieser Thematik langfristige Strategien anpeilen. Derzeit prĂźfen wir gemeinsam mit anderen Partnern Modelle fĂźr eine bessere Integration und die Prävention von Gewalt.“
Nicht untätig geblieben ist auch die Bezirksgemeinschaft Eisacktal, die in Kooperation mit dem Jugendhaus Kassianeum ab Herbst ein Projekt der Mobilen Jugendarbeit in Angriff nehmen wird. Auch in diesem Projekt spielt das Thema Gewalt eine maĂ&#x;gebliche Rolle. Die Junge Generation als Organisator der Podiumsdiskus-
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Achammer, „unser primäres Anliegen ist es, die verschiedenen Ansätze einander näher zu bringen und sie zu koordinieren. Schlussendlich kĂśnnte in Zusammenarbeit der verschiedenen Träger auch ein eigenes Projekt erwachsen“.
ingo.dejaco@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
Meine Meinung Ingo Dejaco Die Gewalt von Jugendlichen mit Migrationshintergrund bleibt Thema der Üffentlichen Debatte. Es ist eingebettet in die allgemeine Diskussion rund um die Integration, die zurzeit sehr aufgeregt gefßhrt wird – leider oft ohne die nÜtige Differenziertheit, die sie sich verdient. Laut diverser Studien werden die Ursachen vorwiegend in kulturellen Wertvorstellungen geortet, in denen Männlichkeit und Ehre dominant sind. Fßr die Dominanz dieser Werte zeichnet vor allem die familiäre Sozialisation verantwortlich. Aber auch soziale Ausgrenzungen und mangelnde Integration mßssen in diesem Zusammenhang zur Sprache kommen. Wenngleich Gewalt nicht tolerierbar ist, muss sie im Kontext der gesamten Integration gesehen werden und fordert mutige LÜsungen – und vor allem eine Kultur der Anerkennung und des gegenseitigen Respekts.
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Einmal Postgasse und zurück Straßennamen bergen die Seele jeder Stadt, stiften Identität und Orientierung. Wonach sich Brixen bei der Straßennamengebung orientiert, wie die Straßen früher hießen und welche Namen sich nicht durchgesetzen konnten.
E
ntschuldigen Sie, könnten Sie mir sagen, wo die Postgasse ist? Wissen Sie nicht – und sind hier in Brixen zu Hause? Wie auch? Die Gasse hat es de facto nämlich nie gegeben. Oder besser gesagt: den Namen, der 1907 anstelle der Stadelgasse hätte gesetzt werden sollen, hat es nie gegeben. Er war nicht der einzige Straßenname, der in Brixen nur auf dem Papier existiert und in derselben Gemeinderatssitzung aufgehoben wurde, in der er eingeführt worden war. Während die Stadt Bozen unlängst an einem ganzen Katalog an Straßennamen bastelte – wobei der Name „Alexander Langer“ eine Zeitlang für heiße Diskussionen sorgte – liegt die letzte derart umfangreiche Straßenbenennung in Brixen exakt hundert Jahre zurück, sieht man von der Einführung der italienischen Straßennamen durch die faschistische Verwaltung und dessen Rückgängigmachung einmal ab.
Solange sich die Stadt auf ein
paar Straßenzüge aufteilte, wussten die Boten, wer wo wohnte, und sie waren nicht auf solche Orientierungshilfen angewiesen. Das heißt aber nicht, dass es früher keine Straßennamen gegeben hätte. Jene innerhalb der Stadtmauern sowie die Ausfallstraßen mit ihren Querverbindungen sind zum Teil seit dem Mittelalter dokumentiert, wenn auch nicht alle unter demselben Namen wie heute. Der Laubendurchgang hieß bis 1907 „Elendgässchen“, die Kleinen Lauben „Schlossergasse“ und die Großen Lauben „Stadtgasse“, die Domgasse war die „Siedlergasse“ und die Säbenertorgasse hieß „Lachmüllertorgassl“. Zu den Ausfallstraßen zählten die Stadelgasse, die Altenmarktgasse, die Adlerbrückengasse, die Ober- und Untergrießgasse (heute Weißenturm- und Albuingasse), die Runggadgasse und die
Kreuzgasse, deren Fortsetzung die Reichsstraße in Richtung Süden bildete. Seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts dehnte sich die Stadt allmählich in alle Richtungen aus.
Foto: Oskar Zingerle
Politik & Gesellschaft
BRIXEN
Die Anlegung des Grundbuchs Anfang des 20. Jahrhun-
derts erbot sich als Gelegenheit, in Sachen Straßennamen und Hausnummern klare Verhältnisse zu schaffen. Bei der ordentlichen Bürgerausschusssitzung am 26. Juni 1907 bekamen laut Protokoll 50 Straßenabschnitte neue Namen. Zu den neu entstandenen Straßen und Plätzen zählten damals der Bahnhofsplatz und die Straße vom Bahnhof zum Sonnentor, die Fallmerayerstraße und die mit der Flussregulierung entstandenen Wege und Straßen entlang des Eisacks und der Rienz (Oberer und Unterer Eisackdamm sowie Oberer und Unterer Rienzdamm). Nicht alle Namen haben bis in die heutige Zeit überlebt: die Erzherzog-Eugen-Straße, die Markt-, Rathaus-, Havlicek-, Haspinger-, Schauer- und die Sinnachergasse, der Pfaffensteig oder der Plabacherweg wurden umbenannt.
Noch vor dem Ausbruch des
Ersten Weltkriegs wurde das innerstädtische Straßennetz gepflastert, Straßen zu den umliegenden Dörfern gebaut und die Reichsstraße, die den Namen Kaiser Franz Josephs bekam, weiter nach Norden durch die Prielwiesen verlegt. Diese war zu jener Zeit die erste Umfahrungsstraße von Brixen, heute liegt sie mitten in der Stadt. Unter Bürgermeister Otto von Guggenberg plante ein Stadterweiterungskomitee unter anderem die Bebauung der Angerfelder – jene Fläche zwischen Bahnhof und Milland – mit einem fast dreimal so großen Platz wie jener am Dom und mit Straßen, die
Der Laubendurchgang hieß bis 1907 „Elendgässchen“
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sternförmig von ihm wegführen sollten. Der Plan hierzu befindet sich heute im Brixner Stadtarchiv. Dagegen nimmt sich der von den Faschisten nach demselben Muster entworfene Platz zwischen Bahnhof und Altstadt klein
aus. Realisiert wurde schließlich letzterer vor zwei Jahren in Form eines Kreisverkehrs.
Auffallende Spuren hat die
faschistische Städteplanung in Brixen nicht hinterlassen. Die
rasterförmige Anlegung von Straßen und die lockere Bebauung der Flächen sind in Ansätzen schon an den Plänen der Guggenbergschen Stadterweiterung abzulesen. Nicht einmal bezüglich der Straßennamen haben sich faschistische Relikte erhalten. Gewiss – um die Umbenennung der Romstraße wurde in den 50er Jahren hart und wenig erfolgreich gefeilscht, die Via Vittorio Veneto ist im Deutschen amtlich nach der Region Veneto benannt – ein Kuriosum, das noch dazu so gut wie gar nicht auffällt. Liest man die Stadt nach den heute bestehenden Straßennamen quer, eröffnet sich einem wohl so etwas wie die Seele der Stadt: klerikal, ländlich, männlich. Acht Straßen tragen die Namen von Bischöfen, vier jene von Heiligen. Weitere 23 Straßen sind nach bekannten und verdienten Persönlichkeiten benannt, sechs davon nach Dichtern (Carducci, Dante, Fallmerayer, Goethe, Unterrichter, Oswald von Wolkenstein), vier nach Komponisten, wobei die ersteren beiden ausschließlich für die Kirche geschrieben haben (Vinzenz Goller, Ignaz Mitterer, Mozart, Verdi). Zwei Straßen sind nach Unternehmern (Julius Durst, Ignaz Seidner) benannt, zwei nach Ärzten (Agostino Agostoni, Ignaz Mader), zwei nach Wissenschaftlern (Alfred Ammon, Giuglielmo Marconi), zwei nach Freiheitskämpfern (Cesare Battisti, Peter Mayr), eine nach dem Bürgermeister Otto von Guggenberg, eine nach dem Ingenieur der Brennerbahn Karl Etzel, eine nach dem Stadtbaumeister Kaspar von Kempter und eine nach einer Frau aus dem klerikalen Bereich, Maria Hueber, Mitbegründerin des Ordens der Tertiarschwestern und Gründerin der ersten gebührenfreien Mädchenschule. Nach ihr wurde vor fünf Jahren der alte Postplatz am Ende des Großen Grabens benannt. Bei den mit einer Straße beehrten Persönlichkeiten – die Bischöfe ausgenommen – fällt ein gewisses Gleichgewicht zwischen den Angehörigen des deutschsprachigen und des italienischsprachigen Kulturkreises auf. Dass es in Brixen kaum zu ethnischen Auseinandersetzungen kommt, hängt wohl auch damit zusammen, dass sich keine der beiden Sprachgruppen auf so symbolträchtige Straßen und Plätze stützen kann wie in Bozen, wo das Landesamt für Deutsche und Ladinische Kultur ihren Sitz ausgerechnet in der
Andreas-Hofer-Straße hat und der Siegesplatz immer noch für die Überlegenheit der italianità steht. Genauso groß die Gruppe jener Straßen, die nach Flurnamen benannt sind, 34 an der Zahl. Nach städtischen Einrichtungen benannt sind 31 Straßen und Gassen, nach Berufsbezeichnungen nur die Bäckergasse. Weder historisch gewachsen oder politisch voreingenommen sind die nach Bäumen oder sonstigem Gewächs benannten Straßen, wie man sie in jeder Stadt findet: den Birkenweg, den Erlenweg oder den Schilfweg.
Der Tradition verpflichtet
bleibt Brixen in Sachen Straßennamengebung auch in Zukunft, sofern es welche zu vergeben gibt: „Wir werden uns weiterhin nach topografische Namen oder nach jenen von Persönlichkeiten orientieren, die sich um die Stadt verdient gemacht haben und es daher wert sind, verewigt zu werden“, erläutert Bürgermeister Albert Pürgstaller, „derzeit besteht keine Dringlichkeit bei der Namensgebung – aber wir werden eine Kommission einrichten, die Vorschläge für die Benennung von Straßen und öffentlichen Gebäuden ausarbeiten soll.“ Was den Irrgarten Rosslauf betrifft, sollen nach der Errichtung des Rad- und Gehwegenetzes Straßennamen und eine Übersichtstafel am Zugang zum Stadtteil helfen, die Kondominien leichter auffindbar zu machen. Die Notwendigkeit neuer Straßennamen ergibt sich mit jedem Bau neuer „Stadtteile“. In welche Richtung sich Brixen künftig weiter ausdehnen wird, ist offen: Die Stadt steht vor der Frage des Quo vadis. Diesbezüglich beruft sich Bürgermeister Pürgstaller auf den noch zu erstellenden Masterplan. Auch wenn Straßennamen eine Stadt bereichern und Identität stiften, stellt die Vergabe oder der Austausch eines solchen keinen populären Verwaltungsakt dar, wie aus dem Rathaus zu hören ist. Bei den betroffenen Anrainern sorgt er kurzzeitig für Ärgernis, weil sie in Dokumenten wie Identitätskarte, Reisepass und Führerschein die Adresse ändern lassen müssen. Dass in Brixen ein Straßenname für so heftige Diskussionen sorgt wie in Bozen, hofft und wünscht sich Bürgermeister Pürgstaller nicht. albina.kritzinger@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
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Harmonischer Rücktritt Nach zwölfeinhalb Jahren endet in der Gemeinde Natz-Schabs vorzeitig die Ära der Bürgermeisterin Marianne Überbacher Unterkircher. Sie wird sich vom Amt zurückziehen und ihrem Mann Andreas als Gemeindesekretär den Vortritt lassen.
A
m 31. August wird Bürgermeisterin Marianne Überbacher Unterkircher von ihrem Bürgermeisteramt zurücktreten. Gleichzeitig wird mit diesem Schritt der Gemeinderat von Natz-Schabs aufgelöst; somit sind Neuwahlen notwendig. Diese werden voraussichtlich am 11. November stattfinden, da für dieses Datum bereits mehrere Gemeinderatsneuwahlen in der Provinz Trient vereinbart worden sind. Der neue Gemeinderat wird dann ebenfalls nur für zweieinhalb Jahre im Amt sein und sich gemeinsam mit den übrigen Gemeinderäten im Lande regulär 2010 wieder zur Wahl stellen.
Diese vorzeitigen Neuwahlen
sind notwendig geworden, weil Andreas Unterkircher, der Ehemann der Bürgermeisterin, sich am Wettbewerb zur Besetzung der Stelle als Gemeindesekretär beworben und als alleiniger Teilnehmer denselben auch gewonnen hat. Dies bedingte den Rücktritt der Bürgermeisterin, da das Regionalgesetz eine Unvereinbarkeit vorsieht, wenn Gemeindesekretär und Bürgermeister bis zum zweiten Grad verwandt oder verschwägert sind. Zunächst unterbreitete man den Vorschlag, Unterkircher sollte erst im Jahr 2010 sein Amt antreten – zu diesem Zeitpunkt hätte Marianne Überbacher Unterkircher aufgrund der Mandatsbeschränkung sowieso nicht mehr als Bürgermeisterin kandidieren dürfen. Das Land jedoch lehnte diesen Vorschlag ab. Ende Juli erklärte Andreas Unterkircher schriftlich seine Bereitschaft, die Stelle anzunehmen und zum frühestmöglichen Zeitpunkt anzutreten. Der Gemeinderat bestätigte die Aufnahme von Andreas Unterkircher als Gemeindesekretär. De facto handelte es sich dabei um einen rein formalen Akt, da Unterkircher im Falle einer Ablehnung Rekurs einreichen und auf Schadenersatz hätte klagen können. 10
Vizebürgermeister Florian Gasser, Bürgermeisterin Marianne Überbacher Unterkircher, vorne dessen Ehemann Andreas Unterkircher
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Foto: Oskar Zingerle
Politik & Gesellschaft
NATZ SCHABS
Diese Entscheidung des Ge- Mit dem Abtreten der Bürger- Gasser und Walter Gasser betrofmeinderates über die Anstellung von Andreas Unterkircher wurde ohne große Diskussion einstimmig angenommen, nachdem die Bürgermeisterin wegen „persönlicher Befangenheit“ den Sitzungssaal verlassen hatte. Ein Antrag von SVP-Ratsmitglied Josef Michaeler aus Natz sorgte jedoch für Verwunderung: Er forderte nämlich eine Diskussion unter Ausschluss der Öffentlichkeit und verwies dabei auf einen Artikel in den Gemeindesatzungen, der dieses Szenario bei Diskussionen über Eigenschaften und Fähigkeiten von Personen vorsieht. Die Mehrheit der Ratsmitglieder war allerdings gegen diesen Antrag. Insgesamt endete die Sitzung äußerst harmonisch – mit einer Dankesrede der Bürgermeisterin an den Gemeinderat und an die Referenten. Vizebürgermeister Florian Gasser zollte seinerseits der Entscheidung ÜberbacherUnterkirchers Respekt und sprach ebenfalls einen Dank für ihre Arbeit aus.
meisterin übernimmt Vizebürgermeister Florian Gasser aus Schabs geschäftsführend die Aufgaben des Bürgermeisters. Andreas Unterkircher indes beginnt sein Amt als Gemeindesekretär mit 1. September dieses Jahres. Florian Gasser wird die notwendigen Schritte für die Neuwahlen einleiten. Die kurze Frist bis November setzt vor allem die SVP-Ortsgruppen gehörig unter Druck und zwingt sie, einen organisatorischen Kraftakt zu unternehmen: Traditionell werden in Natz-Schabs die Kandidaten der einzelnen SVP-Dorflisten mittels Vorwahlen bestimmt. Diese müssen nun rasch vorbereitet werden, damit innerhalb der gesetzlich vorgesehenen Frist die endgültigen Kandidatenlisten deponiert werden können. Was die im Lande zurzeit vieldiskutierte Mandatsbeschränkung betrifft, so greift diese angesichts des frühen Wahltermins noch vor Ablaufen der ersten Hälfte der Legislaturperiode für keinen der Referenten. Bei einer regulären Wahl 2010 hätte diese Florian
fen. Was die Kandidaten für das Bürgermeisteramt betrifft, so gilt das Antreten von Florian Gasser als sicher. Ob und welche Kandidaten sich aus den Fraktionen Viums, Natz, Raas und Aicha ins Rennen begeben werden, ist noch nicht bekannt.
Sehr wahrscheindlich ist aller-
dings, dass Marianne Überbacher Unterkircher für einen Sitz im Gemeinderat kandidieren wird und, sofern sie gewählt wird, wohl auch einen Sitz im Ausschuss erhält. Unter Umständen wird sie dieses Amt nur für wenige Monate übernehmen: Sie hat nämlich bereits mehrfach angekündigt, dass sie für den Herbst 2008 eine Kandidatur für einen Sitz im Südtiroler Landtag plant. Ob ihr Mann Andreas Unterkircher auch als Gemeindesekretär weiterhin das Amt des SVP-Ortsobmannes von Aicha bekleidet, ist indes noch nicht bekannt. annamaria.mitterhofer@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
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Politik & Gesellschaft
IN EIGENER SACHE
Ihr schönstes Kinderbild z Zugegeben: Die Seiten des „Brixner“ reichen meist nicht aus, um all die Fotos zu veröffentlichen, die uns beim KinderfotoWettbewerb zugesandt werden. Wir rufen trotzdem alle unsere Leserinnen und Leser wiederum auf, uns ihren Schnappschuss vom Nachwuchs einzusenden – möglichst viele Bilder werden dann in der September-Ausgabe des „Brixner“ ihren Platz finden. Der Gewinner der diesjährigen Fotoaktion erhält ein Fotoapparat HP Photosmart M537, der uns
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freundlicherweise vom Elektrofachgeschäft Trony in der Bahnhofstraße in Brixen zur Verfügung gestellt wird. Die Kinderfotos – versehen mit dem Namen des Kindes, dem Wohnort und Telefonnummer – sollten an die Redaktion „Brixner“, Brennerstraße 28, 39042 Brixen gesendet oder persönlich abgegeben werden. Digitale Bilder, deren Dateigröße mindestens 400 KB beträgt, bitte an redaktion@brixner.info senden. Wir freuen uns darauf! db
Politik & Gesellschaft
BRIXEN
Neuer Kinderspielplatz z Die Kinder (und Eltern) in der Zone Rosslauf dürfen sich freuen: Ein weiterer, großflächiger Spielplatz mit vielen verschiedenen Klettergerüsten, Bänken und kleinen Spazierwegen steht dort zum Rumtollen bereit. Geplant wurde die Kinderoase vom Brixner Architektenteam Kerschbaumer & Pichler. Am 31. August
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notiert
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ab 15.30 Uhr erfolgt die offizielle Einweihung durch Dekan Albert Pixner. Danach sorgen die zwei Eisacktaler Liedermacher Sepp Messner Windschnur und Markus Dorfmann für die musikalische Unterhaltung, während die Kleinen vom Verein für Kinderspielplätze und Erholung (VKE) in Trab gehalten werden. db
Die Deponie Sachsenklemme wird den ersten Teilbetrieb im Dezember 2007 aufnehmen. Zu diesem Zeitpunkt ist etwa ein Drittel der Deponiefläche fertig gestellt. Die Gesamtfertigstellung ist für das Jahr 2008 vorgesehen.
Die Schuldnerberatung der Caritas bietet Privatpersonen jeweils donnerstags im Sozialsprengel Brixen, Kapuzinergasse 2, kostenlose Beratung und Begleitung an. Gemeinsam wird ein Überblick über die gesamte Schuldensituation und Lösungsmöglichkeiten erarbeitet. Termine unter Telefon 0474 413977 (Werner Niederbrunner).
Nach vehementen Protesten der Anrainer wurde nun der Standort für das Umspannwerk der Stadtwerke Brixen in Schabs geändert: Nicht bei der Ladestatt, sondern auf der gegenüber liegenden Straßenseite im Wald wird nun das Werk gebaut.
NACHGEFRAGT
„Eine Chance auf gelingende Integration“ JOSEF PICHLER, Direktor der Sozialdienste der Bezirksgemeinschaft Eisacktal, über das Hausbesuchsprogramm „Hippy“ für Eltern mit Vorschulkindern, das in Kürze im Eisacktal eingeführt wird. Worum handelt es sich beim Hausbesuchsprogramm „Hippy“ der Sozialdienste der Bezirksgemeinschaft? Hippy (Home Instruction for Parents of Preschool Youngsters) ist ein weltweit angewandtes Konzept und richtet sich an sozial benachteiligte sowie Immigrantenfamilien. Das Hausbesuchsprogramm vermittelt ihnen die hiesige Sprache und Kultur. Eigens geschulte Personen, die aus demselben Kulturkreis kommen wie die zu besuchenden Familien, üben mit den Müttern verschiedene Lernspiele ein, wie zum Beispiel das Vorlesen von Geschichten oder Puzzles. Diese Werkzeuge stärken die
sozialen und kognitiven Fähigkeiten und vermitteln zugleich die Sprache. Die Mütter führen dann diese Aktivitäten – rund 30 strukturierte Einheiten – täglich mit den Kindern durch. „Hippy“ beschränkt sich demnach nicht auf die Sprachvermittlung bei Kindern? Das Besondere an „Hippy“ liegt darin, dass die Familie mit den eigens entwickelten Spiel- und Lernmaterialien auch die gesellschaftlichen Regeln und sozialen Verbindlichkeiten vor Ort kennen lernen, beispielsweise wie und warum hier Weihnachten gefeiert wird. Durch den Zugang über die Mütter werden auch diese gestärkt
– über die Mütter erreichen wir die ganze Familie und nicht nur einzelne Mitglieder. „Hippy“ macht dem entsprechend die Kinder fit für den Besuch des Kindergartens oder der Schule und gibt den Familien zugleich die Chance für eine gelingende Integration. Wie viele Familien werden beim Start der Aktion „Hippy“ im Herbst ins Programm mit eingebunden? Es werden 30 Familien im Eisacktal aufgesucht, darunter Familien aus dem pakistanischen, marokkanischen und albanischen Kulturkreis. doris.brunner@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
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Politik & Gesellschaft
MILLAND
BRIXEN/VAHRN
Ein gelungenes Fest
Aktion Sparschwein
z Vom 3. bis zum 5. August feierten die Millander ihr 11. Dorffest. Rund ums Jakob-Steiner-Haus und am Dorfplatz tummelten sich drei Tage lang tausende von Festbesuchern aus der näheren und ferneren Umgebung. Sie genossen die angebotenen kulinarischen Köstlichkeiten und ließen sich von sanften Blasmusikklängen berieseln, schwangen das Tanzbein zu unterhaltsamer Tanzmusik oder nickten heftig zu fetziger Rockmusik. Am Samstag erlebten die Festbesucher gleich zwei glanzvolle
Höhepunkte – zum einen ein Umzug um 17 Uhr und zum anderen eine grandiose Modeshow um 21.30 Uhr. Sieben Models präsentierten Sport- und Trachtenmode, Unterwäsche, Frisuren, Seh- und Sonnenbrillen, Blumendekorationen sowie Schmuck und Uhren. Das von Sarah Bernardi moderierte Showprogramm wurde mit Tanzeinlagen aufgelockert. Dank guter Organisation, aber auch dank des ausgezeichneten Wetters war das Fest ein voller Erfolg für alle Beteiligten. oz
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z „Die Ortsausschüsse der Jungen Generation der SVP haben Johann Mathá nicht vergessen und wollen ihren bescheidenen Betrag leisten, um der Aktion ‚Ehrenamt in Not’ neuen Auftrieb zu verleihen“, schreibt Stephan Morandell, der Brixner Ortsjugendreferent der SVP in einer Presseaussendung. Zusammen mit der Jungen Generation in Vahrn haben sie die Spendenaktion „Sparschwein“ ins Leben
gerufen: In verschiedenen Geschäften, Hotels und Supermärkten haben die Jugendlichen Sammelboxen aufgestellt, um Spenden einzuholen. Unterstützung kommt auch von der Bezirksjugendleitung der SVP: „Vielleicht können wir der Aktion „Ehrenamt in Not“ sogar wieder neuen Schwung geben, dann hätten wir ja schon viel erreicht“, meint Bezirksjugendreferent Philipp Achammer. dp
BRIXEN
Foto: Oskar Zingerle
Geplanter Lärmschutz
z Der Präsident der Brenner Autobahn AG, Silvano Grisenti, und dessen technischer Direktor Carlo Costa trafen sich zu einem einstündigen Gespräch mit dem Brixner
Stadtrat. Eines der vordringlichsten Themen war dabei der Lärmschutz entlang der Autobahntrasse durch Brixen. Dazu wird am 27. September eine öffentliche Sitzung
des Gemeinderates stattfinden, zu der auch die Bevölkerung eingeladen ist und bei der die bisher realisierten sowie die geplanten Maßnahmen vorgestellt werden. Im neuen Lärmschutzprogramm der Autobahngesellschaft erhält Brixen den größten Anteil an Lärmschutzbauten. Grisenti sicherte zudem seine Unterstützung für die Verkleidung der senkrechten Autobahnwände unterhalb des Bahnhofs zu, die derzeit sowohl ein akustisches als auch ein ästhetisches Problem darstellen. Er werde diesbezüglich Gespräche mit den Verantwortlichen der Eisenbahn führen, damit die Situation in
absehbarer Zeit verbessert werden kann. Der Neubau der Brücke zum Kinderdorf erfolgt hingegen im nächsten Jahr. In Sachen Autobahnausfahrt Brixen Süd wurde schließlich eine konkrete Lösung für die Beschilderung unter Berücksichtigung der Anliegen der Gemeinde zugesichert und es wurde in Aussicht gestellt, die derzeitige Teilausfahrt Brixen Süd in eine vollwertige Ausfahrt um zuwandeln, womit man in beiden Richtungen ein- und auch ausfahren könnte. Zuvor müssen allerdings entsprechende Berechnungsmodelle im Detail bewertet werden. db
BRIXEN/SARNS
Foto: Oskar Zingerle
Cusanus Akademie übernimmt St. Georg
z Die Zukunft des Bildungshauses St. Georg in Sarns, ehemals unter der Führung des KVW, ist gesichert. Die Diözese als Eigentümerin des altehrwürdigen Ansitzes Sarnfeld, so der
eigentliche Name des Hauses, wird demnächst mit der Kardinal-Nikolaus-Cusanus-Akademie einen Vertrag abschließen und ihr das Haus als Leihgabe überlassen. Der ursprüngliche
Sonderwochen
Verwendungszweck des Hauses als Stätte der Bildung bleibt somit erhalten. Das Haus wird ein Teilbetrieb der Cusanus Akademie und unter dem Namen „Cusanus Akademie, Haus St. Georg“ als Tagungs- und Seminarstätte für Gast- und Eigenveranstaltungen dienen. Mit einer Wiederinbetriebnahme ist in den ersten Monaten des nächsten Jahres zu rechnen. Bis dahin stehen einige kleinere Instandhaltungsarbeiten an, gleichzeitig wird Konrad Obexer, Direktor der Cusanus Akademie, geeignete Personen für die nun wieder entstehenden Arbeitsplätze suchen. Die Suche nach einer neuen Führung des Hauses war notwendig
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geworden, nachdem der Katholische Verband der Werktätigen (KVW) Ende 2005 nach 18 Jahren seine Tätigkeit im so genannten KVW-Bildungs- und Erholungshaus eingestellt hatte. Das Haus hatte vor allem im 20. Jahrhundert als Bildungseinrichtung gedient, ab 1955 wurde es von der Südtiroler Bevölkerung als Volksbildungshaus viel genutzt. „Der Diözese war es ein Anliegen, dass Bildung auch weiterhin der maßgebliche Verwendungszweck für das Haus bleibt“, erklärt Konrad Obexer. Er hofft, das Haus kostendeckend führen zu können und sieht es als gute Ergänzung zur Cusanus Akademie. amm
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Menschen & Meinungen
gut eingelebt: „Das Gefühl, angenommen zu sein, schenkt Vertrauen und Kraft“ (Dekan Albert Pixner)
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PORTRAIT
Zeit für Gespräche ALBERT PIXNER, Dekan von Brixen, hat sich in seinem ersten Jahr Amtszeit gut in der Bischofsstadt eingelebt – und hin und wieder zieht es ihn zurück zum Vinschger Kloster Marienberg, seiner geistigen Heimat.
S
eit einem Jahr ist Albert Pixner Dekan von Brixen. Mit „etwas Sorge“ habe er sich an diese Herausforderung gewagt, denn schließlich habe er einem starken Vorgänger folgen dürfen. Er sei dann aber von den Brixner angenehm überrascht worden: „Das Gefühl, angenommen zu sein, schenkt Vertrauen und Kraft“. Ein gutes Miteinander zu schaffen und zu erhalten liegt ihm sehr am Herzen. Deshalb ist sein Kalender auch nicht randvoll mit Terminen, sondern „ich möchte Zeit haben für Begegnungen, Zeit für Gespräche“. Und er geht gern unter die Leute, um „seinen“ Brixnern möglichst nahe zu sein.
„und dann bin ich ja auch noch im Zeichen der Waage geboren“, schmunzelt er. „Der Abschied von Kastelruth nach 15 Jahren war nicht ganz einfach“, bekennt Albert Pixner, „aber ich war bereit, neu anzufangen“. In den Jahren in Kastelruth hat er einen großen Wertewandel miterlebt: „Kastelruth ist eine Pfarrei mit viel Tradition, sie ist aber auch stark vom Tourismus geprägt“. Brixen scheint hier etwas anders zu sein, „und ich war erstaunt, wie gut die Gottesdienste besucht sind“. „Die Leute sollen Freude haben am Glauben“, meint der Dekan, der sanftmütig wirkt und trotzdem keinen Zweifel daran lässt, dass
„Die Leute sollen Freude haben am Glauben“_ Dekan Albert Pixner Dekan Pixner ist eigentlich seit Anfang August im Urlaub. Trotzdem hat er an diesem Samstagvormittag Zeit für ein Gespräch. Wir sitzen im Widum in einem großen gemütlichen Raum, eine Wanduhr tickt gemächlich. Vom Domplatz herauf dringen Marschklänge: Das Jugendblasorchester aus Regensburg ist in Brixen zu Gast. „Brixen sei die schönste Stadt, hat eine meiner drei Nichten gemeint, als sie von der Versetzung erfuhr“, lacht der Dekan. Auf einer Anrichte steht eine kleine alte Waage, beige lackiert, mit zwei metallenen Waagschalen. Auf den beiden Waagschalen stehen sieben liebevoll bemalte Kirchtürme aus Sperrholz und ein kleines Gerüst. „Es ist ein Abschiedsgeschenk von den Kastelruthern“, erklärt Dekan Pixner, „dargestellt sind der Pfarrturm von Kastelruth und die Türme der umliegenden Kirchen. Das Gerüst steht für das Kirchlein auf der Seiser Alm.“
Die Waage ist Sinnbild dafür, dass sich Albert Pixner stets um Harmonie und Ausgleich bemüht,
er sich durchzusetzen vermag: „Man hat mich nie zornig erlebt; manche sagen sogar, dass man mit mir nicht streiten kann“.
Seine Berufung zum Priestertum
hat sich im Laufe seiner Kindheit und Jugendzeit entwickelt. Bereits als Ministrant ist eine gewisse Begeisterung für das Wirken eines Priesters herangewachsen. Seine Heimatpfarre war eng mit den Benediktinern verbunden, sodass es fast schon selbstverständlich war, dass der junge Albert in das Kloster Marienberg kommen würde. „Es war eine strenge Zeit dort“,
erinnert er sich, „aber es war auch eine schöne Zeit“. Seine Eltern waren einfache Bauersleute, „mein Vater musste als Metzger und Viehhändler etwas dazuverdienen“. Sie haben ihn zu nichts gedrängt, auch wenn sie es vielleicht gern gesehen hätten, wenn der einzige Sohn die kleine Metzgerei im Dorf, die sie in Pacht hatten, übernommen hätte: „Sie haben immer gesagt, ich solle das tun, was mich freut“. Wie wichtig es ist, mit den Leuten zu reden, hat er schon in seiner Kindheit gespürt, wenn er zum Beispiel einen Rucksack voller Fleisch in eines der wenigen Hotels bringen musste, „oder wenn ich sonntags mit meinem Vater unterwegs war, um Wirte und Bauern zu besuchen“. Metzger wollte er aber nie werden. Er hat sich jedoch eine Zeit lang recht stark zum Lehrerberuf hingezogen gefühlt. „Der letzte Beweggrund, Priester zu werden, waren die Sommereinsätze während der Studienjahre, unter anderem auch im Krankenhaus“. Die Begegnung mit Menschen im Krankenbett, die Begegnung mit Unsicherheit und Verzweiflung „und auch die Angst in den Augen von gestandenen Mannsbildern“ haben ihn erkennen lassen, dass seine Berufung in der Seelsorge liegt.
Intensiv geprägt haben ihn seit
jeher die benediktinische Lebensart und Liturgie, „vor allem im Psalmengebet finde ich Kraft“. Rund um Brixen sind Freienbichl
Die Volksschule besuchte Albert Pixner in St. Martin in Passeier
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und Maria am Sand jene Orte, „an denen ich ruhig werde.“ Immer wieder aber zieht es ihn zum Kloster Marienberg hin, „um abzuschalten, denn dort ist im Grunde meine geistige Heimat.“
marlene.kranebitter@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
Steckbrief
Albert Pixner wurde am 13. Oktober 1947 in St. Martin in Passeier geboren. Gemeinsam mit seiner jüngeren Schwester wuchs er auf einem kleinen Bauernhof auf. Zwei Brüder, einer älter, der andere jünger, verstarben bereits im frühen Kindesalter. Die Volksschule besuchte er in St. Martin. Nach den acht Volksschuljahren besuchte er im Kloster Marienberg im Vinschgau die Mittelschule und zwei Jahre lang das Gymnasium. Anschließend folgten drei Jahre Lyzeum am Johanneum in Dorf Tirol. 1969 maturierte Pixner und studierte dann am Priesterseminar in Brixen. Am 29. Juni 1974 empfing er von Bischof Gargitter die Priesterweihe und kam als Presbyter nach Gossensass, von 1975 bis 1978 war er dann Kooperator in Kastelruth. Zwischen 1978 und 1980 wirkte er als Erzieher im Vinzentinum, anschließend ging er für sieben Jahre als Kooperator nach Sterzing und für vier Jahre nach Algund. Parallel dazu war er zwei Jahre lang Spiritual am Johanneum in Dorf Tirol. 15 Jahre lang war er Dekan von Kastelruth, ehe er 2006 in Brixen die Nachfolge von Dekan Leo Munter antrat. 17
Menschen & Meinungen
BRIXEN
Foto: Oskar Zingerle
Drei Jubiläen z Gleich drei Brixner Dekane feiern heuer ein rundes Jubiläum: Altdekan Eduard Habicher seinen 90. Geburtstag, Altdekan Leo Munter sein 50-Jahr-Jubiläum als Priester und Dekan Albert Pixner seinen 60. Geburtstag. Bei einem Empfang im Brixner Rathaus, bei dem Leo Munter nicht erscheinen konnte, dankte Bürgermeister Albert Pürgstaller und Vize-Bürgermeister Dario Stablum den drei Priestern für ihr Wirken. Altdekan Habicher
habe durch sein diplomatisches Geschick zum friedlichen Miteinander der Sprachgruppen in den 60er-Jahren beigetragen, und Leo Munter stiftete Heimat und Identität sowie engagierte sich besonders für die Sanierung des Weißen Turms. Albert Pixner freute sich darüber, dass er in seiner bislang einjährigen Amtszeit als Brixner Dekan „in Brixen angenommen und geschätzt werde – das gibt mir Kraft und Vertrauen.“ db
M&M Menschen & Meinungen MÜHLBACH
Der Spruch vom Much
I woaß schun, prum’s in Schabs gibrennt håt. Kaum dånkt die Bürgermoaschterin ou, geaht ålls in Raach au – und der Andreas muaß löschn.
kurz
notiert
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z Einen ganz besonderen Ausflug erlebten die Musikanten der Bürgerkapelle Mühlbach am 22. Juli. Anlässlich eines Konzertauftrittes im bellunesischen Laggio di Cadore ergab sich die Gelegenheit, dem dort auf Sommerfrische weilenden Papst Benedikt XVI. einen Besuch abzustatten. Dieser hielt an jenem Sonntag in Lorenzago das Angelusgebet, dem die Musikanten der Bürgerkapelle Mühlbach beiwohnten. Leider ergab sich nicht die Möglichkeit, dem Papst ein Ständchen zu spielen.
Bekanntlich lebten Ratzingers Großeltern mütterlicherseits in Mühlbach und wanderten später nach Bayern aus. Insofern wäre es den Mühlbachern eine große Freude gewesen, „ihrem“ Papst eine kleine Aufmerksamkeit entgegen zu bringen. Nichtsdestotrotz bleibt die Erinnerung an eine besonders nahe Begegnung mit dem Oberhaupt der katholischen Kirche. Die Gäste und Einwohner aus Laggio freuten sich am Nachmittag umso mehr über die musikalischen Darbietungen der Bürgerkapelle. oz
Mit Helga Niederrutzner hat die Gemeinde Brixen die Einwohnerzahl von 20.000 geknackt! Die „neue“ Bürgerin ist eine gebürtige Brixnerin, die nach einem Umzug nun wieder ins Gemeindegebiet zurückkehrt und somit die runde Einwohnerzahl ermöglicht.
Ruperta Peintner, Ordensschwester im Brixner Tertiarkloster, feierte ihr 70-jähriges Ordensjubiläum. Sie stammt aus Schabs und war 40 Jahre lang als Kindergärtnerin tätig; unter anderem leitete Schwester Ruperta bis 1983 den Kindergarten am Eisackdamm in Brixen.
Foto: Oskar Zingerle
Musikanten beim Papst
Der 18-jährige Michael Pichler ist einer der jüngsten Kapellmeister Südtirols. Derzeit steht er der Musikkapelle Lüsen vor, die er zum ersten Mal mit 16 dirigierte. Sein Ziel liegt darin, Orchesterdirigent zu werden, und dafür möchte er am Konservatorium Wien Dirigieren studieren.
O o op s
mein Hoppala
Helmuth Profanter, Brixner Bäckermeister
„Mi scusi!“ Neulich, auf einer Autofahrt in Richtung Süden, wollte ich, nachdem ich gemeinsam mit einigen Kollegen in der Bar einer Autoraststätte ein Glas Wasser getrunken hatte, das Klo aufsuchen. Also ging ich den entsprechenden Schildern nach und begab mich in den für Männer reservierten Teil des WC – dicht gefolgt von einer älteren resolut wirkenden Dame. Erst beim Anblick der an der Wand angereihten Pissoirs hat sie gemerkt, dass sie offensichtlich die falsche Tür erwischt haben dürfte. „Mi scusi!“, sagte sie sichtlich verlegen, „ho pensato di aver seguito una signora!“ Die Dame hatte mich durch meine Haarpracht von hinten als weiblich identifiziert – was der Situation einen gewissen Unterhaltungswert verliehen hat. Jedenfalls haben wir beide zu lachen begonnen, und als ich die Begebenheit meinen Kollegen erzählt habe, die inzwischen an der Bar warteten, war das Gelächter so laut, dass es wohl auch in Brixen zu hören gewesen sein dürfte.
Leser kochen für Leser
mmh!
Schwarzplentener Riebler > Zutaten für 4 Personen 400 ml Milch 2 Eier 1 Prise Salz 4 Esslöffel Schwarzpolentamehl, fein oder mittel 3 Esslöffel Weißmehl
> Zubereitung Aus den oben genannten Zutaten einen omelettenähnlichen Teig herstellen. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen, Teig hineingießen – gut einen halben Zentimeter hoch – und auf beiden Seiten backen, mit einer Gabel zerreißen und warm stellen. Mit dem restlichen Teig gleich verfahren. Anschließend etwas Butter in der Pfanne erhitzen und zwei geschälte, in kleine Würfel geschnittene Äpfel dazu geben und mit dem gebackenen Schmarrn vermischen. Zudecken und alles zusammen fünf Minuten
auf der ausgeschalteten Herdplatte dünsten lassen. Mit Preiselbeermarmelade servieren.
Klara Raifer aus Brixen konnte in jungen Jahren zwar nicht ihren Traumberuf Köchin ergreifen, aber von ihren Kochkünsten profitiert nun die gesamte Familie, da sie mit alten und neuen Rezeptkreationen verwöhnt wird. Haben auch Sie ein besonderes Rezept, das Sie unseren Lesern nicht vorenthalten möchten? rezept@brixner.info
Voting
Ihre Meinung online
Ergebnis der Online-Umfrage:
„Sollen Krankenhäuser in Südtirol in Zukunft verstärkt alternative Behandlungsmethoden anbieten?“
ja
86%
nein 14%
Ja oder Nein? Wir möchten Ihre Meinung wissen! Ein Klick auf unserer Homepage www.brixner.info genügt – und Sie sehen sofort, wie die Internetgemeinde bisher abgestimmt hat. Natürlich dürfen Sie nur eine Stimme abgeben – wir überprüfen dies auf technischem Weg. Das endgültige Ergebnis lesen Sie im nächsten „Brixner“.
Ausstellungsraum Brixen/Zinggen Esposizione Bressanone/Zinggen Grabsteine - Grabkreuze - Restaurationen - Schriften Pietre tombali - Crocifissi - Restaurazioni - Scritte
Die aktuelle Frage des Monats:
„War die von der italienischen Regierung beschlossene Verschärfung der Straßenverkehrsordnung notwendig?“ Stimmen Sie mit! www.brixner.info 19
Menschen & Meinungen
LAMMento
BRIXEN
Der „Weingartner“
Sell isch mir gleich „Das ist aber ein groĂ&#x;er Ständer“, sagt Frieda anerkennend, als sie sich anschickt, das vordere Gemächt ihres Damenfahrrads in die dafĂźr vorgesehene Spalte eines der neuen Fahrradständer einzufĂźhren, die kĂźrzlich von der Gemeinde in der ganzen Stadt aufgestellt wurden. Die Gemeinde ist eben ordnungsbewusst, erwidere ich, denn schlieĂ&#x;lich verschandeln wild herumparkende Fahrräder, wie man sie im Sommer Ăźblicherweise bei der Acquarena beobachten muss, gewaltig die Landschaft. „Das stimmt schon“, sagt Frieda, während sie zum dritten Mal vergeblich versucht, das offensichtlich zu groĂ&#x;e anteriore KĂśrbchen ihres Fahrrads in die Spalte zu zwängen, „aber offensichtlich sind Damenfahrräder mit KĂśrbchen in Brixen nicht erwĂźnscht“, woraufhin sie ihr Fahrrad demonstrativ quer an den mächtigen Ständer lehnt und damit mindestens fĂźnf Spalten besetzt. Das kannst du doch nicht machen, das grenzt ja an‌ Ständermissbrauch!, wage ich einen zugegebenermaĂ&#x;en etwas an den Haaren herbeigezogenen Einwand. „Sell isch mir gleich“, sagt Frieda in vornehmstem Brixner Deutsch, „der Ständer der Gemeinde ist fĂźr mein KĂśrbchen nicht geeignet, also lehne ich mein Fahrrad eben quer an den Ständer“. Du solltest dir vielleicht ein androgynes Fahrrad zulegen, also eines mit KĂśrbchen und Ständer, flapse ich weiter, dann kĂśnntest du auf den Ständer der Gemeinde verzichten. „Androgyn – das ist die LĂśsung fĂźr das Geschlechterproblem“, sagt Frieda und macht dabei ein Gesicht, als wĂźrde sie damit alle psychosozialen Probleme unserer Gesellschaft lĂśsen.
z Heuer jährte sich zum 50. Male der Todestag von Josef Weingartner, Probst von Innsbruck, Kunsthistoriker, Denkmalpfleger und Verfasser des „Weingartner“, dem wichtigsten Werk Ăźber SĂźdtirols Kunstschätze. Weingartner wurde 1885 in DĂślsach, Osttirol, geboren und ging bei den Augustiner Chorherren ins Brixner Gymnasium. Aus dieser Zeit stammt seine besondere Beziehung zur alten Bischofsstadt, zu der er nie die Verbindung verlor. Aus seinem Empfinden fĂźr die schĂśnen Dinge des Lebens entstand wohl auch seine Passion fĂźr die Kunstdenkmäler SĂźdtirols, die er wandernd inventarisierte und
beschrieb. Aus heutiger Sicht erscheint es fast unglaublich, dass eine einzelne Person dies alleine durchfĂźhren konnte, noch dazu neben seinen beruflichen Aufgaben. Theologie hatte Weingartner ebenfalls in Brixen studiert, und nach seiner Priesterweihe 1907 erwarb er in Wien 1910 das Doktorat der Theologie und 1911 jenes der Philosophie mit Kunstgeschichte als Hauptfach, was zu seiner Berufung als Generalkonservator und Universitätsdozent in Wien fĂźhrte. Heute ist Weingartner vielen SĂźdtirolern wohl kein Begriff mehr. Dennoch: „Der Weingartner“ oder „Die Kunstdenkmäler SĂźdtirols“ ist immer noch das wichtigste Werk Ăźber die Kunstschätze unseres Landes und vermittelt in der Ăźberarbeiteten achten Auflage darĂźber hinaus auch dem zunächst fremden Besucher etwas vom Verständnis der Heimatliebe in diesem schĂśnen Land, zu dessen tieferen Begreifen die lange Tradition der Kunst gehĂśrt. agh
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Pro&
Contra
Ist eine Neuregelung der Ortsnamen in Südtirol überhaupt notwendig?
WALTER BAUMGARTNER, SVP-Fraktionsvorsitzender im Südtiroler Landtag: „Der Gesetzentwurf von Luis Durnwalder hat einen für alle Volksgruppen tragbaren Ansatz“
Pro Die Ortsnamensgebung ist sicherlich kein leichtes Thema. Viele möchten einfach alles belassen wie es ist und sich mit der Sache nicht auseinandersetzen. Doch wenn wir über Ortsnamen reden, dann reden wir auch über unsere Wurzeln, über unsere Geschichte und Kultur. Hierbei allen Wünschen und Sensibilitäten in der Bevölkerung gerecht zu werden, ist eine enorme Herausforderung, besonders hier in Südtirol. Offiziell sind zurzeit nur die rein italienischen Namen aus der Faschistenzeit. Die deutschen Namen sind zwar Praxis, aber nicht gesetzlich festgehalten. Ich sehe daher sehr wohl Handlungsbedarf. Wir haben die Regelung der Toponomastik im Koalitionsabkommen vereinbart, und wir haben die gesetzliche Zuständigkeit, leider aber innerhalb eines engen verfassungsrechtlichen Rahmens, der zum Beispiel für eine historische Lösung wenig Spielraum lässt. Der Gesetzentwurf von Landeshauptmann Luis Durnwalder hat hingegen einen versöhnlichen und für alle Volksgruppen tragbaren Ansatz: Dort, wo zwei oder drei Namen für die Orte verwendet werden, sollen sie auch amtlich sein. Dort, wo die Bevölkerung ohnehin nur einen Ortsnamen verwendet, braucht es auch keinen zweiten, künstlichen Namen. Anders als die Faschisten wollen wir die Ortsnamen nicht einfach per Dekret festlegen, sondern wir wollen genau erheben, welche Namen in der Bevölkerung gebräuchlich sind und diese dann auch offiziell verwenden. Ich glaube, dies ist ein guter Kompromiss und hoffe, dass bei den Verhandlungen mit allen Parteien im Landtag Populismus und Grabenkriege zur Seite geschoben werden und eine zukunftsfähige Lösung im Interesse aller beschlossen werden kann. z
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LUISA GNECCHI, Landeshauptmannstellvertreterin und Vizepräsidentin der Region: „Die Sprachen haben die gleiche Würde und Anerkennung.“
Contra Ich denke, dass sich die Bürgerinnen und Bürger mehr für das Thema der Pflegesicherung interessieren und es der Wirtschaft um die Reduzierung der IRAP geht! Zur Frage nun: Es gibt drei Koalitionsabkommen, in denen festgeschrieben wurde: Wir machen ein neues Gesetz. In den Köpfen vieler Menschen sitzt jedoch die tief eingegrabene Überzeugung, dass ein solches Gesetz dazu diene, die italienischen Namen zu streichen. Das ursprüngliche Ziel des Gesetzes war allerdings ein ganz anderes, nämlich die deutschen Ortsnamen per Gesetz zu regeln. Heute, nach 60 Jahren Gruber/Degasperi, haben sich die zweisprachigen Ortsnamen im allgemeinen Sprachgebrauch eingebürgert, für alle und überall. Die beiden Sprachen sind die Säulen unserer Autonomie; in der eigenen Muttersprache sprechen und schreiben zu können, ist das erste Recht einer Staatsbürgerin, eines Staatsbürgers. Wenn es eine neue Ortsnamenregelung geben soll, dann muss sie die deutschen, italienischen und in den Dolomitentälern natürlich auch die ladinischen Bezeichungen auf die gleiche Ebene stellen. Das Toponomastikgesetz entfacht nur ethnische Streitigkeiten, entzündet neu das Feuer der ethnischen Konflikte – immer pünktlich in der Vorwahlzeit. Dadurch wird das Feuer im Ofen der Sprachgruppen geschürt. Ich bin tief davon überzeugt, dass wir uns weiterhin für das friedliche Zusammenleben und das gute Miteinander einsetzen und dafür arbeiten müssen. Dieses Thema ist Generationen und Sprachgruppen übergreifend. Wir sind dafür, sie zu überwinden. Uns geht es ums Zusammenleben und um den gleichberechtigten Gebrauch der deutschen und italienischen Sprache. Die Sprachen haben die gleiche Würde und Anerkennung verdient. z
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Umfrage
Durchgehende Öffnungszeiten erwünscht? Der Ruf nach einer Mittagsöffnung der Brixner Geschäfte wird insbesondere von den Tourismusexperten immer lauter. Was aber wünschen sich die Passanten in der Altstadt?
Giorgia Bracchi meint, „dass die Touristen durchgehende Öffnungszeiten sicher willkommen heißen, da sie diese wahrscheinlich auch gewohnt sind. Manchmal kann die Stadt wirklich öde sein, und nur in einem Café zu warten, bis die Geschäfte wieder öffnen, ist auch nicht immer spannend.“
Fotos: Julian Angerer
„Ein bisschen Freizeit muss auch sein, sonst heißt es bald nur noch arbeiten!“, meint der Kaufmann Rudi Kinigadner, „in einer kleinen Stadt wie Brixen könnte man durchgehende Öffnungszeiten höchstens in der Hauptsaison andenken. Viele Lebensmittelgeschäfte haben bereits über Mittag offen – also verhungern wird schon mal bestimmt niemand.“
„Als Touristen würden wir es natürlich begrüßen, wenn die Geschäfte durchgehend geöffnet hätten – vor allem, wenn man in der Peripherie untergebracht ist und erst am späteren Vormittag aufsteht“, erzählt die Urlauberin Gerhild Grambo, „aber ich bezweifle, dass durchgehende Öffnungszeiten personalfreundlich sind, besonders während der heißen Sommertage.“
Ludwig Unterholzner ist der Meinung, dass „eine Änderung der Öffnungszeiten recht günstig für den Tourismus und somit für die Wirtschaft Brixens ist. Man könnte durchgehende Öffnungszeiten während der Hauptsaison versuchsweise ausprobieren und anschließend, je nach Auswirkungen auf Personal und Kunden, über eine endgültige Regelung nachdenken.“
„Natürlich kämen durchgehende Öffnungszeiten vielen Berufstätigen entgegen, und die Touristen würden es sicher auch gut heißen, nicht bis 15 Uhr warten zu müssen“, findet Margit Kompatscher. „Für mich persönlich sehe ich aber keine Notwendigkeit, die Geschäftszeiten zu ändern.“
Carmen Troi findet es „sehr praktisch, dass viele Lebensmittelgeschäfte mittags geöffnet halten. Dadurch ist man beim Einkaufen nicht gezwungen, ständig auf die Uhr zu schauen. Bei anderen Läden sind durchgehende Öffnungszeiten eher unwichtig, man kann ja auch nachmittags Schuhe kaufen gehen. Aber sicher ist es für viele Urlaubsgäste störend, wenn sie vor geschlossenen Geschäften stehen.“
„Für die Verkäuferinnen sind durchgehenden Öffnungszeiten gewiss nicht angenehm“, erläutert Petra Ellecosta, „zudem befinden sich mittags wenige Leute in der Stadt. Die Touristen möchten sicher während der Mittagszeit einkaufen gehen, aber ich würde eine Mittagsöffnung, wenn überhaupt, nur in den Hauptsaisonen einführen.“
„Die durchgehenden Öffnungszeiten sollten unbedingt eingeführt werden“, meint Helmut Plankl. „Die Kaufleute müssten allerdings potenzielle Einsparmöglichkeiten ausfindig machen, um die anfallenden Mehrausgaben für das Personal kompensieren zu können. Zudem sollte man versuchen, alles möglichst flexibel zu handhaben, so dass jeder etwas davon hat und die Familie nicht zu kurz kommt.“ 23
Kunst & Kultur
KULTURORT FRANZENSFESTE
Zukunft mit Sprengkraft
BBT-Infozentrum, Manifesta 7 und Landesausstellung 2009 haben mit der Franzensfeste einen gemeinsamen Sitz. Im Pulvermagazin der Festung stellten die Vertreter der Südtiroler Landesregierung und der Gemeinde Franzensfeste die Pläne für die zukünftige Nutzung und den Umbau des Komplexes vor.
D
ie Franzensfeste kann als Synonym für die zu Stein gewordene Angst eines Staates vor dem feindlichen Eindringling gelten. Die nervenaufreibenden österreichischfranzösischen Kriege zwischen 1792 und 1815 und die auch nach dem Wiener Kongress im Zusammenhang mit dem italienischen Einigungsprozess als latente Bedrohung erlebte „Grande Nation“ waren Argumente für den Bau der größten Festungsanlage in den Alpen. Nach der Fertigstellung im Jahr 1838 erlebte die Talsperre jedoch nie jenes Szenario, wofür sie gebaut worden war. Die Franzensfeste wurde im Lauf der Zeit verstärkt als Munitionsdepot verwendet – auch nach der Übernahme durch das italienische Heer 1918. Inzwischen sind die in der historischen Anlage stationieren Heeresabteilungen nach hartnäckigen Interventionen des Landes in Rom abgezogen. Im vergangenen Jahr hat die Gemeinde Franzensfeste einen Konzessionsvertrag mit dem Staat abgeschlossen, der jetzt eine eigenständige Nutzung der Festung ermöglicht. Damit ist ein neues Kapitel in der Geschichte der Festung geöffnet – das der friedlichen Nutzung: Aus der einstigen militärischen Einrichtung wird ein Kulturen verbindendes Element.
Die Franzensfeste soll in
Zukunft laut Kultur-Landesrätin Sabina Kasslatter-Mur in der Computerfachsprache ausgedrückt „eine Schnittstelle zwischen Nord und Süd“ darstellen. 24
In den beiden kommenden Jahren werden die historischen Gemäuer mit der siebten Ausgabe der Manifesta und der Landesausstellung 2009 zwei Großveranstaltungen beherbergen, die für die ganze Region von Bedeutung sein werden. Über den jüngsten Stand der Dinge, insbesondere über die Instandsetzung der Festung, informierten die politisch Verantwortlichen auf einer Pressekonferenz vor Ort: Landeshauptmann Luis Durnwalder, Bautenlandesrat Florian Mussner, die Kulturlandesräte Sabina Kasslatter-Mur und Luigi Cigolla, Johann Wild, Bürgermeister von Franzensfeste, und sein Vize Giovanni Cipolletta bekräftigten dabei ihre Zusammenarbeit, auf dass die ehemalige Verteidigungsanlage ein „Ort der Begegnung für Deutsche, Italiener und Ladiner“ werde (Mussner) und ein „Dialog und nicht eine Konfrontation“ stattfinde (Cigolla).
Bei der Manifesta handelt es
sich um eine der größten und wichtigsten europäischen Ausstellungen für zeitgenössische Kunst, neben der Biennale von Venedig und der alle fünf Jahre stattfindenden documenta in Kassel. Sie wird seit 1996 von der International Foundation Manifesta (IFM) mit Sitz in Amsterdam im Zweijahresrhythmus und – im Gegensatz zur Biennale und zur documenta – an wechselnden Orten abgehalten. Stationen waren bisher Rotterdam, Luxemburg, Ljubljana, Frankfurt und das spanische San Sebastian. Die Manifesta 6, die in Nicosia
auf Sizilien stattfinden hätte sollen, wurde nach einer Auseinandersetzung zwischen den Organisatoren vor Ort und den Kuratoren abgesagt. Sich mit der Manifesta zu präsentieren wurde bei der siebten Auflage erstmals nicht eine Stadt, sondern eine Region, Trentino-Südtirol, beehrt. Die vom 19. Juli bis 2. November 2008 dauernde Ausstellung verteilt sich auf vier für derartige Veranstaltungen untypische Standorte: in Südtirol auf die Festung Franzensfeste und die ehemalige Fabrikhalle der Alumix in Bozen, im Trentino auf das Postgebäude in Trient und die Fertigungshallen der Ex-Alpe und Ex-Peterlini in Rovereto. Die drei Kuratorenteams, Adam Budak (Polen), Anselm Franke (Deutschland) und Hila Peleg (Israel) sowie Raqs Media (Indien) werden je einen Standort in Eigenregie und die Franzensfeste in Zusammenarbeit betreuen. Andreas Hapkemeyer, bis vor kurzem Leiter des Museions Bozen, und Fabio Cavallucci, Leiter der städtischen Galerie Trient, koordinieren die Ausstellung vor Ort. Was es tatsächlich zu sehen geben wird, ist bislang nur vage bekannt.
Eine Charakteristik der Mani-
festa liegt darin, dass das Thema sich aus der Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Ausstellungsort ergibt. Für die Franzensfeste bedeutet dies, dass mit großer Wahrscheinlichkeit ihre Geschichte und geografische Lage zum Thema gemacht werden könnten. Spannend erscheint
dies vor allem im Bezug auf die ein Jahr später stattfindende Landesausstellung zum Gedenkjahr 2009. Zwar ist auch diesbezüglich inhaltlich noch alles offen, da sich der Ideenwettbewerb erst in der Phase der Ausschreibung befindet; im Mittelpunkt stehen soll jedenfalls die Freiheit, und diese nicht lokal auf die historische Dimension begrenzt: „Die Landesausstellung 2009 will sich bewusst mit der Zukunft befassen, indem sie das Gestern erhellt, das Heute betrachtet und so das Morgen in seiner Komplexität und Ungewissheit offen und fantasievoll umreißt“, heißt es im Ausschreibungstext. Welche Gruppe auch immer den Wettbewerb gewinnen wird – der Umstand, dass dasselbe Thema aus verschiedenen Blickwinkeln und bei unterschiedlichem Zoomfaktor beleuchtet wird, verspricht
Historischer Grundriss (1836) DER FRANZENSFESTE: Der untere und mittlere Teil der geschichtsträchtigen Mauern werden demnächst zu einem Ausstellungs- und Infozentrum umgebaut.
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Bewegung in die starre und allzu traditionsverbundene Haltung demgegenüber zu bringen, was viele hierzulande mit Heimat und Freiheit verbinden – sofern nicht die Politik hindernd in die Arbeit der Kuratoren und Künstler eingreift.
Landesausstellung 2009 ebnen den Weg für ein langfristiges Nutzungskonzept. Der Kulturlandesrätin schwebt in dieser Hinsicht die Einrichtung eines Museums vor. Für die Gemeinde Franzensfeste sei die Nutzung der Festung zu kulturellen
„Die beiden Ausstellungen sind für die Franzensfeste von großer Bedeutung“_ Kulturlandesrätin Sabina Kasslatter-Mur Die beiden Ausstellungen sind Zwecken „der einzige Rettungsanfür die Franzensfeste von großer Bedeutung, sagte denn auch Landesrätin Kasslatter-Mur, nicht nur weil es sich um Veranstaltungen handelt „in einem Ausmaß, wie es sie in Südtirol noch nicht gegeben hat“. Die Manifesta 7 und die
ker“, sagte Bürgermeister Johann Wild. Nachdem seit dem Beitritt Österreichs zur EU und dem Fall der Schengengrenzen tausend Arbeitsplätze verloren gegangen seien und die Gemeinde über wenig andere wirtschaftliche
Möglichkeiten verfüge, hofft Wild auf eine Belebung seiner Gemeinde durch die neue Stellung der Franzensfeste.
Wie aber soll die Festung zu einem Ausstellungsort adaptiert werden? Das Konzept der Manifesta verlangt den Erhalt des ursprünglichen, rudimentären Charakters des jeweiligen Ausstellungsgebäudes – was bedeutet, dass nur geringfügige Änderungen vorgenommen werden, maßgeblich um die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten. An diese Forderung will sich das Land halten. Dass die Mauern von Sträuchern und Gras befreit werden, braucht man demnach nicht zu fürchten. Entfernt werden laut Architekt Josef March, Direktor des Bautenressorts, lediglich die neueren, weiß gestrichenen Gebäude nach dem Eingang links.
Südlich der Festung, am ehemaligen Militärgelände zwischen Brennerstaatsstraße und der Straße nach Aicha, ist ein Parkplatz mit 350 Stellplätzen geplant, nördlich der Abzweigung der Straße nach Aicha eine Bushaltestelle. Der Zugang erfolgt wie bereits bestehend. Für die Manifesta ist die untere Festung mit einer Ausstellungsfläche von 3.600 Quadratmetern vorgesehen, für die Landesausstellung die untere und die mittlere Festung mit einer Gesamtausstellungsfläche von 4.850 Quadratmetern.
Die BBT-Infostelle hingegen
wird in dem massiven Komplex am nordwestlichen Rand der unteren Festung untergebracht. Das Infozentrum für den Brennerbasistunnel wird noch heuer im Herbst eingerichtet, kündig-ten Bautenlandesrat Florian 25
Kunst & Kultur
Für die Landesausstellung
Mussner und Landeshauptmann Luis Durnwalder an. Es soll unter anderem die Proteste der Tunnelgegner ebenso wie die Forschungsergebnisse aus den Bohrungen für den Probestollen dokumentieren – letzteres laut Mussner eine wertvolle Gelegenheit, mehr über den geologischen Aufbau der Alpen zu
erfahren. Die BBT-Infostelle soll über die Bauzeit hinaus bestehen bleiben. Im Hauptgebäude der unteren Festung wird sich das Besucherzentrum mit Kassa, Shop, Sanitäreinrichtungen und Büros befinden, rechts davon in dem kleineren, etwas zurückversetzen Gebäude das Restaurant.
Der Zugangskontrollpunkt zur Ausstellung befindet sich an der Rampe zu den hinteren Gebäuden der unteren Festung. Im ehemaligen Munitionslager wird ein Didaktikraum eingerichtet und der Platz im Eingangsbereich als Ausstellungsfreifläche und für einen Kinderspielplatz genutzt.
wird die untere Festung nach demselben Muster gebraucht. Hinzu kommen die Gebäude und die Ausstellungsfreifläche der mittleren Festung. Zur behindertengerechten Erschließung der beiden Festungsebenen dient ein Verbindungsturm aus Sichtbeton. Eine Verbesserung ist im Bezug auf die Infrastrukturen für Wasser und Strom notwendig. Die Bauarbeiten für die untere Festung (Manifesta) beginnen im Oktober 2007 und werden im Mai 2008 fertig gestellt sein. Die Arbeiten für die mittlere Festung (Landesausstellung) beginnen im September 2008, also noch während die Manifesta 7 im Gange ist, und werden im April 2009 abgeschlossen sein. Die Kosten zur Adaptierung der Festung für die beiden Ausstellungen sind mit fünf Millionen Euro veranschlagt – eine Investition, die auch künftigen Projekten zugute kommen wird, wie Durnwalder betonte.
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THEATER
Kaser kocht Georg Kaser vereint in seinem zehnten Solostück „Silent Cooking“ die Kunst des Kochens mit der Kunst des Schauspiels.
S
ilent Cooking, das Fernseh-Original, ist eine stille Kochshow. Keine klassische Kochnachhilfe per TV, bei der der Küchenentertainer charmant plaudernd die Garzeit der Gerichte überbrückt. Bei Silent Cooking schweigt der Koch, der Zuschauer kann sich entspannt zurücklehnen und das Entstehen eines Kochkunstwerks verfolgen – die Umwandlung von gesunden Rohstoffen zu kunstvollen Gerichten, untermalt von Musik und ganz ohne Erläuterungen.
Beim Bühnenwirbelwind
Georg Kaser fällt Silent Cooking selbstverständlich nicht in aller Stille aus. Brav den Regieanweisungen folgend – „i derf do heint net redn, sie brauchen net zu glabn, dass do heint geredt werd“ – bemüht er sich an der Küchenzeile, sich schweigend der Kochkunst zu widmen. Er flüstert höchstens ein bisschen. Bis ihm in den Sinn gerät, dass er doch singen könnte, das hätte ihm der Regisseur schließlich nicht verboten. So stimmt der Koch kirchliche Gesänge an, während er konzentriert Kräuter und Gemüse hackt, Zwiebel anröstet und diese dann dem Gemüsesud – „Sud mit stimmhaftem S“ wollte Regisseur Weichenberger von ihm hören – beimengt. Während die Kräuter samt Zwiebel im Sud garen, nimmt der Koch Auszeit und schlüpft in andere Rollen: Ein Vertreter von
Silent Cooking fällt bei Georg Kaser selbstverständlich nicht in aller Stille aus
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Instantprodukten schult einen Biochemiker, auf dass dieser den Leuten Tüten-Spargelsüppchen schmackhaft mache. Witzig und pointiert beklagt dieser die ganzen E-Zusätze im Beutel, den verschwindend geringen Prozentanteil der Spargelessenz im Spargelsüppchen und die Zusammensetzung von Hühner-Instantpulver, das sich aus zerschredderten Hühnerbatterien zusammensetzt. Diese Figur hätte ruhig noch weitere Male auftreten und sich über die verdorbene Esskultur der heutigen Zeit mokieren dürfen.
Nach der Verteilung des Fertiggerichtes, produktgemäß
in Plastikbecherchen serviert, widmet sich Koch Kaser dem Risotto – scheinbar das letzte Gericht Jesu beim Abendmahl. Die zwölf Apostel – schweizerisch, bayerisch, wienerisch oder südtirolerisch parlierende Jünger im unterschiedlichen Kochmützenstyle - plänkeln mit Jesus unter anderem über Internetseiten, nicht vorhandenen Kebabs, ob Jesus als Vegetarier Fisch zu sich nehmen darf und ob er Wein in Wasser verwandeln könne. Wohl deshalb, weil der gefüllte Kaninchenbraten, der mittlerweile im Backrohr schmort, ziehen sich die Vorbereitungen zum letzten Abendmahl recht
lange hin, und selbst Apostel finden nicht immer der Weisheit pointierten Schluss.
Ob Henne oder Ei zuerst da
waren? Laut Kaser das Ei, das sich Problem wälzend zum Urvogel Archaeopteryx wandelt, um dann flügelschlagend abhauen zu können. Ein Teil der Zuschauer hingegen darf zum köstlich riechenden Reisgericht, verfeinert mit Talleggio und Parmesan (kulinarisches Coaching von Raimund Frötscher) schreiten, um sich dieses auf dem Gaumen zergehen zu lassen. Zum Dessert reicht Kaser selbst gerührtes Speiseeis – wobei eine Zuschauerin das Rühren in der mit Eis und Salz gefüllten Metallschale übernimmt, denn schließlich steht kein Kühlschrank und keine Eismaschine auf der Bühne, die den Gefriergang ankurbeln könnten. Georg Kaser klärt in der Zwischenzeit das Publikum auf, dass das hochsprachliche Ei die Kiefer von unten nach oben schnellen lässt, während das dialektale „Oa“ die Gegenbewegung vollzieht. Im Wiener Walzer-Schritt vervollständigt Kaser zu Ende den Gefriervorgang – und friert dabei selbst ein.
Kochen und Theater spielen – diese beiden Künste gut getimt unter einem Deckel zu vereinen, ohne dass eine Zutat den Geschmack der anderen verdirbt, gelingt dem Koch und Schauspieler Kaser. Einige Szenen überschreiten jedoch die Garzeit und verlieren dadurch an knackiger Frische. In seinem zehnten Solostück – Kaser selbst bezeichnete es als „Wagnis, neuer Weg und Versuch“ – präsentierte er sich von einer neuen Seite, und diese steht ihm gut zu Gesicht. doris.brunner@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
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MUSIK
L
uca Masiello und Massimo Zaccarin spielen Jazz. Das kann alles und nichts bedeuten, und genau das wollen die beiden Musiker, denn ihre Musik entwickelt sich und „wuchert“ in verschiedenste Richtungen: Beispielsweise Ăźbernehmen sie Evergreens von Frank Sinatra, RockstĂźcke von „Green day“ oder Traditionals Ă la „O sole mio“ und verwandeln sie, packen sie sozusagen in ihre eigene jazzige Interpretation. Das Wichtigste bleibt fĂźr sie dabei, dass die Musik SpaĂ&#x; macht, dass man genieĂ&#x;en und lachen kann – eine unĂźbersehbare Leidenschaft der beiden. Begonnen haben die zwei Musiker mit der Idee im Hinterkopf, vorwiegend Jazz im engeren Sinne zu spielen. Allerdings haben sie ihr Repertoire bald ausgeweitet und sind inzwischen ausgesprochen experimentierfreudig.
Kennen gelernt haben sich
Massimo und Luca an der Musikschule Brixen, wo Massimo Gitarre unterrichtet und Luca den Jazz-Kurs von Roman Hinteregger besucht. „Zuerst haben wir mehr spaĂ&#x;eshalber von einer eigenen Formation gesprochen, weil wir doch beide sehr beschäftigt sind“, erklärt Luca, Journalist und Musiker. Der SpaĂ&#x; wurde dann doch ernster, und man traf sich zu ersten Proben im vergangenen FrĂźhling, die gleich zum Weitermachen anspornten. Inzwischen
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haben sich Masiello und Zaccari ein Repertoire von Ăźber 50 StĂźcken erarbeitet, wobei sie nicht nur covern, sondern auch einiges aus eigener Feder spielen. So schlummern noch viele weitere Eigenkompositionen von Massimo in der Schublade, zudem lebt ihre Musik von spontanen Improvisationen. Die beiden Musiker nennen sich schlicht und einfach Luca Masiello-Massimo Zaccari-Duo, obwohl sie wissen, dass ein toll ausgeklĂźgelter Name oft groĂ&#x;en Eindruck macht. Allerdings verspricht der Name vieler Gruppen vielfach mehr, als die Musik dann sagt. Masiello und Zaccari wollen lieber ihre Musik als ihren Namen sprechen lassen. AuĂ&#x;erdem ist ihr Grundgedanke nach wie vor jener einer sozusagen offenen Musikerformation. Dies bedeutet, dass sich eine grĂśĂ&#x;ere Gruppe von Musikern zusammenschlieĂ&#x;t und je nach Lust, Anlass und Art der gewĂźnschten musikalischen Performance auftritt, wozu ein allzu „schwerer“ Name doch hinderlich wäre. De facto haben sie mit ihrem Duo die InitialzĂźndung fĂźr dieses Projekt gegeben.
Das Duo tritt vorwiegend in
Lokalen, bei privaten Feiern, ErĂśffnungen oder Vernissagen auf. Es zielt auf eine ruhige, entspannte „ZuhĂśr-Situation“, was nicht bedeuten soll, dass nicht auch mal ordentlich die Post abgehen
Foto: Peter Hofmann
Das Luca Masiello-Massimo Zaccari-Duo spielt Jazz – die meiste Zeit jedenfalls. Wichtig ist ihnen viel Raum fßr Improvisationen, und dies macht ihre Musik spannend und reizvoll.
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Kunst & Kultur
Jazzige Verwandlung
kann. Auf das jeweilige Projekt abgestimmt, trifft man sich zum Proben und Einstudieren neuer Songs und zum Auffrischen des Repertoires. Dabei lassen sie der Improvisation einen groĂ&#x;en Raum offen, proben nicht bis in den letzten Winkel. Aber gerade das macht ihre Musik so spannend und reizvoll. „Wir spielen allerdings keine Tanzmusik im klassischen Sinne“, schränkt Massimo ein, was eine Gruppe älterer ZuhĂśrer letztens zunächst eher enttäuschte. Daraufhin haben die Musiker kurzerhand einige StĂźcke „angepasst“, kabarettistische Einlagen improvisiert – und die Herrschaften waren aufgrund ihrer russischen Interpretation
von „Volare“ mehr als entzĂźckt. Allerdings werden Abstecher dieser Art in die Welt von Mazurka, Gruppentanz, „Boarischem“ oder „liscio“ wohl eher die Ausnahme bleiben. manuela.kerer@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
info Luca Masiello: Vocals, Gitarre Massimo Zaccari: Gitarre, Vocals Kontakt: Tel. 3338440906 (Massimo) E-Mail: massimo_zaccari@yahoo.it
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AUSSTELLUNG
Werte und Wertschätzungen „Meisterhafte Radierungen“ von Albrecht Dürer (1471–1528) und allseits zufriedene Gesichter über die gute Zwischenbilanz zum ersten Ausstellungssommer auf Schloss Rodenegg.
E
s ist schon erstaunlich, dass sich in Südtirol – und noch dazu unweit von Brixen – die Gelegenheit bietet, Werke des berühmten Meisters Albrecht Dürer zu sehen, musste man doch dafür zuletzt nach Wien oder Zürich fahren.
Unter den Exponaten, die bis
zum 31. August auf Schloss Rodenegg zu sehen sein werden, sind zwar nicht die bekannten Selbstportraits oder der junge Hase, mit denen man den Künstler beim ersten Gedanken verbindet. Vielmehr handelt es sich um Kupferstiche, Kaltnadelradierungen und Holzschnitte, die in Dürers Werk einen nicht minder hohen Rang einnehmen. Der Künstler gilt nämlich als jener, der diese Techniken radikal erneuert und künstlerisch auf das Niveau von Gemälden gehoben hat. Während frühe Kupferstiche die Figuren flächig darstellen, noch keine Lichteffekte, Perspektiven und Tiefen kennen, hat Dürer unter dem Einfluss der italienischen Renaissance den Möglichkeiten der realitätsnahen Darstellung mittels der genannten Drucktechniken zu einem gewaltigen Fortschritt verholfen. Auch was die Technik der Radierung selbst betrifft, war Dürer wegweisend. Anstatt die Darstellungen mühsam in die Kupferplatten zu ritzen, hat er die Platten mit Wachs beschichtet und darauf die Zeichnungen übertragen. Die Platte kam dann ins Säurebad, in dem die freigelegten Stellen zersetzt und damit vertieft wurden.
Welch breite Palette an Grau-
tönen Dürer durch feinste Linien und Schraffierungen erzeugen konnte, wie und mit welcher Genauigkeit er Tiefe, Licht und Schatten erzeugte, kann man an den zwölf ausgestellten Werken sehr gut studieren. Beeindruckend sind die architektonische Vielfalt,
die Dürer bei der Darstellung von Gebäuden zu Tage legt, und die Vitalität der Menschen und Tiere, die in seinen Radierungen zum Ausdruck kommt. Die Exponate stammen aus der Sammlung Salomon in Mailand und kamen wiederum auf Initiative von Helmuth Amort, Präsident des örtlichen Tourismusvereins, und auf Vermittlung des Galeristen Alex Pergher nach Rodeneck. Dargestellt sind biblische Motive wie „Der verlorene Sohn“ (1496), „Christus vor Pilatus“ (1508/09), „Grablegung Christis“ (1512) sowie eine Krippenszene (1504), vier Darstellungen von Heiligen („Heiliger Antonius vor der Stadt“, 1519; „Heiliger Eustachius“, 1501; „Heiliger Georg“, 1502); „Heiliger Hieronimus unter der Weide“, 1512), drei Darstellungen mythischen Inhalts („Hercules und die Eifersucht“, 1498; „Das Meerungeheuer“, 1498; und „Der Raub der Persephone“, 1516) sowie eine profanen Inhalts, jene badender Männer (zirka 1496). Die für die neue Zeit bezeichnende Hinwendung zum Diesseitigen kommt nicht nur bei diesem profanen Bildnis zum Ausdruck. Die biblischen Gestalten und Heiligenfiguren tragen keinen Heiligenschein, sie sind sehr menschlich dargestellt – der Heilige Antonius etwa in Mönchskutte und barfuß – und befinden sich in der Welt der Menschen, nicht in höheren Sphären. Die Menschen stehen im Vordergrund, den Hintergrund bildet eine typisch mittelalterliche Landschaft mit Burgen oder Städten. Dass auch hier realistische Vorbilder Pate gestanden haben, ist am Beispiel Klausen bekannt. Die Stadt, vor der sich der Heilige Antonius bei Dürer niedergelassen hat, ist das Spiegelbild von Trient.
Die Radierungen Albrecht Dürers bilden den zweiten Teil und Höhepunkt eines gelungenen und
Noch bis zum 31. August bietet sich auf Schloss Rodenegg die einzigartige Möglichkeit, Dürers Kunstwerke im Original zu betrachten.
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erfolgreichen Ausstellungssommers auf Schloss Rodenegg. Selbst die Hausherrin Gräfin Dorly von Wolkenstein-Rodenegg, die dem Experiment anfangs sehr skeptisch gegenüber gestanden war, wirkte anlässlich der Vernissage äußerst gelassen und zufrieden. In den 21 Tagen, an denen jeweils für vier Stunden die Werke M. C. Eschers zugänglich waren, zählte Schloss Rodenegg nahezu 3.500 Besucher. Helmuth Amort habe den richtigen Riecher gehabt, lobte Klaus Faller, Bürgermeister der 1.200-Seelen-Gemeinde. Das Ziel, Synergien zwischen Tourismus, Kunst, Schloss und Einheimischen zu knüpfen, sei erreicht worden. Dies war bei der Ausstellungseröffnung tatsächlich auch zu spüren.
Amort überreichte der Gräfin von Wolkenstein-Rodenegg zum Dank für ihr Entgegenkommen ein Bild. Und Landesrätin Sabina KasslatterMur brachte Amorts Initiative durch persönliche Anwesenheit ihre Wertschätzung entgegen. Sie freute sich darüber, dass sich ein Tourismusverein für Kultur einsetzt, ohne beim entsprechenden Landesamt um finanzielle Unterstützung anzusuchen. Verbesserungswürdig war an diesem Abend lediglich die Eröffnungsrede von Professor Egon Tscholl, die stark an der Biografie des Künstlers orientiert war, aber eine Einschätzung der ausgestellten Exponate mied. albina.kritzinger@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info 29
Lighthouse z Seine Kunst bildet keine Welt ab, sondern erschafft eine. „Lodoland“ heißt sie und eignet sich für jene, die aus dem Legoland herausgewachsen sind – in knalligen Farben, mit Menschen ohne Gesichter, Tanzpaaren, Fußballspielern, Musikern, fetzigen Limousinen, Vespas, Comicfiguren, Pin-up-Girls. Der italienische Grafikdesigner Marco Lodola versteht seine Arbeiten als Kunstobjekte.
Seine Kunst wirkt keinesfalls abgehoben, vielmehr im alltäglichen, heutigen Umfeld der Menschen angesiedelt. Er hat Produkten von Firmen wie Swatch, Coca Cola, Illy, Dash, Harley Davidson, Valentino oder Casinos Austria ein Gesicht gegeben – und eine eigene Stilrichtung geprägt, den „Lodolismo“, eine Spielart des Neofuturismus wie des Popart. Qualitativ führt er jene Tradition fort, die in den
50er Jahren begonnen hat und als italienisches Design zum Exportschlager avancierte. Eine kleine Auswahl seiner Werke war in der Mühlbacher Galerie 90 bei der Austellung „Lighthouse“ zu sehen: Von den Lichtboxen gab es aber nur eine Handvoll, die Mehrzahl der Werke waren auf Jute oder Plexiglas gemalt. Die Exponate stammen aus der Galleria d’arte Nozzoli in Empoli. ak
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KUNST
Kulinarische Sezierkunst z Das „Theatrum Anatomicum“ in Bregenz wurde vom Vorarlberger Künstler Paul Renner geschaffen – ein schädelförmiges Zelt in wurstähnlicher Haut, in dem der Sinn und die Sinne gleichermaßen geschärft und seziert werden sollen. Mit seinen Speisefolgen experimentell arbeitender Küchenchefs und mit diversen Live-Performances von ähnlicher Offenbarungskraft verbindet hier Paul Renner Küche und Kunst. Anlässlich der Zehnjahresfeier des Kunsthauses Bregenz tischte der Künstler Ende Juli eine Woche lang auf:
kurz
notiert
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Begleitet von Poesie, Video, Theater und Musik zelebrierte er im Theatrum Anatomicum abendliche Geschmacksorgien. Bei den Performances waren bekannte Köche wie Carles Abellan, Erwin Kasper, Martin Real, Adi Bittermann und Bernie Rieder mit von der Partie – und unter ihnen der Brixner Gastronom Elmar Brunner vom Restaurant Plonerhof. Essbare Skulpturen, Lachgas-Experimente oder Ton-Film-Projektionen standen auf dem Programm; am letzten Abend der Festwoche leistete der berühmte
österreichische Aktions- und Performance-Künstler Hermann Nitsch die Aktion „Anatomie
der Speisen und Körper“, ein ästhetisches Ritual der Existenzverherrlichung. db
Das 3. Filmfestival BrixenART wurde heuer auf einen Tag beschränkt und wird zukünftig alle zwei Jahre anstatt wie bisher jedes Jahr abgehalten. Insgesamt waren im Forum Brixen sieben Dokumentarfilme, vorwiegend über Künstler und Kunst, zu sehen.
Ein Schaufenster für die Kultur – unter diesem Motto sind die Kaufleute von Brixen aufgerufen, die neue Spielzeit des Südtiroler Kulturinstitutes zu bewerben. Eine Jury wird die einzelnen Dekorationen bewerten und Preise vergeben.
Das zeitgenössische Festival transart 07 wird im September auch im Raum Brixen Halt machen. Aufführungsorte sind die Hallen der Alupress in der Brixner Industriezone, das Vinzentinum für ein Kindertheaterstück sowie die Beton Eisack in Klausen.
Foto: miro kuzmanovic/miromedia.net
Kunst & Kultur
DESIGN
NACHGEFRAGT
„Sex and the city aus Wien“ PETER SILBERNAGL, Direktor des SĂźdtiroler Kulturinstitutes, Ăźber die Theater-Gastspiele dieser Saison im Forum Brixen. Herr Silbernagl, das SĂźdtiroler Kulturinstitut lädt im Oktober wiederum zu TheaterauffĂźhrungen ins Forum Brixen. Welche AuffĂźhrungen stehen in dieser Saison auf dem Spielplan? Den Auftakt bildet eine sehr anspruchsvolle Inszenierung von Georg BĂźchners RevolutionsstĂźck „Dantons Tod“, aufgefĂźhrt durch das Theater an der Ruhr. Im Dezember folgt ein Gastspiel des renommierten Wiener Theaters in der Josefstadt; Gabriel Baryllis KomĂśdie „Honigmond“ verspricht eine Art „Sex and the city“ aus Wien. Im Februar kommt dann
die beliebte Schauspielerin und Sängerin Cornelia Froboess nach Brixen und wird gemeinsam mit dem Gitarristen Sigi Schwab unter dem Motto „Liederliches“ Texte und Lieder von Wolf Biermann bis Leonard Cohen präsentieren. Zum Abschluss im April steht dann eine BĂźhnenversion von Goethes „Leiden des jungen Werther“ auf dem Programm, inszeniert vom berĂźhmten Staatsschauspiel aus Dresden. Spielen bei der StĂźckauswahl fĂźr das Brixner Publikum besondere Kriterien eine Rolle? Wir mĂśchten ein buntes Programm anbieten, in dem sowohl
Unterhaltung als auch Anspruchsvolles und Literarisches seinen Platz findet. Wichtig ist dabei immer die Qualität. Das Angebot des Sßdtiroler Kulturinstitutes in Brixen ist von zwei Auffßhrungen in der Saison 2004/05 auf vier Auffßhrungen gewachsen. Wird das Programm zukßnftig noch erweitert? Unser Ziel ist es, irgendwann auf fßnf Veranstaltungen pro Saison zu wachsen, sodass wir, wie beispielsweise in Bruneck, ein kleines Abonnement anbieten kÜnnen. doris.brunner@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
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SSV BRIXEN DaS SpoRtlIchE aNgEBot 2007-2008 FUSSball herren
Trainingsangebot 2007/2008 Junioren A-Jugend reg. A-Jugend prov. B-Jugend reg. B-Jugend prov.
Trainingstage Mo+Di+Do Di+Mi+Fr Mo Mi+Fr Di+Mi+Fr Mo+Do Mi Mo+Di+Do
C-Jugend (Jhg 1995) (1. Training: Mo, 20.08.07 - 16.00 Uhr) C-Jugend (Jhg 1996) Mo+Mi+Do D-Jugend (Jhg 1997+1998) Mo+Do 2 Mannschaften (1. Training: Mo, 20.08.07 - 14.30 Uhr) Fußballschule (Jhg 1998-2000) Mi+Fr (Trainingsbeginn: Mi, 12.09.07 - 14.30 Uhr)
Trainingszeit 19.30 Uhr 17.45 Uhr 17.45 Uhr 19.30 Uhr 17.45 Uhr 17.45 Uhr 16.00 Uhr 16.00 Uhr
Heimspiele Samstag, 17.00 Uhr Sonntag, 10.30 Uhr
16.00 Uhr 14.30 Uhr
Samstag Samstag
Samstag, 19.00 Uhr Sonntag, 10.30 Uhr Samstag, 17.00 Uhr Samstag
14.30 Uhr
tUrnen
FUSSball Damen
Trainings- und Spielort: SpA Klaus Seebacher - Nähere Informationen: Mauro Monti, Tel. 347 418 6061, e-mail: mauro.monti@brennercom.net Trainingsangebot 2007/2008 U8 (Jhg 1999 und jünger) U10 (Jhg 1996-1998) U14 (Jhg 1993-1995) U19 Prov+reg (Jhg 1989-1992) Serie B Training
Trainingstage Mi+Fr Mi+Fr Di+Fr Mo+Mi Do Di+Do+Fr
Zeiten 14.30-16.00 Uhr 14.30-16.00 Uhr 16.00-17.30 Uhr 19.30-21.00 Uhr 18.00-19.30 19.30-21.00
Trainingsbeginn Mi, 12.09. - 14.30 Uhr Mi, 12.09. - 14.30 Uhr Di, 21.08. - 16.15 Uhr Mo, 20.08. - 19.30 Uhr
Heimspiele SpA Klaus Seebacher, Sonntag Vormittag SpA Klaus Seebacher, Samstag+Sonntag Nachmittag
SpA Klaus Seebacher, Sonntag Nachmittag
Trainingsort: SpA Klaus Seebacher (Jugendhort) - Kontaktpersonen: Andrea Dallapiazza, Tel. 349 399 4609 - Florian Demetz, Tel. 349 198 5631 Trainingsangebot 2007/2008 Abenteuerspielstunden I (4-6 Jahre - begrenzte Teilnehmerzahl) Abenteuerspielstunden II (4-6 Jahre - begrenzte Teilnehmerzahl) Gym 4 Kids I (ab 6 Jahre - begrenzte Teilnehmerzahl) Gym 4 Kids II (ab 6 Jahre - begrenzte Teilnehmerzahl) Jugend Turn- & Sportgruppe (ab Mittelschulalter - begrenzte Teilnehmerzahl) Turnen over 50
Trainingstage Zeiten (muß noch festgelegt werden) (muß noch festgelegt werden) Mi 16.30-17.30 Uhr Fr 15.00-16.00 Uhr Do 18.15-19.15 Uhr
Beginn
Leitung
26.09.07 28.09.07 04.10.07
Gabi Mellauner Markus Villscheider Barbara Michaeler
Mi
03.10.07
Walter Kompatscher
19.30-20.15 Uhr
Ort: Kunstturnhalle Sportzone Brixen Süd - Einschreibungen: 13. + 14. September 2007 von 17.00-18.30 Uhr in der Geräteturnhalle der Sportzone Brixen Süd Telefonische Anmeldungen können aus organisatorischen Gründen nicht mehr angenommen werden! Eventuelle Auskünfte bei Sektionsleiterin Gabi Mellauner, Tel. 340 3155262 (Mittags oder Abends), gabi.mellauner@bzgeis.org - Änderungen vorbehalten
Schwimmen
Trainingsangebot 2007/2008 LEISTUNGSGRUPPE “1” ab 13 J. TRAININGSGRUPPE “2” 8-12 J. TRAININGSGRUPPE “3” 6-7 J. Sportschwimmer 1 (Oberschule) Sportschwimmer 2 (Mittelschule) Sportschwimmer 3 (Volksschule) Masters Sportschwimmer 4 (Erwachsene) Acquagym
Trainingstage Mo-Di-Mi-Do-Fr Mo-Mi-Fr Mi-Fr Mo Do Mi-Fr Di Do Di Mo-Do Mo-Do Mi Mo Di Do
Zeiten 18.00-20.00 Uhr 16.30-18.00 Uhr 15.30-16.30 Uhr 15.30-16.30 Uhr 16.00-17.00 Uhr 20.00-21.30 Uhr 16.00-17.00 Uhr 17.00-18.00 Uhr 17.00-18.00 Uhr 20.00-21.30 Uhr 20.00-21.00 Uhr 20.00-21.00 Uhr 18.30-19.20 + 19.30-20.20 Uhr 18.10-19.00 + 19.10-20.00 Uhr 18.10-19.00 + 19.10-20.00 Uhr
Beginn 17.09.07 24.09.07 26.09.07 24.09.07 24.09.07 03.10.07 02.10.07 04.10.07 02.10.07 24.09.07 24.09.07 26.09.07 08.10.07 09.10.07 04.10.07
leichtathletik
Öffnungszeiten Büro: Mo 03.09.07 - Fr 28.09.07, 18 - 20 Uhr jeweils von Mo bis Fr Trainingsangebot 2007/2008 Mittelschüler Oberschüler
Zeit 17.00-18.15 Uhr 17.00-18.15 Uhr
Trainingsbeginn: 01.10.07 Sportzone Süd, bei Schlechtwetter Handballhalle Anmeldung und Informationen: Ilse Ogriseg, Tel. 340 630 5506 - Debby Feltrin, Tel. 328 711 2151 Trainingsangebot 2007/2008
Volleyball
Trainingstage Mo+Do Mo+Mi+Fr
Trainingstage
Zeiten
Ort
Minivolley ab 2. Kl. Volksschule Mi+Fr 17.30-19.00 Uhr Neue Halle Rosslauf Volleyball für MittelschülerInnen Mi+Fr 17.30-19.00 Uhr Lewit, Fischzuchtweg Volleyball für OberschülerInnen Mi+Fr 17.30-19.00 Uhr Lewit, Fischzuchtweg Volleyballtraining Mo+Mi+Fr 17.30-19.00 Uhr Lewit, Fischzuchtweg Trainingsbeginn: Montag, 17. September. Keine Anmeldung erforderlich. Die Trainingseinheiten bis Mitte Oktober gelten als sogenannte Schnupperstunden und sind kostenlos. Informationen: Walther Unterleitner, Tel. 0472 200693 oder 339 7602430 Ein starkes Team wie wir unterstützt gerne den SSV-Brixen in seiner Jugendarbeit.
Denn Sport braucht Unterstützung.
hanDball Damen + herren
Ort
Kat.
Jahrg.
Termine
Brixen Neustift Brixen Vahrn Brixen Brixen Brixen Brixen
Ballspielstunde Ballspielstunde U12 U12 U14 Mädchen U16 Mädchen U14 Buben U16 Buben
1998 und jünger 1998 und jünger 1996-1997 1996-1997 1994-1995 1992-1993 1994-1995 1992-1993
Fr, 15.30-17.00 Mo, 15.00-16.30 Mo, 15.30-16.30 Mi, 17.00-18.30 Di, 17.00-18.30 Di, 17.00-18.30 Mo, 18.00-19.30 Mo, 18.00-19.30
Fr, 16.00-17.30 Fr, 16.00-17.30
Trainingsbeginn: Montag, 03.09.2007 - Infos: Erich Federspieler, Tel. 335 848 2042, e-mail: handball.brixen@brennercom.net Evtl. Änderungen auf www.ssv-brixen.info/handball Trainingswochenplan/Zeit 9.00
YoSeikan bUDo
Mi, 16.00-17.30 Fr, 17.00-18.30 Fr, 17.30-19.00 Do, 18.30-20.00 Mi, 17.30-19.00 Mi, 17.30-19.00
Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag
15.30-16.30
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Y-Cardio-Training
Y-Cardio-A
Y-Cardio-B
Montag Mittwoch Freitag
18.30 Uhr 18.30 Uhr 18.30 Uhr
20.00 Uhr 20.00 Uhr 20.00 Uhr
16.30-17.15
17.15-18.30
18.30-19.30
19.30-21.30
Kinder YS Kinder YST Kinder YS
Kinder YST Kinder YST Kinder YT Kinder YST
Kinder YT Kinder YT Kinder YT
KAMPFSPORT Kickboxen BUDOSPORT Aikido KAMPFSPORT Yoseikan Budo 3. Kyu-2. Dan KAMPFSPORT Yoseikan Budo Technik KAMPFSPORT Yoseikan Budo Praxis
baDminton
Anmeldung und Infos: Stefano Rossi Tel. 328 4210114, Oskar Baumgartner Tel. 338 1459835, www.ssv-brixen.info Ab 17. September unverbindliches Probetraining – Trainingsdauer: Mitte September bis Ende Mai Trainer: Oskar Baumgartner, Giancarlo Milesi, Josef Pfeifhofer, Markus Gasser, Stefano Rossi, Petra Widmann – Trainingsort: Yoseikan-Dojo, Vinzenz-Gasser-Straße (Vinzentinum-Innenhof), LBA-DreifachTurnhalle, Dantestraße 96 Trainingsangebot 2007/2008
Trainingstage/Zeiten
Kinder Jugendliche Sportgruppe Freizeit 1 Freizeit 2
Dienstag + Donnerstag, 17.30-19.00 Uhr Dienstag, 19.00-20.30 Uhr / Donnerstag, 17.30-19.00 Uhr Montag, 19.00-20.30 Uhr / Dienstag, 20.30-22.00 Uhr / Donnerstag, 19.00-20.30 Uhr Montag, 20.30-22.00 Uhr Donnerstag, 20.30-22.00 Uhr
Anfängerkurse
Trainingstage
Zeiten
Kinder ab 7 Jahren Jugendliche Erwachsene
5x Di 5x Di 5x Di
17.30-19.00 Uhr 19.00-20.30 Uhr 20.30-22.00 Uhr
Beginn
17.09.07 17.09.07 17.09.07
behinDertenSport
bogenSchieSSen
Ort: Pluri Turnhalle des ital. Schulzentrums in der Mozartallee Anmeldungen und Informationen: Helmuth Sigmund, Tel. 328 9653623 oder 0472 834505, Sektionsleiter: Bernhard Thomaser, Tel. 349 2834862 5. Brixner Beach-Badmintonturnier am 26.08.2007 ab 9 Uhr in der Sportzone Campill in Milland für Freizeit- und Turnierspieler von 0-99 Jahre. Rahmenprogramm: Speedminton u. Geschicklichkeitsspiele; Bei schlechtem Wetter findet das Turnier in der Pluri-Turnhalle des ital. Schulzentrums in der Mozartallee statt. Anmeldungen: ssv-brixen-bad@gmx.net bis 18.08.07 oder vor Spielbeginn, Informationen: Helmuth Sigmund 328 9653623 Trainingsdauer: das gesamte Jahr. Im Sommer Seeburg, im Winter in Hallen Trainingstage Zeiten (unverbindlich)
Trainingsort Oktober - April
Trainingsort Mai - September
Montag 18.30 - 20.30 Uhr Realgymnasium Dantestraße Sportanlage Seeburg (selbe Zeit) Freitag 18.30 - 22.00 Uhr Realgymnasium Dantestraße Sportanlage Seeburg (selbe Zeit) Samstag 16.00 - 18.00 Uhr Pluricomprensivo Schwesternau Sportanlage Seeburg (selbe Zeit) erforderliches Alter: 10-99 Jahre – Die Ausrüstung (Bogen, Pfeile, Zubehör) wird vom Verein zur Verfügung gestellt. Unverb. Probetraining ist nach Voranmeldung jederzeit direkt beim Trainingsort möglich. • benötigte Unterlagen: Sportmedizinische Untersuchung Anmeldung und Informationen: Armin Theiner, Tel. 0472 837314, Im Geschäft Pro Natura in Brixen oder beim Training 13.10.2007: Großer Schnupper-Nachmittag in der großen Sporthalle Brixen Süd. Trainingsangebot 2007/2008
Trainingstage
Paralympics: für Körperbehinderte Tischtennistraining Schwimmkurse und -training Bogenschießen
Zeiten
TrainerIn
1-2x wöchentlich abends 1x wöchentlich abends gemeinsam mit den Athleten der Sektion Bogenschießen
Trainer des ASV Milland TT Trainer der Sektion Schwimmen
Special Olympics: für Menschen mit mentaler Beeinträchtigung Fußballtraining für Jugendliche und Erwachsene Sport und Spaß für Kinder Halt dich fit – Montagturnen (2 Gruppen) Tanzen für Jugendliche Schwimmen für Kinder (Anfänger, Leichtfortg.) Schwimmen für Erwachsene (Anfänger, Leichtfortg.) Schwimmen für Fortgeschrittene (2 Gruppen)
Freitag 13.30-14.30 Uhr 1x wöchentlich nachmittags Montag 17.00-18.00 oder 18.00-19.00 Uhr Freitag nachmittags 1x wöchentlich nachmittags Einzelbetreuung oder kl. Gruppen in der Acquarena 1x wöchentlich nachmittags, Acquarena
Oswald Waldthaler qualifizierte Sportlehrer Matthias Haller Carmen Niederkofler Trainer der Sektion Schwimmen Trainer der Sektion Schwimmen Trainer der Sektion Schwimmen
Bewegungsangebote für Kinder im Rollstuhl und/oder für schwer behinderte Kinder werden bei Bedarf organisiert. Anregungen für weitere Angebote werden gerne entgegengenommen. Anmeldung und Information: Michaela Kofler Pichler, Tel. 0472 833 889 und Handy 333 471 4707 Ein starkes Team wie wir unterstützt gerne den SSV-Brixen in seiner Jugendarbeit.
Denn Sport braucht Unterstützung.
Kunst & Kultur
AUSSTELLUNG
Internationale Druckgraphik
z Wie schon seit Jahren läuft auch heuer wieder die Ausstellung in der Kunstgalerie des Hotels Goldener Adler mit vielen sehenswerten Werken der modernen Druckgraphik wie Kaltnadelradierungen, Acquaforte und kolorierte Lithographien sowie Zeichnungen,
Pastelle und Aquarelle. Heuer finden sich neben den vielen italienischen Künstlern wertvolle Exponate internationaler Kunstschaffenden, darunter eine Lithographie von Man Ray. Mit wenigen Strichen auf Papier mit Holzmaserung entwirft er das Symbol der Uhr und zeigt in
der Essentialität der Zeichnung auf Anhieb die Perfektion des Könnens. Eine sehr interessante Druckgrafik mit farbig schraffierten, eindrucksvoll plastischen Volumen stammt von Sonia Delaunay und zwei Radierungen von Marc Chagall, dem Meister schwebender Leichtigkeiten und musikalischer Harmonie in seiner sensiblen Figurengestaltung. Giorgio De Chirico ist mit Lithographien und der Pastellzeichnung „il fiume misterioso“ vertreten: Der Fluss erscheint hier als kraftvolle Wellenlinie im Vordergrund; im Hintergrund, fast verschwommen, ein kleiner, antiker Tempel. Gino Severini besticht mit zwei seiner kubistischen Meisterstücke. Nicht zu übersehen ist der exzentrisch surrealistische Salvador Dalí mit „Der schöpferische Finger“,
worin er sich mit den Schattenseiten der Schöpfung befasst und sich wie immer als Seiltänzer in der Ideenwelt betätigt. Ein weiteres Kleinod ist die Kaltnadelradierung von Pablo Picasso „Le Centaure Picador“ aus dem Jahre 1948, mit der er die „Deux Contes“ von Ramon Reventos illustrierte. In den Acquaforte-Radierungen aus der letzten Schaffensperiode des sizilianischen Meisters Renato Guttuso um 1986 dominieren im Vergleich zu seiner gewohnten südländischen Farbenexplosion klassische Formen mit fast monochromer Farbgebung. Kurator der Ausstellung ist wie immer Dino Pavesi im Auftrag des Kunsthauses „Sagittario“ von Bologna. Die Ausstellung ist noch bis 10. September geöffnet. cm
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Foto: Oskar Zingerle
z Mit einem Highlight – mit Bildern und Skulpturen des heimischen Künstlers und Lyrikers Hartwig Thaler – setzt die Galerie 90 den Ausstellungsreigen dieser Saison fort. Dass die Galerie nach einjährigem Bestehen die Bewährungsprobe bestanden hat, kam in einem Seitenhieb des Bürgermeisters Franz Gruber auf seinen Brixner Amtskollegen anlässlich der Vernissage zum Ausdruck: „Das kleine Mühlbach entwickelt sich langsam zu einer Kunsthauptstadt“. Das Programm, für das Alex Pergher verantwortlich zeichnet, verdient ein „sehr gut“ – auch die Präsentation der Werke, wenn auch mit Vorbehalt: Die Bildunterschriften fehlen einem beim Gang durch die
KUNST
THEATER
Letzte Station Nabelhaus
Tierisches Spektakel
Ausstellungen. Hartwig Thalers Bilder und Skulpturen würden sich eher erschließen und erst dann ihren vollen Reiz entfalten, wären sie durch die jeweils sehr tiefsinnigen Gedichtzeilen des Künstlers ergänzt. So erkennt man zwar, dass sich Thaler zwischen abstrakter und konkreter Kunst bewegt, die Motive vom Äußerlichen befreit und auf Formen reduziert. So richtig in Bewegung setzen sich die Gedanken aber erst, wenn man weiß, dass es sich etwa bei den Skulpturen um Module für das menschliche Verhalten handelt. Laut Eröffnungsrednerin Stefanie Risse widersetzt sich Thaler dem Mainstream. Mit der Verwendung von Rastern, Rahmen und dem kritischen Umgang mit der Dreidimensionalität zieht sich der aktuelle Diskurs in der Kunst doch wie ein roter Faden durch Thalers Werk. ak
z Gerade rechtzeitig zur Rückkehr der hochsommerlichen Temperaturen fanden im Juli die diesjährigen Freilichtaufführungen der Heimatbühne St. Andrä statt. Regisseur Christoph Gostner hat mit dem Stück „Frösche und/oder Kröten. Ein tierisches Spektakel“ des bayrischen Autors Josef Schmied ein Freilichtspiel in 21 Bildern inszeniert, mit dem er sich bewusst von den sozialkritischen Stücken der vergangenen Jahre abheben wollte. Schmied mag dem einen oder anderen durch die Weiherspiele in Markt Schwaben ein Begriff sein, für die er alljährlich die Stücke schreibt. Der Inhalt ist rasch erzählt: Libella, Herrscherin über die Trametschlåcke, sucht eine Braut für ihren Sohn. Zwischen Kröten, Fröschen und anderen
Bewohnern der Låcke beginnt ein Wettkampf, der natürlich nicht mit sauberen Mitteln ausgetragen wird. Am Ende siegt die Liebe. Gostner hat das Stück an die hiesigen Gegebenheiten angepasst und die musikalische Bearbeitung Willi Seebacher übertragen. Die Kostüme und Requisiten wurden von den Marktschwäblern zur Verfügung gestellt, das Bühnenbild vom Regisseur und Evi Gasser in Zusammenarbeit entworfen. Von Gasser stammt auch die Bühnenmalerei. Aufführungsort war erstmals der Parkplatz der Ploseseilbahn, wo zu diesem Zwecke ein kleiner Teich ausgehoben wurde. Beachtlich das generationenübergreifende Zusammenspiel: Unter den insgesamt 38 Darstellern waren sowohl altbekannte Gesichter wie auch Kinder und Jugendliche enthusiastisch dabei, wobei sich einige der jungen Darsteller neben den bereits bewährten „Originalen“ bestens behaupten konnten. ab
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Freizeit & Sport
BRIXEN BEWIRBT SICH FÜR DAS LANDESSPORTZENTRUM
Zweiter Versuch
Viele Gemeinden Südtirols glauben, dass sie den besten Standort für das Landessportzentrum bieten können. Brixen ist in das Rennen neu eingestiegen. Dabei ist völlig unklar, ob die Stadt eine zweite Chance für eine Projektpräsentation und eine Bewerbung erhalten wird.
S
eit Monaten wetteifern mehrere Gemeinden Südtirols darum, Standort des geplanten Landessportzentrums zu werden – obwohl die Würfel eigentlich längst gefallen sind. Eine bereits 2003 vom Land eingesetzte Expertenkommission, zusammengesetzt aus Vertretern des CONI, des Verbandes Südtiroler Sportvereine (VSS), der Unione Societá Sportive Altoatesine (USSA), des Landesamtes für Sport, des Gemeindenverbandes und anderer Sportfachleute, hat
bereits 2004 den Auswahlprozess abgeschlossen. Letztendlich erhielt Kaltern vor Bruneck, Lana und Sterzing den Zuschlag. Brixen war damals vorzeitig aus der Auswahlrunde ausgeschieden, weil es die für das Sportzentrum benötigten sieben Hektar Grundfläche nicht zur Verfügung stellen konnte.
Mittlerweile sind mehrere Jah-
re vergangen, und vor einiger Zeit wurde nach Aufforderung von Landeshauptmann Luis
VSS-Obmann Günther Andergassen: „Ich wundere mich, dass sich Brixen wieder neu ins Gespräch bringt“
–––––––––––––
Durnwalder der Standort Kaltern/Altenburg durch alle Bezirksvertreter des VSS nochmals einstimmig bestätigt. Für den Obmann des VSS, Günther Andergassen, sind damit alle notwendigen Entscheidungen von den maßgeblichen Sportgremien getroffen worden. Ihn verwundert der Umstand, dass sich Bruneck, Lana, Sterzing und nun auch Brixen trotzdem wieder neu ins Gespräch bringen. Brixen ist vor wenigen Wochen wieder ins Rennen eingestiegen, von dem keiner mit Gewissheit sagen kann, ob es denn nun tatsächlich auch neu eröffnet wird. Franz Pisoni, Gemeinderat der Grünen Bürgerliste, hat in einer Gemeinderatssitzung Ende Juli gemeinsam mit Elda Letrari einen Antrag für eine Bewerbung
Brixens als Standort des Landessportzentrums eingebracht. Dieser Antrag wurde nicht nur angenommen, er wurde mit einer wesentlichen Ergänzung als fraktionsübergreifender Antrag in den Gemeinderat gebracht und dem entsprechend von allen Parteien gutgeheißen.
Die wesentliche Ergänzung
besteht darin, dass Brixen im Unterschied zum ersten Projekt aus dem Jahre 2003/04 nun eine ausreichend große Grundfläche für das Landessportzentrum zur Verfügung stellen könnte. In den nächsten Tagen stehen nämlich Verhandlungen zwischen Verteidigungsministerium, Land und Gemeinde an, um die Übergabe der Ruazzi-Kaserne in Elvas zu regeln. Diese muss im Falle eines
RUAZZI-KASERNE IN ELVAS: Mit der Übernahme des 7,5 Hektar großen Areals würde Brixen über genügend Fläche für das Landessportzentrum verfügen
–––––––––
positiven Abschlusses einem neuen Verwendungszweck zugeführt werden. „Das gesamte Kasernengelände ist 7,5 Hektar groß, die
Ein schlagkräftiges Argument öfters sportliche Großveranstal- veränderten Rahmenbedingungen – doch damit sind die Vorteile tungen mustergültig ausgerich- einer erneuten Überprüfung unBrixens laut Ferretti und Pisoni noch nicht ausgeschöpft: Beide
tet haben. Für Brixen sprechen weiters die zahlreichen bereits
„Wenn die Landesregierung eine kostengünstigere Variante des Landessportzentrums will, sollte sie das Angebot von Brixen nochmals prüfen“_ BM Albert Pürgstaller Gebäude wurden vor wenigen Jahren saniert und befinden sich in gutem Zustand“, erläutert Heinrich Ferretti, SVP-Gemeinderat aus Elvas. „Hier wären überschaubare Adaptierungsmaßnahmen notwendig, um ein Landessportzentrum zu errichten“.
bekräftigen unisono, dass Brixen neben klimatischen Vorzügen und einem beeindruckenden Ambiente auch verkehrstechnisch sehr gut gelegen ist, über ein hervorragendes Sportmanagement und gut funktionierende Organisationsstrukturen verfügt, die schon
vorhandenen Sportanlagen, die Nähe zum Krankenhaus mit seiner ausgewiesenen Kompetenz im Bereich der Rehabilitation und Sportmedizin sowie die Nähe zu mehreren Wintersportzentren. Kurzum, die Bewerbung der Gemeinde Brixen müsse wegen der
terzogen werden. Ob dies auch geschehen wird, ist zurzeit noch unklar. Günther Andergassen betrachtet den Auswahlprozess als abgeschlossen, gleichzeitig anerkennt er die Souveränität eines jeden Gemeinderates, ein neues Angebot zu unterbreiten. Bürgermeister Albert Pürgstaller formuliert es vorsichtig: „Wir haben der Landesregierung eine neue Alternative zur Kenntnis gebracht. Diese muss die Entscheidung treffen, ob sie einer großen Lösung, wie es jene in Altenburg darstellen würde, den Vorzug geben will. Wenn sie dagegen eine kleinere und kostengünstigere Variante möchte, sollte sie das Angebot von Brixen nochmals prüfen.“ 37
Freizeit & Sport
Es bleibt die Frage, wie viel die Beispiel deutlich: „Im Leistungs-
Produkte aus dem Gerechten Handel, aus dem biologischen oder regionalen Anbau bringen mehr. Mehr Geschmack, mehr Genuss, mehr Qualität – im Sinne der Umwelt, der Erzeuger und der Kunden. Diese Produkte und vieles mehr bieten die Südtiroler Geschäfte mit dem „Umweltsiegel“.
Mehr Informationen unter www.verband.bz.it
einstimmige Entscheidung der Expertenkommission wiegt. Was die von den Brixner Gemeinderäten aufgelisteten Vorteile betrifft, so wischt diese Günther Andergassen vom Tisch: Die Nähe zu mehreren Wintersportzonen ist in seinen Augen irrelevant. „Die Wintersportler bauen im Sommer ihre Kondition im Trockentraining auf, und im Winter sind sie ständig auf Reisen, entweder beim Rennen oder beim Training. In ein Leistungssportzentrum kommen diese Sportler nur, wenn sie aufgrund eines Formtiefs neue Kraft aufbauen oder ihre Trainingsmethoden überprüfen müssen“, erklärt er. Die Nähe zum Krankenhaus zählt ebenfalls nicht, denn „in einem Landessportzentrum bewegen sich gesunde und nicht kranke Leute“. Welche Aufgaben muss also ein Landessportzentrum erfüllen? „Es ist eine sportübergreifende Struktur, die vor allem den Südtiroler Nachwuchs- und Leistungssportlern offen stehen soll und weitere Funktionen erfüllen muss“, präzisiert Andergassen, „es soll eine Ausbildungsstätte für Trainer, Sportlehrer und Funktionäre sein und eine sportmedizinische, sportmotorische und -psychologische Betreuung mit Regeneration und Rehabilitation bieten“. Als Kernsportanlagen wurden eine Freisportanlage für Leichtathletik und Fußball, eine Dreifachturnhalle mit Mehrzweckhalle, das Konditions- und Rehabilitationszentrum, Strukturen für Sportmedizin, Verwaltung, Beratung, Versammlungs- und Seminarräume sowie ein Sportheim definiert. All diese Anlagen sollen an einem Standort konzentriert sein. Sportanlagen für Eissport, Schwimmen, Kegeln, Sportschießen und Trendsportarten könnten langfristig das Angebot ergänzen und unter Umständen auf das übrige Gemeindegebiet verteilt sein. Eine gemeinsame Nutzung mit anderen Sportlern wäre laut Andergassen bei entsprechender Abstimmung durchaus möglich.
sportzentrum in Salzburg gibt es eine Leichtathletikbahn, deren Bodenbelag unterirdisch komplett mit Sensoren ausgelegt ist. Wenn nun ein Leichtathlet auf einer solchen Anlage Dreisprung trainiert, erhält er über den Computer eine äußerst aufschlussreiche Auswertung, wie er aufgrund seiner körperlichen Voraussetzungen – Größe, Kraft oder Schrittlänge – seine Leistung verbessern kann. Ein solches Zentrum ist also keine übliche Trainingseinrichtung, sondern soll auch aufgrund eines verbesserten Einsatzes der modernen Sportmedizin und einer technischen Auswertung der Leistungspotentiale dazu beitragen, dass unsere Sportler im Rahmen ihrer Möglichkeiten bessere Leistungen erbringen können.“ Ohne Zweifel kann eine solche Anlage einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, damit Südtirols Sportler in nationalen und internationalen Wettkämpfen besser mithalten können. So verwundert es nicht, dass die Sportverbände eine rasche Umsetzung wünschen. Doch wie geht es nun weiter? Bürgermeister Pürgstaller kann dazu nur auf die schriftliche Mitteilung verweisen, die von der Gemeinde an die Landesregierung gegangen ist. Es gibt noch keine Hinweise, ob diese darauf reagieren wird. Auch einige informelle Gespräche mit dem Landeshauptmann haben keine neuen Erkenntnisse gebracht. So scheint es möglich, dass angesichts der nahenden Landtagswahlen die endgültige Entscheidung wohl auf das Jahr 2009 verschoben wird. Bis dahin sollte sich immerhin geklärt haben, ob das Verteidigungsministerium die Ruazzi-Kaserne abgeben wird. Was den zukünftigen Verwendungszweck des Geländes betrifft, hat immerhin eine andere Gruppe klare Vorstellungen: Die Elvaser Bauern, denen der Grund früher gehört hat, haben ihren Anspruch angemeldet, das Areal wieder einer landwirtschaftlichen Nutzung zuführen zu wollen.
Auf den ersten Blick scheint Eine Initiative von: Autonome Provinz Bozen Landesagentur für Umwelt und Abteilung Handel
Verband für Kaufleute und Dienstleister
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das Landessportzentrum den in Südtirol bereits zahlreich vorhandenen Sportanlagen sehr ähnlich zu sein. Tatsächlich würde es aber wegen seiner besonderen Ausstattung zu einer einzigartigen Einrichtung im Lande. Andergassen macht dies an einem
annamaria.mitterhofer@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
Werkstätten 2007/08 im TPZ Brixen Spielen kann jeder! Gemeinsam in der Gruppe entwickeln wir unser eigenes Theaterspiel und jeder trägt dazu spielerisch bei. Methoden: Vertrauens- und Wahrnehmungsübungen, Kooperations- und Kommunikationsspiele, Improvisationen, Schulung der individuellen körperlichen und sprachlichen Ausdrucksmöglichkeiten, Arbeit an der Konzentration und Präsenz. Die Werkstätten werden von ausgebildeten FachberaterInnen für Theaterpädagogik geleitet und enden mit der Aufführung des eigenen Stückes. Theaterwerkstatt TÜRKIS (4-6 Jahre) Mittwoch, 16.00-17.00 Uhr · 10 Treffen; Okt. - Dez. Leitung: Lilly Unterkircher · 90 Euro Theaterwerkstatt ZINNOBER (7-10 Jahre) Donnerstag, 16.00-17.30 Uhr Leitung: Markus Prieth und Heidi Troi · 190 Euro Theaterwerkstatt VIOLETT (10-12 Jahre) Freitag, 16.00-17.30 Uhr Leitung: Thomas Troi · 190 Euro Theaterwerkstatt PINK (11-15 Jahre) Montag und Donnerstag, 17.00-18.30 Uhr Leitung: Heidi Troi · 240 Euro Theaterwerkstatt ORANGE (11-15 Jahre) Dienstag und Freitag, 17.00-18.30 Uhr Leitung: Heidi Troi · 240 Euro
Videowerkstatt ZOOM (Mittel- und Oberschüler ab 11) Wir machen unsere eigene Doku-Soap! Filmen, schneiden, texten, ansagen, spielen, Filmmusik komponieren – für alle, die gerne vor, hinter oder neben der Kamera stehen. Freitag, 14.00-16.00 Uhr Leitung: Thomas Troi, Doris Brunner, Markus Prieth · 240 Euro Klangwerk I (Oberschüler) Mit Klängen und Tönen experimentieren und frei musikalisch improvisieren. Wer mag, kann sein Instrument mitbringen – ist aber nicht Voraussetzung! Dienstag, 17.30-19.00 Uhr · 190 Euro Klangwerk II (Mittelschüler) Donnerstag, 14.00-15.30 Uhr Leitung: Markus Prieth · 190 Euro Schnupperzeit möglich! Alle Werkstätten (außer TW TÜRKIS) dauern von Oktober bis April und finden im Theaterpädagogischen Zentrum Brixen statt. Ermäßigungen für Geschwister & Treuebonus Infos und Anmeldungen ab September: TPZ Brixen, Köstlaner Straße 28, Brixen, Tel 0472 80 23 05 (Mo-Fr 8-12 Uhr) www.tpz-brixen.org · info@tpz-brixen.org
Theaterwerkstatt ROT (16-18 Jahre) Dienstag und Donnerstag, 19.00 - 20.30 Uhr Leitung: Thomas Troi · 240 Euro
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Freizeit & Sport
FUSSBALL
Sommerzeit ist Transferzeit Während des Sommers herrschte reges Treiben auf dem Eisacktaler Spielermarkt. Die Fußballvereine formierten ihre Mannschaften neu: Wen hat es wohin geweht?
D
er Fußball in unserem Land boomt, und dieser Aufwärtstrend scheint auch kein Ende zu nehmen. Sommerzeit ist bekanntlich Transferzeit und bedeutet für jeden Verein, um eine starke erste Mannschaft zu kämpfen. Auch auf dem Eisacktaler Spielermarkt hat sich in den letzten Wochen wieder einiges getan. Indes haben alle Mannschaften mit dem Training begonnen und hoffen auf einen guten Saisonstart.
Viel frischen Wind gibt es beim
einzig verbleibenden Eisacktaler Oberligisten, dem SSV Brixen. Mit Martin Angerer als Geschäftsführer will der SSV Brixen einen neuen Weg einschlagen und die gesamte Vereinsstruktur neu gestalten. Mit Matthias Regele, der zu Stegen wechselte, verliert Brixen sicherlich eine wichtige Stütze in der Mannschaft, kontert aber zugleich mit den vier Neuzugängen Thomas Ritsch, Martin Ritsch, Roberto Fuschini und Alex Feltrin. Daniel Lorenzi verlässt den SSV Brixen und spielt in der kommenden Saison im Dress der Vahrner. Erfolgstrainer Walter Zingerle wird heuer durch Co-Trainer Werner Schölzhorn unterstützt. In der Landesliga starten heuer
Durch die Mannschaft des SSV Brixen wehte letzthin ein frischer Wind
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nur mehr vier Eisacktaler Vereine: Natz, Schabs, Latzfons/Verdings und Plose. Auch hier hat sich einiges verändert. Der ASV Natz versucht es mit einem neuen
Trainer: Hubert Mair wird sein Trainerdebüt geben. Der Verein hat drei Abgänge zu verzeichnen: Christian Mlkarak wechselte zu Milland, Joachim Unterholzner
und Thomas Clement beendeten ihre Aktivitäten im Fußballsport. Der neue Trainer peilt trotzdem einen sicheren Platz in der Tabellenmitte an.
die Halle r fü n e h u h c s rn chuhen und Tu s s u a H n a l h a nd Stiefeln von u n Große Ausw e h u h c S it e Füße m Trockene, warm
40
Walter Zingerle, Erfolgstrainer des SSV Brixen
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Beim ASV Schabs hingegen
dreht sich alles um den Klassenerhalt. An Abgängen verzeichnen die Schabser Thomas Oberhofer, Christian Canu und Johann Kienzner. Das Trainerduo Helmuth Plankensteiner und Heinz Mittermaier konnte die Erfolgsgaranten Jürgen Reifer und Markus Reifer aus Vahrn zurückholen und erhofft sich nun eine „ruhige Meisterschaft“. Gute Chancen, den Klassenerhalt im dritten Anlauf endlich zu schaffen, errechnet man sich für den ASV Latzfons/Verdings. Geführt wird diese Mannschaft heuer erstmals von Spielertrainer Lukas Steinacher, der bereits im Vorjahr beim SC Plose überzeugte. Weitere Zugänge sind Werner Steinacher und Manuel Obrist. Auch der SC Plose setzt auf Trainerwechsel: Norbert Profanter und Burghart Goller geben auf dem Brixner Hausberg den Ton an. An Abgängen verzeichnen die „Ploseler“ Markus Villscheider, Lukas Steinacher, Claudio Dicarlantonio und Philipp Flatscher. Verstärkt wird die Mannschaft heuer durch Lukas Franzelin und Thomas Knoflach, die bisher beim SSV Brixen spielten. Der SC Plose setzt sich zum Ziel, einen Platz unter die ersten Fünf zu erreichen.
Deutlich interessanter wird
heuer die 1. Amateurliga: Ein Überfluss an Eisacktaler Derbys steht den treuen Fußballfans ins Haus. Raas, Teis/Villnöss, Mühlbach/Vals, Vahrn und Milland sind die fünf Eisacktaler Vereine im Rennen um die Meisterschaft. Die vielen starken Mannschaften und das hohe Niveau stehen der Landesliga um nichts nach. In Raas hat heuer Andreas Fischer das Amt des Trainers inne, ver-
stärkt wird die Mannschaft durch Andreas Tauber, Andreas Gruber und Martin Fischnaller. „Ziel ist nach dem Aufstieg vom Vorjahr natürlich der Klassenerhalt, vor allem aber wollen wir neue Erfahrungen sammeln“, erklärt Andreas Fischer. Die Spielgemeinschaft Teis/Villnöss vertraut ihrem langjährigen Trainer Franz Stuefer und verstärkt die Mannschaft durch Hannes Trocker und Thomas Braun. Bernhard Kasseroler und Hubert Lang beenden ihre Karriere. Stuefers primäres Ziel ist der Klassenerhalt. Die Spielgemeinschaft MühlbachVals verzeichnet heuer nahezu ausnahmslos Zugänge: Robert Bergmeister, Vincenzo Folino, Markus Villscheider, Gianluca Cecere, Andreas und Philipp Brugger verstärken die Mannschaft. Lediglich Michael Gasser hängt die Fußballschuhe an den Nagel. Filippo Orru, Trainer in Mühlbach, spekuliert bereits mit dem Aufstieg. Auch Vereinspräsident Erich Schenk macht kein Geheimnis daraus, dass der Aufstieg ein Thema für die bevorstehende Saison sein wird.
Ex-Oberligist Vahrn beginnt
nach dem Abstieg im Vorjahr wieder ganz von vorne. Trainer Alex Schraffl setzt auf die Neuzugänge Wolfgang Hinteregger, Patrick Burger, Fabio Gasparini, Daniel Lorenzi, Matthias Markart, Günther Mitterutzner, Thomas Kostner und Mirko Bassani. Ob der ASV Vahrn den Abgang von Jürgen und Markus Reifer, Kurt Obwexer, Roland Burger und Günther Kircher verkraften wird, wird sich zeigen. Schraffl glaubt, eine starke Mannschaft zusammengestellt zu haben und rechnet mit einem Platz unter den ersten fünf. „Auch den Aufstieg fasse ich ins Auge“, gibt sich Schraffl zuversichtlich. Die Millander Vereinsleitung war den Sommer über auch nicht untätig und hat mit Claudio Dicarlantonio, Matthias Fischnaller, Christian Mlakar, Christian Canu und Spielertrainer Josef Tratter fünf erfahrene Spieler in den Kader geholt. Ob sich all die Bemühungen der jeweiligen Vereinsleitung bezahlt machen, wird sich ab dem Saisonstart am 3. September zeigen. dietmar.pattis@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
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LAUFEN
Freizeit & Sport
Mit Profis im Vergleich z Die drei Brixner Christoph Oberrauch, Rudi Gasser und Christoph Kerschbaumer maßen sich Ende Juli beim „Seiser Alm Running Day“ im Mittelstreckenlauf mit der Welt-Elite. Die kenianische Mannschaft, das „Rosa Nike Team“, absolvierte den ganzen Monat über auf der Seiser Alm ihr diesjähriges Höhentraining. Unter den 25 Athleten befanden sich unter anderem Sammy Korir,
der mit einer Zeit von 2:04:56 zweitschnellster Mann der Welt ist, sowie Martin Lel, Sieger des London- und des New-York-CityMarathons. Auf einer Meereshöhe von 1.800 bis 2.000 Metern liefen die Brixner Hobbyläufer die ausgewiesenen Strecken über vier und zehn Kilometer und mussten erwartungsgemäß die Überlegenheit der Spitzenathleten aus Kenia neidlos anerkennen. to
na aus Franzensfeste. Die zwei Studenten, die Mitglieder des italienischen Alpenvereins CAI sind, errichteten mit finanzieller
Unterstützung der Gemeinde Franzensfeste die Anlage und verwalten diese im Namen des CAI Sektion Franzensfeste. to
Der Brixner Denis Mair, der in der vergangenen Meisterschaft für die C2-Mannschaft Sassari Torres spielte, wurde nun vom FC Südtirol verpflichtet. Ziel des 22-jährigen Fußballstürmers ist, sich in der einzigen Profimannschaft Südtirols einen Stammplatz zu erkämpfen.
Obwohl die Damenfußballmannschaft des SSV Brixen den Klassenerhalt der Serie B nicht geschafft hat, ist nun der Rückholversuch („ripescaggio“) geglückt. Die Damen werden also auch in der kommenden Saison wieder der zweithöchsten italienischen Liga angehören.
F&S Freizeit & Sport KLETTERN
Von 3+ bis 6c+ z Seit etwa einem Jahr befindet sich oberhalb der Festung von Franzensfeste ein neuer, sehr gepflegter Klettergarten, dem man den Namen „Obere Festung“ gegeben hat. Dieser ist für jeden Interessierten zugänglich und bietet 18 verschiedene KletterRouten. Die Schwierigkeitsgrade reichen von 3+ bis 6c+, und die Routen sind dem entsprechend als leicht bis mittelschwer einzustufen. Um zum Klettergarten zu gelangen, biegt man bei der Bushaltestelle, die sich vom Norden her etwa hundert Meter vor der Festung befindet, rechts ab.
kurz
notiert
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Parkmöglichkeiten gibt es unter der Autobahn oder bei der Bushaltestelle. Bis zum Klettergarten, der etwa 150 Meter entfernt liegt, muss man allerdings zu Fuß gehen oder den Umweg über den Fahrradweg nutzen. Etwa hundert Kletterer finden sich wöchentlich ein, wobei vorwiegend am Donnerstag und Freitag großer Andrang herrscht. Am Wandfuß befindet sich eine schöne Wiese zum Sonneliegen sowie Bänke und Tische zum Picknicken. Möglich wurde dieser Klettergarten durch die Initiative der Gebrüder Christian und Stefan Fonta-
Am 26. August ab 9 Uhr findet in der Sportzone Campill das 5. Brixner Beach-Badmintonturnier des SSV Brixen Badminton Volksbank statt. Weitere Informationen und Einschreibungen unter ssv-brixen-bad@gmx.net (bis zum 18.08.) oder vor Spielbeginn bei Helmuth Sigmund, Tel. 328 9653623.
NACHGEFRAGT
„Streben Wiederaufstieg an“ Herr Engl, die Geschicke des SSV Brixen Handball liegen nun in Ihren Händen. Welchen Bezug hatten Sie bisher zum Handballsport? Ich engagiere mich seit etwa 20 Jahren im Handball, wobei alles mit dem HC Milland angefangen hat. Die letzten drei Jahre gehörte ich dem Ausschuss des SSV Brixen an und kümmerte mich dort um das Marketing. Aktiv habe ich selbst allerdings nie Handball gespielt. Welche Änderungen im Kader wird es in der kommenden Saison geben?
Wir wollen in der Serie A2 den bestmöglichen Kader aus Brixner Spielern bieten. Von den letztjährigen Legionären wurde keiner bestätigt, auch Kammerer und Prentki verließen unseren Verein. Der restliche Kader mit Armin Michaeler, Andreas Salcher, Manuel Dejakum, Roland Giuliani, Aaron Da Rui & Co. wird voraussichtlich bleiben, wobei Markus Oberrauch, Davide Slanzi und Jürgen Gebhard zu uns zurückkehren. Einige junge Talente aus der U18-Mannschaft kommen auch dazu. Als Trainer wurde Michael Niederwieser bestätigt, Bernhard Thaler steht ihm als Konditionstrainer bei.
Welche Ziele haben Sie sich für Ihre erste Saison als Sektionsleiter gesteckt? Wir versuchen, unsere Tätigkeit so professionell wie möglich anzupacken und den Spielern weiterhin ein erfahrenes Team aus Betreuern, Ärzten und Physiotherapeuten zu bieten. Wir wissen allerdings derzeit noch nicht, wie stark die Liga ist und wie stark wir selbst sind. Obwohl die Mannschaft aus Trient in unserem Kreis mitwirkt, streben wir auf alle Fälle einen sofortigen Wiederaufstieg an. Das muss unser Ziel sein. thomas.oberrauch@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
Foto: Oskar Zingerle
REINHOLD ENGL, designierter Sektionsleiter der Sektion Handball des SSV Brixen, über die neuen Ziele des freiwillig in die Serie A2 abgestiegenen Altmeisters.
FUSSBALL
Pfeffersberger Kicker z Kleinfeldturniere haben im Sommer unter den Fußballern Hochsaison. Ungewöhnlich ist es jedoch, wenn mehr „Nicht-Fußballer“ als Fußballmannschaften einen Wettkampf dieser Art bestreiten. Beim „Turnier der Pfeffersberger Vereine“ auf dem Mehrzweckplatz in Pairdorf war dies jedoch der Fall: Vor allem ungeübte Fußballer wie Kinder, Kegler, Tennis-Spieler und Landwirte kickten um den begehrten Siegerpokal. Mit unbestrittenem Kampfgeist und Einsatz forderten sie ihre Konkurrenten heraus: Besonders die Kegler bewiesen, dass sie auch andere Kugeln schieben können und schafften es als bester Verein bis ins Halbfinale. Erst dort unterlagen sie dem Vorjahressieger „Team Sportbar Pfeffersberg“. Im Finalspiel standen sich mit dem FC Malacca und dem Team
Sportbar Pfeffersberg zwei reine Fußballmannschaften gegenüber. Das spannende Spiel entschied schließlich der FC Malacca mit 1:0 für sich. Das Turnier der Pfeffersberger Vereine wird jedes Jahr ausgetragen. „Jeder Verein kann daran teilnehmen“, erläutert Karl Larcher, Präsident des Sportvereins Pfeffersberg, „wir freuen uns, wenn wir für sportliche Unterhaltung auf dem Pfeffersberg sorgen können.“ Zur Saisonvorbereitung lädt der ASV Pfeffersberg am Samstag, 1. September, zu einem weiteren Kleinfeld-Fußballturnier auf den Sportplatz Pairdorf ein. Anmeldungen sind unter Telefon 329 9711924 möglich. Im Bild der FC Malacca (v.l.n.r.): Georg Reifer, Werner Huber, Stefan Pernthaler, Matthias Thaler, Andreas Frener und Florian Mitterutzner. db
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Wirtschaft & Umwelt
FACHTAGUNG „ATTRAKTION INNENSTADT“
Stadt der Zukunft
I
n der kleinen Region Südtirol muss in vielen Fällen das Denken in Talschaften überwunden werden, um Doppelarbeit zu vermeiden und Synergien zu erreichen. Dies gilt bei aller Unterschiedlichkeit der Dörfer, Städte und Landschaften vor allem beim Auftreten nach außen, im Tourismus – aber auch für die Einheimischen. „Stadtmarketing“ heißt das heute auf Neudeutsch, wenn Städte und Regionen Besucher, Arbeitskräfte, Gewerbe und Gastronomie anziehen wollen, um eine zukunftsfähige Entwicklung zu gewährleisten.
Sie wurde unter der wissenschaftlichen Leitung der Europäischen Akademie (EURAC) zusammen mit dem Verband der Kaufleute und Dienstleister als Teil eines gemeinsamen Stadtmarketingprojektes vorbereitet. Vor allem sollte die Zusammenarbeit zwischen Handel, Gastronomie und den Städten gefördert werden, denn gerade von dieser hängt im Besonderen der Wohlstand, das Stadtbild und die Attraktion der Städte in einer Tourismusregion wie Südtirol entscheidend ab. Die Organisation und Modera-
Die Tagung „Attraktion Innen- tion der Tagung hatte der Leiter stadt“ stellte die Grundlagen des Stadtmarketings, erste Ergebnisse des Projektes und Erfahrungen der Nachbarregionen im Forum Brixen vor.
des EURAC-Institutes für Regionalentwicklung und Standortmanagement, Harald Pechlaner, übernommen. Er hat sich viel vorgenommen: Insgesamt 27 Redner
waren aufgefordert, zum Thema „Attraktionspunkt Innenstadt“ mit dem etwas pompösen Untertitel „Multioptionale Erlebniswelten im Wandel“ beizutragen. Um die Übersicht für die zahlreichen Zuhörer zu gewährleisten, wurde der Ablauf in vier Kapitel unterteilt. Jeweils zwei Grundsatzreferate mit drei anschließenden kurzen Kommentaren behandelten die drei Bereiche „Kernkompetenzen als Grundlage der Wettbewerbsfähigkeit von Innenstädten“, „Themenmanagement und Inszenierung für Innenstädte“ und „Attraktionspunkt Innenstadt“. Auf den letzten Abschnitt „Vom Produkt zum Angebot: besondere Herausforderungen für die Städte“ folgte den beiden Referaten eine Podiumsdiskussion mit Einbeziehung des Publikums.
Fotos: Oskar Zingerle
Bereits vor zwei Jahren berichtete der „Brixner“ über die Bemühungen von Stadtrat Helmuth Kerer, im Rahmen eines EU-Interreg-Projektes Südtiroler Städte zu abgestimmten Konzepten und einem gemeinsamen Auftreten im Stadtmarketing zu bewegen. Mit der Tagung „Attraktionspunkt Innenstadt“ traten die Städte Brixen, Bozen und Meran zum ersten Mal gemeinsam an die Öffentlichkeit.
Den Anfang bildeten drei kurze
Eingangsreferate der Bürgermeister von Bozen, Meran und Brixen, die auf Fragen zur Geschichte, dem Zustand und der Perspektive ihrer Städte Antworten gaben. Bürgermeister Albert Pürgstaller sah die Vorzüge seiner Stadt in den historischen, lebendigen und landschaftlichen Qualitäten und zeichnete die Perspektive einer mustergültig umweltfreundlichen Stadt. Der Bozner Bürgermeister Luigi Spagnolli hob die Formen des interethnischen Zusammenlebens und die beeindruckende Lage heraus und sah die Zukunft Bozens als regionales Modell mitten in Europa. Günther Januth unterstrich den Charakter Merans als Kur- und Gartenstadt, die sich künftig durch die kulturellen Einrichtungen verjüngen werde und weiter einen internationalen Anziehungspunkt bilden soll.
Dieter Steger, Direktor des VerPürgstaller, Spagnolli, Januth: Die Bürgermeister von Brixen, Bozen und Meran wünschen sich ein gemeinsames Stadtmarketing
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bandes der Kaufleute und Dienstleister, hob den Vorteil der eindeutigen und unterschiedlichen
„EINE STILLE STADT IST EINE TOTE STADT“: Andreas Reiter vom Zukunftsbüro Wien sieht die Zukunft der Städte in der „Festivalisierung der Stadtmitte“
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Charaktere der drei Städte hervor. Unverwechselbarkeit sei eine Marketingstärke, die möglichst noch stärker ausgeprägt werden solle, um das breite Angebot der Region Südtirol herauszustellen. Dennoch sei die Zeit der Einzelkämpfer vorbei, die Gemeinden und Verbände müssten künftig gemeinsame Konzepte für ein ganzheitliches Marketing entwerfen. Dies könne aber nur gemeinsam mit den Bürgern auf demokratische Weise gelingen. Leitbilder und Strategien müssten zur Identifikation der Menschen mit ihrer Stadt entwickelt werden, um glaubwürdig und lebendig zu sein. Insbesondere müssten Entscheidungen zur leichten Erreichbarkeit der Innenstädte mit Parkmöglichkeiten getroffen werden. Nach diesem Beginn der unmittelbar Beteiligten folgte ein Überblick über die demografische Entwicklung und das Leben in der Stadt der Zukunft durch Ulrich Reinhardt von der Stiftung für Zukunftsfragen in Hamburg.
Inzwischen ist weithin bekannt, dass die Bevölkerungsentwicklung besorgniserregend ist, vor allem in der Überalterung unserer Gesellschaft, in der die Lebenserwartung innerhalb eines Jahrhunderts von
in ältere „Sparer mit Geld“ und eine jugendliche „Erlebnisgeneration“, die über ihre Verhältnisse lebt und in der das untere Preissegment und die Spitzenprodukte boomen, während die solide mittlere
differenzierten Angebot spezifischer Standortqualitäten. Im Rahmen des Interreg IIIA-Programmes Österreich-Italien ist das Projekt „Stadtmarketing und Lernende Region – Zukunftsperspektiven
„Erlebnisinszenierung ist die Kunst, auf den Bauch zu zielen und die Brieftasche zu treffen“_ Klemens Unger, Kulturreferent von Regensburg 40 auf 76 Jahre bei Männern und von 42 auf 82 Jahre bei Frauen gestiegen ist. Die Altersschere, die vor einem Jahrzehnt noch gleich viel über 60-Jährige wie unter 20-Jährige aufwies, hat sich auf 30:20 geöffnet, und die Kinderzahl ist auf 1,36 Kinder pro Frau gesunken. Die Folgen werden unter anderem ein geringeres Wirtschaftswachstum sowie geringerer Konsum und damit weniger Innovation, Wohlstand und Lebensqualität sein – einmal abgesehen von der Polarisierung der Gesellschaft
Preisklasse auf der Strecke bleibt. Das hat erhebliche Auswirkungen auf Dienstleistungen und Tourismus. Die Sonnenseite des Lebens wird in den Städten dabei vor allem in Fußgängerzonen mit vielen Einkaufsmöglichkeiten bei kurzen Wegen, Straßencafés und Unterhaltung gesehen.
Harald Pechlaner führte mit einem Grundsatzreferat in die folgenden vier Kapitel ein. Er sprach über den Weg von den Kernkompetenzen der Städte bis zum
für die Städte Bozen, Meran und Brixen“ genehmigt worden, um die Kooperation zwischen Handel, Gastronomie und touristischen Anbietern und der unterschiedlichen Positionierung der drei Städte im Verbund zu fördern und damit die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Der Wettbewerb zwischen den Städten geht um Investitionen der Wirtschaft, Infrastrukturen, touristische Attraktionen, Besucher und nicht zuletzt um kreative und innovative Menschen, die als Fachkräfte angezogen 45
Wirtschaft & Umwelt
werden sollen. Aus der Sicht der Besucher bilden Landschaft und Klima, Erreichbarkeit, Qualität des Angebotes, Attraktivität des Einzelhandels und die besondere Atmosphäre die Anziehungskraft des Standortes. Pechlaner analysierte dabei die Faktoren der Kernkompetenzen in den drei Städten. Bei Brixen liegen sie eindeutig bei Kirche, Bildung und Kongressen, während die größten Hemmnisse für die Kooperation in den unterschiedlichen Interessen, den unregelmäßigen Kontakten, dem großen Einfluss weniger Personen und in der Konkurrenzsituation der Städte gesehen werden – also eine eindeutige Notwendigkeit zur Kooperation im Stadtmarketing.
„Welche Attraktionen braucht
die Stadt?“, fragte danach Mike Peters von der Uni Innsbruck, Institut für Strategisches Management, Marketing und Tourismus. Vor allem sollten sich Eigen- und Fremdimage decken, um ein dauerhaftes Bild der Stadt für Einheimische und Gäste zu bieten. Die Kriterien für die Einheimischen, bei denen Abwechslung, Sauberkeit und Offenheit an oberster
Stelle neben Grün, öffentlichem Verkehr, Ausbildungsmöglichkeiten und Wohnungsangebot stünden, seien die Basiskriterien, auf denen die Attraktionen für die Besucher aufbauen. Die Kernkompetenzen müssen dabei für den Kunden wertvoll und möglichst einmalig oder schwer imitierbar sein. Das setze aber die Kenntnis der Marktentwicklung und der Identität voraus und erfordere hohe Professionalität in der Verknüpfung von Tradition und Moderne. Vor diesem Hintergrund erzählte der Geschäftsführer der Regensburger Stadtmarketing von den Erfolgen der Brixner Partnerstadt, wo in der Altstadt aus rückläufigen Konsumausgaben, Leerständen, „Kippen“ der urbanen Vielfalt und schwieriger Ertragssituation des Einzelhandels der Trend in den letzten Jahren umgekehrt werden konnte. Dies gelang durch einen „Pakt für die Altstadt“ mit einem Netzwerk der Akteure von den Ämtern der Stadtverwaltung, dem Hotelier- und Gaststättenverband, lokalen Medien, Werbegemeinschaften des Einzelhandels, der Stadtmarketing Regensburg und anderem unter einem Kurator
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wie eine klare inhaltliche Setzung von Schwerpunkten, die den Charakter der jeweiligen Stadt unterstreicht. In Erinnerung blieb ein Kernsatz seiner Ausführungen für das Marketing: „Erlebnisinszenierung ist die Kunst, auf den Bauch zu zielen und die Brieftasche zu treffen“ sowie die vier E‘s der Erlebnisgesellschaft: Ereignis, Emotionen, Erkenntnis. Erfahrung.
Harald Pechlaner (Eurac) sieht die Kernkompetenzen von Brixen bei Kirche, Bildung und Kongressen
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– das Ganze als Chefsache des Oberbürgermeisters. Zahlreiche Maßnahmen, gemeinsam in ständigen Treffen entwickelt, haben das Profil der Altstadt geschärft und verbessert, nachdem im Leitbild Regensburg die Altstadt als multifunktionaler urbaner Lebensraum für etwa 12.000 Menschen definiert wurde. Dazu wurden „Umgangsregeln“ der Beteiligten festgelegt, die von größter Transparenz der Entscheidungen und partnerschaftlicher Gesprächskultur bis zur gemeinsamen Entwicklung von Projekten reicht.
Ergänzt wurde die Schilderung
dieser beispielgebenden Entwicklung durch den Kulturreferenten Klemens Unger. Unter dem Titel „Kultur und Tourismus“ zeigte er anhand der attraktiven Veranstaltungen der letzten Jahre in der Regensburger Innenstadt, dass eine Altstadt kein großes Einkaufszentrum werden muss, um Besucher anzuziehen. Die Regensburger Altstadt ist durch ihre Bauten und Monumente, ihre immer noch vorhandenen gut gemischten städtischen Funktionen und durch ihr natürliches, historisch gewachsenes und lebendiges urbanes Flair jeder künstlich entworfenen Einkaufswelt mit Konsumzwang auf der grünen Wiese haushoch in ihrer Anziehungskraft überlegen. Dies setzt allerdings voraus, dass sie im Einvernehmen mit den Bewohnern, dem Handel, der Gastronomie und den kulturellen Einrichtungen klug „bespielt“ wird, wobei speziell in Regensburg – entsprechend der Partnerstadt Brixen – auch die Kirche eine besondere Rolle mitspielen muss. Dazu gehört der Aufbau von kulturtouristischen Buchungs- und Informationssystemen ebenso
Diese Referate wurden aus der
Sicht von Erfahrungen in Meran von Heidi Siebenförcher, der Stadträtin für Wirtschaft und Frauenfragen, von Helmuth Kerer für die Initiative Brixen und Hansi Felder, dem Abteilungsdirektor für Handwerk, Industrie und Handel, kommentiert. Kerer betonte im Hinblick auf die Regensburger Erfahrungen die Besonderheit der Altstadt Brixens mit ihren vielfältigen städtischen Funktionen als Attraktion für Einheimische und Gäste, die es jedoch noch besser aufeinander abzustimmen gelte. Hansi Felder riet vor allem dazu, die Öffnungszeiten der Läden im Hinblick auf die Einkaufszentren aufeinander abzustimmen und sah besonders die lange Mittagspause als einen schweren Marketingfehler gegenüber den Gästen an, die in dieser Zeit eine völlig verschlafene Innenstadt vorfänden.
„Was wollen die Gäste?“, fragte
dann Christian Laesser von der Universität St. Gallen und kam nach Statistiken und Analysen über den Markt der Städtereisenden und deren Motiven und der Erkenntnis, dass die Hauptnachfrage in den Alpen nach Natur und Kultur besteht, zu dem Schluss, dass es „den ausgesprochenen Städtetouristen“ gar nicht gebe. Sehr wohl aber zwei Gruppen, die „Sightseer“ – überwiegend die Älteren –, die sich für Museen, Kirchen und andere Sehenswürdigkeiten interessierten und meist nur einmal eine Destination besuchen, sowie die „Relaxer“ – überwiegend die Jüngeren –, die lieber im Café sitzen, Wellnessangebote nutzen und einkaufen wollen und leichter zu Stammgästen werden. Aus diesen Motivationsprofilen sollten sich die Städte unterschiedlich positionieren und die Gäste ansprechen. Nach weiteren Kurzkommentaren von Peter Brunner, Brixner Stadtrat für Wirtschaft, und Thomas Rizzolli, Obmann für Bozen des Verbandes der Kaufleute und Dienstleister, sowie von Rainer
27 Redner verlangten dem Publikum im Forum Brixen viel Ausdauer ab
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SchĂślzhorn, Präsident der Kurverwaltung Meran, mit groĂ&#x;er Ăœbereinstimmung zur notwendigen Koordinierung des gemeinsamen Marketings der drei Städte Bozen, Meran und Brixen bei grundsätzlicher Profilierung der Verschiedenheiten in einem so kleinen Zielgebiet wie SĂźdtirol trat Andreas Reiter vom ZukunftsbĂźro Wien mit der provokanten These auf: „Eine stille Stadt ist eine tote Stadt“. Seine Thesen halten den
Kampf um Aufmerksamkeit, die Stadt-Marke, die Inszenierung der (Stadt)Mitte, die Innenstadt als Bßhne, die Inszenierung lokaler Kern-Werte, die Erlebnisdichte, den Konsumenten und die inszenierte Gemeinschaft fßr die Aufgaben der Zukunft. Dieser Kampf wird nach seiner Meinung mit Begriffen wie „Service-Design, Urban Branding, ConvenienceCommunity-Flow, MoonlightShopping, Digital-Lifestyle-Codes,
Mood-Management“ so gefĂźhrt werden mĂźssen, dass auf „einer Achse des Guten die Festivalisierung der Stadt mit der Renaissance der innerstädtischen Kauflandschaft fĂźr die Konsumenten als TrĂźffelschweine der Exzellenz bei groĂ&#x;er Erlebnisdichte“ ebenso gelingt wie der „Wettbewerb der Werte mit Events zur Resozialisierung der Singles Ăźber Wasch-Bars, „Sexy Supermarkets“, Zeit-Märkten, in denen der Mann ruhig
gestellt wird“, während die Frau Geld ausgibt. Das alles im Rahmen eines „Image-Designs“, das von „Landmarks, Urban Story telling und Lifestyle-Inszenierungen“ geprägt wird. Das erforderliche Gegengewicht der Alltagsrealität im Stadtmarketing der Gegenwart bot Sabine Istenich, stellvertretende Leiterin des Stadtmarketings Lienz. FĂźr sie ist Stadtmarketing keine werbliche MaĂ&#x;nahme fĂźr kurzfristige Mehrbesuche des Hauptplatzes, sondern ein komplexes Konzept fĂźr ein Leitbild der Stadt und eine Chance zur ganzheitlichen Stadtentwicklung. Gleichzeitig begreift sie Stadtmarketing als MaĂ&#x;anzug fĂźr jede Stadt mit ihren Besonderheiten und individuellen Strukturen.
AllgemeingĂźltig kĂśnnen aber
die Instrumente sein, die zu einem erfolgreichen Stadtmarketing fĂźhren und die Sabine Istenich am Beispiel ihrer Stadt Lienz vorstellte. Ein Leitungsgremium mit einer bei der Stadt angesiedelten Geschäftsstelle befasst sich mit Situationsanalyse, Zieldefinition, Strategieentwicklung, MaĂ&#x;nahmenplanung,
Auch mittags ein guter Einkehrtipp! à .JUUBHTNFOV à (SP‡F "VTXBIM BO 1J[[B
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Wirtschaft & Umwelt
Umsetzung und Kontrolle. Dabei wird Stadtmarketing als ein kooperativer Prozess im Netzwerk der Interessen aller Beteiligten verstanden und abgestimmt. Man scheut sich auch nicht, die Erfahrungen von Nachbarn ohne zu imitieren mit Innovation aufzunehmen. Aus allen Elementen wie Public Private Partnership, Europäische Städtecharta oder bürgerschaftlichem Engagement hat das Leitungsgremium mit der Lokalpolitik, der Verwaltung, der Wirtschaft und der Bürgerschaft ein kooperatives Modell für die „Obere Altstadt Lienz“ entwickelt, das jetzt zum schönsten Einkaufszentrum der Region „ohne künstliches Dach“ gezählt wird. Aus Stagnation, Abzug, Verdrängungswettbewerb und fehlendem Selbstverständnis wurde der Standort Innenstadt wieder gestärkt, die Kooperation professionalisiert und die Frequenzen erhöht. Von gemeinsamen Öffnungszeiten und Belieferung der Betriebe über Stellplatzmanagement bis zum Gesamterscheinungsbild der Altstadt wurde der Entwicklungsprozess erfolgreich und zukunftsfähig gesteuert. Das „leuchtende Beispiel in der Nachbarschaft“ wurde von Thomas Aichner, Geschäftsführer der MGM Meran, von Hans Astner, dem Obmann in Brixen des Verbandes für Kaufleute und Dienstleister, und von Manfred Schweigkofler, Intendant am Theater Bozen, kurz kommentiert. Übereinstimmend waren alle der Meinung, dass Innenstadt mehr ist als Konsum, sondern die Verflechtung vieler Faktoren wie Wohnen, Dienstleistungen, Kultur, deren ausgewogene Mischung zusammen mit dem charakteristischen und historischen Erscheinungsbild der jeweiligen Stadtmitte die unverwechselbare Attraktion ausmacht.
Den Abschluss der Vorträge bil- Dreiviertel-Pension, Sportanlagen Gebirge von ihren Hotels aus verdeten die Beiträge von Francesco Quartuccio von „Simon Kucher & Partner“ in Mailand zur „Preis- und Produktpositionierung als Wettbewerbsfaktor bei Dienstleistungen“ und von Silvia Conte, Uni Venedig, zu „TouristCards in Italien“. Beide Themen bilden sicherlich beim Stadtmarketing wichtige Instrumente zur Preisgestaltung und zu Vergünstigungen, die die Entscheidung für die Wahl eines touristischen Zieles erleichtern können. Im Rahmen dieser Tagung waren sie vielleicht schon etwas zu speziell gewählt und sollten in einem späteren Schritt des Stadtmarketings der drei Städte Bozen, Meran und Brixen auf ihre Anwendung im besonderen Fall untersucht werden. Die anschließende Podiumsdiskussion über die Herausforderungen an die drei Städte im Rahmen des Stadtmarketings litt zu später Stunde nach einem konzentrierten Tag bereits unter abbröckelnder Beteiligung. Man hätte sie sich dennoch länger und ausführlicher gewünscht, denn sie war unter der Moderation von Harald Pechlaner mit dem Bozner Vize-Bürgermeister Elmar Pichler Rolle, dem CityManager Ingolstadt Peter Haas, Urban Perkmann von der Handelskammer Bozen und Helmuth Kerer gut besetzt. Nach einleitenden Statements der Podiumsteilnehmer kam noch eine Diskussion mit den Teilnehmern zustande. Dabei wurde angeregt, dass ein Stadtmarketing nicht nur die Innenstädte, sondern das gesamte Stadtgefüge umfassen müsse und dass neben Bozen, Meran und Brixen die Städte Bruneck und Sterzing in das Interreg-Konzept eingefügt werden sollten. Den Hoteliers als Partner des Stadtmarketings wurde empfohlen, ihre Gastbetreuungskonzepte wie Wellness,
und ähnliches mit den Angeboten der Städte abzustimmen, was zu Synergien mit den vorhandenen öffentlichen Freizeitstrukturen führen würde und andererseits den Gästen mehr Bewegungsfreiheit außerhalb des Hotelservice bieten könnte – gerade ein Überangebot an Versorgung in den größeren Hotelanlagen nimmt den kleineren gastronomischen Betrieben die Gäste, die bisweilen bis hoch ins
sorgt werden. Und schließlich sei Südtirol außerhalb der künstlichen Strukturen mit Natur, Geschichte und Menschen bereits Wellness genug, so dass es mancher modischer Angebote gar nicht bedürfe.
andreas.hempel@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
Meine Meinung Andreas Gottlieb Hempel
Sind stille Städte wirklich tote Städte? Zunächst: Das Interreg-Projekt zum gemeinsamen Stadtmarketing ist nicht nur eine hervorragende, sondern auch eine dringend notwendige Initiative, um die Südtiroler Städte im immer härter werdenden internationalen Wettbewerb um Gäste, Investitionen, Infrastrukturen und vor allem um die besten Köpfe für die Innovationen der Zukunft zu unterstützen. Man kann nur hoffen, dass der einmal eingeschlagene Weg zu den erforderlichen Kooperationen führt und interne Konkurrenz beseitigt. Dazu benötigt man jedoch in jeder der beteiligten Städte auch eine entsprechende administrative Infrastruktur, denn ein ganzheitliches Stadtmarketing lässt sich nicht so mal nebenbei erledigen. Diese Verwaltungsstruktur, die am besten Chefsache der Bürgermeister sein sollte, muss sich von all den aufgeblähten Begriffen aus dem Anglo-Rotwelsch fernhalten, sondern sich unter einem Kurator als Leiter des Lenkungsgremiums an die Arbeit machen. All das bedeutet gut organisierte intensive Arbeit, die alle Beteiligten zusammenführen soll und die nicht nur mit Schlagworten von Werbefuzzis zu bewältigen ist. Dabei ist zu beachten, dass eine historische Innenstadt vielfältige Funktionen und Werte hat und behalten sollte – nicht nur die eines Einkaufszentrums! Erst dieser Vorzug ermöglicht vielfältige Erlebnisse vom Handel über die Gastronomie zur Kultur. Markt- und Kulturfunktionen müssen dabei in Einklang gebracht werden, denn städtischer Lebensraum ohne Kultur verödet. Und: das Ganze, das Besondere, die Atmosphäre einer Stadt ist mehr als die Summe ihrer Teile. Da haben wir in Südtirol ja wirklich allerhand zu bieten und sollten darauf achten, dass die Attraktionen der Vielfalt unserer Kulturlandschaften, Baudenkmäler oder Stadtraumqualität nicht nur vermarktet, sondern verbessert statt verbaut werden. Unter dem Gesichtspunkt unserer bereits vorhandenen teilweise einmaligen Besonderheiten ist die Frage, ob Südtirol und seine Städte in zwanghaften Aktionismus mit tausenderlei aufgesetzten Events geraten soll oder ob eine Verlangsamung des Erlebnisund Spaßbetriebes nicht auch den Vorteil der Beschaulichkeit und Sinnhaftigkeit, des Ausrastens und Nachempfindens bieten kann. Insofern sei die Frage gestattet, ob eine stille Stadt (oder Statt) wirklich eine tote Stadt sein muss.
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in Zusammenarbeit mit sinfonet.
lebensräume Landwirt?
Unterhalb des Hartmannweges, zwischen dem ehemaligen Schönruhgelände und dem Landwirt, ist in den letzten Jahren ein neues Stadtviertel entstanden mit wohnblockartigen Häusern, Tiefgaragen, durch Metallzäune voneinander getrennten Kleinstgärtchen und asphaltierten Wegen und Straßen. Außer den zum Hartmannweg gelegenen frei verkäuflichen Terrassenhäusern handelt es sich um geförderte Wohnungen für junge Familien. Das ist erfreulich und ein gutes Zeichen für eine lebendige Gemeinde, wenn viele junge Familien mit kleinen Kindern mit Hilfe der öffentlichen Hand Wohnraum erwerben können. Was an der Wohnanlage indes stört, ist das offensichtliche Fehlen eines städte- und landschaftsplanerischen Konzeptes. Wie ist es möglich, ins Erholungsgebiet des Eisacks Häuser zu bauen, die man sich eher in einer Großstadt erwartet, ohne dafür Sorge zu tragen, das Viertel anschließend mit Büschen und Bäumen zu begrünen? Überall Asphalt: eine Begrünung ist nicht möglich! Wohnblocks stehen so dicht aneinander, dass man sich fragt, ob die vorgeschriebenen Abstände eingehalten worden sind. Vom Hartmannweg schaut man auf eine lichtreflektierende, blendende Pultdachlandschaft, die den heute üblichen Folienlandschaften in der Landwirtschaft gleicht. Ist es denn möglich, dass in Brixen eine straßenschluchtartige Stadtlandschaft entstehen kann, die sich in heißen Sommern stark erhitzen wird, die keinen Kinderspielplatz hat, die den schon bestehenden Häusern die Aussicht nimmt und die droht, bis zum Fluss weiter zu wachsen? Sollte es nicht möglich sein, in Zukunft Lösungen zu finden, bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist – Lösungen, die, in Harmonie mit der Landschaft, für die gesamte Stadt ein Gewinn sind?
Dieser Beitrag stammt vom Verein „heimat brixen bressanone persenon“, der sich seit seiner Gründung im Jahre 2004 um die kulturelle und soziale Entwicklung der Stadt und ihres Umfeldes bemüht. Internet: www.heimat.bz
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Wirtschaft & Umwelt
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VAHRN
Fernwärme im Anmarsch Das Fernwärmenetz im Brixner Talkessel steht unmittelbar vor einer beträchtlichen Erweiterung. Noch heuer wird mit dem Bau und einer teilweise Inbetriebnahme des Heizwerkes Vahrn begonnen.
D
as Projekt Fernwärme für Vahrn und Neustift befindet sich nach langen Vorbereitungsarbeiten auf der Zielgeraden. Seit einiger Zeit steht der Standort des Heizwerks fest: Es handelt sich dabei um ein Grundstück südlich der Vahrner Sportplätze, in unmittelbarer Nähe zur Autobahnraststätte Vahrn. Das 7.000 Quadratmeter große Areal ist verkehrstechnisch äußerst günstig gelegen, da unmittelbar daneben eine Abzweigung der Westumfahrung, die so genannte Nordspange, verläuft. Die LKWs mit den Hackschnitzeln für das Heizwerk müssen somit bei der Anlieferung keine Wohnsiedlungen durchqueren. In Spitzenzeiten wird die Heizzentrale zudem mit Gas betrieben, um die notwendige Energiemenge bereitstellen zu können. Die dafür benötigte Gasleitung wird ausgehend vom Rondell an der Pustertaler Kreuzung neben der Zubringertrasse zur Westumfahrung verlegt.
Mit dem Bau der Heizzentrale
soll noch heuer begonnen werden und jener Teil, der mit dem Gaskessel betrieben wird, in Funktion treten. Das Projekt ist vom Ingenieurbüro EUT aus Brixen erstellt
Brixen eine Konsortialgesellschaft gegründet, an der beide zu je 50 Prozent beteiligt sind. Der Zweck dieser Gesellschaft besteht darin, das Heizwerk zu bauen und die Wärme zum Selbstkostenpreis an die Verteiler abzugeben. Bei den Verteilern handelt es sich ebenfalls um die Gemeinde Vahrn und die Stadtwerke Brixen. Diese errichten und betreiben jeweils auf dem eigenen Gemeindegebiet das Fernwärmenetz. Weiters legen sie für ihre Kunden autonom den Endverbraucherpreis fest – dieser könnte somit für die Abnehmer in Brixen anders ausfallen als für jene in Vahrn.
Die Investitionskosten für das
mit den Haushalten und Unternehmen; in Neustift hat man bisher 75 Prozent des potentiellen Nutzerenergieverbrauchs erreicht. Das Vahrner Ober- und Unterdorf soll im Laufe des nächsten Jahres ans Fernwärmenetz angeschlossen werden.
gesamte Vorhaben sind beträchtlich. Für das Werk sind 8,5 Millionen Euro veranschlagt, das Leitungsnetz wird voraussichtlich für das gesamte Vahrner Gebiet an die 7,3 Millionen Euro kosten. Die Gemeinde Vahrn und die Stadtwerke hoffen auf einen Landesbeitrag im Ausmaß von 30 Prozent der Kosten, der Rest wird fremdfinanziert. Angesichts der Größenordnung dieser Beträge ist es für den Vahrner Vizebürgermeister Andreas Schatzer klar, „dass sich die Gemeinde als Betreiber der Zentrale und des Netzes engagiert.“ Privatpersonen hätten sich wohl kaum in den Vorstand einer Genossenschaft einbinden lassen. Gleichzeitig stellt Schatzer klar, „dass die Gemeinde bestrebt ist, eine möglichst günstige Variante für den Betrieb des Werkes und die Instandhaltung des Netzes zu finden; dem entsprechend werden die Arbeiten ausgeschreiben.“
Für Bau und Betrieb des Heiz-
annamaria.mitterhofer@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
Das Heizwerk Vahrn soll südlich der Vahrner Sportplätze, nahe der Zubringertrasse zur Westumfahrung, erbaut werden.
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worden, für eine ansprechende Außengestaltung der Heizzentrale hat Architekt Stefan Gamper aus Klausen gesorgt. Das Projekt hat bereits die Zustimmung der Baukommission erhalten und liegt nun dem Landesamt für Luft und Lärm zur Genehmigung vor. In Neustift und im Löwenviertel werden noch heuer die Rohrverlegungsarbeiten abgeschlossen. Zeitgleich erfolgen die Abschlüsse
werkes hat die Gemeinde Vahrn gemeinsam mit den Stadtwerken
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Wirtschaft & Umwelt
BETRIEBSPORTRAIT
Innovation als Erfolgsfaktor Das Brixner Unternehmen „progress Maschinen & Automation“ hat sich zum international tätigen Entwickler und Hersteller von Maschinen und Anlagen für die Bearbeitung von Betonstahl entwickelt. Das Unternehmen erweist sich als beliebter Arbeitgeber für dynamische und ideenreiche Fachkräfte.
„
Unser Wettbewerbsvorteil liegt in der Innovation sowie im Know-how unserer Mitarbeiter“, erklärt Erich Nussbaumer, Geschäftsführer der „progress Maschinen & Automation“. Mittlerweile ist das Unternehmen im internationalen Rahmen tätig und konnte in zahlreichen Ländern inner- und außerhalb Europas erfolgreich Fuß fassen. Damit macht es seinem Namen alle Ehre, bedeutet der englische Begriff „progress“ doch Fortschritt und Entwicklung. schichte in kleinerem Rahmen: 1963 wurde in einer Zeit konjunkturellen Aufschwungs die Firma Progress mit dem Unternehmensziel gegründet, hochwertige Betonfertigteile und Baustoffe zu entwickeln und zu produzieren. Infolge günstiger Bedingungen wurde der Entschluss gefasst, eine interne Maschinenbau-Abteilung aufzubauen. Ein Team von Technikern konzipierte Neuentwicklungen, die bald auch an Dritte verkauft wurden. Die Weichen für einen neuen Unternehmenszweig und eine viel versprechende Zukunft waren somit gestellt. Die
„Für engagierte Mitarbeiter sind wir immer offen“ (Geschäftsführer Erich Nussbaumer)
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In der 7.500 Quadratmeter großen Produktionshalle in Brixen werden die maßgefertigten Maschinen aufgebaut und geprüft.
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Maschinenbauabteilung gewann seitdem ständig an Bedeutung und wird heute unter dem Namen „progress Maschinen & Automation AG“ als eigenständiges Unternehmen innerhalb der Progress-Gruppe geführt. Zur Progress Gruppe gehört neben der „progress Maschinen & Automation AG“ und der in der Südtiroler Baubranche bekannten „Progress AG“ auch ein zweites Maschinenbauunternehmen, die „Ebawe Anlagentechnik GmbH“ mit Standort bei Leipzig. Durch den Aufbau dieses zweiten Unternehmens konnte die Produktpalette im Maschinenbau vervollständigt werden, sodass von einzelnen Maschinen bis zu vollständigen Palettenumlaufanlagen ein Komplettangebot für die Betonfertigteilindustrie geboten wird. „Beim Erfolgskurs der zwei Maschinenbauunternehmen sprechen die Zahlen für
Foto: Oskar Zingerle
Begonnen hat die Erfolgsge-
Foto: Oskar Zingerle
Im Brixner Standort des Unternehmens „progress Maschinen & Automation“ werden individuelle Lösungen für Kunden in aller Welt erarbeitet.
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sich: Mittlerweile verbuchen die beiden Firmen insgesamt einen Umsatz von 55 Millionen Euro und beschäftigen an beiden Standorten über 120 Mitarbeiter“, betont Progress-Holding-Geschäftsführer Philip Froschmayr.
Ein Rundgang durch den Fir-
mensitz in der Brixner Industriezone macht den Produktionszyklus klar ersichtlich. Zuerst erarbeiten die Techniker eine individuelle Lösung für ihre Kunden und erstellen einen Konstruktionsplan: „Jedes Projekt ist eine Maßanfertigung für den Kunden und dessen Anforderungen“, schildert Geschäftsführer Erich Nussbaumer. Neben der Konstruktion wird auch ein Aufstellplan erstellt, wo die
relativ großen Maschinen in den Gebäuden und Fertigungshallen der Kunden aufgebaut werden. Als nächster Schritt folgt die Detailkonstruktion, bei der jeder noch so kleine Bestandteil minuziös geplant wird. In der Produktionshalle der „progress Maschinen & Automation“ erfolgt dann der Zusammenbau der entwickelten Maschine oder Anlage. Um eine einwandfreie Produktion maßgeschneiderter Bewehrungselemente zu garantieren, entwickeln Software-Spezialisten SPS- und PC-Programme. Steht die Maschine dann lieferungsfertig in der Produktionshalle, werden eine Reihe umfangreicher Tests und Qualitätsprüfungen durchgeführt. Dabei werden die realistischen
Die Mitarbeiter sind das Rückgrat des Unternehmens
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Produktionsbedingungen nachgestellt, und die Leistungstests erfolgen auf praxisnaher Ebene zur Erfüllung der vertraglich vorgesehenen Leistungsparameter. „Häufig reist der Kunde auch nach Brixen, um die Anlage vor Auslieferung zu begutachten“, erzählt Erich Nussbaumer. Verläuft alles zur Zufriedenheit des Kunden und der Techniker, wird die Maschine wiederum abgebaut und für die Auslieferung bereit gemacht. Am Kundenstandort schließlich erfolgen der Aufbau der Anlage sowie die Einschulung des dortigen Personals. Bei eventuellen technischen Problemen greifen die Techniker der „progress Maschinen & Automation“ per Fernwartung in das System ein und können die Funktionsstörungen von Brixen aus beheben.
„Das Know-how unserer Mit-
arbeiter, ihre Ideen und ihr Engagement sind das Rückgrat der Firma“, betonen Nussbaumer und Froschmayr. Innovation, Entwicklung und Qualität sind für die „progress Maschinen & Automation“ nicht nur Schlagworte, sondern Philosophie. Das Unternehmen ist somit ein ganz besonderer Arbeitsplatz. Es bietet motivierten Technikern, Informatikern und Verwaltungsangestellten die Chance, selbständig und mit hoher Eigenverantwortung zu arbeiten und die Weiterentwicklung des Unternehmens mitzugestalten.
So dynamisch wie die „progress Maschinen & Automation“ sind auch die Mitarbeiter: „In allen Abteilungen entwickeln sich unsere Mitarbeiter täglich weiter. Personen, die flexibel denken, technisches Interesse zeigen und gern anspruchsvolle Arbeit leisten, sind bei uns immer willkommen“, erläutert der Geschäftsführer. Das internationale Tätigkeitsfeld bietet eine Reihe attraktiver Möglichkeiten, doch „sollten keine Berührungsängste vor fremden Kulturen im Wege stehen“, betont Erich Nussbaumer. Derzeit setzt sich das Team der „progress Maschinen & Automation“ aus Mitarbeitern aus ganz Südtirol zusammen, und „für engagierte Personen aus den Bereichen Engineering, Mechanik, Elektronik oder Informatik, die ihr Knowhow bei uns einbringen möchten, sind wir immer offen“.
Steckbrief
www.progress-m.com
www.ebawe.de 55 Millionen Euro Umsatz 120 Mitarbeiter 53
Bären werden versteigert z Manchmal kann es vorkommen, dass gerade jene Dinge heiß begehrt sind, die man nicht erwerben kann. Florian Peer, Inhaber der gleichnamigen Stadtapotheke in der Adlerbrückengasse, staunte nicht schlecht, als er letzthin unentwegt gefragt wurde, ob man denn nicht einen der netten Pappmachébären, die derzeit den Eingang der Apotheke säumen,
kaufen könnte. Die netten Bären, Werbeartikel für besondere, essbare Gummibärchen, waren jedoch nicht für den Verkauf gedacht. Apotheker Peer erdachte jedoch eine sinnvolle Alternative: Er wird sechs knuddelige Bären derselben Art versteigern. Bis einschließlich 8. September kann jeder Interessierte in der Apotheke ein Gebot für einen
der zwei großen oder einen der vier kleineren Bären abgeben. Die sechs Meistbietenden dürfen dann die kleinen bunten Bären nach Hause tragen. Für den Erlös indes hat Florian Peer bereits eine sinnvolle Idee: „Wir werden die Einnahmen aus der Versteigerung der Kinderkrebshilfe Peter Pan zu Gute kommen lassen“. id
W&U
Foto: Oskar Zingerle
Wirtschaft & Umwelt
BRIXEN
Wirtschaft & Umwelt
EISACKTAL
Gewinner des Umweltsiegel-Rätsels
z Auch heuer hat die Umweltsiegel-Frühjahrsaktion der Südtiroler Lebensmittel- und Gemischtwarenhandlungen großen Zuspruch bei den Konsumenten gefunden.
kurz
notiert
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Die Kunden haben bei der Aktion des Verbandes für Kaufleute und Dienstleister Quizfragen über biologische, regionale und Produkte aus dem fairen Handel beantwor-
Im September werden die Arbeiten zum Bau der Unterführung zwischen dem Stadtteil Rosslauf und der Altstadt aufgenommen. Dies bestätigte Landesrat Florian Mussner bei einer Sitzung mit dem Brixner Stadtrat.
tet. Unter den Teilnehmern wurden fünf Wellness-Wochenenden in Südtirol und 46 Bücher über gesunde Ernährung verlost. Der Hauptpreis im Bezirk Eisacktal ging an Anne Marie Wieser aus Vintl, Kundin des UmweltsiegelGeschäfts Gol Market Unterpertinger in Vintl. Ein Buch über gesunde Ernährung erhielten Dagmar Weissteiner, Richard Firler, Frieda Krapf, Brigitte Gitzl, Alexa Oberhofer, Johanna Lang, Hilda Thaler und Martina Niedermair. Das Projekt wurde vom Verband
für Kaufleute und Dienstleister, der Landesumweltagentur und dem Amt für Handel getragen. „Mit dieser Aktion wollten wir die Aufmerksamkeit der Konsumenten auf biologische, regionale und Produkte aus dem gerechten Handel lenken“, erklärte Verbandsdirektor Dieter Steger. Im Bild die Gewinner des Umweltsiegel-Gewinnspiels aus dem Bezirk Eisacktal mit Verbandsdirektor Dieter Steger und Bezirksleiter Michael Kerschbaumer. db
Laut Erhebungen des ASTAT waren 2006 in der Gemeinde Brixen rund 1.710 Unternehmen und weitere 1.854 Arbeitsstätten angesiedelt. Dies entspricht einer Zuwachsrate von 16,3% (Unternehmen) und 12% (Arbeitsstätten) seit dem Jahr 2001.
Um weitere Entscheidungen für den Bau zusätzlicher Verkehrsinfrastrukturen – wie etwa der Südspange – treffen zu können, werden bis Ende dieses Jahres Analysen der Verkehrssituation in Brixen durchgeführt.
STADTGEHEIMNISSE
Foto: Oskar Zingerle
Welche Bedeutung hat der Brunnen in der Albuingasse? Ein wehrhafter Heiliger Michael zum Schutz der Stadt, in leicht heroischer Pose, ziert den gleichnamigen Brunnen auf dem Platz in der Albuingasse vor dem Michaelstor. Der Michaelsbrunnen wurde auf Veranlassung des kommissarischen Bürgermeisters Natale Dander (1948-1952) erbaut, der auch scherzhaft als „Sindaco delle Fontane“ bezeichnet wurde, ließ er doch auch den Brunnen vor dem Hotel Elephant errichten. Auch die damalige Neugestaltung des Domplatzes mit Grünflächen und Fischteichen erfolgte während seiner Amtszeit. Diese Maßnahmen dienten der Verschönerung der Stadt nach dem Krieg und sollten symbolische Zeichen des Optimismus und des Aufschwungs setzen. Die Einweihung des Michaelsbrunnens erfolgte anlässlich der 1050-Jahr-Feier der Stadt Brixen im Oktober 1951, der Brunnen ist nach einem Entwurf des Bozner Bildhauers Hans Plangger gestaltet. Er ist einer der Stadtbrunnen, die bereits im Stadtrecht 1604 erwähnt sind, und ein fließender Brunnen, dessen Trinkwasser aus Vahrn kam. hg
Anregungen: redaktion@brixner.info
BRIXEN
Per Mausklick zum passenden Lokal z Seit einem dreiviertel Jahr ist der 1. Südtiroler Restaurantführer im Internet unter www.essen. suedtirol.info nun online, und die Besucherzahlen zeigen, dass er gerne genutzt wird. Ob nach Art der Küche, speziellen Wochen oder nach Ausstattungskriterien: Der Restaurantführer bietet viele Möglichkeiten, nach denen das passende Lokal gesucht und gefunden werden kann. Auch zahlreiche Gastronomiebetriebe aus Brixen und Umgebung sind angeführt. Neben den Betriebsdaten wie Telefonnummer, Adresse, EMail und Internetadresse findet man weiters Informationen zu den Öffnungszeiten, Preisen und natürlich zum Angebot der Küche. Als weiterführenden Service erhält der Internetnutzer auch Angaben zur Ausstattung der Gastronomiebetriebe: Es ist nachzulesen,
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ob der Gastbetrieb über Parkplätze, über eine Terrasse oder über einen Wintergarten verfügt. Weiters kann sich der Besucher über Fotos ein erstes Bild vom Restaurant machen. Insgesamt beteiligen sich rund tausend Südtiroler Gastronomiebetriebe an diesem Projekt, das vom Hoteliersund Gastwirteverband (HGV) in enger Zusammenarbeit mit der Südtirol Marketing Gesellschaft (SMG) und der Firma Sinfonet erarbeitet wurde. „Mit dieser starken Teilnahme können wir unseren Gästen ein großes kulinarisches Angebot bieten: Vom Gourmetrestaurant bis zu den Schutzhütten sind alle gastronomischen Sparten vertreten“, freut sich Rudi Christof, HGV-Vizepräsident und Vorsitzender der HGV-Gastronomiekommission, über das rege Interesse der Betriebe. db
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MÜHLBACH
Tourismuskonzept für die Gemeinde z Wie sieht die touristische Entwicklung für die Gemeinde Mühlbach und der Ferienregion Gitschberg-Jochtal aus? Wo liegen die nutzbaren Stärken und wo die ausbaufähigen Potentiale? Antworten auf diese Fragen soll ein touristisches Konzept geben, das vom Malik Management Zentrum St. Gallen gemeinsam mit allen
Interessensvertretern und Entscheidungsträgern vor Ort erstellt wird. Das Tourismuskonzept wird aufbauend auf einer detaillierten Analyse konkrete Anhaltspunkte und Maßnahmen für eine neue touristische Positionierung der Gemeinde Mühlbach liefern: „Wichtig ist, dass im Konzept bereits Handlungsanweisungen enthalten sind und die zu
erledigenden Aufgaben auf die unterschiedlichen Beteiligten verteilt werden“, erklärt Landesrat Thomas Widmann. Zudem soll der öffentliche Nahverkehr im Einzugsgebiet unter die Lupe genommen werden: „Auch davon erhoffen wir uns Impulse, damit wir das Angebot unserer Verkehrsmittel noch verbessern können.“ Die ersten Erhebungen im Rahmen der Ausarbeitung des Konzepts sind in Mühlbach bereits im Gange, auch erste Treffen zur Klärung der Rahmenbedingungen haben schon stattgefunden. Das Malik Management Zentrum St. Gallen wirkte bereits bei der Entwicklung und Umsetzung eines Gesamtkonzeptes für die Seiser Alm mit. db
Starthilfe Neue Unternehmen in und um Brixen
Huali Fashion ----------------------------------------------
Tennis Club Brixen ------------------------------- Adrenalin Alpinsport Outlet ------Brixen, Rechter Eisackdamm 1
Brixen, Kreuzgasse 4a
Vor kurzem ist ein Modegeschäft im zweiten Stock des Station Centers eingezogen. Huali Fashion bietet Bekleidung und Accessoires für die ganze Familie. Neben einer großen Auswahl an Freizeitbekleidung findet man auch Abendkleider sowie Unterwäsche.
Der italienische Tennis Club Brixen ist unter neuer Führung: Der Pächter heißt Claudio De Stefani. Im Gastlokal bietet er traditionelle Küche des Veneto mit einer Auswahl an Vor- und Hauptspeisen sowie die Möglichkeit zum Grillen im großen und kleinen Kreis.
Im Outlet des gleichnamigen Fachgeschäftes bietet Remo Sanna Musterware und Restposten von Trekkingschuhen, Kletterbekleidung und Bergsteigerausrüstung mit 50 bis 80 Prozent Ermäßigung. Das Outlet-Geschäft hat zunächst bis Ende September geöffnet.
Wein & Co. -------------------------------------------------------
Nicht nur Kaschmir ------------------------------ tina’s beauty ------------------------------------------------Brixen, Großer Graben 29/B
Mühlbach, Mühlgasse 2
Der Engros- und Detailspezialist für Lebensmittel, Getränke und Gastronomiebedarf Kammerer & Partner aus Mühlbach hat einen neuen Wein- und Getränkemarkt in Vahrn eröffnet. Wein & Co. bietet ein großes Sortiment an Weinen, Getränken und Destillaten.
Michele Marchesin der Firma Lanificio Marchesin bietet im neuen Geschäft „Non solo cashmere – nicht nur Kaschmir“ Strickwaren aus eigener Herstellung, auch in großen Größen. Bis Ende August läuft noch der Ausverkauf der Sommerware.
Die diplomierte Schönheitspflegerin Bettina Salcher hat in Mühlbach ihren Beautysalon „tina’s beauty“ eröffnet. Sie bietet Kosmetikbehandlungen, Massagen und Kunstnagelpflege. Termine werden nach Vereinbarung angenommen: Tel. 0472 888036.
Brixen, Station Center
Vahrn, Brennerstraße 71
Der „Brixner“ unterstützt durch diese kostenfreie Rubrik den Start neuer Unternehmen im Einzugsgebiet: starthilfe@brixner.info
NACHGEFRAGT
„Ökologisches Gütesiegel“ ANDREAS DECLARA, Biologe, über Ursachen und Bedeutung des diesjährigen übermäßigen Algenwuchses im Fischzuchtteich des Brixner Lidoareals. Wachstum der Alge. Derzeit kann man aber erkennen, wie sich der Bestand wieder deutlich zurückbildet. Insgesamt beobachten wir Biologen hier also einen ganz natürlichen Ablauf. Welche Rolle spielt eigentlich die Alge im ökologischen Gleichgewicht des Teiches in der Fischzucht? Diese spezielle Fadenalge im Fischzuchtteich ist im Prinzip ein Merkmal guter Wasserqualität, so etwas wie ein ökologisches Gütesiegel also – auch wenn sie optisch für den Besucher nicht ästhetisch reizvoll wirkt. Das starke Wachstum hatte auch seine
Vorteile, es bot zum Beispiel den Hechten einen Platz zum Ablaichen. Dies hat in der Folge dazu geführt, dass sich nun mehrere Junghechte im Teich tummeln. Welche Besonderheiten birgt der Teich noch? Der Fischzuchtteich ist, zumal in Stadtnähe gelegen, ein wichtiges Erholungsgebiet für Brixen, gleichermaßen auch Lebensraum vieler seltener Pflanzen und Tiere wie zum Beispiel den Eisvogel, die dieses Erholungsgebiet zu einem besonderen Erlebnis werden lassen. ingo.dejaco@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
Foto: Oskar Zingerle
Herr Declara, der Fischzuchtteich wurde im letzten Jahr von den Brixner Stadtgärtnern in Zusammenarbeit mit dem Fischereiverein Eisacktal ausgebaggert und neu bepflanzt. In diesem Jahr war der Teich bis vor wenigen Wochen von einer riesigen und unattraktiven Algendecke überzogen. Wie lässt sich dies erklären? Der Grund hierfür liegt an den übermäßig hohen Temperaturen der letzten zwölf Monate und den aufgewühlten Nährstoffen auf Grund der ausgedehnten Baggerarbeiten. Diese Situation schuf beste Voraussetzungen für das starke
• Wir halten laufend Schnellkurse für die Führerscheingruppen A, B, C, D, BE, CE, CAP, Kleinkraftrad. Beispiel: Führerschein A: 370 Euro mit Theorie-, Fahrprüfung und 3 Fahrstunden zu 30 Min. Führerschein B: 570 Euro mit Theorie-, Fahrprüfung und 12 Fahrstunden zu 30 Min.
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Einzigartig und für jeden Geschmack Kurt Peintner vom Meisterbetrieb Peintner Fliesen in Viums über die Gestaltungsmöglichkeiten mit Fliesen, Natursteinen und Steinbrunnen. Jeder Wohnraum ist so einzigartig wie seine Bewohner. Die individuelle Gestaltung der Wohnräume steigert das persönliche Wohlbefinden und den Wohnkomfort. Der Meisterbetrieb Peintner Fliesen in Viums bietet einzigartige Gestaltungslösungen aus Fliesen für den Innenbereich, aus Natursteinen für den Außenbereich sowie Steinbrunnen für Wohlfühloasen im Freien. Bei der Realisierung außergewöhnlicher Wohnideen stehen für Kurt Peintner vor allem
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Haus & Garten
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das persönliche Wohlbefinden und der harmonische Wohnstil seiner Kunden im Vordergrund.
Weshalb empfehlen Sie im Außenbereich die Verwendung von Natursteinen?
Was schätzen Ihre Kunden besonders?
Fliesen eignen sich vor allem für Innenbereiche. In Außenbereichen, die der Witterung ausgesetzt sind, sind Natursteine den Fliesen weit überlegen. Naturstein ist witterungsbeständiger sowie resistenter und kommt bevorzugt bei Terrassen, Zufahrten und Außentreppen zum Einsatz. Die große Vielfalt an Natursteinen erlaubt im Außenbereich viele einzigartige Gestaltungsmöglichkeiten.
Kurt Peintner: Im Gespräch mit dem Kunden versuche ich, durch gezielte Fragen seine Wohnwünsche zu erfassen, um Gestaltungslösungen zu realisieren, die dem Kundenstil entsprechen und ein harmonisches Wohnklima ergeben. Von der Beratung, der Auswahl des Materials, einem Lokalaugenschein, um das ausgesuchte Material unter tatsächlichen Licht- und Raumverhältnissen wirken zu lassen, bis hin zur Realisierung von individuellen Lösungen biete ich eine komplette Rundumbetreuung. Mit einem professionellen Fliesenlegerteam gewährleiste ich die saubere Verlegung, denn eine schöne Fliesenund Natursteinoptik kommt nur durch saubere Verlegearbeit zur Geltung. Gibt es Unterschiede bei der Verlegung von Fliesen? Während Fliesen in Wohnräumen und Gängen vor allem die Stilrichtung des Hauses fortführen und eher dezent im Hintergrund wirken, um die Einrichtung hervorzuheben, lassen Bäder mehr Spielraum für einzigartige Gestaltungen. Kreativer Materialmix, moderne Verlegetechniken, Mosaike, strukturierte Form- und Farbverläufe machen das Bad zum Blickfang.
Peintner Fliesen bietet seit kurzem auch Steinbrunnen an – steckt dahinter eine Ihrer Vorlieben? Von der Außengestaltung zur Verschönerung von Gärten mit Steinbrunnen war es ein logischer Schritt. Meine Leidenschaft zum Garten hat mich auf die Idee gebracht, auch Steinbrunnen anzubieten. Ein Brunnen wird zum Mittelpunkt im Garten, er übt eine große Anziehungskraft auf Groß und Klein aus und birgt einen großen Erholungswert. Das sanfte Plätschern von Wasser entspannt und verwandelt den Garten in eine Wohlfühloase, wo es leicht fällt, die Seele baumeln zu lassen. Was macht Ihre Steinbrunnen so individuell? Bei den Steinbrunnen lege ich großen Wert darauf, dass sie sich durch Form und Farbe in ihre Umgebung einfügen. Deshalb
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habe ich lange nach einem Partner gesucht, der Steinbrunnen ganz nach meinen Vorstellungen fertigt. Die Entwürfe habe ich selbst gezeichnet; allen Steinbrunnen gemein sind die fließenden Formen, die sinnbildlich die Bewegung des Wassers darstellen und dem Lauf des Wassers folgen. Eine Auswahl an Steinbrunnen findet man online unter www.steinbrunnen.it oder auf dem Ausstellungsareal direkt vor meinem Betrieb.
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Partner für Haus und Garten Der Gartenmarkt der Landwirtschaftlichen Hauptgenossenschaft Südtirol ist eine Fundgrube für Hobbygärtner, Heimwerker und Landwirte. Die neue Zweigstelle der Landwirtschaftlichen Hauptgenossenschaft in Brixen wurde am 31. März 2006 eröffnet und hat sich seither zu einem beliebten Treffpunkt für Heimwerker, Hobbygärtner und Landwirte entwickelt. Auf dem großen Areal direkt an der Brennerstraße zwischen Vahrn und Brixen findet man alles für Garten und Landwirtschaft.
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sich vom Gartenbedarf über Arbeitsbekleidung, Maschinen, Heimtierbedarf, Produkte für Haus und Hof, Werkzeuge bis hin zum landwirtschaftlichen
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Ihr Logenplatz nach Feierabend.
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OBI feiert Geburtstag
OBI
Im Juli feierte der Baumarkt OBI in Vahrn seinen ersten Geburtstag. Der geschäftsführende Gesellschafter Georg Pallua über dieses erste Jahr und über die geplanten Neuerungen.
Herr Pallua, wie zufrieden sind Sie mit dem ersten Geschäftsjahr des OBI Baumarktes in Brixen? Georg Pallua: Wir sind mit unserem ersten Geschäftsjahr rundum zufrieden. Wir hatten uns zum Ziel gesetzt, uns als Spezialisten im Bereich Heimwerken mit den Kernsortimenten Werkzeug, Eisenwaren, Farben, Elektro und Holz sowie im Bereich Garten zu etablieren. Dies ist uns vollauf gelungen. Wir hatten im letzten Jahr rund 170.000 Kunden – ein eindrucksvoller Beweis dafür, dass uns die Bevölkerung im Großraum Brixen als Fach- und Heimwerkermarkt wertschätzt. Welche waren die wichtigsten Schritte nach dem Start im Juli des letzten Jahres?
Welche Neuerungen warten im zweiten Jahr auf die Kunden des OBI Baumarktes? Aufgrund der regen Nachfrage unserer Kunden haben wir in den vergangenen Monaten unser Serviceangebot erweitert. Neben den bestehenden Dienstleistungen wie dem kostenlosen Holzzuschnitt, der Mischung von über 1.000 Farbtönen und der komfortablen
Fotos: Oskar Zingerle
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor sind unsere Mitarbeiter, die den Kunden tagtäglich mit Rat und Tat zur Seite stehen. Deshalb ist es uns ein wichtiges Anliegen, unsere 30 Mitarbeiter, die
seit Eröffnung bei uns tätig sind, weiter auszubilden und auf die Bedürfnisse unserer Kunden hin zu schulen. Mit einem ausgesprochen breiten Sortiment von immerhin rund 25.000 lagernden Artikeln bedeutet dies eine stets neue Herausforderung. Im letzten Halbjahr haben wir zudem den OBI Baumarkt in Bozen ausgebaut, im November ist eine Neueröffnung in Meran geplant. Aufgrund dieser Expansion haben wir eine Schulungsoffensive für unseren gesamten Mitarbeiterstab der Baumärkte in Bozen, Brixen und Meran geplant.
Die Clowns Tino und Pia trieben viel Schabernack mit Groß und Klein
Die übersichtlichen Bereiche und das große Produktsortiment laden zum Einkaufen und Bummeln ein Hauszustellung bieten wir nun auch den Zuschnitt von Bilderrahmen auf Maß sowie einen hauseigenen Schlüsseldienst. Und wie sieht die Zukunftsplanung für die OBI Baumärkte aus? Wir werden den erfolgreich eingeschlagenen Weg fortsetzen. Das heißt für uns, dass wir vor allem den Kunden in den Mittelpunkt unseres Denkens und Handelns stellen wollen. Konkret möchten wir unsere Beratungskompetenz weiter verbessern und auch in der Kommunikation ständig im Dialog mit unseren Kunden bleiben. Unser Hauptinstrument dazu ist das AngebotsFlugblatt, das zweimal monatlich erscheint und über die deutsche und italienische Presse verteilt wird. Wir werden auch unsere Heimwerkerkurse fortsetzen, um
· Werkzeug und Eisenwaren · Farben und Lacke · Holz- und Kleinmöbel · Innen- und Außenbeleuchtung · Badausstattung und Sanitärinstallation
den Kunden einerseits die notwendigen Kompetenzen für kleinere Arbeiten im Haus und Garten zu vermitteln, aber auch, um ganz einfach Berührungsängste vor dem Heimwerken abzubauen.
Georg Pallua, geschäftsführender Gesellschafter OBI Südtirol
· Elektrobedarf · Gartenmöbel und Camping · Haushaltswaren · Saisonartikel · Auto- und Zweiradbedarf
Vahrn/Brixen, Konrad-Lechner-Straße 5/A, Tel. 0472 97 53 01 · Öffnungszeiten: Mo-Fr durchgehend von 8.30 - 19 Uhr, Sa durchgehend von 8.30 - 18 Uhr 61
Impressum
Photographische Aufnahmen Dr. Luegers
Unabhängige Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung Redaktion: Brennerstraße 28, I-39042 Brixen Tel. +39 0472 060200, Fax +39 0472 060201 www.brixner.info E-Mail für Pressemitteilungen: redaktion@brixner.info E-Mail für Leserbriefe: echo@brixner.info Online-Ausgabe: www.brixen.net Verlag: Brennerstraße 28, I-39042 Brixen Tel. +39 0472 060200, Fax +39 0472 060201 E-Mail: office@brixmedia.it, www.brixmedia.it Anzeigenleitung: Sonja Messner, Tel. +39 0472 060212 sonja.messner@brixmedia.it Herausgeber, Chefredakteur und presserechtlich verantwortlich: Willy Vontavon (wv), Tel. +39 0472 060213 willy.vontavon@brixner.info Assistenz Chefredaktion: Doris Brunner (db), Tel. +39 0472 060211 doris.brunner@brixner.info Bildredaktion: Oskar Zingerle (oz), Tel. +39 0472 060210 oskar.zingerle@brixner.info Mitarbeiter der Redaktion: Marlene Kranebitter Zingerle (mk) Thomas Oberrauch (to) Annamaria Mitterhofer (amm) Manuela Kerer (mak) Dietmar Pattis (dp) Hildegard Gargitter (hg) Elisabeth Stürz (es) Albina Kritzinger (ak) Andreas Gottlieb Hempel (agh) Günther Eheim (gevs) Ingo Dejaco (id) Andrea Bodner (ab) Christine Mathá (cm) E-Mail: vorname.nachname@brixner.info Grafik: Verena Campestrini, Tel. +39 0472 060209 verena.campestrini@brixmedia.it Druck: Athesia Druck GmbH, Brennerstraße 32, I-39042 Brixen www.athesia.it Der nächste „Brixner erscheint um den 20. September 2007 Nächster Redaktionsschluss: 6. September 2007 Die Zeitschrift „Brixner“ erscheint monatlich und wird im Postabonnement 45 % Art. 2, Abs. 20/b, Ges. 662/96, Bozen zugestellt. Eintragung am Landesgericht Bozen am 29.12.1989, Nr. 29/89 R.St. Auflage: 11.000 Stück Preis Abonnement: 1 Euro Abonnentenservice: abo@brixner.info Die in dieser Zeitschrift veröffentlichten Beiträge und Bilder sind urheberrechtlich geschützt. Ohne Genehmigung des Verlages ist eine Verwertung strafbar. Dies gilt auch für die Veröffentlichung im Internet. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Beiträge unter Umständen zu kürzen, abzuändern oder zurückzuweisen. Namentlich gezeichnete Beiträge unserer Mitarbeiter geben nicht unbedingt die Meinung des Herausgebers wieder und sind von der Redaktion nicht in allen Einzelheiten des Inhalts und der Tendenz überprüfbar. Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Fotos und Illustrationen übernimmt der Verlag keine Haftung. Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sämtliche in dieser Zeitschrift veröffentlichten Stellenangebote sich ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechts beziehen. 62
Brixen, Donnerstag, den 15. August 1907
August 1907
Bäuerlicher „Wunderdoktor“ verurteilt Brixen, Donnerstag, den 1. August 1907 Der Bauer Johann Tumler, vulgo „Bärnstaller“ von Nördersberg, machte als ein „Wunderdoktor“ von Ruf nicht nur hier, sondern auch in den Ortschaften der nächsten und weiteren Umgebung den Berufsärzten eine ziemliche Konkurrenz. Es liegen zahlreiche
Fälle vor, dass Tumler mitunter mit schweren Krankheiten behaftete Leute und zwar auch solche Patienten behandelte, die gleichzeitig in berufsärztlicher Behandlung standen. Angeblich ließ er sich für seine Kuren nicht bezahlen. Das Strafgericht schenkte dieser Angabe jedoch keinen Glauben und verurteilte Tumler wegen langjähriger Kurpfuscherei zu einem Monat strengen Arrest.
Dr. Lueger in Brixen als Kurgast Brixen, Samstag, den 3. August 1907 Das Befinden Dr. Luegers ist dem Vernehmen nach, abgesehen von einer leichten Ermüdung in den ersten Tagen seines Brixener Aufenthaltes, die wohl von den Beschwerden der Reise und der Luftveränderung herrühren möchte, nun zufrieden stellend. Dr. Lueger gebraucht fleißig die ihm verordnete Kur und fühlt sich verhältnismäßig wohl. – Am letzten Sonntag stattete Bürgermeister Dr. Lueger dem hochwst. Fürstbi-
schof Josef einen Besuch ab. Se. fürstbischöfliche Gnaden empfing den illustren Volksmann hocherfreut und in liebenswürdigster Weise und begleitete denselben bei der Verabschiedung bis zur Treppe der fürstbischöflichen Hofburg.
Eine Nordlandfahrt Vor nicht ganz 14 Tagen hat der ehemalige Redakteur der „Brixener Chronik“, Msgr. Prof. Dr. Sigmund Waitz, eine Reise nach dem Norden angetreten, deren Schilderung er in einer Reihe von Feuilletons uns zu geben versprach. Wer die ausgezeichnete Feder dieses Schriftstellers kennt, dem wird diese Mitteilung gewiss angenehm kommen. Msgr. Dr. Waitz hat Wort gehalten. In vorliegender Nummer bringen wir bereits die Einleitung zu seinen jedenfalls sehr interessant werdenden Schilderungen.
Katholischer Gesellenverein Brixen
Kammerphotographen Rudolf Largajolli in Brixen wurde die hohe Ehre zuteil, zu Herrn Bürgermeister Dr. Lueger berufen zu werden, um mehrere Aufnahmen von demselben anzufertigen. Diese Aufnahmen sind sehr glücklich ausgefallen und äußerte sich auch Dr. Lueger sehr lobend. Genannte Photographien sind in allen möglichen Formaten sowohl in der Pressvereinsbuchhandlung als auch in der Schauhalle im Hausflur des Kammerphotographen Rudolf Largajolli ausgestellt und können käuflich erworben werden.
Städtisches Elektrizitätswerk Brixen Brixen, Donnerstag, den 8. August 1907 Das Ergebnis der 1. HalbjahresStatistik pro 1907 ist folgendes, wobei ein erfreulicher Fortschritt zu verzeichnen ist: Angeschlossene Lampen: 11.310 (mehr 451); entsprechend in Normallampen: 9.479 (mehr 533); angeschlossene Motoren in PS: 144,7 (mehr 15,5); angeschlossene Heizkörper 190 (mehr 6); insgesamt angeschlossener Konsum in Kilowatt: 750,53 (mehr 43,11); - entsprechend in Normallampen: 15,011 (mehr 862); Jahreseinnahmen in Kronen: 154.234,36 (mehr 7.612,70; Zahl der Anschlüsse: 371 (mehr 8 gegen 1. Februar 1907).
Brixen, Samstag, den 10. August 1907 An 8. September dieses Jahres sind 50 Jahre seit der Gründung des hiesigen Gesellenvereins verflossen. Dieser Gründungstag soll in festlich-würdiger Weise begangen werden und hat sich zu diesem Zwecke gestern Abend in den Saallokalitäten des Herrn Franz Strasser unter dem Vorsitze des Herrn Schutzvorstände-Obmannes Roman Schweighofer ein Fest-Komitee gebildet, welches in ein Empfangs-, Wohnungs-, Dekorations-, Finanz-Komitee etc. eingeteilt ist. Von den damaligen Gründern des hiesigen Gesellenvereins lebt heute nur noch Herr Josef Widmann senior.
Die Zeitungsartikel auf dieser Seite wurden von Günther Eheim aus der „Brixener Chronik“ entnommen, die 1888 gegründet wurde und bis 1925 erschien. Die damalige Rechtschreibung, auch eventuelle Druckfehler und sonstige Kuriositäten werden ohne Korrektur beibehalten.
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