Jahrgang 16 - Nr. 10 Oktober 2005
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Unabhängige Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung
VKE-Kinderbetreuung im Lido
Gemeinsam spielen Stadtentwicklung
Kindergarten
Albeins
» S. 23
» S. 24
» S. 32
Wie Studenten der Technischen Universität Wien die Zukunft von Brixen sehen
Warum Mehrsprachigkeit auch im deutschsprachigen Kindergarten funktionieren würde
Wie ein schlecht gepflegter Misthaufen die Gemüter in Albeins zu erhitzen vermag
WOHNEN GENIESSEN Bauernhof in Lüsen mit 8,8 ha Land, Panoramablick bis zum Rittner Horn.
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Editorial
Oktober
Thema 4
4 Ein ganz normaler Nachmittag im Spielhaus
Menschen&Meinungen 9
12 Portrait: Peter Brunner, der Newcomer 14 Umfrage: Citybus mit Kinderkrankheiten
Ein tolles Team Es hat ein paar Wochen gedauert, bis wir uns in unseren neuen Büros in der Brennerstraße 28 eingelebt haben, aber jetzt beginnen wir uns richtig wohl zu fühlen – auch wenn noch viele Kleinigkeiten zu erledigen sind, bis es in den großzügigen Räumen auch richtig wohnlich sein wird. Einige unserer Leser und natürlich viele Werbekunden haben uns bereits besucht und die Optik der Räume gelobt. Dieses Lob darf ich weitergeben an Architekt Ralf Dejaco und an seinen unermüdlichen Bauleiter Kurt Bacher, an Innenarchitektin Beate Mitterhofer und natürlich an die zahllosen Handwerker und Dienstleister, die in den vergangenen Monaten aus einem Projekt, das anfangs nur auf dem Papier existierte, ein schönes Bürogebäude gemacht haben. Wir bedanken uns bei allen für ihren Einsatz und für die geradezu freundschaftliche Zusammenarbeit.
Brixen&Milland 17
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Schöne Aussichten für den Domplatz Liliput: Großer Raum für kleine Kinder Studentische Konzepte für Brixen Kindergarten: Spielend die Zweitsprache erlernen Nachlese zum Zivilschutztag Event ACS Data Systems: Sicher unterwegs im EDV-Dschungel
Dörfer&Fraktionen 29
30 Mühlbach: Einzug ins Weiße Haus 31 Event: Gewerbezone Förche öffnet Tür und Tor 32 Albeins: Wenn der Hahn kräht auf dem Mist...
Kunst&Kultur 35
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RedeMpted Rock! Komödiantische Kinderüberraschungen Dekadenz: Schiller schillernd gespielt Schiks Skulpturen
Übrigens begrüßen wir eine alte Bekannte im „festen“ Team des „Brixner“: Doris Brunner ist vom Kulturverein zu uns gestoßen und wird unser Team fortan verstärken. Neben Sonja Messner, Oskar Zingerle, Heidi Oberhauser und Gabi Tauber wird sie nicht nur für den „Brixner“ tätig sein, sondern auch in den übrigen Geschäftsfeldern der Brixmedia mithelfen.
Sport&Co. 47
49 Christian Jocher: „Laufen ist für mich wie Zähne putzen!“ 51 SSV Forst Brixen Handball: Fulminanter Start
Spezial 53
53 Heizung&Energie
Tipps&Events
Impressum
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66 Veranstaltungen und Weiterbildung
Der „Brixner“ erscheint monatlich und wird im Postabonnement 45 % Art. 2, Abs. 20/b, Ges. 662/96, Bozen zugestellt. Auflage: 8.800. Preis Abonnement: 1 Euro. Eintragung am Landesgericht Bozen am 29.12.1989, Nr. 29/89 R.St.
Anzeigenverkauf: Brixmedia GmbH, Brennerstraße 28, 39042 Brixen Tel. 0472 060200 - Fax 0472 060201 - E-Mail sonja.messner@brixmedia.it
Redaktionsanschrift: „Brixner“, Brennerstraße 28, 39042 Brixen Tel. 0472 060200 - Fax 0472 060201 - E-Mail brixner@brixmedia.it
Druck/Fertigstellung: AthesiaDruck Brixen
Eigentümer: Brixmedia GmbH, Brennerstraße 28, 39042 Brixen Herausgeber und für den Inhalt verantwortlich: Willy Vontavon Redaktionsmitglieder: Willy Vontavon (wv), Doris Brunner (db), Marlene Kranebitter Zingerle (mk), Andreas Hempel (ah), AnnaMaria Mitterhofer (amm), Thomas Oberrauch (to), Claudia Contu (cc), Oskar Zingerle (oz), Günther Eheim vulgo Sigmund (GEvS), Elmar Albertini (ea), Barbara Fuchs (bf), Manuela Kerer (mak), Alexandra Laber (al), Dietmar Pattis (dp), Hildegard Gargitter (hg), Elisabeth Stürz (es), Albina Kritzinger (kra) Layout & DTP-Satz: Gabriele Tauber, Brixmedia Titelbild: Oskar Zingerle
Nächster Redaktionsschluss: 28. Oktober 2005 Werbeannahmeschluss: 3. November 2005 Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, daß sämtliche in dieser Zeitschrift veröffentlichten Stellenangebote, sei es im Kleinanzeiger wie auch in den Formatanzeigen, sich ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechts beziehen. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Beiträge unter Umständen zu kürzen, abzuändern oder zurückzuweisen. Namentlich gezeichnete Beiträge unserer Mitarbeiter geben nicht unbedingt die Meinung des Herausgebers wieder und sind von der Redaktion nicht in allen Einzelheiten des Inhalts und der Tendenz überprüfbar. Nachdruck sowie Vervielfältigungen jeder Art ausschließlich mit schriftlicher Genehmigung der Redaktion.
E-Mail: brixner@brixmedia.it
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Weil wir schon bei Interna sind: Auch unser Redaktionsteam hat sich in den letzten Monaten vermehrt. Die Klausnerin Albina Kritzinger gehört fortan genauso zu unserem Stab wie Andreas Hempel, Hildegard Gargitter, Lisi Stürz, Christine Mathà und Dietmar Pattis. Erst kürzlich haben wir nachgerechnet, dass Thomas Oberrauch unser „Dienstältester“ ist: Er ist seit November 1994 dabei. Annamaria Mitterhofer feiert mit dieser Ausgabe ihr zehnjähriges Redaktionsjubiläum, Marlene Kranebitter stieß nur wenig später zu uns. Ich freue mich, dass der „Brixner“ ein tolles Team hat, um das uns viele Kollegen beneiden.
Ihr Willy Vontavon
Portrait
Ein ganz normaler Nachmittag im Spielhaus Sie spielen miteinander, und manchmal streiten sie sich – so wie alle Kinder. Wenn jedoch die „Anderen“ auftauchen, werden viele Kinder von den Eltern abgeholt. Eine Reportage über die kulturellen Barrieren am Spielplatz im Lido.
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Es riecht nach Buntstiften und Wachsfarben, wenn man das Spielhaus des Vereins für Kinderspielplätze und Erholung (VKE) am Lido in Brixen betritt. Wohin das Auge reicht, türmen sich Spielsachen. Ich suche Renate Fissneider, die das Spielhaus im Lido betreut. Sie steht vor einem mit Kastanien, Blättern und Beeren gefüllten Korb. „Heute ist Mittwoch, da basteln die Kinder“, empfängt sie mich freundlich. Wie ich später erfahre, wird jeden Mittwoch und Freitag gebastelt. „Die Kinder freuen sich einfach darüber, wenn sie etwas fertigen und es später mit nach Hause nehmen und ihren Eltern schenken können“, fährt sie fort. Doch an diesem herrlich warmen Septembernachmittag bleiben wir nicht im Haus, sondern setzen uns draußen an einen Tisch. Die Stimmung ist lebhaft. Ich geselle mich neben ein Mädchen, das bereits eifrig bastelt.
Heute steht das Basteln eines Türschmucks auf dem Programm. Dabei erhält jedes der Kinder ein Stück Jutestoff, das es zunächst an den Rändern ausfranst und anschließend – passend zur herbstlichen Stimmung – mit Kastanien, Blättern, kleinen Maiskolben, Eicheln, Hagebutten und anderen Beeren verziert. Das Mädchen neben mir ist gerade dabei, Stück für Stück und mit äußerster Präzision ihren Jutestoff an den Rändern auszufransen. Sie ist so vertieft in ihre „Arbeit“, dass sie mich überhaupt nicht wahrnimmt. Weniger später eilt sie in das Spielhaus, um sich Beeren, Nüsse und Blätter für die Dekoration auszusuchen. „Jeder darf sich aber nur zehn verschiedene Dinge aussuchen!“, ruft Renate hinterher. Neugierig erkundige ich mich, was man in der letzten Zeit denn sonst noch gebastelt hat. „Eine Hexe, einen Drachen und einen Baum“, erklärt mir ein anderes Mädchen mit stolzen Augen. An Abwechslung scheint
Das Spielhaus des VKE ist ein beliebter Treffpunkt zum Basteln und Spielen
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Foto: Oskar Zingerle
Ein Türschmuck für zu Hause
Spiel, Spaß und Spannung Der jährliche Mitgliedsbeitrag im VKE beträgt nur 13 Euro. „Dafür können die Eltern mit ihren Kindern jeden Nachmittag von Montag bis Freitag zwischen 14.30 Uhr und 17 Uhr vorbeikommen und das Spieleangebot des VKE nutzen“, erklärt sie, sobald sie wieder kurz Zeit für mich hat. Plötzlich erschreckt mich ein lautes Gelächter. Zwei Mädchen düsen mit einem merkwürdigen Gefährt durch die Gegend, das ich als einen „Reifen auf Rädern“ bezeichnen würde. Es besteht aus einem alten Reifen, der auf ein Brett mit vier Rädern montiert und mit einem Seil zum Ziehen ausgestattet ist. Ein Mädchen sitzt im Reifen und das andere zieht. „Langsam! und passt auf, dass ihr euch nicht wehtut“, mahnt Renate. Kein leichter Job, auf so viele Kinder aufzupassen, sage ich zu Renate, doch sie erklärt mir, dass sie nie ganz alleine mit den Kindern bleibt. „Meistens leisten mir einige Eltern Gesellschaft, besonders jene der Jüngeren. Es ist nicht so, dass die Eltern ihre Kinder hier einfach abstellen und dann gehen. Einige Mütter gehen zwar Kaffee trinken, aber sie bleiben immer in der Nähe.“ Sie könnte nie alleine auf alle Kinder aufpassen, fügt Renate hinzu, denn manchmal gebe es auch kleine Streitereien und Raufereien. „Es wäre aber schön, wenn wir mehr Mitglieder und mehr freiwillige Mitarbeiter hätten, die uns unterstützen“, wünscht sich Renate, obwohl sie trotz der vielen Kinder und des vielen Geschreis und Getümmels keinesfalls überfordert scheint. „Halt die Klappe, du Schwein!“, brüllt plötzlich ein Mädchen einen Jungen an, der
sie wohl geärgert hat. „Bei mir wird nicht so geredet“, ermahnt Renate mit strenger Miene. Ihr entgeht anscheinend gar nichts bei ihren Schützlingen, auch während sie mit mir plaudert.
Prügeleien und Raufereien Mittlerweile sitzen Renate und ich alleine am Tisch. Die Kinder haben ihre Basteleien fertig gestellt, und die meisten spielen auf dem Fußballplatz nebenan Ball. Doch das friedliche Ballspiel entwickelt sich schnell zu einem mittelgroßen Tumult. „Renate, es gibt schon wieder eine Schlägerei!“, ruft ein Mädchen aufgeregt zu uns herüber. Sofort eilt Renate zum Fußballplatz, um die raufenden Jungs zu trennen. Eines der Kinder scheint sich bei der Rauferei an der Lippe leicht verletzt zu haben und weint. Renate nimmt den schluchzenden Jungen an der Hand und geht mit ihm ins Bad. „Eigentlich ist es toll, wenn viele Kinder bei mir im Spielhaus sind, auch wenn sich
Foto: Oskar Zingerle
es nicht zu fehlen. „Wenn wir nicht basteln, dann spielen wir Karten, Gesellschaftsspiele oder wir malen mit verschiedenen Farben und Materialien“, erzählt Renate. Wir kommen langsam ins Gespräch, auch wenn wir andauernd von den Kindern unterbrochen werden. Denn immer wieder sucht eines der Kinder Renates Aufmerksamkeit, und sofort ist sie zur Stelle, um zu helfen, zu trösten oder zu spielen.
Die Kinder werden am Nachmittag ständig betreut
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Mittwochs und freitags ist Basteln angesagt dadurch Stress und Hektik erhöhen“, sagt Renate, nachdem sie den Jungen verarztet hat. „Manchmal gibt es zwar kleine Streitereien und Prügeleien, aber im Großen und Ganzen klappt es gut.“ Allerdings gab es auch Zeiten, in denen sie „kämpfen musste, damit ‚unsere’ Kinder spielen durften, besonders auf dem Fußballfeld“, erinnert sie sich. „Damals kamen häufig Kinder der Sinti und Roma, die dann die anderen Kinder nicht mehr mitspielen lassen wollten und zum Teil auch grob wurden.“ Ein paar Mal hätte sie sogar die
Polizei gerufen, „und plötzlich waren die Roma-Kinder verschwunden.“ Die Folge von diesen Problemen war, dass viele Mütter ihre Kinder nicht mehr hergebracht hätten oder das Spielhaus wieder verließen, sobald die Sinti und Roma aufgetaucht sind – „aus Sorge vor Raufereien.“ Ich geselle mich zu einigen Mädchen, die am Tisch sitzen und malen. Neugierige Augen starren mich an, die Mädchen tuscheln. Sie sprechen Italienisch. Nebenan wird Karten gespielt. Ich bemerke, dass eigentlich alle um mich herum
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Italienisch sprechen, während die Kinder, die abseits Hockey spielen, deutschsprachig sind. Das Schlagwort „Parallelgesellschaft“ schießt mir durch den Kopf – die italienischsprachigen Kinder hier, die deutschsprachigen dort – zwar friedlich nebeneinander, aber eben nicht miteinander.
Foto: Oskar Zingerle
Angst vor dem „Anderen?“
Das Fußballspiel endet nicht immer friedlich
Eines der Mädchen zeigt mir voller Stolz den Kirschbaum, den sie in der Zwischenzeit gemalt hat, und so komme ich mit ihr ins Gespräch. „Wir sind Sinti und kommen eigentlich aus der Gegend von Trient. Wir sind hier nur auf der Durchreise“, erklärt sie mir zu meiner Überraschung. Sofort ist Renate zur Stelle, als eines der Mädchen, das zuvor neben mir saß, sein Glück auf „Stelzen“ versucht. Die anderen Kinder legen neugierig ihre Buntstifte und Hockeyschläger beiseite, und schon stehen die „Stelzen“ im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Alle wollen probieren.
Während sich Buben und Mädchen um die „Stelzen“ drängen, bemerke ich, wie plötzlich einige Mütter kommen, um ihre Kinder abzuholen. So bleibe ich zurück – mit Renate und den Sinti-Kindern. „Sowohl die Mütter als auch die Kinder haben Angst vor den Sinti-Kindern, sie wollen nicht hier bleiben. Dieses Problem beschränkt sich aber nicht nur auf Sinti oder Roma, sondern auch auf andere ausländische Kinder“, erklärt Renate. Ich wundere mich, woher diese Angst kommt. „Das ist ein heikles Thema; vielfach spielen Vorurteile eine große Rolle“, meint Renate. In der Tat „kann der Umgang mit diesen Kindern schon schwierig sein, da sie manchmal etwas grob werden“, bemerkt Renate. Dies hängt wahrscheinlich auch mit ihrer Lebensweise zusammen. „Wenn man kein eigenes Zimmer hat, sondern mit der gesamten Familie in einem Wohnwagen leben muss, muss man sich vielleicht gegenüber den Geschwistern
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Lebensräume
Wozu?
Renate Fissneider: „Es wäre so schön, wenn alle Kinder unabhängig von Hautfarbe, Sprache und Kultur miteinander spielen könnten“ stärker behaupten. Diese Lebensweise prägt mit Sicherheit den Charakter der Kinder und macht sie zu den gefürchteten ‚Anderen’“.
Chance, soziale Barrieren abzubauen Trotz mancher schlechten Erfahrung bietet das Spielhaus die Chance, soziale und kulturelle Barrieren abzubauen, indem die Kinder verschiedener Sprache und Kulturen unter der Obhut von Erwachsenen gemeinsam spielen und sich kennen lernen. „Es wäre so schön, wenn sich alle vertragen würden und die Kinder unabhängig von Hautfarbe, Sprache und Kultur miteinander spielen könnten. Dies klappt aber nur, wenn einige Mütter hier bleiben und aufpassen, dann halten sich die Kinder zurück“, räumt Renate ein. Die Lösung besteht also nicht darin, den Spielplatz zu verlassen, wenn die „Ande-
Foto: Oskar Zingerle
Neue Straße Vahrn-Neustift
ren“ kommen, weil damit lediglich die sozialen Trennlinien weiter vertieft werden. Über meinem Schreibtisch hängt ein Kalender mit folgendem Spruch: „Wir sind ermächtigt Mitschöpfer zu sein: mutig, aktiv, achtsam, bewahrend, Zukunft gestaltend“. Mutig und aktiv, um Kontakte herzustellen, besonders unter Kindern, die miteinander spielen und sich gemeinsam austoben können. Achtsam und bewahrend im Hinblick auf die eigene Lebensweise, die eigenen Wertvorstellungen und Traditionen, damit diese nicht ins Hintertreffen geraten und Einflüssen von außen standhalten. Und schließlich Zukunft gestaltend, damit in unserer Welt soziale und kulturelle Barrieren abgebaut werden, jedes Kind einen Platz hat und damit keines dem anderen aus dem Weg gehen muss. Alice Engl
Der Klosterbezirk und das Bildungszentrum von Neustift gehören zu den wichtigsten und meistbesuchten Kultur- und Baudenkmälern des Landes. Seit der Landesausstellung von 1992 verfügt Neustift über ausreichend Parkplätze für Pkws unmittelbar vor dem Kloster und über genügend Bus-Parkplätze jenseits des Eisacks. Die Bustouristen erreichen in fünf bis sieben Minuten auf einem schönen Fußweg über die alte Holzbrücke beim Brückenwirt das Kloster. Wir sind überzeugt, dass jeder Bustourist nach dem langen Sitzen während der Busfahrt diese kurze Wegstrecke zu Fuß als sehr wohltuend empfindet. ❚ Das Land und die Gemeinde Vahrn beabsichtigen den Bau einer neuen Straße samt Gehsteig längs des Eisacks vom Löwenviertel nach Neustift. Mit einer neuen Brücke über den Eisack unmittelbar nach der historischen Holzbrücke soll die Straße mit den Parkplätzen vor dem Kloster verbunden werden. Diese Straße wird fast auf der gesamten Länge dem Flusslauf folgen. Die Abtrennung zum Fluss erfolgt zum Teil mit einer Zyklopenmauer ❚ Der größte Teil der Straße wird aber mit einer bis zu drei Meter hohen Stützmauer, zum Teil mit auskragender Platte, das neue Ufer des Eisacks bilden. Die neue Brükke, in 35 Meter Entfernung zur bestehenden Holzbrücke, beeinträchtigt den Blick auf das Kloster und in das wunderschöne Riggertal. Die bisherige Zufahrtsstraße und die alte Holzbrücke haben den enormen Besu-
Die Baum- und Buschreihe links im Bild muss der neuen Straße weichen cherstrom der Landesausstellung klaglos bewältigt, und so fragen wir uns: Wer braucht diese neue Straße samt neuer Brücke über den Eisack? Geht es vielleicht gar nicht um eine bessere Erreichbarkeit des Klosterbezirks, sondern darum, eine neue Durchgangsstrecke zu schaffen? Wir fragen uns, warum die Gemeinde Vahrn beabsichtigt, dieses Bauvorhaben zu realisieren in einer Zeit, wo andernorts Straßen rückgebaut werden und viele Orte dankbar wären um eine Straße ohne Durchgangsverkehr. Und: Müssen Touristenbusse wirklich zum Parkplatz vor dem Kloster kommen? Ist die alte Strecke für den kleinen Citybus zu schmal? ❚ Dafür finden sich bestimmt einfachere Lösungen. Zum Beispiel kann die Zufahrt von der Pustertaler Straße entschärft werden, und bei der heutigen Straße vom Löwenviertel genügen bestimmt zwei bis drei Ausweichstellen, um unliebsame Engstellen zu vermeiden. Aber das wissen alle schon längst. Diese Überlegungen sind weder für die Bevölkerung noch für Gemeinde- und Fraktionsvertreter oder Techniker neu. Wir vom Verein heimat Brixen/Bressanone/Persenon wünschen uns, dass die Gemeindeverwaltung von Vahrn Abstand nimmt von dieser übergroßen Lösung eines relativ kleinen Verkehrsproblems. Andreas Gottlieb Hempel für
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Michael Haspinger verstorben
ticker Der ehemalige Pfarrer von Milland, Michael Haspinger, ist am 8. Oktober im Alter von 80 Jahren verstorben. In seiner 40-jährigen Amtszeit als Millander Pfarrer hat sich dieses Dorf weit stärker als andere Ortschaften entwickelt. Als ein besonderes Werk in seinem priesterlichen Wirken kann die Errichtung der Freinademetz-Kirche in Milland angesehen werden. Haspinger erbaute jedoch nicht nur dieses Kirchengebäude, sondern hatte auch stets ein offenes Ohr für die Jugend und zeigte großen Einsatz für Außenseiter. oz Die 25-jährige Krankenpflegerin Sabine Bambi aus Raas wurde zur neuen „Apfelkönigin“ des Apfelhochplateaus Natz-Schabs gekrönt. +++ Der Brixner Architekt Matteo Scagnol erhielt für sein Projekt eines Kinderzentrums im Krankenhaus Brixen den Architekturpreis der Stadt Oderzo. +++ Die Freie Evangelische Gemeinde Brixen kann sich über einen neuen Pastor freuen: Martin Sperlich wird Ende Oktober in sein neues Amt eingeführt. +++ Zwei Volksbank-Filialen stehen seit kurzem unter der Führung eines neuen Geschäftsstellenleiters: Martin Hinteregger leitet die Zweigstelle in Franzensfeste, Markus Gruber jene in Vahrn.
Luis gewinnt! Die Rede ist nicht von unserem Landeshauptmann, sondern von einem Designobjekt des Brixner Architekten Gerd Bergmeister. Die Tischlerei Haidacher aus Percha veranstaltete anlässlich ihres hundertjährigen Bestehens einen Design-Wettbewerb, der das heimische Holz Zirm zum Thema hatte. Die Faszination dieses Werkstoffes, den die Firma seit jeher zu Stuben verarbeitet, sollte dabei auf ein neues, zeitgemäßes Objekt übertragen werden. Als Sieger des Wettbewerbs ging Gerd Bergmeisters Möbel „Luis“ hervor – eine Neuinterpretation der Rastbank samt Tisch. Sozusagen eine moderne Südtiroler Stube im Freien, die als „Bilderrahmen“ die landschaftlichen und kulturellen Besonderheiten des Landes umfasst. „Das Element arbeitet in einer frischen und auch frechen Art und Weise mit den Sujets der Südtiroler Landschaft. Es ist sehr gut kommunizierbar, und das Konzept hat als ‚Bilderrahmen’ Landmarkqualitäten“, begründete die Jury ihre
Entscheidung für Bergmeisters Werk. Derzeit geht „Luis“, der gemäß Puschtra Mundart in „Lois“ umbenannt wurde, auf seine erste „Tour de Lois“ durch Südtirol und beweist dabei seine Qualitäten. db
Der Spruch vom Much I woaß schun, prum die Sitti-Busse gelb sein. Für Ferrari-Roat war’n se zu långsåm...
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LAMMento
„Wie man’s macht, macht man’s falsch!“, sinniert der Franz, während wir in der letzten Reihe des kleinen Stadtbusses sitzen und in Richtung Stadtzentrum fahren, um dort unseren geliebten Macchiato zu genießen. Was ist denn jetzt schon wieder? frage ich ihn, während der Bus langsam in die Stadelgasse einbiegt. „Erst schreien die Leute, dass der City Bus endlich eingeführt wird, und danach schreien sie, weil er ihnen nicht passt!“, ärgert sich der Franz, und wenn sich der Franz ärgert, erhöht sich merkbar seine Lautstärke, sein Gesicht färbt sich sekundenschnell in Richtung Coca-Cola-Rot, und am Hals treten beängstigende Blutbahnen zu Tage, was ein untrügliches Zeichen eines momentan stark erhöhten Blutdrucks sein dürfte. Ich bin der Meinung, der Stadtbus ist trotz einiger Kinderkrankheiten eine tolle Sache, versuche ich, seinen Blutdruck wieder auf ein normales Level zu bringen. „Die Einen wollen, dass er in der einen Gasse nicht fährt, die Anderen fordern, dass er in der anderen Gasse doch fährt – der City Bus müsste nirgends und überall gleichzeitig fahren, damit die Brixner zufrieden sind“, entlädt sich der Franz. „Und außerdem“, sagt er, „haben die Spanier mit ihren Weisheiten doch Recht!“ – Die Spanier?, frage ich den Franz, der sinnschwer verlautbart: „Wer ein Maultier ohne Fehler möchte, der soll zu Fuß gehen“.
Foto: Oskar Zingerle
Nirgends und überall Unerwartet hoher Besuch Je nach Betrachtungsweise waren es entweder eine Reihe besonders unglücklicher oder besonders glücklicher Umstände, die der Werbeagentur Brixmedia unlängst den Besuch eines besonderen Gastes bescherte: Stefan Glowacz, einer der momentan weltbesten Extrem-Kletterer, kam zu einem Kurz-Interview mit RAI-Moderator Thomas Hainz in das neue firmeneigene Tonstudio in die Brennerstraße 28, in dem normalerweise Telefonwarteschleifen und Werbespots produziert werden. Vorher hatte Hainz auf dem Weg zum Interviewtermin mit Glowacz entsetzt feststellen müssen, dass er sein Aufnahmegerät vergessen hatte. Hilfe suchend seinen Freund Werner Lanz anrufend, organisierte dieser das Interview bei Brixmedia, wo schließlich das
Gespräch aufgezeichnet wurde; der erleichterte Moderator erhielt anschließend eine CD mit der Aufzeichnung und düste daraufhin in Richtung RAI-Studio nach Bozen. Stefan Glowacz zählt seit Jahren zu den besten Kletterern der Welt. 1985 gewann er überraschend den ersten Sportkletterwettkampf in Bardoneccia und wurde Profikletterer. In den folgenden Jahren gewann er viele der bedeutendsten Wettkämpfe und ist auch heute noch der erfolgreichste Wettkampfkletterer Deutschlands. Seit einiger Zeit faszinieren ihn jedoch wieder mehr die Herausforderungen im natürlichen Fels, weshalb es ihn auch immer wieder nach Südtirol, beispielsweise auf die Drei Zinnen, zieht. (Im Bild: Stefan Glowacz und Thomas Hainz) oz
Bestellschein ❐ Ich habe die Zeitschrift „Brixner“ bis jetzt nicht erhalten. Senden Sie mit bitte monatlich ein Exemplar zu. ❐ Meine Adresse hat sich geändert. Bitte senden Sie den „Brixner“ ab sofort auf meine neue Adresse.
Alte Adresse:
Neue Adresse:
Vorname & Name Straße & Nr. PLZ & Ort Der „Brixner“ wird in den Gemeinden Brixen, Vahrn, Natz Schabs, Lüsen und Mühlbach im Abonnement zum Preis von 1 Euro versandt. Abonnements für das restliche Staatsgebiet kosten 18 Euro, für das Ausland 50 Euro. Schneiden Sie diesen Bestellschein aus und senden ihn an: Brixmedia GmbH, Brennerstraße 28, 39042 Brixen. 10
Nach langer Suche hat die Gemeinde Mühlbach einen neuen Gemeindesekretär gefunden: Arnold Unterkircher stammt aus Terenten und war bisher Sekretär der Gemeinde Pfalzen. Für die Gemeinde Mühlbach geht damit eine lange und beschwerliche Suche nach einem Gemeindesekretär zu Ende, nachdem Josef Fischnaller nach Brixen gewechselt war und über ein Jahr die Aufgaben von Mühlbach und Brixen zugleich zu bewältigen hatte. In derselben Situation ist nun Arnold Unterkircher, der drei Tage die Woche in Mühlbach ist und zweimal auch in Pfalzen als Gemeindesekretär aushilft, bis sich dort jemand gefunden hat. Unterkircher maturierte 1983 am Humanistischen
Foto: Oskar Zingerle
Neuer Gemeindesekretär in Mühlbach
Lyzeum des Vinzentinums und absolvierte anschließend das Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Innsbruck. Als Gemeindesekretär war er bisher in Sexten, Olang und Pfalzen tätig. oz
Laras Siegerlächeln verteilte den letzten „Brixner“ nichts ahnend an die verschiedenen Adressaten, bevor sie auf dem Nachhauseweg darauf aufmerksam gemacht wurde, dass das von ihr eingesandte Foto im „Brixner“ abgedruckt ist und den ersten Preis gewonnen hat. Bei der Preisübergabe betonte Lara noch einmal, dass sie sich heute extra „tittie“ gemacht habe. Der „Brixner“ wünscht viel Spaß beim Fotografieren. oz
Foto: Oskar Zingerle
Die Gewinnerin unseres heurigen Kinder-Fotowettbewerbs heißt Christine Volgger und kommt aus Feldthurns. Den Löwenanteil zum Sieg steuerte aber Töchterchen Lara und ihr ansteckendes Lächeln bei. Deshalb erschienen auch beide zur Übergabe des ersten Preises, nämlich einer nagelneuen Digitalkamera bei Multimedia 66 (im Bild: Matteo Zanesco mit den strahlenden Siegern). Christine ist Postangestellte in Bozen und
Der Aufsteiger
Bei diesem Nudelgericht unserer neuen Redaktionsmitarbeiterin Albina Kritzinger tanzen auch große Kinder noch nach Mamas Pfeifen:
Pipe Hotel Mama Zutaten für 4 Personen: 1 große Zwiebel 2 Karotten etwas Öl zum Anrösten 1 Esslöffel Tomatenmark 500 Gramm frische Tomaten gewürfelt 100 Milliliter Rahm Salz, Pfeffer, Origano, Schnittlauch 500 Gramm Nudeln „Barilla Pipe“ Parmesan zum Drüberstreuen
Zubereitung
Foto: Oskar Zingerle
Vor wenigen Wochen wurde Andreas Huber vom Pacherhof in Neustift vom renommierten italienischen Weinführer „Gambero Rosso“ zum „Aufsteiger Italiens 2006“ auserkoren und sein Riesling 2004 mit den begehrten drei Gläsern ausgezeichnet. Der Titel des „Aufsteigers“ ist eine Würdigung der Leistungen von jungen Weinbauern, die es in wenigen Jahren schaffen, mit hervorragenden Weinen auf sich aufmerksam zu machen. Der 30jährige Weinbauer trägt seit drei Jahren die Verantwortung im heimatlichen Weinberg und Keller und freut sich über die Anerkennung, die seine Arbeit nun erfahren hat. Den nun ausgezeichneten Riesling hatte er erst 2004 zum ersten Mal abgefüllt, den Weinberg drei Jahre vorher erst angelegt. Daneben haben auch der Sylvaner und der Kerner eine sehr gute Beurteilung erhalten. Im November wird im Gambero Rosso ein ausführlicher Artikel über den Pacherhof und seinen Weinbauern erscheinen. Neben Andreas Huber dürfen sich auch Peter Pliger vom Kuenhof, Manfred Nössing vom Hoandlhof und die Stiftskellerei Neustift über die Auszeichnung „drei Gläser“ freuen; die Weingebiete rund um Brixen präsentieren sich damit sozusagen als das Mekka des Weißweines in Italien. amm
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Willkommen, Regens Willeit Das Vinzentinum wird ab dem heurigen Schuljahr von einem neuen Regens geleitet: Konrad Willeit wurde bei der Schuleröffnungsmesse mit Diözesanbischof Wilhelm Egger offiziell in sein Amt eingeführt. Zum ersten Mal in der Geschichte des Vinzentinums übt ein Laie diesen Dienst aus. Der Theologe Willeit, der selbst das Vinzentinum als Schüler besucht hatte, 15 Jahre in Absam (Nordtirol) und seit 1997 im Vinzentinum als Erzieher tätig war, bezeichne-
te in seiner Ansprache das Vinzentinum als eine „geistige Planta, wo religiöse Erziehung und die Findung der je eigenen Berufung wesentlich sind.“ Bischof Wilhelm Egger unterstrich in seiner Predigt, dass es in diesem Schuljahr um ein Anwachsen des Wissens, um ein Wachstum der emotionalen Intelligenz und um ein geistliches Wachstum gehe. Für Letzteres wird vor allem der neue Spiritual Josef Knapp Sorge tragen, der ganztägig im Haus sein wird. oz
Die Zwiebel in kleine Würfel schneiden, in etwas Olivenöl anrösten. Die Karotten schälen, grob raspeln, zur Zwiebel in den Topf geben und gut anrösten. Erst das Tomatenmark, dann die Tomaten hinzugeben, umrühren, würzen und zugedeckt für 20 Minuten kochen lassen. Die Nudeln kochen. Den Origano über die Soße streuen und zugedeckt ein paar Minuten ziehen lassen. Zuletzt Rahm und Schnittlauch einrühren. Am besten schmeckt die Pasta, wenn Nudeln und Soße im Topf vermischt werden. Mahlzeit!
Haben auch Sie ein besonderes Rezept, das Sie unseren Lesern nicht vorenthalten möchten? Bringen Sie Ihr Rezept und Ihr Foto einfach vorbei (Redaktion „Brixner, Brennerstraße 28, Brixen, Tel. 0472 060200) oder schicken Sie uns ein e-mail: brixner@brixmedia.it. 11
Portrait
Der Newcomer Peter Brunner hat bei den vergangenen Gemeinderatswahlen auf der SVP-Liste ein Traumergebnis erzielt: Er hat am meisten Stimmen auf sich vereinen können. Der Sprung in den Stadtrat war für den Albeinser nur noch eine Formsache.
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„Zu einem eigenen Büro hat es noch nicht gereicht“, erklärt Stadtrat Peter Brunner fast entschuldigend, als wir uns zum Gespräch in das Büro seiner Kolleginnen Magdalena Amhof und Paula Bacher zurückziehen. Flott und mit gewinnender Offenheit erzählt der junge Gemeindepolitiker von seinem beruflichen Werdegang. Seit
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����������������� Stadelgasse 4d I-39042 Brixen Tel: 0472 / 834 529
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In Albeins aufgewachsen, fühlte sich Peter Brunner der Stadt Brixen immer sehr verbunden ner Frau „gründlich abgesprochen hat“. Er habe mittlerweile gelernt, Aufgaben zu delegieren und seinem Team in der Brixner Ratsstube zu vertrauen. Außerdem sei die Atmosphäre im Stadtrat von einem angenehmen gegenseitigen Respekt geprägt.
Foto: Oskar Zingerle
seiner Ernennung zum Stadtrat für Handel, Fremdenverkehr, Handwerk, Industrie, Stadtmarketing, Innovation, Taxi- und Mietwagendienst, Lizenzwesen, Gesundheit und öffentliche Hygiene sowie öffentliche Veranstaltungen müsse er „noch mehr auf das Zeitmanagement achten“. Viel Zeit fürs Private bleibt ihm da nicht mehr. „Wenn ich einmal in der Woche abends zu Hause bin, dann ist das schon viel“, sagt der aufstrebende Jurist, der seine Entscheidung, in die Politik einzusteigen, mit sei-
Ein „eigenartiger“ Tag Jenen Tag, als feststand, dass er in den Gemeinderat gewählt worden war, bezeichnet er als „eigenartig“. Er habe nicht damit gerechnet und habe sich deshalb einfach „wahnsinnig“
gefreut, „mit einem lachenden und einem weinenden Auge, weil wir ja in die Stichwahl gehen mussten“. Dass er jetzt als Stadtrat tätig sein darf, bezeichnet er als „Qualitätssprung“ in seinem Leben, „denn ich kann nun in meiner Stadt und für meine Stadt arbeiten“. In Albeins aufgewachsen, fühlte sich Peter Brunner der Stadt Brixen immer sehr verbunden, „wahrscheinlich auch, weil meine Mutter aus Zinggen stammt.“
Joggen und Musizieren Einen Ausgleich zu seinem beachtlichen Arbeitspensum findet er im Sport. Zweimal in der Woche joggt er um sechs Uhr morgens von Albeins nach Brixen und wieder zurück, „im
In der Musikkapelle Albeins findet Peter Brunner den Ausgleich zum beachtlichen Arbeitspensum, das er zwischen Beruf und Stadtrat zu bewältigen hat Spätherbst zur Not auch mit einer Stirnlampe“. Das Laufen ist für ihn „einfach ein befreiendes Element.“ Im Winter zieht es ihn dann zum Carving-Schifahren auf die Plose. „Fürs Gemüt“ ist Peter Brunner seit über 15 Jahren Mitglied der Musikkapelle Albeins. Außerdem spielt der begeisterte
Tenorhornbläser auch bei der Albeinser Böhmischen – „ein toller Ausgleich und die beste Gelegenheit, ganz zwanglos Freunde und Kollegen zu treffen.“ Marlene Kranebitter
steckbrief Peter Brunner wurde am 9. Juni 1971 in Brixen geboren. Seine Schwester Julia ist zwölf Jahre jünger. Er wuchs in Albeins auf, wo er auch zur Grundschule ging. Seine Mutter war damals auch seine Lehrerin. Die Mittelschule besuchte Peter Brunner in Brixen, anschließend absolvierte er die Handelsoberschule, Fachrichtung Programmierer, in Bozen. Nach der Maturaprüfuwng im Jahre 1990 studierte er Rechtswissenschaften an der Universität Innsbruck. Nach dem Abschluss des Studiums im Jahre 1996 folgte ein dreijähriges Praktikum in einer Bozner Anwaltskanzlei. Den Militärdienst leistete Peter Brunner bei der Staatspolizei, und eine Zeit lang strebte er sogar eine Polizeikarriere an. Er ließ sich nebenbei zum Gemeindesekretär ausbilden und
machte sein Praktikum unter Generalsekretär Adolf Schwienbacher in Brixen. Dann verschlug es Peter Brunner jedoch in die Privatwirtschaft: Seit fünf Jahren ist er als Rechtsberater einer Baufirma in Bruneck tätig. Er ist seit drei Jahren Ortsobmann der Albeinser SVP und sitzt im Vermögensverwaltungsrat der Pfarrei Albeins. Bis zu seiner Wahl in den Gemeinderat gehörte Peter Brunner auch dem Verwaltungsrat der Stadtwerke an. Seit dem 25. September 2004 ist er mit Doris Michaeler, der fünften Apfelkönigin aus Natz-Schabs, verheiratet. Im Dezember erwartet das junge Paar sein erstes Kind. mk
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In seinem Elternhaus war der Einsatz zum Wohle der Allgemeinheit seit jeher selbstverständlich, sei es im Politischen wie im Kulturellen. „Meine neue Aufgabe ist so interessant wie ich sie mir vorgestellt hatte“, begeistert sich Brunner in der ihm eigenen dynamischen Art. „Ich liebe den Kontakt zu verschiedenen Leuten und möchte informieren und helfen, wo es irgendwie geht.“ Er habe sich erst in viele Akten einlesen müssen und werde in den nächsten Jahren vor allem auch großen Wert auf den Kontakt zu den Wirtschaftsverbänden legen. Mit einer gewissen Genugtuung verweist er auf die Wirtschaftsservicestelle, die 2006 ihren Dienst aufnehmen wird und dem Lizenzamt angegliedert ist. „Die Servicestelle wird Infopakete bereithalten, ihre Betreuung gehört zu meinem Aufgabengebiet“. Visionen habe er viele für seine Stadt, aber es sei wohl noch etwas zu früh, sie auszusprechen. Die Marke „Brixen“ als besonderes Siegel liege ihm jedoch sehr am Herzen, und „es sollte auch etwas mehr privatwirtschaftliches Denken in die öffentliche Verwaltung kommen“. Peter Brunner ist täglich im Rathaus anzutreffen, „und manchmal sogar am Wochenende“. An Werktagen nutzt er die Mittagszeit, um zwischen seinem Arbeitsplatz in Bruneck und dem Brixner Rathaus hinund herzupendeln.
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Zum Wohle aller
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Umfrage
Citybus mit Kinderkrankheiten? Seit drei Wochen zirkulieren kanariengelbe Citybusse auf den Straßen von Brixen und Umgebung. Ein „gesundes“ Projekt, finden die Befragten, doch einige Kinderkrankheiten gehören noch auskuriert.
„Sto usando il citybus quasi tutti i giorni”, erzählt uns Vincenzo Palazzo, den wir gerade beim Einsteigen erwischen. „Qualche volta é un pò in ritardo, e a volte i bus si accavallano. Se continuano, per me va molto bene, il citybus è molto comodo.”
Anita Lamber sitzt hinter dem Steuer eines Citybusses und bekommt „von den Fahrgästen vorwiegend positive Rückmeldungen. In den Bus steigen die unterschiedlichsten Leute, von Kindern bis hin zur 80-jährigen Oma. An sich läuft alles sehr gut, verkehrsbedingt haben wir aber noch ein paar Probleme mit der Einhaltung der Ankunfts- und Abfahrtszeiten. Auf der Linie von Vahrn nach Brixen würde ich mir wünschen, dass mehr Zeit für die Fahrt einkalkuliert wird.“
„Die Leute in Stufels reklamieren, weil dort der Bus nicht hält“, weiß Veronika Raffeiner zu berichten. „Derzeit zahlen wir Senioren aber 65 Cent statt 22 Cent, wie früher mit der Seniorenkarte. Jetzt müssen wir erst auf den neuen Ausweis warten, dann kostet es anscheinend nur noch 18 Cent. Für mich fahren die Busse zu oft, die fahren ja halb leer.“
„Ich fahre mit dem Citybus jede Woche zur Schule und in die Stadt“, erzählt uns Miriam Noflatscher. „Vorher bin ich mit dem normalen Bus gefahren – weil der aber länger brauchte, nahm ich auch manchmal das Auto. Meiner Meinung nach funktioniert das Citybus-Projekt ziemlich gut, im Bus sind immer viele Leute.“
Reinhold Knollseisen fährt häufig mit dem Citybus von Milland in die Stadt. „Ich finde es unbedingt notwendig, dass das Citybus-Projekt weitergeführt wird – man muss eben ein bisschen Geduld haben und die Leute immer wieder darauf aufmerksam machen“, erklärt er. „Die Gratisparkplätze in der Innenstadt gehören allerdings weg! Wenn es finanziell möglich ist – und da soll die Landesregierung entsprechend einschreiten, wenn man für die Umwelt etwas tun will – muss man die Linien ausbauen und die ganze Umgebung mit einbeziehen, angefangen bei Kranebitt und den Osten der Stadt.“
Die Neustifterin Walburger Puntajer bemängelt, „dass nach Neustift nicht so viele Leute mit dem Citybus fahren. Ich hoffe aber schon, dass der Citybus trotzdem bleibt. Manchmal sagen die Leute halt nur, dass sie den Bus nutzen, und fahren dann doch mit dem Privatauto.“ 14
Fotos: Oskar Zingerle
Claudia Wierer nützt den Citybus auch für die Fahrt zur Schule und findet, „dass der Bus schon so passt, wie er ist. Durch die engen Gassen wie zum Beispiel die Stadelgasse bräuchte er allerdings nicht zu fahren. Ich finde es eine gute Sache, wenn die Leute auf den Bus umsteigen.“
Daniel Mellauner fährt jeden Tag mit dem Citybus in die Schule: „Passt alles. Es wäre nicht fein, wenn es den Bus nicht mehr gäbe, da müsste ich wieder mit dem Schülertransport fahren!“
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Foto: Willy Vontavon
Willy Vontavon
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+++ Der Verein „heimat Brixen“ bedankt sich in einer Aussendung bei der Bevölkerung für die rege Teilnahme an der Unterschriftenaktion zur Rettung des Bühlerhofes sowie beim Bürgermeister und Gemeindeausschuss für deren schnelles Eingreifen. +++ Der neu gewählte Seniorenbeirat der Gemeinde Brixen zog Bilanz über die Initiativen des vergangenen Jahres und diskutierte über aktuelle Themen. Mit diesem Gremium möchte die Gemeinde die Anliegen der Senioren stärker berücksichtigen. +++ Die Südtiroler Krebshilfe Bezirk Eisacktal startet mit einer geleiteten Selbsthilfegruppe für Tumorpatienten. Der erste Termin ist am Dienstag, 25. Oktober, um 18.30 Uhr am Sitz der Krebshilfe in der Runggadgasse 21. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Citybus gestartet Unter strömendem Regen haben kürzlich Mobilitäts-Landesrat Thomas Widmann, Brixens Bürgermeister Albert Pürgstaller, sein Vahrner Kollege Josef Sigmund und Arthur Scheidle von der Bezirksgemeinschaft Eisacktal mit einer feierlichen Banddurchschneidung am Hartmannsplatz das Projekt „Citybus Brixen“ gestartet. Drei Linien und ein dichtes Netz an Haltestellen stehen seitdem der Bevölkerung zur Verfügung; innovative Haltestellensignale, die die Wartezeit bis zum nächsten Bus anzeigen, werden in den nächsten Wochen montiert. Bereits in der ersten Woche sind einige Probleme zutage getreten, die nun ausgemerzt werden sollen. So scheint es bis zur Fertigstellung der Vorzugsspur schwierig, in den Spitzenzeiten den Fahrplan einzuhalten. Die Jungfernfahrt mit den Pressevertretern verlief indes problemlos: Die Stadtpolizei hatte vorsichtshalber die neuralgischen Kreuzungen für den Citybus frei gemacht. wv
Nicht nur Brot & Wasser Zwar goss es in Strömen, und die Winterjacke musste aus dem Schrank gezogen werden, doch der dritte Südtiroler Brotund Strudelmarkt bot mehr als Wasser und Brot. Zahlreiche Besucher tummelten sich Anfang Oktober auf dem Brixner Domplatz, wo die einheimischen Bäckereien und Konditoreien ihr Können zeigten. Ofenfrische Pusterer Breatln, Vinschger Paarln, Schüttelbrott, Zelten und verschiedene Strudelsorten lockten zum sofortigen Verkosten, auf zahlreichen Ständen stillten kulinarische Köstlichkeiten wie Bauernkrapfen mit Kastanien oder süße Knödel den Hunger, und die „Brixner Protpanck“ entführte die Besucher in das Mittelalter. Informationen über das soeben Verzehrte konnte man sich im Anschluss bei einem der Vorträge oder Backvorführungen einholen. Der historische Parcours „Vom Korn zum Brot“ ließ die alten Traditionen noch-
Foto: b.you
Der Stadtrat der Gemeinde Brixen zog die Notbremse für den Bühlerhof in Sarns: Das vom Abriss bedrohte Gebäude wurde nachträglich in die Ensembleschutz-Liste aufgenommen. Ob das Gebäude gerettet werden kann, steht indes noch nicht fest.
mals aufleben, und die jungen Besucher legten in der Kinderbackstube selbst Hand an den Teig. Trotz des Feierns wurde auch das Danken nicht vergessen: Bischof Gebhard Fürst aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart feierte mit der Bäckerinnung einen Festgottesdienst, bei dem
das Brot als Symbol des Lebens gesegnet wurde. Bei der Eröffnung herrschte indes noch schönes Wetter, wie das Bild beweist: Bürgermeister Albert Pürgstaller schüttelt gemeinsam mit Kollegen aus der Gemeindestube und der Bäckerinnung Brot. db 17
Foto: Oskar Zingerle
Übernachtungsstätte für Männer
Vor einigen Tagen wurde im ehemaligen Sitz des Weißen Kreuzes in der Romstraße in Brixen eine Übernachtungsstätte für Männer eröffnet. Diese wird über die Wintermonate für jeweils acht Männer von 18.30 Uhr bis 8.30 Uhr früh geöffnet sein. In nur drei Wochen haben die Sozialdienste der Bezirksgemeinschaft Eisacktal die von der Gemeinde Brixen kurzfristig und vorläufig für ein Jahr vermieteten Räumlichkeiten saniert und
wintertauglich gemacht. Das Angebot in der Übernachtungsstätte richtet sich in erster Linie an Männer aus dem Einzugsgebiet der Bezirksgemeinschaft Eisacktal; bei Möglichkeit werden aber auch Personen aus anderen Gemeinden und Regionen Italiens, aus anderen EU-Ländern und auch aus Nicht-EU-Ländern aufgenommen. Obdachlose Männer, die an Projekten einer Wiedererlangung der Selbständigkeit teilnehmen wollen, haben die Möglichkeit, in die anderen Strukturen der Sozialdienste zu wechseln. Die Führung übernehmen die Sozialdienste der Bezirksgemeinschaft Eisacktal; der Zugang zur Einrichtung erfolgt direkt und entsprechend dem gültigen Aufnahmeverfahren. Über Telefon 349 4406160 ist zu den genannten Öffnungszeiten auch der Dienst habende Mitarbeiter erreichbar. Die Übernachtungsstätte verfügt neben den Schlafplätzen auch über alle erforderlichen sanitären Anlagen, die für die Führung einer solchen Einrichtung notwendig sind. wv
Krieg – ein Spiel für Kinder? Unter dem Motto „Krieg – ein Spiel für Kinder?“ plant die Organisation für eine Welt (OEW) im kommenden Arbeitsjahr ein umfassendes Bildungsund Spendenprojekt zum Thema Kindersoldaten. Zielgruppe sind sowohl Erwachsene als auch Kinder, vor allem Mittelschüler und die Unterstufen der Oberschulen. Ab Jänner werden die Projektleiter der OEW südtirolweit Vorträge, Fotoausstellungen und Schulbesuche anbieten. Zudem werden alle Mittelschulen eingeladen, aus verschiedenen Kriegsspielzeugen ein Friedensdenkmal zu basteln. Eine Jury wird das beste Friedensdenkmal prämieren und die Landesregierung dazu einladen, dieses Denkmal im Landhaus aufzustellen. Mit dieser Aktion möchte die OEW auch auf
politischer Ebene ihre Stimme gegen den weltweiten Einsatz von Kindersoldaten erheben. In Verbindung mit diesen Initiativen steht ein Spendenprojekt, das ehemaligen Kindersoldaten Schulbesuch, Berufsbildung und somit eine lebenswerte Zukunft ermöglichen soll. Das Ziel dieses Vorhabens liegt jedoch nicht ausschließlich darin, die Probleme der Entwicklungsländer aufzuzeigen, sondern auch, auf die alltägliche Gewalt hier bei uns aufmerksam zu machen. So werden die Schüler angeregt, so genannte Friedensclubs an ihren Schulen zu gründen, um Formen der Gewalt zu erkennen und zu vermeiden. ae
Brixener Herbstzauber
Brixen, Samstag, 24. Oktober 1908
Schon Steub und No� haben ihrem Entzücken über die alle Jahre wiederkehrenden wundervollen Herbsttage des Eisacktales mit beredten Worten Ausdruck verliehen. Wenn auch die Morgen und Abende etwas frisch sind, so erfreuen einen die wärmenden Sonnenstrahlen des Vor- und Nachmittags umsomehr. Was einen aber völlig bezaubert, ist die Farbenpracht der Herbstlandschaft Brixens und seiner Umgebung, ob wir nun an der sanften Lehne des unschätzbaren Kranebittberges zum Elvaser und Natzer Plateau hinaufsteigen oder die lieblichen Höhen von Pinzagen, Tils und Tötschling betreten, um den großartigen Anblick der im Feuerscheine des Abendrotes scheinbar so nahe durch das Aferertal herübergrüßenden Dolomitenzacken der wildzerrissenen Geislergruppe zu genießen. Kurz: Der Herbst in Brixen gehört zu den besonderen Kostbarkeiten des Landes Tirol, die weder das Flachland noch der italienische Süden zu bieten vermag. 18
Roheit Brixen, Donnerstag, 1. Oktober 1908
Am Montag nach dem Mittagessen schlichen sich zwei Buben einer in Brixen wohnenden Arbeiterfamilie in den Seidnerschen Obstanger, um sich einige Stück Fallobst aufzulesen. Das bemerkte der reiche Brauereibesitzer Seidner. Dem
einen der beiden Knaben gelang es zu entkommen, den anderen holte aber Herr Seidner bei der Mauer am unteren Rande des Anwesens ein, packte ihn bei den Füßen und Ohren und schleifte ihn unter Stößen und Schlägen gegen die Brauerei. Um das Schreien des Buben zu verhindern, schlug er ihn derart auf den Mund, dass überall das Blut herabrann. Nicht weit von
Seit wenigen Wochen kann die Stadtbibliothek Brixen mit verlängerten Öffnungszeiten aufwarten. Auf Initiative von Bürgermeister Albert Pürgstaller hin hat sie ihren Stundenplan benutzerfreundlicher und übersichtlicher gestaltet: Die Bücher, Zeitschriften, Filme und Tonträger sind nun von Montag bis Samstag jeweils durchgehend von 9 bis 19 Uhr zugänglich. Die mit gegenwärtig 400 bis 500 täglichen Besuchern beliebteste kulturelle Einrichtung in Brixen kann somit von Berufstätigen und Schülern verstärkt in Anspruch genommen werden. Laut Bruno Kaser, dem Leiter der Bücherei, konnte die Ausdehnung der Öffnungszeiten ohne Einstellung zusätzlichen Personals umgesetzt werden. Die Mehrstunden werden durch die Einführung flexibler Arbeitszeiten von den derzeit neun Mitarbeitern erbracht. Die Bibliothek ist im Übrigen auch virtuell zugänglich – dort ohne zeitliche Einschränkung.
der Brauerei begann nun Herr Seidner den kleinen Missetäter ganz wütend am ganzen Körper, auch in der Nierengegend, mit Boxen und Fauststößen zu traktieren, dass der Kleine sich nachher kaum rühren und nur mehr schwer sprechen und gehen konnte. Hätten nicht Arbeiter von H. Stanek sich des Kleinen erbarmt, hätte es ihm vielleicht noch sehr schlimm gehen können. Eine derartige Misshandlung wegen ein paar halbfauler Birnen und Äpfel verdient entschieden allgemeinen Abscheu und öffentliche Brandmarkung. Herr Seidner soll auch mit Vorliebe armen Leuten, die er in seinem Walde beim Tschurtschensammeln trifft, den Korb mit den Füßen zertreten und dann ins Gesicht werfen. Gegen den brutalen Brauereibesitzer wurde bereits gestern die gerichtliche Anzeige gemacht. Vielleicht dürfte nunmehr Herr Seidner seine höchsteigene Justiz teuerer bezahlen, als sein ganzes Fallobst wert ist.
Die schlicht und übersichtlich gestaltete Homepage (www. brixen.it/biblio) bietet die Möglichkeit, sich von zuhause aus einen Überblick über die neuesten Bestseller zu verschaffen und lädt zum Stöbern im Online-Katalog ein. Über Fernleihe können Bücher aus der Südtiroler Landesbibliothek Friedrich Tessmann sowie aus Beständen von Bibliotheken im gesamten deutschsprachigen Raum bestellt werden. Als hilfreich bei der Recherche erweist sich zudem die Linkliste, die auf die Seiten weiterer Bibliothekskataloge, Buchhandlungen und Suchmaschinen führt. Unter dem Link zum Medienangebot sind neben anderen die in der Stadtbibliothek aufliegenden Zeitungen und Zeitschriften verzeichnet, großteils mit den jeweiligen Homepages verknüpft. Die drängende Standortfrage ist indes immer noch nicht geklärt. kra
Freiwillige Feuerwehr Brixen Brixen, Dienstag, 1. Oktober 1908
Am 22. Oktober abends halb 8 Uhr fand die Schlussübung statt. Herr Oberkommandant wählte sich für diese Übung eine sehr schwierige Stelle aus. Nämlich Großfeuer in seiner eigenen Kunstmühle, deren Terrain sehr eng ist und wo die nachbarlichen Häuser meistens noch mit Schindeln gedeckt sind. Mit dieser Übung wurde der Zweck verbunden, die Spritzen auf ihre Brauchbarkeit zu prüfen. Die ganze Übung muss als gelungen und in allen Teilen als exakt durchgeführt bezeichnet werden. Zu dieser Schlussübung waren auch Herr Vizebürgermeister Stremitzer sowie das Löschdirektionsmitglied Herr Magistratsrat Roman Schweighofer, die ganze Kommandantschaft und 170 Mann erschienen. Um halb 9 Uhr war die Übung vorüber; es wurden
Acquarena legt sich ins Zeug Mitte November feiert die Acquarena ihren dritten Geburtstag und zieht dabei Bilanz. Während im Jahr 2004 mit 416.362 Gästen die Vorjahreswerte deutlich übertroffen werden konnten, machte heuer das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Zwar konnte bis Mitte Mai die Besucheranzahl um 13 Prozent gesteigert werden, doch dann „verhunzte“ der kühle und regnerische August die Ergebnisse: Der Vorsprung bei den Besucherzahlen ging stark zurück. Und eine neue Schlechtwetterfront naht: Im Dezember ergibt sich für die Acquarena eine völlig neue Ausgangssituation. Das Bäder- und Thermenangebot Südtirols wird mit der Therme Meran und dem Schwimmbad „Cron 4“ in Reischach um zwei attraktive Strukturen erweitert. Diese Marktsituation stellt die Acquarena vor neuen Herausforderungen, und sie möchte, wie eine Aussendung verrät, mit mehr Dienstleistungsqualität kontern. Geplant sind unter anderem eine Verstärkung des Teams in der Sauna, erweiterte Saunaöffnungszeiten am Samstag und an Feiertagen sowie eine Steigerung der Servicequalität im Bäder-, Kassa- und Saunabereich. Die Preise bleiben hingegen unverändert. db
noch einige fröhliche Stunden im Gasthof Strasser verlebt und ein dreifaches „Gut Heil!“ dem verehrten Kommandanten Mallepell ausgebracht.
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In eine Kalkgrube gefallen Brixen, Samstag, 31. Oktober 1908
Ein italienischer Maurer wollte sich gestern vor Beginn seines Tagwerkes in der Kachlerau noch ein paar uccelletti zu seiner Mittagspolenta holen, fiel aber bei seiner Jagd auf den Leckerbissen, da es noch ziemlich dunkel war, nächst der Artilleriehufschmiede in eine Grube mit frischem Kalk, der ihm nicht nur die Kleider, sondern auch das Gesicht und die Augen verbrannte. Ein Passant erlöste ihn aus der fatalen Situation und führte ihn gegen halb 6 Uhr ins Spital.
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Neue Öffnungszeiten für die Stadtbibliothek
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Schöne Aussichten für den Domplatz Foto: Andreas Hempel
Bisher war es nur eine halbe Sache mit Brixens „Guter Stube“. Der bevorstehende Umzug der Finanzpolizei eröffnet neue Chancen: Kann der Domplatz jetzt ein wirklich festlicher Platzraum werden?
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Keine andere unter den Südtiroler Städten weist einen so bedeutenden Platzraum aus wie die Domstadt Brixen. Selbst der Bozner Waltherplatz wird nicht vom etwas abseitigen Dom bestimmt, der dem Platz auch noch den Rücken zuwendet. Die teilweise zu niedrigen Fassaden haben dort nicht die Kraft, der zu weiten Fläche des Platzes die umschließende Qualität eines dreidimensionalen Raumes zu geben. Ganz anders in Brixen. Gleich zwei Kirchen bestimmen den Platz: die Pfarrkirche St. Michael und der Dom, der dem Platz majestätische Symmetrie verleiht. Die Fassaden haben die richtige Höhe und die entsprechende gestalterische Bedeutung, um dem Brixner Domplatz eine starke, geschlossene Raumwirkung zu geben und die Kraft zum räumlichen Zusammenhalt zu bieten. Er fällt architektonisch und räumlich nicht auseinander, ganz im Gegenteil: Er zeigt das großartig differenzierte Gefüge eines gewaltigen
Innenraumes, der vom Himmel strahlend überdeckt wird.
Zweigeteilter Platz Dennoch: Schon immer hat sich auch in diesem eigentlich so einheitlichen und abgeschlossenen Stadtraum die historische Zweiteilung Brixens in eine Bürgerstadt und einen kirchlichen Bereich abgezeichnet – im Südosten der ruhige Dombezirk, im Nordwesten die lebhafte Stadt. Das Viereck des
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Platzes zerfällt in zwei Dreiecke, weniger in der Gestalt als in der Nutzung. Rathaus und Bibliothek mit ihren Besuchern, Geschäfte und Cafés bestimmen den nördlichen Teil, während die Südostecke mit der völlig deplatzierten Finanzpolizei ein verschattetes und von Autos verstelltes Abseits bildet. Diese Ödnis wird in der warmen Jahreszeit auch noch von einem gestalterisch nicht gerade inspirierenden Konzertpodiumsungetüm diagonal verstellt.
Gestalterisches Kleinchaos Und wenn schon von der „Möblierung“ des Platzes die Rede ist, dann zuerst die gute Nachricht: Die temporären Elemente, die Zelte und Buden für Christkindlmarkt, Brotfestival, Altstadtfest und andere Veranstaltungen sind jeweils einheitlich gestaltet, und das gar nicht mal so schlecht. Immerhin lenkt ihre
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Ein gestalterisch nicht inspirierendes Konzertpodiumsungetüm möbliert im Sommer den Domplatz
Aufstellung von dem ansonsten das neue geräumige Haus. Jetzt gutes Restaurant zum Domplatz. eher mäßigen „arredo urbano“ ist die Chance für den Dom- Aber keine Autos, auch nicht in des Domplatzes ab – das ist die platz gekommen, rundherum die Hof- und Brunogasse! schlechte Nachricht. Immerhin angemessen genutzt zu werden. wurde die Platzoberfläche ruhig Genutzt werden heißt aber bei Gesamtkonzept notwendig und ausschließlich im traditionel- Brixens schönstem Platz: Mit len Porphyr gepflastert. Auch die Leben erfüllt werden, und nicht Welche neue Nutzung wird großen Leuchtmasten passen sich nur mit kommerziellem Leben! sich im ehemaligen Sitz der gut in das hervorragende Licht- An den Domplatz gehört neben Finanzpolizei ergeben? Die Stadt system der Altstadt ein. Rathaus, Stadtarchiv und De- Brixen würde gerne das Haus für Aber schon die Bäume auf kanat auch weiterhin die Stadt- eine öffentliche Nutzung überdem Platz waren ein eklatanter bibliothek. Deren funktionale nehmen. Bürgermeister Albert Missgriff – was haben diese schüt- Überlegungen sollten unter dem Pürgstaller ist aber nicht zu beteren japanischen Kirschbäume Aspekt der zentralen Bürgernähe, neiden. Ihm steht die Suche im hier zu suchen? Sie passen weder die hier sicher besser gegeben ist Labyrinth der römischen Verwalvon der Art, der Größe und der als im Norden bei der Acquare- tung des staatlichen Immobilien23-03-2005 Pagina besitzes 1 Dichte zum Domplatz. SchattenBrixen_142x190 na, nochmals bedacht10:23 werden. bevor. Bis in den Fluren spenden sie kaum. Hier müss- Natürlich gehören auch Läden, dieser kafkaesken Behörde C M Y die CM ten Winterlinden oder Platanen Cafés und vielleicht wieder ein richtige Tür zum richtigen Zustehen, die volles Volumen entwickeln, schön beschnitten werden und nicht so verloren auf der Platzfläche herumstehen.
Brunnen und Riesenpflanzkübel Dazu die Brunnen und der Riesenpflanzkübel. Wie schön hätte die grandiose Symmetrie des Platzes durch zwei große flache Wasserbecken mit hohen Fontänen gesteigert werden können! Stattdessen wird der nördliche „Brunnen“ mit jahreszeitlich wechselnder spießiger Vorgartenbepflanzung beblümelt, während der andere, südliche Brunnen wie ein Kochtopf mit einem Bronzedeckel geschlossen wurde. Kleinere Möblierungsteile wie Telefonzelle, Bekanntmachungstafel, Abfallkübel aus Waschbeton, Blumenkästen zur Abgrenzung der Cafés und vor allem deren unterschiedliche Tische und Stühle vermitteln ein gestalterisches Kleinchaos, das den zahlreichen Besuchern keinen überwältigenden Eindruck vermittelt.
ständigen gefunden sein wird, kann noch Zeit vergehen. Eine Menge Zeit, die dann auch noch einmal für die sicherlich nicht einfache Einigung über Verkauf, Tausch oder Pacht des Gebäudes benötigt wird. Vielleicht kann man aber in der Zwischenzeit einmal ein Gesamtkonzept für die weitere möglichst festliche Nutzung und Gestaltung des Domplatzes für die Brixner Bürger und ihre Besucher erarbeiten – die grandiose städtebauliche, architektonische und räumliche Situation ist jede Anstrengung wert. MY
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Parkplatz am Dom Kein Wunder, dass sich bei dieser mangelnden Beachtung einer sorgfältigen Gestaltung der Domplatz an seinem unteren Ende langsam aber sicher wieder in einen Parkplatz irgend welcher Privilegierter oder rücksichtsloser Schlaumeier verwandelt hat. Die Milleniumssäule könnte leicht durch einen Parkautomaten ersetzt werden – ständig von Autos und Lieferwagen umstellt, nimmt sie eh niemand mehr wahr.
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Großer Raum für kleine Kinder
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Die Initiative zur Errichtung eines Kinderhorts im Krankenhaus von Brixen stammt vom Komitee für Chancengleichheit im Sanitätsbetrieb und deren Präsidentin Emanuela Pattis. Bereits im Juni wurde die Betreuungsstätte nach nur dreimonatiger Bauzeit eröffnet, um dem Wunsch einer Sommerbetreuung gerecht zu werden. Zurzeit gibt es 16 eingeschriebene Kinder, die im Kinderhort „Lilliput“ betreut werden, während ihre Mütter im Sanitätsbetrieb ihrem Beruf nachgehen. „Man kann nur hoffen, dass ihre neue Struktur Öffentlichkeitscharakter bekommt und einer möglichst breiten Schicht von Unternehmern als Vorbild dient“, meinte Universitätsprofessor Wassilios Fthenakis im Anschluss an seinen Vortrag, wie Mütter und Väter Beruf und Familie jetzt und in Zukunft vereinen.
Die öffentliche Hand ist mitverantwortlich Der Direktor des Staatsinstituts für Frühpädagogik in München und Professor der Bildungswissenschaftlichen Universitätsfakultät Brixen zeigte anhand einiger statistischer Daten, wie wichtig das Mitwirken der öffentlichen Hand am Funktionieren des Systems „Familie“ ist. Der Staat habe versäumt, rechtzeitig einer bedenklichen Entwicklung entgegenzuwirken. Am Beispiel der Verdienstentwicklung von Paaren nach dem ersten Kind erkannte man, dass Frauen nach der Geburt im Verhältnis zum Mann wesentlich weniger verdienen. Auch 22
Foto: Oskar Zingerle
Ende September wurde der neue Kinderhort des Sanitätsbetriebes Brixen eingeweiht und auf den Namen „Lilliput“ getauft. Aus diesem Anlass referierte der renommierte Universitätsprofessor Wassilios Fthenakis zum Thema „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“.
übernimmt der Mann nach der Geburt in den allermeisten Fällen die traditionelle Rolle des Familienernährers, während die Frau zum Großteil die Last der Kindererziehung und Hausarbeit auferlegt bekommt. „Die Schuld daran tragen nicht die Paare“, betonte Fthenakis, „denn im gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umfeld ist dies meist der einzig gangbare Weg, die Kosten und die Organisation einer Erziehung in den Griff zu bekommen.“
Aus Ehemodellen wird ein Partnermodell In der Vergangenheit gab es verschiedenste Formen von Ehemodellen. „Heute muss man eher von Partnermodellen sprechen, weil nur mehr wenige die Bindung einer Ehe eingehen“, erläuterte Fthenakis. Dieses Modell basiert auf dem Prinzip der Gleichberechtigung, was sich leicht anhand der Aufteilung an Entscheidungsprozessen festmachen lässt. So werden vor der Geburt des ersten Kindes die meisten Entscheidungen gemeinsam getroffen. Nach der Erstgeburt fällt das Prinzip der Gleichberechtigung jedoch zusammen; die Kommunikation zwischen den Partnern sinkt, die Konflikte häufen sich, weil die Frau in die Rolle der Hausfrau, der Mann in
Wassilios Fthenakis: „Unternehmen müssen sich ihrer Verantwortung den Mitarbeitern gegenüber bewusst werden“ jene des Verdienenden gedrängt wird. Die Paare haben plötzlich weniger Zeit für sich, weil jeder Zuständigkeiten bekommt, um ein Funktionieren des Systems „Familie“ aufrecht zu erhalten.
Mit „Lilliput“ auf dem richtigen Weg „Was ist zu tun?“, fragt man sich, und Professor Wassilios Fthenakis zeigte Lösungsansätze auf. Zunächst sei ein Eingreifen der Politik unbedingt erforderlich. Die Voraussetzungen müssen geschaffen werden, um das Prinzip der Gleichberech-
tigung bei Paaren auch nach der Geburt eines Kindes noch aufrecht erhalten zu können. Der Wiedereinstieg in das Berufsleben vor allem von Frauen muss gefördert werden. Kinderbetreuungsstätten, wie jene im Krankenhaus, müssen Schule machen und deren Anzahl weiter ausgebaut werden. Als besonders wichtigen Faktor stellte Fthenakis ein Umdenken der Wirtschaft heraus. Ein Unternehmen könne nicht auf die Basis von unzufriedenen und mit Familienproblemen belasteten Mitarbeitern aufgebaut werden. In einer Studie hat Fthenakis den wirtschaftlichen Schaden errechnet, der der Wirtschaft allein durch ein nicht funktionierendes System „Familie“ entsteht – er geht in die Abermillionen Euro. „Unternehmen müssen sich ihrer Verantwortung den Mitarbeitern gegenüber bewusst werden und sich Gedanken machen, wie sie ihre Beschäftigten auf eine Weise entlasten können, dass ein paralleles Funktionieren der Familie möglich ist“, sagt Fthenakis. Daraus folgen mehr Motivation und Einsatzfähigkeit im Beruf, was wiederum der Wirtschaft zugute kommt. Oskar Zingerle
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Studentische Konzepte für Brixen Studenten der Technischen Universität (TU) Wien üben ganzheitliches Planen am Beispiel Brixen. Eine Herausforderung für die Studierenden, aber auch für die Stadtregierung, die einige Anregungen und Erkenntnisse aus der nun vorliegenden Studie entnehmen kann. Aber sind die Vorschläge weitgehend und differenziert genug?
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Vier Konzepte für ein Leitbild Die Studenten begannen mit der Erklärung eines von ihnen entwickelten Leitbildes für Brixen, das die Stadt in erster Linie als Tourismusdestination darstellt. Es folgten Erläuterungen, die in die vier Kapitel Siedlungs-, Tourismus-, Verkehrs- und Freiraumkonzept aufgeteilt waren. Das Siedlungskonzept basiert auf einem steigenden Wohnbaulandbedarf, der aus der ständig wachsenden Bevölkerungszahl resultiert. Es schlägt eine innenräumliche Verdichtung auf Sanierungsflächen vor und weist erhebliche Neubauzonen entlang der östlichen Hangkante von Köstlan bis Milland vor. Das Tourismuskonzept kritisiert den
In dem von den Studenten entwickelten Leitbild wird Brixen vor allem als Tourismusdestination dargestellt
Foto: Oskar Zingerle
Vor genau einem Jahr begann das „Institut für Städtebau, Landschaftsarchitektur und Entwerfen“ unter der Leitung von Peter Risto zusammen mit dem „Institut für örtliche Raumplanung“, geführt von Helene Linzer, mit insgesamt neun Studenten der Abschlusssemester eine Lehrveranstaltung, die sich die Erarbeitung eines Stadtentwicklungskonzeptes für Brixen zur Aufgabe machte. Noch von Altbürgermeister Klaus Seebacher unterstützt, besuchten die Studenten Brixen, machten Bestandsaufnahmen und ließen sich von Stadtverwaltung und Gemeinderäten über die Probleme Brixens informieren. Jetzt stellten sie in der Cusanus Akademie ihre Arbeitsergebnisse vor. Die Präsentation fand vor zahlreichen interessierten Brixner Bürgern statt, an ihrer Spitze Bürgermeister Albert Pürgstaller, sein Vize Dario Stablum und einige Gemeinderäte.
vierfachen, nicht koordinierten Internetauftritt Brixens, der für interessierte Besucher mehr als verwirrend ist, befürwortet den Bau eines Tourismuszentrums an der Nordeinfahrt zur Altstadt ebenso wie ein Besucherzentrum im Gewerbegebiet und schlägt ein Wanderwegekonzept mit Naturlehrpfad am Eisack vor. Das Verkehrskonzept befasst sich ausschließlich mit dem Straßenverkehr, der Ortsumfahrung mit angeschlossenen Parkplätzen für die Altstadt, die noch umfassender vom Fahrverkehr befreit werden sollte, und weist ein in sich geschlossenes sicheres Radwegenetz aus. Das Freiraumkonzept plädiert für innerstädtische Grünraumverbindungen, die auf den Fluss orientiert sind, fordert weitere Grünanlagen in der Stadt – insbesondere unter Einbeziehung der Obstanlagen der Hofburg – und setzt sich für eine Durchgrünung der als besonders wenig attraktiv empfundenen Gewerbegebiete ein.
Zahlreiche Einwände und Kritik In der anschließenden lange und lebhaft geführten Diskussionsrunde gab es die Frage, ob
die Studenten nicht etwas aggressiver, frecher und innovativer, vielleicht sogar visionärer, die Probleme Brixens hätten angehen sollen. Viele der Feststellungen sind bekannte Aufgaben, für die teilweise in den Schubladen der Verwaltung Pläne vorliegen, wie beispielsweise das Radwegekonzept. Einigen erschien das Eingehen auf drängende Probleme zu wenig differenziert und mit zu wenig Tiefenwirkung, insbesondere das Leitbild der Stadt betreffend. Tourismusdestination allein zu sein sei bei dem riesigen globalen Angebot nicht mehr ausreichend. Es sollte vielmehr untersucht werden, welche Art des qualifizierten Städtetourismus – wie zum Beispiel der Kultur, der Kongresse und der speziellen Veranstaltungen – Brixen eine gefragte Sonderstellung verschaffen würde, unter Umständen vernetzt mit den anderen Städten und Gemeinden des Eisacktales. In der Diskussion um das Leitbild sei auch zu klären, ob das unkritisch hingenommene weitere Wachstum Brixens nicht doch in Frage gestellt werden müsse, um den natürlichen und infrastrukturellen Raum der Stadt nicht zu sprengen. Angezweifelt
wurde auch, ob eine undifferenzierte Durchgrünung Brixens die richtige Antwort auf die komplexen Fragen der Urbanität, der Gestaltung und des Verkehrs sei; der Wert der Stadträume in der Altstadt würde etwa nicht durch fehlendes Grün gemindert, sondern unter anderem durch den immer noch vorhandenen Fahrverkehr. Um die Identität der Altstadt und deren Baukultur in neue Baugebiete in unserer Zeit fortzuführen, bedürfe es vielmehr – statt nur Grün – vorausschauender konsequenter städtebaulicher Planung und hoch qualifizierter Architektur. Beim Verkehrskonzept wurde ein Eingehen auf den Schienenverkehr als Entlastung der Straße und Aussagen zur Situation des Bahnhofes vermisst und der empfohlene Naturlehrpfad als ein gestriges Auslaufmodell empfunden.
Basis für weitere Diskussionen Trotz dieser Einwände, die Bürgermeister Pürgstaller in seinem Schlusswort nochmals zusammenfasste, betonte er – wie viele der übrigen Redner auch – den Wert des Stadtentwicklungs- und Freiraumkonzeptes der Studenten für die weiterführende Diskussion des Brixner Leitbildes und der künftigen politischen Entscheidungen im Stadtrat. Zum besseren Verständnis dieser Thematik hat der Abend der Bürgerinformation sicherlich beigetragen, und man kann sich nur wünschen, dass an weiteren Veranstaltungen dieser Art ähnlich zahlreich und interessiert teilgenommen wird – hier werden mit den Bürgern zusammen die Grundlagen für Stadtpolitik geschaffen. Andreas Gottlieb Hempel
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Spielend die Zweitsprache erlernen Zweisprachigkeit im Kindergarten – die Grüne Bürgerliste hatte sich schon im Wahlkampf zu den vergangenen Gemeinderatswahlen diese Thematik auf ihre Fahnen geschrieben und damit bei breiten Schichten vor allem der städtischen Bevölkerung viel Sympathie geerntet. Sowohl in der Landesregierung als auch in der Gemeinde ist man mit der Forderung, den deutschsprachigen Kindergarten zweisprachig zu gestalten, bisher allerdings gegen eine Mauer geprallt. Politisch ist die ablehnende Haltung der Südtiroler Volkspartei in Hinblick auf dessen Historie verständlich. Ist sie aber im neuen Jahrtausend noch zeitgemäß?
Zwei Ebenen der Problematik Dabei darf festgestellt werden, dass die Problematik zwei Ebenen hat – eine politische und eine wissenschaftliche. Die politische Diskussion ist bekannt: Der deutschsprachige Kindergarten ist Teil des Autonomiestatuts, und jede kleinste Änderung des Statuts kann eine Verwässerung desselben bedeuten, die sich
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Ist es sinnvoll, bereits im Kindergarten Mehrsprachigkeit zu praktizieren, um den Kindern in spielerischer Weise den Zugang zur zweiten Landessprache zu ermöglichen? Im Bürgerstammtisch der Grünen Bürgerliste debattierte man kürzlich zu diesem Thema.
für die deutsche Sprachgruppe in Südtirol nachteilig auswirken kann. So sieht es jedenfalls die Südtiroler Volkspartei, die sich seit Jahren vehement gegen die mit dem furchtbaren Wort „Immersion“ titulierte Mehrsprachigkeit ausspricht. Viele Südtiroler Eltern kümmern sich wenig um diese politische Sichtweise und schicken ihre Kinder in den Kindergarten der jeweils zweiten Sprache, was zur Folge hat, dass die Regelung zum Paradoxon
Im Brixner Kindergarten „Millecolori“ wird seit 1998 versuchsweise die Mehrsprachigkeit praktiziert wird: So gibt es im Land inzwischen einige deutsche Kindergärten, in denen die deutschsprachigen Kinder längst in der Minderzahl sind. Im Bürgerstammtisch der Grünen Bürgerliste beschäftigte man sich indes nur mit dem wissenschaftlichen Aspekt und ließ vor einem erstaunlich kleinen Publikum eine Reihe von Fachleuten argumentieren. Die
Linguistin Stephanie Risse erklärte in ihrem Vortrag, wie der Spracherwerb bei Kleinkindern und Säuglingen funktioniert. Der Erwerb der Erstsprache erfolge ungesteuert und unbewusst. Die Zweitsprache sei zum Unterschied zur Fremdsprache jene, die man im alltäglichen Leben wahrnimmt – zum Beispiel, weil die Eltern zwei verschiedene Sprachen sprechen oder weil man sich alltäglich mit Freunden in der zweiten Sprache unterhält. Während das Kind die zweite Sprache in der Regel problemlos und mit unglaublicher Leichtigkeit durch den täglichen Kontakt „nebenbei“ erlerne, müsse die Fremdsprache mit viel Energie und Einsatz gepaukt werden.
„Antrieb“ zum Lernen Für Sprachwissenschaftler benötige ein Kind zum Erlernen einer Zweitsprache unter anderem einen Antrieb zum Lernen, eine Motivation. Wenn ein Elternteil die Zweitsprache spricht, sei diese Motivation automatisch gegeben, denn schließlich will ein Kind mit beiden Elternteilen kommunizie-
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ren. In der Vergangenheit gab es in Südtirol gesellschaftliche Barrieren, die diesen Antrieb unterbanden: So war es keine Seltenheit, dass eine der zwei Sprachen gesellschaftlich in der Familie nicht mehr hoffähig war – und deshalb schlicht nicht mehr gesprochen wurde. Der Mangel an „Antrieb“ kann aber auch politischen Ursprungs sein: Breite Teile der italienischsprachigen Bevölkerung in Bozen haben sich in der Vergangenheit geradezu gewehrt, Deutsch zu lernen – genauso wie sich in vielen Berggemeinden die Italienischlehrer schwer tun, den deutschsprachigen Kindern die Zweitsprache zu lehren. Für Stephanie Risse ist es nicht erklärbar, dass zum Beispiel die Unions-Politikerin Eva Klotz Italienisch als „Fremdsprache“ in Südtirol bezeichnet. „Das ist eine politische Interpretation, die mit Sprachwissenschaft nichts zu tun hat“, ärgerte sich Risse.
Ist der Dialekt eine eigene Sprache? Ist unser Dialekt aber eine eigene Sprache, Deutsch und Italienisch somit die Zweit- und Drittsprache? Stephanie Risse erklärte beim Bürgerstammtisch, dass Dialekte normalerweise lediglich eine Variation einer Sprache darstellen würden, aber man „in der Südtiroler Situation den Dialekt vielleicht doch als eigene Sprache behandeln sollte“, denn schließlich sei er identitätsstiftend und emotional verwurzelt. Risse wehrte sich auch gegen die allgemeine Meinung, Südtiroler Deutschsprachige seien Sprachbanausen, die sich zwar in ihrem Dialekt gut ausdrücken könnten, in Hochdeutsch aber ihre lieben Schwierigkeiten hätten. „In Südtirol gibt es keine breitflächigen Studien über den Sprachenstand“, bemängelte die Linguistin. Das sei sehr schade, weil aus diesem Grund eine objektive Bewertung der Qualität der Sprache in unserem Land nicht möglich sei, diese aber für politische Entscheidungsfindungen von eklatanter Bedeutung wäre.
„Bilinguismo sofferto“ Der Wahlbrixner Gabriele Di Luca kritisierte in seinem
Referat, dass die politische Diskussion die Entwicklung der Sprachen in Südtirol lähmen würde. Im Moment würden die Südtiroler einen „bilinguismo sofferto“ leben, und er hoffe, dass bald die Zeit des „bilinguismo sperato“ anbrechen werde, in der jeder Südtiroler beide Landessprachen gut und gern verwenden wird. Er selbst sei in Livorno geboren, habe aber aus Passion zur deutschen Sprache Germanistik studiert; seine Frau stamme aus Deutschland, aber eigentlich liebe sie durch ihr Sprachstudium in Italien die italienische Sprache mehr als die deutsche – „in Alto Adige siamo dei veri mostri“, scherzte Di Luca. Die gemeinsamen Kinder würden perfekt zweisprachig aufwachsen, wobei er selbst ausschließlich Italienisch mit ihnen spreche und die Mutter ausschließlich Deutsch. „Das ist wichtig für den unproblematischen gleichzeitigen Erwerb von zwei Sprachen“, erklärte Stephanie Risse dazu, „das Kind muss klare sprachliche Bezugspunkte haben“. In diesem Fall hätte das Kind zwei Erstsprachen, von denen keine wichtiger sei als die andere – „eine Idealsituation“, von der das Kind enorm profitieren würde, weil es bald zwei Sprachen perfekt beherrsche. Sollte ein Kind in den ersten Jahren die zwei Sprachen unbewusst mischen, dann sei dies lediglich ein Entwicklungsprozess – ein Problem, das sich mit der Zeit legen würde.
te die Pädagogin in Italienisch angesprochen werden, antworte sie allerdings in Deutsch: „Es ist wichtig, dass die Kinder den Klang der deutschen Sprache kennen lernen“. Auch wenn die Spracherfolge im Kindergarten nicht immer unmittelbar seien, so habe sich doch herausgestellt, dass sich dieselben Kinder in den ersten Schuljahren in der zweiten Sprache „mit einer großen Leichtigkeit“ bewegen würden. Vor allem aber sei es „bemerkenswert“ zu beobachten, wie gerne italienischsprachige Kinder im Kindergarten die deutsche Sprache kennen lernen – „eben weil kein Leistungsdruck ihre Motivation hemmt“, wie die Kindergärtnerin Maria Larcher Faccioli ergänzte.
Sieben Jahre „versuchsweise“ Obwohl der „Versuch“ bereits seit sieben Jahren besteht und man das Projekt inzwischen landesweit auf zehn Kindergärten ausgeweitet hat, zögert die Landesregierung, den mehr-
sprachigen Kindergarten in Südtirol zu institutionalisieren. Die Mehrsprachigkeit in deutschen Kindergärten ist indes noch in weiter Ferne. Dabei geht es nicht nur um den Hemmschuh Autonomiestatut, sondern auch um Personalkosten und um eine komplette Umorganisation des Südtiroler Kindergartenwesens – ein Problem, um das sich eine Oppositionspartei wie die Grüne Bürgerliste nicht zu kümmern braucht. Zu denken geben kann aber auch die Tatsache, dass die italienischsprachige Bevölkerung in Südtirol in absehbarer Zeit „zweisprachiger“ sein könnte als die deutschsprachige. Unabhängig von der politischen Problematik wird man sich bald die Frage zu stellen haben, ob die deutschsprachigen Kinder in Südtirol gegenüber perfekt zweisprachigen Italienern einen Wettbewerbsnachteil erleiden würden, wenn man sie nicht ebenfalls bereits im Kindergartenalter mit der zweiten Landessprache vertraut macht. Willy Vontavon
Mehrsprachigkeit als IstSituation In Südtirol gibt es bereits versuchsweise Mehrsprachigkeit im Kindergarten, allerdings nur in italienischsprachigen Strukturen. 1998 rang sich die Landesregierung zur Entscheidung durch, den Kindergärtnerinnen in drei italienischen Kindergärten eine deutschsprachige Pädagogin zur Seite zu stellen. Im Brixner Kindergarten „Millecolori“ arbeitet bereits seit Beginn dieses Versuchsprojektes Klaudia Reich, die sich mit den Kindern in deutscher Sprache unterhält. „Wir haben einen Deutschraum, in dem nur Deutsch gesprochen wird“, erklärte Reich. Für die Kinder entstehe kein Leistungsdruck, sondern sie könnten selbst entscheiden, welche Sprache sie verwenden wollen. Soll25
Nachlese zum Zivilschutztag Im Rahmen des „Zivilschutztages 2005“ stellten sich Anfang Oktober am Brixner Domplatz Einsatzkräfte und Zivilschutzorganisationen der Öffentlichkeit vor. Zweck der Veranstaltung war auch die Werbung um Nachwuchs.
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Bezirkspräsident Walter Zanon und Bezirksinspektor Leopold Kofler hatten sich redlich darum bemüht, „das Miteinander zu suchen, damit wir uns gegenseitig besser verstehen und auch von der Bevölkerung besser verstanden werden.“ Neben dem Bezirksverband, dem 41 Freiwillige Feuerwehren aus zwölf Gemeinden angehören, präsentierten sich die Berufsfeuerwehr Bozen, die Wasserrettung Eisacktal, das Weiße und das Rote Kreuz, die Bergrettung im Südtiroler Alpenverein und die Südtiroler Berg- und Höhlenrettung. Das Programm war so kunterbunt gemischt wie die Zivilschutzorganisationen selbst. Die Berufsfeuerwehr Bozen zeigte einen Großraumlüfter, der bei Tunnelbränden den Rauchschwaden eine bestimmte Richtung zu geben vermag, und einen riesigen Trinkwasserbehälter, der im Bedarfsfall dem ganzen Land zur Verfügung steht. Im direkten Gespräch mit drei Offizieren der Berufsfeuerwehr konnten sich interessierte Personen zudem über Gas- und
Der Bergrettungsdienst präsentierte sich am Zivilschutztag mit einer spektakulären Schauübung
Foto: Oskar Zingerle
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Als der Bezirksfeuerwehrverband Brixen-Eisacktal am 8. Oktober seinen 50. Geburtstag feierte, tat er dies nicht mit den bei solchen Anlässen üblichen Pauken und Trompeten, sondern er widmete den Tag der Bevölkerung. Der „Zivilschutztag 2005“ war aus der Idee heraus geboren worden, die Aufgaben und Tätigkeiten verschiedener Zivilschutzorganisationen der
Öffentlichkeit vorzustellen und gleichzeitig Einsatzkräfte zusammenzuführen. Neun Stunden lang standen am Brixner Domplatz Feuerwehren, Rettungsdienste und verschiedene Hilfsdienste im Rampenlicht. Die Menschen sollten über das Netzwerk des Zivilschutzes informiert werden und Strukturen und Geräte der einzelnen Organisationen kennen lernen. Es ging schlichtweg darum, Neugier zu wecken und Wissensdurst zu stillen. Nicht nur mit spektakulären Schauübungen, sondern vor allem über die Alltagsarbeit sollte auf die Bedeutung des Zivilschutzes hingewiesen und ein klein wenig auch um Nachwuchs geworben werden.
Verbrennungsanlagen in Privathaushalten und über die Funktion eines Heimrauchgasmelders informieren. Überhaupt stand das Gespräch im Mittelpunkt des Zivilschutztages. Auf individuelle Fragen eingehen und Informationen zu geben, „die nicht immer so leicht irgendwo nachzulesen sind“, war das erklärte Ziel der Veranstaltung.
Wasserrettung und Hundestaffel Die Feuerwehren des Bezirks Eisacktal zeigten, wie mit schweren Atemschutzgeräten gearbeitet wird. Die Wasserrettung simulierte in einem Wasserbecken eine UnterwasserSuchaktion. Die Hundestaffel des Roten Kreuzes und die Lawinensuchhunde der AVS-Bergretter erwärmten die Herzen des Publikums durch ihre offensichtliche Tapferkeit. Das Weiße Kreuz war mit dem Betreuungszug, der Jugendgruppe und der
Notfallseelsorge vertreten, und die Berg- und Höhlenrettung zeigte ihr Können bei einer Bergeübung in luftiger Höhe. Immer wieder wurden Fragen beantwortet, Informationsmaterial verteilt, auf Besonderheiten hingewiesen.
Wissen, Können, Zeit Durch und durch zu spüren war an dem Tag, dass die Einsatzkräfte Freude daran haben, ihr Wissen, ihr Können und ihre Zeit in den Dienst der Allgemeinheit zu stellen. Durch und durch zu spüren war auch, dass die Bevölkerung ein aufrichtiges Interesse an der Arbeit der Zivilschutzorganisationen zeigte. Allein das macht schon den Erfolg des Zivilschutztages 2005 aus, und vermutlich wird er auch aus diesem Grund eine Fortsetzung finden. Marlene Kranebitter
Sicher unterwegs im EDV-Dschungel Palmen, Bambus und Papageien bildeten den optischen Rahmen für den „Open Day“, an dem das Brixner Unternehmen ACS Data Systems aktuelle Hardware-, Dienstleistungs- und Softwareprodukte präsentierte. Marika Achmüller und Angela Apolloni
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Vor allem die neue Technologie der IP-Telefonie hat bei den zahlreichen Besuchern des „Open Day“ am 8. Oktober im Firmensitz der ACS Data Systems in der Brennerstraße für Interesse gesorgt: Die vielen neuen Möglichkeiten der IP-Telefonie wussten zu beeindrucken. Die neue Technologie, die das Telefonnetz mit dem firmeneigenen Computernetz vereint, war über den ganzen Tag ein viel besprochenes Thema. Die Besucher konnten „live“ IP-Telefonie erleben und nicht nur davon lesen oder hören.
Neueste Hard- und Software Beeindruckend war auch die Vorstellung der aktuellen Servertechnologie von Hewlett-Packard auf Blade-Basis und ein neuer Farb-Laserdrucker, mit dem man drucken, kopieren, faxen, scannen, digital versenden und sogar automatisch klammern kann. Besonders interessiert waren die Gäste auch an der Software „Web-Sense“, die den Internetzugang der Mitarbeiter auf sinnvolle Seiten beschränkt und somit bewirkt, dass das Internet firmenintern als Werkzeug sinnvoll genutzt und nicht für private Zwecke missbraucht wird. Auch die Vielseitigkeit der ACSeigenen ERP-Software Radix, über die immer mehr Südtiroler Unternehmen verwaltet werden, wurde den Gästen präsentiert. Radix wartet mit umfangreichen Modulen auf, um die in den Unternehmen anfallenden täglichen Arbeiten kostenschonend und effizient zu bewältigen. Brandaktuelle neue LCD-Bildschirme im Großformat, Drucker, digitale Kameras und noch weitere Hardware von Hewlett-Packard
Gebhard Dejaco, Luis Plunger
Silvia Zanotto, Bürgermeister Albert Pürgstaller, Vize-Bürgermeister Dario Stablum
Paul Schäfer, Paul Monthaler, Bernhard Prünster, Barbara Mathà
Paul Monthaler, Paul Obwexer, Markus Stecher Georg Mayrhofer, Kuno Pizzinini, Luis Plunger
Petra Taschler, Silvia Zanotto
Johann Graber, Paul Schäfer
konnte im Rahmen des Open Day getestet und ausprobiert werden. Technik zum Anfassen, vorgestellt von den Mitarbeitern der ACS Data Systems, die den Besuchern den ganzen Tag als ACS-Forest Rangers zur Verfügung standen.
Hubert Steger, Franz Steger
Georg Hirber, Martin Plunger
Irene Zorzi, Maria Demichael, Paul Schäfer
Viel Prominenz Nicht nur viele Unternehmer besuchten den „Open day“, sondern auch einige Stadtvertreter wie Bürgermeister Albert Pürgstaller, Vizebürgermeister Dario Stablum, die Gemeinderäte Silvia Zanotto, Gebhard Dejaco, Georg Mayrhofer, Elda Cimadom und Gregor Beikircher.
Eugen Pichler mit Vertretern der Firma Aduka
Martin Plunger, Markus Wisthaler, 27 Peintner Robert
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ticker Afers erhält seinen ersten öffentlichen Spielplatz, wie eine Aussendung der Gemeinde Brixen verrät. Der Spielplatz soll in der Nähe des Kindergartens errichtet werden. +++
9. Keschtnigl in Feldthurns Vom 3. bis 6. November ist in Feldthurns wieder „Keschtniglzeit“ mit einigen kulturellen Höhepunkten. Ein besonderer musikalischer Genuss ist ein Klang- und Rhythmusspektakel mit den Schweizer Baummusikern „treetalks“ am Freitag, 4. November. Weiters werden eine geführte Wanderung, ein Kastanienkochkurs und ein Kastaniendegustationsmenü angeboten. In ausgesuchten Gastbetrieben finden zudem die Eisacktaler Kastanien-Spezialitätenwochen statt. Mit heimischen Spezialitäten und gebratenen Kastanien beim Törggelen auf der Dorfstraße am „Niglsunntig“ klingt die Veranstaltung aus. Zehn Eisacktaler Freizeitmaler begleiten den „Keschtnigl“ mit einer Bilderausstellung rund um die Kastanie in der Schlossgalerie Velthurns. Werke der Künstlerin Judith Wieser aus Brixen laden entlang des Feldthurner Kastanienweges zum Verweilen ein. hg
Auf dem Fahrrad lässt es sich nun leichter vorankommen: Die Brücke über den Eisack beim Milchhof Brixen sowie der Fahrradweg von der Villnösser Haltestelle bis zum Gasthof „Stern“ sind nun geöffnet. +++ Das Bildungshaus Kloster Neustift eröffnete vor einigen Tagen ein Rhetorikstudio, in dem Schulungen im Bereich Sprechen, Lesen und Erzählen durchgeführt werden. Initiatoren sind Manfred Schweigkofler und Alfred E. Mair. +++ Die Freiwillige Feuerwehr Teis verfügt über ein neues, bestens ausgerüstetes Mannschaftsfahrzeug im Wert von 70.000 Euro.
Drei Mal mehr Platz Die Gemeinde Mühlbach plant die Errichtung einer Tiefgarage am bereits bestehenden Parkplatzgelände nahe der Talstation der Meransner Seilbahn. Gemäß dem Wahlversprechen, mehr Transparenz in die Gemeindevorhaben zu bringen, wurde das Projekt kürzlich vom planenden Ingenieur Hans Pfeifer der Bevölkerung näher vorgestellt. Das bestehende Parkareal wird um zwei Etagen unterkellert; im hinteren Bereich nahe der Weißen-Kreuz-Station
wird man auf insgesamt vier Ebenen parken können. Damit jedes Parkdeck leicht zu erreichen ist, wird auch ein Aufzug eingeplant. Trotz der im Verhältnis zu Standardmaßen großzügig geplanten Stellflächen werden in der Parkgarage insgesamt etwa 150 Autos Platz finden; derzeit können etwa 50 Autos auf dem Areal parken. Die Gemeinde plant, Stellplätze an interessierte Anrainer zu verkaufen oder zu vermieten. Im Zuge der Bauarbeiten wird gleichzeitig ein
unterirdischer Ausstellungsraum für die alten Gerätschaften der Freiwilligen Feuerwehr geschaffen. Der Platz vor der SeilbahnStation dient als Wendeplatz für Linien- und Reisebusse, auch Parkplätze für Busse sind oberirdisch vorgesehen. Die Kosten für das Projekt werden derzeit kalkuliert, um anschließend mit der Suche nach Finanzierungsmöglichkeiten beginnen zu können. Mit einem Baubeginn ist allerdings frühestens im Jahr 2007 zu rechnen. oz 29
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Einzug ins Weiße Haus Foto: Oskar Zingerle
Vor etwa einem Monat übersiedelten die Gemeindeämter von Mühlbach zurück in das sanierte Rathaus. Während einige das Ergebnis naserümpfend betrachten, sind andere stolz über die gelungene Renovierung. Warum hinter dem neuen Rathaus mehr steckt als ein weißes Gebäude mit Holzfenstern...
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Etwas mehr als eineinhalb Jahre dauerten die Arbeiten zur Umgestaltung des Mühlbacher Rathauses. Nun ist es fertig, und es ist sogar etwas mehr getan worden als ursprünglich geplant war. Im Zuge der Bauarbeiten wurde auch der Kirchplatz neu gestaltet und sozusagen in seinen ehemaligen Status zurück versetzt. Schon vor der letzten Rathaus-Sanierung in den 70er Jahren war der Platz nämlich zweistöckig. In nächster Zukunft erhält er noch einen von Alex Pergher gestalteten „Lauterfresserbrunnen“. Schon jetzt hat der Kirchplatz durch eine Eichenholzkonstruktion einen ganz eigenen Charakter erhalten, und zahlreiche Ideen zur zukünftigen Nutzung des Platzes kursieren schon in den Köpfen der Dorfbewohner. Was etwas in Vergessenheit zu geraten schien, wird jetzt wieder lebendig: Der Mühlbacher Kirchplatz ist einer der schönsten Kirchplätze Südtirols.
Egghaus und Schlöglhaus
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Sowohl Rathaussanierung und Kirchplatz-Neugestaltung wurden vom Feldthurner Architekten Uwe Bacher geplant, der im Anschluss auch die Bauarbeiten koordinierte. In seinem Projekt überlegte er Gebäudecharakter ebenso wie Erschließung, Lage und Organisation der einzelnen Büros sowie die Beleuchtung und interpretierte sie neu. Wesentlicher Teil dieser Neuinterpretation ist die Überlegung, die zwei ursprünglich getrennten Gebäude in ihrer Eigenständigkeit wieder herzustellen und sie durch das teilweise verglaste Treppenhaus zu erschließen. Der geschlossene
auf die willkürliche Farbgebung an neu entstandenen Gebäuden in Mühlbach zurückhaltend reagieren und gleichzeitig die Architektur des Rathauses hervorheben.
Fresken freigelegt
Mühlbacher Rathaus: Der geschlossene Fassadencharakter zur Gasse hin wird durch Kastenfenster verstärkt Fassadencharakter zur Gasse hin bleibt als typischer Verweis auf das 19. Jahrhundert erhalten und wird durch die fassadenbündigen Kastenfenster zusätzlich verstärkt. In diese Kastenfenster ist übrigens ein funktioneller Sonnenschutz integriert, wodurch das Rathaus seiner Funktion als Bürogebäude besser gerecht werden kann. Durch die Dreifachverglasung der Kastenfenster ist außerdem eine bessere Dämmung gegeben. Als weitere Besonderheit verwendete der Architekt im gesamten Haus sowie für die Holzkonstruktion am neu entstandenen Rathausplatz durchgehend Eichenholz. Nicht umsonst zieren auch zwei schöne Eichenbäume den Platz. „Das Holz wird im Laufe der Zeit natürlich seine Farbe verändern, aber das signalisiert auch Leben und Veränderung“, erklärt Bacher. Es müsse nicht sein, dass ein Gebäude nach 20 Jahren noch wie neu aussieht. Die Farbe des Rathauses ist bewusst weiß gehalten. Damit wollte der Architekt
Den Haupteingang des Rathauses erreicht man nunmehr über den neu erschlossenen Vorplatz im Westen, der mit Infowand und Anschlagtafel auch ein Ort des Verweilens sein kann. Während sich in den zwei Obergeschossen die Büroräume befinden, treffen sich im Dachgeschoss die Räte zur Versammlung. Der Zugang von der Katharina-Lanz-Straße führt in die Bibliothek im Erdgeschoss, die von außen einsehbar ist. Im Zuge der Sanierungsarbeiten wurden mehrere Kleinode der Malerei entdeckt, so etwa eine spätgotische Rankenmalerei aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts im südlichen Erker. Im Treppenhaus wurden Reste einer Schablonenmalerei aus der Zeit des Jugendstils gefunden, die auf das Ende des 19. Jahrhunderts zurückgehen. Auch eine spätbarocke Stuckdecke wurde sorgfältig restauriert.
Lobenswert: Plankosten unterschritten Die Summe des Kostenvoranschlags bei Projektgenehmigung lag bei 2,3 Millionen Euro. Während der Bauphase kamen die besagte Neugestaltung des Platzes, ein Brunnen sowie eine elektrische Schließanlage im Gesamtwert von 220.000 Euro hinzu. Trotz dieser Zusatzkosten ist es gelungen, die geplanten Kosten von 2,3 Millionen Euro zu unterschreiten, was bei einem öffentlichen Bau alles andere als eine Selbstverständlichkeit ist. Oskar Zingerle
Förche öffnet Tür und Tor Die Schabser Gewerbezone Förche veranstaltete am 24. September einen „Tag der offenen Tür“, um der Bevölkerung und vor allem auch den Schulkindern der Gemeinde einen Einblick in ihre Tätigkeit zu geben.
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Ein kleiner Rückblick Die Ursprünge der Gewerbezone Förche gehen auf die Ziegelei Gasser zurück, die gegen Ende des 19. Jahrhunderts errichtet wurde. Die Ziegelei ist nicht zur geschichtlich ein wichtiger Bestandteil der Ortschaft Schabs, sie prägt mir ihren auffallenden Kaminen auch das Erscheinungsbild entscheidend mit. Vor rund 30 Jahren siedelte sich mit der Firma Ruhrmann
Hanspeter Munter, Josef March, Georg Zingerle, Marianne Überbacher Unterkircher, Hans Huber, Werner Frick, Klaus Tauber BM Marianne ÜberbacherUnterkircher
Remigius Weissteiner bei der Segnung
der erste Betrieb unterhalb der heutigen Straße an. In der so genannten Reißverschlussfabrik fanden viele Menschen aus Schabs und Umgebung eine Arbeit. Im Jahr 1972 kam der Küchenproduzent Richard Fischnaller hinzu, der voriges Jahr seine Tätigkeit einstellte. Nur ein halbes Jahr später zog es den aus Deutschland stammenden Fensterhersteller Klaus Wolf nach Schabs. In diesem Stil ging es auch die kommenden Jahre und Jahrzehnte weiter. Immer wieder erkannten Unternehmer vor allem aus der Gemeinde Natz Schabs den besonders guten Standort und siedelten sich in der „Förche“ nieder. Heute besteht die Gewerbezone Förche aus 25 Unternehmen, die auf einer gesamten Produktionsfläche von 70.000 Quadratmetern über 300 Menschen beschäftigen.
Landesrat Werner Frick
Die Grundschulkinder aus Schabs, Natz, Aicha und Raas
Georg Zingerle
Fotos: Oskar Zingerle
Es schien, als wolle der Sommer noch einmal alles aus sich herausholen an diesem Samstagmorgen. Bei strahlendem Sonnenschein und flotten Marschklängen der Musikkapelle Schabs wartete alles gespannt darauf, was die Betriebe der Gewerbezone Förche zu bieten haben. Nachdem die Grundschüler aus Schabs, Aicha, Natz und Raas ihre Besichtigungstour beendet hatten, startete um 11 Uhr der offizielle Teil mit der Begrüßung durch den LVHOrtsobmann Georg Zingerle. In seiner Festrede betonte Landesrat Werner Frick die Wichtigkeit der kleineren Gewerbegebiete in den Gemeinden. „Eine solide und vitale Wirtschaftsstruktur im ganzen Land garantiert neue Entwicklungsspielräume, Arbeitsplätze und Wohlstand“, so Frick. Nach der Segnung durch Hochwürden Remigius Weissteiner durchtrennten die Ehrengäste feierlich das traditionelle Band, bevor alle zu einem gemeinsamen Mittagessen geladen wurden. Am Nachmittag hatten die Besucher die Gelegenheit, sich in den Betrieben der Gewerbezone Förche genauer umzusehen.
Oskar Zingerle
Die Musikkapelle Schabs
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Wenn der Hahn kräht auf dem Mist... ...ändert sich’s Wetter, oder es bleibt wie’s ist. Bauernregeln und deren Wahrheitsgehalt gehören jedoch nicht zum Inhalt folgender Zeilen. Es geht vielmehr um einen Bestandteil des bäuerlichen Lebens, den kaum einer gern in den Mund nimmt: den Misthaufen.
Einer tanzt aus der Reihe Liebhaber ländlicher Idyllen werden bestätigen, dass ein ansehnlicher Misthaufen zweifellos ins Bild passt. Ein Land-
Der Misthaufen in Albeins sorgt für allerlei Aufruhr unter der Bevölkerung und in den Gemeindestuben wirt aus Albeins hat in diesem Zusammenhang jedoch etwas übertrieben. Sein Misthaufen ist – gelinde gesagt – zu viel des Guten, quillt er doch über die Hofgrenzen bis auf die Dorfstraße heraus. Bei Regen wird die unappetitliche Angelegenheit zur mittleren Katastrophe, denn
Foto: Oskar Zingerle
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Einheimische und Urlauber, die durch Brixens Umgebung fahren (oder spazieren), erfreuen sich eines typisch ländlichen Anblicks: gepflegte Bauernhöfe, bestellte Felder, gut genährte Kühe, die auf saftigen Wiesen grasen. Die Idylle ist allerdings nicht perfekt, denn wo gehobelt wird, fallen Späne, und wo Vieh gehalten wird, entsteht unweigerlich Mist.
an jenen Tagen sind beachtliche Teile der Straße von einer bräunlichen penetrant stinkenden Brühe überzogen.
Gesetzlich geregelter Misthaufen Auch die Misthaufen Südtirols sind, man möge es kaum
für möglich halten, gesetzlich genauestens geregelt, und zwar durch das Landesgesetz Nr. 63 vom 6. September 1973. Die entsprechende Durchführungsverordnung von 1980 beinhaltet Vorschriften zum Schutze der Gewässer vor Verschmutzung und zur Regelung der Abwas-
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serbeseitigung. Artikel 19 dieser Verordnung befasst sich mit Tanks oder Behältern für verunreinigende Stoffe. Konkret heißt dies, dass der Mist so gelagert und ausgebracht werden muss, dass eine Verunreinigung des Grundwassers vermieden wird. Eine weitere Durchführungsverordnung der Landesregierung vom 5. April 1993 befasst sich mit der Lagerung und Ausbringung von Wirtschaftsdünger. Unter anderem wird auf der Grundlage der Großvieheinheiten, die ein Landwirt besitzt, die erforderliche Mindestgröße der Mistlege festgelegt. Im Landesgesetz Nr. 8 vom 18. Juni 2002 ist im Artikel 44 ebenso von der Lagerung und Ausbringung von Dünger und Pestiziden in der Landwirtschaft die Rede. Artikel 57 legt auch die Verwaltungsstrafen bei Zuwiderhandeln fest. Wichtigste Aussage und Zielsetzung dieser Gesetzestexte ist der Schutz des Grundwassers vor Verschmutzung. Außerdem muss jeder Misthaufen aus hygienischen Gründen einen bestimmten Abstand zu Straßen und Wohngebäuden haben.
„Wertvoller“ Dünger Wenden wir uns aber wieder unserem Albeinser Landwirt zu. Die Angelegenheit seines überlaufenden Misthaufens beschäftigt das Dorf schon sein einigen Jahren, der Gemeindeverwaltung ist das Problem „offiziell“ seit 2003 bekannt. Bereits zweimal haben sich auf Intervention der Albeinser Fraktionsverwaltung andere Landwirte bereit erklärt, den unsachgemäß gelagerten Mist des Kollegen zu entfernen. Der Stadtrat für Landwirtschaft, Franz Stockner, erklärt auf Anfrage, die Lösungen seien allerdings „stets nur kurzfristiger Natur“ gewesen. Nach einigen Monaten sammelte sich wieder eine bestimmte Menge an Mist an, „und die ganze Misere begann von vorne.“ Der Stadtrat für öffentliche Sanität, Peter Brunner, sagt unserer Zeitschrift, der Landwirt verfüge andernorts über eine genehmigte Mistlege, allerdings „benutzt er dieselbe laut eigener Aussage ,aus technischen und organisatorischen Gründen’ nicht.“ Die Gemeindeverwaltung hat seit 2003 insgesamt drei Verordnungen erlassen, die den Land-
wirt verpflichteten, den unsachgemäß gelagerten Mist innerhalb einer bestimmten Frist zu entfernen. Bei den ersten zwei Verordnungen haben wiederum Bauern der Nachbarschaft freundlicherweise den Mist abgeholt und „entsorgt“. Inzwischen ist dies aber nicht mehr möglich: Dem Bauern ist die Erleuchtung gekommen, dass Mist ein beliebter und sehr geeigneter Dünger sei, der wohl auch einen gewissen Wert haben müsste, weshalb der Albeinser Mistsünder von den anderen Bauern nun verlangt, für den wertvollen Mist gefälligst zu bezahlen – woraufhin diese ihre Nachbarschaftshilfe verständlicherweise mit eindeutiger Fingerstellung eingestellt haben.
Mist von Amts wegen entfernen Die Frist der diesjährigen Verordnung ist nun am 30. September ohne sichtbares Ergebnis verstrichen. Der Misthaufen ist nach wie vor an Ort und Stelle. Die Gemeindeverwaltung ist nicht untätig geblieben und hat jetzt Angebote von Firmen eingeholt, die den Mist entfernen und sachgemäß entsorgen werden. Die Kosten hierfür werden dem Bauern in Rechnung gestellt. Eine Besitzstörungsklage muss die Gemeinde nicht befürchten, da es sich um „notwendige und dringende Maßnahmen im Rahmen der öffentlichen Hygiene“ handelt.
Globales Mistproblem Ein weiteres „Mistproblem“ gibt es auch in Pinzagen. Allerdings sieht hier die Sachlage etwas anders aus. Auf dem Gelände des Hofes haben der Bruder
eines Bauern und eine weitere Person ihr Wohnhaus gebaut. Nach deren Einzug wurde der Misthaufen des Bauernhofes sehr bald zu einem Streitpunkt, da er zu nahe am Wohngebäude liegt. Vor dem Bau des neuen Wohnhauses ist dieses Problem anscheinend keinem aufgefallen. Nach diversen Lokalaugenscheinen hat der Amtstierarzt verfügt, dass der Bauer den Mist an einem anderen Ort zu lagern habe. Dieser bringt seither seinen Mist jeden Tag direkt auf eines seiner Felder, was einen erheblichen zusätzlichen Arbeitsaufwand verursacht. Trotzdem ist die Sache noch nicht ausgestanden: Ein Anrainer hat bereits Einspruch gegen die Lagerung des Mistes auf besagtem Feld erhoben, da es sich zu nahe an seinem Wohnhaus befindet. Die oben zitierten Gesetze schreiben außerdem vor, dass Mist mindestens zwei Monate lang gelagert werden müsse, bevor er von der Mistlege entfernt und auf die Felder gebracht werden darf. Der Bauer aus Pinzagen befindet sich in einem Dilemma; er bemüht sich zwar, dem Mistproblem Herr zu werden, aber es jedem Recht zu machen ist anscheinend nicht so einfach. Am Ende dieses Berichts erwartet sich der Leser möglicherweise eine brillante Lösung für die so unterschiedlichen Mistprobleme auf Brixner Gemeindegebiet. Damit kann die Autorin leider nicht dienen, weswegen zum Abschluss doch wieder eine Bauernregel kommt: Wenn die Sonne auf einen Misthaufen scheint, so antwortet dieser mit Gestank. Elisabeth Stürz
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Doris Brunner doris.brunner@brixmedia.it Tel. 0472 060200
ticker Bei einer Rundwanderung um den Vahrner See ist bis 13. November die Kunstausstellung „See-Art 05“ zu besichtigen.
„A Hetz muaß sein!“
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Die „zwoa luschtign drei Spitzbuabm Leo und Luis“, alias Lukas Lobis und Thomas Hochkofler, bringen ab 26. Oktober den Anreiterkeller zum Schunkeln. Durchtränkt von Liebe und Sehnsucht, erwärmt vom Feuer der Berge, lassen die beiden Musikanten ihre erfolgreiche Karriere noch mal Revue passieren: Ein volksdümmliches Kabarett, tschuhui! Karten gibt es bei der Gruppe Dekadenz zu den Vorverkaufszeiten unter Telefon 0472 836393 oder im Internet: www.dekadenz.it db
Berühmte Gesichter auf der Bühne Die Künstlerin Evi Gasser aus Vahrn malte für das Kinderbuch „Jakob und der Riese“ die Illustrationen in Aquarell und Buntstiften. +++ Bis Mitte November ist im Innenhof des Ex-Sanatoriums im Krankenhaus Brixen die Ausstellung „Das erschöpfte Selbst“ zu sehen, die das Thema Depression und Gesellschaft künstlerisch aufarbeitet. +++ Hobbymaler, die gerne gemeinsam malen und Mitglied der Ortsgruppe Eisacktal der Südtiroler Freizeitmaler werden möchten, können sich bei Hermann Oberhofer unter Telefon 340 3876733 melden.
Erika Pluhar, Werner Schneyder, Otto Schenk und Helmuth Lohner in Brixen? Kein Gerücht! Das Südtiroler Kulturinstitut mit Unterstützung der Südtiroler Volksbank sowie der Unternehmerinitiative „Wirtschaft & Kultur“ – in Brixen bestehend aus Brimi, Stadtwerke Brixen und Unicom GmbH – machen es möglich. Erika Pluhar und Werner Schneyder spielen im Dialogroman „Verzeihen Sie, ist das schon die Endstation?“ zwei einsame Menschen mittleren Alters, die sich in der Wiener Straßenbahn kennen lernen und in einem Heurigenlokal ihre Lebensgeschichten austauschen. Lebensverläufe voller Liebe und Schmerz, die nun vielleicht durch eine große, späte Liebe bereichert werden – denn „wann, wo und wie, weiß man bei der Liebe nie.“ Das Aufführungsdatum hingegen steht fest: Mittwoch, 23. November, 20 Uhr im Forum Brixen. Den Spaß immer sehr Ernst genommen haben die zwei österreichischen Vollblutkomödianten Otto Schenk und Helmuth Lohner. Im Programm „Lacherfolge“ präsentieren die beiden
Garanten für hochklassigen Humor ihre besten Sketche aus fünf Jahrzehnten. Für diesen kulturellen Höhepunkt ist allerdings noch etwas Geduld von Nöten: Die Aufführung findet im April 2006 ebenfalls im Forum Brixen
statt. Eine Kombi-Karte für beide Veranstaltungen, erhältlich bei Athesia-Ticket oder beim Südtiroler Kulturinstitut, sichert ab 22 Euro einen Sitzplatz; Einzelkarten sind ebenso erhältlich. db
City- nicht Törggelebus
Litera Elixier
Hurra er ist da der Brixener Citybus von Milland bis Vahrn. Nur tagsüber nicht nächtens sonst wär’s ein Promillebus.
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Der ehrliche Lügner in Meransen Die Heimatbühne Meransen führt Anfang November den Drei-Akter „Der ehrliche Lügner“ auf. Die zwei Spielleiter Erwin Prosch und Elmar Pabst haben es geschafft, neben den „alten Hasen“ der Meransner Theaterszene auch neue Gesichter für das Schauspielen zu begeistern. Vier Wochen Urlaub, nicht arbeiten müssen, nur herumsitzen und obendrein noch ein kleines
Taschengeld kassieren – das sind die Faktoren, die den Inhalt der bäuerlichen Groteske bestimmen. Wer wissen will, was es damit auf sich hat, besucht einfach eine der Aufführungen im Theatersaal von Meransen am 6., 11. oder 13. November. Kartenvorbestellungen nimmt Gabriela Knollseisen unter Telefon 339 8727003 entgegen. oz
Mit einer Schalengruppe zum Sieg Laurenz Stockner aus St. Andrä ist der diesjährige Preisträger des dritten internationalen Wettbewerbes für Kunst und Handwerk „Internova 2005“. Die hochkarätige Jury hat 39 Werke von Handwerkern und Freischaffenden verschiedener Regionen des Alpenraumes zur Objektprüfung zugelassen. Das Siegerobjekt des Kunstschmieds – eine Schalengruppe aus heimischem Prettauer Zementkupfer – beeindruckte die Jury nicht nur durch Formvollendung und hoher Gestaltqualität, sondern auch in ihrer nur ganz feinsinnig zugänglichen Oberflächengestaltung. Laurenz Stockner besuchte nach seiner Ausbildung und
Arbeit als Schlosser die Goldschmiedeschule „le arti orafe“ in Florenz und die Sommerakademie Salzburg. Seit zwei Jahren hat er eine eigene Werkstatt in St. Andrä, wo er sich neben der Anfertigung sakraler Kunstgegenstände vermehrt der Fertigung von Schalen in verschiedensten Materialien und Formen widmet. Mit dem Siegerobjekt präsentiert sich der 34-jährige Kunstschmied Anfang Dezember auf der Messe „Heim und Handwerk“ in München. Weitere Informationen zu Laurenz Stockner im Internet: www.laurenz.it. hg
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Einweihungsfeier
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Kühner geht’s nicht Volker Kühn stellte bis zum 25. September in der Galerie Hofburg seine Miniaturkästchen aus der Kollektion „die Kleinen“ aus. Der 1948 in Neuenkirchen (Niedersachsen) geborene Künstler kann auf viele internationale Ausstellungen zurückblicken und war heuer zum ersten Mal mit seinen Objekten in Brixen zu sehen. Zunächst als Maler und Grafiker tätig, wendete er sich in den späten 70er Jahren der Objektkunst zu. Seit einigen Jahren widmet er sich seinen Miniaturwelten in Kästchen, die wie ein Bild gerahmt werden. Mit viel Liebe zum Detail und zur Präzision gestaltet er seine Szenarien, die sich mit allen Bereichen des Lebens befassen. Seine Ausdruckswelt findet ihre Affinitäten im Dadaismus, in dem mit Symbolen spielenden Surrealismus und in der Popart, wenn es darum geht, alltägliche Gegenstände in den Mittelpunkt zu rücken.
Kühn wird dem Spruch „nomen est omen“ durchaus gerecht. Seine kühnen Collagen und Assemblagen bestechen durch ihre Leichtigkeit und ihren Witz. Er zeigt uns meisterhafte Farbkontraste zwischen Gold und Schwarz und poetisch interpretierte kleine Welten von Mensch und Tier mit einem, an Eugen Roth erinnernden feinen Humor. Da stößt der goldene Golfball auf das „kleine Hindernis“, eine Schnecke, oder eine kleine Henne sitzt über das viel zu große goldene Ei. Immer ist außer Witz auch Lebensklugheit im Spiel, und diese interessante Paarung präsentiert sich mit harmonischen Farbtönen in dreidimensionalen Miniräumen. Bei allem in der Kunst herrschenden Ernst sind solche „Kühnheiten“ durchwegs erfrischend und in der Vielfalt seiner Themen kurios und anregend. cm
Honig auf Suleikas Lippen Am Samstag, 5. November, veranstaltet das Jugendhaus Kassianeum in Brixen einen Abend mit Märchen aus 1001 Nacht und orientalischem Tanz für Erwachsene. Das ErzählerinnenVierkleeblatt mit Margaret Fuchs, Veronika Krapf, Leni Leitgeb und Barbara Natter präsentiert diesmal Geschichten und Märchen, die im Zeichen von Lie-
be, Sinnlichkeit, List, Heiterkeit, Weisheit, Übermut und Abenteuerlust stehen. Das Hörerlebnis wird durch die kunstvollen Einlagen der orientalischen Tänzerin Marialuise noch zusätzlich bereichert. Der Märchenabend beginnt um 20 Uhr und dauert bis etwa 22.30 Uhr. oz
Bombenstimmung auf Wanderschaft All jene, die das Theaterstück „Bombenstimmung“ mit Georg Kaser und Andreas „Opal“ Robatscher noch nicht gesehen haben, können dies jetzt nachholen: Am 26. Oktober stehen die zwei Schauspieler um 20.30 Uhr im Vereinssaal von Tils auf der Bühne; es folgen Aufführungen in Sterzing, Neumarkt, Bruneck, Tscherms und Sarnthein. Ende November zieht Kasers Wandertheater mit dem Stück sogar bis nach Polen. „Bombenstimmung“ ist eine tragikomische Comedy mit schwarzem Humor und Tiefgang, vermischt mit Plattheiten aus dem Sprüchekalender. Ein Bademeister, ein Badegast und ein Flüchtling treffen sich auf
dem Strand ohne Meer, ohne Aussicht, ohne Sinn und greifen mit Humor die bestehende Oberflächlichkeit unserer Gesellschaft an. Die Globalisierung spielt dabei ebenso eine Rolle wie Aufund Abrüstung oder der Glaube an eine technologisch scheinbar bessere Welt. Nicht geeignet ist die Bombenstimmung für Leute, die bei Begriffen wie humanitärer Krieg, kreatives Shopping oder Ökoauto kein instinktives Misstrauen entwickeln. Karten für die Aufführungen können unter Telefon 348 9333631 reserviert werden. db
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Richterspruch im Forum White Lilies wieder „live“ Unter dem Motto „Have a nice day“ singen die „White Lily Gospel Singers“ Anfang November eine kleine Konzertreihe. Auftakt ist am Sonntag, 6. November, um 20 Uhr in der Pfarrkirche in Mühlbach. Gesungen wird eine bunte Mischung aus Gospels, Spirituals, afrikanischen Traditionals und Popsongs. Weitere Konzerte finden am 12. November in Wolkenstein und am 13. November in St. Georgen statt. Der Eintritt ist jeweils frei. Erstmals singt der Chor ein komplettes Konzert mit mehr als 20 Stücken unter der Chorleitung von Massimo Zaccari. Das Repertoire besteht
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zur Hälfte aus neu einstudierten Liedern wie beispielsweise „And so it goes“, „Can‘t help falling in love“, „Body and Soul“ oder „Lean on me“. Wie die Chorleitung übrigens mitteilt, haben bei den Sopran- und Altstimmen neue Sängerinnen zum Chor gefunden, während bei den Männern noch Tenöre und Bässe gesucht werden, die Lust am Singen haben. Kontaktaufnahme mit der Obfrau des Chores Ulli Rogen ist jederzeit nach den Konzerten möglich oder über die neue Webseite des Chores unter freeweb.dnet.it/whitelily/ index.html. oz
Bertold Brechts Parabel „Der kaukasische Kreidekreis“ gehört zu den bekanntesten Bühnenwerken. Die Geschichte rund um einen Richterspruch mit Hilfe eines Kreidekreises beruht auf eine altchinesische Legende, die Brecht in mehreren Anläufen zu einem seiner Meisterstücke verarbeitete. Das Freie Theater Bozen gastiert am Mittwoch, 19. Oktober, um 20.30 Uhr mit einer Inszenierung des Stückes im Forum Brixen. Regie führt Reinhard Auer; auf der Bühne stehen Schauspieler aus Österreich, Deutschland, Schweiz und Südtirol, darunter Gabriele Langes als Magd Grusche. Erzählt wird das Schicksal dieser Magd, die das auf der Flucht „vergessene“ Kind des gestürzten Gouver-
neur-Paars rettet und großzieht. Nach Jahren taucht jedoch die leibliche Mutter wiederum auf und will das Kind zurück, um sich das Erbe zu sichern. Der Arme-Leute-Richter Azdak, ein schlitzohriger Geselle, muss nun entscheiden. Genervt vom Gezeter der Frauen lässt er einen Kreidekreis aufzeichnen, das Kind hinein stellen und die beiden Mütter daran zerren. Wer diese unkonventionelle Prüfung wohl besteht? Karten für die Aufführungen sind im Forum Brixen erhältlich: Telefon 0472 275585. db
Auf Erfolgskurs Kritikerlob und beachtliches Medieninteresse erfährt die aktuelle Ausstellung „Percorsi urbani – Stadtwege“ des 35-jährigen Brixner Künstlers Josef Rainer in Padua. Zu sehen sind Fotografien und Installationen, die in gegenseitiger Wechselwirkung stehen: Hierfür rückt Josef Rainer seine etwa 30 Zentimeter großen identitätslosen Gipsfiguren an unterschiedlichen städtischen Orten in den Fokus seiner Kamera und arbeitet diese Inszenierungen in Großformat aus. Die Fotografien ergänzt oder verdoppelt er mit szenischen Stelldicheins der Figuren im Ausstellungsraum. In den Mittelpunkt stellt der Künstler dabei häufig Dinge oder Orte, die für einen reibungslosen Ablauf eines Alltags meist unabkömmlich, aber dennoch kaum bewusst wahrgenommen werden – von der Kläranlage bis hin zur Saftverpackung. Die Figuren findet der Betrachter häufig am Werkeln – an Kabelsträngen, an
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Abflussrohren oder Maleimern. Die Verschiebung von Größenordnungen und Blickwinkeln verschleiert die Grenze zwischen Realität und Fiktion, rückt scheinbar Unwichtiges in Fotolinse und Netzhaut, markiert
Kleinigkeiten und lässt Großes schrumpfen – alles mit einem poetischen ironischen Augenzwinkern. Wer weiß, vielleicht ist die vermeintlich verdrehte Perspektive ja auch nur eine zurechtgerückte. db
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Erfolg für die Bürgerkapelle Brixen Die Bürgerkapelle Brixen hat beim 6. Österreichischen Blasmusikwettbewerb Feldkirchen in Kärnten die höchste Bewertung in der Kategorie D erreicht. Bei diesem Wettbewerb ist jedes österreichische Bundesland mit einer Kapelle vertreten, und auch Südtirol als Nachbarland wurde eingeladen. Die Bürgerkapelle Brixen vertrat mit ihren 56 Musikanten unter der Leitung von Günther Klausner das Land.
An der Kategorie D, die bei uns die so genannte Kunststufe darstellt, nahmen acht Kapellen teil. Die Bürgerkapelle Brixen erreichte mit ihrer 35-minütigen Darbietung mit 93,80 Punkten die höchste Platzierung und erreichte damit insgesamt die zweithöchste Wertung, die beim Wettbewerb vergeben wurde. Die Jury war international besetzt. mak
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Die Bläserharmonie Brixen kommt!
tournee mit Auftritten in Brixen und Meran ist für Ende Februar geplant. Auch im Ausland will die Bläserharmonie auftreten; wann genau das sein wird, steht aber noch nicht fest. Vom Konzertprogramm soll darüber hinaus eine CD produziert werden. Auf die Musikanten und Organisatoren wartet also eine große Herausforderung, aber auch die Möglichkeit, sich musikalisch weiterzuentwickeln. oz
Hollawind! Das erste internationale Kindertheater-Festival in Brixen trägt den spritzigen Namen „Hollawind“ und findet vom 26. bis zum 29. Oktober statt. Gruppen aus Israel, Großbritannien, Tschechien und Südtirol mit Spielern im Alter von zehn bis 14 Jahren tauschen sich dabei aus, lernen die kulturellen Unterschiede des Theatermachens kennen und zeigen ihr Können auf der Bühne. Gerne können die Aufführungen im Jugendhaus Kassianeum sowie
im Don-Bosco-Saal auch von „Außenstehenden“ besucht werden – der Eintritt ist kostenlos, die Termine finden sich in unserem Terminkalender oder auf der homepage www.tpz-brixen. org. Umrahmt wird das Festival weiters von Stückbesprechungen, wobei die Spielleiter und Spieler von Experten eine Rückmeldung über ihre Produktion erhalten. Veranstaltet wird das Festival vom Theaterpädagogischen Zentrum (tpz) Brixen. db
Foto: Oskar Zingerle
Ein sehr ehrgeiziges Projekt initiierte heuer der Bezirk Brixen des Verbandes Südtiroler Musikkapellen: Das Jugendorchester „Bläserharmonie Brixen“ wurde ins Leben gerufen. Die Bläserharmonie besteht aus knapp 70 begeisterten und talentierten Musikanten des Bezirkes und soll den Musikern die Möglichkeit bieten, auf höherem Niveau zu musizieren. Die musikalische Leitung hat der Brixner Kapellmeister Günther Klausner inne, für das Organisatorische ist Barbara Kerer verantwortlich. Demnächst beginnt die Bläserharmonie Brixen mit den Teil- und Vollproben in Feldthurns. Eine Mini-Konzert-
Außergewöhnliches Konzert
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Am 6. November um 18 Uhr findet im Brixner Dom ein Konzert des Domchores Brixen mit seinem Organisten Franz Comploi und Konrad Pichler am Sopransaxophon unter der Gesamtleitung von Domkapellmeister Heinrich Walder statt. Auf dem außergewöhnlichen Programm stehen Stücke von zeitgenössischen Komponisten, die nicht nur durch besondere Kombina-
tionen wie beispielsweise Chor und Sopransaxophon mit Spannung erwartet werden können. Ertönen wird unter anderem der “Evening Hymn Henry” von Balfour Gardiner, „The Song of St. Francis“ von Howard Blake, „Mein Weg hat Gipfel und Wellentäler“ von Arvo Pärt und „Son of God Mass“ von James Withbourn. mak
Schwarz-weißes Durcheinander mehr ergeben ein äußerst facettenreiches Südtirol-Bild, in dem selbst Unwichtiges bedeutend wird und Persönliches in einem größeren Erfahrungshorizont erscheint. Wenn auch inhaltlich etwas apfellastig und nicht durchwegs originell, ist das Chaos in Demetz‘ Kopf amüsant zu lesen oder anzuschauen. Hanspeter Demetz: Südtiroler Kribes-Krabes. Daten, Fakten, Unwichtiges und Skurriles kommentiert und mit Zeichnungen des Autors. 184 Seiten, Hardcover, Edition Raetia 2005, 14,90 Euro. kra
Vier Brixner in Bozen
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nahme von „Der Messias“, „Der nackte Wahnsinn“ von Michael Frayn, das Gastspiel „Nothing but music“, Edward Albees „Die Ziege oder Wer ist Sylvia?“, „Die Mondfinsternis“ sowie als Programmabschluss das Musical „West Side Story“. Nähere Informationen über den Spielplan gibt es im Internet unter www. theater-bozen.it. Einzelkarten können direkt bei den Vereinigten Bühnen Bozen oder bei Athesia Ticket reserviert werden. db
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Mit September bespielen die Vereinigten Bühnen Bozen (VBB) wiederum das Theaterparkett des Stadttheaters Bozen – diesmal mit starker Brixner Beteiligung. Die drei Schauspieler Edi Braunhofer, Josef M. Lanz und Peter Schorn sowie der Musiker Stephen Lloyd haben im Halbjahresprogramm der VBB ihren Auftritt: Im Eröffnungsstück „Glaube Liebe Hoffnung“ von Ödön von Horvath gab Edi Braunhofer bis Mitte Oktober den Herrn Amtsgerichtrat. Josef M. Lanz und Peter Schorn hingegen wirken ab Dezember im Kinderstück „Wie Kater Zorbas der kleinen Möwe das Fliegen beibrachte“ mit, bei dem Stephen Lloyd die musikalische Leitung innehat. Weiters stehen auf dem Spielplan der VBB das „Wunschkonzert“ von Franz Xaver Kroetz, eine Wiederauf-
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Zwei Klosterfrauen muss es besonders gefreut haben, als sie hörten, die entweihte Kapelle in der Burgfriedengasse würde von einem Architektenduo saniert. Sie pilgerten die steile Gasse am Brixner Westhang hinan, um sich ein Bild vom Fortschritt der Arbeiten zu machen. Wie entgeistert die beiden Nonnen dreingeschaut haben mögen, als ihnen weisgemacht wurde, die beiden Architekten schlügen daselbst ihr eigenes Büro auf! Von dem einen der beiden Architekten, Hanspeter Demetz, nebenberuflich Schriftsteller und Karikaturist der Südtiroler Wochenzeitung ff mit besonderem Interesse für Unwichtiges und Skurriles, stammt „Südtiroler Kribes-Krabes“ – ein grafisch eher farblos daherkommendes Südtirol-Kaleidoskop in Buchform, in dem das so genannte Gewissen der Nation mit längst vergessenen Anekdoten, aktuellen Fakten, Kommentaren und Zeichnungen aufgefrischt wird. Die Stichwörter zu historischen Persönlichkeiten und Ereignissen, Aufrufen und Verordnungen, Vereinen, sprachlichen Eigenarten, aus der Mode gekommenen Alltagsgegenständen und vielem
RedeMpted Rock! „New RedeMption“ heißt die vierköpfige Band, die seit August 2004 in Südtirol rockt und begeistert. proben in einem Bauernhof in Lüsen, den sie so lärmisoliert haben, dass sie bei der wöchentlichen Probe nie auf die Uhr schauen müssen. Das Programm von New RedeMption besteht aus etwa 40 Liedern. Teilweise handelt es sich um gecoverte Nummern, viele der Lieder stammen aber aus der Feder der Musiker selbst. Mika ist für den Text zuständig, und vor allem Michael verpackt diesen anschließend in eine Melodie. New RedeMption treten vorwiegend in Pubs auf, aber auch bei Feiern und Festen kann man sie hören. Ihr nächster Auftritt findet Mitte Oktober in Niederdorf statt.
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Die Idee, eine Rock-Formation zu gründen, stammte von Fabrizio Grasso und Michael Leitner. Die zwei Musiker hatten schon länger zusammen gespielt und waren im Internet auf die ebenso musikbegeisterten Mika Monese und Simon Lorenzin gestoßen. „Es gab dann so etwas wie ein Casting“, erzählt Michael lachend, wobei das Können der beiden sie so überzeugte, dass im August 2004 die Gruppe gegründet wurde. Dabei hatte Michael am E-Bass seine musikalische Karriere bei einer Tanz(Volks)Musikgruppe, also mit einer ganz anderen Art von Musik begonnen. Fabryz am Schlagzeug hatte schon in mehreren Bands gespielt, und Sänger Mika und Gitarrist Simon holten ihren Rückstand in Thema Band-Erfahrungen bald auf.
„Neue Auferstehung“ Zum Unterschied zu vielen anderen Gruppen machte die Namensfindung der Band den vier Musikern keine größeren Probleme. Eigentlich stammt der
Melodischer Rock
New RedeMption treten vorwiegend in Pubs auf, aber auch bei Feiern und Festen kann man sie hören Name „New RedeMption“ (Neue Auferstehung) von Mika, der mit diesem Namen darstellen wollte, was die Musik für ihn bedeutet: eine Art von Erlösung vom täglichen Stress und den negativen
Seiten des Lebens. Mikas Bandkollegen gefiel der Name und sein Hintergrund sofort, denn allen vieren bedeutet Musik sehr viel und stellt einen wichtigen Lebensinhalt dar. Deshalb verbringen der Biologe Fabryz, der Büroangestellte Mika, der Autohändler Michael und der Student Simon viel Freizeit miteinander und verstehen sich nicht nur auf musikalischer Ebene sehr gut. Allerdings wurden die vier auch schon von einer Gruppe angeschrieben, ob sie „auch so religiös“ seien wie ihr Name vermuten ließe, erzählt man uns schmunzelnd und meint, das hätte die Band mit ihrem Namen nun nicht gerade bezweckt...
Gecovertes und Eigenes Die zwei Brixner, der Pfunderer und der Franzensfester 42
Die Stilrichtung von New RedeMption festzulegen ist kein einfaches Unterfangen. Die vier Musiker bewegen sich im Bereich mehrerer Stilrichtungen; ihre Musik ist einfühlsam, melodisch, wechselt über härtere Riffs und Beats aber auch in aggressivere Sounds. Dass sie dabei durchaus „studioreif“ sind, beweisen New RedeMption durch ihre CD, für die sie vier Titel eingespielt haben und die ab Ende Oktober im Fachhandel oder direkt auf Anfrage bei der Gruppe erhältlich sein wird. Auch die Einspielung einer weiteren Scheibe ist bereits geplant; die vier von New Redemption wollen im Sommer nächsten Jahres erneut ins Studio. Manuela Kerer
info Michael (Michl) Leitner: E- Bass Michele (Mika) Monese: voice Simon Lorenzin: guitar Fabrizio (Fabryz) Grasso: Drums www.newredemption.tk E-Mail: redemptionrockband@email.it Tel. 339 3823703
Komödiantische Kinderüberraschungen
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Der Theaterverein „Komödie Brixen“ präsentiert seinen aktuellen Spielplan mit drei Stücken. Zunächst kommt die Boulevardkomödie „Kinderüberraschungen“ zur Aufführung.
Die Komödie Brixen bespielt seit 2002 in regelmäßigen Abständen die große Bühne des Forum Brixen. In der neuen Saison präsentiert der Verein drei Produktionen, die dem Publikum einen vergnüglichen Theaterabend bescheren sollen: eine turbulente Komödie, ein politisch angehauchtes Stück sowie erstmals eine Faschings-Lachshow.
Versteckspiel mit Schreihälsen
Peppi Seidner, Edi Braunhofer, Anna Gargitter, Adelheid Hilpold, Alfons Krapf, Martina Rabanser, Christian Hofer und Renate Heissl präsentieren „Kinderüberraschungen“ ße Schreihälse, und somit wird das Versteckspiel immer mehr zu einem aussichtslosen Spießrutenlauf. Regie führt Leo Ploner; auf der Bühne stehen Josef Seidner als Professor, Christian Hofer als Bernie, Renate Heissl und Martina Rabanser als Frau und Tochter sowie Edi Braunhofer, Alfons Krapf und Adelheid Hilpold in weiteren Rollen. Premiere wird am Freitag, 28. Oktober, um 20.30 Uhr im Forum Brixen gefeiert. Weitere Aufführungen finden am 30. Oktober sowie am 3., 6.,
9. und 12. November statt. Sonntags wird um 18 Uhr begonnen, ansonsten starten die Vorstellungen um 20.30 Uhr.
Schwarze Komödie und Lachshow Ein weiterer Premierenabend ist am 27. Jänner vorgesehen: Gespielt wird dort die schwarze Komödie „Außer Kontrolle“ von Ray Cooney. Das bedenkliche Treiben eines Politikers steht bei diesem Stück im Vordergrund: Durch eine brisante Liebesaffäre
bringt sich dieser in eine äußerst peinliche Situation – mal sehen, wie er sich da rauswurstelt. Schließlich folgt dann Ende Februar zum ersten Mal eine Faschingsunterhaltung der „Komödie Brixen“, die sich zwischen Musikkabarett und Sketche-Abend ansiedeln wird. Bei dieser „Lachshow mit viel Musik und Blödsinn“ werden neben bekannten Gesichtern der „Komödie Brixen“ auch einige Überraschungsgäste mitwirken.
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Doris Brunner
markenforum bz
Der Startschuss fällt Ende Oktober mit der typischen Boulevardkomödie „Kinderüberraschungen“ des jungen Frankfurter Autors Marc Constantin Lack. Darin geht es um einen bedeutenden Professor, der für die Weltgesundheitsorganisation erfolgreich das Problem der Überbevölkerung in den Entwicklungsländern bekämpft. Unterstützt wird er dabei von seinem etwas skurrilen Assistenten Bernie. Professor Knapp, ein anerkannter Experte für Geburtenkontrolle, ahnt jedoch nicht, dass er unerwartet Vater von Zwillingen geworden ist. Bei seinem nächsten Besuch zu Hause sind Frau und Tochter bemüht, das Geheimnis vorerst zu wahren. Die beiden Säuglinge entpuppen sich allerdings als gro-
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Schiller schillernd gespielt Die Gruppe Dekadenz wählte als Eigenproduktion Friedrich Schillers Erstlingswerk „Die Räuber“ und verkehrte es zu den „Räuberinnen“. Die Wandlung eines Sturm-&-DrangKlassikers zu einer dekadenten Comic-Tragödie. Zum Inhalt
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„Hilfe, ich war ein Klassiker!“ – Alexander Liegl und Gabi Rothmüller, die beiden Bearbeiter von Schillers Jugendwerk, legen der Moderatorin in der Talkshow-Szene diese Ankündigung für die nächste Sendung in den Mund. Parodistische Worte in einer Parodie, die ihresgleichen sucht.
Immerhin, das Original lässt sich in seinen Grundzügen wiedererkennen – wenn auch unter völlig anderen Rahmenbedingungen. So wurde beispielsweise aus dem Bruderzwist ein Schwesternstreit, und auch die Räuberbande besteht aus hauptsächlich weiblichen Mitgliedern, die vorher als Prostituierte ihr Portmonee aufgefüllt haben. Der Inhalt im Schnelldurchlauf: Die verleumderische Franziska lässt ihre Schwester Karla beim Vater mittels Brief anschwärzen, um sich dessen Geliebten Emilian unter den Nagel zu reißen und sich die Gunst des Vaters zu sichern. Worauf Karla ihren Job als Prostituierte hinschmeißt und ihre Kolleginnen sowie den Zuhälter überredet, eine Räuberinnen-Gang zu gründen. Wild wütend zieht die illustrierte Bande wie Robin Hood II durchs Land. Derweil führt Franziska ihren Vater und Emilian mit der Botschaft hinters Licht, dass die geliebte Tochter und Freundin umgekommen sei. Sie sperrt den Vater in den Hungerturm und übernimmt selbst das Kommando auf dem Schloss; ihre Bemühungen um Emilian werden von diesem allerdings heftig abgewehrt. Eines Tages kehrt Karla unter anderem Namen zu ihrem Heimatort zurück und wird prompt von Franziska erkannt. Die Tragödie ist aber nicht mehr aufzuhalten, und ein Massensterben tritt ein: Franziska bringt sich um, der alte Moor stirbt auch, Karla ersticht Emilian.
Grell, bunt, schrill Unter der Regie von Gabi Rothmüller wird mit schmachtender Seele geliebt, und es regnet rote Plastikrosen an einer Nylonschnur, während das Liebespaar italienische Schnulzen singt. Da wird mit Degen, 44
Die Räuberinnen: eine schillernde Mischung aus Theater, Kabarett, Revue, Seifenoper und Parodie, mit originalen Textzeilen zwischendrin Kalaschnikow und heimtückischen Wortspielen gekämpft, beim Tango-Tanzen das Messer in den Magen gestoßen und sich das Hirn aus dem Kopf geschossen, dass es nur so spritzt. Auf Südtirolerisch, Italienisch und Schillerscher Originalsprache wird geflucht, geschimpft, geschmeichelt und verleumdet. Die Figuren scheinen einer amerikanischen Seifenoper oder einem Comic entsprungen: Franziska Moor großartig alternierend zwischen „Desperate Housewife“ und „Dirty Harry“, Zuhälter Schweizer lässig-cool in schwarz-weißem Nadelstreifenanzug mit roter Rose am Revers. Radikal wie Terminator präsentiert sich Karla in JeansHotpants und lieblich singend als Gräfin im weißen Hängerchen, Prostituierte Fatima kokett hinternschwenkend in Leoparden-Leggins, Contessa Montespecchio eiswürfelgekühlt in einer Latex-Wurstpelle, Pastor Moser salbungsvoll bis zur Schmerzgrenze, der Diener ein zweiter Glöckner von Notre Dame, Lollipop-Roller im Matrosenanzug könnte kind-
lich-naiver kaum sein, und der alte Moor gebrochen wie ein Bündel Reisig vom scheinbar missratenen Lebenslauf seiner Lieblingstochter (Spieler: Ingrid Porzner, Antonia Tinkhauser, Peter Schorn, Klaus Reiner, Josef Lanz, Patrizia Solaro, Michaela Zetzlmann, Philipp Unterleitner; Kostüme: Sieglinde Michaeler und Walter Granuzzo). Grell, bunt, schrill.
Schillernder Mix Schillers Jugendwerk mutierte im 200. Todesjahr des Dramatikers zu einer schillernden Mischung aus Theater, Kabarett, Revue, Seifenoper und Parodie, mit originalen Textzeilen zwischendrin. Der Einfallsreichtum an Gags und Überraschungs-Effekten war kaum zu überbieten und trieb einigen Zuschauern so manche Lachträne in die Augen. Puristischen Schiller-Verehrern dürfte die Inszenierung in Anbetracht der parodistischen Höchstleistung allerdings Schweißperlen auf die Stirn gezaubert haben: „Hilfe, das war ein Klassiker!“ Doris Brunner
Schiks Skulpturen Werke des niederländischen Künstlers Geert Schiks waren in der Brixner Rathausgalerie zu sehen.
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Der Bildhauer und Raumgestalter Geert Schiks ist für die Brixner Kunstfreunde kein Unbekannter mehr: Schon 1994 hatte er in der Rathausgalerie eigens dafür geschaffene Skulpturinstallationen gezeigt und ist heuer auch wieder an der „SeeArt“ rund um den Vahrner See beteiligt, eine Ausstellung im Freien, die am 15. Oktober eröffnet wird.
Ausstellung in der Rathausgalerie
Raumgestalter Schiks Gert Schiks betrachtet die Skulptur als Bestandteil der Raumordnung und Städteplanung. Er sieht sich selbst als Raumgestalter und setzt die Kunst immer in Bezug zum Ambiente – sei es nun die landschaftliche Einfügung, wo er mit ortsgebundenen Materialien arbeitet, sei es in der architektonischen Raumplanung, in der eine Skulptur oder Installation mit dem bereits Vorhandenen eine harmonische Einheit bilden soll und nicht als Fremdkörper empfunden werden darf.
Symbol der Einheit ist aber um die Spitze beraubt, und das Fragezeichen steht für sich. Unsere globalisierte und technologisch immer perfektere Welt ist wie ein Dreieck ohne Spitze, ohne den geistigen Höhepunkt. Andererseits erweckt das stumpfe Dreieck im Betrachter auch den Eindruck einer Riesenbrücke, die die Welt umspannen könnte. Geert Schiks Konzepte für Infrastrukturen behalten immer das kreative Motiv im Auge. In seiner Heimatstadt entwirft er seine Projekte in Zusammenarbeit mit Architekten und Städteplanern, was an sich schon die Voraussetzung für ein gelungenes Ensemble in der Gestaltung von öffentlichen Räumen ist. Für den Künstler ist diese Zusammenarbeit auch wichtig, weil er auf diese Art ein ständig wechselndes Publikum erreicht und so seine Arbeit in der Gemeinschaft einbinden kann.
Schiks sieht sich selbst als Raumgestalter und setzt die Kunst immer in Bezug zum Ambiente
Collage-Projekt Zum Jahrhundertwechsel schuf der Künstler ein besonders bedeutungsvolles Collage-
Projekt: Die Umrisse eines Riesendreiecks türmen sich über einer Metropole, und der Titel des Projektes lautet „level to 2000?“ Das Riesendreieck als wichtiges
In der Brixner Rathausgalerie zeigte er unter anderem das Projekt für eine Anlage zur Trinkwassergewinnung aus Regenund Grundwasser, bei der er mit den verschiedenen Farben der Skulptur aus Papiermaché die für diesen Prozess nötigen chemischen Vorgänge darstellte. Ein weiteres interessantes Projekt war die Installation mit dem beleuchteten und akustisch erweiterten Schaltbild der Verkehrsordnung, wo der Künstler auch den meist nicht berücksichtigten Flugverkehr mit einbezog. Eingeladen worden war Schiks vom Brixner Kunstkreis St. Erhard. Christine Mathà
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Nach langem Hin und Her stellt der Hockeyclub Brixen nun doch eine erste Mannschaft für die neue Saison. Die „Starbulls“ waren in der letzten Saison aus der Serie A2 abgestiegen und werden heuer in der dritten nationalen Liga, der U26, um den Titel kämpfen. +++ Der SSV Brixen Schwimmen wählte vor kurzem Franco Letrari zum neuen Sektionsleiter. Er löst somit den langjährigen Vorsitzenden Stephan Dejaco ab, der gemeinsam mit dem gesamten Vorstand die Leitung der Sektion abgab. +++ Der Fußball-Proficlub FC Südtirol hat in der Serie C2 nach sieben Spieltagen die alleinige Tabellenführung übernommen und liebäugelt nun bereits mit einem eventuellen Aufstieg. +++ Während der SSV Brixen in der Fußball-Oberliga der Favoritenrolle nicht gerecht wird und heuer nicht recht aus den Startlöchern kommt (nach sechs Spielen nur ein Sieg), peilt der SV Natz in der Landesliga mit sechs Siegen den direkten Wiederaufstieg an.
Verrückte Radler
Foto: Fabio De Villa
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Die Festung in Franzensfeste war am 1. Oktober Schauplatz des ersten „Red-Bull-Conquering Wettbewerbs“. Die besten acht Abfahrer (Downhill) und Geschicklichkeitsfahrer (Trial) Europas kämpften bei strömendem Regen um die so genannte „Eroberung der Festung“. Die zu bewältigende Strecke führte unter anderem durch die unterirdischen Gänge; die Athleten mussten hier 500 Stufen bewältigen. In dem spektakulären Rennen vor rund tausend Zuschauern setzte sich am Ende ein Team aus Spanien durch. db
Erfolgreiche Sportschützen Bei den Jugenditalienmeisterschaften der Sportschützen in Bologna holte sich Marta Rieder (im Bild) vom Schießsportverein Brixen den Titel in der Kategorie Zöglinge mit dem Luftgewehr. Bereits nach dem Qualifikationsschießen war klar, dass Marta zu den Favoriten zählt. Mit dem dadurch entstehenden Erfolgsdruck kam sie von allen Finalteilnehmern am besten zurecht, und so schoss sie sich mit 382 von 400 möglichen Ringen souverän zum Italienmeistertitel. Paul Ralser, ebenfalls Mitglied des Schießsportvereins Brixen, erzielte bei den Meisterschaf-
ten einen neuen persönlichen Wettkampfrekord und platzierte sich damit auf dem dritten Rang der Luftgewehr-Zöglinge. Diese Leistung ist umso höher einzuschätzen, da Paul erst seit zwei Jahren regelmäßig trainiert. Auf dem 15. Platz landete Robert Wieser, nachdem ihm ein technischer Fehler fast zehn Ringe gekostet hatte. Max Rieder, der sich vor zwei Jahren den Italienmeistertitel bei den Zöglingen holte, erreichte diesmal in der Kategorie Junioren einen sehr guten fünften Platz. oz
Fitnessforum im Forum Von traditionellen AerobicStunden über Nordic Walking bis hin zu Shiatsu und Ayurveda sowie theoretische Erkenntnisse zur gesunden Ernährung – all das bietet das Fitnessforum Brixen, das am 22. und 23. Oktober stattfinden wird. Veranstalter sind das Forum Brixen sowie die Schweizer Fitnessschule „education in mOve“. „Alle sollen zur Bewegung animiert und motiviert werden“, heißt es in der Ankündigung. Das Ziel ist nicht nur die Steigerung der persönlichen Fitness, sondern auch Prävention, um zukünftigen Gesundheitsproblemen schon jetzt entgegenzuwirken. Aber bei aller Ernsthaftigkeit versprechen die Veranstalter: Der Spaß kommt garantiert nicht zu kurz... oz
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Die Sportvereine der Gemeinde Natz Schabs haben sich zu einer engen Zusammenarbeit im Sektor Jugendfußball entschlossen. Das grundlegende Konzept besteht darin, dass Kinder und Jugendliche der zwei Gemeinden gemeinsam in Fußballmannschaften trainieren und spielen. Dabei steht nicht nur die Leistung, sondern vor allem die Freude an der Bewe-
Foto: Heinrich Niedermayr
Gemeinsam am Ball gung und an der Gemeinschaft im Vordergrund. Die insgesamt elf Jugendmannschaften mit etwa 150 Spielern werden nach Jahrgängen zusammengestellt und sollen in einfachen Schritten dem Gedanken der Gemeinschaft näher gebracht werden. Die Initiatoren des Projekts, Georg Zingerle und Heinrich Ferretti, haben gemeinsam mit den jeweiligen Präsidenten der
Sportvereine einen Weg gefunden, den Spaß am Fußball in den Vordergrund zu stellen. Die Spieler sind zwischen acht und 18 Jahre alt; trainiert und gespielt wird in jenem Dorf, aus dem die meisten Spieler der jeweiligen Mannschaft kommen. So starten nun im Herbst elf neu zusammengewürfelte Mannschaften in die neue Saison. dp
Zurück zu den Anfängen Mit dem Bau der neuen Turnhalle des Vinzentinums scheint eine fast 30 Jahre lange Odyssee zu Ende zu gehen: Der SSV Brixen Yoseikan Budo kann nämlich die alte Halle des Vinzentinums künftig für sein Training nutzen und hat somit erstmals die Möglichkeit, auf der über 170 Quadratmeter großen Trainingsfläche 25 Wochenstunden Kurstätigkeit abzuwickeln und somit das Angebot breiter zu fächern. Für die 1978 von Oskar Baumgartner gegründete Sektion bedeutet dieser Schritt eine Rückkehr: Die alte Turnhalle war die erste Heimat der aufstrebenden Sektion. Danach übersiedelten die Budokas in die Turnhalle der Mittelschule Michael Pacher, ab
1991 trainierte man gemeinsam mit der Sektion Turnen im neu errichteten Zubau der Handballhalle in der Sportzone Süd. Aufgrund der eingeschränkten Entfaltungsmöglichkeiten ergab sich dann im Jahre 1998 die Möglichkeit, in das Parterre des Ansitzes „Kammerhube“ in Köstlan auszuweichen. Nach der Fertigstellung der Dreifachturnhalle im Rosslauf übersiedelte die Sektion 2001 dorthin, jedoch ohne die gewünschten Trainingsmöglichkeiten vorzufinden. Fernziel ist laut Baumgartner nach wie vor die Unterbringung in einer vereinseigenen Struktur, die alle Voraussetzungen erfüllt, um der Sektion Yoseikan Budo eine sichere Zukunft zu gewährleisten. dp
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„Laufen ist für mich wie Zähneputzen!“
nebensächlich. Ich versuche zuerst, diese Idee in meinem Kopf reifen zu lassen, und sobald der richtige Zeitpunkt gekommen ist, werde ich ihn auch laufen. Wie sieht Ihr Trainingsplan aus? Wenn ich mich auf einen Wettkampf vorbereite und eine Marathonzeit unter 2.30 Stunden anpeile, trainiere ich sechs bis sieben Mal in der Woche – und dies, obwohl ich in meinem Beruf ganztätig auf den Beinen bin. Zwei Monate vor dem Marathon bereitet man sich intensiv vor, in dem man den Umfang steigert. Ich erreiche Spitzenwerte um die 150 bis 170 Kilometer pro Woche, wobei ich den Trainingsumfang auf mich persönlich und meine Umstände abstimmen muss. Die Athleten an der Weltspitze machen bis zu 250 Kilometer pro Woche. Ich gehe täglich um 6 Uhr früh trainieren. Das harte Training kommt dann an den Wochenenden. Dies sind zwar keine idealen Trainingszeiten, aber ich muss meine Zeit eben so einteilen, um alles unter einen Hut zu bringen.
Am vergangenen Samstag wurde der 43-jährige Brixner Christian Jocher beim München-Marathon von 8.800 Teilnehmern sensationeller Zweiter und hat nun mit über 30 bestrittenen Marathon-Läufen so viele hinter sich wie kein anderer Südtiroler.
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Sie sind heuer in einer beneidenswerten Form. Wird man als Langstreckenläufer mit zunehmendem Alter immer stärker, oder sind Sie diesbezüglich eher eine Ausnahme? Die guten Läufer haben ein Durchschnittsalter von 30 bis 40 Jahren, aber auch mit 50 kann man auf der Langstrecke immer noch konkurrenzfähig sein. Ich selbst profitiere nun von den vorhergehenden Jahren, in denen ich im Aufbau war. Meinen Zenit habe ich mit Sicherheit bereits überschritten, zumindest, was die Schnelligkeit betrifft. Aber ich kann nun in meinem fortgeschrittenen Alter von 43 Jahren das Niveau durch meine Erfahrung halten. Gerade in meiner Spezialdisziplin, dem Marathonlauf, sehe ich immer
Christian Jocher zählt zu den besten Marathonläufern Südtirols und war in den 90er Jahren einer der besten Cross-Läufer Italiens noch Reize. Heuer habe ich zum Beispiel beim JungfrauMarathon in der Schweiz neue Erfahrungen im Höhenmarathon gesammelt, wo ich prompt ganz vorne ins Spitzenfeld gelaufen bin. Wo liegt Ihre Bestzeit im Marathon? Meine Rekordzeit liegt bei 2.17.23 Stunden, die ich 1994 in Hamburg gelaufen bin. Das bedeutet eine Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 17 km/h. Bei meinem nunmehr 30. Marathon, den ich heuer wiederum in Hamburg gelaufen bin, habe ich eine Zeit von 2.28 Stunden erzielt. Glauben Sie, den eigenen Rekord von 1994 noch unterbieten zu können? Diese Zeit will ich gar nicht mehr anstreben. Der dazu notwendige Trainingsaufwand stün-
Foto: Oskar Zingerle
Herr Jocher, Gratulation zum hervorragenden zweiten Platz beim diesjährigen München-Marathon, bei dem Sie eine Zeit von 2:24,27 Stunden erreicht haben! Herzlichen Dank! Obwohl ich ursprünglich dieses Rennen gar nicht eingeplant hatte, ist es für mich ein Traumergebnis. Ich habe am Rennen teilgenommen, weil ich wusste, dass ich derzeit gut drauf bin. Ich lief dem entsprechend ohne Druck und habe mich im Feld langsam von hinten nach vorne gearbeitet. Am 6. November nehme ich am Marathon in New York teil. Dort will ich allerdings nicht so sehr auf Maximum laufen, sondern will den Lauf einfach nur genießen.
de nämlich in keinem Verhältnis zu dem, was ich derzeit bereit bin aufzuwenden. Ich habe inzwischen einen Beruf, der mich zeitlich voll in Anspruch nimmt. Ein übermäßiges Training bringt mir nicht die gewünschte Lebensqualität, weshalb ich lieber darauf verzichte. Den Sport betreibe ich nach wie vor aus reiner Freude und akzeptiere, dass ich nun ein bisschen langsamer geworden bin. Wie lange wollen Sie noch Marathonläufe absolvieren? Solange es mir Freude bereitet! Meine Ziele lege ich immer frühzeitig fest. Den heuer bestrittenen Höhenmarathon hatte ich zum Beispiel bereits seit drei Jahren im Kopf, und die Vorbereitung war dem entsprechend. Als nächstes schwebt mir ein 100-km-Lauf vor. Ich möchte auch diese Grenze kennen lernen. Ob ich diesen aber tatsächlich bestreiten werde, ist derzeit
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Ihr größter Erfolg im Marathon war der vierte Rang bei der Italienmeisterschaft 1995. In den 90er Jahren waren Sie auch im Cross-Lauf stets unter den besten 15 italienischen Athleten. Haben Sie eigentlich nie mit dem Gedanken gespielt, Profi zu werden? Ich hatte vor Jahren mehrmals mit Verletzungsproblemen zu kämpfen. Unter solchen Umständen denkt man nicht an einen Wechsel ins Profilager. In letzter Zeit wurde ich aber von Verletzungen verschont. Kann der Marathonlauf zur Sucht werden? Oder, anders gefragt: Wieso quält man sich derart? Beim Langstreckenlauf und im Besonderen beim Marathonlauf macht man eine ganz eigene Körpererfahrung. Man muss hier viele Umstände berücksichtigen, die bei einem Kurz- oder Mittelstreckenlauf nicht vorkommen. Ich denke hier beispielsweise an die sich dauernd ändernden Witterungsbedingungen. Auch die Taktik muss ich während des Rennens oft ändern, da ich auf meinen
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Körper hören muss und dem entsprechend gut daran tue, nach der inneren Uhr zu laufen. Wenn man im Langstreckenbereich eine so große Freude hat wie ich, dann vergehen nach einem Rennen keine zwei Monate, bis es wieder zu Kribbeln anfängt und man nach neuen Zielen sucht. Es kann schon sein, dass dies irgendwie mit Sucht zu tun hat. Es ist nur wichtig, dass man den Körper nicht durch die Einnahme von leistungsfördernden Mitteln manipuliert und somit ruiniert. Ist ein 42-km-Lauf aus medizinischen Gesichtspunkten gesund? Ich zähle mich nicht zu denjenigen, die aus ihrem Körper alles herausholen. Meine Grenze ist dort, wo sich der Körper und die Gesundheit melden. Die Gesundheit geht natürlich vor! In all den Jahren habe ich gelernt, auf meine Körpersignale zu hören; wenn ich mich körperlich nicht fit fühle, dann peile ich gewisse Ziele erst gar nicht an.
Der Familienbetrieb unter den Brixner Lauben verarbeitet seit Generationen einheimisches Fleisch zu hochwertigen Metzgereiprodukten. Besonders beliebt sind die hausgemachten Schinkenprodukte, Speck, Kaminwurzen sowie halbfertige Gerichte wie Knödel mit Sauerkraut, Gerstsuppe, Gulasch, Schlutzkrapfen. Und jetzt zur Törggelezeit: Surfleisch, Geselchtes und Hauswurst.
Was geht einem Marathonläufer während dieser zwei bis drei Wettkampfstunden durch den Kopf? Anfänglich war es bei mir so, dass ich sehr auf Durchgangsund Endzeiten fixiert war, die ich erreichen wollte. Dem entsprechend war ich dann oft sehr verkrampft. Mittlerweile habe ich durch mentales Training gelernt, dass man die Gedanken loslassen soll. Nun nehme ich beim Laufen plötzlich ganz andere Gefühle wahr, die für mich bisher Neuland waren und die ich nun voll genieße. Es kann also vorkommen, dass ich mich während des Rennens mental in ganz einem anderen Bereich aufhalte und den Körper einfach laufen lasse. Mittlerweile ist für mich das Laufen wie das tägliche Zähneputzen geworden: Es gehört einfach dazu. Thomas Oberrauch
info Name: Christian Jocher Alter: 43 Wohnort: Brixen/Milland Zivilstand: verheiratet Sportart: Mittel- und Langstreckenläufer, Marathonläufer Beste Marathonzeit: 2.17.23 Stunden, Hamburg 1994 Größter Erfolg: Vierte Rang im Marathon bei Italienmeisterschaft 1995 Beruf: Eigentümer des Sportgeschäftes Fit & Fun, Brixen Funktionen: Gründer und Präsident der Sportgemeinschaft Eisacktal, Referent verschiedener Laufseminare Kontakt: Tel. 0472 835111
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Fulminanter Start Mit Siegen über den amtierenden Meister Meran und über Triest legte der SSV Forst Brixen einen traumhaften Saisonstart hin. Der erstmals heuer angewandte neue Drei-Phasen-Modus bedeutet für die Vereine der Profiliga eine große Herausforderung.
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Die vergangene Saison lief für die Brixner Handballer nicht gerade großartig. Anfangs noch als Titelanwärter gehandelt, schieden die Eisacktaler vorzeitig aus dem Titelrennen aus. Doch heuer scheint der Knoten aufzugehen: Nach dem Sieg über den ewigen Rivalen SC Meran zu Saisonstart in Brixen und einem Auswärtssieg gegen Triest blicken die Verantwortlichen einer viel versprechenden Saison entgegen. Trainer Mihaly Kovacs glaubt an seine Jungs und rechnet sogar mit dem Meistertitel; Sektionsleiter Markus Stockner hingegen sieht einen Platz in der oberen Tabellenhälfte als realistisches Ziel.
Neuer Drei-Phasen-Modus Um den italienischen Handball attraktiver zu gestalten, legte der nationale Handball-
verband zu Saisonbeginn eine neue Meisterschaftregelung vor. Dem neuen so genannten DreiPhasen-Modus zufolge dürfen nur mehr die besten acht Profimannschaften in der Serie A, also der höchsten nationalen Liga, um den Titel mitspielen. In der Hin- und Rückrunde spielen diese acht Mannschaften jeweils gegeneinander. Die Punkte, die jede Mannschaft aus den 14 Spielen mitbringt, ergeben eine erste vorläufige Rangordnung, die bereits im Dezember feststehen wird. Ende Jänner beginnt die zweite Phase: Aus der provisorischen Rangordnung spielt der Erstplatzierte gegen seine vier Nachfolger und alle anderen Mannschaften jeweils gegen die vier darunterliegenden Teams. Somit ergibt sich eine Spieleanzahl von sieben Begegnungen pro Mannschaft. Nach dieser wiederum vorläufigen Rangordnung folgt die dritte und letzte Phase, die im üblichen „Play-off-Modus“ durchgeführt wird.
Neuerungen Heuer muss sich jede Mannschaft mit 14 Spielern – vorher waren es zwölf – auf der Bank präsentieren. Zudem dürfen vier Ausländer – bisher waren es drei – temporär auf dem Spielfeld sein. Mit Djordjejvic Dolibor konnte wohl der beste Linkshänder auf dem italienischen Spielermarkt angeworben werden; er ist jedoch im Moment verletzt und wird bis zu seiner Genesung von Jan Eiberg Jörgensen ersetzt. „Hauptziel der Sektion Handball ist nach wie vor, den Handballsport in Brixen wieder attraktiver zu gestalten“, sagt Sektionsleiter Markus Stockner. Vor allem aber möchte man die eigene Jugend in die erste Mannschaft integrieren, „wobei das nicht immer so einfach ist“, wie Stockner zugibt.
Live auf Rai Sport Sat Die Spiele der zwei Südtiroler Profiklubs werden vom Staatssender Rai neuerdings live
Mit Siegen gegen Meran und Triest legten die Brixner Handballer einen Traumstart in die neue Saison hin übertragen. Jeden Dienstag um 19 und um 20.30 Uhr können die Spiele auch zu Hause auf Rai Sport Sat mitverfolgt werden. Am 8. November sind die Schützlinge von Mihaly Kovacs zum Rückrundenspiel in Meran zu Gast – auch dieses Spiel wird live übertragen. Dietmar Pattis
info SSV Brixen Handball: Ab- und Zugänge Abgänge: Petru Pop – nach Conversano Zugänge: Alexandar Jovic Djordjejvic Dolibor Jan Eiberg Jörgensen (vorübergehend) Benjamin Wieland Andreas Salcher Benno Pfattner Dominik Dorfmann 51
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Fassaden warm einpacken! Teure und wertvolle Heizwärme entweicht oft still und leise durch die Mauern. Wer Heizkosten sparen will, sollte die Hausfassade unter die Lupe nehmen: Eine fachgerechte Fassadendämmung schont Geldbeutel und Umwelt.
Wie kann man Heizkosten senken? Mit der energetischen Verbesserung von Altbauten senkt man die Heizkosten und leistet einen Beitrag zum Umweltschutz. Die drei wichtigsten
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Energie ist teuer. So mancher Geldbeutel wird in diesem Winter durch die steigenden Rohstoff-Preise arg strapaziert werden. Das Beheizen der Wohnräume verschlang bis jetzt im Durchschnitt 80 Prozent des gesamten Energieverbrauches eines privaten Haushaltes. Dagegen entfiel auf Warmwasser, Beleuchtung und elektrische Geräte zusammen nur ein Anteil von 20 Prozent. Ein Grund für den immensen Bedarf an Heizenergie kann eine schlechte oder veraltete Heizanlage sein, die durch ihren niedrigen Wirkungsgrad die eingesetzte Energie nicht optimal nutzt. Wahre Energiefresser können aber auch die Fenster sein: Durch Transmission – das heißt durch Wärmeaustausch bei geschlossenem Fenster – können rund 20 Prozent der Heizenergie entweichen. Die zwei größten Schlupflöcher findet die Wärme weiters in den Wänden und im Dach eines Hauses. Mit 30 bzw. 22 Prozent haben sie gemeinsam über die Hälfte des Energieverlustes zu verantworten. Die Wärme entweicht in älteren Gebäuden oft still und leise – ein Verlust, der sich mit Fassadendämmung drastisch reduzieren lässt.
Maßnahmen bestehen dabei in der Montage eines Fassadendämmsystems, im Einbau gut isolierender Fenster und in der Anschaffung einer neuen Heizanlage. Tatsächlich aber stellt die Fassadendämmung keine Alternative dar, sondern ein Muss: Selbst die Heizung mit dem besten Wirkungsgrad bringt nur dann Vorteile, wenn gedämmte Wände die Wärme im Haus halten. Die Hauptaufgabe eines Fassadendämmsystems besteht darin, Wärmeverluste des Hauses zu minimieren. Nur ein gut zusammengesetztes, geprüftes und präzise verlegtes Fassadendämmsystem erfüllt diese Aufgabe. Außerdem kann es den Belastungen durch Wetter und Umweltschmutz auf Dauer standhalten.
breitet sich aus. Ein Haus mit Wärmedämmfassade vermeidet solche Probleme, denn Fassadendämmung hält die Wände warm. Außerdem hilft sie, die Idealwerte des Raumklimas konstant zu halten. Das steigert die Wohnqualität, fördert die Behaglichkeit und trägt zur Gesundheit der Bewohner bei.
Bestandteile eines Wärmedämmverbundsystems Bei älteren Bauten lohnt sich der Einbau eines Fassadendämmsystems am meisten, wenn der Zeitpunkt klug gewählt wird, nämlich dann, wenn sowieso eine Putz-Renovierung oder Riss-Sanierung ansteht. Die Kosten für Planung, Gerüstbau, Baustelleneinrichtung und Putzarbeiten fallen dann nur einmal an.
Eine Ausgabe, die sich rechnet Die Fassadendämmung senkt nicht nur die Heizkosten und kommt der Umwelt zu Gute – sie bringt noch weitere Vorteile mit sich. So steigert die Dämmung den Wert eines Gebäudes, denn eine Wohnung oder ein Haus mit niedrigen Verbrauchswerten lässt sich einfacher und besser vermieten. Auch beim Verkauf erzielt man einen sehr viel höheren Erlös.
Dieser Trend wird sich mit der Einführung des so genannten Energiepasses für Gebäude verstärken.
Wohlfühlfaktor Raumklima Wärme ist nicht gleich Wärme: Ein gesundes Raumklima ist die Grundlage für angenehmes Wohnen. Die Lufttemperatur ist dabei nur einer von vielen Faktoren, die Temperatur der Wand spielt eine ebenso wichtige Rolle. Sie darf höchstens zwei Grad Celsius unter jener der Raumluft liegen. Sonst entsteht Zugluft: Die kalte Luft der Wand fällt im Zimmer nach unten, die warme Raumluft steigt nach oben. Außerdem bildet sich an kalten Wänden Kondenswasser, und die Wände durchfeuchten. Das führt zu Schimmel, Modergeruch
Finanzielle Förderung In Zukunft wird eine fachgerechte thermische Sanierung von Gebäuden eine immer größere Rolle spielen: Sie senkt den Energiebedarf, schont den Geldbeutel, schützt die Umwelt und erfüllt den Wunsch nach Behaglichkeit im Inneren einer Wohnung. Die öffentlichen Körperschaften tragen dem Rechnung: Bauherren erhalten durch Förderprogramme finanzielle Zuschüsse für die Montage von Wärmedämmfassaden. Vielleicht ein Grund mehr, die eigene Hausfassade einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.
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Foto: helios.bz
Heizen mit Pellets Pellets-Heizanlagen erobern Schritt für Schritt die Haushalte. Komfortabel und vielseitig einsetzbar, preiswert und schonend zur Umwelt – eine wahre Technologie für die Zukunft. 1 Kilogramm Pellets ersetzt 0,5 Liter Heizöl
Durch die automatische Feuerung und die exakte Dosiermöglichkeit sind Pellets außerordentlich komfortabel im Betrieb und vor allem für kleinere und mittelgroße Gebäude geeignet, also insbesondere für Ein- und Mehrfamilienhäuser. Pellets-Heizanlagen gibt es in verschiedenen Ausführungen und Größenordnungen, von Einzelraumfeuerungen über Zentralheizungskessel werden alle Anforderungen abgedeckt.
Bei den Heizkesseln stehen verschiedene modernste Feuerungstechniken zur Verfügung, die einen äußerst sparsamen Einsatz des Rohstoffes ermöglichen. Pellets-Heizanlagen sind auch in Kombination mit einer thermischen Solaranlage für die Warmwasseraufbereitung einsetzbar.
Preiswert & umweltfreundlich Neben der komfortablen Handhabung sprechen aber auch noch andere Vorteile für
das Heizen mit Pellets: Im Vergleich zu Heizöl und Erdgas fallen bei den Pellets niedrigere Brennstoffkosten an, sie garantieren einen hohen Heizwert, und folglich besteht ein geringer Platzbedarf für die Lagerung. Zudem sind Pellets umweltfreundlich: Sie sind Kohlendioxid-neutral, und dadurch wird im Gegensatz zum Heizen mit fossilen Energieträgern das Klima nicht geschädigt.
Hier die Namensliste der Südtirolerinnen und Südtiroler, die für’s Autofahren zuviel Geld ausgeben!
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Das Heizen mit Pellets stellt eine innovative Technologie dar – man kann von einer wahren Revolution in der Verbrennungstechnik sprechen. International und auch in Südtirol sind PelletsHeizanlagen auf dem Vormarsch: Sie sind vielseitig einsetzbar und weisen ein sehr großes Marktpotential in der Ersetzung alter Heizanlagen auf. Dies trifft vor allem auf Gebäude zu, die nicht an ein Fernheizwerk angeschlossen werden können.
Komfortabel & vielseitig
Alexander, Amelie, Maria, Patrick, Monika, Emily, Emma, Fabian, Felix, Kathrin, Kevin, Florian, Frank, Georg, Gisela, Günther, Andrea, Andreas, Anja, Annika, Ben, Christian, Christina, Daniel, David, Sven, Susanne, Tanja, Tom, Ursula, Vanessa, Volker, Werner, Wolfgang, Dennis, Emily, Hanna, Helga, Ingrid, Jan, Jana, Jasmin, Jennifer, Manfred, Karin, Katharina, Anke, Jonas, Julian, Käthe, Klaus, Roland, Sabine, Tim, Thomas, Tobias, Sandra, Simone, Sophia, Sophie, Stefan, Stefanie, Karl, Johannes, Siegfried, Franz, Martin, Markus, Bruno, Willi, Moritz, Martina, Ivan, Philipp, Renate, Robin, Christiane, Jürgen, Julia, Christine, Claudia, Jessica, Johanna, Sarah, Sebastian, Simon, Bei Kurzstrecken unter 4 km beträgt der Spritverbrauch eines Mittelklasse-Pkws bis zu 20 Liter/100 km. Anke, Jonas, Petra, Anna, Anne, Käthe, Klaus, Petra, Roland, Sabine, Tim, Thomas, Tobias, Sandra, Simone, Sophia, Sophie, Stefan, Stefanie, Franz, Karl, Johannes, Siegfried, Martin, Markus, Bruno, Willi, Moritz, Martina, Ivan, Philipp, Susanne, Tanja, Tom, Ursula, Hanna, Helga, Ingrid, Jan, Jana, Jasmin, Jennifer, Manfred, Renate, Robin, Johannes, Siegfried, Franz, Martin, Susanne, Jana, Jasmin, Jennifer, Manfred, Günther, Karin, Tanja, Tom, Ursula, Vanessa, Volker, Werner, Wolfgang, Dennis, Emily, Hanna, Helga, Ingrid, Jan, Jasmin, Jennifer, Manfred, Christiane, Jürgen, Julia, Alexander, Amelie, Maria, Patrick, Monika, Emily, Emma, Erik, Fabian, Felix, Kathrin, Kevin, Florian, Frank, Georg, Gisela, Frühes Gangschalten und niedertouriges Fahren reduzieren den Spritverbrauch bis zu 20%. Claudia, Jessica, Simone, Sophia, Sophie, Stefan, Stefanie, Karl, Johannes, Siegfried, Franz, Martin, Markus, Bruno, Willi, Moritz, Martina, Ivan, Philipp, Susanne, Tanja, Tom, Ursula, Hanna, Helga, Ingrid, Jan, Jana, Jasmin, Jennifer, Manfred, Willi, Anke, Jonas, Julian, Anna, Anne, Käthe, Jana, Jasmin, Jennifer, Manfred, Kai, Karin, Klaus, Petra, Roland, Sabine, Tim, Thomas, Tobias, Sandra, Simone, Ein leerer Dachgepäcksträger verursacht 0,7 Liter Mehrverbrauch bei Tempo 80 km /h. Sophie, Stefan, Stefanie, Karl, Robin, Susanne, Tanja, Tom, Ursula, Vanessa, Volker, Werner, Annika, Ben, Christian, Christina, Daniel, David, Sven, Susanne, Tanja, Johannes, Siegfried, Franz, Martin, Tom, Ursula, Vanessa, Volker, Werner, Wolfgang, Dennis, Emily, Renate, Robin, Günther, Maria, Tom, Ursula, Hanna, Helga, Ingrid, Jan, Jana, Jasmin, Jennifer, Manfred, Jana, Jasmin, Jennifer, Manfred, Kai, Karin, Alexander, Amelie, Maria, Patrick, Monika, Emily, Emma, Fabian, Felix, Kathrin, Kevin, Florian, Frank, Georg, Jan, Gisela, Eine Kampagne der Autonomen Provinz Bozen – Südtirol – Abteilung Wasser und Energie www.provinz.bz.it/wasser-energie 54
Dämm-Pakete helfen sparen Dämmstoffe für Boden, Wand und Dach gibt es jetzt in sorgfältig geprüften Paketen. Abgestimmt auf die verschiedenen Bedürfnisse und Zwecke erfüllen sie wichtige Kriterien zum Bau eines KlimaHauses.
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Dämmsysteme fürs KlimaHaus
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Der richtige Dämmstoff beim Hausbau ist die halbe Miete. Doch den herauszufinden ist alles andere als einfach: Das Angebot ist überwältigend und völlig unübersichtlich.
Alles in einem Paket Gemeinsam mit Handwerkern und Architekten haben die Fachleute von Bauexpert nun Erleichterung für alle Häuslbauer geschaffen: Sie überprüften die gängigen Dämmstoffe, die auf dem Markt zu finden sind, und sortierten diese. Dabei wurden sämtliche relevanten Kriterien zum Bau des KlimaHauses berücksichtigt: U-Wert (Kälte- und Wärmeisolierung), Dampfdiffusion, Brand- und Schallschutz, baubiologische Eignung sowie Wind-, Luft- und Wasserdichte. Die besten Kombinationen bietet Bauexpert nun in Form von Dämm-Paketen an – und zwar jeweils mehrere für die drei Bereiche Boden, Wand und Dach.
Bei der Dämmung auf Nummer Sicher gehen Den Bauherren ist oft nicht klar, dass die meisten Dämmstoffe nur für ganz bestimmte Anwendungsbereiche geeignet sind. Die besten Dämmstoffe verlieren ihre exzellenten Eigenschaften, wenn sie bautechnisch falsch angewandt oder mit ungeeigneten Materialien kombiniert werden. Deshalb sollten Bauherren in Sachen Dämmung lieber auf Nummer Sicher gehen: Eine Beratung von Fachleuten über die Vorteile, Eigenschaften und Anwendungen der einzelnen
Dämmkonzepte bauexpert
Bauen Sie Ihr KlimaHaus mit uns: abgestimmt auf Ihre Bedürfnisse. Unsere Fachberater informieren Sie ausführlich!
Die besten Dämmstoffe wurden in einem Paket kombiniert Dämmstoffe unter Berücksichtigung der neuesten bautechnischen und baubiologischen Erkenntnisse ist unabdingbar und hilft, teure Fehler zu vermeiden. Die Fachleute von Bauexpert mit seinen sieben Niederlassungen in Trentino-Südtirol stehen gerne zur Verfügung. Nützliche Infos stehen auch im KlimaHausKatalog, der in den Filialen von Bauexpert oder übers Internet (www.bauexpert.it) erhältlich ist.
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Bruneck Tel. 0474 572 500 Brixen Tel. 0472 821 818 Eppan Tel. 0471 662 119 Sand in Taufers Tel. 0474 686 244 Latsch Tel. 0473 623 035 Mori (TN) Tel. 0464 917 616 Borgo (TN Valsugana) Tel. 0461 753 208 www.bauexpert.it
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Die Wurzeln einer großen Leidenschaft 50 Jahre Erfahrung haben Design und Stilrichtung des Thun-Unternehmens geprägt. Dabei ist man stets bemüht, wertvolle Traditionen zu bewahren, sie aber stilistisch und funktional neu zu interpretieren.
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THUN • Galvani Straße, 29 • 39100 Bozen • Tel. 0471 245 111 • Fax 0471 245 293 • ofen@thun.com
Anfang der 50er Jahre gründete Graf Othmar Thun mit seiner Leidenschaft für den natürlichen Werkstoff Ton und für handwerkliche Qualität eine Produktionsstätte für hochwertige Ofenkacheln in Bozen. Als Vorlage dienten klassische Muster, die er mit großem Enthusiasmus sammelte. Bei der Entwicklung neuer Kachelformen und neuem Kacheldesign war Gräfin Lene Thun, die sich
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besonders mit der Kreation von Keramikfiguren einen Namen gemacht hat, maßgeblich beteiligt. Kachelöfen mit ThunOfenkacheln finden sich heute in ganz Europa: in norditalienischen Landhäusern ebenso wie im bayrischen Wald, im österreichischen Burgenland genauso wie in Südtirol.
Der Kern gesunden Wohnens Ein Kachelofen vermittelt Wohlbefinden durch Wärme.
Feuer und Flamme für THUN Kachelöfen? Gerne schicken wir Ihnen unseren Katalog frei Haus. Rufen Sie uns einfach an oder senden Sie ein Fax, eine E-Mail oder Postkarte an die nebenstehende Adresse. Jederzeit für Sie da sind auch unsere THUN Fachhändler!
Durch den hohen Anteil an Strahlungswärme wird das vegetative Nervensystem (Atemfrequenz, Blutdruck) positiv beeinflusst. Strahlungswärme erzeugt eine geringe elektrostatische Aufladung, und mangels metallischer Heizflächen findet auch keine Entladung der negativen Ionen statt. Außerdem wird durch den geringen Luftzug eine Staubaufwirbelung großteils verhindert. Das Knistern des Feuers ist das einzige – angenehme – Geräusch, das
ein Kachelofen erzeugt. Ofenkacheln und Schamotte speichern also die Wärme, um sie langsam an Wände, Decken, Einrichtungsgegenstände und an den Menschen abzugeben. Die Luft bleibt angenehm temperiert und die natürliche Luftfeuchtigkeit auf einem angenehm hohen Niveau. Darum empfehlen auch Baubiologen und Ärzte besonders diesen Heizungstyp.
Thun heute Heute ist THUN ein zukunftsorientiertes Familienunternehmen, das in den Produktbereichen Kachelöfen, Geschenkartikel und Tafelservices auch anspruchsvollste Kunden durch Qualität und Phantasie, Tradition und Innovation überzeugt. Ofenbau Wieland in Schabs gehört zu den Thun-Händlern und vertreibt die verschiedensten Modelle. Informationen gibt es unter Telefon 0472 410016 oder 335 268658.
Energiefreundliche Bauweise
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Durch Anwendung von hochwertigen Baumaterialien und richtigen Dämmstoffen lässt sich der Heizwärmebedarf senken.
Das Wissen über die Begrenztheit von Ressourcen, besonders der fossilen Energien, hat zu neuen innovativen Architekturkonzepten geführt. Energieeinsparende Gebäude erfordern bereits bei der Planung gewisse Berücksichtigungen, wobei die Ausrichtung des Hauses eine wesentliche Rolle spielt.
Massivbauweise Klimahaus Seit 12. Jänner ist in Südtirol die so genannte Klimahaus-Verordnung in Kraft. Das bedeutet, dass nun alle Neubauten in Südtirol einen Klima-Ausweis haben und energiefreundlich gebaut werden müssen. Mindestanforderung ist dabei die Wärmeschutzklasse C mit einem jährlichen Heizölverbrauch von sieben Litern je Quadratmeter – derzeit liegen in Südtirol die Durchschnittwerte bei 21 Liter. Die Wärmeschutzklasse C ist ohne bemerkenswerte Zusatzkosten in der Massivbauweise einfach zu erreichen. Beim KlimaHaus B und A sind mit rund fünf bis 15 Prozent Mehrkosten zu rechnen, die sich jedoch bereits nach fünf bis sieben Jahren amortisieren. Der jährliche Heizölverbrauch liegt bei fünf und drei Litern je Quadratmeter.
Wärmeverluste minimieren Ziel beim Hausbau ist vor allem, durch Anwendung der richtigen Materialien und Techniken Wärmeverluste zu minimieren. Gebäudehüllen und Dachaufbau bringen bereits mit nur geringen Mehrkosten hohe Energieeinsparungen. Zu den häufigsten Schwachstellen zählen neben
Von Überbacher Bau realisiertes Einfamilienhaus in Raas nordseitigen Fensteröffnungen und Türen auch auskragende Balkonplatten. Letztere stellen einen besonders hohen Transmissionswärmeverlust dar. Durch richtig angewandte Arbeitstechniken und das nötige Wissen lassen sich solche und andere Wärmverluste bei Materialübergängen von vorneherein vermeiden oder minimieren. Deshalb ist es wichtig, einen kompetenten Partner an der Seite zu haben. Um all diesen Herausforderungen in Zukunft gerecht zu werden, entwickelt Überbacher Bau ständig neue Arbeitstechniken und Strategien. Durch laufende Weiterbildung und Mitarbeiterschulung steht dem Bauherrn ein professionelles zukunftsorientiertes Team zur Seite, das auch bei schnellen Entscheidungen während der Bauphase dem Kunden hilft, richtig zu handeln. Überbacher Bau hat sich in den letzten Jahren durch die Errichtung zahlreicher interessanter Immobilien im Großraum Brixen einen Namen gemacht. Nicht nur die persönliche Betreuung von der Planung bis zur Übergabe ist einer der Erfolgspunkte von Überbacher Bau, sondern vor allem die freundliche und unkomplizierte Geschäftsabwicklung prägen seit über 15 Jahren das Unternehmen.
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Ich würd’s noch mal so machen!
Burgfrieden Brixen: Klimahaus B
Grundriss Erdgeschoss
Am Stadtrand von Brixen entsteht die Residence Burgfrieden! Ein kleines Wohngebäude mit Einheiten in hochwertiger Bauausführung. Der Burgfrieden wird in Massivbauweise als Klimahaus B errichtet: geringerer Energieverbrauch für Heizung, hohe Schallisolierung und intelligente RaumAusrichtung zeichnen diese Bauweise aus und garantieren augezeichneten Wohngenuss für Jahrzehnte!
Ankauf von Immobilien Wir sind ständig auf der Suche nach Bauobjekten und Baugründen zum Kauf oder Tausch. Wir bieten Ihnen verschiedene Lösungen bei Tauschgeschäften an. Hohe Seriosität und Diskretion sind für uns selbstverständlich. 57 Kontaktieren Sie uns – wir erwarten gerne Ihren Anruf: 0472 849 625!
Sie möchten ein energiesparendes Holzhaus mit Wohlfühlklima …
A+ B C ?
Traum in Weiß Das Blockhaus „Casa Blanca“ von Rubner Haus kleidet die Behaglichkeit eines Holzblockhauses in weiße Eleganz.
Modell „Casa blanca“: Der Flexibilität sind keine Grenzen gesetzt
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Von außen lässt sich kaum erahnen, dass sich hinter der eleganten Fassade ein authentisches Blockhaus verbirgt: Mit seiner Neuentwicklung „Casa Blanca“ kleidet das Unternehmen Rubner Haus den massiven Holzkern ganz in Weiß.
Umgestülpte Hauswand
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Klimahäuser von Rubner Haus. Nach gewünschter Architektur des Bauherrn baut Rubner Ihr Klimahaus in Klasse A+, B, oder C. Die kompakte und raumsparende Holzbauweise sowie der effiziente Vollwärmeschutz mit Kork, sind nur einige der vielen Vorteile eines Holzhauses. Gesund wohnen und sich wohl fühlen in einem Klimahaus nach Maß.
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Musterhauszentrum Kiens Mo - Fr 8 - 12 / 13 - 17 Sa 9 - 12 / 13 - 17 Uhr Handwerkerzone 4 39030 Kiens Tel. 0474 563333 info@haus.rubner.com www.rubner.com
Dabei wird die Hauswand gewissermaßen umgestülpt. Die Holzblockwand befindet sich an der Innenseite des Hauses, die Wärmedämmung bleibt draußen. Dort sieht man nur mehr den auf Holzwollplatten aufgetragenen und nach Belieben gestrichenen Kalkzementputz. Verwendet werden nur diffusionsoffene und mineralische Verputze. Damit der Wand nicht der Atem genommen wird, gilt dies auch für den Anstrich – ansonsten könnte das Tauwasser nicht verdunsten.
Vielfältige Kombinationsmöglich keiten Für all jene, die das charakteristische Flair eines Holzblockhauses Außenstehenden nicht vorenthalten möchten, bietet „Casa Blanca“ verschiedene Kombinationen, zum Beispiel ein nach Mauerwerk aussehendes Erdgeschoss mit darüber liegendem Stockwerk in Holz. Genauso kann dem Blockhaus auch innen eine ganz persönliche Note verliehen werden: Als harmonischer Kontrast zur Holzkonstruktion bieten sich
hier einzelne in Weiß gehaltene Innenwände an.
Gesundes Raumklima Dem Bauherren stehen zwei unterschiedlich dicke Wandaufbauten, die die Einhaltung der KlimaHaus-Kriterien garantieren, zur Wahl. Die natürlichen Materialien Hanf, Kork und Gips für die Wärmedämmung sind wohnbiologisch unbedenklich. Diese neu entwickelte Massivholzwand bietet Wohnkomfort: Als Wärmespeicher ermöglicht sie im Winter ein Energie sparendes Heizen, im Sommer federt sie hohe Temperaturschwankungen ab. Durch seine Beschaffenheit wirkt das Holz zudem feuchtigkeitsregulierend und sorgt somit für ein gesundes Raumklima.
Schnell und Kosten sparend Die Vorzüge, die alle Blockhäuser von Rubner Haus gegenüber herkömmlichen Mauerwerkbauten aufweisen, sind vielfältig: Angenehmes Wohnklima, hohe statische Sicherheit, die sich besonders im Brandfall und bei Erdbeben bemerkbar macht, sowie die schlüsselfertige Übergabe nach nur eineinhalb Monaten Produktions- und Montagezeit. Von der Planung bis zur Fertigstellung des Hauses kann der Bauherr übrigens mit derselben Ansprechperson rechnen; das spart Zeit und ermöglicht eine von vornherein präzise Kalkulation aller Kosten.
Fachwissen macht sich bezahlt Der Name Mitterrutzner wird seit über 80 Jahren im Zusammenhang mit Brennstoffen und Wartung von Heizanlagen genannt. War es ursprünglich ausschließlich die Lieferung von Brennmaterial wie Holz und Kohle, so ist das Unternehmen heute der wahre Experte für Wärmelieferung und Optimierung von Heizanlagen. Die kürzlich abgeschlossene ISO-Qualifizierung, zahlreiche Weiterbildungen und ein Stab von qualifizierten Installateuren und Brennertechnikern sind Garant für pünktlichen und korrekten Service. Der Tätigkeitsschwerpunkt von Mitterrutzner liegt bei der Betreuung und Wartung von Heizanlagen im Sinne der Energie-Effizienz. Diese neue Art der Wärmeorganisation findet bei Kondominien, Produktionsbetrieben, öffentlichen Einrichtungen und Privaten großen Anklang. Wurde früher der Ankauf vom Brennstoff und die Kontrolle der Heizanlage noch selbst organisiert, so wird heute die gesamte Heizanlage zu vorab festgelegten Kosten an
Über 200 Heizanlagen werden von Mitterrutzner kompetent betreut.
Mitterrutzner übergeben. Diese Art der Wärmebeschaffung garantiert die optimale Wartung, die Auslastung und die evtl. Erneuerung der Anlage. In diesem Sinne betreut Mitterrutzner derzeit über 200 Heizanlagen – zur vollen Zufriedenheit der Geschäftspartner. Auch die Erneuerung der Heizanlage wird auf Kosten von Mitterrutzner vorgenommen: Ziel ist es, den Gesamtaufwand für die Wärmeleistung zu senken: geringer Verbrauch, geringe Wartungskosten, keine Störmeldungen.
Wir betreuen so viele Heizanlagen.
Von der Handelstätigkeit zum modernen Dienstleister Mitterrutzner verkauft und vermittelt Leichtöl, Gas, Fernwärme, Pellets, Diesel, landwirtschaftlichen Diesel und Schmierstoffe, jedoch liegt die Stärke in der effizienten Dienstleistung und der professionellen Energieberatung. Mitterrutzner übernimmt die Führung von Heizanlagen laut Norm, stellt den Energieverantwortlichen für Großunternehmen und garantiert den 24-Stunden-Notdienst. In Zeiten steigender Brennstoffpreise macht sich die optimale Auslastung der Heizanlage, der Ankauf von Brennstoffen zu interessanten Zeitpunkten und das umfangreiche Wissen von Mitterrutzner doppelt bezahlt. Energieberatung und unverbindlicher Kostenvergleich beim Experten für Wärmelieferung: Mitterrutzner Service & Energie in den neuen Büroräumen im Gebäude „Wohnen am Park“, Brennerstraße 21 Tel. 0472 836166.
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Hohe Kompetenz in Sachen Wärmelieferung, Kosteneffizienz und Heizungstechnik zeichnen Mitterrutzner Service & Energie seit Jahren aus.
Aktuell betreuen wir über 200 Heizanlagen im Sinne der Energie-Effizienz. Davon wurden bereits über 30 Heizanlagen auf unsere Kosten erneuert bzw. saniert. Wir organisieren neben der Wartung der Heizanlage auch die Lieferung von Wärme: Öl, Gas, Fernwärme oder Pellets. Durch unsere qualifizierten Mitarbeiter und die intensive Kooperation mit Installateuren und Brennertechnikern garantieren wir Ihnen einwandfreien Service 24 Stunden am Tag! Informieren Sie sich noch heute vollkommen unverbindlich bei uns!
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Flüssig, aber nicht überflüssig Den Energieträger Flüssiggas nutzen heute Millionen Verbraucher in Haushalt, Industrie und Gewerbe. Die Gründe hierfür liegen in seiner Umweltfreundlichkeit und in der kurzfristigen Einsatzmöglichkeit. Saubere Energie
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Bei Flüssiggas handelt es sich um Kohlenwasserstoffe in verschiedenen Mischungsverhältnissen. Normalerweise sind die Gemische gasförmig, verflüssigen sich jedoch bereits bei Raumtemperatur und unter relativ geringem Druck. Dann haben sie nur noch etwa ein 260-stel ihres gasförmigen Volumens. Große Mengen Energie können so in verhältnismäßig kleinen und leichten Druckgefäßen transportiert und gelagert werden.
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Heizen mit Flüssiggas ist ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz. Auf dem Weg von der Förderung bis zum Kunden entstehen keine Umwandlungsverluste und keine Schadstoffemissionen. Flüssiggas ist ein idealer Energieträger und darf selbst in Wasser- und Naturschutzgebieten sowie bei Smogalarm eingesetzt werden. Von allen nicht an Leitungen gebundenen Energien hat es die niedrigsten Emissionswerte. Flüssiggas ist universell einsetzbar: Es kann zum Heizen im Haushalt wie auch für Anwendungen in Industrie und Hand-
werk genutzt werden. Gemessen am spezifischen Gewicht weist Flüssiggas einen der besten Brennwerte auf. Ein Kilo Flüssiggas liefert gleich viel Energie wie 1,4 Kubikmeter Methangas, 6 Kilo Holz, 2 Kilo Kohle und rund 1,4 Liter Heizöl.
Einfaches System Das Gas wird per Lkw angeliefert und in einem Tank gelagert. Freilich braucht es dazu Fachleute, denn die diesbezügliche Gesetzgebung ist sehr streng. Das Unternehmen Tirolgas, das einen der fünf größten nationalen Konzerne im Rücken hat, ist zurzeit in diesem Be-
reich führend. Das qualifizierte Unternehmen projektiert die Tank- und Leitungsanlage, stellt den Gastank kostenlos zur Verfügung und sorgt für die Anbindung ans Haus. Für Kondominien wird auf Wunsch ein Zähler pro Wohneinheit installiert. Der Gastank wird automatisch aufgefüllt, verrechnet wird dann alle zwei Monate die jeweils effektiv verbrauchte Menge.
Eine Tür für Wind und Wetter Das Unternehmen Rubner aus Kiens entwickelte Südtirols erste KlimaHaustür A+ und Passiv-Haustür.
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Die besten Dämmvorrichtungen und Energie sparenden Maßnahmen nützen wenig, wenn der Wind durch die Türritzen pfeift und die Wärme entweicht. Um dies zu vermeiden, braucht es Türen, die speziellen Anforderungen genügen. Die Elite der Erzeuger für Passiv-Haustüren ist jedoch sehr klein – derzeit besteht sie aus nur neun Herstellern. Verstärkung bekamen diese vor kurzem aus Südtirol: Das Unternehmen Rubner aus Kiens entwickelte die erste Passiv-Haustür Südtirols und reiht sich somit in den exklusiven Kreis ein.
Geprüfte Qualität Die erfolgreiche Entwicklung der zertifizierten KlimaHaustür für Klimahäuser C, B, A und A+ hat gezeigt, dass auch höchste Anforderungen von Rubner erfüllt und übertroffen werden können. Mit entsprechendem Know-How im Gepäck ist man nun daran gegangen, den hohen und präzisen Anforderungen des PassivHaus-Instituts (PHI) gerecht zu werden. Das PHI in Deutschland widmet sich der Forschung und Entwicklung hocheffizienter Energieanwendungen, weiters zertifiziert es für ein Passivhaus geeignete Komponenten wie Fensterrahmen, Haustüren oder Lüftungsanlagen.
Die strengen Eignungstests am PHI sehen neben der rechnerischen Ermittlung von Wärmedämm-Werten auch verschiedene Funktionstests vor: Diese erfolgen in Form einer Klimaprüfung unter extremen Bedingungen und anschließender Messung der Luftdichtheit. Nur wenn beide Kriterien einwandfrei erfüllt sind, wird der Tür das Attribut „Passivhaus geeignete Komponente“ verliehen.
Test bestanden! Rubners Passiv-Haustür bestand die Tests: Sie erfüllte die Anforderungen bei der Wärmedämmung und übertraf bei weitem die geforderte Luftdichtheit. Das Unternehmen erhielt somit das begehrte Zertifikat und gehört somit zur ersten Adresse in Sachen Haus- und Innentüren aus Holz. 61
Schafwolle als idealer Trittschalldämpfer
Biologische Klimaanlage
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Vlies als Feuchtigkeits- und Schallschlucker
Aus der Taufe gehoben haben das ambitionierte Projekt Im ersten Produktionsschritt der Unternehmer und Bergbauer wird die Wolle aufgelockert Josef Schatt sowie der Kristall- und ein dünnes „Wirrvlies“ erKonzernchef Gernot Langes- zeugt, das Schicht für Schicht Swarovski. Unter dem Marken- übereinander „getäfelt“ wird. namen „Woolin“ soll schon bald Rund 50 dieser luftigen Schichdie gesamte österreichische ten werden dann mit einer traSchafschurwolle zu Schafwollfilz- ditionellen Nadelfilzmaschine Dämmbahnen verarbeitet wer- zu einem kompakten Vlies verden. Diese funktionieren als öko- dichtet. Es nimmt trotz seiner logische Trittschalldämmung und kompakten Form noch immer biologischer Schadstoff-Filter, maximal 17:25 Feuchtigkeit auf und Pichler Brixner_ABF 215 x150 vor 01.02.2005 Uhr Seite 1 allem unter Parkettböden. ist ein idealer Schallschlucker.
Die 3,5 Millimeter dicke Wollfilzbahn wird im letzten Schritt mit einem dünnen Ökopapier beklebt, das als Dampfbremse wirkt und für Formstabilität sorgt.
Ich glaube, ich brauche Tapetenwechsel! Wie wär’s mit amerikanischem Nussbaum?
Sie wollen weg vom Alltäglichen? Sie lieben unverwechselbares Wohnen? Wie wär’s denn etwa mit einem Boden aus nordamerikanischem Nussbaum? Oder Birnbaum? Oder Apfelbaum? Unsere Kunden schätzen Südtirols größte Auswahl und unsere kompetente Beratung. Wir schätzen Ihre Fantasie und helfen gerne bei ihrer Verwirklichung. Bei jeder Art von Bodenbelag: von Holz über Kork zu Laminat und Linoleum.
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Im Osttiroler Villgratental wird Schafschurwolle ideal verwertet: Auf traditionelle Art wird ein ökologischer Dämmstoff hergestellt, der wie eine biologische Klimaanlage funktioniert.
Neben dem Boden kann man natürlich auch Wand und Decke gesund und umweltfreundlich in Schafschurwolle verpacken. Im Betriebsgebäude der „Villgrater Natur“ in Innervillgraten wird eine ganze Palette von Woolin-Dämmbahnen in unterschiedlichen Stärken und Breiten für fast jeden Einsatzzweck hergestellt. Schafschurwolle eignet sich hervorragend zur Dämmung von Trennwänden, Zwischenböden, Holzhäusern und hinterlüfteten Fassaden. Sie kann bis zu 33 Prozent ihres Eigengewichtes an Feuchtigkeit aufnehmen und bei Bedarf wieder an die Umgebung abgeben. Das geniale Naturprodukt funktioniert wie eine biologische Klimaanlage, filtert Formaldehyd und Ozon aus der Luft, sorgt für gesundes Raumklima und hält warm. Vertrieben werden die in Österreich produzierten Woolin-Produkte in Südtirol exklusiv von der Firma Karl Pichler AG.
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Hoch entwickelte Geräte sorgen heute dafür, dass das Heizen mit Holz so umweltfreundlich ist wie noch nie.
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Die Vorräte an fossilen Brennstoffen werden knapper, die Öl- und Gaspreise steigen kontinuierlich. Mittlerweile sucht man eifrig nach alternativen Energiequellen – nicht nur des Preises wegen, sondern auch der Umwelt zuliebe. Verschiedene Möglichkeiten stehen dabei zur Wahl. Eine von diesen liegt im heimischen Holz.
Umweltfreundliche Holzfeuerung Holz ist als erneuerbarer Energieträger höchst umweltfreundlich. Die Holzverbrennung in einem technisch hoch entwickelten Gerät gewährt eine für die Umwelt neutrale Verbrennung: Der bei der Holzverbrennung frei werdende Kohlendioxid-Gehalt entspricht jenem, der bei der Verrottung im Wald frei wird. Durch den verstärkten Einsatz von Holz kann somit die Abgabe des Treibhausgases Kohlendioxid deutlich reduziert werden. Und die heimischen Wälder freuen sich auch darüber, wenn in ihnen aufgeräumt wird.
Einwandfreie Öfen Heizen mit Holz spendet jedoch nicht nur angenehme Wärme, es schafft auch Behaglich-
keit und Geborgenheit. Während früher noch am offenen Feuer gesessen wurde, gibt es heute hoch entwickelte Geräte zur Holzverbrennung. Diese sorgen dafür, dass die brennbaren Gase und Kohlenstoff im Holz nahezu 100-prozentig verbrannt werden. Eine Wärmequelle dieser Art ist beispielsweise ein hochwertiger Kaminofen. Einer der namhaftesten Hersteller ist die Firma „Krog Iversen“ aus dem dänischen Odense, die auf 30 Jahre Erfahrung und Know-how zurückblicken kann. Die Produkte sind unter dem Namen „Scan“ weit über die Grenzen Europas hinaus bekannt. Natürlich baut „Scan“ für den Liebhaber des Kaminfeuers nicht nur Öfen, sondern auch hochwertige Kaminkassetten im modernen Design. Die Firma Oekotherm in Brixen importiert bereits seit 20 Jahren Produkte der Marke „Scan“ nach Italien. Ebenso ist Oekotherm der Generalimporteur für Oranier-Kaminöfen aus Deutschland sowie den Specksteinofen „Ollarfire“, der die Wärme bis zu 24 Stunden lang speichert. Ansprechpartner und Fachhändler für das Eisacktal ist die Firma Furlan in der Peter-MayrStraße 10A in Brixen, Telefon 0472 832001.
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Neue Bautechniken wie das KlimaHaus verlangen nach neuen Lösungen für die Frischluft-Zufuhr in Wohn- und Arbeitsräumen. Ständig frische Luft garantiert das kontrollierte Wohnraumlüftungs-System von „Pluggit“.
Für Wohngebäude, insbesondere für das KlimaHaus, gelten neue Standards. Diese werden nicht nur durch Energie sparende Heiztechniken erreicht, sondern vor allem durch eine extrem dichte Gebäudehülle, die fast keine Wärmeverluste mehr „durchgehen“ lässt. Diese verhindern jedoch den natürlichen Luftaustausch. Die Folgen sind schlechte Raumluft, aber auch Feuchtschäden und Schimmelpilze. Das gewohnte Lüften durch inn_anz_brixner_192x139.qxd Öffnen der Fenster würde jedoch
den Energiespareffekt im Winter weitgehend aufheben.
Ausgereiftes Lüftungssystem
ständig frische Luft bei höchster Energieeinsparung, erweist sich als zug- und geräuschfrei und ist einfach zu planen, leicht zu montieren sowie flexibel erweiterbar.
Eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit WärmerückgewinSanfter Luftaustausch nung kann Abhilfe schaffen: Der schwedische Hersteller „Pluggit“ Von einem zentralen Lüfschuf ein besonders ausgereiftes tungs- und Wärmetauschgerät im Lüftungssystem, das von „Inner- Keller oder in einem Abstellraum hofer – Bad- und Haustechnik“ wird die gefilterte Frischluft – exklusiv in Südtirol vertrieben wichtig für Allergiker! – über Verwird. „Pluggit“ vereint mehre- teiler und Kanäle in die Räume 06.04.2004 19:12 Uhr Seite 1 re Vorteile in sich: Es sorgt für geführt. Diese werden in Boden-
Danfoss Heizkörper-Thermostat RA 2000
Lärm bleibt draußen Da bei „Pluggit“ die frische Luft ohne Druck in den Raum „quillt“, entstehen auch keine Geräusche. Die Luftführung in die einzelnen Räumen erfolgt ab Verteiler getrennt, somit ist auch keine Schallübertragung zwischen den Räumen möglich. Ebenso bleiben durch die geschlossenen Fenster lästige Umweltgeräusche draußen.
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Frische Luft für wohliges Wohnen
nähe kontinuierlich mit Frischluft versorgt. Durch die geringe Luftgeschwindigkeit mit Ausnützung der natürlichen Thermik erfolgt ein äußerst sanfter, vollständiger Luftaustausch. In Küche und Bad wird die verbrauchte Luft einschließlich der Feuchtigkeit als Abluft gesammelt und über einen Wärmetauscher ins Freie geführt. Ein Großteil der in der Abluft enthaltenen Wärmeenergie wird so wieder der Frischluft zugeführt – mit einem Rückgewinnungsgrad von bis zu 95 Prozent. Zudem kann die Luft auch zusätzlich erwärmt oder im Sommer gekühlt werden.
Heizkosten sparen und Wohnqualität erhöhen Die hohe Energieeffizienz von Niedrigenergie- und Passivhäusern wird vor allem durch eine wärmedämmende Gebäudekonstruktion und eine energieeffiziente Haustechnik erreicht. Dadurch lassen sich Energieverbrauch und Heizkosten bei der Niedrigenergiebauweise je nach Wärmeschutzklasse unter 30 Kilowattstunden und im Passivhaus unter 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter im Jahr senken.
Innovative Haustechnik Eine energieeffiziente Haustechnik optimiert Beheizung, Warmwasserbereitung und Belüftung. Einen wesentlichen Bestandteil der Haustechnik bildet die kontrollierte Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Diese erneuert ständig die Frischluft im Haus und sorgt damit für beste Luftqualität. Schlechte Luft wird in Küche, Bad und WC abgesaugt und gefilterte Frischluft den Wohn- und Schlafräumen zugeführt. Der permanente Luftaustausch ohne Zugerscheinung, ohne Außenlärm und ohne Staubbelastung erhöht den Wohnkomfort erheblich. Über einen Wärmetauscher wird der abgesaugten Abluft die Energie entzogen und an die zugeführ-
Foto: CAD Studio Brixen
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In der Niedrigenergie- und Passivbauweise kommt der Haustechnik eine wesentliche Bedeutung zu.
Wohnanlage „Georg“ in Vahrn te Frischluft übertragen, so dass die Wärme bis zu 95 Prozent im Raum bleibt und die Räume nur minimal nachgeheizt werden müssen. Es bedarf somit nur einer geringfügigen zusätzlichen Heizleistung für die Nachheizung und Warmwasserproduktion, die beispielsweise durch Wärmepumpen, Pelletheizung oder Solaranlage erbracht werden kann.
Wohnanlage „Georg“ in Vahrn Derzeit entsteht in Vahrn eine Passivhaus-Wohnanlage der Kategorie „KlimaHaus Gold plus“. Das Passivhaus in Holzbauweise mit zwölf Wohneinheiten zeichnet sich durch eine kompakte Bauweise mit einem großen Verglasungsanteil an der Südseite zur passiven Solarnutzung im Winter und integriertem Sonnenschutz für die Beschat-
tung im Sommer aus. Eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung sorgt über Zuluftöffnungen in den Wohnräumen und Abluftöffnungen in den Funktionsräumen für den notwendigen Luftaustausch. Durch eine wassergeführte Nachheizung bei den Zuluftöffnungen wird eine Einzelraumregelung über Thermostat ermöglicht. Gemäß der KlimaHaus-Berechnung des Landes erzielt die Wohnanlage „Georg“ einen Energieverbrauch von weniger als 10 Kilowattstunden pro Quadratmeter im Jahr. Dies entspricht einem vergleichbaren Heizölverbrauch von weniger als einem Liter Heizöl pro Quadratmeter im Jahr. Die von der Solaranlage mit einer Nutzfläche von 37,50 Quadratmetern und einer auf dem Gelände bestehenden Hack-
schnitzelanlage erzeugte Energie wird in einen Pufferspeicher mit temperaturgeschichtetem Mehrkammernsystem gespeist. Aufgrund des geringen Wärmebedarfs der Wohnanlage „Georg“ können damit auch umliegende Häuser mit Energie versorgt werden.
Fachmännische Beratung lohnt sich Da eine hohe Energieeffizienz die künftigen Heizkosten erheblich reduziert, empfiehlt sich eine fachgerechte Planung und Ausführung für jedes Bauvorhaben. Die Realisierung der haustechnischen Anlagen der Wohnanlage „Georg“ erfolgte durch die Firma Robert OHG in Zusammenarbeit mit dem Fachplaner Davide Parisi. Das Unternehmen Robert OHG in Vahrn hat sich zunehmend auf innovative Heizsysteme und erneuerbare Energien spezialisiert und bietet für jede Anforderung maßgeschneiderte Lösungen.
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Theater & Kabarett
Musik
Mi., 19. Oktober Der Kaukasische Kreidekreis Theater von Bert Brecht; Freies Theater Bozen Forum Brixen, Saal Prihsna, 20.30 Uhr
Do., 20. Oktober „Voices“ mit JaQ & guests Jazzkonzert: Improvisationen von Wiener Liedern Anreiterkeller, 20.30 Uhr
26., 27., 28. Oktober; 2., 3., 4., 5., 8., 9. November Leo & Luis Ein volksdümmliches Kabarett mit Lukas Lobis und Thomas Hochkofler Anreiterkeller, 20.30 Uhr
Sa., 22. Oktober Drum-Night Heiße Schlagzeugrhythmen garantiert! Jugendzentrum kass, 21 Uhr
Mo., 7. November Der Fakir Kinderkino Forum Brixen, 15 Uhr
So., 30. Oktober Dt. Ordinariumsgesänge (F.M. Bartholdy) Domchor Brixen Dom zu Brixen, 10 Uhr
Darwin Nightmare Filmvorführung in deutscher Sprache Forum Brixen, 20.30 Uhr
28., 30. Oktober, 3., 6., 9., 12. November Kinderüberraschungen Boulevard-Komödie, aufgeführt von der Komödie Brixen Forum Brixen, 20.30 Uhr; sonntags 18 Uhr Do., 27. Oktober Nicht schon wieder Schneewittchen Theater von Kindern für Kinder und Erwachsene Theaterwerkstatt pink tpz Brixen Hollawind-Kindertheaterfestival Don-Bosco-Saal, 15 Uhr Do., 27. Oktober Bahnhofsgeschichten Theaterstück von Kindern der Sing- und Theaterwerkstatt 2 der Musikschule Bruneck Hollawind-Kindertheaterfestival Jugendhaus Kassianeum, 17.30 Uhr Fr., 28. Oktober, 15 Uhr Lullaby for a baby Musical von Kindern der Hertzelia Theatre Group, Israel Hollawind-Kindertheaterfestival Don-Bosco-Saal, 15 Uhr Sa., 29. Oktober Secret heart Theater von Kindern des Central Youth Theatre aus England Hollawind-Kindertheaterfestival Jugendhaus Kassianeum, 15 Uhr Sa., 29. Oktober Pause, Pause Theater von Kindern für Kinder und Erwachsene Theaterwerkstatt orange tpz Brixen Hollawind-Kindertheaterfestival Don-Bosco-Saal, 16.30 Uhr Sa., 29. Oktober Sonst ist es aus mit dir Theater von Kindern des Ensembles Hop Hop aus Tschechien Hollawind-Kindertheaterfestival Jugendhaus Kassianeum, 17.30 Uhr
Di., 1. November Missa in hon. Sti. Nicolai (J. Haydn) Domchor Brixen Dom zu Brixen, 10 Uhr So., 6. November Have a nice day Konzert der White Lily Gospel Singers Pfarrkirche Mühlbach, 20 Uhr So., 13. November Messe “Cantate Domino” Domchor Brixen Dom zu Brixen, 10 Uhr Di., 15. November Stefan Winkler: „Unterwegs sein“ CD-Vorstellung Anreiterkeller, 20.30 Uhr
Vorträge & Lesungen Do., 20. Oktober Südtirol: ein Zeitrückblick. Von der Teilung bis 1945 Vortrag mit Rolf Steininger Cusanus Akademie, 20 Uhr Sa., 22. Oktober Die letzten Tage der Menschheit Lesung des MundArtist & VokalLinguist Sebastian Baur mit Texten von Karl Kraus Anreiterkeller, 20.30 Uhr Do., 10. November Südtirol: ein Zeitrückblick ...vom Gruber-De Gasperi-Abkommen bis Sigmundskron Vortrag von Rolf Steininger Cusanus Akademie, 20 Uhr
Film & Führung 19. und 26. Oktober Am Anfang war die Sünde Kulturführung: Auf der Suche der Laster in der Brixner Kunst Tourismusverein Brixen, 10 Uhr
Veranstaltungen selbst veröffentlichen? Kein Problem! Die Inhalte des vorliegenden Veranstaltungskalenders sind mit dem entsprechenden Bereich des Brixner Internet-Stadtmagazins brixen.net gekoppelt. Vereine und Veranstalter können nach einer Registrierung kostenfrei Hinweise auf ihre Veranstaltungen in den Bereichen Theater, Musik und Sport veröffentlichen. Vor Drucklegung des „Brixner“ werden die Inhalte aus brixen.net für die Seite „Tipps & Events“ übernommen. Wer diesen Service in Anspruch nehmen möchte, kann sich beim Projektleiter Oskar Zingerle nähere Informationen einholen: Telefon 0472 060200, e-mail: oskar.zingerle@brixmedia.it 66
Mo., 24. Oktober Hotel Rwanda Filmvorführung in italienischer Sprache Forum Brixen, 20.30 Uhr Erik(a) Film in deutscher Sprache Forum Brixen, 20.30 Uhr
Feste & Feiern So., 13. November Sumsifest im Forum Brixen Malen und basteln von 14 bis 18 Uhr Die drei kleinen Wölfchen und das große böse Schwein. Kindertheater für Kinder ab 4 Jahren. Forum Brixen, 15.30 Uhr
Sonstiges 22. und 23. Oktober 2. Fitnessforum Brixen (Aerobic, Gesundheit, Fitness) Forum Brixen, ab 9 Uhr
weiterbildung KVW-Bildungshaus St. Georg
Bildungshaus Kloster Neustift
4. bis 6. November Märchen, Kreistanz, Indianertrommel Die tiefe Weisheit in Märchen, Tanz und Trommel erfahren 6. November, 9 Uhr Wie Schüßler Salze stärken, entgiften, vitalisieren... 10. November, 14 Uhr Cantienica Beckenbodentraining für sie und ihn Aufbaukurs: Körperform und Haltung 11. Novmber 2005 bis 2. Dezember 2006 Beruflich weiterkommen durch FrauenMentoring ESF–Lehrgang: Längerfristige Laufbahnund Karriereplanung von Frauen 12. und 13. November Multikulturelles Heilen – Risiken und Chancen Seminar für Angehörige psychisch kranker Menschen
27. bis 29. Oktober Stein auf Stein Einführung in die Geologie 29. Oktober bis 26. November Kneippsche Gesundheitslehre: ein ganzheitliches Naturheilverfahren 28. und 29. Oktober Zeit für Wein Einführung in die Welt des Weins
Info: Tel. 0472 833450 E-Mail: bildungshaus.sarns@kvw.org
Landesberufsschule Tschuggmall Brixen 21. November bis 14. Dezember Word für Windows Grundkurs 14. November bis 12. Dezember Microsoft Access Grundkurs 8. November bis 1. Dezember Photoshop 12. bis 19. November Linux Gateways
Info: Tel. 0472 273906 E-Mail: lbs.tschuggmall@schule. suedtirol.it
Cusanus Akademie 27. Oktober, 20 Uhr Der Körper spricht – hören wir ihm zu! 28. Oktober, 20 Uhr Erste Hilfe für die Seele zur Überwindung von Kränkungen 29. Oktober, 9 bis 16 Uhr Ohrfeige für die Seele Wie wir mit Kränkungen und Zurückweisung besser umgehen können 5. November, 9 bis 16.30 Uhr Aus Träumen lernen
Info: Tel. 0472 832204 E-Mail: info@cusanus.it
Info: Tel. 0472 835588 E-Mail: bildungshaus@kloster-neustift.it
Forum Brixen 21. Oktober, 14.30 bis 18 Uhr Die Mittelbeschaffung für den gemeinnützigen Zweck 22. Oktober, 9 bis 12.30 Uhr Rechnungslegung, Buchhaltung, Jahresabschlüsse für Vereine 22. Oktober, 14.30 bis 18 Uhr Kostenrechnung, Steuerung, Wirkungsanalyse für NPO’s 4. November, 14.30 bis 18 Uhr PR – Öffentlichkeitsarbeit 5. November, 9 bis 12.30 Uhr Motivation und Kreativität bei meiner Vereinsarbeit
Info: Tel. 0472 275588 E-Mai: info@forum-brixen.com
Jukas 22. Oktober Spielraum schaffen. Räume neu gestalten 28. Oktober Privacy in der Kinder- und Jugendarbeit Info-Nachmittag zum Privacy-Gesetz 4. November Das 1x1 der Veranstaltungsorganisation 5. November Malwerkstatt für Kinder und Erwachsene
Info: Tel. 0472 279999 E-Mail: bildung@jukas.net
Kulturverein Brixen Volkshochschule 5. November, 10 bis 17 Uhr Perspektiven für eine gute Sehkraft 4. November bis 23. Dezember Ladinisch für Anfänger 24. Oktober, 20 Uhr Vortrag: Das Yin und Yang der neuen Schule
Info: Tel. 0472 836424 E-Mai: info@kulturverein.it
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