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SON 347 – Lasso, Sämtliche Werke Band 17

Page 1


MOTETTEN IX

BAYERISCHE AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN

ACADÉMIE ROYALE DE BELGIQUE

O RLAN D O D I LAS S O SÄMTLICHE WERKE

ZWEITE, NACH DEN QUELLEN REVIDIERTE AUFLAGE

DER AUSGABE VON F. X. HABERL UND A. SANDBERGER

O RLAN D O D I LAS S O

ZWEITE, NACH DEN QUELLEN REVIDIERTE AUFLAGE

DER AUSGABE VON F. X. HABERL UND A. SANDBERGER

BAND 17

M O TETTEN IX

(Magnum opus musicum, Teil IX)

Motetten für 6 Stimmen neu herausgegeben von BE RNHO L D SCHMID

Redaktionelle Mitarbeit

Christian Berktold und Ludwig Zacherl

Editionsleitung:

Bayerische Akademie der Wissenschaften, Beirat Orlando di Lasso-Ausgabe – Revidierte Neuauflage

Die Orlando di Lasso-Ausgabe wird als Vorhaben der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Beirat Orlando di Lasso-Ausgabe – Revidierte Neuauflage im Rahmen des Akademienprogramms von der Bundesrepublik Deutschland und vom Freistaat Bayern gefördert

Bestellnummer: SON 347 ISMN 979-0-004-80359-2

Notengraphik: Ansgar Krause, Krefeld

Satz: Bernhold Schmid, München

Druck: Bräuning + Rudert OHG, Espenau

© 2018 by Breitkopf & Härtel, Wiesbaden Printed in Germany

INHALT

Vorwort zur Ersten Auflage

Anmerkungen zu Haberls Vorwort

Zur Zweiten Auflage

„Im Madrigalenstil.“ Texttypen, Stil und Gattungsfrage bei Motetten mit kurzen textierten Notenwerten

Zu den Anhängen

Die Quellen

Die Cantiones Sex Vocum: Drucke

Die Cantiones Sex Vocum: Handschriften

Anhänge

Notizen zur Filiation

Zu 1580-5: Sex vocum cantiones Orlandi di Lassvs (Straßburg: Nikolaus Wyriot)

Der erste Teil der Selectissimae cantiones (Nürnberg: Gerlach, 1568-3) und der Thresor de Mvsiqve ([Genf], 1576-5) XLVII

Kritischer Bericht

Editionsrichtlinien

Zu den einzelnen Motetten

Aufteilung der Stimmen auf die Stimmbücher

Texte

Abbildungen

VI. Cantiones Sex Vocum (Fortsetzung)

419. Prolongati sunt dies mei

II. pars: Inveterata sunt ossa mea

III. pars: Si ergo fas dicere

420. Quam magnificata sunt opera tua

II. pars: Beatus homo, quem tu erudieris

421. Quare tristis es, anima mea

422. Oculi mei semper ad Dominum

423. Domine, da nobis auxilium

424. Deficiat in dolore vita mea

425. Domine, deduc me

II. pars: Sepulchrum patens

426. Clamaverunt ad Dominum

427. Memor esto verbi tui

428. Lauda anima mea Dominum

429. Respicit Dominus Vias hominis

430. Domine, dominus noster

431. Cum invocarem exaudivit

II. pars: Sacrificate sacrificium iusticiae

III. pars: Signatum est super nos

432. Ad Dominum cùm tribularer

II. pars: Hei mihi, quia incolatus

433. Vidi calumnias, quae sub sole geruntur

II. pars: Rursum contemplatus sum

434. Dominus mihi adiutor

II. pars: Bonum est confidere

435. Locutus sum in lingua mea

II. pars: Fac mecum signum

436. Diligam te, Domine

437. Lauda Hierusalem dominum

II. pars: Qui emittit eloquium

(1594)

(1564)

(1564)

(1585)

(1585)

(1594)

(1566)

(1570)

(1585)

(1594)

(1594)

(1577)

(1570)

(1594)

(1594)

(1566)

(1566)

(1594)

(1565)

1

3

III. pars: Emittet verbum suum

IV. pars: Non fecit taliter

438. Confitemini domino, Filij Israel

II. pars: Ipse castigavit nos

439. Veni, Domine, et noli tardare

440. In te, Domine, speravi

II. pars: Quoniam fortitudo mea

441. Confirma hoc, Deus

442. Beatus homo, cui donatum est

443. Conserva me, Domine

II. pars: Sanctis, qui sunt

444. Beatus qui intelligit

II. pars: Dominus opem ferat

445. Domine, quid multiplicati sunt

446. Deus, iniqui insurrexerunt super me

447. Domine, non est exaltatum

II. pars: Sicut ablactatus est

448. Ad te levavi animam meam

449. Ad te levavi oculos meos

II. pars: Miserere nostri, Domine

450. Cantabant canticum Mosi

II. pars: Quis non timebit te, Domine

451. Exaltabo te, Domine

II. pars: Domine, eduxisti ab inferno

452. In Deo salutare

II. pars: Sperate in eo

453. Concupiscendo concupiscit

II. pars: Exaltabo te, Deus meus

454. Iubilate Deo omnis terra

II. pars: Populus eius

455. Deus meus, in simplicitate

456. Deus in adiutorium

Anhang I:

III. pars zu Nr.440: In te, Domine, speravi, LV 193 Gloria patri

(1573)

(1570)

(1564)

(1583)

(1594)

(1594)

(1562)

(1579)

(1594)

(1585)

(1581)

(1570)

(1594)

(1594)

(1573)

(1565)

(1565)

(1582)

(1579)

(1566)

Anhang II: Salve Regina, mater misericordiae „ad imitationem Memor esto“

Abkürzungen und Literatur

Abgekürzt zitierte Literatur und Ausgaben sowie sonstige bibliographische Abkürzungen

Abgekürzt zitierte Bibeltexte

Abgekürzt wiedergegebene Stimmbezeichnungen

Sonstige Abkürzungen

Alphabetisches Register

Portrait Orlandus Lassus aus D. Pauli Freheri […] Theatrum Virorum Eruditione Clarorum […] , Nürnberg 1688

(Bayerische Staatsbibliothek, Abteilung Handschriften und Alte Drucke, Res/2 Biogr.c. 36, fol. 1486 a)

Anmerkungen zu Haberls Vorwort

Anmerkungen zu Haberls Vorwort

1 1604-1.1

1 1604-1.1

2 Robert Eitner, Chronologisches Verzeichniss der gedruckten Werke von Hans Leo von Hassler und Orlandus de Lassus (= Beilage zu den Monatsheften für Musikgeschichte, V. und VI. Jahrgang), Berlin 1874. Von Haberl meist als E. C. V. abgekürzt.

2 Robert Eitner, Chronologisches Verzeichniss der gedruckten Werke von Hans Leo von Hassler und Orlandus de Lassus (= Beilage zu den Monatsheften für Musikgeschichte, V. und VI. Jahrgang), Berlin 1874. Von Haberl meist als E. C. V. abgekürzt.

3 Zur „Charakteristik […], welche Dr. Karl Proske […] auf kleinen Zettelchen mit Bleistift niedergeschrieben hat“ vgl. Horst Leuchtmann, Lasso aus Proskes Sicht, in: Musica Divina. Ausstellung zum 400. Todesjahr von Giovanni Pierluigi da Palestrina und Orlando di Lasso und zum 200. Geburtsjahr von Carl Proske (= Bischöfliches Zentralarchiv und Bischöfliche Zentralbibliothek Regensburg, Kataloge und Schriften, hrsg. von Paul Mai, Bd.11), Regensburg 1994, S.103-107, passim. Zu einer von Proske geplanten Abhandlung über Lassos Motettenwerk vgl. Johannes Hoyer, Carl Proskes Aufzeichnungen zu einer Schrift „Das Opus magnum musicum des Orlando Lasso oder kritische Uebersicht der darin enthaltenen Stücke“, in: Musica Divina (wie oben), S.95-102, passim.

3 Zur „Charakteristik […], welche Dr. Karl Proske […] auf kleinen Zettelchen mit Bleistift niedergeschrieben hat“ vgl. Horst Leuchtmann, Lasso aus Proskes Sicht, in: Musica Divina. Ausstellung zum 400. Todesjahr von Giovanni Pierluigi da Palestrina und Orlando di Lasso und zum 200. Geburtsjahr von Carl Proske (= Bischöfliches Zentralarchiv und Bischöfliche Zentralbibliothek Regensburg, Kataloge und Schriften, hrsg. von Paul Mai, Bd.11), Regensburg 1994, S.103-107, passim. Zu einer von Proske geplanten Abhandlung über Lassos Motettenwerk vgl. Johannes Hoyer, Carl Proskes Aufzeichnungen zu einer Schrift „Das Opus magnum musicum des Orlando Lasso oder kritische Uebersicht der darin enthaltenen Stücke“, in: Musica Divina (wie oben), S.95-102, passim.

4 1565-4, gedruckt bei Scotto in Venedig.

4 1565-4, gedruckt bei Scotto in Venedig.

5 Wieder abgedruckt in GA2 III, S.XIV-XV.

5 Wieder abgedruckt in GA2 III, S.XIV-XV.

6 Bei dem von Haberl als zweite Ausgabe von 1565-4 bezeichneten Druck handelt es sich um 1566-7, gedruckt bei Gardano in Venedig 1566-7 wird der Herausgeber Bonagiunta nicht genannt, außerdem fehlt die Widmungsvorrede. 1566- 7 (und seine Auflagen; vgl. die folgende Anmerkung) ist als Liber secvndvs Teil einer achtbändigen Reihe von Büchern mit Motetten Lassos, vgl. dazu GA2 V, S.XXIIXXIV.

6 Bei dem von Haberl als zweite Ausgabe von 1565-4 bezeichneten Druck handelt es sich um 1566-7, gedruckt bei Gardano in Venedig 1566-7 wird der Herausgeber Bonagiunta nicht genannt, außerdem fehlt die Widmungsvorrede. 1566- 7 (und seine Auflagen; vgl. die folgende Anmerkung) ist als Liber secvndvs Teil einer achtbändigen Reihe von Büchern mit Motetten Lassos, vgl. dazu GA2 V, S.XXIIXXIV.

Die Seitenangabe 23 bei Haberl ist zu XXXIII zu korrigieren.

Die Seitenangabe 23 bei Haberl ist zu XXXIII zu korrigieren. Leuchtmann/Schmid, Bd.I weisen irrtümlich weder unter 1565-4 noch unter 1566-7 auf den Zusammenhang beider Drucke hin.

Leuchtmann/Schmid, Bd.I weisen irrtümlich weder unter 1565-4 noch unter 1566-7 auf den Zusammenhang beider Drucke hin.

7 Bei der „3. Ausgabe von 1584“ handelt es sich um den Gardano -Druck 1584-1. Frühere, Haberl unbekannte Auflagen von 1566-7 sind 1569-21 und 1572-1.

7 Bei der „3. Ausgabe von 1584“ handelt es sich um den Gardano -Druck 1584-1. Frühere, Haberl unbekannte Auflagen von 1566-7 sind 1569-21 und 1572-1.

8 420, Quam magnificata sunt opera tua mit II. pars Beatus homo, quem tu erudieris erscheint erstmals bereits als 1564-7,9.

8 420, Quam magnificata sunt opera tua mit II. pars Beatus homo, quem tu erudieris erscheint erstmals bereits als 1564-7,9.

9 421, Quare tristis es, anima mea (erstgedruckt als 1564-11,38) ist entgegen Haberl in Scottos Ausgabe 1565-4 nicht enthalten, diese Motette tritt erst im Nachdruck bei Gardano 1566-7 auf. Haberls Angabe bezieht sich auf die Auflage 1584-1, von dem er, wie er angibt, ein Exemplar besaß (heute in D-Rp). Haberls irrtümliche Annahme stützt sich auf Gardanos 1584-1 (einer Auflage von 1566-7, der ein Nachdruck von 1565-4 [Scotto] ist); von 1584-1 besaß Haberl ein Exemplar des 6us, wie er angibt (heute in D-Rp).

9 421, Quare tristis es, anima mea (erstgedruckt als 1564-11,38) ist entgegen Haberl in Scottos Ausgabe 1565-4 nicht enthalten, diese Motette tritt erst im Nachdruck bei Gardano 1566-7 auf. Haberls Angabe bezieht sich auf die Auflage 1584-1, von dem er, wie er angibt, ein Exemplar besaß (heute in D-Rp). Haberls irrtümliche Annahme stützt sich auf Gardanos 1584-1 (einer Auflage von 1566-7, der ein Nachdruck von 1565-4 [Scotto] ist); von 1584-1 besaß Haberl ein Exemplar des 6us, wie er angibt (heute in D-Rp).

10 1566-7; hier sind tatsächlich die vier im Folgenden genannten Nummern 420, 421, 437 und 453 enthalten, während 421 in 1565-4 noch fehlt (vgl. Anm.9).

10 1566-7; hier sind tatsächlich die vier im Folgenden genannten Nummern 420, 421, 437 und 453 enthalten, während 421 in 1565-4 noch fehlt (vgl. Anm.9).

11 1566-9. Dieser Druck (und seine Auflagen 1569-5, 1579-1 und 1593-1) ist als Liber qvartvs Teil einer achtbändigen Reihe von Büchern mit Motetten Lassos, vgl. dazu GA2 V, S.XXII-XXIV.

11 1566-9. Dieser Druck (und seine Auflagen 1569-5, 1579-1 und 1593-1) ist als Liber qvartvs Teil einer achtbändigen Reihe von Büchern mit Motetten Lassos, vgl. dazu GA2 V, S.XXII-XXIV.

12 Wieder abgedruckt in GA2 XI, S.XI-XII und GA2 XIII, S.IX-X.

12 Wieder abgedruckt in GA2 XI, S.XI-XII und GA2 XIII, S.IX-X.

13 1568-3.

13 1568-3.

14 1579-2.

14 1579-2.

15 Wieder abgedruckt in GA2 I, S.XIV und S.XV.

15 Wieder abgedruckt in GA2 I, S.XIV und S.XV.

16 420, Quam magnificata sunt opera tua nicht in 1568-3, aber in 1579-2.

16 420, Quam magnificata sunt opera tua nicht in 1568-3, aber in 1579-2.

17 Zum erstmaligen Erscheinen von 420 vgl. oben Anm.8.

17 Zum erstmaligen Erscheinen von 420 vgl. oben Anm.8.

18 430, Domine, dominus noster erscheint erstmals bereits als 1577-8,39.

18 430, Domine, dominus noster erscheint erstmals bereits als 1577-8,39.

19 444, Beatus qui intelligit mit II. pars Dominus opem ferat erscheint erstmals bereits als 1565-11,22.

19 444, Beatus qui intelligit mit II. pars Dominus opem ferat erscheint erstmals bereits als 1565-11,22.

20 454, Iubilate Deo omnis terra mit II. pars Populus eius erscheint erstmals bereits als 1565-11,21.

20 454, Iubilate Deo omnis terra mit II. pars Populus eius erscheint erstmals bereits als 1565-11,21.

21 1568-5, gedruckt bei Claudio Corregio in Venedig. Dieser Druck ist ein verkürzter, umgestellter Nachdruck von 1565-11 (Paris, le Roy & Ballard). Ein weiterer Nachdruck 1569-7 wurde als Liber qvintvs Teil der in Anm.6 und 11 erwähnten, bei Gardano erschienenen achtbändigen Reihe von Büchern mit Motetten Lassos, vgl. dazu GA2 V, S.XXII-XXIV.

21 1568-5, gedruckt bei Claudio Corregio in Venedig. Dieser Druck ist ein verkürzter, umgestellter Nachdruck von 1565-11 (Paris, le Roy & Ballard). Ein weiterer Nachdruck 1569-7 wurde als Liber qvintvs Teil der in Anm.6 und 11 erwähnten, bei Gardano erschienenen achtbändigen Reihe von Büchern mit Motetten Lassos, vgl. dazu GA2 V, S.XXII-XXIV.

22 Wieder abgedruckt in GA2 V, S.X-XI.

22 Wieder abgedruckt in GA2 V, S.X-XI.

23 1570-10.

23 1570-10.

24 Wieder abgedruckt in GA2 XI, S.XII-XIII.

24 Wieder abgedruckt in GA2 XI, S.XII-XIII.

25 Zu 421 vgl. oben Anm.9.

25 Zu 421 vgl. oben Anm.9.

26 1573-9.

26 1573-9.

27 Wieder abgedruckt in GA2 I, S.XV-XVI

27 Wieder abgedruckt in GA2 I, S.XV-XVI.

28 1576-5.

28 1576-5.

29 Wieder abgedruckt in GA2 III, S.XIX-XX.

29 Wieder abgedruckt in GA2 III, S.XIX-XX

30 1582-1; dort als Nr.133.

30 1582-1; dort als Nr.133.

31 1579-2.

31 1579-2.

32 1580-4.

32 1580-4.

33 Wieder abgedruckt in GA2 III, S.XX.

33 Wieder abgedruckt in GA2 III, S.XX.

34 1580-5.

34 1580-5.

35 Wieder abgedruckt in GA2 XI, S.XIII

35 Wieder abgedruckt in GA2 XI, S.XIII

36 1582-7.

36 1582-7.

1) Die Drucksiglen beziehen sich stets auf Leuchtmann/Schmid, Bd.I (1555-1577) und Bd.II (1578-1687).

1) Die Drucksiglen beziehen sich stets auf Leuchtmann/Schmid, Bd.I (1555-1577) und Bd.II (1578-1687).

37 Wieder abgedruckt in GA2 XI, S.XIII-XIV.

38 1582-8.

39 Wieder abgedruckt in GA2 I, S.XVII.

40 1585-4.

41 Wieder abgedruckt in GA2 XI, S.XIV.

42 Wieder abgedruckt in GA2 XIII, S.XI.

43 1587-2.

44 Recte: 1568 (es handelt sich um 1568-3).

45 Haberls Angabe, dass „in der Ausgabe des Magnum opus von 1604 im Quintus und Sextus die gleiche Sopranmelodie in irrtümlicher Weise abgedruckt ist“, ist zu korrigieren: Das Exemplar der Proskeschen Musikabteilung der Bischöflichen Zentralbibliothek Regensburg des Magnum opus mit der Signatur C 117b2 aus dem Besitz Carl Proskes, das schließlich auch dessen Sparte3 zugrundeliegt, ist in der Tat verdruckt, allerdings enthalten das Quinta vox- und das Sexta vox-Stimmbuch nicht (wie Haberl angibt) „die gleiche Sopranmelodie“, sondern jeweils die von Haberl in der ersten Auflage des vorliegenden Bandes als „Bassus (II). (5. vox.)“ bezeichnete Stimme, also die untere der beiden F3-geschlüsselten Stimmen. Haberls Angabe entstand durch eine falsche Übernahme aus einem Proskes Sparte beiliegenden Zettel, wo dieser den Irrtum verzeichnet hat. Proske schreibt: „N0 437. hat im Sextus u[nd] Quintus dieselbe Partie, statt wahrscheinlich im Sextus einen 2ten Sopran zu enthalten […].“ Mit „dieselbe Partie“ meint er aber nicht (wie Haberl) „die gleiche Sopranmelodie“, sondern eben die untere der beiden F3-geschlüsselten Stimmen, da er schreibt, dass die Sexta vox „einen 2ten Sopran“ enthalten müsse. Proske gibt also richtig an, dass die untere Bass-Stimme sowohl im Quinta vox- als auch im Sexta vox-Stimmbuch enthalten ist; seine Vermutung, dass sich der zweite Sopran im Sexta vox-Stimmbuch befinden müsse, trifft jedoch auch nicht zu. Der zweite Sopran ist korrekt im Quinta vox-Stimmbuch abgedruckt, wie aus dem für die vorliegende Neuausgabe benutzten Exemplar der Bayerischen Staatsbibliothek 2 Mus.pr 68 zu eruieren ist.4 Verdruckt ist also die Quinta vox und nicht die Sexta vox.

46 1588-1.

47 Wieder abgedruckt in GA2 III, S.XXII.

48 Wieder abgedruckt in GA2 V, S.XII.

49 Wieder abgedruckt in GA2 XIII, S.XI.

50 1594-2.

51 Wieder abgedruckt in GA2 XI, S.XIV.

52 Wieder abgedruckt in GA2 XIII, S.XI-XII.

53 1564-7.

54 Robert Eitner, Bibliographie der Musik-Sammelwerke des XVI. und XVII. Jahrhunderts, Berlin 1877, ND Hildesheim 1963.

55 1565-4; vgl. auch oben Anm.8.

56 1583-9.

57 Vgl. Anm.2.

58 1603-1.

59 Zur Gliederung des Magnum opus vgl. Horst Leuchtmann, Zum Ordnungsprinzip in Lassos Magnum Opus Musicum, in: Musik in Bayern 40 (1990), S.46-72. Zur Übernahme der Reihenfolge des Magnum opus in die vorliegende revidierte Neuausgabe vgl. GA2 I, S.XLVI-XLVIII. Haberl selbst äußert sich mehrmals zum Aufbau des Magnum opus; vgl. dazu ausführlich Anm.39 zu Haberls Vorwort, GA2 XV, S.XV.

60 Zu den Stücken (Quellen für die einzelnen Motetten und Herkunft der Texte) vgl. jeweils detailliert unten S.LIII-LXXV (Zu den einzelnen Motetten ). Haberls folgende Angaben werden deshalb nicht mehr eigens kommentiert.

61 Zu den „Bemerkungen Dr. Proskes über die einzelnen Nummern des vorliegenden IX. Teiles“ vgl. die bibliographischen Angaben oben Anm.3.

62 Gemeint ist wohl Ignaz Franz von Mosel, Der 120te Psalm. Metrisch übersetzt von Johann Andreas Cramer. Für die Schüler der Singschule der Musikfreunde des Österreichischen Kaiserstaats als Chor zu zwey Sopran- und zwey Alto-Stimmen ohne Begleitung in Musik gesetzt. Wien, S. A. Steiner und Comp. [1820].

Bernhold Schmid

2) Die Regensburger Bibliothek besitzt zwei weitere Exemplare: C 117a (vollständig) und C 117c (nur C, T, B und 5av).

3) Signatur der Sparte des Lauda Hierusalem dominum in D-Rp: Pr-M Lasso VIII/13.

4) Verglichen wurden zudem folgende Exemplare: • München, Bayerische Staatsbibliothek, 2 Mus.pr. 68a (lt. Ex libris aus dem Besitz von „Abbas Paulus In Tegernsee“, wohl Paulus Widmann, Abt vom 25. August 1594 bis 22. Oktober 1624, vgl. http://www.gen.heinzwember.de/tegernsee/Aebte.htm, aufgerufen am 28. April 2017); dieses Exemplar ist wie das erste der Bayerischen Staatsbibliothek nicht verdruckt. (Das dritte Exemplar der Staatsbibliothek besteht nur aus C und B) • Regensburg, Proskesche Musikabteilung der Bischöflichen Zentralbibliothek, C 117a (vollständig), nicht verdruckt • Regensburg, Proskesche Musikabteilung, C 117c (unvollständig: C, T, B und 5av): Auch hier ist in der 5av die zweite B-Stimme abgedruckt. Für Auskünfte per email (Korrespondenz vom 11. Mai 2017) und die Übersendung von Faksimiles sei Herrn Dr. Raymond Dittrich, Regensburg, ganz herzlich gedankt.

ZUR ZWEITEN AUFLAGE

„Im Madrigalenstil.“ Texttypen, Stil und Gattungsfrage bei Motetten mit kurzen textierten Notenwerten

Domine, quid multiplicati sunt, LV 722 (die Nr.445 im vorliegenden Band), ein Stück mit zahlreichen textierten Semiminimen, weist in der ersten Auflage unseres Bandes (dort Nr.652 [445]) eine editorische Besonderheit auf: Der Herausgeber Franz Xaver Haberl hat gepunktete Zwischentaktstriche eingefügt; die eine Brevis umfassenden, durch „Taktstriche“ von einander getrennten Mensureinheiten sind also unterteilt, es entstehen Semibreviseinheiten:

Mensurteilungen dieser Art finden sich auch in anderen Stücken (angegeben wird im Folgenden immer die Fundstelle in der ersten Auflage der GA):

• Nuncium vobis, II. pars: Thus deo, mirrham (LV 437, GA V 204 und 205 [163, I. und II. pars]), wobei die Taktstriche jedoch jeweils nach zwei Halben durchgezogen und nicht gepunktet sind:

• Lauda, mater ecclesia (LV 1040, GA V 274 [211]); die Mensurteilung steht nicht in der Passage im Dreiermetrum des Beginns; nur punktierte Notenwerte werden geteilt und übergebunden, zu halbierende Notenwerte nicht:

Discantus. Quinta vox. Altus. Tenor. Sexta vox. Bassus.

419. I. pars: Prolongati sunt dies mei

& & ç B B Z

Leseprobe

& & ç B

B Z

for-tu-na,for-

for-tu-

ser-vi-en-tem,

tu-na,for-tu-

na,for-tu-na,for

for-tu-na

Leseprobe

Sample

II. pars: Inveterata sunt ossa mea

Leseprobe

& & ç B

Discantus. Quinta vox. Altus. Tenor. Sexta vox.

Bassus.

Leseprobe Sample page

III. pars: Si ergo fas dicere

& & ç B B Z

& & ç

Leseprobe

Sample page

& & ç B B

Leseprobe Sample page

Discantus. Sexta vox. Altus. Tenor. Vagans. Bassus.

& & ç B B Z

420. I. pars: Quam magnicata sunt opera tua

& & ç B B Z

Leseprobe Sample page

& & ç B

B Z

& & ç

B

B Z

Leseprobe Sample page

B Z

Leseprobe

Discantus. Sexta vox. Altus. Tenor. Vagans. Bassus.

ç B

Sample page

& & ç B B Z

Leseprobe

Sample page

& & ç B B Z

& & ç B

B Z

& & ç B B Z

Leseprobe

Sample page

Discantus. Quinta vox. Altus. Tenor. Sexta vox. Bassus.

& ç ç B B Z

421. Quare tristis es, anima mea

& ç ç B B

Leseprobe

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