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EB 9368 – Huber, ALGOL

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Nicolaus A. Huber

ALGOL Nachspiel zu AION fĂźr Klavier Postlude to AION for Piano

Edition Breitkopf 9368


Nicolaus A. Huber

ALGOL Nachspiel zu AION (1968/72) für Klavier, Luftzeichnung und Maultrommel Postlude to AION (1968/72) for Piano, Air Drawing and Jewʼs Harp

Edition Breitkopf 9368 Printed in Germany


Nicolaus A. Huber | ALGOL

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Notation Fingernagel

Das Innere des Flügels ist in 5 Abschnitte eingeteilt.

I = höchster, V = tiefster Saitenteil

Nagel-Tremolo, Nagelfläche locker über die Saite(n), Ton nicht ersticken!

Pizz. – in diesen Abschnitten ohne Pedal, metallisch, trocken, freie / ungefähre Tonhöhenwahl, Oktaven vermeiden

Fingerfleisch

Hand

mit Finger kurz dämpfen, elastisch auf der Saite je nach Lautstärke

chromatischer Cluster

D

Dämpfer

dämpfen an Agraffe

nur auf Tasten weiß / schwarz, Außenkante

stummer Tastendruck, oft soll klingender Ton stumm übernommen werden

auf Vorderkante links und rechts vom Flügelschloss

Spiel innen mit / auf Saiten

mp etwas lauter / leiser

Saite senkrecht geschlagen

Pedalschlag

Tasten senkrecht geschlagen (T. 169–196). Dabei Fingernägel etwas in Richtung Körper einziehen. Dadurch ist eine größere Dynamik möglich.

mittleres Pedal

Pedal, Taste hochheben

Pedal, Taste drücken

Pedal kurz nach dem Anschlag drücken

4 x spielen

auf Saite entlangfahren Tasten liegen lassen

Bewegung wie angegeben

Flageolett auf entsprechender Saite abgreifen

Fingersätze, die zu bestimmten Stellen angegeben sind, sollten unbedingt beachtet werden.

Flügel (Steinway), innere Rahmeneinteilung:

V

IV

III

II

I

Saiten einfach doppelt 3-fach ohne Dämpfer 8 + 12 15 18 18 17 20

Bei anderen Instrumenten entsprechend einteilen!

„In der Luft Zeichnen “ (Takt 209) bezieht sich auf Wolfgang Paulis Traum vom 23. Januar 1938 (in: W. Pauli und Carl Gustav Jung, Ein Briefwechsel 1932–1958, hrsg. von Carl A. Meier, Berlin u. a.: Springer 1992, Appendix 1, S. 170) Breitkopf EB 9368


ALGOL

Nachspiel zu AION (1968/72) für Klavier *

Nicolaus A. Huber, 2019

* ALGOL soll, trotz des Untertitels, nicht zusammen mit meinem Tonband-Stück AION (WDR) im selben Programm gespielt werden. Edition Breitkopf 9368

© 2020 by Breitkopf & Härtel, Wiesbaden


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Nicolaus A. Huber Klavierwerke bei Breitkopf & Härtel Piano Works at Breitkopf & Härtel

Nicolaus A. Huber ALGOL (2019) Aufführungsdauer | Performing Time etwa 14 Minuten | approx. 14 minutes

ALGOL (2019) 14 min.

Uraufführung | World Premiere

Pour les enfants du paradis (2003) 11 min.

Catherine Vickers (pno) Hannover | 06/12/2019

Kurze Charakerstücke für Klavier Plus Short character pieces for piano plus

Seit geraumer Zeit beschäftige ich mich mit Möglichkeiten der Analogien zwischen Quantenverhalten und harmo­ nischen Tonkonzeptionen. 1968 komponierte ich das Ton­ bandstück AION, dessen thematische Grundlage C. G. Jungs Archetypenlehre war, d. h. alles, was auf archetypischen Energieprozessen beruht, ist „tonal“. Für Nono war Tonalität, überwölbend gedacht, das „Problem Einheit“. Diese radikale Selbst- und Komponierkritik ist lange her. Umso elektrisierter war ich, als ich vor kurzer Zeit den Briefwechsel zwischen Wolfgang Pauli und C. G. Jung (1932–1958) las. Der Quan­ tenphysiker Pauli betrachtete die Jungsche Archetypenlehre aus der Welt der Quantenphysik. Er prägte sogar den Begriff der „Hintergrund-Physik“, archetypisch generiertes Denken. Die Nicht-Lokalität und die Wahrscheinlichkeitswelle, kein spezifischer Ort, Synchronizität als akausal, aber sinnerge­ bend gedacht, kein losgelöster Beobachter bei Messungen usw. – plötzlich ineinandergreifende Welten! In diesem Buch taucht auch der Name Algol auf. Aus dem Arabischen al-gul (= der Dämon) kommend, bezeichnet dies ein Doppelsternsystem verschiedener Helligkeit, um das ein dritter Stern kreist. Im Sternbild Perseus sich befindend, sieht man einen veränderlichen Stern, dessen Helligkeit peri­ odisch schwankt, ein „Teufelsstern“. In dieser brodelnden Energiewelt, die plötzlich und völlig unvermutet in mir aufbrach, habe ich das Stück für Klavier, als Nachspiel zu meinem AION komponiert. Ich wusste schon damals, dass Archetypen nicht überwunden werden können, das Bewusstsein jedoch eine Art von Distanz schaf­ fen kann. Nun ein Solo-Flugspiel wie mit einer VR-Brille ... 9 790004 (Nicolaus A. Huber, 2019)

Disappearances (1995) 16 min. Beds and Brackets (1990) 17 min. für Klavier mit zu öffnenden Türen und Fenstern oder Tonband for piano with doors and windows to be opened or tape mit | with: Statement zu einem Faustschlag Nonos 3 min.

Darabukka (1976) 15 min.

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ISMN 979-0-004-18838-5

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