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EB 8813 – Schlink, Kontrabass! Heft 1

Page 1

Thomas Schlink

Eine Schule für Kinder und Jugendliche Heft 1

Edition Breitkopf 8813


THOMAS SCHLINK

Eine Schule für Kinder und Jugendliche

Mit Klaviersätzen von

Thomas Blomenkamp Illustrationen von

Dorothea Lindenberg Heft 1 EB 8813 Heft 2 EB 8814

Edition Breitkopf EB 8813 BREITKOPF & HÄRTEL Printed in Germany WIESBADEN · LEIPZIG · PARIS

Edition Breitkopf 8813 Printed in Germany


Liebe Bass-Schülerinnen und Bass-Schüler, ich freue mich sehr, dass ihr euch entschieden habt, Kontrabass zu lernen! Als ich mich vor vielen Jahren auf den Weg zu meinem ersten Kontrabassunterricht machte, hatte ich so eine Ahnung, dass sich mir eine neue und spannende Welt eröffnen würde. Schon nach kurzer Zeit übertraf die Vielseitigkeit und Farbigkeit dieses Instrumentes meine Erwartungen bei weitem und forderte mich zum Klang-Experimentieren heraus. Als ich nach einigem Üben im Schulorchester mitspielen durfte, war meine Leidenschaft für den Kontrabass endgültig entfacht. Diese Begeisterung hält sich übrigens bis heute! Kontrabass! vermittelt einen spielerisch leichten Einstieg und beleuchtet das Instrument von den unterschiedlichsten Seiten. Ich danke Thomas Schlink für diese schöne Sammlung an Ideen und wünsche euch viel Freude bei der Entdeckung der Welt des Kontrabasses!

Salzburg, Herbst 2009

Prof. Christine Hoock Universität Mozarteum Salzburg

Alle Übungen, Melodien, Texte und Sätze stammen, wenn nicht anders angegeben, vom Autor.

Dankeschön! Für ihre vielfältige, große Unterstützung sowie einige musikalische Beiträge möchte ich mich sehr herzlich bei Nele Weißmann bedanken. Für freundschaftliche und kollegiale Hilfe in Rat und Tat danke ich Anja Lautermann und Dan Zemlicka sowie ganz besonders Thomas Blomenkamp, der durch seine einfallsreichen und ungewöhnlichen Klaviersätze entscheidend zur Entstehung dieses Heftes beigetragen hat. Nicht zuletzt danke ich Friedhelm Pramschüfer für sein kritisches, ideenreiches und immer wieder herausforderndes Lektorat. Thomas Schlink

Edition Breitkopf 8813 © 2010 by Breitkopf & Härtel, Wiesbaden Notensatz: Kontrapunkt Satzstudio Bautzen Layout und Reproduktion: Kontrapunkt Satzstudio Bautzen EditionDruckhaus Breitkopf 8813 Druck: Sportflieger GmbH, Berlin © 2010 by Breitkopf & Härtel, Wiesbaden Notensatz:&Kontrapunkt Breitkopf Härtel KG Satzstudio Bautzen Layout und Reproduktion: Kontrapunkt Satzstudio Bautzen Walkmühlstraße 52 Druck:Wiesbaden, druckhaus Germany köthen, Köthen 65195 info@breitkopf.com www.breitkopf.com


Liebe Liebe zukünftige zukünftige Kontrabassistin, Kontrabassistin, lieber lieber zukünftiger zukünftiger Kontrabassist, Kontrabassist, du du hast hast dir dir das das Größte Größte von von allen allen Streichinstrumenten Streichinstrumenten ausgesucht ausgesucht und und bist bist sicher schon ganz gespannt, was für tolle Musik du mit dem „kleinen Ungetüm“ sicher schon ganz gespannt, was für tolle Musik du mit dem „kleinen Ungetüm“ machen machen kannst. kannst. Dieses Dieses Heft Heft soll soll dir dir dabei dabei helfen, helfen, zusammen zusammen mit mit deinem deinem Lehrer Lehrer oder deiner Lehrerin dein neues Instrument und ganz viel verschiedene Musik oder deiner Lehrerin dein neues Instrument und ganz viel verschiedene Musik kennenzulernen. kennenzulernen. Du Du wirst wirst einiges einiges über über die die Funktion Funktion des des Kontrabasses Kontrabasses als als BegleitBegleitund als Melodie-Instrument erfahren, gewöhnliche und ungewöhnliche Klänge und als Melodie-Instrument erfahren, gewöhnliche und ungewöhnliche Klänge und und die die dazu dazu notwendigen notwendigen Spieltechniken Spieltechniken kennenlernen, kennenlernen, du du wirst wirst komponieren, komponieren, improvisieren, Noten schreiben und lesen und hoffentlich ganz viel improvisieren, Noten schreiben und lesen und hoffentlich ganz viel mit mit anderen anderen Musikern und verschiedenen Instrumenten zusammen spielen. Musikern und verschiedenen Instrumenten zusammen spielen. Ein Ein paar paar Dinge Dinge gilt gilt es es im im Umgang Umgang mit mit deinem deinem Bass Bass zu zu beachten: beachten:   Entspanne Entspanne den den Bogen Bogen nach nach dem dem Spielen. Spielen.   Wenn Wenn du du nicht nicht spielst, spielst, stelle stelle deinen deinen „Brummbär“ „Brummbär“ in in eine eine sichere sichere Ecke Ecke mit mit dem dem Steg zur Wand oder lege ihn mit einer seiner Zargen auf die Erde. Auf jeden Steg zur Wand oder lege ihn mit einer seiner Zargen auf die Erde. Auf jeden Fall Fall aber aber an an einen einen Platz, Platz, wo wo ihn ihn niemand niemand umwerfen umwerfen kann. kann.   Bewahre Bewahre dein dein Instrument Instrument im im Winter Winter möglichst möglichst weit weit weg weg von von der der Heizung Heizung auf. auf. Die Luft in ihrer Nähe ist dann sehr trocken und das Holz kann Risse bekommen. Die Luft in ihrer Nähe ist dann sehr trocken und das Holz kann Risse bekommen.   Wische Wische dein dein Instrument Instrument nach nach jedem jedem Spielen Spielen mit mit einem einem weichen weichen Tuch Tuch ab: ab: zuerst zuerst die Saiten, damit kein Kolophonium an ihnen kleben bleibt, danach die Decke die Saiten, damit kein Kolophonium an ihnen kleben bleibt, danach die Decke –– und und die die Bogenstange Bogenstange nicht nicht vergessen. vergessen. Das Das klebrige klebrige Kolophonium Kolophonium ist ist auf auf die die Dauer Dauer nämlich sehr ungesund für den Lack. nämlich sehr ungesund für den Lack.   Merke: Merke: Auf Auf sauberen sauberen Saiten Saiten kannst kannst du du viel viel leichter leichter streichen, streichen, ohne ohne dass dass die die Töne kratzig klingen. Töne kratzig klingen.   Packe Packe den den Bass Bass zum zum Transport Transport immer immer in in seine seine weiche, weiche, dicke dicke Hülle Hülle ein, ein, damit damit ihm unterwegs nichts passiert. ihm unterwegs nichts passiert. Und Und hier hier noch noch ein ein paar paar ganz ganz allgemeine allgemeine Tipps: Tipps:   Spiele Spiele möglichst möglichst viel viel auf auf deinem deinem Bass, Bass, am am besten besten jeden jeden Tag. Tag. Das Das ist ist gut gut für für dein Instrument, weil beim Spiel das Holz, aus dem es gebaut ist, in Schwingung dein Instrument, weil beim Spiel das Holz, aus dem es gebaut ist, in Schwingung gerät gerät und und dein dein Bass Bass dadurch dadurch immer immer lebendig lebendig klingt. klingt. Und Und das das ist ist gut gut für für deinen deinen Fortschritt, weil durch regelmäßiges Spiel die neu gelernten Melodien und Fortschritt, weil durch regelmäßiges Spiel die neu gelernten Melodien und Techniken Techniken sich sich am am besten besten einprägen. einprägen.   Höre Höre dir dir beim beim Spielen Spielen aufmerksam aufmerksam zu zu und und spiele spiele möglichst möglichst viel viel auswendig. auswendig. Dadurch kannst du dich beim Spielen freier bewegen und hörst selbst Dadurch kannst du dich beim Spielen freier bewegen und hörst selbst mehr mehr von von deinem eigenen Spiel, als wenn du mit den Augen an den Noten „klebst“. deinem eigenen Spiel, als wenn du mit den Augen an den Noten „klebst“.   Spiele Spiele möglichst möglichst oft oft mit mit Anderen Anderen zusammen. zusammen. Das Das macht macht großen großen Spaß Spaß und und trainiert besonders dein Gehör und dein Rhythmusgefühl. trainiert besonders dein Gehör und dein Rhythmusgefühl. Viel Viel Spaß Spaß und und viel viel Erfolg Erfolg wünscht wünscht dir dir


Liebe Eltern, mit dem Kontrabass hat sich Ihr Kind für ein vielseitiges und spannendes Instrument entschieden. Kontrabass! möchte besonders den jüngeren Schülern zeigen, welche Möglichkeiten in dem großen „Brummbären“ stecken, der allein wegen seiner Größe einige Besonderheiten mit sich bringt. Vor allem in der ersten Zeit ist beim Ein- und Auspacken, bei Transport und Lagerung des Instrumentes Ihre Mithilfe notwendig. Zur passenden Größe, den Transportmöglichkeiten und der Pflege des Instrumentes hat Sie der Lehrer oder die Lehrerin sicherlich gezielt beraten. Er oder sie wird auch darauf geachtet haben, dass Ihr Kind nach Möglichkeit alleine damit zurechtkommt. Einige Tipps zum Umgang mit dem Bass finden Sie auf der vorhergehenden Seite. So können Sie Ihr Kind darüber hinaus unterstützen: • Richten Sie einen festen Platz in Ihrer Wohnung ein, an dem Instrument, Noten und Notenständer immer spielbereit verfügbar sind und ohne lange Vorbereitungszeit gespielt und geübt werden kann. Das fördert die Lust, sich auch wirklich regelmäßig (am besten täglich) mit dem Instrument zu beschäftigen. • Beziehen Sie die Übezeit gezielt in die Tagesplanung ein. Aber: Auch wenn das tägliche Üben wichtig ist, sollten Sie darauf achten, dass es zu einem Ausgleich mit anderen Interessen und Bedürfnissen Ihres Kindes kommt. Gibt es Phasen längerer „Flauten“ in der Übemotivation, beispielsweise während der Pubertät, beraten Sie sich am besten mit dem Lehrer oder der Lehrerin Ihres Kindes. • Zeigen Sie Interesse am Spiel Ihres Kindes, ermuntern Sie es zum Vorspielen und lassen Sie sich von ihm erklären, was es in der Stunde gelernt hat. • Sorgen Sie für die Möglichkeit, mit Anderen zusammen zu musizieren und/oder zu singen. Das gilt für den Kontrabass in seiner hauptsächlichen Funktion als Begleit-Instrument natürlich ganz besonders. Deshalb gibt Kontrabass! zum Spielen mit Anderen viele Anregungen und stellt vielfältiges Spielmaterial zur Verfügung. • Der Kontrabass eignet sich hervorragend, um schon frühzeitig am Ensemblespiel teilzunehmen. In den meisten Musikschulen gibt es hierfür umfangreiche Angebote. Und Kontrabassisten sind immer gern gesehen. • Konzertbesuche und gemeinsames Hören von CDs können das Interesse weiter vertiefen. Ich wünsche Ihrem Kind und Ihnen viel Freude bei der gemeinsamen Erschließung der Welt der tiefen Töne. Übrigens: Falls beim häuslichen Üben Fragen zum Notenlesen entstehen, gibt es auf Seite 92 eine Zusammenstellung, in der wichtige verwendete Zeichen kurz vorgestellt werden. Kaarst, Sommer 2009

Thomas Schlink


Inhalt I Leere Saiten – voller Musik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

7

1 Gezupft – Pizzicato . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

7

Vier Saiten, vier Noten – Wie heißen die Noten? – Buchstaben zupfen – Viertelnoten und halbe Noten – Noten schreiben

2 Gestrichen – Arco . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 Abstrich und Aufstrich – Bogenführung – Rückholbogen – Die Verbindung von Viertelnoten und halben Noten – Striche eintragen – Forte und piano – Viertelpause und halbe Pause

3 Saitenübergänge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22 Heben und Senken des Bogens – Wechsel über zwei und über drei Saiten – Improvisieren – Ganze Noten

4 Liedbegleitungen in verschiedenen Rhythmen und Strichweisen . . 27 Der Auftakt – Verschiedene Strichweisen in Verbindung mit Pausen und Rückholbogen – Unterschiedliche Rhythmen

5 Bogeneinteilungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30 Untere und obere Bogenhälfte – Halber und ganzer Bogen – Wechselstrich – Rhythmusspiele – Ungewöhnliche Spieltechniken

II Spiel in der ersten Lage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37 1 Der Zeigefinger (1. Finger) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37 Die Töne auf der A-, der D- und der G-Saite – Vom sauberen Greifen – Akzente – Oktavlagen – Noten schreiben – Musikalische Motive – Arrangieren – Achtelnoten – Für Vorspiel und Konzert – Legatobögen – Kurze und lange Striche

2 Der Mittelfinger (2. Finger) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 53 Die Töne auf der A- und der D-Saite – Vom sauberen Greifen – Finger liegen lassen – Strichsalat – Noten schreiben

3 Der kleine Finger (4. Finger) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 62 Die Töne auf der A-, der D- und der G-Saite – Das Kreuz ( ) – Generalvorzeichnung – Für Vorspiel und Konzert – Ungewöhnliche Spieltechniken – Noten schreiben – Luftstriche – Die Töne auf der E-Saite – Walkingbass


4 Tonleiter und Tonart . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 81 Tonleiter bilden – Die G-Dur-Tonleiter – Abwechslungsreiche Übungen für die Tonleiter – Sechzehntelnoten und Achteltriolen – Stricharten – Dreiklang – Komponieren und Improvisieren

5 Der letzte noch fehlende Ton in der ersten Lage . . . . . . . . . . . . . . 87 Das Be ( ) und das Auflösungszeichen ( ) – Portato

Rund um das Instrument

Die Teile des Kontrabasses . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Die Teile des Bogens . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Warum heißt der Frosch Frosch? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Woraus werden Kontrabässe gebaut? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Berühmte Kontrabassisten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

10 12 15 52 64

Musikalische Zeichen und Begriffe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 92 Für Lehrerinnen und Lehrer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 94

/

= Zu diesem Stück gibt es einen Begleitsatz mit Klavier / einem Melodie-Instrument auf der angegebenen Seite im Einleger. = Schreibaufgabe

[S. XX]

= siehe Lehrertext


7

I Leere Saiten – voller Musik 1 Gezupft – Pizzicato Pizzicato kommt aus dem Italienischen und heißt „gezupft“. Wenn du die Saiten mit den Fingern zupfst, spielst du Pizzicato.

1 Vier Saiten, vier Noten Zupfe mit deinem rechten Zeigefinger die Saiten nacheinander an. Kannst du hören, welche Saite am höchsten (hellsten) und welche am tiefsten (dunkelsten) klingt? Gibt es eine Reihenfolge und hat der Klang der Saiten etwas damit zu tun, ob die Saiten dicker oder dünner sind? Die dünnste Saite heißt G-Saite, dann kommt die D-, dann die A-Saite und die dickste ist die E-Saite. Eine gute Eselsbrücke, um dir die Saitennamen in dieser Reihenfolge zu merken, ist der Satz „Geh, du alter Esel!“. Auf Seite 11 wirst du ihn auch spielen. Der höchste Ton steht auch im Notensystem ganz oben. Ordne die Namen den Noten und den Saiten zu!

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2 Unsere Katze

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Breitkopf EB 8813

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8

I Leere Saiten – voller Musik · Gezupft

3 Wie heißen die Noten? Zupfe die Noten der Reihe nach und trage ihre Namen ein.

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4 Buchstaben zupfen Zupfe zu den Anfangsbuchstaben der Worte aus folgenden Sätzen jeweils die entsprechende Saite. Fallen dir noch mehr solche Sätze ein?

Auch Ein Geist Darf Eis Essen. Acht Graue Esel Galoppieren Auf Grünem Gras. Alte Enten Gehen Durch Einen Garten.

5 Ein Kater zupft den Kontrabass

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Breitkopf EB 8813

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9

I Leere Saiten – voller Musik · Gezupft

6 Feierlich und gemessen

S. 1

Gustav Mahler (1860 –1911) aus: Symphonie Nr. 1 D-Dur Einrichtung: Th. Sch.

Nicht schleppen

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Leseprobe

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(8… sempre ad lib.)

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Mindestens 2 × spielen.

Dieses Thema hat Gustav Mahler von einem berühmten Kanon abgeleitet. Weißt du, von welchem?

7 Im Walzertakt

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pizz. oder arco

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œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ # œ œ œ œ œœ Wiederholung ad libitum

Breitkopf EB 8813


10

Die Teile des Kontrabasses Ordne die Worte den Bildern zu. Schnecke Saiten Stimmmechanik Zarge

Decke Hals Steg Untersattel

Saitenhalter F-Löcher Griffbrett

Stachel Obersattel Boden

Leseprobe

Sample page


11

I Leere Saiten – voller Musik · Gezupft

8 Noten schreiben I Schreibe die Noten auf und spiele dann die beiden Zeilen.

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Leseprobe

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9 Alter Esel

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Geh,

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10 Zähl- und Zupfübung

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Zähle: 1

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1

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11 Das E im See

Wie musst du hier zählen?

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12

Die Teile des Bogens Ordne die Worte dem Bild zu.

Stange

Haare

Frosch

Spitze

Schraube

Leseprobe Das obere Bild zeigt einen deutschen Bogen. In vielen Ländern wird der Kontrabass jedoch mit dem so genannten französischen Bogen gespielt. Erkennst du die Unterschiede?

Übrigens: Die Bogenstange besteht aus so genanntem Pernambuco - (auch Fernambuk-) oder Brasilholz und die Haare sind echte Pferdehaare.

Sample page 2 Gestrichen – Arco

Arco ist wie Pizziccato italienisch und heißt „mit dem Bogen gestrichen“. Wenn du die Saiten mit dem Bogen streichst, spielst du arco.

12 Am Flughafen

[S. 95]

a) Start frei Setze den Bogen zwischen Griffbrett und Steg am Frosch auf die Saite. Zum Starten ziehe den ganzen Bogen vom Frosch zur Spitze und beschreibe dabei mit deiner Hand den Weg eines startenden Flugzeugs. Das Ende der Bogenschraube ist dabei seine „Nase“. Das Flugzeug fährt langsam los und wird schneller. Der Bogen saugt sich in die Saite wie die Räder in die Startbahn. Am Ende hebt das Flugzeug ab. Und der Bogen auch. Streiche forte (ital. = stark). Dafür steht das unter den Noten.

f

Breitkopf EB 8813


13

I Leere Saiten – voller Musik · Gestrichen

≥

Das Zeichen bedeutet Abstrich, den Bogen vom Frosch zur Spitze ziehen.

≥ h Ó f

Starte jeweils sechs- bis achtmal von den Startbahnen D, A, G und zuletzt E.

Leseprobe

Wenn sich die Windrichtung ändert, müssen die Flugzeuge in die andere Richtung starten. Setze dazu den Bogen dicht an der Spitze auf die Saite und schiebe ihn bis zum Frosch. Jetzt ist die Bogenspitze die Nase des Flugzeugs. Wieder saugt sich der Bogen in die Saite.

≤ ≤  Ó Ó≤ Ó≤  Ó≤ Das Zeichen ≤ bedeutet Aufstrich, ? 44  Ó  Óhf  Óden Bogen von  der SpitzeÓzum Frosch schieben. . . œ œ. œ œ≤. œ #œ œ œ .œ fœ œ. . ≥œ gliss. . ≤ œ. # œ œ œ. œ œ œ œ œ. œ œ≤ . œ œ œ œ ? 44 f b) Fernflug 0-8-15 ≤ ≤ 5 Ó Ó Ó ≤ .. ≤ ≤  Eilig ? ≤  .. Ó Ó Ó Ó ≤ ≤ ≤  ? 4 œo≤      Ó  Ó Ó  Ó 4 o o œ œ #œ œ J w œ œ #œ œ #œ œ .. ‰ f œ œ œ œ œ œ œ œ # œ # œ # œ ? J ‰ œ. ≥œ gliss. . J ‰≤ œ. œ # œ#. œ œœ œ. w œ . .. œ≤ œ œ . œ œ œ œ œ œ ? 44 sul D f Eilig

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14

I Leere Saiten – voller Musik · Gestrichen

13 Im Hafen Achte bei diesem Lied darauf, dass der Bogen ständig mit der Saite in Kontakt bleibt und ziehe ihn immer gerade. Der Ton soll nicht leiser werden, wenn du die Bogenspitze erreichst. Spritzig

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Leseprobe

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hier zu - haus. ihr Zu - haus.

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Sample page Breitkopf EB 8813

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15

I Leere Saiten – voller Musik · Gestrichen

Warum heißt der Frosch Frosch? Die Vorläufer unserer modernen Bögen waren sehr viel einfacher gebaut als wir es heute kennen. Sie hatten noch keine Schraube, mit der man die Bogenhaare spannen konnte. Diese waren direkt an der Bogenstange befestigt. Um den Bogen zu spannen, steckte man ein Holzklötzchen zwischen Haare und Bogenstange. Du kannst das an den beiden Zeichnungen erkennen. Weil das Klötzchen öfter wieder heraussprang, wurde es bald „Frosch“ genannt. Beschreibe, wie das Klötzchen heute aussieht.

Leseprobe 14 Sprechender Bogen

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… strich.

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16

I Leere Saiten – voller Musik · Gestrichen

Bisher hast du entweder den Bogen vom Frosch zur Spitze gezogen oder wieder zurück zum Frosch geschoben. Bei den nächsten Stücken wird der Bogen zwischen schieben und ziehen nicht mehr von der Saite gehoben.

15 Der (An)streicher

[S. 95]

Ein Maler möchte eine Tischplatte anstreichen. Dazu legt er einen Pinsel zwischen Daumen und Zeigefinger der rechten Hand und streicht mit ihm die Farbe in geraden Strichen von links nach rechts und wieder zurück auf die Platte. Wenn er beim Streichen die Hand nach innen dreht, kann er genau spüren, wie sanft oder kräftig der Pinsel über die Tischplatte gleitet.

Leseprobe

Was passiert, wenn der Maler zu stark drückt oder den Pinsel zu schnell zieht? Und was passiert beim Bogenstrich? Mache das Experiment auch mit einem Malerpinsel und finde heraus, wie man das Gefühl mit dem Bogen auf die Saiten übertragen kann.

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Achte darauf, dass du gerade streichst und die gesamte Länge des Bogens ausnutzt.

Breitkopf EB 8813

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17

I Leere Saiten – voller Musik · Gestrichen

16 Glockentöne In einer Glocke schwingt ein Klöppel hin und her und bringt sie zum Klingen. Bei großen Glocken entstehen tiefe Töne, sie klingen meist dunkel und schwer. Bei kleineren Glocken erklingen hohe Töne, sie klingen meist hell und leicht. Lass deinen Arm wie den Klöppel in einer großen Glocke hin und her schwingen, wenn er den Bogen über die Saite zieht und schiebt. Ahme den Klang der Glocke mit den halben Noten nach. Achte darauf, dass die Töne ganz gleichmäßig klingen. Eben wie Töne einer großen Glocke.

Leseprobe

Wenn man einen Finger genau in der Mitte zwischen Steg und Obersattel auf die Saite legt, ohne zu drücken, klingt der Ton eine Oktave (lat. octavus = der Achte) höher. So ein nicht gedrückter Ton heißt Flageolett. Das o über einer Note bedeutet, dass der entsprechende Ton so gespielt werden soll.

Langsam und und gleichmäßig gleichmäßig Langsam Langsam Langsam und und gleichmäßig gleichmäßig

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klingt klingt klingt klingt Ton, Ton, Ton, Ton,

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fordert dich auf, den Bogen zum Frosch zurückzuholen. .. Ó Breitkopf EB 8813

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Das Zeichen

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schon, schon, schon, schon, ton. ton. ton. ton.

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Für Lehrerinnen und Lehrer Mit Kontrabass! liegt erstmals im deutschsprachigen Raum ein systematisch geordnetes Material für den Kontrabassunterricht vor, das sich besonders zur Arbeit mit jüngeren Schülern (auch ohne jegliche Vorkenntnisse) ab etwa 8 Jahren an „Minibässen“ eignet. Dabei habe ich aus Rücksicht auf die weithin verbreiteten, sehr unterschiedlichen Spielweisen unseres Instruments auf Fotos und Detailbeschreibungen des Spiels im Stehen oder Sitzen, der Bogenhaltung, der Daumenstellung der linken Hand sowie auf didaktische Hinweise etc. verzichtet. Stattdessen beschränke ich mich auf allgemeine technische Hinweise, die unabhängig von der persönlich bevorzugten Spielweise ausgeführt werden können. So soll gewährleistet sein, dass möglichst viele Kolleginnen und Kollegen unter Ihnen das Heft verwenden können, ohne erst einmal für „falsch“ gehaltene Anweisungen durchstreichen zu müssen. Alle technischen Aspekte bedürfen also Ihrer Einweisung. Dafür können Sie aus einer Fülle von Spielstücken unterschiedlichster Stilrichtungen sowie Übungen

auswählen, was zum jeweiligen Schüler, seinem Lerntempo und auch zu den eigenen musikalischen Vorstellungen passt. Häufig kann es dabei sinnvoll sein, Übungen mit leeren Saiten und Stücke, die das Greifen der linken Hand verlangen, parallel zu erarbeiten. Die Lieder und Stücke bieten vielfältige Möglichkeiten im Umgang z. B. mit Dynamik, Tempo und Artikulation. So können beispielsweise einzelne Formteile in unterschiedlicher Dynamik oder mit Temposteigerung gespielt werden. Ich habe einige Beispiele vorgegeben. Vorspiele lassen sich gestalten, indem etwa vor dem Spiel der Lieder der Text vorgetragen wird (z. B. GeisterRap, Instrumentenrätsel, Das SeE-Ungeheuer). Damit möchte ich Sie grundsätzlich anregen, kreativ mit dem Material zu arbeiten. Zur Wahl der zu einem Schüler passenden Instrumentengröße und Bogenlängen hat die Fachberaterin des Verbandes deutscher Musikschulen (VdM), Nele Weißmann, aus vielen Erfahrungswerten folgende Empfehlungen abgeleitet1:

Minibass · Bögen und Maße

Die richtige Größe Wichtig für die Auswahl des Instrumentes ist Größe der Kinderhand und nicht das Alter! Wenn bei einem Kind der Abstand zwischen dem 1. und dem 4. Finger (bequem am Kontrabasshals gegriffen) 8 cm beträgt, ist der 1⁄16-Bass richtig. Die Formel dafür: Fingerspanne × 9. Instrument Größe

Bogenlänge (incl. Beinchen)

Froschhöhe (incl. Bogenstange)

Durchschnittliche Armlänge*

Bassetto 1 ⁄16

50 cm

3,5 cm

6 Jahre

45 cm

50 cm

4 cm

7 Jahre

50 cm 52 cm

1⁄ 8

55 cm

4,5 cm

8 Jahre

1 ⁄4

60 cm

5 cm

10 Jahre

56 cm

1⁄ 2

65 cm

5,5 cm

11 Jahre

58 cm

3 ⁄4

70 cm

5,5 cm

12 Jahre

61 cm

4 ⁄4

76 cm

5,5 cm

(* Die durchschnittliche Armlänge meiner Schüler von der Schulterkugel bis zur Mittelfingerspitze gemessen.)

Richtige Bogenlänge Die richtige Bogenlänge ermittelt man, indem das Kind den Bogen korrekt hält und die Spitze zur Schulter klappt. Die Spitze sollte bis zur Schulterkugel reichen. Die Froschhöhe entspricht bei obiger Messung dem Abstand zwischen dem Mittel- und dem kleinen Finger. In meinem Besitz befinden sich über 10 Jahre alte Dörfler-Bögen mit den 1⁄4 , 1⁄ 2 und 3⁄4 Maßen aus der Tabelle.

1 www.minibass.de, Abdruck mit frdl. Genehmigung.

Breitkopf EB 8813


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Für Lehrerinnen und Lehrer

Zu den Strichübungen

Spezielle Anmerkungen

Häufig wird in der ersten Zeit des Unterrichts mehr Wert auf das saubere Greifen der linken Hand gelegt als auf einen kontrollierten Bogenstrich. Durch die frühzeitige Entwicklung einer guten Bogentechnik kann jedoch vielen technischen Problemen vorgebeugt werden, mit denen sich der Schüler sonst vielleicht später plagen muss, wie rhythmischer Ungenauigkeit, mangelnder Kontrolle des Verhältnisses der rechten zur linken Hand, aber vor allem auch unsauberer Intonation. Besonders wichtig erscheint mir, schon frühzeitig das Augenmerk auf verschiedene Strichlängen, symmetrische (Wechselstriche) und unsymmetrische Strichmuster, die Kontaktstellen Bogen – Saite sowie das Zurückholen des Bogens etc. zu richten. So wird sowohl das lockere, als auch das saubere Spiel von Anfang an gefördert. Dabei sollte die Ausbildung der linken Hand natürlich nicht vernachlässigt werden.

Die meisten Stücke und Übungen erschließen sich in ihrem didaktischen Sinn von selbst. Daher möchte ich nur zu einigen wenigen Übungen Erklärungen anfügen.

Zum Beginn in der ersten Lage Mit der ersten Lage, statt wie früher üblich, mit der so genannten gewöhnlichen oder halben Lage zu beginnen, hat sich glücklicherweise inzwischen weitgehend durchgesetzt. Besonders vorteilhaft dabei ist, dass, wie bei anderen Instrumenten auch, mit den natürlichen Tönen ohne Vorzeichen begonnen werden kann. Bei den Schülern entstehen dadurch sehr viel weniger Leseprobleme, die sie vom Spielen und Hören abhalten. Das Einbeziehen der Oktavflageoletts von Anfang an hat mehrere Vorteile: Es steht gleich ein größerer Tonvorrat zur Verfügung, die linke Hand wird frühzeitig eingesetzt, die Funktion von Flageoletts wird erkannt und damit das Stimmen des Instrumentes vorbereitet. Außerdem wird von Beginn an der „Höhenangst“ vorgebeugt.

Der Anstreicher (Seite 16) Diese Übung soll veranschaulichen, dass der Bogendruck über die Einwärtsdrehung (Pronation) des Armes im Zusammenspiel mit den Fingern auf die Saite übertragen wird. Das Prinzip funktioniert mit allen Varianten der deutschen Bogenführung. Die Position bzw. Funktion des Daumens und der Finger zu erklären, bleibt damit Ihnen überlassen. Am Flughafen (Seite 12) Hier geht es um die gleichmäßige Gewichtsverteilung des Armes auf den Bogen und damit auf die Saite. Das „Flugzeug“, die Hand rollt langsam an und hebt über den einwärts gedrehten (pronierten) Arm ab. Dadurch wird der Bogen zur Spitze hin auf die Saite gedrückt und der Ton bleibt gleichmäßig. Es sollte unbedingt verhindert werden, dass der Arm mit dem Handgelenk „weggerissen“ wird, da dann das Armgewicht verloren geht. Vom sauberen Greifen I und II (Seite 37 bzw. 53) Ganz allgemein möchte ich im Zusammenhang mit Greifen und Intonation empfehlen, den Schülern möglichst viel vorzuspielen, damit sie frühzeitig eine Klangvorstellung entwickeln können. Auch hier empfehle ich, die Schüler nicht zu lange alleine suchen zu lassen, sondern den unterschiedlichen Effekt von richtigem und zu geringem Druck recht bald vorzuführen. Die Übungen sollen in erster Linie die Klarheit des Tones im Verhältnis zur Leersaite deutlich machen und erst im zweiten Schritt – vor allem in den Oktaven der Übungen b) und c) von I – die richtige Intonation festlegen.

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Für Lehrerinnen und Lehrer

Alle jazzigen Stücke wie The Walking Bass I und II, Dreiklang-Rag oder Boogie-Woogie sollten ternär (also j j mit triolischen Achtelnoten, œ œœ==œ = œœ œ ) gespielt werden. Die Beschäftigung mit solchen Stücken bietet die Gelegenheit, den Unterschied zwischen binärer und ternärer Spielweise zu vermitteln. Meist haben die Schüler einschlägige Hörerfahrungen, an die Sie anknüpfen können. Falls nicht, empfehlen Sie das Hören passender Tonträger. 3

oder Freunden geschehen kann, bieten die Materialien dieses Heftes vielfältige Möglichkeiten:

3

Ich weise besonders jüngere Schüler immer wieder auf die wichtige Begleitfunktion des Kontrabasses hin, um eventuell später auftretenden Enttäuschungen hinsichtlich des relativ langen Zeitraums bis zum solistischen Spiel vorzubeugen. Daher sind auch viele Experimente und Übungen zu Grundlagen des Begleitens in diesem Heft enthalten. In diesem Zusammenhang und zum Üben, größere Zusammenhänge zu erkennen, ist es z. B. hilfreich, Stücke mit Text wie die Nummern 13 und 14 gleichzeitig singen und begleiten zu lassen, auch wenn das zunächst nicht einfach ist. Animieren Sie bitte die Schülerinnen und Schüler von Anfang an, viel mit Anderen zusammen zu musizieren, um Aktion und Reaktion im Spiel zu entwickeln. Damit dies auch zuhause mit Eltern, Geschwistern

• Die Begleitstimmen können auch von Cello, Fagott oder Posaune übernommen werden. • Eine Auswahl aus diesen Stimmen habe ich für ein Melodie-Instrument im Violinschlüssel bearbeitet. • Die ungewöhnlichen und sehr humorvollen Klavierbegleitungen von Thomas Blomenkamp bieten weitere Möglichkeit zum gemeinsamen Spiel. • Die Akkordsymbole eröffnen die Möglichkeit, z. B. eine Gitarre als Begleit-Instrument einzusetzen. Eine Fülle hilfreicher Anregungen, Informationen und Literaturhinweise rund um das Thema KontrabassUnterricht gibt die Arbeitshilfe Pro-Kontrabass. Materialien zur Kontrabassförderung an Musikschulen, die vom VdM herausgegeben wurde und über dessen Geschäftsstelle in Bonn zu beziehen ist (www.musikschulen.de). Ich wünsche Ihnen viel Freude und Erfolg bei der Arbeit mit Kontrabass!.

Kaarst, Sommer 2009

Thomas Schlink

Bildnachweise Seite 10: Kontrabass: Kopie nach Gasparo da Salò. Horst Grünert Musikinstrumente, Penzberg Seite 12: Bassbogen. Oben: deutsches Modell, unten: französisches Modell. Beide Heinz Pfretzschner, Markneukirchen Seite 52: Thomas Schlink privat. Mit freundlicher Genehmigung von Andreas Wilfer, Nauheim bei Groß-Gerau Seite 64: oben: (Dragonetti) Portrait von George Richmond (1809–1869) (Collection of the late Rembert Wurlitzer), in: Planyavsky, A.: Geschichte des Kontrabasses. Tutzing 2 1984, S. 379 Mitte: (Bottesini): Royal College of Music, London, in: Double Bassist. 1/1996, S. 37. Orpheus Publ. Ltd. unten: (Koussevitzky): Emile Marcovitch, in: Planyavsky: a. a. O., S. 601 Breitkopf EB 8813


Dies ist eine Leseprobe. Nicht alle Seiten werden angezeigt. Haben wir Ihr Interesse geweckt? Bestellungen nehmen wir gern über den Musikalien- und Buchhandel oder unseren Webshop unter www.breitkopf.com entgegen.

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versteht sich als Leitfaden für den Unterricht mit Kindern und Jugendlichen ohne instrumentale Vorkenntnisse. Dabei ist so konzipiert, dass Lehrerinnen und Lehrer ihre jeweils persönlich bevorzugte Spieltechnik und Spielweise ohne Einschränkung vermitteln können.

Darüber hinaus enthält das Heft Materialien zur Erarbeitung ungewöhnlicher Spieltechniken, Anleitungen zur Improvisation in verschiedenen Stilrichtungen, Ideen für Vorspiele sowie Übungen zum Lesen und Schreiben von Noten. Interessantes und Wissenswertes rund um das Instrument und eine Zusammenfassung wichtiger musikalischer Zeichen und Begriffe ergänzen das Konzept. Im Mittelpunkt von Heft 2 (EB 8814) stehen • Lagenwechsel und Lagenspiel Zweite Lage, halbe Lage, dritte Lage, mehr Tonleitern • Bogenstrichkonzepte und Strichtechniken u. a. Wanderbogen, Spiccato, Portato

Foto: Albrecht Korff

Heft 1 beschäftigt sich im ersten Teil mit dem gezupften und gestrichenen Spiel auf den leeren Saiten und behandelt die Themen „Saitenübergänge“ und „Bogeneinteilungen“. Im zweiten Teil wird das Spiel in der ersten Lage systematisch aufgebaut. Bei alldem steht das gemeinsame und stilistisch vielfältige Musizieren von Anfang an im Vordergrund. Daher zu den Spielstücken häufig eine bietet Begleitstimme für Bass, Klavier oder für ein anderes Melodie-Instrument an.

Thomas Schlink (* 1962), studierte Kontrabass an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf und der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien bei Prof. Ludwig Streicher. Seine Ausbildung am Instrument vervollständigte er in zahlreichen Meisterkursen. Seine Konzerttätigkeit erstreckt sich vom klassischen Bereich mit regelmäßigen Engagements in verschiedenen Orchestern, wie den Niederrheinischen Sinfonikern oder dem Philharmonischen Orchester Hagen, über die Neue Musik als langjähriges Mitglied des Düsseldorfer Ensembles notabu bis hin zu Jazz und Pop-Projekten mit namhaften Künstlern sowie zahlreichen Engagements an Musicaltheatern u. a. in Köln, Essen, Oberhausen und Berlin. Darüber hinaus komponierte und arrangierte er im Bereich Kinderlied u. a. für den WDR. Seine Unterrichtsreihe „Kontrabass!“ basiert auf der Arbeit und Erfahrung von über 20 Jahren Unterrichtstätigkeit an Musikschulen für Schüler 9 790004 183588 ab 7 Jahren.

ISMN 979-0-004-18358-8

www.breitkopf.com 9 790004 183588 D 26

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EB 8813 – Schlink, Kontrabass! Heft 1 by Breitkopf & Härtel - Issuu