Heinrich Neuhaus
Die Kunst des Klavierspiels
Neuhaus ∙ Die Kunst des Klavierspiels
Heinrich Neuhaus Die Kunst des Klavierspiels
Deutscher Verlag für Musik Leipzig ∙ BDV 87
BDV 87 ISBN 3-370-00174-8 6. unveränderte Auflage 2026 für die deutsche Ausgabe: © 1969 by Deutscher Verlag für Musik, Leipzig Alle Rechte vorbehalten Umschlagsfoto Quelle: jannoon028, Magnific.com Satz: Druckformenherstellungszentrum, Leipzig Druck: Beltz Grafische Betriebe GmbH, Bad Langensalza Breitkopf & Härtel KG Walkmühlstraße 52 65195 Wiesbaden, Germany info@breitkopf.com www.breitkopf.com Printed in Germany
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„Immer aufs Neue überkommt mich das Gefühl eines ,Wunders‘, wenn ich meinen Schülern geniale Schöpfungen großer Musiker erläutere und wir uns gemeinsam nach Kräften bemühen, ihre Tiefen zu ergründen, in ihre Geheimnisse einzudringen, ihre Gesetzmäßigkeiten zu erfassen und uns auf ihre Höhe zu erheben. Ich weiß, dass dieses Gefühl und die damit verbundene Freude – die Freude, die das Erkennen und Begreifen dieses ,Wunders‘ bereitet – der ganze Sinn meines Lebens sind …“ Mit dieser Einführung versucht der Verfasser, sein künstlerisches Be kenntnis zu erhellen: das erregende Erlebnis bei der schöpferischen Wiedergabe eines Kunstwerkes. Hierin zeigt sich das Leitbild seines eigenen künstlerischen Wirkens, das in seiner Lehrmethode höchste Ausprägung fand. Obwohl alle technischen Fragen der manuellen Klang erzeugung eingehend behandelt werden, sind bei ihm Fingergeläufig keit, Oktaventechnik, Pedalgebrauch und anderes mehr nicht reiner Selbstzweck, sondern dienen als formale Mittel einer übergeordneten musikalisch-ästhetischen Zielsetzung. So beabsichtigte er weder ein umfangreiches methodisches System aufzustellen, noch wollte er den bereits vorhandenen, „gelehrten“ Kompendien ein weiteres hinzufü gen. Eine sinnentsprechende musikalische Interpretation zu fördern, bildet das Hauptanliegen des Buches. Heinrich Gustav Neuhaus (1888–1964), in Jelisawetgrad geboren, stu dierte in Wien Klavier als Meisterschüler von Leopold Godowski, bevor er als Pianist an die Öffentlichkeit trat. Seit 1916 vorübergehend in Tbilissi und Kiew tätig, folgte er 1922 einer Berufung nach Moskau, wo er bis zu seinem Tode am Tschaikowski-Konservatorium das Klavierspiel lehrte und in vier Jahrzehnten den weltweiten Ruf der sowjetischen Pianisten schule begründete. Von 1934–1937 war er Direktor der traditionsreichen Ausbildungsstätte. Swjatoslaw Richter und Emil Gilels zählen zu den be deutendsten seiner Schüler.
9 783370 001747
ISBN 978-3-370-00174-7
9 783370 001747 F 26
BDV 87
www.breitkopf.com