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Breitkopf & Härtel | "up to date" 3-2017

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ein zusätzlicher informationskanal unser neuer Blog ist online

an additional information channel our new Blog is online

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Stromab

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fünf wiederentdeckte Opern 1836 – 1884 five rediscovered operas 1836 – 1884

Johannes Maria Staud

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termine september – dezember

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ein sehr gutes zu Hause gefunden found a very good home

events september – december

Pfefferkorn Musikverlag

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Lachenmann Perspektiven Filmprojekt Perspectives film project

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noten, bücher & CDs

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impressum masthead

scores, books & CDs


Der Breitkopf & Härtel

Blog ist online


english version on page 4

Autoren: Florian Kleidorfer & Alexandra Marx

ein zusätzlicher informationskanal Im neuen Blog von Breitkopf & Härtel schreiben unsere Komponisten, Herausgeber, Autoren und Mitarbeiter über aktuelle T hemen – unter anderem aus den Bereichen Orchester, Neue Musik und Pädagogik. Wir freuen uns auf den Dialog.

Ein neues Kapitel unserer digitalen Präsenz

Zu Beginn dieses Jahres haben wir unter dem Motto „Evolution statt Revolution“ unser neues Corporate Design eingeführt. Auch unser Magazin „uptodate“, das dreimal pro Jahr über aktuelle Themen, Termine und Neuerscheinungen unseres Verlagshauses informiert, setzt neue gestalterische Akzente. Mit dem Start des Breitkopf & Härtel Blogs hat Ende Mai ein neues Kapitel unserer digitalen Präsenz im Internet begonnen. Für viele Unternehmen – darunter auch Musikverlage – ist der Corporate Blog heute zu einem wesentlichen Bestandteil des Online Marketings geworden. Auch wir möchten Ihnen künftig diesen zusätzlichen Informations- und Kommunikationskanal anbieten. Der neue Breitkopf & Härtel Blog

soll ein Forum sein, in dem vor allem unsere Autoren, Komponisten und Herausgeber zu Wort kommen. Die Themen unseres Blogs reichen von Orchester über Neue Musik bis hin zur Vorstellung pädagogischer Konzepte u.v.m. Wir freuen uns, dass der renommierte Dirigent und Ravel-Herausgeber Jean-François Monnard unseren Blog mit seiner Reihe Monnards Konzertprogramme eröffnet. Damit Sie künftig keinen Blogartikel verpassen, haben wir einen RSS-Feed eingerichtet und informieren Sie in unserem monatlichen Newsletter über neue Artikel. Wir sind gespannt, wie sich der Breitkopf & Härtel Blog entwickeln wird, und freuen uns auf Ihre Kommentare, Wünsche und Anregungen!

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T he Breitkopf & Härtel

Blog is online

Authors: Florian Kleidorfer & Alexandra Marx

an additional information channel In Breitkopf & Härtel’s new blog our composers, publishers, authors and staff members will keep you updated on subjects

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related among other things to orchestra, contemporary music and pedagogy. We look forward to the dialogue.

A new chapter of our digital presence

At the beginning of this year we introduced our new corporate design true to the motto “Evolution rather than Revolution”. Our magazine “uptodate” features new creative accents as well; three times a year it informs about current topics, events and new editions of our publishing house. With the start of the Breitkopf & Härtel Blog end of May a new chapter of our digital presence has been opened. For many companies – music publishing houses included – corporate blogging has become an essential part of online marketing. And so we would like to offer this additional information and communication channel to you. The new Breitkopf & Härtel Blog

is a forum where particularly authors, composers and editors have their say. Subjects to be covered reach from Orchestral Music to Contemporary Music up to the presentation of new pedagogical concepts and much more. We are happy that Jean-François Monnard, the renowned conductor and editor of Ravel’s music, has started our blog with his series Monnards Konzertprogramme. We have set up a RSS feed so you don’t miss out on any blog article, and we inform you about new articles in our monthly newsletter. We are eager to follow the progress of the Breitkopf & Härtel Blog, and we are looking forward to your comments, wishes and ideas!


aktuell in unserem latest articles in our Jean-François Monnard, Herausgeber unserer Urtext-Ausgaben der Orchesterwerke von Ravel, skizziert mit seiner Blog-Reihe Monnards Konzertprogramme Ideen und Gedanken zu ganz unterschiedlichen Konzertprogrammen. „Grenzen überwinden“ und „Brücken bauen“ mittels Musik, so lädt Monnard dazu ein, gemeinsam über interessante Programmgestaltung nachzudenken. Der Schweizer Dirigent möchte konventionelle Programme aufbrechen und umgestalten, neue Verbindungen zwischen Werken oder auch zu Außermusikalischem

entdecken. In knappen Texten beleuchtet Monnard in dieser Reihe vielgestaltige Programmideen. Die Bezugspunkte sind dabei so vielfältig wie die Musik selbst. Mal stehen Komponisten im Mittelpunkt, mal verschiedene Genres, mal auch Inspirationsquellen wie Literatur und Natur. Den Anfang machte er vor einigen Wochen mit Programmen, die Béla Bartók als Dreh- und Angelpunkt haben. Aber auch Debussy und, wie sollte es anders sein, Ravel werden in eigenen Blogbeiträgen programmatisch in ein neues Licht gestellt.

Blog Haben Sie auch Ideen oder Fragen zu Monnards Programmschwerpunkten? Dann schauen Sie doch gerne auf unserem Blog vorbei und hinterlassen Sie einen Kommentar. Wir freuen uns auf Ihre Beiträge! Und wer weiß, vielleicht ergibt sich daraus noch das eine oder andere ganz neue Konzertprogramm.

blog.breitkopf.com

Ravel Orchesterwerke herausgegeben von | edited by Jean-François Monnard Valses nobles et sentimentales PB 5539 Le Tombeau de Couperin PB 5540 Bolero PB 5299 La Valse PB 5374 Tableaux d’une exposition PB 5532 Rapsodie espagnole PB 5530

Jean-François Monnard, editor of our Urtext editions of Ravel’s orchestral works, outlines his ideas and thoughts on different concert programs with his blog series Monnards Konzertprogramme. “Breaking boundaries” and “building bridges” through music, this is how Monnard invites to mutually think about interesting program planning. The Swiss conductor wants to break up and rearrange conventional programs, discover

connections between works or extra-musical associations. In this series, Monnard is shedding light on multifarious program ideas in concise texts. Here, the reference points are as manifold as the music itself. Sometimes, the focus is on composers, other times it is about different genres, then again on inspirational sources such as literature or nature. He started a few weeks ago with programs that pivot on Béla Bartók. In

individual blog articles also Debussy and, not quite surprisingly, Ravel are going to appear in a new light. Do you have suggestions or questions as to Monnard’s program focuses? Just drop by and have a look at our blog and leave a comment. We are looking forward to your posts. Who knows, they might give rise to the one or another new concert program.

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NEU | NEW


english interview on page 10 – 12

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Johannes Maria Staud

Stromab Die 2017 begonnene Zusammenarbeit mit Johannes Maria Staud verdichtet sich. Nach »Fugu II« für Kinderorchester ist in den letzten Monaten das Orchesterwerk »Stromab« entstanden. Die Uraufführung findet am 22. September 2017 in Kopenhagen durch das Royal Danish Orchestra unter Leitung von Alexander Vedernikov statt, einige Wochen später folgt die österreichische Erstaufführung durch die Wiener Symphoniker unter Leitung von François-Xavier Roth. Im Januar 2018 schließlich wird »Stromab« von Franz Welser-Möst in Cleveland zur amerikanischen Erstaufführung gebracht. Weitere Konzerte in den USA, z. B. in New York in der Carnegie Hall, werden sich anschließen. Anlass für uns, mit dem Komponisten über die fertige Partitur und ihre besonderen Aspekte zu sprechen.

Stromes, dessen Wildheit trotz aller menschlicher Eingriffe schlussendlich wohl immer unbändigbar bleiben wird. Die gedanklichen Assoziationen zu Smetana waren mir durchaus bewusst, aber alles in allem war dies für meinen Kompositionsprozess nicht wirklich bedeutend. Aber sogar Smetana ist mit seiner Moldau und dem ganzen Ma Vlást-Zyklus klanglich weit über die selbstauferlegten Regeln der damals in Mode gekommenen Programmmusik hinausgegangen. Dafür sind diese symphonischen Dichtungen wohl klanglich zu visionär, ihre kompositorischen Abstraktionen wohl zu reizvoll. FR: Das Werk hat mehrere Abschnitte, die mit äußerst plastischen Tempobezeichnungen versehen sind. Sie allein schon lassen das Bild eines Flusses entstehen, der streckenweise schwer zu befahren

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Frank Reinisch: Die berühmteste Flusskomposition, Smetanas Moldau, gilt als ein Musterbeispiel für Programmmusik, und dies vielleicht auch, weil dieses Werk Spannungen aufgreift, Natur und Geschichte thematisiert, also keinesfalls nur idyllisch daherkommt. Sie erteilen in Ihrem Werkkommentar hingegen der allzu konkreten Schilderung eine dezidierte Absage, sprechen dann aber davon, dass das Orchester „in seiner schillernden Vielfalt wie in einem Boot den großen Fluss abwärts geschickt“ wird. Wie konkret schimmert die Donau durch Ihre Partitur? Johannes Maria Staud: Mir schwebte eher die Abstraktion eines großen Stromes irgendwo im Zentrum Europas vor; eines Stromes, der seit alters her, im Frieden wie im Krieg, unzählige Kulturen und Sprachen von West bis Ost miteinander verbindet – eines


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Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Orchestern und Dirigenten

ist. Das Adjektiv „wild“ ist fast leitmotivisch verwendet, auch „zähflüssig“ spielt eine wichtige Rolle, die Verbindung „Von zähflüssiger Wildheit“ (Takt 40–46) wirkt dabei wie ein Oxymoron, und regelrecht gefährlich wiederum liest sich „Giftig“ (Takt 161–188). Aber ist damit überhaupt der Fluss gemeint oder nicht vielmehr das Orchester und seine Protagonisten, an erster Stelle der Dirigent? JMS: Die Dramaturgie des Werkes – daher auch der Titel – steht sinnbildlich für eine Reise stromabwärts in einem kleinen Kanu, das den tobenden Wassermassen bisweilen fast hilflos ausgeliefert ist. Wenn Sie so wollen, sind das Orchester und sein Dirigent ein äußerst erfahrenes Kanu-Team, das gefährlich-brenzlige Situationen mit kreativer Verve und Geistesgegenwart meistert und sich als gäbe es kein Morgen, den großen Strom hinunterstürzt. FR: Stromab ist ein Auftragswerk von drei Orchestern aus Dänemark, Österreich und den USA, das in der Saison 2017/18 von drei verschiedenen Dirigenten, darunter Franz Welser-Möst, mit dem Sie schon im

Vorfeld in Kontakt waren, realisiert wird. Eine so breite und namhafte Rezeption erfährt ein neu komponiertes Werk selten. Was erwarten Sie von den drei Interpretationen, die ja jeweils auch mit einer intensiven Probenphase verbunden sein werden? JMS: Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Orchestern und Dirigenten. Und ich bin schon gespannt, wie sich die Lesarten, die Interpretationszugänge voneinander unterscheiden werden. Auch wenn ich, wie immer, meine innere Klangvorstellung sehr genau zu notieren versuche, brauche ich doch Menschen, die sich in meine Klangwelt einzufühlen und dabei die Reise meinen imaginären Strom entlang mit individuellem Leben zu erfüllen vermögen. Es überrascht mich oft selbst, welche verborgenen Details in unterschiedlichen Interpretationen zum Glänzen gebracht werden. FR: Andererseits ist Stromab ein Werk, das in Verbindung mit der Oper Die Weiden steht, die im Dezember 2018 an der Wiener Staatsoper zur Uraufführung kommen


FR: Also wäre ohne Opernauftrag Stromab so nicht entstanden? JMS: Das weiß ich nicht. Stromab verdankt seine Hauptinspiration ja vor allem

Algernon Blackwoods wunderbarer Short Story The Willows aus dem Jahr 1907, mit der sich die Oper, trotz Titelgleichheit, nur punktuell überschneiden wird. Gelesen hätte ich Blackwoods Geschichte ja sowieso – und inspiriert für eigenes Erfinden hätte sie mich auf alle Fälle – aber wer weiß, wie alles gekommen wäre ... das ist schwer zu sagen.

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wird. In den Weiden geht es um die geheimnisvoll-tragische Flussreise eines Liebespaares, das der Welt abhandenkommt. Inwieweit hat Stromab mit der Opernpartitur, die derzeit entsteht, zu tun? JMS: Stromab ist auf jeden Fall der Startpunkt für meine Oper, ein Brennpunkt, aus dem heraus sie sich entwickeln wird. Der große Strom, der ständig anwesende in der Oper, steht im Orchesterwerk musikalisch im Mittelpunkt. Material aus dem Orchesterstück wird in der Oper wieder aufgegriffen, weiterentwickelt und in den kompositorischen Fleischwolf gesteckt. Daneben kommt in den Weiden natürlich noch eine Vielzahl anderer Ideen hinzu, die mit dem Material aus Stromab konkurrieren und in Kollision treten werden. Der Prolog der Oper etwa ist musikalisch etwas völlig anderes als Stromab, während das darauf folgende Vorspiel direkt auf das Orchesterwerk Bezug nehmen wird.

FR: Einen kurzen Blick auf Ihre täglich wachsende Opernpartitur dürfen wir abschließend schon werfen. Der Prolog ist komponiert, und Lea singt beim Abschied von ihren Eltern: „Stromab, da geht alles leicht, so leicht.“ Diese vermeintliche Leichtigkeit wird sich, so viel sei verraten, als gefährlich erweisen, und ich glaube, dass Ihnen das Orchesterwerk Stromab alles andere als leicht von der Hand gegangen ist. Ein gutes Omen? JMS: (lacht) Die schwierigste Frage zuletzt. Sagen wir so: ich hoffe es!

»Stromab« ist auf jeden Fall der Startpunkt für meine Oper


Johannes Maria Staud

Stromab Started in 2017, our cooperation with Johannes Maria Staud is now growing stronger. After »Fugu II« for children’s orchestra, the orchestral work »Stromab« was created. Its world premiere is going to take place on 22 September 2017 in Copenhagen with the Royal Danish Orchestra under the direction of Alexander Vedernikov; a few weeks later the Austrian premiere is to follow with the Vienna Symphony Orchestra under the direction of François-Xavier Roth. Finally, brought on stage in January 2018, the North American premiere of »Stromab« will take place in Cleveland conducted by Franz Welser-Möst. Further concerts in the USA, for example in the Carnegie Hall, New York, are to follow. In the light of these events, we took the opportunity to talk with the composer about the finished score and its particular aspects.

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I am already looking forward to cooperating with the different orchestras and conductors

Frank Reinisch: The most popular river composition, Smetana’s Moldau, is considered a perfect example of program music, and a reason for this might be that this work seizes tensions, it addresses nature and history, and hence is by no means only idyllic. However, in your work commentary you decidedly reject the overly concrete description. But then you speak about the whole orchestra being “sent like in a boat down the great river in its dazzling diversity.” In what extent is the Danube shimmering through your score? Johannes Maria Staud: I rather had the abstraction of a big stream somewhere in the center of Europe in mind, a stream that, since time immemorial, in peace as in war, has been connecting innumerous cultures and languages from West to East – a stream whose wildness will in the end always remain untamable, despite all human intervention. I was absolutely aware of the mental associations with Smetana,

but in the end, this was not really of importance for my process of composing. Yet even Smetana with his Moldau and the whole Ma Vlást cycle went far beyond the self-imposed rules of program music that had become fashionable at that time. For that, these symphonic poems are probably too visionary soundwise, their compositional abstractions too appealing. FR: The work has several segments that are provided with extremely vivid tempo markings. Those alone give rise to the image of a river, which in part is very hard to be travelled on. The adjective “wild” is used almost as a leitmotif, “viscous” is also of importance, the conjunction “with viscous wildness” (measure 40–46) seems almost like an oxymoron, and then again “poisonous” (measure 161–188) reads downright dangerous. But is it really the river which is meant here or is it rather the orchestra and its


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9 16 9 16

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12 16

9 16

15 16

12 16

15 16

77

12 16

3 1 8 + 16

12 16

9 16

12 16

9 16

12 16

9 16

12 16

9 16

12 16

9 16

12 16

9 16

12 16

9 16

12 16

9 16

12 16

9 16

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9 16

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3 4

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mf

mf

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mf

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ff

3 4 æ æ

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3 1 4 +8

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3

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3

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 12   ™   16 ææ sf

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p

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9 16

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9 16

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3

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3

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3 8

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3

  

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 »  » 3

3

3 1 4 +8

3 8 

3

3 1 4 +8 3 1 4 +8 3 1 4 +8

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3

a2

senza sordino

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3

™

3 1 4 +8

ord.

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Wb. 2793

Wb. 2793

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mp

mp

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 ææ

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  ™ æ

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6

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3

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3 1 8 + 16

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9 16

12 16

9 16

12 16

9 16

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 3

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3 1 8 + 16

3

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sul pont.

sul pont.

mf

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3 8 3 8 3 8

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11

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sfff

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3

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3

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™

5 8

fff

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3

fff

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5 8

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5 8

3

 ™

5 8

fff

mp

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#  æ  3

  æ

mp

 

æ 

ff

mp

ff

sff

3

3 æ 8 æ

3 8 æ 

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3

f

 

sfff

    

3

sff ord.

 

sff ord.

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mp

3      »          »      



3

 

(schütteln)

3

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ê

        mp

f

  3

mp

#

mp

#

f

3

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fff

 5 8

mp

f

f

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mp

3

f

  

mp 3

 

f

3

3

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    3

 

 

 

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sfff

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   sfff

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3 1 8 + 16

 

3 1 8 + 16

3

  3

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  3

3

3

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p

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 

sfff

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3 1 8 + 16



3 1 8 + 16

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  f

3 1 8 + 16

3

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f

3

 1   83 + 16

f



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fff

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3 1 8 + 16

f

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p

fff

5 8 

3

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3

   

      

#

(Stoppschlag)

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3 1 8 + 16

3

sfff

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3

3 1 8 + 16

3

‹

3 1 8 + 16

3 1 8 + 16

       

sfff

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3 1 8 + 16

3

3

    

3 # 8 ææ

sf

3

fff

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3 1 8 + 16

1  83 + 16 

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sff

fff

3 8

ê

3

Röhrenglocken

3        

3 8

3

6

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3

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‹ 3 » » 8   

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gliss.

ord.

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ff

** Vl II: letzte Sextolen-Sechzehntel in Takt 43 ist kein Flageolett!

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3

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3 1 8 + 16

sff

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3 1 8 + 16

3 1 8 + 16

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5 8

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

ff

  

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3

 3    

3

3

3

mp

3 1 8 + 16

f

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mp

3 1 8 + 16

f

3

f

3

senza sordino

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  3 … 8

mp

3 1 8 + 16

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1    83 + 16

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5 8

3

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3 1 8 + 16

f

sfff 3

 

5 8

Plattenglocke

 3  » 8    …

  

3

3

3

sff

 »  »   3 … … 8

3 8

gliss.

 

3

p

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15 16 

3

p

3 1 8 + 16

p

15 16

5 8 ææ 5 8 

3 8

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3

 

fff

5 8

3 8 

Röhrenglocken

3

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gliss.

3

15 16

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3



sfff

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   f

3

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3 1 8 + 16

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3       

15 16 

3 1 8 + 16



3

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3

3

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3

pp

3 8

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ord.

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 

sff

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sfff

 3         



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3

9 16

3

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 

3

f

3

sfff

      

15 16



  fi  f

15 16

fff

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3

f

9 16 

3

   

3

mp

ff



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   

3

      

15 16

5 8

5 8

    

,

      

       

15 16

5 8

15 16

5 8

5 8

, 3

p 3

5 8

3 8 

3

 3

pp

5 8

5 8

3

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3 1 4 +8

pp

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ord.

ff

æ   

Plattenglocke

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3

 

     ff

pp

3

æ     3

≈6

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3

  

pp

 3

  Wb. 2793 

 16     … … …

»  »   …

3 8 

6

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3 æ 8 

6          16 “  ” »     … 6          16 … “     ‹    

 » … 3 1 4 +8 

sff

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Wb. 2793

5 8

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6

3 8

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 » 

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ff

5 8

3

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ff

3 8 

sff sempre

   

 

6 16

 » 

6

ff 3

 

ff

mf ff 6 16 Flatt. æ æ   

sff sempre

hoch mittel, tief

ff

pp

 æ

ff

ff

sf ff

æ 



ff

  ™

6

   

ff

pp

æ 

  

3

,

Röhrenglocken



3 8

5 8

3

ê sff

p

6

mf

 

p

6

   

3 1 4 +8

ff





3

6  16

™

3 8 3 8

mf

 

 6 16

6 16   

Stoppschlag

ff

mf 6

3 1 4 +8

sff

    #



ff

    6



 mf

3 1 4 +8 

3 Tam-Tams

6

ff

ff

™

6

æ ™

™

p

3 1 4 +8 

™

6      ‹ 

6

3 4 ææ

æ ™

3 8

 

sff

 

arco, ord.

 ™ 

sff

mf

    6

ff

 æ

»  3≈ ™  4+ 81  … 

 æ

 

sff

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™ æ

6 16 æ æ   æ  ff

pp

sff

  

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near rim 6

 

sff

ff

Flatt.

 

mf

™

  »   sff ™  » »  3 1 4 +8 

mf

mf

ff

3  1 ™ 4 + 8 

 

ff

,

6

mf

12 16

ff 3

6 16  

mf

3

™

3

 

12    16   12  16 ™

6

   

  ™

 3  ™ 4

sf



ff

™

™ ™

  »    …

  6 16

mf

™

3

3 8

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  

æ  æ 3+1  6   4 8         16             Flatt. pp  3 ææ æ   3 1    4 +8   6  16

mf

   

  ™

 3  ™ 4

12 16

12  16

™

fff sffff

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   

æ æ™

3

  

   

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mf

12 16

sffff  ™ ™  ” 3  1 ™   4 + 8   sffff ff   ™ ææ  ™   3  1 4 +8

6

mf

™ 12 16

™

 

  

ff

6 16 

 

 

3

3

Giig (nicht3 schleppen!)

12 16

12 16

 

mf

sffff

6

(schütteln)

3 4 æ æ

3 4

  æ æ



sf

# 

 

sf

 3 1 4 +8 

Plattenglocke

12 sff 6  ™ sff ™ 16    »  »   »  ‹  3   ™  4

  ™

» »   ™  »     3+1  » 4 8

sf

sf

6

 

12 16

pp

™

»

™

 6 16

sff

6 16 

V

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12 16

sff

6

sff

»   ™  3  ™ 4

™

6 16

12  16

43 + 81   ™   sffff    ™  9 ê sff 16  43 + 81   ™ 

mf

sff

™

3 1 fff 4 + 8   ff ™    3 + 1     4æ 8 æ™

9 16

pp

™

sffff

6

™

ord.

9 16

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sff

6

3 1 4 +8

æ

æ

  ™

3 1 4 +8 

9 16

 ™

3 1 4 +8 

9 16



sffff

™ »  »

  ™ ™ 3 1 4 +8 

ê

9 16



ff

6

12 16

™

(Stoppschlag)

ff

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3 12 4   ™ 16 

3

3

2 1 4+ 8 

™

 ™ æ   

9 16

6 16               

sff



mf

gliss.    2 1     4+ 8

p

6 16

21 21

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intensiv!

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Röhrenglocken

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sffff

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6

Röhrenglocken

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(alles klingen lassen!)  “ 12 » 6 ™ ™ 16 ‹   Glockenspiel 16 “   4sff    ”  ™  sempre 2.  4

sempre sehrsff hoch

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6 16

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6 16

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6 16

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ord.

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Flatt.

1. 2. mit Rohrblatt (ord.)

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6 16

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(straight)

1. 2. 3.

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sehr viel Bogendruck (überpresst!)

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sehr viel Bogendruck (überpresst!)

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sff

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sehr viel Bogendruck (überpresst!)

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sff

sehr viel Bogendruck (überpresst!)

1. 2. 3.

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Timp.

sehr viel Bogendruck (überpresst!)

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Klav.

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2.

(marcato, non legato sempre!)

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9 16

6 16

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Tensax

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1.

Kb. Klar. 3.

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2.

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° 12  16

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Schlgz. 1.

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2.

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12 16

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1. 3.

9 16

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Stromab

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Ob.

Stromab

25

Giig (nicht schleppen!)

12 16

sffff

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V

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Kb. Klar. 3.

9 16

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25

Stromab

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3 1 8 + 16

3 – 2017

Plastische Tempobezeichnungen in „Stromab“: „Von zähflüssiger Wildheit“, „Wild aufrauschend“, „Giftig“ | Vivid tempo markings in “Stromab”: “With viscous wildness”, “Wildly roaring”, “Poisonous”


protagonists, with the conductor in the first place? JMS: The dramaturgy of this work – hence the title – is allegoric for a journey down a stream in a small canoe which at times is at the mercy of the raging waters. You may see the orchestra and its conductor as an extremely experienced canoe team that masters dangerous and risky situations with creative verve and presence of mind and plunge down the great stream as if there was no tomorrow.

Indeed, »Stromab« is the starting point for my opera

3 – 2017

12

FR: Stromab was commissioned by three orchestras, from Denmark, Austria and the United States, and will be realized in the season 2017/18 by three different conductors, one of them being Franz Welser-Möst with whom you had been in touch previously. Only rarely does a newly composed work experience such a broad and prestigious reception. What do you expect from the three interpretations, each of them involving an intensive rehearsal phase? JMS: I am already looking forward to cooperating with the different orchestras and conductors. And I am already anxious to learn how the readings, the approaches to interpretation differ from each other. Even if I try to accurately note down my inner sound visions as usual, I still need people who get into the spirit of my sound world and at the same time fill the journey along my imaginary stream with individual life. I am often surprised myself of hidden details that are brought to shine in different interpretations. FR: On the other hand, Stromab is a work associated with the opera Die Weiden (The Willows), which will be premiered in the Vienna State Opera in December 2018. Die Weiden is about a mystically tragic river journey of two lovers who are lost to

the world. To what extent is Stromab related to the opera score that is currently being written? JMS: Indeed, Stromab is the starting point for my opera, a focal point out of which it will be developed. The great stream, which is continuously present in the opera, is musically in the center of the orchestral work. Material from the orchestral piece will be taken up, developed further and then put into the compositional grinder. Moreover, many different ideas are added in Die Weiden which compete with the material of Stromab and are going to collide with it. The prologue for instance is musically totally different from Stromab, while the subsequent prelude is going to refer directly to the orchestral work. FR: So, without the opera commission, Stromab would not have been composed like this? JMS: That I don’t know. Stromab owes its main inspiration primarily to Algernon Blackwood’s wonderful short story The Willows from the year 1907, with which the opera is going to overlap only here and there, despite the title. I would have read Blackwood’s story anyway – and it would have inspired me to inventions of my own – but who knows what would have happened … it’s hard to tell. FR: To conclude, we are already allowed to take a peek at your continually growing opera score. The prologue has been composed, and Lea sings, when taking farewell of her parents: “Stromab (downstream) everything is easy, so easy.” This alleged easiness – that much can be revealed – is going to become dangerous, and I believe that composing Stromab was far from easy for you. A good omen? JMS (laughing): The most difficult question at the end. Let me say it like this: I hope so!


... A rising river, perhaps, always suggests something of the ominous: many of the little islands I saw before me would probably have been swept away by the morning; this resistless, thundering flood of water touched the sense of awe. Yet I was aware that my uneasiness lay deeper far than the emotions of awe and wonder... aus/from: Algernon Blackwood »T he Willows« | deutsch: »Die Weiden« (1907)

Dieses Stück ist inspiriert von Algernon Blackwoods Short Story The Willows. In dieser Kurzgeschichte, einer der schönsten Horrorstorys aller Zeiten, begeben sich zwei junge Leute im Kanu auf eine Reise die Donau stromabwärts. Sie stranden schließlich bei Hochwasser im Auenschwemmland auf einer einsamen, von der Zivilisation anscheinend völlig unberührten Weideninsel. Dort erleben sie auf engstem Raum seltsame Dinge, deren Bedrohung sich nach und nach in beinahe kosmische Dimensionen steigert – und dies stets begleitet von einem eigenartig kreisenden, nicht lokalisierbaren Klang, der unheimlich über der Szenerie zu schweben scheint. Mein Werk ist keine Programmmusik, aber spürt den unglaublichen Vibrationen nach, die von Blackwoods musikalisch-visionärer Prosa ausgehen. Es nimmt auch das Bild einer Reise entlang des großen Stroms im musikalischen Sinne ernst. In Stromab wird das ganze Orchester in seiner schillernden Vielfalt wie in einem Boot den großen Fluss abwärts geschickt. Da laut Blackwood ein Strom ein launisches, gigantisches, nicht zu bändigendes, urzeitliches Lebewesen ist, müssen neben idyllischen Landschaften natürlich auch tückische Stromschnellen und gefährliche Strudel passiert werden, die das Boot in den tobenden Wassermassen mehrmals fast zum Kentern bringen, bevor zum Schluss in Deltanähe wieder ruhigere Gewässer erreicht werden. This piece is inspired by Algernon Blackwood’s The Willows. In this short story, one of the finest horror stories of all time, two young people canoe down the Danube. They finally fetch up at high water in a floodplain on a lonely willow island, apparently totally untouched by civilization. There they undergo weird things in a very confined space, things gradually threatening to increase to almost cosmic dimensions – always accompanied by a strangely circling sound that can’t be located, seemingly hovering eerily over the setting. My work is not program music, but is able to sense the incredible vibrations emanating from Blackwood’s musically visionary prose. It also takes the image of voyaging along a great stream seriously in a musical sense. In Stromab, the whole orchestra is sent like in a boat down the great river in its dazzling diversity. Since, according to Blackwood, a river is a capricious, gigantic, unruly, primeval creature, there must of course also be, besides idyllic landscapes, treacherous currents and dangerous whirlpools that more than once almost capsize the boat in the raging waters before it ultimately reaches calmer waters in the delta again. Johannes Maria Staud (2017)

3 – 2017

13 Johannes Maria Staud

Stromab 2016/17 | 17 min. | für großes Orchester | for Large Orchestra Co-commissioned by: The Royal Danish Orchestra | The Cleveland Orchestra | Franz Welser-Möst (Music Director) Carnegie Hall | Wiener Symphoniker | Wiener Konzerthausgesellschaft | supported by: Ernst von Siemens Foundation

Uraufführung World Premiere

Österreichische Erstaufführung Austrian Premiere

USA-Erstaufführung US Premiere

The Royal Danish Orchestra D/C: Alexander Vedernikov København | The Royal Danish Opera House | 22/09/2017

Wiener Symphoniker D/C: François-Xavier Roth Wien | Konzerthaus 25/10/2017

The Cleveland Orchestra D/C: Franz Welser-Möst Cleveland | Severance Hall 11/01/2018 + 12/01 13/01


Quergelegter Barbier: Philipp Meierhöfer in der Titelrolle von Cornelius’ »Der Barbier von Bagdad« (Stadttheater Gießen – siehe auch Seite 19) Horizontal barber: Philipp Meierhöfer in the title role of Cornelius’s »Der Barbier von Bagdad« (Gießen Opera – see also page 19)

Opern

wiederentdeckte

1836 – 1884 3 – 2017

14


operas rediscovered

3 â&#x20AC;&#x201C; 2017

15


Zwischen 1836 und 1884: fünf wiederentdeckte

Opern

Verdi? Fehlanzeige. Wagner? Nur eine Jugendsünde. Es geht um Schumann, Cornelius, Rimskij-Korsakow und Tschaikowsky. Mit fünf erfolgreichen Premieren aus den letzten Wochen zeigen wir fünf markante Visitenkarten aus der „Breitkopf-Operngeschichte“ Mitte des 19. Jahrhunderts. Mit Bezug auf die Wiederentdeckung von Marschners »Vampyr« (1828) – siehe „uptodate 2/2017“ – schreiben wir damit sozusagen die Fortsetzung und sparen uns dabei bewusst das große Musiktheater Wagners, zu dessen Rezeption der Verlag Breitkopf & Härtel durch die Erstausgaben von »Lohengrin« und »Tristan« entscheidend beitrug, für einen späteren Zeitpunkt auf. Wiederentdeckungen liegen also im Trend, die Landkarte der Komponisten und Werke wird farbiger, und kreative Auswirkungen auf die nächsten Spielpläne werden nicht ausbleiben.

Between 1836 and 1884: five rediscovered

3 – 2017

16

operas

Verdi? Wrong. Wagner? Just a peccadillo. It’s all about Schumann, Cornelius, Rimsky-Korsakov and Tchaikovsky. With five successful premieres during the past weeks we present five distinctive examples of the mid-19th century “Breitkopf opera history.” With reference to the rediscovery of Marschner’s »Vampyr« (1828) – see “uptodate 2/2017” – we are quasi writing the sequel and deliberately put Wagner’s great music theater – by publishing the first editions of »Lohengrin« and »Tristan«, Breitkopf & Härtel considerably had contributed to its reception – aside until later. So, rediscoveries are in line with the trend, the map of composers and works is getting more and more colorful, and creative impacts on the coming theater programs are going to be inevitable.


1836

Buenos Aires 2017

Richard

Wagner Das Liebesverbot

D/C: Ivor Bolton | I/S: Kasper Holten | Buenos Aires | Teatro Colón P/FN: 25/04/2017 | Besetzung/Scoring: www.breitkopf.com

Aus dem fabelhaften Wien (Shakespeares Maß für Maß) verlegte ich das Süjet nach der Hauptstadt des glühenden Siziliens, in welcher ein deutscher Statthalter, über die ihm unbegreiflich freien Sitten der Bevölkerung empört, zu dem Versuch der Durchführung einer puritanischen Reform schreitet, in welchem er kläglich erliegt. (Richard Wagner in seiner Autobiographie „Mein Leben“) – Das Liebesverbot ist „Wagners keckste, frechste, antiautoritärste und heiter-anarchistischste Oper“. (Dieter Borchmeyer)

From a fabulous Vienna (in Shakespeare’s Measure for Measure), I moved the subject to the capital city of a scorching Sicily in which a German governor, disgusted by the incomprehensibly free morals of the population, attempts to instigate a puritanical reformation in which he fails miserably. (Richard Wagner in his autobiography “My Life”) – The Ban of Love is Wagner’s „cheekiest, most anti-authoritarian and cheerfully anarchistic opera.” (Dieter Borchmeyer)

Nach missglückten Erstaufführungen, die eher einem Desaster gleichkamen, distanzierte sich Wagner von seiner „Jugendsünde“. Wagner schrieb sie mit leidenschaftlichem Pasticcio in italienischer Manier und ausschweifender Theatralik. Die Inszenierung ist grell, weitgehend konventionell mit gelegentlich albernen Momenten und plumpem Humor. Anfangs lässt er Palermo eher wie die neonbeleuchtete Reeperbahn aussehen. After disastrous opening performances worthy of “Noises Off,” Wagner abandoned his first opera as a “youthful sin”. Wagner scored it with affectionate Italian pastiche, and considerable theatrical vigour. The staging is gaudy, largely conventional with the odd silly moment, and heavy-handed humour; he initially makes Palermo look more like the neon-lit Reeperbahn.

17 3 – 2017

Michael Scott Rohan | BBC Music Magazine

In eine grelle, bunte, mediale und immer wieder augenzwinkernd angerempelte Gegenwart geholt. Das Liebesverbot ist ein Stück über den Karneval und den Nord-Süd-Konflikt in Europa. Da ist erlaubt, was gefällt. Die Besetzung ist vorzüglich – was bei Wagners monströsen Ansprüchen etwas heißt. Fetched into a gaudy, colorful, multimedial and often winkingly jostled presence. The Ban of Love is a piece about the carnival and the North-South conflict in Europe. All is permitted that pleases. The cast is brilliant – that’s saying something considering Wagner’s gigantic demands. Stephan Mösch | Opernwelt


1850 Mannheim 2017

Robert

Schumann Genoveva

D/C: Alexander Soddy | I/S: Yona Kim | Mannheim | Nationaltheater P/FN: 29/04/2017 | Besetzung/Scoring: www.breitkopf.com

Genoveva, die junge und etwas naive Ehefrau des Pfalzgrafen, wird in dessen Abwesenheit – er befindet sich auf einem Kreuzzug – vom Haushofmeister Golo des Ehebruchs bezichtigt. Dies geschieht offensichtlich aus Rache, denn Genoveva hat Golos Zudringlichkeiten stets abgewiesen. Siegfried reagiert mit dem Todesurteil für seine Frau, doch der Vollstrecker hat Mitleid mit ihr und lässt sie in der Wildnis frei. Sieben Jahre verbringt Genoveva nun im Wald und ernährt sich und ihren inzwischen geborenen Sohn von Kräutern und der Milch einer Hirschkuh. Siegfried, der die Tat längst bereut hat, findet sie auf einer Jagd und nimmt sie mit aufs Schloss zurück. Schumann hat ein für seine Zeit völlig ungewohntes und innovatives Werk geschaffen, wobei die Legende nur den Rahmen für Psychogramme der Protagonisten bietet, deren innerster Seelenzustand in der Musik seinen Ausdruck findet.

3 – 2017

18

Genoveva, the young and rather naive wife of the Count Palatine Siegfried, is accused of adultery during her husband’s absence – he is on a crusade – by the royal tutor Golo. Golo is visibly seeking revenge, since Genoveva has always rejected his advances. When Siegfried returns, he sentences his wife to death, but the hangman has pity on her and sets her free in the wilderness. Genoveva then spends seven years in the forest living on herbs and the milk of a hind, which she also feeds to her son, who was born shortly after her banishment. Siegfried, who long ago regretted his harsh deed, finds her while being on a hunt and brings her back to the palace. Schumann created a work that was totally new and innovative for its time, using the legend only to establish the framework for psychograms of the protagonists, whose most intimate emotions are given voice by the music.

Man kann dieser Musik verfallen. Die ist nämlich ziemlich verführerisch, reiht einen Hit an den anderen. Wenn ein Dirigent es versteht, die Musik zum Leuchten zu bringen und obendrein die richtigen Sänger beisammen sind, dann kann diese Oper als Ganzes durchaus das eher auf Spätromantik getrimmte Publikum packen. Genau das ist jetzt in Mannheim gelungen: eine rundum sehens- und hörenswerte Ausgrabung. You may be taken by this music; as with hit song after hit song it is quite seductive. If a conductor accomplishes the task to bring the music to shine and if, on top of that, the proper singers are gathered, then the audience, attuned rather to the late romantic era, will definitely be gripped by this opera. And that is exactly what just has been achieved in Mannheim: a rediscovery, worth viewing and hearing in its entirety. Joachim Lange | Online Musik Magazin


1858 Gießen 2017

Peter

Cornelius

Der Barbier von Bagdad D/C: Jan Hoffmann | I/S: Roman Hovenbitzer | Gießen | Stadttheater P/FN: 28/01/2017 | Besetzung/Scoring: www.breitkopf.com

The score was long considered as the ideal example of a musical comedy with a far too complicated plot. Today, however, prominent commentators beg to differ: „This is one of the sunniest scores ever written. Music in the spirit of Mozart and Mendelssohn: a highly delicate mixture of classical formal rigor and romantic irony, heightened with just a touch of exquisite sensuality that has just wafted in from the Orient. It is practically incomprehensible how Cornelius could have been regarded as a composer of the Wagner school for practically a century. With its intricate fusing of comedy, lyricism and sentimentality, it is precisely the opera that Schubert, Schumann, E.T.A. Hoffmann and Mendelssohn were unable to write.” (Hans Zender)

... eines der schönsten Geschenke gerade auch für kleinere Häuser. Das Stadttheater Gießen hat nun dieses Geschenk anund ausgepackt. Und siehe da: das vermeintliche Schmerzenskind machte eine hervorragende Figur. Gießens stellvertretender GMD Jan Hoffmann und sein Philharmonisches Orchester bringen den musikalisch fein gewebten Orientteppich zum Fliegen. Es spricht für die Qualität des Ensembles, dass zwischen dem Gast von der Komischen Oper Berlin (Philip Meierhöfer in der Titelrolle) und den hauseigenen Solisten kein merkliches Gefälle auszumachen war. Für Freunde deutscher Opernromantik: Außer der Wahl zwischen einem betulichen Biedermeier und einer nebulösen Sagenwelt gibt es noch eine andere Alternative. … one of the nicest presents, especially for smaller theaters. The Stadttheater Giessen has now touched and unwrapped this present. Then, lo and behold: the alleged child in pain was cutting a fine figure: Giessen’s assistant conductor Jan Hoffmann and his Philharmonic Orchestra make the tenuously woven musical oriental carpet fly. Prove for the quality of the ensemble is that there was hardly any perceptible difference between the guest of the Komische Oper Berlin (Philip Meierhöfer in the title role) and the in-house soloists. For friends of the German romantic opera, there’s another alternative besides the selection between a plain Biedermeier and a nebulous mythology. C. Fischer | Das Opernglas

19 3 – 2017

Die Partitur galt lange als Musterbeispiel einer viel zu kompliziert angelegten musikalischen Komödie, inzwischen jedoch gibt es prominente Wertschätzung: „Hier handelt es sich um eine der heitersten Partituren, die je geschrieben wurden. Musik aus dem Geiste Mozarts und Mendelssohns: zarteste Mischung von klassischer Formstrenge und romantischer Ironie, versetzt mit einem Hauch aus dem Orient herübergewehter, feinster Sinnlichkeit. Wie man Cornelius fast ein Jahrhundert lang als Komponisten der Wagnerschule betrachten konnte, erscheint heute fast unbegreiflich. In seiner das Komische mit dem Lyrischen und dem Pathetischen kreuzenden Komplexität ist es gerade jene Oper, die Schubert, Schumann, E.T.A. Hoffmann und Mendelssohn – nicht schreiben konnten.“ (Hans Zender)


1882 Paris 2017

Nikolaj

Rimskij-Korsakow Schneeflöckchen (La Fille de neige) D/C: Mikhail Tatarnikov | I/S: Dmitri Tcherniakov | Paris | Opéra P/FN: 15/04/2017 | Besetzung/Scoring: www.breitkopf.com

In uralten Zeiten, im Märchenreich von Zar Berendei, wird Schneeflöckchen geboren, ein Kind der Frühlingsfee und des alten Winters. Ihre Eltern schützen sie vor dem Neid des Sonnenkönigs Yarilo. Dieser droht ihr Herz zu erwärmen und sie damit zu zerstören, sobald sie sich verliebt. Schneeflöckchen vertraut sich dem Waldgeist an. Mehr als zehn Jahre nach der Entstehung schrieb RimskijKorsakow über sein Werk, das ihm selbst ans Herz gewachsen war: „Wer Schneeflöckchen nicht mag, der versteht weder von meiner Musik noch von meiner Persönlichkeit etwas.“

3 – 2017

20

In ancient times, in Tsar Berendey’s mythical kingdom, Snow Maiden was born, a child of the Spring Beauty and Father Frost. Protected by her parents from the grudge of sun god Yarilo who has vowed to warm her heart and thus destroy her, when she falls in love, the snow maiden entrusts herself to the wood sprite. More than ten years after its creation, Rimsky-Korsakov wrote about his work that had grown dear to his heart: “One who doesn’t like Snow Maiden, doesn’t know the first thing about my work or my personality.”

Zum innigen Dialog zwischen Schneeflöckchen und Frühlingsfee, durch die zart-kühne Waldgeistmusik mit ihren ungewöhnlichen Akkordfolgen eingeleitet, fangen im letzten Akt sogar die Bäume an zu tanzen. Es ist ein Moment seelischer Heilung. Tcherniakov hat diesen Zauberwald selbst entworfen, der sich plötzlich in sich selbst, aber niemals um den Menschen dreht. Wir werden hineingezogen in eine Wiederverzauberung der Welt, die allerdings für Abweichler von der „Naturordnung“, nämlich für Schneeflöckchen, tragisch-tödliche Konsequenzen hat. Wer will, darf diese Verzwickung „dialektisch“ nennen. Es wird traumhaft gesungen in Paris, besonders von Aida Garifullina, dem neuen Star unter den Weltsopranen. Accompanying the intimate dialogue between Snow Maiden and Spring Beauty, preluded by the delicately bold music of the wood sprite with its unusual chord progressions, even the trees start dancing during the last act. It is a moment of spiritual healing. Tcherniakov himself has designed this enchanted forest, which suddenly revolves around itself, yet never around humankind. We are drawn into the re-enchantment of the world that, for dissenters of the “natural order,” namely for Snow Maiden, has tragically fatal consequences. You may call this dilemma “dialectic.” It is beautifully sung in Paris, especially by Aida Garifullina, the new star among the sopranos of the world. Jan Brachmann | FAZ

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Seite 18 | page 18 „Fort mit Dir!“: Siegfried (Evez Abdulla) und Genoveva (Astrid Kessler) in Schumanns Oper (Nationaltheater Mannheim) | “Off you go!”: Siegfried (Evez Abdulla) und Genoveva (Astrid Kessler) in Schumann’s opera (Mannheim Opera) Seite 19 | page 19 Bärtig eingewickelt: Philipp Meierhöfer (Barbier) und Clemens Kerschbaumer (Nureddin) in Cornelius’ „Der Barbier von Bagdad“ (Stadttheater Gießen) | Wrapped by the beard: Philipp Meierhöfer (Barber) and Clemens Kerschbaumer (Nureddin) in Cornelius’s “Der Barbier von Bagdad” (Gießen Opera) Seite 21 | page 21 Männerfeindschaft bis auf Blut: Johannes Beck (Mazeppa) und Ulrich Burdack (Kotschubej) in Tschaikowskys Oper (Theater der Stadt Gera) | Merciless man-to-man enmity: Johannes Beck (Mazeppa) and Ulrich Burdack (Kotschubej) in Tchaikovsky’s opera (Gera Opera)

}


1884 Gera 2017

Pjotr Iljitsch

Tschaikowsky Mazeppa

D/C: Laurent Wagner | I/S: Kay Kuntze | Gera | Bühnen der Stadt P/FN: 28/04/2017 | WA/RV: 11/03/2018 | Besetzung/Scoring: www.breitkopf.com

Mazeppa, Hetman of the Ukrainian Cossacks, loves Mariya. Her parents, the prosperous nobleman Kochubey and his wife, are appalled and try to stop the relation of the two; not only is Maria much younger than Mazeppa, she is also his goddaughter. Even Mazeppa’s argument that their love is mutual and that Mariya might be pregnant, fails to calm them down. The parents ask Mariya to choose: either she stays with her family and her childhood friend Andrei or she chooses Mazeppa, whom she loves, and for that will be abandoned by the family. Mariya’s escape with Mazeppa is triggering a spiral of intrigues, violence, private and political power play, treason, injuries, and death. Despite the untamable brutality leading up to self-destruction, Mazeppa appeals for the understanding of his love. Left behind is Mariya, who, in a state of aberration, starts singing a touching lullaby.

Eindringlich beginnt Peter Tschaikowskys selten gespielte Oper Mazeppa und so wird es die folgenden drei Stunden bleiben. Kay Kuntze zeigt zwei Machtmänner, wie es sie auch heute wieder gibt, die blindlings und voller Wut aufeinander losschlagen, koste es, was es wolle. Die Klänge sind vielgestaltig: Mal elegisch, dann voller Energie, triumphierend aufbrausend, dann fein gezeichnet. Instrumentalsoli setzen über dem Orchesterklang feine Akzente, aber noch das Heitere klingt immer dunkelgesäumt. Peter Tchaikovsky’s rarely performed opera Mazeppa starts powerful, and it is going to continue like that for the following three hours. Kay Kuntze shows two men of power, just like they exist again nowadays, beating each other, blindly and full of rage, no matter what the cost. The sounds are multifarious: at times they are elegiac, then full of energy, triumphantly eruptive, then finely drawn. Instrumental solos put subtle accents above the orchestral sound, but even the cheery parts always sound darkly lined. Ute Grundmann | die deutsche bühne online

21 3 – 2017

Masepa, Oberbefehlshaber der ukrainischen Kosaken, liebt Maria. Deren Eltern, der vermögende Gutsherr Kotschubej und seine Frau, reagieren entsetzt und versuchen, die Beziehung der beiden zu unterbinden, ist Maria doch wesentlich jünger als Masepa und zudem dessen Patentochter. Auch Masepas Hinweis, die Liebe beruhe auf Gegenseitigkeit und Maria sei vielleicht von ihm schwanger, beruhigt nicht. Die Eltern stellen Maria vor die Wahl: Entweder bleibt sie bei ihrer Familie und bei ihrem Jugendfreund Andrej, oder sie entscheidet sich für Masepa, den sie liebt, und wird dafür von der Familie verstoßen. Marias Flucht mit Masepa setzt eine Spirale von Intrigen, Gewalt, privaten und politischen Machtspielen, Verrat, Verletzungen und Tod in Gang. Trotz der unzähmbaren Brutalität, die bis zur Selbstvernichtung führt, wirbt Masepa um Verständnis für seine Liebe. Zurück bleibt Maria, die in geistiger Umnachtung ein berührendes Wiegenlied anstimmt.


termine events

auswahl – alle Termine der »Musik nach 1900« auf www.breitkopf.de selection – all events of our »Music after 1900« on www.breitkopf.com

september

Jean Sibelius: En saga op. 9 / Skogsrået op. 15 Gothenburg Symphony Orchestra D/C: Santtu-Matias Rouvali  01  Lahti | Sibelius Hall | Sibelius Festival

Ferruccio Busoni: Lustspiel-Ouvertüre op. 38 Musikkollegium Winterthur D/C: Georg Köhler  02  Winterthur | Villa Bühler

Friedrich Schneider: Ouvertüre über den Dessauer Marsch op. 50 Anhaltische Philharmonie Dessau D/C: Markus L. Frank  02  Dessau | Theatervorplatz

Jean Sibelius: Symphonie Nr. 2 D-dur op. 43 Lahti Symphony Orchestra D/C: Dima Slobodeniouk  02  Lahti | Sibelius Hall | Sibelius Festival

Jean Sibelius: Symphonie Nr. 2 D-dur op. 43 MAV Symphony Orchestra  02  Budapest

3 – 2017

22

Jean Sibelius: Symphonie Nr. 2 D-dur op. 43 Estonia Festival Orchestra D/C: Paavo Järvi  03  Radio DLR Kultur | 20.03h (Rec. Pärnu | 17/08/2017) Jean Sibelius: Tapiola op. 112 HR-Sinfonieorchester D/C: Hugo Wolff  03  Radio HR2 | 13.04h

Jean Sibelius: Finlandia op. 26 Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia | D/C: Mikko Franck  05  Milano | Conservatorio “G. Verdi“ Festival „MITO“  06  Torino | Teatro Regio | Festival „MITO”

Hans Zender: Schuberts „Winterreise“ Julian Prégardien (t) Berner Symphonieorchester D/C: Mario Venzago  06  Bern | Dampfzentrale

Heiner Goebbels: Eislermaterial Ensemble Modern  07  Oslo | Nationaltheater | Ultima Oslo Contemporary Music Festival

Isabel Mundry: Das Rohe und das Geformte III Ensemble der Musikhochschule Zürich | D/C: Peter Tilling  07  Boswil  18  Zürich | Hochschule der Künste Nicolaus A. Huber: Air mit ,Sphinxesʼ Klangspuren Academy Ensemble D/C: Franck Ollu  08  Schwaz | Knappensaal Klangspuren Schwaz

Helmut Lachenmann: Mouvement (– vor der Erstarrung) Ensemble Modern D/C: Jonathan Stockhammer  15  Bukarest | Sala Radio | Enescu Festival

Hugo Alfvén: Gustav-Adolf-Suite Preußisches Kammerorchester Gera D/C: Ronny Schwalbe  09  Neustadt/Orla (Verlag Gehrmans, Stockholm)

Ferruccio Busoni: Tanzwalzer op. 53 Jean Sibelius: Symphonie Nr. 2 D-dur op. 43 Berliner Philharmoniker D/C: Susanna Mälkki  09  Berlin | Philharmonie | Musikfest Berlin  10  Berlin | Philharmonie | Musikfest Berlin

Helmut Lachenmann: „... zwei Gefühle ...“. Musik mit Leonardo Birmingham Contemporary Music Group | D/C: Emilio Pomárico  10  Birmingham | CBSO Centre

Felix Mendelssohn Bartholdy: Doppelkonzert d-moll MWV O 4 Kammerorchester der Versöhnungskirche D/C: Margret Leidenberger  10  Dresden | Versöhnungskirche

Robert Schumann: Symphonie Nr. 4 d-moll op. 120 (Erstfassung 1841) Sony Philharmonic Orchestra D/C: Naoki Tachibana  10  Tokyo | Muza Kawasaki Symphony Hall

Uros Krek: Inventiones ferales Festivalorchester | D/C: Simon Krecic  13  Maribor | Dvorana Union Festival Maribor

Jean Sibelius: Kullervo op. 7 / Finlandia op. 26 Jenni Lättilä (s) | Juha Kotilainen (bar) Male Choir Sirkat | Jyväskylä Sinfonia D/C: Erkki Lasonpalo  13  Jyväskylä | City Theatre  14  Mikkeli

Wolfgang Amadeus Mozart: Die Zauberflöte KV 620 D/C: Markus Huber I/S: Thomas Münstermann  15  P/FN: Pforzheim | Theater  +   20/09   22/09   27/09   29/09   18/10   21/10   02/11   05/11   30/11   13/12   14/01/18

Isabel Mundry: falten und fallen / Liaison / Textile Nacht Takefu Festival Ensemble D/C: Ken’ichi Nakagawa  15  Echizen-shi/Japan | Bunka Center Takefu International Music Festival

Jean Sibelius: Symphonie Nr. 2 D-dur op. 43 London Philharmonic Orchestra D/C: Cristian Mandeal  15  Bukarest | Athenäum Enescu Festival | Live Radio & TV

Helmut Lachenmann: Trio fluido IEMA-Ensemble 2016/17  16  Frankfurt/Main | Musikhochschule

Hanns Eisler: Lieder in: „Singing and Acting in Front of the Camera“  17  Brissago-Inseln | Villa Emden | (–23/09)

Felix Mendelssohn Bartholdy: Lobgesang B-dur MWV A 18 op. 52 in: „Lobgesang“ – Choreo: Mario Schröder  17  Leipzig | Oper  +   23/09   03/10

Nicolaus A. Huber: presente Andrew Digby (tbn)  19  Charkiw | Philharmonie

Hans Zender: Schuberts „Winterreise“ János Szemenyei (t) | Mobile Beats + Neue Musik Ensemble Frankfurt | D/C: Pablo Drucker | I/S: Kornél Mundruczó  19  Frankfurt/Main | LAB Musikfest „Fremd bin ich ...“  20  Frankfurt/Main | LAB Musikfest „Fremd bin ich ...“


oktober | october

Josef Suk: Symphonie „Asrael“ op. 27 Bamberger Symphoniker D/C: Jakub Hrusa  20  Bamberg | Konzerthalle  21  Bamberg | Konzerthalle

Martin Smolka: Der Puppenkavalier Ensemble PHACE | D/C: Simeon Pironkoff  24  Straßburg | Cité de la musique et de la danse | Festival Musica

Ludwig van Beethoven: Musik zu „Egmont“ op. 84 Insula Orchestra | D/C: Laurent Equilbey  21  Boulogne-Billancourt  22  Boulogne-Billancourt  24  Orléans  30  Wien  +   6/10  St-Quentin-en-Yvelines

Jean Sibelius: En saga op. 9 / Symphonie Nr. 1 e-moll op. 39 Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks | D/C: Dima Slobodeniouk  21  München | Herkulessaal + Live-Radio BR2  22  München | Herkulessaal

Jean Sibelius: Symphonie Nr. 2 D-dur op. 43 Norrköpings Symfoniorkester D/C: Christian Lindberg  21  Norrköping | De Geerhallen

Márton Illés: Streichquartett Nr. 3 Asasello Quartett  22  Bonn | Beethovenfest  uraufführung   world premiere

Jean Sibelius: Lemminkäinen op. 22 Edvard Tubin: Estonian Dance Suite Philharmonisches Staatsorchester Mainz D/C: Anu Tali  22  Mainz | Staatstheater  23  Mainz | Staatstheater (Tubin: Verlag Gehrmans, Stockholm)

Louis Spohr: Klarinettenkonzert Nr. 3 f-moll Duk Woon Art Highschool Orchestra D/C: Lee Keo-Soo  22  Seoul | KBS Concert Hall

Johannes Maria Staud: Stromab The Royal Danish Orchestra D/C: Alexander Vedernikov  22  København | Det Kongelige Teater  uraufführung   world premiere

Modest Mussorgskij / Maurice Ravel: Tableaux d’une exposition Fuchu Citizen’s Orchestra D/C: Takeshi Ohi  24  Tokyo | Fuchunomori Dream Hall

Robert Schumann: Adventlied op. 71 / Vom Pagen und der Königstochter op. 140 Helsinki Baroque Orchestra D/C: Aapo Häkkinen  24  Helsinki | Musikkitalo

Helmut Lachenmann: Harmonica Gérard Buquet (tb) | Helsinki Philharmonic Orchestra | D/C: Susanna Mälkki  27  Helsinki | Music Centre

Ferruccio Busoni: Fantasia contrappuntistica / Fantasia nach J. S. Bach Igor Levit (Pno)  28  Bonn | Beethoven-Haus | Beethovenfest

Helmut Lachenmann: Dritte Stimme zu J. S. Bachs zweistimmiger Invention d-moll BWV 775 Académie de musique de Strasbourg D/C: Jean-Marc Foltz  30  Straßburg | Salle de la Bourse Festival Musica

Robert Schumann: Vom Pagen und der Königstochter op. 140 Konzertchor Winifridia Fulda Erzgebirgische Philharmonie Aue D/C: Maximilian Traut  30  Fulda | Stadtsaal

oktober | october

Nicolaus A. Huber: Der entkommene Orpheus Aleph Gitarrenquartett  02  Olomouc | Art Centre of Palacky University | Festival MusicOlomouc

Miklós Rózsa: Tema con variazioni op. 29a Kremerata Baltica | Martynas Stakionis  02  Kronberg | Stadthalle Kronberg Academy Festival

Albert Becker: Reformationskantate Philharmonisches Orchester Trier D/C: Martin Bambauer  03  Trier | Konstantin-Basilika

Jean Sibelius: Symphonie Nr. 1 e-moll op. 39 / Tapiola op. 112 National Arts Center Orchestra D/C: Alexander Shelley  03  Ottawa | Southam Hall

Niels Wilhelm Gade: Violinkonzert d-moll op. 56 Shion Minami (vl) | Sønderjyllands Symfoniorkester | D/C: Yuri Nitta  05  Sønderborg | Alsion  06  Haderslev | Harmonien

Hans Gál: Violoncellokonzert op. 67 Raphael Wallfisch (vc) | Philharmonisches Orchester Plauen-Zwickau D/C: Lutz de Veer  05  Zwickau | Neue Welt

Jean Sibelius: Tapiola op. 112 The Polish Radio National Symphony Orchestra | D/C: Alexander Liebreich  05  Katowice | NOSPR Concert Hall Hanns Eisler: Leben des Galilei D/C: Markus Steinkellner I/S: Katrin Plötner  07  Linz | Landestheater  +   14/10   20/10   14/11

York Höller: Horizont

07  Trebel | Kunstverein Wendische Dialoge

Hanspeter Kyburz: L‘Autre Matthias Arter (ob) | Collegium Novum Zürich | D/C: Lothar Zagrosek  07  Zürich | Tonhalle

Clara Schumann: Klavierkonzert a-moll op. 7 Alexander Paley (pno) | Orchestre de Douai | D/C: Jean-Jacques Kantorow  07  Campagne-les-Hesdin | Salle des Sports  08  Douai | Auditorium Henri Dutilleux

Jean Sibelius: Skogsrået op. 15 IYSO Bremen | D/C: Martin Lentz  07  Bruchhausen-Vilsen | Schulzentrum  08  Bremen | Glocke

Hans Zender: Schuberts „Winterreise“ D/C: Benjamin Schneider Choreo: Tom Plegge  07  P/FN: Wiesbaden Hessisches Staatstheater  +   11/10   12/10   20/10   26/10   29/10   03/11   02/12

Jean Sibelius: Karelia-Suite op. 11 Umeå Musiksällkap  08  Umeå | Norrlandsoperan

Hans Zender: Schuberts „Winterreise“ Andrew Staples (t) | Brandenburgisches Staatsorchester Frankfurt/Oder D/C: Howard Griffiths  08  Frankfurt/Oder | Konzerthalle „CPE Bach“

Ludwig van Beethoven: Fidelio op. 72 D/C: Marcin Nalecz-Nieslolowski I/S: Rocc  13  P/FN: Wrocław | Oper  +   15/10   17/10   04/11   16/03/18

Nikolaj Rimskij-Korsakow: Antar op. 9 Siemens-Orchester München  14  München | Benefizkonzert  15  München | Musikhochschule

23 3 – 2017

september


oktober | october

Jean Sibelius: Symphonie Nr. 2 D-dur op. 43 Jugendorchester Konservatorium Bern  15  Bern | Kursaal

Edison Denissow: 3 Bilder nach Paul Klee Ensemble SurPlus  19  Freiburg im Breisgau Haus zur lieben Hand

Jean Sibelius: Der Schwan von Tuonela op. 22/2 Staatsorchester Rheinische Philharmonie | D/C: Garry Walker  20  Koblenz | Rhein-Mosel-Halle

Misato Mochizuki: Têtes Paul-Alexandre Dubois (spr) | Ensemble Musikfabrik | D/C: Enno Poppe  22  Donaueschingen | Donauhalle Donaueschinger Musiktage Radio SWR2 Live  uraufführung   world premiere

3 – 2017

24

Márton Illés: Ez-tér SWR Symphonieorchester D/C: Pablo Rus Broseta  22  Donaueschingen | Donauhalle Donaueschinger Musiktage Radio SWR2 Live  uraufführung   world premiere

Jean Sibelius: Lemminkäinen op. 22 Danubia Sinfonieorchester Obuda D/C: Máté Hámori  25  Budapest | Liszt Academy

Johannes Maria Staud: Stromab Wiener Symphoniker D/C: François-Xavier Roth  25  Wien | Konzerthaus

Niels Wilhelm Gade: Nachklänge von Ossian op. 1 / Zion op. 49 Luthando Qave (bar) Aarhus Kammerkor u. a. Aarhus Symfoniorkester D/C: Giordano Bellincampi  26  Aarhus | Konzerthaus  27  Aarhus | Konzerthaus

Christian Mason: Noctilucence Talea Ensemble  27  Chicago | Logan Center

Jean Sibelius: Finlandia op. 26 Kalevi Kiviniemi (org)  27  Leipzig | Gewandhaus

november

Jean Sibelius: Symphonie Nr. 2 D-dur op. 43 Bad Reichenhaller Philharmonie D/C: Christian Simonis  27  Bad Reichenhall | Theater

José M. Sánchez-Verdú: Nosferatu. Eine Symphonie des Grauens Orquesta y Coro Nacionales de Espaňa D/C: Nacho de Paz  28  Madrid Auditorio Nacional de Música

Felix Mendelssohn Bartholdy: Doppelkonzert d-moll MWV O 4 Dimiter Ivanov (vl) Friederike Richter (pno) Usinger Kammerorchester D/C: Waltraud Karsch  29  Usingen

november

10   12   15   21   23   25   28   30

Jules Massenet: Werther D/C: Pieter-Jesse de Boer I/S: Sybrand van der Werf P/FN: Maastricht Theater aan het Vrijthof Sittard | De Domijnen Eindhoven | Parktheater Heerlen | Theater Zwolle | Theater de Spiegel s’Hertogenbosch | Theater aan de Parade Utrecht | Stadsschouwburg Den Haag | Zuiderstrandtheater  02/12  Breda | Chassé-Theater  05/12  Groningen | Stadsschouwburg  07/12  Tilburg | Schouwburg  10/12  Maastricht Theater aan het Vrijthof

Albert Becker: Reformationskantate op. 28 Berliner Domkantorei  04  Berlin | Berliner Dom

Friedrich von Flotow: Martha D/C: Andreas Kowalewitz I/S: Loriot (†)  11  WA/RV: München Theater am Gärtnerplatz  +   15/11   19/11   29/11

José M. Sánchez-Verdú: Nosferatu. Eine Symphonie des Grauens Orquesta Escuela Carlos Chávez D/C: José M. Sánchez-Verdú  04  Mexico City

Jean Sibelius: Symphonie Nr. 2 D-dur op. 43 De Philharmonie D/C: Daan Admiraal  04  Amsterdam | NedPhO-Koepel  05  Amsterdam | Paradiso

Jean Sibelius: Symphonie Nr. 1 e-moll op. 39 Philharmonisches Orchester Altenburg-Gera D/C: Takahiro Nagasaki  07  Altenburg | Großes Haus  08  Gera | Konzertsaal

Jean Sibelius: Kullervo op. 7 Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra D/C: Hannu Lintu  08  Tokyo |Tokyo Bunka Kaikan

Hans Zender: Claude Debussy: Fünf Préludes Seoul Philharmonic Orchestra D/C: Thierry Fischer  08  Sejong/Korea | Chamber Hall

Jean Sibelius: Kullervo op. 7 Helsingborg Symfoniorkester D/C: Theodore Kuchar  09  Helsingborg | Konserthus  10  Helsingborg | Konserthus

Miklós Rózsa: Sinfonia Concertante op. 29 Eric Wyrick (vl) | Andre Gaskins (vc) Reading Symphony Orchestra D/C: Andrew Constantine  11  Reading PA

Hans Zender: Schuberts „Winterreise“ D/C: Benjamin Schneider Choreo: Tom Plegge  11  P/FN: Darmstadt | Staatstheater  +   17/11   24/11   08/12   16/12   22/12   25/12

Felix Mendelssohn Bartholdy: Doppelkonzert E-dur MWV O 5 GrauSchumacher Piano Duo Sinfonieorchester Wuppertal D/C: Julia Jones  12  Wuppertal | Historisches Rathaus  13  Wuppertal | Historisches Rathaus

Wolfgang Amadeus Mozart: Musik zu „Thamos, König von Ägypten“ KV 345 Orchestre National de Lille D/C: Pablo Gonzalez  12  Lille  13  Hazebrouk

Isabel Mundry: Le Corps des cordes Martina Schucan (vc)  12  Zürich Hochschule der Künste – Toni Areal


dezember | december

Jan Sandström: Posaunenkonzert (Motorbike Concerto) Patrick Hemmerich (tbn) Rheinische Orchesterakademie Mainz D/C: Vilmantas Kaliunas  12  Mainz | Christuskirche (Verlag Gehrmans, Stockholm)

Modest Mussorgskij / Maurice Ravel: Tableaux d’une exposition Deagu Catholic University Orchestra | D/C: Lee Hyun-se  15  Suaseong/Korea | Artpia Concert Hall

Márton Illés: Scene polidimensionali VIII „Vonalmezök“ / Streichquartett Nr. 3 Asasello Quartett  16  Klagenfurt  18  Rottenburg | Zehntscheuer

Johann Nepomuk David: Deutsche Tänze / Variationen über ein Thema von Josquin des Pres Oberösterreichisches Davidorchester  18  Eferding | Evangelische Kirche

Lars-Eric Larsson: Posaunen-Concertino op. 45/7 Collegium Instrumentale Saarbrücken | D/C: Andreas Kiefer  18  Homburg-Schwarzenacker Christuskirche  19  Saarbrücken | Musikhochschule (Verlag Gehrmans, Stockholm)

Hans Zender: Schuberts „Winterreise“ Benjamin Bruns (t) | Orchester der Musikhochschule | D/C: Florian Ludwig  18  Detmold | Musikhochschule  20  Bielefeld | Universität

Hanns Eisler: Ohne Kapitalisten geht es besser / Sputnik / Lied des Kampfbundes Studierende des Konservatoriums  23  Wien | Arnold Schönberg Center

Hans Zender: Schuberts „Winterreise“ Julian Prégardien (t) Ensemble Intercontemporain D/C: Thierry Fischer I/S: Jasmina Hadziahmetovic  23  Paris | Opéra Comique  24  Paris | Opéra Comique

Hanns Eisler: Suite Nr. 5 op. 34 „Dans les rues“ Landesjugendensemble Neue Musik Berlin | D/C: Jobst Liebrecht  24  Berlin | Akademie der Künste

Miklós Rózsa: Violakonzert op. 37 Anibal Dos Santos (va) Orquesta Filarmónica de Bogotá D/C: Stefan Vladar  24  Bogotá  25  Bogotá

Hans Gál: De profundis op. 50 Münchner Bachsolisten D/C: Wieland Hofmann  25  Erlangen Altstädter Dreifaltigkeitskirche

Helmut Lachenmann: Dritte Stimme zu J. S. Bachs zweistimmiger Invention d-moll BWV 775 ensemble aisthesis  25  Heidelberg

Jean Sibelius: Karelia-Suite op. 11 Siemens Orchester Nürnberg D/C: Marjam Chatzaki  25  Emskirchen | Ev. Kirche  26  Langwasser | Gemeinschaftshaus

Richard Strauss: Festmarsch Es-dur op. 1 Sinfonisches Orchester Hochschwarzwald  25  Titisee | Kurhaus

Martin Smolka: Squeaking Wings Tulkinnanvaraista | D/C: Juho Laitinen  26  Helsinki | Viikki-Kirche

dezember | december

Jean Sibelius: Klavierwerke Leif Ove Andsnes (pno)  01  Berlin | Philharmonie

Jan Dismas Zelenka: Requiem D-dur Orchester der Ev. Kirchengemeinde AltSchöneberg | D/C: Sebastian Brendel  02  Berlin | Ev. Kirche Alt-Schöneberg

Jean Sibelius: Symphonie Nr. 2 D-dur op. 43 Einojuhani Rautavaara: Klavierkonzert Nr. 1 (op. 45) Kauniainen Orchestra | D/C: Tuomas Rousi  05  Kauniainen | The New Pavillion

06   07   08   09

Lars-Eric Larsson: En Vintersaga in „A Christmas Carol“ SWR Symphonieorchester D/C: Ektoras Tartanis Mannheim | Rosengarten Backnang | Bürgerhaus Esslingen | Neckarforum Karlsruhe | Konzerthaus (Verlag Gehrmans, Stockholm)

Jean Sibelius: Kullervo op. 7 Finnish Radio Symphony Orchestra D/C: Hannu Lintu  06  Helsinki | Music Centre

Jean Sibelius: Lemminkäinen op. 22 Deutsches Symphonie-Orchester Berlin | D/C: Mirga Grazinyte-Tyla  07  Berlin | Philharmonie

Jean Sibelius: Symphonie Nr. 2 D-dur op. 43 Kuopio Symphony Orchestra D/C: Lauri Ahokas  07  Kuopio | Music Centre

Jean Sibelius: Symphonie Nr. 2 D-dur op. 43 Symfoniorkest Eindhoven D/C: Quentin Clare  08  Utrecht | St. Janskerk  10  Eindhoven | Muziekgebouw

Isabel Mundry: Im Fall Allison Cook (mez) Ensemble Modern | D/C: Duncan Ward  09  Frankfurt/Main | Alte Oper

Jean Sibelius: En saga op. 9 Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin D/C: Osmo Vänskä  09  Berlin | Konzerthaus

Jean Sibelius: Karelia-Suite op. 11 Blaskapelle Höhenkirchen-Siegertsbrunn D/C: Bernhard Willer  09  Höhenkirchen | Mehrzweckhalle  10  Höhenkirchen | Mehrzweckhalle

Hanns Eisler: Ernste Gesänge Orchestre Philharmonique de Marseille D/C: Victorien Vanoosten  10  Marseille | Grand Théâtre Musiques interdites

Franz Schubert: Musik zu „Rosamunde“ D 797 Jugendorchester der Musikschule Oldenburg  10  Oldenburg | Staatstheater

Jean Sibelius: Symphonie Nr. 2 D-dur op. 43 SWR Symphonieorchester D/C: Osmo Vänskä  14  Mannheim | Rosengarten  15  Freiburg | Konzerthaus  16  Karlsruhe | Badisches Staatstheater

Niels Wilhelm Gade: Die heilige Nacht op. 40 Schulorchester  15  Ludwigsburg

25

3 – 2017

november

Márton Illés: Werk für Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier Trio Catch | Tobias Feldmann (vl)  17  Hamburg | Bürgerhaus Wilhelmsburg  uraufführung   world premiere

Jean Sibelius: Lieder Camilla Nylund (s) Helmut Deutsch (pno)  19  Köln | Philharmonie

Helmut Lachenmann: temA Marie Heeschen (s) | Sally Beck (fl) Ella Rohwer (vc)  21  Hannover | Kleiner Sendesaal des NDR

Jean Sibelius: Lemminkäinen zieht heimwärts op. 22/4 Deutsche Radio Philharmonie D/C: Pietari Inkinen  31  Kaiserslautern | Fruchthalle Live Radio SR2


ein sehr gutes zu Hause gefunden Im Lager von Breitkopf & Härtel in Taunusstein laufen aktuell die Vorbereitungen für die Übernahme des Pfefferkorn Musikverlags.

english interview on page 29 – 30

3 – 2017

26

Nick Pfefferkorn im Gespräch Nick Pfefferkorn under discussion

Gut angekommen im Auslieferungslager in Taunusstein Safely arrived in the warehouse in Taunusstein


Es werden Noten sortiert und Regale umgeräumt, Datensätze neu angelegt und Barcodes angebracht. Es gilt die Werke in das bestehende Sortiment zu integrieren und für den Verkauf bzw. Versand verfügbar zu machen. Seit fast zwei Jahren leitet Nick Pfefferkorn den Musikverlag Breitkopf & Härtel. Nun hat er die Entscheidung getroffen, sich voll und ganz auf einen Verlag zu konzentrieren. Seit Anfang dieses Jahres ist er zusätzlich zu seiner verlegerischen Tätigkeit auch Geschäftsführender Gesellschafter von Breitkopf & Härtel. Und sein eigener Pfefferkorn Musikverlag? Der kommt einfach mit! Die uptodate-Redakteure Frank Reinisch und Daniela Wolff sprachen mit Nick Pfefferkorn über seine zwei Verlage und den aktuellen Transfer.

„Kind“ ein sehr gutes Zuhause gefunden hat und insbesondere das Kammermusikprogramm von Breitkopf & Härtel hervorragend ergänzt. B&H: Im Pfefferkorn Musikverlag wurden in den letzten Jahren verschiedene größere Editionsprojekte begonnen. So die Herausgabe der geistlichen Vokalwerke Johann Kuhnaus und ausgewählter Werke Friedrich Schneiders, unter anderem Sämtliche Klaviersonaten des lange unterschätzten Komponisten. Können Sie diese Editionen umreißen und etwas zu ihrer Weiterführung bei Breitkopf & Härtel sagen? NP: Das Programm des Pfefferkorn Musikverlags konzentrierte sich ausschließlich auf Komponisten der so genannten zweiten Reihe. Nicht selten handelt es sich um Meister, die von den Epigonen der Musikgeschichte überstrahlt werden. Manchmal lässt sich nur schwer nachvollziehen, warum das so ist. Gleichwohl verbirgt sich in dem schier unüberschaubaren Konvolut heute vergessener Werke der letzten Jahrhunderte mancher Rohdiamant, der es verdient hat, durch eine moderne Edition der Vergessenheit entrissen zu werden.

Was Kuhnau und Schneider betrifft: Beide verdienen ihren Platz in der Musikgeschichte und vor allem im Repertoire. Kuhnau, Amtsvorgänger Bachs im Thomaskantorat, spiegelt mit seinen Werken die spannende Übergangsphase zwischen dem Geistlichen Konzert des 17. Jahrhunderts und spätbarocker Kirchenkantate. Friedrich Schneider, einer der produktivsten Komponisten in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, wurde einst „Händel unserer Zeit“ genannt. An ihm kam Jahrzehnte lang niemand vorbei. Wesentliche Entwicklungen, gerade im bürgerlichen Chorleben, gehen auf Schneider zurück. Allein die Wiederentdeckung seiner 16 Oratorien schließt eine immense Lücke im geistlichen Repertoire. So könnte ich stundenlang fortfahren. Sie merken, dass ich mich mitreißen lasse. (lacht) B&H: Wer ragt neben Kuhnau und Schneider aus dem Katalog des Pfefferkorn Musikverlags heraus? NP: Da sind vor allem Vater und Sohn Eduard und Richard Franck zu nennen. Eduard war einer der ganz wenigen Privatschüler Mendelssohns und hat ein vielschichtiges Oeuvre hinterlassen, insbesondere in der Kammermusik. Sein Talent ist auf seinen

27 3 – 2017

Breitkopf & Härtel: Immer wieder neu und immer wieder eine spannende Konstellation – zwei Verlagsprogramme kommen zusammen. Im Laufe der letzten Jahre hat Breitkopf & Härtel seinen Katalog durch Übernahmen erweitert, so im Jahr 2000 mit MUSICA RARA und 2003 mit dem Nepomuk-Musikverlag, und beide dann jeweils als Imprints weitergeführt. Oder der Verlag ist Kooperationen mit anderen Verlagen eingegangen: mit Henle 2003, mit den Eulenburg Orchestral Series 2012, um Programmlücken zu schließen und um Editionsstandards zu verbessern. Wie sehen Sie unter diesem Aspekt den Einbezug des Pfefferkorn Musikverlags in das Programm von Breitkopf & Härtel? Nick Pfefferkorn: Rational betrachtet, stand für mich als Verleger nur eine Frage im Vordergrund: passt mein Verlagsprogramm zu Breitkopf & Härtel? Glücklicherweise konnte ich diese Frage größtenteils mit „Ja“ beantworten. Und das führte mich dann zu einer schwierigen, weil emotionalen Frage: Was passiert mit dem Programm, das ich während der letzten 20 Jahre aufgebaut habe? Ein wenig fühlte es sich so an, als würde ich ein Kind zur Adoption freigeben. Ich bin allerdings fest davon überzeugt, dass das


149

Composée et dédiée à Monsieur Charles Schulze-Küstner

SONATE Nr. 35

Grande Sonate in f-moll / F minor

Sohn Richard übergegangen, der mit seinen Werken einen regelrechten Abgesang auf die Romantik anstimmt. Sehr spannende Musik. Aber das ist natürlich nicht alles. Ich habe mich daneben auch auf die Werke Camillo Schumanns konzentriert, der mit Robert weder verwandt noch verschwägert ist. Er verstarb 1946 und hat durchaus retrospektiv komponiert. Die meisten seiner Werke sind bisher unveröffentlicht und stellen ein echtes Desiderat dar.

op. 27

Allegro moderato espressivo

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fz

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B&H: In 20 Jahren Verlagsgeschichte haben Sie in Leipzig eine imposante Zahl an Ausgaben veröffentlicht. Wie viele Titel bzw. Ausgaben insgesamt werden in das Programm von Breitkopf & Härtel integriert? NP: Wir sprechen von rund 100 Werken.

3 – 2017

28

B&H: Inwieweit soll der Pfefferkorn Musikverlag offiziell als Label fortbestehen? Gibt es also eine „PMV“-Reihe oder werden die Ausgaben in die eingeführten Reihen von Breitkopf & Härtel (EB, KM, PB/OB …) eingegliedert? Und noch eine Zusatzfrage: Sollen Ihre Editionen vom jetzt gerade neu zusammengestellten und verstärkten Lektorat von Breitkopf & Härtel in Leipzig weitergepflegt werden? NP: Nein, ich habe mich jetzt, nach fast zwei Jahren als Verleger von Breitkopf & Härtel, zu einem klaren Schnitt entschlossen. Die mitgebrachten Werke werden nach Abverkauf im alten Design vollständig im Programm von Breitkopf & Härtel aufgehen. Ein Verlag mit seinem Programm soll allein die volle Aufmerksamkeit und Arbeitskraft erhalten. Die Lektoratskollegen in Leipzig sind – ebenso wie die Damen und Herren in Wiesbaden – für kein Programm speziell zuständig. Klare Bereiche und inhaltliche Kompetenzen von Breitkopf & Härtel gibt es hingegen natürlich schon. So sind Thomas Frenzel und unsere neue Kollegin, Dr. Elisabeth Pütz, in Leipzig zuständig für Gesamtausgaben bzw. Kammermusik. Beides sind aber allgemeine Schwerpunkte,

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Ich habe mich nach fast zwei Jahren zu einem klaren Schnitt entschlossen

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fz Breitkopf EB 8942

Durch die Urtext-Edition im Pfefferkorn Musikverlag erstmals zugänglich: die Klaviersonaten von Friedrich Schneider | For the first time available – thanks to the Urtext edition from the Pfefferkorn Musikverlag: the Piano Sonatas by Friedrich Schneider

und beide haben das Potenzial, ausgebaut zu werden. B&H: In der Vergangenheit haben Sie nicht nur für den eigenen Verlag als Notengrafiker mustergültige Ausgaben vorgelegt. Ihr ureigenes Programm bekommt daher aus dem Blick des Traditionsverlags, der sich selbst kontinuierlich um notengrafisch exzellente Ergebnisse bemüht hat, mit Sicherheit die Note 1. Anders war dies vor einigen Jahren, als mit dem MUSICA RARA-Programm auch Notenausgaben zu uns kamen, die optisch revisionsbedürftig waren. Wird insofern die ästhetische Messlatte jetzt und in Zukunft noch weiter nach oben gelegt?

Auch nach fast 300 Jahren setzen wir neue Maßstäbe NP: Ich denke, dass bei Breitkopf & Härtel die Messlatte in allen Bereichen schon immer immens hochgelegt war und der Verlag in seiner langen Tradition Maßstä-

be gesetzt hat, die auch heute gelten und immer wieder Nacheiferer finden. Die Qualität unserer Ausgaben, egal aus welchem Bereich, wird immer im Fokus stehen. Dies trifft sowohl auf die Inhalte als auch auf die „äußeren Umstände“ zu. Wir arbeiten mit einem kleinen Kreis von hochqualifizierten Notenstechern, Druckereien und Weiterverarbeitern zusammen, denen wir teilweise schon viele Jahre vertrauen. Wir lassen für unsere Notenausgaben ein spezielles, eigenes Papier herstellen und investieren jetzt eine sechsstellige Summe in den Nachdruck älterer oder generell überholungsbedürftiger Ausgaben. Zu MUSICA RARA möchte ich noch anfügen, dass diese Reihe das Programm wesentlich ergänzt hat und die Revision bzw. Erweiterung des Labels im Blickfeld der zukünftigen Planung ist. Ein Wort gern zum Abschluss: Ich bin absolut überzeugt davon, dass es Breitkopf & Härtel auch nach fast 300 Jahren gelingen wird, in Zukunft weitere, neue Maßstäbe zu setzen. Vielen Dank für das Interview!


found a very good home At the Breitkopf & Härtel warehouse in Taunusstein, preparations are currently in progress for taking over the Pfefferkorn Musikverlag.

Scores are being sorted, shelves rearranged, new datasets created, bar codes applied. T he challenge is to implement the works in the existing assortment and make them available for sale and dispatch. It has been almost two years, since Nick Pfefferkorn has taken over the direction of the music publishing house Breitkopf & Härtel. Now he has decided to fully concentrate on one publishing house. In addition to his publishing activities he became Managing Partner of Breitkopf & Härtel at the beginning of this year. And what about his own Pfefferkorn Musikverlag? He’s just taking it along! T he uptodate editors Frank Reinisch and Daniela Wolff talked to Nick Pfefferkorn about his two publishing houses and the current transfer.

Breitkopf & Härtel: Time and again it is an exciting constellation – two publishing programs merge. During the past years, Breitkopf & Härtel has expanded its catalogue by take-overs, such as MUSICA RARA in 2000 and the Nepomuk Musikverlag in 2003, both have been continued as imprints. Then our publishing house has started co-operations with other publishers: with Henle in 2003 and with the Eulenburg Orchestral series in 2012 to fill gaps in the program and to improve editing standards. Seen from this angle, what are your thoughts on the inclusion of the Pfefferkorn Musikverlag in the program of Breitkopf & Härtel? Nick Pfefferkorn: Considered rationally, for me as a publisher the first question coming

to mind was: Is my publishing program in line with Breitkopf & Härtel? I was lucky enough to answer this question to a great extent with a “yes”. And this led to a difficult because emotional question: What’s going to happen with the program I have developed during the past 20 years? It feels a bit like I would put a child up for adoption. However, I am really convinced that the “child” has found a very good home and perfectly complements the chamber music program of Breitkopf & Härtel. B&H: In the past years, various major publishing projects have been initiated in the Pfefferkorn Musikverlag, for example Johann Kuhnau’s sacred vocal works and also selected works of Friedrich Schneider,

3 – 2017

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like the Complete Piano Sonatas of the composer who was under-estimated for a long time. Could you tell us something about these editions and their continuation at Breitkopf & Härtel? NP: The focus of the Pfefferkorn Musikverlag program was exclusively on composers of the so-called second row. Quite often they were masters who were outshined by the epigones of music history. Sometimes the reasons for that are incomprehensible. Anyhow, in the vast convolute of works forgotten today there are quite a few hidden gems worth being snatched from oblivion through modern editions. When it comes to Kuhnau and Schneider, both well deserve their place in musical history, particularly in repertory. Kuhnau, predecessor of Bach as

After almost two years I have now decided to make a clear cut

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cantor of the St. Thomas’ church, reflects the exciting transitional phase between the Sacred Concerto of the 17th century and the late Baroque Church Cantata. Friedrich Schneider, one of the most productive composers of the first half of the 19th century, once was called the “Handel of our time.” For decades, he was a key figure. Important developments, particularly those related to the bourgeois choir scene, trace back to Schneider. Already the rediscovery of his 16 oratorios fills an immense gap in the sacred repertory. I just could go on like that for hours. You can see that I get carried away. (laughing). B&H: Besides Kuhnau and Friedrich, who else in the catalogue of the Pfefferkorn Musikverlag stands out? NP: Particularly father and son Eduard and Richard Franck are worth mentioning. Eduard was one of the few private students of Mendelssohn and has left a many-

faceted oeuvre, especially in the chamber music genre. His talent was passed on to his son Richard who was striking up a real swan song for romanticism with his works. The music is really exciting. But, of course, this is not all. In addition, I have concentrated on the works of Camillo Schumann, who is related neither by blood nor marriage with Robert. He composed in a quite retrospective way and died in 1946. Most of his works have not been published yet and are certainly desiderata. B&H: In the 20 years of publishing history you have published quite an impressive number of editions in Leipzig. How many titles and editions, respectively, are going to be integrated in the Breitkopf & Härtel program? NP: We are talking about approximately 100 works. B&H: To what extent is the Pfefferkorn Musikverlag going to be officially continued as a label? Is there also a “PMV” series, or are the editions going to be incorporated into the existing series of Breitkopf & Härtel (EB, KM, PB/OB…)? And another question: Are your editions going to be taken care of by the newly assembled and enhanced team of the Breitkopf & Härtel Editorial Department in Leipzig also in future? NP: No, after having worked for almost two years as a publisher of Breitkopf & Härtel, I have now decided to make a clear cut. The works taken along will completely merge with the program of Breitkopf & Härtel after the copies with the old design have been sold off. A publishing house and its program should be focused on with full concentration and manpower. The colleagues of the Editorial Department both in Leipzig and Wiesbaden are not in charge for a specific program. Yet there are distinct areas and content-related responsibilities. Thomas Frenzel and our new colleague, Dr. Elisabeth Pütz, are in charge of complete editions and

chamber music respectively. Both areas are general focal points, and both have the potential to be developed. B&H: As music engraver you have presented exemplary editions not only for your own publishing house in the past. Thus your very own program, seen from the view point of the traditional publisher who continuously has quested for excellent music notation results, would certainly get the highest mark. A few years ago, things were different when with the MUSICA RARA program we received editions that were optically in need of revision. Hence, is the esthetic bar to be raised, now and in future? NP: I think that at Breitkopf & Härtel the bar was very high in all areas all along. With its long tradition, the publishing house has set standards that are still valid today and keep on finding followers. The quality of our editions, no matter of which area, will always be in the focus. This applies to contents as well as to the “external circumstances.” We work with a small circle of engravers, printers and processors who we have put our trust in for many years already.

Even after almost 300 years we will set new standards We have our own paper manufactured for our editions, and now we are going to invest a six-figure sum in reprinting older editions and those in need of reconditioning. Regarding MUSICA RARA, I’d like to add that this series has essentially supplemented our program and that the revision and expansion of this label is in the focus of our future planning. One word to conclude: I am absolutely convinced that even after almost 300 years, Breitkopf & Härtel will succeed to set further new standards. Thank you very much for the interview!


Pfefferkorn Musikverlag > Breitkopf & Härtel Auswahl | weitere Ausgaben in unserem Katalog „Neuerscheinungen 2/2017“ Selection | further editions in our catalogue “New Editions 2/2017”

Friedrich Schneider Sämtliche Klaviersonaten Complete Piano Sonatas * (Ulrich Urban) Band 1 | Vol. 1 EB 8941  i. V. | in prep. Band 2: Sonaten mit Opuszahl II Vol. 2: Sonatas with Opus Numbers II EB 8942  42,90 € Band 3 | Vol. 3 EB 8943  i. V. | in prep. Band 4 | Vol. 4 EB 8944  i. V. | in prep.

Violine  | Violin Eduard Franck Sonaten für Violine und Klavier Sonatas for Violin and Piano * Nr. 1 c-moll | No. 1 in C minor EB 32046  16,90 € Nr. 2 A-dur | No. 2 in A major EB 32058  19,90 € Nr. 3 E-dur | No. 3 in E major EB 32059  19,90 € Nr. 4 D-dur | No. 4 in D major EB 32061  19,90 €

EDITION BREITKOPF

E. FRANCK Sonate Nr. 1 für Violine und Klavier c-moll

Friedrich Schneider Sonate F-dur | Sonata in F major * für Violoncello und Klavier for Violoncello and Piano EB 32078  19,90 €

Eduard Franck Klaviertrio E-dur | Piano Trio in E major * EB 32066  19,90 € Klaviertrio D-dur | Piano Trio in D major op. 53 * EB 32079  21,50 € Streichsextett Nr. 1 | String Sextet No. 1 op. 41 * Stimmen | Parts EB 32045  34,95 € Studienpartitur | Study score PB 32045  17,95 €

Flöte  | Flute Richard Franck Drei Stücke | Three Pieces op. 52 * für Flöte (Violine) und Klavier for Flute (Violin) and Piano EB 32065  12,50 €

Streichsextett Nr. 2 | String Sextet No. 2 op. 50 * Stimmen | Parts EB 32049  34,95 € Studienpartitur | Study score PB 32049  i. V. | in prep.

Klarinette  | Clarinet

Richard Franck Klavierquartett E-dur Piano Quartet in E major * EB 32081  21,50 €

Camillo Schumann Sonaten für Klarinette und Klavier Sonatas for Clarinet and Piano * Nr. 1 | No. 1 op. 112 EB 32111  22,50 € Nr. 2 | No. 2 op. 134 EB 32112  19,90 €

Wolfgang Amadeus Mozart Ouvertüren | Overtures Bearbeitungen für Streichquartett Arrangements for String Quartet (Christian Beyer) La clemenza di Tito KV 621 MR 32021  22 €

Fagott  | Bassoon

Così fan tutte KV 588 MR 32027  22 €

Christian W. Petersen Fagöttliches Delirium Katerstimmung für 4 Fagotte A Hangover for 4 Bassoons EB 32088  21 €

Die Entführung aus dem Serail KV 384 MR 32025  22 € Don Giovanni KV 527 MR 32023  22 € Idomeneo KV 366 MR 32020  22 €

Horn

Sonata No. 1 for Violin and Piano in C minor op. 19.

EB 32046

Richard Franck Sonaten für Violine und Klavier Sonatas for Violin and Piano * EB 32042  29,95 €

Violoncello Eduard Franck Sonaten für Violoncello und Klavier Sonatas for Violoncello and Piano * D-dur | D major EB 32071  19,90 € F-dur | F major EB 32072  19,90 €

Le nozze di Figaro KV 492 MR 32022 22 €

Christian W. Petersen Divertimento für Horn und Klavier for Horn and Piano EB 32003  16,90 €

Die Zauberflöte KV 620 MR 32024  22 € MR 32024

Camillo Schumann Sonaten für Horn und Klavier Sonatas for Horn and Piano * Nr. 1 | No. 1 op. 118 EB 32113  19,90 € Nr. 2 | No. 2 WoO EB 32114  24,90 €

Bearbeitungen großer Werke für den Hausgebrauch waren schon zu Mozarts Zeiten durchaus üblich, denkt man nur an die Einrichtung der Londonder Sinfonien von Bearbeitungen großer Orchesterwerke für den Hausgebrauch waren schon zu Mozarts Lebzeiten durchaus üblich, denkt man nur an die Einrichtung der Londoner Sinfonien von auchHaydn diese neue ReiheStreichquartett innerhalb von Musica Rara. durch seinen Freund und Verleger Joseph für Flöte, und Klavier, Johann Peter Salomon. An diese Tradition sollen auch die vorliegenden StreichquartettBei Musikern Musikliebhabern stehen anknüpfen. die Ouvertüren Wolfgang Amadeus Bearbeitungen derund großen Ouvertüren Mozarts Mozarts mit an oberster Stelle, ihre Beliebtheit übertrifft mancherorts sogar den der Sinfonien des Salzburger Meisters. Die unterschiedlichen Charaktere der Werke Bei Musikern und Musikliebhabern stehen die Ouvertüren Mozarts hoch im Kurs, ihre bieten einen breiten Rahmen an Aufführungsmöglichkeiten, auch ohne die zugehörige Beliebtheit übertrifft mancherorts sogar den seiner Sinfonien. Die unterschiedlichen Oper. Um diese Musik auch in Kammermusikkonzerten aufführen zu können, nahm Charaktere der Werke bieten einen großen Rahmen an Aufführungsmöglichkeiten auch ohne die zugehörige Oper. Um diese Musik in Kammermusikkonzerten aufführen zu können, legt Christian Beyer eine Reihe von Arrangements die Mozarts Klangwelt Originalform, enthalten somit keine Kürzungen oder andere vor, Veränderungen. eindrucksvoll heraufbeschwören. Die Ouvertüren erscheinen in der Originalform, enthalten somit keine Kürzungen oder anderweitige Veränderungen.

Wolfgang Amadeus

Mozart

Die Zauberflöte

Ouvertüre, KV 620

ISMN 979-0-004-48945-1

Die Zauberflöte / The Magic Flute 9 790004 489451 MR 32024

Musica Rara 32024

Kammermusik für Streicher Chamber Music for Strings Umschlag-EK-2024.indd 1

Johannes Brahms Akademische Festouvertüre c-moll Academic Festival Overture in C minor op. 80 (Christian Beyer) MR 32069  22 €

31 3 – 2017

Klavier  | Piano

www.breitkopf.com

29.08.2008 12:09:07

Friedrich Schneider Klavierquartett c-moll Piano Quartet in C minor op. 36 * EB 32067  24,95 € Streichquartett g-moll String Quartet in G minor op. 90 * EB 32073  24,95 €


Kammermusik für Bläser Chamber Music for Winds Theodore Lalliet Trio für Oboe, Fagott und Klavier Trio for Oboe, Bassoon and Piano EB 32044  19,90 € Maurice Ravel Bolero Bearbeitung für Holzbläserquintett Arrangement for Wind Quintet (Christian Beyer) EB 32063  24,95 € Theodor Uhlig Quintett | Quintet EB 32038  24 €

Musik für Blechbläser Music for Brass Reinhard Seehafer Unused rooms... silence EB 32054  34,95 €

Gesang  | Voice

3 – 2017

32

Christian W. Petersen 3 Lieder im romantisierenden Stil 3 Songs in a Romanticizing Style Hohe Stimme | High Voice EB 32001  12,50 € Tiefe Stimme | Low Voice EB 32002  12,50 €

Christian Gottlieb Müller Concertino Es-dur | in E flat major op. 5 * # für Bassposaune und Orchester for Bass Trombone and Orchestra (Nick Pfefferkorn) Partitur | Score PB 33001  36 € Klavierauszug | Piano Reduction EB 33001  16,90 € Christian W. Petersen Divertimento (2011) # für Fagott und Streichorchester for Bassoon and String Orchestra Klavierauszug | Piano Reduction EB 32064  19,90 €

Schmücket das Fest mit Maien * PB 32117  i. V. | in prep. EB 32117  i. V. | in prep.

Friedrich Schneider Sinfonie Nr. 17 c-moll Symphony No. 17 in C minor * # (Nick Pfefferkorn) Partitur | Score PB 32030  42,50 €

Welt adieu, ich bin dein müde * PB 32092  42 € EB 32092  13,90 €

Chor und Orchester Choir and Orchestra

Chor  | Choir

Friedrich Schneider Gethsemane und Golgatha Gethsemane and Golgatha op. 96 * # Passionsoratorium | Passion Oratorio (Nick Pfefferkorn) Partitur | Score PB 32004  69 € Klavierauszug | Piano Reduction EB 32004  19 €

Friedrich Schneider Missa in a op. posth. * für 2 vierstimmige Chöre a cappella for Double Choir a cappella (Nick Pfefferkorn) ChB 32104  14,50 € Alon Wallach Aschkenaz 6 vierstimmige Sätze nach jüdischer Folklore 6 four-part settings based on Jewish folk songs ChB 32107  14,50 €

Das Weltgericht The Last Judgement op. 46 * # (Nick Pfefferkorn) Partitur | Score PB 32025  136 € Klavierauszug vom Komponisten Piano Reduction by the Composer EB 32025  27,95 €

Sepharad 9 vierstimmige Sätze nach spanisch-jüdischer Folklore | 9 four-part settings based on SpanishJewish folk songs ChB 32053  17,50 €

Musikbücher  | Music Books

Chor und Barockensemble Choir and Baroque Ensemble

Paul & Andreas Feuchte Eduard und Richard Franck Leben und Werk, Dokumente, Quellen BV 32003  35,95 €

Johann Kuhnau Geistliche Kantaten (David Erler) Christ lag in Todes Banden * PB 32034  19,90 € EB 32034  9,90 € Daran erkennen wir, dassEduard wirundinRichard IhmFranck bleiben * PB 32090  32 € EB 32090  11 € Es steh Gott auf * PB 32093  19,90 € EB 32093  8 €

Der Weg vom Erbe eines Großen wie Beethoven hin zu den nächsten Heroen kann nicht ohne Leben sein, kein Vakuum ohne eigenes schöpferisches Weiterwirken, auf dem Spätere aufbauen. Suchen die frühen Werke von Eduard Franck (1817–1893) noch Anlehnung an seinen Lehrer Mendelssohn, tritt er doch bald aus dem Schatten des Meisters heraus und offenbart in seinen Kompositionen eine mitunter frappierend moderne Physiognomie. Dass er Neuem gegenüber aufgeschlossen war, ja zu einem Mittler zwischen den Generationen werden konnte, hat die Forschung deutlich gemacht.

Noch stärker sah sein Sohn Richard (1858–1938) sich vor neue Herausforderungen gestellt. Im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne zeigt er sich am konservativen Ideal orientiert, jedoch mit Facetten, die auf den epochalen Umbruch hindeuten. In seinen Kompositionen erkennt man einen an klassischen Mustern gebildeten, damals als ‚gemäßigt modern‘ empfundenen Stil, in dem Anmut und vornehme Melodik verbunden sind. Die Lust zum Experiment, chromatische Kühnheit und kontrapunktische Effekte gehören dazu ebenso wie eine feine Sensibilität. Dieses Buch beschreibt die geschichtliche Einordnung der Komponisten und die Rezeption ihrer Werke bis heute. Die Verfasser sind Nachkommen der beiden Musiker. Sie verfügen über reiches historisches Material und Informationen auf dem neuesten Stand.

Frohlocket, ihr Völker, und jauchzet, ihr Heiden * PB 32120  i. V. | in prep. EB 32120  i. V. | in prep. ISBN: 978-3-00-031664-7

Orchester  | Orchestra

O Heilige Zeit * PB 32119  i. V. | in prep. EB 32119  i. V. | in prep.

€ 35,95 [D] € 41,95 [A]

Gott, der Vater, wohn uns bei * PB 32029  29 € EB 32029  13,50 € Lobe den Herren, meine Seele * PB 32091  19,90 € EB 32091  9,90 € Magnificat C-dur * mit Einlagesätzen für die Aufführung zur Weihnachtszeit PB 32094  i. V. | in prep. EB 32094  i. V. | in prep. Mein Alter kömmt, ich kann nicht sterben * PB 32094  24,90 € EB 32094  9,50 €

Paul Feuchte | Andreas Feuchte

MVPL-2003

Reinhard Seehafer Klavierquintett | Piano Quintet EB 32062  32,50 €

Reinhard Seehafer Roots (2010) # Sinfonische Parabel | Sinfonic Parable Partitur | Score PB 32023  39 €

Die Komponisten

Eduard und Richard Franck Die Komponisten Eduard und Richard Franck

Robert Schumann Streichquartette | String Quartets op. 41 * Manuskriptfassung | Manuscript Version Stimmen | Parts EB 32032  34,95 € Studienpartitur | Study score PB 32049  19,95 €

Leben und Werk . Dokumente . Quellen

Hans-Wilhelm Hösl Liedersammlung für den Tonsatzunterricht Eine Sammlung von 550 Volksliedern für den praktischen Gebrauch BV 32001  17,50 € Frank Liebscher Mentales Training und Jazzimprovisation BV 32004  14,50 € * Breitkopf & Härtel Urtext # Stimmen mietweise | Parts on hire


english version on page 34

das Filmprojekt

Lachenmann Perspektiven

Dank der Unterstützung durch das baden-württembergische Ministerium für Wissenschaft und Kunst und die Ernst von Siemens Musikstiftung konnte »Musik der Jahrhunderte« die Filmregisseurin Wiebke Pöpel beauftragen, die Proben und Aufführungen von neun ausgesuchten Orchesterprojekten im Rahmen der »Lachenmann Perspektiven« zu filmen und Helmut Lachenmann bei seiner Probenarbeit mit den Musikern zu begleiten.

Die Zusammenarbeit mit dem Komponisten ist für Orchestermusiker stets Anregung, Inspiration und Erkenntnisgewinn – bei vielen öffnet sie die Tür zu einer intensiven Beschäftigung mit zeitgenössischer Musik. Helmut Lachenmanns Impetus und Motor ist Kommunikation und Empathie: den Musiker und den Hörer in den Prozess des Infragestellens einzubeziehen, Neugierde, Abenteuerlust und Entdeckerfreude zu teilen, gemeinsam in unbekannte und unerhörte Welten vorzudringen. Denn „Kunst gibt sich dort zu erkennen, wo wir über das ästhetisch-sinnliche Erlebnis an unsere Möglichkeiten als geistbegabte Geschöpfe erinnert werden. Kunst hat etwas mit dem Bedürfnis zu tun, an unsere Grenzen zu gehen. Es mutet dem Menschen eine gewisse Anstrengung zu, nämlich die, über seinen Horizont hinauszublicken.“ (H.L.) Ich freue mich sehr, dass wir durch diese DVD-Reihe Lachenmanns einzigartige Ar-

beit mit Orchestermusikern exemplarisch dokumentieren und gleichzeitig wichtige Informationen zu Aufführungspraxis und Spieltechniken von neun seiner großartigen Orchesterwerke für künftige Musikergenerationen festhalten können.

ausführliche Teilproben mit Helmut Lachenmann, mal kam der Komponist (und somit auch wir, das Filmteam) erst dazu, als die Teilproben schon stattgefunden hatten. Die meisten Proben fanden auf Deutsch statt, einige auf Englisch, wieder andere auf einer bunten Mischung aus Deutsch, Englisch, Spanisch und Italienisch.

Autorin: Wiebke Pöpel

Auch was die Vertrautheit mit der Musik angeht, gab es große Unterschiede: Die Bandbreite reichte vom Studentenorchester in San Sebastián (SCHREIBEN), das zum ersten Mal mit den Spieltechniken Lachenmanns konfrontiert war, bis zum Lachenmannerprobten Ensemble Modern Orchestra (Air/ Schwankungen am Rand).

2015/16 reiste ich im Rahmen der Lachenmann Perspektiven von Musik der Jahrhunderte zusammen mit dem Kameramann Michael Zimmer zu insgesamt neun Orchester-Einstudierungen von und mit Helmut Lachenmann quer durch Europa. Das filmische Ergebnis dieser Reisen ist die vorliegende DVD-Reihe. So unterschiedlich die Bedingungen des jeweiligen Drehs waren, so unterschiedlich sind auch die einzelnen DVDs: Manche Orchester begleiteten wir über mehrere Tage mit der Kamera, bei anderen waren die Zeit und somit unsere filmische „Ausbeute“ begrenzter. Mal gab es

Dementsprechend sind die DVDs als Annäherung an die Orchesterwerke Lachenmanns zu betrachten, die – ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder Perfektion – einen lebendigen Eindruck von der Zusammenarbeit des Komponisten mit den Musikern und Dirigenten vermitteln.

33 3 – 2017

Autorin: Christine Fischer


the

Lachenmann Perspectives film project

Thanks to the suppport of the Baden-Württemberg Ministery of Science and the Arts and the Ernst von Siemens Music Foundation, »Musik der Jahrhunderte« was able to commission film director Wiebke Pöpel to film the rehearsals and performances of nine selected orchestral projects as part of the »Lachenmann Perspectives« and to follow Helmut Lachenmann in his rehearsal work with the musicians.

Author: Christine Fischer

3 – 2017

34

For orchestral musicians, collaboration with the composer is always stimulating, inspi-ring, and a gain in knowledge – often opening the door to intensive engagement with contemporary music for many. Helmut Lachenmann‘s momentum and drive is communication and empathy: to involve musicians and listeners in the questioning process, to share the curiosity, adventure, and joy of exploring, to advance together into unknown and incredible worlds. For “Art reveals there through aestheticsensory experience what will remind us of our possibilities as spiritually-gifted beings. Art has something to do with the need to push the envelope. Human beings seem to need to make a certain effort, that is, to look beyond their horizons.” (H.L.) I am really delighted that with this DVD series we can exemplarily document Lachenmann’s

unique work with orchestral musicians and at the same time capture important information about the performance practice and playing techniques of nine of his great orchestral works for future generations of musicians.

with Helmut Lachenmann, sometimes the composer (and so also our filming team) arrived only after the sectional rehearsals had already taken place. Most rehearsals were in German, several in English, others again in a colorful mixture of German, English, Spanish, and Italian.

Author: Wiebke Pöpel

There was also a big difference regarding familiarity with the music: This ranged from the student orchestra in San Sebastián, facing Lachenmann’s playing techniques for the first time in SCHREIBEN, to the rehearsals of Air / Schwankungen am Rand by the Ensemble Modern Orchestra, an ensemble very experienced with Lachenmann’s music.

In 2015/16 I travelled across Europe with cameraman Michael Zimmer to document a total of nine orchestral rehearsals with Helmut Lachenmann in the course of Lachenmann Perspectives, a project of the “Musik der Jahrhunderte.” This DVD series is the filmic result of these journeys. The individual DVDs are as varied as the various circumstances: With the camera, we accompanied some orchestras for several days, with others the time and hence our film “yield” was more limited. Sometimes there were detailed sectional rehearsals

So the DVDs are to be considered an approach to Lachenmann’s orchestral works, which – without raising claim to completeness of perfection – convey a vibrant impression of the composer collaborating with the musicians and conductors.


„Lachenmanns einzigartige Arbeit dokumentiert“: Filmstills aus Accanto (DVD 1) und Air (DVD 2) | “document Lachenmann’s unique work”: Film stills from Accanto (DVD 1) and Air (DVD 2)

35 3 – 2017

DVD 1: Accanto BHM 7811  19,90 € DVD 2: Air BHM 7812  19,90 € DVD 3: Schwankungen am Rand BHM 7813  (2018) DVD 4: Les Consolations BHM 7814  (2018) DVD 5: Double (Grido II) | Klangschatten BHM 7815  (2018) DVD 6: Tanzsuite mit Deutschlandlied BHM 7816  (2018) DVD 7: Kontrakadenz | SCHREIBEN BHM 7817  (2018)


Die Accanto-Filme Bei Accanto hatten wir das Glück, zehn Stunden lang Teilproben mit Helmut Lachenmann filmen zu können – daraus sind sechs überwiegend englischsprachige, ausführliche Filme zu den einzelnen Instrumenten(-gruppen) entstanden. Zum Soloinstrument gab es keine Einzelprobe, die wir hätten filmen können; die Klarinettistin Nina Janßen-Deinzer hatte das Stück früher bereits gespielt und war daher schon vorbereitet.

The Accanto Films With Accanto we were fortunate in being able to film sectional rehearsals with Helmut Lachenmann for ten hours – resulting in six extensive films, mostly in English, dealing with the individual instrumental groups. We were not able to film an individual rehearsal for the solo instrument, since the clarinetist Nina Janßen-Deinzer had already played the piece earlier, she was therefore already fully prepared. Autorin | Author: Wiebke Pöpel

3 – 2017

36 Helmut Lachenmann

Accanto

Musik für einen Klarinettisten mit Orchester (1975/76) | EMO-Fassung/EMO Version 2005 UA/WP: Eduard Brunner (clar) | Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken | D/C: Hans Zender Saarbrücken I „Musik im 20. Jahrhundert“ | 30/05/1976 Erstaufführung der Fassung mit reduzierten Streichern (EMO-Fassung 2005) First performance of the version with reduced strings (EMO Version 2005): Roland Diry (clar) | Ensemble Modern Orchestra (EMO) | D/C: Franck Ollu | Berlin | Konzerthaus | 24/01/2006

Inhalt | Contents Helmut Lachenmann über/about Accanto: 19:22 Teilproben / Sectional rehearsals: Geigen/Violins 21:12 | Bratschen/Violas 16:26 | Celli, Kontrabässe / Cellos, Double Basses 15:38 Schlagzeug / Percussion 18:03 | Bläser / Winds 21:06 | Tuba 07:01 | Bandabspieler / Tape Operator 07:32 Konzert/Concert: 29:16 Nina Janßen-Deinzer (clar) | Philharmonie Zuidnederland | D/C: Bas Wiegers Die Aufnahmen entstanden im November 2015 in Eindhoven und ‘s-Hertogenbosch. The recordings were produced in Eindhoven and ‘s-Hertogenbosch in November 2015. Konzert/Concert: ‘s-Hertogenbosch | Grote Kerk | Festival November Music | 05/11/2015


Accanto Gleichzeitig mit dem Stück läuft „insgeheim“ ein Band mit dem Mozartschen Klarinettenkonzert ab, es wird von Fall zu Fall in bestimmten Rhythmen eingeblendet. Dabei ist klar, daß gerade dort, wo sie im Zusammenhang ihres eigenen strukturellen Ablaufs diese andere Klangwelt „anzapft“, meine Musik sich erst recht von jener vertrauten Sprache entfernt. Indessen ist dies lediglich eine Spielart unter anderen. Die Dialektik von Schönheit als verweigerter Gewohnheit ist in meiner Musik nicht neu. Neu ist der konkrete, quasi paradigmatische Bezug auf ein einzelnes Werk beziehungsweise auf eine bestimmte Gattung. Zerstörerischer Umgang mit dem, was man liebt, um sich dessen Wahrheit zu bewahren: Gerecht wird man diesem paradoxen Vorgang nur, wenn man die gesellschaftliche Situation mitbedenkt, deren Tabus sich auf immer kompliziertere Weise verfestigt haben, wobei man sich auf dieselben historischen Kunstwerke beruft wie

unsereiner. Das Mozartsche Klarinettenkonzert ist mir Inbegriff von Schönheit, Humanität, Reinheit, aber auch – und zugleich – Beispiel eines zum Fetisch gewordenen Mittels zur Flucht vor sich selbst; eine „Kunst“, scheinbar „mit der Menschheit auf Du und Du“, in Wirklichkeit zur Ware geworden für eine Gesellschaft mit der Kunst auf Oh und Ah. Mit allen darauf orientierten kompositionstechnischen Reflexionen und Material-Ableitungen wurde es so zum verborgenen Bezugspunkt, um den meine Musik den paranoischen Bogen der Verehrung und der angstvollen Liebe macht.

During the piece, a tape of the Mozart Clarinet Concerto is played, “secretly.” The sound of the tape is faded in to the piece at certain moments, in predetermined rhythms. Here it is clear that especially in passages where my music, from within the context of its own structural process, is tapping the other soundscape, it diverges from that familiar language all the more. However this is only one of a number of possible interpretations. The dialectic of Beauty as the rejection of the customary is not a new feature of my music: what is new is the concrete, almost paradigmatic reference to a particular work of music, or to a particular genre of music. Here we have the destructive treatment of that which one loves in order to preserve its truth. One can do justice to this paradox only if one takes into account the social situation: namely the situation of a society whose taboos have become entrenched in ever more complicated ways. A society, in short, who appeals to the same historical works of art as ours does. Mozart’s

Clarinet Concerto is for me the epitome of beauty and humanity and purity; but it is also, at the same time, an example of a means of self-escapism which has become a Fetish. This is Art, so-called, which may appear genuinely to address mankind informally with “you,” but which has in fact become a mere commodity for a society which addresses Art with “ooh” and “aah.” And so with this in mind, by using all possible compositional techniques and invention, and all possible derivations of the material, Mozart’s piece has become a hidden point of reference. A point about which my music forms the paranoid arch which spans veneration and anguished love.

Mein Stück ist accanto: daneben

My piece is accanto: beside

Helmut Lachenmann | 1976

3 – 2017

37


neue noten & bücher new scores & books 05–08/2017  Breitkopf & Härtel Pädagogik

Orchester  | Orchestra

Barbara Arens Piano exotico 28 Traumreisen | 28 Dream Journeys EB 8903  17,90 €

Ludwig van Beethoven Symphonie Nr. 5 c-moll Symphony No. 5 in C minor op. 67 (Jens Dufner) Partitur | Score PB 14615  44,90 € Stimmen käuflich | Parts on sale (OB 14615) Urtext der neuen Beethoven-Gesamtausgabe (Henle) | Urtext of the new Beethoven Complete Edition (Henle)

Stefanie Fersch Stimmspaß mit dem kleinen Singfrosch Kreativ singen lernen mit Geschichten, Übungen und Liedern Bilderbuch mit CD BV 451  14,90 € Lehrerheft mit Klavierstimme BV 452  24,90 € Lehrerheft und Bilderbuch im Set BV 455  34,90 € Klavierstimme einzeln EB 8933  4,90 €

Isabel Mundry Im Fall (2017) 25 min. * für Mezzosopran und Ensemble UA/WP Köln | 01/05/2017

Isabel Mundry Isabel Mundry

Im Fall für ImMezzosopran Fall und Ensemble for Mezzosoprano and Ensemble für Mezzosopran und Ensemble for Mezzosoprano and Ensemble

PB 14615 Breitkopf & Härtel Partitur-Bibliothek

Urtext der neuen BeethovenGesamtausgabe

Mietmaterial · Rental Material · Matériel en location Unverkäufliches Mietmaterial: Weitergaben an Dritte sowie Vervielfältigungen jeglicher Art sind unzulässig. Rental Material, not for sale: Passing on to third parties, as well as any kind of copying is prohibited. Matériel en location non disponible à la vente: il est strictement interdit de le transmettre à un tiers ou de le copier sous quelque forme que ce soit.

Mietmaterial · Rental Material · Matériel en location

Unverkäufliches Mietmaterial: Weitergaben an Dritte sowie Vervielfältigungen jeglicher Art sind unzulässig. Rental Material, not for sale: Passing on to third parties, as well as any kind of copying is prohibited. Matériel en location non disponible à la vente: il est strictement interdit de le transmettre à un tiers ou de le copier sous quelque forme que ce soit.

Maurice Ravel Valses nobles et sentimentales * (Jean-François Monnard) PB 5539  49,90 € Breitkopf & Härtel Urtext (due to Copyright reasons not available in France and in Spain)

Beethoven

Martin Reich primo & secondo 20 ausgewogene Arrangements für Klavier vierhändig 20 Balanced Arrangements for Piano Duet EB 8895  16,90 €

– SYMPHONIE NR. 5

Das Instrument

c-moll op. 67

Officiissima cus exerro etur sitem sitem. Ab iunt. Pelique nonesci tatio. Hari ium cumet odiciur, quid excepre rspeliscit re dentiae pelibea vid quam, quam, que cullanit estemod igenet ut expliqui qui dolor mi, quo es es maiorae est, inctur repelli ctusam faccum eum faccus nus, qui qui aut experib uscieniet et imenita dem quundenda denes restiam facerfe rissin re nobitiat aut pro miliat. Dolent, ius evenisquid mos corae quodit latum velestiatia exernam qui conse non pre nient, omnit et estio eos de nes et utemporit fugit et omnisi autem harum, odit aliquaspitin.

Naming the Instrument

Natius del eversperspe perum dus sequatur aboreribus exercipsum, quae. Sustrum re simint. Ati ommolore, susciam hit autempor aliquatinto blam est, sunt dio totasim apedis quia doluptas etur? Qui doluptas molorro vitatempos aut perem ipidebistius accus solorro dipsand aepres nossum ipsusa nes debis escim untiunt. Lest ut audipsa pereicae explabo rempos eum rerae nos et eum re od qui ditas entum est modipsant doluptat.

Partitur

www.breitkopf.com

3 – 2017

Antonín Dvořák Biblische Lieder | Biblical Songs op. 99 für Singstimme und Orgel | for Voice and Organ (arr. Klaus Uwe Ludwig) EB 8839  16,90 € Textunterlegung in Tschechisch und Deutsch Text underlay in Czech and German

Christian Mason Aimless Wonder (2016/17) 28 min. * for 2 Horns and String Orchestra UA/WP München | 22/06/2017

www.breitkopf.com

Christian Mason

Aimless Wonder

PB 5539 Breitkopf & Härtel Partitur-Bibliothek

Ravel – VALSES NOBLES ET SENTIMENTALES

PB 5539

Singstimme  | Voice

Nicola Campogrande Concerto for Audience and Orchestra (2012) 12 min. * Three Imaginary Languages: 1. Gourmandish 2. Dadalian | 3. Kazoolingo Drei imaginäre Sprachen: 1. Gourmetisch 2. Dadalianisch | 3. Kazoo-Dialekt

RAVEL– VALSES NOBLES ET SENTIMENTALES

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Sandra Engelhardt Colors & Moods Stimmungsvolle Stücke für 1–2 Flöten mit Playalongs und alternativer Klavierstimme auf CD | Atmospheric Pieces for 1–2 Flutes with Playalongs and Alternative Piano Part on CD 3 Hefte | 3 Volumes EB 8891–8893  à 18,90 €

ISMN 979-0-004-21349-0

9 790004 213490 PB 5539

Partitur

Jean Sibelius Tapiola op. 112 * (Kari Kilpeläinen) PB 5586  49,90 € Breitkopf & Härtel Urtext

for 2 Horns and String Orchestra

Partitur Score

EDITION BREITKOPF

DVOŘÁK Biblische Lieder op. 99 für Singstimme und Orgel

Biblical Songs op. 99 for Voice and Organ

EB 8839

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Felix Mendelssohn Bartholdy Sinfonie in d-moll | Symphony in D minor MWV D 15 (Reformationssinfonie) (Thomas Schmidt) Partitur | Score PB 5581  64,00 € Stimmen käuflich | Parts on sale (OB 5581) Breitkopf & Härtel Urtext

Kammermusik Chamber Music Manuela Kerer De/Con (2016/17) | 15–18 min. für Streichquartett | for String Quartet Partitur | Score EB 9259  24,90 € Stimmen | Parts EB 9260  30,90 €


Chor Choir

Studienpartituren Study Scores

Gesamtausgaben Complete Editions

Martin Smolka The Name Emmanuel (2017) 10 min. * for Choir (Text: Bible) UA/WP Stockholm | 27/08/2017

Johann Sebastian Bach Violinkonzerte | Violin Concertos BWV 1041, 1042, 1043 (Klaus Hofmann) PB 5612  12,90 € Breitkopf & Härtel Urtext

Felix Mendelssohn Bartholdy Sinfonie in d-moll | Symphony in D minor MWV D 15 (Reformationssinfonie) (Thomas Schmidt) SON 443  192 € (Leipziger Mendelssohn-Ausgabe I/7)

PB 5612 Breitkopf & Härtel Partitur-Bibliothek

Jan Dismas Zelenka Missa Dei Patris ZWV 19 (Wolfgang Horn) Partitur | Score PB 5556  89, € Stimmen käuflich | Parts on sale (OB 5556) Breitkopf & Härtel Urtext Jan Dismas Zelenka Missa Omnium Sanctorum ZWV 21 (Wolfgang Horn) Partitur | Score PB 5578  79,90 € Stimmen käuflich | Parts on sale (OB 5578) Breitkopf & Härtel Urtext www.breitkopf.com

ZELENKA– MISSA OMNIUM SANCTORUM ZWV 21

PB 5578 Breitkopf & Härtel Partitur-Bibliothek

Zelenka – MISSA OMNIUM SANCTORUM für Soli, Chor und Orchester ZWV 21

PB 5578

ISMN 979-0-004-21388-9

9 790004 213889 PB 5578

Partitur

J. S. Bach – KONZERTE für Violine, Streicher und Basso continuo a-moll BWV 1041 E-dur BWV 1042

– KONZERT für zwei Violinen, Streicher und Basso continuo d-moll BWV 1043

Studienpartitur

Wolfgang Amadeus Mozart Missa in C KV 257 (Credo-Messe) (Franz Beyer) PB 5615  12,90 € Breitkopf & Härtel Urtext Modest Mussorgskij | Maurice Ravel Tableaux dʼune exposition (Jean-François Monnard) PB 5614  13,90 € Breitkopf & Härtel Urtext (due to Copyright reasons not available in Spain and in the USA) Maurice Ravel Rapsodie espagnole (Jean-François Monnard) PB 5543  15,90 € Breitkopf & Härtel Urtext (due to Copyright reasons not available in France and in Spain)

neue musik auf CD new music on CD Helmut Lachenmann GOT LOST 24‘56“

für Sopran und Klavier | for Soprano and Piano | 2007/08 | Sarah Maria Sun (s) Jan Philip Schulze (pno) | mode records | mode 297 | 2017 „Verblüffend und hinreißend in der Bewältigung der immensen vokalen Herausforderungen, dramaturgisch klug um Lachenmanns Maßstab setzendes GOT LOST als zentralem Mittelstück angeordnet. Vorbildlich.“ (Juan Martin Koch | neue musikzeitung) “Astounding and captivating in coping with the immense vocal challenges, arranged dramaturgically clever around Lachenmann’s standard setting GOT LOST as a centerpiece. Exemplary.” (Juan Martin Koch | neue musikzeitung)

Felix Mendelssohn Bartholdy Ouvertüren II | Overtures II Ouvertüre C-dur (Trompeten-Ouvertüre) MWV P 2 Ouvertüre c-moll (zu „Ruy Blas“) MWV P 15. 2 Fassungen (Ralf Wehner) SON 444  240 € (Leipziger Mendelssohn-Ausgabe I/9) Jean Sibelius Works for String Orchestra Werke für Streichorchester Rakastava op. 14 Romance in C op. 42 Andante festivo JS 34b u. a. (Pekka Helasvuo, Tuija Wicklund) SON 629  144 € (Jean Sibelius Works III/1) * Aufführungsmaterial mietweise erhältlich Performance material available on hire

39 3 – 2017

Chor und Orchester Choir and Orchestra


unser aktueller katalog

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Neuerscheinungen | New Editions 2/2017

impressum | masthead 3 – 2017

Breitkopf & Härtel KG | Walkmühlstraße 52 | D–65195 Wiesbaden Redaktion/Editorial Office: Dr. Frank Reinisch | Design: raum-zwei.com T +49 (0)611 45008-58 | F +49 (0)611 45008-61 | werbung@breitkopf.de | pr@breitkopf.com www.breitkopf.com Titel: Böse Gegenspielerin mit Versatzstücken – Maria Markina (Margaretha) in Schumanns Genoveva (Nationaltheater Mannheim) Title: Bad antagonist with relicts – Maria Markina (Margaretha) in Schumann’s Genoveva (Mannheim Opera) Bild- und Abdruckrechte | Credits: 1, 18: Nationaltheater Mannheim / Hans Jörg Michel | 2, 4, 5, 11, 22, 23 (Beethoven), 26, 31, 32, 36, 38, 39 (except CD), 40: Breitkopf & Härtel 6–9: Miri Huh | 14, 15, 19: Stadttheater Gießen / Rolf K. Wegst | 20: Jan Brachmann, „Wenn die Bäume tanzen wollen“, FAZ 19/04/2017 | Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt (zur Verfügung gestellt vom Frankfurter Allgemeine Archiv) | 21: Bühnen der Stadt Gera / Sabina Sabovic | 23: Priska Ketterer (Staud), Wolfram Lamparter / SWR (Zender) 24: Márton Illés (Illés), Lim M. Lai (Massenet), Wolfram Lamparter / SWR (Zender), Jérémie Souteyrat (Mochizuki) | 35: Wiebke Pöpel | 39: mode records (CD) Abkürzungen | Abbreviations: D/C = Dirigent/Conductor | I/S = Inszenierung/Stage | P/FN = Premiere / First Night | WA/RV = Wiederaufnahme/Revival Übersetzungen | Translations: Petra Kamlot – except: 13, 34, 36: Margit McCorkle | 17 (Wagner/Borchmeyer): Lucy Jonas | 37: David Alberman breitkopfundhaertel

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