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Zukünftige Ausrichtung der Agrarpolitik

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Ernährungssicherheit durch Nachhaltigkeit von der Produktion bis zum Konsum Die zukünftige Ausrichtung der Agrarpolitik


Die tägliche Arbeit unserer Landwirtinnen und Landwirte ist zentral für die Ernährungssicherheit der Schweiz. In Zukunft wird ihr Beitrag zur nachhaltigen Versorgung der Bevölkerung mit frischen und gesunden Lebensmitteln noch wichtiger werden. Welche Rahmenbedingungen brauchen sie, um künftig noch mehr zu unserer Ernährungssicherheit beitragen zu können? Eines ist gewiss: Die Zukunft bringt Wandel. Der technologische Fortschritt und die Digitalisierung bieten viele Chancen. Es gilt aber auch Herausforderungen zu meistern. Der Klimawandel oder das Bevölkerungswachstum gehören dazu. Mit seinem Bericht «Zukünftige Ausrichtung der Agrarpolitik» schafft der Bundesrat für die Branche eine langfristige Perspektive. In seine Strategie bezieht er alle ein. Die Bäuerin, den Zulieferer, die Zwischenhändlerin, den Verarbeiter, die Konsumentin. Mit einem gemeinsamen Engagement kann die Ernährungssicherheit weiter gestärkt werden.

Bundesrat Guy Parmelin Vorsteher WBF

Das Ziel. Aufbauend auf dem Landwirtschaftsartikel und dem Artikel zur Ernährungssicherheit in der Bundesverfassung lautet die Vision des Bundesrats für 2050: Ernährungssicherheit durch Nachhaltigkeit von der Produktion bis zum Konsum. Mit folgendem Zukunftsbild konkretisiert die Landesregierung, wie die Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft im Zeithorizont 2050 dieses Ziel erreichen kann:

Produktion

Innovation

Die Landwirtschaft ist das Fundament der Ernährungssicherheit in der Schweiz. Mehr als die Hälfte der nachgefragten Lebensmittel werden im Inland produziert. Diese Produktion ist vielfältig und orientiert sich an der Nachfrage.

Die Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft nutzt die Chancen neuer Technologien. International ist sie führend im Einsatz von umwelt- und ressourcenschonenden Techniken.

Food Waste Wertschöpfung Die Landwirtschaft zeichnet sich durch eine hohe Wertschöpfung aus. Die Arbeitsproduktivität steigt gegenüber 2020 um 50 Prozent. Die wirtschaftlichen Perspektiven sind für junge Berufsleute attraktiv.

Natürliche Ressourcen Die Landwirtschaft produziert mit geringerem ökologischen Fussabdruck. Die Treibhausgasemissionen der Produktion liegen mindestens 40% unter Niveau von 1990. Die Tragfähigkeit der Ökosysteme ist eingehalten.

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Die Lebensmittelverluste von Produktion, über Verarbeitung, Handel und Gastronomie bis zum Konsum sind gegenüber 2020 um drei Viertel tiefer.

Ernährung Die Konsumentinnen und Konsumenten ernähren sich gesund und bevorzugen Lebensmittel aus der Region. Die Treibhausgasemissionen des Konsums liegen pro Kopf mindestens zwei Drittel unter dem Niveau von 2020.

| Ernährungssicherheit durch Nachhaltigkeit von der Produktion bis zum Konsum. Die zukünftige Ausrichtung der Agrarpolitik.


Der Weg. Der Bundesrat legt vier strategische Stossrichtungen fest, um diese definierten Ziele zu erreichen.

Resiliente Lebensmittelversorgung sicherstellen Die Produktionsgrundlagen wie zum Beispiel Boden und Wasser werden gestärkt. Den Auswirkungen des Klimawandels wird durch vorausschauendes Handeln begegnet. Die Lieferketten bleiben stabil.

Nachhaltige Wertschöpfung stärken Die Wettbewerbsfähigkeit der Land- und Ernährungswirtschaft wird weiter verbessert. Neue Ernährungstrends werden proaktiv genutzt. Die agrarpolitischen Instrumente werden vereinfacht und der administrative Aufwand verringert.

Klima-, umwelt- und tierfreundliche Lebensmittelproduktion fördern Die Landwirtschaft trägt verstärkt zum Klimaschutz bei und erhöht die Produktion erneuerbarer Energie. Die Landwirtinnen und Landwirte vermindern Nährstoffverluste und die Risiken bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln.

Nachhaltigen und gesunden Konsum begünstigen Konsumentinnen und Konsumenten kennen die Herstellungsmethoden der Lebensmittel sowie deren Wirkung auf Klima oder Tierwohl. Sie achten auf eine gesündere und ausgewogenere Ernährung und werfen keine Lebensmittel weg, die noch geniessbar wären.

Wie können diese Stossrichtungen umgesetzt werden? Indem…

 Landwirtinnen und Landwirte bilden sich laufend weiter. Das wirtschaftliche und politische Umfeld begünstigt Innovationen. Die Bevölkerung kennt die Schweizer Ernährungsempfehlungen.

 Die Landwirtinnen und Landwirte wenden flächendeckend umwelteffiziente Produktionssysteme an. Auf den Ackerflächen werden mehr Lebensmittel und weniger Futtermittel angebaut.

…die Transparenz und die Kostenwahrheit erhöht werden.

 Nachhaltige und tierfreundlich hergestellte Lebensmittel sind besser gekennzeichnet. Die Preisbildung von Lebensmitteln erfolgt transparenter. Externe Kosten der Lebensmittelherstellung wiederspiegeln sich in den Preisen.

 Die Digitalisierung reduziert den administrativen Aufwand auf allen Stufen. Das Direktzahlungssystem und der Grenzschutz werden vereinfacht. Massnahmen mit schlechtem Kosten-Nutzenverhältnis werden aufgehoben.

…das Instrumentarium vereinfacht wird.

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…die Ressourceneffizienz und die Standortanpassung verbessert werden.

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…die Innovationskraft und das Knowhow gestärkt werden.

Ernährungssicherheit durch Nachhaltigkeit von der Produktion bis zum Konsum. Die zukünftige Ausrichtung der Agrarpolitik. |

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Die nächsten Schritte. Mit folgenden drei Schritten sollen die Strategie umgesetzt und damit die Ziele im Zeithorizont 2050 erreicht werden: 1. Konsequente Umsetzung der parlamentarischen Initiative «Das Risiko beim Einsatz von Pestiziden reduzieren»: Damit wird der ökologische Fussabdruck weiter gesenkt. 2. Umsetzung der Agrarpolitik 2022+ mit Anpassungen: Damit will der Bundesrat die ökonomischen und sozialen Rahmenbedingungen gezielt verbessern. 3. Konkretisierung der zukünftigen Politik für eine nachhaltige Land- und Ernährungswirtschaft. Um die gesetzten Ziele bis 2050 zu erreichen, sieht der Bundesrat eine Weiterentwicklung mit folgenden Schwerpunkten vor: • Das gesamte Ernährungssystem rückt ins Zentrum. • Die Branchen übernehmen mehr Verantwortung. • Die Handelsbeziehungen tragen bei zu einer nachhaltigen Entwicklung. Die drei Schritte bauen auf den seit Anfang der neunziger Jahre unternommenen agrarpolitischen Reformetappen auf. Insbesondere mit dem dritten Schritt werden neue Schwerpunkte gesetzt, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. So soll die Schweizer Landwirtschaft gestärkt und die Ernährungssicherheit langfristig gewährleistet werden.

Agrarpolitische Zielerreichung

1. Etappe

ökologischer Fussabdruck

2. Etappe

3. Etappe

Ernährungssystem Branchenverantwortung Nachhaltiger Handel Ökonomie und Soziales

Zielorientierung Wettbewerbsfähigkeit mehr Ökologie und mehr Markt

Entkoppelung

alte Agrarpolitik

Bis 1992

1993-1998

AP 2002

AP 2007

AP 2011

AP14-17

Pa.Iv. 19.475

AP22+

AP ab 30

Lesen Sie hier den ausführlichen Bericht «Zukünftige Ausrichtung der Agrarpolitik»

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| Ernährungssicherheit durch Nachhaltigkeit von der Produktion bis zum Konsum. Die zukünftige Ausrichtung der Agrarpolitik.


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