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Austria Europe's Heart 2020 - Deutsch

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Economic Reports & Business Guide 2020

Österreich im Zentrum Europas Wir leben Immobilien. ehl.at

Österreich ist ein höchst attraktiver Wirtschafts­­ standort mit ausgezeichneten Rahmenbedingungen.


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Im Zentrum Europas

© Tanzer

2020 IST EIN JUBILÄUMSJAHR FÜR ÖSTERREICH: 25 Jahre Mitgliedschaft bei der Europäischen Union. Das ist ein Grund zum Feiern, denn die heimische Wirtschaft hat von der Teilnahme am europäischen Binnenmarkt massiv profitiert. Der freie Verkehr von Waren, Dienstleistungen und Kapital bedeutet für Österreich als kleines, exportorientiertes Land an der Schwelle zwischen Ost und West einen unbezahlbaren Vorteil. Mit seiner zentralen Lage im Herzen Europas, einer sehr hohen Lebensqualität und hohen Qualitätsstandards in Ausbildung und Wirtschaft hat es Österreich geschafft, mehr als 800 Unternehmenszentralen zu beherbergen. AN DEN KREUZUNGEN wichtiger Daten- und Energieleitungen gelegen und als Verkehrsknotenpunkt mit stabiler Energieversorgung (ab Seite 40) ist Österreich ein hochqualitativer Standort und dennoch leistbar im internationalen Vergleich. Österreichs erstklassige Infrastruktur wird besonders in der Forschung sehr geschätzt: Hier können sich große wie kleine Unternehmen ins gemachte Nest setzen und von gut ausgebildeten Mitarbeitern und zahlreichen Fördermöglichkeiten in Österreich profitieren – wie zum Beispiel der Forschungsprämie von 14 Prozent (Seite 32). Dies resultiert auch in einer überdurchschnittlichen Forschungsquote, die sich zum Großteil aus Investitionen der öffentlichen Hand zusammensetzt und – immerhin rund die Hälfte – aus den Investitionen ausländischer Firmen in Österreich, ein international vergleichsweise hoher Wert. Zahlreiche internationale Brands wie Microsoft, Pfizer oder Infineon machen sich dieses Angebot zunutze. Die Alpenrepublik ist zudem ein Musterland in Sachen Umweltschutz. Sei es bei Solarenergie, Windkraft oder Elektromobilität – Österreich verfügt über eine hoch entwickelte Industrie im Bereich Umwelttechnik und erneuerbare Energie. AUSLÄNDISCHE UNTERNEHMEN, die Interesse haben, sich in Österreich niederzulassen, erhalten von der Betriebsansiedelungsagentur ABA – Invest in Austria kostenlose Beratung zu sämtlichen Fragen, die den Wirtschaftsstandort Österreich betreffen (ab Seite 19). Das reicht von der Standortauswahl über arbeits- und steuerrechtliche Fragen, die Beratung über Förderungen und Finanzierungsmöglichkeiten, die Suche nach Kooperationspartnern bis zur Unterstützung im Kontakt mit Behörden. Mit der vorliegenden Ausgabe von „Austria – Europe’s Heart. Economic Reports & Business Guide 2020“ wollen wir Ihnen innovative Projekte und neue Initiativen im und für den Wirtschaftsstandort Österreich vorstellen. VIEL VERGNÜGEN BEIM LESEN! wünscht Ihnen Ihre Elisabeth Della Lucia

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INHALT

EINLEITUNG Harald Mahrer

Präsident der Wirtschaftskammer Österreich:

© Knopp

„Das Rezept ist eine stand­ ortfreundliche Politik, die Entlastung genauso wie die Zukunftsthemen Bildung und Innovation im Fokus hat.“ Seite 7

7

Vorwort Harald Mahrer Präsident der Wirtschaftskammer Österreich

9

Vorwort Sebastian Kurz Bundeskanzler der Republik Österreich

11

Vorwort Margarete Schramböck Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort

13

Vorwort Christoph Neumayer Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV)

WIRTSCHAFT 14

Wirtschaft Österreich Erholung in Sicht

19

Sebastian Kurz

Interview mit René Siegl, Geschäftsführer der ABA „Regierungsvorhaben sind gut für den Standort“

Bundeskanzler der Republik Österreich:

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„Innovative Klimaschutz­ maßnahmen sind eine bedeutende Chance für neue Arbeitsplätze in Österreich.“

ABA – Invest in Austria „Hidden Champion“ im Zentrum Europas

24 © BKA/Glaser

Seite 9

Interview mit Sigrid Oblak, Geschäftsführerin der Wien Holding „Mehr Wien zum Leben“

26

Interview mit Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien „Standort stärken“

28

Margarete Schramböck

Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort:

© BMDW/Lendl

„Wir werden weiterhin die Digitalisierung gewinnbringend vorantreiben und Österreich zu einem Vorzeigeland in Europa machen.“

Interview mit Peter Hanke, Stadtrat für Finanzen, Wirtschaftspolitik und Internationales „Eine Milliarde Euro für Klimaschutz“

30

Interview mit Andreas Millonig, Chief Innovation Officer der IMMOunited GmbH Der Weg geht weiter in Richtung mehr Transparenz

32

Forschung und Entwicklung Vielfalt und Vernetzung

33 Top-Medizin

Seite 11

Chronisch vorbildlich

FINANZEN & RECHT 34

Finanzmarkt Österreich Starkes Aufholpotenzial

35

Christoph Neumayer

„Hohe Dividenden sprechen für Wien“

Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV):

36

„Rot-weiß-rotes Know-how und „Made in Austria“ sind auf der Welt gefragt.“

4

Interview mit Wolfdieter Jarisch, Vorstand der S+B Gruppe AG „Mehr als nur Wohnbau“

38 Recht © IV/Michalski

Seite 13

Interview mit Christoph Boschan, CEO der Wiener Börse

Rechtsbeistand bei Ansiedelung

39 Steuern Die Wahl der richtigen Rechtsform

2020


INFRASTRUKTUR

IMMOBILIEN

40 Infrastruktur

66

Die Infrastruktur der Zukunft ist klimafreundlich

42

Interview mit Andreas Matthä, Vorstand der ÖBB „Signal für klimafreundliches Reisen“

43

Interview mit Günther Ofner und Julian Jäger, Vorstände der Flughafen Wien AG „Wachstum geht weiter“

44

„Die Seestadt wächst rasant weiter“

70

Interview mit Christoph Stadlhuber, CEO der SIGNA Real Estate „Erlebnis Einkaufen“

72

Airport City Wiens Airport wird CO2-neutral

Interview mit Gerhard Schuster, CEO der Wien 3420 aspern development AG

Interview mit Josef Herwei und Robert Nowak, Geschäftsführer WSE Wiener Standortentwicklung Wien im Wandel

74

Interview mit Paul Oblak, Wiener Baudirektion „Die Wiener dürfen nicht zu Klimaflüchtlingen werden“

KULTUR

76 Microliving

46

78 Logistikimmobilien

Quartiere für neue Lebensrealitäten

Bühnen Österreichs

Rekord bei Investments in Logistikimmobilien

Ein Land voll Hochkultur

48

Spanische Hofreitschule

82

Erfolgreiches Aushängeschild für Österreich

TOURISMUS 50 Hotelimmobilien Tourismus braucht neue Betten

52

Interview mit Roman Kopacek, Managing Director bei Michaeler & Partner „Nachhaltigkeit ist erwarteter Standard geworden“

REGIONEN & CLUSTER 54 55

Interview mit Johanna Mikl-Leitner, Landeshauptfrau Niederösterreich „Qualität mit Zukunft“

55

Interview mit Gerhard Müller, Geschäftsführer WALTER BUSINESS-PARK „Persönlicher Service steht im Mittelpunkt“

56 Länderportrait Burgenland Mit Innovationen in eine starke Zukunft

57

„Lebensräume schaffen“

84

Länderportrait Oberösterreich Qualität ist Trumpf

58 Länderportrait Salzburg Wissenschafts- und Forschungsstandort

59 Länderportrait Tirol

Wohnen in Österreich Eigentum als Investment

90 Luxusimmobilien Luxus ohne Kompromisse

92

Interview mit Michael Ehlmaier, Geschäftsführer der EHL Immobilien GmbH „Ein attraktiver Standort“

93

Interview mit Klemens Hallmann und Heinz Fletzberger, SÜBA AG „Nachhaltigkeit ist nicht die Zukunft, sie ist die Gegenwart“

96 Zinshaus Run auf Wiener Zinshäuser

Länderportrait Niederösterreich Wirtschaftsmotor Ostregion

Interview mit Sebastian Nitsch, Vorstand der 6B47 Real Estate Investors AG

97

Interview mit Markus Arnold, Geschäftsführer Arnold Immobilien „Geld wird gegen Steine getauscht“

98 Consulting Wertvolle Momentaufnahme

100 Büroimmobilien Mehr Refurbishments als Neuflächen

104 Businessparks Die Wirtschaftshubs für morgen

SERVICE & INFORMATION 106 Wichtige Adressen 110 Anzeigenverzeichnis und Impressum

Technologien mit internationaler Strahlkraft

60

Länderportrait Vorarlberg Klein, aber dafür mit Vollgas

62 Länderportrait Steiermark Topstandort mit Wachstumsperspektive

63 Länderportrait Kärnten Wachstum plus Tourismus

64

Wirtschaftsstandort Wien Magnet für internationale Firmen

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Was Österreich jetzt braucht ALS KLEINE, OFFENE VOLKSWIRTSCHAFT mit einem hohen An-

© Knopp

teil des Außenhandels an der Wirtschaftsleistung und einer vergleichsweise kleinen Binnenwirtschaft ist Österreich in hohem Maße davon abhängig, auf internationalen Märkten erfolgreich zu sein. Nun verschlechtern sich die internationalen Rahmenbedingungen zusehends – wir sehen eine schwächere Wachstumsdynamik mit wachsenden Risiken. Für 90 Prozent der Welt wird laut Internationalem Währungsfonds ein langsameres Wirtschaftswachstum für 2020 erwartet. Auch unser wichtigster Handelspartner Deutschland „kränkelt“.

DIE WACHSTUMSSCHWÄCHE DEUTSCHLANDS ist zu einem guten Teil auf einen negativen Einfluss der Nettoexporte zurückzuführen – also negative Impulse auf die Exportwirtschaft. Das deutet darauf hin, dass Deutschland stark von den derzeitigen Handelskonflikten betroffen ist. Für Österreich sind die Nettoexporte zwar zurückgegangen, sie leisten aber noch keinen negativen Beitrag zum BIP-Wachstum. Deshalb ist es jetzt dringend notwendig, dass wir gegensteuern. Das Rezept ist eine standortfreundliche Politik, die Entlastung genauso wie die Zukunftsthemen Bildung und Innovation im Fokus hat.

WAS ÖSTERREICH JETZT BRAUCHT, hat die Wirtschaftskammer auf die folgenden konkreten Forderungen heruntergebrochen: • • • • •

Steuern und Abgaben senken Bürokratie abbauen Innovation fördern Bildung verbessern Investitionen stärken

Davon profitieren die Unternehmerinnen und Unternehmer, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – sprich: das ganze Land. Weil Wirtschaft wir alle sind. Harald Mahrer Präsident der Wirtschaftskammer Österreich

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Innovative Klimaschutzmaßnahmen sind eine bedeutende Chance

© BKA/Glaser

UNSERE WIRTSCHAFT BILDET DIE GRUNDLAGE unseres Wohlstandes. Sie sichert die nachhaltige Finanzierung unseres Sozialstaates und spielt eine Schlüsselrolle in der Bewältigung neuer Herausforderungen, wie der Globalisierung, des Klimaschutzes und der Digitalisierung. WIRTSCHAFT UND ARBEITSWELT befinden sich weltweit im Umbruch. Österreich ist dank seiner starken und exportorientierten Unternehmen in einer guten Position. Die Bundesregierung hat sich neben der Entlastung der Unternehmen das Ziel gesetzt, aktiv jene Zukunftsindustrien zu identifizieren, in denen Österreich in den kommenden Jahren und Jahrzehnten international Vorreiter sein kann. Die bestehenden Stärken der heimischen Wirtschaft sollen ausgeweitet werden. Damit soll der Standort Österreich international wettbewerbsfähig bleiben, um Wertschöpfung und Arbeitsplätze im Land zu halten. DIE REGIERUNG BEKENNT SICH zu einer aktiven Standortpolitik, die das Wirtschaften erleichtert. Wir haben uns im Regierungsprogramm vorgenommen, weiterhin keine neuen Schulden zu machen. Der Staat soll mit gutem Beispiel vorangehen und mit dem Geld der Steuerzahlenden sorgsam umgehen.

EINE BESONDERE HERAUSFORDERUNG stellt für uns der Kampf gegen den Klimawandel dar. Wir setzen dabei auf Innovationen. Wir wollen Start-ups und KMUs bei der Entwicklung jener Produkte und Services unterstützen, die uns ein CO2-neutrales Leben ermöglichen. Damit soll der Übergang zu einer nachhaltigen, klimaneutralen Wirtschaft beschleunigt werden. Dies ist auch ein wichtiger Beitrag zur Erreichung unserer europäischen Klimaziele.

INNOVATIVE KLIMASCHUTZMASSNAHMEN sind eine bedeutende Chance für neue Arbeitsplätze in Österreich. Diese Chancen gilt es zu nutzen – Österreich hat die besten Voraussetzungen. Sebastian Kurz Bundeskanzler der Republik Österreich

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Österreich zu einem Vorzeigeland in Europa machen DER BLICK AUF DIE ÖSTERREICHISCHE WIRTSCHAFTSLAGE zeigt ein optimistisches Bild: Einerseits wird durch die Schwäche des weltweiten Handels unser Wachstum etwas gedämpft, anderseits können wir durch unsere günstigen Finanzierungsbedingungen, steigende Investitionen sowie die solide Konsumnachfrage die Konjunktur in Österreich stabil halten.

2020 WIRD DAS WIRTSCHAFTSWACHSTUM verhältnismäßig zum

© BMDW/Lendl

Vorjahr etwas geringer ausfallen. Die Konjunktur bleibt in Österreich aber im Vergleich zu Deutschland relativ robust. Außer Streit steht, dass Investitionen in den heimischen Wirtschaftsstandort weiterhin notwendig sind, damit Österreichs Exporte steigen. Es gilt, die weltwirtschaftlichen Entwicklungen und Handelskonflikte anderer Länder aufmerksam zu beobachten. Geopolitische Ereignisse wie der Brexit trüben den Ausblick. Umso wichtiger sind zielgerichtete Maßnahmen zur Stärkung der heimischen Wirtschaft. Unser erklärtes Ziel ist es, den Wirtschaftsstandort Österreich weiter voran auf dem Weg an die Spitze zu bringen. Jedes Unternehmen, vom Start-up über KMU bis hin zum Leitbetrieb, soll in seiner täglichen Arbeit entlastet werden.

ES BRAUCHT DAFÜR EIN WENIGER AN GESETZEN und ein Mehr an Service. Mit „KMU Digital“ unterstützen wir kleine und mittlere Unternehmen bei der digitalen Transformation. Österreichs Digitales Amt und die Plattform oesterreich.gv.at werden weiterentwickelt, um das Angebot an digitalen Amtsservices noch attraktiver und vielfältiger zu machen. Digitalisierung betrifft insbesondere auch die Wirtschaft. Von ihr profitieren der städtische und der ländliche Raum. Gerade auf dem Land ist der Fachkräftebedarf in bestimmten Branchen enorm. Deshalb gilt es, die digitale Infrastruktur aufzuwerten, um so Arbeitsplätze in den Regionen zu schaffen. UM DEN FACHKRÄFTEBEDARF ABDECKEN ZU KÖNNEN, wurde bei der Austrian Business Agency eine neue Abteilung eingerichtet, welche arbeitskräftesuchende Unternehmen beim Anwerben qualifizierter Fachkräfte im Ausland unterstützt. Ergänzend dazu unterstützt das Standortentwicklungsgesetz Unternehmen intensiv dabei, das Vertrauen und die Sicherheit für heimische Investitionen zu erhalten. Mit „Invest in Austria“ der Austrian Business Agency werben wir aktiv für die Ansiedelung ausländischer Betriebe in Österreich.

DIE MASSNAHMEN ZUR ATTRAKTIVIERUNG unseres Standorts sind vielfältig. Wir werden weiterhin die Digitalisierung gewinnbringend vorantreiben und Österreich zu einem Vorzeigeland in Europa machen. Das sind gute Voraussetzungen für Wachstum und Wohlstand und damit für eine erfolgreiche Zukunft. Margarete Schramböck Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort

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Erfolgsgeschichte des Industriestandorts Österreich fortschreiben

© IV/Michalski

ÖSTERREICH PRÄSENTIERT SICH HEUTE als hochmodernes Industrieland im Herzen Europas. Garant für eine attraktive Lebensqualität sowie hohe Umwelt- und Sozialstandards sind insbesondere die innovativen Unternehmen des produzierenden Bereichs. Direkt und indirekt sichern diese 2,5 Millionen Arbeitsplätze und 55 Prozent des Wohlstandes im Land. ROT-WEISS-ROTES KNOW-HOW und „Made in Austria“ sind auf der Welt gefragt. Österreichs Industrie hat eine Exportintensität von beinahe 60 Prozent, mehr als die Hälfte des Umsatzes wird exportiert. Zu den Stärken zählt die Vernetzung mit den wachstumsstarken Ländern der CEE-Region. Entscheidend für die internationale Ausrichtung ist zudem die Positionierung als attraktiver Forschungsstandort: Mit einer Forschungsprämie von 14 Prozent verfügt das Land über einen attraktiven Anreiz für insbesondere forschende Unternehmen, in Österreich zu investieren.

NEBEN DER MODERNEN und gut ausgebauten Infrastruktur sind motivierte und gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein wichtiger Baustein für den wirtschaftlichen Erfolg. Hier zählt vor allem die betriebliche und berufsbildende Ausbildung zu den Stärkefeldern. In den vergangenen Jahren hat die Politik ihren Fokus darauf gerichtet, die Standortqualität zu stärken – moderne Arbeitszeitregeln, Abbau der Bürokratie und Ausbau der Technik-Ausbildungsplätze sind als wichtige Meilensteine zu nennen.

ALLERDINGS WIRD DAS konjunkturelle Umfeld schwieriger und der internationale Wettbewerb intensiver. Daher ist die Politik gefordert, die Rahmenbedingungen für Unternehmen und Beschäftigte wettbewerbsfähig zu gestalten. Strukturreformen im Verwaltungsbereich und Entlastung im Steuerbereich sind die Voraussetzung, um die Erfolgsgeschichte des Industriestandorts Österreich weiterzuschreiben. Christoph Neumayer Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV)

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Erholung in Sicht Die österreichische Wirtschaft scheint die Talsohle durchschritten zu haben und punktet vor allem bei dem Megatrend Nachhaltigkeit. • TEXT: Harald Kolerus

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n Österreich kann man seit vielen Jahrzehnten auf eine stabile wirtschaftliche Entwicklung zurückblicken, auch wenn es sich bei der „Alpenrepublik“ natürlich um keine „Insel der Seligen“ handelt. Von der internationalen Konjunktur nicht abgekoppelt, wurden in den vergangenen Monaten Ängste rund um eine globale Rezessionsgefahr immer lauter. Diese Befürchtungen dürften allerdings glücklicherweise übertrieben gewesen sein. KEINE HORRORSZENARIEN Das Gros der Ökonomen geht nämlich davon aus, dass die Welt 2020 und 2021 zwar mit einer Wachstumsdelle, nicht aber mit dem Abrutschen in die Rezessi-

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on konfrontiert sein wird. „Wir haben zwei schwache, aber keineswegs stagnierende Jahre vor uns“, betont etwa Christian Helmenstein, Chefökonom der Industriellenvereinigung. Treiber des internationalen Wachstums werden wieder einmal China und Indien sein, deren Beitrag zur weltweiten BIP-Steigerung bereits rund 50 Prozent beträgt. Gleichzeitig verlieren die USA und die 28 EU-Staaten in ihrer Wirkung in dieser Beziehung massiv an Bedeutung: Nur mehr rund 16 Prozent des globalen BIP-Plus gehen auf deren Konto. Die gute Nachricht lautet aber: Deutlich dynamischer entwickelt sich Zentral- und Osteuropa (CEE), wo Österreich aufgrund seiner historischen Verbindungen und geo-

grafischen Lage im Herzen des Kontinents besonders stark positioniert ist. In CEE fällt das Wachstum im Schnitt um rund drei Prozent höher aus als in Westeuropa und außerdem wird laut Helmenstein dieser Vorsprung über die nächsten 50 Jahre hinweg anhalten. In diesem Umfeld öffnet sich dem heimischen Standort also auch sehr langfristig gesehen gehöriges Potenzial. Aber auch kurzfristig dreht sich der Trendpfeil wieder weiter nach oben. POSITIVE SIGNALE Der Chefökonom der UniCredit Bank Austria Stefan Bruckbauer bestätigt: „Die heimischen Industriebetriebe standen zum Jahreswechsel 2019/2020 einem weiterhin

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Österreichs Stärke liegt eindeutig im sozialen Bereich. Hervorzuheben sind zum Beispiel die guten sozialen und institutionellen Rahmenbedingungen des Wirtschaftens.

sehr fordernden internationalen Umfeld gegenüber, mittelfristig haben sich die Aussichten jedoch bereits verbessert. Der Erwartungsindex der österreichischen Industrieunternehmen hat sich auf 50,8 Punkte erhöht. Die Betriebe rechnen auf Jahressicht wieder mit einem Produktionswachstum.“ Ähnlich fällt die Prognose des Wifo aus: „Das Wachstum der österreichischen Volkswirtschaft schwächte sich nach einer Phase der Hochkonjunktur seit dem Frühjahr 2018 spürbar ab. Dies ist vor allem auf das außenwirtschaftliche Umfeld zurückzuführen, das die heimischen Exporte dämpft. Im Gegensatz dazu stabilisieren binnenwirtschaftliche Auftriebskräfte wie die Bautätigkeit und die Dienstleistungsnachfrage die heimische Konjunktur.“ Auch die weiterhin günstigen Finanzierungsbedingungen, fiskalische Impulse sowie eine robuste Konsumnachfrage stützen die Wirtschaft, was zu folgendem Schluss der Experten führt: „Nach einem Anstieg von 1,7 Prozent im Jahr 2019 dürfte das BIP 2020 um 1,2 Prozent und

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2021 um 1,4 Prozent zunehmen. Von einer Rezession ist somit keine Rede, auch nicht im Forecast des IHS: Für 2020 und 2021 erwartet das Institut ein Wachstum von 1,3 bzw. 1,6 Prozent. „Während die Exporte nur wenig Dynamik entfalten dürften, sollte der Konsum die Konjunktur weiter stützen. Die Inflation dürfte in den kommenden beiden Jahren mit Werten von 1,5 bzw. 1,7 Prozent moderat bleiben“, so der dazugehörige Kommentar. Natürlich gibt es auch nicht zu unterschätzende Unsicherheitsfaktoren wie die noch immer tobenden Handelsstreitigkeiten, die eine Belastungsprobe für die Weltwirtschaft und somit auch Österreich darstellen. Optimistisch betrachtet öffnet das aber auch Raum für positive Überraschungen: So würde eine Verbesserung der globalen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen (etwa Lösung der Handelskonflikte) die Unsicherheit reduzieren und auch die heimische Wirtschaft stützen. Auf diese ganz großen Entscheidungen der internationalen Politik hat Öster-

reich realistisch betrachtet bekanntlich nur sehr bescheidenen Einfluss, deshalb gilt es, den Standort weiter auszubauen. Wobei die Alpenrepublik bei den vorherrschenden Megatrends bereits gut aufgestellt ist, ja sogar mancherorts eine herausragende Rolle einnimmt. FOKUS NACHHALTIGKEIT Ohne Zweifel sind in den vergangenen Jahren die Themen Klimawandel, erneuerbare Energien und Ökologisierung massiv in den Vordergrund gerückt. Das alles überragende Wort lautet hier Nachhaltigkeit. Österreich ist in diesem Bereich alles andere als ein Nachzügler – im Gegenteil: So nimmt Österreich im Nachhaltigkeits-Länderranking der Schweizer Ratingagentur Inrate Platz sieben von 195 Staaten ein. (Dänemark erreichte den ersten, Schweden den zweiten und die Schweiz den dritten Rang.) Noch besser fällt die Analyse der Reinhard Friesenbichler Unternehmensberatung (rfu) aus: Österreich belegt hier hinter Schweden

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und vor Dänemark und der Schweiz den zweiten Platz von 31 hoch entwickelten Industrienationen. Wobei das Untersuchungsverfahren auf einem Drei-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit basiert und Soziales, Umwelt sowie Ökonomie umfasst. Hier sieht man deutlich, dass Nachhaltigkeit nicht eins zu eins mit Ökologie gleichzusetzen ist. Laut dem Report liegt Österreichs Stärke eindeutig im sozialen Bereich. „Hervorzuheben sind zum Beispiel die guten sozialen und institutionellen Rahmenbedingungen des Wirtschaftens“, heißt es. Das Land schneidet auch überdurchschnittlich bei Aspekten der Demokratie und bürgerlichen Freiheiten

ab (unter anderem gemessen über den anerkannten Freedom House Index). Insgesamt gut fällt die Bewertung bei den zahlreichen Bildungsindikatoren wie Literacy Rate, Years of Schooling etc. aus. ÖKOLOGISCHE STEUERREFORM Für viele hingegen wahrscheinlich eine Überraschung: Im Bereich der Ökologie ortet rfu Schwächen und somit Nachholbedarf, etwa beim Klimaschutz und bei den Folgen der Landnutzung. Wobei zu erwarten ist, dass sich gerade in dieser Hinsicht viel bewegen wird. So hat die erst Anfang Jänner angelobte neue Regierung angekündigt, das Ziel eines klimaneutralen

Österreichs bis spätestens 2040 erreichen zu wollen. Somit würde man in Europa eine Vorreiterrolle einnehmen, denn die EU hat die Klimaneutralität erst für 2050 vorgegeben. Die Regierung will zur Erreichung ihrer hochgesteckten Ziele unter anderem ein Modell zur aktiven Beratung von Gemeinden und Ländern hinsichtlich ökologischer und nachhaltiger Infrastrukturprojekte und Sanierungsmaßnahmen sowie deren Finanzierung erarbeiten. Geplant ist weiters eine ökologische Steuerreform, die ab 2020 „schädliche Emissionen wirksam bepreisen“ soll, wie es im Regierungsprogramm heißt. Für die Umsetzung wurde eine eigene Taskforce eingerichtet, nähere

Die erst Anfang Jänner angelobte neue Regierung hat angekündigt, das Ziel eines klimaneutralen Österreichs bis spätestens 2040 erreichen zu wollen.

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2020


WIRTSCHAFTSWACHSTUM 2019

+1,7 %

399,3

WIRTSCHAFTSWACHSTUM 2020

+1,2 %

Prognose

WIRTSCHAFTSWACHSTUM 2021

+1,4 %

BIP 2019 (nominell)

Prognose

ARBEITSLOSENRATE (2020) Mrd. Euro

BIP 2020 (nominell)

411,3

4,7 %

Prognose

FORSCHUNGSQUOTE (2019) Mrd. Euro / Schätzung

EXPORTQUOTE (2018)

BIP PRO KOPF (2019)

40.333

3,2 %

Euro

55,6 %


Die Rahmenbedingungen sind nach wie vor gut, was man nicht zuletzt an einer langen Liste heimischer Unternehmen in weltweit führender Position (vor allem in spezialisierten Bereichen) ablesen kann.

GLOBAL COMPETITIVENESS INDEX

21ter

Platz von 141 Ländern weltweit

GLOBAL INNOVATION INDEX

21

ter

Platz von 129 Ländern

MERCER-STUDIE LEBENSQUALITÄT

1ter

Wien von 231 Großstädten

NACHHALTIGKEITSLÄNDERRATING INRATE

7ter

Platz von 195 Staaten

NACHHALTIGKEITSLÄNDERRATING RFU

2ter 18

Platz von 31 Industrienationen

Details sind noch nicht bekannt, es ist aber anzunehmen, dass sich keine politische Partei eine halbherzige Reform in Sachen Umwelt, Klimawandel und Nachhaltigkeit leisten kann. Schon gar nicht die Grünen in ihrer ersten bundesweiten Regierungsbeteiligung. DIGITALISIERUNG: GUTES MITTELFELD Neben der Nachhaltigkeit ist zweifellos die Digitalisierung das beherrschende Thema unserer Zeit. Agnes Kügler, Ökonomin am WIFO, sieht Österreich in diesem Bereich international im Mittelfeld positioniert: „Bei der Anwendung neuer Technologien ist Österreich im EU-Vergleich nicht schlecht aufgestellt, vor allem bei großen Unternehmen und in der Sachgüterproduktion ist die Industrie 4.0 integriert. Defizite gibt es etwa noch bei kleineren Firmen und im Dienstleistungsbereich.“ Was die Infrastruktur betrifft, spricht sich die Expertin für die Forcierung einer Breitband-Internetversorgung und möglichst schnelle Übertragungsmöglichkeiten (mindestens 100 Mbit/Sekunde) aus. Die Politik dürfte die Zeichen der Zeit verstanden haben: Im Regierungsprogramm ist die Umsetzung dieser Forderungen geplant.

FAZIT: NICHT VERSTECKEN Fassen wir zusammen: Österreichs Wirtschaft wächst bedingt durch die international schwache Konjunktur nicht überbordend, es gibt aber keinen Grund zum Schwarzmalen. Die Rahmenbedingungen sind nach wie vor gut, was man nicht zuletzt an einer langen Liste heimischer Unternehmen in weltweit führender Position (vor allem in spezialisierten Bereichen) ablesen kann. Hier hätten wir ohne Anspruch auf Vollständigkeit zum Beispiel die bekannten großen börsennotierten Konzerne Mayr-Melnhof, Wienerberger, voestalpine oder Palfinger. Aber auch kleinere Firmen können sich auf der Weltbühne sehen lassen, wie etwa Austrotherm, ein Spezialist aus dem Burgenland für hochwertige, energiesparende Wärmedämmung. Oder auch Testfuchs, das niederösterreichische Unternehmen hat sich in der Luft- und Raumfahrtbranche einen guten Namen gemacht. Die Liste ließe sich noch lange fortsetzen, unter dem Strich ist klar: Österreich braucht sich nicht zu verstecken. Das gilt für 2020 und weit darüber hinaus.

© Adobe Stock/Schieder, Adobe Stock/Hartmann, Wienerberger/Dusek

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Regierungsvorhaben sind gut für den Standort Auch 2019 konnte ABA – Invest in Austria ein Rekordjahr verbuchen. Geschäftsführer René Siegl über die Attraktivität Österreichs als Wirtschaftsstandort. • INTERVIEW: Vanessa Haidvogl

„Unternehmen, die sich in Österreich niederlassen möchten, beraten wir in sämtlichen Fragen, die den Wirtschaftsstandort Österreich betreffen.“

Warum entscheiden sich Jahr für Jahr so viele ausländische Unternehmer für den Wirtschaftsstandort Österreich? Hohe Produktivität, ein kaufkräftiger Markt und bestens qualifizierte Fachkräfte sind nach wie vor die Hauptkriterien. Die zentrale Lage ist ideal für Unternehmen, die die Drehscheibe nach Ost- und Südosteuropa nützen möchten. Politische Stabilität und ein verlässliches Rechtssystem sowie hohe persönliche Sicherheit werden immer wichtiger bei der Standortwahl. Streiksicherheit sowieso. Und natürlich hilft es uns in der Beratung ansiedelungswilliger ausländischer Unternehmen, dass Österreich regelmäßig zu den Ländern mit der höchsten Lebensqualität gekürt wird.

2020

Was erwarten Sie von der neuen Bundesregierung? Die Vorteile, die wir in Österreich bisher hatten, lauten: entlasten, entbürokratisieren und entschlossen fördern. Das sind drei gute Argumente – und die gelten auch unter der neuen Regierung weiter. Die Gewinnbesteuerung durch die Körperschaftsteuer soll von 25 auf 21 Prozent gesenkt werden. Bei der Entbürokratisierung machen wir weiter, gerade auch durch Digitalisierung. Und bei der Forschungsförderung, die jetzt schon eines unserer stärksten Argumente ist, wurde ein Ausbau angekündigt. Dabei werden in Österreich schon jetzt 14 Prozent aller Forschungsausgaben staatlich gefördert – ohne Obergrenze und nicht nur bezogen auf die Personalkosten. Das gehört zu den attraktivsten Fördermaßnahmen in ganz Europa. Welche Themen sind abgesehen von Steuerentlastungen wichtig? Auf Dauer wird Österreich im internationalen Wettbewerb nur dann erfolgreich sein, wenn die neuen Schlüsseltechnologien überall im Land zur Verfügung stehen. Denn als Land mit einem hohen Lohnniveau kann Österreich nur durch Innovation und eingesetzte Technologie den Wirtschaftsstandort weiter stärken und damit seine Wettbewerbsfähigkeit erhalten. Die flächendeckende Verfügbarkeit eines 5G-Netzes ist deshalb für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung ausschlaggebend. Gibt es auch Herausforderungen für Betriebsansiedler? Die Verfügbarkeit von qualifizierten Mitarbeitern ist häufig das zentrale Thema

bei unseren Beratungsgesprächen. Viele Unternehmen sind gerne bereit, in Österreich zu investieren, wenn wir zusichern können, dass die benötigten Fachkräfte vorhanden sind. Unsere Abteilung ABA – Work in Austria hat zu Jahresbeginn 2020 ihre Tätigkeit als zentrale Plattform für die Anwerbung von Spezialistinnen und Spezialisten aus dem Ausland aufgenommen. Diese Abteilung bewirbt den Arbeitsstandort Österreich in der EU und spricht bei vielen Veranstaltungen im Ausland gezielt spezifische Berufsgruppen – wie eben IT-Kräfte – an. Gleichzeitig werden auch heimische Unternehmen bei der Personalsuche im Ausland unterstützt. Damit und mit Vereinfachungen bei der Rot-Weiß-Rot-Karte werden wir in den nächsten Jahren eine Verbesserung der Situation erzielen. Welche Unterstützung können ausländische Unternehmen konkret von ABA – Invest in Austria erwarten? Unternehmen, die sich in Österreich niederlassen möchten, beraten wir in sämtlichen Fragen, die den Wirtschaftsstandort Österreich betreffen. Das reicht von der Standortauswahl über arbeits- und steuerrechtliche Fragen, die Beratung über Förderungen und Finanzierungsmöglichkeiten bis zur Suche nach Kooperationspartnern und Unterstützung im Kontakt mit Behörden. Manchmal kümmern wir uns sogar darum, die geeignete Schule für den Nachwuchs zu finden. Für die Unternehmen ist unser Service gratis.

© ABA

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„Hidden Champion“ im Zentrum Europas

Doch fast unbemerkt hat sich der kul­ turelle und touristische Hotspot in den vergangenen Jahren auch zu einem der dynamischsten und innovativsten Wirtschaftsstandorte Europas entwickelt. Unternehmen schätzen Österreichs politische, soziale und wirtschaftliche Stabilität und Sicherheit, die gut ausgebildeten, bestens motivierten Fachkräfte sowie die hohe Produktivität, Planbarkeit und Versorgungssicherheit am Standort. Aber auch die breit gefächerten, exzellenten Forschungsförderungen und die hohe Lebensqualität überzeugen Unternehmen, nach Österreich zu kommen. Österreich gehört zu den reichsten Ländern in der Europäischen Union. Es bietet nicht nur einen kaufkräftigen Markt,

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sondern auch die entsprechende Infrastruktur im Konsumbereich. Trotz seiner relativ geringen Größe und Einwohnerzahl ist Österreich deshalb ein lohnender Markt für internationale Unternehmen. Drehscheibe, keine Einbahnstraße Durch seine zentrale Lage ist Österreich nach wie vor Standort Nummer eins, wenn es um den Aufbau von Geschäftsbeziehungen mit Ost- und Südosteuropa geht. Mittlerweile legen knapp 380 Headquarters davon ein deutliches Zeugnis ab. Die dynamischen Märkte Ost- und Südosteuropas sind Anziehungspunkt für die multinationalen Firmen. Hinzu kommt, dass für

PROMOTION

das internationale Business in Österreich mehr qualifizierte Fachkräfte mit Fremdsprachenkenntnissen als in anderen westeuropäischen Ländern zur Verfügung stehen. Rund 20 Prozent der Bevölkerung haben Migrationshintergrund, und drei Viertel aller Migranten in Österreich stammen aus Mittelund Osteuropa. Diese Zuwanderer sind überdurchschnittlich gut ausgebildet und sprechen im Schnitt drei Sprachen. Umgekehrt ist Österreich aber auch der perfekte Standort innerhalb der EU für Unternehmen aus Osteuropa. Knapp ein Drittel der von ABA – Invest in Austria bei der Ansiedelung betreuten Unternehmen kommen Jahr für Jahr aus Ost- und Südosteuropa. Nicht billig, dafür top Trotz der überdurchschnittlich hohen Einkommen der Beschäftigten ist die österreichische Wirtschaft international mehr als nur konkurrenzfähig. Österreichs Industrie erzielte in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich große Produktivitätssteigerungen, wodurch das Wachstum des Arbeitskostenniveaus durchaus kompensiert werden konnte. Ausschlaggebend

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© J. Silver, dieindustrie.at/M. Kniepeiss

Noch heute, mehr als 100 Jahre nach Untergang der Donaumonarchie, ist Österreichs Bild im Ausland von imperialem Glanz geprägt. Zahlreiche Schlösser und Paläste ziehen Touristen aus aller Welt an, der Opernball wirft seinen medialen Schatten auch über die Landesgrenzen. Weitere Assoziationen lauten „Neujahrskonzert“, „Salzburger Festspiele“ oder „Wintersport“.


Austrian Business Agency: Full Service bei Standortfragen ABA – Invest in Austria ist als Ansiedelungsagentur der Republik Österreich die erste Adresse für ausländische Unternehmen, die in Österreich eine eigene Gesellschaft gründen wollen.

dafür waren vor allem die topqualifizierten und hoch motivierten Mitarbeiter. Bei der Arbeitsproduktivität je Beschäftigten nimmt Österreich laut EU-Kommission im Vergleich aller EU-Staaten einen Spitzenplatz ein und liegt mit 116 Prozent der Bruttowertschöpfung pro Beschäftigtem vor Industrienationen wie Frankreich, Deutschland, Italien oder Großbritannien und beweist einmal mehr seine hohe Wettbewerbsfähigkeit.

STANDORT ÖSTERREICH AUF EINEN BLICK Wirtschaftliche und soziale Stabilität • Hohe persönliche Sicherheit • Politische Stabilität und verlässliches Rechtssystem • Geringe Streikrate und hohe soziale Zufriedenheit • Einfache Unternehmensgründung Qualifizierte, motivierte und produktive Arbeitskräfte • Hohe Arbeitsproduktivität (Platz 4 in der EU)

Turbo für den Wirtschaftsstandort Die neue österreichische Bundesregierung bekennt sich in ihrem Programm zur Stärkung der Wirtschaft und hat darin zahlreiche Maßnahmen zur Förderung des Wirtschaftsstandorts Österreich vorgesehen. Von zentraler Bedeutung für einen florierenden Standort sind gut qualifizierte und topmotivierte, aber vor allem verfügbare Mitarbeiter. Um den drohenden Fachkräftemangel abzuwenden, unterstützt ABA – Work in Austria österreichische Unternehmen bei der Suche nach Fachkräften im Ausland. Daneben bewirbt diese neu geschaffene Abteilung der ABA den Arbeitsstandort Österreich und ist das Kompetenzzentrum Österreichs für rechtliche Angelegenheiten bei der Anstellung internationaler Fachkräfte. Im Rahmen der Fachkräfte-Offensive soll auch die Rot-Weiß-Rot-Karte weiter reformiert und die Antragstellung vereinfacht werden. Auch die Berufsbildung wird aufgewertet und Lehrberufe werden modernisiert.

• Hoch qualifizierte und topmotivierte Mitarbeiter (Platz 2 weltweit) • Flexibles Arbeitsrecht • Einfaches, einheitliches Abfertigungssystem Unvergleichliche Lebensqualität • Höchste Lebensqualität weltweit • Wien ist die lebenswerteste Stadt der Welt Zentrale Lage im Herzen Europas • Jede Destination in Europa ist in nur drei Stunden Flugzeit erreichbar • Führendes Drehkreuz nach Mittel- und Osteuropa, 573 Flüge pro Woche ab Flughafen Wien • Ausgezeichnetes Osteuropa-Know-how österreichischer Dienstleister: Steuerberater, Rechtsanwälte und Finanzdienstleister • Gut ausgebildete und loyale Arbeitskräfte mit Ostsprachen-Kenntnissen Steuervorteile • 25 % Körperschaftsteuer • Attraktive Gruppenbesteuerung für Holdings • Mehr als 80 Doppelbesteuerungsabkommen • Keine Vermögens- und Gewerbesteuer

Wir beraten und unterstützen Firmen rasch, unbürokratisch und kostenfrei bei der Unternehmensgründung in Österreich und bieten internationalen Investoren maßgeschneiderte Informationen rund um den Wirtschaftsstandort. Das Team von ABA – Invest in Austria bewirbt Österreich im Ausland als Wirtschafts- und Forschungsstandort sehr erfolgreich, wie die Ansiedelungszahlen jedes Jahr beweisen. Auch für 2019 können wir wieder von einem Rekordjahr sprechen. Die neue Abteilung ABA – Work in Austria fokussiert sich auf die Gewinnung von Fachkräften nach Österreich. Ziel ist es, den Innovationsstandort Österreich zu fördern und Österreich im Ausland noch stärker als attraktiven Arbeitsort zu positionieren. Als Brücke zwischen österreichischen Unternehmen und internationalen Spezialisten wird ABA – Work in Austria in naher Zukunft eine breit angelegte OnlineJobplattform zur Verfügung stellen: www.workinaustria.org

• Steuervorteile für Privatstiftungen Attraktive Förderungen • Förderungen für innovative Investitionen

Weniger KöSt, weniger GmbH­Kapital Neben einer Tarifreform bei der Einkommensteuer und einer Senkung der Steuer- und Abgabenquote ist die Senkung der Körperschaftsteuer (KöSt) fix im Regierungsprogramm vorgesehen. Der Steuersatz soll von derzeit 25 auf 21 Prozent sinken. Die Abschaffung des Mindest-KöSt-Betrages wird überprüft. Das GmbH-Mindeststammkapital soll auf 10.000 Euro gesenkt werden, was eine Erleichterung für Start-ups darstellt.

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• Förderungen für anwendungsnahe F&E sowie Grundlagenforschung • Umfangreiches Fördersystem für Start-ups • Investitionen in Umweltschutzmaßnahmen: 15–30 % Forschung und Entwicklung • Forschungsprämie: 14 % in bar • Optimale Vernetzung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft: 50 Kompetenzzentren, 60 Branchen-Cluster • Mehr als 1.000 außeruniversitäre Forschungseinrichtungen

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Ausgezeichnete Idee: wiederverwendbare Ersatzschule aus Holzmodulen.

WIP: Bauen für Kinder

Klassenzimmer in Rekordbauzeit Bereits im Jahr 2014 startete die große Infrastrukturoffensive der Stadt für den Bildungsbereich. Gleich im ersten Jahr sind an fünf Schulstandorten insgesamt 27 neue Klassen samt Nebenräumen entstanden. Inzwischen betreute und betreut die von der Stadt Wien beauftragte WIP Wiener Infrastruktur Projekt GmbH mehr als 30 derartige Projekte. Sie setzt die Bauvorhaben in enger Abstimmung mit der Stadt Wien – Wiener Schulen – und der Stadtbaudirektion um. Dabei legt die WIP höchsten Wert auf eine schnelle Abwicklung der Bauarbeiten, da diese meist während des laufenden Betriebs stattfinden und der Bedarf an mehr Platz rasch gedeckt werden soll. Immer wieder greift sie dabei

Die neuen Mittelschulen am Enkplatz

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auch auf den Baustoff Holz zurück, der in fertig zu den Baustellen gebrachten Elementen schnell verarbeitet wird. Bildung wird smart Im Jahr 2019 hat die WIP unter anderem die beiden Neuen Mittelschulen am Enkplatz in Simmering erweitert. Diese haben nun 17 neue Klassenräume und vier unterirdische Null-Energie-Turnsäle. Das Projekt wurde im Rahmen des Programms „Smarter Together“ von der EU gefördert. Das Herzstück bilden das besondere Haustechnikkonzept mit Fotovoltaikanlage, 16 Erdwärme-Tiefsonden und die Nutzung von Geothermie über Wärmepumpen. Außerdem wird über ein Solarthermie-System überschüssige Energie

Die Volksschule Korbgasse in Liesing

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ins Fernwärmenetz rückgespeist. Im Sommer wird die Fußbodenheizung zur Kühlung herangezogen. In der Jochbergengasse in Wien-Floridsdorf wurde ein neues Schulzentrum fertiggestellt. Hier wurde die bestehende Volksschule inklusive Hort erweitert, zusätzlich ist auch eine polytechnische Schule inklusive Fachmittelschule hierher übersiedelt. Gemeinsam mit der Neuen Mittelschule bilden sie nun das „Schulzentrum Jochbergengasse“. Die Volksschule Korbgasse in Liesing wurde um acht Klassenräume und mehrere Zusatzräume erweitert, die Volks- und Neue Mittelschule in der Dietrichgasse in WienLandstraße wurde ebenfalls saniert und aufgestockt. Zahlreiche weitere Projekte befinden sich derzeit in Bau bzw. in Planung. Ein ganz besonderes Projekt hat die WIP in der Torricelligasse/Braillegasse im 14. Bezirk betreut: Hier wurde eine ökologisch nachhaltige, wiederverwendbare Ersatzschule aus Holzmodulen mit 26 Klassen, zwei Gymnastikräumen und einem Turnsaal gebaut. Diese Ersatzschule ist so konzipiert worden, dass sie in den kommenden 25 Jahren bei Bedarf fünf Mal auf- und wieder abgebaut werden kann. Für dieses Bauwerk wurde die WIP bei der 8. GBB – Green & Blue Building Conference in Wien mit dem GBB Award in der Kategorie Immobilienprojekte ausgezeichnet.

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© Fürnkranz, Votava, Jobst

Die WIP Wiener Infrastruktur Projekt GmbH, ein Unternehmen der Wien-Holding-Tochter WSE Wiener Standortentwicklung, hat im Auftrag der Stadt Wien das Bauprojektmanagement für die Realisierung von Bildungserweiterungs- und -neubauten sowie Sanierungen im Wiener Stadtgebiet übernommen. Denn Wien wächst und damit steigt auch der Bedarf an Infrastruktur im Bildungsbereich.


Neu Leopoldau: Willkommen im neuen Stadtteil Wo früher die Gasversorgung für weite Teile Wiens sichergestellt wurde, wird künftig gewohnt und gearbeitet. Das Areal des ehemaligen Gaswerks Leopoldau in Wien-Floridsdorf wird zu einem neuen, spannenden Stadtteil. Die ersten MieterInnen haben bereits im September 2019 die ersten 220 Wohnungen bezogen. Entwickelt wurde der Stadtteil von der Neu Leopoldau Entwicklungs GmbH, einem Unternehmen der Wiener Netze und der Wien-Holding-Tochter WSE Wiener Standortentwicklung.

© Kelety

Leben und arbeiten in besonderer Atmosphäre Auf einer Fläche von 13,5 Hektar entsteht auf dem Areal des ehemaligen Gaswerks Leopoldau in Wien-Floridsdorf ein neuer, spannender Stadtteil mit viel Freiraum. Das markante Ensemble aus 17 denkmalgeschützten Gebäuden, Bäumen und dem vorhandenen Wegeund Straßennetz bildet die Basis und strahlt einen ganz besonderen Charme aus. 220 Wohnungen fertig Die ersten 220 Wohnungen auf dem Areal sind bereits fertig, rund 450 BewohnerInnen haben im September 2019 ihr neues Zuhause bezogen. Das Projekt „Generation xyz – Neu Leopoldau – Junges Wohnen“ des Bauträgers Schwarzatal bietet Wohnraum für Junge und Junggebliebene mit insgesamt 65 geförderten Mietwohnungen, davon 27 Smart-Wohnungen. Allen BewohnerInnen

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des Stadtteils steht darüber hinaus eine Somin Zukunft auch Büros, Geschäftsflächen, merküche mit Außenbereich zur Verfügung. einen Jugendtreff und Räume für flexible Das Haus bietet durch offene und flexible Nutzungen. Grundrisse viel Raum für Eigenständigkeit Neu Leopoldau ist das Ergebnis eines der und Selbstentfaltung. bisher größten kooperativen PlanungsverBeim Projekt „LEO.part“ des Baufahren der Stadt Wien. ExpertInnen trägers Heimbau wurden insgesamt aus Architektur, Stadtplanung, Land155 Wohnungen errichtet, davon 46 schaftsplanung, Denkmalschutz Smart-Wohnungen und 91 gefördersowie politische Entscheidungste Wohnungen. Das Motto „Junges trägerInnen und AnrainerInnen Wohnen“ wurde unter anderem haben gemeinsam einen zukunftshttp://bit.ly/1eV3fT2 mit sieben Startwohnungen und elf weisenden Stadtteil entwickelt, der Clusterwohnungen für Alleinerziejetzt Schritt für Schritt fertiggestellt hende umgesetzt. Es gibt drei Wohngemeinwird. Damit ist Neu Leopoldau ein weiteres schaften und ein Heim mit 13 Heimplätzen. Musterbeispiel dafür, wie aus ehemaligen Auch ein Fahrradraum und ein GemeinIndustriearealen neue, lebendige Stadtteile schaftsraum mit Terrasse wurden errichtet. entstehen können. Insgesamt 1.400 Wohnungen entstehen bis 2021 Neben den bereits fertiggestellten Wohnungen werden noch rund 1.200 Wohnungen bis 2021 errichtet. Dabei werden vor allem Wohn- und Wohnumfeldbedürfnisse von Singles, jungen Wohnungssuchenden und Jungfamilien berücksichtigt. Besonderes Augenmerk wird auf die Freiraumplanung gelegt. Dabei werden nicht nur für Kinder, sondern auch für Jugendliche und Erwachsene attraktive Spiel- und Sportmöglichkeiten sowie Plätze als öffentliche Treffpunkte geschaffen. So bietet das neue Stadtviertel

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„Die Wien Holding steht für nachhaltige Projekte, die den Wirtschaftsstandort sichern.“

Mehr Wien zum Leben Die Wien Holding investiert weiter in neue Räume zum Wohnen und Lernen, wie Geschäftsführerin Sigrid Oblak im Interview erzählt. • INTERVIEW: Vanessa Haidvogl Die Wien Holding gehört zu den Top200-Unternehmen in Österreich. Wofür steht die Wien Holding? Die Wien Holding steht für zukunftsorientierte und nachhaltige Projekte, die den Wirtschaftsstandort sichern, das Wirtschaftswachstum ankurbeln, Arbeitsplätze schaffen und damit die Lebensqualität für die Menschen erhöhen. Kurz gesagt: Wir wollen mit unseren 75 Unternehmen und Projekten „mehr Wien zum Leben“ für die Wienerinnen und Wiener schaffen. Wie sieht der Erfolg in Zahlen aus? Die Wien Holding bringt rund 1,6 Milliarden Euro an österreichweiter Bruttowertschöpfung pro Jahr. Davon bleiben rund 809 Millionen Euro unmittelbar in Wien. Direkt, indirekt und induziert sichert die Wien Holding so österreichweit rund 23.000 Arbeitsplätze, rund die Hälfte davon in Wien. Im Vorjahr konnten wir die beste Bilanz in unserer bisherigen Unternehmensgeschichte vorlegen mit einem

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Umsatz von rund 552 Millionen Euro im Gesamtkonzern. Stärkster Umsatzbringer ist der Immobilienbereich. Gleichzeitig wird hier auch am meisten investiert. Welche Projekte sind dies aktuell 2020? Vor Kurzem war Baubeginn für die OASE22+ in Neu Stadlau, wo wir für die städtebauliche Entwicklung und die Widmung bis hin zum Bauträgerwettbewerb zuständig waren. Hier wird das Gesundheitszentrum erweitert sowie ein Kindergarten, ein zentraler Park und weiterer Wohnraum entstehen. Auch an der Biotope City auf den ehemaligen Coca-ColaGründen im 10. Bezirk schreiten die Arbeiten voran. Hier ist die Gesiba am Bau neuer Wohnungen beteiligt. Die ersten Bewohner sind im Herbst 2019 ins neue Stadtquartier Neu Leopoldau eingezogen. Wie geht es hier weiter? Was ist das Besondere an diesem Stadtteil?

Neu Leopoldau, das Areal des ehemaligen Gaswerks der Wiener Netze, ist eines unserer größten Projekte. Hier entsteht ein spannender, neuer Stadtteil. Bis 2021 werden hier rund 1.400 Wohnungen errichtet. Gleichzeitig sind am Areal Gewerbeflächen in der Größe von ca. 70.000 Quadratmetern geplant. In den denkmalgeschützten Bestandsgebäuden wird auch Raum für Ateliers und Werkstätten für kleinteiliges Gewerbe und Kreative geschaffen. Der Bedarf an neuen bzw. erweiterten Schulstandorten reißt nicht ab. Wo wird die WIP 2020 bis 2024 neue Bildungsprojekte realisieren? Im 22. Bezirk entsteht in der Langobardenstraße 139 bis August 2021 ein Schulneubau bestehend aus Volksschule und Neuer Mittelschule, in der Meißnergasse 1 erweitern wir bis September 2022 die bestehende Volksschule zu einer offenen Volksschule und bauen am Standort eine Neue Mittelschule. Im 16. Bezirk wird in der Landsteinergasse 4 / Wiesberggasse 7 das bestehende Gebäude der Volksund Neuen Mittelschule saniert und aufgestockt, um zusätzlichen Schulraum zu schaffen. Die Fertigstellung ist im August 2021 vorgesehen. © Eva Kelety

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leben. Ihre LEBENSQUALITÄT ist unsere Aufgabe. Kultur, Immobilien, Logistik und Medien: Die Wien Holding schafft Lebensqualität für unsere Stadt. 365 Tage im Jahr zu jeder Zeit an jedem Ort. Für alle Wienerinnen und Wiener. www.wienholding.at


Standort stärken Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien, spricht über die zahlreichen Maßnahmen zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Wien. • INTERVIEW: Vanessa Haidvogl

„Wir müssen im internationalen Wettbewerb der Standorte viel stärker über die Stadtgrenzen hinaus und als Region denken – vor allem auch, wenn es um die Verkehrsströme geht.“

Seit Sommer ist der Wiener Standortanwalt im Amt. Was kann er für den Wirtschaftsstandort Wien tun? Es ist ein großer Erfolg, dass unsere Idee zum Standortanwalt Bundesgesetz wurde. Jetzt gibt es in Begutachtungsverfahren erstmals einen Fürsprecher für große Infrastrukturprojekte. Der Standortanwalt erhebt dafür die volkswirtschaftlichen Effekte von Großprojekten – wie viele Jobs werden geschaffen, wie viel mehr Steueraufkommen wird generiert oder welche Wertschöpfung entsteht. Das wird künftig in den Verfahren mehr Gewicht bekommen. Der Standortanwalt hat dafür vom Gesetzgeber Parteistellung in den Genehmigungsverfahren bekommen, was sehr gut ist. Denn der Bau und die Modernisierung von Infrastruktur sind notwendig, weil es den Standort im internationalen Wettbewerb stärkt. Wien wirbt mit „Wien baut vor“ für mehr Verständnis für bauliche Aktivitäten. Wie wichtig ist die Bauwirtschaft als Wirtschaftsmotor für die Stadt? Vor allem in Wien leistet die Bauwirtschaft einen großen Beitrag. Rund 4.500 Unternehmen der Branche beschäftigen über 26.000 Menschen. Darüber hinaus sichern Bauinvestitionen weitere Arbeitsplätze. Steckt man beispielsweise 100 Millionen Euro in den Wohnbau, entstehen dadurch über 1.200 neue Jobs. Wie hilft die Wirtschaftskammer Wien Unternehmen, sich in Wien anzusiedeln? Wir setzen hier eine Vielzahl an Maßnahmen. Das beginnt mit Wirtschaftsmissionen ins Ausland, auf denen wir intensiv Werbung für den Wirtschaftsstandort Wien betreiben, und geht bis zur Vermittlung von Gewerbeimmobilien. Über unseren Freie-Lokale-Service bringen

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wir beispielsweise die Immobilienwirtschaft mit Unternehmen, die Standorte suchen, zusammen. Gemeinsam mit der Wirtschaftsagentur Wien haben wir unter immo.v iennabusinessdistricts.at auch eine Webplattform für Gewerbeimmobilien gestartet. Ist der Klimaschutz auch ein Thema für die Wirtschaftskammer Wien? Klimaschutz ist selbstverständlich auch ein Thema für die Unternehmen und für uns als Interessenvertretung. Denn er bietet für den Wirtschaftsstandort große Chancen. Diese wollen wir mit unserer Initiative „Wiener Wirtschaft for Future“ sichtbar machen. Wir haben in Wien hervorragende Unternehmen, die auch in Umwelttechnologien führend sind. Vor Kurzem wurde ein grenzüberschreitender Logistikplan für NÖ und Wien präsentiert. Wie soll der Plan den Wirtschaftsstandort Wien stärken? Wir müssen im internationalen Wettbewerb der Standorte viel stärker über die Stadtgrenzen hinaus und als Region denken – vor allem auch, wenn es um die Verkehrsströme geht. Im Projekt Logistik 2030+ haben wir gemeinsam mit der Stadt Wien, dem Land Niederösterreich und der Wirtschaftskammer Niederösterreich 35 konkrete Maßnahmen mit 130 Einzelaktionen entwickelt. Ziel ist, die Logistik in der Region bestmöglich zu gestalten. So sollen Nutzungskonflikte sowohl im fließenden als auch im ruhenden Güter- und Individualverkehr gelöst, CO2-Emissionen eingespart und das Verkehrsaufkommen ohne Verluste bei Leistung und Qualität reduziert werden.

© WKW/Skalnik

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Großer Bedarf an Wohnraum gegeben Für Walter Hammertinger, Geschäftsführer von Value One Development, steht fest, dass der Wiener Immo­bilienmarkt in den nächsten Jahren weiter wachsen wird. • INTERVIEW: Anita Orthner Value One sucht aktuell nach neuen Liegenschaften. Ist der Bedarf an Wohnraum in Wien nach wie vor sehr hoch? Der Wiener Immobilienmarkt wird in den nächsten Jahren weiter wachsen und auch der Ballungsraum wächst stetig weiter. Bedarf ist also genug vorhanden. Wir haben durch die Realisierung von vielseitigen und höchst innovativen Projekten innerhalb des Viertel Zwei viel Know-how im Bereich Nachhaltigkeit, Mobilitäts- und Architekturkonzepte aufgebaut. Dieses möchten wir jetzt im Großraum Wien bei neuen Projekten anwenden. Wir haben uns hohe Ziele gesteckt. Die Herausforderung ist es, geeignete Liegenschaften zu finden.

Wie lauten die Ziele? Wir starten heuer – abseits von unserem Viertel Zwei – mit der Realisierung von rund 750 Wohneinheiten. Wir planen bereits ein Projekt in Wien-Brigittenau und erarbeiten gerade ein Konzept für einen Standort in Niederösterreich, aber auch andere Landeshauptstädte sind für uns von Interesse. Dieses Volumen möchten wir künftig jährlich erfüllen. Welche Projekte verfolgen Sie abseits von Wohngebäuden? Wir errichten für die Radisson Hotel Group unter dem Brand Radisson RED neben zwei Objekten in Portugal einen zweiten

Standort in Österreich. Die Eröffnung des 214-Betten-Hotels in Wien-Leopoldstadt ist für 2023 geplant. Im Bereich Büro stellt der Um- und Ausbau zweier historischer Zuschauerbühnen des Wiener Trabrennvereins im Viertel Zwei eine Besonderheit dar. In enger Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt schaffen wir dort hinsichtlich Stil und Ausführung einzigartige Büroräumlichkeiten für rund 400 Arbeitsplätze.

© Value One/Schmolke

Wirtschaftlichkeit, architektonische Qualität und Ökologisierung Drei wesentliche Aspekte prägen die Arbeit der BIG/ARE bei ihren Projekten, wie Geschäftsführer Hans-Peter Weiss im Interview erzählt. • INTERVIEW: Walter Senk Wo liegen derzeit die größten Wachstumspotenziale für BIG/ARE? Das größte Potenzial sehe ich derzeit in der weiteren Ökologisierung unserer Branche. Energieeffiziente Gebäude, alternative Technologien zur Strom- und Wärmeerzeugung direkt am jeweiligen Standort, die Verwendung ökologischer Baumaterialien, Re-Use-Konzepte beim Gebäudeabbruch oder auch die Gebäudezertifizierung werden stärker in den Fokus rücken. Das gesamthafte Herangehen an multifunktionale Lebens-, Lern- und Arbeitsräume wird immer wichtiger und nimmt in der integrierten Stadtteil- und Quartiersentwicklung eine bedeutende Rolle ein. Auch im Bildungsbereich, im Schulund Universitätsbau wird dieser gesamthafte Ansatz verstärkt nachgefragt.

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Welche Ideen verbinden alle ARE-Projekte? Zu unseren Grundsätzen zählt neben dem hohen Grad an Wirtschaftlichkeit und architektonischer Qualität auch die Ökologisierung – von der Planung bis zum Betrieb. Dieser Nachhaltigkeitsanspruch betrifft viele Facetten: von der Energiegewinnung über Ausgleichsmaßnahmen wie etwa Gründächer und Baumpflanzungen bis hin zu der Wiederverwertung von Bauteilen und Baumaterialien und möglichst flexiblen, anpassungsfähigen Nutzungskonzepten. Unser Ziel ist es hier, den gesetzlichen Forderungen voraus zu sein und die Branchenstandards zu definieren. In den vergangenen Jahren haben wir bereits eine Vielzahl solcher Maßnahmen erprobt und umgesetzt. Mit unseren Nach-

haltigkeitsmindeststandards werden wir diese Maßnahmen künftig bei allen Projekten umsetzen.

© ARE/Zlodej

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Eine Milliarde Euro für Klimaschutz Peter Hanke, Stadtrat für Finanzen, Wirtschaft, Digitalisierung und Internationales, über die Wiener Wirtschaftsstrategie und Investitionen in Klimaschutz und Digitalisierung. • INTERVIEW: Vanessa Haidvogl

„Im aktuellen Budget haben wir die klima­ relevanten Ausgaben kenntlich gemacht. Insgesamt wird die Stadt Wien im Jahr 2020 fast eine Milliarde Euro in Klimaschutzprojekte investieren.“

Die Stadt Wien hat eine Wirtschaftsund Innovationsstrategie bis zum Jahr 2030 entwickelt. Was ist ihr Ziel? Die zentralen Herausforderungen, vor denen Städte stehen, sind der technologische Wandel, die Klimakrise und die Urbanisierung. Wien kann in diesen Bereichen Lösungen liefern, die die Lebensqualität der Menschen verbessert. Wir wollen daher die

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sechs Stärkefelder des Wirtschafts- und Innovationsstandorts weiter ausbauen und unseren Beitrag zur Lösung der globalen Herausforderungen liefern. Die Spitzenfelder sind smarte Lösungen für den städtischen Lebensraum des 21. Jahrhunderts, die Gesundheitsmetropole Wien, die Wiener Digitalisierung, die smarte Produktion in der Großstadt, Wien als Stadt der internationalen Begegnung und Kultur- und Kreativmetropole Wien. 100 Leitprojekte sollen helfen, das Ziel zu erreichen. Können Sie uns Beispiele von Projekten nennen? Die Umsetzung der Strategie erfolgt in konkreten Leitprojekten, die auch zeigen, was den Markenkern Wiens auszeichnet: „Der Mensch im Mittelpunkt“. So werden wir Forschung zum digitalen Humanismus mit dem Ziel unterstützen, die Technologien besser an den Bedürfnissen der Menschen auszurichten. Die Förderung der Wiener Fachhochschulen haben wir um 25 Prozent erhöht. Und mit dem EIT Manufacturing Hub in Wien positionieren wir uns klar zum Thema „Produktion in der Stadt“. 2020 soll das klimafreundlichste Budget in der Geschichte Wiens werden. Was meinen Sie konkret? Wien hat seit 20 Jahren ein engagiertes Klimaschutzprogramm. Unsere Anstrengungen tragen auch Früchte, wie etwa der hohe Anteil der mit den Öffis zurückgelegten Strecken beweist. Im aktuellen Budget haben wir die klimarelevanten Ausgaben kenntlich gemacht. Insgesamt wird die Stadt Wien im Jahr 2020 fast

eine Milliarde Euro in Klimaschutzprojekte investieren. Wien möchte Digitalisierungshauptstadt in Europa werden. Wie sieht der Fahrplan dafür aus? Ende September 2019 haben wir ein umfassendes Digitalisierungsprogramm für die nächsten Jahre beschlossen. Die „Digitale Agenda 2025“ koordiniert zahlreiche Projekte aus unterschiedlichen Bereichen unter einem strategischen Dach. Sie bildet die Grundlage auf Wiens Weg zur Digitalisierungshauptstadt Europas. Das bedeutet, dass wir den Standort Wien stärken, der IT-Branche klare Impulse geben und auch als Stadt durch Kooperationen die Möglichkeiten der Digitalisierung voll nutzen. Wir haben hier auch schon in der Vergangenheit viel getan: Die Stadt Wien hat eine eigene Strategie für den Umgang mit künstlicher Intelligenz, wir haben viele Behördenwege schon digitalisiert und Service-Apps wie den WienBot für die Wienerinnen und Wiener entwickelt. Mit welchen Maßnahmen soll die Wiener Gesundheitswirtschaft gestärkt werden? Wien ist ein herausragender Standort der Medizin, der medizinischen Forschung und der Medizinwirtschaft. Deswegen braucht Österreich eine „Benannte Stelle“, die für die Marktzulassung von Medizinprodukten laut EU-Recht notwendig ist. Hier unterstützt Wien im Rahmen seiner Möglichkeiten. Auch das Thema Laborflächen für die Forschung ist ein Thema, das wir angehen werden.

© Jungwirth

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Ein attraktiver Standort Michael Ehlmaier, Geschäftsführer der EHL Immobilien GmbH, ist davon überzeugt, dass der österreichische Investmentmarkt für nationale und internationale Investoren weiterhin äußerst interessant bleibt. • INTERVIEW: Walter Senk früher Versicherungen, Fonds oder auch Privatinvestoren Immobilien ohne konkrete Überlegungen für einen Exit, sprich einen zukünftigen Verkauf des Objektes, getätigt haben, bestimmt heutzutage die „Liquidierbarkeit“ des Investments oft die Kaufentscheidung.

„Das Marktvolumen wird in den kommenden Jahren weiter nahe den aktuellen Rekordwerten liegen und die Preise werden tendenziell eher noch weiter nach oben gehen.“

Im Jahr 2019 wurde mit knapp sechs Milliarden Euro Investitionsvolumen der höchste je registrierte Wert an Investmenttransaktionen in Österreich verzeichnet. Wie kam es dazu? Dieser Rekord ist zwar auch bzw. vor allem dem historisch niedrigen Zinsniveau und der schlechten Performance von Alternativveranlagungen geschuldet, doch sinkt parallel dazu auch die durchschnittliche Haltedauer der eingegangenen Investments institutioneller Investoren. Dort, wo

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Werden Immobilien in den kommenden Jahren schneller gedreht werden? Wir glauben, dass die Anzahl und das Volumen der Immobilientransaktionen zukünftig über einen längeren Zeitraum betrachtet auch unter Einrechnung von Phasen schwächerer Nachfrage nicht zurückgehen, sondern im Gegenteil eher weiter ansteigen werden, da ein aktives Portfoliomanagement das Drehen und kontinuierliche Anpassen des Immobilienbestandes an die jeweilige Veranlagungsstrategie bedingt. Betrifft die Schnelllebigkeit auch die Mietverträge? Die Nutzer versuchen, die rechtlich verbindliche Mietvertragslaufzeit so weit wie möglich zu reduzieren, um auf geänderte Rahmenbedingungen flexibel reagieren zu können. Das sieht man schon seit Längerem im Einzelhandelsbereich, wo die Mieter nicht nur auf Umsatzmieten drängen und somit das Geschäftsrisiko zum Teil auf den Vermieter überwälzen, sondern auch bei den Mietvertragslaufzeiten. Aber auch im Bürobereich nehmen die

sogenannten „Shared Spaces“, wo voll ausgestattete Büros inkl. Infrastruktur zum Teil auf extrem kurzfristiger Basis angemietet werden, zu. Dies ermöglicht es den Nutzern, besonders flexibel auf Projekte und kurzfristige Auftragsschwankungen zu reagieren. Gemeinsam ist allen kurzfristigen Vermietungskonzepten, dass sie vom Markt immer stärker nachgefragt werden und den Mietern Vorteile bringen. Wie werden sich die Preise in Österreich entwickeln? Das Marktvolumen wird in den kommenden Jahren weiter nahe den aktuellen Rekordwerten liegen und die Preise werden tendenziell eher noch weiter nach oben gehen. Wer kauft derzeit in Österreich? Prinzipiell ist der Markt in den letzten Jahren immer internationaler geworden. Unter den Anlegern stellen die koreanischen Investoren eine zunehmend aktive Käufergruppe dar, die 2019 mit dem Erwerb des Hilton Vienna am Stadtpark sowie des T-Centers stark auf sich aufmerksam machten. Aber auch die Schweizer Investoren konnten einen großen Teil zum internationalen Transaktionsvolumen beitragen. Die meisten ausländischen Käufer sind mit ca. 23 Prozent immer noch die Deutschen.

© EHL Immobilien

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Auf der Suche nach neuen Therapiemöglichkeiten zur Behandlung von Krebs konzentrieren sich die Forscher von Boehringer Ingelheim auf die „Big Four“: vier Proteine, die bei der Krebsentstehung eine zentrale Rolle spielen und bisher als unbehandelbar galten.

der Welt. Forschung und Entwicklung gelten als treibende Kraft im Unternehmensverband.

Vielfalt und Vernetzung Österreich zählt laut OECD zu den europäischen Vorreitern in Sachen Forschung und Entwicklung. Das zeigen Investitionen von internationalen Topunternehmen wie Boehringer Ingelheim, Infineon oder Novartis in ihre ÖsterreichStandorte. • TEXT: Helmut Wolf

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m Standort Villach haben unsere Mitarbeiter mit einem tollen ‚Mind-Set‘ eine einzigartige Expertise aufgebaut, die uns hilft, unsere Position am Weltmarkt weiter zu stärken“, freut sich Sabine Herlitschka, Vorstandsvorsitzende der Infineon Technologies Austria AG. Das Unternehmen gilt als einer der weltweit führenden Anbieter von Halbleiterlösungen und Mikroelektronik. In Kärnten – als einzigem Standort neben Deutschland – werden die Kompetenzen für Forschung und Entwicklung, Fertigung sowie globale Geschäftsverantwortung gebündelt. Mit einem Forschungsaufwand von 498 Millionen Euro

Mit einer Forschungsquote von 3,14 Prozent des BIP (2017) liegt Österreich auf Platz zwei in der EU.

gilt Infineon Austria als forschungsstärkstes Unternehmen Österreichs. Auch der Pharmakonzern Boehringer Ingelheim erweitert und investiert seit Jahren in den Forschungsstandort in Wien. Seit vielen Jahren hat Boehringer Ingelheim seine onkologische Forschung in Wien konzentriert. Wien ist das Zentrum der Krebsforschung von Boehringer Ingelheim. Bisher konnten zwei Wirkstoffe (Afatinib, Nintedanib) zur Behandlung des nichtkleinzelligen Lungenkarzinoms erfolgreich auf den Markt gebracht werden. Der deutsche Konzern ist eines der 20 führenden pharmazeutischen Unternehmen

DYNAMISCHES UMFELD „Wichtig für unsere Krebsforscher ist die Zusammenarbeit mit unabhängigen Forschungseinrichtungen“, sagt Boehringer-Ingelheim-Unternehmenssprecher Matthias Sturm. Aktuell bestehen über 70 dieser Kollaborationen mit Universitäten auf der ganzen Welt und anderen Instituten. Vielfalt und starke Vernetzung charakterisieren seit jeher die österreichische „Life Sciences Community“: Topforscher und „Serial Entrepreneurs“ arbeiten Seite an Seite, über Ideenbörsen finden Unternehmen gut zueinander. Cluster und Kompetenzzentren mit regionalen Schwerpunkten fördern zudem die rege Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, universitärer und außeruniversitärer Forschung. Unternehmen und Start-ups im therapeutischen, medizintechnischen und diagnostischen Bereich und Anbieter von Schlüsseltechnologien bilden ein dynamisches Umfeld für die Forschung. HOTSPOT WIEN Der Fokus liegt dabei besonders in Ostösterreich: Jedes zweite Biotech-Unternehmen ist im Hotspot Wien angesiedelt. Mit dem Campus „Vienna BioCenter“ ist eines der führenden biomedizinischen Forschungszentren Zentral- und Osteuropas entstanden. Hier arbeiten rund 30 Biotech-Unternehmen und Start-ups mit etwa 500 Mitarbeitern sowie mehr als 1.700 Forschende aus 40 Nationen Seite an Seite. Mehr als 1.300 Studierende frequentieren die Universitätsinstitute und den Fachhochschulcampus. Innovation gedeiht am besten in kreativen, interdisziplinären Ökosystemen. Österreich bietet hier das ideale Umfeld. Hinzu kommen ein engmaschiges Netz zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, starke Förderungen und stabile Rahmenbedingungen – jene Zutaten, die die Basis bilden für eine nachhaltige Forschung und Entwicklung.

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© Boehringer Ingelheim

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Auf der Unfallchirurgie der „Privatklinik Hochrum“ werden häufig hochkarätige Sportstars operiert.

Chronisch vorbildlich Land der Spitzenmedizin: In Österreichs Krankenhäusern wird erstklassig versorgt sowie laufend Innovation und rege Forschung betrieben. Das beschert nicht nur Erfolge, sondern wird auch international stark wahrgenommen. • TEXT: Robert Penz

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sterreichs Gesundheitssystem gilt europaweit als beispielhaft. Rund 98 Prozent der Bevölkerung sind hier sozialversichert und haben Anspruch auf medizinische Versorgung –unabhängig von Alter, Wohnort, Herkunft und sozialem Status. In den rund 270 heimischen Krankenhäusern werden Tag für Tag medizinische Spitzenleistungen erbracht. GEWALTIGE INVESTITIONEN Die Weiterentwicklung ist dabei ein essenzielles Asset. Insbesondere an den Universitätskliniken des Landes wird geforscht und investiert, was das Zeug hält. 2019 ist etwa der Investitionsplan für gemeinsame Innovationen von „AKH Wien“ und „Medizinischer Universität Wien“, der 1,4 Milliarden Euro an Investitionen bis 2030 in Aussicht stellt, in die nächste Phase getreten. Auch wurde mit der Erweiterung der Kinder- und Jugendpsychiatrie begonnen sowie jene der Ambulanzflächen des Herz-Thorax-Zentrums fortgesetzt. „Mit diesen Investitionen werden wir den Weltruf, den sich dieses

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Krankenhaus über Jahrzehnte erarbeitet hat, weiter verstärken“, so Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker. FORSCHUNG GEGEN RACHITIS An der „Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde“ am „Kepler Universitätsklinikum“ in Linz wird wiederum seit Jahren zur Prävention von Rachitis bei Kindern geforscht. Hintergrund: Rund 1,1 Millionen Österreichern fehlt es an Vitamin D. Eine Unterversorgung kann gravierende Störungen des Knochenstoffwechsels bewirken, bei Kindern bekannt als Rachitis. Der britischen Arbeitsgruppe von Wolfgang Högler, dem in Linz sowie an der Universität Birmingham forschenden Vorstand der Klinik, ist 2019 eine aufsehenerregende Arbeit gelungen. Aus dieser geht hervor, dass es am effektivsten wäre, Massennahrungsmittel mit Vitamin D anzureichern. „Anstatt zu versuchen, eine ganze Bevölkerung oder alle Risikogruppen zu supplementieren, ist es viel einfacher und billiger, Vitamin D durch angereichertes Mehl oder Milchprodukte aufzunehmen“, so Högler.

KOMFORT & KORYPHÄEN Für die mehr als 40 Privatkliniken des Landes ist Stillstand ebenso keine Option. So eröffnete 2019 etwa die „Rudolfinerhaus Privatklinik“ in Wien ihre Billroth-Stationen – exklusive Zimmer mit Loggien zum hauseigenen Park, die den Patienten höchsten Komfort in Aussicht stellen. Ihren 140. Geburtstag feiert heuer wiederum die „Privatklinik Hochrum“. Sie versorgt die Patienten niedergelassener Tiroler Fachärzte, wenn stationärer Aufenthalt erforderlich ist. Internationale Bekanntheit erlangte die Klinik ob ihrer berühmten Patienten aus dem Sportbereich, die dort gerne ihre Verletzungen behandeln lassen. Skigrößen wie Anna Veith, Lindsey Vonn und Aksel Lund Svindal oder die Fußballzauberer Lucas Hernández vom FC Bayern oder „Manchester City“-Star Leroy Sané – sie alle konnten sich bereits von der Qualität der „Privatklinik Hochrum“ überzeugen.

© Hochrum/Klocker

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Starkes Aufholpotenzial Die Wiener Börse ist günstig bewertet und in der Wachstumsregion CEE fest verankert – gute Karten für 2020. • TEXT: Harald Kolerus

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as vergangene Aktienjahr ist international gesehen sehr erfreulich verlaufen. Wie gut konnte der heimische Finanzplatz da mithalten? Die Kursentwicklung der Wiener Börse 2019 bezeichnet Fritz Mostböck, Aktienspezialist bei der Erste Group, als „eher verhalten, wir befanden uns im internationalen Vergleich aber im guten Mittelfeld. Im herrschenden Niedrigzinsumfeld standen die großen, etablierten Märkte viel stärker im Fokus als die kleineren.“ Zum Vergleich: Der ATX legte 2019 um 16,1 Prozent zu, der DAX um 25,5 Prozent, der Euro Stoxx 50 um 24,8 Prozent und der Dow Jones um 22,3 Prozent. An dieser Stelle muss man allerdings hinzufügen, dass etwa beim DAX die Dividenden in die Performance miteingerechnet werden, beim ATX nicht. Inklusive Ausschüttungen kommt der Wiener Leitindex im vergangenen Jahr auf rund 19 Prozent plus. „ATTRAKTIVES NIVEAU“ Die somit wirklich nicht üble, aber doch vergleichsweise zurückhaltende Performance Wiens führt wiederum dazu, dass am heimischen Markt nach wie vor günstige Bewertungen zu finden sind: „Von einer Überbewertung kann keine Rede sein, im Gegenteil: Mit einem KGV von rund 10 für heuer und das kommende Jahr befindet sich der ATX auf

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einem attraktiven Niveau“, so der Experte. Was spricht 2020 und darüber hinaus außerdem für Aktieninvestments im Allgemeinen und Wien im Speziellen? Mostböck: „Die Zinsen werden auch weiterhin niedrig bleiben, für die nächste Anhebung im Euroraum rechnen wir frühestens im ersten Quartal 2022. Dieses Umfeld begünstigt risikoreichere Assets wie eben Aktien. Sicherlich sind angesichts des Niedrigzinsniveaus auch wieder Dividenden ein Thema, wobei hier Wien gute Karten in der Hand hat. Heuer und nächstes Jahr sollte die Dividendenrendite der ATX-Unternehmen durchschnittlich bei vier Prozent liegen, das ist durchaus beachtlich und ein gutes Argument für Investments in österreichische Aktien.“

FEST VERANKERT Ein weiterer Treiber für die Wiener Börse ist die Region Ost- und Zentraleuropa (CEE): „Die Volkswirtschaften weisen dort ein deutlich höheres Wachstum als Westeuropa auf, ein Vorteil für die Börse Wien, die eng mit CEE verbunden ist. Ich gehe davon aus, dass die Region wieder stärker in den Blickpunkt der Investoren kommen wird“, erklärt Mostböck und gibt für heuer ein ATX-Kursziel von 3.500 Punkten vor. Bernd Maurer, Head of Company Research Raiffeisen Centrobank, sieht den österreichischen Leitindex zu Jahresende bei 3.360 Zählern und zeigt sich ebenfalls optimistisch: „Für ein allgemein positives Aktienumfeld sprechen die Stabilisierung der internationalen wirtschaftlichen Vorlaufindikatoren sowie das Niedrigzinsumfeld. Wien punktet speziell mit der Positionierung im Wachstumsmarkt CEE, starken Dividendenrenditen und günstigen Bewertungen.“ Der Experte verweist darauf, dass Wien mit einem KGV-Abschlag von 27 Prozent zum breiten europäischen Markt gehandelt wird: „Das eröffnet doch schönes Aufholpotenzial.“ Ein Satz, der als Fazit für 2020 stehen gelassen werden kann.

Das ATX-Kursziel für heuer liegt bei 3.500 Punkten

© Wiener Börse/Stiller

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Hohe Dividenden sprechen für Wien Viele Österreicher verpassen schöne Renditechancen, weiß Christoph Boschan, CEO der Wiener Börse. Das soll sich in Zukunft ändern. • INTERVIEW: Harald Kolerus reichten die Ausschüttungen einen absoluten Rekordstand: 3,2 Milliarden Euro gingen an die Eigentümer.

Die Börsen sahen 2019 ein volatiles, aber letztlich erfolgreiches Jahr. Was spricht 2020 prinzipiell für Aktien und besonders für Wien? Gerade in Zeiten von Nullzinsen sind Aktien die Gelegenheit, um am Erfolg der Wirtschaft teilzuhaben. Österreichische Aktien stehen für stabile Werte mit einer Rendite von sechs bis sieben Prozent jährlich. Zudem liefern die Unternehmen mit 3,8 Prozent im Europavergleich überaus attraktive Dividendenrenditen. 2019 er-

Österreicher gelten eher als „Aktienmuffel“. Haben Sie Pläne, um dieses Anlageinstrument beliebter zu machen? Wer an technischen Fortschritt und die Weiterentwicklung der Menschheit glaubt, sollte sich nicht nur als Konsument am Wirtschaftsleben beteiligen, sondern auch als Investor. Dafür muss die Einstellung der Menschen gegenüber Aktien geändert werden. Wir setzen eine Vielzahl an Aktivitäten, um das Finanzwissen zu stärken, denn mangels Wissen verpassen Österreicher Renditechancen.

Wie könnte die Politik den Kapitalmarkt stärken? Im Regierungsprogramm finden sich positive Signale für den heimischen Kapitalmarkt. Die Behaltefrist für Aktien zur Befreiung von der KESt ist ein Schritt in die richtige Richtung. Die KESt-Befreiung für Kursgewinne bei Veranlagungen von über einem Jahr hat es in Österreich lange Zeit gegeben. Langfristige Investments werden damit für Kleinanleger attraktiver und werden mehr Interesse an den Kapitalmarkt ziehen.

© Wiener Börse/Stiller

Innovativer Stadtteil für Wien Mit „THE HUB 21“ wird in Wien-Floridsdorf ein innovativer Stadtteil entwickelt. Die Nachfrage nach diesem Standort ist groß, wie Anton Bondi de Antoni, Geschäftsführer der Bondi Consult, bestätigt. • INTERVIEW: Walter Senk Was verbirgt sich hinter dem Namen „THE HUB 21“? „THE HUB 21“ ist unser jüngstes Projekt und gleichzeitig Wiens derzeit größtes gewerbliches Entwicklungsprojekt. Anfang 2019 haben wir die ehemaligen Siemensgründe im 21. Wiener Gemeindebezirk erworben und sind in Abwicklung des Erwerbes des gegenüberliegenden Areals, der Siemensstraße 88.

von uns das „Paket Sorglos“, nicht nur für ihre eigenen Flächen, sondern auch – durch einen interaktiven Ansatz – für die Vernetzung und Optimierung der (Allgemein-)Flächen für die Nutzer gesamt und untereinander. Das Projekt wurde von den Gewerbebetrieben jenseits der Donau höchst positiv aufgenommen, wie der bereits überraschend hohe Vorverwertungsansatz für die ersten Bauteile zeigt.

Was ist die Idee dahinter? „THE HUB 21“ stellt eine der letzten großen zusammenhängenden Gewerbeflächen in Wien mit Industrie- und Gewerbewidmung dar. Gewerbenutzer erhalten

Wie ist der Status quo? Das Gesamtprojekt besteht aus sechs Hubs: Innovation, Central, Service, Hotel, Office und Student Hub, wovon die drei erstgenannten (ehemals der Business

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Campus 21) bereits geplant und fast vollständig verwertet sind, für die Umsetzung des ersten Hubs erwarten wir in den nächsten Wochen die Baugenehmigung. Die drei letztgenannten Hubs sind in Entwicklung..

© Bondi Consult/Hetzmannseder

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Bester Fleck auf der Welt Wolfdieter Jarisch, Vorstand der S+B Gruppe, über die Fortschritte bei der Entwicklung der D-City sowie die Besonderheiten dieses Wiener Stadtentwicklungsprojekts. • INTERVIEW: Anita Orthner ersten Halbjahr. Wir rechnen mit einem Baustart im Herbst. Der Baustart der DC Residentials und des Bildungscampus mit Kindergarten, Volksschule und Gymnasium erfolgt 2020. Der Einreichprozess für die DC Waterline läuft und wir hoffen, heuer die Bauverhandlung zu haben. In Summe errichten wir in der D-City ein Bauvolumen von einer Million Kubikmetern.

„Man muss sich schon zu Beginn Gedanken machen, was das künftige Objekt alles bieten muss. Da kann das, was heute belächelt wird, morgen Standard sein.“

Die D-City, Ihr Stadtentwicklungsprojekt auf der Wiener Donauplatte, läuft heuer so richtig an. Wie ist der Status quo bei den einzelnen Projekten? Wir starten 2020 mit dem Hochbau der Danube Flats, Österreichs höchstem Wohngebäude, sowie des DC 3 Towers, Österreichs höchstem Studentenwohnheim. Die Einreichung für den 180 Meter hohen Wohn- und Büroturm DC 2 erfolgt im

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Was zeichnet diese Quartiersentwicklung aus? Die Donaucity ist die größte städtebauliche Entwicklung in Europa, die vor rund 30 Jahren begonnen hat und mit unseren Projekten ihre Vollendung findet. Sie ist ein Paradebeispiel für Stadtentwicklung, weil sie künftig Wohnen mit Kinderbetreuung, dem Bildungswesen, der Wirtschaft sowie Freizeit- und Kulturangeboten perfekt verknüpft. Die Donauplatte ist der beste Fleck auf der Welt. Die vielen Freizeitangebote vor der Haustüre, die schnelle Erreichbarkeit der Innenstadt mittels U-Bahn sowie die Anbindung an ein überregionales Verkehrsnetz – all das an einem Ort zu haben, ist einzigartig. Die D-City bietet seinen künftigen Bewohnern aber auch andere Annehmlichkeiten … Wir verfolgen hier die Leitvision „Stadt der Zukunft“. Das heißt, wir werden jene, die dort leben und arbeiten, digital bestmöglich unterstützen. Es wird Angebote

wie beispielsweise elektrische Zutrittssysteme, die sich durch reine Annäherung automatisch öffnen, sprachgesteuerte und App-gesteuerte Haustechnik, Drohnen-Landeplätze für die Zustellung von Paketen, App-gesteuerte E-Ladestationen und eine eigene App für die D-City sowie einzelne Gebäude geben. Projektentwicklungen dauern heutzutage immer länger. Man muss sich schon zu Beginn Gedanken machen, was das künftige Objekt alles bieten muss. Da kann das, was heute belächelt wird, morgen Standard sein. Was tut sich abseits der D-City? Im zweiten Quartal 2020 stellen wir THE STUDENT HOTEL fertig. Mit seinen 819 Zimmern ist es das größte Studentenwohnheim in Österreich. Wir bieten dort einen Full Service, der sich an internationale Studenten, die über Förderprogramme kommen, richtet. Dieses Konzept möchten wir auch in anderen Universitätsstädten umsetzen, weshalb wir auf der Suche nach geeigneten Grundstücken sind. Im Sommer starten wir vis-à-vis des Wiener Hauptbahnhofes mit dem Bau eines Wohnhauses mit 12.000 Quadratmetern Wohnfläche. Im 20. Bezirk gehen die Planungen für einen 80 Meter hohen Wohnturm mit 22.000 Quadratmetern Wohnfläche in die letzte Runde. Mitte des Jahres reichen wir das Projekt ein. © S+B Gruppe/Wilke

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Rechtsbeistand bei Ansiedelung Die Alpenrepublik ist ein begehrtes Pflaster für ausländische Unternehmen. Für eine erfolgreiche Betriebsansiedelung bedarf es jedoch einer ganzheitlichen juristischen Expertise. • TEXT: Robert Penz

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sterreich ist für ausländische Unternehmen ein attraktives Terrain. 355 Ansiedelungen – der Großteil davon aus Deutschland – konnte die staatliche Agentur ABA – Invest in Austria 2018 verbuchen. „Die hervorragende Infrastruktur, die politische und soziale Stabilität sowie die hohe Qualifikation der Arbeitskräfte sind für viele ausländische Unternehmen Anreiz, sich in Österreich anzusiedeln“, so Rechtsanwältin Simone Maier-Hülle, Partnerin in der Kanzlei Müller | Partner. Essenziell vor einer Ansiedelung ist eine gute Vernetzung. „Bereits vor Markteintritt sollte man die richtigen Geschäftsbeziehungen aufbauen“, so die Expertin. NÖTIGES KOMPETENZ-BUNDLE Für eine erfolgreiche Betriebsansiedelung in Österreich bedarf es stets mehrerer Kompetenzen. „Es braucht Spezialisten, die sowohl für Österreich als auch für das Herkunftsland fachliches Know-how aufweisen. Wir versorgen ausländische Unternehmer und Investoren mit maßgeschneiderten Informationen und den

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richtigen Kontakten, etwa zu Anwälten, Steuer- und Förderberatern, damit die Unternehmensgründung unkompliziert und möglichst rasch erfolgen kann“, erklärt Birgit Reiter-Braunwieser von ABA – Invest in Austria, deren Service kostenlos und unabhängig ist. Abgesehen von einem guten Produkt, einem elaborierten Businessplan, einer ausgeklügelten Strategie etc. ist natürlich auch juristische Expertise gefragt. Maier-Hülle: „Neben den gesellschaftsrechtlichen Bereichen, wie etwa der Gründung einer passenden österreichischen Gesellschaft, gibt es vor allem auch immobilienrechtliche und gewerberechtliche Thematiken, die ein Unternehmen vor große Aufgaben stellen.“ Peter Oberlechner, Partner und Head of Real Estate bei Wolf Theiss, sieht das ähnlich: „Qualifizierte Anwälte klären und regeln alle rechtlichen Voraussetzungen einer Betriebsansiedelung: Sie prüfen die Frage notwendiger Genehmigungen und Meldungen, schaffen die passende rechtliche Gesellschaftsstruktur für das jeweilige Unternehmen und kümmern sich um

das gesamte notwendige Vertragswerk – von Mietverträgen über Arbeitsverträge bis zu den Verträgen, die die jeweilige betriebliche Tätigkeit mit sich bringt.“ Oberlechner rät daher, erfahrene Großkanzleien zu bemühen. ÖSTERREICHISCHE SPEZIFIKA Auch auf österreichische Besonderheiten muss Augenmerk gelegt werden. „Etwa auf das Gebührengesetz, das Zusammenspiel von Bau- und Betriebsanlagenrecht sowie die Tatsache, dass Bauordnungen Ländersache sind“, sagt Rechtsanwalt Alfred Nemetschke, Partner bei Nemetschke | Huber | Koloseus. Maier-Hülle ergänzt: „Jedes der neun Bundesländer hat eine eigene Bauordnung und eigene zuständige Behörden.“ Laut ihr gelte es zudem, die österreichischen Spezifika des Gewerberechts zu beachten. „Einzelne Gewerbe sind in Österreich häufig anders definiert und reglementiert als in anderen Rechtsordnungen“, so die Anwältin.

© Adobe Stock/snowing

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Die Wahl der richtigen Rechtsform Österreich ist ein ausgezeichneter Wirtschaftsstandort mit unzähligen Möglichkeiten für Unternehmer und Investoren. • TEXT: Gerald Kerbl, Steuerberater und Partner bei TPA

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eben den europäischen Rechtsformen steht Unternehmern in Österreich eine breite Palette an Rechtsformen zur Verfügung. Bei falscher Rechtsformwahl steigt die Steuerbelastung schnell höher, als unbedingt notwendig ist. Hier finden Sie einen kurzen Guide, um einen ersten Überblick zu erhalten: In Österreich besteht keine einheitliche Unternehmensbesteuerung, sodass verschiedene Rechtsformen teilweise zu unterschiedlichen Steuer- und Abgabenlasten führen. Allgemein wird zwischen Einzelunternehmen, Personengesellschaften (OG, KG, GesbR sowie atypisch stille Gesellschaft) und Kapitalgesellschaften (GmbH, AG) unterschieden. Personengesellschaften werden in Österreich ertragsteuerlich transparent behandelt, sie stellen kein eigenes Steuersubjekt dar. Vielmehr wird der Gewinn auf Ebene der Gesellschaft berechnet und

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dann anteilsmäßig auf alle Gesellschafter aufgeteilt, wo dieser in weiterer Folge zusammen mit den restlichen Einkünften der jeweiligen Gesellschafter besteuert wird. Einzelunternehmen unterliegen in Österreich grundsätzlich dem progressiven Steuertarif (bis zu 55 Prozent Grenzsteuersatz). Kapitalgesellschaften hingegen gelten nicht als transparent, sondern werden vom Gesellschafter getrennt betrachtet. Sie sind in der Ertragsteuer somit ein eigenes Steuersubjekt und werden mit der Körperschaftsteuer (KöSt), welche aktuell 25 Prozent beträgt, besteuert. Der Gesellschafter (natürliche Person) wird erst bei Gewinnausschüttungen mit 27,5 Prozent Kapitalertragsteuer (KESt) belastet (endbesteuert). Die Gesamtsteuerbelastung beträgt in diesem Fall 45,625 Prozent. Ausschüttungen an juristische Personen sind steuerbefreit möglich. Gewährte Einlagen können grundsätzlich steuerneutral

zurückgezahlt werden. Ein wesentlicher Vorteil von Kapitalgesellschaften ist insbesondere die Möglichkeit, besteuerte Gewinne (ohne Ausschüttung) zu reinvestieren und so einen Liquiditätsvorteil zu erzielen. AUF DEN PUNKT GEBRACHT: 1. Einzelunternehmen und Personengesellschaften sind (ohne Inanspruchnahme von Begünstigungen und bei Vollausschüttung) bis zu einer Bandbreite des steuerpflichtigen Gewinnes von TEUR 220 bis TEUR 270 die günstigere Variante. Diese Grenze ist natürlich nicht statisch, da diese z. B. durch die Beanspruchung von Gewinnfreibeträgen und sonstigen Begünstigungen auch höher liegen kann. 2. Da die Geschäftsentwicklung oftmals zu Beginn nicht konkret abzusehen ist, kann auch ein „schleichender“ Einstieg gewählt werden: Einzelunternehmen können beispielsweise bei steigenden Gewinnen in Kapitalgesellschaften umgegründet werden. Hier bietet das österreichische Recht ein hohes Maß an Flexibilität. Bei Interesse nutzen Sie unseren kostenlosen Online-Rechtsformrechner, den Sie unter www.tpa-group.at/de/rechtsformrechner finden können, oder kontaktieren Sie uns auf direktem Weg.

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Das „Innovationsförderprogramm Kombinierter Verkehr“ ist eine umweltverträgliche Alternative zum reinen Straßengüterverkehr.

Die Infrastruktur der Zukunft ist klimafreundlich Österreich gilt als führendes „Drehkreuz“ nach Mittel- und Osteuropa. Einer der wesentlichen Vorteile liegt in der hoch entwickelten Infrastruktur. Neben Flug-, Bahn- und Schiffsverkehr steht besonders die klimafreundliche (Elektro-)Mobilität im Fokus. • TEXT: Helmut Wolf

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ie CO2-Reduktion im Verkehrsbereich gehört zu den Schlüsselsektoren für die Erreichung unserer nationalen Klimaziele“, betont man im österreichischen Nachhaltigkeitsministerium. Der Weg zu diesem Ziel führt auch über die Elektromobilität. Damit E-Autos eine alltagstaugliche Alternative werden, ist eine flächendeckende Infrastruktur notwendig. Mit dem neuen „Online-Ladestellenverzeichnis“ wurde ein großer Schritt gesetzt, um die Nutzung von

Elektroautos in Österreich noch attraktiver zu machen. „Ich bin jetzt hier – wo kann ich am besten laden?“ Diese Aufgabenstellung wird in der Applikation abgebildet – und beantwortet. E-Mobilität ist in der Gesellschaft angekommen. Nicht zuletzt aufgrund der zahlreichen Maßnahmenbündel der Bundesregierung, wie etwa die Auslobung von Förderungen. So umfasst das Gesamtvolumen der E-Mobilitätsoffensive in den Jahren 2019 und 2020 etwa 93 Millionen Euro. Mit dem Nationalen Strategierahmen „Saubere Energie im Verkehr“ definiert das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) zudem verkehrsträgerübergreifend Infrastrukturaufbauziele der Zukunft – für Elektrizität, Wasserstoff und Erdgas. Die Weiterentwicklung der bereits gut ausgebauten österreichischen Verkehrsinfrastruktur erfolgt laufend durch den nachhaltigen Ausbau der Zu einer zukunftsfähigen Verkehrsinfrastruktur gehört „Bundesverkehrsinfrastruktur“. auch die Infrastruktur für alternative Kraftstoffe, mitsamt E-Ladestationen, H2-Tankstellen usw.

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UMWELTVERTRÄGLICHE VERKEHRSKETTE Straßen, Bahnnetze, Wasserwege, aber auch die Versorgung mit leistungsstarken Kommunikationsnetzen sind für die Bevölkerung und Entwicklung der Wirtschaft sehr wichtig. Das „Innovationsförderprogramm Kombinierter Güterverkehr“ (IKV) des BMVIT fördert Neuinvestitionen in den „Kombinierten Verkehr“ und jene Unternehmen, die einen Beitrag zur Verkehrsverlagerung von der Straße auf die Schiene und das Schiff bzw. zur Schließung von Lücken in der Transportkette leisten. Durch die Kooperation verschiedener Verkehrsträger werden die spezifischen Vorteile effizient innerhalb einer umweltverträglichen Verkehrskette genützt. Dies eröffnet eine Reihe umweltfreundlicher Alternativen zum reinen Straßengüterverkehr. Auch die Donau ist als wichtige europäische „Wasserstraße“ ein essenzieller Bestandteil der österreichischen (und europäischen) Verkehrsinfrastruktur. Mit dem „Aktionsprogramm Donau“ hat das BMVIT bis 2022 eine Strategie zur Nutzung und zum Schutz der Donau entwickelt. Im Rahmen der „neuen, integrierten Klima- und Energiestrategie“ für Österreich gilt für den Verkehrssektor das klare Ziel: Bis 2030 müssen die CO2-Emissionen um 36 Prozent (Basisjahr 2005) gesenkt werden. Auf Basis 2016 sind das 7,2 Millionen Tonnen CO2. Dies soll durch wesentlich verbesserte Services im Mobilitätsbereich, durch die Nutzung von Möglichkeiten der Digitalisierung, durch den Ausbau leistungsstarker öffentlicher Verkehrsmittel, effizienten Güterverkehr sowie einen Übergang zu Null- und Niedrigstemissionsfahrzeugen erreicht werden. Die Infrastruktur der Zukunft ist klimafreundlich!

© ÖBB RCG, BMNT/Haiden

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© Michael Stabentheiner

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Urbane Klimastrategien für Stadtregionen

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österreichweit rund 280 Fahrzeuge an 28 Standorten für die letzten Kilometer zu ihrem Ziel zur Auswahl. Und weil wir auch hier auf die Umwelt schauen, steigern wir den Anteil der E-Autos laufend. Derzeit bieten wir 24 E-Fahrzeuge an zwölf Stationen.

Signal für klimafreundliches Reisen Andreas Matthä, Vorstandsvorsitzender der ÖBB-Holding, über CO2-neutrale Mobilität, den Streckenausbau und Modernisierung der Flotte. • INTERVIEW: Vanessa Haidvogl Was erwartet die Bahnfahrer 2020? Mit dem neuen Fahrplan setzen wir wieder ein starkes Signal für klimafreundliches Reisen in Österreich. Mit mehr und modernen Zügen und zusätzlichen internationalen Verbindungen wollen wir den Umstieg auf die Bahn weiter erleichtern. Bei den internationalen Verbindungen erweitern wir die Erfolgsgeschichte unseres ÖBB Nightjets um ein weiteres Kapitel. Ein besonderes Highlight dabei ist die Aufnahme der Nachtverbindung zwischen Wien und Brüssel, die seit Jänner zweimal wöchentlich angeboten wird. Auf Schiene ist auch das Angebot im Nah- und Regionalverkehr, das wir österreichweit deutlich ausbauen. Insgesamt sind in Österreich Ausweitungen von rund vier Millionen zusätzlichen Zugkilometern

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geplant. Und damit unsere Fahrgäste dies entspannt nutzen können, investieren wir rund 2,8 Milliarden Euro in die Modernisierung unserer Flotte. Bereits im Sommer 2020 werden in der Ostregion weitere 24 Cityjets vom Typ Desiro ML aufgegleist. Mit Ende 2021 sollen dann 189 dieser modernen Züge unterwegs sein. Wie gut wird der Service Rail&Drive angenommen? Zwei Jahre ist es her, dass wir unser ÖBB Rail&Drive für die letzte Meile österreichweit ins Leben gerufen haben. Und ich freue mich, dass unsere Kunden den Service so gut annehmen. Von einst 16 Standorten und rund 150 Fahrzeugen konnten wir das Angebot stark ausweiten. Die derzeit 7.300 registrierten Kunden haben

Wie viel investieren die ÖBB in Modernisierungsmaßnahmen? Die Zukunft gehört der Bahn – das ist uns bewusst. Nicht zuletzt, weil der Zug das klimafreundlichste Transportmittel ist. Mit der Instandhaltung, Modernisierung und dem Ausbau des Streckennetzes wollen wir laufend hohen Kundennutzen und Qualitätsverbesserungen schaffen. Dafür wurden bereits vor Jahren die Weichen gestellt: In der Zeit von 2018 bis 2023 investieren wir knapp 14 Milliarden Euro in die österreichische Bahninfrastruktur – rund 2,4 Milliarden werden es 2020 sein. In Zeiten des Klimawandels wird Bahnfahren schick. Wie „grün“ ist Bahnfahren tatsächlich? Wir bieten bereits seit Jahrzehnten umweltfreundliche, sichere und leistbare Mobilität. Gemeinsam mit unseren Kunden ersparen wir der Umwelt pro Jahr rund 3,5 Millionen Tonnen CO2. Damit sind die ÖBB ganz klar Teil der Lösung im Kampf gegen den Klimawandel. Dieses Bewusstsein gewinnt auch in der Bevölkerung immer mehr an Bedeutung. Seit Sommer 2019 sind wir mit 100 Prozent grünem Strom nicht nur in unseren Zügen, sondern auch an allen Bahnhöfen und Büros umweltfreundlich auf Schiene. Damit haben wir gut Fahrt aufgenommen, um bis 2030 eine CO2-neutrale Mobilität bieten zu können. Streckenausbau Wien–Bratislava: Ab wann wird man die slowakische Hauptstadt von Wien aus in 40 Minuten erreichen? Wir wollen die Strecke von Wien nach Bratislava 2023 in Betrieb nehmen und ab da an die Züge in dichteren Intervallen und mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 200 Stundenkilometern fahren.

© ÖBB/Hauswirth

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Wachstum geht weiter Die Flughafen-Wien-Vorstände Julian Jäger und Günther Ofner blicken auf ein erfolgreiches Jahr 2019 zurück. Welche Neuheiten die Passagiere heuer erwarten dürfen, erzählt das Vorstandsduo im Interview. • INTERVIEW: Anita Orthner

Welche Neuheiten können die Fluggäste 2020 am Flughafen Wien erwarten? JÄGER: Auch 2020 wird ein erfolgreiches Jahr für den Flughafen Wien, es wird neue Flugangebote und Services für Passagiere geben. Auch wenn das Wachstum nicht mehr so stark ausgeprägt sein wird wie im Vorjahr, rechnen wir mit einer Steigerung bei den Passagieren. Der Sommerflugplan 2020 wird neue Destinationen und mehr Flugverbindungen bringen. So fliegt Austrian Airlines ab Ende März 2020 viermal und ab Mitte April sechsmal wöchentlich nach Boston in den Vereinigten Staaten. Bis 2023 modernisieren wir unsere Terminalinfrastruktur: Passagiere erleben dann in der neuen 70.000 Quadratmeter großen Süderweiterung zahlreiche neue Shops, Gastronomieeinrichtungen und elegante Lounges. Gab es bei den Passagieren 2019 erneut ein Wachstum am Standort Wien? Wenn ja, was hat dazu geführt? JÄGER: 2019 war ein absolutes Rekordjahr mit über 31 Millionen Reisenden am Flughafen Wien. Wachstumstreiber waren

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Austrian Airlines, die den größten Anteil an Passagieren am Flughafen Wien bedienen, sowie das starke Wachstum bei den Low-Cost-Carriern. Durch den Wegfall der Air-Berlin-Gruppe im Jahr 2017, des damals zweitgrößten Carriers am Standort, wurde eine Lücke frei, die von anderen Airlines, wie Lauda, Wizz Air, Level, easyJet und vielen mehr, rasch gefüllt wurde. Der Flughafen Wien ist auch ein wichtiger Gewerbestandort. Was hat sich rund um den Airport 2019 Jahr getan? Gibt es Pläne für einen weiteren Ausbau des Betriebsstandorts? OFNER: Die Airport City entwickelt sich rasant weiter, der neue Office Park 4 wird plangemäß im Mai 2020 in Betrieb gehen. Das Interesse an Büroflächen am Flughafen ist groß, das neue Gebäude ist bereits zu mehr als 40 Prozent vermietet. Wir bieten in der Airport City perfekte Standortvoraussetzungen für Unternehmen: eine exzellente Verkehrsanbindung durch die Autobahn, die ÖBB-Fernverkehrsverbindung, die Schnellbahn und den

City Airport Train, der direkt ins Wiener Stadtzentrum führt, ein topausgestattetes Gesundheitszentrum, ein Fitnesscenter, zahlreiche Shopping-, Gastronomie- und Nahversorgungseinrichtungen und künftig einen neuen großen Betriebskindergarten mit weitreichenden Öffnungszeiten. Ein drittes Hotel ist ebenfalls in Planung und unser Start-up-Center zur Förderung von innovativen Unternehmern ist bereits sehr aktiv. Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit für den Flughafen? OFNER: Der Airport wächst, aber mit Verantwortung: Seit 2011 konnten die CO2-Emissionen um rund 70 Prozent pro Verkehrseinheit und der Energieverbrauch um 40 Prozent gesenkt werden. Ende 2020 wird der Flughafen acht Fotovoltaikanlagen betreiben. Schon bald wird der Flughafen Wien CO2-neutral arbeiten, trotz Verkehrs- und Standortwachstums, und noch vor 2050 wollen wir unsere CO2-Emissionen auf null reduzieren.

© Flughafen Wien/Hofer

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Der Flughafen Wien und sein künftiges Entree – ein erster Blick auf den neuen „Office Park 4“.

Wiens Airport wird CO2-neutral Die „Airport City“ am Flughafen Wien wächst stetig und mit Bedacht auf die Umwelt. Während der „Office Park 4“ im kommenden Mai seine Pforten öffnet, bringt die „Solarstromoffensive 2020“ etwa drei neue Fotovoltaikanlagen mit sich. • TEXT: Robert Penz

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er Flughafen Wien wächst kontinuierlich weiter, tut dies aber mit Verantwortung. Seit 2011 konnten vor Ort etwa die CO2-Emissionen um satte 70 Prozent pro Verkehrseinheit und der Energieverbrauch um 40 Prozent reduziert werden. Für Günther Ofner, Vorstand der Flughafen Wien AG, aber noch lange nicht das Ende der Fahnenstange: „Wir wollen noch vor 2030 einer der ersten CO2-neutralen großen Airports werden.“ Eine gewichtige Rolle soll dabei die eigene Stromproduktion spielen. GIGANTISCHE SOLARFLÄCHEN Bereits jetzt produziert der Flughafen Wien mit seinen Fotovoltaik-Anlagen rund zwei Millionen Kilowattstunden pro Jahr. Künftig wird die Jahresstromproduktion nahezu verdoppelt und auf mehr als drei Millionen Kilowattstunden steigen. Zudem werden 2020 zusätzlich 2.500 Solarmodule auf den Dächern der Parkhäuser 3 und 8 angebracht. Damit vergrößern sich die Solarflächen am Wiener Airport auf rund 16.000 Quadratmeter, was etwa einer Fläche von drei Fußballfeldern gleichkommt. WEITERE GRÜNE INITIATIVEN Die Erweiterung der Fotovoltaikanlagen ist jedoch nur eine von vielen aktuellen Maßnahmen im Rahmen des Umwelt-

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managements am Flughafen Wien. So wird die E-Flotte mit aktuell mehr als 380 E-Fahrzeugen laufend ausgebaut. Ein weiterer Fokus liegt auf der Energieoptimierung bestehender Bauten sowie auf der nachhaltigen Bauweise für künftige Gebäude wie das „Office Park 4“. Dieses Herzstück der Airport City Vienna wird im Mai seine Pforten öffnen. Dann stehen weitere 26.000 Quadratmeter Büro- und Eventflächen in der Airport City zur Verfügung. Für Ofner ist der „Office Park 4“ ein veritables Vorzeigeprojekt: „Der hochmoderne Gebäudekomplex ist nicht nur nachhaltig und energieeffizient, sondern wird in wenigen Monaten zum Zentrum für innovative Köpfe aus den unterschied-

Der Ausbau der Solarenergie soll die jährlichen CO2-Emissionen um rund 1.800 Tonnen reduzieren.

lichsten Branchen werden.“ Mit flexiblen Coworking-Spaces, einem Kindergarten sowie weiteren Gastronomie- und Eventflächen unter einem Dach könne man das bisher schon breite Angebot der Airport City Vienna – als idealer Betriebsstandort für Unternehmen – auf ein neues Qualitätsniveau heben, so der Vorstand weiter. ATTRAKTIVER WINTERFLUGPLAN Aber auch hinsichtlich seiner Passagiere ist der Flughafen Wien auf Wachstumskurs. Am Standort Wien stieg deren Zahl von Jänner bis September 2019 um 19,5 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Jahres zuvor auf 23.956.086 Reisende an. Dieser Steigerung spielt natürlich auch der noch bis 28. März aktuelle Winterflugplan in die Karten. Im Oktober 2019 steigerte u. a. Austrian Airlines die Frequenzen nach Washington und Kapstadt, während „Lauda“ und „Wizz Air“ seither mehr als 30 neue Ziele ansteuern. „Auf der Langstrecke sind Washington und Kapstadt öfter erreichbar, ‚Thai Airways‘ fliegt täglich nach Bangkok und es gibt viele neue Direktflüge von Wien – etwa nach Liverpool oder Bremen“, freut sich Julian Jäger, Vorstand der Flughafen Wien AG. www.airport-city.at

© HNP Architects

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100 Jahre Salzburger Festspiele

Ein Land voll Hochkultur „Die Feste feiern, wie sie fallen“ – in Österreich erwartet alle Kultur­ interessierten ein facettenreiches Angebot an wunderbaren Konzerten und großartigen Tanz- und Musikfestivals. • TEXT: Brigitte Gindl

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sterreich ist ein Land der Hochkultur. Neben Traditionshäusern wie der Wiener Staatsoper, dem Burgtheater oder dem Ronacher stehen vor allem während der Sommermonate zahlreiche Festivals auf dem Programm, die weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt sind. Wie jedes Jahr warten als Hauptattraktionen die klassischen Musikfestspiele in Salzburg, Bregenz, St. Margareten und Mörbisch auf. 100 JAHRE SALZBURGER FESTSPIELE Unglaubliche 100 Jahre Salzburger Festspiele: In ihrem Jubiläumsjahr erwartet die Besucher in der Mozartstadt ein spezielles, einzigartiges Programm. Unter dem Motto: „100 Jahre Festspiele als Leuchtfeuer“ stehen die heurigen Festspiele. Vor einem Jahrhundert initiierten die Künstler Max Reinhardt, Hugo von Hofmannsthal, Richard Strauss, Bühnenbildner Alfred

Verdis „Rigoletto“ auf der Seefestbühne Bregenz

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Roller und Dirigent Franz Schalk mit Bürgern die Salzburger Festspiele als „eines der ersten Friedenswerke“. An diese Idee, Bühnenveranstaltungen als Friedensprojekt aus dem Geist der Kunst, erinnern die Bühnenwerke heuer mit der „Ouverture spirituelle“ im Zeichen von Pax (Friede). 1920 fanden mit „Jedermann“ die ersten Salzburger Festspiele vor dem Salzburger Dom statt. Seit damals wird Salzburg in den Sommermonaten zur einzigartigen Hochburg für Kulturliebhaber aus der ganzen Welt. In den Veranstaltungswochen stehen mehr als 200 Vorstellungen auf 15 Spielstätten an 44 Tagen auf dem Spielplan. FESTSPIELE AM SEE Ein großartiges Ambiente samt schillerndem, fantastischem Bühnenbild bietet die Seefestbühne Bregenz. Vor zauberhafter

Kulisse wird Giuseppe Verdis „Rigoletto“ auf schwimmender Bühne aufgeführt. Die Geschichte um Hofnarr Rigoletto, seine Tochter Gilda und den lüsternen Herzog soll Tausende Festspielfans in ihren Bann ziehen. Im Festspielhaus erklingt zur Eröffnung Arrigo Boitos Oper „Nero“. Ihre Uraufführung feierte die Oper 1924 an der Mailänder Scala. OPER IM STEINBRUCH Eine imposante steinerne Naturkulisse für seine Festspiele bietet St. Margareten im Römersteinbruch im Burgenland. Auf dem Programm 2020 steht Puccinis Oper „Turandot“. Drei Rätsel stellt Prinzessin Turandot jedem Mann, der um ihre Hand und um den Platz auf dem Thron anhält. Wer die Rätsel nicht löst, stirbt durch den Henker. Das vergossene Blut Hunderter Anwärter tränkt Pekings Straßen. Das chinesische Volk ächzt unter der tyrannischen Herrschaft der Prinzessin. Alle Hoffnungen ruhen auf dem namenlosen Prinzen, der mit seinem alten, blinden Vater und der ihm folgenden Liù aus dem fernen Tartarenreich in den Palast der gefürchteten Herrscherin zieht. Wie durch ein Wunder löst er Turandots Rätsel. Als diese sich weigert, dem Prinzen die Hand zu reichen, stellt er der Störrischen ein Rätsel: Sie soll ihm seinen Namen nennen, den keiner kennt. Turandot setzt alle Hebel ihrer Macht in Bewegung und verhängt über ihr Volk ein Schlafverbot, bis der Name

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„Turandot“ im Römersteinbruch St. Margareten

des Unbekannten gefunden ist. Mit „Keiner schlafe – Nessun dorma!“ gelang Giacomo Puccini eine der beliebtesten Arien der Opernliteratur. Puccinis geheimnisvoll zerklüftete Klänge finden in der schroffen Felslandschaft des Römersteinbruchs ihren idealen Widerhall.

MEHR KOMPETENZ. MEHR DISKRETION. IHR ERFOLG. Dr. Anton Bondi de Antoni

MUSICAL IN MÖRBISCH Mit dem Welterfolg „West Side Story“ ist ein ganz großer Musical-Klassiker erstmals auf der Seebühne Mörbisch zu erleben. Die packende Handlung über zwei rivalisierende Gangs im New York der 1950er-Jahre und eine große Romeo-und-Julia-Liebesstory hat seit seiner Uraufführung 1957 ein Millionenpublikum begeistert. Leonard Bernsteins fantastische Musik und viele großartige Songs („Maria“, „Tonight“, „Somewhere“ oder „Mambo“) sollen das Publikum elektrisieren. Die Mörbischer Seefestspiele faszinieren Kulturliebhaber seit 1957 mit bezaubernden Operetten und schwungvollen Musicals. Harmonisch eingebettet in die imposante Naturkulisse des Nationalparks Neusiedler See befindet sich die weltweit größte Open-Air-Operettenbühne. KONZERT VOR DEM SCHLOSS Das Sommernachtskonzert der Wiener Philharmoniker im Schönbrunner Schlosspark stellt jedes Jahr ein Highlight des Wiener Konzertkalendariums dar. Vor traumhafter Kulisse bieten die Wiener Philharmoniker am 21. Mai dem interessierten Publikum bei freiem Eintritt Musikgenuss auf höchstem Niveau. Salzburger Festspiele www.salzburgerfestspiele.at Bregenzer Festspiele www.bregenzerfestspiele.at Römersteinbruch St. Margareten www.operimsteinbruch.at Seefestspiele Mörbisch www.seefestspiele.at Sommernachtskonzert der Wiener Philharmoniker in Schönbrunn www.sommernachtskonzert.at

© Salzburger Festspiele/Horn, Bregenzer Festspiele/Larmann, P. Tate de Poo

2020

ENTSCHEIDENDES KNOW HOW IN DER BERATUNG UND UMSETZUNG FÜR IHRE IMMOBILIE. www.bondiconsult.com


Spanische Hofreitschule – erfolgreiches Aushängeschild für Österreich Seinen Namen verdankt der Tourismusmagnet Ferdinand I., der die edlen spanischen Pferde nach Wien brachte. Aufgrund ihrer Gelehrigkeit eigneten sich diese hervorragend für die klassische Reitkunst. • TEXT: Brigitte Gindl

I

n der Spanischen Hofreitschule wird Reitkunst in Renaissancetradition der „Hohen Schule“ gepflegt. Früher waren deren Besuch und Nutzung dem Adel vorbehalten. Daher der Begriff Hofreitschule. Noch heute bezeugt eine Tafel über dem Reitereingang, dass die Spanische Hof-

Sonja Klima leitet seit 2019 die Spanische Hofreitschule.

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reitschule (SRS) „zum Unterricht und zur Übung der adeligen Jugend wie auch zur Ausbildung der Pferde für Kunstritt und Krieg“ errichtet wurde. Heute können die Besucher die Pferde hautnah erleben. Die weltberühmten Vorführungen der Lipizzaner finden regelmäßig in der prachtvollen barocken Winterreitschule in der Hofburg statt. Die Vorführungen sind das Ergebnis langjähriger Ausbildung und intensiver Arbeit der Bereiter und ihrer Lipizzaner. Die stürmischen Junghengste bezaubern das Publikum ebenso wie die bereits voll ausgebildeten Schulhengste. DIE ZÜGEL WEITER FEST IN FRAUENHAND Nach Elisabeth Gürtler leitet seit März 2019 Sonja Klima die SRS. „Ich sehr es als wesentliche Zielsetzung, die über Jahrhunderte erhaltene klassische Reit-

kunst auf höchstem Niveau nachhaltig zu bewahren und die einzigartige Tradition als weltweit einmaliges Kulturerbe für nächste Generationen zu erhalten. An erster Stelle steht für mich das Wohl unserer Pferde. Ich konnte bereits mit dem engagierten Team in Wien, im Trainingszentrum Heldenberg und im Lipizzanergestüt Piber viele kleine Erfolge erzielen – wie etwa für unsere Pensionshengste in Piber den Grundstein für ihre „Seniorenresidenz“ legen. LIPIZZANERHENGST ALS GESCHENK FÜR ABU DHABI Erstmals in der 454-jährigen Geschichte der SRS ging es 2019 für Hengste und Bereiter nach Abu Dhabi. Die Eroberung des neuen Marktes spielte für die Hofreitschule eine wichtige Rolle. Nach langer Vorbereitung in Wien und in enger Abstimmung mit den Veranstaltern vor Ort ist es gelungen, auf dem Areal des Emirates Palace eine Luxusherberge für die Hengste und eine Reitarena vor imposanter Kulisse zu schaffen. Den Auftakt des Besuches bildete die Übergabe von Hengst Neapolitano Theodorosta an Kronprinz Mohammed bin Zayed Al Nahyan und dessen Tochter. Zahlreiche Vertreter der Herrscherfamilie und eine hochkarätige österreichische Wirtschaftsdelegation waren ebenfalls vor Ort. Nach ihrem Debüt vor der Herrscherfamilie tanzten die Lipizzanerhengste bei zwei weiteren – diesmal öffentlichen – Vorführungen und begeisterten das Publikum am Persischen Golf. Für Sonja Klima ein grandioser Auftakt ihrer Tätigkeit: „Wir sind stolz, dass wir in den Vereinigten Arabischen Emiraten unsere Reitkunst präsentieren durften. Uns verbindet eine große Pferdeliebe und wir freuen uns, dass ,Neapolitano‘ so ein herzlicher Empfang bereitet wurde. Natürlich hoffen wir, dass wir dem Publikum in Abu Dhabi in guter Erinnerung bleiben.“ Weit über die Landesgrenzen hinaus hat sich die Spanische Hofreitschule einen Namen gemacht und steht in der UNESCO-Liste als immaterielles Kulturerbe der Menschheit. www.srs.at

© Wien Tourismus/Bauer, BMNT/Gruber

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Gute Aussichten

Smart Cities, Stadtk lima, Architektur, Sozialer Wohnbau, Nachhaltigkeit, Büros, Wohnungslosigkeit, Hotellerie, Rev italisierung, Lu xus, Wohnraumgestaltung, Stadtplanung, Investments, Grätzelent w ick lung, … Wir haben die Gegenwart und Zukunft von Wohnen und Bauen im Blick. Jeden Samstag in Ihrer „Presse“ und unter:

DiePresse.com/immobilien


reich. Die größte Transaktion war jene des Hotel Hilton am Stadtpark, das um mehr als 300 Millionen Euro von einem südkoreanischen Konsortium erworben wurde.

Hirmer Immobilien und Travel Charme Hotels & Resorts errichten ein neues Hotel in Strobl am Wolfgangsee.

Tourismus braucht neue Betten Der Markt für Hotelinvestments boomt in Österreich wie nie zuvor. Die Gästezahlen steigen und damit auch der Bedarf an modernen Zimmern. • TEXT: Vanessa Haidvogl

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sterreich ist und bleibt ein Tourismusland, was sich in den steigenden Nächtigungs- sowie Auslastungszahlen der Hotels widerspiegelt. Von 2010 bis 2018 verzeichnete der Hotelmarkt in Wien eine durchschnittliche Wachstumsrate von rund 4,4 Prozent pro Jahr. Als Reaktion darauf sollen bis 2022 rund 5.500 neue Hotelzimmer in Wien entstehen. Die gestiegene Auslastung sowie der Umsatz pro Zimmer unterstreichen

das Rekordhoch am Hotelmarkt, das sich auch im Investmentbereich feststellen lässt: Hotels waren im ersten Halbjahr 2019 die zweitstärkste Assetklasse in Österreich. Wie CBRE meldet, wurden im ersten Halbjahr 2019 am Wiener Hotelinvestmentmarkt rund 490 Millionen Euro (plus 700 Prozent) investiert. „Die Investoren fokussieren nach wie vor stark auf die Hauptstadt“, so Georg Fichtinger, Head of Investment Properties bei CBRE Öster-

Das ehemalige Handelsgericht in der Riemergasse wird zum Fünf-Sterne-Hotel Vienna Court umgebaut.

NEUE PROJEKTE Die meisten neuen Hotelprojekte entstehen am Hauptbahnhof in Wien. So auch jenes von Adina Hotels, die australisches Lebensgefühl nach Wien bringen möchten: Der Anbieter für hochwertige Apartment-Hotels will bis Ende 2020 in der Canettistraße eröffnen. Im April diesen Jahres will das MOOONS gegenüber dem Wiener Hauptbahnhof seinen Betrieb starten. Noch in der Errichtungsphase befindet sich das BEL & MAIN Vienna der SIGNA im Quartier Belvedere, wo ebenfalls ein Apartmenthotel mit 134 Hotelzimmern geplant ist. Weitere Beispiele für künftige Hotels sind das Fünf-Sterne-Hotel Vienna Court in der Riemergasse, das ab Ende 2021 seinen Gästen Luxus pur bieten will. Schon im Sommer 2020 soll die internationale Hotelkette DORMERO das Hotel im HoHo Wien in der Seestadt Aspern eröffnen. Am Wienerberg wird derzeit THE BRICK errichtet, das neben Büros auch ein Hotel beherbergen wird. Pächter ist die internationale Hotelgruppe Plateno. Die ersten Gäste werden ab dem zweiten Quartal 2020 im „7 Days Premium South Gate“ nächtigen können. URLAUBSDESTINATION SALZBURG Das Tourismusland Österreich braucht aber nicht nur in der Bundehauptstadt neue Betten für seine Gäste. Daher ist auch eine rege Entwicklungstätigkeit in den Bundesländern zu beobachten – sowohl in den Städten als auch in den Ferienregionen. So stehen etwa zwei Standorte in Österreich im Fokus von Hirmer Immobilien und Travel Charme Hotels & Resorts: Strobl am Wolfgangsee und Bad Gastein. Ab 2022 erwarten 119 Zimmer und Suiten die Gäste in dem direkt am Ostufer des Wolfgangsees gelegenen Resort inklusive Rooftop-Bar und einem einmaligen Dach-Spa mit Outdoor-Pool sowie vielfältigem Sauna-Bereich. Bis 2023 revitalisiert die Hirmer Gruppe auch ein ehemaliges Hotelensemble im österreichischen Bad Gastein. Vor einem Jahr hatte das Unternehmen die drei altehrwürdigen Immobilien Alte Post, Badeschloss und Grandhotel Straubinger dem Land Salzburg mit dem Versprechen abgekauft, die geschichtsträchtigen Bauwerke als Hotelbetrieb wiederaufleben zu lassen.

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© Travel Charme Hotels und Resorts, Vienna Court

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DESIGN DAYS GRAFENEGG ©GRAFENEGG

15. - 17. MAI 2020

DESIGN BRAUCHT EINEN RAHMEN

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RS T S TA M A G I E L E W N TA L E an M elie v ER

Am . en & sign Days T y m e m D Tho bei den rn! siche ts Tass s t e Tick ticke Jetzt -days.at/ n desig

Von 15. bis 17. Mai 2020 verwandelt sich Grafenegg wieder in eine faszinierende, begehbare Designerlebniswelt. Seien auch Sie dabei und erleben Sie die Trends 2020 von mehr als 200 Top-Marken in den Bereichen Outdoor, Interieur, Küchen, Pool, Garten, Technik, Handwerk und Design.

15.-17. MAI

GRAFENEGG

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Nachhaltigkeit ist erwarteter Standard geworden Jahr für Jahr steigen die Nächtigungszahlen in der Wiener Hotellerie. Welche Auswirkungen das auf Investments hat und welche Trends die Branche bewegen, erzählt Roman Kopacek, Managing Director bei Michaeler & Partner, im Interview. • INTERVIEW: Vanessa Haidvogl

„Das Produkt sollte mit dem Standort im Einklang sein, eine Geschichte erzählen können und am Puls der Zeit sein. Oftmals spielen dabei die Architektur und das Design eine große Rolle“

Welche Trends werden die Hotelbranche 2020 beschäftigen? Es gibt eine große Bandbreite an Trends, die sich stetig weiterentwickeln und ändern. Dazu zählen etwa kleinere Zimmereinheiten (14 bis 16 Quadratmeter), Mischnutzungen verschiedener Hotel-Assetklassen und -Kategorien, Sharing Economy wie Co-Working und Co-Living, weg vom klassischen Hotel hin zu servicierten Apartments, attraktivere Angebote für Fachkräfte, um dem Personalmangel entgegenzuwirken, (voll)automatisierte Hotels, VR-Technologien und Einsatz von künstlicher Intelligenz durch Bereitstellung von Hotel-Chatbots. Dennoch ist zu beachten, dass sich nicht jeder Trend für jedes Produkt eignet, und es gilt, alle Trends vor der Einführung abhängig vom Produkt zu evaluieren – man muss auch nicht jedem Trend folgen.

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Wien verzeichnet weiterhin Nächtigungsrekorde. Welche Auswirkungen hat das auf lokale Hotelinvestments? 2019 generierte Wien 17,6 Millionen Nächtigungen (+6,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) und wird somit das von WienTourismus vorgenommene Ziel von 18 Millionen Nächtigungen bis 2020 erreichen und sehr wahrscheinlich auch übertreffen. Dieses Wachstum wird weiterhin viele Investoren aus dem Ausland anziehen, die Immobilien- und Baupreise nach oben treiben und die Renditen weiterhin sinken lassen. Zukünftig wird auch die Wiener Umgebung (der sogenannte Speckgürtel) wichtiger für Entwickler. Im Stadtzentrum ist nur mehr wenig Platz für Neuentwicklungen und somit werden auch immer mehr Bestandsgebäude konvertiert. Woher kommen die Investoren? Die Investoren kommen zurzeit hauptsächlich aus dem DACH-Raum, Frankreich, Luxemburg, UK (bedingt auch durch den Brexit), den USA, dem arabischen und asiatischen Raum wie etwa China und Korea. Mangels verfügbarer Immobilien am westeuropäischen bzw. am deutschen Hotelmarkt wird Österreich zukünftig noch attraktiver. Welche Faktoren sind neben der Lage ausschlaggebend für den Erfolg eines Hotelstandorts? Ausgehend von der Stadthotellerie sind das öffentliche Verkehrsnetz, Parkplät-

ze, die Infrastruktur und die Sichtbarkeit ebenso entscheidend. Zusätzlich sollten sich Nachfragegeneratoren für das jeweilige Produkt in unmittelbarer Umgebung befinden, um einen guten RevPAR (Erlös pro verfügbarer Zimmerkapazität) im Hotel erzielen zu können. Das Produkt sollte mit dem Standort im Einklang sein, eine Geschichte erzählen können und am Puls der Zeit sein. Oftmals spielen dabei die Architektur und das Design eine große Rolle, beispielsweise beim Design- & Lifestyle-Hotel „Andaz by Hyatt“ in Wien. Von der Errichtung bis zum täglichen Hotelbetrieb: Wie wichtig ist Nachhaltigkeit in der Branche? Nachhaltigkeit im Hotel ist mittlerweile nicht mehr wegzudenken und für viele Reisende ein erwarteter Standard geworden. Neben den bereits bekannten Maßnahmen wie Einsparungen beim Energieverbrauch (Wasser, Strom, Heizung und Kühlung), Reduzierung von Plastik oder Regionalität im Food-&-Beverage-Bereich werden neue Maßnahmen gesetzt, wie z. B. der Verzicht auf den täglichen Reinigungsservice (teils auch schon mit Preisnachlässen). Der Trend zur Nachhaltigkeit bringt mehr Kunden, die auch bereit sind, mehr für das Produkt zu bezahlen. Mittlerweile gibt es emissionsfreie oder Null-Energie-Bilanz-Hotels, beispielsweise das Boutiquehotel Stadthalle in Wien.

© Michaeler & Partner/Martínez

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Wir sprechen Tourismus – unsere Leistung für Ihren Erfolg Das Unternehmen Michaeler & Partner ist seit 1995 als Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen in der Tourismusbranche tätig und Teil der FMTG (Falkensteiner Michaeler Tourism Group). Im Wesentlichen bearbeitet Michaeler & Partner drei große Geschäftsbereiche: PROJEKTENTWICKLUNG Partner für die strategische Entwicklung Ihrer Vision. • • • • • •

Machbarkeitsstudie mit Businessplan 2nd Opinion Projektprüfung und -optimierung Destinationsentwicklung Architektenwettbewerbe Betreibersondierung, Betreiberauswahl und begleitende Verhandlungsunterstützung

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Projektmanagement Entwicklungs- bis Bauphase Touristischer Support, Planungs- und Bauphase Anschaffung FF&E/OS&E Nachhaltigkeitsberatung/-Zertifizierung (ÖGNI/DGNB) Projektkostenermittlung und Detailbudget

UNTERNEHMENSBERATUNG Partner für die ganzheitliche Optimierung Ihres Betriebes.

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Das Service­ und Dienstleistungsunter­ nehmen entwickelt aus einem Guss und in Teamarbeit die persönliche Tourismuskonzeption für den Kunden, setzt diese um und kontrolliert deren Erfolg. Dabei umfasst der Service von Michaeler & Partner das ganze Spektrum von der Visionsentwicklung über die strategische Beratung bis zum operativen Betrieb. Über 500 realisierte Projekte mit einem Investitionsvolumen von insgesamt über 750 Millionen Euro sind Ausdruck einer effektiven Arbeitsphilosophie. Zum Kundenportfolio von Michaeler & Partner gehören kleine und große Privathoteliers ebenso wie internationale Kettenhotels, Investoren, Immobilienentwickler, Betreiber und Bankinstitute. Innerhalb der Arbeitsphilosophie baut Michaeler & Partner unter Wahrung der Kundeninteressen eine lang andauernde

2020

Luxury Resort Villa Eden, Gardone

Wirkung und Nachhaltigkeit in einem absoluten Vertrauensverhältnis zum Projektpartner „Kunde“ auf. Der Service von Michaeler & Partner ist auf eine nachhaltige Wirkung ausgerichtet: die Realisierung der gemeinsam mit dem Kunden definierten Ziele und Visionen. Der wirtschaftliche Erfolg der Kunden ist dabei oberste Maxime. Über 500 Projekte und zufriedene Kunden. Sprechen wir über ganzheitliche Beratung. Mitarbeiter von Michaeler & Partner greifen dank eines umfassenden und gelebten Netzwerks zwischen den verschiedenen Dialoggruppen innerhalb der internationalen Tourismusindustrie auf ein breit angelegtes Know-how zurück. Den Kunden wird ein kompletter Allroundservice rund um die Entwicklung und den Bestand touristischer Groß- und Kleinprojekte geboten.

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Büro Wien: A-1020 Wien roman.kopacek@michaeler-partner.com Tel.: +43 (0)50 9912 1050 Büro Vahrn: I-39040 Vahrn/Brixen karin.mitterrutzner@michaeler-partner.com Tel.: +39 0472 978 140 www.michaeler-partner.com

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Das TFZ Seibersdorf erhält klimaaktiv Silber – ein energieeffizientes und hochqualitatives Gebäude.

Wirtschaftsmotor Ostregion Wirtschaft, Mobilität, Infrastruktur, Digitales und Nachhaltigkeit sind die zentralen Themen des größten Bundeslandes Österreichs. Der Wirtschaftsstandort Niederösterreich kommt gut an – die Zahl der Betriebsansiedelungen steigt kontinuierlich. • TEXT: Gisela Gary

D

rismus haben.“ Als wesentliche Schwerpunkte für die nächsten Jahre nannte Miernicki den Breitbandausbau, das „Haus der Digitalisierung“, das bis 2022 in Tulln entstehen soll, und die Weiterentwicklung der Wirtschaftsparks. Im CCK Wirtschaftspark Kottingbrunn entstehen zurzeit zwei neue Betriebsansiedelungen. Der Wirtschaftspark ist ein wichtiger Impulsgeber in der Region. Die VSL Mehrwegverpackungen GmbH und die Schlosserei Plank ziehen in den CCK Wirtschaftspark Kottingbrunn. Das Stichwort „Wirtschaftsmotor Ostregion“ forciert die Zusammenarbeit von Niederösterreich und Wien. Die „Austrian Roadmap 2050“, eine Plattform für Mobilität und Infrastruktur, initiiert von Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und dem Wiener Bürgermeister Michael Ludwig, Attraktiv für Betriebe – der Wirtschaftspark Kottingbrunn stellt die Themen Wirtschaft, erhält Zuwachs. ie „Wirtschaftsstrategie Niederösterreich 2025“ verfolgt drei konkrete Ziele: Internationalisierung, Innovation und Forschung und nachhaltiges Unternehmenswachstum. Helmut Miernicki, Geschäftsführer ecoplus: „Wir als ecoplus durften uns als Wirtschaftsagentur des Landes Niederösterreich einbringen, weil wir sehr viele Aufgaben im Bereich der Wirtschaftsunterstützung und des Tou-

Mobilität, Infrastruktur, Digitales und Nachhaltigkeit ins Zentrum. Im aktuellen EU-weiten „Wettbewerbsindex der Regionen“ belegt Niederösterreich bereits Platz 29 von nahezu 300 Regionen. Eine große gemeinsame Herausforderung ist die Mobilität. Doch dafür braucht es sowohl Angebote für den öffentlichen Verkehr als auch für den Individualverkehr. Deshalb sollten der neue Verkehrsdienstevertrag mit den ÖBB bald unterzeichnet und auch Projekte wie der Lückenschluss der S1 und der Bau des Lobau-Tunnels in Angriff genommen werden. Auch die Umsetzung des 5G-Netzes, die neue Generation im Mobilfunk, zählt zur zentralen Bedeutung für den Wirtschaftsstandort. Niederösterreich will diesbezüglich Vorreiter sein und forciert dazu ein Public-Private-Partnership-Modell. KLIMAAKTIV-AUSZEICHNUNG Vor wenigen Tagen wurde das TFZ Technologie- und Forschungszentrum Seibersdorf mit klimaaktiv Silber ausgezeichnet. Bauherr Martin Fassl, Geschäftsführer TFZ Seibersdorf, und die Planer des Gebäudes, Architekt Christian Kronaus und Arnold Vielgut, Vasko+Partner, nahmen stolz die Urkunde entgegen. Auf dem Areal des Forschungszentrums Seibersdorf wurde von der TFZ Seibersdorf GmbH (einer Tochtergesellschaft von ecoplus, der Wirtschaftsagentur des Landes Niederösterreich) ein neues Büround Laborgebäude – unter Einhaltung des straffen Kosten- und Terminplans – errichtet. Mit dem neuen Büro- und Laborgebäude wurden einerseits Brücken zu Bestandsgebäuden auf dem Areal des Forschungszentrums Seibersdorf geschlagen, andererseits gleichzeitig Potenziale zukünftiger Erweiterungs- und Adaptierungsmöglichkeiten berücksichtigt.

NIEDERÖSTERREICH Fläche in km² Einwohner Unternehmen Beschäftigte Bruttoregionalprodukt

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© Tschank

19.186 1.673.607 98.750 820.200 57.349 Mio. Euro Quelle: Statistik Austria

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Qualität mit Zukunft „Unternehmerland Niederösterreich. Qualität mit Zukunft“ – so heißt die neue blau-gelbe Wirtschaftsstrategie des Landes Niederösterreich. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner verrät im Interview die Meilensteine für die nächsten Jahre. • INTERVIEW: Gisela Gary Was sind die wichtigsten Schwerpunkte in der Wirtschaftsstrategie 2025? Unser neues Leitmotiv bringt den Kern der Strategie auf den Punkt. Wir wollen die Internationalität und die Standortattraktivität weiter erhöhen, Niederösterreich als hoch-innovativen Wirtschaftsstandort ausbauen sowie nachhaltiges Unternehmenswachstum steigern, vor allem auch bei den KMU. Unsere Arbeitsschwerpunkte sind Internationalisierung & Standorte, Innovation, Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Welche Visionen gibt es für Unternehmen/Betriebsansiedelungen? Die Ansiedelung von neuen Unternehmen ist für Niederösterreich ein essenzielles Thema – die Menschen in den Regionen

brauchen Arbeitsplätze vor Ort. Gleichzeitig muss der schonende Umgang mit natürlichen Ressourcen eine unserer Handlungsmaximen sein. Die Experten von ecoplus arbeiten stetig daran, einen Kompromiss zwischen der Weiterentwicklung und dem strukturierten Upgrading der bestehenden Wirtschaftsparks und dem möglichst sparsamen Gebrauch von Flächen zu finden. Der Klimawandel ist für uns alle eine Herausforderung, gleichzeitig aber auch eine Chance. Wie läuft das länderübergreifende Projekt Green Energy Lab? Im Rahmen der Initiative werden Forschungs- und Demonstrationsprojekte mit dem Ziel eines nachhaltigen Energiesystems unterstützt. Dies hat gerade für

Niederösterreich mit einem hohen Anteil an Wind- und PV-Strom höchsten Stellenwert. Derzeit laufen 15 Projekte, die unmittelbar neues Wissen für das Energiesystem 2030 und darüber hinaus schaffen. Das Projekt „SecondLife“ beschäftigt sich beispielsweise mit der Entwicklung von Batteriespeichersystemen aus alten E-Auto-Batterien.

© Land NÖ, M. Hintzen

Standortvorteil im Wettbewerb Die Kombination verschiedener Assetklassen wird immer stärker. Im WALTER BUSINESS-PARK wurde dies schon vor Jahren vorweggenommen. • INTERVIEW: Walter Senk ge nach Büroflächen – auch Welche Möglichkeiten gibt ohne Lager – stark zugenomes im WBP für Mieter? Der WALTER BUSINESS-­ men. Die Lage unmittelbar PARK bietet Interessenten vor den Toren Wiens sowie ein sehr spezielles Produkt – die optimale Verkehrsanbindung an die A2 bieten Unternämlich Büro- in Verbindung nehmen die Vorteile einer mit Lagerflächen in variablen Größen und vielfältigen staufreien An- und Abreise Kombinationsmöglichkeiten. und von Gratisparkplätzen Gerade für Handels- und vor der Haustür. Vertriebsunternehmen, die Gerhard Müller, ihr Lager selbst bewirtschafIm Herbst starteten BauGeschäftsführer ten wollen, bietet das eigene arbeiten im WBP. Was ist geWALTER BUSINESS-PARK plant? Lager im Haus wesentliche Vorteile im Branchenwettbewerb. In den Die Baustufen 2 bis 6 werden haustechletzten Jahren hat zudem die Nachfra- nisch und energetisch auf den neuesten

2020

Stand gebracht sowie die Außenhülle erneuert und modernisiert. Die Gebäude erhalten nicht nur eine moderne Alucobond-Fassade, sondern ebenso hochwertige Aluminiumfenster, neue Eingangstüren und elektrische Lagerrolltore. Welche Akzente werden noch 2020 gesetzt? Das Modernisierungsprojekt wird uns bis Ende 2021 beschäftigen. Darüber hinaus arbeiten wir an der Detailplanung eines sehr attraktiven Restaurants im WALTER BUSINESS-PARK. Last, but not least befinden wir uns in einer Projektstudie zur Bebauung unserer Gewerbegrundstücke an der Westperipherie von Budapest. Hier könnte ein weiteres WALTER-BUSINESS-PARK-Objekt nach dem bewährten Konzept „Büro & Lager“ entstehen.

© WALTER-BUSINESS-PARK

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Mit Innovationen in eine starke Zukunft Das Burgenland legt jährlich in puncto Unternehmensansiedelungen zu – die Strategie des kleinsten Bundeslands wirkt, die Attraktivität konnte erfolgreich gesteigert werden. Der Zug nach vorne bestätigt sich auch durch die zahlreichen Innovationen, die aus dem Burgenland stammen. • TEXT: Gisela Gary

Europas erfolgreichstes Outletcenter Parndorf wird weitergebaut, bis 2021 entsteht ein Action-Outdoor-Dorf.

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ie Wirtschaft im Burgenland hat sich in den letzten Jahren sehr gut entwickelt. Das ist einerseits auf die tolle Arbeit der Wirtschaft Burgenland GmbH, WiBuG, aber auch auf das Engagement und den Einsatz der burgenländischen Unternehmen zurückzuführen. Als ,Full-Service-Stelle‘ unterstützt die WiBuG bei Fragen rund um das Thema Wirtschaftsförderungen, Haftungen, Finanzierungen, Betriebsansiedelungen sowie bei der Bereitstellung von Risikokapital“, so Astrid Eisenkopf, Landesrätin für Digitalisierung und Forschung, in Vertretung von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil an-

lässlich der Jubiläumsveranstaltung des Innovationspreises Burgenland 2019. Der Innovationspreis Burgenland zeigt alljährlich, welch großes Potenzial und welche Innovationskraft die ansässigen Unternehmen haben. Alexander Petschnig, Landesrat für Wirtschaft und Tourismus, betonte: „Gerade in Zeiten zunehmender wirtschaftlicher Herausforderungen, bedingt durch sich verändernde internationale Rahmenbedingungen, wird es immer wichtiger, Standortvorteile bestmöglich auszunutzen. Das rechtzeitige Erkennen von Technologie- und Markttrends ist daher entscheidend. Besonders die innovativen Projekte burgenländischer Unternehmer ermöglichen einen solchen Standort- und damit auch Wettbewerbsvorteil, mit dem der Ruf des Burgenlandes als Innovationsland weiter über die Landesgrenzen hinaus gefestigt und bestätigt wird.“

Becom Electronics GmbH ist mit der „FR4 Tiefenfräsung“ der Sieger des Innovationspreises Burgenland 2019.

Zeichen für die Stimmung der Wirtschaft: „Unsere Erfolgsformel lautet: attraktive Förderpakete, ein unschlagbares Netzwerk und Beratung von einem engagierten Team.“ Die WiBuG unterstützt Unternehmen seit 25 Jahren mit Förder- und Finanzierungsberatung und schafft die richtigen Rahmenbedingungen für gute Entwicklung. Becom Electronics GmbH ist mit der „FR4 Tiefenfräsung“ der Sieger des diesjährigen Innovationspreises. Das Projekt widmet sich der Verringerung des thermischen Übergangswiderstands zwischen Kühlkörper und Leiterplatte. Die von Becom entwickelte Tiefenfräsung erlaubt die Anwendung eines Wärmeleitmediums (Wärmeleitkleber oder Wärmeleitpaste), um etwaige Toleranzen zwischen dem zu montierenden Kühlkörper und der Leiterplatte selbst auszugleichen. Damit lassen sich speziell wärmebelastete elektronische Bauteile effizienter und kostengünstiger herstellen. Die Wettbewerbsfähigkeit burgenländischer Unternehmen und die Stärkung des Wirtschaftsstandorts sind zentrale Anliegen der Wirtschaft Burgenland. Eine Erfolgsgeschichte wird aktuell in Parndorf weitergeschrieben. Europas erfolgreichstes Outletcenter wird weitergebaut, bis 2021 entsteht ein Action-Outdoor-Dorf mit einem IndoorWasserFunpark, Entertainment Center mit Kino und weiteren Sporteinrichtungen, das Pado 2 als neues FMZ und auch Hotels im Drei- und Vier-Sterne-Bereich.

BURGENLAND

INNOVATIONSPREIS 28 Unternehmen reichten beim Innovationspreis Burgenland 2019 ein, für Harald Zagiczek, Geschäftsführer der WiBuG, ein überaus positives

Fläche in km² Einwohner Unternehmen Beschäftigte Bruttoregionalprodukt

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© WiBuG/ARGE RINK ZT-CUBE, WiBuG/R. Huditsch

3.961 292.966 18.412 136.500 8.765 Mio. Euro Quelle: Statistik Austria

2020


„Medusa“ – Medical EDUcation in Surgical Aneurysm Clipping – birgt das Potenzial, den Standort Oberösterreich bei Medizintechnik, Forschung, Ausbildung und Innovation in die Weltelite zu katapultieren.

Qualität ist Trumpf Oberösterreich ist heute der führende Wirtschaftsstandort Österreichs mit internationalen und nationalen Topunternehmen. Viele Betriebe investieren, forschen, entwickeln und produzieren und sind damit starker Motor für die Wirtschaft. • TEXT: Gisela Gary

D

ie Rahmenbedingungen für Unternehmen und Investoren sind perfekt. Im Land ob der Enns schätzen vor allem der produzierende Sektor und die Industrie die wirtschaftliche Dynamik. Rund ein Viertel der österreichischen Industrieproduktion und der Exporte wird von oberösterreichischen Unternehmen erwirtschaftet. Oberösterreich ist das führende Export-, Industrie- und Technologiebundesland. Leitunternehmen und eine Vielzahl von Klein- und Mittelbetrieben prägen das Bundesland, viele haben sich auf „Nischen“ spezialisiert – Qualität ist dabei Trumpf. Wichtige Branchen sind u. a. der Fahrzeug- und Autobau (Motorenwerk von BMW, Lkw-Produzent MAN, KTM, Rosenbauer, BRP-Rotax, Miba), Maschinen-, Anlagenbau, Umwelttechnik (Engel, Trumpf Maschinen Austria, VA Tech, Scheuch), Metallerzeugung und -bearbeitung (voestalpine, Amag). MEDIZINISCHE FORSCHUNG Aber auch in der Forschung hat Oberösterreich die Nase vorn. „Medusa“ – Medical EDUcation in Surgical Aneurysm Clipping

– birgt das Potenzial, den Standort Oberösterreich bei Medizintechnik, Forschung, Ausbildung und Innovation in die Weltelite zu katapultieren. Medusa ist ein hybrider neurochirurgischer Simulator: Er schafft vielseitige, realistische Trainingsmöglichkeiten für Neurochirurgen und Medizinstudenten. Hoch komplizierte Operationen am Gehirn lassen sich künftig im Vorfeld simulieren. Mittelfristig soll aus diesem Leitprojekt ein international führendes Simulations- und Kooperationszentrum entstehen. „Die Ergebnisse des Projekts werden uns bei der Bewältigung aktueller und zukünftiger Herausforderungen des modernen Gesundheitssystems helfen“, zeigt sich Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander überzeugt.

Thomas Reiter. Der Maschinenbauer aus Hofkirchen an der Trattnach hat bereits zehn Patente mit seiner Firma RT Engineering GmbH angemeldet – Herzstück ist ein flexibler Erntegut-Aufnehmer, der unter dem Namen Resprio® mittlerweile in 18 europäischen Ländern verkauft wird. „Die Patentbewertung durch Udo Gennari von der Business Upper Austria hat mir bei den Lizenzverhandlungen sehr geholfen, die finanziellen Potenziale der neuen, flexiblen Pickup-Technologie anschaulich zeigen zu können“, so Reiter. Auf der Agritechnica in Hannover, der Weltleitmesse für Agrartechnik, fand er einen US-amerikanischen Investor, der entscheidend für das Wachstum der Firma war. Für ein starkes Land braucht es starke Gemeinden: „Das Land ist ein verlässlicher Partner der Gemeinden. Mit einem zusätzlichen Maßnahmenpaket in den Jahren 2019 bis 2021 wollen wir die oberösterreichischen Gemeinden nochmals um 20 Millionen Euro entlasten“, so Landeshauptmann Thomas Stelzer. Gefördert werden alle Maßnahmen, die das Ziel verfolgen, die Gemeinden noch lebenswerter zu gestalten.teren Sporteinrichtungen, das Pado 2 als neues FMZ und auch Hotels im Dreiund Vier-Sterne-Bereich.

VON HOFKIRCHEN IN DIE WELT Laut dem österreichischen Patentamt kommen die ideenreichsten und innovativsten Unternehmen aus Oberösterreich. Oberösterreichs Wirtschaftsagentur, die Business Upper Austria, unterstützt Firmen bei ihrer Betriebsansiedelung oder auch in der Ideenentwicklung, wie beispielsweise

OBERÖSTERREICH Fläche in km² Einwohner Unternehmen Beschäftigte Bruttoregionalprodukt

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© Upper Austrian Research GmbH/RISC Software GmbH

12.000 1.477.752 77.906 751.100 63.395 Mio. Euro Quelle: Statistik Austria

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Salzburg genießt zwei Stärken: den Tourismus wie auch die Unternehmensattraktivität.

Wissenschafts- und Forschungsstandort Das Land Salzburg arbeitet emsig am Ausbau als Wissenschafts- und Forschungsstandort. Die Attraktivität des Bundeslandes steigt, Touristen wie auch Betriebe zeigen großes Interesse. • TEXT: Gisela Gary

S

alzburg zählt zu den zwanzig wirtschaftsstärksten Regionen in Europa, ist bei Touristen sehr beliebt, verfügt über eine ausgezeichnete Lebensqualität und bietet hervorragende Rahmenbedingungen für Wissen und Innovation und die Stärkung des Landes als erfolgreiche Region. Salzburg weist eine ausgeprägte institutionelle Forschungslandschaft auf: Mehrere Universitäten, die Fachhochschule, die Pädagogische Hochschule und eine Reihe von außeruniversitären Forschungseinrichtungen stellen eine feste Basis für Wissenschaft und Forschung im Land dar.

In den vergangenen Jahren erfolgte ein konsequenter Ausbau von einzelnen Bereichen, der diese deutlich gestärkt und zu einer überregionalen Sichtbarkeit und internationalen Anerkennung geführt hat. Forschung und Innovation im Unternehmenssektor sind insgesamt unterdurchschnittlich ausgeprägt, was auf die regionsspezifischen Branchenstrukturen in nicht technologieorientierten Bereichen und die vielen kleinen Unternehmen zurückzuführen ist. Die verhältnismäßig wenigen permanent forschungstreibenden Unternehmen, Salzburgs Industrieund Leitbetriebe, sind jedoch sehr innovativ, tragen maßgeblich zum Export und durch die Leistungsverflechtungen mit anderen Unternehmen zur regionalen Wertschöpfung bei und zeigen mitunter eine hohe Aktivität bei Patentierungen.

ITG – Salzburger Wissenschafts- und Innovationsempfang 2019: Peter Unterkofler (Präsident Industriellenvereinigung Salzburg), Elisabeth Gutjahr (Rektorin Universität Mozarteum), Landesrätin Andrea Klambauer, Sektionschefin Barbara Weitgruber, Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl und Walter Haas (Geschäftsführer ITG – Innovationsservice für Salzburg).

sind das Verfassen eines Wissenschaftsund Forschungsleitbildes, eine wesentliche Erhöhung der Forschungsquote (auf zwei Prozent des regionalen BIP), eine Schwerpunktsetzung auf Zukunftsthemen, eine offensive Herangehensweise durch den Ausbau der Forschungsförderung. Mit der Wissenschafts- und Innovationsstrategie Salzburgs, der WISS 2025, liegt für das Land Salzburg somit eine den europäischen Referenzrahmen berücksichtigende Strategie vor, die auf einer sorgfältigen Analyse aufbaut, Schwerpunkte definiert und Maßnahmen darstellt. „Die WISS 2025 gibt eine klare Richtung vor und wird von allen Beteiligten mit großem Engagement umgesetzt. Damit entwickelt sich der Standort Salzburg kontinuierlich und dynamisch voran. Ein wesentlicher Bestandteil des Erfolgs ist die Vernetzung der Hochschulen untereinander und mit der Wirtschaft, um Innovationen in Salzburg gezielt zu fördern“, betont Landesrätin Andrea Klambauer. „Mit der Wissenschafts- und Innovationsstrategie 2025 unternimmt Salzburg erhebliche Anstrengungen, um den Standort dynamisch für die Herausforderungen der Zukunft weiterzuentwickeln. Im Landesbudget 2020 ist dieser Bereich ein Schwerpunkt, für den es rund eine Million Euro zusätzlich gibt“, ergänzte Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl, der in Vertretung von Landeshauptmann Wilfried Haslauer an der Veranstaltung teilnahm.

WISS 2025 Im Arbeitsübereinkommen der Landesregierung wurde als Ziel die Weiterentwicklung des Wissenschafts- und Forschungsstandorts Salzburg festgehalten. Wesentliche Punkte dabei

SALZBURG Fläche in km² Einwohner Unternehmen Beschäftigte Bruttoregionalprodukt

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© D. Anikin, Neumayr/C. Leopold

7.156 553.930 39.737 285.000 27.619 Mio. Euro Quelle: Statistik Austria

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Technologien mit internationaler Strahlkraft Die Marke Tirol soll durch alpine Technologien weiter an Kompetenz gewinnen. Das Land unterstützt Start-ups wie auch innovative Unternehmen, die über ein internationales Potenzial verfügen. • TEXT: Gisela Gary

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echnologien mit internationaler Strahl­ kraft stärken den Standort Tirol“ – davon ist Landeshauptmann Günther Platter überzeugt. Die Lebensraum Tirol Holding, die Standortagentur Tirol, die Werkstätte Wattens und I.E.C.T. – Hermann Hauser setzen ein Signal für die weitere Profilierung Tirols als Zentrum für alpine Technologien. Der soeben eröffnete „Alpine Tech Innovation Hub“ bietet innovativen Unternehmen das perfekte Arbeitsumfeld. Eine der ersten Firmen, die in das neue Zentrum gezogen sind, ist die deutsche ABS Protection GmbH, einer der führenden Airbag-Hersteller im Bereich der Lawinenrucksäcke. Internationale Top-Start-ups und Unternehmen im Bereich der alpinen Technologien werden sich künftig in den dafür geschaffenen neuen Räumen und Programmen ansiedeln und die dort ab sofort bestehende Infrastruktur und das gesamte Know-how nützen können. Im kommenden Jahr wird im Alpin Tech Innovation Hub ein Innovationslabor für alpine Ausrüstung und Bergsport etabliert. „Tirol ist weltweit als führende Region für Innovationen im alpinen Bereich bekannt, verfügt über Spitzenleistungen und

Startschuss für den Alpine Tech Innovation Hub: (v.l.) Josef Hauser (CEO und Co-Founder I.E.C.T. – Hermann Hauser), Matthias Neeff (GF der Destination Wattens), LH-Stellvertreterin Ingrid Felipe, Landeshauptmann Günther Platter, Josef Margreiter (GF der Lebensraum Tirol Holding), Markus Langes-Swarovski (Aufsichtsrat der Lebensraum Tirol Holding und Unternehmenssprecher und Mitglied des Swarovski Executive Boards).

Beeindruckende Landschaft – alpine Technologien sind Tirols Stärken: Talsperre Zillergründl im Zillertal

international renommierte Unternehmen. Unsere Aufgabe ist es, dieses Stärkefeld weiter auszubauen und unternehmerische Ideen zu fördern. Mit jedem national wie international erbrachten Leistungsbeweis im Bereich der alpinen Technologien lädt sich die Marke Tirol auf und gewinnt an Kompetenz und Strahlkraft. Davon profitiert der gesamte Standort“, so Platter. NACHHALTIGE MOBILITÄT Landeshauptmann-Stellvertreterin Ingrid Felipe betont: „Wichtig ist, dass Tirol in Zukunft noch intensiver an nachhaltigen und sauberen Mobilitätskonzepten arbeitet. Alpine Verkehrskompetenz muss über traditionelle Verkehrsmodelle hinausdenken und regionalspezifische Aspekte und topografische Besonderheiten berücksichtigen. Saubere alpine Technologien gepaart mit einer aktiven Verkehrspolitik sind Fokuspunkte, wie auch der Brenner Basistunnel als umfassende alpine Technologie.“ Auch Josef Margreiter, Geschäftsführer der Lebensraum Tirol Holding, unterstreicht die Bedeutung von Tirol als Zentrum für alpine Technologien: „Die Eröffnung des Alpine Tech Innovation Hub ist ein wichtiger Schritt, um die konzentrierte Entwicklung

der Alpintechnologien voranzutreiben und heimische Kompetenzen sowie internationale Vorreiter auf diesem Gebiet in Tirol zusammenzubringen.“ Die alpinen Technologien von morgen standen beim Tiroler Innovationstag 2019 ebenso im Fokus wie die Frage, mit welchen spezifischen technologischen Innovationen sich Tirol international noch stärker profilieren könne. Künftig, so zeigten sich die Referenten einig, solle Tirol seine führende Rolle bei der Entwicklung innovativer Alpintechnologien ausbauen. Tirols Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf dazu: „Technologie und Innovation tragen schon heute entscheidend zum Erfolg der Tiroler Wirtschaft und zum Wohlstand der Region bei.“

TIROL Fläche in km² Einwohner Unternehmen Beschäftigte Bruttoregionalprodukt

2020

© Adobe Stock/Kietzmann, Promedia/G. Berger

12.640 752.262 51.472 387.400 33.784 Mio. Euro Quelle: Statistik Austria

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Klein, aber dafür mit Vollgas Bregenz zählt zum Ballungsgebiet Rheintal/ Walgau und somit zum europaweit führenden, höchst lebendigen Wirtschafts- und Kulturraum.

Der Industriestandort Vorarlberg setzt auf Bildung, Forschung, Wohnbau, Klimaschutz und Infrastruktur. Auf diesem Weg erweist sich das stabile westlichste Bundesland Österreichs als hochqualitativer Partner von Unternehmen. • TEXT: Gisela Gary

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ie Industrie ist in Vorarlberg für rund 30 Prozent der regionalen Wertschöpfung verantwortlich. Insbesondere Metallwaren und Maschinen werden von der ansässigen Industrie produziert, gefolgt von Elektronik und Lebensmitteln. Vorarlberg ist aber auch Exportkaiser – und auch in puncto Innovation hat das kleine Bundesland die Nase vorn. In der Wissenschafts- und Forschungsstrate-

gie Vorarlberg 2020+ sind die Ziele festgehalten. WISTO, die Wirtschafts- und Standortagentur des Landes, unterstützt Unternehmen beim Gründen und Ansiedeln – das Thema Forschung steht dabei im Zentrum. Mit einem investitionsstarken Landesvoranschlag 2020 will die Vorarlberger Landesregierung wesentliche Weichenstellungen für kommende Generationen

vornehmen. Für hohe Investitionen in Bildung und Forschung, für Wohnbau, ÖPNV und Klimaschutz sowie für die Infrastruktur werden im Landeshaushalt 2020 Mittel in der Rekordhöhe von 292 Millionen Euro eingesetzt. Diese hohen Ausgaben sind einerseits notwendig, weil sie sowohl den Menschen im Land zugutekommen als auch eine maßgebliche Verbesserung der heimischen Infrastruktur bedeuten, sie wir-

„Ziel ist es, den digitalen Wandel aktiv mitzugestalten“ Joachim Heinzl, Geschäftsführer der Wirtschafts-Standort Vorarlberg GmbH (WISTO), über „digitale Potenziale“. • INTERVIEW: Helmut Wolf fähig zu bleiben, wurde eine „Digitale Agenda Vorarlberg“ als Zukunftsprojekt entwickelt. Die Leitinitiative Digitalisierung (v-digital), die bei der WISTO angesiedelt ist, koordiniert die Umsetzung und kontinuierliche Weiterentwicklung dieses Arbeitsprogramms. Unser Ziel ist es, den digitalen Wandel aktiv mitzugestalten und Unternehmen auf ihrem Weg der digitalen Transformation zu unterstützen.

Joachim Heinzl

Wie begegnet man dem Megatrend Digitalisierung in Vorarlberg? Um die Chancen und Potenziale der Digitalisierung für den Standort Vorarlberg bestmöglich zu nutzen und als Wirtschaftsregion langfristig wettbewerbs-

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Was ist das Ziel der „Wissenschafts- und Forschungsstrategie Vorarlberg 2020+“? Die Wissenschafts- und Forschungsstrategie Vorarlberg 2020+ bietet die Grundlage für die zielgerichtete Weiterentwicklung von Wissenschaft, angewandter Forschung und Entwicklung. Neben dem Ausbau vorhandener Kompetenzen wird auch ein großes Augenmerk gelegt auf die nachhaltige Sensibilisierung der Be-

völkerung für die Bedeutung von Wissenschaft und Forschung. Dadurch sollen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Wissenschaftlern bestmögliche Rahmenbedingungen für ihre Arbeit geboten werden. Wo wird künftig der Fokus liegen? Ungefähr 70 Prozent der Forschungsprojekte haben einen direkten oder indirekten Bezug zur Digitalisierung. Die Digitalisierungsprojekte richten sich einerseits auf die Entwicklung neuer digitaler Produkte und Services, wie zum Beispiel smarter Textilanwendungen, andererseits auf die Nutzung digitaler Technologien für die weitere Effizienzsteigerung bei Produktionsanlagen, wie das beispielsweise die FH Vorarlberg mit der Digital Factory macht.

© studioWälder

2020


ken sich aber natürlich auch auf den Haushalt aus. Die Aufnahme eines Darlehens in Höhe von maximal rund 35 Millionen Euro ist vorgesehen. „Wir öffnen damit nicht die Schleuse für neue Schulden, aber wir sind überzeugt, dass wir diese entscheidenden Zukunftsinvestitionen tätigen sollen, weil sie für die Menschen und den Standort unerlässlich sind“, erklärt Landeshauptmann Markus Wallner. Es sei „ökonomisch grundvernünftig“, so Landesrat Johannes Rauch, sich für Investitionen, die Werte schaffen, auch auf dem Kapitalmarkt zu bedienen. Zugleich seien angesichts der abflauenden Konjunktur verstärkte Sparanstrengungen nötig. INVESTITION IN INFRASTRUKTUR Allein im Infrastrukturbereich sind beträchtliche Investitionssteigerungen gegenüber dem Landesbudget 2019 vorgesehen, nämlich um 43 Prozent von knapp 50 auf über 71 Millionen Euro. Maßgeblich verantwortlich dafür ist der enorme Finanzbedarf für wichtige laufende und künftige Projekte – wie die Aufstockung

Rund 14.900 Doppelmayr-Liftanlagen befördern jährlich Milliarden Menschen – eine davon befindet sich in Bolivien.

und Sanierung der Fachhochschule, die Erweiterung der Landesberufsschule Dornbirn sowie der Bau des Autobahnanschlusses Rheintal-Mitte, die Rheinbrücke in Fußach und die erste Bauetappe des Stadttunnels Feldkirch. Im Ballungsgebiet Rheintal/Walgau liegen nicht nur die größten Städte Bregenz, Dornbirn, Hohenems, Feldkirch und Bludenz, sondern auch ein europaweit führender, höchst lebendiger Wirtschaftsund Kulturraum. Vorarlberg entwickelte sich in den letzten Jahrzehnten von einem Textilstandort zu einer branchenreichen und wirtschaftsstarken Kreativ- und

Hightech-Region. Den ansässigen Unternehmen gelingt es, kontinuierlich Welterfolge zu feiern. Produkte von Alpla, Blum, Doppelmayr, Hirschmann Automotive, Zumtobel u. v. m. sind global gefragt.

© Adobe Stock/Soedher, Doppelmayr

VORARLBERG Fläche in km² Einwohner Unternehmen Beschäftigte Bruttoregionalprodukt

2.600 393.025 23.800 202.400 17.532 Mio. Euro Quelle: Statistik Austria

Mehr vom Leben sehen Mit intelligenten Entwicklungen wie den Panorama Design Schiebeelementen bieten Schüco Systeme maximale Gestaltungsfreiheit und maximalen Lichteinfall. Das Ergebnis: Mehr Wohlbefinden durch ein Mehr an Sonnenlicht. Darüber hinaus lassen sie sich optimal in die Gebäudeautomation einbinden und sorgen dank variabler Öffnungstypen für Flexibilität.

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2020

Das Schüco Schiebesystems ASS 77 PD zeichnet sich durch minimale Profilansichten im Verhakungsbereich ab 37 mm und einen im Bauanschluss verdeckt liegenden Blendrahmen und Flügelrahmen aus. Eine profilintegrierte automatische Antriebs- und Verriegelungstechnik bietet ein Maximum an Bedienkomfort. Für hohe Bediensicherheit sorgen unter anderem der

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integrierte Einklemmschutz sowie in die Decke eingelassene Infrarotlicht-Vorhänge zur Überwachung des Durchgangsbereiches. Die intelligente Sensortechnik sorgt für ein Höchstmaß an Komfort und Sicherheit bis Sicherheitsklasse 4. Für mehr Freiraum bietet das Panorama-Design-System Ganzglasecken sowie zu öffnende 90°-Ecken.

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sellschaft mit Bekenntnis zu ressourcenschonendem Wachstum werden.

Österreichweit zählen mittlerweile 235 Gemeinden zum „e5-Netzwerk“, davon sind 14 aus der Steiermark.

Wachstum durch Innovation Herausragend im Klimaschutz – engagiert in puncto Unternehmensförderung: Das grüne Bundesland forciert das Unternehmertum und stärkt die Innovationskraft der Klein- und Mittelbetriebe. • TEXT: Gisela Gary

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Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH, SFG, konzentriert ihre Tätigkeit auf die drei Leitthemen der Wirtschafts- und Tourismusstrategie 2025. „Innovation ist der Treibstoff, der den Wirtschaftsstandort Steiermark wettbewerbsfähig hält. Mit einer regionalen Forschungs- und Entwicklungsquote von 4,91 Prozent liegen wir nicht nur österreichweit an der Spitze, sondern sind auch Vize-Europameister. Um diesen Level zu halten, benötigen wir neugierige, interessierte und kreative junge Menschen, denen Aus- und Weiterbildung in den Innovationsschmieden wie Hochschulen und Kompetenzzentren Freude bereitet“, so Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl. Die Wirtschafts- und Forschungslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl Steiermark soll zu einer wisund ASMET-Präsident Franz Rotter präsentieren das Forschungssensbasierten Produktionsgenetzwerk „Digital Material Valley Styria“. ie Wirtschafts- und Tourismusstrategie 2025 hat einen klaren Grundsatz: Wachstum durch Innovation. Unternehmer stehen dabei im Zentrum wie auch die Förderung der Innovationskraft – die Marke Steiermark soll international wahrgenommen werden. Die Steirische

DREHSCHEIBEN FÜR KLIMASCHUTZ Ressourcenschonung ist auch das Stichwort der energiepolitischen Arbeit des Landes. „Die steirischen Gemeinden sind wichtige Drehscheiben für den Klimaschutz, daher wurde im steirischen Klimaund Energie-Aktionsplan ein besonderes Augenmerk auf die Zusammenarbeit und die Nutzung der Synergien zwischen Land und Gemeinden gelegt“, betont Klimaschutzkoordinatorin Andrea Gössinger-Wieser. Liezen und Weiz wurden für ihr energie- und klimapolitisches Engagement im „e5-Programm für energieeffiziente Gemeinden“ ausgezeichnet. Liezen errichtete eine Biomasseanlage für alle kommunalen Gebäude und initiierte einen Innenstadtentwicklungsprozess – mit Bürgerbeteiligung – mit Radwegen etc. Das „e5-Programm“ wird vom Land Steiermark unterstützt. Dabei sollen Energiekosten gespart werden und erneuerbare Energien verstärkt eingesetzt werden. Österreichweit zählen mittlerweile 235 Gemeinden zum „e5-Netzwerk“, davon sind 14 aus der Steiermark. „DIGITAL MATERIAL VALLEY STYRIA“ Basis für innovative Lösungen kommen aus der Wirtschaft und Forschung. Sechs steirische Partner gründeten das „Digital Material Valley Styria“. Das Netzwerk will Herausforderungen der metallverarbeitenden Industrie anpacken – wissenschaftlich fundiert und mit den Schwerpunkten Digitalisierung und künstliche Intelligenz. Barbara Eibinger-Miedl betont den kräftigen und vielversprechenden Impuls: „Dieser neue Forschungsverbund hat für mich doppelte Bedeutung. Er hilft uns nicht nur, die so wichtige Digitalisierung in dieser Branche voranzutreiben, er setzt auch ein Zeichen der Gemeinsamkeit.“ Die Steiermärkische Landesregierung unterstützt drei ausgewählte Projekte im Rahmen eines Förderprogramms im Bereich der angewandten Grundlagenforschung.

STEIERMARK Fläche in km² Einwohner Unternehmen Beschäftigte Bruttoregionalprodukt

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© Adobe Stock/Pieber, Land Steiermark

16.400 1.241.228 72.375 605.200 47.223 Mio. Euro Quelle: Statistik Austria

2020


Know-how und hochwertige Technologien Kärnten verfügt seit Jahrzehnten über einen attraktiven Branchenmix, vielzählige hochwertige Technologien haben ihren Standort im südlichsten Bundesland Österreichs. Die gute Zusammenarbeit mit den Nachbarländern forciert den Erfolg. • TEXT: Gisela Gary

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ärnten punktet mit seiner Lage im Herzen Europas, mit stabilen rechtlichen Rahmenbedingungen, einem unternehmerfreundlichen Steuersystem und einer attraktiven Förderkulisse. Die Forschungsquote steigt kontinuierlich, mit 75 Prozent betrieblicher Forschung ist Kärnten Spitzenreiter. Der Standort wird von international agierenden Leitbetrieben, wie zum Beispiel Infineon Technologies Austria, Lam Research, Kapsch TrafficCom oder Flex (Flextronics International), genützt. In Kooperation mit vielen forschungsintensiven klein- und mittelständischen Unternehmen forcieren diese die zukünftigen Entwicklungen u. a. in den Bereichen Elektronik und Mikroelektronik, Mechatronik und Medizintechnik. Know-how und Innovationskraft beweisen auch die Preisträger des Innovations- und Forschungspreises des Landes Kärnten (IFP). Die Sieger 2019 sind die Klagenfurter Unternehmen IoT40 Systems GmbH, hex GmbH und Humanomed IT Solutions GmbH, der Spezialpreis ging an die CISC Semiconductor GmbH aus Klagenfurt. Zudem wurden vier Unternehmen für den „Staatspreis Innovation“ bzw. zwei Sonderpreise nominiert. Landeshauptmann Peter Kaiser und Technologiereferentin LH-Stellvertreterin Gaby Schaunig zeigten sich anlässlich der

Insgesamt beteiligten sich 36 Pilotgemeinden in Kärnten und Slowenien an dem grenzübergreifende EU-Interreg-Projekt Nekteo. Im Bild die Projekt Photovoltaik-Anlage Dorner.

Preisverleihung gemeinsam mit Sandra Venus und Erhard Juritsch vom Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds (KWF) begeistert über die Aktivitäten heimischer Betriebe. Kaiser verwies auf erfolgreiche Kooperationsprojekte mit Wirtschaft, Wissenschaft und Technik – von der Elementarpädagogik über die Schulen bis zum tertiären Bildungswesen. Weiters hob er die Beteiligung Kärntens an der Joanneum Research als starke Südachse Kärnten-Steiermark und die Silicon Austria Labs hervor. Venus und Juritsch berichteten über die KWF-Strategie 2030 für Technologien, Gründungen, Ausbildungen und Kooperationen. „Verbundene Diversität“, die Vielfalt Kärntens in Form von Kooperationen als Stärke zu nutzen, fasst dabei Juritsch in Stichworten zusammen.

Stolze Preisträger des Innovations- und Forschungspreises des Landes Kärnten 2019.

arbeit zwischen Kärnten und Slowenien auf dem Gebiet der Energieeffizienz, der erneuerbaren Energie sowie des Energiesparens. „Das grenzübergreifende EU-Interreg-Projekt zwischen Kärnten und Slowenien läuft noch bis Ende Jänner 2020. Zum Ziel hatte es, nachhaltige Aktivitäten und bewusstseinsbildende Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz in Gemeinden umzusetzen und den Umstieg auf erneuerbare Energie zu forcieren“, so Landesrätin Sara Schaar. Insgesamt beteiligten sich 36 Pilotgemeinden in Kärnten und Slowenien an Nekteo. Herzstück des Projektes sind 55 Energieschauplätze, die ein grenzüberschreitendes Best-Practice-Netzwerk bilden.

KÄRNTEN

NACHHALTIGE ENERGIE Als Erfolgsprojekt erweist sich auch Nekteo (Nachhaltige Energie für Kommunen – Trajnostna energija za občine), eine dreijährige Zusammen-

Fläche in km² Einwohner Unternehmen Beschäftigte Bruttoregionalprodukt

2020

© Nekteo/Dorner, fritzpress

9.538 560.787 34.275 263.600 20.233 Mio. Euro Quelle: Statistik Austria

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Magnet für internationale Firmen 2018 brachte mit 221 internationalen Ansiedelungen so viele internationale Unternehmen nach Wien wie noch nie. • TEXT: Vanessa Haidvogl

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ie Wirtschaftsagentur Wien kann eine erfreuliche Bilanz ziehen: Im Jahr 2018 kamen 221 int rnationale Unternehmen nach Wien, das sind um 30 mehr als noch im Vorjahr. Für die Stadt brachten die internationalen Betriebsansiedelungen mehr als 231,68 Millionen Euro an Investments und 1.753 neue Jobs. Für Wien ist es das achte Jahr in Folge mit einem

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Zuwachs bei internationalen Firmenniederlassungen in der Stadt. In den vergangenen Jahren konnte Wien die gute Konjunktur erfolgreich nutzen. Experten warnten zuletzt allerdings vor einem abflachenden Wirtschaftswachstum. Wien setzt deshalb auf Investitionen im Bereich der Digitalisierung, auf die Qualifikation für Arbeitnehmer mit den Angeboten des Wie-

ner ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff) – und will gleichzeitig noch mehr internationale Firmen nach Wien holen. HÖCHSTE LEBENSQUALITÄT „Wir akquirieren ganz gezielt am internationalen Markt“, sagt Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke. Chancen durch den Brexit konnte die Stadt schon nutzen – die Zahl der britischen Unternehmen, die nach Wien übersiedeln, stieg an. Das zeige, dass sich Wien im Wettbewerb um den besten Standort auch gegen starke internationale Konkurrenz durchsetzen könne, so Hanke: „Wir punkten mit Sicherheit und gut funktionierender Infrastruktur.“ Das bestätigt auch das Beratungsunternehmens Mercer jedes Jahr aufs Neue: Wien ist und bleibt die lebenswerteste Stadt der Welt. Im globalen Ranking des Beratungsunternehmens lag Wien 2019 zum zehnten Mal in Folge auf Platz eins. Den Fixplatz an der Weltspitze verdankt Wien einmal mehr seiner aus-

2020


gezeichneten Infrastruktur mit einem gut ausgebauten und zuverlässigen Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln, der Wasser- und Gesundheitsversorgung sowie breiten Kultur- und Bildungsangeboten. Außerdem punktet Wien laut den Studienautoren mit niedriger Kriminalität sowie einem hervorragenden Angebot an hochwertigem Wohnraum und Topfreizeitangeboten. ATTRAKTIV FÜR START-UPS Ein weiteres Argument, das Wien aktiv ins Feld führt, wenn internationale Unternehmen angelockt werden sollen, ist: „Wien ist leistbar. Das ist vor allem für Startups ein wichtiger Faktor“, betont Hanke. Im „Global Talent Competitiveness Index“ (GTCI) belegt Wien im Städtevergleich weltweit den vierten Platz – weit vor Start-up-Metropolen wie Berlin oder San Francisco. Die Wirtschaftsagentur wirbt aktiv mit den „Vienna Startup-Packages“ um aufstrebende Betriebe. 680 Bewer-

bungen von Start-ups aus 89 Ländern gibt es laut Wirtschaftsagentur für das mit einem „Schnupperpaket“ vergleichbare Package, das Start-Ups ermöglicht, den Standort Wien zu testen, erste Kontakte zu knüpfen und einen Start in der Stadt vorzubereiten. Weltweit einzigartig sei auch der Service des „Expat Centers“ der Wirtschaftsagentur, das Mitarbeiter von internationalen Firmen bei der Übersiedelung nach Wien unterstützt. 1.500 „Expats“ nehmen den Service pro Jahr in Anspruch. STANDORTANWALT Einen wichtigen neuen Player im Einsatz für den Wirtschaftsstandort Wien präsentierten Bürgermeister Michael Ludwig und Wirtschaftskammer-Wien-Präsident Walter Ruck im Sommer: den Wiener Standortanwalt Alexander Biach. Im Unterschied zu seinen acht Bundesländer-Kollegen wird er zusätzlich zum im Bundesgesetz verankerten Mitsprache-

recht bei UVP-pflichtigen Infrastrukturprojekten auch größere Projekte begleiten, bei der keine Umweltverträglichkeitsprüfung notwendig ist. „Notwendige Infrastrukturprojekte, deren Umsetzung bisher durch lange Verfahren verzögert wurde, könnten in Zukunft rascher abgewickelt werden“, so Ruck. Wien stehe im internationalen Standortwettbewerb mit anderen Metropolen – um langfristig „vorne mitzuspielen“, brauche es eine moderne Infrastruktur mit guten Straßenverbindungen, Flughafen und Bahn bis hin zu Datennetzen.

WIEN Fläche in km² Einwohner Unternehmen Beschäftigte Bruttoregionalprodukt

2020

© Wien Tourismus/Stemper

415 1.893.779 133.991 849.060 96.417 Mio. Euro Quelle: Statistik Austria

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Die Seestadt in Wien wächst rasant weiter Gerhard Schuster, CEO der Wien 3420 aspern development AG, berichtet über die Highlights in aspern Seestadt, einem der größten Stadtentwicklungsprojekte Europas. • INTERVIEW: Vanessa Haidvogl Das Seeparkquartier wird 2020 großteils fertiggestellt. Wie sieht der Fahrplan konkret aus? Von den 14 bekannten Projekten in unserem ersten Business-Hotspot sind zwölf fertig. Das Baugruppen-Projekt SEEPARQ, das Wohnen und Arbeiten kombiniert und eine Genussgreißlerei im Erdgeschoß haben wird, ist noch in Bau. In der Nähe der U2-Station entsteht außerdem ein großes Gewerbeobjekt von cetus mit einem Supermarkt, Geschäftslokalen und Büros. Mit Frühjahr 2020 beginnen wir mit der Gestaltung des ersten Teils der Fußgängerzo-

„Entlang der See­ promenade stoßen wir die nächsten großen Entwicklungen an. Man darf sich auf einen sehr urbanen Teil der Seestadt freuen.“

ne mit vielfältigem Gastronomie- und Shopangebot. Fünf attraktive Granitbrunnen und 86 Platanen werden hier zum Relaxen einladen, es wird Schanigärten und Markttage geben. 2021 fällt der Startschuss zum letzten großen Immobilienprojekt im Seeparkquartier westlich der U-Bahn-Trasse auf dem Baufeld, das wir dem preisgekrönten temporären Studenten-Wohnprojekt PopUp dorms für mehrere Jahre zur Verfügung gestellt hatten. Und auch östlich der U-Bahn-Station haben wir in nächster Zeit einiges vor, das den Business-Standort Seestadt weiter aufwertet.

Im Quartier „Am Seebogen“ wird intensiv gebaut. Welchen Schwerpunkt hat es? Hier werden wir wieder neue Wege gehen: Zusammen mit der IBA_Wien, der internationalen Bauausstellung, arbeiten wir an Konzepten für das neue soziale Wohnen, in denen das Arbeiten eine gewichtige Rolle spielt. Das Quartier wird sehr viel Grünraum und soziale Infrastruktur bieten – vom zweiten Bildungscampus bis hin zum ambitionierten Campus der Religionen oder smart gedachten Kulturräumen. Es wird den Gewerbehof der Wirtschaftsagentur Wien geben, der aus meiner Sicht ebenso wegweisend wie schön wird, und vieles mehr. Sport wird im Quartier „Am Seebogen“ auch eine große Rolle spielen – von Outdoor-Trendsportangeboten im Elinor-Ostrom-Park bis zur Boulderhalle. Wie sind die Quartiere verbunden? 2021 werden die ersten Gebäude nördlich des Sees fertig. Bis dahin werden wir die wichtigsten Zufahrten fertig stellen. Der nördliche Ausgang der U2-Station Seestadt öffnet sich direkt in dieses Quartier. Von der Südseite des Sees gelangt man aber schon heuer über einen Steg für Fußgänger und Radfahrer bequem in den Norden. Werden nördlich des Sees bereits neue Baufelder vergeben? Unsere städtebauliche Konzeption des Quartiers „Seeterrassen“ an der nördlichen Seekante ist abgeschlossen. Entlang der Seepromenade – in einer der besten Lagen am See – werden wir die nächsten großen Entwicklungen anstoßen. Hierhin kommen Hochhäuser mit spektakulären Office- und wunderschönen Wohnlagen samt Blick auf den See, mit Arkaden entlang der Promenade, Restaurants, Gastgärten und Shops zum Flanieren. © mktimelapse, APA-Fotoservice/Schedl

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2020


DER WIRTSCHAFTSSTANDORT MIT DEM PLUS Seeparkquartier 8/ A1 ©M

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Business-Hotspot am See mit 50.000 m² Mietflächen für Office und Handel

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Innovations-Inkubator mit flexiblen Produktionsflächen für zukunftsweisende Unternehmen und Forschungsprojekte

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IBA_Wien Standort 2022 – Neues soziales Wohnen & Arbeiten mit Gewerbehof für urbane Produktion und Handwerk

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Infos unter

02 74-3420 t.at sales@aspern-seestad

+43-1-774

www.aspern-seestadt.at


VIENNA TWENTYTWO fällt mit unverwechselbarem Look und markanter Skyline auf.

Denken in großen Dimensionen Mit einem Gesamtprojektvolumen von 9 Milliarden Euro zählt SIGNA zu den größten Immobilienentwicklern im deutschsprachigen Raum. In Österreich setzt das Unternehmen insbesondere auf Quartiersentwicklungen. Weiteres Liebkind: Handelsimmobilien in Innenstadtlagen. Projekte mit städtebaulicher Qualität zu entwickeln bedarf allem voran einer entsprechenden Kapitalstärke, aber es braucht auch Visionen. Beides vereint SIGNA. „In die Dimensionen, in die wir gehen, wagt sich selten ein privater Entwickler“, sagt SIGNA-CEO Christoph Stadlhuber und spricht damit die neueste Stadtquartiersentwicklung des Konzerns an: VIENNA TWENTYTWO in der Donaustadt, einen eigenen Stadtteil im 22. Wiener Bezirk. Im Herbst vergangenen Jahres erfolgte die Grundsteinlegung für eines der städtebaulich bedeutendsten Großprojekte Wiens. Die Lage des Projekts im am stärksten wachsenden Bezirk der Hauptstadt punktet mit optimaler Verkehrsanbindung, U-BahnStation inklusive, mit der Nähe zu attraktiven Naherholungsgebieten sowie einem Shoppingcenter samt Kino. Das gesamte Quartier ist verkehrsfrei konzipiert, was die Lebensqualität zusätzlich steigert. Insgesamt werden auf dem 15.000 m² großen Areal sechs Bauteile mit verbin-

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dender Erdgeschoßzone geschaffen. Im Frühjahr 2020 startet der oberirdische Bau des Großprojekts. In einem ersten Schritt werden ein 110 Meter hoher Wohnturm, ein Hotel, Apartments sowie ein Bürohaus gebaut. Im zweiten Bauabschnitt, der ein Jahr später startet, folgen ein gemischt

Der Entwurf für das KaDeWe in Wien stammt von OMA, dem Büro von Pritzker-Preisträger Rem Koolhaas, der somit erstmalig auch in Österreich baut.

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genutztes Wohn- und Bürohochhaus mit rund 155 Metern sowie ein einzelnes Bürohaus. Nach der Fertigstellung, die für 2023 geplant ist, wird VIENNA TWENTYTWO insgesamt 116.500 m² Bruttogeschoßfläche umfassen. „Projekte mit städtebaulicher Dimension müssen kurze Wege und eine gute Kombination unterschiedlicher Nutzungsqualitäten bieten sowie sinnvoll in das bestehende Umfeld eingebettet werden. Stellt man es geschickt an, ermöglicht man den Nutzern, innerhalb des Quartiers pendeln zu können. Wir sind daher immer bestrebt, Flächen in entsprechender Größe zu erwerben, um diesen städtebaulichen Ansatz umsetzen können“, sagt Stadlhuber und berichtet in diesem Zusammenhang vom Erwerb mehrerer zusammenhängender Grundstücke, teils mit Bestand, im 19. Wiener Bezirk rund um die Muthgasse. Derzeit laufen Gespräche mit der Stadt Wien, wie die Bebauung in diesem zukünftigen Quartier aussehen kann.

2020


© SIGNA/ARE/K18, SIGNA/OMA

BEL & MAIN Vienna besteht aus zwei Wohnhochhäusern, einem Bürohaus und einem Hotel.

Vorausschauend In Sachen Quartiersentwicklung denkt SIGNA langfristig, denn das Unternehmen ist überzeugt, dass Wiens Bevölkerung weiterwachsen wird. Stadlhuber: „Die Stadt wird mitziehen müssen. Wir setzen daher schon heute auf Flächen entlang geplanter U-Bahn-Linien. Auch wenn der Ausbau der öffentlichen Anbindung vielleicht noch Jahre dauern wird, sichern wir uns über unsere Bauträger-Tochter BAI frühzeitig Grundstücke wie aktuell im 22. Gemeindebezirk oder in Rothneusiedl, einem Stadtteil des 10. Bezirks. Dabei handelt es sich um Äcker ebenso wie um Brachland oder Flächen, die noch umgewidmet werden müssen.“ Im umgekehrten Fall sind manche Großprojekte auch der Schlusspunkt vollkommen neuer Stadtteile, wie im Falle BEL & MAIN. Das architektonisch markante MultiUse-Gebäudeensemble in Grünlage nahe dem historischen Schloss Belvedere bettet sich in die Gesamtentwicklung rund um den neuen Wiener Hauptbahnhof ein. Stadlhuber: „Wir beginnen spätestens im Herbst mit der Vermietung der rund 450 Wohnungen.“ Die Bruttogeschoßfläche des Gesamtkomplexes beträgt rund 64.000 m². Zusätzlich stehen in der hauseigenen Tiefgarage 400 Kfz-Stellplätze zur Verfügung.

2020

Traditionell Zusätzlich zu Quartiersentwicklungen setzt SIGNA auf die Entwicklung von Handelsimmobilien in Innenstadtlagen. Bekanntestes Beispiel dafür ist aktuell das KaDeWe in Wien. Es wird an einem bestehenden, traditionsreichen Handelsstandort in Wiens meistfrequentierter Einkaufsstraße, der Mariahilfer Straße im 6. Wiener Bezirk, neu errichtet. Der Standort besticht durch seine zentrale Lage innerhalb der Einkaufsstraße, seine unmittelbare Nähe zur Wiener Innenstadt und die erstklassige Anbindung an das öffentliche und das Individualverkehrsnetz. Die Abbrucharbeiten des Bestandsgebäudes starten voraussichtlich Anfang 2021. Eine Finalisierung des Landmark-Projekts wird für Anfang 2024 angepeilt. Nach den Plänen der SIGNA wird das KaDeWe die moderne Version eines Traditionswarenhauses mit einem Mix aus Shopping, Gastronomie, Hotel und konsumfreien Zonen darstellen. Stadlhuber: „Wir sind in Europa einer der größten Investoren bei innerstädtischen stationären Handelsflächen, weil wir darin eine große Chance für die Zukunft sehen. Dabei setzen wir auf Multi-Channel. Wir möchten den Online- mit dem Einzelhandel verbinden. Die Rechnung geht nur auf, wenn man

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stationär ein attraktives Gesamtangebot schaff t.“ Dabei spielt für SIGNA auch das Thema Architektur eine wichtige Rolle. „Wir sehen uns als langfristiger Partner einer Stadt und damit in weiterer Folge der Gesellschaft. Wenn man als Immobilienentwickler etwas für Jahrzehnte ins Stadtbild setzt, trägt man die Verantwortung, dass das Geschaffene sich städtebaulich perfekt einfügt. Das machen wir unter anderem über eine herausragende Architektur, die Funktionalität als Einheit mit baukünstlerischer Gestaltung sieht“, sagt Stadlhuber. Hier komme auch das Thema Nachhaltigkeit zum Tragen: „Ein Gebäude sollte nicht nur architektonisch hervorstechen, sondern so flexibel konzipiert sein, dass es – wenn erforderlich – zu einem späteren Zeitpunkt eine unkomplizierte und insbesondere kosteneffiziente Umnutzung zulässt.“

Tel.: +43 1 532 98 48 – 0 E-Mail: office@signa.at www.signa.at

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Erlebnis Einkaufen Christoph Stadlhuber, CEO SIGNA Real Estate, über aktuelle und zukünftige Immobilienentwicklungen in Österreich. • INTERVIEW: Anita Orthner

„Wir glauben fest an den stationären Handel in der Innenstadt – an jene Orte, an denen der Handel traditionell begonnen und Jahrzehnte gut gelebt hat.“

Mit welchen Projekten ist SIGNA derzeit beschäftigt? Wir haben 2019 ICON VIENNA, einen multifunktionalen Bürokomplex am Areal des neuen Wiener Hauptbahnhofs mit einer Gesamtmietfläche von rund 88.000 m2, fertiggestellt. Einige wenige Flächen sind dort noch zu haben. Nur wenige Gehminuten davon entfernt beenden wir voraussichtlich Ende des Jahres das aus zwei Türmen mit 450 Mietwohnungen, einem Bürohochhaus mit 17.000 m2 bereits verwerteter Fläche und einem Apartmenthotel mit 134 Zimmern bestehende BEL & MAIN. Bereits Ende 2019 erfolgte der Baustart von VIENNA TWENTYTWO. Dieses städtebaulich bedeutende Großprojekt an einem Knotenpunkt im 22. Wiener Bezirk umfasst den Bau von 600 Wohnungen in Miete und Eigentum sowie Flächen für die öffentliche Verwaltung, Büros, Gastronomie, Hotellerie und bedarfsorientierte Nahversorgung. Noch in der Planungsphase befindet sich unser derzeit größtes innerstädtisches Immobilienprojekt – das KaDeWe in der Mariahilfer Straße. Unsere auf Wohnbau spezialisierte Tochtergesellschaft BAI errichtet gerade die Donaumarina Studios und Appartements im 2. Bezirk – in Summe 400 frei finanzierte Mietwohnungen. Unmittelbar daneben entsteht unser nächstes von weitem sichtbare Leuchtturmprojekt: der Donaumarina-Tower. Uns wird also nicht langweilig. Konzentriert sich SIGNA nur auf Wien? Der Schwerpunkt liegt derzeit noch in der Hauptstadt. Wir wollen aber sukzessive auch in interessanten Lagen der Bundesländer investieren und entwickeln. So haben wir beispielsweise im niederösterrei-

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chischen Korneuburg 2019 den Großteil eines alten Werftareals erworben. Dort entwickeln wir ein gemischt genutztes Quartier aus Wohnen, Arbeiten, Handel, Freizeit, Gastronomie, Dienstleistungen und öffentlichen Nutzungen. Das Grundstück an der Donau hat rund 10,7 Hektar. Das städtebauliche Verfahren startet kommenden Mai. Weiter im Westen bauen wir in St. Pölten das Stammhaus der Möbelhandelskette Leiner um. Das Areal am Hauptplatz der niederösterreichischen Landeshauptstadt wird modernisiert und um ein Hotel, Wohnungen und ein kleines Konferenzzentrum ergänzt. Es wird dadurch die Innenstadt massiv aufgewertet. Der Baustart ist für 2021 geplant. Das Thema Handel beschäftigt SIGNA intensiv. Warum gerade der innerstädtische stationäre Handel? Wir glauben fest an den stationären Handel in der Innenstadt – an jene Orte, an denen der Handel traditionell begonnen und Jahrzehnte gut gelebt hat. Dass die Rechnung aufgeht, beweisen die von uns bereit erfolgreich umgesetzten Projekte wie das Goldene Quartier in Wien und das Kaufhaus Tyrol in Innsbruck. Unsere Immobilien schaffen ein attraktives Umfeld. Das stärkt die Innenstädte. Der stationäre Einzelhandel lebt vom Erlebnisfaktor. Dieser wird durch ein stimmiges Gesamtkonzept, das jedenfalls Gastronomie und gegebenenfalls auch ein Nächtigungsangebot sowie konsumfreie Flächen beinhaltet, geboten. Das KaDeWe ist dafür ein perfektes Beispiel. Es wird all die zuvor genannten Faktoren an einem architektonisch einzigartigen Ort verbinden. © 6B47 REAL ESTATE INVESTORS AG/Tanzer

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„UNSER NEUES BÜRO ERFÜLLT MASSGESCHNEIDERT ALLE ANFORDERUNGEN!“

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EIN DEVELOPMENT VON

EINE IMMOBILIE DER


Eisring Süd, im Viola Park, in der Eichenstraße und in Neu Leopoldau tätig. Warum gibt es dazu einen städtischen Entwickler, das könnten doch auch private Unternehmen machen? HERWEI: Die WSE stellt sicher, dass diese neuen Stadtteile im Interesse der Stadt Wien und damit der Wienerinnen und Wiener sowie des Wirtschaftsstandorts entwickelt werden. Wir agieren nicht rein gewinnorientiert, sondern im Sinne des Allgemeinwohls. Die WSE ist deshalb auch mit Arealen beauftragt, die für private Entwickler zunächst wenig attraktiv sind. Erst mit der entsprechenden städtebaulichen Lösung und der Widmung holen wir private Bauträger und Immobilienunternehmen in die Projekte.

Wien im Wandel Die WSE Wiener Standortentwicklung bearbeitet mehr als 40 Projekte in ganz Wien. Die Geschäftsführer Josef Herwei und Robert Nowak über die Herausforderungen des städtischen Immobilienunternehmens. • INTERVIEW: Vanessa Haidvogl Die WSE Wiener Standortentwicklung ist ein Tochterunternehmen der Wien Holding und damit der Stadt Wien. Wo liegen Ihre Aufgaben als städtisches Unternehmen? JOSEF HERWEI: Unsere drei Aufgabengebiete sind die Projektentwicklung, das Bauprojektmanagement und das Liegenschaftsmanagement. Wobei der Schwerpunkt nicht in der Entwicklung einzelner Immobilien liegt, sondern in der städtebaulichen Entwicklung ganzer Areale. Wir schaffen die Grundlagen für den Bau neuer Stadtteile im Sinne der Wiener Bevölkerung und Wirtschaft. Unser zweiter großer Schwerpunkt ist das Bauprojektmanagement. In diesem Bereich arbeiten

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wir im Auftrag der Stadt Wien am Ausbau von Infrastrukturprojekten, derzeit in erster Linie im Bildungsbau. Können Sie uns einen Überblick über die derzeit laufenden Projekte geben? ROBERT NOWAK: Die WSE bearbeitet mit ihren inzwischen mehr als 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern derzeit über 40 Projekte in ganz Wien. In den vergangenen sechs Jahren haben wir mit unserem Tochterunternehmen WIP Wiener Infrastruktur Projekt GmbH mehr als 30 Bildungsbauten umgesetzt. Gleichzeitig waren und sind wir in Standortentwicklungen wie in Neu Marx, in Oberlaa, beim

Welche Nutzungen stehen dabei im Mittelpunkt? NOWAK: Aufgrund des hohen Bedarfs ergibt sich derzeit in vielen Projekten die Hauptnutzung Wohnen mit der dazu notwendigen Infrastruktur. Allerdings legen wir auch immer wieder einen Fokus auf die Forschung, die Technologie oder die Kreativbranche. Als Beispiele fallen mir hier Neu Marx oder die Muthgasse ein, wo wir mit privaten Partnern auch im Bau von Laborgebäuden engagiert waren. Gerade diese Bereiche sind für die Entwicklung einer Stadt und für die Stärkung des Wirtschaftsstandorts essenziell. Die WSE betreibt auch Liegenschaftsmanagement. Welche Projekte betreuen Sie in diesem Bereich? HERWEI: Als Muttergesellschaft der Wiener Messe Besitz GmbH (MBG) hat die WSE schon seit Jahren große Erfahrung in der Betreuung großer Immobilien. Über das Messe- und Kongresszentrum hinaus betreut die WSE mit ihrem Team die Immobilien Wirtschaftspark Breitensee, Jüdisches Museum Wien, Haus der Musik, das Bürohaus Anschützgasse 1 sowie das Rechenzentrum der Stadt Wien. Die WSE, ein Tochterunternehmen der Wien Holding, ist Initiatorin und zentrale Ansprechstelle für nachhaltige Stadtentwicklungsprojekte in Wien. www.wse.at

© WSE/Kelety

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RE

AUSTRIAN REAL ESTATE

OFFEN FÜR NEUE PERSPEKTIVEN.


Die Wiener dürfen nicht zu Klimaflüchtlingen werden Paul Oblak, Leiter des Kompetenzzentrums grüne und umweltbezogene Infrastruktur in der Wiener Baudirektion, im Interview. • INTERVIEW: Vanessa Haidvogl

„Die Stadt sind wir alle, nicht nur die Politik oder der Magistrat. Und wenn wir nicht alle mittun und Maßnahmen setzen, dann wird es keine Verbesserung geben.“

Der Klimawandel ist in aller Munde: Was sind die Herausforderungen, die auf die Stadt Wien zukommen? Man muss unterscheiden zwischen jenen Stadtteilen, die neu entwickelt werden, und der Bestandsstadt, wo man die meisten Hitzeinseln findet. Etwa innerhalb des Gürtels, wo viel Bodenfläche versiegelt ist. Hier müssen wir Maßnahmen setzen. Aktuelles Beispiel ist die Zieglergasse, die wir bis Ende des Jahres zur ersten klimaangepassten Straße Wiens umbauen. Hier wird es künftig Grätzeltreffpunkte mit schattenspendenden Bäumen, Nebelduschen und Sitzgelegenheiten geben. In den Stadterweiterungsgebieten hat man mehr Möglichkeiten, etwa für jeden Baum den richtigen Platz zu finden. Bei

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den neuen Stadtteilen Seestadt Aspern und in Zukunft auch in Rothneusiedl überlegen wir uns genau, wie wir diese Areale besser anlegen können, um für den Klimawandel gerüstet zu sein. Was kann bei der Planung berücksichtigt werden? In den neuen Gebieten muss man etwa auf die Baufiguration achten. Das heißt, es muss zwischen den Baukörpern genügend Durchlüftung während der Nacht stattfinden können. Wir sind uns der Verantwortung bewusst, eine lebenswerte Stadt wie Wien auch für künftige Generationen lebenswert zu erhalten. Wir wollen die Wiener nicht zu Klimaflüchtlingen werden lassen, die im Sommer aufs Land ziehen, weil sie die Hitze der Stadt nicht aushalten. An welchen Strategien wird gearbeitet? Wir haben seit Jahren drei große Richtlinien: die Smart-City-Strategie, den STEP und das KliP. Alle hatten und haben das Ziel, Maßnahmen gegen den Klimawandel zu setzen, wie etwa die Reduzierung von CO2 beim Heizen und bei der Mobilität. Auch die Förderung von Dach- und Fassadenbegrünungen gehört dazu. Die Stadt setzt auf Nachhaltigkeit. Beispiele dafür sind Kleinkraftwerke entlang der Wiener Hochquellwasserleitung, die Energiegewinnung aus Klärschlamm, Bürgersolarkraftwerke etc. Aber die Stadt sind wir alle, nicht nur die Politik oder der Magistrat. Und wenn wir nicht alle mittun und

Maßnahmen setzen, dann wird es keine Verbesserung geben. Wird „grün“ wohnen schick? Ein Pilotprojekt in unserer Stadt, das gerade umgesetzt wird und zum Thema hat, „wie eine Stadt zukünftig aussieht“, ist die Biotope City. Acht gemeinnützige Bauträger, eine Idee: mehr Grün für die Bewohner. Jede grüne Maßnahme kostet etwas, in der Erhaltung und in der Errichtung. Aber bei den Bauträgern ist ein Umdenken feststellbar. Einer davon hat zu mir gesagt: Wenn wir uns einen Pool am Dach leisten können, dann können wir uns auch eine begrünte Fassade leisten. Umgekehrt ist es so, dass der Mieter oder der Käufer bestimmte Umweltstandards mittlerweile erwartet und seine Wohnung dementsprechend aussucht. Was sind die Aufgaben des Kompetenzzentrums? Seit zwei Jahren werden bei uns die blaue und die grüne Infrastruktur gebündelt. Zur grünen Infrastruktur gehören Parks genauso wie jeder einzelne Baum in einer Wohnstraße. Der Baum gibt Sauerstoff ab und spendet Schatten, sorgt für kleinklimatische Verbesserungen, ist eine Maßnahme gegen eine Hitzeinsel. Allerdings muss man bedenken, wie lange es dauert, bis der Baum nennenswerten Schatten wirft. Zur blauen Infrastruktur gehört beim Bau etwa das Regenwassermanagement.

© Stadt Wien/Schmied

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WIR BAUEN ZUKUNFT WIE SEHEN STÄDTE DER ZUKUNFT AUS? WAS BEDEUTET NACHHALTIGES BAUEN? WELCHE BEDÜRFNISSE HABEN MENSCHEN UND WIRTSCHAFT IN 30, 50 ODER 100 JAHREN? WIR FINDEN DIE ANTWORTEN. WIR SIND SPEZIALISIERT AUF SCHWIERIGE AUFGABEN. WIR PLANEN NICHT FÜR DAS HEUTE, WIR PLANEN FÜR DAS MORGEN UND SPÄTERE GENERATIONEN. MIT UNSEREN PROJEKTEN SCHAFFEN WIR PLATZ FÜR DIE BRANCHEN DER ZUKUNFT. WIR LIEBEN ENTWICKLUNG. WIR BAUEN ZUKUNFT. WSE Wiener Standortentwicklung www.wse.at


Ende 2019 erfolgte in Österreichs größtem Logistikpark, dem Industrial Campus Vienna East in der Nähe des Wiener Flughafens, der Spatenstich für weitere hochmoderne Logistikflächen.

Rekord bei Investments in Logistikimmobilien Der Anteil spekulativ errichteter Logistikflächen wird in den kommenden Jahren stark steigen, ebenso die Investitionstätigkeit, meinen Experten. • TEXT: Patrick Baldia

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m Vorjahr wurde in österreichische Logistikimmobilien so viel wie nie zuvor investiert – rund 450 Millionen Euro, was einem Anteil von acht Prozent am gesamten Investmentvolumen (rund sechs Milliarden Euro) entspricht, flossen in die Assetklasse. Damit hält hierzulande ein Trend Einkehr, der verstärkt seit geraumer Zeit vor allem in den großen europäischen Ländern zu beobachten ist. Allein in Deutschland wurden 2019 fast sieben Milliarden Euro in Logistikimmobilien investiert – die großen Treiber dieser Entwicklung waren das niedrige Zinsniveau und der positive Renditespread. FLÄCHENBEDARF STEIGT Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern befand sich der Logistikinvestmentmarkt in Österreich lange Zeit in einem Dornröschenschlaf. Dahinter stand der hohe Anteil an Eigenentwicklungen, während spekulativ errichtete Flächen eine untergeordnete Rolle spielten. An-

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gesichts des boomenden Onlinehandels, der bis 2023 um rund 13 Prozent wachsen soll, würde sich das Blatt nun wenden, so Experten. Dieser würde zu einem verstärkten Flächenbedarf beitragen, der internationale Entwickler nach Österreich locken soll. Sie benötigten vor allem Objekte nahe den Ballungszentren – um eine schnellere und bequemere Paketzustellung an den Endkunden gewährleisten zu können. „Der Anteil spekulativ errichteter Logistikflächen wird in den kommenden Jahren deutlich zunehmen“, sagt Andreas Ridder, Managing Director CBRE Österreich und CEE. Während sich der Anteil spekulativ errichteter Objekte im Vorjahr auf vier Prozent belief – und jener der Eigennutzungen bei 80 Prozent lag –, soll er bis zum Jahresende auf 19 Prozent ansteigen (Eigennutzungen: 65 Prozent). Bis 2023 würden dann spekulativ errichtete Logistikflächen etwas weniger als ein Drittel aller Developments ausmachen, so

Ridder. Zählt man jene Flächen, die einer Fremdnutzung zugeführt werden, dazu, so werde sogar ein Anteil von knapp 60 Prozent zu Buche stehen. DEVELOPMENT-PIPELINE 630.000 QUADRATMETER SCHWER Insgesamt sollen bis 2022 an den drei Logistik-Hotspots Wien, Graz und Linz Logistikflächen im Ausmaß von rund 630.000 Quadratmetern fertiggestellt werden. Aktuell ist die Nachfrage nach modernen Logistikflächen in diesen Märkten hoch, wobei allerdings das Angebot an hochwertigen Flächen zu gering ist, um diese zu befriedigen. Bei der modernen Big-Box-Logistik bleiben im Großraum Wien die Entwicklungen in Hagenbrunn (Logistikzentrum Wien Nord) und Enzersdorf/Fischa (Industrial Campus Vienna East) führend. In der Steiermark wird der für Mitte 2020 geplante Logistikpark in Premstätten (VGP Park Graz) der an meisten

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beachtete Neubau sein. Hinter dem knappen Angebot stehen die hohen Preise für Grundstück und Errichtung. Aufgrund der tendenziell immer kürzeren Mietverträge lohnen sich Entwicklungen oftmals nicht, heißt es bei CBRE. Neben einer Topverkehrsanbindung, einer ausreichenden Anzahl an Andockstationen sowie Teilbarkeit machen laut Franz Pöltl, Geschäftsführer der EHL Investment Consulting, vor allem zwei Faktoren eine attraktive Logistikimmobilie aus: eine Höhe von rund zehn Metern und eine Bodentragkraft von mindestens 5.000 Kilopond pro Quadratmeter. „Das sind Voraussetzungen für den heute üblichen Einsatz von induktions- bzw. computergesteuerten Staplersystemen“, so der EHL-Experte. Insgesamt ist die Rechnung für Entwickler relativ einfach: Moderne Logistikliegenschaften sind zu einem hohen Grad drittverwertungsfähig. Angesichts der immer knapper werdenden Grundstücksreserven und der Konkurrenz durch andere Nutzungsarten würden auch die Adaptierung bestehender Flächen, die bereits über die erforderlichen Betriebsgenehmigungen verfügen, sowie Multistorey-Lösungen an Bedeutung gewinnen, heißt es bei CBRE. ZUR EIGENNUTZUNG Im Vorjahr haben Eigennutzungen noch den Löwenteil der fertiggestellten Logistikflächen ausgemacht. Zu den größten Entwicklungen zählten unter anderem das neue Zentrallager von XXXLutz in

Mit dem neuen Distributionszentrum in Wien, will IKEA Lieferungen innerhalb von 24 Stunden anbieten können.

Zurndorf (Lagerfläche: 110.000 Quadratmeter) sowie das IKEA-Logistikzentrum in Wien-Floridsdorf. Letzteres wurde Mitte Oktober in Betrieb genommen. Seitdem werden von dort alle Bestellungen, die online oder in einer Filiale des schwedischen Möbelriesen vorgenommen wurden, direkt ausgeliefert. Zu dem Logistikzentrum, das auf zwei Stockwerken eine Fläche von

50.000 Quadratmetern aufweist, gehören im Übrigen auch eine bemannte und eine unbemannte Abholstation. Die Absicht bei der mehr als 70 Millionen Euro hohen Investition: Näher an den Kunden rücken und diesem unterschiedliche Touchpoints bieten.

© DLH, IKEA/Harson

Logistikimmobilien für Eigennutzer Sebastian Scheufele, geschäftsführender Gesellschafter von Modesta Real Estate, sieht großes Interesse an Last-Mile-Logistik. • INTERVIEW: Vanessa Haidvogl Bleibt in Österreich die Nachfrage nach Logistikimmobilien hoch? Die Nachfrage am österreichischen Logistikmarkt ist auch im Jahr 2020 weiter im Steigen. Die hohen Investitionssummen lassen sich vor allem auf den wachsenden E-Commerce-Sektor zurückführen. In den drei Fokusgebieten Wien, Graz und Linz gehen wir davon aus, dass sich der Gesamtflächenbestand bis Ende 2020 von circa 5,5 Millionen auf schätzungsweise 5,8 Millionen Quadratmeter erhöhen wird. Bei

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den neu entwickelten Flächen ist ein dominierender Eigennutzertrend erkennbar. Lediglich ein geringer Anteil der Neuflächen wird spekulativ errichtet. Damit steht der wachsenden Nachfrage ein begrenztes Angebot gegenüber. Wer sind die Interessenten für Logistikimmobilien? Der Onlinehandel sowie die Paketlogistik sind die derzeitigen Hauptabnehmer für Logistikflächen. Neben den großen Verteil- und Logistikzentren, wie beispielsweise dem Industrial Campus

Vienna East, rückt auch die Last-Mile-Logistik immer mehr in den Fokus der Interessenten. Gleichzeitig findet eine Verlagerung von alten Bestandsflächen auf neu entwickelte Logistikflächen statt. Wie hoch ist die Rendite? Die steigende Attraktivität der Assetklasse zeigt sich auch in den weiter sinkenden Renditen. Derzeit liegen die Spitzenrenditen bei etwa fünf Prozent. Aus Investorensicht weist Österreich damit im Vergleich zu einigen anderen europäischen Ländern nach wie vor ein attraktives Renditenniveau auf.

© Weinwurm

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Micro-Living-Einheiten sind fast ausschließlich auf Einzelpersonen ausgerichtet und meist voll ausgestattet

Quartiere für neue Lebensrealitäten Micro-Living-Konzepte erfüllen das Bedürfnis nach Gemeinschaft genauso wie die Anforderungen hinsichtlich Coworking, Sharing, New Work, Flexibilität und Mobilität. • TEXT: Linda Benkö

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ängst hat sich Micro-Living von einer Nische in der Branche Wohnimmobilien zur eigenen Assetklasse etabliert. In ganz Europa werden immer mehr derartige Objekte für diverse Zielgruppen gebaut. Zunächst als Synonym für studentisches Wohnen gesehen, hat „sich dieser Markt in den letzten Jahren nach einem rasanten Wachstum mit steigenden Transaktionsvolumina institutionalisiert und sich gleichzeitig differenziert“, erklärt

Jorge Person von der Corestate Capital Group GmbH. Als „Sammelbegriff für Kleinraumwohnungen und kurzzeitiges Wohnen“ sieht es auch Benjamin Röber-Rathay, zuständig für Productmanagement bei der International Campus GmbH (IC), für die es zudem um effiziente, kluge, flexible und moderne Wohnkonzepte geht. Diese decken „die Bedürfnisse von Menschen in verschiedenen Lebensphasen ab, für die

Viel Platz für Gemeinschaftseinrichtungen bieten die THE FIZZ-Häuser.

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es noch vor rund fünf Jahren nichts Passendes und gleichzeitig Erschwingliches gab“, meint Michael Pech, Vorstandsvorsitzender des ÖSW – Österreichisches Siedlungswerk Gemeinnützige Wohnungs AG: ob aus dem In- und Ausland, ob Studium, Änderung der Familienverhältnisse oder vorübergehender Aufenthalt von Arbeitskräften (Pendler, Projektmitarbeiter, Expats …) bis hin zu neuen Wohnformen für ältere Menschen. „MACRO-WOHNEN“ DURCH COMMUNITY-RÄUME Anbieter wie Corestate und IC trennen dabei relativ strikt nach Zielgruppe. Die Studenteneinheiten sind die kleineren – ab 20 bis maximal 30 Quadratmeter. Die Wohnungen für die „Pros“ sind etwas größer und mit höherer Ausstattungsqualität. „Meist gibt es eine Kitchenette und eine allen zur Verfügung stehende größere Küche soll die Möglichkeit bieten, auch mal Freunde einzuladen“, so Pech. An Community-Räumen stehen Flächen zum Lernen, Waschsalon, Gym, teils Pool, Dachterrasse, TV-Räume und vieles mehr zur Verfügung. Einen eindeutig studentischen Schwerpunkt setzt die S+B Gruppe. Das macht Sinn, denn laut aktuellem Bericht von Otto Immobilien ist Wien mit Studentenheimen unterversorgt. Den 200.000 Studiosi stünden nur rund 20.000 Heimplätze gegenüber, bis dato nur 19 Prozent davon kämen von privaten Anbietern mit besserer Ausstattung. S+B hat das Projekt in der Nordbahnstraße schon an „The Student Hotel“ (ca. 700 Einheiten) veräußert, mit der deutschen iLive-Gruppe entstehen im Stadtteil Sankt Marx weitere rund 350 Einheiten. In der Donau City, im DC Tower 3, entsteht das größte Wohnheim mit an die 900 Einheiten (Fertigstellung: 2021). SONDERFORM SERVICED APARTMENTS Das ÖSW setzt bewusst auf Nischen, wo ebenfalls hoher Bedarf besteht: etwa auf die Lehrenden mit dem Vienna Academic Guesthouse in Aspern in Kooperation mit Universitäten. Musiker werden sich im Themenhaus Music-Box am Arsenalsteg wohlfühlen, denn dort gibt es eigene Proberäume. Und Unterschiede gibt es auch in der Mietdauer, „in Abhängigkeit des Mietrechts des jeweiligen Landes“, wirft Röber-Rathay ein: Während diese für Studenten meist länger bemessen ist, kann man in Business-Apartments oft schon ab nur zwei oder drei Monaten logieren – mit Verlängerungsoption. Die Serviced

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Apartments können auch bereits ab einem Tag gebucht werden, wobei die Mietdauer länderabhängig meist auf sechs oder zwölf Monate begrenzt ist. HIPPE „LABELS“ Ganz dem Trend entsprechend werden die Häuser „hip gelabelt“: Corestate hat etwa YOUNIQ und JOYN Serviced Living (startete kürzlich in Wien im Quartier Belvedere) als Marke. IC wiederum hat ihre Häuser The FIZZ – in Wien wurde vor wenigen Monaten nach dem Standort Dresdner Straße am Hauptbahnhof das zweite eröffnet – oder HVNS gebrandet. Letzteres steht für ein „lebendiges Konzept für diejenigen, die in Gateway-Städten ankommen und einen Heimathafen auf Zeit suchen“. Eine Mischung aus Apartment und Hotel wird das ZOKU, nach Angaben des Österreich-Partners IG Immobilien ein „Home-Office-Hybrid“, sein. Der Developer aus Amsterdam errichtet für beruflich Reisende und reisende Berufstätige 131 Lofts im Prater Glacis. Es soll heuer eröffnen.

Anbieter wie das ÖSW decken mit dem Vienna Academic Guesthouse die spezielle Zielgruppe der Professoren ab.

TREND HÄLT AN Die globalen Megatrends (Demografie, Mobilität …) lassen vermuten, dass der Trend zum möblierten Kurzzeitwohnen anhalten wird. „Da Investitionen in Micro-Living-Konzepte langfristig stabile Erträge bei vergleichsweise geringem Risiko bieten, werden diese für institutionelle Anleger immer interessanter“, heißt es bei Corestate. Typischerweise handelt es

sich um Neubauten, Bestandsimmobilien bieten in aller Regel nicht die notwendige Infrastruktur. Preislich beginnt das Allin-Wohnen auf Zeit für Studentenapartments etwa ab 580 Euro (IC Campus) bis hin zu 750 Euro oder etwas mehr. Für die Professionals gibt es Angebote ab 750 bis etwa 1.000 Euro.

© M. Hofmann, International Campus, H. Luxigon

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Bei FRANCIS handelt es sich um den Kopfbau der multifunktionalen Stadtteilentwicklung Althan Quartier.

Durchdachte Konzepte 6B47 geht 2020 mit zahlreichen Projekten an den Start. Der Fokus liegt dabei auf hochwertigen Gewerbe- und Wohnflächen, die in bestehende Gebiete integriert und mit denen neue Quartiere geschaffen werden. Der Wert der Pipeline beträgt aktuell insgesamt 1,7 Milliarden Euro. Projektentwicklung braucht Werte, so lautet das Credo von 6B47. Dazu zählt für den Immobilienentwickler, nicht nur den Menschen in den Mittelpunkt aller Entwicklungen zu rücken, sondern auch nachhaltig vorzugehen. Soll konkret heißen: auf Vorhandenem aufbauen und es sinnvoll an heutige Bedürfnisse anpassen. Diesen Zugang hat 6B47 in der Vergangenheit bereits mehrfach bewiesen – allem voran mit dem Althan Park im 9. Wiener Gemeindebezirk, bei dem ein ehemaliges

Bürogebäude in eine hochmoderne und hochwertige Wohnhausanlage umfunktioniert wurde. Auch beim jüngsten Projekt namens FRANCIS, das ebenso Teil der 6B47-Stadtteilentwicklung Althan Quartier ist, geht das Unternehmen ähnlich vor. Bei FRANCIS handelt es sich um den Kopfbau des Althan Quartiers – eine ehemalige Büroimmobilie in innerstädtischer Toplage, die in der Sockelzone den Franz-Josefs-Bahnhof beherbergt. Das Gebäude wird bis 2023 zur Gänze refurbisht und neu genutzt: Der

Für das „Hoch Zehn“ wurde ein ehemaliger Industrie- und Gewerbestandort im 10. Bezirk umgewidmet.

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dreigeschossige Sockelbereich bietet dann ca. 5.000 Quadratmeter Fläche für Nahversorgung, Gastronomie und Dienstleistungsbetriebe, in den oberen sieben Stockwerken mit einer Gesamtfläche von knapp 38.000 Quadratmetern werden unterschiedlich nutzbare Büroflächen zur Verfügung stehen. Die derzeitige Struktur des Gebäudes bleibt im Zuge der umfassenden Sanierung weitgehend erhalten, bekommt aber eine zeitgemäße Gebäudetechnik und ein neues, attraktives Erscheinungsbild. „FRANCIS ist nicht nur ein außergewöhnliches Landmark-Projekt, es wird mit insgesamt rund 40.000 Quadratmetern zum Fertigstellungszeitpunkt in Wien die einzige verfügbare zentrumsnahe Büroimmobilie in dieser Größenordnung am Markt sein“, betont 6B47-Vorstand Sebastian Nitsch. Eine Besonderheit des Gebäudes sind die mit bis zu 7.000 Quadratmetern außerordentlich großen Regelgeschossflächen, die lichten Raumhöhen von bis zu 3,5 Metern sowie die zahlreichen Außenterrassen in den Obergeschossen. Weiters besticht FRANCIS durch seinen Standort: Das Ge-

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© 6B47 REAL ESTATE INVESTORS AG

bäude ist eingebettet in ein historisch gewachsenes Gründerzeitviertel mit bestehender Infrastruktur und sehr guter Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz und liegt nahe dem Donaukanal, einem beliebten Stadterholungsgebiet. Ebenfalls am Standort entstehen zwei Wohnbauprojekte Liz Living und Jo Living mit insgesamt 250 Wohnungen. Auch ein Hotel wird es auf dem Areal geben. „Das ergänzt sich gut mit dem Business-Standort im Kopfbau“, erklärt Nitsch. 2023 soll die Realisierung des Gesamtprojekts Althan Quartier abgeschlossen sein. Baustart großer Projekte Im 5. und 12. Wiener Gemeindebezirk realisiert 6B47 auf einem Areal, das unmittelbar an den Wiener Gürtel grenzt und unweit von zwei Knotenpunkten öffentlicher Verkehrsmittel liegt, gemeinsam mit den Partnern TRIVALUE und SORAVIA das Projekt „Eichenstraße 1“. Bis 2023 entsteht hier ein attraktiver Mix aus Wohnen, Gewerbe, Retail und Hotel beziehungsweise Serviced Apartments. Der Baustart für ein weiteres Großprojekt von 6B47 im 10. Wiener Gemeindebezirk an der Laxenburger Straße erfolgt Anfang 2020. Es wird auf einem ehemaligen – für Wohnbaunutzung umgewidmeten – Industrie- und Gewerbestandort in grüner Stadtrandlage realisiert. Bei diesem Projekt werden alle auf dem Areal befindlichen Gebäude abgetragen, um Platz für rund 22.000 Quadratmeter Wohnnutzung zu machen. 6B47 zeichnet für circa 11.500 Quadratmeter neu geschaffene Wohnfläche sowie rund 3.800 Quadratmeter Gewerbefläche verantwortlich. Die übrigen Flächen realisiert ein gemeinnütziger Wohnbauträger. Die Fertigstellung der Gesamtentwicklung ist für das vierte Quartal 2021 geplant. Auf das „Hoch Zehn“ genannte Projekt im 10. Bezirk folgt in der ersten Jahreshälfte 2020 das „Town Up“ – eine neue Quartiersentwicklung am Höchstädtplatz im 20. Wiener Gemeindebezirk. Im Zuge der Neuentwicklung werden die Bestandsgebäude teils abgebrochen, um Neubauten zu weichen, und teils in moderne Wohngebäude mit effizienten Grundrissen und attraktiven Freiflächen umgenutzt. Unter Denkmalschutz stehende Gebäudeteile integriert 6B47 behutsam in die Neuentwicklung. Insgesamt errichtet 6B47 auf dem Areal bis zum zweiten Quartal 2022 vier Baukörper mit einer Nutzfläche von rund 17.000 Quadratmetern sowie eine zweigeschossige Tiefgarage. Und schließlich soll nach den Plänen von 6B47 Ende des Jahres auch noch im 22. Wiener Gemeindebezirk mit dem Bau

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Die Quartiersentwicklung „Town Up“ besteht aus vier Baukörpern mit einer Nutzfläche von rund 17.000 Quadratmetern.

von 790 Wohnungen begonnen werden. Unter dem Überbegriff „Produktive Stadt“ verfolgt 6B47 auf einem Umwidmungsgebiet entlang der U-Bahn-Linie U2 einen neuen Ansatz, der eine Verzahnung von Arbeiten und Wohnen vorsieht. Wichtige Auszeichnung Eine besondere Bestätigung für den eingeschlagenen Kurs erhielt 6B47 jüngst mit der Verleihung des SO!APART-Awards für das bereits mehrfach ausgezeichnete Serviced-Apartments-Haus PhilsPlace im Süden von Wien. Damit gewinnt erstmals ein Konzept aus Österreich die wichtigste Branchenauszeichnung im deutschsprachigen Raum. PhilsPlace konnte sich in der Kategorie „groß und großartig“, bei der Häuser mit über 50 Einheiten bewertet werden, gegen zahlreiche Serviced-Apartments-Projekte in Deutschland durchsetzen und wurde als bestes Konzept des Jahres im gesamten deutschsprachigen Raum ausgezeichnet. Besonders überzeugt haben das Konzept, das unverwechselbare, hochwertige Design sowie die innovative Marketingstrategie. Der Erfolg des Projekts zeigt, dass das Konzept zukunftsträchtig ist.

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Das wurde durch die rasche Verwertung bestätigt. Ein knappes Jahr nach Eröffnung waren alle Apartments verkauft. „Wir werden Full-Service Apartments daher bei neuen Projekten, wo möglich und sinnvoll, erneut umsetzen,“ sagt 6B47-Vorstand Sebastian Nitsch und ergänzt: „Wir tragen mit unseren Projekten nicht nur den Anforderungen des Marktes Rechnung, sondern setzen auch neue Akzente und liefern wichtige Impulse in Richtung Infrastruktur.“

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Lebensräume schaffen Sebastian Nitsch ist seit 2013 Vorstand der 6B47 Real Estate Investors AG. Welche Themen sein Unternehmen aktuell in Österreich beschäftigen, erzählt er im Interview. • INTERVIEW: Anita Orthner

„Als leistbar definieren wir derzeit Quadratmeter­ Monatsmieten von neun bis elf oder zwölf Euro und weniger als 4.000 Euro pro Quadratmeter bei Eigentum. Unsere 6B47­Wohnbauträger­ Tochter hat sich genau darauf spezialisiert.“

Welchen Herausforderungen müssen sich Immobilienentwickler heute stellen? Neben den steigenden Bau- und Liegenschaftskosten besteht die größte Herausforderung darin, nachhaltigen Wohnraum zu schaffen. Die Gesellschaft befindet sich ständig im Wandel, darauf müssen Immobilienentwickler Rücksicht nehmen. Außerdem ist die Bereitschaft, seinen Wohnraum bei sich ändernden Lebensumständen zu wechseln, heute viel größer als noch vor wenigen Jahrzehnten. Der Bedarf an Fläche ist am Anfang der Lebenszeit klein, steigt dann mit Gründung einer Familie und nimmt im Alter wieder ab – man wohnt heute nicht mehr ein Leben lang in ein und derselben Wohnung. Wie lautet Ihre Antwort darauf? Wir setzen auf eine maximale Flexibilität bei den Grundrissen. Wo sinnvoll, schaffen wir die Möglichkeit, Wohnraum vergrößern oder verkleinern zu können. Außerdem sind wir bestrebt, Räume zu schaffen, die mehrere Nutzungsmöglichkeiten bieten. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist für uns das Umfeld. Jede Immobilie ist in ein größeres Ganzes eingebunden – und dieses bzw. die Schnittstellen denken wir mit. Aus diesem Grund ist uns die Entwicklung von Stadtquartieren ein großes Anliegen. Wir möchten nicht nur Wohnraum, sondern Lebensraum schaffen. Welche Rolle spielt leistbares Wohnen und wie definieren Sie es? Das ist ein wichtiges Thema bei uns. Als Grundlage für die Leistbarkeit ziehen wir das Netto-Medianeinkommen heran. Der Ansatz für die leistbare Bruttomiete ist, dass sie maximal rund ein Drittel

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des Netto-Medianeinkommens ausmachen soll. Um das umzusetzen, bedarf es einer selektiven Ankaufsstrategie und einer effizienten Nutzung jedes einzelnen Quadratmeters. Als leistbar definieren wir derzeit Quadratmeter-Monatsmieten von neun bis elf oder zwölf Euro und weniger als 4.000 Euro pro Quadratmeter bei Eigentum. Unsere 6B47-Wohnbauträger-Tochter hat sich genau darauf spezialisiert. Wir arbeiten aber auch mit gemeinnützigen Bauträgern zusammen, die bei Quartiersentwicklungen den Part leistbares Wohnen übernehmen. Ein gutes Beispiel dafür ist ein Projekt in Brunn am Gebirge in Niederösterreich nahe der Stadtgrenze zu Wien. Dort entwickeln wir auf dem Gelände einer ehemaligen Glasfabrik gemeinsam mit der Neuen Heimat 210 leistbare Wohnungen. Das heißt, Wien ist nicht allein im Fokus Ihrer Entwicklungstätigkeit? Wir sind in zehn der 23 Bezirke tätig und Wien bleibt unser Fokus, doch wenn sich attraktive Möglichkeiten außerhalb von Wien auftun, dann sind wir nicht abgeneigt. In St. Pölten beispielsweise warten wir derzeit auf die Baugenehmigung für ein Wohnbauprojekt auf einem alten Gewerbeareal mit 21.000 Quadratmetern. Wir rechnen mit einer baldigen Zusage und hoffen, noch im Sommer 2020 mit dem Bau der ersten 150 Wohnungen starten zu können. In Graz haben wir erst Ende 2019 ein Großprojekt mit 10.000 Quadratmetern Wohnfläche, 275 Tiefgaragen-Stellplätzen und knapp 2.500 Quadratmetern Gewerbefläche fertiggestellt. © 6B47 REAL ESTATE INVESTORS AG/Tanzer

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Real Success for Real Estate Wir freuen uns, zum zweiten Mal in Folge mit dem REAL ESTATE BRAND AWARD als Österreichs erfolgreichste Marke in der Kategorie Fonds/Investoren ausgezeichnet worden zu sein. Der Preis wurde im Rahmen der europaweiten Immobilienmarkenwertstudie des REB-Instituts (Real Estate Brand Institute) vergeben. 6B47 R E A L E STAT E I N V E STO RS AG H E I L I G E NSTÄ DT E R L Ä N D E 29 | 1190 W I E N W W W . 6 B 4 7. C O M | T + 4 3 1 3 5 0 1 0 1 0 | O F F I C E @ 6 B 4 7. C O M


Ein zehn Hektar großer Park soll das Zentrum des neuen Stadtviertels beim Nordwestbahnhof werden.

Eigentum als Investment Von Wien bis Graz: Eigentumswohnungen sind weiterhin eine der beliebtesten Anlageformen in Österreich. Die rege Bautätigkeit schafft viele Angebote. • TEXT: Vanessa Haidvogl

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ls Assetklasse hat sich Wohnen bereits in den letzten Jahren stark etabliert und war 2018 mit einem Volumen von 1,27 Milliarden Euro und rund 30 Prozent am gesamten Investmentumsatz die stärkste Assetklasse in Österreich. Blickt man auf den in den vergangenen Jahren so bewegten Wiener Wohnungsmarkt, so ist hier eine Beruhigung zu beobachten. Die

Beim Projekt „Eichenstraße 1“ sind neben Wohnungen ein Hotel sowie Gewerbe- und Handelsflächen geplant.

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Phase großer Preissprünge, vor allem im Eigentum, ist bis auf Weiteres vorbei. „Nach dem Zuwanderungsschub von 2015/16 ist das Wachstum der Bevölkerungs- und Haushaltszahl auf ein normales Niveau zurückgekehrt und auch die zeitweise stark überhitzten Baupreise haben ihren Höhepunkt überschritten“, so Sandra Bauernfeind, Geschäftsführerin der EHL Wohnen

GmbH. „Das Angebot kann mit der Nachfrage langsam wieder Schritt halten.“ Kein Wunder, bleibt die Bautätigkeit doch weiterhin sehr rege. Laut CBRE werden im Jahr 2020 in Wien so viele Wohnungsneubauten fertiggestellt wie noch nie zuvor – zumindest seit Aufzeichnungsbeginn. Bereits 2019 wurden rund 12.000 Wohnungseinheiten fertiggestellt, im heurigen Jahr sollte dieses Volumen noch einmal deutlich übertroffen werden. Neu ist, dass die bisher dominierenden Eigentumswohnungen nicht mehr an der Spitze der Fertigstellungsleistung stehen, sondern von frei finanzierten wie geförderten Mietwohnungen abgelöst werden. „Die Tatsache, dass zurzeit mehr frei finanzierte und geförderte Mietwohnungen als Eigentumswohnungen fertiggestellt werden, ist auf die verstärkte Aktivität von institutionellen Investoren am Wiener Wohnungsinvestmentmarkt zurückzuführen“, so Georg Fichtinger, Head of Investment Properties bei CBRE Österreich. WOHNRAUM STATT GLEISEN Ein Beispiel für rege Bautätigkeit sind die Areale rund um (ehemalige) Bahnhöfe. Die ÖBB Immobilienmanagement GmbH hat

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„Das Korso“

Viertel Zwei

Weitblick und Grünblick

Expansion in und um Wien

© Value One / OLN

Immobilienentwickler Value One hat mit vier weiteren Projekten die nächste Phase seiner Wiener Quartiersentwicklung Viertel Zwei eingeläutet sowie die Planungen für zwei Wohnprojekte an neuen Standorten gestartet. „An der Entstehung eines neuen Stadtviertels beteiligt zu sein, ist etwas ganz Besonderes“, sagt Walter Hammertinger, Geschäftsführer von Value One Development, und spricht damit jenes Wiener Großprojekt an, das vor fünfzehn Jahren seinen Anfang nahm und nun in die nächste Entwicklungsphase geht: das Viertel Zwei im 2. Bezirk. Wo einst Niemandsland war, leben und arbeiten heute rund 7.000 Menschen. Nach Abschluss aller anstehenden Projekte werden es mehr als 15.000 Menschen sein. Dafür investiert Value One bis 2023 rund 700 Millionen Euro. Sie fließen in den Bau eines Wohngebäudes, zweier Hochhäuser mit Hotel, Büros und Wohnungen sowie in die Sanierung und Umgestaltung denkmalgeschützter Tribünen zu einzigartigen Büroräumlichkeiten. So wie die Tribünen-Büros soll auch das direkt an der U-Bahn-Station „Stadion“ gelegene und derzeit im Rohbau befindliche Wohngebäude namens Korso bis 2021 fertiggestellt sein: Es wird über 179 exklusive Eigentumswohnungen von 35 bis 145 Quadratmetern mit Freiflächen und eine Tiefgarage verfügen. Der Büroturm Weitblick und der Wohnturm Grünblick sowie die Revitalisierung alter Stallungen

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befinden sich noch in der Planungsphase. Wie bei den bereits realisierten Immobilien legt Value One auch bei allen anstehenden Projekten Wert auf das Außergewöhnliche und entwickelt Lebensräume, die Freude machen. Es sind unter anderem die bedachte Verbindung von Historischem und Zeitgenössischem sowie die Umsetzung energieeffizienter Maßnahmen wie der Krieau, die die Entwicklungen im Viertel Zwei auszeichnen. Nachhaltige Umsetzungen Zusätzlich zur Weiterentwicklung des Stadtteils im 2. Bezirk hat Value One Ende letzten Jahres mit der Planung zweier neuer Immobilien außerhalb des Viertel Zwei begonnen. Konkret handelt es sich um ein Projekt in einer niederösterreichischen Stadtgemeinde sowie um das Wohnprojekt „KAY“ im 20. Wiener Bezirk. Dabei reagiert Value One auch auf die Herausforderungen des Klimawandels sowie den geänderten Nutzungsbedarf: Bei der Umsetzung neuer Projekte wird besonders auf die Integration klimaschonender Heiz- und Kühltechniken wie beispielsweise Geothermie und die Aktivierung der Deckenbauteile durch

PROMOTION

Deckenkühlung und Fußbodenheizung sowie die Schaffung kleinerer Einheiten geachtet. Um die bisherige Entwicklungstätigkeit zukünftig weiter erfolgreich vorantreiben zu können, ist Value One aktuell auf der Suche nach neuen Liegenschaften in Wien und anderen Länderhauptstädten, wobei Liegenschaften mit einer erzielbaren Wohnnutzfläche ab 5.000 Quadratmetern im Fokus stehen. „Wir sehen einen großen Bedarf an Wohnraum in allen Preisklassen. Durch die Verknappung des Baulandes in Wien werden der sogenannte Speckgürtel und verkehrsgünstige Lagen darüber hinaus immer interessanter für neue Immobilienentwicklungen“, sagt Walter Hammertinger und ergänzt: „Wir wollen außerdem weiterhin europaweit expandieren und weitere Standorte für unsere Marke MILESTONE und unseren Hospitalitybereich akquirieren.“

value one holding AG Stella-Klein-Löw-Weg 8 1020 Wien, Österreich welcome@value-one.com www.value-one.com

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Wohnen, arbeiten, shoppen, ausgehen und entspannen, all dies kann im Multi-Use-Ensemble VIENNA TWENTYTWO künftig kombiniert werden.

in den letzten 15 Jahren viel dafür getan, dass in Wien mehr Platz für den Wohnbau zur Verfügung steht. 12.000 Wohnungen wurden bereits auf ehemaligen ÖBB-Liegenschaften realisiert. 5.000 Wohnungen waren es allein im Sonnwendviertel rund um den neuen Wiener Hauptbahnhof. Bis

2035 sollen es 26.000 Wohnungen werden. Beim Nordwestbahnhof steht etwa eine städtebauliche Entwicklungsfläche von 44 Hektar zur Verfügung. Die ersten der rund 7.000 geplanten Wohneinheiten werden voraussichtlich ab 2023 gebaut werden können.

Früher los geht es beim „Neuen Landgut“ westlich des Hauptbahnhofs in Wien-Favoriten. 2020 will man hier mit der Verwertung der Flächen beginnen. 1.500 Wohnungen sind hier geplant, ebenso wie ein Bildungscampus, der im Herbst 2023 seinen Betrieb aufnehmen soll. MIXED USE IM TREND Ein Trend, der ebenfalls zu beobachten ist: Es werden immer weniger reine Wohnimmobilien errichtet. Große Projekte wie TRIIIPLE am Donaukanal, Althan Quartier im 9. Bezirk oder das Ensemble „Weitblick“ und „Grünblick“ im VIERTEL ZWEI sind als Mixed-Use-Projekte konzipiert. Was ab einer bestimmten Größe auch Sinn macht. Im Frühling 2020 geht es beispielsweise beim Großprojekt VIENNA TWENTYTWO in die Hochbauphase. Das Multi-Use-Ensemble von SIGNA und ARE

Komfortabel und leistbar room4rent bietet seit 2013 an derzeit fünf zentralen Wiener Standorten Wohnraum auf Zeit: von zwei Monaten bis zu zwei Jahren. Helga Mayer, Geschäftsführerin der immo 360 grad gmbh, über das Erfolgsrezept und neue Angebote. zu leistbaren Konditionen. Betrieben und serviciert werden die room4rent-Häuser von der immo 360 grad gmbh, einer 100-prozentigen Tochter der ÖSW AG.

Was ist das Erfolgsrezept von room4rent? Die ÖSW-Gruppe hat frühzeitig auf die zunehmende Nachfrage nach Wohnen auf Zeit und auf die sich wandelnden Bedingungen des Zusammenlebens, die demografischen Verschiebungen und deren Effekte reagiert. Mit room4rent schaffen wir kurzfristig verfügbaren und hochwertigen Wohnraum für bis zu zwei Jahre –

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Welche Zielgruppe will das nächste Projekt, das Vienna Academic Guesthouse, ansprechen? Das Vienna Academic Guesthouse wird diesen Herbst eröffnen und ist eine Spezialform des Kurzzeitwohnens. Im Gebäude sirius in aspern Die Seestadt Wiens beruht das Konzept auf einer Kooperation mit der Universität Wien und der TU Wien. Es wird mit 140 Serviced Apartments vor allem Personen aus dem akademischen Umfeld, aber auch Privatpersonen und Geschäftsreisenden Wohnraum auf Zeit bieten. Sämtliche Apartments sind mit

einem privaten Freibereich ausgestattet. Hinzu kommen Gemeinschaftsräume wie die komfortable Lounge mit Concierge, eine Bibliothek, ein Turnsaal sowie ein Fitness- und Wellnessbereich. Wo werden weitere Standorte entstehen? Die MUSIC-BOX mit rund 120 Apartments wird derzeit im Sonnwendviertel Ost in Favoriten errichtet, geplante Fertigstellung ist Frühjahr 2021. Ein weiteres room4rent-Projekt wird in THE MARKS, in einem des aus drei Wohnhochhäusern bestehenden Ensembles, im 3. Bezirk umgesetzt. Im ÖSW-Gebäude werden unter anderem 94 room4rent Einheiten angeboten. Geplante Fertigstellung ist Herbst 2022. room4rent.at © ÖSW / Lukas Ilgner

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„Der neue Wohnsinn“ AIRA - Ein Immobilienentwickler der neuesten Generation. HOCHWERTIG, EINLADEND, ATTRAKTIV! Für jeden Wunsch die passende Wohnung. Unsere aktuellen Projekte: 1220 Wien, Lohwaggasse 6 1220 Wien, Wagramer Straße 130 8020 Graz, Baiernstraße 52 8042 Graz, Nußbaumer Straße 2 Coming Soon 1210 Wien, Brünnerstraße 177-179 1220 Wien, Klenaugasse 5-9

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Die „POST CITY Linz“ wird ein Stadtviertel mit Wohnungen, Büros und Geschäften.

Development besteht aus insgesamt sechs Bauteilen – dazu gehören ein 110 Meter hoher Wohnturm, ein Hotel, Apartments sowie ein Bürohaus – und einer verbindenden Erdgeschosszone an einem zentralen Knotenpunkt im Norden Wiens. Die Gesamtprojektfertigstellung von 116.500 Quadratmetern Bruttogeschossfläche ist für 2023 geplant.

Auch der Startschuss für die Realisierung des Projekts „Eichenstraße 1“ ist gefallen: Auf der Projektliegenschaft entsteht bis 2023 ein attraktiver Mix aus Wohnen, Gewerbe, Retail und Hotelnutzung. Neben der 6B47 Real Estate Investors AG und der TRIVALUE Beteiligungs GmbH ist nun auch SORAVIA als Projektpartner an Bord.

Am Rand der Gmundner Altstadt errichtet die ARE ein Projekt mit 46 frei finanzierten Wohnungen.

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ST. PÖLTEN IM FOKUS Zunehmend rückt auch der Speckgürtel rund um Wien in den Fokus von Investoren und Entwicklern. Ein Beispiel dafür ist die niederösterreichische Landeshauptstadt. Das bestätigt auch Bernhard Baumgartner, Geschäftsführer RE/MAX Plus in St. Pölten: „Derzeit sind in St. Pölten einige Projekte im Bau bzw. in der Fertigstellungsphase. Im Vergleich zu Wien sind die Preise in St. Pölten noch immer sehr moderat. Aufgrund der ausgezeichneten Verkehrsanbindung nach Wien ist das Wohnen in der Landeshauptstadt sehr attraktiv.“ Die Bauarbeiten für Niederösterreichs größtes Immobilienprojekt Quartier Quadrant in St. Pölten schreiten zügig voran. Die erste Baustufe „Q11 | Leben am Fluss“ umfasst 138 Mietwohnungen und ist ab Frühjahr 2020 bezugsfertig. Mit Quartier Quadrant wird in St. Pölten erstmals eine gesamthafte Quartiersentwicklung in Angriff genommen, bei der mit einem Mix aus Wohnen, Touristik, gewerblicher Nutzung mit Büros und Einzelhandelsflächen sowie einem Parkhaus bis 2024 eine attraktive neue Lebenswelt entstehen soll. Das in mehreren Bauabschnitten geplante Objekt wird eine Gesamtnutzfläche von ca. 38.000 Quadratmetern haben. GROSSE NACHFRAGE IN LINZ Was den Linzer Immobilienmarkt betrifft, prognostizieren Experten für Eigentumswohnungen in den Innenstadtlagen 2020 ein Nachfrageplus von 2,7 Prozent. Da passt es gut, dass beispielsweise der ehemalige Standort des Logistikzentrums der Post städtebaulich und immobilienwirtschaftlich in den nächsten Jahren neu gestaltet wird. Projektentwickler der „POST CITY Linz“ ist die Value One Development GmbH. Doch auch außerhalb der Landeshauptstadt herrscht rege Bautätigkeit. So werden allein in Gmunden, Altmünster und Ohlsdorf in den nächsten Jahren rund 600 Wohnungen zur Verfügung stehen, von denen rund 500 frei finanziert werden. Die ARE Austrian Real Estate GmbH realisiert etwa bis Ende 2020 in der Wunderburgstraße 1 am Rand der Gmundner Altstadt ein Wohnprojekt mit 46 frei finanzierten Eigentumswohnungen. „Der große Vorteil des Salzkammerguts ist die schöne und intakte Landschaft mit hohem Freizeitwert sowie die zentrale Lage. Der Stellenwert der Region wird aufgrund der Ernennung von Bad Ischl zur ,Europäischen Kulturhauptstadt 2024‘ noch

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weiter steigen“, so Philip Steinkogler, Geschäftsführer von RE/MAX Traunsee. VIEL LOS IN GRAZ Ein Blick in den Süden Österreichs zeigt: Graz boomt weiter. „2019 war in der Stadt Graz die Anzahl der Transaktionen wieder so hoch wie im Rekordjahr 2018“, erklärt Alois Marchel, Geschäftsführer von RE/MAX Classic, mit Immobilienbüros in Graz und Gleisdorf. „In der Stadt besteht weiterhin eine hohe Nachfrage sowohl nach Wohnungen als auch nach Einfamilienhäusern und Grundstücken.“ Auch in Graz mischt die ARE mit. „Das Projekt ,Rosa und Heinrich‘ eingerechnet, haben wir in den vergangenen vier Jahren allein in Graz rund 660 neue, frei finanzierte Miet- und Eigentumswohnungen realisiert. Rund 650 weitere Wohneinheiten sind derzeit in Planung“, so Geschäftsführer Hans-Peter Weiss. Und das nächste große Projekt steht vor der Realisierung. Gemeinsam mit dem Wiener Immobilienunternehmen IMMOVATE soll ein neues Wohnquartier mit 450 bis 550 frei finan-

Die „Rankencity“ wird perfekt vermietbare Wohnungen im Grazer Zentrum bieten.

zierten Miet- und Eigentumswohnungen auf dem Areal der ehemaligen Kirchner Kaserne im Stadtteil Jakomini errichtet werden. Im boomenden Stadtbezirk Gries errichtet UBM mehr als 200 Einheiten im Rahmen des Projekts „Rankencity“. Bereits Dachgleiche feierte die IFA AG des Immobilieninvestments „City SUITES Graz“. Mit

dem Wohnbauprojekt in der Köstenbaumgasse 1 schafft das Tochterunternehmen von SORAVIA 100 Neubauwohnungen. Die Fertigstellung ist für 2020 geplant. Für die kommenden Jahre erwartet Marchel weiterhin einen starken Zuzug im gesamten Großraum Graz.

© ÖBB/nightnurse, AllesWirdGut/feld72, SIGNA/ARE, Nussmüller/Mathy, Riepl Architekten, UBM/Golem Digital

Wir leben

ehl.at


THE SHORE: Privilegiert leben an der Donau mit Concierge-Service und eigenem Strand.

Luxus ohne Kompromisse Vor allem die Image-Lage macht ein Objekt zu einem Luxus-Domizil. Die Käufer sind außerdem anspruchsvoller geworden – und das Angebot derzeit ist reichlich. • TEXT: Linda Benkö

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er um viel Geld eine teure Wohnung an einem von Österreichs Luxus-Hotspots kauft, will dafür auch etwas geboten bekommen. Obwohl die Ausstattung im Luxus-Segment ohnehin hochwertig ist, „nehmen die Kunden dieser Käuferschicht meist auch gleich den eigenen Innenarchitekten mit. Sie sind immer weniger kompromissbereit“, berichtet Peter Marschall, Geschäftsführer von Marschall Immobilien. Das bestätigt Michaela Orisich, Teamleiterin Wohnen Prime bei Otto Immobilien: „Sie vergleichen viel mehr als früher, zumal das Luxus-Domizil für viele der Zweit- oder Drittwohnsitz ist.“ „Grundsätzlich werden die Käufer in den Entwicklungsprozess der Immobilie miteinbezogen – und sie wollen hier auch Input liefern. Dies hängt aber natürlich auch immer vom Budget des Kunden ab und davon, wie weit fortgeschritten das Projekt bereits ist”, sagt Martin Müller, Geschäftsführer JP Immobilien. PRESTIGE-DENKEN Luxus definiert sich für Müller über ein „Gesamt-Setup, das in sich stimmig sein muss. Im Idealfall gehen eine High-End-Architektur, ein großzügiges Raumangebot sowie eine einzigartige Lage Hand in Hand.“ „Es muss das Lu-

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xus-Publikum hinziehen, man ist gern unter Seinesgleichen”, so Marschall. „In Kitzbühel sind vor allem Deutsche die Käufer, bedingt durch die geografische Nähe, vereinzelt sind es auch Russen oder Italiener und Briten.“ In Wien wird vor allem von Inländern gekauft, daneben schlagen u. a. auch Interessenten aus Osteuropa zu. Kristina Giacomelli, Gründerin von Sangreal Properties in Wien, einem auf die Vermarktung hochwertiger Wohnungen und Penthäuser in den Wiener Innenstadtbezirken spezialisiertem Maklerunternehmern: „Das Angebot in Österreich und vor allem in Wien ist sehr attraktiv.“ Das Flair einer Wohnung mit hohen Räumen, Flügeltüren und Fischgrätparkett ist unvergleichlich. Von „echtem Luxus-Wohnen“ in Österreich kann man neben Objekten in der Wiener Innenstadt, auch von solchen in Salzburg Stadt mit Seengebiet, rund um den Attersee in Oberösterreich, Kitzbühel und Arlberg, sprechen. Auch das Kärntner Seengebiet, vor allem der Wörthersee wird als Luxus-Domizil gehandelt. „In guter Lage in Kitzbühel kostet das Apartment um die 8.000 Euro pro Quadratmeter, vereinzelt zwischen 12.000 und 14.000“, gibt Marschall Preisbeispiele, ein Haus sei dort nicht unter vier bis fünf Mil-

lionen Euro zu haben, sieben bis acht Millionen Kaufpreis seien üblich. Die Preise in Wien sind ähnlich: 7.000 bis 8.000 Euro pro Quadratmeter „normal“, in den schönen Randbezirken Hietzing, Währing und Döbling finde man kaum etwas darunter. Im ersten Wiener Gemeindebezirk müsse man im Schnitt mit 17.000 pro Quadratmeter rechnen, so Orisich, die Obergrenze liegt aber durchaus bei 30.000 Euro. POOL ALS STANDARD Was macht Luxus nun wirklich aus? Wie schon erwähnt: in erster Linie der Standort. In Wien ganz klar die Innenstadt. Bezüglich Ausstattung geht Luxus längst schon über den Pool am Dach oder den direkten Lift hinaus. „In den Bundesländern, vor allem in Kitzbühel sind die Häuser hochwertig gebaut und meist komplett ausgestattet”, so Marschall, „bis hin zum Geschirr. Die oft sportbegeisterten Bewohner wollen nur mit dem Koffer einziehen können.“ Ein Indoor-Pool muss dabei sein, eine Vielzahl an Schlafzimmern, Sauna, Jacuzzi und meist ein Heimkino, häufig auch eine Outdoor-Küche, ein Gästehaus und freilich eine große Tiefgarage für den aus Ferraris, Porsches, Lamborghinis etc. bestehenden Fuhrpark. Für bestimmte Käuferschichten ist auch das

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KAYSER: Luxuriöses Wohnen in der Wiener City mit Blick auf den Donaukanal.

„Smarte Home System“ immer wichtiger, das die Steuerung von Licht, Heizung und Kühlung, Jalousien, Zutrittssystem etc. bequem über das Mobiltelefon ermöglicht. NEUE PROJEKTE Aktuell ist das Angebot reichhaltig und vielfältig. Neu gebaut wird etwa THE SHORE direkt an der Donau. Das Projekt umfasst zehn Villen mit 125 Wohnungen in der Kuchelau im 19. Bezirk. „Eingebet-

tet in Grün- und Parkflächen mit direktem Wasserzugang entsteht auf knapp 17.000 Quadratmetern ein luxuriöses Wohnerlebnis mit Concierge-Service”, so Christian Schachinger, CEO der WK Development. Die Fertigstellung ist für Ende 2022 angepeilt. Mit dem Projekt „KAYSER“ von ARE Austrian Real Estate und JP Immobilien wird bis Ende 2021 ein weiteres Kapitel im Bereich Wohn-Innovationen und „Lean

So sieht luxuriöses Wohnen in Kitzbühel aus: Ein Jagdhaus mit separatem Gästehaus in sehr idyllischer Alleinlage steht zum Verkauf.

Luxury“ aufgeschlagen. Neben einer Geschäftsfläche im Erdgeschoß entstehen rund 70 Einheiten, die modernes Design und smartes Wohnen verbinden. Die Apartments sind zwischen 34 und 92 m2 groß, die Maisonettewohnungen gibt es in Größen von 83 bis 157 m2 . Der Doorman fungiert als Concierge, Rezeptionist, Sicherheitsmann und helfende Hand.

© WK Development, JP Immobilien, Hagsteiner Immobilien

Nachhaltige Werte schaffen Roland Pichler, Geschäftsführer DIE WOHNKOMPANIE (DWK), über die Nachhaltigkeit von Immobilien und neue Projekte. • INTERVIEW: Vanessa Haidvogl Wohin geht der Trend am Wohnungsmarkt: Miete oder Eigentum? Seit geraumer Zeit existiert eine Nachfrage nach leistbaren Wohnungen. Der Trend am Wohnungsmarkt geht hierbei vorrangig in Richtung Miete. In jedem Fall hat sich der Markt verändert: Wir wollen bei sinkenden Renditen marktgerechte Mieten anbieten, um den Wohnbau weiterhin zu stärken. Wie nachhaltig sind die Projekte der DWK? Derzeit besteht ein erhöhtes Bewusstsein für nachhaltige und qualitätsvolle Wohnimmobilien am Markt. Von Projektbeginn an legen wir großes Augenmerk auf die Entwicklung guter Grundrisse, auf eine nachhaltige Bauweise und effizienten Ressourceneinsatz. Unsere Projekte

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sind einerseits ökologisch nachhaltig, indem wir etwa auf den Einsatz von fossilen Brennstoffen verzichten, andererseits ist es uns ein Anliegen, Lebensräume zu schaffen, die ein nachhaltig attraktives Investment darstellen. Dabei steht Qualität für uns an erster Stelle – von der Standortauswahl über die Projektplanung bis hin zur Umsetzung. Nur so schaffen wir nachhaltige Wertperspektiven. Seit 2018 wollen wir die Nachhaltigkeit unserer Wohnbauentwicklungen transparent machen. DIE WOHNKOMPANIE ist ÖGNI-Mitglied und

hat bereits am Südhang Oberlaa ihr erstes ÖGNI-Gold-zertifizierte Wohngebäude realisiert. Drei weitere geplante Investorenprojekte werden ebenfalls eine ÖGNI-Gold-Zertifizierung erhalten. Wo entstehen 2020 neue Projekte? Im Jahre 2020 erwartet uns der Baustart von fünf Projekten. In den Bezirken 10, 20, 21 und 22 werden spannende Projektentwicklungen mit mehr als 750 Wohnungen umgesetzt.

© DWK/Wilke

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„Mit der Digitalisierung kommt die Informationsflut. Hier entsteht die Herausforderung zu wissen, welche Daten wertvoll sind.“

bereits voll angekommen. Je nach Geschäftsfeld trifft das natürlich mal mehr und mal weniger zu. Ob wir nun vom Smart Building sprechen oder von Marktdaten, es betrifft alle Bereiche der Immobilienwirtschaft. Zudem haben sich durch die Digitalisierung ganz neue Branchen innerhalb der Immobilienwirtschaft etabliert, wie beispielsweise Visualisierungsprofis, Datamining-Unternehmen und spezialisierte Softwaredienstleister.

Der Weg geht weiter in Richtung mehr Transparenz Andreas Millonig, Chief Innovation Officer der IMMOunited GmbH, über die Digitalisierung als Chance und neue Branchen, die sich durch die Digitalisierung etabliert haben. • INTERVIEW: Vanessa Haidvogl Ist die Digitalisierung eher Chance oder Bedrohung für die Immobilienbranche? Digitalisierung bedeutet in erster Linie Veränderung und Innovation. Wenn ich gefragt werde, ob sie eine Bedrohung ist, muss ich manchmal schmunzeln. Ich kenne niemanden, der vor 20 Jahren davor gewarnt hätte, dass „E-Mail“ eine Bedrohung sein könnte – das war schließlich auch Digitalisierung. Der Unterschied zu damals ist nur, dass Fortschritt durch Digitalisierung nun in nahezu allen Bereichen wesentlich schneller passiert. Und

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zudem sind wir heute sowohl als Privatpersonen als auch in unseren professionellen Rollen mit einer schier unendlichen Anzahl an digitalen Optionen und Services konfrontiert, deren Ausmaß oft nur schwer zu messen ist. Inwieweit hat die Digitalisierung die Immobilienbranche erreicht bzw. bereits verändert? Die Immobilienbranche ist hinsichtlich der Digitalisierung als Ganzes naturgemäß etwas träger, doch auch hier ist diese

Welchen Beitrag leistet IMMOunited zum digitalen Fortschritt des Immobilienmarktes? Und wohin geht der Weg? Ich glaube, als IMMOunited dürfen wir stolz sagen, dass wir in Österreich einen einzigartigen „Industry-Standard“ etabliert haben, wenn es um das Thema Daten, Marktinformation und Transparenz geht. Somit bin ich überzeugt, dass wir im Teilbereich der Datenerhebung für Entscheidungen von Investitionen und Projekten einen durchaus nennenswerten Beitrag geleistet haben. Der Weg geht ganz klar weiter in diese Richtung: mehr Transparenz und noch einfachere Zugänglichkeit zu validen und aussagekräftigen Daten zur Entscheidungsunterstützung. Welchen Einfluss hat die Digitalisierung auf den Informationsfluss? Sie vereinfacht ihn, wenn man dazu sowohl technisch als auch organisatorisch in der Lage ist, richtig zu filtern. Mit der Digitalisierung kommt auch die Informationsflut. Hier entsteht die Herausforderung zu wissen, welche Daten wertvoll sind. Hilft die Digitalisierung, den Immobilienmarkt transparenter zu machen? Das muss ich ganz klar bejahen! Das ist genau das, was wir tun: mehr Transparenz durch Digitalisierung schaffen. © IMMOunited

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Nachhaltigkeit ist nicht die Zukunft, sie ist die Gegenwart Ein Interview mit Klemens Hallmann, Gründer und Eigentümer der HALLMANN HOLDING International Investment GmbH sowie Eigentümer (zu 100 Prozent) und Aufsichtsratsvorsitzender der SÜBA AG, und Heinz Fletzberger, Vorstand der SÜBA AG. • INTERVIEW: Vanessa Haidvogl FLETZBERGER: Die letzten drei SÜBA-Projekte in Wien waren bereits Vorzeigeprojekte in Sachen Nachhaltigkeit und Innovation. Wir geben hier klar die Richtung vor: weg von fossilen Brennstoffen, hin zu erneuerbaren Energieträgern. Was ist zum Beispiel das Besondere bei „EsslingLiving“? FLETZBERGER: In der Rosthorngasse im 22. Wiener Gemeindebezirk ist es das Grundwasser, wo wir mittels Erdwärmesonden und Tiefenbohrungen das Wasser in die Betondecke hineinpumpen – die sogenannte Betonkernaktivierung. Die Betonmasse wird als Speichermedium genutzt und kann zum Heizen oder Kühlen verwendet werden. Dieses System ist nicht nur ideal für den Klimaschutz, sondern senkt auch die Betriebskosten. Und die Nachfrage nach solchen Systemen bzw. nach einer Zertifizierung ist sowohl bei den Eigennutzern als auch bei den institutionellen Investoren sehr hoch.

Klemens Hallmann und Heinz Fletzberger

Welchen Beitrag leisten die HALLMANN HOLDING und die SÜBA zu den aktuellen Themen „Klimaschutz“ und „Nachhaltigkeit“? HALLMANN: Wir beschäftigen uns schon länger mit dem Klimaschutz, ist die HALLMANN HOLDING doch ein Leading Partner des R20-Klimaschutzgipfels, wo jedes Jahr 1.200 Spitzenpolitiker und Spitzenfunktionäre aus der Wirtschaft zusammenkommen. Zusätzlich hatten wir letztes Jahr mehrere tausend Zuschauer beim ersten Climate Kirtag am Heldenplatz, den es auch wieder im Mai 2020 geben wird. Man sollte aber nicht nur über Klimaschutz reden, sondern ihn auch umsetzen.

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Jeder Bürger muss verstehen, worum es geht. Nur die große Masse kann etwas ändern, Politik und Wirtschaft müssen es ermöglichen. Wie spiegelt sich der Gedanke bei der SÜBA wider? HALLMANN: Da es mir ein großes Anliegen ist, dass man nachhaltig und energieschonend mit Ressourcen bei der Realisierung von Immobilienprojekten umgeht, haben sich die SÜBA-Vorstände mit der Umsetzung beschäftigt. Wir wollen bei der SÜBA eine Vorreiterrolle in der Immobilienbranche einnehmen. Auch gut funktionierende Systeme können verbessert werden.

Um wie viel können die Energiekosten reduziert werden? FLETZBERGER: In der Rosthorngasse sind es bis zu 50 Prozent, die eingespart werden können. HALLMANN: Es wird immer von Quadratmeterpreisen beim Mieten oder beim Kaufen gesprochen, selten aber von den Betriebskosten pro Quadratmeter. Sie werden als notwendiges Übel hingenommen. Wenn man diese Kosten aber drastisch senken kann, bleibt Mietern und Eigentumswohnungsbesitzern am Ende des Monats mehr Geld für zusätzliche Quadratmeter Wohnraum und mehr Lebensqualität. Verteuert Nachhaltigkeit den Preis der Immobilie? HALLMANN: Nachhaltigkeit war bisher immer dem Luxussegment vorbehalten. Wir schaffen die Umsetzung mit marginal teureren Baukosten, dafür streichen wir uns beim Deckungsbeitrag ein wenig weg, sodass wir die Immobilie mehr oder weni-

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„Wir haben jetzt 30 Projekte mit gesamt rund 400.000 Quadratmetern Nutzfläche und einem Projektvolumen von 1,4 Milliarden Euro, die wir in den nächsten Jahren nachhaltig und energieeffizient umsetzen werden.“ ger ohne Mehrkosten an den Kunden oder den Investor weitergeben können. Wir können auch die Baukosten im Zaum halten, weil wir für jede Liegenschaft ein innovatives, individuelles Konzept ausarbeiten. FLETZBERGER: Auf die Kombination kommt es an, einmal ist vielleicht die Betonkernaktivierung das passende System, woanders ist es möglicherweise die Fotovoltaikanlage. Es kommt auf die Lage an, die Größe etc. Nachhaltigkeit ist definitiv nicht die Zukunft, sie ist die Gegenwart. HALLMANN: Die SÜBA realisiert Liegenschaften mit 15.000 bis 20.000 Quadratmetern und mehr. Damit senken wir die Baukosten pro Quadratmeter und die Nachhaltigkeitsmaßnahmen schlagen nicht so hoch zu Buche. In jedem Fall profitiert der Kunde.

360-Grad-Tour durch seine Wohnung zu spazieren. Man bekommt ein ganz anderes Gefühl für die Immobilie. Ich kann aus dem jeweiligen Geschoss hinaussehen und weiß, wie mein Blick aus der Wohnung sein wird. Unser Ziel ist es, diese Technik allen zugänglich zu machen. Bisher war es dem Luxussegment vorbehalten. Genauso wie bei der Nachhaltigkeit bieten wir Virtual und Augmented Reality bei jedem Projekt an.

Bleibt Wien der Fokus der SÜBA? FLETZBERGER: Natürlich, aber wir haben auch Liegenschaften in Wiener Neustadt, Tulln, Stockerau, Krems und Klosterneuburg, wo wir 2020 zu bauen beginnen.

Herr Hallmann, Sie sind mit Ihren Unternehmungen in vielen weiteren Ländern auf der Welt tätig. Was spricht für den Wirtschaftsstandort Österreich? HALLMANN: Österreich ist ein sehr lebenswertes Land. Die Bundeshauptstadt wird seit Jahren zur lebenswertesten Stadt der Welt gekürt. Das Land ist außerdem innovativ und setzt auf Nachhaltigkeit – Stichwort: Smart City. Es ist technisch sehr hochwertig ausgestattet und es ist sicher – sowohl auf der Straße als auch rechtlich und politisch.

Virtual Reality und Augmented Reality kommen auch bei der SÜBA zum Einsatz. Seit Kurzem gibt es die SÜBA AR App. Wie wichtig sind diese Tools für den Verkauf bzw. die Vermietung? FLETZBERGER: Man hat damit die Möglichkeit, in einem sehr frühen Stadium – wo man normalerweise alles nur auf einem Plan sehen kann – auf einer

Was sind die Pläne und Ziele für Ihr Unternehmen 2020? HALLMANN: Es ist mein persönliches Ziel, die Welt in einem lebenswerten Zustand für künftige Generationen zu erhalten. Deswegen will ich mit gutem Beispiel vorangehen und Verantwortung zeigen. Dabei lege ich einen Schwerpunkt auf Umweltschutz und Jugendförderung. Beides ist für mich

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untrennbar miteinander verbunden: Wir brauchen eine gesunde Umwelt und eine gesunde Jugend. Darum unterstütze ich auch ambitionierte Basketball- und Fußballprojekte sowie andere Jugendprojekte, speziell im Bereich Nachwuchsförderung, sowie Schüler- und Jugendcamps. Normalerweise wird über angestrebte Gewinne und neue Projekte gesprochen. HALLMANN: Um vorwärtszukommen, muss man auch etwas zurückgeben. Ich möchte andere inspirieren, einen Beitrag zu leisten. Natürlich will ich als Unternehmer wachsen – aber wachsen kann man auch auf eine nachhaltige und ressourcenschonende Weise. FLETZBERGER: Wir haben jetzt 30 Projekte mit gesamt rund 400.000 Quadratmetern Nutzfläche und einem Projektvolumen von 1,4 Milliarden Euro, die wir in den nächsten Jahren nachhaltig und energieeffizient umsetzen werden. Die SÜBA hat es in den letzten vier Jahren geschafft, ihre Gewinne, ihre Projekte und ihren Umsatz pro Jahr um 100 Prozent zu steigern. Wir versuchen, in Zukunft ein nachhaltiges Wachstum weiterzuführen. HALLMANN: Wir wollen innovativ bleiben, neue technische Möglichkeiten nutzen und sie unseren Kunden zugänglich machen und damit einen USP bieten. © SÜBA/Singer, SÜBA/Zoom VP

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Run auf Wiener Zinshäuser Die Nachfrage nach Zinshäusern in Wien wird voraussichtlich weiter anhalten. Immer mehr wird auch in den Bundesländern nach interessanten Investitionen gesucht. • TEXT: Walter Senk die Preise weiter an – und so haben die Mindestpreise in einzelnen Bezirken deutlich zugelegt“, erklärt Richard Buxbaum, Leiter der Abteilung für Wohnimmobilien und Zinshäuser bei Otto Immobilien. Die Gründe dafür sind vielfältig: Zum einen ist kein Anstieg der Zinsen in naher Zukunft zu erwarten, zum anderen sorgten einige Paketverkäufe für zusätzliche Dynamik. Aber es geht nicht mehr alles, wie Michael Schmidt, Geschäftsführer von 3SI, feststellt: „Es hat aber auch einige Bieterverfahren gegeben, die nicht funktioniert haben und wo die Verkäufer auf ihren Häusern sitzen geblieben sind.“ Das hat aber keinen Einfluss auf die Begehrlichkeit der Investoren, und so meint Schmidt: „Ich fürchte, die Preise werden sich auch 2020 nicht stabilisieren.“

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ien ist neben Berlin und Prag die einzige Stadt, die einen so geschlossenen Bestand an Zinshäusern hat. Und diese Häuser haben etwas Besonderes. Sie ziehen immer mehr Investoren in ihren Bann, was auch mit den niedrigen Zinsen, die derzeit auf dem Kapitalmarkt verzeichnet werden, zu tun hat. Der Wiener Zinshausmarkt eilt von Rekord zu Rekord. „In den letzten zehn Jahren hat sich der Preis für ein durchschnittliches Zinshaus mehr als verdoppelt“, sagt Michael Schmidt,

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Geschäftsführer von 3SI: „Wir reden hier von einem Preisanstieg über die letzten zehn Jahre von unglaublichen 160 Prozent.“ Auch 2019 gab es im zweiten Halbjahr nochmals einen deutlichen Preisschub nach oben. Wie aberwitzig die Entwicklung ist, zeigt die Tatsache, dass 2019 nur mehr halb so viele Zinshäuser verkauft wurden wie noch vor fünf Jahren. Dafür aber fast doppelt so teuer. „Das weiterhin geringe Angebot an Gründerzeit-Zinshäusern und die anhaltend starke Nachfrage kurbeln

RENDITE HÖHER ALS ZINSEN Da sich die Mieten im selben Zeitraum aber nur um knapp 60 Prozent erhöht haben, sind Zinshäuser damit als Geldanlage für private Einzelkäufer deutlich uninteressanter geworden. „Aber ich denke, dass das nicht ausschlaggebend beim Kauf eines Zinshauses ist“, so Schmidt. „Es geht vielmehr um Sicherheit, und ein Zinshaus kann auch für jemanden Prestigesache sein.“ Die durchschnittliche Rendite bei einem Zinshaus liegt derzeit bei etwa 2,3 Prozent. Das ist höher als die Zinsen, allerdings müssen Investoren immer eines bedenken: Es steckt viel Arbeit dahinter, das Haus in Schuss zu halten, und es muss auch immer wieder investiert werden – in die Fassade, ein neues Dach und andere Reparaturen. Gefragt sind vor allem die inneren Bezirke von 1 bis 9. Besonders umsatzstark waren laut Marktbericht Otto Immobilien der 2. und 7. Bezirk, wo zuletzt absolute Rekordvolumina umgesetzt wurden, berichtet Martin Denner, Leiter Immobilien Research bei Otto Immobilien. „Die niedrigsten Einstiegspreise für Zinshäuser sind zwar weiterhin in den Bezirken außerhalb des Gürtels zu finden, aber mittlerweile wird kein Wiener Gründerzeit-Zinshaus in einem durchschnittlichen Zustand unter 1.550 Euro pro Quadratmeter verkauft“, berichtet Richard Buxbaum.

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U-BAHN PUSHT PREISE Am Wiener Zinshausmarkt werden 2020 jene Bezirke gewinnen, die zukünftig mit neuen U-Bahn-Anschlüssen versorgt werden. „Das sind zum Beispiel der 5. Bezirk rund um den Matzleinsdorfer Platz, der 9. Bezirk in der Umgebung des Arne-Carlsson-Parks und der 17. Bezirk in der Gegend des Elterleinplatzes“, erklärt Gerhard Hudej, Geschäftsführer Hudej Zinshäuser. Auch rund um die U1-Endstation Leopoldau inkl. Park & Ride „genießt man viel Grün bei gleichzeitigem Direktanschluss in die City. Auch hier sehen wir großes Potenzial“, erläutert Hudej. Da sich in Wien die Preise mittlerweile auf einem sehr hohen Niveau bewegen, werden auch die Bundesländer immer attraktiver. „Graz und Linz werden weitere Steigerungen sowohl bei der Transaktionsanzahl als auch beim Volumen erleben. Salzburg wird sich weiterhin auf ho-

Zinshäuser bleiben auch 2020 eine begehrte Anlage für Investoren.

hem Preisniveau bewegen“, blickt Gerhard Hudej auf die kommenden Monate. SICHERE ANLAGE Das Zinshaus wird laut Hudej Zinshäuser weiterhin eine der wichtigsten Anlageformen zur Sicherung von Vermögen bleiben. „Es ist viel Geld da, und es gibt kaum Alternativen. Um Vermögen abzusichern,

ist das österreichische Zinshaus daher nach wie vor unschlagbar. Wer langfristig denkt, kommt daran kaum vorbei. Das österreichische Zinshaus bietet eine Kombination aus hoher Sicherheit und akzeptabler Rendite, die man sonst nirgends findet,“ so Gerhard Hudej.

© Adobe Stock/Pixi, Josefin Blindengasse

Geld wird gegen Steine getauscht Als Spezialist für Zinshäuser und Gewerbeimmobilien sieht Markus Arnold, Geschäftsführer von Arnold Immobilien, auch 2020 einen sehr dynamischen Markt. • INTERVIEW: Walter Senk Gibt es Ähnlichkeiten auf den Märkten für Zinshäuser und Gewerbeimmobilien? Die Dynamik ist auf beiden Märkten gleich und bleibt auch 2020 ungebrochen hoch. Besonders auffällig ist, dass bei Gewerbeimmobilien das Interesse von Privatinvestoren immer größer wird, und daher geraten hier die Renditen unter Druck. Sechs Prozent Rendite sind bei einem Fachmarktzentrum keine Seltenheit mehr – bei guten Objekten in guten Lagen sind es teilweise vier Prozent.

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Renditen, von denen man bei Zinshäusern nur träumen kann? Das stimmt, aber bei Zinshäusern steht nicht die Rendite im Vordergrund, sondern der Sachwert. Geld wird gegen Steine getauscht. In guten Lagen haben wir bereits den Quadratmeterpreis von 5.000 Euro überschritten. Die klassischen Zinshausjuwelen werden auch immer seltener, da viele in langfristigen Besitz übergegangen sind, und wenn jemand nicht verkaufen muss, verkauft er auch nicht.

In welchen Bezirken bestehen noch Wertsteigerungspotenziale? Beim Zinshaus ist es nicht mehr der Bezirk, der für den Preis verantwortlich ist, sondern die Infrastruktur rundherum. In Wien erleben alle Bezirke eine Aufwertung und es ist die Mikrolage, die zählt. Entscheidend sind hier die U-Bahn-Anbindung, die Nahversorgung und eine Grünfläche in unmittelbarer Nähe.

© Arnold Immobilien/Horak

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Wertvolle Momentaufnahme Der Immobilienmarkt in Österreich ist derzeit ein „Verkäufermarkt“. Wer gut über den Wert eines Objekts Bescheid wissen will, engagiert am besten einen qualifizierten Gutachter. • TEXT: Linda Benkö

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mmobilien stellen in Österreich eine der wichtigsten Anlageklassen dar. Im Regelfall geht es dabei um viel Geld. Wer auf Nummer sicher gehen will, dem stehen für die Bewertung qualifizierte und zertifizierte Gutachter zur Verfügung. Eine „umfassende Marktkenntnis zusammen mit einer entsprechenden Zertifizierung als allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger oder die Mitgliedschaft in einem internationalen Verband“ stellt für Astrid Grantner, Geschäftsführerin der EHL Immobilien Bewertung GmbH, die wichtigste Voraussetzung für eine marktgerechte Verkehrswertermittlung dar. Die Bewertungsanlässe reichen vom An- und Verkauf bis zu Vermögensaufteilungen im privaten Bereich, „etwa im Rahmen von Verlassenschafts- oder Scheidungsverfahren“, so Michael Buchmeier, Geschäftsführer des Immo-Dienstleisters ÖRAG Immobilien Vermittlung GmbH. Erfahrungsgemäß hat am ehesten der Verkäufer Interesse am belegbaren Wert

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seines Betongoldes. „Sinnvoll ist ein Gutachten vor allem bei Luxusobjekten“, meint Grantner. Institutionelle Investoren sind per Gesetz und Regularien dazu verpflichtet, ihre Immobilien regelmäßig bewerten zu lassen. PASSENDE METHODE WÄHLEN Der Gutachter muss die passende Bewertungsmethode entsprechend der Art und Nutzung des Objekts auswählen. Erste Aufgabe bei der Ermittlung eines Verkehrswertes ist ja die Abbildung des relevanten Immobilienmarktes. Das heißt, „wie sieht der Markt das Objekt, ist die erste Frage, die sich der Bewerter stellen muss“, erklärt Grantner. Der Verkehrswert gibt einen Hinweis auf den am wahrscheinlichsten zu erzielenden Kaufpreis für die Immobilie – in einer gewissen Bandbreite. Für eigengenutzte Objekte, wie Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen, bieten sich das Vergleichswert- und Sachwertverfahren an. Dabei wird der Verkehrswert der Immobilie durch Vergleich mit ähnli-

chen Objekten am Markt abgeleitet oder auf Basis von Kosten für Grund und Gebäude bestimmt. „Das Vergleichswertverfahren wenden viele Immobilienmakler an“, so die Experten. Das Sachwertverfahren komme vor allem bei Immobilientransaktionen ins Spiel, insbesondere dann, wenn eine Bankfinanzierung benötigt wird. Wird eine Immobilie aus Renditeüberlegungen gehalten, zieht man die Ertragswertmethode heran. Hier werden die vom Eigentümer erzielten Erträge aus der Vermietung unter Berücksichtigung von Bewirtschaftungskosten über die Nutzungsdauer der Immobilien kapitalisiert. Diese drei genannten Methoden sind im heimischen Liegenschaftsbewertungsgesetz explizit genannt und geregelt. Auch die entsprechende ÖNORM gibt Aufschluss über die korrekte Wertermittlung. SEITENSTARKE EXPERTISE „Das Ergebnis einer Bewertung ist freilich immer nur stichtagsbezogen, eine Momentaufnahme“, so Buchmeier. Und besagt noch lange nicht, dass sich der realisierte Kaufpreis damit deckt oder decken wird. Ändern sich die Rahmenbedingungen am Markt oder in steuerlich und rechtlicher Hinsicht nicht signifikant – wonach es derzeit aussieht –, sollte ein Gutachten mindestens sechs Monate „halten“. Ein gutes Elaborat bietet reichlich Lesestoff, ist es doch mindestens 30 bis 40 Seiten stark. Dass damit erheblicher Stundenaufwand verbunden ist, leuchtet ein – das Honorar orientiert sich daher vor allem am Wert des Objekts.

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vatuniversität, die Generalsanierungen Parlament und ORF oder der Campus WU. Die professionelle Überwachung der Ausführung, das penible Achten auf den Zeitplan und Bautagebücher zählen dabei in der ÖBA ebenso zu den Schwerpunkten wie das Kostenmanagement. Neben einer Vielzahl österreichischer Projekte, die von der Zentrale in Wien aus gesteuert werden, betreuen die internationalen Niederlassungen von Vasko+Partner Bauvorhaben in Berlin, München, Bratislava und Belgrad. Der Know-how-Transfer erfolgt vor Ort gemeinsam mit internationalen Fachleuten.


An den Bauteilen 1 und 2 des QBC wird noch bis Ende 2020 gebaut.

Mehr Refurbishments als Neuflächen Angesichts der hohen Vorvermietung von neuen Projekten werden umfassend modernisierte Objekte an Bedeutung gewinnen. • TEXT: Patrick Baldia

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achdem die Neuflächenproduktion am Wiener Büromarkt 2019 ein neues Rekordtief (45.000 Quadratmeter) erreicht hat, gehen Experten für das laufende Jahr von einem deutlichen Anstieg aus. Konkret soll sich das Fertigstellungsvolumen laut der EHL Gewerbeimmobilien GmbH bis Ende 2020 auf rund 177.000 Quadratmeter belaufen. Das liegt zwar doch recht deutlich unter dem Rekordwert von 2018 (260.000 Quadratmeter), dafür aber immerhin über dem langjährigen Durchschnitt von 150.000 Quadratmetern. Das vergleichsweise geringe Fertigstellungsvolumen bzw. das überschaubare Angebot an fertigen Erstbezugsflächen hat sowohl der Vermietungsleistung als auch der Leerstandsrate ihren Stempel aufgedrückt. „Die Vermietungsleistung ist immer direkt proportional zum Fertigstel-

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lungsvolumen“, bringt es Patrick Schild, Head of Agency bei CBRE, auf den Punkt. Während die Vermietungsleistung um rund 18 Prozent auf 220.000 Quadratmeter zurückging, sank die Leerstandsrate auf – vor allem im Vergleich zu den Nachbarländern – überschaubare 4,7 Prozent. LEERSTANDSRATE SINKT WEITER Angesichts des deutlichen Anstiegs des Fertigstellungsvolumens im laufenden Jahr sei bei einem annähernd stabilen Nachfragevolumen in den kommenden zwei Jahren weiterhin von einer positiven Stimmung am Wiener Büromarkt, ebenso wie von einer weiter leicht sinkenden Leerstandsrate, auszugehen, so Stefan Wernhart, Geschäftsführer der EHL Gewerbeimmobilien GmbH. „Die Lage wird sich künftig wieder entspannen“, meint auch Schild. Allerdings bleibe das Ange-

bot limitiert, da ein Großteil der Fertigstellungen der kommenden beiden Jahre bereits vorvermietet sei. Laut Wernhart werden heuer hochwertig sanierte und umfassend modernisierte Bestandsobjekte die Vermietungsleistung prägen – nicht weniger als 31 Prozent der fertiggestellten Neuflächen sollen Refurbishments sein. Hintergrund: der hohe Anteil der Vorvermietungen – vor allem bei großen, zusammenhängenden Büroflächen – und die eingeschränkten Flächenreserven in den Hotspots des Vorjahrs. Dazu zählen vor allem Lagen rund um den Wiener Hauptbahnhof und den Praterstern. Auf der anderen Seite werde der Anteil hochwertiger Refurbishments künftig weiter steigen, so Wernhart. „HAUS AM SCHOTTENTOR“ WIRD FERTIG „Wer eine gewisse Flexibilität an den Tag legt, wird bei der Qualität kaum Abstriche machen müssen und exzellente Büroflächen finden“, so der EHL-Experte weiter. Welche Refurbishments werden heuer konkret fertig? Allen voran ist hier das

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Mit „The Brick“ entstand ein neues Landmark am südlichen Einfahrtstor zu Wien.

bereits vollvermietete „Haus am Schottentor“ (24.500 Quadratmeter), das im Besitz der Familie Koch steht, zu nennen. Dazu kommen Standorte der Immofinanz-Büromarke myhive am Wienerberg und in der Ungargasse. Im kommenden Jahr wird dann das großvolumige Refurbishment-Projekt Quartier Lassalle auf den Markt kommen. Aber auch gänzlich neue Büroprojekte werden 2020 und 2021 ihre Fertigstellung feiern. Zu den größten zählen heuer

„The Brick“ am Wienerberg (Nutzfläche: 23.700 Quadratmeter), der Office Park 4 am Flughafen (26.000 Quadratmeter) und die Bauteile 1 und 2 (38.000 Quadratmeter) des Quartier Belvedere Central (QBC) beim Wiener Hauptbahnhof. Im kommenden Jahr soll dann unter anderem der Austro Control Tower im dritten Wiener Gemeindebezirk (Büronutzfläche: 28.000 Quadratmeter) fertig werden. Noch in Planung sind Großprojekte wie der Viertel-Zwei-Tower „Weitblick“ und

der DC Tower 2, die in den Jahren danach auf den Markt kommen sollen. Wernhart glaubt, dass auch neue periphere Bürostandorte verstärkt in den Fokus rücken könnten – vorausgesetzt, sie können Unternehmen mit entsprechenden Qualitäten überzeugen. Dazu zählt er herausragende Architektur, ein kreatives Nutzungskonzept, das auch die neuen Arbeitswelten berücksichtigt, sowie außerordentlich gute Serviceangebote. „Musts“ sind weiterhin eine gute Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz sowie Einkaufsmöglichkeiten. CITY: SPITZENMIETE GEHT ZURÜCK Wie schaut es mit den Mietpreisen aus? Zuletzt ist erstmals die Spitzenmiete in der Wiener City zurückgegangen – wenn auch nur leicht auf 25 Euro pro Quadratmeter im Monat. „Allerdings sind die Mieten in anderen Lagen wie am Hauptbahnhof und beim Prater gestiegen, sodass es zu einer Angleichung des Mietniveaus in den unterschiedlichen Lagen kommt“, erklärt Schild. Die Durchschnittsmieten belaufen sich im Übrigen aktuell auf rund 15 Euro pro Quadratmeter im Monat.

© Schreinerkastler

Green Offices im Trend Andreas Polak-Evans, geschäftsführender Gesellschafter von Modesta Real Estate, über die hohen Anforderungen an Unternehmensstandort und Arbeitsplatzgestaltung. • INTERVIEW: Vanessa Haidvogl Wie ist aktuell die Lage auf dem Wiener Büromarkt? Der Wiener Büromarkt ist auch 2020 von hohen Vermietungsaktivitäten und einer starken Nachfrage geprägt. Im europäischen Vergleich liegt Wien mit Spitzenmieten von circa 26 Euro pro Quadratmeter aber nach wie vor im günstigen Bereich. Allerdings ist aufgrund anhaltend hoher Investmenttätigkeiten ein Renditenrückgang zu verzeichnen, die Spitzenrenditen liegen aktuell bei etwa 3,5 Prozent. Die steigende Nachfrage spiegelt sich auch in der sinkenden Leerstandsrate wider. Aufgrund der hohen Vermietungsleistung aus dem Vorjahr stehen nur

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begrenzt Büroflächen zur Verfügung, der aktuelle Leerstand liegt bei circa 4,4 Prozent (VRF). Welchen Trends müssen neue Bürogebäude Folge leisten? Der strukturelle Wandel der Arbeitswelt verlangt nach flexiblen Büroflächen mit optimaler Lage und Infrastruktur. Der Trend zum Coworking entwickelt sich auch 2020 weiter, vor allem Startups und Kleinunterneh-

men profitieren wirtschaftlich wie auch strukturell von Officekonzepten dieser Art. Die Arbeitswelt stellt höhere Anforderungen an Unternehmensstandort und Arbeitsplatzgestaltung. Durch die Integration von flexiblen Wänden, vielseitig einsetzbaren Gemeinschaftsbereichen und variablen Arbeitskojen gelingt es der Immobilienbranche, neu entwickelte Bürogebäude optimal an den Wandel anzupassen. Gleichzeitig ist auch der Trend zur Nachhaltigkeit deutlich in Neuflächenproduktionen erkennbar: Sogenannte Green Offices achten auf eine umweltfreundliche Gebäude- und Raumgestaltung sowie auf eine nachhaltige Informations- und Kommunikationstechnologie.

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Die Wirtschaftshubs für morgen Die Business- und Gewerbeparks in Österreich beginnen, sich dem neuen digitalen Zeitalter anzupassen. • TEXT: Walter Senk

Business- und Gewerbeparks werden adaptiert und mit neuen Features ausgestattet, damit sie eine neue Kundenschicht erschließen können.

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ie Business- und Gewerbeparks können sich nicht – so wie alle anderen Immobilienarten auch – den massiven Veränderungen verschließen, die derzeit alle Assetklassen durchlaufen. Heute entwickeln sich neue Assets, die vor einigen Jahren in manchen Bereichen noch gar kein Thema waren. Nur Lager- und Büroflächen zu vermieten, war einmal, die Kundenwünsche verändern sich und es kommen vor allem neue Kunden. Die bestehenden Gewerbeparks bauen daher ihre Kompetenzen aus.

PLATZ FÜR COWORKING Mit der fortschreitenden Digitalisierung wird die Anwesenheit im Büro immer weniger wichtig. Der Trend zum Coworking erfasst jetzt nach und nach auch die Gewerbeparks. In den österreichischen Business- und Gewerbeparks muss nichts neu erfunden werden, was nicht schon da ist: die strategische Lage in und um Ballungszentren oder Verkehrsachsen, eine hervorragende Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz und den Privatverkehr, zusätzlich Büroflächen und Infrastruktur. Die

Strategische Lage in und um Ballungszentren oder Verkehrsachsen zeichnen die österreichischen Businessund Gewerbeparks aus.

Büroflächen werden adaptiert, um sich eine neue Schicht an Mietern erschließen zu können. Betrachtet man die Lage der Businessparks und ihre Vielzahl in Österreich, so wird man um Coworking-Plätze an den dezentralen, strategisch optimal gelegenen Büroflächen in den Business- und Gewerbeparks gar nicht herumkommen. Zumal diese eines aufweisen: viel Fläche und ein entsprechendes Potenzial. Der Vorteil besteht hier darin, dass Erweiterungen gar nicht einmal mit einem enormen Aufwand – wie neuen Flächenwidmungsplänen – verbunden sind. Die Flächen sind bereits vorhanden, die Businessparks müssen nur noch erweitert werden. MEHR ALS NUR ARBEITSSTÄTTE Wohnen in einem Gewerbepark war ebenfalls vor einiger Zeit noch unvorstellbar, aber mittlerweile hat sich der Wind gedreht: Wohnen auf Zeit ist zumindest in einigen Businessparks angekommen. In den Standorten wird das Angebot um ein Hotel erweitert, nicht das klassische Hotel, aber eines, das allen Anforderungen eines Businesshotels entspricht. Und hier schließt sich der Kreis – kombiniert mit Büroflächen. Im Campus 21, im myhive am Wienerberg oder in Parndorf wächst derzeit das Hotelangebot. Außerdem werden auch immer stärker Gastronomieeinrichtungen hinzukommen, wie aktuell beim WALTER BUSINESS-PARK, Fitnessmöglichkeiten und auch Wellnessangebote. Immer mehr Businessparkbetreiber erkennen den Bedarf der Mieter und erweitern ihr Angebot entsprechend deren Wünschen. Zu einem betriebsbedingten „Wohnen auf Zeit“ unabhängig von einem klassischen Hotel ist es dann nur noch ein kleiner Schritt. Hotel- und Wohnangebote in einem Projekt werden für die Nutzer der Business- und Gewerbeparks in Zukunft bereitgestellt. Durch diese Entwicklungen werden aber aus den „ehemaligen“ Lager- und Produktionshallen neue Arbeitsorte, die sich in den kommenden Jahren auch architektonisch verändern. Es ist zu erwarten, dass mit der weiteren Digitalisierung die Business- und Gewerbeparks – als neue Work-Hubs quer durch Österreich verteilt – ihre Stärken noch mehr ausspielen werden.

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WICHTIGE ADRESSEN PROVINCIAL GOVERNMENTS Municipal Authority of the City of Vienna Town hall A-1082 Vienna  +43 (0)1 4000-0  post@ma53.wien.gv.at  www.wien.gv.at

Office of the Lower Austrian Government Landhausplatz 1 A-3100 St. Pölten  +43 (0)2742 9005-0  post.landnoe@noel.gv.at  www.noel.gv.at

Office of the Upper Austrian Government Landhausplatz 1 A-4021 Linz  +43 (0)732 7720-0  buergerservice@ooe.gv.at  www.land-oberoesterreich.gv.at

OFFICIAL INTEREST GROUPS AND CHAMBERS Austrian Federal Economic Chamber / Wirtschaftskammer Österreich ADVANTAGE AUSTRIA

BUSINESS AGENCIES Austrian Business Agency Opernring 3 A-1010 Vienna  +43 (0)1 588 58-0  office@aba.gv.at  www.investinaustria.at

Wirtschaftsagentur Wien (Vienna Business Agency) Mariahilfer Straße 20 A-1070 Vienna  +43 1 25200  info@wirtschaftsagentur.at  www.wirtschaftsagentur.at

Expat Center Vienna Mariahilfer Straße 20 A-1070 Vienna  +43 1 25200  info@expatcenter.at  www.expatcenter.at

ecoplus. Niederösterreichs Wirtschaftsagentur GmbH Niederösterreichring 2, House A A-3100 St. Pölten  +43 (0)2742 9000-19600  headoffice@ecoplus.at  www.ecoplus.at

Wirtschaft Burgenland GmbH - WiBuG Technologiezentrum, Marktstraße 3 A-7000 Eisenstadt  +43 (0) 5 90 10-210  office@wirtschaft-burgenland.at  www.wirtschaft-burgenland.at

Wiedner Hauptstraße 63 A-1045 Vienna

BIC-Business & Innovation Centre Burgenland GmbH

 contact@advantageaustria.org  www.advantageaustria.org

Marktstraße 3 A-7000 Eisenstadt

Österr. Notariatskammer (Austrian Chamber of Notaries Public) Landesgerichtsstraße 20 A-1010 Vienna  +43 (0)1 402 45 09-0  kammer@notar.or.at  www.notar.at

Kammer der Steuerberater und Wirtschafsprüfer (Chamber of Accountants) Schönbrunner Str. 222-228/Stiege 1/ 6. Stock A-1120 Vienna  +43 (0)1 811 73-0  office@ksw.or.at  www.ksw.or.at

Österr. Industriellenvereinigung (Federation of Austrian Industry) Schwarzenbergplatz 4 A-1031 Vienna  +43 (0)1 711 35-0  iv.office@iv.at  www.iv.at

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 +43 (0) 5 90 10-2220  office@bic-burgenland.at  www.bic-burgenland.at

Business Upper Austria OÖ. Wirtschaftsagentur GmbH Hafenstraße 47-51 A-4020 Linz

Steirische Wirtschaftsförderung (SFG) (Styrian business promotion agency) Nikolaiplatz 2 A-8020 Graz  +43 (0)316 7093-0  office@sfg.at  www.sfg.at

Wirtschafts-Standort Vorarlberg GmbH (Vorarlberg business promotion agency) CAMPUS V, Hintere Achmühlerstraße 1 A-6850 Dornbirn  +43 (0)5572 552 52-0  wisto@wisto.at  www.wisto.at

KWF | Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds (Carinthian economic promotion fund) Völkermarkter Ring 21-23 A-9020 Klagenfurt  +43 (0)463 558 000  office@kwf.at  www.kwf.at

BABEG Kärntner Betriebsansiedlungs& Beteiligungsgesellschaft m.b.H. Völkermarkter Ring 21-23 A-9020 Klagenfurt  +43 (0)463 90 82 90  office@babeg.at  www.babeg.at

Standortagentur Tirol Ing.-Etzel-Straße 17 A-6020 Innsbruck  +43 (0)512 57 62 62  office@standort-tirol.at  www.standort-tirol.at

AREA m styria GmbH Koloman-Wallisch-Platz 1 A-8605 Kapfenberg  +43 (0)3862 212 34-0  office@areamstyria.com  www.areamstyria.com

 +43 (0)732 798 10  info@biz-up.at  www.biz-up.at

Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mbH Walcherstraße 11A A-1020 Vienna  +43 (0)1 501 75-0  post@aws.at  www.aws.at

StandortAgentur Salzburg GmbH (Salzburg business promotion agency) Südtiroler Platz 11 A-5020 Salzburg  +43 (0)662 45 13 27-0  office@salzburgagentur.at  www.salzburgagentur.at

OTHER PERTINENT ORGANISATIONS AND INSTITUTIONS Verband der Technologiezentren Österreichs (Association of Austrian technology centres) Hafenstraße 47-51 A-4020 Linz  +43 (0)732 9015-5405  office@vto.at  www.vto.at

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REGIONS & CLUSTERS NATIONAL CLUSTERS ATTC Austrian Traffic Telematics Cluster

VNL - Association for Network Logistics

Mechatronic Cluster Tyrol

 www.vnl.at

 www.standort-tirol.at/mechatronik

UPPER AUSTRIA

Wood Cluster Tyrol  www.holzcluster-tirol.at

Automotive Cluster  www.automobil-cluster.at

VORARLBERG

 www.attc.at

Mechatronic Cluster

E.C.E.X.A. -Environmental Concepts Exchange Association e.V.

 www.mechatronik-cluster.at

WEST Association for Network Logistics

Environmental Technology Cluster

 www.vnl.at

 www.ecexa.at

 www.cleantech-cluster.at

Innovative gebäude© Österreich

Health Technology Cluster

Vorarlberg Packaging Industry Association

 www.innovativegebaeude.at

 www.medizintechnik-cluster.at

 www.vpack.at

IT Cluster

vai - Vorarlberg Architecture Institute

VIENNA

 www.itcluster.at

AC Centrope  it.clusterwien.at

Furniture and Timber Construction Cluster

ARGE LISAvienna Life Science Austria Vienna Region

 www.m-h-c.at

 www.lisavienna.at

 www.kunststoff-cluster.at

Mobility Cluster Vienna

Network for Human Resources

 www.wirtschaftsagentur.at

 www.netzwerk-hr.at

LOWER AUSTRIA

Upper Austrian Food Cluster  www.lebensmittel-cluster.at

Association for Network Logistics, Upper Austria

 www.ecoplus.at

 www.vnl.at

 www.lebensmittelcluster-noe.at

Logistics Cluster of Lower Austria  http://www.noe.gv.at/noe/77803_logistik-cluster.html

BURGENLAND Plastics Cluster Burgenland  www.kunststoff-burgenland.at

SALZBURG GIS Cluster Salzburg  www.giscluster.at

Wood Cluster Salzburg

Acstyria Autocluster  www.acstyria.com

Creative Industries Styria

 www.werkraum.at

RESEARCH & DEVELOPMENT Johannes Kepler University in Linz (JKU)  www.jku.at

ofi, Austrian Research Institute for Chemistry and Technology  www.ofi.at

Tech Gate Vienna  www.techgate.at

 www.holzcluster.at

University of Vienna

Salzburg Energy Network (SEN)

 www.univie.ac.at/forschung

 itg-salzburg.at

Austrian Research Promotion Agency

CARINTHIA

STYRIA

Werkraum Bregenzerwald Crafts Platform

Plastics Cluster

Green Building Cluster of Lower Austria Food Cluster of Lower Austria

 www.v-a-i.at

Software Internet Cluster  www.sic.or.at

micro electronic cluster  www.silicon-alps.at

 www.ffg.at

Austrian Institute for SME Research  www.kmuforschung.ac.at

Austrian Science Fund  www.fwf.ac.at

 www.cis.at

Green Tech Cluster Styria GmbH  www.greentech.at

Wood Cluster Styria  www.holzcluster-steiermark.at

Human.Technology Styria  www.humantechnology.at

TYROL Renewable Energies Cluster Tyrol  www.standort-tirol.at/EE

Information Technologies Cluster Tyrol  www.standort-tirol.at/IT

Materials Cluster Styria

Life Sciences Cluster Tyrol

 www.materialscluster.at

 www.standort-tirol.at/LS

TECH for TASTE Cluster

Wellness Cluster Tyrol

 www.techfortaste.net

 www.standort-tirol.at/wellness

2019

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BOTSCHAFTEN & KONSULATE Albania

Estonia

Kosovo

Portugal

Prinz-Eugen-Straße 18/1/5 A-1040 Vienna

Wohllebengasse 9/12 A-1040 Vienna

Goldeggasse 2/15 A-1040 Vienna

Opernring 3 A-1010 Vienna

 +43 (0)1 328 86 56  embassy.vienna@mfa.gov.al

 +43 (0)1 503 77 61 11  embassy@estwien.at

 +43 (0)1 503 11 77  embassy.austria@rks-gov.net

 +43 (0)1 586 75 36-0  viena@mne.pt

Andorra

Finland

Latvia

Romania

Stefan-Esders-Platz 4 A-1190 Vienna

Prinz-Eugen-Straße 60 A-1040 Vienna

 +43 (0)1 403 31 12  embassy.austria@mfa.gov.lv

 +43 (0)1 505 32 27  viena@mae.ro

Liechtenstein

Russian Federation

Löwelstraße 8/7 A-1010 Vienna

Reisnerstraße 45-47 A-1030 Vienna

 +43 (0)1 535 92 11  info@vie.llv.li

 +43 (0)1 712 12 29  info@rusemb.at

Kärntner Ring 2A/13 A-1010 Vienna  +43 (0)1 961 090 920  office@ambaixada-andorra.at

Azerbaijan Hügelgasse 2 A-1130 Vienna

Gonzagagasse 16 A-1010 Vienna  +43 (0)1 535 ,3 65  sanomat.wie@formin.fi

France Technikerstraße 2 A-1040 Vienna

 +43 (0)1 403 13 22  vienna@mission.mfa.gov.az

 +43 (0)1 502 75 0  secretariat.vienne-amba@ diplomatie.gouv.fr

Belarus

Georgia

Lithuania

Serbia

Doblhoffgasse 5/5 A-1010 Vienna

Löwengasse 47/4 A-1030 Vienna

Ölzeltgasse 3/ 7 A-1030 Vienna

 +43 (0)1 419 96 30  mail@mfa.gov.by

 +43 (0)1 403 98 48  vienna.emb@mfa.gov.ge

 +43 (0)1 718 54 67  amb.at@urm.lt

 +43 (0)1 713 25 95  embassy.vienna@mfa.rs

Belgium

Germany

Hüttelbergstraße 6 A-1140 Vienna

Luxembourg

Slovakia

Gauermanngasse 2-4 A-1010 Vienna

Sternwartestraße 81 A-1180 Vienna

Armbrustergasse 24 A-1190 Vienna

 +43 (0)1 502 07-0  vienna@diplobel.fed.be

 +43 (0)1 711 54-0  info@wien.diplo.de

 +43 (0)1 478 21 42  vienne.amb@mae.etat.lu

 +43 (0)1 318 90 55-200  emb.vieden@mzv.sk

Bosnia and Herzegovina

Great Britain

Macedonia

Slovenia

Tivoligasse 54 A-1120 Vienna

Jauresgasse 12 A-1030 Vienna

Kinderspitalgasse 5/2 A-1090 Vienna

Kolingasse 12/3 th floor A-1090 Vienna

 +43 (0)1 811 85 55  bhbotschaft@bhbotschaft.at

 +43 (0)1 716 13-0  press@britishembassy.at

 +43 (0)1 524 87 56  botschaft@makedonien.co.at

 +43 (0)1 319 11 60  sloembassy.vienna@gov.si

Bulgaria

Greece

Malta

Spain

Opernring 5/1 A-1010 Vienna

Argentinierstraße 34 A-1040 Vienna

 +43 (0)1 586 50 10  maltaembassy.vienna@gov.mt

 +43 (0)1 505 57 88  emb.viena@maec.es

Moldova

Sweden

Löwengasse 47/10 A-1030 Vienna

Liechtensteinstraße 51 A-1090 Vienna

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Opernring 5/7th floor A-1010 Vienna

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Norway

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Reisnerstraße 55-57 A-1030 Vienna

Prinz-Eugen-Straße 40 A-1040 Vienna

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 +43 (0)1 715 42 46 10  vienna@dfa.ie

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Denmark

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Croatia Rennweg 3 A-1030 Vienna  +43 (0)1 485 95 24  croemb.bec@mvep.hr

Cyprus Neulinggasse 37/ 4 A-1030 Vienna  +43 (0)1 513 06 30  office@cyprusembassy.at

Czech Republic Penzinger Straße 13 A-1140 Vienna

Führichgasse 6 A-1010 Vienna  +43 (0)1 512 79 04  vieamb@um.dk

Argentinierstraße 14 A-1040 Vienna  +43 (0)1 506 15  gremb@griechischebotschaft.at

Hungary Bankgasse 4-6 A-1010 Vienna  +43 (0)1 537 80-300  mission.vie@mfa.gov.hu

Iceland Naglergasse 2/8 A-1010 Vienna  +43 (0)1 533 27 71  emb.vienna@mfa.is

Ireland Rotenturmstraße 16-18/5th

Poland

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 +43 (0)1 870 15 100  wieden.amb.sekretariat@msz.gov.pl

 +43 (0)1 479 71 72 11  emb_at@mfa.gov.ua

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