Birkhäuser
090-0-20210914
Baukonstruktionen Band 9
Herausgegeben von Anton Pech
090-0-20210914
Anton Pech Wolfgang Hubner Franz Zach
Flachdach zweite, erweiterte Auflage
Birkhäuser Basel
090-0-20210914
FH-Hon.Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Anton Pech Ing. Wolfgang Hubner Dipl.-Ing. Dr. techn. Franz Zach A-Wien
Acquisitions Editor: David Marold, Birkhäuser Verlag, A-Wien Content & Production Editor: Bettina R. Algieri, Birkhäuser Verlag, A-Wien Korrektorat: Monika Paff, D-Langenfeld Layout und Satz: Dr. Pech Ziviltechniker GmbH, A-Wien Reihencover: Floyd Schulze Druck: BELTZ, D-Bad Langensalza
Library of Congress Control Number: 2021937059
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1. Auflage, Springer 2011 2., erweiterte Auflage 2021: ISBN 978-3-0356-2329-1 e-ISBN (PDF) 978-3-0356-2372-7 ISSN 1614-1288
© 2021 Birkhäuser Verlag GmbH, Basel Postfach 44, 4009 Basel, Schweiz Ein Unternehmen der Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston
98765432
090-0-20210914
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Vorwort zur 1. Auflage Die Fachbuchreihe Baukonstruktionen mit ihren 17 Basisbänden stellt eine Zusammenfassung des derzeitigen technischen Wissens bei der Errichtung von Bauwerken des Hochbaues dar. Es wird versucht, mit einfachen Zusammenhängen oft komplexe Bereiche des Bauwesens zu erläutern und mit zahlreichen Plänen, Skizzen und Bildern zu veranschaulichen. Seit alters her haben die Menschen an den unterschiedlichsten Orten der Welt ihre Wohnhäuser mit flachen Dächern abgeschlossen – vorausgesetzt, die klimatischen Bedingungen ließen es zu. Das Flachdach als großflächiger Bauteil ist den höchsten Belastungen am Gesamtbauwerk ausgesetzt. Weder Fassaden, Fenster noch Fußböden kommen auch nur annähernd an das Beanspruchungskonvolut eines Flachdaches heran. Auch sollten Planung und Ausführung von Flachdächern schon heute auf die künftigen Auswirkungen des Klimawandels Rücksicht nehmen. Ein zeitgemäßes Flachdach hat jedoch nicht nur den Anspruch der „Wasserdichtheit“ zu erfüllen, sondern leistet auch einen wesentlichen Beitrag zur Energieeinsparung. Aktuelle Bauschadensberichte bestätigen immer wieder, wie wenig kostenrelevant eine qualitätsgerechte, den technischen Regelwerken entsprechende Flachdachausführung gemessen an den Gesamtbaukosten ist. Werden jedoch wichtige Grundregeln missachtet, sind später oft teure Schadensbehebungsmaßnahmen notwendig, die in keinem wirtschaftlich tragbaren Verhältnis zu den absolut geringen Mehrkosten einer fachgerechten und vorausschauenden Erstellung eines Flachdaches liegen. In diesem Sinn hoffen die Autoren, dass das vorliegende Fachbuch das Bewusstsein für die Wichtigkeit von Flachdachabdichtungen bei Bauherrn, Planern und Ausführenden schärft und den Normenstandard für Planer und Ausführende unterstützt. Der Herausgeber
zur 2. Auflage Nachdem die Fachbuchreihe Baukonstruktionen mit ihren 17 Basisbänden eine Zusammenfassung des derzeitigen technischen Wissens bei der Errichtung von Bauwerken des Hochbaus darstellen soll, waren durch die Änderungen an der Normung und den gesetzlichen Vorgaben Anpassungen der Inhalte erforderlich. Das Ziel der Fachbuchreihe ist weiterhin, mit einfachen Zusammenhängen oft komplexe Bereiche des Bauwesens zu erläutern und mit zahlreichen Plänen, Skizzen und Bildern darzustellen und zu veranschaulichen. Die Anforderungen an Flachdächer haben sich in den letzten 20 Jahren vom oberen Gebäudeabschluss zu einem technisch multifunktionalen, umweltsoziologisch relevanten und vielfältig nutzbaren Bauteil weiterentwickelt. Dem zukunftsorientierten Planer werden daher die Mindestanforderungen der derzeit geltenden Normen nicht ausreichen, um auch ein langfristig funktionsfähiges und nachhaltiges Flachdach, z. B. in Form einer funktionalen Dachterrasse, eines ökologischen Gründachs oder auch eines Retentionsdachs, zu entwerfen. In der Erweiterung dieses Bandes wurden daher auch Abschnitte zur Ausführung und Kontrolle wie auch Monitorsystemen und detaillierte Angaben zur Bemessung der Dachentwässerung bei Starkregenereignissen aufgenommen. Der Herausgeber
Vorwort | V
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Fachbuchreihe BAUKONSTRUKTIONEN Band 1:
Bauphysik 010|1 010|2 010|3 010|4 010|5 010|6 010|7
2. Auflage 2018 Grundlagen Winterlicher Wärmeschutz Tauwasserschutz Sommerlicher Wärmeschutz Schallschutz Brandschutz Tabellen
Band 1/1:
Bauphysik — Erweiterung 1 3. Auflage 2018 Energieeinsparung und Wärmeschutz, Energieausweis — Gesamtenergieeffizienz 011|1 Grundlagen 011|2 Heizwärmebedarf 011|3 Beleuchtungsenergiebedarf 011|4 Kühlbedarf 011|5 Heiztechnikenergiebedarf 011|6 Raumlufttechnikenergiebedarf 011|7 Befeuchtungsenergiebedarf 011|8 Kühltechnikenergiebedarf 011|9 Bilanzierung 011|10 Energieausweis und Energiekennzahlen 011|11 Tabellen
Band 2:
Tragwerke 020|1 Grundlagen 020|2 Einwirkungen 020|3 Sicherheit 020|4 Linientragwerke 020|5 Flächentragwerke 020|6 Raumtragwerke 020|7 Bauwerke 020|8 Tabellen
2. Auflage 2018
Band 3:
Gründungen 030|1 Baugrund 030|2 Erddruck 030|3 Flachgründungen 030|4 Tiefgründungen 030|5 Baugruben 030|6 Bauen im Grundwasser
2. Auflage 2020
Band 4:
Wände 040|1 040|2 040|3 040|4 040|5 040|6
2. Auflage 2019 Grundlagen Gemauerte Wände Homogene Wände Holzwände Pfeiler und Stützen Trennwände
Decken 050|1 050|2 050|3 050|4 050|5 050|6
Grundlagen Massivdecken Holzdecken Verbunddecken Balkone und Loggien Unterdecken
Keller 060|1 060|2 060|3 060|4 060|5
Funktion und Anforderung Konstruktionselemente Feuchtigkeitsschutz Detailausbildungen Schutzräume
Band 5:
Band 6:
2. Auflage 2021
2. Auflage 2021
VI | Fachbuchreihe BAUKONSTRUKTIONEN
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Band 7:
Dachstühle 070|1 Dachformen und Holztechnologie 070|2 Beanspruchungen und Bemessung 070|3 Verbindungsmittel 070|4 Dachstuhlarten 070|5 Sonderformen
2. Auflage 2017
Band 8:
Steildach 080|1 080|2 080|3 080|4 080|5 080|6
1. Auflage 2015 Grundlagen Dachdeckungen und Materialien Ungedämmte Dachflächen Gedämmte Dachflächen Metalldeckungen Dachentwässerung
Flachdach 090|1 090|2 090|3 090|4 090|5 090|6
Grundlagen Konstruktionsschichten und Materialien Nicht belüftete Dächer Zweischaliges Dach Genutzte Dachflächen Dachentwässerung
Band 9:
2. Auflage 2021
Band 10:
Treppen/Stiegen 100.1 Grundlagen 100.2 Entwurfskriterien 100.3 Barrierefreie Erschließungen 100.4 Konstruktionsformen 100.5 Aufzüge
1. Auflage 2005
Band 11:
Fenster 110|1 110|2 110|3 110|4 110|5
2. Auflage 2021 Grundlagen Typenentwicklung Funktionen und Anforderungen Verglasungs- und Beschlagstechnik Baukörperanschlüsse
Band 12:
Türen und Tore 120|1 Grundlagen 120|2 Funktionen und Anforderungen 120|3 Materialien 120|4 Beschläge und Zusatzbauteile 120|5 Türkonstruktionen 120|6 Torkonstruktionen
2. Auflage 2022
Band 13:
Fassaden 130.1 130.2 130.3 130.4 130.5 130.6 130.7
1. Auflage 2014 Grundlagen und Anforderungen Putzfassaden Wärmedämmverbundsysteme Leichte Wandbekleidung Massive Wandbekleidungen Selbsttragende Fassaden Glasfassaden
Fußböden 140|1 140|2 140|3 140|4 140|5
Grundlagen Konstruktionen und Materialien Bodenbeläge Fußbodenaufbauten und Details Sportböden
Band 14:
1. Auflage 2016
Fachbuchreihe BAUKONSTRUKTIONEN | VII
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Band 15:
Heizung und Kühlung 150.1 Grundlagen 150.2 Wärmeversorgungsanlagen 150.3 Abgasanlagen 150.4 Kälteversorgungsanlagen 150.5 Wärme- und Kälteverteilung 150.6 Planung von Heizungs- und Kühlungssystemen 150.7 Nachhaltigkeit Lüftung und Sanitär 160.1 Grundlagen der Lüftungs- und Klimatechnik 160.2 Lüftungs- und Klimaanlagen 160.3 Wärmerückgewinnung 160.4 Planung von Lüftungs- und Klimaanlagen 160.5 Begriffsbestimmungen zur Sanitärtechnik 160.6 Wasserversorgung 160.7 Entwässerung 160.8 Planung von Sanitäranlagen
1. Auflage 2005
Band 17:
Elektro- und Regeltechnik 170.1 Grundlagen der Elektrotechnik 170.2 Erdungs- und Blitzschutzanlagen 170.3 Stromversorgung 170.4 Schalter, Steckgeräte, Leuchten, Lampen 170.5 Messwertgeber und Stellgeräte 170.6 Mess-, Steuer- und Regelanlagen 170.7 Kommunikationsanlagen 170.8 Planung Elektro- und Regelanlagen
1. Auflage 2007
Sonderband:
Parkhäuser – Garagen 1 Problematik Verkehr 2 Planungsprozess 3 Gesetzliche Rahmenbedingungen 4 Entwurfsgrundlagen Garage 5 Entwurf Bauwerk 6 Mechanische Parksysteme 7 Oberflächengestaltung 8 Technische Ausrüstung 9 Benützung und Betrieb 10 Ausführungsbeispiele 11 Entwurfsschablonen PKW Ziegel im Hochbau 1 Ziegelarchitektur 2 Baustoffe, Produkte 3 Bauphysik 4 Gebäudephysik 5 Mauerwerk – ein Verbundwerkstoff 6 Mauerwerksbemessung 7 Ausführung, Verarbeitung, Details 8 Nachhaltigkeit 9 Ausführungsbeispiele
3. Auflage 2018
Band 16:
Sonderband:
Sonderband:
Holz im Hochbau 1 Holzarchitektur 2 Holztechnologie – Baustoffe und Produkte 3 Bauphysik 4 Gebäudephysik 5 Konstruktionen des Holzbaus 6 Bemessung von Holzbauten 7 Bauteile, Aufbauten und Details 8 Ausführung und Vorfertigung 9 Verarbeitung und Qualitätssicherung 10 Ausschreibung 11 Nachhaltigkeit
VIII | Fachbuchreihe BAUKONSTRUKTIONEN
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1. Auflage 2006
2. Auflage 2018
1. Auflage 2016
Inhaltsverzeichnis Band 9: Flachdach 090|1 Grundlagen ................................................................................................................................ 1 090|1|1 Dachsysteme ............................................................................................................................ 4 090|1|2 Beanspruchungen ................................................................................................................ 10 090|1|2|1 090|1|2|2 090|1|2|3 090|1|2|4 090|1|2|5 090|1|2|6
090|1|3 090|1|4 090|1|5
Temperaturbelastbarkeit ................................................................................................................ 10 Mechanische Beanspruchung ....................................................................................................... 12 Umweltbelastung .............................................................................................................................. 14 Windeinwirkungen ........................................................................................................................... 14 Nutzlasten ........................................................................................................................................... 16 Schneelasten ...................................................................................................................................... 16
Wartung, Pflege.................................................................................................................... 17 Vorschriften ........................................................................................................................... 18 Dichtheits- und Feuchtemonitoringsysteme ............................................................... 20
090|1|5|1 Dichtheits- und Feuchteprüfmethoden .................................................................................... 21 090|1|5|2 Monitoringsysteme .......................................................................................................................... 22 090|1|5|2|1 Dichtheitsmonitoring ......................................................................................................... 23 090|1|5|2|2 Feuchtemonitoring.............................................................................................................. 25 090|1|5|3 Wartung und Instandhaltung der Systeme .............................................................................. 26
090|2 Konstruktionsschichten und Materialien .......................................................................... 27 090|2|1 Unterkonstruktion ............................................................................................................... 27 090|2|1|1 090|2|1|2 090|2|1|3 090|2|1|4
Beton..................................................................................................................................................... 28 Betonfertigteile ................................................................................................................................. 29 Holz und Holzwerkstoffe................................................................................................................ 29 Profilbleche ......................................................................................................................................... 30
090|2|3|1 090|2|3|2 090|2|3|3
Kiesschüttungen, Auflasten........................................................................................................... 37 Mechanische Befestigungen ......................................................................................................... 38 Verklebungen ..................................................................................................................................... 39
090|2|4|1 090|2|4|2 090|2|4|3
Lösungsmittelhaltige Voranstriche ............................................................................................. 40 Bitumenemulsionen ......................................................................................................................... 40 Epoxidharz........................................................................................................................................... 41
090|2|7|1 090|2|7|2 090|2|7|3 090|2|7|4 090|2|7|5 090|2|7|6
Polystyrol-, Polyurethan-Hartschäume ..................................................................................... 48 Mineralfaser, Mineralwolle ............................................................................................................ 51 Holzfaser, Holzwolle ........................................................................................................................ 52 Korkdämmstoffe ............................................................................................................................... 53 Schaumglas ......................................................................................................................................... 53 Perlit ...................................................................................................................................................... 54
090|2|9|1 090|2|9|2 090|2|9|3
Hochpolymere Dachbahnen .......................................................................................................... 57 Flüssigkunststoffe ............................................................................................................................. 59 Bitumen................................................................................................................................................ 62
090|2|2 090|2|3
Gefälle ..................................................................................................................................... 32 Sicherung gegen Windsog................................................................................................. 34
090|2|4
Haftbrücke ............................................................................................................................. 39
090|2|5 090|2|6 090|2|7
Trenn- und Ausgleichsschichten...................................................................................... 41 Dampfbremsen, Dampfsperren ........................................................................................ 43 Wärmedämmung.................................................................................................................. 46
090|2|8 090|2|9
Dampfdruckausgleichsschichten ..................................................................................... 54 Dachabdichtung ................................................................................................................... 55
090|2|10 Oberflächenschutz ............................................................................................................... 66 090|2|10|1 Schwerer Oberflächenschutz ........................................................................................................ 66 090|2|10|2 Leichter Oberflächenschutz........................................................................................................... 68
090|2|11 Außenschale .......................................................................................................................... 68 090|2|12 Bleche für Anschlüsse ......................................................................................................... 69 090|2|13 Bauschutzabdichtung ......................................................................................................... 70
Inhaltsverzeichnis Band 9: Flachdach | IX
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090|3 Nicht belüftete Dächer ......................................................................................................... 71 090|3|1 Konventionelles Warmdach .............................................................................................. 71 090|3|2 Umkehrdach .......................................................................................................................... 76 090|3|3 Duodach und Plusdach ....................................................................................................... 79 090|3|4 Kompaktdach ........................................................................................................................ 81 090|3|5 Leichtdächer .......................................................................................................................... 82 090|3|6 An- und Abschlüsse ............................................................................................................. 83 090|3|6|1 090|3|6|2 090|3|6|3 090|3|6|4 090|3|6|5 090|3|6|6 090|3|6|7
090|3|7
Aufgehende Bauteile ....................................................................................................................... 85 Attika – Dachrand ohne Überstand ............................................................................................ 90 Dachrand mit Überstand ................................................................................................................ 93 Durchdringungen .............................................................................................................................. 94 Lichtkuppeln ....................................................................................................................................... 96 Bewegungsfugen .............................................................................................................................. 98 Absturzsicherungen .......................................................................................................................101
Verarbeitung und Herstellung ....................................................................................... 103
090|3|7|1 Untergrundkontrolle ......................................................................................................................103 090|3|7|2 Voranstrich und Grundierung .....................................................................................................105 090|3|7|3 Diffusionshemmende Schichten ................................................................................................105 090|3|7|4 Wärmedämmung ............................................................................................................................105 090|3|7|5 Dachabdichtung ..............................................................................................................................106 090|3|7|5|1 Polymerbitumenbahnen ..................................................................................................107 090|3|7|5|2 Elastomere Kunststoffdichtungsbahnen (EPDM) ....................................................108 090|3|7|5|3 Thermoplastische Kunststoffdichtungsbahnen .......................................................108 090|3|7|5|4 Flüssigabdichtungen .........................................................................................................109 090|3|7|6 Ausgleichs-, Schutz-, Gleit- und Trennschichten ................................................................110 090|3|7|7 An- und Abschlüsse .......................................................................................................................110 090|3|7|8 Beschüttungen und schwerer Oberflächenschutz ...............................................................111 090|3|7|9 Zubehör und Einbauteile ..............................................................................................................111 090|3|7|10 Sanierungen......................................................................................................................................112
090|4 Zweischaliges Dach .............................................................................................................. 117 090|4|1 Lüftungsquerschnitte ....................................................................................................... 119 090|4|2 Massivkonstruktionen ...................................................................................................... 121 090|4|3 Leichtkonstruktionen ....................................................................................................... 122 090|4|4 An- und Abschlüsse .......................................................................................................... 124 090|4|4|1 090|4|4|2 090|4|4|3 090|4|4|4 090|4|4|5 090|4|4|6
Aufgehende Bauteile .....................................................................................................................124 Attika – Dachrand ohne Überstand ..........................................................................................124 Dachrand mit Überstand ..............................................................................................................125 Durchdringungen ............................................................................................................................125 Lichtkuppeln .....................................................................................................................................126 Dehnfugen ........................................................................................................................................126
090|5 Genutzte Dachflächen ........................................................................................................ 127 090|5|1 Dachterrassen ..................................................................................................................... 127 090|5|1|1 090|5|1|2 090|5|1|3
Bodenbeläge .....................................................................................................................................130 An- und Abschlüsse Terrassen ....................................................................................................134 Türschwellen .....................................................................................................................................137
090|5|2|1 090|5|2|2 090|5|2|3
Begrünungsarten ............................................................................................................................142 Dachaufbauten Gründach ...........................................................................................................145 An- und Abschlüsse begrünte Dächer .....................................................................................150
090|5|3|1 090|5|3|2
Gedämmte Dachflächen ...............................................................................................................151 Ungedämmte Dachflächen – Parkdecks..................................................................................153
090|5|2
Dachbegrünungen ............................................................................................................ 141
090|5|3
Befahrbare Dächer ............................................................................................................ 151
090|5|4 090|5|5
Dachflächen mit Solar- und Photovoltaikanlagen ................................................. 155 Retentionsdächer .............................................................................................................. 156
X | Inhaltsverzeichnis Band 9: Flachdach
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090|6 Dachentwässerung ............................................................................................................... 163 090|6|1 Bemessung Dachentwässerung ..................................................................................... 163 090|6|1|1 090|6|1|2 090|6|1|3 090|6|1|4 090|6|1|5 090|6|1|6
Bemessungsniederschläge............................................................................................................164 Abflussbeiwert .................................................................................................................................165 Wirksame Dachfläche ....................................................................................................................165 Regenwasserabfluss .......................................................................................................................166 Punktentwässerung........................................................................................................................167 Notüberlauf ......................................................................................................................................169
090|6|2|1 090|6|2|2 090|6|2|3 090|6|2|4 090|6|2|5 090|6|2|6 090|6|2|7 090|6|2|8
Gully ....................................................................................................................................................171 Aufstockelement .............................................................................................................................172 Kiesfang .............................................................................................................................................173 Terrassenbausatz .............................................................................................................................173 Entwässerungsrinnen.....................................................................................................................174 Gründachzubehör ...........................................................................................................................174 Geruchsverschluss ...........................................................................................................................175 Attikagully .........................................................................................................................................175
090|6|3|1 090|6|3|2
Innenentwässerung ........................................................................................................................176 Außenentwässerung ......................................................................................................................177
090|6|4|1 090|6|4|2
Innenentwässerung ........................................................................................................................179 Außenentwässerung ......................................................................................................................179
090|6|2
Bauelemente ....................................................................................................................... 170
090|6|3
Detailausbildungen Warmdach ..................................................................................... 176
090|6|4
Detailausbildungen Kaltdach......................................................................................... 179
Quellennachweis ................................................................................................................................ 183 Literaturverzeichnis ........................................................................................................................... 185 Sachverzeichnis .................................................................................................................................. 189 Autoren ................................................................................................................................................ 192
Inhaltsverzeichnis Band 9: Flachdach | XI
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Erhöhte Anforderungen Als erhöhte Anforderungen im Sinne der ÖNORM B 3691 [74] wird eine Regenspende 𝑟(5/5) von mehr als 500 l/sha (=0,05 l/sm²) oder eine Regelschneelast 𝑠 von mehr als 3,25 kN/m² (schneereiches Gebiet) definiert.
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Aufgehende Bauteile Für die Bestimmung der erforderlichen Hochzugshöhen zu Wänden, Tür- und Fensterelementen sowie zu Durchführungen sind vor allem folgende Parameter zu berücksichtigen: - örtliche und klimatische Rahmenbedingungen, insbesondere die örtliche Regenspende 𝑟(5/5) und die charakteristische Schneelast 𝑠 - baulicher Schutz vor Schlagregen, kategorisiert in geschützt, teilgeschützt oder ungeschützt - Art und Dimension von Entwässerungselementen vor den Anschlüssen wie Entwässerungsrinnen oder Rigole - Höhe des Notüberlaufs bzw. die größte zu erwartende Rückstauhöhe bei Starkregenereignissen mit Regenspende 𝑟(5/100) Die Dachhaut muss bei Anschlüssen an senkrecht aufgehende Bauwerksteile über die in der speziellen Situation höchste zu erwartende Wasserbeanspruchung hochgeführt werden. Im Regelfall muss die Oberkante des Hochzuges unabhängig von der Dachneigung mindestens 15 cm über der Oberfläche des Dachbelags liegen (Tabelle 090|3-01). Über z. B. Vordachkonstruktionen oder Kastenrinnen vor den Anschlüssen kann die Hochzugshöhe reduziert werden. Eine kraftschlüssige Verbindung der flexiblen Abdichtung mit Metallprofilen oder Blechen in Zonen unterschiedlicher Temperatureinwirkungen erfordert wegen der ungleichen Wärmedehnungen den Einbau von Dehnungsausgleichen. Die hochgeführte Dachhaut ist deshalb im Aufkantungsbereich vor den Einwirkungen des Außenklimas oder auch vor mechanischen Beanspruchungen zu schützen. Bei bituminösen Abdichtungsbahnen sollten im Bereich von scharfen Abkantungen im Abdichtungsbereich Dämmstoffkeile eingelegt werden. Das gilt auch für den Übergang vom Dach zu aufgehenden Bauteilen. Diese Keile, in der Regel aus Dämmstoff, sollen eine Mindestabmessung von 5 5 cm aufweisen und dienen gleichzeitig auch zum Ausgleich von Wärmedehnunterschieden. In den aktuellen ÖNORMen ist der Einsatz von Übergangskeilen nicht mehr verpflichtend gefordert. Um ein Lösen oder Abrutschen der aufgekanteten Dichtungsschicht zu vermeiden, ist diese am oberen Abdichtungsende auf ganzer Länge gleichmäßig zu fixieren. Am besten eignen sich dafür eigene Profilschienen, die bei Betonbauten in die Schalung eingelegt werden können, oder verwindungssteife Klemmschienen, die den Anschluss gleichzeitig vor Regen schützen. Bei der Hochzugssicherung mittels Befestigungsprofil ist die Mindesthochzugshöhe an der Befestigungsschraube zu messen. Hochzüge von An- und Abschlüssen können aber auch durch regensichere Abdeckleisten, Fassadenverkleidungen, Wärmedämmverbundsysteme o. dgl. verwahrt werden. Abdichtungsanschlüsse an aufgehenden Bauteilen sind nur dann als regensicher und hinterlaufsicher zu bezeichnen, wenn auch die Wandkonstruktion bzw. der aufgehende Bauteil selbst ausreichend dicht ist. Besondere Aufmerksamkeit ist auch dem
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Bei unterschiedlicher Temperatureinwirkung erfordert die Verbindung der flexiblen Abdichtung mit Metallprofilen oder Blechen den Einbau von Dehnungsausgleichen.
An- und Abschlüsse | 85
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Spritzschutz zu schenken, wenn der aufgehende Bauteil im Anschlussbereich saugfähig ist. Bei vorgesetzten Wandverkleidungen, die nicht regensicher sind, muss der Anschluss hinter diesen an der Wand hochgeführt und gesichert werden (z. B. durch eine Klemmleiste). Am oberen Ende von Klemmschienen, Klemmprofilen oder Winkelblecheinfassungen muss ein zusätzlicher und getrennt aufgebrachter Überhangstreifen (Putzleiste, Kittputzleiste) als Schutz gegen hinterwanderndes Wasser angeordnet werden, wenn die Wasserhinterwanderung nicht durch andere Abdeckungen, z. B. vorgehängte regensichere Wandbekleidungen, verhindert wird. Bei Sonderlösungen von selbsttragenden Anschlüssen und Abdeckungen aus Metallblechen ohne bauseitige Unterkonstruktion haben sich folgende Mindestmaterialdicken bewährt, die bei größeren Zuschnittbreiten oder der Ausführung von Stütz- und Haltebügel entsprechend zu erhöhen sind: - Aluminium 1,2 mm - Kupfer (halbhart) 0,8 mm - verzinkter Stahl 0,7 mm - Titanzink 0,8 mm - Edelstahl 0,7 mm Klemmschienen für Abdichtungen dürfen eine Länge von 3,00 m nicht überschreiten und sich bei thermisch bedingten Längenänderungen nicht gegenseitig behindern. Befestigungsmittel (z. B. Edelstahlschrauben) und Klemmleiste müssen so biegesteif bemessen sein, dass eine durchgehende Anpressung entsteht. So können sie auch gleichzeitig die Regensicherheit übernehmen. Der Befestigungsabstand sollte nicht mehr als 25 cm betragen. Unter Blechprofilen angeordnete Wärmedämmstreifen müssen temperaturbeständig und formstabil sein. Überhangstreifen bei Wärmedämmverbundsystemen sollen mit dem oberen Ende in eine Nut oder Mauerwerksfuge schräg nach oben verlaufend eingeführt werden. Sie sind mit Dichtungsmasse zusätzlich zu sichern. Werden Überhangstreifen am oberen Rand z-förmig abgekantet, muss die Abkantung schräg nach unten ausgeführt werden, sodass ablaufendes Niederschlagswasser nach außen abgeleitet wird. Grundsätzlich ist zu empfehlen, im Bereich von Wärmedämmverbundsystemen den Abdichtungshochzug hinter der Fassadendämmung hochzuführen, um Überhangstreifen zu vermeiden. Bei Anschlusshöhen von mehr als 50 cm ist eine verstärkte Hochzugssicherung vorzusehen, die mitunter auch eine Zusatzbefestigung erforderlich macht. Anund Abschlüsse aus Bitumenbahnen sind mindestens zweilagig auszuführen. Im Fall von Warmdachaufbauten ist zu empfehlen, diese über Dreikantkeile oder Hohlkehlen hochzuführen. Bei Umkehrdächern können Dreikantkeile oder Hohlkehlen entfallen. Nach ÖNORM B 3691 [74] dürfen Hohlkehlen und Dreikantleisten entfallen, wenn ein einwandfreier Anschluss sichergestellt ist. In der Praxis hat sich aber die Anordnung von Hohlkehlen und Dreikantleisten insbesondere bei Abdichtungen mit Polymerbitumenbahnen auf weichen Untergründen bewährt. Bei An- und Abschlüssen von Dachabdichtungen an metallische oder mit Kunststoff beschichtete Flächen (auch z. B. Einbauteile) sind nachfolgende Einflüsse und Bedingungen zu beachten:
Klebeflanschbreite der Metalle bei Bitumenbahnen mindestens 16 cm (bei Gusseisen empfiehlt sich eine Klebeflanschbreite von mindestens 10 cm) Korrosionsverhalten zwischen Abdichtung und Metall
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Um Überhangstreifen zu vermeiden, wird empfohlen, im Bereich von Wärmedämmverbundsystemen den Abdichtungshochzug hinter der Fassadendämmung hochzuführen.
Haftgrundierung Dehnverhalten Bei Flanschen, die aus dem der Abdichtung entsprechenden Material bestehen, darf die Einbindebreite auf die übliche Nahtbreite reduziert werden. Für Anschweißflanschbreiten von Kunststoff-Verbundflächen bei Kunststoffbahnen empfiehlt sich eine Einbindebreite von 5 cm.
Bei Flüssigabdichtungen hat die Mindesteinbindebreite 10 cm zu betragen, ausgenommen davon sind Anschlüsse an Tür- und Fensterelemente. Bei Dachabdichtungen aus Polymerbitumenbahnen sind Anschlussbereiche mit einem Haftgrund vorzustreichen und in der Regel mindestens zweilagig auszuführen. Eine nicht abgedeckte Oberlage der Anschlüsse ist aus Polymerbitumenbahnen mit Beschieferung herzustellen (UV-Schutz, Optik). Die Abdichtungsbahnen der Dachfläche sind nicht aus der Abdichtungs- in die Anschlussebene hochzuführen, sondern sind auch aus Gründen der handwerklichen Machbarkeit im Übergang abzusetzen.
Anschlussbereiche bei Dachabdichtungen aus Polymerbitumenbahnen sind mit einem Haftgrund vorzustreichen und zweilagig auszuführen.
Abbildung 090|3-01: Anschluss am aufgehenden Bauteil – Warmdach mit Kunststoffabdichtung – Massivdecke
Stahlbetonwand mit Wärmedämmverbundsystem
Stahlbetonwand mit Wärmedämmverbundsystem
wärmedämmende Wandkonstruktion
Abbildung 090|3-02: Anschluss am aufgehenden Bauteil – Warmdach mit bituminöser Abdichtung – Massivdecke
Stahlbetonwand mit Wärmedämmverbundsystem
Stahlbetonwand mit Wärmedämmverbundsystem
wärmedämmende Wandkonstruktion
Mauerwerk und ähnliche Wandbildner, an denen die Dachbahnen des Anschlusses hochgeführt, geklebt oder befestigt werden, müssen in der Oberfläche eben sein, erforderlichenfalls ist vorab eine fest haftende Putzschicht aufzubringen. Betonflächen im Anschlussbereich müssen glatt und An- und Abschlüsse | 87
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eben sein und dürfen keine Kiesnester, Risse oder ausgebrochene Kanten aufweisen. Bei Vorsatzmauerwerk muss eine z-förmige Horizontalsperre über dem Anschluss abgeordnet sein. Die Sperre muss hier an der hinteren Wand hochgeführt und vollflächig angeschweißt sein. Abbildung 090|3-03: Anschluss am aufgehenden Bauteil – Umkehrdach – Massivdecke mit bituminöser Abdichtung
Stahlbetonwand mit Wärmedämmverbundsystem
Stahlbetonwand mit Wärmedämmverbundsystem
wärmedämmende Wandkonstruktion
Abbildung 090|3-04: Anschluss am aufgehenden Bauteil – Plusdach mit bituminöser Abdichtung – Massivdecke
Stahlbetonwand mit Wärmedämmverbundsystem
Stahlbetonwand mit Wärmedämmverbundsystem
Bei Tiefzügen (Abbordungen) ist vorzusehen, dass die Abdichtung mindestens 30 cm nach unten geführt und die Abdichtungsanbindung gegen Wasserhinterwanderung gesichert wird. Auflagerfugen von Decken sind mit den Tiefzügen um mindestens 20 cm zu überdecken. Anstelle von Klemmschienen (z. B. bei wasserundurchlässigen Betonwänden) dürfen geeignete Grundierungen (z. B. Epoxidharz) für eine dauerhafte Anbindung der Abdichtung geplant werden. Bei senkrechten Fugen im Anschlussbereich, z. B. bei Fugen von Betonfertigteilen oder Bauwerksfugen, muss der Anschluss so ausgebildet werden, dass eine Dehnung über dem Fugenbereich möglich ist. Klemmschienen sind über beweglichen Fugen zu unterbrechen. Die Fugen selbst sind durch konstruktive Maßnahmen (z. B. Abdeckungen mit Kompribändern) so auszubilden, dass der Anschlussbereich nicht durch Niederschlagswasser hinterlaufen werden kann. Können geringfügige Bewegungen im Anschlussbereich auftreten, z. B. bei Betonfertigteilen oder Holzaufkantungen, dürfen Anschlussbahnen im Übergangsbereich von Dachabdichtungsebene zur Anschlussfläche nicht mit
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wärmedämmende Wandkonstruktion
Bei Tiefzügen wird die Abdichtungsanbindung gegen Wasserhinterwanderung gesichert.
dem Untergrund verbunden werden. Über dem eingelegten Dreikantkeil darf es somit keine Verklebung geben, gegebenenfalls kann der Einbau von Trennstreifen notwendig sein. Bei genutzten Dachflächen ist der Anschlussbereich gegen mechanische Beschädigung zu schützen, z. B. durch Schutz- oder Abdeckbleche, Steinplatten oder Fassaden.
Der Anschlussbereich bei genutzten Dachflächen ist gegen mechanische Beschädigung zu schützen.
Abbildung 090|3-05: Anschluss am aufgehenden Bauteil – Holzbauweise, Profilbech
Massivholzdecke mit Warmdach und Kunststoffabdichtung
Massivholzdecke mit Plusdach und Kunststoffabdichtung
Profilblechdach mit Warmdach und Kunststoffabdichtung
Anschlüsse an Abgasfänge (Schornsteine, Kamine) erfolgen sinngemäß wie Wandanschlüsse an aufgehende Bauteile. Bei vorgesetzten Mauerwerksschalen besteht jedoch die Gefahr, dass Feuchtigkeit oder Niederschlagswasser in das Mauerwerk eindringt und die Anschlüsse der Dachabdichtung hinterwandert, die Abdichtung ist dann hinter dem Mauerwerk hochzuführen. Lassen sich eingeklebte Winkelblechanschlüsse nicht vermeiden, werden sie aus abgekanteten Metallstreifen (z. B. Kupfer, Titanzink, Edelstahl) hergestellt. Je nach Materialart sind Blechanschlüsse an Nähten und Stößen z. B. durch Löten wasserdicht zu verbinden. Falzverbindungen sind nicht zulässig. Lange Dachrandabschlussprofile, die wie Blechverwahrungen direkt in die Dachabdichtung eingebunden oder eingeklebt werden, sind ungeeignet, weil die an den Stoßstellen auftretenden temperaturbedingten Bewegungen zu Rissen in der Dachabdichtung führen können. Unter und hinter Blechanschlüssen, die mit Beton oder Mörtel in direkten Kontakt kommen, muss eine Bitumenbahn als Schutz- oder Trennlage verlegt werden. Blechverwahrungen sind auf der Unterkonstruktion aus Holz direkt durch Nagelung in ca. 5 cm Abstand versetzt zu befestigen. Bei nicht nagelbarem Untergrund sind zu diesem Zweck Nagelbohlen (Randhölzer) anzuordnen. Klebeflansche dürfen dachseitig nicht über Randhölzer überstehen oder müssen nach unten abgekantet werden. Die Einklebefläche von Blechanschlüssen muss mindestens 16 cm breit, sauber und fettfrei sein und mit einem Voranstrich versehen werden. Die Abdichtungslagen sind vollflächig im Lagerrückversatz auf den mindestens 18 cm breiten Blechflansch aufzukleben. Die aufgeklebte Abdichtung sollte mindestens 10 mm vor der Aufkantung enden. Das obere Ende von Blechverwahrungen muss mit einem zusätzlichen und getrennt angebrachten Überhangsstreifen gegen hinterlaufendes Wasser abgesichert werden, wenn dies nicht durch andere Abdeckungen verhindert wird, z. B. vorgehängte regendichte Außenwandbekleidung. Metallanschlüsse, die in wasserführenden Ebenen liegen, müssen bis mindestens 2 cm über Oberfläche Dachhaut, Kiesschüttung oder Plattenbelag mit einem Korrosionsschutzanstrich versehen werden.
Um zu vermeiden, dass Feuchtigkeit oder Niederschlagswasser in das Mauerwerk eindringt, wird vorgesetzten Mauerwerksschalen die Abdichtung hinter dem Mauerwerk hochgeführt.
Das obere Ende von Blechverwahrungen muss gegen hinterlaufendes Wasser abgesichert werden.
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Attika – Dachrand ohne Überstand
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Die weitaus meisten flachen Einschalendächer werden mit innenliegenden Entwässerungspunkten, wie Einzeleinläufen oder Grabenrinnen, ausgebildet. Dies bestimmt entscheidend die konstruktive Ausbildung der Dachränder. Die Attika ist konsequent – und in der wärmeschutztechnisch erforderlichen Dicke – zu dämmen. Hierfür kommen grundsätzlich Wärmedämm-Verbundsysteme in Frage, wobei deren Putzschichten aufgrund ihrer geringen Wärmekapazität und des großen Wärmedurchlasswiderstandes der darunterliegenden Dämmschicht einem erhöhten Rissbildungsrisiko unterliegen. Alternativ sind auch thermische Trennelemente in die Attika einbaubar oder die Attika besteht aus wärmedämmenden Stoffen. Die Geometrie der Attika entwickelt sich – neben gestalterischen und bauphysikalischen Gesichtspunkten – auch aus sicherheitstechnischen Überlegungen. Bei großflächigen Umkehrdächern bzw. bei hohen Windbeanspruchungen kommt ihr auch eine wesentliche Funktion bei der Sicherung des Dachaufbaues gegen Windsog zu. Niederschlagswasser muss zügig vom Dachrand weggeleitet werden, um ein Überlaufen am Dachrand zu verhindern. Zweckmäßig sind Randaufkantungen aus Holz, Beton oder Mauerwerk, an denen die Abdichtung über die Dachoberfläche geführt wird. Die Höhe von Dachrandabschlüssen soll mindestens 15 cm über die Oberfläche des Belages oder der Kiesschüttung reichen (Tabelle 090|3-01). Zweckmäßig sind Randaufkantungen aus Holz und Beton, wobei hinsichtlich der Materialwahl auch die Art der Deckenkonstruktion sowie statischkonstruktive Gesichtspunkte entscheidend sind. Die Abdichtungsbahnen des Anschlusses sollen bis zur Außenkante der Aufkantungen geführt und verwahrt werden. Die Anschlussbahnen sind im Übergangsbereich zur Dachebene abzusetzen. Bei Randhölzern oder Dämmschichten wird empfohlen, eine Lage der Dachabdichtung bis über die äußere Unterkante herunterzuführen. Bei Anschlusshöhen von mehr als 50 cm ist es empfehlenswert, die Bahnen in der Senkrechten zusätzlich zu unterteilen und zu befestigen.
Die Attika ist konsequent in der wärmeschutztechnisch erforderlichen Dicke zu dämmen.
Der Attika kommt bei großflächigen Umkehrdächern bzw. bei hoher Windbeanspruchung eine wesentliche Funktion bei der Sicherung des Dachaufbaues gegen Windsog zu.
Abbildung 090|3-06: Anschluss Stahlbeton-Attika – Warmdach
bituminöse Abdichtung
bituminöse Abdichtung
Kunststoffabdichtung
Die Abdeckung horizontaler Flächen mit Blech auf Attiken, Brüstungen etc. hat mit einem Gefälle nach innen von mindestens 3° zu erfolgen, um das Niederschlagswasser auf die Dachfläche zu leiten. Auf einer Unterkonstruktion aus Holz (durchgehende Pfosten oder Leisten mit Schalung bzw. einbetonierte
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090|5
Genutzte Dachflächen Genutzte Dachflächen sind für die Nutzung durch Fahrzeuge, die regelmäßige Begehung zur Wartung technischer Anlagen, den regelmäßigen Aufenthalt von Personen oder eine intensive Begrünung bestimmt und erfordern in ihrer Planung eine erhöhte Sorgfalt. Terrassen und Loggien sind Flächen, die grundsätzlich für den Aufenthalt von Personen vorgesehen sind. Sie alle haben neben der reinen Nutzfunktion auch die Aufgabe, das darunterliegende Bauwerk vor Wassereintritten und Wärmeverlusten zu schützen. Bei genutzten Dachflächen steht jedoch der Witterungs- und Wärmeschutz im Vordergrund, die Nutzung ist eine Zusatzforderung. Genutzte Dachflächen über Außenbereichen haben dabei eine Sonderstellung. Aufgaben, die Flachdächer heute bewältigen, sind: Schutzfunktion vor - Regen, Schnee, Hagel, Sturm - Sonneneinstrahlung - Schallemissionen - Flugfeuer, Strahlungswärme - unbefugtem Gebäudezutritt Lebensraum für - Vegetation - Tiere Aufenthaltsebene für Personen als - Erholungs- und Rückzugsort - Sport- und Veranstaltungsfläche Plattform für - Parkflächen für Fortbewegungsmittel - (zukünftig) Fluggeräte, wie z. B. Flugtaxi, Transportdrohnen Technikebene - Haustechnik - Energiegewinnungsflächen - Satellitenkommunikationsebene sonstige Nutzflächen - im Katastrophenfall - Lagerflächen - funktionsspezifisch wie Repetitionsflächen für Niederschlagswasser
090|5
Bei genutzten Dachflächen steht zusätzlich zur Nutzung der Witterungs- und Wärmeschutz im Vordergrund.
Diese vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten von Flachdächern erfordern, um die langfristige Funktionstauglichkeit sicherzustellen, einen effektiven Schutz der obersten Gebäudehüllenebene. Die Belastungen sind je nach unterschiedlicher Nutzung der ÖNORM B 1991-1-1 [60] zu entnehmen (Kapitel 090|1|2|5).
090|5|1
Dachterrassen Fachtechnische Kenntnisse in der Planung und Ausführung, insbesondere die Fähigkeiten, Gewerkeschnittstellen zu koordinieren, werden bei Dachterrassen umfangreich gefordert. Eine Vielzahl an Detaillösungen wie z. B. der Abdichtungsanschluss an Fassaden, Brüstungen, Türanschlüsse, Treppenkonstruktionen müssen oft auf engem Raum realisiert werden. Der Fokus des Benutzers von Terrassenflächen liegt aber meist bei der optischen Gestaltung der Oberflächen und weniger beim Abdichtungskonzept. Fliesen oder Platten aus Keramik,
090|5|1 Bei Dachterrassen liegt der Fokus einerseits bei der optischen Gestaltung, andererseits beim Abdichtungskonzept.
Dachterrassen | 127
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Naturstein oder Kunststein für Balkon- oder Terrassenbeläge müssen frostbeständig sein. Bei der Auswahl des Belagmaterials ist auf die rutschsichere Ausführung der Oberflächenstruktur zu achten. Bei Terrassenbelägen aus Holz ist oft eine nicht schieferbildende Oberfläche gefordert. Die Funktionsschichten, die ein Terrassenaufbau mit Abdichtung grundsätzlich beinhalten muss, sind vom Dachaufbau abhängig, z. B. Warmdach, Umkehrdach, Kompaktdach, Plusdach. Materialien für die einzelnen Schichten wie Haftbrücken, Trenn- und Ausgleichsschichten, Dampfsperren, Wärmedämmstoffe, Dachabdichtungen oder Drainageschichten sind in Kapitel 090|2 beschrieben. Betrachtet man unterschiedliche Dachaufbauten, beginnt der eigentliche Terrassenaufbau entweder über einer Abdichtungslage oder über einer feuchtigkeitsunempfindlichen Wärmedämmung mit einer Schutzlage oder Drainagebahn. Bei genutzten Dächern, die durch schwere Lasten oder Verkehr beansprucht werden, ist über der Dachabdichtung eine nach statischen Erfordernissen bemessene Lastverteilplatte anzuordnen, oder es sind andere lastverteilende Maßnahmen vorzusehen. Unter Betonplatten sind mindestens zwei Gleit- bzw. Trennlagen oder eine Schutzschicht mit Drainagefunktion und eine Trennlage einzubauen. Die Größe der einzelnen, durch Fugen zu unterteilenden Betonfelder ist von den zu erwartenden Belastungen und Schubkräften aus einer Verkehrsbeanspruchung, von der Neigung, den temperaturbedingten Längenänderungen sowie vom Schwindmaß abhängig. Bei Schutzbeton oder Betonplatten über Abdichtungen sind in Rand- oder Anschlussbereichen breite Fugen oder Randstreifen vorzusehen, welche eine Beschädigung der Abdichtungsanschlüsse verhindern sollen. Kiesschüttungen unter Nutzbelägen sind aus frostbeständigen Materialien wie z. B. kapillarbrechendem Brechsand-/Splittgemisch EBK 2/8, alternativ EBK 4/8 zu wählen. Bei nicht befahrenen Nutzschichten aus monolithischen Betonbelägen sind die Fugenteilungen und Randfugen sowie deren Breiten zu beachten. In Außenbereichen sollte der Fugenabstand 5 m nicht überschreiten. Decken aus großformatigen Einzelelementen wie Beton-Fertigteilplatten müssen mit bewehrtem Aufbeton oder mit anderen Maßnahmen zur Querkraftübertragung versehen sein, um unterschiedliche Bewegungen der Einzelelemente sowohl an ihren Längskanten als auch an den Auflagerfugen zu vermeiden. Die Abdichtung von genutzten Dach- und Deckenflächen ist gegen Wasser in tropfbar flüssiger Form wie z. B. Niederschlagswasser, das auf die Abdichtung nur einen geringen hydrostatischen Druck ausübt, auszulegen. Die üblichen bituminösen Abdichtungsbahnen, Kunststoffabdichtungsbahnen und flüssigviskose, vor Ort aufgebrachten Abdichtungsstoffe haben sich auch für Dachterrassen bewährt. Terrassenkonstruktionen über Aufenthaltsräumen müssen so konstruiert sein, dass sie genügend Schutz gegenüber Lärm von außen wie z. B. Verkehrslärm bieten und dass die Weiterleitung des Körperschalls (Trittschall), welcher beim Begehen oder Befahren von genutzten Dachflächen entsteht, in zulässigen Grenzen verbleibt. Trittschalldämmplatten, welche grundsätzlich eine geringere dynamische Steifigkeit als sonst im Terrassenaufbau zugelassene Wärmedämmplatten aufweisen, sollten im Warmdachaufbau unterhalb der Wärmedämmung verlegt werden, da sie nicht so druckfest sind. Die Kompression der Trittschalldämmplatten ist auf die Eigenlast der Dachschichten sowie die Nutzlast im
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Die Funktionsschichten, die ein Terrassenaufbau grundsätzlich beinhalten muss, sind vom Dachaufbau abhängig.
Die Abdichtung genutzter Dach- und Deckenflächen ist gegen Wasser in flüssiger Form auszulegen.
Gebrauchszustand auszulegen. Auf nachträgliche Bewegungen im Bereich der Abdichtungsanschlüsse ist Bedacht zu nehmen. Grundsätzlich ist darauf zu achten, dass der Dämmstoff mit der höheren Druckfestigkeit immer an oberster Stelle im Dämmstoffpaket, also unterhalb der Dachabdichtung, situiert sein muss. Umkehrdächer mit Trittschalldämmung sind praktisch nicht sinnvoll herstellbar, eine Trittschalldämmung ist bei einer Masseschicht in Kiesbett über Dämmplatten auch nicht erforderlich. Um Abdichtungen vor Beschädigung zu schützen, ist eine Schutzlage oder Schutzschicht anzuordnen, es sei denn, die Nutzschicht oder die Wärmedämmung selbst übernimmt diese Funktion. Schutzlagen und Schutzschichten sind möglichst unverzüglich nach Fertigstellung der Abdichtung herzustellen. Speziell im Bereich von reflektierenden Oberflächen wie beispielsweise Verglasungen oder Glasgeländern sind für den Abdichtungsaufbau Schutzmaßnahmen gegen Wärmestrahlung erforderlich. Abdichtungstypen und Dicken Die möglichen Abdichtungstypen von Bitumen- und Kunststoffbahnen sind in der ÖNORM B 3691 [74] geregelt und in Tabelle 090|2-19 angeführt. Die sich z. B. für Kunststoffbahnen ergebenden Mindestdicken liegen bei bis zu 2,0 mm. Gefälle und Entwässerung Grundsätzlich ist durch bautechnische Maßnahmen dafür zu sorgen, dass auf die Abdichtung einwirkendes Wasser so abgeführt wird, dass dieses keinen bzw. nur geringfügigen hydrostatischen Druck ausüben kann (Abdichtungsmindestgefälle 2 %, Ausnahme bei kleinflächigem Quergefällebereich 1 %). Länger auf der Oberfläche oder im Terrassenaufbau verbleibendes Wasser (z. B. in Pfützen) kann sich schädigend auf Schutz- und Belagschichten auswirken (z. B. bei Plattenbelägen im Mörtelbett). Wasserpfützen können im Winter gefrieren und erhöhen das Risiko von Stürzen. Eine ordentlich geplante Gefälleausbildung oder entsprechende Rinnensysteme sorgen für eine fast vollständige und rasche Wasserableitung auf der Gehfläche. Auch aufgeständerte Nutzschichten wie z. B. Holzlattenroste und Pflasterplatten verhindern großflächige Wasserpfützen an der Oberfläche. Auf der Abdichtungsebene können sich dennoch Wasseransammlungen beispielsweise an quer zum Gefälle laufenden Überdeckungsstößen von mehrlagigen Abdichtungen bilden. Wenn keine Drainageschichten vorgesehen werden, sind dadurch Frostschäden im darüberliegenden Estrich oder Mörtelbett und in dem darauf befindlichen Belag möglich. Bei positiver Temperaturdifferenz zwischen Abdichtung und der Außenluft wird das gespeicherte Wasser durch den Estrich und durch den Terrassenbelag diffundieren, wobei es z. B. im diffusionsoffeneren Fugennetz des Belages zu Ausblühungen und Ablagerungen (Kalziumkarbonat) kommen kann. Deshalb ist für die rasche Wasserableitung auf der Abdichtungsebene über Drainagemörtel oder Drainagematten zu sorgen. Sie erfüllen gleichzeitig auch die Aufgabe von Schutzschichten auf der Abdichtung. Mittels Terrassenbausätzen müssen bei dichten Belägen Niederschläge schon auf der Belagoberfläche wirkungsvoll in den Ablauf eingeleitet werden. Der Ablaufflansch des Gullys wird darunter dicht in die Abdichtungsebene eingebunden, damit diese dauerhaft entwässert werden
Der Dämmstoff mit der höheren Druckfestigkeit muss immer an oberster Stelle im Dämmstoffpaket situiert sein.
Die Gefahr der Pfützenbildung auf der Oberfläche oder im Terrassenaufbau sollte durch geeignete Maßnahmen reduziert werden.
Dachterrassen | 129
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kann. Abläufe müssen für Wartungsarbeiten leicht zugänglich sein, was bedeutet, dass sie jedenfalls in der Gehbelagoberfläche erkennbar sind. Wasserspeier als Hauptabläufe von Balkonen oder Dachterrassen, die nicht in ein Ablaufrohr geführt werden, sind grundsätzlich problematisch, da bei stärkerer Windeinwirkung das von diesen frei abtropfende Wasser die Fassade (oder andere dort befindliche Bauteile) zusätzlich zum ohnehin anfallenden Niederschlagswasser belastet. Diese Entwässerungsrohre, welche häufig Durchmesser um 40 bis 50 mm aufweisen, frieren im Winter oft zu. Speziell bei für Wohnzwecke genutzten Terrassen ist darauf zu achten, dass in das Mischkanalsystem einleitende Abläufe einen Geruchsverschluss erhalten.
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Bodenbeläge
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Wenn die Art der Lagerung und Verbindung der Belagteile untereinander und zum Flachdach zugrunde gelegt wird, lassen sich die verschiedenartigen Bodenbeläge für begehbare Flachdächer in folgende drei Gruppen zusammenfassen:
fest verlegte Bodenbeläge aus Betonestrich bzw. am Estrich verklebte Platten und Fliesen oder in Mörtel verlegte Platten lose verlegte Bodenbeläge aus in Feinkies verlegten Platten und Pflastersteinen gestelzte Bodenbeläge aus Platten mit räumlicher Trennung von der Dachhaut und Terrassenbeläge aus Holz
Tabelle 090|5-01: Aufbauten genutzter Dachflächen – fest verlegte Bodenbeläge Konventionelles Warmdach – fest verlegter Bodenbelag Belag Estrich Drainageschicht Schutzvlies Abdichtung Wärmedämmung Dampfsperre / Dampfbremse Gefälle Tragkonstruktion
Umkehrdach – fest verlegter Bodenbelag
Belag Estrich Trennfolie oder Drainageschicht Trennvlies (Filtervlies) Wärmedämmung Abdichtung Gefälle Tragkonstruktion
Fest verlegte Bodenbeläge Die Beläge dieser Gruppe sind dadurch gekennzeichnet, dass sie durch ein engmaschiges Netz von Bewegungsfugen (Abstand maximal 5 m, besser 3 m) unterteilt und, abgesehen von speziellen Bauweisen gleitend auf dem Flachdach gelagert werden müssen. Bei einer zu großflächigen Fugenteilung ist mit dem Auftreten von Rissen infolge thermischer Spannungen
130 | Genutzte Dachflächen
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Verwendete Bodenbeläge lassen sich nach Art der Lagerung und Verbindung der Belagteile untereinander und zum Flachdach gruppieren.
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Verlegung Betonplatten in Kiesbett Verlegung Betonplatten auf Stelzlager
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Flanschbefestigte Geländersteher bei Dachterrasse Dachterrasse mit Holzbelag – Kiefer
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Dachterrasse mit Holzbelag – IPE geölt Dachterrasse mit Holzbelag – Garapa Dachterrasse mit Holzbelag – Sipo-Mahagoni
160 | Genutzte Dachflächen
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Gründach: Aufbau mit intensiver Begrünung Gründach mit extensiver Begrünung
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Flachpolster
Immergrünchen
Himalayasedum
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Kamtschatkasedum
Milder Mauerpfeffer
Lydium grau
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Rötlicher Mauerpfeffer
Superbum, rosa
Rosa Mauerpfeffer
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Superbum, weiß Gründachbepflanzung – Sedumpflanzen
Weihenstephaner Gold
Tripmadam Bilder 090|5-17 bis 28
Farbteil 090|5 | 161
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Terrassen und Gründächer mit Intensivbegrünung Terrassen und Gründächer mit Intensivbegrünung Terrassen und Gründächer mit Intensivbegrünung
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Parkdeck mit Asphaltfahrbelag Parkdeck mit Abdichtung und Asphaltfahrbelag
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Parkdeck mit Kunstharzbeschichtung Parkdeck mit Kunstharzbeschichtung
162 | Genutzte Dachflächen
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Sachverzeichnis Abflussbeiwert 165 Abflussvermögen 167 Ablaufkörper 171, 173 Abschluss 83, 110, 124, 150 Absturzsicherung 19, 101, 135 Acrylat 60 Anschluss 83, 110, 124, 150 Antennenmast 96 Asphalt 68 Attika 13, 15, 37, 90, 124, 135, 177 Attikagully 175 Auflast 36, 44, 74 Aufsetzkranz 97 Aufstockelement 172, 173 Ausgleichsschicht 1, 41 Außenentwässerung 163, 177, 179 Außenschale 68, 119, 123 befahrbares Dach 151 belüftetes Dach 117 Bemessungsniederschlag 164 Bemessungsregenspende 164 Beschichtungssystem 154 Betonfertigteil 29 Bewegungsfuge 98 Bitumen 62 Bitumenemulsion 40 Bitumenkaltkleber 8 Bitumenlochglasvliesbahn 54 Böenstaudruck 14 Brandschutz 18, 118 Bürstenstreichverfahren 66
Druckströmungsentwässerung 167, 169 Dunstrohr 96 Duodach 6, 79, 81 Durchdringung 45, 94, 126, 137 Durchwurzelungsschutz 143, 144, 148, 150, 151 Ebenheitstoleranz 28 Einrollverfahren 75 einschaliges Dach 4 Elastomerbitumen 63 Energieeinsparung 19 Entwässerungsplanung 34, 163 Entwässerungsrinne 111, 138, 174 Epoxidharz 61 Estrich 130 Ethylencopolymerisat-Bitumen 58 Ethylen-Propylen-Dien-Terpolymer 59 Ethylen-Vinyl-Acetat-Copolymer 58 Extensivbegrünung 143 Fallleitung 167, 168 Fensterparapet 19 Fertigungstoleranz 27 Feuchtemonitoring 25 Feuchteprüfung 21 Filterschicht 143 Flämmverfahren 75, 82 Flugfeuer 27 Flüssigabdichtung 55, 87, 96, 109, 171 Flüssigkunststoff 59 Folgeschadenrisiko 2 Freispiegelentwässerung 167 Füllungsgrad 167
chlorsulfoniertes Polyethylen 59 Dachbegrünung 11, 68, 141 Dachentwässerung 163 Dachkategorie 2 Dachrandabschluss 69, 84 Dachterrasse 127 Dämmstoffkeil 85 Dampfbremse 9, 29, 31, 40, 43, 97, 105 Dampfdruckausgleichsschicht 42, 54 Dampfsperre 1, 29, 31, 40, 43, 72, 79, 80, 96, 105, 117 Dauerhaftigkeit 18 Dehnfuge 126 Dichtheitsmonitoring 18, 23 Dichtheitsprüfung 21 diffusionsdicht 43 diffusionshemmend 43 diffusionshemmende Schicht 4, 31, 33, 43, 45, 105, 112, 118, 120 diffusionsoffen 43 Diffusionswiderstand 5 Drainagebahn 128 Drainagemörtel 131 Dränschicht 143, 144 Drillmoment 13
Gebrauchstauglichkeit 18 Gefälle 5, 32, 129 Gefällebeton 27, 28, 34 Gefälledämmung 33, 72 Geländekategorie 14, 15, 34 Geländerstütze 96 genutzte Dachfläche 2, 10, 127 Geruchsverschluss 171, 175 geschützte Lage 84 gestelzter Bodenbelag 131 Gießverfahren 65, 75 Glasgewebe 63 Glasvlies 63 Gleitlage 128 Gleitschicht 42, 110 Gründachzubehör 174 Grundierung 39, 105 Grundleitung 168 Gully 167, 171 Gummigranulatmatte 41, 42 Haftbrücke 39 Hochzug 77, 92, 110, 135, 140, 174 Hochzugssicherung 85
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Holzdeck 133 Holzfaser 52 Holzschalung 29, 119 Holzwerkstoffplatte 29 Holzwolle 52 Innenentwässerung 163, 176, 179 Intensivbegrünung 142 Kaltbitumenkleber 39 Kaltdach 4, 9, 117, 179 Kaltselbstklebeverfahren 66 Kaschierung 64 Kiesfang 173 Kieshalteleiste 93 Kiesschüttung 37, 66 Klassifizierung 27 kleinflächiger Quergefällebereich 3, 32, 71, 129 Klemmprofil 86 Klemmschiene 86, 88 Kompaktdach 8, 81 Konterlattung 120 Korkdämmstoff 53 Kunststoffabdichtung 87 Kunststoffbahn 119 Kunststoffdachbahn 1, 11, 57, 75, 79, 149 Kunststoffdichtungsbahn 108 Leichtdach 82 leichter Oberflächenschutz 68 Leichtgewichtdach 8 Lichtkuppel 96, 126 Lochglasvliesbitumenbahn 42 Loggia 127 Luftdichtheit 31 Lüftungsöffnung 121 Lüftungsquerschnitt 119 Luftwechselrate 31 mechanische Befestigung 36, 39, 43, 73 Metacrylat-Harz 60 Mineralfaser 51 Mineralwolle 51, 118 Monitoringsystem 20, 22, 23, 158 nicht genutzte Dachfläche 2, 10 Notablauf 71, 170 Notüberlauf 85, 169 Nutzungsdauer 2 Oberflächenschutz 11, 27, 66, 79, 111, 122 Parkdeck 153, 154 Patentsaumstreifen 91 Perlit 54 Phenolharz-Hartschaum 51 Photovoltaikanlage 155 Plastomerbitumen 63 Plattenbelag 129, 131 Plusdach 6, 79, 80, 88, 89, 91, 93, 95, 98, 101, 176 Polyisobutylen 58 Polymerbitumen 62
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Polymerbitumenbahn 1, 41, 45, 62, 64, 73, 87, 107, 119, 149, 158, 171 Polyolefin 58 Polystyrol-Hartschaum 48, 49, 76, 106 Polyurethan 60 Polyurethan-Hartschaum 48, 50 Polyvinylchlorid 57 Prantl-Colebrook-Gleichung 168 Presskiesdach 1 Profilblech 30, 72 Punktentwässerung 167 reduzierte Extensivbegrünung 143 reduzierte Intensivbegrünung 142 Regeldachneigung 3 Regelgefälle 33, 34 Regenspende 157 Regenwasserabfluss 165, 166 Retentionsdach 34, 156 Rigol 174 Rissbreite 28 Rollverfahren 65 Rutschsicherung 149 Sammelleitung 168 Schadensfolgeklasse 2, 79, 81 Schallschutz 19 Schaumglas 8, 44, 53, 81 Schiefersplitt 64 Schleppstreifen 45, 111 Schmelzverfahren 65 Schneelast 16, 17 Schubsicherung 149 Schutzlage 128 Schutzschicht 110 Schutzvlies 6 Schweißverfahren 65 schwerer Oberflächenschutz 66 Sicherheitsfaktor 165 silanmodifiziertes Polymer 61 Solaranlage 155 Starkniederschlag 163 Starkregenereigniss 156 Steildach 122 teilgeschützte Lage 84 Terrassenbausatz 129, 173 Terrassenbelag 128 thermische Beanspruchung 11 thermoplastisches Elastomer 59 Tiefzug 88 Tragfähigkeit 18 Traufenentwässerung 178 Trennlage 41, 128 Trennschicht 110 Trennvlies 6 Trittschalldämmung 129 Türschwelle 137, 170 Umkehrdach 6, 67, 76, 88, 91, 93, 95, 98, 101, 146, 176 ungesättigte Polyester 61 ungeschützte Lage 84
Unterdach 10, 118, 121, 179 Untergrundkontrolle 103 Unterkonstruktion 27, 84 Vakuumdach 75 Vakuumdämmpaneel 46, 48 Vegetationstragschicht 143, 144 Verbundblech 70 Voranstrich 39, 40, 105 Warmdach 4, 5, 39, 71, 87, 89, 90, 92, 93, 95, 97, 101, 146, 176 Wärmedämmung 46, 105
Wärmedurchgangskoeffizient 19 Wärmeschutz 19 Wartung 17 Wasserspeicherplatte 148 Windkraft 14, 34, 73 Windsog 35 Windsperre 118 wirksame Dachfläche 165 Wood-Plastic-Composit 134 Wyly-Eaton-Gleichung 167 zweischaliges Dach 4
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Autoren FH-Hon.Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Anton PECH war über zehn Jahre in universitärer Forschung und Lehre mit den Forschungsschwerpunkten Mauerwerk und Altbausanierung tätig, geschäftsführender Gesellschafter der Dr. PECH Ziviltechnikergesellschaft mbH, gerichtlich beeideter und zertifizierter Sachverständiger für Bauschäden, Mauerwerkskonstruktionen, Mauerwerkstrockenlegung und historische Konstruktionen. Er ist Univ.-Lektor und FH-Honorarprofessor für Baukonstruktionen und Sanierungstechnik, Mitarbeiter in Normungsgremien und Verfasser von Fachbüchern.
Ing. Wolfgang HUBNER war nach Abschluss der Höheren Technischen Bundeslehranstalt der Fachrichtung Elektrotechnik als Techniker für Dach- und Bauwerksabdichtungen tätig. Er ist allgemein gerichtlich beeideter und zertifizierter Sachverständiger sowie Institutsleiter des IFB-Institut für Flachdachbau und Bauwerksabdichtung, ist Referent und Lehrbeauftragter bei Seminaren, Symposien und Bauveranstaltungen sowie Mitarbeiter in nationalen Normungsgremien, Verfasser von zahlreichen Publikationen zum Flachdachbau sowie Inhaber diverser Patente und Gebrauchsmuster für Bauwerksabdichtungssysteme.
Dipl.-Ing. Dr. techn. Franz ZACH studierte Bauingenieurwesen an der Technischen Universität Wien und war sechs Jahre als Universitätsassistent am Institut für Hochbau und Industriebau in Forschung und Lehre mit dem Schwerpunkt Mauerwerksbau tätig. Anschließend Abteilungsleiter-Industrie eines Mineralölkonzerns, Ingenieurkonsulent für Bauwesen, Lektor an der FH-Campus Wien und seit vielen Jahren Mitarbeiter und Konsulent in der Dr. PECH Ziviltechnikergesellschaft mbH mit dem Hauptaufgabengebiet von Zustandsfeststellungen und Schadensgutachten an Gebäuden.
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