Biber Berti | Wildbach- und Lawinenverbauung Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus
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Klimawandel in den Alpen Leben mit Naturgefahren
Die Wetterküche
Winde in den Alpen
Gewitter und Unwetter
Klima der Alpen
Inhalt 4
Biber Berti – Klimawandel in den Alpen
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Wetter
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Wetterküche
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Winde in den Alpen
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Wolken – Wasser in der Luft
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Wetterphänomene
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Gewitter & Unwetter
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Meteorologen und Klimatologen
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Wetterlage & Klima
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Klima
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Klimazonen
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Mitteleuropäisches Übergangsklima
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Jahreszeiten
32
Jahreszeiten in den Alpen
34
Klimawandel & Klimaveränderung
36
Klima im Wandel der Erdgeschichte
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Klimawandel Heute
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Regen
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Schnee
42
Gletscher
44
Gletscher in den Alpen
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Permafrost
46
Naturgefahren
48
Folgen für die Flora & Fauna
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Einfluss der Menschen auf den Klimawandel
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Der Treibhauseffekt
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Auswirkungen des Klimawandels
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Wetterküche
Wettermaschine – Sonne Die Sonnen ist der „Motor“ unseres Wetters. Ohne Sonne wäre es auf der Erde grimmig kalt und es gäbe kein Leben. Durch ihre Wärme lässt sie Wasser verdunsten und reguliert so die Luftfeuchtigkeit. Sie erwärmt die Ozeane und Kontinente und sorgt dadurch für eine gewaltige Luftzirkulation auf der Erde. Die Sonne ist etwa 100 mal größer als die Erde.
Blauer Planet Fast drei Viertel der Erdoberfläche ist mit Wasser bedeckt. Deshalb erscheint die Erde vom Weltall aus blau. Dieses Wasser der Ozeane, Seen und Flüsse hat großen Einfluss auf das Wetter.
Luftfeuchtigkeit – Unsichtbares Wasser So bezeichnet man den unsichtbaren Wasserdampf in der Erdatmosphäre. Je wärmer die Luft ist, desto mehr Wasserdampf kann sie aufnehmen. Nebel und kleine Regentropfen sind sichtbar und gehören nicht zur Luftfeuchtigkeit. Wenn die Luft sehr warm und feucht ist, empfinden wir das als schwül. Ist zu viel unsichtbares Wasser in der Luft, bilden sich Tröpfchen. Es wird also sichtbar und es entstehen Wolken oder Nebel.
Luft Die Luft ist immer und überall auf der Erdoberfläche um uns herum. Sie ist auch fast immer in Bewegung. Wenn wir sie fühlen, dann nennen wir das Wind. Die Luft besteht aus einem Gemisch aus Gasen. Darunter befinden sich der Sauerstoff zum Atmen und das Kohlendioxid für die Pflanzen. Je höher wir auf einen Berg hinaufsteigen desto dünner wird die Luft.
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T Wind – Wie entsteht er? Ozeane und Kontinente mit ihren Gebirgen, Wüsten, Wälder usw. werden von der Sonne unterschiedlich erwärmt. Die wärmere Luft steigt nach oben – es bildet sich dadurch ein Tiefdruckgebiet. Dort wo die Luft nicht so stark erwärmt wird, bleibt die kühlere Luft in Bodennähe – es entsteht ein Hochdruckgebiet. Winde gleichen Gebiete mit hohem und niedrigem Luftdruck aus. Die Luft strömt immer vom Hoch zum Tief.
Globale Winde Die Sonne erwärmt die Erde unterschiedlich stark. Dadurch ist es am Äquator wärmer und an den Polen kälter. Durch die Temperaturunterschiede auf der Erde kommt es zu riesigen Luftströmen. Diese weltweiten Windsysteme bewirken zusammen mit warmen und kalten Meeresströmungen einen teilweisen Ausgleich der Temperaturverteilung auf der Erde. Globale Winde kehren jedes Jahr wieder zurück. Sie haben bekannte Namen wie Passat, Taifun und Monsun.
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Wetterlage & Witterung Damit die Meteorologen einen Wetterbericht erstellen können, müssen die Wetterwerte gemessen werden. Wie wird das Wetter gemessen? Wetter ist ein Sammelbegriff, der das Zusammenspiel von Sonneneinstrahlung, Feuchtigkeit, Luftdruck, Wind, Wolken und Niederschläge einschließt. Jeder dieser Wetterwerte wir regelmäßig gemessen und studiert. Aus all diesen gemessenen Werten ergibt sich dann Wetterlage, Witterung oder Klima. „Davon habe ich schon einmal gehört“, ruft Berti in der ersten Begeisterung, „aber was die einzelnen Begriffe bedeuten weiß ich doch nicht.“ „Da geht es dir ähnlich wie den meisten Leuten“, lacht Leonore Frosch, „diese Begriffe kennt jeder, weil er sie immer wieder im Wetterbericht verwendet werden. Doch fast keiner weiß was damit genau gemeint ist.“
Was mach ein Wetterfrosch? Der Wetterfrosch ist ein Laubfrosch, dem unterstellt wurde, das Wetter vorhersagen zu können. Das Märchen vom Wetterfrosch geht zurück auf die Beobachtung, dass der grüne Laubfrosch bei sonnigem Wetter an Pflanzen hochklettert und bei regnerischem Wetter am Boden sitzen bleibt. Dieses Verhalten ist damit zu erklären, dass bei warmem Wetter die Insekten, die als Nahrung dienen, höher fliegen als bei kaltem Wetter. In einer spöttischen Übertragung werden auch Meteorologen manchmal als Wetterfrösche bezeichnet. „Ha, ha“, lacht Berti, „dann bist du also auch ein Wetterfrosch. Du hast den richtigen Namen.“ „Du sagst es“, antwortet Leonore Frosch schmunzelnd, „mir ist die Berufswahl sozusagen in die Wiege gelegt worden.“
Wetterlage: So wird die Zusammenfassung des Wetters für eine bestimmte Region und zu einem bestimmten Zeitpunkt bezeichnet.
Witterung: Das ist das Wetter für ein bestimmtes Gebiet in einem bestimmten Zeitabschnitt (dieser Zeitraum kann von mehreren Tagen bis zu einer Jahreszeit gehen).
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Wetterwerte & Messgeräte Die Sonneneinstrahlung messen wir mit dem Thermometer in Grad Celsius.
Die Feuchtigkeit der Luft wird mit einem Hygrometer gemessen. Das Maß dafür ist die relative Luftfeuchte, angegeben in Prozent (%).
Zur Bestimmung des Luftdruckes wir ein Barometer verwendet. Die Maßeinheit für den Luftdruck ist Hektopascal (hPa). Der normale Luftdruck in Meereshöhe ist 1013 hPa. Hoher Luftdruck bedeutet Schönwetter, niederer Luftdruck hingegen Schlechtwetter.
Der Wind wir mit einem Anemometer gemessen. Die Windgeschwindigkeit wird in Kilometer pro Stunde (km/h) angegeben. Die Windrichtung wird mit dem Kompass bestimmt.
Regen wird in Millimeter während einer bestimmten Zeiteinheit gemessen. Also wie viel Niederschlag während eines Gewitter gefallen ist. Aber auch die Niederschlagsmenge während eines Jahres ist wichtig.
Schnee wir in Höhe gemessen. Das heißt wie viel Zentimeter Neuschnee gefallen ist.
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Mitteleuropäisches Übergangsklima
In welcher Klimazone liegt Österreich? Österreich liegt in der gemäßigten Klimazone. Unser Klima ist ein so genanntes mitteleuropäisches Klima. Was bedeutet mitteleuropäisches Klima? Dieses Klima ist ein Übergangsklima. Mitten durch unser Land verlaufen die Alpen und sie sind eine der wichtigsten Klimascheiden Europas. Von allen vier Himmelsrichtungen kommend beeinflusst ein anders Klima unser Land und die Alpen.
Klimascheide ist meist ein Gebirge welches das Klima der umliegenden Gebiete von einander trennt. Die Alpen besitzen an vielen Stellen ein extrem sensibles Mikroklima. Teilweise zeigt das Wettergeschehen selbst in
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benachbarten Tälern größere Unterschiede auf.
Mikroklima Dieses kleinräumige Klima und Wettergeschehen der Alpen entsteht aufgrund der vielen Täler. So haben etwa angrenzende Nord- und Südhänge aufgrund der unterschiedlichen Sonneneinstrahlung oft völlig verschiedenes Wetter und eine andere Vegetation. Beeinflusst wird das Klima auch durch die vielfältigen Windverhältnisse in den Alpen. Da die Berge sehr hoch sind Die direkte Sonneneinstrahlung in den Alpen ist aufgrund der geringeren Dichte der Atmosphäre höher, zugleich ist die diffuse Strahlung geringer. Das erhöht den Unterschied zwischen sonn- und schattseitigen Hängen.
Klimaänderungen der letzten 2.000 Jahre Warmzeit der Römer Um Christi Geburt (ca 200 v. Chr. bis 300 n. Chr.) wurde es im Alpenraum wieder sehr warm.
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Es gibt Hinweise, dass die Alpen in dieser Zeit komplett eisfrei gewesen sind. Man fand Überreste von Gold- und Silberminen in den höchsten Lagen der Alpen. Da die alten Römer nur wenige Maschinen hatten, konnten sie den Abbau nur in schneefreien Alpen durchführen.
Warmzeit im Mittelalter (ca 1000 bis ca 1400 n. Chr.) In dieser Zeit wurde es nicht ganz so warm wie zur Zeit der alten Römer. Die Alpen müssen ebenfalls komplett eisfrei gewesen sein. Ungefähr ab dem Jahr 1000 streben die globalen wieder einmal einem Höchstwert zu. Die Wärme machte unseren Gletschern fast völlig den Garaus. In dieser Zeit ist es in unseren Breitengraden 2-4°C wärmer als heute.
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Derzeit ist Eiszeit! Weißt du, dass wir derzeit in einer „kurzen Warmzeit“ mitten in einer Eiszeit leben? Auf der Erde herrscht dann Eiszeit, wenn die beiden Pole zugefroren sind. Das ist derzeit auch der Fall.
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Kaltzeit im „Dark Age“ (300 bis 950 n. Chr.) In dieser Kaltphase sind die Gletscher wieder stark gewachsen. Diese Kaltzeit hat wahrscheinlich mit Hungersnöten die Stämme in Nordeuropa aus ihrer Heimat vertrieben und die Völkerwanderung ausgelöst.
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Kleine Eiszeit (ca 1400 bis ca 1850n. Chr.) Das 14. Jahrhundert ist gekennzeichnet durch intensive Unwetter und Hochwasserkatastrophen. Unsere Region wird in dieser Zeit von kalten Sommern und Missernten heimgesucht. Das führte zu großen Hungernöten. Hier sind auch die Gletscher wieder sehr stark angewachsen. Während dieser Zeit gab es kühle und regnerische Sommer und schneereiche Winter mit zahlreichen katastrophalen Lawinenunglücken.
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Weltweiter Klimawandel Seit 1850 steigt die durchschnittliche Temperatur weltweit an. Derzeit wurde ein Temperaturanstieg von etwa 1 °C gemessen. In den Alpen können wir bereits eine Erhöhung um 2 °C feststellen. Dieser globale Anstieg der Temperatur lässt die Eismassen der Pole und die Gletscher der Berge schmelzen. Weltweit beobachten die Forscher viel mehr Dürreperioden oder andere Naturkatastrophen.
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Klimawandel Heute „Jetzt weiß ich, wie das Klima sich in der Geschichte verändert hat. Aber wie ist das Heute?“, fragt Berti.
in früheren Warmperioden. In den letzen fünfzig Jahren ist die Erdtemperatur besonders stark gestiegen.
„Wie du inzwischen weißt, befinden wir uns in einer Warmperiode. Um das Jahr 2100 erwarten die Klimaforscher den Höhepunkt der Erwärmung. Danach sollte es wieder kühler werden. Solche Schwankungen nach oben und unten hat es in der Erdgeschichte immer wieder gegeben.“
Warum ist denn die Temperatur so rasch gestiegen? Nun, viele Klimatologen gehen davon aus, dass wir Menschen durch unsere Lebensart dazu beitragen, dass es so rasch wärmer wird. Nach derzeitigem Wissen, ist dafür sehr wahrscheinlich der erhöhte Treibhauseffekt verantwortlich.
„Wenn es solche Schwankungen schon immer gegeben hat“ fragt Berti, „ist die Erwärmung dann nicht ganz normal?“ Auffällig ist allerdings, dass die Temperatur seit etwa 1900 stärker steigt als
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Die Erwärmung entsteht durch Verbrennen fossiler Brennstoffe. Durch die Abholzung der Urwälder fehlen die Bäume und Pflanzen um das CO2 zu binden.
Fossile Brennstoffe sind: Kohle, Erdgas und Erdöl
Wenn die Temperatur überall auf der Welt steigt, was passiert dann? Die Folgen der globalen Erwärmung sind zahlreiche Veränderungen. Derzeit schmilzt das Eis der Gletscher und Polarregionen. Deshalb gelangt mehr Wasser in die Ozeane. Der Meeresspiegel steigt. Es kommt zur Verschiebung von Klimazonen und Lebensräumen. Weltweit verändern sich so die Niederschläge. Die Meteorologen beobachten stärkere oder häufigere Wetterextreme wie hefigere Unwetter mit Überschwemmungen aber auch Dürren.
Der Klimawandel und der Einfluss auf die Temperaturen in den Alpen Der Alpenraum hat sich in den letzten 150 Jahren um rund 2 °C Celsius erwärmt. Das ist mehr als doppelt so viel wie im globalen Durchschnitt. Die Folgen sind schmelzende Gletscher im Frühling, frühere Schneeschmelze und ein Rückgang der Niederschläge im Sommer.
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