Biber Berti | Wildbach- und Lawinenverbauung | Lebensministerium
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Gefahrenzonenplan
Der Maßstab
Die Ortschronik
Luftbilder
Naturgefahren Detektive
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Inhalt Rote Zone
Ein planmäßiges Frühstück
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Unsere Erde
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Maßstab
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Luftbilder
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Die Erdoberfläche
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Plan, Karte und Luftbild
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Zutaten für den Gefahrenzonenplan
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Stumme Zeugen
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Von der Erdkugel zur Karte
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Wahre Naturgefahren-Detektive
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Erdrutsch
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Schlamm wohin man schaut
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Erste Berichte
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Wo befinde ich mich auf der Erde?
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Die Ortschronik
44
Warum sind die Menschen nicht weggezogen?
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Karten lesen
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Rot-Blau-Gelbe Lawinen
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Der Gefahrenzonenplan
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Was ist ein Gefahrenzonenplan?
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Die Reise nach Wien Biber Berti | Wildbach- und Lawinenverbauung – Lebensministerium
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Rote Zone Als Ufer wird der Grenzbereich zwischen Wasser und Festland bezeichnet. Hier wächst eine große Zahl von Pflanzen und leben viele Tiere und Kleinlebewesen. Sie alle müssen sich auf den unterschiedlich hohen Wasserstand des Baches oder Flusses einstellen. Während der Trockenzeit fließt oft nur ganz wenig Wasser, doch bei Regen steigt das Wasser an.
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Biber Berti, Hanne Hermelin, Randy Raccoon, Stani Steinbock und Kilian Krähe stehen am Ufer des Weidenbaches und bestaunen Bertis neue Burg. Berti freut sich wie verrückt. Er hat endlich wieder ein Zuhause. „Honigkuchen und Schlagobersberg!“, jubelt Berti. „Danke! Ihr habt mir geholfen, meine Biberburg wieder so wunderschön aufzubauen.“ In diesem Augenblick kommen Sebastian, der Wildbachler, und sein Hund, Berry Bernhardiner. Berti und Kilian fallen dem kuscheligen Bernhardiner um den Hals und die drei wuzeln sich vergnügt im Gras.
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Nach dieser freundlichen Begrüßung gratuliert Sebastian zu dem gelungenen Bauwerk: „Wunderschön habt ihr das gemacht! Aber wenn man es genau nimmt, dann steht deine Burg mitten in der Roten Gefahrenzone.“ „Was heißt hier R O T und G E F A HR E N Z O N E?“, ruft Berti aufgeregt. „Das Wasser ist blau und ich sehe weit und breit keine Gefahr! Schau mal, die Sonne scheint, und keine einzige Regenwolke ist am Himmel zu sehen!“ „Stell dir vor“, sagt Sebastian, „es kommt wieder einmal ein starkes Gewitter und das Hochwasser reißt
Gefahrenzonenplan?“, fragt Stani. „Kommt morgen Früh zu mir ins Büro, dann zeige ich euch einen solchen Plan. Später könnt ihr mir auch helfen, die Spuren vom letzten Hochwasser zu finden. Jetzt muss ich aber noch zur Frau Bürgermeisterin. Also bis morgen!“, verabschiedet sich Sebastian, steigt mit Berry in seinen Geländewagen und braust davon.
nochmals deine Burg weg. Oder die nächste Lawine geht an deiner Burg vorbei. Deshalb darf man Gebäude und Biberburgen nicht in Rote Gefahrenzonen bauen.“ „Aber wie weiß ich, wo es gefährlich ist?“, fragt Berti verunsichert. „Damit jeder weiß, wo es gefährlich ist, sein Haus oder seine Firma zu bauen, gibt es den sogenannten Gefahrenzonenplan. Den erstellen wir von der Wildbach- und Lawinenverbauung gemeinsam mit unseren Kollegen vom Schutzwasserbau“, gibt Sebastian zur Antwort. „Was ist ein
Die Freunde stehen am Bachufer und schauen einander ratlos an. „Na toll, was heißt denn das alles?“, fragt Kilian Krähe flügelzuckend. „Warum muss Sebastian denn so dringend zur Frau Bürgermeisterin? Ist schon wieder eine Katastrophe passiert?“, meint Hanne Hermelin nachdenklich. „Seit wann hinterlässt Hochwasser Spuren?“, äußert sich Kilian kopfschüttelnd, „Das hat doch kein Füße!“ „Warum sagt er Bertis Burg steht in der Roten Gefahrenzone? Hier ist doch nichts rot“, brummt Stani. „Whatever!“, sagt Randy. „He’ll tell us tomorrow.“ * Die Fünf rätseln noch den ganzen Abend herum, was das alles zu bedeuten hat. *) „Egal“, sagt Randy, „er wird es uns morgen erzählen“
Regenwolken Wenn Wasserdunst aufsteigt und sich zu einer Wolke zusammenschließt, entstehen Tröpfchen. Diese werden immer größer und schwerer. Auch die Wolke wird dadurch schwerer und sinkt tiefer ab. Deshalb sind typische Regenwolken eine tiefhängende, dichte, dunkle, strukturlose Wolkenschicht. Sie dehnt sich meist über einen großen Bereich aus. Sie erscheint dunkel, weil sie so dicht ist, dass kein Sonnenlicht durchscheinen kann.
Gewitter Im Sommer wenn es sehr heiß und schwül ist, verdunstet ganz viel Wasser. Es bilden sich Wolken. Aber an so einem heißen Tag entsteht eine ganz besonders große Wolke: Eine „Cumulonimbus“-Wolke. Sie ist eine Naturgewalt, die über 10 Kilometer hoch werden kann. In ihr werden die Wassertröpfchen mit großer Geschwindigkeit nach oben gesogen. In der großen Höhe gefrieren diese zu Eiskristallen. Diese fallen dann Richtung Boden. Eiskristalle und Wassertröpfchen reiben aneinander und erzeugen eine elektrische Spannung. Es entstehen Blitz und Donner. Die immer größer und schwerer werdenden Wassertröpfchen können von den Aufwinden nicht mehr gehalten werden und fallen als Regen zu Boden.
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Maßstab
Maßstab Eine Landkarte ist ein verkleinertes Abbild der Wirklichkeit. Um zu wissen, wie stark verkleinert die Karte ist, gibt es den Maßstab. Er gibt an, um wie viel die wirkliche Größe auf der Karte verkleinert wurde. Du findest beispielsweise auf einer Landkarte: Maßstab 1 : 100.000 (lies: eins zu hunderttausend). Das bedeutet, dass ein Zentimeter auf der Landkarte in der Wirklichkeit einer Strecke von 100 000 Zentimetern = 1000 Metern oder 1 Kilometer entspricht.
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„Also gut, kommt rüber zu meinem Schreibtisch“, Sebastian rollt einen großen Bogen Papier auf dem Tisch aus und sagt: „Das ist ein Gefahrenzonenplan.“ „Was? Das soll ein Gefahrenzonenplan sein“, schüttelt Kilian seinen Kopf, während er noch immer an seinem Kipferl herumkaut. Dann stellt er sich genau in die Mitte des Plans und ruft entsetzt: „Der schaut aber nicht gefährlich aus!“ „Geh bitte runter!“, fordert Hanne ihn auf. „Wir können überhaupt nichts sehen.“ Murrend zieht sich Kilian an den Rand des Plans zurück. „Wisst ihr überhaupt, was ein Plan ist?“ fragt Sebastian und schaut in die Runde. Alle schütteln gleichzeitig den Kopf. Nicht einmal Berry weiß eine Antwort auf diese Frage. „Ich weiß nur, dass man manchmal sagt, du hast überhaupt keinen Plan!“, gibt Berti zum Besten. „Ja das stimmt“, lacht Berry, „du und Kilian habt leider oft
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keinen Plan.“ Alle lachen. Kilian plustert sich auf und will gerade empört antworten, doch da beruhigt ihn Sebastian: „Es ist schon richtig, dass es dieses Sprichwort gibt. Aber das sagt man dann zu jemandem, wenn er planlos ist. Wir sind aber nicht planlos. Oder was meint Ihr?“, fragt Sebastian mit neugierigem Blick. „Es gibt auch andere Sprichwörter. Zum Beispiel: „Pläne schmieden“, das bedeutet, für die Zukunft Ideen zu sammeln. Oder aber: „es läuft nach Plan“, das bedeutet, etwas funktioniert so, wie man es sich gewünscht hat“, fügt Randy Raccoon hinzu. „Genau, das stimmt“, lobt Sebastian. „Was die alles weiß“, wundert sich Berti. „Genau“, flüstert Kilian Berti und Stani zu, „Randy ist doch genau so eine Musterschülerin wie Hanne!“ „Lass‘ die beiden reden“, wispert Hanne Randy zu und macht dabei eine unmissverständliche Handbewegung.
Sebastian überhört diese Bemerkungen und fährt ganz schnell mit seinen Ausführungen fort: „Aber der Begriff „Plan“, so wie wir ihn jetzt verwenden, bezeichnet in der Geographie eine Landkarte oder einen Ortsplan. Da sind Berge, Straßen, Bäche usw. eingezeichnet.“
kopfschüttelnd: „Alles klar? Zum Glück haben wir dich, Genie Berti!“ „Was ist mit euch los? Warum kichert ihr? Ich bin mir sicher, ihr habt das nicht verstanden“, antwortet Berti. Die beiden Mädchen geben zu, dass sie das mit dem Verkleinerungsverhältnis auch nicht ganz verstanden haben.
„Wie zeichnet man all die Dinge im richtigen Abstand zueinander?“, fragt Hanne neugierig. „Oder, wie bringt man das alles in der passenden Größe aufs Papier?“, ergänzt Randy. „Dazu muss man alle Punkte genau vermessen“, antwortet Sebastian. „Landkarten oder Pläne sind verkleinerte Darstellungen eines bestimmten Stückes der Erde.“
„Ich versuche es noch mal zu erklären“, meint Sebastian, „ein Maßstab 1:1 bedeutet, dass alles, was auf der Karte eingezeichnet ist, genau so groß ist wie in Wirklichkeit. Wir sagen der Maßstab ist groß! Wenn jetzt Kilian hoch in die Lüfte schwebt, dann kann er viel Land überblicken.“ „Das ist richtig“, stimmt Kilian zu, „ aber alles, was ich sehen kann, ist sehr klein.“ „Genau. Wenn nun Kilian all das, was er sehen kann, auf eine Karte zeichnen würde“, fährt Sebastian fort, „dann wäre alles, was er erblicken kann, in einem bestimmten Maßstab abgebildet. Sagen wir einmal 1:5000. Sinkt er jetzt ab und fliegt näher am Boden, dann hat er weniger Überblick, aber er könnte die Gebäude, Wälder und Berge genauer und größer sehen. Das bedeutet dann, dass der Maßstab größer ist. Er könnte dann zum Beispiel 1:1000 sein.“
„Jetzt sagst du einmal Plan und dann wieder Landkarte?“, stellt Berti fest. „Was stimmt jetzt oder wo ist der Unterschied?“ „Ein Plan ist eine sehr genaue Karte. Man verwendet diesen Ausdruck dann, wenn nur ein kleines Stück Land dargestellt wird. Es gibt auch einen Plan von einem Haus oder Garten. Je nachdem ob man viel oder wenig Natur auf eine Karte oder einen Plan zeichnen möchte, verwendet man unterschiedliche Maßstäbe“, erklärt Sebastian. „Welche Stäbe?“ fragt Kilian aufgeregt. „M a ß s t ä b e“, gibt Berry als Antwort. „Und was sind Maßstäbe?“ fragt Kilian nach. „Der Maßstab einer Karte“, unterbricht Sebastian, „ist das Verkleinerungsverhältnis von Karten oder Plänen.“ „Was ist ein Verkleinerungsverhältnis?“, möchte Stani wissen. „Das bedeutet, um wievielmal kleiner eine Strecke auf der Karte eingezeichnet ist, als ihre wirkliche Größe in der Natur ist“, gibt Sebastian als Erklärung. „Habt ihr das verstanden?“ Stummes Nicken, bis Berti wissend seinen Kommentar abgibt: „Logo – Maßstab – alles klar!“ Hanne und Randy lachen laut auf und antworten
Plan Ein Plan bezeichnet in der Geographie eine sehr genaue Karte. Du kennst sicherlich einen Stadtplan. Hierfür wird meistens mit einem großen Maßstab gearbeitet. Der Maßstabsbereich von Stadtplänen liegt meist zwischen 1:10.000 und 1:25.000. In einem Plan werden neben Straßen auch wichtige Punkte wie das Rathaus, Theater, Parks, oder Sehenswürdigkeiten eingezeichnet. Natürlich gibt es auch noch den Gefahrenzonenplan, was das ist erfährst du in diesem Heft. Karte Grundlage einer Karte ist die Oberfläche der Erde. Eine Landkarte zeigt meist nur ein kleines Gebiet, dafür aber mit vielen Einzelheiten. Diese sind nicht in Originalgröße, sondern verkleinert abgebildet. Für Straßen, Gebäude, Bahnlinien und weitere Karteninhalte werden Symbole oder Kartenzeichen verwendet. Für Karten sind fast ausnahmslos Verkleinerungen von kleiner als 1:25.000 gebräuchlich. Bei Weltkarten braucht man sogar einen millionenfachen Maßstab. Je stärker die Verkleinerung, desto mehr muss die Darstellung vereinfacht werden.
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Verschiedene Möglichkeiten zur Abbildung der Erdoberfläche Man kann die Erde, oder Teile davon, auf verschiedene Arten abbilden: Als Globus, das ist eine verkleinerte Nachbildung der gesamten Erdkugel, als Reliefmodell, das ist ein verkleinerter, dreidimensionaler Ausschnitt der Erdoberfläche oder als Karte, das ist eine verkleinerte, zweidimensionale Abbildung Globus Unsere Erde ist praktisch eine Kugel. Die naheliegenste Möglichkeit zur verkleinerten Abbildung unseres Planeten ist deshalb ein Globus. Die wirkliche Erde ist jedoch sehr groß. Bilden wir die Erdkugel als Globus ab, so müssen wir stark verkleinern. Darunter leidet natürlich die Genauigkeit. Man kann überhaupt keine Details mehr darstellen. Allerdings bietet uns der Globus die Möglichkeit, unsere Erde wie aus einem Raumschiff zu betrachten. Wenn du auf einem Globus schaust, dann geht es dir wie der Sonne. Du kannst nie die ganze Erdoberfläche auf einmal betrachten, sondern immer nur eine Seite sehen.
Fast 4 m hoher Globus im Wiener Prater vor dem Planetarium
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Reliefkarte Das kannst du dir so vorstellen, dass die Kartografen ein bestimmtes Geländestück aus der Erdoberfläche herausnehmen und es verkleinert darstellen. Hier werden die Geländeformen auch in der Höhe dargestellt. Wenn du mit der Hand darüberstreichst, kannst du dich wie ein Reisender fühlen, der die Landschaft betastet.
Karte, Plan Häufig werden auf Karten Ausschnitte der Erdoberfläche dargestellt. Es werden Gebirge, Ebenen, Seen, Flüsse und Ozeane in verschiedenen Farben dargestellt. Auf Karten sind auch Städte, Straßen oder Eisenbahnschienen eingezeichnet. Jede Karte hat ein bestimmtes Thema. Es gibt Wanderkarten, Straßenkarten, Stadtpläne und viele mehr. Für die Schifffahrt gibt es auch Seekarten. Ein Plan ist eine sehr genaue Karte.
Es werden auch Karten dreidimensional (3D) dargestellt. Hier kannst du wie auf einem Foto die Höhen und Tiefen der Landschaft erkennen.
Globus oder Karte Vielleicht hast du zu Hause einen Erdglobus. In der Wirklichkeit hat die Erde einen Durchmesser von fast 12.800 km und ihr Umfang misst rund 40.075 km. Ein normaler Globus misst ca. 40 cm. Er ist also eine stark verkleinerte Darstellung unseres Planeten. Diese starke Verkleinerung hat den großen Nachteil, dass viele Dinge weggelassen werden müssen. Aber auf einem Globus kannst du die bräunlichen Landflächen erkennen und sehen wie die Kontinente angeordnet sind. Du kannst dir die schneebedeckten Pole und die große blaue Fläche der Ozeane anschauen. Wenn du im Vergleich zu einem Globus eine Weltkarte betrachtest, wirst du bemerken, dass die ganze Erde in einer Ebene abgebildet ist. Karten kannst du gerollt, gefalten oder zu einem
Buch, einem sogenannten Atlas, zusammengefasst kaufen. Auf einer Karte wird manchmal die ganze Erde wie auf dem Globus abgebildet, aber es kann auch ein relativ kleines Stück Erdoberfläche recht genau dargestellt werden. Eine Karte, die die Umgebung genau beschreibt, nennt man eine topografische Karte. Sie zeigt dir die Landschaft ungefähr so, wie beim Blick aus einem Flugzeug nach unten. Allerdings ist die Karte kein Foto aus der Luft. Die Kartografen (das sind die Leute, die die Karte zeichnen) haben viele wichtige Dinge wie die Höhenlinien bei Bergen eingezeichnet, damit der Kartenleser weiß, wie hoch oder steil dieser Berg ist.
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Wo befinde ich mich auf der Erde? Um auf der Erde einen Ort zu finden, wurde von Wissenschaftlern das Gradnetz eingeführt. Mit diesem Gradnetz lässt sich die Lage jedes Punktes auf der Erde genau beschreiben. Die Erde wird dabei in 360 Längengrade und 180 Breitengrade aufgeteilt. NORD
NORD
ÄQUATOR
ÄQUATOR
SÜDPOL
SÜDPOL
Längengrade, die man auch Meridiane nennt, verlaufen vom Nord zum Südpol. Die Längengrade werden von einem Nullmeridian aus nach Osten und Westen gezählt bis jeweils 180°. Durch eine internationale Vereinbarung wurde 1884 festgelegt, dass der Nullmeridian durch die Londoner Sternwarte Greenwich läuft. Er wird daher auch als Greenwich-Meridian bezeichnet.
Breitengrade laufen waagrecht um die Erde. Die Breitengrade werden dabei vom Äquator aus gezählt. Der Äquator ist der längste Breitengrad. Er teilt die Erde in eine Nord- und einen Südhalbkugel. Er wird mit null bezeichnet, die Pole liegen bei 90° Nord bzw. Süd. Diese gedachten Längen- und Breitenlinien ziehen sich wie ein dichtes Netz über den Globus.
Norden
Westen
Osten
Süden 38
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Himmelsrichtungen Damit du dich beim Wandern in den Bergen oder im Straßenverkehr zurecht findest, brauchst du verschiedene Hilfsmittel. Es ist sehr wichtig, dass du die vier Himmelsrichtungen kennst. Es gibt Norden, Osten, Süden und Westen. Mit Hilfe der Sonne kannst du die Himmelsrichtungen feststellen. Jeden Morgen geht die Sonne im Osten auf und wandert in einem Bogen über den Himmel. Ihren höchsten Punkt am Himmel erreicht sie zur Mittagszeit und steht dort im Süden. Dann wandert sie weiter und geht abends im Westen unter.
Süden
Osten
Westen
Da gibt es eine Eselsbrücke: im Osten geht die Sonne auf im Süden steigt sie hoch hinauf im Westen wird sie untergeh‘n im Norden ist sie nie zu seh‘n
Landkarte Um deinen eigenen Standort auf der Karte zu finden, musst du sie mit der Natur vergleichen. Beachte dabei, dass der obere Rand der Karte genau nach Norden zeigt. Der Sonnenstand kann dir dabei helfen, die Karte so auszurichten, dass sie mit der Natur übereinstimmt. Jetzt schaust du, ob zum Beispiel der Bach, den du gerade überquert hast auch auf der Karte eingezeichnet ist. Wenn du den Bach auf der Karte findest, dann kannst du nach anderen Hinweisen in deiner Nähe suchen. Bald wirst du wissen, wo du bist. Kompass In der Nacht oder auch wenn dicke Regenwolken die Sonne verdecken, kannst du sie nicht sehen. Dann hilft dir ein Kompass. Seine Nadel zeigt immer nach Norden, egal wo du dich auf der Erde befindest. Wenn du nun herausfinden willst, wo die Himmelsrichtungen liegen, dann drehe die Windrose am Kompass so, dass die Nordmarkierung und die Nadel in die gleiche Richtung zeigen. Jetzt brauchst du nur mehr alle Himmelsrichtungen vom Kompass ablesen. Windrose Die Windrose, auch Kompassrose zeigt am Kompass oder auf der Landkarte die Himmelsrichtungen. Meist werden neben den vier Haupthimmelsrichtungen Norden, Osten, Süden und Westen noch weitere Unterteilungen angezeigt. Osten wird in der Navigation immer mit E (englisch east) abgekürzt, um eine Verwechslung mit der Null zu vermeiden.
Norden mit der Uhr finden Wenn du keinen Kompass hast, kannst du mit einer analogen Uhr sehr leicht Süden bestimmen. Du richtest den Stundenzeiger in Richtung der Sonne. Süden ist auf der Winkelhalbierenden zwischen dem Stundenzeiger und 12 Uhr. Norden liegt genau gegenüber.
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Karten Lesen Landkarten sind verkleinerte Abbildungen der Landschaft auf Papier. Hier werden neben der Landschaft auch alle vom Menschen gebauten Objekte, wie Orte, Straßen oder Wanderwege eingezeichnet. Eine Landkarte musst du lesen wie ein Buch. Deshalb ist es wichtig, dass du weißt was die verschiedenen Zeichen und Symbole bedeuten. Neben Wegen, Straßen, Gebäuden oder Flüssen sind auf der Landkarte verschiedene Geländeformen und vieles mehr eingezeichnet. Für diese Dinge verwenden die Kartografen bestimmte Zeichen. Deren Bedeutung kannst du in der Kartenlegende ablesen. Kartenlegende Die Karte als Abbild der Landschaft enthält eine Vielzahl verschiedener Zeichen und Informationen. Diese unterschiedlichen Farben, Linien, Flächen und Symbole werden in einer Legende erklärt. Deshalb bevor du versuchst dich auf einer Karte zurechtzufinden, schaue dir die Legende der Landkarte an. Diese Kartenlegenden sind ein Schlüssel zum Verständnis der Karte. Von besonderer Wichtigkeit ist auch das Ausgabejahr der Karte, so weißt du ob die Karte aktuell ist. Du findest die Legende am Rand der Landkarte.
Höhle
Seilbahn
Bergwerk
Tunnel
Schloss, Burg
Hafen
Schlossruine
Hotel
Kirche
Flughafen
Moschee
Camping
Denkmal
Bahnhof
Turm
Stadion
Funkturm
Touristeninformation
Norden Bei den meisten Karten ist ein Nordpfeil eingezeichnet, der dir anzeigt, wo Norden ist. Wenn das nicht der Fall ist, dann ist am oberen Rand der Karte Norden. Richte die Karte mit Hilfe eines Kompasses oder der Armbanduhr so aus, dass sie richtig in die Landschaft zeigt. Stelle dich immer hinter die Karte. Das heißt, schaue in die Richtung, in die du gehen willst. Halte die Karte so ausgerichtet vor dir, dass der Weg auf der Karte von dir wegführt.
Maßstab Wie du inzwischen weißt, ist eine Landkarte eine verkleinerte Ansicht der Natur. In welchem Verkleinerungsverhältnis die Natur dargestellt wurde, das zeigt dir der Maßstab. So kannst du durch genaues Messen auf der Karte die Entfernungen in der Wirklichkeit berechnen. Eine Strecke von 4 cm auf einer Wanderkarte im Maßstab 1:25.000 entspricht in der Natur einer Entfernung von 4 x 25.000 cm, also 100.000 cm oder einfacher gesagt 1 km. Am Kartenrand findet sich eine Maßstableiste aufgedruckt.
Kleiner und großer Maßstab Wenn eine Karte den Maßstab 1:1.000 hat, sind die Objekte in der Karte um 1.000 Mal kleiner als in Wirklichkeit. Beim Maßstab 1:200.000 sind die Objekte um 200.000 Mal kleiner als in Wirklichkeit. Je größer die Zahl hinter dem Doppelpunkt, umso kleiner ist die Landschaft dargestellt. Steht eine große Zahl hinter dem Doppelpunkt, spricht man von einem kleinen Maßstab. Steht eine kleine Zahl hinter dem Doppelpunkt, spricht man von einem großen Maßstab.
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NORDPOL
LÄ NG
EN
GR AD E
NORDPOL
DE
SÜDPOL
SÜDPOL
EN
IT
E BR
A GR
Koordinaten So heißen die Zahlen, welche die genaue Lage eines Punktes angeben. Um jeden Punkt auf der Welt bestimmen zu können, hat man sich ein Koordinatennetz ausgedacht. Die Lage eines Punktes auf der Erde, lässt sich mit geographischen Koordinaten (Breitengrade und Längengrade) genau angeben. Geländedarstellung Wie kann auf einer flachen Karte die unebene Erdoberfläche dargestellt werden? Auf der Landeskarte verhelfen Höhenlinien sowie eine feine Schattierung zur Wiedergabe der Geländeformen. Höhenlinien sind gedachte Striche im Gelände. Alle Punkte auf einer bestimmten Höhenlinie haben dieselbe Meereshöhe.
Koordinaten
Breitengrade
Längengrade
Nordpfeil
Maßstab
Kartenlegende
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Was ist ein Gefahrenzonenplan? Der Gefahrenzonenplan der Wildbach- und Lawinenverbauung ist ein Gutachten. Er beschreibt die Gefährdungen von Orten durch Wildbäche, Lawinen und Erosion. Zu Erosion gehören Steinschlag, Rutschung oder Felssturz. Ein Gefahrenzonenplan wird für alle Gemeinden in Österreich mit Einzugsgebieten von Wildbächen, Flüssen und/oder Lawinen erstellt. In Österreich gibt es fast 13.000 Wildbäche, 200 Flüsse und 6.000 Lawinen. Wie schaut ein Gefahrenzonenplan aus? Er ist ein genauer Plan einer Ortschaft. Die Darstellung erfolgt in einem sehr großen Maßstab, nämlich 1:2.000. Somit können die Menschen alle Details der Landschaft genau erkennen. Hier siehst du rote oder gelbe Flächen, sogenannte Gefahrenzonen, eingezeichnet. Die Rote Gefahrenzone umfasst Bereiche in der Nähe von Wildbächen, die sehr häufig durch extreme Hochwässer oder gewaltige Murenabgänge überschwemmt werden. Es gibt auch Rote Gefahrenzonen, wo im Winter sehr häufig eine Lawine ins Tal rast. Auf diesen extrem gefährdeten Flächen dürfen weder Häuser, Fabriken oder Verkehrswege gebaut werden.
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Dann findest du auch die Gelben Gefahrenzonen. Diese Flächen sind zwar auch durch Hochwasser, Muren oder Lawinen gefährdet, aber hier dürfen Gebäude, Straßen oder Schienen errichtet werden. Allerdings müssen bei Bau von Wohnhäusern oder Betriebsgebäuden verschiedene Auflagen erfüllt werden. Zum Beispiel müssen die Kellerfenster besonders dicht und aus Spezialglas sein.
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Wie wird ein Gefahrenzonenplan erarbeitet?
Die Profis, die einen Gefahrenzonenplan zeichnen, wenden verschieden Methoden an. Erst dann können sie sicher sein, dass sie alle Naturgefahren in ihrer ganzen Stärke berücksichtigt haben. „Historische Methode“: In der Ortschronik wird nachgelesen, ob es früher schon Überschwemmungen oder Lawinenabgänge gegeben hat.
„Begehung des Plangebietes“: Mehrere Fachleute gehen mit den berechneten und erhobenen Daten durch das Gebiet. Dann schaffen sie sich einen Überblick und schauen, ob die Berechnungen mit der Natur übereinstimmen. Wenn das so ist, tragen sie die Roten und Gelben Gefahrenzonen in den Plan ein. „Freigabe“: Jeder Gefahrenzonenplan durchläuft ein umfangreiches Prüfverfahren.
„Stumme Zeugen“: Dabei untersucht der Planzeichner nach einem Naturereignis Gebäude, Objekte, Vegetation oder die Landformen. Er notiert sich alle Spuren und Schäden, die ein Hochwasser oder eine Lawine hinterlassen hat.
Wenn der Plan fertig ist, wird er dem betroffenen Bürgermeister und den Menschen die dort wohnen gezeigt. Anschließend kommt der Plan ins Bundesministerium und wird vom zuständigen Minister überprüft und freigegeben.
„Befragung von Augenzeugen“: Menschen werden über das letzte Ereignis oder über frühere Naturkatastrophen befragt.
Der Gefahrenzonenplan kommt dann zurück in die Gemeinde. Dort kann er jederzeit von den Bewohnern angeschaut werden. Denn wenn jemand ein Haus bauen will, dann sollte unbedingt vorher der Gefahrenzonenplan durchgesehen werden.
„Recherche in Fachbüchern“: Hier werden die Bodenbeschaffung, der Pflanzenwuchs oder auch die normalen Niederschlagsmengen für die Berechnungen herangezogen. „Computersimulation“: Bei einer Simulation wird der Computer mit allen gesammelten Daten über das Gebiet gefüttert. Anschließend rechnet der Computer die Überflutungsgefahr bei einem extrem heftigen Gewitter mit großen Regenmengen aus. So kann der Profi sehen, wie hoch das Hochwasser sein wird.
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