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Biber Berti - Alpen - Klima und Naturgefahren

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Biber Berti

www.biberberti.com Leben mit Naturgewalten

Die Alpen Klimawandel und Naturgefahren


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Inhalt Klimawandel im Alpenraum

2

Urgewalt Wasser

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Wasser: Nicht nur flüssig

4

Naturgefahr Wildbach

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Wolken: luftige Wasserspeicher

6

Urgewalt Mure

41

Klimazonen der Erde

8

Verwitterung & Erosion

42

Klimazonen der Alpen

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Erosion durch Wasser

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Damals wie heute: Das Klima ändert sich

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Massenbewegungen

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Der Klimawandel ist eine Tatsache

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Von Schnee und Lawinen

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Ursachen des Klimawandels

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Schäden durch alpine Naturgefahren

54

Treibhauseffekt

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Schutz vor Naturgefahren

62

Treibhausgase

20

Zeitgemäßer Umgang mit

Weltweite Folgen

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Naturgefahren

64

Stark betroffen: das Alpenklima

22

Leben mit Naturgefahren

74

Der Klimawandel und die Naturgefahren

24

Verändert sich der Wasserhaushalt?

26

Dürrezeiten nehmen zu

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Niederschläge im Winter

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Lawinengefahr steigt

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Gletscher verschwinden

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Wirkungen des Klimawandels auf die Umwelt, Flora und Fauna

32

Wälder im Klimawandel

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Alpen: Ständig in Bewegung

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Klimazonen der Alpen Dieses große Gebirge liegt in der gemäßigten Klimazone. In den Alpen herrscht ein sogenanntes mitteleuropäisches Übergangsklima. Mitten durch die Alpen verlaufen die wichtigsten Klimascheiden Europas. Klimascheide: Meist ein Gebirge, welches das Klima der umliegenden Gebiete voneinander trennt.

Übergangsklima Die Alpen liegen in einer Übergangszone mit verschiedenen Klimaeinflüssen. Je nach Wetterlage und Jahreszeit steht dieses Gebiet deshalb klimatisch unter dem Einfluss des Atlantischen Ozeans im Westen oder des eurasischen Festlands im Osten. Zusätzlich befindet sich der Alpenraum in einem Grenzbereich zwischen dem Mittelmeerklima und dem Klima der Westwindzone. In dieser Übergangszone können bereits geringe Änderungen der Windzirkulation erhebliche Auswirkungen auf die Klimasituation haben.

Mikroklima In den Alpen gibt es viele hohe Berge, weite Täler, enge Schluchten, sonnige Südhänge und schattige Nordflanken. Manche Gebirgsgruppen oder Täler verlaufen in Nord-Süd-Richtung, andere wiederum zwischen Ost und West. Dadurch entstehen unzählige kleine Klimaräume. Teilweise weist das Wettergeschehen selbst in benachbarten Tälern größere Unterschiede auf. Ein solches Klima bezeichnen Meteorologen als Mikroklima. Mikroklima

Einfluss aus vier Richtungen Aus jeder der vier Himmelsrichtungen beeinflusst ein anderes Klima mit seinen Winden den Alpenraum: In Südeuropa findet man mediterranes Klima mit trockenen, heißen Sommern und regenreichen, milden Wintern. Der Süden der mittleren Alpen (Südtirol, Kärnten) gilt aber als besonders schneesicheres Gebiet. Im Sommer erreichen die heißen Winde aus der Wüste Sahara das Gebirge. In Westeuropa herrscht ein gemäßigt-warmes und vom Atlantik beeinflusstes Klima. Die Täler, die der Westwind erreichen kann, weisen im Winter eine höhere und im Sommer eine niedrigere Temperatur als die Nachbartäler auf. Aus Nordeuropa dringt im Sommer kühles und im Winter sehr kaltes Klima in den Alpenraum. Es wird vom Nordmeer, dem Nordatlantik und der Subpolaren Zone Nordeuropas beeinflusst.

Aus Osteuropa und aus der russischen Taiga strömt kontinentales Klima herein. Geringe Niederschläge und große Temperaturunterschiede prägen das Bild. Hier kann es im Sommer glühend heiß und im Winter bissig kalt werden.


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Der Klimawandel ist eine Tatsache Es gibt unter seriösen Fachleuten keinen Zweifel mehr daran, dass sich das Klima auf der ganzen Erde verändert. Es ist inzwischen auch klar, dass wir Menschen die Hauptursache dafür sind. Zahlreiche Wetter- und Klimadaten belegen derzeit einen globalen Anstieg der mittleren Oberflächentemperatur um 1 °C seit dem Jahr 1850.

Industrielle Revolution Das Maschinenzeitalter begann in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Viele Erfindungen, zum Beispiel die Dampfmaschinen, wurden in diesem Zeitraum gemacht. Die Maschinen wurden mit Kohle angetrieben. Bei der Verbrennung gaben sie große Mengen an Ruß und Kohlendioxid in die Luft ab. Die Auswirkungen zeigten sich bereits nach 100 Jahren. Seit 1850 ist der Klimawandel nachweisbar.

Unsere Alpen: Schwer betroffen Die Erde erwärmt sich nicht überall auf der Welt gleich schnell. In den Polargebieten und in einigen Hochgebirgen geht es schneller als in manch anderen Teilen der Erde. Für den Alpenraum beträgt der Anstieg der mittleren Oberflächentemperatur 2 °C – doppelt so schnell wie auf dem Rest der Erde! 2 Grad mögen nach wenig klingen, bedeuten aber große Umwälzungen für Menschen und Wildtiere.


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Treibhauseffekt Im Zusammenhang mit dem Klima ist häufig vom Treibhauseffekt die Rede. Dabei wird zwischen dem natürlichen Treibhauseffekt und dem vom Menschen verstärkten Treibhauseffekt (anthropogener Treibhauseffekt) unterschieden.

Natürlicher Treibhauseffekt Die Sonne schickt Lichtstrahlen auf die Erde. Manche werden von der Atmosphäre ins All zurückgeworfen, andere erreichen die Erde. Treffen sie auf die Erdoberfläche, werden sie in Wärme umgewandelt. Die Erde reflektiert die Wärmestrahlen und schickt sie in die Atmosphäre zurück. Die meisten Strahlen dringen ungehindert durch die Lufthülle wieder ins Weltall. Doch einige Wärmestrahlen bleiben in der Atmosphäre hängen und erwärmen nun die Luft und die Erde.

Angenehme Temperaturen Verantwortlich für unsere angenehmen Temperaturen auf der Erde sind die natürlich vorkommenden Treibhausgase und der Wasserdampf. Mit Hilfe dieser Gase beträgt die durchschnittliche Oberflächentemperatur plus 15 °C. Der natürliche Treibhauseffekt ist daher für das Leben auf der Erde unbedingt nötig.

Warum sagt man Treibhauseffekt? Die Bezeichnung „Treibhaus“ ist aufgrund des Vergleichs mit tatsächlichen Gewächshäusern (Treibhäusern) entstanden. Bei diesen ist das Glas als Isolierschicht zu sehen – und wirkt ähnlich wie die Atmosphäre bei unserer Erde. Durch die Transparenz der Glaswände kann Licht eindringen. Dieses Licht erzeugt Wärme und erwärmt den Inhalt des Treibhauses. Die Glaswände verhindern, dass Wärme austritt. Deshalb ist es im Inneren warm. So wie die Glasscheiben eines Treibhauses lassen die Erdatmosphäre und die in ihr vorhandenen Gase Sonnenwärme zwar herein, behindern aber deren Abstrahlung zurück in den Weltraum.

Wer verursacht den Treibhauseffekt? Verantwortlich für diesen natürlichen Treibhauseffekt in der Atmosphäre sind sowohl Wasserdampf als auch die so genannten Treibhausgase. Sie sorgen seit Jahrmillionen dafür, dass die Erde bewohnbar ist. Der Wasserdampf macht etwa zwei Drittel des natürlichen Treibhauseffekts aus.

Erde ohne Atmosphäre Gäbe es die Atmosphäre nicht, so würde die gesamte Wärmeenergie ins All entweichen. Die durchschnittliche Temperatur auf der Erde läge dann bei minus 18 °C. Diese lebensfeindlichen Temperaturen würden Leben, wie wir es kennen, verhindern.


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Der Klimawandel und die Naturgefahren Derzeit stellen die Fachleute eine Zunahme bei allen Naturgefahren fest.

Der Klimawandel und alpine Naturgefahren durch Extremereignisse Extremereignisse sind Wetter- und Naturgeschehen, die stark vom Durchschnitt abweichen. Dazu gehören heftige und lange Regenfälle und Schneefälle genauso wie orkanartige Stürme und wild wütende Waldbrände. Sie alle können gewaltige Schäden verursachen.

Von Naturkatastrophen spricht man, wenn die Bewältigung des Schadens die Kräfte der betroffenen Bevölkerung übersteigt. Dann sind die Menschen auf Hilfe angewiesen. Zu den Helfern gehören Feuerwehr, Bundesheer und die Rettungsorganisationen.


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Wälder im Klimawandel Schutz vor Naturgefahren Etwa 30 % des österreichischen Waldes ist sogenannter Schutzwald. Er schützt Gebäude, Häuser, Siedlungen und Fabriken, aber auch Infrastruktur wie Straßen oder Bahnlinien. Er schützt Menschen und ihre Güter vor Naturgefahren wie Lawinen, Steinschlag, Muren und auch Hochwasser. Erst unsere Schutzwälder ermöglichten im Bergland Österreich eine dauerhafte Besiedelung.

Naturgefahren bedrohen den Wald Ein Schutzwald schützt vor Naturgefahren, doch er selbst wird von ihnen bedroht. Sturm, Lawinen, Trockenheit, Schädlinge und der Klimawandel setzen unseren Wäldern stark zu. Durch diese Gefahren kann die Schutzfunktion der Wälder vermindert werden oder ganz verloren gehen.

Bäume unter Stress Der Klimawandel macht den Gewächsen unserer Bergwälder mächtig zu schaffen. Heißere, von Dürre geprägte Frühlinge und Sommer, bringen für den Wald vernichtende Gefahren. Wenn die Bäume unter Wassermangel und Hitze leiden, dann stehen sie stark unter Stress. Genauso wie Menschen, reagieren auch sie mit einem geschwächten Immunsystem.

Der Wald bedeckt fast die Hälfte von Österreich. Ungefähr zwei Drittel unserer Landesfläche werden von den Alpen eingenommen.


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Schäden durch Hochwasser Bei Hochwasser brechen Flüsse und Bäche aus ihrem Gerinne aus und überfluten angrenzende Gebiete. Besonders gefährlich sind Überschwemmungen im Gebirge. Denn hier erreicht das Wasser der Wildbäche eine sehr große Fließgeschwindigkeit. Je steiler das Gelände, desto stärker wirkt die Schwerkraft und umso schneller ist das Wasser unterwegs.

Stark strömendes Hochwasser kann schwere Schäden an Gebäuden verursachen. Es kann Außenmauern beschädigen. Wenn das Wasser hoch steigt, rinnt es in Gebäude hinein und überflutet Innenräume. Schnell fließendes Wasser kann den Erdboden wegschwemmen und das Fundament unterspülen. Teile

des Gebäudes oder das ganze Haus können einbrechen. Auch Brunnen und die Kanalisation können zerstört werden. Über den Kanal kann ebenfalls Wasser in Häuser eindringen. Wasser unterspült aber auch Straßen und Schienen. Diese können einbrechen und zum Teil mitgeschwemmt werden.


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Schäden durch Lawinen Durch die unterschiedlichen Lawinen können verschiedene Arten von Schäden entstehen. Bedroht sind alle von Menschen errichteten Sachwerte – Häuser, Wirtschaftsgebäude oder die gesamte Infrastruktur. Auch Menschen werden von Lawinen erfasst, verletzt oder getötet.

Fließ- und Staublawinen Bei beiden Lawinenarten bewegen sich meist riesige Mengen an Schnee durch die Schwerkraft talwärts. Sie können enorm viel zerstören. Fließlawinen sind höchstens 100 km/h schnell. Selbst wenn die oft gewaltigen Schneemengen an einem Haus nur vorbeireiben, drücken sie die Außenwand des Gebäudes ein. Beim frontalen Aufprall des Schnees kann das ganze Haus umgedrückt werden. Eine Staublawine ist die spektakulärste und gefährlichste Lawine. Mit Geschwindigkeiten bis zu 250 km/h erzeugt sie eine ungeheure Druckwelle. Auf ihrem Weg ins Tal werden Wälder niedergemäht. Und wehe, wenn sie auf Gebäude trifft – die Druckwelle kann Dächer abreißen und Türen und Fenster zerbersten lassen. Schneestaub dringt in die Gebäude ein. Durch den enormen Druck zerreißen Staublawinen Häuser förmlich von innen her und beschädigen sie, oder zerstören sie ganz, je nach Größe der Lawine. Wenn die Schneemassen zum Stillstand kommen, prasselt der Schnee mit seinem ganzen Gewicht auf Gebäude, Autos oder Gegenstände. Er zerdrückt alles, was sich unter ihm befindet. Mensch und Tier haben so gut wie keine Überlebenschance. Die Mischung aus Schnee und Luft presst sich in die Atemwege, verstopft die Lunge und führt zu Erstickung.


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