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INHALT

Austausch und Kommunikation

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Sollte man über das Thema Verlust besser nicht reden? Die Antwort lautet: doch, unbedingt! Denn das Thematisieren von Trauer hilft dabei, mit ihr besser umzugehen – und das Teilen eigener Erfahrungen schenken Menschen das Gefühl, nicht alleine zu sein. Das ist auch das Ziel des Projekts „Sternenkinder“. Sternenkinder sind Kinder, die während der Schwangerschaft, bei der Geburt oder kurz danach sterben. Ich habe mit Silvia Di Panfilo und Manuela Brioschi vom KFS über die Trauer, den Schmerz und die Hoffnungen der Eltern und das Projekt gesprochen. Dringend sprechen sollte man auch über Themen, die die Zukunft unserer Gesellschaft betreffen. Das tun zum Beispiel die Menschen von Climate Action South Tyrol, die sich Anfang Oktober in Jenesien zusammengefunden haben, um sich über Demokratie, Ungleichheit und Klima auszutauschen. Unser Kulturredakteur beschäftigt sich indes mit der Frage, warum man in diesen schwierigen politischen Zeiten in Kunst und Kultur investieren sollte. In all diesen Themen geht es stets um Austausch und wie wertvoll Kommunikation auf Augenhöhe ist. Und dass man dafür ab und zu mal ein Ohr für die Themen, Ambitionen, aber eben auch die Sorgen anderer Menschen haben sollte.

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Sternenkinder

LOKALES

PORTRÄTS

Tobias Gasser

GENUSS

Kastanien-Kartoffel-Gulasch Geschmorte Rindswangelen

KULTUR

Interview Hannes Götsch

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IMPRESSUM PLUS | Industriestr. 1/5, 39011 Lana | Tel. 0473 05 10 10 Eigentümer und Herausgeber: Bezirksmedien GmbH; Ermächtigung des Landesgerichtes Nr. 19/93; Eintragung im ROC Nr. 3226/1994 Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes: Josef Laner Bezirkskoordination: Alexander Del Rosso, adr@bezirksmedien.it Redaktionsleitung: Sarah Meraner Redaktion: Sarah Meraner, Walter J. Werth, Remo Demanega, Phillipp Kieser, Karl Psenner, Robert Adami Werbung: Alexander Del Rosso, adr@bezirksmedien.it, 329 653 22 48 Grafik: Bezirksmedien, grafik.plus@bezirksmedien.it Druck: Athesia Druck GmbH - Bozen

Ich wünsche Ihnen eine gute Lektüre! Herzlichst, Ihre Sarah Meraner

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© Getty Images

EIN PLATZ AUF DIESER WELT Was bedeutet es, ein Kind während der Schwangerschaft, bei der Geburt oder kurz danach zu verlieren – und wie gehen wir als Gesellschaft, als Angehörige und als Fachpersonen damit um? „[...] Unser Kind in den Händen zu halten, der schönste und schlimmste Augenblick zugleich in unserem Leben. Er war so perfekt, hatte alle Fingerchen, Zehen, er war ein vollständiges Baby. Einfach noch ein bisschen klein. Die Organe schimmerten durch die dünne Haut, er war so zerbrechlich. Aber für mich war und ist er perfekt. [...]“ Diese Worte schrieb eine Mama über ihren Sohn Johannes, der im vierten Schwangerschaftsmonat tot auf die Welt kam. Johannes ist ein sogenanntes Sternenkind. Als Sternenkinder werden Kinder bezeichnet, die während der Schwangerschaft – unabhängig von der Schwangerschaftswoche –, bei der Geburt oder kurz danach versterben. Ein Ereignis, das das Leben der Betroffenen tiefgreifend beeinflusst: körperlich, emotional und sozial. Obwohl der Tod ein unausweichlicher Teil des Lebens ist, gehört er zu den größten Tabuthemen unserer Gesellschaft überhaupt – gerade, wenn es um Kinder geht. Doch ein Tabu macht ein Thema nicht weniger real: Für manche Eltern fällt die erste Begegnung mit ihrem Kind mit dem Moment des Abschieds zusammen, andere verlieren es be-

reits während der Schwangeschaft. „Dass auch Kinder sterben, empfinden viele vielleicht als weniger natürlich,“ glaubt Manuela Brioschi, Präsidentin der Berufskammer der Hebammen in Bozen. Anlässlich des Internationalen Gedenktages für Sternenkinder am 15. Oktober fand im Haus der Familie die Fachtagung „Sternenkinder – Multiprofessionelle Begleitung bei perinataler Trauer“ statt. Der Tag drehte sich um die Frage, wie Eltern nach so einem Verlust einfühlsam und professionell begleitet werden können. Fachpersonen aus unterschiedlichen Bereichen – unter anderem Hebammen, Ärzt:innen, Pflegefachkräfte, Psycholog:innen, Mitarbeitende der Seelsorge sowie Fachleute aus Diensten und Einrichtungen, die Familien bei perinatalem Verlust begleiten, kamen an diesem Tag ins Haus der Familie. Ein zentrales Anliegen der Fachtagung war es, dieses Netzwerk zusammenzuführen und zu stärken. Denn: Die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Berufsgruppen und Diensten ist für eine Weiterentwicklung der Begleitung für Betroffene unabdingbar. Dieses Ziel verfolgt unter anderem das Süd-

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tiroler Netzwerk „Sternenkinder – Bimbi stella“. Auch der Austausch der betroffenen Eltern soll durch das Netzwerk gefördert werden. Getragen wird es vom Katholischen Familienverband Südtirol (KFS), der Berufskammer der Hebammen der Provinz Bozen, der Krankenhausseelsorge, der Familienberatungsstelle Lilith, der Familienberatung fabe, dem Dachverband für Soziales und Gesundheit – Dienststelle für Selbsthilfegruppen, die Caritas Hospizbewegung, der Katholische Frauenbewegung sowie dem Haus der Familie. Trauer ist individuell

Trauer spielt im Umgang mit dem Tod eine zentrale Rolle. Die Art und Weise, wie jemand mit einem Verlust umgeht, äußert sich bei Menschen sehr unterschiedlich. Auch innerhalb der Partnerschaft können die Trauer und die Bedürfnisse ganz unterschiedlich aussehen und so auch zu einer großen Herausforderung für die Beziehung werden. „Wie jemand trauert, hängt oft vom Zeitpunkt ab, an dem das Kind stirbt und natürlich auch von der Person selbst“, weiß Silvia Di Panfilo,


© KFS

TITELTHEMA

Einschlagdeckchen für die Sternenkinder pädagogische Leiterin des KFS und Koor- ner Erfahrung, dass solche Momente, in dedinatorin des Netzwerkes „Sternenkinder – nen Babys sterben, sehr herausfordernd sind. Bimbi Stella“. Für die betroffenen Familien „Man darf nicht vergessen, dass meistens ist der Tod ihres Babys oft ein Schock – Frauen diesen Beruf ausüben und diese auch viele denken nicht daran, dass so etwas selbst ihre eigenen Geschichten mitbringen. Schlimmes einem selbst passieren kann. Deshalb ist es wichtig, die eigenen Grenzen Im akuten Moment reagieren manche mit zu spüren und Fortbildungen in Anspruch zu Apathie, manche mit Aggression, wiederum nehmen – mir haben Weiterbildungen und andere mit einem Gefühl des Funktionie- auch der Austausch untereinander gerade ren-Müssens. Frauen und Männer reagieren am Anfang sehr geholfen.“ meistens auch sehr unterschiedlich. Mit der Zeit wandelt sich Trauer außerdem . Diese Erinnerungen schaffen Unterschiede und Veränderungen anzuer- Die offiziellen Zahlen verdeutlichen, dass kennen und der Trauer den nötigen Raum zu das Thema Sternenkinder weit mehr Famigeben, ist ein wesentlicher Bestandteil einer lien betrifft als oft angenommen wird. Allein einfühlsamen Begleitung. „Das Fachpersonal im Jahr 2025 wurden laut Landesinstitut für muss auf all das vorbereitet sein und sensibel Statistik ASTAT südtirolweit 384 Fehlgeburreagieren, weshalb es regelmäßig Fortbildun- ten verzeichnet, die eine Aufnahme in ein gen gibt. Und inzwischen ist das Thema auch öffentliches Krankenhaus erforderlich machTeil der Hebammenausbildung“, so Brioschi, ten. Das entspricht einem Zuwachs von 18,2 die selbst seit 25 Jahren Hebamme ist und in- Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gezwischen andere ausbildet. Sie weiß aus eige- sundheitsbezirk Brixen wies landesweit die

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höchste Fehlgeburtenziffer auf (4,6 Prozent), was mit einer vergleichsweise hohen Geburtenrate zusammenhängt. Die Zahlen der Säuglingssterblichkeit sind in dieser Statistik nicht enthalten – trotzdem zeigt sie, wie wichtig es gesellschaftlich ist, betroffene Eltern gesellschaftlich sichtbar zu machen und ihnen eine Stimme zu geben. In Südtirol gibt es viele Freiwillige, die auf verschiedenste Art und Weise ihren Beitrag leisten und Betroffenen somit zeigen möchten, dass sie nicht alleine sind. 2022 startete beispielsweise der Nähkurs „Engelskleider für Sternenkinder“, bei dem aus nicht mehr verwendeten Hochzeitskleidern schöne Einschlagdeckchen genäht wurden, in denen die Sternenkinder gehüllt und würdig verabschiedet werden können. Dem Aufruf, der damals der KFS gestartet hatte, sind viele Frauen aus ganz Südtirol – darunter auch Selbst-Betroffene, gefolgt. Ein weiteres, etwas neueres Unterstützungsangebot sind

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Manuela Brioschi, Präsidentin der Hebammenkammer BZ

Silvia di Panfilo, pädagogische Leiterin KFS und Koordination „Sternenkinder“

die Sternenkinderfotograf:innen, von denen kleine Erinnerungen zu schaffen, gibt es viele. es in Südtirol aktuell elf gibt. Sie kommen Bei einer Totgeburt oder einem Spätabort innerhalb weniger Stunden zu den Familien bleibt das Baby noch eine Zeit lang auf der ins Krankenhaus, um die Erinnerung an das Entbindungsstation, sodass Eltern auch geverstorbene Kind fotografisch festzuhal- nügend Zeit haben, sich zu verabschieden. ten. Sternenkindfotografin Manuela Schöpf Das Baby wird – wie jedes andere auch – gespricht im Interview mit dem Radiosender waschen, angezogen, getauft und in eine Südtirol 1 von einem „sehr emotionalen Mo- Wiege gelegt. Solche Rituale können im ment“: „Der Schmerz ist sehr präsent und Trauerprozess eine wichtige Rolle spielen. das ist auch für uns oft schwierig auszuhal- Und Brioschi ergänzt: „Gerade bei Babys, die ten, aber man weiß, was man geben kann. bei der Geburt noch leben, aber nur einige Deshalb schaffen wir das auch alle.“ Stunden alt werden, ist Hautkontakt sehr Manuela Brioschi weiß: Dass Menschen an- wichtig.“ Auch der enge Familienkreis, also wesend sind, die das Dasein des Sternen- zum Beispiel Geschwister oder Großeltern, kindes bezeugen und Erinnerungen schaffen, kann in den Prozess des Abschieds mit einkann für betroffene Familien ein wichtiger bezogen werden. Teil der Trauerverarbeitung sein. „Als Krankenhauspersonal sind wir oft die einzigen „Sag mir, wie dein Kind heißt“ Zeugen, dass es dieses Kind tatsächlich gege- Die Akutsituation ist das eine, aber irgendben hat. Diese Eltern gehen ohne Kind nach wann muss die Familie in ihr normales LeHause – und wenn es keine Dinge gibt, die an ben zurück. Der Alltag kann die Abwesendas Kind erinnern, dann ist das für sie oft so, heit des Kindes dann nochmal besonders als hätte ihr Kind nie existiert.“ Weil nicht alle spürbar machen. Deshalb sei es laut BrioEltern gleich mit dem Tod umgehen, möch- schi und Di Panfilo wichtig, dass es weiterten sich auch nicht alle von ihrem Sternen- hin Räume für die Trauer gibt. Daher gibt kind verabschieden. „Wir wissen aber mitt- es beispielsweise Selbsthilfegruppen. „Dabei lerweile, dass Erinnerungen und eine Verab- handelt es sich um eine offene Gruppe, bei schiedung wichtig für die Verarbeitung sind“, der immer wieder Menschen dazu kommen, erklärt die Hebamme. Es gebe oft schwierige Raum zum Austausch geschaffen wird und Situationen. Ob und wie eine Verabschie- die Betroffenen das Gefühl haben, nicht aldung stattfindet, hängt häufig auch vom so- leine zu sein, so Silvia Di Panfilo. Und: Eine zialen oder kulturellen Kontext ab. „Was man gute Vernetzung zwischen Krankenhaus, immer versucht zu machen, sind eben Fotos Beratungsstellen und wohnortnahen Diensund ein Fußabdruck. Beides kommt in einen ten ist deshalb von besonderer Bedeutung. Umschlag und die Eltern dürfen dann selbst „Nicht alle Betroffenen wissen, wohin sie sich entscheiden, ob und wann sie ihn öffnen wenden sollen, aber es gibt Hebammen, Psymöchten“, so Brioschi. Manchmal schreiben chologi:innen und Familienberatungsstellen“, die Hebammen auch einen kleinen Satz über so Di Panfilo. Die Begleitung dürfe nicht mit das Kind auf. Möglichkeiten und Wege, um dem Krankenhausaufenthalt enden. Die bei-

den Frauen sind auch der Meinung, dass für die Betroffenen aktuell noch etwas Wesentliches fehlt: an einer kompetenten Bezugsperson, die die Familie auffängt, sie durch den weiteren professionellen Begleitungsprozess führt und auch bei der Trauerarbeit unterstützt. Auch Rituale für Zuhause seien wichtig und jede:r kann sein ganz persönliches finden. „Das Kind ist zwar gestorben, aber trotzdem noch in einer bestimmten Form da.“ Hebamme Manuela Brioschi betont außerdem: „Für uns sind auch Kinder, die abgetrieben worden sind, Sternenkinder. Warum auch immer sich eine Frau dazu entschieden hat: Es steckt auch in diesen Fällen immer eine Trauer dahinter, deshalb eerhalten sie die gleiche menschliche, professionelle und kontinuierliche Betreuung, die auch andere Sternenkindmamas bekommen.“ Das Schamgefühl kann bei Frauen, die sich für einen Schwangerschaftsabbruch entschieden haben, besonders groß sein. Umso wichtiger, dass auch diese Frauen professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

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Sternenkindeltern in unserer Gesellschaft

In Italien haben Frauen nach einer Fehlgeburt vor dem 180. Schwangerschaftstag keinen Anspruch auf Mutterschaftsurlaub. Der Schwangerschaftsverlust wird rechtlich als schwangerschaftsbedingte Erkrankung behandelt, die Dauer der Krankschreibung richtet sich demnach nach dem ärztlichen Attest. Ab dem 180. Tag wird der Verlust einer Geburt gleichgestellt und begründet grundsätzlich Anspruch auf Mutterschaftsurlaub – auch bei einer Totgeburt. Eine eigenständige gesetzliche Freistellung zur


TITELTHEMA

gang aussieht, ist sehr individuell. Manche wird – und dass die Gesellschaft den Mut Eltern möchten über ihr verstorbenes Kind aufbringt, über Dinge zu sprechen, die wehsprechen, manche tun sich schwer damit“, tun. Denn nur so kann das Tabu gebrochen weiß Silvia Di Panfilo und ermutigt Betrof- werden. Und nur so haben Johanna, Lisa, fene dazu, selbst auszudrücken, was sie ge- Felix, Lukas, Johannes und all die anderen rade brauchen – und was nicht. „Wir haben Sternenkinder den Platz in dieser Welt, der uns letzthin auch als Familienverband mit ihnen gebührt. Eine Mama von gleich zwei diesem Thema auseinandergesetzt. Mit den Sternenkindern schreibt: „Und wenn wir Resten der Hochzeitskleidern möchte man gefragt werden, wie viele Kinder wir haben, nun auch Sterne nähen, die man bei uns ab- so antworten wir immer mit ,DREI‘. Denn holen kann, um sie einer betroffenen Person wo auch immer Lisa und Felix sind und aus zu schenken – als Zeichen dafür, dass man welchem Grund sie sich auch entschieden an sie denkt und für sie da ist. Wir haben haben, nicht bei uns zu bleiben, sie bleiben gemerkt, dass es Menschen gibt, die einfach für immer unsere besonderen Sterne am einen guten Gedanken schenken möchten.“ Himmelszelt.“ Eine Geste statt Worte, auch das kann helfen. Was sich laut Brioschi und Di Panfilo „Sternenkinder – Bimbi stella“ in Gesprächen mit betroffenen Familien Auf der Website von „Sternenkinder – Bimebenfalls immer wieder herauskristallisiert, bi stella“ finden betroffene Familien und ist, dass es den Familien ein Anliegen ist, ihr Interessierte gebündelt alle Informationen verstorbenes Kind mit seinem Namen anzu- zu Angeboten, Beratungsstellen, Selbsthilfesprechen. Auch die Diagnose – also ob ein gruppen und weiteren UnterstützungsmögFrüh-, Spätabort oder eine Fehlgeburt – soll lichkeiten sowie Erfahrungsberichte einiger nicht im Mittelpunkt stehen. Die Familien Sternenkindeltern: www.sternenkinder.it wünschen sich, dass ihr Kind als eigenständiger Teil ihrer Geschichte wahrgenommen Sarah Meraner

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Bewältigung der Trauer ist jedoch nicht vorgesehen. Damit fehlt eine klare Regelung, die Frauen nach einer Fehlgeburt ausreichend Zeit gibt, um sich körperlich und seelisch zu erholen und den Verlust zu verarbeiten. Und auch die Sensibilisierungsund Öffentlichkeitsarbeit müsste viel größer sein – hier sind politisches Engagement und mehr mediale Aufmerksamkeit gefragt. Aber auch im sozialen Kontext gibt es Aufholbedarf: Obwohl die Trauer jeder Familie ganz individuell ist und jede ihre eigene Geschichte mitbringt, brauchen alle – neben einer kontinuierlichen multiprofessionellen Betreuung, der Fachkompetenz aller im Prozess Beteiligten und der Vermittlung von ausreichenden Informationen – vor allem Sensibilität und Empathie. Dass diese im gesellschaftlichen Kontext häufig fehlt, wissen die meisten betroffenen Eltern. Doch wie geht man als außenstehende Person mit Menschen um, die gerade ein Kind verloren haben? „Die meisten Menschen wissen nicht, ob sie das Thema bei Betroffenen ansprechen sollen oder nicht – aber auch hier gibt es nicht die eine Antwort. Wie der Um-

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LOKALES

570 Sirenen getestet: ZivilschutzProbealarm verläuft reibungslos

©LPA/Maja Clara

Weniger Anrufe bei der 112, funktionierende Warnsysteme und ein erfolgreicher erster Test eines neuen Digitalradio-Warndienstes: Landesweiter Zivilschutz-Probealarm verläuft planmäßig..

Am Dienstag, 13. Oktober, kurz nach 10 Uhr, war in ganz Südtirol das auf- und abschwellende Signal von insgesamt 570 Sirenen zu hören. Eine Minute lang ertönte der Alarm, mit dem die zuständigen Stellen ihre technischen Systeme und organisatorischen Abläufe unter realistischen Bedingungen überprüften. Die Übung fand am internationalen Tag der Katastrophenvorbeugung statt. Für die Verantwortlichen stand dabei nicht nur die Technik im Mittelpunkt: Auch die Informationswege und die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Einsatzund Leitstellen wurden getestet. Deutlich weniger Anrufe bei der 112

Ein positives Zeichen lieferte die Bilanz der Einheitlichen Notrufzentrale. Während des Probealarms gingen dort lediglich 15 Anrufe zum Sirenensignal ein. Im Vorjahr waren es noch 32 gewesen. Der Rückgang deutet dar-

auf hin, dass die Bevölkerung im Vorfeld besser über die Übung informiert war. Damit wurde auch ein wichtiges Ziel des Probealarms erreicht: Die Menschen sollen das Warnsignal kennen und einen tatsächlichen Notfall von einer angekündigten Übung unterscheiden können. Die Übung war kurz vor 10.25 Uhr abgeschlossen. Bereits ab 9.30 Uhr war das Landeslagezentrum besetzt. In der Agentur für Bevölkerungsschutz in Bozen wurden die internen Abläufe durchgespielt; weitere zuständige Stellen waren per Videokonferenz zugeschaltet.

dass die Warnmeldungen über die digitalen Rundfunknetze ohne Verzögerungen ausgestrahlt werden konnten. Der neue Dienst soll die Bevölkerung künftig noch zuverlässiger erreichen. Entsprechend ausgestattete DAB+-Radiogeräte können sich bei einer Warnmeldung automatisch einschalten – sogar dann, wenn sie sich im Standby-Modus befinden. Ein Vorteil der terrestrischen Rundfunknetze: Warninformationen lassen sich verbreiten, ohne dass eine Internetverbindung notwendig ist. Auch die bestehenden Informationskanäle wurden erfolgreich erprobt. Dazu zählen die 23 Hörfunk- und 15 Warnungen auch ohne Fernsehprogramme der RAS, Internet empfangbar das Südtiroler Bürgernetz sowie Besondere Aufmerksamkeit galt Push-Nachrichten über die Apps heuer einem neuen technischen „Wetter Südtirol“ und „Gem2Go“. Baustein: Erstmals wurde der ASA-Warndienst (Automatic Was im Ernstfall Safety Alert) über Digitalradio zu tun ist DAB+ getestet. Die Rundfunk- Der Probealarm soll nicht nur anstalt Südtirol (RAS) bestätigte, die Technik überprüfen, sondern

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auch das richtige Verhalten in einer Gefahrensituation ins Bewusstsein rufen. Bei einem tatsächlichen Zivilschutzalarm gilt es, die offiziellen Informationen aufmerksam zu verfolgen und den Anweisungen der Behörden zu folgen. Diese empfehlen, ein Gebäude aufzusuchen, Fenster und Türen zu schließen, Lüftungsund Klimaanlagen abzuschalten und Radio oder Fernseher einzuschalten. So können weitere Anweisungen möglichst rasch empfangen werden. Die Ergebnisse des Probealarms werden nun ausgewertet. Erkenntnisse daraus sollen helfen, mögliche Schwachstellen zu erkennen und die Abläufe weiter zu verbessern. Das Ziel bleibt, dass im Ernstfall nicht nur die Technik funktioniert, sondern auch die Zusammenarbeit zwischen den Einsatzkräften und die Information der Bevölkerung reibungslos gewährleistet sind. Sarah Meraner


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Adventskalender Aktion für Theater und soziales Engagement.

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Mit dem Adventskalender „LICHTBLICKE“ startet der Theaterbezirk Rosengarten Schlern Ritten eine besondere Aktion für die Vorweihnachtszeit. Der Kalender soll die Vielfalt der örtlichen Theaterlandschaft sichtbar machen und gleichzeitig gemeinnützige Projekte unterstützen. Insgesamt 20 der 23 Mitgliedsbühnen haben sich an der Gemeinschaftsaktion beteiligt. Hinter jedem Türchen verbirgt sich ein QR-Code, der zu einem eigens gestalteten Beitrag einer Bühne führt. Die Beiträge reichen von humorvollen und unterhaltsamen Darbietungen bis hin zu besinnlichen und berührenden Momenten. So begleitet der Kalender durch den Advent und bietet täglich einen kleinen Einblick in die kreative Arbeit der Theatervereine des Bezirks. Gestaltet wurde das Titelbild von Evi Gasser, Illustratorin und Grafikerin aus Kastelruth, die unter anderem durch das „Mein kleines Südtirol Buch“ bekannt ist. Für die grafische Umsetzung zeichnete Dietmar Obkircher verantwortlich. Neben dem kulturellen Aspekt steht auch der soziale Gedanke im Mittel-

punkt der Aktion: Der Reinerlös aus dem Verkauf kommt drei gemeinnützigen Projekten zugute – jeweils einem auf dem Ritten, im Schlerngebiet und im Eggental. Der Adventskalender ist ab November zum Preis von zehn Euro bei den Bühnenvorständen der Mitgliedsbühnen in den drei Teilgebieten erhältlich. Für größere Bestellmengen und weitere Informationen kann der Theaterbezirk unter stv.bez. rosengartenschlernritten@gmail. com kontaktiert werden. Informationen gibt es außerdem über die Instagram- und Facebook-Kanäle des Theaterbezirks. Mit „LICHTBLICKE“ verbindet der Theaterbezirk Rosengarten Schlern Ritten die Arbeit seiner Mitgliedsbühnen mit einem sozialen Anliegen und lädt dazu ein, die Adventszeit mit kleinen Theatermomenten zu bereichern. Er ist außerdem als Dankeschön an das treue Publikum gedacht, an alle Unterstützerinnen und Unterstützer sowie an jene Menschen, die das Theaterleben in den Dörfern begleiten, fördern und lebendig halten. Sarah Meraner

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Spieletage 2026 Rund 500 Karten-, Brett- und Gesellschaftsspiele warten am 14. und 15. November im Kultursaal St. Michael auf kleine und große Spielefans.

St. Michael/Eppan – Zwei Nachmittage ganz im Zeichen des Spielens, Entdeckens und gemeinsamen Erlebens stehen am Samstag, 14. und Sonntag, 15. November 2026, auf dem Programm. An beiden Tagen verwandelt sich der Kultursaal St. Michael jeweils von 14 bis 18 Uhr in einen Treffpunkt für alle, die Freude an Karten-, Brett- und Gesellschaftsspielen haben. Die Spieletage bieten dabei eine Gelegenheit, gemeinsam mit Familie und Freund:innen neue Spiele kennenzulernen, beliebte Klassiker wiederzuentdecken und in geselliger Runde spannende Spielstunden zu verbringen. Die Auswahl kann sich sehen lassen: Rund 500 verschiedene Spiele

stehen den Besucherinnen und Besuchern zur Verfügung. Damit ist für unterschiedliche Altersgruppen und Vorlieben etwas dabei – von bewährten Klassikern bis hin zu abwechslungsreichen Neuheiten. Ob taktisches Geschick, Konzentration, Kreativität oder einfach eine Portion Glück gefragt ist: Die Spieletage laden dazu ein, Neues auszuprobieren und gemeinsam Spaß zu haben. Bauwettbewerb und besondere Spielangebote

Neben dem umfangreichen Spieleangebot sorgen auch mehrere Programmpunkte für Abwechslung. Am Samstag steht ein DOBBLE-Turnier auf dem Programm.

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Bei dem beliebten Reaktions- und Beobachtungsspiel sind schnelle Augen und ein gutes Gespür gefragt. Wer sich mit anderen messen und seine Fähigkeiten unter Beweis stellen möchte, kann sich auf einen unterhaltsamen Wettbewerb freuen. Am Sonntag rückt hingegen die Kreativität in den Mittelpunkt: Beim Kapla-Bauwettbewerb können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit den kleinen Holzplättchen eigene Bauwerke gestalten. Dabei sind Fantasie, Geschick und ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen gefragt. Der Wettbewerb verspricht spannende Ideen und kreative Konstruktionen. Ein weiteres Angebot richtet sich ins-

besondere an Jugendliche und Erwachsene. An beiden Veranstaltungstagen öffnet die sogenannte „Spiel(e)bar“ ihre Türen. Dort können Interessierte anspruchsvollere Spiele kennenlernen und ausprobieren. Das Angebot ergänzt die große Spieleauswahl und richtet sich an alle, die gerne tiefer in die Welt der Brett- und Gesellschaftsspiele eintauchen möchten. Die Spieletage verstehen sich als Treffpunkt für Jung und Alt. Im Mittelpunkt stehen vor allem das gemeinsame Erlebnis, die Begegnung und der Spaß am Miteinander. Der Eintritt ist an beiden Tagen frei. Sarah Meraner


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Lügen haben eine lange Nase Anlässlich des 200. Geburtstages von Autor Carlo Collodi zeigen die Vereinigten Bühnen Bozen den Kinderbuchklassiker „Pinocchio“. Ein Familienstück über das Menschsein.

JA

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HR

© Elisa Cappellari

unverwechselbar machen sollen. Die Bezirkszeitung hat Oliver Mölter zum Zick-Zack-Interview gebeten. Herr Mölter … Was waren die ersten Ideen für die Kostümwelt von Pinocchio? Natürlich die lange Nase und eine kindgerechte Umsetzung. Was muss ein Kostüm können, außer gut auszusehen? Es muss tragbar, haltbar und komfortabel sein. Man darf nicht zu sehr schwitzen. Wie viel darf ein Kostüm über eine Figur verraten, bevor sie überhaupt etwas sagt? Die Figur muss gut wiedererkennbar, einzigartig sein. Die Kinder haben

Pinocchio K

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theater-bozen.it @vereinigtebuehnen_bozen

Was macht Ihnen an Ihrem Job am meisten Spaß? Die Begegnung mit anderen Menschen, mit Künstlern und Künstlerinnen. Und was ist manchmal richtig nervenaufreibend? Der Zeitdruck. Wenn Pinocchio einen einzigen Satz zu Ihrer Arbeit sagen dürfte, welcher wäre das? „Bravo, gut gemacht.“ Am besten selbst überzeugen – nicht nur von den Kostümen, sondern vom kompletten Stück: ab 21. November im Stadttheater Bozen.

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und auf die Stimme des unabhängigen Kindes in uns zu hören, so Thaler. Die zeitgenössische Bühnenfassung des Wiener Theaterduos Nils Strunk und Lukas Schrenk bietet dafür eine liebevolle Grundlage mit charmanten und lustigen italienischen Opernarien sowie Evergreens im Italo-Pop-Stil – und mit einem lebensbejahenden Zugang zur Geschichte und ihren Figuren. Auch Regisseurin Verena Holztrattner feiert das Kindsein mit Humor und Sprachwitz. Und hinter den Kulissen? Dort arbeiten viele kreative Menschen an einer ganz eigenen kleinen Bühnenwelt: Oliver Mölter etwa, der seit 2004 die Kostümabteilung der Vereinigten Bühnen Bozen leitet. Hier entstehen aktuell die von Kostümbildner Michael Lindner entworfenen Kostüme, die Pinocchio und seine Freunde

Was ist der häufigste Satz, den Sie bei Ihrer Arbeit sagen? „Mutig sein. Lasst uns die Herausforderung annehmen.“

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Wenn Sie selbst eine Figur aus „Pinocchio“ sein würden, welche wäre es und warum? Natürlich würde ich Pinocchio sein wollen, weil das die Hauptrolle ist.

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ja bestimmte Erwartungen an das Kostüm, und die muss man erfüllen.

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„Ich will lieber ein Kind sein“, ruft das Holzstück, das Geppetto gerade zu einem Tisch verarbeiten möchte. Also schnitzt Geppetto stattdessen eine Puppe, die er sofort ins Herz schließt. Er nennt sie Pinocchio, bringt ihr das Laufen bei und schickt sie in die Schule. Doch Pinocchios Neugier ist größer als jede Vernunft. Draußen in der Welt begegnet er listigen Füchsen und Katzen und lernt die Tücken der Lüge kennen. Als er sich im Spielzeugland nach seinem Papa sehnt, macht er sich auf die Suche nach ihm. Zum Glück weiß die Fee mit den blauen Haaren, was Pinocchio dafür braucht: Coraggio! Denn Mut kann einen wieder auf den richtigen Weg führen. „Pinocchio wurde vielfach interpretiert – historisch, psychoanalytisch, literaturwissenschaftlich, theologisch und aus vielen weiteren Perspektiven. Natürlich werfen auch wir mit unserer Inszenierung einen neuen Blick auf diesen Kinderbuchklassiker“, sagt Dramaturgin Elisabeth Thaler. „Collodi erinnert uns daran, unser inneres Kind lebendig zu halten und uns nicht mit den scheinbaren Gewissheiten des Erwachsenenlebens zufriedenzugeben.“ Darin stecke eine erstaunlich widerständige Botschaft: frei und neugierig zu bleiben, große Ideale zu haben

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Die erste „Climate Action Autumn School“ Junge Menschen kommen zusammen und diskutieren über gesellschaftspolitische Fragen. Von Freitag, den 2., bis Sonntag, den 4. Oktober, fand in Jenesien im Jungscharhaus in Nobls die erste Climate Action Autumn School statt. Teilnehmende aus verschiedenen Kontexten kamen zusammen, um eine immer relevanter werdende Frage zu diskutieren: Welche Verbindungen bestehen zwischen wachsender Ungleichheit, der Schwächung demokratischer Teilhabe und der Klimakrise? Die Initiative mit dem Titel „Demokratie. Ungleichheit. Klima.“ ist aus dem Wunsch entstanden, diese Themen nicht als getrennte Probleme, sondern als Ausprägungen ein- und desselben Systems zu behandeln. Sich mit den Folgen der Klimakrise auseinanderzusetzen, bedeutet nicht nur, die Auswirkungen auf die natürlichen Ökosysteme zu betrachten, sondern auch, über soziale Gerechtigkeit und Demokratie zu sprechen. Der Klimawandel hat bereits bestehende Ungleichheiten in der Gesellschaft verdeutlicht: Reichtum häuft sich weiterhin in den Händen weni-

ger – häufig derjenigen, die am stärksten zum Klimakollaps beitragen –, während immer mehr Menschen unter zunehmend prekären Bedingungen leben und sich die Anpassung an die Folgen wirtschaftlich nicht leisten können. Dadurch entfernen sich die Entscheidungen, die die gemeinsame Zukunft beeinflussen, immer weiter von den Bürger:innen – was den Aufstieg totalitärer Systeme und autoritä-

ende war zudem Anlass für gemeinsames Engagement und Teilhabe – durch gemeinsames Kochen, Yoga und die Möglichkeit, die Natur des Salten-Plateaus zu erkunden. Aufgrund der großen Beteiligung und Begeisterung entstand die Idee, im Frühling eine zweite Veranstaltung zu organisieren. Dann sollen Strategien vertieft werden, mit denen komplexe Themen wie die Klimakrise wirksam und einladend kommuniziert werden können, und man möchte dem Aufstieg antidemokratischer Institutionen durch stärkere Einbindung der Bürger:innen entgegenwirken. Personen, Vereine und Organisationen, die an diesen Themen interessiert sind, sind eingeladen, Climate Action South Tyrol zu kontaktieren, um zum Aufbau der kommenden Spring School beizutragen. Die Autumn School wurde von Climate Action South Tyrol mit Unterstützung der Autonomen Provinz Bozen organisiert.

rer Antworten auf die Krise begünstigt. Während der Autumn School konnten die Teilnehmenden diese Themen durch Workshops, partizipative Aktivitäten sowie Momente des Austauschs und der Diskussion vertiefen. Schwerpunkte waren der Aufstieg rechter Bewegungen, die Dynamik wirtschaftlicher Ungleichheit sowie Praktiken der gemeinsamen Verwaltung von Gemeingütern. Das Wochen- Sarah Meraner

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Knusprig, würzig und tief in der Südtiroler Tradition verwurzelt Schüttelbrot ist weit mehr als ein klassisches Brot – es ist ein Stück gelebte Alltagskultur. Ob bei der Marende, beim Wandern auf der Alm oder zuhause am Tisch: Seit Generationen begleitet es die Menschen in Südtirol. Jetzt wird diese besondere Qualität auch offiziell anerkannt: Südtiroler Schüttelbrot trägt ab sofort das europäische Qualitätssiegel der geschützten geografischen Angabe (g.g.A.). Mit der Eintragung als g.g.A. wird sichergestellt, dass Schüttelbrot nach klar definierten Kriterien in Südtirol hergestellt wird. Die Herkunft, die traditionelle Verarbeitung und die typische Rezeptur sind damit geschützt – und für Konsumentinnen und Konsumenten klar nachvollziehbar. Das g.g.A.-Symbol auf der Verpackung zeigt, dass

dieses Produkt von Produzenten stammt, die nach dem klassischen Verfahren arbeiten – für transparen-

te Herkunft und gesicherte Qualität. Das stärkt nicht nur die Produzenten vor Ort, sondern bewahrt auch ein wichtiges Stück regionaler Identität. Denn Schüttelbrot steht für mehr als Geschmack: Es verbindet Handwerk, Geschichte und Genuss auf unverwechselbare Weise. Schüttelbrot ist weit mehr als nur ein traditioneller Begleiter der Südtiroler Marende: Es überzeugt ebenso als vielseitige Zutat in neu interpretierten Gerichten. Ob klassisch auf dem Marende-Brettl serviert oder kreativ in warmen Speisen eingesetzt –

Schüttelbrot bringt Charakter auf den Teller und verleiht unterschiedlichsten Kreationen eine besondere Note. Gerade in einer Zeit, in der Herkunft und Qualität zunehmend an Bedeutung gewinnen, setzt das Südtiroler Schüttelbrot g.g.A. ein klares Zeichen. Für Authentizität. Für Transparenz. Und für den Wert regionaler Lebensmittel. Ein vertrautes Produkt – jetzt mit geschützter Herkunftsangabe. Südtiroler Schüttelbrot bleibt, was es immer war: echt, unverwechselbar und typisch Südtirol.

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LOKALES BOZEN

Mit FAI zu verborgenen Schätzen Kapelle stand ursprünglich neben dem Meierhof, der sich im Besitz des Brixner Bistums befand und sie war dem heiligen Ingenuin gewidmet. Einer lokalen Legende zufolge soll der heilige Franziskus in seinen Jugendjahren während eines Besuchs in Bozen mit seinem Vater genau an diesem Ort gebetet haben. Wie aber schaffen es die FAI-Verantwortlichen, immer wieder neue, für viele unden kulturhistorischen Schätzen bekannte kulturelle und kunsthisnahegebracht. Einer der Höhe- torisch bedeutende „Schätze“ zu punkte sei die Besichtigung der heben? Frainer erklärt dazu: „LeiErhardkapelle gewesen, wo die denschaft und Neugierde treiben verschiedenen Malschichten zu uns ständig an, Orte, die wir selbst erkunden waren, die von der Ent- als hochinteressant einstufen, zu wicklung der mittelalterlichen erkunden und deren Geschichte Bozner Kunst zeugen. FAI-Ob- zu erforschen. Da es sich um ganz mann Mirko Frainer (im Bild) besondere Orte handelt – hinter wies zudem auf die faszinierende deren Kulissen meistens selbst Geschichte dieses Ortes hin: Die wir nie gewesen sind, für gewöhn© FAI - Mirko Frainer

Es ist immer wieder erstaunlich, wie es der FAI-Sektion Bozen (Fondo Ambiente Italiano) gelingt, zweimal jährlich – im Frühjahr und im Herbst – für die Öffentlichkeit meist nicht zugängliche Orte aufzuspüren und diese dann im Rahmen von kompetenten Führungen einer interessierten Bevölkerungsschicht vorzustellen. So wurde auch kürzlich, anlässlich des 800-Jährigen Todestages des heiligen Franz von Assisi in die gleichnamige Klosterkirche des Franziskanerordens geladen, wo die Teilnehmenden unter anderem die Möglichkeit hatten, die üblicherweise nur den Mönchen vorbehaltene Erhardkapelle zu besichtigen. Bei den heuer im Oktober stattgefundenen FAIHerbsttagen wurden dabei rund 1200 Besucher:innen Details zu

lich nicht zugänglich sind –, ist es nicht immer einfach, eine Vereinbarung mit den Eigentümern oder Verwaltern zu treffen. Wenn es uns jedoch gelingt, ist es jedes Mal eine große Herausforderung, zugleich aber eine enorme Genugtuung, das Beste daraus zu machen und mitreißende Führungen zu organisieren. Dahinter steckt eine akribische Teamarbeit mit über 50 ehrenamtlichen Mitarbeitenden, die für Aufsicht, Empfang, Führungen und Spendensammlung zuständig sind – eine große, aufwändige und bestens eingespielte Organisationsmaschine, die auch die Besitzer der geöffneten Kleinodien immer wieder überrascht und begeistert. Darauf sind wir besonders stolz.“ Karl Psenner

BOZEN

Oberschüler im Pippo.chill Nun hat er wieder geöffnet, der Treffpunkt im Bozner Petrarcapark, wo sich insbesondere Oberschüler:innen der nahegelegenen Schulen während der Mittagspause treffen können. Von Montag bis Donnerstag, jeweils von 12.30 bis 15 Uhr, können die jungen Leute zur Überbrückung bis zum Nachmittagsunterricht in einem geschützten Raum bzw. Rückzugsort ihr mitgebrachtes Essen aufwärmen, sich unterhalten und sich auch auf den Unterricht vorbereiten. Die dort anwesenden Jugendarbeiter:innen sind erste Ansprechpersonen der Schüler:innen und sie kümmern sich demzufolge um deren Anliegen. Die Zusammenarbeit erfolgt gemeinsam zwischen Pippo.chill und Arci Ragazzi. Die Zahlen des vergangenen Jahres sprechen

einen der Jugendlichen kurz interviewen. Kevin ist 17 Jahre alt und besucht die vierte Klasse des „Galileo Galilei“ (Istituto Tecnico Tecnologico). Von der Jugendeinrichtung Pippo.chill habe er von einem Freund erfahren, der ehrenamtlich dort seinen Dienst verrichtet. „Mir hat es auf Anhieb gut gefallen, die Menschen dort, die Ausstattung, das Ambiente. Ich hatte also einen sehr positieigentlich schon für sich: Insge- ven Eindruck bekommen.“ Am samt wurden mehr als 2500 „be- besten habe ihm dabei gefallen, gleitete“ Besuche bei Pippo.chill dass die Jugendbetreuer:innen gezählt, davon waren rund drei sehr hohe Kompetenz aufweisen Viertel junge Männer, das restli- würden, „sie können die jungen che Viertel junge Frauen. Die Al- Menschen gut begleiten und auf tersgruppe, die diesen Dienst am sie entsprechend eingehen ihre stärksten in Anspruch genom- Anliegen abwägen und bespremen hatte, war jene der 16- bis chen. In der Zwischenzeit bin ich 19-Jährigen mit rund 85 Prozent. als Volontär auch dort beschäfDie Bezirkszeitung konnte auch tigt und ich kann somit anderen

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helfen, ihnen zur Hand gehen, sie unterstützen.“ Gäbe es aber trotz der vielen positiven Dinge und Erfahrungen, die Kevin bereits gemacht hat, irgendetwas zu verbessern oder zu ergänzen? Hier muss Kevin schon lange überlegen, denn „mir gefällt eigentlich alles, was so hier im Pippo.chill abläuft. Das einzige, was mir jetzt spontan einfällt, ist die große Hitze im Inneren des Raumes, vielleicht könnte man hier ein wenig Abhilfe schaffen.“ Übrigens, zu Pippo.chill gesellen sich noch Pippo.stawo und zahlreiche Events, die an den Wochenenden veranstaltet werden. Nähere Informationen sind über die Webseite des Jugendzentrums vwww.pappera.net abrufbar. Karl Psenner


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LOKALES TRAMIN

Mehrgenerationenhaus ist nun Wirklichkeit Mit einer schönen Feier wurde kürzlich in Tramin in der Mindelheimerstraße das neue Mehrgenerationenhaus offiziell eröffnet und von Pfarrer Josef Augsten gesegnet. In seiner Rede verwies Bürgermeister Wolfgang Oberhofer auf die Bedeutung der Einrichtung für die Gemeinde: „Heute beginnt ein völlig neues Kapitel für unsere Dorfgemeinschaft, werden doch mit dieser Einrichtung mehrere Generationen zusammengeführt.“ In einer herausfordernden und intensiven Bauphase entstand ein Neubau mit über 4.240 Kubikmetern. Dieser beherbergt alle Lebensphasen. Die Kleinsten verfügen nun über Räume der Kita und des erweiterten Kindergartens sowie das Elki. Jugend und Senior:innen rücken zusammen. Beide nutzen gemeinsam einen Begegnungsraum, der vom Jugenddienst Unterland betreut wird und außerhalb der normalen Zeiten auch von den Traminer Vereinen besucht werden kann. Der Bürgermeister ging auch auf die Finanzierung des Bauvorhabens ein, das insgesamt fünf Millionen Euro zu Buche schlug. So konnten ein Drittel der Kosten über die europäische und

staatliche PNRR-Ausschreibung abgedeckt werden. Das Land steuerte ein weiteres Drittel bei. Das letzte hat die Marktgemeinde aus Eigenmitteln gestemmt, unter anderem mit einem langfristigen Darlehen der Depositenbank in Rom in Höhe von 810.000 Euro. Oberhofer lobte die Gemeindeverwaltung. „Ein solches Großprojekt unter den strengen PNRR-Auflagen umzusetzen, hat unserer Gemeindeverwaltung alles abverlangt“, sagte Oberhofer und fügte hinzu: „Der enge Zeitrahmen, der bürokratische Druck

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füllen. Im Namen der Planer und Techniker richtete Architekt Peter Zoderer einige Grußworte an die Festversammlung. Anschließend kamen die Vertreter:innen der Nutzergruppen des Hauses zu Wort. So hielten Richard Stampfl (Tagesmütter), Evelyn Holzer (Kindergarten), Michael Nussbaumer und Julian Amort (beide Jugenddienst Unterland) und Brigitte Rellich (Verein „miar Traminer:innen 60 plus“) kurze Ansprachen. Die Feier wurde von den musikalischen Einlagen der Band Eversound und von den Tänzen der Kindergartenkinder aufgelockert. Pfarrer Josef Augsten segnete die neue Einrichtung. „Es ist toll, dass hier in diesem neuen Haus alle Generationen vertreten sind“, sagte der Pfarrer. Nach den Ansprachen konnten die vielen Traminerinnen und Traminer, die zur Feier gekommen waren, die neuen Räume besichtigen. Eversound spielte noch einige Lieder; dann klang die Feier mit einem Umtrunk und, wie es sich für Tramin gehört, mit einem geselligen Beisammensein aus.

und die technische Abwicklung waren eine echte Herkulesaufgabe“. Landeshauptmann Arno Kompatscher dankte in seiner Festrede der Gemeinde Tramin für die Idee, ein Mehrgenerationenhaus zu verwirklichen. Die Steuergelder der Bürger:innen, die damit den Bau finanziert haben, sei gut investiert worden. Er lobte die Gemeindeverwaltung für die Inanspruchnahme der PNN-Gelder. Das sei mit großem organisatorischen Aufwand verbunden. Nun sei es wichtig, die Räume mit Leben und Freude zu Remo Demanega

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Vier Pfarreien, eine gemeinsame Feier „Mir fehlen die Worte“, sagte Pfarrer Pierluigi Tosi. Anlässlich seines 70. Geburtstages zelebrierte er in der Salurner Pfarrkirche eine Festmesse. Die Überraschung war groß: Sämtliche musikalischen Vereine der von ihm betreuten Pfarreien hatten sich eingefunden, um gemeinsam die Messe zu gestalten. Für die Pfarrei Salurn wirkten die Musikkapelle Salurn unter der Leitung von Kapellmeister Christian Eccli sowie die beiden Kirchenchöre, die von Walter Cristofoletti und Jessica Nardon dirigiert wurden. Laag war mit dem Kirchenchor unter der Leitung von Elisabeth Girardi vertreten. Nora Ceolan führte hingegen den Kirchenchor Betania aus Buchholz an. Die Singgruppe Gfrill, in der auch Bürgermeister Roland Lazzeri als

Kantor mitwirkte, trat unter der Leitung von Stephanie Hofer auf. Seit mehr als einem halben Jahr hatten die Chöre mit mehr als hundert Interpret:innen die Werke geprobt: Zuerst einzeln, zuletzt fünfmal gemeinsam, um eine musikalische Einheit zu bilden. Den krönenden Abschluss der Festmesse bildete das Werk Laudate

nehmen“, sagte er. Bürgermeister Roland Lazzeri überbrachte die Glückwünsche der Gemeinde und wünschte dem Gefeierten weiterhin ein gutes Wirken und viel Gesundheit. Während der Messe erinnerte der Pfarrer an den allzu früh verstorbenen Kantor des Kirchenchores Filippo Stimpfl. Unterstützt wurde die Organisation der Festmesse von der Raiffeisenkasse Salurn und vom Verein „Salurn Aktiv“. Eine Überraschung gab es auch nach der Messe. So spielte die Musikkapelle ein Ständchen, dann folgte ein Umtrunk. Den Wein dazu hatten die Salurner Kellereien gespendet. Die Leckereien hatte hingegen der Konsumverein besorgt.

Dominum von Antonio Vivaldi. Pfarrer Tosi dankte für die gelungene Überraschung. Es sei für ihn eine große Freude, dass eigens für die Messe Chöre und Musikkapelle eine Einheit gebildet haben. Er sei eben „ein glücklicher Pfarrer“ . Wichtig sei laut Pfarrer Tosi der Glauben an Gott. „Lassen wir uns die Freude daran nicht Remo Demanega

SALURN

Die bewegte Geschichte der Haderburg Der Professor und Historiker Walter Landi hielt kürzlich im großen Saal der Jugendgruppe Salurn einen Vortrag über die Geschichte Salurns und der Haderburg. Dazu eingeladen hatte der Verein Haderburg.Klick!. Vereinsobmann Kurt Gasser verwies in seiner Begrüßung auf die Ziele des Vereins. Man setze sich ein, die kulturelle Tätigkeit auf der Haderburg zu fördern und im Allgemeinen zum Image und zur Belebung der Burg beizutragen. Landi befasste sich mit der Geschichte von Salurn und des Unterlandes in der Zeit zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert. Zwei Familien prägten die bewegte Geschichte der Gemeinde und somit der Haderburg: Die Rupertiner von Salurn und die Gra-

landiner. Die Rupertiner, die aus Bayern stammten, besaßen in Salurn und im Trentino große Liegenschaften. Mit dem Erlöschen im Jahre 1221 der Rupertiner im Mannesstamme übertrug Graf Albert III. von Tirol Burg und Herrschaft an die Gralandiner. Diese traten ihrerseits 1284 die

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das die Gralandiner von Salurn zu führen pflegten. 1316 gehörte es nämlich einem gleichnamigen Geschlechts, das zu Beginn des 14. Jahrhunderts Burgen in Kärnten und das tirolische Gericht Stein unter Lebenberg bei Tscherms besaß. Der interessante Vortrag, der von rund 80 Personen besucht wurde, ging fast zwei Stunden. Im kommenden Jahr soll ein weiterer Vortrag zur Haderburg organisiert werden. Darin wird die Geschichte ab 1284 erläutert. Zum Abschluss dankte Michele Girardi im Namen von Haderburg.Klick! der Gemeinde und dem Bildungsausschuss für die Unterstützung und lud zu einem Umtrunk ein.

Rechte an der Burg an die Grafen von Tirol ab. In Erinnerung daran, schmückt sich seit 1971 die Gemeinde Salurn mit dem Wappen der Gralandiner, wie es diesen zu Beginn des 19. Jahrhunderts zugeschrieben wurde. Das Kuriose: Das Wappen der Gemeinde spiegelt keinesfalls jenes wider, Remo Demanega


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Bauarbeiten in der Industriezone Bozen In der Industriezone Bozen beginnen die Arbeiten für die nächste Bauphase des neuen Unterführung-Kreisverkehrs an der Kreuzung Galvanistraße, Musystraße und Einsteinstraße. Das Projekt ist Teil der umfassenden Maßnahmen zur Neuorganisation und Verbesserung des Verkehrsflusses in Bozen Süd. Es bringt Änderungen der Verkehrsführung im Bereich mit sich, was zu den Stoßzeiten zwangsläufig Auswirkungen auf den lokalen Verkehr sowie auf die Pendler:innen aus dem Unterland hat. Mit der Maßnahme sollen die Verkehrsströme an einem der wichtigsten Zufahrtsknoten zur Stadt und zum Industriegebiet neu geordnet werden, um langfristig mehr

Sicherheit und einen besseren Verkehrsfluss zu gewährleisten. Während der Bauarbeiten wird die Leistungsfähigkeit der Fahrspuren vorübergehend eingeschränkt, weshalb insbesondere zu den Hauptverkehrszeiten mit Verzögerungen zu rechnen ist. Um die Unannehmlichkeiten zu lindern und die Zufahrtsstraßen in die Landeshauptstadt zu entlasten, richtet die Gemeindeverwaltung Leifers einen Appell an alle Bürgerinnen, Bürger und Beschäftigten, die täglich in die Bozner Industriezone pendeln. Wo immer möglich, wird empfohlen, für Fahrten nach Bozen auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. Autofahrerinnen und Autofahrern sowie Lenkerinnen und Lenkern von

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Nutzfahrzeugen mit Ziel Industriezone wird empfohlen, für Fahrten ausreichend Zeit einzuplanen und nach Möglichkeit Stoßzeiten zu vermeiden. Außerdem sollte man sich vor der Fahrt über die Verkehrslage-Kanäle informieren und eventuell alternative Zufahrtswege nach Bozen wählen, sofern keine direkte Durchfahrtüber den Knotenpunkt Galvanstraße/Einsteinstraße erforderlich ist.

eine gebührenfreie Fahrt auf der A22 im Abschnitt zwischen den Mautstellen Neumarkt/ Auer und Bozen Nord (gilt auch bei Durchfahrt der Mautstelle Bozen Süd, sofern zwischen zwei dieser Mautstellen gefahren wird). Die Gültigkeitszeiten beziehen sich von Montag bis Freitag (ausgenommen Feiertage) auf die gewöhnlichen Hauptverkehrszeiten der Pendlerinnen und Pendler, nämlich morgens von 6–9 Uhr sowie nachmittags von 16–19 Uhr. Alternative für Pendlerinnen und Pendler: Kostenlo- Die Vergünstigung gilt bis zum ser Urban Pass auf der A22 31. Mai 2027 für Inhaber:innen Zur Entlastung der regulären eines aktiven Telepass- oder Straßenverbindungen nach Bo- vergleichbaren Mautsystems, zen Süd und in die Industrie- die über die entsprechenden zone werden Arbeitnehmende Portale der Brennerautobahn sowie Pendler:innen aus dem AG oder anderer zugelassener Unterland an die Vergünsti- Anbieter registriert sind. gungen des Urban Pass auf der Autobahn A22 erinnert: Es gibt Sarah Meraner

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Ein besonderer Ohrenschmaus Andrea Mairhofer und Katharina Thöni interpretieren Werke bekannter Komponisten im Vereinshaus in Oberbozen

Eingefädelt hatte diesen Konzertgenuss der Oberbozner Musiker Paul Bozzetta, dem es gelungen ist, dass diese beiden Künstlerinnen unlängst hier am Ritten auftreten konnten. Ein zahlreiches Publikum bedachte die auf hohem Niveau dargebotenen Musikstücke für Flöte (Mairhofer) und Klavier (Thöni) mit langanhaltendem Applaus. Die Bezirkszeitung hat den jungen Interpretinnen ein paar Fragen gestellt.

das Instrument bei einer Musikkapelle und war sofort von seinem Klang fasziniert. Damals stand für mich die Wahl zwischen Harfe und Querflöte. Letztendlich hat mich die Flöte mit ihrem wunderschönen, vielseitigen Klang noch mehr begeistert und hat mich schließlich zu meinem Beruf geführt.

Stärken entdecken und ihre Begeisterung für die Musik fördern. Der Austausch mit den Schülerinnen und Schülern ist für mich immer wieder inspirierend. Konzertieren und Unterrichten ergänzen sich dabei wunderbar.

Nach welchen Kriterien haben Sie die Komponisten ausgewählt bzw. die Stückwahl getroffen? Sie sind neben Ihren Auftritten als Bei der Zusammenstellung des Flötistin auch unterrichtend und Programms war es uns wichtig, als Dozentin tätig. Was reizt Sie einen musikalischen Bogen zu Frau Mairhofer, wie hat Ihre „mu- hier besonders? schaffen, der das Publikum auf sikalische Welt“, die Liebe zu Ih- Neben meiner Konzerttätigkeit eine Reise durch die Märchenrem Instrument, begonnen? ist mir auch das Unterrichten ein und Wasserwelt begleitet und Meine Begeisterung für die Quer- großes Anliegen. Hier kann ich dabei Themen wie Natur, Sehnflöte begann schon sehr früh. Mit junge Menschen auf ihrem mu- sucht und Verwandlung aufgreift. etwa fünf Jahren entdeckte ich sikalischen Weg begleiten, ihre Besonders deutlich wird dies in

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Carl Reineckes Undine-Sonate, die gewissermaßen das Herzstück des Programms bildet. Es ist faszinierend, wie Musik ohne Worte Bilder, Stimmungen und Geschichten entstehen lassen kann. Gleichzeitig bietet das Programm die Möglichkeit, die enorme klangliche und expressive Vielfalt der Querflöte im Zusammenspiel mit dem Klavier zu zeigen – von zarten, schwebenden Klängen bis hin zu großer Virtuosität und dramatischer Intensität. Frau Thöni, Sie sind lange schon als Pianistin erfolgreich. Wie hat alles angefangen? Meine musikalische Laufbahn begann als Kleinkind in Öster-


LOKALES

reich, als mich mein Onkel in die musikalische Früherziehung mitnahm. Nach dem Umzug in den Vinschgau ging es dort in der Musikschule weiter, wo ich zuerst singen, Flöte spielen und schließlich Klavier spielen durfte. Die Kammermusik und die Liebe zum gemeinsamen Musizieren zieht sich seitdem wie ein roter Faden durch mein Leben.

rument gefunden wurde und nun endlich Bühnenerfahrung sammeln darf.

Was hat Sie bei der Stückauswahl besonders gereizt, beispielsweise bei Schuberts „Trockne Blumen“? In unserem Programm dreht sich alles um Wassergeister und Metamorphosen, um die Liebe, die entdeckt und verloren wird. Auch wenn sie schwindet hat jedes Ende Das Klavier hier im Vereinshaus doch auch einen Zauber inne, der in Oberbozen stammt aus Gera in der Musik nachklingen darf. und ist erst vor wenigen Jahren Die Variationen über das Gedicht neu renoviert worden. Wie komvon Wilhelm Müllers „Trockene men Sie damit zurecht? Blumen“ sind ein wunderschönes, Es ist ein altes Instrument und hochvirtuoses Werk, in welchem unterscheidet sich klanglich und Das Nocturne klang auf einmal ance – eine Überraschung. Es war sowohl Flöte als auch Klavier auf von der Tragkraft des Tones her magisch: weiche, feine, perlende wunderbar in der angenehmen ihre Kosten kommen. Es bot sich sehr von neuen Instrumenten. Klänge in der Höhe. Das linke Atmosphäre des Vereinssaales thematisch wunderbar als AbMich haben besonders die Vielfalt Pedal (das den Klang ein wenig und auf diesem schönen Instru- schluss unseres Programmes an. und die farblichen Möglichkei- dämpft) gab dem Ton nochmals ment gemeinsam zu musizieren. ten im Zusammenspiel fasziniert. eine sehr besondere warme Nu- Ein Glücksgriff, dass dieses Inst- Karl Psenner

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NaveS eröffnet 22. Filiale in Tiers Tiers, 8. Oktober 2026 – Die Nahversorgungsgenossenschaft Südtirol (NaveS) erweitert ihr Filialnetz auf 22 Standorte und eröffnet eine neue Filiale in der St. Georgstraße 63 in Tiers. Nachdem das Geschäft der Familie Pircher im Jänner geschlossen wurde, übernimmt NaveS das neu renovierte Geschäft und sichert

damit die Nahversorgung vor Ort. Gerade in kleineren Berggemeinden wie Tiers, auf 1.028

Metern Meereshöhe, ist eine Einkaufsmöglichkeit im Dorf von besonderer Bedeutung. NaveSPräsident Georg Mayr bedankt sich herzlich bei der Familie Pircher für das Vertrauen und die Möglichkeit, das Geschäft zu übernehmen. „Es freut uns, die Nahversorgung in Tiers fortführen und den Menschen wieder eine

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Einkaufsmöglichkeit direkt im Dorf bieten zu können.“ Seit 2011 setzt sich NaveS für die Nahversorgung in ländlichen Gebieten, regionale Produkte und die Stärkung lokaler Wirtschaftskreisläufe ein. Mit der neuen Filiale unterstreicht die Genossenschaft ihr Engagement für lebendige Dörfer und eine verlässliche Versorgung vor Ort.


GRIES/GUNTSCHNA

Zwischen Schein und Sein Allerheiligen liegt gerade hinter uns. Die Friedhöfe in unseren Dörfern leuchteten in herbstlicher Pracht, die Gräber frisch geschmückt, die Familien versammelt. Es ist ein Bild tief verwurzelter Südtiroler Tradition. Doch wer genau hinschaut, bemerkt die Risse in dieser vermeintlich heilen Welt. Unsere Bestattungskultur befindet sich in einem tiefen, oft widersprüchlichen Wandel, der Fragen nach Ehrlichkeit und Dekadenz aufwirft. Es ist eine paradoxe Realität: Auf dem Papier sind wir katholisch, getauft und traditionsbewusst. Doch die Kirchenbänke bleiben sonntags leer. Der Glaube wird für viele erst zu Ostern, Weihnachten oder eben im Ernstfall reaktiviert – dann aber mit maximalem Aufwand. Stirbt ein Angehöriger, muss es plötzlich das volle Programm sein: mehrere Priester, feierliche Prozessionen zum Friedhof, traditionelle Musikbegleitung und seitenlange Traueranzeigen in den Zeitungen. Dieser Drang, nach außen hin eine makellose, christliche Fassade zu wahren, während die innere Überzeugung längst fehlt, hat bittere Züge von gesellschaftlicher Inszenierung. Wie rasant sich die Traditionen verschieben, zeigt der Blick zurück: Erst vor rund 30 Jahren wurde die Feuerbestattung von der katholischen Kirche zögerlich geduldet. Heute ist die Urne im bis dato erzkonservativen Südtirol Normalität. Doch nun drängt die nächste Debatte in den öffentlichen Raum, die viele als dekadenten Tabubruch empfinden: der Wunsch, Haustiere – ob eingeäschert oder nicht – im gemeinsamen Grab mit ihren Besitzern zu bestatten. Für die einen ist das Haustier ein vollwertiges Familienmitglied, für die anderen die finale Profanierung geweihter Erde. Wenn der treue Vierbeiner denselben Stellenwert einnimmt wie der Mitmensch, berührt das das Fundament unseres christlichen Menschenbildes. Der Friedhof droht vom Ort der Hoffnung auf Auferstehung zum Schauplatz persönlicher Befindlichkeiten zu werden. Wir müssen uns fragen: Wo verläuft die Grenze zwischen moderner Pietät und egoistischer Traditionspflege? Ein ehrlicher Blick auf unsere eigenen Werte täte uns wohl not, meint Ihr Walter J. Werth

Tobi (Tobias) Gasser

Der 25-Jährige studiert Maschinenbau an der TU Wien, wo es ihm gut gefällt. Sein Herz hängt aber am elterlichen Ortrieglerhof in Guntschna, dort fühlt er sich wirklich zuhause. Geboren wurde Tobi (Taufname Tobias) in Bozen und er ist am Ortrieglerhof auf Guntschna oberhalb von Gries bei seinen Eltern und mit zwei Geschwistern aufgewachsen. Nach den Pflichtschulen maturierte Tobi an der TFO „Max Valier“ (ehemalige Gewerbeoberschule). Erste Arbeitserfahrungen machte er zuerst am Heimathof, aber auch bei Verwandten, beispielsweise während der Coronapandemie. An der Technischen Universität in Wien schloss Tobi sein Bachelor-Studium ab, derzeit ist er beim Master. Was reizt aber einen jungen Maschinenbau-Studenten, zu seinen elterlichen Hof zurückzukehren? „Nun, in meiner Zeit als Oberschüler bin ich mit dem Hof, vor allem mit dem Leben in den Weinbergen, immer stärker zusammengewachsen. Wir haben aber eine relativ kleine Anbaufläche, so dass es auch ökonomisch nicht leicht sein würde, künftig zu zweit, also mit meinem Vater, den Hof zu bewirtschaften.

Meine Mama hat mir weiters geraten, zusätzliche Erfahrungen zu sammeln und so habe ich ein Hochschulstudium, das mich interessiert hat, aufgenommen. Und diese Entscheidung war richtig.“ Auch von der „heilen“ Welt wegzukommen und ein bisschen selbständiger zu werden, habe ihm gutgetan, sagt Tobi. Zu Beginn seines Studiums sei er über die viele graue Theorie schon enttäuscht gewesen, das praktische Rüstzeug fehlte einfach. „Inzwischen habe ich mich aber gut eingelebt und ich bin im Nebenjob als technischer Zeichner unterwegs.“ Was bedeutet das aber, erdig, von klein auf mit Grund und Boden verwurzelt zu sein, mit der Natur zu wirtschaften ohne Garantie auf ein angemessenes Einkommen? „Die Arbeit am Hof, unter freiem Himmel im Einklang mit der Natur zu sein, das hat mir immer schon gefallen. Allerdings habe ich mir auch die Frage gestellt, was passiert, wenn der Absatz stagniert oder gar sinkt, die Preise ebenso. Ist es dann noch lukrativ oder überwiegt die Passion, die Unabhängigkeit?“ Für Tobi ist es nicht ein entweder oder, sondern er möchte das eine mit


© Mirko Strozzega

PORTRÄT

dem anderen vereinbaren können. Also zum einen Weinbauer am eigenen Hof und zum anderen in der Maschinenbaubranche tätig zu sein. Als Landwirt hat Tobi immer wieder mit allerhand Maschinen und Geräten zu tun. Über eine so genannte Lieblingsmaschine, die ihn bei der Arbeit in den Weinbergen sehr unterstützt, erzählt er: „Ja, das stimmt. Es handelt sich hier um ein Raupengerät,

das mit einer Ladefläche ausgestattet ist. Es eignet sich gerade für uns sehr gut, denn wir haben steile und schmale Weinberge, die für einen Traktor nicht befahrbar sind. Eine weitere wichtige Funktion stellt noch das Spritzen mit dem Panzen dar.“ Was hält aber Tobi konkret auf „seinem“ Ortrieglerhof? „In Wien gefällt es mir ja inzwischen gut, ich bin rückblickend froh, diese weltof-

fene Metropole näher kennengelernt zu haben. Aber mir fehlt der Blick ins Weite, das Panorama ist bei uns einfach anders. Wir sind hier vor allem vom Wetter verwöhnt und es gefällt mir dabei immer besser. Auch schätze ich, zu Hause einen gewissen Komfort, liebe Menschen in meiner Umgebung würde ich natürlich sehr vermissen.“ Wie schaut’s mit Hobbys aus? Tobi beschäftigt sich

leidenschaftlich gern mit älteren Motocross-Maschinen, weniger zum Fahren, vielmehr zum Herumwerken. Und er skatet auch öfters. Tobi war zudem kurz bei der Bürgerkapelle Gries, von der Grund- bis zur Oberschule bei der Katholischen Jungschar und einige Zeit Ministrant, immer in Gries. Karl Psenner

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BOZEN

Wirtschaftswitz Kommt ein Mann in eine Bar und sagt zum Wirt: „Ich erzähl Dir jetzt den größten Witz aller Zeiten“, und der Wirt sagt „Da bin ich ja mal gespannt.“ Darauf der Mann: „Also, Macron, Merz, Trump und Putin treffen sich am Sitz der UNO…hahaha…“ Meint der Wirt: Ja, und weiter?“ Darauf der Mann: „Wieso weiter? Dass solche Gestalten die Weltpolitik bestimmen ist doch wohl der größte Witz, oder?“ Aber Spaß beiseite…oder auch nicht. Wenn Unruhen und Plünderungen in der westlichen Welt das Bild der Nachrichten bestimmen, dann müsste man sich als Regierung eigentlich nach dem „Warum?“ fragen, und nicht über Verschärfung von Gesetzen und Kontrollen nachdenken. Ich darf hier anmerken, dass ich in dieser Kolumne schon im Jahr 2015 vor Gewalt auf den Straßen gewarnt hatte, sollte die Politik nicht endlich einen Richtungsschwenk vollführen. Warum? Weil unsere Oberen halt nun mal, ob sie es wollen oder nicht, eine Vorbildfunktion fürs Volk haben. Nun werden sie sagen, „Ja, aber Macron, Merz und Kumpanen zeihen doch nicht marodierend durch die Straßen!“ Das ist richtig, aber seit mittlerweile Jahrzehnten bedienen sich verschiedenste Politikakteure schamlos an den Staatskassen, wenn es darum geht, ihre großen Interessengruppen zu füttern und bereichern. Was eben zur Folge hat, dass kein Geld für die eigentlichen Aufgaben des Staates übrig bleibt: Sanität, Bildung, Infrastruktur gehen in der Folge den Bach runter. Die Zukunftsaussichten vor allem für die jungen Bevölkerungsschichten werden düster, und man darf sich nicht wundern, wenn auch das Volk sich dann irgendwann einfach das nimmt, was es will. Wie wäre es, wenn besonders die europäische Politik wieder zeigen würde, dass sie sich wirklich um das gesamte Volk kümmert, und nicht nur um ein paar Wirtschaftsauserwählte? Was heißen würde, vorrangig die politischen Hausaufgaben erledigen (Bildung, Sanität, Infrastruktur), und dann den auf Wirtschaftsgiganten zugeschnittenen, überbordenden Regulierungsapparat zumindest für die KMU’s zurückzuschrauben, damit die kleinen und mittleren Betriebe wieder wirtschaftlich arbeiten können. Robert Adami

Zum Jubiläum ein Rekord

„Für uns als mitveranstaltende Gemeinde war der heurige Radtag ein voller Erfolg. Immerhin beteiligten sich daran rund 6600 Radler aus allen Stadtvierteln sowie von außerhalb und sie konnten sich über weitgehend autofreie Straßen und Plätze freuen“, betont Mobilitätsstadträtin Johanna Ramoser. Es gehe auch darum, ein „Zeichen für die nachhaltige Mobilität zu setzen“, fügt Ramoser hinzu. Bekanntlich wird in Bozen einmal jährlich der Großteil der Stadt für den motorisierten Verkehr gesperrt, so dass die Radfahrende und Fußgänger:innen sich „frei“ bewegen können. Lediglich einzelne Verbindungsstraßen bzw. Korridore wie beispielsweise die Fagen- und die Vittorio-Veneto-Straße bis zum Landeskrankenhaus konnten von Autos genutzt werden. Als Organisator des 30. Bozner Radtages, der am 27. September abgehalten wurde, fungierte das erwähnte Referat für Mobilität der Stadtgemeinde, welches zusammen mit dem Verein UISP Bolzano/Bozen und den fünf Bürgerzentren für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung sorgte. Die Stadtrundfahrt und der Stadtviertelwett-

kampf gehörten auch bei der 30. Auflage zu den wichtigen Pfeilern der Veranstaltung. Bei der Stadtrundfahrt konnten sich die Teilnehmenden an einem der Startpunkte (Firmian- oder Herzogspark, Matteotti-, St.-Vigil- oder Waltherplatz) anmelden, wo sie eine Stempelkarte, die an den vorgesehenen Kontrollpunkten abgestempelt werden musste. Bei Abgabe der vollständigen Karte am Festplatz auf den Talferwiesen erhielt der Radler, die Radlerin, ein T-Shirt als „Belohnung.“ Zusätzlich gab’s ein Los für die Teilnahme an einer Lotterie, bei der auch Fahrräder zu gewinnen waren. Wie läuft aber der Stadtviertelwettkampf konkret ab? Hier geht es um den begehrten Wanderpokal, den jenes Stadtviertel erhält, welches die meisten Teilnehmenden für sich verbuchen kann. Ausschlaggebend ist dabei der Wohnsitz des Radlers, der Radlerin, und natürlich ist ein entsprechender Stempel bei der Rundfahrt erforderlich. Hier hatte Europa-Neustift die Nase vorn, und zwar deshalb, weil es im Verhältnis zur Einwohnerzahl am meisten Teilnehmende aufweisen konnte. Aus Gries-Quirein kamen zwar mehr als dop-


LOKALES

pelt so viel Radler:innen, es ist aber auch der einwohnerstärkste Stadtteil Bozens. Wichtig ist aber nach wie vor die Teilnahme, der Spaß beim Radfahren und die Unterhaltung beim Rahmenprogramm auf den Talferwiesen. Da gab es auch heuer wieder einiges: Neben musikalischen Auftritten und anderen Aufführungen konnte man bei den Werkstätten sein Rad auf „Herz und Nieren“ überprüfen lassen, was auch viele gerne in Anspruch nahmen. Aber das war noch nicht alles: Gesehen wurden Straßenkünstler, eine Seifenblasen-Show, ein Krankenhaus für Kuscheltiere, cherflohmarkt der Stadtbiblio- teilen wurde den Radler:innen so Kinderschminken, ein Infostand thek und eine Verpflegungssta- einiges geboten: Im Firmianpark von Streetwork Bozen, ein Bü- tion. Aber auch in anderen Stadt- gab es beispielsweise Live-Mu-

sik, Akrobaten traten auf, Im Herzogspark hingegen konnte man das Jonglieren üben, verschiedene Sportarten ausprobieren und sich bei den Infoständen der Vereine kundig machen. Am Matteottiplatz stand die Sicherheit im Straßenverkehr und die Erste-Hilfe-Leistung im Vordergrund, am St.-Vigil-Platz konnte Spielzeug von „Anno Schnee“ bestaunt werden und man konnte sich beim Schachspiel messen. Der Waltherplatz wartete schließlich mit einer gelungenen Fotoausstellung auf, wo Bilder der vergangenen Bozner Radtage gezeigt wurden. Karl Psenner

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GENUSS

Kastanien-Kartoffel-Gulasch Ein cremiges Edelkastanien-Kartoffel-Gulasch, das perfekt als herzhafter Eintopf für 4 Personen passt. Durch die vorgekochten „Keschtn“ steht das Gericht schnell auf dem Tisch. Zutaten (für 4 Portionen) 350 g vorgekochte Edelkastanien (Hälfte grob zerdrückt, Hälfte ganz lassen) 800 g festkochende Kartoffeln (geschält, in 2 cm große Würfel geschnitten) 2 Stück Zwiebeln, fein gewürfelt 2 Knoblauchzehen fein gehackt 1,5 EL Tomatenmark 2 TL Paprikapulver edelsüß 800 ml Gemüsebrühe heiß 150 ml Sahne (für die Cremigkeit) 2 EL Butter oder Olivenöl zum Anbraten 1 Lorbeerblatt, Salz, Pfeffer, frische Petersilie Zubereitung • Öl oder Butter in einem großen Topf erhitzen. Die Zwiebelwürfel darin 3–4 Minuten glasig dünsten. Knoblauch, Tomatenmark und

Minuten köcheln lassen. Die zerdrückten Maroni binden die Sauce jetzt blitzschnell und machen sie herrlich sämig. • Das Lorbeerblatt entfernen. Mit reichlich Salz und Pfeffer abschmecken, mit Petersilie bestreuen und servieren.

Paprikapulver dazugeben und unter Rühren 1 Minute mitrösten. • Die Kartoffelwürfel in den Topf geben, kurz mitwenden und sofort mit der heißen Gemüsebrühe ablöschen. Das Lorbeerblatt hinzufügen, den Topf abdecken und alles bei mittlerer Hitze ca. 15 Minuten köcheln lassen,bis die Kartoffeln fast gar sind. • Alle Kastanien (ganze und zerdrückte) sowie die Sahne einrühren. Offen für weitere 5

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Winterzauber auf dem Bauernhof erleben Im Winter beginnt auf den Bauernhöfen eine ganz besondere Zeit. Der Tag startet entspannt mit einem liebevoll zubereiteten Bauernhoffrühstück. Frisch gebackenes Brot, hausgemachte Marmeladen, Eier vom Hof und weitere Köstlichkeiten sorgen für einen genussvollen Auftakt in den Urlaubstag. Direkt vor der Haustür laden dann stille Wälder und traumhafte Ausblicke zu ausgedehnten Winterwanderungen ein. Während die Erwachsenen die klare Bergluft

und Ruhe genießen, bauen die Kinder Schneemänner, rodeln den Hang hinunter oder entdecken die Natur rund um den Hof. Auch auf dem Bauernhof selbst gibt es viel zu entdecken. Im Stall warten Kühe, Ziegen und andere Tiere auf kleine und große Gäste. Wer möchte, darf der Bauernfamilie bei der täglichen Arbeit über die Schulter schauen. Dabei entstehen authentische Begegnungen und unvergessliche Urlaubserinnerungen. Nach einem erlebnisreichen Tag

an der frischen Luft kehrt man in die gemütliche Ferienwohnung zurück. Während draußen langsam die Dämmerung hereinbricht, sorgen warme Stuben, hochwertig eingerichtete Unterkünfte und viel Holz für eine gemütliche Atmosphäre. Bei einem Gespräch mit der Bauernfamilie den Tag ausklingen lassen, Erlebnisse austauschen und die herzliche Gastfreundschaft genießen – genau das macht einen Winterurlaub auf Südtirols Bauernhöfen so besonders.

Das Qualitätssiegel „Roter Hahn“ steht für Qualität und authentisches Bauernhofleben. Über 1.600 Südtiroler Höfe aus allen Landesteilen öffnen Gästen ihre Tore und laden zu genussvollem Urlaub im bäuerlichen Ambiente ein. Zur Auswahl stehen Zimmer und Ferienwohnungen, die nach einem strengen Auswahlverfahren je nach Ausstattung, Erlebnisangebot und Dienstleistungsqualität mit bis zu fünf Blumen zertifiziert wurden. Darüber hinaus vereint „Roter Hahn“ eine Reihe von Betrieben, die ihre Produkte direkt ab Hof verkaufen, Hof- und Buschenschänken sowie das bäuerliche Handwerk. Zudem ermöglicht die „Roter Hahn Kochschule“ das Eintauchen in die traditionelle Südtiroler bäuerliche Küche. Weitere Informationen gibt es unter www.roterhahn.it oder mit einer kostenlosen Bestellung des Katalogs „Urlaub auf dem Bauernhof“ unter Tel. 0471 999 325 oder info@roterhahn.it.

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GENUSS

Geschmorte „Rindswangelen“ ner Hitze (oder bei 160 °C im Ofen) ca. 2,5 bis 3 Stunden schmoren. • Wangelen warmstellen, Schmorsaft durch ein Sieb passieren, einkochen und mit etwas kalter Butter sämig binden.

Rindsbäckchen, oder wie wir bei uns sagen, Rindswangelen, das sind die zarten Fleischstückchen und mit ihrer Soße ein Genuss zum „Dahinschmelzen“. Dieses feine Gericht wird dich und deine Gäste am Tisch mit seinem einzigartigen Geschmack verzaubern. Zutaten für 4 Personen Rindswangelen (ca. 1,2 kg) 1 Flasche Südtiroler Lagrein 500 ml Rinderfond 300 g Suppengemüse 2 Zwiebeln 2 EL Tomatenmark Kräuter (Rosmarin, Thymian, Lorbeer, Wacholder) Zubereitung • Rindswangelen rundum kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. • Fleisch im heißen Bräter von allen Seiten dunkel anbräunen, danach herausnehmen. • Gewürfeltes Wurzelgemüse und Zwiebeln im Bratfett kräftig Farbe nehmen lassen.

• Tomatenmark unterrühren und für intensive Röstaromen kurz mitrösten. • Einen guten Schuss Südtiroler Lagrein dazu gießen und den Bodensatz vollständig einkochen lassen. • Restlichen Lagrein schrittweise dazugeben und jeweils wieder sämig reduzieren. • Fleisch wieder hineinlegen und mit Rindsfond (Instantbrühe) auffüllen,bis alles fast bedeckt ist. • Rosmarin, Thymian, Lorbeerblätter und angedrückte Wacholderbeeren in den Sud legen. • Den Topf zudecken und das Fleisch bei klei-

Und ein guter Rat zum Schluss: Lassen Sie sich fachkundig beraten. Beim Metzgermeister Oskar Stampfl finden Sie die besten Zutaten für alle Arten von Fleischgerichten und viele leckere Beilagen. Wer es beim Kochen besonders eilige hat, findet auch verschiedene bereits koch- oder essfertig vorbereitete Spezialitäten. Bozen Piavestr. 30, Tel. 0471 977 193

Winestore – New Arrivals im November Im November hält der Winestore besondere Neuzugänge für Weinliebhaber bereit: Das renommierte Weingut Nik Weis – St. Urbans-Hof von der Mosel bereichert das Sortiment mit verschiedenen Rieslingen und einem Riesling Sekt. Die Weine spiegeln die Vielfalt der Mosel wider – von fruchtig-frisch bis elegant und mineralisch, von trocken bis süß. Kleiner Weinkunde-Crashkurs: zum Kabinett werden Trauben, die bei der Ernte einen gewissen Zuckergehalt aufweisen müssen. Sie überzeugen durch ein tolles Zusammenspiel zwischen Frucht, Säure und Süße (wobei Kabinett auch trocken ausgebaut sein kann). Spätlesen werden aus später geernteten, reiferen Trauben gewonnen und ergeben Weine mit mehr Fülle. Auslesen entstehen aus besonders reifen und selektierten Trauben und begeistern häufig mit intensiver Frucht und

hochwertigen, trocken ausgebauten Spitzenwein aus einer klassifizierten deutschen Weinbergslage. Als weitere Neuheiten stehen der Weißburgunder „Arthur Rainer“ vom Weingut Seeperle aus Kaltern sowie die Red Bull Winter Edition 2026 mit Pistazie und Beerenaromen auf der Liste – zwei spannende Ergänzungen für genussvolle Wintertage. Ob edler Wein zum Essen oder fruchtig-prickelnde Erfrischung: Im Winestore gibt es auch im November Neues zu entdecken.

dichtem Körper. Sie sind häufig, aber nicht immer, süß ausgebaut. Bei der Bezeichnung Großes Gewächs (GG) handelt es sich um ein Qualitätsmerkmal: es bezeichnet einen

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GESCHICHTE

Die handschriftlichen Artikel im Anschluss an die gedruckte Tiroler Landesordnung von 1526 Die Tiroler Landesordnung wurde 1526 unter Erzherzog Ferdinand I., dem damaligen Landesfürsten, erlassen. Sie entstand nach Verhandlungen und Reformforderungen, die während der Unruhen von 1525 vorgebracht worden waren. Eine zentrale Persönlichkeit dieser Bewegung republikanischen Tiroler Landesordnung darf war Michael Gaismair, der als Bauernführer jedoch nicht mit der tatsächlich erlassenen weitreichende gesellschaftliche und politische landesfürstlichen Landesordnung Erzherzog Reformen forderte. Sein späterer Entwurf einer Ferdinands verwechselt werden, die die poliTiroler Landesordnung sah eine grundlegende tische Stabilität wiederherstellen und neue (in vielen Punkten unrealistische) Umgestal- „Empörungen“, d.h. Aufstände verhindern solltung der Gesellschaft vor. Dieser Entwurf einer te. Zugleich sollte die Verwaltung des Landes

Titelblatt der Tiroler Landesordnung von 1526 mit den Wappen der zahlreichen habsburgischen Länder und Herrschaftsgebiete, umrahmt vom Orden des Goldenen Vlieses, links davon der österreichische Bindenschild, und rechts das Wappen mit dem Tiroler Adler.

verbessert und das Verhältnis zwischen Obrigkeit und Untertanen im Sinne der Rechtssicherheit klarer geregelt werden. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts war Tirol ein wirtschaftlich bedeutendes Passland innerhalb der Habsburgischen Herrschaftsgebiete. Der Bergbau, insbesondere der Silber- und Kupferabbau in

„Die nachbenanten Sechs Artiggl sein nit in druckh khomen. Die weill die nit auf Ewig gestelt sonnder hiemit in Schrifft verfast“. Handschriftlicher Zusatz zur Landesordnung von 1526 mit Hinweis auf die folgenden sechs Artikel.

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GESCHICHTE

Schwaz, spielte eine zentrale Rolle. Gleichzeierfahrener Tiroler Staatsmann, langjähriger tig lebte ein großer Teil der Bevölkerung von Kanzler und enger Vertrauter des Habsburder Landwirtschaft. Viele Bauern litten unter ger Hofes leitete er maßgeblich die adminisAbgaben, Zehenten und grundherrlichen Vertrativen Verhandlungen auf dem Landtag. pflichtungen. Hinzu kamen Konflikte über die • Veit von Vilanders: Ein einflussreicher TiNutzung von Wäldern, Weiden und anderen roler Adeliger und landesfürstlicher Rat, der gemeinschaftlichen Ressourcen. Die Reforals Bindeglied zwischen dem Hof und dem mation, die seit 1517 von Martin Luther auseinheimischen Adel sowie den Gerichten ging, verstärkte die Kritik an kirchlicher und agierte. weltlicher Autorität, die 1525 auch in Tirol zu • Dr. Jakob Frankfurter: Als hochangesehenAufständen führte. Die Landesordnung war der Jurist, landesfürstlicher Rat und Kamsomit ein Kompromiss zwischen erzwungemerprokurator war er die juristische Schlüsner Reformbereitschaft und dem Anspruch selfigur, die in den Gremien die exakte textdes Landesfürsten auf politische Kontrolle. liche Überarbeitung und rechtliche FormuZwar wurden bestimmte Missstände aufgelierung der Landesordnung vorantrieb. griffen, doch die bestehende gesellschaftliche Die im Anschluss an die Landesordnung handOrdnung blieb grundsätzlich erhalten. Eine schriftlich hinzugefügten sechs Artikel waren umfassende Gleichstellung der verschiedenen nicht gedruckt worden, weil sie „nit auf ewig Bevölkerungsschichten Adel, Städter, Bauern, gestellt“ waren. Das Tiroler Landesmuseum Geistlichkeit, wie sie Michael Gaismair geplant Ferdinandeum besitzt ein Exemplar (Dip. 907) hatte, war nicht vorgesehen. Im Unterschied mit denselben handschriftlichen Nachträgen, zu Erzherzog Ferdinand I. hatte sein Groß- wie es im Jahre 1950 vom Buchantiquariat Gilvater, Kaiser Maximilian I., 1499 lediglich die hofer (Wien) verkauft wurde und sich jetzt im „Tiroler Malefizordnung“ (= Strafrecht) heraus- Privatbesitz befindet. Über die folgenden Artigebracht, weil er als Kaiser bedacht war, trotz kel konnten sich Städte und Gerichte sich „mit der Einbindung der Stände selbst die führende dem Adel nicht einigen“, genauso wie über die Rolle zu spielen und seine größere Flexibilität „Ordnung des Geistlichen Standes in Tirol“. Die zu bewahren. Zwar war die Landesordnung sechs Zusätze sind aus rechts- und landesgevon 1526 Ausdruck des Versuchs, die gefähr- schichtlicher Sicht besonders interessant, weil dete Landesherrschaft zu festigen, aber gleich- der Adel nicht bereit war, diese anzuerkennen, zeitig auch auf die Beschwerden der Bevölke- der Landesfürst sie aber beglaubigen ließ: rung mehr einzugehen. Die erste Drucklegung • Leibeigenschaft: Verhandlungen mit dem war am 1. Mai 1526 in Tübingen bei Silvan Adel über die Freilassung von Eigenleuten. Otmar gefertigt worden, wobei der überwie- • Trienter Weine: Regelungen zum Weinhangende Großteil auf Papier gedruckt wurde, del und Zoll. und nur einige Exemplare auf Pergament, wie • Bereitung der Feuerstätten: Bestimmundas aus Bozner Privatbesitz, das in die Südtirogen zu lokalen Haushalten/Feuerrechten. ler Landesbibliothek Friedrich Teßmann kam. • Anschlag der Mannschaft: Musterung und Spezielle handgeschriebene Zusatzartikel und Aufstellung von Truppen (Militärwesen) Richtlinien zeugen von zähen Verhandlungen • Abwechslung der Gotteshausleute: Bezwischen den Landesfürstlichen Kommissaren stimmungen bezüglich der Untertanen und den Ständen. Die Kommissare und hochkirchlicher Grundherrschaften. rangigen Räte Ferdinands I. hatten die schwie- • Kaszins: Wirtschaftliche Sonderregelungen. rige Aufgabe, die radikalen antiklerikalen und • Was die Leibeigenschaft betrifft, so wird beegalitären Forderungen der Bauern abzufehauptet dass „daraus bisher viel Unraths und dern und eine neue Ordnung durch Mischung Empörungen allenthalben gekommen“ war. aus Zugeständnissen und strenger Verwaltung Als besonders arger Zankapfel erwiesen sich durchzusetzen. Die wichtigsten landesfürst- auch die ebenfalls handschriftlich angeführten lichen Kommissare und Räte bei diesen Ver- Artikel der „Ordnung des Geistlichen Standes handlungen im Jahre 1526 waren: in Tirol“. Zunächst lehnte Erzherzog Ferdinand • Dr. Bernhard von Cles (Bernhard von die ganze Frage mit der Erklärung ab, dass eine Glöss): der mächtige Fürstbischof von Trient solche kirchenfeindliche Reform nicht für ein und spätere Kardinal war einer der engsten einzelnes Land durchgeführt werden konnte.. und einflussreichsten Berater Erzherzog Im März 1526 ließ der Landesfürst verlauten, Ferdinands. Er fungierte als oberster politi- dass er die „Ordnung des Geistlichen Stanscher Kopf und Vermittler des Landesfürs- des“ nicht in den Druck der Landesordnung ten in der Krisenzeit der Bauernkriege. aufnehmen lassen werde, um deren Kenntnis• Cyprian von Sernthein (Sarnthein): Als nahme außerhalb Tirols zu verhindern. Nach

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Das Portrait des landesfürstlichen Kommissars und Fürstbischofs Bernhard von Cles, der bei der Befriedung der Aufständischen eine entscheidende Rolle spielte. Doppeltaler von Ulrich Ursentaler, 45mm Durchmesser. seiner ausdrücklichen Anweisung durften keine Abschriften angefertigt werden. Kundmachungen sollten in den Städten und Gerichten nur stattfinden, wenn dies von den Gerichtsinsassen bzw. Bürgern ausdrücklich gefordert würde (Schennach, Die Tiroler Landesordnungen, S. 23). Zusammenfassend stellt die Tiroler Landesordnung von 1526 mit ihren Zusatzartikeln ein wichtiges Zeugnis des politischen und gesellschaftlichen Wandels am Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit dar. Sie entstand als Reaktion auf tiefgreifende Konflikte, die nicht in einer revolutionären Umgestaltung Tirols nach dem Wunsch Michael Gaismairs resultierte, sondern im Versuch, gesellschaftliche Spannungen durch gesetzliche Regelungen zu bewältigen, wobei die nicht in Druck gekommenen Artikel den schwelenden Konflikt zwischen Regent und Ständen zeigen.

Diesen Beitrag hat Univ.-H. Prof. Doz. DDr. Helmut Rizzolli, Obmann des Heimatschutzvereins Bozen/ Südtirol, für Sie verfasst.


BÄUERINNEN BOZEN

Vom Feld auf den Teller: Buchweizen Sternekoch Herbert Hintner zeigt in diesem Kochkurs, wie sich Buchweizen mit raffinierten Kombinationen und kreativen Rezepten in abwechslungsreiche Gerichte verwandeln lässt. Die Teilnehmenden erhalten Anregungen, wie sich Bekanntes neu denken und mit frischen Ideen verbinden lässt. Dabei geht es nicht nur um einzelne Rezepte, sondern auch darum, regionale Zutaten vielseitig einzusetzen und neue Geschmackserlebnisse zu entdecken. Einblicke in die landwirtschaftliche Praxis gibt Monika Stocker Schwembacher, Bäuerin der Marke Aus.unserer.Hand. Sie berichtet über den Anbau und die Verarbeitung des heimischen Buchweizens und macht deutlich, wie viel Wissen und Arbeit hinter einem regionalen Lebensmittel

Der Kochkurs bietet Gelegenheit, sich mit Fachleuten auszutauschen, neue Zubereitungsideen kennenzulernen und Inspirationen für die eigene Küche mitzunehmen. Landwirtschaft und Gastronomie begegnen sich dabei auf Augenhöhe – mit dem gemeinsamen Ziel, Qualität, Herkunft und Genuss miteinander zu verbinden. Anmeldung und Informationen

Wann: Montag, 23. November 2026, 14 - 18 Uhr stecken. So wird die Verbindung und den Gastwirtinnen im HGV. Wo: Gustelier, Schlachthofstrazwischen dem Ursprung eines Gemeinsam setzen sie sich dafür ße 59 Bozen Produkts und seiner Verwendung ein, heimische Lebensmittel auf- Kosten: 65 € pro Teilnehmer*in in der Küche greifbar. Organisiert zuwerten, bäuerliches Wissen zzgl. MwSt. wird die Veranstaltung von der weiterzugeben und regionale Pro- Anmeldung: gastwirtinnen@hgv.it Südtiroler Bäuerinnenorganisati- dukte in der Gastronomie und im on, der Marke Aus.unserer. Hand Alltag stärker sichtbar zu machen. Bäuerinnen

SÜDTIROL

Erntedank mit Geschmack & Tradition Seit drei Jahrzehnten ist Elisabeth Pichler Schroffenegger Bäuerin. Ihr Hof Hochklaus liegt inmitten von Kastanienwäldern und ist auf Obst- und Weinbau ausgerichtet. Sie arbeitet auf dem Feld, verarbeitet Obst und Gemüse und gibt ihr Wissen in Koch- und Backkursen weiter. Dort vermittelt sie traditionelle Südtiroler Gerichte, gibt Tipps zum Brotbacken und zeigt, wie sich saisonale Erzeugnisse haltbar machen lassen. Auch Marmeladen, Säfte und bäuerliche Buffets mit heimischen Lebensmitteln gehören zu ihrem Angebot. Vier Gerichte

Den Auftakt beim Erntedankfest machte ein Buchweizenfrühstück –

eine Idee für einen abwechslungsreichen Start in den Tag. Danach standen herzhafte Schwarzplentene Knödel auf dem Programm. Am Nachmittag wurde es frisch und süß: Ein Buchweizensalat mit Mozzarella zeigte, wie sich die Zutat mit wenigen Komponenten zu einem unkomplizierten Gericht kombinieren lässt. Zum Abschluss bereitete Elisabeth Buchweizenwaffeln mit Sahne und Preiselbeermarmelade zu. Die fruchtige Marmelade ergänzt die Waffeln und macht sie zu einer passenden Idee für die Kaffeetafel oder einen gemütlichen Herbstnachmittag. Die Besucherinnen und Besucher konnten die Zubereitung Schritt für Schritt verfolgen,

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Fragen stellen und die fertigen Speisen verkosten. Dabei wurde deutlich, wie viele Erinnerungen mit Buchweizen verbunden sind: Manche kennen ihn noch aus der Küche ihrer Großmutter und verbinden damit traditionelle Gerichte und vertraute Geschmäcker. Umso spannender war es, die Zutat in neuen Kombinationen wiederzuentdecken. Die Kochshows zeigten, wie sich altbewährte Küchentraditionen modern interpretieren lassen, ohne ihren ursprünglichen Charme zu verlieren. Wer die Gerichte selbst ausprobieren möchte, findet die Rezepte unter www.baeuerinnen.it. Bäuerinnen


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POLITIK BRIEF AUS ROM

Geschätzte Leser, Jugendliche plündern und verwüsten Großstädte, das Militär kontrolliert die Straßen, die Regierung denkt an neue Reaktionsmöglichkeiten für die Sicherheitskräfte und an die Verschärfung der Sanktionen, der Staat scheint machtlos und die Welt versinkt im Chaos. David Rossi, der Leiter der Kommunikationsabteilung der Bank Monte dei Paschi von Siena, hat angeblich keinen Selbstmord begangen, sondern soll umgebracht worden sein, und der Untersuchungsausschuss der Abgeordnetenkammer, der zu diesem Schluss kommt, scheut sich nicht, Namen von Auftraggeber und Henker zu nennen. Alles gerät aus den Fugen, nur Giuseppe Conte und Elly Schlein wissen immer noch nicht, wie sie sich krönen lassen könnten, um das sogenannte ‚campo largo‘, nach freier Übersetzung das ‚weite feld‘, in die anstehenden Wahlen zu führen. Salvini scheint seine Hausmacht noch fest im Griff zu haben, die Gegenkandidatur von Massimo Garavaglia im Kampf um die Führung der Lega dürfte ins Leere laufen und alles bleibt, wie es war. Und trotzdem ist alles

anders. Wenn Minderjährige in Massen zu Gewalttätern werden, läuft etwas schief und eine Kurskorrektur ist geboten. Nun ist zweifelsfrei nicht jedem Gewalttäter eine Rechtfertigung zuzugestehen und bei Auftreten von Gewalt das Versagen des Systems anzuprangern, aber wenn Gewalt zu einem Phänomen der Masse wird, dann nützt es nichts mehr, an das System zu glauben oder dieses zu entlasten, denn dann funktioniert das Gefüge eines Gemeinwesens einfach nicht mehr. Die Herausforderungen sind also groß, und nicht nur die Kriege auf der Weltbühne verlangen nach kohärenter und ehrlicher Politik, sondern das Unbehagen oder der Unmut der Jüngsten sind Grund genug für Beunruhigung nicht nur im nationalen, inneritalienischen Kontext, sondern in ganz Europa und darüber hinaus. Aus diesen Gründen wäre es absolut erforderlich, dass sich die politischen Entscheidungsträger dazu durchringen, im nationalen und mittlerweile darüber hinausgehenden Interesse gemeinsame Wertvorstellungen zu entwickeln - denn bestehen

dürften solche bislang ja kaum - und dazu zu stehen. Die Forderung nach nationaler Einheit mag wie eine Floskel klingen, parteipolitische Alleingänge und ideologische Grabenkämpfe sind aber die Fackelträger des Untergangs demokratischer Lebensformen und Kultur.

Immer noch mit Hoffnung aus Rom, am 20. Oktober 2026 Manfred Schullian

BRIEF AUS DEM LANDTAG

Liebe Leserinnen und Leser, darf ich heute einmal jammern? Denn manchmal ist es schon schwer auszuhalten, in der Opposition! Meistens geht es mir in dieser Position akzeptabel. Ich habe mich daran gewöhnt, Vorschläge auszuarbeiten, die dann abgewiesen werden. Einige werden auch angenommen, das ist dann immer eine große Freude. So hat unser Protest zu den unsäglichen privaten Hubschrauberflügen dazu geführt, dass es nun ein Landesgesetz geben wird, das die Dinge strenger regelt. Das ist wirklich ein Fortschritt, für uns alle, denke ich. Dann aber passiert es wieder, dass Vorschläge von der Opposition abgeschmettert werden, mit allerlei Begründungen – und dann kommt der gleiche Vorschlag von der Mehrheit! Eine sehr schlechte Praxis. Im aktuellen Fall geht es um die GIS. Seit Jahren weisen wir darauf hin, dass in Südtirol der Mietmarkt leergefegt ist, ja, dass es einen regelrechten Mietnotstand gibt. Ein Hebel, an dem man ansetzen kann, ist die GIS. Wenn

nämlich die GIS auf langzeitvermietete Wohnungen gleich reduziert wäre wie jene für die Hauptwohnung, dann wäre das ein echter Anreiz fürs Vermieten. Also habe ich einen entsprechenden Vorschlag im Landtag eingebracht, als wir voriges Jahr über die Wohnreform diskutiert haben. Die Mehrheit hat den Vorschlag abgelehnt. Ich habe dann ein Gesetz geschrieben, das lange herumdümpelte. Es hieß immer: Keine Chance. Bis ich dann diese Woche in der Zeitung lese, dass LH Kompatscher haargenau denselben Vorschlag gemacht hat. Dem Abgeordneten Leiter Reber ging es diese Woche mit seinem Vorschlag zum EU-Wahlkreis Südtirol genau gleich. Zuerst abgelehnt, dann übernommen. Madai, sagt man dazu im Unterland. Das ist doch kein Fuhrwerk. Oder?

Das Südtiroler Landtagsgebäude

Landtagsabgeordnete Brigitte Foppa

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WIRTSCHAFT DEM EXPERTEN DAS WORT

Deutsche Rente in Italien: Steuerfreier Anteil kann angerechnet werden Wer nach Jahren der Arbeit in Deutschland wieder in Italien lebt und eine deutsche Rente bezieht, sollte seine Steuererklärung genau prüfen. Unter bestimmten Voraussetzungen muss die deutsche Rente in Italien nämlich nicht zur Gänze versteuert werden: Jener Anteil, der nach deutschem Steuerrecht steuerfrei bleibt, kann grundsätzlich auch in Italien als steuerfrei berücksichtigt werden. Die Steuerlast kann dadurch spürbar sinken. Grundlage ist das Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Italien und Deutschland, das für Renten aus der deutschen Sozialversicherung eine Sonderregelung vorsieht. Betroffen sind vor allem italienische Staatsbürger, die früher in Deutschland gelebt und gearbeitet haben und heute in Italien ansässig sind. Anders als bei deutschen Staatsbürgern darf Italien bei ihnen auch Renten besteuern, die von öffentlichen Sozialversicherungsträgern ausbezahlt werden – allerdings nur im Umfang des in Deutschland steuerpflichtigen Teils. Diese Ausnahme ist im Zusatzprotokoll zum Doppelbesteuerungsabkommen vorgesehen, die italienische Steuer darf

nur auf den Betrag erhoben werden, der nach deutschem Steuerrecht zu besteuern wäre. Das Finanzamt Neubrandenburg stellt eine zweisprachige Bescheinigung über den steuerfreien Anteil aus. Es handelt sich dabei um eine einmalig ausgestellte Bescheinigung mit Dauerwirkung. Die Agentur der Einnahmen hat mit Antwort Nr. 164 vom 24. August 2026 bestätigt, dass die bescheinigte steuerfreie Quote nicht in das italienische Pensionseinkommen einfließt, sofern der Betroffene vor dem Umzug nach Italien in Deutschland steuerlich ansässig war. In der Vergangenheit wurden deutsche Renten in Italien häufig voll

versteuert, vor allem in jenen Fällen, wenn keine Bescheinigung der deutschen Finanzverwaltung über den steuerpflichtigen Rentenanteil vorlag. Wer sich in einer solchen Situation befindet und seine deutsche Rente bisher vollständig in Italien versteuert hat, sollte sich um eine Mitteilung über den steuerfreien Teil bemühen und prüfen, ob eventuell für die Vorjahre berichtigende Steuererklärungen zu seinen Gunsten eingereicht werden können. Eventuell zu viel bezahlte Steuern lassen sich unter Umständen zurückfordern. Die Begünstigung gilt jedoch nicht für jede deutsche Rente. Entscheidend ist die Art der Rente, die Staatsangehörigkeit, der aktuelle Wohnsitz und die frühere Ansässigkeit in Deutschland.

Martin Eder Bozen - Lana - Naturns martin.eder@gspeo.com

EINBLICKE VOM FINANZBERATER

Die Ablebensversicherung - Finanzieller Schutz für Ihre Familie zung hilft, Umbauten oder Pflegekosten zu finanzieren und die veränderte Lebenssituation zu bewältigen.

Die Ablebensversicherung, auch Risikolebensversicherung genannt, schützt Hinterbliebene im Todesfall oder bei schwerer Invalidität vor finanziellen Belastungen. Sie trägt dazu bei, dass Familie und Partner ihren Lebensstandard bewahren und notwendige Ausgaben weiterhin bestreiten können. Finanzielle Absicherung der Hinterbliebenen Im Todesfall des Versicherten zahlt die Ablebensversicherung eine vereinbarte Summe aus, um laufende Kosten wie Miete, Lebensunterhalt oder Ausbildung zu decken. So werden Angehörige entlastet und erhalten die notwendige finanzielle Stabilität in einer schwierigen Zeit. Absicherung von Schulden Wer Kredite oder andere finanzielle Verpflichtungen hat, kann mit einer Ablebensversiche-

rung seine Familie vor zusätzlichen Belastungen schützen. Die Versicherung ermöglicht es, Darlehen zu begleichen, ohne die Hinterbliebenen in finanzielle Schwierigkeiten zu bringen. Schutz bei Invalidität Viele Polizzen bieten zusätzlich Leistungen bei dauerhafter Erwerbsunfähigkeit infolge eines Unfalls oder einer Krankheit. Diese Unterstüt-

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Umfassende Absicherung Ob Unfall oder Krankheit – die Ablebensversicherung bietet flexible Sicherheit, wenn das Leben unerwartete Wendungen nimmt. Sie reduziert finanzielle Risiken und stärkt das Vertrauen in die Zukunft. Eine Ablebensversicherung ist daher ein wichtiger Bestandteil verantwortungsvoller Vorsorge – damit Ihre Liebsten auch in schwierigen Zeiten finanziell gut abgesichert sind. Für Ihre Liebsten vorsorgen Mit Sicherheit.


SPEZIAL

Gesundheit ist Lebensqualität Gesundheit stärkt Körper und Geist und ermöglicht ein aktives, erfülltes Leben.

Eine ausgewogene Ernährung versorgt den Körper mit wichtigen Nährstoffen. Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, hochwertige Eiweißquellen und gesunde Fette tragen ebenso zum Wohlbefinden bei wie eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Zucker, stark verarbeitete Lebensmittel und Alkohol sollten hingegen bewusst konsumiert werden. Regelmäßige Bewegung stärkt das Herz-Kreislauf-System, erhält die Muskulatur und unterstützt den Stoffwechsel. Bereits Spaziergänge, Radfahren oder leichtes Krafttraining können viel bewirken. Entscheidend ist, Bewegung dauerhaft in den Alltag zu integrieren.

Schlaf als Kraftquelle

Im Schlaf regeneriert sich der Körper, das Gehirn verarbeitet Erlebnisse und das Immunsystem wird gestärkt. Ausreichender, erholsamer Schlaf fördert Konzentration, Leistungsfähigkeit und Ausgeglichenheit. Eine ruhige Schlafumgebung, regelmäßige Schlafenszeiten können die Schlafqualität verbessern. Guter Schlaf ist kein Luxus, sondern eine wichtige Voraussetzung für Gesundheit und Wohlbefinden.

per und Geist. Entspannung, Bewegung, Zeit mit Familie und Freunden und Pausen helfen, das innere Gleichgewicht zu bewahren. Anhaltende Erschöpfung oder Niedergeschlagenheit sollten ernst genommen werden.

Gesundheit ist eine Investition in die Zukunft

Bewusste Ernährung, ausreichend Bewegung, erholsamer Schlaf, psychisches Wohlbefinden und regelmäßige Vorsorge bilden die Grundlage für ein gesundes Leben. Wer auf sich Vorsorge für Augen achtet und Veränderungen ernst und Ohren nimmt, kann auch künftig aktiv, Vorsorge hilft, Erkrankungen selbstständig und voller Lebensfrüh zu erkennen und zu behan- freude leben. Kleine Gewohndeln. Das gilt auch für unsere heiten helfen: feste Routinen, friSinnesorgane. Seh- und Hör- sche Luft und bewusste Erholung veränderungen entwickeln sich unterstützen den Alltag. Bei Behäufig schleichend. Regelmäßige schwerden ist es sinnvoll, frühDie psychische Kontrollen helfen, Einschränkun- zeitig auch Rat einzuholen. Gesundheit stärken gen rechtzeitig festzustellen und Dauerhafter Stress belastet Kör- die Lebensqualität zu erhalten. Redaktion

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PR-INFO

Start der Grippeschutzimpfkampagne Impfkampagne 2026/2027: Wer sich schützen sollte, wann der richtige Zeitpunkt für die Impfung ist und warum man damit nicht nur sich selbst schützt.

Warum gegen Grippe impfen? In den Wintermonaten nehmen Atemwegsinfektionen zu. Neben vielen eher harmlosen Infekten zirkuliert dann auch das Influenzavirus. Dabei ist eine Grippe nicht mit einer gewöhnlichen Erkältung gleichzusetzen, denn sie kann einen schweren Verlauf nehmen und Komplikationen verursachen. Das italienische Gesundheitsministerium empfiehlt deshalb allen Personen, die 60 Jahre oder älter sind, das Angebot der Grippeimpfung wahrzunehmen. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Personen mit chronischen Erkrankungen oder geschwächtem Immunsystem, Schwangere und kleine Kinder. Aber auch für Menschen, die beruflich engen Kontakt zu erkrankten oder besonders gefährdeten Personen haben, kann die Impfung sinnvoll sein. Dazu zählen etwa Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheitswesen, aber auch Personen in anderen Bereichen der öffentlichen Versorgung. Dabei schützt die Grippeimpfung nicht nur die geimpfte Person selbst. Vielmehr trägt die Impfung dazu bei, die Weiterverbreitung des Virus in der Bevölkerung einzudämmen und damit Menschen zu schützen, die selbst besonders gefährdet sind.

© 123rf

Mit dem Herbst beginnt auch die Saison der Atemwegsinfekte. Besonders die Grippe kann bei älteren Menschen, Personen mit Vorerkrankungen und anderen Risikogruppen zu schweren Krankheitsverläufen und Komplikationen führen. Auch Covid-19 kann insbesondere für gefährdete Personen weiterhin eine gesundheitliche Belastung darstellen. Die Schutzimpfungen gegen Grippe und Covid tragen dazu bei, schwere Verläufe zu verhindern und besonders gefährdete Menschen zu schützen.

Wann ist der richtige Zeitpunkt? Bei saisonalen Impfungen kommt es auf den Zeitpunkt an. Idealerweise erfolgt die Impfung vor der jeweiligen Infektionssaison, damit der Schutz rechtzeitig aufgebaut werden kann. Für die Grippe liegt der geeignete Zeitraum grundsätzlich im Herbst. Wer sich gegen Grippe und Covid impfen lassen möchte, kann beide Impfungen – sofern medizinisch nichts dagegenspricht – bei einem einzigen Termin erhalten. Das ist praktisch und erleichtert es, den Impfschutz rechtzeitig aufzufrischen. Auch Covid-19 kann insbesondere bei älteren Menschen und Personen mit bestimmten Vorerkrankungen weiter-

hin zu schweren Krankheitsverläufen führen. Die Impfung ist deshalb vor allem für jene Personen wichtig, bei denen ein erhöhtes Risiko für Komplikationen besteht. Empfohlen wird diese – wie auch die Grippeschutzimpfung - vor allem allen Personen im Alter von 60 Jahren oder älter, Bewohnerinnen und Bewohner von Langzeitpflegeeinrichtungen, Frauen in jedem Schwangerschaftstrimester oder in der Zeit nach der Geburt, einschließlich stillender Frauen, Angehörigen von Gesundheits- und Sozialberufe, die in Krankenhäusern und in Langzeitpflegeeinrichtungen tätig sind, sowie Personen mit ausgeprägter Vulnerabilität.

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Doppelter Schutz, ein Termin Wer sich gegen Grippe und Covid schützen möchte, kann sich beim Südtiroler Sanitätsbetrieb über die aktuellen Impfangebote sowie die Möglichkeiten zur Vormerkung informieren. Informationen und Vormerkungen: www.sabes.it/impfungen Sowohl die Grippe- als auch die Coronaschutzimpfung sind für in Südtirol ansässige Personen kostenlos. Die Anmeldung zur Grippe- und Coronaschutzimpfung ist online über SaniBook oder telefonisch über die Einheitliche Landesvormerkstelle möglich.


SPEZIAL

Gesunde Zähne, gesunder Körper Warum Mundhygiene und Vorsorge den ganzen Körper schützen. Gesunde Zähne sind weit mehr als ein schönes Lächeln. Sie sind ein wichtiger Bestandteil unserer Gesundheit und tragen zu unserem Wohlbefinden und unserer Lebensqualität bei. Denn Mund und Körper stehen in enger Verbindung: Probleme im Mundraum können sich auf die Gesundheit insgesamt auswirken. Besonders das Zahnfleisch spielt eine wichtige Rolle. Entzündungen, wie etwa eine Parodontitis, können nicht nur den Zahnhalteapparat schädigen, sondern stehen auch mit Allgemeinerkrankungen in Zusammenhang. Dazu zählen Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Umso wichtiger ist es, Veränderungen im Mundraum frühzeitig zu erkennen und be-

handeln zu lassen. Die Grundlage für gesunde Zähne bildet konsequente Mundhygiene. Zweimal tägliches Zähneputzen mit fluoridhaltiger Zahnpasta, die Reinigung der Zahnzwischenräume und eine ausgewogene, zuckerarme Ernährung helfen, Karies und Zahnfleischerkrankungen vorzubeugen. Ebenso wichtig sind regelmäßige zahnärztliche

die Zahngesundheit unseren Alltag: Gesunde Zähne ermöglichen schmerzfreies Kauen, unterstützen eine ausgewogene Ernährung und tragen zu einem sicheren Auftreten bei. Zahnschmerzen oder fehlende Zähne können die Lebensqualität erheblich einschränken. Wer seine Zähne pflegt, investiert deshalb nicht nur Kontrolluntersuchungen. Sie er- in ein schönes Lächeln, sondern möglichen es, Probleme frühzei- auch in die eigene Gesundheit. tig festzustellen, bevor größere Mit guter Mundhygiene, regelBeschwerden entstehen. Auch mäßiger Vorsorge und frühzeitiprofessionelle Zahnreinigungen ger Behandlung lassen sich viele leisten einen wertvollen Beitrag Erkrankungen vermeiden oder zur Mundgesundheit. Hartnäcki- rechtzeitig erkennen. Denn ein ge Beläge und Zahnstein werden gesunder Mund ist ein wichtiger entfernt, während Zahnfleisch Schritt zu einem gesunden Körper. und Zähne gründlich kontrolliert werden. Nicht zuletzt beeinflusst Redaktion

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Ein strahlendes Lächeln schenken: Medizinisches Power Bleaching in der Zahnarztpraxis Pindl Manche Geschenke bleiben in Erinnerung – ein selbstbewusstes Lächeln gehört dazu. Wenn die Tage kürzer werden und die Suche nach besonderen Weihnachtsgeschenken beginnt, rücken auch jene Aufmerksamkeiten in den Mittelpunkt, die Freude schenken und das persönliche Wohlbefinden unterstreichen. Die Zahnasrztpraxis Pindl in Bozen setzt deshalb im November einen besonderen Schwerpunkt auf das medizinische Power Bleaching. Interessierte haben die Möglichkeit, direkt in der Praxis Gutscheine für diese professionelle Zahnaufhellung zu erwerben – eine Geschenkidee für alle, die gerne etwas Besonderes schenken möchten. Ein gepflegtes, helles Lächeln wird von vielen Menschen mit Frische, Ausstrahlung und Selbst-

setzungen der Zähne geprüft und die Möglichkeiten der Aufhellung besprochen. Ein Gutschein für ein strahlenderes Lächeln ist eine persönliche Geschenkidee, die über den Augenblick hinaus Freude bereiten kann. Ob für einen lieben Menschen, als besondere Aufmerksamkeit zum Jahresende oder einfach, um jemandem etwas Gutes zu tun: Die Gutscheine für das medizinische Power Bleaching sind direkt im Zahnarzt Studio Pindl in Bozen erhältlich. Wer mehr über die professionelle Zahnaufhellung erfahren möchte, kann sich persönlich in der Praxis beraten lassen. Denn jedes Lächeln ist einzigartig – und verdient eine Behandlung, die auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt ist.

bewusstsein verbunden. Mit dem medizinischen Power Bleaching bietet das Zahnarzt Studio Pindl eine professionelle Möglichkeit, die Zahnfarbe gezielt aufzuhellen. Anders als bei frei erhältlichen Produkten steht dabei die zahnmedizinische Betreuung im Vordergrund. Vor der Behandlung werden die individuellen Voraus-

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Die Zahnarztpraxis Markus Pindl Bozen - Freiheitsstraße 58 Tel. 0471 28 81 46 aesthetic@pindl.it Mo - Do: 7:00-17:00 Uhr


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Vorsorge ist Männersache Im Rahmen der weltweiten Movember-Bewegung für Männergesundheit setzt das ST. JOSEF Gesundheitszentrum Meran – Bozen ein Zeichen für Prävention und möchte Männer dazu ermutigen, frühzeitig auf sich zu achten. Denn wer sich um seine Gesundheit kümmert, übernimmt Verantwortung – für sich selbst und für die Menschen, die ihm nahestehen. Prostata, Hodenkrebs, Potenzprobleme oder hormonelle Veränderungen – es gibt Themen, über die Männer nur ungern sprechen und mit denen sie sich oft erst beschäftigen, wenn Beschwerden auftreten. Dabei kann gerade bei urologischen Erkrankungen eine frühzeitige Abklärung entscheidend sein. Je früher krankhafte Veränderungen erkannt werden, desto besser sind häufig die Behandlungsmöglichkeiten. Regel- Urologische Fachkompetenz im ST. JOSEF: Dr. Michael Plangger,

Urologische Fachkompetenz im ST. JOSEF: Dr. Michael Plangger, Dr. Egmond Jenny, Dr. Michael Aigner Dr. Egmond Jenny, Dr. Michael Aigner mäßige Vorsorgeuntersuchungen sind wichtig, um Risiken rechtzeitig einzuschätzen und bei Bedarf geeignete Maßnahmen einzuleiten. Um Männern den Zugang zur urologischen Vorsorge zu erleichtern, bieten die Urologen des ST. JOSEF Gesundheitszentrums Dr. Michael Aigner, Dr. Egmond Jenny und Dr. Michael Plangger im November zwei speziell auf das Lebensalter abgestimmte Vorsorgepakete an. Wichtig ist: Regelmäßige Untersuchungen

sind keine Frage des Alters, sondern eine Investition in die eigene Zukunft. Männer, die sich beizeiten um die eigene Gesundheit kümmern, haben die besten Voraussetzungen, lange aktiv und vital zu bleiben. Prostatatumor-Früherkennung Empfohlen für Männer ab 45 (bei familiärer Vorbelastung ab 40): • Urologische Visite • Ultraschall Harntrakt • PSA-Blutprobe Gesamtpreis: 150 €

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Hodentumor-Früherkennung Empfohlen für junge Männer • Urologische Visite • Ultraschall/Echodoppler Hoden Gesamtpreis: 130 € ST. JOSEF Gesundheitszentrum Sanitätsdirektor Prof. Dr. Alfred Königsrainer Meran, Franz-Innerhofer-Straße 2/4 Tel. 0473 864 333 Bozen, Brennerstraße 2 D Tel. 0471 1555 000 health@stjosef.it


SPEZIAL

Gut verstehen – in jedem Alter Mit zunehmendem Alter verändert sich vieles – auch das Hörvermögen. Gutes Hören trägt dazu bei, den Alltag selbstständig zu gestalten, soziale Kontakte zu pflegen und aktiv am Leben teilzunehmen. Besser Hören begleitet Menschen dabei mit persönlicher Beratung und individuellen Hörlösungen. Ein Gespräch mit der Familie, ein Treffen mit Freunden oder ein gemütlicher Nachmittag in geselliger Runde: Oft sind es die kleinen Momente, die den Alltag besonders machen. Umso wichtiger ist es, Gesprächen gut folgen zu können. Gerade mit zunehmendem Alter lässt das Hörvermögen jedoch häufig schleichend nach. Erste Veränderungen bleiben deshalb oft lange unbemerkt. Eine regelmäßige Überprüfung des Hörvermögens kann helfen, Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Bei Besser Hören sind Hörtests kostenlos und unverbindlich. Die erfahrenen

Möglichkeiten, das Hören und Verstehen im Alltag zu erleichtern. Sie sind unauffällig, komfortabel und lassen sich individuell anpassen. Bei Besser Hören können Hörgeräte einen Monat lang kostenlos und unverbindlich getestet werden. So bleibt ausreichend Zeit, sich mit den Geräten vertraut zu machen und die passende Hörlösung zu finden.

Hörakustiker nehmen sich Zeit für eine individuelle Beratung und unterstützen bei der Auswahl einer passenden Hörlösung. Moderne Hörgeräte bieten heute zahlreiche

Gut betreut – auch zu Hause Gerade im höheren Alter ist es nicht immer einfach, einen Termin außer Haus wahrzunehmen. Deshalb bietet Besser Hören kostenlose Hausbesuche an. Die Hörakustiker

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kommen direkt zu den Kundinnen und Kunden nach Hause und ermöglichen eine persönliche Betreuung in vertrauter Umgebung. Mit 27 Servicestellen in ganz Südtirol ist Besser Hören zudem wohnortnah erreichbar. Auch nach der Anpassung eines Hörgeräts bleibt eine verlässliche Betreuung selbstverständlich. Denn gutes Hören trägt dazu bei, Gespräche und gemeinsame Erlebnisse weiterhin aktiv mitzugestalten. Weitere Informationen oder Terminvereinbarung Tel. 0471 263 390 oder per E-Mail an info@besserhoeren.it


BAUPROJEKT

„Living Lagundum“ in Algund In Mitterplars verbindet das Neubauprojekt des Bauunternehmens Zima Wohnbaugesellschaft, moderne Architektur, Wohnkomfort und Nachhaltigkeit mit einem historischem Umfeld. Das Projekt steht beispielhaft für die hochwertige Ausführung fügt die größeren Gebäude A und eine Architektur, die Tradition sich die Wohnanlage „Living La- B über begrünte Flachdächer. und Moderne nicht als Gegen- gundum“ mit ihren drei Wohn- Sanfte Höhenabstufungen der sätze betrachtet. Vielmehr wer- häusern und 32 Wohneinheiten Baukörper sorgen für eine ausden historische Elemente aufge- harmonisch in die bestehende gewogene Einfügung in die Umgriffen, neu interpretiert und in Siedlungsstruktur ein. Während gebung und verleihen der Anlage eine zeitgemäße Formensprache das straßenseitig gelegene Haus zugleich eine abwechslungsreiche überführt. Durch die behutsame C mit einem klassischen Sattel- architektonische Struktur. Das Gestaltung der Baukörper und dach errichtet wurde, verfügen Wohnungsangebot umfasst 2-, 3-

und 4-Zimmer-Wohnungen mit Wohnflächen ab 40 m2 und bietet damit unterschiedliche Grundrisse für verschiedene Bedürfnisse. Die sonnige Südwest-Ausrichtung sorgt für eine gute Belichtung der Wohnungen und eröffnet attraktive Ausblicke auf die Umgebung. Für Familien und Bewohner steht

Von der Idee bis zum Einzug – alles aus einer Hand. Danke fürs Vertrauen! Staatsstraße Naturns | www.moebel-wallnoefer.it | 0473 667 183

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BAUPROJEKT

zudem ein geschützter Hofraum zur Verfügung. Der gemeinschaftlich nutzbare Bereich bietet unter anderem ausreichend Platz für Fahrräder und schafft einen angenehmen Freiraum innerhalb der Anlage. Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts ist die nachhaltige Bauweise. Die Wohnanlage wurde nach dem Standard Klimahaus A Nature errichtet, der für eine energieeffiziente und ressourcenschonende Bauweise steht. Moderne Gebäudetechnik, eine hochwertige Dämmung und sorgfältig ausgewählte Bauteile tragen zu einer guten Energiebilanz und einem zeitgemäßen Wohnkomfort bei. Ein Neubauprojekt im historischen Umfeld

Die Lage der Wohnanlage innerhalb einer historischen Ensemblezone ist besonders prägend. Im Zentrum dieses geschützten Bereichs befindet sich die ehemalige mittelalterliche Zollstation. Zum historischen Umfeld zählen zudem die Gebäude entlang der Landstraße „Schöpf“ und „Nägele“, die bereits im 14. Jahrhundert urkundlich erwähnt wurden. Auch die Höfe „Unterplatter“ und „Oberplatter“ blicken auf eine lange Geschichte zurück und sind bereits seit dem 12. Jahrhundert urkundlich belegt. Bei der Planung von „Living Lagundum“ wurde dem historischen Wert dieses Umfelds besondere Bedeutung beigemessen. Die umliegenden historischen Gebäude blieben von der Baumaßnahme unberührt. Die straßenbegleitende Umfassungsmauer wurde analog dem

Altbestand neu errichtet. So blieb ein Teil der gewachsenen historischen Struktur bewahrt, während gleichzeitig Raum für eine zeitgemäße Wohnanlage geschaffen wurde. Ziel der Planung war es, einen hohen architektonischen Qualitätsanspruch mit einer behutsamen Weiterentwicklung der traditionellen Bebauungsstruktur zu verbinden. Die Baukörper sind ausgewogen proportioniert und orientieren sich in ihrer Gestaltung an den Besonderheiten der Umgebung. Traditionelle Elemente wurden aufgegriffen und in eine moderne Architektursprache übersetzt. So entsteht ein harmonisches Zusammenspiel zwischen historischen Bezügen und zeitgemäßer Architektur. Architektur und Freiraumgestaltung

Die Architekten Harald Stuppner und Stefan Unterweger vom Architekturbüro sua. waren für die Planung verantwortlich. Dabei galt ihr besonderes Augenmerk dabei nicht nur den Gebäuden selbst, sondern auch der Gestaltung der Außenräume. Im Mittelpunkt der Anlage befindet sich ein gemeinschaftlicher Kommunikationsbereich. Durch die gezielte Verbindung von Bepflanzung und hochwertiger Außenmöblierung entsteht eine parkähnliche Atmosphäre. Der Bereich dient den Bewohnern als Treffpunkt und trägt wesentlich zur Aufenthaltsqualität der Wohnanlage bei. Gleichzeitig schafft die Begrünung einen harmonischen Übergang zwischen den einzelnen Gebäuden. Bei der Auswahl der Materialien

wurde ebenfalls Wert auf Qualität, Langlebigkeit und Funktionalität gelegt. Die Fenster und Balkontüren sind mit Aluminium-Rahmen und Dreifachverglasung ausgestattet. Die Kombination aus der natürlichen Anmutung von Holz und der Widerstandsfähigkeit von Aluminium erfüllt sowohl gestalterische als auch energetische Anforderungen. In den Außenbereichen kommen frost- und rutschsichere Fliesen beziehungsweise Natursteinplatten zum Einsatz. Diese robusten Materialien sind für die Verwendung im Freien bestens geeignet und fügen sich zugleich in das hochwertige Gestaltungskonzept der Anlage ein. Moderne Haustechnik und Wohnkomfort

Die technische Ausstattung ist

Verputz-, Dämm- und Unterbödenarbeiten

auf einen zeitgemäßen und energieeffizienten Betrieb ausgelegt. Für die Energieversorgung der Gebäude sind zentrale Heizanlagen mit einer Gas-Wärmepumpen-Kombination geplant. Die einzelnen Wohneinheiten verfügen jeweils über einen eigenen, separat steuerbaren Heizungskreislauf mit Warmwasserversorgung. Dadurch lässt sich die Wärmeversorgung individuell an die jeweiligen Bedürfnisse der Bewohner anpassen. Living Lagundum verbindet die Anforderungen an komfortables Wohnen mit dem besonderen Charakter des historischen Umfelds, indem es moderne Architektur, hochwertige Materialien, durchdachte Freiraumgestaltung und zeitgemäßer Haustechnik kombiniert. Markus Auerbach

Wir bedanken uns für die gute Zusammenarbeit.

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KUNST & KULTUR

Warum gerade jetzt in Kunst, Kultur und Soziales investieren? Was ist uns eine lebendige Gesellschaft wert? Während Investitionen in Infrastruktur selbstverständlich erscheinen, müssen Kunst, Kultur und soziale Initiativen ihren Wert ständig rechtfertigen. Dabei entstehen gerade dort Begegnung, neue Ideen und gesellschaftliche Perspektiven. Hannes Götsch ist Gründer und Geschäftsführer von BASIS Vinschgau und seit 2025 Mitglied des internationalen Ashoka-Netzwerks. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Verbindung von Kultur, Wirtschaft und sozialer Innovation. Ein Gespräch über gesellschaftliche Verantwortung, fehlenden Mut zum Experiment und die Frage, warum sich eine wohlhabende Region wie Südtirol Hannes Götsch kulturellen Stillstand eigentlich nicht leisten kann. schnell: Ein Konzert kann Integrationsarbeit sein, ein Coworking Wir erleben eine Zeit zunehmen- ein sozialer Treffpunkt und ein der gesellschaftlicher Polarisie- Workshop Wirtschaftsförderung. rung, technologischer Umbrüche Was passiert ist die Rückkehr zu und wirtschaftlicher Unsicherheit. organischer, bedarfsorientierter Gleichzeitig geraten kulturelle Innovation und Evolution. und soziale Einrichtungen immer wieder unter Rechtfertigungs- Wir investieren selbstverständdruck. Warum wäre gerade jetzt lich in Straßen, Gewerbezonen der falsche Moment, bei Kunst, und touristische Infrastruktur. Kultur und Sozialem zu sparen? Warum fällt es uns so schwer, Wer jetzt spart, spart am Funda- kulturelle Begegnungsräume als ment. Wenn Menschen sich nicht ebenso notwendige Infrastruktur mehr begegnen, wächst Miss- anzuerkennen? trauen. Kultur und soziale Räume Weil wir nur messen, was sich sind die Orte, an denen wir lernen, leicht zählen lässt. Zwanzig MeUnterschiede und Vielfalt auszu- ter Gehsteig sieht man, Vertrauen halten. Das ist keine Draufgabe nicht. Ohne Orte, an denen Menfür gute Zeiten, das ist Krisen- schen zusammenkommen, nützt und Gesundheitsvorsorge. aber die schönste Gewerbezone wenig, denn die Talente ziehen Kunst, Kultur und Soziales wer- trotzdem weg. den politisch oft als drei getrennte Bereiche betrachtet, mit unter- Du hast BASIS von der Stunde schiedlichen Zuständigkeiten und null an mitgestaltet. Was hat sich Fördertöpfen. Ist diese Trennung seit damals an deinem Verständüberhaupt noch zeitgemäß? nis von Kultur verändert? Hannes Götsch: Nein, diese BASIS ist das Akronym für Trennung ist ein Verwaltungs- „Business And Service Incubator relikt. Das Leben hält sich nicht Schlanders/Silandro“ und ist aus an Fördertöpfe oder Schubladen. dem Bedürfnis dezentralisierter Wer in Ökosystemen denkt, merkt Innovationsdienstleistung, einem

lösungsorientierten Mindset und dem Bedarf an Räumen für Experiment und Vorstellungskraft entstanden. In der Kulturarbeit seit den Anfang 2000er Jahren ging es mir um Alternativen in der Kunst, Musik, Räume und Freiheit. Die gemeinsame Zeit ist und war das Ziel. Heute verstehe ich Kultur als Haltung und als Hebel. Sie ist Ziel und Werkzeug zugleich: Sie verändert, ohne zu belehren, und öffnet Türen in die Welt, die Politik allein nicht aufbekommt. Offenheit und Interesse der Kulturfrage „Wie gestalten wir Wirtschaft und Gesellschaft fair und im Einklang mit der Natur“ sind prioritär und machen mögliche Zukünfte greifbar. Auch für eine der reichsten Regionen der Welt müssen Perspektive und Zukunftsbilder Priorität haben. BASIS vereint Unternehmertum, Bildung, Subkultur, soziale Innovation und Begegnung unter einem Dach. BASIS als Ökosystem selbst ist einzigartig. Der Vorstand, das Team, die vielen externen Mitarbeitenden, Unterstützer:innen und ehrenamtlichen Helfer. Die vielen Praktikant:innen, Besucher:innen, Forschende. Der dringende Bedarf der wirtschaftlichen Diversifizierung und progressiven Mindsets, der hohe Anspruch und die Widerstände haben uns zusammengeschweißt. Hier entwickeln Coder, Ingenieure mit Kreativen und Künstler:innen Systemlösungen bzw. gesellschaftlichen Ausgleich und Zukunft. Aus diesen teils Zufallsbegegnungen sind Projekte, Kooperationen und

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Unternehmen entstanden, die kein einzelnes Förderprogramm je geplant hätte. Das Unplanbare ist unsere eigentliche Stärke. Beispiele sind die Energiegemeinschaft EVi über 15 Gemeinden, das KASINO als Eventlocation aber auch Produktionsstudio, die Alto Mare Genossenschaft uvm. Du bist regelmäßig auf internationalen Kongressen und besuchst Kultur- und Innovationszentren? in ganz Europa. Da gibt es natürlich viel. Und es ist auch immer kontextabhängig. Amsterdam, Kopenhagen, Malmö, Helsinki. Diese Städte sichern gezielt leistbare Wohnund Arbeitsräume für Kreative, weil sie wissen, dass dort Zukunft entsteht. Freiraum ist dort Standortpolitik. Bei uns ist er oft noch ein Bittgesuch und Luxus bzw. wird mit Angst vor dem Anderen verknüpft. Als NOKIA Ende der 80iger Jahre aus der ehemaligen Kabelfabrik „Kaapelitehda“” in Helsinki auszog, wollte die Stadt das Gebäude ursprünglich abreißen. Ab 1987 zogen Kreative ein und gründeten die Graswurzelbewegung „Pro Kaapeli“ als Verein für den Erhalt und gegen den Abriss. Daraufhin gründete die Stadt Helsinki eine Inhouse- Gesellschaft und übergab dieser die Immobilie kostenlos zur Weiterentwicklung als Creative & Innovation Hub. Dieses Vertrauen abseits von reinem Besitzdenken führte zu einer Erfolgsgeschichte. Hunderte Unternehmen, Startups, Schulen und sogar Olympiamedaillengewinner entstammen der Initiative.


KUNST & KULTUR

In vielen europäischen Städten werden ehemalige Industrieareale, Kasernen und Leerstände in offene kulturelle und soziale Räume verwandelt. Worum geht es hier? Um beides, vor allem aber um Teilhabe. Ein umgenutzter Ort sendet eine klare Botschaft: Dieser Raum gehört euch auch. Die eigentliche Umnutzung passiert nicht im Gebäude, sondern im Kopf, wenn Menschen merken, dass sie mitgestalten dürfen. Zudem wissen wir: Eine Stadt, ein Dorf sind nicht die Gebäude, sondern der Raum dazwischen. In der Quartiersentwicklung sind gemeinschaftlich öffentliche Räume wie z.B. BASIS ein großer Mehrwert und die Entwickler finanzieren diese sogar mit, um mit dem Wohn- und Arbeitsraum einen besseren Marktwert zu erzielen. Hier muss man gut aufpassen, wenn Spekulation und Gentrifizierung Überhand nehmen.

gehen wird. Aber ich merke Aufbruchstimmung, in Politik und Verwaltung, und das ist positiv.

Südtirol gehört wirtschaftlich zu den privilegierten Regionen Europas. Trotzdem kämpfen freie Kulturinitiativen oft um Räume, Planungssicherheit und Anerkennung. Ist das eine Frage fehlender finanzieller Mittel oder fehlt uns der politische Mut? Am Geld liegt es nicht. Uns fehlt

Wir diskutieren ständig darüber, was uns Kunst, Kultur und soziale Projekte kosten. Aber stellen wir uns eigentlich oft genug die umgekehrte Frage: Was kostet uns eine Gesellschaft, die auf sie verzichtet? Definitiv viel zu selten. Eine Gesellschaft ohne Kultur und analoge Begegnungsräume zahlt mit Abwanderung, Einsamkeit und Radikalisierung. Diese Rechnung kommt später, aber sie ist immer teurer als jede Investition im Vorfeld. Aktion statt Reaktion wäre hier die deutlich bessere Devise, schneller von der Theorie in die Praxis kommen und dabei strategisch einen größeren Zeithorizont wählen, 50 bis 100 Jahre.

oftmals das Vertrauen für Experiment, Vorstellungskraft und die Bereitschaft, Neues zuzulassen. Wir fördern lieber das Bewährte, Statik zum Anfassen, und wundern uns dann, wenn das Neue anderswo entsteht. Dann schnell ins Kaufen und Kopieren. Eine Formel, die nicht mehr lange auf- Philipp Kieser

Entdecke die Imker:innen in deiner Nähe:

Natürlich süßen mit Südtiroler Honig

Imker:innen

Ort

Agentur Landesdomäne

Bozen

Pichler Markus

Bozen

Barone Salvatore

Bozen

Clementi Albert

Siebeneich

Galetti Andrea

Bozen

Kemenater Albert Alois

Sarntal

Lintner Franz

Klobenstein

Mauroner Elisabeth

Ritten

Mayr Maria

Klobenstein

Messner Richard

Oberbozen

Pitscheider Valentin

Völs am Schlern

Rottensteiner Julia

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qualitaetsuedtirol.com/honig

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KUNST & KULTUR

Mehr Licht im Raum Schlankere Profile, optimierte Energieeffizienz und mehr Licht dank größerer Glasflächen: Mit dem neuen Alnova 80 bündelt Heiss 20 Jahre Holz-Alu-Erfahrung in einer neuen Generation von Fenstern – für besonders elegante Architekturlösungen. Erfahrung im Holz-Alu-Bereich“, sagt Peter Heiss. „Dieses gesamte Wissen haben wir im neuen Profilsystem gebündelt.“ Mit schlanken Rahmen und hohem Glasanteil sorgt Alnova 80 für helle Räume und elegante Fassaden, im Neubau wie im historischen Bestand. Es ermöglicht verschiedene Fensterformen, lässt sich mit rahmenlosen Verglasungen kombinieren und bietet viele Holzund Farbvarianten für maximale architektonische Freiheit.

„In unseren Gesprächen mit Bauherren und Architekturbüros wurde in den letzten Jahren deutlich: Viele wünschen sich Fenster mit mehr Glasfläche und schmaleren Ansichten für mehr Licht im Raum. Gleichzeitig erwarten sie hohe Dämmwerte und eine langlebige, wartungsfreie Konstruktion“, erklärt Peter Heiss, Inhaber von Heiss Fenster. Architektonische Freiheit Die Herausforderung hat Heiss angenommen und das neue Holz-AluFenster Elegant Alnova 80 entwickelt. Seit sechs Jahrzehnten fertigt

der Betrieb am Eingang des Sarntals Fenster. „Alnova 80 ist dabei das Ergebnis aus 20 Jahren spezifischer

Technologie auf dem euesten Stand Technisch hat Heiss dieses Profil-

system gezielt für Energieeffizienz optimiert. Hohe Dämmwerte senken den Energiebedarf, dünnere Holzabmessungen sparen Ressourcen. Das Glas wird trocken in den Rahmen eingesetzt statt silikoniert. So bleibt die Abdichtung über Jahrzehnte zuverlässig und wartungsfrei. Entscheidend dafür sind auch die erfahrenen Heiss-Montageteams: Sie sorgen für den präzisen Einbau, damit das Fenster im Alltag hält, was es verspricht. Sollte nach der Montage eine Frage auftauchen, ist Heiss auch Jahre später erreichbar – mit einem Serviceteam, das dranbleibt.

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PR-INFO

20 Jahre Lobis Böden – 20 Jahre auf festem Boden Vor 20 Jahren begann die Geschichte von Lobis Böden mit einer klaren Vision und viel Leidenschaft für hochwertige Bodenlösungen. Heute steht das Familienunternehmen für Qualität, Verlässlichkeit und zahlreiche erfolgreiche Projekte weit über Südtirol hinaus. Lobis Böden feiert sein 20-jähriges Bestehen und blickt auf zwei Jahrzehnte voller Leidenschaft, Entwicklung und wertvoller Partnerschaften zurück. Ein Boden ist weit mehr als ein funktionales Bauelement. Er prägt die Atmosphäre eines Raumes, begleitet Menschen über viele Jahre und wird Teil ihrer persönlichen Geschichte. Genau dieser Gedanke steht seit der Gründung im Mittelpunkt von Lobis Böden. Was als Familienunternehmen mit einer klaren Vision begann, hat sich zu einem angesehenen Partner für hochwertige Bodenlösungen entwickelt. Heute ver-

trauen Privatkunden ebenso wie Hoteliers, Architekten, Planer und Bauträger auf die Kompetenz und Erfahrung des Unternehmens. Zahlreiche Projekte im In- und Ausland stehen für höchste Qualitätsansprüche, hochwertige Materialien und zeitloses Design. Trotz Wachstum und Weiterentwicklung ist eines unverändert geblieben: die Nähe zum Kunden. Persönliche Beratung, Verlässlichkeit und Handschlagqualität bilden seit jeher die Grundlage vieler langjähriger Partnerschaften. „20 Jahre Lobis Böden bedeuten für uns vor allem 20 Jahre

Vertrauen“, betont die Geschäftsführung. „Wir durften in dieser Zeit viele Menschen begleiten, spannende Projekte verwirklichen und gemeinsam mit unseren Kunden, Partnern und Mitarbeitenden wachsen. Dafür sind wir sehr dankbar.“ 20 Jahre Lobis Böden sind zugleich 20 Jahre Familiengeschichte. Hinter dem Unternehmen stehen Menschen, die mit Leidenschaft, persönlichem Einsatz und einem klaren Werteverständnis den Familienbetrieb geprägt und weiterentwickelt haben. Gemeinsam mit

engagierten Mitarbeitenden, treuen Kundinnen und Kunden sowie langjährigen Partnern ist Lobis Böden zu dem geworden, was das Unternehmen heute auszeichnet. Das Jubiläum ist daher vor allem ein Moment der Dankbarkeit gegenüber allen, die diesen Weg mitgegangen sind. Der Blick richtet sich jedoch nicht nur auf die Vergangenheit. Nachhaltigkeit, Innovation und die kontinuierliche Weiterentwicklung des Sortiments bleiben zentrale Themen für die Zukunft. Mit derselben Leidenschaft, mit der vor 20 Jahren alles begann, möchte Lobis Böden auch künftig Räume mit Charakter schaffen und Menschen langfristig begeistern. 20 Jahre Lobis Böden – gewachsen auf einem starken Fundament. Dankbar für das Vertrauen. Bereit für die Zukunft.

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