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PLUS 06 vom 09/06/2025

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Gemeinsame Kräfte

Meine Kinder waren mir letztens sehr neidisch: Mitte Mai durfte ich der Berufsfeuerwehr Bozen einen Besuch abstatten. Kommandant Florian Alber führte mich nicht nur durch alle Räumlichkeiten und Hallen, sondern gab mir in einem Interview auch ehrliche Einblicke in die Arbeit der Feuerwehrleute: Ein Gespräch über den Wert motivierter und kompetenter Mitarbeiter:innen, darüber, wie schwer Misserfolge zu verkraften sind und welche Sorgen einen nach über 30 Jahren in diesem Beruf noch immer begleiten.

Um gemeinsame Kräfte geht es auch in anderen Themen dieser Ausgabe: um Menschen, die etwas miteinander schaffen, das alleine kaum möglich wäre. Etwa um das Künstlerkollektiv Schwarzenfeld, das zwischen Trier und Eppan pendelt und davon überzeugt ist, dass Kunst vor allem an öffentlichen Plätzen entstehen sollte. Außerdem nimmt Sie unser Kulturredakteur mit auf seine Business-Reise nach Athen –eine Stadt, die von Geschichte und vom Miteinander lebt.

Herzlichst, Ihre Sarah Meraner redaktion@bezirksmedien.it

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Bezirkskoordination: Alexander Del Rosso, adr@bezirksmedien.com

Redaktionsleitung: Sarah Meraner

Redaktion: Sarah Meraner, Walter J. Werth, Flora Brugger, Remo Demanega, Phillipp Kieser, Karl Psenner, Robert Adami

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„OHNE DIE MENSCHEN GEHT ES NICHT“

Wenn bei der Berufsfeuerwehr Bozen der Alarm losgeht, zählt jede Minute. Kommandant Florian Alber spricht über Verantwortung und Herausforderungen in einem Job, der ständigen Wandel bedeutet.

Es ist der Berufswunsch unzähliger Kinder: Feuerwehrmann bzw. Feuerwehrfrau. Die Menschen, die bei der Bozner Berufsfeuerwehr arbeiten, haben sich diesen Traum erfüllt: Sie sind 365 Tage im Jahr rund um die Uhr im Einsatz und sind für Brandbekämpfung zuständig, für technische Hilfeleistungen bei Unfällen jeglicher Art, für Hilfe bei Katastrophen sowie für die Unterstützung des Rettungsdienstes bei Großschadensereignissen.

Die Berufsfeuerwehr Bozen ist die einzige Berufsfeuerwehr Südtirols, ihre Zentrale liegt – vom Überetsch aus gesehen – am

Stadteingang. Mitte Mai treffe ich hier einen Mann, der weniger seinem Kindheitstraum hinterhergerannt ist, sondern vielmehr einen sinnvollen Job gesucht – und ihn gefunden hat. Florian Alber aus Meran ist als Feuerwehrmann gewissermaßen quer eingestiegen – er brachte keine Erfahrung als Freiwilliger mit, ist inzwischen aber seit 1994 bei der Berufsfeuerwehr tätig. Im Laufe der Jahre hat er sich hier nach oben gearbeitet, seit 2017 ist er bereits Kommandant der Berufsfeuerwehr. „Diese Tätigkeit ist für mich absolut kein Hobby, aber auf jeden Fall der Beruf, den ich gerne

und den ich so gut wie nur möglich mache“, sagt Alber. Das Engagement der vielen Freiwilligen im ganzen Land, die die Tätigkeit aus reiner Passion ausüben, schätzt er umso mehr: „Für mich persönlich sind sie das Rückgrat des Südtiroler Feuerwehrwesens – und wir als Berufsfeuerwehr stehen ihnen bei Bedarf immer zur Verfügung.“ Die Zusammenarbeit mit den Freiwilligen Feuerwehren – vor allem jenen der Stadt Bozen, Gries und Oberau-Haslach – empfindet Alber als sehr gut. Seine eigene Mannschaft empfindet er nicht als etwas „Besseres“: „Man darf sich selbst nicht so

© Sarah Meraner

Der Kommandant der Berufsfeuerwehr Bz

wichtig nehmen.“ Natürlich seien die Voraussetzungen und Arbeitsweisen verschieden, aber Alber geht immer von den Stärken aus – mit den eigenen Schwächen stets im Hinterkopf. „Wir haben natürlich den Vorteil nach vorgefertigten Schemata zu arbeiten – wir wissen also genau, wer bei den Einsätzen wo ist, wer was zu tun hat. Bei den Freiwilligen Feuerwehren passiert die Einteilung spontan. Dafür schaffen sie es besser, viel mehr Einsatzkräfte vor Ort zusammenzubringen. Wir hingegen sind nur ein kleiner Haufen.“ Ein weiterer Vorteil für die Leute bei der Berufsfeuerwehr: Haben sie gerade keinen Einsatz, können sie sich den ganzen Tag mit Feuerwehrthemen beschäftigen und sich somit stetig weiterbilden. Florian Alber verlangt von seiner Mannschaft daher, die beste der vielen guten zu sein, Professionalität und persönlicher Einsatz ist sein Anspruch an sie – auch weil sich die Berufsfeuerwehr als Serviceunternehmen für die Bevölkerung sieht. Das Niveau des Feuerwehrwesens in Südtirol schätzt Alber grundsätzlich als sehr hoch ein: „Wir haben durch die Großzügigkeit der Südtiroler Bevölkerung und der öffentlichen Hand genügend finanzielle Mittel für eine hervorragende Ausrüstung und zudem wahnsinnig viele Menschen, die motiviert sind und diese Geräte auch effizient bedienen können. Ohne die Menschen geht es nicht.“

Das Haupteinsatzgebiet der Berufsfeuerwehr Bozen sind die Stadt Bozen sowie die Autobahn, wenn der Kran benötigt wird, und die MEBO bis Terlan. Die Berufsfeuerwehr wird aber auch zu komplexeren

Zu den internen Arbeiten gehört auch die Küchenarbeit

Einsätzen außerhalb dieser Zonen gerufen – oft auch deshalb, weil sie über Einsatzfahrzeuge oder Geräte verfügt, die die Freiwilligen Feuerwehren nicht besitzen. Gibt es Einsätze mit der höchsten Alarmstufe, rückt die Berufsfeuerwehr zum Teil auch außerhalb der Stadt Bozen automatisch aus. Im Jahr kommen auf diese Weise zwischen 3.400 und 3.800 Einsätze zusammen. Etwa 150.000 Menschen halten sich täglich in Bozen auf. Das macht die Einsätze hier schwierig, besonders in der Altstadt – doch Einsätze in historischen Stadtkernen und den dortigen engen Gassen kennen auch die Freiwilligen Feuerwehren in anderen Städten, so Alber. Die größere Herausforderung sei es vielmehr, sich den ständigen technischen Fortschritten und den äußeren Gegebenheiten anzupassen und neue Konzepte auszuarbeiten. Während vor ein paar Jahren zum Beispiel Photovoltaikanlagen immer wieder mal für Einsätze sorgten, sind es aktuell E-Bikes, E-Autos oder neue Fassadenisolierungen. „Die Brandverhütung selbst wird immer besser“, erklärt Alber, „daher gibt es eigentlich immer weniger Brände und somit auch weniger Löscheinsätze – dafür häufen sich eben die technischen Einsätze. Wir sind in einem konstanten Wandel.“

Arbeiten für die Zivilbevölkerung Aktuell arbeiten bei der Berufsfeuerwehr Bozen 135 Feuerwehrleute, die Beamte der Südtiroler Landesverwaltung sind. Die Mitarbeitenden müssen Generalisten sein, so der Kommandant. Die Grundvoraussetzung: Sie müssen gute Handwerker:in-

nen sein – außerdem müssen die Frauen und Männer sportlich fit sein, eine gute körperliche und gesundheitliche Verfassung vorweisen können, geschickt sein sowie über eine gute Allgemeinbildung verfügen, und auch das schriftliche Bildungsniveau muss passen. „Da wir aus dem Pool der Handwerker:innen fischen und das Handwerk an sich ja schon Schwierigkeiten hat, Nachwuchs zu finden, ist es auch für uns nicht leicht, Leute zu generieren“, erklärt Alber. Im Moment blickt er daher eher sorgenvoll in die Zukunft: Im Stellenplan sind 149 Mitarbeitende vorgesehen – aktuell ist die Berufsfeuerwehr somit unterbesetzt. Zur Zeit läuft aber wieder ein Wettbewerb, bei dem im Sommer wieder neue Feuerwehrfrauen und -männer ausgewählt werden, die sich für die Tätigkeit eignen. Doch wie sieht diese eigentlich aus?

Der operative Dienst der Berufsfeuerwehr wird rund um die Uhr von vier Schichten zu je zwölf Stunden abgedeckt, mindestens 23 Leute pro Turnus müssen vor Ort sein. Um sieben Uhr morgens beginnt die Tagschicht mit einer Präsenzkontrolle, anschließend überprüft das Personal die jeweiligen Einsatzfahrzeuge und Geräte sowie die persönliche Schutzausrüstung. Anschließend teilt der bzw. die Turnusleitende den Bereichszuständigen die Arbeiten zur Reinigung, Wartung und Instandhaltung von Geräten und Fahrzeugen zu. Für diese internen Arbeiten steht der gesamte Vormittag zur Verfügung, sofern keine Einsätze den Arbeitsablauf unterbrechen. Nach dem Essen ist eine

© Sarah Meraner
© Sarah Meraner

Ausbildungseinheit geplant, am späten Nachmittag findet eine Stunde Leibeserziehung statt. Die Tagschicht wird mit den Abschluss- und Aufräumarbeiten beendet. Um einen ununterbrochenen und einwandfreien Dienst zu garantieren, werden dringende Aufträge und wichtige Informationen bei Schichtwechsel an die Feuerwehrleute des Nachtturnusses weitergegeben, der um 19 Uhr beginnt. Der Tätigkeitsschwerpunkt: genaue Fahrzeug- und Gerätekontrolle sowie Ausbildungseinheiten, bei denen Einsätze nachbesprochen und aufgearbeitet werden. Auch bei jeder Nachtschicht gibt es eine Einheit Leibeserziehung. Wöchentlich gibt es außerdem für alle Fachkräfte einen Schwimmkurs. Kommandant Florian Alber führt mich im Gebäude herum. Rund 70 Fahrzeuge stehen den Feuerwehrleuten für ihre Einsätze zur Verfügung – bei den meisten handelt es sich um Spezialfahrzeuge. Weil systembedingt zu wenig Leute im Dienst sind, wird versucht zu kompensieren: Für jede Einsatzart werden das geeignetste Fahrzeug und die richtige technische Ausrüstung verwendet. So wird mit wenigen Einsatzkräften höchst effizient gearbeitet. Den größten Teil der anfallenden internen Arbeiten und feuerwehrtechnischen Wartungen sowie Reparaturen erledigen die Mitarbeitenden der Berufsfeuerwehr selbst – in den eigenen dafür vorgesehenen Werkstätten und Labors, so gibt es zum Beispiel eine Schlosserei und eine Tischlerei. „Jede:r kommt mit einem Beruf hierher – und darf diesen Beruf hier auch weiter ausüben“, erklärt Alber. Es gibt auch ein Einsatzmagazin, wo alles vorrätig ist, was für Einsätze rasch benötigt wird. „Wir arbeiten mit technisch hoch komplizierten Geräten, aber eben auch ganz simpel mit Schläuchen, Schaufel und Pickel“, sagt Alber lachend. Spezialkenntnisse für bereichsspezifische Arbeiten erlernen Mitarbeitende bei Kursen im In- und Ausland – dazu gehört zum Beispiel die korrekte Reinigung und Wartung der Atemschutzgeräte, die eine hundertprozentige Genauigkeit und ein hohes Verantwortungsbewusstsein erfordert. „Von dieser Arbeit hängt das Leben der Kolleg:innen ab – und das eigene.“ Zu den internen Diensten gehört auch die gesamte Küchenarbeit. Auch das dafür zugeteilte Personal rückt wie alle anderen Feuerwehrleute bei Bedarf aus – dann bleibt schon mal die Pizza unfertig auf dem Backblech

zurück. Einen Tag ohne Einsatz gibt es für die Berufsfeuerwehr nie. Die Einsatzleitstelle koordiniert die Einsätze und ist die interne Telefonzentrale der Berufsfeuerwehr Bozen. Rund um die Uhr nehmen hier zwei Disponenten die Anrufe der einheitlichen Notrufzentrale 112 entgegen und alarmieren die zuständigen Einheiten der Berufsfeuerwehr sowie die drei Freiwilligen Feuerwehren von Bozen. Ein dritter Disponent der Leitstelle ist bei einem Einsatz auf der Drehleiter mit dabei. Die Positionen der drei Mitarbeiter wechseln – so bleibt ihre Arbeit abwechslungsreich und ihr Blick offen. Die Einsatzleitstelle ist direkt mit den wichtigsten Rettungsund Sicherheitsorganen verbunden, unter anderem mit den Carabinieri, der Staatspolizei, der Landesnotrufzentrale, den Bezirksalarmzentralen, der Autobahn A22 und den Forstbehörden. Zusätzlich bestehen Verbindungen zu weiteren wichtigen Einrichtungen und Behörden, etwa zu E-Werken, der staatlichen Eisenbahn, verschiedenen Landesämtern, dem Landesstraßendienst, dem Militär, der Einsatzzentrale in Rom und Einsatzleitstellen im Ausland. So kann bei besonderen oder komplexen Ereignissen rasch Kontakt zu den zuständigen Stellen aufgenommen werden. Weil die Einsatzleitstelle ständig besetzt ist, alarmiert sie seit vielen Jahren auch verschiedene Bereitschaftsdienste der Südtiroler Landesverwaltung. Dazu gehören unter anderem der Landeszivilschutz, das Landesforstkorps, die Umweltagentur, der Landesstraßendienst und

der Geologische Dienst des Landes. Die Landesnotrufzentrale meldet Notstände oder unmittelbare Gefahrensituationen unverzüglich an die Berufsfeuerwehr –diese gewährleistet im Landeslagezentrum einen ständigen Dienst zur Kontrolle und Beurteilung von Gefahrensituationen. Neben motivierten Mitarbeitenden, modernsten technischen Geräten und einer sicheren persönlichen Ausrüstung ist eine gute Ausbildung eine der wichtigsten Komponenten der Berufsfeuerwehr Bozen. Für die Feuerwehrleute gibt es ein jährliches Ausbildungsprogramm, das laufend angepasst wird. Gesetzliche Pflichtübungen und zusätzliche verpflichtende Ausbildungen und Schulungen verschiedenster Art sind Teil des Konzeptes.

Von Herausforderungen und Sorgen

In eiskaltes Wasser springen, in brennende Häuser laufen oder durch enge Kanalschächte robben: Bereits seit 1948, also seit 78 Jahren, gibt es die Berufsfeuerwehr Bozen – und seit Beginn an arbeiten die Feuerwehrleute immer wieder unter schwierigsten Bedingungen, um Menschen zu retten oder Sachwerte zu schützen – und immer wieder erleben sie dabei Situationen, die prägen. „Natürlich hängt es immer von einem persönlich ab, wie sehr man sich von einem Einsatz emotional berühren lässt und auch inwiefern die jeweilige Situation das eigene Leben spiegelt. Ist das der Fall, sind die Gefühle natürlich potenziert, weil sie nah an der

© Sarah Meraner

eigenen Lebensrealität sind.“ Falls Mitarbeitenden Einsätze sehr nah gehen, gibt es Nachbesprechungen mit Peers, speziell ausgebildeten Einsatznachsorger:innen, die sich um die psychische Gesundheit ihrer Kolleg:innen kümmern. Falls Belastungen länger andauern, motivieren Peers die Betroffenen dazu, einen professionellen Psychologen oder eine professionelle Psychologin aufzusuchen.

Das Ziel der Berufsfeuerwehr sei es immer, einen Einsatz erfolgreich zu bewältigen. „Gelingt das mal nicht, dann macht uns das schon schwer zu schaffen“, gesteht Alber und fügt lächelnd hinzu: „Wir sind etwas erfolgsverwöhnt.“ Auf die Frage, ob man im Laufe der Jahre und mit mehr Erfahrung eigentlich irgendwann abgehärtet ist, antwortet er: „Ich beobachte da zwei Tendenzen: Je länger man diesen Job macht, desto sensibler wird man – vielleicht weil man sich mit zunehmendem Alter auch immer mehr mit dem eigenen Tod konfrontiert sieht. Die jungen Leute hingegen wollen keinen Einsatz verpassen, sie haben diesen ,Hunger‘ nach Erfahrungen, der bei

erfahrenen Leuten vielleicht mit der Zeit weniger wird. Sie haben halt alles schon gesehen.“ Der Kommandant betont aber, dass es immer eine Frage des Charakters

sei – er persönlich nimmt sehr viel von seiner Arbeit mit nach Hause, gibt er zu. Dass sein Beruf eine hohe soziale Akzeptanz hat und er mit Stolz sagen kann, dass er Feuerwehrmann ist, macht das aber wieder leichter. Was macht denn einem Feuerwehrmann, der diese Arbeit seit 32 Jahren ausübt und der seit zehn Jahren die Rolle des Kommandanten innehat, denn überhaupt noch Sorgen? „Dass jemand von meinen Kolleg:innen zu Schaden kommt. Dass die Mitarbeitenden wieder heil aus einem Einsatz rauskommen, ist das oberste Ziel, dem alles andere untergeordnet wird – das ist mir persönlich das Wichtigste“, sagt Florian Alber. „Mit einem Misserfolg bei einem Einsatz oder mit schlechter Presse nach einem solchen Misserfolg kann ich leben, aber nicht damit, dass ein:e Mitarbeiter:in verletzt wird. Wenn wir Profis sein wollen, dann müssen wir so organisiert sein, dass wir alle unbeschadet von einem Einsatz zurückkommen.“

PR-INFO

Schnelle Hilfe ohne Notaufnahme

Mit dem Ambulatorium für kleine Dringlichkeiten bietet der Gesundheitsbezirk Bozen eine Anlaufstelle für nicht lebensbedrohliche Beschwerden.

Das Ambulatorium für kleine Dringlichkeiten (AKD) in Bozen dient als Anlaufstelle bei Beschwerden, die keine Notfälle sind und daher nicht in der Notaufnahme im Krankenhaus behandelt werden müssen. Patientinnen und Patienten mit dringenden, aber nicht lebensbedrohlichen gesundheitlichen Beschwerden können sich an dieses neue Ambulatorium für kleine Dringlichkeiten wenden. Dieses bietet eine ergänzende Versorgung bei Beschwerden, die keine Notfälle sind und sollte anstelle der Notaufnahme im Krankenhaus aufgesucht werden.

Das Ambulatorium für kleine

Dringlichkeiten befindet sich im Erdgeschoss des Gemeinschaftshauses in Bozen am W.-A.-Loew-CadonnaPlatz Nr. 12 und ist 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche geöffnet. Von 8.00 bis 20.00 Uhr besteht freier Zugang, von 20.00 bis 8.00 Uhr ist eine telefonische Voranmeldung unter der Telefonnummer 0471 438288 notwendig. Erste Anlaufstelle für die Bürgerinnen und Bürger bleibt aber

weiterhin der eigene Hausarzt bzw. die Hausärztin sowie die Kinderärztinnen und Kinderärzte freier Wahl.

Krankheitsbilder, die im AKD Bozen Loew-Cadonna behandelt werden:

• Wundversorgung und andere Leistungen der Krankenpflege

• Verletzungen oder Schmerzen an den Gliedmaßen

• Hautrötungen

• Insektenstiche

• Fieber

• Lumbalgien („Hexenschuss“)

• Unterleibsschmerzen

• kleinere Traumata

• oberflächliche Verletzungen

• Hautirritationen

• Glieder- und Muskelschmerzen

• Koliken

• Grippesymptome

• Schwellungen

• Übelkeit oder Brechreiz.

Informationen zu den Einrichtungen der wohnortnahen Gesundheitsversorgung finden Sie unter: https://gesundheit.provinz.bz.it/de/ einrichtungen-wohnortnahe-gesundheitsversorgung

Sarah Meraner
Das Einsatzmagazin
© Sarah
Meraner

Der „Ditch Day“ im Unterland

Das Festival „Ditch Day“ brachte Indie-Sounds, Festivalstimmung und kreative Begegnungen ins Jugend- und Kulturzentrum Point in Neumarkt.

Das Jugend- und Kulturzentrum Point in Neumarkt verwandelte sich am Freitag, dem 8. Mai, zu einem pulsierenden Ort der Südtiroler Indie-Szene. Nach zwei erfolgreichen Ausgaben im Bozner Sudwerk feierte das Festival „Ditch Day“ Premiere im Unterland. „Wir wollten das Event bei der Spring Edition 2026 weiterentwickeln“, so die Veranstalter Philipp Trojer und Claus Stecher, alias Since11. Unter dem Motto „Follow the Groove“ bewies die Band erneut, wie lebendig die lokale Musiklandschaft ist. Dieses Mal versuchte sie, den Ditch Day als Open Air aufzuziehen – mit Erfolg. „Es war uns wichtig, eine Location zu finden, die uns die Möglichkeit bietet, dem Ditch Day noch mehr Festivalcharakter zu verleihen. Das hat im Point mit seinem weitläufigen Außenbereich, der Skaterampe, dem Graffiti-Workshop und dem Artists-Corner optimal funktioniert.“ Den Auftakt machten die beiden Bands DanDeLion und But Beautiful, die das Publikum mit ihren Sets direkt auf Betriebstemperatur brachten. Den emotionalen Höhepunkt setzten

schließlich Since11 selbst: Die Band, die erst vor wenigen Wochen ihre neue EP „LARA“ veröffentlichte, unterstrich mit ihrem Set den Anspruch des Events: handgemachte Musik, die direkt unter die Haut geht. Abseits der Bühne wurde der Ditch-Day-Vibe durch die „Maker-Corner“ von N’tocDeNena und Maka abgerundet, das DJ-Duo Montelemon und Mew Fang sorgten bei der Aftershow für Partystimmung bis spät in die Nacht.

Synergien und Vernetzung durch Musik Ein kuratiertes Musikprogramm sowie eine nachhaltige Vernetzung der lokalen Szene: Das war der Anspruch der Veranstalter.

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„Community ist in der Musikszene – wie eigentlich überall im Leben – absolut essentiell. Wir haben als Band selbst die Erfahrung gemacht, dass man alleine oft nicht weiterkommt. Man braucht ein Netzwerk, das einem in den verschiedensten Bereichen unter die Arme greift oder einfach mal einen guten Tipp gibt.“ Mit dem Ditch Day bietet Since11 also eine Plattform für den Austausch innerhalb der Südtiroler Musikszene. „Es geht uns darum, Erfahrungen und Learnings zu teilen, anstatt sie für sich zu behalten. So entstehen Synergien, die nicht nur den einzelnen Act, sondern die Szene als Ganzes stärken und weiterbringen können.“ Das Konzept, lokale Acts nicht einfach

aneinanderzureihen, sondern ein atmosphärisch stimmiges Gesamterlebnis zu schaffen, ging auf: Das zeigte ein junges, ausgelassenes Publikum, die hohe Qualität der Acts und die lockere Atmosphäre im Point. „Es geht uns um echte Begegnung. Wir wollen verschiedene Fan- und Freundeskreise vermischen und einen Treffpunkt schaffen, an dem neue Verbindungen entstehen“, erklärt Philipp Trojer. „Wenn nach dem Gig Leute zusammenstehen, die sich vorher nicht kannten, und vielleicht den nächsten gemeinsamen Konzertbesuch planen, dann hat das Format sein Ziel erreicht. Eine weitere Edition des Events ist laut den Veranstaltern bereits in Planung und wird im Herbst 2026, voraussichtlich im Oktober, stattfinden. „Wann und wo genau sowie mit welchen Künstler:innen das Event stattfindet, klären wir demnächst ab. Wir sind motiviert, dieses Event in der Südtiroler Kulturlandschaft zu etablieren und viele spannende lokale Acts auf die Bühne zu bringen“, so Trojer.

Klein, aber fein: „The little Jump Out“

Auch in diesem Jahr verwandelte sich – zumindest ein Teil des Festplatzes in St. Michael –wieder in ein Festivalgelände. Das legendäre JUMP OUT fand in diesem Jahr in etwas kleinerer Form statt – „The little JUMP OUT“ hieß die diesjährige Ausgabe. Der Grund dafür: Im Juni wurde für diese Ausgabe kein freier Termin mehr gefunden. Verzichten wollten die Veranstaltenden von JUMP OUT auf das alljährliche Festival allerdings nicht. „Zuerst wollten wir es noch kleiner halten, aber dann wurde es doch relativ groß“, so Lisa Wohlauf, Jugendarbeiterin im Jump. „Den Fokus legten wir auf lokale Bands.

Wir haben darauf geachtet, dass unterschiedliche Musikrichtungen angeboten werden und vor allem junge Künstler und Künstlerinnen gefördert werden.“ So gab es musikalisch also viel Abwechslung: Es standen Bands von der Musikschule Überetsch und Bozen Gries auf der Bühne, außerdem Singer-Songwriterin Medea Hinteregger, Rapper Son Devil sowie die Bands The Fever Week und Cantina Roots. Anschließend wurde der mittlerweile legendäre JUMP-Balkon geöffnet, wo Hansi Pelati, Ha-

nas und Najiu Najiu mit ihren DJ-Sets noch für atmosphäri sche Dance-Stimmung sorgten. „The little JUMP OUT“ stand dem Original somit um nichts nach – viele der Besucherinnen und Besucher empfanden die Atmosphäre als sehr angenehm und „heimelig“. Auffallend war in diesem Jahr die große An zahl an Familien unter den Be suchenden – vermutlich des halb, weil es tagsüber auch ein schönes Rahmenprogramm für die Kleinen gab: eine Schminkund Bastelecke im Garten der Begegnung sowie gleich zwei Auftritte des bekannten Straßenkünstlers und Clowns Jordi, dem künstlerischen Leiter von Asfaltart. Mit seiner „Bicycle Show“ sorgte er für lachende Gesichter bei Groß und Klein. Verköstigt wurden die Besuchenden von Luzia und ihrer beliebten Pizza sowie dem PIMS-Truck, bei dem es herzhafte Burger und Pommes gab. Nächstes Jahr ist das JUMP OUT wieder als großes Open Air zurück – und dann dürfte noch mehr gefeiert werden, als man es in den vergangenen Jahren eh schon getan hat, denn 2027 feiert JUMP OUT sein 15-jähriges Jubiläum.

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Interview mit Roland Lahner und Thea Kelderer

Der Altpräsident und die neue Präsidentin des ASC Neugries im Interview

Herr Lahner, Sie waren ja 18 Jahre lang Präsident, vorher Vize und im Ausschuss des ASC Neugries. Was hat Sie damals bewogen, diese verantwortungsvolle Aufgabe zu übernehmen?

Nun, ich war schon lange aktiver Sportler, Volleyball gehörte zu meinen bevorzugten Sportarten. Damals wurde ich gefragt, ob es mich reizen würde, diese Funktion zu übernehmen … und ich sagte zu. Manchmal waren es schon herausfordernde, nicht leichte Zeiten, aber ich habe mich gern eingebracht.

Wenn Sie jetzt zurückblicken, was fällt Ihnen spontan ein?

Da nenne ich die 40-Jahr-Gründungsfeier, die wir vor fünf Jahren begehen konnten. Für alle Mitwirkenden ein unvergessenes, großes gesellschaftliches Ereignis unter Freund:innen, das wir nicht missen möchten. Sportlich gesehen hat mich der Aufstieg der Volleyball-Damen

schaften, bei denen unsere aktiven Mitglieder zahlreiche Erfolge einheimsen konnten.

Gibt es aber auch Schattenseiten, die Ihre Aufgabe beeinträchtigt haben?

Vor allem denke ich da an die bürokratischen Auflagen, die in den vergangenen Jahren übermäßig gestiegen sind. Die Einhaltung von Bestimmungen jeglicher Art ist viel aufwändiger, zeitraubender geworden. Unser Verein ist sehr mitgliederstark, wir sind derzeit an die 900 Personen, davon rund zwei Drittel Kinder und Jugendliche … Da fällt sehr viel an Verwaltungsaufwand an. Finanziell stehen wir aber auf soliden Bei-

Frau Kelderer, Sie sind ja frisch gewählte Präsidentin, zudem die erste Frau an der Spitze des ASC Neugries. Wie fühlen Sie sich dabei und was hat Sie an dieser Aufgabe gereizt?

Noch fühle ich mich sehr gut (lacht). Aber im Ernst: Mir wurde das uneingeschränkte Vertrauen des gesamten Vorstandes bekundet, mein Vorgänger hatte ein tolles Team aufgebaut, auf das man sich verlassen kann. Da ich auch gerne neue Herausforderungen suche, habe ich zugesagt.

Welche Ziele setzen Sie sich, was möchten Sie ändern, wo gibt’s etwas zu tun?

Es ist leider immer schwieriger ge-

Früher waren viele Trainer:innen und Betreuer:innen ehrenamtlich tätig oder erhielten ein ‚Trinkgeld‘, diese Zeiten sind wohl endgültig vorbei. Wir benötigen aber viele Freiwillige. Wir werden versuchen, verstärkt das familiäre Umfeld mit einzubinden, Nachhaltigkeitsprojekte für Kinder und Jugendliche auf die Beine zu stellen und alle noch mehr zu sensibilisieren.

Worauf legen Sie noch Wert? Mir schwebt beispielsweise ein Ethikkodex vor, den wir einführen sollten. So weiß jeder, wie er sich als Mitglied zu verhalten hat, was erlaubt ist und wo sich die Grenzen befinden. Dies betrifft dann bei Kindern natürlich auch deren Eltern. Wichtig ist mir auch eine stetige Weiterbildung von Trainern und Betreuern. Betonen möchte ich noch, dass ich allein nichts erreichen oder bewegen kann, ohne starkes Team geht gar nichts. Aber ich bin guter Dinge, dass wir dies gemeinsam meistern werden.

Familiendemo: „Tut endlich was!“

Rund 350 Menschen haben am 16. Mai am Silvius-Magnago-Platz in Bozen an einer Familiendemonstration teilgenommen und ein deutliches Signal an die Politik gesendet: Die Rahmenbedingungen für Familien im Land seien nicht mehr tragbar.

Unter dem Motto „Tut endlich was!“ kritisierten Eltern, Großeltern sowie Unterstützer:innen vor allem die fehlende Kontinuität in der Kinderbetreuung, unzureichende Nachmittagsangebote sowie hohe Kosten und unübersichtliche Sommerbetreuungsmodelle. Familien müssten zunehmend selbst jene Aufgaben übernehmen, die eigentlich durch die öffentliche Infrastruktur abgesichert sein sollten, so

die Demonstrierenden. Besonders deutlich fiel die Kritik am Kindergarten- und Schulsystem aus. Gefordert wurde ein ganzjährig verlässliches, kindgerechtes Betreuungsangebot ohne „Flickenteppichlösungen“ sowie leistbare Verlängerungsangebo-

Die Kalterer Seespiele 2026

NEK, Kool & the Gang und Thomas Anders auf Südtirols einziger Seebühne am Ufer des Kalterer Sees!

Laue Sommerabende, die Kulisse des Kalterer Sees und erstklassige Musik – die Kalterer Seespiele laden zu zeitlosen, ikonischen und legendären Momenten. Eröffnet werden die diesjährigen Seespiele am Dienstag, 21. Juli von NEK. Nach seinem Debüt im Jahr 1992 mit dem Album „Nek“ haben unvergessliche Songs wie „Almeno stavolta“, „Lascia che io sia“, „Laura non c’è“, „Se io non avessi te“, „Unici“, „Sei grande” und viele weitere seine konstante Präsenz in der Musiklandschaft bestätigt. Am Dienstag, 28. Juli kommen dann mit Kool & the Gang die absoluten Legenden des Funk und Soul an

den Kalterer See, mit ihrem unverwechselbaren Mix aus Jazz, Soul und kugelsicherem Funk und legendären Liedern wie „Celebration“. Das diesjährige Finale der Kalterer Seespiele am Dienstag, 4. August bringt dagegen eine wahre Pogplegende live auf die Seebühne: Thomas Anders. Als Stimme von Modern Talking schrieb er mit über 125 Millionen verkauften Tonträgern Musikgeschichte – und beweist seit über vier Jahrzehnten, dass er ein Entertainer von Weltrang mit zeitloser Klasse ist.

te. Auch im Schulbereich brauche es mehr als reine Betreuung: Nachmittagsangebote sollen Bildung, Sport, Musik und soziale Förderung verbinden – unabhängig vom Einkommen oder den organisatorischen Möglichkeiten der Eltern. Ein weiteres zentrales Thema war die Absicherung von Care-Arbeit. Wer Kinder betreut oder Angehörige pflegt, dürfe im Alter nicht benachteiligt werden, forderten die Teilnehmenden. Die Ausweitung regionaler Renten- und Sozialleistungen für Care-Arbeitende sei demnach dringend notwendig. Warme Worte über den Wert von Familien reichen nicht mehr, so die Organisatorinnen Barbara Plagg, Doris Albenberger, Christa Ladur-

ner, Ingrid Kapeller und Heidi Flarer. Diese familien- und bildungspolitischen Versäumnisse haben gesellschaftliche Folgen: Erschöpfung, Abwanderung von Fachkräften, Kinderlosigkeit und Altersarmut für Frauen. Die Organisatorinnen betonten, dass es nicht um Einzelinteressen gehe, sondern um strukturelle politische Lösungen. Die Demo verstand sich als offenes zivilgesellschaftliches Format ohne hierarchische Trägerschaft. Die klare Botschaft der Teilnehmenden: Familien sind am Limit – und sie dürfen nicht länger mit organisatorischen und finanziellen Dauerbelastungen allein gelassen werden.

Drei Highlights auf der einzigen Seebühne Südtirols. Beginn jeweils 21 Uhr

Eintritt: € 49,–(Ermäßigungen für Kinder unter 13 Jahren)

Infos und Kartenvorverkauf: Tourismusbüro Kaltern am See, T +39  0471  963 169, info@ kaltern.com, www.kaltern.com I @visitkaltern

21. Juli NEK

NEK HITS LIVE

Kalterer Seespiele 2026

28. Juli Kool & the Gang

4. August Thomas Anders

from Modern Talking and Band

„Wir haben einiges erreicht“

Die Mitglieder verfolgen aufmerksam die Jahresversammlung des Blindenverbandes.

Der Blindenverband, Landesgruppe Südtirol, hielt kürzlich seine Jahresversammlung ab und konnte dabei auf ein zufriedenstellendes Jahr 2025 zurückblicken. Die im Vorjahr neu gewählte Präsidentin Ines Mair begrüßte die Teilnehmenden herzlich, anschließend wurde Gabi Bernard zur Vorsitzenden der Versammlung vorgeschlagen und bestätigt. Aus dem ausführlichen Tätigkeitsbericht des abgelaufenen Jahres geht hervor, dass der Verband rund 700 Mit-

glieder zählt, die meisten davon sind blind oder stark sehbehindert. Als wichtigste Anlaufstelle für rechtliche Beratung, aber auch für eine Hilfestellung und Unterstützung beispielsweise bei Ansuchen von Beiträgen oder Feststellung der Zivilinvalidität, hätten die drei Mitarbeiterinnen tatkräftig mitgewirkt. Es wurde wiederum ein leidiges Problem angeschnitten: Die immer noch unzuverlässigen Durchsagen in Bussen, was für Nichtsehende eine große Hürde

Sekretärin Eva Rabanser (von links), die Vorsitzende der Versammlung Gabi Bernard und Blindenverbands-Präsidentin Ines Mair.

darstelle. Dies habe sich letzthin zwar etwas gebessert, man sei jedoch noch nicht völlig zufrieden. Einen wichtigen Stellenwert nimmt die Freizeitgestaltung ein: „Für unsere blinden und sehgeschädigten Mitglieder ist es vital, soziale Kontakte zu pflegen und die Eingliederung in die Gesellschaft zu fördern. Wie bieten deshalb regelmäßig Aufenthalte am Meer wie am Berg an. So haben wir seit Jahren in Tirrenia eine gute Unterkunft geschaffen, im vergangenen Jahr waren

wir in Truden, heuer geht’s nach Planeil im Vinschgau“, freut sich Mair. Übrigens, auch kulturelle Angebote werden gerne wahrgenommen – „La Traviata“ in der Arena von Verona habe allen Teilnehmenden gut gefallen. Ines Mair beendet ihren Bericht mit einem aufrichtigen Dank an alle Mitwirkenden und Mitarbeiterinnen, vor allem betonte sie die angenehme Zusammenarbeit mit dem Blindenzentrum St. Raphael.

Im Herbst ist mit Neuerungen zu rechnen

In der jüngst abgehaltenen Vollversammlung der Genossenschaft Kulturheim Gries wurde auch über den aktuellen Stand der Gespräche mit der Landesverwaltung berichtet. Nachdem Obmann Franz Tutzer die anwesenden Mitglieder zur ordentlichen Vollversammlung willkommen geheißen hatte, wurde in einer Gedenkminute des plötzlich verstorbenen Vorstandsmitgliedes Georg Thaler erinnert: „Georg hat sich mit voller Kraft für die Interessen unseres Kulturheims eingesetzt, vor allem war er für die Umsetzung der Veranstaltungsreihe zu unserem 50-jährigen Jubiläum in den beiden vergangenen Jahren treibende Kraft.“ Anschließend erläuterte Vize-Obmann Franz Targa den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2025 mit der Gewinn- und Verlustrechnung. Tutzer legte einige wesentliche Zahlen zur Tätigkeit des Hauses im abgelaufenen Jahr vor: Neben den Jahresmietern (Musikschule Bozen-Gries, Bürgerkapelle Gries, Bibliothek Gries, Männergesangverein Gries, Schlaraffia® Pons Drusi und Seniorentreff) gäbe es noch eine ganze Reihe von Veranstaltungen, die während eines Jahres stattgefunden hätten. Insgesamt seien hier bei 314 Veranstaltungen mehr als 14.000 Perso-

nen in das Kulturheim Gries geströmt, eine mehr als zufriedenstellende Anzahl. Ein wichtiger Tagesordnungspunkt betraf dann den Stand der Gespräche, die mit der Landesverwaltung stattgefunden hatten. Vorauszuschicken sei, dass seitens des Landes das Anliegen bestehe, den Grieser Klosterstadel samt Kulturheim und angrenzende Flächen in einem Gesamtprojekt zusammenzuführen. Bekanntlich wurde der Klosterstadel vor einigen Jahren unter Denkmalschutz gestellt, bauliche Maßnahmen somit eingeschränkt sind. In den bisherigen Gesprächen, bei denen auch das Kloster Muri-Gries und das DIUK (Diözesaninstitut für den Unterhalt des Klerus) als Eigentümer des Klosterstadels eingebunden sind, wurde seitens des Kulturheims

Elektriker / Servicetechniker

Schlosser / Metallfacharbeiter

unterstrichen, dass das Eigentumsrecht beibe halten werden müsse. Auch das derzeit zur Verfügung stehende Flächenausmaß sei inzwischen völlig unzureichend geworden, eine Verdoppelung würde angestrebt, um den Bedürfnissen der Jahresmieter gerecht zu werden. Jedenfalls werde eine genaue Bewertung seitens eines Fachmannes vorgenommen werden. Die Landesverwaltung beabsichtige, innerhalb Herbst des laufenden Jahres zu einer einvernehmlichen Lösung zu kommen. Tutzer betont weiters, dass eine endgültige Entscheidung über die Zukunft des Kulturheims Gries von den Mitgliedern zu treffen sein wird. In einem weiteren Tagesordnungspunkt wurde eine eventuelle Adaptierung der ehemaligen Dienstwohnung für

einen Jugendtreff erläutert. Der Jugenddienst Bozen suche nämlich dringend eine Bleibe für hier ansässige Jugendliche und die ungenutzte Dienstwohnung würde sich hierfür gut eignen. Dies wäre als Übergangslösung gedacht, bis die Räumlichkeiten in der Münzbank wieder zur Verfügung stünden. Zuvor müsse aber auch die Dienstwohnung einer Generalsanierung unterzogen werden. Bevor Tutzer die Vollversammlung abschließt, dankt Targa dem Obmann für seinen unermüdlichen Einsatz zum Wohle der Genossenschaft, ebenso für seine tägliche Präsenz im Kulturheim Gries, eine verantwortungsvolle Aufgabe, die ehrenamtlich ausgeübt wird.

Karl Psenner
Das im Jahr 1974 errichtete Kulturheim Gries.

Im Zeichen von Sepp Thaler 225 Jahre Musik gefeiert

Jubiläum der Musikkapelle Auer

Die Musikkapelle Auer wurde 1801 gegründet. Das runde Jubiläum wurde kürzlich mit einem dreitägigen Fest gefeiert. Den Festgottesdienst zelebrierte Dekan Christoph Schweigl auf dem Kirchplatz. Er verwies auf die wechselvolle Geschichte der Musikkapelle, die Höhen und Tiefen mitmachte. Mehrere Generationen und Familien prägten die bewegte Geschichte der Musikkapelle. Daher sei sie laut dem Dekan „eine besondere“ Einheit. Das Jahr 2026 ist ohnehin ein ganz besonderes für die Auerer Musikanten. Zum einen feiert die Musikkapelle ihr 225-jähriges Bestehen. Zum anderen wird der 125-jährige Geburtstag von Sepp Thaler gefeiert, der 1901 in Auer das Licht der Welt erblickte. Zu dessen Ehren organisiert die Musikkapelle mit

dem Kirchenchor Auer und mit dem Männergesangsverein Kurtatsch am 9. Juni auf dem Kirchplatz ein Geburtstagskonzert Auch die heutige Fahne schreibt heuer Geschichte. Sie wurde vor 50 Jahren eingeführt. Thomas Rech, der Obmann der Musikkapelle, dankte Fahnenpatin Hedwig Lona für ihre langjährige Unterstützung und Treue. Nach dem Festgottesdienst erfolgte ein feierlicher Festakt auf dem Heinrich-Lona-Platz. Die Banda Folk di Folgaria überraschte dort mit einer Marschformation, mit welcher sie ein Herz abbildete. Obmann Rech dankte in seiner Rede allen Vereinen und Verbänden, wie auch den Musikant:innen, die zur Organisation und zur finanziellen Unterstützung der Veranstaltung beigetragen hatten. Die Zusammenarbeit zwischen

„Südtirols Lieblingsgeschäft 2026“ ist

Im zweiten Wahlgang von 18. bis 28. Mai traten die fünf Geschäfte mit den landesweit meisten Stimmen gegeneinander an: La Culla Baby-Land in Bozen, Brugnara Eisenwaren und Haushaltsartikel in Meran, Eviva Sport in Algund, Schmid & von Bosio in Brixen und Despar Villanders in Villanders. Die Bevölkerung war erneut zur Abstimmung aufgerufen. Im Großen Finale konnte sich das Geschäft

den Vereinen sei sehr gut; daher können man mit Zuversicht in die Zukunft blicken. Grußworte an die Festversammlung richtete auch Bürgermeister Martin Feichter, der das Ehrenamt lobte. Landeshauptmannstellvertreterin Rosmarie Pamer ging auf die bewegte Geschichte der Musikkapelle ein. Tragisch war es zur Zeit des Faschismus, als die Kapelle verboten wurde. Im Namen des Verbandes der Südtiroler Musikkapellen sprach Obmann Pepi Ploner. 225 Jahre sei ein großartiges Jubiläum, welches gebührend gefeiert werden soll.

225 Jahre Musiktradition

Das Musizieren in Auer hatte immer Tradition. Das belegen Eintragungen in das Gemeindearchiv aus den Jahren 1617 und 1658. Die Musikkapelle Auer

Despar Villanders

zählt mit ihrem Gründungsjahr 1801 zu den ältesten Kapellen Südtirols. Die Jahreszahl ist mündlich überliefert. Die Entwicklung der Musikkapelle ähnelt den meisten Landeskapellen Tirols. So wirkten in Auer Kapellmeister aus Tirol, Böhmen, Mähren und natürlich Südtirol. Ein ganz Großer war Sepp Thaler (1901-1982). Der Komponist leitete die Auerer Musikanten 58 Jahre lang. Die jüngsten Jahrzehnte war von stetiger Weiterbildung und von steigendem Niveau geprägt. Im Sinne der Gründungsväter bleiben heute noch „Gemeinschaft, Kameradschaft und der Zusammenhalt in der Musikkapelle die wichtigsten Grundbausteine für musikalisches Gelingen“.

Remo Demanega

Despar aus Villanders durchsetzen und den Titel „Südtirols Lieblingsgeschäft“ sichern. Der hds bedankt sich bei allen 500 Geschäften aus 84 Gemeinden für ihr besonderes Engagement und die Mitbewerbung der Initiative sowie bei den Bürgerinnen und Bürgern, die für ihr Lieblingsgeschäft abgestimmt und damit ihre Wertschätzung für den lokalen Handel zum Ausdruck gebracht haben.

Leifers hat nun ein echtes Stadtzentrum

Nach einer langen Anlaufphase wurde der neue Rathausplatz nun endlich feierlich eingeweiht

„Gut Ding braucht Weile“, heißt es bekanntlich. Das kann man auch vom neuen Rathausplatz in Leifers behaupten, der kürzlich feierlich eröffnet und gesegnet wurde. Jahrzehntelang wurden nämlich Studien und Planungen durchgeführt, um das Vorhaben zu verwirklichen. Wichtige Fortschritte gab es in den jüngsten Jahren. Für die Stadt ist der neue Stadtkern ein historischer Meilenstein; denn Leifers bekommt zum ersten Mal ein echtes Stadtzentrum. Der Rathausplatz prägt nun das Stadtbild neu: Die Pflasterung ist harmonisch auf den historischen Kirchhof abgestimmt, die alten Rosskastanienbäume wurden erhalten und eine zweigeschossige Tiefgarage schafft Platz für 118 Autofahrzeuge. Der neue Rathausplatz konnte kürzlich offiziell seiner Bestimmung übergeben werden. Auf dem

Platz fällt das neue imposante Mehrzweckgebäude auf, das demnächst eingerichtet wird. In wenigen Monaten soll auch dieses Gebäude offiziell seiner Bestimmung übergeben werden. Hier sollen im Erdgeschoss der Tourismusverein und ein neues Gastlokal untergebracht werden.

Im ersten Stock finden die Stadtpolizei und die italienische Musikschule Platz, im zweiten Stock dagegen die italienische Gemeindebibliothek mit Lernräumen. Bei der feierlichen Eröffnung brachte Bürgermeister Giovanni Seppi seine Genugtuung zum Ausdruck: „Heute feiern wir einen besonderen Moment“, sagte er und fügte hinzu: „Dieser Platz soll ein Ort der Begegnung sein“. Vizebürgermeisterin Debora Pasquazzo, die Stadträtin für Tourismus und Handel, erinnerte in ihrer Rede daran, dass der beliebte Markt

nach Abschluss der Arbeiten nun in seine ursprüngliche Straße zurückkehren wird. Marlene Hofer, die Stadträtin für öffentliche Arbeiten, verwies auf die intensive Arbeit, die zum Verwirklichen des Vorhabens geführt hat. Auf die Geschichte von Leifers ging Walter Landi ein.

Der Kulturreferent erläuterte die historische Bedeutung des neuen Platzes für die Stadt. Es sprachen auch Landeshauptmann Arno Kompatscher und Landesrat Christian Bianchi. „Das Geld der Bürger:innen ist hier gut investiert“, sagte Kompatscher. Die Gemeinde habe mehrere Geldquellen angezapft, doch einen beachtlichen Teil der Gelder selbst aufgebracht. Starke Geldgeber waren das Land, aber auch der Staat mit dem PNRR-Programm. Einige Jahre beherrschte eine große Baustelle den Stadtkern. Für

Anrainer:innen, Geschäfte und Lokale galt es mehrere Unannehmlichkeiten zu ertragen.

Technische Details zum Bauvorhaben lieferten Cristian Straudi, der Projektbeauftragte der Gemeinde Leifers, Planungsarchitekt Alberto Cecchetto und Christoph Ausserhofer, der Präsident von Unionbau.

Die Bauleiter hatten insgesamt 117 Firmen zu koordinieren. Insgesamt waren rund 300 Arbeiter auf der Baustelle. Rund 7.500 LKW-Fahrten wurden durchgeführt, um den Aushub zu erledigen und dann das nötige Material herbeizuführen. Die Feier wurde von der Musikkapelle Leifers und vom Chor Monti Pallidi aufgelockert. Dekan Walter Visintainer segnete den neuen Rathausplatz und die gesamte Festgemeinschaft.

Remo Demanega

Ist immer nur Schule schuld?

Eine aktuelle Erhebung des Bildungsressorts unseres Landes zeigt: Mehr als ein Viertel aller Berufsschüler und -schülerinnen in Südtirol leidet unter Lernschwächen, Aufmerksamkeitsdefiziten oder Hyperaktivitätsstörungen. An den staatlichen Oberschulen liegt dieser Anteil bei etwa zehn Prozent. Digitale Medien bereichern den Unterricht durch interaktive und individuelle Lernangebote. Gleichzeitig erschwert die Informationsflut jedoch die Konzentration und das Lernen. Eltern dürfen die Verantwortung für den Umgang mit digitalen Medien nicht allein auf die Schulen abwälzen. Medienkompetenz bedeutet nicht, dass ein Kind ein Tablet bedienen kann – das beherrschen bereits Dreijährige. Wahre Medienkompetenz zeigt sich darin, zu wissen, wann man das Gerät bewusst ausschaltet. Deshalb sind klare Regeln im Elternhaus notwendig: bildschirmfreie Mahlzeiten, ein verbindliches Smartphone-Verbot im Schlafzimmer zu bestimmten Zeiten und vor allem gemeinsame, analoge Erlebnisse.

Darüber hinaus ist die Förderung sozialer Kompetenzen und der Fähigkeit zur Selbstregulation entscheidend, um den Umgang mit Ablenkungen zu verbessern und die Konzentrationsfähigkeit nachhaltig zu stärken. Nur durch ein ganzheitliches Vorgehen lässt sich der Spagat zwischen digitaler Innovation und gesundem Lernverhalten erfolgreich meistern. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die kontinuierliche Weiterbildung der Lehrkräfte. Nur wenn Pädagoginnen und Pädagogen die Chancen und Risiken digitaler Medien verstehen und selbst souverän im Umgang damit sind, können sie ihre Schülerinnen und Schüler kompetent begleiten. Dabei sollte der Fokus nicht nur auf technischen Fertigkeiten liegen, sondern ebenso auf der Vermittlung von kritischem Denken und reflektiertem Medienkonsum. Schulen sollten deshalb verstärkt in Fortbildungen investieren und digitale Werkzeuge als integralen Bestandteil des Unterrichts etablieren, um den Lernprozess zeitgemäß und nachhaltig zu gestalten, meint.

Ihr Walter J. Werth

Richard Ranigler

Der Unterlandler ist öfters ehrenamtlichunterwegs – mit dem „Essen auf Rädern“, bei deutschen Kirchentagen, auf und hinter der Bühne

Geboren wurde Richard Ranigler am 20. August 1947 im Grieserhof und, wie es der Zufall will, genau am selben Tag, allerdings 36 Jahre später, hat er auch geheiratet. Aufgewachsen in Margreid, besuchte er dort die Volksschule, anschließend die damalige Handelsvorbildungsschule in der Bozner Weggensteinstraße. Seinen kaufmännischen Abschluss machte Richard in der Handelsschule, Fachrichtung Betriebssekretäre. Später ging’s dann nach Cuneo, wo er seine militärische Ausbildung absolvierte; er wurde dann nach Innichen versetzt, wo er zwischenzeitlich am Helm seinen Dienst verrichtete.

„Im Jahr 1967 machte ich mich auf Arbeitssuche und habe letztlich doch einige Male meinen Arbeitsplatz gewechselt.“ Begonnen hat Richard

seinen beruflichen Werdegang im Büro einer Möbelhandlung, bald war ein neuer Job bei der Eofrut in Tramin gefunden. Aber auch dort hielt er sich nicht allzu lange auf und wechselte 1969 in die Sparkasse. „Damals wurde man erst mit 21 Jahren volljährig, ich konnte zum ersten Mal zur Wahlurne schreiten, es war ein besonderes Gefühl.“ Richard blieb kurzzeitig dem Finanzsektor treu, als er von der neugegründeten Raika Überetsch abgeworben wurde. „Wir waren seinerzeit lediglich fünf Mitarbeiter.“ In dieser Zeit suchte die Kellereigenossenschaft Nals-Margreid einen Buchhalter … und Richard war zur Stelle, obwohl diese Aufgabe für ihn Neuland darstellte. In dieser Funktion kam er zur Brennerei L. Psenner nach Tramin, bevor er zur Firma Palbox nach Neumarkt

Energie

lichtspielen Südtiroler Unterland mitgewirkt, bei verschiedenen Bühnen unseres Landes sogar Regie geführt. Vor ein paar Jahren hat Richard eine weitere „große Liebe“ entdeckt – er ist Schlaraffe bei der Pons Drusi. Die Schlaraffia® ist ein weltweit tätiger Männerbund, der sich intensiv mit Kunst, Freundschaft und Humor beschäftigt. Bei den regelmäßig stattfindenden Treffen werden in Kurzvorträgen, auch musikalisch, im so genannten Schlaraffenlatein zur Freude und Unterhaltung der Mitglieder und anwesenden Gäste ein paar fröhliche Stunden in lockerer Gemeinschaft verbracht. Richard Ranigler ist mit Cilly verheiratet und er hat eine erwachsene Tochter namens Julia.

60€ Bonus bei Abschluss eines Stromvertrages bis 30.06.2026

Pauschalerholung

Man spürt es, der Sommer kommt! In einem verfrühten Anfall von Tourismusmaturität, auf neuhochdeutsch Urlaubsreife, war ich den Verlockungen eines verführerisch glänzenden Depliants erlegen und hatte mal ausnahmsweise für Ende Mai einen Pauschal-Cluburlaub gebucht. Inklusive exzessiver „Rund-um-die Uhr“-Extremanimation. Man will ja kein Spielverderber sein.

Und da war ich also.

9:30 Uhr, für Urlaubsverhältnisse also früh am Morgen, Zeit für kollektives „Aquagym“. Vor 30 Jahren hätte man diese Art der Bewegungsentfaltung noch neurotisch-infantiles Herumgeplantsche genannt, aber sei’s drum. Die Leidens – pardon – Urlaubsgefährtin neben mir versucht, ihre kulinarischen Ausrutscher vom Vortag durch besonders hingebungsvolle Teilnahme wieder los zu werden. Beeindruckend. Wenn sie so weitermacht, gibt es hier gleich eine Tsunami-Warnung. Ich täusche eine instantane Chlorwasser-Allergie vor und rette mich ans Ufer und in den nächsten Liegestuhl, wo mich nach exakt 3 Minuten und 27 Sekunden eine freundliche Animateurin darauf aufmerksam macht, dass es Zeit für’s BeachBingo wäre, und ob ich nicht gefälligst Lust hätte, mich da auch mit zu vergnügen. Klar. Ich halt’s kaum noch aus vor lauter Vergnügen. Tandaradei. Und wenn ich erst an den Rest des Tages denke! Muschel-Memory! Kollektives Sangria-schlabbern! Schlagerkaraoke! Juchuuu…

Aber Spaß beiseite. Ein guter Freund hat einmal auf die Frage, was er denn in seiner Freizeit mache, geantwortet: „Nichts. Deshalb heißt es ja auch „freie“ Zeit. Wenn ich da was machen würde, wär sie ja nicht mehr frei.“ Recht hat er. Manchmal ist etwas weniger „Erholung“ eben mehr Erholung; und vielleicht muss ich mich dann auch nicht mehr zu Hause erst von der Erholung erholen.

Robert Adami

In der Bürgerkapelle Gries ist

ein neuer

Vorstand am Zug

Unlängst fand im Kulturheim Gries die Generalversammlung der Grieser Bürgerkapelle statt, bei der unter anderem auch ein neuer Vorstand gewählt wurde. Eingeläutet durch ein Bläserquartett, begrüßte anschließend Obmann Roland Furgler die anwesenden Mitglieder und Ehrengäste der Traditionskapelle. Bevor zur ordentlichen Tagesordnung geschritten wurde, erinnerte Furgler in einer Gedenkminute auch an den vor Kurzem plötzlich verstorbenen Ehrenkapellmeister Georg Thaler, der für die Bürgerkapelle „jahrzehntelang wichtige Impulse gegeben und einen ungemein großen Einsatz für die musikalische Weiterentwicklung der Mitglieder an den Tag gelegt hat.“

Der seit wenigen Jahren nachgerückte junge Kapellmeister Samuel Oberegger sprach das vergangene Vereinsjahr an, in dem „wir allesamt sehr aktiv waren und einiges auf die Beine stellen konnten. Aber nun steht

ein herausfordernder Auftritt vor der Tür, denn wir begleiten die Aufführung ‚Im weißen Rössl‘ musikalisch.“ Im Anschluss sind die Berichte der verschiedenen Bereiche an der Reihe, und zwar beginnt der Stabführe, es folgen dann der Jugendreferent, die Archivarin, der Trachtenwart sowie der Geräte- und Instrumentenwart. Es handle sich hier um verantwortungsvolle Tätigkeiten, die Freude und Zuverlässigkeit bedingen würden – dafür dankte der Obmann allen Mitwirkenden. Er selbst berichtete dann über das abgelaufene Jahr 2025, „bei dem wir wiederum zahlreiche Auftritte zu bewältigen hatten und die nur deshalb gut gelungen sind, weil wir uns immer entsprechend vorbereiten.“ Lobende Worte fand Furgler für die jungen Musikant:innen, die in den ‚Griessini‘ und in der Jugendkapelle gut betreut und entsprechend gefördert würden.

Südtiroler Schüttelbrot g.g.AHerkunft, die man schmeckt

Südtiroler Schüttelbrot jetzt mit geschützter geografischer Angabe

Knusprig, würzig und tief in der Südtiroler Tradition verwurzelt: Schüttelbrot ist weit mehr als ein klassisches Brot –es ist ein Stück gelebte Alltagskultur. Ob bei der Marende, beim Wandern auf der Alm oder zuhause am Tisch: Seit Generationen begleitet es die Menschen in Südtirol. Jetzt wird diese besondere Qualität auch offiziell anerkannt: Südtiroler Schüttelbrot trägt ab sofort das europäische Qualitätssiegel der geschützten geografischen Angabe (g.g.A.).

Mit der Eintragung als g.g.A. wird sichergestellt, dass Schüttelbrot nach klar definierten Kriterien in Südtirol

hergestellt wird. Die Herkunft, die traditionelle Verarbeitung und die typische Rezeptur sind damit geschützt – und für Konsumentinnen und Konsumenten klar nachvollziehbar. Das g.g.A.-Symbol auf der Verpackung zeigt, dass dieses Produkt von Produzenten stammt, die

nach dem klassischen Verfahren arbeiten – für transparente Herkunft und gesicherte Qualität. Das stärkt nicht nur die Produzenten vor Ort, sondern bewahrt auch ein wichtiges Stück regionaler Identität. Denn Schüttelbrot steht für mehr als Geschmack: Es verbindet Handwerk, Geschichte und Genuss auf unverwechselbare Weise.

Schüttelbrot ist weit mehr als nur ein traditioneller Begleiter der Südtiroler Marende: Es überzeugt ebenso als vielseitige Zutat in neu interpretierten Gerichten. Ob klassisch auf dem Marende-Brettl serviert oder kreativ

in warmen Speisen eingesetzt –Schüttelbrot bringt Charakter auf den Teller und verleiht unterschiedlichsten Kreationen eine besondere Note. Gerade in einer Zeit, in der Herkunft und Qualität zunehmend an Bedeutung gewinnen, setzt das Südtiroler Schüttelbrot g.g.A. ein klares Zeichen. Für Authentizität. Für Transparenz. Und für den Wert regionaler Lebensmittel.

Ein vertrautes Produkt – jetzt mit geschützter Herkunftsangabe. Südtiroler Schüttelbrot bleibt, was es immer war: echt, unverwechselbar und typisch Südtirol.

Mediterrane Radieschen-Pasta

Die Mediterrane Radieschen-Pasta ist das perfekte Juni-Rezept. Sie nutzt das erntefrische Gemüse voll aus und steht in nur 20 Minuten auf dem Tisch.

Zutaten für 2 Personen

250 g Pasta (z.B. Penne oder Farfalle)

1 Bund frische Radieschen

1 kleine Zucchini

2 Knoblauchzehen

2 EL Olivenöl

150 g Feta-Käse

Frische Kräuter (Petersilie oder Basilikum)

Salz, Pfeffer und eine Prise Chiliflocken

Zubereitung

Die Pasta in reichlich Salzwasser nach Packungsanweisung al dente kochen.

Gemüse vorbereiten: Radieschen und Zucchini in dünne Scheiben schneiden. Den Knoblauch fein hacken.

PR-INFO

Anbraten: Das Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Zucchini und Radieschen ca. 5 Minuten scharf anbraten, sodass sie noch Biss haben. Kurz vor Schluss den Knoblauch und Chili hinzugeben.

Vermengen: Die heiße Pasta direkt aus dem Topf in die Pfanne geben. Etwa 2–3 EL des Nudelwassers untermengen.

Servieren: Mit Salz und Pfeffer abschmecken, den Feta darüber bröckeln und mit frischen Kräutern garnieren.

FRILO, das bedeutet: Vielfalt an Obst und Gemüse bester Güte!

Seit über 45 Jahren legen wir größten Wert auf erstklassige Kundenbetreuung.

Unsere Anliegen ist es, einen perfekten Service gepaart mit fairen Preisen an unsere Kunden weiterzugeben.

FRILO-Markt Großmarkthalle

Schlachthofstraße 29 Bozen

Grillen mit Südtiroler Geflügel

Geflügel mit Qualitätszeichen

Südtirol gehört zur Grillsaison einfach dazu. Das Fleisch stammt von Tieren, die in Südtirol aufwachsen und unter klar geregelten Bedingungen gehalten werden. So kommt Qualität auf den Grill, die du schmeckst und der du vertrauen kannst. Die Tiere haben viel Platz, frische Luft und natürliches Tages-

licht. Auslauf ist verpflichtend. Gemästet und geschlachtet wird direkt in Südtirol. Das sorgt für kurze Wege und eine Herkunft, die nachvollziehbar bleibt.

Im Mittelpunkt steht das Tierwohl. Die Betriebe verzichten vollständig auf Antibiotika und leistungsfördernde Substanzen. Die Aufzucht folgt strengen Vorgaben, mit

angepasstem Futter und viel Bewegungsfreiheit. Regelmäßige Kontrollen sichern diese Standards

ab. Geflügel mit Qualitätszeichen Südtirol steht für bewussten Genuss an langen Sommerabenden. Für heimisches Fleisch mit geprüfter Herkunft. Und für Grillmomente, bei denen Qualität und Verantwortung zusammengehören. Mehr Informationen auf: https://www.qualitaetsuedtirol. com/fleisch

Saltimbocca alla Romana – ein Gedicht

Perfekt für den Juni, ein leichtes Saltimbocca alla Romana. Kalbsschnitzel mit frischem Salbei und Parmaschinken in Weißwein gebraten bieten ein köstliches, mediterranes Geschmackserlebnis.

Zutaten für 4 Personen

4 Kalbsschnitzel (ca. 120 g)

4 große Salbeiblätter

4 Scheiben Parmaschinken

50 g Butter

100 ml trockener Weißwein

Salz, schwarzer Pfeffer & Zahnstocher

Zubereitung

Die Schnitzel sorgfältig mit einem Küchentuch trocken tupfen, anschließend flachklopfen und mit Pfeffer würzen. Auf jedes Schnitzel ein Salbeiblatt legen und darauf eine Scheibe Parmaschinken platzieren. Den Schinken mithilfe eines Zahnstochers fixieren.

Die Butter in einer Pfanne erhitzen, bis sie schäumt. Das Fleisch zunächst mit der Schinkenseite nach unten etwa 2 Minuten braten, dann

wenden und weitere 1–2 Minuten garen. Das Fleisch aus der Pfanne nehmen und warm stellen. Den Bratensatz mit Weißwein ablöschen, kurz reduzieren lassen und die entstandene sämige Sauce über das Fleisch geben.

Sommer im Glas: Frische Weine für heiße Tage

Die ersten heißen Tage sind da – und mit ihnen verlagert sich der Genuss nach draußen. Ob auf der Terrasse, im Garten, am Balkon oder auf der Almhütte: Im Sommer darf Wein unkompliziert, frisch und gesellig sein. Genau jetzt greifen viele gerne zu leichten Weißweinen, Rosé oder prickelnden Schaumweinen.

Frische Favoriten für den Sommer Besonders beliebt sind elegante und vielseitige Weißweine wie Weißburgunder oder aromatischer Sauvignon Blanc, der sich perfekt als Aperitif eignet. Auch Kerner begeistert mit lebendiger Säure und alpiner Frische, während Müller-Thurgau als Sommerwein oft unterschätzt wird.

Auch Rotwein hat im Sommer seinen Platz

Leichte Rotweine lassen sich leicht gekühlt besonders angenehm genießen und zeigen dabei ihre frische, fruchtige Seite. Vernatsch und Blauburgunder wirken so besonders trinkfreudig. Alle, die gerne Neues entdecken, können als Alternative einen Dolcetto d’Alba DOC ausprobieren.

Prickelnder Genuss & sommerliche Neuheiten

An warmen Abenden sorgen Schaumweine für die richtige Leichtigkeit. Ein besonderer Tipp: Moscato d’Asti DOCG – gut gekühlt ein überraschend frischer Sommerbegleiter. Passend zur warmen Jahreszeit gibt es im Winestore in Kardaun außerdem eine spannende Neuheit: den „Rosso Mosso“ vom Weingut Alois Lageder. Der fruchtige, leicht perlende Rotwein bringt sommerliche Unbeschwertheit ins Glas und überzeugt mit seiner lebendigen Art. Besonders gut passt er zu italienischen und mediterranen Speisen wie Pizza, Focaccia, Salumi, Antipasti und Oliven. Auch zu BBQ und Grillgerichten –von Salsiccia über Spieße bis hin zu gegrilltem Gemüse mit feinen Smoke-Aromen – zeigt er sich vielseitig. Spannend ist außerdem die Kombination mit asiatischen und modernen Fusion-Gerichten wie Gyoza, Karaage, Yakitori oder Bao, gerne auch in vegetarischen Varianten. Wer es leichter mag, genießt ihn zu Hummus mit Flatbread, Grillgemüse oder knackigen Sommersalaten.

Empfehlung: Dazu passt hervorragend ein frischer Salat aus Rucola und Kirschtomaten, garniert mit gehobeltem Parmesan, sowie frisches Ciabatta-Brot als Beilage.

Und ein guter Rat zum Schluss: Lassen Sie sich fachkundig beraten. Beim Metzgermeister Oskar Stampfl finden Sie die besten Zutaten für alle Arten von Fleischgerichten und viele leckere Beilagen. Wer es beim Kochen besonders eilige hat, findet auch verschiedene bereits koch- oder essfertig vorbereitete Spezialitäten.

Bozen

Piavestr. 30, Tel. 0471 977 193

Öffnungszeiten:

Montag bis Samstag von 8.00 bis 19.00 Uhr Tel. 0471 642 106 shop@winestore.bz.it www.winestore.bz

Gewerbegebiet

Kardaun 5 (Bozen Nord)

GRIES

Die Freiwillige Feuerwehr feiert „Floriani“

Jährlich finden landauf landab die Florianifeiern statt, die einen wichtigen Festtag für die Feuerwehren darstellen, gilt doch der heilige Florian als Schutzpatron der Feuerwehrleute. Auch die Grieser Wehr unter ihrem Kommandanten Florian Raffeiner, der gleichzeitig an besagtem Tag seinen Namenstag begehen konnte, war am Florianisonntag zur Stelle und marschierte, ausgehend von der ehemaligen Feuerwehrhalle in der nahen Kreuzgasse, zur Stiftspfarrkirche.

Der Pfarrer von Gries, Michael Mitterhofer, hieß die Feuerwehrmänner und alle teilnehmenden Gläubigen bei der Eucharistiefeier willkommen und dankte zu Beginn den Wehrleuten für deren selbstlosen und überaus geschätz-

BOZEN

ten Einsatz bei Notfällen. „Ihr seid immer da, wenn Unvorhergesehenes eintritt, sei es bei Bränden wie auch bei allen anderen Notlagen. Diese freiwillige und ehrenamtliche Hilfe, die ihr der hiesigen Bevölkerung zukommen lässt, ist sehr wertvoll und wir alle

sind euch dafür auch sehr dankbar.“ Der österreichische Priester Konstantin Reymaier, Domorganist zu St Stephan in Wien, sprach in seiner Predigt das Wirken des heiligen Florian an, der als Märtyrer den Tod fand. „Es ist heutzutage immer schwieriger gewor-

Zwei Musicals begeistern junge Menschen wie Erwachsene

Gäbe es sie nicht, man müsste sie glatt erfinden: Die Rede ist von der Musical School Bozen, die seit mehr als drei Jahrzehnten hierzulande tätig ist, um mit Kindern und jungen Menschen die Musik, den Tanz und vielleicht auch die Schauspielkunst insbesondere aber auch deren Kreativität zu fördern. So werden Jahr für Jahr altersgerechte Musicals eingeprobt und im Mai, gerade rechtzeitig vor den Sommerferien, auf die Bühne gebracht. Im heurigen Jahr haben die Trainer:innen und Pädagog:innen insgesamt vier Aufführungen geplant, die in der Zwischenzeit auch schon stattfanden. Im Bozner Waltherhaus konnten dabei insgesamt rund

100 junge Darsteller:innen vor einem aufmerksamen Publikum zeigen, was ihnen so alles gelernt wurde und was mit Talent und Einsatz alles möglich ist. Für Cecilia Nesler, ausgebildete Tanzpädagogin, ist es jedenfalls von Bedeutung, die „jungen Menschen aus der Reserve zu locken, damit ihre Kreativität und Interpretationsfähigkeit zum Vorschein kom-

men. Wir sehen uns vor allem als deren Begleiter und können immer wieder mit Genugtuung feststellen, mit welcher Begeisterung praktisch alle mittun und eine große Freude an dieser Disziplin, bei der es ja primär um Bewegung und Ausdruck geht, entwickeln.“ Welche Musicals wurden aber heuer ausgewählt? Nun, da stand zum einen das Musical „Born to

den, Menschen für das Ehrenamt zu begeistern. Ihr aber zählt dazu, denn ihr schenkt einen Teil eurer verfügbaren Frei- und Lebenszeit anderen Menschen. In meiner Heimat ist dieser Dienst kaum mehr zu bewältigen, denn junge Leute, die dafür bereit sind, sind Mangelware. Es geht auch darum, etwas konkret anzupacken und Verantwortung zu übernehmen. Gerade auch deshalb seid ihr für viele zum Vorbild geworden und ich wünsche euch viel Freude und Genugtuung bei eurem Tun.“ Raffeiner lud anschließend zur traditionellen Florianifeier in das Gerätehaus in die Drususstraße ein, wo noch lange und ausgiebig gefeiert wurde.

Roarr“, frei nach dem „König der Löwen“ auf dem Programm, und zum anderen das Musical „Kuss der Finsternis“, das aus dem „Tanz der Vampire“ frei gestaltet wurde. Beim ersten Musical standen Kinder im Alter von 6 bis 13 Jahren auf der Bühne, es ging um eine Geschichte über Mut und Freundschaft. In diesem Jahr wurde die Aufführung sogar von einer Live-Band begleitet. Beim zweiten Musical traten Jugendliche zwischen 13 und 23 Jahren auf Es dürfte wohl überflüssig sein zu erwähnen, dass beide Stücke vom Publikum mit einem Riesenapplaus bedacht wurden.

TRAMIN

Wohngenuss umgeben von Weinreben

Wohnanlage „Vinea“ in Tramin

An der Weinstraße, in sonniger und ruhiger Lage mitten im Herzen von Tramin, entstehen zwei Gebäude mit exklusiven Wohnungen, die zwei bis vier Zimmer umfassen. Die Wohneinheiten zeichnen sich durch eine zeitlose und elegante Ausstattung im hochwertigen ZIMA-Standard aus. Jede Wohnung besitzt entweder eine eigene Terrasse oder einen Garten mit einer wunderbaren Südost-Ausrichtung. Sämtliche Wohnungen sind individuell gestaltbar und verfügen über Kellerabteile sowie Garagen in unterschiedlichen Größen.

Die Innenausstattung – von den Fliesen und Holzböden über die Türen bis hin zur Badeinrichtung – wird komplett nach den persönlichen Vorstellungen der zukünftigen Bewohner umgesetzt. Das Klimahaus „A“ besticht durch eine äußerst niedrige Energiebilanz und eine Ausstattung auf erstklassigem Niveau.

Lebensqualität an der Südtiroler Weinstraße

Das Neubauprojekt an der Weinstraße 42 verbindet Ruhe, Sonnenschein und die Nähe zum Zentrum von Tramin – einem

der reizvollsten Weinorte Südtirols. Geschäfte für den täglichen Bedarf, Restaurants, Cafés sowie die traditionsreiche Kellerei sind nur wenige Schritte entfernt. Der historische Ortskern mit seinen verwinkelten Gassen, gemütlichen Plätzen und kulturellen Veranstaltungen vermittelt ein mediterranes Ambiente. Für sportlich Aktive bietet die Umgebung zahlreiche Wander- und Radwege entlang der Weinstraße oder in das nahegelegene Berggebiet. Der Kalterer See ist in wenigen Minuten erreichbar und lädt zu Erholung und Wasser-

sport ein. Schulen, Kindergärten sowie medizinische Versorgung befinden sich vor Ort. Die gute Busverbindung nach Bozen und Kaltern macht die Lage zudem ideal für Berufspendler und Familien. Hier entstehen optimale Voraussetzungen für ein entspanntes Leben zwischen Weinbergen, Kultur und Natur. Vielfältige Einkaufsmöglichkeiten sind in nur zehn Gehminuten erreichbar und knapp fünf Gehminuten sind es zur Bushaltestelle Tramin, Mindelheimer Platz. In zehn Fahrradminuten erreichen Sie den Kalterer See, das bedeu-

tet: Wohnen im Urlaubsparadies zwischen Weinreben und Bergerlebnissen. Die architektonische Gestaltung der Gebäude harmoniert perfekt mit der umgebenden Landschaft und setzt durch große Fensterflächen auf viel Tageslicht sowie einen offenen Wohncharakter. Großzügige Grünanlagen und liebevoll angelegte Gemeinschaftsbereiche fördern das nachbarschaftliche Miteinander und

bieten Raum für Entspannung im Freien. Modernste Haustechnik, einschließlich einer energieeffizienten Wärmepumpe und kontrollierter Wohnraumlüftung, sorgt für ein gesundes Raumklima und minimiert den ökologischen Fußabdruck. Somit vereint dieses Projekt auf ideale Weise Komfort, Nachhaltigkeit und Lebensqualität – ein echtes Zuhause zum Wohlfühlen inmitten der Natur.

Der Bauträger ZIMA ZIMA hat sich mit seiner Tätigkeit, Wohnimmobilien für Menschen mit besonderen Ansprüchen zu schaffen, einen guten Namen in Südtirol gemacht. Die garantierten Standards umfassen eine optimale Lage, moderne Architektur, gehobene Ausstattung sowie flexible Grundrisse. Zudem werden die neuen Eigentümer umfassend begleitet

und von der Planung bis zur Schlüsselübergabe betreut. So entstehen nicht nur Wohnräume, sondern ein Zuhause mit Anspruch und Wert.

Weitere Infos direkt vom Bauträger: Tel. 0471 502855 michael.putzer@zima.it www.zima.it

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Schafe und Ziegen auf unseren Almen

Mit Beginn des Sommers zieht es uns vermehrt auf Almen und Bergwanderungen locken. Dabei begegnen wir immer häufiger Herden von Schafen und Ziegen. Doch wer kennt schon die verschiedenen Rassen und vor allem die Nützlichkeit dieser interessanten Tiere?

Schon seit Jahrtausenden werden Schafe und Ziegen als wahre Alleskönner unter den Nutztieren geschätzt. Sie liefern nicht nur Fleisch, Milch, Wolle, Fett und Leder, sondern übernehmen heute auch eine unverzichtbare Rolle bei der Pflege unserer Berglandschaften. Ohne sie wären viele Hochgebiete Südtirols kaum bewirtschaftbar. Die Tiere tragen entscheidend dazu bei, die Bergregionen als wertvollen Erholungs- und Wirtschaftsraum zu erhalten. Grundlage für eine erfolgreiche Schaf- und Ziegenzucht ist dabei vor allem die konsequente Umsetzung moderner Zuchtprogramme. Die Auswahl der Zuchttiere erfolgt sorgfältig unter Berücksichtigung wichtiger Merkmale wie Gesundheit, Widerstandskraft, Wollqualität und Fruchtbarkeit. Traditionelles Wissen wird dabei mit modernen Zuchtmethoden kombiniert, um sowohl die genetische Vielfalt zu bewahren als auch die Leistungs-

fähigkeit der Herden kontinuierlich zu steigern. So wachsen Schafe und Ziegen, die optimal an die spezifischen Umweltbedingungen Südtirols angepasst sind und langfristig einen wertvollen Beitrag zur regionalen Landwirtschaft leisten. Der Verband der Südtiroler Kleintierzüchter, gegründet 1989, zählt heute 2.055 Mitglieder in über 50 angeschlossenen Zuchtvereinen. Er ist zentrale Interessenvertretung für Schaf-, Ziegen- und Schweinezüchter und steht für umfassende Mitgliederbetreuung und sichere Vermarktung hochwertiger regionaler Produkte. In Südtirol werden etwa 10.000 Schafe aus acht verschiedenen Rassen sowie rund 15.000 Ziegen aus drei Rassen gehalten. An der Spitze der Schafzucht steht das Tiroler Bergschaf, bei den Ziegen die Passeirer Gebirgsziege. „Uns ist es besonders wichtig, das genetische Potenzial alter Rassen zu erhalten“, betont

Barbara Mock, Geschäftsführerin des Verbandes, und weiter, „denn Südtirol braucht Schafe und Ziegen auf den Almen – aber nicht als Beute für Wolf und Bär.“ Die im Verband betreuten alpinen und traditionellen Rassen zeichnen sich durch eine besondere Anpassung an das raue Hochgebirge aus. Ein Überblick über die wichtigsten Rassen:

Schafe

• Tiroler Bergschaf (Weißes Bergschaf): Die zahlenmäßig stärkste und beliebteste Rasse, bekannt für hohe Fleisch- und Wollqualität sowie hervorragende Gebirgstauglichkeit.

• Schnalser Schaf: Eine traditionell verwurzelte, lokal bedeutsame Rasse.

• Schwarzbraunes Bergschaf: Robust und charakteristisch durch seine dunkle Färbung.

• Villnösser Brillenschaf: Mit seiner typischen „Brille“ um die Augen gilt es als gefährdete Rasse und erhält

spezielle Erhaltungsprämien.

• Tiroler Steinschaf: Eine der ältesten Alpenrassen, ebenfalls schützenswert.

• Jura Schaf: Widerstandsfähig mit feiner Wolle.

• Schwarznasenschaf (Walliser Schwarznase): Auffällig durch schwarzes Gesicht und spiralförmige Hörner.

Ziegen

Bei den Ziegen dominieren zwei Nutzungstypen:

• Passeirer Gebirgsziege: Eine robuste, bunte Gebirgsziege, besonders im Passeiertal verbreitet. Ihr Fleisch, insbesondere das Kitzfleisch, ist eine regionale Delikatesse.

• Bunte Edelziege (Bunte Deutsche Edelziege): Die häufigste Milchziegenrasse Südtirols, ideal für die alpine Milchproduktion.

• Weiße Edelziege: Ebenfalls ein verlässlicher Milchlieferant in den Bergregionen.

Villnösser Brillenschaf

Auch Schafe und Ziegen lieben die „Sommerfrische“

Jährlich verbringen über 27.000 Schafe die Sommermonate auf den Almen. Wesentliche Merkmale dieser Rassen zeigen sich in folgenden Bereichen:

Anpassung an das Hochgebirge

Klauen wie eine Gams: Rassen wie das Villnösser Brillenschaf und das Schnalser Schaf besitzen extrem harte und abnutzungsresistente Klauen, die ihnen sicheren Halt auf steilen Felsen und Geröll bieten. Robustheit und Wetterfestigkeit: Sie widerstehen plötzlichen Wintereinbrüchen, Gewittern und großen Temperaturschwankungen über 2.000 Metern Höhe. Die dichte Wolle schützt vor Nässe und Kälte.

Ökologischer Beitrag und Landschaftspflege

Erhalt der Artenvielfalt: Schafe grasen die Almen gleichmäßig ab, ver-

hindern Verbuschung und sichern so das ökologische Gleichgewicht sowie die typische alpine Flora. Natürlicher Lawinenschutz: Das kurz gehaltene Gras sorgt im Winter für eine dichtere Schneedecke, die das Abrutschen von Schneemassen verhindert.

Tradition und Kulturerbe

Transhumanz (Schafzug): Das Schnalser Schaf ist eng verbunden mit dem spektakulären, länderübergreifenden Schafsauftrieb, der seit rund 6.000 Jahren stattfindet und zum immate-

riellen UNESCO-Kulturerbe gehört. Überleben trotz Widrigkeiten: Autochthone Rassen wie das Brillenschaf konnten nur dank des Einsatzes Südtiroler Bergbauern in den 1930er und 40er Jahren erhalten bleiben, die die Tiere trotz gesetzlicher Verbote auf abgelegenen Almen versteckten.

Qualität der Produkte

Feinfaseriges Fleisch: Durch Bewegung im steilen Gelände und das Fressen aromatischer Alpenkräuter ist das Fleisch fettarm, fest und besonders geschmackvoll – wie das geschützte Villnösser Lammfleisch. Hochwertige Wolle: Fein gekräuselt und lanolinhaltig, mit exzellenten Filz- und Spinnqualitäten. Renommierte Hersteller von Bergbekleidung setzen gezielt auf die Wolle der Südtiroler Almschafe für technische Outdoor-Bekleidung. Die Schaf- und Ziegenzucht in Südtirol ist somit weit mehr als nur Nutztierhaltung – sie ist ein lebendiges Stück

Kultur, ein ökologisches Fundament und ein wichtiger Wirtschaftsfaktor zugleich. Moderne Herausforderungen wie der Klimawandel, zunehmende Flächenversiegelung und der demografische Wandel erfordern jedoch eine Anpassung traditioneller Bewirtschaftungsformen. Innovative Konzepte verbinden ökologische Nachhaltigkeit mit ökonomischer Rentabilität, indem sie etwa nachhaltige Vermarktungsstrategien, Bio-Zertifizierungen oder regionale Direktvermarktung fördern. Gleichzeitig gewinnen Bildungs- und Umweltprojekte an Bedeutung, um das Bewusstsein für die Bedeutung von Schaf- und Ziegenhaltung in der Gesellschaft zu stärken und junge Generationen für eine zukunftsfähige Almwirtschaft zu begeistern. Somit bleibt die Verbindung von Tradition und Innovation der Schlüssel zur Erhaltung dieser unserer wertvollen Kulturlandschaft.

Walter J. Werth
Passeirer Gebirgsziegen Bock
Tiroler Bergschaf
Walliser Schwarznasen Schaf
Jura Schaf

Ein Dach über dem Kopf

Ein Dach über dem Kopf gilt seit jeher nicht nur als symbolisches Zeichen für Sicherheit, Wohlbehagen und Zufluchtsort. Es garantiert uns Schutz vor allen Einwirkungen des Wetters.

Ein hochwertiges Dach sorgt auch für ein behagliches Wohnklima und steigert den Wert einer Immobilie erheblich. Die Wahl der richtigen Dachkonstruktion ist entscheidend, um den besonderen klimatischen Bedingungen gerecht zu werden und lang-

fristige Sicherheit zu gewährleisten. Stellen Sie sich vor, wie Sie entspannt unter einem perfekt isolierten, stabilen Dach leben –geschützt vor Regen, Schnee und Hitze, während die natürliche Schönheit der umliegenden Landschaft durch stilvolle Dach-

formen harmonisch ergänzt wird. Ein solides Dach vermittelt Geborgenheit und schafft eine Atmosphäre, in der Sie sich rundum wohlfühlen können. Spezialisierte Unternehmen in unserem Land bieten Ihnen einzigartige Dachlösungen, die

Durch fachmännische Pflege wird die Lebensdauer eines Daches nachhaltig verlängert.

auf jahrzehntelanger Erfahrung basieren. Ob traditionelle Holzkonstruktionen, moderne Stahlträger oder innovative Verbundmaterialien, jede Technik wird präzise an Ihre individuellen Anforderungen angepasst. Dabei setzen die spezialisierten Fach-

- Dachrinnen säubern - kaputte Ziegel austauschen - Anschlussbleche reinigen

Dach und Geldbeutel werden es Ihnen danken.

betriebe auf nachhaltige Materialien und höchste Handwerkskunst, um Langlebigkeit und Ästhetik optimal zu verbinden.

Ihr Haus soll auch ein typisches Dach haben Jede Dachkonstruktion wird präzise geplant und ausgeführt: Tragwerke aus Fichten- oder Lärchenholz gewährleisten Stabilität und natürliche Optik, während spezielle Verbindun-

gen für maximale Belastbarkeit sorgen. Die sorgfältige Auswahl der Dämmstoffe garantiert Energieeffizienz, Schallschutz und reduziert Heizkosten spürbar. Ob Satteldach, Flachdach oder Walmdach, ob Sparrendächer, Pfettendächer oder Binderdächer, jede Konstruktion wird individuell an die jeweiligen architektonischen Wünsche und baulichen wie landschaftspflegerischen Voraussetzungen

Kaserer Zimmerei & Holzhausbau

angepasst. Sei es beim Neubau eines Einfamilienhauses in einer Landgemeinde oder bei der Sanierung historischer Gebäude in Stadt- oder Dorfzentren. Dachkonstruktionen passen sich flexibel den individuellen Projekten an. Auch für landwirtschaftliche Bauten oder Gewerbeobjekte gibt es maßgeschneiderte Lösungen, die Funktionalität mit regionaltypischem Charakter verbinden.

Auf Erfahrung vertrauen Vertrauen Sie auf renommierte Fachbetriebe aus unserer Gegend, die mit zertifizierten Materialien arbeiten und umfangreiche Garantien bieten. Zahlreiche zufriedene Kundinnen und Kunden bestätigen die hohe Qualität der Arbeit sowie die termingerechte und transparente Abwicklung Projekte.

Ulrich Egger und Markus Gruber verbinden handwerkliche Tradition mit Innovation und technischer Kompetenz. Die jahrzehntelange Erfahrung mit dem Baustoff Holz, stetige Aus- und Weiterbildungen im Bereich Holzhaus und Klimahaus und die Zufriedenheit der Kunden sind das Aushängeschild dieses Unternehmens. PR-INFO

LANA - Die Firma Kaserer Zimmerei & Holzhausbau wurde vom heutigen Seniorchef Markus Kaserer als Zimmerei und Dachdeckerei im Jahre 1978 gegründet. Seit der Firmengründung hat sich das Unternehmen immer weiterentwickelt und seine Kompetenzen in allen Bereichen des Dachbaus und des Holzhausbaus erweitert. Nicht

allein durch den konsequenten Einsatz moderner Technologien hat sich das Unternehmen Kaserer Zimmerei zur heutigen Größe und Bedeutung entwickelt. Individuelle Problemlösungen und bewusste Innovationskraft in allen Unternehmensbereichen, wie Zimmerei, Dachdeckerei und Holzhausbau, sowie die Realisierung schlüssel-

fertiger Projekte zum Fixpreis tragen zum Erfolg bei. Rupert Kaserer führt den Betrieb in zweiter Generation ab 2000 weiter und seit 2023 wird die Führungsspitze durch die Gesellschafter, Per. ind. Ulrich Egger und Markus Gruber ergänzt, welche das Team durch ihre langjährige technische und praktische Erfahrung nun leiten.

Rund ums Dach

Rund ums Dach

- Dachstuhl- und Holzhausbau

- Ziegel-, Grün-, Flachdächer usw.

- Dachsanierung und Generalsanierungen

- Velux Dachfenster

- Dachsicherung vom Profi

- Balkone und Terassen mit Geländer

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Kreuzzüge und Marillen

Die ironische Bemerkung des französischen Mediävisten Jacques Le Goff (1924–2014): „Die Aprikose ist der einzige Erfolg der Kreuzzüge“ (in: Medieval Civilization, 400-1500, London 1991), gehört zu den pointierten Urteilen über einen der bedeutendsten Zeitabschnitte des Mittelalters. Mit diesem Satz wollte Le Goff die verbreitete Vorstellung in Zweifel ziehen, dass die Kreuzzüge, die mit Ende des 11. Jahrhunderts begannen, ein großer Erfolg des Christentums gewesen seien.

Das Bonmot steht am Ende einer klar negativen Bilanz der Kreuzzüge. Direkt davor zählt Le Goff unter anderem auf: Verschärfung der Feindschaft zwischen Lateinern und Byzantinern, Gewalt, Pogrome und Massaker (zum Beispiel Jerusalem 1099, Konstantinopel 1204), finanzielle Ausbeutung (Ablässe, Steuern), problematische Rolle der Ritterorden.

Ziel der Kreuzzüge war es gewesen, Jerusalem und die anderen Heiligen Stätten aus muslimischer Herrschaft zu befreien. Tausende Ritter, Bauern und Geistliche zogen im Namen des Christentums in den Osten. Anfangs konnten zwar die Kreuzfahrer im Jahre 1099 Jerusalem erobern und sogenannte Kreuzfahrerstaaten errichten. Langfristig jedoch scheiterten die meisten militärischen Ziele. Jerusalem ging wieder verloren, und die christliche Herrschaft im Heiligen Land konnte nicht dauerhaft gesichert werden.

Zudem kosteten die Feldzüge unzählige Menschenleben und verschärften die Spannungen zwischen Christen und Muslimen sowie zwischen der Ost- und der Westkirche.

Vor diesem Hintergrund wird Le Goffs Aussage verständlich. Der Historiker macht deutlich, dass die Kreuzzüge aus seiner Sicht keine nachhaltigen politischen oder religiösen Erfolge hervorbrachten. Trotzdem brachten die Kreuzzüge einen Aufschwung des Handels zwischen Europa und dem östlichen Mittelmeer und italienische Hafenstädte wie Venedig, Genua und Pisa wurden zu bedeutenden Handelsmächten. Der Geldtransfer und das Bankwesen entwickelten sich weiter. Sehr bedeutend wurde der Wissens- und Kulturtransfer wie die Verbreitung antiken Wissens im Abendland und die Fortschritte

Belagerung Jerusalems (1099), im Hintergrund die Passion Christi. Miniatur aus der „Historia rerum in partibus transmarinis gestarum“ von Wilhelm von Tyrus, Handschrift um 1300 in der Bibliotheque Nationale de France (Archiv H. Rizzolli).

in Mathematik, Medizin, Astronomie und Philosophie. Verbesserungen im Schiffbau und in der Navigation förderten später die Entdeckungsfahrten. Burgenbau und Belagerungstechniken entwickelten sich weiter. Die Kreuzzüge förderten außerdem das gemeinsame christliche Bewusstsein Europas und die Ritter aus verschiedenen Ländern kämpften unter religiösem Banner gemeinsam.

Für Le Goff wogen alle diese Vorteile wenig, obwohl die Europäer:innen neue Waren kennenlernten, wie Gewürze, Zucker, Reis, Zitronen, Baumwolle und feine Stoffe. Und eben auch die Aprikose wurde seit der Rö-

merzeit wieder bekannt, in der man sie als vor allen anderen Steinfrüchten reifende Frucht als „frühreife“, lateinisch „praecox“, davon das deutsche „Aprikose“, das englische „apricot“, das französische „abricot“, nannte.

Das italienische „albicocca“, spanisch „albaricoque“ entstand im Zuge der Kreuzzüge und enthält den arabischen Artikel „al“, wie z.B. Algebra, Almanach, Alchimie usw. Das im österreichischen und bairischen Raum verwendete Wort „Marille“ deutet auf den armenischen Ursprung der Frucht: lat. Malum / prunum armenicum = armenischer Apfel / armenische Pflaume.

Früchte und Blüten der Aprikose, kolorierte Gravur von Pierre-Antoine Poiteau aus „Pomologie Francais“, um 1846 (Archiv H. Rizzolli).

In Südtirol sind vor allem die Vinschger Marillen (Aprikosen) überaus begehrte frühe Steinfrüchte.

Die absolute Skepsis des Historikers Le Goff in Bezug auf die Auswirkungen der Kreuzzüge verwendet die Ironie der Aprikose: Die positiven Folgen entstanden nicht durch Krieg und Eroberung selbst, sondern eher durch Begegnung und Austausch. Le Goffs pointierter Satz: „Die Aprikose ist der einzige Erfolg der Kreuzzüge“ enthält deshalb auch eine moralische Botschaft. Er kritisiert indirekt die Rechtfertigung von Gewalt im Namen von Religion oder Ideologie. Die Kreuzzüge zeigen, wie zerstörerisch fanatischer Eifer sein kann. Wenn am Ende „nur“ die Aprikose als Erfolg bleibt, wirkt dies wie ein bitteres Urteil über ein Jahrhundert des Blutvergießens. Der Satz zwingt dazu, historische Ereignisse nicht nur nach militärischen Siegen zu bewerten,

sondern auch nach ihren menschlichen und kulturellen Folgen. Zusammenfassend verdeutlicht die ironische Bemerkung Jacques Le Goffs, dass die Kreuzzüge insgesamt eher als Scheitern denn als Erfolg betrachtet werden können. Ihre wenigen positiven Ergebnisse lagen vor allem im kulturellen Austausch zwischen Morgen- und Abendland. Die Aprikose wird dabei zu einem Symbol dafür, dass friedliche Begegnungen oft wertvoller sind als kriegerische Unternehmungen. Kaiser Friedrich II. von Hohenstaufen ist es vor allem durch seine Kenntnisse der arabischen Sprache und Mentalität 1228/29 gelungen, ohne Waffen Jerusalem für die Christenheit zu gewinnen. Der Sultan hatte aus Höflichkeit gegenüber dem Kaiser den Muezzins von Jerusalem verboten, zum Gebet zu rufen. Friedrich sagte: „Das braucht Ihr nicht, selbst wenn Ihr in meinem Lande wäret.“ Dem Kaiser musste der

Ruf des Muezzins auf Sizilien und Lucera (Apulien) sehr vertraut gewesen sein. Gerade in den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass wir mehr Gemeinsamkeiten weltweit anstreben sollten, als uns mit Kriegen wechselseitig zu schaden.

Diesen Beitrag hat Univ.-H. Prof. Doz. DDr. Helmut Rizzolli, Obmann des Heimatschutzvereins Bozen/ Südtirol, für Sie verfasst.

Damit Sie sicher sind

Sicherheit ist lebenswichtig und betrifft sowohl den Schutz des eigenen Zuhauses als auch den Schutz vor digitalen Bedrohungen. Einbrüche finden laufend statt, und „Gelegenheit macht Diebe“.

Nach Angaben der Polizei verhindern Sicherheitsvorrichtungen nahezu jeden zweiten Einbruchsversuch. Bei etwa jedem vierten Einbruch werden die Täter bereits während der Ausführung der Tat gestört. Einbrecher möchten nicht entdeckt werden und meiden möglichst jede direkte Auseinandersetzung. Hinzu kommt der Faktor Zeit: Die meisten Einbrüche dauern nicht länger als 20 Minuten. Besonders für Gelegenheitstäter, die die größte Gruppe unter den Einbrechern darstellen, gilt: Wenn sie innerhalb

von zwei bis fünf Minuten nicht zum Ziel gelangen, brechen sie den Einbruch in der Regel ab. Ein Dieb sucht stets den Weg

des geringsten Widerstands und dringt bevorzugt dort ein, wo er sich willkommen fühlt. Gekippte Fenster oder Haustüren, die lediglich ins Schloss gezogen sind, stellen eine regelrechte Einladung für Täter dar. Ebenso sind leicht zugängliche und schlecht gesicherte Nebeneingangstüren, Fenster sowie Kellerlichtschächte für Einbrecher kaum eine Hürde.

Hilfe, also SOS. Ein Name ein Programm

Der Betrieb SOS Alarm KG aus Bozen ist ein seit 1975 bestehendes Sicherheitsunternehmen, das von Dietmar Mayr geführt wird. Mit über 2.000 Kunden in Südtirol bietet es maßgeschneiderte Lösungen in den Bereichen Alarmanlagen, Videoüberwachung, Zutrittskontrollen und Brandschutz an –von Planung über Installati-on bis Wartung. Durch den Einsatz modernster Technologien und qualifizierter Fachkräfte gewährleistet die SOS Alarm KG höchste Sicherheitsstandards und eine schnelle Reaktionsfähigkeit im Ernstfall. Dabei legt das Unternehmen großen Wert auf individuelle Beratung und konti-

nuierliche Weiterbildung, um stets auf dem neuesten Stand der Technik zu bleiben. Neben dem technischen Know-how zeichnet sich die SOS Alarm KG durch ihren umfassenden Kundenservice aus. Rund um die Uhr erreichbare NotfallHotlines und ein engagiertes Support-Team sorgen dafür, dass im Bedarfsfall schnell und kompetent geholfen wird. So entsteht ein Vertrauensverhältnis, das den Schutz von Privathaushalten, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen gleichermaßen ge-währleistet.

Gostner, wenn Sicherheit gefragt ist Gostner ist ein erfahrener Spezialist für Sicherheits- und Elektrotechnik in Südtirol mit über 50 Jahren Erfahrung. Das Unternehmen bietet maßgeschneiderte Lösun-gen für Neubauten, Erweiterungen und Sanierungen, darunter Beratung, Planung, Montage und Inbetriebnahme von Elektround Photovoltaikanlagen sowie Sicherheitstechnik. Zum Leistungsspektrum gehören auch Reparaturen automatischer Tore und Schranken sowie ein zuverlässiger, umfassender Kundendienst. Gostner setzt auf moderne, benutzerfreundliche Alarmanlagen renommierter Hersteller, die sich bequem per Smartphone steuern lassen. Zusätzlich ermöglicht die Hausautomatisierung eine flexible Steuerung von Licht, Rollläden, Temperatur und mehr – für ein intelligentes Wohnen mit hoher Sicherheit und Komfort. Dabei legt Gostner besonderen Wert auf individuelle Beratung

und die enge Zusammenarbeit mit den Kunden, um maßgeschneiderte Lösungen zu entwickeln, die genau auf deren Bedürfnisse und Anforderungen abgestimmt sind. Moderne Technologien und innovative Ansätze werden gezielt eingesetzt, um Energieeffizienz und Nachhaltigkeit zu fördern und langfristig Kosten zu sparen.

Von Brandmeldeanlage bis Zeiterfassung

Nicom Securalarm aus Bozen ist ein erfahrenes Fachunternehmen für Sicherheits- und Kommunikationstechnik mit jahrzehnte-

langer Marktpräsenz in TrentinoSüdtirol. Es bietet umfassende Dienstleistungen von Beratung über Planung und Installation

bis zur Wartung. Das Produktportfolio umfasst zertifizierte Brand- und Gasmeldeanlagen, Alarm- und Einbruchmeldesyste-

me, Videoüberwachung, digitale Zutrittskontrollen sowie Telefonanlagen und Zeiterfassungssysteme. Dank kontinuierlicher Weiterbildung und der Nutzung modernster Technologien gewährleistet Nicom Securalarm höchste Qualität und Zuverlässigkeit seiner Lösungen. Kunden profitieren von individuell zugeschnittenen Sicherheitskonzepten, die sowohl den neuesten gesetzlichen Vorgaben entsprechen als auch den spezifi-schen Anforderungen gewerblicher und privater Objekte gerecht werden.

Sicherheit für das Zuhause: Prävention ist der Schlüssel zum Schutz

Ein Einbruch in den eigenen vier Wänden – eine schreckliche Vorstellung. Neben dem materiellen Schaden wiegt besonders das Gefühl der Unsicherheit schwer. Umso wichtiger ist es, rechtzeitig vorzusorgen und Sicherheitstechnik einzusetzen, die im Ernstfall zuverlässig reagiert. Innovative Einbruchmeldeanlagen, Videoüber-

wachung und Zutrittskontrollen sorgen dafür, dass das eigene Zuhause bestmöglich geschützt ist.

Nicom Securalarm – der ideale Partner für ein sicheres Zuhause Seit 50 Jahren installiert Nicom Securalarm erfolgreich fortschrittliche Sicherheitslösungen für Unternehmen und Private. Mit einem

Sicher wohnen. Sicher arbeiten. Schutzlösungen für

kompetenten Team an Fachkräften begleiten wir Sie von der Beratung über die Installation bis zum Service nach dem Kauf und bieten maßgeschneiderte Technologien nach dem neuesten Stand der Technik.

Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass Ihr Zuhause ein sicherer Ort bleibt.

Wir bieten zahlreiche Lösungen für die Sicherheit in Ihrem Zuhause Darunter:

Neue medizinische Expertise im ST. JOSEF Gesundheitszentrum

Das ST. JOSEF Gesundheitszentrum Meran – Bozen baut sein medizinisches Leistungsspektrum weiter aus und gewinnt mit zwei spezialisierten Neuzugängen zusätzliche Expertise für sein interdisziplinäres Team.

Neu im Bereich Allergologie ist Dr. David Wanner, Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie sowie ärztlicher Leiter des Allergie Ambulatorium Hall in Tirol. Mit seiner klinischen Erfahrung ist er ein kompetenter Ansprechpartner für allergische Beschwerden wie Heuschnupfen, Asthma, Nahrungsmittelallergien und Unverträglichkeiten. Moderne Diagnoseverfahren wie der molekulare ALEX®-Test ermöglichen dabei eine besonders präzise Abklärung von bis zu 300 Allergenen anhand einer einzigen Blutprobe.

Leistungsangebot Allergologie:

• Allergologische Visite und differenzierte Abklärung bei inhalativen Allergien (z. B. Pollen, Hausstaubmilben), Nahrungsmittel- und Tierhaarallergien, Insektengiftallergien sowie verschiedenen Unverträglichkeiten

• Hauttestverfahren wie Pricktest zur schnellen Identifikation von SoforttypAllergien

• Prick-to-Prick-Test zur gezielten Testung von frischen Nahrungsmitteln bei Verdacht auf Nahrungsmittelallergien

• Diagnostische Abklärung bei Verdacht auf Histaminintoleranz

• Individuelle Therapieplanung inklusive patientenorientierter allergologischer Beratung und Allergenvermeidung

• Erweiterte Laboranalytik einschließlich molekularer ALEX®-Diagnostik

Ebenfalls neu im Team ist Dr. Sofia Reposo im Fachbereich Chiropraktik, einer manuellen Therapieform, die sich mit Funktionsstörungen des neuromuskuloskelettalen Systems – insbesondere der Wirbelsäule

– befasst. Dr. Reposo absolvierte ihre Ausbildung am renommierten Barcelona College of Chiropractic und vertiefte ihre Spezialisierung auf die obere Halswirbelsäule in den USA. In ihrer Arbeit verfolgt sie einen ganzheitlichen Ansatz, der darauf abzielt, das Zusammenspiel von Struktur, Nervensystem und Funktion im Körper nachhaltig zu unterstützen.

Wann zum Chiropraktiker?

Frühe funktionelle Auffälligkeiten:

• Haltungsveränderungen (z. B. Kopfneigung, Skoliose, Beckenschiefstand)

• Schlaf- oder Konzentrationsstörungen

• wiederkehrende Verdauungsbeschwerden

• Schwindel oder Ohrprobleme

• allgemeine Antriebslosigkeit Fortgeschrittene oder chronische Beschwerden:

• Rücken- und Nackenschmerzen, inkl. Bandscheibenprobleme

• Kopfschmerzen und Migräne

• Ischiasbeschwerden

• Schmerzen im Brustkorbbereich (Interkostalneuralgie)

• Beschwerden in Armen und Händen (z. B. Karpaltunnelsyndrom)

ST. JOSEF Gesundheitszentrum

Meran Franz-Innerhofer-Straße 2/4 | T 0473 864 333 Bozen | Brennerstraße 2D | T 0471 1555 000 health@stjosef.it | www.stjosef.it

Die 60 größten Arbeitgeber

Die untenstehende Tabelle der 60 größten Arbeitgeber im Bezirk Überetsch/Unterland zeigt den Mitarbeiterdurchschnitt des Jahres 2024 in der Privatwirtschaft. Die Daten stammen vom Amt für Arbeitsmarktbeobachtung Südtirol.

Würth MODYF: Mehr als Workwear

Ein Team mit Haltung, Leidenschaft und Zukunft

Würth MODYF steht für hochwertige Workwear und Sicherheitsschuhe mit Innovationsgeist, Liebe zum Detail und einem klaren Ziel: unsere Kundinnen und Kunden jeden Tag neu zu begeistern. Als Unternehmen der Würth-Gruppe gestalten heute über 500 Mitarbeitende in Europa mit Engagement und Leidenschaft die Zukunft moderner Arbeitskleidung. Für uns ist Arbeitskleidung weit mehr als nur ein Outfit. Sie ist Ausdruck von Professionalität, Identität und Stolz – und zugleich ein Werkzeug, das Menschen dabei unterstützt, täglich Großes zu leisten. Genau deshalb entwickeln wir funktionelle, bequeme und moderne Produkte, die nicht nur schützen und entlasten, sondern Teams auch so kleiden, wie sie wahrgenommen werden möchten.

Eine Kultur, die verbindet Was MODYF besonders macht, ist die Verbindung aus der Stabilität eines starken Konzerns wie Würth und dem dynamischen, stetig wachsenden Spirit von MODYF. Diese Kombination schafft ein Umfeld, in dem Sicherheit und Entwicklung, Struktur und Agilität

sowie Verlässlichkeit und Innovationskraft zusammenkommen.

Unsere Mission ist es, den Erfolg von 50.000 Kundinnen und Kunden aktiv mitzugestalten – mit Leidenschaft, Verantwortungsbewusstsein und echter Nähe zu ihren Bedürfnissen. Hinter diesem Anspruch steht ein Team, das mit Zusammenhalt, Mut und Einsatz jede Herausforderung meistert.

Arbeiten mit Sinn und Perspektive Bei MODYF prägen Respekt, Vertrauen und Verantwortung den Arbeitsalltag. Flache Hierarchien, kurze

Entscheidungswege und ein offenes Miteinander schaffen Raum für Ideen, Eigeninitiative und persönliches Wachstum. Moderne Arbeitsplätze, flexible Arbeitszeiten und ein Arbeitsumfeld, das den Menschen in den Mittelpunkt stellt, machen MODYF zu einem Ort, an dem man nicht nur arbeitet, sondern sich auch entfalten kann.

Innovation, die man tragen kann Innovation zeigt sich bei MODYF nicht nur in der Unternehmenskultur, sondern auch in den Produkten. Mit dem neuen Caracas Light bringt das

Unternehmen eines der innovativsten Modelle des Jahres auf den Markt: einen Sicherheitsschuh, der Leichtigkeit, Atmungsaktivität und Widerstandsfähigkeit auf ideale Weise verbindet und damit besonders für die warme Jahreszeit neue Maßstäbe setzt.

Menschen mit Leidenschaft und Herz gesucht Würth MODYF sucht Menschen, die mitdenken, mitgestalten und mit Herz bei der Sache sind – Menschen, die Verantwortung übernehmen, Ideen einbringen und gemeinsam mit einem starken Team etwas bewegen möchten.

Besonders freuen wir uns aktuell über Bewerbungen von Sommerpraktikantinnen und Sommerpraktikanten, die erste berufliche Erfahrungen sammeln, ein dynamisches Unternehmen kennenlernen und Teil unserer Unternehmenskultur werden möchten.

Jetzt Teil des Teams werden Alle aktuellen Stellenangebote finden sich unter: jobs.modyf.it/de

Bagnara: in Eppan verwurzelt, weltweit gefragt.

Seit über 75 Jahren schlägt das Herz von Bagnara in Eppan für Naturstein. Was einst als kleiner Steinmetzbetrieb begann, ist heute ein international gefragter Spezialist für Rohblöcke, Platten und Maßarbeiten.

Trotz unseres weltweiten Erfolgs sind wir im Herzen ein echtes Familienunternehmen geblieben, das für Verlässlichkeit, Handschlagqualität und ehrliche Partnerschaften steht.

Einzigartiges Know-how –vom Steinbruch bis zur Region Wir begleiten den Stein auf seinem gesamten Weg: Wir bauen ihn in eigenen Steinbrüchen ab, verarbeiten ihn und handeln weltweit damit. Am Hauptsitz in Eppan schlägt dabei nach wie vor das handwerkliche Herz unseres Betriebs. Hier verbinden wir modernste Technologien wie CNC-Fräsen und Roboter mit echtem, menschlichem Fingerspitzengefühl. Aus Südtirol für Südtirol: Während wir auf dem Weltmarkt als reiner Materiallieferant geschätzt werden, bleibt das eigentliche Projektgeschäft – von der Planung bis zur Montage – exklusiv unserer Heimat und dem Gardasee vorbehalten. Diese bewusste Entscheidung garantiert unseren Kunden vor Ort echte Nähe, schnelle Wege und die beste Betreuung direkt vor der Haustür.

Echte Werte und persönliche Begeisterung Unsere Arbeit lebt von der Leidenschaft für das Material – und diese Begeisterung möchten wir tagtäglich an unsere Kunden weitergeben. Ein ehrliches Miteinander, Handschlagqualität und tiefer Respekt stehen für uns dabei bei jedem Projekt an erster

Stelle. Weil man die Faszination von echtem Naturstein digital nicht kopieren kann, setzen wir neben unseren Online-Kanälen ganz bewusst auf das persönliche Erlebnis. Unsere Standorte sind Orte der Begegnung, und über internationale Messeauftritte wie heuer auf dem renommierten Salone del Mobile in Mailand inspirieren wir

gezielt die Designwelt, Architekten sowie Fachpartner gleichermaßen. Dass wir als solide Bagnara-Familie stetig weiterwachsen, beweist auch die aktuelle Erweiterung unseres Standortes in Cavaion Veronese.

Lust auf neue Perspektiven in der Heimat?

Wer bei uns arbeitet, übernimmt Verantwortung, wächst fachlich sowie persönlich und ist Teil eines starken, verlässlichen Teams von über 120 Mitarbeitenden in Italien.

Möchtest du die Zukunft unseres Traditionsbetriebes mitgestalten?

Dann schau dir unsere offenen Stellen online auf bagnara.net/jobs/ offene-stellen an oder sende deine Initiativbewerbung direkt an unseren Personalleiter Harald Carli unter harald@bagnara.net.

Nikolaus Bagnara AG Maria-Rast-Weg 34 I-39057 Eppan (BZ) Tel. +39 0471 66 21 09 info@bagnara.net

BRIEF AUS ROM

Geschätzte Leser,

über Nacht ist der Sommer ausgebrochen und eine gleißende Sonne würde es ratsam erscheinen lassen, dass sich zumindest die Gemüter abkühlen, um die Hitzewelle schadlos überstehen zu können. Weit gefehlt, Italiens Politik funktioniert weder mit kaltem Herzen noch mit kühlen Köpfen. Eben sind die Wahlen in etwa achthundert Gemeinden abgeschlossen und wer sich eine klare Aussage zum politischen Stimmungsbarometer erwartete, sieht sich enttäuscht. Die hin und wieder im ‚Campo Largo‘ verbundenen Oppositionsparteien wollten ausgehend von Venedig der Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni ein starkes Zeichen übermitteln und die Übernahme der Amtsgeschäfte ankündigen. Umso größer daher die Enttäuschung, gerade in der symbolbehafteten Lagunenstadt eine eklatante Niederlage einzufahren und sich eingestehen zu müssen, dass das Referendum zur Justiz eben nur ein Referendum und keine Kehrtwende war. Für Mitte-Rechts

sind diese Wahlen hingegen eine wohltuende Pause, wenn auch keine aufbrausende Bestätigung, und das Ziel der Überarbeitung des Wahlrechts wird nun konsequent weiter verfolgt. Eine Mehrheitsprämie soll eingeführt werden, immer unter der Voraussetzung, dass eine der voraussichtlich zwei Koalitionsbewegungen ein respektables Ergebnis einfährt; 40 Prozent sollten laut der ersten Fassung der Wahlreform die Prämie ermöglichen, nun sollen es 42 Prozent werden und wenn keine der Parteien/ Koalitionen diese Hürde nimmt, dürfte es keine Stichwahl und reine Verhältniswahlen geben. Vorzugsstimmen sind bei Forza Italia und der Lega nicht gefragt, daher dürften diese nicht vorgesehen werden, auch wenn der demokratische Grundgedanke nahelegen würde, dass die Wähler nicht nur zwischen politischen Parteien/Bewegungen unterscheiden, sondern auch über die personelle Besetzung der repräsentativen Organe entscheiden können. Noch vor der

Sommerpause soll die Wahlreform durch die Abgeordnetenkammer gepeitscht werden, im Herbst dann durch den Senat, um im Frühling 2027 zu den Wahlen zu gehen. Aber auch das steht nicht fest, denn das natürliche Ende der laufenden Legislatur wäre im Herbst 2027. Wer weiß, was bis dahin alles geschieht, und vor allem auch, wie weit Roberto Vannacci die Mitte-Rechts-Parteien zu erodieren weiß, denn um den General beginnt sich ein Heer all jener zu scharen, deren Wiederwahl in ihrer Herkunftspartei ungewiss ist.

Auch das sorgt für heiße Nächte in Rom, am 27. Mai 2026 Manfred Schullian

BRIEF AUS DEM LANDTAG

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

es ist Halbzeit – und damit auch Zeit, einen Rückblick zu machen und einen Ausblick zu wagen. Seit den Wahlen im Jahr 2023 sind zweieinhalb Jahre vergangen und der Landtag hat eine Reihe von Entscheidungen getroffen, die das Land nachhaltig stärken und zukunftsfit machen sollen. Mit der Wohnbaureform soll Wohnen für Familien, junge Menschen und Arbeitnehmer wieder leistbarer werden. Große Aufmerksamkeit galt auch den Waldpflegemaßnahmen zur Erhaltung des Schutzwaldes. Angesichts des Klimawandels und zunehmender Extremwetterereignisse sind Investitionen in den Schutzwald unerlässlich, um Siedlungen, Verkehrswege und Lebensräume langfristig zu sichern. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Neustrukturierung der Sanität. Mit dem Ausbau der wohnortnahen Versorgung, einer stärkeren Vernetzung der Gesundheitsdienste und gezielten Maßnahmen gegen den Personalmangel soll die medizinische Betreuung der Bevölkerung auch in Zukunft sichergestellt wer-

den. Und in Zukunft? Der demografische Wandel wird politische Entscheidungen in den kommenden Jahren maßgeblich beeinflussen. Gefordert sind nachhaltige Lösungen bei den Rentenanpassungen und beim Pflegegeld, damit diese Systeme langfristig finanzierbar bleiben. Gleichzeitig braucht es neue Möglichkeiten, damit Rentnerinnen und Rentner freiwillig und steuerfrei weiterarbeiten

können. Südtirol muss auch Rahmenbedingungen schaffen, damit kluge Köpfe im Land bleiben. Die zweite Hälfte der Legislaturperiode steht daher im Zeichen von Verantwortung, Stabilität und gezielter Zukunftssicherung. Wie auch die erste Hälfte – damit nicht nur leistbares Wohnen, sondern auch leistbares Leben wieder greifbarer wird.

Mit besten Grüßen Franz Locher

Die Hyperabschreibung – Durchführungsbestimmungen

Mit dem Haushaltsgesetz 2026 wurde die Investitionsförderung laut Industrie 4.0 und Transitionsplan 5.0 grundlegend neugestaltet, von einer Förderung in Form von Steuerguthaben wurde wieder auf eine erhöhte Abschreibung umgestellt, wir haben diesbezüglich berichtet. Die Begünstigung gilt weiterhin für die Maschinen und Anlagen mit den Eigenschaften Industrie 4.0, sowie für die Produktion von Strom mittels Photovoltaikanlagen. Die Förderung erhöht die normale Abschreibung um 180% für Investitionen bis 2,5 Mio. Euro, um 100% für Investitionen von 2,5 Mio. Euro bis 10 Mio. Euro und um 50% für Investitionen von 10 Mio. Euro bis 20 Mio. Euro. Die Begünstigung gilt auch für Investitionen mittels Leasings. Die neuen Bestimmungen gelten bereits für alle ab dem 1. Januar 2026 erworbenen förderfähigen Gegenstände, die Durchführungsbestimmungen sind allerdings erst kürzlich erlassen worden. Die bürokratischen Auflagen wurden im Vergleich zu den Vorjahren nochmal deutlich ausgeweitet. Künftig nicht mehr drei, sondern fünf Meldungen erforderlich. Neu hinzu kommen zwei jährlich wiederkehrende Meldungen. Die ersten 3

Meldungen entsprechen im Wesentlichen dem bereits bekannten Verfahren aus dem Vorjahr: die Vormerkung der Investition, die Bestätigungsmeldung spätestens 60 Tage nach der Vormerkung, wobei bis dahin auch eine Anzahlung von 20% auf die geplanten Investitionen durchzuführen ist und die Abschlussmeldung. Zusätzlich sind nun zwei weitere Meldungen vorgesehen, die der staatlichen Planung und Kontrolle der Förderausgaben dienen, diese müssen jährlich bis zum Ende der Förderung sprich bis zur vollständigen Abschreibung des geförderten Gutes, eingereicht werden. Eine Meldung ist jedes Jahr bis 20. Januar des Folgejahres zu erstellen, in welcher die effektiv durchgeführten Neuinvestitionen des Vorjahres anzuführen sind und eine zweite Meldung ist jedes Jahr bis 30. Juni des Folgejahres zu erstellen, in welcher die Nutzung der Guthaben und der Abschreibungsplan mitzuteilen ist. Auch die Anforderung an die Dokumentation wurden erheblich verschärft. Es ist nun immer ein beglaubigtes technischen Gutachten durch einen Ingenieur oder Industriesachverständigen notwendig. Darüber hinaus ist auch die Bestä-

tigung über die ordnungsgemäße Verbuchung und die Angemessenheit der Belege eines Abschlussprüfers notwendig, sollte die Gesellschaft keinen Abschlussprüfer haben, dann muss ein externer Abschlussprüfer oder eine Revisionsgesellschaft mit Erstellung dieser Bestätigung beauftragt werden. Aufgeboben wurde die Bestimmung wonach nur Anlagen und Maschinen, welche innerhalb der EU oder EWR produziert werden, förderfähig sind. Weiterhin gilt dies aber neben Anforderungen zur Effizienz für förderfähige Photovoltaikanlagen. Die neue Hyperabschreibung bietet zwar sehr attraktive steuerliche Vorteile, ist jedoch mit einem erheblich höheren administrativen Aufwand verbunden und wird sich deshalb nur mehr für größere Investitionen lohnen.

Martin Eder Bozen - Lana - Naturns martin.eder@gspeo.com DEM EXPERTEN DAS WORT

EINBLICKE VOM FINANZBERATER

Unfallversicherung: Absicherung für jede Situation

Eine Unfallversicherung gewährt essenziellen finanziellen Rückhalt bei unvorhersehbaren Vorkommnissen, die das gewohnte Leben komplett auf den Kopf stellen können.

Schutz in der Freizeit und im Job Unglücke ereignen sich überall – beim Sport, im Verkehr oder im eigenen Haushalt. Da der gesetzliche Schutz ausschließlich bei Unfällen am Arbeitsplatz oder auf dem direkten Arbeitsweg greift, bietet die private Unfallversicherung einen ganzheitlichen Schutz – völlig egal, ob sich der Vorfall im Beruf oder in der Freizeit ereignet.

Unterstützung bei dauerhafter Invalidität Zu den Kernleistungen gehört die Absicherung im Falle einer bleibenden Invalidität. Führt ein Unfall zu langfristigen körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen, leistet die Versicherung finanzielle Hilfe. Diese Auszahlung erfolgt als Einmalbetrag, dessen Höhe sich nach dem Invaliditätsgrad richtet.

So lässt sich der Lebensstandard trotz Einschränkungen aufrechterhalten und notwendige Veränderungen, wie etwa ein barrierefreier Wohnungsumbau, können realisiert werden.

Übernahme von medizinischen Kosten Ergänzend zur Invaliditätsleistung trägt die Unfallversicherung – je nach Tarif – auch medizinische Behandlungskosten. Hierzu zählen beispielsweise Arzthonorare, ambulante Therapien, Spitalsaufenthalte oder Maßnahmen zur Rehabilitation.

Absicherung im Todesfall

Für den traurigsten Fall sorgt die Unfallversiche-

rung auch für die Angehörigen vor. Eine vertraglich festgelegte Todesfallsumme wird ausgeschüttet, um finanzielle Sorgen wie Beerdigungskosten oder den Verlust des Einkommens abzufedern.

Zusatzleistungen

Abhängig von der gewählten Police beinhaltet die Unfallversicherung weitere Hilfen, wie Unfalltagegeld, Gipstagegeld oder finanzielle Überbrückungen bei temporärer Arbeitsunfähigkeit von Selbstständigen. Damit schließt sie eine wesentliche Lücke beim Schutz vor den finanziellen Risiken eines Unfalls und gibt Betroffenen sowie ihren Familien Rückhalt in schweren Zeiten.

Vor Unfällen ist man nie sicher, daher lohnt sich eine Unfallversicherung

Beautiful Business Konferenz in Athen

Gekommen war ich eigentlich, um mehr über Schönheit und Wirtschaft zu erfahren, über „beauty“ und „business“ – zwei Wörter, die in unserer Welt oft so klingen, als dürften sie nicht im selben Satz stehen.

Am Ende wurde daraus etwas anderes: eine Rückkehr an die Wiege unserer Kultur und der Beginn einer kleinen Liebesbeziehung mit einem Nachbarvolk, das wir oft nur aus dem Urlaub, aus der Krise oder aus dem Fernsehen zu kennen glauben. Ich schreibe diese Zeilen am Ende einer intensiven Halbwoche in Athen. Das World Beautiful Business Forum ist 2026 hier gelandet, vom 7. bis 10. Mai, als zehntes Jubiläum des House of Beautiful Business. Es nennt sich „the most human gathering for the more-than-human world“ und versammelt über 150 internationale Stimmen aus Wirtschaft, Technologie, Philosophie, Kunst, Wissenschaft und Politik. Das Programm ist kein klassischer Konferenzapparat mit PowerPoint und Kaffeepause, sondern eher ein Stadtparcours: fünf Hauptakte, lose inspiriert vom antiken griechischen Drama, dazu Diskurs zu Künstliche Intelligenz, Demokratie, Schönheit, Regeneration, Spiritualität und Zugehörigkeit. Athens Theater, Museen, Buchläden, ehemalige Börsenräume und Straßen werden selbst zur Bühne. Unter den Stimmen: der frühere griechische Premier George A. Papandreou, Oxford-Tech-Philosophin Carissa Véliz, Künstler und Technologe James Bridle, INSEAD-Professor Gianpiero Petriglieri, InflectionAI-CEO Sean White, Philosoph Christoph Quarch, IDEO-CEO Mike Peng und viele andere. Besonders hängen bleibt aber weniger eine einzelne These als die Frage, ob Schönheit in der Wirtschaft mehr sein kann als Deko-

ration. Ob sie eine Strategie sein kann. Eine Haltung. Eine Korrektur an einer Ökonomie, die zu lange Wachstum mit Sinn verwechselt hat. Natürlich war auch die KI überall. Als Versprechen, als Bedrohung, als neuer Mitspieler. Aber auffällig war: Niemand wollte sich wirklich festlegen. Zu groß ist die Bewegung, zu schnell der Umbruch, zu unklar die moralische Architektur. Man spürte: Wir bauen gerade Werkzeuge, die uns selbst umbauen. Und vielleicht ist genau deshalb die Frage nach Schönheit plötzlich nicht mehr Luxus, sondern essenziell. Denn wenn alles effizienter wird, bleibt die Frage: Wofür? Auf meine Frage nach dem rechten Maß im Geschäftsleben antwortete der buddhistische Mönch Shoukei Matsumoto nicht mit einem Modell, sondern mit einer Einladung: Ich solle nach Kyoto kommen und mit ihm den Tempel putzen. Matsumoto ist nicht irgendein Wellness-Mönch, sondern ein japanischer Buddhist,

Autor von Work Like a Monk und „Work Like a Monk“ und „A Monk’s Guide to a Clean House and Mind“, Mitgründer von Interbeing und Professor im Bereich Well-being. Für ihn ist Putzen keine Nebensache, sondern Praxis: Aufmerksamkeit, Demut, Ordnung im Außen als Spiegel einer inneren Klärung. Und dann Bayo Akomolafe. Schwarzer Philosoph, Yoruba-Denker, Posthumanist, Gründer des Emergence Network. Er spricht, um Risse sichtbar zu machen. Immer wieder rüttelte er das Publikum mit scharfen, poetischen Beobachtungen wach. Seine Arbeit kreist um Postaktivismus, Entanglement, Krise, Langsamkeit und die Zumutung, dass wir vielleicht nicht nur bessere Lösungen brauchen, sondern andere Arten, überhaupt in der Welt zu sein. Doch irgendwann war genug Theorie. Nach Tagen des Denkens, Zurrens, Suchens landete ich nachts in Tavernen, alten Theatern und schließlich zufällig

auf einer plateía (Platz), mitten in einem griechischen Tanzabend unter freiem Himmel. Das ist vielleicht meine Magie: irgendwo falsch abbiegen und plötzlich richtig stehen. Alte tanzten mit jungen Leuten, Kinder mit Großmüttern, Fremde mit Freund:innen. Die Musik hatte diesen kreisenden, fast trancehaften Charakter. Wie bei einer meiner Techno-Veranstaltungen, nur aus einer anderen Zeit, mit anderen Instrumenten, aber derselben Kraft. Ich stand dort mit meinem Ritual-Tekno-Pullover, aß Souvlaki, trank süffiges Mamos-Bier, der Rauch der Grillbuden zog mir in die Augen. Fast hätte ich geweint. Nicht nur wegen des Rauchs. Sondern weil hier plötzlich alles da war, worüber Europa so oft abstrakt redet: Gemeinschaft, Körper, Rhythmus, Gastfreundschaft, Gedächtnis. Die europäische Idee ist nicht nur KI, Aufrüstung, Markt und Regulierung. Sie ist auch das: Menschen, die gemeinsam tanzen. Alte kulturelle Schätze, die nicht im Museum liegen, sondern auf der Piazza weiteratmen. Vielleicht liegt der Blick auf die Zukunft Europas genau dort: nicht zurück in die Vergangenheit, aber auch nicht blind nach vorne, sondern in einer Verbindung von Schönheit, Kultur, Technologie und Wirtschaft. Mit dem Menschen und seiner Umwelt im Zentrum. Athen hat daran erinnert, dass Europa nicht nur ein Projekt ist. Europa ist ein Körper. Und manchmal versteht man ihn erst, wenn man ihn tanzt.

Philipp Kieser

Von Generation zu Generation

Die Südtiroler Bauernküche steht für Einfachheit, Regionalität und gelebte Tradition. Das neue Buch „Von Generation zu Generation – Südtiroler Bauernküche“ macht dieses kulinarische Erbe sichtbar.

Bei der Präsentation Mitte Mai auf dem Steidlerhof in Bozen unterstrich Landesbäuerin Antonia Egger die Besonderheit dieser Küche: „Mit wenigen Zutaten und dem, was der Hof hervorbringt, nahrhafte Gerichte zuzubereiten – das ist das Wesentliche.“ Die bäuerliche Küche stehe damit nicht nur für einfache Rezepte, sondern für ein ganzes Lebenskonzept, das auf Regionalität, Saisonalität und einem bewussten Umgang mit Ressourcen beruht. Über 40 Rezepte aus allen Landesteilen Südtirols hat das Buch zusammengetragen – viele davon werden seit Generationen innerhalb der Familien weitergegeben. Sie stehen stellvertre-tend für eine Küche, die eng mit dem Alltag am Hof verbunden ist. „Für mich spiegelt die bäu-erliche Küche das Leben und Arbeiten am Hof wider – das Geben und Nehmen ebenso wie die tragenden Werte der bäuerlichen Familie“, so Egger. Ein zentrales Anliegen des Projekts ist der Austausch zwischen den Generationen. „Die bäuerliche Küche

lebt vom Miteinander“, betont Theresia Agreiter Larcher, Landespräsidentin der Seniorenvereinigung. Das Buch soll dazu anregen, dass Jung und Alt wieder häufiger gemeinsam kochen, Erfahrungen teilen und so Wissen sowie Traditionen weitergeben. Gerade in der Küche entstehen oft wertvolle Momente des Austauschs, in denen nicht nur Rezepte, sondern auch Geschichten und Erinnerungen bewahrt werden. Erschienen ist das Werk im Athesia Verlag, der damit einen aktuellen Trend aufgreift. Laut Verlagsleiterin Ingrid Marmso-

Sarner Specknocken

Für 2–4 Personen

Zutaten

300 g Mehl

100 g Speck, in Würfel geschnitten

20 g Schnittlauch, fein geschnitten

8 g Salz

3 Eier

2 EL Öl

100 ml Milch oder Mineralwasser

Zubereitung

• Mehl, Speck, Schnittlauch und Salz in einer Schüssel vermischen.

• Eier und Öl dazugeben und alles mit einer Gabel verrühren.

• Nach und nach die Milch zufügen und so lange rühren, bis ein geschmeidiger Teig entsteht.

ler wächst das Interesse an einfachen, gesunden Gerichten mit regionalen Zutaten stetig. Viele Menschen sehnten sich nach Ursprünglichkeit, nach vertrauten Geschmäckern aus der Kindheit und nach einem bewussteren Zugang zu Lebensmitteln. Einen besonderen Mehrwert bieten die kulturhistorischen Beiträge der Volkskundlerin Barbara Stocker. Sie beschreibt die bäuerliche Küche als ursprünglich nachhaltige Lebensweise, die sich konsequent an den verfügbaren Zutaten orientierte und kaum Abfall produzierte. Gleichzeitig hebt sie die

soziale Bedeutung hervor: Gemeinsames Essen, vor allem an Festtagen, war immer auch Ausdruck von Zusammenhalt und Gemeinschaft. Dabei sei die bäuerliche Küche keineswegs starr, sondern habe sich stets weiterentwickelt – im Spannungsfeld zwischen Bewahren und Erneuern. Lebendig wird das Buch vor allem durch die Menschen hinter den Rezepten. So erzählt etwa Rosa Stofner aus Reinswald von den „Sarnernöckn“, einer einfachen Hirtenmahlzeit aus wenigen Zutaten. Jedes Gericht steht dabei für eine eigene Geschichte und macht deutlich, wie eng Essen, Alltag und Kultur miteinander verwoben sind. „Von Generation zu Generation – Südtiroler Bauernküche“ ist weit mehr als ein klassisches Kochbuch. Es ist eine Einladung, Tradition neu zu entdecken, Regionalität zu schätzen und das gemeinsame Kochen wieder als verbindendes Element zwischen den Generationen zu erleben.

Redaktion

Schnittlauch, fein geschnitten

Salzwasser geben. 10–15 Minuten köcheln lassen.

• Herausnehmen und mit Schnittlauch bestreut servieren.

Tipp

• Die Sarner Specknocken können im Kochwasser, in Fleischsuppe oder mit einem Kraut- bzw. Blattsalat serviert werden. PR-INFO

• Mit einem Esslöffel vom Teig Nocken abstechen und in kochendes

Barbara Stocker, Theresia Agreiter Larcher, Antonia Egger, Ingrid Marmsoler

Kunst als Mittel ohne Zweck

Michael Meraner und Raphaela Aurelia Sauer bezeichnen sich selbst als verschlossen – sie zeigen sich weder gern, noch sprechen sie gern über sich. Zu sagen haben sie als Künstlerkollektiv Schwarzenfeld trotzdem etwas.

Schwarzenfeld – hinter diesem mysteriösen Namen versteckt sich das Künstlerduo, das ihn auch öfter mal in einer anderen Sprache verwendet, um die Spuren seiner Kunstwerke, die immerhin in vielen verschiedenen europäischen Ländern stehen, zu verwischen. „Das haben wir inzwischen aber wieder gelassen“, schmunzelt Michael Meraner. Er und Raphaela Aurelia Sauer sind die – meist unsichtbaren – Gesichter hinter Schwarzenfeld, die mal in Deutschland auftauchen, mal in Südtirol, mal in Trier und mal in Eppan. Interviews geben die beiden selten bis nie, sie stellen lieber ihre Werke in den Mittelpunkt.

Wer ist Schwarzenfeld?

In der Malerei und in der Architektur liegen die Wurzeln von Michael Meraner und Raphaela Aurelia Sauer – sie arbeitete lange Zeit in Architekturbüros, er begann ein Architekturstudium, fühlte sich aber immer stärker zur freien Kunst hingezogen. Neben der Malerei waren archäologische Ausgrabungen, Vermessungen und Zeichnungen sein Brotjob. Nach gemeinsamen Projekten mit dem Künstler Markus Drassl („MDMM“) oder Stephanie von Gelmini („Kino Emma“) lernt der Eppaner 2016 Raphaela Sauer aus RheinlandPfalz kennen. Relativ schnell finden die beiden ihre gemeinsamen Schnittstellen – Kunst im öffentlichen Raum, Erinnerungskultur und soziale Themen – und widmen sich ersten Kunstwettbewerben. Die beiden beschließen, ab sofort gemeinsam zu arbeiten, „damit das Künstlerego nicht aufkommt“. Das Gemeinschaft-

liche ist für die beiden ein guter Schlüssel, und ihre unterschiedlichen Fähigkeiten und Kompetenzen ergänzen sich gut – auch darin finden sie ihre Stärke als Duo. „Der eigene innere Dialog kann und muss dann schon im Ansatz hinterfragt werden. Obwohl … Ich weiß nicht, was ein Künstler muss, ich weiß gar nicht, was ein Künstler ist“, so Meraner, halb scherzend, halb ernst. „Ich weiß nicht, was Kunst ist. Aber was es schon sein sollte, ist eine Art von Kommunikation – dessen bin ich mir ziemlich sicher.“ Hat man bei Künstler:innen häufig dieses romantische Bild im Kopf, muss man spätestens bei Schwarzenfeld umdenken: Für das Kollektiv ist Kunst harte Arbeit. Es kommen nicht immer die großen Geistesblitze, so Sauer und Meraner, die sich selbst als hartnäckig, neugierig und alles andere als genial bezeichnen. Die beiden brauchen das intensive Brainstorming, die andauernden Inputs – und das kann auch richtig

anstrengend sein. Ideen wieder zurückwerfen und überprüfen, sich vertrauen und öffnen. Immer wieder in die Schranken gewiesen werden und ein gegenseitiges Korrektiv füreinander sein. „Ich muss auch leiden, es muss weh tun“, sagt Meraner, und Sauer ergänzt: „Wenn einer von uns mit der Idee nicht einverstanden ist, wird sie auch nicht weiterverfolgt.“ Der endgültige Einfall komme dann aber doch in einem unerwarteten Moment. „Diesen Prozess finde ich oft spannender als die Umsetzung selbst, weil es da wieder häufig sehr technisch wird“, so Sauer. „Dieser Moment aber, in dem man die Idee gefunden hat, ist ein sehr schöner.“

Kunst, die alle sehen können Kunst im öffentlichen Raum hat einen Vor- und einen Nachteil: Man kommt nicht an ihr vorbei und … Man kommt nicht an ihr vorbei. Michael Meraner drückt es so aus: Sie zwingt Menschen

dazu, sich mit Themen auseinanderzusetzen. „Man hat bei dieser Art der Kunst deshalb nochmal ein Stück weit mehr Verantwortung. Wenn man das nicht allein macht, wird es vielleicht akzeptabler, denn Kunst kann auch sehr egoistisch sein.“ Schwarzenfeld setzt sich mit vielen, oft auch sehr emotionalen Geschichten auseinander – gerade, wenn es um NSThemen und Erinnerungskultur geht. Das berührt. „Wir stellen uns dann oft die Frage: Können wir hier als Künstler überhaupt etwas leisten? Wir investieren viel Zeit und Energie – wenn dann aber Betroffene oder Hinterbliebene zu uns kommen, um sich zum Beispiel für ein Mahnmal zu bedanken, dann war es das absolut wert.“ Ein Projekt, das Schwarzenfeld daher besonders im Kopf geblieben ist, ist das Projekt „Vergessene Frauen“, das an eine erst spät anerkannte Opfergruppe der NS-Zeit, nämlich Frauen der Strafanstalt Aichach und des Aichacher Krankenhauses, erinnern

Schwarzenfeld

soll. Schwarzenfeld erzählt Geschichten, oft gewollt übertrieben, wie bei „The Golden Mean“, einer Kunstinstallation im Bozner NOI Techpark – einer metallenen, vergoldeten Vierkantsäule. Eine Hommage an die stilprägende Bauweise des Rationalismus und ein gleichzeitiger Seitenhieb auf den Faschismus, der vehement Funktionalität gefordert hat. Bei „The Golden Mean“ werden mehrere Ebenen bedient: Der Ort selbst, das Außen, der Himmel oben im Inneren, die Natur unten im Inneren und rote Fäden, die keine Erlösung bringen: „Es gibt viele kleine Holzwege und Interpretationsebenen, aber keine Antworten“, so Meraner über den fast 30 Meter hohen Turm. Groß, mächtig und glänzend kommt er daher. Das Gold: eine bewusste gewählte Farbe. „Gold ist wie ein blendender Schleier, der Wunden verdeckt, fast wie frisch gefallener Schnee.“ Betritt man die goldene Säule, findet man am Boden ein buntes Naturmosaik, von der KI entworfen und von Menschenhand umgesetzt. Schaut man nach oben, zeigt sich ein kleines Stück vom Himmel – eine Metapher für das begrenzte Wissen der Menschen. Und wer sich vollends auf das imposante Kunstobjekt einlässt, merkt auch: Der Mensch

nimmt sich gewaltsam oft mehr als er braucht. Sauer und Meraner legen keinen Wert darauf, dass die Leute ihre Gedanken hinter den Werken gänzlich verstehen, Kunst muss für sie auch nicht schön sein. „Wir wollen Gefühle und Interpretationen auslösen“, sagt Raphaela Sauer.

Eintauchen in den Ort Schwarzenfelds Kunstobjekte sind Prototypen – immer wieder gibt es Herausforderungen bei der technischen Umsetzung. Für Schwarzenfeld zählt die Idee. Ob und wer diese letztlich umsetzt, ist zwar wichtig, aber zweitrangig. „Wir stehen nicht für Handarbeit, sondern arbeiten in Teams – mit Kompliz:innen, die Lust und Freude auf Neues haben. Wir koordinieren, aber wir schweißen die Türme nicht selbst zusammen,“ erklärt Sauer. Die Materialien, mit denen das Kollektiv arbeitet, ergeben sich durch die Parameter vor Ort. Schwarzenfeld saugt die Geschichte des Ortes ein, übernachtet oft mehrere Tage in seiner Umgebung. Es wird recherchiert und eingetaucht. Gearbeitet wird meist mit einfachen Baumaterialien, die an diesem Ort bereits ihren Zweck erfüllten. „Das Kunstwerk selbst hingegen muss keinen unmittel-

„Die vergessenen Frauen von Aichach“, 2023
„The

baren Zweck haben und das ist auch das Schöne daran“, meinen die beiden. Weil Sauer und Meraner zwischen Eppan und Trier pendeln, leben sie auch in zwei unterschiedlichen (Kunst)Welten. „Hier in Südtirol ist das Interesse an Kunst und Kultur fast ausgeprägter als in Rheinland-Pfalz –dort ist noch viel Luft nach oben“, so das Gefühl der beiden. „Trier ist aber ein sehr spannender Ort an der Grenze zu Luxemburg und Frankreich und obendrein die Geburtsstadt von Karl Marx.“ Die Welt für sich weiter zu erschließen, könnte eine Perspektive in naher Zukunft sein, aber dem Kollektiv reiche im Grunde

auch „die Welt in der Ecke“. An Orten, an denen sich die beiden länger aufhalten, entstehen öfter mal Ideen oder Hirngespinste. „Am Penegal hätte ich ja gerne ein kleines 360-Grad-Museum in den Eisenturm reingezaubert, das die Sinnlosigkeit von Grenzen thematisiert“, schwärmt Meraner, und jetzt spürt man den Eppaner in ihm: „Obendrauf ein großer Spiegel, der die Sonne lenkt –Richtung Montiggl vielleicht, an einen Platz, wo die Sonne viel zu früh untergeht oder aufs Eppaner Rathaus, damit etwas mehr Licht ins Dunkel kommt.“

Golden Mean“, 2025 - NOI Techpark Bozen
Schwarzenfeld

Das Südtirol Jazzfestival

Alto Adige als nomadischer Organismus?

Als ich das Südtirol Jazzfestival Alto Adige vor drei oder vier Jahren zum ersten Mal besucht habe, hat es mich ziemlich von den Socken gehauen. Vielleicht, weil ich mir unter Jazz –wie wahrscheinlich viele andere auch – etwas ganz anderes vorgestellt hatte.

Ein gesetztes Konzertformat, Musik für Kenner:innen, vielleicht ein bisschen ehrfürchtige Stille vor komplizierten Akkorden. Stattdessen stand ich plötzlich vor Sounds, die bis in instrumentalen Techno reichten, vor einem französischen Trio, das mit Harfen und anderen Instrumenten einen fast Heavy-MetalKlangteppich erzeugte, und auch vor zeitgenössischem Jazz, der sich ständig verwandelte: frei, groovend, körperlich, auch rituell, oft unerwartet.

Seitdem bin ich für dieses Festival ziemlich empfänglich. Neben des Musikprogramms auch wegen der Art, wie es sich durch Südtirol bewegt. Es fühlt sich nicht an wie ein Festival, das irgendwo aufgebaut wird und dann wartet, bis das Publikum kommt. Es zieht selbst los. In Parks, Hotels, Clubs, Stollen, Stadtplätze, auf Berge, in Seitentäler. Es hat etwas Nomadisches. Und irgendwann baut sich ein Bild auf: Es fühlt sich weniger wie ein frontales Festival an, eher wie eine Community in Bewegung. Oder, wie Stefan Festini Cucco es beschreibt: wie ein sozialer und räumlicher Organismus. Gemeinsam mit Roberto Tubaro und Max von Pretz gehört Festini Cucco zu jenem Triumvirat, das das Festival nach der langen Ära Klaus Widmann übernommen hat. „Ein Festival besteht für uns aus vielen Teilen, die miteinander in Beziehung treten“, sagt er. „Es sind die Musiker, die Orte, das

Publikum, die Gemeinden, die Partner, die Technik, die Landschaft.“ Ein Konzert im Stollen funktioniere anders als eines im Club, ein Auftritt auf einem Stadtplatz anders als eine musikalische Wanderung. Der Raum verändere die Musik, die Musik verändere den Raum.

Die Musik, die in diesen Organismus einzieht, wird über viele Wege gefunden. Tubaro und von Pretz besuchen Festivals wie Saalfelden, die Leipziger Jazztage, FiraB in Barcelona oder NICA in Köln, um nur ein paar wenige zu nennen, fahren zu Showcase-Festivals, beobachten verschiedene

Jazzszenen und Musikexport-Organisationen. Dazu kommen ein über Jahre gewachsenes Netzwerk, Internetrecherche und Bewerbungen aus ganz Europa. „Uns interessiert auch das Zusammenführen von Künstler:innen“, sagt Festini Cucco. Das Festival sei in gewisser Weise ein Inkubator: Es lädt Projekte ein, stößt Begegnungen an und schafft Situationen, in denen neue Formen entstehen können. Dass sich das Festival über ganz Südtirol verteilt, hat Geschichte. Klaus Widmann setzte einst mit einem Konzert in einer Montagehalle in Sterzing einen ersten

Außenposten. Heute ist diese Verteilung ein Alleinstellungsmerkmal, aber auch eine enorme logistische Leistung. Aufbau, Technik, Transporte, Wetter, Genehmigungen, Zeitpläne: „Es bringt viel Entscheidungsstress“, sagt Festini Cucco. Trotzdem hält das Festival daran fest. Weil es die Atmosphäre verändert. Weil Musiker:innen selten zweimal am selben Ort spielen. Weil jeder Ort eine eigene Spannung erzeugt. Besonders deutlich wird das in der Natur und an ungewöhnlichen Spielorten. „Jazz ist wie eine universelle Sprache“, sagt Festini Cucco. „Ein:e gute:r Jazzmusi-

ker:in kann mit fast allem und jedem spielen.“ Mit einem Raum, einem Geräusch, einer Störung, einer Landschaft. Im Klimastollen klingt Musik anders als im Saal, im Freien kommen Wind, Schritte, Wetter und Zufall dazu. „Es ist weniger kontrollierbar“, sagt er. Genau daraus entstehe oft Intensität. Musiker:innen seien nach solchen Konzerten manchmal regelrecht hingerissen. Auch Fachpublikum nehme wahr, dass die Landschaft den Sound beeinflusst und die Improvisation schärft.

Beim Jazz-Wandern verändert sich auch das Hören. Das Publi-

kum setzt sich nicht einfach hin, es geht mit, steigt auf, kommt anders an.

Der Weg wird Teil der Erfahrung, fast ein kleines Ritual: Man verlässt den Alltag, bewegt sich gemeinsam durch Landschaft, teilt Anstrengung, Aufmerksamkeit und Erwartung. Wenn dann die Musik beginnt, hört man sie nicht mehr aus der gewohnten Distanz, sondern aus einem veränderten Zustand heraus. In der Nacht wiederum verdichtet sich das Festival. Jazz sei, historisch gesehen, stark in der Nacht passiert, sagt Festini Cucco, in Clubs, in Nähe, in direkter Wechselwir-

vorher

kung zwischen Bühne und Publikum. Auch das hat etwas Ritualhaftes: Menschen versammeln sich, der Raum wird enger, der Körper hört mit, und aus Groove, Elektronik, Improvisation und Clubkultur entsteht eine gemeinsame Energie, die man nicht einfach konsumiert, sondern erlebt. Heute kommen Jazzkennende, Neugierige, ältere und junge Menschen, lokales und internationales Publikum, Wandernde, Clubbesuchende und Zufallsgäste. Gerade die ungewöhnlichen Orte öffnen Zugänge für Menschen, die über Landschaft,

nachher

Architektur, Stadtleben, Nachtkultur oder Neugier zum Festival finden. Nach dem Gespräch mit Festini Cucco bleibt mir vor allem dieses Bild vom Organismus hängen. Dieses Festival hat Wege, Nerven, Muskeln, Ohren, Atem. Es besteht aus Menschen, Orten, Entscheidungen, Zufällen, Risiko und Klängen. Und vielleicht ist es gerade deshalb so überzeugend: weil es nicht so tut, als wüsste es schon genau, was passieren wird. Es zieht los. Und wer mitgeht, hört anders.

Philipp Kieser

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