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PLUS 05 vom 05/05/2026

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Begegnungen, die bleiben

oft erinnern uns Ereignisse oder Begegnungen daran, für die einfachen Dinge des Lebens zufrieden sein zu dürfen. Solche Begegnungen durfte ich für diese Ausgabe machen. Ich habe Christine Greiff kennengelernt, die mir von ihrem Leben als blinde Frau erzählt hat und wie sie ihr Weg ins Blindenzentrum St. Raphael Bozen führte. Hier arbeitet Linda Lubian, die Menschen wie Christine dabei begleitet, sich in ihrem Alltag zurechtzufinden. Zwei beeindruckende Frauen–eine tolle Titelgeschichte. Beeindruckend und beflügelnd war auch das Gespräch mit Eva Kainz, Geschäftsführerin im Eppaner Jugendund Kulturtreff JUMP sowie Mentaltrainerin. Wie sie ihre auf den ersten Blick unterschiedlichen Tätigkeiten vereint, erfahren Sie im Porträt. Und Inspiration dürfte sicherlich auch Teil des diesjährigen Filmfestivals Bozen gewesen sein – unser Kulturredakteur berichtet.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine ebenso inspirierende Lektüre!

Herzlichst, Ihre Sarah Meraner

IMPRESSUM

PLUS | Industriestr. 1/5, 39011 Lana | Tel. 0473 05 10 10 Eigentümer und Herausgeber: Bezirksmedien GmbH; Ermächtigung des Landesgerichtes Nr. 19/93; Eintragung im ROC Nr. 3226/1994 Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes: Josef Laner Bezirkskoordination: Alexander Del Rosso, adr@bezirksmedien.com

Redaktionsleitung: Sarah Meraner

Redaktion: Sarah Meraner, Walter J. Werth, Flora Brugger, Remo Demanega, Phillipp Kieser, Karl Psenner, Robert Adami

Werbung: Alexander Del Rosso, adr@bezirksmedien.it, 329 653 22 48

Grafik: Bezirksmedien, grafik.plus@bezirksmedien.it

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Christine Greif ist seit ihrer Geburt blind – und führt dennoch ein aktives, erfülltes Leben. Im Blindenzentrum St. Raphael hat sie nicht nur ein Zuhause gefunden, sondern auch: Zufriedenheit

Jeden Tag verbringt Christine Greif mehrere Stunden in der Werkstatt des Blindenzentrums St. Raphael. Aus geschnittenen Klorollen und aus in Wachs getauchten Holzstäbchen stellt sie gemeinsam mit anderen Bewohnerinnen und Bewohnern des Hauses kleine „Feuerteufelchen“ her. „Sie können zum Feuermachen im Holzherd oder zum Grillen verwendet werden“, erklärt Christine, die ausgebildete Telefonistin ist und als solche in Bozen 14 Jahre lang gearbeitet hat. Deshalb leistet sie auch hier in der Werkstatt häufig Telefondienst. Und auch ansonsten geht die 61-Jährige zahl-

reichen Aktivitäten nach: Yoga, Turnen, Töpfern, um nur ein paar der Aktivitäten zu nennen, die hier angeboten werden. Christine strahlt eine Ruhe und Zufriedenheit aus, wie man sie nur selten bei Menschen erlebt. Und das ist sie auch, sagt sie: „Ich bin zufrieden, wie es ist.“ Trotzdem … Manchmal fragt sie sich, wie es wohl wäre, wenn sie Farben sehen könnte. Christine kennt keine Farben, sie ist seit ihrer Geburt blind. Den Gedanken, doch etwas erkennen zu können, lächelt die gebürtige Boznerin schnell wieder weg. „Es gibt viel Schlimmeres.“ Seit ihrem 16. Lebensjahr

lebt Christine Greif schon im Blindenzentrum, erzählt sie. Hier hat sie nach einer bewegten Kindheit ein Zuhause gefunden. Christine kommt am 1. September 1964 zwei Monate zu früh auf die Welt – als Frühchen kommt sie in den Brutkasten. Was ihr als Starthilfe im Leben dienen soll, wird für sie zum Grund, warum sie ohne Sehvermögen aufwächst: Die Sauerstoffzufuhr im Brutkasten ist zu hoch, ihre Netzhaut wird dadurch verbrannt und somit nachhaltig geschädigt, Christine erblindet. Später wächst sie in einer Pflegefamilie auf, zu der sie eine enge Beziehung

entwickelt. Als siebenjähriges Mädchen kommt sie auf eine Blindenschule nach Innsbruck, wo sie die Blindenschrift und weitere wichtige Fertigkeiten lernt. „Ich hatte in den ersten Jahren fest Heimweh“, sagt sie rückblickend, „aber dann habe ich mich doch wohl gefühlt.“ Aufgrund familiärer Probleme kann Christine nicht in ihre Pflegefamilie zurück, aber sie besucht sie regelmäßig. Dann, mit 16, führt sie ihr Weg ins Blindenzentrum St. Raphael – somit ist Christine fast seit Beginn an Teil der Gemeinschaft. Damals wird sie herzlich empfangen, nicht nur von Mariedl Fischnaller, der Gründerin des Hauses, sondern auch von einem ehemaligen Schulkollegen aus Innsbruck, der ebenfalls hier wohnt. Er zeigt ihr das Haus und den Garten, schnell fühlt sie sich wohl. Und heute? „Hier bin ich daheim“, sagt sie überzeugt.

Den Alltag neu lernen Menschen, die blind sind oder eine Sehbehinderung haben, haben durchaus die Chance, all die Dinge zu tun, die andere Menschen auch tun können, ist Linda Lubian überzeugt. Die gelernte Erziehungswissenschaftlerin arbeitet seit 2022 im Blindenzentrum und leistet für die Einrichtung den mobilen Beratungsdienst für Erwachsene. Konkret heißt das, dass sie quer durch Südtirol fährt, um Menschen, die sehbehindert oder blind sind

oder die in absehbarer Zeit ihr Augenlicht verlieren werden, zu besuchen und Hilfsmittelberatung zu leisten. „Bei der Hilfsmittelberatung geht es darum zu schauen, welche Bedürfnisse und Schwierigkeiten die Personen im Alltag haben und mit welchen Hilfsmitteln man ihnen am besten helfen kann.“ Die Hilfsmittel für blinde und sehbehinderte Menschen umfassen ein Riesenrepertoire an verschiedensten Utensilien – von der Schneidehilfe in der Küche bis hin zum elektronischen Tischlesegerät. Die vielen Neuerungen und die Geräte überfordern betroffene Menschen

oft zunächst. Aus diesem Grund berät Linda Lubian die Menschen, begleitet sie beim Kauf notwendiger Geräte und hilft ihnen dabei, sie richtig zu verwenden. Eine sensible Angelegenheit, immerhin steht den betroffenen Menschen eine völlig neue Realität bevor. Deshalb gibt es weitere Mitarbeiterinnen des Blindenzentrums, die die Menschen bei einer Neudiagnose oder bei Krankheiten beraten, und es gibt auch eine psychologische Begleitung. Jede Person ist anders, hat andere Bedürfnisse und geht anders mit ihrer Situation um. Das merkt auch Linda Lubian bei ihrer

© lindenzentrum St. Raphael

Arbeit jeden Tag aufs Neue. Die neue Situation anzunehmen, sei aber die Grundlage dafür, um alles weitere zu meistern – besonders das Lesen ist für viele eine große Herausforderung. Die Brailleschrift zu beherrschen ist sicherlich ein Plus, aber heutzutage aufgrund der vielen technischen Möglichkeiten nicht mehr unbedingt notwendig, sagt Lubian. „Die Leute unterschätzen sich sehr oft. Aber man kann alles neu lernen, wenn man will, auch wenn man schon älter ist“, lächelt sie. „Ich arbeite zum Beispiel mit einer 103-jährigen Frau und sie ist mit dem Handy sehr fit.“ Das Handy und spezielle Apps sind für sehbehinderte und blinde Menschen zu einem wichtigen Tool geworden: Sie erleichtern den Alltag und ersetzen oft mehrere Geräte. Auch für Christine Greif ist das Smartphone aktuell ein praktisches Hilfsmittel, allerdings eines mit Tasten – damit komme sie besser zurecht. Zudem nutzt sie die Sprachsteuerung Alexa. „In den letzten zehn bis 15 Jahren gab es enorme Entwicklungen, gerade was die Kameraund Bildqualität betrifft, und es gibt sehr fortschrittliche Vorlesegeräte“, so Lubian. Außerdem gibt es inzwischen eine größere Auswahl an elektronischen Geräten für individuelle Bedürfnisse sowie unterschiedliche Anbieter in verschiedenen Preissegmenten. Das sei wichtig, weil die Personen

häufig selbst für die Geräte aufkommen müssen. Die Anschaffung von Hilfsmitteln ist teilweise mit sehr hohen Kosten verbunden, die Anerkennung einer Invalidität, die für eine finanzielle Entlastung notwendig wäre, ist oft schwierig zu erlangen. Das Blindenzentrum bietet deshalb Hilfsmittel zum Verleih. Lubians Motto: „Ich versuche Lösungen mit dem zu finden, was die Leute schon haben.“ Zukünftig werden Hilfsmittel noch weiter optimiert werden, ist die Beraterin überzeugt – gerade durch die Künstliche Intelligenz.

Selbstbestimmt durch die Welt Neben der Hilfsmittelberatung leitet Linda Lubian auch sogenannte Mobilitäts- und Orientierungstrainings, durch die die Personen lernen, von A nach B zu kommen, sowie LPF-Trainings (Anm. d. Red.: LPF = Lebenspraktische Fertigkeiten). Bei der dafür notwendigen dreijährigen Ausbildung, musste Lubian selbst bestimmte Tätigkeiten mit einer Augenbinde durchführen, um zumindest ansatzweise zu verstehen, wie sich diese ohne Sehvermögen anfühlen. „Wirklich hineinversetzen kann man sich natürlich nicht – in dem Moment, in dem ich die Augenbinde wieder abnehme, sehe ich ja wieder“, sagt sie. „Aber man nimmt bestimmte Gefühle und Frustrationen wahr – und die bleiben einem in Er-

innerung.“ Beim Mobilitäts- und Orientierungstraining schaut die Leifererin darauf, dass vor allem jene Wege geübt werden, die die Person täglich oder regelmäßig nutzt –etwa die Strecke von daheim zum Supermarkt oder der Weg zum Zugbahnhof und dem richtigen Gleis. Dabei lernen die Menschen verschiedene Orientierungstechniken, etwa sich unveränderliche Merkmale aus der Umgebung wie Betonpfosten oder Ampeln zu merken. Was die Barrierefreiheit für blinde Menschen betrifft, gibt es viel, das im öffentlichen Raum gut funktioniert, sagt Lubian, verweist aber darauf, dass es trotzdem wichtig ist, dass sich die Personen selbst zu helfen wissen. Das wichtigste und wohl auch das Schwierigste: fremde Menschen um Hilfe zu bitten. „Die Leute helfen in der Regel gerne und darüber ist man auch froh, aber man muss eben auch auf die richtige Art mit blinden Menschen interagieren.“ Sie spricht aus Erfahrung. Bei ihrer praktischen Prüfung in Florenz musste Lubian mit Augenbinde zu einem bestimmten Ziel hin finden. Die einzige Regel: Sie durfte nicht begleitet werden. „Und das war die einzige Art von Hilfe, die ich bekommen habe – obwohl ich nicht darum gebeten habe. Man hat mein Nein nicht akzeptiert und hat mich trotzdem ,mitgerissen‘ und einfach irgendwohin gebracht und ,abgestellt‘“, erzählt Lubian. „Das löste eine große Frustration in mir aus, die blinde Menschen oft erleben.“ Durchschnittlich führt Linda Lubian etwa 200 bis 230 Beratungen für Erwachsene in ganz Südtirol. Sie liebt ihren Job – und das merkt man. „Die Abwechslung ist schön. Jeder Tag ist anders, ich komme viel in Südtirol herum und bin in Kontakt mit vielen unterschiedlichen Menschen. Es gilt immer, neue Lösungen zu finden“, sagt sie. Die Personen auf ihrem neuen Weg zu begleiten und ihnen dabei zu helfen, ihren Alltag zu meistern und zu erleichtern, motiviert die Beraterin. „Es gibt immer wieder Erfolgserlebnisse, vor allem dann, wenn ich den Menschen die Liebe zum Lesen wieder schenken kann.“

Eine Gemeinschaft seit Jahrzehnten 1956 gründet Mariedl Fischnaller das Blindenapostolat, eine der ersten Selbsthilfeorganisationen Südtirols. Ziel war es, die damals oft isolierten und kaum unterstützten blinden Menschen zu vernetzen und ihnen bessere Lebensbedingungen zu ermöglichen. In den frühen 1960er-Jahren

entstand daraus die Idee, ein eigenes Zentrum für blinde und sehbehinderte Menschen aufzubauen. 1968 wurde ein Grundstück in Bozen-Gries für dieses Vorhaben zur Verfügung gestellt. Mit Unterstützung von Caritas, verschiedenen Vereinen und der Bevölkerung sowie durch zahlreiche Spenden konnte das Projekt Blindenzentrum umgesetzt werden. 1976 wurde der Grundstein gelegt, 1979 zogen die ersten Bewohner:innen ein, und 1980 wurde das Blindenzentrum offiziell eröffnet. Auch heute noch ist das Blindenzentrum, das mitten in einer ruhigen Wohngegend in Bozen/Gries liegt, eine private Einrichtung. Das Gebäude besteht aus einem Seniorenwohnheim im ersten Stock sowie Zimmern für das autonome Wohnen und Zimmern für Gäste im zweiten und dritten Stock. Es gibt ein Schwimmbad, einen Saunabereich, eine Kegelbahn, einen Sport- und Fitnessraum, verschiedene Aufenthalts- und Seminarräume sowie eine Kapelle. Die Architektur des Blindenzentrums ist komplett blindengerecht konzipiert: Handläufe, Bodenmarkierungen, taktile Orientierungspunkte und Braillebeschriftung ermöglichen es den Bewohnenden sich frei und autonom zu bewegen – drinnen wie draußen. Der weitläufige Garten ist ein wichtiger Teil des Blindenzentrums. Auch Christine Greif geht hier gerne spazieren. „Ich mache aber auch gerne Ausflüge in ganz Südtirol. Wenn ich in der Stadt unterwegs bin, dann immer mit Blindenstock und auch immer in Begleitung.“ Begleitet werden die Bewohnenden dabei von Freiwilligen. Singen, Vorlesen, Turnen, Bastelnachmittage, Konzerte: Auch bei

Veranstaltungen, verschiedenen Angeboten sowie bei alltäglichen Abläufen sind neben den Mitarbeitenden auch Freiwillige unterstützend vor Ort. Bewohnerin Christine schätzt das Blindenzentrum sehr: die Pflege, die Zusammenarbeit, die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft aller hier mitwirkenden Menschen. Christine Greif schaut aber auch gut auf sich selbst: Sie macht Sportübungen, radelt auf ihrem Standrad im Zimmer, meditiert und hält auch ihren Kopf fit, indem sie Wortspiele und Gedächtnisübungen macht. Außerdem spielt die Boznerin leidenschaftlich gerne Ziehharmonika – das Musizieren hat sie sich selbst beigebracht, wie sie stolz erzählt. Christine liest gerne und viel, am liebsten Romane und religi-

öse Literatur. Der Glaube ist ein wichtiger Teil in ihrem Leben, so sagt sie. Er hilft ihr auch bei einer Tätigkeit, die sie seit etwas länger als einem Jahr ausübt, nämlich der Sterbebegleitung im Altersheim. „Ich bin einfach da, halte den Leuten die Hand, damit sie nicht alleine sind und bete für sie.“ Anderen immer einen guten Gedanken mit auf den Weg geben – das ist das, was Christine tun möchte und mit Sicherheit noch oft tun wird. Obwohl Christine es in ihrem Leben selbst nicht immer leicht hatte, ist sie genügsam, freundlich – und stets für andere da. „Ich gebe allen Menschen immer einen guten Gedanken mit.“ Und das stimmt.

„Wir Menschen können es besser“

Eva Kainz ist Geschäftsführerin im Eppaner Jugend- und Kulturtreff JUMP – und Mentaltrainerin. Eine Frau, die Impulse setzt für mehr Offenheit im Umgang mit Gefühlen.

Im Garten der Begegnung in Eppan blüht es schon, es herrscht reges Treiben. Ein buntes Treiben und Blühen passiert auch im Kopf von Eva Kainz – und doch strahlt sie eine Ruhe aus, die fast schon ansteckend ist. Eva ist seit fünf Jahren Geschäftsführerin des Jugend- und Kulturtreffs JUMP –nach vielen Jahren als Direktionsassistentin in einer Sprachschule ist sie in die Jugendarbeit quer eingestiegen.„Die Arbeit für Jugendliche macht für mich einfach am meisten Sinn“, sagt Eva, selbst Mutter von vier inzwischen erwachsenen Kindern. „Unsere Generation hat die Pflicht, ein Umfeld zu schaffen, in dem junge Menschen wachsen und sich entfalten können.“ Im JUMP fühlt sie sich wohl, hier arbeitet sie für ihr Team und stellt ihm bestmöglich zur Verfügung, was es für das Arbeiten mit den Jugendlichen und für kulturelle Angebote benötigt. Angekommen ist sie auch in ihrer zweiten Arbeit als Mentaltrainerin. „Ich habe mich immer schon dafür interessiert,

was mich im Leben trägt, was mich ausmacht – und einen sinnvollen Weg zu finden, der mich in meinem Alltag unterstützt.“ Die 47-Jährige hat das Bedürfnis, etwas zurückzugeben. „Ich bin mit einer sehr esoterischen Mutter

und einer erzkatholischen Oma aufgewachsen – für mich selbst habe ich nach einer bodenständigeren Spiritualität gesucht.“ Dabei stößt sie auf das Leben von Naturvölkern – das war für Eva stimmig. „Ich habe gelernt, dass ich Teil eines großen Ganzen bin. Das gibt mir meinen Platz, aber eben auch Verantwortung, darüber, wie ich lebe und welchen Einfluss ich auf mein Umfeld nehme.“

„Wir sind fühlende Wesen“ Eva Kainz spürt, dass es vielen Menschen heutzutage nicht gut geht. Die Kultur, wie wir unsere Gefühle (nicht) ausdrücken, empfindet sie als ungesund. Von den Grundemotionen, Freude, Traurigkeit, Angst und Wut wird gesellschaftlich eigentlich nur Freude toleriert. Dabei gehören sie alle zu unserem System. Besonders

die Wut ist verpönt. „Meine Oma hat als Kind immer zu mir gesagt, als ich wütend war: Schau, wia schiach du bisch. Das will man als Mädchen natürlich nicht sein.“

Dabei sagt uns die Wut, dass eine Grenze überschritten wird. Die Kraft der Wut liegt darin, diese Grenze zu ziehen. „Die Wut hat also sehr wohl Sinn. Stattdessen legt sich – vor allem bei Frauen –dann oft Traurigkeit darüber, die eher toleriert wird. Traurigkeit zeigt aber etwas anderes: Sie zeigt dir das, was du liebst. Du bist nie über etwas traurig, das dir egal ist.“ Als ihre Mutter an einem Tumor in der Leber erkrankt, dem Organ, das eng mit der Unterdrückung von Wut verknüpft ist, verändert sich in Eva etwas: Ihr wird bewusst, dass sie – wie auch ihre Mutter – ihre Wut nie gelebt hat. „Meine Mama hat sich damals ge-

© David Klotz

wünscht, ihr Leben so zu leben, wie sie es möchte. Doch dafür war es zu spät.“ Für Eva selbst ist es das nicht. Und so schließt sie Frieden mit privaten Entscheidungen, mit sich selbst und beginnt, ihr Leben aktiv zu gestalten und ihrem Inneren Raum zu geben.

Das Normalisieren von Gefühlen

„Unterdrücken wir Gefühle fehlen uns ihre Kraft und Informationen – sie stauen sich in uns und belasten uns. Das führt zu ungesunden Situationen im Alltag und zu ungesunden Beziehungen. Ich habe gelernt: Wenn du das Gefühl wirklich gespürt hast, dann ist es irgendwann erledigt.“ Die Auseinandersetzung mit den eigenen Emotionen ist wesentlicher Bestandteil der verschiedenen Workshops, die Eva Kainz als Mentaltrainerin leitet. Eva selbst hatte lange Zeit Angst vor emotionalen Ausbrüchen, inzwischen weiß sie: Emotionen sind dazu da, geheilt zu werden. „Menschen, die gut mit sich selbst verbunden sind, können auch in ihre Kraft kommen und schaffen es besser, in erfüllende Beziehungen mit anderen zu gehen.“ In den Workshops erlebt die Mentaltrainerin immer wieder Momente der Lebendigkeit. Auch die von ihr organisierten Fuck-up-Nights im JUMP, in denen Menschen von ihrem Leben und auch den Misserfolgen er-

zählen, vermitteln Authentizität und Offenheit und zeigen: Alle haben ihre persönlichen Kämpfe. Eva Kainz lässt sich von den vielen Begegnungen inspirieren – vor allem von Frauen, die ihrem Ruf folgen und begeistert sind, von dem, was sie tun. Eva ist selbst so eine Frau. Eine, die aktiv ist, klar in ihrer Position

und eine, die Power hat. Eine, die Liebe für die Menschen hat. Eine, die sich hartnäckig für Projekte und Dinge einsetzt, die ihr eine Herzensangelegenheit sind. Eine, die gut auf andere schauen kann, aber eben auch auf sich selbst, indem sie jeden Morgen in den Tag tanzt, malt, schreibt und Zeit im Wald verbringt – damit all

ihre Tätigkeiten gelingen können. Und Eva ist eine Frau, die sich ein anderes, ein gemeinschaftlicheres Zusammenleben der Menschen wünscht: „Tief in mir drin glaube ich, dass wir Menschen es besser können. Es ist mehr möglich, als das, was wir gerade leben.“

© Jugendund Kulturtreff JUMP

Neue künstlerische Leitung für Landesjugendchor gesucht

Bewerbungen sind noch bis zum 30. Juni 2026 möglich.

Der Südtiroler Chorverband ist auf der Suche nach einer neuen künstlerischen Leitung für den Landesjugendchor Südtirol. Die Position wird für einen Zeitraum von vier Jahren vergeben und umfasst die Amtszeit von der zweiten Jahreshälfte 2026 bis zur ersten Hälfte 2030. Der Landesjugendchor wurde 2011 ins Leben gerufen, um begabten jungen Sängerinnen und Sängern im Alter von 16 bis 28 Jahren die Möglichkeit zu bieten, anspruchsvolle Chorliteratur zu erarbeiten und aufzuführen. Im Rahmen mehrerer Probenwochenenden wird jährlich ein vielseitiges Konzertprogramm erarbeitet, das bei Auftritten in Südtirol und darüber hinaus

setzt. Die Aufgaben der künstlerischen Leitung sind vielfältig: Neben der musikalischen Gesamtverantwortung in enger Abstimmung mit dem Ausschuss gehören die Erstellung anspruchsvoller und zugleich

Tätigkeitsfeld. Unterstützt wird die künstlerische Leitung durch die bestehende Organisationsstruktur des Südtiroler Chorverbandes, bei Bedarf durch eine Korrepetition sowie durch eine Stimmbildnerin oder einen

Vertretern des Südtiroler Chorverbandes, des Verbandes der Kirchenmusik Südtirol sowie der Landesdirektion Deutsche und ladinische Musikschuldirektion – sichtet die Bewerbungen. Geeignete Kandidatinnen und Kandidaten werden zum Vordirigieren am 5. und 6. September 2026 eingeladen, bei dem sie praktisch mit dem Chor arbeiten. Die Bewerbung steht allen Interessierten offen und soll einen Lebenslauf mit Lichtbild, Ausbildungsnachweise sowie ein Grobkonzept zur künstlerischen, pädagogischen und organisatorischen Gestaltung enthalten.

Bewerbungen bis spätes-

Unterhaltsames und lehrreiches Programm

Die KVW-Ortsgruppe von Gries unter ihrem Obmann Toni Fischnaller hatte unlängst zu ihrer Vollversammlung ins örtliche Kulturheim geladen. Tagungsleiter Luis Frötscher erinnert eingangs an die derzeit geopolitisch unruhigen Zeiten. Außerdem weist er auf verloren gegangene Kompetenzen des Landes hin, insbesondere auch auf das Ehrenamt, wo die Durchführungsbestimmungen noch ausständig seien. „Für uns als KVW geht es vor allem um soziale Themen, die Gemeinschaft und das harmonische Miteinander. Solidarität und Zusammenhalt sind gerade in diesem Zusammenhang sehr gefragt“, meint der Tagungsleiter abschließend. Der Grieser Pfarrer, Michael Mitterhofer, erwähnt die gelungene Plakataktion des KVW zu den Friedensbemühungen und sagt: „Wir dürfen die große Gabe und die Hoffnung nie aufgeben.“ Es brauche aber auch den sozialen Frieden vor der Haustür, in der Nachbarschaft, in den Wohnhäusern.

Anschließend referierte die Gemeindepolitikerin Ursula Thaler über ein Thema, das insbesondere die ältere Generation betrifft, nämlich: „Wo bekomme ich was, wenn’s fehlt?“. Thaler nennt hier als wichtigste und erste Anlaufstelle den Sozialsprengel. Aber auch der Wohnbereich (Arche im KVW) oder der Krankenpflegedienst seien eine wichtige Säule. Daneben gäbe es auch eine ganze Reihe kostenpflichtiger Angebote, die zur Verfügung stünden. Im Tätigkeitsbericht des Obmanns wird unter anderem auf die Montags- und Mittigertreffen hingewiesen, die stets großen Anklang finden würden. Christoph Buratti erläutert dann den Kassenbericht, anschließend findet die Neuwahl des Ausschusses, der nahezu unverändert bleibt, statt. Mit den Ehrungen für 25 Jahre Mitgliedschaft – Rudi Gamper hält dem KVW sogar seit 60 Jahren die Treue! – schließt die diesjährige Vollversammlung.

Karl Psenner

Irene Kerer Untersulzner

Mehr als vier Jahrzehnte lang war sie in verschiedenen Funktionen ehrenamtlich beim Alpenverein tätig, ihr Herz schlägt insbesondere aber für den Bergbauernfonds.

Geboren wurde Irene Kerer am 1. Februar 1948 in Bozen, aufgewachsen ist sie mit fünf Geschwistern in Gries. Ihre Mutter ist früh verstorben, ihr Vater meisterte diese sicher nicht leichten Jahre mit großem Geschick. „Wir hatten zudem das Glück, eine Kinderfrau zu bekommen, die uns liebevoll betreute.“ Im Jahr 1968 hat Irene „ihren“ Ander geehelicht. Sie hat zwei Töchter, Alexa und Gudrun, großgezogen und sie ist inzwischen stolze Oma von Maria und Florian, die sich bereits im Erwachsenenalter befinden.

„Beim Alpenverein bin ich seit mehr als 60 Jahren dabei, zuerst als einfaches Mitglied und später dann, es war im Jahr 1984, als ich von Richard Gabloner, dem langjährigen Ersten Vorsitzenden, angesprochen wurde, ob ich nicht aktiv mitarbeiten möchte, übte ich die Funktion als Schriftführerin aus. Man muss sich vorstellen, damals war es eine reine Männerdomäne, ich war dort die einzige Frau. Und geblieben bin ich 40 Jahre lang, es war eine abwechslungsreiche Zeit und ich habe mich auch wohlgefühlt.“ Irene hat aber mehrere Aufgaben in der Vereinsleitung übernommen:

Archivarin, Bibliothekarin, Natur- und UmweltschutzBeauftragte, einige Zeit war sie sogar Zweite Vorsitzende. Und heute organisiert sie im-

Durch fachmännische Pflege wird die Lebensdauer eines Daches nachhaltig verlängert.

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Dach und Geldbeutel werden es Ihnen danken.

mer noch die Treffen für die Ehrenzeichenträger:innen, die seit mindestens 60, 70 und 80 Jahren dem AVS die Treue halten. Nicht von ungefähr wurde

Irene als „gute Seele des Vereins“ bezeichnet. Was aber für Irene nach wie vor ein Herzensanliegen darstellt, ist der Bergbauernfonds. Der vor Jahrzehnten gegründete Fonds wurde seinerzeit vom AVS-Urgestein Karl Ronchetti ins Leben gerufen, und zwar aus einem tragischen Vorfall heraus: Ein Bergbauer aus dem Sarntal, den Ronchetti kannte, verstarb und das Begräbnis hätte mangels Geldnot nicht ordnungsgemäß stattfinden können. So setzte Ronchetti alle Hebel in Bewegung, damit die erforderlichen Finanzmittel aufgetrieben wurden und der Bergbauernfonds war somit geboren. Unter den Fittichen von Ronchetti lernte Irene die Nöte und Sorgen der Bergbäuer:innen besser kennen und so wird jährlich zur Weihnachtszeit Bedürftigen unter die Arme gegriffen. „Es ist auch heutzutage kaum vorstellbar, wie manche Bergbauern, und vor allem deren Kinder, mit wenig oder fast nichts ihr Leben fristen müssen. Und deren Anliegen sind bescheiden geblieben – eine warme Wollmütze für das Mädchen oder drei Federbetten, damit die Kinder nicht so frieren.“

Um diesen kleinen Wünschen armer Familien nachzukommen, wird der Bergbauernfonds von Gönner:innen, Mitgliedern und auch der Landesleitung im AVS unterstützt. „Wir sehen uns dabei aber nicht als Almosengeber, sondern wir wollen eine konkrete und zielgerichtete Hilfe jenen geben, die sich in einer schwierigen Lage befinden. Mir selbst ist es eine große Freude, hier dabei sein zu dürfen.“ Sämtliche Spendengelder werden ausnahmslos ohne jeglichen Kostenabzug weitergeleitet.

Was macht Irene in ihrer weiteren Freizeit? Neben wandern und basteln beschäftigt sie sich gerne mit Hörbüchern, wo sie gleichzeitig für Obdachlose Mützen und Schals strickt. Und sie ist auch immer für ihre beiden Enkelkinder da. Für ihren jahrzehntelangen ehrenamtlichen Einsatz im AVS wurde Irene Kerer Untersulzner auf der jüngst abgehaltenen Jahresversammlung die Ehrenmitgliedschaft verliehen, eine Auszeichnung, die nur sehr wenigen Mitgliedern vorbehalten ist.

Karl Psenner

Meinungsfreiheit hat Grenzen

Das Recht auf Meinungsfreiheit ist in der italienischen Verfassung verankert (Artikel 21) und garantiert jedem das Recht, seine Meinung frei zu äußern, solange keine Straftaten begangen werden. Im Internet gilt dasselbe Recht wie in der realen Welt: Beleidigungen, Hassreden – heute neudeutsch „Shitstorm“ genannt – sind strafbar. Soziale Medien bieten zwar Raum für Austausch und Anonymität, doch diese wird oft missbraucht, was zu Hasskommentaren und Desinformationen führt.

Meinungsfreiheit endet dort, wo die Rechte anderer verletzt werden. Strafbare Delikte sind auch online verboten und können mit Geld- oder Freiheitsstrafen geahndet werden. Insgesamt schützt die Meinungsfreiheit demokratische Debatten, verlangt aber Respekt vor der Würde anderer und die Einhaltung gesetzlicher Grenzen – online wie offline.

Gleichzeitig stehen gesellschaftliche Akteure und Politik vor der Herausforderung, einerseits die Meinungsfreiheit zu bewahren und andererseits wirksam gegen die Verbreitung von Hass und Falschinformationen vorzugehen. Bildung und Aufklärung spielen hierbei eine zentrale Rolle, um Nutzende für die Gefahren von Desinformation (besser bekannt unter dem neudeutschen Wort „Fakenews“) zu sensibilisieren und einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien zu fördern. Initiativen zur Medienkompetenz sollen insbesondere jüngere Generationen befähigen, Quellen kritisch zu hinterfragen und sich aktiv an einem respektvollen Diskurs zu beteiligen. Nur durch eine Kombination aus rechtlichen Rahmenbedingungen, technischer Moderation und gesellschaftlichem Engagement kann ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen freier Meinungsäußerung und dem Schutz vor Angriffen auf die Menschenwürde gewährleistet werden. Die jüngsten Vorfälle bei uns im Lande rund um die politische Entscheidung, Wohnungen für Migranten-Familien in verschiedenen Gemeinden zu beschaffen, werfen kein gutes Bild auf uns Südtiroler, die sonst als sehr gastfreundlich gepriesenen werden, meint

Ihr Walter J. Werth

Klettersteig Fennberg feiert

dieses Jahr 50-Jahr-Jubiläum

Mehrere Themen bei der Jahresversamlmung der AVS-Sektion Unterland in Montan

2416 Mitglieder zählt die Sektion Unterland im Alpenverein Südtirol. Diese wurde im Jahr 1964 gegründet. Ortsstellen der Sektion Unterland sind Aldein, Auer, Kurtatsch-Margreid, Montan, Neumarkt und Salurn. Seit einigen Jahren bildet Tramin eine eigene Sektion, nachdem diese eine Sportgruppe betreibt. Die Zusammenarbeit der beiden Sektionen sei sehr gut. Die Sektion Unterland hielt kürzlich in Montan ihre Jahreshauptversammlung ab. Mehrere Berichte und Themen wurden dabei behandelt. Der Vorsitzende und Familienreferent Martin Zambaldi eröffnete den Abend mit der Begrüßung. Er dankte der Montaner Ortsstelle für die Organisation der Veranstaltung. Anschließend berichtete Ausbildungswart und Bergsportre

nalpark „Majella“ in den Abruzzen. Bestiegen wurden Monte Amaro, Monte Rapina und Cima Blockhaus. Die Tour zur Watzespitze im Pitztal bildete den Auftakt zum Sommerprogramm. Im August ging es zunächst auf die Presanella. Einige Wochen später stand die Cima

Monaten hat die Sektion einiges vor. So wird im Juni eine Bergtour auf die Vorder Grauspitz, Liechtenstein, angeboten. Zwei Touren sind auch im Juli und August geplant. Die erste geht zum Monte Zebrù in der Ortlergruppe. Die zweite Tour bietet Klettern in der Brentagruppe an.

Fennberg ist ein Aushängeschild der Sektion. Die Wartung sei zwar mit viel Einsatz der Freiwilligen verbunden, doch das Ganze lohne sich. Der beliebte Klettersteig werde nämlich praktisch zu jeder Jahres- und Uhrzeit begangen. Am 29. Mai soll der Klettersteig bei Vollmond erklommen werden. Die Eröffnung erfolgte im Oktober 1977. Das runde Jubiläum wird am 16. Mai 2026 gebührend gefeiert. Es wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, um die Feier zu organisieren. Im weiteren Verlauf der Versammlung berichtete Renate Mayr über die Tätigkeit der AVS-Singgemeinschaft. Der Vortrag von Hermann Bertolin über die Errichtung vor 20 Jahren der AVS-Ferienwiese Laghel im Trentino rundete das Programm der Versammlung ab.

„Veranstaltung war ein voller Erfolg“

Unlängst ging die 27. AtemschutzLeistungsprüfung der Stufen I, II und III (Bronze, Silber und Gold) über die Bühne. Insgesamt nahmen 38 Dreiergruppen aus allen Landesteilen teil. Die Turnhalle im Ortskern von Branzoll im Feuerwehrbezirk Unterland bildete den geeigneten Austragungsort. Die Organisation übernahm die Ortsfeuerwehr Branzoll unter der Leitung von Kommandant Christian Defranceschi, der von seinem Stellvertreter Michael Adami unterstützt wurde. Vor Ort waren der Bewerbsleiter Stefan Brugger (Freiwillige Feuerwehr Steinhaus), wie auch Bewerbsleiter-Stellvertreter Georg Pircher (FF St. Andrä) sowie weitere 35 Bewerter. Unter den anwesenden Ehrengästen befanden sich Vizebürgermeisterin Margot Pizzini, Landesfeuerwehrpräsident Martin Künig, dessen Stellvertreter Peter Hellweger, Bezirksfeuerwehrpräsident Markus Bertignoll, sein Stellvertreter Uwe Heinz sowie weitere Bezirksvertreter. Ziel der Leistungsprüfung ist es, die an der Landesfeuerwehrschule oder bei den Ortsfeuerwehren erworbenen Kenntnisse im Atemschutzeinsatz

unter Beweis zu stellen und weiter zu perfektionieren. Es werden dabei theoretische und praktische Aufgaben erfüllt. Fünf Gruppen wurden mit der höchsten Stufe (Gold) bewertet. Bewerbsleiter Stefan Brugger und sein Stellvertreter Georg Pircher waren mit den Leistungen zufrieden. „Die Veranstaltung war ein voller Erfolg und bot auch der Bevölkerung die Möglichkeit, das Können der Feuerwehrmänner eindrucksvoll zu erleben“, freute sich Kommandant Christian Defranceschi. Bewerbsleiter Brugger lobte die gute Organisation. Er wünschte sich aber, dass noch mehr Gruppen an der Veranstaltung teilnehmen. 45 Trupps könnte man organisatorisch locker aufstellen. Die 28. Prüfung wird am 10. Oktober in Wahlen im Pustertal abgehalten. Die Veranstaltung hat ihre Geschichte und Tradition. Die erste Prüfung wurde nämlich 2011 organisiert. Das Ganze hat sich mit der Zeit bewährt. Die Feuerwehrleute zeigen dabei ihr Können und ihre Leistungsfähigkeit immer wieder eindrucksvoll.

Remo Demanega

Frühlingserwachen

Eigentlich hätte Mann im Baumarkt ja nur für seine Frau vier Plastikblumentöpfe zu 2,30 Euro das Stück besorgen sollen … Aber wenn Mann schon da ist, kann Mann sich ja auch eine Runde umschauen. Außerdem ist ja auf dem Einkaufswagen eh viel zu viel Platz für bloß 4 Plastikblumentöpfe zu 2,30 Euro das Stück. Da kann man doch gleich eine neues Werkzeugset dazustellen … Und den alten Grill kriegt man eh schon nicht mehr sauber, also her mit dem neuen … und kann Mann denn „Nein“ sagen zu dem turbomotorisierten Rasenmäher, mit dem er dem Unkraut in Rekordrundenzeit den Garaus machen kann? Außerdem war da noch dieses kleine Mauerloch, das Mann schon ewig zugipsen wollte. Also brauchts Gips. Aber wo ist denn nur der verdammte Gips? Also geht Mann zum Baumarkt-Infostand und fragt „Gibs Gips?“, und der Infofritze sagt, „Gips gibs grad net“ und Mann sagt „Gibs jo net“. Also kein Gips, aber dafür eine neue Gartenmöbelgarnitur, damit Frau das neue Werkzeugset, den neuen Grill und den turbomotorisierten Rasenmäher ohne „mimimi“ durchgehen lässt, und dann geht man zur Kasse und zahlt anstatt 9,20 € stolze 1.307,60 €. Aber man fährt trotzdem glücklich nach Hause, nur ... Am nächsten Tag muss Mann dann nochmal zum Baumarkt … Sie wissen schon … Wegen der vier Plastikblumentöpfe zu 2,30 Euro das Stück.

Aber Scherz beiseite; Die Tage werden länger und wärmer, und es zieht uns wieder hinaus in die Natur. Wer tatsächlich das Glück hat, einen Garten zu besitzen, der kann sich jetzt der Pflege seiner Wohlfühloase widmen … Auch wenn man vielleicht die Übertreibungen des obgenannten Beispiels vermeiden sollte (grins). Aber auch alle anderen können wieder des Erwachen der Natur genießen und sich denken: Auch wenn in der Welt sonst momentan alles drunter und drüber geht, der nächste Frühling kommt bestimmt.

Eine Reise in die Vergangenheit

Im Gemeinschaftszentrum Maria Heim am Neustifterweg wurde kürzlich eine Fotoausstellung eröffnet, in der die Geschichte dieses Stadtviertels in teils großformatigen Bildern beleuchtet wird. Treibende Kraft war Karl Wolf; so werden viele unbekannte Bildbzw. Fotodokumente gezeigt, die mehr als 100 Jahre Vergangenheit aufweisen. Anschaulich dargestellt wird dies unter anderem durch eine Bildersequenz, bei der der Photograph stets vom selben Platz aus in verschiedenen Zeitepochen – vom Jahr 1911 bis in die 2000er Jahre – die teils radikale Veränderung des Geländes in Wohnhäusern, Straßen und Plätzen eindrucksvoll nachvollzogen hatte.Die Ausstellung läuft unter dem Titel „West Side Histo-

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ry“. sie stammt teilweise aus der Sammlung „Sessa“ der Stiftung Bozner Schlösser. So wird im Raum 1 (Landarbeiter) die Landschaft südwestlich von Bozen zu Beginn des 20. Jahrhunderts gezeigt, die damals fast ausnahmslos von Weinbergen und Bauernhöfen geprägt wurde. Weiter geht’s mit Raum 2 (Verwalter), in dem die Entstehung des Viertels Littorio dokumentiert wird. Zur Zeit des Faschismus wurden vor allem Wohnungen für die Industriearbeiter gebaut. Der Raum 3 (Haushälterin) erinnert an die Nachkriegszeit. Im Jahr 1952 entstand das Gebäude, in dem die Bozner Messe mehrere Jahrzehnte lang untergebracht war. Etwas Besonderes stellt der Raum 4 dar: Man betritt eine holzgetäfelte vier

Meter hohe Stube, auf dem Tisch stehen noch ein gefüllter Brotkorb und zwei Krüge, einer wohl mit hauseigenem Wein und Wasser, bereit … Es war die Zeit der 1980er Jahre, wo eine Erweiterung gen Süden hin stattgefunden hatte und somit viele Bauernhöfe

weichen mussten.Die Ausstellung in Maria Heim ist bis zum 31. Mai 2026 zugänglich, und zwar jeden Donnerstag und Freitag von 16 bis 19 Uhr sowie jeden Samstag und Sonntag von 9 bis 12 Uhr. Karl Psenner

Zahnimplantate in Bozen: Die beste Wahl für Ihre Gesundheit

Ein strahlendes Lächeln und festes Zubeißen sind die Basis für unser tägliches Wohlbefinden. Dennoch zögern viele Menschen beim Thema Zahnimplantate. Die Praxis von Dr. Pindl in Bozen setzt dort an, wo Vertrauen entsteht: bei einer schmerzfreien Behandlung und einer Betreuung, die weit über den Zahnarztstuhl hinausgeht.

Vom mulmigen Gefühl zur positiven Überraschung Patienten kommen oft mit Sorgen oder einem „mulmigen Gefühl“ zum Termin. Die Angst vor Schmerzen stellt sich jedoch fast immer als unbegründet heraus. „Unsere Patienten berichten im Nachhinein fast ausnahmslos, dass alles viel schneller verlaufen ist, als sie dachten“, so die Praxis. Dank moderner Technik verläuft das Setzen von Implantaten hocheffizient und in der Regel vollkommen schmerzfrei. Das minimalinvasive Vorgehen schont den Körper und ermöglicht eine rasche Heilung.

Sicherheit durch kontinuierliche Nachsorge Was die Praxis Dr. Pindl auszeichnet, ist das Gefühl der Sicherheit während des gesamten Prozesses. Die Behandlung endet nicht mit

dem Verlassen des Zimmers. Ein wesentlicher Pluspunkt ist die intensive Betreuung direkt im Anschluss an den Eingriff. Das Team lässt seine Patienten nicht allein!

Persönliche Begleitung Unmittelbar nach der Implantation erfolgt eine engmaschige Kontrolle.

Aufmerksame Nachsorge: Auch in den Folgetagen steht die Praxis für eine kontinuierliche Überwachung bereit.

Sicherheit: Fragen werden sofort geklärt, sodass Sie sich jederzeit gut aufgehoben fühlen.

Ein neues Lebensgefühl Zahnimplantate schützen die Nachbarzähne und schenken die Sicherheit zurück, unbeschwert zu lachen. Wer sich für Dr. Pindl entscheidet, wählt modernste

Zahnmedizin und einen Partner, der den Menschen hinter dem Patienten sieht. Ein persönliches Gespräch zeigt Ihnen, wie unkompliziert der Weg zu festen Zähnen sein kann. Vereinbaren Sie jetzt ein Beratungsgespräch in Bozen und informieren Sie sich unverbindlich über Ihre individuellen Möglichkeiten rund um Zahnimplantate.

Die Zahnarztpraxis

Markus Pindl

Bozen - Freiheitsstraße 58 Tel. 0471 28 81 46 aesthetic@pindl.it

Mo - Do: 7:00-17:00

Willkommen im „Weißen Rössl“!

„Es ist eine komplette Überhöhung des Kitsches – und ich liebe Kitsch.“ Das sagt Regisseurin

Ruth Brauer-Kvam über das neue Stück, das die Vereinigten Bühnen Bozen als „Grand Final“ der Spielzeit 2025/26 im Stadttheater Bozen präsentieren. „Im weißen Rössl“ ist ein fulminantes Singspiel in drei Akten von Hans Müller und Erik Charell, frei nach dem Lustspiel von Oskar Blumenthal und Gustav Kadelburg.

Irrungen und Wirrungen

„Es geht um Liebe und die Frage: Wie können wir diese Liebe feiern?“, so Brauer-Kvam. Im berühmten Hotel „Weißes Rössl“ am Wolfgangsee herrscht turbulentes Liebeschaos: Oberkellner Leopold liebt seine Chefin Josepha, die jedoch für Stammgast Dr. Siedler schwärmt. Dieser interessiert sich für Ottilie, die Tochter des Fabrikanten Giesecke, der im Streit mit Sigismund Sülzheimer liegt. Dazu kommen Karlchen und der unermüdliche Piccolo, der alle Paare zusammenbringen will – notfalls mit kaiserlicher Hilfe. Ein musikalisches Durcheinander voller Witz und Gefühl. Verkörpern wird dieses bunte „Chaos“ das hochkarätige Ensemble, bestehend unter anderem aus Nadine Zeintl, Erwin Belakowitsch, Valentina Inzko Fink, Martin Lechleitner, Cinzia Zanovello sowie den Südtiroler Publikumslieblingen Lukas Lobis, der für die Vereinigten Bühnen Bozen bereits bei „Der Tod in Venedig“ und „Ein Hund kam in die Küche“ mitwirkte, und Thomas Hochkofler – bekannt als Comedian und für seine Rolle als „Joe von Afing“.

Für Hochkofler, der den grantigen Touristen Giesecke verkörpert, ist das Stück mit Kindheitserinnerungen verbunden – und er hat das Stück selbst schon mal inszeniert: „Die ganzen musikalischen Einlagen … Ein Ohrwurm nach dem anderen!“, schwärmt er.

„Im weißen Rössl“ ist eine Koproduktion mit der Stiftung Haydn von Bozen und Trient und dem Tiroler Landestheater sowie eine Zusammenarbeit mit der Bürgerkapelle Gries und dem Chor „Flat Caps“. Die

Regisseurin ist überzeugt: „Gerade in Zeiten, in denen es uns schlecht geht, wenn wir die Nachrichten hören, braucht man ganz viel Liebe, Energie, Lust und Freude am Leben, damit man allem wieder gut entgegentreten kann.“ Also dann: Ab ins Theater – zum Energietanken.

Vorstellungstermine:

16.5.2026, 19.30 Uhr (Premiere)

17.5.2026, 18 Uhr

21.5.2026, 19.30 Uhr (mit Dirndl & Lederhosen Contest während der

Pause)

22.5.2026, 18.45 Uhr (Stückeinführung)

22.5.2026, 19.30 Uhr

23.5.2026, 19.30 Uhr (Dernière) con soprattitoli in italiano – im großen Haus des Stadttheaters Bozen.

Ticket & Infos:

Tel. 0471 065 320 reservierung@theater-bozen.it Tel. 338 466 78 71 (WhatsApp) www.theater-bozen.it

con soprattitoli in italiano

Singspiel in drei Akten frei nach dem Lustspiel von Blumenthal und Kadelburg von Hans Müller und Erik Charell

Gesangstexte von Robert Gilbert

Musik von Ralph Benatzky

Sechs musikalische Einlagen von Robert Gilbert, Bruno Granichstaedten und Robert Stolz

Koproduktion mit der Stiftung Haydn von Bozen und Trient und dem Tiroler Landestheater

ORT: Stadttheater Bozen, Großes Haus

TICKET & INFOS: 0471 065 320 reservierung@theater-bozen.it 338 466 7871 (über WhatsApp)

MORITZING/GRIES

Traditionellen Kirchtag gefeiert

Es war mal wieder soweit: Am 19. April wurde zum traditionellen Moritzinger Kirchtag geladen. Es ist ein liebgewordener Brauch, dass zu diesem Anlass die Grieser Vereine immer gerne mit dabei sind und in ihrer Tracht vom Moosbauer, immer entlang der alten Meraner Straße aus, bis zur Moritzinger Kirche marschieren. Angeführt wurde der Festzug von der Bürgerkapelle Gries, die mit ihren Klängen schon von Weitem zu hören war. Es folgte die Freiwillige Feuerwehr Gries, die Volkstanzgruppe und die Schützenkompanie „Major Josef Eisenstecken“ Gries, die von Abordnungen befreundeter Kompanien begleitet war. Den Schluss bildete der Männerge-

sangverein Gries. Die Eucharistie feierte der Grieser Pfarrer Michael Mitterhofer, wobei er den Weg der Jünger nach Emmaus, nach dem Lukas-Evangelium, verlas. „Die Jünger waren voll tiefer Trauer über die

erfolgte Kreuzigung von Jesus, auch deshalb, weil sie sich ein anderes Bild von ihrem Herrn gemacht hatten – so seien sie sehr enttäuscht gewesen“, so der Pfarrer in seiner Predigt. Wesentlich sei aber, dass man trotz

Die Bürgerkapelle Gries gestaltete beim Moritzinger Kirchtag die Eucharistiefeier mit

des Kreuzes und Leides, das einem widerfahre, niemals die Hoffnung verlieren dürfe und der Zusammenhalt Teil unseres christlichen Lebens sei. Am Ende der heiligen Messe konnte der Grieser Schützenhauptmann Aledander Corradini alle Anwesenden zu einem gemütlichen Beisammensein einladen. Es gab neben Leberkäs-Broten Weiß- und Meraner Würste, natürlich durften die frischen Kirchtagkrapfen nicht fehlen. Zubereitet von Helma Corradini und Mithelfenden, fanden sie reißenden Absatz. Dass dazu Grieser Lagrein und Vernatsch ausgeschenkt wurden, versteht sich wohl von selbst.

Psenner

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Pharmakogenetik - Warum Medikamente unterschiedlich wirken

Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum ein Medikament bei Ihnen anders wirkt als bei anderen? Die Antwort liegt in Ihren Genen. Die Pharmakogenetik gibt Aufschluss darüber, wie Ihre individuelle genetische Ausstattung die Wirkung von Medikamenten in Ihrem Körper beeinflusst – und warum die eine Dosis für Sie perfekt, für andere aber zu viel oder zu wenig sein kann.

Was ist Pharmakogenetik?

Die Pharmakogenetik ist ein Teilgebiet der genetischen Diagnostik. Sie untersucht, wie unsere individuellen Gene die Wirkung von Medikamenten in seinem Körper steuern. Dank pharmakogenetischer Erkenntnisse können Ärzt*innen die richtige Medikamentendosis wählen, Nebenwirkungen reduzieren und den Behandlungserfolg erhöhen.

Dr. Dr. Saskia Biskup und Prof. Dr. Alfred Königsrainer

Beispiele aus der Praxis

Blutgerinnungshemmer: Genetische Unterschiede bestimmen die richtige Dosierung.

Antidepressiva: Bestimmte Enzyme steuern, wie schnell Ihr Körper den Wirkstoff aufnimmt. Krebsmedikamente: Tests zeigen, welche Therapie für Sie am besten passt.

Cholesterinsenker (Statine): Genetische Varianten können Wirkung und mögliche Nebenwirkungen beeinflussen.

Das ST. JOSEF Gesundheitszentrum Meran - Bozen bietet die pharmakogenetische Analyse in Zusammenarbeit mit unserem Partnerinstitut CEGAT aus Tübingen, dem führenden Anbieter für genetische Analysen, an.

Was wird untersucht?

Genetische Varianten, die bestimmen, wie Medikamente aufgenommen, verstoffwechselt und ausgeschieden werden. Warum ist das wichtig? Vermeidung gefährlicher Über- oder Unterdosierung. Auswahl besser verträglicher Präparate. Zielgerichtete Medikamententherapie.

Der Vorteil:

Die Therapie wird sicherer, effektiver und endlich individuell. Pharmakogenetik ist nur eines der Vorsorgemodule.

Erfahren Sie, wie Sie mit gezielter genetischer Diagnostik Ihre Gesundheit aktiv unterstützen und Therapien optimal auf sich abstimmen können.

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Gesundheitszentrum Vita Sana - Genetische Diagnostik Franz-Innerhofer-Straße 2/4 39012 Meran www.stjosef/vita-sana T 0473 864 388

Karl

Blasmusikpop, bei der seine Musikkamerad:innen der Bürgerkapelle nicht nur eine musikalische Hochleistung vollbrachten, sie überzeugten zudem als schauspielende Mitgestalter:innen auf der Bühne des Stadttheaters. Georg Thaler erhielt für all seinen Einsatz, seine inspirierenden Ideen, vor allem aber auch für sein menschlich-pädagogisches Einfühlungsvermögen unter anderem die hohe Auszeichnung als Ehrenkapellmeister „seiner“ Grieser Bürgerkapelle. Um Ge-

60€ Bonus bei Abschluss eines Stromvertrages bis 30.06.2026

So wird Georg Thaler vielen in Erinnerung bleiben.

Reiselustige Senior:innen

Die Arbeitsgemeinschaft (Arge) Senioren Bozen und Umgebung EO unter ihrem Präsidenten Dr. Werner Wallnöfer und FahrtenPromotor Denis Mader organisieren schon seit Jahrzehnten für die ältere Generation Halb- und Tagesfahrten, die vom Frühjahr bis in den Herbst hinein durchgeführt werden. Auch heuer wieder haben sie weder Mühe noch Aufwand gescheut, um beliebte, aber auch weniger bekannte Orte in ihr umfangreiches Programm aufzunehmen. Und dieses Programm kann sich sehen lassen: insgesamt werden nämlich 20 Fahrten angeboten, die in die nähere und etwas weitere Umgebung Bozens oder außer Landes führen. Werfen wir aber einen Blick zurück zu den Anfängen … Es war vor ziemlich genau 66 Jahren, und zwar am 8. Mai 1960, als eine Autokolonne von knapp 50 Fahrzeugen sowie vier Bussen am Bozner Pfarrhof Halt machte und die bereits wartenden Senior:innen – es düften wohl ein paar hundert gewesen sein – zustiegen. Die Organisation dieses ersten Treffens, das urnter dem Motto „Fahrt in den Frühling“ stattgefunden hatte, übernahmen der Laubenkaufmann Heinrich Oberrauch und der Firmeninhaber Albert Ritter.

Gruppenfoto anlässlich einer im Vorjahr stattgefundenen Fahrt nach Cremona, der Stradivaristadt.

Unterstützt wurden sie von den beiden Ärzten Dr. Anton Fuchsbrugger und Dr. Siegfried Steinegger sowie der Stadtpolizei. Die Fahrt ging zuerst nach Neustift, wo die mitgefahrenen Senior:innen von Dekan Max Schrott herzlich begrüßt und anschließend von Kapuzinerpater Urban zu einer besinnlichen Maiandacht geladen wurden. In Vahrn, dem Zielort der Ausflügler, wartete bereits der Ortspfarrer, um den Boznern ein „wahres Volksfest“ mit Sing- und Spielgruppen, Volkstänzer:innen und Musikant:innen zu bereiten. Zwei Gasthäuser sorgten für das leibliche Wohl der vielen Gäste, die sich prächtig unterhielten und amüsierten. Am früheren Abend trat man dann die

Rückfahrt nach Bozen an und – da sich diese besondere Frühlingsfahrt herumgesprochen hatte – es standen Dutzende Menschen entlang der Wegstrecke und winkten der vorbeifahrenden Autokolonne zu. „Es war ein unvergessliches Erlebnis für alle Beteiligten“, schrieb abschließend der Berichterstatter. Wie schaut es aber im Jahr 2026 mit den Fahrten aus? Nun, die ersten der insgesamt 20 ausgeschriebenen Halb- und Ganztagesfahrten sind bereits im April und bis Mitte Mai durchgeführt worden. Die nächstfolgende Fahrt führt die Teilnehmenden am 15. Mai nach Veronetta bzw. Lazise am Gardasee. Besucht wird das mittelalterliche Stadtviertel von Verona mit der San-

Tommaso-Kirche. Eine Woche später steht ein Besuch der Euganeischen Hügel auf dem Programm mit der Villa Selvatico in Battaglia. Am 29. Mai ist das Schloss Beseno, der größten Festungsanlage im Trentino, an der Reihe. Eine Natur-, Kultur- und Besinnungsfahrt wartet auf die Teilnehmenden am 5. Juni, und zwar am Hochplateau von Pinè. Am 26. Juni geht’s dann Richtung Kärnten, und zwar wird das Natur- und Kräuterdorf Irschen besucht. Im Juli sind weitere vier Fahrten geplant: am 3. Juli zum Göflaner Marmorbruch, am 10. Juli zum Kloster Andechs, am 24. Juli zum Rangger Köpfl (Oberperffuß) und am 31. Juli nach Bayern zum Weltkulturerbe Wieskirche. Damit aber noch lange nicht genug! Im August, September und Oktober wird die Fahrtenreihe fortgesetzt und es warten noch genügend abwechslungsreiche Ziele auf die Senioren. Wer an einer der zahlreichen Ausflüge interessiert ist, kann sich gerne an die Arge Senior:innen Bozen und Umgebung wenden: Fahrtenleiter Denis Mader steht für nähere Auskünfte unter der Mobil-Nummer 338 420 50 10 bereit.

und schützt eure Kinder vor Mücken und anderen lästigen Ungeziefer. Mit den umweltverträglichen und gesundheitsschonenden Produkten von freezanz.

Frühlings-Gemüse-Eintopf mit Feta-Käse

Der Frühling ist da, und das soll man auch schmecken! Er bringt uns auch eine bunte Vielfalt an frischem Gemüse und Obst. Feiner Spargel, knackiger Rhabarber, süße junge Erbsen und frischer Spinat bringen farbige Leichtigkeit und viel Geschmack auf unseren Tisch.

Der Frühling hat sich ordentlich breit gemacht und nachdem wir ausgiebig vom Königs gemüse, dem Spargel, genossen haben, schlagen wir heute eine bunte Frühlingspfanne vor. Auch als leichtes, schmackhaftes Abendessen zu empfehlen!

Zutaten für für 4 Personen

• 4 kleine Zucchini

• 8 Karotten

• 12 Radieschen

• 4 rote Zwiebeln

• 400 g Fetakäse

• 4 Zehen Knoblauch

• Thymian, Oregano

• 12 EL Orangensaft

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„Roter

• 4 EL Olivenöl

• 4 EL Rotweinessig

• Salz, Pfeffer, Zucker

Zubereitung

Zucchini waschen, Karotten schälen und beides längs in dünne Scheiben schneiden oder hobeln. Radieschen putzen und vierteln. Zwiebel schälen und in Ringe schneiden oder hobeln.

Das Gemüse mit Öl, Orangensaft und Rotweinessig marinieren. Knoblauch dazu pressen. Mit Kräutern, Salz, Pfeffer und Zucker würzen. In eine ofenfeste Form geben und Feta-Käse in

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Scheiben darauflegen. 30 Minuten im vorgeheizten Ofen bei 220 °C Ober-/Unterhitze braten. Eventuell. die letzten Minuten auf Grillfunktion schalten.

Tipp

Mit knusprigem Baguette oder Brötchen serviert, ist dieses Gericht eine Augenweide und ein Gaumenschmaus.

FRILO, das bedeutet: Vielfalt an Obst und Gemüse bester Güte! Seit über 45 Jahren legen wir größten Wert auf erstklassige Kundenbetreuung.

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© Foto: chefkoch.de

Spargel mit gemischtem Faschiertem

Die Spargelsaison geht zwar so langsam zu Ende, doch dieses hervorragende Gemüse sollte möglichst öfter genossen werden. Die Kombinationen gehen dabei weit über das klassische Duo mit saftigem Schinken hinaus.

Zutaten für 4 Personen

• 600 g gemischtes Faschiertes

• 500 g Spargel, grüner oder auch weißer

• 2 große Karotten

• 3 Frühlingszwiebeln

• 1 Stück nussgroße Ingwer

• 1 Zehe Knoblauch

• 1 EL Sesam- oder Erdnussöl

• 1 TL Currypulver

• 50 g getrocknete Mango (optional)

• 150 ml Sahne

• 500 ml Gemüsebrühe (evtl. Würfel)

• Salz und Pfeffer

Zubereitung

Faschiertes in einer Pfanne in Öl anbraten. Währenddessen Frühlingszwiebeln in Ringe schnei-

den, Ingwer schälen und sehr fein würfeln und Knoblauchzehe pressen. Alles zum faschierten Fleisch geben und mitbraten.

Karotten schälen, halbieren und in Stücke schneiden. Spargel waschen und schälen, anschließend in 3 cm lange Stücke schneiden. Karotten und Spargel zu den anderen Zutaten in die

Pfanne geben und ein paar Minuten mitbraten. Mit Currypulver, Salz und Pfeffer würzen und anschließend mit Brühe ablöschen und mit Sahne abschmecken. 5 - 10 Minuten köcheln lassen,

je nach gewünschter Bissfestigkeit der Spargel. Eventuell Mango in feine Streifen schneiden und in die Pfanne geben. Wer die Soße etwas dickflüssiger mag, gibt noch etwas Soßenbinder dazu. Als Beilage passt Reis ganz gut.

Ein guter Rat zum Schluss

Lassen Sie sich fachkundig beraten – Beim Metzgermeister Oskar Stampfl finden Sie die besten Zutaten für alle Arten von Fleischgerichten und viele leckere Beilagen. Wer es beim Kochen besonders eilige hat, findet auch verschiedene bereits koch- oder essfertig vorbereitete Spezialitäten.

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Weinmomente im Frühling

Der erste wirklich warme Abend

Die Jacke bleibt zuhause, es ist abends hell Dazu passt: ein frischer Sauvignon Blanc – lebendig, mit grünen Noten, perfekt zur aufblühenden Natur passen.

Picknick zwischen blühenden Wiesen

Eine Decke, Sonne im Gesicht. Dazu passt: ein unkomplizierter Rosé – kühl, fruchtig, gesellig.

Der Spargel auf dem Teller

Ein Klassiker, aber jedes Jahr wieder besonders. Der Frühling ist offiziell angekommen. Dazu passt: ein eleganter, feiner Silvaner oder Weißburgunder

Nachmittags auf dem Balkon oder im Garten

Ein Buch, ein ruhiger Moment, vielleicht Vogelstimmen im Hintergrund. Dazu passt: ein leichter Grüner Veltliner oder ein zarter Riesling– frisch, animierend, nicht zu schwer.

Spaziergang durch die Weinberge

Wenn die ersten zarten Knospen an den Reben aufbrechen, liegt ein ganz besonderes Knistern in der Luft. Alles wirkt wie ein großer Neuanfang, während die Frühlingssonne die Hänge langsam erwärmt.

Das perfekte Match dazu

Ein Wein, der genau diese Herkunft atmet. Ein Glas, das die Geschichte des Bodens und der Berge erzählt. Denken Sie an einen eleganten Vernatsch, der so leichtfüßig ist wie der Frühling selbst, oder einen knackigen, mineralischen Kerner aus dem Eisacktal.

Das Glück der unterschätzten Momente Es braucht kein Fünf-Gänge-Menü. Die magischsten Weinmomente treffen uns unvorbereitet: Wenn ein Freund mit einer Flasche vor der Tür steht, man sich auf die Bank vorm Haus setzt und die Zeit vergisst. Ehrlicher Genuss braucht keinen Plan.

Öffnungszeiten:

Montag bis Samstag von 8.00 bis 19.00 Uhr

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Gewerbegebiet

Kardaun 5 (Bozen Nord)

Ein Zeichen der römischen Siege hoch über Monaco

Unter den unterworfenen Stämmen sind die Vinschgauer, Eisacktaler und Wipptaler genannt

Hoch über dem antiken Hafen Monacos wird das kleine Dörfchen La Turbie täglich von hunderten von Interessierten besucht. Grund ist der monumentale Bau des Tropaeum Augusti, der den Sieg des römischen Kaisers Augustus über die Alpenvölker zwischen 25 und 14 vor Christus feiert. Zur Römerzeit stellte das Tropaeum das äußerste Ende der Alpen dar. Der Name Monaco – heute ein Stadtstaat unter der Herrschaft der Familie Grimaldi –, Monoikos im Griechischen, wurde von den antiken Schriftstellern mit Herkules in Verbindung gebracht. Diese Assoziation ist beabsichtigt: Augustus wird also mit Herkules, ei-

nem göttlichen Sohn, einem Helden der Zivilisation und dem Wegbereiter durch die Alpen gleichgesetzt. Die Unterwerfung der „barbarischen“ Alpenvölker war also eine Legitimierung der Heldenwahrnehmung des Kaisers. Seine Großtaten brachten erst sein göttliches Wesen zu Geltung, obwohl das seinerzeit 50 Meter hohe Monument gleichzeitig einen der erschreckendsten zu Stein gewordenen Machtansprüche der Römer darstellt. Durch dieses einmalige Monument wurde Augustus wie ein Gott verehrt und fügt sich in ein in die heroische Landschaft des Herakles (=Herkules für die Römer) Monoikos.

Hoch über Monaco ragt das Tropaeum Augusti als Denkmal des Sieges von Kaiser Augustus über die Alpenvölker (die aus unserer Gegend inbegriffen) empor. Die Spitze des Gebäudes aus Carrara-Marmor wurde von der Statue des siegreichen Kaisers beherrscht. Am rechteckigen Sockel erkennt man die Inschrift und das Relief des Tropäums. (Bild: Eva Rizzolli)

Was ist ein Tropäum?

Traditionsgemäß waren Tropäen den Gottheiten des Sieges gewidmet. Seit den Zeiten Alexanders des Großen von Makedonien hatte der altgriechische Brauch Verbreitung in seinem Weltreich gefunden: Am Ende einer Schlacht banden die Sieger die sterblichen Überreste des Feindes an einen Pfahl, an der Spitze den Helm des Unterlegenen, darunter den Brustpanzer zusammen mit anderen Rüstungsteilen. Der Tote wurde zu einer abschreckenden vergänglichen Puppe. Die aus Stein erbauten Tropäen der Römer wurden zu beeindruckenden architektonischen Monumenten. Von diesen haben

Das Tropäum d.h. der Pfahl, auf dem der Helm und die Rüstung des Unterlegenen „Barbaren-Anführers“ vom Liktorenbündel überragt wird, zeigt als abschreckendes Symbol ein Paar von angeketteten und gefesselten Besiegten. (Bild: Eva Rizzolli)

Das Tropäum d.h. der Pfahl, auf dem der Helm und die Rüstung des Unterlegenen „Barbaren-Anführers“ vom Liktorenbündel überragt wird, zeigt als abschreckendes Symbol ein Paar von angeketteten und gefesselten Besiegten. (Bild: Eva Rizzolli)

sich nur ganz weniger erhalten, wie das in La Turbie am höchsten Punkt der Via Julia, die Augustus zur Erleichterung des Handels mit den von Cäsar besiegten Galliern hatte anlegen lassen. Das Tropaeum steht auf einem gepflasterten Platz und besteht aus einem hohen viereckigen Sockel, überragt von einem kleineren Bau mit 24 Säulen, die einen Turm umgaben, auf dessen Spitze sich eine Statue von Augustus befand. Seinerzeit war das Siegesmonument 50m hoch und weithin sichtbar, vom Meer aus von Sanremo im Osten bis L‘Esterel im Westen, und bekräftigte die alles überragende Macht aber auch den Schutz Roms.

Die Inschrift

„Dem Imperator und Sohn des Caesar, dem Göttlichen Augustus, Oberpriester, Inhaber des Imperiums zum 14. Mal, der tribunischen Gewalt zum 17. Male [widmen] Senat und Volk von Rom [dieses Denkmal], weil unter seiner Führung und unter seinen Auspicien alle Alpenstämme, die sich vom Oberen Meer (Adria) bis an das Untere

(Tyrrhenische Meer) erstrecken, unter die Herrschaft des Römischen Volkes gebracht wurden. es folgt die Liste der 45 besiegten Alpenvölker, darunter unsere Venostes (Vinschgauer), Isarci (Eisacktaler) und Breuni (Wipptaler, also auch jenseits des Brenners im heutigen Raum Innsbruck)“ Für unsere Heimatgeschichte enthält das Tropaeum Augusti eine wichtige Ergänzung der Kenntnisse zum Alpenfeldzug der Stiefsöhne des Augustus, Drusus und Tiberius in Jahr 15 v. Chr.: Es handelte sich um einen groß angelegten und propagandistisch gut vorbereiteten strategisch-politischen Plan des Kaisers Augustus. Die z.T. hartnäckigen Widerstand leistenden rätischen Stämme waren politisch zersplittert und militärisch den Römern unterlegen. Am Ende wurden sie besiegt und in das Römische Reich eingegliedert.

Diesen Beitrag hat Univ.-H. Prof. Doz. DDr. Helmut Rizzolli, Obmann des Heimatschutzvereins Bozen/ Südtirol, für Sie verfasst.

71. Bezirksfeuerwehrtag in Tramin

Die Feuerwehren des Unterlands sind für den Ernstfall gut gerüstet.

20 Feuerwehren bilden den Feuerwehrsbezirk im Unterland. Das Einzugsgebiet umfasst die Gemeinden Aldein, Altrei, Auer, Branzoll, Kurtatsch, Kurtinig, Margreid, Montan, Neumarkt, Pfatten, Salurn, Tramin und Truden. Das Gebiet erstreckt sich über rund 269 Quadratkilometer und reicht von 210 Meter Meereshöhe hinauf bis auf knapp 2.500 Meter. Jedes Jahr wird gegen Ende April der Bezirksfeuerwehrtag abgehalten. Es werden dabei aktuelle Themen angesprochen, doch auch der Jahresbericht des Vorjahres präsentiert. Ehrungen stehen auch auf dem Programm. Der diesjährige Bezirksfeuerwehrtag, zum 71. Mal veranstaltet, wurde in Tramin von der örtlichen Feuerwehr organisiert. Die Teilnehmenden marschierten vom Traminer Ortskern zur Feuerwehrhalle. Bezirkspräsident Markus Bertignoll begrüßte hier die Vertreter der 20 Feuerwehren des Unterlandes und die Ehrengäste, darunter

Bezirkspräsident Markus Bertignoll (am Rednerpult) eröffnete den Feuerwehrtag mit der Begrüßung der Feuerwehren und der Ehrengäste.

Landeshauptmann Arno Kompatscher und Hansjörg Zelger, der Präsident der Bezirksgemeinschaft Überetsch-Unterland. Anwesend waren fast alle Bürgermeister des Unterlandes sowie mehrere Vertreter der Rettungs- und Ordnungskräfte. Herzlich begrüßt wurde auch der Traminer Ehrenbürger Erwin Bologna. In seiner Rede stellte der Traminer Bürger-

Verdiente Mitglieder wurden für 40 Dienstjahre mit dem Verdienstkreuz in Gold geehrt.

meister Wolfgang Oberhofer die interessante Geschichte, die reiche Kultur, wie auch die erfolgreiche Wirtschaft seiner Gemeinde vor. Die Pflege der Tradition und das rege Vereinsleben seien weitere Aushängeschilder des Weindorfes. Im Versammlungssaal der Feuerwehr Tramin stellten anschließend Präsident Bertignoll, Inspektor Stephan Ritsch und Bezirksjugendleiter Wolfgang Dalvai die Tätigkeit des Bezirks vor. Im Jahr 2025 verzeichnete man im Unterland weniger Einsätze. Diese gingen im Vergleich von 2024 von 1.051 auf 893 zurück. Kopfzerbrechen bereiten jedoch die technischen Einsätze, die stetig zunehmen. Oft werden die Wehren für Ernstfälle alarmiert, die nicht klar sind. Immer häufiger sind das aber auch Einsätze zur Unterstützung des Rettungsdienstes. Mitgliederanzahl steigt leicht, aber konstant an Gezählt wurden zum Jahresende 660 aktive Mitglieder, davon

22 Frauen. Das Durchschnittsalter beträgt 38 Jahre. Die Jugendtätigkeit wird gefördert. Die Jugendgruppen zählen 161 Mitglieder. In 15 der 20 Wehren gibt es eine gemeldete Jugendgruppe. Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Ehrung von 11 Wehrmännern für 40 Dienstjahre. Das Verdienstkreuz in Gold dafür erhielten Hugo Casal, Markus Job, Kurt Terzer, Markus Weger, Renato Montel, Massimo Parisi, Robert Brusinelli, Werner Oberrauch, Bertold Matzneller, Markus Greif und Inspektor Stephan Ritsch. Eine Gedenkminute widmete man den verstorbenen Mitgliedern Hans Christian Amort (Feuerwehr Margreid), Karl Hilber (Montan), Walter Bertignoll (Tramin), Johann Unterhauser-Nigglhof (Radein), Bepi Zanotti (Laag). Die Veranstaltung wurde von der Traminer Bürgerkapelle musikalisch begleitet.

Remo Demanega

Modernes Wohnen mit Tradition

Das neue „Gerberhaus“ im Zentrum von Sarnthein

Im Herzen von Sarnthein, direkt am belebten Griesplatz, entsteht mit dem „Gerberhaus“ ein exklusives Mehrfamilienhaus, das historischen Charme mit modernster Technik verbindet. Wo früher eine Gerberei und eine Schlosserei beheimatet waren, wird unter Beibehaltung des charakteristischen Sarner Baustils ein hochwertiger Neubau errichtet. Die Fassade wird originalgetreu nachgebaut, um das malerische Dorfbild zu bewahren. Im November 2025 begann der Abriss des alten Gerberhauses mit den verschiedenen Nebengebäuden. Obwohl kostenaufwändig, nahmen die Bauherren die Empfehlung der Gemeindeverwaltung, die historisch bekannte Fassade des alten Gerberhauses irgendwie zu erhalten, an, und leisten somit einen wertvollen Beitrag zur Dorfverschönerung und Traditionserhaltung. Das Bauvorhaben wurde vom bewährten Architekturbüro „K&P“ – Bernhard Kieser geplant und wird von zwei re-

nommierten Sarner Betrieben als Gemeinschaftsprojekt ausgeführt: Die Moser Bau Gmbh, Sarnthein und die Oberhöller Martin Gmbh, Reinswald. Das Gerberhaus besticht durch seine einzigartige Lage, die das Beste aus zwei Welten vereint. Direkt im lebendigen Dorfzentrum gelegen, sind alle wichtigen Einrichtungen des

täglichen Lebens bequem zu Fuß erreichbar. Ob Einkaufsmöglichkeiten, Cafés oder kulturelle Angebote – hier erleben die neuen Bewohner:innen ein aktives und abwechslungsreiches Dorfleben. Gleichzeitig können sie die Nähe zur Natur genießen: Das renommierte Skigebiet Reinswald ist nur zehn Autominuten entfernt

und bietet vielfältige Freizeitmöglichkeiten für Sportbegeisterte und Naturliebhaber. Eine hervorragende Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr direkt vor der Haustür sorgt zudem für optimale Mobilität. Durch die gut ausgebaute und durch moderne Tunnelanlagen gesicherte Verbindungsstraße nach Bozen ist die Lage perfekt.

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Vielfältiges Wohnraumangebot für jeden Anspruch

Das Gerberhaus umfasst insgesamt 13 moderne Wohneinheiten, verteilt auf drei Obergeschosse, ergänzt durch zwei attraktive Gewerbeflächen im Erdgeschoss. Das Angebot reicht von gemütlichen ZweiZimmer-Wohnungen bis hin zu großzügigen Vier-ZimmerWohnungen – ideal für Singles, Paare und Familien. Die Grundrisse sind flexibel gestaltet und bieten die Möglichkeit, die Wohnung individuell nach den eigenen Wünschen und Be-

dürfnissen zu gestalten. Großzügige Fensterflächen sorgen für lichtdurchflutete Räume und ein angenehmes Wohnambiente. Je nach Wohnung laden großzügige Balkone, Terrassen oder begrünte Privatgärten mit automatischer Bewässerung zum Verweilen und Entspannen ein.

Nachhaltigkeit und modernste Technik für Ihr Wohlbefinden

Das Gerberhaus wird nach dem strengen Klimahaus „A-Nature“-Standard errichtet, der höchste Ansprüche an Energie-

effizienz und Umweltfreundlichkeit erfüllt. Dies schont nicht nur die Umwelt, sondern senkt auch die Energiekosten nachhaltig. Jede Wohnung ist mit dezentralen Lüftungseinheiten mit Wärmerückgewinnung ausgestattet, die für ein gesundes Raumklima und frische Luft sorgen. Das Gebäude ist zukunftssicher vorbereitet: Glasfaser-Internetanschlüsse sind bereits vorgesehen, und in den Garagen sind Leerrohre für die Nachrüstung von ELadestationen installiert. Für rundum Sicherheit sorgt eine moderne Videosprechanlage,

ergänzt durch Vorrichtungen für Alarmanlagen in jeder Einheit.

Komfortable Park- und Lagermöglichkeiten Im Untergeschoss des Gebäudes befinden sich geräumige Kellereinheiten, die zusätzlichen Stauraum bieten. Für Fahrzeuge stehen Einzel- oder auf Wunsch auch Doppelgaragen zur Verfügung, die Komfort und Sicherheit garantieren. So ist das Wohnen im Gerberhaus nicht nur ein Ort zum Wohlfühlen, sondern auch praktisch und funktional.

Zeitplan – Ihr Weg ins neue Zuhause

Der Baubeginn des Gerberhauses startete mit dem Abriss im November 2025, die Fertigstellung und Übergabe der Wohnungen erfolgt voraussichtlich bereits Anfang 2027. Nutzen Sie die Gelegenheit, sich jetzt Ihr Wunschdomizil in diesem modernen und nachhaltigen Wohnprojekt zu sichern. Nur noch wenige freie Objekte sind verfügbar!

Detaillierte Infos direkt vom Bauunternehmer:

Moser Bau GmbH, Kirchplatz 1, Sarnthein Tel. 0471 052 475 info@moserbau.it Verantwortlicher für Verkauf:

Geom. Robert Delvai Tel. 333 53 88 690 robert.delvai@moserbau.it

Über den Bauträger: Moser Bau

Hinter dem Projekt steht die Firma Moser Bau, die seit über 40 Jahren für solide Qualität und nachhaltige Immobilienentwicklung in Südtirol bekannt ist. Mit einer Erfahrung von über 1.000 realisierten Wohneinheiten steht das Unternehmen für Kompetenz im Hoch- und Tiefbau – von der ersten Beratung bis zur Schlüsselübergabe.

Bozen Stadt & Land

Die 60 größten Arbeitgeber

Die vorliegende Statistik der 60 bedeutendsten Arbeitgeber im Bezirk Bozen bildet den Personaldurchschnitt des Jahres 2025 innerhalb der Privatwirtschaft ab. Die Erhebung basiert auf offiziellen Zahlen des Amtes für Arbeitsmarktbeobachtung.

Konverto verbindet

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Mit rund 170 Mitarbeitenden zählt Konverto zu den führenden Technologiepartnern in Südtirol. Seit über 20 Jahren steht das Unternehmen für innovative Lösungen und technologische Kompetenz. Dabei geht Konverto einen entscheidenden Schritt weiter als viele klassische IT-Dienstleister: Als offiziell anerkannter Anbieter für Internet und Telefonie bildet die eigene Infrastruktur das stabile Fundament für alle Services. Diese Kombination ermöglicht ganzheitliche Lösungen – sicher, zuverlässig und aus einer Hand. Unternehmen, öffentliche Einrichtungen, Banken und Privatpersonen profitieren von perfekt abgestimmten Leistungen für den digitalen Alltag.

Der Mensch im Mittelpunkt Was Konverto als Arbeitgeber besonders macht? Die Menschen dahinter. Das Konverto Team verbindet Leidenschaft für Technologie mit dem Anspruch, gemeinsam zu wachsen und Zukunft aktiv zu gestalten. Eigenverantwortung, Entwicklungsmöglichkeiten und ein starkes Miteinander prägen den Arbeitsalltag.

Fünf Werte, ein gemeinsames Ziel Die Unternehmenskultur basiert auf klaren Werten:

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BRIEF AUS ROM

Geschätzte Leser,

seit dem Ausgang des Referendums über die Justizreform ist der Mythos der Unbesiegbarkeit gebrochen, bröckelt das System und steigt die Nervosität. Es ist, als ob eine Aura negativer Grundstimmung Giorgia Meloni umhüllen würde, es gibt kaum noch Selbstläufer in ihrer Politik, der Rechtfertigungsdruck steigt und eine, wenn auch überschaubare, Umbesetzung der niederen Regierungsränge wird als Panikreaktion abgetan. Auch auf dem internationalen Parkett läuft einiges schief, der große Freund Donald Trump lässt Meloni wie eine heiße Kartoffel fallen und in Russland wird sie ungesühnt und offensichtlich mit dem stillen Einverständnis von Putin geschmäht. Das einzig Positive in dieser Phase der Demontage scheint der Umstand zu sein, dass Meloni von ihrer Widersacherin, Elly Schlein, öffentlich verteidigt wird. Dabei geht es Schlein weniger um die Verteidigung der Person von Giorgia Meloni denn um die Verurteilung der verbalen Angriffe auf die Nation Italien und auf das Amt der Mi-

nisterpräsidentin. Internationale Krisen und Kriegsszenarien haben es nicht geschafft, eine gemeinsame Haltung der italienischen Politik zu finden, die tatsächlich nicht akzeptablen Attacken gegen Giorgia Meloni führen plötzlich, wenn auch nur für kurze Augenblicke, zu nationaler Einigkeit. Immer drängender wird hingegen die Frage, unter wessen Führung es den Oppositionsparteien gelingen könnte, die im Jahr 2027 anstehenden Wahlen zu gewinnen. Während vor nicht allzu langer Zeit noch klar zu sein schien, dass die Wahlen auf den Frühling 2027 vorgezogen werden würden, um nicht ein eben erst gewähltes Parlament, sollte im Oktober gewählt werden, mit dem Bilanzgesetz zu konfrontieren, ist auch das im Moment nicht mehr gewiss. Vor nicht allzu langer Zeit schien allerdings auch ein Wahlsieg der heutigen Regierungsparteien unumstößliche Gewissheit, aber es ist alles nicht mehr wie es war. Die Oppositionsparteien wittern Morgenluft, aber ob sich für sie ein Morgen einstellt, ist ebenfalls alles andere

als gewiss. Über Vorwahlen wird diskutiert, Conte hofft, diese für sich entscheiden zu können, aber gerade heute hat mir ein Parlamentarier des Partito Democratico eine Wette zu allen von mir gewünschten Bedingungen angeboten, dass Schlein überragende Siegerin von Vorwahlen, so diese denn durchgeführt werden, sein werde. Es wäre allerdings nicht das erste Mal, dass Prognosen von der Wirklichkeit überrollt werden.

Bis dahin gibt es noch viel zu mutmaßen, hier in Rom, am 22. April 2026

Zwischen Katerstimmung und Siegesrausch in Rom, am 24. März 2026, Manfred Schullian

BRIEF AUS DEM LANDTAG

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

seit ich Ihnen das letzte Mal geschrieben habe, habe ich, ganz unerwartet, ein neues Amt im Landtag zugewiesen erhalten: den Vorsitz des Untersuchungsausschusses zur Aufarbeitung der Corona-Pandemie. Normalerweise ist es in meinem Leben so, dass ich immer selbst auf meine Ziele hinarbeite – hier war es anders. Ich wurde, aufgrund meiner inzwischen mehrjährigen Erfahrung im Landtag, und auch (das ehrt mich) weil man sich auf mein Demokratieverständnis verlässt, mit einer in diesen Fällen sehr seltenen Zweidrittelmehrheit als Präsidentin gewählt. Eine sehr schwere Aufgabe, das war mir klar. Was mich reizte, war, dass der Ausschuss vielleicht eine Möglichkeit bietet, diese schwere Zeit aufzuarbeiten. Die Pandemie hat Menschenleben ausgelöscht. Sie hat Beziehungen zerrüttet oder unwiderruflich zerstört. Bei vielen ist das Vertrauen in die Institutionen gebrochen. Manche Menschen wollen nichts mehr voneinander wissen. Junge Menschen

sind fürs Leben geprägt. Diese Spuren, es sind tiefe Rillen, liegen auch in uns als politische Vertretungen. Wenn wir uns zusammensetzen, und versuchen einander zuzuhören (es ist schwierig), so öffnen wir vielleicht einen Weg, das ist meine Hoffnung. Wir haben unsere Arbeit aufgenommen. Es ist ein zähes Ringen um ein bisschen Vertrauen, das kann ich Ihnen sagen. Als Präsidentin

will ich es „ziehgeln“. Landesrat Messner hat im Ausschuss einen wichtigen Satz gesagt: „Wir haben nicht alles gut gemacht.“ Es war eine schwere Zeit, auf die wir nicht vorbereitet waren.

Darüber nachdenken, was nicht gut ging, hilft uns (das wäre die Hoffnung) zu verstehen und zu lernen. Wenn nochmal so was passieren sollte, müssen wir besser gewappnet sein.

Vielleicht schließen wir auch Frieden in dieser Sache.

Mit besten Grüßen Franz Locher

Immobilien - Begünstigte Zuweisung an Gesellschafter wieder möglich

Mit dem Haushaltsgesetz 2026 wurde eine Neuauflage der begünstigten Zuweisung von nicht betrieblich genutzten Immobilien, sowie in öffentlichen Registern eingetragene nicht betrieblich genutzten Güter wie z.B. Fahrzeuge, bei Gesellschaften vorgesehen. Anwendung findet die Bestimmung bei Gesellschaften jeglicher Rechtsform, Personen- und Kapitalgesellschaften wie z.B. OHG, KG, GmbH und AG. Normalerweise folgt die Zuweisung von Gütern der Gesellschaft an einen Gesellschafter den Regeln des Eigenverbrauchs, d.h. für die Ermittlung des Veräußerungsgewinns wird der Marktwert des Gutes herangezogen und auf die Differenz zwischen Marktwert und Buchwert wird der ordentliche Steuersatz angewandt (potentiell 43% Einkommenssteuer oder 24% Körperschaftssteuer und 3,9% Wertschöpfungssteuer). Bei der begünstigten Zuweisung wird ein vorteilhafter Steuersatz von 8% auf die Differenz von Marktwert und Buchwert angewandt. Sollte es sich bei der Gesellschaft um eine „Scheingesellschaft“ (ital. società di comodo) handeln,

dann steigt der Steuersatz auf 10,5%. Diese Ersatzsteuer ersetzt die Einkommenssteuer und Wertschöpfungssteuer. Bei den Immobilien gibt es noch einen zusätzlichen Vorteil, denn anstelle des Marktwertes kann der Katasterwert für die Berechnung des Mehrwertes herangezogen werden, und dieser ist in Südtirol bekanntlich um einiges niedriger ist als der Marktwert. Des Weiteren sind die Registergebühren um die Hälfte reduziert. Für die Hypothekar- und Katastersteuern kommt nur der Fixbetrag zur Anwendung. Keine Begünstigung gibt es im Bereich der Mehrwertsteuer, da diese eine auf EU-Ebene harmonisierte Steuer ist und Italien autonom keine Begünstigungen festlegen kann. Die Zuweisung stellt bilanztechnisch eine Ausschüttung von Kapital oder Gewinnrücklagen dar. Werden im Zuge der Zuweisung Rücklagen unter Steueraussetzung verwendet, dann ist eine zusätzliche Ersatzsteuer in Höhe von 13% abzuführen. Zugewiesen werden können Immobilien, die nicht ausschließlich für die eigene Tätigkeit verwendet werden. Dazu gehören Gewerbeimmobilien,

die vermietet werden; Immobilien, welche als Vermögenswerte gehalten werden und gesondert nach den Regeln der Gebäudeeinkünfte besteuert werden, sowie Immobilien, welche als Handelsware von einer Immobilienfirma gehalten werden. Die Zuweisung muss innerhalb 30. September 2026 mittels notarieller Urkunde erfolgen. Die Zahlung der Ersatzsteuer erfolgt in 2 Raten: 60 % am 30. September 2026 und 40% am 30. November 2026. Die begünstigte Zuweisung ist für die Gesellschaften ein gutes Instrument die Vermögenssituation zu bereinigen, insbesondere wenn die Tätigkeit in den nächsten Jahren aufgelassen werden soll oder eine Erbregelung ansteht.

Martin Eder Bozen - Lana - Naturns martin.eder@gspeo.com

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Eine Reise durch die Welt der Gärten

Die Sonderausstellung „Gestaltete Paradiese – Von Menschen und Gärten“ in den Gärten von Schloss Trauttmansdorff in Meran ist bis 8. November zu erleben.

Wer durch die Gärten von Schloss Trauttmansdorff spaziert, begegnet nicht nur Pflanzen aus aller Welt, sondern auch Geschichten, die erzählen, wie Menschen Natur sehen, formen und nutzen. Hier setzt die Ausstellung „Gestaltete Paradiese – Von Menschen und Gärten“ an.

Sie ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen den Gärten von Schloss Trauttmansdorff, dem Südtiroler Landesmuseum für Tourismus –Touriseum und den Kuratoren der Österreichischen Nationalbibliothek. Gemeinsam greifen sie eine Idee auf, die bereits 2023 in Wien präsentiert wurde, und führen sie in Meran weiter – ergänzt um die lokale Gartenkultur und ihre enge Verbindung zur Geschichte des Tourismus. „Gestaltete Paradiese” zeigt, wie sich Gartengestaltung über die Jahrhunderte verändert hat: von den streng angelegten Gärten der Renaissance über prachtvolle Barockgärten bis hin zum englischen Landschaftsgarten. Im 20. und 21. Jahrhundert wiederum werden Gärten und Parks zu öffentlichen Räumen und wichtigen Elementen moderner Stadtplanung. Ein besonderer Blick richtet sich auf Meran. Die Stadt ist ohne ihre Promenaden, Parks und Gärten kaum denkbar. Schon im 19. Jahrhundert begann man hier, Grünräume gezielt zu gestalten – zunächst für Kurgäste, später für eine

immer breitere Öffentlichkeit. Der Tourismus wurde zur treibenden Kraft hinter dieser Entwicklung und prägte das grüne Erscheinung bild der Stadt nachhaltig. Diese Entwicklung findet

ihren Höhepunkt in der Eröffnung der Gärten von Schloss Trauttmansdorff im Jahr 2001, die heuer ihr 25-jähriges Bestehen feiern. Die Ausstellung läuft bis zum 8. November.

„Wenn es den Tieren gut geht, geht es auch uns gut!“

Südtiroler Milch kann mehr: Sie steht nicht nur für Qualität, sondern für das Wohl der Tiere, für gepflegte Wiesen und Almen, für gelebte Traditionen und für eine starke Region.

Dahinter stehen Menschen wie Margareth Vanzetta vom Gogerer Hof im Jaufental in Ratschings, die mit viel Einsatz ihre Bergbauernhöfe führen und damit ein Stück Zukunft sichern. Bergbäuerin Margareth Vanzetta ist eines der Gesichter der Sensibilisierungskampagne „Südtiroler Milch kann mehr“, die in diesem Jahr die Beweggründe der Südtiroler Milchbäuerinnen und Milchbauern in den Mittelpunkt stellt. Für sie steht dabei eines ganz besonders im Fokus: das Wohl ihrer Tiere. „Nur wenn es den Tieren gut geht, geht es auch uns gut“, ist Vanzet-

ta überzeugt. Gemeinsam mit ihrer Familie zog sie vor über 25 Jahren von Leifers nach Ratschings und übernahm den Gogerer Hof – einen Bergbauernhof mitten in der Natur. „Das war schon eine Hau-Ruck-Aktion und eine riesengroße Aufgabe“, erinnert sich die Bergbäuerin. „Aber heute kann ich sagen: Es war die beste Entscheidung für uns.“ Für Margareth Vanzetta sind ihre Kühe weit mehr als Nutztiere – sie kennt jede beim Namen und kümmert sich liebevoll um sie. „Eine gute Milch entsteht, wenn die Tiere gutes Futter bekommen, genügend Auslauf haben

und mit Respekt behandelt werden.“

Doch Tierwohl beginnt für die Bergbäuerin noch früher – beim Boden. „Der Boden ist unsere Grundlage für alles“, erklärt sie. Ein lebendiger,

„Weil’s den Kühen gut gehen soll.“

gesunder Boden lässt kräftige Pflanzen wachsen, fördert artenreiche Wiesen und macht die Landwirtschaft widerstandsfähiger gegenüber Wetterextremen. Margareth Vanzetta steht damit stellvertretend für rund 4.000 kleinstrukturierte Milchviehbetriebe in Südtirol, die täglich die genossenschaftlich organisierten Milchhöfe des Landes mit hochwertiger Rohmilch beliefern. Wer zu Südtiroler Milchprodukten greift, unterstützt diese Betriebe - und stärkt damit eine Landwirtschaft, die Verantwortung für Tiere, Natur und Region übernimmt.

Tierwohl bedeutet für mich, unseren Kühen ein gutes Leben zu ermöglichen. Wir liefern nicht nur hochwertige Milch – wir sorgen mit gutem Futter, genug Platz und täglicher Pflege dafür, dass sich die Tiere wohlfühlen.

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Kino, das Horizonte weitet

Das Bolzano Film Festival Bozen zeigte auch 2026, wie Kino in Südtirol mehr sein kann als Unterhaltung: ein Ort für Austausch, Vielfalt und neue Perspektiven.

Das Bolzano Film Festival Bozen zählt seit Jahren zu den wichtigsten Kulturereignissen des Landes. Gegründet wurde es 1987 vom FILMCLUB Bozen mit dem Ziel, Filme aus den Nachbarländern nach Südtirol zu holen und zugleich die unabhängige Filmszene vor Ort sichtbar zu machen. Bis heute ist das Festival diesem Anspruch treu geblieben. Es versteht sich als mehrsprachige Plattform in einer Grenzregion, als Ort also, an dem Kino nicht nur Unterhaltung ist, sondern auch Austausch, Reflexion und kulturelle Begegnung. Die 39. Ausgabe fand heuer vom 10. bis 19. April 2026 statt und setzte dieses Profil konsequent fort. Eröffnet wurde das Festival mit der Italien-Premiere von „Elon Musk Unveiled – The Tesla Experiment“ des Bozner Regisseurs Andreas Pichler. Schon damit war der

Ton gesetzt: ein lokaler Filmemacher, ein international aufgeladenes Thema, ein Film zwischen Zeitdiagnose und Gesellschaftsanalyse. Insgesamt bot das Festival erneut ein vielschichtiges Programm aus Wettbewerbsfilmen, Dokumentarischem, regionalen Produktionen und Gesprächen mit Filmschaffenden.

Neu war 2026 auch die stärkere Öffnung in den Stadtraum. Neben den gewohnten Spielstätten im Filmclub Capitol wurde mit dem Teatro Cristallo ein weiterer Ort eingebunden. Das ist mehr als eine organisatorische Erweiterung. Es zeigt, dass das Festival nicht nur ein Treffpunkt für ein eingeweihtes Publikum sein will,

sondern ein kultureller Raum für die ganze Stadt. Bei den Preisen der 39. Ausgabe setzte das Bolzano Film Festival Bozen 2026 erneut klare Akzente. Der Preis der Autonomen Provinz Bozen für den besten Film ging an „The Loneliest Man in Town“ von Tizza Covi und Reiner Frimmel. Der Spezialpreis der Jury der Stiftung Südtiroler Sparkasse wurde an

„Sehnsucht in Sangerhausen“ von Julian Radlmaier vergeben. Der Verleihförderpreis der Autonomen Region Trentino-Südtirol ging an „17“ von Kosara Mitič, während die lobende Erwähnung der Internationalen Jury „Dry Leaf“ von Alexandre Koberidze erhielt.

Den Publikumspreis der Stadt Bozen gewann „Elon Musk Unveiled - The Tesla Experiment“ von Andreas Pichler. Die FILMCLUB Jury zeichnete als besten Euregio-Langfilm „Non c’è casa in paradiso“ von Federico Scienza und Manuela Boezio aus, der

Preis für den besten EuregioKurzfilm ging an „Far finta che“ von Anna Ciju. Der Sonderpreis „Dolomiti Patrimonio Mondiale UNESCO“ wurde „Melt“ von Nikolaus Geyrhalter zugesprochen. Der Euregio Young Jury Award ging an „Romería“. Der ZeLIG-Preis wurde ebenfalls an „The Loneliest Man in Town“ vergeben; eine lobende Erwähnung erhielt hier „Tristan Forever“ von Tobias Nölle. Hinzu kamen die beiden Ehrenpreise für das Lebenswerk, die 2026 an die Schauspielerin Ottavia Piccolo und die Regis-

seurin Ulrike Ottinger gingen. Ausgezeichnet wurden damit zwei Künstlerinnen, die seit Jahrzehnten mit großer Eigenständigkeit und künstlerischer Konsequenz arbeiten. Gewürdigt wurde also nicht nur eine lange Karriere, sondern auch ein Verständnis von Kino, das über den Augenblick hinausreicht. Die diverse Liste der Ausgezeichneten macht klar, warum ein Festival wie dieses für Sütirol wichtig ist. Es macht das Land durchlässiger, offener und europäischer. Es stärkt die lokale Filmszene, bringt internationale Perspek-

tiven nach Bozen und schafft einen Raum, in dem unterschiedliche Sprachen, Erfahrungen und Sichtweisen aufeinandertreffen können. In einer Region, die oft zwischen Identitäten und politischen Lesarten pendelt, ist das keine Nebensache. Das Festival stiftet Öffentlichkeit, Austausch und kulturelle Reife. Oder einfacher gesagt: Es sorgt dafür, dass Südtirol nicht nur auf sich selbst schaut, sondern sich im Spiegel anderer Geschichten neu sehen lernt.

Philipp Kieser

Das schnellste Sabrieren der Welt!

Kann man mehr als 68 Flaschen in nur 60 Sekunden sabrieren? Dieser gewaltigen Herausforderung stellt sich der Schweizer Sommelier Mirko Rainer. Wir laden dich ein, live Zeuge zu werden, wenn Handwerkskunst auf absolute Höchstleistung trifft. Beim offiziellen Guinness Weltrekordversuch geht es um mehr als nur Show – es geht um den Eintrag in die Geschichts-

bücher. Sei live vor Ort, spüre die Anspannung und feiere mit uns, wenn die Rekordmarke hoffentlich fällt. Komm vorbei und fiebere mit!

Infos

Eintritt frei! Keine Anmeldung erforderlich.

Sektmanufaktur Winkler, Girlan | Eppan Freitag, 22. Mai, 19 Uhr

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