






Poste Italiane SpA –Versand im Postabbonement –ges. Dekr. 353/2003 (abgeändert in Ges. 27/02/2004 Nr. 46) Art. 1, Komma1, CNS BozenTaxe PerçueContiene IP ALGUNDER AUF INTERNATIONALER









![]()







Poste Italiane SpA –Versand im Postabbonement –ges. Dekr. 353/2003 (abgeändert in Ges. 27/02/2004 Nr. 46) Art. 1, Komma1, CNS BozenTaxe PerçueContiene IP ALGUNDER AUF INTERNATIONALER

































SPA-Auszeit genießen: Im neuen Hotel Solvie mit Weltmeister-Aufgüssen. Tipp für Südtiroler im Mai: Gratis Frühstück bei Anreise unter der Woche.
Do lossmo‘s ins amo richtig guit gian!


Walter J. Werth
Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Die Meinungsfreiheit, verankert in Artikel 21 der italienischen Verfassung, wird in sozialen Medien oft fälschlicherweise als Freibrief interpretiert. Strafbare Beleidigungen und Desinformationen müssen konsequent verfolgt werden, da die Grenze der Freiheit dort liegt, wo die Menschenwürde verletzt wird. Beleidigungen, Hassreden – heute neudeutsch „Shitstorm“ genannt –sind strafbar. Soziale Medien bieten zwar Raum für Austausch und Anonymität, doch diese wird leider oft missbraucht.
Nur durch eine Kombination aus rechtlichen Rahmenbedingungen und gesellschaftlichem Engagement kann ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen freier Meinungsäußerung und dem Schutz vor Angriffen auf die Menschenwürde gewährleistet werden. Die jüngsten Vorfälle bei uns im Lande rund um die politische Entscheidung, Wohnungen für MigrantenFamilien in verschiedenen Gemeinden zu beschaffen, werfen kein gutes Bild auf uns, sonst als sehr freundlich gepriesenen Südtiroler … wjw@bezirksmedien.it
– Burggräfler Zeitschrift . 39011 Lana . Industriestr. 1/5 Tel. 0473 23 30 24 | www.diebaz.com | baz@bezirksmedien.it Redaktionsanschrift: Bezirksmedien GmbH
Telefon: 0473 23 30 24 E-Mail: redaktion@diebaz.com
Ermächtigung des Landesgerichts Nr. 19/93 . Eintragung im ROC Nr. 3226/1994
Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes: Josef Laner
Koordination: Claudia Kaufmann, claudia@diebaz.com
Redaktionsleitung: Josef Prantl, Tel. 340 2306888, josef.prantl@fastwebnet.it
Mitarbeiter: Christl Fink, Philipp Genetti, Martin Geier, Walter J. Werth, Christian Zelger, Markus Auerbach, Elisabeth Tappeiner, Thomas Kobler, Max Hofer
Werbeverkauf: Claudia Kaufmann, Tel. 347 974 42 70 | claudia@diebaz.com
Sonja Trogmann, Tel. 335 839 94 00 | sonja@diebaz.com
Stephanie Gassebner, Tel. 348 811 06 40 | sg@diebaz.com
Grafik und digitale Druckvorstufe: Janine Savoi | grafik@diebaz.com
Druck: Athesia Druck GmbH, Weinbergweg 7, 39100 Bozen
Gender Hinweis: Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird bei Personenbezeichnungen und personenbezogenen Hauptwörtern die männliche Form verwendet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung grundsätzlich für alle Geschlechter. Die verkürzte Sprachform hat nur redaktionelle Gründe und beinhaltet keine Wertung.


Stefan Stoll (2. v.l.) bei der 20-Jahr-Feier der Chemieolympiade mit Stefan Pilser, Ina Schenk, Roswitha Maurer und Siglinde Doblander
Kaum eine andere Gemeinde in unserem Land kann so viele Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Forschung und Lehre vorweisen wie Algund. Deren Wege führten sie an Universitäten, in Labore und Kliniken auf mehreren Kontinenten.
Was sie alle verbindet, ist mehr als nur die gemeinsame Herkunft. Sie haben in ihren Disziplinen Maßstäbe gesetzt: der Physiker und ETH-Rektor Günther Dissertori, der Chirurg und Klinikleiter Lukas Prantl, der Chemieprofessor Stefan Stoll, der Geruchsforscher Johannes Frasnelli, der ORF-Meteorologe Daniel Schrott und die Sinologin und Universitätsprofessorin Anna Stecher. Sie alle stammen aus Algund, haben hier ihre Kindheit verbracht und sind hier zur Schule gegangen. Mehrere von ihnen haben das Realgymnasium Meran besucht und den Futura-Förderpreis für junge Südtiroler im Ausland erhalten: Günther Dissertori (1998), Stefan Stoll (2004), Anna Stecher und Lukas Prantl (2008). Auf Einladung der KVW-Ortsgruppe kommen sie am 15. Mai im Rahmen eines Heimatfernen-Treffens zu einem Abend unter dem Motto „Algunder in der Welt“ in ihr Hei-
matdorf zurück. In der Aula der Mittelschule erzählen sie von ihren außergewöhnlichen Lebens- und Berufswegen.
Günther Dissertori – An der Spitze der ETH Zürich
Der Weg von Günther Dissertori begann 1969 in Algund. Seine Karriere führte ihn von hier bis an die Spitze einer der bedeutendsten technischen Hochschulen der Welt. Heute ist er Professor für Teilchenphysik und Rektor der ETH Zürich. Schon früh zeigte sich sein Interesse an Technik und Naturwissenschaften. Von 1983 bis 1988 besuchte er das Realgymnasium „Albert Einstein“ in Meran. Astronaut zu werden, war lange ein ernsthafter Traum von ihm. Tatsächlich bestand er sogar die ersten Auswahlrunden der italienischen Raumfahrtbehörde. Ein medizinisches Problem beendete diesen Traum, doch die Begeisterung für die
Physik blieb bestehen. Nach der Matura begann Dissertori ein Physikstudium an der Universität Innsbruck. Während dieser Zeit wuchs sein Interesse an der Grundlagenforschung. Ein entscheidender Schritt war seine frühe Beteiligung an einem Forschungsprogramm der Europäischen Organisation für Kernforschung (CERN) bei Genf. Dort sammelte er erste Erfahrungen in der internationalen Teilchenphysik.
Forschung am CERN
1997 promovierte Dissertori in Innsbruck mit „summa cum laude“ und arbeitete anschließend am CERN an hochkomplexen Experimenten der Teilchenphysik mit. Besonders bedeutend war seine Mitarbeit am CMS-Experiment am „Large Hadron Collider“, dem weltweit größten Teilchenbeschleuniger. In einem 27 Kilometer langen Ringtunnel, der 100 Meter unter der
Erde liegt, werden Protonen oder Ionen mit nahezu Lichtgeschwindigkeit kollidiert, um fundamentale Bausteine der Materie und die Bedingungen kurz nach dem Urknall zu erforschen. Dieses Experiment trug maßgeblich zum Nachweis des „Higgs-Bosons“ bei, einer fundamentalen Entdeckung der modernen Physik, für die Peter Higgs und François Englert 2013 den Nobelpreis erhielten. Dissertori arbeitete dabei eng im internationalen Forschungsteam zusammen.
Günther Dissertori wurde im Jahr 2001 im Alter von 31 Jahren zum Assistenzprofessor an der ETH Zürich berufen. Die ETH Zürich ist eine der weltweit führenden Universitäten für Technologie und Naturwissenschaften und kann zahlreiche Nobelpreisträger vorweisen, darunter auch ihren berühmtesten Absolventen und ehemaligen Professor Albert Einstein. 2007 erfolgte seine Ernennung zum ordentlichen Professor für Teilchenphysik. Durch seine Tätigkeit an der ETH und am CERN etablierte sich Dissertori als einer der führenden Experimentalphysiker seiner Generation. Neben der Forschung wurde auch die Lehre zu einem zentralen Bestandteil seiner Arbeit. Für seine Lehrtätigkeit wurde er mehrfach von Studierenden ausgezeichnet. Er selbst betont, dass man komplexe Inhalte erst dann wirklich verstanden habe, wenn man sie verständlich erklären könne. Für Aufsehen sorgte im Jahr 2022 die Nachricht, dass Dissertori zum Rektor der ETH Zürich gewählt wurde. Damit ist er für die gesamte Lehre der Universität verantwortlich. Günther Dissertori steht exemplarisch für eine Generation Südtiroler Wissenschaftler, die international Spitzenpositionen erreicht haben – so wie auch der nur um ein Jahr ältere Lukas Prantl.
Lukas Prantl – Spitzenchirurg und Forscher in Regensburg
Auch Lukas Prantl (* 1968) begann seinen Weg in Algund. Nach dem Abschluss der Matura an der Lehrerbildungsanstalt (LBA) in Meran studierte er Medizin in Innsbruck, wo er 1994 mit Auszeichnung promovierte. An führenden Kliniken in Deutschland setzte er seine medizinische Ausbildung fort. Am „Klinikum rechts der Isar“ der Technischen Universität München, das zu den 20 besten Krankenhäu-

sern weltweit zählt, absolvierte er seine Facharztausbildung in Chirurgie. Anschließend spezialisierte er sich an der Universität Regensburg in den Bereichen plastische und ästhetische Chirurgie (Facharzt 2004) sowie Handchirurgie (Zusatzbezeichnung 2008). 2007 habilitierte er sich an der Medizinischen Fakultät der Universität Regensburg und legte damit den Grundstein für seine universitäre Laufbahn. Ein bedeutender Abschnitt seiner Karriere war im Jahr 2009 ein Forschungsaufenthalt als Gastprofessor am renommierten M. D. Anderson Cancer Center in Houston (University of Texas), das zu den weltweit führenden Zentren für Krebsforschung zählt.
Universitätsprofessor und Klinikleiter
2010 wurde Prantl zum Direktor des Hochschulzentrums für Plastische, Ästhetische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie an der Universität Regensburg und dem Caritas-Krankenhaus St. Josef ernannt, das er in den Jahren zuvor aufgebaut hatte. Anlässlich der Eröffnungsfeier hielt Reinhold Messner die Laudatio. Das Hochschulzentrum gilt heute als eines der führenden Zentren seiner Art in Deutschland und ist als europäisches Trainingszentrum für Fachärzte anerkannt. Im Jahr 2019 absolvierte Prantl zusätzlich ein Studium im Bereich Gesundheitsmanagement und erwarb den „Master of Health Business Administration“ (MHBA) an der Univer-
sität Erlangen-Nürnberg. Lukas Prantl ist nicht nur klinisch tätig, sondern auch stark in der Forschung verankert. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte umfassen die Gewebedurchblutung und Mikrozirkulation, die regenerative Medizin, die Nutzung von Fettgewebe und Fettstammzellen zur Gewebeerneuerung, die rekonstruktive Chirurgie nach schweren Verletzungen und Tumorerkrankungen sowie die Erforschung ästhetischer Wahrnehmungen und menschlicher Attraktivität. Er ist Präsident mehrerer Fachgesellschaften, darunter der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC) sowie der Deutschen Gesellschaft für Klinische Mikrozirkulation und Hämorheologie (DGKMH). Im Jahr 2025 wurde er zudem zum Vizepräsidenten der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie gewählt. Damit übernimmt er eine zentrale Führungsrolle in einer der ältesten medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften Deutschlands. Besonders große Hoffnungen setzt der Mediziner auf Stammzellen aus körpereigenem Fettgewebe – etwa zur Wundheilung oder Rekonstruktion nach Tumoroperationen. In der Ärzteliste von FOCUS Gesundheit wird Lukas Prantl regelmäßig unter Deutschlands Top-Medizinern geführt – unter anderem in den Bereichen Wiederherstellungschirurgie, Brustchirurgie sowie Lip- und Lymphödem.



Johannes Frasnelli –Geruchsforscher in Kanada Gerüche wecken Erinnerungen, lösen Gefühle aus und ziehen uns entweder an oder stoßen uns ab. Genau hier setzt die Arbeit von Johannes Frasnelli an: Er hat den menschlichen Geruchssinn ins Zentrum seiner Forschung gestellt. Frasnelli wurde 1974 zwar in Luzern, dem Heimatland seiner Mutter, geboren. Aufgewachsen ist er jedoch in Algund und besuchte das Realgymnasium in Meran. Schon sein biografischer Weg – zwischen Schweiz, Südtirol und später Kanada – spiegelt wider, was seine Karriere prägt: internationale Offenheit und wissenschaftliche Neugier ohne Grenzen.
Zwischen Europa, USA und Kanada 1993 begann er ein Medizinstudium an der Universität Wien, welches er 2001 abschloss. Bereits seine Doktorarbeit beschäftigte sich mit einem ungewöhnlichen Thema: „Riechen und Schmecken bei chronischer Niereninsuffizienz“. Damit war der Grundstein für seine spätere Spezialisierung gelegt. Nach dem Studium führte ihn sein Weg an das „Interdisziplinäre Zentrum für Riechen und Schmecken“ der Technischen Universität Dresden. Dieses Zentrum ist weltweit führend, wenn es um die Erforschung und Behandlung von Riech- und Schmeckstörungen geht. Dort arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter. Es folgten internationale Stationen, die seine wissenschaftliche Laufbahn entscheidend prägten: Von 2006 bis 2007 forschte er an der McGill University in Kanada,
die zu den führenden Zentren für Neurowissenschaften zählt. Danach war er am Kinderkrankenhaus Centre hospitalier universitaire Sainte-Justine in Montréal tätig. Im Jahr 2009 habilitierte er sich an der TU Dresden mit einer Arbeit über das intranasale trigeminale System – ein komplexes Nervensystem, das eng mit der Wahrnehmung von Reizen in der Nase verbunden ist.
Was passiert im Gehirn, wenn wir riechen?
Nach Forschungsaufenthalten am Monell Chemical Senses Center in den USA und weiteren Jahren in Montreal übernahm Frasnelli im Jahr 2014 eine Professur im Fachbereich Anatomie an der Université du Québec à Trois-Rivières. Heute lebt und arbeitet er in Kanada, bleibt jedoch wissenschaftlich und persönlich eng mit Europa und insbesondere Südtirol verbunden.
Frasnellis Forschung zeigt, dass der Geruchssinn anders funktioniert als das Sehen oder Hören. Gerüche gelangen unmittelbar in jene Hirnregionen, die für Emotionen, Erinnerung, Lernen und Belohnung zuständig sind, das sogenannte limbische System. Das erklärt, warum Gerüche so stark mit Erinnerungen verbunden sind. Er beschreibt die Nase deshalb bildhaft als eine „Kathedrale“: klein am Eingang, aber weit verzweigt und tief ins Gehirn hineinreichend.
Geruchssinn als Frühwarnsystem Ein wichtiger Schwerpunkt seiner Forschung ist die medizinische Bedeutung des Geruchssinns. Frasnelli untersucht,
inwiefern Geruchsstörungen mit Krankheiten zusammenhängen können. Besonders relevant sind dabei neurodegenerative Erkrankungen wie Parkinson oder Alzheimer. Bei bis zu 90 - 95 % der Parkinson-Patienten treten Geruchsstörungen bereits 10 bis 15 Jahre vor den klassischen Symptomen auf. Ein weiterer faszinierender Aspekt seiner Forschung ist die Verbindung zwischen Geruch und Emotion. Gerüche beeinflussen unser Verhalten oft unbewusst – von der Partnerwahl bis hin zur Erinnerung an Menschen oder Orte. Dies spielt auch im Alltag und in der Wirtschaft eine Rolle: Düfte werden gezielt im Marketing und in der Produktgestaltung eingesetzt, um Emotionen auszulösen und Kaufentscheidungen zu beeinflussen. Neben seiner Forschung ist Frasnelli auch als Wissenschaftsvermittler aktiv. Er hält Vorträge, tritt in Podcasts auf und veröffentlicht populärwissenschaftliche Bücher. Sein Buch „Wir riechen besser als wir denken“ wurde als Wissenschaftsbuch des Jahres ausgezeichnet.
Stefan Stoll – Der Chemieprofessor in Seattle
Der Weg von Stefan Stoll (* 1973) führt von Algund über Österreich und die Schweiz bis in die USA – und mitten hinein in die Forschung zu den Energiequellen von morgen. Der Chemiker lehrt heute an der University of Washington in Seattle und beschäftigt sich mit Fragen, die angesichts des Klimawandels und steigender Energiebedürfnisse immer drängender werden. Stoll verbrachte seine Schulzeit in Algund und am Real-



gymnasium in Meran. Nach dem Abitur zog es ihn nach Graz, wo er Technische Chemie studierte. Es folgte die Promotion in Physikalischer Chemie an der ETH Zürich.
Forschungsaufenthalte, unter anderem an der University of California in Davis, erweiterten seinen wissenschaftlichen Horizont, bevor er im Jahr 2011 an die University of Washington in Seattle berufen wurde. In einem internationalen Auswahlverfahren setzte er sich dort gegen mehr als 200 Bewerber durch. Im Mittelpunkt seiner Forschung steht die physikalische Chemie komplexer Systeme. Er gilt als international führender Experte für EPR-Spektroskopie. Diese Erkenntnisse sind entscheidend, um biochemi-
sche Prozesse zu verstehen, etwa jene, die im Herzmuskel ablaufen oder bei der Energieumwandlung eine Rolle spielen. Daneben beschäftigt sich Stoll mit Zukunftstechnologien zur Energiegewinnung. In seinen Vorträgen spricht er unter anderem über Lithium-Luft-Batterien, die Elektroautos deutlich größere Reichweiten ermöglichen könnten. Auch Plastik-Solarzellen zählen zu seinen Forschungsinteressen. Es handelt sich um dünne, flexible Materialien, die sich sogar auf Fensterflächen aufbringen lassen und so Energie direkt im Alltag erzeugen. Besonders visionär ist die künstliche Photosynthese, ein Verfahren, bei dem Sonnenenergie genutzt wird, um
Wasserstoff oder Methanol zu produzieren. Diese Stoffe könnten als saubere Energieträger der Zukunft dienen. Neben der Forschung spielt auch die Lehre eine wichtige Rolle. In Seattle leitet Stoll ein internationales Team von Nachwuchswissenschaftlern und vermittelt komplexe Inhalte aus den Bereichen Chemie, Physik und Biologie. Seine Arbeit wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit renommierten Nachwuchspreisen in der physikalischen Chemie. Weniger bekannt ist seine zweite Leidenschaft: die Musik. Stoll studierte neben Chemie auch Querflöte, arbeitete als freischaffender Musiker und spielte unter anderem mit den Wiener Symphonikern.

Daniel Schrott – Südtirols Meteorologe beim ORF in Wien
Auch Daniel Schrott (* 1981) hat seine Wurzeln in Algund. Er besuchte ebenfalls das Realgymnasium in Meran. Heute lebt er in Wien, wo er als Meteorologe beim ORF arbeitet. Derzeit nimmt er eine Auszeit für die Elternzeit. Seit 2006 gehört er zur Wetterredaktion und ist regelmäßig im beliebten Radioprogramm Ö3 zu hören. Schrott beschäftigt sich vor allem mit der Wetterentwicklung und den Folgen des Klimawandels. In seinen Vorträgen betont er, dass der Klimawandel bereits Realität ist und Anpassungsstrategien notwendig sind. Besonders der Alpenraum werde sich seiner Meinung nach stark verändern. Schrott erklärt, dass sich die Temperatur im Raum Meran in den vergangenen hundert Jahren um rund drei Grad erhöht hat. Dies könne langfristig Auswirkungen auf die Landwirtschaft, den Tourismus und den Lebensraum haben. So könnten künftig andere Kulturen angebaut werden und touristische Schwerpunkte könnten sich in höhere Lagen verlagern. In seinen Vorträgen erläutert er zudem, wie moderne Wetterprognosen mit Satelliten, Radar und komplexen Modellen entstehen. Trotz moderner Technik bleibt die Wettervorhersage jedoch immer auch mit Unsicherheiten verbunden.
Anna Stecher – Die Sinologin in Neapel
Der Schwerpunkt von Anna Stecher (* 1980) liegt auf der chinesischen Literaturund Theaterwissenschaft. Aufgewachsen in Algund, begann sie ihre akademische Laufbahn mit einem Studium der Orien-
talistik an der Universität Bologna. Schon früh zog es sie nach China, wo sie nicht nur studierte, sondern auch tief in Sprache, Literatur und Kultur eintauchte. Es folgten längere Aufenthalte in Peking, unter anderem im Rahmen eines Masterstudiums in moderner und zeitgenössischer chinesischer Literatur an der Beijing Normal University. Diese frühe, intensive Auseinandersetzung mit China prägte ihren wissenschaftlichen Zugang nachhaltig: Stecher versteht Literatur nicht nur als Text, sondern als kulturelles Ereignis, das in engem Zusammenhang mit gesellschaftlichen Entwicklungen steht. Ihre akademische Ausbildung setzte sie später in Europa fort. An der Ludwig-Maximilians-Universität München promovierte sie in Theaterwissenschaften; darüber hinaus verfügt sie über eine zweite Promotion im Bereich der modernen chinesischen Literatur. Diese doppelte wissenschaftliche Verankerung – in Europa und China – bildet die Grundlage ihrer heutigen Forschung. Beruflich lehrte Stecher viele Jahre am Institut für Sinologie der LMU München, bevor sie 2022 an die Universität Neapel „L’Orientale“ wechselte, wo sie heute als Associate Professor tätig ist. Dort forscht und lehrt sie zu zeitgenössischem chinesischem Theater, Literaturtransformationen und kultureller Übersetzung.
Vermittlerin zwischen Europa und China
Ein zentrales Thema ihrer Arbeit ist das moderne chinesische Theater und dessen Entwicklung im Spannungsfeld von Tradition, Politik und globalem Austausch. Neben ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit ist sie auch als Übersetzerin und Heraus-

Günther Dissertori am Cern
geberin aktiv. Sie hat zahlreiche chinesische Theaterstücke ins Deutsche übertragen und an Sammelbänden mitgearbeitet, die den kulturellen Dialog zwischen China und Europa beleuchten. Ihre Übersetzungen gelten als präzise und zugleich literarisch sensibel, da sie nicht nur Inhalte, sondern auch kulturelle Nuancen zu vermitteln versucht.
Auch als Autorin hat sie sich einen Namen gemacht. In ihren literarischen Arbeiten verarbeitet sie eigene Erfahrungen zwischen Europa und Asien. China war 2009 Gastland der Frankfurter Buchmesse. Anlässlich dieses Ehrengastauftritts hat das chinesische Staatsamt für Presse und Publikationen (GAPP) Übersetzungsförderungen vergeben. Zu den ausgewählten Übersetzerinnen gehörte auch Anna Stecher, die zusammen mit ihrer chinesischen Kollegin Zhang Weiyi den Roman „Dida” der jungen Autorin Xu
Singspiel in drei Akten frei nach dem Lustspiel von Blumenthal und Kadelburg von Hans Müller und Erik Charell
Gesangstexte von Robert Gilbert
Musik von Ralph Benatzky
Sechs musikalische Einlagen von Robert Gilbert, Bruno Granichstaedten und Robert Stolz
Koproduktion mit der Stiftung Haydn von Bozen und Trient und dem Tiroler Landestheater con soprattitoli in italiano
ORT: Stadttheater Bozen, Großes Haus
TICKET & INFOS:
0471 065 320 / 338 466 7871 (über WhatsApp) reservierung@theater-bozen.it



Lu ins Deutsche übersetzte. Anna Stecher ist Herausgeberin der „Hefte für Ostasiatische Literatur“ und der „Contemporary German–Chinese Cultures in Dialogue“. Für ihre Leistungen wurde Anna Stecher bereits früh ausgezeichnet, unter anderem mit dem Förderpreis für junge Südtirolerinnen im Ausland. Dieser würdigt besonders jene, die außerhalb Südtirols in Wissenschaft, Kultur oder Wirtschaft herausragende Beiträge leisten.
Siegmar Ladurner –Der Volksmusiker in Tirol
Es gäbe noch mehr „Algunder in der Welt“ zu nennen: Thomas Stoll, Professor für Mathematik an der Université de Lorraine, seine Schwester Marion Stoll ist Oberärztin für Innere Medizin mit den Schwerpunkten Hämatologie und Onkologie im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Wien. Alexandra Illmer arbeitet für das
Kinderhilfswerk UNICEF. Und dann wäre da noch der langjährige Banker Siegmar Ladurner, der in Tirol als Musiker bekannt ist. Besonders prägend ist seine langjährige Mitwirkung im sogenannten Ötztaler Viergesang („Ö4“), einer Gesangsformation, die sich auf traditionelle Volkslieder spezialisiert hat. Ein wesentliches Merkmal seiner Arbeit ist die Verbindung von Musik und Erzählung. Ladurner und seine Mitmusiker gestalten Abende, bei denen nicht nur gesungen, sondern auch erklärt wird, woher die Lieder stammen und welche Lebensrealitäten sie widerspiegeln. Dadurch entsteht ein Zugang, der Volksmusik nicht als museale Folklore versteht, sondern als lebendige kulturelle Praxis. Volksmusik ist für ihn kein nostalgisches Relikt, sondern ein kulturelles Gedächtnis. Sie erzählt von Arbeit, Gemeinschaft und regionaler Identität und bleibt gerade deshalb relevant, weil sie Erfahrungen
festhält, die sonst leicht verloren gehen würden.
Heimatfernen-Treffen am 15. und 16. Mai in Algund „Wir freuen uns darauf, am 15. und 16. Mai viele Algunder aus aller Welt bei uns begrüßen zu dürfen“, sagt KVW-Ortsobfrau Monika Illmer. „Wir sind neugierig auf ihre Erinnerungen und Erfahrungen und darauf, wie sie heute auf ihre Heimat blicken, wo sie aufgewachsen sind, zur Schule gingen und gelebt haben.“ Auf dem Programm stehen neben der öffentlichen Begegnung am Freitagabend, am Samstag eine kulturhistorische Exkursion zum Thema „Steinach und Wein“, die Besichtigung von Sennerei und Pfarrkirche, eine Filmvorführung über Algund sowie ein gemeinsames Mittagessen im Thalguterhaus.
Josef Prantl





Mein schönes Fräulein, darf ich wagen, Meinen Arm und Geleit Ihr anzutragen?
MARGARETHE
Bin weder Fräulein, weder schön, Kann ungeleitet nach Hause gehn.
JOHANN WOLFGANG VON GOETHE
Heute kennt kaum noch jemand Cay Lorenz von Brockdorff. Er hat zusammen mit seiner Frau in der Alten Landstraße in der Villa Lemberg (heute: Villa Verde) in Algund gewohnt.
Bei genauerer Betrachtung der Gräber auf dem Evangelischen Friedhof von Meran fällt auf, dass hier Menschen ganz unterschiedlicher Konfessionen ihre letzte Ruhestätte gefunden haben: Mitglieder der evangelisch-lutherischen Kirche, orthodoxe Christen, Anglikaner, Katholiken und Angehörige anderer Religionen. Auf einem der Gräber befindet sich eine auffallende Symbolkombination: Oben ist das heilige Sanskrit-Wort „Aum“ zu sehen, darunter eine nach links zeigende Swastika und eine sich in den eigenen Schwanz beißende Schlange sowie zwei ineinander verschlungene Dreiecke und ein altägyptisches Henkelkreuz. Diese Verbindung ist kein Zufall. Es ist das Siegel der Theosophischen Gesellschaft. Die Theosophie ist eine Weltanschauung, die sich selbst als
lichen Plan vollzieht – ohne persönlichen Gott. Universen entstehen und vergehen als periodische Erscheinungen einer unveränderlichen, nicht-materiellen Wirklichkeit. Die Theosophische Gesellschaft wurde 1875 in New York von der russischen Okkultistin Helena Blavatsky gegründet. Nachdem sie sich etabliert hatte, entstanden weltweit Tochtergesellschaften. Cay Lorenz von Brockdorff trat ihr 1893 bei und wurde im Jahr darauf Mitbegründer und Sekretär ihres deutschen Ablegers. 1902 gab er seinen Posten aus Altersgründen auf und zog mit seiner Frau Sophie nach Algund.
Theosophen in Tirol
Cay Lorenz Graf von Brockdorff wurde 1844 in Schleswig-Holstein als Sohn eines Landrats und Rittergutsbesitzers gebo-

Brockdorffs in Berlin fanden regelmäßig Veranstaltungen und Diskussionen vor kleinem Publikum statt. Rudolf Steiner, der Begründer der Waldorfpädagogik, kam hier mit der Theosophie in Kontakt und hielt einige Vorträge über Nietzsche und Goethe, die interessiert aufgenommen wurden. Die eigentliche Seele den anderen Gruppen. Auf ihre Initiative hin wurde die deutsche Ausgabe des „Vahan“ herausgegeben, der offiziellen Zeitschrift der Theosophischen Gesellschaft. Unter dem Titel „366 Tage im Dienste des häuslichen Herdes“ hat sie zudem ein Kochbuch verfasst. Im Vorwort schreibt sie: „Wer mir in meiner Jugend gesagt hätte, ich würde einmal so eine Art Kochbuch schreiben, dem, glaube ich, hätte ich gerade ins Gesicht gelacht. Und nun gar ein vegetarisches.“ Und so blieb es nicht bei einer Sammlung von Rezepten. Im zweiten Teil des Buches schrieb sie für all jene, die im Essen ein notwendiges Übel sahen, ihre weltanschaulichen Gedanken für die „Denkmaschine Gehirn“ nieder. Als sie 1906 in Algund verstarb, versuchte ihr Mann noch über eine längere Zeit durch ein Medium den Kontakt zu ihr aufrechtzuerhalten.




Mit Pfauenfedern auf Leder: Die Federkielstickerei ist uraltes Handwerk aus Südtirol. Heute bewahren nur noch wenige diese aufwendige Technik.

Die Federkielstickerei zählt zu den ältesten und eindrucksvollsten Handwerkstechniken Südtirols. Dabei werden feine Streifen aus dem Kiel von Pfauenfedern auf Leder gestickt –Stich für Stich, Loch für Loch. Das Ergebnis sind kunstvolle Ornamente, meist auf Gürteln, Geldtaschen oder Hosenträgern, die bis heute Teil der traditionellen Tracht sind. Ihren Ursprung hat die Technik im Alpenraum, vermutlich im 18. Jahrhundert. Anfangs war sie ein Nebener-
werb von Bauern, Sattlern oder Riemern, die in den Wintermonaten Lederwaren verzierten. Im 19. Jahrhundert erreichte die Federkielstickerei ihre Blüte: reich bestickte Gürtel galten als Statussymbol und konnten so wertvoll sein wie ein Pferd. Das Zentrum dieser Handwerkskunst liegt bis heute im Sarntal. Von hier aus verbreitete sich die Technik in andere Täler. Auch im Pustertal, etwa in Prags, gibt es noch einzelne Werkstätten. Insgesamt jedoch ist die Zahl



der Federkielsticker stark zurückgegangen und nur noch wenige spezialisierte Handwerker führen die Tradition fort. Die Arbeit selbst erfordert enorme Geduld und Präzision. Zunächst wird das Muster auf das Leder gezeichnet, dann werden mit einer Ahle feine Löcher gestochen. Anschließend wird der gespaltene Federkiel durchgezogen. Für einen aufwendig verzierten Trachtengurt können weit über hundert Arbeitsstunden nötig sein. Doch Federkielstickerei ist
mehr als bloße Verzierung. Sie erzählt von Herkunft, Zugehörigkeit und Stolz auf die eigene Kultur. Besonders in der Tracht wird sie sichtbar, etwa beim „Fatschn“, dem breiten Gürtel der Sarner Männer. Heute entstehen neben traditionellen Stücken auch moderne Produkte wie Taschen oder Accessoires. Dennoch bleibt jedes Stück ein Unikat und ein Stück gelebter Geschichte.
Elisabeth Tappeiner


Visitenkarten schon ab 10 Stück
Mit dem Haushaltsgesetz 2026 wurde eine Neuauflage der begünstigten Zuweisung von nicht betrieblich genutzten Immobilien, sowie in öffentlichen Registern eingetragene nicht betrieblich genutzten Güter wie z.B. Fahrzeuge, bei Gesellschaften vorgesehen. Anwendung findet die Bestimmung bei Gesellschaften jeglicher Rechtsform, Personen- und Kapitalgesellschaften wie z.B. OHG, KG, GmbH und AG. Normalerweise folgt die Zuweisung von Gütern der Gesellschaft an einen Gesellschafter den Regeln des Eigenverbrauchs, d.h. für die Ermittlung des Veräußerungsgewinns wird der Marktwert des Gutes herangezogen und auf die Differenz zwischen Marktwert und Buchwert wird der ordentliche Steuersatz angewandt (potentiell 43 % Einkommenssteuer oder 24 % Körperschaftssteuer und 3,9 % Wertschöpfungssteuer). Bei der begünstigten Zuweisung wird ein vorteilhafter Steuersatz von 8% auf die Differenz von Marktwert und Buchwert angewandt. Sollte es sich bei der Gesellschaft um eine „Scheingesellschaft“ (ital. società di comodo) handeln,
dann steigt der Steuersatz auf 10,5 %. Diese Ersatzsteuer ersetzt die Einkommenssteuer und Wertschöpfungssteuer. Bei den Immobilien gibt es noch einen zusätzlichen Vorteil, denn anstelle des Marktwertes kann der Katasterwert für die Berechnung des Mehrwertes herangezogen werden, und dieser ist in Südtirol bekanntlich um einiges niedriger ist als der Marktwert. Des Weiteren sind die Registergebühren um die Hälfte reduziert. Für die Hypothekar- und Katastersteuern kommt nur der Fixbetrag zur Anwendung. Keine Begünstigung gibt es im Bereich der Mehrwertsteuer, da diese eine auf EU-Ebene harmonisierte Steuer ist und Italien autonom keine Begünstigungen festlegen kann. Die Zuweisung stellt bilanztechnisch eine Ausschüttung von Kapital oder Gewinnrücklagen dar. Werden im Zuge der Zuweisung Rücklagen unter Steueraussetzung verwendet, dann ist eine zusätzliche Ersatzsteuer in Höhe von 13 % abzuführen. Zugewiesen werden können Immobilien, die nicht ausschließlich für die eigene Tätigkeit verwendet werden. Dazu gehören Gewerbeimmo-
bilien, die vermietet werden; Immobilien, welche als Vermögenswerte gehalten werden und gesondert nach den Regeln der Gebäudeeinkünfte besteuert werden, sowie Immobilien, welche als Handelsware von einer Immobilienfirma gehalten werden. Die Zuweisung muss innerhalb 30. September 2026 mittels notarieller Urkunde erfolgen. Die Zahlung der Ersatzsteuer erfolgt in 2 Raten: 60 % am 30. September 2026 und 40 % am 30. November 2026. Die begünstigte Zuweisung ist für die Gesellschaften ein gutes Instrument die Vermögenssituation zu bereinigen, insbesondere wenn die Tätigkeit in den nächsten Jahren aufgelassen werden soll oder eine Erbregelung ansteht.


martin.eder@gspeo.com
DEM EXPERTEN DAS WORT
Was hat ein Tennisellbogen mit dem Dickdarm zu tun?
Ein Tennisellbogen ist eine Reizung der Sehnenansätze der Unterarmmuskulatur an der Außenseite des Ellbogens. Ausgelöst wird das meist durch Überlastung oder ungewohnte Bewegungen. Klassische Fälle kommen dabei eher selten direkt aus dem Tennissport. Häufiger betrifft es Menschen, die z. B. in der Landwirtschaft arbeiten, viel Gartenarbeit machen. Durch die Belastung werden die Sehnenansätze am Knochen gereizt; es können Entzündungen und kleine Mikroverletzungen entstehen. Typische Symptome sind Schmerzen an der Außenseite des Ellbogens. Diese verstärken sich oft beim Händeschütteln oder wenn man Gegenstände fest greift oder anhebt. Manchmal treten auch Sensibilitätsstörungen in der Hand auf. Das kann z. B. durch eine Reizung eines Nervs oder zusammen mit einer Störung in der Halswirbelsäule entstehen. Beides kann der Physiotherapeut durch eine gezielte manuelle Untersuchung prüfen und entsprechend behandeln. Viele wissen bereits: Bei Tennisellbogen helfen oft physiothe-
rapeutische Maßnahmen wie manuelle Therapie, Massagen, Tape-Anlagen sowie Kraft- und Dehnübungen. Wichtig ist außerdem, die auslösende Belastung vorübergehend zu reduzieren. Studien und unsere Erfahrung zeigen, dass Kortisoninfiltrationen (Kortison- Spritzen) meist nur kurzfristig lindern; langfristig wird daher eher davon abgeraten. Die Beschwerden können manchmal sehr hartnäckig sein. Neuere Therapieansätze weisen darauf hin, dass bei solchen langwierigen Verläufen auch die Verdauung – genauer: der Dickdarm –eine Rolle spielen kann. Zudem beschreibt die Traditionelle Chinesische Medizin Zusammenhänge zwischen Tennisellbogen, Immunsystem und Dickdarm. In unseren Patientengesprächen hören wir bei hartnäckigem Tennisellbogen nicht selten zusätzlich von Verdauungs- und Stuhlgangproblemen sowie von einer erhöhten Infektanfälligkeit (z. B. häufigere grippale Infekte) in den Wintermonaten. Eine anschließende manuelle Untersuchung bzw. Palpation (Abtasten) des Dickdarms
kann diesen Verdacht häufig untermauern. Unsere Erfahrung zeigt, dass eine zusätzliche Behandlung des Dickdarms – z. B. durch manuelle Therapie, eine passende Ernährungsumstellung und die Einnahme von Mikronährstoffen – bei hartnäckigem Tennisellbogen unterstützend wirken kann. Fazit: Nicht jeder Tennisellbogen muss langwierig sein. Wenn die Symptome mit Ruhigstellung, Schonung und wenigen Schmerzmitteln nach 2–3 Wochen deutlich abklingen, hat sich das Thema meist erledigt. Sollten die Schmerzen jedoch nach 12 Wochen trotz mehrfacher medikamentöser Anwendungen weiterhin anhalten, könnte es sinnvoll sein, auch an eine mögliche Schwäche im Bereich des Dickdarms zu denken.


Dr. Franz Christanell Schmerz- und Physiotherapeut












● Sohle mit hervorragendem Grip
● Hervorragende Dämpfung




● Sohle mit hervorragendem Grip ● Hervorragende Dämpfung



BERICHT AUS DEM LANDTAG
Wer in Südtirol mit heimischem Holz baut, stärkt lokale Betriebe, hält die Wertschöpfung im Land und schützt das Klima: eine rundum positive Angelegenheit. Förderungen gab es bisher aber ausgerechnet für die Bauvorhaben von Privatpersonen keine. Das ändert sich jetzt auf Initiative der Grünen.
In seltener Einstimmigkeit hat der Landtag vor wenigen Wochen beschlossen, den Holzbaufonds für alle Südtirolerinnen und Südtiroler zu öffnen. Bisher zahlte der seit 2023 bestehende Fonds Beiträge ausschließlich an Gemeinden und gemeinnützige Organisationen. Künftig gilt das auch für Privatpersonen – ein klares Signal für Klimaschutz, lokale Wertschöpfung und eine nachhaltige Bauwirtschaft. Der Beschluss geht auf einen Antrag der Grünen Landtagsfraktion zurück. Ein ähnlicher Vorschlag war vor einem Jahr noch von der Mehrheit abgelehnt worden. Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit hinter
den Kulissen haben nun zum Erfolg geführt: Dieses Mal fand der Antrag breite Unterstützung und wurde sogar von zwei Abgeordneten der SVP mitunterzeichnet. Der Beschluss im Landtag ist ein wichtiger erster Schritt. Jetzt ist die Landesregierung gefragt: Sie muss zügig die konkreten Modalitäten beschließen, damit die Privatpersonen die Förderung beantragen können. Das Bauen mit Holz hat in Südtirol eine lange Tradition und ist zugleich ein Zukunftsmodell. Indem heimisches Holz verbaut wird, werden lokale Kreisläufe gestärkt und dauerhaft CO₂ gebunden. Der Bausektor gehört weltweit zu den größten Verursachern klimaschädlicher Emissionen – umso wichtiger, dass hier gezielte Anreize gesetzt werden. Gleichzeitig erwirtschaftet die Holzwirtschaft in Südtirol über 1,7 Milliarden Euro jährlich und sichert mehr als 25.000 Arbeitsplätze. Der Holzbaufonds ist damit nicht nur Klimapolitik, sondern auch gute Wirtschaftspolitik.
Südtirol hat ein lebendiges Handwerk, das Tradition und Innovation verbindet. Gute Rahmenbedingungen, wie der ausgeweitete Holzbaufonds, sichern diesem Handwerk eine Zukunftsperspektive – und machen es auch für junge Menschen attraktiv.


BERICHT AUS ROM
Sobald in Italien eine politische Krise ausbricht, kursieren im Netz satirische Onlinebilder, die Präsident Sergio Mattarella wie einen Vater zeigen, der versucht, die Scherben zusammenzukehren, während die Kinder weiter mit Tellern werfen. Und in der Tat hat der Präsident die Funktion des obersten Hüters der Verfassung. Werden in der Regierung oder im Parlament Maßnahmen beschlossen, die den verfassungsrechtlichen Rahmen aus den Augen zu verlieren drohen, macht er deutlich, wo die Grenzen liegen. Ende April war es wieder einmal soweit. Eine Regelung im sogenannten Sicherheitsdekret sah eine Prämie von ca. 600 Euro für RechtsanwältInnen vor, denen es gelingen würde ihre Klientel mit Migrationshintergrund zur Rückkehr ins Herkunftsland zu bewegen. Dies im Widerspruch zum obersten Gebot für alle RechtsanwältInnen, ausschließlich im Interesse Ihrer MandantInnen tätig zu sein. Eine Regelung, die dem verfassungsrecht-
lich garantierten Recht auf Verteidigung widerspricht und für den Staatspräsidenten daher nicht akzeptabel war. Infolge begannen eifrige Verhandlungen zur Behebung des Problems. Auf der einen Seite die juristischen BeraterInnen des Quirinals, die keinen Spielraum für die Bestimmung sahen, auf der anderen Seite die BeraterInnen der Regierung, konfrontiert mit der heiklen Frage: Wie lässt sich diese Bestimmung streichen, ohne das gesamte Sicherheitsdekret zu gefährden?
Die Lösung war ebenso ungewöhnlich wie wirkungsvoll. Während das Parlament das Sicherheitsdekret verabschiedete und damit auch die umstrittene Regelung in Kraft setzte, trat der Ministerrat bereits zusammen, um genau diese Passage sofort wieder abzuschaffen.
Damit hält die Maßnahme über die Prämie für AnwältInnen den Rekord der kürzesten Lebensdauer einer Bestimmung in der italienischen Rechtsordnung. Kaum verabschiedet, wurde sie schon wieder ab-
geschafft. Die Moral aus der Geschichte: wer eine Bestimmung zu verabschieden versucht, die mit der Verfassung kollidiert, bekommt es mit deren Hüter im Quirinal zu tun.


BERICHT AUS DEM BEZIRK
Die Bezirksgemeinschaft hat das Projekt SAI verlängert und setzt damit ein Zeichen für eine nachhaltige Integrationsarbeit im Bezirk. Das Aufnahme- und Integrationssystem richtet sich an Menschen mit Schutzstatus und verfolgt ein zentrales Ziel: die schrittweise Rückführung in ein eigenständiges Leben. SAI ist dabei bewusst nicht als bloße Unterbringung konzipiert. Vielmehr handelt es sich um ein strukturiertes Integrationsmodell, das Wohnen, soziale Begleitung und Arbeitsintegration miteinander verbindet. Die Teilnehmer leben in Wohnungen, verteilt im gesamten Bezirk und werden von einem interdisziplinären Team begleitet, das unter anderem Sozialarbeit, Rechtsberatung, Sprachförderung und interkulturelle Mediation umfasst.
Ein wesentlicher Vorteil dieser Arbeit liegt in der individuellen Betreuung: Jede Person arbeitet aktiv an ihrem eigenen Integrationsweg mit. Dadurch entsteht nicht nur mehr Eigenverantwortung, sondern auch eine höhere Erfolgsquote bei der Integration in Gesellschaft und Arbeitsmarkt. Gleichzeitig wird die Zusammenarbeit mit Gemeinden, Vereinen und lo-
kalen Diensten gezielt gestärkt. SAI setzt bewusst auf kleinere Strukturen und Dezentralität. Das entlastet einzelne Gemeinden, fördert soziale Durchmischung und verhindert Parallelstrukturen. Im Unterschied zu großen Sammelunterkünften steht hier die Integration von Anfang an im Mittelpunkt – mit klarer Perspektive auf Selbstständigkeit und gesellschaftliche Teilhabe.
Mit der Verlängerung des Projekts wird diese Form der Integration weiter abgesichert. Für den Bezirk bedeutet das Planungssicherheit, klare Zuständigkeiten und ein System, das auf Begleitung statt auf kurzfristige Lösungen setzt.

Reinhard Bauer BEZIRKSGEMEINSCHAFT

Man muss es der Stadt lassen: Sie bleibt sich treu. Wieder einmal soll an einem neuen Prestigevorhaben gebastelt werden. Während junge Meranerinnen und Meraner ihre Koffer packen, weil sie sich das Leben hier längst nicht mehr leisten können, Wohnungen unerschwinglich sind und Lebensmittelpreise historische Höchststände erreichen, feilt man im Rathaus lieber am nächsten großen Wurf: Aufwertungsprojekt Pferderennplatz. Meran ist längst überfüllt. Es fühlt sich ständig an wie Dauer-Hochsaison. Aber das reicht einigen Großkopfeten anscheinend immer noch nicht. Deshalb soll nun der Pferderennplatz mit mehr als 20 Millionen an öffentlichen Steuergeldern aufgemotzt werden. Neben den Thermen (wo ja auch bereits der nächste Aus- bzw. Zubau ansteht) und den Gärten von Trauttmansdorff soll nun ein weiteres „Exzellenzprojekt“ hinzukommen. Während also Millionen von Steuergeldern in neue touristische Fantasien fließen, werden grundsätzliche und seit Jahren bestehende Probleme weiter ausgesessen. Wohnungsnot, Teuerung, Abwanderung, fehlender und konsumfreier Sozialraum werden auf die lange Bank geschoben. Die Stadt hat andere Prioritäten. Ein paar Restaurants und Events mehr sowie ein Pferdemuseum und ein Haflingerzentrum werden es schon richten. Und dann ist da noch die Sache mit den Pferderennen. Ein „Sport“, der seit Jahren massiv in der Kritik steht. Studien aus der Veterinärmedizin zeigen hohe Verletzungsraten bis zu tödlichen Zusammenbrüchen bei Trainings und Rennen sowie Tiere die nicht nur im Dressurreiten im wahrsten Sinne zu Höchstleistungen angepeitscht werden. Hardcore-Kritiker sprechen gar von Tierquälerei. Dass so etwas im Jahr 2026 noch mit öffentlichen Geldern aufgewertet werden soll, ist mindestens fragwürdig. Und als wäre das nicht genug, hängt am Rennsport ein zweites Problem: Sportwetten. Ein Geschäftsmodell, das davon lebt, dass Menschen Geld verzocken. Spielsucht ist keine Randerscheinung, sondern ein reales und wachsendes Problem, auch in Südtirol. Existenzen und Familien gehen daran kaputt. Aber im Konzeptpapier spricht man wahrscheinlich von „Wertschöpfung“. Und das riesige Areal? Eine der letzten großen Flächen der Stadt? Könnte ein Park sein. Eine grüne Naherholungszone. Ein Ort für alle. Stattdessen wird es zur nächsten Verwertungsfläche, geschniegelt für Events und Rendite. Meran kann es offenbar nicht anders. Also weiter im Takt: mehr Tourismus, mehr Prestige, mehr Geld. Als hätte diese Stadt nicht längst genug davon und viel zu wenig von dem, was sie wirklich bräuchte.

Gezeichnet

TSCHERMS
Der historische Bio-Bauernhof Stein unter Lebenberg wirkt auf den ersten Blick als idyllischer, landwirtschaftlich geprägter Weiler aus dem 13. Jahrhundert. Hinter den dicken Mauern verbirgt sich eine Symbiose aus Geschichte, naturnaher Architektur und modernem Wohnkomfort.
Die Geschichte des Anwesens reicht bis ins Jahr 1217 zurück, als das kleine Schloss Stein erstmals urkundlich erwähnt wurde. Über viele Generationen hinweg war es Sitz des landesfürstlichen Gerichts der „Richter von Stein“.
Im Laufe der Zeit wandelte sich der repräsentative Schlossbau schrittweise zu einem lebendigen Bauernhof, der sich seit 1858 im Besitz der Familie Ladurner befindet – und das spürt man an jedem Stein, in jedem verwinkelten
geom. MANFRED GÖGELE geom. GÜNTHER KIEM arch. HANNES GÖGELE
Gang. Auch heute noch erzählen Mauern, Gewölbe und Details von der langen Geschichte dieses besonderen Ortes und verleihen ihm eine unverwechselbare Atmosphäre, die Vergangenheit und Gegenwart auf eindrucks-
volle Weise verbindet. Über die Jahrhunderte hinweg wurde hier gearbeitet, gelebt, gewirtschaftet und immer wieder angepasst – ohne den Charakter des Ortes zu verlieren. Jede Epoche hat ihre Spuren hinterlassen, die sich heu-

www.goegele-kiem.it
PLANUNG BAULEITUNG VERMESSUNG KATASTER GRUNDBUCH SCHÄTZUNG


te zu einem vielschichtigen Gesamtbild verweben, das Besucher unmittelbar in seinen Bann zieht.
Behutsamer Wandel mit Feingefühl
Mit viel Respekt und architektonischem Feingefühl hat Daniel Ladurner das Erbe seiner Vorfahren neu interpretiert. Er wollte kein Museum schaffen, sondern die historische Grundlage mit modernem Leben füllen. So sind vier individuelle Ferienwohnungen entstanden, die jeweils ihren eigenen Charakter besitzen. Klare, moderne Linien treffen auf massive Holzdecken, Kalkputzwände
und Böden aus einheimischer Eiche. Diese hochwertigen Naturmaterialien schaffen nicht nur eine warme und geschützte Atmosphäre, sondern sorgen auch für ein besonders angenehmes und gesundes Raumklima. Licht, Material und Raum wirken dabei bewusst zurückhaltend und lassen die historische Struktur weiterhin sichtbar und erlebbar. Große Fensteröffnungen holen zusätzlich die umliegende Landschaft ins Innere und verbinden Wohnraum und Natur auf natürliche Weise. Die baulichen Maßnahmen, geplant von Geometer Günther Kiem & Partner, wurden


mit großer Sorgfalt umgesetzt. Im Erdgeschoss wurde die bestehende Holzdecke durch eine Stahlbetondecke ersetzt, um Platz für moderne Haustechnik, Abflussleitungen und eine flächendeckende Fußbodenheizung zu schaffen. Fenster und Balkontüren wurden erneuert und mit integrierten Beschattungssystemen ausgestattet, die sich dezent in die historische Bausubstanz einfügen. Besonders wichtig war dabei, dass keine zusätzliche Wohnkubatur geschaffen wurde. Das äußere Erscheinungsbild blieb unverändert, während die Innenräume zeitgemäß und komfortabel gestaltet

Als Partner des Projekts „Stein unter Lebenberg“ (Tscherms) steht Rubner Fenster für Qualität und Verlässlichkeit.
wurden. Durch das Entfernen überflüssiger Trennwände entstanden offene, lichtdurchflutete Grundrisse, die den heutigen Ansprüchen an Wohnqualität entsprechen. Gleichzeitig wurde durch die Erneuerung von Böden und Aufbauten auch die Energieeffizienz verbessert. Die sorgfältige Sanierung zeigt eindrucksvoll, wie sich historische Substanz und moderne Anforderungen in Einklang bringen lassen. Große Sorgfalt galt auch der Wiederverwendung vorhandener Materialien, wo immer dies möglich war, um Ressourcen zu schonen und die ursprüngliche Bausubstanz wert-
Vereinbaren Sie jetzt Ihren kostenlosen Beratungstermin!
Rubner Fenster GmbH +39 0471 623 174 fenster@rubner.com
Handwerkerzone 17, 39058 Sarnthein www.rubner.com/fenster

zuschätzen. Dadurch bleibt der authentische Charakter des Hauses nicht nur erhalten, sondern wird bewusst weitergetragen.
Gelebte Philosophie
Für Daniel Ladurner ist Nachhaltigkeit gelebter Alltag. Ein Großteil des Energiebedarfs wird über Photovoltaik- und Solaranlagen gedeckt, wodurch der Hof weitgehend unabhängig
betrieben werden kann. Diese Haltung zeigt sich auch im täglichen Umgang mit Wasser, Energie und regionalen Produkten. Kreislaufwirtschaft und kurze Wege spielen dabei eine zentrale Rolle. Auch Erweiterungen wurden zurückhaltend umgesetzt. An der Nordseite entstand ein eingeschossiger Zubau mit Aufenthaltsraum und Hofladen, der sich ins Gesamtbild ein-

fügt. Ein zusätzlicher Kellergang verbessert die Abläufe. Park-, Grün- und Spielflächen sind klar gegliedert und durch natürliche Elemente getrennt. Ergänzt wurde der Hof durch ein kleines Schwimmbecken, das sich unaufdringlich einfügt.
Die Stein unter LebenbergApartments zeigen einen sensiblen Umgang mit historischer Architektur. Es ist gelungen, die
Substanz eines über 800 Jahre alten Ortes zu bewahren und gleichzeitig modernen Komfort und ökologische Verantwortung zu verbinden. Ein Stück Südtirol, das Geschichte sichtbar macht und Raum für Neues schafft.
Der Mensch hinter dem Hof Daniel Ladurner ist eng mit dem Ort verbunden und kennt
Landwirtschaft • Bau & Tiefbau • Gartenbau T. 348 0515503 www.baggerarbeiten.it

die Umgebung im Detail. Als erfahrener Bergsteiger und Eiskletterer verbringt er viel Zeit in der Natur – eine Erfahrung, die seine Sicht auf den Hof ebenso prägt wie seine Arbeit mit dem Gelände rundherum. Er weiß, wie sich Landschaft, Wet-
ter und Bedingungen im Laufe der Jahreszeiten verändern, und gibt dieses Wissen auch an seine Gäste weiter. Dabei geht es weniger um „Erlebnisse“ als um Orientierung und ein gutes Gespür für die Region. Sein Zugang ist geprägt von Respekt gegen-


über dem Bestehenden und einem klaren Blick nach vorne. Er hat den Hof konsequent weiterentwickelt, dass er auch für kommende Generationen Bestand hat. Stein unter Lebenberg ist damit kein Ort, der stehen geblieben ist, sondern einer,
der zeigt, wie sich ein Hof über Jahrhunderte hinweg entwickeln kann und dennoch im Einklang mit seiner Geschichte und Umgebung.
Markus Auerbach


TIROL
Christoph Pircher blickt auf sein erstes Jahr als Bürgermeister von Dorf Tirol zurück und gibt einen Ausblick.
Herr Bürgermeister, Sie haben dieses Amt lange angestrebt. Nach knapp einem Jahr im Amt: Entspricht die Realität Ihren Erwartungen?
Christoph Pircher: Ich würde durchaus sagen, dass die Realität meinen Erwartungen entspricht. Wir konnten in diesem Jahr schon einiges umsetzen. Das war genau das, was ich wollte.
Man munkelt, sie hätten ein Leben lang auf diesen Moment gewartet. Was sagen Sie dazu?
Es ist nicht so, dass ich ein Leben lang darauf gewartet hatte. Beim letzten Versuch war es schlichtweg nicht der richtige Zeitpunkt. Das ist mir im Nachhinein bewusst geworden.
Unsere Kinder waren damals noch klein. Ich war vielleicht zwei Monate lang enttäuscht, war anschließend, aber sehr froh über die Entwicklung. Jetzt sind unsere Kinder groß, unser Sohn führt den Hof, ich habe mehr Zeit und es liegt bei uns auch ein wenig in den Genen, sich im Dorfleben aktiv einzubringen.
Sie sind mit dem Anspruch angetreten, „frischen Wind“ ins Rathaus zu bringen. Was machen Sie heute konkret anders als die vorherige Verwaltung?
Vorher wurden die Straßen so zurückgebaut, dass es zu einem Verkehrsproblem führte – einem Problem, das wir als
Dorf zuvor nie hatten, da wir im Grunde kein Durchzugsort sind. Nun wurden jene Maßnahmen gesetzt, die bereits durch Studien belegt worden waren. Das konkrete Ziel: Man soll durch das Dorf gemütlich durchfahren können, und die Seitenwege sowie die Busverbindungen sollen aufgewertet werden, so wie wir es inzwischen umgesetzt haben. Dazu gehören der Ruipbachsteig, neue Bushaltestellen und die Verbreiterung der künstlichen Engstelle unmittelbar vom Rathaus. Damit ist wieder viel mehr Ruhe ins Dorf eingekehrt. Weiters haben wir damit begonnen, Gemeindegebäude zu sanieren, und bereits zwei Planungen beauftragt. Im Zuge
dessen werden im Winter zwei Gemeindegebäude energetisch saniert, jenes beim Fußballplatz und das weitere Gemeindegebäude, und wir haben viele andere Maßnahmen gesetzt, bei denen wir versucht haben, einfache Lösungen mit möglichst starker Wirkung zu finden.
Die Neugestaltung der Verbindungsstraße in Richtung St. Peter ist seit Jahren ein Reizthema. Wie ist der aktuelle Stand?
Bei der Verbindung in Richtung St. Peter geht es hauptsächlich um den Durchstich unter dem Leisterhof. Hier soll ein Tunnel errichtet werden, um den Schlosshügel autofrei zu ma-

chen. Wir befinden uns dazu im andauernden Gespräch mit der Landesregierung. Da das Schloss Landeseigentum ist, muss die Maßnahme vom Land finanziert werden, die Gemeinde könnte die Kosten alleine nie stemmen. Konkret soll der Durchstich direkt nach der „Köstenbrücke“ realisiert werden. Zuvor hätte es viel zu viele Kunstbauten benötigt, was auch vom Denkmalschutz abgelehnt worden wäre. Für uns wäre die Lösung genau unter dem Leisterhof die richtige, dazu gibt es auch Machbarkeitsstudien. Der Landeshauptmann hat uns versichert, es gäbe eine Überraschung, aber diese Aussage ist auch schon ein halbes Jahr her.
Mit dem Küchenbergtunnel und der direkten Anbindung der Gemeinde an die Ausfahrt zur Mebo entstehen neue Möglichkeiten. Welche konkreten Maßnahmen plant die Gemeinde, um die Verkehrssituation auch im Dorfzentrum spürbar zu verbessern? Im Dorf haben wir – wie schon gesagt – das künstliche Nadelöhr entfernt, das immer wieder zu Streit in Sachen Vorfahrt geführt hatte. Was den Küchenbergtunnel anbelangt, hoffen wir, dass es entlang der Tiroler Geraden kaum mehr einen Stau geben wird. Wir haben uns darüber hinaus darum bemüht, auch eine straßenunabhängige Verbindung nach Meran anzudenken, und dazu einige Vorschläge erhalten. Konkret liegt uns nun eine Studie vor, in der ein dreistufiger Lift zum Segelbühel vorgeschlagen wird. Interessant dabei ist, dass die unterirdische Ausführung kaum sichtbar wäre. Damit könnten auch Menschen, die nicht so gut zu Fuß sind, einfach auf den Tappeinerweg gelangen und weiter nach Dorf Tirol. Das ist sicher noch Zukunftsmusik – aber man muss ja einmal etwas andenken, um neue Ideen zu entwickeln.

Der Baumannstadel ist ein Projekt Ihres Vorgängers. Halten Sie an den bestehenden Plänen fest – oder setzen Sie neue Schwerpunkte?
Beim Baumannstadel steht das Gebäude unter Denkmalschutz, daher muss es saniert werden –das streben wir auch an. Was wir nicht anstreben, ist der Einbau einer Küche, einer Heizung und allem Möglichen, was uns nur hohe Kosten, vor allem aber hohe Folgekosten, bringen würde. Wir möchten als Verwaltung sanieren, sodass anschließend Veranstaltungen stattfinden können, ohne besondere Infrastruktur vorauszusetzen. Hat ein Caterer seinen Auftritt, bringt er seine Küchenutensilien selbst mit. Gleich angrenzend bestehen bereits moderne öffentliche Toiletten. Mit verhältnismäßig wenig Geld lässt sich das Gebäude gut herrichten und dann auch für die Öffentlichkeit nutzbar machen.
Nach großen Ankündigungen steht das Johanneum-Gelände inzwischen wieder zum Verkauf. Hat sich die Gemeinde bei den Erwartungen an dieses Projekt verkalkuliert?
Das Johanneum gehört nicht der Gemeinde, es ist Privatbesitz. Demnach hat das Projekt nichts mit uns zu tun. Das Johanneum wurde von der Familie Gostner erworben, und wie bei jedem anderen privaten Haus muss der Besitzer selbst schauen, was er
daraus macht. Ich finde es ein bisschen traurig, dass Leute immer wieder meinen, es gehöre der Gemeinde. Das Areal hat der Gemeinde nie gehört, es gehörte der Diözese, und diese hat es der Familie Gostner verkauft. Schade, aber es ist so. Die Gemeinde hat insofern Einfluss auf das Areal, als dass eine Sozialbindung auf dem Gelände liegt. Diese werden wir nach aktuellem Stand keinesfalls auflösen.
Einige Projekte, die nun realisiert werden, stammen noch von Ihrem Vorgänger Erich Ratschiller. Wo konnten Sie bisher eigene Akzente setzen? Eines der Projekte, das sich unmittelbar vor der Fertigstellung befindet, ist sicher der neue Recyclinghof an der Dorfeinfahrt, ein sehr gutes Projekt, das Anfang Mai in Betrieb gehen wird. Das ist gut gelungen. Was meine konkreten Akzente anbelangt: Wir haben das Dorfblatt wieder herausgebracht und die Koordination dem Bildungsausschuss übergeben, die Verkehrsregelung im Dorfzentrum überarbeitet, architektonische Barrieren angepasst sowie Mauern und Wasserleitungen errichtet. Teils werden Projekte auch gerade
ausgeschrieben, wie der Lingweg und die energetische Sanierung der Gemeindegebäude. Wir werden das Geld, das uns zur Verfügung steht, nach bestem Wissen und Gewissen einsetzen.
Wenn wir ins Jahr 2030 blicken: Welches eine Projekt muss bis dahin umgesetzt sein, damit Sie Ihre Amtszeit als Erfolg werten?
Das sind, denke ich, diese Umsetzungen zusammen: die energetische Sanierung aller gemeindeeigenen Gebäude, die Anbindung eines Radwegs an den übergemeindlichen Weg entlang der Passer und eine gute Zusammenarbeit von Landwirtschaft und Tourismus im Dorf. Alles, was unmittelbar ansteht, Gebäudesanierung, Radwege, Verkehrsmaßnahmen, soll auch tatsächlich realisiert werden. Was den Radweg betrifft, hatten wir bereits Gespräche mit dem Land mit dem Ziel, nach der Sanierung des Aichweges eine Brücke zu errichten und durch die Melauntal-Wege einen Serpentinenweg bis zum Spronser-Fineleweg und weiter bis zur Passer zu führen.


Fliesen-, Platten- und Mosaikleger verlegen Wandfliesen und Bodenplatten aus Naturstein, Kunststein, Keramik, Glas und Marmor in den verschiedensten Mustern und Formen.

Fliesen und Platten werden vor allem in Bädern, Waschanlagen, Küchen, Laboratorien, Operationssälen, Hallenbädern, Fleischhauereien, Sennereien usw. verlegt.
Ein Interview mit Dietmar Heiss, dem Obmann der Fliesen-, Platten- und Mosaik¬leger im lvh.
Herr Heiss, welche schulischen und persönlichen Voraussetzungen sollte man für den Beruf des Fliesenlegers mitbringen, und wie sieht die typische Ausbildung in Südtirol aus?
Die Betonung auf handwerklicher Begabung, räumlichem Vorstellungsvermögen und ma-


thematischem Grundverständnis ist zentral. Wichtig ist auch die Erwähnung von überfachlichen, persönlichen und sozialen Kompetenzen wie Kundenorientierung, Sorgfalt und Teamfähigkeit. In der heutigen Zeit sollten digitale Grundkenntnisse nicht unterschätzt werden. Die duale Ausbildung in Südti-
rol verbindet hier ideal Theorie und Praxis.
Welche Karriere- und Spezialisierungsmöglichkeiten (z. B. im Bereich Design, Altbausanierung oder Selbständigkeit) gibt es für Fliesenleger heute? Hier zeigt sich die Stärke des Handwerks. Vom Gesellen zum
Beratung, Verkauf und Verlegung von
◆ Fliesen
Beratung, Verkauf und Verlegung von ◆ Fliesen
◆ Naturstein
◆ Naturstein
◆ Mosaik
◆ Mosaik
◆ Betonplatten
◆ Betonplatten
◆ „Schwimmende“ Verlegesysteme
◆ „Schwimmende“ Verlegesysteme
Edilvar GmbH Holzländestraße 30 - 39015 St. Leonhard i.P Tel. 0473 64 11 21 - info@edilvar.it
Beratung, Verkauf und Verlegung von
Beratung, Verkauf und Verlegung von
◆ Fliesen
Fliesen
„Schwimmende“ Verlegesysteme Überzeugen Sie sich von unserem kundenfreundlichen Service!
◆ Naturstein
Naturstein
Mosaik

◆ Mosaik
Betonplatten
◆ Betonplatten
Edilvar GmbH
„Schwimmende“ Verlegesysteme Überzeugen Sie sich von unserem kundenfreundlichen Service!
30
◆ „Schwimmende“ Verlegesysteme
Überzeugen Sie sich von unserem kundenfreundlichen Service!
Überzeugen Sie sich von unserem kundenfreundlichen Service!
Edilvar GmbH
Edilvar GmbH
Holzländestraße 30 39015 St. Leonhard i.P Tel. 0473 64 11 21 info@edilvar.it
Holzländestraße 30 39015 St. Leonhard i.P Tel. 0473 64 11 21 info@edilvar.it
Überzeugen Sie sich von unserem kundenfreundlichen Service!
Edilvar GmbH Holzländestraße 30

Meister, zur Selbständigkeit oder Führungsposition. Spezialisierungen wie Naturstein, Mosaik, Fußbodenheizungsverlegung oder barrierefreie Bäder sind zukunftsfähig. Besonders interessant ist die Schnittstelle zur Innenarchitektur – hier können Fliesenleger zu kreativen Planungspartnern werden.
Eine klare Karriereperspektive ist ein starkes Argument für junge Menschen.
Was macht den Beruf für junge Menschen besonders attraktiv, und welche körperlichen sowie planerischen Herausforderungen sind im Alltag zu meistern?








Es ist ein kreativer, zukunftssicherer und anspruchsvoller Beruf, der gesellschaftlich und wirtschaftlich hochrelevant ist. Die Attraktivität leidet oft noch unter veralteten Klischees („schmutziger Job“). Dabei bietet der Beruf wesentliche und moderne Vorteile: kreative Gestaltungsfreiheit, die Zufriedenheit, sichtbare
und dauerhafte Werte zu schaffen, und sehr gute Verdienstmöglichkeiten. Entscheidend ist die Kommunikation dieser Aspekte – etwa durch Praktika, Social-Media-Präsenz von jungen Handwerkern oder Kooperationen mit Schulen. Die Wertschätzung für qualitativ hochwertiges Handwerk steigt wieder.




Wie schneiden Südtirols Fliesenleger im Vergleich zu Kollegen aus anderen Ländern in Bezug auf Handwerkstradition, Qualität und Innovation ab?
Südtirol kann mit einer starken Handwerkstradition punkten, die oft über Generationen weitergegeben wird. Die Qualitätsansprüche sind hierzulande traditionell sehr hoch, was sich in Präzision und Langlebigkeit der Arbeit zeigt. Im Vergleich zu unseren Nachbarn brauchen wir uns also nicht zu verstecken. Die hohe Qualität durften wir in der Vergangenheit bei verschiedenen nationalen und internationalen Wettbewerben

immer wieder unter Beweis stellen (Worldskills, Euroskills oder Alpencup).
Zum anderen haben wir einen Standortvorteil, weil wir nicht weit von der Sassuolo-Keramik, der weltweit führenden Fliesenindustrie, entfernt sind, weshalb wir unseren Kunden fast in Echtzeit neue, innovative und stylische Produkte anbieten können. In Sassuolo wird außerdem ständig an neuen Verlegearten von Bodenfliesen und an Materialien getüftelt, denn nur so kann man mit den Entwicklungen am Markt Schritt halten. Bei der Innovation besteht vielleicht noch Potenzial – hier könnten



Fortbildungen zu neuen Materialien (z. B. recycelte Fliesen, ultra-dünne Großformate) und Verlegetechniken (z. B. vollflächige Trockenverlegung) die internationale Wettbewerbsfähigkeit wieder stärken. Der Mix aus bewährter Tradition und gezielter Modernisierung ist der richtige Weg. Zudem
gewinnen Themen wie Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und digitale Planung zunehmend an Bedeutung. Wer diese modernen Trends aktiv aufgreift, kann sich eben langfristig klar im internationalen Vergleich positionieren und letztlich neue Marktchancen erschließen.

Welche steuerlichen Vergünstigungen oder Abschreibungsmöglichkeiten sind für 2026 für Sanierungsarbeiten geplant, die auch für Fliesenlegeraufträge relevant sein könnten?
Dieser Punkt ist für die Branche extrem relevant. Steuerliche Anreize für Sanierungen

(wie sie in der Vergangenheit z. B. durch die „Superbonus“Regelung in Italien existierten) können die Nachfrage nach Fliesenlegerarbeiten massiv ankurbeln.
Markus Auerbach

Mir entwickeln ins stetig weiter und sein olm af dor Suache noch fleißige Fochkräfte, nuigierige Lehrlinge und coole Leit!
Ob als Fliesen-, Bodenleger oder als Mitarbeiter in inserer Keramik-Tischlerei!
Wenn di inser Hondwerksberuf interessiert, donn freien mir ins, wenn di bei ins meldesch!

Im Bauwesen wird zwischen Hochbau und Tiefbau unterschieden – zwei Disziplinen, die ähnlich wirken, in der Praxis jedoch eigene Anforderungen mit sich bringen.

Logistik, Sicherheit und Ausrüstung
Die Unterschiede beginnen bereits bei der Organisation der Baustelle. Im Hochbau erfolgt die Materialanlieferung in der Regel oberirdisch und relativ unkompliziert. Baustellen sind meist gut zugänglich, Abläufe lassen sich klar strukturieren.
Ganz anders im Tiefbau: Ob Tunnelbau, Kanalisation oder Fundamentarbeiten – hier wird häufig unter der Erde oder in schwer zugänglichen Bereichen gearbeitet. Enge Platzverhältnisse und eingeschränkte Zufahrten erfordern eine besonders präzise Koordination. Zwischenlager und spezielle Transportlö-

sungen sind oft unvermeidlich. Auch beim Thema Sicherheit gehen die Anforderungen auseinander. Während im Hochbau Absturzsicherung, Kranarbeiten und die Stabilität von Baukonstruktionen im Fokus stehen, bringt der Tiefbau zusätzliche Risiken mit sich. Dazu zählen Erdrutsche, Grundwasser, Gasaustritte oder Arbeiten in beengten Räumen. Entsprechend aufwendig sind die notwendigen Schutzmaßnahmen. Die eingesetzte Technik unterstreicht diese Unterschiede: Im Hochbau dominieren Kräne, Gerüste und Betonpumpen. Der Tiefbau hingegen setzt auf schwere Spezialmaschinen wie Bohrgeräte, Tunnelvortriebsmaschinen oder Anlagen zur Grundwasserabsenkung.
Materialwahl –Funktion entscheidet Auch bei den Baustoffen zeigt
sich eine klare Trennung. Im Hochbau kommen klassische Materialien wie Beton, Stahl, Ziegel, Holz und Glas zum Einsatz. Hier spielen neben der Tragfähigkeit vor allem Aspekte wie Brandschutz, Energieeffizienz und architektonische Gestaltung eine Rolle. Im Tiefbau stehen andere Anforderungen im Vordergrund. Materialien müssen extremen Bedingungen standhalten – etwa Feuchtigkeit, chemischen Einflüssen oder Frost-Tau-Wechseln. Verwendet werden daher häufig wasserundurchlässiger Spezialbeton, Asphalt, Spundwandstahl oder Kunststoffe für Leitungen.
Genehmigung –strenge Vorgaben
Die Materialwahl wirkt sich direkt auf die Genehmigungsprozesse aus. Im Hochbau müssen Baustoffe bauaufsichtlich zugelassen sein, häufig erkennbar
an der CE-Kennzeichnung. Der Einsatz neuer oder ungewöhnlicher Materialien kann zusätzliche Prüfverfahren und damit längere Genehmigungszeiten nach sich ziehen. Im Tiefbau gelten teils noch strengere Vorschriften. Insbesondere bei Projekten mit Grundwasserkontakt müssen Materialien nachweislich umweltverträglich sein. Beim Einsatz von Kunststoffrohren in Trinkwassernetzen greifen umfangreiche Zulassungsverfahren, um die Sicherheit und Qualität dauerhaft zu gewährleisten. Hochbau und Tiefbau verfolgen dasselbe Ziel – funktionierende Bauwerke zu schaffen –, doch der Weg dorthin unterscheidet sich erheblich. Während der Hochbau stärker von sichtbarer Struktur und Gestaltung geprägt ist, stellt der Tiefbau hohe Anforderungen an Technik, Sicherheit und Materialbeständigkeit im Verborgenen. Beide Bereiche verlangen daher spezialisierte Kenntnisse und eine sorgfältige Planung bis ins Detail. Während der Hochbau häufig in einem vergleichsweise klar strukturierten rechtlichen Rahmen stattfindet, gleicht der Tiefbau oft einem komplexen Zusammenspiel verschiedenster Behörden und Interessen. Der Unterschied lässt sich vereinfacht so zusammenfassen:
Im Hochbau wird auf dem Boden gebaut – im Tiefbau hingegen in ihn hinein. Und genau das verändert nahezu alles.
Im Hochbau – also beim Bau von Wohnhäusern, Bürogebäuden oder Industrieanlagen –liegt die Hauptverantwortung in der Regel bei der kommunalen Bauaufsicht. Im Mittelpunkt stehen Bebauungspläne, statische Nachweise, Brandschutz und die Einhaltung von Nachbarschaftsrechten. Die Verfahren sind meist standardisiert, viele Bauämter arbeiten mit festen Abläufen und Checklisten. Herausforderungen ergeben sich hier häufig aus der Abstimmung mit Anwohnern, etwa bei Themen wie Verschattung, Lärmbelastung oder architektonischer Einbindung in das Ortsbild. Deutlich komplexer präsentiert sich der Tiefbau. Projekte wie Straßen, Brücken, Tunnel oder Kanalsysteme betreffen die öffentliche Infrastruktur unmittelbar – und damit eine Vielzahl von Zuständigkeiten. Neben der Bauverwaltung sind oft Wasserbehörden, Umweltämter, Straßenbaubehörden und weitere Institutionen eingebunden. Eingriffe wie Straßensperrungen oder Gewässerverlegungen haben direkte Auswirkungen auf den Alltag der Bevölkerung. Entsprechend langwierig sind die Verfahren,
häufig ergänzt durch umfangreiche Umweltverträglichkeitsprüfungen. Die größte Herausforderung liegt in der Koordination aller Beteiligten – von Verkehrsbetrieben über Versorger bis hin zu Anwohnern – und in der Minimierung von Störungen im laufenden Betrieb.
Auch beim Thema Nachhaltigkeit setzen Hoch- und Tiefbau unterschiedliche Prioritäten. Im Tiefbau stehen vor allem der Schutz von Grundwasser, der Umgang mit Boden sowie die Vermeidung von Schadstoffeinträgen im Fokus. Eingriffe in die Natur müssen häufig durch Ausgleichsmaßnahmen kompensiert werden, etwa durch Rekultivierung oder Renaturierung. Im Hochbau hingegen liegt der Schwerpunkt stärker auf der Nutzungsphase von Gebäuden. Energieeffizienz, ressourcenschonende Materialien, Recyclingfähigkeit und Begrünungskonzepte spielen eine zentrale Rolle. Ziel ist es, den ökologischen Fußabdruck über die gesamte Lebensdauer eines Gebäudes zu reduzieren.
Kosten und Zeit
Ein weiterer wesentlicher Unterschied zeigt sich bei Kosten und Zeitplanung. Im Tiefbau sind Unsicherheiten deutlich größer –insbesondere durch schwer vor-
hersehbare Bodenverhältnisse oder Grundwasser. Unerwartete Funde oder geologische Probleme können Projekte verzögern und verteuern. Daher werden häufig Risikopuffer oder Nachtragsmöglichkeiten eingeplant. Im Hochbau sind Zeitpläne in der Regel besser kalkulierbar, und auch die Kosten lassen sich transparenter darstellen. Verzögerungen entstehen hier meist durch äußere Faktoren wie Wetterbedingungen, Lieferengpässe oder nachträgliche Planänderungen.
Unsichtbar, aber unverzichtbar Tiefbau bleibt für viele unsichtbar, ist jedoch die Grundlage nahezu jedes Bauwerks. Er ist geprägt von technischen Herausforderungen, geologischen Risiken und komplexen Genehmigungsprozessen. Der Hochbau hingegen ist sichtbarer, planbarer und stärker von gestalterischen sowie funktionalen Anforderungen bestimmt. Beide Disziplinen stehen heute gleichermaßen vor der Aufgabe, nachhaltige Lösungen zu entwickeln – im Tiefbau vor allem ökologisch, im Hochbau zusätzlich energetisch. Am Ende zeigt sich: Ohne das Zusammenspiel beider Bereiche wäre modernes Bauen nicht denkbar.
Markus Auerbach
Überdachungen - Terrassenböden - Verglasungen

KINDERSEITE
Wer oder was ist Burj Khalifa?
Herz-Kekse
Zutaten: Für den Teig:100 g Mehl, 50 g Zucker, 1 Prise Salz, 50 g weiche Butter, 1 Ei; zum Verzieren: ZuckerDeko, Zuckerguss, bunte Zuckerschrift
Zubereitung: Mehl, Zucker, Salz, Ei und Butter zu einem Teig ordentlich verkneten. Dann den Teig zu einer Kugel formen und für 30 Minuten in den Kühlschrank legen. Anschließend könnt ihr den Teig ausrollen und die Herzen ausstechen. Legt die Kekse auf ein Backblech und schiebt sie bei 180°C für eine Viertelstunde in den vorgeheizten Ofen. Lasst die Kekse danach auskühlen. Dann könnt ihr die Herz-Kekse mit Zuckerguss und Zucker-Deko verzieren.
Tipp: Kauft kleine, durchsichtige Zellophan-Tütchen und verschenkt die Kekse darin. Mit einer bunten Schleife aus Geschenkband sieht das richtig hübsch aus!
Rezeptidee:https://www.geo.de/geolino/kinderrezepte/ backen/herz-kekse-liebe

© Colourbox
Lahme Ente, blindes Huhn
Autor: Hub, Ulrich
Thema: Freundschaft, Mut, Ängste
Verlag: Carlsen Verlag GmbH
ISBN-13: 978-3551558107
Alter: 8 – 12 Jahre

Der Burj Khalifa ist ein Hochhaus, welches das höchste Gebäude der Welt ist. Man spricht: „Burdsch Chalifa“. Es steht seit 2010 in Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Burj ist Arabisch und bedeutet „Turm“. Seinen Namen hat der Turm von Khalifa bin Zayed Al Nahyan, dem Herrscher des Landes. Der Burj Khalifa ist insgesamt 829 Meter hoch. Der höchste Punkt, den man mit einem der 57 Aufzüge erreichen kann, befindet sich auf einer Höhe von 638 Metern. Weiter oben findet man nur noch Räume für die Elektronik. Der Burj Khalifa wurde im Jahr 2004 vom amerikanischen Architekten Adrian Smith entworfen. Der Bau des Gebäudes dauerte etwa sechs Jahre und kostete mehr als eine Milliarde Euro. Bis zu 12.000 Arbeiter aus aller Welt waren am Bau beteiligt. Im 124. Stockwerk gibt es eine Aussichtsplattform für Touristen, von wo aus man in alle Richtungen schauen kann. Man erreicht sie durch einen besonderen Aufzug, der für die lange Strecke weniger als eine Minute braucht. Er zählt damit zu den schnellsten Aufzügen der Welt.

Welches Land ist flächenmäßig das größte in der EU?
a)Deutschland
b)Polen
c)Spanien
d)Frankreich
Es gibt was zu gewinnen: Ein Monsters Stiftemäppchen

Die Gewinnerin der März-BAZ heißt Anna, 9 Jahre
Liebe Eltern, auch im kommenden Schuljahr werden wir in Meran an den 3 deutschsprachigen Grundschulen in Obermais, Meran Stadt und Untermais im Auftrag der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt die Nachmittagsbetreuung organisieren. Im Laufe des Monats Mai erhalten Sie alle notwendigen Informationen dazu.
Euch, liebe Kinder, wünschen wir noch einen guten Endspurt für dieses Schuljahr … nicht mehr lange und die Sommerferien sind da! Juhu!
Sonnige Grüße
Euer DIE KINDERWELT-Team

in Zusammenarbeit mit
DIE KINDERWELT Sozialgenossenschaft
Infos direkt im Büro: Bozner Straße 78, 39011 Lana Tel. 0473 211 634
info@diekinderwelt.it www.diekinderwelt.it


Namen des Gründers Hans – als Hommage an Pioniergeist und Qualität. Ob pur auf Eis oder als inspirierende Basis für kreative Mixgetränke: Hans 75 steht für
60€ Bonus bei Abschluss eines Stromvertrages bis 30.06.2026



Südtiroler Milch kann mehr: Sie steht nicht nur für Qualität, sondern auch für gelebte Traditionen, für Gemeinschaft und für eine Landwirtschaft, die tief in der Region verwurzelt ist.
Dahinter stehen Bergbauern wie Martina Breitenberger aus St. Nikolaus im Ultental, die Tradition und Brauchtum aktiv leben und weitertragen. Martina Breitenberger ist eines der Gesichter der Sensibilisierungskampagne „Südtiroler Milch kann mehr“, die in diesem Jahr die Beweggründe der Südtiroler Milchbauern in den Mittelpunkt stellt. Sie ist Bergbäuerin am Schneiderlehenhof im Ultental und der Erhalt der bäuerlichen Kultur ist für sie ein wichtiges Anliegen. „Tradition und Brauchtum gehören zu unserer regionalen Identität“, so

Breitenberger. Traditionelle Feste sind für sie mehr als Termine im Kalender. „Almabtriebe oder Kirchtage zeigen, wofür unsere Region steht und machen unsere Kultur sichtbar“, er-
klärt sie. Dieses lebendige Brauchtum verbindet Jung und Alt und ist ein wichtiger Teil des gesellschaftlichen Miteinanders. Gleichzeitig ist es weit über die Region hinaus ein Aushängeschild Südtirols. Auch ehrenamtlich bringt sich die Bergbäuerin aktiv ein –etwa bei den Schützen oder bei der Bauernjugend. Für sie bedeutet Tradition auch Gemeinschaft und Miteinander. „Gerade auf Bergbauernhöfen spielt dieser Zusammenhalt eine zentrale Rolle“, betont Breitenberger. „Die Arbeit ist vielfältig, oft fordernd und nur gemeinsam zu bewältigen. Gleichzeitig
entstehen daraus Werte, die weit über den Hof hinausreichen: Zusammenhalt, Verantwortung und ein starkes Gefühl von Zugehörigkeit.“
Martina Breitenberger steht damit stellvertretend für rund 4.000 kleinstrukturierte Milchviehbetriebe in Südtirol, die täglich die genossenschaftlich organisierten Milchhöfe des Landes mit hochwertiger Rohmilch beliefern. Wer zu Südtiroler Milchprodukten greift, unterstützt diese Betriebe – und trägt dazu bei, dass Tradition und Brauchtum auch für die Generation von morgen erhalten bleiben.


Im Mai 2026 wird der Apfel im Vinschgau erstmals zwei Wochen lang gefeiert – mit allen Sinnen und im ganzen Tal: Von 16. bis 29. Mai 2026 finden die 1. Vinschger Apfeltage statt. Ein abwechslungsreiches Programm bringt Einheimische und Gäste dorthin, wo der Vinschger Apfel zuhause ist – in die Obstwiesen, in die Betriebe und direkt in die Genossenschaften. Ob Hofführungen, Apfel-Yoga, Apfel-Aperitivi oder geführte Wanderungen auf dem Apple-Walk: Die Apfeltage laden dazu ein, den Apfel vom Baum bis auf den Teller zu erleben.
Zwei Wochen voller Genuss, Natur und Begegnungen
Zu den Höhepunkten zählen die Tage der offenen Tür in den sechs Obstgenossenschaften, eine

besondere Zugfahrt durch das Tal mit Apfelmomenten sowie Abendklänge im Lichtermeer der Apfelwiesen. Zudem beteiligen sich zahlreiche Betriebe und Restaurants im ganzen Vinschgau mit speziellen Apfelgerichten und -menüs und machen die Apfeltage auch kulinarisch erlebbar.
Gemeinsam fürs Tal: Landwirtschaft trifft Tourismus Organisiert werden die Vinschger
Die G. Pfitscher GmbH stellt hochwertige Speck- und Wurstwaren her, die weltweit exportiert werden.
DU LIEBST FLEISCH & TECHNIK?
Wir suchen einen
Wenn du Technik und Handwerk verbinden möchtest und schon während der Schulzeit erste Einblicke in die Praxis suchst, dann bist du bei uns genau richtig!
Wir begleiten dich vom ersten Schultag bis zum Meistertitel – und darüber hinaus!
Starte deine Karriere mit einer soliden Ausbildung in einem traditionsreichen und innovativen Unternehmen.
Ihre Bewerbungsunterlagen senden
Sie bitte an personal@pfitscher.info
G. Pfitscher GmbH Romstr. 20 I-39014 Burgstall (BZ)
Apfeltage von VIP in Zusammenarbeit mit den Obstgenossenschaften und den Tourismusvereinen des Vinschgau. Damit wird auch der wichtige Austausch zwischen Tourismus und Landwirtschaft sichtbar: Der Apfel als gemeinsames Herzstück des Tals verbindet Menschen, Orte und Ideen.
Startschuss in den Genossenschaften: Den Auftakt der Apfeltage bilden die Tage der offenen Tür in den Genossenschaften: Am 16. Mai öffnen MIVOR, TEXEL und OVEG, am 23. Mai folgen JUVAL, ALPE und GEOS. Besucher können bei Führungen einen Blick hinter die Kulissen werfen – von Lagerung über Sortierung bis zur Verpackung der Äpfel. Dazu gibt es Apfelsommelier-Verkostungen, geöffnete

Detailgeschäfte mit Kostproben, eine Kinderecke sowie Verpflegung durch die Bäuerinnen. An acht Stationen erfahren Interessierte in den Genossenschaften zudem Spannendes rund um den Apfel: vom „Apfelparadies“ über Gespräche mit Bauern bis hin zu Einblicken in Markenstrategien der Clubäpfel, den Verkauf in rund 50 Länder und VOG Products mit Produkten zum Probieren vor Ort.
Fast 70 Erlebnisse im ganzen Vinschgau Im Rahmen der Apfeltage stehen im ganzen Vinschgau rund 70 Veranstaltungen auf dem Programm.
Weitere Infos, Programm und Anmeldung:www.vip.coop/apfeltage
Für unsere Produktionsstandorte in Burgstall und Leifers suchen wir eine/n
• Bäcker (m/w/d)
• Maschinenbediener (m/w/d)
• Betriebstechniker (m/w/d)
Bewirb dich online auf drschaer.com, per Mail an heidemarie.plangger@drschaer.com, oder per WhatsApp unter 347 631 8088

drschaer.com

16. bis 29. Mai 2026
Tag der offenen Tür in den Genossenschaften
Hinter die Kulissen blicken: Technik & Präzision
Abendklänge im Lichtermeer zwischen den Apfelbäumen
Ein besonderes Erlebnis für alle Sinne
Vinschger Apfelzug
Mit dem Zug von Station zu Station – vom Baum bis zum Teller.
Es erwarten dich diese und viele weitere Events.
Zum vollständigen Programm.

In Sinich (Meran) zeigt eine besondere Zusammenarbeit, wie Integration, Naturpädagogik und Gemeinschaft Hand in Hand gehen können. Der Kindergarten Sinich und die Casa Basaglia, eine Einrichtung der psychiatrischen Rehabilitation, haben ein gemeinsames Projekt gestartet ¬ Kinder pflanzen gemeinsam Samen und gestalten Blumentöpfe.
Vom Samen über das Keimen bis zur Ernte Jeder Tontopf wird einzigartig – und erzählt eine kleine Geschichte der Zusammenarbeit. Diese kreative Arbeit fördert Feinmotorik, Kreativität und das

Gemeinschaftsgefühl. Das Projekt dient auch der Öffentlichkeitsarbeit des Kindergartens. Es wird aktiv nach außen kom-

muniziert: So wird der Kindergarten Sinich als offener, inklusiver und naturverbundener Ort wahrgenommen. Den Kindern
Durch fachmännische Pflege wird die Lebensdauer eines Daches nachhaltig verlängert.
- Dachrinnen säubern - kaputte Ziegel austauschen - Anschlussbleche reinigen
bringt das Projekt Verantwortungsbewusstsein, Respekt vor der Natur, Begegnung mit Vielfalt und Abbau von Vorurteilen. Den Bewohnern der Casa Basaglia – sinnstiftende Aufgabe, Freude durch Kinderlachen, gesteigertes Selbstwertgefühl. Ein lebendiges Beispiel für Inklusion und nachbarschaftliche Solidarität. Dieses Projekt passt perfekt zur Südtiroler Bildungsphilosophie – ganzheitlich, spielerisch und gemeinschaftlich. Es zeigt, dass ein kleiner Samen Großes bewirken kann, nicht nur eine Pflanze, sondern auch Brücken zwischen Menschen.
Redaktion
Dach und Geldbeutel werden es Ihnen danken. Gewerbegebiet 12 | 39010 Tisens www.zimmerei-piazzi.it




Der 25. April zählt in Italien zu den wichtigsten Gedenktagen: Er erinnert an die Befreiung vom Nationalsozialismus und Faschismus und steht für die Wiedergewinnung von Freiheit und Demokratie. In Südtirol ist dieser besondere Tag, vor allem unter der deutschsprachigen Bevölkerung der ländlichen Gebiete leider immer noch, höchstens eine Randnotiz wert. Umso schöner war es zu sehen, dass dieser Tag in Meran (aber auch in Bozen) heuer in einer besonders lebendigen Form begangen wurde. Ein erweitertes Programm an Veranstaltungen ergänzte das traditionelle Gedenken und lud viele Menschen dazu ein, sich aktiv mit Geschichte und Gegenwart auseinanderzusetzen. Den Auftakt bildete am Vormittag die offizielle Gedenkfeier auf dem städtischen Friedhof samt Kranzniederlegung. In würdigem Rahmen wurde dabei an die Opfer erinnert und der historischen Ereignisse gedacht, die zur Befreiung führten. Im

gramm verband Musik, Literatur und persönliche Erfahrungsberichte zu einer vielschichtigen Auseinandersetzung mit dem Thema Widerstand und Freiheit. Künstlerische Beiträge wechselten sich mit erzählerischen Momenten ab, die individuelle Erinnerungen und aktuelle Perspektiven sichtbar machten. Besonders eindrücklich waren die Schilderungen junger Menschen, die im Rahmen des Erinnerungsprojektes „Pro Me-
Begleitung wurde der Club zu einem Ort des Austauschs und der Begegnung. Gedanken und Reflexionen zum Begriff der Freiheit wurden gesammelt, sichtbar gemacht und als gemeinsames Zeichen festgehalten. Am Nachmittag verlagerte sich ein Teil der Aktivitäten bewusst in den öffentlichen Raum. In der Sparkassenstraße wurde von ANPI (Associazione Nazionale Partigiani d’Italia) eine Diskussionsrunde organisiert, die
regten zur Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschaftlichen Themen an. Ergänzt wurde die Diskussion durch Lesungen, die zentrale Werte wie Mut, Verantwortung und demokratisches Engagement eindrucksvoll in Erinnerung riefen. Parallel dazu entwickelte sich im Park’O im Marconi Park ein großes Fest, das bis in die Abendstunden zahlreiche Besucher anzog. Bei freiem Eintritt bot die Veranstaltung Musik, kulinarische Angebote und Aktivitäten für alle Altersgruppen. Die ungezwungene Atmosphäre machte es leicht, miteinander ins Gespräch zu kommen und den Feiertag gemeinsam zu erleben. Die Initiative wurde vom Coworking della Memoria, der Gewerkschaftsorganisation SGB/ CISL, von Fisascat und vom Kollektiv EL:SA organisiert Insgesamt zeigte sich, dass der 25. April in Meran in diesem Jahr auf besonders gelungene Weise gestaltet wurde. Die Verbindung von Gedenken, kulturellen Impulsen und aktiver Beteiligung



Der 3. Mai ist kein gewöhnlicher Frühlingstag mehr. Es ist der Moment, an dem Italien rechnerisch alles verbraucht hat, was die Erde innerhalb eines Jahres erneuern kann. Ab diesem Punkt lebt das Land auf Pump
– ökologisch gesehen. Der sogenannte Erdüberlastungstag rückt seit Jahren immer weiter nach vorne. Heuer so früh wie noch nie. Was abstrakt klingt, hat konkrete Bedeutung: Würden alle Menschen so leben wie
in Italien, wären die globalen Ressourcen bereits Anfang Mai erschöpft. Wälder, Böden, Wasser, Atmosphäre – alles übernutzt, lange bevor das Jahr zu Ende ist. Genau hier setzt die „Organisation für Eine solidari-
sche Welt“ (OEW) an. Mit ihren Aktionswochen vom 3. bis 17. Mai will sie zeigen, dass Veränderung möglich ist – im Kleinen wie im Großen.
Unter dem Motto „#MoveTheDate“ sollen Menschen ihren
PR-INFO
„Roter Hahn“ Qualitätsprodukte – Das Beste direkt vom Hof
„Roter Hahn“ ist das Qualitätssiegel der Südtiroler Bauernhöfe und steht für kleine landwirtschaftliche
Betriebe, die mit großem Ehrgeiz ihre am Hof erzeugten Rohstoffe in wahre Köstlichkeiten verwandeln. Hergestellt werden die über 900 verschiedenen Produkte von insgesamt 90 Direktvermarktern.
„Roter Hahn“-Produzenten in Ihrer Nähe
Ausser Brugghof, Schnals
Baschtele, Ulten
Egghof, Ulten
Gasserhof, Kuens
Hieslerhof, Hafling
Infanglhof, Pfossental
Kammerhof, Lana
Leitnerhof, Vöran
Lenkhof, Hafling
Noafhof, Vöran

Das Qualitätsversprechen
• Direkt vom Bauernhof
• 100 % Südtirol
• Geprüfte Produktqualität
Broschüre kostenlos anfordern:
Roter Hahn – Südtiroler Bauernbund, Tel. 0471 999 325 info@roterhahn.it www.roterhahn.it

Fruchtaufstriche, Sirupe
Käse & Milchprodukte
Freilandeier
Fruchtaufstriche, Sirupe & Soßen
Honig
Käse & Milchprodukte
Honig, Fruchtsäfte
Fruchtsäfte
Käse & Milchprodukte
Freilandeier, Masthähnchen
Obertimpflerhof, Vöran
Riemerhof, Ulten
Sandwiesen-Hof, Gargazon
Strickerhof, Nonsberg
Unterschweig, Ulten
Valentinhof, Meran
Wegerhof, Moos i. P.
Weitgruber-Raffeis, Meran
Wieserhof, Vöran
Speck & Würste
Fruchtsirupe
Cider
Freilandeier
Käse & Milchprodukte
Frisches Obst & Gemüse
Käse & Milchprodukte
Wein
Frischfleisch
Alltag bewusst nachhaltiger gestalten. Die Idee: Wenn viele Einzelne ihr Verhalten ändern, lässt sich das Datum wieder nach hinten verschieben. Weg vom permanenten „Zuviel“, hin zu einem Maß, das der Planet verkraften kann.
Was können wir tun?
Zwölf Herausforderungen stehen zur Auswahl. Sie sind einfach formuliert, aber im Alltag oft unbequem: nur mit kaltem Wasser duschen, keine stark verarbeiteten Lebensmittel essen, ausschließlich Öffis oder das Fahrrad nutzen. Andere Aufgaben zielen auf Konsumgewohnheiten: unverpackt einkaufen, nichts mit Palmöl verwenden oder Kleidung reparieren statt neu kaufen.
Auch digitale Gewohnheiten geraten zunehmend stärker in den Fokus: keine Streaming-

Plattformen, maximal eine Stunde Bildschirmzeit pro Tag. Selbst der Verzicht auf Künstliche Intelligenz wird bewusst
als Ziel formuliert – ein Hinweis darauf, dass auch digitale Infrastruktur Ressourcen verbraucht.
OEW-Aktionswochen
Ein Höhepunkt der Aktionswochen ist der Besuch eines sogenannten Weltackers in Vahrn. Dort wird eine einfache Rechnung greifbar: Jedem Menschen stehen theoretisch rund 2000 Quadratmeter Ackerfläche zur Verfügung. Auf dieser Fläche müsste alles wachsen, was ein Mensch verbraucht – Nahrung, Kleidung, Energiepflanzen. Die Realität sieht anders aus. Der Flächenverbrauch liegt weit darüber, vor allem in wohlhabenden Ländern. Gleichzeitig müssen viele Menschen im Globalen Süden mit deutlich weniger auskommen. Der Erdüberlastungstag ist keine fixe Größe. Er verändert sich – je nachdem, wie gewirtschaftet und konsumiert wird. Genau darin liegt auch die Hoffnung der OEW-Kampagne.
Josef Prantl

Deine Ferienwohnung hat eine Lösung.
Dolomiten, Rittner Horn, Sarner Scharte, Mittager, Ifinger, Texelgruppe, Laugenspitzen, Mendelkamm, Kalterer See – zwar nicht auf einen Blick, aber bei einer einzigen Wanderung quer über den Salten.

Bergfrühling
Wir starten bei der Haltestelle, bzw. beim Gasthaus Tomanegger. Dahin kommen wir entweder über Bozen mit dem Bus nach Jenesien oder über Terlan und Schermoos. In Jenesien, wie in Mölten ist Umsteigen angesagt.
Lärchen über Lärchen
Die Hinweisschilder zeigen gleich aufwärts über eine Wiese. Dann geht es durch ein erstes Gatter zu den Lärchenwiesen. Es gilt, gut auf die Markierung an den Baumstämmen zu achten, wobei wir uns eher links halten. Weitere 4 Gatter, dann müssen wir nach rechts, zwischen einer Hütte und einem Hüttlein /pivat (Plumpsklo!) hindurch. Wir kommen zu einem quer verlaufenden Güterweg und Hinweisschildern. Wir haben jetzt die Höhe erreicht und wenden uns nach links. Rings um uns nur gepfleg-
te Lärchenwiesen jede mit ihrer kleinen, Hütte, die entweder einem Schmuckkästlein gleicht, oder auch nur einer primitiven „Schupf“. Wir wandern auf dem breiten Weg, der sich nach links zieht, gemütlich weiter und staunen immer neu über die wunderbare Sicht zu den so nah erscheinenden Dolomiten, bzw. zu den Sarntaler Alpen mit dem Ifinger.
Am Winterle vorbei
An Sagengestalten, die unübersehbar zwischen dem Geäst hängen vorbei, kommen wir zu einem neuen Wegkreuz, vielen Wegweisern und zu einer Gabelung. Der obere Weg führt nach Jenesien, wir wählen den rechten, müssen abwärts und ganz kurz sogar über Asphalt bis zu einer neuerlichen Abzweigung. Jetzt scharf nach rechts, an einem schönen, alten Kreuz vorbei, folgen
wir immer der Markierung 7. Hier befindet sich der Saltenhof in herrlicher Aussichtslage. Wenn wir ins Tal schauen, erblicken wir erstmals einen Zipfel vom Kalterer See. Nun leicht abwärts, an mit Enzian bestückten Almwiesen vorbei, kommen wir zum längst aufgelassenen Winterle-Hof.. Wir wandern weiter und entdecken ganz plötzlich die vierte und fünfte Station des „Guggnwegs“. Wo ist sein Anfang, wo sein Ende?
Zum bekannten Tschaufenhaus Am Ende der unteren Wiese wandern wir nun dem Zaun entlang abwärts zu den nächsten Wegweisern. Zuvor erfreuen uns neben den vielen blauen Farbtupfern der verschiedenen Enzianarten die ersten Mehlprimeln. Wir überqueren einen Weg und wandern an einer windschiefen Lärche vorbei nun immer in dieselbe Rich-

tung, bis wir plötzlich kurz steiler abwärts in dunklen Fichtenwald kommen. Hier hat der Winter gerade erst ade gesagt. Nochmals führt eine Abzweigung, die wir nicht beachten, in Richtung Gschnofer Stall. Zur Linken ruht der Tschaufer Weiher, der leider fast gänzlich zugewachsen ist. Einst bezogen die Herren der Burg Neuhaus (Maultasch) von hier ihre Fische, denn das Tschaufenhaus war ihr Schwaighof. Wieder umfängt uns Lärchenwald, schon winkt das gastliche Haus (Montag Ruhetag) mit Speis und Trank. Nochmals weitet sich unser Blick bis zum Kalterer See.
Wer breite, sichere Wege vorzieht, sollte jetzt die Fahrstraße benützen. Ansonsten kann man über einen schmalen, steinigen Pfad den Weiler mit seiner kleinen Kirche, den Heili-


gen Sylvester und Blasius geweiht, erreichen. Trittsicheren Wanderern empfehle ich den Weg, Markierung 7 über den Tschaufennock in Richtung Legar. Gleich beim „Nock“ geht es etwas abenteuerlich hinunter, ansonsten ist der Steig breiter und empfehlenswerter als jener direkt nach Verschneid. Wir kommen oberhalb des Kohlbrennerhofs zur Asphaltstraße und wenden uns nach rechts, am „Spergser Bichl“ vorbei. Wir erreichen die Hauptstraße. Nun noch einige Meter bergan und schon sehen wir beide Haltestellen. Die eine führt über Terlan direkt nach Bozen, oder mit dem Zug nach Meran, die andere über Hafling mit Umstieg nach Meran. Mit von der Sonne gewärmten Gesichtern, Augen, müde vom vielen Schauen, aber glücklich, warten wir auf unsern Bus.
Christl Fink
Start: Haltestelle Tomanegger (Jenesien 1.329 m)
Saltenhöhe: ca. 1.400 m
Ziel: Verschneid, Haltestelle Spergser Bichl (1.050 m)
Gesamtgehzeit: rund 3 Stunden Haltestelle Tomanegger > Salten Querweg 25 Min.> Saltenhof 35 Min.> Tschaufen 1 Std. > Haltestelle 45 Min.

Aperitivo lungo im Schloss Schenna am 23.5.2026 von 17 bis 21 Uhr
Schenna bringt den Frühling auf den Teller Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Schenna blüht auf“ findet am 24. Mai der „Aperitivo Lungo im Schloss Schenna“ statt. Bei spritzigem Wein und leckeren Häppchen aus der Region können Besucher von 17 bis 21 Uhr Burgcharme und Beats von DJ Goofy genießen. Der Eintritt ist frei. | www.schenna.com/aperitivo

Suche Oldtimer
Porsche (911-356) Tel. 345 77 78 624
Suche Partnerin
(40-50) für gemeinsame Zeit
Tel. 331 420 65 57

Sennerei Algund sucht Verkäufer/in oder Lehrling in Teil- oder Vollzeit. Bitte melden unter info@sennereialgund.it oder Tel. 0473/207595.
ZU VERKAUFEN Wohnungen schlüsselfertig!
Klimahaus A Nature, 2-, 3-, oder 4- Zimmer- Wohnungen, großer Garten oder Terrasse, sonnigste Lage in Partschins, freie Raumgestaltung.
Bei Interesse: Tel. 0473 861981 oder 344 0625172 (Sarah) Maia Living Gmbh




Pfleger*in gesucht?
Agentur Betreut
Suche und Auswahl von ausländischen und ortsansässigen Pflegekräften und professionelle Beratung! Wir helfen Ihnen gerne! Dr. Jutta Pircher

Betriebsheftservice für Obst- und Weinbauern
Wir überzeugen durch mehr als 15 Jahre Erfahrung in der Führung des landw. Betriebsheftes und durch hohe Kundenzufriedenheit.
JETZT NEU AUCH FÜR SQNPI
Rufen Sie uns an. Wir machen das gerne für Sie!
Tel. 335 665 90 00 www.betriebsheftservice.com powered by www.smartfarmer.it einfach - übersichtlich - schnell

Seit 2010 gemeinsam erfolgreich

ELEKTRIKER/IN GESUCHT Baustellenleitung & Kundenservice TOP GEHALT + evt. MIETWOHNUNG Tel. 338 39 40 460

Erschöpft vom Dauerstress?
Psychologische Beratung bei Überlastung und Burnout.
DDr. Martin Niederstätter,
Tschermser Weg 2, Lana www.martin-niederstaetter.it
Tel. 333 2824212
100%

EINLAGERUNGSAKTION! Palette 1.200 kg mit 78 Säcke Pellets. JETZT bestellen und ZAHLUNG nach der LIEFERUNG im HERBST. Aktion gültig solange der Vorrat reicht.
info@federer-pellets.com +39 0471 786 226
Junger einheimischer Maler bietet MALERARBEITEN zu fairem Fixpreis an. Risser Lukas Tel. 329 93 40 044
BAZ: Einlagerungsaktion: 2 Module 44x45 mm / “im Frühling”
Von der Idee bis zum fertigen Druck: FULL-SERVICE OHNE UMWEGE.
JASMIN MESSNER AthesiaDruck – Ihre professionelle Beratung jasmin.messner@athesia.it M. +39 340 952 9198


Den Igel hat erkannt: Carmen Demattia aus Lana
Kino in Meran
Dann rufen Sie uns am Montag, 28. Mai 2026, zwischen 16 und 17 Uhr an. Tel. 0473 23 30 24



Dein Job: Arbeit mit Stauden, Gehölzen & Co
Einsatz in allen Arealen der Außenanlage
Ein motiviertes Team, das gemeinsam anpackt
Dein Profil: Handwerkliches Geschick & Eigeninitiative
Freude am Arbeiten im Freien Führerschein B & Bereitschaft für Wochenenddienste
Schreib uns: oliver.urlandt@provinz.bz.it















