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BAZ 13 vom 07/08/2026

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Akten und Fakten

In Bozen ist das Gerichtsgebäude eingestürzt. Nicht etwa wegen eines Erdbebens. Nein, die Justiz ist schlicht unter der unerträglichen Last ihrer eigenen Existenz kollabiert. Genauer gesagt: unter den tonnenschweren Bergen unerledigter Papierakten, die sich über Jahrzehnte hinweg zu papiernen Wolkenkratzern auftürmten, bis die Statik endgültig kapitulierte. Das Problem der ewigen Verfahrensdauern hat sich somit auf physikalischem Wege elegant selbst gelöst. Doch während die Bürokratie im Erdboden versinkt, schlug die gesellschaftliche Debatte im Salurner Schwimmbad ganz andere Wellen. Salurn beweist Mut zur Lücke und gewährt allen Frauen einmal pro Woche einen Badeabend. Dabei gäbe es noch reichlich Kapazitäten für weitere Spezial-Nutzungen. Etwa für militante Nichtschwimmer, die das Becken gerne komplett ohne Wasser nutzen möchten. Und wie wär’s mit interreligiöser Nutzung unserer immer leerer werdenden Kirchen? Nach der Formel: sonntags Rom, montags Mekka … Ende der Ironie!

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IMPRESSUM

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ZU DEN PLONERN

Sefnar, Zeppichl, Espan, Kressbichl oder Plon – wir befinden uns nicht irgendwo in der Welt, sondern im hinteren Passeiertal. Die Begriffe klingen so gar nicht nach unserer gewohnten Sprache. Es ist ein wolkenverhangener Julimorgen. Heute geht es auf die Schneidalm und zu blumenreichen Bergwiesen im Hinterpasseier.

Ich gebe es zu, ich bin kein guter Bergwanderer. Aber kein Geringerer als Johannes Ortner begleitet uns. Der Meraner Sozialanthropologe, Namenforscher, Buchautor, Filmemacher und Obmann des Heimatschutzvereins Meran wird uns in ein Naturparadies führen und zugleich weit in die Vergangenheit begleiten. Von Meran geht es mit dem Bus nach Pfelders. Wir sind 20 Leute, alles Lehrer auf Fortbildung im Sommer. Es ist eine eintägige Exkursion, eine kulturhistorische und namenkundliche Exkursion.

Pfelders und Meran sind so etwas wie Bozen und der Ritten. Wenn im Hochsommer die Hitze über dem Meraner Talkessel liegt, gab es für die Meraner seit Generationen

nur eine Richtung: taleinwärts, dorthin, wo die Bäche kühl aus den Gletschern brechen. Unser Weg führt uns heute genau dahin, ganz nach hinten, an das äußerste Ende des Passeiertales. Wer auf 1.630 Metern Höhe ankommt, dem schlägt sofort die frische Bergluft entgegen. Manchmal hört man für Pfelders noch das altmundartliche „Plon“, ein romanischer Name, der so viel wie „Ebene“ bedeutet. Aus dem ehemaligen Plonhof entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte das heutige Pfelders. Die „Ploner“ unterscheiden heute noch die Ortsteile Unterplon und Oberplon, mit je eigenen Viehtränken und Backöfen. Die alten Höfe und Stadel haben sich hier noch recht gut erhalten, freut

sich Ortner und führt uns zum alten Unterploner Backofen. Pfelders, der Name ist vorrömisch und bedeutet vielleicht so viel wie „Gelände am Bach, an den Gletscherbächen“, hat zwar ein kleines Skigebiet, aber zu einem Obergurgl wie jenseits der Bergkette hat es sich zum Glück nicht entwickelt.

Vier Urhöfe

Es wird vermutet, dass die erste Besiedlung des Pfelderer Tals direkt von Tirol aus erfolgte. Mit dem Stammsitz der Grafen von Tirol ist Pfelders nämlich über einen uralten Pfad über das Spronser Joch verbunden. Nach und nach entstanden die vier Urhöfe, die bis heute das Rückgrat

Der alte Backofen in Unterplon

des Pfelderer Tals bilden: Lazins, Zeppichl, Plan (Pfelders) und Stein. Bereits im Jahre 1285 wurden Lazins und Zeppichl als dauerhaft bewirtschaftete Schwaighöfe erstmals urkundlich genannt. Ein Schwaighof (abgeleitet vom althochdeutschen Wort sweiga „Viehhof“) war eine spezielle spätmittelalterliche Wirtschaftsform, die ganz auf Viehzucht und Käseproduktion ausgerichtet war und von einem Grundherrn auf bislang nur beweideten Bergeshöhen errichtet wurde. Im Hochmittelalter war der Talschluss von Lazins ein Jagd- und Weidegebiet der Herren von Auer in Tirol. Mit dem Burggrafenamt bestand also schon immer eine wechselvolle Verbindung. Dabei spielte das Spronser Joch auf 2581 m die verbindende Klammer. Eine fast verblasste Sage erzählt laut Ortner von flüchtigen Rittern aus dem Etschtal, die hier in der Bergwildnis die erste Siedlung anlegten. Sie war noch mitten im Wald gelegen, daher der erste Name „Hof unterm Wald“.

Abgeschnitten

Das Leben in dieser Isolation forderte jedoch einen hohen Tribut von den Bergbauern. Da Pfelders seit dem 14. Jh. zur fernen Pfarrei St. Peter ob Gratsch mit Taufrecht

und verpflichtender Benutzung des Friedhofs gehörte, bedeutete jeder Kirchgang einen beschwerlichen Fußmarsch von acht, neun Stunden über die Jöcher. Besonders makaber soll die Situation im Winter gewesen sein: Sobald die Pässe im tiefen Schnee versanken, war ein Transport der Verstorbenen unmöglich. Starb im Dorf ein Bewohner, mussten die Toten wochenoder monatelang an kalt-trockenen Plätzen „unterm Dach“ aufbewahrt werden. Erst im Frühsommer konnten die Leichen über das Spronser Joch und die Taufenscharte zum Friedhof von St. Peter überführt werden. Die Verstorbenen begrub man, dafür taufte man die Neugeborenen.

Ein wenig Erleichterung brachte das Jahr 1712, als das Zisterzienserstift Stams mit Sitz in Mais das Bergdorf der Kuratie Moos zuwies. 1751 ließen die Stamser schließlich im Ort das Kirchlein Maria Hilf erbauen, die heutige Pfarrkirche. Damit endete die „spirituelle“ Isolation, und kurz darauf wurde im Haus des Messners auch die erste Schule des Tales untergebracht. Bis 1970 betreuten die Zisterzienser von Mais die Pfarrei. Unter bayerischer Herrschaft stieg Pfelders im Jahr 1810 kurzzeitig zur eigen-

ständigen Gemeinde auf. Damals ging es beschaulich zu: 1847 zählte der Ort rund 15 Häuser und 122 Einwohner. Heute sind es nicht viel mehr. Pfelders wurde 1928 eine Fraktion von Moos und Tolomei hatte es für die italienische Namensgebung nicht schwierig: Er übernahm einfach den alten Namen „Plan“, was vielleicht dazu führte, dass die Einheimischen auf „Pfelders“ übergingen.

Die blumenreichen Bergwiesen

Wir starten unsere Exkursion in Pfelders und schlagen den Weg Nr. 6 A ein und damit den schweißtreibenden Aufstieg hinauf zur Schneidalm auf 2.159 Metern. Den noch höher gelegenen Galtfinger (hier wird das noch junge „galte“ Vieh hochgetrieben) haken wir heute von der Wunschliste ab – das wäre dann doch eine Spur zu anstrengend. Während wir uns Kehre um Kehre den Hang hinaufarbeiten, blicken wir hinab auf den weiten, flachen Talboden. Wir wandern am Fernerbach mit seinem Gletscherwasser von den spärlichen Überbleibseln des Planferner (3.300 m) entlang zum Gleck (das ist eine kleine Wiese mit „Lecka“ für das Vieh), weiter über die zwischen zwei Bachgräben liegende Wei-

Arbeiten an der Wetterstation in Pfelders

Direkt am Steig die violett blühende Filz-Kratzdistel, deren Blätter man im Dialekt „Schoofzungen“ nennt

de namens Apfis, über die Kuhraste (ein Rastplatz für Kühe), den Schafleger (Sammelplatz für Schafe) auf die Schneidtraie („Traie“ = Viehtrieb) hinauf zur Schneidalm. Die alten Passeirer Begriffe kennen heute nur mehr wenige.

Alte Passeirer Pflanzennamen nicht vergessen

Je höher wir steigen, desto weiter öffnet sich der Blick – hinaus auf die ebenen Imestwiesen. Jetzt im Sommer stehen die Bergwiesen in voller Blüte, ein farbenprächtiges Naturschauspiel. Johannes Ortner bückt sich am Wegesrand und zeigt uns die botanischen Schätze im dichten Gras. Direkt am Steig blüht die violette Filz-Kratzdis-

tel, deren Blätter man im Hinterpasseier „Schoofzungen“ nennt. Wenn man die Distel mäht, leuchten die hellen Blattunterseiten geradezu aus den Wiesen heraus. Die Bergwiesen bezaubern mit ihrer Blumenpracht: Glöggler (Glockenblume), Pinterschlögl (Wiesen-Witwenblume) und Donnerbuschn zuhauf. Kleinste Erdanhäufungen genügen der Glockenblume und sie erblüht. Die „Grawendiler“ (Quendel) duften intensiv nach Thymian, ziehen die „Paien“ (Bienen) an und machen fette Fleischspeisen bekömmlich. Man kann nicht anders, als an der nach Kakao und Vanille duftenden „Praunelle“ (Schwarzes Kohlröschen) zu schnuppern. Der Donnerbuschn ist im Passeirer Dialekt der traditionelle Name für

die Alpenrose, deren pink-leuchtende Blüte zur Zeit der ersten „Donnerwetter“ Ende Juni, Anfang Juli blüht.

Das Bergmahd

Die Mähwiesen sind die berühmten „Mahder“ im Hinterpasseier. Jahrhundertelang wurden diese extremen Steilhänge von den Männern und Frauen von Hand mit der Sense gemäht. Das Heu wurde in die „Gaadn“ (lokale Bezeichnung für die Heuhütten) eingelagert oder mithilfe der „Pferggl“ auf dem Rücken ins Tal geschleppt, damit das Vieh den langen Winter überleben konnte. Heute wird das Heu zu Paketen gepackt und am Drahtseil per Schwerkraft direkt hinab in den Talboden „geschossen“, manchmal hilft

Aufwärts durch die Bergmähder
Nach Kakao und Vanille duftet die „Praunelle“ (Kohlröschen)

Ortner

in der Hand eine verblüte Schwefelanemone, die im Volksmund „Hexe„ genannt wird

auch der Hubschrauber aus. Für das Mähen erhalten die Bauern bis zu 800 Euro Landschaftspflegeprämie pro Hektar, sie müssen das Heu aber zu Tal bringen. Nach der ausgiebigen Rast mit den besten Knödeln auf der Schneidalm treten wir den Abstieg an. Der Weg führt uns direkt zum geschichtsträchtigen Gehöft Lazins. Der Name Lazins selbst ist ein sprachliches Fossil vorrömischen Ursprungs. Er lässt sich vielleicht auf „lutinno“ zurückführen, was in etwa „nährstoffreiche, fette Almwiese“ bedeutet. Der Name, so Ortner, bezieht sich auf die ausgedehnten Nasswiesen (Rossmoos, Grünanger, Hemmerboden) zwischen Lazins und der Lazinser Kaser. Das Namenmotiv „fette, kotreiche Almwiese“ finden wir im

Alpenraum oft, z. B. in „Lazaun“, „Lizum“, „Lutaschg“ oder „Lazag“. Seit 2005 ist Lazins, das seine Idylle im Unterschied zu Zeppichl behalten hat, im Besitz der Familie Pixner. Von der Bodenkapelle fällt unser Blick auf die gegenüberliegende Almhütte Faltschnal. Dieser Name ist romanisch und bedeutet wahrscheinlich „Tal im Bereich von Almhütten“ („val casinale“ > Valtschasnal > Fåltschnool).

Talauswärts

Wir wandern weiter talauswärts und passieren den Weiler Zeppichl, Betonung auf der ersten Silbe: gemeint ist ein mit „Zeten“ (das sind Schwarzbeer- bzw. Preiselbeerstauden) bewachsener Bichl. Vier Höfe:

Diktner, Bauerner, Seppmer, Peter. Alle alten Bauernhöfe wurden abgerissen, hier ist Kulturgeschichte vernichtet worden, bedauert Ortner. Bis zum Jahr 1827 besaßen Zeppichl und Lazins das exklusive landesfürstliche Privileg der Hohen Jagd in den Wäldern von Pfelders, wofür sie stolze 60 Gulden jährlich entrichteten. Als wir am späten Nachmittag wieder den Bus erreichen, sind wir glücklich und an Erfahrungen reicher. Pfelders ist ruhig geblieben, der große Massentourismus blieb aus. Zum Glück! Unsere Exkursion ist zu Ende, die Notizblöcke sind voll und das Verständnis für dieses faszinierende Tal ist ein großes Stück gewachsen.

Josef Prantl

Johannes
hält

ASFALTART

Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust, Die eine will sich von der andern trennen: Die eine hält in derber Liebeslust, Sich an die Welt mit klammernden Organen; Die andere hebt gewaltsam sich vom Dust (= Staub) Zu den Gefilden hoher Ahnen.

AUS

20 Jahre Asfaltart in Meran Foto und Auswahl des Gedichtes: Martin Geier | Editorisches Konzept: Georg Dekas
JOHANN WOLFGANG VON GOETHE
FAUST I

Nicht nur für Augen und Ohren

Die Thermenallee in Meran sieht heute ganz anders aus als noch vor 30 Jahren. Und sie war Schauplatz eines multikulturellen und multimedialen Kunstspektakels.

Die Geschichte der Thermenallee spiegelt den Wandel einer Stadt wider. Sowohl ihr Name als auch ihr Erscheinungsbild haben sich mehrfach stark verändert. Bis Ende des 19. Jahrhunderts trug sie den Namen „Greutendamm“, um dann für gut zwei Jahrzehnte als Franz-Ferdinand-Quai auf den 1914 ermordeten Thronfolger zu verweisen. 1921 hat man dann, der neuen politischen Lage geschuldet, die Umbenennung wieder rückgängig gemacht. Erst seit Ende der 50er Jahre trägt die Allee ihren heutigen Namen. Die einschneidendste Veränderung erfolgte jedoch 2002. Das damali-

ge Thermalzentrum

S.A.L.V.A.R. wurde trotz starker Proteste von Seiten der Bevölkerung abgerissen. Durch den anschließend gebauten Thermentunnel blieb von der Allee selbst nicht mehr viel übrig. Einige Jahre zuvor sah alles noch ganz anders aus – und war Ort einer originellen Veranstaltung. Am 19. Juni 1999 fand im Park des Kurbades das Kunstund Kulturfest „artefax 1“ statt, das vom Verein artForum Gallery rund um Herta Torggler, Christian Klotzner und Margit Klammer initiiert worden war. Das Publikum sollte mit einer vielfältigen Mischung aus Musik, Tanz und

Beseitige Wasseransammlungen in Untersetzern, Gießkannen, Eimern und anderen Behältern. Halte Abwasserschächte, Gullys sauber und behandle sie mit Produkten gegen Larven.

Film sowie Künstlern aus dem Inund Ausland verwöhnt werden. Für 30.000 Lire Eintritt verwandelte sich der Park eine Nacht lang in eine Bühne für eines der ungewöhnlichsten Kulturereignisse seiner Zeit. Unterstützt von öffentlichen Einrichtungen und privaten Sponsoren wollte man nichts Geringeres als „etwas nie Dagewesenes“ verwirklichen. Der weitläufige Park galt als ein fast vergessenes Paradies im Herzen der Kurstadt, das bis dahin einen Dornröschenschlaf geführt hätte. Das Programm begann um halb acht Uhr mit Musik: Joe Greens & the Bloody Electric Band, die Männergesangsvereine aus Meran und Bruneck sowie der Chor Singflut spannten einen Bogen zwischen Tradition und Gegenwart. Das indische Märchen „Das Mädchen und der Krähen-König“ und ein Hochzeitstanz der Beduinen bewiesen, dass hier verschiedene Kulturen bewusst zusammengeführt wurden. Mit der Gruppe Farafina aus Burkina Faso erklangen westafrikanische Rhythmen, während Performances von Doris Plankl und Remo Rostagno, Installationen und ein Kräuterlabyrinth die Grenzen zwischen bildender Kunst, Theater und Aktion verwischten. Getreu dem Motto „Kunst ist leichter zu vermitteln, wenn es etwas zu essen gibt“ sorgte das Restaurant „Park“ für das leibliche Wohl. Auch essbare Skulpturen luden dazu ein,

Kunst auf neue Weise sinnlich zu erfahren. Matthias Schönweger bot zudem „garantiert frische Südtiroler Ameisen“ zum Verzehr an (und der Autor dieser Zeilen ließ sich tatsächlich dazu hinreißen). Ein Highlight war die Modenschau auf dem Laufsteg über dem künstlichen See. Südtiroler Architekten versuchten sich unter dem Titel „Körperlandschaften“ als Schneider und der Berliner Künstler Stephan Hann präsentierte Pflanzenkleider. Auch das Licht spielte eine bedeutende Rolle. Nach den Ideen von Elisabeth Hölzl und Marcello Fera erstrahlte der Park dank einer spektakulären UFO-Lasershow in wechselnden Farben. Wenig später verlagerte sich das Geschehen ins Innere des Gebäudes. Dort sorgte DJ Elmar für die richtige Tanzstimmung, während Michael Lösch den Stummfilmklassiker „Metropolis“ von Fritz Lang live am Klavier begleitete. Gegen vier Uhr übernahm das Serafinian Quartet das musikalische Geschehen, ehe die ausdauerndsten Besucher den Morgen mit Qigong begrüßten. Die Veranstaltung war ein voller Erfolg. Sie zog über 1.000 Besucherinnen und Besucher an, nochmals doppelt so viele verfolgten sie, damals ein Novum, online im Live-Stream. Obwohl als Biennale geplant, blieb es bei dieser ersten Ausgabe.

Christian Zelger

Jedes Tal hat seine Besonderheit

Ob Passeier, Sarntal oder Vinschgau: Jede Tracht erzählt ihre eigene Geschichte. Doch es ist nicht mehr ganz einfach, jemanden zu finden, der sie anfertigt.

Wer bei einem Festumzug durch Südtirol die Trachtengruppen beobachtet, erkennt schnell: Tracht ist nicht gleich Tracht. Die Farben, Schnitte, Stoffe und Verzierungen unterscheiden sich von Tal zu Tal, manchmal sogar von Dorf zu Dorf. Damit diese Vielfalt erhalten bleibt, braucht es Menschen, die ein selten gewordenes Handwerk beherrschen: die Trachtenschneiderinnen und Trachtenschneider. Sie fertigen Kleidung an, die oft nach jahrhundertealten Vorbildern gearbeitet wird und gleichzeitig perfekt sitzen muss. Die Arbeit beginnt

lange vor dem ersten Nadelstich. Welche Tracht soll es werden? Aus welchem Ort stammt die Trägerin oder der Träger? Welche Stoffe und Farben sind vorgeschrieben? Viele Trachten unterliegen festen Regeln. Ein falscher Knopf, eine unpassende Borte oder ein ungeeigneter Stoff können das Gesamtbild verfälschen. Besonders aufwendig sind die Frauentrachten. Mieder, Schürzen, Röcke und Jacken bestehen aus unterschiedlichen Materialien und müssen exakt aufeinander abgestimmt werden. Es fließen unzählige Arbeitsstunden

in ein einziges Kleidungsstück. Aber auch die Männertrachten verlangen großes Können. Kniebundhosen, Westen, Janker oder Trachtenschuhe müssen passgenau gearbeitet werden. In Südtirol erlebt die Tracht seit einigen Jahren wieder einen Aufschwung. Junge Menschen tragen sie bei kirchlichen Festen, Hochzeiten oder Vereinsveranstaltungen. Die Südtiroler Bauernjugend hatte im Juni sogar zu einer Landestrachtenschau eingeladen. Dennoch steht das Handwerk vor Herausforderungen. Die Ausbildung ist lang, das Wissen nur noch in

wenigen Schneiderei-Betrieben vorhanden. Viele Arbeitsschritte lassen sich nicht automatisieren. Was gute Trachtenschneider auszeichnet, sind Erfahrung, Genauigkeit und ein tiefes Verständnis für die Besonderheiten der einzelnen Regionen. Die Trachtenschneiderei ist mehr als ein Beruf. Sie bewahrt ein kulturelles Erbe, das Südtirol prägt wie kaum etwas anderes. Denn jede Tracht erzählt eine Geschichte. Von den Menschen, die sie tragen, und von ihrer Heimat.

Elisabeth Tappeiner

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DEM EXPERTEN DAS WORT

Kryptowährungen – verschärfte Kontrollen

Wie schon berichtet, müssen jene Steuerpflichtigen, welche Bestände an Kryptowährungen halten, in Italien umfangreiche Meldepflichten in der jährlichen Steuererklärung erfüllen. Zusätzlich sind alle Dienstleister, die den Handel von Kryptowährungen anbieten zu Meldungen verpflichtet. Die italienische Steuerbehörde (Agenzia delle Entrate) hat mit einer kürzlich erlassenen Verordnung die operative Umsetzung der EU-Richtlinie DAC8 und des OECD-Rahmenwerks CARF besiegelt, wodurch die Anonymität im Krypto-Sektor faktisch beendet wird. Künftig sind Steuerzahler nicht mehr nur selbst zur Angabe der eigenen Kryptobestände in der Steuererklärung verpflichtet, sondern es werden strukturierte Datenströme von den Dienstleistern, über welche der Handel mit Kryptowährungen abgewickelt wird, direkt an den italienischen Fiskus gemeldet. Zur Datenübermittlung an den Fiskus sind alle Krypto-Dienstleister verpflichtet, die in Italien zugelassen sind, dort operieren oder eine Betriebsstätte unterhalten. Befreit sind nur jene Akteure, die gleichwertige Pflichten bereits in einem anderen EU-Staat oder einem qualifizierten Drittstaat erfüllen. In

diesen Fällen erhält der italienische Fiskus die Informationen über das ausländische Steueramt. Konkret müssen die Dienstleister für jeden Nutzer Identifikationsdaten, Steuerwohnsitz, Steuernummer sowie Geburtsdaten übermitteln, bei juristischen Personen zudem Angaben zu den wirtschaftlich Berechtigten. Pro KryptoAnlage werden aggregiert Beträge, Einheiten und die Anzahl der Transaktionen gemeldet – dies umfasst Käufe und Verkäufe gegen FiatWährungen, Krypto-zu-Krypto-Täusche sowie Transfers, selbst wenn diese an Krypto-Wallets außerhalb bekannter Intermediäre gehen. Die italienische Finanzpolizei intensiviert zusätzlich ihre Kontrollen bezüglich nicht erklärter Gewinne aus dem Handel mit Kryptowährungen. Die Ermittlungen betreffen nicht nur Gewinne seit Einführung der ausdrücklichen Regelungen zur Besteuerung von Kryptowährungen im Jahr 2023, sondern reichen bis zum Jahr 2021 zurück. Untersucht werden unter anderem hohe oder wiederkehrende Transaktionsvolumen, besonders große Wallet-Bestände, häufige Übertragungen zu oder von Kryptobörsen sowie Abweichungen zwischen den festgestellten Ak-

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tivitäten und den abgegebenen Steuererklärungen. Da eine Wallet-Adresse allein keine eindeutige Identifizierung ermöglicht, versuchen die Ermittler festzustellen, welche Person tatsächlich hinter einem Wallet steht und ob eine Verbindung zu Italien besteht. Dazu werden Daten von Kryptodienstleistern, die für den Plattformzugang verwendeten IP-Adressen, sowie Banküberweisungen zwischen Kryptoplattformen und italienischen Konten miteinander verknüpft. Im Falle von unterlassen Angaben und des Nichterklärens von Veräußerungsgewinnen aus dem Handel von Kryptowährungen drohen empfindliche Strafen. Es ist daher äußerst ratsam die eigene Position zu prüfen und im Falle von Unterlassungen die Abgabe von nachträglichen Steuererklärungen mit Anwendung der reduzierten Strafen ins Auge zu fassen. Martin Eder Bozen - Lana - Naturns martin.eder@gspeo.com

Die Kita Villa Dino in Lana feiert große Eröffnung

Die neue Kita Villa Dino in Lana ist eröffnet und das Festakt-Feier wurde von Eltern, Fachkräften und der gesamten Gemeinde mit großer Freude begleitet. Die Eröffnung markiert einen weiteren wichtigen Schritt der Sozialgenossenschaft Paideias, die seit der Gründung am 7. April 2016 das Leitmotiv „ein glückliches Kind“ konsequent in die Praxis überführt. In der ehemaligen Bäckerei Harpf in der A.-Hofer-Straße

sicherer Raum entwickelt, der Platz für 20 Kleinkinder bietet. Die Eröffnung war von einem bunten Programm geprägt: Willkommensreden der Genossenschaft und der Ehrengäste, kurze Einblicke in das pädagogische Konzept, sowie ein gemeinsamer Rundgang durch die Räume. Dabei stand die ganzheitliche Förderung der Kinder im Mittelpunkt: sichere, hochwertige Materialien, liebevolle Gestaltung und eine Atmosphäre, in der sich

hausinterne Mensa ist ein zentrales Element der Kita Villa Dino. Diese sorgt täglich für eine frisch zubereitete Mahlzeit und trägt damit maßgeblich zur gesunden Entwicklung der Kinder bei. Die Mensa ist eng in das pädagogische Konzept eingebunden und verbindet Ernährung, Lernen und Wohlbefinden. Die enge Verzahnung mit den bestehenden Einrichtungen der Paideias-Gruppe – die Kitas Villa Koala in Lana,

Michael/Eppan sowie weitere Einrichtungen in St. Pauls/Eppan und Andrian – wurde ebenfalls sichtbar, da Eltern von bewährten Kooperationen berichteten und neue Kontakte geknüpft wurden. Mit der Eröffnung ist ein weiteres Zeichen gesetzt worden: Paideias stärkt lokale Arbeitsplätze, begleitet Familien individuell und schafft Räume für Begegnung, Reflexion und Austausch über Erziehungsthemen – passend zum

BERICHT AUS DEM LANDTAG

Unterstützungsleistung 65+ – ISEE jetzt erstellen

Seniorinnen und Senioren mit geringem Einkommen können auch heuer wieder die Unterstützungsleistung 65+ erhalten. Voraussetzung dafür ist eine gültige ISEEErklärung, die bereits jetzt bis spätestens Ende September bei den Steuerbeistandszentren (CAF) erstellt werden kann. Anspruch auf die Leistung haben Personen, die innerhalb Dezember 2025 65 Jahre oder älter waren, in Südtirol ansässig sind, eine Früh-, Invaliditäts-, Alters- oder Hinterbliebenenrente, eine Sozialrente oder eine Rente für Zivilinvaliden, Blinde, Gehörlose oder Hausfrauen von unter 1000 Euro beziehen und eine gültige ISEE von höchstens 20.000 Euro vorweisen können. Die Kriterien entsprechen jenen des Vorjahres.

Die Unterstützungsleistung wurde 2025 erstmals eingeführt und soll ältere Menschen mit niedrigen Renten gezielt entlasten. Im vergangenen Jahr konnten bereits fast 3000 Seniorinnen und Senioren da-

BERICHT AUS ROM

Wie weit geht Notwehr?

Der Fall Mario Roggero hat in der zweiten Julihälfte eine heftige politische Debatte über Justiz, Sicherheit und Notwehr ausgelöst. Die Ereignisse gehen auf einen Überfall am 28. April 2021 auf das Juweliergeschäft von Mario Roggero im piemontesischen Grinzane Cavour zurück. Drei Männer sind in das Geschäft eingedrungen, nachdem sie Bargeld erbeutet hatten, wollten sie davonlaufen. Roggero verfolgte die flüchtigen Täter und schoss auf sie. Zwei der Täter kamen dabei ums Leben, ein dritter wurde schwer verletzt. Mario Roggero wurde wegen zweifacher vorsätzlicher Tötung und versuchter vorsätzlicher Tötung zu 14 Jahren und 9 Monaten Gefängnis verurteilt. Dabei wurde ihm, sowohl der mildernde Umstand der erlittenen Provokation, als auch allgemeine mildernde Umstände zuerkannt. Am 15. Juli 2026 hat der Kassationsgerichtshof die Verurteilung bestätigt. Rechte Politiker haben sofort erklärt, es könne nicht sein, dass jemand, der in Notwehr gehandelt habe, auch noch verurteilt werde. Giorgia Meloni bezeichnete die Strafe als „unverhältnismäßig“. Dies, obwohl die Mindeststrafe für nur eine vor-

von profitieren. Wer die Voraussetzungen erfüllt, sollte die ISEE-Erklärung möglichst frühzeitig erstellen lassen. Mit dieser Maßnahme unterstützt das Land ältere Menschen dabei, die steigenden Lebenshaltungskosten besser zu bewältigen und ihre finanzielle Situation zu verbessern.

Das Südtiroler Landtagsgebäude

sätzliche Tötung bereits bei 21 Jahren liegt. Auch kritisierte sie die vorläufige Schadenersatzzahlung von 480.000 Euro, die den Zivilparteien zugesprochen worden ist. Aus ihrer Sicht sei es nicht nachvollziehbar, dass ein Opfer eines bewaffneten Überfalls den Tätern, beziehungsweise deren Angehörigen eine Entschädigung leisten müsse. Matteo Salvini forderte hingegen eine Begnadigung des Juweliers und brachte sogar seine mögliche politische Kandidatur bei der Lega ins Gespräch. Allerdings liegt die Begnadigung in der Kompetenz des Staatspräsidenten. Mit der Verurteilung geht zudem eine lebenslange Aberkennung öffentlicher Ämter einher; zudem greift die nach dem sogenannten Severino-Gesetz vorgesehene Nichtwählbarkeit. Im Jahr 2019 hatte Salvini, damals Innenminister, bereits den Schutz der Notwehr in Wohnungen und am Arbeitsplatz ausgeweitet. Diese Reform kommt Roggero jedoch nicht zugute. Denn für das Vorliegen einer Notwehrsituation müssen eine akute Gefahr, sowie eine verhältnismäßige Reaktion auf diese Gefahr gegeben sein. Überschreitet die Reaktion die Grenze der Verhältnismäßig-

keit, kann dies als Notwehrexzess gewertet werden, der viel milder bestraft wird als vorsätzliche Tötung. Im Fall Roggero sahen die Richter jedoch, zu Recht, bereits die grundlegende Voraussetzung für den Strafausschließungsgrund der Notwehr nicht erfüllt: eine akute Gefahr habe zum Zeitpunkt der Tat nicht mehr bestanden, da die Diebe bereits auf der Flucht gewesen seien. Ein Gerichtsurteil in einen politischen Slogan zu verwandeln, mag für die Kommunikation nützlich sein – einer ernsthaften Debatte über Sicherheit und Justiz dient es jedoch nicht.

Julia Unterberger SENATORIN
Rosmarie Pamer LANDESRÄTIN

Aus Überschuss wird Hilfe

Jedes Jahr landen große Mengen genießbarer Lebensmittel im Abfall. Oft handelt es sich um Produkte, die zwar nicht mehr perfekt aussehen oder deren Mindesthaltbarkeitsdatum erreicht ist, die aber problemlos verzehrt werden können. Gleichzeitig gibt es Menschen und Familien, die auf Unterstützung angewiesen sind. Dieser Widerspruch zeigt, wie wichtig ein bewusster Umgang mit Lebensmitteln ist. Das Land Südtirol setzt seit Jahren Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung. Ziel ist es, überschüssige Lebensmittel zu retten und sinnvoll weiterzugeben, anstatt sie zu entsorgen. Dahinter steckt nicht nur ein sozialer Gedanke. Für jedes Lebensmittel wurden Wasser, Energie, Arbeitszeit und Transportleistungen aufgewendet. Werden Lebensmittel weggeworfen, gehen auch diese Ressourcen verloren. Wie erfolgreich Lebensmittelrettung funktionieren kann, zeigt das Projekt „Abrahams Zelt“, das von der Pfarre Hl. Geist Meran organisiert wird. Dort werden überschüssige Lebensmittel gesammelt und an Menschen sowie Familien weitergegeben, die Unterstützung benötigen. Das Pro-

jekt verbindet soziale Hilfe mit nachhaltigem Handeln. Gleichzeitig trägt es dazu bei, wertvolle Ressourcen zu schonen und Lebensmittel dort einzusetzen, wo sie tatsächlich gebraucht werden. „Das Tolle bei ‚Abrahams Zelt‘ ist nicht nur der nachhaltige Gedanke dahinter, sondern auch unser ehrenamtliches Team. Wir sind buntgemischt, aus verschiedenen Kulturen und Sprachgruppen, jung bis alt und setzen uns für das gleiche Ziel ein: Personen und Familien in ihren Notlagen eine Anlaufs- und Hilfsstelle zu sein“, sagt Anna Steinkeller, Leiterin des Projekts. Jedes gerettete Lebensmittel ist deshalb weit mehr als ein Beitrag gegen Lebensmittelverschwendung – es stärkt die Nachhaltigkeit und ist zugleich ein Zeichen gelebter Solidarität und Verantwortung.

Meran hält zusammen

Normalerweise wird an dieser Stelle zugespitzt, kritisiert und der Finger in die Wunde gelegt. Heute nicht. Heute hält die BaZzo ihren vorlauten Schnabel und möchte im Namen der Meranerinnen und Meraner einfach eines sagen: Danke!

Der Murenabgang am Weißplatterbach oberhalb von Freiberg Ende Juni hat innerhalb weniger Minuten das Leben vieler Menschen auf den Kopf gestellt. Häuser wurden von Schlamm und Geröll getroffen, Familien mussten ihre Wohnungen verlassen, Erinnerungen und Habseligkeiten wurden zerstört oder schwer beschädigt. Ihnen allen gilt unser Mitgefühl und unsere Solidarität. Gleichzeitig hat dieses Ereignis gezeigt, was unsere Stadt und unser Land ausmacht. Noch während die Schlammlawine talwärts donnerte, waren Einsatzkräfte zur Stelle. Feuerwehren, Zivilschutz, Rettungsdienste, die Wildbachverbauung, Gemeindemitarbeiter, private Baufirmen und unzählige freiwillige Helferinnen und Helfer haben Außergewöhnliches geleistet. Sie haben Menschen in Sicherheit gebracht, Straßen freigeräumt, Häuser gesichert, Geröll beseitigt und überall dort angepackt, wo Hilfe dringend gebraucht wurde. Viele von ihnen arbeiteten bis spät in die Nacht, standen am nächsten Morgen wieder im Einsatz und taten das, was getan werden musste, selbstverständlich, professionell und ohne großes Aufheben. Andere stellten Baumaschinen zur Verfügung, organisierten Material oder halfen einfach mit Schaufel, Besen und Händen. Vielleicht ist genau das die wichtigste Botschaft dieser schweren Tage: Wenn es darauf ankommt, wird nicht lange gefragt, wer zuständig ist oder wer welchen Vorteil davon hat. Dann wird geholfen. Ohne Diskussionen. Ohne Schlagzeilen. Ohne Erwartung einer Gegenleistung. Natürlich wird es Zeit geben, Fragen zu stellen. Wie konnte es dazu kommen? Welche Schutzmaßnahmen sind notwendig? Was muss verbessert werden? Heute aber sollen sie warten. Heute stehen jene im Mittelpunkt, die schwere Schäden erlitten haben. Unser Dank gilt all jenen, die mit ihrem Einsatz, ihrem Mut, ihrer Kraft und ihrer Hilfsbereitschaft dafür gesorgt haben, dass aus dieser Naturkatastrophe nicht noch Schlimmeres geworden ist. Die Welle der Solidarität ist beeindruckend: Zahlreiche Spenden sind in den vergangenen Wochen für die vom Murenabgang betroffenen Familien eingegangen. Wer helfen möchte, kann dies weiterhin tun: Der Bäuerliche Notstandsfonds sammelt im Auftrag der Stadt Meran Spenden zugunsten der betroffenen Familien. Jede Unterstützung, ob groß oder klein, hilft.

Vergelt’s Gott!

LANA/VÖLLAN

Neuprojekt im Gewerbegebiet Völlan

Im Gewerbegebiet Völlan ist in der Handwerkerzone ein neues Gebäude entstanden. Mit der Planung wurde das Architektenbüro „Plan B“ von Arch. Matthias Bormuth und Arch. J. Sebastian Tischer beauftragt.

Das Projekt umfasst die Erweiterung und Fertigstellung eines Rohbaus, der über zwanzig Jahre teilweise leer und ungenutzt blieb. Es vereint unterschiedliche Nutzungen, anspruchsvolle

topografische Gegebenheiten und die Herausforderung, den Betrieb der Brennerei während der gesamten Bauzeit aufrechtzuerhalten. Im Folgenden gibt Architekt Sebastian Tischer

Einblicke in die wichtigsten planerischen, statischen und gestalterischen Entscheidungen.

Herr Tischer, wie sind Sie bei der Planung der bestehenden

Bausubstanz umgegangen, insbesondere im Hinblick auf den laufenden Betrieb der Brennerei Felsenriss? Gab es besondere Herausforderungen bei der Verbindung von Alt- und Neubau?

Der laufende Betrieb der Brennerei war zu gewährleisten, da auch der Verkaufsraum im Gebäude untergebracht ist. Das war deshalb möglich, weil einerseits der Zugang zur Baustelle von der Mayenburgstraße aus für die oberen Stockwerke gegeben war und in den Stockwerken mit dem Betrieb keine großflächigen Arbeiten durchgeführt wurden. Der Kran konnte auf dem Nachbargrundstück der Firma Braun aufgestellt werden. Die enge und partnerschaftliche Zusammenarbeit beider Unternehmen erwies sich dabei als großer Vorteil: Durch die optimale Nutzung der verfügbaren Flächen entstand für beide Seiten ein Mehrwert. Während die Firma Braun auf ihrem Grund-

stück ein überdachtes Hochregallager realisieren konnte, entstanden für Felsenriss großzügige Garagen mit einem ansprechenden Innenhof. Darüber hinaus übernahm die Firma Braun sämtliche Holzbauarbeiten – vom Dachstuhl bis zur Fassadengestaltung –und führte diese termingerecht sowie in hoher handwerklicher Qualität aus. Statisch mussten nur die Stahlstützen im Erdgeschoss verstärkt werden. Das bestehende Gebäude wurde 2001 errichtet. Die bestehende statische Struktur war ausreichend für das zusätzliche Parkdeck ausgelegt, sodass keine weiteren Verstärkungen notwendig waren, wie bereits im Vorfeld statisch nachgewiesen worden war.

Die Aufstockung um ein Geschoss und das darüber liegende überdachte Parkdeck stellen eine deutliche Erweiterung dar. Welche statischen und logistischen Überlegungen waren hier ausschlaggebend, und wie wurde die Erschließung über die Mayenburgstraße technisch gelöst?

Die Geländesituation mit der hohen Felswand zur Mayenburgstraße und deren Verlauf erlauben es, dass die drei obersten Stockwerke jeweils von der Mayenburgstraße erschlossen werden können. Auf Höhe des 2. Obergeschosses befindet sich eine bestehende Zufahrt zum Grundstück. Dadurch konnten im Bereich der seitlichen Erweiterung Garagen errichtet werden. Das 3. Obergeschoss ist

mit einer Fußgängerbrücke mit dem Fußweg entlang der Mayenburgstraße verbunden. Das neue Parkdeck im 4. Obergeschoss ist über eine großzügige Rampe erschlossen und bietet überdachte Parkplätze und Fahrradabstellplätze.

In den beiden Stockwerken unter dem Parkdeck sind nun Betriebswohnungen, Büros und Dienstleistungsflächen untergebracht. Wie haben Sie die unterschiedlichen Nutzungen – produzierendes Gewerbe (Brennerei) und Wohnungen/Arbeiten - räumlich und schalltechnisch voneinander getrennt?

Das Gebäude bietet die übliche Mischung von Nutzungen

AUSFÜHRUNG DER GESAMTEN MALER- UND

Nals – Tel. 366 404 93 72

in einer Gewerbezone. Es können Dienstleistungen, Gewerbe, Lager und die dazugehörigen Betriebswohnungen untergebracht werden. Da sich die Art der Nutzung erst mit dem Kauf/ Verkauf endgültig entscheidet, muss während der Planung an alle Eventualitäten gedacht werden. Außerdem besitzen die bestehenden und neuen Strukturen unterschiedliche schalltechnische Eigenschaften. Aus diesem Grund wurden die Trennwände der Einheiten mit zusätzlichen Schallschutzwänden verbessert, die gleichzeitig als Installations-

wände dienen, wodurch ein zeitgemäßer Schallschutz gewährleistet ist.

Der Gewerbepark liegt im Gewerbegebiet von Völlan. Welche gestalterischen oder materialbezogenen Entscheidungen haben Sie getroffen, um das erweiterte Gebäude harmonisch in die bestehende Umgebung einzufügen?

Unser Neubauprojekt im Gewerbegebiet Völlan stellt exemplarisch dar, wie ein hoher Baukörper durch kluge gestalterische und materialbezogene Entscheidungen nicht nur in eine bestehende

Florin BAU S.R.L

Ausführung der Baumeisterarbeiten

Seit 2006 bauen wir für Ihren Erfolg. Qualität, Zuverlässigkeit und Kompetenz am Bau – seit 20 Jahren Ihr starker Partner.

Bebauungsstruktur integriert, sondern auch aufgewertet werden kann. Besonders hervorzuheben ist die Gliederung über Balkone sowie Vor- und Rücksprünge. In einer heterogenen Umgebung, wie sie Gewerbegebiete oft darstellen, besteht die Gefahr, dass ein hohes Gebäude als Fremdkörper wirkt. Hier gelingt es, durch die vertikale und horizontale Unterteilung die Massivität optisch zu brechen und Bezüge zu den Nachbargebäuden herzustellen. Die stockwerkübergreifenden Geländeelemente sind ein kluger Kunstgriff.

Sie verbinden die Geschosse zu einem fließenden Ganzen, bieten aber gleichzeitig auf den Balkonen Nischen für Privatsphäre – ein sinnvoller Kompromiss zwischen repräsentativer Fassade und menschlichem Maßstab. Die Entscheidung, das Dach über dem Parkdeck flach geneigt auszuführen und durch leichte Stützenpaare vom Baukörper abzuheben, ist gestalterisch und funktional überzeugend. Der „schwebende“ Eindruck mildert die Schwere des Volumens und schafft einen eleganten vertikalen Abschluss. Die Doppelnutzung der Dachfläche –

extensiv begrünt in Kombination mit einer Photovoltaikanlage –ist ökologisch vorbildlich sinnvoll. Die Materialpalette zeigt eine bewusste Bodenständigkeit. Verputzte Oberflächen in unterschiedlichen Farben gliedern die Fassade, ohne aufdringlich zu wirken. Entscheidend ist die Integration von Natursteinen für die Stützmauern und den neugestalteten Fußweg. Dieses Material schafft eine physische und visuelle Brücke zur Landschaft und

zum Ortskern. Die Verbreiterung des Fußwegs entlang der Mayenburgstraße ist eine pragmatische und notwendige Verbesserung der Aufenthaltsqualität und Sicherheit für Fußgänger – sie zeigt, dass das Projekt über den Grundstücksrand hinausdenkt. Besonders hervorzuheben ist die Wiederverwendung des Holzes aus dem abgebrochenen Dachstuhl. Auch wenn das ursprüngliche Gebäude selbst keine historischen Bauteile im klassischen

Sinne enthielt (da es nur als Rohbau bestand), verleiht eine Verwendung des Altholzes für die Fußgängerbrücke und die Gelän-

derelemente dem Neubau eine subtile, aber authentische Patina.

Markus Auerbach

SCHNALS

Viel Geschichte. Wenig verändert.

Wer den Oberraindlhof kennt, wird ihn wiedererkennen.

Denn verändert wurde nur, was sich verändern musste. Das, was den Hof seit Jahrhunderten ausmacht, blieb bestehen. Das historische Stammhaus, dessen

Geschichte bis ins Jahr 1581 zurückreicht, erzählt noch immer dieselbe Geschichte. Von Menschen, die hier gelebt, gearbeitet und Generation für Genera-

tion weitergebaut haben. Genau dieser Geschichte wollten sich Benjamin Raffeiner und Andrea Nischler verpflichtet fühlen, als sie den Oberraindlhof in diesem

Frühjahr behutsam weiterentwickelten. Die Idee war nie, etwas Neues zu schaffen. Die Idee war, das Bestehende besser werden zu lassen.

Räume, die heute besser funktionieren

In den vergangenen Monaten wurde deshalb jener Gebäudeteil, der an das historische Stammhaus anschließt, neu organisiert. Der Bestand blieb dort erhalten, wo er Geschichte erzählt. Dort, wo Räume den heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht wurden, entstanden neue Lösungen. Besonders sichtbar wird das in der neuen Bar. Der frühere Barbereich

war klein und funktional. Heute bietet er den Platz, den das Haus schon lange gebraucht hat: einen Ort, an dem Gäste nach dem Abendessen zusammenkommen, ein Glas Wein genießen und den Tag in Ruhe ausklingen lassen. Gerade an den Freitagabenden, wenn Livemusik den Raum erfüllt, wird daraus das, was der Oberraindlhof schon immer war: ein Treffpunkt für Gäste, Einheimische und Freunde des Hauses.

Mit Respekt vor dem Alten

Der Umbau verlangte besonderes Fingerspitzengefühl. Der angrenzende Gebäudeteil wurde bis auf das Erdgeschoss zurückgebaut und neu errichtet. Direkt daneben blieb das rund 300 Jahre alte Stammhaus unberührt. Gerade diese unmittelbare Verbindung zwischen Alt und Neu machte die Arbeiten anspruchsvoll. Jeder Eingriff musste so erfolgen, dass

die historische Substanz erhalten blieb. Das Ergebnis fügt sich heute selbstverständlich in den gewachsenen Hof ein – als wäre es schon immer da gewesen.

Mehr Raum.

Gleicher Charakter. Auch die vier bestehenden Gästezimmer wurden vollständig neu gedacht. Durch die neue Raumaufteilung entstanden großzügigere Zimmer mit

mehr Komfort, ohne den Charakter des Hauses zu verlieren. Holz, Proportionen und Atmosphäre folgen weiterhin jener schlichten Ehrlichkeit, die den Oberraindlhof seit Generationen prägt. Verwendet wurden vor allem Materialien aus der Region. Schnalser Naturstein und heimisches Zirbenholz verbinden traditionelle Handwerkskunst mit zeitgemäßem Wohnkomfort. Ergänzt werden die Zimmer durch neue Terrassen, die den Blick hinaus in die Schnalser Bergwelt öffnen.

Ein Ort für Wein

Wo sich früher die Bar befand, entstand ein neuer Weinerlebnisraum. Mehr als 500 Etiketten finden hier ihren Platz. Der Raum bietet die Möglichkeit für Verkostungen, persönliche Gespräche und besondere Weinmomente – ganz ohne Inszenierung, sondern so, wie es zum Haus passt.

Seit Generationen in Familienhand

Der Oberraindlhof gehört seit 1880 der Familie Raffeiner. Heu-

te führen Benjamin Raffeiner und Andrea Nischler den Hof gemeinsam mit den Seniorchefs Helmuth und Elisabeth sowie Bruder Patricks Unterstützung in die nächste Generation. Noch immer erzählen die alten Stuben, die Holzbalken und viele kleine Details vom früheren Leben am Hof. Manche Geschichten sind bis heute sichtbar. So liegt etwa das ehemalige Zimmer des Urgroßvaters direkt über der Bauernstube – nicht zufällig. Weil früher nur die Stube beheizt wurde, nutzte man die aufstei-

gende Wärme, um auch den darüberliegenden Raum warm zu halten. Der Oberraindlhof war nie ein Ort, der Geschichte ausstellt. Er lebt sie.

Gemeinsam mit der Region Auch bei der Umsetzung setzte die Familie bewusst auf Menschen aus der Umgebung. Vom Planungsbeginn bis zur Fertigstellung arbeiteten ausschließlich regionale Handwerksbetriebe am Projekt mit. Für Benjamin Raffeiner und Andrea Nischler war

Wir bedanken uns für den Auftrag und das entgegengebrachte Vertrauen

AUSFÜHRUNG DER FIESENLEGERARBEITEN UND NATURSTEINARBEITEN

Ich bedanke mich bei der Familie Raffeiner für das entgegengebrachte Vertrauen.

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Meisterbetrieb

das selbstverständlich. Wer den Wert eines Hauses wie des Oberraindlhofs versteht, weiß auch, dass Qualität dort entsteht, wo Vertrauen, Erfahrung und Verbundenheit zusammenkommen. Die Zusammenarbeit verlief partnerschaftlich und auf Augenhöhe. Sämtliche Arbeiten konn-

ten sogar früher abgeschlossen werden als ursprünglich geplant. So beginnt für den Oberraindlhof kein neues Kapitel. Sondern die behutsame Fortsetzung einer Geschichte, die seit Jahrhunderten geschrieben wird.

Rezepttipp

No-Bake

Zitronentorte

für heiße Sommertage

Zutaten: Tortenboden: 70 g weiche Butter, 150 g

Butterkekse Creme: 500 g Skyr/Joghurt, 200 g Frischkäse, 60 g Puderzucker, Schalenabrieb von 2 Zitronen, 30 g Zitronensaft, 15 g Gelatine Fix

Zitronen-Topping: 100 g Zitronensaft, 200 g Maracujasaft/Orangensaft, 20 g Speisestärke, 30 g Zucker, 1 Prise Salz

Anleitung: Vermengt Kekskrümel und weiche Butter und drückt die Masse als Boden in eine Springform (20 cm). Zum Aushärten kalt stellen. Zitronen auspressen und mit Joghurt, Frischkäse, Zitronensaft, Zitronenabrieb und Puderzucker verrühren. Gelatine Fix zugeben und eine Minute weiterrühren. Die Creme auf dem Keksboden verteilen und erneut kalt stellen. Für das Topping alle Zutaten im Topf verrühren, kurz aufkochen und abkühlen lassen. Anschließend auf die Zitronencreme geben. Die Zitronentorte mindestens 3 - 4 Stunden im Kühlschrank gelieren lassen.

Quelle: www.backenmitminis.de

Buchtipp

Wissen

Kurioses über den Pfau!

Pfauen kommen eigentlich aus Indien und Sri Lanka. Dort leben sie in hügeligem Gelände im Dschungel, besonders gerne in Wassernähe. Am frühen Morgen und abends kommen sie aus dem Dschungel heraus, um auf den Feldern nach Nahrung zu suchen. Da Pfaue gerne junge Kobras fressen, mögen Inder sie gerne in ihrer Nähe. Außerdem warnen die Pfaue mit lauten Rufen vor nahenden Tigern und Leoparden, die ihre natürlichen Feinde sind. In vielen Ortschaften findet man daher zahme Pfauen, die auch schon mal auf Bäumen mitten im Ort übernachten.

Rätsel

Welches Sinnesorgan der Schildkröte funktioniert viel besser als das des Menschen?

a) Augen

b) Nase

c) Ohren

Es gibt was zu gewinnen.

Memory für die ganze Familie!

Das NEINhorn-ABC

Autorin: Kling, Marc - Uwe

Verlag: Carlsen

ISBN-13: 978-3551523228

Alter: 3 - 8 Jahre

Thema: Selbstbehauptung

Schreib die Antwort auf eine Karte und schick sie uns mit Angabe deines Alters bis Monatsende an: „Die BAZ“, Industriestr. 1/5, 39011 Lana oder per E-Mail an info@diekinderwelt.it

Die Gewinnerin der Juni-BAZ heißt Katharina Marmsoler, 4 Jahre

Liebe Eltern, ab Herbst sind in unserer Bärchenstube in Obermais wieder Betreuungsplätze für Kinder ab 9 Monaten frei. Unsere pädagogische Leitung setzt sich bei Interesse gerne mit Ihnen in Verbindung. Eine Mail an uns genügt.

P.S.: Wer sich zuerst verbindlich anmeldet, bekommt die fixe Platzzusage.

Wir freuen uns auf Sie und Ihre Kinder!

Euer DIE KINDERWELT Team

Quelle:

Residence Astrid – ein Neubau mit hohen Standards

Das Wohnprojekt „Residence Astrid“ in der Meraner Goethestraße zeigt eindrucksvoll, wie moderne Stadtentwicklung und Wohnqualität Hand in Hand gehen können. Bauherr des Projekts ist die Roman Bau GmbH aus Hafling, die hier ein hochwertiges Wohnbauprojekt realisiert hat.

Hier wurde nicht einfach saniert, ein kompletter Neubau mit hohen energetischen und gestalterischen Standards realisiert, das verdient Anerkennung. Die Entscheidung für einen vollständigen Abbruch und Neubau statt einer kostengünstigeren Sanierung zeugt von Weitsicht und dem Bekenntnis zu nachhaltiger Architektur.

Komfort und Alltagstauglichkeit Hervorzuheben ist insbesondere die durchdachte Lage. Die direkte Nähe zum Stadtzentrum und zum Hauptbahnhof sorgt für kurze Wege zu Geschäften, Dienstleistern und öffentlichen Verkehrsmitteln. Durch die Nähe zum Hauptbahnhof ist das Pro-

jekt ideal für Berufspendler, die schnell und in Umlandgemeinden oder größere Städte gelangen möchten. Die Bewohner können auf das Auto verzichten oder dessen Nutzung reduzieren, da Ein-

käufe, Arbeit und Freizeitaktivitäten zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind – das senkt den CO2-Fußabdruck. Kurze Wege bedeuten weniger Zeit im Ver-

Planung und Ausführung des Projektes

Studio Geom. Gufler Robert

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kehr und mehr Freiraum für Familie, Hobbys oder Entspannung. Zentrumsnahe Lagen sind sehr gefragt und behalten langfristig ihren Wert – sowohl für Eigennutzer als auch für Investoren.

Viel Licht und Platz im Haus

Das resultierende Wohnhaus umfasst insgesamt 23 Wohneinheiten und erstreckt sich über fünf Obergeschosse sowie drei

Untergeschosse. In den Untergeschossen befinden sich nicht nur geräumigen Garagen mit ausreichend Stellplätzen, sondern auch die notwendigen Kellerräume. Ein besonderes Augen-

merk wurde auf die barrierefreie Erschließung gelegt. Sämtliche Räumlichkeiten wurden gemäß den Richtlinien für behindertengerechte Zugänglichkeit geplant, und die vertikale Er-

schließung erfolgt komfortabel über einen Aufzug. Das 1.352 m² große Grundstück und liegt in der Bauzone B1, was die planerischen Möglichkeiten vorgab. In Bezug auf Energieeffizienz und Nachhaltigkeit setzt die Residence Astrid hohe Maßstäbe. Die gesamte Anlage entspricht dem anspruchsvollen Standard „Klimahaus A natur“. Dies wird durch eine zentralisierte Heiz-

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anlage mit Wärmepumpe und Wärmemengezählern pro Wohneinheit sowie eine Photovoltaik

weiteren Ausstattung gehören eine Bodenheizung mit Raumthermostatregulierung sowie

und die Wohnqualität genügen höchsten Ansprüchen. Die Wohnungen zeichnen sich

sen in den Nassräumen sowie Marmor in den Gängen gestaltet. Bäder und WCs erhielten eine

Lieferung und Verlegung von Fliesen und Holzböden

klassige Sanitärkeramik und raumhohe Fenster runden das Bild eines in bester Qualität

errichteten und ausgestatteten Wohnhauses ab. Die Zusammenarbeit mit der Roman Bau GmbH als Auftraggeber und dem Studio Geom. Gufler Robert, der uns den technischen Bericht zur Verfügung gestellt hat, unterstreicht die fachliche Seriosität des Projekts. Solche ambitionierten Vorhaben sind ein wichtiger Baustein, um Meran als moderne, lebenswerte Stadt weiterzuentwickeln – ohne dabei auf hohe Wohn-

standards und Ästhetik zu verzichten. Zusammenfassend präsentiert sich die Residence Astrid somit als ein durchdachtes, nachhaltiges und komfortables Wohnprojekt, das durch seine Kombination aus zentraler Lage, barrierefreiem Zugang, energetischer Effizienz und hochwertiger Innenausstattung überzeugt.

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Die Küche als Mittelpunkt Ihres Zuhauses

Früher ein Raum zum Kochen, heute oft der Mittelpunkt des Zuhauses.

Eine moderne Küche soll vor allem praktisch sein. Kurze Wege zwischen Kühlschrank, Spüle und Herd erleichtern die Arbeit. Genügend Arbeitsfläche sorgt dafür, dass das Kochen angenehm und einfach wird. Auch ausreichend Stauraum ist wichtig. Schubladen mit Vollaus-

Trend. Holz sorgt für Wärme und Gemütlichkeit, während Glas oder Stein der Küche eine moderne Note verleihen. So entsteht ein Raum, in dem man sich gerne aufhält.

Ein Ort zum Leben und Genießen

Eine Kochinsel bietet zusätzliche Arbeitsfläche. Auch moderne Elektrogeräte gehören zu einer guten Küche. Sie arbeiten leise, sparen Energie und machen den Alltag leichter. Backöfen mit vielen Funktionen, Induktionskochfelder oder große Kühlschränke bieten viel Komfort. Gleichzeitig

schonen die Umwelt und den Geldbeutel. Wer seine Küche gut plant, hat viele Jahre Freude daran. Die perfekte Küche muss nicht besonders groß oder teuer sein. Viel wichtiger ist, dass sie zu den Menschen passt, die sie täglich nutzen. Sie soll funktional, gemütlich und langlebig sein.

Wenn aus einer Idee eine

Traumküche wird

Was eine Traumküche ausmacht, verrät die langjährige Einrichtungsberaterin Evelyn Gschnell von Untermarzoner im Interview.

Was macht eine Traumküche eigentlich aus?

Küchen by Untermarzoner: Eine Traumküche beginnt nicht mit einer Front oder einer Arbeitsplatte – sie beginnt mit den Menschen, die darin leben. Jeder Kunde hat andere Gewohnheiten, Ansprüche und Wünsche. Unser Ziel ist es, diese genau zu verstehen und daraus eine Küche zu entwickeln, die nicht nur optisch begeistert, sondern den Alltag über viele Jahre bereichert.

Worauf legen Sie bei der Planung besonderen Wert?

Für uns entscheidet das Detail über die Qualität. Ergonomie, Stauraum, Licht, Materialübergänge, Griffvarianten oder die perfekte Arbeitshöhe – all das fließt in die Planung ein. Jede Entscheidung wird bewusst getroffen. So entsteht ein harmonisches Gesamtkonzept, das Design und Funktion auf höchstem Niveau vereint.

Warum spielt Ihr Showroom dabei eine so wichtige Rolle?

Eine hochwertige Küche sollte man nicht nur auf einem Bildschirm betrachten. In unserem Showroom können unsere Kunden Materialien vergleichen, verschiedene Oberflächen mit den Händen fühlen, Auszüge testen, Beleuchtung erleben und hochwertige Geräte selbst ausprobieren. Erst wenn man Holz, Naturstein oder innovative Oberflächen berührt und erlebt, entwickelt man ein echtes Gefühl für die eigene Traumküche.

Was unterscheidet Ihre Küchen von einer Standardlösung?

Wir verkaufen keine Küchen von der Stange. Jede Planung ist individuell und perfekt auf Raum und persönliche Wünsche abgestimmt. Hochwertige Materialien, präzise Verarbeitung und durchdachte Lösungen machen jede Küche einzigartig. Wir begleiten unsere Kunden von der ersten Idee bis zur fertigen Montage.

Welche Rolle spielt Qualität?

Qualität zeigt sich nicht nur auf den ersten Blick. Sie steckt in der Auswahl der Materialien, in langlebigen Beschlägen, in perfekt abgestimmten Details und in einer sorgfältigen Montage. Eine Küche ist eine Investition für viele Jahre. Deshalb setzen wir kompromisslos auf hochwertige Ausführungen und nachhaltige Lösungen.

Was wünschen Sie sich, wenn Kunden ihre neue Küche zum ersten Mal betreten?

Wir möchten, dass Sie sich sofort zu Hause fühlen. Wenn aus einer Idee Wirklichkeit wird und jedes Detail perfekt passt, ist das für uns etwas Besonderes. Eine Traumküche soll nicht nur beeindrucken, sondern ein Ort sein, an dem gekocht, gelacht und gelebt wird. Dafür stehen Küchen by Untermarzoner: individuelle Planung, höchste Qualität und Liebe zum Detail.

Mehr als nur Traumküchen Küchen by Untermarzoner steht nicht nur für außergewöhnliche Küchen. Zum Sortiment gehören auch hochwertige Möbel für den gesamten Wohnbereich – von stilvollen Garderoben über exklusive Sofas bis hin zu eleganten Wohnwänden und maßgeschneiderten Einrichtungslösungen. Dabei gelten dieselben Ansprüche wie bei jeder Küche: erstklassige Materialien, präzise Verarbeitung, zeitloses Design und höchste Qualität. So entstehen Wohnräume, die perfekt auf die Persönlichkeit und die Bedürfnisse ihrer Bewohner abgestimmt sind – alles aus einer Hand.

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Raumausstattung –Wohlfühlen

beginnt zuhause

Eine durchdachte Raumausstattung verbindet Komfort, Funktion und Stil und macht aus vier Wänden ein Zuhause, in dem man sich jeden Tag gerne aufhält.

Farben, Materialien, Licht und Textilien prägen die Atmosphäre eines Raumes. Neben Möbeln tragen auch Böden, Vorhänge, Teppiche oder Sonnenschutz dazu bei, dass Wohnräume har-

monisch und einladend wirken. Natürliche Materialien wie Holz, Stein oder hochwertige Stoffe liegen dabei besonders im Trend. Sie verleihen Räumen Wärme und schaffen eine angenehme

Wohnatmosphäre. Helle Farben sorgen für Freundlichkeit und lassen Räume größer wirken, während gezielt eingesetzte Akzente Persönlichkeit und Charakter unterstreichen.

Komfort im Alltag

Eine gute Raumausstattung verbindet Ästhetik und Funktion. Vorhänge verbessern die Akustik, Teppiche schaffen Gemütlichkeit und ein passender Son-

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KG. 39012 meran-merano via cavour-straße 88 tel. 0473 23 66 48 fax 0473 23 66 48 info@schrottwalter.it www.schrottwalter.it

nenschutz schützt vor Hitze und neugierigen Blicken. Gleichzeitig bleibt ausreichend Tageslicht erhalten und das Raumklima wird spürbar verbessert. Hochwertige Materialien überzeugen durch Langlebigkeit, einfache Pflege und zeitlose Optik. So

entstehen Wohnräume, die den Alltag erleichtern und über viele Jahre Freude bereiten.

Wohnqualität mit Zukunft

Auch Nachhaltigkeit gewinnt bei der Einrichtung immer mehr an

Bedeutung. Viele Menschen entscheiden sich bewusst für langlebige Produkte, natürliche Rohstoffe und zeitlose Designs. Wer Qualität wählt, investiert nicht nur in ein schönes Zuhause, sondern auch in eine nachhaltige Wohnkultur. Denn eine gelunge-

ne Raumausstattung ist weit mehr als Dekoration. Sie verbindet Funktion und Behaglichkeit und macht aus jedem Raum einen Ort, an dem man sich rundum wohlfühlt und gerne Zeit verbringt.

Redaktion

Wenn Lüften nicht mehr reicht

Früh am Morgen werden Fenster geöffnet, doch die Abkühlung hält oft nicht lange. Entscheidend ist nicht ein einzelner Baustoff, sondern das Zusammenspiel von Sonne, Fenstern, Verschattung, Dämmung, Speichermasse und Lüftung.

Wenn der Morgen keine Abkühlung bringt

Am Morgen strömt kühlere Luft ins Haus. Danach werden Fenster geschlossen und Beschattungen aktiviert. Trotzdem steigt die Temperatur wieder. Denn nicht nur die Luft, auch Wände, Böden und Möbel speichern Wärme. Bleiben die Nächte warm, kann das Gebäude sie kaum abgeben. In Tallagen kann sich Hitze über Tage aufbauen. In höheren Lagen sind Nächte oft kühler, wodurch Gebäude besser auskühlen.

Viel Wärme kommt durchs Fenster Direkte Sonneneinstrahlung durch Glasflächen ist der größte Wärmeeintrag. Außenliegender Sonnenschutz ist deshalb deutlich wirksamer als Vorhänge im Raum: Die Strahlung wird abgefangen, bevor sie ins Gebäude gelangt. Auch Dächer, Fassaden, Geräte und Bewohner

tragen zur Erwärmung bei. Große Fenster sind nicht grundsätzlich problematisch – entscheidend sind Ausrichtung, Größe und Verschattung. Traditionelle Elemente wie Fensterläden oder Dachvorsprünge erfüllen diese Aufgabe seit jeher.

Lüften hilft nur zur richtigen Zeit

Querlüften wirkt nur, wenn die Außenluft kühler ist als innen – also nachts und frühmorgens. Wird es draußen wärmer, sollten Fenster geschlossen bleiben. Gekippte Fenster bringen an heißen Tagen meist zusätzliche Wärme herein. In sehr warmen Nächten stößt natürliche Kühlung an Grenzen. Ventilatoren senken nicht die Raumtemperatur, verbessern aber das Wärmeempfinden.

Dämmung ist nicht Speichermasse

Dämmung verlangsamt den Wärmedurchgang durch Dach

und Wand. Speichermasse nimmt Wärme auf und gibt sie zeitverzögert wieder ab. Beide erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Massivholz kann hier Vorteile bieten: Es speichert Wärme gut und verzögert deren Weitergabe. Dadurch trifft die größte Hitze oft erst zeitversetzt im Innenraum ein. Gleichzeitig werden Temperaturspitzen abgeflacht. Diese Wirkung entsteht bei vergleichsweise geringem Gewicht und mit zusätzlicher Feuchteregulierung.

Auch mineralische Bauweisen können gute Ergebnisse liefern – entscheidend ist immer das Gesamtsystem. Wichtig bleibt: Ohne ausreichende Nachtabkühlung sammelt sich Wärme im Gebäude. Eine leimfreie Massivholzwand kann daher ein sinnvoller Bestandteil sein. Sie ersetzt jedoch weder Sonnenschutz noch gute Planung oder richtiges Lüften.

Sommerkomfort beginnt auf dem Plan

Bei höheren Temperaturen können Baustoffe und Möbel mehr flüchtige Stoffe abgeben. Dazu kann auch Formaldehyd gehören. Wie stark dies geschieht, hängt von Material, Alter, Luftwechsel und Feuchtigkeit ab. Moderne Holzwerkstoffe können sehr emissionsarm sein. Bei einer leimfreien Massivholzwand entfallen Klebstoffe im tragenden Bauteil. Das reduziert mögliche Quellen, macht ein Gebäude aber nicht automatisch schadstofffrei. Auch Innenausbau und Einrichtung spielen eine Rolle. Bei Neubau und Sanierung sollten Ausrichtung, Fensterflächen, Verschattung, Speichermasse und Nachtlüftung gemeinsam geplant werden. Auch Bäume oder Dachvorsprünge helfen. Ein angenehmes Sommerklima entsteht durch das Zusammenspiel aller Faktoren – nicht durch einen einzelnen Baustoff.

Schenna entwickelt sich weiter

Der Bau der neuen Turnhalle, die Aufwertung des Ortskerns sowie die Herausforderungen Wohnen und Mobilität – diese zentralen Themen stehen in Schenna an.

Im Interview mit der Bürgermeisterin Annelies Pichler spricht sie über die drängendsten Projekte, die Herausforderungen der Umsetzung und Schenna als Wirtschaftsstandort.

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Sie wurden 2025 als Bürgermeisterin von Schenna bestätigt. Welche drei Herzensprojekte möchten Sie in dieser zweiten Amtsperiode unbedingt weiter voranbringen bzw. umsetzen?

Naifstrasse 8 • 39017 Schenna

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Annelies Pichler: Wir haben gleich am Anfang der letzten Periode das Dorfkonzept „Schenna.Weiter. Denken“ gemeinsam mit Bürgern, Vereinen, Verbänden, aber vor allem mit dem

Gemeinderat erarbeitet. Nun ist es unser Kompass, mit dem wir durch die Verwaltungsperioden navigieren möchten. Wir sind mitten in der Umsetzung. Das Konzept ist nicht statisch. Das

bedeutet, dass es sich auch an den äußeren Veränderungen orientiert. Von den Wertehaltungen und Grundsätzen her stellt es aber den Leitfaden dar.

Konkret werden wir zum Beispiel das Großprojekt Schulzentrum umsetzen. Nachdem die Sanierung des Kindergartens und der Neubau der Kita abgeschlossen wurden, konnten wir auch die von Grund auf sanierte Grundschule eröffnen. Jetzt geht es weiter mit einem Projekt, das schon lange auf der Agenda stand: dem Neubau der Turnhalle. Die bisherige ist viel zu klein und wird den Ansprüchen der Schule wie auch der Sportvereine nicht mehr gerecht.

Was ist hier konkret der aktuelle Stand?

Wir haben die Finanzierung für den Bau gesichert und werden im Herbst mit den Arbeiten beginnen können. Ein zweites Projekt liegt in der Ausarbeitung des Gemeindeentwicklungskonzepts. Mit „Schenna. Weiter. Denken“ haben wir die wesentlichen Inhalte bereits erarbeitet, nun ging es darum, auch die gesetzlichen und urbanistischen Parameter zu definieren. Der entsprechende Gemeinderatsbeschluss mit der Einleitung des Genehmigungsverfahrens wurde im Juli gefasst.

Im nächsten Jahr hoffen wir dann auch den entsprechenden Landesbeschluss dafür zu erhalten. Mein bzw. „unser“ drittes Herzensprojekt ist die Aufwertung des Dorfzentrums. Die von der Gemeinde angekaufte „Moarwiese” zwischen Altersheim und Schennerhof ist Teil der geplanten Aufwertung. Hier befinden wir uns bereits in der Projektierungsphase. Sie soll der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden.

Kommen wir zu Schenna als Wirtschaftsstandort: Schenna ist dementsprechend recht gut aufgestellt. Der Tourismus läuft nach wie vor als Motor. Wie stellen Sie sicher, dass die Sektoren Hand in Hand gehen und Schenna weiterhin ein vielseitiger Wirtschaftsstandort bleibt?

Der Tourismus ist tatsächlich der treibende Wirtschaftsmotor in Schenna, von dem die anderen Wirtschaftszweige und zum Teil auch die Landwirtschaft profitieren. Das macht die Stärke und gleichzeitig die Herausforderung Schennas aus. Beim Tourismus haben wir uns sowohl in unserem Dorfkonzept als auch im Einvernehmen mit den Tourismustreibenden geeinigt: Es braucht Fokus auf Qualität und eine Konsolidierung in der Quantität.

Hier sind die Betriebe gut unterwegs, versuchen sich innovativ aufzustellen; Tourismustreibende berichten immer wieder von Schwierigkeiten zum Beispiel im Bereich Personalakquise und Kontinuität. Aber die Betriebe sind rührig und stellen Weichen, um auch für die Nachfolge attraktiv zu bleiben. Ich denke und sehe, hier wird bereits viel getan.

Schenna hat eine gut funktionierende Nahversorgung… … ja, die Nahversorgung ist sicher ein Beispiel dafür, dass die lokale Bevölkerung auch vom Tourismus profitiert. Dank der Gäste im Dorf haben die lokalen Geschäfte Interesse, offen zu bleiben. Das ermöglicht es auch, dass wir sowohl einen Supermarkt in Verdins als auch zwei in Schenna haben.

Ein Dauerthema nach wie vor: der Verkehr. Viel Hoffnung ruhte auf der Standseilbahn. Wie schaut die aktuelle Situation aus?

Das Problem ist nicht so sehr der innerörtliche Verkehr, sondern die Verbesserung der Verbindungen zu den Nachbargemeinden, z.B. nach Meran. Dabei halte ich nach wie vor eine straßenunabhängige Lösung nach Me-

ran für die beste. Nur so kann die Straße entlastet werden. Wir haben zurzeit eine hohe Taktung der Verbindung zwischen Schenna und Meran. Aber unsere Busse sind entsprechend voll. Ich hoffe deshalb, dass die Leute trotzdem weiterhin den Bus nutzen, gleichermaßen aber auch dass die Bedingungen verbessert werden, dass mit einer guten Anbindung an den Zug innovative Lösungen gefunden werden; mit der Öffnung des Küchelbergtunnels erwarte ich mir nun eine Verflüssigung des Verkehrs, was helfen wird. Der Individualverkehr wird in einem verzweigten Dorf wie Schenna immer wichtig bleiben. Eine große Herausforderung bleibt die Radmobilität; hier kommen wir leider nicht recht weiter.

Worin liegt Ihrer Meinung nach die wesentliche Herausforderung in der Mobilitätsplanung? Ich bin der Meinung, Mobilität kann man nur vernetzt denken; entsprechend kann man gute Mobilitätskonzepte nur erarbeiten, wenn übergemeindlich gut zusammengearbeitet wird. Lassen Sie es mich plakativ formulieren: Schenner sind ja auch zum Teil wie Bürger von Meran, gehen dort zur Schule, ins Krankenhaus,

zu Ämtern, zum Einkaufen, usw. Entsprechend ist die größte Herausforderung, vernetzt zu denken und entsprechend zu handeln.

Wo hingegen hat Schenna den höchsten Aufholbedarf?

Eine große Baustelle bleibt das Thema „leistbares Wohnen“. Zwar entsteht im Dorf laufend Wohnraum, darunter auch der eine oder andere konventionierte, doch der Ankauf ist für Familien schlicht sehr teuer. Zwar gibt es

inzwischen entsprechende Förderungen auf Landesebene, dennoch müssen wir nach weiteren Modellen suchen. Mit dem Gemeindeentwicklungsprojekt wollen wir dieses Thema nun konkret angehen und klären, wo und wie die Gemeinde Einfluss nehmen kann, damit leistbares Wohnen möglich wird. Diese Baustelle wird uns aber sicher noch einige Zeit lang beschäftigen.

Wirtschaftsstandort

Wenn man bedenkt, dass

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Schenna bis in die 1950er Jahre noch ein kleines, für Südtirol typisches Bauerndorf war, ist es schlichtweg beeindruckend, wie das einstige Dorf sich schließlich zu einem der bedeutendsten Urlaubsorte in Südtirol entwickeln konnte. Heute zählt Schenna rund 3.033 Einwohner und erstreckt sich über eine Gesamtfläche von 4.826 Hektar. Das zweite Wirtschaftsstandbein von Schenna ist neben dem Handwerk und dem Handel die Landwirtschaft. Diese wird von

rund 200 landwirtschaftlichen Betrieben auf einer Nutzfläche von knapp 2000 ha betrieben. Der Radverleih „Bike Schmiedhans“ sowie der Feinschmeckerladen „Schenner Speckladele“ sind zwei besonders rührige Betriebe im Dorf. Einige der Schenner Handwerksbetriebe haben sich in der Handwerkerzone Naif niedergelassen, darunter auch der Heizungs- und Sanitärexperte „Luis Egger“.

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Reifeprüfung geschafft!

Feierliche Diplomübergabe im Schulgarten der FOS Meran

Ein langer Schulweg ist zu Ende gegangen: 128 Schülerinnen und Schüler der Fachoberschule für Tourismus und Biotechnologie „Marie Curie“ (FOS) in Meran haben ihre Matura erfolgreich abgeschlossen. Bei der traditionellen Diplomfeier verabschiedete die Schulgemeinschaft und Schulführungskraft Markus Dapunt die Absolventinnen und Absolventen in einem festlichen Rahmen im Garten der Schule.

Unter den großen Bäumen des Schulgartens kamen rund 430 Gäste zusammen – darunter die frischgebackenen Maturantinnen und Maturanten, ihre

Familien, Freunde, Lehrpersonen sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schule. Ge-

meinsam wurde auf einen wichtigen Meilenstein angestoßen und auf fünf Jahre Oberschul-

zeit zurückgeblickt, die von Lernen, persönlichen Erfahrungen, Herausforderungen und vielen gemeinsamen Erlebnissen geprägt war.

Die scheidenden Schülerratsvorsitzenden Vanessa Innerhofer und Madleen Wenter richteten stellvertretend für alle Abschlussklassen einige Worte an die Anwesenden. Sie erinnerten an die Höhen und Tiefen der vergangenen Jahre und daran, dass hinter dem erfolgreichen Abschluss nicht nur Prüfungen und Noten, sondern auch zahlreiche Begegnungen und Freundschaften stehen. „Wir haben es geschafft“, lautete

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ihre Botschaft. Gleichzeitig bedankten sie sich bei allen, die die Schülerinnen und Schüler während ihrer Schulzeit begleitet und unterstützt haben. Auch der scheidende Schulratspräsident Thomas Pichler nahm an der Feier teil und gratulierte den jungen Erwachsenen zu ihren Leistungen und ihrem Durchhaltevermögen. Besonders erfreulich waren die hervorragenden Ergebnisse bei der diesjährigen Abschlussprüfung. Gleich drei Schülerinnen durften sich über die Höchstbewertung von 100 Punkten freuen: Tatiana Baur aus der Klasse 5BT2 sowie Erza Sinani (5TS2) und Silvia Gaiser (5TS4). Auch darüber hinaus zeigte sich das hohe Leistungsniveau der diesjährigen Maturantinnen und Maturanten. Insgesamt 24 Schülerinnen und Schüler erzielten 90 oder mehr Punkte. Zu den besten Ergebnissen gehörten Simon Wenter mit 99 Punkten sowie Vanessa Innerhofer, Johanna Eisendle und Chiara Messner mit jeweils 98 Punkten. Emma Mair, Marija Staeva und Laura Pöhl erreichten 96 Punkte, Emily Trogmann, Marie

Pircher und Elina Schlechtleitner jeweils 95 Punkte. Weitere ausgezeichnete Ergebnisse erzielten Kathrin Huber und Alina Rabanser (94 Punkte), Lena Dissertori, Ailin Schuler, Franziska Federer und Romy Ganthaler (93), Maria Huber, Mara Hölzl und Simone Müller (92), Loreen Sprenger (91) sowie Johanna Gunsch, Anja Coser, Laurenz Walder und Madleen Wenter (90). Neben den Noten stand an diesem Tag aber vor allem der gemeinsame Abschluss einer wichtigen Lebensphase im Mittelpunkt. Die Schülerinnen und Schüler der Fachrichtungen Tourismus und Biotechnologie verlassen die Schule mit vielfältigen Kenntnissen und Erfahrungen, die sie nun in Studium, Ausbildung oder Berufsleben einbringen können. Die gesamte Schulgemeinschaft verabschiedete die Maturantinnen und Maturanten mit Stolz und den besten Wünschen für ihren weiteren Weg, verbunden mit der Hoffnung auf eine erfolgreiche und spannende Zukunft.

Thomas Kobler

Wünschewagen erfüllt Herzenswünsche

Rund 500 Wunschfahrten haben die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bisher begleitet. Damit dieses besondere Angebot auch in Zukunft möglich bleibt, steht die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs an. Dafür ist der Wünschewagen auf Spenden angewiesen. Was für viele selbstverständlich ist, wird für schwer kranke Menschen oft unerreich-

bar. Der Wünschewagen ermöglicht deshalb kostenlos und professionell besondere Erlebnisse – mit viel Menschlichkeit und Einfühlungsvermögen. Getragen wird der Dienst von 82 speziell geschulten Freiwilligen. In den vergangenen acht Jahren legten sie mehr als 145.000 Kilometer zurück und erfüllten rund 500 Herzenswünsche. Die Fahrten führten nicht

nur durch Südtirol, sondern auch nach Österreich, Deutschland, England, Rumänien, Albanien und bis nach Sizilien. Neben den laufenden Wunschfahrten steht nun die Anschaffung eines neuen Wünschewagens bevor. Das neue Fahrzeug soll noch besser auf die Bedürfnisse der Fahrgäste abgestimmt sein und modernste Sicherheitsstandards erfüllen.

Glitzersteine – Kinderführungen

am Schneeberg

Die Welt der Mineralien konnten Kinder am vergangenen Samstag bei einer Führung des Landesmuseums Bergbau am Schneeberg in Passeier kennenlernen. Gemeinsam mit dem Geologen Daniel Ungerank erkundeten sie die Halden des ehemaligen Bergbaugebiets

und entdeckten die Vielfalt der dort vorkommenden Mineralien. Mit kleinen Hämmern öffneten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Gesteine und brachten dabei glitzernde Kristalle sowie Bleiglanz, Zinkblende, kleine Granate und weitere mineralogische Besonderhei-

ten zum Vorschein. Der Geologe erklärte, wie Gesteine und Mineralien entstehen, woran sich erzhaltiges Gestein erkennen lässt und welche Erze am Schneeberg über Jahrhunderte abgebaut wurden. Außerdem vermittelte er auf anschauliche und altersgerechte Weise

Infos und Spenden

Weitere Informationen gibt es unter www.wuenschewagen.it.

Spendenkonto Wünschewagen

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Spendenzweck: Wünschewagen

Redaktion

Grundlagen der Geologie und Mineralogie. Gleichzeitig erhielten die Kinder Einblicke in die Geschichte des Bergbaus am Schneeberg und konnten das Gelernte direkt vor Ort anwenden.

Redaktion

Regionalmeisterschaften der Schwimmer mit beeindruckender Bilanz

Sowohl bei den Regionalmeisterschaften in Trient (9. bis 11. Juli) als auch bei den Regionalen Nachwuchsmeisterschaften in der Meranarena (17. bis 19. Juli) überzeugten die Meraner Schwimmerinnen und Schwimmer mit starken Leistungen. Die beiden Veranstaltungen bildeten den letzten wichtigen Formtest vor den nationalen Titelkämpfen und bestätigten die kontinuierliche Entwicklung des Teams. Besonders erfreulich waren die Ergebnisse in den Einzelbewerben ebenso wie in den Staffelrennen. Neben sechs Einzelqualifikationen für die Italienischen Sommermeisterschaften löste auch die

4×200-Meter-Freistilstaffel der Kadetten das Ticket für die nationalen Titelkämpfe.

Vier Regionaltitel

Bei den Regionalmeisterschaften in Trient gingen vier Regionaltitel an den Sportclub Meran – allesamt in den Brustbewerben. Vi-

viane Graif sicherte sich Gold über 50 und 100 Meter Brust und unterstrich damit ihre ausgezeichnete Form. Auch Paul Spitaler dominierte die beiden Brustdistanzen bei den Herren und holte ebenfalls zwei Regionaltitel. Weitere Spitzenplatzierungen erreichten die Meraner Athletinnen und Athleten in den Freistilbewerben, in denen sie auch in den Staffelrennen starke Leistungen zeigten.

Starker Auftritt in der Meranarena Auch bei den Regionalen Nachwuchsmeisterschaften vor heimischem Publikum setzte sich die Erfolgsserie fort. Mehrere Regionaltitel sowie zahlreiche weitere

Podestplätze unterstrichen die Breite und Qualität des Teams. Einen wesentlichen Anteil am hervorragenden Gesamtergebnis hatten zudem die Staffeln, die mit geschlossenen Mannschaftsleistungen überzeugten. Die Ergebnisse belegen, dass der Sportclub Meran in allen Altersklassen konkurrenzfähig ist und sich kontinuierlich weiterentwickelt. Nun richtet sich der Fokus auf die Italienischen Sommermeisterschaften, bei denen sich die Meraner Athletinnen und Athleten mit den besten Schwimmerinnen und Schwimmern des Landes messen werden.

Redaktion

Gelungener Auftakt des Freiluftkinos in der Villa Wolkenstein

Mit großem Zuspruch ist die Freiluftkino-Reihe im Garten der Villa Wolkenstein im Juli gestartet. Zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohner der Seniorenresidenz sowie viele Menschen aus der Nachbarschaft nutzten die Gelegenheit, gemeinsam einen Filmabend unter freiem Himmel zu verbringen. Die Initiative wurde vom Sozialamt der Stadtgemeinde Meran gemeinsam mit dem Bildungszentrum UPAD ins Leben gerufen. Ziel des Projekts ist es, Begegnungen zu fördern und Menschen aus unterschiedlichen Generationen und Lebensbereichen zusammenzubringen. Initiiert wurde die Filmreihe von Astrid Graif vom Sozialamt und Luigi Cirimele von UPAD. Zum Auftakt wurde der deutsche Spielfilm „Ich bin

dein Mensch“ gezeigt, der sich mit den Themen künstliche Intelligenz, Technologie und zwischenmenschliche Beziehungen auseinandersetzt. Die große Beteiligung unterstrich den Erfolg des Konzepts, das die Villa Wolkenstein für das Viertel öffnet und einen Treffpunkt für die gesamte Nachbarschaft schafft. Sozialstadtrat Stefan Frötscher betonte in seiner Begrüßung die

Bedeutung solcher Initiativen: „Projekte wie dieses zeigen, wie wichtig es ist, zugängliche und inklusive Begegnungsräume zu schaffen, die den Austausch zwischen den Generationen fördern und das Gemeinschaftsgefühl stärken.“ Auch Paul Zipperle, Vorsitzender des Stadtteilkomitees, zeigte sich erfreut über die Resonanz. Die hohe Beteiligung belege den Wunsch vieler

Menschen, kulturelle Angebote und gesellige Momente im eigenen Stadtteil gemeinsam zu erleben. Nach der Filmvorführung klang der Abend bei Erfrischungen in geselliger Atmosphäre aus. Dabei bot sich den Gästen Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und neue Kontakte zu knüpfen.

Redaktion

Con passione

Vom klassischen Repertoire über den Jazz bis zu Pop und Folk –die 41. Saison des Südtirol estival Meran.

Am 20. August leitet mit Bar Avni zum ersten Mal eine Frau das Eröffnungskonzert des südtirol festival meran. Mit dem Kammerorchester Basel und dem türkischen Pianisten Fazıl Say gestaltet die Dirigentin ein vielseitiges Programm, das von der Ouvertüre zu Mozarts Karnevalsvergnügen „La finta giardiniera” über Schostakowitschs lebensfrohes Zweites Klavierkonzert und Haydns Sinfonie Nr. 39 bis zu Beethovens berühmter Klaviersonate Nr. 23 mit dem – posthum verliehenen – Beinamen „Appassionata“ reicht. Con passione: Im Sommer und im Herbst bietet das südtirol festival meran in Meran sowie in den Schlössern und Kirchen des Meraner Umlands 26 Konzerte in acht unterschiedlichen Formaten an. Routine? Nein, danke! Im exzellent besetzten sinfonischen Programm debütieren in der prachtvollen Jugendstilarchitektur viele Musikerinnen und Musiker, die zu einer aufstrebenden neuen Generation der internationalen Klassikelite gehören, darunter die koreanische Violinistin Bomsori Kim, die im August bei den Salzburger Festspielen debütiert, der slowenische Pianist Alexander Gadjiev,

der US-amerikanische Dirigent Teddy Abrams oder die 13-jährige deutsch-armenische Violoncellistin Charlotte Melkonian. Dazu kommen die Starensembles wie das Pittsburgh Symphony Orchestra unter Manfred Honeck sowie das Seoul Philharmonic Orchestra unter Jaap van Zweden mit der Violinistin Bomsori Kim, die in 2026 in Meran ihre einzigen Konzerte in Italien geben, das Constellation Orchestra und der Constellation Choir mit Sir John Eliot Gardiner, das Mahler Chamber Orchestra unter Teddy Abrams mit Yuja Wang am Klavier, die Staatskapelle Dresden mit Daniele Gatti und der Pianistin Beatrice Rana, das von Dima Slobodeniuk dirigierte Bergen Philharmonic Orchestra mit Leif Ove Andsnes, die Camerata Salzburg mit den Pianisten Arthur und Lucas Jussen sowie das Baltic Sea Philharmonic mit Robert Treviño. Der Jazzpianist Bill Laurence stellt im Stadttheater sein neues Album „Lumen” vor, und Daniel Hope spielt dort mit der Irish-Folk-Band Lúnasa Balladen, Jigs und Reels von der „Grünen Insel”. Bei den Matineekonzerten stehen mit dem Quatuor Zaïde, der Violoncellistin Anastasia

Kobekina und der Pianistin Claire Huangci nur Frauen auf der Bühne, und auch die Musik stammt fast immer von Komponistinnen. „Dieser himmlische Ort”: Die meisten Frauen, deren Werke im Pavillon des Fleurs und im Stadttheater auf dem Programm stehen, hielten sich – wie Fanny Hensel, Clara Schumann, Amy Beach, Teresa Carreño oder Delphine von Schauroth – als Reisende oder Kurgäste in Südtirol sowie in Tirol und im Trentino auf. In diesem Jahr erhielt Claire Huangci für ihr Album „Piano Héroïnes “, das sie in Meran vorstellen wird, den „Diapason d’Or” – die „Goldene Stimmgabel“, eine der renommiertesten Auszeichnungen für klassische Musik in Frankreich. 2026 lädt das südtirol festival meran zu innovativen Konzerterlebnissen ein. Beispiele dafür sind Mozarts legendäres Requiem, das in der Pfarrkirche von Niederlana von einem achtköpfigen Ensemble (Theatre of Voices und Meta4) gespielt und gesungen wird oder die Verbindung von Bach und Samba mit dem Geiger Linus Roth und dem brasilianischen Orquestra Johann Sebastian Bach Rio – ein scharfer Cocktail, natürlich con passione.

Harry Potter & Henry Purcell Eintritt frei für Harry-Potter-Fans! Ein magischer Cocktail: Der von Altmeister John Williams komponierte Soundtrack aus den Harry-Potter-Filmen trifft auf Henry Purcells Barockoper „Dido and Aeneas“, in der – im antiken Karthago – ebenfalls gezaubert wird. Im Kursaal verlinken das von Hugo Ticciati dirigierte O/ Modernt Chamber Orchestra aus Schweden und das britische VOCES8 Scholars Ensemble die legendäre School of Witchcraft and Wizardry, wo Harry Potter im „Denkarium“ des Headmasters Albus Dumbledore Erinnerungen und Geschichte sehen kann, mit der Antike und dem 17. Jahrhundert. Purcells Oper erzählt von den amourösen Verirrungen der karthagischen Königin Dido und des trojanischen Prinzen Aeneas, der die Geliebte – von einer Zauberin getäuscht – verlässt, worauf diese sich das Leben nimmt. Die PotterConnection versetzt diesen szenisch präsentierten Märchen-Plot – mit Musik von Sting, Ligeti, Erkki-Sven Tüür und der Rockband Muse – in die Gegenwart. Kinder und Jugendliche, die mit Harry Potter-Symbolen (z.B. Brille, Zauberstab, Zauberhut, Zaubermantel oder Eule) zum Konzert kommen, erhalten freien Eintritt!

Die letzten Ferienwochen bewusst nutzen

Der Sommer ist in vollem Gange und viele von euch haben bereits einiges erlebt. Vielleicht wart ihr unterwegs, habt Zeit mit Freunden verbracht oder einfach die freien Tage genossen. Auch wenn die Ferien langsam auf ihr Ende zugehen, gibt es noch viele Möglichkeiten, die letzten Sommerwochen abwechslungsreich zu gestalten. Nutzt die Zeit, um neue Dinge auszuprobieren. Ob eine Fahrradtour, ein Ausflug in die Natur, ein kreatives Projekt oder eine sportliche Herausforderung – oft entstehen die besten Erinnerungen ganz spontan. Man muss nicht weit rei-

sen oder viel Geld ausgeben, um einen tollen Tag zu erleben. An heißen Sommertagen solltet ihr auch auf euch achten. Ausreichend trinken, Sonnencreme verwenden und zwischendurch eine Pause im Schatten machen helfen dabei, fit und gesund zu bleiben. Wer viel unterwegs ist, packt am besten eine Wasserflasche und einen kleinen Snack in den Rucksack. Neben Action und Unternehmungen darf auch Entspannung nicht fehlen. Gönnt euch bewusst Zeit ohne Handy oder Social Media und genießt Momente mit Freunden und Familie. Oft sind es gerade die ein-

fachen Erlebnisse, die lange in Erinnerung bleiben. Auch wenn der Schulstart näher rückt, besteht kein Grund zur Hektik. Die letzten Ferientage können genutzt werden, um langsam wieder in einen geregelten Rhythmus zu kommen. Wer frühzeitig an Schulmaterial, Schlafzeiten und persönliche Ziele denkt, startet entspannter ins neue Schuljahr. Der Jugenddienst Lana-Tisens wünscht euch noch viele sonnige Tage, schöne Begegnungen und unvergessliche Sommermomente. Genießt die verbleibende Ferienzeit und sammelt noch einmal richtig Energie für al-

AKTUELLES

Öffnungszeiten der Jugendtreffs: Die Treffs sind den ganzen Sommer über für euch geöffnet! Infos dazu auf der Homepage oder auf unseren Socials. Gerne könnt ihr auch mal in den anderen Treffs vorbeischauen, wir freuen uns auf euch! Take up – Lust im Sommer in öffentliche Einrichtungen reinzuschnuppern, Erfahrungen und Punkte zu sammeln, die du dann in tolle Prämien umtauschen kannst? Mach mit bei Takje up!! www.takeup-jugend.it Gardaland – 31.08.2026 von 8 bis 20 Uhr; Kosten: 45 €; Anmeldung auf unserer Homepage

les, was im Herbst auf euch wartet! Unser Tipp: Die schönsten Sommererinnerungen entstehen oft dann, wenn man einfach loszieht und etwas Neues wagt. Mit den bunten Schuhbändern setzen wir ein sichtbares Zeichen dafür, dass Vielfalt unsere Gemeinschaft bereichert. Denn jede Person ist einzigartig und wertvoll – unabhängig davon, wen sie liebt oder wie sie sich selbst definiert. Gemeinsam wollen wir auch weiterhin einen Jugendtreff gestalten, in dem sich alle willkommen fühlen und Vielfalt selbstverständlich gelebt werden kann.

Das Wichtigste in Kürze ... Auch wenn die Sommerferien langsam zu Ende gehen, bleibt noch Zeit für schöne Erlebnisse. Nutzt die letzten Ferientage für Ausflüge, Sport, krea- tive Projekte oder Zeit mit Freunden. Achtet auf ausreichend Wasser, Sonnenschutz und kleine Pausen an heißen Tagen. Legt das Handy zwi- schendurch beiseite und genießt den Moment. Wer sich langsam auf den Schulstart vorbereitet, kann entspannt ins neue Schuljahr starten.

Die 19. Südtiroler

Ritterspiele

Ein unvergessliches Erlebnis im Vinschgau

Vom 21. bis 23. August 2026 verwandelt sich Schluderns im Vinschgau erneut in eine lebendige Bühne des Mittelalters. Am Fuße der Churburg laden die 19. Südtiroler Ritterspiele zu einer einzigartigen Zeitreise für die ganze Familie ein. Spektakuläre Ritterturniere, die mitreißende Nachtreitshow „Historica“, die historische Darstellung der Calvenschlacht von 1499, ein römisches Streitwagenrennen sowie beeindruckende Feuer-, Reit- und Artistikshows sorgen für unvergessliche Erlebnisse. Auf drei Aktionsbühnen begeistern Musiker, Gaukler und Handwerker mit einem abwechslungsreichen Programm.

Auch Familien kommen voll auf ihre Kosten: Handbetriebene Karussells, Schmiedewerkstätten, Reiten auf

Haflingern und Kamelen sowie zahlreiche Mitmachaktionen sind im Eintrittspreis inklusive. Ein großer Mittelaltermarkt mit Händlern, Hand werk und kulinarischen Spezialitäten rundet das Festivalerlebnis ab. Mit neuen Attraktionen und einem erweiterten Programm zählen die Südtiroler Ritterspiele zu den größten und eindrucksvollsten Mittelalterveranstaltungen im Alpenraum. Drei Tage lang stehen Geschichte, Unterhaltung und authentisches Mittelalter-Flair im Mittelpunkt.

19. Südtiroler Ritterspiele 21. - 23. August 2026

Am Fuße der Churburg, Schluderns (Südtirol) Tel. 0473 831 190 www.ritterspiele.it

Kunst über alles

Zum 90. Geburtstag von Markus Vallazza wird Lana zum offenen Ausstellungsraum. Kuratorin Verena Kammerer erinnert an einen Künstler, für den das Werk stets an erster Stelle stand.

Am 8. August 2026 wäre Markus Vallazza 90 Jahre alt geworden. Der 1936 im Grödental geborene Zeichner, Radierer, Maler und Schriftsteller starb 2019. In Lana erinnert nun eine mehrtägige Hommage an sein Leben und Werk. Angestoßen hat sie Verena Kammerer. Für die Künstlerin und Psychologin ist Vallazza weit mehr als ein bedeutender Name der Südtiroler Kunstgeschichte: Er war ihr Mentor und Lehrer, später ihr Lebensgefährte und bis zu seinem Tod ein enger Freund.

Eine persönliche Hommage Kammerer sagt, sie habe Vallazza um 1990 im Umfeld des Südtiroler Wochenmagazins ff kennen gelernt. Als sie 1991 nach Wien zog, fragte sie ihn, ob sie nach der Arbeit in sein Atelier kommen und bei ihm zeichnen lernen dürfe. Dort entstand auch ihre erste Radierung, erinnert sich Kammerer. Aus dem Unterricht habe sich dann eine enge persönliche und künstlerische Verbindung entwickelt. “Er hat meine Arbeiten mitunter klarer gesehen als ich selbst“, erzählt die Künstlerin. Besonders in Erinnerung blieb ihr eine Begegnung nach einem Aufenthalt in Berlin. Sie dachte damals bereits über eine Trennung nach und zeigte ihm einige neue Zeichnungen. Vallazza betrachtete sie und sagte: „Mach da weiter. Das sagt mir mehr als alles andere.“

Für Kammerer zeigt sich darin eine Haltung Vallazzas, die sie an ihm besonders schätzte: „Für ihn stand die Kunst immer über allem, auch über dem eigenen persönlichen Empfinden.“ Selbst

in einem schwierigen Moment habe er nicht die Beziehung, sondern ihre künstlerische Entwicklung in den Mittelpunkt gestellt.

Lana als Erinnerungsort

Dass die Hommage in Lana stattfindet, ist kein Zufall. Kammerer selbst stammt aus der Gemeinde. Auch Vallazza war dem kulturellen Leben des Ortes über viele Jahre verbunden – durch die Kulturtage, den Verein der Bücherwürmer und den N.-C.-Kaser-Lyrikpreis. Gemeinsam mit Paul Flora, Paul Valtiner und den Bücherwürmern gehörte er 1988 zu jenen, die den Preis ins Leben riefen. Eine weitere Verbindung war seine langjährige Freundschaft mit dem ebenfalls bereits verstorbenen Lanaer Bildhauer Michael Höllrigl. „Lana ist kein zufälliger Schauplatz“, betont

Kammerer. Hier würden persönliche Erinnerungen, Freundschaften und ein Stück Südtiroler Kulturgeschichte aufeinander treffen. Deshalb sollte die Würdigung auch nicht auf einen einzigen Ausstellungsraum beschränkt bleiben, sagt die Kuratorin.

Ein Dorf wird Galerie Während der Hommage tauchen Vallazzas Arbeiten an verschiedenen Orten im Dorf auf: in der Freiluftgalerie am Gries, im Südtiroler Obstbaumuseum, im Bildhaus, im Café Harmonie, im Studio Hannes Egger, im Atelier von Ernst Müller, am Außerpfefferlehenhof und im Seniorenwohnheim Lorenzerhof. Manche Stationen zeigen ausschließlich Werke Vallazzas. An anderen treten seine Zeichnungen, Radierungen und Holzschnitte in einen Dialog mit

Arbeiten anderer Künstlerinnen und Künstler. Im Bildhaus werden neben ausgewählten Arbeiten Vallazzas auch Werke von Brigitte Mahlknecht, Christian Reisigl, Matthias Schönweger oder Michael Höllrigl ausgestellt. Zum Programm gehören auch Filme und eine Lesung der N.-C.-Kaser-Preisträgerin Gundi Feyrer. Während Hubert Scheibe im Café Harmonie den ganzen August eine persönliche Hommage zeigt, öffnet Ernst Müller sein eigenes Atelier für Arbeiten Vallazzas. Für Kammerer liegt gerade darin eine besondere Form der Wertschätzung, sagt sie: „Ein Künstler stellt seinen Raum dem Werk eines anderen zur Verfügung.“ Auch das Seniorenwohnheim Lorenzerhof ist bewusst gewählt. Die Kuratorin habe einen Ort einbeziehen wollen, der nicht auf den ersten Blick als Ausstellungsraum wahrgenommen wird. So entstehen Begegnungen mit Vallazzas Kunst nicht nur in klassischen Kulturstätten, sondern mitten im Alltag des Dorfes. Das Kernprogramm findet vom 8. bis zum 11. bzw. 16. August statt. Mehrere Stationen bleiben darüber hinaus bis Ende August zugänglich. Wer durch Lana geht, könne Vallazzas Werk somit auch nach den eigentlichen Veranstaltungstagen an unterschiedlichen Orten entdecken, betont Kammerer.

Der Apfelbaum als Zeichen

Im Südtiroler Obstbaumuseum steht der Zyklus „Mein Apfelbaum“ im Mittelpunkt. Vallazza habe diese Arbeiten in einer schwierigen Lebensphase geschaffen, meint Kammerer. Nach Jahren in Berlin und Augsburg be-

Der Grödner Künstler Markus Vallazza mit seiner damaligen Lebensgefährtin Verena Kammerer
Verena Kammerer

Künstlerin Verena Kammerer pendelt zwischen Berlin und Lana

fand er sich auf dem Weg zurück nach Südtirol. In Innsbruck begann der Künstler, sich zeichnend und radierend intensiv mit einem einzelnen Baum auseinanderzusetzen, erinnert sie sich. Die konzentrierte Arbeit an diesem Motiv habe für ihn etwas Stabilisierendes, beinahe Heilendes gehabt. In Lana erhält der Zyklus nun eine zusätzliche Bedeutung, erklärt Kammerer. Der Apfelbaum gehöre zur Landschaft und zur Geschichte des Ortes. Immerhin ist Lana weithin als größte Obstanbau-Gemeinde Südtirols bekannt. Zugleich stehe der Apfelbaum für Wachstum, Veränderung und Vergänglichkeit. „Für mich sprechen diese Arbeiten von Verlust und Wandlung“, sagt die Kuratorin. Abbildungen des Zyklus sind in der Freiluftgalerie am Gries zu sehen, die Originale werden im Obstbaumuseum gezeigt. Damit verbindet sich Vallazzas persönliche Bildwelt unmittelbar mit einer Landschaft, die das Burggrafenamt bis heute prägt.

Arbeiter und Erzähler Kammerer beschreibt Vallazza als lebensbejahenden, toleranten und großzügigen Menschen.

Er sei ein großer Arbeiter gewesen, der mitunter bereits um vier oder fünf Uhr morgens begann. Zugleich habe er ausgiebig feiern können. „Er war sehr menschlich und überhaupt kein Snob“, sagt sie. Vallazza habe die Arbeiten anderer ernst genommen und junge Künstlerinnen und Künstler unterstützt. Manchmal kaufte er ein Werk, nur um jemanden zu ermutigen, erzählt Kammerer. Entscheidend seien für ihn nicht Rang, Besitz oder Erfolg gewesen, sondern die Qualität einer Arbeit. „Markus war kaum korrumpierbar“, ist sich Kammerer sicher. Geld, Besitz und gesellschaftlicher Status hätten für ihn keine bestimmende Rolle gespielt. Seine Maßstäbe fand er vielmehr in der Kunst und Literatur. Vallazza setzte sich intensiv mit Don Quijote, Dantes „Divina Commedia“, Oswald von Wolkenstein und vielen weiteren Figuren und Werken der Literatur auseinander. Er war dabei nicht nur Zeichner, sondern auch Erzähler, sagt Kammerer. In seinen Werken habe er jedenfalls Gelesenes, Erlebtes, Ängste und Gedanken zu vielschichtigen Bildwelten verbunden.

Was von ihm bleibt Kammerer ist überzeugt, dass Vallazza im Südtiroler Kulturleben heute stärker sichtbar sein müsste. Immerhin hatte der Grödner Künstler im Laufe seines Lebens einen Verdienstordens der Italienischen Republik, das Ehrenzeichen des Landes Tirol sowie die Ehrenbürgerschaft durch die Universität Innsbruck verliehen bekommen. Die Hommage in Lana könne keine umfassende Rückschau auf sein großes Werk ersetzen, betont sie. „Sie kann aber Erinnerungen wachhalten und neue Zugänge eröffnen“. Gerade die Verteilung über das Dorf macht die Veranstaltungsreihe für ein breites Publikum zugänglich, erklärt die Kuratorin. Man müsse nicht gezielt eine große Ausstellung besuchen. Vallazza begegnet den Menschen im Café, im Museum, in einem Atelier, unter freiem Himmel oder in einem Wohnheim. Aus einer persönlichen Initiative wird so eine gemeinsame Erinnerung – und Lana für einige Wochen zu einem offenen Ausstellungsraum. „Diesen Anlass

zu nehmen und Markus zu feiern, erschien mir wichtig“, sagt Kammerer.

Programm im August

• Ausstellung im Obstbaumuseum, Brandiswaalweg 4 (So - Fr 10 - 17 Uhr)

• Ausstellung im Café Harmonie, Am Gries 14 (Mo - Fr 7 - 20 Uhr, Sa 7.30 - 13 Uhr)

• Ausstellung im Seniorenwohnheim Lorenzerhof, Ausserdorferweg 3 (Mo - So 9 - 17.30 Uhr)

• 08.08. - 16.08: Ausstellung und Ausschank im Ausserpfefferlehenhof, St.-PeterWeg 10 (17 - 21 Uhr)

• 08.08. - 11.08. Ausstellung im Atelier von Ernst Müller, Kapuzinerstraße 30 (17 - 19 Uhr)

• 10.08. - 16.08: Ausstellung im Studio Hannes Egger, Am Gries 20 (17 - 19 Uhr)

• 10.08. - 16.08: Ausstellung und Filme im Bildhaus, Maria Hilf-Straße 1 (17 - 19 Uhr)

• 15.08: Dietmar Gamper führt die Technik der Radierung im Bildhaus vor (ab 20.30 Uhr)

Max Hofer

Am Gries in Lana ist der Zyklus „Mein Apfelbaum“ zu sehen
Künstler Matthias Schönweger, Bildhauer Michael Höllrigl und Markus Vallazza

Zur Tatschspitze

Eine tolle, unschwierige Gipfeltour zwischen dem innersten Sarntal und dem Wipptal, die sich in eine lange Kammwanderung und einen relativ kurzen Gipfelanstieg gliedert.

Wir fahren – da der öffentliche Bus das Penserjoch leider nicht mehr anfährt – mit dem Auto durchs Sarntal zur Penser – Joch –Alm kurz vor dem Pass. Ein zweites Auto lassen wir in PENS zurück. Dort weist das Hinweisschild mit der Markierung 14 A zur Tatschspitze. Stolz erhebt sich, rückwärts blickend, das Sarner Weißhorn, ob des markanten Gipfels auch Sarner Matterhorn genannt.

Herrliche Kammwanderung

Kurz müssen wir aufwärts zum Westrücken des Astenberges, dann quert unser Steig steile Grashänge und wir kommen zu einer Gratscharte. Wir können bloß schauen und staunen, ob all der Schönheit rundum. Schafe zupfen friedlich die kleinen Bergkräutlein. Bald queren wir die Hänge der markanten

Niedschneid. Bei der nächsten Gratsenke wechseln wir zur Ostseite, jetzt den Weiler Egg im Blick. Hier ist der Fels brüchig, wir queren einen Erosionshang, der von den Wegemachern des AVS vorbildlich befestigt wurde. Vor uns liegt die weite Kammsenke zwischen dem Niedeck und der Tatschspitze. Abweichende Markierungen beachten wir nicht, denn direkt vor uns erhebt sich nun unser Ziel, der Berggipfel. Eine kurze Trinkpause, dann geht es zur Zielgeraden.

Auf zum Gipfelkreuz!

Wer meint, dass es nun ans Klettern geht, der täuscht sich. Der grasbewachsene Hang wird zwar steiler, größere Steine und Felsblöcke sind wie hingestreut, gelb, weiß und blau gucken vereinzelt die kleinen Blümchen hinter so manchem Stein hervor. Die Son-

ne brennt und der Schweiß tropft von der Stirn, doch ehe wir es uns versehen, sind wir am Gipfelgrat, das Kreuz vor uns. Ein „Berg Heil!“, ein Jauchzer und jetzt freuen wir uns, an einem windgeschützten Plätzchen das zünftige Gipfelpicknick zu genießen, bei dem uns die frechen Alpendohlen Gesellschaft leisten, begierig auf die kleinen Happen, die wir ihnen zuwerfen. Sogar ein kleines Mittagsschläfchen genehmigen wir uns, ehe wir wieder aufbrechen. Ein letzter Rundumblick und schon geht es bergab.

Über die Seebergalm

Da wir ein Auto im Tal gelassen haben, wandern wir nicht mehr denselben Weg zurück, sondern zweigen dort, wo die Markierung 10 über die Seebergalm nach Asten weist, ab und folgen dieser. Einsam ist es hier, nur Schafen

Der Gipfel ist erreicht

Rückblick zum Sarner Weißhorn

Kammwanderung im Antlitz der Tatschspitze

begegnen wir, hie und da fliegt ein Vogel erschreckt vor uns auf. An einem winzigen Rest dessen, was wohl einst der Seebergsee gewesen war, kommen wir vorbei. Natürlich widerstehen wir nicht der Versuchung, kurz unsere Füße darin zu kühlen, denn was gibt es Köstlicheres, als ein noch so kurzes Fußbad in einem Bergsee? Dann verlieren wir rasch an Höhe, größere und kleinere Felsblöcke sind über die Grasflanken gestreut, die Seebergalm kommt bald in Sicht. Sie ist jetzt bewohnt und liebevoll hergerichtet, aber nur privat.

Weiler Asten bis Pens

Nach einer kleinen Rast nahe der Alm verlassen wir auch dieses idyllische Plätzchen. Hier entdecken wir auch das Hinweisschild zur Traminalm, die ich schon früher beschrieben habe. Nun geht es auf einem aus-

Beeindruckender Blick auf die Dolomiten

gebauten Forstweg zügig in weiten Serpentinen – immer auf Markierung 10 – bergab. Bald kommen wir zum innersten Hof, dem „Inderst“, daran vorbei und hinunter nach Asten mit seinem schmucken, kleinen Kirchlein. Nun nur noch ein knappes halbes Stündchen ebener Fußweg. Kurz die Straße talauswärts, dann kommt man links durch ein großes Gatter auf einen breiten. Weg, der eine Wiese quert, dann fast am Bach entlang bis Pens. Nochmals fahren zwei von uns die schöne Strecke hoch zum Joch. Dann bringen uns die Autos über Astfeld und Sarnthein zurück nach Bozen. Dankbar für das wunderbare Bergerlebnis, das uns heute geschenkt war, fahren wir mit müden Füßen und Augen, trunken von all der Schönheit, heimzu.

Was vom Seebergsee noch übrig ist

Ausgangspunkt: Penserjochalm: 2.211 m

Ziel: Tatschspitze: 2526 m

Endpunkt der Wanderung: Pens: 1.458 m

Gehzeit: insgesamt rund 5 Std. Penser Jochalm > Tatschspitze 2,30 Std. > Pens 2,30 Std.

Anfahrt: Mit dem Pkw über Bozen ins Sarntal und weiter ab Astfeld nach Pens und zur Penser Joch Alm, knapp unter dem Pass.

Über Egg geht der Blick ins Wipptal
Hoch über dem Penser Tal

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BAZ 13 vom 07/08/2026 by Bezirksmedien GmbH - Issuu