Frühjahrstrends 2019
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BAZ 07/19
Die „Dolomiten“ bringen mehr
Ostern wie gestern?
THEMA 04 | Jugend fürs Handwerk begeistern
Kommentar von Walter J. Werth
Ostern, das größte Fest im Jahreskreis der katholischen Kirche steht vor der Tür. Es ist ja auch kaum zu übersehen. Kaum waren in den Geschäften Nikoläuse und Weihnachtsdekorationen abgeräumt, streckten schon die Osterhasen ihre goldenen Ohren in die Höhe. Dazu Riesen-Ostereier aus Schokolade mit nicht überraschenden Überraschungen drin. Hauptsache es wird gekauft. Möglichst schon Ende Jänner, schnell und viel. Dann kommen noch die buntgefärbten Hühnereier, in Geschäften ebenso wie in Gastlokalen. Hier bei uns – so sagt man – kommen die Eier noch von glücklichen Hühnern. Aber ist es wirklich notwendig, dass diese Eier zum Färben hunderte Kilometer über die Autobahnen gekarrt werden müssen? Eine Umfrage in Österreich ergab, dass Ostern nur noch für jeden Vierten eine religiöse Bedeutung hat. Stattdessen wird das Osterfest zumindest nach wie vor als traditionelles Familienfest wahrgenommen. Religiöse Aktivitäten werden nicht mehr so intensiv gepflegt, das merkt man auch bei den Osterbräuchen. Die zunehmende Vermarktung des christlichen Festes im Einzelhandel trägt das ihre zur Kommerzialisierung bei. Ein kleiner Trost dabei ist, dass die profanen Bräuche dadurch erhalten bleiben. Bunte Ostereier und der Schokoladenosterhase zählen zu den wichtigsten Osterbräuchen. Das Verstecken und suchen von Osternestern haben nichts von seiner Beliebtheit eingebüßt. Wichtige Traditionen sind auch das Eierpecken oder -hecken und der geschmückte Osterstrauch. Weit abgeschlagen ist hingegen der traditionelle Kirchenbesuch am Ostersonntag. Zwar kommen mehr Menschen als üblich in die Kirche. Diese Mehrzahl hat einmal ein Pfarrer treffend als „Uboot-Christen“ bezeichnet. Sie tauchen nämlich nur an Ostern und Weihnachten auf... Aber das ist ein anderes Thema. Und schließlich jedermanns ganz persönliche Sache. Wie heißt es doch so schön: Jeder ist seines Glückes Schmied.
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STANDORT 10 | Das Rosendorf Nals
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30 Impressum – Burggräfler Zeitschrift . 39011 Lana . Industriestr. 1/5 Tel. 0473 23 30 24 . Fax 0473 23 57 09 . www.diebaz.com . redaktion@diebaz.com Herausgeber, Eigentümer und Redaktionsanschrift: Bezirksmedien GmbH . Telefon 0473 23 30 24 . Fax 0473 23 57 09 . E-Mail: redaktion@diebaz.com Ermächtigung des Landesgerichts Nr. 19/93 . Eintragung im ROC Nr. 3226/1994 Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes: Josef Laner Koordination: Claudia Klotz, claudia@diebaz.com Redaktionsleitung: Josef Prantl, Tel. 340 2306888, josef.prantl@fastwebnet.it Mitarbeiter: Josef Prantl, Claudia Klotz, Christl Fink, Philipp Genetti, Wilfried Mayr, Michael Andres, Martin Geier, Jörg Bauer Werbeverkauf: Claudia Klotz, Tel. 347 974 42 70 . claudia@diebaz.com Sonja Trogmann, Tel. 335 839 94 00 . sonja@diebaz.com Irene Niederl, Tel. 347 895 84 69 . irene.niederl@gmail.com Grafik und digitale Druckvorstufe: Fotolitho Lana Service, info@fll.it Druck: Athesia Druck GmbH . Weinbergweg 7 . 39100 Bozen
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THEMA
Jugend fürs Handwerk begeistern Schon in jungen Jahren werden die Weichen für die berufliche Zukunft gestellt. Früher musste man sich für eine weiterführende Schule oder einen Lehrberuf entscheiden. Heute gibt es Jugendliche, die nach der Matura eine Lehre starten, oder Lehrlinge, deren Ausbildung bis zur Matura reicht. Beide können es bis zur Berufsweltmeisterschaft schaffen, welche heuer vom 22. bis zum 27. August in Russland ausgetragen wird. Karriere mit Lehre
Es entscheiden sich immer mehr helle Köpfe für eine Karriere mit Lehre. Dabei geht es heute weniger um die finanzielle Unabhängigkeit. Es geht um das Leben des eigenen Talents, um die Liebe zum Beruf, um mehr Eigenverantwortung und um das großartige Team, welches in einem Handwerksbetrieb oft zur „Zweitfamilie“ wird. Eine familiäre Atmosphäre im Beruf, welche Halt gibt in einer mehr und mehr virtualisierten Welt. Ein Team, welches auf das konkrete „Können“ setzt und welchem das reine „Kennen“ zu wenig ist. Ein modernes Image des Handwerks, welches zur Freude an der Arbeit beiträgt. Innovation, Technologie, Menschlichkeit und gelernte Arbeitsweisen prägen den Arbeitsalltag von heute. So sieht das Hand4
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werk seinen Weg in der Verschmelzung der digitalen und der analogen Welt. Von beiden will sich die Branche das Beste holen. „Digiloge Zukunft“
Man spricht von einer „digilogen Zukunft“, welche die kreativen Macher im Handwerk zu neuen Produkten, neuen Märkten und neuen Erfolgen führen wird. Zudem haben die letzten Jahre gezeigt, dass das Südtiroler Handwerk krisenresistent ist. Dass die Südtiroler Handwerker in schweren Zeiten investiert haben, um die Familienbetriebe und ihre Mitarbeiter zu halten. Ein weiterer Grund, um sich auf eine Lehre im Handwerk einzulassen. Gerade in diesen Tagen liest man wieder von schlechten Wirtschaftszahlen. Nach Jahren
der Hochkonjunktur wird gehofft, dass die nächste Krise Südtirol nur streifen wird. Auf alle Fälle wird es in Zukunft und bei der Berufswahl wieder vermehrt um das Thema Sicherheit gehen. Sicherheit, die ein gewachsener Handwerks be trieb, der stark auf Qualität setzt und stets nach vorne schaut, garantieren kann. Wer sich also zu einem der über 60 handwerklichen Berufe hingezogen fühlt, kann den Schritt in die Zukunft mit gutem Gewissen wagen und selbstbewusst auf eine Kar riere im Handwerk setzen. Die Generation H lädt ein, die über 60 handwerklichen Berufe auf der Seite www.generation-h. net/traumjob im Detail kennen zu lernen. Neben einer bunten Vielfalt an Möglichkeiten findet man auch alle Informationen und Kontaktdaten zum Ausbildungsweg. (rcm)
Fachkräfte sind gefragter denn je Sie sind jung, motiviert und stehen ganz im Leben. Sie wissen, was sie wollen. Jeden Morgen stehen sie ihren Mann, ihre Frau: als Tischler-, Elektrotechnik- oder Friseurlehrling. Stimmen junger Handwerkerinnen und Handwerker: „Die eigene Kreativität leben können“
Andrea Berti will Tischlerin werden. Die junge Frau besucht an der Landesberufsschule für Handel, Handwerk und Industrie „Luis Zuegg“ in Meran die 2. Lehrlingsklasse. Dabei hat die Schennerin bereits eine dreijährige
sagt die Schennerin. Zukunftspläne hat sie auch schon ganz konkrete: sie möchte später einmal eine eigene Kunsttischlerei eröffnen. „Verantwortung übernehmen“
Dominik Plattner steht im 2. Lehrjahr und hat von klein auf gewusst, dass er Tischer wird. Beim Onkel, der selbst eine Tischlerei führt, erlebte er als Bub, wie faszinierend dieses
lernt er die Praxis, die Handfertigkeit zu einem guten Tischler. Zukunftssorgen hat der Latscher keine, „weil gute Handwerker mehr denn je gebraucht werden“, weiß er. Selber einen Betrieb zu gründen oder in einer größeren Tischlerei eine Führungsstelle anzustreben, hat er sich für die Zukunft vorgenommen. „Das lernen, war einem wirklich liegt“ Bernhard Ploner ist stellvertretender Direktor an der Landesberufsschule für Handwerk, Handel und Industrie „Luis Zuegg“ in Meran. Seit 24 Jahren kümmert er sich um den Tischlernachwuchs im Lande. Das duale Schulsys-
Andrea Berti
Fachschule für Land- und Hauswirtschaft erfolgreich abgeschlossen. Aber Holz faszinierte sie immer schon. Mit diesem Naturprodukt und Werkstoff zu arbeiten und kreativ zu sein, war dann auch der Grund, mit 18 Jahren noch eine Tischlerlehre anzutreten. Schwierigkeiten, als Frau einen Lehrbetrieb zu finden, hatte sie keine. Rückblickend war die Entscheidung richtig, Andrea hat den Schritt nie bereut. Das Besondere am Tischlerhandwerk drückt sich für die junge Frau im kreativen Gestalten aus. Aus Holz ließen sich so viele schöne Dinge gestalten und zugleich könne man Menschen Freude bereiten,
Dominik Plattner
Handwerk sein kann. Zu sehen, wie aus Baumstämmen und Holzstücken Tische, Stühle, Schränke, ganze Küchen bis hin zu Schlafzimmern, Fenstern und sogar Fertighäusern entstehen, fasziniert den jungen Mann. Am Ende eines Arbeitstages zu wissen, was man geleistet hat, ist für Dominik eine große Befriedigung. Die vierjährige Lehrzeit ermöglicht ihm an der Landesberufsschule im Unterricht einen guten Einblick in die theoretischen Grundlagen des Handwerks, im Betrieb
Bernhard Ploner
tem, das die Theorie im wöchentlichen Unterricht und die Praxis im Betrieb vermittelt, habe sich laut ihm längst bewährt. Es braucht allerdings eine gute partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Schule und Lehrbetrieb, weiß der Fachlehrer. Beide Seiten hätten
Gezielte Frage – Klare Antwort Ist es „in“, einen Handwerksberuf zu ergreifen?
53 % der Südtiroler Schüler wissen Bescheid! Sie machen, was ihnen Spaß macht: Über 90 Berufsbilder für individuelle Berufs- und Lebensplanung, Ausbildungsbetriebe in der Nähe, Berufsmatura nach Lehre im Handwerk, Ausbildung nach Matura und ab ins Studium. Das ist Generation H! Ist das Südtiroler Handwerk ein interessanter Arbeitgeber?
94 % der Südtiroler sagen JA! Weil sie
recht haben: 90 Berufsbilder; 3000 Ausbildungsbetriebe – und stets Spitzenplätze in nationalen und europäischen Wettbewerben. Das ist Generation H! Bietet das Südtiroler Handwerk eine sichere Zukunft?
82 % der Südtiroler sagen JA! Weil sie informiert sind. Ausbildung, Fortbildung, Betriebsübernahme, Marktentwicklungen, Altersversorgung – Fragen, auf die Verbände und Behörden Antworten geben. Das ist Generation H!
Leistet das Südtiroler Handwerk Teamarbeit?
92 % der Südtiroler Handwerker sagen JA! Denn in Südtirol geht’s Hand in Hand: Ausbildungsbetriebe, Berufsschulen und Verbände sind ein eingespieltes Team. Qualifikationen, Meisterbrief, Betriebsgründungen werden in der Region gefördert, unterstützt und sind international eingebunden. Das ist Generation H!
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THEMA verantwortungsvoll ihren Ausbildungsauftrag zu erfüllen. Das duale System hat Zukunft, aber auch die Fachschule bietet sich als Möglichkeit, ein Handwerk gut zu erlernen. Die Schülerinnen und Schüler erhalten an der Fachschule sowohl eine gute fachliche, zugleich aber auch allgemeinbildende Ausbildung. Der Praxisanteil fällt jedoch deutlich geringer aus als bei der klassischen Lehre. Jedes System habe eben seine Vor- und Nachteile, meint Ploner. Fachschüler haben es leichter, zur staatlichen Abschlussprüfung zu gelangen und damit eine „Matura“ zu erwerben. Bei Lehrlingen ist dies schwieriger. Der große Vorteil einer Ausbildung im Handwerk ist die Nähe zur Praxis. Unsere Schülerinnen und Schüler sind meist sehr motiviert, sagt Ploner, „weil sie etwas lernen, was ihnen wirklich liegt, ihren Interessen entspricht“.
schließen, ist momentan sein Ziel. Was sich dann ergibt, bringt die Zeit. Den Gesellenbrief peilt er erstmals an. Als guter Handwerker brauche man sich aber keine Sorge um die Zukunft zu machen, ist Jonas überzeugt. „Je mehr Praxis, umso besser“
Elektrotechnik und Elektronik haben Alex Raich immer fasziniert. In seiner Freizeit hat er sich als Bub schon gern mit Technik beschäftigt. Und so lag es dann auch nicht fern, dass er sich für eine Ausbildung zum Elektrotechniker entschied. Allerdings fand er nicht sofort eine geeignete Lehrstelle, mittlerweile aber passt alles. Alex besucht einmal die Wo-
„Durch Tun lernen“
Ivan De Filippis
Jonas Gluderer ist im ersten Ausbildungsjahr zum Elektrotechniker. Er fand vor einem halben Jahr eine gute Lehrstelle und konnte so in das Handwerk hineinschnuppern. Bald schon war für ihn klar, dass dies die richtige
che die Berufsschule, an den vier weiteren Wochentagen arbeitet er im Betrieb. „Wir lernen viel und können bereits ein wenig selbstständig arbeiten“, freut sich der St. Leonharder. Er möchte sich später einmal auf Audiotechnik spezialisieren.
Pflichtschuljahr „gezwungen“ werden, meint der Fachlehrer. Der Fachbereich Elektrotechnik ist ein komplexer Bereich, weiß der ELE-Fachlehrer genau. Die Lehre biete eine gute Grundausbildung, allerdings sei es notwendig, sich laufend weiter- und fortzubilden, in Anbetracht der Geschwindigkeit technischer Entwicklung. Voraussetzungen für den Beruf? „Faszination für Technik, handwerkliches Geschick, ein Maß an Neugier und vor allem die Bereitschaft, sich in einem Betrieb als guter ‚Teamplayer‘ einzubringen“, sagt De Filippis.
„Eine große Herausforderung“
„Immer wieder von Neuem inspiriert“
Seit 20 Jahren unterrichtet Ivan De Filippis an der Meraner Landesberufsschule Elektrotechnik. Nach der Meisterprüfung stieg er als Fachlehrer dort ein. Junge Menschen zu unterrichten und in ihnen die Neugier für Technik zu wecken, sei eine schöne Aufgabe. Die duale Ausbildung funktioniere gut, bestätigt der Fachlehrer.
Katya Cava steht im 2. Lehrjahr. Die Entscheidung, das Friseurhandwerk zu erlernen, hat sie keine Minute bereut. Eigentlich wollte sie immer schon Friseurin werden, waren doch auch ihre Eltern in diesem Beruf tätig. Allerdings wurde ihr nach der Mittelschule nahegelegt, eine Oberschule zu besuchen. Dieser Rat erwies sich im Nachhinein als falsch.
Alex Raich
Jonas Gluderer
Ausbildung ist. Zwei Jahre an der Oberschule waren hingegen nicht sein Ding. Das Oberschulsystem machte für ihn keinen Sinn, lag ihm einfach nicht. Im dualen System hingegen findet er sich wieder. Die Lehre gut abzu-
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Die steigenden Lehrlingszahlen zeigen, dass die Attraktivität und gesellschaftliche Anerkennung der Ausbildung in letzter Zeit deutlich gesteigert werden konnte. Wie in vielen Wirtschaftsbereichen herrscht auch im Sektor der Elektrotechnik Fachkräftemangel. Und deshalb sollten Mittelschulabgänger mit einer Lehre beginnen können und nicht zu einem
„Es ist wichtig, sich mit Mitschülerinnen auszutauschen und die Gemeinschaft zu erleben“, sagt Yasmin. Sie möchte die Lehre und die Gesellenprüfung mit gutem Erfolg abschließen. Einziger Wermutstropfen ist für sie, dass die Tarife für Handwerksberufe wie Friseurin nicht angemessen sind. „Aber wer gut ist, wird auch sein Geld verdienen“, weiß Yasmin. Katya Cava
Katya ist ein zielstrebiger Mensch, fand an der Oberschule fast gar nichts, was ihren Interessen und ihrer Kreativität entsprach. Das ist nun ganz anders. In 15 Jahren sieht sich die junge Frau als selbständige Unternehmerin mit einem eigenen Salon. Die vierjährige Lehre findet sie wichtig. Praxis und Theorie ergänzen sich gut, und nur, wer sein Handwerk wirklich auch gut versteht, wird in der Welt von morgen bestehen können.
„Der Lernfeldunterricht motiviert“
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Roswitha Oberhofer war lange Zeit selbständige Friseurin und unterrichtet seit 6 Jahren an der Landesberufsschule in Meran den Nachwuchs. Für sie hat sich das duale Schulsystem bewährt, denn
„Wer gut ist, verdient auch gut“
Auch für Yasmin Garber stand schon sehr früh fest, dass sie Friseurin werden möchte. Der Beruf bietet einem sehr viele Möglichkeiten, die eigene Kreativität zu leben. Nach der Grundstufe entschied sie sich daher für die Lehre. Eine Lehrstelle zu finden, war für die Nalserin einfach. Ich wollte das immer schon machen, freut sich Yasmin, die gern jeden Morgen zur Arbeit geht. Der wöchentliche Unterricht an der Berufsschule gefällt ihr, es fällt ihr eigentlich nicht schwer mitzukommen.
Roswitha Oberhofer
es ermöglicht den Schülerinnen und Schülern das Theoretische sofort in die Praxis umzusetzen. „Wir arbeiten seit längerem auch mit Lernfeldunterricht“, sagt die Fachlehrerin. Ziel dabei ist es, den Schülern Kompetenzen anzueignen. „Das heißt, es gibt nicht mehr einzelne Fächer im Stundentakt, sondern die Lerninhalte werden handlungsorientiert und fächerübergreifend vermittelt.“ Reine Wissensvermittlung ohne Praxisbezug habe sich als nicht förderlich erwiesen, um ein Handwerk zu erlernen. „Lernen durch Tun ist absolut das Motto an der Berufsschule“, betont die Fachlehrerin. Die Schüler haben so Erfolgserlebnisse und sind motivierter. Neues lernen, sehen und sofort umsetzen, steigert den Lernzuwachs.
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BILDGEDICHT
Zusammenkommen ist ein Beginn. Zusammenbleiben ist ein Fortschritt. Zusammenarbeiten heiĂ&#x;t Erfolg. Henry Ford
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Gesehen beim Treffen der Bezirksmedien im Ehrensaal des Merkantilgebäudes in Bozen Idee, Photo und Auswahl des Gedichtes: Martin Geier • Editorisches Konzept: Georg Dekas
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STANDORT
Das Rosendorf Nals Nals am südlichen Ende des Burggrafenamtes ist vor allem für seine Rosensträucher und den Weinanbau bekannt. Mehrere Burganlagen, eine bekannte Weiterbildungsstätte und das MarleneSunshine-Mountainbike-Rennen hat das Rosendorf auch noch zu bieten. von Philipp Genetti
Wie weit die Siedlungsgeschichte von Nals zurück reicht, ist bis heute nicht endgültig geklärt. Allerdings belegen fünf Inschriften aus der Römerzeit, dass sich in Nals zu jener Zeit bereits eine bedeutende Siedlung befunden haben muss. Die Idee, es könnte sich sogar ein sogenanntes Municipium in Nals befunden haben,
trifft in der Fachliteratur hingegen auf wenig Zustimmung. Die erste schriftliche Erwähnung des Dorfes Nals geht auf ein um die Jahre 842/43 verfasstes Güterverzeichnis zurück, in welchem vermerkt wird: „In Italia in villa Nalles…“, zu Deutsch: In Italien im Dorfe Nals. Der Name „Nals“ geht vermutlich auf die vorrömische oder
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römische Bezeichnung für „Boot“ oder „Baumrinde“ zurück. Einen besonderen Stellenwert erhielt der Standort Nals ab dem Jahre 1063, als in einer testamentarischen Bestimmung des Augsburger Domkapitels festgeschrieben wurde, dass ein gewisser Bischof Ebriko ein Gut mit vier anliegenden Höfen erworben hat, „von
denen jeder eine Fuhre Wein mittels Wagen aus dem Ort Mölten in zwei Malen im Jahr an den Inn zu liefern hat“. Auch in den Folgejahren wurde ein Teil des in Nals produzierten Weins nach Augsburg geliefert. Im Laufe der frühen Neuzeit verlieren sich die Spuren des Besitzes des Augsburger Domspitzes. Die heutige
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Pfarrkirche zum Heiligen Ulrich erinnert aber an jene Zeit. Denn sie soll mit großer Wahrscheinlichkeit auf dem ehemaligen Grund dieses Domkapitels stehen. Der Weinexport hatte in Nals weiter Bestand, sodass bis heute zahlreiche hochwertige Tropfen weit über die Alpengrenze hinweg verkauft werden.
Kultivierung von Rosen in den 1950er Jahren, als die ersten Nalser Rosenpioniere damit begonnen hatten, mit verschiedenen Rosenarten zu experimentieren. Die vielen bunten Rosensträucher, die wir heute noch im Dorf finden, machen verständlich, weshalb der Standort den Beinamen „Rosendorf “ trägt.
Das Rosendorf
Die Nalser Rosenkönigin
Wer in den warmen Jahreszeiten durch Nals wandert, kann über die Vielzahl an prachtvollen Rosen entlang der Wege, in den Wiesen und den Gärten der Nalser Bevölkerung staunen. Die Rosenkultur hat in Nals lange Tradition und gipfelt seit 2015 in den sogenannten Nalser Rosentagen. Ihren Ursprung nahm die
Seit Mai 2018 vertritt Judith Mathà als erste Nalser Rosenkönigin die Gemeinde auf verschiedenen Veranstaltungen im In- und Ausland. Ein besonderer Höhepunkt war im Vorjahr die Teilnahme an den bekannten Traunsteiner Rosentagen in Deutschland, einer der größten Gartenausstellungen in Oberbayern.
Landwirtschaft und Weinbau
Auch wenn gemäß der produzierten Menge der Nalser Apfelanbau die Landwirtschaft prägt, trägt der Standort für seine vorzüglichen Weinerzeugnisse den Ehrentitel „Weindorf “. Neben hochwertigen DOC-Weinen wird in Nals auch der autochthone Edelvernatsch „Heiligenpergl“ angebaut. Der Spargelanbau hat in Nals ebenfalls Tradition und wird alljährlich mit den Nalser Spargelwochen gekürt. Eine kleine Besonderheit bietet sich hingegen in der Fraktion Sirmian. Dort werden vereinzelt auch Erdbeeren und Himbeeren angebaut.
ben sich zahlreiche Betriebe niedergelassen. Sie bilden den Wirtschaftsstandort der Gemeinde. Von Unternehmen im Tief- und Hochbau, einer Karosseriewerkstatt, einer Bäckerei bis hin zu mehreren Dienstleistern findet sich in der Zone ein ausgewogener Branchenmix. Besonders attraktiv ist die Gewerbezone durch ihre nahegelegene Tankstelle und die direkte Zufahrt auf die Schnellstraße Meran-Bozen. Um sich gegenseitig zu unterstützen haben sich die Handwerker in Nals außerdem zur Gruppierung „Die Handwerker Nals“ zusammengeschlossen. Kunst und Kultur
Der Wirtschaftsstandort Nals
In der Gewerbezone Giessen ha-
Für mehr Kunst und Kultur bemüht sich in Nals hingegen die
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STANDORT Burg Payrsberg
Kulturinitiative „Kulturforum“. Das Kulturforum wurde 1990 von Reinhold Perkmann ins Leben gerufen und bemüht sich darum, verschiedene kulturelle und musikalische Veranstaltungen in Nals zu organisieren. Dazu zählen auch zahlreiche Konzerte auf Schloss Schwanburg und der Burg Casatsch sowie mehrere Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche, oder der Nalser Adventabend im Dezember.
Ansitze und mittelalterliche Bauten
Was in Nals für sich spricht, sind die zahlreichen Baudenkmäler. Dazu gehören die Ansitze Schönhaus und Schloss Schwanburg, der Alte Widum, das ehemalige Gasthaus Sonne, mehrere historische Hofstätten, Kirchen sowie die Burgen Payrsberg und Casatsch.
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Ein sicherer Kamin kann Leben retten
Die Burg Payrsberg befindet sich in Sirmian und vermittelt heute als Halbruine noch Erinnerungen an ihre prachtvollen Zeiten. Sie entstand im ersten Teil des 13. Jahrhunderts und besaß zur damaligen Zeit sogar eine Burgruine, welche im 15. Jahrhundert noch einmal verändert wurde. Eine bedeutende Rolle spielte die Burg unter dem Ritter Jakob Boymont von Payrsberg. Doch 1600 wird die Burg in der Landesbeschreibung von Marx Sittich von Wolkenstein bereits nur noch als verfallen und kaum bewohnbar beschrieben. Der älteste Teil der Burg ist heute schlecht erhalten, an einem Rundbogentor erkennt man aber noch deutlich das Wappen der einstigen Besitzerfamilie Boymont-Payrsberg. Burgruine Casatsch
Ein weiteres mittelalterliches Bauwerk, das in Nals nur noch als Ruine übrig blieb, ist die Burg Casatsch oder auch Pfeffersburg genannt. Auch wenn ihr Bau ins 12. Jahrhundert zurückreicht, sind die vorhandenen Überreste der Ringmauer jünger zu datieren. Die Pfeffersburg wechselte mehrmals Besitzer, bis sie schließlich in die Hände der heutigen Eigentümerin Verena Jordan kam. In den Jahren 2001/2002 leitete sie die aufwendigen Sanierungsarbeiten an der Burg. Casatsch kann das ganze Jahr über besichtigt werden. Das Privatmuseum von Hansjörg Erschbamer
Das private Dorfmuseum der Familie Erschbamer am Hof Birkenstein ist in Nals ein absoluter Geheimtipp. Das Museum entstand 1989, als der Hobbychronist und Geschichtsbegeisterte Hansjörg Erschbamer auf dem elterlichen Hof mit der Errichtung eines Privatmuseums begonnen hatte. Es erforderte ein hohes Maß an
Durchhaltevermögen und Überzeugungsarbeit, bis der Grundstein für das Museum gesetzt war, heißt es im Nalser Dorfbuch. Mittlerweile ist das Museum ein fester Bestandteil der Nalser Kultur und bietet seinen Besuchern, unter dem Motto „Wechselspiel der Geschichte und Geschichten“, einen Eindruck davon, wie die Leute vor über 100 Jahren auf den Feldern und in den Weinbergen gearbeitet haben und wie mühevoll es war, aus Trauben Wein zu machen. Bildungshaus Lichtenburg
In der Fort- und Weiterbildung ist die Gemeinde Nals vor allem für das Sozialbildungszentrum Lichtenburg der Stiftung St. Elisabeth bekannt. „Getragen von einem christlichen Menschenbild, unterstützt die Stiftung St. Elisabeth mit dem Bildungshaus Lichtenburg das Recht auf Bildung in Südtirol“, beschreibt sich die Stiftung auf der Webseite der Lichtenburg. Die Stiftung wurde 2009 von der Caritas Diözese Bozen-Brixen und der Stiftung Liebenau aus Baden-Württemberg mit diözesanem Auftrag gegründet und greift in erster Linie das Potential bestehender kirchlicher Einrichtungen auf und sieht seine Aufgabe darin, deren sozialen Auftrag zu bewahren, weiterzuentwickeln und im Geist und in der Tradition der Gründer weiterzuführen. Die Marlene Sunshine Race
Weit über die Grenzen Südtirols hinaus ist Nals hingegen auch im Sport bekannt. So trifft sich vom 13. bis 14. April die internationale Mountainbikeszene zur Marlene Sunshine Race. Dabei treten nationale und internationale Nachwuchs-Mountainbiker der UCI Junior Series im Mountainbike Cross-Country im Wettkampf über eine anspruchsvolle Strecke von 4 km gegeneinander an. Es ist die 2. Etappe der Internazionali d’Italia Series 2019.
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Sie gehört zu Südtirol und zu unserem Kulturkreis wie wohl kaum ein anderes Kleidungsstück. Die Rede ist von der Tracht. Dabei gibt es in Südtirol wahrscheinlich mindestens so viele verschiedene Trachten wie es Täler gibt. Insbesondere in Sachen Farben und Schmückungen unterscheiden sich dabei die Trachten in den diversen Bezirken in unserem Land. Zudem unterscheiden wir heute zwischen den traditionellen Trachten, die vorrangig von Volkstanzgruppen, Musikkapellen, Schützen und Marketenderinnen, aber auch von Chören und Brauchtumsgruppen getragen werden, und der Tracht als Mode. Diese wird gerne auf Wiesenfesten, wie dem Oktoberfest, aber auch bei anderen Feierlichkeiten getragen. Nur wenige Kleidungsstücke, wie Trachten, haben eine so wechselhafte Geschichte der Ablehnung und Akzeptanz. Große Tradition hat etwa die Burggräfler Tracht. Insbesondere die auffälligen roten Aufschläge auf dem „Wollehemat“ machen die Burggräfler Männertracht sofort erkennbar. Die Joppe hat sich seit mehr als 200 Jahren kaum geändert und ist somit das einzige Trachtenteil in Tirol, welches derart beständig getragen wird. Sowohl Männer als auch Frauen im Burggrafenamt unterscheiden zwischen zwei Trachten-Formen: das „Bäurische Gwand“ und die „Burggräfler Miedertracht“ der
Frauen, und das „Kurz- und „Langbäurische Gwand“ bei den Männern. Die „Burggräfler Miedertracht“, im Volksmund auch „Meraner Dirndl“ genannt, wird vor allem von Musikantinnen getragen, aber auch von Volkstanzgruppen und in Schützenkompanien. Die Passeirer Tracht
Blickt man ins Passeiertal, findet man auch dort eine eigene Tracht. Diese ist von schlichter Machart und wird besonders an Festtagen oder zu bestimmten Anlässen im Tal getragen. Die Männer tragen dabei unter anderem eine kurze braune Lodenjacke, eine Weste aus rotem Loden mit Messingknöpfen, Hosenträger aus grünem Stoff, Kniebundhosen aus Bockfell und einen Ledergürtel, in dem oft Name oder Sprüche eingestickt sind. Auffallend ist auch ein schwarzer Filzhut. Die Passeirer Frauentracht besteht aus einem schwarzen Wollrock, einer blauen Seidenschürze und einem schwarzen Miederleibchen. Den Halsausschnitt ziert eine weiße, breite Spitzenborte. Rote oder weiße Strümpfe und bestickte Schuhe runden die Tracht ab. Einige heimische Betriebe haben sich auf Trachten spezialisiert und verkaufen bzw. fertigen auch die verschiedenen Formen dieser besonderen Kleidungsstücke an. Im ganzen Burggrafenamt sind somit bei besonderen Anlässen, BAZ 07/19
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SCHAUFENSTER Renaissance auch für Herren. Lange und kurze Lederhosen werden nur noch zu bestimmten Anlässen und Auftritten getragen, wobei deren Herstellung hauptsächlich aus Wildbockund Hirschleder erfolgt.
an Feiertagen oder auch auf Wald- und Wiesenfesten verschiedene Trachten zu sehen. Die „eine“, echte richtige Tracht gibt es dabei nicht, denn Trachten sind laut vielen Experten auch dem Wandel der Zeit unterzogen. Aber egal welche Tracht aus welchem Teil des Landes, Fakt ist: Eine Tracht schaut flott aus und darin tanzt es sich besser. Da in den vergangenen Jahren immer
öfters junge Südtiroler Originaltrachten ihrer Eltern und Großeltern zum Aufrichten in die Trachtenschneidereien bringen, darf man hoffen, dass das Tragen unserer Trachten noch lange nicht ausgedient hat, weiterhin zur Pflege unseres Heimatbewusstseins beiträgt. In den letzten Jahrzehnten entwickelte sich im Alpenraum eine
eigene Bekleidungsindustrie, die sich auf Dirndl- und Trachtenmode spezialisiert hat. Einige Elemente wie die Miederform, die Bluse mit Spitzen und Pufferärmeln, der Rock und der Schurz wurden aus der Frauentracht übernommen. Die Herren-Trachtenmode ist der Mode weitaus weniger ausgesetzt. Lederhosen erleben allerdings eine
Dirndln sind leichtere Kleider für den Alltag. Sprachlich gesehen ist „Dirndl“ eine Verkleinerungsform von Dirn bzw. Dirne, womit auch heute noch ein junges Mädchen bezeichnet wird. Das moderne Dirndl, wie man es heute in Trachtenstuben zu kaufen bekommt, ist mit der ursprünglichen Tracht, welche zeitloses Design hatte und mit den traditionellen Farben die Verbundenheit zur eigenen Region bekundete, nicht mehr zu vergleichen. Denn moderne Dirndln in modischen Farben und Designs eignen sich mehr für Wiesenfeste, Geburtstagsfeiern oder lustige Ausflüge.
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will sich unser Land mit Hilfe einer breiten Palette an Maßnahmen zu einer Modellregion für nachhaltige alpine Mobilität entwickeln. Einige Maßnahmen sind dabei bereits erfolgreich umgesetzt worden, unter anderem gibt es Förderbeiträge von 4000 € für reine Elektrofahrzeuge und von 2000 € für Plug-In-Hybrid-Fahrzeuge, die Befreiung von der Autosteuer für fünf Jahre, die Reduzierung der Autosteuer auf 22,5 % nach fünf Jahren sowie Beiträge für die Errichtung von Ladestationen für die Elektromobilität. „Die Zuschüsse des Landes für den Kauf von Elektrofahrzeugen für Private, für Betriebe und für öffentliche Körperschaften von 4000 € sind eine richtige und wichtige Maßnahme, um lärmund abgasfreie Fahrzeuge auf den
Weg zu bringen, mit Vorteilen für Gesundheit, Umwelt und Lebensqualität“, betonte erst kürzlich Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider zur aktuellen Diskussion rund um die öffentliche Finanzierung beim Kauf von Elektroautos. Neben Kaufanreizen lote das Land noch weitere Maßnahmen aus, um neue nachhaltige Mobilität in Südtirol zur Selbstverständlichkeit zu machen, beispielsweise Ausnahmen bei Fahrverboten, günstigere Parkplätze sowie höhere Steuerabsatzbeträge für Elektrofahrzeuge und andere lärm- und emissionsfreie Fahrzeuge. Außerdem verweist der Landesrat darauf, dass in Südtirol umweltfreundliche Energie produziert werde und das Land großes Potenzial habe, diese in Zukunft auch für umweltfreundliche Mo-
bilität einzusetzen. Auch der Staat Italien sieht mittlerweile Förderungen vor. Noch ist die Landesförderung von 4000 € beim Kauf von Elektrofahrzeugen mit den seit Anfang März in Kraft getretenen Zuschüssen des Staates bis zu 6000 € wegen der nationalen Gesetzgebung aber leider nicht vereinbar. Von Seiten des Landes arbeite man zwar derzeit daran, jedoch ist noch lediglich eine Fördermaßnahme möglich, stellt das Land Südtirol im Internet klar. EU-Gelder für ElektroSüdtirol
Südtirol will bis 2030 zu einer
Modellregion für nachhaltige alpine Mobilität werden. Um dieses Ziel zu erreichen hat das Land eine Reihe von Maßnahmen geplant, unter anderem das LIFE-Projekt. Die Europäische Kommission hat das vom Land Südtirol eingereichte Projekt zur Förderung der emissionsfreien Mobilität in Südtirol vor wenigen Wochen gutgeheißen. Damit bekommt das Land Südtirol, zusammen mit den Projektpartnern, rund 7,9 Millionen € an EU-Geldern für die Umsetzung des Projektes „LIFE“ für neue Infrastrukturmaßnahmen im Bereich emissionsfreie Mobilität. Dabei gibt es fünf Aktionsfelder. Ein Aktionsfeld ist der Einsatz
von emissionsfreien Fahrzeugen im privaten Personentransport und im öffentlichen Personentransport sowie in Logistik und in Betrieben, vor allem im Tourismus. Der zweite Schwerpunkt liegt auf der Versorgung. So sollen 33 Batterie-Schnelllade-Stationen im Vinschgau, in Meran, in Bozen, in Bruneck und entlang der A22 entstehen. Weiters sind fünf Wasserstofftankstellen vorgesehen, und zwar im Vinschgau, in Meran, in Bruneck und entlang der A22. Als weitere Schwerpunkte soll es Vorzeigefahrzeuge in mehreren Städten geben ebenso wie Anreize und Informationen zur Elektromobilität und
schließlich auch das Sammeln und die Weitergabe von Knowhow. Was erwartet uns bei den E-Bike-Neuheiten 2019?
Für die Radsaison 2019 haben E-Bike-Hersteller feinste Technik zu bieten. Weil die Motoren in der Form schrumpfen, aber in der Leistung steigen, kommt Zusatz-Kraft jetzt in allen Formen von Rad vor. Daher stehen eine Vielzahl an E-Rennrädern, Faltund Kompakt-E-Bikes und E-Bikes für die Stadt zur Auswahl. Modelle für den Alltag oder für Sportler werden ebenso angeboten wie für Senioren.
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Bastel-Tipp: Samen-Bomben
KINDERSEITE KINDERSEITE
Material: 200 g Tonerde, zum Beispiel Heilerde aus der Drogerie, 200 g Blumenerde, 3 Päckchen Saatgut verschiedener heimischer Blumensamen, Wasser, 1 kleine und 1 große Schüssel, Zeitungspapier
In Zusammenarbeit mit dem Verein „Die Kinderwelt Onlus“ In Zusammenarbeit mit dem Verein „Die Kinderwelt Onlus“
Anleitung: Die Blumensamen in der kleinen Schüssel miteinander vermischen. Gebt die Blumenerde in die große Schüssel, und gebt anschließend die Tonerde und die Samen dazu und vermischt das Ganze so, dass die Samen möglichst gleichmäßig verteilt sind. Gießt jetzt nach und nach ein wenig Wasser in die Schüssel, sodass das Gemisch sich zu kleinen, etwa walnussgroßen Kugeln formen lässt. Rollt die Kugeln nicht – wie bei Plätzchenteig – zwischen euren Handflächen, sondern nehmt eine kleine Portion des Gemisches in die eine Hand und drückt sie mit den Fingern der anderen sanft zu einer Kugel. Legt die fertig geformten Kugeln auf Zeitungspapier und lasst sie dort trocknen. Dreht sie alle paar Stunden ein wenig, damit sie von allen Seiten gleichmäßig trocknen. Nach etwa zwei Tagen sind eure Samenbomben scharf – also bereit zum „Auswerfen“ im Garten und im Grünen!
Kniffelecke Rätsel: Welche Farbe können Bienen nicht sehen? • rot • gelb • grün Schreib die Antwort auf eine Karte und schick sie uns mit Angabe deines Alters bis Monatsende an: „Die BAZ“, Industriestr. 1/5, 39011 Lana oder per E-Mail an info@vereinkinderwelt.com Der Gewinner der Februar-BAZ heißt Julian Schiefer, 7 Jahre. Der Gewinn wird zur Verfügung gestellt von der Buchhandlung Athesia, Meran.
Buchtipp: Die Baumhaus-Bande: Geschichten zur Erstkommunion
Foto: Heike Rau/Fotolia Quelle: www.geolino.de
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Wissen Wissen: Woher kommt das Hokus Pokus? Jeder kennt die Zauberformel „Hokus Pokus!“. Doch ursprünglich hatte Zauberei mit dem ganzen Hokuspokus gar nichts zu tun. Der „Hokuspokus“ beruht auf einem buchstäblichen Missverständnis: Früher hielten christliche Priester Gottesdienste ausschließlich in lateinischer Sprache. Das salbungsvolle „Hoc est enim corpus meus“, was „Das ist mein Leib“ bedeutet, verstanden damals jedoch nur Gelehrte. Denn tatsächlich konnte man aus dem lateinischen Satz schnell genau das verstehen: „Hokus Pokus“. Und da nach dem Verständnis der Geistlichen etwas während des Gottesdienstes verwandelt wird - das Brot, die Hostie, in den Leib Jesu Christi - war der vermeintliche Zauberspruch geschaffen. Der Begriff „Hokus Pokus“ hat sich so durch viele Jahrhunderte gezogen und sich bis heute als der vielleicht bekannteste Zauberspruch in der deutschen Sprache erhalten. Quelle: www.geolino.de
Autor: von Jörn Hauf und Albert Biesinger ISBN 10: 3522185005 Alter: 8 - 10 Jahre Thema: Religion
Aktuell Tag der offenen Tür in unseren Spielgruppen bis 3 Jahren in Meran: Am 16. Mai 2019 von 14.30 bis 17 Uhr in Untermais, Burggräflerstraße 10-12. Am 21. Mai 2019 von 14.30 bis 17 Uhr in Obermais, Dantestraße 5 (Altes Rathaus), 2. Stock. Schauen Sie vorbei. Einschreibungen sind dort direkt möglich! 20 BAZ 07/19
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BABYS
Haben Sie 2017/2019 ein Baby bekommen? Schicken Sie uns ein Foto Ihres Babys (E-Mail: post@diebaz.com), mit Vor- und Zuname, Geburtsdatum, Eltern (Mami lediger Nachname) und Zu Hause in.
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Samuel mit
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1. Juli 2018
Geburtstag:
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Geburtstag:
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Eltern:
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Eltern:
Petra Reiterer &
Eltern:
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Peter Gufler Zu Hause in:
Peter Wiedmer Zu Hause in:
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Frank Pichler Zu Hause in:
Mölten
Rosa
St. Gertraud
Verena
Sofia
Geburtstag:
18. August 2017
Geburtstag:
15. Jänner 2019
Geburtstag:
24. März 2018
Eltern:
Andrea Raich &
Eltern:
Rosmarie Reiterer &
Eltern:
Elisabeth Dalkolmo &
Albert Raffl Zu Hause in:
Matthias Illmer
Bernhard Schiefer
St. Martin
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Zu Hause in:
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Marling
Die „BAZ“ und die Kinderwelt gratulieren Rosmarie Reiterer, Mami von Verena, zu ihrem Mutterglück. Die Bestätigung zum Gratiseinkauf ist im „BAZ“-Büro in Lana abholbereit.
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Belag 4 gebratene Kalbshacksteaks 2 gekochte Eier, in Scheiben geschnitten 80 g Rucola 200 g gekochtes Kalbfleisch, in dünne
Thunfisch in Öl Fleischsuppe oder Gemüsebrühe Essig Salzkapern Sardellenfilets Weißwein Mayonnaise Salz u. Pfeffer aus der Mühle
Hamburgerbrötchen
20 g
rote Zwiebeln, in Ringe geschnitten
Weiteres 2 EL Salzkapern Salz u. Pfeffer aus der Mühle
Scheiben geschnitten 200 g Ofentomaten oder Fleischtomaten, in Scheiben geschnitten
Thunfischsauce • Den Thunfisch gut abtropfen lassen und grob zerkleinern. • Zusammen mit Fleischsuppe, Essig, Salzkapern, Sardellenfilets
und Weißwein im Mixer fein pürieren. Eventuell durch ein Haarsieb streichen. • Mayonnaise unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Fertigstellung • Die Brötchen halbieren und mit der Schnittfläche auf dem Grill oder in einer Pfanne kurz rösten. • Die unteren Hälften mit etwas Thunfischsauce bestreichen und mit dem gebratenen Kalbshacksteak belegen. • Darauf nacheinander Ei, Rucola, gekochtes Kalbfleisch und Ofentomaten schichten. • Thunfischsauce, Zwiebelringe und Salzkapern daraufgeben und eventuell mit Salz und Pfeffer würzen. • Die oberen Brötchenhälften daraufsetzen und servieren. Tipps • Servieren Sie dazu gegrilltes oder gebackenes Gemüse oder pikante Kartoffelspalten • Hamburgerbrötchen schmecken besonders gut, wenn sie noch etwas warm sind. • Sie können den Burger auch ohne das gebratene Kalbshacksteak servieren.
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Förderverein Palliative Care 2019 Der Förderverein Palliative Care steht seit November vergangenen Jahres unter der Leitung der neu gewählten Präsidentin Dr. Andrea Gabis MAS, Msc, vormals Mentorin und langjährige Leiterin des Palliativzentrums Martinsbrunn. Der Verein sieht seine Hauptaufgabe darin, sich um bedürftige Palliativpatienten des gesamten Bezirks und deren Betreuung zu kümmern. Er möchte in Zukunft sowohl Informationsveranstaltungen als auch Einzelberatungen anbieten, um den Patienten und deren Angehörigen die benötigten Informationen und Hilfe zukommen zu lassen. Interessierte und Betroffene können sich direkt telefonisch melden und einen Gesprächstermin vereinbaren. Als ersten Höhepunkt der Jahrestätigkeit organisiert der Verein vom 7. bis 11. Mai den internationalen Kongress „Palliativ ohne Grenzen 2019“. Heuer steht diese Fortbildungswoche unter dem Motto „Wege aus der Angst…“. Das Thema Angst wird in diesen Tagen aus der Sicht verschiedener Professionen beleuchtet. Im palliativen Begleitauftrag begegnen wir den Ängsten von Betroffenen in Form von Todesangst, Existenzangst, Angst, nicht mehr genug Zeit zu haben, Angst vor Schmerzen, Erstickungsangst, Angst vor dem Alleinsein oder Alleingelassenwerden, Angst vor dem Verlust von Autonomie und vielem mehr. Zum international anerkannten Kongress POG 2019 mit 15 hochkarätigen Referenten werden über 300 Teilnehmer aus Südtirol und dem deutschsprachigen Ausland erwartet. Weiters wird am 8. Mai 2019 um 20 Uhr im Stadttheater von Meran das Musical „Jenseits des Flusses Op. 71“ von Richard J. Sigmund, welches im Herbst 2018 eine begeisterte Uraufführung erlebte, unter der Leitung des Komponisten wiederaufgeführt. Es handelt von einem Palliativpatienten, Luis, ein Künstler und Maler, der im Alter von 52 Jahren seine letzten Tage auf der Palliativstation
verbringt, umsorgt und betreut vom Team und seinen Angehörigen. Gefühle, Handeln und Tun sind auf das Wesentliche gerichtet. Das durchkomponierte Stück wird die Zuschauer völlig in seinen Bann ziehen und zeigt Schönes und Schweres, Sorgen, Nöte und Emotionen in der Betreuung aus der Sicht des Patienten, Angehörigen und des Betreuerteams. Ein Gespräch mit Dr. Andrea Gabis, der Präsidentin des Fördervereines Palliative Care ein Interview geführt. Was möchten Sie mit diesen beiden ersten Veranstaltungen für Palliative Care erreichen?
Ein Schwerpunkt war und ist die Aus-, Fortund Weiterbildung der Berufsgruppen, die im palliativen Sektor tätig sind. Der grenzübergreifende Kongress POG ist eine hervorragende und anerkannte Plattform des gemeinsamen Lernens und eines fachlichen Austausches. Es ist außerdem unser Ziel, den Bekanntheitsgrad von Palliative Care weiterhin zu verbessern, Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben. So ist es ein absoluter Glücksfall, wenn unsere Arbeit durch das Musical „Jenseits des Flusses“ einem breiten Publikum vorgestellt werden kann. Ich freue mich darauf. Karten können per Mail oder Telefon reserviert werden, ich kann das Stück nur wärmstens empfehlen, da es ein sehr gutes und eindrückliches Gesamtbild dieser Lebensphase gibt. Sie haben Martinsbrunn verlassen und die medizinische Leitung des Zentrums für Palliative Care der Tiroler Hospizgemeinschaft in Tirol übernommen.
Ja, das stimmt. Für die Tiroler Hospizgemeinschaft in leitender Position tätig zu sein, ist für mich spannend, schön und bereichernd, eine tolle Herausforderung. Ich habe das Gefühl, dass die Arbeit geschätzt wird. Auch der Förderverein Palliative Care ist von Martinsbrunn unabhängig. Uns ist wichtig, dass wir in ausgeglichener Weise für alle Betroffenen, für alle palliativen Patienten und ihre Angehörigen und Betreuer, die unsere Hilfe brauchen, da sein können. Es ist wichtig, dass diese Patienten ein würdiges Leben mit bestmöglicher Lebensqualität in ihrer letzten Lebensphase haben. Tel. 333 604 84 62 • info@palliativecare.bz BAZ 07/19
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RATGEBER
Doppelter Abzug für Betriebe bei energetischer Sanierung Die energetische Sanierung von bestehenden Gebäuden ist ein zentrales Thema der lokalen und nationalen Politik. Sowohl das Land Südtirol (durch Beiträge und Kubaturbonus) als auch der Staat (durch großzügige Steuerabsetzbeträge) fördern entsprechende Maßnahmen von Seiten der Eigentümer, Mieter und Leasingnehmer. Während die Vorteile von vielen Privatpersonen in Anspruch genommen werden, sind Unternehmen überraschend zurückhaltend. Dabei wären gerade diese die großen Nutznießer. Unternehmen können die Kosten doppelt absetzen! Einmal als Betriebskosten in der Buchhaltung und zusätzlich steht den Unternehmen ein Steuerabsetzbetrag in Höhe von 65 % zu. Dieser Steuerabsetzbetrag kann dann in 10 gleichen Jahresraten direkt von der zu bezahlenden Einkommens- bzw. Körperschaftssteuer abgezogen werden. Die auf den Rechnungen ausgewiesene Mehrwertsteuer kann ganz normal verrechnet werden. Die Begünstigung kann sowohl von Einzelunternehmen als auch von Personengesellschaften (OHG, KG) und von Kapitalgesellschaften (GmbH, AG) in Anspruch genommen werden. Auch Freiberufler und nicht kommerzielle Körperschaften, die eine wirtschaftliche Tätigkeit ausüben, sind begünstigt. Bei den sanierten Immobilien muss es sich um Betriebsgebäude handeln, welche für die Ausübung der Tätigkeit bestimmt sind. Bei Sanierungen von Immobilien, die in den Endbeständen erfasst sind (z. B. Wohnungen bei Baufirmen, die für den Verkauf bestimmt sind) oder bei Wohnungen, die nicht direkt für die Tätigkeit verwendet werden (z. B. 24
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Walter Gasser Kontakt: Kanzlei Gasser Springer Perathoner, Eder & Oliva Lana + Naturns gasser@gasser-springer.it
weil darin der Inhaber oder das Personal wohnt) kann die Begünstigung hingegen nicht angewandt werden. Zu den geförderten Arbeiten zählen neben den Isolierungsarbeiten auch die Anschaffung von Solaranlagen zur Produktion von Warmwasser, von neuen, effizienteren Heizungen, von Markisen und anderen Sonnenschutzvorrichtungen, von multimedialen Fernsteuerungen von Heizanlagen und von Mikrocogeneratoren. Wichtig ist, dass die vom Gesetz vorgeschriebene Prozedur (ENEA-Meldung) genau eingehalten wird, da die Steuervorteile sonst nicht zustehen.
BERICHT AUS ROM
Die Post auf dem Prüfstand
Die grünen Fleischfresser Le carnivore verdi The green carnivores
01 Apr
15 NOV
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. oneandseven
Es kommt Bewegung in die Thematik rund um die Post und die allgegenwärtigen Probleme mit der Zustellung. Das Gipfeltreffen Land/Poste Italiane hat endlich stattgefunden. Geplant war es für den 22. Februar. Nun werden die „Poste Italiane“ bei der Qualität der Zustellung, der Personalrekrutierung, dem Umgang mit
In der Abgeordnetenkammer werden wir uns in den nächsten Wochen mit einem Steuer-Vereinfachungs-Dekret („semplificazione fiscale“), über ein Gesetz zur Bekämpfung der Krise in der Landwirtschaft (wie zum Problem der Schafsmilch in Sardinien) und über das Verfassungsgesetz zur Reduzierung der Abgeordneten auf 400 und der Senatoren auf 200 Mitglieder mit der entsprechenden Anpassung des Wahlgesetzes befassen, welches in der Abgeordnetenkammer nur mehr zwei statt heute drei Wahlkreise in Südtirol vorsehen könnte. Für den Senat wurden auf Grund einer Paketmaßnahme die drei Wahlkreise gerettet.
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2019
Das Bürgereinkommen („reddito di cittadinanza“) und Quote 100 sind mittlerweile Gesetz. Unserem Land hat man die primäre Zuständigkeit in der öffentlichen Fürsorge zugestanden. Nur mit Mühe konnte Kollegin Gebhard die Autonomie-Sicherungsklausel unterbringen. Damit kann das Land nun selbst entscheiden, ob und wie es zukünftig den Menschen in Not hilft bzw. ob es die bestehenden Sozialleistungen wie Wohngeld und Mindesteinkommen beibehalten will. Die „Quote 100“ für einen früheren Renteneinstieg, das als positiv bewertet werden kann, wird aus meiner Sicht die nächste Generation belasten. Leider wurde wieder eine Chance vertan, endlich rückwirkend Erziehungszeiten für die Frauenrente anzuerkennen, die als Mütter auf eine berufliche Tätigkeit verzichtet haben und daher kaum eine Chance haben, „Quote 100“ zu erreichen.
Vielleicht ergibt sich jetzt – wie nach jeder Krise – auch etwas Positives für die Bürger und das überforderte Postpersonal.
NE U
Albrecht Plangger Kammerabgeordneter
dem Personal und den Kompetenzen unserer Postdirektoren vor Ort nachbessern müssen, ansonsten werden sich das Land und die lokalen Zeitungsverleger andere Partner suchen und einen Konkurrenzbetrieb aufbauen. So wie von „Poste Italiane“ zurzeit ausprobiert, ist das neue Zustellungsmodell in Südtirol auf Grund der besonderen geografischen Verhältnisse leider gescheitert. Das wird Poste Italiane eingestehen müssen, wenn Mitte April das „Monitoring“ über die positive und negative Umsetzung des neuen Zustellungsmodells mit den Gewerkschaften diskutiert wird.
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Zwei Dienstleistungen aus einer Hand Schnell, kompetent und zuverlässig: Auch im Jahr 2019 übernimmt die Steuerbeistandstelle (CAAF) im lvh für alle Interessierten die Steuererklärung Modell 730. Erstmals bietet der Verband auch Beratung sowie die Abwicklung von Erbschaftsangelegenheiten an.
Das Mod. 730 gilt als Steuererklärung für Lohnabhängige und Rentner mit bestimmten zusätzlichen Einkommen. Es kann aber auch zur Rückvergütung abzugsfähiger und absetzbarer Spesen abgefasst werden. Zu den absetzbaren Spesen zählen z. B. Arztspesen, Passivzinsen, Lebens- und Unfallversicherungen uvm. Die Steuerbeistandstelle (CAAF) im lvh bietet auch heuer wieder einen bequemen, qualifizierten und vorteilhaften Dienst zur Abfassung des Mod. 730. Nach Abgabe der entsprechenden Unterlagen an das CAAF müssen keinerlei Termine oder Verpflichtungen eingehalten werden, denn ein eventuelles Steuerguthaben
bzw. die anstehende Steuerschuld gegenüber dem Fiskus wird direkt in der Lohntüte, der Rente oder der Agentur der Einnahmen verrechnet. Terminvereinbarungen sind ab 18. März 2019 möglich. Neuheit: Erbschaftsfolge
Seit kurzem bietet der lvh den Dienst der Erbschaftsmeldung an die Agentur für Einnahmen, den Antrag auf Erlass des Erbscheines sowie die Grundbuchs- und Grundkataster- und Grundgebäudekatasterumschreibungen an. Beim Ableben einer Person wird die sogenannte Erbschaft eröffnet.
Zuallererst muss geklärt werden, ob der Verstorbene ein Testament hinterlassen hat oder nicht. Wenn ja, muss dieses zum Notar gebracht werden, damit das Testament veröffentlicht wird. Beim Fehlen eines Testaments muss die gesetzliche Erbfolge geklärt werden. Hinterlässt der Verstorbene Immobilien, Realrechte an Immobilien oder ein Vermögen mit bestimmtem Wert, muss eine Erbschaftsmeldung bei der Agentur für Einnahmen eingereicht werden. Das muss in der Regel innerhalb von 12 Monaten, ab dem Todestag, geschehen. Die Erbschaftsmeldung beinhaltet Informationen über die Erben und eine Auflistung der Vermögenswerte. Um die Immobilien
beim Grundbuch und Kataster umschreiben zu können, benötigen die Erben einen sogenannten Erbschein. Dieser muss beim Landesgericht Bozen beantragt werden und ist die Voraussetzung, damit die Erben ihr Eigentum im Grundbuch und Kataster eintragen können. Beide Dienstleistungen können von allen interessierten Privatpersonen in Anspruch genommen werden. Informationen werden telefonisch unter 0471 323265 oder via E-Mail an: caaf.confartigianato@ lvh.it erteilt.
PRinfo
Roter Hahn: köstliche Frühlingsgerichte in den Hof- und Buschenschänken Wenn die Tage länger werden und die wärmenden Sonnenstrahlen zum Verweilen im Freien einladen, dann bitten auch die bäuerlichen Schankbetriebe der Marke „Roter Hahn“ wieder zu Tisch. Teigtaschen mit Bärlauchfülle, Zigorisalat, feine Lammgerichte und andere bäuerliche Gerichte stehen nun auf der Speisekarte. Und egal ob traditionell oder ausgefallen: Die Zutaten stammen frisch vom Feld. Die sonnenverwöhnten Gärten der Höfe liefern jetzt eine Menge frischer Zutaten für die Bauernküche. Unser Qualitätsversprechen Herkunft: Über 80 % der Produkte stammen vom eigenen Hof und von anderen landwirtschaftlichen Betrieben in Südtirol. Über 30% davon vom eigenen Hof und Feld. 100 % hausgemachte bäuerliche Gerichte. Mindestens 3 hausgemachte Säfte. Eier aus
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Südtiroler Freilandhaltung. Destillate aus bäuerlicher Produktion in Südtirol. Buschenschänke: Weine zu 100 % vom eigenen Weinbauernhof. Hofschänke: Gerichte mit Fleisch vom eigenen Bergbauernhof. Die Broschüre „Bäuerlicher Feinschmecker“ können Sie unter Tel. 0471 999 308, per Mail an info@roterhahn.it oder auf www.roterhahn.it kostenlos anfordern.
Alle 42 „Roter Hahn“ Schankbetriebe und deren Öffnungszeiten finden Sie unter www.roterhahn.it
Die „Roter Hahn“ Schankbetriebe in Ihrer Nähe Nalserbacherkeller in Nals 0471 678 661 Pfrollnhof in St. Pankraz 0473 787 315 Pirchhof in Naturns 0473 667 812 Raffeinhof in Ulten/St. Walburg 0473 795 239 o Rauthof in Meran 0473 244 741 Schnalshuberhof in Algund 0473 447 324 Zmailer-Hof in Schenna 0473 945 881
SPORT
Cross-Läufer des Sportclubs Meran top Gut in Szene setzen konnten sich die jungen Südtiroler Leichtathleten Ende Februar bei den Cross-Regionalmeisterschaften in Pergine Valsugana im Trentino. Insbesondere einige Athleten vom Sportclub Meran wussten dabei zu überzeugen.
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Eine Meraner Abordnung bei den Regionalmeisterschaften
Bei den Damen trumpfte Südtirols Nachwuchs generell groß auf. In der U18-Klasse schnappte sich einmal mehr Katja Pattis den Regionalmeistertitel. Die Tierserin setzte sich in 14.37 Minuten klar vor Hausherrin Luna Giovanetti (15.07) durch. Rang drei ging an eine Athletin vom Sportclub Meran: Die für Meran startende Grödnerin Martina Falchetti holte in 15.13 Bronze. Auch Rang vier ging mit der Traminerin Lisa Kerschbaumer an eine weitere Athletin vom Meraner Verein. Die stark vertretene Meraner Truppe von Coach Hans Ladurner erzielte auch im Junioren- und U16-Bewerb Topergebnisse. Emma Garber kam im Juniorenlauf auf Rang 3, während ihre Teamkollegin Nike Frick im U16-Rennen sogar Zweite wurde. Im BubenBewerb belegte Lukas Lanzinger von der SG Eisacktal den undankbaren vierten Platz. Sportclub auch bei Italienmeisterschaften vertreten
Aufhorchen ließen die heimischen Athleten auch Anfang März bei den Italienmeisterschaften. Über 2.500 Athleten ermittelten im und rund um den „Parco della Mandria“ in
Venaria Reale im Piemont die Italienmeister im Cross-Lauf. Dabei kürte sich Katja Pattis zur U18-Italienmeisterin. Die 16-jährige Tierserin vom Südtirol Team Club, die als eine der Favoritinnen ins Rennen ging, lief die vier Kilometer der U18-Kategorie in starken 14.43 Minuten und hatte am Ende neun bzw. zwölf Sekunden Vorsprung auf Ilaria Bruno und Francesca Dalla Pozza. Für Pattis war es bereits der dritte Italienmeistertitel, nachdem sie schon 2017 in Cles über 1200 m Hindernis sowie im Vorjahr bei der U18Berglaufitalienmeisterschaft ganz oben auf dem Podest stand. Gute Sechste wurde die Grödnerin Martina Falchetti vom SC Meran, während ihre Teamkolleginnen Lisa Kerschbaumer und Veronika Hölzl den 20. bzw. 32. Platz belegten. Die drei Meraner CrossLäuferinnen sicherten sich mit 41 Punkten den Team-U18-Italienmeistertitel vor Bracco Atletica (61) und Atletica Lecco (80). Bester Herren-Läufer war Paolo Rossi vom AS Merano, der im U18-Bewerb auf Rang 21 landete. Die neuen Italienmeister in der Allgemeinen Klasse sind der Trientner Yeman Crippa und Francesca Tommasi. Für Crippa war es der zweite Erfolg bei den nationalen Cross-Titelkämpfen, für Tommasi der erste überhaupt. Michael Andres
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SPORT
Meraner Geherin Valeria Buglisi holt Bronze Die Meranerin Valeria Buglisi holte am 24. März bei der U18-GeherItalienmeisterschaft in Cassino (Frosinone) die Bronzemedaille
Über 10 Kilometer musste sich Valeria Buglisi nur der Seriensiegerin Martina Casiraghi geschlagen geben. Die Geherin aus Bergamo stoppte die Zeitmessung nach 50.26 Minuten. Die Zweitplatzierte Alessia Titone (54.15) aus dem Piemont. Die 16-Jährige Buglisi vom SC Meran kam nach 55.09 Minuten ins Ziel, was am Ende zu Platz drei reichte. Knapp am Podest vorbeigeschrammt ist
ihre zwei Jahre ältere Schwester Sara im Junioren-Bewerb. Ebenfalls über zehn Kilometer musste sich Buglisi mit ihrer neuen persönlichen Bestzeit von 51.03 Minuten mit dem undankbaren vierten Platz begnügen, zur Bronzemedaille von Simona Bertini fehlten 23 Sekunden. Der Sieg ging an Andrada Lavinia Lacatus in 49.24 Minuten, vor Camilla Gatti (50.29). Michael Andres
Freuen sich über den Erfolg (v. l.): Sara Buglisi, Hans Ladurner und Valeria Buglisi
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Neues Gesicht für die Sunshine Racers Die Nalser Sunshine Racers sind einer der aktivsten Mountainbike-Vereine im ganzen Land. Nun lässt das Team mit einer Neuverpflichtung aufhorchen.
Die Sunshine Racers aus Nals erhalten prominente Verstärkung. In dieser Saison geht auch die Boznerin Eva Maria Gatscher für die Nalser an den Start. Gatscher ist erst vor rund einem Jahr auf den Mountainbike-Geschmack gekommen und fährt in dieser Saison erstmals mit einer Elite-Rennlizenz. Die 22-Jährige konnte sich in den vergangenen Jahren bereits als talentierte Motocross-Fahrerin einen Namen machen. Schon im vorigen Jahr stellte Gatscher mit mehreren Siegen im Südtirol-Cup ihr Können unter Beweis. „In unserem erfahrenen Team wird sie beste Bedingungen vorfinden, um sich weiter zu entwickeln. Mit viel Ehrgeiz und Engagement wird sie an regionalen und internationalen Wettkämpfen teilnehmen. Wir freuen uns mit Eva Maria auf die neue Saison“, betonte Florian Pallweber von den Nalser Sunshine Racers. Ein erster Härtetest in dieser Saison stand bereits mit dem Südtirol- Cup-Rennen in Naturns auf dem Programm. So früh wie sonst selten ist Ende März diese Rennserie für Mountainbiker eröffnet worden. Das erste von insgesamt neun Rennen wurde als Cross-
Country-Wettbewerb ausgetragen. In der Nähe des lokalen Sportplatzes gingen dabei rund 150 Biker aller Altersklassen auf einem spannenden Rundkurs an den Start. Den Sieg in der allgemeinen Klasse holte sich gleich schon Eva Maria Gatscher. Sie erzielte Tagesbestzeit und verwies die Olangerin Anna Oberparleiter auf den zweiten Platz. Bei den Herren erzielte der Trentiner Andrea Righettini Tagesbestzeit. Insgesamt stehen in dieser Südtirol-Cup-Saison elf Rennen an. Die Teilnehmer kämpfen wiederum in mehreren verschiedenen
Kategorien um Punkte für die Gesamtwertung: Schüler (U14, U15), Jugend (U16, U17), Junioren (U19), Master 1-5, Herren
und Damen Open sowie Elite Sport. Großteils stehen CrossCountry-Rennen an. Michael Andres
Florian Pallweber und Eva Maria Gatscher
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BAUDENKMAL
Meraner Stadttheater Als Prunkstück der zeitgenössischen Theaterarchitektur samt seiner ursprünglichen Originalausstattung hat sich dieses Baudenkmal bis heute erhalten. von Jörg Bauer
Es war die k.u.k. Zeitepoche vor 150 Jahren, in der sich das Landstädtchen Meran, bekannt durch sein mildes Klima, seine liebliche Umgebung und seine heilenden Wasser zur mondänen Kurstadt an der Alpensüdseite aufschwang. Tourismus-Anfänge im 19. Jahrhundert
Neben dem Adel belebten namhafte Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Kunst sowie zunehmend gutsituierte Besucher aus dem Großbürgertum das Meraner Kurambiente. Die willkommenen Gäste sollten standesgemäße Unterkünfte vorfinden. So entstanden in nie dagewesener Aufbruchstimmung Gästehäuser, 30
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Grandhotels, Pensionen, Badehäuser unter ärztlicher Leitung. Für das Wohlbefinden der Urlaubsgesellschaft sollten entsprechende Kultureinrichtungen geboten werden. In der für Meran so bedeutenden Gründerzeit ab 1850 lagen die Wurzeln für die gestalterische Bedeutung des Kurortes und seinen Bekanntheitsgrad, der bis heute anhält. 1874 eröffnete das Meraner Kurhaus als stilvolles Veranstaltungszentrum, mit Kurabteilung und eleganten Mehrzwecksälen für Konzerte, Feste, Musik, Theater. Ein Kurorchester mit fester Besetzung wurde eingerichtet und gehörte alsbald mit festtäglichen Darbietungen zum gehobenen Kurbetrieb. Auch Volksschau-
spiele auf Gesellenvereinsbühnen waren damals verbreitet; ihre Tradition reicht zurück bis ins späte Mittelalter. Es gab in Meran lediglich das kleine Rosengartentheater für die Aufführung von Volksstücken. Der zunehmende Kurgastbetrieb ging einher mit immer anspruchsvollerem Publikum, das sich nach Theaterklassikern und Operetten mit Orchesterbegleitung sehnte. Erste Aufführungen in kleinem Rahmen wurden im Kurhaus Meran erprobt. Das Fehlen eines repräsentativen professionellen Theaters in der aufstrebenden Kurstadt war jedoch unübersehbar. Ein 1884 gegründetes Theaterbaukomitee sollte Abhilfe schaffen.
Projekt-, Standort-, Finanzierungsfragen
Noch jahrelang zogen sich diese Grundsatzfragen samt Architekturwettbewerben hin bis zum 1. Spatenstich des Theaterneubaus im August 1899. Mit einer beispielhaften Bausteinaktion für die Beihilfe zur Finanzierung des Prestigeobjektes im Herzen der Kurstadt hatten sich Gönner, Prominente, Gäste, viele Meraner Bürger durch Zeichnung von Anteilen hervorgetan. Den Bauauftrag erhielt wider Erwarten nicht die führende Gilde der Wiener Theaterbauer, sondern aufgrund der Fachempfehlung des beratenden bayrischen Architekturprofessors Fischer das
ehrgeizige Architektenteam um Martin Dülfer, aus Breslau gebürtig, mit Kreativatelier in München. Dekorative Theaterarchitektur
Vorweggenommen sei, dass sich die Wahl des Projektanten im Zusammenwirken mit dem damals führenden Baumeisterbetrieb von Peter Delugan als seltener Glücksgriff erwies. Die unglaublich kurze Bauzeit von 15 Monaten, bei 2 Monaten Winterruhe, für die ordnungsgemäße Ausführung dieses komplexen Theaterbauvolumens samt detailreicher Innenausstattung bleibt eine Meisterleistung – selbst für heutige Begriffe. Vom Aushub der Baugrube bis zum Mauer werk aus gehauenen Bruchsteinen, bis hin zur gezimmerten Dachkonstruktion galt es mit geballter Manneskraft, mit Handwerksgerät und Pferdefuhr werken für den Materialtransport ein Bauwerk fertigzustellen; dabei waren Hundertschaften von angeworbenen Bauarbeitern zu koordinieren, zu kontrollieren, zu versorgen. Das Baujuwel Meraner Stadttheater wurde ohne Hilfe
von Bagger, Kran, Maschinen oder Spannbeton in Rekordzeit meisterlich vollendet. Für die besondere Architektenpersönlichkeit Martin Dülfer war dies sein Erstlingsprojekt im Theaterbau, dem zahlreiche weitere Referenzobjekte folgten. Sein schöpferisches Gestalten im Zeichen des Jugendstils sowie als Vorläufer des Art Deco umfasste stets das gesamte Projekt inklusive der Formsprache und Funktion aller wichtigen Details der Innenausstattung. Es ist ihm in genialer Weise gelungen, den hohen Erwartungen eines einzigartigen Theater-Musetempels für Meran in vieler Hinsicht zu entsprechen. Mit sicherem Gespür für die ansprechende Raumgliederung in seiner Größe, Funktionalität und eleganten Ausstrahlung durch formvollendete Stilmischung von Klassizismus und Avantgarde präsentiert er das Stadttheater über 2 Etagen. Die Eröffnungsprämiere mit Goethes Faust wurde am 1. Dezember 1900 gefeiert. Stadttheater-Raumaufteilung
Der Haupteingang in der Mitte der symmetrischen Westfassade
liegt hinter vier kräftigen Marmorsäulen und wird überdacht von der Sommerterrasse des Hauptfoyers im Theaterobergeschoss. Drei Schwingtüren mit Messingornamentik eröffnen das Kassenvestibül, vom dem aus, 2 Porphyrstufen höher, durch weitere Doppelschwingtüren die Ränge erschlossen werden. Ein elegantes Marmorgranulat am Bo den und die wunderschöne weiße Ovaldecke mit kunstvollem Zentralluster dominieren dieses Eingangsfoyer. Von Wandelgängen mit Garderoben und Serviceräumen im Erdgeschoss gelangt man seitlich in das zentrale Auditorium mit sanft geneigtem Boden hin zur Bühne. Vom repräsentativen Theater-Hauptfoyer mit Barbuffet im Obergeschoss führen seitliche Ringfoyers mittels doppelwandiger Schwingtüren zu den Logen im 1. Rang; ein separater Treppenaufgang erschließt die höher gelegene Galerie mit Lo genbal konade. Der stimmige große Theatersaal wird überspannt von einer reich verzierten Stuckdecke. Darin verbaut sind dekorative Beleuchtungskörper und Belüftungsrosetten. Das Theater verfügt über eine bestens
ausgestattete Profibühne und über tadellose Akustik im gesamten Auditorium. Theatererfolge, Renovierungsarbeiten
Seine Glanzzeit erfuhr das Stadttheater von Beginn an mit jährlich bis zu 250 Aufführungen. Die Kriegsjahre beeinträchtigten den Kulturbetrieb beider Sprachgruppen, der jedoch nie ganz zum Stillstand kam. Zeitweise wurde das Theater zum Puccinikino umfunktioniert. Mit dem legendären Impresario Karl Margraf kam Meran in der Nachkriegszeit wieder zu einem festen Theaterensemble und zu neuen Theatererfolgen. Er führte Regie bei umfangreichen Renovierungsarbeiten ab 1971, geleitet vom Meraner Architektenehepaar Gutweniger. Mit der Erneuerung aller substanziellen Stukturen samt Innenausstattung, mit zeitgemäßer Haus- und Bühnentechnik versehen, erwartet das Meraner Stadttheater als originelle Bauikone der Jahrhundertwende seine kulturbewussten Gäste auch heute im ursprünglichen Glanz. BAZ 07/19
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VERANSTALTUNGEN
Natur & Wohlbefinden Tisens-Prissian - Vom 13. April bis zum 5. Mai 2019 dreht sich während TESANA Natur Balance Südtirol in Tisens-Prissian über drei Wochen lang alles rund um Kultur, Genuss, Natur und das menschliche Wohlbefinden. Die Kraft des Frühlings in und mit der Natur mit allen Sinnen wahrnehmen und spüren, dabei Neues lernen und entspannen. PROGRAMM-HIGHLIGHTS Feierlicher Auftakt mit TESANA-Genuss-Ständen im romantischen Innenhof von Schloss Fahlburg mit lokalen Produkten, Kaffee & Kuchen, Filzen und Kinderprogramm, Meerschweinchen und Kaninchen, sowie musikalischer Umrahmung So 14. 4. | 15 -18 Uhr | Eintritt frei 15 Uhr Patrick Rina als Oswald von Wolkenstein mit kurzer theatralischer Inszenierung 16.30 Uhr Schloss Fahlburg – „Wo Geschichte lebt“ – Schlossführung mit Karin Marchegger Kraftvoller SunnHerz FLOW Yoga mit Klangentspannung im Garten von Castel Katzenzungen *Di 16. 4. | 14 - 15.30 Uhr | 15 € 32
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Leitung: Hanni Thöni Frühstücks-Picknick am Erlebnisweg Vorbichl *Mi 17. 4. | *Do 25. 4. | *So 5. 5. jeweils um 8.30 - 10 Uhr 15 € | Leitung: Franziska Knoll
Di 30. 4. | 20 Uhr | Leitung: Renate De Mario Gamper, Jutta Tappeiner Ebner, Hubert Steiner Treffpunkt: Parkplatz für St. Hippolyt
Waldbaden am Vorbichl in Tisens *Mi 17. 4. | 13 - 17 Uhr 20 € | Leitung: Martin Kiem
Ernährung mit allen Sinnen (Vortrag in der Fachschule Tisens) Do 2. 5. | 20 - 21.30 Uhr freiwillige Spende Leitung: Melanie Resch
Natur pur: der Grünkraft des Frühlings auf der Spur *Fr 19. 4. | 14.30 - 17.30 Uhr *Sa 4. 5. | 9 - 12 Uhr 10 € | Leitung: Hildegard Kreiter
Wildkräuter im Schloss, rund um den Hof und auf dem Teller *Fr 3. 5. | 9.30 - 14 Uhr | 30 € |Leitung: Martha Holzner & Franziska Knoll
SunnHerz Forrest Walk mit Pranayama bei St. Hippolyt *Sa 27. 4. | 7 - 8.30 Uhr *Do 2. 5. | 14 - 15.30 Uhr 15 € | Leitung: Hanni Thöni
*Anmeldung erforderlich!
Magische Walpurgisnacht auf St. Hippolyt
TESANA-Gerichte, die saisonal, regional und vegetarisch kredenzen sind in diesem Zeitraum: Berg gast haus Natz, Gasthof Gfrillerhof, Restaurant Prissianerhof, Restaurant Pizzeria zur
Brücke, Restaurant zum Mohren, Restaurant Pizzeria Tisene, Restaurant Camping Tisens. TESANA-Produkte: TESANA Tee (Apotheke Hippolyt), TESANA Käse (Perl Hofkäserei), TESANA-Bärlauch-Brot (Bauernbäckerei Tisens), TESANADrink (kreiert von der Fachschule Tisens) Tourismusverein Tisens-Prissian 39010 Tisens/Prissian Tel. 0473 920 822 www.tisensprissian.com
Das gesamte Programm unter: www.tisensprissian.com/tesana www.facebook.com/tesananaturbalance
Spanische Rundreise mit der Musikkapelle Naturns Mit Gioacchino Rossinis Ouvertüre zur Oper „Il Barbiere di Siviglia“ lädt die Musikkapelle Naturns ein, am 13. April um 19 Uhr im Bürger- und Rathaus eine musikalische Reise nach Spanien zu unternehmen. In Sevilla angelangt, ist Flamenco angesagt. Die Solisten auf der Gitarre, dem Sopransaxofon und der Cajon werden in „Palindromía Flamenca“ für spanisches Flair sorgen. In der Sinfonie „Entornos“, dem Hauptwerk des Abends, beschreibt Amando Blanquer Ponsada die Umgebung seiner Heimat, das Gebirge und die Weite der Küstengegend um Alicante. Der folgende Paso Doble „Arnoldo“ von Hardy Mertens bildet die ideale Überleitung zur „Fifth Suite“ von Alfred Reed. Darin werden vier internationale Tänze verarbeitet: der amerikanische „Hoedown“, die französische „Sarabande“, der japanische „Yamabushi Kagura“ und die wilde rumänisch/israelische „Hora“. Der Schlusspunkt des Konzertes gehört wieder einem Spanier: Oscar Navarro feiert mit seinen Werken weltweit Erfolge. „La Mosca“ beschreibt auf virtuose und humorige Art, wie eine Fliege die „Siesta“ zunichte machen kann. Um 18 Uhr findet eine Einführung in das Programm durch den Kapellmeister sowie ein Sektempfang im Foyer statt. Wir wünschen dem Publikum einen lebendigen und klangvollen Konzertabend mit gar einigen musikalischen Überraschungen. Reservierung: Tel. 336 2089115 (tägl. 18 - 20 Uhr) Wiederholung des Konzertes: Ostermontag, 22. April um 19 Uhr Weitere Infos unter: www.musikkapelle-naturns.it
Voice & Winds Marling Music Night – Musicalabend mit 24. April Birgit Arquin, Claudia Fischnaller, Thomas Gruber, der Musikkapelle und Jugendkapelle Marling. Wann: Mittwoch, 24. April um 20.30 Uhr Wo: Vereinshaus von Marling Preis: 10 € (bis 18 Jahre Eintritt frei) Kartenvorverk. im Tourismusverein Marling, Tel. 0473 447147
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und ab in den Stall. Der Bauer zeigt, wie man Kühe melkt und wie die Kleintiere am Hof versorgt werden müssen. Die Stunden vergehen wie im Flug, es gibt jede Menge zu entdecken, zu erkunden und erforschen. Die Eltern räkeln sich in der Zwischenzeit entspannt in den Liegestühlen vor dem Haus, atmen die frische Luft und genießen die Sonnenstrahlen. Wer es lieber ruhiger angehen möchte, kann den Tag auch entspannt am Hof verbringen. Die mit viel Holz ausgestatteten Ferienwohnungen bieten alles, was es für einen erholsamen Urlaub braucht: großzügige Bäder, gemütliche Zimmer und eine schöne Sonnenterrasse, die den Blick über
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