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Nr. 04 ∙ 22. Februar 2022 ∙ 14-täglich ∙ Jahrgang 28
Der Tunnel
Merans Umfahrung nimmt Gestalt an
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THEMA
Trotzdem Fasching
04 | Der Tunnel
STRASSENGESCHICHTEN
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10 I Licht und Schatten Kommentar von Walter J. Werth
STANDORT Zwei Jahre bald tragen wir Masken im Geschäft, im Büro, im Bus. Viele Menschen, die in diesen Tagen durch die Straßen der Städte und Dörfer ziehen sind erfreut und erleichtert, dass wenigstens im Freien freies Atmen erlaubt ist. Die Maske ist unser Begleiter geworden. Mithaben müssen wie sie laut amtlicher Verordnung immer noch. Die Rede ist von den MundNasen-Schutz-Masken. Nicht von den Faschings-Masken, die jetzt an der Reihe wären. Aber wie steht es mit der Lust, sich zu maskieren? Große Faschingsveranstaltungen sind auch heuer noch abgesagt. Vorsicht ist angebracht und niemand will leichtfertig das Ende der Pandemie aufs Spiel setzen. Faschingsfeiern sind heute nicht mehr so wichtig. Sie erinnern schon seit vielen Jahren nur mehr an ältere Traditionen der verkehrten Welten. In diesen Welten war für wenige Wochen erlaubt, was sonst verboten war. Heute verfügen wir über zahlreiche Möglichkeiten nicht nur des kollektiven Rauschs, sondern auch der Kritik und des Spotts über die Herrschenden, täglich auf den Plattformen der sogenannten „sozialen Medien“ – die jemand treffender als „asoziale Medien“ bezeichnet hat. Auch ohne große Veranstaltungen kann man zu Hause die närrische Zeit feiern und genießen, mit Humor die Krise meistern. Lachen ist die beste Medizin. Wer optimistisch ist, lebt nicht nur gesünder und länger, er kann angstauslösende Situationen auch ein wenig „weglachen“. Nicht jeder ist als Komiker geboren, aber jeder kann sich zum Thema Humor informieren und Techniken umsetzen. Kinder lassen sich sehr leicht mit Grimassen aufheitern. Kleine Missgeschicke kann man mit Fröhlichkeit und Heiterkeit kommentieren. Selbstironie hilft, Niederlagen positiver zu verschmerzen. „Kindisch-Sein“ ist ausdrücklich erlaubt! Immerhin lachen Kinder 400 - 500mal am Tag, Erwachsene nur noch 10 - 15mal. Lachen kann Stresshormone abbauen und sogar das Immunsystem stärken. Und irgendwann wird auch Corona vorbei sein.
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SPORT 14 I Gold! Passeirer Jubel im Vinschgau
SCHAUFENSTER 19 I Wertvolles Holz
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WANDERN 24 I Vom Schlundenstein zum Rappenknott
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24 Impressum – Burggräfler Zeitschrift . 39011 Lana . Industriestr. 1/5 Tel. 0473 23 30 24 . Fax 0473 23 57 09 . www.diebaz.com . baz@bezirksmedien.it Redaktionsanschrift: Bezirksmedien GmbH . Telefon 0473 23 30 24 . Fax 0473 23 57 09 . E-Mail: redaktion@diebaz.com Ermächtigung des Landesgerichts Nr. 19/93 . Eintragung im ROC Nr. 3226/1994 Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes: Josef Laner Koordination: Claudia Kaufmann, claudia@diebaz.com Redaktionsleitung: Josef Prantl, Tel. 340 2306888, josef.prantl@fastwebnet.it Mitarbeiter: Josef Prantl, Claudia Kaufmann, Christl Fink, Philipp Genetti, Wilfried Mayr, Michael Andres, Martin Geier, Jasmin Maringgele, Walter Werth, Christian Zelger Werbeverkauf: Claudia Kaufmann, Tel. 347 974 42 70 . claudia@diebaz.com Sonja Trogmann, Tel. 335 839 94 00 . sonja@diebaz.com Irene Niederl, Tel. 347 895 84 69 . irene.niederl@gmail.com Grafik und digitale Druckvorstufe: Fotolitho Lana Service, info@fll.it Druck: Athesia Druck GmbH . Weinbergweg 7 . 39100 Bozen
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THEMA
Foto: © Bergmeister
Einfahrt zum Tunnel unterhalb der MeBo
Der Tunnel Küchelbergtunnnel, Kavernengarage und Standseilbahn: Drei Mega-Projekte, die das Verkehrsproblem von Meran, wenn nicht lösen, so wenigstens entspannen sollen. Läuft alles nach Plan, rollen in vier Jahren die Autos über die sogenannte Nord-West-Umfahrung nach Passeier und umgekehrt. Eine Mega-Tiefgarage soll dann auch das innerstädtische Parkplatzproblem lösen. Sahnehäubchen auf der Mobilitäts-Torte ist eine Standseilbahn von Meran nach Tirol und Schenna. Um die ist es momentan allerdings sehr still geworden. von Josef Prantl
Zurecht ist die Nord-West-Umfahrung ein Jahrhundertprojekt. Durch den rund 2 Kilometer langen Küchelbergtunnel wird ab 2026 jeder, der Richtung Passeiertal fährt, nicht mehr durch die Stadt kriechen müssen. Endlich, nach fast 40 Jahren Projektdiskussion! Denn Überlegungen, wie man mit der stetig wachsenden Blechlawine in und um Meran am besten fertig wird, gibt es seit den 1960er-Jahren. Die gesamte Umfahrung wird 3 Km lang
Aribo Gretzer, Manfred Ebner und Konrad Bergmeister sind die Planer des Jahrhundert-
Arbeiten im Küchelbergtunnel
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projekts, mit dessen Bau bereits vor mehr als 10 Jahren begonnen wurde. Am 15. 10. 2013 war der erste Schritt getan: Nach dreijähriger Bauzeit wurde das 1. Baulos der Umfahrung für den Verkehr geöffnet; Gesamtkosten 75 Millionen Euro. Heute ist es eine Selbstverständlichkeit, von der MeBo-Ausfahrt Meran durch den (ersten) Tunnelabschnitt ins Stadtzentrum zu fahren. Im September 2020 wurde nach Verzögerungen endlich der Vertrag zur Ausführung der Bauarbeiten zum 2. Baulos unterzeichnet, im Oktober fand die Übergabe der Arbeiten statt. Baustellenareale wurden am ehemaligen Bauhof Meran und in der Tiroler Handwerker-
zone „Zenoberg“ eingerichtet. Aktueller Stand des Vortriebs 885 Meter von insgesamt 2.188 Metern. Die Hälfte ist also fast geschafft! Es ist dies das größte Infrastrukturprojekt des Landes. Und das teuerste: 160 Millionen Euro wird das 2. Baulos der Umfahrung zu Buche schlagen, wenn alles nach Plan geht. Die Hälfte ist geschafft
Am 26. 3. 2021, also vor knapp einem Jahr, war es soweit: Die erste Sprengladung war geglückt. Nicht einfach gestalten sich seitdem die Sprengarbeiten, weil sie unterhalb von bewohntem
Beispiel einer modernen Standseilbahn in Paris
Baustelleneinfahrt am alten Bauhof in der Meraner Goethestraße
Gebiet verlaufen. Aus diesem Grund müssen die Sprengmeister auch sehr genau rechnen, damit die Erschütterungen keine Schäden an den Häusern anrichten. Täglich wird seitdem zweimal gesprengt. Für den Tunnelbau verantwortlich zeichnen drei Südtiroler Unternehmen: Carron Bau GmbH (Gruppenführer), Mair Josef & Co. KG des Mair Klaus und Di Vincenzo Dino & C. AG. Der Tunnel verläuft vom Meraner Bahnhof unterhalb der Goethestraße durch das Stadtzentrum und den Zenoberg bis zur Handwerkerzone von Tirol. Innovativer Tunnelbau
Der gesamte Tunnelbau erfolgt in bergmännischer Bauweise. Es ist somit keine offene Bauweise mit einer offenen Baugrube vorgesehen, bis auf kleine Bereiche wie für die Fluchtwege und die Startbaustelle beim Bauhof der Gemeinde Meran. Derzeit gibt es zwei Sprengungen am Tag, morgens gegen 7 Uhr und abends gegen 19 Uhr. Der Sprengstoff kommt aus Spanien und wird täglich von Sicherheitsleuten angeliefert. Es handelt sich um Dynamit in Gelform. Täglich werden zuerst bis zu 180 Sprenglöcher gebohrt. Diese werden dann mit dem Dynamit gefüllt. Anschließend werden die verschiedenen Ladungen mit Zündschnüren verbunden und elektronisch gezündet. Nach der Sprengung wird das Ausbruchsmaterial in Lastkraftwagen
Die Sprengsätze im Felsen sind wie ein Spinnen-Netz verbunden
abtransportiert. Das Ausbruchmaterial wird zu 95 % wiederverwertet, es gibt praktisch keine Abfälle. Die Megagarage
Sie war ein umstrittenes Projekt, aber gehört mittlerweile zum Gesamtpaket: Die Kavernengarage. Im Küchelberg wird Raum für 594 unterirdische und zentrumsnahe Autostellplätze geschaffen. Vorgesehen ist auch eine Garage mit Verleih für rund 200 Fahrräder, weiters 12 Ladestationen für Elektroautos, mehrere Car-sharing-Parkplätze, 31 reservierte Parkplätze für Frauen und Familien mit Kindern, großzügige WC-Anlagen, ein ökologischer Wasch-Service für Pkw, ein Paket-Aufbewahrungsdienst für Einkäufe von Kunden und ein Zulieferdienst für Geschäfte der Altstadt während der Zeiten des Zufahrtsverbots. Die drei Garagen-Aus- und Eingänge in der Galileistraße, in der Laubengasse und am Pfarrplatz ermöglichen einen direkten Zugang zur Altstadt. Die Realisierung erfolgt über private Investoren ohne Investitionszuschüsse der Gemeinde, man spricht von einem sogenannten PPP-Projekt (public-private partnership). Errichten und betreiben wird die Garage eine Unternehmensgruppe um „Sportler“-Chef Georg Oberrauch und dem Passeirer Hotelier Heinrich Dorfer, die Central Parking GmbH.
Sie übernehmen die Kosten für den Bau, 27 Millionen Euro, und erhalten für 50 Jahre die Konzession für die Führung der Parkgarage. Danach geht sie unentgeltlich an die Gemeinde Meran über. Die Kavernengarage ist allerdings direkt an den Baufortschritt des Küchelbergtunnels gebunden. Kürzlich wurde das Thema wieder aktuell, als durchsickerte, dass der Lift, der die Benutzer von der Garage in die Altstadt bringen soll, um einen Panoramalift auf den Tappeinerweg verlängert werden könnte. Gerade erhitzen sich im Gemeinderat die Gemüter, war in der Ausschreibung davon doch keine Rede. Visionäre Standseilbahn
Auch eine Standseilbahn zwischen Meran und Schenna bzw. Dorf Tirol soll über eine öffentlich-private Partnerschaft (PPP) finanziert werden. Leitner und Doppelmayr haben bereits Projekte eingereicht. Beide Vorschläge sehen zwei Haltestellen in der Talsohle bei der Handwerkerzone Dorf Tirol und beim „Ofenbauer“ vor. Der Küchelberg und die neue Umfahrung von Meran werden unterirdisch in einem Tunnel unterquert. Über den Talboden soll die Bahn auf einer Brückenkonstruktion fahren und teils ober-, teils unterirdisch ins Zentrum von Schenna geführt werden. Allerdings ist es um das Projekt recht still geworden.
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„Ich bin zuversichtlich, dass wir planmäßig abschließen!“ Die BAZ sprach mit Johannes Strimmer, der als Direktor im Amt für Straßenbau West für das 2. Baulos der Nord-West-Umfahrung verantwortlich ist.
schluss der Kavernengarage erreichen und somit den Vortrieb im Felsen abschließen.
Herr Strimmer, wie kommen die Arbeiten am Küchelbergtunnel voran?
In Bereich des ehemaligen Bauhofs von Meran werden der unterirdische Anschluss an den Haupttunnel des ersten Bauloses sowie die Rampen zum unterirdischen Kreisverkehr in der 4. November-Straße errichtet. Nach den Abbrucharbeiten der Gebäude des ex-Gemeindebauhofes hat man dort mit der sogenannten Deckelbauweise begonnen. Dabei wurden 291 Bohrpfähle mit einem Durchmesser von 1200 mm bzw. 1000 mm gebohrt. Anschließend wurde der Deckel betoniert. Unter dem Schutz des Deckels werden zurzeit die Aushubarbeiten gänzlich unterirdisch durchgeführt. Das Aushubmaterial wird dabei direkt über das 1. Baulos in Richtung MeBo abtransportiert.
Johannes Strimmer: Die Arbeiten schreiten gut voran. Am 12.10.2020 wurden die Arbeiten übergeben. D.h. es wird nun seit über einem Jahr gearbeitet. Tag und Nacht sind insgesamt ca. 60 Arbeiter im Einsatz. Wieviel wurde bereits geschafft und was ist noch zu bewältigen, damit 2026 die Umfahrung Merans fertiggestellt ist?
In den ersten Monaten wurde die Baustelle eingerichtet. Dies erfolgte sowohl in Meran, im Bereich des Bauhofes, wo die Schlaflager errichtet wurden als auch in Tirol im Bereich der Handwerkerzone Zenoberg, wo das Baustellenareal vorbereitet wurde. Seit Ende März 2021 arbeitet man von der Handwerkerzone Zenoberg aus am Tunnelvortrieb im Felsen. Bis heute wurden 885 m Tunnel ausgebrochen. Das heißt, dass wir ca. 90 m pro Monat vorgetrieben haben und innerhalb der nächsten Monate den Bereich des unterirdischen Kreisverkehrs zum An-
Wie sieht die Situation am ehemaligen Bauhof aus?
Und wie geht es weiter?
In den nächsten Monaten beginnen wir mit dem Tunnelvortrieb im Lockermaterial. Dabei wird der Tunnel weiterhin von 2 Seiten vorgetrieben: vom Bauhofgelände aus unter der Goethestraße und vom Kreisverkehr der Kavernengarage (im Bereich des Tiroler Sessellifts) in Richtung Westen. Der Lockermaterialabschnitt ist
bautechnisch sehr viel schwieriger zu bewältigen und der Fortschritt ist somit in diesem Bereich deutlich langsamer und dieser Bereich entscheidet schließlich über die Einhaltung des Bauendtermins. Ist die Sorge, dass die Vibrationen durch die Sprengungen Gebäude beschädigen könnten, berechtigt?
Schäden an Gebäuden wurden bis heute keine bestätigt. Die Sprengarbeiten werden vor Sommerbeginn abgeschlossen sein. Somit sehe ich hier kein Problem mehr. Die durch die Sprengungen ausgelösten Vibrationen werden von einem umfangreichen Monitoringsystem mit zahlreichen Messpunkten erfasst und aufgezeichnet. An zahlreichen Gebäuden wurden Erschütterungsmessgeräte eingebaut, welche die durch die Sprengungen ausgelösten Vibrationen messen. Dies erfolgte an historischen Gebäuden wie am Turm der Zenoburg und der dazugehörigen Kapelle, aber auch an privaten Wohnhäusern, welche im Einflussbereich der Trasse liegen. Diese gemessenen Werte dienen primär, um die Einhaltung der festgelegten Grenzwerte laut DIN 4150 zu überprüfen. Zudem erlauben sie es, Rückschlüsse auf die Menge der bei den einzelnen Sprengungen zu verwendende Sprengstoffladung zu ziehen.
Ing. Johannes Strimmer
Wie wird gesprengt?
Um die durch die Sprengung ausgelösten Vibrationen gering zu halten, wird für den Tunnelquerschnitt ein Sprengschema erarbeitet. Darin wird die zeitversetzte Zündung der einzelnen Ladungen festlegt. D.h. dass die einzelnen Ladungen nicht zum selben Zeitpunkt gezündet werden, sondern um einige Millisekunden zeitversetzt. Es wird zuerst der innere Teil des Tunnelquerschnitts herausgesprengt. Dann der außenliegende Ring, welcher dadurch nach innen einstürzen kann und somit weniger Druck nach oben und somit hin zur Oberfläche abgibt. Obwohl die Vibrationen immer begrenzt werden konnten, gab es trotzdem leider eine Belästigung der Anrainer durch die Baustelle. Diese ist vor allem durch Lärm aufgetreten: zuerst im Bereich Obermais Lazag und
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danach in den Gebäuden auf dem Zenoberg, welche nahe der Tunneltrasse liegen. Ich danke den Betroffenen für ihr Verständnis und die gute Zusammenarbeit. Wie viele Sprengungen wurden bisher durchgeführt und wie viel Dynamit dabei eingesetzt?
Bis heute wurden 408 Sprengungen durchgeführt. Je Sprengung werden ungefähr 150 kg Sprengstoff eingesetzt. D.h. dass insgesamt ca. 60 t Sprengstoff verbraucht wurde. Es kommen Dynamit und Emulsionen zum Einsatz. Um einen dritten Tunnelzugang im Kapuzinergarten ist es still geworden. Braucht es ihn nicht mehr?
Ein dritter Tunnelzugang im Kapuzinergarten ist im Projekt nicht vorgesehen. Im Gespräch war eine zusätzliche Baugrube im Kapuzinergarten, d.h. beschränkt auf die Bauphase. Dies würde den Vorteil bringen, dass der Tunnel an einem weiteren Angriffspunkt vorgetrieben werden kann. Was geschieht mit dem vielen Abbruchmaterial, das anfällt?
Der Großteil des Felsausbruchs war gutes Material, welches sich für die Wiederverwendung eignet. Die Hälfte davon konnte vom
Unternehmen bereits als Zuschlagstoff für Beton verkauft werden. Der Rest wurde zwischengelagert und wird teils auf der Baustelle selbst eingesetzt und teilweise an andere Verarbeiter weitergegeben. Zum Glück hat sich bis heute nur wenig nicht wiederverwertbares Material angehäuft. Wie erfahren die betroffenen Hausbesitzer, dass unter ihnen gerade gesprengt wird?
Vor jeder Sprengung ertönt ein akustisches Warnsignal. Zudem wurde eine whats-app-Gruppe eingerichtet, womit die Anrainer zusätzlich informiert wurden. Kritik kommt von Seiten, die meinen, es gäbe viel günstigere Varianten. Und die Kosten würden explodieren. Was sagen Sie dazu?
Die Trasse ist aus jahrzehntelangen Diskussionen in der Gemeinde Meran entstanden. Die gewählte Trasse bietet die Möglichkeit des Anschlusses der Kavernengarage, welche nun auch realisiert wird. Die Unterquerung der Stadt mit einer geringen Überdeckung im Lockermaterial bedingt aufwendige technische Bauverfahren mit hohen Kosten. Die geologische Situation und der aktuelle Anstieg der Materialpreise werden die Endkosten beeinflussen.
Der Verlauf der gesamten Nord-West-Umfahrung von Meran
Heuer soll auch der Bau der Kavernengarage beginnen. Geht sich das aus?
Der Bau der Kavernengarage wird von der Gemeinde Meran koordiniert. Der geplante Baubeginn im Sommer ist realistisch. Die Brücke über die Passer unterhalb der Zenoburg muss auch erneuert und abgesenkt werden. Wie haben wir uns das vorzustellen?
Die Bauarbeiten zur Erneuerung der Passerbrücke sind die letzte Bauphase der Nordwestumfahrung Merans. Sie erfolgen erst nach Öffnung des 2. Bauloses und damit des gesamten Tunnels für den Verkehr, denn es gibt keine brauchbare Umleitung.
Die Landesregierung will den Bau der Nord-West-Umfahrung Meran dazu nutzen, um den Meraner Talkessel von den 132-Kilovolt-Hochspannungsleitungen zu befreien. Wissen Sie Konkretes dazu?
Die Leitungen werden im Tunnel unterhalb der Fahrbahn verlegt und die entsprechenden Freileitungen in Tirol, Algund und Marling können abgebaut werden. Wie zuversichtlich sind Sie, dass in 4 Jahren die ersten Autos durch den Tunnel ins Passeiertal rollen werden?
Ich bin zuversichtlich und arbeite daran. Als Verfahrensverantwortlicher habe ich das Ziel, das Bauvorhaben rechtzeitig abzuschließen.
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BILDGEDICHT
Gesehen nahe der Wildbachverbauung Idee, Photo und Auswahl des Gedichtes: Martin Geier • Editorisches Konzept: Georg Dekas
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Freiheit. Es fragte mich heute dein bebender Mund, wer frei denn sei? Ich hob meine Hand zum Himmel und sagte: die Wolken sind frei, Und frei ist der Wind, der die Weiten der Welt im Fluge durchwühlt, Und frei ist das Meer, das den schimmernden Strand mit Küssen bespült. Frei sind jene Bergeshäupter, die nie ein Fußtritt bog, Und frei sind die ruhenden Wälder, die nie ein Ruf durchflog Dort baut der Fuchs sein Nest, der Hirsch wirft sein Geweih: Natur, ihr glühendes Leben, ihr schweigender Tod, sie sind frei! Sprich, sahst du den Adler kreisen? Was lenkt seinen ziellosen Flug? Und sahst du ein Roß in der Wüste, das nie den Halfter trug? Vernahmst du mein Lied, mein stürmisches Lied, meinen ersten und letzten Schrei? Das Meer und der Aar und der Wald, das Roß und mein Lied, sie sind frei! Dort spielt ein Kind am Ufer … die Barke durchschneidet den See … Es küßt die Rose der Tau – was lächelst du trübe und weh? Ach, jetzt erst versteh' ich die Frage, die Frage: wer frei denn sei? Wir Toren, wir Knechte der Torheit, nur wir sind nicht frei! John Henry Mackay
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STRASSENGESCHICHTEN
Licht und Schatten Die Liste derer, denen man nachträglich unangemessenes Gedankengut nachsagt, wird immer länger. Kein einst Hochgepriesener scheint vor später Kritik gefeit zu sein. So auch der Tiroler Schriftsteller und Straßennamengeber Sebastian Rieger.
Millionenfach verkaufte Kinderbuchklassiker von Ottfried Preußler und Astrid Lindgren wurden schon vor Jahren „gesäubert“. Nicht mehr zeitgemäße Bezeichnungen für Menschen aus anderen Ländern – ohne jetzt hier das verpönte N-Wort zu bemühen – wurden entweder gestrichen oder durch akzeptierte Formulierungen ersetzt. US-Präsident Abraham Lincoln, den meisten verbunden mit der Abschaffung der Sklaverei, sieht sich der Kritik ausgesetzt, tief verwurzelt in rassistischen Vorurteilen gewesen zu sein. Und selbst der große Philosoph Immanuel Kant muss sich vorhalten lassen, Sätze formuliert zu haben, die rassistisch gedeutet werden können. Wie man mit dem Gedankengut früherer Zeiten umgeht, das nicht mehr heutigen moralischen Standards entspricht, ist eine heikle Angelegenheit. Und was ist mit Werken, die gar nichts Verwerfliches enthalten, wenn der Autor sonst in Ungnade fällt? Doch darum soll es hier nicht gehen, sondern um den vielgelesenen Tiroler Dichter Sebastian Rieger – der Reimmichl. Von Sebastian zum Michl
Sebastian Rieger wurde 1867 in St. Veit in Defreggen geboren. Mit
dreizehn Jahren kam er nach Brixen in das Vinzentinum, wo er erste Geschichten verfasste. 1888 trat er in das Priesterseminar ein und konnte drei Jahre später seine Primiz im Brixner Dom feiern. Seine frühen Texte begannen stets mit „Was der Michl erzählt“. Und hinter diesem Michl stand der Schuster Michael Rogger, ein Dorforiginal in Sexten, dessen Erzählungen er für seine Texte verwendete. Dieser war davon so geschmeichelt, dass er Rieger den „schönen Reimmichl“ nannte. So entstand das Pseudonym. Als Hilfspriester, Redakteur, Herausgeber, Schriftleiter und Pfarrer tätig, veröffentlichte er einen Kalender, der seit 1924 unter dem Namen „Reimmichls Volkskalender“ ein Bestseller ist. Bis zu seinem Tod publizierte er knapp 70 Erzählbände und Romane, die zum Teil bis heute aufgelegt werden, und schrieb den Text für die heimliche Hymne „Tirol isch lei oans“. Rieger starb 1953 im Alter von 86 Jahren und wurde auf dem Friedhof von Heiligkreuz, seiner letzten Wirkstätte, beerdigt. Zahlreiche Gedenktafeln, Büsten und Namengebungen, zum Beispiel die Reimmichlstraße in Rabland, erinnern noch heute an seine Popularität. Sein vordergründiges Ziel
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war es, den Wert des Glaubens zu betonen und die Menschen zu einem religiösen Leben zu führen. Aus diesem Grund spielen Tradition und christliches Brauchtum in seinen Werken eine bedeutende Rolle. Die Kehrseite der Medaille sind allerdings seine Intoleranz gegenüber anderen Religionen und seine antisemitischen Äußerungen. Man lernt dazu
Gerade die Volkstümlichkeit täuscht oft darüber hinweg, dass sich im Schreiben bekannter Persönlichkeiten auch weniger Rühmliches findet. Im Falle Reimmichls weiß man schon seit den 1980er Jahren, dass es judenfeindliche Aussagen in seinen Texten gibt. Der Südtiroler Historiker Leopold Steurer hatte 1986 in der Zeitschrift „Sturzflüge“ Riegers Antisemitismus kritisch beleuchtet und gehörte damit zu den ersten, die dieses verdrängte Thema sichtbar gemacht haben. Passagen wie „Lieb ist dieses Vaterland [...] höchstens den Juden, die dem armen Staat ungehindert noch den letzten Tropfen Blut abzapfen“ zeichnen ein im Detail anderes Bild des ansonsten so menschenfreundlichen Rieger.
Sebastian Rieger (1867 - 1953)
Auch war im „Tiroler Volksboten“ öfters von den „liberalen Juden“ zu lesen, die schuld an den wirtschaftlichen Fehlentwicklungen wären. Anfang der 1930er Jahre verebbten dann verbale Angriffe dieser Art. Aber noch 2003 kehrte man diese im Gedenken an seinen 50. Todestag stillschweigend unter den Teppich. Doch man hatte dazugelernt. 2017, zu seinem 150. Geburtstag, verheimlichte selbst seine Heimatgemeinde St. Veit – bei allem Licht – nicht mehr die dunklen Flecken. Christian Zelger
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STANDORT Foto: © Feldererhof.info
Tscherms im Aufschwung Schloss Lebenberg, die 7 Gärten im Kränzelhof, das sanierte Rathaus mit E-Stationen für Autos und Räder, die neue öffentliche Bibliothek, die anstehende Mobilitätsstudie: Tscherms bewegt sich voran. von Philipp Genetti
Die BAZ im Gespräch mit Bürgermeisterin Astrid Kuprian. Frau Kuprian, Sie sind seit 2020 Bürgermeisterin von Tscherms. Was hat sich seither in der Gemeinde getan?
Astrid Kuprian: Was in Tscherms aktuell ins Auge sticht, ist das schön sanierte Rathaus, das bis-
lang viel Zeit, Energie und Investitionsmittel in Anspruch genommen hat. Wie man am derzeitigen provisorischen Eingang sehen kann, wurde das historische Gebäude des Rathauses nach hinten erweitert, um Platz für die neue öffentliche Bibliothek zu schaffen. Derzeit wird der Zubau als vorübergehender Verwaltungssitz ge-
nutzt. Die Einrichtungsplanung für die neue Bibliothek geschieht in enger Absprache mit dem Bibliotheksrat und dem ehrenamtlichen Bibliotheksteam. Die neue Bibliothek wird ein schöner Ort der Begegnung werden. Ein weiteres wichtiges Anliegen ist uns die Verkehrssicherheit, wir möchten in Tscherms Mobilität neu
denken. Dazu gibt die Gemeinde in Kürze eine Studie in Auftrag, um die Verkehrssicherheit im Dorf zu verbessern. Worum geht es in dieser Studie?
Mit der Studie zur Verkehrssicherheit wollen wir innovative Lösungen in der Mobilität finden. Zuerst Fußgänger, Radfahrer und
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STANDORT meindegebiet erfolgen. Mobilitätslandesrat Alfreider hat uns für die Umsetzung einen hohen Förderbeitrag zugesichert. Sie waren vor Ihrer Wahl über drei Legislaturperioden als Gemeinderätin und zuletzt als Gemeindereferentin tätig. Wie ist es nun als Bürgermeisterin?
Bürgermeisterin Astrid Kuprian
dann erst Autofahrer lautet unser Motto bei der Lösung der Verkehrsfragen. Bessere Anbindungsmöglichkeiten, die Aufwertung der alten Wege, eine sichere Erreichbarkeit der Angebote im Dorf sowie die Verbesserung des Radwegenetzes sind uns wichtig. Die im Mobilitätskonzept definierten Sicherheits- und Optimierungsmaßnahmen sollen dabei nicht nur entlang der Gampenstraße, sondern auch an weiteren neuralgischer Punkten im Ge-
Der Weg von der Gemeindereferentin zur Bürgermeisterin war tatsächlich noch einmal gewichtig, denn die vielfältigen Aufgaben und die Gesamtverantwortung unterscheiden sich doch wesentlich von den beiden Mandaten. Gleichzeitig bin ich für die Erfahrungen, die ich in den fünfzehn Jahren zuvor machen durfte, sehr dankbar. Bedingt durch die Coronakrise war und ist man als Bürgermeisterin vor allem als Krisenmanagerin gefragt. Eine große Herausforderung war für mich die Kontaktbeschränkung, da darunter Politik und Verwaltung, die ja auf Dialog und Be-
gegnung aufbauen, deutlich litten. Inwieweit hat Ihnen hierbei Ihre Erfahrung als Unternehmensberaterin weitergeholfen?
Die Arbeit als Bürgermeisterin ist ein Allround-Job, aber auch ein großer Managementauftrag. Die Gemeindeverwaltung ist vergleichbar mit einem großen Unternehmen mit vielen unterschiedlichen Funktionsebenen und Handlungsfeldern. Gleich wie in der Unternehmensführung sind Organisieren, Netzwerken und Kommunizieren auch in der Gemeinde drei wesentliche Aufgaben. Außerdem sind besonders in solchen Umbruchzeiten, wie wir sie durch die Coronakrise, aber auch durch den räumlichen Umzug der Gemeindeverwaltung derzeit erleben, eine effiziente und weitsichtige Führung sowie Empathie wichtiger denn je. Wo mussten Sie als Unternehmerin umdenken?
Ein Wermutstropfen in der öffentlichen Verwaltung sind im Vergleich zu anderen Unternehmensformen die langen Zeitspannen, die von der Projektplanung bis zur Realisierung viel Geduld und Ausdauer fordern. Das erzeugt bei den Bürgern Unmut, der teilweise auch nachvollziehbar ist, derzeit gerade in der Raumordnung und der Urbanistik. In einem Unternehmen haben wir es hingegen meist mit begeisterten Kunden zu tun, die
R E S TA U R A N T. P I Z Z A . B A R .
auch positive Rückmeldungen geben, dies ist in der Gemeindetätigkeit leider selten der Fall. Worauf sind Sie in Tscherms besonders stolz?
Ich bin vor allem auf den Charakter unseres Dorfes stolz. Wir sind kleinstrukturiert, landwirtschaftlich geprägt und sowohl von Meran als auch Bozen aus über die nahe Anbindung zur MeBo gut erreichbar. In den vergangenen Jahren haben wir es geschafft, die Nahversorgung im Dorfkern wiederzubeleben. Im Zuge dessen konnten wir die Nahversorgung im Dorf halten und gegenüber dem Rathaus einen neuen kleinen Wirtschaftsstandort eröffnen mit einer Bäckerei, einer Arzneimittel-Ausgabestelle und einem Beautysalon. Hinzu kam unweit davon der „Easy Shop“ für Secondhand-Bekleidung und seit Jahresbeginn belebt Kinderarzt Dr. Egger das Arztambulatorium in unserem Seniorenwohnheim. Insgesamt haben wir im Dorf einen bunten Mix an Unternehmen, der – wenn es nach mir geht – in den nächsten Jahren gerne noch erweitert werden darf. Damit ein Dorf lebt, braucht es Leben, Anziehungspunkte, Treffpunkte, Dienstleistung, Geschäfte und Gastronomie. Wie ist die Wirtschaft in der Gemeinde aufgestellt?
Die wirtschaftlich stärksten Sektoren der Gemeinde sind die
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Landwirtschaft und der Tourismus. Wir haben aber auch einige weithin bekannte Handwerksbetriebe und aufstrebende Betriebe im Dienstleistungs- und Handelsbereich angesiedelt.
zahlreiche Sportler aus ganz Südtirol nach Tscherms kommen lässt.
Was hat die Gemeinde kulturell anzubieten?
Der Umzug ins sanierte Rathaus soll noch innerhalb Februar erfolgen, somit öffnen wir die neuen alten Türen sehr gerne ab März der Bevölkerung. Das Gebäude wurde mit sehr viel Fingerspitzengefühl saniert und die historische Bausubstanz mit hellen modernen Bauelementen aufgewertet. Die feierliche Eröffnung des Rathauses werden wir jedoch erst nach Fertigstellung der öffentlichen Bibliothek im Jahr 2023 machen. Im Frühjahr können sich unsere Bürger und darüber hinaus auch über die Wiederaufnahme der Dienststelle der Post im Parterre des Rathauses erfreuen. Zudem möchten wir den Ratssaal künftig auch Vereinen für kleinere Veranstaltungen und Sitzungen zur Verfügung stellen. Außerdem haben wir im Dachgeschoss des Rathauses einen Raum samt Teeküche ausschließlich für Vereine geschaffen. Das Rathaus soll somit verstärkt ein Ort der Begegnung sein.
Tscherms verfügt über einen großen kulturellen Schatz. Neben Castel Lebenberg, dem St.-Anna-Kirchlein, alten Ansitzen usw. zähle ich vor allem unsere Vereine und das entsprechende Ehrenamt dazu: unser Kirchenchor, die Musikkapelle mit vielen Nachwuchsmusikern, der Bildungsausschuss, der auch unsere Dorfzeitung herausgibt, unsere Schützenkompanie, den Bibliotheksrat mit ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen. Mit dem Verein „Freiluft“ Kinder- und Jugendtheater, das im Vorjahr und auch dieses Jahr in den „7 Gärten“ im Kränzelhof ein Theaterstück für Familien darbietet, wird Tscherms auch über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt. Sportbegeisterte treffen sich in Tscherms im Sportverein?
Der Amteursportverein Tscherms ist der größte ehrenamtliche Verein im Dorf und vereint mehrere Sektionen. Dazu gehören neben der Sektion Fußball und Ski auch die neue Sektion der Jochflieger, denen vor allem der Fallschirmlandeplatz beim Friedhof zugutekommt. Sie leisten damit wichtige Jugendarbeit und können immer wieder mit tollen Erfolgen aufhorchen. Weithin bekannt ist mittlerweile auch der Bike & Run Duathlon aufs Vigiljoch, welcher
Wann wird das neue Rathaus den Bürgern vollständig zugänglich sein?
Welche Herausforderungen und Projekte stehen noch an?
Die größte Herausforderung von Gemeinden in der Größenordnung von Tscherms liegt künftig ganz klar in ihrer Finanzierbarkeit. Wir alle haben zahlreiche Ideen und Wünsche, allerdings stehen uns nur geringe Investitionsmöglichkeiten zur Verfügung, weshalb wir wesentlich auf För-
Das sanierte Rathaus mit modernem Bibliothekszubau
dermittel angewiesen sind. Neben der Errichtung der neuen öffentlichen Bibliothek und der Erstellung und Umsetzung des Verkehrssicherheitskonzeptes sind in Zukunft auch im Sport mehrere Projekte offen, die seit Jahren von der Bevölkerung gewünscht sind, aber bislang noch nicht umgesetzt werden konnten. Dazu gehört der Bau einer Turnhalle sowie die Erneuerung des bestehenden Sportplatzes. Aber auch der Ausbau und die energetische Sanierung der Grundschule wären notwendig. In der Verwaltung werden wir in den nächsten Jahren viel Zeit und Energie für die Erarbeitung des Gemein-
deentwicklungsprogramms samt Teilkonzepten investieren. Und Ihre Wünsche?
Ich wünsche mir für Tscherms, dass es seinen schönen Charakter behält, dass das Ehrenamt auch in Zukunft weiter blüht und dass die Wirtschaft und die Nahversorgung weiter ausgebaut werden, damit man die wesentlichen Dinge im Dorf erledigen kann und vor allem, dass Tscherms weiterhin eine so lebenswerte Gemeinde bleibt. Als Verwaltung hoffe ich, dass es uns gelingt, innovativ zu denken, neue Wege zu gehen und dass wir als kleine Gemeinde auch möglichst lange eigenständig bleiben.
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. Mo. - Sa hr 0U .3 2 1 07.00 . Mo. - Fr hr 0U .3 8 1 15.30 BAZ 04/22
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SPORT
Gold! Passeirer Jubel im Vinschgau Sie ist das Aushängeschild eines ganzen Tals, eines ganzen Landes. Im Rodeln ist sie Gesetz. Die Rede ist von Evelin Lanthaler. Dass die 30-Jährige aus dem Passeiertal die Nummer 1 in Naturbahnrodeln ist, stellte sie kürzlich bei den 29. FIL-Europameisterschaften in Laas im Vinschgau einmal – oder besser gesagt zweimal – unter Beweis. In eindrucksvoller Manier sicherte sie sich die Goldmedaillen sowohl im Einzelrennen als auch im Teamwettbewerb. Die Passeirerin, die in dieser Saison alle vier bisherigen Weltcuprennen gewinnen konnte, war auch in Laas eine Klasse für sich. Die Titelverteidigerin holte sich in 2.05,16 Minuten ihren vierten Europameistertitel in Serie. Schlussendlich hatte Lanthaler einen Vorsprung von 1,14
Sekunden auf die Laaserin Greta Pinggera. Rang drei ging an die Österreicherin Tina Unterbeger (+1,30 Sek.), Platz vier an die Russin Jekaterina Lawrentjewa (+2,07). Im ersten Lauf fuhr Lanthaler einen neuen Bahnrekord. Damit unterbot sie den bis dato stehenden Bahnrekord der Herren, aufgestellt von Thomas Kammerlander im vorigen Jahr mit einer Zeit von 1.02,73 Minuten. Am Tag darauf wurde dieser Bahnrekord von den Herren wieder unterboten (den hält nun Alex Gruber mit 1.01,69) aber mit ihren Laufzeiten hätte sich Lanthaler auch bei den Herren unter den besten sechs Rodler eingereiht. „Der erste Lauf war wirklich perfekt, im zweiten Lauf wusste ich, dass ich nicht mehr voll riskieren
muss“, erklärte Lanthaler nach ihrem Sieg. Nun gelte es den Fokus auf die noch bleibenden Weltcupetappen zu richten. Alles sieht nach einem weiteren Gesamtsieg von Lanthaler aus, in Stein gemeißelt ist das aber noch nicht. „Ich muss die Konzentration hoch halten“, so die Passeirerin. Auch ihre Rivalinnen waren voll des Lobes. „Nach dem ersten Lauf war ich schon sauer, im zweiten Lauf konnte ich aber meine Leistung abrufen und bin sehr gut gefahren. Komplimente an Evelin (Lanthaler), die wäre auch mit zwei super Läufen nicht zu biegen gewesen“, zollte Greta Pinggera der alten und neuen Europameisterin Respekt. Auch Tina Unterberger zog vor Lanthaler den Hut: „Diese Leistung ist nicht hoch genug ein-
Naturbahn-Königin Evelin Lanthaler
zuschätzen.“ Eine weitere Goldmedaille sicherte sich Lanthaler im abschließenden Teambewerb. Hier setzte sie sich als Team Italien mit dem Villanderer Alex Gruber in 2.06,80 Minuten gegen Österreich (Unterberger/Scheikl) durch. Die Bronzemedaille ging an Russland (Lavrenteva/Egorov). Michael Andres
PRINFO
eTestDays – Südtirols Wirtschaft unter Strom Elektromobilität: In der Zukunft angekommen:
und Betriebe, die Interesse an einer Teilnahme
Jaguar, Alfa Romeo, Opel, Audi, VW: Spätestens
haben, können sich vom 28. 2. bis 11. 3. 2022 auf
2035 werden die großen Autohäuser nur mehr
der Website www.greenmobility.bz.it anmelden.
Elektrofahrzeuge auf den Markt bringen. Bereits
Mit etwas Glück steht dann während des Test-
heute sind in Südtirol 13 % der neu zugelassenen
zeitraums im Mai 2022 ein E-Fahrzeug auf dem
Fahrzeuge elektrisch betrieben. Höchste Zeit,
Firmengelände. Die Teilnahme an den eTestDays
sich auch im betrieblichen Alltag genauer mit der
ist für die Betriebe kostenlos. Für die Ladevor-
Elektromobilität auseinander zu setzen. Eine gute
gänge an den öffentlichen Alperia-Ladesäulen
STA, Südtiroler Transportstrukturen AG or-
Möglichkeit, einige der E-Modelle, aber auch
stellt Neogy den ausgewählten Betrieben eine
ganisiert und auch heuer vom SBB und den an-
etablierte Wasserstoff- und Batteriefahrzeuge
kostenlose Ladekarte zur Verfügung. Brennstoff-
deren Wirtschaftsverbänden (LVH, hds, UVS, HGV
sowie Plug-in-Hybride und E-Lieferautos vier
zellenfahrzeuge können kostenlos Wasserstoff
und CNA-SHV), dem Raiffeisenverband, dem
Tage lang im Betriebsalltag zu testen, bieten auch
bei der Tankstelle des IIT in Bozen Süd tanken.
Südtiroler Wirtschaftsring und der Handelskam-
heuer wieder die eTestDays. Alle Unternehmen
Die eTestDays werden von Green Mobility in der
mer Bozen mitgetragen.
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Anmeldung: 28. Februar – 11. März 2022
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Wissen+ & Sommerspaß an der urania meran Unser kreatives und spannendes Sommerprogramm lässt keine Langeweile aufkommen. Wählt aus einer bunten Palette von Veranstaltungen aus und erlebt neue Abenteuer als Küchenmeister, Theater Akteure oder taucht ein in die Welt der Sprachen. Wir wünschen euch viel Spaß und freuen uns auf euer Kommen. Weitere Infos unter www.urania-meran.it. Zum ersten Mal bieten wir zum Auftakt des Sommerprogramms einen Workshop mit dem Südtiroler SingerSongwriter Max von Milland an. Er nimmt euch mit auf eine musikalische Reise, erzählt euch von seinem Leben als Musiker und erarbeitet mit euch einen Song.
Sommerauftakt mit Max von Milland FÜR JUGENDLICHE VON 14–18 JAHREN Termin: SA, 04.06.22, 16.00–19.00 Beitrag: 49 € BAZ 04/22
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Für GrundschülerInnen Wir schwingen den Kochlöffel
Playing with English FÜR GRUNDSCHÜLERINNEN DER 2.–5. KLASSE
FÜR GRUNDSCHULKINDER AB DER 3. KLASSE
Termin: MO, 25.07.22 - FR, 29.07.22, 09.00–12.30 Beitrag: 109 € Dozentin: Jamal Farheena
Termin: MO, 20.06.22 - FR, 24.06.22, 08.30–12.30 Beitrag: 139 € + 20 € Materialspesen Dozentin: Pichler Miriam
Computer & Tennis Theater-Werkstatt FÜR KINDER DER 3.–5. KLASSE GRUNDSCHULE UND 1. KLASSE MITTELSCHULE Termin: MO, 27.06.22 - FR, 08.07.2022, 08.30–12.30, 2-wöchig Beitrag: 225 € inkl. Materialspesen Dozentin: Trafoier Patrizia
Wissen+ für schlaue Köpfchen: Wie baut man einen Roboter? FÜR GRUNDSCHÜLERINNEN DER 3.-5. KLASSE 1. Termin: MO, 04.07.22 - FR, 08.07.22, 09.00–12.30 Dozentin: Siviero Susan 2. Termin: MO, 25.07.22 - FR, 29.07.22, 09.00–12.30 Dozent: Gatterer Manuel Beitrag: 109 €
FÜR KINDER DER 2.–3. GRUNDSCHULE Termin: MO, 01.08.22 - FR, 05.08.22, 09.00–17.00 Beitrag: 195 € + 55 € Mittagessen Dozenten: Finger Tatjana und TrainerIn des Tennis Clubs Meran
Der Karneval der Tiere Musiktheaterwerkstatt mit Franziska FÜR KINDER VON 6–10 JAHREN
Atelier 4 Kids FÜR KINDER VON 7–12 JAHREN
Der Natur auf der Spur FÜR GRUNDSCHULKINDER AB DER 1. KLASSE Termin: MO, 27.06.22 - FR, 01.07.22, 08.30–13.00 Beitrag: 139 € Dozentin: Pichler Miriam
Wildnis-Abenteuerwoche in der Wildnisschule in Platzers FÜR KINDER VON 6–10 JAHREN Termin: MO, 04.07.22 - FR, 08.07.22, 08.30–17.00 Beitrag: 195 € + 10 € Materialspesen Ort: Platzers, Natur- & Wildnisschule „die Wurzel“ Dozenten: Baldauf Elmar, Gasser Markus
Termin: MO, 11.07.22 - FR, 15.07.22, 09.00–12.30 Beitrag: 119 € + 10 € Materialspesen Dozentin: Trafoier Patrizia
English & Cooking: Eine Woche Englisch, gemeinsames Kochen und Essen FÜR SCHÜLERINNEN DER 4. UND 5. GRUNDSCHULE UND DER 1. MITTELSCHULE 1. Termin: MO, 18.07.22 - FR, 22.07.22, 08.30–12.30 2. Termin: MO, 25.07.22 - FR, 29.07.22, 08.30–12.30 3. Termin: MO, 01.08.22 - FR, 05.08.22, 08.30–12.30 Beitrag: 119 € + 10 € Materialspesen Dozentin: Rinaldi Daniela
Termin: MO, 08.08.22 - FR, 12.08.22, 08.30–16.30 Beitrag: 195 € Dozentin: Guggenbichler Beck Franziska
Wissen+ für schlaue Köpfchen: Experimentieren – Spiel, das Wissen schafft FÜR KINDER DER 2.–5. GRUNDSCHULE Termin: MO, 08.08.22 - FR, 12.08.22, 09.00–12.30 Beitrag: 119 € Dozentin: Illmer Katrin
Das 10-Finger-System FÜR SCHÜLERINNEN DER 3.–5. GRUNDSCHULE Termin: MO, 08.08.22 - FR, 12.08.22, 08.30–10.00 Beitrag: 109 € Dozentin: Finger Tatjana
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Für MittelschülerInnen Back to the future – Reise GXUFK GLH =HLW XQG HŲQGH GLH Geschichte neu Kurssprache: Englisch Termin: MO, 20.06.22 - FR, 24.06.22, 09.00–12.30 Beitrag: 109 € Dozent: Guihan Brian Terence
TikTok Sommer Camp FÜR JUGENDLICHE AB 13 Termin: MI, 13.07.22 - FR, 15.07.22, 09.30–12.30, 3 Treffen Beitrag: 72 € Dozentin: Starcevic Milica
Das 10-Finger-System in 6 Stunden Termin: MO, 08.08.22 - DO, 11.08.22, 10.15–11.45, 4 Treffen Beitrag: 89 € Dozentin: Finger Tatjana
Wissen+ für schlaue Köpfchen: How do I build a robot? Kurssprache: Englisch Termin: MI, 17.08.22 - FR, 19.08.22, 09.00–12.00 Beitrag: 59 € Dozent: Gatterer Manuel
Termin: MO, 18.07.22 - FR, 22.07.22, 09.30–12.30 Beitrag: 125 € + 10 € Materialspesen Dozentin: Tröbinger Stefanie
FÜR KINDER AB 10 JAHREN Termin: MI, 27.07.22 - FR, 29.07.22, 09.00–12.00, 3 Treffen Beitrag: 109 € Dozent: Pircher Bernhard
Fun with English Termin: MO, 01.08.22 - FR, 05.08.22, 09.00–12.30 Beitrag: 109 € Dozentin: Jamal Farheena
Cha Cha Cha & More Termin: MO, 01.08.22 - FR, 05.08.22, 09.00–10.00 Beitrag: 68 € Ort: Meran, Black & White Dancers Dozentin: Khuen Karoline
FÜR JUGENDLICHE AB 13 Termin: FR, 26.08.22, 14.00–17.30 Beitrag: 48 € Dozentin: Braun Rosa
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Wissen+ für schlaue Köpfchen: Einstieg in die Welt der Roboter mit Lego Mindstorms Termin: MO, 29.08.22 - FR, 02.09.22, 09.00–12.00 Beitrag: 119 € Dozent: Bernard Walter
Hip-Hop Summertime Termin: MO, 22.08.22 - FR, 26.08.22, 09.00–10.00 Beitrag: 68 € Ort: Meran, Black & White Dancers Dozentin: Khuen Karoline
Wissen+ für schlaue Köpfchen: Einstieg in die Welt der Roboter mit Lego Mindstorms FÜR MÄDCHEN Termin: MO, 22.08.22 - FR, 26.08.22, 09.00–12.00 Beitrag: 119 € Dozent: Bernard Walter
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Wissen+ für schlaue Köpfchen: Fledermäuse – Nachtjäger in Aktion
FÜR JUGENDLICHE AB 14 1. Termin: DO, 07.07.22, 09.00–11.00 2. Termin: DO, 04.08.22, 09.00–11.00 Beitrag: 25 € Ort: Safety Park, Pfatten
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FÜR KINDER DER GRUNDSCHULE IN BEGLEITUNG Termin: FR, 10.06.22, 21.00–22.30 Beitrag: 15 € pro Kind, Begleitperson gebührenfrei Ort: Gargazon Dozent: Kohlmayer Romano Stavatius
FÜR JUGENDLICHE AB 13 Termin: MO, 11.07.22 - FR, 15.07.22, 09.30–12.30 Beitrag: 125 € + 10 € Materialspesen Dozentin: Tröbinger Stefanie
TikTok Sommer Camp
Das Leben im Hühnerstall FÜR KINDER IN BEGLEITUNG 1. Termin: MI, 06.07.22, 09.30–12.00 2. Termin: FR, 22.07.22, 09.30–12.00 3. Termin: FR, 12.08.22, 09.30–12.00 4. Termin: MI, 24.08.22, 09.30–12.00
FÜR JUGENDLICHE AB 13 Termin: MI, 13.07.22 - FR, 15.07.22, 09.30–12.30, 3 Treffen Beitrag: 72 € Dozentin: Starcevic Milica
Natürlich schön: Teenie-Schminkberatung FÜR JUGENDLICHE AB 13 Termin: FR, 26.08.22, 14.00–17.30 Beitrag: 48 € Dozentin: Braun Rosa
Allgemeine Informationen zu den Sommerkursen 2022: Anmeldung: telefonisch, per Mail oder über unsere Homepage Geschwister-Rabatt: 5 % Mehrfach-Buchungen: 5 % auf jede gebuchte Veranstaltung Die Rabatte sind nicht kumulierbar.
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Beitrag: Erwachsene 6 €, Kinder 5 € (inkl. kleine Jause) Ort: Tannerhof Lana
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Bist du EBK Mitglied? Informiere dich auf www.ebk.bz.it Die Kursbeiträge unseres Sommerprogramms sind bis zu 65 % rückvergütbar. Unser Kooperationspartner alphabeta bietet Sommerkurse speziell für Deutsch und Italienisch an.
uraniameran Es gelten die allgemeinen Kursregelungen und die geltenden Covid-19 Bestimmungen. Weitere Infos zu den Sommerkursen: • www.urania-meran.it • 0473 230219 • info@urania-meran.it • Ortwein-Str. 6, 39012 Meran MO bis SA: 9.00–12.00
SCHAUFENSTER
Wertvolles Holz Ob Boden oder Haus: Holz zahlt sich aus. von Michael Andres
Ob Neubau, Umbau, Sanierung oder einfach nur neue Möbel. Holz fließt in die Überlegungen von Bauherren immer mit ein. Holz ist nachhaltig, Holz gilt als ältester Werkstoff überhaupt. Dieser Rohstoff vereint viele Vorteile in sich. Er ist ein nachwachsender Naturstoff, der mittels Sonnenenergie, Wasser und einer Hand voll Mineralsalze aus dem Boden und dem Kohlendioxyd aus der Luft zu mächtigen Holzstämmen emporwächst. Im Burggrafenamt spielt Holz nach wie vor eine bedeutende Rolle. Im Ultental und im Passeiertal ist die Holzwirtschaft ein wesentlicher Faktor. Viel Holz in unserem Forstinspektorat
Im Forstinspektorat Meran, das sich auf eine Gesamtfläche von
131.500 ha bezieht, werden über 81.000 Kubikmeter Holz aus dem Wald entnommen, dies entspricht fast 15 % der landesweiten Holznutzungen. Montane und subalpine Nadelwälder prägen den Charakter der Bergzüge im Ulten- und Passeiertal. Die Lagen für das Holz sind ideal. Das Wissen im Umgang mit Wald und Holz hat hier Tradition. Im Ultental und Passeiertal gibt es Holzbaubetriebe, die ihr eigenes Massivholzbausystem entwickelt haben und dieses erfolgreich auf dem Markt anbieten und somit die Wertschöpfung des Rohstoffes vor Ort umsetzen. Holzbodenhersteller und Fensterbauer haben mit ihren hochwertigen Erzeugnissen auch im Ausland Erfolg, wo die hohe Qualität der Südtiroler Verarbeitung gefragt ist. Auch Burggräfler Tischlereibetriebe sind weit über unseren Bezirk hinaus gefragt, wo
neben den maßgeschneiderten Produkten, die Sauberkeit bei der Montage, die Pünktlichkeit und die termingerechte Lieferung der Holzbauteile gelobt werden. Eine Reihe von besonderen Holz-Erzeugnissen werden im Burggrafenamt hergestellt, von den Holzuhren, über Spielsachen bis hin zum Holzschmuck. Beliebt im ganzen Land
Ohnehin erfreut sich der Holzbau in ganz Südtirol großer Beliebt-
heit. Der Holzbau und das Fachwissen für den Rohstoff Holz und den fachgerechten Umgang mit Holz gelten als ein Alleinstellungsmerkmal der Südtiroler Unternehmen. Die heimischen Betriebe wissen, wie mit Holz umzugehen ist und sind stets offen für neue Ideen.Südtiroler Holzhausbauer sind technisch auf dem höchsten internationalen Standard einzustufen. Architekten, Geometer und Planer in Südtirol verstehen es, mit dem Rohstoff Holz korrekt und
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SCHAUFENSTER gestalterisch umzugehen und spannende neuwertige Objekte zu verwirklichen. So findet man heute immer mehr Häuser mit großem Holzanteil. Dies wirkt traditionell und modern zugleich. Bauherren können aus einer Vielzahl unterschiedlicher Konstruktions- und Gestaltungstypen für ihr Holzhaus wählen. Da es sich oft um das eingangs erwähnte heimische Holz handelt, sind die Anfahrtswege für das Material kurz. Die Natürlichkeit des Baustoffs sorgt für rundum behaglichen Wohnkomfort. Ein Holzhaus zeichnet sich zudem durch eine lange Lebensdauer aus und ist uneingeschränkt für Bewohner mit Allergien geeignet. In der Planung trumpft der Holzbau mit den nahezu unbegrenzten planerischen Gestaltungsmöglichkeiten auf. Holz gehört zu den leichten Baustoffen, die jedoch stark belastet werden können bzw. eine hohe Traglast aufnehmen können.
Auch in der Inneneinrichtung bietet der Werkstoff Holz viele Vorteile. Er gibt dem Zuhause ein natürlich wirkendes, ästhetisch ansprechendes Ambiente. Holz kann vor allem ein schönes Element in der Wohnzimmergestaltung darstellen, insbesondere deshalb, weil das Wohnzimmer ein Ort zum Wohlfühlen und Entspannen ist, das andererseits viel benutzt wird und beständig sein muss. Im Esszimmer gilt der Holztisch als zentrales Element. Holz verleiht jeder Fläche visuelle Wärme und bleibt selbst bei warmen Tagen komfortabel. Bei Bedarf kann man im Garten für Gehwege Holzplatten benutzen. Der ideale Boden
Holzböden sind nicht nur zeitlos modern und nachhaltig, sondern Parkettfußböden aus Holz haben eine Reihe von Vorteilen. Diese Böden sind langlebig und strapazierfähig sowie angenehm fuß-
warm. Damit sind sie perfekt als Fußboden für den Wohnbereich geeignet. Holzböden haben weiters eine schalldämmende Wirkung. Auch sind solche Böden hygienisch und pflegeleicht. Insbesondere für Allergiker und Tierfreunde bieten Holzböden damit viele Vorteile. Keime, Milben und andere Störenfriede haben hier so gut wie keine Chance. Vor allem Holzböden aus Massivholz sind wieder stark im Trend, nicht nur in Landhäusern. Neben dem Klassiker Eiche finden dabei heute auch zahlreiche andere Holzarten für Dielenböden und Holzböden Verwendung, etwa Buchenholz, Ahorn, Kiefernholz, Esche, Kastanie, Kirschbaum, Nussbaum, Lärche und weitere. Alle sind individuell wie das Holz selbst, Vorteile gibt es aber so oder so reichlich genug. Es lohnt sich, sich bei den fleißigen heimischen Bodenlegern zu informieren.
Berufsbild Bodenleger
Solche findet man im Burggrafenamt reichlich – wie das Holz halt. Unsere Bodenleger sorgen durch fachgerecht verlegte Böden für Wohnlichkeit und Zweckmäßigkeit in den Räumen. Farblich und qualitativ gewählte Böden – seien es Kunststoff-, Linoleum-, Teppich-, Holz- oder Parkettböden, aber auch Steinplatten und Fliesen aus Keramik – tragen zur Atmosphäre eines Lokals oder Zimmers bei. Vor dem Legen des Holzbodens bereiten sie den Unterboden vor und nehmen die erforderlichen Feuchtigkeitsprüfungen ab. Bei Bedarf bringen sie eine Schallund Wärmeisolierung an. Die Oberflächenbehandlung des Bodens, bei Parkettböden und Holzböden durch Abschleifen und Versiegeln mit Schutzlack, steht am Ende der Arbeiten. Bei großen Saalbauten oder Sporthallen arbeiten sie im Team.
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Kniffelecke Wie viele Flügel hat ein Schmetterling? •2 •4 •6 Schreib die Antwort auf eine Karte und schick sie uns mit Angabe deines Alters bis Monatsende an: „Die BAZ“, Industriestr. 1/5, 39011 Lana oder per E-Mail an info@vereinkinderwelt.com Die Gewinnerin der Dezember-Ausgabe heißt Leonie Staffler, 11 Jahre WA S S GIBT EN! E Der Gewinn wird zur Verfügung IN N Z U GE W gestellt von der Buchhandlung eg! p und w Athesia, Meran. Schnap schnelle er Das sup spiel Karten
Buchtipp: Welcher Schmetterling ist das? Autor: : Jens Poschadel Verlag: Kosmos Alter: ab 6 Jahren Thema: Kinder forschen
Rezepttipp: Fruchtgummi Herzen Material: 150 ml Johannisbeersaft (je nach Geschmack),100 ml Früchtepunsch, 2 EL Johannisbeeren-Sirup, 2 EL Zucker, 1 EL frisch gepresster Zitronensaft, 60 g lösliche Pulvergelatine, feinen Zucker, Eiswürfelform in Herzen (aus Silikon) Anleitung: Johannisbeersaft, Sirup, Früchtepunsch, Zitronensaft und Zucker in einem Topf unter Rühren erhitzen. Nicht kochen lassen! Gebt dann die lösliche ourbox Foto: © Col Pulvergelatine hinzu und verrührt diese gut mit einem Schneebesen, damit sich keine Klümpchen bilden. Für eine Mischung ganz ohne Klümpchen könnt ihr diese nochmal durch ein Sieb gießen! Stellt nun die Silikonform auf ein Brett und gießt die Flüssigkeit behutsam in die Herzformen. Wenn ihr die Flüssigkeit vorher in einen Messbecher gießt, könnt ihr die Herzformen leichter befüllen. Lasst die Masse nun mindestens zwei Stunden lang oder am besten über Nacht im Kühlschrank abkühlen. Sind die Fruchtgummis erkaltet und hart geworden, könnt ihr sie problemlos aus den Förmchen lösen. Nun wälzt ihr die Herzen noch in Kristallzucker und fertig sind die Fruchtgummis! Quelle: https://www.geo.de/geolino/kinderrezepte/fruchtgummi-herzen-selber-machen
Wissen Erfrieren Zitronenfalter im Winter? Die meisten Schmetterlinge sterben spätestens beim ersten Frost. Nur ihre Eier überwintern. Nicht jedoch der Zitronenfalter. Er faltet die Flügel zusammen und hängt sich an einer geschützten Stelle an einen Baum. Dort überwintert er in der Winterstarre. Wie macht er das? Zuerst scheidet er alles entbehrliche Wasser aus. Ein körpereigenes Frostschutzmittel, das aus Glyzerin und Sorbit sowie Eiweißstoffen besteht, sorgt dann dafür, dass seine Körperflüssigkeit nicht einfriert. So kann er bei Temperaturen bis zu minus 20 Grad und sogar von Schnee bedeckt problemlos überleben. Mit bis zu zwölf Monaten lebt der Zitronenfalter von allen mitteleuropäischen Schmetterlingen am längsten und ist der Einzige unter ihnen, der in der freien Vegetation überwintert. Nur wenige wärmende Sonnenstrahlen erwecken den Schmetterling zu neuem Leben. So kann es sein, dass er an warmen Tagen mitten im Winter zu einem Rundflug aufbricht. http://naturmuseum.ch/download/2013_12_02_ueberwintern_srf_zitronenfalter.pdf
Aktuell Nachhilfe für Grund- und Mittelschulkinder: wir unterstützen euch im Einzelunterricht oder in der Kleingruppe in den verschiedenen Fächern. Faschingsferien: Wir haben in Untermais unsere Ferienbetreuung geöffnet. Sommerferien: Unsere Online-Anmeldungen für Meran starten am 15. Februar auf https://kinderwelt.kidscamps.it Alle Infos erhalten Sie im Büro. 22 BAZ 04/22
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RATGEBER
Verlustbeitrag für Detailhandelsunternehmen Es winken wieder neue Verlustbeiträge – diesmal für Detailhandelsunternehmen. Erst kürzlich hat die Regierung Draghi das dritte Gesetzesdekret zur Unterstützung der Wirtschaft (Decreto sostegni-ter) verabschiedet, welches neue Verlustbeiträge für Detailhandelsunternehmen einführt und zwar zusätzlich zu jenen, die bereits im Jahr 2020 und 2021 gewährt wurden. Der Verlustbeitrag steht all jenen Unternehmen zu, die als Haupttätigkeit einen Detailhandel ausüben, wobei die wichtigsten der Detailhandel von Kleidung, Schuhen, Kosmetika, Blumen und Pflanzen, Uhren und Schmuck, Elektronikgeräten,Tankstellen und Zeitungsläden sind. Im Detail
handelt es sich um Tätigkeiten welche folgende ATECO- Klassifizierungen der Kategorie 47 aufweisen: 47.19, 47.30, 47.43, 47.5 e 47.6, 47.71, 47.72, 47.75, 47.76, 47.77, 47.78, 47.79, 47.82, 47.89 und 47.99. Ausschlaggebend für die Inanspruchnahme des Verlustbeitrages ist ein Umsatzrückgang im Gesamtjahr 2021 im Vergleich zum Gesamtjahr 2019 von mindestens 30 %. Des Weiteren dürfen die Einnahmen des Jahres 2019 nicht 2 Millionen Euro überschritten haben. Für die Ermittlung des Verlustbeitrages muss der Umsatzrückgang des Jahres 2019 auf das Jahr 2021 berechnet und der durchschnittliche monatliche Umsatzrückgang ermittelt
werden, welcher dann die Bemessungsgrundlage für den eigentlichen Verlustbeitrag darstellt. Der Verlustbeitrag hängt dann vom Umsatz bzw. Ertrag ab, der im Gesamtjahr 2019 erzielt wurde, und ist wie folgt gestaffelt: • 60 % für Umsätze bis zu 400.000 Euro • 50 % für Umsätze zwischen 400.000 € und 1 Million Euro • 40 % für Umsätze zwischen 1 Million und 2 Millionen Euro Die Durchführungsbestimmungen zum Verlustbeitrag müssen erst noch vom Finanzamt verabschiedet werden – die Prozedur dürfte sich ähnlich gestalten wie jene, die für die letzten Verlustbeiträge der vorangegangenen Unterstützungsmaßnahmen vor-
Walter Gasser Kanzlei Gasser Springer Perathoner, Eder & Oliva Bozen + Lana + Naturns walter.gasser@gspeo.com gesehen war. Eine ausgezeichnete Nachricht für all jene Händler, die besonders von den Coronaeinschränkungen gebeutelt wurden!
Wertvolle Unterstützung für „neue“ Eltern „Um zu erziehen braucht es ein ganzes Dorf “, so der Wortlaut eines bekannten afrikanischen Sprichwortes. Familien befinden sich heute jedoch oft alleine mit der herausfordernden Aufgabe der Elternschaft. Unterstützung zu finden ist nicht einfach, vor allem dann wenn die eigene Herkunftsfamilie nicht unmittelbar greifbar ist. Vielfach sind Großeltern und andere Verwandte arbeitstätig, wohnen weit entfernt und können für die jungen Familien nicht der erste Ankerpunkt sein.Besonders in der beginnenden Phase der Elternschaft können so die alltäglichen Anforderungen schnell zu Überforderung und Einsamkeit führen. Mit Unterstützung des Netzwerks der Eltern-Kind-Zentren Südtirols, bemüht sich das ElternKind-Zentrum-Meran hier aktiv
zu werden. Das Projekt „Family Support“ soll Eltern im Sprengelgebiet Meran motivieren frühzeitig Unterstützung zu fragen und an zu nehmen. Diese Unterstützung wird durch Freiwillige geboten, welche Familien ihre Zeit schenken und sie konkret in den Alltagsanforderungen unterstützen: Mal ein gutes Gespräch, über den Schlaf des Babys wachen, mit Geschwisterkinder spielen, einen Einkauf erledigen usw. Die Freiwilligen sind sich bewusst, dass der Schritt nach Unterstützung von außen zu fragen, nicht einfach ist. Die Freiwilligen bringen Offenheit und Flexibilität mit: Es wird mit den Eltern besprochen was sie gerade brauchen und so richten sich die freiwilligen Helfer danach... Die Freiwilligen sind durch gemeinsame
Austausch- und Fortbildungstreffen miteinander verbunden und in ihrer Tätigkeit versichert. Die Koordinatorin des Projekts steht ihnen bei Zweifel und Fragen zur Verfügung. Die Freiwilligengruppe für Family Support Meran zählt derzeit 12 Freiwillige. Gerne würden sie die Gruppe erweitern, um noch besser für Familien da sein zu können. Eine der Freiwilligen richtet folgende Worte an Interessierte: „Bist du ein offener, emphatischer, sozialer Mensch? Hast du Zeit, die
du jemandem schenken möchtest? …dann komm auch du zu Family-Support! Durch dein Tun verändert sich deine Welt und die Welt anderer!“ Bist du interessiert dich als Freiwillige/r für Family Support zu engagieren? Bist du eine Mutter oder ein Vater eines Neugeborenen und möchtest dich über eine mögliche Unterstützung informieren? Dann melde dich bei Nadine Lutz Tel. 347 2716271 oder meran@family-support.it BAZ 04/22
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WANDERN
Vom Schlundenstein zum Rappenknott Vellau, wo von früh bis spät die Sonne scheint, ist diesmal unser „Halbweg“, denn es geht höher hinauf. Der Vorteil, man kann die Rundwanderung je nach Wunsch erst in Vellau starten oder dort enden lassen. von Christl Fink
Direkt am Parkplatz des Sessellifts beginnt der uralte Pflasterweg, auf dem wir bald das Café Konrad. erreichen. Wir folgen nun nach links der Markierung 25 A. Zum Schlundenstein
Schöne Trockenmauern säumen im ersten Teil mit vielen Informationstafeln den Weg. Gemächlich ansteigend führt uns der Pfad durch Laubwald zum Schlundenstein, einem ganz besonders markanten Felsblock unter den vielen, denen wir heute noch begegnen. Wir folgen weiter der Markierung 25A, die nun im rechten Winkel ansteigt. In weiten Serpentinen geht es aufwärts bis zur Straße nach Vellau. Nun biegen wir sofort in die Zufahrt zum Gasthaus Ebeneich ein und nach wenigen Schritten führt unser Pfad wieder links aufwärts in den Wald. 24
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Nach Vellau
Am Holensteiner Hof vorbei
Über Steinstufen geht es wiederum zur Straße und auf dieser am „Hexenstuan“ und „Maraklknott“ vorbei zum Buswendeplatz. Bei der kleinen Kapelle rechts oberhalb müssen wir über urige Stufen am Haus Gilli vorbei zur Straße. Diese nach rechts und zu der bereits sichtbaren, kleinen, aber schmucken Dreifaltigkeitskirche, einer der wenigen, die immer geöffnet sind. Lange Bänke vor der Kirche laden zu einer kurzen Trinkpause. Wir folgen gleich hinter der Kirche bis zum Oberplatzer immer der Markierung 25A. Erst geht es aufwärts, dann nach links und in den Wald. Den Wegweiser über den Kienegger lassen wir unbeachtet und wandern frohgemut auf dem alten Pflasterweg höher.
An den steilen Berghang lehnt sich der Holensteiner Hof, an dem wir vorbei müssen. Oberhalb des Hofs führt unser Weg in derselben Richtung weiter, nach rechts würde es nur zu den steilen Bergwiesen gehen. Weiter, über abgewetztes Pflaster aufwärts, der Schweiß perlt von der Stirn, und dann stehen wir auch schon an der Zufahrtsstraße, die sich zum Oberplatzer hinaufzieht. Wir müssen kurz nach links, wir sehen ober uns bereits die Hofstelle mit der privaten kleinen Bahn, die schon lange, ehe eine Straße heraufführte, der Beförderung vom Lebensnötigen diente. Vor uns erhebt sich der „Rappnknott“, der im Gestein eine ganz besondere Maserung aufweist. Nochmals nach rechts, über Stufen hinauf – und der Oberplatzer mit seiner herrlichen Aussicht ist erreicht.
Der Rappenknott ohne Rappen
Der Holensteiner Hof im Blick
Der Schlundenstein
Blick über den Kienegger zum Ifinger
Verwunschene Welt
Ein einmaliger Platz
Der Hof wurde 2009 ein Raub der Flammen. Die Besitzer jedoch haben keine Mühe gescheut, ihn wieder aufzubauen und mit ein paar Ferienwohnungen auszustatten. Einst kamen nur Jäger oder Bergsteiger beim Aufstieg, Wanderer auf ihrem Rückweg vom Hochgang, bzw. von der Leiteralm, heute erfreut sich zunehmend das Radeln mit dem Mountainbike immer größerer Beliebtheit. Die große Sonnenterrasse bietet eine prachtvolle Sicht weit über das gesamte Meraner Becken das Etschtal hinunter bis hin zum Weiß- und Schwarzhorn. Das Gasthaus hat bis Ostern sonntags geöffnet, während der Kienegger alle Tage, außer sonntags die Gäste willkommen heißt. Zum Kienegger
Einzigartige Aussicht beim Oberplatzer
Vellau als Ziel der Wanderung, da dort der Bus auf müde Wanderer wartet, oder wir wenden uns nach rechts und nehmen den Abstieg über den Kienegger Steig. So wenden wir uns nach rechts zum Forstweg. Wer Abwechslung liebt …
Nach einigen Metern zweigt links der markierte Wandersteig ab, der im ersten Teil unter dem Forstweg entlanggeht und dann im rechten Winkel ins Tal hinunterführt. Erst durch urigen Wald abwärts, dann nach rechts, eben und sogar leicht ansteigend, Geröllhalden querend, entdecken wir tief unten das St.-Ulrich-Kirchlein von Plars. Wieder geht es abwärts und wir
Richtigstellung Wanderung „Auf nach Lazaun!“
Nach der verdienten Mittagsrast machen wir uns auf den Rückweg. Erst geht es denselben Weg zur ersten Abzweigung zurück; nun müssen wir nach rechts, vor einem Misthaufen hinunter und in gemütlichen Serpentinen den Wald abwärts. Tisch und Bank laden an einer Aussichtsstelle nochmals zur Rast, wir wandern zügig bis zum Kienegger. Hier haben wir mehrere Möglichkeiten: entweder wählen wir, am Gasthaus vorbei, den Abstieg nach
Die Schnalstaler Gletscherbahnen haben uns darauf hingewiesen, dass die Rodelbahn im Winter für den Aufstieg sowohl für Fußgänger als auch für Tourenskifahrer gesperrt ist. Vielmehr können und sollen die Rodler die Aufstiegsanlage nutzten. Dadurch sind Wanderer und Rodler besser geschützt! Den Gletscherbahnen danken wir für den Hinweis und den Rodlern wünschen wir ungefährliche, lustige aber auch sportliche Talabfahrten!
münden in den Saxner Steig. Kurz darauf erreichen wir am Saxner Hof vorbei die Straße. Nun wenden wir uns nach links, abwärts, bis links bei einem Brunnen mit Trinkwasser der markierte Steig 21B abzweigt. Auf diesem wandern wir, dem ehemaligen Bewässerungsgraben entlang, über den Schlundensteinweg. Einmal überqueren wir die Straße, doch jenseits führt der Steig sofort weiter, direkt zum Schlundenstein. Binnen kurzem sind wir wieder am Parkplatz des Sessellifts.
info
Ausgangspunkt: Mitterplars, Talstation des Sessellifts nach Vellau: 400 m Ziel: Vellau, Kirche: 952 m Oberplatzer: 1310 m Gehzeit: insgesamt rund 3,30 -4 Std. Parkplatz > Schlundenstein: 35 Min. > Vellau/Kirche: 1,10 Std. > Oberplatzer: 1 Std. > Kienegger: 30 Min. > Saxner: 1 Std. > Ausgangspunkt bei der Talstation: 1,10 Std. Anfahrt: Mit dem Vellau-Bus von Meran über Algund nach Mitterplars zur Haltestelle Sessellift Vellau. Beste Zeit: Winter, wenn schneefrei, Frühling, Herbst BAZ 04/22
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Der Tierschutz wird Staatskompetenz letzte Abstimmung (mit 2/3 Mehrheit) zur Verfassungsreform beim Thema Umwelt und Biodiversität gemacht. „ambiente e biodiversità“ sind nun verfassungsrechtliche Prinzipien, der Tierschutz wird Staatskompetenz. Mit dieser Reform passen wir uns europäischen Standards an, aber persönlich sehe ich für Südtirol da keinen großen Mehrwert. Der Umweltschutz sollte nicht nur als Prinzip in die Verfassung, sondern es hätten die Kompetenzen beim Umweltschutz vom Staat zu den Regionen und autonomen Provinzen gehen sollen. Bei den autonomiepolitischen Forderungen Südtirols steht dies an erster Stelle und die großen Regionen wie Lombardei, Veneto und Emilia Romagna haben vor Jahren sogar über Volksabstimmungen dies gefordert. Beim Tierschutz sollte Südtirol jetzt
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nicht auf die staatlichen Einheitsstandards warten, sondern schnell selbst nachbessern, wo Bedarf ist und Verbesserungen möglich sind. Sonst kriegen wir Probleme mit dem allgegenwärtigen staatlichen Zentralismus. Andere aktuelle Baustellen sind das sogenannte „decreto milleproroghe“, wo es jetzt ans Eingemachte geht und wir viele südtirolbedeutsame Verlängerungsoder Aufschubsanträge zu verfolgen haben. Das decreto concorrenza, welches mehr Wettbewerb bei den Großableitungen (E-Werke), bei Taxi, Stränden, Geschäftsöffnungszeiten und Sanität einführen will, steht auch an. Von diesen Reformen macht Europa weitere Ratenzahlungen beim Aufbaufond PNRR abhängig, aber die zuständigen Senatskommissionen werden derzeit von Anhörungsanträ-
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Albrecht Plangger Kammerabgeordneter
gen der Interessensgruppen überschwemmt, die sich alle gegen, anstatt für mehr Wettbewerb stemmen. Da wird sich zeigen, ob Draghi noch alle Regierungsparteien auf Linie bringen und Kompromisse anbieten kann, denen auch Europa zustimmen wird.
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Nach der etwas turbulenten Staatspräsidentenwahl ist nun doch wieder Ministerpräsident Draghi mit konkreter Regierungsarbeit durchgestartet. Justizministerin und erste Verfassungsgerichtshof-Präsidentin Marta Cartabia – eine Zeitlang auch als erste weibliche Staatspräsidentin gehandelt – muss jetzt mit der Justizreform und der Reform des Obersten Richterrates (CSM) unbedingt liefern. Auch das Problem von Richtern und Staatsanwälten – einmal in der Politik, dann wieder in der „Unabhängigkeit“ in der Judikatur – soll jetzt angegangen werden. Die sogenannten porte girevoli (Flügeltüren) sollen durch Türen, die nur in eine Richtung aufgehen, ersetzt werden. Richter und Staatsanwälte, die in die Politik gehen, müssen danach in die Verwaltung. In der Abgeordnetenkammer haben wir die
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DORFGESCHEHEN
Fehlende Achtung für das kulturelle Erbe Immer mehr historische Bauten werden dem Verfall preisgegeben: Johanneum, Mitterbad, Schmiedhofstadel...
Südtirol verkauft sich gerne als intakte Kulturlandschaft. Das ist leider ein Märchen. Viele Beispiele des Verfalls und der Verwahrlosung beweisen dies. Ein besonders sichtbares Zeichen des Verfalls findet sich im Ultental, kurz vor Kuppelwies, direkt neben der Straße: Der ehemals stattliche Stadel des Schmiedhofs bricht langsam, aber sicher zusammen. Keine schöne Visitenkarte für das Tal mit seiner ursprünglichen Höfe-Landschaft! Die Einheimischen schämen und ärgern sich, die Gäste sind schockiert. Wie konnte es soweit kommen? Nach dem Konkurs der Schmiedhofer-Säge wurde der Schmiedhof im Jahr 1985 versteigert und ging in den Besitz eines reichen Obstbauern aus Lana über. Den neuen Besitzer interessierte nur der Wald, in die Gebäude investierte er über Jahrzehnte keinen Cent. Das Schindeldach des Stadels erschien vor 20 Jahren dringend sanierungsbedürftig. Deshalb suchte ich im Jahr 2002 den Stöcklhof-Bauern in Lana auf, informierte ihn über die Beitragsmöglichkeiten und bot ihm jegliche Unterstützung an, vom Antrag um einen Landesbeitrag über die Suche nach einem Zimmermann bis zur Besorgung von Holz und Schindeln. Vergebens! Sein Geiz und seine Kulturlosigkeit siegten. Und so nahm das Schicksal seinen Lauf. Zuerst verfiel das Schindeldach, dann die Dachbalken und inzwischen das ganze Gebäude. Nach dem Ableben von W. Frei und seiner deutschen Frau in den Jahren 2010 und 2011 ging der Besitz an die bayrischen Nachkommen der Frau über. Auch sie zeigten bisher Null Sensibilität für die historisch gewachsene bäuerliche Baukultur in Ulten und lassen den Schmiedhofer Stadel vor aller Augen zusammenfallen. 28
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de Ladurner-Gitsch und derzeit eines großen Skandals namens SAD-Affäre um einen Alt-Mächtigen Gatterer-Lobbyisten. Die so heimatverbundenen Schützen schließlich sind verstummt, wohl aus Scham über die peinliche Verwandlung ihres letzten Landeskommandanten zum No-VaxFreiheitskämpfer.
Eine Schande, wie der Stadel des Schmiedhofes in Kuppelwies verfällt
Eine Schande! Der zusammenstürzende Stadel des Schmiedhofs ist kein Einzelfall. Allein im Ultental gibt es ein Dutzend Gebäude, die man verfallen lässt: Häuser, Städel, Almen. Das krasseste Beispiel ist die Ruine Mitterbad in St. Pankraz, ehemals eines der bekanntesten Bäder im deutschsprachigen Raum. Ein Anblick zum Grausen! Aber auch in anderen Gemeinden stehen weithin sichtbare Zeichen des Verfalls, so in Dorf Tirol mit dem seit Jahren dem Verfall preisgegebenen Johanneum. Was kann man dagegen tun? Den privaten Besitzern ins Gewissen reden bringt nichts. Manchmal gehört ein solches Objekt auch mehreren Eigentümern/ Geschwistern, die unter sich zerstritten sind, sodass nichts geschieht. Offensichtlich beim Mitterbad der Fall. Die Gemeinden sind machtlos, die Ämter und Kommissionen für Landschaftsschutz und die Forstämter haben diesbezüglich keine Kompetenzen. Die Medien schreiben kaum über solche Schandflecke. Und die Verbände, die solche Wunden in der Kulturlandschaft sehen müssten, sind auf diesem Auge blind. Ich meine den Dachverband für Natur- und Umweltschutz, den Heimatpflegeverband und den
Alpenverein. Diese Verbände verfolgen höhere Ziele. Neben dem Dauereinsatz gegen einen funktionierenden Flughafen sehen sie ihre vornehme Aufgabe darin, den Neubau der Kölner Hütte gemäß den Plänen eines Vinschger Stararchitekten zu verhindern, weil dessen „Glasturm“ dem Rosengarten die Show stehlen würde. Oder sie engagieren sich gegen eine Erschließung, Gestaltung und attraktive Verbauung des verwahrlosten Virgl und riskieren lieber, dass dort die wilde Müllhalde über weitere Jahre anwächst. Aber gegen den Verfall von Gebäuden in der Kulturlandschaft unternehmen sie so gut wie nichts. Und was tun die Parteien und politisch aktiven Verbände gegen den sichtbaren Verfall der Heimat? Nichts! Die Patriotenpartei hält sich zurück, weil sie verstanden hat, dass all diese Beispiele verfallender Heimat belegen: „Süd-Tirol IST Italien“ Die Grünen erfüllen nicht die in sie gesetzten Erwartungen. Die Freiheitlichen und das Team K. haben auch zu diesem Thema nichts zu sagen. Und die SVP ist ständig mit der Aufarbeitung interner Skandale beschäftigt, jüngst eines kleinen Skandals um die sich verrechnen-
Bleibt die Frage nach der Aktivität der Landesregierung und des Landtags bei diesem Thema. Antwort: Die landesweit sichtbaren Exempel des Verfalls von Gebäuden, der Überdüngung von Almwiesen und der Verwahrlosung von Wäldern sind für die Landespolitiker anscheinend keinen müden Gedanken wert. Man beschließt einen schlecht durchdachten Bettenstopp. Aber man hat keine Idee, wie man den Verfall der Kulturlandschaft stoppen kann. Das muss sich ändern! Es braucht ein Landesgesetz, das den verbreiteten Verfall von landestypischen Gebäuden stoppt. Mit folgenden Eckpunkten: Die Gemeinden sind verpflichtet, den sichtbaren Verfall von Gebäuden an die Landschaftsschutzbehörde zu melden. Die Eigentümer erhalten nach drei Jahren jährlich eine schriftliche Mahnung. Nach fünf Jahren haben sie jährlich eine spürbare Verwaltungsstrafe zu zahlen. Und nach zehn Jahren werden sie enteignet. Mit der Verpflichtung, die Spesen für den Abbruch oder die Sanierung zu zahlen. Wo ein Wille ist, eine intakte Kulturlandschaft zu haben, wird auch ein Weg dazu gefunden werden. Oder wollen wir warten, bis die Sendung „Piazzapulita“ von La7 einem staunenden italienischen TV-Publikum die vielen Zeichen des Verfalls in Südtirol vor Augen führt? „Il Sudtirolo delle rovine!“ Franz Berger, St. Pankraz
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