| MASTERARBEIT
Filip Bencina
STADTGALERIE für zeitgenössische Kunst in Belgrad
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Hiermit erkläre ich, dass ich die vorliegende Arbeit selbstständig und eigenhändig sowie ohne unerlaubte fremde Hilfe und ausschließlich unter Verwendung der aufgeführten Quellen und Hilfsmittel angefertigt habe. Berlin, den 09.10.2018
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Mit einem Kunstwerk muß man sich verhalten wie mit einem großen Herrn: Sich davor hinstellen und warten, daß es einem etwas sage.” Arthur Schopenhauer (1788-1860)
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Inhalt EinfĂźhrung
12 - 13
Gelände- Lagebeschreibung
14 - 15
Zeitliche Analyse
16 - 25
Skizzenbuch
26 - 42
Fotoserie
43 - 57
Interviews
58 - 77
Raumprogramm
78 - 82
Entwurf
83 - 102
Fazit
103
Literatur
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Appendix
105 - 114
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BELGRAD 44° 49′ N, 20° 28′ O Hauptstadt der Republik Serbien cca. 2 Mio Einwohner
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Ich sah bei meiner Rückkehr den herrlichsten Ort, wo jeher die große Stadt Belgrad stand und ich sie jetzt zerstört und verlassen fand. Ich entschied sie neu aufzubauen und der Mutter Gottes zu weihen.” Serbischer Despot Stefan Lazarevic Charta von Belgrad, XV Jhd.
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BELGRAD SERBIen
Singidunum, Veligrad(i)on, Alba Graeca, Alba Bulgarica, Beli-grad, Biograd na Dunavu, Nandoralba, Landorfehérvár, Nándorfehérvár, Fehérvár, Belgrat, Dar Al Jihad, Castelbianco, Griechisch-Weißenburg, Weißenburg, Prinz Eugen Stadt, ... sind viele Namen für eine “weiße Stadt” (serb. Beograd) - Belgrad. 13
Einführung Die Stadtgalerie für zeitgenössische Kunst in Belgrad – das Thema meiner Masterarbeit – ist aus dem Wunsch entstanden, ein Konzept einer Stadtgalerie in Belgrad zu realisieren, das sich an den Berliner Galerieräumen orientiert. Hintergrund, Ziel Der Mangel an Ausstellungsflächen in Belgrad führt dazu, dass in Kosancicev venac in Belgrad eine moderne städtische Kunstgalerie errichtet werden sollte, die - die Bedingungen für eine angemessene Präsentation von Werken im Bereich der bildenden und angewandten Künste sowie der Architektur schafft; - zur Verbesserung der Aktivitäten innerhalb des räumlichen Ensembles von Kosancicev venac beiträgt; - die Möglichkeit bietet, die touristische, kulturelle und architektonische Anziehungskraft sowie das kulturelle Erbe zu stärken und den wirtschaftlichen Wert des Ortes auf eine Weise zu steigern, die mit der Stadt und ihrer Umgebung vereinbar ist und die - die Position der Stadtgalerie als wichtiger Partner im internationalen Ausstellungsaustausch und bei anderen Formen der internationalen Zusammenarbeit entwickelt und ausbaut. Der Bau des neuen Kunsthauses sollte die optimalen Bedingungen bieten, und deshalb wäre es notwendig, die Errichtung eines für diesen Zweck angemessenen Raumes mit entsprechend hohen technischen und Sicherheitsstandards zu planen. Die Galerie sollte auch ein Raum für die Umsetzung neuer Bildungskonzepte im Kontext der Innovation in der künstlerischen Forschung werden. 14
Für wen ist sie gedacht? Die Stadtgalerie ist als ein Kunsthaus geplant, das für verschiedene Arten von Nutzern verfügbar ist: lokale und internationale Besucher, Touristen, Studenten, Forscher und Künstler... Schlüsselwörter: Zeitgenössische Kunst, Stadtgalerie, Ausstellung, Bildungsprogramm, Atelier, öffentlicher Raum, Belgrad, historischer Kontext, Sichtachse, Porosität, Schichten.
Museum für Angewandte Kunst in Kosancicev venac, Belgrad -ein Exemplar der traditionellen Institutionen mit dem klassischen Raumplan und Darstellung der Kunstwerke.
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Gelände- Lagebeschreibung
Svetislav Vucenovic, ur. Kosancicev venac. (Beograd: Zavod za zaštitu spomenika kulture grada Beograda, 1979) 1
G. Gordic, Arhitektonsko nasledje grada Beograda I. Katalog arhitektonskih objekata na podrucju Beograda 16901914, Beograd 1966, str. 15 2
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Kosancicev venac - räumliches, kulturelles und historisches Ensemble Kosancicev venac stellt das Gebiet der ältesten serbischen Siedlung in Belgrad dar, das das erhaltene alte Raster von spontan geformten Straßennetzen, alten Straßenpflastern, Alleen und eine große Zahl von alten Häusern und öffentlichen Gebäuden umfasst, die die historische Entwicklung dieses Teils von Belgrad dokumentieren – von der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, als der Wiederaufbau der geererbten spätmittelalterlichen Siedlung durchgeführt wurde, bis heute. Kosancicev venac umfasst historische Stätten mit Funden von Siedlungen und Nekropolen des römischen Singidunum, als erste Vororte außerhalb der Stadtgrenzen.1 In der Zeit der ottomanischen Herrschaft umfasste die Stadt die Festung, die Ober- und die Unterstadt, mit gewundenen Straßen und Wohngebieten (Mahalas) mit Moscheen und anderen öffentlichen Gebäuden. Im 17. Jahrhundert befand sich auf dem Save-Hang, dem eigentlichen Gebiet von Kosancicev venac, ein serbisches Viertel mit einer Kirche, die von einem Friedhof umgeben war, der sich an der Stelle des heutigen Belgrader Doms befand. Die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts war Zeuge der wichtigsten Bauzeit dieses Viertels. Nach der Anerkennung der Autonomie Serbiens im Jahr 1830, als das Gründungsrecht bestimmter Institutionen erteilt und Milos Obrenovic als erblicher serbischer Fürst bestätigt wurde, begannen umfangreiche Bauaktivitäten, mit der Absicht, dieses Viertel als Antithese zum ottomanisch geprägten Donauufer zu entwickeln.2 Die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts war Zeuge der wichtigsten Bauzeit dieses Viertels. Nach der Anerkennung der Autonomie Serbiens im Jahr 1830, als das Gründungsrecht bestimmter Institutionen erteilt und Milos Obrenovic als erblicher
Dobrovic, Nikola, “Sto je gradski pejsaz; Njegova uloga i prednost u suvremenom urbanizmu”, Covjek i prostor (Zagreb), I, br. 20 (1.XII 1954): 1-3. 3
G. Gordic, Arhitektonsko nasledje grada Beograda I. 4
serbischer Fürst bestätigt wurde, begannen umfangreiche Bauaktivitäten, mit der Absicht, dieses Viertel als Antithese zum ottomanisch geprägten Donauufer zu entwickeln.3 Zuerst wurde die Residenz der Prinzessin Ljubica erbaut und danach der Belgrader Dom. Schule und Gericht befanden sich in der Nähe, ebenso zahlreiche Kneipen. Der Hafen von Save wurde ebenfalls erbaut. Im 19. Jahrhundert wurde Kosancicev venac zu einem Zentrum des sozialen, politischen und kulturellen Lebens von Belgrad und Serbien. Am Anfang war die Architektur im sogenannten „Balkan-Stil“ gestaltet – beeinflusst von der orientalischen Architektur4, die am besten an dem Gebäude der “?” - Taverne zu sehen ist. Aber nach und nach befreite man sich vom ottomanischen Einfluss, und die Verbindung mit Teilen der österreichisch-ungarischen Monarchie brachte Bauerfahrungen aus Mittel- und Westeuropa. Es tauchten romantische und akademische Tendenzen in der Architektur auf. Das beste Beispiel für den akademischen Stil war die Nationalbibliothek, die im Zweiten Weltkrieg vollständig zerstört worden ist. Die bis heute erhaltenen alten Gebäude zeugen von der historischen Entwicklung von Kosancicev venac als administratives, kirchliches und kulturelles Zentrum sowie als Wohnzentrum. In Kosancicev venac gibt es Gebäude, die seit der Gründung des modernen serbischen Staates bestehen. Obwohl das Stadtensemble von Kosancicev venac nicht völlig kompakt und hinsichtlich der Chronologie seiner Entstehung, der Typologie oder seines Stils nicht einheitlich ist, stellt es das älteste erhaltene ‘Stadtgewebe’ dar, das von Serben bewohnt wird. Es ist auch das erste entwickelte administrative, kulturelle, spirituelle und wirtschaftliche Zentrum von Belgrad und des erneuerten serbischen Staates und eine der spezifischen Stadtlandschaften des alten Belgrad mit seinem eigentümlichen Ambiente und seinem besonderen visuellen Charakter.
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Zeitliche Analyse des bestehenden Bauwesens von Kosancicev venac HISTORISCHE ANALYSE
Diagramm
Historische Ereignisse und Hintergründe
Fürstentum Serbien
Königreich Serbien
Königr. Jugoslawien
SFR Jugoslawien
II Phase: europäische Stadt
III Phase: moderne Hauptstadt
IV Phase: Industrie Stadt
Masterpläne von Belgrad
I Phase: zwischen Orient und Europa
Jovan Bešlić Plan
Emilijan Josimović Plan
Stevan Zarić Plan
Vasa Lazarević Plan
Alban Chambon Plan
Grigory Pavlovich Kovalyevsky Plan
Milica Krstić Plan
Nikola Dobrović Plan
DjordjevićGlavički Plan
MacuraFerenčak Plan / Masterplan von Belgrad bis 2021
Jovan Obradović Plan
HISTORISCHE ANALYSE M_1:1000
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I Phase: 1815 - 1882 M_1:2000
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II Phase: 1882 - 1918 M_1:2000
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III Phase: 1918 - 1944 M_1:2000
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IV Phase: 1944 - 1991 M_1:2000
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///// Abrissplan M_1:2000
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Vorwort zum Skizzenbuch und zur Fotoserie Die erste Phase meiner Recherche bestand in der Besichtigung des Geländes vor Ort. Ich habe mir die Zeit genommen, um den Geist des Ortes zu erleben. Ich bin durch die Straßen gelaufen, habe Fassaden und Dächer angeschaut, bin in zahlreiche Hinterhöfe gegangen, habe die Einwohner kennengelernt und mir ihre Geschichten und ihre Erzählungen über die Geschichte des Stadtviertels aufmerksam angehört. All das habe ich in meinem skizzenhaften Tagebuch vor Ort dokumentiert. Besonders habe ich mich auf die Materialität, Porosität und Schichten konzentriert. Als weitere Betrachtungsmethode benutze ich die Fotografie. Als Ergebnis dieser Betrachtung ist eine Fotoserie entstanden.
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SKIZZENBUCH
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FOTOSERIE
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Fragmente ehemaliger Befesstungslinie - Bastione und StĂźtzmauer als Fundamente der Neubauten
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Schichten, Überlauf, Falte,... Falte, . . . Schichtung, Ueberlauf, Schichten findet man in Felsen, in Mörtel, in Wellen, in Gedanken.
Kosancicev venac, Schichten: Römischer Castrum, Ruine der ehemaligen Nationalsbibliothek und Wohngebäde der Neuzeit
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Um es zu definieren, wähle ich Wörter mit ähnlichen Bedeutungen wie Metastase, Übergang, Überlauf. Keiner dieser Begriffe ist zutreffend, denn der Geist, der an das Denken in Bildern angepasst ist, denkt über Zustände und Bedingungen nach. Eine Falte ist keine Bedingung, es ist ein Prozess, es passiert.
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Die menschliche Wahrnehmung bildet nur Ausschnitte von Ereignissen ab. Es lässt Prozesse und das Dazwischen weggehen. Wir versuchen einen Moment zu bewerten, wenn er schon weg ist. In Bezug auf diese Unfähigkeit, die Realität durch das Gedächtnis zu bewahren, neigen die Menschen dazu, Momente einzufangen und den Begriff „Ewigkeit“ zu lieben. Das bizarre Gegenteil ist, dass „Ewigkeit“ für uns Stille bedeutet - ein Zustand, in dem es überhaupt kein Leben gibt, daher sieht etwas Ewiges wie etwas Totes aus. Wenn wir einen Moment anhalten, wenn wir die Schichtung und die Faltung von Folgeereignissen festhalten, können wir sie bewahren.
Kosancicev venac 23, Wohngebäude versus Nebengebäude, Neu ‘faltet’ Alt
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Schichten, ร berlauf, Falte,... Schichten findet man in Felsen, in Mรถrtel, in Wellen, in Gedanken. Sie beginnen und verschwinden an der gleichen Stelle.
Kosancicev venac, Facaden und Hinterhรถffe
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Abdruck, Spur, Doppelte Unendlichkeit,... Doppelte Unendlichkeit wird räumlich einerseits als Entmaterialisierung bestehender Raumstrukturen der Belgrader Festungen interpretiert und andererseits das Programm der neuen Schichten tief in den Untergrund eingraben. Stretching wird als ein Mechanismus zur Pixelierung (Verschmierung) der Grenzlinie verwendet, dh als Gradientenbildung auf der Linie im Unendlichen, und es eröffnet eine Möglichkeit, die Menge an Zwischenräumen zu definieren. In eine architektonische Methode umgesetzt, stellt dieses System eine Ablehnung von Beziehungen dar, die auf der Trennung beruht, der Differenz zwischen dem Äußeren und dem Inneren, um die Möglichkeit für die Unendlichkeit zu schaffen. Die Ungewißheit zwischen den so geschaffenen Grenzen schafft das Potential für die Vielfalt der Streckung und Kontraktion. Die Grenzen zwischen den beiden Elementen, dem Äußeren und dem Inneren, voll und leer zu löschen, führt zu einem ununterbrochenen Kontinuum der Beziehung zwischen dem Natürlichen und dem Geschaffenen, einer Landschaft, die ganz, eben, homogen und auf ihrer Suche unendlich ist. Eine Architektur der Vielheit erscheint dort, wo alles interpretiert und neu definiert wird, von der wir aber nie die Gesamtheit sehen.
Nische neben dem Eingang zum Weinkeller, der sich in einem von vielen Lagums findet
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Spuren verweisen auf etwas, das in ihrem Inneren verbogen ist, was auf eine eigene Art und Weise präsent und doch abwesend ist.
Rechts: Mauerkonstruktion des ehmaligen Lastenaufzugs, XVIII Jhd. Hinterhoff von Karadjordjeva Straße Unten: Details vom, in den Felsen eingebauten Stützmauer
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Porosität, Vergänglichkeit, Durchlässigkeit, . . . porositaet, Vergaenglichkeit, Durchlaessigkeit, . . .
Kosancicev venac, Hinterhöffe, Eingang von Karadjordjeva Straße
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Vorwort zu den Interviews
https://www.kulturreise-ideen. de/ 4
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Der nächste Schritt meiner Recherche bestand in der Analyse der Berliner Galerieräume. Ziel dieser Phase war herauszufinden, wie eine moderne Galerie für zeitgenössische Kunst funktioniert. Berlin hat mehr als 300 verschiedene Galerieräume.4 Es sind vor allem diese zahlreichen Galerien, die Berlin für die internationale zeitgenössische Kunst interessant machen. Ich habe einige davon besichtigt und Interviews mit den Kuratoren durchgeführt. Diese Recherche diente als Grundlage für einen funktionalen Entwurfsansatz und hat mir geholfen, ein optimales Raumprogramm zu entwerfen.
Analyse der Berliner Galerieräume: INTERVIEWS
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Recherche: Galerien in Berlin: Galerie AEDES
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Interview mit Mathias Schnell, Kurator
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Wie definieren Sie Ihr Ausstellungshaus? Ist es ein privates oder kommunales Haus? Galerie AEDES ist eine private, unabhängige Institution, aber manchmal organisiert gemeinsame Ausstellungen mit anderen Galerien. Projekte werden über Sponsoren, Partner aus Wirtschaft, Architekten finanziert.
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Wie groß ist das Haus? Ausstellungsfläche? Bürofläche? Wenn man vom Raumkonzept spricht, ist es ein multifunktionales oder in den verschiedenen Bereichen getrennter Raum? Wenn möglich leiten Sie mir die Pläne weiter. Auf über 600 Quadratmetern umfasst das Aedes Architekturforum zwei Ausstellungsräume (Studio und Halle) für die Präsentation zukunftsweisender Architektur und Stadtplanung. Drei Büros mit 10 Arbeitsflächen (5 extra für Praktikanten), drei Apartments, jede mit zwei Betten für Gäste! Draußen ist Garten, wo man Festivale organisiert oder Instalationen präsentiert.
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Wie viel Mitarbeiter haben Sie? Fünf fest angestellte Mitarbeiter: Direktor, Sekretärin, Kuratorin, Projektmanager und Architekt.
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Gibt es in Ihrem Ausstellungshaus eine Cafeteria, Bibliothek und Depot? Kein Depot, nur ein klein Lager für Arbeitsgeräte/ Werkzeuge. Also AEDES beschäftigt sich mit den Ausstellungen und Kataloge. ANCB mit Vorträge und Workshops, deswegen beim ANCB gibt es noch eine kleine Bibliothek und paar Räume für solche Aktivitäten. Cafe wird von uns untergemietet. 63
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Hat das Haus eine eigene Sammlung? Verkaufen Sie auch Kunstwerke? Nein, es gibt keine Sammlung. Wir verkaufen nur Kataloge, Broschüre, etc.
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Häufigste Kunstmedium in der Ausstellung (Zeichnung, Fotografie, Video, Skulptur...)? Das Aedes Architekturforum strebt heute unverändert danach herausragende Beispiele zeitgenössischer architektonischer und urbanistischer Visionen einem breitem Publikum zu veranschaulichen. Wir versuchen immer zwei unterschiedlichen Themen zu kombinieren. Alle Medien sind willkommen.
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Hat das Gebäude oder der Bezirk, in dem Ihr Haus sich befindet, eine besondere historische oder kulturelle Bedeutung? Stehen die Ausstellungen damit inhaltlich in Verbindung? Aedes begann 1980 am Savignyplatz in Berlin-Charlottenburg, zog dann 1988 in die nahegelegenen S-Bahnbögen und erweiterte sich 1995 in den Hackeschen Höfen in Berlin-Mitte im ehemaligen Ostteil der Stadt. 2006 zog Aedes an seinen jetzigen Standort am Pfefferberg in Berlin-Prenzlauer Berg.
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Ausstellungszahl pro Jahr? Wie lange dauert eine Ausstellung? Gibt es eine Ausstellung auf welche Sie besonders stolz sind? Hatten Sie irgendwann Schwierigkeiten (finanzielle, räumliche, etc.) um eine Ausstellung zu realisieren? Es werden 10-12 Ausstellungen pro Jahr gezeigt, von denen jede etwa 7 Wochen läuft. Leider gibt es manchmal finanzielle Schwierigkeiten, besonders bei der Ausstellungen der jungeren Architekten oder Büros, die selber es nicht finanzieren könnten und keine Sponsoren haben. 64
Es werden lediglich Architekten, Stadtplaner und Architekturbüros eingeladen. Architekturforum sieht seine Aufgabe darin eine kulturelle Plattform für den öffentlichen Diskurs unserer gebauten Umwelt zu bieten und war dabei oft Vorbild für zahlreiche andere Institutionen und Architekturmuseen in der Welt.
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Wie sieht Ihr Ausstellungs-Publikum aus? Haben Sie eine Zielgruppe? Besucherzahl wöchentlich und bei der Eröffnung der Ausstellung? Die Zielgruppe sind Alle die sich für Architektur und ihr Einfluss auf unseres Leben interessieren. Durch die diversen Veranstaltungsformate werden Besucher aller Generationen animiert uns zu besuchen.
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Organisieren Sie auch Workshops, Festivals oder andere Events? Wie gesagt, ANCB beschäftigt sich mit Vorträge und Workshops und wir organisieren oft zusammen Festivale und verschiedene Events.
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Kooperieren Sie mit den anderen Ausstellungshäusern und Museen in Berlin? Gibt es einen internationalen Austausch? Ja, wir stehen im ständigen Austausch mit Berliner Architekturbüros.
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Zum Schluss, wie definieren Sie die Kunst und welche Rolle spielt sie in der Gesellschaft? Kunst ist grenzenlos. Architektur bezieht sich an Bedürfnisse der Menschen.
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Recherche: Galerien in Berlin: Architektur Galerie
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Interview mit Ulrich Müller, Direktor
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Wie definieren Sie Ihr Ausstellungshaus? Ist es ein privates oder kommunales Haus? Die Galerie ist privat. Ich bin founder und director.
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Wie groß ist das Haus? Ausstellungsfläche? Bürofläche? Wenn man vom Raumkonzept spricht, ist es ein multifunktionales oder in den verschiedenen Bereichen getrennter Raum? Wenn möglich leiten Sie mir die Pläne weiter. Beide Galerien sind in unterschiedliche Bereiche getrennt: Galerie: Ausstellung 65 qm, Büro 20 qm, Lager 20 qm, WC Satelit: Ausstellung 65 + 20 qm, Lager 20 qm, WC
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Wie viel Mitarbeiter haben Sie? 4 studentische Mitarbeiter. Ausstellungräume öffentlich, Nebenräume nicht öffentlich.
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Gibt es in Ihrem Ausstellungshaus eine Cafeteria, Bibliothek und Depot? Nein, keine zusätzlichen öffentlichen Räume.
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Mit welchen Themen beschäftigen Sie sich? Siehe www.architekturgalerieberlin.de/portrait/
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Hat das Haus eine eigene Sammlung? Verkaufen Sie auch Kunstwerke? Keine Sammlung, Verkauf nur auf Anfrage.
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Häufigste Kunstmedium in der Ausstellung (Zeichnung, Fotografie, Video, Skulptur...)? Multimedia-Installation.
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Hat das Gebäude oder der Bezirk, in dem Ihr Haus sich befindet, eine besondere historische oder kulturelle Bedeutung? Stehen die Ausstellungen damit inhaltlich in Verbindung? Die Bedeutung der 1952 erbauten Karl-Marx-Allee sollte Ihnen bekannt sein. Einige Veranstaltungen im SATELLIT haben den aktuellen Umgang mit der Karl-Marx-Allee thematisiert: http://architekturgalerieberlin.de/satellit/tu-darmstadt-low-tech-high-rise/ http://architekturgalerieberlin.de/satellit/berlin-2050/
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Ausstellungszahl pro Jahr? Wie lange dauert eine Ausstellung? Gibt es eine Ausstellung auf welche Sie besonders stolz sind? Hatten Sie irgendwann Schwierigkeiten (finanzielle, räumliche, etc.) um eine Ausstellung zu realisieren? Besucher p.a.: 3.000 Galerie: Jährlich sechs Ausstellungen je sechs Wochen Laufzeit. SATELLIT: 4 bis 6 Ausstellungen mit unterschiedlicher Dauer. Alle Ausstellungen sind gleichwertig. Der Betrieb einer privaten Galerie ist grundsätzlich eine immense inhaltliche und kaufmännische Herausforderung. Das Konzept der „konzeptionellen“ Ausstellungen – d.h. die Übersetzung eines statements in eine räumlich adäquate Installation - ist grundsätzlich sehr anspruchsvoll und für jede einzelne Ausstellung müssen Sponsoren gefunden werden.
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Mit welchen Künstlerprofile arbeiten Sie zusammen (Amateure, professionelle, jüngere...)? Galerie: International renommierte Architekten. Sattelit: Studentische Hochschulprojekte, junge Architekten und Fotografen. Künstler seltener, da es sich um eine Architekturgalerie handelt.
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Organisieren Sie auch Workshops, Festivals oder andere Events? 2018 organisiere ich erstmals das „Architecture Exhibitions Weekend Berlin“: http://architecture-exhibitions-weekend.net
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Kooperieren Sie mit den anderen Ausstellungshäusern und Museen in Berlin? Gibt es einen internationalen Austausch? Nicht direkt. Ich gebe jedoch den Kalender „AAB – Architektur Ausstellungen Berlin“ heraus und betreibe die website „AEX – Architecture Exhibitions International“. Außerdem bin ich mit zahlreichen KollegInnen weltweit im Austausch. http://architekturgalerieberlin.de/aab http://www.architecture-exhibitions.com
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Zum Schluss, wie definieren Sie die Kunst und welche Rolle spielt sie in der Gesellschaft? Da meine Galerie ausschließlich Architektur ausstellt mache ich mir über die Definition von Kunst nur intern Gedanken.
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Recherche: Galerien in Berlin: Galerie EIGEN + ART
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Interview mit Sophie Michel, Press
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Wie definieren Sie Ihr Ausstellungshaus? Ist es ein privates oder kommunales Haus? Private Galerie.
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Wie groß ist das Haus? Ausstellungsfläche? Bürofläche? Wenn man vom Raumkonzept spricht, ist es ein multifunktionales oder in den verschiedenen Bereichen getrennter Raum? Wenn möglich leiten Sie mir die Pläne weiter. Wir betreiben drei Galerien in zwei Städten: 1) Galerie EIGEN + ART in Berlin mit einer Ausstellungsfläche im Erdgeschoss und Büroräumen in oberen Stockwerken. Das 1. OG dient nicht nur als Büro, sondern auch zusätzlich als Showroom für kleinere Ausstellung (wie z.B anlässlich des European Monnth of Photography), Katalogpräsentationen oder Künstlergesprächen. 2) EIGEN + ART LAB in Berlin ist ein permanentes „Laboratorium“ für junge zeitgenössische Kunst und wird in der Torstraße 220 betrieben. Dort vermischen sich Ausstellungs- und Bürofläche. 3) Galerie EIGEN + ART in Leipzig ist unsere Stammgalerie, denn in Leipzig wurde die Galerie EIGEN + ART im Jahr 1983 gegründet. Die Galerie befindet sich dort auf dem Gelände der ehemaligen Baumwollspinnerei und beherbergt Büros, Ausstellungsfläche, ein zusätzliches Schaulager und Lagerflächen.
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Wie viel Mitarbeiter haben Sie? Zur Zeit beschäftigen wir 24 Mitarbeiter_innen in Berlin und Leipzig.
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Gibt es in Ihrem Ausstellungshaus eine Cafeteria, Bibliothek und Depot? Depots gibt es in Berlin und Leipzig. 71
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Mit welchen Themen beschäftigen Sie sich? Thematisch...
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Hat das Haus eine eigene Sammlung? Verkaufen Sie auch Kunstwerke? Die Galerie hat keine eigene Sammlung. Ja, wir sind eine kommerzielle Galerie und verkaufen die Kunstwerke.
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Häufigste Kunstmedium in der Ausstellung (Zeichnung, Fotografie, Video, Skulptur...)? Wir vertreten insgesamt zur Zeit 29 Künstler_innen, die mit den Medien Malerie, Skulptur, Photographie, Video und Installation arbeiten.
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Hat das Gebäude oder der Bezirk, in dem Ihr Haus sich befindet, eine besondere historische oder kulturelle Bedeutung? Stehen die Ausstellungen damit inhaltlich in Verbindung? Seit 1992 befindet sich die Galerie EIGEN + ART in der Auguststraße 26 in Mitte.
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Ausstellungszahl pro Jahr? Wie lange dauert eine Ausstellung? Gibt es eine Ausstellung auf welche Sie besonders stolz sind? Hatten Sie irgendwann Schwierigkeiten (finanzielle, räumliche, etc.) um eine Ausstellung zu realisieren? Wir realisieren ungefähr acht Ausstellungen je Standort mit je einer Dauer von ca. 4-6 Wochen.
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Mit welchen Künstlerprofile arbeiten Sie zusammen (Amateure, professionelle, jüngere...)? Wir arbeiten mit professionellen KünstlerInnen zusammen, das Alter ist nicht entscheidend. 72
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Wie sieht Ihr Ausstellungs-Publikum aus? Haben Sie eine Zielgruppe? Besucherzahl wöchentlich und bei der Eröffnung der Ausstellung? Unsere BesucherInnen sind sowohl jung als auch älter. Eine definierte Zielgruppe gibt es nicht. Durch unser EIGEN + ART Lab sprechen wir auch durchaus junge Zielgruppen an, die dann auch gerne zu unseren Eröffnungen in der Galerie EIGEN + ART vorbeischauen.
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Organisieren Sie auch Workshops, Festivals oder andere Events? Wir organisieren immer im Zuge unseres Programms Künstlergespräche, Podiumsdiskussionen und Katalogpräsentation. Mit unserem EIGEN + ART Lab organisieren wir auch die Ausstellungsreihe „Die Wand“ in den Büroräumen des Unternehmens Rheingau Founders und in Zusammenarbeit mit Axel Springer und Porsche stellen wir jungen Künstlerinnen die Residency „Plug and Play“ im Accelerator von Springer und Porsche zur Verfügung.
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Kooperieren Sie mit den anderen Ausstellungshäusern und Museen in Berlin? Gibt es einen internationalen Austausch? Nicht direkt aber über unsere Künstlerinnen ergibt sich das zum Teil.
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Zum Schluss, wie definieren Sie die Kunst und welche Rolle spielt sie in der Gesellschaft? Kunst hat viel mit Freiheit und Liebe/Leidenschaft zu tun und genau das ist auch ihre Rolle in der Gesellschaft.
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Recherche: Galerien in Berlin: Haus am Waldsee
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Interview mit Natalie Weiland, Kuratorin
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Wie definieren Sie Ihr Ausstellungshaus? Ist es ein privates oder kommunales Haus? Das Haus am Waldsee ist ein gemeinnütziger Verein und wird seit 2004 von dem privaten Trägerverein Haus am Waldsee e.V. (20 Mitglieder) verantwortet. Zusätzlich unterstützt ein großer Freundesverein (650 Mitglieder) die Aktivitäten des Hauses. Wir erhalten Förderungen durch den Bezirk Steglitz-Zehlendorf und den Senat von Berlin. Projekte werden über Drittmittel finanziert.
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Wie groß ist das Haus? Ausstellungsfläche? Bürofläche? Wenn man vom Raumkonzept spricht, ist es ein multifunktionales oder in den verschiedenen Bereichen getrennter Raum? Wenn möglich leiten Sie mir die Pläne weiter. Das Haus am Waldsee besitzt 11 Ausstellungsräume auf zwei Geschossen (ca. 400 qm). Ca. 250qm Nebenfläche für Büros und Workshops, Café und Veranstaltungen. Außerdem verfügt das Haus über ein 10.000 qm großes Außengelände, in dem sich seit 2006 ein Skulpturenpark etabliert hat.
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Wie viel Mitarbeiter haben Sie? Zehn fest angestellte Mitarbeiter. Darüber hinaus ca. zehn feste-freie Mitarbeiter.
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Gibt es in Ihrem Ausstellungshaus eine Cafeteria, Bibliothek und Depot? Es gibt ein Café (ca. 130qm), das den Besuchern offensteht. Im Rahmen der derzeitigen Sanierung wird das Haus um einen Veranstaltungsraum (ca. 80 qm), einen Atelierraum für Workshops (ca. 120 qm) 75
und eine Bibliothek (ca. 40 qm) erweitert. Es gibt im Keller eine Werkstatt, ein Archiv und Depotfläche (ca. 80qm).
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Mit welchen Themen beschäftigen Sie sich? Thematisch gibt es keine Einschränkungen - das Haus am Waldsee interessiert sich für zeitgenössische, innovative Positionen künstlerischer Praxis, die ihre Basis in Berlin haben und international ausstrahlen.
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Hat das Haus eine eigene Sammlung? Verkaufen Sie auch Kunstwerke? Nein, es gibt keine Sammlung. Zur Finanzierung von Ausstellungen werden in Ausnahmefällen Originaleditionen des ausstellenden Künstlers an die Freunde und Förderer des Hauses verkauft.
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Häufigste Kunstmedium in der Ausstellung (Zeichnung, Fotografie, Video, Skulptur...)? Neben den „klassischen“ Kunstmedien wie Malerei (zB Norbert Bisky Ich war’s nicht 2007/2008), Zeichnung, Fotografie (Julian Röder Recht und Raum 2016/2017), Video (Bjørn Melhus Live Action Hero 2011) und Skulptur (Henry Moore und die Landschaft 2007), zeigt das Haus am Waldsee auch Architektur- und Designausstellungen (GRAFT Architects Distinct Ambiguity 2011/2012 - Werner Aisslinger Home of the Future 2011), aber auch Werke von Komponisten (William Engelen Music Box 2011), Modedesignern (Lisa D. und Swetlana Heger In der Sprache der Mode 2006) und Klangkünstlern (Peter Abliner Hören Hören 2008) werden gezeigt.
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Hat das Gebäude oder der Bezirk, in dem Ihr Haus sich befindet, eine besondere historische oder kulturelle Bedeutung? Stehen die Ausstellungen damit inhaltlich in Verbindung? 76
Ja, das Gebäude wurde 1922 von dem jüdischen Geschäftsmann Hermann Knobloch als Wohnhaus (Villa) erbaut. Nachdem das Haus während des Zweiten Weltkriegs von dem stellvertretenden Direktor der Filmtreuhand bewohnt wurde, wurde es ab 1946 zum heutigen „Haus am Waldsee“, eine der ersten Institutionen in Deutschland, die bis heute eine ununterbrochene Reihe von Ausstellungen mit internationaler zeitgenössischer Kunst zeigen. In der Villa trafen sich seit 1945 vor allem Künstler und Musiker, die in den Jahren des Nationalsozialismus unter Arbeitsverbot standen. Seitdem hat sich das „Haus am Waldsee“ durch ein starkes und innovatives Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm in der nationalen und internationalen Kunstszene einen Namen gemacht. Seit 2005 gilt das Hauptaugenmerk unter Leitung von Dr. Katja Blomberg der heutigen kreativen Energie Berlins. In diversen Ausstellungen wurde die Grundfunktion der Villa als Wohnhaus aufgegriffen. So bewohnte der Maler Clemens Krauss während der gesamten Laufzeit seiner Ausstellung Aufwachen (2009) das Haus und vermischte so den öffentlichen Zweck des Hauses mit dem Privaten. Des Weiteren fand vor der Sanierung die Gruppenausstellung VERMISST! Der Turm der Blauen Pferde von Franz Marc statt, in der ebenfalls auf die Geschichte des Hauses verwiesen wurde: Franz Marcs Gemälde Der Turm der Blauen Pferde wurde angeblich zuletzt im „Haus am Waldsee“ gesehen bevor es seit 1948 als verschollen gilt.
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Ausstellungszahl pro Jahr? Wie lange dauert eine Ausstellung? Gibt es eine Ausstellung auf welche Sie besonders stolz sind? Hatten Sie irgendwann Schwierigkeiten (finanzielle, räumliche, etc.) um eine Ausstellung zu realisieren? Es werden fünf Ausstellungen pro Jahr gezeigt, von denen jede etwa 2 1/2 Monate läuft. 77
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Mit welchen Künstlerprofile arbeiten Sie zusammen (Amateure, professionelle, jüngere...)? Es werden lediglich Künstler eingeladen, die international reüssiert haben und in Berlin ansässig sind.
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Wie sieht Ihr Ausstellungs-Publikum aus? Haben Sie eine Zielgruppe? Besucherzahl wöchentlich und bei der Eröffnung der Ausstellung? Die Zielgruppe ist ein kunstinteressiertes Berliner und (inter)nationales Publikum. Durch die diversen Veranstaltungsformate werden Besucher aller Generationen animiert, das „Haus am Waldsee“ zu besuchen (z.B. während der Kindervernissage). Zudem werden Ausstellungsbedingt Führungen in Fremdsprachen und auch in Gebärdensprache angeboten. Die Besucherzahlen der Ausstellungen sind unterschiedlich. Durchschnittlich kann man von ca. 500 Gästen zur Eröffnungen sprechen, für Ausstellungen sind es zwischen 400 und 800 Besucher wöchentlich.
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Organisieren Sie auch Workshops, Festivals oder andere Events? Das Haus am Waldsee hat diverse Veranstaltungsformate, die regelmäßig angeboten werden: Künstlergespräche, Künstleressen, Konzerte, Kinder-vernissagen, Yoga in der Kunst, oder Free Talk Führungen in Dialogform. Audiotouren führen zur Architektur der Moderne in unmittelbarer Nähe des Hauses, ein Skulpturenpark am See und ein Café runden das Angebot ab.
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Kooperieren Sie mit den anderen Ausstellungshäusern und Museen in Berlin? Gibt es einen internationalen Austausch? Ja, wir stehen im ständigen Austausch mit Berliner Institutionen. Im Rahmen der Ausstellungen werden 78
Leihgaben von privaten Leihgebern, Galerien und Ausstellungshäusern angefragt. Zudem gibt es Kooperationsprojekte mit anderen Institutionen, wie zum Beispiel während der Ausstellung VERMISST! Der Turm der Blauen Pferde von Franz Marc, bei der mit der Staatlichen Graphischen Sammlung München kooperiert wurde, oder Kooperationen mit dem Kunstmuseum St. Gallen, der Schirn Kunsthalle in Frankfurt a.M., der Kunsthalle Nürnberg oder dem Georg Kolbe Museum in Berlin.
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Zum Schluss, wie definieren Sie die Kunst und welche Rolle spielt sie in der Gesellschaft? Kunst ist angewandte Philosophie. Sie lässt uns die Welt besser erkennen.
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Zusammenfassung der Ergebnisse der Interviews
- Einleitung zum Programm und zum Raumplan
Aufgrund dieser Analyse von Berliner Galerieräumen entwickelte ich einen spezifischen Entwurfsansatz für ein zeitgenössisches Kunsthaus im historischen Kontext von Belgrad. Der Kunstraum sollte den Anforderungen der zeitgenössischen Ausstellungsorte hinsichtlich des Raumes und des Programms gerecht werden. Daher ist es notwendig, den Bau des Veranstaltungsortes von angemessener Größe zu planen, der strenge technologische und Sicherheitsstandards erfüllt. Die Größe der einzelnen Raumeinheiten variiert und ist unterschiedlich von Galerie zur Galerie, aber der Großteil des Kunsthauses soll für Ausstellungsflächen genutzt werden. Der Raum sollte Segmente, Funktionseinheiten, enthalten, die durch das jeweilige Programm definiert werden. Auf der anderen Seite sollen einzelne Flächen durch den Stadtraum vorgegeben werden. Grundfunktionale Einheiten: Besucher-, Nutzungs- und Nebenflächen Diese Räume sollten so geplant, ausgestattet und definiert werden, dass sie für verschiedene Kategorien von Nutzern zur Verfügung stehen. Haupteingang und Foyer, Information und Tickets - Der Bereich, der die Beziehung zwischen der Galerie und dem umgebenden Raum definiert. Eingang für Besucher und Foyer - Der Haupteingang ist die erste Verbindung zwischen den Besuchern und dem Ausstellungsraum. Unabhängig davon, ob die Tickets angefordert werden oder nicht, sollte der Eingangsbereich als Verbindungszone konzipiert sein, die in der Lage ist, den verschiedenen Bedürfnissen während der Ausstellungsdauer gerecht zu werden. 80
Außerdem sollte die Zone die Bewegungen der Besucher in Bezug auf Workshops, Galerieshop, Café, Bildungsprogramme usw. während bestimmter Veranstaltungen außerhalb der Öffnungszeiten lenken und kontrollieren. Das Foyer sollte geräumig genug sein, um Gruppenbesuche zu ermöglichen. Daher könnte der Plan einen zusätzlichen Eingang für Gruppen vorsehen. Schließfächer und Toiletten für Besucher sollten ebenfalls in diesem Bereich geplant werden. Informationen Der Informationsbereich, in dem sich ein Besucher über die Galerie, Ausstellungen und Begleitprogramme informiert: interaktive Medienstationen für einzelne Besucher, Informationen über temporäre Ausstellungen im gegebenen Zeitraum (Flyer, Pläne und ggf. ein Einführungsfilm). Galerieshop Der Raum soll das Programm und den künstlerischen Ausdruck der Galerie fördern. Hier sollen Monographien, Kataloge und begleitende Drucke angeboten werden. Der Laden befindet sich im Informationsbereich. Der Galerieshop kann mit eigenem Eingang geplant werden, der eine Nutzung auch außerhalb der Öffnungszeiten der Galerie ermöglicht. Café Das Café steht für Galeriebesucher und für eine allgemeine öffentliche Nutzung zur Verfügung. Daher ist es wichtig, es an der Schnittstelle zwischen dem inneren Galerieraum, dem Foyer und dem öffentlichen Raum zu platzieren. Das Café kann außerhalb der Öffnungszeiten der Galerie genutzt werden. Bildungsprogramme Workshops Dieser Raum ist einer der bedeutendsten Bereiche zeitgenössischer Galerien. Bildungsprozesse in der 81
Kultur sind heute allumfassend und interdisziplinär. Der Raum sollte groß, aber auch anpassungsfähig sein, mit der Möglichkeit der Teilung in zwei Arbeitsbereiche für zwei Gruppen. Der Werkstattbereich sollte einen eigenen Zugang haben und auch außerhalb der Öffnungszeiten der Galerie geöffnet sein, zusammen mit einem Foyer, einem Vortragssaal, einem Galerieshop und einem Café. Der Raum sollte eine Tageslichtquelle haben. Lagerraum, ein zusätzlicher Raum zum Lagern von Werkstattmaterial Ein angemessener Platz für die Aufbewahrung von Werkstattmaterialien sollte vorgesehen werden. Der Raum erfordert besondere klimatische Bedingungen für die Konservierung empfindlicher Materialien. Vorlesungen Der Raum für Vorträge und Veranstaltungen sollte ebenfalls unabhängig von den Ausstellungsräumen erschlossen werden und außerhalb der Öffnungszeiten geöffnet sein, zusammen mit dem Foyer, dem Galerieshop und dem Café (s.o.). Ausstellungsbereiche Die Ausstellungsbereiche sollten sehr flexibel und für verschiedene Ausstellungskonzepte geeignet sein. Die Projektaufgabe sollte physisch definierte, zusammenhängende Raumeinheiten und deren Aufteilung bestimmen. Das Projekt sollte einen Galerieraum zur Verfügung stellen, der als didaktischer Rahmen und als geeigneter Ort zur Entstehung und Wahrnehmung von Kunstwerken dienen kann. Die Galerie sollte so gestaltet sein, dass genügend Platz für Kunstwerke vorhanden ist, damit die Besucher jedes einzelne Exponat erleben können. Die vertikale Trennung zwischen den Ausstellungsbereichen erlaubt es, mehrere Ausstellungen gleichzeitig unterbringen zu können. Die Möglichkeit, eine Atmosphäre der Kontinuität zu schaffen, sollte ebenfalls erhalten bleiben. 82
Kunstwerke, die ausgestellt oder aufbewahrt werden, erfordern kontrollierte Bedingungen und Schutzmaßnahmen gemäß den Normen in Bezug auf Feuchtigkeit, Luftreinheit, Beleuchtungsstärke und Temperatur. Die lichte Höhe der Ausstellungsflächen beträgt mindestens 4.00 - 4.50 m. Das Länge-Breite-Verhältnis der Ausstellungsfläche muss Ausstellungen unterschiedlicher Art, die Präsentation von Objekten unterschiedlichster Größe und Ausstellungen mit unterschiedlicher Anzahl von Kunstwerken ermöglichen. Der Raum sollte so groß wie möglich geplant werden, um mehrere Gruppen von Besuchern und eine gewisse Anzahl von einzelnen Besuchern gleichzeitig aufnehmen zu können. Bürofläche / Geschäftsbereich Die Galerie muss auch genügend Raum für die Verwaltung, die Organisation des Bildungsprogramms und das Projektmanagement sowie die Einrichtungen für Technik und Ausrüstung, Überwachung und Sicherheit bieten. Technischer Bereich - Depots und Anlieferung der Kunstwerke Anlieferung Es ist notwendig, den Raum für den Umgang mit zerbrechlichen Exponaten zur Verfügung zu stellen. Vor allem muss der Raum vor Witterungseinflüssen geschützt werden und angemessene Sicherheitsstandards erfüllen. Temporäres Empfangsdepot Der Raum dient zur zeitweiligen Lagerung und Akklimatisierung der Behälter, die für den Transport von Kunstwerken verwendet werden, sowie zur Lagerung von Verpackungsmaterial. Temporäres Depot Der Raum wird zur Vorbereitung der nächsten Ausstellung oder zur Sammlung der hauseigenen Kunstgegenstände als Zwischenlager genutzt. 83
Kunstwerk- Kontrolle und Verpackungsbereich Hier werden die Exponate von einem Kurator ausgepackt, kontrolliert und markiert. Nach dem Ende der Ausstellung wird der Zustand der der Exponate erneut überprüft; anschließend müssen sie wieder verpackt werden. Wartungsräume Der Raumplan sollte auf jeder Etage Vorratskammern für Reinigungsutensilien enthalten. Lager für Werkzeuge Der Raum dient zur Aufbewahrung von Materialien und Werkzeugen für Wandbemalungen und Werkzeugen für kleinere Reparaturen. Diese Arbeiten sind notwendig, um mobile Wände in Ausstellungsbereichen zu modifizieren, um Wände und Säulen für jede neue Ausstellung zu [modifizieren] gestalten sowie um Reparaturen vorzunehmen. Beleuchtung Die Beleuchtung der Ausstellungsflächen wird durch eine regulierbare künstliche Beleuchtung und durch kontrolliertes natürliches Licht gewährleistet, wie es den Anforderungen zeitgenössischer Ausstellungsräume entspricht. Die Auswahl der Ausstellungsflächenbeleuchtung (natürlich und / oder künstlich) richtet sich nach der erforderlichen Beleuchtungsstärke für die Ausstellungsstücke, dem Schutz der Kunstwerke vor Lichtschäden (UV- und IR-Strahlung) sowie den Raumklima-Bedingungen.
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ENTWURF
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Entwurf
KONZEPT Die Silhouette von Kosancicev venac ist eines der Wahrzeichen von Belgrad. Schichten mit unterDie Silhouette von Kosancicev venac ist eines der Wahrzeichen von Belgrad. Schichten mit unterschiedlicher Struktur, Materialität, historischemschiedlicher Charakter und kultureller Bedeutung sind hier zu sehStruktur, Materialität, historischem en. Die kulturhistorische Bedeutung war der Ausgangspunkt für die Projektkonzeption. Vor allem stellt Charakter und kultureller Bedeutung sind hier zu sich die Frage nach dem “Neuen” im historischen Kontext Belgrads. Die Morphologie des Geländes ist von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung dieses Stadtteils. Kosancicev venac liegt in sehen. Die kulturhistorische Bedeutung war der der Nähe des Flusses, aber es kam nie dicht an ihn heran. Kosancicev venac bildet die dominierende Struktur in der Silhouette der Stadt, was für das Projekt eine echtefür Herausforderung darstellt. Ausgangspunkt die Projektkonzeption. Vor allem stellt sich die Frage nach dem “Neuen” im hisDer Entwurfsansatz ist so konzipiert, dass die Stadtgalerie im formalen, funktionalen und atmospärischen Sinne ein integraler Bestandteil des Hanges und der räumlichen Struktur von Kosancicev torischen Kontext Belgrads. Die Morphologie des venac wird. Die Massen der Gebäude verlieren sich in der Landschaft. Im städtebaulichen Sinne ist die Form dieses Bauensembles eine Erweiterung der Straßenfronten. die Porosität und der Geländes ist vonDa entscheidender Bedeutung für Unterschied in den Gebäudehöhen eine spezifische Besonderheit dieses Ortes ist, verfolge ich die Entwicklung dieses Stadtteils. dieses Prinzip in meinem Entwurf, um den ‘genius loci’ und die Sichtachsen zu behalten. Drei in Kosancicev venac Höhe und Breite unterschiedliche Baukörper bilden im Zusammenspiel mit der Landschaft ein Bauenliegt in der Nähe des Flusses, aber es kam nie dicht semble, das sich als Treffpunkt der künstlerischen und interkulturellen Szene Belgrads versteht. Es bietet Raum für Ausstellungen, für die Entwicklung und heran. PräsentationKosancicev zeitgenössischer Kunst (Instalan ihn venac bildet die dominielationen, Performances), für das Erarbeiten, Aneignen und Weitergeben von Wissen sowie für die rendeund Struktur inKünste der und Silhouette Diskussion aktueller Themen im Bereich der bildenden angewandten der Architektur.der Stadt, was für das Projekt Herausforderung darstellt. Die Funktionen der einzelnen Baukörper sind so geplant, dass eine sie sich echte logisch an die bestehende KONZEPT
Typologie anschließen. Demzufolge befindet sich die Galerie -als öffentliches Kulturgebäude- am Knotenpunkt der Wege. Das Gasthaus knüpft an die bestehenden Wohnhäuser an, und die Werkstatt und der Seminarraum sind zwischen der öffentlichen und der privaten Sphäre angesiedelt. 0
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Bestand Bestand
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Passantenfluss Passantenfluss
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Der Entwurfsansatz ist so konzipiert, dass die Stadtgalerie im formalen, funktionalen und atmospärischen Sinne ein integraler Bestandteil des Hanges und der räumlichen Struktur von Kosancicev venac wird. Die Massen der Gebäude verlieren sich in der Landschaft. Im städtebaulichen Sinne ist die Form dieses Bauensembles eine Erweiterung der Straßenfronten. Da die Porosität und der Unterschied in den Gebäudehöhen eine spezifische Besonderheit dieses Ortes ist, verfolge ich dieses Prinzip in meinem Entwurf, um den ‘genius loci’ und die Sichtachsen zu behalten. Drei in Höhe und Breite unterschiedliche Baukörper bilden im Zusammenspiel mit der Landschaft ein Bauensemble, das sich als Treffpunkt der künstlerischen und interkulturellen Szene Belgrads versteht. Es bietet Raum für Ausstellungen, für die Entwicklung und Präsentation zeitgenössischer Kunst (Installationen, Performances), für das Erarbeiten, Aneignen und Weitergeben von Wissen sowie für die Diskussion aktueller Themen im Bereich der bildenden und anLageplan M_1:500 gewandten Künste und der Architektur. 0
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ist ineseines der der Wahrzeichen Wahrzeichen von von Belgrad. Belgrad. Schichten Schichten mit mit unterunterhem rischem Charakter Charakter und und kultureller kultureller Bedeutung Bedeutung sindsind hier hier zu sehzu sehr Ausgangspunkt der Ausgangspunkt für die für Projektkonzeption. die Projektkonzeption. Vor allem Vor allem stelltstellt orischen historischen Kontext Kontext Belgrads. Belgrads. Die Die Morphologie Morphologie des des Geländes Geländes die Entwicklung Entwicklung dieses dieses Stadtteils. Stadtteils. Kosancicev Kosancicev venac venac liegtliegt in in icht ie dicht an ihn an ihn heran. heran. Kosancicev Kosancicev venac venac bildet bildet die dominierdie dominieradt, was was für das für das Projekt Projekt eineeine echte echte Herausforderung Herausforderung darstellt. darstellt.
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VIV
Die Funktionen der einzelnen Baukörper sind so geplant, dass sie sich logisch an die bestehende Typologie anschließen. Demzufolge befindet sich die Galerie -als öffentliches Kulturgebäude- am Knotenpunkt der Wege. Das Gasthaus knüpft an die bestehenden Wohnhäuser an, und die Werkstatt und der Seminarraum sind zwischen der öffentlichen und der privaten Sphäre angesiedelt.
STADTGALERIE IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII
FÜR ZEITGENÖSSISCHE KUNST IN BELGRAD IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII
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Galerie | Außenraum von der Hauptachse
GALERIE | Außenraum vom Hauptachse 100
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RAUMPROGRAMM
BEWEGUNGSSCHEMA
Ausstellung
Verwaltung
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Wohnen
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Workshop- und Seminarteilnehmer
Besucher der Konferenz
Ausstellungsraum
Ausstellungsraum
Ausstellungsraum
Gallery Shop Kassa | Garderobe
Tourist Info Empfang zur Konferenz Garderobe
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GSSCHEMA
Besucher der Galerie
Exponate
Mitarbeiter
Workshop- und Seminarteilnehmer
Besucher der Konferenz
Ausstellungsraum
Sanitärblock Gästeappartment Ausstellungsraum
Sanitärblock Gästeappartment
Verwaltung | Büro Dachterrasse Sanitärblock Gästeappartment Ausstellungsraum
Verwaltung | Büro Dachterrasse Sanitärblock Gästeappartment
Einzelstudios Bibliothek Sanitärblock Gästeappartment Gallery Shop Kassa | Garderobe
Einzelstudios Bibliothek Sanitärblock Gästeappartment
Plateau | öffentliche Ausstellung Vortragsraum
Plateau | öffentliche Ausstellung Vortragsraum
Tourist Info Rezeption Toiletten Lounge Empfang zur Konferenz Garderobe Toiletten Café Materiallagerung
Atelier
Rezeption Toiletten Lounge Toiletten Café Materiallagerung
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Galerie | Ausstellung im Obergeschoss
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Polystyrol-Kerndämung 50mm Sichtbetonwand 200mm
Isometrie: Fassaden-Detail
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Erdgeschoss
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Erdgeschoss M_1:100
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Untergeschoss M_1:100 -3.24
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Querschnitt 4-4 Querschnitt 4-4 M_1:100
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GALERIE
Galerie | Ausstellung im Obergeschoss
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STADTGALERIE STADTGALERIE IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII
TECHNISCHE TECHNISCHEUNIVERSITÄT UNIVERSITÄTBERLIN BERLIN||MASTERA MASTER
MENTOR: MENTOR:PROF. PROF.JAN JANKAMPSHOFF KAMPSHOFF||ZWEITER ZWEITERPRÜFER: PRÜFER:PRO PR
FILIP FILIPBENCINA, BENCINA,M FÜR FÜR ZEITGENÖSSISCHE ZEITGENÖSSISCHE KUNST KUNST IN IN BELGRAD BELGRAD IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII Der Ausstellungsbereich eignet sich für Kunstwerke, 0
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die durch verschiedene Medien und Ausstellungskonzepte präsentiert werden. Der Galerieraum ist also sowohl für traditionelle Medien als auch für experimentelle Kunst bestimmt. Der Besucher betritt das Gebäude über den Haupteingang von der oberen Kosancic Straße. Durch eine große, tief kannelierte Tür gelangt er in das Museumsfoyer mit Kasse, Katalogverkauf und Garderoben. Das Erdgeschoss beherbergt neben dem Empfang einen Museumsshop, der allen Besuchern des Hauses zugänglich ist. Der größte Teil der knapp 200 m² wird auch als Ausstellungsfläche und – je nach Bedarf – als multifunktionaler Aktionsraum genutzt.
3.3.OG OG M_1:100 M_1:100
2.2.OG OG M_1:100 M_1:100
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3. OG
Die aus Sichtbeton hergestellten Mauerscheiben definieren einerseits in allen Geschossen den Ausstellungsraum und trennen gleichzeitig die vertikalen Erschließungszonen (Treppenhaus, Fluchttreppe, Personen- und Warenlift) vom eigentlichen Raum ab. Durch die einheitliche Positionierung der Ein- und Ausgänge entwickelt sich ein Rundgang durch die sich nur in den Raumhöhen voneinander unterscheidenden drei Obergeschosse.
1.1.OG OG||2.2.OG OG M_1:100 M_1:100
1.1.OG OG M_1:100 M_1:100
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Im obersten Geschoss beendet der Besucher seinen Rundgang mit dem Blick auf die Mündung der Save in die Donau durch ein kreisförmiges Loch in der Fassade. ±0.00 ±0.00
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Erdgeschoss
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TGALERIE IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII 1
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TECHNISCHE UNIVERSITÄT BERLIN | MASTERARBEIT |
MENTOR: PROF. JAN KAMPSHOFF | ZWEITER PRÜFER: PROF. DR STE
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TGENÖSSISCHE KUNST IN BELGRAD IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII
FILIP BENCINA, M. ARCH
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Zwei Untergeschosse komplettieren das Raumprogramm. Im ersten Untergeschoss, das teilweise noch mit Tageslicht durch zwei Türöffnungen versorgt wird, befindet sich neben den Sanitärräumen das temporäre Empfangsdepot. In diesem Geschoss ist ein zusätzliches Foyer geplant, das über eine Garderobe verfügt. Es ist so gedacht, dass dieser Bereich auch unabhängig von den Öffnungszeiten der Galerie funktioniert und als Empfangsbereich zur Aula (großer Vortragssaal) dient. Die Aula, ein möglicher Konferenzort, ist mit dem Café verbunden.
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Im Kellergeschoss werden ein Archiv, Lagerflächen sowie die Sanitär- und Technikräume untergebracht.
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Trittschall leichte Sichtbeto
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H Zementestrich mit Fußboden
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Erdg
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Perforier Abstandshalte luftdurchlässige Schup Sich Polystyrol-Kern Sichtbeto
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Isometrie: F
TECHNISCHE UNIVERSITÄT BERLIN | MASTER Unterg MENTOR: PROF. JAN KAMPSHOFF | ZWEITER PRÜFER: PR
R ZEITGENÖSSISCHE UntergeschossKUNST IN BELGRAD IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII +19.00 +18.50
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FILIP BENCINA, M
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Zementestrich m ±0.00 +4.90
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Ab luftdurchlä -4.86
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Pol
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Lichtkonzept Das Beleuchtungskonzept der Ausstellung basiert auf einer optimalen Kombination von natürlichem Licht und künstlichen Lichtquellen. Naturlicht kommt als Diffuslicht durch die transluzente Fassadenhülle in die Ausstellungsfläche hinein. Die ganze südwestliche Wand ist als zweite Glasfassade konzipiert und ermöglicht genug Tageslicht für die Präsentation der Kunstwerke. Die künstliche Lichtquelle der Ausstellung basiert auf einer gleichmäßigen vertikalen Ausleuchtung der Wände, wodurch diese besonders hervorgehoben und die Räume optisch vergrößert werden. Als umlaufendes wandparalleles Band erhellen lineare LED-Profilleuchten gleichmäßig die Ausstellungswände. Die Exponate können dadurch frei aufgehängt werden. Dieses Beleuchtungskonzept bietet auch die Möglichkeit, Installationen und verschiedene Kunstmedien mit geringem Schatteneffekt mittig auszustellen. Nachhaltigkeit Für die Galerie wurde ein Fassadenaufbau gewählt, der die Vorgaben für Energieeinsparung im höchsten Maße erfüllt und gleichzeitig den strengen konservatorischen Anforderungen für Museen umfassend gerecht wird. Die Kombination von Sichtbeton, Verglasung und Fassadenhülle aus perforierten Paneelen ermöglicht es, die Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen auszugleichen, und garantiert so die geforderte hohe Konstanz der Temperatur und Feuchtigkeit mit äußerst geringem Energieaufwand. Die diffusionsdichte Konstruktion schafft Ausstellungsräume, in denen die thermischen und insbesondere feuchtigkeitsrelevanten Parameter fast ausschließlich durch die inneren Betriebsbedingungen, also durch Personen und Beleuchtung, beeinflusst werden.
97
Fassade
Konzept Fassade
Im Bereich zwischen der Straßenebene und der Promenade wurde die Fassade wie bei den anderen vertikalen Oberflächen des öffentlichen Raumes reliefartig gestaltet. Als Grundlage für die Reliefs dienten Schalungsplatten, die ihre Struktur auf den Sichtbeton übertragen [werden konnten] haben. Damit wollte ich abstrakt die Vielschichtigkeit und Komplexität des Ortes betonen. Das Äußere des Ausstellungsgebäudes wird durch die transluzente Fassadenhülle bestimmt. Die dem Bestand Betonkern vorgelagerte luftdurchlässige Schuppenhaut aus Fassadenpaneelen aus perforiertem Blech sorgt für eine erste Filterung und optimale Umlenkung des Tageslichts in die Ausstellungsgeschosse. Nachts tritt der Umkehreffekt ein: Das Kunstlicht Sichtachse strahlt durch die Lichtbänder aus dem Inneren des Gebäudes durch die Fassadenhaut. Das Thema des Schichtens wird durch die Fassade selbst mit vertikaler Trennung interpretiert, da die FassadenPassantenfluss paneele in jedem Geschoss eine unterschiedliche Breite haben. Der reliefierte Beton im Untergeschoss und die transluzente Hülle bilden die Fassaden des GebEntwurf äudes, eine Kombination, die unter verschiedenen Aspekten kontrastreich und vielschichtig ist.
KONZEPT Die Silhouette von Kosancicev venac ist eines der Wahrzeichen von Belgrad. Schichten mit unterschiedlicher Struktur, Materialität, historischem Charakter und kultureller Bedeutung sind hier zu sehen. Die kulturhistorische Bedeutung war der Ausgangspunkt für die Projektkonzeption. Vor allem stellt sich die Frage nach dem “Neuen” im historischen Kontext Belgrads. Die Morphologie des Geländes ist von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung dieses Stadtteils. Kosancicev venac liegt in der Nähe des Flusses, aber es kam nie dicht an ihn heran. Kosancicev venac bildet die dominierende Struktur in der Silhouette der Stadt, was für das Projekt eine echte Herausforderung darstellt. Der Entwurfsansatz ist so konzipiert, dass die Stadtgalerie im formalen, funktionalen und atmospärischen Sinne ein integraler Bestandteil des Hanges und der räumlichen Struktur von Kosancicev venac wird. Die Massen der Gebäude verlieren sich in der Landschaft. Im städtebaulichen Sinne ist die Form dieses Bauensembles eine Erweiterung der Straßenfronten. Da die Porosität und der Unterschied in den Gebäudehöhen eine spezifische Besonderheit dieses Ortes ist, verfolge ich dieses Prinzip in meinem Entwurf, um den ‘genius loci’ und die Sichtachsen zu behalten. Drei in Höhe und Breite unterschiedliche Baukörper bilden im Zusammenspiel mit der Landschaft ein Bauensemble, das sich als Treffpunkt der künstlerischen und interkulturellen Szene Belgrads versteht. Es bietet Raum für Ausstellungen, für die Entwicklung und Präsentation zeitgenössischer Kunst (Installationen, Performances), für das Erarbeiten, Aneignen und Weitergeben von Wissen sowie für die Diskussion aktueller Themen im Bereich der bildenden und angewandten Künste und der Architektur. Die Funktionen der einzelnen Baukörper sind so geplant, dass sie sich logisch an die bestehende Typologie anschließen. Demzufolge befindet sich die Galerie -als öffentliches Kulturgebäude- am Knotenpunkt der Wege. Das Gasthaus knüpft an die bestehenden Wohnhäuser an, und die Werkstatt und der Seminarraum sind zwischen der öffentlichen und der privaten Sphäre angesiedelt.
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TECHNISCHE UNIVERSITÄT BERLIN | MASTERARBEIT | OKT 2018
MENTOR: PROF. JAN KAMPSHOFF | ZWEITER PRÜFER: PROF. DR STEFANIE BÜRKLE
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FILIP BENCINA, M. ARCH. | 387043
Isometrie: Fassaden-Detail
BODENAUFBAU Hartbeton 20mm Zementestrich mit Fußbodenheizung 80mm Trennlage Trittschalldämung 40mm leichte Sichtbetondecke 400mm
DOPPELFASSADE Perforierter Blech-Paneel Abstandshalter vom Edelstahl luftdurchlässige Schupenhaut 500mm Sichtbeton 100mm Polystyrol-Kerndämung 50mm Sichtbetonwand 200mm
Isometrie: Fassaden-Detail
+19.00 +18.50
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TECHNISCHE UNIVERSITÄT BERLIN | MASTERARBEIT | OKT 2018
MENTOR: PROF. JAN KAMPSHOFF | ZWEITER PRÜFER: PROF. DR STEFANIE BÜRKLE
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FILIP BENCINA, M. ARCH. | 387043
WORKSHOP + BÜRO 25
Der Bildungsbereich, als einer der bedeutendsten Bereiche zeitgenössischer Galerien, wurde für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren geplant. 2. OG M_1:100 +19.00 +18.50
2. OG
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In diesem Gebäude ist vorgesehen, dass die Paneele im Fenster- und Türbereich je nach [dem] Lichtbedarf [man die Paneele der Fassadenhülle im Fenster- und Türbereich] auf- und zugemacht werden können, sodass die Räume eine kontrollierte Tageslichtquelle haben. Im Erdgeschoss ist ein kleiner flexibler Vortragsraum geplant, der einen direkten Zugang zum Plateau ermöglicht. Falt-Schiebe-Paneele regulieren die Transparenz und die Lichtdurchlässigkeit und definieren das Verhältnis zwischen dem Innenraum und dem Plateau. Dieses Plateau bietet die Möglichkeit, Installationen und Kunstwerke der Arbeitsgruppen [in der Öffentlichkeit] im Außenraum auszustellen.
1. OG M_1:100
1. OG | 2. OG | 3. OG M_1:100
1. OG
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Im ersten Obergeschoss sind zwei Einzelstudios für Gruppenarbeiten geschaffen worden, die keine störende Ablenkung vom Studium der Kunstwerke durch äußere Einflüsse zulassen. Neben den Studios steht eine kleine Fachbibliothek zur Verfügung. ±0.00
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Im zweiten Obergeschoss befindet sich die Verwaltung (Büros, Direktion) der Galerie und des Bildungsprogramms mit einer Dachterrasse, die Gelegenheit für eine Unterbrechung der Arbeit mit dem Blick über die Dächer der Altstadt auf den Fluss Save und Neu-Belgrad bietet. 4 4
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WOHNEN + ATELIER 25
Während die Galerie den öffentlichen Bereich bildet, haben in den Wohnbereichen Privatheit und persönliche Bedürfnisse absolute Priorität. Demzufolge gliedert sich das Wohngebäude in drei unterschiedliche vertikale Bereiche, die den jeweils dafür geeigneten Raumsituationen zugeordnet sind: einen formelleren Bereich zum Empfang, Sitzen und Essen, einen informellen zur kreativen Produktion und einen stark verdunkelbaren Schlafbereich mit Ankleide und einer Dusche.
1. OG | 2. OG | 3. OG M_1:100
EG | Im Erdgeschoss befinden sich die Rezeption und die Lounge. Die Lounge ist als Ort gedacht, wo sich die Gäste treffen, sich unterhalten und zusammen kochen und essen.
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OG | Ein Gang teilt die Obergeschosse in zwei klare Raumstrukturen. Die Schlafzone ist nach Südosten ausgerichtet. Jedes Apartment ist mit eigener Dusche konzipiert. Die gemeinsamen Toiletten befinden sich separat im Kern des Gebäudes auf der anderen Seite des Korridors. 4 4
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Erdgeschoss
UG | Im Geschoss zwischen der Straßenebene und der Promenade wird das Atelier untergebracht. Das Atelier ist als ein flexibler Raum geplant, der unterschiedlich gestaltet werden kann. Es hat ein riesiges Schaufenster, das als nötige Lichtquelle dient. Da die Raumhöhe 4.5 m beträgt, ist der hintere Teil des Ateliers zweigeschossig, mit einer Galerie. Von dem Atelier führt ein unterirdischer Gang direkt zum Café und zu den Workshops. In diesem Gang befinden sich Schließfächer für Material. Dieser Korridor wird durch Zenitallicht beleuchtet.
Erdgeschoss M_1:100
Untergeschoss
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Galerie | Außenraum von der Hauptachse
Galerie | Außenraum von der Hauptachse
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Ansicht Nordost
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Ansicht Nordost M_1:100
Ansicht Nordost M_1:100
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Contemporary art gallery Belgrade +9.80 +4.90 ±0.00
Contemporary art gallery Belgrade +4.90 ±0.00
Contemporary art gallery Belgrade
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Ansicht Südwest M_1:100
Ansicht Südwest M_1:100
Ansicht Südwest
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Contemporary art gallery Belgrade
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ÖFFENTLICHER RAUM - LANDSCAPE
Der neu geschaffene öffentliche Raum bildet in mehreren Höhenstufen einen fließenden Übergang von der oberen Straße zur Promenade und weiter zum Ufer – mit mehreren Freitreppen, Plattformen und Grünflächen als Ort zum Flanieren und Verweilen. Konzeptuell sind drei verschiedene räumliche Strukturen zu erkennen, die sich durch Bearbeitung der Oberflächen und den Anteil der Grünflächen voneinander unterscheiden. Die erste befindet sich im Zwischenbereich von der Galerie und dem Bildungsgebäude. Sie dient als eine Art Amphitheater, mit der Möglichkeit, als Freiluftkino, Eventlocation oder Bühne eines Straßenfestivals genutzt zu werden. Der zweite Bereich, ein kleiner beschützter Ort, der sogenannte ‘Garten der Inspiration’, umgeben von Bäumen und Vegetation, befindet sich zwischen dem Bildungsgebäude und dem Wohngebäude. Ein Ort, wo man sich entspannen und neue Ideen sammeln kann. Der dritte Bereich stellt sich als eine freie Landschaft mit Bäumen dar, durch den eine Rampe läuft, die die Straßenebene mit der Promenade verbindet. Der neue öffentliche Raum zielt darauf ab, die privilegierte Lage dieses Stadtviertels in der Stadt Belgrad wiederzuentdecken und zu stärken, insbesondere indem er den BeÖFFENTLICHER RAUM | LANDSCAPE suchern ermöglicht,Deraußergewöhnliche Ausblicke neu geschaffene öffentliche Raum bildet in mehreren Höhenstufen einen fließenden Übe Promenade und weiter zum Ufer – mit mehreren Freitreppen, Plattformen und Grünfläch nach Südwesten zu zur genießen: So lässt er dieStrukturen ver-zu erkennen, die sich dur Verweilen. Konzeptuell sind drei verschiedene räumliche und den Anteil der Grünflächen voneinander unterscheiden. erste befindet sich im Zwischenbereich von der Galerie und dem Bildungsgebäude. Sie d lorenen Bilder des Die Flusses mit vorüberfahrenden mit der Möglichkeit, als Freiluftkino, Eventlocation oder Bühne eines Straßenfestivals genutzt Der zweite Bereich, ein kleiner beschützter Ort, der sogenannte ‘Garten der Inspiration’, umg Schiffen in diesem Stadtteil wieder aufleben. tation, befindet sich zwischen dem Bildungsgebäude und dem Wohngebäude. Ein Ort, wo m Ideen sammeln kann.
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Promenade
Promenade
Zugang zum Fluß
Zugang zum Fluß
Amphitheater
Amphitheater
‘Garten der Inspiration’
‘Garten der Inspiration’
Freie Landschaft
Freie Landschaft
Sanitärblock
Ausstellungsraum
Gästeappartment
FAZIT Verwaltung | Büro
Ausstellungsraum
Gallery Shop Kassa | Garderobe
Tourist Info Empfang zur Konferenz Garderobe
Dachterrasse Man kann behaupten, dass es keinen besseren Ort in Belgrad gibt, wo sich Künstler aufhalten sollten, Sanitärblock Gästeappartment als Kosancicev venac: Hier befand sich die erste Schule für Zeichnung und Malerei von Kiril Kutlik, Einzelstudios und heute ist die Gegend ein Zentrum für StraßenBibliothek kunst. Der entworfene Komplex wird dadurch zu Sanitärblock einem multifunktionalen Raum: Er stellt sowohl einGästeappartment en Bezug zu kulturhistorischen Werten, die er (re) präsentieren soll, als auch zu seiner Plateau Umgebung | öffentliche Ausstellung Vortragsraum her. Daher stellt dieses Projekt meinen Beitrag zum kulturellen Erwachen meiner Heimatstadt dar. Rezeption Toiletten Lounge Toiletten Café Materiallagerung
Atelier
ergang von der oberen Straße hen als Ort zum Flanieren und rch Bearbeitung der Oberflächen
dient als eine Art Amphitheater, zu werden. geben von Bäumen und Vegeman sich entspannen und neue
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Literatur Agnew, John, Borders on the mind: re-framing borders thinking, Ethics & Global Politics Vol. 1, No. 4 (2008): 175-191 Antrop, Marc, Why landscapes of the past are important for the future, Landscape and Urban Planning 70, Nos. 1-2 (2005), 21-34 Dobrovic, Nikola, Sto je gradski pejsaz; Njegova uloga i prednost u suvremenom urbanizmu, Covjek i prostor (Zagreb), I, br. 20 (1.XII 1954): 1-3. G. Gordic, Arhitektonsko nasledje grada Beograda I. Katalog arhitektonskih objekata na podrucju Beograda 1690-1914, (Beograd 1966, str. 15) Jencks, Charles. The Architecture of the Jumping Universe: A Polemic: How Complexity Science Is Changing Architecture and Culture (Academy Editions). Academic Press, 1997. Kostof, Spiro, The City Shaped: Urban Patterns and Meaning Through History (London: Thames and Hudson, 2001) Lynch, Kevin, The Image of the City (Cambridge, Mass.: MIT Press, 1960) Zumpthor, Peter, Architektur denken (Birkhäuser -Verlag fßr Architektur, Basel, Boston, Berlin, 1998) Internet Quellen
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https://www.berliner-galerien.de/ https://www.berlin.de/ausstellungen/galerie/ https://www.art-in.de/galerie.php https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/ S016920460300207X?via%3Dihub https://www.archdaily.com/107500/ad-classicskunsthaus-bregenz-peter-zumthor
Appendix: Schichten findet man in Gedanken...
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Verteidigung am 25.10.2018: MA Präsentation
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