Es war eine der spektakulärsten Spionageaktionen des Kalten Krieges: Britische und amerikanische Nachrichtendienste gruben von West-Berlin aus einen Tunnel, der rund 330 Meter in die DDR hineinragte. Von dort konnten sie ab Mai 1955 hunderttausende Telefongespräche der sowjetischen Militärs abhören, bis das Unternehmen im April 1956 aufflog.
Dieses Buch rekonstruiert die dramatischen Ereignisse und fügt ein fehlendes Puzzleteil hinzu, das jahrzehntelang unentdeckt in den Archiven des Vereins Berliner Unterwelten schlummerte: Eine umfassende Dokumentation, die für den DDR-Innenminister Karl Maron angefertigt worden war, enthält bislang unbekannte Fotos und verrät Details darüber, wie der Spionagetunnel funktionierte und wie die Sowjets ihn aufspürten.
It was one of the most spectacular espionage operations of the Cold War: British and American intelligence services dug a tunnel from West Berlin that extended around 330 meters into East Germany. From there, they were able to eavesdrop on hundreds of thousands