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Angelika Kohlmeier
SCHĂ–NE AUSSICHTEN Panorama vom Berliner Fernsehturm
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FOREWORD
VORWORT
Als ich 2008 das erste Mal auf der Evakuierungsplattform des Berliner Fernsehturms stand, um ein 360°-Panorama von Berlin für die Aussichtsetage zu erstellen, kam ich aus dem Staunen nicht mehr heraus: 193 Meter hoch, auf einem Freiluftbalkon direkt unter der Panoramaplattform, lag mir die Stadt zu Füßen. In diesem Moment dachte ich, dies ist für einen Fotografen der wohl aufregendste Arbeitsplatz Berlins. Schöne Aussichten in alle Himmelsrichtungen, die ich mit der 360°-Kamera einfangen sollte, um dieses Erlebnis mit möglichst vielen Besuchern des Berliner Fernsehturms zu teilen. So entstanden 60 Panoramaaufnahmen, die jeweils dem Blick aus einem der 60 Fenster entsprechen und einen neuen Blick über die Stadt bieten. Diese 60 Panoramablicke sollten durch 240 besondere Stadtansichten ergänzt werden. Dafür war ich mit meinem Team drei Monate in der ganzen Stadt unterwegs, um diese in Lichtbildern festzuhalten. Mit Hilfe eines digitalen Stadtplans, nahmen wir uns Viertel für Viertel, Sehenswürdigkeit für Sehenswürdigkeit zu Fuß vor. Wir fotografierten Kirchen, Friedhöfe, Parks, Industrieanlagen und Schlösser – vom Teufelsberg bis zum Strandbad Müggelsee, von der Bockwindmühle in Marzahn bis zum Gasometer in Berlin-Schöneberg. Es fühlte sich an wie eine Reise, ich entdeckte die Stadt wieder neu, in der ich seit 1982 lebe. Auf vielfachen Wunsch gibt es dieses Erlebnis jetzt auch in gedruckter Form. Der vorliegende Bildband enthält alle Informationen und Fotografien, die auf der Panoramaetage des Berliner Fernsehturms zu finden sind.
In 2008, when I stood on the evacuation platform of the Berlin TV Tower for the first time to create a 360° panorama of Berlin for the observation deck, I was overcome with amazement. At a height of 193 metres, in a balcony directly under the panorama platform, the city lay at my feet. I thought at that moment that I was probably in the most exciting workplace in Berlin for a p hotographer. There were beautiful views in every direction which I was to capture with a 360° camera and share with as many visitors to the Berlin TV Tower as possible. That is how 60 panoramic photographs came into being, each taken from one of the 60 windows and each offering a new view over the city. These 60 panoramic views were to be complemented by 240 special photographs of the city and for three months my team was out and about in the capital recording these views. With the help of a digital town map we covered every neighbourhood and every site and place of interest. We photographed churches, cemeteries, parks, industrial sites and palaces – from the Teufelsberg to the Müggelsee, from the Bock Windmill in Marzahn to the gasometer in Berlin-Schöneberg. It felt as if I was going on a journey and I rediscovered the city where I have lived since 1982. By popular request this experience is now available in print. This book contains all the information and photographs that can be found on the observation deck of the Berlin TV Tower.
Schöne Aussichten! Angelika Kohlmeier
Enjoy the beautiful views! Angelika Kohlmeier
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Alter Garnisonfriedhof
Sachsenhausen
Mulackstraße
Geisterbahnhöfe
Von dem etwa 1700 für in Berlin stationiertes Militärpersonal eröffneten Friedhof ist lediglich ein Teil des Offiziersfriedhofs erhalten. Auf dem heute als Park gestalteten Gelände finden sich noch zahlreiche sehenswerte Grabdenkmäler aus verschiedenen S tilepochen. Der Teil für normale Soldaten war bereits 1867 geschlossen und später bebaut worden.
Der Ort, heute Teil der Stadt Oranienburg, ist bekannt durch das zur Zeit des Nationalsozia lismus 1936 im benachbarten Ortsteil Sandhausen errichtete Konzentrationslager, das nach Kriegsende als Speziallager der Sowjetischen Militäradministration weitergeführt wurde. Heute befindet sich hier eine Gedenkstätte für die zahlreichen Opfer beider Regime.
Anfang des 20. Jahrhunderts noch ein Elendsquartier mit erheblichem sozialem Konfliktpotential und beim Wiederaufbau nach dem Krieg auch in der DDR-Zeit stark vernachlässigt, ist die Mulackstraße heute mit ihren zahlreichen kleinen Boutiquen schon längst kein Geheimtipp mehr in der internationalen Mode- und Designerszene.
Mit dem Bau der Berliner Mauer 1961 wurden 16 Bahnhöfe der S- und U-Bahnlinien, die den Ostteil der Stadt durchquerten, geschlossen. Züge aus dem Westteil fuhren ohne Halt durch menschenleere, streng bewachte Geisterbahnhöfe. Wegen ihrer Bedeutung für den Personenverkehr wurden sie schon kurz nach dem Fall der Mauer wieder geöffnet.
This cemetery opened in around 1700 for military personnel stationed in Berlin. Only part of the officers cemetery survives today. The soldiers cemetery was closed in 1867 and the land was later built upon. On this site, now a park, there are still many fascinating gravestones from various periods of history.
Now part of the town of Oranienburg, Sachsenhausen is known for the concentration camp built by the Nazis in the neighbouring area of Sandhausen in 1936. The Soviet military administration continued to use it as a camp after the war ended. A memorial to the many victims of both regimes stands here today.
This was a disadvantaged area at the beginning of the 20th century and a site of social conflict. It was also severely neglected in the era of GDR post-war reconstruction. Today, with its many small independent shops, Mulackstrasse has made a name for itself in the international fashion and designer scene.
When the Berlin Wall was built in 1961, 16 stations on the S-Bahn and U-Bahn train lines that crossed East Berlin were closed. Trains from West Berlin travelled without stopping through these empty “ghost stations”, which were under heavy surveillance. They were reopened shortly after the Wall fell.
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Lübars
Schönhauser Allee
Konnopkes Imbiss
Almstadtstraße
Im äußersten Norden des ehemals abgeriegelten Westteils der Stadt war Lübars als einziger Ort mit erhaltener Dorfstruktur und Landwirtschaft ein beliebtes Ausflugsziel für die großstädtische Bevölkerung. Nur durch Äcker und einen Freizeitpark von den Hochhäusern der Großstadt getrennt, lädt es auch heute noch zum Verweilen ein.
Schon im Mittelalter als Verbindung von Berlin nach Pankow entstanden, später befestigt und nach der herrschaftlichen Residenz in Niederschönhausen benannt, bildet die Schönhauser Allee eine der im Ausblick deutlich erkennbaren Verkehrsachsen, die fast geradlinig aus allen Richtungen in das Stadtzentrum hinein führen.
Was 1930 mit Bockwurst aus dem Bauchladen an der Straßenecke Schönhauser Allee und Danziger Straße begann, ist seit spätestens 1960 zu einer festen Größe der Berliner Currywurstkultur geworden, die als Familienbetrieb Mangel- und Wendezeiten überdauert und fast schon Kultstatus erreicht hat.
Bis 1950 als Grenadierstraße bekannt, bildete die Straße das geschäftliche Zentrum der seit der Mitte des 19. Jahrhunderts im Scheunenviertel angesiedelten, aus Osteuropa geflüchteten jüdischen Bevölkerung. Von ihr wie auch von den zahlreichen Lebensmittelgeschäften und Gebetsstuben sind heute keine Spuren mehr zu finden.
Lübars, in the far north of West Berlin, was the only part of the city with a village feel and farming traditions. This made it a popular day trip destination for West Berliners. Separated from the city high-rises only by fields and a theme park, it is still a pleasant place to while away a few hours.
Used by travellers between Berlin and Pankow since the Middle Ages, Schönhauser Allee was named after the stately residence in Niederschönhausen. It is one of the distinctive arterial roads leading to the city centre, almost like a straight line.
What began in 1930 with a street vendor selling sausages on the corner of Schönhauser Allee and Danziger Strasse has, since 1960, become one of the giants of Berlin’s Currywurst culture. This family business has endured hard times and great political upheaval, becoming something of a Berlin icon.
Known as Grenadierstrasse until 1950, this street was the commercial centre for the Jewish community that fled Eastern Europe and settled in the Scheunenviertel area from the mid 19th century on. Today no trace remains of this community or the many groceries and prayer rooms which once stood here.
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Berlin Cosmopolitan School
Bösebrücke Bornholmer Straße
Mauerpark
Zionskirche
Im Jahr 1912 in der Spandauer Vorstadt für die Landesversicherungsanstalt errichtet, wurde das Verwaltungsgebäude mit der eindrucksvollen, heute denkmalgeschützten Fassade im Laufe der Zeit unter anderem als Arbeitsvermittlung und zentrales Auslandsstandesamt genutzt. Seit 2008 ist es Sitz einer zweisprachig deutsch-englischen Privatschule.
An der 1916 eröffneten ersten genieteten Stahlbrücke Berlins, über die die Bornholmer Straße die S- und Fernbahngleise quert, befand sich ein Grenzübergang zwischen dem West- und Ostteil der Stadt, dessen Leiter am 9. November 1989 kurz vor Mitternacht als erster die Kontrollen einstellte und damit der Bevölkerung den freien Reiseverkehr ermöglichte.
Auf einem einen Kilometer langen Streifen entlang der ehemaligen Berliner Mauer wurde seit 1990 auf dem Gelände eines Güterbahnhofs eine Grünanlage errichtet, die seitdem mehrfach erweitert wurde und die sich mit fest installierten Grillmöglichkeiten und sonntäglichem Flohmarkt zu einem beliebten Freizeit- und Erholungsgebiet entwickelt hat.
Die von Kaiser Wilhelm I. gestiftete, von 1866–1873 im neoromanischen Stil erbaute Zionskirche befindet sich umgeben von einem repräsentativen Platz auf einer Anhöhe in der Rosenthaler Vorstadt. Von der Aussichtsplattform unterhalb der Turmuhr kann man sonntags den Blick über die Dächer der umgebenden gründerzeitlichen Bauten genießen.
Built in 1912 in the Spandauer Vorstadt area for the State Insurance Office, this building has an impressive facade and is now protected as a heritage site. Used as a labour exchange and central registry office over the years, it has been home to a private school teaching in both German and English since 2008.
Opened in 1916, Berlin’s first riveted steel bridge crosses train lines on Bornholmer Strasse. The bridge was home to a border crossing between East and West Berlin. On 9 November 1989, just before midnight, this was the first to be opened up and allow the population to travel freely across the border.
In 1990, on the site of a former freight yard on a kilometre-long strip alongside the former Berlin Wall, a green space was established which has since been expanded several times. With its fixed barbecue facilities and Sunday flea market, it has become a popular spot for leisure activities.
This neo-Romanesque church, funded by Kaiser Wilhelm I, was built between 1866 and 1873. It is surrounded by an imposing square on a hill in the area of Rosenthaler Vorstadt. On Sundays, you can enjoy the view over the rooftops of the surrounding Gründerzeitera buildings from the viewing platform below the clock.
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Max-Schmeling-Halle
Herz-Jesu-Kirche
Windpark Schönerlinde
Scheunenviertel
Die 1996 eröffnete und nach dem deutschen Boxidol benannte Halle wird nicht nur für Sportereignisse, sondern auch für Kongresse und Musikveranstaltungen genutzt. Das zu 2/3 im Erdboden eingelassene und in architektonischen und ökologischen Belangen mehrfach ausgezeichnete Bauwerk fasst je nach Nutzung zwischen 8.000 und 12.000 Besucher.
Die 1897 äußerlich im romanischen, innen mit byzantinischen Elementen gemischten Stil erbaute Kirche hat den Krieg fast unbeschädigt überstanden und ist mit ihrer prachtvollen Ausstattung, vor allem den Wand- und Deckenmalereien, ein Schmuckstück in einer versteckten Seitenstraße des ehemaligen Arbeiterwohngebietes Prenzlauer Berg.
Zur Reinigung der zunehmenden Abwassermengen wurden Ende des 19. Jahrhunderts rund um Berlin Rieselfelder angelegt. Bei Schönerlinde wurden sie 1985 nach dem Bau einer Kläranlage stillgelegt und aufgeforstet. Durch die Nutzung von Biogas und die drei im Jahr 2012 errichteten Windräder erzeugt das Klärwerk 80 Prozent seines Energiebedarfes selbst.
In die engen Gassen des wegen Brandgefahr außerhalb der Stadtmauer angelegten Scheunenviertels zogen ab 1737 vor allem Juden und Zuwanderer aus Osteuropa, die seinen Charakter für fast 200 Jahre prägten. Schon Ende des 19. Jahrhunderts ein sozialer Brennpunkt, hat sich seit der Wende in dem jetzt sanierten Viertel eine bunte Modeszene etabliert.
This hall, opened in 1996 and named after the German boxing star, is used for conferences and concerts as well as sporting events. The architecturally and environmentally impressive building, which is two-thirds underground, has a capacity of between 8,000 and 12,000, depending on the event.
This eclectic church, built in 1897, combines a Romanesque exterior with a Byzantine-influenced interior. It survived the war almost unscathed. Its beautiful decoration, particularly the murals and ceiling frescoes, make it a hidden gem tucked down a sidestreet in the former working class area of Prenzlauer Berg.
In the late 19th century, sewage farms were created outside Berlin. After a sewage works was built in 1985, the sewage farms at Schönerlinde were decommissioned and a forest was planted. The use of biogas and three windmills erected in 2012 allows the sewage works to generate 80 percent of its own energy.
The narrow streets of Scheunenviertel welcomed mostly Jews and immigrants from Eastern Europe, who shaped the character of the area for almost 200 years. It had become a disadvantaged area by the end of the 19th century. Since the fall of Communism, a vibrant fashion scene has sprung up in the now regenerated area.
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Pfefferberg
Kulturbrauerei Prenzlauer Berg
Segenskirche
Gethsemanekirche
Nach dem bayerischen Braumeister Pfeffer, der 1841 auf einer Anhöhe vor dem Schönhauser Tor einen Brauereibetrieb errichtete, erhielt der gesamte Straßenblock seinen Spitznamen. Das Areal, das sich seit 1999 in Besitz einer Stiftung befindet, dient nach der Sanierung heute der Kultur und Gastronomie sowie als Heimstatt für Künstler und kleine Betriebe.
Wenige Jahre nach Pfeffer wurde die später unter dem Namen Schultheiss bekannte Brauerei gegründet. Seit 1871 entstanden die noch erhaltenen Gebäude der zu einer der weltgrößten Brauereien expandierenden Firma. 1967 geschlossen, wurde das Gelände seit 1990 saniert und beherbergt heute Kinos, Theater, Clubs und andere Kultureinrichtungen.
1905 wurde als Erweiterung für die wachsende Zionskirchengemeinde die Segenskirche mit Wohnhaus, Pfarr- und Gemeindehaus sowie Turm errichtet. Hinter der Fassade in Backsteingotik finden sich verschiedene stilistische Einflüsse. Seit 2007 dienen die Gebäude als „Stadtkloster Segen“ einer evangelischen Gemeinschaft als Lebens- und Arbeitsstätte.
Schon 1891 war die Gethsemanekirche als Ableger der Zionskirche inmitten eines Arbeiterwohnviertels auf einem repräsentativen Platz an der Stargarder Straße in einer Mischung verschiedener Stilrichtungen errichtet worden. Eine wichtige Rolle spielte die Kirche im Herbst 1989 als Zentrum der friedlichen Proteste gegen die politischen Zustände in der DDR.
The Bavarian brewer Pfeffer founded a brewery on a hill near the Schönhauser Tor in 1841. Today, the entire block is named after him. The site, which has been run by a trust since 1999, has been redeveloped and is now a culture and food hub, home to artists and small businesses.
A few years after Pfeffer, the Schultheiss brewery was founded. The surviving buildings were constructed in 1871, as the company was expanding to one of the world’s largest breweries. It was closed in 1967, but was renovated in 1990 and is now home to cinemas, a theatre, clubs and other cultural centres.
In 1905, this church was built for the growing congregation of the Zionskirche. It included a residential building, a manse, a parish hall and a tower. Behind its red-brick Gothic facade, various stylistic influences are at work. It has been used as a living and working space for an evangelical community since 2007.
This church was built in 1891 as a sister church to the Zionskirche on a stunning square on Stargader Strasse. In the heart of a working-class area, the church is an eclectic mixture of styles. It played a key role in the autumn of 1989 as a centre for peaceful protests against the political situation in the GDR.
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Kino Babylon
Jüdischer Friedhof Schönhauser Allee
Kollwitzplatz
Volksbühne
In der Hochzeit des Stummfilms wurde 1928/29 das Kino Babylon in einem Wohn- und Geschäftsensemble errichtet und vermittelt auch heute noch einen Eindruck vom ursprünglichen Baustil der Neuen Sachlichkeit. Neben dem regulären Programm werden für Filmliebhaber begleitet von einer der letzten Kinoorgeln in Deutschland noch regelmäßig Stummfilme gezeigt.
Nachdem der alte Jüdische Friedhof in der Großen Hamburger Straße geschlossen werden musste, wurde 1827 außerhalb der Stadtmauer ein neuer Begräbnisplatz angelegt – der einzige bis zur Eröffnung des Friedhofes in Weißensee 1880. Im Museum werden neben Informationstafeln zur jüdischen Friedhofskultur zahlreiche restaurierte Grabsteine gezeigt.
In der Umgebung des Platzes, der 1947 nach der früher hier wohnenden Bildhauerin Käthe Kollwitz (1867–1945) benannt wurde, blieben die meisten der gründerzeitlichen Gebäude im Krieg erhalten. Vor allem die Husemannstraße galt bereits zu DDR-Zeiten als Vorzeigestück. Heute zählt das Viertel zu den gefragtesten und teuersten Wohngegenden der Stadt.
Der 1890 aus der Arbeiterbewegung hervorgegangene Verein „Freie Volksbühne“ hatte das Ziel, auch sozial Schwächeren einen Theaterbesuch zu ermöglichen. 1914 konnte aus Spendenmitteln endlich ein eigenes modernes Theater am heutigen Rosa-LuxemburgPlatz errichtet werden, in dem unter anderen Max Reinhardt, Erwin Piscator und Benno Besson wirkten.
Kino Babylon was established in a residential and commercial block in 1928-29, in the golden era of silent film. Its New Objectivity-era style is still visible today. Alongside the usual cinematic fare, film buffs can enjoy regular showings of silent films accompanied by one of Germany‘s last cinema organs.
After the old Jewish cemetery in Große Hamburger Strasse was closed, a new burial ground was established outside the city walls in 1827. This was the only one until the cemetery in Weißensee opened in 1880. In the lapidarium, information on Jewish burial traditions is on display, alongside many restored gravestones.
In 1947, this square was named after the sculptor Käthe Kollwitz, who once was a resident. Most of the Gründerzeit-era buildings nearby survived the war. Husemannstrasse was already considered a stunning example of this in the GDR era. The area is now one of the most sought-after and expensive areas in the city.
The theatre group “Freie Volksbühne” emerged from the labour movement in 1890. Its purpose was to make theatre accessible for those from poorer backgrounds. A modern theatre was built in 1914 on what is now Rosa-LuxemburgPlatz, where actors and directors such as Max Reinhardt, Erwin Piscator and Benno Besson worked.
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Brotfabrik
Wasserturm „Dicker Hermann“
Kulturzentrum Sebastian Haffner
Synagoge Rykestraße
Schon 1985 gab es Ansätze, einen Jugendclub in dem 1914 erbauten Komplex einzurichten, realisiert wurden zunächst eine Theatergruppe und mehrere Kunstzirkel. Nach der Wende ging die jetzt „Brotfabrik“ genannte Einrichtung an einen von den Nutzern gegründeten Verein, der sie bis heute betreibt und sich auch bei der Gestaltung der Umgebung engagiert.
„Dicker Hermann“ ist der Spitzname des 1877 errichteten ältesten Berliner Wasserturms. An die Internierung politischer Gegner durch die SA in den beiden Maschinenhäusern im Jahr 1933 erinnert heute eine Gedenkwand. Der Wasserturm enthält eine Reihe von Wohnungen mit bester Aussicht auf den zu seinen Füßen angelegten Park.
Der repräsentative Gebäudeblock wurde 1884–86 als Gemeindedoppelschule für Knaben und Mädchen mit Wohnhaus und Turnhalle errichtet. Noch bis 1997 als Grundschule genutzt, beherbergen die Gebäude aus gelben Klinkern heute als Kulturzentrum die Volkshochschule, die Stadtbibliothek und das Regionalgeschichtliche Museum des Bezirks Pankow.
Aufgrund seiner Lage im Hinterhof des umgebenden Wohnblocks entgingen das 1903 erbaute Gebetshaus sowie die im Vorderhaus befindliche jüdische Schule der völligen Zerstörung während der Pogromnacht 1938. Die größte Synagoge in Deutschland wurde 1953 wieder eingeweiht und 2007 in Anlehnung an das ursprüngliche Erscheinungsbild restauriert.
There were attempts to create a youth club in this complex, built in 1914, as far back as 1985. After the fall of the Berlin Wall, the building, now known as “Brotfabrik“, was taken over by an association set up by its users. This association still manages the building today and is involved in shaping the local area.
Know to locals as “Dicker Hermann” (“big Hermann”), this water tower, built in 1877, is the oldest in Berlin. A memorial commemorates the political dissidents imprisoned here by the SA in 1933. Today, the water tower contains apartments with a beautiful view of the park below.
This stunning building was constructed in 1884-86 as a co-educational school, complete with living quarters and a gym hall. It was still in use as a primary school until 1997. The yellowbrick building is now a cultural centre containing a college, the city library and the Pankow district’s local history museum.
This synagogue, built in 1903, is hidden away behind a block of flats, and therefore managed toescape total destruction on Kristallnacht in 1938, along with the neighbouring Jewish school. The largest synagogue in Germany, it was reopened in 1953 and restored in the style of the original building in 2007.
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Backfabrik
Haus des Berliner Verlages
Seit 1912 Sitz der Firma Aschinger, die für ihre „Bierquelle“ genannten Kneipen und die preiswerte Erbsensuppe mit Schrippen bekannt war, wurde die Fabrik auch nach dem Krieg bis 1997 weiter als Großbäckerei betrieben. Ab 2002 wurden die Gebäude zu einem Zentrum innovativer Unternehmen der Kommunikations- und Kreativ-Branche umgebaut.
In 1912, this building became the headquarters for the Aschinger company, known for its chain of beer halls and cheap but hearty fare. After the war, the building was used as a wholesale bakery until 1997. The building was converted into a hub for startups, communications and creative companies in 2002.
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Zeiss Großplanetarium
Prenzlauer Allee
Der 1970–73 erfolgte Bau des Verlagsgebäudes mit der markanten, mit dem Verlagsnamen gekrönten Feuertreppe am Alexanderplatz war eine Reaktion auf das 1963 an der Mauer im Westteil der Stadt errichtete Axel-Springer-Haus. Nachdem ein 1993 diskutierter Abriss verworfen wurde, ist das Gebäude saniert worden und steht seit 2015 unter Denkmalschutz.
Das 1987 eröffnete Zeiss-Großplanetarium ist neben dem bereits seit 1965 betriebenen Planetarium am Insulaner die zweite Einrichtung seiner Art in Berlin. Unter seiner silbernen Kuppel können Interessierte dank modernster Technik den Sternenhimmel und die Bewegungen der Himmelskörper ebenso hautnah erleben wie Film- oder Multimediaveranstaltungen.
Die heutige Prenzlauer Allee ist ein alter Heer- und Handelsweg nach Nordosten in Richtung Uckermark. Seit 1824 wurde der Weg im Rahmen des Chausseebaus zwischen Berlin und Heinersdorf befestigt. Durch die Nähe zu der im 19. Jahrhundert bevorzugt im Norden Berlins angesiedelten Industrie entstanden entlang der Straße ausgedehnte Wohnviertel.
This publishing house is notable for its striking fire escape with its name emblazoned at the top. It was built between 1970 and 1973 as a reaction to the Axel-Springer-Haus, which was put up by a major West German publisher beside the Wall in 1963. It has been protected as a heritage site since 2015.
This planetarium, which opened in 1987, was the second facility of its kind in Berlin after the Planetarium am Insulaner, which opened in 1965. Under its silver dome, stargazers can use the latest technology to take a closer look at the night sky. Visitors can also enjoy film and multimedia events.
What is now known as Prenzlauer Allee was once a military and commercial route heading northeast towards Uckermark. In the 19th century, the north of Berlin was a magnet for industry, and residential areas sprang up around Prenzlauer Allee as a result.
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Ehemaliges Kaufhaus Jonaß
Immanuelkirche
Prenzlauer Bogen
Die Wabe
1928/29 als Warenhaus erbaut, wurden die jüdischen Besitzer von den Nationalsozialisten ins Exil getrieben und der Bau Zentrale der Reichsjugendführung. Nach dem Krieg Sitz des Zentralkomitees der SED und anderer Parteieinrichtungen, wurde das Haus nach der Wende von den Erben der alten Besitzer verkauft und gehört heute einem exklusiven Privatclub.
Die neoromanische evangelische Immanuelkirche wurde 1893 für einen von St. Bartholomäus abgetrennten Gemeindeteil aus privaten und kirchlichen Mitteln errichtet. Im Gegensatz zu vielen anderen im Krieg zerstörten oder beschädigten Berliner Kirchen ist ihre ursprüngliche Inneneinrichtung samt kunstvoller Wand- und Deckenbemalung fast vollständig erhalten.
In der Form angelehnt an eine Mondsichel und im Stil an die Architektur der 20er Jahre, wurde ab 2009 auf einem ehemaligen Industriegelände in Prenzlauer Berg ein halbkreisförmig gebogener, zum Stadtzentrum hin offener Gebäuderiegel mit vorgelagertem Park errichtet, der hochwertige Wohneinheiten vom Appartment bis zum Townhouse enthält.
Auf dem Gelände der 1873–1981 bestehenden Gasanstalt wurde nach dem Abriss der Gasbehälter eine Hochhaussiedlung errichtet. Einige erhaltene Bauten wurden zum kommunalen Kulturzentrum umgebaut, so auch das alte Verwaltungsgebäude. Dazu entstand 1986 ein neuer Veranstaltungssaal, nach dessen achteckiger Form das Haus „Wabe“ genannt wird.
The Jewish owner of this department store, built in 1928-29, was sent into exile by the Nazis, and the building became the headquarters of the regime’s youth leadership organisation. After the war, the building was used by the East German Communist party. It is now home to an exclusive private club.
This neo-Romanesque evangelical church was built by a group of worshippers from St. Bartholomäus. By contrast with many other Berlin churches whichwere damaged and destroyed in the war, its original interior, including its beautiful murals and ceiling frescoes, is almost completely intact.
Construction began on this semi-circular block, inspired by English crescents and 1920s architecture, in 2009. Built on a former industrial site in Prenzlauer Berg, it faces the city centre, with a park in front. It is home to luxury accommodation, from apartments to townhouses.
When the gas holder of the gasworks which stood here from 1873 to 1981 was demolished, high-rise flats were built. Some of the surviving buildings were converted into a cultural centre. An additional events space was created in 1986. Its octagonal shape gave the centre its name, “Wabe” (German for honeycomb).
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Ernst-Thälmann-Park
St.-Josef-Kirche
Der Weiße See, vermutlich Namensgeber des Ortes und heutigen Berliner Bezirks Weißensee, liegt unmittelbar westlich des alten Dorfkerns und ist ein beliebtes Erholungsgebiet. Umgeben von einer Parkanlage bietet er mitten in der Stadt an seinem östlichen Ufer sogar ein Strandbad. Ein bekannter Anrainer war Bertolt Brecht, der von 1949 bis 1953 hier wohnte.
Zwischen Prenzlauer Allee und Greifswalder Straße erstrecken sich die Grünflächen dreier evangelischer Friedhöfe mit zahlreichen alten Grabdenkmälern: zunächst der seit 1802 genutzte Friedhof der ältesten Berliner Gemeinden Nikolai und Marien, dann dessen 1858 eröffnete Erweiterung sowie der seit 1814 belegte Friedhof der Georgen- und Parochialgemeinde.
Nach dem Abriss der Städtischen Gasanstalt wurde auf dem Gelände, von lockerer Hochhausbebauung umgeben, der ErnstThälmann-Park angelegt. Zum 100. Geburtstag des Namensgebers und mit einem monumentalen Denkmal aus Bronze auf einem Granitsockel wurde die Anlage 1986 eröffnet. Auch zahlreiche kleinere Kunstwerke sind heute im Park verteilt.
Zwölf Jahre nach ihrer Entstehung erhielt die katholische Gemeinde in Weißensee 1888/89 mit der Pfarrkirche St. Josef ihr erstes festes Gotteshaus sowie ein Pfarrund Gemeindehaus. Heute befinden sich neben der Kirche die Kindertagesstätte der Gemeinde und die 1991 in das benachbarte Schulgebäude eingezogene katholische Theresienschule.
The Weißer See, believed to have given its name to the nearby Berlin district of Weißensee, is to the west of the old village. It is a popular place for leisure activities, with a public swimming area on its eastern shore. One well-known local was the playwright Bertolt Brecht, who lived here from 1949 to 1953.
On green space between Prenzlauer Allee and Greifswalder Strasse, there are three evangelical church cemeteries: the 1802 cemetery used by the oldest Berlin parishes, Nikolai and Marien, its extension, opened in 1858, and the 1814 cemetery used by the Georgien and Parochial parishes.
When the city gasworks was demolished, this park was laid out in its place. It is surrounded by only a few highrise buildings. The park was opened in 1986, on Thälmann’s centenary, and a huge bronze monument on a granite plinth was unveiled. Some smaller works of art are scattered around the park.
Twelve years after it emerged, the Catholic community in Weißensee received its first place of worship in 1888-89 in the form of the St. Joseph’s church. Today, the church has some new neighbours: the parish daycare facility and the Catholic school, Theresienschule, which moved into the nearby school building in 1991.
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Galeria Kaufhof
Stadtrandsiedlung
Park Inn Hotel
Greifswalder Straße
Auf dem Areal des 1905 eröffneten und im Krieg zerstörten Kaufhauses Hermann Tietz öffnete 1970 das Centrum-Warenhaus mit seiner Fassade aus Aluminiumwaben als größtes Kaufhaus der DDR seine Türen. Das ab 2004 vergrößerte und mit neuer Kalksteinfassade versehene Gebäude ist auch dank seiner Lage eines der umsatzstärksten Kaufhäuser Deutschlands.
Die Stadtrandsiedlung Malchow am nördlichen Rand Berlins gehört zu den am dünnsten besiedelten Ortsteilen der Stadt. Die ca. 1.150 Einwohner leben in der zwischen 1936 und 1939 auf ehemaligen Rieselfeldern errichteten Doppelhaussiedlung und angrenzenden Kleingartenanlagen, die übrigen Flächen werden landwirtschaftlich und durch einen Golfplatz genutzt.
Das 1970 eröffnete Hotel „Stadt Berlin“ bietet in seinem 125 Meter hohen Hotelturm über 1.000 Zimmer. Heute ist das 4-Sterne-Haus Teil einer internationalen Hotelkette. Von der Panorama-Dachterrasse hat man einen ungehinderten Blick über die Stadt, im umgebenden Flachbau befinden sich Ladengeschäfte und gastronomische Einrichtungen.
Die Greifswalder Straße, Teil einer Trasse, der schon die mittelalterliche Via Imperii von der Ostsee nach Rom folgte, wurde um 1803 zur Chaussee ausgebaut und erhielt 1868 ihren heutigen Namen. Als wichtige Verkehrsachse der City-Ost erschließt sie das alte Industrie- und Arbeiterwohnviertel Prenzlauer Berg und kreuzt im nördlichen Abschnitt den S-BahnRing.
In 1905, Hermann Tietz opened his department store on this site. It was destroyed in the war. Its successor, the Centrum department store, the biggest department store in the GDR, opened. The current store, extended in 2004 and given a new limestone facade, has some of the highest sales in Germany.
This area on the northern edge of Berlin is one of the most sparsely populated in the city. Around 1150 inhabitants live in semi-detached houses built between1936 and 1939 on what were once sewage farms, alongside some allotments. The remaining space is used for agriculture and a golf course.
This hotel, which opened in 1970, has a 125 metre tall tower boasting 1000 rooms. Today it is a four star establishment, part of an international hotel chain. From the viewing terrace on the roof, visitors can enjoy a clear view of the city. There are shopping and dining facilities in the adjacent low-rise building.
This street, part of a route which followed the medieval Via Imperii from the Baltic Sea to Rome, became a major traffic artery in 1803. One of the most important roads in the eastern city centre, it connects the former industrial working class area of Prenzlauer Berg.
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Filmtheater am Friedrichshain
Stierbrunnen am Arnswalder Platz
Haus der Elektroindustrie
Ufo Sound Studios
1925 am Friedrichshain unter dem Namen „Olympia“ noch als Stummfilmkino eröffnet, wurde das Haus 1930 von der UFA übernommen und nach der Wende durch private Initiative vor dem Abriss bewahrt. Aus dem großen Kinosaal für ursprünglich 1.200 Zuschauer wurden nach mehreren Umbauten jetzt fünf Räume mit Kapazitäten von 68 bis 323 Plätzen.
Am Nordende des Bötzowviertels wurde bei der Bebauung des Quartiers ab 1900 auch eine Grünanlage auf dem zentralen Platz angelegt. Bereits seit 1927 für einen anderen Standort geplant, folgte 1934 der massige, aus Blöcken roten Porphyrtuffs zusammengesetzte „Fruchtbarkeitsbrunnen“, aufgrund der fünf Meter hohen Skulpturen auch „Stierbrunnen“ genannt.
Seit 1969 sollte der Bau die Leistungsfähigkeit der Elektronikbranche in der DDR symbolisieren und war Sitz von zuständigem Ministerium und Industrieorganisation. Da sich nach der Wende für Neubauplanungen kein Investor fand, wurde das Gebäude saniert und von der Treuhandanstalt und zwei Bundesministerien genutzt. Heute dient er als Büro- und Geschäftshaus.
Auf einem Hinterhof im Kiez, in der Ruine der Schneider-Brauerei aus dem 19. Jahrhundert, die jetzt Musikbrauerei werden soll, hat sich ein Tonstudio etabliert, dessen Räumlichkeiten und analoge wie digitale Aufnahme- und Produktionstechnik von internationalen Gästen für Musik- und Videoaufnahmen von Klassik bis zu aktuellsten Musiktrends genutzt werden.
This cinema originally opened in 1925 in Friedrichshain and showed silent films. In 1930, it was taken over by a German film studio. Private investment saved it from demolition after the fall of the Berlin Wall. The original cinema, seating 1200, has been converted into five screens seating 68 to 323 people each.
When the quarter of Bötzow was built in the early 1900s, a park was laid out on the main square in its north end. Originally intended for a different location, this massive fountain, built from blocks of volcanic stone, was put up here in 1934. It is known as the “Stierbrunnen” after the five-metre high sculptures of bulls.
Completed in 1969, this building was intended to symbolise the might of the electronics industry in the GDR and was home to the ministry for electronics. After the Wall fell, the building was renovated and used by the Treuhand and two federal German ministries. It is now an office and commercial building.
A music studio has made its home in this former brewery. But it’s not beer that’s brewing here – it’s music. Its rehearsal space and analogue and digital recording and production technology is used by musicians from all over the world to record music and videos. Styles range from classical to the latest trends.
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