Das Buch entstand im Rahmen eines vom Europäischen Sozialfonds (ESF) und der Senatsverwaltung für Wirtschaft Technologie und Frauen geförderten Forschungsprojektes an der Beuth Hochschule für Technik Berlin.
Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar. Alle Rechte vorbehalten. Dieses Werk, einschließlich aller seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen, Verfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung auf DVDs, CD-ROMs, CDs, Videos, in weiteren elektronischen Systemen sowie für Internet-Plattformen. © berlin edition im be.bra verlag GmbH Berlin-Brandenburg, 2011 KulturBrauerei Haus 2 Schönhauser Allee 37, 10435 Berlin post@bebraverlag.de Lektorat: Marijke Topp, Berlin Englische Übersetzung: Penny Croucher, London, unter Mitarbeit von Nicole Ueberschär und Bennet Schulte, Berlin Umschlag: typegerecht, Berlin Satz: Bennet Schulte, Berlin Schrift: Adobe Garamond Pro Druck und Bindung: TPC ISBN 978-3-8148-0185-8 www.bebraverlag.de
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Inhaltsverzeichnis Contents Vorwort Foreword 4 Einleitung Introduction 5 Groß-Berlin entsteht The creation of Greater Berlin 6 Berlin wird zerstört The destruction of Berlin 8 Die Teilung Berlins The division of Berlin 10 Das wiedervereinigte Berlin Reunified Berlin 14 Berlins Status 1945–1990 Berlin’s status between 1945 and 1990 16 Der Mauerstreifen im Vergleich Changes to the death strip 17 Vergleichsbilder A photographic comparison Innenstadt Inner-city area 20 Außenbereich Outer area 84 Anmerkungen Acknowledgments 120
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Vorwort / Foreword
Vorwort Foreword Bereits Ende 2005 entstand beim Autor die Idee, für das Labor für Geodatenanalyse und Visualisierung der Beuth Hochschule für Technik Berlin Daten zur Berliner Mauer zu sammeln. Dabei standen sowohl historische als auch aktuelle Daten im Fokus. Ziel war es, alle Daten in einer kartographischen Applikation zu integrieren, die einen Vergleich der bis 1989 existierenden Mauer mit dem aktuellen Stadtbild ermöglicht. Historische Luftbilder sowie Fotografien und topographische Karten der Grenztruppen der DDR waren die Ausgangspunkte. Schnell wurde klar, dass dieses Thema nicht auf die technische Entwicklung reduziert werden kann. Es ist ein Thema, das bis heute – mehr als 20 Jahre nach dem Fall der Mauer – für viele Menschen von großer Faszination ist. Das erfordert es, deren Wünsche und Bedürfnisse in den Mittelpunkt zu stellen. Von 2009 bis 2011 wurde das Projekt dankens werterweise vom Europäischen Sozialfonds (ESF) und der Senatsverwaltung für Wirtschaft Technologie und Frauen gefördert und konnte an der Beuth Hochschule für Technik Berlin realisiert werden. Es konnte eine Applikation geschaffen werden, die intuitiv auf der Grundlage von Google-Diensten bedient werden kann. Neben wissenschaftlichen und technischen Publikatio nen im Rahmen des Projektes entstand dieses Buch. Es ist für eine breite Zielgruppe angelegt und soll auch historisch und touristisch interessante Aspekte berücksichtigen. Es stellt die Höhepunkte der recherchierten Daten in einem Werk zusammen. Ich wünsche Ihnen allen viel Spaß bei der Lektüre und viele anregende Erlebnisse entlang der ehemaligen Berliner Mauer.
Towards the end of 2005 Bennet Schulte started developing the idea of collecting data about the Berlin Wall for the Laboratory for Geodata Analysis and Visualisation at the Beuth University of Applied Sciences, Berlin. It was to include historical as well as current data and the objective was to integrate all the data into one cartographical application that would enable a direct comparison between the Berlin Wall as it existed until 1989 and the current cityscape. The starting point was historical aerial photographs and topographical maps of the GDR border troops. It soon became clear that this topic can’t merely be reduced to a technical application. It is a topic that even today, over 20 years after the fall of the Wall, fascinates many people and it is their interest that has to be the main focus. The project was kindly funded by the European Social Funds (ESF) and the Senate Department for Economy, Technology and Women’s Issues and was carried out at the Beuth University for Applied Sciences, Berlin. An application was created that can be used intuitively on the basis of Google mapping services and in addition to scientific and technical publications, this book was produced. It is designed for a wide range of readers and addresses aspects of the to pic associated with history and tourism as well. All the main highlights of the research findings are combined in this one volume. I hope you will all enjoy reading it and that you will make many exciting discoveries along the former Berlin Wall. Prof. Dr. Jürgen Schweikart
Prof. Dr. Jürgen Schweikart
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Einleitung / Introduction
Einleitung Introduction 1961 wurde Berlin mit Beton, Stacheldraht und Abrissbirne durchschnitten. Diese „Narbe“ durch die Stadt hat in den letzten 20 Jahren einen langsamen Heilungsprozess durchlaufen, der weiter anhält. Wann die letzten Spuren der fast 30 Jahre andauernden Teilung verschwunden sein werden, bleibt abzuwarten. An vielen Stellen ist kaum noch etwas von den ausufernden Grenzanlagen zu erkennen, während an anderen zumindest Brachen noch auf die Vergangenheit hindeuten. Vom eigentlichen Grenzsystem ist nur wenig erhalten geblieben. An der Gedenkstelle Berliner Mauer wurde aufwändig ein Teil rekonstruiert, um diese Zeit für die Nachwelt zu konservieren und die damaligen Verhältnisse darzustellen. Ein ähnliches Anliegen verfolgt dieses Buch. Zur Zeit des Kalten Krieges wurde mit Begriffen um die Deutungshoheit über Berlin gerungen. Viele davon sind heute allgemeines Sprachgut, ohne dass der Sinn dahinter klar ist. Um den Kalten Krieg hier nicht fortzusetzen, wird im Weiteren eine vielleicht ungewohnte Schreibweise für die beiden Teile Berlins angewandt. Die Schreibweise „Berlin (West)“, wird der Schreibweise „West-Berlin“ oder „Westberlin“ vorgezogen. Diese beiden Schreibweisen wurden in der DDR mit dem Ziel gebraucht, den westlichen Teil als separate Stadt zu deklarieren. Andererseits wird für den östlichen Teil nicht die DDR-Eigenbezeichnung „Berlin – Hauptstadt der DDR“ oder die bundesdeutsche Schreibweise „Ost-Berlin“ oder „Ostberlin“ verwendet, sondern auch hier wird versucht, primär „Berlin (Ost)“ zu verwenden, damit beide Stadthälften gleichberechtigt behandelt werden.
In 1961 Berlin was divided by concrete, barbed wire and demolition equipment. Over the past 20 years this ‘scar’ through the city has undergone a slow healing process which is still continuing and we must wait to see how long it will be before the last traces that have remained for almost 30 years actually disappear. In many places the extensive border installations are hardly identifiable, while in other places at least the waste land is a clue to the past. Very little of the actual border system has been preserved. At the site of the Berlin Wall Memorial a part of it was carefully reconstructed to preserve this era for posterity and to illustrate how things were. This book has a similar objective. During the Cold War there was considerable controversy about the various definitions used to describe Berlin’s status in each half of the city. Some of them have remained in common parlance, although the meaning behind them is not always clear. In order to prevent a continuation of hostilities in this book, the words chosen might be unfamiliar to some people. The name ‘Berlin (West)’ has been chosen rather than ‘West-Berlin’ or ‘Westberlin’. These last two names were used by the GDR with the aim of designating the western part of the city as a separate city. Similarly, for the eastern part of the city the official name used by the GDR, ‘Berlin – Capital of the GDR’ or the names used by the Federal Republic, ‘East-Berlin’ or ‘Eastberlin’, have not been used either, but the term ‘Berlin (East)’ in order to treat both parts of the city equally.
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Groß-Berlin ensteht / The creation of Greater Berlin
Groß-Berlin entsteht The creation of Greater Berlin Erstmals 1237 erwähnt, stieg Berlin zur Hansestadt (1359–1442) auf und wurde Sitz des brandenburgischen Kurfürsten (1417), des preußischen Königs (1701) und des Deutschen Kaisers (1871). Einst eine kleine Siedlung, war es zur Hauptstadt Brandenburgs und Preußens und dann zur Hauptstadt des deutschen Staates aufgestiegen. Berlin war in der Zeit von 1800 bis 1900 von 170.000 auf fast zwei Millionen Einwohner gewachsen und nun von anderen Großstädten wie Charlottenburg mit 320.000 Einwohnern umgeben. Enge Verflechtungen mit dem Umland machten die Koordination und Planung über die administrativen Grenzen von Städten, Landkreisen und Ländern hinweg umständlich. So entstand – wie in vielen deutschen Metropolen zu Beginn des 20. Jahrhunderts – der Wunsch zur Neuordnung. Mit Groß-Berlin (1920), Groß-Altona (1927), Groß-Hamburg (1937) und Groß-Wien (1938) wurden administrativ bereinigte Stadtgebiete errichtet, um das Wachstum der Metropolen besser planen zu können. Berlin wurde am 1. Oktober 1920 als „GroßBerlin“ entscheidend erweitert. Die damals gezogene Stadtgrenze ist, bis auf kleinere Korrekturen, noch heute gültig. Dem alten Berlin mit seinen zwei Millionen Einwohnern wurden sechs Stadtkreise, 59 Landgemeinden und 27 Gutsbezirke angeschlossen. Damals war es der Fläche nach die zweitgrößte Stadt der Welt (nach Los Angeles) und mit 3,9 Millionen Einwohnern die drittgrößte bezogen auf die Bewohnerzahl (nach London und New York). Die Einwohner lebten hauptsächlich im alten Berlin, so dass im Schnitt 76 Menschen in einem Haus wohnten, während es in London acht und in New York 17 waren. 1913 existierten Wohnungsplanungen in Berlin für 21 Millionen Menschen. Damit wäre Berlin heute die einwohnerreichste Stadt (ohne Metropolregionen) der Welt.
First mentioned in 1237, Berlin joined the Hanseatic League (1359–1442) and then became the seat of the Elector of Brandenburg (1417), the King of Prussia (1701) and the German Emperor (1871). From a small settlement it grew into the capital of Brandenburg and Prussia and then the capital of Germany. The population of Berlin grew from 170,000 in 1800 to almost 2 million in 1900. At this time it was surrounded by other cities such as Charlottenburg with 320,000 inhabitants. Strong interdependence with the surrounding area complicated coordination and planning across the administrative boundaries of cities, districts and states. As a result, at the beginning of the 20th century, there was a desire for territorial reform in Berlin and in many other German cities. With Greater Berlin (1920), Greater Altona (1927), Greater Hamburg (1937) and Greater Vienna (1938) administratively adjusted urban areas were created in order to be able to plan the growth of the cities better. On 1st October 1920 Berlin was significantly expanded and became ‘Greater Berlin’. Apart from some minor corrections, the city boundary drawn at that time is still valid today. Six urban districts, 59 rural municipalities and 27 agricultural estates were added to the old city of Berlin with its two million inhabitants. It was then territorially the second largest city in the world after Los Angeles and with 3.9 million inhabitants the third most populous after London and New York. The majority of the population lived in old Berlin, with an average of 76 people living in one building in comparison with eight in London and 17 in New York at that time. In 1913 there were plans to create housing for 21 million people in Berlin which today would have made it the most populous city in the world (excluding metropolitan areas). Then, as a result of defeat in the First World War, the subsequent November Revolution
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Groß-Berlin ensteht / The creation of Greater Berlin Orte Towns Namensgebende Orte Eponym Towns Grenze Berlins 1920 Berlin boundary 1920 Bezirksgrenzen 1920 Borough boundary 1920 Kreisgrenzen 1920 District boundary 1920 Altstadt (um 1600) Historic center (ca. 1600) Stadt Berlin 1919 City of Berlin 1919 Stadtkreise 1919 Urban districts 1919 Landkreise 1919 Rural districts 1919
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Nummern- und Abkürzungen in allen Geschichtskarten Index for numbers and abbreviations in all historical maps Nr./ Bezirksname / No. Name of borough 1 Mitte 2 Tiergarten 3 Wedding 4 Prenzlauer Berg1 5 Friedrichshain2 6 Kreuzberg3 7 Charlottenburg 8 Spandau 9 Wilmersdorf 10 Zehlendorf
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Schöneberg Steglitz Tempelhof Neukölln Treptow Köpenick Lichtenberg Weißensee Pankow Reinickendorf
21 Marzahn4 22 Hohenschönhausen5 23 Hellersdorf6 –1921 Prenzlauer Tor 1933–45 Horst-Wessel-Stadt 3 –1921 Hallesches Tor 4 1979– 5 1984– 6 1986– 1
Abk./ Kreisname / Abbr. Name of district B.-S. Beeskow-Storkow F. Fürstenwalde O.-S. Oder-Spree Z.-B. Zauch-Belzig
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Aufgrund des verlorenen Ersten Weltkrieges, der darauffolgenden Novemberrevolution und der Straßenkämpfe, Aufstände und Finanzkrise von 1918 bis 1923 sowie der Weltwirtschafts krise 1929 stagnierte die Entwicklung aber. Berlin war selbst der Regierung der ersten deutschen Republik zu gefährlich geworden, so dass die Nationalversammlung in Weimar (Thüringen) erstmals zusammentrat. Kulturell jedoch blühte Berlin in den Goldenen Zwanzigern auf.
riots, the financial crisis of 1918–1923 and the Great Depression of 1929, development stagnated. The city itself had become too dangerous for the government of the first German Republic, so the first national assembly was held in Weimar (Thuringia). However, in the Golden Twenties Berlin flourished culturally.
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Berlin wird zerstört / The destruction of Berlin
Berlin wird zerstört The destruction of Berlin Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 und ihrer Überlegenheitsdoktrin sollte Berlin als „Germania“ zur Welthauptstadt ausgebaut werden. Hitler 1942: „Berlin wird als Welthauptstadt nur mit dem alten Ägypten, Babylon oder Rom vergleichbar sein! Was ist London, was ist Paris dagegen!“ [1] Dazu sollten prachtvolle Verkehrsachsen mit repräsentativen Gebäuden durch Berlin geschlagen werden. Im Zentrum waren kolossale Gebäude geplant. Allein die 290 Meter hohe „Halle des Volkes“ mit 21 Millionen Kubikmetern Innenraum hätte alle bisherigen Dimensionen gesprengt. Alle europäischen Granitproduktionsstätten hätten jahrzehntelang alleine für Berlin arbeiten müssen [2], daher ist klar, dass die Planungen selbst bei einem Sieg als undurchführbar hätten gelten müssen [3]. Mit einer Bilanz von 20.000 Opfern durch 450.000 Tonnen alliierter Bomben, 1,5 Millio nen Obdachlosen und einer Million G efallenen, Gefangen oder Geflohenen, sah Berlin seinem Untergang entgegen. In der Schlacht um Berlin wurden dann die Reste der Stadt verwüstet. Groß-Berlin war zu 25 Prozent, die Innenstadt zur Hälfte zerstört. Berlin bestand aus einem Trümmerfeld von 28,5 km² mit 75 M illionen Kubikmetern Schutt, 15 % der gesamten Trümmermenge Deutschlands [4]. Bis Ende der 1960er Jahre hatten Trümmerfrauen sie händisch beseitigt und im Umland, z. B. zum Trümmerberg Teufelsberg mit 55 Metern Höhe, aufgetürmt. Der Wiederaufbau dauert im Ostteil der Stadt bis heute an. Jedoch haben selbst wiederhergestellte Gebäude wie der Reichstag oder der Berliner Dom ihre einstige Pracht verloren. Der DDR mangelte es an Interesse und Finanzen, so dass bis zur Wende relativ viele Kriegsruinen in Berlin-Mitte verblieben. Im Umland wurde direkt nach dem Krieg so viel wie möglich als Reparation demontiert und in die Sow jetunion verbracht. Beispielsweise konnte auf
With the takeover of power by the National Socialists in 1933 and their superiority doctrine, Berlin was going to be expanded into the world capital ‘Germania’. According to Hitler in 1942: “Berlin as the world capital will be only comparable with ancient Egypt, Babylon or Rome! What is London, what is Paris compared with Berlin!” [1] For this purpose magnificent avenues lined with representative buildings were to cut through Berlin and colossal edifices were planned for the city centre. For example the 290 metre high ‘People’s Hall’ with 21 million cubic meters of interior space would have exceeded all previous dimensions. Since every single European granite production site would have been needed solely for Berlin for several decades [2], it is clear that the plans were impracticable, even if Germany had won the Second World War [3]. After 450,000 tons of Allied bombs had killed 20,000 inhabitants, 1.5 million were homeless and another million were either dead, captured or had left the city, Berlin faced its downfall. In the Battle for Berlin, the remains of the city were then devastated. Up to a quarter of Greater Berlin was destroyed and half the city centre. Berlin consisted of a 28.5 square kilometre field of rubble with 75 million cubic metres of debris – 15 % of the total amount in Germany [4]. By the end of the 1960s all of it had been removed by hand by the so-called ‘rubble women’ and piled up on the outskirts of the city to make mountains like the Teufelsberg (Devil’s Mountain) with a height of 55 metres above the surrounding countryside. In the eastern part of the city the reconstruction continues to this day. However, since restoration even buildings like the Reichstag and the Berlin Cathedral have lost their former glory. The GDR lacked both the interest and the finances with the result that even up to 1989 there was still quite a number of war ruins in the eastern city centre. In the
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Berlin wird zerstört / The destruction of Berlin Orte Towns Grenze Berlins 1945 Berlin boundary 1945 Bezirksgrenzen 1945 Borough boundary 1945 Kreisgrenzen 1945 District boundary 1945 geplante Grenze Germanias planed boundary of Germania Sowjetische Zone Sovjet zone Sowjetischer Sektor Sovjet sector Amerikanischer Sektor American sector Britischer Sektor British sector Französischer Sektor French sector 0
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der Bahnstrecke Wannsee–Werder (Havel) erst 1983 wieder eine zweigleisige Verbindung hergestellt werden, da die Gleise demontiert worden waren. Am 11. Februar 1945 beschlossen die Alliierten, Berlin, das am 2. Mai vor der Roten Armee kapitulierte, aufzuteilen. Im Sommer besetzten die Westalliierten ihre Sektoren. Berlin sollte, anders als der Rest des deutschen Staates, als Einheit durch die gemeinsame alliierte Kommandantur verwaltet werden. Die unvereinbaren Gegensätze zwischen Demokratie und Marktwirtschaft der Westalliierten und der Diktatur und Planwirtschaft der Sowjetunion führten jedoch zur Gründung zweier deutscher Staaten 1949 und zum Ringen um die Kontrolle Berlins. Dies gipfelte in der erfolglosen Blockade der Westsektoren 1948 bis 1949 durch die Sow jetunion und die physische Teilung der Stadt 1961.
Flächenhafte Zerstörung Extensive destruction
surrounding area of Brandenburg as much as possible was removed as reparations and taken to the Soviet Union straight after the war. For example on the railway line between Wannsee to Werder (Havel) a two-track connection wasn’t reconstructed until 1983, because the tracks had been dismantled. The Allies decided to divide up Berlin on 11th February 1945 and on 2nd May it surrendered to the Red Army. In the summer the Western Allies moved into their sectors. Berlin was to be managed differently from the rest of Germany by a joint administration unit, the ‘Allied Kommandatura Berlin’. However, the irreconcilable differences between the democracy and market economy of the Western Allies and the dictatorship and planned economy of the Soviet Union led to the foundation of two German states in 1949 and to the struggle for control of Berlin. This culminated in the failed blockade of the western sector from 1948 to 1949 by the Soviet Union and the physical division of the city in 1961.
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Die Teilung Berlins / The division of Berlin
Die Teilung Berlins The division of Berlin Da sich die Lebensbedingungen im Westen besser entwickelten als im Osten und sich dort die SED-Diktatur manifestierte, flohen zwischen 1945/46 und 1961 3,5 Millionen Menschen [5] in den Westen, davon allein 1,6 Millionen über Berlin (West) [6]. Durch die totale Abriegelung des eigenen Landes hoffte die SED-Führung, die Bevölkerung von der Flucht abzuhalten. Bereits 1952 wurde den Bewohnern des Westteils der Stadt das Betreten des Umlandes untersagt und die Grenze abgeriegelt. Der Verkehr innerhalb der Stadt war jedoch weiter möglich. Da aufgrund des Viermächte-Status Berlin als eine Einheit angesehen wurde und nicht Teil der DDR war, wollte man zunächst die gesamte Stadt vom Umland isolieren. Die SED fasste jedoch zuletzt den Entschluss, nur den Westteil zu ummauern – was sie 1961 bei Nacht und Nebel auch umsetzte. Noch nie zuvor in der Geschichte wurde von einem Staat um ein Gebiet, das er umschließt und das nur einen Bruchteil seiner Größe hat, eine Grenzanlage errichtet, um die eigene Bevölkerung davon abzuhalten, dorthin zu fliehen. Zur Verschleierung gab man vor, es handle sich um eine Verteidigungsanlage gegen Berlin (West), den sogenannten „Antifaschistischen Schutzwall“. Obwohl die Westberliner die Ummauerten waren, waren sie die Freien und die Ostdeutschen die Eingesperrten. Viele Teile der Innenstadt fielen im Laufe der Jahre dem sich immer weiter ausdehnenden Grenzsystem zum Opfer. Der Kurs der SED führte auch dazu, dass viele historische Gebäude, wie das Berliner Stadtschloss von 1443, aus ideologischen Gründen nicht wieder aufgebaut oder gar zerstört wurden. Durch die physische Teilung der Stadt von 1961 bis 1989 wurde nicht nur ein gewachsenes System in der Mitte zerschnitten, auch die Verbindungen zum Umland wurden gekappt. So geriet z. B. Teltow, der einst reichste Kreis
Between 1945 and 1961 3.5 million people fled from the Soviet occupation zone to the West [5], because of the higher standard of living there and because of the SED communist dictatorship in the East. 1.6 million of them escaped via Berlin (West) [6]. By totally closing the borders of their own country, the SED leadership hoped to prevent its people from fleeing. By 1952 residents of Berlin (West) were already prohibited from entering the GDR territory surrounding Berlin and the border was closed. Travel within the city, however, was still possible. Since it was considered as one unit by the four-power status of Berlin and not part of the GDR, the SED first wanted to isolate the entire city from the surrounding area. Then the SED made the decision to build the Wall only around the western part of the city which they achieved in a moonlight operation in 1961. Never before in history had a large state created a border installation around a much smaller area which it surrounded in order to prevent its own people from fleeing there. To conceal its purpose the SED called it an ‘anti-fascist protection wall’ as defence against Berlin (West). Although the citizens of Berlin (West) were walled in, they were the free people and the East Germans were the captives. During the following years the remaining parts of the inner city fell victim to the ever- widening border system. The SED political line also meant that many historical buildings like the Berliner Stadtschloß (City Palace) built in 1443 were not reconstructed or were even destroyed for ideological reasons. The physical division of the city from 1961 to 1989 divided not just a system that was joined in the centre, but also cut the links to the surrounding areas. For example, Teltow, once the wealthiest district in Germany, was now out on the periphery because of the border situation
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Die Teilung Berlins / The division of Berlin Orte Towns Grenzübergänge 1989 Border crossings 1989 Grenze Berlins 1989 Berlin boundary 1989 Ehemalige Bezirksgrenze Former borough boundary Kreisgrenzen 1989 District boundary 1989 Berlin (Ost) Berlin (East) Berlin (West) DDR GDR Sperrgebiet in der DDR Restricted area in the GDR Gebiet an Berlin (West) Area ceded to Berlin (West) 0
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Deutschlands, durch die Grenzlage und fehlende Verbindung zur Stadt in eine Randlage. Die innerstädtische Infrastruktur konnte erst nach Jahren – und niemals endgültig – dieser Situation angepasst werden. Der S-Bahnring verlor zwar seine Ringfunktion und einige S- und UBahnen (S2, U6 und U8) hielten nicht mehr im Ostteil, die Stationen wurden zugemauert und schwer bewacht, aber der Betrieb ging weiter. Die DDR unternahm große Anstrengungen, um die Infrastruktur so umzubauen, dass der Verkehr um Berlin (West) herum geführt werden konnte. So wurde in den 1950er Jahren beispielsweise der Havelkanal und der BahnAußenring erbaut [7]. In den 28 Jahren der Teilung entwickelten sich aus Berlin zwei fast eigenständige S tädte mit jeweils eigenen Zentren und ÖPNV-Systemen. Im Westen wurden zugunsten von U-Bahnlinien und der Stadtautobahn bis 1967 alle Straßenbahnlinien stillgelegt und die S-Bahnlinien bis 1989 auf drei reduziert. Die S-Bahn, die von der ostdeutschen Reichsbahn betrieben wurde, wurde seit 1961 boykottiert und Westberliner Ersatzbusse auf der Strecke eingesetzt [8]. Der Osten setzte dagegen aufgrund der fehlenden Mittel auf den Ausbau des günstigeren Straßen-
Gebiet an Berlin (Ost)/DDR Area ceded to B. (East)/GDR
and the lack of links with the city. The task of adjusting the inner-city infra-structure to this situation took many years, and it was never fully achieved. The inner ring of the urban railway system (S-Bahn) lost its ring function, and some of the railway and underground lines such as the S2, U6 and U8 no longer stopped at the walled and heavily guarded stations of Berlin (East), although they continued to operate. The GDR made special efforts to rebuild the infrastructure so that all traffic went round the outside of Berlin (West). It was for this purpose that the Havel Canal and a new outer railway ring were built in the 1950s [7]. In the 28 years of division almost two separate cities of Berlin were created. Both had their own city centre and public transport system. In the West, all the tram lines were closed by 1967 in favour of underground lines and the city motorway. The urban railway was reduced to three lines by 1989. The urban railway was operated by the East German state railway company (Reichsbahn) and had been boycotted by the citizens of Berlin (West) since 1961. Replacement buses along the tracks were operated by Berlin (West) [8]. Due to the lack of resources Berlin (East) expanded its cheaper tram line net11
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4. Die Teilung Berlins / The division of Berlin bahnnetzes. Die einzigen U-Bahnlinien blieben die noch aus der Vorkriegszeit stammenden Linien U2 und U5. Ein eigenes Kapitel sind die vier Gebietsaustausche, die 1945 bis 1988 in und um Berlin durchgeführt wurden. Am 31. August 1945 wurden Gatow und der Seeburger Zipfel nach Berlin eingemeindet. Die Briten hatten den Ortsteil West-Staaken im Bezirk Spandau gegen Flächen zum Ausbau des Flugplatzes Gatow mit der Sowjetunion getauscht. West-Staaken blieb bis 1951 Teil Berlins und wurde dann dem Landkreis Nauen angeschlossen. Es gehörte jedoch bis 1987 telefonisch zu Berlin (Ost) und wurde 1990 wieder eingemeindet. Es war ein Teil des „Ostens“ im „Westen“ der Stadt. Der nächste Tausch betraf die von der DDR umschlossenen Exklaven von Berlin (West). Sie waren 1920 bei der Bildung Groß-Berlins entstanden und wurden erst ab 1951 zu einem Problem, da man sie zur Flucht in den Westen nutzen konnte. Gebietsaustausche waren für die DDR interessant. Sie ließ sich die Transaktionen nicht nur in Devisen bezahlen, auch das Grenzsystem wurde so effektiver und kostensparender. Berlin (West) war dagegen daran interessiert, Exklaven wie Steinstücken (1971) oder die Gartenkolonien Fichtewiese und Erlengrund (1988) mit der Stadt zu verbinden. Auch war es teilweise sinnvoll, Gebiete ohne Bezug zu den Exklaven zu erwerben. Die Sektorengrenzen, die später de facto zu Staatsgrenzen wurden, waren katastermäßig gezogen worden, was immer wieder zu Schwierigkeiten in der Innenstadt führte. Deshalb wurden 1971, 1972 und 1988 Gebietsaustausche mit finanzieller Kompensation für die DDR durchgeführt. 1971 wurde Steinstücken mit Berlin (West) verbunden und einige der weiter entfernten, unbewohnten Exklaven abgetreten. Insgesamt tauschte die DDR drei Gebiete mit einer Größe von 15,6 Hektar gegen fünf Westberliner Gebiete mit 17,1 Hektar und vier Millionen D-Mark. 1972 erwarb Berlin (West) erstmals Gebiete innerhalb Berlins, indem es das 8,5 Hektar große Gelände des ehemaligen Potsdamer Bahnhofs am Potsdamer
work. The only underground lines operating in the eastern part of the city were lines U2 and U5 dating from the pre-war years. The four territorial exchanges conducted between 1945 and 1988 in and around Berlin, are a separate chapter. On 31st August 1945 Gatow and the Seeburger Zipfel were incorporated into Berlin. The British and the Soviet Union had exchanged West-Staaken, a part of the borough of Spandau, for some territory to expand Gatow Airport. West-Staaken remained part of Berlin until 1951 and then joined the GDR rural district of Nauen. However, until 1987 it used the telephone dialing code for Berlin (East) and was reincorporated to Berlin in 1990. It was a little known part of the ‘East’ in the ‘West’ of the city. The next exchange involved the exclaves of Berlin (West) surrounded by the GDR. They had been included within the city limits during the creation of Greater Berlin in 1920 but became a problem in 1951 because they could be used for escape attempts to Berlin (West). Territorial exchanges were advantageous for the GDR. They made the West pay for the transactions in hard currency and the border system became more effective and cheaper. Berlin (West) on the other hand wanted to connect some exclaves such as Steinstücken (1971) or the allotment colonies Fichtewiese and Erlengrund (1988) with the city. To some extent it was also useful to acquire areas which were not connected to the exclaves. The sector borders, which later de facto became the state borders, were the Berlin borough boundaries originally drawn up according to the land register, and this kept causing complications in the inner city. Therefore in 1971, 1972 and 1988 territorial exchanges were carried out with financial compensation for the GDR. In 1971 Steinstücken was connected with Berlin (West) and some of the more remote and uninhabited exclaves were given to the GDR. Overall, the GDR transferred three areas with a total of 15.6 hectares for five areas of Berlin (West) with 17.1 hectares and four million Deutschmarks [9]. In 1972 Berlin (West) acquired areas inside Berlin for the first time. The 8.5 hectare site
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4. Die Teilung Berlins / The division of Berlin Platz für 31 Millionen D-Mark kaufte [9]. Nur ein Jahr vor dem Mauerfall fand der letzte und größte Gebietsaustausch statt. Die DDR tauschte sieben innerstädtische und sieben Randgebiete von Berlin (West) mit insgesamt 96,7 Hektar Fläche für die letzten verbliebenen Exklaven von Berlin (West) (87,3 Hektar) und 76 Millionen D-Mark. Mit dem Gelände des Güterbahnhofs Eberswalder Straße wurde erstmalig auch ein Gebiet innerhalb der Stadt an Berlin (Ost) abgetreten. Besonders zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang das Lenné-Dreieck. Die DDR hatte aus Effektivitätsgründen das dreieckige Gelände am Potsdamer Platz ausgespart. Damit lag es von Osten aus unerreichbar hinter der Mauer und war von Westen her nur provisorisch umzäunt. Da es aber offiziell zu Berlin (Ost) gehörte und die Polizei des Westteils keine Befugnisse dort hatte, wurde es 1988 von linksalternativen Westberlinern besetzt, die ein Zeltdorf errichteten und Hanf anbauten. Nachdem das Gelände im selben Jahr in den Besitz von Berlin (West) übergegangen war, wurde es von der Polizei geräumt. Dabei flohen mehr als 190 der Besetzer vor der Polizei über die Mauer nach Berlin (Ost). Sie kehrten wenig später über die üblichen Grenzübergänge wieder zurück [10].
of the former Potsdam railway station near Potsdamer Platz (Potsdam Square) was sold for 31 million Deutschmarks to Berlin (West). The final and largest exchange of territory took place just one year before the fall of the Berlin Wall. The GDR transferred seven innercity and seven peripheral areas to Berlin (West) with a total of 96.7 hectares for the last remaining exclaves of Berlin (West) (87.3 hectares) and 76 million Deutschmarks. With the site of the former freight depot of Eberswalder Straße the GDR gained territory within Berlin for the first and last time. The Lenné Triangle is particularly noteworthy. During the construction of the Berlin Wall the GDR had ignored this triangular piece of land on Potsdamer Platz for efficiency reasons. It was not accessible from the East and simply fenced from the western side. But because it belonged to Berlin (East) and the police of Berlin (West) had no authority there, it was occupied in 1988 by leftist West Berliners who set up a tent village and cultivated cannabis. In the same year the area came into the possession of Berlin (West) and it was cleared by a police action. Over 190 squatters fled from the police over the Wall to Berlin (East). They returned later that day through the usual border crossings [10].
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Das wiedervereinigte Berlin / Reunified Berlin
Das wiedervereinigte Berlin Reunified Berlin Berlin wurde 1867 zur Hauptstadt des Norddeutschen Bundes und hat diesen Status für den deutschen Staat – abgesehen von den Jahren 1945 bis 1990 – bis heute behalten. Seit 1991 ist Berlin die Bundeshauptstadt der Bundesrepublik Deutschland sowie Regierungs- und Parlamentssitz. Die beiden letzten Funktionen hatte provisorisch die Bundesstadt Bonn von 1949 bis 1990 übernommen. Der eigentliche Wiederaufbau der östlichen Innenstadt hält, 65 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs, immer noch an. Erst seit Mitte der 1990er Jahre werden die letzten Häuserlücken, die durch Bombardierungen entstanden waren, durch neue Gebäude geschlossen. Die alten innerstädtischen Räume, wie der Potsdamer Platz oder die Friedrichstraße, werden vernetzt und neu belebt. Es waren quasi zwei Länder in derselben Stadt, die wieder zusammengefügt wurden. In kaum einer anderen europäischen Großstadt werden in der Innenstadt so viele und so große Bauprojekte realisiert. Vom Bau des Hauptbahnhofs über die Zentrale des Bundesnachrichtendienstes bis zum Airport Berlin Brandenburg International suchen die Mammutprojekte in Europa ihresgleichen. Kein Wunder also, dass diese dynamische und sich ständig wandelnde Stadt nicht nur Anziehungspunkt für Kultur und junge Menschen ist, sondern 2010 auch beim Tourismus der europäischen Metropolen auf Platz drei hinter London und Paris stand [11]. Durch seine bewegte Geschichte bietet Berlin von monarchischem Glanz über die dunkle NS-Zeit und „realexistierenden“ Sozialismus ein breites Spektrum an Kultur, Architektur und Geschichte. Auch der Mauertourismus ist dabei von Bedeutung. Nirgendwo sonst standen sich Ost und West mit all ihren Kontrasten so unmittelbar gegenüber wie in Berlin – und noch immer treibt die schon 20 Jahre zurückliegende
Berlin became the capital of the North German Confederation in 1867 and, apart from the years between 1945 and 1990, it has held this status for the German State until today. Since 1991 Berlin has been the Federal Capital of the Federal Republic of Germany as well as the seat of government and parliament. The Federal city of Bonn took over the two latter functions from 1949 to 1990. 65 years after the end of the Second World War, the reconstruction of the eastern part of the inner city still continues. It is only since the mid-1990s that the gaps between buildings which were caused by the war-time bombing are finally being closed with new constructions. Old inner city areas, such as Potsdamer Platz and Friedrichstraße are being reconnected with the city and given new life. It was if two countries within the same city have been reunited. In no other European city have so many and such large construction projects been implemented as in Berlin. From the main railway station to the headquarters of the Federal Intelligence Service or the Berlin Brandenburg International airport, all these mammoth projects are the biggest of their kind in Europe. It’s therefore no wonder that this dynamic and ever-changing city is not only a focal point for culture and youth, but is also the third most visited city in Europe after London and Paris [11]. Berlin’s eventful past, covering the glory of the monarchy, the dark years of the National Socialism and the ‘real existing socialism’ of the GDR years, means that it offers a broad spectrum of culture, architecture and history. Even ‘Wall tourism’ is part of its attraction. Nowhere else have East and West, with all their contrasts, stood so close together and even today, 20 years on, the division is still having repercussions. For example, after reunification some new office blocks were constructed on Potsdamer Platz, or
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Das wiedervereinigte Berlin / Reunified Berlin 0
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Orte Towns Grenze Berlins 1990 Berlin boundary 1990 Bezirksgrenzen 2001 Borough boundary 2001 Ehem. Bezirksgrenzen Former borough boundary Kreisgrenzen 1993 District boundary 1993 Ehem. Berlin (Ost) Fromer Berlin (East) Ehem. Berlin (West) Former Berlin (West) Ehem. Teil der DDR Former part of the GDR Land Brandenburg State of Brandenburg
Teilung ihre Possen. So wurden am Potsdamer Platz, genauer dem Lenné-Dreieck, nach der Wiedervereinigung neue Bürokomplexe errichtet. Obwohl seit 2001 Tiergarten und Mitte in einen Bezirk zusammengefasst sind, ist die ehemalige Grenze weiter relevant. Zwar stehen die Gebäude im ehemaligen Westen, einige Meter der Fassade und der Eingang liegen jedoch im ehemaligen Osten. Das Sozialgericht Berlin hat daher am 18. März 2010 entschieden, dass ein ehemaliger Manager Arbeitslosengeld nur nach dem Satz der neuen Bundesländer, der 200 Euro unter dem der alten liegt, beziehen kann. Ausschlaggebend, so das Gericht, sei die Adresse des Arbeitsplatzes, nicht die exakte Lage. Er muss sich nun mit „nur“ 4550 Euro ALG1 im Monat begnügen [12].
more precisely on the Lenné Triangle. Although the boroughs of Tiergarten and Mitte have been amalgamated since 2001, the former border is still a matter of relevance. The buildings themselves are in the former western part of the city, but a few metres of the facade and the entrance are in the former eastern part. Accordingly, on 18th March 2010, the social court in Berlin decided that a former manager could only receive the same unemployment benefit as an employee on the territory of the former GDR – € 200 less than for employees on the old territory of West Germany. The court ruled that the key issue was the address of the workplace, not the exact position of his desk so the man in question had to accept ‘only’ € 4,550 in unemployment benefits per month [12].
„Jetzt wächst zusammen, was zusammengehört.“ (Willy Brandt am 10. November 1989)
“Now that which belongs together, grows together.” (Willy Brandt on 10th November 1989)
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Berlins Status 1945–1990 / Berlin’s status between 1945 and 1990
Berlins Status 1945–1990 Berlin’s status between 1945 and 1990 Aufgrund des Sonderstatus Berlins als gemeinsam verwaltete Einheit der Siegermächte gehörte formal kein Teil Berlins zur DDR oder BRD. So wurde in Geburtsurkunden von Berlin (West) bei Geburtsland nicht BRD, sondern Berlin eingetragen. Obwohl die DDR den Sonderstatus ihrer Hälfte ignorierte und ihn als Teil der DDR behandelte, akzeptierte sie keine bundesdeutschen Papiere von Westberlinern. Die Berliner Bundestagsabgeordneten hatten im Bundestag kein Stimmrecht und Westberliner unterlagen nicht der Wehrpflicht. Auch andere Bundeseinrichtungen durften nicht in Berlin aktiv sein. So gab es die eigene „Deutsche Bundespost Berlin“ und Berliner Ableger der großen deutschen Banken. Auch galt nach alliiertem Recht für unerlaubten Waffenbesitz die Todesstrafe. Während der Teilung blieb der sowjetische Platz in der Alliierten Kommandantur symbolisch frei und es galt weiter die Freizügigkeit alliierter Militärangehöriger in ganz Berlin. Das machte es ideal für Spione. Da Berlin entmilitarisiert sein sollte, gab es diplomatische Proteste bei NVA-Militärparaden im Ostteil. Die Botschaften der meisten NATO-Staaten in Berlin (Ost) hießen „Botschaft bei (statt in) der DDR“ [13] und das DDR-Verteidigungsministerium durfte seinen Sitz nicht in der Stadt haben. Da man sich im Westen, von der internationalen Praxis bis heute abweichend, darauf festgelegt hatte, bei Staatsangehörigkeit „deutsch“ statt den Namen eines Staates einzutragen, waren die Bewohner Berlins und der DDR, genau wie die Bürger der Bundesrepublik von vornherein „deutsche“ Staatsbürger. Erst durch den Beitritt der DDR und Berlins zur BRD wurde der Sonderstatus der Stadt beendet.
Because Berlin had special status as a jointly administered unit of the victorious powers, it was neither a formal part of the GDR nor the FRG. For example, on birth certificates in Berlin (West) the country of birth was not entered as ‘Federal Republic of Germany’ but just ‘Berlin’ or left blank. Although the GDR ignored the special status of their half of the city and treated Berlin (East) as part of the GDR, they did not accept any FRG papers from West Berliners. The Berlin members of parliament did not have the right to vote in the Federal Parliament and West Berliners were not subject to military service. Other Federal agencies were not allowed to operate in Berlin either, so Berlin (West) still had its own ‘German Federal Post Berlin’ and there were special Berlin branches of the big German banks. According to Allied laws the death penalty existed in Berlin for the illegal possession of weapons. During the division, the Soviet seat in the Allied Kommandatura Berlin was symbolically kept empty and Allied military personnel could move freely in all sectors of Berlin which made it the perfect place for spies. Since Berlin was supposed to be demilitarized, there were diplomatic protests when there were NVA military parades in Berlin (East). The embassies of most of the NATO countries in Berlin (East) were named ‘Embassy to (instead of in) the GDR’ [13] and the GDR Ministry of Defence was not permitted to have its headquarters in the city. In the West it had been decided that they would diverge from international practice by using the word ‘German’ for citizenship instead of the name of a country. This meant that de facto residents of Berlin and the GDR were also automatically citizens of the Federal Republic. The special status ended when the GDR and Berlin joined the Federal Republic.
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Der Mauerstreifen im Vergleich / Changes to the death strip
Der Mauerstreifen im Vergleich Changes to the death strip Anliegen des Forschungsprojektes war unter anderem das Aufzeigen der Veränderung des ehemaligen Mauerstreifens seit 1988/89. Dazu wurde der Ist-Zustand 20 Jahre nach dem Fall der Mauer festgehalten. In diesem Kapitel wird ein ausgewählter Teil der Ergebnisse vergleichend präsentiert. Um ein besseres Verständnis für die Umgebung und die Grenzanlagen zu vermitteln, wird jedem Boden- ein Luftbildpaar gegenübergestellt. Zur Orientierung wurden Beschriftungen, Standort und Blickrichtung der Aufnahme, Wachtürme und der Verlauf der primären Grenzmauern oder -zäune eingezeichnet. Es muss jedoch beachtet werden, dass nur ein kleiner Teil der Anlagen dargestellt wird und z. B. das DDR-seitige Mauervorfeld Sperrgebiet war. Auf den Luftbildern wurden zudem Orientierungspunkte eingetragen und erläutert. Die Jahresangabe in Klammern bezieht sich immer auf die Errichtung des Gebäudes oder der Institution. Vergleichsbilder und Informationen sollen eindrucksvoll die Veränderung und Geschichte des ehemaligen Mauerstreifens um und durch Berlin darstellen.
One of the objectives of the research project was to show the changes in the border strip area since 1988/1989 and for this purpose the current situation 20 years after the fall of the Berlin Wall was adhered to. This chapter represents a selected part of the results of this comparison. To give a better understanding of the surroundings, the environment and the border installations each pair of ground photographs is set alongside a pair of aerial photographs. For orientation purposes labels were added for location, the viewing direction of photograph, watch towers and the course of the main walls or fences. It must be noted that only a small section of the installations is shown and that a large part of the area in front of the Wall on the GDR side was a restricted zone. Points of interest have also been added to the aerial photographs, together with an explanation. The year given in brackets always refers to the time of construction of the building or institution. The photographic comparison together with the information should clearly demonstrate the transformation and the history of the former border area that surrounded and cut through the middle of Berlin.
Symbolerklärung für die Luftbilder / Explanation for symbols on the aerial photographs Standort des Fotografen mit Blickrichtung / Location of the photo with facing direction S- und U-Bahnstation / Urban rail station and underground station
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Orientierungspunkt (nummeriert von oben nach unten) / Points of interest (numbered from top to bottom) Wachturm der DDR / GDR watchtower Landes- oder Staatsgrenze / State or country boundary ehemalige Grenze / Former boundary Hinterlandgrenzanlage (Ostseite) / Rear border installations (facing Berlin (East) and GDR) Vorderlandgrenzanlage (Westseite) / Front border installations (facing Berlin (West))
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Bornholmer Straße – Blick nach Nordwesten 1988
Der Bahnhof Bornholmer Straße lag im sowjetischen Sektor und war zwischen 1961 und 1990 ein Geisterbahnhof. Die nur von Berlin (West) erreichbare S-Bahnlinie führte zwar durch den Osten, hielt aber nicht und war durch die Mauer von den Gleisen der S-Bahn nach Pankow (Ulbrichtkurve) im Ostteil getrennt. Am 9. November 1989 um 23:29 Uhr wurde die Berliner Mauer am Grenzübergang Bornholmer Straße erstmals geöffnet. Die DDRGrenzbeamten hatten aufgrund des Andrangs aus Berlin (Ost) eigenmächtig entschieden, den Übergang zu öffnen.
Bornholmer Straße station was located on the border in the Soviet Sector and between 1961 and 1990 it was a ghost station. The urban railway line that could only be accessed from Berlin (West) actually ran through GDR territory but didn’t stop, and its tracks were separated from the tracks of the eastern line to Pankow by the Wall (nicknamed the ‘Ulbricht bend’). The Bornholmer Straße border crossing was the first place where the Berlin Wall was opened. At 11:29 pm on November 9th 1989 the GDR officials there made an independent decision to open the border because of the crush of people from Berlin (East).
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Bornholmer Straße – Blick nach Süden 1988
Die Norweger Straße war Teil des Todesstreifens und verläuft zwischen Bösebrücke und Behmbrücke. Aus den ungewöhnlicherweise nicht zugemauerten Fenstern des Erdgeschosses blickte man direkt auf den beleuchteten Kolonnenweg. Die Mauer zu den Gleisen wurde bereits 1900 zum Schutz der Bahnanlagen errichtet. Im Hintergrund ist die Behmbrücke zu sehen. 1960 bis 1993 hieß sie nach einem Volkspolizisten, der hier 1952 ermordet wurde, Helmut-JustBrücke. Die Täter entkamen nach Berlin (West). Die Brücke war mehr als 40 Jahre unterbrochen und wurde 1994 bis 2003 wieder hergestellt.
The Norweger Straße was part of the death strip of the Berlin Wall. Unusually, the first floor was unbricked so it was possible to see the lighted border patrol path. The wall to the tracks was built in 1900 for protection of the traintracks and incooperated in the border system. In the background you can see the Behm Bridge. Between 1960 and 1993 the bridge bore the name Helmut Just Bridge in memory of a GDR police officer who was murdered in 1952 on the bridge. His killers fled to Berlin (West). The bridge was interrupted for more than 40 years and was finally reconstructed 1994–2003.
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BehmstraĂ&#x;e – Facing south Willi-Bre del
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BehmbrĂźcke (2003), 1960–93 Helmut-Just-BrĂźcke / Behm Bridge (2003), 1960–93 Just Bridge BSR Recyclinghof/1976–91 VEB Kombinat Stadtwirtschaft Berlin / Civic amenity site Areal des GĂźterbahnhofs Eberswalder StraĂ&#x;e / Area of the freight station Eberswalder StraĂ&#x;e FuĂ&#x;gängerbrĂźcke Schwedter Steg (1999) / Schwedter Steg pedestrian bridge (1999) Berliner Mauerweg (2006) / Berlin Wall Trail (2006) Kinderbauernhof „Moritzhof“ (1999) / ‘Moritzhof ’ farm for children (1999) Behm Str.
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Behmstraße – Blick nach Süden 1988
Im Hintergrund sieht man die Häuser an der Kopenhagener Straße. Bei genauer Betrachtung entdeckt man zwei getarnte Beobachtungstürme. Einer ist im Dachgeschoss des Hauses rechts, direkt am Mauerstreifen zu erkennen. Zu dieser Zeit bildete die Schwedter Straße an dieser Stelle den Mauerstreifen. Ein weiterer Wachturm ist als Aufbau auf dem Dach des Hauses nahe dem Gleisbett zu erkennen. Seit 1999 spannt sich von der Behmbrücke zur Schwedter Straße die Fußgängerbrücke namens Schwedter Steg (rechter Bildrand).
In the background are the buildings on Kopenhagener Straße. A closer examination reveals two camouflaged watch towers. One of them is in the attic of the house on the right, directly on Schwedter Straße which formed a part of the death strip at this time. The other watchtower is on the roof of the building next to the railway track. Since 1999 there has been a pedestrian bridge ‘Schwedter Steg’ connecting the Behm Bridge and the Schwedter Straße (on the right).
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Mauerpark – Facing south 1989
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Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark (1951) / Friedrich-Ludwig-Jahn Sports Complex (1951) Areal des GĂźterbahnhofs Eberswalder StraĂ&#x;e / Area of the freight station Eberswalder StraĂ&#x;e StraĂ&#x;enbahn-Haltestelle / Tram stop Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark Reste der Hinterlandmauer (1961) / Remains of the Berlin Wall (1961) Mauerpark (1990) / Urban park ‘Mauerpark’ (Wall Park) (1990) StraĂ&#x;enbahn-Haltestelle / Tram stop Wolliner StraĂ&#x;e (2006) Galeriewand Berliner Mauer / Mauerpark (2008) / Gallery wall Berlin Wall / Wall Park (2008) edte Schw
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Mauerpark – Blick nach Süden 1988
Der Todesstreifen zog sich entlang eines Hanges am Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion bis zu dem Punkt, an dem sich Prenzlauer Berg, Mitte und Gesundbrunnen treffen. Im Zuge mehrerer Gebietsaustausche zwischen der DDR und Berlin (Ost) mit Berlin (West) wurde im Jahr 1988 einmalig ein Gebiet innerhalb Berlins von West nach Ost transferiert. Es handelte sich um das Areal des ehemaligen Güterbahnhofs Eberswalder Straße (rechts hinter der Mauer). Heute bildet der ehemalige Mauerstreifen zusammen mit dem ehemaligen Bahnhofsgelände den Mauerpark.
The death strip ran along a slope by the Friedrich Ludwig Jahn Stadion as far as the intersection of the districts of Prenzlauer Berg, Mitte and Gesundbrunnen. In 1988, as part of a territorial exchange of multiple areas of the GDR, Berlin (East) and Berlin (West), an area in Berlin was transferred from West to East for the first time. It was the plot of land belonging to the former Eberswalder Straße freight station (behind the Wall on the right). Today the former death strip has been combined with the former railway area to form the Mauerpark (Wall Park).
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Bernauer StraĂ&#x;e – Facing southwest Ber
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Tunnel 57 – Zugang / Entrance Bernauer StraĂ&#x;e 97 (1964) Tunnel 57 – Zugang / Entrance Strelitzer StraĂ&#x;e 55 (1964) U-Bahnhof / Underground station Bernauer StraĂ&#x;e (1930) Gedenkstätte Berliner Mauer / Es geschah an der Mauer (2012) / Berlin Wall Memorial (D)(2012) Gedenkstätte Berliner Mauer / Der Bau der Mauer (2011) / Berlin Wall Memorial (C) (2011) Abstraktion eines Wachturms Typ BT9 (2010) / Reconstruction of a watchtower Type BT9 (2010) Gedenkstätte Berliner Mauer / Die ZerstĂśrung der Stadt (2011) / Berlin Wall Memorial (B) (2011) r.
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Bernauer Straße – Blick nach Südwesten 1988
Der Bürgersteig der Wohnhäuser an der Bernauer Straße lag im Westsektor, was zur Flucht genutzt wurde. Die 58-jährige Ida Siekmann starb 1961 bei dem Versuch, aus dem dritten Stock zu springen. Die DDR ließ bis 1963 alle Häuser abreißen und den U-Bahnhof zumauern. Ab 2012 befindet sich hier die Ausstellung „Es geschah an der Mauer“ der Gedenkstätte Berliner Mauer. 1964 entkamen 57 Menschen durch den längsten Berliner Fluchttunnel (145 m). Beim Versuch sie zu stoppen, wurde der 21-jährige Grenzsoldat Egon Schultz versehentlich von Kameraden erschossen und in der DDR zum Helden erklärt.
The pavement outside the buildings on Bernauer Straße was in the western sector and used for escape attempts. In 1961, 58 year old Ida Siekmann fell to death by jumping from the third floor. The GDR had all the buildings demolished in 1963 and sealed up the underground station. From 2012 the exhibition ‘It happened at the Wall’ will be located here. In 1964 57 people escaped to the West through the longest Berlin escape tunnel (145 m). Whilst trying to prevent this escape action, Egon Schultz, a 21 year old border soldier, was accidentally killed by friendly fire. The GDR made him a hero killed by spies.
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The cemeteries on LiesenstraĂ&#x;e – Facing northeast
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LiesenbrĂźcken (1896) / Liesen Bridges (1896) Friedhof Dorotheenstadt II (1842) / Cemetery Dorotheenstadt II (1842) Alter Domfriedhof St.-Hedwig (1834) / St. Hedwig’s Old Cathedral Cemetery (1834) Friedh. II der Franz.-Ref. Gemeinde (1835) / 2nd Cemetery of the French-Reformed Parish (1835) Domfriedhof I (1830) / 1st Cathedral Cemetery (1830) Hintereingang WĂśhlerstraĂ&#x;e (1961–1990) / Rear entrance WĂśhlerstraĂ&#x;e (1961–1990) Reste der Vorderlandmauer (1961) / Remains of the Berlin Wall (1961)
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