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SWZ Ausgabe September 2026

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Auftraggeber: Baukollegium

BAUWIRTSCHAFT Die Seite des Baukollegiums

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Baustoffrecycling weiter stärken WIEDERVERWERTUNG VON BAURESTMASSEN – Der nationale Verband ANPAR informierte sich über die Vorreiter-Rolle Südtirols bei einem Besuch beim Konsortium bau.recycle. Bozen – Südtirol ist italienweit Vorreiter im Baustoffrecycling. Wie dies möglich ist, zeigte kürzlich das Konsortium bau.recycle, die Interessenvertretung der Bauschutt-Wiederverwerter in Südtirol, einer Delegation des nationalen Verbandes der Bauschuttrecycler ANPAR sowie Vertretern des CET Trentino – Consorzio Estrattivo Trentino.

ist auch im Sinne des Trientner CET, wie Präsident Alex Zulberti sowie Flavia Angeli, Mitglied des Verwaltungsrats betonten.

Das Konsortium für Baustoff­ verwertung – bau.recycle

Nachhaltigkeit verbessern „Südtirol verfügt über langjährige Erfahrung bei der Aufbereitung und Wiederverwertung von Baurestmassen. Unser Ziel ist es, die Kreislaufwirtschaft am Bau zu stärken und dadurch die Nachhaltigkeit zu verbessern. Wir sind auf einem guten Weg, auf nationaler Ebene braucht es jedoch mehr Verständnis und Einsatz für dieses Thema, um noch besser werden zu können“, erklärt Andreas Auer, Präsident des Konsortiums bau.recycle.

Vielversprechende Ergebnisse Konkret gibt es derzeit auf staatlicher Ebene eine Norm, die den vermehrten Einbau von Recycling-Sand in Beton verhindert. Besucht wurde deshalb gemeinsam das Amt für Geologie und Baustoffprüfung, in dessen Laboren die Forschung dazu stattfindet. „Die Ergebnisse einer Forschungskonvention zwischen dem Konsortium bau.recycle mit dem

Amt für Geologie und Baustoffprüfung haben bewiesen, dass der Einbau von Recycling-Sand in Beton problemlos möglich und die Qualität sowie die Sicherheit zudem gleichbleibend ist“, zeigte Thomas Hasler, Geschäftsleiter des Baukollegiums und des Konsortiums bau.recycle, dabei auf. „Gemeinsam mit ANPAR werden wir versuchen, die Ergebnisse der Forschung auf nationaler Ebene vorzustellen und dadurch eine Änderung der Norm zu erreichen – für eine weitere Stärkung der Kreislaufwirtschaft und der Nachhaltigkeit“, so Hasler.

Besichtigung des Bauschutt-Recyclingcenters Abgerundet wurde der Austausch durch eine Besichtigung des Bauschutt-Recyclingcenters der Erdbau in Meran. ANPAR-Präsident Carlo Colombino sowie Geschäftsleiter Paolo Barberi zeigten sich beeindruckt von der Südtiroler Realität und versprachen ihre Unterstützung, um auf nationaler Ebene im Sinne der Nachhaltigkeit den Einbau von Recycling-Sand in Beton zu fördern. Eine weitere Stärkung des Austausches

Das Konsortium für Baustoffverwertung – bau.recycle ist die Interessenvertretung der Bauschutt-Wiederverwerter, die ihren Sitz in der Autonomen Provinz Bozen haben. Ziel des Konsortiums ist, die Entwicklung, Rationalisierung, Wiedergewinnung und Vermarktung von Recyclingprodukten zu fördern. Dies mit dem besonderen Augenmerk auf die Wiedergewinnung und Verwertung von Bauschutt, Aushubmaterial und generellen Erdbewegungen in Südtirol. Des Weiteren unterstützt das Konsortium für Baustoffverwertung – bau.recycle die Suche nach sinnvollen Möglichkeiten von Bauschuttrecycling, fördert neue Formen von Wiedergewinnung und bietet Beratung in diesem Bereich. Zudem fördert das Konsortium bau.recycle den Austausch auf internationaler Ebene. Nicht zuletzt vertritt das Konsortium für Baustoffverwertung – bau.recycle die Interessen seiner Mitglieder gegenüber dem Land Südtirol. Dem 1991 gegründeten Konsortium gehören heute 28 Mitglieder an.

Nicht nur mitarbeiten, sondern Verantwortung übernehmen IM GESPRÄCH MIT SOPHIA KARGRUBER – Von der Aushilfe im Unternehmen zur langfristigen Aufgabe: Der Einstieg ins Familienunternehmen. Welsberg/Taisten – Die Frauen in der Bauwirtschaft stärken, ihnen mehr Sichtbarkeit geben und die Vernetzung fördern: Dies sind die zentralen Ziele der Initiative „She Builds“ des Baukollegiums. In dieser Serie auf der SWZSeite des Baukollegiums werden jene Frauen vorgestellt, die dieses Netzwerk ausmachen. Sophia Kargruber ist VizeVorsitzende der Initiative. Sie ist CFO, verantwortlich für Human Resources und Controlling im Familienbetrieb Kargruber-Stoll GmbH in Welsberg/ Taisten. Das Unternehmen ist seit Jahrzehnten im Bereich Hochbau tätig. Frau Kargruber, würden Sie uns etwas über Ihren persönlichen Werdegang erzählen? Warum haben Sie sich entschieden, den Weg in die Bauwirtschaft einzuschlagen? Sophia Kargruber: Mein Weg in die Bauwirtschaft war keine von Anfang an geplante Entscheidung. Als Familienunternehmen war unser Betrieb zwar schon früh Teil meines Lebens, trotzdem wurde von mir nie erwartet, dass ich einmal in das Unternehmen einsteige. Während meiner Schul- und Studienzeit habe ich deshalb bewusst unter-

dass mich die Verbindung von Technik, Wirtschaft und unternehmerischem Denken besonders interessiert. Als in unserem Betrieb dann kurzfristig Unterstützung gebraucht wurde, bin ich zum Aushelfen ins Unternehmen gekommen. Aus diesem vorübergehenden Einsatz wurde schließlich eine langfristige Aufgabe. Mit der Zeit wurde für mich klar, dass ich hier nicht nur mitarbeiten, sondern Verantwortung übernehmen und mich langfristig in die Entwicklung des Unternehmens einbringen möchte.

Sophia Kargruber

schiedliche Erfahrungen gesammelt – in verschiedenen Bereichen unseres Unternehmens sowie auch in einem Ingenieurbüro. Dabei habe ich gemerkt,

Was ist nun Ihre Rolle im Unternehmen und welche Aufgaben gefallen Ihnen besonders gut? Meine Schwerpunkte liegen heute vor allem in den Bereichen Finanzen, Controlling und Human Resources. Auf den ersten Blick sind das sehr unterschiedliche Bereiche – auf der einen Seite stehen die Menschen, auf der anderen die Zahlen. Gerade diese Kombination finde ich aber besonders spannend. Die Mitarbeiter:innen sind für mich das Herzstück eines Unternehmens. Gleichzeitig braucht es eine solide wirtschaftliche Basis, um langfristig erfolg-

reich zu sein und sich weiterentwickeln zu können. Beides gehört für mich untrennbar zusammen. Was mir besonders gefällt, ist die Vielseitigkeit. Gerade in einem Familienunternehmen bekommt man einen sehr umfassenden Einblick und sieht, wie die einzelnen Bereiche zusammenhängen. Ich schätze es, mich mit strategischen und wirtschaftlichen Fragen zu beschäftigen, aber gleichzeitig im direkten Austausch mit den Menschen im Unternehmen zu stehen. Wo sehen Sie die größten Herausforderungen für den Bausektor in Südtirol? Und welche Lösungsansätze würden Sie vorschlagen? Eine der größten Herausforderungen ist für mich ganz klar der Fachkräftemangel. Gute Mitarbeiter:innen zu finden und vor allem langfristig zu halten, wird immer wichtiger. Deshalb müssen wir stärker in Ausbildung, Weiterbildung und Entwicklungsmöglichkeiten investieren. Gleichzeitig müssen wir jungen Menschen zeigen, dass die Bauwirtschaft heute ein moderner und vielseitiger Bereich mit vielen interessanten beruflichen Möglichkeiten ist.

Öffentliche Ausschreibungen – wie der wirtschaftliche Eigentümer zu ermitteln ist Bozen – Für die Teilnahme an öffentlichen Ausschreibungen ist es erforderlich, den oder die wirtschaftlichen Eigentümer anzugeben sowie darzulegen, anhand welchen Kriterien diese Person bzw. diese Personen ermittelt wurden.

Wer ist der „wirtschaftliche Eigentümer“? Unter dem Begriff „wirtschaftlicher Eigentümer“ wird die natürliche Person verstanden, die letztlich Eigentümer des Unternehmens ist, dieses kontrolliert oder von ihm profitiert. In Italien sieht die Geldwäschebekämpfungsgesetzgebung (GvD Nr. 231/2007) für Gesellschaften drei Kriterien zur Ermittlung des oder der wirtschaftlichen Eigentümer vor. Diese Kriterien sind in einer abgestuften bzw. hierarchischen Reihenfolge anzuwenden: 1. Kriterium der Eigentumsstruktur Es ist die natürliche Person zu ermitteln, die direkt oder indirekt einen Anteil von mehr als 25 Prozent des Gesellschaftskapitals hält. Ein indirekter Eigentumsanteil liegt vor, wenn die Beteiligung über kontrollierte Gesellschaften, Treuhandgesellschaften oder durch zwischengeschaltete Personen gehalten wird. Bei Unternehmensbeteiligungsketten ist die gesamte Beteiligungsstruktur bis zur natürlichen Person zurückzuverfolgen. 2. Kontrollkriterium Führt das erste Kriterium nicht zu einer eindeutigen Identifizierung, ist zu prüfen, wer die Kontrolle über die Gesellschaft ausübt. Hierzu zählen insbesondere: die Verfügbarkeit der Mehrheit der in der ordentlichen Gesellschafterversammlung ausübbaren Stimmrechte; Stimmrechte, die ausreichen, um einen beherrschenden Einfluss auszuüben; das Bestehen besonderer vertraglicher Bindungen, die einen beherrschenden Einfluss ermöglichen. 3. Auffangkriterium (subsidiäres Kriterium) Können anhand der ersten beiden Kriterien keine natürlichen Personen über Eigentum oder Kontrolle ermittelt werden, gelten als wirtschaftliche Eigentümer die natürlichen Personen, die über gesetzliche Vertretungs-, Verwaltungs- oder Leitungsbefugnisse innerhalb der Gesellschaft verfügen.

INFO Für alle Fragen zum Thema öffentliche Ausschreibungen stehen den Mitgliedsunternehmen des Bau­ kollegiums und des Unternehmer­ verbandes Südtirols Fabrizio Rensi (f.rensi@unternehmerverband.bz.it) und Tanja Ziernhöld (t.ziernhoeld@ unternehmerverband.bz.it) von der Rechtsabteilung des Unternehmer­ verbandes zur Verfügung. ®© Alle Rechte vorbehalten/Riproduzione riservata


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