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Donnerstag, 18. Juni 2020

112. Jahrgang Nr. 25

AMTLICHER ANZEIGER FÜR DAS SCHWARZBUBENLAND UND DAS LAUFENTAL P.P. A 4242 Laufen

Wanderwege beider Basel zeigt den Weg Dank vielen Freiwilligen weisen die gelben Wegmarkierungen den Wandernden den richtigen Weg. Der Verein «Wanderwege beider Basel» ist auch mitverantwortlich für die beiden neu erschienenen Wanderkarten «Baselland Wandern» und «Region Basel Ost». Gaby Walther

Würde man alle Wanderwege der Kantone Basel-Landschaft und Basel-Stadt aneinanderreihen, würde die Strecke bis nach Neapel reichen. Doch Neapel ist nicht das Ziel. Ein Netz aus zahlreichen Wanderwegen spannt sich über die beiden Halbkantone. Um die verschiedensten Orte zu erreichen, sind die Wanderwege — wie in keinem Land auf der Erde — bestens ausgeschildert. Verantwortlich für die gelben Wandermarkierungen ist die professionell organisierte Wanderorganisation «Wanderwege beider Basel». Im Auftrag der beiden Kantone sind die rund 60 freiwilligen Helferinnen und Helfer des Vereins zuständig für die fachmännische Signalisation. Jährlich wird das gesamte Wanderwegenetz begangen, werden die Markierungen gereinigt, aufgefrischt oder ersetzt sowie die Begehbarkeit der Wege überprüft. Daneben bietet der Verein Wanderungen in verschiedenen Gegenden der Schweiz sowie im Elsass und Schwarzwald an. Im Jahr 2019 waren dies 77 geführte Wanderungen. «Wandern ist der sinnvollste Sport, der ausgeübt werden kann», begründet Othmar Cueni, Präsident des Vereins, sein grosses Engagement. «Wandern ist

Neue Wanderkarten: Othmar Cueni, Präsident von Wanderwege beider Basel, präsentiert die beiden Karten. FOTO: GABY WALTHER

gut für den Körper, den Geist und die Seele. Es ist ein Segen, zu Fuss unterwegs sein zu können — alleine, zu zweit oder in der Gruppe», schwärmt der Pensionär. «Mit den geführten Wanderungen übernimmt der Verein auch eine soziale Funktion.» Cueni, ehemaliges Geschäftsleitungsmitglied der Basellandschaftlichen Kantonalbank, kam als Projektleiter der Feierlichkeiten 150 Jahre BLKB im Jahre

2014 in Kontakt mit dem Verein. Damals liess die BLKB in Zusammenarbeit mit Wanderwege beider Basel im Kanton 150 Sitzbänke sowie in jedem Bezirk einen Rastplatz aufstellen.

Neue Wanderkarten für die Region

Wer nicht in der Gruppe unterwegs ist, kann dank Wanderkarten und Broschüren die passende Wanderung finden.

Soeben sind zwei neue Karten erschienen bzw. am Erscheinen. Wanderwege beider Basel hat zusammen mit Baselland Tourismus, wo Cueni ebenfalls im Vorstand tätig ist, die neue Wanderkarte Baselland Wandern überarbeitet. «Es ist eine ‹Gluschtigmachkarte› aus der Vogelperspektive, welche die schönsten Wanderungen im Baselbiet beschreibt. Im Laufental sind dies zum Beispiel die Rundwanderungen Chaltbrunnental und Chastelbach, Pfeffingen-Blattenpass oder der Themenweg Planetenweg. Jede Wanderung ist mit einem QR-Code versehen, welcher auf dem Smartphone Details zur Wanderung anzeigt», erzählt der in Laufen wohnende, leidenschaftliche Wanderer. Ende Juni wird bei Bider & Tanner und Orell Füssli die detaillierte Wanderkarte Region Basel Ost im Massstab 1:25 000 erscheinen. Mit Inputs, Angaben zu Feuerstellen, Sehenswürdigkeiten und weiteren Details hat Wanderwege beider Basel massgeblich zu deren Gelingen beigetragen. Cueni erklärt, dass der Verein alleine keine neuen Wanderwege anlegen kann. Zuständig dafür sei das Amt für Raumund Mobilitätsplanung. Hingegen fasse der Verein in Broschüren beliebte Wanderungen unter bestimmten Aspekten zusammen. So ist vor drei Jahren der Bestseller «Wandern mit Kinderwagen» entstanden. 15 Wanderungen, welche mit Kinderwagen begehbar sind, gute ÖV-Anbindungen haben und den Kindern unterwegs zum Beispiel mit einem Spielplatz etwas bieten, wurden ausgewählt. «Auch ältere Personen schätzen die Broschüre. Unter anderem deshalb, weil diese Wanderungen einfach zu begehen sind», so Cueni. Der Verein Wanderwege beider Basel existiert seit über 80 Jahren und zählt rund 2400 Mitglieder. Weitere Infos zur Mitgliedschaft, Bestellung von Kartenmaterial, Broschüren oder zu geführten Wanderungen sind zu finden unter: www.wanderwege-beider-basel.ch

12 ºC 22 ºC

12 ºC 25 ºC

15 ºC 24 ºC

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Freitag, 19. Juni 2020 Der Tag besteht aus einem Mix aus Sonne und Wolken. In der zweiten Tageshälfte sind einzelne Schauer oder Gewitter möglich. Samstag, 20. Juni 2020 Morgens ein Mix aus Sonne und Wolken, gegen Nachmittag und Abend steigendes Regen- oder Gewitterrisiko. Sonntag, 21. Juni 2020 Der Tag zeigt sich recht sonnig. Aber es ziehen auch einzelne Wolken durch.

Laufen

3 Vertreter der IG Pro Spital Laufen haben letzten Freitag die Petition mit knapp 2000 Unterschriften in Liestal eingereicht und rufen für diesen Samstag zur Demonstration auf.

Rodersdorf

9 Der Bund hat Bauten in der Gartenkolonie ausserhalb des Siedlungsgebietes von Rodersdorf als Zweitwohnungen eingestuft und fordert die Gemeinde zum Handeln auf.

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Lehrmeister hat mir schon früh beigebracht, dass eine strukturierte Arbeitsweise das Wichtigste ist. Zudem ist es sehr toll im Team zu arbeiten. Wie sah dein heutiger Arbeitsalltag aus? Wir mussten eine Steigzone ausführen. Dies ist ein Schacht in einem Gebäude, wo sich alle Zuleitungen wie. z.B. Kalt-, Warmwasser, Heizung sowie Elektro etc. befinden. Zuerst mussten wir den Plan studieren, um festzustellen, wo wir die Armaturen der Heizungsleitungen platzieren wollen.

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Andauernde Regenfälle in den letzten Jahren haben gezeigt: kaum vorhersehbarer Starkregen wird immer häufiger – und kann zu grossen Schäden führen. Bei genauerem Hinsehen wird durch den Starkregen aber nur ein Problem verschärft, das bei einigen Gebäuden schon seit Jahren vorhanden ist. Viele Gebäudekeller sind aufgrund ihrer Bauweise nur unzulänglich oder gar nicht fachgerecht abgedichtet. Ohne Schutz aber ist die Bausubstanz dauerhafter Feuchte ausgesetzt, was die Wertstabilität der Immobilie ins Wanken bringen kann. Die gute Nachricht: Fachgerechte Abdichtungen sind jederzeit nachrüstbar und bewirken – je nach Lage und Gesamtzustand – eine erhebliche Aufwertung des Gebäudes.

Amtliches Publikationsorgan der Gemeinden in den Bezirken Laufen (BL) sowie Thierstein und Dorneck (SO) – mit Ausnahme Dornach, Gempen, Hochwald. www.wochenblatt.ch Erscheint wöchentlich (Donnerstag) Herausgeberin AZ Anzeiger AG Hauptstrasse 37, 4242 Laufen Redaktion 061 789 93 38 redaktion.laufen@wochenblatt.ch Chefredaktorin Gaby Walther (gwa) Redaktion Melanie Brêchet (meb) Gini Minonzio (gin)

Inseratekombinationen − Birs-Kombi: Inseratekombination mit Wochenblatt (Schwarzbubenland/Laufental), Wochenblatt (Birseck/Dorneck) und Birsigtal-Bote. Auflage: 76706 Ex. − AnzeigerKombi 31: Inseratekombination mit Birs-Kombi-Titeln, fricktal.info, Oberbaselbieter Zeitung, Allschwiler Wochenblatt, Muttenzer&Prattler Anzeiger, Birsfelder Anzeiger. Auflage: 195642 Ex. Abonnemente AZ Anzeiger AG, Abo Contact Center Neumattstrasse 1, 5001 Aarau 058 200 55 86, abo@azmedien.ch ½ Jahr CHF 60.–, 1 Jahr CHF 120.–

Redaktionsschluss Montag, 12.00 Uhr

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Copyright AZ Anzeiger AG

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www.chmedia.ch Namhafte Beteiligungen nach Art. 322 Abs. 2 StGB: AZ Anzeiger AG, AZ Fachverlage AG, AZ Management Services AG, AZ Regionalfernsehen AG, AZ TV Productions AG, AZ Verlagsservice AG, AZ Vertriebs AG, AZ Zeitungen AG, Belcom AG Dietschi AG, Media Factory AG, Mittelland Zeitungsdruck AG, Vogt-Schild Druck AG, Vogt-Schild Vertriebs GmbH, Weiss Medien AG.

Weitere Informationen finden Sie unter www.isotec-walzer.ch ISOTEC-Fachbetrieb Abdichtungssysteme Walzer AG Frohburgerstrasse 32, 4132 Muttenz Teichgässlein 9, 4058 Basel

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Wie aber kann der Feuchteeintritt unterbunden werden? – «Um die Bausubstanz vor seitlich eindringender Feuchtigkeit zu schützen und damit den Wert der Immobilie zu erhalten, bieten sich zwei bewährte Verfahren an: eine Aussenabdichtung bzw. eine Innenabdichtung», erläutert Fabian Walzer, der mit seinem ISOTECFachbetrieb auf die Beseitigung von Feuchte- und Schimmelpilzschäden spezialisiert ist. «Durch diese Verfahren werden Gebäude dauerhaft vor den gravierenden Folgen der Feuchtigkeit bewahrt, der typische Kellermuff beseitigt, die Wohnqualität erhöht und der Wert der Immobilie nachhaltig gesichert».

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LAUFENTAL

Donnerstag, 18. Juni 2020 Nr. 25

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L AUFEN

IG Pro Spital Laufen ruft zur Demonstration auf Vertreter der IG Pro Spital Laufen haben letzten Freitag eine Petition mit knapp 2000 Unterschriften in Liestal eingereicht und rufen für diesen Samstag zu einer Demonstration auf dem Rathausplatz auf. Bea Asper

«Die Bevölkerung muss miteinbezogen werden», fordert Simon Felix, Mitinitiant der IG Pro Spital Laufen. Diese hat letzten Samstag eine Petition mit knapp 2000 Unterschriften in Liestal bei der Landeskanzlei eingereicht. «Die Forderung ist klar: Die im Corona-Ausnahmezustand vollzogene Verlegung der inneren Medizin muss dem Spital Laufen zurückgegeben werden.» Der Schliessungsentscheid des Spitalstandorts Laufen dürfe nicht auf Ebene der Gemeinderäte und des Landrats entschieden werden, führt Felix aus. «Vor allem sollte das Laufental dem Kanton Basel-Landschaft nicht Zugeständnisse machen, solange die entscheidenden Fragen zum geplanten Gesundheitszentrum offen sind.»

Übergabe: Die Petition für den Erhalt des Spitals Laufen wurde letzten Freitag in Liestal übergeben. FOTO: ZVG

Demonstration im Stedtli

Die IG Pro Spital Laufen lädt die Bevölkerung deswegen diesen Samstag ein, auf dem Rathausplatz für die Interessen des Laufentals einzustehen. «Beginn ist 15 Uhr», sagt Felix. Er ist davon überzeugt, dass sich das Engagement lohnt. Mit dem Laufentalvertrag, der festhält, dass der Betrieb des Spitals gewährleistet werden muss, seien die Chancen intakt für eine bessere Lösung, als die Katze im Sack zu kaufen – ohne den Preis zu ken-

nen, den man letztlich dafür bezahlen wird. Aus der Vergangenheit wisse man, dass der Kanton nicht Wort halte und immer wieder Kosten (vor allem im Sozial- und Gesundheitsbereich) auf die Gemeinden abwälze. Liestal lege nicht offen, was mit dem Spital passieren soll, wenn beim Bahnhof auf dem Grundstück des Kantons ein Gesundheitszentrum entsteht. «Es ist eine Illusion, zu glauben, dass der Kanton aus dem Spital-Grundstück – Bauland im Wert von rund 20

Millionen Franken – kein Kapital schlagen wird», hält Felix fest. Gemäss Zeitplan sollte der Landrat bereits demnächst über die Schliessungsvorlage entscheiden. Gefragt nach den Kosten liess die Regierung Pro Spital Laufen wissen: «Das Weiterführen des KSBL Standorts Laufen im heutigen Umfang führt zu einem jährlichen Defizit von knapp sechs Millionen Franken. Die Strategie Fokus strebt dagegen ein zukunftsfähiges Konzept an, das auch eine Dämpfung des Kostenanstiegs anstrebt, zu Gunsten aller, die Krankenkassenprämien und Steuern zahlen.» Das Gesundheitszentrum müsse sich mittelfristig selbst tragen, «ansonsten muss der Bedarf in Frage gestellt werden», hielt der Regierungsrat in einem Schreiben fest. «Da läuten doch sämtliche Alarmglocken», kommentiert Felix. «Liestal gibt keine Garantien – weder für den Erhalt der medizinischen Einrichtung noch dafür, dass die Gemeinden nicht auf hohen Kosten sitzen bleiben werden.» Bezüglich Laufentalvertrag stellt sich die Regierung auf den Standpunkt, dass dieser zeitgemäss zu interpretieren sei: «Die Verhältnisse im Spitalbereich haben sich seit Vertragsabschluss 1983 grundlegend verändert», heisst es. Dass Strukturerhalt keine zukunftsträchtige Strategie sei, brachte Regierungsrat Thomas Weber mit einem Sprichwort zum Ausdruck: «Steig vom Pferd ab, wenn du merkst, dass es tot ist.»

Chance dank Umwälzungen

Nachgefragt bei der Laufentaler Verhandlungsdelegation beteuert deren Sprecher Alexander Imhof: «Das regionale Gesundheitszentrum wird vom Kantonsspital Baselland mit Medbase auf eigene Rechnung betrieben. Für den Notfall gibt es gemeinwirtschaftliche Leistungen des Kantons. Für die Gemeinden entstehen keine Kosten.» Seiner Meinung nach kann sich das Laufental dem Wandel im Gesundheitsbereich nicht verschliessen: «Ein kleines stationäres Spital ist aufgrund der Umwälzungen im Spitalbereich (technische Entwicklung, Spezialisierung, Mindestfallzahlen, Kosten) mittelfristig nicht haltbar.» Das Gesundheitszentrum bringe viele Vorteile: «Die Umwälzungen geben uns die Chance, etwas Neues aufzubauen, das zeitgemäss ist und der Bevölkerung tatsächlich einen Mehrwert bietet. Ein Mehrwert ergibt sich dort, wo praktisch jeder und jede immer wieder betroffen ist, nämlich im ambulanten Bereich mit Zugang zur Hausarztmedizin rund um die Uhr, Zugang zu Topdiagnostik, Spezialisten, einfache Behandlungsketten und die Abstimmung zwischen Hausarzt, Spezialisten, Klinik und Spital; so könne auch ein attraktives Zentrum für Ärzte entstehen, um zukünftig die hausärztliche Grundversorgung sicher- zustellen», so Alexander Imhof.

L AUFEN

L AUFEN

Frisch, frech, kritisch

Neues Team übernimmt Rebberg des Museums

Passend zum Sommerbeginn präsentierte der Rapper Lafa letzten Freitag seine neuste EP «Ping Pong». Doch die lockeren Rhythmen sprechen auch die kritische Seite der digitalen Welt an. zaz. Mit Freunden zusammen etwas Feines grillieren, Spiele spielen, den Sonnenuntergang betrachten und anschliessend noch lange in der milden Abendluft sitzen, um tolle Gespräche zu führen. So sieht ein gemütlicher Sommerabend aus. Genau diese lockere und sommerliche Stimmung wird in der neuen EP «Ping Pong» des Rappers Lafa, alias Manuel Guntern, aufgegriffen. Der fünfundzwanzigjährige Musiker ist in Bärschwil aufgewachsen und hat seine Matura am Gymnasium Laufen gemacht. Er studiert seit fünf Jahren in Basel Deutsch und Geschichte, doch ist er immer noch in der Region tätig. Er arbeitet an der Sekundarschule in Laufen als Musiklehrer, wo er vor allem durch seine positive Ausstrahlung und Motivation sehr von seinen Schülerinnen und Schülern geschätzt wird. Doch die heutige Jugend kennt nicht nur die schöne Seite des Lebens, wie sie vorher beim Sommerabend beschrieben wurde. Ein grosses Problem für die jungen Menschen ist der Schein der sozialen Medien. Und genau das spricht Lafa in seinen neuen Songs an. «Alles Show, alles fake, numme Wrestling», «Mir si gfange i dem Netz» sind Ausschnitte aus seinem Song «Wrestling». Hier wird die Falsch-

heit der Medien kritisiert. Jeder zeigt sich auf seinem Internetprofil von seiner besten Seite. Und vor allem Stars posten täglich etwas im Netz. Wie man ins Fitnessstudio geht, chic Essen geht, sich ein neues, teures Auto kauft. Fast jede Frau und jeder Mann scheint den «idealen» Körper zu haben, wobei die Bilder nach Belieben bearbeitet werden können und oft nicht der Realität entsprechen. Doch mit diesen «perfekten» Bildern werden die Jugendlichen täglich überhäuft, was zu einem enormen Druck führen kann. Mit seinen Songs greift Manuel Guntern genau diese Thematik kritisch auf und unterstreicht damit die Unechtheit des Internets. Lafa strebt mit seiner Musik höchst mögliche Professionalität an und arbeitet dafür sehr hart. Doch er kennt die Realität und weiss, wie schwierig es sein kann, von der Musik zu leben. Er ist für jede Möglichkeit vorbereitet und bleibt offen für alles. Doch etwas ist ihm klar: Die Kids sind ihm wichtig, und egal wie viele Konzerte er eines Tages geben kann, möchte er dies immer in Kombination mit Workshops und Unterricht beibehalten. Momentan schaut er jedoch in die nähere Zukunft und ist gespannt auf das Feedback auf «Ping Pong». Besonders freut er sich, dass die Konzerte bald wieder starten können, und hofft, seine Plattentaufe wie geplant am 24. Oktober in der Biomill in Laufen machen zu können. Vor allem junge Hörerinnen und Hörer und natürlich alle Rap-Fans werden seine frischen und lockeren Beats sicher zu ihrer Sommer-Playlist hinzufügen.

Lafa: Manuel Guntern hat neue Songs herausgebracht.

FOTO: ZVG

Neues Team, neues Glück: (v.l.) Nadja und Andreas Aregger, Martin Giger (Rebmeister) und Simon Jermann übernehmen von Rolf Bolliger. Präsidentin Lilli Kuonen (2.v.r.) freut sich. FOTO: MARTIN STAUB

Seit 2004 hegt und pflegt das Museum Laufental den letzten Rebberg auf dem Gemeindegebiet Laufen. Seither hat Rolf Bolliger die Verantwortung für den AOC-zertifizierten Tropfen als Rebmeister inne. Nun darf er seine Funktion weitergeben. dust. Auf rund 500 Quadratmetern stei-

lem Gebiet stehen die 190 Rebstöcke in 19 Reihen. Ein bescheidenes Stück Erde nördlich des Stedtlis, dem Museum Laufental in Pacht gratis überlassen, um dieses jährlich mit rund 200 Flaschen Laufner Museumswein zu belohnen. «Angefangen hat die Geschichte des Laufner Weins bereits 150 Jahre vorher, als eine Weinbaugesellschaft gegründet wurde, welche auf einem viel grösseren Gebiet Reben anpflanzte. Ab 1870 gedieh schliesslich auf den Reben – dieser bis heute erhaltene Name ist übrigens noch viel älter – während 30 Jahren guter Laufner Wein, bis die Reblaus im Jahre 1900 sämtliche Weinstöcke zerstörte. Erst 1985 bekam der ehemalige Bauverwalter von Laufen, Markus Philipp, die Einwilligung der Besitzerfamilie Henz, hier auf diesem

steilen Gebiet 200 Rebstöcke zu pflanzen.» Rolf Bolliger erzählt die Geschichte, die übrigens im Museum nachzulesen ist, mit Verve. Er – nach seiner Pension nach Laufen gezogen – übernahm 2004 für das Museum Laufental den Rebberg als Rebmeister zum Nulltarif und im Alleingang. «Seit meiner Anfangszeit als junger Landwirt, als ich ein Weinbaugebiet in der Ostschweiz betreute, hatte ich nichts mehr mit Reben zu tun, und so freute ich mich auf das neue Lernfeld in den Laufner Reben», sagt der ehemalige Leiter des Landwirtschaftsbetriebs Löwenburg bei Ederswiler. Da auch er «nicht jünger werde», bemühte sich der 79-Jährige seit einiger Zeit um eine Nachfolge.

Neues, kompetentes Team

Nach langer Suche meldete sich Lilli Kuonen, Präsidentin des Museums Laufental, beim Wochenblatt-Redaktor, der kurz vorher die Recherche für einen anders lautenden Artikel gestartet hatte: «Wie vom Himmel geschickt hat sich auf meine telefonische Anfrage jemand sehr interessiert gezeigt, die Verantwortung für den Rebberg zu übernehmen.» Martin Giger, der vor rund 14 Jahren einen Reb-

baukurs im Zentrum für Landwirtschaft Ebenrain absolvierte, konnte seine damaligen Mitabsolventen Nadja und Andreas Aregger aus Blauen und Simon Jermann, wie er selbst aus Dittingen, dazu bewegen, den sich in ausgezeichnetem Zustand befindenden Rebberg zu betreuen und zu bewirtschaften. «Als langjähriger Rebchef der Dittinger Rebzunft zum Chattel, hat er sicher das Rüstzeug, um das Erbe von Rolf Bolliger anzutreten», ist Kuonen überzeugt. Am vergangenen Samstag war das vierköpfige Team um den neuen Rebmeister Martin Giger ein erstes Mal aktiv im Rebberg. Unterstützt von der Präsidentin des Museums und besucht vom abtretenden Rolf Bolliger, der den Neulingen noch einige nützliche ortsspezifische Tipps zuhielt. Lilli Kuonen freut sich zusammen mit dem neuen Team auf die baldige Abfüllung des Jahrgangs 2019 bei der mit der Kelterung beauftragten Firma Gschwind Weinbau in Therwil. Der Neunzehner geht noch voll auf die Rechnung des abtretenden Rebmeisters. Der AOC-zertifizierte (Appellation d’Origine Controlée) Laufner Blauburgunder kann jeweils solange Vorrat über das Museum Laufental käuflich erworben werden.


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Donnerstag, 18. Juni 2020 Nr. 13

Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Laufental Für Gespräche, Einkäufe und sonstige Unterstützungen dürfen Sie sich gerne melden beim Sekretariat 061 761 40 43, Pfarrerin Regine Kokontis 076 582 37 24 und Pfarrer Claudius Jäggi 061 761 64 12.

Abdankungsgottesdienst mit Urnenbeisetzung

Luzia Altermatt-Hänggi Samstag, 27. Juni 2020 um 14.00 Uhr St. Peter Kirche in Büsserach

Laufen:

Traurig, aber mit vielen schönen Erinnerungen nehmen wir Abschied von unserem lieben Mutti, Grossmutti, Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin, Tante und Gotti

Donnerstag, 18. Juni, 18.00 Uhr, ref. Kirchgemeindehaus, Gesprächsrunde Offline, es sind alle willkommen zu Austausch und Diskussion. Bei Bedarf Input von Regine Kokontis. Kleiner Imbiss bis ca. 19.30 Uhr. Sonntag, 21. Juni, 10.00 Uhr, ref. Kirche Laufen, Gottesdienst mit Pfarrer Claudius Jäggi und Andy Küng (Schwyzerörgeli) Donnerstag, 25. Juni, 18.00 ref. Kirchgemeindehaus, Gesprächsrunde Offline, es sind alle willkommen zu Austausch und Diskussion. Bei Bedarf Input von Regine Kokontis. Kleiner Imbiss bis ca. 19.30 Uhr. Abstandsregeln und Hygienemassnahmen werden eingehalten!

EVANGELISCH-REFORMIERTE KIRCHGEMEINDE SOLOTHURNISCHES LEIMENTAL ÖKUMENISCHE KIRCHE FLÜH www.kgleimental.ch Sonntag, 21. Juni, 10.00 Uhr Gottesdienst, Pfarrer Michael Brunner und Sharon Prushansky, Orgel. Predigt/Fürbitten online unter www.kgleimental.ch/podcast

Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Thierstein Gottesdienst: Sonntag, 21. Juni, 10.15 bis 11.15 Uhr, ref. Kirche Thierstein, Breitenbach, Gottesdienst: Predigt: St. Barth; Orgel: B. Abgottspon; Kirchenlieder-Vorsängerin: G. Herzog; Platzanweisung: D. Klasnic. Mit Schutzkonzept. Sonntag, 28. Juni, 10.15 bis 11.15 Uhr, ref. Kirche Thierstein, Breitenbach, Gottesdienst: Predigt: St. Barth; Orgel: B. Abgottspon; Violonist: M. Abgottspon, Platzanweisung: D. Klasnic. Mit Schutzkonzept. Konfirmanden- und Religionsunterricht: Jeweils do.-abends von 18.00 bis 19.30 Uhr, im Gde.-Saal der ref. Kirche. Gruppe 1 am 18. Juni. Gruppe 2 am 25. Juni. Die Konfirmandinnen und Konfirmanden sind gebeten, die Juni-Gottesdienste zu besuchen.

Bethli Steg-Bieli

Schöne Jahre nicht weinen, dass sie vergangen, sondern danken, dass sie gewesen

5. Februar 1932 – 12. Juni 2020

Nach einem reich erfüllten Leben durfte sie, nach kurzem Spitalaufenthalt, friedlich einschlafen.

Hermann Hesse

für die grosse Anteilnahme, die wir in den Tagen des Abschieds von

Heidi Hänggi-Henz erfahren durften. Unser Dank geht an: Pfarrer Bruno Stöckli, für die einfühlsamen Worte bei der Urnenbeisetzung im engsten Familienkreis. Die Ärzte und die Pflegenden vom Kantonsspital Liestal, für die liebevolle Betreuung während ihres Aufenthaltes.

Er nimmt Ihre Anliegen auf (z.B. Einkäufen tätigen und Lindern materieller Notlagen bei Covid-19 bedingten Einbussen). Koordination via Pfarramt: Tel. 061 781 12 50.

Die Abdankungsfeier mit anschliessender Urnenbeisetzung findet im Familienkreis in der Pfarrkirche Wahlen statt. Traueradresse: Roswitha Hänggi-Steg, Horlangenweg 218, 4247 Grindel Gilt als Leidzirkular.

Die Hausarztpraxis Hinterfeld in Laufen, für die langjährige gute ärztliche Begleitung. Das Team der Spitex Thierstein/Dorneckberg, für die tägliche, grosse und liebevolle Hilfe. Das Team Haushalthilfe der Spitex Th/Do, für die gute und angenehme Zusammenarbeit. Tief berührt haben uns die vielen Beileidsbezeugungen, Karten, Messespenden, sowie Spenden an gemeinnützige lnstitutionen, welche die Verbundenheit mit uns und Heidi ausdrücken. Wir danken allen Freunden, Verwandten, Bekannten und Nachbarn, die unsere liebe Heidi auf ihrem Lebensweg begleitet und ihr Dasein durch Freundschaft und Liebe bereichert haben.

Die Trauerfamilien

Bärschwil, im Juni 2020

Trauergottesdienst: Sonntag, 21. Juni 2020, 10.30 Uhr in der St. Lukas Kirche in Bärschwil

Das Schönste, was ein Mensch hinterlassen kann, ist ein Lächeln im Gesicht derjenigen, die an ihn denken.

Die grosse, herzliche Anteilnahme und Wertschätzung, die wir zum Heimgang unseres lieben

Ernst René Halbeisen-Gunti erfahren durften, erfüllt uns mit grossem Dank.

Statt Karten.

Beispielhaft für uns ist, wie er stets mit seiner liebenswürdigen und respektvollen Art auf seine Mitmenschen zugegangen ist.

Jesus Christus, unser Retter, hat den Tod entmachtet und hat uns das Leben gebracht, das unvergänglich ist. So sagt es das Evangelium.

Die Zuversicht und sein Gottvertrauen, die ihn im Leben stets begleitet haben, wurden während seiner Krankheit auch für uns eine trostvolle Hilfe. Laufen, im Juni 2020

In liebem Gedenken Die Trauerfamilie

2. Timotheusbrief 1, 10

Wer spricht die letzten Worte für mich?

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Kirchenvorstand:

In stiller Trauer: Roswitha und Paul Hänggi-Steg Samuel Hänggi und Ramona Roman Hänggi und Celina Violette und Franco Borer-Steg Florin Borer und Melanie Geschwister und Verwandte

WIR DANKEN HERZLICH

Seelsorge und Gespräche: Via Telefon und Handy; oder einzeln in Kirche oder im Jugendraum des Pfarrhauses: dort mit Plexiglasschutz! Pfarramt: Tel. 079 465 77 69.

Du hast gelebt für Deine Lieben, all Deine Müh und Arbeit für sie. Gute Mutter ruh in Frieden, vergessen werden wir dich nie.

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Donnerstag, 18. Juni 2020 Nr. 25

«Langweilig wurde es nie»

AMTLICHE MITTEILUNGEN Aus der Stadtratssitzung vom 15. Juni 2020 Der Stadtrat hat an seiner letzten Sitzung u.a. folgende Geschäfte behandelt und Beschlüsse gefasst:

• Der vorliegende Präsentationsentwurf

wurde zuhanden der Gemeindeversammlung vom 18. Juni 2020 verabschiedet.

• Die Finanz- und Kirchendirektion hat eine Änderung des Sozialhilfegesetzes in die Vernehmlassung gegeben. Die Vernehmlassung des Verbands für Sozialhilfe des Kantons Basel-Landschaft VSO, der wie auch der Verband Basellandschaftlicher Gemeinden, die Änderungen kritisch sieht, wird unterstützt. Es besteht der

Eindruck, mit dem vorliegenden Entwurf würde in die Bürokratie investiert und nicht in die unterstützten Menschen.

• Die Delegiertenversammlung 1/2020 des WVB wird auf dem Korrespondenzweg durchgeführt, den Anträgen des Vorstands wurde zugestimmt.

• Durch die Arbeit der Fachstelle Arbeitsintegration konnten Sozialleistungen eingespart werden. Sie wird deshalb weitergeführt.

• Dem Verkehrsverein wird gestattet,

beim Planetenweg einen Briefkasten zu montieren.

Baugesuche, Auflage vom 18. bis 29. Juni 2020 BG-Nr. 0913/2020. Bauherrschaft: Le Sueur Rachel u. Damian / Schliffmatt 2 / 4242 Laufen. Projekt: Stützmauern, Parz. 2219, Schliffmatt 2, 4242 Laufen. Projektverfasser/in: Blaser Architekten / Austrasse 24, 4051 Basel BG-Nr. 0925/2020. Bauherrschaft: Imark Eva u. Patrik / Eichweg 12 / 4242 Laufen. Projekt: Whirlpool, Parz. 3714, Eichweg 12, 4242 Laufen. Projektverfasser/in: Kunz + Jeppesen AG / Therwilerstrasse 13, 4153 Reinach Begründete Einsprachen sind mit der Baugesuchs-Nummer versehen, innerhalb der Auflagefrist in drei Exemplaren an das Bauinspektorat Liestal, Rheinstrasse 29, 4410 Liestal zu richten. Pause: Thomas Hofer gönnt sich eine politische Auszeit.

Rechnung 2019 präsentiert sich mit Nettogewinn An der Gemeindeversammlung von heute Abend wird unter anderem die Rechnung 2019 behandelt. Diese schliesst in der Erfolgsrechnung mit einem Bruttogewinn in der Höhe von 2 369 302 Franken ab.

Grundstückparzellen und Liegenschaften. Die Liegenschaften entlang der Birs werden an den Kanton verkauft, welcher dort die Hochwasserschutzmassnahmen realisieren wird. Des Weiteren wurde die Liegenschaft Amthausgasse 3 verkauft (ehemalige Stedtlibibliothek). Die Liegenschaft wurde im Baurecht abgegeben, das heisst, Grund und Boden bleiben im Besitz der Stadt Laufen.

Gegenüber dem Budget ist das eine Ergebnisverbesserung um rund 1,1 Millionen Franken. Nach der Verrechnung der Vorfinanzierung Hochwasserschutz über knapp 1,5 Millionen Franken resultiert ein Nettogewinn von rund 900 000 Franken. Dieser Gewinn wird seinerseits auf das Eigenkapital übertragen, welches per Ende des letzten Jahres 9 051 266 Franken beträgt. Zum vorliegenden Gewinn kommt es in erster Linie durch den An- und Verkauf des GASAG Aktienpakets, sowie aufgrund der periodisch alle fünf Jahre vorzunehmenden Neubewertungen von

Die Nettoinvestitionen betragen 1’672’345 Franken und führen zu einem Vermögenszuwachs in der Bilanz. Die Bruttoinvestitionsausgaben betragen rund 4,645 Millionen Franken. Als Infrastrukturausgaben im Strassennetz wurde ein Fünftel der Bruttoinvestitionen investiert, zu erwähnen ist der Neubau der Diebachstrasse, welche kürzlich eröffnet werden konnte, sowie die Sanierung der Joseph-Feninger- und der Hinterfeldstrasse. Etwa 35 Prozent oder in Zahlen 1,6 Millionen Franken flossen in die Tiefbauwerke. Mit knapp 1,3 Millionen Franken

Investitionsrechnung

die grösste Investition wurde dabei in den Neubau des Kunstrasens auf dem Spielfeld Nau gesteckt. Die Stadt Laufen beteiligte sich ausserdem mit einem Investitionsbeitrag von 560 000 Franken an den Erstellungskosten für das Rückhaltebecken im Gebiet Kirchgarten. Die Gesamtleitung hierbei liegt bei der Abwasserregion Laufental-Lüsseltal. Der Stadtrat beantragt der Gemeindeversammlung, folgenden Beschluss zu fassen: — Die Jahresrechnung 2019, mit einem Ertragsüberschuss von 900 386,55 Franken zugunsten des Eigenkapitals wird genehmigt. — Die Investitionsrechnung wird genehmigt. An dieser Stelle soll nochmals daran erinnert werden, dass die Gemeindeversammlung heute Abend um 20 Uhr im Schulhaus Serafin stattfindet. Der Stadtrat bittet um zeitiges Erscheinen, da aufgrund der aktuellen Situation rund um das Covid-19-Virus eine Eingangskontrolle durchgeführt wird. (stl)

Infrastrukturausgaben: Insbesondere in die neue Diebachstrasse (hier abgebildet), wie auch in die Sanierung der Josef-FeningerFOTO: STL und die Hinterfeldstrasse wurde viel Geld investiert.

Nach acht Jahren im Stadtrat hat Thomas Hofer letzten Februar auf eine Wiederwahl verzichtet. Ende Monat ist nun definitiv Schluss. Der Zeit ohne Politik schaut er mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegen. Rückblickend sagt Thomas Hofer, dass er mit seinem Ressort Bildung und Jugendfragen sehr glücklich gewesen sei. Er habe dieses Ressort von Lilli Kuonen in einer spannenden Zeit übernehmen können, als das neue Schulhaus noch das bestimmende Thema war. Mit Stolz konnte Thomas Hofer das Schulhaus schliesslich einweihen und anschliessend noch einige Verbesserungen realisieren, wie beispielsweise das Ersetzen der Trennwand in der Turnhalle, welche zu Anfang nicht ganz geschlossen war, was sich in der Praxis als nicht ideal herausgestellt hatte. Besonders freut Thomas Hofer, dass nun endlich auch der Pausenplatz eine grosse Aufwertung erhält. Im Moment laufen die Arbeiten, um die Umgebung rund um das Schulhaus an der Baselstrasse für Schülerinnen und Schüler attraktiv zu gestalten. Man sei diesbezüglich im Budget und die Arbeiten verliefen nach Terminplan. Jene Angebote, die bereits fertiggestellt sind, würden sogar schon rege genutzt. «Die Gestaltung des Pausenplatzes war ein Thema, dass mich über meine gesamte Amtszeit beschäftigte», sagt Thomas Hofer rückblickend. Ein toller Aspekt sei, dass beim Projekt, welches aktuell umgesetzt werde, auch Eltern und Kinder miteinbezogen worden seien. Bis spätestens Ende September sind alle Arbeiten abgeschlossen.

FOTO: STL

«Langweilig wurde es mir wirklich nie während der letzten acht Jahre», resümiert Hofer. So hätten ihn auch schwierige Themen beschäftigt, wie beispielsweise häufige Wechsel in den Schulleitungen oder auch Diskussionen mit Eltern, wenn es beispielsweise um Klassenschliessungen ging. Er habe immer Verständnis gehabt für die Anliegen, trotz allem hätten sich er und seine Ratskolleginnen und –Kollegen auch nicht einfach ausserhalb des Budgets bewegen können. «Schlussendlich dreht sich nämlich fast alles um das liebe Geld», sagt Thomas Hofer etwas ernüchtert. Im grossen Ganzen seien die acht vergangenen Jahre eine tolle und lehrreiche Zeit gewesen, sagt Hofer. Er werde die Arbeit im Stadtrat vermissen. Und man könne ja nie wissen, vielleicht kehre er ja irgendwann einmal in dieses oder ein anderes Gremium zurück. Vorerst wolle er aber seine Freizeit ohne Politik geniessen. Seinem Nachfolger im Ressort Bildung und Jugendfragen, Thomas Locher, gebe er mit auf den Weg, dass dieser seiner Linie immer treu bleiben solle. Dann komme das mit Sicherheit gut. In seinen Nachfolger habe er volles Vertrauen und Thomas Locher könne sich ausserdem auf ein tolles Team verlassen. Zu guter Letzt möchte sich Thomas Hofer bei seinen Kolleginnen und Kollegen im Stadtrat bedanken, die Arbeit sei immer konstruktiv gewesen und auf die eine oder andere hitzige Diskussion folgte jeweils ein versöhnlicher Abschluss. Auch der Stadtverwaltung, der Bevölkerung und insbesondere seiner Familie möchte Thomas Hofer, für die gute Zusammenarbeit und die immer grosse Unterstützung, grossen Dank aussprechen. (stl)

Die jüngsten Lockerungen des Bundes machen es möglich die ordentliche Gemeindeversammlung heute am 18. Juni 2020 in der Mehrzweckhalle Serafin unter strengen Auflagen durchzuführen. Wir bitten Sie, die Vorgaben und folgende Anweisungen zu befolgen. • Zur Rückverfolgen der Teilnehmer wurden beim Eingang die Kontaktdaten erfasst. Diese Daten werden ohne Vorfall nach 14 Tagen durch die Stadtverwaltung wieder vernichtet. • Die Stühle wurden in 2m-Abständen aufgestellt. Wir bitten Sie, die Stühle nicht zu verschieben und den Abstand zu verkleinern. • Bei den Eingängen und beim Saalmikrophon steht Hygieneschutzmaterial bereit (Handschuhe, Mundschutz und Desinfektionsmittel). Bitte bedienen Sie sich. • Es besteht keine freie Platzwahl. Ihr Platz wird Ihnen zugewiesen. • Bei Wortmeldungen bitten wir Sie, dass Saalmikrophon auf dem Stativ zu benutzen. Das Saalmikrophon darf aus hygienischen Gründen nicht berührt werden und wird durch eine Person der Stadtverwaltung bedient. • Am Schluss der Veranstaltung bitten wie Sie, die Mehrzweckhalle Reihenweise gemäss den Anweisungen zu verlassen. Bitte kommen Sie frühzeitig, damit die Gemeindeversammlung rechtzeitig beginnen kann. Besten Dank!


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Donnerstag, 18. Juni 2020 Nr. 13

BAU- UND JUSTIZDEPARTEMENT DES KANTONS SOLOTHURN

Ärztlicher Notfalldienst Telefon 061 261 15 15 Unter dieser Nummer erreichen Sie in Notfällen den diensttuenden Arzt, Kinderarzt und Zahnarzt in Baselland sowie in den Solothurner Bezirken Thierstein und Dorneck Telefon 0848 112 112 Bitte versuchen Sie zuerst, Ihren Hausarzt zu erreichen.

Die Praxis Dr. med. Markus Rudin

Allgemeine Innere Medizin FMH in Nunningen bleibt geschlossen

vom Samstag, 27. Juni bis Sonntag, 19. Juli 2020

Bättwil

Baupublikation

Bauherrschaft: Giuseppe Nocera, Im Eichacker 17a, 4112 Bättwil Projektverfasser: Bauherrschaft Bauobjekt: Baugesuch Nr. 2020-010 Sichtschutzwand Bauplatz: Im Eichacker 17a Bauparzelle: GB Nr. 1090 Planauflage: Gemeindeverwaltung Bättwil (Bitte telefonisch voranmelden) Einsprachefrist: 3. Juli 2020

Einwohnergemeinde Grellingen

Gestützt auf § 5 lit. d) der kantonalen Verordnung über den Strassenverkehr vom 3. März 1978

Einladung zur Gemeindeversammlung

Ort: Zeit:

Grellingen, Mehrzweckhalle, Nenzlingerweg 4 Mittwoch, 24. Juni 2020, 20.00 Uhr (Türöffnung 19.30 Uhr)

Genehmigung des Protokolls der Gemeindeversammlung vom 11.12.2019. Traktanden 1. Genehmigung der Rechnung 2019 der Einwohnergemeinde Grellingen 2. Genehmigung der Statuten für den Zweckverband APG Laufental 3. Genehmigung des Quartierplans Langimatt mit den Quartierplanvorschriften 4. Kompetenzerteilung an den Gemeinderat zum Verkauf der Parzellen Nr. 922, 1036 sowie Teile der Parzellen Nr. 414, 920 und 984 im Umfang von ca. 3750 m² 5. Genehmigung Verpflichtungskredit über CHF 1.44 Mio. (40 % der Gesamtkosten von CHF 3.6 Mio.) gemäss Vorprojekt für eine gemeinsame Niederzone in der Wasserversorgung von Grellingen und Duggingen inkl. Teilprojekte 6. Verschiedenes Das Protokoll der letzten Gemeindeversammlung sowie die Detailunterlagen zu den Traktanden 1, 2, 3 und 5 sind auf der Gemeindeverwaltung zur Einsicht aufgelegt und mindestens teilweise im Internet abrufbar. Gegen Beschlüsse der Gemeindeversammlung kann innert 10 Tagen beim Regierungsrat schriftlich und begründet Beschwerde erhoben werden. Grellingen, im Juni 2020

Einwohnergemeinde Grellingen Der Gemeinderat

Büsserach

Zivilgericht Basel-Stadt

Baupublikation

2. Aufruf betreffend Verschollenerklärung

Gesuchsteller: Dietler Reinhold, Niederfeldstrasse 15, 4227 Büsserach Bauobjekt: Einstellhalle für Wohnwagen und Wohnmobile Standort: Breitenbachstrasse 64 Grundstück: GB 2690 Nutzungszone: GA Projektverfasser: Gesuchsteller Planauflage: Bauverwaltung, Breitenbachstrasse 22, 4227 Büsserach Einsprachefrist: 3. Juli 2020

Jacqueline Heizmann, geb. 17. August 1967, Bürgerin von Erschwil/SO und Giffers/FR, zuletzt wohnhaft gewesen am Eimeldingerweg 33, 4057 Basel, Tochter des Edwin Heizmann und der Ruth Hürzeler, von der seit dem 11. Juni 2005 jede Nachricht fehlt, soll auf Antrag des Amtes für Beistandschaften und Erwachsenenschutz Basel, für verschollen erklärt werden. Gemäss Verfügung des Zivilgerichtes Basel-Stadt vom 5. Dezember 2018 wird hiermit jede Person, die über die Vermisste Aufschluss geben kann, aufgefordert, bis spätestens 14. August 2020 dem Zivilgericht Basel-Stadt, Bäumleingasse 5, (Kanzlei Familienrecht, 1. Stock, Büro 150), 4001 Basel, zu melden, was sie seit 2005 über die obgenannte Jacqueline Heizmann erfahren hat, unter Vorlegung oder Nennung allfälliger Beweismittel.

Metzerlen-Mariastein

Baupublikation

Bauherrschaft: Schumacher Bus AG Challstrasse 8, 4116 Metzerlen Bauprojekt: Ersatz Werbeelemente Bauort: Challstrasse 8, 4116 Metzerlen Bauparzelle: GB-Nr. 1791 (W2b) Projektverfasser: Westiform AG Freiburgstrasse 596, 3172 Niederwangen Planauflage: Gemeindeverwaltung MetzerlenMariastein (nach telefonischer Voranmeldung) Einsprachefrist: An die Baukommission bis 3. Juli 2020

Hofstetten-Flüh

Baupublikation

Bauherr: Friedmann Franziska und Adrian, Buttiweg 31, 4112 Flüh Projektverfasser: Friedmann Franziska und Adrian, Buttiweg 31, 4112 Flüh Bauobjekt: Erneuerung gedeckter Sitzplatz Bauplatz: Buttiweg 31, 4112 Flüh Bauparzelle: GB-Nr.: 3247 Planauflage: Gemeinde Hofstetten-Flüh, Abteilung Bau-, Umwelt- und Raumplanung, Neuer Weg 7, 4114 Hofstetten SO Einsprachefrist: 18. Juni 2020 – 2. Juli 2020

Baupublikation

Bauherr: Zanolari Nadja, Schlössliweg 3, 4114 Hofstetten SO Projektverfasser: Zanolari Nadja, Schlössliweg 3, 4114 Hofstetten SO Bauobjekt: Ersatz Oelheizung durch Wärmepumpe Bauplatz: Schlössliweg 3, 4114 Hofstetten SO Bauparzelle, GB-Nr.: 2693 Planauflage: Gemeinde Hofstetten-Flüh, Abteilung Bau-, Umwelt- und Raumplanung, Neuer Weg 7, 4114 Hofstetten SO Einsprachefrist: 18. Juni 2020 – 2. Juli 2020

Verkehrsbeschränkung in Nunningen Kleine Seite, Brunngasse, Grellingerstrasse Dorfplatz bis Baare

Zivilgericht Basel-Stadt

Seewen

Baupublikation

Bauherr: Ziegler Bernhard, Unterackert 2, 4206 Seewen Projektverfasser: Planungsbüro Borer, Reben 220, 4234 Zullwil Bauobjekt: Umnutzung Anbindestall zu Laufstall, Neubau Futtertisch, Liegehalle und befestigtem Laufhof Bauplatz: Unterackert 2l und 2m Bauparzelle: GB 3037 Planauflage: Beim Aktuar Einsprachefrist: Bis 3. Juli 2020 an die Baukommission 4206 Seewen

verfügt das Bau- und Justizdepartement: Wegen Deckbelagsarbeiten sind folgende Verkehrsmassnahmen erforderlich: – Der Belagseinbau erfolgt unter Vollsperrung. Die Verkehrsumleitung in Richtung Grellingen (und Gegenrichtung) erfolgt via Zullwil / Roderis. – Die direkten Anstösser sind gebeten, ihre Fahrzeuge ausserhalb der Baustelle abzustellen (z.B. auf ausreichend breiten Gemeindestrassen oder auf dem Dorfplatz). – Die Wohngebiete Talstrasse / Riedenweg sind via Bretzwilerstrasse erschlossen. – Die Wohngebiete Im See / Wieden sind über die Zullwilerstrasse erreichbar. – Zubringer vom Roderis bis zur Baustelle im Baare gestattet. – Die Bushaltestellen See, Engi und Engimühle sind während der Dauer der Sperrung nicht bedient. – Die Trottoirs sind mit örtlichen Behinderungen begehbar. Dauer: Samstag, 27. Juni 2020, 3.00 Uhr bis Montag, 29. Juni 2020, 5.00 Uhr Verschiebedatum bei schlechter Witterung: Samstag, 4. Juli 2020, 3.00 Uhr bis Montag, 6. Juli 2020, 5.00 Uhr Die Signalisation wird durch den Unternehmer im Einvernehmen mit dem Kreisbauamt III, Dornach, und der Kantonspolizei, Abteilung Verkehrstechnik, vorgenommen. Die zuständigen Polizeiorgane werden mit der Verkehrskontrolle beauftragt. Solothurn, 19. Juni 2020 doe/zea Bau- und Justizdepartement Der Kantonsingenieur Peter Heiniger


THIERSTEIN

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Donnerstag, 18. Juni 2020 Nr. 25

ERSCHWIL

ZULLWIL

Meisterwerke aus Bachs Jugendjahren

Dorfpolitik im Spannungsfeld zwischenmenschlicher Beziehungen

Organist Markus Schwenkreis liess nach langer Pause die Brosy-Orgel in Erschwil wieder erklingen, und zwar mit Kompositionen, die Johann Sebastian Bach schon als Teenager geschrieben hatte. jjz. Im Jahr 1685 wurde im deutschen Eisenach Johann Sebastian Bach geboren, als 10-Jähriger war er bereits Vollwaise, wurde von seinem älteren Bruder Johann Christoph aufgenommen und in die Künste des Orgel- und Klavierspiels eingeweiht. Als Chorschüler in Lüneburg komponierte er die ersten Werke und liess erahnen, welche Fähigkeiten in ihm steckten. Diese Werke hatten es dem Organisten Markus Schwenkreis angetan und er beglückte die Gäste in der Erschwiler Kirche St. Peter und Paul mit einem Feuerwerk aus Bachs Jugendjahren. Fröhlich und lüpfig ertönte die Fuge G-Dur BWV 577 sie hatte eine tänzerische und leichte Note, wie ein junges Talent eben seine ersten musikalischen Gehversuche umsetzt. Die Pfeifen der Brosy-Orgel erfüllten die Kirche mit hellen Tönen und entzückten die Gäste an diesem trüben Junisonntag. Wie beim ersten Stück begann der Organist auch bei der nächsten Fuge (Musikform der Barockzeit) mit einem improvisierten Präludium (Vor-

spiel), das er selbst komponiert hatte. Bezaubernd und blumig ertönte darauf die Melodie, die vom italienischen Barockstil stimmig beeinflusst wurde. «Ich freue mich, hier in Erschwil spielen zu dürfen», sagte Markus Schwenkreis zu den Gästen. Es sei ihm ein Anliegen, das junge Genie Bach vorzustellen. Ja, beim 5. Stück habe er fast ein schlechtes Gewissen, weil eine gewisse Unreife nicht zu überhören sei. Schwenkreis ist Organist in Binningen und Arlesheim, Preisträger verschiedener Orgelwettbewerbe und unterrichtet Theorie der Alten Musik an der Schola Cantorum Basiliensis. «Zum Schluss trage ich Ihnen ein Meisterwerk vor, das Bach mit 23 Jahren geschrieben hatte», beendete der Maestro seine kurze Einführung. Gewaltig und ergreifend fuhr die Fuge D-Dur BWV532 ein. Nach dem starken Präludium prasselte ein unglaublicher Tonorkan auf die Gäste nieder und verwandelte die Kirche in ein akustisches Universum. Flöten, Trompeten, Hörner wechselten sich in rasant schnellen Passagen ab und brachten die Kirchenfenster zum Zittern. Das Meisterwerk des jungen Bachs wurde vom Organisten Markus Schwenkreis hervorragend dargebracht und versetzte die Zuhörerschaft in unglaubliche Anerkennung. Nicht umsonst durfte Schwenkreis mit dieser ausserordentlichen Leistung langen und warmen Applaus entgegennehmen.

Dunkle Wolken: Zullwil droht erneut die Zwangsverwaltung durch Solothurn.

Wieder gefährden personelle Probleme die Handlungsfähigkeit der Gemeinde Zullwil und verdeutlichen die Abhängigkeit eines Dorfes vom Zusammenraufen einer Kollegialbehörde. Bea Asper

Anfeindungen und persönliche Animositäten führten im Gilgenberg in den letzten Jahren dazu, dass Behördenmitglieder ihr Amt niederlegten, und dass die Kandidatensuche immer schwieriger wird. In Meltingen und in Zullwil musste der Kanton eingreifen, konnte dann aber die Gemeindegeschäfte wieder an neu besetzte Exekutiven übergeben. 16 Monate, nachdem der Sachwalter seine Arbeit beendete, droht Zullwil nun erneut die Zwangsverwaltung durch Solothurn. Wieder sind die Gründe im Bereich des Zwischenmenschlichen zu suchen. Wie aus zuverlässiger Quelle zu erfahren ist, führten Spannungen und Verwirrungen, aber auch intime Nähe — ausgerechnet in Zeiten der Abstandsregelung durch Corona — zu Vakanzen im Gemeinderat. Nachdem Pascal Helfenfinger sein Amt am 13. Januar niedergelegt hat, ist es der Rücktritt von Christoph Krebs vom 28. Mai, welcher für Aufregung sorgt, respektive die Frage der Nachfolgeregelung.

Weitere Rücktritte könnten folgen

Virtuoser Bachinterpret: Markus Schwenkreis an der Brosy-Orgel.

FOTO: JÜRG JEANLOZ

Wie Gemeindeschreiber Beat Zimmer auf Anfrage sagt, wird Christine Helfenfinger im Gemeinderat Einsitz nehmen, da sie die zweite Kandidatin ist auf der letzten Wahlliste der FDP. In Medienberichten war die Rede davon, dass dies zwei der drei verbliebenen Gemeinde-

räte veranlasst habe, Rücktrittsgedanken zu äussern. Zimmer sagt zum weiteren Vorgehen, dass die Wahl von Christine Helfenfinger in den nächsten Tagen publiziert werde. Für die Nachfolge von Pascal Helfenfinger liege der Ball seit Januar bei der FDP. Deren nachrückender Kandidat auf der vorhergehenden Wahlliste (Hans Rudolf Schneebeli) hatte seinen Verzicht erklärt. «Eine Frist für das Einreichen eines Vorschlages wurde bisher keine gesetzt», erklärt Zimmer. «Erst nach Ablauf einer solchen Frist könnte der Sitz öffentlich ausgeschrieben werden.»

Familienverknüpfungen

Christine Helfenfinger ist die Grossmutter von Pascal Helfenfinger und die Tante von Gemeindepräsidentin Sandra Christ Helfenfinger. Der Einfluss der Familie in der Dorfpolitik zeigt sich beim Blick auf das Behördenverzeichnis. Verschiedene Kommissionsämter sind in den Händen von Rita Eberle Helfenfinger, der Schwester der Gemeindepräsidentin, und deren Vater Urs Helfenfinger, der zu früheren Zeiten im Gemeinderat Einsitz hatte. Offenbar bewegt man sich aber im Rahmen des Gesetzes. Reto Bähler vom Amt für Gemeinden in Solothurn verweist auf Paragraf 113 des Gemeindegesetzes. Demnach ist es nur untersagt, dass in der selben Behörde die Mitglieder und Ersatzmitglieder Ehegatten oder durch eingetragene Partnerschaft verbundene Personen, Eltern und Kinder oder Geschwister sind. Zur Frage, welche Bestimmungen bei einem Liebesverhältnisse gelten, erklärt Bähler: «Ein allfälliges Liebesverhältnis oder dergleichen ist im Gemeindegesetz nicht erwähnt.»

Drei Gemeinderäte genügen

Wie es in Zullwil weitergeht, liegt nun in den Händen der bisherigen Gemeinderäte sowie der Dorfbewohner, die sich für ein Amt zur Verfügung stellen. Bähler geht davon aus, dass die Gemeinde Zull-

FOTO: BEA ASPER

wil ihr aktuelles Problem alleine lösen kann, da der gemäss Gemeindeordnung fünf Mitglieder zählende Gemeinderat auch mit drei Mitgliedern noch beschlussfähig ist. Die Staatskanzlei und das Amt für Gemeinden unterstützen die Gemeinde beratend. Eine erneute Zwangsverwaltung würde nur drohen, wenn der Gemeinderat nicht mehr beschlussfähig wäre. Zum Wahlprozedere ist von der Staatskanzlei zu erfahren: «Wird während der Amtsperiode ein nach dem Proporzwahlverfahren bestellter Sitz frei, hat die Eingabestelle als gewählt zu erklären, wer auf der betreffenden Liste unter den Nichtgewählten am meisten Stimmen erzielt hat. Einer der beiden vakanten Sitze kann auf diesem Weg wieder besetzt werden. Kann ein Sitz nicht durch Nachrücken besetzt werden, da niemand mehr zur Verfügung steht oder die Personen auf ein Nachrücken verzichten, hat die Eingabestelle die Listenvertretung aufzufordern, innert einer angemessenen Frist einen neuen Wahlvorschlag einzureichen. Je nach Situation erscheint in der Regel eine Frist von mehreren Wochen als angemessen. Der oder die Vorgeschlagene gilt als in stiller Wahl gewählt. Käme auf diese Weise kein Vorschlag zustande, so hätte eine Ersatzwahl zu erfolgen, und zwar nach dem Majorzwahlverfahren, wenn es sich um ein einziges Mandat handelt, und nach dem Proporzwahlverfahren, wenn gleichzeitig mehrere Kandidaten oder Kandidatinnen zu wählen wären.»

Stillschweigen

In Zullwil herrscht nun Stillschweigen. Wie erklärt man der Bevölkerung die Rücktritte nach so kurzer Zeit? Wie sieht es aus mit dem Verantwortungsbewusstsein, wenn man ein solches Amt annimmt? Wie wird die Erledigung der Gemeindegeschäfte sichergestellt trotz personeller Probleme? Diese Fragen wurden von den Verantwortlichen bis Redaktionsschluss nicht beantwortet.

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Donnerstag, 18. Juni 2020 Nr. 13

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Donnerstag, 18. Juni 2020 Nr. 25

MARIASTEIN

Aus Baumstümpfen wachsen Malzach-Figuren Die abstrahierten menschlichen Formen, die in all seinen Werken einen wichtigen Platz einnehmen, sind bekannt. Seit einigen Jahren haucht Andreas Malzach diesen mit der Kettensäge auch eine dritte Dimension ein. Seine neuen Holz-Skulpturen stehen für kurze Zeit im Wald bei Mariastein. Martin Staub

«Aus dem Wald in den Wald», beschreibt Andreas Malzach seine erste «Outdoor»-Ausstellung, die der Künstler für eine Woche eine halbe Fusswegstunde vom Dorf entfernt, im Wald bei Mariastein aufgebaut hat. «Die Idee entstand anlässlich einer Wanderung, als ich hier die vielen flach abgesägten Baumstrünke sah», sagt Andreas Malzach. In der Tat integrieren sich die zwei Dutzend darauf montierten Holzfiguren – darunter auch einige kleinere aus Metall – ausgezeichnet in den von Wandernden stark frequentierten Laubwald. «Als ob sie aus den abgesägten Baumstämmen gewachsen wären», kommentiert eine Besucherin anlässlich der Ausstellungseröffnung am letzten Sonntag.

Entdeckung der dritten Dimension

Schon seit mehreren Jahren hat Andreas

Grob in der Form: Malzachs Holzfiguren im Wald.

Malzach nebst seinen bekannten Bildern, von denen immer wieder neue entstehen, die dritte Dimension entdeckt und schafft seither auch mit der Kettensäge seine rund 180 Zentimeter grossen Skulpturen aus Weisstannenholz. Auch hier – wie in seiner Malerei – legt der

REGION

Künstler Wert auf die grobe Form, was den Figuren einen archaischen Ausdruck verleiht. Malzachs unverkennbare «Holz-Menschen», einzeln oder in Gruppen, begegnen aufmerksamen Beobachtern immer öfter im privaten und öffentlichen Raum. Eine Zweiergruppe fällt in

FOTO: MARTIN STAUB

der Waldausstellung besonders auf. «Sie ist unverkäuflich», erklärt der Künstler, denn er wolle diese in Bronze giessen lassen. Eine Variante, die nicht nur teuer, sondern auch sehr arbeitsaufwendig ist. Somit plant der aus dem Schwarzbubenland stammende und in Basel wohnhafte

Künstler einen weiteren Entwicklungsschritt in seinem Schaffen. Aber wie immer, konsequent und stiltreu. Die Ausstellung «Im Wald» kann in Anwesenheit des Künstlers am kommenden Sonntag, 21. Juni, von 11 bis 16 Uhr, besucht werden.

RODERSDORF

Wie einst vor drei Monaten: Freie Rodersdorf muss in der Gartenkolonie durchgreifen Fahrt von Leymen nach Rodersdorf Der Bund hat Bauten in der Gartenkolonie ausserhalb des Siedlungsgebietes von Rodersdorf als Zweitwohnungen eingestuft und fordert die Gemeinde zum Handeln auf, weil sie gegen das Zweitwohnungsgesetz verstosse.

bea. «Ja, die Überraschung war gross», kommentiert Karin Kälin, Gemeindepräsidentin von Rodersdorf, die Beurteilung des Bundes. Demnach soll das 1300-Seelen-Dorf ein touristischer Hotspot der Nordwestschweiz sein, denn es weise einen Zweitwohnungsanteil auf, der gegen das Gesetz verstosse. Bekanntlich hatte das Schweizer Volk vor drei Jahren an der Urne beschlossen, dass eine Gemeinde nur noch einen Zweitwohnungsanteil von 20 Prozent haben darf.

Gartenhäuser als Zweitwohnungen

Erste Besucher: Wie ein Lauffeuer verbreitete sich am letzten Sonntag im hinteren Leimental die Nachricht, dass die Grenzen schon früher als geplant, also schon vor Mitternacht geöffnet wurden. Der Wachtmeister der Grenzwacht, Thomas Heid, und sein Kollege von der Militärpolizei, Oberwachtmeister Gerhard Portmann, liessen die Fahrzeuge passieren. FOTO: EDMONDO SAVOLDELLI sav. Offiziell seit dem 15. Juni, um Mitternacht, sind die Grenzen nach Frankreich und nach Deutschland wieder geöffnet. Nach dreimonatiger Schliessung wegen der Corona-Pandemie öffnete das Grenzwachtkorps auch im Wochenblatt-Gebiet am letzten Sonntagabend bereits ein paar Stunden früher die Übergänge für den freien Personen- und Warenverkehr. Die gewohnten Strecken zur Arbeit, zum Einkaufen und für Besuche oder Ausflüge sind nun wieder befahrbar.

chen Leymenstrasse von den Sperrgittern befreiten und erste Grenzgänger auf beide Seiten passieren liessen. Es hatte sich nämlich sehr schnell herumgesprochen, dass die Strasse wieder frei ist. Dies nutzten einige sogleich für ihren Heimweg, aber auch einfach nur, um mit einem kurzem Hupkonzert die Grenzöffnung zu feiern, denn schon kurz darauf konnten diese beobachtet werden, wie sie wieder über die Grenze zurückfuhren.

Einsatz für die Militärpolizei

Auch bei der Linie 10 der BLT herrscht wieder Courant normal, denn an der Haltestelle in Leymen F können die Türen wieder geöffnet werden, nachdem dies in den letzten Wochen nicht mehr möglich war.

Im Einsatz waren auch Wachtmeister Thomas Heid von der Grenzwache und Oberwachtmeister Gerhard Portmann von der Militärpolizei, welche in Rodersdorf den Grenzübergang beim Zollhäus-

Auch Tramverkehr wieder normal

In Rodersdorf hat der Bund bei der Zählung der Häuser die 109 Bauten auf dem Areal der Pflanzlandstiftung als Zweitwohnungen deklariert. «Der Bund beruft sich dabei auf den Kriterienkatalog, der beim Vorhandensein einer Kücheneinrichtung (dafür reicht eine mobile Kochplatte) von Wohnen ausgeht», erläutert Kälin. Dass die Mitglieder des Familiengärtnervereins übers Wochenende auch mal in Rodersdorf übernachten und sich kulinarisch verköstigen, könne in dieser Gartenkolonie, die es seit über 60 Jahren gibt, möglicherweise vorkommen, führt die Gemeindepräsidentin aus. Deswegen sei die Gemeinde aber nicht vom generellen Verdacht des Wohnens ausgegangen. «Ab Herbst wird ja auch der Wasseranschluss jeweils abgestellt.» Ausserdem, ergänzt Kälin, habe das bisherige Zonenreglement ausgeschlossen, dass die Bauten auf dem Areal der Pflanzlandstiftung wohnlich genutzt werden dürfen. In gewissen Punkten – der Verein hatte seine eigenen Vorstellungen über Baugesetze - habe die Gemeinde Beanstandungen vornehmen müssen: «Dass man sich auf dem Land abseits der Stadt Basel ein eige-

Problematisch: Die Gartenkolonie in Rodersdorf verstösst gemäss Bund gegen das Zweitwohnungsgesetz. FOTO: BEA ASPER nes Reich mit eigenen Gesetzen errichten kann, ist illusorisch. Es gelten die Bestimmungen des Zonenreglements der Gemeinde Rodersdorf», stellt Kälin klar. «Gerade in Baufragen gilt für die Mitglieder des Familiengärtnervereins dasselbe wie für die Einwohner von Rodersdorf: Bauliche Veränderungen kann man vornehmen, nachdem man im Baugesuchsverfahren die rechtsgültige Verfügung erhalten hat.»

Rückbauten erforderlich

Mit dem Verstoss gegen den erlaubten Zweitwohnungsanteil stehe die Gemeinde Rodersdorf nun in der Pflicht, in der Gartenkolonie gewisse Rückbauten durchzusetzen, erklärt Lionel Leuenberger, Raumplaner beim Kanton Solothurn. «Dies zu kontrollieren und eine Neubeurteilung in der Frage des Zweitwohnungsanteils, ist aber Sache des Bundes.» Dieses Verfahren habe keinen direkten Einfluss auf die laufende Nutzungsplanung und die Vorprüfung durch den Kanton. Bisher galt das Areal als Spezial-

bauzone und wird nun in der Ortsplanrevision neu benannt. Am Grundgedanken ändere sich nichts, beteuert Leuenberger: «Es bleibt eine Bauzone – aber eben ausserhalb des Siedlungsgebietes, somit in der Landwirtschaftszone.» Der Familiengärtnerverein werde ein wichtiger Bestandteil im Erscheinungsbild von Rodersdorf bleiben. Dokumentationen nach konnte das Areal entstehen und sich entwickeln, weil es den Anbau von Gemüse und Obst für den Eigenbedarf zum Ziel hatte, und nicht die Idee des Wohnens verfolgte. Zum Gedanken eines Campingplatzes stellt Leuenberger klar: «Dafür braucht es eine Gewerbezone.» Wie Kälin erklärt, wird die Gemeinde nach der Vorprüfung der Zonenpläne durch den Kanton die Gespräche mit den Eigentümern suchen und das weitere Vorgehen festlegen. Vor dem öffentlichen Auflageverfahren werde es Infoanlässe geben. Die Verabschiedung der Nutzungsplanung liegt in der Kompetenz des Gemeinderates.


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Donnerstag, 18. Juni 2020 Nr. 13

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SPORT

Donnerstag, 18. Juni 2020 Nr. 25

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SCHWIMMEN

Gemeinsam fit werden und es auch bleiben Den Schwimmklub Laufen gibt es seit dem Jahr 1964. In den Schlagzeilen ist er selten, da es nicht um Siege und Hundertstel geht, sondern man sich als Breitensport-Verein um die Fitness der Mitmenschen und über die Schwimmschule um die Wassersicherheit bei den Kindern bemüht.

eine kleine Entschädigung. Anders sei es gar nicht möglich, so gut ausgebildete Leiter zu bekommen, erklärt die Präsidentin. «Gerade bei der Schwimmschule sind die Anforderungen an die Trainer hoch, denn neben den sportlichen muss man auch pädagogische Fähigkeiten mitbringen.»

Fitnessstand dank Youtube

Edgar Hänggi

Mit den notwendigen Schutzmassnahmen wegen der Corona-Krise dürfen derzeit 800 Personen ins Schwimmbad Laufen. «Auf der einen Seite sicher schon etwas Positives, aber gerade bei schönem Wetter ist diese Zahl schnell erreicht und das wirkt sich aktuell auf unseren Entscheid wegen der Ferienpass-Schwimmkurse aus», so Klub-Präsidentin Andrea Kohler. Auch im Wasser ist momentan nicht mehr alles so wie noch vor Mitte März.

Keine Existenzangst

Für den Laufentaler Verein, der mit dem Bau des Schwimmbades gegründet wurde, ist das Erlernen des Schwimmens und Fitness ein zentrales Thema, neben den sozialen Aspekten. «Wir sind mit rund 70 Mitgliedern ein eher kleiner Verein. Eine Aktivgruppe trainiert zweimal pro Woche und eine Juniorengruppe einmal.» Andrea Kohler erklärt, dass die Grösse des Vereins auch mit dem zur Verfügung stehenden Wasser im Herbst/Winter zu-

Zuversichtlich: Die Schwimmklub-Präsidentin Andrea Kohler ist froh, dass die Zeit des Landtrainings vorbei ist. sammenhängt. «Wir hatten schon mehr Junioren, aber nachdem das Hallenbad in Dittingen geschlossen wurde, ist es nicht mehr ganz so einfach. Wir konnten uns zwar in Meltingen (March) und in Breitenbach einmieten, aber das ist dann halt gleichwohl nicht mehr identisch.» Vor rund 20 Jahren war ein Hallenbad in Laufen zwar ein Thema, das dann aber wegen der Kosten klar scheiterte. «Selbst beim Bundesamt für Sport winkt man ab,

wenn man schon nur Anfragen zu Hallenbädern hat. Der Unterhalt ist teuer.» Die Turn- und Sportlehrerin kennt dies aus dem täglichen Leben. «Wasserfläche ist knapp und teuer, daher müssen alle froh sein, wenn sie Schwimmunterricht anbieten können. Das Erlernen des Schwimmens ist aber sehr wichtig, wie auch die Fitness, und deshalb sind wir glücklich, dies bei uns in Laufen auch anbieten zu können.» Reich sei der Verein nicht, wie

FOTO: EH-PRESSE

die Präsidentin beteuert. Das Geld kommt von den Kursteilnehmerinnen und -teilnehmern der Wasserfitness und der Schwimmschule. Andrea Kohler versichert, dass die Corona-Krise den Schwimmklub Laufen dennoch nicht in Existenzgefahr gebracht hat. «Wir haben in den letzten Jahren mit den Kursen gut gearbeitet und Reserven bilden können.» Obwohl alle Trainer und Kursleiter ehrenamtlich tätig sind, zahlt man ihnen

Der Schwimmklub bemüht sich, Kinderschwimm- und Wasserfitnesskurse mit Qualität anzubieten. Sechs gut ausgebildete Frauen geben die Schwimmstunden und garantieren, dass die Kinder profitieren. Dasselbe trifft für das AquafitTeam zu. Petra Bögli und Birgit Furler sorgen als Aquafit-Instruktorinnen seit über 20 Jahren dafür, dass die Teilnehmenden ihre Fitness entscheidend verbessern. Seit zwei Wochen sind die Aktivund Juniorengruppen endlich wieder im Wasser-Training, nachdem zuvor nur «Trockenübungen» gemacht werden durften. Die Fitness musste jedoch trotz des Lockdown nicht leiden. Der Verein hat unter der Führung von Andrea Kohler und Veronika Ziemke Videos mit Work-outs aufgenommen und via Youtube allen Interessierten zugänglich gemacht. Ein Fragezeichen sind jetzt aber vor allem die Ferienpass-Schwimmkurse. Ende Monat will man einen Entscheid treffen, aber dafür sollte vom Bund noch eine weitere Lockerung folgen, was die Fläche pro Person im Schwimmbad angeht. «Wir müssen mehr als die 800 Personen ins Bad bringen können, denn nur so haben wir die Gewähr, dass bei schönem Wetter dann auch unsere Teilnehmer des Ferienpasses ins Bad können.» Der Verein ist offen für alle Interessierten. Auf der Internetsite www.sklaufen. ch findet man die wichtigsten Informationen.

SCHWINGEN

Die Schwingersaison fällt ins Wasser. Die Feste sind abgeblasen In der Region wird heuer kein Eichenlaub vergeben WWL. Zwei Jahre vor dem Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest im Baselbiet erleben die hiesigen «Sägemehlakrobaten» eine noch nie dagewesene Situation. Alle Kranzfeste im Verbandsgebiet der Nordwestschweiz, das heisst unter anderem das «Basellandschaftliche» und das «Solothurnische», sind infolge Coronavirus abgesagt. Gestrichen sind weiter, bis auf wenige Ausnahmen, alle Regionalfeste und Jungschwingerveranstaltungen. Trainings im Schwingkeller, Mann gegen Mann, sind bis auf weiteres ebenfalls nicht erlaubt. Die Glanzlichter im Kanton Solothurn und im Kanton Basel-Landschaft, die Kantonalfeste in Matzendorf beziehungsweise in Pratteln, sind abgesagt. Jenes in Pratteln hätte heuer in seiner 105. Auflage stattfinden sollen. «Sollen», sagt der Baselbieter Verbandspräsident Patrick Waldner aus Büren, der als Chef der Landschäftler Schwinger seinen Stammverein, den Bezirks-Schwingklub Waldenburg, im Vorstand des Basellandschaftlich-kantonalen Schwingerverbands (BLKSV) vertritt. Die Absage des Saisonhöhepunkts schmerzt den

Werden nicht zu sehen sein: Männer im Sägemehl.

Schwarzbuben, welcher sich sein erstes Jahr als Baselbieter Kantonalpräsident anders vorgestellt hat. «Für uns alle ist das eine herbe Enttäuschung», kommentiert der ehemalige Sennenschwinger Waldner, der als 20. Präsident in der Geschichte des BLKSV das Steuer von Büren aus dennoch fest im Griff hat. «Wir schauen alle nach vorn, zumal das Eidgenössische in Pratteln in gut zwei

FOTO: WILLI WENGER

Jahren vor der Türe steht.» Sein Ziel und jenes des Verbandsvorstandes sei es, bis dann das Augenmerk auf den Nachwuchs zu richten. Es müsse gelingen, ab 2022/2023 möglichst viele Jungschwinger zu gewinnen. «Hierfür wollen wir mit den Schulen zusammenarbeiten.» Der Solothurner, der schwingerisch ein Baselbieter ist, hofft gleichzeitig, dass sich auch junge Erwachsene für den Schwing-

sport gewinnen lassen. Die Saison 2020 ist die erste in der Geschichte des Schwingsports, die quasi vollständig ins Wasser fällt. Absagen für Kantonale hat es zwar schon während der Weltkriege gegeben, in der Regel fanden diese jedoch jedes Jahr statt, jedenfalls in den vergangenen Jahrzehnten. Stark betroffen sind natürlich auch die Schwinger aus den Bezirken Dorneck-Thierstein. Der Klub Dorneck-Thierstein-Laufental, der im kommenden Jahr sein 100-Jahr-Jubiläum feiern darf, streicht «mit grosser Wahrscheinlichkeit» seinen Steinegg-Schwinget im Spätsommer. Die Tendenz zeige in Richtung Absage, sagt Präsident Markus Henzi. Er weist darauf hin, dass mit den aktuellen Möglichkeiten, das heisst maximal 300 Personen unter Einbezug der Zwei-Meter-Regel, eine Durchführung des Traditionsanlasses nicht möglich sei. Selbst wenn die Teilnehmerzahl auf 1000 Personen erhöht würde, hätten wir mit zwei Meter Abstand nicht genug Platz.» Letztlich müsste zudem das Verbot des Wettkampfs aufgehoben werden, sagt der Solothurner Unterverbandspräsident. Nichtsdestotrotz: Die Aktiven des Klubs trainieren in Koordination mit anderen Dorfvereinen seit Anfang Monat in der Schwinghalle in Nunningen Athletik,

Kraft und Koordination, immer unter Einhaltung der Corona-Bestimmungen. Die Jungschwinger haben zwischenzeitlich das Training ebenfalls wieder aufgenommen. Henzi sagt zum «Wochenblatt», dass bis zu den Sommerferien auf das Sägemehltraining generell verzichtet werde. Hart getroffen von der Corona-Pandemie ist in der Region auch der Turnverein Maisprach, der im August als Ausrichter des Nordwestschweizerischen Nachwuchsschwingertags im Scheinwerferlicht gestanden hätte. Auch dieser Schwinget findet nicht statt. Veranstaltungsleiter Markus Graf sagt, dass das OK beschlossen habe, das Fest «finanziell und organisatorisch» ruhend zu stellen. «Sollten Schwingfeste plötzlich wieder erlaubt sein, würden wir versuchen, das Fest dennoch durchzuführen. Allerdings auf Sparflamme, nur für die Jugend und dem Sport zuliebe.» Konkret: Der Turnverein Maisprach würde das Ganze in der kleinstmöglichen Form, ohne den üblichen Rahmen mit ergänzenden Festaktivitäten wie Unterhaltung und so weiter organisieren. Das Sägemehl sei bestellt und die Einheitspreise für über 200 Nachwuchsschwinger – es sind dies Schlafsäcke – liegen ebenfalls schon bereit.


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Donnerstag, 18. Juni 2020 Nr. 13

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«Ustrinkete» im Hotel Post in Mariastein! Den beiden gelang es in den folgenden Jahren, das «Pöstli im Stei» zu einer weitherum bekannten und geschätzten Institution zu machen.

Am 1. Juli 2020 geht René Riss nach über 40 Jahren als Wirt des weitherum bekannten und beliebten Hotel Post in Pension. 95 Jahre, drei Generationen Familie Riss-Kym sind zu Ende. 1925 zog Grossvater Albert Kym aus gesundheitlichen Gründen von Basel nach Mariastein, wo er das Hotel Post übernahm. Nach den harten Jahren der Weltwirtschaftskrise (1929 –1932) und des zweiten Weltkriegs durften Albert und Maria Kym in den Nachkriegsjahren einen ersten zaghaften Aufschwung erleben, bevor sie 1954 ihren Betrieb der ältesten Tochter Mary und ihrem Ehemann Henri Riss übergaben.

Grosse Freude machte ihnen, dass ihr jüngerer Sohn René sich für eine Kochlehre im renommierten Flughafenrestaurant in Zürich entschied und schon früh im elterlichen Betrieb mitarbeitete. Nach einem schweren Unfall 1977 waren Henri und Mary sehr erleichtert, als ihr Sohn, erst 23-jährig, die Geschäftsführung übernahm und sie kürzer treten konnten. Mit viel Herzblut und Engagement führte der junge Wirt den von seinen Eltern aufgebauten Betrieb weiter und erweiterte das vielseitige Angebot nach seinen Vorstellungen. Im Hotel Post muss man an Sonn- und Feiertagen auf Hunderte von Wallfahrern und Ausflugstouristen gefasst sein, die in möglichst kurzer Zeit etwas

Gutes zu essen haben möchten, was dank dem grossen Platzangebot von 300 – 400 Plätzen möglich ist. Unter der Woche kommen meist weniger Besucher nach Mariastein, welche die Ruhe und Besinnlichkeit des Kraftortes schätzen, ein währschaftes Zvieri, selbstgemachten Kuchen oder die gutbürgerliche Küche und die gepflegte Weinauswahl geniessen. Im «Pöstli» fühlen sich Einheimische, Pilger und Touristen, aber auch Arbeiter und Wanderer wohl. Es bietet auch den idealen Rahmen für Veranstaltungen wie Hochzeiten, Geburtstage, Familienfeste, Versammlungen. Der Sonntagmorgen nach dem Gottesdienst ohne einen Kaffee mit Gipfeli oder früher mit einem der legendären Pilgerweggen, kaum vorstellbar! Unvergesslich auch die schönen Sommerabende in der lauschigen Gartenwirtschaft

unter den uralten Kastanienbäumen mit etwas Gutem vom Grill. Nach 43 Jahren geht es in den wohlverdienten Ruhestand. «Wir gehen mit einem lachenden und einem weinenden Auge, mit bleibenden Erinnerungen an viele interessante menschliche Begegnungen mit dankbaren Gästen, von denen wir uns gerne verabschieden möchten.», sagt das Wirtepaar René und Mira Riss und lädt deshalb alle ein zur fröhlichen

«Ustrinkete» am Sonntag, 28. Juni 2020 ab 16.00 Uhr


DORFPLATZ VER ANSTALTUNG

EINGESANDT

Konzertstart

Freiwillige gesucht

WoS. «Music makes Witterswil a better place.» Unter diesem Motto startet, mit 3-monatiger Coronaverspätung, ein musikalischer Zyklus in Witterswil. Geplant sind vier Rock-, Blues-, Beat- oder Folkkonzerte pro Jahr, organisiert durch ein privates Komitee. Der Eintritt für alle Konzerte ist frei. Die Künstler werden durch eine Hutkollekte entschädigt. Unterstützt werden diese Musikabende durch den örtlichen Kulturverein «Pro Witterswil» und verschiedene Sponsoren. Der Basler Singer-Songwriter Pink Pedrazzi ist der erste Künstler, der am 20. Juni im Restaurant Landhuus in Witterswil seine Lieder zum Besten geben wird. Das Konzert beginnt um 20 Uhr.

EINGESANDT

Die langen Wochen der Corona-Krise haben allen viel abgefordert, vorab dem Pflegepersonal, den Ärztinnen und Ärzten oder den Mitarbeitenden der Spitex. Trotz des gut ausgebauten Gesundheitsund Versorgungssystems in der Schweiz hat sich aber gezeigt: ohne Freiwillige geht es nicht! Gerade in den vergangenen Wochen haben sich viele Freiwillige in ihren Gemeinden oder in den Quartieren engagiert. Sie haben Angehörige der sogenannten Risikogruppen zu Arztterminen gefahren, sie mit Lebensmitteln versorgt, mit ihnen oder für sie Behördengänge erledigt oder mit Anrufen und Besuchen für Abwechslung gesorgt und vieles mehr für sie getan. Diesen zahlreichen Freiwilligen gilt unser grosser Dank. Sie haben enorm viel geleistet. Nun ist es aber so, dass es auch in «normalen» Zeiten nicht ohne das En-

gagement von Freiwilligen geht. Jetzt, nach der Lockerung der Corona-Massnahmen, gilt es, vorwärts zu blicken. Im Laufental wird zurzeit von einer Arbeitsgruppe eine Versorgungsregion gemäss dem kantonalen Altersbetreuungs- und Pflegegesetz (APG) aufgebaut. Dabei will man künftig nicht nur auf die spezialisierten Organisationen wie Spitex, Pro Senectute, Krankenhäuser und Arztpraxen zählen. Damit gewährleistet bleibt, dass auch künftig Betroffene aller Generationen bei Bedarf optimal und möglichst umfassend mit Dienstleistungen aller Art versorgt sind, braucht es weiterhin Freiwillige. Die Arbeitsgruppe, die sich mit dem Aufbau dieser APG-Versorgungsregion befasst, möchte deshalb schon jetzt einen Appell an alle richten, die auch in Zukunft ihre Dienste anbieten möchten

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GEDANKENSTRICH

Quakende Vögel (Babysitting, Einkäufe, Fahrdienste, Telefonate, Besuche, Begleitung zu Behördengängen und Arzt- und anderen Terminen etc.). Selbstverständlich bedeutet Freiwilligenarbeit nicht Gratisarbeit. Für gewisse erbrachte Dienstleistungen könnte es eine finanzielle Entschädigung geben. Wenn Sie gerne Freiwilligenarbeit leisten möchten – vor allem in Ihrer Wohngemeinde – melden Sie sich bitte per Mail an: arbeitsgruppeAPG@gmx.ch und teilen Sie uns mit, welche Hilfe Sie gerne anbieten würden. Für die Arbeitsgruppe Versorgungsregion Laufental: Cécile Jenzer, Gemeinderätin Brislach Edmond Bernard, Gemeinderat Dittingen Carole Seeberger, Stadträtin Laufen Therese Conrad, Gemeindepräsidentin Nenzlingen Andreas Stich, Gemeinderat Wahlen

Absagen in Burg Die aktuelle Situation, hervorgerufen durch das Covid-19-Virus, zwingt uns auch ganz hinten im Tal, unsere beiden beliebten und bekannten Anlässe abzusagen. Die mit dem Virus verbundenen Auflagen des BAG verunmöglichen einen Festbetrieb in gewohnten Bahnen. Der Schutz von Bevölkerung und Gästen sowie Akteuren war bei unseren schweren Entscheidungen auch ein massgebender Faktor. So werden der 37. Burg–Cup 2020 vom 08./09. August und die 35. Serenade vom 16. August im Burghof abgesagt. Gerne nehmen wir die Gelegenheit wahr und teilen mit, dass die Anlässe im 2021 auf den 14./15. August (Burg-Cup) und 22. August (Serenade) neu terminiert worden sind. Wir wünschen, dass beide Anlässe im normalen Rahmen stattfinden können und verbleiben mit einem «bliebet gsund». Hans-Jörg Tobler Burg

Danke von oberster Stelle – Regierungsrätin zu Besuch

Besuch: Heimverantwortliche mit Frau Regierungsrätin Susanne Schaffner. FOTO: ZVG

dass die totale Schliessung der Altersheime bald der Vergangenheit angehören wird. Nachdem bisher Besuche nur auf Voranmeldung möglich waren, sollen die

Bewohnerinnen und Bewohner wohl schon nächste Woche viel einfacher Besuche empfangen können. Anton Stebler, Stiftungsratspräsident

LESERBRIEF

Asylbewerber tragen keine Sorge

LESERBRIEF

Sachpolitik, versprochen!

Ralph Jordi

EINGESANDT

Am vergangenen Donnerstag durften die Verantwortlichen des Stäglens in Nunningen von der obersten Chefin der Alters- und Pflegeheime im Kanton, Frau Regierungsrätin Susanne Schaffner, ein herzliches Dankeschön für ihre viele Zusatzarbeit entgegennehmen. Frau Schaffner war es ein grosses Anliegen, auch den Bewohnerinnen und den Bewohnern ein grosses Lob für die Akzeptanz der Coronamassnahmen auszusprechen. Sie sagte, dass sich die Massnahmen bewährt haben und letztlich zum Ziel führten. Die Heimlandschaft des Kantons ist bisher gut durch die Coronazeit gekommen. In diesem Zusammenhang war auch zu erfahren,

Beat Nussbaumer

Laufen braucht nun dringend mehr Sachpolitik anstelle des Partei-Geplänkels der letzten Jahre. Denn nur so wird die Zentrumsgemeinde des Laufentals die anstehenden Herausforderungen meistern und sich optimal auf die Zukunft vorbereiten können. Um hierbei einen Beitrag zu leisten, haben wir uns als parteilose Kandidaten zur Proporz-Wahl der Geschäfts- und Rechnungsprüfungskommission (GRPK) aufgestellt. Ab 1. Juli 2020 dürfen wir beide uns nun aktiv in dieser Kommission einbringen und danken an dieser Stelle allen Laufnerinnen und Laufnern, welche uns bei dieser Wahl unterstützt haben. Wir freuen uns sehr auf unsere neue Aufgabe in Laufen. Laut Gemeindegesetz des Kantons Baselland hat die GRPK die Oberaufsicht über alle Gemeindebehörden und Verwaltungszweige. Diesem Auftrag werden wir mit dem gebührenden Respekt und dem notwendigen Verantwortungsbewusstsein nachgehen. Dabei werden wir uns von unseren persönlichen Erfahrungen und Überzeugungen leiten lassen und unabhängig von etwaigen Parteivorgaben agieren. Wir setzen uns aktiv für mehr Sachlichkeit in der Laufner Gemeindepolitik ein und freuen uns schon jetzt auf die konstruktiven Treffen mit allen anderen Kommissions- bzw. Behördenmitglieder und dem Stadtrat von Laufen. Beat Nussbaumer Ralph Jordi, Laufen

In der Gemeindeversammlung vor zwei Jahren wurde der Kauf eines alten Bauernhauses mit Umschwung für asylsuchende Personen knapp angenommen. Damals wurde gesagt, dass die asylsuchenden Personen den Garten der Liegenschaft an der Pfarrgasse 10 in Hofstetten für «die Eigenversorgung der Bewohnenden» bewirtschaften können. Eine schöne und in der Tat auch sinnvolle Vorstellung, zumal die Asylsuchenden ja über ein geringes Budget verfügen. Aber leider täuscht man sich auch hier. Das Einzige, was mit diesem Garten ak-

tuell passiert, ist, dass das Obst von vier Obstbäumen verfault und im Garten sowie auch in den Nachbargärten liegt und unseren Gemeindemitarbeitern viel zusätzliche Arbeit beschert. Die SVP hat dies bereits im Vorfeld mehrmals prophezeit, sowohl im Gemeinderat, wie auch in der Gegenbotschaft, die von der SVP vor der Gemeindeversammlung in alle Haushalte versendet wurde. Die SVP hat dort insbesondere auf Unsicherheiten bezüglich Unterhalt und den damit verbundenen Kosten hingewiesen. Nun müssen diese schönen Obstbäume gefällt

werden, um den Unterhalt zu vereinfachen. Es ist für mich unverständlich, dass unsere Grosszügigkeit derart mit Füssen getreten wird, von Personen, die doch aus den Krisengebieten armer Länder geflüchtet sind. Manch einer wäre wohl froh, würde er ein Haus mit Garten und schönen Obstbäumen sein neues Zuhause nennen dürfen – bezahlt von den Steuerzahlern der sonnigen Wohngemeinde Hofstetten-Flüh. Dankbarkeit sieht anders aus! Andrea Meppiel Gemeinderätin Hofstetten-Flüh

LESERBRIEF

Promotion Laufental = Pure Geldverschwendung Als vor 20 Jahren das Laufental von Stellenabbau betroffen war, gründete man die Wirtschaftsförderung Promotion Laufental. Der Grundgedanke, mit dem Verein unseren Wirtschaftsstandort zu fördern, ist lobenswert. Daher ist es für mich unverständlich, dass Remo Oser, Präsident der Promotion, als einer der Hauptakteure in der Verhandlungsdelegation Spital Laufen, der Schliessung des Spitals und somit dem Verlust von über 200 Arbeitsplätzen im Laufental zugestimmt hat. Zahlreiche Gewerbler verlieren zudem Aufträge. Unterstützt wur-

de er in diesem Entscheid von seinen Vorstandskollegen Franz Meyer, Marc Scherrer, Ermando Imondi und Martin Dätwyler, die ebenfalls in der Verhandlungsdelegation Spital Laufen sitzen und somit die Mehrheit in der Delegation stellen. Die Gemeinden bezahlen jährlich rund 70 000 Franken, das Gewerbe rund 20 000 Franken an diesen Verein. Die Arbeitsplätze der stillen Heldinnen und Helden der Coronakrise scheinen weniger wichtiger als die Projekte, die der Verein auf seiner Webseite aufführt. Projekte wie die Kryptowährung Lau-

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fen-Taler oder das elektronische Patientendossier. Projekte, die ein paar Informatiker beschäftigen und problemlos in ein Billigland ausgelagert werden können. Der Mangel an Pflegekräften wird mit der Spitalschliessung scheinbar nicht einmal zur Kenntnis genommen. Meines Erachtens erfüllt die Promotion Laufental ihren Zweck mangelhaft und die Mitglieder müssen sich ernsthaft fragen, ob die Beiträge noch gerechtfertigt und die erwähnten fünf Vorstandsmitglieder noch tragbar sind. Simon Felix, Laufen

Gini Minonzio

Wie alt können Zöpfe eigentlich werden, bis jemand sie abschneidet? Für den Stützkurs «e Lehr mit Kick» suche ich Übungen, die elektronisch vorliegen. Da gibt es ganz aufwändige «Lernspiele», die mit allem Schnickschnack daherkommen, gerne auch mit englischen Namen: Levels, Lootboxes, Health Points, Motivationsbooster und quakende Vögel. Und dann (das denke ich mir nicht aus!) kommen folgende Fragen. Für Lehrlinge Fachmann Betriebsunterhalt, also für angehende Abwarte, ist eine Frage: «Warum weiss man, dass Kartoffelknollen nicht Teil der Wurzel sind?» Wissen Sie es, liebe Leserinnen und Leser? Nein? Müssen Sie auch nicht, denn mit allergrösster Wahrscheinlichkeit brauchen Sie das in Ihrem Beruf auch nicht. Ganz im Gegensatz zu einem Abwart. Sarkasmus aus. Seit dem Ende der Anbauschlacht, also seit 75 Jahren, hat kein Abwart mehr auf dem Platz vor der Fabrik Kartoffeln angepflanzt! Wie schafft es eine solche Frage sogar in digitalen Lehrmaterialien aufzutauchen? Auch in der Mathematik gibt es solche Beispiele. In einem von Grund auf neu verfassten elektronischen Lehrmittel «Für alle technischen Berufe» lautet eine Frage: «Ein leerer Brunnen von der Grösse 2,0x0,8x0,95 Meter wird von 2 Röhren gespeist. Eine Röhre bringt 9,5 Liter pro Minute, die andere 1,1 dl pro Sekunde. Wie lange dauert es, bis der Brunnen voll ist?» Hier sollten Sie die Antwort aber wissen. Ich bin sicher, dass Sie in Ihrer Kindheit auch solche Fragen lösen durften. Und diese Traditionen sollte man hochhalten, ganz egal, dass es ein halbes Jahrhundert her ist, seit die letzte Kuh der Schweiz aus einem Brunnen getrunken hat. Und es seither niemanden mehr kümmert, wie schnell ein Brunnen voll ist. Ausser natürlich die Hersteller von MatheLehrmitteln. Und dann ist da noch das «Tool für die Sekundarschule, das spielerisch am Tablet den Sprachschatz fördert.» Eine der Auswahlfragen möchte ich Ihnen nicht vorenthalten: «Welches dieser Wörter passt nicht in die Reihe: Löschpapier, Etui, Tinte, Füllfeder?» 30 Jahre, nachdem die Läden das Löschpapier aus dem Sortiment gestrichen haben, feiert es seine elektronische Wiederauferstehung! Bevor ich meinen Schülern das «spielerische Lerntool» übergebe, frage ich sie vorsichtshalber, was ein Löschpapier ist. Antwort: «Damit kann man auf dem Handy etwas löschen. Wie das genau geht, weiss ich aber nicht.» Und eine Füllfeder? «Das ist eine besondere Art Sack, den man füllen kann.» Übrigens: Ich bin sicher, Sie hätten diese letzte Frage spielend korrekt beantwortet. Und so hätte Ihnen Ihr Tablet als Motivationslob gleich zwei quakende Vögel geschenkt! Wunderbar!

LESERBRIEF

Neues Gesundheitszentrum in Laufen In der Zeitung durfte ich lesen, dass wir Hausärzte uns nicht für die Neugestaltung der Grundversorgung im Laufental interessiert haben. Da wir Hausärzte nie eine Schliessung des Spitals Laufen wollten, hat man uns wohl bewusst aus allen Entscheidungsprozessen ausgeschlossen. Anfragen kamen immer nur, wenn es darum ging, vollendete Tatsachen dem

Volk schmackhaft zu machen. Das Spital Laufen wurde über viele Jahre systematisch geschwächt und scheibchenweise liquidiert. Jede Möglichkeit einer Zukunftssicherung wurde torpediert. Medbase ist ein Unternehmen der Migros, das schon an mehreren Orten in der Schweiz Gesundheitszentren aufgebaut hat. Die Patient-Arzt-Beziehung wird sich ändern

wie die zwischen Kunde-Verkäufer im Wechsel vom Dorflädeli zum Grossverteiler. Vor Monaten hat Medbase eine Apotheke in Laufen kaufen können. Ein weiterer Schritt für die zukünftige Gewinnoptimierung. Einige profitieren, die Bevölkerung aber gehört zu den Verlieren. Roland Stäuble, Wahlen

Redaktionsschluss Für Beiträge auf den Seiten «Dorfplatz» und «Dies und Das» gilt folgender Redaktionsschluss: Montag, 12.00 Uhr Beiträge sollten eine Länge von 1500 Zeichen inkl. Leerschläge nicht überschreiten. Wir freuen uns auf Ihren Beitrag. redaktion.laufen@wochenblatt.ch


DIES UND DAS GESCHÄF TSWELT

GESCHÄF TSWELT

Felix Transport AG übernimmt Blachenwagen-Flotte von Bieli

Platz, wohin das Auge blickt

WoS. Die Felix Transport AG übernimmt per 29. Juni die Blachenwagen-Flotte der Bieli Transport AG Laufen. Kundenbeziehungen und Mitarbeitende sind Bestandteil der Übernahme. Damit stärkt das Familienunternehmen den Regionenstandort und die Spezialisierung im Bereich Stückguttransporte. Die Bieli Transport AG trennt sich aus strategischen Gründen von der Blachenwagen-Flotte. Mit der Felix Transport AG fiel die Wahl für den Verkauf auf einen langjährigen Geschäftspartner mit regionaler Verankerung und hohem Qualitäts-

denken. Zur Übernahme zählen auch bestehende Kundenbeziehungen aus dem Stückgutbereich sowie zehn Fahrzeuge mit neuer Stationierung in Zwingen. Die Erhaltung sämtlicher Arbeitsplätze ist ein grosses Anliegen beider Unternehmungen, weshalb die betroffenen Mitarbeitenden an den Standorten Zwingen und Arlesheim weiterbeschäftigt werden. Die Felix Transport AG freut sich auf die Integrierung der neuen Mitarbeitenden sowie die Weiterführung der bestehenden Kundenbeziehungen auf hohem Qualitätsniveau.

FOTOGALERIE

Mary Ann Born Eigentlich wollte ich in dieser Ausgabe meiner Kolumne – pünktlich zum baldigen Sommerferienbeginn – über die Möglichkeit schreiben, wie Sie sich auf Reisen richtig versichern können. Die Corona-Pandemie hat uns allen nun aber

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einen ganz schönen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Sommerferien im Ausland zu verbringen ist aktuell eine eher komplizierte Sache. Trotz öffnender Grenzen. Deshalb bleiben die meisten von uns also wohl eher zuhause. Das hat einen Vorteil: Wir von der EGK erwarten alle sehr gespannt unseren neuen Hauptsitz. Nachdem die beiden Betonkerne auf der Nau stehen, wird nun Tag für Tag ein weiteres Stück der Holzummantelung montiert. Als allererstes wurde jener Bereich erstellt, in dem voraussichtlich ab nächstem Sommer unsere Agentur untergebracht sein wird. Diejenigen, die uns beim Birs-Center schon besucht haben, wissen: Platz ist unser grösstes Problem. Deshalb freue ich mich jeden Tag, wenn ich an der Baustelle vorbeifahre und den grosszügigen, luftigen neuen Arbeitsplatz bewundern kann. Aber nicht nur der Platz wird einer der grossen Vorteile des Hauptsitz-Neubaus sein. Das Gebäude wurde so geplant, dass es für alle Mitarbeitenden der EGK einen angenehmen Arbeitsplatz bietet. Mit einem guten Raumklima dank viel Holz,

Licht und Lehmverputzen an den Wänden. Strahlungsarm, weil in den Böden Carbometum verbaut wird, das Magnetfelder und Wasseradern neutralisieren und auch im Winter für warme Füsse sorgen soll. Und mit Begegnungszonen ausgestattet, damit wir uns in den Pausen miteinander austauschen können. Bis wir den neuen Hauptsitz beziehen können, dauert es zwar noch ein Jahr. Aber Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude. Und das gilt vermutlich ebenso für die Ferien im Ausland, die sicher irgendwann in Zukunft wieder sorgenfrei möglich sein werden. Bleiben Sie gesund. Beste Grüsse Mary Ann Born Agenturleiterin Laufen

LESERBRIEF

Haben wir in Blauen bald eine Bauruine?

Kontrast: Schachbrettfalter besucht Skabiose.

FOTO: REINHARD HÄNGGi, Erschwil

Es betrifft den Bau auf dem ehemaligen Grundstück der Baudocu. Dort kommen immer wieder Einheimische und Auswärtige vorbei, die wissen wollen, wann der begonnene Neubau weitergeht. Ich kann nur immer wieder sagen, dass Einsprachen hängig sind. Dabei geht es um die Tiefgarage, die nicht bewilligt wurde. Ich spreche niemandem das Recht ab, Einsprachen zu erheben. Das ist ein Grundrecht. Doch die Einsprecher sind nicht bereit, nur die geringste Einigung zu erzielen. Nach ihnen müsste der Bauherr die ganze Tiefgarage wieder zurückbauen. Der Bauherr will und kann das nicht. Die Forderungen gehen so weit, dass das Ganze, auch das bereits mit Bewilligung Bestehende, dem Erdboden gleichgemacht würde. Die Einsprecher gehen bewusst das Risiko

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ein, dass wir in Blauen auf lange Sicht eine Bauruine haben. Wenn nicht in den nächsten zwei Wochen eine Einigung erzielt wird, ist es soweit. Dann haben wir das, was wir bei der Umzonung verhindern wollten. Ich kann mir nicht vorstel-

len, dass der grösste Teil unserer Bevölkerung das wirklich will. Ich war auf unser Dorf immer stolz und heute muss ich mich schämen. Kurt Cueni-Schmidlin alt Gemeindepräsident, Blauen

Eine unendliche Geschichte: Einsprachen verhindern den Weiterbau. Foto: Reinhard Hänggi

Kein Optiker konnte mir helfen. Dann war ich bei CHALON. Durch eine DNEye® Analyse meiner Augen beim Fachoptiker für biometrische Augenvermessung in Laufen kann ich mit meiner Gleitsichtbrille endlich optimal sehen.

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Redaktionsschluss Für Beiträge auf den Seiten «Dorfplatz» und «Dies und Das» gilt folgender Redaktionsschluss: Montag, 12.00 Uhr redaktion.laufen@wochenblatt.ch

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DIES UND DAS

Donnerstag, 18. Juni 2020 Nr. 25

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Oberaufsicht befangen? Parteiisch, voreingenommen, unfair

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Dass die Mitglieder der Geschäfts- und Rechnungsprüfungskommission (GRPK) von der Gemeindeversammlung gewählt werden, kommt nicht von ungefähr. Sie gehören der Legislative an. Der Aufgabenkatalog ist vielschichtig, die Anforderung hoch, die Mitglieder müssen absolut integer, verschwiegen und unparteiisch sein. Eine gesunde Distanz zu den Gemeindeangestellten und dem Gemeindepräsidenten und den Gemeinderäten ist wichtig, um die Arbeit sachlich und fachlich korrekt beurteilen zu können. Die GRPK ist ein Kontrollorgan. Dass sich Marc Achermann, Mitglied der GRPK, nun derart in einem Wahlkampf bei den Gemeindepräsidentenwahlen einsetzt, sei es mittels Leserbrief im Wochenblatt, sei es als Beitrag im Flyer an die Einwohnerinnen und Einwohner von Röschenz, finde ich als ehemaliger Gemeindepräsident befremdend. Bei den aufgeführten Tätigkeiten im Flyer hat Marc Achermann bewusst vergessen aufzuführen, Mitglied der GRPK zu sein. Wo bleibt die Neutralität und die nötige Distanz, die dieses Amt zwingend mit sich bringt? Nach den Wahlen stellt sich die Frage, ob Marc Achermann als GRPK-Mitglied noch tragbar ist. Sollte die Konstellation (Marc Achermann als Mitglied der GRPK und Remo Oser als Gemeindepräsident) bestehen bleiben, so müssen wir uns fragen, ob die Oberaufsicht mit der nötigen Unbefangenheit noch wahrgenommen werden kann. Ich hoffe, dass Holger Wahl gewählt wird, es würde wieder Ruhe im Dorf einkehren, was ihm auch in der Kirchgemeinde eindrücklich gelungen ist. Kurt Schnell-Meyer Ehemaliger Gemeindepräsident, FdP

Seit Jahren müssen wir Anwohner immer wieder mit Lärmüberschreitungen rund um das Restaurant Sonne umgehen. Gemeinderätin Wunderer muss in besagter Sache «Nachtruhestörung» in den Ausstand treten, weil Partei, weshalb der sechsköpfige Gemeinderat darüber abstimmen muss – gegebenenfalls mit Stichentscheid des Präsidenten. Der Gemeinderat Röschenz hat bisher alles versucht – inklusive Mediation – um eine einvernehmliche, unparteiische Lösung zu finden: leider ohne Erfolg. Nach eingehenden Messungen hat der Kanton eine Verfügung erlassen und das Restaurant Sonne in die Schranken verwiesen. Diese Woche hat nun auch der Regierungsrat die von Wunderers Anwalt und Ex-SVP Fraktionspräsident Bader eingereichte Beschwerde abgewiesen. Allen Tatsachen und Fakten zum Trotz wurden die Anwohner auf Holger Wahls Website als «Stänkerer» vorverurteilt.

Unsere Seite der Geschichte wurde gar nicht erst angehört. Der entsprechende Blog-Eintrag wird von einem völlig unbeteiligten Frenkendorfer kommentiert und dabei unser Gemeindepräsident unsachlich angegriffen, verunglimpft und zum Rücktritt aufgefordert. Ist es bloss Zufall, dass es sich dabei um einen SVP-Landrat und Wunderers Banknachbarn handelt? Die plumpe Schmier-Aktion, so offensichtlich und dreist, veranlasste Holger Wahl diesen Eintrag kurzerhand «verschwinden» zu lassen. Wie will Holger Wahl mit einer derartig parteiischen Vorgeschichte eine glaubwürdige und faire Behandlung der Anwohner durch die Gemeinde gewährleisten? Ich wünsche mir einen Gemeindepräsidenten, der sich für das Gemeinwohl einsetzt und nicht Einzelinteressen vertritt, deshalb wähle ich Remo Oser. Pascal Schweighauser Röschenz

LESERBRIEF

Zeit für Veränderungen Es ist interessant, dass sich Margareta Bringold zu den Röschenzer Präsidiumswahlen äussert. In Wahlen lässt es sich natürlich sehr gut von «Gestaltungswille» und «Teamfähigkeit» schwärmen, wenn es nicht der eigene Präsident ist, man nicht seine Streitereien im eigenen Gemeinderat ertragen muss. Remo Oser schreibt selbst mehrfach, dass es sowieso seine letzte Amtsperiode sein sollte. Damit stellt sich für mich aber auch die Frage: Warum jetzt noch auf einen Präsidenten setzen, der nur noch seine Schlussrunde drehen möchte? Der sei-

nen Abritt schon vor der Wahl ankündigt? Brauchen wir nicht gerade jetzt einen Präsidenten, der mit neuer Energie die Aufgaben der Zukunft angeht, der langfristig vernetzt denkt und plant? Holger Wahl hat bereits zwei Mal die meisten Stimmen im Dorf geholt, 2012 und 2020. Mit ihm steht eine frische Kraft zur Verfügung, er hat Erfahrung im Amt, er hat sich in schwierigen Situationen bewährt, ohne viel Theater, aber mit viel Einsatz. Nutzen wir die Chance, wir haben sie nur jetzt! Fabienne Dreier, Röschenz

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Holger Wahl

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Ich fühle mich von Holger Wahl weder freundlich noch kollegial behandelt, wie es in den Leserbriefen dargestellt wird. Die Politkultur, welche mit dem Gesinnungstandem Jacqueline Wunderer und Holger Wahl in unseren Gemeinderat Einzug hielt und mit Wahls Webseite am Köcheln gehalten wird, spaltet unser Dorf. Nach Wahls missglücktem Start im Röschenzer Gemeinderat soll er sich zuerst von seiner kollegialeren Seite zeigen und kann sich nach einer vollendeten Amtsperiode als Gemeindepräsident bewerben. Ich wähle Remo Oser als bewährten, konstruktiven Gemeindepräsidenten. Barbara Ammann Gemeinderätin Röschenz

LESERBRIEF

Mattegumper? Das Röschenzer Gemeindeblatt «Mattegumper» ist beliebt und steht allen offen, auch als Leserbrief-Plattform. Seit einigen Jahren betreibt Ex-Gemeinderat Holger Wahl eine Website mit demselben Namen. Er allein kontrolliert, was dort publiziert wird. Das Röschenzer Symbol benutzt Wahl eigens für seine Zwecke, um den Röschenzern sein politisches Weltbild zu vermitteln. Das publizistische Wirken Wahls sät in unserem Dorf Zwietracht und Missgunst. Wer sich Zeit nimmt, Holger Wahls ellenlange Tiraden bis zu Ende zu lesen, spürt die Wut, die sich wie ein roter Faden durch seine Tex-

te zieht. Spricht so ein Mattegumper? Selbstverständlich ist es wichtig, einander die Meinung sagen zu können. Für unsere direkte Demokratie ist das sogar zentral. Ein öffentlicher Meinungsaustausch sollte jedoch sachlich, auf Augenhöhe und mit Anstand geschehen und sicher nicht auf die Person abzielen. Ich wünsche mir einen Gemeindepräsidenten, der sich konstruktiv für unsere Gemeinschaft einsetzt und unterschiedliche Standpunkte gelten lässt. Deshalb wähle ich Remo Oser.

Beziehungen machen das Leben aus.

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Dieter Henneberger


Donnerstag, 18. Juni 2020 Nr. 13

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Donnerstag, 18. Juni 2020 Nr. 25

KINDER SEHEN DIE WELT

IN KÜRZE

AUS UNSERER BIBLIOTHEK

Kanton übernimmt U-Abo-Kosten

Einhorn: Das Einhorn von Lilly (8 ½) hat sich von seiner Herde entfernt, um zu sehen, was es sonst noch so gibt auf der Welt. Es freut sich am Regenbogen und am Entdecken der «Blüemlimatte». Links im Bild beginnt der Wald. Es wird bald zu seiner Herde zurückkehren, ist jedoch das einzige Einhorn mit Streifen im Fell. Weil es anders ist als die anderen, sei es ein spezielles Einhorn, meint Lilly. TEXT: MARIANNE VOLONTÉ

KANTON BASELLAND. WoS. Sekundarschülerinnen und -schüler, welche in einer Gemeinde wohnen, die mindestens sechs Leistungskilometer von ihrem Schulstandort entfernt liegt, oder einen Schulweg mit einer Höhendifferenz von 150 Metern oder mehr haben, erhalten automatisch Anspruch auf die Übernahme von 80 Prozent der Kosten ihres Junior-U-Abos durch den Kanton. Im Laufental betrifft dies die Gemeinden Blauen, Burg, Grellingen, Liesberg, Nenzlingen und Roggenburg. Bei Schulzuweisungen aufgrund der Klassenbildung sowie beim Besuch einer Privatschule gemäss Verfügung entscheidet das Amt für Volksschulen (AVS) mit der Zuweisung über die Anspruchsberechtigung.

Wieder Publikum im Theater

L AUFEN

K ANTON BASELL AND

Röschenzstrasse wird erneuert und ausgebaut

Intensive Verkehrskontrollen

WoS. Am letzten Montag starteten in Laufen die Erneuerungs- und Ausbauarbeiten an der Röschenzstrasse im Abschnitt Hinterfeldstrasse bis Weststrasse. Die Arbeiten in diesem Bereich sollen bis Ende August dieses Jahres dauern, teilt die Bau und Umweltschutzdirektion Basel Landschaft mit. Um einen Rückstau bis in die Rennimattstrasse zu verhindern, wird ein grossräumiges Einbahnsystem eingerichtet. Dabei kann die Baustelle nur von Westen her von Röschenz in Richtung Kreisel befahren werden. Die Zufahrt nach Röschenz, Kleinlützel, Challhöchi und zu den westlich gelegenen Wohnquartieren erfolgt via Lützelstrasse und Röschenz. Eine Ausnahme bilden die

Buslinien 112 und 113, welche die Baustelle in beiden Richtungen passieren können. Die Verkehrsführung in der Röschenzstrasse ausserhalb des Baustellenbereiches erfolgt doppelspurig. Um Abkürzungen durch Wohnquartiere zu vermeiden, werden die Ein- und Ausfahrten Allmendweg, Niedere Höheweg und Gründliweg in die Röschenzstrasse gesperrt. Die Bauarbeiten auf der Röschenzstrasse im Abschnitt Weststrasse – Gartenstrasse kommen derweil gut voran. Bis auf den Deckbelagseinbau und Anpassungsarbeiten auf Privatparzellen, konnten die geplanten Etappen fertiggestellt werden.

WoS. Nach der Grundregel «Wer fährt, trinkt nicht; wer trinkt, fährt nicht» wird die Polizei Basel-Landschaft bis zum 21. Juni auf dem gesamten Kantonsgebiet zu unterschiedlichen Tages- und Nachtzeiten intensive Verkehrskontrollen in Bezug auf die Fahrfähigkeit durchführen. Diese Kontrollen finden europaweit statt und werden durch das Polizeikonkordat Nordwestschweiz unterstützt. Das Ziel dieser flächendeckenden Kontrollen ist die Erhöhung der allgemeinen Verkehrssicherheit. Die statistische Auswertung über die letzten Jahre zeigt, dass die Problematik Alkohol, Drogen und Medikamente am Steuer von Motorfahrzeugen eine häufige Unfallursache darstellt.

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DORNACH. WoS. Die Verantwortlichen vom neuestheater.ch in Dornach freuen sich, endlich wieder Publikum empfangen zu dürfen. Spontan haben die beiden Solistinnen Maya Boog und Solenn’ Lavanant, enge Künstlerfreundinnen des Hauses zugesagt, begleitet von ihrem Pianisten Riccardo Bovino, diese erste «Tuchfühlung» zwischen Besucherinnen, Besuchern und Theatercrew mit einem wunderbaren Programm zu unterstützen. Das Publikum darf am 19. Juni, um 19.30 Uhr, einen hochkarätigen Musikgenuss mit Liedern, Arien und Duetten aus den letzten Jahrhunderten erleben. Die Schutzmassnahmen werden im Theater eingehalten. Am 24. Juni, um 19.30 Uhr suchen die Theaterverantwortlichen das Gespräch mit dem Publikum. Im «Offenen Gespräch» soll ein Austausch über diese spezielle Corona-Zeiten stattfinden.

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Oft sagten meine Kinder vor dem Einschlafen: «Erzähl mir was Schönes.» Und so wurde das ungeliebte Ins-Bett-Gehen etwas versüsst und erleichtert. Darum hat mich der Titel dieses Buches spontan angezogen. Isabelle und Julia, beides Mittvierzigerinnen, sind gute und langjährige Freundinnen. Sie haben viel zusammen erlebt und auch vieles erreicht, was sie sich erträumt und gewünscht hatten. Dabei stand Julia immer etwas im Schatten ihrer lebenslustigen Freundin. Da erkrankt Isabelle plötzlich an Brustkrebs und stirbt. Die Freundin Julia fällt in ein tiefes Loch und findet sich im Leben nicht mehr zurecht. Es dauert lange, bis sie sich von dieser Lebenskrise wieder erholt. Die Beschreibung der Frauenfreundschaft ist sehr emotional und berührend. Obwohl die beiden Frauen sehr verschieden sind – oder vielleicht gerade deshalb –, sind sie sich sehr nah. Das Buch ist einerseits traurig, andrerseits sehr versöhnlich und voller Humor. Ein Buch, das man in einer Nacht fertig lesen muss. Christine Eckert

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