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Offizielles Amtliches Publikationsorgan des Kreis 2 Limmattal für die Gemeinden Neuenhof, Killwangen, Spreitenbach und Würenlos Donnerstag, 3. September 2026, 64. Jahrgang, Nr. 36

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Ab sofort ein Redaktionsteam

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Seit dem 1. September gehören die Gratisanzeiger «Rundschau» und «General-Anzeiger» zu CH Media. Zusammen mit der «Limmatwelle», die neu im Zeitungsformat erscheint, bilden sie ein Redaktionsteam.

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nommen. Die beiden «Rundschau»-Titel erscheinen ab sofort als eine Zeitung. Ansonsten ändert sich für die Leserinnen und Leser wenig. Intern spannen die Redaktionsteams zusammen. Gleichzeitig passt die «Limmatwelle» ihre Grösse an und erscheint im Zeitungsformat. Für CH Media bedeu-

tet der Zukauf eine gezielte Ergänzung der bestehenden Anzeiger. «Die Titel der Effingermedien passen sehr gut zu unserer Produktpalette. Den Leserinnen und Lesern bieten wir in den Regionen Brugg und Baden Kontinuität in der Berichterstattung», sagt CH-MediaVerleger Peter Wanner. (BÄR)

Per 1. September hat CH Media die Gratisanzeiger «General-Anzeiger», «Rundschau Süd» und «Rundschau Nord» von der Effingermedien AG über-

Bilden das Redaktionsteam (von links): Irene Hung-König (Redaktorin), Martina Pfiffner (Produzentin), Marko Lehtinen (Redaktor), Melanie Bär (Redaktionsleiterin), Sven Martens (Redaktor), Simon Meyer (Redaktor) und Manuela Page (Produzentin).

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Mögen Sie Veränderungen? Ich hatte als Kind Mühe damit. Ein neuer Schulort? Unangenehm. Neue Klassengspänli? Eine Herausforderung. Ferienlager mit fremden Leuten? Tränen und Heimweh. Als Jugendliche lernte ich zu differenzieren. Das neue Oberstufenzentrum eignete sich gut, um sich nach Schulschluss zu treffen. Die älteren Schüler waren plötzlich interessant. Und vom Abschlusslager wäre ich am liebsten nicht mehr heimgekehrt. Aus Veränderungen wurden Chancen. Es taten sich neue Welten auf, die entdeckt werden wollten. Mittlerweile denke ich in Anteilen: Veränderungen bringen Vorund Nachteile. Freude und Bedenken kann man gleichzeitig fühlen. Durch dieses Wechselbad der Gefühle ging ich auch während der Integration des «General-Anzeigers» und der «Rundschau» in unser Haus. Aufbruchstimmung, Neugier und Zuversicht gaben der Überforderung die Hand. Unzählige Stunden hat das Projektteam damit verbracht, die Titel in unser IT-System zu überführen, Layouts anzupassen und Leute zu schulen. Wir haben an Konzepten gefeilt, Arbeitsplätze gesucht und uns mit den neuen Kolleginnen und Kollegen getroffen. Und gleichzeitig haben wir noch das Format der «Limmatwelle» umgestellt. Ehrlich gesagt: Ich war schon ein bisschen angespannt, ob es klappen würde. Doch die Feuerprobe ist bestanden: Sie lesen die erste Ausgabe, die wir als neues gemeinsames Team herausgeben. Verzeihen Sie uns, wenn noch nicht alles exakt passt. Entdecken Sie die Veränderungen? Ich hoffe, es geht Ihnen dabei nicht wie mir als Kind, sondern wie mir als Erwachsene und dass Sie Ihnen vor allem Freude machen. Das Redaktionsteam freut sich über Rückmeldungen jeglicher Art. Im Wissen, dass man Freude und Bedenken gleichzeitig fühlen kann. Feedback an melanie.baer@chmedia.ch

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Limmatwelle Nr. 36 Donnerstag, 3. September 2026

Wettingen

Feuerwehrleute und Forstwarte räumen die Alberich-Zwyssig-Strasse frei.

BILD: MELANIE BÄR

Überflutete Strassen kurz nach dem Sturm.

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BILD: ZVG/REPOL WETTINGEN-LIMMATTAL

Wettingen im Zentrum des Sturms Ein Unwetter mit orkanartigen Sturmböen, Starkregen und Hagel verursachte in Wettingen am Freitagmorgen kurz vor zehn Uhr grosse Schäden.

MELANIE BÄR

Nur ein paar Minuten lang fegte das Unwetter über Wettingen, trotzdem hinterliess es zahlreiche Schäden. Entwurzelte Bäume lagen herum, Strassen waren überflutet und Dächer abgedeckt. «Etwa 70 Angehörige der Feuerwehr standen von 10 bis 22 Uhr im Einsatz», schreibt Oliver Gross, Kommandant der Wettinger Feuerwehr und der Zivilschutzorganisation (ZSO) Wettingen-Limmattal, auf Anfrage. Die restlichen Gemeinden des ZSO-Einzugsgebiets waren fast nicht betroffen. Rund 70 Meldungen mussten die Einsatzkräfte in Wettingen bearbeiten. Dabei wurden sie von den Feuerwehren Killwangen-Spreitenbach und Brugg mit Autodrehleitern unterstützt. Vor Ort waren auch Forstwarte, die auf die Strasse gefallene Bäume zersägten und abtransportierten, um die Haupt- und Quartierstrassen wieder freizubekommen. Die Alberich-Zwyssig-Strasse war auf der Höhe der Seminar- und der Bahnhofstrasse zeitweise gesperrt. Der Gemeinderat rief die Bevölkerung in einer Medienmitteilung zur Vorsicht beim Betreten oder Befahren des Waldes auf: «Der Hitzesommer hat die Bäume geschwächt, und es können immer noch weitere durch das Unwetter gebrochene Äste herunterfallen.»

Es sei weiterhin Vorsicht geboten, sagt Förster Moritz Fischer am Dienstag. Er und sein Team sind zurzeit mit Aufräumarbeiten im Dorf beschäftigt. Der Wald hat zweite Priorität, dort sind noch nicht alle Wege passierbar. «Man

«Die Schäden sind sehr lokal.» MORITZ FISCHER, FÖRSTER

sieht gut, wo die Böen durchgezogen sind, die Schäden sind sehr lokal», so Moritz Fischer. Er selbst sass im Büro des Forstwerkhofs und sah von dort aus, wie ein Baum umkippte. «Im Wald sind viele Bäume abgebrochen und nicht mit dem Wurzelteller umgekippt. Das ist auf die Trockenheit zurückzuführen.»

Reben litten unter Unwetter Auch die Reben wurden teilweise stark beschädigt. Unter anderem durch Hagel und umgestürzte Bäume. Stark betroffen sind die Trauben der Klosterwein GmbH. «Eine Anlage mit Hagelnetz wurde total zerstört», so Beni

Rebenanlage mit Netzen komplett zerstört.

BILD: ZVG

Umgestürzte Bäume in vielen Privatgärten.

Egloff. Er rechnet mit 75 Prozent weniger Ertrag. «Ein Jahr verkraften wir das. Aber drei solche Jahre hintereinander würden wohl das Ende bedeuten.» Die Trauben der Gemeinde wurden schon vorher geerntet und sind deshalb nicht betroffen. «Es ist schon etwas frustrierend, wenn gesunde und schöne Trauben eine gute und leichte Ernte versprechen und

Riesige Hagelkörner sorgten für Schäden.

BILD: GABY KOST

der Lohn der Arbeit dann von einer Laune der Natur zerstört wird», sagt Beni Egloff. Den für den Freitag geplanten Anlass sagten die Winzer ab, um das übrig gebliebene Traubengut zusammen mit vielen Freiwilligen zu ernten. «Eine solche Unterstützung zu erleben, war etwas sehr Schönes. Das Unwetter hatte also sogar eine Sonnenseite», resümiert Winzer Beni Egloff.

BILD: ROGER EGLOFF

Demoliertes Lichtsignal.

BILD: ZVG/REPOL


4 Wettingen

Limmatwelle Nr. 36 Donnerstag, 3. September 2026

Einwohnerratssitzung

Kunstrasen und Förderprgramm Das kommunale Förderpro­ gramm Energie steht nebst der Wirtschaftsförderung auf der Traktandenliste. Zudem wird über einen Kredit für einen Kunstrasenplatz abgestimmt. Die Einwohnerrätinnen und Einwohner­ räte nehmen am Donnerstag, 3. Sep­ tember erstmals nach der Sommerpau­ se ihre Plätze im Rathaus ein. In den sechs Traktanden geht es um einen Kre­ dit für das Schulhaus Zehntenhof. Hier legt der Gemeinderat für Wärme­ schutz­, Akustik­ und Lüftungsmass­ nahmen einen Kredit von 900 000 Fran­

Die SVP­Fraktion lehnt die Weiterfüh­ rung des Förderprogramms Energie in Wettingen ab. Dieses Programm führt zu einem ökonomisch unerwünschten Mitnahmeeffekt und ist zudem unsozial. Von den Förderbeiträgen profitieren nur Wohneigentümer, während die grosse Mehrheit der Mieter das Programm zwangsweise mitfinanzieren muss: eine unsoziale Umverteilung von unten nach oben. Es ist verstörend und enttäu­ schend, dass ein in der Theorie mehr­ heitlich bürgerliches Parlament diesem etatistischen Monstrum zustimmt. Die Fraktion SVP beantragt die Rück­ weisung des Geschäfts zur geplanten Teilnahme Wettingens an der Regionalen Wirtschaftsförderung im Potenzialraum Aargau Ost. Die Wettinger Politik be­ klagt hohe Schulden und Defizite, trotz­ dem bewilligen Einwohnerratsmehrheit und Gemeinderat laufend zusätzliche Ausgaben, die es nicht braucht. Zuerst soll der Richtplan für das Gebiet Täger­ hardächer abgeschlossen werden – da­ nach kann man eventuell einen Beitritt nochmals evaluieren. Laufende, zusätz­ liche Kosten ohne Mehrwert für die Ge­ meinde werden von der SVP abgelehnt. Die SVP­Fraktion nimmt vom Kre­ ditbegehren über 900 000 Franken für diverse Massnahmen im Schulhaus Zehntenhof Kenntnis. Bei einem Kre­ ditbegehren in dieser Höhe erwartet die Fraktion einen sorgfältigen Kosten­ vergleich. Da keine Zweitofferte vor­ liegt, beantragen wir die Rückweisung zur Einholung einer weiteren Offerte. Die Fraktion SVP unterstützt den Kürzungsantrag der Finanzkommission von 200 000 Franken beim Kreditbegeh­ ren für ein Kunstrasenfeld auf der Sport­ anlage Kreuzzelg. Dem Projekt steht die Fraktion offen gegenüber, vom bean­ tragten Kredit von 3,545 Millionen Franken ist sie jedoch nur bedingt über­ zeugt. Auch die profitierenden Vereine sollten einen Beitrag leisten, so wie in anderen Gemeinden. Auch bei Sportan­ lagen gilt: Nur notwendige Investitionen sind umzusetzen. Und wie wird sicher­ gestellt, dass keine dahergelaufenen Strolche Vandalenakte begehen? Die SVP­Fraktion ist mit der Um­ wandlung ihrer Motion zur Reduktion des Einwohnerrats von 50 auf 40 Mit­ glieder in ein Postulat einverstanden und dankt dem Gemeinderat für die ra­ sche Behandlung ihres Vorstosses. MARTIN FRICKER

ken vor. 3,54 Millionen Franken soll der Kredit für den Aus­ und den Umbau der Sportanlage Kreuzzelg betragen.

Wird der Rat verkleinert? In ihrer Motion möchte die SVP den Einwohnerrat von 50 auf 40 Mitglieder verkleinern. Sie verspricht sich davon eine bessere Debattenkultur sowie eine effizientere Ratsarbeit. Des Weiteren haben die Ratsmitglie­ der über die Motion von Manuela Ernst (GLP) und Martin Fricker (SVP) zum Fall Spezialzone Berg zu befinden. Die beiden möchten den Gemeinderat be­ auftragen, die Geschäftsprüfungskom­ mission das Verfahren untersuchen zu lassen. (LiWe)

Die FDP­Fraktion unterstützt die Wei­ terführung des kommunalen Förder­ programms Energie. Positiv sind die Korrektur bestehender Fehlanreize und die Umverteilung der Mittel ohne Erhö­ hung des Strompreiszuschlags. Gleich­ zeitig soll das Programm technologie­ offen bleiben. Kritisch bleibt die Finan­ zierung über eine Abgabe, die von allen Stromkundinnen und Stromkunden ge­ tragen wird, obwohl nicht alle gleicher­ massen profitieren. Auch den Beitritt zur regionalen Wirtschaftsförderung Aargau Ost unterstützt die FDP. Wettingen braucht eine aktive Standortpolitik, die Unter­ nehmertum stärkt und Neuansiedlun­ gen erleichtert. Entscheidend sind eine schlanke Organisation, klare Erfolgs­ kriterien und die Vermeidung von Dop­ pelspurigkeiten. Dem Kredit für das Schulhaus Zehn­ tenhof stimmt die Fraktion zu. Die Ver­ besserungen bei Akustik, Hitzeschutz und Lüftung sind notwendig. Gleichzei­ tig zeigt das Geschäft, wie wichtig sorg­ fältige Planung und das frühzeitige Ein­ beziehen der Nutzerinnen und Nutzer sind. Rückmeldungen aus dem Betrieb müssen ernst genommen werden, be­ vor vermeidbare Mängel zu zusätzli­ chen Kosten führen. Beim Kunstrasen Kreuzzelg an­ erkennt die FDP den Sanierungsbedarf und den Nutzen für Vereine, Jugend­ liche und Freizeitsport. Aufgrund der hohen Investition unterstützt sie jedoch die von der Finanzkommission vorge­ schlagene Kürzung. Zudem sollen die einzelnen Projektbestandteile künftig transparenter ausgewiesen werden. Die Motion zur Aufarbeitung der Spe­ zialzone Berg wird unterstützt. Im Zen­ trum sollen Prozessfehler, Entschei­ dungswege, Kontrollen, Kosten und kon­ krete Verbesserungen stehen – nicht persönliche Schuldzuweisungen. Der fi­ nanzielle Rahmen der externen Untersu­ chung muss verhältnismässig bleiben. Die Motion zur Reduktion des Ein­ wohnerrats von 50 auf 40 Mitglieder lehnt die FDP­Fraktion ab. Eine kleine­ re Ratsgrösse führt nicht automatisch zu effizienteren Prozessen oder einer besseren Debattenkultur. STEPHAN WILLAX

TRAKTANDENLISTE SITZUNG VOM 3.9. • Weiterführung Förderprogramm Energie, Reglement und Verordnung • Regionale Wirtschaftsförderung im Potenzialraum Aargau Ost • Kreditbegehren 900 000 Franken für Sanierungsmassnahmen Schulhaus Zehntenhof • Motion Manuela Ernst, GLP, und Martin Fricker, SVP, betreffend Aufarbeitung Verfahrensfehler zur Spezialzone Berg • Motion Fraktion SVP betreffend Reduktion Einwohnerratsmitglieder

Der Sportplatz Kreuzzelg soll einen Kunstrasenplatz erhalten.

Der zu Ende gehende Rekordsommer hat die Kraft der Sonne wieder einmal be­ wusst gemacht – auch im negativen Sin­ ne. Doch Sonnenstrahlen trocknen nicht nur Wiesen und Bäche aus, sie können auch wertvolle Energie liefern. Der Ge­ meinderat beantragt, das seit 2023 be­ stehende Förderprogramm Energie mit einigen Anpassungen unbefristet weiter­ zuführen. Die Mitte­Fraktion stimmt dem zu, stellt jedoch den Antrag, die Weiter­ führung auf vier Jahre zu befristen. Weil sich die Technologien rasch entwickeln, muss nach dieser Zeit zwingend neu eva­ luiert werden. Die Mitte­Fraktion befürwortet den Beitritt zum Verein Wirtschaftsförde­ rung Aargau Ost. Nach dem negativen Hitachi­Entscheid muss man vorwärts­ schauen. Eine überkommunale Zusam­ menarbeit ist in diesem Bereich sinnvoll. Dem Kreditbegehren von 900 000 Franken für Akustik­ sowie Wärme­ schutz­ und Lüftungsmassnahmen im Schulhaus Zehntenhof stimmt die Mit­ te­Fraktion einstimmig, aber zähne­ knirschend zu. Beim Bau des Gebäudes vor neun Jahren wurde zu wenig kon­ trolliert, was zu den vorliegenden Män­ geln führte. Aus den Fehlern sind für zukünftige Bauprojekte, insbesondere der Schullandschaft Margeläcker, die richtigen Schlüsse zu ziehen. Die Mitte­Fraktion sieht im Aus­ und Umbau der Sportanlage Kreuzzelg eine notwendige und sinnvolle Investition. Sie schafft die Infrastruktur, von der zahlreiche Wettinger Vereine und die künftige Schullandschaft Margeläcker profitieren. Die Prüfung durch die Fi­ nanzkommission hat ergeben, dass der Kostenvoranschlag über 3,545 Millio­ nen Franken noch Sparpotenzial auf­ weist. Deshalb stimmt die Mitte­Frak­ tion der beantragten Kürzung des Kre­ dits um 245 000 Franken zu. Einer Aufarbeitung im Zusammen­ hang mit der Spezialzone Berg steht die Mitte­Fraktion nicht im Weg. Eine Reduktion des Einwohnerrats von 50 auf 40 Mitglieder entspricht nicht der Bevölkerungsentwicklung. Dass mit dieser Massnahme der Fluk­ tuation entgegengewirkt werden soll, ist für die Fraktion nicht nachvollzieh­ bar. Zudem würde die Suche nach Mit­ gliedern für die verschiedenen Kommis­ sionen erschwert. Die Mitte­Fraktion lehnt diesen Vorstoss deshalb ab. MARIE-CHRISTINE ANDRES

Nach dem Erfolg des kommunalen För­ derprogramms Energie soll es zukünf­ tig weitergeführt werden. Der Gemein­ derat hat Anpassungen vorgenommen, so bei der Förderung von Wärmepum­ pen. Zugleich möchte er aber das Pro­ gramm unbefristet weiterführen. Da­ durch fällt ein wichtiges Element der Überprüfung des Programms durch den Einwohnerrat weg. Weil aber bei der För­ derung insbesondere von Solaranlagen Mitnahmeeffekte bekannt sind, möchte die GLP an der Befristung festhalten. Ein Nachteil des Förderprogramms Energie ist ausserdem, dass grossmehrheitlich Mietende das Förderprogramm berap­ pen und so Hausbesitzende querfinan­ zieren. Die GLP ruft daher den Gemein­ derat auf, bei der genauen Festlegung der Abgabe auf das Budget der Haushal­ te zu achten. Dennoch überwiegen aktu­ ell die Bemühungen, das Netto­Null­Ziel zu erreichen, weshalb die GLP das För­ derprogramm unterstützt. Dass man weiter bestrebt sein muss, den CO2­Ausstoss und damit einherge­ hend den Klimawandel zu stoppen, zeigt auch der Kreditantrag für die bau­ lichen Massnahmen im und am Schul­ haus Zehntenhof. So sollen etwa die Vertikalstoren bereits nach wenigen Jahren durch Lamellenstoren ersetzt werden und so weniger Wärme in die Schulzimmer gelangen. In Anbetracht der zunehmenden Hitzetage müssen für die aktuellen und vorgesehenen Schul­ bauten sowie Kitas und Kindergärten unbedingt Strategien zur Hitzeminde­ rung und Kühlung geplant werden. Die Fraktion der GLP wird eine entspre­ chende Motion einreichen. Dem Beitritt zum Verein Regionale Wirtschaftsförderung im Potenzialraum Aargau Ost wird vorsichtig optimistisch zugestimmt. Wettingen zahlt als grosse Gemeinde einen beachtlichen Anteil an den Verein. Es stellt sich deshalb die Fra­ ge, ob dadurch nicht die Standortförde­ rung der anderen Mitgliedergemeinden querfinanziert wird. Die Fraktion der GLP wird eine Wirksamkeitskontrolle nach zwei Jahren einfordern. Über die Entgegennahme der Motion bezüglich Aufarbeitung der Verfahrens­ fehler zur Spezialzone Berg von Manu­ ela Ernst, GLP, und Martin Fricker, SVP, zeigt sich die Fraktion erfreut. Wichtig scheint ihr, nicht nur zu prüfen, was falsch gelaufen ist, sondern für die Zu­ kunft daraus zu lernen. MANUELA ERNST

Im Schulhaus Zehntenhof braucht es dringend Massnahmen, um die Hitze und den Lärm einzudämmen. Die EVP unter­ stützt den dafür nötigen Kredit. Es ist eine pragmatische Lösung. Sie bringt zwar nur wenig Verbesserung, aber bei der aktuellen finanziellen Lage der Ge­ meinde ist wohl nicht mehr möglich. Wichtig ist der EVP, dass man bei dem geplanten Neubau im Margeläcker diese Themen von Anfang an angeht und nicht dieselben Fehler nochmals macht. Den Kredit zur Erweiterung und Sa­ nierung der Sportanlage Kreuzzelg unterstützt die EVP. Der Sportplatz ist alt und in schlechtem Zustand. Um die Betriebsstunden zu erhöhen, ist ein Kunstrasen die optimale Lösung. Die­ ser kann häufiger bespielt werden als ein Naturrasen. Die Vereine brauchen dringend mehr Trainingsmöglichkei­ ten. Das führt zu einer Entlastung bei den Turnhallenbelegungen. Der sanier­ te Platz kann zudem vom zukünftigen Oberstufenzentrum genutzt werden, da er sich gleich gegenüber der geplanten Turnhalle befindet. So sind dort Ein­ sparungen möglich. Die EVP findet es wichtig, dass das kommunale Förderprogramm für zu­ kunftsgerichtete Energielösungen an­ gepasst und verlängert wird. Die vie­ len eingereichten Projekte zeigen, dass das Bedürfnis gross ist. Sie würde auch begrüssen, wenn der Beitrag leicht er­ höht würde. Das ergibt nur wenig Mehrausgaben für die Bevölkerung, würde aber dazu beitragen, den aktu­ ellen Projektstau abzubauen. Nach dem negativen Entscheid von Hitachi ist es umso wichtiger, dass man sich an der regionalen Wirtschaftsför­ derung beteiligt. Zusammen hat man die beste Möglichkeit, in Zukunft Fir­ men in der Region und auch in Wettin­ gen anzusiedeln. Wettingen braucht neue Firmen, die Arbeitsplätze und Ein­ nahmen bringen. Selbst wenn man da­ mit keine Garantie erhält, ist es besser, etwas zu probieren, als einfach nichts zu tun. Die Reduktion des Einwohnerrats von 50 auf 40 Personen lehnt die EVP ab. Die Wettinger Bevölkerung steigt und soll weiterhin breit vertreten sein. LUKAS RECHSTEINER


Limmatwelle Nr. 36 Donnerstag, 3. September 2026

Wettingen

Zwischen Provokation, Verletzlichkeit und Umbruch In der ehemaligen Gärtnerei in Wettingen bringt die Ausstel­ lung «Tatort» drei Künstlerin­ nen zusammen, die sich mit gesellschaftlichen und persön­ lichen Themen auseinander­ setzen. Ihre Arbeiten berüh­ ren, stellen Fragen und regen zum Nachdenken an.

BILD: CLAUDIA LAUBE/BT

Die Fraktion SP/Wettigrüen freut sich, nach der Sommerpause die politische Arbeit im Auftrag der Bevölkerung wie­ der aufzunehmen. Ebenso freut es sie, dass der Gemeinderat das erfolgreiche Förderprogramm Energie unbefristet weiterlaufen lassen möchte. Dass die Energiewende hin zu erneuerbaren Energien auch kommunal vorangetrie­ ben werden muss, ist nach dem ersten einer Reihe von Hitzesommern allen klar geworden. Es braucht aber mehr. Der Gemeinderat muss endlich den vom Parlament schon 2019 ausgerufenen Klimanotstand ernst nehmen: SP/Wet­ tigrüen fordert mit zwei neuen Vorstös­ sen beherztes Anpacken, um die dro­ hende Überhitzungsgefahr für alle Wet­ tingerinnen und Wettinger abzufedern. Es geht um Fragen zum Wasserhaus­ halt und ums Forcieren der Ziele aus der Umweltstrategie. Die Fraktion unterstützt zudem ge­ wisse Symptombekämpfungen, wie die Nachrüstung des Zehntenhofschulhau­ ses in den Bereichen Wärme, Lüftung und Akustik. Sie stimmt dem Zusatz­ kredit zu, fordert aber gleichzeitig, dass bei den anstehenden Schulbauten nicht wieder geknausert und gepatzert wird, wenn es um die Arbeitsplatzqua­ lität für Lehrpersonen und den Schutz der Jugendlichen vor Hitze geht. Die Fraktion unterstützt das Kredit­ begehren für die erste Etappe Moder­ nisierung Sportplatz Kreuzzelg mit neuem Kunstrasen. Bei der Motion zur Aufarbeitung von Verfahrensfehlern bei der Spezialzone Berg ist die Frak­ tion geteilter Meinung. Während grund­ sätzlich das Lernen aus Fehlern be­ grüsst wird, sieht man den Handlungs­ bedarf auf kantonaler Ebene und erachtet den Vorstoss auf Gemeinde­ ebene als unverhältnismässig, teuer und wenig zielführend. Unterstützen wird SP/Wettigrüen grossmehrheitlich den Beitritt zur Re­ gionalen Wirtschaftsförderung Aargau Ost, ebenso die Umwandlung der SVP­ Motion «Reduktion Einwohnerrat auf 40 Personen» in ein Postulat, sodass diese Option zu einem späteren Zeit­ punkt überprüft werden kann.

Die ehemalige Gärtnerei in Wettingen dient nicht nur als Ausstellungsraum, sondern steht auch für Wandel und Ent­ wicklung. Wo früher Pflanzen gezogen und gepflegt wurden, entsteht heute ein Raum für Kunst, Ideen und neue Perspektiven. Die zeitlich begrenzte Ausstellung versteht sich dabei als Momentaufnahme, die einen Prozess anstossen und über die Ausstellung hinaus nachwirken soll. Der Titel «Tatort» verweist auf Orte, an denen etwas geschehen ist und Spu­ ren hinterlassen wurden. Zugleich the­ matisiert er die Verantwortung, die mit dem eigenen Handeln verbunden ist. Die Ausstellung greift die Frage auf, wie Verhalten dazu beitragen kann, dass aus einem möglichen Tatort kein Ort von Gewalt wird, sondern etwas Positives entsteht.

Die Ausstellung lädt dazu ein, hinzuse­ hen statt wegzuschauen und die eige­ ne Verantwortung mitzudenken. Kunst wird dabei nicht als Abschluss verstan­ den, sondern als Ausgangspunkt für Veränderung und Gespräche.

Drei Künstlerinnen, drei Blickwinkel Mina Monka versteht Kunst als etwas, das reagieren lässt. Ihre Arbeiten sind bunt, laut und bewusst direkt. Sie wol­ len nicht gefallen, sondern etwas aus­ lösen – Gedanken, Gefühle oder Diskus­ sionen. Sie beschäftigt sich mit The­ men, die oft ausgeblendet werden, und geht bewusst dorthin, wo es unbequem wird. Gleichzeitig darf Kunst aber auch verspielt sein. Stefanie Madlaina zeigt in ihren Arbeiten starke Emotionen und gesell­ schaftliche Themen. Ihre farbintensi­ ven, expressiven und gegenständlichen Bilder beschäftigen sich mit Gewalt, Kinderrechten, Isolation und Verletz­ lichkeit. Ihre Werke wirken direkt und ehrlich. Sie zeigen Gefühle und Situa­ tionen so, dass sie berühren und zum Nachdenken anregen, ohne einfache Antworten zu geben. Nadja Studiger rettet mit ihrem Up­ cycling­Label RAD­AB ausgediente Fahrradschläuche vor der Verbrennung und haucht ihnen, in Kombination mit

Stefanie Madlaina – zwischen Verletzlichkeit und gesellschaftlicher Kritik.

Mina Monka – Kunst, die Reaktionen provoziert.

gebrauchten Sitzmöbeln, ein zweites Le­ ben ein. In aufwendiger Handarbeit ent­ stehen langlebige Designunikate, die Ressourcenschonung und Ästhetik per­ fekt vereinen – ein starkes Schweizer Statement gegen die Wegwerfkultur.

BILDER: ZVG

Ehemalige Gärtnerei, Schartenstrasse 149, Wettingen. Vernissage: Samstag, 5. September, 16 Uhr. Ausstellungsdauer: 5. bis 20. September. Geöffnet samstags, 13–18 Uhr, sowie sonntags, 14–17 Uhr. (ZVG)

Nadja Studiger – Upcycling mit Charakter.

VERMISCHTES Bergtourwochenende der Harmonie Wettingen-Kloster Das Wanderwochen­ ende vom 29./30. August der Harmo­ nie Wettingen­Kloster führte ins Ap­ penzellerland. 11 Teilnehmende trafen sich am Samstagmorgen am Bahnhof Baden und reisten via St. Gallen nach Appenzell. Nach einem Zwischenhalt im Panorama­Hotel Freudenberg führ­ te die Wanderung über Hügel und

durch schattige Wälder in Richtung Kronberg. Ziel war das Berggasthaus Scheidegg auf 1352 Metern über Meer, wo die Gruppe übernachtete. Dabei konnte die überwältigende Aussicht auf den Alpstein mit Säntis sowie auf der anderen Seite bis hinunter zum Bo­ densee ausgiebig genossen werden. Am nächsten Morgen nahm die Wan­ dergruppe die letzten 300 Höhenmeter

zum Kronberg in Angriff. Vom Gipfel reichte die Rundumsicht über den Alp­ stein mit dem Säntis bis zum Bodensee und zum Zürichsee. Den Abstieg mit 773 Höhenmetern nach Jakobsbad leg­ ten die Teilnehmenden anschliessend in 8 Minuten mit der Gondelbahn zurück. In Jakobsbad wechselte die Gruppe auf den Barfussweg nach Gontenbad. Dieser führte über feinen Kies, Sand, As­

phalt, Kuhweiden und Wiesen. Unter­ wegs trafen die Teilnehmenden immer wieder auf «Posten» wo sie über Baum­ rinde, Seramiskügelchen, Bäche oder gar durch Schlamm gehen konnten. Nach einer Mittagspause an einem schattigen Platz blieb in Gontenbad noch Zeit für eine Pause, bevor die Gruppe via Gossau und Winterthur nach Baden zurückreiste. (ZVG)

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BILD: ZVG


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Limmatwelle Nr. 36 Donnerstag, 3. September 2026

Fokus

«Moderator ist mein Traumjob» Einst lernte Tristan Scherer Journalismus auf der Lokalredaktion, jetzt sendet er vom Argovia-Fäscht. Warum sich das Open Air für ihn wie ein Heimkommen anfühlt.

ge von einer Heissluftballonfahrt sendete.» Aus der Ruhe brachte das Tristan Scherer nicht: Statt live zu senden, schickte er Sprachnachrichten an die Redaktion. Auch bekannte Persönlichkeiten zu interviewen, wie zum Beispiel am Argovia-Fäscht, bereitet ihm kein Kopfzerbrechen. «Oft sind die grossen Namen die unkompliziertesten Gegenüber. Sie müssen niemandem mehr etwas beweisen und sind authentisch.» Es sind nicht nur die Interviews mit bekannten Sängern wie Álvaro Soler, Adel Tawil oder Calum Scott, die ihm besonders gut in Erinnerung sind. «Genauso spannend fand ich einen Insektenwissenschaftler. Ich hätte gern noch viel mehr gefragt, doch meine Arbeitskollegen gaben mir zu verstehen, dass das unser Publikum wohl nicht so brennend interessiert wie mich.» Als Moderator dürfe man eben nicht nur die eigenen Interessen in den Vordergrund stellen. «Es ist ein Seiltanz, einen guten Mix hinzubekommen, damit für das ganze Publikum etwas Interessantes dabei ist.» Oft bekommt der Moderator gar nicht mit, wie die Sendung beim Publikum ankommt.

MELANIE BÄR

«Das Argovia-Fäscht war das erste Open Air, das ich als Jugend licher mit Freunden besucht habe. Deshalb ist es für mich speziell, jetzt als Moderator live vom Festgelände zu senden», sagt Tristan Scherer. Die Vorfreude beginne bereits, wenn er auf der Autobahn von Wettingen Richtung Birrfeld fahre und das Festgelände sehe: «Dann schlägt mein Herz höher.» Der 25-Jährige lebt seinen Bubentraum, der im blauen Twingo seiner Gotte seinen Anfang nahm. «Es lief immer Radio Argovia, wenn ich mit ihr unterwegs war. Damals entstand der Wunsch, selbst einmal hinter dem Mikrofon zu stehen.» Dass er seinen Traum bereits mit Mitte zwanzig leben würde, ahnte er damals nicht. Nach der obligatorischen Schulzeit besuchte er die Fachmittelschule an der Kanti Wettingen. Nur wenige Wochen. «Das war nicht mein Weg. Ich suchte mir eine Lehrstelle und brach ab.» Ein

Festgelände als Herausforderung

Tristan Scherer hinter dem Mikrofon im Radiostudio.

«Privat bin ich etwas scheu.» TRISTAN SCHERER, MODERATOR

Medienunternehmen schien ihm seinen Traumjob näher zu bringen. Er begann eine kaufmännische Ausbildung bei CH Media. Ein halbes Jahr verbrachte er auf der Redaktion der «Limmatwelle» und war an Spatenstichen, Sportveranstaltungen und Medienkonferenzen. «Auf der Lokalredaktion lernte ich, was eine Geschichte sein kann, wie man Fragen stellt und eine gute Interviewatmosphäre schafft», sagt Tristan Scherer. Und dass sich Geduld auszahlt: «Es lohnt sich, auch einmal ein paar Sekunden auf eine Antwort zu warten und nicht gleich wei-

terzufragen. Manchmal kommen dann die besten Antworten.» Was er damals lernte, hilft ihm heute. Denn für den KV-Lernenden war stets klar: Er will zum Radio. Nach der Lehre wechselte er in die Abteilung Unternehmenskommunikation, studierte an der Fachhochschule Kommunikation und durfte ein paar Stunden im Radiostudio aushelfen. Nach dem Studienabschluss wurde aus dem Neben- ein Vollzeitjob, seit April 2025 ist er Teamleiter Programm bei Radio Argovia.

Im Radiostudio daheim «Es gibt eigentlich nichts, was mir nicht gefällt, Moderator ist mein Traumjob», sagt er. Einen kurzen Moment später fügt der Wettinger an: «Privat bin ich etwas scheu, und ich mag es nicht, wenn ich für meine Arbeit bewundert werde. Ich möchte nicht als Star wahr-

BILD: MELANIE BÄR

genommen werden, das ist mir unangenehm.» Deshalb sei es ihm recht, dass man vor allem seine Stimme kenne, nicht aber sein Gesicht. «Wenn ich in den Coiffeursalon gehe, erkennt mich niemand, und ich vermeide es, über meinen Job zu reden.» Steht er im Radiostudio hinter dem Mikrofon, fühlt er sich hingegen sicher. «Es ist mein Wohlfühlort, von dem aus ich in die Stuben sende. Unaufdringlich. Ich bin da, wenn die Leute mich hören wollen. Und wenn nicht, ist es auch okay.» Mittlerweile machen ihn Livesendungen nicht mehr nervös – im Gegenteil: «Das ist unvorhersehbar, das mag ich.» Ein paar unangenehme Momente habe er als Moderator aber schon erlebt. Schluckauf beim Moderieren oder einen Lachanfall gehören dazu. «Und einmal ist die Verbindung abgebrochen, als ich eine Livereporta-

Ganz anders am Argovia-Fäscht. Hier hat er sein Publikum vor Augen, sieht, wie seine Livesendung ankommt. «Es ist schön, die Gesichter unserer Radiofamilie zu sehen.» Trotzdem bestehe an solchen Anlässen eine gewisse Anspannung. «Auf dem Festgelände gibt es weniger Struktur, dafür mehr Spontaneität, beispielsweise dann, wenn ein Künstler plötzlich 30 Minuten früher als geplant im Studio zum Interview vorbeikommen möchte.» Ganz so entspannt wie beim ersten Ausgang als Jugendlicher ist das Argovia-Fäscht für ihn deshalb heute nicht mehr. «Auch die Ereignisse in Aarau machen mich sehr betroffen», sagt er. Dank einem «umfassenden Sicherheitskonzept» findet das Argovia-Fäscht trotzdem statt. Ausserdem sind die Sturmschäden vom Freitag beseitigt. «Ich freue mich deshalb sehr auf ein schönes, friedliches Argovia-Fäscht. Seit es wieder auf dem Birrfeld stattfindet, fühlt es sich wie ein Heimkommen an.» Argovia-Fäscht 4. bis 5. September argoviafaescht.ch

60 Jahre Ballsport beim BSC Der Ball-Spiel-Club Wettingen feierte sein 60-jähriges Bestehen mit einem schönen Ausflug und einem humor­ vollen Abendprogramm. Der Ball-Spiel-Club (BSC) Wettingen wurde 1966 von einer Gruppe der Jungmannschaft St. Sebastian gegründet. Nach dem «Tschüttele» traf man sich zum geselligen Beisammensein. Da man im Winter nicht draussen spielen konnte, bewarb sich die Gruppe bei der Gemeinde um eine Turnhalle. Diese wurden jedoch nur an Turn- und Handballvereine vergeben. Also meldete man sich kurzerhand als Handballclub an und nahm widerwillig an der Meisterschaft teil, obwohl man auch weiterhin zum Spass Fussball spielte. Der BSC hatte aber einen Spieler, der in seiner Jugendzeit damit glänzte, einen Stein von Wettingen über den Stausee nach Neuenhof zu werfen. Dank diesem Spieler konnte man bereits im ersten Jahr um den Aufstieg spielen. In der Pause führte die Mannschaft mit mehreren Toren Vorsprung. Doch der Aufstieg war

dem ehemaligen BBC-Fussballplatz in Wettingen gegen regionale Vereine. Nach den Spielen waren die Grilladen, das Bier und der Kuchen, den die Spielerfrauen mitbrachten, mindestens genauso wichtig wie das Spiel selbst. Mit der ganzen Familie unternahm man Wanderungen, Ausflüge, oder Skiwochenenden. Inzwischen ist die alte Garde ins zweite Glied zurückgetreten, trifft sich aber jeden Montag zum Jassen. Jetzt rennen wieder «junge» Spieler montags dem Ball hinterher. Ob diese dann in vier Jahrzehnten ebenso viel zu erzählen haben wie die damaligen Gründer des BSC, bleibt abzuwarten. SMA

Erst die Unterhaltung, dann die Geschichten.

nicht erwünscht. Also ging der Captain zum Gegner in die Kabine und fragte, ob dieser bereit wäre, eine Kiste Bier zu bezahlen, wenn man ihn gewinnen liesse. Die Zeitung berichtete daraufhin, der BSC Wettingen sei in der zweiten Hälfte konditionell eingebrochen.

Valentin Trentin

Infantino und Neutralität Zu Fifa-Boss Infantino fällt mir nichts Wesentliches ein. Ich bin da integral neutral, obwohl manche zu Recht bezweifeln, dass so etwas möglich ist. Auch fallen mir keine charmanten Vokabeln ein. Und Sportnachrichten ignoriere ich grundsätzlich. Ist ja eh immer dasselbe. Nur die Namen wechseln wie die hitzigen Launen der Natur. Meine Devise: Sport schaut man nicht, Sport macht man. Dass man Infantino mit «infantil» assoziieren kann, will ich als neutraler Beobachter gern übersehen. Aber ich erinnere mich an die «Füsel», die in der Infanterie mehr oder wenig freudig den Dienst am VaterMutter-Land geleistet haben, die sich hingegen kaum bewusst waren, woher das Synonym für die Fusstruppen eigentlich herkommt. Da hilft uns jetzt Wikitricki. Der Begriff Infanterie entstammt dem romanischen Süden. Italienisch bezeichnete «infante» den Knappen eines Ritters. Es leitet sich aus lat. «infans» für Kleinkind ab, was nun doch sehr seltsam anmuten würde, wenn man unsere Infanterie mit Kleinkindern vergliche. Das sind halt die Mysterien der Sprache. Wie der Umstand, dass lat. «infans» ein «nicht sprechendes Kind» bedeutet, abgeleitet von «in» = «nicht» und «fans» = «sprechend». Aus dem lallenden Kind wurde ein Knabe und junger Soldat, eben ein «fante», welcher der Truppengattung «Infanteria» den Namen gab. Nun marschieren auf den Waffenplätzen sicher keine sprachlosen Kleinkinder herum. Dort wird sehr wohl gesprochen, vor allem wurde früher auch herumgebrüllt, als die Armeespitze noch glaubte, die Reichswehr deutscher Provenienz sei ein Vorbild. Von Neutralität also keine Spur. Liebenswürdiger ist das: Der Infantin Isabella, Tochter von König Philipp II. von Spanien, bewilligte ihr Vater eine eigene Fussvolktruppe. Ihr zu Ehren wurde der Verband dann als «infanteria» bezeichnet. Nun gut, was hat das jetzt mit Infantino zu tun? Genauso wenig, wie ich mit ihm zu tun haben möchte. Er scheint sich jetzt ja endgültig zum «enfant terrible», zum «infans terribilis» in den Geschäftsräumen der internationalen Tschutticlans zu mausern. info@valentin-trentin.ch

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BILD: ZVG

Als die Gemeinde die Hallenvergabe lockerte, spielte man ausschliesslich Fussball. Der Verein wuchs stetig, auch ehemalige Fussballer schlossen sich an. Das Jahr über nahm die Mannschaft an verschiedenen Turnieren teil und spielte im Sommer Freundschaftsspiele auf

QUERBEET

AUS DER REGION Diese Rubrik ist eine Hommage an all die vielen Vereine, Institutionen, Stiftungen oder Gruppen der Region. Sind auch Sie Mitglied eines tollen Vereins, den wir hier vorstellen dürfen? Dann schreiben Sie uns eine E-Mail.

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0800 55 42 10 weiss Rat und hilft sorgenhilfe@sorgentelefon.ch sorgenhilfe@sorgentelefon.ch www.sorgentelefon.ch www.sorgentelefon.ch SMS 079 079 257 257 60 60 89 89 SMS IBAN CH97 0900 0900 0000 4900 5 5 IBAN CH97 0000 3400 3400 4900


Limmatwelle Nr. 36 Donnerstag, 3. September 2026

Wettingen

Letztes Haus wurde abgerissen Das letzte Haus der Siedlung Lägern im Klosterbrühl ist Geschichte. Es wurde abgerissen. IRENE HUNG-KÖNIG

Die ersten Wohnhäuser des Grossprojekts Klosterbrühl Wettingen zwischen Gruben-, Winkelried- und Etzelstrasse sind bezogen. Von den einstigen zwölf Mehrfamilienhäusern aus den Baujahren 1948 bis 1955 waren bis letzte Woche noch zwei übrig. Nun wurden sie dem Erdboden gleichgemacht. Die Bauherrin, die Wohnbaugenossenschaft Lägern Wohnen, ersetzt die zwölf Mehrfamilienhäuser durch sechs neue Häuser mit insgesamt 222 Wohnungen. Bauphase eins wurde abgeschlossen, Mieterinnen und Mieter sind in die ersten drei Häuser gezogen, nur noch eine Wohnung steht zur Miete frei. Zudem wurde der Kindergarten fertiggestellt. Die zweite Bauphase umfasst weitere drei Mehrfamilienhäuser und soll gemäss Planung im Frühjahr/Sommer 2028 abgeschlossen sein, wie der Website der Wohnbaugenossenschaft zu entnehmen ist.

Die Bagger sind am Werk und reissen das letzte Haus der Siedlung Lägern ab.

BILDER: GABY KOST

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Dorfkirche ist wieder sichtbar Auf dem alten Friedhof St. Sebastian erinnert neu ein Erinnerungsmal an die alte Dorfkirche von Wettingen. Die historischen Grundmauern wurden mit den Originalsteinen nachgebildet und machen die Geschichte des Ortes für die Bevölkerung und die Besucherinnen und Besucher vor Ort erlebbar. Bis auf einen Teil der Umgebungsmauer erinnert heute nichts mehr an die ehemalige Wettinger Dorfkirche, die bis 1896 an der Dorfstrasse stand. Wie damals üblich, wurden bei deren Abbruch die Steine versteigert. Aus dem Material entstanden in Wettingen mindestens zwei Häuser, unter anderem an der heutigen Dorfstrasse. Beim späteren Abriss des Hauses konnten die alten Kirchensteine vor der Entsorgung gerettet werden. Daraus entstand die Idee, mit genau diesen Steinen den Grundriss der alten Dorfkirche an ihrem Ursprungsort wieder sichtbar zu machen. Eine Idee, die auch die Denkmalpflege des Kantons Aargau unterstützte. Passantinnen und Passanten sehen nun die genaue Form und Grösse des alten Gotteshauses und werden durch drei Informationstafeln über den geschichtlichen Hintergrund informiert. So kann ein Stück Identität von Wettingen hautnah erlebt werden. (ZVG)

Jahrelange Planung Der Bautätigkeit ging eine rund zehnjährige Planung voraus. Den Architekturwettbewerb hatten 2015 die Galli Rudolf Architekten aus Zürich gewonnen. Ihr Projekt Gartengeschichten mit den vier grosszügigen Gartenhöfen und den sechs Mehrfamilienhäusern überzeugte die Jury. Ein Kindergarten, eine Spielwiese, ein Naturspiel mit Sträuchern und eine Wasserstelle sowie ein Siedlungsplatz, Kiesfelder, Hartplätze und Pflanzgärten gehören ebenfalls dazu.

VERMISCHTES Lirum, larum, Verslispiel – Buchstarttreff Eine Leseanimatorin zeigt, wie man Kleinkinder mit Ver­ sen, Fingerspielen und Geschichten auf Mundart in ihrem Sprach­ erwerb unterstützen kann. Eltern, Grosseltern und ihre Kinder im Al­ ter zwischen 9 Monaten und 3 Jah­ ren sind eingeladen. Gemeinde­ bibliothek Wettingen, Samstag, 5. September, 10–10.30 Uhr. Ein­ tritt frei/ Kollekte. (ZVG)

Eine Haushälfte steht noch, die andere ist bereits eingerissen.

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Regionalpolizei g e n-Li m m

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Lenker von Elektrofahrzeugen kontrolliert Die Regionalpolizei WettingenLimmattal kontrolliert regelmässig Lenkerinnen und Lenker sogenannter Elektrotrendfahrzeuge. In allen Vertragsgemeinden trifft die Polizei immer wieder auf frisierte Fahrzeuge sowie Lenker ohne Führerausweis. Seit Anfang des Jahres wurden 36 E-Trendfahrzeuge meist kurzfristig aus dem Verkehr gezogen, da diese vor allem die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit von maximal 20 km/h bei den E-Trotti (max. 25 km/h mit Sitz) und 25 km/h bei den E-Scootern zum Teil massiv überschritten hatten. In Killwangen war es 1, in Neuenhof waren es 12, in Spreitenbach 9 (davon 5 am Glattlerweg), in Wettingen 12 und in Würenlos 2 Fahrzeuge. Bei den Lenkern handelt es sich in der Regel um Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren.

Solche Elektrofahrzeuge sind ins Visier der Polizei geraten.

Die aktuell festgestellte Höchstgeschwindigkeit beträgt 71 km/h netto! Ein Sturz oder eine Kollision bei dieser

BILD: ZVG

Geschwindigkeit könnte schwerwiegende Folgen haben. Die Polizei weist darauf hin, dass die Eltern hier in der

Pflicht wären. Die gesetzlichen Vorschriften seien leider nicht so angepasst, dass die Polizei fehlbare «Rennfahrer» anhand des Nummernschilds identifzieren und später anhalten könnte. Sie nimmt an, dass mit einer Helmpflicht den Jugendlichen die Lust an diesem Fortbewegungsmittel fehlen würde. Zurzeit können die fehlbaren Lenkerinnen und Lenker durch die Polizei oft mit Glück, hohem Aufwand oder auf riskanten und unverhältnismässigen Verfolgungsfahrten geahndet werden. Auf solche risikohafte Verfolgungen verzichtet die Repol WettingenLimmattal bewusst, heisst es in deren Mitteilung. Aktuell wird gegen 10 unbekannte Lenker ermittelt. Informationen über Vorschriften im Zusammenhang mit Elektrotrendfahrzeugen sind unter repol-aargau.ch oder unter repolwettingen-limmattal.ch zu finden.

Umzug Messina Coffee Store Der Messina Coffee Store mit bisherigem Sitz in Otelfingen ist nach Wettingen an die Landstrasse 89 umgezogen. Der neue Standort bietet noch mehr Möglichkeiten: ein grösseres Fachgeschäft an zentraler Lage in Wettingen mit einer noch grösseren Auswahl an hochwertigen Produkten rund um die Kaffeewelt. (ZVG) Sagenhaft im Tägipark: Mythen, Rätsel und Schoggitaler Noch bis Dienstag, 8. September, wird der Tägipark zur stimmungsvollen Bühne für Schweizer Sagen und Legenden. Kinder tauchen spielerisch in eine geheimnisvolle Welt voller Mythen, Abenteuer und überraschender Geschichten ein. Einkaufszentrum Tägipark, Jurastrasse 42, Wettingen. Weiter Informationen sind unter www.taegipark.ch zu finden. (ZVG)

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Mit wenig Zeit Grosses bewirken. Hier im Aargau. Engagiere dich freiwillig beim Rotkreuz-Fahrdienst und begleite Menschen zu medizinischen Terminen. www.srk-aargau.ch/mitmachen


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Limmatwelle Nr. 36 Donnerstag, 3. September 2026

Neuenhof

Vier Meistertitel gehen nach Neuenhof An der Aargauer Mannschaftsmeisterschaft Kids im Geräteturnen holte der STV Neuenhof vier von sechs Meistertiteln. Der Verein blickt auf ein erfolgreiches Wettkampfwochenende zurück. Am 22. und 23. August trafen sich in Lenzburg junge Geräteturnerinnen und Geräteturner aus dem ganzen Kanton zur Aargauer Mannschaftsmeisterschaft Kids im Einzelgeräteturnen. Auch die Turnerinnen und Turner der Kategorien 1 bis 3 des STV Neuenhof nahmen daran teil. Die jüngsten Mitglieder der Geräteriege zeigten ihr Können und erzielten mehrere persönliche Erfolge. Besonders erfolgreich verlief der Wettkampf für den STV Neuenhof bei den Mannschaftswertungen: Vier von sechs Meistertiteln gingen nach Neuenhof. Die Knaben der Kategorien 1 und 3 erreichten jeweils den ersten Platz. Bei den Mädchen gewannen die Mannschaften in den Kategorien 2 und 3 den Aargauer-Meister-Titel. Ebenso zeigten die weiteren Mannschaften sowie die Einzelturnerinnen und Einzelturner gute Leistungen. Für die jungen Turnerinnen und Turner sowie das Leiterteam ging damit ein erfolgreiches Wettkampf wochenende zu Ende. Sie kehrten mit zahlreichen Medaillen nach Hause. Die nächsten Wettkämpfe stehen bereits bevor.

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Siegerehrung der Geräteturnerinnen und Geräteturner der Kategorie 2.

Siegerehrung der Geräteturnerinnen und Geräteturner der Kategorie 3.

BILDER: ZVG


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Neuenhof

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Aus der Gemeinde

Psychiatrie-Spitex vor Ort: Sabrina Hug (l.) besucht Isabella Heykal einmal pro Woche – mit dabei Bordeaux-Dogge Molly.

BILD: MELANIE BÄR

«Ich fühlte mich fremd» Psychiatrie-Spitex statt Klinik: Ein Unfall warf Isabella Heykal aus ihrem alten Leben. Heute hat die 47-Jährige gelernt, mit ihren Krankheiten und Diagnosen umzugehen. Eine wichtige Stütze dabei ist die Psychiatrie-Spitex. Ein Augenschein vor Ort.

MELANIE BÄR

«Molly am besten nicht beachten, am Anfang ist sie scheu», sagt Isabella Heykal, die mit ihrer Bordeaux-Dogge an der Leine vor dem Wohnblock bereits auf die Spitex Wettingen-Neuenhof wartet. Seit zehn Jahren kommt einmal wöchentlich eine auf Psychiatriepf lege spezialisierte diplomierte Pflegefachperson bei der 47-Jährigen vorbei. Seit acht Monaten ist es Sabrina Hug. Normalerweise beginnt der Hausbesuch mit einem Spaziergang. Heykal erzählt von den Hochs und Tiefs der vergangenen Woche. «Vielen Menschen mit Aufmerksamkeitsdefizit und Hyperaktivität (ADHS) fällt es beim Gehen leichter, ihre Gedanken zu ordnen und sich zu fokussieren», weiss Hug. Nach dem Spaziergang setzen sich die beiden Frauen in der Wohnung aufs Sofa, Molly schläft daneben ein. Im Wohnzimmer hängen unzählige Grünpflanzen von der Decke. Daneben stehen noch nicht ausgepackte Zügelkisten. «Ich hatte zu wenig Energie, um alles einzuräumen», sagt Isabella Hey-

kal mit entschuldigendem Blick auf die Kartonkisten. Aufgrund einer Herzinsuffizienz versorgt ihr Herz den Körper nicht mehr ausreichend mit sauerstoffreichem Blut. Deshalb muss Isabella Heykal ihre Kräfte gut einteilen. Hinzu kommen eine chronische Darmentzündung, ADHS und das Asperger-Syndrom. Letzteres wurde erst vor einem Jahr diagnostiziert. «Die Diagnose gab mir ein neues Lebensgefühl. Vorher habe ich mich fremd gefühlt. Alle machten es so und ich anders. Nun lerne ich, mich besser wahrzunehmen», sagt die 47-Jährige.

«Superkräfte» als Ressource Sabrina Hug kennt Heykals Diagnosen und hilft ihr, Bewältigungsstrategien einzuüben, um im Alltag damit umzugehen. «Wir arbeiten ressourcenorientiert», sagt Hug und erwähnt die «Superkräfte» von Menschen mit ADHS und Asperger. Heykal hat gelernt, ihren Ideenreichtum und die Hyperaktivität zu nutzen, um aktiv zu werden. Im Gegenzug hilft ihr die Struktur des Spektrums, nicht zu überborden.

PSYCHIATRIE-PFLEGE ALS SPITEX-DIENSTLEISTUNG Spitex-Organisationen mit öffentlichem Leistungsauftrag – wie die Spitex Wettingen-Neuenhof – stellen die pflegerische Grundversorgung daheim sicher. Die Spitex ist verpflichtet, neben pflegerischen Aufgaben, Wundpflege und Palliative Care auch psychiatrische Pflege anzubieten. Kleinere Organisationen arbeiten dafür oftmals mit grösseren Organisationen zusammen. Für eine Kostenübernahme braucht es eine ärztliche Verordnung. Die Spitex Wettingen-Neuenhof AG ist eine gemeinnützige Aktiengesellschaft (AG) die zu 100 Prozent dem Spitex-Verein Wettingen-Neuenhof gehört. Die Geschäftstätigkeit läuft über die AG. Der Jahresumsatz der Spitex Wettingen-Neuenhof betrug im Jahr 2025 5,7 Mio. Franken. 50,3 % (2,9 Mio. Franken) wurde von der Grundversicherung der Krankenkasse übernommen. 46,3 % der Kosten trugen die Gemeinden (Wettingen: 2,1 Mio. Franken, Neuenhof: 0,5 Mio. Franken). 3,4 % (200 000 Franken) zahlten die Klienten selbst. Die Gehälter machen rund 87% der Kosten der Spitex aus. Die Psychiatrie-Spitex ersetzt keine Therapie und keinen Arzt, sondern arbeitet ergänzend aufgrund von Diagnosen. Zurzeit betreuen 5 Pflegefachfrauen mit Zusatzausbildung Psychiatrie rund 70 Klientinnen und Klienten in Wettingen und Neuenhof ein- bis zweimal pro Woche. (BÄR)

Und manchmal braucht es einen fachlichen Aussenblick. «Als sie mir kürzlich von Bauchschmerzen und Herzflattern berichtete, vermutete ich hinter den Symptomen nicht Stress, sondern Verliebtheit», erzählt Hug und fragt Isabella Heykal, wann ihr Partner von den Ferien zurückkomme. «Morgen», antwortet Heykal und strahlt. Sie will ihren Freund am Flughafen empfangen und bespricht mit Sabrina Hug den Tagesablauf. Sie hat gelernt, auf Körper und Psyche Rücksicht zu nehmen. Packt sie zu viele Aktivitäten in den Tag, rächt sich das an ihrer Gesundheit.

Ein Unfall, der alles veränderte Sich die Energie bewusst einzuteilen, musste sie früher nicht. Im Gegenteil. Neben dem Germanistik- und Kunstgeschichtestudium an der Uni Zürich arbeitete sie bei einem Versicherungsbroker und als Yoga- und Fitnesstrainerin. «Ich stemmte mit der Beinpresse locker 140 Kilogramm», erinnert sie sich. Dann kam der Bruch. Kurz vor dem Studienabschluss hatte sie mit 34 Jahren einen unverschuldeten Autounfall. Im Vergleich zum komplett demolierten Auto war sie mit der Gehirnerschütterung und dem Schleudertrauma glimpflich davongekommen – auf den ersten Blick. «Viel schlimmer war das Trauma, das durch den Unfall reaktiviert wurde», sagt die Wettingerin mit ungarisch-polnischen Wurzeln, die in Neuenhof aufgewachsen ist. «Wenn Menschen durch ein Ereignis aus ihrem gewohnten Leben katapultiert werden, kann ein Trauma wieder aufbrechen», ordnet Fachfrau Sabrina Hug ein. Das Studium konnte Heykal nicht beenden, es folgten Aufenthalte in der Psychiatrie und eine berufliche Wiederintegration. Schliesslich wurde ihr aufgrund der Herzerkrankung eine IV-Rente zugesprochen. Auch dank der Unterstützung der Psychiatrie-Spitex waren in den vergangenen zehn Jahren keine weiteren Klinikaufenthalte nötig. «Das ist unser Ziel», so Hug.

Zufriedenheit statt Selbstzweifel «Ich habe mir mein Leben anders vorgestellt», sagt Isabella Heykal und streichelt ihren Hund, der mittlerweile aufgewacht ist. Als junge Frau habe sie von einer Familie mit Kindern geträumt. «Schade», sagt sie und fügt einen Moment später an: «Trotzdem bin ich zufrieden und stehe jeden Tag gern

auf. Wäre alles linear verlaufen in meinem Leben, hätte ich meine Traumata wahrscheinlich nicht aufgearbeitet.» Sie habe sich neu kennen- und akzeptieren gelernt. «So wie ich bin. Früher habe ich funktioniert, litt unter schweren Selbstzweifeln und war innerlich gestresst.» Sie umarmt Molly, die als Assistenzhund anerkannt wurde und ihr offensichtlich guttut. «Und ich hätte dich nicht.»

Gelernt, Widerständen zu trotzen Vieles sei ihr durch die Gespräche mit der Spitex-Fachfrau bewusst geworden. «Du hast gelernt, mit deinen Widerständen umzugehen, statt sie zu bekämpfen. Das war dein Gamechanger», resümiert Sabrina Hug. Im Gegensatz zu Therapeuten und Ärzten stellt sie keine Diagnose, sondern unterstützt ihre Klienten dabei, den Alltag mit der Einschränkung zu bewältigen. «Ich helfe,

Dialog zwischen der Regionalpolizei Wettingen-Limmattal und den Einwohnerinnen und Einwohnern im Einzugsgebiet Die Idee zum sogenannten Bürgerdialog entstand im vergangenen Jahr. Angehörige der Regionalpolizei stellten mehrfach fest, dass Vorurteile und teilweise falsche Vorstellungen gegenüber ihrer Arbeit und der Regionalpolizei im Allgemeinen bestehen. Teilweise ist die Bevölkerung gehemmt, Polizistinnen und Polizisten während der Polizeiarbeit anzusprechen. Zudem kontaktiert sie die Polizei beim Feststellen von verdächtigen Geschehnissen nicht immer umgehend. Mit dem Bürgerdialog sucht die Regionalpolizei Wettingen-Limmattal bewusst den Kontakt zu den Einwohnerinnen und Einwohnern in ihrem Einzugsgebiet, beantwortet Fragen und steht für Anliegen zur Verfügung. Sie will der Bevölkerung eine niederschwellige Möglichkeit geben, mit ihr in Kontakt zu treten, und nimmt sich dafür gezielt Zeit. Abseits von Einsatzsituationen und in ungezwungener Atmosphäre. Mit dem Bürgerdialog will die Regionalpolizei aktuelle Probleme, allfällige Ängste und kritische Voten der Besuchenden abholen. Gleichzeitig soll die Wichtigkeit der Polizeiarbeit verdeutlicht werden. Sie will aufzeigen, wie sinnvoll lokale Polizeiarbeit ist und wie stark sie sich auf das Sicherheitsgefühl der im Einzugsgebiet lebenden Bevölkerung auswirkt. Als positiven Nebeneffekt bietet der Bürgerdialog die Gelegenheit, mehr über den Polizeiberuf zu erfahren. Mitarbeitende der Regionalpolizei stehen für Fragen zur Ausbildung und zu den vielfältigen Tätigkeiten im Polizeialltag zur Verfügung. Beim Bürgerdialog werden bewusst Erwachsene angesprochen. Deshalb gibt es kein Rahmenprogramm für Kinder. Diese werden bei anderer Gelegenheit angesprochen. Die Regionalpolizei Wettingen-Limmattal freut sich auf viele Besucherinnen und Besucher und interessante Gespräche. Termine Bürgerdialog: Gemeindehaus Neuenhof, Samstag, 19. September, 10 bis 12 Uhr, und Gemeindehaus Killwangen, 13.30 bis 15.30 Uhr.

«Ich helfe, die eigenen Ressourcen zu stärken.» SABRINA HUG, SPITEX-PFLEGEFACHFRAU PSYCHIATRIE

Fiko-Präsident Tim Voser zieht nach Baden. BILD: VALENTIN_HEHLI das in der Therapie Gelernte im Alltag anzuwenden und die eigenen Ressourcen zu stärken.» So nutze sie zum Beispiel Heykals gute Selbstreflexion und habe mit ihr einen Krisenplan erarbeitet. Sie habe angeregt, dass sich Heykal beim Umzug Hilfe hole und ihre beiden «Superkräfte» als Bewältigungsstrategie im Alltag einsetze. Die Stunde ist um. Die beiden Frauen stehen auf. Nicht ohne vorher eine Aufgabe definiert zu haben. Einmal mehr heisst sie «Selfcare». Auf die eigenen Bedürfnisse zu achten und sich nicht zu überfordern, heisst für Heykal, ihre Häkelsachen mitzunehmen, wenn sie ihren Freund vom Flughafen abholt. Die Handarbeit hilft ihr, sich zu beruhigen, wenn sie nervös ist. Ebenso, ihren Vierbeiner zu streicheln. Molly ist ebenfalls aufgestanden. Der Assistenzhund begleitet sein Frauchen, das Sabrina Hug zum Auto zurückbegleitet und ihr beim Abschied winkt. «Ich freue mich, wenn sie in einer Woche wiederkommt, weil mir ihr Besuch guttut», sagt Isabella Heykal beim Abschied.

Fiko: Voser tritt zurück Tim Voser tritt nach neun Jahren als Präsident der Neuenhofer Finanz- und Rechnungsprüfungskommission (Fiko) zurück. Gemäss «Badener Tagblatt» legt der FDP-Politiker und Grossrat sein Amt auf Ende des Jahres nieder, weil er von Neuenhof nach Baden zieht. «Das Amt hat mir viel Freude bereitet. Ich habe die Arbeit für die Neuenhofer Bevölkerung sehr geschätzt», sagt er. Dankbar sei er für das Vertrauen der Bevölkerung in seinen jungen Jahren. Bereits mit 18 Jahren wurde er als Fiko-Mitglied gewählt. Voser legte an Gemeindeversammlungen kritische Punkte offen. So kritisierte er die strategische Arbeit der Exekutive oder die hohen Personalkosten auf der Gemeindeverwaltung. Die Kommission verlässt Tim Voser mit einem guten Gefühl, da sie fachlich gut aufgestellt sei. (LIWE)


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Limmatwelle Nr. 36 Donnerstag, 03. September 2026

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Killwangen

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Nicht nur die Bodenbeläge sind neu Das Friedhofareal präsentiert sich nach diversen Sanierungen und Änderungen offener, farbiger und vor allem besser begehbar. IRENE HUNG-KÖNIG

Die dunklen Wege mit den Betonverbundsteinen sind weg. Die Fusswege von den Parkplätzen an der Sennenbergstrasse bis zum Friedhofgebäude wurden mit Saibro, einem zementgebundenen Rundkorn, ausgelegt. Das Ganze wirkt nun wesentlich heller, farbiger und freundlicher. Die Belagsarbeiten wurden im August und September des letzten Jahres von externer Stelle ausgeführt und dauerten rund drei Wochen. Nicht nur für gehbehinderte Personen und solche im Rollstuhl sind die neuen Beläge ein Vorteil. Auch für Werkhofmitarbeiter Daniel Hagenbuch und Leiter Andrin Bernet sind die neuen Beläge feudal. Nun kann problemlos mit den Fahrzeugen aufs Areal gefahren werden. Und das mühsame Unkrautbewirtschaften entfällt. Zudem habe das Material den Vorteil, dass es extrem sickerungsfähig sei, betont Daniel Hagenbuch. «Das ist in der heutigen Zeit gefragt und sinnvoll. Das Problem wird nicht sein, dass wir irgendwann zu dreckiges Wasser haben, sondern dass wir gar kein Wasser haben», erklärt er.

Farbiges Pflanzenspiel Der neue Bodenbelag kommt neben dem neu bepflanzten Beet gut zur Geltung. ein neuer Platz für die Gemeinschaftsgräber ist geplant. Ein Baum wird gepflanzt und vis-à-vis eine Sitzbank erstellt, um eine Ruhezone zu schaffen. Anfangs seien die Reaktionen der Leute geteilt gewesen, weil es auf dem Friedhofareal so leer ausgesehen habe.

Beete wurden neu bepflanzt

Um mehr Leben hereinzubringen, wurden Bäume wie der Trompetenbaum oder die Kreppmyrte – bekannt als Flieder des Südens – gepflanzt. Dieser blüht mehrere Monate. Sogar die Beete waren gemäss Daniel Hagenbuch eher rudimentär gestaltet und voller Unkraut. «Es hat nichts hergegeben, es war kein Leben darin», sagt der gelernte Gärtner. «Jetzt haben wir neu bepflanzt mit verschiedenen Staudenarten, so hat man das ganze Jahr daran Freude.» «Wir wollten etwas Lebendiges und Farbe hereinbringen», ergänzt Andrin Bernet. Sein Ziel sei es, den schönsten Friedhof im Limmattal zu haben. Auch

«Das war ein richtiges Schattenloch.» ANDRIN BERNET, WERKHOF-LEITER

Doch mittlerweile äussersten sich diese positiv über die Neuerungen. Es mussten ausserdem einige Bäume entfernt werden, weil sie zu gross waren oder weil sie bei Erdarbeiten in den Weg kamen. «Das war vorher ein richtiges Schattenloch. Dabei haben

wir hier einen tollen Ausblick auf das Limmattal», schwärmt Andrin Bernet. Und einen Garantiefall gibt es auch schon: An einer einzelnen Stelle hat sich das Rundkorn teilweise gelöst. Die genaue Ursache wird derzeit noch durch die Fachleute abgeklärt. «Die betroffene Stelle wird im Rahmen der Garantie fachgerecht instandgesetzt», erklärt Andrin Bernet. Die Grabwege werden bis zum Frühling in Eigenarbeit erneuert, da die bestehenden Gartenplatten teilweise abgesunken sind und die Stellriemen nicht mehr überall gerade verlaufen. Zusätzlich ist für das nächste Jahr ein Betrag im Budget vorgesehen, um die Hecke entlang des Aemmetwegs neu zu gestalten und den alten Zaun zu ersetzen. Der einzige Ort, der noch an die alten Wege mit den Verbundsteinen erinnert, ist der Vorplatz zur Abdankungshalle. Die Pflastersteine wurden dort belassen. Gekostet hat die Wegsanierung rund 125 000 Franken.

BILD: IRENE HUNG-KÖNIG

So sah der Weg vor der Sanierung aus.

BILD: ZVG

Aus der Gemeinde Neuzuzügeranlass Die Gemeinde Killwangen lädt alle Einwohnerinnen und Einwohner, die in den vergangenen zwei Jahren nach Killwangen gezogen sind, zum diesjährigen Neuzuzüger­ anlass am Donnerstag, 22. Oktober, ein. Bei einem gemeinsamen Rundgang durch Killwangen erhalten die Teilnehmenden die Gelegenheit, ihre neue Wohngemeinde näher kennenzulernen und Wissenswertes über Killwangen zu erfahren. Im Anschluss lädt die Ge-

meinde zu einem gemütlichen Apéro riche ein. Verschiedene Killwangener Vereine präsentieren sich im lockeren Rahmen und geben einen Einblick in das vielfältige Vereinsleben der Gemeinde. Dabei bietet sich die ideale Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen, sich auszutauschen und Killwangen noch besser kennenzulernen. Die Gemeinde Killwangen freut sich auf zahlreiche Teilnehmende und einen geselligen Abend. Die persönlichen Einla-

dungen mit den detaillierten Angaben zum Anlass werden den Neuzuzügerinnen und Neuzuzügern zugestellt.

Anna-Würsch-Konzert Am Sonntag, 6. September, treten in der Bruder­ Klaus-Kirche Le donne virtuose auf. Lassen sie sich von den Meisterinnen ihrer Instrumente begeistern und geniessen sie die Leichtigkeit und die Fröhlichkeit von Le donne virtuose am Sonntag, 6. September, um 16 Uhr in

der Bruder­Klaus­Kirche, Killwangen. Es erwartet sie ein wirbliges Konzert mit verschiedenen Stilrichtungen. Eintritt frei.

In Finanzkommission gewählt Alexandra Wespi (Jahrgang 1990) wurde in stiller Wahl als Mitglied der Finanzkommission gewählt. Das betrifft den Rest der Amtsperiode 2026 bis 2029. Alexandra Wespi war die einzige Kandidatin für den Posten. Nachdem die

Nachmeldefrist am Dienstag, 25. August ohne weitere Kandidaturen verstrichen ist, ist die 36­Jährige gewählt.

Öffnungszeiten der Gemeindekanzlei Montag: vormittags geschlossen / 12 bis 20 Uhr; Dienstag: 8 bis 11.30 Uhr / nachmittags geschlossen; Mittwoch: 8 bis 11.30 Uhr / nachmittags geschlossen; Donnerstag: 8 bis 11.30 Uhr sowie 13.30 bis 16 Uhr; Freitag: 7 bis 11.30 Uhr / nachmittags geschlossen.

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12 Spreitenbach

Limmatwelle Nr. 36 Donnerstag, 3. September 2026

Aus der Gemeinde Einwohnergemeindeversammlung erneut im Pathé Die Einwohnergemeindeversammlung vom 23. Juni fand erstmals im Pathé Spreitenbach statt. Mit dem Pilotversuch wollte der Gemeinderat prüfen, ob sich der Kinosaal mit seiner modernen Infrastruktur, dem höheren Sitzkomfort und den guten Präsentationsmöglichkeiten als künftiger Versammlungsort eignet. Diese Vorteile waren bereits ausschlaggebend für den versuchsweisen Wechsel von der Turnhalle Boostock ins Pathé. Im Anschluss an die Versammlung wurden die Stimmberechtigten eingeladen, ihre Erfahrungen mit dem neuen Durchführungsort zu beurteilen. An der Onlineumfrage beteiligten sich 96 Personen, davon 82 Teilnehmende der Gemeindeversammlung. Die Gesamtzufriedenheit mit der Durchführung im Pathé wurde mit durchschnittlich 5,61 von 6 Punkten bewertet. Von den Personen, die eine Präferenz für einen Versammlungsort angaben, bevorzugen 77 Prozent das Pathé, 17 Prozent die Turnhalle Boostock; für 6 Prozent macht der Veranstaltungsort keinen Unterschied. Unter den Teilnehmenden der Gemeindeversammlung liegt der Anteil derjenigen, die das Pathé bevorzugen, bei 85 Prozent. Besonders positiv beurteilt wurden die Rahmenbedingungen im Kinosaal. Sitzkomfort und Raumklima wurden von jeweils knapp 99 Prozent der Teilnehmenden mit «gut» oder «sehr gut» bewertet, die Sicht auf die Präsentationen von 98 Prozent und die Akustik beziehungsweise die Verständlichkeit von 95 Prozent. Die Rückmeldungen zeigen gleichzeitig einzelne Optimierungsmöglichkeiten auf. Für die nächste Durchführung werden insbesondere die Abläufe bei Wortmeldungen und der Einsatz der mobilen Mikrofone verbessert. Zudem wird die Saalbeleuchtung so angepasst, dass Unterlagen während der Versammlung besser gelesen werden können. Auch die Beleuchtung und die Möblierung des Stadtsaals für den anschliessenden Apéro werden nochmals überprüft. Mit der erneuten Durchführung im Pathé wird der Pilotversuch fortgesetzt. Nach der Einwohnergemeindeversammlung vom 24. November werden die Teilnahmezahlen und die organisatorischen Erfahrungen aus beiden Versammlungen nochmals ausgewertet. Auf dieser Grundlage wird der Gemeinderat anschliessend über den künftigen Durchführungsort der Einwohnergemeindeversammlungen entscheiden. Ersatzwahl Finanzkommission Veljko Nikolic hat als Mitglied der Finanzkommission Spreitenbach aus beruf-

lichen Gründen demissioniert. Er hat dieser Behörde seit dem 1. Januar 2026 angehört. Dadurch wird am 29. November 2026 eine Ersatzwahl für den Rest der Amtsperiode 2026/2029 notwendig. Wahlvorschläge sind gemäss § 29a des Gesetzes über die politischen Rechte (GPR) und § 21b der Verordnung über die politischen Rechte (VGPR) von zehn Stimmberechtigten des Wahlkreises zu unterzeichnen und müssen bei der Gemeindekanzlei bis spätestens am 44. Tag vor dem Wahltag, das heisst bis Freitag, 16. Oktober 2026, um 12 Uhr bei der Kanzlei Spreitenbach eintreffen. Die erforderlichen Formulare können bei der Kanzlei bezogen werden. Im Übrigen wird auf den Grundsatz verwiesen, dass im ersten Wahlgang jede in der Gemeinde wahlfähige Person als Kandidat oder Kandidatin gültige Stimmen erhalten kann (§ 30 Abs. 1 GPR). Werden nicht mehr wählbare Kandidaten vorgeschlagen als zu wählen sind, wird mit der Publikation der Namen eine Nachmeldefrist von fünf Tagen angesetzt, innert deren neue Vorschläge unterbreitet werden können. Gehen innert dieser Frist keine neue Anmeldungen ein, werden die Vorgeschlagenen vom Wahlbüro als in stiller Wahl gewählt erklärt (§ 30a GPR).

Neuer Pächter für das Restaurant Heitersberg gesucht Im Rahmen der ersten Ausschreibung konnte noch keine geeignete Pächterin oder kein geeigneter Pächter gefunden werden. Die Ortsbürgergemeinde Spreitenbach setzt die Suche deshalb fort und lädt interessierte Gastronominnen und Gastronomen erneut ein, sich für die Pacht des traditionsreiQR-Code für weitere chen Restaurants Infos. BILD: ZVG Heitersberg zu bewerben. Das Restaurant befindet sich in attraktiver Lage auf dem Heitersberg oberhalb von Spreitenbach und bietet eine eindrucksvolle Aussicht über das Limmattal bis in die Region Zürich. Die besondere Lage in einem beliebten Naherholungsgebiet schafft ideale Voraussetzungen für ein erfolgreiches Gastronomiekonzept mit Ausflugscharakter. Die Innenräume des Restaurants werden derzeit modernisiert und bieten dem zukünftigen Betreiber die Möglichkeit, eigene Ideen in die Gestaltung einzubringen. Eine gut ausgestattete Küche, grosszügige Lagerflächen sowie eine sonnige Terrasse mit rund

tender Bestandteil der Verantwortung der Gemeinde als Ausbildungsbetrieb. Ein herzliches Dankeschön geht auch an den IDH Spreitenbach, welcher die Lernendenprämierung jedes Jahr organisiert und den erfolgreichen Lehrabgängerinnen und Lehrabgängern mit diesem Anlass eine besondere Wertschätzung entgegenbringt.

Bei der Preisübergabe: Yves Weilenmann, Berufsbildner, und Fabienne Dubach, Auszubildende. BILD: BILDRAUS.CH

40 Sitzplätzen ergänzen das Angebot. Insgesamt stehen im Innenbereich 44 Sitzplätze zur Verfügung. Ein besonderes Highlight ist die integrierte Wirtewohnung über zwei Etagen mit Terrassen und Blick ins Grüne, die eine ideale Kombination von Beruf und Privatleben ermöglicht. Gesucht wird eine herzliche, unternehmerisch denkende Gastgeberpersönlichkeit mit gastronomischer Erfahrung, die das Potenzial des Standorts erkennt und mit einem innovativen Konzept weiterentwickelt. Die Ortsbürgergemeinde legt grossen Wert auf eine persönliche und serviceorientierte Betriebsführung. Interessierte erhalten über den QR-Code weitere Informationen und können mit der Vermietung in Kontakt treten. Für Auskünfte oder bei Interesse an der Pacht können sich Interessierte mit der Gemeinde Spreitenbach, Bereichsleiterin Immobilien, Manuela Weber, Tel. 056 552 92 25, in Verbindung setzen.

Fabienne Dubach gewinnt Lernendenprämierung des IDH Im Rahmen des 60-Jahr-Jubiläums der Vereinigung Industrie, Dienstleistung und Handel (IDH) Spreitenbach fand am 26. August die traditionelle Lernendenprämierung statt. Fünf junge Berufsleute wurden für ihre hervorragenden Lehrabschlüsse ausgezeichnet. Gleichzeitig würdigte der IDH die Ausbildungsbetriebe und Ausbildungsverantwortlichen, die mit ihrem Engagement einen wichtigen Beitrag zur Ausbildung junger Fachkräfte und damit zur Zukunft des Wirtschafts-

standorts leisten. Für die Gemeinde Spreitenbach war die diesjährige Prämierung ein ganz besonderer Anlass: Fabienne Dubach, die im August 2026 ihre Ausbildung als Kauffrau mit Berufsmaturität, Typ Wirtschaft, bei der Gemeinde Spreitenbach erfolgreich abgeschlossen hat, durfte die Auszeichnung für den ersten Platz entgegennehmen. Mit grossem Einsatz, viel Engagement und ausgezeichneten Leistungen während ihrer Ausbildung erzielte Fabienne Dubach hervorragende Abschlussnoten. Damit sicherte sie sich den ersten Platz bei der diesjährigen Lernendenprämierung des IDH Spreitenbach. Überreicht wurde ihr die Auszeichnung von Ständerätin Marianne Binder-Keller. Die Gemeinde Spreitenbach gratuliert Fabienne Dubach herzlich zu diesem Erfolg. Die Auszeichnung ist eine schöne Anerkennung ihrer persönlichen Leistung und gleichzeitig eine Bestätigung für die Bedeutung der Berufsbildung. Ein grosser Dank gilt deshalb auch dem gesamten Berufsbildungsteam der Gemeinde Spreitenbach. Die Ausbildungsverantwortlichen begleiten die Lernenden während ihrer Berufsbildung mit viel Engagement, unterstützen sie in ihrer persönlichen und fachlichen Entwicklung und motivieren sie immer wieder, ihr Bestes zu geben. Die Gemeinde Spreitenbach ist stolz darauf, junge Menschen ausbilden und auf ihrem Weg ins Berufsleben begleiten zu dürfen. Die Förderung des Berufsnachwuchses ist eine wichtige Investition in die Zukunft und ein bedeu-

Hochstammobstbäume für mehr Biodiversität Die Nachhaltigkeitskommission Spreitenbach führt im Herbst eine Pflanzaktion für Hochstammobstbäume durch. Mit der Aktion soll die Biodiversität in Spreitenbach gefördert und gleichzeitig der Erhalt traditioneller Obstsorten unterstützt werden. Zur Auswahl stehen Apfel-, Birnen-, Quitten-, Zwetschgen- und Kirschbäume. Wo möglich, werden alte und bewährte Sorten, insbesondere von Pro Specie Rara, bevorzugt. Interessierte Privatpersonen sowie landwirtschaftliche Betriebe sind eingeladen, sich an der Aktion zu beteiligen. Die Anmeldung erfolgt unkompliziert über das Onlineformular (QR-Code / Link). Der Anmeldeschluss ist am Freitag, 18. September. Nach Ablauf der Anmeldefrist nimmt die NachhaltigkeitskomQR-Code für die mission mit den Anmeldung. BILD: ZVG Interessierten Kontakt auf. Gemeinsam werden der genaue Bedarf sowie die weiteren Details zur Pflanzung und deren Koordination besprochen. Die Pflanzaktionen sind je nach Wetterlage für folgende Samstage vorgesehen: 31. Oktober und 14. November. Mit der gemeinsamen Pflanzaktion möchte die Nachhaltigkeitskommission einen Beitrag zur ökologischen Vielfalt und zur langfristigen Erhaltung wertvoller Hochstammobstbestände in Spreitenbach leisten. Personalausflug | Gemeindebetriebe geschlossen Am Freitag, 4. September, bleiben sämtliche Büros der Gemeindeverwaltung und der Werkdienst sowie die angeschlossenen Betriebe den ganzen Tag geschlossen. In dringenden Fällen können erreicht werden: Regionalpolizei: 117; Elektrizitätsversorgung: 056 402 00 55; Wasserversorgung: 056 402 01 77; Kommunikationsnetz: 044 200 00 44. Weitere Notfallnummern sind auf der Homepage der Gemeinde Spreitenbach unter Spreitenbach/Notfall aufgeschaltet. Für das Verständnis wird gedankt.

VERMISCHTES 60 Jahre IDH Spreitenbach: Ein starkes Netzwerk feiert Jubiläum Der IDH Spreitenbach hat seine 60. Generalversammlung mit 117 Teilnehmenden im Hilton Garden Inn durchgeführt. Präsident Patrick Stäuble konnte nach einer Operation nicht persönlich teilnehmen. In seinem verlesenen Jahresbericht hielt er fest: «Der IDH lebt. Der IDH wächst. Und der IDH bewegt etwas.» Die Vereinigung setzt sich gemeinsam mit Gemeinde, Politik und Partnerorganisationen für den Wirtschaftsraum Spreitenbach und Limmattal ein. Dass der IDH wächst, zeigte die Aufnahme von zwölf neuen Mitgliedunternehmen. Damit zählt die Vereinigung neu 96 Mitgliedfirmen. Gleichzeitig wurden mit Ester Merkli und Fredi Pahr zwei langjährige Vorstandsmitglieder verabschiedet. Eine besondere Ehrung erhielt Fredi Pahr: Nach rund 20 Jahren Engagement wurde er unter grossem Applaus zum Ehrenmitglied ernannt. Neu in den Vorstand gewählt wurde Nadia VögtlinMarquis.

Für den politischen Impuls sorgte Aargauer Ständerätin Marianne BinderKeller mit ihrem Referat «Zusammenhalt, Verantwortung und Unternehmertum im Wandel». Sie sprach über Fachkräftemangel, Bürokratie, Energieversorgung, die Beziehungen zur EU und die Veränderungen durch künstliche Intelligenz. Ihre zentrale Botschaft: Wirtschaft, Politik und Gesellschaft seien aufeinander angewiesen – «Die Wirtschaft sind wir.» Grussworte zum 60-jährigen Bestehen überbrachten Doris Schmid, stellvertretende Gemeindepräsidentin von Spreitenbach, Lukas Gasser von der WKS Schlieren, Josef Wiederkehr vom IHV Dietikon sowie Urs Widmer vom Aargauischen Gewerbeverband. Ein weiterer Höhepunkt war die traditionelle Lernendenprämierung. Den ersten Rang und Einkaufsgutscheine im Wert von 1000 Franken erhielt Fabienne Selina Dubach von der Gemeindeverwaltung Spreitenbach. Den mit je 750 Franken dotierten

IDH-Vorstand mit Geburtstagstorte: (v. l.) Fredi Pahr, Daniel Kalt, Christoph Müller, Nadia Vögtlin-Marquis, Kathrin Kalt, Paul Beck, Ester Merkli. BILDER: BILDRAUS.CH

Übergabe der Ehrenmitgliedsurkunde: Fredi Pahr und Christoph Müller.

zweiten Rang teilten sich Donat Krivaça, Anna Nora Lüscher und Simon Hannes Schüttpelz von Ikea sowie Civan Nacakgedigi von Itris. Ständerätin Marianne Binder-Keller überreichte den erfolgreichen Lehrabsolventinnen und Lehrabsolventen ihre Preise und Urkunden. Auch ihre Ausbildungsverantwortli-

Auch der IHV Dietikon gratulierte und verabschiedete die Gäste mit einem Präsent. So endete die Jubiläumsgeneralversammlung ganz im Sinne dessen, wofür der IDH seit 60 Jahren steht: Menschen zusammenbringen, Beziehungen pflegen, Nachwuchs fördern und gemeinsam etwas für den Wirtschaftsstandort bewegen. (ZVG)

chen wurden für ihr Engagement gewürdigt und erhielten als Dank einen von Gerstl Weinselektionen gesponserten Wein. Für einen süssen Schlusspunkt sorgte die WKS: Sie überraschte den IDH zum Dessert mit einer grossen 60-Jahr-Geburtstagstorte, von der alle Gäste ein Stück geniessen durften.


Limmatwelle Nr. 36 Donnerstag, 3. September 2026

Spreitenbach

13

Zwei Feste an einem Tag Beim Regionaltag der Feuerwehr SpreitenbachKillwangen herrscht Feststimmung: Rund 35 Teams, ein 70 Jahre alter Saurer namens «Evi» und etwa 500 Besuchende feiern Gemeinschaft, Tradition und gelebte Einsatzbereitschaft.

ROGER EGLOFF

Mit dem Funkgerät am Gürtel führt OK-Präsident Stefan Hirzel über das weitläufige Festgelände und erklärt die einzelnen Posten wie Löschen, Retten und Plausch. Die Feuerwehrteams messen sich in Wettkämpfen. Stolz erzählt er, wie die Vorbereitungen vor drei Jahren begannen, wie Bewilligungen eingeholt wurden und wie in den letzten Monaten alles zusammenlief. «Der Anlass findet nur alle 20 Jahre in Spreitenbach statt», sagt er, und man spürt, wie viel Herzblut im OK steckt. Tatsächlich wird heute doppelt gefeiert: «Evi», ein klassischer Saurer CT2D, ist 70 Jahre alt und damit ein echter Blickfang unter den Ausstellungsstücken. Ursprünglich für die Berufsfeuerwehr Genf gebaut, fand der Lkw später seinen Weg nach Spreitenbach. Was als zwei kleine Highlights geplant war, wurde vor Ort noch grösser: Statt der angekündigten zwei Oldtimer standen am Ende sieben historische Fahrzeuge zum Bestaunen bereit.

25 bis 30 Feuerwehren aus der Region sind regelmässig dabei, dieses Jahr haben sich 35 Teams angemeldet. Die Posten sind vertraut, aber liebevoll gestaltet: selbst gebastelte Minifeuerwehrautos, eine grosse Hüpfburg im Look eines Einsatzfahrzeugs, Atemschutzgeräte für die Rettungsübung und viele weitere Angebote für die ganze Familie. Kleine Pannen wie ein kaputter Pool bei der Löschübung oder ein defektes Skateboard bei einer Plauschstation konnten die Stimmung nicht trüben. Besonders auffallend ist der Zusammenhalt: Helferinnen und Helfer packen an, Sponsoren und Gemeinde unterstützen finanziell und materiell, und rund 150 Schichten sind besetzt. Nach den Spielen wird in einem ersten Teil aufgeräumt, der Rest folgt am Sonntag. Das Wetter spielt mit, die Besucherzahlen stimmen, und Stefan Hirzel zieht zufrieden Bilanz: Der Regionaltag ist ein Erfolg. Ein Tag, an dem Tradition, Teamgeist und Feuerwehrleidenschaft sichtbar werden.

Feuerwehr Freienwil: Hier wird voller Einsatz gezeigt.

BILDER: ROGER EGLOFF

Alles im Blick haben die Teammitglieder der Feuerwehr Wettingen.

Feuerwehr Fislisbach: Gekonnt wird mit einem Skateboard die Rampe hinuntergefahren.

Die Feuerwehr Obersiggenthal bestreitet den «Retten»-Posten.

Das Team Würenlos ist bereit für den Wettkampf.

«Evi» – das Geburtstagsfeuerwehrauto.

Die Feuerwehr Rohrdorf steht beim Posten «Retten» im Einsatz.


14 Lara Stoll wortgewaltig kritisch frech Freitag, 18. September 20.15 Uhr | Alte Kirche www.kulturwuerenlos.ch

BAUGESUCHE

Bauausschreibung BG Nr: Bauherr:

Bauobjekt: Baustelle: Parzelle: Zusatzbew.:

3776 Coop NVZ Spreitenbach, Fegistrasse 9, 8957 Spreitenbach Neubau zwei Hubtische im Aussenbereich Fegistrasse 9 757 Departement Bau, Verkehr und Umwelt

Die öffentliche Auflage erfolgt vom 7. Septem­ ber 2026 bis 6. Oktober 2026 bei Planung und Bau, Gemeindehaus, Spreitenbach. Allfällige Einwendungen können während der nicht erstreckbaren Auflagefrist beim Gemein­ derat, 8957 Spreitenbach eingereicht werden. Zustelladresse: Planung und Bau, Bahnhof­ strasse 2, 8957 Spreitenbach. Sie haben einen Antrag und eine Begründung zu enthalten.

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Gemeinde Spreitenbach

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AMTLICHES

129881 RSK

«Volume 5 – die Rückkehr»

Limmatwelle Nr. 36 Donnerstag, 03. September 2026

Bauausschreibung BG Nr: Bauherr:

Bauobjekt: Baustelle: Parzelle: Zusatzbew.:

3774 Bascio Alessandra, Dorfstrasse 32, 8957 Spreitenbach Glasüberdachung auf Sitzplatz Dorfstrasse 32 3 Keine

Die öffentliche Auflage erfolgt vom 7. September 2026 bis 6. Oktober 2026 bei Pla­ nung und Bau, Gemeindehaus, Spreitenbach. Allfällige Einwendungen können während der nicht erstreckbaren Auflagefrist beim Gemein­ derat, 8957 Spreitenbach eingereicht werden. Zustelladresse: Planung und Bau, Bahnhof­ strasse 2, 8957 Spreitenbach. Sie haben einen Antrag und eine Begründung zu enthalten.

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AMTLICHES

GEMEINDE KILLWANGEN Ersatzwahl eines Mitglieds der Finanzkommission für den Rest der Amtsperiode 2026 – 2029; stille Wahl Nachdem innert der fünftägigen Nachmeldefrist (Dienstag, 25. August 2026, 12.00 Uhr) keine neuen Anmeldungen mehr eingegangen sind, wird für den Rest der Amtsperiode 2026 – 2029 als Mitglied der Finanzkommission in stiller Wahl als gewählt erklärt: • Wespi Alexandra, 1990, von Landiswil BE, parteilos, neu Wahlbeschwerden (§§ 66 ff. des Gesetzes über die politischen Rechte) sind innert drei Tagen seit der Entdeckung des Beschwerdegrundes, spätestens aber am dritten Tag nach der Veröffentlichung des Ereignisses dem Departement Volkswirtschaft und Inneres, 5001 Aarau, einzureichen. Killwangen, 28. August 2026 Gemeinderat Killwangen

Gemeinde Spreitenbach

Daten 2026 Seniorentreff Organisiert von der Generationenarbeit Neuenhof Kommen Sie vorbei, wir freuen uns auf Sie! Die Treffen finden im Peterskeller, Zürcherstrasse 89, der Gemeinde Neuenhof statt. Die Treffen beginnen jeweils ab 14.00 Uhr bis ca. 16.00 Uhr • Dienstag, 8. September 2026 – Sonnenblumen basteln • Dienstag, 22. September 2026 – Lotto • Dienstag, 13. Oktober 2026 – Gemeinsames Mittagessen, mit Anmeldung • Dienstag, 27. Oktober 2026 – «Es war einmal», Erinnerungen & Grossmuttersrezepte • Dienstag, 24. November 2026 – Weihnachtsgestecke basteln • Dienstag, 8. Dezember 2026 – Besuch des Weihnachtsmarktes Baden, ab 15.30 Uhr Alle Personen 60+ sind herzlich willkommen. Melden Sie sich gerne, wenn Sie einen Fahrdienst benötigen. Generationenarbeit Neuenhof: Enza Siino, 079 515 29 14, enza.siino@neuenhof.ch

Verkehrsbeschränkungen Bauausschreibung BG Nr: Bauherr:

Bauobjekt:

Baustelle: Parzelle: Zusatzbew.:

3775 Interswiss Immobilien AG, Hochhaus 9, 8957 Spreitenbach Umbau Bushaltestelle Shopping-Center, Anpassung an BehiG Shopping-Center 15 2744 Procap Schweizerischer Invaliden-Verband

Die öffentliche Auflage erfolgt vom 7. September 2026 bis 6. Oktober 2026 bei Planung und Bau, Gemeindehaus, Spreitenbach. Allfällige Einwendungen können während der nicht erstreckbaren Auflagefrist beim Gemeinderat, 8957 Spreitenbach eingereicht werden. Zustelladresse: Planung und Bau, Bahnhofstrasse 2, 8957 Spreitenbach. Sie haben einen Antrag und eine Begründung zu enthalten.

Aufhebung Verkehrsbeschränkung Widerruf Ausschreibung vom 27. Dezember 1980. Gestützt auf das Bundesgesetz über den Strassenverkehr vom 19. Dezember 1958 und die zugehörige Verordnung über die Strassen-Signalisation vom 5. September 1979 hat der Gemeinderat Neuenhof folgende Aufhebung der Verkehrsanordnung verfügt: Gemeinde Neuenhof Aufhebung STOP-Signalisation Haldenweg, bei der Einmündung Haldenweg in den Hafnerweg Rechtsmittelbelehrung Gegen die Aufhebung der Verkehrsanordnung kann vom 7. September 2026 bis 6. Oktober 2026 in schriftlicher Form Einsprache beim Gemeinderat Neuenhof, 5432 Neuenhof, erhoben werden. Die Einsprache hat einen Antrag und eine Begründung zu enthalten.

BAUGESUCHE

Gemeinde Spreitenbach

Baugesuch Bauherrschaft Slavomir Zatloukal, Landstrasse 126, 5430 Wettingen Bauobjekt Balkonverglasung Baustelle Landstrasse 126 Parzelle 455 Bemerkungen ohne Profilierung

Bauherrschaft Reto Schaller und Diana Toscano Latorre, Austrasse 24, 5430 Wettingen Bauobjekt Neuer Parkplatz und neuer Hauszugang Baustelle Bifangstrasse 45 Parzelle 5245 Zusatzgesuche: keine

Die öffentliche Planauflage erfolgt vom 3. September bis 2. Oktober 2026 ausschliesslich online über www. amtliche-nachrichten.ch. Eine Einsichtnahme auf der Bauverwaltung ist nur in begründeten Fällen und nach vorheriger Absprache möglich. Allfällige Einwendungen sind dem Gemeinderat im Doppel während der Auflagefrist einzureichen. Sie haben eine Begründung und einen Antrag zu enthalten.

Die öffentliche Planauflage erfolgt vom 3. September bis 2. Oktober 2026 ausschliesslich online über www. amtliche-nachrichten.ch. Eine Einsichtnahme auf der Bauverwaltung ist nur in begründeten Fällen und nach vorheriger Absprache möglich. Allfällige Einwendungen sind dem Gemeinderat im Doppel während der Auflagefrist einzureichen. Sie haben eine Begründung und einen Antrag zu enthalten.

Abteilung Bau und Planung

Abteilung Bau und Planung

Baugesuch

Ersatzwahl eines Mitgliedes des Wahlbüros für den Rest der Amtsperiode 2026/2029; 1. Wahlgang, Publikation der Anmeldungen Innert der gesetzlichen Frist wurden als Kandidaten und Kandidatinnen angemeldet: Blättler, Sandra Dolores, 1980, von Ennetbürgen NW, Schulstrasse 10, parteilos, neu Hürsch, Adriano Roberto, 1998, von Zofingen AG, Hafnerweg 13, parteilos, neu Müller, Seraina Alexandra, 1995, von Seuzach ZH, Zürcherstrasse 184, parteilos, neu Reich, Lukas, 2008, von Sennwald SG, Hinterdorfstrasse 6E, parteilos, neu Die Urnenwahl findet am Sonntag, 27. September 2026, statt. Im ersten Wahlgang kann jede/r wahlfähige Stimmberechtigte der Gemeinde Neuenhof als Kandidat/in gültige Stimmen erhalten. Wahlbüro Neuenhof


Limmatwelle Nr. 36 Donnerstag, 3. September 2026

Aus der Gemeinde Personalausflug – Gemeindeverwaltung geschlossen Am Freitag, 18. September, findet der Ausflug des Gemeindepersonals statt. Die Büros der Gemeindeverwaltung (inklusive Technische Betriebe Würenlos) bleiben an diesem Tag geschlossen. Für Notfälle können erreicht werden: Bestattungsamt: 056 436 87 28; Technische Betriebe: 056 436 87 65; Regionalpolizei Wettingen-Limmattal / Polizei: 056 417 92 00 oder Notruf 117. Für das Verständnis wird gedankt. Personelles Chiara Di Dio hat ihre Stelle bei der Gemeindekanzlei per Ende November gekündigt, um eine neue berufliche Herausforderung anzunehmen. Seit September 2020 betreute sie unter anderem die Reservationsstelle der Gemeinde und stand in dieser Aufgabe in regem Austausch mit den Vereinen und anderen Benützenden. Ausserdem war sie für die Organisation zahlreicher Gemeindeanlässe mitverantwortlich. Der Gemeinderat bedauert ihren Weggang sehr. Er dankt Chiara Di Dio für ihren wertvollen Einsatz und wünscht ihr für die Zukunft alles Gute. Die Stelle wird zur Neubesetzung ausgeschrieben. Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung Der Schalter der Gemeindeverwaltung ist wie folgt geöffnet: Montag, 8–11.30 Uhr und 14–18.30 Uhr, Dienstag–Freitag, 8–11.30 Uhr und 14–16 Uhr. Telefon 056 436 87 87 oder 056 436 87 88, Fax 056 436 87 78. www.wuerenlos.ch

Würenlos

Busse nach Gipfeli-Kauf IRENE HUNG-KÖNIG

Probleme für Geschäfte Problematisch sei der Vorfall für die Geschäfte, hält Michael Spühler fest, Präsident des Gewerbevereins Würenlos. Denn nicht die Geschäfte hätten das Verbot erwirkt, sondern der Hauseigentümer. Gegenüber dem «Blick» sagten Flurin Huber, Inhaber von Optik Huber AG, und Janek Arnet, Inhaber von Beck Arnet: «Es ist eine unbefriedigende Situation für alle. Wir hof-

Parkverbot Autos sollten auf den Parkplätzen (rechts) von Beck Arnet oder hinten bei Optik Huber geparkt werden. BILD: IAN STEWART

fen, dass eine Lösung gefunden wird.» Auf der Website von Optik Huber steht dazu geschrieben: «Die Optik Huber AG ist Mieterin der Geschäftsräumlichkeiten der Liegenschaft Landstrasse 82 und nicht Eigentümerin des Grundstücks. Auf die Parkierungsregelungen sowie die Tätigkeiten und Entscheidungen des Grundstückeigentümers haben wir leider keinen Einfluss.» Bereits Ende April informierte Beck Arnet via Facebook seine Gäste, die gekennzeichneten Parkplätze hinter dem Gebäude und seitlich am Haus zu nutzen.

Massnahmen blieben ohne Erfolg Grundstückbesitzer Daniel Meier liess via Staatsanwaltschaft ausrichten, dass

die Massnahmen keine Wirkung gezeigt hätten: «Im Laufe des Monats Januar haben wir versucht, mit sämtlichen Fahrzeughaltern, die sich nicht an dieses Verbot gehalten haben, das Gespräch zu suchen. Leider blieben diese Gespräche ohne Erfolg.» Zudem hätten sie Zettel an den Autos angebracht mit den Worten: «Ihr Fahrzeug befindet sich im Parkverbot. Bei weiteren Verstössen erfolgt eine Anzeige.» Auch diese Massnahme habe leider keine Wirkung gezeigt, schreibt Meier. Sarah Calenda musste schliesslich zu den 80 Franken für die Umtriebsentschädigung mit dem Strafbefehl eine Busse von 80 Franken und die Strafbefehlsgebühr von 300 Franken bezahlen.

Spurensuche für Verunreinigung Im Grundwasser der Gemeinden Würenlos, Wettingen, Neuenhof und Baden sind weiterhin Benzinrückstände nachweisbar.

Limikolen sind am Klingnauer Stausee zu sehen.

BILD: EMANUEL AEGERTER

Herbstzug am Klingnauer Stausee Der Natur- und Vogelschutzverein Würenlos macht sich am Samstag, 5. September auf den Weg nach Klingnau. In Mitteleuropa setzt der Herbstzug der Watvögel noch im Sommer ein. Bereits im Juli und August sind die ersten Rückkehrer aus dem arktischen Norden wieder in unseren Breitengraden zu sichten. Besonders im September sammeln sich viele verschiedene Limikolen an unseren Gewässern. Diesen eindrücklichen Herbstzug möchte der Natur- und Vogelschutzverein/Birdlife Würenlos am Klingnauer Stausee erleben. Die Anrei-

se erfolgt individuell. Eine Gruppe wird jedoch mit folgender Zugverbindung anreisen: Bahnhof Würenlos ab um 8 Uhr, in Döttingen an um 8.37 Uhr. Die Rückfahrt ist ab Bahnhof Koblenz um 11.44 Uhr und in Würenlos an um 12.28 Uhr. Die Teilnehmenden sollten der Witterung angepasste Kleidung tragen sowie Sonnenschutz, kleine Verpflegung aus dem Rucksack, Feldstecher, Fernrohr – sofern vorhanden – mitnehmen. (LIWE/ZVG) Die Exkursion findet grundsätzlich bei jeder Witterung statt. Eine kurzfristige Absage wird am Vortag auf der Website kommuniziert. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Besuch auf der Rega-Basis Die Würenloser Frauen statten der Rega-Basis Zürich Kloten einen Besuch ab. Es hat noch freie Plätze. Wer kennt sie nicht, die rot-weissen Rettungshelikopter und Ambulanzjets der Rega. Für viele Kranke und Verletzte in der Schweiz und im Ausland ist ihr Anblick Grund zur Hoffnung auf Rettung und eine Überführung in ein Spital. Auf der Führung durch die RegaBasis wird 36 Interessierten viel Wissenswertes über das Wirken der Rettungsorganisation erzählt. Der Vorstand der Würenloser Frauen freut sich auf eine rege Teilnahme. Die Führung beginnt am Donnerstag, 17. September, um 17.45 Uhr in Zürich Kloten. Die Anreise erfolgt mit dem Privatauto oder dem Zug. Besammlung am Bahnhof Würenlos ist um 16.15 Uhr. Maximal 36 Personen können teilnehmen. Die Führung ist gratis und dauert zwei Stunden. (ZVG)

Eine Beck-Kundin erhielt für ihren Halt im Parkverbot eine saftige Busse. Eigentlich wollte sie nur zwei Gipfeli kaufen.

Gemäss «Blick» wollte Sarah Calenda aus Würenlos kürzlich am Sonntag Gipfeli kaufen und parkierte ihr Auto für wenige Minuten im Parkverbot. Die Folge: eine Busse in Höhe von 463 Franken. Der mit einem richterlichen Verbot belegte Parkplatz befindet sich neben der Bäckerei. Sie fände es lächerlich, dass der Grundstückeigentümer und die Staatsanwaltschaft sie dafür gebüsst hätten, erzählte sie gegenüber dem «Blick». Der Hintergrund: Bereits Anfang des Jahres wurden auf dem Grundstück von Daniel Meier zwei richterliche Verbotstafeln montiert – er hatte das so gewollt, weil immer wieder Kundenautos der nahen Bäckerei bei ihm parkierten. Ein Schild hängt bei einem Zweierparkplatz und eines beim Eingang von Optik Huber, vor dem zwei Autos parkieren können. Direkt daneben liegt der Beck Arnet. Er hat drei Parkplätze hinter, einen neben dem Haus und zwei vor dem Laden.

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Ursache für die Grundwasserverunreinigung war wohl ein Vorfall vor einem Jahr, am 3. September 2025, auf dem Areal der Autobahnraststätte Würenlos. Dabei gelangte Benzin ins Erdreich, wie das Departement für Gesundheit und Soziales schreibt. Aus einer losen Verschraubung der Tankentnahmeleitung war Benzin ausgetreten. Feuerwehr und Ölwehr waren vor Ort, um den Schaden zu begrenzen. Wie viel Benzin ins Erdreich versickert sei, sei Gegenstand laufender Ermittlungen, erklärt das Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU). Nach je einer Kundenreklamation über einen eigenartigen Geruch des Trinkwassers Ende Juni hätten die Wasserversorgungen von Wettingen und Baden umgehend Proben zur Überprüfung der Trinkwasserqualität genommen, schreibt das Departement Gesundheit und Soziales (DGS) in seiner Mitteilung.

Fremdgeruch festgestellt Die Untersuchung vom 25. Juni im Labor des Amts für Verbraucherschutz (AVS) habe den Fremdgeruch bestätigt. Bei nachfolgenden erweiterten Proben zeigte sich, dass der Fremdgeruch bereits an der Fassung beziehungsweise im Grundwasser vorhanden ist. Die betroffenen Wasserversorgungen sowie die Departemente BVU sowie DGS haben daraufhin weitere aufeinander ab-

gestimmte Untersuchungen veranlasst. Dabei hat das AVS den Benzinbestandteil ETBE als Ursache des Fremdgeruchs nachgewiesen. Die ETBE-Konzentration im Trinkwasser lag bei der ersten Identifikation und quantitativen Bestimmung in Proben vom 31. Juli deutlich unter dem für Trinkwasser geltenden Höchstwert. Weitere Benzinbestandteile waren nicht nachweisbar. Nachfolgende Messungen des AVS zeigten unveränderte Konzentrationen im Trinkwasser.

Trinkwasser wird überwacht Ein für hydrogeologische Untersuchungen beigezogenes Geologiebüro hat vom 17. bis 21. August zusätzlich das Grundwassergebiet beprobt. Die Untersuchungen dienten dazu, einen besseren Überblick zu gewinnen, in welchen Bereichen das Grundwasser mit ETBE verunreinigt ist. Dass das ETBE erst beinahe ein Jahr später in Grundwasserpumpwerken der betroffenen Gemeinden auftreten könne, sei erklärbar und könnte mit dem Hitzesommer in Zusammenhang stehen: Die Fliesswege und Geschwindigkeiten im Grundwasserleiter sind nicht nur durch Kies und Schotter des Flusstals geprägt, sondern auch von den zuströmenden Wasserpartien und der gegenseitigen Beeinflussung zwischen dem oberirdisch fliessenden Wasser der Limmat und dem unterirdisch fliessenden Grundwasser. Welche Grundwasserpartien es genau sind, die bei Pumpbetrieb als Trinkwasser angesaugt werden, ist deshalb nicht präzis vorhersehbar. Das Leitungswasser könne als Trinkwasser weiter verwendet werden, heisst es. (LIWE/ZVG)

Anmeldung bei Katrin Brunner, Ländliweg 4A, 5436 Würenlos, Mobile: 079 794 36 74, E-Mail: rukabru@ bluewin.ch. Anmeldeschluss: Freitag, 4. September.

Der Helikopter landet auf der RegaBasis. BILD: ZVG

LESERBRIEF Informationsaustausch Die direkte Demokratie ist eine der Stärken der Schweiz: Volksinitiativen bringen Innovation, Referenden schützen den Status quo. Doch dieser Status quo ist nicht immer schützenswert – etwa, wenn der Würenloser Jugend weiterhin angemessene Infrastruktur fehlt. Am 2. Juni hat die Gemeindeversammlung mit 263 zu 70 Stimmen klar Ja zum Kunstrasenplatz gesagt – ein deutliches Zeichen für Investitionen in unsere Vereine, unsere Jugend und die Zukunft von Würenlos. Nun soll dieser Entscheid per Referendum gekippt werden. Das ist legitim. Doch was bedeutet ein Nein wirklich? Vereine müssen weiterhin mit den bestehenden Bedingungen auskommen, Kindern und Jugendlichen fehlen zeitgemässe Möglichkeiten für Sport und Vereinsleben, und eine sinnvolle Investition wird auf unbestimmte Zeit vertagt. Den Status quo zu verteidigen ist legitim. Stossend ist jedoch, wenn ein Referendumskomitee gleichzeitig eine öffentliche Debatte über die eigenen Argumente ablehnt. Wer einen demokratischen Entscheid infrage stellt, sollte auch bereit sein, die eigenen Argumente öffentlich zu vertreten – etwa an einer Podiumsdiskussion. Deshalb lädt das Jugendparlament Würenlos alle Interessierten am 8. September um 19.30 Uhr in den Gmeindschäller ein: zur Information über die Abstimmung, zum Austausch von Argumenten und zur gemeinsamen Diskussion über die Zukunft unserer Gemeinde. Ein Apéro wird offeriert. FABIO BLAZEVIC, WÜRENLOS


16 Rund ums Altern

Limmatwelle Nr. 36 Donnerstag, 3. September 2026

Aktives Denken stärkt das Gehirn Ob Sprachen, Technik oder Kreativkurse – was früher Zeitvertreib war, gilt heute als natürliche Verjüngungskur für das Gehirn.

gieren flexibler auf Herausforderun­ gen. Auch die Psychologie liefert ein kla­ res Argument: Neues Lernen stärkt das Selbstvertrauen. Wer merkt, dass er noch mithalten, Neues begreifen und anwenden kann, erlebt ein starkes Ge­ fühl der Selbstwirksamkeit – ein ent­ scheidender Faktor für innere Zufrie­ denheit im Alter. So verbessert geisti­ ge Aktivität nicht nur die Lebensdauer, sondern ebenso die Lebensfreude.

ISABEL STEINER PETERHANS

Wer rastet, der rostet. Dieser alte Spruch enthält mehr Wahrheit, als man denkt. Studien zeigen: Geistige Aktivi­ tät im Alter trägt wesentlich dazu bei, die Lebensdauer zu verlängern und die Lebensqualität zu steigern. Das Gehirn ist ein Muskel, der trainiert werden will, und wer ihn fordert, bleibt wacher, neugieriger und meist sogar glück­ licher. Viele ältere Menschen entdecken nach der Pensionierung, dass sie end­ lich Zeit haben, das zu lernen, was sie immer interessiert hat. Sprachkurse stehen ganz oben auf der Liste: Fran­ zösisch für den nächsten Provence­ Urlaub, Italienisch für das Gespräch mit den Nachbarn oder Englisch, um mit den Enkeln per Smartphone zu chatten. Sprachzentren wie die Migros­ Klubschule, die Volkshochschulen oder Gemeindeprogramme verzeichnen stei­ gendes Interesse, und das quer durch die Schweiz. Lernfreude kennt schliess­ lich kein Ablaufdatum.

Gemeinsam Neues entdecken gilt als besonders wirksam Doch nicht nur Sprachen regen an. Wer sich mit neuen Technologien beschäf­ tigt, stärkt gleich doppelt seine geisti­ ge Fitness: Zum einen fordert die Be­ dienung von Tablet, Smartphone und Co. Konzentration, Merkfähigkeit und logisches Denken, zum anderen öffnet sie Türen zu einer neuen Form von so­ zialer Teilhabe. Eine Whatsapp­Grup­ pe mit Freunden, ein Zoom­Kaffee mit der Familie oder ein Onlinespiel mit En­

Neugier als Lebenselixier

In der Region werden viele Computerkurse für Seniorinnen und Senioren angeboten. BILD: KATARZYNA BIALASIEWICZ PHOTOGRAPHEE.EU

kelkindern. Digitale Begegnungen kön­ nen der Isolation vorbeugen und das Ge­ fühl von Verbundenheit fördern. Viele Seniorenvereine bieten inzwischen Kurse speziell für ältere Personen an, die den Einstieg leicht machen: vom Fotografieren mit dem Handy über On­ linebanking bis zur digitalen Sicher­ heit. Dort lernt man nicht nur Inhalte, sondern trifft Gleichgesinnte und bleibt in Kontakt mit der Welt. Das soziale Lernen, also gemeinsam Neues entde­ cken, ist laut Psychologen besonders wirksam gegen geistigen Abbau.

Bewegung für den Geist Mentale Aktivität ist in vieler Hinsicht mit körperlichem Training vergleich­ bar. Wenn wir eine neue Sprache ler­ nen oder uns digitale Kompetenzen aneignen, bilden sich neue neuronale Verbindungen im Gehirn. Diese för­ dern die sogenannte kognitive Reser­ ve, also die Fähigkeit, geistige Leis­ tung auch bei altersbedingten Ver­ änderungen aufrechtzuerhalten. Men­ schen, die regelmässig Neues lernen, entwickeln seltener Demenzsymp­ tome, bleiben orientierter und rea­

Geistig fit zu bleiben, bedeutet also weit mehr, als Rätsel zu lösen. Es heisst, offen zu bleiben für Veränderungen, die Welt aktiv wahrzunehmen und das eige­ ne Denken flexibel zu halten. Ob Sprachkurs, neues Hobby oder Tech­ niktraining: jedes kleine Lernziel stärkt Körper, Geist und Seele. Wer sich immer wieder auf Unbe­ kanntes einlässt, trainiert nicht nur sein Gedächtnis, sondern auch seine Fähigkeit, sich auf Neues einzustellen. Gerade im Alter, wenn Routinen den Alltag prägen, wirkt das wie ein fri­ scher Wind, der das Leben belebt und erweitert. Neugier schafft zudem Ver­ bindung: Wer etwas Neues lernt, hat automatisch etwas zu erzählen, kommt mit anderen ins Gespräch und bleibt Teil einer Gemeinschaft. Viele ältere Menschen berichten, dass sie durch Kurse oder Workshops neue Freundschaften geschlossen hät­ ten oder wieder mehr Struktur und Sinn im Alltag erlebten. Wer im Alter neugierig bleibt, bleibt jung. Nicht weil die Jahre stehen bleiben, sondern weil das innere Feuer weiter brennt. Jede neue Fähigkeit, jedes gelernte Wort, jede gemeisterte technische Hürde ist ein kleiner Sieg über die Vergänglich­ keit. Und genau diese Momente schen­ ken uns das Gefühl, dass die Zukunft nicht nur aus Erinnerungen besteht, sondern aus Möglichkeiten.

TIPPS – GEISTIG FIT IM AARGAU Lernen Sie gemeinsam! Zusammen lernen motiviert, vertieft den Austausch und stärkt das Gedächtnis nachhaltig.

Pro Senectute Aargau

Pro Senectute Aargau

Herbstsammlung 2026: Gemeinsam gegen Einsamkeit

Herbstsammlung 2026: Mit dem Herbst beginnt unsere traditionelle Gemeinsam gegen Einsamkeit Sammlung zugunsten älterer Menschen in unserer Gemeinde. Mit dem Herbst beginnt unsere traditionelle Pro Senectute Aargau setzt sich dafür Menschen ein, dass Sammlung zugunsten älterer in unserer ältere Menschen Unterstützung, Begegnung und Gemeinde. Gemeinschaft erfahren.

Pro Spende Senectute Aargau setzt sich dafür Ihre ermöglicht wichtige Angebote wie ein, dass ältere Menschen Begegnung und persönliche Beratung,Unterstützung, finanzielle Unterstützung und Aktivitäten fürerfahren. ein selbstständiges Leben zu Gemeinschaft Hause. Ihre Spende ermöglicht wichtige Angebote wie

Kleine Übung Jeden Tag ein neues Wort lernen, einen neuen Artikel lesen oder eine neue App auf dem Mobile installieren ... so bleibt das Denken geschmeidig. Pro Senectute Pro Senectute bieten spannende Kurse/Treffen an. prosenectute.ch Volkshochschule Aargau Breites Angebot von Sprachen bis Kulturgeschichten. Infos unter vhsag.ch Migros Klubschule Baden Kurse in digitalen Medien, Bildgestaltung, Bewegung und Kommunikation. klubschule.ch Seniorweb Schweiz Onlineplattform mit Lernvideos, Austauschforen und Tipps zu Technik und Alltag. seniorweb.ch

Wir danken Ihnen herzlich für Ihre Unterstützung persönliche Beratung, finanzielle Unterstützung und Ihre Solidarität.

AGENDA DONNERSTAGS Digitale Sprechstunde. Persönliche Beratung bei Anwenderfragen zu Handy, Tablet, Laptop und E-Book. 15 bis 17 Uhr, Stadtbibliothek Baden. DONNERSTAGS Jassen in Baden, Pro Senectute Baden. Für Jassbegeisterte ab 60 Jahren. Es wird mit deutschen Karten gejasst, Material ist vorhanden. 13.30 bis 17 Uhr, Restaurant Arcade, obere Etage, Baden. SAMSTAGS Flickstatt Baden: Reparieren, diskutieren oder nur etwas trinken. 14 bis 18 Uhr, Hahnrainweg 13, Baden. SONNTAG, 6. SEPTEMBER Konzert der Klezmerband Bebdorim zum europäischen Tag der jüdischen Kultur. 15 Uhr, Synagoge Baden. DIENSTAG, 8./29. SEPTEMBER Ökumenischer Mittagstisch im Regionalen Pflegezentrum Baden (RPB). Eine Anmeldung ist nicht nötig. Ab 11.30 Uhr, Cafeteria, RPB. DONNERSTAG, 10. SEPTEMBER Seniorient – Kinoklassiker für Seniorinnen und Senioren: «Pane e tulipani» von Silvio Soldini, Italien 2000. 15 Uhr, Kino Orient, Wettingen. SONNTAG, 13. SEPTEMBER Sonntags-Treff mit Mittagstisch Pro Senectute. Anmeldung bis Freitag bei Gastronomie, 056 437 25 42. 11.30 Uhr, Alterszentrum St. Bernhard. MITTWOCH, 16./30. SEPTEMBER Generationenschach für Personen ab 60 Jahren und Kinder ab 9 Jahren. Das Schachspiel kann erlernt oder vertieft werden. Leitung: Albert Bruggmann, 077 418 82 05. 13.30 bis 16 Uhr, Pro Senectute Aargau, Beratungsstelle Baden, Kursraum Da Vinci, Bahnhofstrasse 40. MITTWOCH, 16. SEPTEMBER Würfel, Karten, Spielvergnügen – der Spielabend in Turgi. Eine Anmeldung ist nicht nötig, hilft aber bei der Planung: dorfverein-turgi.ch/spieleabend. Ab 19 Uhr, Turgitreff (Bibliothek Turgi). MITTWOCH, 16. SEPTEMBER Fit im Kopf: Vortrag von Nicole Hugentobler. Eine Veranstaltung von Senio Region Baden mit anschliessendem Apéro. Anmeldung bis 9. September per E-Mail an: arena@senioregionbaden.ch oder per Post an: Sibylle Tang, Wiesenstrasse 8, 5400 Baden. 14.30 bis 16 Uhr. Rathaussaal in Wettingen. SAMSTAG, 19. SEPTEMBER Römergarten kennenlernen und Erntedankfest. Mehr über den Gemeinschaftsgarten und über Permakultur erfahren. 16 Uhr. Gärtnerhaus, Römerstrasse 15a, Baden, roemergartenbaden.ch. MONTAG, 21. SEPTEMBER Spielnachmittag der Kiss-Genossenschaft – Nachbarschaftshilfe. 14 bis 16 Uhr, Aufenthaltsraum GGW Birkenhof, Alberich-Zwyssig-Strasse 7, 5430 Wettingen. DIENSTAG, 22. SEPTEMBER Führung: Gemüse Käser. Ökumenisches Veranstaltungsprogramm für Seniorinnen und Senioren in Rütihof und Dättwil. Anmeldung bis Donnerstag, 17. September: ruetihof@pfarreibaden.ch oder 056 493 21 51. 14.30 Uhr, Odhus 1, Birmenstorf (hinter der Kapelle).

und Aktivitäten für ein selbstständiges Leben zu

Gemeinsam gegen Einsamkeit – Hause. für ein gutes Leben im Alter.

Weitere Informationen Wir danken Ihnen zu herzlich für Ihre Unterstützung Pro Senectute Aargau und Ihre Solidarität. und den Angeboten unter: Gemeinsam gegen Einsamkeit – www.ag.prosenectute.ch

für ein gutes Leben im Alter. Weitere Informationen zu Pro Senectute Aargau und den Angeboten unter: www.ag.prosenectute.ch

WICHTIGE ADRESSEN Koordinationsstelle Altersnetzwerk Baden Mellingerstrasse 19, 5400 Baden 056 200 84 62, altersnetzwerk@baden.ch altersnetzwerk.baden.ch KISS Genossenschaft Region Baden Nachbarschaftshilfe für Jung und Alt, 056 426 00 21, info@kiss-regionbaden.ch kiss-regionbaden.ch Pro Senectute Aargau Beratungsstelle Bezirk Baden Bahnhofstrasse 40, 5400 Baden 056 203 40 80 baden@ag.prosenectute.ch

benevol Aargau, Fachstelle für Freiwilligenarbeit Bleichemattstrasse 42 Zimmer 313/314, 5001 Aarau 062 823 30 44, benevol@benevol-aargau.ch benevol-aargau.ch Entlastungsdienst Schweiz Ziegelrain 23, 5000 Aarau 058 680 21 50, entlastungsdienst.ch Die Sonderseiten «Rund ums Altern» erscheinen – als Kooperation der CH Media AG mit der Pro Senectute Region Baden – jeweils am ersten Donnerstag im Monat.


Limmatwelle Nr. 36 Donnerstag, 3. September 2026

Rund ums Altern

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Morgenappell in der «Anstalt für jugendliche Verbrecher und Taugenichtse», Aarburg, 1936. Paul Senn hat die fotografierten Menschen nicht identifiziert. Nachweis: Gottfried-Keller-Stiftung, Bern, Depositum Gottfried-Keller-Stiftung. BILD: PAUL SENN

Visualisierung: Blick aus einer Wohnung des Regionalen Pflegezentrums Baden.

Einsam? Testpersonen gesucht

Gesellschaftliche Aufgabe

Exklusiver Einblick ins neue RPB

Das Gefühl, dazuzugehören, ist ein grundlegendes menschliches Bedürfnis. Wird es nicht erfüllt, kann Einsamkeit entstehen. Wer sich häufig allein, ausgeschlossen oder nicht verstanden fühlt, ist oft emotional belastet; das psychische Wohlbefinden leidet darunter, die Gesundheit ebenso. Im Rahmen eines internationalen Forschungsprojekts hat die Universität Bern die digitale Unterstützungsplattform Reconnected entwickelt. Sie richtet sich an Menschen ab 55 Jahren, die sich häufig allein oder einsam fühlen und ihr psychisches Wohlbefinden stärken möchten. Nun werden Personen gesucht, die diese neue Plattform testen. Sie müssen 55 Jahre oder älter sein, ein Handy mit Internetzugang besitzen und über gute Deutschkenntnisse verfügen. Die Teilnehmenden nutzen die Plattform während sechs Wochen und füllen zusätzlich über einen Zeitraum von sechs Monaten vier Onlinefragebögen aus. Wer alle vier Fragebögen ausfüllt, erhält als kleines Dankeschön einen Einkaufsgutschein im Wert von 40 Franken. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung sind unter reconnected.psy.unibe.ch/ reconnected zu finden. ZVG

Die mobile Ausstellung «Ich bin einfach niemand gewesen – Fürsorge und Zwang in der Schweiz» macht derzeit halt auf dem Theaterplatz in Baden. Sie beleuchtet ein lang verdrängtes Kapitel der Schweizer Geschichte und erzählt von Menschen, die von fürsorgerisch begründeten Zwangsmassnahmen betroffen waren. In drei mobilen Häusern werden persönliche Schicksale, gesellschaftliche Rahmenbedingungen sowie Fragen nach Verantwortung und Macht sichtbar. Die mobile Ausstellung auf dem Theaterplatz Baden dauert bis zum 17. September, geöffnet ist sie von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr, donnerstags bis 19 Uhr. Der Eintritt ist frei. Begleitet wird die Ausstellung von einem Programm im Historischen Museum Baden, das persönliche und historische Zugänge zum Thema eröffnet: ein Vortrag des Historikers Ernst Guggisberg am 15. September, ein moderiertes Erzählcafé am 17. September sowie eine dreiteilige kostenlose Geschichtswerkstatt für Menschen mit Fragen zu Fürsorge und Zwang in der eigenen Familie ab 24. September. «Ich bin einfach niemand gewesen» versteht Erinnerung als gesellschaftliche Aufgabe und lädt dazu ein, hinzuschauen, zuzuhören und ins Gespräch zu kommen. ZVG

Bald ist es so weit: Die letzten Pflegeabteilungen des Regionalen Pflegezentrums Baden (RPB) ziehen in die neuen Räumlichkeiten um. Es ist ein komplexes Logistikprojekt, zählt das RPB doch zu den grössten und bedeutendsten Pflegeeinrichtungen im Kanton Aargau. «Bei den Umzügen steht die lückenlose Versorgung der Bewohnenden im Vordergrund. Der Prozess ist so gestaltet, dass ihr gewohnter Rhythmus möglichst wenig beeinträchtigt wird», betonen die Verantwortlichen. Mit dem Bezug der Neubauten wird ein bedeutender Teil eines jahrelangen Projekts Wirklichkeit. Gleichzeitig beginnt die Umsetzung des neuen Wohn- und Pflegekonzepts des RPB. Für Verwaltungsratspräsidentin Regula Dell’Anno-Doppler ist das ein wichtiger Meilenstein: «Als bedeutender Pfeiler der regionalen Gesundheitsversorgung übernehmen wir Verantwortung für Menschen, die Unterstützung brauchen oder in eine neue Lebensphase eintreten. Die neuen Gebäude sollen ein Zuhause bieten, in dem sich die Bewohnenden und Mietenden wohlfühlen und das ihnen ein hohes Mass an Teilhabe erlaubt.» Vor dem Einzug gibt das RPB der Bevölkerung die einmalige Gelegenheit, einen Blick in die neuen Gebäude zu werfen. Am Samstag, 26. September, ist Tag der offenen Tür im RPB. Von 10 bis 16 Uhr können Besucherinnen und Besucher das neue öffentliche Restaurant, die Veranstaltungsräume, die modernen Wohnungen und insbesondere die Pflegeabteilungen besichtigen. ZVG

Hilfe im Alter Administrative und organisatorische Hilfe bei Ihnen zuhause: Allgemeine Korrespondenz – Handy Hilfe – Umgang mit dem Computer – Post und Zahlungsverkehr – Steuern Nachlassabwicklungen - Immobilienverkäufe und vieles mehr Ich unterstütze Sie persönlich und individuell.

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Das Kleinblütige Knopfkraut hilft bei Verdauungsproblemen. Gegen Einsamkeit ist leider noch kein Kraut gewachsen, aber vielleicht eine wirkungsvolle digitale UnterstützungsplattBILD: ZVG form.

STARKE HÜFTE HÜFTE UND STARKE UND KNIE KNIE – – DANK KRAFTTRAINING DANK KRAFTTRAINING Im ersten Lebensdrittel Im ersten Lebensdrittel funktioniert unser Bewefunktioniert unser Bewegungsapparat meist so, wie gungsapparat meist so, wie wir es gerade brauchen. wir es gerade brauchen. Doch mit fortschreitendem Doch mit fortschreitendem Alter kommt es immer öfter Alter kommt es immer öfter zu Gelenkbeschwerden. zu Gelenkbeschwerden.

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BILD: ZVG

Fakt ist: Ab Mitte 20 beginnt Fakt ist: Ab Mitte 20 beginnt ein Kraftverlust, der sich allein Kraftverlust, der sich allmählich beschleunigt. Irgendmählich beschleunigt. Irgendwann sind die Muskeln dann wann sind die Muskeln dann nicht mehr in der Lage, den nicht mehr in der Lage, den Gelenken Halt und Führung Gelenken Halt und Führung zu geben. Genau da setzt zu geben. Genau da setzt gesundheitsorientiertes Kraftgesundheitsorientiertes Krafttraining von Kieser an. training von Kieser an. Hüft- und Kniearthrosen Hüft- und Kniearthrosen aktiv entgegenwirken aktiv entgegenwirken Hüft- und Kniearthrosen führt Hüft- und Kniearthrosen führt man meist auf Veranlagung, man meist auf Veranlagung, frühere Verletzungen und frühere Verletzungen und eine Überlastung der Gelenke eine Überlastung der Gelenke zurück. Die vielleicht häufigste zurück. Die vielleicht häufigste Ursache ist jedoch ein Mangel Ursache ist jedoch ein Mangel an positiver, stimulierender Bean positiver, stimulierender Belastung. Knorpel ernährt sich lastung. Knorpel ernährt sich über den ständigen Wechsel über den ständigen Wechsel von Be- und Entlastung. von Be- und Entlastung.

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Elisa Sprecher im Gespräch mit Nicole Züsli und Greta Hunziker BILD: ZVG

Tag der älteren Menschen Traditionsgemäss laden Pro Senectute Aargau, die reformierte und die römisch-katholische Landeskirche sowie das Departement Gesundheit und Soziales am Samstag, 26. September, zum «Tag der älteren Menschen» ins Kultur- und Kongresshaus Aarau ein. Dieses Jahr unter dem Titel «Graue Haare, bunte Köpfe», das in Anlehnung an die gleichnamige Audioserie, bei der ältere Menschen erzählen, wie vielfältig und bunt das Alter(n) heute sein kann. Zu hören auf Youtube und Spotify. Die Besucherinnen und Besucher in Aarau dürfen sich auf ein interessantes Podiumsgespräch freuen. Die Moderatorin der Audioserie, Elisa Sprecher, unterhält sich mit Cécile Koch, engagiert in der Altersarbeit, sowie mit Tinu Heiniger, Musiker und Poet. Ein musikalisches Intermezzo des Musikers darf an diesem bunten Morgen natürlich nicht fehlen. Und wie immer gibt es an verschiedenen Marktständen Informationen zu Angeboten und Organisationen rund ums Alter(n) im Kanton Aargau. Begrüssungskaffee gibt es ab 9 Uhr, der Anlass endet um etwa 12 Uhr. Die Veranstaltung ist für alle Besucherinnen und Besucher kostenlos. Wer den Veranstaltern die Organisation erleichtern möchte, meldet sich bis zum 22. September unter 062 837 50 70 oder info@ag.prosenectute.ch an, der Besuch der Veranstaltung ist aber auch ohne Anmeldung möglich. ZVG


18 Kirchliche Mitteilungen

Limmatwelle Nr. 36 Donnerstag, 3. September 2026

lingua italiana. Montag, 7. September, 17.30 Uhr, Rosenkranzgebet. Mittwoch, 9. September, 18.15 Uhr, Rosenkranzgebet; 19 Uhr, Eucharistiefeier.

«MEIN GOTT»

Sonnmatt, Sonnmattweg 2 Freitag, 4. September, 10 Uhr, Eucharistiefeier.

SPREITENBACH Kath. Pfarrkirche St. Kosmas & Damian, Ratzengasse 3 Freitag, 4. September, 18.15 Uhr, Rosenkranzgebet; 19 Uhr, Anbetung. Samstag, 5. September, 18 Uhr, Eucharistiefeier (Laurentius Bayer). Dreissigster für Cono Merendino; Gedächtnis für Pater Franz-Toni Schallberger; Jahrzeit für German Rütimann. Sonntag, 6. September, 10 Uhr, Eucharistiefeier (Laurentius Bayer). Mittwoch, 9. September, 8.45 Uhr, Rosenkranzgebet; 9.30 Uhr, Eucharistiefeier.

Alters- und Pflegeheim Im Brühl, untere Dorfstrasse 10 Freitag, 4. September, 10.15 Uhr, Eucharistiefeier.

Ev.-ref. Dorfkirche, Chilegass 18 Sonntag, 6. September, 10 Uhr, Gottesdienst in der ref. Kirche in Wettingen, Etzelstrasse 22 (Adrian Beyeler). Donnerstag, 10. September, 7.30 Uhr, ökumenisches Morgengebet. Anschliessend gemeinsames Frühstück.

Saitenkunst als Dialog von Violine und Cello Die Geigerin Carolina Mazalesky und die Cellistin Ana Turkalj gestalten einen Konzertabend, der von einer besonderen Verbindung ihrer beiden Saiteninstrumente lebt. Mit sorgfältig ausgewählten Werken von Antonio Vivaldi, Wolfgang Amadeus Mozart, Reinhold Glière, Johan Halvorsen sowie Astor Piazzolla gestalten die beiden Künstlerinnen einen musikalischen Dialog, in dem sie sich mit Sensibilität, Virtuosität und Spielfreude begegnen. Das Publikum darf sich auf eine lebendige Interaktion zwischen Violine und Cello und einen eindrucksvollen Konzertabend freuen. In der katholischen Kirche Spreitenbach, Sonntag, 6. September, 17 Uhr, sowie in der Kapelle Brunnenwiese in Wettingen, Sonntag, 13. September, 17 Uhr. Eintritt frei, Kollekte.

WETTINGEN

Herz-Jesu-Freitag, 4. September, 8 Uhr, Eucharistiefeier – stille Anbetung bis 9 Uhr. Samstag, 5. September, 17.30 Uhr, Wortgottesfeier mit Kommunion (Elisabeth Steiner). Sonntag, 6. September, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier (Joseph Kalamba). Mittwoch, 9. September, 9 Uhr, Eucharistiefeier. Donnerstag, 10. September, 8 Uhr, Eucharistiefeier.

feier mit Kommunion (Elisabeth Steiner). Honigverkauf der KAB; 11 Uhr, Santa Messa in lingua italiana; 12.30 Uhr, Eucharistiefeier in kroatischer Sprache. Mittwoch, 9. September, 9 Uhr, Eucharistiefeier in der Kapelle. Donnerstag, 10. September, 18.30 Uhr, Gebet am Donnerstag in der Kapelle. Beten um Veränderung in der Kirche und um neuen Mut für den eigenen Weg in und mit der Kirche; 19.30 Uhr, Rosenkranzgebet und Eucharistiefeier in kroatischer Sprache in der Kapelle.

Kath. Kirche St. Anton, Antoniusstrasse 12

Kloster Wettingen, Klosterstrasse 12

Freitag, 4. September, 18.30 Uhr, Eucharistiefeier in der Kapelle, anschliessend Anbetung. Sonntag, 6. September, 9.30 Uhr, Wortgottes-

Sonntag, 6. September, 11 Uhr, Wortgottesfeier mit Kommunion (Elisabeth Steiner). Honigverkauf der KAB.

Kath. Kirche St. Sebastian, Schartenstrasse 155

ZVG

KILLWANGEN Kath. Pfarrkirche Bruder Klaus, Kirchstrasse 9 Freitag, 4. September, 18.15 Uhr, Rosenkranzgebet; 19 Uhr, Eucharistiefeier. Sonntag, 6. September, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier (Jean Claude Nsakala).

Ref. Kirche, Etzelstrasse 22

WÜRENLOS

Sonntag, 6. September, 10 Uhr, Gottesdienst im Anschluss an den Abschied vom alten Kirchgemeindehaus.

Kath. Pfarrkirche St. Maria, Schulstrasse 21

NEUENHOF

Samstag, 5. September, 18 Uhr, Eucharistiefeier (Joseph Kalamba). Mittwoch, 9. September, 10 Uhr, Wortgottesfeier mit Kommunion.

Kath. Pfarrkirche St. Josef, Glärnischstrasse 12

Ref. Kirche Würenlos, Gipfstrasse 4

Samstag, 5. September, 17.30 Uhr, Rosenkranzgebet. Sonntag, 6. September, 11 Uhr, Erntedank-Gottesdienst (Jean Claude Nsakala und Gabi Rey). Musikalische Begleitung durch den Kinder- und Jugendchor unter der Leitung von Gordana KekenovskaKolarova. Im Anschluss an den Gottesdienst lädt der Pfarreirat zum Apéro ein; 18 Uhr, Santa Messa in

Sonntag, 6. September, 9.30 Uhr, Gottesdienst, Musikgesellschaft, Apéro (Arnold Bilinski).

Worten mehr bewirken möchten. Pfarreiheim St. Sebastian, Schartenstrasse 155, Wettingen, Freitag, 4. September, 19.30 Uhr.

Highlights festhalten. Bei einem kleinen Imbiss besteht Gelegenheit zum Austausch.

Godi Brun, diakonischer / pastoraler Mitarbeiter, Freie ev. Gemeinde (FEG), Wettingen

Haare Coiffeursalons sehe ich eher selten von innen. Idealerweise bin ich mit einer Frau verheiratet, die mir die Haare schneidet. Gewöhnlich braucht es aber eine gewisse Vorlaufzeit, bevor es jeweils so weit ist. Ein erster Gedanke ans Haareschneiden poppt üblicherweise an irgendeinem Morgen beim Blick in den Spiegel auf, wird aber gleich wieder vergessen. Dieser Vorgang wiederholt sich dann über Tage. Vielleicht erwähne ich es mal bei meiner Frau, vielleicht auch nicht. Spätestens wenn sie sich mit gewissen Äusserungen in diesen Prozess einschaltet, wird klar, nun muss es sein. Praktisch veranlagt, wie meine Frau ist, dauert es danach nicht mehr lange, bis ich im Wohnzimmer auf einem runden Hocker Platz nehme und sie ans Werk geht. So sass ich letzthin wieder auf diesem besagten Hocker und liess es geschehen. Während sich meine Frau sorgfältig mit Schere und Kamm um meine Haarpracht kümmerte, ging mir ein Gedanke aus der Bibel durch den Kopf. Da heisst es doch irgendwo, dass die Haare auf meinem Kopf alle gezählt seien. Was für eine schräge Aussage. Bei meinem zunehmenden Haarausfall müsste Gott meine Haare ja täglich neu zählen! Ich wollte mehr darüber erfahren und las den Abschnitt im Matthäusevangelium nach. Der Zusammenhang, in dem Jesus die Aussage über unsere gezählten Haare macht, ist nicht gerade erheiternd. Er spricht über Nachfolge, Verfolgung und körperliches Leiden. In seiner Rede ermutigt er seine Zuhörer aber auch, dass sie keine Angst haben, sondern Gott vertrauen sollen. Seine Begründung: Ihr seid eurem Schöpfer enorm wichtig. Er liebt euch und kennt euch durch und durch, sogar die Anzahl eurer Haare. Wie auch immer, mein nächster Haarschnitt kommt bestimmt.

Klosterkirche Fahr Sonntag, 6. September, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier. Dienstag, 8. September, 8 Uhr, Eucharistiefeier. Donnerstag, 10. September, 19.30 Uhr, Gebet am Donnerstag.

Feedback an: redaktion@chmedia.ch

KIRCHLICHE VERANSTALTUNGEN

Sing-Kafi Reformierte Kirche, Gipfstr. 4, Würenlos, Dienstag, 8. September, 9.30 Uhr.

Die Würenloser Frauen laden zum Büchertausch ein.

Büchertausch Reformiertes Kirchgemeindehaus, Gemeinschaftsraum, Gipfstr. 4, Würenlos, Freitag, 4. September, 16 Uhr. Vortrag, Impulse und praktische Einheiten zum Thema «Weniger reden – mehr sagen» Mit Andreas Spöcker, Theologe, Pfarreiseelsorger in Wettingen-Würenlos und Entkomplexer. Viele Menschen möchten so sprechen und schreiben, dass andere sich wirklich

BILD: ZVG

gemeint und verstanden fühlen. Doch oft verliert man sich in langen Formulierungen, höflichen Umwegen oder Floskeln. An diesem Abend zeigt Andreas Spöcker, wie gesprochene und geschriebene Worte leichter und klarer werden können. Mit kurzen Inputs und alltagsnahen Übungen erhalten die Teilnehmenden sofort umsetzbare Werkzeuge für klare Gespräche und Texte, die Verbindung schaffen. Ein Abend für alle, die mit weniger

Abschied vom alten Kirchgemeindehaus Am Sonntag, 6. September, verabschiedet sich die reformierte Kirchgemeinde Wettingen-Wettingen von ihrem alten Kirchgemeindehaus. Der Anlass beginnt um 10 Uhr mit einem Gottesdienst in der reformierten Kirche, danach folgt ein Festakt. Im Mittelpunkt stehen die 57 Jahre seit der Eröffnung des Hauses im Jahr 1969. Ein Zeitzeuge berichtet als Gastredner von dieser Zeit. Historische Fotos und Rundgänge geben Einblicke in die Geschichte des Kirchgemeindehauses. Auf einer Plakatwand können Besucherinnen und Besucher persönliche

Abendgottesdienst «Klang. Stille. Segen» Liturgie: Theo Pindl. Musik: Barockmusik mit Flavio Ferri-Benedetti (Altus) und Maria Ferré (Theorbe/Laute). Reformierte Kirche Baden, Sonntag, 6. September, 18.30 Uhr. Bridge Singers Reformierte Kirche, Gipfstr. 4, Würenlos, Dienstag, 8. September, 19.30 Uhr. Spielnachmittag für Senioren und Seniorinnen Alle Senioren und Seniorinnen, die gerne jassen, sind am Mittwoch, 9. September, um 14 Uhr zum Jassnachmittag im Pfarreiheim Neuenhof eingeladen. Kreativatelier Steiacherhof Handarbeiten erstellen und plaudern im Gemeinschaftsraum Steiacherhof. Stein-

ackerstr. 17, Spreitenbach, Donnerstag, 10. September, 9–11 Uhr.

Zäme sii Kirchgemeindehaus, Gipfstr. 4, Würenlos, Donnerstag, 10. September, 14 Uhr. Stubete Chilestübli, Gipfstr. 4, Würenlos, Donnerstag, 10. September, 14 Uhr. Fraue-Träff Reformiertes Kirchgemeindehaus Wettingen, Donnerstag, 10. September, 14–16 Uhr. Kirchenfest in Spreitenbach Am Sonntag, 13. September, wird um 10.30 Uhr das Patrozinium der Kirche St. Kosmas und Damian gefeiert. Nach dem festlichen Gottesdienst sind alle zum gemeinsamen Mittagessen eingeladen. Wer etwas zum Dessertbuffet beitragen möchte, kann sich bis zum 5. September beim Pfarreisekretariat unter 056 401 12 65 oder per E-Mail an info@ kathspreitenbach.ch melden.


Limmatwelle Nr. 36 Donnerstag, 3. September 2026

Rätsel

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RATGEBER

Wenn die Sucht mit am Küchentisch sitzt Eine Suchterkrankung betrifft selten nur die Person, die konsumiert. Auch Partnerinnen und Partner, Eltern, Kinder, Geschwister oder enge Freundinnen und Freunde geraten häufig in eine belastende Situation. Der Alltag verändert sich, Vertrauen geht verloren, man fragt sich: Wie kann ich helfen? Wo beginnt meine eigene Grenze? Angehörige berichten oft von Hilflosigkeit, Wut, Angst oder Schuldgefühlen. Viele versuchen, den Konsum zu kontrollieren, die betroffene Person zu schützen oder die Folgen der Sucht nach aussen abzufedern. Manche übernehmen zusätzliche Aufgaben, entschuldigen das Verhalten des Betroffenen oder verheimlichen die Probleme vor anderen. Was zunächst als Hilfe gedacht ist, kann dazu führen, dass die eigenen Bedürfnisse in den Hintergrund geraten. Doch: Angehörige sind nicht verantwortlich für die Sucht eines anderen Menschen. Sie können den Konsum nicht kontrollieren und eine Abhängigkeit nicht alleine beseitigen. Was sie aber beeinflussen können, ist der eigene Umgang mit der Situation. In der Angehörigenberatung können sie in einem geschützten Rahmen Sorgen und Ängste aussprechen, ohne jemanden zu verurteilen. Mit einer Fachperson schauen sie Dynamiken an, die sich in Familie oder Partnerschaft entwickelt haben, und lernen, wo es sinnvoll ist, Grenzen zu setzen. Das kann bedeuten, Verantwortung zurückzugeben, nicht mehr jede Folge des Konsums aufzufangen oder wieder stärker auf die eigenen Bedürfnisse zu achten. Auch die Frage, wie man mit Kindern über die Situation spricht, kann Teil der Beratung sein. Ich verwende besonders bei Paaren gerne eine Metapher: Wenn eine Sucht in einem Beziehungssystem

Neues Format. Gleicher Ansprechpartner.

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leicht

schwierig

Conny Muff Suchtberaterin ZVG

vorhanden ist, kann es sich manchmal so anfühlen, als gäbe es eine «Geliebte» in der Beziehung. Die Sucht bekommt Zeit, Aufmerksamkeit, Energie und häufig auch emotionale Nähe und steht damit zwischen den Partnern. Für die Partnerin oder den Partner kann diese Erkenntnis schmerzhaft, aber wichtig sein: Die Sucht steht meinem Gegenüber meistens näher als ich selbst. Diese Erkenntnis ist keine Schuldzuweisung. Sie kann vielmehr helfen, die Beziehung und die eigenen Bedürfnisse neu zu betrachten. In gemeinsamen Gesprächen lässt sich sichtbar machen, welchen Platz die Sucht im Leben des Betroffenen und im gesamten System eingenommen hat. Daraus können neue Handlungsmöglichkeiten entstehen. Angehörigenberatung bedeutet deshalb nicht, den suchtkranken Menschen «richtig zu behandeln oder etwas zu machen». Sie bedeutet zunächst, sich selbst wieder ernst zu nehmen. Hilfe zu holen, ist kein Zeichen von Schwäche und auch kein Verrat an der betroffenen Person. Es ist ein Schritt hin zu mehr Klarheit, Selbstschutz und Lebensqualität und manchmal auch eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Veränderung im gesamten System überhaupt möglich wird. «Ratgeber»: Hier schreiben Mitarbeitende des BZBplus, der öffentlichen Beratungs- und Therapiestelle an der Mellingerstrasse in Baden. Infos: www.bzbplus.ch

Der Herbst kommt Die Chrysantheme – aus dem Altgriechischen übersetzt Goldblüte – läutet den Herbst ein. BILD: GABY KOST

REDAKTION E-Mail: redaktion@limmatwelle.ch Telefon 058 200 58 58 25 499 Exemplare, (Wemf beglaubigt) Erscheint jeden Donnerstag. Amtliches Publikationsorgan für die Gemeinden Neuenhof, Killwangen, Spreitenbach und Würenlos ist die Limmatwelle. Amtliches Publikationsorgan für die Gemeinde Wettingen ist www.amtliche-nachrichten.ch HERAUSGEBERIN CH Regionalmedien AG Kronenplatz 12, 5600 Lenzburg

Alle Mitarbeiter sind erreichbar unter Vorname.Nachname@chmedia.ch Redaktionsleitung: Melanie Bär (bär) Redaktionsteam: Irene Hung-König (ihk), Marko Lehtinen (leh), Sven Martens (sma), Simon Meyer (sim) Produktion: Manuela Page (mpa), Martina Pfiffner (mpf) FREIE MITARBEITER DIESER AUSGABE Roger Egloff (reg), Gaby Kost (gk), Isabel Steiner Peterhans (isp), Valentin Trentin (vat)

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20 Agenda BADEN Bilderbuchzeit Schweizerdeutsch In der Kinderbibliothek werden für Kinder ab 3 Jahren fantasievolle Bilderbuchgeschichten erzählt, die kostenlos und ohne Anmeldung sind. Stadtbibliothek Baden, Freitag, 4. September, 10–10.30 Uhr.

Welcome back – die Sammlung kehrt zurück Die impressionistischen Meisterwerke der Sammlung Sidney und Jenny Brown sind nach Europatournee im renovierten Museum Langmatt zu sehen. Museum Lang­

matt, Freitag, 4., Dienstag, 8., Mitt­ woch, 9., und Donnerstag, 10. Septem­ ber, 14–17 Uhr, sowie Samstag, 5., und Sonntag, 6. September, 11–17 Uhr.

Ufern Die Ausstellung zeigt Kunstwerke, flüchtige Prozesse und den stetigen Wandel nach Heraklit. Kunst im Trudelhaus, Freitag, 4. September, 14–17 Uhr, sowie Samstag, 5., und Sonntag, 6. September, 11–17 Uhr.

3 in der Villa – ein Abend, drei Shows Martina Hügi, Yves Neuhaus und Cedric Cassimo zeigen 30-minütige Shows in der Villa Boveri mit Publikumsdurchgang und Apéro. Villa Boveri, Freitag, 4. September, 18.30– 21.30 Uhr.

Frauenkreis Der Frauenkreis mit Angela Berchtold bietet Frauen Raum für innere Ruhe, Echtheit und neue Klarheit in der Gemeinschaft. Glück-Hof, Freitag, 4. September, 19–21 Uhr.

Spiel mir das Lied von Baden Das Stück verbindet Theater, Konzert und Volksfest mit neuer Musik und hinterfragt traditionelle Männlichkeitsbilder im Umbruch. Freilicht­ theater, Freitag, 4. September, 20–22 Uhr.

Familienyoga Kinder ab 3 Jahren und Begleitpersonen erleben eine spielerische Yogaeinheit mit Partner- und Gruppenübungen zu den 5 Elementen. Familienzentrum Karussell, Sonntag, 6. September, 10–11 Uhr.

Kidical Mass – Kinderveloumzug Die gemütliche, kostenfreie Velotour für Kinder ab Laufrad mit Begleitung von Pro Velo bietet Parcours, Snacks und Austauschmöglichkeiten. Theater­ platz, Sonntag, 6. September, 10–12.45 Uhr.

Kinderflohmarkt Über 70 Familien handeln und tauschen Spielzeug wie Barbies, Lego und Playmobil in einer lebendigen Atmosphäre. Schweizer

Limmatwelle Nr. 36 Donnerstag, 3. September 2026

Kindermuseum, Sonntag, 6. Septem­ ber, 11–14 Uhr.

Gemeinsam trommeln und Rhythmus machen Der Trommelkreis «Aus dem Bauch in die Hände» lädt zum gemeinsamen, meditativen Rhythmuserleben ein. Vorkenntnisse sind keine nötig. Saal Roter Turm (UG), Sonntag, 6. September, 14–16 Uhr.

Poesie in Wort und Musik: Der Feuerfächer Das Duo Gabrielle Susan Rüetschi und Clarigna Küng verbindet Feuergedichte mit Violine und Stimme zu einer vielschichtigen Themenreise. Galerie Anixis, Sonntag, 6. September, 18–19.15 Uhr.

Deutsch-Café Im moderierten Gespräch verbessern Teilnehmende ihr Deutsch und erhalten Einblicke in die Schweizer Kultur. Stadtbibliothek Baden, Montag, 7. September, 17.30– 18.45 Uhr, sowie Donnerstag, 10. Sep­ tember, 13.30–14.45 Uhr.

Parkführung – eine Auszeit im Park Daniel Schneider macht eine einstündige Führung durch den englischen Landschafts- und Neobarockgarten der Villa Boveri. Villa Boveri, Montag, 7. September, 18–19 Uhr.

Museumskarussell – Fokus «Natur und Garten» Kinder von 2 bis 5 Jahren entdecken spielerisch die Natur, den Garten und altersgerechte Kunstwerke mit passenden Motiven. Museum Langmatt, Dienstag, 8. September, 15–16.30 Uhr.

Das Puzzleteil, das dir niemand gezeigt hat Die Veranstaltung vermittelt finanzielle Intelligenz und Strategien, die nachhaltiges Wachstum und Sicherheit ermöglichen. Hotel Du Parc, Dienstag, 8. September, 20–22 Uhr.

Anna Würsch präsentiert Le Donne Virtuose Vier Meisterinnen ihrer Instrumente präsentieren ein brillantes Konzert mit verschiedenen Stilrichtungen. Bruder-Klaus-Kirche Killwangen, Sonntag, 6. September, 16 Uhr. Eintritt frei. BILD: ZVG

Konzert im Bluus-Club: Wale Liniger Walter «Wale» Liniger präsentiert die emotionale Kraft des MississippiBlues und thematisiert kulturelle Übersetzung sowie Exil im Blues. Museum Langmatt, Donnerstag, 10. September, 20–22 Uhr.

Wale Liniger Wale Liniger verbindet Blues-Forschung mit eigenen Erlebnissen und vermittelt die emotionale Kraft und Lebendigkeit des Blues. Museum Langmatt, Donnerstag, 10. September, 20 Uhr.

Al-Anon Selbsthilfegruppe für Angehörige von Alkoholikern Selbsthilfegruppe für Angehörige von Alkoholikern, jeden Donnerstagabend. Infos www.al-anon.ch / Meetings

Strickcafé Das Strickcafé lädt alle ein, gemeinsam zu stricken, sich auszutauschen und kreative Abende zu geniessen. Kulturcafé, Mittwoch,

Chorherrenhus, Donnerstag, 10. Sep­ tember, 20–21.45 Uhr.

9. September, 19–22 Uhr.

KILLWANGEN

VeV Beratungstreff Aargau Beratungstreff in Baden zu Trennung und Scheidung: Fachleute beraten zu Kinderkontakt und rechtlichen Fragen. Familienzentrum Karussell,

Generationen-Kulturkommission: Herbstwanderung Die Herbstwanderung führt die Teilnehmenden ins Herzen der Schweiz, in die Region Mythen. Ausgangspunkt ist Sattel Hochstuckli. Mit herrlicher Weitsicht wandern wir den Schwyzer Panoramaweg auf die Rothenflue. Von dort bringt uns die Gondel hinunter nach Rickenbach. Treffpunkt: Bahnhof

Mittwoch, 9. September, 19–21.30 Uhr.

Burning Blues & Rock Band Die Burning Blues & Rock Band spielt eigene und Coversongs mit rauem Gesang und virtuoser Spielfreude zwischen Blues und Rock. Henry's Live Music & Sport Bar, Donnerstag, 10. September, 18–21 Uhr.

Killwangen, Donnerstag, 10. Septem­ ber, 8.15 Uhr. Zugtickets bitte selbst lösen.

NEUENHOF Unentgeltliche Rechtsauskunft Untergeschoss Gemeindehaus, Freitag, 4. September, 12–13 Uhr.

SPREITENBACH Lägern Classic Zu bestaunen gibt es historische Fahrzeuge aller Marken, Bauarten und Jahrgänge bis 2005. Neben den automobilen Raritäten lädt das Treffen zu Fachsimpeleien und Benzingesprächen ein – sei es bei den Oldtimern oder in der Festwirtschaft mit einem vielfältigen Getränke- und Verpflegungsangebot sowie musikalischer Unterhaltung. Für die kleinen Gäste steht eine Hüpfburg bereit. Areal des Shoppi Tivoli in Spreiten­ bach, Sonntag, 6. September, ab 9 Uhr.

Neue Sonderausstellung «Hilfe, ich erbe!» im Historischen Museum Baden Die Ausstellung und ein vielfältiges Programm laden das Publikum ein, die Vielfalt des Erbens zu entdecken, in persönliche Erbgeschichten einzutauchen und sich inspirieren zu lassen für den Umgang mit den eigenen Wurzeln. Die Ausstellung wurde vom Berner Generationenhaus entwickelt und für Baden adaptiert. Historisches Museum Baden, Wettingerstrasse 2, Baden,

Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag: 13–17 Uhr; Donnerstag: 12–19 Uhr und Sonntag: 10–17 Uhr. Die Ausstellung kann bis zum 4. Juli 2027 besich­ tigt werden. BILD: ROB LEWIS / ROB-LEWIS.CH

Konzert Violine und Cello Carolina Mazalesky und Ana Turkalj präsentieren einen einfühlsamen Dialog zwischen Violine und Cello mit Werken vom Barock bis zur Moderne. Kath. Kirche, Sonntag, 6. September, 17–18 Uhr. Eintritt frei, Kollekte.

Shoppi-Tivoli-Jass Jeden zweiten Donnerstag im Monat findet ein Jassturnier mit vier Passen und Gutscheinen als Preise statt. Shoppi Tivoli, Donnerstag, 10. September, 14–18 Uhr.

WETTINGEN

Plus lädt der Männerchor Liederkranz zum Konzert ein. Aula, Schulhaus

Vortrag «Weniger reden – mehr sagen» Andreas Spöcker zeigt, wie mit einfachen Übungen Gespräche und Texte klarer und wirkungsvoller werden. Pfarreiheim St. Sebastian,

Margeläcker, Sonntag, 6. September, 17 Uhr. Türöffnung 16.15 Uhr.

Freitag, 4. September, 19.30–21 Uhr.

Circus Monti – Poussière d’étoiles Die Circus-Monti-Show zeigt, wie scheiternde Akrobatik und Zauber eine besondere poetische Magie erschaffen. Zirkuswiese Wettingen,

Freitag, 4. September, 20 Uhr; Samstag, 5. September, 15 Uhr; Sonntag, 6. September, 14 sowie 18 Uhr.

Lirum, larum, Verslispiel Eine Leseanimatorin zeigt, wie Sie Ihr Kleinkind mit Versen, Fingerspielen und Geschichten in seinem Spracherwerb unterstützen können. Eintritt frei/ ohne Anmeldung. Gemeindebibliothek Wettingen, Samstag, 5. September, 10–10.30 Uhr.

Landfrauen Wettingen – kulinarisch kochen Neue Mitglieder sind willkommen. Unkostenbeitrag: 10 Franken. Pfarreiheim, Schartenstrasse 155, Montag, 7. September, 18 Uhr.

Pro Senectute Aargau: Tanznachmittag Wettingen Die Teilnehmenden tanzen bei Livemusik und geniessen unter der Leitung von Theres Moser und Sabine Bucher einen unbeschwerten Nachmittag. Zys Hotel

(Zwyssighof), Dienstag, 8. September, 14–17 Uhr.

Gesprächsstunde Deutsch Für alle, die in einer entspannten Atmosphäre ihre Deutschkenntnisse üben oder verbessern möchten. Die Gespräche moderieren Freiwillige. Es wird kein bestimmtes Sprachniveau vorausgesetzt. Eintritt frei. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Gemeindebibliothek

Diskussionslabor: Philosophieren im Parlatorium Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Wettingen diskutieren im Kloster Wettingen im Parlatorium über Wissen, Glaube und vermeintliche Wahrheiten. Kloster­

Wettingen, Donnerstag, 10. September, 18–19 Uhr.

halbinsel Wettingen, Samstag, 5. September, 10–17 Uhr; Sonntag, 6. September, 10–17 Uhr.

Kurt am Bach, Freitag, 4. September, 19.30–21.30 Uhr.

Vernissage – Kunstausstellung Tat-Ort Drei Künstlerinnen präsentieren eine interaktive Ausstellung, die gesellschaftliche Kritik, Verletzlichkeit und Transformation thematisiert. Ehemalige Gärtnerei, Vernissage, Sams­ tag, 5. September, 16 Uhr.

WÜRENLOS Friday Night Live Live Jazz Trio. Cafe

Herbstzug der Watvögel Der Naturund Vogelschutzverein Würenlos / Birdlife Würenlos lädt zur Exkursion an den Klingnauer Stausee ein. Dabei können verschiedene Limikolen auf ihrem Herbstzug beobachtet werden. Die Exkursion findet grundsätzlich bei jeder Witterung statt, eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Plauschparcours HTW Wettingen Der Plauschparcours bietet acht abwechslungsreiche Posten mit Spass und Herausforderungen für Hunde aller Altersgruppen. Hundesportplätze Tägi

Treffpunkt: Samstag, 5. September, um 8.40 Uhr beim Bahnhof Döttingen. Eine Gruppe reist um 8 Uhr ab Bahnhof Würenlos nach Döttingen. Eine kurzfristige Absage, zum Beispiel bei Unwetter, wird am Vortag auf der Website kommuniziert.

Kunstausstellung Tat-Ort Drei Künstlerinnen präsentieren eine interaktive Ausstellung, die zum Nachdenken und Dialog über gesellschaftliche Themen anregt. Ehe

Mundart-Rock-Night mit George George begeistert mit authentischen Mundart-Rocksongs. Werkstatt Bar –

Wettingen, Sonntag, 6. September, 9.30 Uhr.

malige Gärtnerei, Sonntag, 6. Septem­ ber, 14–17 Uhr.

Diskussionslabor: Frage am Sonntag Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Wettingen diskutieren im Kloster Wettingen im Parlatorium über Ehrlichkeit und das Ende der Welt. Klosterhalbinsel Wettingen, Sonntag, 6. September, 14–15 Uhr.

Soiree des Männerchors Liederkranz Zusammen mit dem Pianisten André Desponds, der Violinistin Radostina Stoyanova, der Sopranistin Tabea Herzog und dem Jugendchor Surbtal

Joya Lounge, Samstag, 5. September, ab 20 Uhr. Die Platzzahl ist beschränkt. Vorverkauf online unter www.event­ frog.ch

AGENDA-EINTRÄGE Auf der Seite «Agenda» werden Angaben zu öffentlichen Veranstaltungen von Vereinen, Gemeinden und weiteren Organisationen publiziert. Damit der Anlass hier erscheint, bitte Veranstaltung vorzeitig online erfassen unter: www.eventfrog.ch


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