Erscheinungen: Donnerstag, 2 Juli 2026 und 9. Juli 2026
WOCHENTHEMA
Seit drei Wochen führen Vasanthakumar und Suganya Rajagopal das Grenchner Kultrestaurant Helvetia. Das Ehepaar stammt aus Sri Lanka, ist jedoch seit 2009 in der Schweiz tätig. Auf den Teller kommen keine Spezialitäten aus dem Inselstaat, sondern vor allem währschafte Schweizer Klassiker – und das aus gutem Grund.
JOSEPH WEIBEL
Vasanthakumar Rajagopal (50) sieht mir wohl an, dass ich einen Durstlöscher gebrauchen kann. Kurzerhand serviert er einen kühlen, hausgemachten Hibiskustee, verfeinert mit Kräutern und einer Scheibe Zitrone. «Das ist ein guter Durstlöscher», sagt er schmunzelnd. Drei Deziliter davon – unter dem Namen «Hibiskustee Helvetia» – gibt es auf Wunsch kostenlos zum Tagesmenü dazu, ebenso einen Salat. Täglich stehen zwei Menüs zur Auswahl: eines mit Fleisch und ein vegetarisches.
«Geniessen Sie authentische Schweizer Küche und europäische Spezialitäten», heisst es auf der neu gestalteten Website des Restaurants Helvetia. Das Lokal mit seinen 45 bis 50 Innen- und 24 Aussenplätzen geniesst in Grenchen längst Kultstatus und empfängt nun wieder Gäste. Ein Blick auf die Speisekarte zeigt die kulinarische Vielfalt: Neben Schweizer Klassikern finden sich italienische Spezialitäten wie Risotto Reggio,
In der «Höufti» ist wieder Leben eingekehrt
Tagliatelle ai Funghi Porcini oder verschiedene Burger-Kreationen – vom «Ladies Special» über die «La Classica» bis hin zum «La Muy Grande» mit mexikanischem Einschlag.
Die Rezepte dazu hat sich Vasanthakumar Rajagopal nicht einfach aus Kochbüchern angeeignet. Seine Küche ist das Ergebnis langjähriger Erfahrungen in Deutschland, Italien und vor allem in der Schweiz, wo er seit 17 Jahren tätig ist. Vor seinem Engagement in der «Höufti» arbeitete er zuletzt in einem Restaurant in Solothurn. Die mexikanische Küche lernte er als Chefkoch in einem mexikanischen Restaurant im Wasseramt kennen.
Ganz neu ist Grenchen für ihn nicht. Bereits früher war er in zwei Betrieben der Stadt tätig. Mit dem Start im Restaurant Helvetia zeigt er sich zufrieden. «Ich freue mich jeden Tag, wenn ich ein Zürcher Geschnetzeltes, Kalbsleber mit Rösti oder ein Rindsfilet auf den Teller
Vasanthakumar und Suganya Rajagopal mit ihrem Sohn Vasun zeigen sich in ihrem neuen Wirkungsort, in der «Helvetia» in Grenchen. Bild: Joseph Weibel
zaubern kann», sagt er. Auch die bisherigen Stammgäste hätten der Wiedereröffnung entgegengefiebert. Für die jüngsten Gäste hält die Karte zudem verschiedene kindergerechte Gerichte bereit.
Bis im September möchte sich Rajagopal noch ein genaueres Bild davon machen, welcher Wochentag sich am besten als Ruhetag eignet. Derzeit ist das Restaurant täglich von 9.30 bis 14 Uhr sowie von 17 bis 22 Uhr geöffnet. An Ideen für die Zukunft mangelt es ihm nicht. Bereits heute setzt er auf monatliche Spezialangebote. Im laufenden Monat stehen Burger im Mittelpunkt. Sobald die Temperaturen sinken, soll ein «Suure Mocke» als Monatshit folgen. Für Ende September plant Rajagopal zudem ein indisches Buffet. Dann kann der Küchenchef seine ganze Leidenschaft ausleben – und die Gäste mit Spezialitäten aus seiner Heimat verwöhnen.
IMPRESSUM
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Ich bin das fehlende Teil für eine bessere Zukunft.
Wenn die Sonne des Lebens untergeht, leuchten die Sterne der Erinnerung.
Traurig, jedoch mit vielen schönen Erinnerungen nehmen wir Abschied von unserer lieben
Christine «Chrigi» Mischler
24. Februar 1943 – 18. Juni 2026
Du hast viele Spuren der Liebe und der Freude hinterlassen. Die Erinnerung an all das Schöne tragen wir in unseren Herzen.
Traueradresse:
Corinne Burgwinkel
In liebevoller Erinnerung
Corinne und Daniel Burgwinkel
Jeanine Tafler
Simone und Markus Rüefli Verwandte und Freunde
Die Abschiedsfeier findet am Dienstag, 7. Juli 2026, um 14.00 Uhr in der Abdankungshalle auf dem Friedhof Grenchen statt.
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Das Grenchner Fest gehört seit Jahren zu den festen Bestandteilen des Grenchner Veranstaltungskalenders und bringt alle zwei Jahre Menschen aus der Stadt und der Region zusammen. Wenn von 28. bis 30. August auf dem Märetplatz wieder gefeiert wird, soll der Anlass noch stärker zeigen, dass er für alle Generationen gedacht ist. Ein besonderer Fokus liegt in diesem Jahr auf Kindern und Jugendlichen mit zahlreichen Aktivitäten, bei denen sie nicht nur zuschauen, sondern selbst aktiv werden können.
LISA BERTELLE
Für das neue Ressort «Kinder und Jugend» ist Roland Goetschi im Organisationskomiteeverantwortlich.DerGrenchner und Familienvater zweier Töchter ist kurzfristig in die Aufgabe eingestiegen, nachdem er von seinem Parteikollegen und OKPräsident Patrick Crausaz angefragt worden war. Für ihn war schnell klar, dass er diese Aufgabe gerne übernahm. Als Vater weiss er, wie wichtig es ist, dass auchdiejüngsten BesucherinnenundBesucher ein attraktives Angebot vorfinden und sich an einem Fest nicht langweilen.
Mehr Raum für die junge Generation Die Idee eines erweiterten Angebots für Kinder und Jugendliche entstand
aus den Erfahrungen der vergangenen
Durchführungen. «Das Grenchner Fest ist für alle da», betont Goetschi. Neben einem vielfältigen Programm für Erwachsene sollen deshalb auch Familien und die junge Generation noch stärker angesprochen werden.
Bereits die Eröffnung des Festes am Freitag wird ein klares Zeichen setzen: Die Grenchner Tanzschule Move wird mit Kindern und Jugendlichen den Auftakt machen und damit zeigen, dass die Jungen ein wichtiger Bestandteil des Festes sind. Am Samstag und Sonntag gibt es zudem einen abwechslungsreichen KidsCorner. Hinter diesem stehen verschiedene Grenchner Vereine und freiwillig engagierte Personen, darunter die Interessensgemeinschaft Spielplätze Grenchen (ISG) mit dem Lindenhaus, der Elternrat und der Familienverein. Mit viel Einsatz und Herzblut organisieren sie Angebote wie Airbrush und Glitzertattoos, eine Bastelecke, eine Hüpfburg und ein Karussell. Jugendliche können zudem an einer MocktailBar selbst alkoholfreie Getränke kreieren. Gerade dieser Mitmachgedanke steht für Goetschi im Zentrum: «Kinder und Jugendliche sollen am Grenchner Fest nicht nur Zuschauer, sondern Akteure sein.»
Vom Zauberer bis zur Kinderdisco Ein weiterer Höhepunkt des Wochenendes erwartet die jüngsten Gäste am Samstagnachmittag: Von 14 bis 16 Uhr sorgt DJ Horse an der Kinderdisco für Musik und Tanz. Am Abend wird es magisch,
Präsident der GLP Grenchen Roland Goetschi ist in diesem Jahr das erste Mal beim OK des Grenchner Festes tätig und ist für das Ressort «Kinder und Jugend» zuständig. Bild: Lisa Bertelle
wenn Zauberkünstler Ricky Sieber von 17 bis 21 Uhr über das Festgelände zieht und mit seiner modernen iPadZauberei Kinder,JugendlicheundErwachsenegleichermassen ins Staunen versetzt. BesondersaufdiesenProgrammpunktfreutsich auch Goetschi selbst.
Mit dem stärkeren Einbezug der jungen Generation verfolgt das Organisationskomitee aber auch ein langfristiges Ziel. Die Kinder und Jugendlichen von heute sollen positive Erinnerungen sammeln und sich beim nächsten Grenchner Fest in zwei Jahren wieder darauf freuen, dabei zu sein. «Vielleicht werden sie eines Tages selbst mit ihren eigenen Kindern über den Märetplatz schlendern und die Tradition weiterführen», meint Goetschi schmunzelnd.
Auch der Einsatz der zahlreichen freiwilligen Helferinnen und Helfer soll sich am Ende des Festes auszahlen. Goetschi hofft, dass die Beteiligten am Sonntagabend auf ein gelungenes Wochenende zurückblicken und stolz sagen können, dass sich ihr Engagement gelohnt hat. «Das Grenchner Fest soll zeigen, dass in Grenchen etwas läuft und dass die Stadt ein lebendiges Miteinander für alle Generationen bietet», so Goetschi.
Das Grenchner Fest findet von 28. bis 30. August 2026 statt. Das vollständige Programm sowie laufende Informationen sind auf der Website www.grenchnerfest.ch und den Social-Media-Kanälen des Grenchner Fests zu finden.
Mario Chirico: 30 Jahre Engagement für die Hauseigentümer
Bundesgericht hebt Wahl auf
Mit Urteil vom 17. Juni 2026 heisse das Bundesgericht die Wahlbeschwerde von Elias Vogt gut und hebe die Stadtpräsidiumswahl vom 28. September 2025 mit sofortiger Wirkung auf (Urteil 1C_734/2025), steht in der Medienmitteilung der Stadt Grenchen.
Das Bundesgericht kommt nach acht Monaten zum Schluss, dass in Verletzung der rechtlichen Bestimmungen keine Leerung des Wahlbriefkastens am Ende der Frist für die briefliche Stimmabgabe stattfand und nach Fristende noch Zustellkuverts hätten eingeworfen werden können. Ausserdem wurden die eingegangenen Zustellkuverts nicht an das Wahlbüro übergeben, sondern von dessen Mitgliedern selber geholt und von Samstag auf Sonntag nicht in einer Urne, sondern in geschlossenen Schachteln in einem abgeschlossenen Raum aufbewahrt. Das Bundesgericht kritisiert diese Verfahrensmängel als erheblich. Es kritisiert damit auch das Verwaltungsgericht des Kantons Solothurn, das die Beschwerde abgewiesen hatte. Damit ist Susanne Sahli per sofort nicht mehr Stadtpräsidentin von Grenchen. Ihre Geschäfte wird der gewählte VizeStadtpräsident Patrick Crausaz übernehmen. Susanne Sahli hat den Entscheid des Bundesgerichts zur Kenntnis genommen: «Ich respektiere ihn selbstverständlich. In einem Rechtsstaat sind gerichtliche Entscheide zu akzeptieren.» Sie bedaure den Entscheid jedoch, sowohl für die Stadt wie auch für die Mitarbeitenden. Susanne Sahli wird dazu keine weitere Stellungnahme abgeben. Die Einwohnergemeinde der Stadt wird für die Besetzung des vakanten Stadtpräsidiums eine neue Wahl ansetzen. (Quelle: Stadtverwaltung Grenchen)
Der Grenchner Jurist und Immobilientreuhänder Mario Chirico prägte drei Jahrzehnte lang die Geschicke und Geschäfte des HEV Region Grenchen. An der letzten Generalversammlung trat er zurück und übergab das Zepter an Yannick Erard. Ein Gespräch mit dem abtretenden Präsidenten.
JOSEPH WEIBEL
Herr Chirico, drei Jahrzehnte sind eine lange Zeit. Was war vor 30 Jahren beim Wohneigentum anders als heute?
Mario Chirico: Da gibt es einige prägende Unterschiede. Die Hypothekarzinsen waren damals deutlich höher – sie lagen bei rund 5 Prozent. Oft scheiterte der Erwerb von Wohneigentum an der hohen monatlichen Zinsbelastung und weniger am fehlenden oder mühsam angesparten Eigenkapital. Heute ist es genau umgekehrt: Die Zinsbelastung ist moderat, doch die explodierenden Kaufpreise und die strengeren Vergaberegeln der Banken machen das erforderliche Eigenkapital für viele junge Familien nahezu unerschwinglich. Ein durchschnittliches kleines Einfamilienhaus kostete vor rund 30 Jahren etwas mehr als eine halbe Million Franken. Heute kostet es mindestens das Doppelte, vielfach sogar deutlich mehr. Das ist einerseits auf das knapper gewordene Bauland zurückzuführen, andererseits auf die damit verbundenen Preissteigerungen, da auch die Landwerte stark gestiegen sind. Im Baubereich treiben zudem die energetischen Vorgaben die Kosten in die Höhe. Ein Eigenheim bleibt deshalb für viele junge Familien ein unerfüllter Traum.
Der HEV Region Grenchen zählt heute rund 1500 Mitglieder. Wie viele waren es vor drei Jahrzehnten?
Gute Frage. So genau weiss ich das nicht mehr. Ich schätze, es waren rund 1700. Die rückläufige Entwicklung hat verschiedene Gründe: altersbedingte Austritte, Todesfälle oder Wegzüge in andere Regionen. Vor allem aber ist der Mitgliederschwund in Vereinen generell ein gesellschaftliches Problem, weil sich immer weniger Menschen langfristig binden wollen.
Sie sind Rechtsanwalt. Wie kam es dazu, dass Sie sich zunehmend auch in der Immobilienbranche heimisch fühlten?
Den Bereich Immobilienverwaltung hat meine Geschäftspartnerin Doris Weber aufgebaut. Ich habe mich auf das private Immobilienrecht, insbesondere auf Mietrecht und Stockwerkeigentum, spezialisiert. Damit haben wir uns perfekt ergänzt und eine breit abgestützte Fachkompetenz aufgebaut. Durch mein Engagement beim HEV Region Grenchen, insbesondere im Bereich Rechtsberatung, konnte sich unsere Firma in der Region etablieren.
Sie haben es bereits angetönt: Junge Familien haben kaum mehr die Möglichkeit, Wohneigentum zu erwerben. Was raten Sie einer drei- oder vierköpfigen Familie, die sich diesen Wunsch erfüllen möchte?
Das ist eine interessante Frage, die eng mit dem gesellschaftlichen Wandel zusammenhängt. Tendenziell wird heute weniger Geld auf die hohe Kante gelegt als früher. Stattdessen stehen Reisen, Lifestyle und Mobilität weit oben auf der Prioritätenliste. Früher musste man sich ein Haus oder eine Wohnung ebenfalls hart ersparen. Mein Rat lautet deshalb: Wer Wohneigentum erwerben möchte, muss frühzeitig die entsprechenden Prioritäten setzen – und auch bereit sein, auf gewisse Dinge zu verzichten.
Sie waren nicht nur Präsident, sondern führten auch das Sekretariat und die Rechtsberatung für die Mitglieder des HEV Grenchen. Da kommen viele Fälle zusammen. Gibt es aussergewöhnliche Fälle, an die Sie sich besonders erinnern?
Nein. Es gibt keine speziellen Fälle, die mir besonders in Erinnerung geblieben
sind. Die Themen wiederholen sich oft: schlechte Zahlungsmoral von Mietern, allgemeine Fragen zum Mietrecht oder Reklamationen im Nachbarrecht –etwa wenn ein Baum zu nahe an der Grundstücksgrenze gepflanzt wurde oder andere grundstücksübergreifende Immissionen auftreten. Auch das Stockwerkeigentum steht häufig im Brennpunkt.
Sie haben zu Beginn des Gesprächs die hohen Hypothekarzinsen angesprochen, die damals den Wohnalltag erschwerten. Was ist Ihnen in diesem Zusammenhang besonders in Erinnerung geblieben?
Die hohen Hypothekarzinsen von bis zu 8 Prozent führten zu Zwangsversteigerungen und Bankenkrisen. Damit waren zahlreiche persönliche Schicksale verbunden. Heute sind es neue gesetzliche Vorschriften, energetische Massnahmen und Klimavorgaben, die den Alltag von Wohneigentümern merklich erschweren. Hinzu kommen mögliche Liquiditätsengpässe, wenn nach der Pensionierung grössere Sanierungen anstehen. Zudem sind die Nebenkosten aufgrund verschiedener wirtschaftlicher Krisen in den vergangenen Jahren teilweise stark gestiegen.
Der HEV bietet seinen Mitgliedern, die Wohneigentum vermieten, auch Wohnungsabnahmen an. Was fällt dabei besonders auf?
Die Uneinsichtigkeit mancher Mieter, dass eine Wohnung in ebenso sauberem und einwandfreiem Zustand zurückgegeben werden muss, wie sie einst übernommen wurde. Das ist im Mietvertrag ausdrücklich festgehalten – und zwar nicht lediglich mit dem Begriff «besenrein».
Der Hauseigentümerverband ist national mit dem Dachverband, kantonal mit dem Kantonalverband und regional über die Sektionen organisiert. Wie sieht für Sie die ideale Funktionsweise dieser verschiedenen Gremien aus?
Auf kantonaler und nationaler Ebene sollten diese Organisationen die politischen Interessen der Mitglieder vertreten. Die Regionalsektionen hingegen sollten die Eigentümer in ihren individuellen Anliegen begleiten und unterstützen. Genau so praktizieren wir das seit Jahrzehnten erfolgreich.
Die Abschaffung des Eigenmietwerts geht auf eine jahrzehntelange politische Debatte zurück, die der HEV auf eidgenössischer Ebene geführt hat. Das Gesetz tritt 2029 in Kraft. Bei genauerem Hinsehen zeigt sich jedoch, dass nicht nur der Eigenmietwert wegfällt, sondern auch praktisch alle bisherigen steuerlichen Vergünstigungen. Wird das nicht zu einem Nullsummenspiel? Vielleicht wird es tatsächlich so sein. Wie stark ein Wohneigentümer davon
betroffen ist, hängt in erster Linie vom Verschuldungsgrad sowie von geplanten oder notwendigen Sanierungen ab.
Grenchen ist als Standort für Wohneigentümer und Mieter attraktiv: Hier gibt es tiefere Immobilienpreise und Mieten, die teilweise deutlich unter dem Durchschnitt liegen. Wird das auch genügend vermarktet? Die Anbieter von Immobilien verfügen über verschiedene Kanäle, um ihre Angebote bekannt zu machen. Die Stadt Grenchen leistet mit ihrer Plattform «Jurasonnenseite» zudem sehr gute Arbeit im Standortmarketing.
Wenn Sie die letzten 30 Jahre reflektieren: Welche Meilensteine wurden in dieser Zeit im Rahmen Ihrer Tätigkeit gesetzt?
Grosse einzelne Meilensteine sehe ich rückblickend keine. Vielmehr waren es verschiedene kleinere Etappenerfolge, die unsere Arbeit geprägt haben. Dazu zählt beispielsweise die kantonale Volksinitiative von 2009, mit der die Handänderungssteuer abgeschafft werden konnte. Besonders gefreut hat mich über all die Jahre die Treue unserer Mitglieder. Für viele von ihnen hat die Mitgliedschaft bis heute einen hohen Stellenwert. Diese Verbundenheit hat mir stets die Motivation und die Kraft gegeben, mich mit Überzeugung für ihre Interessen einzusetzen. Mit einem gewissen Unbehagen beobachte ich allerdings die Entwicklungen der letzten Jahre. Die Themen werden zunehmend komplexer, und die Suche nach Lösungen ist stärker politisiert als früher. Ich würde mir wünschen, dass neben unterschiedlichen ideologischen Standpunkten wieder vermehrt gesunder Menschenverstand und Pragmatismus zum Tragen kommen.
Mario Chirico. Bild: Joseph Weibel
Eine halbe Weltreise für den FC Grenchen
Keine Reise zu weit, keine Strapazen zu gross, um dem FC Grenchen die Ehre zu erweisen. Dies war für die ehemaligen Trainer und FCG-Spieler schon seit jeher so. Nun wurden sie vom Club 33 eingeladen. 55 FCG-Legenden liessen es sich trotz langer Anfahrt nicht nehmen, auf dem Brühl zu feiern.
DANIEL MARTINY (TEXT UND FOTOS)
Riesig die Wiedersehensfreude schon am Stadioneingang. Organisator Christian Schlup begrüsst die FCGLegenden, die sich teilweise vor über zehn Jahren letztmals gesehen haben. Die weiteste Anreise hatte sicher der legendäre FCGund FCSolothurnPhysio René de Vries. Dieser kam direkt aus seiner Altersresidenz in Neuseeland zum Treffen. «Jeder einzelne Kilometer hat sich rentiert. Ich bin so glücklich, dass ich das erleben darf», sagt der 64Jährige, der nichts von seinem Schalk verloren hat. Er wird von seinen Kollegen sofort in Beschlag genommen. «Weisch no?» lautet das Motto in den nächsten Stunden im Stadion Brühl. Über acht Jahre lang waren die Solothurner Fussballplätze das Zuhause von René de Vries. Unmöglich, all die Erinnerungen in so kurzer Zeit zu verarbeiten. «Ich gehe darum in die Verlängerung und bleibe einige Tage.» Auch dieses wundervoll renovierte Stadion wolle er nochmals besuchen und weitere Kollegen aus früheren Zeiten treffen.
Da wird das zweitletzte Meisterschaftsspiel des FC Grenchen gegen den FC Kappel schnell mal zur Nebensache. Der FCG gewinnt sein vorletztes Heimspiel gleich mit 8:0 Toren.
«Weisch no?»
«Das wäre mir zu langweilig gewesen. Da gibt es ja nichts zu tun», schmunzelt der ehemalige AbwehrHaudegen Bogdan Gunia. Als er damals direkt aus Polen in Zürich angekommen war, erzählte Gunia von seiner Vorliebe für gut gezuckerten Kaffee mit einer Handvoll Würfelzucker. Als man davon gelesen habe, sei er immer wieder – auch von Spielern aus anderen Clubs – darauf angesprochen worden. Mit dabei ist auch André Fimian, der sich an die Aufwärmtrainings mit René de Vries erinnert. «Da hast du schon vor Matchbeginn gewusst, was dein Körper an diesem Tag zu leisten hat.» Der frühere YBMittelfeldstratege und Interimstrainer des FC Grenchen möchte diese Zeiten nicht missen. Als er vom Cupsieg und der einmaligen Meisterschaft des FCG hört, reibt er sich fast ungläubig die Augen. «Nach 20 Spielen nicht mal zehn Gegentore, dafür ein PlusTorverhältnis,
das man nur selten sieht, ist wirklich sehr eindrücklich.» Und dann holt er gleich aus: «Die spielen in einer anderen Liga. Der FC Grenchen, der Traditionsclub im Kanton, gehört sowieso mindestens in die 1. Liga.»
Eine verschworene Gemeinschaft
Auch der frühere FCGGoalgetter Jan Przybylo zeigt sich von der Grenchner Offensive absolut begeistert: «Ein Ju
goslav Mitrovic erinnert mich an meine besten Zeiten.» Da die Meisterschaftspartie gegen den FC Kappel schnell entschieden ist, konzentriert sich das Interesse der Ehemaligen schon zur Pause wieder auf die vergangenen, glorreichen Zeiten. Jemand hat ein Album mit Artikeln – meist aus dem «Blick» oder dem «SonntagsBlick» – mitgebracht, als der FC Grenchen auf nationaler Ebene für Furore sorgte. Der eine oder andere
ehemalige Akteur staunt, wie er damals ausgesehen hat. «Ich muss zugeben, ich war seit über zwölf Jahren nicht mehr im Stadion», gesteht Stefan Knutti. Der ehemalige FCGGoalie – er war zuletzt bei YB zwischen den Pfosten – geniesst den Blick auf das renovierte Stadion umso mehr. «Da werde ich fast schon sentimental.» Knutti stand vor fast 15 Jahren noch unter Trainer Jochen Dries im Kasten der Grenchner. Unver
Die Chilbi mit Schönwettergarantie
Wenn der Sommer Anstalten macht, seine ersten heissen Tage auszupacken, oder sogar die erste Hitzewelle angekündigt ist, steht in Selzach auch die Dorfchilbi auf dem Jahresprogramm. Während dreier Tage verwandelt sich nicht nur die Dorfstrasse in eine Festhütte. Gross und Klein ist auf den Beinen und geniesst das grosse Angebot. Während sich die Jüngeren eher auf dem Lunapark aufhalten und dort ihren Kollegen ihre Künste auf dem Autoscooter oder am Schiessstand vorführen, ist der grosse Märit vom Samstag für alle anderen das Tageshighlight. Dazu gehört ein riesiges Gastroangebot. Kaum ein Selzacher Verein, der nicht eine eigene Spezialität präsentiert. Seien es die beiden Jodlerklubs Althüsli und Hasenmatt, Sportvereine wie der grosse Skiklub und natürlich der Fussballklub, der dieses Jahr noch seinen 100. Geburtstag feiern wird. Hunger und Durst muss hier niemand leiden. Unübersehbar sind die vielen Fasnachtsvereine, für die diese Chilbi unbestritten die zweitwichtigste Veranstaltung des Jahres darstellt. Auch wenn die Festivitäten mit all den Attraktionen bis in den Sonntag hineindauern: Die Selzacher Chilbi dürfte nie zu Ende gehen. Da freut man sich schon aufs nächste Jahr. Das Wetter wird ja dann sowieso mitspielen. Für Sie unterwegs: Daniel Martiny
Die Dorfstrasse von Selzach verwandelt sich für drei Tage zur (für den Verkehr gesperrten) Festmeile.
gessen für ihn das Spiel am 30. Mai 1992 gegen den FC Luzern. Adrian Knup verschoss in letzter Minute einen Penalty. Der FC Grenchen gewann 2:1 und stürzte so den FCL in die Nationalliga B. «Wir hingegen fühlten uns nach dem Sieg mit einem frenetischen Publikum im Rücken wie ein Schweizer Meister.» Der FC Luzern seinerseits gewann nur kurze Zeit später den Schweizer Cupfinal.
Christine Wyss (links) und Bettina Bregovic bieten einheimisches Schaffen an.
Beschriftungen aller Art von Michael Jans aus Arch.
Mitglieder des FC Selzach stimmen sich auf ihr 100-Jahr-Jubiläum ein.
Silvia Meister kommt mit ihren Büchern zum Leser. Wer entdeckt das echte Nugget?
Über 50 FCG-Legenden feierten im Stadion Brühl ein Wiedersehen. Bild: Christian Schlup Bogdan Gunia fachsimpelt mit Legende René de Vries (rechts).
Jan Przybylo mit Andreas Wenger und Bertrick Kuik (von rechts).
Auch Robert Du Buisson (Mitte) und Daniel Lanz (rechts) freuen sich ab dem Wiedersehen mit René de Vries.
Jedes Jahr ein Treffpunkt für Familien
FÜR SIE UNTERWEGS: GABI FLURY
Wenn der Ornithologische Verein Lengnau zu seiner traditionellen Kleintierausstellung einlädt, so schwärmen viele Familien aus Lengnau und der unmittelbaren Umgebung zum Clubhaus, um die Kaninchen und Hühner zu bestaunen. Zu sehen gab es verschiedene Rassen der Hühner und Kaninchen mit ihren Jungtieren. Die Tiere stammen von Mitgliedern des eigenen Vereins sowie von befreundeten Vereinen in Safnern und Orpund. Da das Ornithologen-Haus mitten im Wald angesiedelt ist, werden in der Nacht die Tiere von einer Aufsichtsperson mit Hund bewacht.
Für das kulinarische Wohl war ebenfalls gesorgt. Auf der Menükarte standen unter anderem Kaninchenbratwürste, Steak und Pommes sowie von Vereinsmitgliedern mitgebrachte süsse Leckereien.
Sie sorgten ständig für kulinarischen Nachschub im Festzelt: Christian Rüefli aus Lengnau, Armin Fuchs aus Meinisberg, Ruedi Marolf aus Walperswil, Michel Bourguin aus Arch und Adrian Mader aus Biel.
Wyss und Fredu
vom Ornithologischen Verein sind beide engagierte Vereinsmitglieder.
Sabine Wyss, Christine Heiniger, Vreni Ross und Leopoldine Schori.
schönsten Bilder!
Teilen Sie mit uns besondere Momente aus Grenchen und der Umgebung. Senden Sie uns Ihre besten Aufnahmen per E-Mail zu – wir wählen ausgesuchte Bilder für unsere Printund Onlinekanäle aus. Wir danken Ihnen herzlich für Ihren Beitrag und freuen uns auf inspirierende Einsendungen an: redaktion@grenchnerstadtanzeiger.ch.
Christian
Baumann
Fröhliche Frauen- und Männerrunde. Links: Christian Wyss, Toni Ross und Peter Wüthrich. Auf der Gegenseite die Frauenrunde:
Colin Sigrist, Raffaele Costa und John-Daniel Dogru geniessen den heissen Sonntag im Schatten.
Bernhard Tschanz (Billi) aus Lengnau und Beat Meuter aus Büren geniessen die Ruhe im Festzelt.
Gut gelaunt: Karin und Claudio Costa und Alain und Petra Sigrist aus Lengnau. Karin Costa und Alain Sigrist sind auch im OK Dorffest Lengnau.
Foto: Renato Delfini, Grenchen
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15.30–17 Uhr: Führung im Tissot Velodrome. Gästeführer erklären den Ausbau, die Linien und den Betrieb im Tissot Velodrome. Tissot Velodrome, Neumattstrasse 25
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14.30–15.15 Uhr «Willi Ritschard». Peter Keller führt ohne Anmeldung durch die Sonderausstellung, Eintritt CHF 7, Kinder gratis. Museum Grenchen, Absyte 3
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losen Auftritt in diesem Veranstaltungskalender sowie auf der Website der Tourismus- und Wohndestination Jurasonnenseite. Die Daten werden teilweise für die Printausgaben von CH Media: Grenchner Tagblatt, Solothurner Zeitung, Oltner Tagblatt sowie deren Onlinever-
9–10.30 Uhr: Die Eltern-Kind-Gruppe «Gartenzwärgli Minis» lädt 2- bis 3-Jährige mit Eltern zum Naturerleben im Freien ein. Rebhalde Grenchenl
20.30 Uhr: Das Freilichtspiel Grenchen zeigt 2026 «Altweiberfrühling», ein Stück über die zweite Chance und mutige Lebensfreude. freilichtspiel-grenchen.ch Stadtpark Grenchen, Bielstrasse 62
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9–12 Uhr: Freitagskaffee – Raum für Fragen. Jeden ersten Freitag geöffnet von 9 bis 12 Uhr für Gespräche zu Bestattungen bei Kaffee und Gipfeli. Siemoneit & Wüthrich Bestattungsdienste, Kapellstrasse 9
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An der 4. Ausgabe des Summerside Festivals in Grenchen werden musikalische Weltstars die Jurasonnenseite vom Donnerstag, 25 Juni bis Samstag, 27. Juni 2026 zum Beben bringen. Tickets & Infos gibt es auf summerside.ch. Empfohlen wird die Anreise per ÖV. Don’t miss it!
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18–23.59 Uhr: Heimatobe. Musik & Heimatgefühle. Heimatobe, Neumattstrasse 20
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17.00 Uhr: Das Freilichtspiel Grenchen zeigt 2026 «Altweiberfrühling», ein Stück über die zweite Chance und mutige Lebensfreude. freilichtspiel-grenchen.ch Stadtpark Grenchen, Bielstrasse 62 MONTAG, 6.7.
11.30–13 Uhr: Lese-Lunch. Im Lindenhaus Grenchen verbringen Lesefreunde den Sommer gemeinsam beim Essen, lesen aber für sich. Lindenhaus, Begegnungszentrum, Lindenstrasse 29
15.45–17.45 Uhr: Bahnschnupperkurs Juli. Im Tissot Velodrome lernen Teilnehmende in zwei Stunden Bahnregeln und fahren erste Runden auf dem Holzoval. Tissot Velodrome, Neumattstr. 25
14–17 Uhr: Frauenjass. Frauen jassen gemeinsam und tauschen sich aus. Zwinglihaus Grenchen, Zwinglistrasse 9 MITTWOCH, 8.7.
10–15 Uhr: «Waldtag / Zauberstab basteln, kochen und backen». Kinder ab 4 Jahren verbringen einen Tag mit Basteln, Kochen über dem Feuer und Spielen im Wald. Waldspielgruppe Mooswichteli, Allerheiligenstrasse 240
20.30 Uhr: Das Freilichtspiel Grenchen zeigt 2026 «Altweiberfrühling», ein Stück über die zweite Chance und mutige Lebensfreude. freilichtspiel-grenchen.ch Stadtpark Grenchen, Bielstrasse 62
Fami-Träff (Eltern und Kinder Treffen). Der Treffpunkt für Eltern und Kinder ab Geburt bis ca. 4-jährig. Aktuelle Öffnungszeiten: Mo, 14.30– 16.30 Uhr, Di/Fr, 9–11 Uhr. Eintritt Fr. 3.–. Infos: www.familienvereingrenchen.ch. Familienverein Grenchen, Kapellstrasse 26, im 1. OG.
Zämegolaufe: Immer Montag und Mittwoch. Routenplanung und genaue Zeiten unter: www.zämegolaufe.ch/grenchen
SAMSTAG, 27.6.
14–17 Uhr: Bilderausstellung Carlo Bettinelli. Galerie im Adamhaus, Jurastrasse 8
Museum Grenchen: Dauerausstellung: «Vom Bauerndorf zur Technologiestadt». «Grenchäologie, vom Schalenstein zur Ritterburg».Offen: Mi, Sa, So, 14–17 Uhr. www.museumgrenchen.ch Kunsthaus Grenchen: Neubau: Bis 5. Juli 2026: Annatina Graf: insideout Villa Girard: Bis 28. Februar 2027: Ans Licht – Einblick in die Sammlung des Kunsthauses Grenchen Offen: Mi–Sa, 14–17 Uhr,So, 11–17 Uhr. www.kunsthausgrenchen.ch
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SONNTAG, 28.6.
14–17 Uhr: Bilderausstellung Carlo Bettinelli. Galerie im Adamhaus, Jurastrasse 8 MITTWOCH, 1.7.
11.30–14 Uhr: Mittagsclub Bettlach. Im Markussaal Bettlach wird ein Mittagessen mit Menu und 2 dl Mineralwasser für 12.00 CHF angeboten; Anmeldung bis Montag nötig. Markussaal Bettlach, Markusstrasse 4
13–16 Uhr: Lueg i d’Schür. Das Angebot «miteinander – füreinander»: Spielen, Treffen, Spazierengehen, Kafi. Zähnteschür Bettlach, Grenchenstrasse 6