DIE GENERATION WECHSELT – DER ANSPRUCH BLEIBT: Offiz. Amtliches Publikationsorgan des Kreis 2 Limmattal für die Gemeinden Wettingen, Neuenhof, Killwangen, Spreitenbach und Würenlos Donnerstag, 17. Februar 2022, 61. Jahrgang, Nr. 7
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Beachsoccer-Spieler ist nominiert Markus Haas (FDP) gewählt.
Einst träumte der Wettinger Noel Ott von einer Fussballkarriere. Dann wurde er Profi-Beachsoccer-Spieler. Jetzt könnte er «Aargauer Sportler des Jahres» werden. bär/Archiv
Wieder Gemeinderat Die Wettinger Exekutive ist wieder komplett. Markus Haas erhielt 3509 Stimmen und nimmt sein Amt als Gemeinderat wieder auf. Bei den Gesamterneuerungswahlen schied Markus Haas als Überzähliger nach vier Jahren als Gemeinderat aus. Weil sein Nachfolger aus gesundheitlichen Gründen das Amt nicht antrat, wählten die Wettinger am Sonntag erneut. Diesmal schaffte Markus Haas den Sprung problemlos. Er liess Markus Bader (SVP) klar hinter sich. (bär) S. 3
Seine sportliche Karriere hat Noel Ott beim FC Wettingen gestartet, später spielte er bei GC. Ganz nach oben reichte es im Fussball nicht. Nach der ersten Enttäuschung entdeckte Ott Freude und Talent auf dem Sand. Als Beachsoccer-Spieler holte er an der Weltmeisterschaft in Moskau mit der Nati die Bronzemedaille. Nun steht er auch im Fokus des kantonalen Sports: Der 29-Jährige ist eine von sechs Personen, die zum «Aargauer Sportler des Jahres 2021» nominiert sind. Wird der Wettinger Nachfolger des Würenloser Ruderers Scott Bärlocher, der letztes Jahr gewann? Die Nomination läuft ab nächstem Mittwoch. (LiWe) S. 4/5 Der Wettinger Noel Ott ist als «Aargauer Sportler des Jahres» nominiert.
AlexanderWagner
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Neuer Geschäftsführer für die LägereBräu Auf Simon Dankwa folgt mit Lukas Porro kein unbeschriebenes Blatt in der Bierszene Der Verwaltungsrat der LägereBräu wird die operative Verantwortung ab April 2022 in die Hände von Lukas Porro legen. Dieser bringt neben 7 Jahren Führungserfahrung in einer Grossbrauerei und als Mitglied der Schweizer Biersommelier-Nationalmannschaft die nötige Erfahrung, Affinität sowie ein wertvolles Netzwerk mit. Simon Dankwa verlässt das Unternehmen, um seine eigenen bierigen Gastronomie-Projekte voranzutreiben. Das passte einfach auf Anhieb, als sich die beiden Parteien zum ersten Mal in der Brauerei trafen und sich sowie zukunftsgerichtete Unternehmensideen gegenseitig vorstellten. Der Verwaltungsratspräsident Thomas Benz erzählt denn auch: «Wir sind überzeugt, mit Lukas die hervorragende Basis von Simon und seinem Team weiterführen und ausbauen zu kön-
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nen.» Ziel wird es sein, nach der schwierigen Corona-Zeit wieder voll durchzustarten und die Absätze unserer Bierspezialitäten zu fördern. Gewisse Ideen seien auch schon sehr konkret, würden aber noch einer Verfeinerung bedürfen. Einen kleinen Einblick in die Zukunftspläne gibt Thomas Benz augenzwinkernd bereits: «Am 15. November 2023 wird unsere Brauerei 20 Jahre alt. Überflüssig zu erwähnen, dass wir dies gerne mit unseren Fans aus der Region und der ganzen Schweiz feiern möchten.» Die LägereBräu AG Wettingen
Die unter «Marktnotiz» publizierten Texte stehen ausserhalb der redaktionellen Verantwortung. Meldungen von KMU sind buchbar unter brigitte.gaehwiler@chmedia.ch, Tel. 058 200 53 73.
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WETTINGEN
WOCHE NR. 7 DONNERSTAG, 17. FEBRUAR 2022
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Markus Haas klar wiedergewählt «Ich freue mich über den Vertrauensbeweis, den mir über 70 Prozent der Abstimmenden gegeben haben», kommentiert Markus Haas (FDP) die Wahl in den Gemeinderat. Sein Herausforderer Markus Bader (SVP) gibt sich sportlich. MELANIE BÄR
«Greift zu, geniesst den Abend, ich tue es auch», sagt Markus Haas (FDP) kurz nach fünf Uhr zu den knapp 30 Gästen. Sie hatten sich am Sonntag im «Zwyssighof» eingefunden, um Haas zur Wahl als Gemeinderat zu gratulieren. «Das ist die kürzeste Ansprache», kommentierte ein Gast und lacht. «Das ist Pflicht – Haas-like», entgegnet Markus Haas und schmunzelt. Freude herrscht: Söhne Nicolas und Severin sowie Ehefrau Helen feiern den Sieg von Markus Haas. Die Freude und die Erleichterung sind ihm sichtlich anzusehen. «Mir geht es blendend», bestätigt Haas. Von den 5084 gültigen Stimmen gingen 3509 an ihn, sein Kontrahent Markus Bader (SVP) erhielt 1479 Stimmen. Damit hatte Haas das absolute Mehr von 2543 problemlos erreicht. Das erreichte er zwar schon bei den Gesamterneuerungswahlen im Herbst, schied aber als Überzähliger aus. Andrea Bova (parteilos) erzielte mehr Stimmen, trat das Amt aber aus gesundheitlichen Gründen nicht an, weshalb diese Ersatzwahl nötig war. Bevölkerung wolle keine Experimente Gratulationen bekam er an der Wahlfeier auch von seinen alten, neuen Gemeinderatskollegen. «Markus Haas müssen wir nicht lange einführen», sagt Gemeindeammann Roland Kuster (Die Mitte CVP) lachend. Für ihn mache die Wahl deutlich, dass die Bevölkerung keine Experimente wolle. «Es war jedoch gut, dass die Bevölkerung eine Wahl hatte und das Resultat klar ausfiel.» Der Gemeinderat habe nun die Chance, die Arbeit als ganzes Gremium fortzusetzen. Markus Haas wird wiederum das Ressort Soziales übernehmen. «Auch wenn es ein schwieriges Ressort ist, mit dem man sich in der Öffentlichkeit schlecht profilieren kann», sagt Haas und fügt an: «Wenn wir beim Sozialdienst eine Million sparen, finden das die einen gut und die anderen schlecht. Ebenso, wenn wir mehr ausgeben.» Wie auch andere Aar-
Melanie Bär
Gratulieren: Gemeinderätin Kirsten …sowie Gemeinderat Martin Egloff,Ammann Roland Kuster, Einwohnerratspräsident Ernst (SP) … Lutz Fischer-Lamprecht und Vize Markus Maibach (v.l.) mit Markus Haas (M.) bär gauer Gemeinden geriet Wettingen vergangenes Jahr in die Schlagzeilen, weil sie von Sozialhilfebezügerinnen und -bezügern verlangten, für die Rückzahlung Gelder aus der Altersvorsorge einzusetzen. Gesetzlich ist das legitim, doch stiess es nicht überall auf Verständnis. Andersrum schaffte der Gemeinderat eine politische Mehrheit, damit die Sozialen Dienste aufgestockt werden konnten. «Das gelang auch darum, weil die Forderung aus dem bürgerlichen Lager kam», so FDP-Parteikollege Martin Egloff, der zu dieser Zeit das Ressort Soziales geführt hatte.
ben ihn moralisch unterstützt», sagt der 24-jährige Sohn Severin. Und auch wenn Ehefrau Helen nun abends wieder öfters auf ihren Mann verzichten muss, so freut auch sie sich: «Er ist der Richtige dafür und hat sich als Gemeinderat vier Jahre lang reingekniet.» Nach der Nichtwiederwahl im Herbst muss sich der Bodenleger nun aber wieder Zeit freischaufeln. «Ich habe mein Geschäft wieder hochgefahren und es wird jetzt sicher ein paar Sieben-Tage-Wochen geben. Aber das macht nichts, ich freue mich», sagt er am Sonntag.
man, dass es knapp wird», kommentiert Markus Bader das Resultat. Er werte seine Stimmen deshalb als Achtungserfolg und nehme es sportlich. Bader wolle weiterhin engagiert im Einwohnerrat politisieren und sich in der Schulplanungskommission engagieren. Auch wenn die SVP somit auch nach vier Jahren nicht im Gemeinderat vertreten ist, werde die Partei aktiv bleiben. «Wir sind weiterhin in der Opposition und wollen die nächsten vier Jahre nutzen, uns für die nächsten Wahlen aufzustellen.» Bader ist überzeugt, dass auch der jetzige Gemeinderat über die Bücher müsse. «Wir wollen keine Haurückübungen Familie freut sich Nur SVP hinter sich Erfreut über die Wahl war auch die «Wenn alle ausser der eigenen Partei mehr, wie wir es beispielsweise beim Familie von Markus Haas. «Wir ha- hinter einem stehen, dann weiss Schulhausersatz erlebt haben.»
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WETTINGEN/NEUENHOF AUS DEM GEMEINDERAT
Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung Es gelten für alle Abteilungen der Gemeindeverwaltung folgende Öffnungszeiten (Schalter und Telefon): Mo.: 8.30–12 / 13.30–18.30 Uhr; Di.–Fr.: 8.30–12 / 13.30–16 Uhr. Die Mitarbeitenden der Gemeindeverwaltung sind gerne bereit, tele-
fonisch auch Termine ausserhalb der Öffnungszeiten zu vereinbaren. Die meisten Dienstleistungen können sehr gut telefonisch bzw. via E-Mail erledigt werden oder sind online verfügbar. Der Online-Schalter bietet diverse Dienstleistungen (Bestellung Hauptwohnsitzbescheinigung, Baugesuchformulare usw.) an. Zudem sind auch alle Informationen für die Bestellung eines Betreibungsregisterauszuges aufgeschaltet. Weiter können beispielsweise auch An-/Um- und Abmeldungen via eUmzug erfolgen oder die Steuererklärungen in den Gemeindebriefkasten geworfen werden.
VERMISCHTES Neuer Geschäftsführer für die LägereBräu Der Verwaltungsrat der LägereBräu wird die operative Verantwortung ab April in die Hände von Lukas Porro legen. Dieser bringt neben 7 Jahren Führungserfahrung in einer Grossbrauerei und als Mitglied der Schweizer Biersommelier-Nationalmannschaft die nötige Erfahrung, Affinität sowie ein wertvolles Netzwerk mit. Simon Dankwa verlässt das Unternehmen, um seine eigenen bierigen Gastronomieprojekte voranzutreiben. Das passte einfach auf Anhieb, als sich die beiden Parteien zum ersten Mal in der Brauerei trafen und sich sowie zukunftsgerichtete Unternehmensideen gegenseitig vorstellten. Der Verwaltungsratspräsident Thomas Benz erzählt denn auch: «Wir sind überzeugt, mit Lukas die hervorragende Basis von Simon und seinem Team weiterführen und ausbauen zu können.» Ziel wird es sein, nach der schwierigen Coronazeit wieder voll durchzustarten und die
Absätze der Bierspezialitäten zu fördern. Gewisse Ideen seien auch schon sehr konkret, bedürfen aber noch einer Verfeinerung. Einen kleinen Einblick in die Zukunftspläne gibt Thomas Benz augenzwinkernd bereits: «Am 15. November 2023 wird unsere Brauerei 20 Jahre alt. Überflüssig zu erwähnen, dass wir dies gerne mit unseren Fans aus der Region und der ganzen Schweiz feiern möchten.» (zVg)
Auf Simon Dankwa folgt mit Lukas Porro kein unbeschriebenes Blatt in der Bierszene. zVg
PARTEINOTIZEN Die Initiative für ein lebendiges Wettingen kommt zustande Trotz coronabedingten Erschwernissen beim Sammeln der benötigten Unterschriften befindet sich die Initiative «Lebendiges Wettingen» voll auf Kurs. Der Wandel und ein attraktives Wettingen sind zurzeit in vieler Munde. Was damit gemeint ist, ist nicht immer klar. Für die Menschen, welche die Initiative unterstützen, steht fest, dass die Lebensqualität in einer Gemeinde von viel mehr Faktoren als nur vom Steuerfuss abhängt. Die Initiative will mit einem gut ausgereiften Modell dafür sorgen,
dass die freiwilligen Leistungen der Gemeinde an verschiedene Bevölkerungsgruppen und Sparten in der Gemeindeordnung verbindlich und trotzdem flexibel geregelt werden: Musikschule, kulturelle Aktivitäten, Gemeindebibliothek, sportliche Aktivitäten, Freizeitangebote, Leistungen an das Alter. Das Initiativkomitee nimmt gerne noch Unterschriften entgegen und freut sich, gleichzeitig mit dem Erwachen des Frühlings den Grundstein für einen konstruktiven Beitrag für ein attraktives Wettingen legen zu können. Infos unter www.lebendiges-wettingen.ch. (zVg)
Vom FC Wettingen Noel Ott aus Wettingen wurde als «Aargauer Sportler des Jahres» nominiert. ALEXANDER WAGNER
Noel Ott hat wie so viele kleine Jungs beim FC Wettingen mit dem Fussball begonnen. Er war talentiert und landete bei GC, wo er die Ausbildung durchlief und mit mehreren heutigen Profis spielte. Doch nach der U-18-Auswahl war Schluss, Ott wurde aussortiert. «Das war bitter», sagt Ott, der heftig dran zu beissen hatte. Eine gute Kollegin seiner Mutter machte ihn auf die damals noch neue Sportart Beachsoccer aufmerksam. Er probierte es zwar noch auf dem Rasen beim FC Baden, doch der Fussball auf Sand hatte es ihm angetan. Und sein Weg auf dem Sand ging schnell nach oben. Seit zehn Jahren ist der Wettinger in der Schweizer Nationalmannschaft und hat mittlerweile 170 Länderspiele bestritten. Dafür hat er aber auch enorm viel investiert: Vier- bis fünfmal trainiert er auf dem Sand, unter anderem auch in Basel. Dazu kommen individuelle Einheiten im Kraftraum. Und dies alles für Gotteslohn. Obwohl er zu den besten Beachsoccerspielern der Welt gehört, zahlt er alles aus dem eigenen Sack. Er arbeitet zu 100 Prozent in der Personalabteilung einer grossen Firma. Sportliche und berufliche Karriere Höhepunkt seiner bisherigen sportlichen Karriere ist die Weltmeisterschaft in Moskau. Die Schweiz erreichte den dritten Rang. Als absolute Krönung wurde der Wettinger Ott zum «Most valuable Player», zum besten Spieler der gesamten WM, gewählt. Doch während sich die Stars auf dem Rasen verwöhnen liessen, musste Ott die Zeit zwischen den Partien und den Trainings effizient nutzen. Denn neben diesem happigen Programm absolvierte er eine Weiterbildung: Er hat für den eidgenössischen Fachausweis Human Ressource (HR) gelernt. Auch dank des Büffelns während der WM hat er die Prüfung souverän bestanden. Doch lange feiern konnte der Captain der Nationalmannschaft den dritten Rang an der WM und die persönliche Auszeichnung kaum: Am Sonntag wurde der Final in Moskau gespielt, am Montag ging es
In Action: Noel Ott mit der Nummer 10 in Rot im nach Hause und bereits am Dienstag war er wieder im Büro. Wenig Geld – viel Ehre Zwar verdient er praktisch mit seinem Sport nichts und muss sogar drauflegen und seine gesamten Ferien für Trainingslager und Turniere hergeben. Aber wenigstens werden seine Leistungen wahrgenommen und er erfährt viel Ehre: Neben der Wahl zum MvP an der WM wurde er auch für den «Schweizer Sportler des Jahres» nominiert. «Ich war schon überrascht, dass ich überhaupt nominiert wurde. Das alleine ist schon eine grosse Ehre. Und es ist beste Werbung für unsere Sportart», freut sich der bescheidene Wettinger. Am Ende räumte jedoch Nati-Goalie Yann Sommer 70 Prozent der Stimmen ab und gewann die Wahl deutlich. Doch es geht praktisch nahtlos weiter: Ott, der im Ja-
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auf den Sand
Die drei Inhaber von der Autocenter Baschnagel AG und der Carrosserie Neuenhof AG. (V.l.) Andreas Grossmann, Mario Widmer, Esmé Rockmann. AW Verlag AG
Neue Arbeitsplätze für die Gemeinde Neuenhof bekommt mit der Baschnagel AG einen weiteren Arbeitgeber. Der ehemalige VW-Händler aus Wettingen erwarb vor rund zwei Jahren die Carrosserie Neuenhof von der Familie Gottesleben.
CORINNE BÜRKI
Seit Anfang Jahr ist die Autocenter Baschnagel AG nun in Neuenhof zu Hause. 2020 übernahm sie die Carrosserie Neuenhof AG von der Familie Gottesleben in Neuenhof. Alle 14 Mitarbeitenden wurden Länderspiel gegen England, welches im Herbst 2021 in Aarau stattfand. Alexander Wagner übernommen. Während die Carrosserie Neuennuar seinen 28. Geburtstag feierte, sein, dass der Weg vom Altenburg in hof AG sich am Standort Ringstraswurde als «Aargauer Sportler des Wettingen ins Tägi führt. Denn die se 2 nun die auf Carrosseriethemen Jahres» vorgeschlagen. Natürlich Ehrung zum «Aargauer Sportler des und das Schadenmanagement konfreut er sich. Was er sich erträumen Jahres» wurde jahrelang im Go Easy darf, weiss er nicht: «Die Chancen in Station Siggenthal ausgetragen, abzuschätzen, ist enorm schwierig.» dieses Jahr zum ersten Mal in Wettin- LESERFOTO Und ergänzt in seiner für ihn typi- gen. Es wäre ein wahres Heimspiel, schen zurückhaltenden und höfli- wenn der Messi des Beachsoccer in chen Art: «Verdient haben es alle.» seiner Heimat geehrt würde. Messi im Sand Der wahre Ritterschlag ist aber nicht nur die Nominationen für die Ehrungen. Sondern der Wettinger wird von vielen als der beste Beachsoccerspieler der Welt bezeichnet. «Messi des Beachsoccer» durfte er schon oft lesen und hören. Doch die Diskrepanz zwischen den Stars auf dem Rasen und den Cracks im Sand scheint ihn wenig zu stören. «Natürlich ist es manchmal ein Thema unter uns Spielern. Aber wir sind verantwortlich für unsere Leistungen», betont er. So kann es
So funktioniert das Voting Das Voting für die Wahl «Aargauer Sportler des Jahres» ist ab Samstag, 19. Februar, geöffnet. Es kann sowohl per SMS als auch online abgestimmt werden. Das Voting läuft bis am Mittwoch, 2. März. Der Titel «Aargauer Sportler des Jahres 2021» wird im Rahmen der Sport-Gala übergeben, die am Freitag, 4. März, im Tägi Wettingen durchgeführt wird. Weitere Infos: www.aargauersport.ch/sport-gala
zentriert, kümmert man sich bei der Autocenter Baschnagel AG, an der Limmatstrasse 20, um die Vermietung von Camper- und Campingzubehör sowie den Verkauf von Occasionsfahrzeugen. Zusätzlich befindet sich dort auch die mechanische Abteilung. Somit wurde nur ein Teil des Angebots mit nach Neuenhof genommen. Die Autocenter Baschnagel AG hat die VW-Handelsvertretung an die Franz AG in Wettingen übergeben. Mit dem Umzug von Wettingen nach Neuenhof beschäftigt die Autocenter Baschnagel AG inklusive Carrosserie Neuenhof AG nun 35 Angestellte und sorgt somit für eine Erweiterung der Arbeitsplätze in der Gemeinde.
Leserin Kathrin Bürgis-Witzig aus Wettingen hat an der Limmat dieses Foto eines Rothkehlchen gemacht. Haben auch Sie ein tolles Sujet in der Region aufgenommen? Dann schicken Sie uns das Foto (im JPG-Format und in der Grösse von mind. 1 MB) an redaktion@limmatwelle.ch.
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NEUENHOF
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«Wir sind sehr vielfältig» Ein aktiver Verein: der Skiclub Rüsler in Neuenhof. Präsident Dominik Huber möchte seine Passion am Skifahren weitergeben und neue Mitglieder gewinnen. Dabei setzt er auf ein aktives Jahresprogramm. CORINNE BÜRKI
Die Skisaison läuft auf Hochtouren und das Wetter hat sich zumindest während der ersten Sportferienwoche von der besten Seite gezeigt. Ski- und Snowboard fahren ist ein beliebtes Hobby in der Schweiz. Für den Präsident des Skiclub Rüsler ist es noch mehr: Er ist Skilehrer und leidenschaftlicher Skifahrer. «Ich geniesse die Ruhe und die Freiheit auf der Piste, dort kann ich von allem abschalten.» Es fasziniere ihn, dass man sich selbst verbessern könne. Neben seinem Amt als Präsident des Ski Clubs ist der 26-Jährige in der Skischule Melchsee-Frutt tätig und gibt seine Passion an die Gäste weiter. Huber fährt aber nicht nur Alpin-Ski, sondern auch Telemark. Diese Art des Ski-Fahrens ist sehr alt und erhielt in den letzten Jahren wieder mehr Präsenz. In der Saison 20/21 hat der Verein einen Telemark-Day angeboten, damit sich die Mitglieder selbst daran versuchen konnten. Zusätzlich bietet der Verein einen Race-Day und SkiWeekends. Beim Race-Day findet ein internes Clubrennen statt. Die Mitglieder sollen sich aber nicht nur in der Geschwindigkeit beweisen: «Wir suchen neben dem schnellsten Rüsler oder der schnellsten Rüslerin auch das gefühlvollste Mitglied», so Huber. Dabei wird bei zwei verschiedenen Läufen die Zeit gemessen. Wer den geringsten Zeitunterschied zwischen diesen beiden Läufen erzielt, gewinnt die INSERATE
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Neue Mitglieder gesucht: «Wir bieten für jeden etwas, der gerne draussen in der Dominik Huber, Präsident Skiclub RüsNatur ist und sich sportlich betätigen möchte», so der Vereinspräsident des Ski- ler Neuenhof: «Ich geniesse die Ruhe zVg clubs Rüsler in Neuenhof. zVg und die Freiheit auf der Piste.» Trophäe und weist somit das beste Gefühl zum Ski oder zum Snowboard auf. Für jeden etwas dabei Das Highlight der Saison sei laut Huber aber das Ski-Weekend: «Die sportliche Betätigung, welche wir tagsüber erleben, abgerundet mit einem gemeinsamen Abendessen und anschliessender Party geniesse ich sehr.» Auch spreche die hohe Teilnehmerzahl für diesen Anlass. Das Skiweekend sowie die Skitage finden in nahegelegenen Regionen statt. Ausser dem Saisonschluss, der wird jeweils in Klösterle, Österreich, durchgeführt. Beim Skiclub Rüsler sei für jeden etwas dabei, ob man sportlich und schnell unterwegs sein will oder bereits nach der zweiten Abfahrt einen Kaffeehalt einlegen möchte. Und auch Fussgänger kommen auf ihre Kosten, etwa bei Wanderungen oder Schneeschuhtouren. «Wir sind sehr vielfältig und bieten für jeden etwas, der gerne draussen in der Natur ist und sich sportlich betätigen möchte», sagt der Präsident. Auch im Sommer aktiv Das alles klingt danach, als würde der Verein nur im Winter agieren. Doch dem ist nicht so. Dieses Jahr organisiert der Skiclub nebst den Skitagen, der jährlichen Papiersammlung, der Metzgete und dem Chlaushock auch noch ein Sommerweekend. «Dort werden wir ebenfalls in die Berge fahren. Dabei soll aber Wandern, Biken, Sonne tanken
Auch im Sommer unternimmt der Verein viel. Der Skiclub Rüsler, hier bei einem Sommerevent. zVg und Freunde treffen im Vordergrund stehen» und weiter «Im letzten Sommer waren wir zum Beispiel in der Lenzerheide und haben uns mit Biathlon vertraut gemacht.» Nach der jetzigen Saison startet im Juni das Sommerprogramm mit dem ersten Skiclub-Jass-Turnier. «Ich war von der Anfrage gerührt» Der Verein Skiclub Rüsler in Neuenhof hat zwar einen jungen Präsidenten, wurde jedoch bereits 1957 gegründet. Dominic Huber wurde 2019 zum dreizehnten Präsidenten gewählt: «Meine Eltern waren beide bereits Mitglied im Skiclub und so bin ich reingewachsen. Auch als Mitglied im Verein, wollte ich schon
früh etwas bewegen und verändern. Als ich dann von meinem Vorgänger Peter Keller angefragt worden war, ob ich das Amt als Präsident übernehmen würde, war ich zuerst sehr gerührt von der Anfrage. Für mich war schnell klar, dass ich diese Möglichkeit nicht ungenutzt verstreichen lassen kann und diese Chance trotz meinen jungen Jahren wahrnehmen und den Verein in die nächste Generation führen will», sagt Huber. Diese wolle er nun auch dazu animieren, sich dem Skiclub anzuschliessen: «Bei uns soll man neben den Aktivitäten vor allem auch Freundschaften schliessen können.»
KILLWANGEN/SPREITENBACH
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GEMEINDE KILLWANGEN
Baugesuche Bauherrschaft:
Fabienne und Pascal Telle Kirchstrasse 4a 8956 Killwangen Grundeigent.: do. Bauobjekt: Kirchstrasse 4a 8956 Killwangen (Parz. Nr. 372) Bauvorhaben: Poolbau mit Lamellenabdeckung Bauherrschaft: Leni Immobilien AG Würenloserstrasse 2 8956 Killwangen Grundeigent.: do. Bauobjekt: Würenloserstrasse 2 8956 Killwangen (Parz. Nr. 9) Bauvorhaben: Neubau Kalthalle Bauherrschaft: Mike Phung Poststrasse 141 8957 Spreitenbach Grundeigent.: do. Projektverfasser: rgp architekten sia ag Mellingerstrasse 20 5400 Baden Bauobjekt: Dorfstrasse 14 8956 Killwangen (Parz. Nr. 939) Bauvorhaben: Erweiterung Kellergeschoss Bauherrschaft: STWEG Dorfstrasse 10 c/o Pia Pfammatter Buechbühlstrasse 11 8956 Killwangen Grundeigent.: do. Bauobjekt: Dorfstrasse 10 8956 Killwangen (Parz. Nr. 301) Bauvorhaben: Erstellung einer dachintegrierten Photovoltaikanalage Die Baugesuche liegen vom 17. Februar 2022 bis 18. März 2022 während den ordentlichen Schalteröffnungszeiten öffentlich auf der Gemeindekanzlei zur Einsichtnahme auf. Einsprachen sind innert der Auflagefrist an den Gemeinderat Killwangen zu richten. Eine Einsprache hat schriftlich zu erfolgen und muss einen Antrag sowie eine Begründung enthalten.
Geschichten für Gross und Klein In der Gemeindebibliothek Spreitenbach findet am 22. Februar die nächste Geschichtenstunde statt. Im Jahr 2022 beschreitet die Gemeindebibliothek Spreitenbach neue Wege und offeriert jeweils am letzten Dienstag im Monat, ausser im Juli, eine halbstündige Geschichte. Damit werden die Veranstaltungen gut auf das ganze Jahr verteilt und sie stellen eine nachvollziehbare Regelmässigkeit her. Empfohlen werden sie für Kinder von drei bis sechs Jahre, es dürfen aber selbstverständlich auch ältere Kinder und Erwachsene zuhören. Die Erzählerin bietet Geschichten aus Bilderbüchern oder aus dem Koffer, Kamishibai genannt, an. Dabei achtet sie darauf, die Kinder miteinzubeziehen, sie zum Reden und zum Lachen zu bringen. Das Zuhören und
AUS DEM GEMEINDERAT Kündigung Christian Rohner Christian Rohner, Leiter-Stv. Hausdienste, hat nach 3-jähriger Tätigkeit bei der Gemeinde Killwangen seine Kündigung per Ende April eingereicht. Christian Rohner wird eine neue beruf liche Herausforderung in einer anderen Gemeinde annehmen. Der Gemeinderat bedauert seinen Weggang sehr, dankt Christian Rohner für den Einsatz zum Wohle der Gemeinde Killwangen und wünscht ihm bereits heute für die persönliche und berufliche Zukunft alles Gute. Öffnungszeiten der Gemeindekanzlei Montag, 8.30–11.30 Uhr und 14– 18.30 Uhr; Dienstag, 8.30–11.30 Uhr und 14–16 Uhr; Mittwoch, 8.30– 11.30 Uhr, nachmittags geschlossen; Donnerstag, 8.30–11.30 Uhr und 14–16 Uhr; Freitag, 7.30–14 Uhr (durchgehend). Telefon 0564181060, E-Mail: gemeindekanzlei@killwangen.ch. www.killwangen.ch.
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Spannende Geschichten aus dem Kamishibai. das Mitmachen sowie die Dialoge sind wichtig, tragen sie doch viel zu einer guten Sprachförderung bei. Diese wiederum stärkt die Kinder in ihrer persönlichen und schulischen Entwicklung. Die Erzählerin nimmt die Zuhörenden auf eine Reise mit, die spannend, abenteuerlich und
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lustig ist. Die Geschichten handeln von Tieren und Menschen, die einem im Laufe der halben Stunde ans Herz wachsen, mit denen mitgefiebert und mitgelitten werden kann. Die nächste Geschichtenstunde findet am Dienstag, 22. Februar, um 16.30 Uhr statt. (zVg)
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GEMEINDE KILLWANGEN Amtliche Feuerungskontrolle der Öl- und Holzfeuerungen In der Gemeinde ist bis Ende 2022 wieder die mindestens alle 2 Jahre durchzuführende amtliche Feuerungskontrolle nach der Luftreinhalte-Verordnung (LRV) von Bund und Kanton fällig. Gemäss Regelung haben die Liegenschaftseigentümer die Möglichkeit, ihre Feuerungsanlage durch a) den amtlichen Feuerungskontrolleur (Variante 1), Herr Daniel Knöpfel, eidg. dipl. Kaminfegermeister, Postfach 156, 5432 Neuenhof, oder b) eine berechtigte Heizungs- und Brennerservicefirma (Variante 2) kontrollieren bzw. messen zu lassen. Variante 1 Wer sich für diese Variante (amtlicher Feuerungskontrolleur, Herr Daniel Knöpfel) entscheidet, bei dem wird sich der Feuerungskontrolleur melden, damit ein Termin für die Kontrolle/Messung vereinbart werden kann. Variante 2 Wer sich für diese Variante (Servicefirma) entscheidet, sollte dies bis spätestens 28. Februar 2022 per E-Mail an Herr Daniel Knöpfel, info@knoepfelgmbh.ch, melden oder mit dem Meldeformular – welches auf der Homepage der Gemeinde Killwangen (www.killwangen.ch/aktuelles) publiziert ist – mitteilen. Ansonsten wird der amtliche Feuerungskontrolleur die Kontrollmessung durchführen. Folgendes ist zu beachten: – Die Servicefirma/Kontrollperson muss die Zulassungsbedingungen gemäss den kantonalen Weisungen erfüllen. – Die Messung muss bis zum 31. Dezember 2022 durchgeführt werden. – Die Messwerte sind innert 14 Tagen mit dem zulässigen Rapport und einer gültigen Kontrollvignette durch die Servicefirma an den amtlichen Feuerungskontrolleur zu senden. Die Kosten für die Kontrollmessungen werden durch die Servicefirma direkt verrechnet. – Ab 1. Januar 2023 wird der amtliche Feuerungskontrolleur die kostenpflichtige Nachkontrolle (Messung) vornehmen. Zu spät eingetroffene Rapporte des Servicemonteurs (nach 31. Dezember 2022) können nicht mehr akzeptiert werden. Für allfällige Fragen wenden Sie sich bitte direkt an den amtlichen Feuerungskontrolleur, Herr Daniel Knöpfel, Tel. 056 406 46 46, E-Mail: info@ knoepfel-gmbh.ch oder www.kaminfeger-knoepfel.ch. Gemeindekanzlei Killwangen
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SPREITENBACH Meldung der Kantonspolizei
Tötungsdelikt Spreitenbach Aufgrund einer unklaren Meldung rückten am vergangenen Samstag mehrere Polizeipatrouillen in eine Wohnung eines Mehrfamilienhauses nach Spreitenbach aus. Sie fanden eine tote und eine schwer verletzte Person in der Wohnung. Am Dienstag teilte die Staatsanwaltschaft mit, dass es sich beim Verstorbenen um einen 74-jährigen deutschen Staatsangehörigen handelt. Der Schwerverletzte ist ein 55-jähriger im Aargau wohnhafter Schweizer. Er wurde mit einem Rettungshelikopter ins Spital überführt. Die Staatsanwaltschaft geht von einem Tötungsdelikt aus. Deshalb hat sie beim Zwangsmassnahmengericht Antrag auf Untersuchungshaft gegen den 55-jährigen Schweizer gestellt. Die genauen Tatumstände sind indessen noch nicht geklärt. Der Tathergang sowie ein allenfalls vorliegendes Tatmotiv bilden Gegenstand der laufenden Untersuchung. (zVg) INSERATE
Bauausschreibung BG Nr: Bauherr:
3319 Werner Hauenstein AG, Kesselstrasse 7, 8957 Spreitenbach Bauobjekt: Teilabbruch Lagerhalle / Neubau Gewerbeboxen Baustelle: Kesselstrasse 7 Parzelle: 752 Zusatzbew.: Aargauische Gebäudeversicherung Departement Volkswirtschaft und Inneres
Die öffentliche Auflage erfolgt vom 21. Februar 2022 bis 22. März 2022 auf der Bauverwaltung, Gemeindehaus, Spreitenbach. Allfällige Einwendungen können während der nicht erstreckbaren Auflagefrist beim Gemeinderat, 8957 Spreitenbach eingereicht werden. Zustelladresse: Bauverwaltung, Poststrasse 13, 8957 Spreitenbach. Sie haben einen Antrag und eine Begründung zu enthalten. Gemeinde Spreitenbach
brigitte.gaehwiler@chmedia.ch
AUS DEM GEMEINDERAT kommenden Jahren eine gestaffelte Erneuerung und Verbesserung der Situation im Bereich Zentrumsstrasse – Neues Gemeindehaus – Boostocksteg herbeiführen. In einem ersten Schritt ist geplant, den Boostocksteg mit den Anbindungen an die umliegenden Quartiere zu erneuern und für den Fuss- und Radverkehr auszubauen. Es ist geplant, an einer der nächsten Einwohnergemeindeversammlungen einen entsprechenden Kreditantrag zu beantragen.
Einbürgerungen Im 4. Quartal 2021 sind bei der Gemeindekanzlei 5 neue Einbürgerungsgesuche eingegangen. Im gleichen Zeitraum sicherte der Gemeinderat bei 19 früher eingereichten Gesuchen das Gemeindebürgerrecht zu. Ein Gesuch musste abgewiesen werden. Per 31. Dezember 2021 waren total noch 34 Gesuche hängig. 16 Personen haben sich neu für den Test angemeldet, bei welchem die staatsbürgerlichen Kenntnisse über die Schweiz und den Kanton Aargau geprüft werden. Planung Boostocksteg und Zentrumsstrasse In der Räumlichen Entwicklungsstrategie «RES 2030» wird der Zentrumsachse eine grosse Bedeutung zugeschrieben. Sie soll als wichtige Verbindung im Dorf aufgewertet werden. Mit dem neuen Gemeindehaus wird die Entwicklung an dieser Achse weiter voranschreiten. Auch beim Boostocksteg herrscht Handlungsbedarf. Der Gemeinderat möchte daher in den INSERATE
Im Notfall Aleksandar Vasiljevic und sein Team kümmern sich im Spreitenbacher Einkaufszentrum um Brandalarme, Stromausfälle und medizinische Notfälle. Manchmal sind sogar Reanimationen nötig. SIBYLLE EGLOFF
Heilpädagogische Schule, Wettingen; Unterstützung durch die Gemeinde beim Besuch des Instrumentalunterrichts Die Heilpädagogische Schule Wettingen ist eine Tagesschule, in welcher Kinder den ganzen Tag eine auf ihre Bedürfnisse ausgerichtete Betreuung erhalten. Auch der angebotene Instrumentalunterricht richtet sich nach diesen Bedürfnissen. Die Inanspruchnahme des Musikunterrichts in Spreitenbach ist dabei fast nicht möglich. Die betroffenen Kinder bzw. die Erziehungsberechtigten sollen gegenüber jenen, welche den Instrumentalunterricht der Musikschule Spreitenbach in Anspruch nehmen, nicht benachteiligt werden. Daher hat der Gemeinderat nun entschieden, den Besuch des Instrumentalunterrichts in der Heilpädagogischen Schule Wettingen durch die Spreitenbacher Schülerinnen und Schüler im gleichen Umfang wie beim Besuch der Musikschule Spreitenbach zu unterstützen.
Das Shoppi Tivoli empfängt 8 Millionen Besucherinnen und Besucher im Jahr. An stark frequentierten Tagen wie etwa dem Black Friday Ende November tummeln sich nicht selten 45 000 Personen im fast 100 000 Quadratmeter grossen Einkaufszentrum in Spreitenbach. Dass es dabei hin und wieder zu Notfällen kommt, liegt auf der Hand. In solchen brenzligen Situationen sind Aleksandar Vasiljevic und sein Team gefragt. Seit 2017 kümmert er sich als Leiter Qualität, Services und Sicherheit sowie als Sicherheitsbeauftragter um alle möglichen Notfälle im Shoppi Tivoli. Dazu gehören Brandalarme, Diebstähle, Stromausfälle und medizinische Notfälle. «Kleinere medizinische Hilfestellungen, meist bei Epileptikern und Diabetikern, sind die häufigste Ursache für einen Notfalleinsatz», sagt Vasiljevic. Zuckerkranken Personen gehe es nach der Einnahme eines Traubenzuckers schnell wieder besser. «Bei Epileptikern achten wir darauf, dass sie sich Termine 21. Februar, 17 Uhr: Unent- während eines Anfalls nirgends vergeltliche Rechtsauskunft, Gemein- letzen können. Zudem sorgen wir dafür, dass sie vor Gaffern abgedehaus. schirmt werden.» Dafür besitzt das Shoppi Tivoli extra ein schwarzes Zelt, das innerhalb von fünf Minuten geholt und aufgestellt ist. Neun Personen konnten bereits wiederbelebt werden Hin und wieder brenne zum Beispiel auch ein Abfallkübel, erzählt Vasiljevic. «Es kommt vor, dass Leute ihre Zigaretten in die falsche Öffnung werfen und der Abfall zu brennen beginnt.» Zur Hilfe gerufen wird der 32-Jährige auch, wenn eingebrochen wird. «In den letzten zehn Jahren kam es dreimal zu einem Einbruchsversuch. Geschafft haben die Diebe es aber nie.» Herrenlose Fahrzeuge, vermisste Kinder, gestohlene Einkaufswägeli, Baustellensicherheit, Littering, Vandalismus: Auch das beschäftigt Va-
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weiss er, was zu tun ist
Hat den Überblick: Aleksandar Vasiljevic arbeitet seit 2017 als Sicherheitsbeauftragter im Shoppi Tivoli. siljevic. Einmal pro Jahr ereignen sich zudem gröbere medizinische Notsituationen, die eine Reanimation erforderlich machen. Neun Menschen konnten Vasiljevic und sein Team so bereits das Leben retten. «Die Personen erleiden einen Herzstillstand und wir müssen sie wiederbeleben. In einem Fall hat leider alles Zutun mit Defibrillatoren nichts mehr gebracht.» Solche Momente gehen dem zweifachen Vater aus Würenlos sehr nahe. «Und auch wenn es sich bei einem medizinischen Notfall um ein Kind handelt, macht mich das betroffen.» Seit seiner Jugend arbeitet Vasiljevic im Sicherheitsbereich. Zuerst als Türsteher verschiedener Clubs in der Region, danach als Fachmann für Sicherheit und Bewachung für diverse Firmen. Er weiss: «Sicherheitsfachmann ist ein beliebter Beruf. Viele wollen es, aber nur wenige können es. Man muss mental fit sein und über eine hohe Sozialkompetenz verfügen.» Seine Aufgabe im Shoppi Tivoli als Leiter Qualität, Services und Sicherheit geht über die physische Sicherheit hinaus und bezieht sich auch auf Qualität und Hygiene. So achtet er auf seinen Rundgängen auf Sauberkeit und prüft die Funktionstüchtigkeit aller technischen Einrichtungen wie beispielsweise der Notausgänge. Dem Wettinger mit serbischen Wurzeln
gefällt seine Tätigkeit sehr gut. «Die Vielfältigkeit reizt mich an meinem Beruf. Im Shoppi Tivoli ist immer etwas los.» Dank einem Notfallhandbuch weiss jeder, was im Ernstfall zu tun ist Damit jeder weiss, was in einem Notfall zu tun ist, hat Vasiljevic gemeinsam mit einem weiteren Sicherheitsbeauftragten und der erweiterten Geschäftsleitung ein Notfallhandbuch und zahlreiche Konzepte erstellt, um für alle möglichen Situationen gewappnet zu sein. «Die meisten Meldungen nimmt unsere Hotline von Mitarbeitenden auf den verschiedenen Stockwerken entgegen. Danach kontaktiert sie je nach vorbereiteter Checkliste die zuständigen Verantwortlichen. Im Falle eines Feueralarms besammelt sich das Team bei der Brandmeldezentrale am Übergang der Passerelle zur Center-Mall. Hier gibt es Leuchtwesten, welche die Notfallhelfer anziehen können, so um etwa auf dem Notfallparkplatz draussen auf den Rettungsdienst zu warten», erklärt Vasiljevic. Damit alle Mitarbeitenden auf dem neusten Stand sind, was Sanitätseinsätze anbelangt, führt das Shoppi Tivoli alle zwei Jahre Betriebsnothelferkurse durch. Seit Ausbruch der Pandemie sind Vasiljevic und sein Team überdies für die Einhaltung der Masken-
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MEDIENTIPP Zum Roman von Laura Baldini «Lehrerin einer neuen Zeit», Piper München, 2020
Sibylle Egloff
pflicht im Einkaufszentrum zuständig. «Zu Beginn gab es einige Besucherinnen und Besucher, die Mühe hatten, Masken zu tragen. Doch das hat sich gelegt. 95 Prozent unserer Kundschaft halten sich daran. Wer sich jedoch nach höflichem Bitten und ohne Attest bis heute nicht damit abfinden kann, eine Maske anzuziehen, der muss das Shoppi Tivoli verlassen», sagt Vasiljevic. Die
«Die Vielfältigkeit reizt mich an meinem Beruf. Es ist immer etwas los.» Kontrolle bedeutet zusätzlichen Aufwand. «Es ist mehr Präsenz von Personal nötig, um die Maskenpflicht sicherzustellen. Das hat uns bereits mehrere 100 000 Franken gekostet.» Neben Unverständnis erhalten er und sein Team für diese Aufgabe aber auch Lob. «Einige freut es, dass wir uns darum kümmern. Sie sagen uns das auch. Das ist ein schönes Gefühl.» Ebenso freut sich Vasiljevic über das positive Feedback von Besuchern, die einen medizinischen Notfall oder eine brenzlige Situation erlebt haben. «Viele bedanken sich bei uns für unsere Hilfe. Das ist der beste Lohn für unsere Mühe.»
Um die Jahrhundertwende des 18./19. Jahrhunderts studiert Maria als erste Frau in Italien Medizin und schliesst das Studium mit Erfolg ab. Bereits während des Studiums kann sie verschiedene Assistenzstellen antreten, fokussiert sich aber bald auf eine Institution, eine «Irrenanstalt». Dort lernt sie den Arzt Giuseppe Montesano kennen und lieben. Als sie in Berlin an einer internationalen Frauenkonferenz teilnimmt, hört sie vom deutschen Pädagogen Friedrich Fröbel, der sich für die frühkindliche Erziehung einsetzt und Material entwickelt hat, mit dem die Kinder schon von klein auf gefördert werden können. Also genau im Sinne von Maria. Maria wird zu einer angesehenen Ärztin, ist eine begnadete Rednerin und kann die Leute mit ihren Ideen begeistern. Nachdem sie beweisen konnte, dass sogenannte «schwachsinnige» Kinder mit der richtigen Förderung Lesen, Schreiben und Rechnen lernen können, erhält sie zusammen mit Montesano die Leitung einer Schule. In der vor der Öffentlichkeit geheim gehaltenen Beziehung kriselt es immer öfter. Maria wird schwanger und nachdem sie ihren Sohn zurückgezogen in einem Nonnenkloster zur Welt bringt und ihn zu Pflegeeltern aufs Land gibt, fängt sie nochmals ein Studium an, nämlich Pädagogik und angewandte Psychologie. Der Medientipp der Gemeindebibliothek Spreitenbach erscheint in loser Folge.
Baugesuchspublikation Einsicht nur nach telefonischer Vereinbarung (056/436 87 50) möglich Baugesuch Nr.: 202180-1 Bauherrschaft: Walser Reto, Ingenieurbüro Landstrasse 134 5430 Wettingen Bauvorhaben: Abbruch Wohn- und Gewerbehaus (AGV Nr. 26b), Neubau Mehrfamilienhaus mit Tiefgarage und innenaufgestellter Luft-WasserWärmepumpe Projektänderung Fassade und Lukarnen Lage: Parzelle 3703 (Plan 68), Dorfstrasse 6 Zone: Kernzone K Baugesuch Nr.: 202205 Bauherrschaft: Peyer Andreas und PeyerAraoarao Germana, Tägerhardweg 14, 5436 Würenlos Bauvorhaben: Aussengerät Luft-WasserWärmepumpe Lage: Parzelle 4422 (Plan 56), Tägerhardweg 14 Zone: Wohnzone W2 Baugesuch Nr.: 202206 Bauherrschaft: Meier Niklaus Otelfingerstrasse 1 5436 Würenlos Bauvorhaben: Interne Erschliessung bestehende Wohnungen über die Scheune mit Lift und Treppenhaus, Ersatz Holzverkleidung Nordfassade Lage: Parzelle 4457 (Plan 60), Otelfingerstrasse 1 Zone: Ausserhalb Bauzone Zusatzgesuch: Departement Bau, Verkehr und Umwelt Gesuchsauflage vom 18. Februar bis 21. März 2022 während der ordentlichen Schalterstunden im Büro der Bauverwaltung. Allfällige Einwendungen sind innerhalb der Auflagefrist im Doppel an den Gemeinderat zu richten und haben einen Antrag und eine Begründung zu enthalten. Auf eine Einwendung, die diesen Anforderungen nicht entspricht, kann nicht eingetreten werden. BAUVERWALTUNG WÜRENLOS
Nächste Woche vom 22. Februar haben wir
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WÜRENLOS AUS DEM GEMEINDERAT
Sandschüttung für Uferschwalben im Kiesabbaugebiet «Flüefeld»/«Tägerhardrütene» Auf Ansuchen des Natur- und Vogelschutzvereins Würenlos hat sich der Gemeinderat dafür ausgesprochen, dass die Uferschwalbe am Standort Würenlos auch nach der Auffüllung der Kiesgrube «Flüefeld»/«Tägerhardrütene» heimisch sein kann. Aus diesem Grund ist vorgesehen, im Zuge der vollständigen Auffüllung der Kiesgrube, die in einigen Jahren erfolgt sein wird, eine künstliche Sandschüttung für den ökologischen Ausgleich zu erstellen. Das Projekt wird fachlich durch BirdLife Schweiz und den Naturund Vogelschutzverein Würenlos begleitet. BirdLife Schweiz fördert die Uferschwalben mit einem spezifischen Förderprogramm mit dem Ziel, die Bestände zu erhalten und falls möglich sogar zu vergrössern. Die Uferschwalbe war eine typische Vogelart entlang von Flüssen im Schweizer Mittelland. Durch verschiedene für die Art ungünstige Entwicklungen hat sich der Bestand drastisch reduziert. Die Art gilt heute als stark gefährdet. Die Gemeinde Würenlos beteiligt sich einmalig mit 5000 Franken an den Erstellungskosten. Zudem übernimmt sie die jährlichen Unterhaltskosten von ca. 1500 Franken. Für die Realisierung dieses Projektes ist die Eingabe eines Baugesuches erforderlich. Die Umsetzung erfolgt bis ca. Ende 2024. Senioren-Mittagstisch Nächster Treff: Donnerstag, 3. März, 12.30 Uhr, Restaurant Centrum 68, Würenlos. Eine Anmeldung an Hedy Koller, Tel. 056 424 17 34, ist dringend bis Sonntag, 27. Februar, erforderlich.
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PARTEINOTIZ
Haupteingang des Alterszentrums vom Chileweg aus. Visualisierung/zVg Zukünftige Altersbetreuung in Würenlos – bis zum Lebensende im eigenen Dorf Wohnen bis zum Lebensende im eigenen Dorf in einer vertrauten und belebenden Umgebung und mit einer umfassenden bedürfnisgerechten Betreuung, das haben die älteren Einwohnerinnen und Einwohner mehr als verdient. Wer Angehörige hat, die stationärer Pflege bedürfen, weiss nur zu gut, mit welchen Emotionen ein Umzug ins Heim verbunden ist. Und wie gross der Wunsch von Betroffenen ist, wenigstens dort zu verbleiben, wo man verwurzelt ist. Diese ungebrochene Einsicht prägten Planungsarbeiten für ein Alterszentrum schon mehr als vier Jahrzehnte. Doch von der Vision bis zur Türöffnung braucht es Unmengen an Schaffenskraft und die stetige Überzeugung, auf dem richtigen Weg zu sein. Mit der Baueingabe – einem äusserst begrüssenswerten Meilenstein – rückt die Verwirklichung eines auf die Dorfältesten zugeschnittenen Wohn-, Betreuungs- und Pflegeangebotes nun in greifbare Nähe. Das ausgereifte Konzept für ein Wohnen mit Dienstleistungen passt: Es erfüllt die Wünsche von Menschen, die ihren Tagesablauf so lange als möglich selbst gestalten wollen, aber auf eine Unterstützung wie Wohnungsreinigung, Mahlzeitenangebot, Kleiderwaschen usw. angewiesen sind. Dazu kommt ein 24-Stunden-Angebot der Spitex im Haus. Und es entsteht ein Dorfzentrum, wo sich Jung und Alt begegnen kann, sei es im Restaurant oder im Park der Zentrumswiese. Die im Winter in alle Haus-
halte verteilte Broschüre macht die geplante Umgebungsgestaltung greifbar: eine harmonische Anordnung von Wohn- und Pflegegruppen und von aufgewerteten Bereichen des Furtbaches, ein Rayon zum Verweilen und Zusammenkommen mit neuen Einblicken und Perspektiven auf sehenswerte Ortsteile. Zur Gestaltung dieses Projektes sind umfassende und sorgfältige Überlegungen und Studien vorausgegangen wie Erschliessung, geregelte Zufahrten, Zonenkonformität, Betreiberin und vieles mehr. Das erforderte die Mitarbeit von Kommissionen der Gemeinde, des Vereins Alterszentrum Würenlos (VAZW) mit Mitarbeit in der Kommission «Planung Alterszentrum» bis zur Gründung der AG. Ein grosser Dank an all jene, die mit enormem Einsatz und Ausdauer zu diesem Gelingen beigetragen haben. Dies sind der Gemeinderat, die Kommissionen, die Gemeindeverwaltung, der Vorstand des VAZW, Elisabeth Villiger, Leiterin der OaseGruppe, sowie Christoph Kratzer als umfassender Planer. Politisch ist das Vorhaben abgesegnet – mit klaren Mehrheiten. Die Auseinandersetzung mit eingegangenen Einwendungen im Baubewilligungsprozess stehen nun an. Für die Mitte Würenlos ist es legitim, Einwendungen für echte, schützenswerte Interessen zu erheben. Jedoch ist es verwerflich, sie zur Opposition gegen politische Entscheide zu missbrauchen. Die Mitte Würenlos ist aber überzeugt, dass ein von vielen Sachverständigen erarbeitetes Bauprojekt letztlich die baurechtliche Prüfung souverän besteht. Deshalb wird an die Einsicht und die Vernunft aller Verfahrensbeteiligten appelliert, mit Rechtsmitteln lösungsorientiert umzugehen. Und an alle, die Überzeugung an das gute Gelingen dieses Jahrhundertprojektes für Würenlos nicht zu verlieren. Die Mitte Würenlos bleibt dran. Für die Mitte Würenlos, Andreas Schorno und Sigi Zihlmann
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KIRCHLICHE MITTEILUNGEN
WOCHE NR. 7 DONNERSTAG, 17. FEBRUAR 2022
Kolibri-Tage Im April finden im ref. Kirchgemeindehaus Wettingen die KolibriTage statt. Anmelden kann man sich bis Dienstag, 15. März. Gemeinsam werden Abenteuer erlebt und die Teilnehmenden können sich zur Forscherin und zum Forscher vom Team von Doc Bones ausbilden lassen. Neben einer Schatzsuche werden spannende Geschichten aus der Bibel erzählt und gemeinsam entdeckt. Es wird gebastelt, gespielt, fetzige Lieder gesungen und es gibt auch wieder ein Geländespiel. Natürlich gibt es von Dienstag bis Freitag ein Znüni und ein Zmittag. Alle Kinder vom grossen Chindsgi bis zur 5. Klasse sind zu diesem kreativen Ferienprogramm herzlich willkommen. Von Dienstag, 19., bis Freitag, 22. April, trifft man sich jeweils von 9 bis 14 Uhr im ref. Kirchgemeindehaus Wettingen an der Etzelstrasse 22. Am Sonntag, 24. April, von 9.30 bis 11.30 Uhr sind alle herzlich eingeladen zum Abschluss-Familiengottesdienst in der ref. Kirche in Wettingen. Anschliessend beim Apéro können die Kinder ihre Eltern, Geschwister und Freunde auf eine Forschungsreise auf dem Entdeckerpfad mitnehmen und ihnen zeigen, was sie während dieser Woche alles gelernt, erlebt und gebastelt haben. Die Teilnahme an den Kolibri-Tagen ist kostenlos. Beim Entdeckerpfad nach dem Gottesdienst wird eine freiwillige Kollekte für die Unkosten erhoben. Eine Anmeldung bis Dienstag, 15. März, online unter www.ref-wuerenlos.ch/kolibritage ist erforderlich. Wenn das nicht möglich ist, per Post an Evelyn Windisch, Gipfstrasse 4, 5436 Würenlos, oder per E-Mail: evelyn.windisch@ref-wuerenlos.ch. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt. (zVg)
KIRCHLICHE HINWEISE Chorprobe der Bridge Singers, reformierte Kirche, Gipfstr. 4, Würenlos, Mittwoch, 23. Februar, 19.30 Uhr. Frauenverein, Stubete, Chilestübli, Gipfstr. 4, Würenlos, Donnerstag, 24. Februar, 14 Uhr. Bibelforum, reformierte Kirche, Gipfstr. 4, Würenlos, Donnerstag, 24. Februar, 19 Uhr.
WETTINGEN Kath. Kirche St. Sebastian, Schartenstrasse 155 Samstag, 19. Februar, 17.30 Uhr, Eucharistiefeier (Joseph Kalamba) – mit Covid-Zertifikat. Sonntag, 20. Februar, 9.30 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier (Mario Stöckli) – mit Covid-Zertifikat. Mittwoch, 23. Februar, 9 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier. Donnerstag, 24. Februar, 8 Uhr, Eucharistiefeier.
kranzgebet. Mittwoch, 23. Februar, 19 Uhr, Wortgottesdienst. Alterssiedlung Sonnmatt, Sonnmattweg 2 Freitag, 18. Februar, 10.30 Uhr, Eucharistiefeier.
SPREITENBACH
Kath. Pfarrkirche St. Kosmas & Damian, Ratzengasse 3 Freitag, 18. Februar, 19 Uhr, Eucharistiefeier mit anschliessender Anbetung. Samstag, 19. FebruKath. Kirche St. Anton, ar, 18 Uhr, Eucharistiefeier (LauAntoniusstrasse 12 rentius Bayer) – mit Covid-Zertifikat; Freitag, 18. Februar, 18.30 Uhr, 21 Uhr, Anbetung. Sonntag, 20. Eucharistiefeier. Sonntag, 20. Februar, 10 Uhr, Eucharistiefeier Februar, 9.30 Uhr, Eucharistie(Laurentius Bayer). Mittwoch, 23. feier; 11 Uhr, Santa Messa in Februar, 9.30 Uhr, Wortgotteslingua italiana – mit Covid-Zertifikat; dienst mit Kommunion. 12.30 Uhr, Eucharistiefeier in kroatischer Sprache – mit Covid-Zer- Alters- und Pflegeheim Im Brühl, tifikat; 13.30 Uhr, Eucharistiefeier untere Dorfstrasse 10 in kroatischer Sprache. Mittwoch, Freitag, 18. Februar, 10.15 Uhr, 23. Februar, 9 Uhr, EucharistiefeiEucharistiefeier. er. Donnerstag, 24. Februar, 19.30 Uhr, Rosenkranzgebet und Eucha- Ev.-ref. Dorfkirche, ristiefeier in kroatischer Sprache. Chilegass 18 Sonntag, 20. Februar, 9.30 Uhr, Kloster Wettingen, Gottesdienst (Arnold Bilinski). Klosterstrasse 12 Donnerstag, 24. Februar, 7.30 Uhr, Sonntag, 20. Februar, 9.30 Uhr, Morgengebet. christkatholische Eucharistiefeier (Ulrike Henkenmeier); 11 Uhr, KILLWANGEN römisch-katholische Eucharistiefeier – mit Covid-Zertifikat. Kath. Pfarrkirche Bruder Klaus, Kirchstrasse 9 Freitag, 18. Februar, 19 Uhr, EuRef. Kirche, charistiefeier. Sonntag, 20. FebruEtzelstrasse 22 ar, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier (Abbé Sonntag, 20. Februar, 9.30 Uhr, Zacharie, Gastprediger Kamil Gottesdienst (Stefan Burkhard). Samaan und «Kirche in Not»). Alterszentrum St. Bernhard, Rebbergstrasse 24 WÜRENLOS Dienstag, 22. Februar, 9.30 Uhr, Wortgottesdienst mit KommuKath. Pfarrkirche St. Maria, nionfeier Schulstrasse 21 Samstag, 19. Februar, 18 Uhr, Wortgottesdienst mit KommunionNEUENHOF feier (Mario Stöckli). Mittwoch, 23. Februar, 10 Uhr, Wortgottesdienst Kath. Pfarrkirche St. Josef, mit Kommunionfeier, MittwochsGlärnischstrasse 12 kollekte. Anschliessendes MittSamstag, 19. Februar, 17 Uhr, Rosenkranzgebet; 18.30 Uhr, Eucha- wochskaffee mit Covid-Zertifikat. ristiefeier (Abbé Zacharie, Gastprediger Kamil Samaan und «Kirche in Ref. Kirche Würenlos, Not»). Musikalische Begleitung Gipfstrasse 4 durch Alberto Rinaldi an der Orgel Sonntag, 20. Februar, 9.30 Uhr, und Giulia Guarneri als Sängerin Gottesdienst (Timothy Cooke). – mit Covid-Zertifikat. Gedächtnis: P. Albin Strassmann. Sonntag, 20. Klosterkirche Fahr Februar, 11 Uhr, Eucharistiefeier Sonntag, 20. Februar, 9.30 Uhr, (Abbé Zacharie, Gastprediger Kamil Eucharistiefeier – mit Covid-ZertifiSamaan und «Kirche in Not»). kat; 16 Uhr, vierstimmiges AbendMusikalische Begleitung durch gebet – mit Covid-Zertifikat. DiensGiulia Guarneri (Orgel) und Peter tag, 22. Februar, 8 Uhr, EucharisRey (Trompete/Flügelhorn); 18 Uhr, tiefeier. Donnerstag, 24. Februar, Santa Messa in lingua italiana. 19.30 Uhr, Gebet am Donnerstag Montag, 21. Februar, 17 Uhr, Rosen- – mit Covid-Zertifikat.
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«MEIN GOTT»
Stefan Burkhard, Pfarrer evangelisch-reformierte Kirche WettingenNeuenhof
Wenn man den derzeitigen Prognosen glauben darf, dann wird Corona bald viel von seinem Schrecken verloren haben. Zum Glück! Denn die vergangene Zeit war für viele sehr schwierig und anstrengend. Für manche war es je nach Branche bitter; und andere kämpften nicht nur um das wirtschaftliche Überleben, sondern um das Leben schlechthin. Einige haben auch einen lieben Menschen verloren und trauern um diesen. Aber was haben die vergangenen zwei Jahre denn nun eigentlich sonst noch mit und aus uns gemacht? Wurden wir alle zu Verschwörungstheoretikern und zu Wutbürgern? Oder entwickelten wir uns zu besseren und vielleicht sogar zu demütigeren Menschen? In der Vergangenheit habe ich darum viel über unsere Gesellschaft nachgedacht. Darüber, was uns Corona alles zeigen und offenbaren kann. Und auch darüber, was das, was uns da gezeigt wird, nun mit Religion zu tun hat – oder eben auch gerade nicht. Meine Gedanken dazu habe ich in Texten niedergeschrieben. Entstanden ist ein kleines Heft mit dem Titel «Im Anfang war das Wort! – Und nun: Ist es fort?». In diesem Titel ist bereits die Frage enthalten, wo das daseinserhellende Wort nun eigentlich ist und geblieben ist. Gibt es das überhaupt noch: sinnstiftende Worte, die uns helfen und weiterhelfen? Oder ist uns das alles bereits abhandengekommen, weil es Mode geworden ist, dass die Religion ausser Mode ist? Wenn Sie meine Worte und Gedanken lesen möchten, dann melden Sie sich im Sekretariat der Reformierten Kirchgemeinde Wettingen-Neuenhof (Telefon 056 437 30 30). Sie erhalten das Heft dann gratis zugeschickt. Oder Sie können es auch direkt von unserer Homepage (www.refwett-nhf.ch) runterladen. Feedback an: redaktion@limmatwelle.ch
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LIMMATTAL
LESERBRIEFE Zum Artikel «Neue 5G-Antenne wurde bewilligt» in der Limmatwelle vom 10. Februar. «Noch nicht das letzte Wort gesprochen» Hierzu stellt sich mir und vielen Anwohnern vor allem folgende Frage: Wer braucht und wem nützt 5G? Ich selber besitze bewusst «nur» ein 4G-Mobiltelefon und sehe mit 5G keine Vorteile bzw. was soll diese Zwängerei mit dieser Mikrowellen-Frequenz? Nachdem unser Staat sich in den letzten zwei Jahren extrem um unsere Gesundheit gekümmert hat, ob wir wollten oder nicht, wird das 5G-Netz dagegen gnadenlos hochgefahren. Viele Fragen zu 5G sind kaum oder gar nicht geklärt. Unsere Politik folgt dem Diktat der technoiden Wirtschaft kritiklos und ohne Vorbehalte. Aber ob die 5G-Strahlen für uns Menschen schädlich sein könnten, interessiert die mit der Wirtschaft stark verbandelte Politik kaum, Obwohl es in den letzten zwei Jahren ja angeblich so wahnsinnig um unsere Gesundheit ging. Oder waren und sind da die Politiker Gehilfen der Pharma gewesen? Item, ich bin sicher, dass bezüglich 5G noch nicht das letzte Wort gesprochen ist und dass sich zunehmend die Anwohner, in Wettingen und anderswo, berechtigt dagegen wehren werden.
Silvan Karrer, Wettingen
Sunrise-Ersatzantenne bei der Landi Würenlos braucht es nicht! Wie im Limmatwelle-Artikel vom 10. Februar erwähnt, plant Sunrise einen neuen Standort für ihre Mobilfunkantenne bei der Landi Würenlos. Dies mit höherer Leistung und zusätzlichen Beamforming-Antennen in den Hauptstrahlrichtungen gegen die Quartiere Flüe und Zelgli. Gemäss aktuellem technischem Wissensstand braucht es diese Antenne gar nicht, weil die hohen Sendeleistungen der Mobilfunkantennen primär für die flächendeckende Funkstrahlung in alle Häuser hinein benötigt wird. Zum Beispiel im Sunrise-Projekt «Wow-Speed für Würenlos», bei der die ganze Kundenkommunikation durch die Luft geht, inklusive Internetverkehr. Wir haben aber in Würenlos bereits zwei fast flächendeckende Glasfasernetze, über die der komplette nichtmobile Datenverkehr in alle Häuser mit sehr gutem «Daten-Speed» gewährleistet werden kann. Sunrise könnte sich bei einem der Netze einmieten und hätte dadurch einen wesentlich kleineren Investitionsaufwand als bei einem Antennenersatz. Somit könnte die im Outdoorbereich
noch benötigte mobile Kommunikation mit einem Bruchteil der Sendeleistung von Antennen auskommen. Die IG Mitsprache 5G in Würenlos setzt sich für eine moderne kommunikative Grundversorgung ein, die auch den gesundheitlichen Bedürfnissen der Bevölkerung Rechnung trägt. Lediglich Antennen mit noch mehr Power und Beamforming zu bauen, ist keine zeitgemässe Lösung. A. Pestalozzi, Würenlos 25 Meter hoher Handymast an der Brunnenwiese Ein Gemeindeoberhaupt sollte auch nach den Wünschen der Bürger handeln, nicht wahr? Ein klassisches Gegenbeispiel, bei dem krass im Gegensatz zu den Interessen dieser verfahren wurde, ist die Bewilligung der Natelantenne am Friedhof Brunnenwiese in Wettingen. Entgegen weit über 400 Unterschriften und mehrerer Einsprachen ist es dem Gemeinderat nicht etwa daran gelegen, die Betroffenen zu einem Dialog einzuladen und ihre Anliegen ernst zu nehmen, sondern der Bau wird gegen den Willen der Anwohner beschlossen. Und das bei einer 25 Meter hohen Anlage, die nicht nur das Ortsbild verschandelt, sondern nur durch zwei miese Tricks angeblich erst innerhalb der Grenzwerte bleibt. Dabei darf diese nun eine um das bis zu 3,2-fache Strahlung abgeben, ohne dass die Grenzwerte überschritten werden, obwohl Menschen, Tiere und Pflanzen der weitaus erhöhten Strahlung ausgesetzt sind. Das Argument, alles würde innerhalb des gesetzlichen Rahmens ablaufen, ist daher eine blosse Farce. Gerade zur 5GTechnik gibt es keine Langzeitforschung, während aber aus bereits bestehenden Studien zu 2G, 3G und 4G hervorgeht, dass es überaus riskant ist, in der Nähe einer Mobilfunkantenne zu leben. Und das will der Wettinger Gemeinderat den Bürgern rund um die Brunnenwiese jetzt zumuten? Demokratie, Volksnähe und Informationspolitik sehen anders aus! Johanna Kling, Wettingen
In eigener Sache Eingesandte und Leserbriefe werden gerne in der Limmatwelle abgedruckt. Allerdings entscheidet die Redaktion über die Publikation und behält sich vor, Texte zu kürzen. Redaktionsschluss ist jeweils am Montagmorgen, 8 Uhr in der Erscheinungswoche. Texte können an redaktion@limmatwelle. ch gesendet werden. Die Redaktion
«Ich fragte mich: Markus Hauser ist in Spreitenbach aufgewachsen und lebt heute als Ordensbruder in Baden. Zuvor hat er seinen Job als Manager an den Nagel gehängt und sich von seinem persönlichen Besitz getrennt. MELANIE BÄR
Es ist bereits am Eindunkeln, als Markus Hauser in den Brenntweg in der Badener Altstadt einbiegt. Unter der Jacke trägt er ein Kapuzenhemd, in der Hand hält er ein Ganzkörpergewand – alles in braunem Farbton. In der Wohnung angekommen, entledigt er sich der Jacke, zum Vorschein kommt ein rund fünf Zentimeter grosses Metallkreuz, das an einem braunen Lederband um seinen Hals hängt. Spätestens jetzt wird klar, dass es sich beim Gewand in seiner Hand um eine Tunika handelt, die Kirchenleute im Gottesdienst tragen. Tatsächlich stellt sich der 53-Jährige als Bruder Markus vor. Um in dieser Form leben zu können, hat er im März 2019 den evangelischchristlichen Orden und ein Jahr später den Verein Sola Gratia gegründet. Hauser kommt gerade vom Gottesdienst zurück, den er zuvor in der Badener St.-Anna-Kapelle mit «Leuten, die sonst keinen Gottesdienst besuchen», gefeiert hat. Es ist eine einfache Taizé-Andacht mit kurzer Botschaft und Textlesung, viel Gesang und dem Anzünden von Kerzen. «Es wirkt beruhigend und hat meditativen Charakter.» Der Ursprung dieser Art der Andacht kommt von der ökumenischen Ordensgemeinschaft im burgundischen Dorf Taizé. «Ich will für alle Menschen da sein» «Als Jugendliche war ich mehrmals in Taizé in den Ferien», sagt Brigitte*, eine der Anwesenden in der St.Anna-Kapelle. Die Mittzwanzigerin lebt vorübergehend in einem Zimmer des Sozialwerks Hope und ist froh um das Angebot, das ihr Abwechslung in ihren Alltag gibt. Solche Aussagen freuen Bruder Markus, wie er sich seinen Gegenübern vorstellt. «Ich will für alle Menschen da sein, auch für hoffnungslose Fälle», sagt er. Respektlos meint er das keineswegs. Im Gegen-
Markus Hauser lebt als Ordensbruder in Baden. teil – es seien Menschen, die selbst die minimalsten Auflagen wie beispielsweise das Erscheinen an einen Termin nicht erfüllen und so mögliche Unterstützung untersagt bliebe. «Unser Sozialsystem hat seine Berechtigung, ich stelle das gar nicht in Frage. Doch unser Orden ist auf Barmherzigkeit aufgebaut. Deshalb bekommen bei mir Men-
«Ich will für alle Menschen da sein.» schen nicht nur eine zweite, sondern eine immer währende Chance, ohne etwas erfüllen zu müssen», erklärt der Vater von vier erwachsenen Söhnen. Weil diese Haltung sich als angestellter Gassenarbeiter nicht immer vereinbaren liess, hat er keine Festanstellung mehr. Er lebt von Gelegenheitsjobs und von Spenden, die er durch den Verein erhält. Arbeiten tut er trotzdem: Neben den wöchentlichen Gottesdiensten führt er Seelsorgegespräche in Gefängnissen, gibt seinen mehr als 4500 «Freunden» auf Facebook Lebenstipps und führt Projekte durch.
WOCHE NR. 7 DONNERSTAG, 17. FEBRUAR 2022
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Auf was will ich zurückschauen?» ger Mann gestellt. Als Selbstversuch zog er sich mit 25 Jahren zurück und lebte ein Jahr lang abgeschieden als Selbstversorger in einer Alphütte. «Meine romantischen Vorstellungen vom Leben als Mönch entsprachen nicht der Realität. Im Gegenteil, ich vereinsamte.» Erst als er merkte, dass er sein Glück auch nicht in der Karriere fand, und seine drei Söhne selbstständig waren, suchte er erneut. Weil er keine Glaubensgemeinschaft fand, die ihn als damals geschiedenen Mann und Vater als Mönch aufnehmen wollte, suchte er
«Meine romantischen Vorstellungen vom Leben als Mönch entsprachen nicht der Realität.»
Melanie Bär
Eines der Angebote ist «Wurst und Brot für Menschen in Not». Letztes und vorletztes Jahr gab es im «Spatzennest», wie er den Hof hinter seiner Wohnung nennt, zwei Wochen lang kostenlos Wurst mit Brot für alle, «die es brauchen können». Die Aktion im Dezember kam nicht nur bei den Beschenkten, sondern auch bei den Schenkenden gut an. Nach Aufrufen auf den sozialen Medien hatten Privatpersonen und Unternehmen wie beispielsweise «Limmatbeck», «Hope» oder «Help for Family» schnell genügend Lebensmittel gespendet. Durchschnittlich kamen täglich zwischen 20 und 30 Besucherinnen und Besucher an den Brenntweg.
liche Kerzen habe er nicht. Die beiden Männer beginnen, über Konsum zu sprechen. Darüber, was nötig ist und was nicht. Als Roger sich über die «Reichen, die mit teuren Autos herumfahren» auslässt, entgegnet Bruder Markus: «Ich hatte einen Audi A8 als Geschäftsauto.» Damals sei er erfolgreicher Manager einer Sicherheitsfirma gewesen und habe viele Mitarbeiter geführt. Tagsüber sei er damit beschäftigt gewesen, noch mehr Aufträge und Kunden zu gewinnen. Abends habe er Fernsehen geschaut, um herunterzufahren, den Stress abzubauen. «Doch irgendwann fragte ich mich: Auf was will ich zurückschauen? Darauf, dass ich Aktionäre bereichere?» Er lässt die Frage unbeantwortet und erwähnt später, dass sein Vater Willi-August Hauser (1910–1972*) Gemeinderat in Dietikon und Spreitenbach war und sich in einer Genossenschaft für günstigen Wohnraum einsetzte. Von der Stadt Dietikon hat sein Vater für dieses soziale Engagement das Ehrenbürgerrecht erhalten. «Vielleicht liegt das Soziale einfach in meinen Genen.»
kurzerhand Leute, die mit ihm zusammen den Verein Sola Gratia gründeten. Der Verein ist von anfänglich 10 Mitgliedern auf 19 gewachsen. Er verwaltet die finanziellen Angelegenheiten, wenn Geld da ist, und unterstützt Projekte des Ordens. Haus wird abgerissen Markus Hauser lebt mit zwei Personen in der Wohngemeinschaft am Brenntweg 1. Eine ist seine Frau, die als Sozialarbeiterin in einem anderen Kanton arbeitet und ein Jahr nach der Gründung zum Orden gekommen ist. Die andere Person ist der Vereinspräsident. Er zieht allerdings bald um, weil er eine neue
Stelle als Wohnheimleiter in Zürich antritt. Voraussichtlich im nächsten Jahr müssen auch die anderen eine neue Bleibe suchen – das Haus soll abgerissen werden. Der Verein ist deshalb auf der Suche nach neuen Räumlichkeiten, wo womöglich mehr Menschen als Ordensgemeinschaft zusammenleben könnten. «Wir wären gerne eine grössere WG, doch im Moment haben wir noch kein geeignetes Haus dafür.» Denn ihnen ist wichtig, dass es nicht abgeschieden, sondern im Zentrum bei den Leuten liegt, denen sie dienen wollen. Vielleicht bald Taizé-Andacht im Hasel Beunruhigt ist er wegen des drohenden Abbruchs nicht. Manches müsse zuerst wachsen, findet er. Sorgen hätten früher zu seinem Alltag gehört. Heute fühle er sich frei. Sagt es, während er die Würste auf dem Grill dreht und von weiteren Ideen erzählt. Bei der reformierten Kirchenpflege Spreitenbach hat er angefragt, ob die ungenutzte Kirche Hasel (die Limmatwelle berichtete) für die zusätzliche Taizé-Andacht genutzt werden dürfte. «Die Kirchenpflege entscheidet demnächst über den Antrag», so Hauser. Es ist bereits stockdunkel, als der letzte Gast den Hinterhof am Brenntweg verlassen hat. Bruder Markus begibt sich ins Dachgeschoss der nebenstehenden Mietwohnung, hängt sein braunes Kaputzenhemd und das Metallkreuz an die Garderobe und legt sich zufrieden schlafen. * Namen geändert
Vater war Gemeinderat Brigitte ist eine von ihnen: «Ich möchte, dass Corona vorbei ist», sagt sie. Seit der Pandemie sind einige andere wohltätige Angebote geschlossen. Es sei nicht nur das Essen, sondern auch die Gesellschaft, die vermisst wird, weiss Bruder Markus. «Es ist ein speziell schöner Ort hier», sagt Besucher Roger* mit Blick auf die Kerze, die Markus Hauser in eine Laterne stellt. Dort, Mit 25 Jahren auf die Alp wo er wohne, seien Kerzen nicht er- Die Frage zum Sinn des Lebens habe laubt, Geld für Batterien für künst- Bruder Markus sich schon als jun- «Wurst und Brot» gab es im Innenhof am Brenntweg.
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AGENDA
WOCHE NR. 7 DONNERSTAG, 17. FEBRUAR 2022
«DAS LETZTE WORT» 24 300 Exemplare. Erscheint jeden Donnerstag. Amtliches Publikationsorgan der Gemeinden Wettingen, Neuenhof, Killwangen, Spreitenbach und Würenlos.
Sibylle Egloff, freie Mitarbeiterin
HERAUSGEBERIN CH Regionalmedien AG, Kronenplatz 12, 5600 Lenzburg GESCHÄFTSFÜHRER Stefan Biedermann, stefan.biedermann@chmedia.ch, Telefon 058 200 58 10
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Wissensarbeit Auch wenn Magie auf den ersten Blick in Widerspruch zu unserem wissenschaftlich-empirischen Wissensparadigma zu stehen scheint, besteht ein Hexenalltag vor allem aus der Aneignung und der Produktion von Wissen, das sich aus Handwerk und Brauchtum speist. Wicca Meier-Spring vom Hexenmuseum Aargau spricht mit Sandra Lang, Wissenschaftssoziologin der Universität Zürich, über die Wissensarbeit, die ein solches Museum neben der Sammlungspflege und der Vermittlung leistet. ThiK Theater im Kornhaus Baden, zVg Sonntag, 6. März, 11 Uhr.
REDAKTIONSLEITUNG Melanie Bär (bär), melanie.baer@chmedia.ch REDAKTIONSTEAM Corinne Bürki (crb), corinne.buerki@chmedia.ch Manuela Page (mpa), manuela.page@chmedia.ch Robin Schwarz (rsz), robin.schwarz@chmedia.ch FREIE MITARBEITER DIESER AUSGABE Sibylle Egloff (sib), Alexander Wagner (awa) REDAKTIONSSCHLUSS Montag, 8 Uhr COPYRIGHT Herausgeberin Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material. INSERATE Brigitte Gähwiler, brigitte.gaehwiler@chmedia.ch, Telefon 079 643 81 66
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Klavierabend Joseph-Maurice Weder Klaviersonaten Nr. 30–32 von Ludwig van Beethoven (1770–1827). Gartensaal der Villa Boveri, Baden (Ländliweg 55, beim Parkhaus Ländli), Sonntag, 20. Februar, 17 Uhr. Eintritt: 35 Franken/bis 25 Jahre 10 Franken. Billettreservation: www.korendfeld.ch/alle-konzerte oder Tel. 044 491 62 41 (Beantworter). zVg
SPREITENBACH «Wunderwelt Kartoffel» Eine interaktive Sonderausstellung des Schweizer Bauernverbandes. www.umweltarena.ch Umwelt-Arena, 17./18./19./20. und 23. Februar, 10 bis 17 Uhr. Themenreihe: «Kurz erklärt» Einzelne Aspekte der Ausstellungsthemen genauer betrachtet. www.umweltarena.ch Umwelt-Arena, Sonntag, 20. Februar, 11 und 15 Uhr.
WETTINGEN Pro Senectute Walking / Nordic Walking Wettingen Parkplatz Huba Control, Würenlos, 18., 21. und 22. Februar, 8.45 bis 10 Uhr. Edlyn Brucker & Viviana González Méndez Edlyn Brucker und Viviana González Méndez verbindet, dass ihre Arbeiten eng verknüpft
sind mit der Umgebung, in der sie leben. Die Ausstellung in der Galerie im Gluri-Suter-Huus ist für beide Künstlerinnen zudem die erste institutionelle Einzelpräsentation in der Schweiz. Eintritt frei. Galerie im Gluri-Suter-Huus, Sonntag, 20. Februar, 11 bis 17 Uhr und Mittwoch, 23. Februar, 15 bis 18 Uhr. Vernissage: Edlyn Brucker & Viviana González Méndez Begrüssung: Philippe Rey, Präsident Kulturkommission Gemeinde Wettingen. Einführung: Sarah Merten, Leiterin Galerie im Gluri-SuterHuus. Galerie im Gluri-Suter-Huus, Sonntag, 20. Februar, 11 Uhr. «Montags-Jazz» im Winkelried Konzert der Bridge Pipers Jazzband. Eintritt frei, Kollekte. Essen ist ab 18 Uhr möglich. Telefonische Voranmeldung erwünscht unter Tel. 056 426 76 14. Restaurant Winkelried, Montag, 21. Februar, 20. bis 22 Uhr.
Es gibt wohl kein Einkaufszentrum, das mich so geprägt hat wie das Shoppi Tivoli. Als Kind war ich mit meinen Eltern und Grosseltern oft im Tivoli unterwegs. Für den wöchentlichen Lebensmittelgrosseinkauf hiess die Destination stets Spreitenbach. Dabei blieb es aber nicht. Ich erinnere mich noch gut an die Abstecher in die Zoohandlung im Dörfli, als ich die Häsli beim Rumhoppeln beobachtete und mir die Nase an den Aquarienscheiben platt drückte. Nicht vergessen werde ich auch die Spaziergänge an der frischen Luft vom einen Einkaufscenter ins andere, den Springbrunnen im Shoppi, das Softeis mit Schoggistreuseln oder die Hamburger von Cindys. Der Shopping-Tempel wandelte sich im Verlauf der Jahre. Doch auch als Teenager blieb ich ihm treu. Am Mittwochnachmittag hiess es «Gömer Shoppi» und so reisten die Kolleginnen und ich von Wettingen mit dem Bus an, um unsere Gutscheine in einer amerikanischen Fastfood-Kette loszuwerden, Kleider zu kaufen, die wir nicht brauchten, und beim Bummeln ein paar verpickelten Jungs einen schmachtenden Blick zuzuwerfen, um dann mit den Freundinnen mit hochrotem Kopf loszukichern. Ja, das Shoppi Tivoli ist für mich mit zahlreichen Erinnerungen verbunden. Und noch heute gehe ich gerne regelmässig dort einkaufen. Jetzt sind es vornehmlich Babykleider, Windeln und Esswaren. Wenn ich Glück habe, liegt manchmal aber auch das eine oder andere für mich im Einkaufswägeli. Dass ich seit mehr als drei Jahrzehnten an diesem Ort so viele schöne Erinnerungen sammeln darf, habe ich den Mitarbeitenden des Shoppi Tivoli zu verdanken, die im Hintergrund wirken. Dazu gehören auch der Sicherheitsbeauftragte Aleksandar Vasiljevic und sein Team. Und noch dankbarer bin ich, dass ich ihre Hilfe noch nie benötigt habe. Feedback an: sibylle.egloff@chmedia.ch