DIE GENERATION WECHSELT – DER ANSPRUCH BLEIBT: Offiz. Amtliches Publikationsorgan des Kreis 2 Limmattal für die Gemeinden Wettingen, Neuenhof, Killwangen, Spreitenbach und Würenlos Donnerstag, 16. Dezember 2021, 60. Jahrgang, Nr. 50
Verkauf abgewendet
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Ihre letzten Päckli für Rumänien
Die Postliegenschaft in Würenlos wird vorerst nicht veräussert. Das haben die Stimmberechtigten an Marlen Würsch und Margrit der Gemeindeversammlung am 7. Guertner beschenken seit Dezember entschieden. Sie erteilten dem Antrag des Gemeinderats, das 20 Jahren rumänische Gebäude an ein Baukonsortium zu Familien mit Weihnachtsverkaufen, eine Abfuhr, indem sie präsenten. Dieses Jahr zwei Rückweisungsanträgen zustimmten. Kritisiert wurden der endet die Tradition. tiefe Verkaufspreis und die fehlende Dringlichkeit. (sib) S. 14/15 SIBYLLE EGLOFF Es hat angefangen mit zwei, drei Päckli, die Marlen Würsch und Margrit Guertner rumänischen Familien zu Weihnachten schenkten. «Da sie so gut ankamen, kamen immer mehr dazu», erinnert sich Die Schulpflege wird per Ende Jahr Würsch. Dieses Jahr schicken die abgeschafft – so hat sich das Aar- beiden Killwangenerinnen die letzgauer Stimmvolk im Herbst des ten Präsente nach Osteuropa. Die letzten Jahres entschieden. Die Lim- Helfer der Organisation «Rumänienmatwelle fragt in allen Gemeinden Direkthilfe», welche den Transport nach, wie künftig die Führungs- durchführen, beenden altershalber struktur der Schulen aussehen wird ihren Einsatz. Und auch Würschs und was sich für wen ändert. In Kräfte lassen mit knapp 90 Jahren dieser Ausgabe: Die Schulen von nach. Das ganze Jahr war sie jeweils Wettingen, Spreitenbach und Wü- damit beschäftigt, die Geschenke S. 8/9 Noch einmal Bescherung: Margrit Guertner und Marlen Würsch (v. l.). Sibylle Egloff renlos. (rsz) S. 6/13/14 vorzubereiten.
Führungsstruktur der Schulen im Q&A
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Öffentliche Planauflage vom 17. Dezember 2021 bis 15. Januar 2022. Die öffentliche Auflage der Pläne erfolgt ausschliesslich online über www.wettingen.ch. Eine Einsichtnahme vor Ort kann nur in begründeten Fällen und nach vorheriger Absprache zugestanden werden. Allfällige Einwendungen sind im Doppel während der Auflagefrist dem Gemeinderat einzureichen. Sie haben eine Begründung und einen Antrag zu enthalten.
Bau- und Planungsabteilung
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Die Feuerwehr erhält ein neues Fahrzeug
Vor Kurzem hat die Feuerwehr ihr neues Fahrzeug eingeweiht.
Bereits am 4. Dezember konnte die Feuerwehr Wettingen ihr neues Pionier- und Atemschutzfahrzeug (PIF) in Empfang nehmen und einweihen. «Unser vorzeitiges Weihnachtsgeschenk», freut sich die Feuerwehr dabei. Ein PIF wird beim Löscheinsatz zum Transport von Material, Personal und Atemschutzgeräten gebraucht, erklärt der Wettinger Feuerwehrkommandant Oliver Gross. Mit dem PIF können sich zwei Atemschutztrupps während der Anfahrt ausrüsten. Das PIF entspreche neusten technischen Standards – dazu gehören auch Abgas- und Sicherheitsvorschriften. Das ist auch dringend nötig: Das neue PIF löst nämlich das fast 30-jährige Vorgängerfahrzeug ab, sagt Kommandant Gross. Die Einweihung markiert das Ende einer Periode, die vor rund 1,5 Jahren mit der Beschaffungskommission ihren Anfang genommen hatte. Ein Kreditantrag wurde vom Gemeinderat und danach vom Einwohnerrat abgenommen. Ausserdem habe das Fahrzeug mehr Platz für Einsatzmaterial und Werkzeuge als früher, so Gross weiter. Zudem funktioniere die komplette Fahrzeug- und Schadenplatzbeleuchtung mit LED. Neu fehle dem Fahrzeug aber der Heckkran. Abgesehen davon sei das Fahrzeug auf die aktuellen Einsatzverfahren der Feuerwehr Wettingen
Leuchtend rot: Das neue PIF erstrahlt in klassischer Feuerwehrfarbe.
zVg
abgestimmt worden, «sodass wir dank diesem Fahrzeug noch schneller und sicherer arbeiten können», heisst es bei der Feuerwehr. Jetzt steht die Ausbildung auf dem Terminkalender Als Nächstes werden die Feuerwehrleute zur Nutzung des neuen Fahrzeugs instruiert. Durchgeführt wird diese Ausbildung durch den Chassishändler Scania und den Aufbauer Toni Brändle AG direkt am Fahrzeug. «Danach werden die Fahrer in den jährlichen vorgeschriebenen Fahrübungen und an den Gruppenübungen weiter geschult», sagt Kommandant Gross. (rsz) Einfahrt des PIF.
Was 2022 in der Bibliothek anders wird In der Gemeindebibliothek Wettingen wird es auf das kommende Jahr einige Neuerungen geben. Eine Auflistung. Die Gemeindebibliothek bleibt ab Januar jeweils am Montag geschlossen. Die Bibliotheksabonnemente erfahren eine Anpassung: Neu profitieren Kinder und Jugendliche bei der Medienausleihe von einer einmaligen EinschreibeDie Abonnemente in der Bibliothek wer- gebühr von 5 Franken. Die Erden angepasst. Archiv wachsenen bezahlen neu einen
Jahresbeitrag von 30 Franken. Detaillierte Informationen zu den Abonnementsgebühren sind auf der Website www.wettingen.ch/ bibliothek zu finden. Neue Infotheke und Umstellung Ausleihsystem Die Gemeindebibliothek erhält zudem in den Winterferien 2022 eine neue Infotheke und stellt ihr Ausleihsystem um. Aus diesem Grund bleibt die Bibliothek in der Zeit vom 7. bis 21. Februar geschlossen. (zVg)
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WETTINGEN
Die Fraktion FDP muss sich an der heutigen Sitzung von einem Mitglied verabschieden, welches sich in den vergangenen 10 Jahren im Einwohnerrat mit viel Herzblut, Engagement und Überzeugung für Wettingen eingesetzt hat. Christian Pauli blieb sich als Mitglied der Fiko, Fraktionspräsident und zuletzt auch als höchster Wettinger immer treu, hat konsequent liberale Werte vertreten und die bürgerliche Politik in der Gemeinde nachhaltig geprägt. Die Fraktion wird seine reiche Erfahrung, aber auch seine offene und authentische Art sehr vermissen. Sie wünscht ihm und seiner Familie friedliche Festtage, alles Gute für die Zukunft und freut sich, wenn er wieder einmal als Gast auf der Bühne begrüsst werden darf. Die Solarenergie ist, neben Wind und Wasser, eine der erneuerbaren Energieträger, welche in der Schweiz gut genutzt werden können. Während die Windenergie in der Bevölkerung auf Widerstand stösst und neue Wasserkraftwerke oder Speicherseen eine sehr lange Realisierungszeit aufweisen, sind Solaranlagen weitgehend akzeptiert und vergleichsweise rasch realisierbar. Das Potenzial für Solarstrom in Wettingen beträgt gemäss Bundesamt für Energie 60,5 GWh pro Jahr. Die Fraktion freut sich, dass der Gemeinderat den Ball aufnimmt und bereit ist, zu eruieren, welche Dachflächen sich für gemeinschaftliche PV-Anlagen eignen würden, damit in Zukunft ein grösserer Teil dieses Potenzials ausgeschöpft werden kann. Die Fraktion freut sich, dass der Gemeinderat den Mehrwert einer einfachen und transparenten Informationspolitik in Bezug auf die Gemeindefinanzen sieht. Sie bedankt sich für die Entgegennahme ihres Postulates und ist überzeugt, dass die Umsetzung die Demokratie stärken kann. Die Fraktion FDP Wettingen bedankt sich bei all ihren Wählern für das Vertrauen und die Unterstützung während der vergangenen vier Jahre. Sie wünscht allen Einwohnerinnen und Einwohnern von Wettingen eine erholsame Weihnachtszeit und gute Gesundheit im neuen Jahr.
Die letzte Einwohnerratssitzung in diesem Jahr steht im Zeichen der Nachhaltigkeit in der Gemeinde. Die von der Fraktion Die Mitte CVP Wettingen eingereichte Motion betreffend die Anschaffung von gemeindeeigenen Elektrofahrzeugen ist zur Abschreibung vorgesehen. Die Mitte CVP plädiert dafür, dass der Gemeinderat die Chance nutzt, explizit auf Nachhaltigkeit zu setzen. In der Stellungnahme des Gemeinderates und dem Beschaffungsleitfaden fehlen der Mitte CVP das klare Bekenntnis zu Elektrofahrzeugen. Sie hält deshalb an der Entgegennahme ohne Abschreibung fest. Auch für Ladestationen für Elektrofahrzeuge setzt sich Die Mitte CVP mit einem Postulat ein. Zwei Ladestationen sind bereits erstellt. Die Fraktion bedankt sich für die Entgegennahme und hofft auf weitere Stationen auf Gemeindegebiet. Die Mitte unterstützt das Postulat für die Förderung von Photovoltaikanlagen auf öffentlichen und privaten Gebäuden. Ein weiteres Nachhaltigkeitsthema bringt das Postulat «Grün-Nutzungsfläche in Miniatur» von Ursi Depentor, Die Mitte CVP, ein. Der Gemeinderat soll prüfen, ob Dächer von Bushäuschen in einem Pilotprojekt als Grünflächen nutzbar sind. Die Fraktion bedankt sich für die Entgegennahme. Die Mitte CVP ist sensibilisiert für die Problematik, die Einwohnerrat Leo Scherer Kleiner in seiner Interpellation anspricht: Depression und Suizidgedanken unter Jugendlichen. Der Gemeinderat hält fest, dass die Aufstockung der Schulsozialarbeit im Jahr 2019 ein guter Entscheid gewesen sei. Besorgt ist Die Mitte CVP über die in ungenügender Anzahl vorhandenen Therapieplätze im Kanton und bedankt sich bei den scheidenden Einwohnerräten und dem Fiko-Präsidenten François Chapuis, René Bosshard, Markus Zoller und Beat Brändli für ihren Einsatz für Wettingen. Dem Gemeindeammann Roland Kuster gratuliert Die Mitte CVP zur ehrenvollen Wiederwahl und bedankt sich für die vielen positiven Rückmeldungen aus der Bevölkerung. Zur neuen Legislatur bildet Die Mitte CVP Wettingen mit der EVP eine Fraktionsgemeinschaft und tritt im Einwohnerrat künftig als «Mitte-Fraktion» auf.
Auf der Traktandenliste der letzten Einwohnerratssitzung dieser Legislaturperiode stehen sechs verschiedene Vorstösse, eingereicht allesamt im Jahr 2021 und aus Fraktionen, die im Wettinger Gemeinderat vertreten sind. Die Thematiken der verschiedenen Vorstösse schwanken aus Sicht der SVP-Fraktion zwischen unnötig und löblich. Was die SVP-Fraktion aber mit Erstaunen feststellt, ist, dass in der Gemeinde wichtige Vorstösse offenbar mehr als ein Jahr liegen gelassen werden können, obwohl sie für die Zukunft Wettingens hochrelevant sind. So haben Mitglieder der SVP-Fraktion am 20. November 2020 in einer Motion gefordert, dass der Gemeinderat in Zusammenhang mit der Limmattalbahn die Bevölkerung der Gemeinde aktiv miteinbeziehen soll. Dass man zu diesem für die Zukunft der Gemeinde wichtigen Thema aus dem Gemeindehaus mehr als ein Jahr lang einfach nichts hört, ist leider symptomatisch für den Zustand des politischen Wettingens. Bürgerliche Vorstösse werden bewusst vernachlässigt und mit System nicht priorisiert. Zudem herrscht seit vier Jahren Stillstand. Und die Prognosen sind schlecht, wird die Gemeinde doch auch in den nächsten vier Jahren vom weitgehend gleichen Personal regiert werden. Man braucht kein Prophet zu sein, um vorauszuahnen, wie sich Wettingen in vier Jahren präsentieren dürfte: deutlich höhere Steuern bei gleich viel oder noch mehr Schulden und weiter kräftig steigenden Abgaben und Gebühren. Kurz: Weniger (Attraktivität) für mehr (Geld, das Bürgern und Steuerzahlerinnen aus der Tasche gezogen wird). Die SVP-Fraktion bedankt sich bei ihrem Einwohnerrat Stefan Meier und ihrem GPK-Präsidenten (und Einwohnerrat) Thomas Wolf ganz herzlich für ihr langjähriges Engagement zugunsten der Bevölkerung. Beide prägten die Wettinger Politik in den letzten Jahren wesentlich mit. Die SVP-Fraktion wünscht allen Einwohnerinnen und Einwohnern einen schönen Advent, besinnliche Feiertage und einen schwungvollen Start in ein glückliches, gesundes 2022!
Aus der fundierten gemeinderätlichen Antwort auf die Interpellation von Leo Scherrer zum leider aktuellen Thema «Depressionen und Suizidgedanken bei Jugendlichen» zieht die Fraktion SP/WettiGrüen folgende Schlüsse: Die Probleme rund um das Thema «psychische Gesundheit» werden von der Schule Wettingen ernst genommen und angegangen. Die entsprechenden kantonalen Fachstellen sind am Anschlag, es gibt (zu) lange Wartezeiten. Aus den Zahlen ist deutlich erkennbar, wie die psychischen Probleme bei den Jugendlichen seit Beginn der Pandemie massiv zugenommen haben. Die Schulsozialarbeit ist unverzichtbarer denn je, sie leistet an Ort einen äusserst wichtigen Beitrag als niederschwellige Anlauf- und Früherkennungsstelle. Doch auch sie kommt an ihre Grenzen. Eine Motion der Mitte will, dass der Gemeinderat bei der Fahrzeugbeschaffung zwingend E-Fahrzeuge in die Evaluation einbezieht. Der Gemeinderat macht das bereits, wie dem ausführlichen Beschaffungsleitfaden zu entnehmen ist. Dieser verlangt, dass das Kriterium der ökologischen Nachhaltigkeit bei den Beschaffungen sämtlicher Waren und Dienstleitungen anzuwenden ist. Richtig so, findet die Fraktion SP/WettiGrüen. Der Ausruf des Klimanotstandes bedingt eine konsequente Priorisierung umweltfreundlicher Kriterien – nicht nur von der Gemeinde. In einem weiteren Vorstoss fordert die Mitte den Gemeinderat auf, den Bau von Ladestationen für E-Autos voranzutreiben. Der Umstieg von Benzinern auf EFahrzeuge ist grundsätzlich zu begrüssen, aber Ladestationen sollen primär Private erstellen. Ein viel wirksameres Mittel, die Umweltbelastung zu reduzieren, ist die massive Begrenzung des motorisierten Individualverkehrs. Wenn schon, wäre der Verzicht auf ein Auto zu belohnen, zum Beispiel mit einem Zustupf ans GA? Das Postulat der FDP, welches die Gemeinde (EWW) auffordert, Photovoltaikanlagen zu errichten und zur Verfügung zu stellen, unterstützt die Fraktion SP/WettiGrüen selbstverständlich, schliesslich fordert ein bereits überwiesenes Postulat von Andreas Leuppi (WettiGrüen) – unter anderem – genau das.
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LESERBILD
Die Fraktion EVP/Forum 5430 ist erfreut über die gute Aufnahme der Vorstösse. Drei davon zielen auf Fortschritte hin zur Energiewende. Die Förderung von Elektromobilität erachtet die Fraktion als nötig und zeitgemäss. Sie ist aber nur zielführend, wenn damit verbunden auch unser Mobilitätsverhalten ändert und der Langsamverkehr gezielt gefördert wird. Es bleibt zu hoffen, dass der neu gewählte Rat mit einer klar ökologischeren Ausrichtung eine solche Politik weiterverfolgt und zu spürbaren Veränderungen beiträgt. Die Fraktion unterstützt eine Förderung grosser Photovoltaikanlagen in Wettingen, da der Solarstrom dringend weiter ausgebaut werden muss. Es ist aber wichtig, klar zwischen privaten Investitionen und solchen des EW zu unterscheiden. Das EW soll koordinieren, damit die Investitionen von Privaten gemacht werden können. Zusätzlich zu neuen Anlagen muss der im letzten Jahr überwiesene Vorstoss zur Erhöhung der Einspeisevergütung für Solarstrom umgesetzt werden. Nur so können sich auch Private die Erstellung von kleineren Anlagen leisten. Mit Grossanlagen allein ist es nicht getan. Die Fraktion bedankt sich für die sehr detaillierte Beantwortung der Interpellation zur psychischen Gesundheit unter Jugendlichen. Der starke Anstieg der psychischen Krankheiten macht betroffen – erst recht, wenn Jugendliche ein halbes Jahr auf eine Behandlung in der Psychiatrie warten müssen. Es kann nicht sein, dass die Schulsozialarbeit diese Wartezeit überbrücken muss und zu wenig Ressourcen für ihre eigentlichen Aufgaben hat. Dies ist der letzte gemeinsame Fraktionsbericht. Leider zieht sich das Forum 5430 aus dem Einwohnerrat zurück und die EVP schliesst sich mit «Die Mitte CVP» zu einer neuen Fraktionsgemeinschaft zusammen. Die EVP bedankt sich herzlich für die sehr gute und langjährige Zusammenarbeit und schaut etwas wehmütig, aber auch dankbar auf die letzten Jahre zurück und wünscht Fränzi Widmer und Thomas Egloff sowie Christoph Fäs alles Gute.
Zum Legislaturabschluss stehen für die letzte Sitzung durchgehend Motionen und Postulate auf der Traktandenliste, welche die Zustimmung der Gemeinderäte wie auch der GLP finden. Die GLP-Fraktion unterstützt die Themen wie die Elektrifizierung der Fahrzeugflotte und den nötigen Aufbau der Infrastruktur mit Ladestationen. Ebenfalls ist es sinnvoll, Photovoltaikanlagen für die Stromproduktion zu fördern. Eine bessere Information betreffend Finanzen an die Steuerzahler und die Stimmbevölkerung hätte sich die Fraktion auch früher schon gewünscht. Es freut die GLP aber, dass das Thema aufgenommen wurde und dass der Gemeinderat gewillt ist, die Kommunikation und die Transparenz zu verbessern. Und auf die dereinst irgendwann begrünten Bushäuschen freuen sich nicht nur die Busbenützerinnen und -benützer, sondern auch viele kleine Tierarten, Vögel und Insekten. Die GLP Fraktion bedankt sich bei allen Beteiligten (Gemeinderat, Einwohnerrat, Parteien, Wählerinnen und Wählern) für das entgegengebrachte Vertrauen und für die gute Zusammenarbeit in den letzten vier Jahren. Für die nächste Legislatur ist die GLP bestens aufgestellt. Mit neu acht (statt vier) Einwohnerräten erhält die GLP für die nächsten vier Jahre mehr Gewicht. Unter der neuen Leitung von Manuela Ernst freut sich die GLP-Fraktion über die gewachsene Kompetenz und ist bereit für die Herausforderungen in den grünliberalen Themen. Die Grünliberalen wünschen allen schöne Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr.
Leserin Kathrin Bürgis hat beim Spaziergang diese Spiegelung in der Limmat fotografiert. Haben auch Sie ein tolles Sujet in der Region aufgenommen? Dann schicken Sie uns das Foto (im JPG-Format und in der Grösse von mind. 1 MB) an redaktion@limmatwelle.ch.
LESERBRIEF Reaktion auf Leserbrief von Markus Krebs vom 9. Dezember Die Anwohner der Wettinger Schartenstrasse melden mittlerweile schlechtere Lebensbedingungen aufgrund des höheren Verkehrsaufkommens. Wir Anwohner der Landstrasse können ein Lied davon singen. Aber was tun die Anwohner der Schartenstrasse erst, wenn die Landstrasse «goldig» saniert und der Verkehr einseitig über die Schartenstrasse umgeleitet wird? Es ist erschreckend, wie die «motorisierten Lawinen» allgemein in der Region zugenommen haben! Aber seitens Kanton und Gemeinde wird ja das Bevölkerungswachstum unterstützt! Und jeder weiss, dass erhöhtes Bauvorhaben und daraus resultierend erhöhte Bevölkerungsdichte nicht mit verkehrstechnisch ruhigem Wohnen vereinbar sind. Als 1972 die
Autobahnraststätte Würenlos eröffnet wurde, war das Konzept davon, dass die gebotene Gastronomie im dörflichen Stil daherkommt. Somit wurde diese auch für Einheimische zu einem Treffpunkt, wo sie die idyllische Dorfkulisse wiederfanden, welche bereits damals, bedingt durch den Bauboom im Limmattal, immer mehr verloren gegangen ist. Leider ist es seit damals noch schlimmer geworden. Wohn- und Lebensqualität bleiben wohl bald nur noch Versprechungen aus Architekturstudien auf grossen Reklametafeln, welche vor der nächsten zu bebauenden freien Fläche stehen. Die Verantwortung lag und liegt bei jedem von uns, mittels Abstimmung die richtigen Hebel in Bewegung zu setzen! Christian Vogelbacher, Wettingen
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WETTINGEN
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So funktioniert die neue Schule Mit dem neuen Jahr verschwindet die Institution der Schulpflege. Gemeinderat Sandro Sozzi (Die Mitte) sagt im Q&A, was sich nun ändern wird. ROBIN SCHWARZ
Was ist für den Gemeinderat die wichtigste Änderung? Sandro Sozzi: Der Gemeinderat übernimmt sämtliche Rechte und Pflichten der Schulpflege, das ist die wichtigste Veränderung. Was ist für die Eltern die zentralste Neuerung? Bei Uneinigkeit zwischen Eltern und Schule entscheidet nun der Gemeinderat und teilweise auch der Bezirksschulrat und nicht mehr die Schulpflege. Was ist die kontroverseste/schwierigste Entscheidung, die Sie treffen mussten? Bis jetzt hatten wir keine schwierigen Entscheidungen zu treffen. Gemäss dem neuen Gesetz könnte der Gemeinderat eine Schulkommission einsetzen, das hätte allenfalls zu Kontroversen führen können. Die Schule Wettingen hat aber sehr kompetentes Fachpersonal, daher haben wir keine zusätzliche Fachkommission eingesetzt. Die neue Führungsstruktur wurde vom Einwohnerrat und von den Elternräten gut aufgenommen. Womit ist die Schule zufrieden? Womit nicht? Die Bedürfnisse der Schulführung wurden abgeholt und sind in diesen Prozess eingeflossen. Eine Umfrage zur allgemeinen Zufriedenheit haben wir nicht gemacht. Im Verlauf des nächsten Jahres ist es vorgesehen, eine Überprüfung hinsichtlich Qualität und Zufriedenheit der neuen Führungsstruktur vorzunehmen.
Provisorische Schulcontainer der Bezirksschule. Wie verändert sich die Kommunikation zwischen Schule und Eltern? Für die Eltern bleiben die Ansprechpartner die gleichen wie vorher. In erster Linie kontaktieren sie die Lehrpersonen oder die Schulleitung. Der Gemeinderat soll nur in Ausnahmefällen involviert werden. Während der Abstimmung hatten die Gegner befürchtet, es könne zu einer Machtkonzentration auf einer Seite – Schulleitung oder Gemeinderat – kommen. Wie haben Sie sichergestellt, dass die Machtverteilung gelingt? Es gibt keine Machtkonzentration. Die Schulführung führt die Schule operativ, das war auch vorher so. Der Gemeinderat über-
Archiv/Robin Schwarz
nimmt die Rechte und Pflichten der Schulpflege und trägt die politische Verantwortung. Der Gemeinderat wird wie die Schulpflege vom Volk gewählt, somit verändert sich der Einfluss der Bevölkerung nicht. Die strategische Leitung der Schule gehört neu zu den Aufgaben des Gemeinderats. Das ist eine extrem ressourcenintensive Aufgabe. Wie hat man das geschafft? Die strategische Führung liegt nun beim Gemeinderat und wird nicht delegiert. Die Erarbeitung von strategischen Themen erfolgt in Zusammenarbeit mit der Schulführung. Um diese zu entlasten, haben wir eine Stabstelle geschaffen. Damit erhalten wir eine kompetente Unterstützung. Sandro Sozzi, Gemeinderat.
Archiv
ZUR NEUEN FÜHRUNGSSTRUKTUR DER VOLKSSCHULE Es war ein historischer Entscheid, als sich das Aargauer Stimmvolk 2020 mit 58 Prozent dazu entschieden hatte, die Schulpflege abzuschaffen und damit die Führungsstrukturen neu aufzurollen. Arbeitsgruppen haben in allen Gemeinden seither daran gearbeitet, Ressourcen neu zu verteilen, neue Prozessabläufe und Verantwortlichkeiten zu definieren. Denn neu
wird ab 2022 direkt der Gemeinderat über schulische Belange entscheiden, da ihm die Aufgaben der Schulpflege zukommen. Der Fahrplan für die Neuorganisation galt im Vorfeld als ambitioniert. Dies, weil die ursprünglich für Mai 2020 geplante Abstimmung wegen der Coronakrise nicht stattfinden konnte und auf den September 2020 verlegt wurde.
Bildungsdirektor Alex Hürzeler (SVP) gab sich nach der Abstimmung aber mit dem Resultat zufrieden. Das Thema sei schon seit 2006 im Raum gestanden, daher sei er zufrieden, dass man jetzt eine Antwort gefunden habe, wie es mit der Schule nun weitergehen solle. Überlassen hatte man den Gemeinden zum Beispiel die Entscheidung, ob
man eine Schulkommission oder eine Delegation für beschwerdefähige Entscheide einführen wolle. Die Limmatwelle-Gemeinden haben an den Gemeindeversammlungen ihre Schulpflegemitglieder verabschiedet. Im Q&A verrät Gemeinderat Sandro Sozzi (Die Mitte), wie die Neuorganisation in Wettingen funktioniert.
NEUENHOF
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AUS DEM GEMEINDERAT
Autofans bei einem (legalen) Tuning-Treffen.
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Repol kämpft gegen den Lärm der Autoposer Autoposer gegen Bevölkerung: So geht die Polizei gegen Tuning-Sünder vor.
Autoposer, die mit Boliden mit getunten Auspuffen für viel Lärm sorgen – sie sind ein Ärgernis für die Bevölkerung. So jedenfalls eine Klage an der vorletzten Gemeindeversammlung in Neuenhof. Für Gemeindeammann Martin Uebelhart (Die Mitte) Grund genug, um an der vergangenen Gemeindeversammlung wieder darauf zu reagieren. Man habe, so Uebelhart, mehrere Verfahren gegen Autoposer «erfolgreich abgeschlossen», informierte der Gemeindeammann. Nun schreibt die «Aargauer Zeitung», wie die Regionalpolizei Wettingen-Limmattal gegen die Lärmsünder vorgegangen ist. Roland Jenni, Leiter der Repol, bestätigte gegenüber der «AZ», es habe «einige Tuning-Verfahren» gegeben. Es gehe dabei um rund zehn Strafverfahren, so Jenni. «Es sind grössere und kleinere Fälle von Tuning oder Lärmver-
stössen.» Besonders an den Hauptverkehrsachsen würden sich die Autoposer tummeln, erklärte Jenni. «In Wettingen ist dies wohl die Landstrasse und in Neuenhof die Zürcherstrasse», so der Repol-Chef. Aber auch an Tankstellenshops und Autobahnraststätten finde man entsprechende Fahrzeugkategorien. Getunte Autos würden von der Polizei auf Fahrmodus und Auspuffanlage überprüft. «Bei illegalen Abänderungen, markantem Lärm oder Ausrüstungsverstössen werden die Fahrzeuge sichergestellt», sagt Jenni. Es folge eine Untersuchung durch Fachleute, um dann einen Strafbefehl gegen den Tuner auszustellen. Allerdings könne es auch ohne technische Expertise zu einer Anzeige kommen, etwa, wenn ein Autoposer unnötigen Lärm beim Beschleunigen verursacht. Im Sommer habe die Regionalpolizei zudem einen Mitarbeiter in eine Taskforce der Kantonspolizei geschickt, der dort eine mehrmonatige Ausbildung zum Thema durchführte. (rsz)
Zeugenaufruf der Kantonspolizei Am Montag prallte in Wettingen ein Auto gegen einen Fussgänger. Der 88-Jährige befindet sich in kritischem Zustand im Spital. Die Kantonspolizei sucht Augenzeugen. Der Unfall ereignete sich um 14.40 Uhr auf der Märzengasse in Wettingen. In einem schwarzen Renault Twingo war ein 20-Jähriger auf dieser
Innerortsstrasse in Richtung Landstrasse unterwegs. Zur gleichen Zeit wollte ein Senior bei der Verzweigung Dorfstrasse die Fahrbahn überqueren. In der Folge erfasste der Wagen den Fussgänger frontal und schleuderte ihn zu Boden. Noch ist die Unfallursache nicht restlos geklärt. Die Kantonspolizei Aargau hat ihre Ermittlungen aufgenommen.
Öffnungszeiten der Verwaltung während Weihnachten und Neujahr Die Gemeindever waltung Neuenhof bleibt vom Donnerstag, 23. Dezember, 16 Uhr bis und mit Sonntag, 2. Januar 2022, geschlossen. Ab Montag, 3. Januar 2022, ist man gerne wieder für die Bevölkerung da. Die Pikettdienstnummern werden rechtzeitig in der Limmatwelle publiziert. Der Gemeinderat wünscht der Bevölkerung eine besinnliche Adventszeit. Liberalisierung Kaminfegerwesen Das Kaminfegerwesen im Kanton Aargau wird per 1. Januar 2022 liberalisiert. Es wird neu nicht mehr durch die Gemeinden entschieden, wer die wärmetechnischen Anlagen prüft, reinigt und kontrolliert, sondern die Gebäudeeigentümerschaft kann ihren Kaminfeger/Kontrolleur gemäss Zulassungsliste der Aargauischen Gebäudeversicherung selbst wählen. Für die Unterhalts- und Reinigungspflicht ist die Eigentümerschaft selbst verantwortlich. Der Kanton Aargau sowie die Gebäudeversicherung halten an den Fristen der Reinigungspflicht fest. Die Anlagen müssen weiterhin nach Vorgaben des Herstellers und den Empfehlungen in zweckmässigen Abständen gereinigt und unterhalten werden. Wartungsarbeiten durch Servicefachfirmen ersetzen nicht die regelmässige Kontrolle durch die Aar-
gauer Kaminfegerin bzw. den Aargauer Kaminfeger. Wer im Schadenfall keinen Nachweis des Kaminfegers erbringen kann, so kann die AGV (Aargauische Gebäudeversicherung) Kürzungen vornehmen oder den Schadenfall sogar ablehnen. Wer weiterhin die bis anhin von der Gemeinde Neuenhof gewählte Kaminfeger Knöpfel GmbH beauftragen will, muss nichts unternehmen. Man erhält weiterhin wie gewohnt turnusgemäss einen Terminvorschlag für die fälligen Kaminfegerarbeiten und Feuerungsund Abgaskontrollen direkt von der Kaminfeger Knöpfel GmbH. Baugesuch Die Baubewilligung wurde erteilt an: die Eheleute Ruth und Marcel Frei, Schulstrasse 12, Neuenhof, für ein Vordach aus Glas, auf der Parzelle Nr. 2210, Schulstrasse 12, in Neuenhof. Publikation von Gesuchen um ordentliche Einbürgerung Folgende Personen haben bei der Gemeinde Neuenhof ein Gesuch um ordentliche Einbürgerung gestellt: Fatjona Badalli, 1996, kosovarische Staatsangehörige, Hardstrasse 97, Neuenhof; Valmira Shala Kolgeci, 1989, kosovarische Staatsangehörige, Alte Zürcherstrasse 24, Neuenhof, mit den Kindern Rilind (2012) und Rijon (2019). Jede Person kann innert 30 Tagen seit der amtlichen Publikation dem Gemeinderat eine schriftliche Eingabe zum Gesuch einreichen. Diese Eingaben können sowohl positive wie negative Aspekte enthalten. Der Gemeinderat wird die Eingaben prüfen und in seine Beurteilung einfliessen lassen.
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KILLWANGEN/SPREITENBACH AUS DEM GEMEINDERAT
Nach 3000 Päckli geht die Marlen Würsch und Margrit Guertner schicken gemeinsam mit ihren Helfern am Samstag die letzten Weihnachtsgeschenke nach Rumänien. SIBYLLE EGLOFF
Verkauf beim Werkgebäude.
Archiv
Christbaumverkauf Der diesjährige Christbaumverkauf findet am Samstag, 18. Dezember, von 9 bis 11.30 Uhr beim Werkgebäude in Killwangen statt. Baubewilligungen Der Gemeinderat hat folgende Baubewilligungen erteilt: Bedzeti Irhan, Buechbühlstrasse 15a, 8956 Killwangen, für den Einbau eines Whirlpools auf der Terrasse, Parz.-Nr. 1148, Buechbühlstrasse 15c; Taing Andrea und Seav, Rütihaldenstrasse 23, 8956 Killwangen, für den Ausbau des Erdgeschosses und den Ersatz der Ölheizung durch eine Wärmepumpe, Parz.-Nr. 381, Schürweg 1; Einwohnergemeinde Killwangen, Schürweg 2, 8956 Killwangen, für den Neubau von 6 Parkplätzen, Parz.-Nr. 426, Buechbühlstrasse. Änderung Öffnungszeiten Sammelstelle Brühlstrasse per 1. Januar 2022 Aufgrund einer Lärmbeschwerde betreffend die Sammelstelle an der Brühlstrasse hat der Gemeinderat ein entsprechendes kostenpflichtiges Lärmgutachten erstellen lassen. Dieses zeigt auf, dass der Beurteilungspegel der Sammelstelle an der Brühlstrasse 2 unter dem Planungswert liegt. Dies wiederum bedeutet, dass keine störenden Auswirkungen der Sammelstelle auf die umliegenden lärmempfindlichen Räume zu erwarten sind. Der Gemeinderat prüfte dennoch (Vorsorgeprinzip) verschiedene Möglichkeiten, um die Lärmemissionen zu reduzieren, und hat entschieden, die Öffnungszeiten der Sammelstelle um eine Stunde zu verkürzen. Dies ergibt ab 1. Januar 2022 folgende Öffnungszeiten: Montag bis Samstag: 7 bis 12 Uhr und 13 bis 19 Uhr. Sonn- und Feiertage: geschlossen.
Bis zur Decke hoch stapeln sich liebevoll verpackte Weihnachtspäckli im Mehrzweckraum der Siedlung Zelgmatt in Killwangen. Sage und schreibe 249 sind es an der Zahl. Man könnte fast meinen, man befinde sich in der Stube des Christkindes. Marlen Würsch und Margrit Guertner blicken mit einem zufriedenen Lächeln auf die vielen Geschenke. Sie haben die Präsente mit fleissigen Helferinnen in den vergangenen zwei Wochen eingepackt. Darin befinden sich Puppen, Kleider sowie Spielsachen. «Und in jedem Paket hat es eine Schoggi, eine Zahnbürste, eine Zahnpaste, eine Seife, ein Heft und Farbstifte», sagt Marlen Würsch. Am Samstag werden Päckli abgeholt Beschert werden damit kinderreiche Familien in Ostrumänien, die sich keine Weihnachtsgeschenke leisten können. Am Samstag, 18. Dezember, werden die Pakete mit einem Lieferwagen der Hilfsorganisation «Rumänien-Direkthilfe» abgeholt und rechtzeitig bis zum Fest nach Rumänien transportiert. Würsch war das ganze Jahr damit beschäftigt, die Geschenke vorzubereiten. «Ich erhalte ganz viele Waren und lese dann aus, was noch
brauchbar und schön ist», sagt die 89-jährige Killwangenerin. Schon das beanspruche viel Zeit und Platz. Doch damit nicht genug. Würsch nähte auch Decken, Hosen, Jäckchen, Etuis sowie Kleidchen, Schürzen, Lätzli und Täschli. «Für die Puppen habe ich zudem eine erste und eine zweite Garnitur genäht. Sie nützen ja nichts, wenn man sie nicht anziehen kann», sagt die Seniorin und lacht. Margrit Guertner kümmerte sich derweil um die Organisation, das Administrative und hielt den Einsatz und die Arbeit fotografisch fest. Über 3000 Päckli verschenkt Bereits seit 20 Jahren verschreiben sich die Frauen der Aktion. Über 3000 Weihnachtspäckli konnten sie und die vielen Helferinnen bereits nach Rumänien schicken. «Alles hat mit zwei, drei Päckli angefangen. Da sie so gut ankamen, kamen immer mehr dazu», erinnert sich Würsch. Sie zögerte nicht, sich für die Familien einzusetzen. «Es ist ein Akt der Nächstenliebe. Diese Menschen haben teilweise nicht mal Strom oder fliessendes Wasser, während wir in unseren warmen Stuben sitzen. Sie sollen wenigstens an Weihnachten etwas haben, worauf sie sich freuen können», so Würsch. Diese schöne Tradition geht dieses Jahr jedoch zu Ende. «Leider sind einiger Helferinnen und Helfer der Organisation ‹RumänienDirekthilfe› schon längst pensioniert und wollen das erreichte Alter noch geniessen können. Deshalb findet danach kein Trans-
Lastwagen voll: Dank vielen Helfern fanden port mehr statt», erzählt Guertner. Man höre mit einem weinenden und einem lachenden Auge auf, so die 74-Jährige. Die Kraft lässt nach «Es stimmt für mich, dass es fertig ist. Ich werde in zwei Monaten 90, meine Kraft lässt nach», sagt Würsch. Sie habe diese Aufgabe sehr gerne gemacht, sei mit Leib und Seele dabei gewesen. «Ich möchte mich bei allen herzlich be-
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Das Baugesuch liegt vom 16. Dezember 2021 bis 24. Januar 2022 während den ordentlichen Schalteröffnungszeiten öffentlich auf der Gemeindekanzlei zur Einsichtnahme auf. Einsprachen sind innert der Auflagefrist an den Gemeinderat Killwangen zu richten. Eine Einsprache hat schriftlich zu erfolgen und muss einen Antrag sowie eine Begründung enthalten.
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Tradition zu Ende
die Päckli den Weg ans Ziel.
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AUS DEM GEMEINDERAT Adventsfensterrundgang – Abgesagt In der letzten Limmatwelle vom 9. Dezember ist zum Rundgang am 23. Dezember mit anschliessendem Apéro eingeladen worden, um die 23 hübsch gestalteten Adventsfenster im Dorf zu bestaunen. Aufgrund der aktuellen Pandemiesituation muss der Anlass leider auch dieses Jahr abgesagt werden. Selbstverständlich ist es möglich, individuell einen Rundgang zu unternehmen. Die Bevölkerung wird dazu eingeladen, dies über die Festtage im kleinen Rahmen – alleine oder zusammen mit der Familie – zu machen. Die Route verläuft vom «Sprützehüsli» via Chilegass – Kirchstrasse – Wigartestrasse – Eichstrasse – Schmittegasse – Alte Bahnhofstrasse – Poststrasse – Althaustrasse – Althauweg bis zur Dorfstrasse. Die Fenster werden bis ca. 6. Januar 2022 zu sehen sein. Besten Dank für das Verständnis.
zVg
danken, welche die Aktion unterstützt haben. Sei es finanziell oder handwerklich», sagt Würsch. Froh ist Guertner, dass die Situation in Rumänien mittlerweile etwas besser ist. «Die Direkthilfe hat Früchte getragen, Schulen und Bauernhöfe wurden aufgebaut, die Jugendlichen erhielten Ausbildungen.» Und so freuen sich die beiden nun noch auf das allerletzte Mal, dass sie Christkind für rumänische Kinder Auslegeordnung: Marlen Würsch liest sein dürfen. die brauchbaren Waren aus. zVg
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Sicherheitsdienst Leider hat der Vandalismus auf den Schulanlagen in jüngster Vergangenheit stark zugenommen. Vereinzelt ist es auch zu indirekten Bedrohungen durch Jugendliche gekommen, auch vor dem Jugendtreff. Diese Vorfälle können nicht toleriert werden. Der Gemeinderat hat deshalb entschieden, einen
externen Sicherheitsdienst mit der Kontrolle und Überwachung öffentlicher Anlagen zu beauftragen. In den nächsten Wochen und Monaten werden Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma Kontrollen durchführen. Hauptziel ist die Prävention, bei Gesetzesverstössen wird aber auch Anzeige erstattet. Bibliothek Die Gemeindebibliothek bleibt vom 24. Dezember bis 3. Januar 2022 geschlossen. Am 4., 5., und 6. Januar 2022 ist die Bibliothek jeweils am Nachmittag geöffnet. Ab 11. Januar 2022 gelten wieder die normalen Öffnungszeiten. Ressortverantwortlichkeiten Der Gemeinderat hat die Ressortzuteilung für die neue Amtsperiode 2022– 2025 vorgenommen. Die zugeteilten Ressorts bleiben unverändert und sind auf der Website der Gemeinde Spreitenbach unter «Politik/Gemeinderat» zu finden. Termine 18. Dezember bis 9. Januar 2022: Weihnachtsschulferien; 24. Dezember bis 2. Januar 2022: die Gemeindeverwaltung bleibt geschlossen, Pikettdienste sind auf www.spreitenbach.ch einsehbar; 10. Januar 2022, 17 Uhr: unentgeltliche Rechtsauskunft.
WANDERGRUPPE SPREITENBACH Besuch bei la belle Gilberte à Courgenay Am frühen Mittwochmorgen, 24. November, standen 35 Personen auf dem Bahnhof Killwangen bereit, um die Reise zu Gilberte de Courgenay in Angriff zu nehmen. Mit Umsteigen in Aarau und Biel war man nach rund zweieinhalb Stunden Bahnfahrt in Porrentruy angekommen. Und nun wurde zu einem kurzen Rundgang durch das historische Städtchen gestartet, bei welchem Bürgerhäuser im barocken, gotischen und neoklassizistischen Stil zu bewundern waren. Danach marschierte man weiter Richtung Courgenay, durch Feld und Wald. Bald darauf kam das Hôtel de la Gare, wo im wunderschön renovierten Saal zu Mittag gegessen wurde. Überall waren Fotos und alte Bilder zu bestaunen, welche an die Zeit erinnerten, als hier im Jahre 1941 der legendäre Film mit Annemarie Blanc als Gilberte gedreht wurde. Zum Nachtisch folgte einmal nicht der obligate Kaffee, sondern der Auftritt von einem ad hoc ge-
Im Saal des Hôtel de la Gare wurde zu Mittag gegessen. zVg bildeten «Chörlein» aus Mitgliedern der Wandergruppe, welche das Lied von der «Gilberte de Courgenay» sangen. Begeistert wurde beim Refrain mitgesungen und der Vortrag zum Schluss mit einem kräftigen Applaus bedacht. Bald darauf marschierte die Gruppe wieder zum Bahnhof, um die Heimreise anzutreten. Diesmal ging die Fahrt das Laufental hinauf bis nach Basel und von dort mit Umsteigen in Olten und Aarau zurück nach KillwangenSpreitenbach. (zVg)
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Pikettdienst Gemeindeverwaltung während Feiertagen Vom Freitag, 24. Dezember 2021 bis und mit Freitag, 31. Dezember 2021 bleiben sämtliche Büros der Gemeindeverwaltung und des Werkhofes geschlossen. In dringenden Fällen können erreicht werden: Regionalpolizei:
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WOCHE NR. 50 DONNERSTAG, 16. DEZEMBER 2021
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Ortsgeschichte erlebbar machen Silvia Mötteli will das Ortsmuseum Spreitenbach gemeinsam mit Museumspädagogen wiederbeleben. Bis zur 900-Jahr-Feier der Gemeinde 2024 soll das Projekt beendet sein.
tenbach als mögliche künftige Nutzerin des Ortsmuseums miteinbezogen wird. «Vom Lehrplan her gibt es einige Themen, die in diesem Rahmen abgedeckt werden könnten. So zum Beispiel die Ortsgeschichte oder auch die Industrialisierung», erklärt Mötteli, die in Wohlen unterrichtet. Wichtig sei auch, zu wissen, ob bei der Bevölkerung überhaupt das Bedürfnis besteht, sich an diesem Ort über die Geschichte des Dorfs zu informieren. Denkbar sei zudem auch eine Zusammenarbeit mit Nachbargemeinden und beispielsweise die Schaffung eines regionalen Ortsmuseums. Für Mötteli ist es indes ein Anliegen, dass sich die Neuausrichtung an den heutigen Standards an ein Museum ausrichtet. «Es sollen nicht nur Gegenstände ausgestellt werden, sondern viel mehr soll den Besuchern eine Erlebniswelt geboten werden, in der sie interaktiv sein können.»
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Versteckt am Ende des Spycherwegs, umringt von Mehrfamilienhäusern steht der Spycher im Spreitenbacher Dorf kern. Genutzt wird das Gebäude seit den 1970er-Jahren als Ortsmuseum der Gemeinde. Die Sammlung mit historischen Gegenständen und Plänen wurde vom Spreitenbacher Lehrer Kurt Wassmer und seinen Schülern angelegt und von ihm und später von Adelheid Hürzeler betreut. Doch schon seit einiger Zeit finden keine Führungen und Besuche mehr statt. «Das Ortsmuseum liegt altershalber brach. Die Personen, welche die Führungen organisierten, wie etwa alt Gemeindepräsident Ruedi Kalt, sind im fortgeschrittenen Alter und können die Aufgaben nicht mehr übernehmen», sagt Silvia Mötteli. Die Spreitenbacherin und Schwester von Gemeindepräsident Markus Mötteli (Die Mitte) will das Museum nun wiederbeleben. Ortsgeschichte liegt ihr am Herzen «Ich bin in Spreitenbach aufgewachsen und das Dorf und seine Ortsgeschichte liegen mir am Herzen», sagt die Primarlehrerin. «2024 steht die 900-Jahr-Feier Spreitenbachs an.
Momentan ungenutzt: Das Ortsmuseum im alten Spycher. Es wäre schön, wenn wir bis dahin unsere Ortsgeschichte wieder so zugänglich machen könnten, dass sie attraktiv ist.» Mötteli wandte sich mit ihrer Idee an ihren Bruder und dieser an die Ortsbürgerinnen und Ortsbürger, welche den Betrieb des Ortsmuseums finanziell unterstützen. Sie stiessen auf offene Ohren. «In einem ersten Schritt geht es nun darum, abzuklären, ob es sich überhaupt lohnt, das Ortsmuseum
auf den neusten Stand zu bringen, oder ob die Ortsgeschichte in einer anderen Form aufgearbeitet werden könnte, zum Beispiel mit einem Lehrpfad und Tafeln im Dorf. Wäre dies der Fall, müsste man sich ebenso überlegen, wie man das Gebäude sonst nutzen könnte», sagt Mötteli. Schule auch miteinbeziehen Ihr Wunsch wäre es, dass bei diesem Prozess auch die Schule Sprei-
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Mitte 2022 soll Konzept bereit sein Unterstützt bei den ersten Abklärungen wird Mötteli vom Badener Büro Imraum, welches bereits für andere Ortsmuseen Konzepte für Neuausrichtungen und Ausstellungen entwarf. Dafür sprach die Ortsbürgerkommission einen Betrag von 20 000 Franken. «Zu einem späteren Zeitpunkt werden wir dann auch eine Arbeitsgruppe benötigen, welche sich einbringt», so Mötteli. Mitte 2022 soll das neue Konzept fertig sein, welches zeigt, wie die Zukunft des Ortsmuseums Spreitenbach aussieht.
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SPREITENBACH
WOCHE NR. 50 DONNERSTAG, 16. DEZEMBER 2021
Neue Schulführung im Q&A Ende Jahr wird die Institution Schulpflege abgeschafft. Wie die neue Führungsstruktur in Spreitenbach funktioniert, sagt Gemeinderätin Doris Schmid (FDP). ROBIN SCHWARZ
Was ist für den Gemeinderat die wichtigste Änderung? Doris Schmid: Die strategische und die finanzielle Führung liegen ab dem 1. Januar in einer «Hand». Somit werden die «Wege» kürzer und direkter. Da der Gemeinderat Spreitenbach praktisch alle delegierbaren operativen Arbeiten der Schulleitung übergibt, hat er sich neu nebst strategischen Schulthemen hauptsächlich um die Führung der Schulleitung sowie um alle Themen rund um Personaltrennungen zu kümmern. Was ist für die Eltern die zentralste Neuerung? Wenn alles «normal» läuft, merken die Eltern von der Abschaffung der Schulpflege und der damit verbundenen Einführung der neuen Führungsstrukturen eigentlich nichts. Nur wenn sie gegen beschwerdefähige Entscheide Einspruch erheben, beispielsweise gegen eine Übertrittsempfehlung an die Oberstufe oder gegen ein abgelehntes Urlaubsgesuch, dann reden sie künftig nicht mehr mit einem Mitglied der Schulpflege, sondern mit der Schulleitung. Oberste Prämisse dabei: Das rechtliche Gehör führt eine neutrale Schulleitungsperson, Entscheide fällt die sechsköpfige Schulleitung gemeinsam in ihrer wöchentlichen Konferenz.
Das Schulhaus Boostock in Spreitenbach.
Severin Bigler/Archiv
Was ist die kontroverseste/schwierigste Entscheidung, die Sie treffen mussten? Alle Entscheidungen wurden durch eine Arbeitsgruppe, in welcher Schulpflege, Schulleitung und Gemeinderat vertreten waren, vorbereitet und durch den Gesamtgemeinderat verabschiedet. So waren alle Entscheide breit abgestützt. Womit ist die Schule zufrieden? Womit nicht? Alle Entscheide wurden mit der Schule zusammen erarbeitet, was Doris Schmid, Gemeinderätin. Archiv zu einer grossen Zufriedenheit auf beiden Seiten führt. Machtkonzentration auf einer Seite – Schulleitung oder Gemeinderat – komWie verändert sich die Kommunikation men. Wie haben Sie sichergestellt, dass zwischen Schule und Eltern? Die Kom- die Machtverteilung gelingt? An der munikation zwischen Schule und Schule Spreitenbach entscheidet imEltern verändert sich nur marginal. mer die sechsköpfige SchulleitungsLetztlich ist es wie in Frage zwei: Nur konferenz. So ist jeder Entscheid in Fällen, in denen bisher die Schul- breit abgestützt. Befangenheit und pflege einen Brief nach Hause schick- Willkür sind damit ausgeschlossen. te, kommt dieser neu von der Schulleitung. Der allergrösste Teil der El- Die strategische Leitung der Schule ternkommunikation aber läuft wie gehört neu zu den Aufgaben des bisher auf den bekannten Kanälen Gemeinderats. Das ist eine extrem über die Klassenlehrpersonen. ressourcenintensive Aufgabe. Wie hat man das geschafft? Die Zukunft Während der Abstimmung hatten die wird zeigen, wie ressourcenintensiv Gegner befürchtet, es könne zu einer die Aufgaben sein werden.
ZUR NEUEN FÜHRUNGSSTRUKTUR DER VOLKSSCHULE Es war ein historischer Entscheid, als sich das Aargauer Stimmvolk 2020 mit 58 Prozent dazu entschieden hatte, die Schulpflege abzuschaffen und damit die Führungsstrukturen neu aufzurollen. Arbeitsgruppen haben in allen Gemeinden seither daran gearbeitet, Ressourcen neu zu verteilen, neue Prozessabläufe und Verantwortlichkeiten zu definieren. Denn neu wird ab 2022 direkt der Gemeinderat über schulische Belange entscheiden, da ihm die Aufgaben der
Schulpflege zukommen. Der Fahrplan für die Neuorganisation galt im Vorfeld als ambitioniert. Dies, weil die ursprünglich für Mai 2020 geplante Abstimmung wegen der Coronakrise nicht stattfinden konnte und auf den September 2020 verlegt wurde. Bildungsdirektor Alex Hürzeler (SVP) gab sich nach der Abstimmung aber mit dem Resultat zufrieden. Das Thema sei schon seit 2006 im Raum gestanden, daher sei er zufrieden, dass man jetzt eine Ant-
wort gefunden habe, wie es mit der Schule weitergehen solle. Überlassen hatte man den Gemeinden zum Beispiel die Entscheidung, ob man eine Schulkommission oder eine Delegation für beschwerdefähige Entscheide einführen wolle. Die Limmatwelle-Gemeinden haben an den Gemeindeversammlungen ihre Schulpflegemitglieder verabschiedet. Im Q&A verrät Gemeinderätin Doris Schmid (FDP), wie die Neuorganisation in Spreitenbach funktioniert.
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MEDIENTIPP Zum Roman von Gillian Best «Martha und das Meer», Droemer Verlag 2019. Als 10-Jährige fällt Martha unfreiwillig vom Pier ins Meer. Es ist dieser Schlüsselmoment, welcher ihre unendliche Liebe zum Meer und zum Schwimmen einläutet. Ein Freund der Familie bringt ihr das Schwimmen bei und sie verbringt jede freie Minute im Meer. Viel später, nach der Heirat mit John und der Geburt ihrer beiden Kinder Ian und Harriet, kümmert sich Martha um Mann, Kinder und Haushalt. Ihre Sehnsucht nach dem Meer, dem Schwimmen verdrängt sie zehn Jahre lang, bis es zum Eklat kommt und sich Martha in die Fluten wirft. Sie will aus dem Hamsterrad ausbrechen, sie will sich spüren, sie will schwimmen. Und sie will den Ärmelkanal durchqueren. Zum Glück merkt John, dass er seine Frau nicht aufhalten kann, und unterstützt sie fortan in ihrer Leidenschaft. Das Alter macht auch vor Martha und John nicht Halt. Beide erkranken schwer und während die Krankheiten fortschreiten, werden Rückblicke in ihr Leben eingeblendet. Der Roman ist weit mehr als die Geschichte über Marthas Leben, sondern er zeigt viele Facetten des menschlichen Lebens. Ein Buch über drei Generationen von Frauen, über die richtigen und die falschen Entscheidungen und über den Mut zur Selbstbestimmung. Martha hat ihre Familie geliebt. Wahre Freiheit hat sie nur im Meer gefunden. Der Medientipp der Gemeindebibliothek Spreitenbach erscheint in loser Folge.
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WÜRENLOS
Gmeind Das Stimmvolk wehrte sich erfolgreich gegen den Postverkauf. Umstritten war der Zusatzkredit fürs Gemeindehaus. Der Gemeindeammann spielte dabei das Zünglein an der Waage. Die Würenloser Schule erhält ebenfalls eine neue Führungsstruktur.
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Neue Schulstruktur im Q&A Wie die Schule nach dem Wegfall der Schulpflege geführt wird, erklärt Gemeinderätin Barbara Gerster (Die Mitte). ROBIN SCHWARZ
Was ist für den Gemeinderat die wichtigste Änderung? Barbara Gerster: Ab dem 1. Januar 2022 übernimmt der Gemeinderat die Gesamtverantwortung. Alle Kompetenzen und Aufgaben der Schulpflege werden an ihn übertragen. Die Entwicklung und die Führung der Schule über Strategie und Finanzen erfolgen künftig aus einer Hand. Neu wird die Schulleitung direkt dem Gesamtgemeinderat unterstehen. Der Gemeinderat und die Schulleitung werden enger zusammenarbeiten und die Schule wird enger in die Organisation der Gemeinde eingebunden. So ist die Schulleitung neu Mitglied in der Geschäftsleitung. Würenlos hat sich von Anfang an für das Modell mit einer Schulkommission entschieden. Was ist für die Eltern die zentralste Neuerung? Für die Eltern gibt es keine grossen Änderungen. Die ersten Ansprechpersonen für schulische Fragen sind weiterhin die Lehrpersonen und die Schulleitungen. Die Schulleitung hat weiterhin die operative Führung und wird gestärkt. Neu wird zum Beispiel bei Uneinigkeit über einen Laufbahnentscheid (wie ein Übertritt an die Bezirksschule oder die Sekundarschule) anstelle der bisherigen Schulpflege der Gemeinderat entscheiden.
ob es sinnvoll ist, eine ständige Schulkommission einzusetzen. Würenlos hat sich für die Einsetzung einer Schulkommission entschieden. Kommissionen sind in Würenlos bewährt und verankert. So haben bei uns sämtliche Ressorts eine eigene Kommission. Beispiele sind insbesondere die Sozialkommission und die Baukommission. Die Schulkommission unterstützt den Gemeinderat in der Vorbereitung relevanter schulischer Sachgeschäfte. Womit ist die Schule zufrieden? Womit nicht? In Würenlos ist die jetzige Zusammenarbeit zwischen der Schulleitung, dem Gemeinderat und den übrigen Akteuren der Schule konstruktiv und gut. Im Rahmen der Reorganisation der Schulführung letztes Jahr wurden sämtliche Leitungsaufgaben und Abläufe überprüft und optimiert. Somit haben wir eine gute Basis für die neue Führungsstruktur und freuen uns nun auf den spannenden Prozess. Wie verändert sich die Kommunikation zwischen Schule und Eltern? Es gibt keine Änderung der Kommunikation zwischen der Schule und den Eltern. Die Kommunikation wird weiterhin zwischen den Lehrpersonen und der Schulleitung mit den Eltern erfolgen.
Während der Abstimmung hatten die Gegner befürchtet, es könne zu einer Machtkonzentration auf einer Seite – Schulleitung oder Gemeinderat – kommen. Wie haben Sie sichergestellt, dass die Machtverteilung gelingt? Wir haben letztes Jahr eine Reorganisation der Schulführung durchgeführt. Neu haben wir ein neues Leitungsmodell Was ist die kontroverseste/schwierigs- mit einer Gesamtschulleitung und te Entscheidung, die Sie treffen muss- damit verbunden eine teilweise Neuten? Diskutiert wurde am meisten, besetzung innerhalb der Schullei-
Barbara Gerster, Gemeinderätin.
Archiv
tung. Mit rund 800 Schülerinnen und Schülern besteht unser Schulleitungsteam aus neu 3 Personen. Gerade auch im Zusammenhang mit der Einsetzung einer Schulkommission sehen wir kein Problem einer Machtkonzentration. Die strategische Leitung der Schule gehört neu zu den Aufgaben des Gemeinderats. Das ist eine extrem ressourcenintensive Aufgabe. Wie hat man das geschafft? Es wurden nicht sämtliche bisherigen Aufgaben der Schulpflege an den Gemeinderat übertragen. Mit der neuen Führungsstruktur wird ein Weg gewählt, bei dem die vormaligen Kompetenzen sinnvoll zwischen dem Gemeinderat und der Schulleitung aufgeteilt werden. Möglichst viele Entscheidungskompetenzen werden bei der Schulleitung angesiedelt. Dazu gehören zum Beispiel die Anstellung von Lehrpersonen und das Erteilen von Urlaubsgesuchen von Schülerinnen und Schülern. Weiter wird die Schulkommission den Gemeinderat unterstützen und entlasten. Dennoch wird die neue Führungsstruktur für die Ressortinhaber Bildung zu einem beträchtlichen Mehraufwand führen. Dies wird innerhalb des Gemeinderates berücksichtigt.
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Das Postgebäude wird vorerst nicht verkauft. Das hat eine Mehrheit der 159 erschienenen Würenloser Stimmberechtigten an der Gemeindeversammlung am 7. Dezember entschieden. Sie stellten sich gegen den Antrag des Gemeinderats, die Liegenschaft, in der sich aktuell die Postfiliale befindet, für 1,85 Millionen Franken zu veräussern. Stattdessen nahmen sie einen Rückweisungsantrag der FDP und der SVP mit 101 Ja- gegen 31 Nein-Stimmen an. Der Abstimmung voraus gingen die Präsentation des Geschäfts und eine hitzige Diskussion. «Die Gemeinde hat ein Angebot erhalten, wir haben das nicht gesucht», sagte Gemeindeammann Anton Möckel (parteilos) zum vorgeschlagenen Verkauf der Post. Im Namen des Baukonsortiums, bestehend aus der Immohuus AG und der ImmoZins AG, hatten die Thalmann Steger Architekten aus Wettingen der Gemeinde im Sommer ein Kaufangebot für 1,7 Millionen Franken unterbreitet. Die Gemeinde hatte die Liegenschaft 2016 für 1,9 Millionen Franken erworben. «Es war ein strategischer Kauf, um Einfluss auf das Zentrumsgebiet zu erhalten», so der Gemeinderat. «Der Preis ist zu tief» Hinter der Post liegt die Zentrumswiese, auf der die Gemeinde ihr Alterszentrum bauen will. Das Baukonsortium will auf dem Postareal eine Überbauung realisieren. Das denkmalgeschützte Gasthaus Rössli soll erhalten bleiben. Nicht einverstanden zeigte sich die Finanzkommission (Fiko) mit dem Vorhaben. «Uns fehlt eine öffentliche Ausschreibung», sagte Fiko-Präsident Thomas Zollinger (SVP). Für einen Votanten war die Vorlage ebenso zu wenig durchdacht: «Der Preis ist zu tief. Es muss eine Anzahlung bei Vertragsunterzeichnung verlangt werden.» Ein anderer Versammlungsteilnehmer sah im Geschäft keine Dringlichkeit: «Das Postareal soll erst verkauft
WOCHE NR. 50 DONNERSTAG, 16. DEZEMBER 2021
weist Postverkauf zurück
Verabschiedet: Markus Hugi (Gemeinderat), Olivier Ruppen (Finanzkommission), Roland Frei (Finanzkommission), Katrin Brunner (Schulpflege), Rainer Kirchhofer (Präsident Schulpflege), Markus Geissmann (Schulpflege), Andrea Keller-Baumgartner (Vizepräsidentin Steuerkommission), Roland Hausherr (Vizepräsident Schulpflege). Dieter Minder werden, wenn das Altersheim gebaut ist.» Er habe ein mulmiges Gefühl. Momentan gebe es keinen Anlass für einen Rabatt. «Es ist bedenklich, dass das Alterszentrum auch für diesen fragwürdigen Deal herhalten muss», ergänzte er. Seine Feststellung wurde mit Applaus quittiert. Ein anderer Votant forderte: «Der Gemeinderat soll nochmals verhandeln.» Auch genehmigte die Gmeind mit 102 Ja- zu 21-Nein-Stimmen einen Rückweisungsantrag zum 456 000Franken-Kredit zur Erschliessung der «Kernzone Nord». Dabei handelt es sich um die Erschliessung des Alterszentrums von Norden via Rössliweg, wo sich die Kita befindet. Bemängelt wurde etwa, dass es nach dem Ausbau der Strasse zu wenig Platz für Kinderwagen gebe. Fiko stellte sich gegen Umbau Für Diskussionen sorgte überdies der Zusatzkredit für den Umbau des Gemeindehauses. Es war das letzte Geschäft, das Markus Hugi (FDP) als Gemeinderat präsentierte. Er war nicht mehr zur Erneuerungswahl angetreten und verlässt das Gremium auf Ende Jahr. Ergänzend zum 2019 bewilligten Kredit von 1,9 Millionen Franken forderte der Gemeinderat für den Umbau des Gemeindehauses einen Nachtragskredit von 870 000 Franken. Mit dem Geld soll das angepasste Umbauprogramm realisiert werden. «Hier geht es um Wünschbares und nicht um Notwendiges», sagte Fiko-Präsident Zollinger. Der Umbau sei unverhältnismässig. Aus diesem Grund lehne die Fiko den Antrag ab. Der Ausbau sei nötig, weil die Verwaltung den Platz brauche, entgegnete Hugi. Vorgesehen sind Arbeits- und Besprechungsräume für die Einwohnerdienste, die Jugend- und Familienberatung, die Finanzverwaltung,
Kommissionen und ein Gemeinschaftsraum als Ersatz für den heutigen Pausenraum. Weiter gab Hugi zu bedenken: «Die Gemeinde wird wachsen, deshalb müssen wir Arbeitsplätze bereitstellen.» An der Kritik der Fiko störte sich Gemeindeammann Möckel. Der Gemeinderat habe der Fiko einen ständigen Sitz in der Baukommission zur Verfügung gestellt, sagte er. «Sie hat ihn nicht genutzt, das macht mich sauer.»
lich wurden die Kreditabrechnungen für die Belags- und Werkleitungssanierung Kreisel Steinbruch bis SBBNiveauübergang sowie Werkhof Tägerhard gutgeheissen. Den weiteren Kreditanträgen wurde grossmehrheitlich zugestimmt. Es waren dies die Strassen- und Werkleitungssanierung Grimmistalstrasse, die Strassen- und Werkleitungssanierung Ötlikon, die Werkleitungssanierung Tannwiesenweg, die Sanierung des Abwasserpumpwerks Tägerhard, der Neubau der Kanalisation BuechMöckel fällte den Stichentscheid Die Abstimmung brachte ein un- zelglistrasse 2. Etappe sowie die Ererwartetes Ergebnis, 67 Ja- zu 67 schliessungen «Gatterächer Ost». Nein-Stimmen, also unentschieden. Somit stand Gemeindeammann Mö- Markus Hugi wurde verabschiedet ckel der Stichentscheid zu. Dank sei- Abschiednehmen hiess es beim letzner Stimme wurde der Nachtragskre- ten Geschäft des Abends. Das Aardit mit 68 Ja- gegen 67 Nein-Stimmen gauer Stimmvolk sprach sich im genehmigt. Ob dieses Resultat hält, Herbst 2020 an der Urne gegen die wird an der Urne entschieden, denn Schulpflegen aus. Sie werden auf die SVP kündigte ihr Referendum an. Ende Jahr abgeschafft. Somit endet Gemeinderat Lukas Wopmann (Die die Amtszeit von Rainer Kirchhofer Mitte) präsentierte das Budget 2022. (Präsident, parteilos), Roland HausEs weist bei einem Umsatz von rund herr (Vizepräsident, parteilos), Mar36,1 Millionen Franken einen Ertrags- kus Geissmann (parteilos), Katrin überschuss von 1,73 Millionen Fran- Brunner (Initiative 5436) und Martin ken auf. Da der Cashflow mit 3,44 Sekinger (SVP). Weiter wurden verMillionen Franken tiefer ist als die abschiedet: Roland Frei (SVP) und geplanten Investitionen von 3,97 Mil- Oliver Ruppen (FDP) (beide Finanzlionen Franken, resultiert ein Finan- kommission) und Andrea Kellerzierungsfehlbetrag. Damit dürften Baumgartner (Die Mitte, Vizepräsidie Nettoschulden im kommenden dentin Steuerkommission). Jahr auf 11,17 Millionen Franken anMit Dankesworten von Gemeindewachsen, was 1643 Franken pro Ein- ammann Möckel und Applaus der wohner beträgt. Der Steuerfuss bleibt Versammlung wurde Markus Hugi bei 103 Prozent. Das Budget könne als Gemeinderat verabschiedet. Er mit gutem Gewissen zur Annahme war sechseinhalb Jahre lang Mitglied empfohlen werden, führte Fiko-Prä- der Exekutive. Hugi betreute die Besident Zollinger aus. Das Budget wur- reiche Hochbau, Liegenschaften, de dann auch mit grossem Mehr bei Denkmalpflege, Heimatschutz, öffentlicher Verkehr, Gewässer sowie einer Gegenstimme bewilligt. 18 in Würenlos wohnhafte Perso- das Kloster Fahr und die Kirchen. In nen bewarben sich um das Schwei- bewegten Worten sprach Hugi allen, zer Bürgerrecht. Allen wurde dies insbesondere den Mitarbeitenden des mit grossem Mehr ohne Gegenstim- Baubereichs, seinen Dank für die me zugestanden. Ebenfalls so deut- gute Zusammenarbeit aus.
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LESERBRIEF Referendum gegen den unnötigen Ausbau des Gemeindehauses 2019 sprach die Gemeindeversammlung für den Umbau der Gemeindeverwaltung 1,9 Millionen Franken. Damit wurde gewährleistet, dass Erd- und Obergeschoss angemessen um- und ausgebaut sowie das Dach saniert werden können. Erst letztes Jahr wurde der Werkhof für rund 5 Millionen Franken fertiggestellt, die Arbeitsplätze der Technischen Betriebe wurden dadurch in den Werkhof verlegt, die frei gewordenen Büroflächen im Gemeindehaus stehen nun den anderen Abteilungen zur Disposition. Trotzdem soll es nun doch nicht genug sein: Reservebüros, etliche weitere Sitzungszimmer, Archivräume, eine grössere Pausenzone, Ruheraum, Dusche und eine Gartenanlage mit Sitzplatz sollen auch noch erstellt werden. Wer sich ein wenig tiefer mit der Materie befasst, stellt fest: Die Platzverhältnisse im Gemeindehaus sind nach Beendigung der ersten Umbauetappe, auch in Anbetracht der künftigen Gemeindeentwicklung, insgesamt absolut ausreichend und die Büros komfortabel. Spielraum für Optimierung und Erweiterung ist auf dem Bestehenden durchwegs ohne Zusatzkredit vorhanden. Der Ausbau des Untergeschosses für weitere 870 000 Franken ist unnötig, deckt sich nicht mit dem Grundsatz einer nachhaltigen Finanzpolitik und erhöht die Schulden laufend weiter. Daher hat die SVP gegen dieses Vorhaben das Referendum ergriffen. Die Unterschriftenbögen werden voraussichtlich am 17. Dezember in die Briefkästen verteilt. Wir danken bereits jetzt für Ihre aktive Unterstützung! Thomas Zollinger, Präsident SVP Würenlos
INSERATE
Baugesuchspublikation Baugesuch Nr.: 2021120 Bauherrschaft: Schibli Heinrich, Näppbrunnenhof, 8112 Otelfingen Bauvorhaben: Witterungsschutznetze für Beerenkulturen Lage:
Parzelle 4532 (Plan 52), Teufermoos
Zone:
Ausserhalb Bauzone, Landwirtschaftszone
Zusatzgesuch: Departement Bau, Verkehr und Umwelt Gesuchsauflage vom 17. Dezember 2021 bis 17. Januar 2022 während der ordentlichen Schalterstunden im Büro der Bauverwaltung. Allfällige Einwendungen sind innerhalb der Auflagefrist im Doppel an den Gemeinderat zu richten und haben einen Antrag und eine Begründung zu enthalten. BAUVERWALTUNG WÜRENLOS
Gestützt auf § 15 des Gesetzes über die Ortsbürgergemeinden werden die nachfolgenden Beschlüsse der Ortsbürgergemeindeversammlung vom 9. Dezember 2021 veröffentlicht: 1. Protokoll der Ortsbürgergemeindeversammlung vom 17. Juni 2021; Genehmigung 2. Budget 2022; Genehmigung 3. Kauf verschiedener Waldparzellen; Genehmigung 4. Aufnahmen ins Ortsbürgerrecht Ins Ortsbürgerrecht aufgenommen wurden: – Meier, Andreas Peter – Meier-Enderli, Sandra 5. Wahl der Mitglieder der Finanzkommission für die Amtsperiode 2022/2025; Wahl von: – Moser Marcel, bisher – Moser-Ernst Susanna, bisher – Ernst-Bühler Stefan, bisher – Geissmann-Markwalder Sandra, bisher – Roppel Matthias, bisher 6. Wahl der Stimmenzähler für die Amtsperiode 2022/2025;
Gestützt auf § 26 Abs. 2 des Gemeindegesetzes werden die nachfolgenden Beschlüsse der Einwohnergemeindeversammlung vom 7. Dezember 2021 veröffentlicht: 1. Protokoll der Einwohnergemeindeversammlung vom 8. Juni 2021; Genehmigung 2. Budget 2022 mit Steuerfuss; Genehmigung 3. Einbürgerungen Zusicherung des Gemeindebürgerrechts an: – Baftiri, Buletin – Baftiri, Naxif – Derbent, Ferhat – Garšina, Alise – Perniola, Patrick – Perniola geb. D‘Ippolito, Maria Grazia – Perniola, Melissa – Perniola, Noemi – Pinto, Daniele – Pinto, Giulia Maria – Schmidt, Christian Martin – Sappia, Francesco – Spiridonow, Kaloyan Saphir Petko – Oswald, Guido – Oswald geb. Kartmann, Heidi – Oswald, Dana Katharina – Oswald, Violet Rose – Zizzi, Claudio
Wahl von:
4. Kreditabrechnungen
– Binkert-Müller Karin, bisher – Egloff-Meier Karin, bisher – Moser-Aeschlimann Mario, neu
4.1 Belags- und Werkleitungserneuerung Landstrasse K275, Abschnitt Kreisel «Steinbruch» bis SBB-Niveauübergang; Genehmigung
Mit Ausnahme der Traktanden 4, 5 und 6 (Wahlen und Aufnahmen in das Ortsbürgerrecht) unterstehen alle Beschlüsse dem fakultativen Referendum, d. h. sie sind einer Urnenabstimmung zu unterstellen, wenn dies von mindestens einem Zehntel der Stimmberechtigten in einem schriftlichen Begehren innert 30 Tagen seit Publikation der Beschlüsse verlangt wird. Unterschriftenlisten können bei der Gemeindekanzlei bezogen werden. Vor Beginn der Unterschriftensammlung ist die Unterschriftenliste auf der Gemeindekanzlei zu hinterlegen. Vor Beginn der Frist für ein Referendumsbegehren dürfen keine Unterschriftenlisten unterzeichnet werden. Wahlbeschwerden (§§ 66 ff. Gesetz über die politischen Rechte) (Traktanden 5 und 6) sind innert drei Tagen seit der Entdeckung des Beschwerdegrundes, spätestens aber am dritten Tag nach der Veröffentlichung des Ergebnisses eingeschrieben an den Regierungsrat des Kantons Aargau, Regierungsgebäude, 5001 Aarau, einzureichen. Die Beschwerdeschrift muss einen Antrag und eine Begründung enthalten sowie den Sachverhalt kurz darstellen. Ablauf der Referendumsfrist: 17. Januar 2022
4.2 Bau Werkhof «Tägerhard»; Genehmigung 5. Strassen- und Werkleitungssanierung Grimmistalstrasse; Verpflichtungskredit; Genehmigung 6. Strassen- und Werkleitungssanierung Ötlikon; Verpflichtungskredit; Genehmigung 7. Werkleitungssanierung Tannwiesenweg; Verpflichtungskredit; Genehmigung 8. Sanierung Abwasserpumpwerk «Tägerhard»; Verpflichtungskredit; Genehmigung 9. Neubau Kanalisation Buechzelglistrasse 2. Etappe; Verpflichtungskredit; Genehmigung 10. Erschliessung «Gatterächer Ost»; Verpflichtungskredit; Genehmigung 11. Erschliessung «Kernzone Nord»; Verpflichtungskredit; Rückweisung 12. Verkauf Liegenschaft «Post»; Rückweisung
Würenlos, 10. Dezember 2021
13. Umbau Gemeindehaus; Zusatzkredit; Genehmigung
Der Gemeinderat
Mit Ausnahme des Traktandums 3 (Einbürgerungen) sowie der Traktanden 11 und 12 (Rückweisung) unterstehen alle Beschlüsse dem fakultativen Referendum, d. h. sie sind einer Urnenabstimmung zu unterstellen, wenn dies von mindestens einem Zehntel der Stimmberechtigten in einem schriftlichen Begehren innert 30 Tagen seit Publikation der Beschlüsse verlangt wird. Unterschriftenlisten können bei der Gemeindekanzlei bezogen werden. Vor Beginn der Unterschriftensammlung kann die Liste der Gemeindekanzlei zwecks Vorprüfung des Wortlauts des Begehrens eingereicht werden. Ablauf der Referendumsfrist: 17. Januar 2022 Würenlos, 8. Dezember 2021 Der Gemeinderat
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WOCHE NR. 50 DONNERSTAG, 16. DEZEMBER 2021
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AUS DEM GEMEINDERAT Würenloser Christbaumverkauf Der diesjährige Christbaumverkauf findet statt am: Freitag, 17. Dezember, 17–18.30 Uhr sowie Samstag, 18. Dezember, 9.30–11 Uhr beim Werkhof «Tägerhard» (Hallenseite). Es sind frisch geschnittene Tannen aus dem Wald der Ortsbürgergemeinde Würenlos im Angebot. Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung und Pikettdienst während der Feiertage Die Büros der Gemeindeverwaltung bleiben zwischen Weihnachten und Neujahr, das heisst, vom Freitag, 24. Dezember, 11.30 Uhr bis und mit Freitag, 31. Dezember, geschlossen. Ab Montag, 3. Januar 2022, ist die Gemeindeverwaltung gerne wieder für die Bevölkerung da. Für Notfälle können erreicht werden: Bestattungsamt: 079 380 94 60; Technische Betriebe: 056 436 87 60; regionalpolizei wettingen-limmattal /
Polizei: 056 437 77 77 oder Notruf 117. Gemeinderat und Gemeindepersonal wünschen allen Würenloserinnen und Würenlosern frohe Festtage und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
Bauwesen – Baubewilligungen Der Gemeinderat hat die Bewilligungen für folgende Bauvorhaben erteilt: Einwohner- und Ortsbürgergemeinde Würenlos, Schulstrasse 26, 5436 Würenlos, Talquerender Erholungsweg Sulperg-Rüsler, Erstellung von Erlebnisstationen mit Sitzbänken und Infotafeln, diverse Standorte; Sebastian und Esther Steimer-Roppel, Jurastrasse 13, 5430 Wettingen, Umbau und Dachaufstockung Einfamilienhaus in Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung, Montage Indach-Photovoltaikanlage und innenaufgestellte Luft-WasserWärmepumpe, Brunnenweg 4; EKZ Contracting AG, Überlandstrasse 2, 8953 Dietikon, Erstellung einer Brennholzangebot Aus der HolzernGrundwasserpumpe und Gesuch te 2021/2022 verkauft die Ortsbür-
INSERATE
gergemeinde Würenlos Brennholz. Der Bezug ist ab Frühjahr 2022 möglich. Das Holz wird im Wald zur Abholung bereitgestellt. 1 Ster Laub-Mischholz kostet 87 Franken (inkl. MWST), 1 Ster Nadelholz kostet 60 Franken (inkl. MWST). Bestellungen nimmt gerne die Finanzverwaltung bis 31. Januar 2022 unter Tel. 056 436 87 31 oder per E-Mail finanzverwaltung@wuerenlos.ch entgegen. Bestellungen sind aber auch via Online-Schalter möglich. Neujahrsapéro 2022 findet nicht statt Aufgrund der aktuellsten Lage um die Coronapandemie hat der Gemeinderat Würenlos beschlossen, auf die Durchführung des Neujahrsapéros vom 1. Januar 2022 zu verzichten. Der Gemeinderat bedauert, dass der Anlass erneut nicht durchgeführt werden kann, und bittet um Verständnis. Er wünscht der Bevölkerung frohe Weihnachten und alles Gute, vor allem gute Gesundheit, für das neue Jahr.
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für die Nutzung von Grundwasser für den Betrieb einer Wärmepumpe: 1 Grundwasserfassung und 1 Versickerungsanlage, Ländliweg 4a bis 4c; Meinrad Dänzer, Am Bach 5a, 5436 Würenlos, Ersatz und Vergrösserung Dachflächenfenster, Am Bach 5a. Die Baukommission hat die Bewilligungen für folgende Bauvorhaben erteilt: Gerhard und Françoise Unterluggauer, Zelglistrasse 28, 5436 Würenlos, innenaufgestellte Luft-WasserWärmepumpe mit neuer Fassadenöffnung, Zelglistrasse 28; Matthias Roppel und Esther Willi-Roppel, Zelglistrasse 24, 5436 Würenlos, Aussengerät Luft-Wasser-Wärmepumpe, Zelglistrasse 24. Die Bauverwaltung hat die Bewilligungen für folgende Bauvorhaben erteilt: Stieger Academy, Grundstrasse 1, 5436 Würenlos, Ersatz Leuchtreklame, Grundstrasse 1.
Winterkonzert Am Sonntagabend, 28. November, begrüssten Schülerinnen und Schüler und ihre Lehrpersonen das Publikum nach zweijähriger Pause wieder zu einem Winterkonzert in der reformierten Kirche. Eine junge Harfenspielerin eröffnete das abwechslungsreiche Konzert mit «Ballerina» von Meg Robinson. Querflötistinnen stimmten das zahlreich erschienene Publikum mit «Morgen kommt der Weihnachtsmann» und «Drei Nüsse für Aschenbrödel» auf die Advents- und Weihnachtszeit ein. Eine Pianistin spielte gefühlvoll die bestbekannte «Bohemian Rhapsody» von Freddie Mercury. Im Weiteren waren Solostücke aus der Sparte Folk aus Amerika von einer Saxophonistin und einer Akkordeonistin zu hören. Zwei «Tanzstücke» von Johann Sebastian Bach, virtuos vorgetragen von einem Geschwisterpaar auf der Blockflöte und auf dem Cello, konnte die Zuhörenden überzeugen. Der Song «Arcade» von Duncan Laurence wurde in diesem Konzert gleich dreimal interpretiert: von einer Pianistin, einer Gitarristin und einer Gesangsgruppe. Der schöne, volle Klang der Celli kam bei zwei klassischen Stücken von Vivaldi und Wenzel speziell zur Geltung. Nach einer Umbaupause eröffnete das Oberstufenensemble den zweiten Konzertteil. Mit «We are the
Winterkonzert in der ref. Kirche.
zVg
Champions» von Freddie Mercury, «Pirates of the Caribbean», der Rocknummer «Smoke on the water» und «My heart will go on» aus dem Film «Titanic» zeigte das Orchester einen Querschnitt durch ihr breites Musikrepertoire. Den letzten Konzertteil bestritten die Sologesangsschülerinnen und -schüler. In Einzelvorträgen und in kleinen Gruppen gaben auch sie einen Einblick in ihr abwechslungsreiches Repertoire. Zu hören waren Lieder von Wincent Weiss, Rihanna und dem bestbekannten Kinderliedermacher Andrew Bond. Ein junger Sänger bot mit seiner kräftigen, klaren Stimme «Someone you loved» von Lewis Capaldi dar. Den Abschluss des Konzertes machte eine Gesangsgruppe mit dem bereits erwähnten «Arcade». Alle Interpretinnen und Interpreten wurden durch den grossen, warmen Applaus des Publikums für ihre grosse Leistung belohnt. (zVg)
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LIMMATTAL/KIRCHLICHE MITTEILUNGEN
BADEN REGIO
Zertifikatspflicht?
Grosse Veränderungen im Vorstand Ende November verabschiedete Roland Kuster als Präsident des Regionalplanungsverbands Baden Regio 9 Gemeindeammänner aus dem Vorstand von Baden Regio. Damit verlassen, so Kuster, 9 konstruktiv kritische Persönlichkeiten den Verband, welche diesen über Jahre geprägt haben. Gemeinsam waren die Amtsträger 78 Jahre für die Region tätig, 4 von ihnen auch im Grossen Rat. Dies sind: Marlène Koller, Gemeindeammann Untersiggenthal, Grossrätin bis 2020; Gregor Näf, Gemeindeammann Niederrohrdorf; Robert Müller, Gemeindeammann Freienwil, Grossrat; Werner Scherer, Gemeindeammann Killwangen, Grossrat; Adrian Baumgartner, Gemeindeammann Schneisingen; Bruno Gretener, Gemeindeammann Mellingen, Grossrat; Marin Leuthard, Gemeindeammann Mägenwil; Rolf Leimgruber, Gemeindeammann Remetschwil; Urs Burkhard, Gemeindeammann Ehrendingen. Gleichzeitig wurde die Gemeinde Schneisingen verabschiedet, welche per 31. Dezember aus Baden Regio austritt, um der Zugehörigkeit zum Zurzibiet wieder verstärkt Bedeutung beizumessen. Schneisingen war während zehneinhalb Jahren Mitglied in zwei Planungsverbänden. Baden Regio ist mit neu 24 Gemeinden, 143 000 Einwohnern und 60 000 Arbeitsplätzen (Vollzeitäquivalente) die grösste und bedeutendste Wohn- und Wirtschaftsregion des Aargaus. Die Vorstandsmitglieder von Baden Regio werden durch die Exekutiven der Gemeinden bestimmt. In der kommenden Amtsperiode werden viele neue Behördenmitglieder die Geschicke ihrer Gemeinde mitgestalten und sich für ein lebenswertes Umfeld in einer innovativen und prosperierenden Region einsetzen. Es bleibt spannend. (zVg)
Die Gottesdienste finden unter Einhaltung des Schutzkonzeptes statt. Gottesdienstbesuche, welche eine Zertifikatspflicht voraussetzen, sind vermerkt.
WETTINGEN
Auch dieses Jahr leuchten die Kerzen für Armutsbetroffene.
zVg
«Eine Million Sterne» Am 18. Dezember setzt Caritas im Rahmen der traditionellen Solidaritätsaktion «Eine Million Sterne» erneut ein Zeichen gegen Armut in der Schweiz. In zahlreichen Städten und Dörfern werden landesweit gemeinsam Kerzen entzündet. In Baden entzünden Mitarbeitende der katholischen und der reformierten Kirche, Freiwillige und Mitarbeitende von Caritas Aargau von 16.30
bis 18 Uhr auf dem Kirchplatz vor der katholischen Kirche ein kleines Lichtermeer. Ab 16.30 Uhr findet ein Rahmenprogramm in der Kirche mit Musik der Kanti ClocheArts und der Gastrednerin Anja Wüthrich (Präsidentin von Cartons du Coeur) statt (Zertifikatspflicht). Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen, den Anlass zu besuchen, innezuhalten und durch das Anzünden einer Kerze ihre Solidarität zu zeigen. Weitere Aktionsorte sind online unter www.wunschkerze.einemillionsterne.ch/ aktionsorte/ zu finden. (zVg)
HINWEIS Regatta: Baden Achter-Cup auf der Limmat Die Ruderregatta «Baden Achter-Cup» findet auch in diesem Jahr kurz vor Weihnacht statt. 16 Achterboote aus der Region Zürich, Hallwilersee, Aarburg, Waldshut und Baden sind gemeldet. Diesmal gibt es eine neue Regattastrecke auf der Limmat mit Wende nach 4 km. Am Samstag, 18. Dezember, startet um 9 Uhr die erste Serie. Nach deren Zieleinlauf startet die zweite Serie
um 10.30 Uhr. Der Start ist beim Bootshaus des Ruderclubs Baden, Seestrasse 19, in Neuenhof. Dort ist auch der Zieleinlauf nach ca. 8 km. Die spektakuläre Wende erfolgt oberhalb der Brücke Killwangen und kann vom Fussweg entlang der Autobahn verfolgt werden. Das Rennen findet unter exakter Beachtung der Corona-Restriktionen statt. Zuschauerinnen und Zuschauer sind herzlich willkommen. (zVg)
Kath. Kirche St. Sebastian, Schartenstrasse 155 Samstag, 18. Dezember, 17.30 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier (Christina Wunderlin). Sonntag, 19. Dezember, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier (Joseph Kalamba) – mit Covid-Zertifikat; 19 Uhr, Versöhnungsfeier in der Adventszeit (Joseph Kalamba). Mittwoch, 22. Dezember, 9 Uhr, Eucharistiefeier. Kath. Kirche St. Anton, Antoniusstrasse 12 Freitag, 17. Dezember, 6.30 Uhr, Rorate-Gottesdienst in kroatischer Sprache in der Kirche; 8 Uhr, Preghiera delle Lodi in der Kapelle; 18 Uhr, Anbetung in der Kirche; 18.30 Uhr, Versöhnungsfeier in der Kirche; 20 Uhr, Liturgia Penitenziale in der Kirche. Sonntag, 19. Dezember, 9.30 Uhr, Wortgottesdienst; 11 Uhr, Santa Messa in lingua italiana – mit Covid-Zertifikat; 12.30 Uhr, Gottesdienst in kroatischer Sprache – mit Covid-Zertifikat; 13.30 Uhr, Gottesdienst in kroatischer Sprache. Montag, 20. Dezember, 8 Uhr, Preghiera delle Lodi in der Kapelle; 19.30 Uhr, Chor Kroaten-Mission. Dienstag, 21. Dezember, 8 Uhr, Preghiera delle Lodi in der Kapelle. Mittwoch, 22. Dezember, 8 Uhr, Preghiera delle Lodi in der Kapelle; 9 Uhr, Eucharistiefeier in der Kirche. Donnerstag, 23. Dezember, 8 Uhr, Preghiera delle Lodi in der Kapelle; 19.30 Uhr, Rosenkranzgebet und Eucharistiefeier in kroatischer Sprache in der Kirche.
KIRCHGEMEINDEVERSAMMLUNG REFORMIERTE KIRCHE WETTINGEN-NEUENHOF Die Situation ist angespannt, aber die Kirchgemeinde ist auf gutem Weg Bei der Kirchgemeindeversammlung der reformierten Kirche Wettingen-Neuenhof genehmigten die anwesenden Mitglieder einstimmig das Budget für 2022. Die Immobilienstrategie zur Bewältigung der anspruchsvollen Situation, in der sich die Kirchgemeinde befindet, wird von der Versammlung mitgetragen. Bevor das Budget für 2022 behandelt wurde, informierte die Präsidentin der Kirchenpflege, Margrit Wahrstätter, über die neusten Entwicklungen im Personal- und Immobilienbereich. Für die
geplante 50%-Pfarrstelle (Nachfolge Pfrn. Kornelia Baumberger), die bereits eine Stellenreduktion von 20 % vorsah, konnte trotz zweimaliger Ausschreibung keine geeignete Bewerberin gefunden werden. Gleichzeitig musste die Kirchenpflege bei der Erstellung des Finanzplans feststellen, dass die angedachte Stelle in der nächsten Amtsperiode (2023–2026) nicht garantiert werden kann. Deshalb beschloss die Kirchenpflege, die 50%-Stelle nicht mehr zu besetzen und stattdessen die Lücken im Gottesdienstplan und bei den Amtswochen bis zum Ende der Legislatur Ende 2022
mit einer Stellvertretung abzudecken. Mit Arnold Bilinski konnte dafür ein geeigneter Pfarrer gefunden werden. Auch wenn die Anzahl der Taufen und der Abdankungen zurückgehe, so die Präsidentin, sei die Reduktion der Pfarrstellen nicht ohne Reduktion des Angebots möglich. Die Aufgaben werden deshalb ab Sommer 2022 unter den Ordinierten neu aufgeteilt und gestrafft. Genauere Informationen versprach die Präsidentin für die Kirchgemeindeversammlung im Juni 2022, da die Diskussion über die Umverteilung zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen ist.
Bereits beschlossen hat die Kirchenpflege die Schliessung des Kirchgemeindehauses Neuenhof für den Sommer 2022, die seit der notfallmässigen Abstützung der Westfassade absehbar war. Ökumenische Gottesdienste und andere ökumenische Anlässe werden weiterhin in Neuenhof stattfinden und auch in der Alterssiedlung Sonnmatt bleibt die Kirchgemeinde öffentlich präsent. Für Veranstaltungen in Wettingen stehen Taxigutscheine zur Verfügung, so dass die Erreichbarkeit auch für wenig mobile Menschen gewährleistet bleibt. Die Schliessung erlaubt der Kirchgemeinde,
WOCHE NR. 50 DONNERSTAG, 16. DEZEMBER 2021
Alters- und Pflegeheim Im Brühl, untere Dorfstrasse 10 Freitag, 17. Dezember, 10.15 Uhr, Versöhnungsfeier. Ev.-ref. Dorfkirche, Chilegass 18 Freitag, 17. Dezember, 18.40 Uhr, Abendgottesdienst (Stefan Siegrist). Der anschliessende Apéro kann nur mit Zertifikat und Ausweis besucht werden. Donnerstag, 23. Dezember, 7.30 Uhr, Morgengebet,
KILLWANGEN Krippenspiel Der erste Schnee ist bereits gefallen und es geht nicht mehr lange, bis die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler endlich ihr eingeübtes Krippenspiel einem Publikum präsentieren dürfen. Von Jung bis Alt sind alle ganz herzlich dazu eingeladen, an die Krippenspielaufführung zu kommen und sich so auf Weihnachten einstimmen zu lassen. Aufgrund der aktuellen Coronamassnahmen wird für beide Aufführungen ein Covid-Zertifikat benötigt. Reformierte Kirche Würenlos, Gipfstrasse 4, Samstag, 18., und Sonntag, 19. Dezember, jeweils 17 Uhr. (zVg) Kloster Wettingen, Klosterstrasse 12 Sonntag, 19. Dezember, 9.30 Uhr, christkatholische Eucharistiefeier; 11 Uhr Wortgottesdienst mit Kommunionfeier – mit Covid-Zertifikat. 11 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier – mit Covid-Zertifikat. Ref. Kirche, Etzelstrasse 22 Sonntag, 19. Dezember, 9.30 Uhr, Gottesdienst (Renate Bolliger König).
NEUENHOF Kath. Pfarrkirche St. Josef, Glärnischstrasse 12 Samstag, 18. Dezember, 17 Uhr, Rosenkranzgebet; 18.30 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunion (Petre Karmazichev). Sonntag, 19. Dezember, 9.30 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommu-
nion (Petre Karmazichev); 18 Uhr, Santa Messa in lingua italiana. Montag, 20. Dezember, 17 Uhr, Rosenkranzgebet. Mittwoch, 22. Dezember, 19 Uhr, Eucharistiefeier. Alterssiedlung Sonnmatt, Sonnmattweg 2 Freitag, 17. Dezember, 10.30 Uhr, Eucharistiefeier.
SPREITENBACH Kath. Pfarrkirche St. Kosmas & Damian, Ratzengasse 3 Freitag, 17. Dezember, 19 Uhr, Versöhnungsfeier (ohne Anbetung). Samstag, 18. Dezember, 18 Uhr, Eucharistiefeier (Abbé Zacharie) – mit Covid-Zertifikat. Jahrzeit für Franz Obrist. Sonntag, 19. Dezember, 10 Uhr, Eucharistiefeier (Abbé Zacharie). Mittwoch, 22. Dezember, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier.
Kath. Pfarrkirche Bruder Klaus, Kirchstrasse 9 Freitag, 17. Dezember, 19 Uhr, Eucharistiefeier. Sonntag, 19. Dezember, 11 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunion (Petre Karmazichev).
WÜRENLOS Kath. Pfarrkirche St. Maria, Schulstrasse 21 Sonntag, 19. Dezember, 10 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier (Christina Wunderlin). Anschliessend Guetzliverkauf der JuBla; 17.30 Uhr, kein RosenkranzGebet; 18 Uhr, die Weihnachtsgeschichte für Familien (Monica Angelini) – mit Covid-Zertifikat. Mittwoch, 22. Dezember, 10 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier. Ref. Kirche Würenlos, Gipfstrasse 4 Sonntag, 19. Dezember, 9.30 Uhr, Gottesdienst (Walter Mäder). Klosterkirche Fahr Sonntag, 19. Dezember, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier – mit Covid-Zertifikat. Dienstag, 21. Dezember, 8 Uhr, Eucharistiefeier. Donnerstag, 23. Dezember, 19.30 Uhr, Gebet am Donnerstag – mit CovidZertifikat.
KIRCHLICHE HINWEISE die Reinigungsarbeiten, aber auch das Heizen auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. Um den Abschied würdig zu gestalten, hat die Kirchenpflege beschlossen, den Gottesdienst vom 26. Juni 2022 in Neuenhof zu feiern. Das Budget für 2022, das mit einem Aufwandüberschuss von 50 000 Franken rechnet, wurde von Kirchenpfleger Peter Müri präsentiert und von der Versammlung einstimmig genehmigt. Anschliessend präsentierte Pfarrer Lutz FischerLamprecht den Finanzplan. Dieser zeigte auf, dass der Bau des neuen Kirchgemeindehauses in Wettingen finanzierbar ist,
was auch von der Finanzverantwortlichen der Landeskirche bestätigt wurde. Margrit Wahrstätter teilte zum Schluss der Versammlung mit, dass Nico Wegmüller aufgrund eines Wohnortswechsels aus der Kirchenpflege ausgeschieden ist, und verdankte sein Engagement in den letzten Jahren. Auch aus der Versammlung wurden Dankesworte geäussert für die Kirchenpflege und insbesondere die Präsidentin, aber auch für alle Mitarbeitenden der Kirchgemeinde und an die Kirchgemeindemitglieder für das Mittragen der Immobilienstrategie. (zVg)
Bibel lesen, Kirchgemeindehaus Gemeinschaftsraum, Gipfstr. 4, Würenlos, Mittwoch, 22. Dezember, 14 Uhr. Chorprobe der Bridge Singers, reformierte Kirche, Gipfstr. 4, Würenlos, Mittwoch, 22. Dezember, 19.30 Uhr. Kolibri, reformierte Kirche, Gipfstr. 4, Würenlos, Freitag, 17. Dezember, 15.30 Uhr.
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«MEIN GOTT»
Christina Wunderlin, katholische Pfarreiseelsorgerin, St. Anton und St. Sebastian Wettingen
In diesem Advent habe ich mir vorgenommen, meiner Dankbarkeit Platz einzuräumen. Ich danke in diesen Tagen den Menschen, die unangenehme, aber verantwortungsvolle Entscheidungen treffen, um Menschen zu schützen. Ich bin dankbar für Menschen, die mich in meiner Arbeit tagtäglich reich beschenken. Danke sagen ist etwas so Wunderbares, aber es braucht Zeit. Ein Dank will wohl formuliert sein. Wohl durchdacht, damit er nicht oberflächlich daherkommt. Das ist mitunter schwierig, weil oft die Zeit oder die Idee fehlt. Gerade verbringe ich einige Zeit damit Weihnachtskarten für die Freiwilligen unserer Pfarrei zu unterschreiben. Ein gedruckter weihnachtlicher Text mit Dank und guten Wünschen wird ergänzt mit dem handgeschriebenen Namen des/der Beschenkten und meiner handgeschriebenen Unterschrift. Manchmal kommt noch ein Gedanke hinzu. Der handgeschriebene Zusatz ist die geringste Form einer Personalisierung – für die einzelne Person gar unbedeutend. Doch für mich ist es Ausdruck meiner Rührung, wenn ich Adventslieder hörend im Büro sitze und all diese lieben engagierten Menschen vor meinem inneren Auge vorbeiziehen. Da sind so viele, die sich für andere einsetzen, dafür, dass in der Pfarrei etwas läuft, dass grossartige Projekte entstehen, dass es Begegnungsmöglichkeiten gibt. Menschen, die mitdenken, die anpacken, die organisieren und gestalten. Die Stunden vor diesen Karten sind mir eine heilige Zeit, weil ich einmal mehr demütig werde. Ohne diese wunderbaren Menschen wäre so vieles nicht möglich oder trist. Letztlich ist genau das für mich Weihnachten. Weihnachtskartenschreiben ist für mich eine Bewusstwerdung, wie Gott in anderen Menschen zur Welt kommt und spürbar wird. Feedback an: redaktion@limmatwelle.ch
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AGENDA
WOCHE NR. 50 DONNERSTAG, 16. DEZEMBER 2021
«DAS LETZTE WORT» 24 300 Exemplare. Erscheint jeden Donnerstag. Amtliches Publikationsorgan der Gemeinden Wettingen, Neuenhof, Killwangen, Spreitenbach und Würenlos.
Romi Schmid, freie Mitarbeiterin
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REDAKTION redaktion@limmatwelle.ch, Telefon 058 200 58 20
«Winterträume» Argovia Philharmonic spielt am Samstag, 18.12., um 18 Uhr im Kurtheater Baden. Der Dirigent Rune Bergmann ist sogar als Solist auf der Trompete zu hören. Mit Auszügen aus der «Nussknacker»-Suite sowie den norwegischen Wintererzählungen von Lars-Erik Larsson geraten die Konzertbesucher in eine winterlich-verträumte Weihnachtsstimmung. (Bild: Archiv/Severin Bigler)
REDAKTIONSLEITUNG Melanie Bär, melanie.baer@chmedia.ch REDAKTIONSTEAM Manuela Page, manuela.page@chmedia.ch Robin Schwarz, robin.schwarz@chmedia.ch FREIE MITARBEITER DIESER AUSGABE Sibylle Egloff (sib), Dieter Minder (dm), Romi Schmid (rom) REDAKTIONSSCHLUSS Montag, 8 Uhr COPYRIGHT Herausgeberin Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material. INSERATE Brigitte Gähwiler, brigitte.gaehwiler@chmedia.ch, Telefon 058 200 53 73
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EIN PRODUKT DER
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Weihnachtsbasteln Im Tägipark in Wettingen können Kinder am 15.12. von 13 bis 17 Uhr und am 18.12. von 11 bis 15 Uhr Weihnachtskarten mit Fotos und eigenen Baumschmuck basteln. Wer in den letzten Wochen bereits Weihnachtsschmuck gebastelt und an den grossen Weihnachtsbaum gehängt hat, kann diesen am 19. und 22.12. von 11 bis 16 Uhr wieder abholen und erhält ein kleines Geschenk. (Bild: zVg)
SPREITENBACH «Family Days» Das Programm beinhaltet eine Kinderführung zur «Wunderwelt der Kartoffel» mit faszinierendem Experimentieren und einem Wettbewerb mit einem Cowboy-Familientag als Hauptpreis. www.umweltarena.ch Umwelt-Arena, 16.–19. und 22.12., 10–17 Uhr.
WETTINGEN «Kunst Schau 5430» – 2021 Jahresausstellung der Wettinger Kunstschaffenden in der Galerie im Gluri-Suter-Huus und dem Museum Eduard Spörri. Freier Eintritt. Galerie im Gluri-Suter-Huus, 16.–18.12. und 22.12., 15–18 Uhr, 19.12., 11–17 Uhr. Pro Senectute Walking / Nordic Walking Wettingen Parkplatz Huba Control, Würenlos, 17., 20., und 21.12., 8.45 Uhr. Singen im Advent Der Gemischte Chor Otelfingen bringt vorweihnachtliche Stimmung auf den Zentrumsplatz und singt für das und mit dem Publikum Advents-
und Weihnachtslieder. Info über die Durchführung bei Regenwetter: www.gem-chor-otelfingen.ch. Landstrasse/Zentrumsplatz, Sonntag, 19.12., 17–17.30 Uhr. Montags-Jazz im «Winkelried» Konzert der Bridge Pipers Jazzband. Eintritt frei, Kollekte. Essen ist ab 18 Uhr möglich. Telefonische Voranmeldung erwünscht unter 056 426 76 14. Restaurant Winkelried, Montag, 20.12., 20–22 Uhr. Pro-Senectute-Mittagstisch Wettingen Hotel Zwyssighof, Dienstag, 21.12., 11.30 Uhr. Pro-Senectute-Schach Wettingen Informationen bei Jürg Greber, 079 565 66 75 oder bei Pro Senectute Baden, 056 203 40 80. In ungezwungener, freundlicher Atmosphäre Schach spielen. Hotel Zwyssighof, Dienstag, 21.12., 14–17 Uhr. «Heissi Ohre im Advent» Sven Mathiasen liest jeweils eine neue, schöne und spannende weihnachtliche Geschichte vor. Ab 5 Jahren. Eintritt frei. Figurentheater im GluriSuter-Huus, 20.–22.12., 18–18.30 Uhr.
Egal, wie chaotisch ein Jahr verläuft, auf eins ist immer Verlass: Pünktlich im Dezember verschickt der Musik-Streamingdienst Spotify seinen 160 Millionen Nutzern ihren persönlichen Jahresrückblick. Dieser verrät ziemlich viel darüber, wie wir uns selbst gern sehen wollen – und wer wir wirklich sind. Man erfährt aber nicht nur viel über sich selbst, sondern auch über andere; wenn das Genre «Chamber Psych», von dem ich noch nie zuvor gehört habe und mit dem offenbar leicht psychedelische Rock-Songs gemeint sind, auf Platz fünf der meistgehörten Musikrichtungen im Aargau landet, deutet das für mich auf ein emotional eher anstrengendes Jahr hin, was angesichts der anhaltenden Coronapandemie nicht verwundert. Mein Jahr siedelt Spotify zwischen «Gute Laune» und «sehnsüchtig» an. Tatsächlich bin ich mehr als einmal zu Macarena durchs Haus getanzt, um meinen neuen Job in einer Werbeagentur zu feiern. Und sehnsüchtig ist jede Mutter ständig – mal nach Kaffee, mal nach Schlaf und mal danach, allein aufs Klo zu gehen. Mit allem recht hat Spotify aber nicht, denn: Ich höre weder Schwiizergoofe noch Helene Fischer noch AC/DC – trotzdem tauchen alle drei auf meiner Top-Ten-Liste auf. Warum? Ich teile meinen Account mit meiner Familie – was nicht nur Vorteile hat: Während ich etwa im Büro entspannte Lounge-Musik höre, wirft es mich komplett aus der Bahn, wenn mein Mann im Wohnzimmer mit den Kindern eine Hardrock-Party veranstaltet. Oder wenn meine Mutter Helene Fischer hört, aber felsenfest behauptet, sie hätte nichts übrig für Schlager. Dass schliesslich die Schwiizergoofe ganz oben auf meiner Top-Ten-Liste auftauchen, ist kein Zeichen meiner beginnenden Schizophrenie, sondern dafür, dass meine Töchter sich meinen Account nun ebenfalls unter den Nagel gerissen haben. Feedback an: redaktion@limmatwelle.ch