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Limmatwelle Woche 46

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DIE GENERATION WECHSELT – DER ANSPRUCH BLEIBT: Offiz. Amtliches Publikationsorgan des Kreis 2 Limmattal für die Gemeinden Wettingen, Neuenhof, Killwangen, Spreitenbach und Würenlos Donnerstag, 18. November 2021, 60. Jahrgang, Nr. 46

Ein Politabend in Killwangen

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Ein Neuenhofer Generationenduell

Der künftige Gemeindeammann Devay versus Mehmann: Markus Schmid hat die Bevölkerung In Neuenhof streiten sich über die Traktanden der kommenden Gemeindeversammlung infor- zwei Politiker um den vamiert. Das Hauptaugenmerk lag auf kanten Sitz im Gemeindeden Themen Rütirain und Strom rat. Die Limmatwelle hat und den dazugehörigen Kreditansie vor der Wahl besucht. trägen. Ausserdem: Trotz Verschuldung soll der Steuerfuss noch nicht steigen. (LiWe) S. 8/9 ROBIN SCHWARZ Einer befindet sich noch im Studium, der andere hat seine berufliche Laufbahn eigentlich schon abgeschlossen. Im Rennen um den Sitz im Neuenhofer Gemeinderat kämpft der junge Grüne Mohaya Der Würenloser Hobby-Astrofoto- Devay gegen den Parteilosen Felix graf Lukas Schmid – die Limmatwel- Mehmann. In den Porträts der Limle porträtierte ihn kürzlich – berich- matwelle sagen sie, welche Werte tet für die Limmatwelle künftig ihnen wichtig sind, was sie über den über aktuelle astronomische Phäno- jeweils anderen Kandidaten denken mene und zeigt seine Bilder. Dieses und was sie als Gemeinderat bewirMal: atemberaubende Bilder unse- ken wollen. Zum zweiten Wahlgang rer Sonne, die gerade einen über ein in Neuenhof kommt es am 28. NoJahrzehnt langen Zyklus durchge- vember. Wer wird im Gemeinderat macht hat. Lukas Schmid verrät, mitreden? Erfahrung oder frischer was dahinter steckt. (LiWe) S. 12/13 Wind? S. 6/7 Mohaya Devay: Der Junge.

Der Himmel über Würenlos: Die Sonne

Robin Schwarz

Felix Mehmann: Der Erfahrene.

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Gemeinde Wettingen

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kann nur in begründeten Fällen und nach vorheriger Absprache zugestanden werden. Allfällige Einwendungen sind im Doppel während der Auflagefrist dem Gemeinderat einzureichen. Sie haben eine Begründung und einen Antrag zu enthalten.

Bau- und Planungsabteilung

Samstag, 20. November 2021 Das der Sammlung mitzugebende Altpapier ist in gut verschnürten, handlichen ca. 5 kg schweren Bündeln bis spätestens 07.00 Uhr entlang den üblichen Kehrichtdeponiestellen bereitzustellen. Papier und Karton sind getrennt zu bündeln. Wir danken für Ihre Mithilfe. Werkhof und Entsorgung

24 300 Exemplare. Erscheint jeden Donnerstag. Amtliches Publikationsorgan der Gemeinden Wettingen, Neuenhof, Killwangen, Spreitenbach und Würenlos. HERAUSGEBERIN CH Regionalmedien AG, Kronenplatz 12, 5600 Lenzburg GESCHÄFTSFÜHRER Stefan Biedermann, stefan.biedermann@chmedia.ch, Telefon 058 200 58 10 REDAKTION redaktion@limmatwelle.ch, Telefon 058 200 58 20 REDAKTIONSLEITUNG Melanie Bär, melanie.baer@chmedia.ch REDAKTIONSTEAM Manuela Page, manuela.page@chmedia.ch Robin Schwarz, robin.schwarz@chmedia.ch FREIE MITARBEITER DIESER AUSGABE Gaby Kost, Dieter Minder (dm), Romi Schmid (rom) REDAKTIONSSCHLUSS Montag, 8 Uhr COPYRIGHT Herausgeberin Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material. INSERATE Brigitte Gähwiler, brigitte.gaehwiler@chmedia.ch, Telefon 058 200 53 73 DRUCK CH Media Print AG, 5001 Aarau ZUSTELLUNG Die Post ABO SERVICE E-Mail: abo@chmedia.ch / Stichwort Liwe, Telefon 058 200 55 55, Telefax 058 200 55 56 EIN PRODUKT DER

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WETTINGEN

WOCHE NR. 46 DONNERSTAG, 18. NOVEMBER 2021

AUS DEM GEMEINDERAT Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung Es gelten für alle Abteilungen der Gemeindeverwaltung folgende Öffnungszeiten (Schalter und Telefon): Mo,: 8.30–12/13.30–18.30 Uhr; Di.–Fr.: 8.30–12/13.30–16 Uhr. Die Mitarbeitenden der Gemeindeverwaltung sind gerne bereit, telefonisch auch Termine ausserhalb der Öffnungszeiten zu vereinbaren.

GEMEINDEBIBLIOTHEK Geschichtenerzählen auf Englisch In Zusammenarbeit mit dem Mortimer English Club der Region Baden-Limmattal wird Kindern eine Geschichte auf Englisch erzählt. Eine Erzählerin aus dem Club übt mit den Kindern auf spielerische Weise den Einstieg in die englische Sprache. Anmeldung an: Mortimer English Club, Region Baden-Limmattal, Tel. 076 583 15 77, Donnerstag bis Freitag, 9–12 Uhr, E-Mail: sprachschule. dietikon@mortimer-english.ch. Gemeindebibliothek Wettingen, Freitag, 19. November, 16 Uhr. Dauer ca. 1 Stunde. Für Kinder von 4 bis 8 Jahren, Eintritt gratis, Teilnehmerzahl begrenzt. (zVg) Spielabend für Erwachsene und Teenager Die Ludothek Wettingen stellt Gesellschaftsspiele vor, die dann gleich in der Gruppe ausprobiert und gespielt werden können. Bitte über den folgenden Link anmelden: https://eveeno.com/Spielabend. Gemeindebibliothek Wettingen, Freitag, 19. November, zwischen 18.30 und 21.30 Uhr (Einlass bis 19Uhr). (zVg)

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1000 Taschen verteilt Die Mitglieder des Rotary Clubs Wettingen-Heitersberg belieferten zwanzig Organisationen mit 1000 Happy-Moments-Taschen. Anfang 2021 startete der Rotary Clubs Wettingen-Heitersberg auf Initiative des damaligen Präsidenten Flavio De Nando das Hands-on-Projekt «Happy Moments by Rotary». Ziel war es, in schwierigen Zeiten Freude zu schenken. Der Club organisierte und verteilte in den letzten Monaten Lebensmittel in Einkaufstaschen für die Abgabe an in Not geratene Personen in der Region WettingenLimmattal. Bereits mit einem Beitrag von 30 Franken wurde die Abgabe einer mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln gefüllten Einkaufstasche ermöglicht. Ende Oktober wurde die tausendste Tasche ausgeliefert. Im Frondienst organisierten die Mitglieder des Rotary Clubs Wettingen-Heitersberg aus einer Hand: die Finanzierung, den Einkauf, das Abpacken und die Verteilung der mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln gefüllten Einkaufstaschen sowie die gesamte Entsorgungslogistik. Durch gute Verhandlungen sowie durch

Happy-Moments-Projekte des Rotary Clubs Wettingen-Heitersberg. grosszügiges Entgegenkommen, Sachleistungen und die von Partnern erhaltenen Einkaufsgutscheine konnte jede Tasche mit einem Warenwert von 50 Franken und einem Gewicht von 8,5 kg übergeben werden. Insgesamt wurden über 20 Paletten abgearbeitet und 8,5 Tonnen Lebens- und Hygienemittel verteilt. Durch Rotary wurden zwanzig Organisationen mit 1000 Happy-

zVg

Moments-Taschen beliefert. Die Mitarbeitenden der Organisationen händigten dann jeweils die Taschen ihren Klienten direkt aus. Rund zwei Drittel der Taschen wurden über die verschiedenen Sozialdienste der Gemeinden und Hilfswerke in der Region verteilt. Nach dem gleichen Muster wurde der verbleibende Drittel über Spitex-Organisationen, Kirchen und Altersorganisationen verteilt. (zVg)

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Man beachte bitte, dass in der Gemeindebibliothek Wettingen die Zertifikatspflicht für Personen ab 16 Jahren gilt. INSERATE

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Ortsbürgerausflug nach Rheinfelden Am Mittwoch, 27. Oktober, durfte die Ortsbürgerkommission 79 Ortsbürgerinnen und Ortsbürger zum Ausflug nach Rheinfelden empfangen. Nach der Begrüssung durch den Gemeindeammann Roland Kuster führte eine schöne Fahrt mit dem Car der Stöcklin Reisen durch den Morgennebel zum Parkhotel in Rheinfelden. Im wunderbar gelegenen Essraum mit fantastischer Aussicht auf den Rhein wurden die Besucher mit einem herzhaften Aargauer Braten und einem feinen Panna cotta verwöhnt. Martin Egloff begrüsste im Namen der Ortsbürgerkommission zwischen den Gängen die Gäste und freute sich über den gelungenen Anlass. Nach einem kleinen Spaziergang im schönen Park reiste man wieder nach Wettingen zurück. (zVg)


Marktnotiz

Freiwillige Fahrer/innen für das Aargauer Rote Kreuz gesucht Freiwillige des Rotkreuz-Fahrdienstes begleiten gesundheitlich beeinträchtigte Mitmenschen zu medizinischen Terminen. Das Aargauer Rote Kreuz sucht unter anderem in den Regionen Baden, Wettingen und Neuenhof dringend neue freiwillige Fahrerinnen und Fahrer. Baden/Wettingen/Neuenhof – Ist die Mobilität eingeschränkt, kann bereits der Weg zum Arzt beschwerlich sein. Freiwillige des Rotkreuz-Fahrdienstes leisten mit ihrem Engagement einen wichtigen Beitrag zur Lebensqualität der Kundinnen und Kunden und zur Entlastung ihrer pflegenden Angehörigen. Andreas Wetter (61) aus Würenlos ist selbstständig und fährt einmal wöchentlich einen Dialysepatienten ins Spital. «Solche regelmässigen Termine sind für mich als Selbstständigen einfach zu planen», so Andreas Wetter. Als er vor sieben Jahren arbeitslos wurde, beschloss er, seine Zeit anderen Menschen zu

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schenken. Seither ist er engagierter Fahrer beim SRK-Fahrdienst. «Die verschiedenen Lebensgeschichten, die ich als Fahrer manchmal erzählt bekomme, sind sehr spannend und inspirierend. Ich schätze es sehr, wenn meine Mitmenschen offen sind.» Weitere Informationen finden Sie unter: www.srk-aargau.ch/fahrdienst-fw Tel. 062 835 70 40

Die unter «Marktnotiz» publizierten Texte stehen ausserhalb der redaktionellen Verantwortung. Meldungen von KMU sind buchbar unter brigitte.gaehwiler@chmedia.ch, Tel. 058 200 53 73.

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Zürcherstrasse 75 5432 Neuenhof 079 424 02 94 kontakt@beschwerden-frei.ch Mohaya Devay in den Gemeinderat von Neuenhof Am 28.11.2021 wird im 2. Wahlgang über den letzten zu vergebenden Sitz des Gemeinderates Neuenhof abgestimmt. Ich kenne den kandidierenden Herrn Mohaya Devay als Geschäftsführer der Grünen Aargau. Herr Devay ist immer sehr zuvorkommend, unterstützt die Anliegen der kommunalen Sektionen und findet immer Zeit zum Zuhören, wenn es um neue Ideen geht. Er organisiert und delegiert die Events, Versammlungen und Wahlen der kantonalen Partei vorbildlich. Ich finde es wichtig und sympathisch, dass sich ein junger Mensch wie Herr Devay für die Zukunft und Entwicklung seiner Wohngemeinde politisch engagiert. Seine Generation wird keine einfache Aufgabe haben, um die kommenden Probleme mit der Klimaveränderung, der Energiewende und der Biodiversität zu bewältigen. Da er sich mit diesen Herausforderungen täglich auseinandersetzt, kann er der Gemeinde einen grossen Nutzen bringen. Mit Mohaya Devay als Gemeinderat von Neuenhof wählen Sie die Zukunft. S. Weiersmüller, Windisch

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WETTINGEN/NEUENHOF

Alterszentrum und Bislang führten das Alterszentrum und die Stiftung für Menschen mit Beeinträchtigung je eine Lingerie-Abteilung. Ab nächstem Frühjahr spannen sie zusammen. Nach rund einjähriger Planung haben das Alterszentrum St. Bernhard und die Arwo-Stiftung am 10. November einen Kooperationsvertrag unterschrieben: Ab Frühjahr 2022 werden sie gemeinsam eine Wäscherei betreiben. Bisher haben beide Unternehmen eine LingerieAbteilung geführt und wöchentlich je rund 1,5 Tonnen Wäsche verarbeitet – sowohl für die eigenen Bewohnenden als auch für externe Firmen. In der Arwo werden damit geschützte Arbeitsplätze für Menschen mit Beeinträchtigung angeboten. Der neue gemeinsame Betrieb befindet sich im Neubau des Alterszentrums St. Bernhard, die Lingerie-Mitarbeiterinnen der Arwo-Stiftung werden ihren Arbeitsplatz dorthin verlegen. «Es wird ein menschlicher Gewinn sein für die Mitarbeitenden beider Institutionen», so der Geschäftsleiter des St. Bernhard, Peter Wyss. Auch für die Arwo-Stiftung, wie deren Geschäftsführer Roland Meier sagt: «Wir suchen immer Möglichkeiten, unseren Mitarbeitenden mit Beeinträchtigung geschützte Arbeitsplätze anzubieten, die möglichst nah am ersten Arbeitsmarkt sind. Durch diese Kooperation können wir ihnen ein solches Angebot machen.» Mit dieser Lösung hat die Arwo-Stiftung

Zufrieden: Von der Arwo: Roland Meier und zudem die Frage geklärt, wo sie während der in den Jahren 2024 bis 2026 geplanten Modernisierung des Wohnheims die Wäsche besorgt. «Wir brauchen dann gar keine Zwischenlösung mehr, sondern können sogar noch zusätzliche Arbeitsplätze für Menschen mit Beeinträchtigung an einem neuen, attraktiven Arbeitsplatz anbieten», sagt Daniel Hüsser, der in der Arwo für die Finanzen und die Infrastruktur zuständig ist und den Prozess begleitet. Peter Wyss fügt an: «Nicht zuletzt entsprechen eine gesteigerte Auslastung und die Schonung von Ressourcen auch dem Gedanken der Nachhaltigkeit – einem unserer Leitmotive.» Der Neubau des Alterszentrums St. Bernhard wird im Frühjahr 2022 bezugsbereit sein. «Alles ist auf Kurs», so Wyss zum

LESERBRIEFE ZU DEN GEMEINDEAMMANNSWAHLEN Zukunft Wettingen! Meine Familie und ich haben soeben Roland Kuster die Stimme als Gemeindeammann von Wettingen gegeben. Und das mit Überzeugung! Als (noch) amtierender Gemeinderat von Wettingen drücke ich damit mein Vertrauen in die Kompetenzen und das Engagement von Roli Kuster aus. Richtig kennen und schätzen gelernt habe ich Roli in den vergangenen vier Jahren, also während meiner Amtszeit als Gemeinderat von Wettingen. Seine offene und ehrliche Art der Kommunikation, sein unermüdlicher Einsatz für unsere Gemeinde, sein Herzblut, mit welchem er alle Aufgaben angeht und erledigt, waren und sind mir stets Vorbild. Dossiersicherheit, ein breit fundiertes Wis-

sen und nicht zu vergessenen seine Kompromissbereitschaft prädestinieren ihn als Gemeindeammann für eine weitere Amtsperiode. Seine Führungsqualitäten hat Roland Kuster anlässlich des REL im Tägi Wettingen einmal mehr unter Beweis gestellt. Und noch etwas ist mir ganz wichtig! Nein – ich habe mit Roli keinen Militärdienst geleistet und bin auch nicht Mitglied der gleichen Partei! Ich bin ihm in keiner Weise verpflichtet! Also, liebe Wettigerinnen und Wettiger: Meine Familie und ich empfehlen Euch Roland Kuster zur Wahl für weitere vier Jahre als Gemeindeammen von Wettingen. Für eine erfolgreiche Zukunft von Wettingen. Markus Haas, Gemeinderat (SVP)


WOCHE NR. 46 DONNERSTAG, 18. NOVEMBER 2021

Arwo kooperieren

Daniel Hüsser, vom St. Bernhard: Marcia Nietlispach und Peter Wyss.

(zVg)

aktuellen Stand der Ausbauarbeiten. Das moderne Bauwerk wird insgesamt 140 Seniorinnen und Senioren ein neues Zuhause bieten. Weiter gibt es 31 Alterswohnungen. Das neue St. Bernhard bietet ein optimal ausgerichtetes Angebot für Wohnen und Leben im Alter. Ziel ist, neben fortschrittlichen Pflegedienstleistungen und einer qualitativ hochstehenden Gastronomie auch andere Bedürfnisse wie Coiffeur, Podologie oder Physiotherapie vor Ort abzudecken. Sogar eine Kinderkrippe wird es haben. Kurz vor dem Bezug des Neubaus wird auch das rund zehnköpfige Lingerie-Team, das sich aus Mitarbeitenden beider Unternehmen zusammensetzt, in den neuen Räumlichkeiten des Neubaus ihren Arbeitsplatz einrichten.

«Für unsere Mitarbeiterinnen mit Beeinträchtigung ist das eine absolut gute Sache», sagt Elisabeth Locher. Sie hat die Lingerie in der Arwo in den vergangenen zwanzig Jahren geleitet. Trotz ihrer diesjährigen Pensionierung wird sie ihre Mitarbeiterinnen im Frühjahr 2022 an den neuen Arbeitsort begleiten, der von ihrer Nachfolgerin Monika Pecoraro geleitet wird. «Auch unsere Mitarbeitenden freuen sich, gemeinsam mit der Arwo die Zukunft zu gestalten und dazu beizutragen, Menschen mit Beeinträchtigung ein Arbeitsumfeld zu geben», sagt auch Marcia Nietlispach, Mitglied der Geschäftsleitung des St. Bernhard. Sie leitet im Alterszentrum die Hotellerie. Ihre Mitarbeitenden werden für die Arbeit mit Menschen mit Beeinträchtigung geschult.

Ghetto- oder Gartenstadt: Andrea Bova wählen Bereits soll die 6. Steuererhöhung kommen. Man plant nun gezielte Defizite, der Regierungsrat soll entscheiden. Sparmassnahmen gab es kaum, ausser man wusste, dass es Widerstand gibt. Einfache Möglichkeiten, z. B. die Ausschüttung der Reserven des EW Wettingens, werden nicht geprüft. Wie ehrlich meinte es der Gemeinderat, als er behauptete, das neue Tägi werde kein zusätzliches Betriebsdefizit einfahren? Der Bürger hat kein Mitspracherecht mehr, wir werden wie in den letzten 50 Jahren mehr und mehr Geld einschiessen müssen. Die Kostenüberschreitung für die Erweiterung wird wohl gewaltig ausfallen, nachdem der Gemeinderat im Hin-

blick auf den 2. Wahlgang die Abrechnung kurzfristig auf nach der Abstimmung verschieben «musste». Andrea Bova wollte Gemeinderatsvisionen wie die Limmattalbahn, Wachstum auf deutlich über 30 000 Einwohner, den Zuzug weiterer Sozialhilfeempfänger etc. bekämpfen. Er kann als Gemeindeammann gewählt werden. Wenn er obsiegt, kommt es zu Neuwahlen. Ich werde Andrea Bova wählen.

Thomas Bodmer, alt Einwohnerrat (SVP), alt Grossrat, nebenamtlicher Verwaltungsrichter

Die Limmatwelle druckt in der nächsten Ausgabe vor den Wahlen keine Leserbriefe mehr zum Thema ab. Die Redaktion bittet um Verständnis.

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AUS DEM GEMEINDERAT Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung Die Öffnungszeiten und die Erreichbarkeit (Schalterdienst) sind wie folgt: Montag, 8–11.30 und 14–18 Uhr, Dienstag bis Donnerstag, 8–11.30 und 14–17 Uhr, Freitag, 7.30–14.30 Uhr. Tel. 056 416 21 11, E-Mail: gemeindekanzlei@neuenhof.ch. Wahl der gemeinderätlichen Kommissionen (Amtsperiode 2022–2025) Der Gemeinderat hat die gemeinderätlichen Kommissionen für die kommende Amtsperiode 2022–2025 gewählt. Diese setzen sich wie folgt zusammen: Ortsbürgerkommission: Martin Uebelhart (GR); Vreni Trinkler-Berz, Cyrill Voser, Tim Voser, Ursula Voser. Baukommission: Fred Hofer (GR), Anita Binz-Deplazes, Thomas Gruber, Titus Regensburger, Marco Voser. Sozialkommission: Daniel Burger (GR), Heidi Engel, Philipp Müller, Monika Reich-Duhme, Gaby Schärer-Hüppi. Feuerwehrkommission: Petra Kuster Gerny (GR); Thomas Bianchi, Marcel Gerny, Thomas Riner, Johannes Santner, Thomas Schweizer. Einbürgerungskommission: Martin Uebelhart (GR); Kurt Bianchi, Claudia Burger, Stephanie Mekik-Schilling, vakant. Aufgrund eines Rückzuges einer Kandidatur ist noch ein Sitz in der Einbürgerungskommission zu vergeben. Damit die Vakanz wieder besetzt werden kann, besteht für interessierte stimmberechtigte Ein-

wohnerinnen und Einwohner die Möglichkeit, sich schriftlich bei der Gemeindekanzlei Neuenhof bis spätestens Mittwoch, 15. Dezember, zu melden. Gerne steht die Gemeindekanzlei Neuenhof für allfällige weitere Auskünfte zur Verfügung (Tel. 056 416 21 70 oder gemeindekanzlei@neuenhof.ch). Der Gemeinderat bedankt sich bei allen, die sich für ein Engagement bereiterklärt haben, und wünscht allen Kommissionsmitgliedern viel Freude und Befriedigung in ihrem Amt. Sportplatz Stausee – Bauarbeiten ab 29. November An der Einwohnergemeindeversammlung vom 21. Juni wurde der Kredit für die Sanierung des Sportplatzes Stausee gutgeheissen. Die Bauarbeiten für die Rohranlage, der neuen Fundamente sowie die Demontagen der alten Masten beginnen am Montag, 29. November, und dauern bis voraussichtlich Mitte Dezember. Die neuen Masten werden ca. Mitte Februar 2022 erstellt. Betreibungsamt Dienstagnachmittag geschlossen Der Schalter des Betreibungsamtes bleibt am Dienstagnachmittag, 23. November, infolge Teilnahme an einer Weiterbildung geschlossen. Die restlichen Abteilungen der Gemeindeverwaltung haben normal geöffnet. Es wird um Verständnis gebeten.

BILDNACHRICHT

Chlausgesellschaft Neuenhof – Chlauseinzug mal anders Dieses Jahr findet der Chlauseinzug mal anders statt. Anstelle des seit über 20 Jahren durchgeführten traditionellen Chlauseinzugs werden am Sonntag, 28. November, ab 18 Uhr die eingeladenen Schüler und Kindergärtler auf dem Schulhausplatz den Samichlaus musikalisch begrüssen. Die Chlausgesellschaft Neuenhof freut sich über leuchtende Kinderaugen und hofft, nächstes Jahr den traditionellen Chlauseinzug durchführen zu können. (zVg)


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NEUENHOF

WOCHE NR. 46 DONNERSTAG, 18. NOVEMBER 2021

LESERBRIEF Fragwürdige BNO im Neuenhofer Härdli An der Informationsveranstaltung des Gemeinderates zur Entwicklung des Härdli vom 4. November wurde die unbedingte Baupflicht bis 2035 oder bei Nichtbefolgen eine jährliche zweiprozentige Abgabe des steuerrechtlich massgebenden Grundstückswertes durch den Eigentümer an den Kanton erläutert. Dieses neue Baugesetz sei seit dem 1. Oktober 2016 in Kraft. Durch diese Baupflicht können die Familiengärten, der Kinderspielplatz und der Tennisclub nicht mehr längerfristig im Härdli bestehen – die Ersatzabgaben an den Kanton ab 2035 wären zu hoch.

Doch gerade die Familiengärten, der Kinderspielplatz und der Tennisclub dienen der Gesundheit und der Erholung. Verschiedenste Menschen verschiedenster Nationen gärtnern im Härdli und tragen zur Verständigung bei. Neuenhof ist die verdichtetste Gemeinde des Kantons. Stossend und widerrechtlich finden wir, dass anlässlich der Abstimmung über die Bau- und Nutzungsordnung (BNO) an der Ausserordentlichen Gemeindeversammlung vom 27. März 2017 nicht über dieses neue Baugesetz informiert wurde. Die Umzonung des Härdli wäre nicht zustande gekommen, wenn die Versammlung dazumal über die Baupflicht in

In eigener Sache Leserbriefe dürfen max. 1500 Zeichen umfassen. Die Redaktion entscheidet über die Publikation von Leserbriefen. Sie behält sich vor, Kürzungen vorzunehmen oder Leserbriefe nicht abzudrucken. Die Redaktion

Kenntnis gesetzt worden wäre. In unseren Augen ist diese BNO-Abstimmung ungültig. Daher stellen wir den Antrag, dass im Härdli die Familiengärten, der Kinderspielplatz und der Tennisclub wieder zurück in die ÖBA (Zone für öffentliche Bauten und Anlagen) gezont werden. Dieter und Margrit Pfister, Neuenhof

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Will Sinn stiften: Mohaya Devay (Grüne) in Neuenhof.

Robin Schwarz

Alle an den Tisch Jung, konsensorientiert und auf dem Weg in die Karriere als Berufspolitiker: Mohaya Devay will für die Grünen in den Gemeinderat. Mohaya Devay sitzt mit überschlagenen Beinen auf einer Bank in der Sonne, mit Blick auf goldene Blätter und die Limmat, direkt beim Gartenverein Härdli – und kommt auch sofort auf das brandheisse Thema zu sprechen. «Die Entwicklung des Härdli ist eine Chance, aber es ist wichtig, dass man alle zusammen an den Tisch holt», sagt Devay. Seine Sätze sind geschliffen, bestimmt und elegant. Man

«Die Entwicklung des Härdli ist eine Chance.» merkt ihm und seinen Sentenzen trotz junger Jahre bereits die politische Erfahrung an. Gleichermassen ist auch das Thema Konsens etwas, was sich wie ein Leitmotiv durch das Gespräch zieht. Devay ist Geschäftsführer der Grünen Aargau sowie Vorstandsmitglied bei den Jungen Grünen Aargau und Schweiz. Seine Parteizugehörigkeit sei ein Prozess gewesen, denn er steht den Grünen ebenso nahe wie der Juso, aber «die Natur kommt ohne die Menschen aus, umgekehrt aber nicht», darum habe er sich für die Grünen entschieden, die die Umwelt noch etwas mehr ins Zentrum rücken als die Juso. Ein breites Netzwerk habe er durch seine politische Tätigkeit gewonnen, doch so sehr er Politiker der Grünen sei, so sei er auch ganz einfach Mohaya. Verstellen oder sich dem Druck von aussen beugen: Nein, das will er nicht. Bei allem jugendlichen Idealismus:

«Ich finde es megawichtig, dass man sich die grossen Fragen stellt, die andere Frage ist aber auch: Wie setzt man das lokal um?», fragt Devay rhetorisch. «Als Einzelner kann man nicht den Planeten retten, man ist nur ein kleines Puzzlestück, und darauf kommt es an.» Darum spiele Parteipolitik auf Gemeindeebene für ihn eine untergeordnete Rolle: «Man steht als Gremium gemeinsam für die Entscheide hin.» Devay, der zuerst das KV gemacht hat und jetzt BWL an der Höheren Fachschule studiert, will Sinn stiftende Arbeit verrichten – Sinn stiften für sich selber und für andere – darum: Politik. Mittelfristig wolle er in Neuenhof eine eigene Parteisektion gründen, unabhängig davon, ob er in den Gemeinderat komme oder nicht. Eine Kandidatur, die Devay übrigens zu zwei Dritteln aus dem eigenen Sack und zu einem Drittel mit Spenden finanziert: Plakate und Flyer, eine Website. Kostenpunkt: etwa 2500 Franken. Früher sei Politik noch sein Hobby gewesen, langsam werde es aber immer mehr zu seinem Beruf, «und wenn man sein Hobby zu seinem Beruf macht, braucht es neue Hobbys. Mein wichtigster Ausgleich ist Musik, ich spiele täglich Klavier». Sport sei ihm ebenso wichtig– zum Gespräch ist er beispielsweise mit dem Velo gekommen. Darum schätze er an Neuenhof auch, dass es viele Sportangebote und -plätze gebe. Natürlich auch wichtig: ab und zu in den Ausgang. Über seinen Konkurrenten Felix Mehmann sagt er diplomatisch: «Er hat durch seine Tätigkeit sicher eher den Bezug zu den Älteren, mit meinem Alter werde ich hingegen für einen Altersausgleich im heutigen Gemeinderat sorgen. Mir ist wichtig, alle Generationen miteinzubeziehen. Wobei die Jüngeren eine weniger hohe Hemmschwelle haben werden, um mich zu kontaktieren.» (rsz)


NEUENHOF/KILLWANGEN

WOCHE NR. 46 DONNERSTAG, 18. NOVEMBER 2021

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AUS DEM GEMEINDERAT Baubewilligung Der Gemeinderat hat folgende Baubewilligung erteilt: Taing Andrea und Seav, Rütihaldenstrasse 23, 8956 Killwangen, für den Ersatz der Dachfenster und Glasziegelfenster, Parz.-Nr. 381, Schürweg 1.

Pfeifenrauch und kühle Luft: Felix Mehmann auf seinem Gartensitzplatz.

Mit alter Stärke

Ein Neuenhofer Urgestein: Der parteilose Felix Mehmann will als Gemeinderat der älteren Bevölkerung Gehör verschaffen. In Felix Mehmanns Garten steht eine mächtige Tanne. «Meine Mutter hat sie vor 40 Jahren gepflanzt, noch bevor hier hinten die anderen Häuser standen», sagt er stolz. An seinem Gartentisch sitzend, zündet er sich eine Pfeife an. Dann sprudelt es aus ihm heraus, bis er sich ein, zwei Minuten später die Pfeife von Neuem anzünden muss. Ein Neuenhofer Urgestein ist Mehmann, hier auf-

«Was es jetzt braucht, ist Kontinuität.» gewachsen, hin und wieder mal ein paar Jahre weg, dann wieder hier. Das merkt man ihm an, die Angelegenheiten der Gemeinde sind ihm geläufig, er spricht sofort im Detail über politisch Aktuelles und Vergangenes. Ein Thema, das immer wieder aufkommt, «schon alleine von meinem Alter her», ist die Integration der älteren Bevölkerung. Mehmann ist seit bald zwei Jahren pensioniert. «Dass die älteren Stimmen gehört werden, ist mir ein Anliegen», die Alterssiedlung Sonnmatt sei an der Kapazitätsgrenze, «nicht erst seit gestern», sodass manche der Seniorinnen und Senioren fremdplatziert und dadurch entwurzelt würden. Die Alters- und Pflegeangebote müssten dringend verbessert werden, findet Mehmann, und im Moment sei das nicht genügend gegeben. Auch beim Härdli müsse man auf

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die alte Bevölkerung schauen, damit für sie «ein schöner Streifen an der Limmat» erhalten bleibt. Mehmann, der als Küchenchef an diversen Herdplatten in der umliegenden Region gearbeitet hat, zum Beispiel im «Goldenen Schlüssel» oder im «Verenahof» im Badener Bäderquartier, aber sogar nach Savognin hat es ihn verschlagen. Sein Leben lang habe er sich für bessere Arbeitsbedingungen in der Gastrobranche eingesetzt. Mittlerweile hat er zwei erwachsene Kinder, gar Enkelkinder. «Ich bin ein Familienmensch», sagt Mehmann. Die Wahl in Neuenhof: exemplarisch für den Zeitgeist. Eine Generationenwahl, das Junge, das Grüne gegen das Altbewährte und Erfahrene gewissermassen. Das sieht auch Mehmann so. «Es braucht jetzt aber Kontinuität», sagt er. Der Rat in seiner jetzigen Zusammensetzung sei noch nicht etabliert. Und da seien auch noch die Wirren um den Rücktritt von Susanne Voser (Die Mitte) und Andreas Muff (parteilos). Darum brauche es jetzt Erfahrung und Stabilität. Als Parteiloser mit Distanz könne er Neuenhof weg vom Parteienhickhack bringen, wieder auf einen stabilen Weg. Für einen Generationenwechsel sei es noch einen Tick zu früh, aber danach, warum nicht? Auch er wolle schon jetzt die Jugend miteinbeziehen und sei, wie auch Devay, zum Austausch bereit. Neuenhof sei aber sehr weit gekommen in all den Jahren, konstatiert er – und ist wie auch Devay mit der Arbeit des Gemeinderats eigentlich zufrieden, was zum Beispiel die Verkehrsanbindung oder die Integration von Ausländern betreffe. Er spaziere gerne entlang der Limmat und mittlerweile rieche es ja nicht mehr so stark wie früher. Auch da: Man sei vorangekommen. (rsz)

Öffnungszeiten der Gemeindekanzlei Montag, 8.30–11.30 Uhr und 14– 18.30 Uhr; Dienstag, 8.30–11.30 Uhr und 14–16 Uhr; Mittwoch, 8.30–11.30 Uhr, nachmittags geschlossen; Donnerstag, 8.30–11.30 Uhr und 14–16 Uhr; Freitag, 7.30– 14 Uhr (durchgehend). Tel. 056 418 10 60, E-Mail: gemeindekanzlei@ killwangen.ch. www.killwangen.ch. INSERATE

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KILLWANGEN/SPREITENBACH

Den Strom ganz gen

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Bald ist Gemeindeversammlung in Killwangen. Aus diesem Grund hat man an einem Infoabend in die Traktanden eingeführt. DIETER MINDER

Fotografin Gaby Kost war im grauen Spreitenbacher Herbst unterwegs und hat dabei beobachtet, wie die neu aufgehängte Weihnachtsbeleuchtung kurz ein- und danach wieder abgestellt wurde. «Ob es ein Leuchttest war?», fragte sie sich.

Dem grauen Wetter entkommen ist sie aber dennoch – dank ein paar wunderschönen herbstlich-bunten Bäumen. Doch, wie rechts zu sehen ist, werden auch diese Bäume bald ihr Kleid verlieren. Jetzt muss man sich auf einen langen Winter einstellen. (Bilder: Gaby Kost, Text: LiWe)

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Für Markus Schmid, den künftigen Gemeindeammann von Killwangen, war der Informationsabend am Montag so etwas wie die Hauptprobe. Gemeindeammann Werner Scherer blieb mit Verdacht auf Covid-19 zuhause und Vizeammann Werner Hubmann ist mit Covid-19 in Quarantäne. Auch Gemeinderat Jürg Lienberger musste sich krankheitshalber abmelden. Deshalb führten die Gemeinderäte Markus Schmid und Hanspeter Schmid durch den Informationsabend. Rund 20 Personen waren dazu in die Mehrzweckhalle gekommen. Die Gemeinde Killwangen besitzt einen Strassen- und Gehwegszustandsplan. Nach diesen sollte schon 2019 der Rütirain saniert werden. «Der Gemeinderat hatte damals beschlossen, damit zu warten, bis die letzte Parzelle überbaut ist», sagte Gemeinderat Hanspeter Schmid. Weil dies nun so weit ist, wurde ein Projekt mit den Bereichen Strassenbau, Wasserleitungen und EW-Rohrblock präsentiert. Noch fliesst das Trinkwasser in jenem Gebiet durch Graugussrohre. An ihrer Stelle sollen Kunststoffrohre mit einem Durchmesser von 160 mm verlegt werden. Die Kosten von 178 000 Franken gehen zu Lasten der Wasserversorgung. Für das Elektrizitätswerk soll ein neuer Rohrblock verlegt werden. Er wird Schutzrohre umfassen, durch die unter anderem Kabel für die Strassenbeleuchtung gezogen werden sollen. Das dürfte 59 000 Franken kosten. Die Kosten für den Strassenbau, 132 000 Franken, gehen zu Lasten der Gemeindekasse. Am Ende der Strasse besitzt die Ortsbürgergemeinde eine Parzelle, die ausserhalb des Baugebietes liegt. «Das für die Strasse nötige Land haben die Ortsbürger der Einwohnergemeinde abgetreten», teilte Hanspeter Schmid mit. Was grosse Unternehmen heute schon können, soll künftig auch Kleinkunden möglich sein, nämlich den elektrischen Strom dort einzukaufen, wo sie ihn am günstigsten erhalten. Das bedingt, dass die

Etwa 20 Personen fanden sich zum Infoabend e Stromzähler durch Smart-Meter ersetzt werden. Diese erlauben eine detaillierte Erfassung des Stromkonsums. Deshalb schlägt der Gemeinderat die Beschaffung von Smart-Metern sowie die Übergabe der Werkfakturierung an die Regionalwerke Baden (RWB) vor. «Mit der Auslagerung können wir die Finanzverwaltung entlasten.» Die einmaligen Kosten für Software und den Aufbau der Daten sind auf 110 000 Franken veranschlagt. Dazu kommen jährliche Kosten von rund 34 000 Franken. Voraussichtlich ab 2023 sollen die Stromzähler ausgewechselt werden. Ein Votant will das Thema weiter hinausschieben und stellte ein Referendum in Aussicht. Zurzeit sind in der Gemeinde etwa 1060 Stromzähler im Einsatz, etwa 1000 davon sollen ersetzt werden. Dies wird die Elektrizitätsversorgung rund 395 000 Franken kosten. Zugleich sollen Wasserzähler für 275 000 Franken zu Lasten der Wasserversorgung ersetzt werden. Es ist vorgesehen, den Ersatz der Zähler mit der Werkfakturierung zu koordinieren. Steuerfuss soll noch nicht steigen «Die Verschuldung ist nach wie vor hoch», sagte Markus Schmid. Lag sie 2021 bei 3472 Franken pro Einwohner, sollte sie bis 2029 auf 1909 Franken pro Einwohner sinken. Im Finanzplan wird 2024 aber auch


WOCHE NR. 46 DONNERSTAG, 18. NOVEMBER 2021

nau zählen

ein.

Dieter Minder

eine Steuerfusserhöhung auf 108 % prognostiziert. Im Budget 2022 rechnet der Gemeinderat mit einem Betriebsaufwand von 6,46 Millionen Franken (alle Zahlen gerundet) und einem Betriebsertrag von 6,17 Millionen Franken. Dank der Auflösung von 250 000 Franken Aufwertungsreserve, ist das Budget ausgeglichen. Der Steuerfuss bleibt bei 105 %. Das soll von den natürlichen Personen 5,1 Millionen Franken bringen. Bei den juristischen Personen erwartet der Gemeinderat 160 000 Franken. Gegenüber der Rechnung 2020 sind das etwa 38 % weniger. Das Investitionsbudget 2022 beläuft sich auf 844 000 Franken. Darin enthalten sind die bewilligten 212 000 Franken für die Limmattalbahn, 500 000 Franken für die Zufahrt SBB/ARA sowie die 132 000 Franken für die Sanierung Rütirain 1. Auf eine Frage aus der Versammlung antwortete Markus Schmid mit: «Eine Baukommission ist eines der ersten Themen in der neuen Legislatur.» Ein entsprechender Betrag ist im Budget 2022 enthalten.

Veranstaltung Die Gemeindeversammlung findet am Dienstag, 23. November, um 20 Uhr in der Dreifachturnhalle Zentrum in Neuenhof statt.

AUS DEM GEMEINDERAT Christbaumschmücken auf dem Sternenplatz Die Kulturkommission ruft in Zusammenarbeit mit der BräusiVögel-Gugge alle interessierten Spreitenbacherinnen und Spreitenbacher dazu auf, den diesjährigen Weihnachtsbaum zu schmücken. Am Freitagabend, 19. November, kann der fertige Baumschmuck zwischen 18 und 21 Uhr auf dem Sternenplatz abgegeben werden. Um die Tanne in einem einheitlichen Look zu präsentieren, wurde dieses Jahr als Thema runder Baumschmuck gewählt. Wer möchte, kann vorbeikommen und grossen, bunten, runden und vor allem wetterfesten Baumschmuck mitbringen. Alle Mitwirkenden sind zu Glühwein, Bier und feinen Würsten eingeladen. Der fertige Baumschmuck wird am Samstagmorgen aufgehängt. Weihnachtsmarkt Der Weihnachtsmarkt findet am Samstag, 20. November, von 12 bis 20 Uhr statt. Der Spreitenbacher Weihnachtsmarkt ist traditionell klein, aber fein. Die

GEMEINDEBIBLIOTHEK Stände schlängeln sich um den Sternenplatz und die Chilegass. Seine Schönheit besteht darin, einen Gegenpart zum lauten Einkaufstreiben zu setzen und so die Adventsstimmung zu entzünden. Zwischen 14 und 17.30 Uhr trifft man auf den Samichlaus mit seinen Gefährten. Veranstaltungen im November in der Gemeindebibliothek. zVg Baubewilligungen sind erteilt worden an: Gemeinschaftsschiessanlage Geschichtenstunde Claudia Steiner «Härdli», Niederrohrdorf, für den erzählt eine herbstliche BildergeAnbau eines Abstellraums an Ge- schichte. Für Kinder ab 4 Jahren bäude Nr. 835, Zweifelstrasse 6; Pep- und ihre Begleitpersonen. Gemeinpino und Mara Donadio-Villani, debibliothek Spreitenbach, DiensSpreitenbach, für den Neubau Sicht- tag, 23. November, 16.30–17 Uhr. schutzwand, Bründlistrasse 75. Für Erwachsene gilt die Zertifikatspflicht. (zVg) Termine 19. November, 18–21 Uhr: Christbaumschmücken auf dem Buchstart Kurze Geschichten, Versli, Sternenplatz; 20. November, 12–20 Fingerspiele und Lieder mit Sibylle Uhr: Weihnachtsmarkt, Sternen- Müller. Für Kinder von 0 bis 3 Jahplatz und Chilegass; 23. November, ren und ihre Begleitpersonen. Ge19.30 Uhr: Einwohner-Gemeinde- meindebibliothek Spreitenbach, versammlung, Turnhalle Seefeld; Samstag, 27. November, von 9.30 bis 29. November, 17–18 Uhr: Unent- 10 Uhr. Um Anmeldung wird gebegeltliche Rechtsauskunft, Gemein- ten und es gilt für Erwachsene die dehaus, Poststrasse 13. Zertifikatspflicht. (zVg)

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WOCHE NR. 46 DONNERSTAG, 18. NOVEMBER 2021

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PARTEIEN FDP erwartet, dass der Gemeinderat bei den anstehenden Bauprojekten seine Verantwortung gegenüber dem Generalunternehmer wahrnimmt, dies als Treuhänder gegenüber dem Souverän. Da die Gemeindeversammlung um zwei bis drei Wochen vorverschoben wurde, fehlte leider die Zeit, um eine seriöse Meinungsbildung zu den Geschäften zuzulassen. Die Zeit ist so knapp, dass die gewählten Kommissionen zum Teil bis Dato die Schlusssitzung noch nicht abhalten konnten. Die FDP bittet den Gemeinderat, dies in seiner zukünftigen Terminplanung zu berücksichtigen. Fristen zu Einsprachen bei Volksentscheiden dürfen nicht über ein breite Meinungsbildung innerhalb von Parteien gestellt werden. Die FDP hat die Stellungnahme mit ihren gewählten Vertretern und Vertreterinnen abgestimmt. Dies sind Gemeinderätin Doris Schmid sowie Mitglieder der Finanz-, Steuer- und Geschäftsprüfungskommission. Somit haben wir eine kompetente und umfangreiche Stellungnahme: Zum Kreditantrag über 6,55 Millionen Franken für Erschliessung Gebiet A1 (Kreuzäcker) sowie Teilrevision BNO Gebiet A1 Diese beiden Kredite sind unbestritten. Bei diesem Bruttokredit ist zu berücksichtigen, dass ca. 1,5 Millionen Franken durch Perimeterbeiträge der Grundeigentümer zurückfliessen. Nach nahezu 10 Jahren, in welchen die Grundeigentümer wegen einer Planungszone des Kantons zur Untätigkeit gezwungen waren, bekommen sie nun die Möglichkeit, mit Planungssicherheit ihr Eigentum zu entwickeln. Die FDP ist überzeugt, dass in diesem attraktiven Gebiet hochwertige Arbeitsplätze von innovativen Unternehmen entstehen werden. Kreditantrag über 901 000 Franken für Sanierung Lichtsignalanlagen Zentrums- und Zentrums-/Landstrasse Der Kreditantrag ist nicht in Frage gestellt. Alle Lichtsignalanlagen, welche mit dem Projekt Limmattalbahn erstellt werden müssen, werden durch die LTB bezahlt. Im Zuge der grossen Veränderungen mit diesem Jahrhundertprojekt ist es notwendig, diese Anlagen aufeinander abzustimmen und auf den Stand der aktuellen Technik zu bringen. Kreditantrag über 140 000 Franken für Ersatz Storen Schulanlage Hasel Jeder Bauherr würde mit seinem Architekten tiefgreifende Diskussionen führen und ihn an die Gewährleistung seiner Mängelbehebung erinnern. Nötigenfalls müssten diese Forderungen gerichtlich durchgesetzt werden! Für die FDP ist es ein Affront, wenn nach 6 Jahren eine so zentrale Anlage im Schulhaus Hasel bereits ersetzt werden muss. Wo bleibt hier die Aufsichtsverantwortung des Gemeinderats / der Bauverwaltung als Bauherr? Ein Objekt mit diesen Mängeln darf nie in einem Abnahmeprotokoll bestätigt werden. Der Steuerzahler muss die unterlassenen Aufsichtspflichten von Seiten der Verwaltung nun teuer zahlen! Die

Bauamt, Schaffung zusätzliche Vollzeitstelle Ist es bereits an der Zeit, neue Vollzeitstellen zu schaffen für die Beseitigung des Abfalls in den Stationen der Limmattalbahn, welche bekanntlich erst ab Fahrplanwechsel Dezember 2022 verkehrt? Dies ist nur eine der aufgeführten «Zusatzarbeiten»! Diese Forderung erweckt den Anschein einer auf Reserve geschaffenen Arbeitsstelle beim Bauamt. Die FDP ist der Auffassung, dass zuerst der neue Abteilungsleiter Werke, welcher in der Einarbeitungsphase ist, und der neue Verwaltungsleiter, welcher erst im Februar 2022 startet, die Situation beurteilen müssen und danach, wenn überhaupt noch nötig, eine entsprechende oder angepasste Stelle beantragt werden kann. Also frühestens an der Gemeindeversammlung im Dezember 2022 zu beantragen. Die FDP lehnt ab. EDV, Schaffung zusätzliche Vollzeitstelle Wird von der FDP kritisch hinterfragt, da ihr ein EDV-Konzept vom Gemeinderat fehlt. Eine Gemeinde in dieser Grösse braucht hier ein klares Konzept, wie die Digitalisierung mit der zwingend notwendigen EDV-Infrastruktur umgesetzt werden soll. Die FDP lehnt ab. Steuerfuss und Budget 2022 Die FDP nimmt das vorliegende Budget mit dem neuen Steuerfuss wohlwollend zur Kenntnis. Die Steuerfussreduktion um 5 % auf neu 100 % ist erfreulich. Hier nimmt die FDP auch gerne davon Kenntnis, dass der Gemeinderat von einem längerfristigen Steuerfuss (4–5 Jahre) auf diesem Niveau oder tiefer spricht. Die FDP sieht sich bestätigt in den mehrmalig angebrachten Einwänden, dass zu vorsichtig aufgestellte Budgets mit erheblichen Reserven vorliegen, die letzten 7–8 Jahre mit den grossen Überschüssen haben dies eindeutig gezeigt! Aufgrund der guten Finanzsituation möchte die FDP den Gemeinderat einladen, ein Konzept oder besser eine Strategie zu erarbeiten, in welchen er der Bevölkerung etwas zurückgibt oder besser ausgedrückt: «Spreitenbach, attraktiv im 2025». Die FDP kann sich vorstellen, dass die ins Alter gekommenen Spielplätze erneuert und mit weiteren ergänzt werden. Oder das langjährige, bald verstaubte Konzept der Fusswegverbindung «Gemeindehaus bis Limmat» zu realisieren oder die Erstellung von Begegnungsplätzen oder eines Parks anzupacken. Einfach eine Entwicklungsstrategie erstellen, bei welcher die Bevölkerung profitiert und das Image von Spreitenbach sich massgeblich verbessert! Mit der aktuellen BNO-Überarbeitung hat die Gemeinde ein hervorragendes Instrument, die Entwicklung von Spreitenbach zu steuern. Die weiteren Geschäfte werden als richtig erachtet und ihnen wird zugestimmt.

Aufgrund der aktuellen besonderen Lage erfolgte die Befragung der Mitglieder zu den Traktanden der nächsten Wintergmeind auf dem elektronischen Weg. Folgende Traktanden werden ohne Bemerkungen zur Annahme empfohlen: Kreditantrag für Sanierung Lichtsignalanlagen; Kreditantrag für Sanierung Treppenaufgang Gyrhaldenstrasse; Kreditantrag für Sanierungen Transformatorenstationen und Kreditantrag für neue Transformatorenstation. Kreditantrag über 6,55 Millionen Franken für Erschliessung Gebiet A1 (Kreuzäcker) sowie Teilrevision BNO Gebiet A1 (Kreuzäcker) Frei nach Ovid kann man sagen: «Was lange währt, wird endlich gut.» Nach einer sehr langen Planungsphase, welche im August 2012 mit einer vom Regierungsrat verfügten Planungszone begann, konnte der Gemeinderat insbesondere in den letzten eineinhalb Jahren, dank intensiven Gesprächen mit den Grundeigentümern und dem Ersteller der Limmattal-Bahn, eine einvernehmliche Lösung finden. Der beantragte Bruttokredit ist eine logische Konsequenz aus dieser Planungsphase, da ohne Erschliessungsstrasse keine Arealentwicklung erfolgen kann. Dank den Beiträgen aus der Baulandumlegung, der Kostenübernahme für die Feinerschliessung durch die Grundeigentümer sowie dem Bundesbeitrag aus dem Agglomerationsprogramm werden die Kosten mit netto rund 2,57 Millionen Franken massiv tiefer sein. Eng verbunden mit dem Traktandum 3 ist das nächste Thema, nämlich die Teilrevision der BNO für das Gebiet A1 (Kreuzäcker). Damit nun das dannzumal frisch erschlossene Gebiet A1 optimal überbaut werden kann, ist eine Teilrevision der BNO zwingend notwendig. Der Gemeinderat versucht mit dieser Anpassung, eine qualitativ höherwertige Arbeitsplatzzone zu schaffen. Die Mitte begrüsst diese Vorgehensweise. Bei der Umsetzung wird der Gemeinderat gefordert sein, damit die gesetzten Ziele auch zum Gesamtwohl der Gemeinde realisiert werden können. Dass dies nicht so einfach sein dürfte, hat in der Vergangenheit die Realisierung der Wohn- und Gewerbeüberbauung Kreuzäcker gezeigt. Kreditantrag über 140 000 Franken für Ersatz Storen Schulanlage Hasel Der Totalersatz aller Storen der Schulanlage Hasel nach nur gerade 5 Jahren nach Bezug des Neubaus zeigt einmal mehr auf, dass sich «Preis vor Qualität» schlussendlich nicht auszahlt. Da die damalige Ausschreibung über die Generalunternehmung erfolgte, war die Einflussnahme der Gemeinde beziehungsweise der Baukommission leider nur begrenzt möglich. Für Die Mitte ist es wichtig, dass bei den anstehenden Bauprojekten (z. B. beim neuen Gemeindehaus) ein erhöhtes Augenmerk auch auf solche Details gelegt wird. Zudem stellt sich die Frage, ob nach der nicht immer

positiv gemachten Erfahrung bei der Erstellung des Schulhauses die Realisierung von öffentlichen Bauten über einen GU das richtige Vorgehen ist. Die Mitte ist da eher skeptisch. Die Mitte empfiehlt den Kreditantrag jedoch zur Annahme. Bauamt, Schaffung zusätzliche Vollzeitstelle Spreitenbach war eine der letzten Gemeinden im Kanton Aargau, die die Sackgebühr einführten. Obwohl bereits zu diesem Zeitpunkt bekannt war, dass nach einer Einführung der Sackgebühr mit einer erheblichen Zunahme der Abfallmenge im öffentlichen Raum gerechnet werden muss, wurde damals auf die Beantragung einer Zusatzstelle verzichtet. Dies wird nun nachgeholt und der Bedarf ist nachgewiesen. Die Mitte hält jedoch fest, dass neben der Finanzplanung eine umsichtige Personalplanung eben auch wichtig ist. Dies bedeutet jedoch nicht, dass Stellen auf «Vorrat» geschaffen werden sollten. EDV, Schaffung zusätzliche Vollzeitstelle Die Betreuung der zwischenzeitlich auf eine stattliche Grösse angewachsenen EDV der Gemeindeverwaltung und der Schule Spreitenbach durch ein Vollzeitpensum ist schon fast als fahrlässig zu bezeichnen. Nur dank des überdurchschnittlichen Fachwissens des jetzigen Stelleninhabers konnte diese Aufgabe ohne nennenswerte Zwischenfälle gemeistert werden. Der Bedarf zur Schaffung dieser Stelle wurde nicht nur nachgewiesen, sondern ist aus Sicht Der Mitte sogar zwingend notwendig, dies nicht zuletzt wegen der stetig zunehmenden Gefahren im Internet (z. B. «Cyberkriminalität»). Stellenplan, Steuerfuss und Budget 2022 Der Gemeinderat beantragt eine Reduktion des Steuerfusses um 5 % von 105 % auf 100 % und zeigt trotz dieser Reduktion einen Ertragsüberschuss von rund 1,4 Millionen Franken. Die Entnahme aus den Aufwertungsreserven (2 Millionen) sowie die Zahlungen aus dem Finanzausgleich (5 Millionen) tragen nach wie vor im Wesentlichen dazu bei, dass es der Gemeinde Spreitenbach relativ «gut» geht. Obwohl das genaue Ausmass der Covid-Pandemie auf unsere Finanzen bzw. auf die Steuereinnahmen zurzeit noch nicht genau abschätzbar ist, kann Die Mitte der beantragten Steuerfussreduktion und dem Budget zustimmen. Die guten Ergebnisse der letzten Jahre sowie der budgetierte Überschuss im nächsten Jahr lassen eine gewisse Risikobereitschaft bei der Festsetzung des Steuerfusses zu. Die Mitte moniert jedoch, dass der aktualisierte Finanzplan erst in diesen Tagen auf der Homepage der Gemeinde publiziert wurde. Der FIPLA 2022–2031(!) zeigt einen unterveränderten Steuerfuss von 100 % bis ins Jahr 2031. Eine Finanzplanung über 10 Jahre findet Die Mitte ambitiös und sie weckt unter Umständen Hoffnungen und Begehrlichkeiten, welche dann möglicherweise nicht erfüllt werden können. Der übliche Zeitraum für einen Finanzplan beträgt zwischen 4 und 5 Jahren. Eine jährliche Aktualisierung ist dabei zwingend notwendig.


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Die Sonne Der Himmel über Würenlos. Dieses Mal: Unsere Sonne und ihre Ruhephase, die nach über einem Jahrzehnt ihr Ende findet. LUKAS SCHMID*

Die Tage werden wieder kürzer und die Sonne ist ein seltener Gast in unseren Breitengraden. Dennoch erwacht unser Zentralgestirn aus einer Ruhephase. Eine Ruhephase, die nun nach 11 Jahren ihr Ende gefunden hat. Unser Stern hat einen neuen Zyklus begonnen – die Aktivität nimmt nach einem Minimum im Dezember 2019 nun wieder zu. Solare Ausbrüche und die charakteristischen Sonnenflecken häufen sich wieder. Im Laufe von etwa 11 Jahren durchläuft sie nämlich eine regelmässige Phase der Ruhe mit sehr wenig Aktivität bis hin zu einer Phase, in der sie wieder sogennantes Plasma ausstösst und Sonnenstürme ausgelöst werden. Sogar ihr Magnetfeld durchläuft in dieser Phase eine Umpolung. Wirklich verstanden sind diese Prozesse auch von der Wissenschaft nicht vollends. Man geht davon aus, dass Umwälzströme im Sonneninneren dazu führen. In den vergangenen zwei Jahren gab es kaum einen Sonnenfleck und nur sehr wenige Sonneneruptionen. Bei einer Eruption werden hochenergetische Teilchen ins All geschleudert, welche von der Magnetfeldenergie gespeist werden. Diese Gebilde entstehen innerhalb der sogenannten Chromosphäre – der für uns unsichtbaren Sonnen-


WOCHE NR. 46 DONNERSTAG, 18. NOVEMBER 2021

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ZUM GEDENKEN AN ERWIN ERNST-MOSER (1930–2021)

Materieströme, schiessen hunderttausend Kilometer in die Höhe.

erwacht wieder oberfläche. Die Chromosphäre kann nur mit speziellen Filtern sichtbar gemacht werden. Diese Filter lassen nur einen ganz bestimmten Wellenlängenbereich des magnetischen Spektrums passieren und machen die wunderschönen Strukturen der Oberfläche erst sichtbar. Im Kontrast dazu stehen die dunklen Sonnenflecken, welche sich zurzeit auch wieder häufen. Wie man es bereits erahnen kann, sind diese dunklen Stellen kühler und strahlen daher weniger sichtbares Licht aus und behindern gebietsweise den Wärmetransport vom Innern an die Sonnenoberfläche. Sonnenflecken sind relativ kurzlebig und ändern nicht selten nach wenigen Stunden ihre Form oder verschwinden vollends. Unser Mutterstern ist und bleibt ein faszinierendes, noch nicht verstandenes Objekt. Es ermöglicht Leben und ist gleichzeitig dazu imstande, Leben zu beenden. Für Hobbyastronomen ist es für die Beobachtung und die Fotografie ein sehr dankbares Objekt, so sieht es näm-

Lukas Schmid

lich an keinem Tag im Jahr identisch aus. Sonnenbeobachtung, ganz egal, ob von blossem Auge oder durch ein Teleskop, ist allerdings nicht ungefährlich und darf nie ohne spezielle Filter durchgeführt werden. Sofortige Blindheit wäre die Folge. Experten zufolge soll der kommende aktive Zyklus der Sonne eher gemässigt ausfallen. Immerhin gute Aussichten für die irdische Telekommunikation, Elektrizitätsnetze und auch die Satelliten im Erdorbit. Bei schwacher Sonnenaktivität werden diese weniger durch Sonnenstürme und deren schädliche Einflüsse beeinträchtigt. Als Astrofotograf wünscht man sich jedoch gerne fotogene Sonnenflecken und wilde Stürme. Wir werden sehen, was der neue Zyklus mit sich bringt. *Der Würenloser Lukas Schmid ist Hobby-Astrofotograf. Für die Limmatwelle berichtet er in unregelmässigen Abständen über aktuelle astronomische Phänomene.

Die leidige Coronapandemie hat auch Auswirkungen auf die Abdankungen von Verstorbenen. Sie finden nun öfter im kleinen Kreis statt, auch bei Menschen, an deren Beerdigung sonst mit einem Grossaufmarsch zu rechnen ist, um Anteil zu nehmen und dem Verstorbenen die letzte Ehre zu erweisen. Eine solche Persönlichkeit war der Würenloser Erwin Ernst. Vor ein paar Wochen, am 16. September, ist er im «Reusspark» im Gnadenthal verstorben. Sein Engagement für die Gemeinde Würenlos war über Jahrzehnte hinweg so gross, dass hier seiner gedacht werden soll. Erwin Ernst kam am 15. Mai 1930 in Würenlos zur Welt und hier lebte der gebürtige Würenloser bis zu seinem Tod. Seit 1956 war er mit Alice, geb. Moser, ebenfalls einer Ur-Würenloserin, verheiratet. Bis zu ihrem Tod im vergangenen Jahr waren die beiden stets zusammen unterwegs und im Ort anzutreffen. Die Aufgaben, die Erwin Ernst für die Gemeinde übernommen hatte, waren vielfältig und gehen weit zurück. Von 1958 bis Ende 1981 war er Mitglied der Steuerkommission, 20 Jahre davon als deren Präsident. 1970 war er anlässlich der legendären 1100-Jahr-Feier von Würenlos verantwortlicher Chef des Bühnenbildbaus für das Festspiel von Silja Walter. Bei der Eröffnung des Schwimmbads «Wiemel» 1972 half er am Einweihungsfest mit. Fortan war er wiederholt OK-Präsident verschiedener Jubiläums- und Sportanlässe in der Badi. Von 1990 bis und mit 2003 war er Mitglied der Schwimmbadbetriebs-

kommission, wovon 8 Jahre als Präsident. Auch in der Römisch-Katholischen Kirchgemeinde Würenlos war er aktiv. Von 1979 bis 1982 gehörte er der Kirchenpflege an und 1987 wurde er als OK-Präsident für das Pfarreifest mit Orgelbazar gerufen. Überhaupt lag Erwin Ernst das Organisieren von Grossanlässen geradezu im Blut und seine diesbezüglichen Fähigkeiten waren über Jahrzehnte hinweg immer wieder gefragt. Auf ihn konnte man sich einfach verlassen. Noch im Jahr 2000, als man in Würenlos das 100-Jahr-Jubiläum des Zusammenschlusses mit Ötlikon und Kempfhof feierte, griff man auf seine Erfahrung zurück und ein letztes Mal war er als OK-Präsident mitverantwortlich für einen gelungenen und denkwürdigen Anlass. Was das Vereins- und Kulturleben anbelangt, war Erwin Ernst ebenso unermüdlich an vorderster Front und in den obersten Chargen im Einsatz. Die Spannweite reicht von der Jungmannschaft über die Männerriege, den Samariterverein, die Musikgesellschaft bis zur Fasnacht und noch viel weiter. Der Platz ist hier schlicht zu knapp, um alles im Detail aufzuzählen. Es ist ganz einfach eine beeindruckende Leistung eines einzelnen Menschen, der immer nahbar, bodenständig und bescheiden war. Erwin Ernst genoss den Kontakt zu seinen Mitmenschen. Zahlreiche Ehrenmitgliedschaften sind deutliche Zeichen der Wertschätzung und der Dankbarkeit, die man ihm entgegenbrachte. Durch sein immenses Engagement zum Wohl der Gemeinde Würenlos, ihrer Vereine und ihrer Gemeinschaft hat sich Erwin Ernst bleibende Verdienste erworben. Die Gemeinde ist ihm zu grossem Dank verpflichtet. Sie wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Daniel Huggler, Gemeindeschreiber

INSERATE

Vom 18. bis 27. November 2021 verwöhnen wir Sie jeweils ab 18.00 Uhr mit unserer feinen

Metzgete Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Reservation erwünscht unter Tel. 056 424 21 19 Schulstrasse 25, Würenlos Sonnenflecken gab es in den letzten zwei Jahren nur wenige.


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WÜRENLOS/KIRCHLICHE MITTEILUNGEN

Lokalposse in der Alten Kirche

WETTINGEN Kath. Kirche St. Sebastian, Schartenstrasse 155 Samstag, 20. November, 17.30 Uhr, Eucharistiefeier (Joseph Kalamba). Der Kirchenchor St. Sebastian gestaltet den Gottesdienst musikalisch mit. – mit Covid-Zertifikat. Sonntag, 21. November, 9.30 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier, Liturgiegruppe. Mittwoch, 24. November, 9 Uhr, Eucharistiefeier im Advent mit der Frauengemeinschaft St. Sebastian – mit Covid-Zertifikat.

Mit ihrem neuen Programm treten Anna-Katharina Rickert und Ralf Schlatter in der Alten Kirche Würenlos auf. Es sei aller Tage Abend, alles schon entschieden, wenn es nach Frau Schön und Herrn Gut geht. Nicht in Würenlos, aber immerhin in Grosshöchstetten, dort, wo Anna-Katharina Rickert und Ralf Schlatter ihre beiden Figuren auftreten lassen. Vor allem, wenn es um lokale Politik, ja eventuell sogar um grosse Politik in Form von Windrädern geht. Auch mit ihrem sechsten Programm (das fünfte, «Mary» war in Würenlos auch zu sehen) beweisen schön&gut wiederum, dass sie grosse Meister des poetischen und politischen Kabaretts sind, heisst es beim Veranstalter Kulturkreis Würenlos. Akrobatische Wortspielereien wechseln

Schön&gut sind ja schön und gut. mit Wortsalven, die treffen. Damit wird aber nicht nur ein politischer Plot aufgebaut, sondern eine wunderbare Lokalposse mit erlebbaren Charakteren erzählt. Anna-Katharina Rickert und Ralf Schlatter stehen seit 2003 mit ihrem Kabarett auf den Kleinkunstbühnen

zVg

der Deutschschweiz. 2004 erhielten sie für ihr Schaffen den Salzburger Stier, 2014 den Schweizer Kabarettpreis Cornichon, 2017 den Schweizer Kleinkunstpreis. (zVg) Sonntag, 28. November, 17 Uhr in der Alten Kirche Würenlos. Vorverkauf: www.kulturwuerenlos.ch.

INSERATE

10. Würenloser Christchindlimärt Attrak t Verpfle ives gungsangebo t

Über 45 Stände

Vielseitiges es und kreativ Handwerk

Samichlausbesuch 18 Uhr

Konzert: ser Turmblä en Mutschell

Grosses Kinderkarussell

r 16.30 Uh

Gemütliches Märtbeizli

Eselireiten 11 – 12 Uhr, 15 – 16 Uhr

ab 10 Uhr, cht Zertifikatspfli

Hauptsponsor

SKULPTUREN und BILDERAUSSTELLUNG Am 27. November am Haferweg 4, Würenlos Zeit: Ab 11.00 bis 20.00 Uhr URSUS Busslinger macht Skulpturen mit der Kettensäge. Einige davon stellt er entlang des beliebten Bächliweges im Garten von seiner Tochter Denise Ettlin aus. Die meist aus einheimischen Hölzern gesägten Skulpturen strahlen eine rustikale Kraft aus und eignen sich für den Outdoor-Bereich. Die kleineren Holzstücke verarbeitet er mit einer Drechselbank zu Schalen, Vasen oder Kreiseln. Ein paar Bilder und Karten zeigen den Ursprung seines künstlerischen Wirkens. Ein Besuch bei uns wird gerne mit einem Heissgetränk belohnt. Wir freuen uns. Familien Ettlin und Busslinger

Kath. Kirche St. Anton, Antoniusstrasse 12 Freitag, 19. November, 18.30 Uhr, kein Gottesdienst in St. Anton. Sonntag, 21. November, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier (Joseph Kalamba), musikalisch begleitet vom Antonius-Chor – mit Covid-Zertifikat. Anschliessend Verkauf von Adventskränzen und -gestecken; 11 Uhr, Santa Messa in lingua italiana; 12.30 Uhr, Gottesdienst in kroatischer Sprache – mit CovidZertifikat; 13.30 Uhr, Gottesdienst in kroatischer Sprache; Mittwoch, 24. November, 9 Uhr, Eucharistiefeier in der Kirche; 18.30 Uhr, keine Santa Messa in lingua italiana. Donnerstag, 25. November, 19.30 Uhr, Rosenkranzgebet mit Eucharistiefeier in kroatischer Sprache in der Kirche. Kloster Wettingen, Klosterstrasse 12 Freitag, 19. November, 18 Uhr, Eucharistiefeier «Freunde des Klosters Wettingen» (Stiftungsfeier mit Abt Vinzenz Wohlwend und Markus Heil), musikalisch begleitet vom Antonius-Chor – mit Covid-Zertifikat. Sonntag, 21. November, 9.30 Uhr, christkatholische Eucharistiefeier (Peter Hagmann); 11 Uhr, Eucharistiefeier (Joseph Kalamba) – mit Covid-Zertifikat; anschliessend Verkauf von Adventskränzen und -gestecken.

KIRCHLICHE VERANSTALTUNGEN Adventliches Kerzenverzieren für Kinder, ev.-ref. Kirche SpreitenbachKillwangen, im Kirchenzentrum Hasel, Poststrasse 219, Spreitenbach, am Mittwoch, 24. November, von 14 bis 15.30 Uhr. Eine Anmeldung bis Freitag, 19. November, ans Sekretariat ist erwünscht, da die Teilnehmerzahl beschränkt ist: Tel. 056 401 29 30 oder sekretariat@spreitenbach-killwangen.ch.


WOCHE NR. 46 DONNERSTAG, 18. NOVEMBER 2021

am Ewigkeitssonntag (Dominique Siegrist und Stefan Siegrist). Musik: Markus Brunner (Trompete) und Boyan Kolarov (Orgel). Keine Zertifikatspflicht. Der anschliessende Besuch des Kirchenkaffees ist nur mit Zertifikat und Ausweis möglich.

KILLWANGEN Kath. Pfarrkirche Bruder Klaus, Kirchstrasse 9 Freitag, 19. November, 19 Uhr, Eucharistiefeier. Sonntag, 21. November, 11 Uhr, Eucharistiefeier (Laurentius Bayer).

WÜRENLOS

Ref. Kirche, Etzelstrasse 22 Sonntag, 21. November, Ewigkeitssonntag, 9.30 Uhr, Gottesdienst (Arnold Bilinski). Alterszentrum St. Bernhard, Rebbergstrasse 24 Dienstag, 23. November, 9.30 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier.

NEUENHOF Kath. Pfarrkirche St. Josef, Glärnischstrasse 12 Samstag, 20. November, 17 Uhr, Rosenkranzgebet; 18.30 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunion (Petre Karmazichev). Sonntag, 21. November, 9.30 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunion (Petre Karmazichev); 18 Uhr, Santa Messa in lingua italiana. Montag, 22. November, 17 Uhr, Rosenkranzgebet. Mittwoch, 24. November, 19 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunion.

SPREITENBACH Kath. Pfarrkirche St. Kosmas & Damian, Ratzengasse 3 Freitag, 19. November, 19 Uhr, Eucharistiefeier; 19.30 Uhr, Anbetung. Samstag, 20. November, 18 Uhr, Eucharistiefeier (Abbé Zacharie Wasuka). Jahrzeiten für Elisabeth Wohler-Meier, Verena Widmer-Henseler, Livio und Elisabeth Garzetti, Agnes Widmer-Sedelberger. Durchführung des Gottesdienstes mit Covid-Zertifikat. Sonntag, 21. November, 9.30 und 11 Uhr, Begrüssungsgottesdienst der Kommunionkinder (Abbé Zacharie Wasuka). Beide Gottesdienste mit Voranmeldung und ohne Zertifikatspflicht. Mittwoch, 24. November, 9.30 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunion.

Kath. Pfarrkirche St. Maria, Schulstrasse 21 Sonntag, 21. November, 10 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier (Marcel Mehlem) – mit Covid-Zertifikat. Anschliessend Chilekafi; 17.30 Uhr, Rosenkranzgebet. Mittwoch, 24. November, 10 Uhr, Wortgottesdienst/Andacht. Anschliessend Mittwochskaffee – mit Covid-Zertifikat. Ref. Kirche Würenlos, Gipfstrasse 4 Sonntag, 21. November, 9.30 Uhr, Ewigkeitssonntag, Gottesdienst (Timothy Cooke). Klosterkirche Fahr Sonntag, 21. November, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier – mit Covid-Zertifikat; 11 Uhr, Gesprächsreihe «Über Silja Walter im Gespräch». Dienstag, 23. November, 8 Uhr, Eucharistiefeier. Donnerstag, 25. November, 8 Uhr, Eucharistiefeier; 19.30 Uhr, Gebet am Donnerstag – mit Covid-Zertifikat.

Zertifikatspflicht?

Ev.-ref. Dorfkirche, Chilegass 18 Donnerstag, 18. November, 7.30 Uhr, Morgengebet. Sonntag, 21. November, 9.30 Uhr, Gottesdienst

Die Gottesdienste finden unter Einhaltung des Schutzkonzeptes statt. Gottesdienstbesuche, welche eine Zertifikatspflicht voraussetzen, sind vermerkt.

Für Personen ab 16 Jahren gilt die Kirchgemeindeversammlungen: Reformierte Kirche Wettingen NeuenZertifikatspflicht. hof, in der Kirche Wettingen, DiensKolibri, Chilestübli, Gipfstr. 4, Würen- tag, 23. November, 19.30 Uhr. los, Freitag, 19. November, 15.30 Uhr. Reformierte Kirche, Gipfstr. 4, Würenlos, Dienstag, 23. November, Konzert «Phönix» des Blasorchesters 20 Uhr. Baden-Wettingen, kath. Kirche St. Anton, Antoniusstrasse 12, Wettin- Bibel lesen, Kirchgemeindehaus, gen, Sonntag, 21. November, 17 Uhr Gipfstr. 4, Würenlos, Mittwoch, 24. – mit Covid-Zertifikat. November, 14 Uhr.

Chorprobe der Bridge Singers, reformierte Kirche, Gipfstr. 4, Würenlos, Mittwoch, 24. November, 19.30 Uhr. English Reading, Kirchgemeindehaus, Gipfstr. 4, Würenlos, Donnerstag, 25. November, 10 Uhr. Bibel-Forum, Chilestübli, Gipfstr. 4, Würenlos, Donnerstag, 25. November, 19 Uhr.

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«MEIN GOTT»

Yvonne Keller, Sozialdiakonin Evangelische Kirchgemeinde WettingenNeuenhof

Ich habe einen Traum: Magischer Regen fällt. Alle Menschen stellen sich ins Freie – selbst bettlägerige werden ins Freie gebracht. Der Regen reinigt unsere Körper und löst die seelischen Verkrustungen. Glücklich und befreit umarmen wir die Nächststehenden. Wir sehen die Welt mit anderen Augen; Kopfschütteln über die Fehler der Vergangenheit. Die klügsten Köpfe setzen sich sofort zusammen und überlegen, wie die Missstände zu beheben sind. Als sie ihren Plan vorstellen, applaudieren alle; sie erkennen die Notwendigkeit und die Dringlichkeit dieser Massnahmen. Sämtliche bisherigen Systeme werden zeitnah ausser Kraft gesetzt. Neu gelten: 10 Prozent Einheitssteuer auf jegliches Einkommen (Lohn, Börse, Dividenden usw.). Mit dieser Steuer werden folgende Leistungen finanziert: Auszahlung eines existenzsichernden Grundeinkommens für jeden Menschen; freier Zugang zu Bildung und medizinischer Grundversorgung für alle und Schaffung beziehungsweise Erhalt der dafür nötigen Infrastruktur; alle Bestrebungen, welche auf einen schonungsvollen Umgang mit den Ressourcen unserer Erde und damit die längerfristige Sicherung der Lebensgrundlagen abzielen; Gleichbehandlung von Familien- und Lohnarbeit. Die Spanne von Mindestlohn zum Maximum beträgt neu 1 : 7. Jeder gesunde Mensch leistet mindestens drei Wochen Sozialzeit pro Jahr. Und jeden Abend falten Menschen ihre Hände zum Gebet und danken Gott für den Regen, der die Menschheit vor dem Untergang bewahrt hat, ihre Seele hat heil werden lassen und sie einen Zipfel des Paradieses sehen lässt. Leider bin ich aufgewacht… Bleibt es ein Wunschtraum? Woran würden Sie erkennen, dass Ihr grösster Wunsch in Erfüllung gegangen, Ihre Probleme beim Aufwachen gelöst sind? Wie fühlt sich das an? Ist es so, als ob Sie einen Zipfel des Paradieses sehen können? Feedback an: redaktion@limmatwelle.ch


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AGENDA

WOCHE NR. 46 DONNERSTAG, 18. NOVEMBER 2021

«DAS LETZTE WORT»

Romi Schmid, freie Mitarbeiterin

«Adventshüsli» Die Weihnachtsausstellung «Adventshüsli» öffnet die Türen. Viele Hobbykünstlerinnen und -künstler tragen dazu bei, dass sie bereits zum 20. Mal durchgeführt werden kann. Es gibt viele originelle Geschenke und Ideen für die bevorstehende Weihnachtszeit. Das gemütliche Adventsbistro lädt alle zum Verweilen ein. Peterskeller, 19.11., 16–22 (Bild: zVg) Uhr, 20.11., 10-22 Uhr, 21.11., 11–18 Uhr.

WETTINGEN Ausstellung Anton Egloff und Reto Steiner Der gebürtige Wettinger Anton Egloff gehört zu den einflussreichsten Plastikern seiner Generation. Ihm gegenübergestellt wird das bildhauerische Werk von Reto Steiner aus Frutigen. Eintritt frei. Galerie im Gluri-Suter-Huus, 19., 20., und 24.11., 15–18 Uhr, 21.11., 11–17 Uhr. Pro Senectute Walking / Nordic Walking Wettingen Parkplatz Huba Control, Würenlos, 19., 22., 21.11., 8.45 Uhr. Spieleabend Für Erwachsene und Teenager. Es werden Gesellschaftsspiele vorgestellt und anschliessend ausprobiert. Anmeldung: eveeno.com/Spielabend. Ludothek Wettingen, Freitag, 19.11., 18.30–21.30 Uhr. Geschichtenerzählen auf Englisch In Zusammenarbeit mit dem Mortimer English Club der Region Baden-Limmattal übt eine Erzählerin mit den Kindern auf spielerische Weise den Einstieg in die englische Sprache. Anmeldung: 076 583 15 77, Do.–Fr., 9–12 Uhr oder sprachschule.dietikon@mortimer-english.ch Gemeindebibliothek, Freitag, 19.11., 16–17 Uhr. Jahreskonzert Harmonie Wettingen-Kloster Motto: «Tatort Tägi». Krimiabend mit spannender

Musik, Sketches des Impro-Theaters anundpfirsich und Pausenunterhaltung der Tambouren. Tägi, Samstag, 20.11., 20 Uhr. «Lirum Larum Versilspiel» Für Kinder von 9 Monaten bis 3 Jahren. Mit Anmeldung: eeveno. com/LirumLarum. Bitte die Zertifikatspflicht für Personen ab 16 Jahren beachten. Gemeindebibliothek, Samstag, 20.11., 9.30–10 Uhr. Franz, der Junge, der ein Murmeltier sein wollte Das Figurentheater fäderliicht zu Besuch, im Gepäck eine Adaption des gleichnamigen Kinderbuchs. Ab 4 Jahren. Figurentheater Wettingen 20.11., 16 Uhr und 21.11., 11 Uhr. Vorverkauf: www.eventfrog.ch. Orchesterkonzert: «Rückkehr» Das Kammerorchester K65 aus Wettingen spielt unter der Leitung von Alexandre Clerc Werke für reines Streicherensemble von J. S. Bach bis zu Astor Piazzolla. Aula, Sonntag, 21.11., 17 Uhr. Pro Senectute Schach Wettingen Informationen bei Jürg Greber, 079 565 66 75, oder bei Pro Senectute Baden, 056 203 40 80. In ungezwungener, freundlicher Atmosphäre Schach spielen. Hotel Zwyssighof, Dienstag, 23.11., 14–17 Uhr. Films for Future Die Arbeitsgruppe «Nachhaltigkeit» der Kantonsschule Wettingen organisiert

einen 3-teiligen Satellitenevent des Films for Future Festivals. Teil 1: Der deutsche Film «66 Meter». Als Expertin geladen: Dr. Christina Marchand, Präsidentin Films for Future. Kino Orient, Montag, 22.11., 17.30 Uhr.

SPREITENBACH Weihnachtsbaumschmücken Die Guggen der Bräusi-Vögel ruft die Bevölkerung dazu auf, gemeinsam einen grossen Christbaum zu schmücken. Sternenplatz, Freitag, 19.11., 18–21 Uhr. Weihnachtsmarkt Der kleine, traditionelle Weihnachtsmarkt, sogar mit Tieren und Samichlaus (von 14 bis 17.30 Uhr). Sternenplatz und Chilegass, Samstag, 20.11., 12–20 Uhr. Geschichtenstunde Claudia Steiner erzählt eine herbstliche Bildergeschichte. Für Kinder ab 4 Jahren und ihre Begleitpersonen. Gemeindebibliothek Spreitenbach, Dienstag, 23. 11., 16.30–17 Uhr.

BADEN 15 Jahre Teddybär-Museum Baden Jubiläumsfeier mit kleinem Apéro im Festzelt vor dem Museum sowie Musik von Rattatui-Tschäss. Ausserdem: eine neue Sonderausstellung sowie Mal- und Gestaltungswettbewerb. Teddybär-Musem, Sonntag, 21.11., 14–16 Uhr.

Der Dampf des Geschirrspülers ist mein täglicher Spa-Moment. War er zumindest. Denn seit einiger Zeit führt mich mein neuer Job mehrmals wöchentlich über die Lenzburger Stadtgrenze hinaus ins emsige Treiben einer Badener Werbeagentur. Natürlich könnte ich mich hier in Baden nach getaner Arbeit zu Limmatwelle-Redaktionskollege Robin Schwarz in die öffentliche Therme setzen – gemäss seiner Kolumne von letzter Woche hält er sich dort ja des Öfteren auf. Leider fehlt mir dafür aber als Teilzeitangestellte und Vollzeitmutti die Zeit. Denn so sehr ich Wellness auch liebe: Am Ende des Tages gibt es nichts Schöneres, als in die Arme meiner Kinder zu fallen – da heisst es: möglichst schnell nach Hause. Dahin gehts nicht mit dem Auto, sondern mit dem Zug. Die Arme, denken Sie? Keineswegs. Ich pendle, seit ich 16 bin. Erst während der Ausbildung von Basel nach Bern, dann während des Studiums von Basel nach Winterthur. Schliesslich während vieler Jahre von Lenzburg nach Zürich und nun eben von Lenzburg nach Baden. Sie sehen: Da haben sich einige Jahre Pendlererfahrung angesammelt. Wertvolle Erfahrung. Und da es sich beim Pendeln wie mit dem Velofahren verhält – man verlernt es nicht –, war ich nach meiner Mutterschaftspause schnell wieder drin. Frühmorgens mit hochgezogenem Mantelkragen trostlos wie das Novemberwetter aus der Röhre schauen? Kann ich. Bei Zugeinfahrt einige Millimeter hin- und hertänzeln? Bin dabei. Schnell wie der Blitz einsteigen? Nennen Sie mich Speedy Gonzalez. Sprint zum erstbesten Sitzplatz? Schon da. 30 Minuten Fahrt. Keine klebrigen Kinderhände. Keiner zieht an meinen Haaren. Keine KleinkindWindel-Feuchttuch-Dramen. Nur ich, meine Kopfhörer und Eros Ramazotti, der italienische Balladen in meine Ohren nuschelt. Schön, mein neuer Spa-Moment. Feedback an: redaktion@limmatwelle.ch


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