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Limmatwelle Woche 42

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Offiz. Amtliches Publikationsorgan des Kreis 2 Limmattal für die Gemeinden Wettingen, Neuenhof, Killwangen, Spreitenbach und Würenlos Donnerstag, 21. Oktober 2021, 60. Jahrgang, Nr. 42

PP 5432 Neuenhof Post CH AG

Stehlen, um zu überleben

Die 50-Jahre-Marke geknackt

Der Neuenhofer Lodowicus Deltenre wird 90 Jahre alt. Seit einer gefühlten Ewigkeit wohnt er in der Gemeinde. Er erzählt aus seinem Leben, von seinen Jugenderfahrungen zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Holland und verrät, was das seiner Meinung nach mit der Coronapandemie zu tun hat. (rsz) S. 6/7

Wer etwas Wertvolles hat, wer etwas einschliessen möchte – ein Tresor kanns richten. Eine Firma aus Spreitenbach, die genau das baut, wird nun ein halbes Jahrhundert alt.

Schneller lesen, mehr verstehen

Die Züblin Firesafe AG baut sie alle: Tresore, Feuerschränke, Sicherheitsräume. Und das seit mittlerweile 50 Jahren. Die Spreitenbacher Firma unter der Leitung von Carmen Züblin gibt Einblick in die lange Familien- und Firmengeschichte, erklärt, was die Coronapandemie und die allgemeine Bargeldlosigkeit mit dem Betrieb gemacht haben und weshalb Menschen überhaupt Safes brauchen. Ausserdem: Was eine Tresorfirma mit reichen Menschen zu schaffen hat, die sich vor Entführungen Die Firma Züblin Firesafe AG feiert ihr 50-jähriges Bestehen. Carmen Züblin leitet fürchten. (rsz) S. 10/11 den Betrieb, den ihr Vater aufgebaut hat, zusammen mit Giuseppe Caruso. Chris Iseli

Während ihres Studiums entdeckte Madlaina Hartmann Techniken, mit denen sie Lesegeschwindigkeit und -verständnis erhöhen konnte. Mittlerweile hat die Würenloserin einen sechsstündigen Kurs dazu entwickelt und gibt ihr Wissen den Teilnehmenden weiter. Mit Speed Reading unterstützt sie nicht nur andere, sondern erfüllt sich damit selbst einen Herzenswunsch. (bär) S. 13 INSERATE

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Donnerstag, 4. November 2021 im Tägi Wettingen ZE

RTIFIK A

T

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Türöffnung: 18.30 Uhr Start: 19.00 Uhr Ende der Veranstaltung: 21.00 Uhr

Otelfingen (rund 3000 Einwohner) ist eine wachsende und attraktive Gemeinde im unteren Furttal.

Roland Kuster Die Mitte CVP

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Bauherrschaft:

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Andrea Bova Parteilos

Bauherrschaft:

Bauobjekt: Baustelle: Parzelle: Zusatzgesuche: Bauherrschaft: Bauobjekt: Baustelle: Parzelle: Zusatzgesuche: Bauherrschaft:

Moderation Maurice Velati, Leiter SRF-Regionalredaktion

Besuch/Teilnahme kostenlos Anmeldung nicht nötig

Bauobjekt: Baustelle: Parzelle: Zusatzgesuche:

Walter und Beatrice Hollenstein Bergstrasse 6 5430 Wettingen Heizungsersatz Öl zu Wärmepumpe Pilatusstrasse 10 4074 keine

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Öffentliche Planauflage vom 22. Oktober bis 20. November 2021. Die öffentliche Auflage der Pläne erfolgt ausschliesslich online über www. wettingen.ch. Eine Einsichtnahme vor Ort kann nur in begründeten Fällen und nach vorheriger Absprache zugestanden werden. Allfällige Einwendungen sind im Doppel während der Auflagefrist dem Gemeinderat einzureichen. Sie haben eine Begründung und einen Antrag zu enthalten.

Bau- und Planungsabteilung

brigitte.gaehwiler@chmedia.ch


WETTINGEN

WOCHE NR. 42 DONNERSTAG, 21. OKTOBER 2021

AUS DEM GEMEINDERAT Glückwunsch zum 90. Geburtstag Am 19. Oktober konnte Christine Käslin, Wettingen, ihren 90. Geburtstag feiern. Zu diesem Anlass gratuliert der Gemeinderat herzlich und wünscht alles Gute. Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung Es gelten für alle Abteilungen der Gemeindeverwaltung Wettingen folgende Öffnungszeiten (Schalter und Telefon): Mo.: 8.30–12 und 13.30–18.30 Uhr; Di.–Fr.: 8.30–12 und 13.30–16 Uhr.

LESERBRIEFE Zur Gemeindeammannwahl am 28.11. Transparenz ist notwendig Andrea Bovas Kandidatur als Gemeindeammann in Wettingen ist grundsätzlich positiv, weil wir damit eine Auswahl haben. Was ich aber bisher von ihm gelesen habe, bleibt ähnlich oberflächlich wie die vielen Wahlplakate der Parteien. Schlagworte reichen von beiden Kandidaten nicht. Ich möchte deshalb Herrn Bova und Herrn Kuster auffordern, Transparenz zu schaffen und ihren «Smartspider» zu veröffentlichen (www.smartvote.ch), so wie das die Stadt Baden dieses Jahr vor den Wahlen getan hat. Damit kann sich die politisch interessierte Wählerschaft ein besseres Bild machen, wofür die Kandidaten wirklich stehen und welche konkreten Ziele sie erreichen möchten. Sonst kaufen wir vor allem beim Herausforderer die Katze im Sack. Fredy Diener, Wettingen

Bova gibt alles für Wettingen Veränderungen brauchen starke Persönlichkeiten, welche diese vorantreiben. Stillstand bedeutet Verlust von Innovation. Ich als Geschäftsmann weiss, wie wichtig Veränderungen sind und wie schnell sich das Umfeld ändert. Mit Andrea Bova haben wir die richtige Person für die Stelle als Gemeindeammann für die Weiterentwicklung von Wettingen. Er ist hier aufgewachsen, hat viele Vereine selbst besucht, seine Kinder gehen hier zur Schule, er hat im Kloster Wettingen geheiratet und hat den Kindergarten neben der Bibliothek besucht. Zudem wohnt er in der Nähe des Eigi – diese Sachen sind automatisch wichtig für ihn. Er steht nicht für das Sparen (ausser an seinem eigenen Lohn als Gemeindeammann) – er steht dafür ein, die richtigen Dinge auch richtig zu machen, um so die Effektivität und die Effizienz zu steigern. Ich unterstütze ihn auch im zweiten Wahlgang. Luca Sgura, Wettingen

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Im Tägi startet die Wintersaison Seit Montag ist die Eisbahn für die Öffentlichkeit offen und lädt zum Eislaufen, Chneble, Eisstockschiessen und Plauschhockey ein. Das Freizeitangebot draussen an der frischen Luft wird auch diesen Winter viele Besucherinnen und Besucher auf die Eisbahn locken. Seit dem 18. Oktober steht der Öffentlichkeit von Montag bis Freitag jeweils von 9 bis 16 Uhr deshalb das überdachte Eisfeld beim Tägi zum Eislaufen zur Verfügung. Ab Samstag, 30. Oktober, ist auch das Eisfeld unter freiem Himmel zu den folgenden regulären Öffnungszeiten geöffnet: Montag 9–19 Uhr, Dienstag bis Donnerstag sowie Samstag und Sonntag 9–20 Uhr, Freitag 9–21 Uhr. Jeweils samstags ab dem 23. Oktober steht von 9.30 bis 11.30 Uhr das gedeckte Eisfeld zum «Chneble» zur Verfügung. Zudem gibt es verschiedene Gruppenangebote wie Plauschhockey oder Eisstockschiessen. Die beliebte Eisdisco findet diesen Winter am 18. Dezember und am 29. Januar 2022 in zweifacher Ausführung statt. Auf den Eisfeldern an der frischen Luft ist kein Zertifikat notwendig. In den geschlossenen Räumen (Gängen, Toiletten, Umkleidebereich) gilt ab 16 Jahren Maskenpf licht.

Seit 18. Oktober ist das Eisfeld wieder geöffnet. Neuer «White Socks Saloon» Anstelle des Fondue-Chalets wird dieses Jahr zwischen den Eisfeldern ein Holzbau im Saloon-Stil aufgestellt, welcher über ein breiteres kulinarisches Angebot von Snacks bis Grilladen verfügen soll. Für Gruppen ab 10 Personen wird zudem Fondue chinoise angeboten, gibt das Tägi bekannt. Der Saloon ist vom 1. November bis am 26. Februar täglich geöffnet und ein Besuch ist spontan und ohne Reservation möglich. Wie bereits im letzten Jahr findet auch diesen Winter wieder der Sonntags-Brunch im Saloon statt. Jeden Sonntag vom 21. November bis am

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19. Dezember stehe den Gästen von 10 bis 14 Uhr ein Buffet à discrétion zur Verfügung. Am Donnerstag, 18. November und 9. Dezember, finden zwei CountryAbende mit Livemusik im Saloon statt. Im «White Socks Saloon» gilt Zertifikatspflicht. Aufgüsse in der Sauna Für alle, die sich im Winter aufwärmen und entspannen möchten, werden in der Sauna an den Wochenenden um 12.30, 13.30, 14.30 und 15.30 Uhr neu Aufgüsse durch das Tägi-Team durchgeführt. Beim Besuch der Sauna darf immer das Hallenbad mit benutzt werden. (zVg)

Heidi zu Gast im Figurentheater Wettingen Nach der erfolgreichen Premiere im Januar 2020 und der zwangsläufigen Pause spielt Sven Mathiasen nochmals sein neustes Stück im Figurentheater Wettingen.

Das Waisenkind Heidi wird von der Tante Dete zu ihrem Grossvater auf die Alp gebracht. Nach anfänglicher Ablehnung schliesst der Alpöhi Heidi in sein Herz. Diese freundet sich mit dem Geissenpeter an und geniesst das Leben auf der Alp und in den Bergen, bis ihre Tante Heidi zu der Familie Sesemann nach Frankfurt bringt. Frei nach Johanna Spyri und mit Die Limmatwelle druckt Leserbriefe bis max. viel Witz erzählt und spielt Sven 1000 Zeichen ab und behält sich Kürzungen Mathiasen die bekannte Geschichvor. Einsendungen: redaktion@limmatwelle.ch te in einer Mischung aus Schau-

Mit viel Witz erzählt und spielt Sven Mathiasen die Geschichte von Heidi. spiel und Figuren- und Objekttheater neu mit geschnitzten Holzfiguren und Objekten. Für Kinder ab 5 Jahren. (zVg)

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Figurentheater Wettingen, Bifangstrasse 1, Samstag, 23. Oktober, 16 Uhr und Sonntag, 24. Oktober, 11 Uhr. Vorverkauf unter www.eventfrog.ch.


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WETTINGEN

Die Fraktion bedankt sich bei allen Beteiligten für das sorgfältig erarbeitete Budget. Wie schon die geringe Anzahl an Fiko-Anträgen zeigt, wurde weitgehend auf unnötige Ausgaben verzichtet. Leider kommt das Budget aber zum wiederholten Male mut- und fantasielos daher. Es wird zwar wie angekündigt gespart, von einer Verzichtsdiskussion oder innovativen Ideen ist aber nichts zu spüren. Die Fraktion nimmt zur Kenntnis, dass eine Steuererhöhung in naher Zukunft wohl unverzichtbar sein dürfte. Gerade deshalb fordert sie aber, dass ein zusätzlicher Effort geleistet wird, um die Finanzen der Gemeinde ins Lot zu bringen. Es gilt, Standortvorteile wie auch die teuer aufgebaute Infrastruktur gezielt zu nutzen, um attraktives Gewerbe anzulocken und bestehende Steuerzahlende zu halten. Das geht nicht von heute auf morgen, aber es muss nun unverzüglich damit begonnen werden. Die Fraktion ist daher sehr gespannt auf die kommenden Legislaturziele, von welchen sie klare Aufgaben, zukunftsträchtige Ideen und einen Richtungswechsel, weg vom alleinigen Sparen und Schuldenverwalten, hin zu einem aktiven Gestalten erwartet. Was das Budget im Einzelnen angeht, so wird die Fraktion bei der Detailberatung zu den einzelnen Posten Stellung nehmen. Beispielsweise bei der Gemeindebibliothek ist der Fraktion aufgefallen, dass die Personalkosten steigen, obwohl ein System zur Selbstverbuchung eingeführt werden soll. Auch wurden keine Massnahmen zur Kostenoptimierung ergriffen. Hier behält sich die Fraktion vor, korrigierend einzugreifen. Es ist im Sinne der Fraktion, dass mit dem Reglement über den Ausgleich von Planungsvorteilen sichergestellt wird, dass alle betroffenen Grundeigentümer gleichbehandelt werden. Ebenfalls begrüsst sie, dass Bagatellfälle von der Anwendbarkeit ausgenommen werden. Damit wird die Gefahr, dass die Umsetzung des Reglements schlussendlich mehr Kosten als Nutzen generiert, massgeblich verringert. Der Zweckbindung des geplanten Fonds steht die Fraktion zwar nach wie vor kritisch gegenüber, der Katalog erscheint jedoch adäquat. Dennoch ist darauf zu achten, dass der Ausgleich mehrheitlich über Sachleistungen erbracht wird.

Der Gemeinderat hat den Budgetprozess wiederum transparent aufgegleist und die Finanzkommission, Fraktionen und Parteien vorab zum runden Tisch geladen. Die Fraktion Mitte-CVP Wettingen schätzt dieses Vorgehen sehr. Wettingen hatte in den letzten beiden Jahren positive Abschlüsse verbucht, dies allerdings auch dank Sonderfaktoren wie der Auflösung von Aufwertungsreserven, ausserordentlichem Steuerertrag und Landverkäufen. Die Rechnung 2021 wird voraussichtlich etwas besser ausfallen, jedoch kann ein negatives Ergebnis nicht abgewendet werden. Der Schuldenberg wächst nach aktueller Finanzplanung bis ins Jahr 2030 weiter an. Die sprichwörtliche Zitrone wurde beim Budget 2022 ausgepresst, was auch die wenigen Anträge aus der Finanzkommission zeigen. Die Ausgaben sollen weiterhin gezielt erfolgen und auf das Notwendige beschränkt werden. Gleichzeitig ist die Digitalisierung voranzutreiben, um damit die Plafonierung der Personalstellen abzusichern. Die Fraktion erwartet beispielsweise in der Gemeindebibliothek mit der automatisieren Ausleihe oder beim bargeldlosen Parkieren die Realisierung der Einsparungen. Es wird unvermeidbar sein, die Steuern im Jahre 2023 zu erhöhen. Dies zeigen nur schon die stetig wachsenden gebundenen Ausgaben im Bereich Gesundheit. Zudem wird es mit der aktuellen Schulraumplanung Infrastrukturprojekte für eine gute Bildung brauchen. Die Fraktion hält an ihrem Ziel «Mission eine Generation» fest, um den Schuldenberg baldmöglichst auf ein erträgliches Mass zu reduzieren. Die Mitte-CVP sieht sich in der Verantwortung, der kommenden Generation gesunde Finanzen zu hinterlassen. Reglement über den Ausgleich von Planungsvorteilen: Das vorliegende Reglement auf Basis der Bauverordnung von 2014 bietet nun Fairness für die Abgeltung von möglichen Aufwertungen von Grundstücken durch Änderung von Bauzonenanpassungen, zum Beispiel von W3 zu W4. Einfamilienhausbesitzer sind von einer Abgabe ausgeschlossen. Die Fraktion Mitte-CVP Wettingen wird dem Reglement einstimmig zustimmen.

Budgetdebatte im Einwohnerrat: Keine Steuererhöhung auf Vorrat! Innert weniger Jahre hat Wettingen den Steuerfuss effektiv bereits um 11 % erhöht: Von 87 % auf heute faktisch 98 % (weil der Gemeinderat einen Steuerabtausch mit dem Kanton schlaumeierisch nicht an die Bevölkerung weitergab). Die SVP ist in Wettingen die einzige Partei, die seit Jahren konsequent auf die äusserst problematische Finanzpolitik der Gemeinde hinweist und ein Masshalten einfordert. Jahrelang ist nichts passiert. Dann kam die Schlappe des Gemeinderats, als der Souverän 2020 die Steuerfusserhöhung sehr wuchtig verwarf. Und plötzlich konnte Wettingen, was vorher anscheinend unmöglich war: Kosten reduzieren und das Wünschbare vom Notwendigen trennen. Und einen ausgeglichenen Haushalt präsentieren. Jetzt soll damit wieder Schluss sein. Die Linke fordert eine erneute Steuerfusserhöhung auf effektiv 103 %. Das Ziel dieses Plans muss jeder Bürgerin und jedem Bürger klar sein: Es geht darum, die Steuereinnahmen auf Vorrat zu erhöhen, damit anschliessend wieder umso hemmungsloser Mehrausgaben für Dinge eingefordert werden können, die meist nicht notwendig und häufig nicht einmal wünschbar sind. Auf diese Weise soll sich das Perpetuum Mobile des wundersamen Geldausgebens munter weiterdrehen: Man braucht mehr Steuergeld und behauptet, damit Schulden zurückbezahlen zu wollen. Sobald das Geld da ist, wird es dann nicht für den Schuldenabbau verwendet, sondern in den Konsum gesteckt und so weiter und so fort. Die Fraktion SVP ist einstimmig gegen jede Steuerfusserhöhung auf Vorrat. Eine Steuerfusserhöhung kann für die Fraktion immer nur der letzte Ausweg sein, nachdem alle anderen Massnahmen nichts gebracht haben. So weit sind wir in Wettingen aber noch lange nicht. Mit ihrer Haltung trägt die Fraktion dem Volkswillen Achtung, hat doch die Abstimmung im Februar letztes Jahr ganz klar gezeigt, dass das Stimmvolk keine Steuerfusserhöhung auf Vorrat will, sondern Masshalten bei den Ausgaben und Sparen.

SP/WettiGrüen anerkennt, dass die Verantwortlichen des Budgets ihre Hausaufgaben im engen Vorgabenkorsett gut gemacht haben. Was leider bleibt, sind der enge Spielraum und die hohe Verschuldung. Die Fraktion will dies nicht so hinnehmen. Sie möchte auch nicht, dass der Kanton die Steuererhöhung anordnet, und beantragt deshalb, den Steuerfuss schon nächstes Jahr um 5 Prozent zu erhöhen. Die Steuerrechnung würde sich so bei einem Durchschnittseinkommen um etwa den Betrag eines Wochenendeinkaufs erhöhen. Um die zum Teil schmerzlichen Kürzungen von Leistungen an die Vereine wieder etwas auszugleichen, soll auf der Ausgabeseite der Beitrag an die Kultur wieder das Niveau von 2020 erreichen. Die Attraktivität einer Gemeinde liegt wahrlich nicht nur an einem niedrigen Steuerfuss: Es sind nicht etwa die Millionäre, welche den grossen Teil der Steuereinnahmen beitragen, sondern die vielen Durchschnittsverdienenden. Das zeigen die Zahlen in der Antwort auf eine Interpellation von Orun Palit. Eine Steuerpolitik, welche primär die 204 Personen mit den höchsten Einkommen «bei Laune halten» soll, ist nicht angebracht. Sie steuern rund 7 Millionen bei, während die 10 485 Personen mit mittleren und tiefen Einkommen den Löwenanteil von 29,5 Millionen bestreiten. Die Zahlen zeigen, wie gross die Ungleichheit auch in Wettingen ist, verbleiben doch bei einem steuerbaren Einkommen von 45 000 Franken nach Bezahlung der Gemeindesteuern bloss 631 Franken monatlich, um nebst der Bezahlung der Kantons- und Bundessteuern den Lebensunterhalt zu bestreiten. Bei den Millionären sind es 20-mal mehr und bei Halbmillionären 14-mal mehr. SP/WettiGrüen wehrt sich entschieden gegen eine Politik, welche wenig Verdienende nur als Kostenfaktor betrachtet und möglichst von der Gemeinde fernhalten will. Wettingen kann und muss auch Platz haben für die Menschen, die Herrn Palit die Wohnung putzen und ihn im Alter pflegen. Wir wollen, dass Wettingen auch Menschen mit tieferem oder gar keinem Einkommen Wohn- und Lebensraum bietet, statt sie auszugrenzen; das Gemeinwohl muss im Zentrum stehen.


WOCHE NR. 42 DONNERSTAG, 21. OKTOBER 2021

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AUS DEN VEREINEN

Wenn es bei der vollständig ausgepressten Zitrone auch noch an die intakten Kerne geht, wird es schnell und sicher bitter! Die Rede ist vom Budget 2022, bei dem trotz massivsten Sparanstrengungen und einer konsequenten Verzichtsplanung ein negatives Budgetergebnis nicht vermieden werden kann. Der äusserst schlanke Anträgekatalog der Finanzkommission zeigt nur allzu deutlich, dass es nichts mehr auszupressen gibt. Wir freuen uns jedoch über den finanziellen Zustupf zugunsten des beinahe vergessenen Bienenzüchters. Die Schuldenlast erhöht sich also um weitere 3,2 Millionen Franken und man belässt den Steuerfuss trotzdem auf 95 %. Ein unvernünftiger Entscheid, insbesondere auch im Zusammenhang mit der Ablehnung des Erweiterungsmoduls der Bezirksschule und deren Folgen. Die Abteilung Gesundheit ist das eigentliche Sorgenkind des Gemeindehaushalts. Die steigenden Pflegefinanzierungskosten hängen damit zusammen, dass der Anteil der älteren und pflegebedürftigen Bevölkerung in Wettingen über dem Durchschnitt liegt. Wettingen ist wegen seiner Lage und der guten Erreichbarkeit von Dienstleistungsbetrieben und Einkaufsläden für pflegebedürftige Personen äusserst attraktiv. So bleiben ältere Leute gerne in Wettingen oder ziehen hierhin. Es gilt, bei der nächsten Abstimmung über eine Steuerfusserhöhung diesem Umstand Rechnung zu tragen, denn Gesundheit wird es auch zukünftig nicht zum Nulltarif geben. Was den von der Fraktion EVP/Forum5430 prognostizierten «ImmobilienUnterhaltskosten-Tsunami» betrifft, sei an dieser Stelle exemplarisch der Kindergarten Sonnrain erwähnt. Es geht um Mehrkosten wegen fahrlässigen Verschiebens von dringend notwendigen Sanierungsarbeiten. Die Welle ist sehr hoch! Zum Schluss noch etwas Erfreuliches: Das Reglement über den Ausgleich von Planungsvorteilen kommt zur richtigen Zeit und ist in der vorgelegten Form unumstritten. Die Fraktion bedankt sich bei den involvierten Personen für die Erstellung des Reglements und wird diesem zustimmen.

Wettingen steht wieder an der gleichen Stelle wie vor 10 Jahren, als 2012 die Gemeinde zur Sanierung und Erweiterung des Tägi Folgendes schrieb: «Aufgrund grosser Investitionen im Schulbereich mit Bauten im Zusammenhang mit der neuen Volksschule und dem neuen Schulhaus Zehntenhof in den Jahren 2013/2014 und ab 2015 dem Tägi, rechnet der Gemeinderat mit einer Steuerfusserhöhung von 6 auf 95 Prozent. 2019 sollte die hochinvestive Phase überstanden sein. Anschliessend erfolgt der Schuldenabbau und damit einhergehend die erneute Steuerfussreduktion. Gemäss erarbeitetem Finanzplan 2012–2016 und dessen externer Überprüfung durch die BDO AG sind die von Parlament und Gemeinderat in die Planung geschickte Investitionen für die Gemeinde Wettingen durchaus trag- und verantwortbar.» Der Gemeinderat will nun bei nächster Gelegenheit die Steuern um 5 Prozent auf 100 Prozent anheben. Er schreibt im Budget 2022 auf der Seite 15: «Es ist anzunehmen, dass die Abschreibungen durch die grosse Investitionstätigkeit bis 2030 auf 9–10 Millionen Franken pro Jahr ansteigen werden. Wenn es gelingt, die durchschnittlichen Investitionen pro Jahr ebenfalls auf diesem Niveau einzupendeln, kann genügend Selbstfinanzierung sichergestellt werden, sodass mit zusätzlichen Ertragsüberschüssen der Schuldenabbau eingeleitet werden kann.» Auch wird wieder versprochen, dass ab 2030 alles besser wird. Wir stehen wieder vor einem «Monsterprojekt», nämlich einem möglichen Schulhauszentrum, das alle Schulraum- und TurnhallenEngpässe (Altenburg und Bez) für die nächsten 50 Jahre in Betracht zieht, das durchaus ca. 60 Millionen Franken kosten könnte wie das Tägi dazumal. Was das für Auswirkungen nach 2030 haben wird, wird gar nicht thematisiert. Wird wieder eine Fehlprognose/Falschversprechung der Bevölkerung unterbreitet, um eine Steuerfusserhöhung schmackhaft zu machen? Die GLP wird wie gehabt einige Kürzungsanträge in der Detailbesprechung vorbringen und hofft, dass der Gemeinderat ab nächstem Jahr in neuer Zusammensetzung dieser Thematik in Zukunft etwas mehr Nachachtung schenkt. Dem Reglement über den Ausgleich von Planungsvorteilen wird die GLP-Fraktion zustimmen.

Die Futsal Maniacs haben das 10. Kids-Futsal-Camp durchgeführt. Mehr als 62 Kinder haben in der Tägi-Halle zusammen trainiert. Trainiert wurden die Kids unter anderem von 15 Trainern sowie von 3 Futsal-Nationalspielern und Kaderspielern der Futsal Maniacs. (zVg)

VERMISCHTES Die Elternrunde Baden/Wettingen startete in die neue Kurssaison. Neben den klassischen Erziehungsthemen werden dieses Jahr auch neue Themen präsentiert, wie beispielsweise «Mental Load», «Introvertiert» oder «Resilienz für Eltern und Kinder». Der mehrfach ausgezeichnete STEP-Elternkurs wird dieses Jahr online und offline durchgeführt. Wie gewohnt setzt die Elternrunde Baden/Wettingen bei den Referaten auf praxisnahe und motivierende Auftritte durch erfahrene Referentinnen und Referenten aus dem In- und Ausland. Das komplette Kursangebot sowie Anmeldelinks sind unter elternrunde.ch zu finden. Nächster Termin: Pubertät: Die zweite Geburt. Christoph Bornhauser – Neurobiologe, Pädagoge, Bildungsunternehmer. Mittwoch, 27. Oktober, 19.45–21.45 Uhr. Online via Zoom. (zVg)

Birnelverkauf Der Vogel- und Naturschutzverein Wettingen verkauft das Naturprodukt Birnel in 250-gGläser, ½-kg- und 1-kg-Gläsern am Wettinger Wochenmarkt auf dem Rathausplatz am Freitag, 22. Oktober, 7.30–11 Uhr. Birnel ist ein aus Birnendicksaft gewonnenes Naturprodukt aus Schweizer Mostbirnen. Diese Obstbäume seien für eine Vielzahl von Tieren wichtiger Lebensraum. Verschwänden sie von unseren Wiesen, verschwänden mit ihnen auch eine Vielfalt von bedrohten Vogelarten, sagt der Vogelschutzverein. Mit dem Kauf von Birnel unterstütze man die sinnvolle Verwertung der Mostbirnen. Birnel sei in der Küche vielseitig einsetzbar. Seine natürliche Süsse verfeinert Müesli, Gebäck und Milchshakes. Auch für Grillmarinaden, Saucen, Fleischund Gemüsegerichte würden sie sich eignen. (zVg)

PARTEINOTIZ GLP GLP unterstützt Andrea Bova auch im 2. Wahlgang um das Amt des Gemeindeammanns In Wettingen kommt es um das Amt des Gemeindeammanns zu einem zweiten Wahlgang. Weder Roland Kuster noch Andrea Bova erreichten bei den Gemeindewahlen am 26. September die nötige Stimmenzahl für das absolute Mehr. An der Mitgliederversammlung der GLP Wettingen vom 13. Oktober wurde einstimmig die Unterstützung für Andrea Bova beschlossen. Er wurde von der GLP bereits bei den Gemeinderatswahlen offiziell unterstützt und schaffte den Sprung in den Gemeinderat mit einem besseren Resultat als der amtierende Ammann. Die GLP wünscht den politischen Wandel nicht nur in der Legislative, sondern auch in der Exekutive. Bis jetzt war die Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat nicht zufriedenstellend. Mit And-

rea Bova als Gemeindeammann erhofft sich die GLP mehr Transparenz, eine priorisierende Ausgabenpolitik und eine bessere Schulraumplanung. Auch bei anderen Themen, wie zum Beispiel Blockzeiten, dem Erhalt von Grünflächen, der langfristigen Steuerfuss- und Finanzplanung und der Tägi-Sanierung, steht uns Andrea Bova näher als der bisherige Gemeindeammann. Seine kritische Haltung zur Limmattalbahn und zum Bevölkerungswachstum ist eine weitere Übereinstimmung. Die Grünliberalen sind überzeugt, dass mit der Wahl von Andrea Bova als Gemeindeammann der erwartete Wandel in der Wettinger Regierung Fuss fassen kann. Wir sehen den Wandel als Chance und empfehlen der Wettinger Stimmbevölkerung deshalb, Herrn Andrea Bova als Gemeindeammann auf den Wahlzettel zu setzen.


Projektauflage Gemeinde: Strecke:

Neuenhof K 274; Umbau Bushaltestelle Landhaus nach Behindertengleichstellungsgesetz BehiG

Die Projektpläne, der Landerwerbsplan und die Landerwerbstabelle liegen gemäss § 95 Abs. 2 und 3 des Gesetzes über Raumentwicklung und Bauwesen (Baugesetz, BauG) während 30 Tagen, vom 25. Oktober bis 23. November 2021, in der Gemeindeverwaltung Neuenhof öffentlich auf und sind während der Öffnungszeiten einsehbar. Zudem sind die Unterlagen auch auf der Internetseite www.ag.ch/auflage-strassenprojekte abrufbar. Einwendungen gegen das Bauprojekt sind während der Auflagefrist schriftlich an das Departement Bau, Verkehr und Umwelt, Abteilung Tiefbau, Unterabteilung Realisierung, Entfelderstrasse 22, 5001 Aarau, einzureichen. Sie haben einen Antrag und eine Begründung zu enthalten. Im Einwendungsverfahren wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. Allfällige Verkehrsanordnungen werden separat nach Strassenverkehrsrecht verfügt. Der Entscheid über das Bauprojekt (§ 95 BauG) gilt als Enteignungstitel. Dieser berechtigt zur Enteignung für Massnahmen, die darin mit genügender Bestimmtheit festgelegt sind. Rechte, die in der Landerwerbstabelle nicht aufgeführt sind und durch das Bauprojekt betroffen werden, sind ebenfalls innert der Auflagefrist schriftlich anzumelden. Über den Erwerb der in der Landerwerbstabelle aufgeführten Rechte wird in einem späteren Verfahren entschieden (§ 151 BauG). Anträge, die bereits jetzt mit Einwendung gegen das Bauprojekt hätten gestellt werden können, sind dann unzulässig (§ 152 BauG). Aarau, 21. Oktober 2021 Departement Bau, Verkehr und Umwelt, Abteilung Tiefbau, Unterabteilung Realisierung GEMEINDE NEUENHOF

Entwicklung Härdli Informationsveranstaltungen zu den Planungskreditanträgen Einwohnergemeindeversammlung und Ortsbürgergemeindeversammlung

Interessierte Ortsbürgergemeinde: Montag, 1. November 2021, 19.00 Uhr Interessierte Einwohnergemeinde: Donnerstag, 4. November 2021, 19.00 Uhr In der Aula Neuenhof

An den Einwohner- und Ortsbürgergemeindeversammlungen vom 22./23. November 2021 kommen die Planungskreditvorlagen zur Entwicklung des Härdli-Areals zur Abstimmung. Der Gemeinderat freut sich, alle Interessierten begrüssen zu dürfen und ausführlich über das Dossier zu informieren. Neuenhof, 18. Oktober 2021

Gemeinderat Neuenhof

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NEUENHOF

«Eigentlich hatten Der Neuenhofer Lodowicus Deltenre hat das Kriegsende in Holland erlebt und sieht darin Parallelen zur Pandemie. Er wird nun 90 Jahre alt. ROBIN SCHWARZ

Lodowicus Deltenre sitzt am Esstisch im Wohnzimmer seiner Wohnung im Zentrum von Neuenhof. Er sei der allererste Mieter in diesem Block gewesen, damals, vor Jahrzehnten, zusammen mit seiner Frau Ella, erzählt er. Es könne aber sein, dass sie bald ausziehen müssen. Das Haus soll abgerissen werden, zusammen mit mehreren anderen Blöcken im Quartier. Seine Kinder hätten zwar bezüglich neuer Wohnung schon die Fühler ausgestreckt, dass die nächste Wohnung aber nochmals so günstig werden würde, ist unwahrscheinlich. Eines seiner Kinder ist Ingrid Deltenre, ehemalige Direktorin des Schweizer Fernsehens und Leiterin der Generaldirektion der Europäischen Rundfunkunion in Genf. Er, Lodowicus Deltenre, arbeitete bei der BBC als Instandsetzungsingenieur. Sein Job führte ihn über die ganze Welt, durch alle Herren Länder, «ausser in die kommunistischen, wegen des Eisernen Vorhangs». Der Job mit lärmenden Maschinen kostete ihn über die Jahre das Gehör. Meistens spricht Deltenre darüber, was ihn heute stört, was ihn irritiert. Es ist keine blinde, ziellose Beschwerde, sondern eine, die sich gegen ganz bestimmte Dinge richtet. Egoistisch seien sie geworden, die Leute, respektlos, selbstverliebt und von sich selbst über alle Massen überzeugt. Dabei würden sie nicht mal mehr richtig miteinander reden. Im Bus schauen alle nur noch in ihr Handy. Nur, um dann am Ende das zu glauben, was sie glauben möchten. Als Beispiel kommt Deltenre auf Sputim zu sprechen. Dem Youtuber gelang es mit absichtlich abstrusen Falschmeldungen über die Coronapandemie, Impfskeptiker aufs Glatteis zu führen, die besagte Falschmeldungen fleissig geteilt hatten. «Darunter hatte es sogar Ärzte, die diesen Quatsch geglaubt haben», echauffiert sich Deltenre. Als Kontext: Sputim erfand für sein Video Impfschäden, zum Beispiel

Findet, es fehle vielen an Perspektive: würden bei Kindern nach der Impfung Körperteile explodieren. «Kürzlich haben meine Frau und ich gesagt, zum Glück sind wir schon so alt. In 10 Jahren wissen wir von alledem nichts mehr.» Dem Tod blickt er gelassen entgegen. «Dinge, die man nicht ändern kann, muss man akzeptieren», sagt Deltenre. Manche würden das nie lernen, aber nur so könne man zufrieden bleiben. Aber er hofft, er sterbe erst nach seiner Frau. Damit er sie nicht alleine lasse, weil er ihr so viel hilft im Haushalt, Dinge tut, die sie nicht mehr kann. Vom Eingriff in die Freiheit Vielen Menschen fehle es schlicht an Perspektive heutzutage, sagt Deltenre. Lodowicus Deltenre, der 1931 in Holland geboren wurde, hat das Ende des Zweiten Weltkriegs miterlebt. «Es ist ganz klar: Eigentlich hatten wir keine Ju-

«Ist man nach 8 Uhr abends auf die Strasse gegangen, gab es das Risiko, erschossen zu werden.» gend.» Die Deutschen sind 1940 nach Holland einmarschiert und vier Jahre geblieben. Das sei ein bisschen wie mit der Pandemie.


WOCHE NR. 42 DONNERSTAG, 21. OKTOBER 2021

wir keine Jugend» heute sagt, er habe es schlecht» – Deltenre pausiert, sammelt Energie, sucht Worte – «Wir haben Tulpenzwiebeln gegessen, rohe Tulpenzwiebeln. Und Futterrüben, die man sonst den Schweinen gibt.» Aber: «Wie kochen? Man konnte nicht heizen, Gas gab es keines. Licht auch nicht. Alles war abgestellt.» Kerzen habe es vielleicht noch gegeben, oder Petrollampen. «Doch woher Petroleum nehmen, wenn nicht stehlen?» Mit Gravität: «Man konnte nur klauen. Damit man überlebt.» Danach, mit Verachtung: «Und hier leben sie in Saus und Braus». Einer seiner Arbeitskollegen bei der BBC habe einmal gesagt, er habe die Deutschen gehasst. Deltenre: «Wieso?» Der Kollege: «Wir konnten nur eine Tafel Schokolade im Monat kaufen.» Deltenre, rhetorisch ungläubig: «Schoggi?» So was gab es bei ihnen gar nicht. Lodowicus Deltenre. rsz Deltenre muss lachen. «Ich habe ihm einmal gesagt, bei uns war es «Wir durften nach acht Uhr abends einfach. Wenn man drei leere Banicht auf die Strasse. Hat man es nanenschalen hatte, kriegte man doch getan, gab es das Risiko, erschossen zu werden», schildert Deltenre. «So einfach ist das. Tja.» «Man konnte nur klauen. «Während des Kriegs haben wir das Damit man überlebt.» geschluckt», erzählt Deltenre weiter, «aber heute wertet man die Massnahmen als Eingriff in die persönliche Freiheit. Aber: Obwohl eine neue Banane. Aber es gab weich persönliche Freiheit habe, habe der leere Schalen noch Bananen. ich trotzdem auch Pflichten. Eine Nichts gab es. Nichts.» Pflicht ist, dass man sich impfen Hin und wieder seien sie mit lässt.» Warum sich viele Menschen dem Zug zu einem Bauern aufs trotzdem nicht impfen lassen wol- Land gefahren, um dort Waren len, weiss Deltenre nicht. «Das ist gegen Essen einzutauschen. «Der eine Frage, worauf es keine Ant- Bauer dort hatte zwanzig Uhren, wort gibt.» weil es ja kein Geld mehr gab», schildert Deltenre. «Nicht schon wieder eine Uhr», habe der Bauer darauf missmutig «Wir hatten Hunger.» gesagt. Danach sei man mit dem Zug wieder nach Hause gefahren. Hunger und Diebstahl «Dort sind dann die guten HollänFest steht aber: Das Kriegsende war der gestanden», sagt Deltenre mit hart. «Wir hatten es extrem schlecht Sarkasmus in der Stimme. Er meint in Rotterdam», erzählt er. «Es gab die Kollaborateure. Am Bahnhof nichts zu essen.» Mit Lebensmittel- hätten die Nazis sämtliche Waren marken seien die Leute Schlange konfisziert, da es verboten gewesen gestanden, um ein Brot zu kriegen, sei, mit dem Zug Tauschwaren zu 400 Gramm schwer, «vermutlich transportieren. Sein Vater habe es 350 Gramm davon Wasser». Oft war einmal geschafft, auf der Einstiegsdas Brot ausverkauft, «und dann seite des Zuges auszusteigen, um war fertig», sagt Deltenre resigniert, so dem konfiszierenden Nazi-Empverwirft leicht die Hände. «Stand fangskomitee zu entwischen. man noch in der Schlange, hat man «Darum sage ich: Das haben wir erlebt. Und jetzt haben wir Pandenichts gekriegt.» «Wir hatten Hunger», sagt Del- mie. Diese Leute haben keinen tenre mit Nachdruck. «Wenn einer blassen Dunst.»

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AUS DEM GEMEINDERAT Gemeindeordnung ab 1. Januar 2022, Genehmigung und Inkrafttretung Die Stimmberechtigten der Gemeinde Neuenhof haben an der Einwohnergemeindeversammlung vom 21. Juni die Teiländerung der Gemeindeordnung gutgeheissen und den Versammlungsbeschluss an der obligatorischen Urnenabstimmung vom 26. September bestätigt. Am 5. Oktober hat das Departement Volkswirtschaft und Inneres (DVI) nun die kantonale Genehmigung gemäss § 17 des Gesetzes über die Einwohnergemeinden erteilt. Somit tritt die neue Gemeindeordnung per 1. Januar 2022 in Kraft. Entwicklung Härdli – Planungskreditantrag an Einwohner- und Ortsbürgergemeindeversammlungen vom 22./23. November − Einladung zur öffentlichen Informationsveranstaltung Mit rund 6 ha Fläche birgt das Gebiet Härdli das wichtigste Entwicklungspotenzial der Gemeinde Neuenhof. Entsprechend soll die Entwicklung nach hohen Qualitätsstandards und unter Mitwirkung aller Grundeigentümer, bisheriger und zukünftiger Nutzer sowie der Öffentlichkeit erfolgen. Die Ortsbürger- und die Einwohnergemeinde sind Eigentümerinnen von rund drei Vierteln des gesamten Planungsraumes. Dies bietet ihnen die einmalige Chance, ein Projekt mit grosser Ausstrahlungskraft zu realisieren und wichtige Impulse für die Zukunft von Neuenhof zu setzen. In einem ersten Schritt werden die Grundlagen für eine zukünftige Nutzung des Areals geschaffen. In einem Studienverfahren sollen drei Teams unter Einbezug aller Eigentümer, Nutzer, der Öffentlichkeit sowie Interessierter die Möglichkeiten und Chancen einer Entwicklung des Areals aufzeigen. Dieser erste Planungsschritt wird Kosten von rund 520 000 Franken mit sich bringen. Auftraggeberin ist die Einwohnergemeinde, an deren Einwohnergemeindeversammlung vom 22. November der Gemeinderat einen entsprechenden Planungskredit beantragt. Jedoch sollen sich die Grundeigentümer anteilsmässig an den Kosten beteiligen. Die Ortsbürgergemeinde besitzt etwas mehr als die Hälfte der Landfläche. Ihr Anteil beträgt demnach 265 200 Franken. Der Gemeinderat wird deshalb zusammen mit der Ortsbürgerkommission an der Ortsbürgergemeindeversammlung vom 23. November einen entsprechenden Antrag auf Kreditgenehmigung stellen.

Damit die Grundlagen zur Entwicklung des Gebietes Härdli und zu den beantragten Verpflichtungskrediten dargelegt werden können, lädt der Gemeinderat zu Informationsveranstaltungen in die Aula ein: Montag, 1. November, 19 Uhr, für die Ortsbürgergemeinde; Donnerstag, 4. November, 19 Uhr, für die Einwohnergemeinde. Der Gemeinderat freut sich, Ortsbürgerinnen und Ortsbürger, Einwohnerinnen und Einwohner sowie Grundeigentümer, Nutzer und Interessierte am Gebiet Härdli begrüssen zu dürfen. Erneuerung Strassenbeleuchtung beim Friedhof Papprich Die Strassenlampen beim Parkplatz Friedhof Papprich sowie jene entlang der Zufahrt zum Friedhof, zwischen Sandrainstrasse und Vorplatz des Friedhofgebäudes, sind in einem schlechten Zustand. Die Leuchten, Masten sowie die Zuleitungen müssen ersetzt werden. Entlang des Föhrenweges wird zudem eine neue Leuchte erstellt. Die Bauarbeiten beginnen am Montag, 25. Oktober, und dauern voraussichtlich bis Mitte November. Sie werden durch die Firma Aarvia Bau AG ausgeführt. Umbau Bushaltestelle Landhaus nach Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG) Das Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG) schreibt unter anderem vor, dass der Zugang zu den öffentlichen Verkehrsmitteln behindertengerecht angepasst werden muss. Die Bushaltestelle Landhaus gehört zum Grobnetz von Haltestellen mit vielen Einund Aussteigenden oder im Umkreis von wichtigen Zielen, welche priorisiert bis 2023 umgebaut werden sollen. Der Kanton Aargau, Departement Bau, Verkehr und Umwelt, Aarau, beabsichtigt daher, die Bushaltestelle Landhaus im Frühling/Sommer 2023 entsprechend anzupassen. Die Gesamtkosten betragen rund 450 000 Franken. Der Anteil der Gemeinde Neuenhof beträgt vorbehaltlicher Einführung des neuen Strassengesetzes per 1. Januar 2022 rund 160 000 Franken. Das Projekt liegt vom 25. Oktober bis 23. November in der Abteilung Bau und Planung, Neuenhof, öffentlich auf und ist während der Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung einsehbar. Zudem sind die Unterlagen auch auf der Internetseite www.ag.ch/auflage-strassenprojekte abrufbar.


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NEUENHOF/KILLWANGEN/SPREITENBACH

VERMISCHTES NEUENHOF Noch eine Kandidatur für den freien Gemeinderatssitz Im ersten Wahlgang der Gesamterneuerungswahlen wurde der fünfte Gemeinderatssitz mangels Kandidatur nicht besetzt. Für den zweiten Wahlgang stellte sich Mohaya Devay (Grüne) zur Wahl. Nun ging innert der gesetzlichen fünftägigen Nachmeldefrist ein weiterer Wahlvorschlag ein. Es handelt sich dabei um den parteilosen Felix Mehmann. Da nun die Anzahl der Anmeldungen die Anzahl der noch zu vergebenden Sitze übertrifft, findet am 28. November eine Wahl an der Urne statt. Im zweiten Wahlgang können nur die angemeldeten Stimmbürger gültige Stimmen erhalten. Es gilt das relative Mehr. Elternverein Neuenhof – Räbeliechtliumzug Das traditionelle Räbeliechtlischnitzen und der folgende Umzug des Elternvereins in Neuenhof können leider nicht wie gewohnt stattfinden. Damit die

Kinder dennoch ein Lichterfest feiern können, organisiert der Elternverein mit den Spielgruppenkindern Anfang November das Basteln einer Laterne in der Spielgruppe und einen kleinen Umzug auf dem Schulgelände. (zVg) Mit dem Velo (fast) auf den Everest Der Rennvelofahrer Jared Hung plant für den kommenden Sonntag ein sogenanntes «Everesting» am Rüsler. Das Ziel: einen Hügel (in diesem Falle besagter Rüsler) so oft erklimmen, bis ein Total von 8848 Höhenmeter – die Höhe des Mount Everest – erreicht ist. Und das alles in einem Tag. Ohne Schlaf. Der Sportler verbindet diese Herausforderung mit einem Fundrising für eine Umweltkampagne, die Moorlandschaften fördern und wiederaufbauen soll. Diese sind natürliche CO2-Speicher. Dazwischen möchte der Sportler erklärterweise im Restaurant Rüsler einkehren. (zVg)

INSERATE

GEMEINDERÄTE SPREITENBACH UND KILLWANGEN

Der Samichlaus kommt Nach einem schwierigen Jahr ohne Kinderbesuche freut es den Samichlaus sehr, dass er mit der Dienerin und dem Schmutzli wieder nach Spreitenbach und Killwangen kommen kann. Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. Der Schmutzli füllt schon die spanischen Nüssli in die Säckli ab, welche die Kinder dieses Jahr vom Samichlaus bekommen. Wie früher wird der Samichlaus am 1. Adventsonntag, 28. November, ab 16.45 Uhr vor der katholischen Kirche den Segen des Pfarrers erhalten und um 17 Uhr den Chlauseinzug durch Spreitenbach starten. Alle Schmutzlis, Dienerinnen und Samichläuse freuen sich auf zahlreiche Kinder, welche sie auf dem Weg durch Spreitenbach begleiten. Am Ziel auf dem Sternenplatz wird der Samichlaus wieder eine Geschichte erzählen und einige Schulkinder singen weihnächtliche Lieder. Der Samichlaus kann in diesem Jahr aber noch nicht zu den Kindern nach Hause kommen. Dafür besteht für die Familien aber die Möglichkeit, zum Samichlaus zu kommen.

Wer sich bis am 13. November angemeldet hat, d Der Samichlaus und seine Gehilfen werden an einigen Tagen, in der ersten Adventswoche, in Spreitenbach bei der katholischen Kirche sowie bei der reformierten Kirche Hasel sein, wo er sich sehr gerne mit den

Feuerwehr-Notruf: Tel. 118

ES BRENNT – WAS TUN? Ruhe bewahren, aber nach folgendem Grundsatz handeln:

Alarmieren – Retten – Löschen Alarmieren:

Telefon-Nr. 118 Feuerwehr-Alarmstelle wählen. Ort, genaue Adresse und Namen angeben. Wo und was brennt? Gefährdete Personen benachrichtigen.

Retten:

Menschen und Tiere retten. Nie ohne Atemschutzgeräte in rauchgefüllte Räume gehen. (Erstickungsgefahr droht)

Löschen:

Wenn möglich – sich selbst jedoch nicht in Gefahr bringen

Jede Person hat nicht nur das Recht, sondern die Pflicht, die Feuerwehr bei einem Brand über die Telefon-Nr. 118 zu alarmieren. Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig. Erinnerung:

Einladung zur Hauptübung der Feuerwehr Spreitenbach-Killwangen am Samstag, 23. Oktober 2021, 14.00 – 17.30 Uhr Besammlung beim Feuerwehrmagazin in Spreitenbach Ihre Feuerwehr Spreitenbach-Killwangen UNSERE FREIZEIT FÜR IHRE SICHERHEIT

INSERATE

GEMEINDE NEUENHOF

Baugesuchspublikation Baugesuch Nr. 2021-0009 Bauherrschaft: Viva Real AG, c/o Leematten AG, Weiherweg 5, 5443 Niederrohrdorf Lage: Parzellen 170, 171, 172, Stockstrasse 7, 9, 11, 5432 Neuenhof Bauvorhaben: Neubau drei Mehrfamilienhäuser Baugesuch Nr. 2021-0050 Bauherrschaft: Melanie Woodtli und Peter Suter, Tannenhofstrasse 21, 5432 Neuenhof Lage: Parzelle 2112, Tannenhofstrasse 21, 5432 Neuenhof Bauvorhaben: Dachsanierung und Dachausbau EFH Baugesuch Nr. 2021-0051 Bauherrschaft: Spitex-Verein Wettingen Neuenhof, Hardstrasse 69, 5432 Neuenhof Lage: Parzelle 1774, Hardstrasse 59, 5432 Neuenhof Bauvorhaben: Aussenpylon mit Beschriftung Gestützt auf § 60 Abs. 2 BauG und § 54 Abs. 3 BauV liegen die Pläne während der Zeit vom 22. Oktober 2021 bis 22. November 2021 im Gemeindehaus, Abteilung Bau und Planung, 2. Stock, öffentlich auf. Einwendungen können während der gesetzlichen Auflagefrist (30 Tage) beim Gemeinderat erhoben werden. Sie haben einen Antrag, eine Begründung sowie ein Begehren zu enthalten. Allfällige Beweismittel sind beizuziehen und soweit möglich beizulegen. Abteilung Bau und Planung

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9 GEMEINDE KILLWANGEN

wieder

AUS DEM GEMEINDERAT Gemeindeverwaltung wegen Personalausflug am 22. Oktober geschlossen Das Gemeindepersonal führt am Freitag, 22. Oktober, seinen Personalausflug durch, weshalb die Verwaltung ganztags geschlossen ist. Bei Todesfällen ist das Bestattungsamt via Pikettdienst unter der Nummer 079 559 73 00 erreichbar. Die Bevölkerung wird um Verständnis gebeten. Ansonsten gelten die üblichen Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung. Tel. 056 418 10 60, E-Mail: gemeindekanzlei@killwangen.ch. www.killwangen.ch.

LESERBRIEF

darf den Samichlaus besuchen.

zVg

Kindern unterhält. Eine Anmeldung muss bis am 13. November beim Samichlaus eingegangen sein. Unter www.samichlaus-spreitenbach.ch ist alles zu den diesjährigen Samichlausbesuchen beschrieben. (zVg)

GEMEINDE KILLWANGEN

Baugesuch Bauherrschaft:

Einwohnergemeinde Killwangen, Schürweg 2 8956 Killwangen Grundeigentümer: do. Bauobjekt: Rebäcker-/Buechbühlstrasse, 8956 Killwangen (Parz. Nr. 426) Bauvorhaben: Neubau Parkplatz für 6 PWs Das Baugesuch liegt vom 21. Oktober 2021 bis 22. November 2021 während den ordentlichen Schalteröffnungszeiten öffentlich auf der Gemeindekanzlei zur Einsichtnahme auf. Einsprachen sind innert der Auflagefrist an den Gemeinderat Killwangen zu richten. Eine Einsprache hat schriftlich zu erfolgen und muss einen Antrag sowie eine Begründung enthalten.

Gemeindeversammlung von Killwangen in Neuenhof Eine mutige und an und für sich lobenswerte Entscheidung. Aber auch durchgedacht? So geht man davon aus, dass jeder Bürger und Zuzüger die Örtlichkeit ohne Adressangabe kennt und genügend Parkplätze vorhanden sind. Des Weiteren wird kein Fahrdienst organisiert. Ältere oder gehbehinderte Personen können ja ein Taxi oder den ÖV benützen! Oder wie sind die Vorstellungen des Gemeinderates? Keine Mehrkosten für die ältere und die junge Bevölkerung? Wird da bereits eine neue Ära eingeläutet oder wünscht man sich nur einen bestimmten Kreis der Bevölkerung vor Ort? Herbert Schraner, Killwangen

Hobbykoch/-köchin inkl. Service Wir suchen per sofort für Privat eine/einen Hobbyköchin/-koch auf Stundenlohnbasis inkl. Service für 2 – 6 Personen im Raum Spreitenbach / Killwangen. Einsatz auf Abruf jeweils mittags und abends. CH Regionalmedien AG, Chiffre Nr. 2000393, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau oder Chiffre Nr. 2000393, chiffre-chm@chmedia.ch

Verkehrsbeschränkung Gestützt auf das Bundesgesetz über den Strassenverkehr vom 19. Dezember 1958 und die zugehörige Verordnung über die Strassensignalisation vom 5. September 1979 werden diese Verkehrsbeschränkungen verfügt: Neusignalisationen bestehender Strassen: a) «Parkieren verboten – ausgenommen in markierten Feldern» gemäss Zusatztafeln, auf folgenden Strassen: ¾ Brühlstrasse ¾ Dorfstrasse ¾ Schulstrasse ¾ Sennenbergstrasse ¾ Dorfstrasse-Rütenenstrasse (Oberdorf) ¾ Rütihaldenstrasse ¾ Steinbruchstrasse ¾ Fadackerstrasse ¾ Zelgmattstrasse ¾ Mühlehaldenstrasse ¾ Zelgliweg (genaue Lage auf Übersichtsplan markiert) b) «Parkieren verboten» c) Industriestrasse (genaue Lage auf Übersichtsplan markiert) d) Zusätzliche Zonensignale «Tempo-30-Zone» auf folgender Strasse: ¾ Rütihaldenstrasse – Badi (genaue Lage auf Übersichtsplan markiert) e) Zusätzliche Zonensignale «Parkieren mit Parkscheibe» auf folgenden Strassen / Parkplätzen: ¾ Zelgmattstrasse ¾ Mühlehaldenstrasse ¾ Sennenbergstrasse (Friedhof) ¾ Schürweg (Gemeindehaus) ¾ Kirchstrasse ¾ Steinbruchstrasse ¾ Rütihaldenstrasse ¾ Rebäckerstrasse ¾ Rütihaldenstrasse (Badi) ¾ Buechbühlstrasse (genaue Lage auf Übersichtsplan markiert) f) Zusätzliches Zonensignal «Parkverbot – ausgenommen mit Parkkarte Walter Mäder AG» auf folgender Strasse: ¾ Industriestrasse (genaue Lage auf Übersichtsplan markiert) g) Zusätzliches Zonensignal «Parkverbot, ausgenommen – Nutzer Werkhofgebäude & altes Schulhaus»: ¾ Dorfstrasse (Werkhof / altes Schulhaus) – Feuerwehr» ¾ Rütihaldenstrasse (Schulhaus) (genaue Lage auf Übersichtsplan markiert) – Gemeindepersonal» ¾ Kirchstrasse (Gemeindehaus) (genaue Lage auf Übersichtsplan markiert) – Kirchenpersonal» ¾ Schulstrasse (Kirche) (genaue Lage auf Übersichtsplan markiert) h) Zusätzliches Zonensignal «Parkverbot»: ¾ Dorfstrasse-Rütenenstrasse (Oberdorf, Naturschutzzone Erle) (genaue Lage auf Übersichtsplan markiert) i) Zusätzliches Zonensignal Kiss + Ride auf folgender Strasse: ¾ Bahnhofstrasse (genaue Lage auf Übersichtsplan markiert) j) Zusätzliches Zonensignal Parkieren gegen Gebühr auf folgendem Parkplatz: ¾ Bahnhofstrasse (Bahnhof) (genaue Lage auf Übersichtsplan markiert) Die Akten- und Planauflage erfolgt bei der Gemeindekanzlei Killwangen, Schürweg 2, 8956 Killwangen. Mit dem Eintritt der Rechtskraft der vorstehenden Verfügungen werden alle anders lautenden Signalisationsverfügungen, welche die gleichen Parkierungsanlagen betreffen, auf den Zeitpunkt der effektiven Neusignalisationen vor Ort, aufgehoben. Rechtsmittelbelehrung Einsprache gegen diese Verkehrsbeschränkungen sind innert 30 Tagen seit der Publikation im Amtsblatt des Kantons Aargau vom 21. Oktober bis 22. November 2021 bei der verfügenden Behörde einzureichen. Die Einsprache muss einen Antrag und eine Begründung enthalten. Gemeinderat Killwangen


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SPREITENBACH AUS DEM GEMEINDERAT

Covid-19-Impfung im Shoppi Tivoli Seit Anfang Oktober kann man sich im Kanton Aargau auch mit dem Covid-19-Vaccine Janssen impfen lassen. Neu wird dieser Impfstoff auch im Impfzentrum im Shoppi Tivoli angeboten. Termine können auf www.ag.ch/coronavirus-janssen gebucht werden. Die Verabreichung erfolgt über eine einzige Dosis. Der Impfschutz baut sich danach über drei Wochen auf, weshalb das Covid-Zertifikat ab dem 22. Tag nach der Impfung gültig ist. Schulverwaltung Bekanntlich wird die Schulpflege Ende 2021 im ganzen Kanton Aargau abgeschafft. Die entsprechenden Arbeiten gehen neu an den Gemeinderat über, der zu seiner Entlastung die überwiegende Anzahl an Sachgeschäften wiederum zur Erledigung an die Schulleitung und die Schulverwaltung weiterdelegiert hat. Um diese Arbeiten erledigen zu können, aber auch aufgrund einer Schülerzunahme von rund 10 % in den letzten Jahren, wird der Einwohnergemeindeversammlung vom 23. November die Aufstockung des Personalbestandes bei der Schulverwaltung um 40 Stellenprozente unterbreitet. Steuerfuss 2022 Für das kommende Jahr ist ein um 5 % reduzierter Steuerfuss von 100 % vorgesehen.

Steuerfuss und Voranschlag werden mazedonische Staatsangehörige, der Einwohnergemeindeversamm- wohnhaft Dorfstrasse 47. lung vom 23. November zur GenehJede Person kann dem Gemeinderat dazu innert 30 Tagen seit der migung unterbreitet. amtlichen Publikation eine schriftBaubewilligungen sind erteilt worden liche Stellungnahme zum Gesuch an McDonald’s Suisse Development einreichen. Diese Eingaben können SA, Crissier, für Anpassung und sowohl positive wie auch negative Ergänzung Bestellsäule und Fahr- Aspekte enthalten. Der Gemeindespuranpassung, Wigartestrasse 4; rat wird die Eingaben genau prüGiovanni Navazio, Spreitenbach, für fen und in seine Beurteilung einErstellen Gartensitzplatzüberda- fliessen lassen. chung, Im Loo 35; Altersheimverein, Alters- und Pflegeheim «Im Termine 22. Oktober, 19.30 Uhr: KulBrühl», Spreitenbach für Einbau turpreisverleihung, Zentrumsvon 2 Klimageräten, Untere Dorf- schopf; 23. Oktober, 14 Uhr: Feuerstrasse 10; Furore Kanalservice wehrhauptübung, Besammlung GmbH, Spreitenbach, für Umnut- Feuerwehrmagazin Spreitenbach; zung in Büro, Aspstrasse 8. 29. Oktober, 19.30 Uhr: Politapéro, Turnhalle Boostock. Publikation von Gesuchen um ordentliche Einbürgerung Folgende in Öffnungszeiten der GemeindeverwalSpreitenbach wohnhafte Personen tung Die Schalter der Gemeindeverhaben bei der Gemeinde Spreiten- waltung Spreitenbach sind wie folgt bach ein Gesuch um ordentliche geöffnet: Mo., 8.30–11.30 Uhr und Einbürgerung gestellt: Jasmin Al- 13.30–18.30 Uhr, Di.–Do., 8.30–11.30 Wazni, geb. 2007, irakische Staats- Uhr und 13.30–16 Uhr, Fr., 8.30–15 angehörige, wohnhaft Poststrasse Uhr. Telefon 056 418 85 11, Fax 056 157; Atnan Miftari, geb. 2000, koso- 402 02 82. www.spreitenbach.ch. varischer Staatsangehöriger, wohnhaft Haufländlistrasse 25; Martina Schalteröffnungszeiten der RegionalMozolová, geb. 1980, slowakische polizei an der Poststrasse 13 in SpreiStaatsangehörige, wohnhaft Wille- tenbach Montag, 8.30–11.30 Uhr strasse 3; Anisa Shaini, geb. 2006, und 13.30–18.30 Uhr; Dienstag, nordmazedonische Staatsangehöri- 8.30–11 Uhr; Mittwoch, Posten gege, wohnhaft Bahnhofstrasse 78; schlossen; Donnerstag, 8.30–11 Uhr; Anastasija Trpeska, geb. 2006, nord- Freitag, 8.30–15 Uhr.

INSERATE

Einladung zum Politapéro Freitag, 29. Oktober 2021, 19.30 Uhr, Turnhalle Boostock Themen: 1. Schule, Schulpflege, Schulleitung 2. Wasserversorgung, Generelle Wasserversorgungsplanung GWP 3. Ortsbus 4. Verschiedenes 5. Frage- und Diskussionsrunde mit der Bevölkerung Im Anschluss an die Informationen wird im Eingangsbereich vor der Turnhalle Boostock ein Getränke-Apéro ausgeschenkt. Die Bevölkerung ist zu diesem Anlass herzlich eingeladen. Es gelten die allgemeinen Schutzbestimmungen des Bundesamtes für Gesundheit BAG zur Einhaltung der Hygiene- und Abstandsvorschriften. Gemeinderat Spreitenbach

CARGOTRAILER.CH Selbstverleih für Fahrradanhänger Ökologisch und ohne Verkehrsprobleme: Immer mehr Menschen erledigen ihre Einkäufe mit dem Fahrrad. Für den schweren Grosseinkauf und die ergatterte Beute nach der ganztägigen Shoppingtour reicht der kleine Velokorb dann aber meist nicht mehr aus. Seit dem 16. Oktober steht das erste Schweizer Sharingprogramm für Fahrradanhänger «Cargotrailer.ch» auch im Shoppi Tivoli zur Verfügung. Ein Selbstverleih für Veloanhänger bietet den Besucherinnen und Besuchern des Shoppi Tivoli neu die Möglichkeit, das eigene Fahrrad oder E-Bike schnell und unkompliziert für den Transport des Grosseinkaufs umzurüsten. Die Veloanhänger von Cargotrailer können spontan vor Ort via App gemietet und am eigenen Fahrrad montiert werden. So lassen sich Waren bis zu 60 kg bequem und umweltfreundlich nach Hause transportieren. (zVg)

Geld wird Die Spreitenbacher Tresorfirma Züblin Firesafe AG feiert ihr 50-jähriges Bestehen. Banken, Detailhändler, Restaurants und Gutbetuchte schwören auf ihre Safes und Panikräume. SIBYLLE EGLOFF

«Das ist mein Liebling. Er ist nicht der Schönste, doch als Kind habe ich immer damit gespielt», sagt Carmen Züblin und zeigt auf den grauen, meterhohen Tresor des französischen Herstellers FichetBauche. «Der stand schon immer im Büro meines Vaters in Weiningen», sagt die 41-Jährige. Mittlerweile schmückt er den Eingangsbereich der Tresor- und Feuerschrank-Anbieterin Züblin Firesafe AG in Spreitenbach. Nicht nur der Firmenstandort hat gewechselt. Seit zehn Jahren leitet Carmen Züblin das Geschäft. Die Weiningerin hat das Familienunternehmen von Vater Hans Peter Züblin übernommen. Die Geschäftsführung teilt sie sich mit dem Aescher Giuseppe Caruso, der bereits seit 17 Jahren für den Betrieb tätig ist. Das Jahr 2021 ist ein besonderes für die Züblin Firesafe AG Die Firma feiert dieses Jahr ihr 50-jähriges Bestehen. Am 1. Juni 1971 gründete Hans Peter Züblin den Betrieb in Wattwil. «Mein Grossvater hat ihn auf die Idee gebracht, Tresore zu verkaufen», erinnert sich Carmen Züblin. Und so begann der gelernte Kaufmann mit dem Handel ein paar weniger Tresore, während seine Frau Alice sich um das Administrative kümmerte. «Mein Vater ist ein Macher. Er widmete sich nicht nur dem Verkauf, sondern auch der Auslieferung und dem Service. Das Firmenfahrzeug war ein Matador-Büssli, das heute Kultstatus hätte», sagt Züblin und lacht. Hans Peter Züblin entwickelte überdies auch Tresore und stellte unter anderem gemeinsam mit der Büromöbelfabrik Oeschger den ersten feuerfesten Aktenschrank der Schweiz her. Dieser wurde 1973 bei der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt in Dübendorf einem erfolgreichen Feuertest unterzogen und seitdem von Patron Züblin vermarktet.


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wieder mehr zuhause aufbewahrt Umzug ins Limmattal 1975 zog der Familienbetrieb nach Weiningen an die Ifangstrasse. 1983 zügelte die Züblin Firesafe AG ins Gewerbehaus Gubrist. 20 Jahre später verlegte man wegen des Teilabbruchs des Gewerbehauses aufgrund des Baus der dritten Gubriströhre den Firmensitz samt Ausstellung und Lager nach Spreitenbach. Der Zweimannbetrieb von damals ist zu einem fünfköpfigen Team herangewachsen, das über 100 verschiedene Produkte anbietet. «Wir sind kein riesiges Unternehmen und legen wie mein Vater damals Wert darauf, unsere Kundschaft eins zu eins zu betreuen», sagt Carmen Züblin. Vor allem, wenn es Notfälle gebe, wenn beispielsweise der Tresorschlüssel abhandenkommt oder der Code fürs Zahlenschloss vergessen geht, seien die Kundinnen und Kunden sehr dankbar, dass sie auf schnelle Hilfe zählen können. Für die Versicherung ist der Tresor ein Vorteil Zu ihnen gehören nicht nur Banken, sondern auch Restaurants, Detailhändler, Tankstellen, Kioske, Notariate oder Privatpersonen. «Fast jedes Geschäft, das mit Geld zu tun hat oder wertvolle Dokumente besitzt, setzt auf uns», sagt Züblin. Dass man einen Tresor braucht, würden viele aber erst kurz vor Eröffnung des Geschäfts merken. «Bewusst an uns gedacht wird selten. Doch rein aus versicherungstechnischen Gründen ist es wichtig, einen Tresor zu haben», sagt Giuseppe Caruso und ergänzt: «Der Widerstandsgrad eines Tresors gibt einem an, zu welchem Wert der Tresorinhalt versichert werden kann.» In den Safes und den feuerfesten Schränken werden nicht nur Papiere und Bargeld, sondern auch Schmuck, Waffensammlungen, Gemälde, Fotoalben oder Festplatten aufbewahrt – alles Gegenstände mit finanziellem oder zumindest emotionalem Wert. Hierzu bietet die Züblin Firesafe AG ihrer Kundschaft Standardmodelle ab 1500 Franken, aber auch individuelle Lösungen an. Züblin sagt: «Wer einen rosaroten Tresor will, der zur restlichen Einrichtung passt, der bekommt einen.» Man habe auch schon einen Tresor eines Autofans mit dem gleichen Lack produzieren lassen oder einen drei Meter langen Safe für Edelmetallstäbe eines Uhrenherstellers entworfen. Anfragen erhält die

Über 100 verschiedene Produkte werden angeboten. Firma ab und zu auch von Personen, die sich einen Panikraum wünschen. «Dabei handelt es sich um einen Panzerraum mit Klappbett und WC, in dem sich die Kunden bei einem Einbruch einschliessen können. Das sind vor allem vermögende Leute, die Angst vor Entführungen haben», sagt Caruso. Die meisten Tresorschlösser funktionieren über mechanische oder elektrische Zahlencodes oder ein Schlüsselsystem. Iris-Scan, Face-ID oder Fingerabdrücke, wie man sie aus Hollywood-Filmen kennt: Fehlanzeige. «Die Wertigkeit reicht nicht aus. Die Maschine kann sich täuschen und ist leicht manipulierbar», erklärt Caruso. Auch wenn das Bezahlen mit Bargeld in der Pandemie abgenommen hat, sei das bargeld- und papierlose Zeitalter noch längst nicht angebrochen, findet Züblin. Zudem gibt es einen Gegentrend: «Aufgrund der Negativzinsen bei Banken bewahren wieder mehr Menschen ihr Geld zu Hause auf.» Die Pandemie konnte der Firma wenig anhaben. Der Verkauf sei während des ersten Lockdowns et-

Chris Iseli

Teilen sich die Geschäftsführung: Carmen Züblin und Giuseppe Caruso. was zurückgegangen, doch seit den Lockerungen hätten sie sogar mehr zu tun. «Geschäfte eröffnen und brauchen einen Tresor. Zudem gingen Codes nach der langen Pause vergessen und wir müssen für Notöffnungen ausrücken», sagt Züblin.

Sie ist stolz, das Lebenswerk ihres Vaters weiterzuführen. «Er sagt stets, dass sich das Tresorgeschäft nicht wahnsinnig steigern wird, aber es auch keine Absacker gibt.» Diese Beständigkeit gefalle ihr und an dieser wolle sie auch festhalten.


Lehrstelle als Fachfrau/-mann Betriebsunterhalt (Werkdienst) Beim Bauamt Spreitenbach ist per August 2022 noch eine Lehrstelle als Fachfrau/-mann Betriebsunterhalt Fachrichtung Werkdienst zu besetzen. Wer eignet sich für diese Ausbildung? Diese vielseitige und interessante Ausbildung richtet sich an kräftige, körperlich ausdauernde Jugendliche mit handwerklicher Begabung und technischem Verständnis. Zuverlässigkeit, Freude am Arbeiten im Freien und Interesse an der Natur sind wichtige Voraussetzungen. Wo können sich Interessierte melden? Schriftliche Bewerbung mit Lebenslauf, Foto und Schulzeugnisse sind bis 3. Dezember 2021 zu richten an die Gemeindewerke Spreitenbach, Fachspezialist Tiefbau und Entsorgung, Markus Wittwer, Zentrumsstrasse 11, 8957 Spreitenbach oder an tiefbau@spreitenbach.ch.

Gemeinde Spreitenbach

Ordentliches Plangenehmigungsverfahren nach Elektrizitätsgesetz (EleG) Vorlage Nr. S-0176708.1 Neubau Unterwerk Spreitenbach Betroffene Gemeinde

8957 Spreitenbach

Gesuchstellerin

AEW Energie AG, Obere Vorstadt 40, 5001 Aarau

Ort

Parzelle Nr. 2647 Koordinaten 2671122 / 1253356

Gegenstand

Für Detailinformationen wird auf die öffentlich zur Einsichtnahme aufgelegten Planunterlagen verwiesen.

Verfahren

Das Verfahren richtet sich nach Art. 16 ff des Elektrizitätsgesetzes (EleG; SR 734.0), der Verordnung über das Plangenehmigungsverfahren für elektrische Anlagen (VPeA; SR 734.25) und nach dem Bundesgesetz über die Enteignung (EntG; SR 711). Leitbehörde ist das Eidgenössische Starkstrominspektorat (ESTI).

Öffentliche Auflage

Die Gesuchsunterlagen können vom 25. Oktober 2021 bis 23. November 2021 zu den ordentlichen Schalteröffnungszeiten bei folgender Stelle eingesehen werden: • Bauverwaltung Spreitenbach, Poststrasse 13, 8957 Spreitenbach

Einsprachen

Wer nach den Vorschriften des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren (VwVG; SR 172.021) oder des Bundesgesetzes über die Enteignung Partei ist, kann während der Auflagefrist beim Eidgenössischen Starkstrominspektorat, Luppmenstrasse 1, 8320 Fehraltorf Einsprache erheben. Wer keine Einsprache erhebt, ist vom weiteren Verfahren ausgeschlossen (Art. 16f Abs. 1 EleG).

Enteignung

Die öffentliche Auflage hat den Enteignungsbann nach den Art. 42 bis 44 EntG zur Folge. Wird durch die Enteignung in Miet- und Pachtverträge eingegriffen, die nicht im Grundbuch vorgemerkt sind, so haben die Vermieter und Verpächter ihren Mietern und Pächtern sofort nach Empfang der persönlichen Anzeige davon Mitteilung zu machen und den Enteigner über solche Miet- und Pachtverhältnisse in Kenntnis zu setzen (Art. 32 Abs. 1 EntG).

HERBSTAUSSTELLUNG 21. – 23.10.2021

BEREITS FÜR

Innerhalb der Auflagefrist kann, wer nach den Vorschriften des EntG Partei ist, sämtliche Begehren nach Artikel 33 EntG geltend machen. Diese sind im Wesentlichen: a) Einsprachen gegen die Enteignung; b) Begehren nach den Art. 7–10 EntG; c) Begehren um Sachleistung (Art. 18 EntG); d) Begehren um Ausdehnung der Enteignung (Art. 12 EntG); e) die geforderte Enteignungsentschädigung. Zur Anmeldung von Forderungen innerhalb der Einsprachefrist sind auch die Mieter und Pächter sowie die Dienstbarkeitsberechtigten und die Gläubiger aus vorgemerkten persönlichen Rechten verpflichtet. Pfandrechte und Grundlasten, die auf einem in Anspruch genommenen Grundstück haften, sind nicht anzumelden, Nutzniessungsrechte nur, soweit behauptet wird, aus dem Entzuge des Nutzniessungsgegenstandes entstehe Schaden. Aarau, 18. Oktober 2021 Namens des Eidgenössischen Starkstrominspektorats (ESTI) Kanton Aargau, Departement Bau, Verkehr und Umwelt, Abteilung für Baubewilligungen


WÜRENLOS

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AUS DEM GEMEINDERAT Hauptübung der Feuerwehr am Freitag, 22. Oktober, um 19.15 Uhr. Übungsobjekt: Dorfstrasse 27 (nicht Bachstrasse 27). Die Bevölkerung ist eingeladen, die Übung mitzuverfolgen. Der Senioren-Mittagstisch Würenlos wird am 4. November um 12.30 Uhr im Restaurant Alpenrösli, Würenlos, durchgeführt. Coronabedingt ist eine Anmeldung bis am 31. Oktober bei Hedy Koller, Tel. 056 424 17 34, nötig. Die Gemeindeversammlungen im 2022 wurden vom Gemeinderat wie folgt festgelegt: Einwohnergemeindeversammlungen am 2. Juni und 7. Dezember und Ortsbürgerge- Madlaina Hartmann hilft anderen, schneller zu lesen. meindeversammlungen am 9. Juni und 8. Dezember.

Melanie Bär

Die Leidenschaft entdeckt

Personelles Sandra Kühne (geb. 1986, Wettingen) wird Nachfolgerin von Ra- Die Würenloserin Madlaina mona De Martin, welHartmann bringt anderen che die Gemeinde per Ende August verlassen hat. Kühne bei, schneller zu lesen. Sie arbeitet seit 1. Oktober im 90-Pro- selbst konnte dank der zent-Pensum im Sozialdienst und Zeitersparnis ihr Studium auf der Gemeindekanzlei. Gemeinderat und Gemeindepersonal heis- schneller als geplant absen Sandra Kühne herzlich willkom- schliessen. men und wünschen ihr viel Erfolg, Freude und Befriedigung in ihrer MELANIE BÄR neuen Aufgabe. Das Banner am Haus an der Landstrasse 70 ist nicht zu übersehen. INSERATE «Speed Reading» steht in schwarzer Schrift auf weissem Hintergrund. Das Banner ist eine Werbung für MadlaiBaugesuchspublikation na Hartmanns Herzensgeschäft. Einsicht nur nach telefonischer VereinbaWenn sie darüber spricht, dass sie am rung (056/436 87 50) möglich liebsten allen dabei helfen möchte, Baugesuch Nr.: 2021104 die Lesegeschwindigkeit zu erhöhen, Bauherrschaft: Baumann Bettina und Bildlegende Bildlegende Rufer Matthias, Bildlegende sprüht die gebürtige Bündnerin vor Allewindestrass 4, Bildlegende Bildlegende. Nachweis Begeisterung, ihre Augen strahlen 5436 Würenlos und sie lacht. «Das vereinfacht jedem Baumann Judith und Phillipp, Buchzelgstrasse 58a, das Leben», ist sie überzeugt und fügt 8053 Zürich an: «Man müsste das eigentlich als Bauvorhaben: Abbruch Einfamilienhaus, Freifach in der Schule allen SchulNeubau Zweifamilienhaus mit Erdsonden-Wärmepumpe kindern zugänglich machen.» Lage: Parzelle 3624 (Plan 58), Die 34-Jährige hat die Techniken Zelglistrasse 20 während ihres WirtschaftspsycholoZone: Wohnzone E2 giestudiums an der Europäischen Abbruchgesuch Nr.: 2021105 Bauherrschaft: Marty Häuser AG, Fernhochschule Hamburg entdeckt Sirnacherstrasse 6, 9501 Wil und ihre Masterarbeit dem Thema geBauvorhaben: Abbruch Einfamilienhaus widmet. «Ich habe es selbst angewen(AGV Nr. 642) mit Nebengebäude det und schloss das Studium in 17 Lage: Parzelle 3657 (Plan 75), statt 24 Monaten ab.» Zuvor konnte Buechzelglistrasse 40 sie 150 Wörter pro Minute lesen, heuZone: Wohnzone E2 te sind es zwischen 700 und 1400. Gesuchsauflage vom 22. Oktober bis 22. November 2021 während der ordentlichen «Und dabei habe ich das LeseverständSchalterstunden im Büro der Bauverwaltung. nis von 60 auf 100 Prozent erhöht.» Allfällige Einwendungen sind innerhalb der Auflagefrist im Doppel an den Gemeinderat zu richten und haben einen Antrag und eine Begründung zu enthalten. BAUVERWALTUNG WÜRENLOS

den lehren. Das sei möglich, weil das Gehirn beim Lesen aufgrund von Unterforderung abschweife. Indem es mehr beansprucht werde, bleibe man beim Lesen konzentrierter. Hartmann holt einen Text hervor und demonstriert die erste von elf Techniken. Statt Wort für Wort einzeln zu lesen, soll das Auge die halbe Zeile auf einmal erfassen, ohne bewusst zu lesen. Auf dem Handy stellt sie die Metronomfunktion ein und weist an, gleichmässig vom einen zum nächsten Satzteil zu schauen. Acht Minuten lang wird geübt. Danach werden die Lesegeschwindigkeit und das Textverständnis überprüft. Innerhalb von sechs Stunden bringt sie Lernenden so elf verschiedene Techniken bei. «Nicht jeder spricht auf die gleiche Technik an, oftmals werden auch mehrere miteinander kombiniert», sagt sie und nimmt ein knappes Dutzend Fragebogen hervor. Die haben ihre Kunden am letzten Workshop ausgefüllt. Auf die Frage, welche Lesetechnik am hilfreichsten war, bekam sie verschiedene Antworten. Das Lesen mittels vertikaler Wellenbewegungen und das Zick-Zack-Lesen wurden besonders häufig genannt. Auch die Steigerung der Lesegeschwindigkeit lässt sich sehen: Von knapp 200 Wörtern pro Minute wurde sie mindestens verdoppelt, bei einem sogar verfünffacht. «Ich wende unterschiedliche Techniken an, je nachdem ob ich am Computer arbeite, ein Buch oder eine Zeitung lese», sagt Sasa Lakic. Die Badenerin hat die Techniken im Elf verschiedene Techniken Mit elf verschiedenen Techniken will Juni gelernt und sagt, dass sie sich Hartmann dies nun auch ihre Kun- dadurch besser aufs Lesen konzen-

trieren kann. «Das hilft mir geschäftlich und privat.» Vom Verkauf zum Spead Reading Solche Rückmeldungen freuen Madlaina Hartmann und motivieren sie. Für ihr «Baby», wie sie ihre Selbstständigkeit nennt, hat sie ihren gut bezahlten Job im Verkaufsinnen- und -aussendienst auf einen Tag reduziert und hofft, dass sie irgendwann ganz vom Kursgeben leben kann. «Ich verdiene jetzt zwar weniger und arbeite mehr, doch ich bin tausendmal glücklicher als vorher», sagt Hartmann, die vor 13 Jahren aufgrund ihres Jobs vom Bündnerland in den Kanton Zürich gezogen ist und seit knapp drei Jahren in Würenlos lebt. Es sei für sie erfüllend, andere zu begeistern, zu sehen, wie sie sich freuen, wenn sie das Gelesene schneller verstehen und dadurch mehr Zeit für anderes haben. «Ich wäre froh gewesen, ich hätte die Techniken schon bei Studienbeginn gekannt, das hätte mir das Studium definitiv vereinfacht», sagt sie. Auch wenn Speed Reading nichts Neues ist, so hat sie selbst ein Modell entwickelt, wie sie die Techniken anderen innerhalb von sechs Stunden beibringt und so die Teilnehmer ihr Hirn umfunktionieren können. Speed Reading ist nicht ihre einzige Leidenschaft. Sie hat zwei Hunde, die sie über alles liebt. Mit ihnen möchte sie künftig anderen Freude bereiten. «Ich bilde meine jüngere Hündin bald zum Sozialhund aus und würde danach mit ihr gerne Kinder mit Beeinträchtigung, die in Sozialeinrichtungen leben, besuchen», so Hartmann. Für sie selbst sind die Tiere ein Ausgleich zur Kopfarbeit am Schreibtisch.


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WÜRENLOS/LIMMATTAL

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LESERBRIEF Zur Zugbarriere in Würenlos Auf eine Intervention bei der Gemeinde habe ich unter anderem die folgende Antwort erhalten: Die Barriere habe auch eine verkehrsstrategische Wirkung. Will heissen, dass die Gemeinde bewusst lange Verkehrsstaus auf der Landstrasse in Kauf nimmt, um vermeintlich weniger Autos anzuziehen. Zum Leidwesen aller ÖV-Benutzer steckt dann aber jeweils auch die RVBW in den Staus fest, was dazu führen kann, dass die SBB-Anschlüsse in Würenlos oder Baden nicht mehr erreicht werden können. Diese Strategie wird jedoch über kurz oder lang zu einem Verkehrskollaps führen, da der Verkehr auch durch die starke Bauweise in Würenlos ständig zunehmen wird. Es kann und darf doch nicht sein, dass man dem Verkehr den Fluss nimmt, dies nicht zuletzt auch aus Umweltgründen, denn das führt zu laufenden Motoren und Schleichverkehr durch die Quartiere. Ganz abgesehen von den vielen Arbeitsstunden der Handwerker und Chauffeure, denen wertvolle Arbeitszeit verloren geht. Da der Gemeinde Würenlos offenbar jegliche Einsicht für die verfahrene Situation fehlt, setzt man nun noch einen drauf und macht eine erneute Fehlinvestition und versetzt die Barriere um gut einen Meter und meint, so das Verkehrschaos zu mildern! Heinz Haller, Würenlos

VEREINSNACHRICHT Männerchor Würenlos lud zum Spiessbratenfest ein. Nach Vorzeigen des Covid-Zertifikats durften die Gäste in die Ein gelungener Mehrzweckhalle in Anlass. zVg Würenlos eintreten. Überraschend viele Gäste folgten bei kaltem, aber schönem Wetter der Einladung. Neben dem Eingang drehte sich das braun gebrannte Fleisch auf den vier Spiessen. In der Halle waren bald fast alle Plätze besetzt. Die 13 Sängerkameraden des Vereins sorgten zusammen mit einer Handvoll Helferinnen und Helfer für einen gelungenen Mittagsanlass. Das zog nicht nur Gäste aus Würenlos, sondern auch von anderen umliegenden Gemeinden Spreitenbach, Killwangen und Neuenhof an. (zVg)

Die Gegendemonstrierenden mit Schildern und Megafon.

Robin Schwarz

Spontane Umarmungen allenthalben.

Coronaskeptiker in Baden In Baden gingen Coronaskeptiker auf die Strasse – doch in der Stadt regte sich der Widerstand. ROBIN SCHWARZ

Die Badener Musikerin Linda Kratky hatte für den letzten Samstag zur Demonstration gegen die Coronamassnahmen aufgerufen. Der Zug der Coronaskeptiker marschierte wie geplant und ohne grössere Zwischenfälle durch die Badener Innenstadt. Nur beim Schlossbergplatz erhitzte sich die Stimmung jeweils, als der Protestzug an einem kleinen Grüppchen von Gegendemonstranten und -demonstrantinnen vorbeimarschierte. Diese begrüssten die Coronaskeptiker mit Pappplakaten und -schildern, auf denen etwa Sprüche wie «Auch Bünzlis sind geimpft!» standen, sowie Sprechgesängen wie «Nazis raus!» und «Alerta! Alerta! Antifascista!».

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Nach dem ersten Vorbeimarsch beim Schlossbergplatz stellte sich die Polizei in Schutzausrüstung vor die Gegendemonstrierenden. Zuvor kam es zu vereinzelten aggressiven Szenen, bei denen eine Coronademonstrantin mehrere Männer davon abhalten musste, sich auf die Gegendemonstrierenden zu stürzen. Dazwischen suchten aber beide Seiten immer wieder das Gespräch. Zu einer skurrilen Szene kam es, als eine kleiner Gruppe linker Coronaskeptiker sich den Gegendemonstrierenden entgegenstellte und sie ebenfalls mit «Nazis raus!»Rufen eindeckte. Dabei befanden

Erstere, die Gegner würden durch die Massnahmen den Faschismus unterstützen, während Letztere sagten, wer mit Rechtsextremen im selben Protestzug marschiere, würde sich mit diesen solidarisieren. Die Badener Bevölkerung indes begrüsste die Demonstrierenden auch mit Kreidezeichnungen am Boden und die Freidenkervereinigung liess am Bahnhof Impfwerbesports laufen. An manchen Fenstern an der Badstrasse und in der Halde hingen Transparente. Beim Restaurant Rebstock etwa hiess es «Kein Bier für Schwurbler*innen».

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KIRCHLICHE MITTEILUNGEN

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«MEIN GOTT»

Bei welchen Gottesdiensten gilt Zertifikatspflicht? Sämtliche unten aufgeführten Gottesdienste finden unter Einhaltung des Schutzkonzeptes statt. Gottesdienstbesuche, welche eine Zertifikatspflicht voraussetzen, sind jeweils im Text vermerkt.

WETTINGEN Kath. Kirche St. Sebastian, Schartenstrasse 155 Freitag, 22. Oktober, 17 Uhr, Abendwallfahrt der Frauengemeinschaft St. Sebastian – mit Anmeldung. Samstag, 23. Oktober, 17.30 Uhr, Eucharistiefeier (Hans Boog). Sonntag, 24. Oktober, 9.30 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier (Christina Wunderlin) – mit Covid-Zertifikat. Mittwoch, 27. Oktober, 9 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier. Kath. Kirche St. Anton, Antoniusstrasse 12 Freitag, 22. Oktober, 18.30 Uhr, Eucharistiefeier. Samstag, 23. Oktober, 16 Uhr, Familienkirche (Christina Wunderlin) im Forum St. Anton – mit Covid-Zertifikat. Kreativzeit und Gottesdienst mit anschliessendem gemeinsamem Znacht. Sonntag, 24. Oktober, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier (Hans Boog); 11 Uhr, Santa Messa in lingua italiana; 12.30 Uhr, Gottesdienst in kroatischer Sprache – mit CovidZertifikat; 13.30 Uhr, Gottesdienst in kroatischer Sprache. Mittwoch, 27. Oktober, 9 Uhr, Eucharistiefeier; 18.30 Uhr, Santa Messa in lingua italiana. Donnerstag, 28. Oktober, 18 Uhr, Einkehrtag der Kroaten-Mission. Kloster Wettingen, Klosterstrasse 12 Sonntag, 24. Oktober, 9.30 Uhr, ökumenischer Gottesdienst mit der evangelisch-lutherischen Gemeinde (Marion Werner); 11 Uhr Eucharistiefeier mit Hans Boog – mit Covid-Zertifikat. Ref. Kirche, Etzelstrasse 22 Sonntag, 24. Oktober, 9.30 Uhr, Gottesdienst (Lutz Fischer-Lamprecht).

Alterszentrum St. Bernhard, Rebbergstrasse 24 Dienstag, 26. Oktober, 9.30 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier

NEUENHOF Kath. Pfarrkirche St. Josef, Glärnischstrasse 12 Samstag, 23. Oktober, 17 Uhr, Rosenkranzgebet; 18.30 Uhr, Eucharistiefeier (Basil Okeke). Sonntag, 24. Oktober, 9.30 Uhr, Erntedank-Gottesdienst (Basil Okeke, Fabienne Gärtner, mit den 5.-Klässlern und dem Kinder- und Jugendchor Spreitenbach (Chor wird aus dem Pfarreiheim übertragen). Montag, 25. Oktober, 17 Uhr, Rosenkranzgebet. Mittwoch, 27. Oktober, 18.30 Uhr, Eucharistiefeier. Ev.-ref. Kirchgemeindehaus Lindenstrasse 11 Sonntag, 24. Oktober, 10.30 Uhr, Gottesdienst (Lutz Fischer-Lamprecht. Anschliessend Kirchenkaffee.

SPREITENBACH Kath. Pfarrkirche St. Kosmas & Damian, Ratzengasse 3 Freitag, 22. Oktober, 19 Uhr, Eucharistiefeier (Basil Okeke); 19.30 Uhr, Anbetung. Samstag, 23. Oktober, 18 Uhr, Eucharistiefeier (Abbé Zacharie). Jahrzeit für Flor Daliza Lara Pineda, Bruno Weber und Theresia Heiniger-Lüchinger. Sonntag, 24. Oktober, 10 Uhr, Jodlermesse (Abbé Zacharie) – mit Covid-Zertifikat. Mittwoch, 27. Oktober, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier (Abbé Zacharie).

Ev.-ref. Dorfkirche, Chilegass 18 Sonntag, 24. Oktober, 9.30 Uhr, Gottesdienst für GROSS&chlii (Dominique Siegrist und die 7.- bis 9.-Klässler). Anschliessender Besuch des Kirchenkaffees nur mit Zertifikat möglich. Donnerstag, 28. Oktober, 7.30 Uhr, Morgengebet.

KILLWANGEN Kath. Pfarrkirche Bruder Klaus, Kirchstrasse 9 Freitag, 22. Oktober, 19 Uhr, Eucharistiefeier. Sonntag, 24. Oktober, 11 Uhr, Eucharistiefeier (Laurentius Bayer).

WÜRENLOS Kath. Pfarrkirche St. Maria, Schulstrasse 21 Sonntag, 24. Oktober, 10 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier (Mario Stöckli). Anschliessend Chilekafi; 17.30 Uhr, Rosenkranzgebet. Dienstag, 26. Oktober, 10.30 Uhr, ökumenische Andacht im Pro Senio (Timothy Cooke). Mittwoch, 27. Oktober, 10 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier. Anschliessend Mittwochskaffee. Ref. Kirche Würenlos, Gipfstrasse 4 Sonntag, 24. Oktober, 9.30 Uhr, Gottesdienst (Karin Tschanz-Cooke).

Klosterkirche Fahr Samstag, 23. Oktober, 8 Uhr, Eucharistiefeier Jahresgedächtnis aller Nonnen und Mönche – mit Covid-Zertifikat. Sonntag, 24. Oktober, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier – mit Covid-Zertifikat; 11 Uhr, Gesprächsreihe «Über Silja Walter im Gespräch mit …!» Dienstag, 26. Oktober, 8 Uhr, Eucharistiefeier. Alters- und Pflegeheim Im Brühl, Donnerstag, 28. Oktober, 19.30 untere Dorfstrasse 10 Uhr, Gebet am Donnerstag – mit Freitag, 22. Oktober, 10.15 Uhr, Eucharistiefeier (Laurentius Bayer). Covid-Zertifikat.

KIRCHLICHE VERANSTALTUNGEN Kolibri, reformierte Kirche, Gipfstr. 16 Uhr Abfahrt mit Bus Nr. 2 ab Halte4, Würenlos, Freitag, 22. Oktober, stelle Dorf, Freitag, 22. Oktober. 15.30 Uhr. Christkatholische Kirchgemeinde Frauengruppe Prisma, ev.-ref. Kirche Baden-Brugg-Wettingen ErneueSpreitenbach-Killwangen. Gemeinsa- rungswahlen Kirchenbehörden. mer Besuch des 25. ökumenischen Klosterkirche Wettingen, Sonntag, Frauenkirchenfestes in der ref. Kirche 24. Oktober. Urnenöffnungszeit Baden, Ölrainstrasse 21. Treffpunkt: 10.15 bis 10.30 Uhr.

English Reading, Kirchgemeindehaus, Gipfstr. 4, Würenlos, Donnerstag, 28. Oktober, 10 Uhr. Katholischer Frauenbund Würenlos – Mittwochskaffee Am Mittwoch, 27. Oktober, 10.30 Uhr sind alle herzlich zu Gipfeli und Kaffee in der Alten Kirche Würenlos eingeladen.

Stefan Burkhard, Pfarrer evangelisch-reformierte Kirche WettingenNeuenhof

Ist Ihnen beim Betrachten vieler neuerer Filmproduktionen auch schon eine beinahe stereotype Gemeinsamkeit aufgefallen? Wenn darin ein Pfarrer auftaucht, so übernimmt dieser fast immer eine «oberschräge» Rolle, was auch dem Ansehen der Kirche schadet. Dies ist zum Beispiel im Film «Die Herbstzeitlosen» (2006) der Fall, wo der sittenstrenge Pfarrer über die Doppelmoral seines Liebeslebens stolpert, und es ist auch im Film «Die göttliche Ordnung» (2017) kaum anders, wo der Pfarrer einzig die Rolle eines verlogenen Schönschwätzers übernimmt, als es im Zusammenhang mit der Einführung des Frauenstimmrechts zur Beerdigung einer wichtigen Protagonistin kommt. Ähnlich lebensfeindliche Verhaltensmuster lassen sich auch bei anderen Film-Pfarrern beobachten (z.B. im schwedischen Film «Wie im Himmel» 2004). Aus dramaturgischer Sicht mag das ja alles sinnvoll sein, denn irgendeinen schrägen Vogel braucht es in fast jedem Film, sonst schreitet die Handlung kaum voran. Aber wenn man selber Pfarrer ist, der keine anderen Plausibilitäten sein Eigen nennt als jene, welche für die meisten von uns gelten, dann ärgert einen dieses oft benutzte, ultrakonservative Pfarrerbild mit der Zeit doch sehr. Vor 50 Jahren war mein Vater nämlich auch schon Pfarrer. Und derselbige engagierte sich damals für (!) die Einführung des Frauenstimmrechts. Kurz: Klischees sind eben Klischees, die in den Köpfen vieler nur allzu schön ins bereits vorhandene Bild passen. Aber wie wäre es, wenn diese Klischees auch wieder einmal als solche entlarvt und aufgebrochen würden? Wahrscheinlich könnte dann so mancher auch wieder mit einem vorbehaltlosen Blick der christlichen Religion begegnen und diese sogar hie und da wertschätzen lernen. Feedback an: redaktion@limmatwelle.ch


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AGENDA

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«DAS LETZTE WORT» 24 300 Exemplare. Erscheint jeden Donnerstag. Amtliches Publikationsorgan der Gemeinden Wettingen, Neuenhof, Killwangen, Spreitenbach und Würenlos.

Melanie Bär, Redaktionsleiterin

HERAUSGEBERIN CH Regionalmedien AG, Kronenplatz 12, 5600 Lenzburg GESCHÄFTSFÜHRER Stefan Biedermann, stefan.biedermann@chmedia.ch, Telefon 058 200 58 10

REDAKTION redaktion@limmatwelle.ch, Telefon 058 200 58 20 REDAKTIONSLEITUNG Melanie Bär, melanie.baer@chmedia.ch REDAKTIONSTEAM Manuela Page, manuela.page@chmedia.ch Robin Schwarz, robin.schwarz@chmedia.ch FREIE MITARBEIT IN DIESER AUSGABE Sibylle Egloff (sib) REDAKTIONSSCHLUSS Montag, 8 Uhr COPYRIGHT Herausgeberin Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material. INSERATE Brigitte Gähwiler, brigitte.gaehwiler@chmedia.ch, Telefon 058 200 53 73

DRUCK CH Media Print AG, 5001 Aarau ZUSTELLUNG Die Post ABO SERVICE E-Mail: abo@chmedia.ch / Stichwort Liwe, Telefon 058 200 55 55, Telefax 058 200 55 56

EIN PRODUKT DER

VERLEGER Peter Wanner www.chmedia.ch Beteiligungen der CH Media AG auf www.chmedia.ch

Tag der offenen Tür im Bruno-Weber-Park Am 22. Oktober lädt die Witwe des Künstlers Bruno Weber zum Tag der offenen Tür mit Apéro und Fragerunde nach Spreitenbach ein. Kostenloser Eintritt. 14–18 Uhr. (Bild: Florian Schmitz/Archiv)

WETTINGEN Birnelverkauf Wettingen Birnel, von Singvögeln empfohlen. Rathausplatz, Freitag, 22. Oktober, 7.30–11.00 Uhr. Pro Senectute Walking / Nordic Walking Wettingen Parkplatz Huba Control, Würenlos, 22., 25., 26. Oktober, 8.45 Uhr. Pro Senectute Schach Wettingen Informationen bei Jürg Greber, 079 565 66 75, oder bei Pro Senectute Baden, 056 203 40 80. In ungezwungener, freundlicher Atmosphäre Schach spielen. Hotel Zwyssighof, Dienstag, 26. Oktober, 14–17 Uhr. Ausstellung Anton Egloff und Reto Steiner Der gebürtige Wettinger Anton Egloff gehört zu den einflussreichsten Plastikern seiner Generation. Gegenübergestellt wird ihm das bildhauerische Werk von Reto Steiner aus Frutigen. Eintritt frei. Galerie im Gluri-Suter-Huus, 22., 23., 27., und 28. Oktober, 15–18 Uhr, 24. Oktober, 11–17 Uhr. «Heidi» Sven Mathiasen erzählt und spielt die bekannte Geschichte neu, frei nach Johanna Spyri, mit geschnitzten Figuren und Objekten. Regie und Text: Eva Kaufmann. Spiel und Text: Sven Mathiasen. Ab 5 Jahren. Figurentheater im GluriSuter-Huus, 23. Oktober, 16–17 Uhr, 24. Oktober, 11–12 Uhr. 3. Wettinger Kammerkonzert – «Winterreise» Der international gefeierte Opern- und Liedsänger Werner Güra schlüpft im 3. Wettinger Kammerkonzert, in Franz Schuberts bekanntem Liederzyklus

«Winterreise», in die Rolle des melancholischen Wanderers. Schulhaus Margeläcker, Sonntag, 24. Oktober, 16 Uhr.

SPREITENBACH Kamishibai Claudia Steiner erzählt eine Bildergeschichte aus dem japanischen Koffertheater. Ab 4 Jahren. Gemeindebibliothek Spreitenbach, Dienstag, 26. Oktober, 16.30– 17 Uhr Buchstart Kurze Geschichten, Versli, Fingerspiele und Lieder mit Sibylle Müller. Für Kinder von 0 bis 3 Jahren und ihre Begleitpersonen. Gemeindebibliothek Spreitenbach, Samstag, 23. Oktober, von 9.30 bis 10 Uhr. Feuerwehrhauptübung Die Feuerwehr Spreitenbach-Killwangen führt ihre öffentlich zugängliche jährliche Hauptübung durch. Feuerwehrmagazin Spreitenbach, Samstag, 23. Oktober ab 14–17.30 Uhr.

WÜRENLOS Feuerwehrhauptübung Die Feuerwehr Würenlos führt ihre öffentlich zugängliche jährliche Hauptübung durch. Dorfstrasse 27, Freitag, 22. Oktober, ab 19.15 Uhr.

BADEN Klavierrezital mit Wendy Waterman Die aus England stammende Pianistin Wendy Waterman spielt Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven, Franz Schubert und Frédéric Chopin. Abendkasse eine Stunde vor Konzertbeginn. Gartensaal der Villa Boveri, Sonntag, 24. Oktober, 17 Uhr.

Als ich auf den sozialen Medien den Aufruf einer Bekannten las, die Weihnachtspäckli für armutsbetroffene Menschen in Osteuropa sammelte, fiel mir die Killwangenerin wieder ein. Sie hatte vor Jahren ebenfalls bei einer solchen Aktion mitgeholfen, ich schrieb eine Reportage darüber. Ihr Keller war beeindruckend: In Geschenkpapier eingewickelt stand Schuhschachtel an Schuhschachtel, allesamt mit Schokolade, Seife, Mütze und anderen Geschenken gefüllt. Ebenso beeindruckend war die Freude dieser Frau. Davon angesteckt, kehrte ich beschwingt in die Redaktion zurück und nahm mir vor, selbst mal ein Päckli zu spenden. Kurz nach der Publikation des Artikels erhielten wir einen Leserbrief dazu. Armutsbetroffenen Menschen ein Weihnachtspäckli zu schenken, sei keine nachhaltige Hilfe und überhaupt würden die Kirchenleute das Projekt doch nur zum Missionieren missbrauchen. Das alles fiel mir wieder ein, als ich den Aufruf für die diesjährige Päckliaktion las. Tatsächlich lindert ein Weihnachtsgeschenk die Armut dieser Menschen nicht nachhaltig. Doch ist das ein Grund, einfach gar nichts zu tun? Ich beschliesse, dem nachzugehen, und erfahre von Evelyne Windisch, dass die Päckliaktion der Türöffner für verschiedene nachhaltige Projekte vor Ort gewesen sei. Seit 17 Jahren sammelt die Würenloserin im November vor dem Coop Lebensmittel, seit 10 Jahren helfen ihr Konfirmanden beim Einpacken. Sie ist sogar schon nach Rumänien mitgefahren, um mitzuhelfen. Ums Missionieren gehe es dabei nicht, sondern darum, gemeinsam Weihnachten zu feiern. Wie schon bei der Killwangenerin fällt mir auch ihre Begeisterung auf. Ich schreibe meiner Bekannten, fahre in den nächsten Laden und packe mein erstes Weihnachtspäckli ein. Irgendwie fühlte ich mich dabei – wie soll ich es nennen – freudig! Feedback an: melanie.baer@chmedia.ch


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