Offiz. Amtliches Publikationsorgan des Kreis 2 Limmattal für die Gemeinden Wettingen, Neuenhof, Killwangen, Spreitenbach und Würenlos Donnerstag, 24. Juni 2021, 60. Jahrgang, Nr. 25
Kultur in Neuenhof Das Neuenhofer Stimmvolk hat an der Gemeindeversammlung am Montagabend einen jährlichen Kredit von 100 000 Franken gesprochen. Damit wird eine Fachstelle Kultur geschaffen (30 Prozent) und Kulturförderung gemacht. Es werden auch Veranstaltungen durchgeführt. (bär) S. 10
Neues Würenlos Quo vadis, Dorf ? Wichtiger Zwischenschritt bei der Gesamtrevision der Bau- und Nutzungsordnung in Würenlos. Gemeinderat Markus Hugi gibt Auskunft über den Stand der Dinge, die Zusammenarbeit mit der Bevölkerung und eine wichtige Frage: Bleibt Würenlos auch in Zukunft ein Dorf ? (rsz) S. 15
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Eine Stiftung für Jung und Alt Die Arwo-Stiftung blickt auf ein bewegtes Jahr zurück und rüstet sich für die Zukunft. DIETER MINDER
Marie-Theres Bertschi ist eine von über 500 Menschen, die in der Wettinger Arwo-Stiftung arbeiten. Dank viel Flexibilität konnten auch während der Pandemie alle Wohn- und Arbeitsplätze jederzeit angeboten werden. Nun rüstet sich die Stiftung, um den Spagat zwischen den verschiedenen Bedürfnissen von älteren und jüngeren Bewohnern Marie-Theres Bertschi arbeitet in der Mechanikabteilung der Wettinger ArwoSandra Ardizzone und Mitarbeitern zu schaffen. S. 3 Stiftung, die auch während der Pandemie Aufträge ausführte.
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Verkehrsbeschränkungen Gestützt auf das Bundesgesetz über den Strassenverkehr vom 19. Dezember 1958 und die zugehörige Verordnung über die Strassensignalisation vom 5. September 1979 werden folgende Verkehrsbeschränkungen verfügt: Gemeinderat Wettingen Gemeinde Wettingen Knoten: Säntisstrasse, Etzelstrasse, Lägernstrasse – Kreisverkehrsplatz – Kein Vortritt Widerruf Siedlungsweg Einmündung in die Berninastrasse – Abbiegen nach rechts verboten vom 24.06.1978
Beschlüsse der Ortsbürgergemeindeversammlung vom 14. Juni 2021 Die Ortsbürgergemeindeversammlung vom 14. Juni 2021 hat folgende Beschlüsse gefasst: 1. Das Protokoll der Versammlung vom 14. Dezember 2020 wird genehmigt. 2. Die Verwaltungsrechnung 2020 wird genehmigt. 3. Der Rechenschaftsbericht für das Jahr 2020 wird genehmigt. Die Beschlüsse unter den Ziffern 2 und 3 unterliegen dem fakultativen Referendum und werden rechtskräftig, wenn innert 30 Tagen, von der Publikation in der Limmatwelle (24. Juni 2021) an gerechnet, das Referendum dagegen nicht ergriffen wird. Die Unterlagen können während der Referendumsfrist zur ordentlichen Bürozeit auf der Gemeindekanzlei eingesehen werden. Gemeindekanzlei
Rechtsmittelbelehrung Einsprachen gegen diese Verkehrsbeschränkungen sind innert 30 Tagen seit Publikation im Amtsblatt vom 24. Juni 2021 bei der verfügenden Behörde einzureichen. Die Einsprache muss einen Antrag und eine Begründung enthalten. Wettingen, 24. Juni 2021
Gemeinde Wettingen Zurückschneiden von Bäumen und Sträuchern
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Die anliegenden Grundeigentümer an öffentlichen Strassen, Wegen und Trottoirs sind verpflichtet, alle über die Grundstücksgrenze hinausreichenden Äste von Bäumen und Sträuchern zurückzuschneiden (§ 109 und 110 Baugesetz). – Die lichte Höhe von überhängenden Ästen hat über Strassen 4,50 m und über Gehwegen 2,50 m zu betragen. – An Einmündungen und Strassenverzweigungen muss ein sichtfreier Raum zwischen einer Höhe von 0,80 m bis 3,00 m gewährleistet sein. Einzelne, die Sicht nicht hemmende Bäume, Stangen und Masten sind innerhalb der Sichtzonen zugelassen. – Strassenlampen, Verkehrssignaltafeln und Hydranten dürfen nicht überwachsen sein. Ebenfalls sind Rand- und Wassersteine von überhängenden Sträuchern und Bodendeckern (Behinderung der Reinigungsarbeiten) freizuhalten. Wo Bäume und Sträucher bis am 18. Juli 2021 nicht zurückgeschnitten beziehungsweise ausgeastet sind, kann die Gemeinde die notwendigen Arbeiten ohne weitere Anzeige an den Grundeigentümer durch den Werkhof ausführen lassen. Für die dadurch entstehenden Kosten hat der Grundeigentümer aufzukommen. Für allfällige Schäden durch das Schneiden der Pflanzen kann der Werkhof nicht haftbar gemacht werden. Wir hoffen auf die verständnisvolle Mithilfe der Grundstückbesitzer und danken im Namen der Fahrzeuglenker und Passanten den Strassenanliegern, welche ihren Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten. Gemeinderat Wettingen
ibogrenzstein.ch info@ibogrenzstein.ch
Öffnungszeiten Gemeindeverwaltung Die Büros der Gemeindeverwaltung sind während den Sommerferien vom 5. Juli bis 6. August 2021 wie folgt erreichbar: Montag 08.30 – 12.00 / 13.30 – 18.30 Uhr Dienstag – Freitag 08.30 – 12.00 Uhr 13.30 – 16.00 Uhr nur telefonisch erreichbar
Gemeinde Wettingen
Altpapiersammlung Die nächste Altpapiersammlung wird von der Pfadi durchgeführt und findet statt am Samstag, 26. Juni 2021 Das der Sammlung mitzugebende Altpapier ist in gut verschnürten, handlichen, ca. 5 kg schweren Bündeln bis spätestens 7.00 Uhr entlang der üblichen Kehrichtdeponiestellen bereitzustellen. Papier und Karton sind getrennt zu bündeln. Wir danken für Ihre Mithilfe.
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WOCHE NR. 25 DONNERSTAG, 24. JUNI 2021
AUS DEM GEMEINDERAT Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung Es gelten für alle Abteilungen der Gemeindeverwaltung folgende Öffnungszeiten (Schalter und Telefon): Mo.: 8.30–12/13.30–18.30 Uhr; Di.–Fr.: 8.30–12/13.30–16 Uhr. Die Mitarbeitenden der Gemeindeverwaltung sind gerne bereit, telefonisch auch Termine ausserhalb der Öffnungszeiten zu vereinbaren.
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Neue Wohnformen in Sicht Mit der Sanierung des Wohnheims und dem revidierten Betreuungsgesetz stehen in der Arwo-Stiftung auch künftig wichtige Projekte an. DIETER MINDER
HINWEIS Lirum Larum Verslispiel – Buchstarttreff Eine Leseanimatorin zeigt, wie Kleinkinder mit Versen, Fingerspielen und Geschichten Geschichten auf auf Mundart in Mundart für Klein- ihrem Sprachkinder. zVg erwerb unterstützt werden können. Väter, Mütter, Grosseltern und ihre Kinder im Alter zwischen 9 Monaten und 3 Jahren sind herzlich willkommen. Aufgrund der aktuellen Situation ist die Teilnehmerzahl beschränkt und eine Anmeldung über den Link www.eveeno.com/LirumLarum obligatorisch. Gemeindebibliothek, Samstag, 26. Juni, 9.30–10 Uhr. INSERATE
Bauherrschaft:
Theresia Schmid-Wyss Alpenstrasse 6 5430 Wettingen
Bauobjekt:
Pergola
Baustelle:
Alpenstrasse 6
Parzelle:
2769
Zusatzgesuche:
keine
Bauherrschaft:
Young Fan Chen und Evelyne Hauser Chen Frohsinnstrasse 13 5430 Wettingen
Bauobjekt:
Ersatz bestehende Wärmepumpe
Baustelle:
Frohsinnstrasse 13
Parzelle:
3889
Zusatzgesuche:
keine
Öffentliche Planauflage vom 25. Juni bis 24. Juli 2021. Die öffentliche Auflage der Pläne erfolgt ausschliesslich online über www.wettingen.ch. Eine Einsichtnahme vor Ort kann nur in begründeten Fällen und nach vorheriger Absprache zugestanden werden. Allfällige Einwendungen sind im Doppel während der Auflagefrist dem Gemeinderat einzureichen. Sie haben eine Begründung und einen Antrag zu enthalten.
Bau- und Planungsabteilung
Rund 1,3 Millionen Franken Spenden, darunter ein Legat von über 500 000 Franken, sind der Arwo-Stiftung im vergangenen Jahr zugeflossen. «Das Geld haben wir für unser Projekt Wohnheim zurückgestellt», sagt Geschäftsführer Roland Meier. Die Präsentation des Jahresberichtes 2020 nutzt er vor allem, um in die Zukunft zu blicken: «Wir stehen vor einer Generationenproblematik.» Das Wohnheim ist 47 Jahre alt, viele der Klienten wohnen seit damals dort und ein Teil der Bewohnenden ist pensioniert. «Diesen will die Arwo ein Angebot machen, das ihnen zwar eine Tagesstruktur gibt, ihnen aber viel Freiraum lässt, wie dies für Pensionierte üblich ist.» Die Arwo hält an ihrem Grundsatz fest, dass sie ein Angebot für Menschen ab 18 Jahren bis zum Tod bereitstellt. Sie will Senioren ein Zuhause bieten und sich zugleich auch auf jüngere Klienten ausrichten. «Um diesen unterschiedlichen Ansprüchen zu genügen, wollen wir das Wohnheim modernisieren», sagt Meier. Der Kanton habe die Zustimmung zur entsprechenden Planung erteilt. Meier hofft, dass in etwa drei Jahren mit dem Bau begonnen werden kann: «Es wird wahrscheinlich ein massiver Umbau.» Konkretes lässt sich heute noch nicht sagen, ausser, dass weiterhin 54 Wohnplätze angeboten werden: «Wir wollen nicht wachsen.» Neue Angebote dank Gesetzesrevision Ab Januar gilt im Aargau ein neues Betreuungsgesetz. Bisher war es so, dass Menschen mit Beeinträchtigung, die betreuerische Unterstützung brauchen, zwingend in eine Institution wie die Arwo eintreten mussten. Neu wird der Kanton auch das selbstständige Wohnen von Menschen mit speziellen Bedürfnissen unterstützen. Sie können bei Institutionen nach Bedarf gewisse Leistungen beziehen. Dies ist vergleichbar mit der Spitex, jedoch ohne deren medizinische Leistungen. Momentan können sich Firmen beim Kanton als Anbieter dieser
Die Arwo-Stiftung bietet sowohl für Jüngere als auch für Ältere Wohn- und Arbeitsplätze an. Sandra Ardizzone Leistungen bewerben. «Die Auswirkungen des neuen Systems sind schwer abzuschätzen», sagt Meier und er betont: «Sie sind jedoch begrüssenwert, denn sie bringen den Menschen eine zusätzliche Wahlmöglichkeit.» Dies ist ein weiterer Schritt zur Integration von Menschen mit einer Beeinträchtigung. Meier ergänzt: «Wie jede Firma wird sich auch die Arwo an die neue Situation anpassen.» 102 000 Schutzmasken gebraucht Die vergangenen eineinhalb Jahre waren geprägt durch Covid-19. In der Arwo erkrankten 42 Klienten und 34 Angestellte an Corona, eine Person ist gestorben. Im Kampf gegen das Virus setzte die Arwo 1450 Liter Desinfektionsmittel ein. Die Klienten und die Angestellten trugen 102 000 Schutzmasken IIR, 8500 Schutzmasken FFP2, 4500 Schutzanzüge, 64 000 Handschuhe und 5700 Schuhüberzüge. 32 Versionen der Schutzmassnahmenpakete galten und in 28 Schreiben wurden Angehörige und Beistände darüber informiert. Klienten sowie Angestellte wurden durch ein mobiles Team in der Arwo geimpft. Die ersten Impfungen waren im April, die zweiten im Mai. Der Start der Pandemie im März 2020 habe grosse Flexibilität gefordert. Meier: «Innert dreier Wochen mussten wir alle Abläufe und die Nutzung der Räume neu organisieren.» Während des Lockdowns wurden Kontakte zwischen Internen und Externen vermieden. Ein Teil des Wohnheims als Quarantänestation abgesperrt. «Die psychische Belastung machte am meisten Mühe.» Anerkennend sagt er:
«Unsere Angestellten waren sehr flexibel.» Ein Krisenstab und eine Hotline, die rund um die Uhr im Einsatz war, trugen zur Bewältigung bei. Kontinuierlich, mit dem Rückgang der Ansteckungen, stellt die Arwo nun auf Normalbetrieb um. Umsatzeinbussen wegen Covid-19 Vor vier Jahren erlitt die Arwo einen grossen Verlust. Die Stiftung setzte sich damals das Ziel, bis 2020 wieder ausgeglichen zu sein. Dieses hätte sie ohne Covid-19 erreicht. Bei einem Umsatz von rund 22,5 Millionen Franken resultierte ein Verlust von 331 000 Franken. 4,1 Millionen Franken haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Arwo selber erwirtschaftet, vor allem in den Werkstätten und der Lebensmittelproduktion. Letztere kann immer mehr ihrer Produkte via Lebensmittelgrosshändler, aber auch kleinere Detaillisten verkaufen. Seit Jahren gehören die Chlaussäckli in Geschenkpackungen zu den Rennern im Angebot der Arwo. Zum letzten Jahresende konnte sie 17 000 davon verkaufen. «Viele Firmen, die wegen Corona auf Weihnachtsfeiern und Kundenanlässe verzichteten, haben dafür Produkte von uns verschenkt», erklärt Meier zu diesem Erfolg. Teilweise musste die Arwo dafür Drittpersonen einstellen. Dies war auch in den Werkstätten der Fall, als die Klienten nicht mehr arbeiten durften. «So war die Produktion stark ausgelastet, was uns im vergangenen Jahr finanziell half», sagt Meier. Die Arwo bietet im Wohnheim und den 7 Wohngruppen 120 Wohnplätze, dazu kommen 280 Arbeitsplätze. Betreut werden die Klienten durch 250 Angestellte.
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WETTINGEN
Der Bericht zur Aktualisierung der Schulraumplanung zeigt eindeutig auf, dass Wettingen bei der Bereitstellung des Schulraumes nochmals über die Bücher gehen muss. Die Schülerzahlen bewegen sich im oberen Bereich der Prognosen und die kantonalen Vorgaben zur Umsetzung des Lehrplans 21 haben spürbare Auswirkungen auf den Raumbedarf. Die rege Bautätigkeit in der Gemeinde wird die Knappheit voraussichtlich nochmals verschärfen und die Fraktion FDP Wettingen ist überzeugt, dass auch die in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie Handlungsbedarf aufzeigen wird. Die Verantwortung, hier einen umfassenden Lösungsvorschlag zu erarbeiten, liegt schlussendlich beim Gemeinderat. Die Fraktion ist sich bewusst, dass dies Zeit in Anspruch nehmen wird – Zeit, die eigentlich nicht vorhanden ist. Zudem erwartet die Fraktion vom Gemeinderat, dass zusätzlich zum Schulraum auch der Platzbedarf der Tagesstrukturen im Auge behalten wird, um dem Zeitgeist von Betreuung und Bildung unter einem Dach gerecht zu werden. Dem Kreditbegehren zur Sanierung des Altbaus Schartenstrasse stimmt die Fraktion zu. Sie begrüsst es, dass die Gemeinde hier mit gutem Beispiel vorausgeht und diese dringend nötige Energiesanierung plant. Die Bibliothek Wettingen ist eine wertvolle und geschätzte Einrichtung der Gemeinde Wettingen. Die Fraktion steht der Modernisierung der Bibliothek mittels eines Systems zur Selbstverbuchung der Ausleihen entsprechend auch positiv gegenüber. Allerdings fragt sie sich, warum die geplante Digitalisierung nicht als Chance zur Kostenoptimierung gepackt werden soll. Sicher ist die Beratung eine willkommene Zusatzdienstleistung, es muss aber ernsthaft hinterfragt werden, ob der Ausbau von «nice to have»-Leistungen in der aktuellen finanziellen Lage der Gemeinde angezeigt ist. An der Einwohnerratssitzung sind mehrere Kreditabrechnungen zu genehmigen. Diese sind, nicht zuletzt dank der Beharrlichkeit und der Ausdauer der Mitarbeitenden der Abteilung Bau und Planung, alle im Rahmen des zu Erwartenden ausgefallen. Die Fraktion nimmt zur Kenntnis, dass aus den Geschehnissen der Vergangenheit gelernt und ein entsprechendes Qualitätsmanagement eingeführt wurde.
Beat Brändli tritt anstelle des zurückgetretenen Andreas Benz für die Fraktion in den Einwohnerrat ein. Er ist bereits im Vorstand aktiv und als selbständiger Rechtsanwalt in Zürich tätig. Die Fraktion freut sich, dass er sie mit Leidenschaft und Fachwissen im Einwohnerrat verstärkt und heisst ihn herzlich willkommen. Die Schulraumplanung bestätigt, was wir seit 2016 wissen: Wir werden in der Bez ein Kapazitätsproblem bekommen. Die Bauverwaltung und ihr Ressortleiter werden kritisiert, dass noch immer kein Kreditantrag vorliegt, obwohl dieser für Juni in Aussicht gestellt wurde. Der Einwohnerrat soll nicht immer wieder kurzfristig mit fast vollendeten Tatsachen konfrontiert werden. Dem Kreditbegehren zur Sanierung des Altbaus der Kita Chinderschlössli an der Schartenstrasse 42 wird zugestimmt. Die Fraktion hält die energetische Sanierung für notwendig, um unnötige Heizkosten wegen schlechter Isolation zu verhindern. Fraglich ist aber die Salamitaktik. Beim Neubau waren bereits Kosten für die Instandstellung des Altbaus enthalten und kurze Zeit später nochmals. Dies verursacht unnötige Mehrkosten. Die Fraktion stimmt dem Kreditbegehren zur Erneuerung der Ausleihe in der Gemeindebibliothek wird zu. Die Digitalisierung, sprich die Ausstattung mit RFID-Technologie, wird begrüsst. Die Effizienzsteigerungen durch die Digitalisierung sollen auch zu dringend notwendigen Sparmassnahmen beitragen können. Die Fraktion erwartet, dass im zukünftigen Budget Einsparungen bei den Bibliotheksstellen realisiert werden. Den vier Kreditabrechnungen (Dreifachturnhalle Margi, Strassensanierungen Frei-/Zentralstrasse sowie Fuss- und Radwegverbindung SBB-Limmatbrücke) stimmt die Fraktion zu. Die Handhabung des Generalunternehmerverfahrens für die Turnhalle wird indessen kritisiert. Wettingen gehört zu den 150 grössten Gemeinden der Schweiz. Ihre Bauverwaltung muss das Vorgehen in solchen Verfahren zweifellos beherrschen, zumal man beim Neubau Bez noch einen Schritt weitergehen will. Die restlichen Abrechnungen mit leichten Kostenunterschreitungen werden von der «Die Mitte CVP Wettingen» angenommen.
«Gouverner c’est prévoir – Regieren bedeutet vorausschauen». So lautet ein bekanntes französisches Sprichwort. Mitunter beschleicht den aufmerksamen Beobachter der Wettinger Kommunalpolitik das Gefühl, in unserer Gemeinde würden gewisse Gemeinderäte etwas gar wenig auf Vorsorge setzen, dafür lieber mit Schnellschüssen agieren. Die Wettinger Schulraumplanung ist genau so ein Thema, in dem eine strategische Planung deutlich sinnvoller und letztlich kostengünstiger wäre als die betriebene Schnellschusspolitik. Seit Jahr und Tag liefert die – notabene für teures Geld von einem externen Büro erarbeitete – Schulraumplanung ungenügende Resultate. Da die Schulraumplanung in die Verantwortung des Gesamtgemeinderats fällt, kann sie der Einwohnerrat nur zur Kenntnis nehmen. Und er kann den Gemeinderat nur ermahnen, hier bitte endlich vorausschauend zu planen. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Also hofft die SVP-Fraktion, dass der Gemeinderat die Worte des Einwohnerrats endlich erhöre. Auch das Kreditbegehren über 350 000 Franken zur Sanierung des Altbaus an der Schartenstrasse ist ein Beispiel für mangelnde Planung bei kommunalen Vorhaben. Beim Kreditbegehren über 180 000 Franken zur Erneuerung der Ausleihe der Gemeindebibliothek stellt die Fraktion SVP fest, dass der Finanzrahmen für einige der vorgeschlagenen baulichen Massnahmen etwas gar üppig ausgefallen ist. Den vier Kreditabrechnungen, die dem Einwohnerrat am 24. Juni zur Genehmigung unterbreitet werden, wird die SVP-Fraktion zustimmen. Der Fraktion fällt auf, dass die Gemeinde für juristische Auseinandersetzungen mit Bauunternehmungen viel Geld einsetzen musste: Auch hier stellt die Fraktion SVP fest: Mit einer vorausschauenderen Planung hätte der Gesamtgemeinderat nicht nur Geld, sondern auch einiges an Leerlauf in der Verwaltung gespart.
Wer die Wettinger Gemeindebibliothek kennt, weiss, dass sie ein Leuchtturm in Wettingen und schon längst mehr als eine Bibliothek ist. Sie hat ein tolles Angebot, wird professionell geführt und ist überdurchschnittlich gut besucht. Als Illustration: Zu Beginn der Coronamassnahmen wurden innerhalb von zwei Stunden 3000 Ausleihen getätigt und die Regale praktisch leergefegt. Nun stehen eine Modernisierung in Form der vielerorts bereits eingeführten digitalen Ausleihe und einige räumliche Anpassungen an. Es ist zu begrüssen, dass die dadurch frei werdenden Arbeitskapazitäten für den weiteren Ausbau der Angebote genutzt werden können: Ausbau der Klassenführungen, Ausbau der Veranstaltungen für die breite Bevölkerung, Schaffung von mehr Begegnungsund Austauschmöglichkeiten. Die Bibliothek von heute bleibt gerade auch in der digitalen Gesellschaft ein unverzichtbarer Ort. In Wettingen gibt es kaum ein anderes Angebot, welches niederschwellig – im eigentlichen und im übertragenen Sinn – so viel Raum für Begegnung, Austausch, Integration, Lernen, Erleben und nicht zuletzt zum Lesen bietet. Nicht von ungefähr führt die «Initiative für ein lebendiges Wettingen» die Gemeindebibliothek auf der Liste der unverzichtbaren Gemeindeaufgaben. Die Fraktion SP/WettiGrüen stimmt dem notwendigen und längst fälligen Kreditbegehren von 180 000 Franken vorbehaltlos und nachdrücklich zu, damit der Leuchtturm Bibliothek noch lange und noch heller strahlen möge. Im Weiteren nimmt die Fraktion positiv würdigend vom Bericht der Schulraumplanung Kenntnis und hofft, dass den Worten nun Taten folgen und die Planung eines neuen Schulzentrums rechtzeitig und umsichtig in Angriff genommen wird. Angesichts der Kreditabrechnung für die Dreifachturnhalle Margeläcker bleibt der Fraktion nur der Kommentar: Nie mehr ein Dach ohne eine Fotovoltaikanlage!
WOCHE NR. 25 DONNERSTAG, 24. JUNI 2021
Der Gemeinderat präsentiert dem Einwohnerrat die Schulraumplanung. Sie zeigt, dass der Bedarf an Schulraum auch in den nächsten Jahren gross ist und wir in Wettingen der Entwicklung ein Stück weit hinterherlaufen. Wichtig wäre aus Sicht der Fraktion, dass das Planungsbüro, das den Bedarf analysiert, in Zukunft auch Änderungen im Lehrplan antizipiert. Zudem wäre eine Gesamtstrategieplanung wichtig, die über die geplanten Standorte Auskunft gibt und alle zukünftig notwendigen Räume, auch Gruppenräume und anderes, in die Planung miteinbezieht. Aus Sicht der Fraktion ist es besser, etwas grosszügiger zu planen, dafür aber über längere Zeit genügend Schulraum zur Verfügung zu haben, statt ständig irgendwo anbauen und erweitern zu müssen. Die Sanierung des Altbaus an der Schartenstrasse 42 kostet eine ordentliche Stange Geld, aber die energetische Sanierung ist gut und sinnvoll, sodass sie von der Fraktion EVP/Forum 5430 unterstützt wird. Auch die Modernisierung der Ausleihe in der Gemeindebibliothek stösst auf ein positives Echo. Sie erleichtert den Betrieb, entlastet das Personal und ermöglicht eine bessere Betreuung der Kundschaft. Alle Kreditabrechnungen sind insofern erfreulich, als der Kreditrahmen um insgesamt 443 997.90 Franken unterschritten wird. Unschön sind die rund 124 000 Franken Anwaltskosten, die in zwei Fällen nötig waren, um überzogene Rechnungen zurückweisen zu können. Es ist aber gut und richtig, dass der Gemeinderat hart geblieben ist. Es bleibt zu hoffen, dass Firmen, die so unseriöse Arbeit abliefern, nicht wieder berücksichtigt werden.
Die GLP-Fraktion nimmt die Schulraumplanung zur Kenntnis. Für die GLP ist Bildung wichtig und es wird offensichtlich neuer Schulraum benötigt. Dennoch ist die GLP nicht zufrieden mit der Planung. 2016 wurde noch kein Bedarf prognostiziert und man hat sich offenbar stark verschätzt. Es ist daher bedauerlich, dass nun wohl auch bei den kommenden Schulraumprojekten – wie seit einiger Zeit bei fast allen Kreditvorlagen – dem Einwohnerrat wenig Zeit bleiben wird, um die Projekte eingehend zu prüfen und mitzugestalten. Schülerzahlen schwanken und können auch nicht exakt geschätzt werden, insbesondere für längere Zeiträume. Dass die Zahlen nun doch stark von der letzten Schulraumplanung abweichen, ist unbefriedigend. Es entsteht fast der Eindruck, dass in den letzten Jahren andere Gross- und Prestigeprojekte favorisiert und priorisiert wurden und man die Schulraumplanung gerne ein bisschen vernachlässigt hat. Für die GLP ist Bildung sehr wichtig. Das Schulwesen in Wettingen ist einer der wichtigsten Pfeiler, und eine gute Infrastruktur erhöht die Attraktivität von Wettingen. Dem Kreditbegehren von 350 000 Franken zur Sanierung Altbau Schartenstrasse 42 wird die GLP zustimmen. Einmal mehr zähneknirschend. Aufgrund der Kosten und der Priorisierung wurde im Zuge des Anbauprojekts auf eine Energiesanierung des Altbaus verzichtet. Da gibt der Gemeinderat einem wieder das Gefühl, nicht alles vor den Einwohnerrat zu bringen, weil andere Projekte durchzuboxen waren. Die Sanierung ist sicherlich nötig. Ebenso unzufrieden ist die GLP mit dem Kreditbegehren von 180 000 Franken zur Erneuerung der Ausleihe in der Gemeindebibliothek Wettingen. Es fehlen einige Informationen, um die Notwendigkeit zu beurteilen. Ebenso ist unklar, weshalb keine Alternativen abgeklärt wurden und ob die im Traktandenbericht erwähnten weiteren Angebote von der Bibliothek angeboten werden können/sollen und welche Kosten daraus entstehen werden. Dieses Kreditbegehren weist Nachbesserungspotenzial auf. Schliesslich wird die GLP den Kreditabrechnungen zustimmen, allerdings mit ein paar kritischen Fragen. Da jedoch weder an den Abrechnungen noch an den abgeschlossenen Projekten noch was geändert werden kann, nimmt die GLP diese zur Kenntnis.
Trommelwirbel ... und die Fahne ist geweiht!
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Fahnenweihe der TVWU am Patrozinium Die Tambourenvereinigung Wettingen und Umgebung (TVWU) freute sich seit Wochen auf den 12. Juni. An diesem Patrozinium der Katholischen Kirchgemeinde St. Anton durften sie ihre erste eigene Fahne weihen lassen. Nach dem Gottesdienst richtete sich TVWU-Präsidentin Fabienne Speckert mit einer herzlichen Begrüssung und der Vorstellung der Paten an die Festgemeinde. Es ist eine grosse Ehre für die Tambourenvereinigung, dass Grossrätin Susanne Voser und Regierungsrat Dr. Markus Dieth sich bereit erklärten, als Fahnen-Gotte und Fahnen-Götti zu fungieren. Beide wandten sich mit passenden und sehr von Herzen kommenden Worten an die Anwesenden. Gespannt entrollten sie während eines Trommelwirbels die neue Fahne der Tambourenvereinigung. Kirchge-
meindeleiter Markus Heil strahlte, als er den Tambouren die Bedeutung aus seiner Sicht zur Fahne erläuterte. Er wünschte viel Freude, gutes Gelingen an Auftritten, Kameradschaft, Zusammenhalt und natürlich Gottes Segen auf allen Wegen. Markus Heil segnete und besprengte das Banner mit Weihwasser. Ein eindrücklicher und bewegender Moment, der den Vereinsmitgliedern und deren Angehörigen sicherlich unvergessen bleiben wird. Gotte und Götti übergaben danach an die Präsidentin der TVWU, damit diese die Fahne definitiv ihrem Fähnrich in Obhut geben konnte. Während eines weiteren Trommelstücks grüsste als Erste die Fahne der Harmonie Wettingen Kloster das neu geweihte Tuch. Die Festgemeinde applaudierte ausgiebig. Abwechselnd spielten alsdann die Harmonie Wettingen Kloster und die Tambouren zur Freude der Besucher. (zVg)
HINWEIS Zum Mitzeichnen Auch in diesem Jahr arbeitet die Galerie im GluriSuter-Huus wieder zusammen mit dem Netzwerk Urban Sketchers Switzerland für ein Projekt. Das Gluri-Suter-Huus lädt die Bevölkerung dazu ein, ihre liebsten Plätze am Wasser zu zeichnen und einzuschicken. «Wir dürfen uns wieder draussen bewegen und bei der zu erwartenden Hitze tut die Nähe zu Gewässern gut», heisst es in einer INSERATE
Mitteilung. Gezeichnet werden kann individuell oder in der Gruppe an zwei «Sketchcrawls», die am 4. und 31. Juli stattfinden. Die Eingaben werden auf der Website des Hauses veröffentlicht und am 15. August in der Galerie ausgestellt. Der erste «Sketchcrawl» findet auf der Klosterhalbinsel statt, der zweite im Dorf kern. Weitere Informationen dazu unter www.glurisuterhuus.ch.
Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Wettingen-Neuenhof Redaktionsteam: Etzelstrasse 22 Pfr. S. Burkhard 5430 Wettingen Pfr. L. Fischer-Lamprecht 056 437 30 30 Sekretariat: N. Bischof www.ref-wett-nhf.ch
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G ot tesdiens te Sonntag, 27. Juni 9.30 Wettingen Familiengottesdienst Pfr. Lutz Fischer-Lamprecht Kollekte: Stiftung Kinderdorf Pestalozzi
Sonntag, 4. Juli 9.30 Wettingen Pfrn. Kornelia Baumberger-Dängeli Kollekte: Dorfgemeinschaft Vy in Burkina Faso
Sonntag, 11. Juli 9.30 Wettingen Pfr. Lutz Fischer-Lamprecht Kollekte: Terre des hommes
Sonntag, 18. Juli 9.30 Wettingen Pfrn. Renate Bolliger König Kollekte: Schweizer Kirche in London
Sonntag, 25. Juli 9.30 Wettingen Pfrn. Renate Bolliger König Kollekte: Fonds für Ferienhilfe
Sonntag, 1. August 9.30 Wettingen Pfr. Stefan Burkhard Kollekte: Pro Infirmis
Familiengottesdienst am Sonntag, 27. Juni, 9.30 Uhr, in der ref. Kirche, Wettingen
Trotz der Einschränkungen, die die Corona-Massnahmen nach wie vor mit sich bringen, möchten wir miteinander den Familiengottesdienst feiern. Das Vorbereitungsteam hat eine interessante biblische Geschichte vorbereitet. Es geht um den Auszug des Volkes Israel aus Ägypten und den Zug durchs Schilfmeer.
Familien-Wochenende in Adelboden Freitagabend, 10., bis Sonntag, 12. September 2021, für Familien mit Erlebnishunger
Endlich wieder gemeinsam etwas unternehmen? Wir sind bereit dafür! Von unserem Familienhotel aus können wir Ausflüge unternehmen, je nach den Bedürfnissen und Möglichkeiten der Familien. Abends und morgens besteht die Möglichkeit, als ganze Gruppe Gemeinschaft zu erleben. Anmeldeschluss: Donnerstag, 1. Juli 2021 Interessiert? Weitere Infos gibt es auf der Website. Leitung: Migi Schatzmann, Sozialdiakon/Jugendarbeiter michael.schatzmann@ref-wett-nhf.ch Tel. 056 437 30 32
Vorankündigung:
Wiederholung des Bibelseminars
Erneut angeregt durch den Wunsch eines Gemeindeglieds, welches sich wieder einmal einen «richtigen Bibelabend mit historisch-kritischen Hintergrundinformationen» wünschte, ist für das kommende Wintersemester (und die folgenden 5 Winter) das Bibelseminar für die Gemeinde für eine neue Teilnehmergruppe geplant. Das Bibelseminar will die Teilnehmenden ermuntern, die Bibel in ihren wichtigsten Teilen kennenzulernen und zu lesen und den Lesestoff alleine (im Selbststudium) und gemeinschaftlich (in der Kursgruppe) zu verarbeiten. Für jede Lektion wird darum entsprechendes Begleitmaterial zur Verfügung gestellt, das zeigt, wie die vorgeschlagenen Bibeltexte gelesen, verstanden und angeeignet werden können. Die Begleitblätter zielen auf die Verarbeitung in der Kursgruppe hin und bereiten die Teilnehmenden auf den entsprechenden Kursabend vor. Vorbereitend auf den Kursabend sind also ca. 2 bis 4 Stunden für den entsprechenden Lesestoff im Selbststudium zu investieren. Das ganze Bibelseminar umfasst 30 Lektionen, die nun hier in unserer Kirchgemeinde auf 6 Winter und damit auf 6 Kursabende pro Winter verteilt werden. Monatlich findet ein Kursabend statt. Wer Zeit und Lust und Interesse hat, über die Welt der Bibel und ihre Entstehung noch mehr zu erfahren, und auch nicht die Auffassung vertritt, darüber schon alles zu wissen, sondern offen ist für Neues und Undogmatisches, dem sei dieser Kurs empfohlen, der wichtige Einsichten und Erkenntnisse der historisch-kritischen Bibelforschung und -wissenschaft vermittelt. Ort: Im reformierten Kirchgemeindehaus in Wettingen, Etzelstr. 22. Jeweils Donnerstag um 19.30 Uhr. 2021: 21. Oktober, 18. November, 9. Dezember; 2022: 27. Januar, 24. Februar, 24. März Leitung: Stefan Burkhard, Pfarrer, 056 437 30 53 Unter dieser Telefonnummer erhalten Sie auch weitere Auskünfte. Die Teilnahme ist unentgeltlich; eine Anmeldung ist erwünscht.
Herzliche Einladung zu den diesjährigen Seniorenausflügen Ganztagesausflug in den Thurgau: Dienstag, 14. September, 8.30–18.15 Uhr
Dem Zürichsee entlang und über den Rickenpass führt die Reise zum Kaffeehalt im «Bildhus» Ricken. Weiterfahrt nach Libingen zum Glocken- und Hebammenmuseum. Führung in zwei Gruppen mit Luzia (Hebamme) und Kurt (Glockenliebhaber) Brand. Wer sich weder für Glocken noch für «Hebammengeschichten» interessiert, kann die nahe gelegene Lourdes-Grotte aufsuchen oder ein Stück der Thur entlang auf dem Jakobsweg wandern. Im Restaurant «Rössli» erwartet die Reisegesellschaft ein feines Mittagessen. Nach dem Essen Fortsetzung der Fahrt in Richtung Warth. In der idyllisch gelegenen Kartause Ittingen gibt es nochmals viel zu entdecken! Historische Gebäude, den schönen Klostergarten und einen Klosterladen mit hausgemachten Spezialitäten sowie das Restaurant Mühle mit dem lauschigen Sitzplatz (freier Aufenthalt). Rückreise via Glattfelden-Ennetbaden. Halbtagesausflug Hallwilersee: Mittwoch, 22. September, 13.30–18.30 Uhr
Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nahe liegt? Eine Schifffahrt auf dem Hallwilersee ist immer wieder schön! Sie sind herzlich eingeladen zur gemütlichen Schiffsrundfahrt ab Meisterschwanden mit anschliessendem Zvieri im Restaurant Delphin. Der Ausflug ist auch bestens geeignet für Personen mit Gehhilfe. Anmeldung bis Freitag, 13. August 2021, an das Sekretariat der Kirchgemeinde, Etzelstrasse 22, 5430 Wettingen (056 437 30 30). Anmeldeformulare liegen in beiden Kirchgemeindehäusern auf. Unterstützungsbeitrag der Kirchgemeinde auf Anfrage (Yvonne Keller, Tel. 056 437 30 33). Sie können sich für beide Ausflüge anmelden. Die Teilnehmerzahl ist jedoch beschränkt. Beim Halbta-
gesausflug haben Personen mit Gehbehinderung oder sonstiger gesundheitlicher Beeinträchtigung Vorrang. Ansonsten Berücksichtigung in der Reihenfolge der Anmeldungen. Mitglieder der reformierten Kirche Wettingen-Neuenhof haben Vorrang. Einsteigeorte: Posthorn und Kreuzstein in Neuenhof und ref. Kirche, Wettingen, Etzelstrasse 22 Abfahrts-/Rückkehrzeit: Zeiten siehe oben (Halbtagesund Ganztagesausflug!) Kosten: Halbtag: Fr. 75.– pro Person, inkl. Schifffahrt und Zvieri (Fr. 65.– für Personen mit ½-Tax-Billett oder GA). Ganzer Tag: Pauschal Fr. 90.– pro Person, ohne Zvieri-Trinkhalt. Personen ohne Mitgliedschaft zahlen für den halbtägigen Ausflug einen Aufpreis von Fr. 10.–. Für den ganztägigen Ausflug beträgt der Aufpreis Fr. 20.– pro Person.
WETTINGEN
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In einem Jahr ist Wettingen Turnmekka Genau ein Jahr vor Beginn des Aargauer Kantonalturnfests 2022 in Wettingen luden die Turnerinnen und Turner von Neuenhof, Wettingen und Würenlos zu einem Auftakt ins Tägi ein. Dabei wurde auch der neue Turnfestbus enthüllt. GABY KOST
Es ist ruhig im Outdoor-Areal im Tägi am sonnigen Dienstag Mitte Juni. Die 150 geladenen Personen aus Wirtschaft, Politik und Sport warten abends um sechs gespannt auf den Vorab-Event. Just ein Jahr vor dem Aargauer Turnfest 2022 feiern die vorfreudigen Sportler diesen Auftakt. Die Stimme des jungen Sportmoderators Calvin Stettler ertönt über die Lautsprecher, kann aber nicht zugeordnet werden. Das offizielle Turnfestauto fährt vor und der Moderator steigt – zusammen mit dem Ehrenpräsidenten Markus Dieth – aus. Stettler fragt, ob er nervös sei. «Ja, das bin ich», sagt Dieth und ergänzt: «Als Einwohner, früherer Gemeindeammann von Wettingen und heutiger Regierungsrat ist es eine grosse Ehre, in dieser Funktion hier sein zu dürfen.» Bustaufe des Linienbusses Plötzlich fährt ein Linienbus mit der Leuchtbeschriftung «Bustaufe» durch die Eingangspforten der Eventarena. Rund 20 Kinder der drei Trägervereine von Neuenhof, Wet-
Startschuss mit Champagner-Taufakt.
Turnende Kinder der Trägervereine bei einer akrobatischen Showeinlage tingen und Würenlos springen beschwingt heraus und zeigen einen gemeinsam einstudierten Flashmob. Die erste Talkrunde folgt mit den drei sich das Präsidium teilenden Turnfest-OK-Präsidenten, Reto Widrig (TV Würenlos), Mathias Baumann (TV Wettingen), Roli Steiner (STV Neuenhof), sowie Marina Mäder (Ressortmitglied Marketing & Kommunikation, TV Wettingen) und Marco Baumann (CEO Tägi Wettingen). Die 60 schaffenden OK-Turnerinnen und -Turner seien zuversichtlich, dass das Fest tatsächlich stattfinden kann. Viele sehen sich an diesem Abend das erste Mal, da die meisten Sitzungen bis jetzt vir-
tuell stattgefunden haben. Es gibt viel zu tun für den 10-tägigen Grossanlass, der zum dritten Mal in Wettingen stattfindet, denn es wird mit 15 000 Teilnehmenden aus 430 Vereinen, 30 000 Zuschauern und 3000 Helferinnen und Helfern gerechnet. «Turnende können Feste planen» Nach einem weiteren eindrucksvollen Auftritt von jungen Geräteturnenden halten Markus Dieth, Roland Kuster (Gemeindeammann Wettingen) und Jörg Sennrich (Präsident Aargauer Turnverband) ein Mikrofon in der Hand. «Turnende können Feste planen», sagt Kuster. Die Gesprächsrunde ist sich einig,
Gaby Kost
dass die Organisation des Aargauer Kantonalturnfests 2022 in guten Händen ist. Für einen Knalleffekt sorgt die Taufe des neu beschrifteten Hybridbusses, der nun im RVBW-Regelbetrieb zu sehen ist. Taufgötti des Linienbusses im Corporate Design des Aargauischen Kantonalturnfestes 2022 ist ebenfalls Markus Dieth. «Vorfreude ist die schönste Freude. Geniesst deshalb die kommenden 365 Tage», sagt er und lässt zusammen mit Hauptsponsoren- und Gemeindevertretern der Trägervereine die Champagnerkorken knallen und den nun offiziellen Turnfestbus einschäumen.
Moderator Calvin Stettler im Gespräch mit Ehrenpräsident und Bustaufpate Markus Dieth.
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WETTINGEN/NEUENHOF AUS DEM GEMEINDERAT
Umgeben von Kindern: Zahnprophylaxe-Coach Giovanna Wey.
zVg
29 Jahre Zähne putzen Lange Zeit lehrte Giovanna Wey in Wettingen, wie man richtig Zähne putzt. Nun wurde sie für ihre langjährige Arbeit geehrt. Giovanna Wey hatte am Freitag, den 18.Juni, ihren letzten Arbeitstag als Zahnprophylaxe-Coach für die Kinder der Schule Wettingen. Mit dabei Casimira, die herzige Plüschtierkuh mit menschlichem Gebiss. Sie diente jahrelang zusammen mit Benjamin, dem Plüschtier-Elefanten, als Anschauungsmodell für das Zähneputzen. Die Kinder liebten diese lustigen Tiere. Wenn Giovanna Wey mit der Riesenzahnbürste bei den Plüschtieren das Zähneputzen vorzeigte, ahmten sie die Kinder motiviert nach. So lernten sie das Zähneputzen leichter. Vielfältiges und schön gestaltetes Material zum Thema Zähne hatte sie immer in einer ihrer bunten Ta-
schen dabei. Sie verhalf den Kindern, Wissenswertes über die Anatomie und die Aufgaben der Zähne zu begreifen. Mit Fachwissen und grossem Engagement für die Gesundheit der Zähne erzählte sie den Kindern gerne Geschichten. Als sich Giovanna Wey letzten Freitag zum letzten Mal als Zahnprophylaxe-Lehrerin von den Kindern verabschieden wollte, wurde sie überrascht. Gemeinderat Sandro Sozzi und Schulleiterin Franziska Ackermann erschienen, um ihr zu danken. Mit einer Laudatio und Geschenken wurde sie für ihre langjährige Arbeit im Dienst für die Gesundheit der Wettinger Kinder geehrt. Seit dem 1. Januar 1999 unterrichtete Giovanna Wey das Fach Zahnprophylaxe, 29 Jahre lang. Die Kinder vom Lindenhof-1-Kindergarten bedankten sich mit Zeichnungen, die Giovanna Wey gerührt in Empfang nahm. (zVg)
INSERATE
Absage Dorffest Neuenhof 2021 Der Gemeinderat ist zusammen mit dem Verein Dorffest Neuenhof zum Schluss gekommen, das Dorffest Neuenhof 2021 abzusagen. Trotz der nach und nach beschlossenen und weiter zu erwartenden Lockerungen des Bundesrates ist es unmöglich, die epidemiologische Lage für eine längere Zeit vorauszusagen. Eine Durchführung würde aufgrund der erforderlichen Schutzmassnahmen einen erheblichen Mehraufwand für das Organisationskomitee bedeuten. Des Weiteren bezweifeln der Gemeinderat sowie der Veranstalter, dass unter den gegebenen Umständen überhaupt eine «Festfreude» auf kommen kann. Zudem ist man sich auch der besonderen Verantwortung gegenüber der Neuenhofer Bevölkerung bewusst. Der Gemeinderat dankt den Neuenhoferinnen und Neuenhofern abermals für ihr Verständnis und freut sich schon heute auf ein hoffentlich unbeschwertes Am Tag des EM-Spiels Schweiz – Italien, das am Fest im Jahre 2022. Trikot zur Arbeit. Grill- und Feuerstellen in Neuenhof Mit dem schönen Wetter werden auch die verschiedenen und beliebten Grill- und Feuerstellen in Neuenhof wieder vermehrt aufgesucht. Einige Grillstellen befinden sich im Wald, an der Limmat oder in der Nähe des Siedlungsgebietes. Der Wald und die Limmat sind Erholungs- und Erlebnisräume für uns Menschen, aber auch Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen. Der Zutritt zum Erholungsgebiet und die Nutzung der öffentlichen Grill- und Feuerstellen in Neuenhof erfordert aber den notwendigen Respekt. Auch wohnen in der nahen Umgebung Menschen, die eine wohlwollende Rücksichtnahme verdienen. Leider muss vermehrt festgestellt werden, dass sich nicht alle Besucherinnen und Besucher an vermeintlich selbstverständliche Regeln halten. Der Gemeinderat hat daher für die Grillstellen eine Benutzungsordnung erlassen. Neben allgemein gültigen Aufforderungen
zur Toleranz und Sauberkeit wurden im Grundsatz folgende Vorschriften erlassen: • Feuermachen ist nur in der Zeit von 10 bis 22 Uhr an der vorgesehenen Feuerstelle erlaubt; • Eine starke Rauchentwicklung beim Feuern und Grillieren ist zu vermeiden; • Ab 22 Uhr gilt Nachtruhe; • Beleuchtungen und die Benutzung von Lautsprechern sind nicht gestattet. Die verbindliche Benutzungsordnung wird vorläufig an der Feuerstelle «Im Gich/Munimatte» publiziert. An anderen Feuerstellen verzichtet der Gemeinderat vorläufig auf die Publikation der Weisungen. Teilweise werden Hinweise in Form eines Knigge angebracht. Ziel ist, für das Verhalten im Umgang mit den Mitmenschen, der Natur und dem Erholungsraum weiter zu sensibilisieren. Die Gemeinde Neuenhof dankt für die Einhaltung der Bestimmungen und wünscht wunderschöne Stunden in der Natur.
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16. Juni stattfand, erschienen alle Gemeindemitarbeitenden, die wollten, in einem SchweizerzVg
Öffentliche Spiel- und Sportplätze in Neuenhof Auch die öffentlichen Spiel- und Sportplätze in Neuenhof sind beliebte Aufenthalts- und Vergnügungsorte für Jung und Alt. Auch dort gilt: Rücksicht auf die Mitmenschen, die Geräte, die geltenden Bestimmungen nehmen und die vielen Abfalleimer an besagten Orten benutzen. In letzter Zeit wird zudem vermehrt festgestellt, dass Hundehaltende den Kot ihrer Vierbeiner liegen lassen. Auch Robidogs möchten gefüttert werden. Publikation von Gesuchen um ordentliche Einbürgerung Folgende Personen haben bei der Gemeinde Neuenhof ein Gesuch um ordentliche Einbürgerung gestellt: Selma Durmiši, 1986, kosovarische Staatsangehörige, Zürcherstrasse 188, Neuenhof; Edoardo Menozzi, 1974, italienischer Staatsangehöriger, Im Quer 7, Neuenhof, mit der Ehefrau Tancini, Francesca, 1982 und den
Kindern Menozzi, Elisa, 2014 und Menozzi, Davide, 2018. Jede Person kann innert 30 Tagen seit der amtlichen Publikation dem Gemeinderat eine schriftliche Eingabe zum Gesuch einreichen. Diese Eingaben können sowohl positive wie negative Aspekte enthalten. Der Gemeinderat wird die Eingaben prüfen und in seine Beurteilung einfliessen lassen. Papiersammlung Juni Die nächste Papiersammlung findet am Samstag, 26. Juni, statt und wird durch sport.neuenhof durchgeführt (Kontakttelefon 079 344 39 89). Sammelware bitte immer bündeln und verschnüren. Nur korrekt bereitgestelltes Papier bzw. korrekt bereitgestellter Karton wird übernommen. Grössere Mengen oder Dimensionen von Karton, insbesondere aus Gewerbebetrieben, sind weiterhin gebührenpflichtig der Kehrichtabfuhr oder direkt einem Altstoff händler zu übergeben.
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GEMEINDE NEUENHOF An der Einwohnergemeindeversammlung vom 21. Juni 2021 wurden folgende Beschlüsse gefasst: Traktandenliste 1. Genehmigung Protokoll der Einwohnergemeindeversammlung vom 23. November 2020 2. Kenntnisnahme Rechenschaftsbericht 2020 3. Genehmigung Jahresrechnung 2020 4. Genehmigung Gemeindeordnung, Änderungen per 1. Januar 2022 5. Festlegung der Entschädigungen der Mitglieder des Gemeinderates für die Amtsperiode 2022 / 2025 6. Kreditgenehmigung Kulturarbeit Neuenhof 7. Kreditgenehmigung Sportplätze, Sanierung Beleuchtung «Stausee» und weitere Massnahmen 8. Genehmigung Kreditabrechnung, Werkleitungssanierung Albertstrasse Sämtliche Beschlüsse (ausser dem Traktandum 4) unterstehen gemäss Art. 5 der Gemeindeordnung dem fakultativen Referendum. Dieses kann von 1/10 aller Stimmberechtigten innert 30 Tagen nach Veröffentlichung der Beschlüsse ergriffen werden. Unterschriftenlisten können bei der Gemeindekanzlei Neuenhof bezogen und vor Beginn der Unterschriftensammlung zur Vorprüfung des Wortlautes des Begehrens eingereicht werden. Das Traktandum 4 untersteht dem obligatorischen Referendum (Urnenabstimmung). Die Urnenabstimmung findet am 26. September 2021 statt. Ablauf der Referendumsfrist: Montag, 26. Juli 2021 Neuenhof, 24. Juni 2021
GEMEINDERAT NEUENHOF
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NEUENHOF
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Eine Kulturfachstelle für Neuenhof An der dreistündigen Gemeindeversammlung wurden sämtliche Anträge gutgeheissen – trotz teilweise kontrovers geführter Diskussionen. MELANIE BÄR
Gemeinderat Marco Hürsch (Die Mitte) sprach nach Versammlungsende von einem «Quantensprung» und meint damit die künftige Kulturarbeit in Neuenhof. Mit dem Ja zum Kreditantrag wird ab nächstem Jahr nämlich erstmals in der Geschichte von Neuenhof eine Fachstelle Kultur geschaffen. Nachdem im Jahr 2015 die Kulturkommission nach den Rücktritten von langjährigen Mitgliedern nicht mehr besetzt werden konnte, wurde sie aufgelöst. Trotzdem blieb der Gemeinderat nicht untätig. Er tauschte sich mit der Bevölkerung aus, führte Workshops durch und setzte sich mit einer 11-köpfigen Arbeitsgruppe mit dem Thema auseinander. Entstanden ist ein Kulturkonzept. Dank der Kreditsprechung am Montagabend kann dieses nun umge-
«Die Beratung hat ergeben, dass ein Im-Amt-Bleiben nicht mehr zumutbar gewesen ist und ihr die Abfindung zusteht.» MARTIN UEBELHART, GEMEINDEAMMANN
setzt werden. «Wir möchten, dass die Mittel, die wir einsetzen, in Neuenhof bleiben», nannte Hürsch die Stossrichtung. Es sollen also nicht nationale oder internationale Künstler eine Plattform erhalten, sondern einheimische. Die Auflösung der Kulturkommission wundere ihn nicht, sagte Urs Abt von der SVP: «Das Interesse der Neuenhofer Bevölkerung war sehr mässig respektive frustrierend.» Er wies darauf hin, dass Neuenhof eine andere Bevölkerungsstruktur als etwa Baden oder Wettingen habe. Für Giorgio Bugliani sind die gemachten Erfahrungen kein Grund, um künftig in Neuenhof auf Kultur zu verzichten. «Glaubt ihr wirklich, dass gute, attraktive Steuerzahler kein Interesse an Kultur und kulturellem Leben
Rund 100 Stimmberechtigte nahmen am Montagabend in der Dreifachturnhalle an der Versammlung teil. haben?» Christine Keller schlug vor, den jährlichen Betrag von 100 000 Franken vorerst nur für ein Jahr zu sprechen anstatt wie vorgeschlagen für vier Jahre. Hürsch dementierte: «Wir wollen es nicht als rasche Übung anschauen. Vier Jahre sind eine gute Frist, um danach zu analysieren.» Mit grosser Mehrheit bei 22 Gegenstimmen wurde der Kredit schliesslich gesprochen. Paragraf 23 im Personalreglement Unter dem Traktandum Jahresrechnung gab insbesondere das Geld der Abfindung zu reden, die an die ehemalige Frau Gemeindeammann Susanne Voser (Die Mitte) bezahlt wurde. Franz Mazenauer von der SVP verlangte vom Gemeinderat Auskunft über den effektiven Betrag und die Berechnung. Gemeindeammann Martin Uebelhart (Die Mitte) verwies auf den Paragrafen 23 im Personalreglement. Darin ist festgehalten, dass wenn die Ausführung des Amts «aus zwingenden Gründen nicht mehr zumutbar ist», eine Entschädigung geltend gemacht werden kann. Diese Forderung habe Voser gestellt. Während der ersten Amtsperiode beträgt die Leistung 50 Prozent des Jahresgehalts, in der zweiten 85 Prozent und in der dritten 110 Prozent. Somit zählen nicht die Dienstjahre, sondern in der wievielten Amtsperiode eine Person ist, weshalb Voser 110 Prozent des Jahresgehalts zustanden, was rund 166 000 Franken entspricht. Damit das in Zukunft nicht mehr so gehandhabt wird, stellte Mazenauer den Antrag, dass künftig nicht mehr die Amtsperiode, sondern die Dienstjahre zählen sollen. Das soll im Personalreglement entsprechend geändert werden. «Wir haben uns rechtlich beraten lassen», sagte Uebelhart, «Die Be-
ratung hat ergeben, dass ein ImAmt-Bleiben nicht mehr zumutbar gewesen ist und ihr die Abfindung zusteht.» Bekannt ist, dass es Reibereien innerhalb des Gemeinderates gegeben hat. Ausser Martin Uebelhart und Daniel Burger (parteilos) waren zu dieser Zeit alle amtierenden Gemeinderäte bereits im Amt. Niemand wollte am Montagabend mehr zu diesen «unzumutbaren» Zuständen oder allfälligen Schuldfragen wissen. Hingegen stellte Bruno Fessler dem Gemeinderat die Frage, wieso er erst jetzt über die Zahlung informierte und nicht schon, als diese erfolgte. «Der richtige Zeitpunkt ist die Gemeindeversammlung mit dem Rechnungsabschluss 2020, das haben wir gemacht.» Paul Marquart schloss sich seinen Vorrednern an und sagte: «Frau Voser ist freiwillig zurückgetreten. Das Traktandum kann deshalb nur mit Nein erwidert werden.» Die grosse Mehrheit tat dies jedoch nicht, lediglich 17 Personen genehmigten die Jahresrechnung 2020 darauf hin nicht. Diese wies einen Ertragsüberschuss von einer knappen Million Franken aus. Dieser wurde insbesondere dank Mehreinnahmen bei den Steuererträgen erreicht – vor allem bei den Aktiensteuern. Pensum des Gemeindeammanns Zu reden gab auch Traktandum 5, die Entschädigung der Mitglieder für die Amtsperiode 2022–2025. Nicht etwa das Jahresgehalt von 188 870 Franken für den Gemeindeammann, 28 280 Franken fürs Vizeamt oder 24 240 pro Gemeinderat sorgte für Diskussionsstoff, sondern das Pensum. Das Salär des Ammanns wurde in den vergangenen Amtsperioden auf Basis des 100-Prozent-Pensums festgelegt. Der Ge-
Melanie Bär
meinderat war jedoch befugt, eine Reduktion bis maximal 80 Prozent zu vollziehen. Auch wenn in den letzten Jahren das Pensum bei 80 Prozent lag, will der Gemeinderat die Möglichkeit haben, bei höherer Arbeitsauslastung auf 100 Prozent erhöhen zu können, ohne den Entscheid der Gemeindeversammlung abzuwarten. Mehrere Personen wollten das Pensum fix auf 80 Prozent festlegen. Uebelhart wies darauf hin, dass dies formell nicht möglich ist, weil es bei diesem Antrag eben nur um die Entschädigung, nicht aber um das Pensum geht. Er nahm jedoch den Antrag von Bruno Fessler entgegen, dass an der nächsten Gemeindeversammlung darüber beraten wird. Sanierung auf den Sportplätzen Stausee und A1 Mit grosser Mehrheit stimmte der Souverän am Montagabend dem Kredit für verschiedene Sanierungsmassnahmen bei den Sportplätzen Stausee und Sportplatz A1 im Gesamtbetrag von 605 700 Franken zu. Beim Sportplatz Stausee werden Beleuchtungen und Veloabstellplätze ersetzt. Die Sportanlage A1 erhält einen neuen Kunstrasen und eine neue WC-Anlage. Markus Binder wollte vom Gemeinderat wissen, ob die Anlagen für alle frei zugänglich seien oder ob jemand eine Entschädigung für die Benützung zahlt. Zurzeit seien die Anlagen öffentlich zugänglich, so Hürsch: «Wenn wir sie einzäunen, können Kinder den Platz in der Freizeit nicht spontan nutzen.» Daraufhin regte Binder an, dass im Benützungsreglement erwähnt werden solle, dass Auswärtige für die Benützung der Anlage zahlen sollen. Hürsch nahm das Anliegen auf.
KILLWANGEN
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AUS DEM GEMEINDERAT
Schatzsuche im Wald
Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung in den Sommerferien Während der Sommerferien, das heisst vom Am vom Elternverein orga5. Juli bis 6. August, gelten für die nisierten Anlass entdeckGemeindeverwaltung folgende reduzierte Öffnungszeiten: Montag- ten die Kinder im Wald bis Donnerstagvormittag: 8.30 bis nicht nur einen Schatz, 11.30; Montagnachmittag: 14 bis sondern auch Tierspuren. 18.30 Uhr; Freitag: 7.30 bis 11.30 Uhr. Am Dienstag-, Mittwoch- und Donnerstagnachmittag bleibt die Bei sommerlichen Temperaturen Gemeindeverwaltung geschlossen. trafen sich am vergangenen Sonntag knapp 20 Kinder im Alter von Wechsel in der Ortsbürgerkommission 5 bis 9 Jahren am Waldrand von Per Ortsbürgergemeindeversamm- Killwangen. In vier altersdurchlung vom 18. Juni legte die lang- mischen Gruppen wurden sechs jährige Präsidentin der Ortsbürger- verschiedene Posten gelöst. So kommission Miriam Schmid ihr wurde über einem KreuzworträtAmt nieder. Als Nachfolger – so- sel geknobelt, Tierspuren zugeordwohl als Mitglied wie auch als Prä- net, die Merkfähigkeit getestet, ein sident – konnte Roland Maurer Mandala aus Waldgegenständen gewonnen werden. Der Gemeinde- kreiert und der Tast- und Geruchsrat dankt Miriam Schmid für ihr sinn auf die Probe gestellt. geschätztes Engagement und Der Einsatz wurde mit einer wünscht Roland Maurer einen gu- Schatzkarte belohnt – motiviert ten Start als Präsident der Ortsbür- machte sich die Kinderschar auf die gerkommission. Suche nach dem versteckten Schatz. Die gefundenen Süssigkeiten wurden sogleich verzehrt und die INSERATE Marshmallows später über dem Feuer bei der Rütene gegrillt. Nach GEMEINDE KILLWANGEN einem gemütlichen Mittagessen mit Baugesuch Wurst und Brot aus dem eigenen Bauherrschaft: Preve AG BlegiRucksack liessen die Kinder bunte strasse 17a, 6340 Baar Ballone mit ihren Wüschen in den Projektverfasser: Architekturbüro Alberto Casco AG, ZugerHimmel steigen. In Erinnerung strasse 39, 6330 Cham bleibt ein friedlicher, kreativer, Grundeigent.: Cubical AG, Heimstrasse 12, 8953 Dietikon spannender und abwechslungsreiBauobjekt: Schürweg 4 cher Anlass. (zVg) Bei der Feuerstelle Rütene wurden Marshmallows gegrillt. 8956 Killwangen (Parz. Nr. 371) Bauvorhaben: Abbruch best. Gebäude und Neubau 2 DoppelEFH mit Tiefgarage Das Baugesuch liegt vom 24. Juni 2021 bis 26. Juli 2021 während den ordentlichen Schalteröffnungszeiten öffentlich auf der Gemeindekanzlei zur Einsichtnahme auf. Einsprachen sind innert der Auflagefrist an den Gemeinderat Killwangen zu richten. Eine Einsprache hat schriftlich zu erfolgen und muss einen Antrag sowie eine Begründung enthalten.
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Meldung der Kantonspolizei
eine «gluschtige» Vielfalt aus unserer Wurstküche:
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Die Kinder liessen bunte Ballone mit ihren Wünschen in den Himmel steigen.
Lieferwagen in Roggenfeld aufgefunden (Zeugenaufruf) Am Sonntag, 20. Juni, kurz vor 7 Uhr meldete eine Drittperson, wonach sie in Killwangen an der Brühlstrasse soeben ein Fahrzeug in einem Wiesland festgestellt habe. Die aufgebotene Patrouille konnte ein Firmenfahrzeug im Roggenfeld antreffen. Ein Lenker war nicht zugegen. Wer das Fahrzeug lenkte respektive was vorgängig passierte, ist unklar. Eine Strolchenfahrt kann nicht ausgeschlossen werden. Gemäss ersten Abklärungen dürfte das Fahrzeug um 1.15 Uhr in Bewegung gesetzt worden sein. Personen, welche Angaben zum Vorfall machen können, sind gebeten, sich mit der mobilen Polizei in Schafisheim (Tel. 062 886 88 88) in Verbindung zu setzen.
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SPREITENBACH
MEDIENTIPP Die Mitternachtsbibliothek, Roman von Matt Haig Haben Sie sich auch schon Gedanken gemacht, wie Ihr Leben hätte anders verlaufen können? Damit sind Sie nicht allein. Die Hauptfigur Nora Seed empfindet es genauso. Sie findet aus der negativen Gedankenspirale nicht mehr heraus. Freundschaften sind zerbrochen, der Kontakt zum Bruder wurde aufgehoben. Nach der Kündigung und dem Tod ihres geliebten Katers sieht Nora nur noch einen Ausweg. Sie wird ihrem Leben ein Ende setzen. Nach diesem Akt findet sie sich in der Mitternachtsbibliothek wieder, wo sie von ihrer ehemaligen Schulbibliothekarin empfangen wird. Hier beginnt das eigentliche Abenteuer für Nora und auch für die Leserschaft. Unzählige Bücher berichten über Noras Leben. Die Bücher basieren auf verschiedenen Entscheidungen, die Nora in ihrem Leben hätte treffen können. Sie darf sich Bücher aussuchen und sobald sie sich für eines entschieden hat, wird sie in das entsprechende Leben eingeschleust. Da sie sich jederzeit aus dem jeweiligen Leben ausklinken und in die Mitternachtsbibliothek zurückgehen kann, probiert sie unterschiedliche Wege aus. Sie hat viele, aber nicht unendlich viele Versuche, sich ein anderes Leben auszusuchen. Die Verwandlung von einer deprimierten und unbeholfenen in eine selbstbewusste junge Frau ist schön mitzuerleben. Der Medientipp der Gemeindebibliotheken erscheint in loser Folge.
AUS DEM GEMEINDERAT Seniorenausflug Auch wenn sich die Situation mit der angelaufenen Impfaktion stetig verbessert, ist die Coronapandemie noch nicht ganz überstanden. Die volatile Ausgangslage mit periodischen Anpassungen der Schutzvorgaben und die noch gültige Abstandsregelung haben zur Folge, dass der Seniorenausflug 2021 abgesagt werden muss. Der Gemeinderat bedauert diesen Schritt, ist aber zuversichtlich, im Jahre 2022 den Seniorenausflug wieder durchführen zu können.
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Termine 28. Juni, 17 Uhr: unentgeltliche Rechtsauskunft, nur telefonisch möglich zwischen 17 und 18 Uhr. Die Telefonnummer wechselt jeweils, daher bitte aktuelle TelefonBaubewilligungen sind erteilt wor- nummer auf www.spreitenbach.ch den an CS Anlagestiftung Real Esta- beachten.
VERMISCHTES der einmal miteinander plaudern und über die neuesten Witze lachen. Nach gut zwei Stunden liess man das Feuer ausgehen, packte zusammen und wanderte zurück ins Dorf, wo sich einige Wanderinnen und Wanderer im Restaurant Zentral noch zu einem Umtrunk trafen. Alle waren sich einig: Nach so langer Zeit war es schön, einander wieder einmal im grösseren Kreis zu sehen, und ein solcher Anlass könnte jederzeit wiederholt werden.
Die Wanderer genossen den gemütlichen Grilltag. zVg Wandergruppe Spreitenbach – Grilltag beim Kapfturm Für Mittwoch, 9. Juni, wurde zu einem besonderen Anlass eingeladen: Wanderung zum Kapfturm in Spreitenbach und anschliessend gemütliches Zusammensitzen am Grillfeuer. So machte sich um 10 Uhr eine unternehmungslustige Wanderschar vom Sternenplatz aus auf den Weg zum Kapfturm. Oben angekommen waren einige Wanderer für ein schönes Feuer besorgt. Dabei konnten alle Anwesenden gleich noch lernen, wie man heute ein Feuer richtig anzündet. Die alte Pfadiweisheit mit der Zeitung unter dem Holzhaufen stimmt nicht mehr. Während das Feuer langsam grösser wurde, packten die anderen die mitgebrachten Apérohäppchen aus. Nach dem Genuss der diversen Köstlichkeiten inklusive eines Glases Wein war eine schöne Glut vorhanden und die verschiedenen Würste konnten auf den Grill gelegt werden. In gemütlicher Runde sass man nun zum Essen zusammen, konnte nach langer Zeit wie-
Shoppi beteiligt sich an Hilfsaktionen Das Shoppi Spreitenbach hat aufgrund der Coronapandemie beschlossen, besonders hart von der Krise Getroffene zu unterstützen. «Wir sind dankbar, dass wir wieder offen haben, und möchten in dieser Zeit nicht nur nehmen, sondern auch etwas geben», sagt Shoppi-Leiter Patrick Stäuble. So unterstützt das Shoppi beispielsweise die Aktion Happy Moments des RotaryClubs Wettingen-Heitersberg in Form von Gutscheinen. Bei der Aktion werden Lebensmittel und andere notwendige Artikel in Einkaufstaschen abgefüllt und an in Not geratene Menschen im Einzugsgebiet verteilt. Weiterhin unterstützt das Shoppi eine Organisation, die ihrerseits mit der Musikaktion TalentMat die Stiftung Kinderhospiz Schweiz unterstützt. Teil davon ist der Reinacher Künstler Cris Rellah. Zuletzt arbeitet das Shoppi zusammen mit Graffiti-Künstler Raphael Fahrni, dessen Arbeit während der Krise ins Stocken geriet. Er darf während eines längeren Umbaus eine 300 Quadratmeter grosse Wand mit fünf Bildwelten gestalten, die zu einem Selfie einladen sollen.
Er verhalf Als Sekretär unterstützte Jacques E. Müller DennerGründer Karl Schweri Anfang der 60er-Jahre bei der Planung des ersten Schweizer Einkaufszentrums. SIBYLLE EGLOFF
Der 12. März 1970 war ein bedeutendes Datum für Spreitenbach und das Limmattal. An diesem Tag wurde das Shoppi Spreitenbach eröffnet, das erste Einkaufszentrum der Schweiz. Auf 25 000 Quadratmetern warben nicht nur 50 Geschäfte um Kundinnen und Kunden. Der Konsumtempel lockte auch als Ort der Begegnung, des Austauschs und der Kultur. Integriert waren sieben Restaurants, acht Kegelbahnen, ein Hallenbad, ein ökumenischer Andachtsraum, eine Kunstgalerie sowie ein Kinderparadies. Entworfen hatte es der aus Österreich in die USA emigrierte Architekt Victor Gruen. Die Planung des Einkaufsparadieses in Spreitenbach eng begleitet hatte auch Jacques E. Müller. In der vor kurzem erschienen Biografie «Auf dem Marktplatz der Moderne» beleuchtet Autor Karl Lüönd das Lebenswerk des 90-Jährigen. Alles begann 1959, als Müller, damals 28 Jahre alt und frischgebackener Jurist, sich auf ein Inserat bei Denner-Gründer Karl Schweri meldete, schreibt Lüönd in seinem Buch. «Ich trat die Stelle kurz nach meinem Jurastudium und Doktorat an. Zuvor absolvierte ich ein Praktikum beim Bezirksgericht Zürich. Weil ich dort zu wenig verdiente, bewarb ich mich bei Karl Schweri», erinnert sich Müller im Interview mit der Limmatwelle. Er kaufte in Frankreich und den USA Shoppingcenter Müller unterstützte den Geschäftsmann Schweri als Sekretär. Dieser erwarb mit seinem Immobilien-Anlagenfonds Interswiss Liegenschaften in den wachsenden Agglomerationen. Die darin enthaltenen Lokale vermietete er seiner expandierenden Denner AG und trieb so den Ausbau der Denner-Supermärkte auf Discount-Basis voran. Zu Beginn war Müller verantwortlich für die Klärung juristischer Belange. Doch schon bald ernannte ihn Schweri zum Geschäftsführer der Denner Supermarkt AG. Überdies wurde Müller nach Frankreich und in die
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Spreitenbach zum Shoppi USA geschickt. «Ich sollte dort für Schweris zweiten Immobilien-Anlagenfonds namens Interglobe Supermärkte und Einkaufscenter besorgen. Eigentlich völlig verrückt, wenn man sich das heute überlegt», sagt Müller und lacht. In dieser Zeit Anfang der 60erJahre entwickelte sein Chef die Idee, ein Einkaufszentrum in Spreitenbach zu bauen. Mit dem Geld seiner Anleger sicherte sich Schweri früh und günstig das Bauland in der Gemeinde, wenige Kilometer entfernt vom ausfransenden Westrand Zürichs. Müller war Schweris
«Für den Standort entscheidend waren die Lage und das Einzugsgebiet.» rechte Hand und somit auch bei der Planung des visionären Projekts dabei. «Er erzählte mir von seinen Ideen und wir tauschten Gedanken aus. Es erfüllte mich mit Stolz, dass er mich als jungen Juristen nach meiner Meinung fragte», erzählt Müller. Die Massenmotorisierung machte man sich zunutze Nicht nur das günstige Bauland sprach für Spreitenbach. «Für den Standort entscheidend waren die Lage, die Erreichbarkeit und das Einzugsgebiet», sagt Müller. Bereits damals sei das Limmattal zwischen Baden und Zürich im Vergleich zu anderen Regionen stark bevölkert gewesen. Dass möglichst viele Konsumenten in der Nähe lebten, habe eine wichtige Rolle gespielt. Dass auf Anhieb 2300 Parkplätze hätten errichtet werden können, habe ebenso ein zentrales Kriterium erfüllt, so Müller. «Der neue Gedanke war ja, dass man das Shoppingcenter bequem mit dem Auto erreichen konnte und die Einkäufe nicht mehr herumschleppen musste. Hinzu kam, dass die Leute ihre Autos liebten und das Autofahren ein neues Erlebnis darstellte.» Den Effekt der Massenmotorisierung machte man sich zunutze. Doch auch emotionale Gründe spielten laut Müller eine Rolle. «Karl Schweris Verbundenheit mit dem Aargau und dem Limmattal bewegten ihn ebenso dazu, Spreitenbach als Standort zu wählen.» Zudem schaffte es Schweri, den damaligen Sprei-
Erfolgsrezept Einkaufscenter: Jacques E. Müller erinnert sich zurück.
Britta Gut
tenbacher Gemeinderat vom Pro- Dies bestätigten auch die Zahlen. jekt zu überzeugen, sodass dieser «Pro Tag strömten über 10 000 Perden täglichen Abendverkauf bewil- sonen herbei, an Spitzentagen wurden bis zu 60 000 gezählt. Auf den Zufahrtsstrassen brach immer wieder der Verkehr zusammen. «Für mich war meine Die Hälfte aller Personenwagen Arbeit mein Hobby, auf den Gratisparkplätzen trug meine Leidenschaft.» Zürcher Kontrollschilder, 31 Prozent kamen aus dem Aargau, aber beachtliche 5 Prozent aus dem ligte. Dieser bildete eine der wich- Ausland, das heisst dem benachtigsten Geschäftsgrundlagen für barten Süddeutschland», hält das Shoppingcenter Spreitenbach, Lüönd fest. Der für das erste Jahr budgetierte Umsatz von 85 Millioschreibt Lüönd. Entgegen den Bedenken zahlrei- nen Franken wurde mit 110 Milcher Skeptiker behielten Schweri lionen Franken weit übertroffen. und Müller Recht. Das Shoppi Sprei- Auch im zweiten Betriebsjahr tenbach wurde zu einem grossen wuchsen die Umsätze 30 Prozent Erfolg. «Schon in den ersten Wochen über dem Durchschnitt des Schweinach der Eröffnung wurde die Fahrt zer Detailhandels. ins Shoppingcenter Spreitenbach zum Freizeitvergnügen der Massen. Er setzte weiterhin auf das Selbst an den Sonntagen, wenn die Geschäft mit Einkaufszentren Läden geschlossen waren, drängten Zu dieser Zeit widmete sich Jacques sich Tausende von Menschen, nur E. Müller bereits anderen Geschäfum an den Schaufenstern vorbeizu- ten. 1962 löste er sich von seinem Förderer Karl Schweri und gründeflanieren», schreibt Lüönd.
te mit der Winterthur Versicherung die Intershop Holding AG. Die Immobilienfirma spezialisierte sich auf die Planung, Finanzierung, Realisierung und den Betrieb von Einkaufszentren im In- und Ausland. «In Wohnungen investierte jeder. Einkaufszentren waren lukrativer, weil man Ladenmieten erhielt und sich auch am Umsatz der Geschäfte beteiligte. Zudem war das Konzept neu. Man hatte noch sehr viele Freiheiten. Ich ging mit der Welle der Zeit», erklärt Müller sein Faible für Shoppingcenter. Karl Schweri habe ihm alles beigebracht, was er habe wissen müssen. «Ich brannte darauf, selbst etwas aufzubauen.» Das tat Müller auch. 34 Jahre lang leitete er die Firma erfolgreich, reiste durch die Welt und traf internationale Geschäftsleute. «Ich habe hart gearbeitet. Doch das fiel mir nicht schwer, für mich war meine Arbeit mein Hobby, meine Leidenschaft.» Der Tiefpunkt erfolgte 1996, als Bankier und Investor Martin Ebner mit Hilfe der Winterthur Versicherung es schaffte, als Hauptaktionär Intershop zu übernehmen. Müller verlor so von einem Tag auf den anderen die Firma. Den Schock von damals hat der Senior nach 25 Jahren gut verarbeitet – von Martin Ebner erhielt er sogar kürzlich Gratulationen zu seinem hohen Geburtstag und zur Biografie. Die Frage, ob er heute immer noch in Einkaufscenter investieren würde, verneint der 90-Jährige. «Man muss mit der Zeit gehen. Heute kann man sich alles online anschauen und bestellen. Es ist nicht mehr nötig, vor Ort in den Läden einzukaufen. Ich würde in ein Online-Geschäft oder ein TechnologieUnternehmen investieren.» Was er jedoch gleich machen würde, sei, mit Geschäftspartnern ein gutes Verhältnis zu pflegen. «Das oberste Ziel ist, andern nicht das Geld wegzunehmen, sondern sich gegenseitig zu helfen. Wenn es etwas gibt, das ich in meinem Leben gelernt habe, dann das.»
Lektüre Neues Buch von Karl Lüönd: Auf dem Marktplatz der Moderne. Die Einkaufszentren und das Lebenswerk von Jacques E. Müller, Gründer der Intershop Holding AG. NZZ Libro, 2021. 136 Seiten, 34 Franken.
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Beschlüsse der Ortsbürgergemeindeversammlung Die Ortsbürgergemeindeversammlung vom 15. Juni 2021 hat folgende Beschlüsse abschliessend und damit rechtskräftig gefasst: 1. Genehmigung des Protokolls der Versammlung vom 8. Dezember 2020
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2. Kenntnisnahme der Rechenschaftsberichte 2020 der Ortsbürgergemeinde und des Forstreviers Heitersberg
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3. Genehmigung der Jahresrechnungen 2020 der Ortsbürgergemeinde und des Forstreviers Heitersberg Gemeinderat Spreitenbach
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WOCHE NR. 25 DONNERSTAG, 24. JUNI 2021
AUS DEM GEMEINDERAT Senioren-Mittagstisch Der beliebte Senioren-Mittagstisch findet jeweils am ersten Donnerstag im Monat statt. Nächster Termin ist am Donnerstag, 1. Juli, 12.30 Uhr, Restaurant Alpenrösli, Würenlos. Eine Anmeldung bis Sonntag, 27. Juni, ist coronabedingt dringend erforderlich. Hauptreinigung Alte Turnhalle und Mehrzweckhalle Die Hauptreinigung der Mehrzweckhalle und der Alten Turnhalle wird in der Zeit von Samstag, 3., bis und mit Sonntag, 25. Juli, durchgeführt. Die Hallen und Garderoben bleiben in dieser Zeit geschlossen. Die Garderoben der Mehrzweckhalle für den Aussensport bleiben von Samstag, 3., bis und mit Sonntag, 11. Juli, geschlossen. Publikation Gesuche um ordentliche Einbürgerung Folgende Personen haben bei der Gemeinde Würenlos ein Gesuch um ordentliche Einbürgerung gestellt: Ferhat Derbent, geb. 2. April 1999, türkischer Staatsangehöriger, Eschenweg 12; Alise Garšina, geb. 25. September 1996, lettische Staatsangehörige, Erlenweg 14; Daniele Pinto, geb. 28 Dezember 1969, italienischer Staatsangehöriger, Juchrain 8; Giulia Maria Pinto, geb. 20. November 2014, italienische Staatsangehörige, Juchrain 8. Jede Person kann innert 30 Tagen seit der amtlichen Publikation dem Gemeinderat eine schriftliche Eingabe zum Gesuch einreichen. Diese Eingaben können sowohl positive als auch negative Aspekte enthalten. Der Gemeinderat wird die Eingaben prüfen und in seine Beurteilung einfliessen lassen. INSERATE
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Das Dörfliche soll bleiben Ein wichtiger Schritt in der Gesamtrevision der Bauund Nutzungsordnung ist getan. Gemeinderat Markus Hugi gibt Auskunft. ROBIN SCHWARZ
Es ist ein Grossprojekt: die Gesamtrevision der Allgemeinen Nutzungsplanung der Gemeinde Würenlos. Bereits vor rund vier Jahren haben die ersten Planungsarbeiten stattgefunden, frühestens im Dezember 2022 wird an der Gemeindeversammlung ein Beschluss gefasst. Etwa 15 Jahre lang soll die Revision gültig sein. Ein wichtiger Schritt ist nun getan. Die Gemeinde legt ein Dossier vor und wird die Bevölkerung am 30. Juni um 19.30 Uhr in der Mehrzweckhalle an einem öffentlichen Informationsanlass über das Unterfangen orientieren. Erarbeitet wurde es von der Ennetbadener Planungsfirma Arcoplan sowie mehreren Arbeitsgruppen und einer Spezialkommission. Ab Mitte Juli findet dann – parallel zur kanto-
«Wir sind von Interessenten und Interessentinnen überschwemmt worden.» nalen Vorprüfung – das Mitwirkungsverfahren statt. Zu den Hauptthemen der Gesamtrevision gehören, orientiert an den neuen Vorgaben von Bund und Kanton sowie den Bedürfnissen der Gemeinde, zum Beispiel die Dorfentwicklung, die Ortsbildgestaltung und -entwicklung oder die Siedlungsentwicklung. Nach einem öffentlichen Aufruf der Gemeinde hätten sich unerwartet erfreulicherweise viele Bürgerinnen und Bürger gemeldet, um am Prozess mitzuwirken, berichtet der für den Hochbau zuständige FDP-Gemeinderat Markus Hugi. Mit wenigen Dutzend habe man gerechnet, am Ende seien es weitaus mehr geworden. «Wir sind richtig von Interessenten und Interessentinnen überschwemmt worden», sagt Hugi und ergänzt, es hätten sich viele Frauen gemeldet. Sonst ist das eher unüblich. «Das finde ich besonders schön», so Hugi weiter. Am Ende habe man aus den Bewerbenden drei Gruppen gebildet, in denen konkrete Vorschläge erarbeitet worden seien, während zur ers-
Auch in Zukunft soll Würenlos als Dorf erkennbar sein. ten Spiegelung mit der Bevölkerung eine Resonanzgruppe zum Einsatz gekommen sei. Die Mitwirkung der Bevölkerung sei wertvoll gewesen, erklärt Hugi, insbesondere auch die Rückmeldungen der Resonanzgruppe seien wichtig gewesen, um die Stimmung in der Bevölkerung abschätzen zu können – es kann schliesslich immer noch zu Einsprachen kommen. Beim Kommunalen Gesamtplan Verkehr (KGV) hatten sich beispielsweise Anwohner des Buchquartiers gemeldet, denen es wichtig war, dass es in der Nachbarschaft nicht zu einem vermehrten Verkehrsaufkommen käme. Der KGV wurde schliesslich angepasst. Ziel erreicht? Hugi: «Ich habe persönlich den Eindruck, dass dieses Produkt letztendlich stimmig ist.» Etwas, was schon länger feststeht: Das ursprüngliche Bauerndorf Würenlos soll, geht es nach den Einwohnerinnen und Einwohnern, weiterhin ein Dorf bleiben. Das hat die Würenloser Bevölkerung bereits in den ersten Workshops klargestellt. Gleichzeitig muss die Gemeinde sich den sich verändernden Begebenheiten anpassen. Sie erachtet ein wachsendes Würenlos auf 7300 Einwohner bis in rund 15 Jahren für möglich und mit der bestehenden Infrastruktur machbar. Der Bauzonenplan weist wie bisher im Zentrum und in den alten Dorfteilen eine Kernzone und eine Dorfzone auf. In der neuen Planung wird im Besonderen neu eine Übergangszone Dorf geschaffen, in der die Anordnung der Bauten «keine ortsbaulichen Zusammenhänge erkennen lässt», in der an die Qualität der Gebäude jedoch höhere Anforderungen
Philipp Zimmermann/Archiv
gestellt werden. Das bedeutet aber eine Reduktion der Dorfzone. Zweck der Übergangszone ist es zum Beispiel, einen «sorgfältigen Umgang mit den noch fragmentarisch vorhandenen Altbauten zu sichern», wie es im Dossier der Gemeinde heisst. In den alten Dorfteilen wiederum sollen die «ruhige und homogene Dachlandschaft» sowie der Charakter der Bauten erhalten bleiben. Die Reduktion der Dorfzone bedeutet also nicht, dass das Dorf verschwindet, sondern, dass es stärker geschützt und hervorgehoben werden soll. Den funktionalen Dorfkern zum Beispiel wünsche man sich etwas belebter und interaktionsreicher. Das könnte zum Beispiel allfällige neue Geschäfte insbesondere entlang der Landstrasse bedeuten, weswegen das Zonenregime angepasst werden soll. Einer der Gedankenanstösse war eine Äusserung eines Planers: Wenn er durch Würenlos fahre, sei ihm gar
«Den dörflichen Charakter soll man künftig besser wahrnehmen.» nicht ganz klar, wo nun eigentlich das Dorfzentrum sei. «Den dörflichen Charakter von Würenlos soll man in der Fahrt durch das zukünftige Würenlos besser wahrnehmen», sagt Hugi. Das bedeutet zum Beispiel: In der Kernzone werden bei Hauptbauten keine Flachdächer erlaubt sein. «Gleichzeitig soll die Kernzone gewisse weitere Möglichkeiten erlauben als die Dorfzone, wo es viel mehr Restriktionen gibt.»
16 Baugesuchspublikation Einsicht nur nach telefonischer Vereinbarung (056/436 87 50) möglich Baugesuch Nr.: 202164 Bauherrschaft: Waldvogel Beat Mattenstrasse 19 5436 Würenlos Bauvorhaben: Aussengerät Luft-Wasser-Wärmepumpe Lage:
WOCHE NR. 25 DONNERSTAG, 24. JUNI 2021
Der «Schnellste Würenloser»-Sprint Am 29. Juni veranstaltet der TV Würenlos den alljährlichen «Schnellste Würenloser»-Sprint.
Parzelle 4059 (Plan 69) Mattenstrasse 19
Zone:
WÜRENLOS
Wohnzone E2
Gesuchsauflage vom 25. Juni bis 26. Juli 2021 während der ordentlichen Schalterstunden im Büro der Bauverwaltung. Allfällige Einwendungen sind innerhalb der Auflagefrist im Doppel an den Gemeinderat zu richten und haben einen Antrag und eine Begründung zu enthalten.
brigitte.gaehwiler@chmedia.ch
Normalerweise findet zu dieser Jahreszeit die traditionelle Würenloser Plauscholympiade statt. Das Highlight dabei ist jeweils der Sprint um den Titel der «Schnellsten Würenloserin» und des «Schnellsten Würenlosers», der auch Teil davon ist. Wie bereits letztes Jahr musste dieser Event aber pandemiebedingt abgesagt und auf nächstes Jahr verschoben werden. Erfreulicherweise kann der Sprint aber als alleinstehender Anlass stattfinden. Am Abend des 29. Juni ist es so weit. Angefangen bei den Jüngsten starten die Mädchen und Knaben getrennt in Vierergruppen auf der neuen Laufbahn im Ländli beim Schwimmbad. Nach einem Vorlauf
Vollgas ist angesagt. Diesmal auf der neuen Laufbahn im Ländli. zVg folgen anschliessend die Finalläufe, wo es noch einmal heissen wird: «Jetzt alles geh!». Denn die Schnellsten aus den Jahrgängen 2014–2006 qualifizieren sich für den Aargauer Final des Swiss Athletics Sprint,
auch bekannt als «Schnellste Aargauer», der am 28. August in Brugg stattfinden wird. Das Programm sieht wie folgt aus: 17.45–17.55 Uhr, Anmeldung Jahrgänge 2015–2013 mit Start um 18 Uhr; 18.15–18.25 Uhr, Anmeldung Jahrgänge 2012–2010 mit Start um 18.30 Uhr; 18.30–18.40 Uhr, Anmeldung Jahrgänge 2009 und älter mit Start um 18.45 Uhr. Der TV Würenlos freut sich, wenn möglichst viele Schülerinnen und Schüler dabei sind. Startberechtigt sind alle Kinder der 1.–9. Klasse, welche in Würenlos wohnhaft sind, und anmelden kann man sich vorgängig via Website oder auch gleich vor Ort kurz vor dem Wettkampf. Weitere Informationen zum genauen Programm, zur Anmeldung und zum Schutzkonzept sind zu finden unter tvwuerenlos.ch/sprint. Die Eltern werden gebeten, die Kinder nicht zahlreich zu begleiten und das Schutzkonzept zu beachten. (zVg)
INSERATE
Gestützt auf § 15 des Gesetzes über die Ortsbürgergemeinden werden die nachfolgenden Beschlüsse der Ortsbürgergemeindeversammlung vom 17. Juni 2021 veröffentlicht: 1. Protokoll der Ortsbürgergemeindeversammlung vom 10. Dezember 2020; Genehmigung 2. Rechenschaftsbericht 2020; Genehmigung 3. Rechnung 2020; Genehmigung 4. Gewerbegebiet «Tägerhard», Baugrundverstärkung Parzelle 937 mittels Rüttelstopfverfahren; Kreditabrechnung; Genehmigung 5. Baurecht auf Parzelle 4883 zu Gunsten Einwohnergemeinde Würenlos für Sportplatz «Tägerhard»; Erweiterung Baurecht auf Begegnungsplatz / Änderung Baurechtsdauer; Genehmigung 6. Landabtretung zu Lasten Parzellen 696 und 4885 an Einwohnergemeinde Würenlos zur Erstellung eines Fusswegs entlang Tägerhardstrasse; Genehmigung 7. Aufnahmen ins Ortsbürgerrecht Ins Ortsbürgerrecht aufgenommen wurden: – Kunz, Beat – Kunz geb. Schmid, Gabriela Mit Ausnahme des Traktandums 7 unterstehen alle Beschlüsse dem fakultativen Referendum, d. h. sie sind einer Urnenabstimmung zu unterstellen, wenn dies von mindestens einem Zehntel der Stimmberechtigten in einem schriftlichen Begehren innert 30 Tagen seit Publikation der Beschlüsse verlangt wird. Unterschriftenlisten können bei der Gemeindekanzlei bezogen werden. Vor Beginn der Unterschriftensammlung ist die Unterschriftenliste auf der Gemeindekanzlei zu hinterlegen. Vor Beginn der Frist für ein Referendumsbegehren dürfen keine Unterschriftenlisten unterzeichnet werden. Ablauf der Referendumsfrist: 26. Juli 2021 Würenlos, 18. Juni 2021 Der Gemeinderat
Mitwirkungsverfahren zur Gesamtrevision der Allgemeinen Nutzungsplanung Parallel zur kantonalen Vorprüfung werden die Entwürfe zur Gesamtrevision Allgemeine Nutzungsplanung (Bauzonenplan, Kulturlandplan, Bau- und Nutzungsordnung BNO) im Sinne von § 3 BauG zur Mitwirkung der Bevölkerung öffentlich aufgelegt. Die Entwürfe mit Erläuterungen liegen vom 15. Juli 2021 bis 30. August 2021 auf der Bauverwaltung Würenlos auf und können während den ordentlichen Schalteröffnungszeiten eingesehen werden. Die Dokumente können ab Beginn der Auflage auch auf der Website www.wuerenlos.ch heruntergeladen werden. Am Mittwoch, 30. Juni 2021, 19.30 Uhr, findet in der Mehrzweckhalle ein öffentlicher Informationsanlass statt. Aufgrund der aktuellen Corona-Situation wird um eine Anmeldung gebeten bis Dienstag, 29. Juni 2021, per E-Mail an bauverwaltung@wuerenlos.ch oder per Telefon 056 436 87 50 an die Bauverwaltung Würenlos. Zudem werden auf Voranmeldung Auskünfte erteilt am Dienstag, 10. August 2021, von 9.00 bis 11.00 Uhr und von 17.00 bis 20.00 Uhr, sowie am Samstag, 14. August 2021, von 8.00 bis 12.00 Uhr. Hinweise und Vorschläge zu den Entwürfen können im Mitwirkungsverfahren von allen interessierten Personen innert der Auflagefrist schriftlich beim Gemeinderat, Schulstrasse 26, 5436 Würenlos, eingereicht werden. Ein Formular für die Eingaben kann ebenfalls auf der Website heruntergeladen oder auf der Bauverwaltung bezogen werden. Es wird darauf hingewiesen, dass es sich beim Mitwirkungsverfahren noch nicht um das eigentliche Auflageverfahren mit Einwendungsmöglichkeiten gemäss § 24 BauG handelt. Dieses Verfahren erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt. Würenlos, 24. Juni 2021
GEMEINDERAT WÜRENLOS
LIMMATTAL
WOCHE NR. 25 DONNERSTAG, 24. JUNI 2021
«PRO»
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«CONTRA»
Robin Schwarz, Redaktor Limmatwelle
Sibylle Egloff, freie Mitarbeiterin
Fussball ist ein Teamsport. Deshalb sollte er auch in Gesellschaft anderer verfolgt, gefeiert, diskutiert oder verflucht werden. Das geht am besten an einem Public Viewing. Klar kann die harte Festbank nicht mit dem weichen Sofa zuhause vor der Glotze mithalten. Doch um den Komfort geht es an einem solchen Anlass auch nicht. Was zählt, sind die gemeinsamen Emotionen beim Mitfiebern. Die Freude und der Jubel über ein Tor der Lieblingsmannschaft vervielfachen sich an einem Public Viewing. Hier kann man seine Begeisterung ausleben, ohne Angst vor der Reaktion der Nachbarn haben zu müssen. Das Gaudi ist erwünscht und man teilt es mit zahlreichen anderen Menschen. Und auch umgekehrt: Geteiltes Leid ist halbes Leid. Trifft das unterstützte Team wieder nur die Latte oder den Pfosten, ist die Verteidigung schwach, der Schiri blind und der Goalie einfach unbrauchbar, dann kann man diesen Frust wenigstens mit anderen bewältigen – wohl am besten bei einem kühlen Bier und einer Bratwurst. Das Gemeinschaftsgefühl wird an einem Public Viewing zelebriert, im Guten wie im Schlechten. Wenn sich geimpfte Wildfremde in den Armen liegen und sich Genesene zuprosten, dann erfüllt das öffentliche Mitverfolgen eines Matchs sein Ziel. Das Defizit an Nähe in der Pandemie ist ein weiterer Grund, die Fussball-Europameisterschaft als kollektives Erlebnis anzusehen. Nachdem man so lange Zeit daheim eingesperrt war, stellt das Public Viewing die perfekte Gelegenheit dar, sich wieder unters Volk zu mischen. Die Coronalockerungen machen es möglich. Dem Schweiz-Türkei-Spiel im Biergarten in Baden steht nichts mehr im Weg – würde da nicht plötzlich ein heftiges Sommergewitter aufziehen. Petrus scheint kein Public-Viewing-Fan zu sein. Und so träume ich auf dem weichen Sofa alleine vom EM-Sieg der Schweiz.
Fans beim Public Viewing, hier im Schlossbiergarten Aarau.
Roland Schmid/Archiv
EM-Public-Viewings: Famos oder übel?
Sie gehören zu grossen Fussballturnieren wie die Nässe zum Wasser: Public Viewings. Man hasst oder liebt sie.
Seit Montagabend ist es klar: Die Schweizer Fussballnationalmannschaft schafft trotz durchwachsener Leistung sowie Tattoo- und Haar-
«Skandal» wieder einmal den Sprung in die Achtelfinals eines grossen Turniers. Doch: Im Public Viewing miteinander leiden und eventuell feiern – oder doch alleine zuhause auf dem Sofa hingefläzt gemütlich fernsehen? Unsere beiden Mitarbeitenden bringen ihre ganz und gar besten Argumente für und gegen Public Viewings, um Ihnen dabei zu helfen, die richtige Entscheidung zu treffen! (rsz)
Public Viewing: Hier wird gefeiert Das Virus verändert die Art und Weise, wie wir Fussball schauen. Bekannte Public Viewings in der Region wie zum Beispiel die InselArena auf der Klosterhalbinsel in Wettingen finden dieses Jahr nicht statt. Die Planungsunsicherheit war zu gross. Doch dafür gibt es eine Vielzahl an Beizen, die Gäste zum EM-Schauen willkommen heissen. Eine davon ist das Café Spatz am Wettinger Zentrumsplatz an der Landstrasse. Diese erlangte an dieser Europameisterschaft bereits nationale Berühmtheit. Ein Video, das jüngst von «20 Minuten» veröffentlicht wurde, zeigt die Wettinger Hauptverkehrsachse als Schauplatz von
Autokorsos und Hupkonzerten von Italien-Fans nach dem Sieg der Azzurri gegen die Schweizer am 16. Juni. Auch im Tägi Wettingen kann öffentlich mitgefiebert werden. Im Eventsaal werden alle Spiele ab dem Viertelfinale am 2. Juli gezeigt. Zu sehen sind alle EMSpiele in der Werkstatt Bar Joya Lounge am Bahnhof Würenlos. Im Limmig Restaurant in Spreitenbach werden die Spiele ebenso übertragen. Public Viewing ist zudem auch in der Stadt Baden angesagt. Dort können die Spiele unter anderem im Biergarten, im «Triebguet», beim Restaurant Schwyzerhüsli oder in der Cordulapassage verfolgt werden. (sib)
Es ist ein an sich schon absurdes soziokulturelles Phänomen, einer Horde belämmerter Bengel mit Millionen auf dem Konto dabei zuzuschauen, wie sie sich einen Ball zuschieben und versuchen, ihn für ein bisschen nichtigen Nationalstolz in ein Netz zu bugsieren. Nein, als wäre diese Absonderlichkeit nicht genug, muss man sich dieses Spektakel der Bedeutungslosigkeit noch zusammen in der Öffentlichkeit anschauen. Glauben Sie mir, wenn ich es sage: Es gibt kaum öffentliche Veranstaltungen, die uns die Liederlichkeit der Menschen unerfreulicher vor Augen führen als Public Viewings von Fussballspielen, und wer das anders sieht, kann unmöglich ein guter Mensch sein. Schliessen Sie die Augen, und stellen Sie sich vor: In den trotz Hygienevorschriften viel zu dicht gedrängten Reihen kleben Sie alle an angegrauten Plastiksitzen, als wären Sie eine auf Stängelchen sitzende Taubenschar. Sie sind gerade bei sengender Hitze in der Schlange gestanden, um dann an einen Platz ganz hinten links neben dem ToitoiWC, direkt hinter einer Säule dirigiert zu werden. Anschliessend knüpft man Ihnen für ein einziges lauwarmes Schrottbier im ökologisch verwerflichen Plastikbecher mit Sponsorenaufdruck eines singapurischen Hedgefonds Ihr ganzes Geld in wegelagerischer Manier ab, als wäre es direkt mit ungefiltertem Klondike-Wasser gebraut worden. Bevor Sie den ersten Schluck nehmen, wird irgendein Flegel bei der ersten halbwegs gefährlichen Szene mit einem tief gegrollten «Uiii!» aufspringen und Sie leeren sich darob den Becher über die Hosen. Irgendein kolossal bebierbauchter Grobian mit Sonnenbrand, als hätte er seine Ferien auf Merkur verbracht, schnäuzt Ihnen seine Coronaviren statt in einen modrigen Edelweissnasenlumpen naturgemäss in den Nacken. Also, ich gehe mir dann heute mal im «Triebguet» in Baden das Schweiz-Spiel ansehen.
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LIMMATTAL/KIRCHLICHE MITTEILUNGEN
Internationale Regatta Bled 2021 An der Internationalen Ruderregatta Bled in Slowenien hat Spitzensportlerin Olivia Nacht vom Ruderclub Baden die Bronzemedaille gewonnen. Zusammen mit der Tessinerin Chiara Cantoni ruderte Olivia Nacht im leichten Doppelzweier ein starkes Rennen über 2000 Meter, nur zwei Zehntelsekunden hinter den zweitplatzierten Ungarinnen und zweienhalb Sekunden nach dem siegreichen deutschen Boot. Die nächste Herausforderung folgt bereits im Juli an der U23-Weltmeisterschaft in Racice (CZE), entsprechend der Olivia Nacht (Ruderclub Baden) und Chiara Cantoni (Club Canottieri Lugano) Nomination von Swissrowing. (zVg) gewinnen Bronze im leichten Doppelzweier U23. zVg
VERMISCHTES Bau der Limmattalbahn führt zu Sperrungen Vom Montag, 28. Juni, bis Montag, 12. Juli, finden Gleisbauarbeiten auf der Kreuzung Bahnhofstrasse/Würenloserstrasse in Killwangen statt. In diesem Zeitraum ist die Durchfahrt zwischen Killwangen und Würenlos nicht möglich. Von Samstag, 10. Juli, bis Montag, 12. Juli, finden auf der Bahnhofstrasse und deren Trottoirs zwischen Steinigstrasse und Zelgmattstrasse Belags- und Fertigstellungsarbeiten sowie Markierungsarbeiten statt. Für diese Arbeiten wird die Bahnhofstrasse im tangierten Abschnitt gesperrt. Die Busse der Linien 2, 4 und N33 werden umgeleitet. Am Sonntag, 11. Juli,
wird in der Zürcherstrasse auf Höhe Ankengässli eine Ersatzbushaltestelle eingerichtet. Zudem finden vom Freitag, 18. Juni, bis Sonntag, 4. Juli, auf der Industriestrasse (zwischen Asp- und Sandäckerstrasse) Belags- und Fertigstellungsarbeiten sowie Markierungsarbeiten statt. Für diese Arbeiten wird die Industriestrasse im tangierten Abschnitt teilweise oder komplett gesperrt. Die Arbeiten sind nur bei guter Witterung durchführbar. Eine eventuelle Verschiebung erfolgt tageweise.
se das Treffpunktcafé Kardamom wieder. Das Café habe Montag-, Dienstag- und Donnerstagnachmittag von 15 bis 17 Uhr wieder für Eltern und Kinder offen, heisst es in einer Mitteilung. Am Mittwoch und Freitag bleibe das Café vorläufig noch geschlossen. Im Café Kardamom können Eltern sich bei Kuchen und Kaffee treffen, während auf die Kinder eine «spielerische Bewegungslandschaft» wartet. Es gelten auch nach der Wiedereröffnung die Massnahmen, die im Schutzkonzept vorgesehen sind. Das heisst: eine TeilTreffpunktcafé Kardamom wieder of- nehmendenliste, Maskenpflicht fen Das Familienzentrum Karussell sowie Abstandsregeln für die Erin Baden eröffnet nach Coronapau- wachsenen.
WETTINGEN Kath. Kirche St. Sebastian, Schartenstrasse 155 Samstag, 26. Juni, 17.30 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier (Christina Wunderlin). Sonntag, 27. Juni, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier (Joseph Kalamba und Marcel Mehlem); 11 Uhr, Eucharistiefeier in portugiesischer Sprache. Dienstag 29. Juni, 18.30 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier – Familiengottesdienst zum Schuljahresende. Mittwoch, 30. Juni, 9.30 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier. Donnerstag, 1. Juli, 8 Uhr, Eucharistiefeier. Kath. Kirche St. Anton, Antoniusstrasse 12 Freitag, 25. Juni, 18.30 Uhr, Eucharistiefeier in der Kirche. Samstag, 26. Juni, 9 Uhr, Festgottesdienst zur Erstkommunion 1. Gruppe (Joseph Kalamba); 10.30 Uhr, Festgottesdienst zur Erstkommunion 2. Gruppe (Joseph Kalamba); 15 Uhr, Festgottesdienst zur Erstkommunion 3. Gruppe (Joseph Kalamba) – Diese drei Festgottesdienste sind nur für Erstkommunionkinder und Angehörige; 18 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier (Marcel Mehlem). Musikalisch begleitet von Simon Frei, Euphonium, Thomas Räber, Flügelhorn, und Jens Hoffmann, Orgel. Sonntag, 27. Juni, 11 Uhr, Santa Messa in lingua italiana; 12.30 Uhr, Gottesdienst in kroatischer Sprache; 13.30 Uhr, Gottesdienst in kroatischer Sprache. Mittwoch, 30. Juni, 9 Uhr, Eucharistiefeier in der Kirche. Donnerstag, 1. Juli, 18.30 Uhr, Gebet am Donnerstag
Gelungenes Mitarbeiterfest Am 11. Juni waren alle freiwillig engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der reformierten Kirche Würenlos als Dankeschön für ihren treuen, engagierten Einsatz eingeladen. Treffpunkt war am Freitagabend in der reformierten Kirche Würenlos, wo die Anwesenden in den Genuss eines fröhlichen Musikbeitrags durch das Musiktrio mit Elena Dietrich (Klavier), Isabel Dietrich (Violine) und Melissa Chen (Violine) kamen. Nach so langer Zeit der Isolation und der kulturellen Dürrestrecke traf die Musik mitten ins Herz. Werner Se-
kinger, Kirchenpflegepräsident, bedankte sich herzlich bei allen Mitarbeitenden und Hanspeter Schüpfer, theologischer Mitarbeiter, betonte, wie wichtig sie für das Leben und Wirken der Kirche sind. Anschliessend machte sich die Gesellschaft auf, im Garten des Gartenrestaurants am Bach ein feines Abendessen zu geniessen. Bei diesem wunderbaren, schönen Sommerabend wurden das Zusammensein, das Essen und der Austausch in vollen Zügen genossen. Es wurde viel gelacht, diskutiert und eine richtig schöne Zeit gemeinsam verbracht. Dieser Abend wird noch lange in guter Erinnerung bleiben. (zVg) Ein musikalischer Hörgenuss für alle Anwesenden.
zVg
WOCHE NR. 25 DONNERSTAG, 24. JUNI 2021
in der Kapelle; 19.30 Uhr, Rosenkranzgebet mit Eucharistiefeier und Anbetung in kroatischer Sprache in der Kirche.
Ev.-ref. Dorfkirche, Chilegass 18 Donnerstag, 1. Juli, 7.15 Uhr, Morgengebet.
Kloster Wettingen, Klosterstrasse 12 Sonntag, 27. Juni, 9.30 Uhr, christkatholische Eucharistiefeier (Wolfgang Kunicki); 11 Uhr, Eucharistiefeier (Joseph Kalamba und Marcel Mehlem).
Ev.-ref. Kreuzkirche Hasel, Poststrasse 219 Sonntag, 27. Juni, 9.30 Uhr, 10.30 und 11.30 Uhr, Konfirmationsgottesdienste (Stefan Siegrist).
Ref. Kirche, Etzelstrasse 22 Sonntag, 27. Juni, 9.30 Uhr, Familiengottesdienst (Lutz Fischer-Lamprecht).
NEUENHOF Kath. Pfarrkirche St. Josef, Glärnischstrasse 12 Samstag, 26. Juni, 17 Uhr, Rosenkranzgebet; 18.30 Uhr, Abschiedsgottesdienst (Jacqueline und Benjamin Meier und Abbé Zacharie). Sonntag, 27. Juni, 9.30 Uhr, Familiengottesdienst mit Kreuzsegnung (Gabi Pollinger, Helen Haas und Jacqueline Meier). Mitgestaltet von den Kindern der 1. Klasse. Montag, 28. Juni, 17 Uhr, Rosenkranzgebet. Mittwoch, 30. Juni, 19 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier. Donnerstag, 1. Juli, 17 Uhr, Rosenkranzgebet.
KILLWANGEN Konzert mit dem ANOTHERensemble Mit Blockflöten, Gitarre und Kontrabass und einer gehörigen Portion Neugierde gehen die drei jungen Musiker Silvia Berchtold, Francesco Braggio und Viktor Varga an die Grenzen der Musikgenres. Verjazzter Barock trifft auf Klezmer, Tango und vieles mehr. Lebensfrohe, nachdenkliche und melancholische Töne, alles gepaart mit viel Witz – dafür steht das Ensemble. Kurzum: ANOTHERensemble macht Musik von und für die Welt. Reformiere Kirche, Gipfstasse. 4, Würenlos, Sonntag, 27. Juni, 17 Uhr.
Kath. Pfarrkirche Bruder Klaus, Kirchstrasse 9 Freitag, 25. Juni, 19 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier. Sonntag, 27. Juni, 11 Uhr, Familien-Kreuzgottesdienst (Gabi Pollinger, Helen Haas und Jacqueline Meier). Mitgestaltet durch die Kinder der 1. Klasse.
WÜRENLOS
Kath. Pfarrkirche St. Maria, Schulstrasse 21 Sonntag, 27. Juni, 10 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier und Neuministrantenaufnahme (Christina Wunderlin); 17.30 Uhr, Rosenkranzgebet. Dienstag, 29. Juni, Juni, 10 Uhr, Eucharistiefeier (Abbé Zacharie); 18 Uhr, zweispra- 10.30 Uhr, Andacht im Prosenio. Mittwoch, 30. Juni, 10 Uhr, Wortchige Eucharistiefeier (deutsch/ gottesdienst mit Kommunionfeier. italienisch) (Abbé Zacharie und Fra Martino). Anschliessend Fahrzeugsegnung. Mittwoch, Ref. Kirche Würenlos, 30. Juni, 9.30 Uhr, WortgottesGipfstrasse 4 dienst mit Kommunion (JacqueSonntag, 27. Juni, 9.30 Uhr, Gotline Meier). SPREITENBACH tesdienst mit Sketch Konfirmanden (Arnold Bilinski). Kath. Pfarrkirche Alters- und Pflegeheim Im Brühl, St. Kosmas & Damian, Ratzengasse 3 untere Dorfstrasse 10 Klosterkirche Fahr Freitag, 25. Juni, 19 Uhr, EuchaFreitag, 25. Juni, 10.15 Uhr, Eucha- Sonntag, 27. Juni, 9.30 Uhr, Euristiefeier (Laurentius Bayer); charistiefeier. Dienstag, 29. Juni, ristiefeier (Laurentius Bayer). 19.30 Uhr, Anbetung. Samstag, 8 Uhr, Eucharistiefeier. DonnersDienstag, 29. Juni, 10.15 Uhr, 26. Juni, 18 Uhr, Eucharistiefeier Wortgottesdienst mit Kommunion tag, 1. Juli, 19.30 Uhr, Gebet am (Laurentius Bayer). Sonntag, 27. Donnerstag. (Petre Karmazichev).
KIRCHLICHE VERANSTALTUNGEN Fiire-mit-de-Chliine-Fest, reformier- Familiengottesdienst mit Kreuzsegte Kirche, Gipfstr. 4, Freitag, 25. nung in Neuenhof und Killwangen Die Kinder der 1. Klasse haben sich im Juni, 15.30 Uhr. Religionsunterricht bei Helen Haas Abschied von Jacqueline und Benja- und Gabi Pollinger in Neuenhof min Meier Wie bereits mitgeteilt, und Killwangen mit dem Kreuz, verlassen Jacqueline und Benjamin dem Zeichen der Christinnen und Meier per Ende Juni die Pfarreien Christen, auseinandergesetzt. Zum Neuenhof/Killwangen. In einer ge- Abschluss dieses Themas durfte jemeinsamen Gottesdienstfeier möch- des Kind sein eigenes Kreuz gestalte man sich von ihnen verabschie- ten, welches in diesem Gottesden. Wenn es die Situation erlaubt, dienst gesegnet wird. Alle sind sind anschliessend alle zu einem herzlich eingeladen, am Sonntag Apéro eingeladen, bei dem man sich mit den Erstklässlern zu feiern. auch persönlich von den beiden Kath. Pfarrkirche St. Josef, NeuenSeelsorgern verabschieden kann. hof, Sonntag, 27. Juni, 9.30 Uhr und Kath. Pfarrkirche St. Josef, Neuen- in der kath. Pfarrkirche Bruder hof, Samstag, 26. Juni, 18.30 Uhr. Klaus, Killwangen, um 11 Uhr.
Eucharistiefeier und Santa Messa mit Autosegnung in Spreitenbach Am Sonntag, 27. Juni, um 18 Uhr zelebrieren Fra Martino und Abbé Zacharie die Eucharistiefeier mit Autosegnung in deutscher und italienischer Sprache auf dem Parkplatz der Pfarrkirche Spreitenbach. Alle Gläubigen sind herzlich dazu eingeladen, der Messe beizuwohnen und ihr Fahrzeug (Auto, Motorrad, Fahrrad) für die Segnung mitzunehmen. Fyrobigsingen mit Bridge Singers, reformierte Kirche, Gipfstrasse 4, Würenlos, Mittwoch, 30. Juni, 19 Uhr.
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«MEIN GOTT»
Yvonne Keller, Sozialdiakonin Evangelische Kirchgemeinde WettingenNeuenhof
Vor Abstimmungen habe ich sie immer wieder – wenn ich den grössten Fehler nicht machen will, mich dieser «Qual» durch eine Stimmenthaltung zu entziehen. An dieser Stelle möchte ich mich punkto Abstimmungen jedoch nicht aus dem Fenster lehnen! Es gibt noch viele andere kleinere und grössere Qualen. Sicher fällt auch Ihnen da so einiges ein? Bei mir gehört das Einkaufen oft in diese Kategorie: Erstens gilt es beim Einkauf so ungeheuer vieles zu beachten: Fair produziert? Saisongerecht? Bio? Transportweg? Problematische Zusatzstoffe? Haltbarkeit/ Verpackung: Bio-Früchte und -Gemüse mit Aufkleber oder in der Portionsschale mit Plastik, Mogelpackungen mit viel Luft bei Kolonialwaren? Zweitens bedeuten die immense Auswahl im Grossmarkt und die vielen Menschen eine Reizüberflutung und machen mich fast unfähig, eine Wahl zu treffen. Das regelmässige Umräumen des Sortiments macht die Sache noch schwerer! Drittens ist meine Zeit fürs Einkaufen begrenzt: Anstatt Bio-Gemüse auf dem Markt oder im Hofladen einzukaufen, lande ich «contre cœur» doch oft im Grossmarkt (in meinem Wohnort gibts leider weder Markt noch Hofladen). Wenigstens mein Brot stammt vom Bäcker oder aus meinem eigenen Backofen. Vielleicht denken Sie sich jetzt: Ganz schön grosse Luxusprobleme, die ich da schildere – bei Ihnen bestimmt das Portemonnaie den Einkauf ? Und das ist für mich das nächste Dilemma: Ich weiss sehr wohl, dass es Menschen gibt, die einfach froh sind, wenn das Geld für die nötigsten Einkäufe reicht, auch wenn sie sich und ihre Familie gerne gesund ernähren möchten. Und leider auch solche, die hier Geld sparen wollen, um sich anderen Luxus zu leisten – fairer Handel hin oder her. Feedback an: redaktion@limmatwelle.ch
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AGENDA
WOCHE NR. 25 DONNERSTAG, 24. JUNI 2021
«LETZTES WORT» 24 300 Exemplare. Erscheint jeden Donnerstag. Amtliches Publikationsorgan der Gemeinden Wettingen, Neuenhof, Killwangen, Spreitenbach und Würenlos.
Robin Schwarz, Redaktor Limmatwelle
HERAUSGEBERIN CH Regionalmedien AG, Kronenplatz 12, 5600 Lenzburg GESCHÄFTSFÜHRER Stefan Biedermann, stefan.biedermann@chmedia.ch, Telefon 058 200 58 10
REDAKTION redaktion@limmatwelle.ch, Telefon 058 200 58 20
«Tägi-Lesesommer» Auch diesen Sommer geht die Gemeindebibliothek Wettingen baden und stellt während der heissen Jahreszeit eine attraktive Auswahl an Büchern zum Lesen und Mitnehmen gratis zur Verfügung. Schwimmbad Tägerhard, 25.–30. Juni, 1. Juli, 9–20 Uhr.
REDAKTIONSLEITUNG Melanie Bär, melanie.baer@chmedia.ch REDAKTIONSTEAM Manuela Page, manuela.page@chmedia.ch Robin Schwarz, robin.schwarz@chmedia.ch FREIE MITARBEITER DIESER AUSGABE Sibylle Egloff (sib), Gaby Kost (gk), Dieter Minder (dm) REDAKTIONSSCHLUSS Montag, 8 Uhr COPYRIGHT Herausgeberin Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material. INSERATE Brigitte Gähwiler, brigitte.gaehwiler@chmedia.ch, Telefon 058 200 53 73
DRUCK CH Media Print AG, 5001 Aarau ZUSTELLUNG Die Post ABO SERVICE E-Mail: abo@chmedia.ch / Stichwort Liwe, Telefon 058 200 55 55, Telefax 058 200 55 56
EIN PRODUKT DER
VERLEGER Peter Wanner www.chmedia.ch Beteiligungen der CH Media AG auf www.chmedia.ch
Aqua Win Eine interaktive Unterwasserwelt im Tägipark, die die Grenze zwischen Virtualität und Realität verschwimmen lässt. Dabei können Kinder einen Fisch malen und einscannen lassen, der dann virtuell umgesetzt wird. Mehr unter www.taegipark.ch. Tägipark, bis am 3. Juli.
SPREITENBACH «SonnenTrail» – limitierte Sonderführung Interessierte lernen die Nutzungsmöglichkeiten von Solarthermie und Photovoltaik kennen. www.umweltarena.ch Umwelt-Arena, 25., 26., 27., 30. Juni, jeweils 10–17 Uhr.
WETTINGEN Lirum Larum Verslispiel Für Kinder von 9 Monaten bis 3 Jahren. Mit Anmeldung: www.eeveno/ LirumLarum. Gemeindebibliothek, Samstag, 26. Juni, 9.30–10 Uhr. Musik des Mittelalters und Naturtöne Gregor Loepfe, Stefan Mül-
ler und Johann Sonnleitner spielen historische Tasteninstrumente in mittelalterlicher Quintenstimmung. Mit Eintritt. Klosterkirche, Sonntag, 27. Juni, 17–18 Uhr. Turnen für jedefrau/jedermann Auf in die neue Runde. Turnhalle Zehntenhof, Montag, 28. Juni, 18.30– 20 Uhr.
WÜRENLOS Der Schnellste Würenloser Schülerinnen und Schüler von der 1. bis 9. Klasse rennen im Sprint um die Wette. Anmeldung vor Ort. Laufbahn im Ländli beim Schwimmbad. Dienstag, 29. Juni, ab 17.45 Uhr.
Journalismus ist ein sonderbarer Spiegel. Er führt einem selbst immer wieder Dinge vor Augen, die man zuvor wohl nur unbewusst wahrgenommen hat. Und es ist der Lokaljournalismus, der mir meine eigenen Gefühle der Heimatlosigkeit, des Nichtverwurzeltseins gespiegelt hat. Es sind diffuse Gefühle, die nicht klar benennbar sind, sondern nur in den Zwischenräumen der Abgrenzung auffindbar sind. Wenn Menschen davon reden, wie lange sie schon an einem Ort leben, oder sie sie sich als Wettinger oder Würenloserinnen bezeichnen, während ich in Baden wohne, aber nicht Badener bin. Ich habe mich in meinem Leben nirgends wirklich zuhause oder zugehörig gefühlt. Ich habe nie empfunden, dass ich an einen bestimmten Ort gehöre, sondern eher an keinen, ins Nirgendwo. Wo ich aufgewachsen bin, war für mich immer irrelevant. Mehr als eine Handvoll Erinnerungen verknüpfe ich kaum mit diesem Ort. Wenn, dann sind mir meine Gedanken und meine Sprache Heimat. Eine Identifikation mit örtlichen Begebenheiten schien mir immer suspekt oder gar befremdlich. Der französische Philosoph Jacques Derrida schreibt über Identität: «Eine Identität wir nie gegeben, erhalten oder erreicht; nur der unabschliessbare und unendliche phantasmatische Prozess der Identifikation bleibt bestehen.» Nun ist es genau dieser ewig bewegte Prozess, der mich fasziniert, während das Hierhingehören für mich Stillstand und Unfreiheit symbolisiert. Vielleicht sagt man deshalb «ortsgebunden». Dennoch zeigt mir der Lokaljournalismus, dass meine Freiheit auch von Unruhe geprägt ist, vom ständigen Kampf, das innere Zuhause instand zu halten. Zugehörigkeit und das unbedingte Anerkennen des Selbst, das damit kommt, sind für mich nicht angeboren oder selbstverständlich. Ich frage mich manchmal, wie es ist, sich zuhause zu fühlen. Verpasse ich etwas? Feedback an: redaktion@limmatwelle.ch