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Limmatwelle Woche 21

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Offiz. Amtliches Publikationsorgan des Kreis 2 Limmattal für die Gemeinden Wettingen, Neuenhof, Killwangen, Spreitenbach und Würenlos Donnerstag, 27. Mai 2021, 60. Jahrgang, Nr. 21

Vom Wert des Kaffs Pedro Lenz tritt zusammen mit Gitarrist Max Lässer in der Alten Kirche Würenlos auf. Im Interview mit der Limmatwelle spricht der Schriftsteller über die Vorteile der Provinz gegenüber der Grossstadt, die Identität der Schweiz und die Idee des Heimatlands. (rsz) S. 16/17

Progressiver Pfarrer, moderne Ideen Stefan Moll ist Pfarrer der evangelisch-methodistischen Kirche Baden-Wettingen und fällt immer wieder durch ungewöhnliche Ideen und Aktionen auf. Die Limmatwelle hat mit ihm über Gott und die Welt geredet. (rsz) S. 4/5

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Jüngster Spitex-Präsident tritt ab Mit 28 Jahren übernahm Nico Kunz das Präsidium der Spitex Würenlos. Ende Mai gibt er das Amt weiter. MELANIE BÄR

Sein letztes Jahr als Spitex-Präsident hat sich Nico Kunz anders gewünscht. Die Pandemie machte ihn zum Krisenmanager. Nach neun Jahren strategischer Arbeit war er plötzlich auch im Tagesgeschäft involviert. Er bedauert, dass die Generalversammlung Ende Mai nicht stattfindet und er sich nicht persönlich von den Mitgliedern verabschieden kann. S. 15 Nico Kunz tritt als Spitex-Präsident in Würenlos zurück.

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Einwohnerrat, Beschlüsse vom 20. Mai 2021 1. Die Protokolle der Sitzungen vom 28. Januar und 11. März 2021 werden genehmigt. 2. Der Rechenschaftsbericht 2020 der Einwohnergemeinde Wettingen wird genehmigt. 3. Die Verwaltungsrechnung; Rechnungsabschluss 2020 der Einwohnergemeinde Wettingen wird genehmigt. 4. Das Reglement über die Tätigkeit sowie das Gehalt des Gemeindeammanns und die Entschädigung der weiteren Mitglieder des Gemeinderates wird genehmigt. 5. Das Kreditbegehren von Fr. 330‘000.00 (inkl. MwSt.) betreffend Integration der Klosterhalbinsel Wettingen ins «Museum Aargau» für die Jahre 2022 – 2027 wird genehmigt. 6. Das Kreditbegehren von Fr. 1'675'000.00 (inkl. MwSt.) zum Erweiterungsbau der Heilpädagogischen Schule (HPS) Pavillon wird genehmigt. 7. Das Kreditbegehren über Fr. 2'940'000.00 (inkl. MwSt.) für die Ertüchtigung der Sonderbauwerke - Pumpwerk Aesch, Regenbecken Bahnhof, Schwimmbadstrasse und Tödistrasse wird genehmigt. Die Beschlüsse unter Ziffer 2 – 7 unterliegen dem fakultativen Referendum und werden innert 30 Tagen, von der Publikation in der Limmatwelle (27. Mai 2021) an gerechnet, rechtskräftig, wenn das Referendum dagegen nicht ergriffen wird. Die Unterlagen können während der Referendumsfrist zur ordentlichen Bürozeit auf der Gemeindekanzlei eingesehen werden. Einwohnerrat

Bitte beachten Sie, dass wegen Fronleichnahm am Donnerstag, 3. Juni, die «Limmatwelle» am Freitag, 4. Juni 2021, erscheint.

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Redaktionsschluss Montag, 31. Mai, 9 Uhr Inserateschluss Montag, 31. Mai, 9 Uhr Wir wünschen Ihnen einen frohen Feiertag.

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WETTINGEN

WOCHE NR. 21 DONNERSTAG, 27. MAI 2021

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AUS DEM GEMEINDERAT Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung Die Büros der Gemeindeverwaltung Wettingen bleiben am Donnerstag, 3. Juni (Fronleichnam), und Freitag, 4. Juni (Brückentag), geschlossen. Informationen zum Pikettdienst des Bestattungsamtes sind über die Telefonnummer 056 437 71 11 erhältlich. Die Polizei ist über die Telefonnummer 117 erreichbar. Ab Montag, 7. Juni, sind alle Abteilungen zu den normalen Öffnungszeiten wieder für die Anliegen aus der Bevölkerung erreichbar. Publikation von Gesuchen um ordentliche Einbürgerung Folgende in Wettingen wohnhafte Personen haben bei der Gemeinde Wettingen ein Gesuch um ordentliche Einbürgerung gestellt: Rebecca Louise Green, geb. 1974, britische Staatsangehörige, Lorenzo Silvani, geb. 1971, italienischer Staatsangehöriger, Edoardo Benjamin Silvani, geb. 2008, Annabel Vittoria Silvani, geb. 2011, Lucy Rose Silvani, geb. 2013, alle drei italienische und britische Staatsangehörige, Isatzweg 17; Thieu Ming Duong, geb. 1965, unbekannte Staatsangehörigkeit, Kraftwerkstrasse 24; Sheetal Vattathara, geb. 1999, indische Staatsangehörige, Rebhaldenstrasse 43; Jens Christian Harenberg, geb. 1971, Sabine Harenberg geb. Connert, geb. 1971, Felix Harenberg, geb. 2004, Anna Harenberg, geb. 2007, alle deutsche Staatsangehörige, Dianastrasse 16a; Yury Bykov, geb. 1981, Yulia Bykova geb. Lobacheva, geb. 1983, Alexandra Bykova, geb. 2015, alle russische Staatsangehörige, Bifangstrasse 21b; Michal Tronícek, geb. 1981, Veronika Tronícek geb. Cabáková, geb. 1984, Bastien Tronícek, geb. 2018 alle tschechische Staatsangehörige, Alberich-Zwyssig-Strasse 49. Jede Person kann innert 30 Tagen seit der amtlichen Publikation dem Gemeinderat eine schriftliche Eingabe zu den einzelnen Gesuchen einreichen. Diese Eingaben können sowohl positive wie auch negative Aspekte enthalten. Der Gemeinderat wird die Eingaben prüfen und in seine Beurteilung einfliessen lassen. Gemeindebibliothek Die Gemeindebibliothek Wettingen schliesst am Mittwoch, 2. Juni um 18 Uhr und bleibt am Donnerstag, 3. Juni (Fronleichnam) geschlossen.

Der Einwohnerrat tagt wegen der Coronapandemie seit Längerem im Tägi-Eventsaal.

Alexander Wagner/Archiv

Finanzpolitik in der Debatte Die Einwohnerratssitzung vom letzten Donnerstag stand ganz im Zeichen von Wettingens schwieriger Finanzlage. ROBIN SCHWARZ

Es war fast 23.30 Uhr, als Einwohnerratspräsident Christian Pauli (FDP) die Räte, die Medien und das Publikum in den Feierabend entliess. Davor tagte das Wettinger Parlament in einer Marathonsitzung, bei der es um mehrere heikle Themen ging. Eines der grossen Traktanden war der Rechenschaftsbericht 2020. Nicht etwa, weil eine Ablehnung des Berichts gedroht hatte, sondern weil die Äusserungen der Fraktionen die Weichen stellten für die diffizile finanzpolitische Debatte, die Wettingen bevorsteht. Dies nach einem schwierigen Coronajahr, dem ein für die Gemeinde historisches Budgetdrama vorausging. Das positive Finanzergebnis 2020 kommentierte Gemeindeammann Roland Kuster (Die Mitte CVP) vor allem mit Dank: «Eine Gemeinschaft ist nur stark, wenn sie in einer schwierigen Situation zusammenstehen kann, wir haben miteinander bewiesen, dass es geht.» François Chapuis, Präsident der Finanzkommission, relativierte das positive Ergebnis aber. Er verwies auf die weiterhin tiefe Eigenfinanzierung und die hohe Pro-Kopf-Verschuldung. Dieses positive Ergebnis soll man nun noch «ein letztes Mal

so richtig geniessen», da die kommenden Jahre alles andere als rosig aussehen würden. Man habe das letzte Mal von einzigartigen Effekten profitieren können. Das sei nun vorbei: «Mir graut es vor der Zukunft», so Chapuis. Wäre Wettingen eine Firma, müsste man sich langsam sagen: «Machen wir den Laden dicht.» Es sei nun an der Zeit, zusammenzustehen und parteiübergreifend nach Lösungen zu suchen. Eine Steuerfusserhöhung alleine werde aber nicht genügen, um die Finanzprobleme Wettingens in den Griff zu kriegen. Dem pflichtete FDP-Fraktionspräsidentin Judith Gähler zu und sagte, es gelte, eine «Vision für Wettingen zu schaffen». Einzig die GLP und die SVP sprachen sich dezidiert gegen eine Steuererhöhung aus. SVP-Fraktionspräsidentin Michaela Huser sagte, die SVP sei «nicht bereit, auf Vorrat eine Steuererhöhung mitzutragen», diese solle nur das «letzte Mittel» sein. Orun Palit (GLP) sprach davon, man brauche «noch mehr Disziplin» und es gebe noch immer zu viele «Nice-to-have»-Ausgaben. Weniger Geld für die Exekutive Beim nächsten Traktandum trat Gemeindeammann Kuster in den Ausstand und verliess den Saal – es ging unter anderem um seinen Lohn: Das Parlament beschloss nach mehr als einer Stunde Diskussion die vorgeschlagene Gehaltskürzung für die Exekutive. Ab 2022 erhält der Gemeindeammann neu 230000 statt die bisherigen 237000 Franken. Die Gemeinderäte erhalten neu 47000 statt

48500 Franken. Auch der Lohn des Vizeammanns wurde gesenkt: von 57600 auf 55000 Franken. SVP und GLP stimmten mehrheitlich gegen die Kürzung. Beide Parteien brachten in letzter Sekunde noch Anträge mit alternativen Vorschlägen ein, die allerdings alle deutlich abgelehnt wurden. Im Vorfeld bezeichnete Orun Palit die geplante Kürzung als «ungenügend» und wies darauf hin, dass auch ein noch stärker gesenkter Lohn immer noch attraktiv sei. In der Diskussion kommentierte Thomas Egloff (Forum 5430), man hoffe, das Thema der Exekutivgehälter sei nun «endlich vom Tisch». Leo Scherer (WettiGrüen) griff die SVP und die GLP an und sprach von «reiner Missgunstpolitik, die beim Schuldenabbauen gar nichts bringt». Auch Christian Wassmer (Die Mitte CVP) stimmte in die Kritik gegen GLP und SVP mit ein. HPS-Pavillon, Sonderbauwerke und Kloster Wettingen bewilligt Die drei Kreditbegehren zum Erweiterungsbau der Heilpädagogischen Schule (HPS), zur Integration des Klosters Wettingen ins «Museum Aargau» und zur Ertüchtigung der Sonderbauwerke wurden allesamt klar angenommen. Lediglich bei der Diskussion um den HPS-Pavillon wurde gelegentlicher Missmut geäussert. So hielt man die Zeitplanung erneut für «sportlich» und es wurden auch ökologische Fragen aufgeworfen. Die Diskussion erschöpfte sich jedoch – auch wegen der fortgeschrittenen Zeit – schnell.


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WETTINGEN

Mit Formeln brechen, die nicht mehr Pfarrer Stefan Moll hat progressive Ideen und den Blick fürs Weite. Ein Gespräch über Gott und die Welt. ROBIN SCHWARZ

Hoffentlich ist es nicht auch der metaphysische Himmel, aus dessen Wolken es an diesem Donnerstagnachmittag mit einiger Vehemenz tropft. Das wäre vielleicht ein schlechtes Omen, glaubt man denn an Omen. Stefan Moll, Pfarrer der evangelisch-methodistischen Kirche BadenWettingen, bittet herein. Auf einem etwas zerknautschten ockerfarbenen Sofa, das seine besten Tage hinter sich hat, macht er es sich bequem. Er steigt aus seinen Birkenstocks, um auch die Füsse gleich mit auf die Sitzfläche zu ziehen. Das lässt ihn jugendlicher erscheinen, als er es eigentlich ist. In ein paar Jahren wird er bereits pensioniert. Dazu passt das verschmitzte Blitzen seiner Augen, wenn er zum Reden ansetzt, den Finger kurz erhoben, nicht, um zu gebieten, sondern mehr für sich selber, um den Punkt zu finden, auf den er kommen möchte. Vielleicht berührt sein Zeigefinger einen Moment lang die Lippen, bevor er mit dem Sprechen loslegen möchte, aber gleichzeitig realisiert er, dass er noch eine Hundertstelsekunde mehr Nachdenkzeit braucht für die richtigen Worte, um dann à point das auszudrücken, was er wirklich will. Wenn es dann aber so weit ist, sprüht Stefan Moll vor Geistreichtum und vermag es, raffinierte Gedankenkonstrukte zu bauen. «Ich mache manchmal vielleicht kantige Aussagen» Stefan Moll ist nicht nur in der Region kein unbeschriebenes Blatt, nein, er hält zum Beispiel regelmässig Predigten im Schweizer Radio oder war in der SRF Sternstunde Religion zu Gast. Ebenfalls in die Schlagzeilen gerieten Moll und seine Frau, als sie gelobten, während der Fastenzeit nur 9 Franken pro Tag auszugeben – das Budget einer asylsuchenden Person im Kanton Aargau. Zuletzt hatte er in dieser Zeitung eine Kolumne geschrieben, in der er «Gott» als «G*tt» schrieb, als Allusion auf das Gendersternchen, das in der Debatte um geschlechtergerechte Sprache immer wieder für

Aufruhr sorgt. Auf die Frage, wie es komme, dass er so in aller Munde sei, antwortet Moll bescheiden: «Ich mache vielleicht manchmal etwas kantige Aussagen.» Trotz Kanten spricht und argumentiert Moll weich und differenziert. Und: Er macht auch immer wieder durch progressive politische Aktivitäten und Aussagen auf sich aufmerksam. Etwas, was der Öffentlichkeit, wenn es um kirchliche Angelegenheiten geht, oft fehlt und manchmal gar eher ungern gesehen ist. Zuletzt wurde zum Beispiel die LGBTQ-Community enttäuscht, als der als progressiv verstandene Papst Franziskus homosexuellen Paaren den Segen verwehrte, dies nach vielen positiven Signalen. Trotzdem schafft es Stefan Moll, in einer Zeit, in der Sexismus, Homophobie und Rassismus zu den drängendsten politischen Angelegenheiten – zumindest der Linken – gehören, eine progressive Formel zu finden. Die Antwort sieht er in der Lehre von John Wesley, dem Vordenker der evangelisch-methodistischen Kirche. «Ich entspreche Wesley sehr gut, weil er einen Wahnsinnshorizont hatte, schon vor 300 Jahren. Er hat Auf klärung, Pietismus und traditionelle Kirche in ein neues Konglomerat zusammengeführt», erklärt Moll. Wesley sei zwar ein erzkonservativer Mensch gewesen, dennoch habe er «mit den Formeln gebrochen, von denen er gemerkt hatte, dass sie nicht mehr zeitgemäss sind». Das sind also perfekte Voraussetzung für ein modernes Verständnis von Religion: ein Aufbruch, ein Aufbrechen, aber gleichzeitig zu wissen, man habe einen Heimathafen. Aber nicht nur einen in der Religion: «Unsere Zeit überfordert sich sehr stark, weil wir uns ständig selber neu erfinden müssen. Aber wieso nicht

«Unsere Zeit überfordert sich sehr stark, weil wir uns ständig selber neu erfinden müssen.» einmal sich eingestehen, dass wir ein Produkt unserer Eltern sind, in eine bestimmte Tradition mit bestimmten Werten und Vorlieben reingeboren sind?», fragt Moll. «Und wieso nicht zugeben, dass es verdammt schwierig ist, daraus auszubrechen?»

Will einen postmodernen Umgang mit der Bibel finden: Pfarrer Stefan Moll. Die Kirchen hätten sich immer schon durch Opposition von den Rändern her entwickelt, erklärt Moll. Heute gebe es zum Beispiel wieder mehr den Drang, zurück zur Stille zu kehren, oder auch Pilgertourismus spiele eine immer stärkere Rolle. Moll findet das aber komplexer, als es auf eine blosse spirituelle Reaktion auf den gesellschaftlichen Druck des Neoliberalismus zurückzuführen. «Wir sind alle Kinder unserer Zeit und ich sehe den Lauf der Geschichte sehr ambivalent.» Die Welt wird nicht einfach automatisch besser Es sei in der Weltgeschichte noch nie so viel Geld im Umlauf gewesen wie heute. Aber er glaube auch nicht, dass die Welt automatisch besser würde. Im Gegenteil, er sehe das im Moment sogar etwas pessimistisch. Das Asylgesetz etwa wertet Moll als «unbarmherzig bis zum Abwinken». «In den unteren Einkommensschichten werden die Leute gedrückt.» Er spricht über den erschwerten Zugang zur IV oder zur Sozialhilfe. «Was mich beelendet, ist, dass man dem Armen sogar den Hunger noch vergönnt», erzählt Moll und spricht das Paradox an, dass es zwar Sozialdetektive gebe, aber keine Steuerdetektive für Grossverdiener.

«Gegenüber Leuten in Not hat eine unfassbare Verhärtung stattgefunden, die salonfähig geworden ist», etwas, was Moll als «direkten Angriff auf das Christentum» empfindet. In seiner Gemeinde gebe es Menschen, die einen Wegweisungsentscheid hätten und daran verzweifelten. Das löse eine unfassbare Angst aus. «Ich kenne Teenager, die deswegen suizidal sind, und das nur, weil jemand Angst hat, dass

«Gegenüber Leuten in Not hat eine unfassbare Verhärtung stattgefunden.» hier bald jemand aus dem Ausland lebt», sagt Moll, die sonst engagierte Stimme bebt ein wenig. Wir befänden uns in einer Welt, die gleichzeitig die Krise der Wissenschaft sei, sagt Moll. «Gerade während der Coronapandemie sehen wir jeden Tag mehr Zahlen und Statistiken, die niemandem mehr wirklich etwas sagen», sagt Moll. Damit zweifelt Moll keineswegs die Naturwissenschaft an sich an, aber sie alleine könne keinen Sinn stiften. Der berühmte Regisseur und Filmemacher Werner Herzog sagt mal über Fakten:


WOCHE NR. 21 DONNERSTAG, 27. MAI 2021

zeitgemäss sind

Robin Schwarz

«Das Telefon von Manhattan enthält Fakten, Millionen davon, aber sie erleuchten uns nicht.» Räume der Resonanz und die Begegnung mit dem «Anderen» Sinn stiften, das könnten die Religion am besten, dicht gefolgt von Musik, Literatur und Kunst, die alle eine gewisse «Wohnlichkeit» böten. In einer soziologischen Abhandlung fühle sich niemand zuhause, sagt Moll. Doch genau darum gehe es: sich an einem Ort oder in einer Sache zu beheimaten. «Haben Sie Hartmut Rosa gelesen?», fragt Moll. Der Sozialphilosoph Hartmut Rosa führte den Begriff «Resonanz» mit seinem gleichnamigen Werk ein. Damit versucht er, die Qualität der Beziehungen zwischen Menschen oder zwischen Menschen und Weltausschnitten zu betrachten. Ausgehend von der Feststellung, dass sich die Gesellschaft in den allermeisten Bereichen ständig beschleunigen muss, sich steigern muss, sich übertreffen muss, sind aber Rosa zufolge die Möglichkeiten dazu, «resonant» in Beziehung zu treten, zusehends untergraben. Moll sieht die Möglichkeit zu eben dieser Resonanz besonders in der Stille, darin, den «Anderen» zu hören, wie er sagt. Religion – oder etwa der Gottesdienst – sei ein Ort, an dem Reso-

nanz möglich werde, etwa beim Singen. «Ein Gottesdienst darf auch einmal langweilig sein. Why not?», fragt Moll, denn in der Langeweile aus Zwischenraum könnten Resonanzen, Begegnungen entstehen. Und weil eben Religion so stark mit ihren Ritualen verbunden sei, sei es einfacher, sich in ihnen zu beheimaten, selbst wenn einmal nichts passiert. Auch das habe seinen Wert. Diese religiösen Rituale seien der Katalysator, in dem Wissen und Weisheit zusammenkämen. Die Begegnung mit dem stets Anderen steht für Moll im Zentrum. Er zitiert den Religionsphilosophen Martin Buber und dessen berühmten Ausspruch: «Das Ich wird am Du zum Ich.» Moll weiter «Wir haben viele Migranten in unserer Kirche und sie sind ein unschätzbares Geschenk», denn sie würden Fragen aufwerfen, weltliche und religiöse, an denen man merke, wo die eigenen blinden Flecken seien. Moll, fast schon sokratisch: «Wir alle haben blinde Flecken, das ist in Ordnung. Aber noch besser ist es, zu wissen, dass man blinde Flecken hat.» Statt das Andere also ausklammern oder ausschliessen sei es eben gerade die beste Möglichkeit zu lernen. Dasselbe gelte für das Lesen der Bibel. Moll liest die Bibel nicht als ein unantastbares Wort, sondern als etwas, womit man, wieder gemäss Rosa, in Resonanz dazu treten müsse. Sie immer wieder neu lesen, sich versichern, aber auch, wie Vordenker Wesley, sehen, wo Dinge nicht mehr zeitgemäss seien. Es geht Moll also

«Das Projekt ist, einen postmodernen Umgang mit der Bibel zu schaffen.» in der Religion nicht um ein unumstössliches Dogma, das nicht verhandelbar sei, sondern eben um eines, das ständig neu verhandelt werden muss. Trotzdem gehöre eine gewisse Verbindlichkeit dazu, sagt Moll und meint, gerade bei reformierten Kirchen eine gewisse Unverbindlichkeit zu sehen, bei der alle ein bisschen machen dürfen, was sie wollen. Gottes Wort ist verbindlich, was es aber heisst, bedarf ständiger Neuinterpretation. «Das Projekt ist, einen postmodernen Umgang mit der Bibel zu schaffen, ohne dabei zu vergessen, woher sie kommt.»

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VEREINE

Die Freude ist riesig bei den Junioren vom FC Wettingen Da (Promotion) unter der Führung vom Trainerduo Ramon Fritschi und Markus Laube, denn sie haben den weiten Weg erfolgreich hinter sich gebracht und stehen nun im Final des Axpo-Aargauer-Cups 2021 am 26. Juni in Villmergen. Diesen Monat gewannen sie das Halbfinal in einem spannenden Spiel gegen den FC Buchs Aarau Rohr mit 4:3. Der FC Wettingen freut sich auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher, welche die gesamte Mannschaft mit dem Traum, Cupsieger 2021 zu werden, lautstark unterstützen werden. (zVg)

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Publireportagen stehen ausserhalb der redaktionellen Verantwortung; Informationen erhalten Sie beim Verlag der Limmatwelle, brigitte.gaehwiler@chmedia.ch, Tel. 079 798 17 86.

Er schlägt mit dem «Grenzstein» ein neues Kapitel auf Das Restaurant Grenzstein in Wettingen blickt auf eine lange Tradition zurück. Nun wird die Geschichte fortgeschrieben – unter dem Namen Ibogrenzstein und einem neuen Chef

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bo Elmali kann bereits auf eine jahrzehntelange Erfahrung in der Gastronomie zurückblicken. Elf Jahre lang war er als Koch im «Rössli» in Fislisbach tätig, vier Jahre im Restaurant «Rütihof» an seinem Wohnort Rütihof. Im Dezember vergangenen Jahres hat indes ein neues Kapitel in seiner Karriere begonnen, im ehemaligen Restaurant Grenzstein, das sich direkt an der Grenze zwischen Wettingen und Baden befindet. Ehemalig deswegen, weil Elmali es umgetauft hat – in «Ibogrenzstein». Der neue Name steht auch für einen frischen Wind, der im altehrwürdigen Lokal Einzug gehalten hat. Elmali hat das Restaurant sanft renovieren lassen. Den Charakter vom «Grenzstein» hat er aber beibehalten: Das Lokal ist gemütlich und schmuck geblieben, ein Rückzugsort wie eh und je. 100 Sitzplätze bietet das Restaurant innen, davon einige sehr spezielle wie etwa den Zweiertisch, der für ein Tête-à-tête vom Rest des Lokals getrennt ist. Auf der Terrasse stehen 80 Plätze zur Verfügung. Serviert werden gutbürgerliche Gerichte, aber auch Pizzen direkt aus dem grossen, eindrücklichen Pizzaofen, der mitten im Lokal steht – und nicht zuletzt Spezialitäten aus allen Herren Ländern. Die Vielseitigkeit ist

Elmali wichtig, er will seine Gäste nicht nur kulinarisch verwöhnen, sondern ihnen auch Abwechslung bieten. So werden unter der Woche mittags fünf verschiedene Menüs, auch internationale, inklusive Salat oder Suppe und Dessert ab 19.50 Franken zur Auswahl stehen. Dazu gibt es eigens kreierte Sommerspezialitäten, von denen einige in Schüsseln serviert werden, eventuell auch welche vom Grill. Die Speisekarte will Elmali immer wieder anpassen. In seiner Küche setzt er übrigens auf regionale Produkte. Bisher konnte er seine Kochkünste aufgrund der Pandemie noch nicht einem breiten Publikum beweisen. Doch Elmali hofft natürlich, dass die Beschränkungen für die Gastronomie so bald wie möglich fallen. Denn er und sein Team erwarten nichts sehnlicher als Gäste. «Wir sind bereit», sagt er und lächelt.

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WETTINGEN

WOCHE NR. 21 DONNERSTAG, 27. MAI 2021

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ZUM GEDENKEN

VERMISCHTES

FC Wettingen – Erinnerungen der Ehemaligen an Horst Beichter Mit Horst Beichter (1940) ist am 10. Mai schon wieder ein verdienstvoller Ehemaliger des FC Wettingen Horst Beichter. zVg verstorben. Horst war – wohl für die meisten – der Beste aller Zeiten des FC Wettingen. Am Anfang seiner Fussballkarriere als junger Nachwuchsspieler im TSG Ulm wurde er von vorausblickenden Verantwortlichen entdeckt und im Juli 1962 zum FC Wettingen transferiert. Der Anfang war schwierig – er musste den Umweg über die 2. Mannschaft machen, da damals die Spielberechtigungen recht kompliziert waren. Mit dem Eintritt in die 1. Mannschaft begann der Aufstieg des FCW – das Team wurde in drei Jahren zur dominierenden Mannschaft in der 1. Liga. Viele erinnern sich an das PowerTeam Beichter/Laupper mit unzähligen Toren. Mit dem Aufstieg in die Nationalliga B wurden die Anforderungen höher, aber Horst war auch da der torgefährliche Stürmer und setzte sich durch, auch wenn er sich mittlerweile einen Namen gemacht hatte. Der Aufstieg in die Nationalliga A 1969 krönte die Karriere von Horst – auch in der höchsten Liga war er erfolgreich – wer kann schon behaupten im Stadion Wankdorf gegen YB 3 Tore erzielt zu haben! Er hätte sich sicher auch in einem Top-Team durchgesetzt. Auch in den nachfolgenden Jahren engagierte sich Horst als Trainer und Coach und immer war er für viele ein Vorbild an Einsatz und Verantwortung – wir werden ihn als tollen und dynamischen Freund in Erinnerung behalten. Der frühe Transfer in die Schweiz bedingte, dass sich Horst und Gerda früh verheirateten – daraus wurde eine lebenslange Ehe mit zwei Kindern und sieben Enkelkindern. Seine enorme Kraft schöpfte er aus der Familie – sie war immer für ihn da. Zusammen konnten sie Tennis und Golf spielen und genossen viele schöne Reisen ins Ausland. Wettingen war er auch beruflich treu – während all den Jahren war er ein wichtiges Kadermitglied des EW Wettingen – alle in der Gemeinde kannten ihn und wenn Not am Mann war, dann rief man Horst. Bedauerlicherweise waren seine letzten Jahre von einer schweren Krankheit belastet, seine Gerda jedoch opferte sich auf, um ihm seinen Wunsch zu erfüllen, zu Hause bleiben zu können. Mit dem Tod von Gerda war wohl auch sein bemerkenswerter Lebensmut erschöpft. Horst hinterlässt eine Lücke in der Gemeinde Wettingen – man sagt das oft, aber bei ihm ist das wirklich der Fall – wir werden ihn sehr vermissen!

Mitglieder der Tambourenvereinigung Wettingen und Umgebung begleiteten die Armee an der Soldatenwallfahrt zwar nicht nach Lourdes, führten stattdessen jedoch den Pilgerzug einer kleinen Wallfahrt in Leuggern an. Trotz der abgesagten Reise in die bekannte Grotte in Frankreich waren auch in Leuggern Armeeangehörigen mit Schweizer Fahne und Pilger aus nah und fern dabei. Die Grotte in Leuggern ist der Grotte in Lourdes sehr ähnlich. Alle, die schon einmal in Lourdes waren, fühlten sich mit diesem Ort verbunden. Alphornklänge und Gesangsbegleitung von zwei Musikanten mit Horn und Euphonium umrahmten den abgehaltenen Gottesdienst festlich. Die Musikanten erhielten viel Applaus, sodass es keine Frage war, dass noch ein weiteres Stück vor der Grotte getrommelt wurde. Die Tambouren erhielten viel Lob und ein grosses Dankeschön für die Begleitung dieser zwar kleinen, aber bedeutenden Wallfahrt.

Baden bis um Mitternacht: Das wird auch diesen Sommer möglich.

zVg

Eine Nacht in der Badi Ein Sommerferien-Kindertraum: übernachten in der Badi. Diesen Sommer wird das im Tägi erneut möglich. Sie wurde letzten Sommer ins Leben gerufen und hatte voll den Nerv des Coronasommers getroffen: die «Zeltnacht i de Badi». In diesem Sommer geht die Idee nun in die zweite Runde – und das gleich in dreifacher Ausführung, wie das Tägi bekannt gibt. Jeweils von Samstag auf Sonntag am 5. Juni, 3. Juli und 7. August findet die Zeltnacht im rund 30 000 m² grossen Gartenbad statt. «Die Zeltnacht vom letzten Jahr ist bei den Besuchern auf grosse Begeisterung gestossen, weshalb wir

uns entschieden haben, die Zeltnacht dieses Jahr gleich dreifach durchzuführen – wir wollen damit auch ein Freizeitangebot für all jene schaffen, welche dieses Jahr nicht verreisen können», begründet Marco Baumann, CEO der Tägi AG. «Dank den grosszügigen Liegewiesen und einer beschränkten Anzahl Zeltplätzen können wir unseren Gästen einen sicheren Aufenthalt garantieren.» Bereits am Samstagmittag ab 12 Uhr ist beim Empfang im Tägi das Check-in möglich. Die Zelte können ab 18 Uhr aufgebaut werden und ab 20 Uhr ist das Gartenbad exklusiv für die Zeltnachtgäste geöffnet. Das spezielle Erlebnis: Das Schwimmen im Gartenbad ist an der Zeltnacht bis um Mitternacht möglich. (zVg/LiWe) Tambouren an der Wallfahrt.

zVg

TENNIS: INTERCLUBVORSCHAU REGION WETTINGEN/BADEN

Am letzten Maiwochenende fällt der Startschuss zur neuen Interclubsaison. In der Region Wettingen/Baden starten insgesamt neun Teams in einer der drei höchsten Spielklassen des Landes. Dies meldet der Tennisclub Wettingen. «Die letzte Interclubsaison fand wegen der Coronapandemie unter ganz besonderen Vorzeichen statt», schreibt der TC. Statt im Mai wurde im September gespielt und es gab weder Auf- noch Absteiger. «Entsprechend schwierig war es, die Leistungen der Teams im vergangenen Jahr einzuschätzen», so der Tennisclub weiter. Nun gehe es aber wie üblich weiter – nur drei Wochen später als ursprünglich geplant. Vor zwei Jahren Erich Schellenberg noch schrammten die Wettinger

Martin Gloor wäre fast 55+-SchweizerMeister geworden. zVg Senioren in der Altersklasse 55+ hauchdünn am Schweizer-MeisterTitel vorbei. In diesem Jahr nun nehmen die Wettinger einen neuen Anlauf. Wiederum starten sie in der höchsten Spielklasse und messen sich in der Vorrunde mit Belvoir ZH,

Nyon und Sporting Derendingen. Mit den NLC-Männern in der Altersklasse 35+ stellt der TC Wettingen noch ein weiteres Team in einer der drei höchsten Spielklassen der Schweiz. In der Region Wettingen/ Baden gehen in diesem Jahr auch zwei Equipen an den Start, die in der Nationalliga B auf Punktejagd gehen. Es sind dies einerseits die Senioren 55+ des TC Spreitenbach und die Seniorinnen 30+ des TC Esp Fislisbach. Beide Teams hatten den Aufstieg eigentlich in der Saison 2019 knapp verpasst. Fünf weitere Teams aus der Region Wettingen/ Baden spielen in der kommenden Interclubsaison zudem in der Nationalliga C. Drei davon sind frisch in diese Spielklasse aufgestiegen. (zVg)


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NEUENHOF

LESERFOTO Maikäfer sind unterwegs und finden Nahrung im kräftig gelben Rapsfeld. Fotografiert von Leserin Renate Bergen aus Neuenhof. Haben auch Sie ein tolles Sujet in der Region aufgenommen? Dann schicken Sie uns das Foto (im JPG-Format und in der Grösse von mind. 1 MB) an redaktion@limmatwelle.ch.

Der Jugendraum Auf der Baustelle im neuen Jugendraum an der Zürcherstrasse in Neuenhof hat sich einiges getan. Doch bis die Jugendlichen dort ihre Freizeit verbringen können, gibt es noch viel zu tun. Am Freitag konnte die Öffentlichkeit die Räume besichtigen, die Eröffnung soll vor den Sommerferien stattfinden. ROMI SCHMID

Meldungen der Kantonspolizei In ehemaligen Kindergarten eingebrochen und Mobiliar verwüstet Eine Anwohnerin alarmierte am Abend des Pfingstsonntags, 23. Mai, die Kantonspolizei und teilte mit, dass Jugendliche die Scheiben des ehemaligen Kindergartens einschlagen haben. Umgehend bot die Einsatzzentrale der Kantonspolizei mehrere Patrouillen auf. Vor Ort konnte die Polizei feststellen, dass die Eingangstüre des Gebäudes aufgebrochen und Scheiben auf der Rückseite einge-

schlagen waren. Zudem wurde Mobiliar im Innern verwüstet. In unmittelbarer Nähe konnte ein 14-jähriger Jugendlicher aus Neuenhof angehalten werden. Im Zuge der Befragung konnten vier weitere Jugendliche, alle aus der Region, angehalten und befragt werden. Die Kantonspolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Der Sachschaden dürfte einige hundert Franken betragen. Das stillgelegte und nicht mehr in Betrieb stehende Gebäude wurde durch die Gemeinde notdürftig verschlossen.

INSERATE

GEMEINDE NEUENHOF

GEMEINDE NEUENHOF

Baugesuchs-

Baugesuchspublikation

publikation Baugesuch

2021-0024

Bauherrschaft: Kurt Dietrich und Heidi Zmilacher, Tannenhofstrasse 4, 5432 Neuenhof Lage:

Parzelle 2120, Tannenhofstrasse 4, 5432 Neuenhof

Bauvorhaben: Ersatz bestehende Garage durch eine grössere Gestützt auf § 60 Abs. 2 BauG und § 54 Abs. 3 BauV liegen die Pläne während der Zeit vom 28. Mai 2021 bis 28. Juni 2021 im Gemeindehaus,

Baugesuch 2021-0033 Bauherrschaft: Beat Rölli, Badenerstrasse 16, 5442 Fislisbach Lage: Parzelle 2366, Industriestrasse 15, 5432 Neuenhof Bauvorhaben: Imbissstand Grillarena mit Zelt Gestützt auf § 60 Abs. 2 BauG und § 54 Abs. 3 BauV liegen die Pläne während der Zeit vom 28. Mai 2021 bis 28. Juni 2021 im Gemeindehaus, Abteilung Bau und Planung, 2. Stock, öffentlich auf. Einwendungen können während der gesetzlichen Auflagefrist (30 Tage) beim Gemeinderat erhoben werden. Sie haben einen Antrag, eine Begründung sowie ein Begehren zu enthalten. Allfällige Beweismittel sind beizuziehen und soweit möglich beizulegen. Abteilung Bau und Planung

Abteilung Bau und Planung, 2. Stock, öffentlich auf. Einwendungen können während der gesetzlichen Auflagefrist (30 Tage) beim Gemeinderat erhoben werden. Sie haben einen Antrag, eine Begründung sowie ein Begehren zu enthalten. Allfällige Beweismittel sind beizuziehen und soweit möglich beizulegen. Abteilung Bau und Planung

brigitte.gaehwiler@chmedia.ch

Schon beim Betreten des Gebäudes durch den bisherigen Eingang zum Jugendraum sind die Veränderungen zu sehen. Aus der ehemaligen Werkstatt mit metallenem Charm sind helle, offene Räume geworden. «Wir sind sehr zufrieden, bis jetzt läuft alles nach Plan», sagt Jugendarbeiterin Nathalie Jaworski. Beim weiteren Rundgang durchs Gebäude wird deutlich, dass die wenigen notwendigen Abbrucharbeiten, etwa für die Eingangstür, bereits weitgehend erledigt sind. Speziell geachtet wurde auch auf die Schalldämmung, da der neue Jugendtreff neben einer Wohnsiedlung liegt. «Die Fenster sind schalldicht und der Eingangsbereich wurde extra nach unten gesenkt, damit auch dort möglichst wenig Lärm entstehen kann», erklärt Jaworski und ergänzt: «Aktuell werden die Sanitäranlagen und die Küche eingebaut, danach werden die Wände verputzt und gemeinsam mit den Jugendlichen gestrichen.» Gemütliche Sitzecke, moderne Küchenzeile Auf rund 160 Quadratmetern entstehen ein grosszügiger Aufenthaltsraum mit Lounge, ein Spielzimmer, eine Küchenzeile mit Bar sowie das Lager der Jugendarbeit. «Geplant sind moderne Lounge-Möbel in Form von Holzpaletten mit bequemen Kissenauflagen für den Austausch in lockerer Atmosphäre, eine moderne Küchenzeile mit Bar, welche von den Jugendlichen mit CDs dekoriert wird, sowie ein Fernseher und eine Leinwand mit Sitzsäcken, die zu gemütlichen Filmabenden einladen», erklärt Jaworski das Konzept und kommt ins Schwärmen. «Ich habe mich über viele Jahre für einen neuen Jugend-

Die Jugendarbeiter Franz Kohler (l.) und raum im Zentrum von Neuenhof eingesetzt. Der bisherige Standort in der Webermühle war einfach zu dezentral, weshalb der Jugendraum dort auch nicht stark besucht war.» Boxsäcke zum Austoben Im Spielzimmer nebenan, so Jaworski, wird es einen Töggelikasten, eine Dartanlage, eine Spiegelwand mit Matten sowie Boxsäcke zum Austoben geben. Abgerundet werden sollen sämtliche Räume durch farbverändernde LED-Leisten an der Decke, die alles atmosphärisch ausleuchten sollen. «Dementsprechend möchten die Jugendlichen die Wände in möglichst hellen Farben streichen. So kommen die Farben der

«Die Jugendlichen freuen sich sehr auf den Jugendraum.» NATHALIE JAWORSKI, JUGENDARBEITERIN

LED-Lichter besser zur Geltung», erklärt die Jugendarbeiterin. Neu gibt es auch einen Partyraum, der etwas weiter hinten im Gebäude liegt und unabhängig vom Jugendraum vermietet werden kann. «Die Jugendlichen freuen sich sehr auf den neuen Jugendraum und können es kaum erwarten, ihn endlich nutzen zu können. Mich wiederum freut es, dass die Jugendlichen in allen Phasen des Umbaus miteinbezogen wurden und sie mit-


WOCHE NR. 21 DONNERSTAG, 27. MAI 2021

nimmt Form an

Nathalie Jaworski (r.) mit einer Gruppe Jugendlicher.

AUS DEM GEMEINDERAT

zVg

Im neuen Jugendraum werden zurzeit Sanitäranlagen und Küche eingebaut. bestimmen, mithelfen und mitgestalten können. Schliesslich ist es ihr Jugendraum, nicht unserer. Sie sind die Experten», sagt sie. Vor den Sommerferien soll die Eröffnung gefeiert werden Bereits in wenigen Wochen, noch vor den Sommerferien, soll der neue Jugendraum seine Türen öffnen. Geplant sei, die bisherigen Öffnungszeiten am Mittwochnachmittag und Freitagabend beizubehalten. «Die Jugendlichen haben aber entschieden, dass der Mittwochnachmittag für die jüngeren Besucher (ab 10 Jahren) und der Freitagabend für die älteren (ab 13 Jahren) geöffnet sein soll», erklärt Jaworski. Neu wird der Jugendraum auch samstags von engagierten und verantwortungsbewussten Jugendlichen der 1. bis 3.

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Oberstufe geöffnet sein. Dabei werden die Jugendlichen im Testbetrieb stufenweise von den Jugendarbeitern begleitet. «Die Jugendlichen werden von der Jugendarbeit in vier Schritten zur vollständigen Eigenständigkeit und Verantwortlichkeit eingearbeitet. Je nach Verlauf dieser Einarbeitung können die Schritte nach Bedarf wieder rückgängig gemacht oder wiederholt werden», erklärt Jaworski. Das Betriebskonzept steht und die Jugendlichen stehen in den Startlöchern: «Wir hoffen, dass sich die Coronasituation möglichst rasch verbessert und wir mit unserem neuen Jugendraum im Sommer durchstarten können – damit die frisch renovierten Räume nicht allzu lange ungenutzt leer stehen müssen», sagt Jaworski.

Fronleichnam – Gemeindeverwaltung Papiersammlung Mai Die geschlossen Die Türen der Gemeinnächste Papierdeverwaltung bleiben am Donnerstag, 3. Juni (Fronleichnam), den sammlung findet am Samsganzen Tag geschlossen. Die Pikettdienstnummern können wie getag, 29. Mai, wohnt unter www.neuenhof.ch entstatt und wird durch die ref. nommen werden. Besten Dank für Nächste Sammlung Jugendgruppe das Verständnis. am 29. Mai. zVg durchgeführt (KontaktteleRäumung von Grabfeldern im Herbst – Erinnerung Infolge Ablauf der Gra- fon 056 437 30 32). Sammelware besruhe werden auf dem Friedhof bitte immer bündeln und verschnüPapprich, Neuenhof, folgende Grä- ren. Nur korrekt bereitgestelltes ber aufgehoben: Urnengräber: F2/64 Papier bzw. korrekt bereitgestellter bis F2/74, (Januar 1995 bis Januar Karton wird übernommen. Grössere 1996); F3/1 bis F3/15, (Februar 1996 Mengen oder Dimensionen von Karbis Januar 1997); F4/16 bis F4/18, ton, insbesondere aus Gewerbebe(November 1995 bis Januar 1996). trieben, sind weiterhin gebührenErdreihengräber: D1/68 bis D1/82, pflichtig der Kehrichtabfuhr oder (März 1995 bis Januar 1997). Kinder- direkt einem Altstoff händler zu gräber: D4/3 bis D4/4, (Juli 1991 bis übergeben. August 1995). Gemeinschaftsgrab: Grabfeld H, (Dezember 1981 bis De- Ferienzeit – Sind die Ausweise noch gültig? Schon bald beginnt die Fezember 1995). Als Grabräumung ist das Entfer- rien- und Reisezeit. Daher ist es nen von Grabsteinen oder -platten wichtig zu prüfen, ob Pass oder und der Bepflanzung zu verstehen. Identitätskarte noch gültig ist. Für Erdbewegungen (Ausgrabungen) die Beantragung einer Identitätskarerfolgen keine. Es wird zudem te muss man persönlich am Schalter darauf hingewiesen, dass sich die des Gemeindebüros vorsprechen Dauer der Grabesruhe nach der (Minderjährige und Bevormundete in Begleitung der gesetzlichen VerErstbestattung richtet. Private Räumungen sind bis Ende tretung). Dazu sind die bisherige August vorzunehmen. Vor der Weg- IDK sowie ein aktuelles Passfoto nahme des Grabsteins ist das Bestat- (nicht älter als ein Jahr, neutraler tungsamt Neuenhof zu informie- Hintergrund, Frontalaufnahme, geren. Angehörige, die den Grabstein schlossener Mund) mitzubringen. durch Dritte entfernen lassen, ha- Das Passfoto kann dem Gemeindeben diesen einen schriftlichen Auf- büro alternativ vorgängig per E-Mail trag zu erteilen, welcher vor der zugestellt werden (gemeindebueEntfernung dem Bestattungsamt ro@neuenhof.ch). Die Lieferfrist für die Identitätskarte beträgt maximal Neuenhof vorzuweisen ist. Nach Ablauf dieser Frist (ab Sep- 10 Arbeitstage. Der Pass bzw. das tember) wird die Gemeinde über die Kombiangebot (Pass und Identitätsnoch verbliebenen Grabsteine und karte) ist direkt beim AusweiszentBepflanzungen/Gegenstände verfü- rum Aarau zu beantragen. Weitere gen und die Räumung zu Lasten der Informationen dazu unter www. Gemeinde veranlassen. schweizerpass.ch. Zur vorgesehenen Grabräumung sind bei den Eingängen zum Fried- Baubewilligungen Die Baubewillihof Papprich sowie bei den Räu- gung wurde erteilt an: PlaceB AG, mungsreihen Hinweistafeln ange- Räffelstrasse 26, 8045 Zürich, für bracht. Für weitere Auskünfte steht die Erstellung von zwei Reklamedas Bestattungsamt Neuenhof (Tel. tafeln, auf der Parzelle Nr. 2379, 056 416 21 70) gerne zur Verfügung. Klosterrütistrasse 25, in Neuenhof. INSERATE

Zürcherstrasse 138 · 5432 Neuenhof 056 406 25 60 · info@hueppi-ag.ch www.hueppi-ag.ch Fachbetrieb für Leder und Textil Fahrzeuge · Wohnen · Objektbau · Industrie · Medizin · Spezialanfertigungen


Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Wettingen-Neuenhof Redaktionsteam: Etzelstrasse 22 Pfr. S. Burkhard 5430 Wettingen Pfr. L. Fischer-Lamprecht 056 437 30 30 Sekretariat: N. Bischof www.ref-wett-nhf.ch

fgrund en können au Veranstaltung veränder t hs uc br us -A de s Corona ig oder kurz fri st durchgeführt n! de er w gt ab ge sa

G ot tesdiens te Sonntag, 30. Mai 9.30 Wettingen Pfrn. Kornelia Baumberger-Dängeli 10.30 Neuenhof Pfrn. Kornelia Baumberger-Dängeli Kollekte: Aargauische Evangelische Frauenhilfe

Sonntag, 6. Juni 9.30 Wettingen Pfrn. Renate Bolliger König Kollekte: Operation Rescue

Sonntag, 13. Juni 9.30 Wettingen Pfr. Lutz Fischer-Lamprecht 10.30 Neuenhof Pfr. Stefan Burkhard Kollekte: Streetchurch Zürich

Sonntag, 20. Juni 9.30 Wettingen Pfrn. Renate Bolliger König

Familien-Gottesdienst

Sommerlager abgesagt!

am Sonntag, 27. Juni, um 9.30 Uhr, in der ref. Kirche in Wettingen

Der «Krisenstab Corona» hat nach ausführlicher Diskussion das Sommerlager für die 1.–5. Klässler vom 3. bis 10. Juli in Sedrun schweren Herzens abgesagt. Grund ist das nach wie vor bestehende Verbot des Kantons Aargau zur Durchführung von Lagern (Stand Anfang Mai). Der Krisenstab geht aufgrund der aktuellen Lage davon aus, dass das bestehende Verbot nicht rechtzeitig aufgehoben wird, um das Lager durchzuführen. Da somit keine Planungssicherheit gewährleistet werden kann, auch nicht für die Familien, erfolgt die Absage schon zu diesem frühen Zeitpunkt.

Trotz der Einschränkungen, die die Corona-Massnahmen nach wie vor mit sich bringen, möchten wir miteinander den Familiengottesdienst feiern. Das Vorbereitungsteam hat eine interessante biblische Geschichte vorbereitet.

«Geh aus, mein Herz, und suche Freud» Herzliche Einladung zu einem Hauskonzert am Donnerstag, 17. Juni, 19.00 Uhr, in der Arena hinter dem Kirchgemeindehaus in Wettingen.

Als Ersatz für das Offene Singen, das wegen Corona nicht in der bekannten Form durchgeführt werden kann, sind Jung und Alt herzlich zu einem kleinen «Hauskonzert» eingeladen. Giulia Guarneri Giovanelli singt volkstümliche und andere Lieder, und möchte damit allen Anwesenden in diesen besonderen Tagen eine Freude bereiten. Begleitet wird sie von Philipp Plaga am E-Piano. Bei gutem Wetter findet das Konzert in der Arena statt, bei schlechtem in der Kirche.

Einladung zur Kirchgemeindeversammlung Dienstag, 22. Juni 2021, 19.30 Uhr, in der reformierten Kirche Wettingen Traktanden

1. Genehmigung des Protokolls der Versammlung vom 24. November 2020 2. Passation der Rechnung 2020 3. Antrag auf die Durchführung eines Projektwettbewerbs «Neubau Kirchgemeindehaus Wettingen» 4. Bericht aus der Synode 5. Verschiedenes und Umfrage Im Anschluss an die Kirchgemeindeversammlung wird allen Teilnehmenden, sofern es die Corona-Situation erlaubt, eine kleine Erfrischung offeriert. Die Kirchenpflege freut sich auf gute Begegnungen.

gottesdienst

Die detaillierte Jahresrechnung 2020 kann ab Montag, 31. Mai 2021, im Kirchgemeindehaus Wettingen nach tel. Absprache mit dem Sekretariat (056 437 30 30) eingesehen werden. Selbstverständlich stellen wir Ihnen die Broschüre (Protokoll der letzten Kirchgemeindeversammlung sowie die Rechnung 2020 mit den entsprechenden Erläuterungen) gerne auch zu. Bitte nehmen Sie in diesem Fall mit unserem Sekretariat Kontakt auf.

Pfr. Lutz Fischer-Lamprecht

Es werden keine persönlichen Einladungen versandt.

Kollekte: HEKS Flüchtlingsarbeit

Sonntag, 27. Juni 9.30 Wettingen Familien-

Kollekte: Stiftung Kinderdorf Pestalozzi

Zur Kirchgemeindeversammlung sind alle Stimmberechtigten ab 16 Jahren, welche Mitglied unserer Kirchgemeinde sind, eingeladen.

Nachhilfeunterricht zum Demokratieverständnis Hie i dr Schwyz chöi mir no sälber befähle! Di diräkti Demokratie löh mir üs vo niemerem la stähle! Drum wähle mir nach de Rote u de Grüene für einisch die Gääle, damit’s üs a Nütem söll fähle. Nume: O die Gääle chöi das Virus nid abwähle; sie hei n’ihm nämlech nüt z’befähle. Obwohl mir das Virus gar nid hei welle, chöi mir ys numme so oder anders zue n’ihm stelle. O die Gääle sy also Schrott! Das Virus macht eifach, was es wott! Drum merk dr: O di demokratische Mittel hei ängi Gränze! S wär guet, mir würde bi dere Erkenntnis itz nid schwänze!

Umkonfiguration zur Demut Wir fordern, dass wir wieder ordern! Wir fordern, dass wir wieder überborden! Wir fordern das Ende des Lockdowns! Gar manchem würde es so passen, wenn er sich nicht müsst anpassen. Wir planen! Und ahnen: Nicht wir können terminen wie auf Schienen, nicht wir können ordern und fordern. Denn gefordert sind wir, uns einer Mutation anzupassen und selbst zu mutieren und uns zu evolutionieren und umzukonfigurieren: Weg von so viel Arroganz – hin zur Bescheidenheit! Gott sei Dank, dass nicht wir die Herren sind in diesem Laden. Es wäre der Ausverkauf der Welt. Stefan Burkhard


KILLWANGEN

WOCHE NR. 21 DONNERSTAG, 27. MAI 2021

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AUS DEM GEMEINDERAT Gemeindeverwaltung an Fronleichnam geschlossen Am Donnerstag, 3. Juni, und Freitag, 4. Juni bleibt die Gemeindeverwaltung Killwangen geschlossen. Bei Todesfällen ist das Bestattungsamt während der ordentlichen Bürozeiten via Pikettdienst unter 079 559 73 00 erreichbar.

Parkkarten wird die Gemeinde jährlich einen Betrag im oberen 5-stelligen Bereich einnehmen. Die Übersichtskarte kann auf der Homepage der Gemeinde Killwangen eingesehen werden. Weitere Ausführungen erhalten Interessierte an der Politinfo vom 31. Mai.

Abstimmungsvorlage Parkreglement Das Parkierungsreglement wurde aufgrund der ausgefallenen Gemeindeversammlung im Winter 2020 nach hinten verschoben und soll nun an der Urne zur Abstimmung gelangen, da es für die Gemeinde finanzielle Auswirkungen in Form von Einnahmen hat. Wie schon im Artikel vom 5. März 2020 in der Limmatwelle berichtet, soll mit der Einführung des Parkregimes das «wilde Parkieren» auf den Strassen verhindert werden. Gleichzeitig werden durch die Markierungen die Schulwege sicherer gestaltet und die Behinderungen für Fussgänger, Radfahrer und den Unterhaltsdienst eliminiert. Fahrzeuge, welche über Tage gratis auf dem öffentlichen Grund abgestellt sind oder diesen als P&R-Parkplatz benutzen, sollen künftig dafür bezahlen müssen. Kurzparkierer bis 3 bzw. 4 Stunden hingegen können dies weiterhin kostenlos tun, indem sie die blaue Parkscheibe sichtbar anbringen. Durch die Ausgabe von

Abstimmungsvorlage SBB-Unterführung Nachdem die Gemeinde Killwangen durch die SBB über die Sanierungsabsichten an der Strassenunterführung orientiert worden ist, zeigte sich, dass die Entwässerung der Gemeindestrasse nicht den Vorschriften entspricht und dringend Naturerlebnis «Chly Rhy». der Gesetzgebung angepasst werden muss. Zudem ist der Verlauf einzelner Werkleitungen zum Teil sehr ungünstig und eine allfällige Reparatur äusserst kostspielig. Durch eine Koordination mit den SBBArbeiten können für die Verlegung und Sanierung der Leitungen erheblich Kosten eingespart und die Ver- Die Mitglieder des Vogelsorgungssicherheit für das Industschutzvereins Spreitenriegebiet für künftige Projekte sibach-Killwangen besichtigchergestellt werden. Das Projekt wird ebenfalls an der Politinfo vom ten das am Hochrhein ent31. Mai im Detail vorgestellt.

INSERATE

GEMEINDE KILLWANGEN

Baugesuche Bauherrschaft:

Grundeigent.: Bauobjekt: Bauvorhaben: Bauherrschaft: Grundeigent.: Bauobjekt: Bauvorhaben:

Ortsbürgergemeinde Killwangen, vertreten durch Gemeinderat Killwangen, Schürweg 2 8956 Killwangen do. Schürweg 8956 Killwangen (Parz. Nr. 392) Sanierung Spycher Stephan & Evelyne Lüchinger, Haselrain 8 8956 Killwangen do. Haselrain 8 8956 Killwangen (Parz. Nr. 1279) Neubau Stützmauer, Neuerstellung Sichtschutz mittels Stelen, Ersatz und Vergrösserung Sitzplatzüberdachung und Ersatz Terrassenboden

Das Baugesuch liegt vom 27. Mai 2021 bis 28. Juni 2021 während den ordentlichen Schalteröffnungszeiten öffentlich auf der Gemeindekanzlei zur Einsichtnahme auf. Einsprachen sind innert der Auflagefrist an den Gemeinderat Killwangen zu richten. Eine Einsprache hat schriftlich zu erfolgen und muss einen Antrag sowie eine Begründung enthalten.

zVg

Renaturierte Auen besucht und bestaunt

Publikation Gesuch um ordentliche Einbürgerung Folgende Person hat bei der Gemeinde Killwangen ein Gesuch um ordentliche Einbürgerung gestellt: Marcus Werner Lotz, 1965, deutscher Staatsangehöriger, wohnhaft in 8956 Killwangen, Dorfstrasse 14. Jede Person kann innert 30 Tagen seit der amtlichen Publikation dem Gemeinderat eine schriftliche Eingabe zum Gesuch einreichen. Diese Eingaben können sowohl positive wie negative Aspekte enthalten. Der Gemeinderat wird die Eingaben prüfen und in seiner Beurteilung einfliessen lassen. Glückwünsche zum Geburtstag Folgende Personen, welche in Killwangen wohnhaft sind, werden im Juni 70 Jahre und mehr. Der Gemeinderat gratuliert herzlich und wünscht alles Gute. Mario Branda-Fontanella, 2. / 79 Jahre Leo Dittli-Altorfer, 30. / 78 Jahre Hans-Peter Grössbauer, 28. / 77 Jahre Anna Maria Romano, 02. / 76 Jahre Milan Nikolic, 01. / 74 Jahre Bruno Weber, 30. / 73 Jahre

standene Naturschutzgebiet «Chly Rhy».

«Die 35 Hektaren Auenland sind geprägt von trockenen und feuchten Wiesen, Gehölzstreifen, stehenden und fliessenden Gewässern», beschreibt Pro Natura Aargau die grösste Aue des Auenschutzparks am Rhein. Dieses vielfältige Naturschutzgebiet, das vielen spezialisierten Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum bietet, war das Ausflugsziel von neun Mitgliedern des Natur- und Vogelschutzvereins (NVSK) Spreitenbach-Killwangen. Bei wunderschönem Frühlingswetter erkundeten sie diese grösste Aue des Auenschutzparks «Chly Rhy» am Rhein in Rietheim. Unter der Leitung von Sylvia Seibold und Markus Hunziker wurden im Auengebiet Vögel beobachtet und diverse Pflanzen bestaunt. Das Gebiet besteht aus verschiedenen Lebensräumen und bietet eine grosse Artenvielfalt, schreibt Vereinspräsident Koni Wiederkehr im Exkursionsbericht: «Der Rhein, ein renaturierter Seitenarm, Teiche, Auenwald, Blumenwiesen und Ruderalflächen bieten vielen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum.» Mit seinem unverwechselbaren Ruf begleitete der Kuckuck die Gruppe während der Exkursion. Insgesamt konnten über 40 Vogelarten

Beobachtungsturm «Chly Rhy»-Auen. gehört und beobachtet werden. Überrascht wurden die Vereinsmitglieder von einem Flussuferläufer, der am Rheinufer landete. Am künstlich geschaffenen Steilufer aus Sand haben viele Uferschwalben ihre Bruthöhlen gegraben. «Das emsige Treiben an dieser Sandschüttung war sehr beeindruckend», so Wiederkehr. «Bei den Pflanzen stach besonders der wunderschöne weiss blühende Milchstern heraus». Die Blumenwiesen standen zwar noch nicht in voller Blüte. Hingegen entdeckten die Vereinsmitglieder Wiesensalbei, den Kleinen Wiesenknopf und den Wiesenbocksbart. Die Wege wurden auch durch viele kleinere Pflanzen wie den Kriechenden Günsel, die Gundelrebe oder Veronica und Gänseblümchen gesäumt. «Der Besuch dieses schönen Gebiets kann nur empfohlen werden», so das Fazit der Vereinsmitglieder. (LiWe/zVg)


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SPREITENBACH AUS DEM GEMEINDERAT haben alle fünf amtierenden Mitglieder des Gemeinderates bestätigt, dass sie sich anlässlich der Gesamterneuerungswahlen vom 26. September zur Wiederwahl stellen.

Fronleichnam Am Donnerstag, 3. Juni, und Freitag, 4. Juni, bleiben die Gemeindeverwaltung und die Gemeindewerke geschlossen. Pikettdienste sind auf der Gemeindewebseite und im Inserat in der Limmatwelle publiziert. Gesamterneuerungswahlen Seit Ende April ist der Gemeinderat wieder vollzählig. Im Rahmen eines vorgezogenen Klausurentscheides INSERATE

Bauausschreibungen BG Nr: Bauherr:

3251 Altersheimverein, Alters- und Pflegeheim «Im Brühl» Untere Dorfstrasse 10 8957 Spreitenbach Bauobjekt: Einbau von 2 Klimageräten Baustelle: Untere Dorfstrasse 10 Parzelle: 1644 Zusatzbew.: Keine BG Nr: Bauherr:

3250 Furore Kanalservice GmbH Kesselstrasse 15 8957 Spreitenbach Bauobjekt: Umnutzung in Büro für Kanalreinigungsarbeiten Baustelle: Aspstrasse 8 Parzelle: 3636 Zusatzbew.: Departement Volkswirtschaft und Inneres Aargauische Gebäudeversicherung

Die öffentliche Auflage erfolgt vom 31. Mai 2021 bis 29. Juni 2021 auf der Bauverwaltung, Gemeindehaus, Spreitenbach Allfällige Einwendungen können während der nicht erstreckbaren Auflagefrist beim Gemeinderat, 8957 Spreitenbach eingereicht werden. Zustelladresse: Bauverwaltung, Poststrasse 13, 8957 Spreitenbach. Sie haben einen Antrag und eine Begründung zu enthalten. Gemeinde Spreitenbach

Publikation von Gesuchen um ordentliche Einbürgerung Folgende in Spreitenbach wohnhafte Personen haben bei der Gemeinde Spreitenbach ein Gesuch um ordentliche Einbürgerung gestellt: Sascha Christian Horrig, geb. 1983, Zoé Miranda Horrig Duràn, geb. 2009, beide deutsche Staatsangehörige, Olivia María Horrig Duràn, geb. 2016, Céline Grazia Horrig Duràn, geb. 2019, beide deutsche und spanische Staatsangehörige, alle wohnhaft Schmittegass 19; Altrim Muharemi, geb. 2005, serbischer Staatsangehöriger, Rotzenbühlstrasse 20; Leonora Muharremi, geb. 1998, kosovarische Staatsangehörige, Bahnhofstrasse 61; Emilija Petrovic, geb. 1991, serbische Staatsangehörige, Sandäckerstrasse 4; Emília Marlene Ribeiro Peixoto, geb. 1996, portugiesische Staatsangehörige, Langäckerstrasse 51; Elvir Salihu, geb. 2002, serbischer Staatsangehöriger, Bahnhofstrasse 78; Fatih Üzümyemez, geb. 1991, türkischer Staatsangehöriger, Wigartestrasse 16; Labian Xhemajli, geb. 2009, kosovarischer Staatsangehöriger, Langäckerstrasse 15. Jede Person kann innert 30 Tagen seit der amtlichen Publikation dem Gemeinderat eine schriftliche Eingabe zum Gesuch einreichen. Diese Eingaben können sowohl positive wie negative Aspekte enthalten. Der Gemeinderat wird die Eingaben prüfen und in seine Beurteilung einfliessen lassen. Strafanzeige wegen Sozialhilfemissbrauch Bei der Staatsanwaltschaft ist Strafanzeige wegen Widerhandlung gegen das Sozialhilfe- und Präventionsgesetz eingereicht worden. Eine Person hatte vorsätzlich einen Arbeitserwerb nicht deklariert, währenddem sie gleichzeitig Sozialhilfe bezog. Die Deliktsumme ist mit wenigen Tausend Franken überschaubar, da der Missbrauch rasch aufgedeckt werden konnte. Termine 31. Mai, 17 Uhr: unentgeltliche Rechtsauskunft, nur telefonisch möglich zwischen 17 und 18 Uhr. Die Telefonnummer wechselt jeweils, daher bitte aktuelle Telefonnummer auf der Homepage beachten.

Das sind die neuen Mitte Mai sind fünf Falken im Kirchturm der katholischen Kirche Spreitenbach geschlüpft. Koni Wiederkehr schaut in 40 Metern Höhe nach dem Rechten. Seit er 2009 einen Brutkasten einbaute, sind dort bereits 35 Junge zur Welt gekommen. SIBYLLE EGLOFF

«Noch sind sie ganz eng zusammengeknäuelt, weil es so kalt ist. Es sind dieses Jahr fünf Junge», erzählt Koni Wiederkehr. Der Präsident des Naturund Vogelschutzvereins Spreitenbach-Killwangen steigt einmal pro Woche den Kirchturm der katholischen Kirche Spreitenbach empor, um in 40 Metern Höhe nach seinen Schützlingen Ausschau zu halten. Seit 2009 dient der Boden über dem Glockenstuhl als Brut- und Aufzuchtstätte von Turmfalken. «Ich habe damals einen Falkenkasten eingebaut», sagt Wiederkehr. Die Kirche habe von der Elektrizitätsversorgung Spreitenbach anlässlich eines Jubiläums eine Beleuchtung für den Kirchturm erhalten. «Weil die Fledermäuse, die dort leben, das helle Licht nicht mögen, habe ich die Kirche gebeten, davon abzusehen. Doch man hatte das Geschenk bereits angenommen.» Um die Tiere wenigstens etwas vor dem Licht zu schützen, verdunkelte Wiederkehr die Fenster im Turm. «Da kam mir die Idee, auch gleich einen

FRÜHLINGSFOTO

Aus sechs Eiern schlüpften fünf Junge. Falkenkasten zu errichten.» Der Aufwand zahlte sich schon zwei Jahre später aus. «2011 entdeckte ich ein Gelege mit vier Eiern», erinnert sich Wiederkehr. Jedoch sei nur eines davon ausgebrütet worden. «Wahrscheinlich war es die erste Brut eines noch unerfahrenen Weibchens, das nicht so recht wusste, was es mit den Eiern anfangen sollte.» 2012 stritten sich zwei Falkenpaare um den Brutplatz, sodass der Kasten leer blieb. Ab 2013 stellte sich der regelmässige Bruterfolg ein. Seitdem trifft Wiederkehr jeden Frühling auf Nachwuchs. Insgesamt sind dort schon 35 junge Falken zur Welt gekommen. In rund 35 Tagen sind die jungen Falken flügge «Es ist jedes Jahr ein wunderbares Erlebnis, zu beobachten, wie die schönen Vögel in rund 35 Tagen von kleinen weissen Wollknäueln zu


WOCHE NR. 21 DONNERSTAG, 27. MAI 2021

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Bewohner der katholischen Kirche

Die kleinen Falken müssen wegen der Kälte nah zusammenrücken. stolzen jungen Falken heranwachsen.» Der Spreitenbacher freut sich, dass er die Vögel mit dem Falkenkasten unterstützen kann. In der Natur und in anderen Gebäuden sei es für die Tiere schwieriger, Brutplätze zu finden, die sicher und wettergeschützt seien. Bei seinen Besuchen im Turm muss Wiederkehr jeweils sehr behutsam und leise sein. «Ich will das Weibchen oder das Männchen auf keinen Fall stören und ihnen Stress bereiten.» Deshalb beobachtet, fotografiert und filmt er das Geschehen im Brutkasten stets durch ein kleines Loch eines Tuchs, das er dort angebracht hat. «Ich warte jeweils, bis das Weibchen oder das Männchen wegschaut. Erst dann halte ich den Fotoapparat rein», sagt Wiederkehr. Er wartet nun gespannt auf die nächste Phase seiner Schützlinge. «Die ersten Flugversuche sind immer lustig anzuschauen. Die Fal-

Diese drei Exemplare wohnten 2019 im Kirchturm.

Bilder: zVg/Koni Wiederkehr

ken sitzen dann beim Kastenausgang und blicken in die Tiefe, als fragten sie sich, ob sie schon losfliegen sollen oder nicht.» Die ersten Flugversuche sind jeweils ein Spektakel Wenn ein Junges den Schritt dann wage, würden die anderen ihm beeindruckt nachschauen. Bis jetzt hätten alle die Mutprobe früher oder später bestanden, sagt Wiederkehr. «Wenn sie das Nest verlassen, können auch Passantinnen und Passanten sie erstmals sehen. Das ist jeweils ein Spektakel, weil die Vögel zu Beginn den Eingang zurück zum Falkenkasten nicht auf Anhieb erwischen und mehrere Anläufe nehmen müssen.» Wiederkehr will auch künftig als Falkenvater wirken. Er ist sich sicher: «Solange ich den Kirchturm noch hoch komme, werde ich mich weiterhin um die Tiere kümmern.» Fast flügge Falken: Die Brut von 2019 kurz vor dem Ausfliegen. INSERATE

Blick von der Heiterbergsstrasse Richtung Spreitenbach.

(Melanie Bär)

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Ablesung Strom- und Wasserverbrauch Im Juni 2021 findet die halbjährliche Ablesung des Strom- und Wasserverbrauchs durch die Elektrizitätsversorgung Spreitenbach statt. Damit dies speditiv erledigt werden kann, bitten wir die Kunden, den Mitarbeitern Zugang zu den entsprechenden Geräten zu gewähren. Unsere Ableser verfügen über einen Personalausweis der Elektrizitätsversorgung Spreitenbach, welcher auf Verlangen vorgewiesen wird. Besten Dank für Ihre Mitarbeit. Gemeindewerke Spreitenbach

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WÜRENLOS

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Einzige Bezugsperson zur Aussenwelt Als 26-Jähriger wurde Nico Kunz Präsident der Spitex Würenlos. «Als jüngster Präsident einer Spitex in der Schweiz», sagt er bei der Übergabe an seine Nachfolgerin Ruth Niggli. MELANIE BÄR

Nico Kunz hat gerade seine zweijährige Tochter zur Krippe gebracht, als er zum Interview ins Gemeindehaus kommt. Gerne hätte er sich an der Vereinsversammlung der Spitex Ende Mai persönlich von den Mitgliedern verabschiedet. Doch wie schon im Jahr zuvor findet diese aufgrund der Pandemie schriftlich statt. Er zieht deshalb im Interview mit der Limmatwelle Bilanz über seine zehnjährige Tätigkeit, die eigentlich nicht so lange geplant war. Wie schon seine Vorgänger hatte nämlich auch Kunz geplant, sein Amt nach sechs Jahren weiterzugeben. Doch erst Anfang Jahr fand der Vorstand mit Ruth Niggli eine geeignete Nachfolgerin, begründet er, dass er vier Jahre länger als geplant im Amt war. «Meine Wunschkandidatin», wie er sagt. Der 36-Jährige ist überzeugt, dass Nigglis beruflicher Hintergrund als Ökonomin und Dozentin an der Fachhochschule Nordwestschweiz ihr bei diesem Amt helfen wird. «Ich jedenfalls war froh, dass ich bei Amtsantritt noch mitten im Verbandsmanagementstudium war, das Wissen hat mir in der Praxis sehr geholfen», sagt er. Denn die Spitex ist kein «normaler» Verein, sondern ein Kleinunternehmen mit 25 Angestellten, das vom Vorstand strategisch geführt wird. Die Non-ProfitOrganisation stellt im Auftrag der Gemeinde die Betreuung und Pflege zu Hause sicher, um so Spitalaufenthalte und Heimplatzierungen zu verhindern, hinauszuzögern oder zu verkürzen. Keine Spitex-Fusion erwünscht In seiner Zeit als Präsident musste er wegweisende strategische Entscheide treffen. Im 2015 beispielsweise wollten sich die Spitex Spreitenbach, Killwangen, Neuenhof und Wettingen zu einer regional tätigen gemeinnützigen Spitex AG zusammentun. Würenlos hingegen hatte kein Interesse am Zusammenschluss – der schlussendlich sowie-

so am Nein der Killwangener und Spreitenbacher Bevölkerung gescheitert ist. Kunz war der einzige Präsident, der die Fusion von Anfang an abgelehnt hat. «Wir wären nur bereit gewesen mitzuziehen, wenn dadurch die Leistungen günstiger geworden wären», sagt Kunz. Auch fünf Jahre später hat Kunz seine Meinung nicht geändert und findet den Alleingang den richtigen Weg: «Anders wäre es gewesen, wenn wir keine gute operative Führung gehabt hätten.» Auch wenn das Thema Zusammenschluss vorerst vom Tisch ist, wird sich wohl auch seine Nachfolgerin Ruth Niggli früher oder später mit solchen möglichen Veränderungen auseinandersetzen. Einerseits wenn es darum geht, herauszufinden, ob die Vereinsform noch zeitgemäss ist und sich genügend passende Vorstandsmitglieder finden, die bereit sind, für dieses Ehrenamt viel Zeit zu investieren und Verantwortung zu tragen. Anderseits aufgrund der Personalknappheit im Gesundheitswesen. «Genügend gutes Personal zu finden, sehe ich als die grösste Herausforderung», sagt Niggli. «Es ist wichtig, den Mitarbeitenden Sorge zu tragen und sie beispielsweise mit Weiterbildungsmöglichkeiten zu fördern. Das ist wahrscheinlich einer der Erfolgsfaktoren, die dazu geführt haben, dass wir diesbezüglich nie in die Bredouille kamen», so Kunz.

Präsidiumwechsel in der Spitex: Nico Kunz übergibt an Ruth Niggli.

wesen, wo er ins operative Geschäft eingegriffen habe und mit der Geschäftsführerin täglich eine Lagebeurteilung machte. Und das während der Pandemie, die auch sein eigenes Unternehmen, ihn als Vizeammann und frischgebackenen Vater herausforderte. «Damals fiel gleichzeitig noch die Betreuung der Tochter durch die Eltern und Schwiegereltern aus, die ja nicht mehr hüten sollten.» Er sei glücklicherweise nicht der Typ, bei dem Probleme eine Depression auslösen. «Ich funktioniere dann einfach und mache es Via Facebook Schutzkleidung für die Mitarbeitenden gesucht wie eh und je: Es gibt eine ProblemIn eine Zwangslage ist er während stellung und die muss ich lösen.» seiner Amtszeit eigentlich nur einmal gekommen. Es war im März Kein persönliches Verabschieden 2020, als die Spitex am Anfang der Spricht Nico Kunz von der AmtsPandemie massiv zu wenig Schutz- übergabe, ist allerdings Bedauern in ausrüstung hatte, um die Patienten, seiner Stimme zu hören. Bedauern, aber auch das Personal vor der An- dass sich er, der Vorstand und die steckung von Covid-19 zu schützen. Mitglieder an der GeneralversammDer Mangel gipfelte in einem Hilfe- lung nicht persönlich sehen. Die ruf von Nico Kunz in den sozialen Begegnungen mit den Klientinnen Medien. Private und Firmen, darun- und Klienten an der Weihnachtster sogar ein Malereibetrieb aus feier seien für ihn der Höhepunkt dem Glarnerland, schickten darauf- des Vereinsjahrs gewesen, der Lohn hin Überschürzen nach Würenlos. seiner Arbeit sozusagen. «Als VorSein letztes Amtsjahr als Präsi- stand sieht man an solchen Anläsdent hatte er sich eigentlich ganz sen, für wen man arbeitet, und eranders vorgestellt: «Ich dachte, das lebt den Nutzen der Spitex hautwird ein schönes Jahr, in dem ich nah.» mich persönlich von den MitglieFür ihn ist die Organisation ein dern verabschieden kann. Stattdes- Erfolgsmodell, nicht nur, was den sen kam Corona und das Jahr wurde Pflege-, sondern auch den hauswirtzu einer echten Herausforderung», schaftlichen und menschlichen Besagt Kunz. Es sei die einzige Zeit ge- reich betrifft. «Während der Pande-

Melanie Bär

miehöhepunkte waren die Spitexmitarbeitenden für unsere Klienten manchmal die einzigen Bezugspersonen zur Aussenwelt. Es ist tragisch, wie viele Leute einsam gestorben sind. Nicht nur alte Menschen sind von Einsamkeit betroffen, sondern auch junge», resümiert er. Ganz anders er selbst: Durch seine eigene Firma, die politischen Ämter und seine Familie ist er viel mit Menschen in Kontakt und auch mehr als ausgelastet. Darum will er die frei gewordene Zeit nun auch nicht mit einem neuen Amt füllen, sondern freut sich auf mehr Zeit mit der Familie. An Silvester ist er zum zweiten Mal Vater geworden. Ruth Niggli übernimmt Präsidium An einem ganz anderen Ort steht seine Nachfolgerin familiär. Ihr Sohn schliesst im Sommer die obligatorische Schulzeit ab und beginnt danach eine Lehre. Sie freut sich, die frei werdende Zeit in die Spitex zu investieren. «Insbesondere auf die strategische Arbeit freue ich mich», sagt sie. Ihr Amt als Revisorin bei der Würenloser Spitex gibt sie hingegen mit dem Wechsel in fünf Tagen ab. «Und ich muss noch eine Mitgliedschaft ausfüllen, damit ich zumindest Vereinsmitglied bleibe und an den künftigen Generalversammlungen dabei sein kann», sagt Nico Kunz lachend, ehe er sich kurz darauf verabschiedet, um an der nächsten Sitzung teilzunehmen.


Baugesuchspublikation

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Einsicht nur nach telefonischer Vereinbarung (056/436 87 50) möglich Baugesuch Nr.: 202077-1 Bauherrschaft: Sportverein Würenlos 5436 Würenlos Bauvorhaben: Innengerät Luft-WasserWärmepumpe Lage: Parzelle 937 (Neu: 5085) (Plan 25), Gewerbegebiet «Tägerhard» Zone: Gewerbezone GE Baugesuch Nr.: 202147 Bauherrschaft: Epifanio Moira und Iaquinta Marco Seminarstrasse 70 5430 Wettingen Bauvorhaben: Neubau Einfamilienhaus und Rückbau Stützmauer zur Strasse Lage: Parzelle 1102 (Plan 74) Buechstrasse 35a Zone: Wohnzone E2 Baugesuch Nr.: 202148 Bauherrschaft: Binkert-Müller Patrick und Karin Furtbachweg 8 5436 Würenlos Bauvorhaben: Innengerät Luft-WasserWärmepumpe mit neuem Schacht Lage: Parzelle 5032 (Plan 67) Furtbachweg 8 Zone: Wohnzone W3

WÜRENLOS AUS DEM GEMEINDERAT

Fronleichnam; Gesetzlicher Feiertag Gemäss kantonaler Vollziehungsverordnung zum Arbeitsgesetz gilt Fronleichnam für die Gemeinden im Bezirk Baden (mit Ausnahme der Gemeinde Bergdietikon), also auch für Würenlos, als gesetzlicher Feiertag. Er ist im Sinne von Art. 20a des Arbeitsgesetzes dem Sonntag gleichgestellt. Daher bleiben die Büros der Gemeindeverwaltung am Donnerstag, 3. Juni, den ganzen Tag geschlossen. Für Notfälle können erreicht werden: Bestattungsamt: 079 380 94 60; Technische Betriebe: 056 436 87 60; Regionalpolizei Wettingen-Limmattal/Polizei: 056 437 77 77 oder Notruf 117. Besten Dank für das Verständnis. INSERATE

Gesuchsauflage vom 28. Mai bis 28. Juni 2021 während der ordentlichen Schalterstunden im Büro der Bauverwaltung. Allfällige Einwendungen sind innerhalb der Auflagefrist im Doppel an den Gemeinderat zu richten und haben einen Antrag und eine Begründung zu enthalten.

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«Provinzler sind Der Schriftsteller Pedro Lenz tritt zusammen mit Gitarrist Max Lässer in Würenlos auf. Er schwärmt vom Mittelland und von der Schönheit des Banalen. ROBIN SCHWARZ

Pedro Lenz, seit die Coronamassnahmen gelockert wurden, hatten Sie wieder einige Auftritte. Wie war das? Am Anfang ist man schon etwas holprig. Wir hatten einen Auftritt in einem Gemeindesaal im Kanton Zug, da hätte es Platz für 350 Menschen gehabt, es wurden aber nur 50 Stühle im Raum verteilt. Wir sind uns von Kleintheatern her Resonanz gewohnt, aber in diesem Rahmen funktioniert das nicht. Es fehlen Unmittelbarkeit und Sponta- Ode ans Mittelland: Pedro Lenz (l.) nität. Schweiz sei so. Obwohl wir im AllIn Ihren Texten geht es oft um räum- tag eigentlich gar nie mit Kühen in liche, menschliche und kulturelle Kontakt sind und unsere Freunde Nähe – oder auch deren Absenz. Sie auch nicht. Einer von hundert vielsagten einmal, Nähe komme nicht leicht. Das ist nur ein ganz kleiner durch Technik zustande. Ist das nun Ausschnitt der Schweiz, sie ist viel aber nicht das, was wir während der grösser als die Swissness. Das MittelPandemie lernen mussten? Ich habe für Bibliotheken drei Lesungen abgehalten via Videocall. Das Publi- «Wir haben dieses Bild so kum konnte sich via Link zuschallange reproduziert, bis wir ten. Zum Teil waren da bis zu 170 selber geglaubt haben, die Leute dabei, die ich bei sich zuhause auf dem Sofa sitzen gesehen Schweiz sei so.» habe. Das ist auf gewisse Weise sehr intim. Aber es ist halt trotzdem nicht das Gleiche. Ich bin dankbar land ist für mich Ausdruck davon. für die Möglichkeit, aber sie ersetzt Da leben ungefähr 80 Prozent der für mich die menschliche Begeg- Menschen in der Schweiz in diesen vielen mittelgrossen Städten. Benung nicht. reist man all diese Städte, bemerkt Mit Max Lässer zusammen treten Sie man, dass das auf eine Weise ein in einer Art Mittelland-Tour auf, Sie Einheitsbrei ist, aber irgendwie versuchen, das Lebensgefühl des Mit- eben doch nicht. Etwas haben aber tellandes einzufangen. Plakativ könn- alle gemeinsam: das Nebeneinander te man sagen: Das Mittelland ist Ein- von Schönheit und Hässlichkeit. heitsbrei. Gibt es etwas, was Sie im Mittelland trotzdem besonders über- Können Sie das ausführen? Als wir rascht oder Ihnen exotisch erscheint? den Film «Der Goalie bin ig» in LanWissen Sie, wir haben ein exoti- genthal drehen wollten, fanden die sches Bild der Schweiz. Wir haben Produzenten, das gehe nicht. Imein Bild der Schweiz, wo es um Alp- mer, wenn ein schönes Haus im aufzüge geht, um das Käsen von Bild zu sehen sein sollte, stand daHand, um die sogenannte Swiss- neben ein sauwüstes. Man wollte ness. Das ist eine Erfindung unserer lieber nach Aarberg im Kanton Tourismusfachleute, um Reisende Bern gehen, weil es da eine intakte anzulocken, um ihnen zu vermit- Altstadt gibt, worauf ich antworteteln: «Schaut, das gibt es bei uns, te, es gehe mir doch genau darum, das ist etwas Schönes, etwas Unver- zu zeigen, dass bei uns wunderdorbenes.» Wir haben dieses Bild so schöne historische Häuser neben lange reproduziert, bis wir irgend- furchtbaren 80er-Jahre-Bausünden wann selber geglaubt haben, die stehen.


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dazu gezwungen, mehr zu verstehen.» nen Job nicht richtig.» Und trotzdem muss ich da hin. Und das ist eigentlich schön, weil es meist besser kommt, als man es sich eingebildet hat.

Musik.» Das war professionell eingespielte Musik ohne Ironisierung und auch kein blöder Pseudopoprock, wie es Trauffer oder Bligg machen. Da

Sie treten zusammen mit Max Lässer «Die Musik von Max Lässer auf, der viel mit Volksmusik gemacht hat meinen Zugang zu hat. Wie hat Lässer Sie beeinflusst? Die Musik von Max Lässer hat meinen meiner Kunst beeinflusst, Zugang zu meiner Kunst beeinflusst, bevor ich ihn kannte.» bevor ich ihn kannte. Ich war Riesenfan des Bündner Liedermachers Walter Lietha und Lässer war sein Gitar- wird es mir direkt anders, rein kulrist. Als Max Lässer sein Überland- turell gesehen. Da gibt es für mich projekt startete, eröffnete mir das keine Anknüpfungspunkte zur Ideneinen neuen Zugang zur Volksmusik. tifikation. Das hat nichts mit meiner Das waren Menschen, ganz klischiert, Welt zu tun. die in ganz normalen Kleidern auf die Bühne gingen und sich sagten: «Wenn Pedro Lenz und Max Lässer treten zusamich tagsüber Mechaniker in Würenlos men in der Alten Kirche Würenlos auf. Bei bin und am Abend Schwyzerörgeli gutem Wetter findet der Anlass mit mehr spielt am Freitag zusammen mit Max Lässer in Würenlos. Alex Spichale/Archiv spiele, muss ich niemandem etwas Plätzen im Freien statt. beweisen, indem ich mich mit einer Das Interview in voller Länge lesen Sie beides, der Berner nicht. Jeder aus Tracht verkleide, mir geht es um die online auf www.limmatwelle.ch Turgi geht mal nach Zürich, aber «Etwas haben all diese niemand aus Zürich je nach Turgi. Städte gemeinsam: das Das ist der Unterschied. In Langen- INSERATE Nebeneinander von Schön- thal hatten wir nicht eine Beiz für Marktnotiz Hardrocker, eine für Teddys und heit und Hässlichkeit.» eine für Kiffer. Das hat uns geALTERSWOHNHEIM MIT PERFEKTEM KLIMA zwungen, im Austausch zu bleidank fischerwohnen Ja, das ist das Lebensgefühl im Mittel- ben. Mich dünkt es, Provinzler sind land. In Aarburg, Kanton Aargau, dazu gezwungen, mehr zu versteten zuerst auf der Demenzstation gibt es eine Moschee. Es ist keine hen. Wenn du natürlich ganz weit massgeschneiderte Vorhänge für schöne Moschee, wie wir sie viel- rauskommst, haben aber auch sie den Essbereich und in einzelnen leicht aus den Istanbul-Ferien ken- ihre Blasen und gehen nach der Aufenthaltszonen an. Das Echo war nen. Sie steht in einem Industrie- Büez immer in dieselbe Beiz in Frudurchwegs positiv. Das Pflegeperquartier, eingeklemmt zwischen tigen, um dasselbe Bier zu trinken. sonal freute sich über die wesentHauptstrasse und Bahnlinie. Ein Aber im Schnitt sind wir im mittlich niedrigeren Raumtemperaturen altes Einfamilienhäuschen. Weiter leren Norden beweglicher vom und die Bewohner hielten sich wievorne steht das katholische Kirch- Kleinen ins Grosse statt umgeder lieber in den Räumen auf. zentrum, das einer Mehrzweckhal- kehrt. le gleicht. Das ist unsere Schweiz. Die Begeisterung war so gross, Das ist unsere kleine Welt. Unser Das «kleine» Publikum ist dann auch Seit einigen Jahren dürfen wir den dass wir im folgenden Jahr zwei Miteinander und Nebeneinander. anders als das «grosse». Natürlich Wohnkomfort im Kompetenzzent- weitere Geschosse mit den wärWir bewegen uns ständig in dieser ist es cool, wenn Lässer und ich rum fürs Alter «Haus Eigenamt» in me-isolierenden Vorhängen ausWelt, aber beschreiben sie nie. Wir mal im Kaufleuten in Zürich aufLupfig mit unseren Dienstleistun- statteten. Ebenso bekamen die beschreiben meistens nur unser treten können vor Leuten, von gen unterstützen. Stationsbüros und die beiden Büdenen ich das Gefühl habe, sie verBergidyll. ros der Geschäftsleitung solche stünden meine Ironie und meine Im Sommer 2017 gelangte die Stoffe, einmal als FlächenvorhänHat das «Provinzielle» – man sagt Anspielungen ganz genau. VielStv. Geschäftsführerin Beatrice ge konfektioniert, einmal in Form das ja oft abwertend – gegenüber leicht habe ich danach ein Konzert Böhringer mit einem speziellen von Rollos – auch hier arbeitet man dem Urbanen einen Vorteil? Der gros- in einem Kirchgemeindesaal auf Wunsch an uns: Die Aufenthaltsräu- im Sommer wieder gerne bei se Unterschied ist, dass man im dem Land und habe den Eindruck, me im Süden auf jeder Etage im höchst angenehmen TemperatuUrbanen viel eher Gefahr läuft, sich das Publikum nimmt alles wörtWohnheim seien in diesem beson- ren. Wir bedanken uns herzlich für in einer Blase zu bewegen und An- lich oder versteht nicht alles – aber ders heissen Sommer einfach über- das Vertrauen! Übrigens, bleibt dersdenkende nicht mehr zu ver- das ist ein Irrtum. Man bildet sich hitzt, weil es aussen am Gebäude auch im Privatbereich dank solcher stehen. das ein. Wenn ich dann in einer keine Beschattung gibt. Dank der Funktionsttoffe die Hitze draussen. Vorschau etwas lese wie «Der wärme-isolierenden Stoffkollektion Informieren Sie sich bei fischerWie meinen Sie das? Ich möchte das Abend mit Pointen-Garantie», deneines namhaften Schweizer Her- wohnen in Würenlos: so erklären: Jeder Langenthaler ke ich oft: «Scheisse, da werde ich stellers wussten wir Rat. Wir fertig- www.fischerwohnen.ch geht regelmässig nach Bern für jetzt als Clown angekündigt, und irgendeine Erledigung, aber kein wenn du in den ersten fünf MinuDie unter «Marktnotiz» publizierte Texte stehen ausserhalb der redaktionellen Verantwortung. Meldungen von KMU sind buchbar unter brigitte.gaehwiler@chmedia.ch, Tel. 058 200 53 73. einziger Berner geht je nach Lan- ten keinen Lacher lieferst, werden genthal. Der Langenthaler kennt die Leute denken, ich mache mei-


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WÜRENLOS/KIRCHLICHE MITTEILUNGEN

Turmfalken-Livestream Würenlos

WETTINGEN Kath. Kirche St. Sebastian, Schartenstrasse 155 Freitag, 28. Mai, 18.30 Uhr, Dankandacht der Erstkommunionkinder. Samstag, 29. Mai, 15 Uhr, feierlicher Gottesdienst zur Firmung 2021 (Vinzenz Wohlwend und Marcel Mehlem). Nur für Angehörige; 17.30 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier, (Markus Heil). Sonntag, 30. Maim, 9.30 und 15 Uhr, feierlicher Gottesdienst zur Firmung 2021 (Vinzenz Wohlwend und Marchel Mehlem). Nur für Angehörige. Mittwoch, 2. Juni, 9 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier. Donnerstag, 3. Juni (Fronleichnam), 9 Uhr, Eucharistiefeier auf dem Alten Friedhof; musikalisch wird die Feier durch das Bläserquartett «Brass4Fun» begleitet. Bei schlechtem Wetter findet der Gottesdienst in der Kirche statt.

Wer wollte nicht schon immer den Vögeln beim Brüten zuschauen? Im vergangenen März hat der Natur- und Vogelschutzverein Würenlos einen Nistkasten mit einer Webcam ausgestattet. Die installierte Webcam sendet Livebilder mit Ton und erlaubt damit einen intimen Einblick in das Brutverhalten eines Turmfalkenpaares. Nachdem die Turmfalken den Nistkasten in Besitz genommen haben, legte das Weibchen am 21. April das Ein Turmfalke beim Rüttelflug. erste Ei. Jeweils im Zweitagesabstand folgten vier weitere. In den nächsten Tagen werden voraussichtlich die Turmfalken schlüpfen. Der Vorstand des Natur- und Vogelschutzvereins Würenlos wünscht allen kleinen und grossen Naturfreunden viel Spass beim Beobachten! Der Livestream ist auf der Webseite des NVVW zu finden unter: nvvw.birdlife.ch. (zVg)

LESERBRIEF In Würenlos gab es im vergangenen Jahr 20 Bauernhöfe und 66 Beschäftigte in der Landwirtschaft. Von diesen Höfen produzierte nur einer nach biologischen Kriterien. Im Übrigen setzen auch Biobetriebe zum Schutz ihrer Kulturpflanzen Pestizide ein. Etwas verharmlosend werden sie dort «Hilfsstoffe» genannt. Einige davon werden synthetisch hergestellt oder enthalten synthetische Komponenten. Trotzdem verfügt Würenlos über eine hygienisch einwandfreie Trinkwasserqualität. Sämtliche Untersuchungswerte wie beispielsweise Chlorid oder Nitrat liegen deutlich unter den gesetzlichen Grenzwerten. Dies zeigt hervorragend, wie verantwortlich und nachhaltig die Bauernbetriebe wirtschaften. Bereits heute muss die Landwirtschaft eine ausgeglichene Düngerbilanz aufweisen und einen Beitrag zur Biodiversität leisten, damit sie Direktzahlungen erhalten. Die Bauernbetriebe haben selbstverständlich ein grosses Interesse an gesunden Böden und nachhaltiger Viehzucht. Seit Jahrzehnten verschwinden in der Schweiz Bauernbetriebe, so auch in Würenlos. In den vergangenen 30 Jahren sind in Würenlos 17 Bauernhöfe verschwunden. Die beiden extremen Agrarinitiativen, über die abgestimmt wird, verfehlen das Ziel, gefährden die regionale, einheimische Produktion und verteuern die Lebensmittel. Sie gefährden auch die Bauernbetriebe in Würenlos und die damit verbundenen Arbeitsplätze. Steven Schraner, Würenlos

Das Turmfalkenweibchen am Brüten.

zVg

GLÜCKWÜNSCHE ZUM GEBURTSTAG Folgenden Einwohnern im Alter von 80 und mehr Jahren gratulieren wir zum Geburtstag, den sie im Monat Juni feiern können, recht herzlich und wünschen ihnen ein schönes Geburtstagsfest und weiterhin gute Gesundheit. Athanasios Chatziioannidis Hans Flückiger Othmar Betschart Margrit Arnold Willi Bleuer Hans Kaufmann Erika Wizemann Rita Meier Johann Schildknecht Silvia Dögel Yvonne Müller

01.06./82 Jahre 08.06./89 Jahre 10.06./86 Jahre 14.06./84 Jahre 14.06./89 Jahre 16.06./80 Jahre 16.06./85 Jahre 17.06./85 Jahre 23.06./87 Jahre 24.06./80 Jahre 27.06./81 Jahre

Die Geburtstagspublikationen erscheinen ab Juni wieder monatlich in der Limmatwelle. Die kurze Unterbrechung diente der Gemeindekanzlei dazu, bei den Seniorinnen und Senioren deren Einverständnis zur Publikation einzuholen. Personen, welche keine Publikation ihres Geburtsdatums und ihrer Adresse im Rahmen dieser Gratulationswünsche möchten, können dies frühzeitig der Gemeindekanzlei Würenlos mitteilen.

Kath. Kirche St. Anton, Antoniusstrasse 12 Freitag, 28. Mai, 18.30 Uhr, Eucharistiefeier in der Kirche; 20 Uhr, Rosenkranzgebet in italienischer Sprache in der Kapelle. Sonntag, 30. Mai, 9.30 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier (Markus Heil); 11 Uhr, Santa Messa in lingua italiana; 12.30 Uhr, Gottesdienst in kroatischer Sprache; 13.15 Uhr, Gottesdienst in kroatischer Sprache. Montag, 31. Mai, 20 Uhr, Rosenkranzgebet in italienischer Sprache in der Kapelle. Mittwoch, 2. Juni, 9 Uhr, Eucharistiefeier in der Kirche. Donnerstag, 3. Juni, Fronleichnam, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier (Frà Martino Bernardi und Mario Stöckli); 18 Uhr, Santa Messa in

KIRCHLICHE VERANSTALTUNGEN Fiire mit de Chliine, reformierte Kirche, Gipfstr. 4, Freitag, 28. Mai, 15.30 Uhr. Versöhnungsweg Neuenhof Am 1. und 2. Juni werden die Kinder der 4. Klasse den Versöhnungsweg gehen. Mit einer Begleitperson gehen sie von Raum zu Raum und setzen sich mit ihren verschiedenen Lebensbereichen auseinander. Anschliessend findet ein Gespräch mit einem Priester statt, indem die Überlegungen besprochen und vor Gott getragen werden. Am Mittwoch, 2. Juni, findet dann um 19 Uhr in der kath.


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lingua italiana; 19.30 Uhr, Gottesdienst in kroatischer Sprache. Kloster Wettingen, Klosterstrasse 12 Sonntag, 30. Mai, 9.30 Uhr, christkatholische Eucharistiefeier (Wolfgang Kunicki ); 11 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier (Markus Heil). Ref. Kirche, Etzelstrasse 22 Sonntag, 30. Mai, 9.30 Uhr, Gottesdienst (Kornelia Baumberger-Dängeli). Sulpergkapelle Sonntag, 30. Mai, 16 Uhr, Sternziit – Krabbelgottesdienst zum Thema «Abschied». Alterszentrum St. Bernhard, Rebbergstrasse 24 Dienstag, 1. Juni, 9.30 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier.

NEUENHOF Kath. Pfarrkirche St. Josef, Glärnischstrasse 12 Samstag, 29. Mai, 17 Uhr, Rosenkranzgebet; 18.30 Uhr, der Gottesdienst entfällt (siehe Killwangen). Sonntag, 30. Mai, 9 und 11 Uhr, Firmung (Kiro Stojanov). Mitgestaltung durch Benjamin Meier, Gabi Pollinger und Abbé Zacharie. Musikalisch begleitet durch Andrea Cattel und Gianluca Felzani (Piano und Gesang). Die Firmfeiern von 9 und 11 Uhr sind ausschliesslich für die Familien und Gäste der Firmanden reserviert; 18 Uhr, Santa Messa in lingua italiana. Montag, 31. Mai, 17 Uhr, Rosenkranzgebet. Mittwoch, 2. Juni, 19 Uhr, Dankgottesdienst mit Kommunionfeier. Der Gottesdienst ist für die Kinder und

Angehörigen des Versöhnungswegs reserviert. Donnerstag, 3. Juni, Fronleichnam, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier (Jacqueline Meier und Abbé Zacharie); 17 Uhr, Rosenkranzgebet. Ev.-ref. Kirchgemeindehaus Lindenstrasse 11 Sonntag, 30. Mai, 10.30 Uhr, Gottesdienst (Kornelia Baumberger-Dängeli).

SPREITENBACH Kath. Pfarrkirche St. Kosmas & Damian, Ratzengasse 3 Freitag, 28. Mai, 19 Uhr, kein Gottesdienst. Samstag, 29. Mai, 14, 16 und 18 Uhr, Firmung. Dieser Gottesdienst ist nur für die Firmanden und deren Gäste gedacht. Alle andern werden gebeten, den Gottesdienst am Samstag um 18.30 Uhr in Killwangen oder am Sonntag um 10 Uhr in Spreitenbach zu besuchen. Sonntag, 30. Mai, 10 Uhr, Eucharistiefeier (Laurentius Bayer). Mittwoch, 2. Juni, 9.30 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier (Jacqueline Meier). Donnerstag, 3. Juni, 11 Uhr, Fronleichnam-Gottesdienst (ohne Prozession), Anmeldung empfohlen bis 2. Juni, 11.30 Uhr. Alters- und Pflegeheim Im Brühl, untere Dorfstrasse 10 Freitag, 28. Mai, 10.15 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunion (Petre Karmazichev); Dienstag, 1. Juni, 10.15 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunion (Petre Karmazichev).

Pfarrkirche St. Josef in Neuenhof ein Dankgottesdienst statt, in welchen alle Kinder, die den Versöh-

Kath. Pfarrkirche Bruder Klaus, Kirchstrasse 9 Freitag, 28. Mai, 19 Uhr, der Gottesdienst entfällt. Samstag, 29. Mai, 18.30 Uhr, Eucharistiefeier (Laurentius Bayer). Sonntag, 30. Mai, 11 Uhr, der Gottesdienst entfällt. Donnerstag, 3. Juni, Fronleichnam, 19 Uhr, Eucharistiefeier (Jacqueline Meier und Abbé Zacharie).

WÜRENLOS Kath. Pfarrkirche St. Maria, Schulstrasse 21 Freitag, 28. Mai, 19 Uhr, Maiandacht KAB Aargau, Frauenbund und KAB Würenlos. Samstag, 29. Mai, 10 Uhr, feierliche Erstkommunion (Joseph Kalamba und Monica Angelini); 18 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier (Mario Stöckli). Sonntag, 30. Mai, 10 Uhr, feierliche Erstkommunion (Joseph Kalamba und Monica Angelini); 17.30 Uhr, Rosenkranzgebet. Mittwoch, 2. Juni, 10 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier. Ref. Kirche Würenlos, Gipfstrasse 4 Sonntag, 30. Mai, 19 Uhr, Gottesdienst, Abendmahl mit 4.-Klässlern (Arnold Bilinski, Tonia Egloff).

Klosterkirche Fahr Sonntag, 30. Mai, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier; 19.30 Uhr, Maiandach/ Komplet. Dienstag, 1. Juni, 8 Uhr, Eucharistiefeier. Mittwoch, 2. Juni, 17.45 Uhr, Vesper vom folgenden Ev.-ref. Dorfkirche, Hochfest; 19.30 Uhr, Vigil vom Chilegass 18 Freitag, 28. Mai, 18.40 Uhr, «Zwänzg folgenden Hochfest. Donnerstag, vor sibni»-Abendgottesdienst im 3. Juni, Fronleichnam, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier/Prozession; Rahmen der Langen Nacht der 16 Uhr, festliche Vesper. Kirchen (Stephan Matthias).

nungsweg gehen, mit Begleitung eingeladen sind. Man beachte bitte, dass dieser Gottesdienst nur für die Kinder mit Begleitperson reserviert ist.

Versöhnungsweg für die Kinder der 4. Klasse mit Begleitperson. zVg

KILLWANGEN

aber es sich immer lohnt, diesen zu gehen, da am Ende die wiedergewonnene Lebensfreude auf einen wartet. Für die Teilnahme am Vortrag wird um eine Anmeldung bis spätestens 31. Mai gebeten bei Antonietta Konetzny unter Telefon 056 424 17 71 oder per E-Mail an frauenbund@harenberg.org. Die Platzanzahl ist beschränkt. Der Eintritt ist frei. Es besteht Maskenpflicht. Alte Kirche Würenlos, Dienstag, 1. Juni, 19 Uhr (Einlass ab 18.45 Uhr).

Vortrag «Weg durch die Trauer» Der Reformierte Frauenverein und der Katholischer Frauenbund Würenlos laden zur ersten Abendveranstaltung in diesem Jahr ein. Heidi Hofer, psychologische Beraterin und Trauerbegleiterin, wird den Teilnehmenden in ihrem Vortrag «Weg durch die Trauer» auf- Chorprobe der Bridge Singers, reforzeigen, dass der Weg aus der Trauer mierte Kirche, Gipfstr. 4, Würenlos, oft steinig und anstrengend ist, Mittwoch, 2. Juni, 19.30 Uhr.

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«MEIN GOTT»

Christina Wunderlin, katholische Pfarreiseelsorgerin i. A., St. Anton und St. Sebastian Wettingen

Haben Sie schon mal das Feuer in sich gespürt? Damit meine ich nicht die Wechseljahre und auch kein Rheumapflaster zum Aufkleben, sondern mehr den Heiligen Geist. Er ist oft die unbekannte Grösse von dem, den wir Gott nennen. Mit dem Heiligen Geist wird unter anderem das Symbol des Feuers verbunden, weil er in Feuerzungen über die Jünger kam. Die, die vorher allein gelassen und verängstigt waren, gehen hinaus in alle Welt, öffnen sich fremden Menschen und erzählen, woran sie glauben. Der Heilige Geist entzündet ein Feuer in ihnen, das hinaus will, um überzuspringen. So was nenne ich Leidenschaft. Jedes lodernde Feuer beginnt aber mit einem kleinen Funken. Daher rührt auch mein Vertrauen, dass Gott schon im ganz Kleinen wirkt und wir in den Alltäglichkeiten nach ihm suchen dürfen. Gott, sein feuriger Geist und seine Leidenschaft sind auch in den kleinen Dingen auffindbar. Ich habe vor Kurzem einen kleinen alten Funken in mir wiederentdeckt und eine einst grosse Leidenschaft auflodern lassen. Nachdem ich in meiner Jugend sehr intensiv Rudersport betrieben und anderen das Rudern beigebracht habe, hatte ich lange Zeit nicht mehr die Gelegenheit dazu. Nach vielen Jahren bin ich nun wieder in ein Boot gestiegen und der Funke war nicht mehr kleinzuhalten. Zusammen mit Menschen, die ich noch nicht kannte, eine Mannschaft zu bilden, die das gleiche Ziel hat, nämlich ihre Kraft von den Zehenspitzen durch den ganzen Körper letztlich ins Wasser zu bringen und das Boot laufen zu lassen, hat meine Leidenschaft neu befeuert. Gottes Geist ist eben die unbekannte Grösse und Geschenk zugleich: im Kennenlernen neuer fremder Menschen und im Wiederentdecken alter bekannter Leidenschaften. Feedback an: redaktion@limmatwelle.ch


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AGENDA

WOCHE NR. 21 DONNERSTAG, 27. MAI 2021

«DAS LETZTE WORT» 24 300 Exemplare. Erscheint jeden Donnerstag. Amtliches Publikationsorgan der Gemeinden Wettingen, Neuenhof, Killwangen, Spreitenbach und Würenlos.

Sibylle Egloff, freie Mitarbeiterin Limmatwelle

HERAUSGEBERIN CH Regionalmedien AG, Kronenplatz 12, 5600 Lenzburg GESCHÄFTSFÜHRER Stefan Biedermann, stefan.biedermann@chmedia.ch, Telefon 058 200 58 10

REDAKTION redaktion@limmatwelle.ch, Telefon 058 200 58 20

«Ich erwarte die Ankunft des Teufels» Mary MacLanes 1902 erschienenes Tagebuch wurde zum Skandal. Philipp Lux und Oda Jekaterina haben daraus eine One-Woman-Show im Variétéstil gemacht. Theater im Kornhaus, Baden, Samstag, 29. Mai, 20.15 Uhr. Vorverkauf unter Tel. 056 222 23 34.

REDAKTIONSLEITUNG Melanie Bär, melanie.baer@chmedia.ch

Die Gebrüder Grimmig spielen Grimms Märchen, erzählt mit «vergnüglicher Anarchie». Ein Märchen mit «inbrünstigem Gesang» für alle Altersklassen. Theater im Kornhaus, Baden, Sonntag, 30. Mai, 15 Uhr. Vorverkauf unter Tel. 056 222 23 34.

REDAKTIONSTEAM Manuela Page, manuela.page@chmedia.ch Robin Schwarz, robin.schwarz@chmedia.ch FREIE MITARBEITER DIESER AUSGABE Sibylle Egloff (sib), Romi Schmid (rom) REDAKTIONSSCHLUSS Montag, 8 Uhr COPYRIGHT Herausgeberin Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material. INSERATE Brigitte Gähwiler, brigitte.gaehwiler@chmedia.ch, Telefon 058 200 53 73

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EIN PRODUKT DER

VERLEGER Peter Wanner www.chmedia.ch Beteiligungen der CH Media AG auf www.chmedia.ch

SPREITENBACH «Auf zur Schatzsuche – Bündner Pärke und den Jurapark Aargau entdecken» Die Sonderausstellung «Bündner Pärke und Jurapark Aargau» zeigt in spannenden Modulen, Videos und einer Schatzsuche die Natur- und Kulturschätze, innovativen Projekte und kleinen Weltwunder der Pärke. www.umweltarena.ch Umwelt-Arena, 28., 29., und 30. Mai, 10–17 Uhr.

«Der Teufel ist los!» Ein Kasperstück für alle, die sich was trauen. Spiel und Ausstattung: Doris Weiller und Sibylle Gutzwiller. Regie: Jacqueline Surer. Altersempfehlung: ab 5 Jahren. Figurentheater im Gluri-Suter-Huus, Samstag, 29. Mai, 16 Uhr, Sonntag, 30. Mai, 11 Uhr. «Not me – A Journey with Not Vital» Film und Gespräch mit Not Vital im Rahmen der Ausstellung in der Villa Langmatt. www.orientkino. ch Kino Orient, Samstag, 29. Mai, 17.30–19.30 Uhr.

«SonnenTrail» – limitierte Sonderführung Interessierte lernen die Nutzungsmöglichkeiten von Solarthermie und Photovoltaik kennenlernen. www.umweltarena.ch Umwelt-Arena, 28., 29., 30. Mai und 2. Juni 10–17 Uhr.

Familienkino: «Binti – Es gibt mich!» Ein Familienfilm, wie man es sich wünscht, mit Jugendlichen zwischen 8 und 14 Jahren. www. orientkino.ch Kino Orient, Sonntag, 30. Mai, 16–17.30 Uhr.

WETTINGEN

WÜRENLOS

Lirum Larum Verslispiel Für Kinder von 9 Monaten bis 3 Jahren. Mit Anmeldung: www.eveeno.com/ LirumLarum Untergeschoss, Samstag, 29. Mai, 9.30–10 Uhr.

Lenz und Lässer: «Ode an das Mittelland» Mittelland ist nicht nur Blues – aber auch. Alte Kirche, Mühlegasse/Zentrumsscheune, Freitag, 28. Mai, 20.15–22 Uhr.

Reisevorbereitungen gehören nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Und wenn zum OnlineEinchecken, Kofferpacken und Sonnenspraybesorgen auch noch die Koordination von PCR-Tests und das Ausfüllen von Einreiseformularen hinzukommen, dann wird das unliebsame Prozedere noch mühsamer. Doch die Reiselust nach mehr als einem Jahr Urlaubsabstinenz war grösser als die Abscheu vor den zahlreichen Hürden. Und so liessen mein Verlobter und ich das unangenehme Rumgebohre in der Nase über uns ergehen. Zudem besorgten wir uns einen Termin für den gleichen PCR-Test beim Roten Kreuz in Lissabon. Nach einem aufreibenden Druckmarathon aller Papiere konnte das Coronareiseabenteuer in Portugal beginnen. Der Flieger war nicht überfüllt, das Masketragen im Flugzeug nicht so schlimm und die Koffer drehten bereits ihre Runden, als wir bei der Gepäckausgabe ankamen. Den erholsamen Ferien bei fast 30 Grad stand nichts mehr im Weg. Als wir nach dreistündiger Autofahrt Ferragudo in der Algarve erreichten, konnten wir unser Glück kaum fassen. Übermütig schossen wir Hunderte Fotos des malerischen Fischerdörfchens, spazierten am Strand und atmeten die herrliche Meeresluft ein. Auch das Mittagessen mit Muscheln und Sardinen liessen wir uns schmecken. Der Kellner wollte uns drinnen einen Tisch anbieten, doch nach den regnerischen Tagen in der Schweiz bestanden wir darauf, draussen an der Sonne zu speisen. Einen Tag später machte sich dieser Entscheid in Form eines starken Sonnenbrands auf Armen und Schultern bemerkbar. Das Eincremen und Kleideranziehen wurden zur Qual. Zwar konnte uns das Coronavirus die Ferien nicht verderben, doch hat es uns für andere Reiserisiken blind gemacht. Feedback an: sibylle.egloff@chmedia.ch


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